Eingriffe ins Erbgut – „Das Designer-Baby ist nur noch eine Frage der Zeit“ / CHINA und USA „CRISP Cas 9“

„ganzheitliche Sicht-WEISE“ (SEELE-GEIST-KÖRPER)  – „EPI-GENETIK“ – „URSACHE-WIRKUNG“„Wenn heile Nahrung heilt – „Der TEUFEL liegt im DETAIL“ – Wenn Lebensmittel krank und süchtig machen „aus TEUFELs TOPF“
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„Monsantos Palmafuchsschwanz“  – Die ERDE ist GENIAL alles andere ist MONSANTO – siehe auch MON-SATAN: ein elender REINFALL absichtlich herbeigeführt – DIE „NACH-MIR-DIE-SINTFLUT-WISSENSCHAFT“ –  zuerst GLYPHOSAT (hat VERSAGT) jetzt „DICAMBA
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Die konventionelle Medizin ist ausschliesslich „SYMPTOM-HERUM-PFUSCHEREI“ und es ist einfach nur UN….. dass sie es wagen von HEILEN zu sprechen
NICHTS wissen KEINE AHNUNG haben aber eingreifen um zu manipulieren
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https://www.welt.de/gesundheit/article167119115/Das-Designer-Baby-ist-nur-noch-eine-Frage-der-Zeit.html

Eingriffe ins Erbgut Das Designer-Baby ist nur noch eine Frage der Zeit

Von Norbert Lossau | Stand: 16:08 Uhr |
Ivf (Photo By BSIP/UIG Via Getty Images) Getty ImagesGetty Images
Mit der genetischen Veränderungen wollen Forscher Patienten mit bislang unheilbaren Krankheiten helfen

Quelle: UIG via Getty Images

Bislang haben nur chinesische Forscher über Manipulationen am Erbgut von Embryonen berichtet. Nun ist klar, dass solche Versuche auch in Portland gemacht werden – angeblich mit weniger Nebenwirkungen.
 

Menschliches Erbgut lässt sich gezielt verändern. Doch ist das ethisch akzeptabel? Bislang wurden derartige Experimente nur von chinesischen Wissenschaftlern publiziert. Jetzt haben erstmals Wissenschaftler in den USA das Erbgut menschlicher Embryonen mit der gentechnischen Methode CRISPR-Cas9 modifiziert – so geschehen an der Oregon Health and Science University in Portland unter Leitung des Forschers Shoukhrat Mitalipov.

Das Team von Mitalipov konnte mit den Versuchen nachweisen, dass sich defekte, Krankheiten verursachende Gene sicher und effizient korrigieren lassen. Führt man die Genpreparatur in der Keimbahn durch, wird nicht nur das einzelne Individuum geheilt, das defekte Gen kann auch nicht mehr an die nächste Generation vererbt werden. Unter der Keimnbahn versteht man die Abfolge von Zellen, die, beginnend mit der befruchteten Eizelle, im Laufe der Entwicklung eines Menschen schließlich zur Bildung seiner Keimdrüsen und der darin gebildeten Keimzellen führt – also entweder Eizellen oder Spermien.

Bei den bisherigen Experimenten chinesischer Wissenschaftler waren bei den Eingriffen in das Erbgut stets auch unerwünschte Nebeneffekte aufgetreten. Die Fachveröffentlichung von Mitalipov ist noch nicht publiziert, dem Vernehmen nach sollen bei den Versuchen in den USA aber deutlich weniger Off-Target-Effekte aufgetreten sein – also nicht intendierte Veränderungen im Erbgut, die möglicherweise schädlich sind.

In Deutschland sind diese Experimente verboten

Mitalipov wurde in Kasachstan, also in der früheren Sowjetunion geboren und im Jahre 2007 berühmt, als es ihm als ersten Forscher gelang, Affen zu klonen. Im Jahr 2013 erzeugte er erstmals menschliche Embryonen durch Klonen. Er ist also ein Wissenschaftler, der in der Szene seit Jahren einen Namen hat und dem man einen Erfolg in Sachen Therapie mit „Genome Editing“ durchaus zutrauen darf.

Weder in China noch in den USA sind die genetisch modifizierten Embryonen ausgetragen worden. Sie wurden nach wenigen Tagen getötet. Doch es scheint nun nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis der erste genetisch veränderte Mensch geboren wird.

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In Deutschland sind Experimente, wie sie in China und den USA durchgeführt worden sind, strikt durch das Embryonenschutzgesetz verboten. Forscher, die sich nicht daran halten, droht eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren. In den USA hatte die US National Academy of Sciences im Februar 2017 verkündet, dass Eingriffe in die Keimbahn von Embryonen erlaubt sein sollen, wenn das Ziel die Heilung einer schwerwiegenden Krankheit ist. Die Forschungsarbeiten sind deshalb nicht illegal.

Dürfen es blaue Augen sein?

Auch in Großbritannien und Schweden wurde vom Gesetzgeber bereits grünes Licht für experimentelle Eingriffe am Erbgut menschlicher Embryonen gegeben. Die Wissenschaftler dort haben bislang aber noch nicht von Forschungserfolgen berichtet. Weltweit gibt es zu diesem Thema erst drei wissenschaftliche Publikationen – und die stammen alle aus China.

Wie weit der Forschungsweg noch sein wird, bis sich Erbkrankheiten sicher mit einem gentechnischen Eingriff eliminieren lassen, ist derzeit noch nicht absehbar. Doch wenn dieses Ziel erreicht ist, dann wird es technisch auch möglich sein, Designerbabys mit verbesserten Eigenschaften zu erschaffen.

Dürfen es blaue Augen sein oder etwas mehr Intelligenz? Gesellschaften sollten die roten Linien rechtzeitig ziehen, nicht erst, wenn die Technik marktreif ist.

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Ethisch weniger problematisch ist die Nutzung des Genome Editing, wenn nicht in die Keimbahn eingegriffen wird, sondern bei erwachsenen Menschen Defekte im Erbgut repariert werden. Das ist auch nach deutschem Recht erlaubt, und Pharmaunternehmen wie beispielsweise Bayer investieren bereits viel Geld, um Therapien auf der Basis von CRISPR-Cas9 zu entwickeln.

Pharmakonzerne entwickeln Therapien

„Man schätzt heute, dass mehr als 10.000 Krankheiten von jeweils einem spezifischen Gendefekt verursacht werden“, sagt Kemal Malik, der Forschungsvorstand von Bayer, „und die CRISPR-Cas9-Technologie hat das Potenzial, viele dieser Krankheiten zu heilen, indem der entsprechende genetische Defekt repariert wird.“

Die Zeit sei gekommen, diese neue Art der Therapie zur Anwendungsreife zu bringen. Bayer hat gemeinsam mit der Erfinderin der CRISPR-Cas9-Methode, Emmanuelle Charpentier, die Firma Casebia Therapeutics in Boston gegründet.

Quelle: Infografik Die Welt, dpa infografik

Im April 2017 sorgten elf deutsche Wissenschaftler für Aufsehen, die in einem von der Nationalen Akademie der Wissenschaften verbreiteten Diskussionspapier eine Lockerung des Verbots der Embryonenforschung forderten. Auch in Deutschland solle ein Eingriff in die menschliche Keimbahn unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt werden.

Die Forscher argumentieren, der wissenschaftliche Fortschritt sei so rasant, dass in absehbarer Zeit Genome Editing ohne Nebenwirkungen bei Embryonen durchgeführt werden könne. Und wenn es tatsächlich funktionieren sollte, Krankheiten per Genome Editing ohne Risiko zu heilen, so stellen die Wissenschaftler zur Diskussion: Wäre es dann nicht ethisch angezeigt, diese Möglichkeit auch zu nutzen?

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https://www.welt.de/kmpkt/article166256248/In-30-Jahren-zeugen-wir-die-meisten-Kinder-ohne-Sex.html

Stanford Prof In 30 Jahren zeugen wir die meisten Kinder ohne SEX

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http://www.spektrum.de/news/auch-us-forscher-testen-crispr-an-menschlichen-embryonen/1485923?utm_source=zon&utm_medium=teaser&utm_content=news&utm_campaign=ZON_KOOP

Gentherapie-Experimente: Auch US-Forscher testen CRISPR an menschlichen Embryonen

Nach mehreren Versuchen in China testen nun offenbar auch US-amerikanische Genforscher CRISPR/Cas9 an menschlichen Embryonen. Offiziell ist bisher aber nichts geschehen.

von Jan Osterkamp

Eine Hand mit Pinzette setzt ein Stück in einen stilisierten Erbgutstrang ein.

© vchalup / stock.adobe.com
(Ausschnitt)
Schon 2015 hatten Forscher in China über erste Versuche berichtet, das Genwerkzeug CRISPR/Cas9 an nicht lebensfähigen menschlichen Embryonen zu testen. Weitere Experimente folgten 2016, bei denen CRISPR/Cas9 gezielt – ebenfalls in Embryonen – etwa zum Austausch von Sicherzellenanämie-Genen getestet wurde. Zudem liefen schon CRISPR-Experimente zur Heilung von Krebspatienten an. Ähnliche Versuche, bei denen überzählige, nicht lebensfähige menschliche Embryonen gentechnisch verändert werden, laufen allerdings auch in den USA, wie nun „Technology Review“ berichtet, doch ohne dass bereits Ergebnisse in einer Fachzeitschrift publiziert wurden.Das Magazin berichtet über Experimente des Genforschers Shoukhrat Mitalipov von der Oregon Health and Science University, der laut nicht weiter genannten Quellen aus Kollegenkreisen mit CRISPR/Cas9 an befruchtete Eizellen arbeitet. Dies wäre der erste solche Versuch zur Genmanipulation an menschlichen Embryonen im Westen. Der Forscher selbst wollte dies nicht kommentieren und verwies darauf, dass bisher noch keine Ergebnisse publiziert seien. Den Informationen von „Technology Review“ zufolge testete das Labor von Mitalipov die CRISPR-Genschere aber an einigen Dutzend nicht zur Einpflanzung in den Uterus vorgesehenen menschlichen Eizellen, die von Samenspendern mit unterschiedlichen, nicht näher genannten genetischen Erkrankungen befruchtet worden waren.

Offenbar gelang das Verfahren zumindest rein technisch: Die Genscheren scheinen ihre Zielgene in den meisten Fällen erfolgreich ausgetauscht zu haben. Somit wäre eine der Nebenwirkungen vermieden worden, die Forscher auf Grund einer möglicherweise mangelhaften Effizienz der Genschere befürchten: die genetische Mosaikbildung, bei der die Tochterzellen des wachsenden Embryos mal die veränderte, mal die nicht ausgetauschte Variante des Zielgens tragen. Zudem soll die zuletzt für möglich gehaltene, unterschätzt starke Streuung der CRISPRSchere nicht aufgetreten sein. Alle diese Vermutungen können derzeit jedoch weder unabhängig bestätigt noch widerlegt werden.

Ziel des Verfahrens ist es, in Zukunft einmal defekte Gene, die zu Erbkrankheiten führen, gezielt schon im Embryo auszutauschen. Kritiker befürchten allerdings, dass auf demselben Weg auch nach Wunsch designte Babys entstehen könnten. In Deutschland und vielen anderen Ländern (nicht aber in China und den USA) sind derartige Versuche an Embryonen verboten. Shoukhrat Mitalipov ist ein bekannter und umstrittener Stammzellforscher, der unter anderem die ersten klonierten Stammzelllinien aus menschlichen Embryonen etablieren konnte sowie die ersten Klone von Affen präsentiert hat.

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„GEN-MANIPULATION“ (MONSANTO) hat völlig VERSAGT „Die NATUR schlägt zurück“ / „HERBIZID-RESISTENZ“: Großbritannien – Auf fast 20 Prozent der Flächen kann „Weizen“ nicht mehr ohne Probleme angebaut werden – Grund ist eine andere Graspflanze – der „Ackerfuchsschwanz“ – „SIKKATION“

<<<GENMANIPULATION“ ist „SYMPTOMHERUMPFUSCHEREI“ es gibt 2 Arten davon: entweder arglistig weil man genau weiss was man hier tut oder ahnungslos weil man alles nachplappert was andere vorsagen (wie auch in der „konventionellen MEDIZIN„)>>>

http://www.keine-gentechnik.de/nachricht/32670/

aus dem Text:..Erlaubt bleibt die umstrittene landwirtschaftliche Praxis, Getreide kurz vor der Ernte mit Glyphosat abzuspritzen, damit die Körner gleichmäßig reifen (Sikkation).….( das ermöglicht die HerbizidResistenz für den Ackerfuchsschwanz)

Glyphosat-Zulassung: Die Entscheidung naht

13.07.2017

Glyphosat Herbizid

Herbizid im Einsatz (Foto: Chafer Machinery / flickr, Chafer Sentry, Applying Defy at 250l/ha on wheat land in Lincolnshire, bit.ly/29E6Sk4, creativecommons.org/licenses/by/2.0)

Am 19. und 20. Juli werden die EU-Mitgliedsstaaten im Ständigen Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel über die weitere Zulassung von Glyphosat beraten. Die EU-Kommission hat dazu ihren Vorschlag auf den Tisch gelegt, die Zulassung um weitere zehn Jahre zu verlängern. Eine neue Studie mehrerer Umweltorganisationen wirft den Behörden, die Glyphosat bewertet haben, einen „systematischen Regelbruch“ vor.

Der von der Kommission vorgelegte Vorschlag sieht keine Einschränkungen für den Einsatz von Glyphosat vor. Er stellt lediglich den Mitgliedsstaaten frei, bei der Produktzulassung auf den Schutz des Grundwassers oder der Anwender zu achten. Außerdem sollen sich die Mitgliedsstaaten selbst darum kümmern, den Gebrauch von Glyphosat in öffentlichen Anlagen zu minimieren. Nicht zugelassen werden dürfen glyphosathaltige Herbizide, denen die als gitfig bekannten POE-Tallowamine zugesetzt wurden. Erlaubt bleibt die umstrittene landwirtschaftliche Praxis, Getreide kurz vor der Ernte mit Glyphosat abzuspritzen, damit die Körner gleichmäßig reifen (Sikkation).

Die EU-Kommission geht auch nicht darauf ein, dass die massenweise Anwendung von Glyphosat die Artenvielfalt gefährdet. Dies nahm Bundesumweltministerin Barbara Hendricks zum Anlass, ein Verlängerung der Zulassung abzulehnen. Die Brüsseler Behörde ignoriere komplett die Schäden für die Tier- und Pflanzenwelt, sagte die SPD-Politikerin der Bild-Zeitung: „Deshalb bleibe ich bei meinem Nein“. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Landwirtschaftsminister Christian Schmidt hingegen haben dem deutschen Bauernverband versprochen, sich für eine Zulassung einzusetzen. Die Uneinigkeit in der Bundesregierung würde dazu führen, dass sich Deutschland bei der Abstimmung über eine verlängerte Zulassung enthalten müsste. Allerdings ist es sehr wahrscheinlich, dass diese Abstimmung erst nach der Bundestagswahl am 24. September stattfindet. Auf der Tagesordnung der Ausschusssitzung nächste Woche steht nur „Diskussion“.

Diskutiert wird nach wie vor die Qualität der Bewertungen, in denen deutsche und europäische Behörden Glyphosat von jedem Krebsverdacht freigesprochen haben. Das Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und das Umweltinstitut München haben einen Bericht vorgelegt, der den Behörden „systematischen Regelbruch“ vorwirft. Im Auftrag der Organisationen hat der Toxikologe Peter Clausing die Bewertung der einschlägigen Tierstudien durch die Behörden analysiert und kam zu dem Schluss, dass diese eindeutige Belege für eine krebserregende Wirkung bei Tieren missachtet und beiseite geschoben hätten. Dadurch hätten die Behörden Richtlinien und Empfehlungen, die ihre Arbeit leiten sollen, grob verletzt. Alle mit der Bewertung befassten Behörden, das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) hätten die Krebsbefunde systematisch weg interpretiert, sagte Clausing.Sieben der zwölf von den Behörden ausgewerteten Langzeitstudien belegen Krebsbefunde. Nach EU-Recht würden bereits zwei voneinander unabhängige Studien an Versuchstieren ausreichen, um eine Substanz als krebserregend einzustufen.

Heike Moldenhauer, BUND-Glyphosatexpertin, folgert aus den Ergebnissen, dass die Bewertung des Herbizids politischen und nicht wissenschaftlichen Vorgaben folgte. „Offenbar ist Glyphosat ein systemrelevantes Herbizid und damit ‚too big to fail‘. Den beteiligten EU-Behörden sind die Geschäftsinteressen von Monsanto und Co. wichtiger als die Gesundheit der Menschen.“ [lf]

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http://www.zeit.de/2017/30/weizen-getreide-anbau-schwarzrost

aus dem TEXT:…..Dramatisch ist vor allem der Zustand des Ackerlandes in Großbritannien: Auf fast 20 Prozent der Flächen kann Weizen nicht mehr ohne Probleme angebaut werden. Grund ist eine andere Graspflanze: der Ackerfuchsschwanz. Er ist im Laufe der Jahre so resistent gegen Herbizide geworden, dass nur noch martialische Maßnahmen gegen ihn wirken. Manche Äcker müssen die Landwirte mehrfach mit dem umstrittenen Totalherbizid Glyphosat behandeln oder ein bis zwei Jahre lang brach liegen lassen, um die Ausbreitung des Ungrases zu stoppen. Waren die Briten früher die Pioniere der pfluglosen Feldbearbeitung, so holen sie heute das schwere Gerät wieder häufiger aus dem Schuppen. Einige Böden sind jedoch schon so sehr mit Fuchsschwanzsamen durchsetzt, dass es egal ist, wie man sie dreht und wendet.

Wie in Großbritannien gibt es auch in der Elb– und Wesermarsch oder auf der Schwäbischen Alb Flächen, auf denen der Getreideanbau eingestellt werden musste. Ursache auch hier: der Ackerfuchsschwanz. In viele Regionen Europas zeigen sich mehr und mehr multiresistente Unkräuter, die nicht nur einem Unkrautvernichtungsmittel widerstehen…….

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Weizen: Unser bedrohtes Gold

Der Weizen ist unser wichtigstes Getreide. Nun ist er in Gefahr – weil Industrie, Züchter und Bauern den Anbau perfektioniert haben.
Weizen: Ein Weizenfeld in Damaskus
Ein Weizenfeld in Damaskus © Omar Sanadiki/Reuters

Die Gefahr lauert überall. Sie keimt im Boden. Sie kommt mit dem Wind. Sie kann mikroskopisch klein sein oder den gesamten Planeten erfassen. Erschreckend schnell breitet sich die Bedrohung aus.

In Gefahr ist eine der wichtigsten Nahrungspflanzen der Welt, der Weizen. Vor 10.000 Jahren wurde er in Vorderasien domestiziert. Heute wächst er fast überall, mehr als 730 Millionen Tonnen Weizen werden weltweit pro Jahr geerntet. Die größten Produzenten sind China und Indien vor den USA und Russland. Auch in Deutschland beansprucht das Getreide mehr Fläche als jede andere Feldfrucht. Das eigentliche Weizenwunderland aber war viele Jahre Großbritannien. Britische Landwirte verkündeten ein Vierteljahrhundert lang globale Spitzenernten. Und nun das: Im Juni meldete das britische Agrarministerium, das Land habe in der Saison 2016/17 erstmals mehr Weizen einführen müssen, als es exportieren konnte.

Dramatisch ist vor allem der Zustand des Ackerlandes in Großbritannien: Auf fast 20 Prozent der Flächen kann Weizen nicht mehr ohne Probleme angebaut werden. Grund ist eine andere Graspflanze: der Ackerfuchsschwanz. Er ist im Laufe der Jahre so resistent gegen Herbizide geworden, dass nur noch martialische Maßnahmen gegen ihn wirken. Manche Äcker müssen die Landwirte mehrfach mit dem umstrittenen Totalherbizid Glyphosat behandeln oder ein bis zwei Jahre lang brach liegen lassen, um die Ausbreitung des Ungrases zu stoppen. Waren die Briten früher die Pioniere der pfluglosen Feldbearbeitung, so holen sie heute das schwere Gerät wieder häufiger aus dem Schuppen. Einige Böden sind jedoch schon so sehr mit Fuchsschwanzsamen durchsetzt, dass es egal ist, wie man sie dreht und wendet.

Wie in Großbritannien gibt es auch in der Elb– und Wesermarsch oder auf der Schwäbischen Alb Flächen, auf denen der Getreideanbau eingestellt werden musste. Ursache auch hier: der Ackerfuchsschwanz. In viele Regionen Europas zeigen sich mehr und mehr multiresistente Unkräuter, die nicht nur einem Unkrautvernichtungsmittel widerstehen.

Anbaufläche weltweit

Fast siebenmal Deutschland: Auf solch einer großen Fläche wird Weizen angebaut

© ZEIT-Grafik

Diese Krise ist zu einem guten Teil hausgemacht. So war man in Großbritannien lange Zeit erfolgreich mit der Züchtung ertragreicher Massensorten, mit neuen Anbaumethoden und ausgefeilten Strategien der Stickstoffdüngung. Doch der Erfolg führte zur Kurzsichtigkeit. Statt wie ihre Vorfahren in Fruchtfolgen zu denken, bauten die britischen Landwirte nun Jahr für Jahr dasselbe an: Winterweizen auf Winterweizen auf Winterweizen. Um ihn zu schützen, setzten sie Jahr für Jahr auf das identische chemische Repertoire, auf Fungizide gegen drohenden Pilzbefall und auf Herbizide gegen konkurrierendes Unkraut auf dem Acker – bis die Konkurrenten nach und nach Immunität gegen die Gifte entwickelten.

Eine ähnliche Entwicklung ist in Deutschland im Gange. Auch hier vernachlässigen Landwirte die Fruchtfolge. Statt wie früher Raps, Weizen und Gerste im Wechsel anzupflanzen, bauen sie oft nur noch einmal Raps und dann in zwei aufeinanderfolgenden Jahren Weizen an – weil das 20 Euro pro Hektar mehr bringt. Diese Strategie funktionierte bislang auch deshalb, weil die chemische Industrie immer neue Wirkstoffe auf den Markt brachte. Auf ihrer Handelsroute von Hof zu Hof konnten die landwirtschaftlichen Berater das Risiko von resistenten Unkräutern kleinreden und für den Vorrang der Ökonomie plädieren.

Jetzt schlägt die Ökologie zurück – und die Chemie steht mit leeren Händen da. „Was passiert, wenn Unkrautvernichter nicht mehr vernichten?“, fragte schon 2014 ein Beitrag im Wissenschaftsmagazin Science. Es seien keine Herbizide in Sicht, die wirksam und gleichzeitig ökologisch verträglich seien, schrieb der amerikanische Agrarforscher Larry Steckel. „Die Landwirte glauben, es wird schon was am Horizont auftauchen, das sie retten kann. Aber da ist nichts.“

http://www.zeit.de/2017/30/weizen-getreide-anbau-schwarzrost/seite-2

Weizen: Unser bedrohtes Gold

Seite 2/2:

Aber jetzt werden die modernen Waffen stumpf

760 Millionen Tonnen produzierten die Landwirte weltweit im Jahr 2016 (geschätzt) © ZEIT-Grafik

Ernteverluste sind nichts Neues. Der Kampf um mehr Ertrag und gegen die Feinde auf dem Feld gehört seit je zum Alltag des Bauern. Aber jetzt werden die modernen Waffen stumpf.

 

Einen der größten Siege konnte noch Norman Borlaug erringen. Der Amerikaner – 1970 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet – fand Gene, die den Weizen gegen einen gefährlichen Krankheitserreger resistent machten: den Pilz Puccina graminis, zu Deutsch Schwarzrost. Der Schädling kann zu extremen Ernteausfällen führen. Borlaugs Erfolg sicherte die Ernten, vor allem in China und Indien. Nördliche Regionen sind vom Schwarzrost seltener betroffen, weil die Pilze frostempfindlich sind. Mit dem Klimawandel kann sich das drastisch ändern. Erhöhen sich die Durchschnittstemperaturen, kann der Rost womöglich auch hiesige Winter überdauern.

Resistenzgene bieten keine Ewigkeitsgarantie, die Evolution geht unerbittlich weiter. In den neunziger Jahren tauchten Varianten des Pilzes auf, die die Resistenz der Pflanzen durchbrachen.

Besonders perfide agiert eine Rostvariante, die 1999 in Uganda beschrieben wurde: Ug99. Seither breitet sich der Erreger über die Welt aus. Auf Sizilien hat der Schwarzrost 2016 große Teile der Weizenernte vernichtet. Die Gelbrost-Variante AF2012, ein Verwandter, vernichtet seit 2012 Ernten in Äthiopien, Usbekistan und Afghanistan – und wurde auch auf Sizilien gesichtet. „Wissenschaftler finden jedes Jahr ein bis zwei neue Varianten in Europa“, schreibt das Referenzzentrum für globale Rosterkrankungen in Aarhus.

 

Nahrungsmittel

Weizen deckt 19 Prozent des Kalorienbedarfs der Menschheit

© ZEIT-Grafik

Gegen die Evolution können Landwirte und Pflanzenzüchter nichts ausrichten. Sie haben es aber in der Hand, wie empfindlich ihre Pflanzen reagieren. Dabei stehen sie vor einem Zielkonflikt: Düngen mit Stickstoff steigert den Ertrag – weicht aber die Zellwände der Pflanzen auf und macht sie anfälliger für Pilzerkrankungen. Die kurzen Halme moderner Weizensorten können schwere Ähren tragen. Aber auch sie machen es dem Pilz leichter, sich auszubreiten. Ähnliches gilt für den Anbau: Eine frühe Aussaat des Winterweizens steigert den Ertrag – erhöht aber das Infektionsrisiko.

„An einigen Punkten überschreitet der Modernisierungspfad die Grenzen der Nachhaltigkeit, und er gefährdet die Resilienz der Systeme“, bekannte die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft DLG Anfang dieses Jahres. Der Weizenanbau ist eines der Systeme, dessen Fähigkeit, auf Krisen zu reagieren, gerade drastisch schwindet.

Das liegt auch daran, dass der Weizen ein kompliziertes Lebewesen ist. Sein Genom ist fünfmal so groß wie das unsere. Es besteht aus 17 Milliarden Basenpaaren. Genau genommen, ist es auch nicht ein Genom: Der Weizen stammt von drei Wildgräsern ab und besitzt daher drei Genome mit jeweils zwei Chromosomensätzen. Diese Komplexität macht den Züchtern das Leben schwer. Die Kreuzungslotterie bietet unüberschaubar viele Kombinationen. Andererseits – das ist die gute Nachricht – können sich die Züchter aus dem großen Genpool aller verwandten Wildgräser bedienen.

Weltweite Produktionsentwicklung

Immer mehr Weizen wurde über die Jahre produziert. Für 2017 wird allerdings ein Rückgang prognostiziert – in der EU und der Ukraine fällt zu wenig Regen (Angabe in Millionen Tonnen).

© ZEIT-Grafik

Aber wohin führt dieser Weg? Für manche gilt der Weizen mit seinem komplexen Genom als Traumpflanze der grünen Gentechnik. Könnte man nicht mit dem sogenannten Genome-Editing gezielt ins Erbgut eingreifen, um Resistenzen zu erzeugen? Tatsächlich haben das US-Unternehmen Calyxt und chinesische Wissenschaftler gleich drei Gene im Weizen ausgeschaltet und so eine Mehltau-Resistenz erzeugt.

Aber auch ohne gentechnische Eingriffe könnte die Züchtung bald entscheidende Fortschritte machen: Mehr als tausend Forscher und Forschungsinstitutionen in 55 Ländern haben im Rahmen des International Wheat Genome Sequencing Consortium eine Karte des Weizengenoms erstellt. Mithilfe der Erbinformation kann zum Beispiel die Gen-Aktivität kartiert werden. Welche Gene sind unter welchen Umständen und in welchem Teil der Pflanze aktiv? Dieses Wissen erleichtert es, die Relevanz von Genen für eine Eigenschaft zu bestimmen, sie auf den Chromosomen zu lokalisieren und so die konventionelle Züchtung gezielter zu steuern und ihre Ergebnisse präziser zu kontrollieren.

Die zentralen Fragen aber beantworten die genetischen Daten nicht: Welche Eigenschaften machen den Weizen zukunftssicher? Wie wird das bedrohte System stabil? Müssen wir geringere Erträge akzeptieren, um Ernteausfälle zu vermeiden? Können wir uns das leisten?

Die Entscheidung über die Zukunft des Ackerbaus ist nicht nur eine agrarische – sondern auch eine gesellschaftliche. Viel Zeit können wir uns damit nicht lassen. Denn Pflanzenzüchtung dauert. Heute müssen die Weichen dafür gestellt werden, welche Pflanzen in 15 bis 20 Jahren auf unseren Äckern stehen sollen.

Mitarbeit: Patricia Lang

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Die FRAGE ist doch wer glaubt MONSANTO???!!! FDA – EPA

„GEN-TECH-WAFFE“ – „MONSANTO“ rüstet auf  – gegen den „ökologischen LANDBAU“ und gegen die NATUR

das betrifft natürlich alle INSEKTEN

http://www.keine-gentechnik.de/nachricht/32689/

Monsanto rüstet den Gentech-Mais Smart Stax auf

Western Corn Rootworm Maiswurzelbohrer Käfer

Käfer und Larven des Westlichen Maiswurzelbohrers können große Schäden anrichten (Foto: USDA, Lizenziert unter Public domain über Wikimedia Commons – http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Western_corn_rootworm.jpg#mediaviewer/Datei:Western_corn_rootworm.jpg)

25.07.2017

Die US-Umweltbehörde EPA hat einen gentechnisch veränderten Mais von Monsanto mit einem neuen Wirkungsmechanismus zugelassen. „Smart Stax Pro“ produziert nicht nur verschiedene für Schädlinge giftige Bt-Toxine wie der bisher angebotene Smart Stax Mais. Die neuen Pflanzen enthalten zusätzlich auch einen Wirkstoff, der die so genannte RNA-Interferenz-Technologie (RNAi) nutzt.

RNA steht für Ribonukleinsäure. Ihre Aufgabe im Erbgut ist es, genetische Informationen zu übertragen, diese Informationen in den Bau von Proteinen zu übersetzen oder die Gene der Erbgut-DNA zu regulieren. Im Smart Stax Pro Mais produziert die gentechnisch veränderte Pflanze eine auf den Maiswurzelbohrer als Schädling abgestimmte RNA. Dieser Botenstoff namens DvSnf7 dsRNA wird von den Larven des Käfers aufgenommen, wenn sie den Mais befallen. Die RNA schaltet gezielt ein Gen des Schädlings aus, das für dessen Wachstum verantwortlich ist, so dass die Larve stirbt.

In der Mitteilung der EPA heißt es, auch die US-Lebensmittelbehörde FDA und das US-Landwirtschaftsministerium hätten Smart Stax pro begutachtet und seien übereinstimmend mit der EPA zu dem Ergebnis gekommen, dass das Produkt sicher für den menschlichen Verzehr sei und die Umwelt nicht schädige. Die EPA begründet dies unter anderem damit, dass die gebildete RNA spezifisch auf das Erbgut des Maiswurzelbohrers ausgerichet sei und deshalb andere Insekten aber auch Menschen nicht schädigen könne. Der Hersteller habe dies durch die Vorlage von Studien nachweisen müssen.

Die Verbraucherorganisation Center for Food Safety bezweifelt die Harmlosigkeit. Sie verwies gegenüber dem Magazin The Atlantic auf eine Studie chinesischer Wissenschaftler von 2011. Diese konnten ReisRNA im Blut von Säugetieren nachweisen und zeigen, dass diese RNA in der Lage ist, in den Stoffwechsel von Mäusen einzugreifen und den Abbau von LDL-Cholesterin zu verringern. Wie kann angesichts solcher Hinweise sichergestellt werden, dass die von Smart Stax pro prododuzierte RNA nicht doch für andere Tiere und eventuell sogar Menschen gefährlich ist? Das fragte die IG Saatgut bereits 2015 in einer Stellungnahme zu neuen Züchtungstechniken und beklagte, dass in diesem Bereich so gut wie keine unabhängige Risikoforschung stattfinde. [lf]

 

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Argentinien: Wo Soja Plantagen die Menschen krank macht – ARD Weltspiegel 15.03.2015

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siehe auch „Percy Schmeiser“– „das TERMINATOR-GEN“

„MAFIA-MONSANTO“ gegen Bauern  – Prozess gegen Bauern die SAAT-GUT reinigen

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