„DICAMBA“ greift ERNTE an – TROTZDEM GLYPHOSAT TOTAL VERSAGT HAT WILL „MONSANTO“ BALD die GANZE WELT BE-HERRSCHEN???!!! /// „DIGITALER BAUER – „Ver-NETZte Land-Wirtschaft“?!“

NATÜRLICH NICHT ZUFÄLLIG

ALS OB es NIE PROTESTE und DEMONSTRATIONEN gegeben hätte

DANK an MERKEL: Mit „MERKEL-CDU/CSU“ KÖNNTE „MONSANTO-BAYER“ GELINGEN

siehe auch „DICAMBA“ –   „SUPER-UNKRÄUTER – SUPER-WEEDS„- MONSANTOS VERSAGEN und TROTZDEM wird WEITER-GEMACHT

siehe auch „DIGITALE LAND-WIRTSCHAFT“ – Der „Ver-NETZ-te“ BAUER

https://www.keine-gentechnik.de/1/nachricht/32998/

Ärger für Monsanto: Konzerne kämpfen um den US-Markt für Gentech-Soja

12.02.2018

Sojapflanzen mit Dicamba-Schäden — Soybeans showing the cupped leaves which are a symptom of dicamba injury. (Photo: U of A System Division of Agriculture; http://bit.ly/2isaTx4; https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/)
Sojapflanzen mit Dicamba-Schäden — Soybeans showing the cupped leaves which are a symptom of dicamba injury. (Photo: U of A System Division of Agriculture; http://bit.ly/2isaTx4; https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/)

Der Markt für gentechnisch verändertes (GVO) Sojasaatgut in den USA gerät in Bewegung. Die bisherige Vormachtstellung von Monsanto ist gefährdet. Um seine Position zu verteidigen, hat der Konzern auf das Herbizid Dicamba gesetzt – und sich damit zusätzlichen Ärger eingehandelt.

Die US-Farmer geben jedes Jahr mehrere Milliarden Euro für GVOSojasaatgut und die dazu passenden Herbizide aus. Fast 20 Jahre hinweg war dieser Markt fest in den Händen Monsantos. Doch nun sei eine „Schlacht der Bohnen“ ausgebrochen, titelte die Nachrichtenagentur Reuters. Der Grund dafür: Weil die meisten Soja-Farmer Monsantos RoundupReadySoja mit ihrer Resistenz gegen das Herbizid Glyphosat angebaut hatten, wurde das Unkraut ebenfalls gegen Glyphosat resistent. Deshalb entwickelten neben Monsanto auch andere Konzerne Sojabohnen, die zusätzlich zu Glyphosat auch gegen andere Pestizide resistent sind.

Die Bohne Enlist E3 von Dow Dupont verträgt Duschen von Glyphosat, Glufosinat und 2-4-D. 2,4-D soll Geburtsschäden und Erbgutveränderungen verursachen sowie hormonell wirksam sein. 2015 haben es die Krebsexperten der Weltgesundheitsorganisation als „möglicherweise krebserregend“ eingestuft. BASF setzt auf die LibertyLink-Linien, die sie von Bayer übernehmen, wenn der MonsantoDeal perfekt ist. Sie sind gegen Glufosinat resistent. Der von Bayer entwickelte Wirkstoff ist giftig und kann menschliche Embryos schädigen. In der Europäischen Union ist er nur noch bis 31. Juli 2018 zugelassen. Im Rest der Welt darf Glufosinat auch darüberhinaus noch versprüht werden.

Monsantos neue Bohnen sind resistent gegen Dicamba. Der 1967 erstmals zugelassene Wirkstoff wird in Studien mit erhöhten Krebsraten unter Landwirten und Geburtsschäden bei ihren Söhnen in Verbindung gebracht. Außerdem ist Dicamba sehr leicht flüchtig und kann kilometerweit verfrachtet werden. Genau das passierte im vergangenen Jahr, als US-Landwirte erstmals in großem Stil Monsantos Dicambaresistente XtendSojabohnen anbauten. Das Spritzmittel waberte über die Felder der Nachbarn und schädigte deren Pflanzen, auf insgesamt 1,5 Millionen Hektar. In einem großen Prozess gegen Monsanto und andere Dicamba-Hersteller verlangen betroffenen Landwirte Schadensersatz. Der US-Bundesstaat Arkansas hat den Einsatz von Dicamba in diesem Jahr bereits verboten, andere Bundesstaaten überlegen noch, meldete das Agrarnetzwerk Harvest Public Media. Die US-Umweltbehörde EPA verpflichtete alle Landwirte, die Dicamba einsetzen wollen, zu einer Fortbildung – die von Monsanto kostenlos angeboten wird.

Laut Reuters ist unklar, welches SojaSaatgut US-Landwirte in diesem Jahr ausbringen werden. Die Nachrichtenagentur zitiert Saatguthändler, die sich vorsichtshalber mit verschiedenen Bohnen eindecken sowie Landwirte, die auf Monsantos Dicamba-Bohnen setzen – damit ihre Ernte in diesem Jahr keinen Schaden leidet. [lf]

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http://www.spiegel.de/spiegel/bayer-monsanto-fusion-das-sind-die-folgen-fuer-die-welternaehrung-a-1199860.html

Industrielle Landwirtschaft

Was die Bayer-Monsanto-Fusion für unsere Ernährung bedeutet

Durch den geplanten Zusammenschluss von Bayer und der US-Saatgutfirma Monsanto entsteht der größte Agrochemiekonzern der Welt. Mit welchen Folgen?

Sojapflanzen in Monsanto-Forschungslabor: Die Landwirtschaft wird zum Softwarebusiness

George Steinmetz / Agentur Focus

Sojapflanzen in Monsanto-Forschungslabor: Die Landwirtschaft wird zum Softwarebusiness

Wäre die US-Firma Monsanto wirklich so schlimm wie ihr Ruf, hätte Werner Baumann, Vorstandsvorsitzender des deutschen Traditionsunternehmens Bayer, den Erwerb natürlich niemals in Erwägung gezogen. Sagt er. Muss er wohl sagen. Und deshalb hat er ja auch vor der geplanten Übernahme eine Prüfung angeordnet. Die bestätigte, was der Chef glaubt: Der US-Agrokonzern werde „hervorragend und nach den höchsten Standards geführt“.

Und jetzt sogar noch besser! Im September 2016 hat sich Bayer mit dem USSaatgut– und Pestizidhersteller geeinigt, diesen – sofern die Kartellbehörden zustimmen – zu übernehmen, für die Rekordsumme von aktuell 62,5 Milliarden Dollar. Seitdem habe sich Monsanto stärker geöffnet, sagt Baumann. „Immer mehr Menschen verstehen nun, was für ein hoch innovatives Unternehmen das wirklich ist.“

Eines, mit dessen Hilfe Baumann offenbar nur Gutes im Sinn hat: die wachsende Erdbevölkerung zu ernähren, den Hunger zu bekämpfen, Afrikas Landwirtschaft zu verbessern, die Bauern in aller Welt zu unterstützen. Zu Unrecht, so der Manager, gelte der US-Pestizid- und Saatguthersteller in Deutschland als „die Inkarnation des Bösen“.

Bei Baumann klingt das, als kaufte Bayer nicht Monsanto, sondern Misereor. Dabei steht der Saatgutkonzern seit Jahrzehnten wegen seiner aggressiven und oft unethischen Geschäftspraktiken, wegen seiner gentechnisch veränderten Produkte und des Pflanzenschutzmittels Glyphosat weltweit in den Kritik.

Seit einigen Tagen ist Baumann seinem Ziel ein Stück näher gekommen. Die EUKommission segnete den Deal ab, mit verkraftbaren Auflagen. Nun sind die US-Kartellwächter die letzte verbliebene große Hürde.

Umwelt- und Verbraucherschützer hatten EU-Kommissarin Margrethe Vestager mehr zugetraut. Schließlich hatten sich bei ihr Hunderte Petitionen aller möglichen Organisationen gestapelt, mit der Forderung, den Zusammenschluss zu untersagen. Doch Vestagers Job war es bloß zu prüfen, ob der Wettbewerb gefährdet werde. Wie sich die Fusion auf die Bauern, die Verbraucher, die Welternährung auswirkt, spielte in dem Verfahren keine Rolle.

Dabei sind es diese Dinge, die Monsanto zum Politikum machen. Diese Dinge – und die zum Teil bizarren Geschäftspraktiken.

In den letzten Monaten gab es eigentlich nur Schreckensnachrichten von Monsanto. Es wurden EMails öffentlich, die nahelegen, dass die Firma von den Gesundheitsgefahren ihres Verkaufsschlagers, des Totalherbizids Glyphosat, gewusst und sie wissentlich vertuscht habe. Dass das Unternehmen heimlich an Studien mitgearbeitet habe, die später als Arbeiten unabhängiger Wissenschaftler präsentiert und den US– und europäischen Aufsichtsbehörden untergejubelt worden seien. Beide Vorwürfe bestreitet Monsanto vehement.

In den USA klagen Tausende Krebsopfer gegen Monsanto, weil sie Glyphosat als ursächlich für ihre Erkrankung ansehen. Monsanto bestreitet einen Zusammenhang. Amerikanische Landwirte fordern Entschädigung, sie machen Monsantos neues Produkt für Ernteverluste verantwortlich. Monsanto schiebt die Schuld auf die Bauern: Schäden entstünden nur bei falscher Handhabung.

In Brasilien zog der mächtige Verband der Sojabauern gegen Monsanto vor Gericht, weil das Saatgut angeblich nicht wie versprochen funktioniert. Im Europaparlament bekamen MonsantoLobbyisten Hausverbot, weil sie nicht zu einer Anhörung erschienen.

Für Baumann wird das Sperrfeuer schlechter Nachrichten zunehmend zum Problem. Der üble Ruf von Monsanto kann leicht auf Bayer übergreifen. Und selbst wenn kartellrechtlich Hürde um Hürde fällt, wird immer klarer: Im Fall dieser Megafusion geht es um mehr als nur um Wettbewerbsrecht.

Es geht darum, wem man die Verantwortung für das Essen der Welt überträgt. Wer bestimmen darf, was angebaut wird. Und wie. Von wem. Und zu welchem Preis.

Sohn Bradley, Mutter Karen Wallace

Andrea Morales / DER SPIEGEL

Sohn Bradley, Mutter Karen Wallace

Monette, Arkansas, ist Teil des Korngürtels Amerikas, eigentlich eine friedliche, ländliche Gegend. Doch Monsanto hat Arkansas in einen Kampfplatz um die Zukunft der Landwirtschaft verwandelt. Bauern bekriegen Bauern, aus friedlichen Nachbarn sind Feinde geworden.

Die Farm der Familie Wallace steht am Rande der County Road 541 inmitten einer endlosen Ackerlandschaft. Es regnet seit Tagen. Karen Wallace sitzt auf einem alten Ledersofa in einem Schuppen neben der Halle, in der gewaltige Mähdrescher und Traktoren parken.

„Es ist einfach alles nur sehr traurig„, sagt sie. Seit mehr als hundert Jahren ist die Familie in der Landwirtschaft tätig, ihre Urgroßeltern waren Einwanderer aus Deutschland. Zusammen mit ihrem Mann Mike und Sohn Bradley hat sie die Tradition fortgeführt. Aber nun ist Mike tot. Ein anderer Farmer hat ihn im Streit erschossen. In einem Streit, den Monsanto ausgelöst hat.

Katastrophen beginnen manchmal fast unmerklich. So war es auch in Arkansas: Farmer wie die Wallace-Familie pflanzen hier vor allem Sojabohnen und Baumwolle an, manchmal Erdnüsse. Viele Jahre lang setzten sie auch auf Produkte von Monsanto: Sie nutzten deren Glyphosat-Mischung „Roundup“ als Unkrautvernichter und dazu passendes Saatgut, das von Monsanto genetisch so verändert wurde, dass es vom Glyphosat nicht beschädigt werden konnte.

Allerdings mussten die Nutzer der Monsanto-Gensamen eine Verpflichtung unterschreiben, dass sie aus ihrer Ernte kein Saatgut für die kommende Aussaat verwenden, wie Bauern das seit Jahrhunderten eigentlich tun. Durch die gentechnische Veränderung war es zu Monsantos Eigentum geworden. Wer es benutzte, ohne Lizenzgebühren zu zahlen, wurde verklagt.

Die Landwirte schworen dennoch auf die neue Technik. Glyphosat war eine billige, effiziente Zaubermischung. „Alles funktionierte gut, das Unkraut wurde unter Kontrolle gebracht, die Ernten waren ordentlich“, sagt Karen Wallace.

Dank Dünger, Glyphosat und des resistenten Saatguts entstanden riesige Monokulturen. Heute sind fast alle Soja– und Maispflanzen in den USA genmanipuliert. Monsanto kontrolliert mit den beiden größten Konkurrenten rund 80 Prozent des Anbaus.

Das Geschäftsmodell schien unschlagbar. Bis Glyphosat vor einigen Jahren versagte. Ein besonders gefürchtetes Unkraut, „Pigweed„, war resistent geworden und breitete sich explosionsartig aus. Mittlerweile sind in den USA 34 Millionen Hektar Ackerland von Superunkräutern befallen. Eine neue, praktische Mixtur musste her – und damit nahm das Unglück seinen Lauf.

Um weiter mit Saatgut und Unkrautvernichtern ein Milliardengeschäft machen zu können, griff Monsanto auf eine alte, aber hoch umstrittene Chemikalie zurück – Dicamba. Das Unkrautgift sollte alle Probleme lösen. Doch es wurde nur schlimmer.

Werbeplakat für das Spritzmittel Dicamba: Monsanto hat Arkansas in einen Kampfplatz um die Zukunft des Ackerbaus verwandelt

Andrea Morales / DER SPIEGEL

Werbeplakat für das Spritzmittel Dicamba: Monsanto hat Arkansas in einen Kampfplatz um die Zukunft des Ackerbaus verwandelt

2015 brachte Monsanto unter dem Markennamen „XTend“ in den USA neues Saatgut auf den Markt, erst für Baumwolle, dann für Sojabohnen. Das Saatgut wurde gentechnisch resistent gemacht gegen dicambahaltige Spritzmittel, die Monsanto dazu entwickelte. Das gleiche Geschäftsmodell also wie bei den alten Roundup-Paketen.

„Mein Mann Mike wusste gleich, dass da etwas falsch war“, sagt Karen Wallace. Das Problem zeigte sich bald: Anders als Glyphosat bleibt Dicamba in seiner reinen Form nicht auf den Feldern liegen. Es ist leicht flüchtig. Bei hohen Temperaturen, die in Arkansas im Sommer üblich sind, wird es gasförmig, fliegt mit dem Wind und geht dann viele Meilen weiter unkontrolliert auf anderen Pflanzen nieder.

Weil Monsantos Dicamba-Spritzmittel zunächst von den Behörden nicht genehmigt wurde, nutzten viele Bauern das neue Saatgut und sprühten dann eben ein Dicamba-Mittel anderer Hersteller. Die Folgen waren verheerend: Wer seine Felder nicht mit XTend-Saat von Monsanto bepflanzt hatte, musste mit ansehen, wie die eigene Ernte von verwehtem Dicamba angegriffen wurde.

Die Wallace-Familie erlitt in einem Jahr bei Sojabohnen und Baumwolle Ernteschäden in Höhe von 150.000 Dollar. Mike und Karen gingen zu Krisentreffen und forderten die Nachbarn auf, das Gift nicht mehr einzusetzen. Eines Tages wollte Mike einen Bauern, den er im Verdacht hatte, dass er mit Dicamba seine Ernte beschädigt hatte, zur Rede stellen. Die Männer verabredeten sich auf einer Landstraße außerhalb des Ortes Leachville.

Allan Curtis Jones, der andere Bauer, brachte seinen Cousin mit – und eine Waffe. Es wurde hitzig, Wallace soll Jones am Arm angepackt haben. Jones wich zurück, zog seinen Revolver und schoss auf Wallace, bis das Magazin leer und Mike Wallace tot war.

Der Fall hat viele Menschen schockiert, nur die Verantwortlichen von Monsanto offenbar nicht so sehr. Die Firma drückt ihre Produkte weiter in den Markt. Mittlerweile wurde auch Monsantos Dicamba-Spritzmittel von der Umweltbehörde EPA zugelassen, angeblich eine weniger flüchtige Rezeptur.

Dennoch werden immer neue Schäden gemeldet. Nach Ansicht von Monsanto liegen die Probleme nicht bei ihrem Produkt, sondern bei den Bauern, die Dicamba unsachgemäß ausbringen. Die Bedienungsanleitung für das Zeug besteht aus 4550 Wörtern.

Als die Universität von Arkansas die Behauptung von Monsanto, nun sei Dicamba weniger flüchtig, testen wollte, verweigerte der Konzern die Zusammenarbeit. Stattdessen geht die Firma hart gegen den Bundesstaat vor, weil der den Einsatz des Gifts in der Pflanzsaison verboten hat. Die Anwälte der Firma haben nicht nur den Ausschuss verklagt, sondern auch jedes einzelne Mitglied des Gremiums.

Zugleich griff die Firma zu einer durchtriebenen Methode. Sie zahlt den Bauern, die ihr Dicamba benutzen, eine Prämie. Was deren Nachbarn indirekt zwingt, dicambaresistente Pflanzen von Monsanto zu kaufen, um keine Ausfälle zu riskieren.

US-Farmer Wildy: "Monsanto lässt mir keine Wahl - es geht um reine Selbsterhaltung"

Andrea Morales / DER SPIEGEL

US-Farmer Wildy: „Monsanto lässt mir keine Wahl – es geht um reine Selbsterhaltung“

Für David Wildy, einen der größten Farmer in der Gegend, ist der nachbarschaftliche Friede dahin. Er hatte 400.000 Dollar Schaden an seiner Ernte.

„Ein Gift, das nicht auf den Feldern bleibt, darf einfach nicht zum Einsatz kommen“, sagt Wildy. Doch er glaubt nicht daran, dass das Unternehmen nach einer Lösung sucht. „Die Monsanto-Manager sind arrogant“, sagt er.

Zu seinem Ärger geht deren Konzept auch noch auf. Selbst er wird Saatgut mit der XTend-Technologie von Monsanto kaufen und auf einigen Feldern aussäen „Sie lassen mir keine Wahl„, sagt der Farmer, „es geht um reine Selbsterhaltung.“

Mittlerweile haben Farmer in 24 US-Bundesstaaten Beschwerden wegen Dicamba-Schäden eingereicht. Doch der Bauernaufstand lässt Monsanto offenbar kalt. Die Firma meldet eine hohe Nachfrage nach Saatgut für Sojabohnen und feiert einen Anstieg des Jahresgewinns um eine Milliarde Dollar. So ist das eben, wenn es keine Alternativen mehr gibt: Der Kunde ist ausgeliefert. Aber das Geschäft brummt.

Mit der Einverleibung von Monsanto würde Bayer zum größten Agrochemiekonzern der Welt aufsteigen. Das neue Unternehmen kontrollierte dann mehr als 30 Prozent des Saatgutmarkts, rund 25 Prozent des Pestizidmarkts und hielte ein Viertel aller erteilten Patente. Es wäre der Sieger in einem gewaltigen Konzentrationsprozess der Branche: Vergangenen April schluckte ChemChina den Schweizer Saatgutriesen Syngenta, im September fusionierten die US-Agrarchemieunternehmen Dow und DuPont.

Die Kartellbehörden haben diese Zusammenschlüsse bereits durchgewinkt. Kommt jetzt Baysanto dazu, bestimmen drei Konzerne über 61 Prozent des weltweiten Saatguts und 71 Prozents der agrochemischen Produkte. Es ist eine Marktbeherrschung, ähnlich wie durch Amazon, Google oder Apple. Nur, dass es hier im wahrsten Sinne des Wortes um Lebensmittel geht.

DER SPIEGEL

Umwelt– und Naturschützer warnen vor einer faktischen Festlegung auf industrielle Landwirtschaft mit all ihren negativen Folgen wie Monokulturen, Klimaschädigung, Gesundheitsrisiken, Artenverlust.

Entwicklungshelfer und Kirchen weisen auf die negativen Folgen für Kleinbauern hin. In der ersten Welt sehen vor allem bäuerliche Familienbetriebe ihre Unabhängigkeit in Gefahr. Selbst von jenen Landwirten, die in großem Stil industriell produzieren, wünschen sich viele immer noch ein Scheitern der Fusion von Bayer und Monsanto. Besonders in den USA, aber zunehmend auch in den aufstrebenden Agrarmärkten Südamerikas fühlen sie sich immer weniger wie freie Unternehmer, sondern mehr und mehr als Büttel von Monsanto.

Viele Landwirte fürchten, dass das Saatgutangebot im Fall einer Übernahme bald noch eintöniger aussieht als die Monokulturen, die sie anbauen. Sie erwarten Preissteigerungen für Saat, Dünger, Unkrautbekämpfer, wenn es kaum noch Konkurrenz gibt. Eine Marktbeherrschung kann sich auf Preise, die Anzahl der Produkte, aber auch auf Innovation und Forschung auswirken.

Solange der Wettbewerb gewahrt bleibt, gibt es Alternativen, so lautet die Theorie. Genau dafür sollen die Kartellbehörden sorgen. Die EUKommission verlangt, dass sich Bayer von einigen Geschäftsbereichen trennen muss, um eine Monopolstellung auszuschließen.

Und dann ist alles in Ordnung?

Rio Verde, Brasilien. Kilometerlang ziehen sich die Soja- und Maisfelder hin, Getreidesilos stehen wie Trutzburgen inmitten grüner Wüsten. Sojabauer José Oscar Dorigan bewirtschaftet hier 1500 Hektar Land. 23 davon hat er den Agrarmultis überlassen. Monsanto, Bayer und eine chinesische Firma testen neue Produkte.

Dorigan hat keine Berührungsängste. Ohne Düngemittel, Insektizide und Unkrautvernichter wäre das strukturschwache Brasilien niemals zur Nummer zwei auf dem Weltagrarmarkt für Soja aufgestiegen, da ist er sicher. Und doch ängstigt ihn die Fusion von Bayer mit Monsanto.

Rund ein Drittel der Produktionskosten der brasilianischen Sojabauern entfallen auf Düngemittel und Chemikalien, Brasilien ist nach den USA der zweitwichtigste Markt für Monsanto.

„Der Preis steigt jedes Jahr“, sagt Dorigan. „Wer allein mit den Multis verhandelt, hat keine Chance.“ Vor 15 Jahren hat er sich mit 31 Kollegen zusammengeschlossen. Zusammen bestellen sie 110.000 Hektar und kaufen Saatgut, Chemikalien und Düngemittel gemeinsam ein. „Die Konzerne versuchen, uns ein Portfolio aufzuzwingen, das neue Wirkstoffe ebenso umfasst wie alte, die nicht mehr funktionieren“, sagt Dorigan. „Ein gutes Mittel bekommen wir oft nur im Paket mit einem schlechten.“

Die Folge: Statt alle drei Wochen muss Dorigan seine Felder alle zwei Wochen mit Pestiziden besprühen. „Das wird sich nach der Fusion verschlimmern. Wir werden dann in ihrer Hand sein.“ Der Präsident der Agrarkooperative Comigo nennt den Zusammenschluss eine „MonsterHochzeit„. „Sie werden die Preise für ihre Produkte nach Belieben erhöhen, weil es dann praktisch keine Konkurrenz mehr gibt“, vermutet Antonio Chavaglia.

Brasiliens Sojabauern, die vorwiegend gentechnisch verändertes Soja mit Glyphosatresistenz anbauen, wollen nicht kampflos aufgeben. Ihre mächtige Vereinigung Aprosoja ist zum Angriff übergegangen. Ende 2017 beantragte sie vor Gericht die Aberkennung des Patents von Monsantos Soja-Saatgut Intacta RR2 PRO. Sie beklagen, dass die versprochene Wirkung nicht eintritt: „Das Saatgut verliert seine Resistenz„, sagt Dorigan. „Seine genetischen Eigenschaften sind nicht neu, wie Monsanto behauptet.“

Nun fordert der Bauernverband eine Rückerstattung der Lizenzgebühren von 2,6 Milliarden Real pro Jahr, etwa 640 Millionen Euro. Das ist selbst für Monsanto keine Kleinigkeit.

Die Firma bestreitet die Vorwürfe. Sie will bis Ende März Beweise vorlegen, die die Aufrechterhaltung des Patents rechtfertigen.

Das ist nicht Monsantos einziges Problem in Brasilien. Viele Bauern wollen weg von Gensoja und Genmais, weil die Ernte in Europa und anderen Teilen der Welt unverkäuflich ist. Doch eine Verunreinigung der Ernte zu verhindern ist schwierig. „Ein genmanipuliertes Saatkorn reicht aus, um die gesamte konventionelle Produktion zu kontaminieren.“ Dazu kommt: Bei den Pestiziden für den konventionellen Anbau ist Bayer führend. Es gibt kein Entkommen vor dem neuen Riesen.

Auch Länder, die die Gentechnologie eher ablehnen, werden von Monsanto beglückt. In Bangladesch ist seit dem Jahr 2014 eine mit Monsanto-Technik genveränderte, gegen eine Raupe resistente Aubergine, Bt brinjal, auf dem Markt – auf den ersten Blick ein staatliches Projekt mit Unterstützung der US-amerikanischen Cornell University und der Entwicklungsbehörde USAID. Die Lizenz jedoch gehört Monsanto.

Noch ist die Nutzung kostenlos, doch für die Umweltaktivistin Farida Akther ist das bloß ein erster Schritt, Monsantos Geschäftsmodell in Südasien zu etablieren, die Bauern von einheimischem Saatgut zu entfremden und von ihnen letztendlich Lizenzgebühren für Saatgut zu verlangen.

Überhaupt nutzt Monsanto das Schlupfloch Entwicklungspolitik für Marktzugänge. Die Neue Allianz für Ernährungssicherheit etwa, eine öffentlich-private Initiative der G-7-Länder, koppelt Hilfen für teilnehmende afrikanische Länder an deren Verpflichtung, ihre Saatgutgesetze so zu ändern, dass Patente dadurch geschützt werden. Niemand soll mehr frei tauschen können wie bisher. Auf Zuwiderhandlungen stehen im neuen Saatgutgesetz in Tansania hohe Strafen. Überrascht es da noch, dass Monsanto und Syngenta dort Hauptinvestoren sind?

Von Mosambik forderte die Allianz, die kostenlose Verteilung von Saatgut an bedürftige Bauernfamilien einzustellen. Bekämpft man so den Hunger? Eher nicht. Aber man schützt Eigentumsrechte und Marktanteile.

Selbst der Klimawandel, auch eine Folge der industriellen Landwirtschaft, spielt Monsanto in die Hände. Uganda, ein großer Bananenproduzent, leidet unter einer solch heftigen Dürre und Hungersnot einschließlich eines Bakterienbefalls der Bananenplantagen, dass das Parlament aus Verzweiflung beschloss, genmanipulierte Pflanzen zuzulassen.

Doch möglicherweise sind das alles nur Nebenkriegsschauplätze bei der eigentlichen Schlacht, die ansteht.

Kritiker befürchten, dass es Bayer bei der Übernahme von Monsanto vor allem um die Vorherrschaft im Bereich „Digitale Landwirtschaft“ geht. Was erklären würde, warum Baumann diese ethisch fragwürdige Firma selbst um das Risiko eines Imageverlusts haben will.

Auch die Landwirtschaft wird, wie fast alle Branchen, in Zukunft zum Softwarebusiness. Wer den Markt zuerst besetzt, der wird wahrscheinlich den Großteil der Kunden abgreifen. Monsanto hat sich eine Vorrangstellung gesichert. Das Schlüsselelement ist dabei eine Plattform für digitale Anbauempfehlungen, bei der jeder Bauer nachfragen kann und genaue Analysen und Kaufempfehlungen bekommt. Eine Art Betriebssystem für die landwirtschaftliche Produktion, vernetzt mit Wettersatelliten, Stall– und Ackersensoren. Durch die Fusion entstehe die „führende digitale Plattform„, kombiniert mit einer „Best in Class„-Datenanalyse, jubelt Bayer in einem Investorenhandout über die Fusion.

Von 30 Ländern haben über die Hälfte dem Zusammenschluss unter Auflagen zugestimmt, darunter die wichtigen Agrarstandorte China und Brasilien – und nun auch die EU. Doch damit ist Bayer-Chef Baumann nicht über den Berg. Die Behörden gingen „unvorstellbar tief ins Detail“, sagt er. Über vier Millionen Seiten hat Bayer an die Kartellbehörden geliefert.

Möglicherweise muss Bayer noch länger bangen. Anders als bislang angenommen scheint das US-Justizministerium zögerlich zu sein. Kürzlich meldete Bloomberg, dass den Wettbewerbshütern die Zugeständnisse der Deutschen nicht genügten. Die Entscheidung könne sich noch über Monate hinziehen.

Doch am Ende werden wohl auch die Amerikaner ein paar Auflagen verordnen – und den Weg frei machen. Ob das reicht, um BayerMonsantos Marktmacht zu brechen und einen fairen Wettbewerb herzustellen, darf bezweifelt werden.

Die meisten Beschränkungen für derartige Mega-Merger seien viel zu komplex, als dass ihre Einhaltung von den Wettbewerbsbehörden kontrolliert werden könnte, urteilt das American Antitrust Institute, eine angesehene Non-Profit-Organisation von Wettbewerbsexperten. Die starke Marktposition der neuen Firma könnte die Lebensmittelerzeugung weltweit anfällig machen und außerdem die Entwicklung alternativer Ernährungssysteme behindern.

Das alles sollte den Wettbewerbshütern schwer zu denken geben, finden die Analysten des AntitrustInstituts. Deren Urteil steht fest: too big to fix. „Manche Fusionen sind einfach zu groß. Bayer-Monsanto ist eine davon.“

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USA: „Monsanto“ verbot Wissenschaftlern „Dicamba-Tests“ / „Mitte September 2017“ ABSTIMMUNG über die Neu-Zulassung von „Gentechnik-Sojabohnen“ der Firmen „Bayer“ und „Dow AgroSciences“ / „CDU/CSU“ – „Wahl-Jahr-2017“

MONSANTO – GIFT – MANIPULATION – PATENT

MONSANTO hat VÖLLIG VERSAGT  – – – wenn „GLYPHOSAT“ nicht mehr „KILLT“ dann mit „DICAMBA“ und was kommt danach???!!!

siehe auch „GLYPHOSAT-RESISTENZ“ – „MONSANTOs“ „Palma-Fuchs-Schwanz“ „Acker-Fuchs-Schwanz“ – „Super-Weeds“ – „Super-UnKräuter“

http://www.keine-gentechnik.de/nachricht/32732/

USA: Monsanto verbot Wissenschaftlern Dicamba-Tests

Sojapflanzen mit Dicamba-Schäden — Soybeans showing the cupped leaves which are a symptom of dicamba injury. (Photo: U of A System Division of Agriculture; http://bit.ly/2isaTx4; https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/)

Sojapflanzen mit Dicamba-Schäden — Soybeans showing the cupped leaves which are a symptom of dicamba injury. (Photo: U of A System Division of Agriculture; http://bit.ly/2isaTx4; https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/)

24.08.2017

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters soll Monsanto es externen Wissenschaftlern vertraglich verboten haben, ein hauseigenes Herbizid mit dem Wirkstoff Dicamba auf seine Flüchtigkeit zu untersuchen. Andere Tests duften sie durchführen. Dies sei das erste Mal, dass ihm eine solche Einschränkung untergekommen sei, zitierte Reuters einen der Professoren, die das Spitzmittel mit Namen XtendiMax vor seiner Zulassung überprüft hatten.

Das bei Wärme leicht flüchtige Pflanzengift wird von Farmern ausgebracht, die Dicamba-resistente Soja- und Baumwollsorten von Monsanto anbauen. Ein Agrarwissenschaftler der Universität Missouri hat bis Mitte August 2242 Meldungen von geschädigten Landwirten aus 21 USBundesstaaten gesammelt. Allein an Sojafeldern seien rund 1,2 Millionen Hektar vergiftet worden, weil das Herbizid Dicamba von Nachbarfeldern herüberwehte, schrieb Kevin Bradley. So etwas habe er noch nie erlebt.

Der Agrarkonzern Monsanto hatte vor zwei Jahren die Zulassung für die Sojabohne MON 87708 und die Baumwollpflanze MON 8870 erhalten, die beide gentechnisch so verändert wurden, dass sie eine Behandlung mit Dicamba überleben. Monsanto vertreibt sie seither unter dem Markennamen Xtend zusammen mit dem Dicamba haltigen Pestizid XtendiMax. Auf dem Markt sind aber auch andere Dicamba-Pestizide, etwa Engenia von BASF. Denn Dicamba wurde bereits 1967 erstmals zugelassen und unterliegt keinem Patentschutz mehr.

Entsprechend lange ist bekannt, dass Dicamba sich leicht vom Acker macht. Es wurde aber wieder reaktiviert, weil viele Unkräuter bereits gegen das Pflanzengift Glyphosat resistent geworden sind. Als im vergangenen Jahr dann erste DicambaSchäden gemeldet wurden, führte Monsanto dies auf die Verwendung alter Dicamba-Produkte zurück. XtendiMax und Engenia wurden in dieser Saison mit dem Versprechen vermarktet, weniger leicht zu verdunsten. Dass die drei befragten externen Wissenschaftler das nicht prüfen durften, erklärte Monsanto laut Reuters damit, dass Flüchtigkeitstests unnötig gewesen wären.

Die USUmweltbehörde EPA und fast alle Behörden der Bundesstaaten erlaubten den Einsatz von XtendiMax trotz der fehlenden Tests, lediglich Arkansas verweigerte seine Zustimmung. Doch auch in diesem Bundesstaat traten Dicambaschäden auf – entweder durch das BASF-Mittel (für das es externe Flüchtigkeitstests gab) oder weil XtendiMax illegal angewendet wurde.

Den Pestizid-Experten Kevin Bradley wundern die Schäden nicht: Weniger flüchtig bedeute eben nicht, dass das Mittel gar nicht verdunste. Alle bisherigen Ergebnisse zeigten, dass die Flüchtigkeit des Wirkstoffs das Grundproblem sei. Doch das werde von den Herstellern bislang negiert. Bradley empfiehlt, Dicamba nur noch im April und Mai vor der Aussaat anzuwenden, weil dann das Risiko von Verflüchtigungen wegen der niedrigen Temperaturen geringer sei. Sein Kollege Jason Norsworthy von der Universität von Arkansas ist da strikter: Er forderte laut Arkansas Online die Planzenschutzbehörde des Bundesstaates auf, den Einsatz von Dicamba im kommenden Jahr komplett zu verbieten. [lf]

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Was kommt hier direkt aus der HÖLLE???!!! – „Super-WEEDS“ oder doch wohl MONSANTO

Superweeds – Das Unkraut aus der Hölle! Dank Monsanto

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https://www.natur-und-umwelt.org/content/monsantos-palmafuchsschwanz

Monsantos Palmafuchsschwanz

Glyphosat-Schweinekraut – Roundupresistentes Monstergewächs

Fantastisches neues Hightechkraut – Palmerfuchsschwanz

Unkraut aus dem Orkus – drei Meter hoch und nicht totzuschlagen

Seit 1974 existiert das Breitbandherbizig Glyphosat der Firma Monsanto unter dem Handelsnamen Roundup. An sich schien es noch nicht mal sooo schlimm zu sein, wenn man sich mal einschlägige Artikel zur Funktion zu Gemüte führt, soll es sich doch bei richtiger Anwendung im Boden zersetzen, nachdem es alles außer monsantoglyphosatrestistenten Pflanzen plattgemacht hat, im Gegensatz zu anderen Mitteln, die sich dort und in Pflanzen anreichern, nach ziemlich kurzer Zeit in harmlose Bestandteile. Das ist heute nicht mehr haltbar, denn man weiß, dass es im Menschen als letztem Glied einer Nahrungskette landet. Außerdem: Wer wendet solche Mittel schon „richtig“ an? Und was passiert, wenn das Gift, ursprünglich ja als Unkrautvertilgungsmittel entwickelt, auf einmal als „Erntehelfer“ bei auf Kulturpflanzen angepriesen und bei Getreide zum Einsatz kommt? Unsere Bauern versprühen es aufs Getreide, damit es gleichmäßig reift und sich der Erntezeitpunkt schon im Voraus bestimmen lässt. Die Anwendung ist bis sieben Tage vor der Ernte erlaubt. Siehe dazu die Artikel Die Rache des Rindviechs sowie Schleichende Glyphosatvergiftung.

Doppelter Verdienst durch Gift und Pflanze im Paket

Das Problem ist, dass dazu – im Paket – Nutzpflanzen, sogenanntes „Roundup-Ready“ Saatgut, angeboten werden, die mittels eines eingeführten Gens gegen das Gift resistent sind, z.B. Soja, Mais, Luzerne, Baumwolle, Raps und vielleicht noch andere, die massenhaft als Monokulturen angebaut werden. Der Farmer kauft also immer beides, Saatgut und Gift und hat die Garantie auf reine Ernten. Das heißt auf dem Acker: Alles außer diesen genmanipulierten Pflanzen stirbt ab. Der Bauer erhält ein „sauberes“, steriles und äußerlich tadelloses Feld wie aus dem „Bilderbuch“. Es wächst nichts anderes. Vorteil von Roundup ist auch, dass es jederzeit anwendbar ist. Niemand braucht auf ein bestimmtes Wachsttumsstadium, besondere Wetterbedingungen, Temperaturen usw. wie bei anderen Unkrautvertilgungsmitteln zu achten. Weiterer Vorteil: Der Farmer kann sich das Pflügen ersparen, was ja u.a. das Unkraut niederhalten soll. Dementsprechend verweist Monsanto auf weniger Verlust der Ackerkrume durch Windabtragung.

Das Monsanto-Gift-Saatgut-Paket hat eine Weile funktioniert, so dass sich die Monsato-Saaten mittlerweile über den ganzen Globus erstrecken. Bekanntlich passen sich aber nun andere Pflanzen per Evolution veränderten Umweltbedingungen an, was nun massiv der Fall ist. Rund 30 „Unkräutern“ kann das Glyphosat, der Hauptwirkstoff in Roundup, nichts mehr anhaben. Sie gedeihen wie ohne jedwede Behandlung. Die versprochene „Garantie“ erweist sich als Illusion.

Beim Wachsen zugucken

Unter anderem geht es um den Palmerfuchsschwanz, auch als „Palmafuchsschwanz“ bekannt. Der Fuchsschwanz stammt aus Südamerika, ist auch bei uns als Ackerfuchsschwanz ein bekanntes Unkraut, das ähnlich wie der Windhalm Resistenzen entwickelt. Der Palmerfuchsschwanz ist wohl hierzulande noch kein Problem. Der Fuchsschwanz wird auch bei uns in Bioläden als Amarant, ein hirseähnliches Pseudogetreide mit winzigen Samen, angeboten. Sein Kollege, der Palmerfuchsschwanz, erreicht eine Höhe von drei Metern, kann bis zu einer Million Samen von einer einzigen Pflanze verstreuen und schießt am Tag bis sechs oder sieben Zentimeter empor. Hockte man sich davor, so würde man sie vermutlich wachsen sehen können.
Folge: Rund 25 Millionen Hektar Ackerland in Amerika sind verseucht und scheiden zum Anbau aus. Die Bauern sitzen in der Vertragsfalle, denn die Verpflichtungen gegenüber Monsanto, Abnahme von Roundup Ready Saatgut und dem Herbizid, laufen weiter. Sie sind gehalten, das Monsantosaatgut auszubringen. Nur: Welchen Mais soll man noch unter drei Meter hohen Ackerfuchsschwänzen finden können? Die Stengel sind auch so stark, dass sie die Ackermaschinen beschädigen können.
Monsanto argumentiert, evolutionäre Anpassungen habe es immer gegeben; das sei ein natürlicher Prozess. Und natürlich wird die Firma etwas geahnt haben, siehe die Zusamenarbeit mit der BASF im Folgenden, die ja schon lange besteht, lange bevor das Thema Glyophosat-Resistenzen akut wurde.

In Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland ist die Lage weniger dramatisch, aber es seien zwischen 30 und 25 glyhosatresistente Unkräuter bekannt, sagt der Europa-Abgeordnete Martin Häusling von den Grünen. Er meldet verstärkten Druck der Chemieindustrie, um die Zulassung von Unkrautvernichtungsmitteln zu beschleunigen und zu erleichtern. Bei der letzten Reform der Agrarförderung der EU setzte man auf einen verstärkten Fruchtwechsel, was aber auf Druck des Deutschen Bauernverbands kräftig verwässert wurde. Das Ziel einer vermehrten Fruchtfolge muss aber weiterverfolgt werden, u.a. um die Oberflächengewässer nicht weiter zu belasten. Die Ausbringung von mehr Herbiziden oder gefährlicheren hindert eh nichts an der Wahrscheinlichkeit von Resistenzen. Sie gefährdet nur unsere Gesundheit. Man denke auch mal an Bienensterben vor wenigen Jahren durch mit Clothianidin gebeiztes Saatgut, ein Neonikotin, also Nervengift.

Amerikanische Attacke auf unserer Lebensweise

Bei den Verhandlungen zum „Freihandelsabkommen“ mit den USA, „in Wirklichkeit ein Angriff des Kapitals auf unsere Lebensweise„, wie „Die Zeit“ richtig schrieb, verlangen die Amerikaner die Freigabe von Genpflanzen. Dagegen gibt es in Europa starken Widerstand, niemand will das Zeugs, weil noch völlig unbekannt ist, welche weiteren Folgen drohen oder einfach auch grundsätzlich aus ethischen Gründen oder was auch immer. Hinweise auf Krebs u.a. Folgen existieren genug. Neueste Nachricht von der Monsanto-Front: Es gibt eine schleichende aber katastrophale Vergiftung der Europäer durch Glyphosat, Botulismus, und diverse gravierende Krankheiten.

Natürlich sinnen die Chemiekonzerne auf Abhilfte mittels neuer Produkte, die man dann wieder als Allheilmittel verhökern könnte. Die zu entwickeln, beansprucht rund 15 Jahre. So hat Monsanto bereits mit der BASF im Jahr 2009 eine Kooperation zur Entwicklung neuer Pflanzenschutzmittel geschlossen, und zwar geht es um ein Kombination mit Dicamba.
Die Frage ist, was kommt dann? So wie im Krankenhaus auch bald kein Antibiotikum mehr zu wirken droht – viele sind ja schon nutzlos geworden – so droht Ähnliches in der Monsanto-Landwirtschaft.
Damit´s nicht vergessen wird: Die Firma war an dem berüchtigten Agent Orange, einem Entlaubungsmittel im Vietnamkrieg beteiligt. Das ist u.a. verantwortlich für rund 100.000 Kinder mit Missbildungen. Mit von der Partie (Zwischenprodukte) war eine Ikone des deutschen Bürgertums, der so integer scheinende Richard von Weizsäcker, ehemals Bundespräsident …
Kein Wunder, dass Monsanto nun alte Patente aktiviert, so eines auf eine Mischung aus Glyphosat und 2,4-T, ein Bestandteil von Agent Orange.

Superweeds Resulting from Monsanto (link is external)’s Products Overrun U.S. Farm

Dicamba (link is external)

US ’superweeds‘ epidemic implicates GMOs

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http://www.keine-gentechnik.de/nachricht/32680/

aus dem Text:..In den betroffenen Staaten haben die Landwirte starke Probleme mit Glyhosat-resistenten Unkräutern, so dass viele von ihnen in diesem Jahr Dicamba-resistente Bohnen aussäten. Nachbarn jedoch, die andere Gentech-Bohnen verwendeten, hatten plötzlich verkrüppelte, wachstumsgeschädigte Pflanzen auf dem Acker. ..<<<(herbizidresistent: wenn Glyphosat nicht mehr killt dann jetzt mit „Dicamba“ – nur leider gibt es dann Probleme (?Verkrüppelung und Wachstums-Schaden?) mit „GentechPflanzen“ die „nurGlyphosatresistent sind?!)>>>

Dicamba: Ein Herbizid entzweit US-Landwirte

Soja Farmer

Sojafarmer in den USA (Foto: United Soybean Board, Checking on Early Growth, http://bit.ly/2a9nE83, https://creativecommons.org/licenses/by/2.0)

20.07.2017

In einigen US-Staaten mehren sich die Klagen von Landwirten, deren Felder durch Abdrift des Herbizids Dicamba massiv geschädigt wurden. Der Staat Arkansas hat die Anwendung des Pflanzengifts daraufhin verboten – zum Entsetzen der Farmer, die auf das Herbizid angewiesen sind.

Denn Dicamba wird vom Konzern Monsanto im Doppelpack verkauft, zusammen mit der Sojabohne MON 87708 und der Baumwollpflanze MON 8870, die gegen dieses Uralt-Herbizid resistent gemacht wurden. Gekauft haben das Doppelpack vor allem Landwirte, auf deren Feldern nach jahrelangem Anbau glyphosattoleranter Gentech-Soja auch das Unkraut gegen das Spritzmittel resistent geworden war. Vor zwei Jahren erhielt Monsanto die Zulassung für die beiden Pflanzen und vertreibt sie seither unter dem Markennamen Xtend. Schon damals befürchteten Umweltorganisationen, dass der Verbrauch von Dicamba massiv ansteigen werde. Das 1967 erstmals zugelassene Herbizid wird in Studien mit erhöhten Krebsraten unter Landwirten und Geburtsschäden bei ihren Söhnen in Verbindung gebracht. Außerdem ist es sehr leicht flüchtig und kann an heißen Tagen verdunsten und kilometerweit verfrachtet werden.

Genau das passierte „in einem bisher nicht dagewesenen Ausmaß“, wie der Unkrautexperte Larry Steckel von der Universität von Tennessee dem Sender NPR sagte. Hunderte von Landwirten in den Staaten Tennessee, Arkansas, Mississippi und Missouri beschwerten sich über geschädigte Felder. Insgesamt sollen nach Medienberichten bis zu 800.000 Hektar betroffen sein. Arkansas, wo die meisten Klagen eingingen, verbot die Anwendung von Dicamba für vier Monate. Die anderen Staaten erließen Anwendungsbeschränkungen, die die AbdriftGefahr verringern sollen. Monsanto hatte zuvor Anwendungsfehler von Landwirten, die noch keine Erfahrung mit Dicamba hätten, für die Abdrift verantwortlich gemacht.

In den betroffenen Staaten haben die Landwirte starke Probleme mit Glyhosat-resistenten Unkräutern, so dass viele von ihnen in diesem Jahr Dicamba-resistente Bohnen aussäten. Nachbarn jedoch, die andere Gentech-Bohnen verwendeten, hatten plötzlich verkrüppelte, wachstumsgeschädigte Pflanzen auf dem Acker. Das führt zu Streit in den Dörfern, einer davon endete tödlich, berichtete die Columbia Tribune. [lf]

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https://www.testbiotech.org/node/2038

„Christian Schmidt“ will Zulassung der neuen „Gentechnik-Gift-Soja“ des Bayer-Konzerns „nicht“ verhindern

Pflanzen sind resistent gegen Cocktail gesundheitsgefährdender Herbizide
Mittwoch, 19. July 2017

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat sich bei der jüngsten Abstimmung über EU-Zulassungen von Gentechnik-Pflanzen erneut der Stimme enthalten und damit indirekt den Geschäftsinteressen von Bayer und Dow AgroSciences den Weg geebnet. Die Unternehmen wollen zwei neue GentechnikSoja Varianten in die EU importieren, um sie dort in Futter- und Lebensmitteln verarbeiten zu lassen. Die Sojapflanzen wurden jeweils gegen drei Herbizide resistent gemacht, mit deren Rückständen auch die Ernte belastet ist. Nach den vorliegenden Erkenntnissen muss beim Verzehr dieser Sojabohnen mit gesundheitlichen Risiken gerechnet werden.

Bei der Abstimmung am Montag dieser Woche hatte sich eine Mehrheit der EU-Staaten gegen eine Zulassung ausgesprochen. Doch insbesondere weil Deutschland sich enthalten hat, wurde keine ausreichende Mehrheit gegen die Zulassung erreicht. Voraussichtlich wird Mitte September in einem Berufungsgremium erneut über die Gentechnik-Soja abgestimmt.

Testbiotech will diese Zeit nutzen, um die Bundesregierung doch noch davon zu überzeugen, die Zustimmung zu verweigern. Dabei wendet sich Testbiotech inbesondere an den Parteivorsitzenden der CSU, Horst Seehofer, der als auch bereits als früherer Bundeslandwirtschaftsminister mit der Problematik zu tun hatte. Er soll sich jetzt dafür einsetzen, dass die Bundesregierung bei diesen Zulassungsanträgen doch noch mit Nein stimmt.

Wirtschaftliche Interessen wie die des Bayer-Konzerns dürfen keinen Vorrang vor denen der Allgemeinheit zu haben“, sagt Christoph Then für Testbiotech. „Wir wollen, dass die Spielregeln eingehalten werden. Wenn gentechnisch veränderte Pflanzen nicht ausreichend auf Risiken untersucht wurden, dürfen sie auch nicht zugelassen werden.“

Testbiotech verweist insbesondere darauf, dass die Herbizide, gegen die die Sojabohnen per Gentechnik resistent gemacht wurden, Rückstände in der Ernte hinterlassen, die genau untersucht werden müssten. Nach Ansicht der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA reichen die vorliegenden Daten aber bislang nicht aus, um die gesundheitlichen Risiken zu bewerten. Daher fordert Testbiotech von der Politik, die Zulassungen zu stoppen.

Mit dieser Forderung steht Testbiotech nicht allein. Der Umweltausschuss des Europäischen Parlamentes hat sich jüngst ausdrücklich dagegen ausgesprochen, Gentechnik-Pflanzen zuzulassen, wenn die relevanten Rückstände der Spritzmittel nicht untersucht wurden. Auch Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks (SPD) und Politiker von Die Linke und von Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag fordern höhere Sicherheitsstandards bei den EU-Zulassungen.

Bei den anstehenden Zulassungen geht es um drei GentechnikSojabohnen, die gegen eine kombinierte Anwendung von zwei oder drei Herbiziden resistent gemacht wurden:

  • Glyphosat wird vom WHO-Expertengremium IARC verdächtigt, krebserregend zu sein;
  • Glufosinat wird von der EFSA als fruchtbarkeitsschädigend eingestuft, die Zulassung läuft im Ende Juli 2018 aus;
  • bei Isoxaflutol besteht laut EFSA der Verdacht einer krebserregenden Wirkung;
  • bei 2,4-D besteht laut neueren Publikationen der Verdacht, dass beim Abbau krebserregende Stoffe entstehen.

Diesen ohnehin schon sehr problematischen Wirkstoffen werden in den Anbauländern der Gentechnik-Soja – den USA, Brasilien und Argentinien – weitere Hilfsstoffe zugesetzt, die zum Teil noch giftiger sind als die einzelnen Wirkstoffe und die in der EU deswegen bereits teilweise vom Markt genommen wurden.

Kontakt:

Christoph Then, Testbiotech, Tel: 0151 54638040, info@testbiotech.org

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http://www.testbiotech.org/gentechnik-grenzen/umwelt-gesundheit

Der Gentechnik Grenzen setzen: Umwelt & Gesundheit schützen!

Mitte September 2017 stimmen die EU-Mitgliedsländer über die NeuZulassung von GentechnikSojabohnen der Firmen Bayer und Dow AgroSciences ab. Diese Sojabohnen, die in Lebens– und Futtermitteln zum Einsatz kommen sollen, sind per Gentechnik jeweils gleich gegen zwei beziehungsweise drei Herbizide resistent gemacht. Ihre Ernte kann deswegen Kombinationen von Rückständen gesundheitsgefährdender Spritzmittel enthalten, die so nie zuvor in der Nahrungskette zu finden waren. Von der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA wurden diese Risiken aber nicht untersucht. Damit wurden auch ganz offensichtliche gesundheitliche Risiken, die mit dem Verzehr dieser Sojabohnen verbunden sind, nicht geprüft.

Helfen Sie mit, Umwelt und Gesundheit zu schützen – und fordern Sie den CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer auf, dafür zu sorgen, dass die Bundesregierung doch noch gegen die anstehenden neuen EU-Zulassungen stimmt.

Umwelt & Gesundheit schützen! Forderung unterschreiben!

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CDU/CSU positionieren sich im Wahljahr zum Thema Gentechnik

Antwort an Testbiotech lässt jedoch viele Fragen offen
Freitag, 4. August 2017

CDU/CSU haben auf das Testbiotech-Projekt „Der Gentechnik Grenzen setzen!“ reagiert. Nachdem im gemeinsamen Wahlprogramm der Parteien das Thema Gentechnik nicht einmal erwähnt wird, positionieren sich die Unionsparteien jetzt zu allen Forderungen von Testbiotech. Viele entscheidende Fragen und Details bleiben jedoch unbeantwortet. Nach Einschätzung von Testbiotech fehlt es der gemeinsamen Position an Schlüssigkeit und Glaubwürdigkeit.

In dem Schreiben an Testbiotech fordern CDU/CSU einerseits, alle Lebensmittel zu kennzeichnen, die irgendwie „mit Gentechnik in Verbindung gekommen sind“. Andererseits wollen sie aber die neuen Gentechnik-Verfahren des Gen-Editing zumindest teilweise von Kennzeichnung und Zulassungsprüfung ausnehmen. Damit würde sowohl die Wahlfreiheit für die VerbraucherInnen deutlich eingeschränkt als auch der Schutz der gentechnikfreien Landwirtschaft gefährdet. Die Frage, welche Spielräume es unter dem Freihandelsabkommen CETA für eine Ausweitung der gesetzlichen Kennzeichnung gibt, um zum Beispiel das Fleisch geklonter Rinder zu kennzeichnen, wurde nicht beantwortet. Dieser Frage von Testbiotech war zuvor auch schon die SPD ausgewichen.

Auch bei den anstehenden EUZulassungen bleibt die Position von CDU/CSU unklar: Derzeit stehen erstmals Gentechnik-Sojapflanzen zur Zulassung an, die gleich gegen drei Herbizide resistent gemacht wurden. Eine eingehende Untersuchung der Rückstände und ihrer Kombinationswirkungen fand aber nicht statt. Testbiotech fordert deswegen von der Bundesregierung, gegen die EU-Zulassung zu stimmen. Zuletzt hatte sich der zuständige CSU-Minister Christian Schmidt bei der Abstimmung aber der Stimme enthalten und sich damit indirekt für die Zulassung ausgesprochen. Mitte September gibt es voraussichtlich eine zweite Abstimmung. Aus dem vorliegenden Schreiben geht nicht hervor, wie sich die Bundesregierung dabei verhalten wird.

Beim Thema Ethik formulieren CDU/CSU als Zielvorgabe, dass Eingriffe in die menschliche Keimbahn auch in Zukunft verboten werden sollen, was angesichts jüngster Meldungen über Versuche an menschlichen Embryonen zu begrüßen ist. In Bezug auf Versuche mit gentechnisch veränderten Tieren streben CDU/CSU deren Reduktion und Vermeidung an. Allerdings hat es die Politik bislang nicht geschafft, die Zahl tatsächlich einzuschränken, vielmehr ist diese in den letzten Jahren sogar gestiegen. Auf die Forderung, Patente auf Versuchstiere zu verbieten, gehen CDU/CSU nicht im Detail ein. Testbiotech sieht in diesen Patenten falsche wirtschaftliche Anreize, die es ermöglichen, mit dem Leiden der gentechnisch veränderten Versuchstiere Profite zu erzielen.

Testbiotech hat die Aktion „Der Gentechnik Grenzen setzen!“, bei der es um zentrale Probleme im Umgang mit der Gentechnik geht, im Februar 2017 gestartet. Dabei stellt Testbiotech fünf Forderungen zur Diskussion und bittet die Bundesregierung und die im Bundestag vertretenen Parteien um ihre Stellungnahme. UnterstützerInnen von Testbiotech haben dazu bisher knapp 10.000 E-Mails an PolitikerInnen und Parteien verschickt, die derzeit im Deutschen Bundestag vertreten sind. Inzwischen haben sich PolitikerInnen aller angesprochenen Parteien dazu positioniert. Testbiotech plant die Aktion bis zur Wahl fortzuführen, da nicht nur bei CDU/CSU noch viele Fragen offen geblieben sind.

Kontakt:

Christoph Then, Tel 0151 54638040, info@testbiotech.org

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Horst Seehofer, erklärt warum Wählen sinnlos ist !!! Bei Pelzig 20.5.2010

….Diejenigen die ENTSCHEIDEN sind  nicht GEWÄHLT und die die GEWÄHLT werden haben nichts zu ENTSCHEIDEN…….

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Horst Seehofer bei Pelzig (ungekürzt)

ab Minuten 5:03 …….Diejenigen die ENTSCHEIDEN sind  nicht GEWÄHLT und die die GEWÄHLT werden haben nichts zu ENTSCHEIDEN……..

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