EIN ENDE der „MISS-WIRTSCHAFT“ auf KOSTEN der ERDE???!!!?! – – – SÖDER hat JETZT zu HANDELN – FÜR die NATUR und VERANTWORTUNG und GEGEN GIERIGE AUSBEUTUNG /// HANDY-Strahlung – Beeinträchtigt das „BLUT-BILD“ – Die UN-SICHT-BARE GEFAHR – – – „Mobil-FUNK-Strahlung“ ÖFFNET die „Blut-Hirn-Schranke“ /// „erneuerbare ENERGIE“-HOAX – „KLIMA-SEKTE-PROPHETEN“ – Diesel – Stickoxyde – „Natur-ZERSTÖRUNG“ für den „Klimaschutz“ //// Die MEDIEN ver-SCHWEIGEN die Wirklichkeit /// „Upload-Filter“ – Artikel „13“ – „Kevin Kühnert“ – – – “ Mit ihrer Zustimmung bricht die Bundesregierung den „KOALITIONS-VERTRAG“ – zum „X-ten“-MAL???

siehe auch  „MONSATAN – BAYER“

https://www.sueddeutsche.de/bayern/volksbegehren-artenvielfalt-bienen-interview-1.4326433

Volksbegehren Artenvielfalt „Wir werden hinter unseren Forderungen nicht zurückstehen“

Teilnehmer einer Demonstration für das Volksbegehren „Artenvielfalt – Rettet die Bienen“ stehen verkleidet vor dem bayrischen Landtag.(Foto: dpa)

Das Volksbegehren zur Rettung der Bienen hat in Bayern enorme Zustimmung gefunden. Initiatorin Agnes Becker erklärt, worüber sie am runden Tisch mit Gegnern bereit ist zu verhandeln – und worüber nicht.

Interview von Isabel Bernstein

Am Mittwoch endet die Eintragungsfrist für das Volksbegehren Artenschutz, doch ihr Ziel haben die Initiatoren schon erreicht: Am Dienstag gaben sie bekannt, dass die Zehn-Prozent-Hürde geschafft ist. ÖDP-Politikerin Agnes Becker freut sich über den Zuspruch – und kündigt an, dass es beim runden Tisch, an dem Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in einer Woche „parteiübergreifend“ über das Volksbegehren diskutieren möchte, für sie nur um Regelungen für noch mehr Artenschutz gehen kann.

SZ: Dass mehr als eine Million Menschen für die Rettung der Bienen unterschreiben – haben Sie mit so einem Zuspruch gerechnet?

Agnes Becker: Wir sind ganz beflügelt von dem Zuspruch. Die Bedingungen waren sehr schwierig, weil Anfang Februar das Wetter ungünstig ist, und trotzdem standen die Menschen auf dem Münchner Marienplatz im Schnee Schlange, um sich einzutragen. Für uns ist das ein eindeutiges Zeichen, dass die Bevölkerung längst verstanden hat, dass sich in Sachen Arten- und Naturschutz in Bayern gravierend etwas ändern muss.

Interview am Morgen

Diese Interview-Reihe widmet sich aktuellen Themen und erscheint von Montag bis Freitag spätestens um 7.30 Uhr auf SZ.de. Alle Interviews hier.

Ministerpräsident Söder hat bereits ein weitreichendes Gesetz zum Artenschutz und einen runden Tisch mit Befürwortern und Gegnern des Volksbegehrens angekündigt.

Ich habe den Eindruck, dem ist ein wenig unwohl geworden. Am Anfang der Eintragungsfrist hat er noch gesagt, dass er sich raushält. Als er zur Halbzeit gesehen hat, dass es läuft, wollte er das wohl ein bisschen einfangen, ich glaube auch mit dem Hintergedanken, den Zuspruch zu dämpfen, weil die Leute denken sollen: Jetzt kommt die Staatsregierung und tut etwas. Wir sind natürlich gerne bereit zu Gesprächen, aber es wird ihm nicht gelingen, dieses Thema am runden Tisch wegzudiskutieren. Wir werden mit einer breiten Unterstützung aus der Bevölkerung aus dieser Eintragungsfrist herauskommen.

Können Sie sich vorstellen, über einzelne Punkte noch mal zu verhandeln?

Wir freuen uns natürlich, wenn die Staatsregierung für den Artenschutz noch mehr gute Ideen hat. Der Ministerpräsident hat einen großen Wurf angekündigt, bisher habe ich noch nichts Konkretes gehört oder gelesen. Aber es muss klar sein: Unser Gesetzesentwurf ist der Maßstab. Gerade wenn wir mit so einem tollen Ergebnis aus dem Volksbegehren herausgehen, werden wir hinter unseren Forderungen nicht zurückstehen, denn sie sind ökologisch absolut notwendig.

Kritikpunkte sind unter anderem, dass Äcker nach dem 15. März nicht mehr gewälzt werden dürfen und dass der ökologische Landbau 30 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen bis 2030 ausmachen soll.

Jeder Punkt in unserem Gesetzesentwurf ist wirklich durchdacht und so sinnvoll. Wir haben uns diese Zahlen ja nicht am grünen Tisch überlegt, sondern mit Insektenforschern und Wissenschaftlern als das Minimum dessen identifiziert, was wir benötigen, um das Artensterben zumindest zu stoppen.

Ihre Kritiker werfen Ihnen vor, sich in Ihren Forderungen nur auf die Bauern zu konzentrieren und Privatleute auszusparen. Die Rede ist sogar von „Bauern-Bashing“.

Dieser Begriff ist unsäglich und entbehrt jeglicher Grundlage. Kein Aktiver des Volksbegehrens hat in einem Schriftstück, einem Flugblatt, einer Pressemitteilung jemals die Bauern angegriffen. Wir haben intensiv mit Juristen zusammengearbeitet für diesen Gesetzesentwurf. Wir hätten gerne die Privatgärten auch mit drin gehabt, aber uns wurde der Hinweis gegeben: Das könnte bei der Prüfung durch das Innenministerium dazu führen, dass das Gesamtpaket für nicht zulässig erklärt wird. Es gibt bei Volksbegehren das sogenannte Kopplungsverbot, das bedeutet, dass man nur ein Gesetz ändern darf. Das bindet uns in vielem die Hände. Diese starren Regeln hat die Staatsregierung nicht, sie kann viel größer denken, und wenn ihr noch andere Vorschläge zum Artenschutz einfallen, sind wir sicherlich nicht der Feind des Besseren. Aber klar ist: Das Volksbegehren ist die Grundlage, da kann es kein Drunter geben.

Glauben Sie, dass es in so einer gereizten Stimmung zwischen Kritikern und Befürwortern am runden Tisch zu einem Ausgleich kommen kann?

Wir sind bereit zu sprechen und die Nöte derjenigen anzuhören, die sich jetzt so angegriffen fühlen – völlig grundlos, weil das, was wir fordern, ein Investitionsprogramm in eine naturverträgliche, nachhaltige Landwirtschaft ist. Deshalb verstehe ich diese reflexartige Gegenwehr überhaupt nicht. Inwieweit die Bereitschaft beim Bauernverband da ist, kann ich nicht einschätzen. Ich hoffe, dass zum runden Tisch auch andere Vertreter des Bauernstandes eingeladen werden. Der Bauernverband erhebt ja gerne einen Alleinvertretungsanspruch, den er schon lange nicht mehr hat. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft steht voll hinter unserem Volksbegehren, und Josef Wetzstein, der Landeschef des größten Anbauverbands in Bayern, Bioland, hat von einer gezielten Desinterpretationskampagne des Bauernverbands gesprochen. Es ist also keineswegs so, dass der Bauernverband für die Landwirte spricht.

Was passiert, wenn das Treffen mit Ministerpräsident Söder zu keinem Ergebnis führt?

Wir werden am runden Tisch verhandeln mit der Gewissheit, dass so viele Menschen hinter uns stehen, und hoffen, dass der große Wurf des Herrn Söder nicht nur ein kleines Würflein wird. Wir werden aufpassen, dass nicht nur Artenschutz drauf-, sondern auch wirklich drinsteht. Unser Gesetzentwurf liegt auf dem Tisch und kann nicht mehr wegmoderiert werden. Er wird – sollte der Bayerische Landtag ihm, wie zu erwarten ist, nicht zustimmen – den bayerischen Bürgern zur Abstimmung vorgelegt.

Umwelt und Naturschutz in Bayern Die letzten Apollos

Volksbegehren Artenvielfalt

Die letzten Apollos

Moderne Landwirtschaft, Flächenfraß, Bodenversiegelung: Sie bedrohen die Lebensräume der Schmetterlinge und anderer Wildtiere. Der Rote Apollo steht beispielhaft für den Niedergang der Insektenwelt – und dessen Ursachen.

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https://www.keine-gentechnik.de/nachricht/33584/

Neue Studie zeigen: Glyphosat ist überall und krebserregend

19.02.2019

Wissenschaftler der Universität Washington haben einen „überzeugenden Zusammenhang“ festgestellt zwischen der Nutzung glyphosathaltiger Herbizide und dem Risiko, an Lymphdrüsenkrebs zu erkranken. Eine deutsche Studie wies Glyphosat in Baumrinden weitab von Feldern nach.

Das Team um Professorin Lianne Sheppard von der Universität Washington hatte sechs epidemiologische Studien von 2001 bis 2018 ausgewertet. Das sind Untersuchungen, bei denen bestimmte Bevölkerungsgruppen, ihre Glyphosatnutzung und die Rate an Krebserkrankungen in Beziehung gesetzt wurden. Bei der Auswertung legten die Wissenschaftler ihr Augenmerk auf die Gruppe innerhalb der einzelnen Studien, die am intensivsten mit dem Herbizid in Kontakt gekommen war. Für diese Menschen ergab sich ein bis zu 41 Prozent höheres Risiko, an einem bestimmten Lymphdrüsenkrebs, dem Non-Hodgkin-Lymphom, zu erkranken. Einbezogen hatten sie auch eine 2018 erschienene Langzeit-Studie, die 54.000 US-Farmer umfasste, die US Agricultural Health Study. Diese Arbeit wurde bisher von Bayer als Beleg für die Ungefährlichkeit von Glyphosat verwendet. Doch auch hier zeigte sich ein Effekt bezogen auf die am stärksten exponierten Landwirte. Sheppards Team wies der Langzeitstudie zudem eine Reihe von Schwächen nach, durch die das Krebsrisiko niedriger ausfiel als in den anderen Arbeiten. Im Gegenzug warf Bayer laut dem Kölner Stadtanzeiger den Washingtoner Forschern vor, sie würden Äpfeln mit Birnen vergleichen und ihre Analyse weise „schwerwiegende methodische Schwächen auf“. Die Börsianer beeindruckte das nicht. Der Kurs der Bayer-Aktie gab direkt nach der Veröffentlichung um vier Prozent nach. Am 25. Februar beginnt in Kalifornien der nächste Jury-Prozess über die krebserregende Wirkung von Glyphosat. Dann wird sich zeigen, wie die Geschworenen die neue Studie bewerten.

Nicht die Gefährlichkeit von Glyphosat, sondern die Verbreitung des Herbizids jenseits landwirtschaftlich genutzter Flächen war das Thema einer Studie von TIEM Bremen. Die Experten für Umweltmonitoring hatten an 47 Standorten bundesweit Rindenproben entnommen und auf Pestizide untersucht. Die Baumrinde wirkt dabei als Passivsammler, der Schadstoffe aus der Luft filtert. Die Standorte umfassten intensiv landwirtschaftlich genutzte Regionen ebenso wie Schutzgebiete und einige Großstädte. Insgesamt wies das Labor 106 verschiedene Pestizide nach. Am häufigsten fanden sich die beiden als leicht flüchtig bekannten Pestizide Pendimethalin und Prosulfocarb. 55 Prozent der Proben wiesen auch Glyphosatspuren auf. Die Einträge seien bis mitten in großräumige Schutzgebiete hinein feststellbar gewesen, „die km-weit von nächsten Anbauflächen entfernt waren“, heißt es in der Studie. Als wahrscheinlichsten Verbreitungspfad nennt TIEM die Verfrachtung glyphosathaltiger Stäube von erosionsgefährdeten Ackerflächen. In Auftrag gegeben hatte die Studie das aus Bio-Unternehmen bestehende Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft. Es forderte eine Neubewertung der Zulassung von Glyphosat, da die offensichtlich stattfindende Luftverfrachtung im EU-Zulassungsverfahren nicht berücksichtigt worden sei. Angesichts der Ergebnisse sieht das Bündnis langfristig die Koexistenz von ökologischer und konventioneller Landwirtschaft gefährdet. (lf)

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https://www.sueddeutsche.de/bayern/volksbegehren-artenvielfalt-biene-bienen-csu-kommentar-1.4328307

Volksbegehren zur Artenvielfalt Politiker, tut endlich was!

Abstimmung mit den Füßen: Lange Schlangen vor dem Münchner Rathaus beim Volksbegehren.(Foto: Stephan Rumpf)

Der Erfolg des bayerischen Volksbegehrens „Rettet die Bienen!“ ist ein Signal an die Landesregierung, den Naturschutz endlich ernst zu nehmen. Viele haben das dumpfe Gefühl, dass hier etwas grundlegend falsch läuft.

Kommentar von Thomas Hummel

In Bayern geht es einem Großteil der Menschen wirtschaftlich so gut wie nie zuvor. Arbeitslosigkeit ist praktisch kein Thema, viele haben gut bezahlte Jobs. Die Leute leben in immer größeren Wohnungen – trotz der hohen Mieten und Kaufpreise. Schon Studenten fliegen wie selbstverständlich um die Welt, in den Supermärkten sind selbst um 19.58 Uhr die Regale noch voll mit frischen und oft auch billigen Lebensmitteln. Verglichen mit früheren Generationen könnten sich alle freuen und frohlocken, dass es bitteschön so weitergehen möge. Aber was tun sie? Sie laufen gegen den Willen ihrer Landesregierung in Scharen in die Rathäuser, stehen teilweise trotz heftigen Schneefalls in langen Schlangen an und stimmen für ein Volksbegehren namens „Rettet die Bienen!“. Haben die Menschen keine anderen Probleme mehr?

Der große Erfolg des bayerischen Volksbegehrens für mehr Artenschutz und für eine naturverbundene Landwirtschaft fußt auf einem dumpfen Gefühl: Viele Menschen spüren, dass sich etwas zusammenbraut, was sie nicht ganz verstehen oder beherrschen können. Dass ihr wohliger Lebensstandard einen hohen Preis haben könnte. Die Erkenntnisse über Klimawandel, Luftverschmutzung, Massentierhaltung, Insektensterben, Raubbau an der Natur im Allgemeinen sind schwer zu ignorieren.

Leserdiskussion Volksbegehren erfolgreich, Bienen gerettet?
Leserdiskussion

Volksbegehren erfolgreich, Bienen gerettet?

Mehr als eine Million Menschen haben in Bayern für das Volksbegehren „Artenvielfalt – Rettet die Bienen“ unterschrieben. Nun ist Ministerpräsident Söder unter Zugzwang. Wenn der Landtag den Vorschlag nicht unverändert umsetzt, kommt es zum Volksentscheid.

Alleine kann man diese Probleme nicht lösen, auch nicht in Gruppen oder Vereinen. Wer nicht fliegt, auf ein Auto verzichtet, vegan isst oder auf dem eigenen Anwesen die Wiese nur einmal im Jahr mäht, tut zwar etwas Gutes, auch für sein umweltbewusstes Gewissen. Doch es ist zumeist nicht einmal ein Wassermolekül auf dem heißen Stein. Und von den Mitmenschen wird man oft genug als Spinner verlacht.

Stattdessen wünschen sich viele sehnsüchtig, dass die Politik endlich reagiert und einen Plan entwirft, wie der Mensch gut leben kann und dennoch die Natur nicht kaputt macht. Das hat vor allem die Landesregierung in Bayern jahrelang nicht interessiert, die Ignoranz gegenüber der Umwelt war in der Münchner Staatskanzlei atemberaubend. Erst durch den Erfolg der Grünen bei der Landtagswahl im Oktober fiel der CSU auf, dass sie hier wohl etwas verpasst hat. Der große Zuspruch zum Volksbegehren führt nun zu Stressreaktionen. Ministerpräsident Markus Söder ist sogar auf Youtube in einem Werbevideo zu sehen mit der Aussage: „Es geht um mehr Artenschutz: Das ist ein Anliegen, das die bayerische Staatsregierung genauso verfolgt.“ Man kann sich nur wundern.

War es nicht Söder, der kürzlich noch den eigentlich sakrosankten Alpenschutzplan aufweichen wollte, damit im Allgäu ein neuer Skilift gebaut werden kann? Hat nicht CSU-Bundesminister Christian Schmidt im Alleingang das EU-Verbot des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat torpediert? Ist nicht die Landesregierung mitverantwortlich dafür, dass in Bayern der Flächenverbrauch für Siedlungen und Verkehr ein Gebiet von fast 17 Fußballfeldern umfasst – pro Tag? Und warum steht Söders Partei Seit‘ an Seit‘ mit dem Bauernverband, der seit Jahren gegen jede Veränderung in der Landwirtschaft zu mehr Naturschutz poltert? Dabei sterben gerade kleinere Bauernhöfe zu Tausenden, was vor allem an der Verteilung der EU-Subventionen liegt, die Großbetriebe bevorzugt. Doch auch hier von deutscher Seite: keine Initiative für Veränderungen.

Eine Lehre des Volksbegehrens lautet: Die Ahnung, dass hier etwas grundlegend in die falsche Richtung läuft, dringt tiefer in die Gesellschaft ein. Die Menschen wollen einmal etwas tun, was fernab von Mülltrennen und Radfahren wirklich etwas bringen könnte.

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Wie kann es SEIN dass es zu dieser „NOT-RUF-AKTION“ – „ELF-ZWEI“- FÜR die NATUR ?EINEN?  GEGNER GIBT???!!!  – WAS sind das für BORNIERTE NICHT mehr zu RETTENDE INDIVIDUEN wie z.B. MERKEL-KLÖCKNER-SÖDER-SCHMIDT usw….!!!!!!!!!!!!!

—18,4%——18,4%——18,4%——18,4%——18,4%——18,4%——18,4%—

und DASS unter ?LOGISTISCH? SCHWIERIGEN BEDINGUNGEN

https://www.sueddeutsche.de/bayern/volksbegehren-artenvielfalt-folgen-volksentscheid-1.4329945

Rekord-Beteiligung

So geht es nach dem Artenvielfalt-Volksbegehren weiter

Die Biene ist zum Symboltier für das Volksbegehren Artenvielfalt geworden.

 

Das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ war erfolgreich. Nun kann es zum Volksentscheid kommen – allerdings ist das nicht das einzige Szenario.

Von Elisa Britzelmeier

Dass es wohl reichen würde, zeichnete sich seit ein paar Tagen ab. Dass das Ergebnis aber so deutlich ausfallen würde, damit hat längst nicht jeder gerechnet. 18,4 Prozent der Wahlberechtigten in Bayern haben für das Volksbegehren „Artenvielfalt“ unterschrieben – das sind 8,4 Prozentpunkte mehr als nötig gewesen wären. Die Initiatoren feiern in München mit Unterstützern, DJ und Hochrechnungen an der Wand. Aber wie geht es jetzt weiter?

Auf ein Volksbegehren kann der Volksentscheid folgen. Zwingend ist das allerdings nicht. In jedem Fall sind einige Zwischenschritte nötig. Zunächst muss die Staatsregierung eine Stellungnahme zu dem erfolgreichen Volksbegehren abgeben. Anschließend muss sich der Landtag mit dem Gesetzentwurf hinter dem Volksbegehren befassen.

Umwelt und Naturschutz in Bayern "Wir werden hinter unseren Forderungen nicht zurückstehen"
Volksbegehren Artenvielfalt

„Wir werden hinter unseren Forderungen nicht zurückstehen“

Das Volksbegehren zur Rettung der Bienen hat in Bayern enorme Zustimmung gefunden. Initiatorin Agnes Becker erklärt, worüber sie am runden Tisch mit Gegnern bereit ist zu verhandeln – und worüber nicht.   Interview von Isabel Bernstein

Das steht im Gesetzentwurf

Das Volksbegehren besteht aus einem Gesetzentwurf und einer Begründung. Der Entwurf sieht im Wesentlichen vor, mehrere Artikel des Bayerischen Naturschutzgesetzes zu ändern.

Es geht um etliche Punkte, die wichtigsten: 30 Prozent Ökolandbau bis 2030, ein großflächiger Biotopverbund und strenge Vorgaben für Düngung und Pestizideinsatz.

Diese Szenarien sind möglich

  • Der Landtag stimmt dem Gesetzentwurf zu. Dann kommt es nicht zum Volksentscheid, sondern eben direkt zu einer Änderung des Naturschutzgesetzes. Die Vorlage wird in diesem Fall unverändert zum Gesetz.
  • Die Landtagsabgeordneten stimmen mehrheitlich nicht zu. Es kommt zum Volksentscheid. Alle Wahlberechtigten in Bayern können dann abstimmen. Dabei gibt es die Möglichkeit, dass der Landtag einen eigenen Gesetzesentwurf erarbeitet und diesen als Alternative dem Volk zur Abstimmung vorlegt.
  • Möglich ist auch, dass der Landtag die Rechtsgültigkeit des Volksbegehrens bestreitet. Dann können die Unterzeichner des Volksbegehrens sich an den Bayerischen Verfassungsgerichtshof wenden. Zur Rechtsgültigkeit ist unter anderem erforderlich, dass sich mindestens zehn Prozent der Menschen eingetragen haben, die auch bei Landtagswahlen stimmberechtigt sind.

Hat der Verfassungsgerichtshof keine Zweifel an der Rechtsgültigkeit, kommt es zum Volksentscheid. Lehnt der Verfassungsgerichtshof den Antrag ab, gibt es keinen Volksentscheid.

Der Verfassungsgerichtshof kann im Übrigen auch schon entscheiden, bevor ein Volksbegehren überhaupt zugelassen wird. Ein Beispiel hierfür ist das Volksbegehren der Grünen zur Beschränkung des Flächenverbrauchs, das im Juli 2018 vom Verfassungsgerichtshof gestoppt wurde. Das Innenministerium hatte den Antrag für das Volksbegehren aus verfassungsrechtlichen Bedenken abgelehnt, der Verfassungsgerichtshof bestätigte das. Schließlich aber hat die Koalitionsregierung aus CSU und Freien Wählern die Kernidee zumindest als Absichtserklärung in ihr Programm aufgenommen.

Das sind die zeitlichen Vorgaben

Das nun vorliegende Ergebnis des Volksbegehrens ist das vorläufige Ergebnis. Das amtliche Endergebnis folgt am 14. März. Danach hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vier Wochen Zeit für eine Stellungnahme der Staatsregierung. Er teilt dann dem Landtag das Ergebnis mit. Der Landtag wiederum hat eine dreimonatige Frist, sich mit dem Volksbegehren zu befassen. Spätestens drei Monate nach dem entsprechenden Landtagsbeschluss – also im Oktober – findet die Volksabstimmung statt.

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https://www.sueddeutsche.de/bayern/bienen-volksbegehren-bayern-1.4330094

Artenvielfalt

Das erfolgreichste bayerische Volksbegehren aller Zeiten

Tausende Münchner unterschreiben am ersten Tag des Volksbegehrens. Vor dem Rathaus bildet sich eine erste Schlange quer über den Marienplatz.(Foto: Stephan Rumpf)
  • Das Volksbegehren Artenvielfalt ist das erfolgreichste, das es jemals in Bayern gab.
  • Das Zehn-Prozent-Quorum wurde in allen kreisfreien Städten und Landkreisen erreicht, besonders stark war die Zustimmung in Großstädten und Ballungsräumen.
  • Umweltminister Thorsten Glauber will den Initiatoren in vielen Forderungen entgegenkommen.
Von Lisa Schnell und Christian Sebald

Neun Monate haben die ÖDP-Politikerin Agnes Becker und ihre Mitstreiter für den Erfolg ihres „Volksbegehrens Artenvielfalt – Rettet die Bienen“ gekämpft. An diesem Donnerstagmittag steht fest, dass es das erfolgreichste ist, das es jemals in Bayern gegeben hat. 1 745 383 Stimmberechtigte haben sich in den vergangenen zwei Wochen in die Unterstützerlisten eingetragen. Das sind 18,4 Prozent.

Das Ergebnis übersteigt nicht nur das Zehn-Prozent-Quorum um ungefähr 750 000 Stimmberechtigte oder 8,4 Prozentpunkte. Sondern es lässt das bisher erfolgreichste Volksbegehren im Freistaat – das für die „Christliche Volksschule“ der CSU von 1967 – klar hinter sich. „Ich bin überglücklich und wahnsinnig dankbar“, sagt Agnes Becker. „Das ist ein unglaublich starkes Ergebnis, kein Politiker kommt jetzt an unseren Forderungen für einen besseren Naturschutz vorbei.“

Das Ergebnis des Volksbegehrens

in Landkreisen und kreisfreien Städten

*Die Einteilung der Klassen folgt dem Jenks-Algorithmus, der nach nahe beieinanderliegenden Gruppen in den Daten sucht
SZ-Grafik; Quelle: Landeswahlleiter
*Die Einteilung der Klassen folgt dem Jenks-Algorithmus, der nach nahe beieinanderliegenden Gruppen in den Daten sucht

Derweil wurde bekannt, dass der langjährige Chef der Landtags-CSU und ehemalige Landtagspräsident Alois Glück den runden Tisch von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zu den Konsequenzen aus dem Volksbegehren moderieren wird. Der inzwischen 79-jährige Politiker, der sich nicht zu seiner neuen Funktion äußern wollte, ist auf einem Bauernhof in Hörzing im Landkreis Traunstein aufgewachsen und gelernter Landwirt. Bereits in den Siebzigerjahren profilierte er sich auch als Umweltpolitiker, zunächst als Vorsitzender des Parlamentsausschusses, von 1986 an als Staatssekretär. In etlichen Konflikten in seiner Partei und darüber hinaus bewährte er sich als auf Ausgleich bedachter Vermittler. Angesichts der tiefen Gräben, die das Volksbegehren aufgerissen hat, ist die neue Funktion aber selbst für Glück eine große Herausforderung. Freilich ist er bei Naturschützern und Bauern gleichermaßen anerkannt und respektiert.

Als erstes und bisher einziges Mitglied der Staatsregierung äußerte sich am Donnerstag Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) zu möglichen Konsequenzen aus dem Volksbegehren. Glauber will der Initiative in vielen Forderungen entgegenkommen. Etwa bei den fünf Meter breiten Gewässerrandstreifen, auf denen Landwirte künftig nicht mehr ackern sollen. Wie das Volksbegehren will Glauber sie zur Pflicht machen. „Sie sind ein klares Muss“, sagte Glauber. „Es kann nicht sein, dass von 16 Bundesländern Bayern als letztes Gewässerrandstreifen nicht verpflichtend macht.“ Glauber verspricht betroffenen Bauern aber eine Entschädigung.

Anderen Forderungen steht der Minister kritisch gegenüber. Die Öko-Quote, nach der bis 2030 der Anteil der Biobauern in Bayern 30 Prozent betragen soll, lehnt er ab. „Nur zu sagen, ich schreibe eine Zahl fest, schafft keinen Markt.“ Dabei seien auch die Verbraucher gefragt. Für ein Bekenntnis zu Bio reiche eine Unterschrift nicht aus, „es muss auch gelebt werden“. An anderer Stelle will Glauber ein „Volksbegehren plus“ schaffen. Außer den Bauern müssten die Kommunen stärker in die Pflicht genommen werden. Sie verfügten über viel Grund und Boden. Sie sollten sich überlegen, wie er für mehr Artenschutz genutzt werden könne. Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU) äußerte die Hoffnung, dass die Gräben zwischen Bauern und Naturschützern geschlossen werden können. Dazu sei es wichtig, „dass wir ergebnisoffen diskutieren“.

Wer sich die Ergebnisse des Volksbegehrens näher anschaut, wird den Jubel der ÖDP-Politikerin Becker nachvollziehen können. In sämtlichen 25 kreisfreien Städten und 71 Landkreisen in Bayern nahm die Initiative das Zehn-Prozent-Quorum locker. Dies widerlegt den Vorwurf von Bauernpräsident Walter Heidl und seinen Anhängern, dass die Befürworter des Volksbegehrens in der Hauptsache Städter seien, die die Leistungen der Bauern für den Naturschutz zu wenig achteten. Es zeigt vielmehr – ähnlich wie das extrem gute Abschneiden der Grünen quer durch Bayern bei der Landtagswahl 2018 -, dass die Bevölkerung auf dem Land inzwischen ebenfalls sehr sensibel ist für Umweltthemen.

Dennoch ist die Zustimmung in den Großstädten und den Ballungsräumen besonders stark. Bei den Städten liegt Franken klar vorne: In Erlangen erzielte das Volksbegehren 24,9 Prozent, in Schwabach 22,7 Prozent und in Bamberg 21 Prozent. In Augsburg (20,6 Prozent), in München (20,5 Prozent) und in Nürnberg (19,5 Prozent) war die Zustimmung ebenfalls überdurchschnittlich hoch. Mit Hof ist freilich auch das bayernweite Schlusslicht eine kreisfreie Stadt: Dort unterstützen nur 10,5 Prozent der Stimmberechtigten das Volksbegehren.

Stadt und Land

In den großen Städten war die Beteiligung am Volksbegehren etwas höher, doch auch auf dem Land haben sich sehr viele Bürger für den Artenschutz eingetragen. Jeder Punkt steht für einen Landkreis oder eine kreisfreie Stadt

SZ-Grafik; Quelle: Landeswahlleiter

In den Ballungsräumen rund um die Großstädte wurden ebenfalls Spitzenergebnisse erreicht. Im oberbayerischen Landkreis Starnberg schnitt das Volksbegehren mit 27,7 Prozent Zustimmung am besten im ganzen Freistaat ab. Auf den Rängen zwei und drei folgen die Landkreise München (26,5 Prozent) und Fürstenfeldbruck (25,7 Prozent). Die drei Landkreise, in denen sich am wenigsten Stimmberechtigte in die Listen eintrugen, liegen im Bayerischen Wald oder an der Grenze zu ihm: Es sind Freyung-Grafenau (11,4 Prozent), Deggendorf (11,7 Prozent) und Regen (11,9 Prozent). Zumindest in Freyung-Grafenau und Regen könnte ein Grund dafür sein, dass dort Flora und Fauna intakter sind als in anderen Regionen. Überdies sind alle drei Landkreise stark land- und forstwirtschaftlich geprägt.

Auffällig sind die hohen Werte in den Regionen, in denen die industrielle Landwirtschaft mit ihrem massiven Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmitteln besonders stark ist. Also überall dort in Bayern, wo die Bauern sehr viel Mais und Getreide anbauen und Masttiere halten. So zum Beispiel in den Landkreisen Mühldorf am Inn (16,9 Prozent Zustimmung), Dingolfing-Landau (14,6 Prozent) – wo Bauernpräsident Heidl seinen Betrieb mit Zucht- und Mastschweinen hat -, Landshut (15,8 Prozent) und Rottal-Inn (12,9 Prozent). Aber auch im schwäbischen Unterallgäu, das mit 18,4 Prozent Zustimmung exakt im Landesschnitt liegt, oder im fränkischen Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (16,7 Prozent).

Die ÖDP-Politikerin Becker erklärt sich die guten Werte in den Agrar-Regionen damit, „dass die Leute dort hautnah erleben, welche schlimmen Folgen die industrielle Landwirtschaft für die Natur hat, und immer öfter nicht mehr willens sind, den Artenschwund hinzunehmen“. Wie ihre Co-Sprecher Ludwig Hartmann (Grüne) und Norbert Schäffer (Landesbund für Vogelschutz) bekräftigte Becker, „dass unsere Forderungen die unterste Messlatte für Söders runden Tisch sind“.

©SZ vom 15.02.2019/kaal

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https://projekte.sueddeutsche.de/artikel/bayern/volksbegehren-zur-artenvielfalt-e433361/?reduced=true

5 Minuten Lesezeit

Von Christian Sebald

 

Wer sich mit der Lage der Schmetterlinge in Bayern beschäftigt, kommt um den Roten Apollo und Andreas Segerer nicht herum. Der eine ist ein streng geschützter, inzwischen extrem seltener heimischer Prachtfalter. Der andere arbeitet an der Zoologischen Staatssammlung in München und ist Schmetterlingskundler und Mikrobiologe. ………

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http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/insektensterben-wir-muessen-jetzt-sofort-handeln-a-1252867.html

Insektensterben „Wir müssen jetzt sofort handeln“

Eine Studie zum Rückgang von Insektenbeständen legt erstmals nahe: Das Problem besteht nicht nur in Europa, sondern weltweit. Was tun?

Von

Im Herbst 2017 war Krefeld in Nordrhein-Westfalen plötzlich auf den Titelseiten der Weltpresse. Eine Studie mit Daten von ehrenamtlichen Insektenkundlern hatte für Aufsehen gesorgt. Seit 1989 sammelte der Verein Käfer, Fliegen und andere Kerbtiere. Die Analyse der Bestände kam zu dem Ergebnis: Das Insektensterben hat in Deutschland gewaltige Ausmaße angenommen. Damit war bestätigt, was viele Fachleute schon lange vermutet hatten. Auch die Frage, wie anfällig die Tiere auf Monokulturen reagieren, blieb ein Thema.

Doch schnell wurde klar: Man braucht noch sehr viel mehr Daten, um den Schwund unter den etwa eine Million bekannten Insektenarten zu erfassen. Einen weiteren Beitrag dazu haben nun Forscher um den australischen Ökologen Francisco Sánchez-Bayo vom Sydney Institute of Agriculture mit einer Übersichtsstudie geleistet.

Sie werteten 73 Analysen zum Rückgang unterschiedlicher Insektenarten aus aller Welt aus. Und kamen in der Fachzeitschrift „Biological Conservation“ zu einem alarmierenden Ergebnis. Weltweit geht der Bestand von mehr als 40 Prozent aller Insektenarten zurück. Schon in hundert Jahren könnten viele ausgestorben sein. Darunter sind vor allem Schmetterlinge, aber auch Hautflügler, zu denen Ameisen, Wespen und Bienen gehören, schreiben die Forscher.

Zwar bemängeln Wissenschaftler, dass in die Ergebnisse der Studie nicht alle relevanten Daten eingeflossen seien. So seien einige Untersuchungen, die steigende Populationen verzeichnet hätten, ignoriert worden.

Doch es ist die erste global umfassende Analyse zum Rückgang von Insektenpopulationen weltweit. Auch für den Tierökologen Johannes Steidle von der Universität Hohenheim geben die Befunde Anlass zur Sorge.

SPIEGEL ONLINE: Wie beurteilen Sie die Studie?

Steidle: Ich bin geschockt. Zwar gab es Hinweise, dass das Insektensterben nicht nur auf Deutschland und Europa beschränkt ist. Aber dass es ein globales Problem ist, das überall in einem ähnlichen Umfang auftritt, hat mich erschreckt. Das war zumindest mir, und ich glaube auch meinen Kollegen, so nicht bekannt.

SPIEGEL ONLINE: Die Zahlen klingen alarmierend. Wie valide sind solche Insektenuntersuchungen?

Steidle: Bei einigen Studien gibt es Unsicherheiten. Beim Insektenbestand entstehen teils starke jährliche Schwankungen. Dabei spielt etwa das Wetter eine Rolle. Kalte Winter mit viel Schnee können die Bestände dezimieren. Deshalb ist es wichtig, möglichst über lange Zeiträume zu schauen, wie sie sich entwickelt haben – so wie bei der Krefelder Studie, bei der fast 30 Jahre gezählt wurde.

SPIEGEL ONLINE: Brauchen wir noch mehr Studien?

Steidle: Mehr Daten sind immer gut. Aber es wäre Wahnsinn, noch auf weitere Studien zu warten. Wir müssen jetzt sofort handeln. Ich mache mir große Sorgen, wenn ich aus dem Fenster schaue.

SPIEGEL ONLINE: Warum?

Steidle: Wenn Sie den Wald, den Park oder den Garten vor Ihrer Haustür betrachten, dann funktionieren diese Systeme nur deshalb, weil da Insekten leben. Holz, Nahrung, frisches Wasser, die Verwertung von Müll, von unseren Exkrementen: All diese Ökosysteme, die daran beteiligt sind, bestehen zu zwei Dritteln aus Insekten.

SPIEGEL ONLINE: Was passiert, wenn Insekten fehlen. Gibt es Beispiele?

Steidle: Nur wenige. Aber in Australien wurden früher Kühe importiert. Danach lag auf den Weiden überall deren Kot rum. Käfer, die ihn verwertet hätten, gab es nicht. Die heimischen sind dort nur auf Känguru-Dung spezialisiert. Das Problem konnte nur gelöst werden, weil Dungkäfer aus Südafrika importiert wurden. Wie eine Welt ohne Insekten aussehen würde, kann man sich eigentlich gar nicht vorstellen. Selbst für die Wasserqualität in Bächen oder Flüssen spielen aquatische Insekten eine wichtige Rolle. Doch auch hier gibt es massive Rückgänge.

SPIEGEL ONLINE: Wie sieht es denn mit der Bestäubung von Pflanzen aus?

Steidle: Nicht nur Nutzpflanzen brauchen Insekten. Auch viele andere Gewächse benötigen Bestäuber. Und da hilft keine Honigbiene. Da brauchen Sie Wildbienen, Fliegen, Schmetterlinge oder Motten.

SPIEGEL ONLINE: Was sind denn konkret die Ursachen für den Rückgang der Insekten?

Steidle: Die Monokultur in der Landwirtschaft ist ein Problem. Ein Acker mit nur einer Pflanzenart ist für die meisten Insekten so wertvoll wie ein geteerter Parkplatz.

SPIEGEL ONLINE: Das müssen Sie erklären?

Steidle: Die Tiere brauchen vielfältige Lebensräume mit vielen verschiedenen Pflanzenarten – Grünstreifen, feuchte Gräben. Denn viele Insekten fressen höchstens zwei, drei Pflanzen. Fehlen die Pflanzen, fehlen auch die Insekten. Auch der Einsatz von Pestiziden trägt zum Insektensterben bei. Einige greifen den Pflanzenbestand und damit Lebensräume an, andere wie Neonikotinoide schädigen die Tiere direkt. Der Klimawandel spielt nach bisherigen Erkenntnissen allerdings in Europa momentan noch eine untergeordnete Rolle.

SPIEGEL ONLINE: Kann man den Rückgang der Arten stoppen?

Steidle: Die intensive Landwirtschaft, die wir im Augenblick betreiben, ist völliger Wahnsinn. Landwirte müssten belohnt werden, damit sie Grünflächen schaffen. Strukturreiche Lebensräume sind wichtiger als der völlige Verzicht auf Pestizide, haben Untersuchungen gezeigt. Da ist natürlich die Politik gefragt.

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CDU/CSU

Das „C“ steht für „GEGEN die GESUNDHEIT und GEGEN die NATUR“

siehe auch „Zulassung pestizidhaltiger Spritz-MITTEL“

 

https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2019-02/glphosat-pestizide-zulassung-verlaengerung

Glyphosat: 100 Pestizide sollen ohne Prüfung zugelassen bleiben

Die Frist für die Prüfung von mehr als 100 Pestiziden läuft ab. Weil die Prüfverfahren zu lange dauern, soll die Zulassung der meisten verlängert werden.
Glyphosat: Pestizidspritze im Einsatz
Pestizidspritze im Einsatz © Patrick Pleul/dpa

Die Bundesregierung plant laut einem Bericht, die Zulassung von 100 Pestiziden ohne die angekündigte Prüfung zu verlängern. Das geht aus einer Antwort auf eine kleine Anfrage der Grünen hervor, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. „ha

Bei diesen Produkten werde es im ersten Halbjahr 2019 keine Entscheidung im Prüfverfahren geben, „sodass die jeweilige Vorgängerzulassung verlängert werden müsse“, teilte das Bundeslandwirtschaftsministerium demnach mit.

Laut dem Ministerium laufen derzeit 121 Antragsverfahren für die Zulassungsverlängerung von Pestiziden. Bereits im Dezember seien auf ähnliche Weise die Zulassungen von 106 glyphosathaltigen Mitteln um ein Jahr verlängert worden.

Die Zulassungen wären „die entscheidende Stellschraube für Einschränkungen, Auflagen und Verbote beim Glyphosateinsatz“ gewesen, kritisierte der Grünenabgeordnete Harald Ebner. Es könne nicht sein, dass die Mehrheit der Pestizide einfach auf dem Markt bleibe, „obwohl unklar ist, ob sie nach heutigem Stand überhaupt noch zugelassen werden dürften“. Eigentlich müsse es „genau andersrum“ sein: „Die Stoffe dürften so lange nicht verkauft werden, bis die neue Sicherheitsprüfung abgeschlossen ist.“ Auch ein Sprecher von Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) kritisierte die Verlängerung: „Es darf nicht sein, dass das zum Dauerinstrument wird.“

Union und SPD hatten in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, den Einsatz glyphosathaltiger Mittel „so schnell wie möglich grundsätzlich zu beenden„. Das Umweltministerium plant, die Nutzung von Pestiziden stärker zu reglementieren. Schulze forderte, Landwirte müssten einen bestimmten Flächenanteil frei von Pestiziden bewirtschaften.

Im November 2018 hatte die EU-Kommission die Zulassung von Glyphosat nach monatelangem Streit um fünf Jahre verlängert. 18 von 28 EU-Ländern hatten dafür gestimmt, neun dagegen, ein Land hatte sich enthalten.

 

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https://www.keine-gentechnik.de/nachricht/33574/

Umstritten: Wie (un)sichtbar schneidet die Gen-Schere?

08.02.2019

Labor Genomsquenzierung
Genomsequenzierung (Foto: Lawrence Berkeley Nat’l Lab – Roy Kaltschmidt, DNA sample picotiter plate preparation, http://bit.ly/24QkbyR, creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0, flickr)

Mit Gen-Scheren wie CRISPR/Cas verändertes Erbgut lässt sich nachweisen, ist der französische Wissenschaftler Yves Bertheau überzeugt. Die Methoden dafür seien aber noch nicht ausgereift, kritisieren staatliche Laborexperten. Im Entwurf eines Berichts an die EU warnen sie, dass mit neuer Gentechnik hergestellte Produkte unerkannt auf den europäischen Markt kommen können.

Gentechnikkonzerne, Pflanzenzüchter und EU-Kommission behaupten bis heute, die Veränderungen durch neue gentechnische Verfahren wie CRISPR/Cas ließen sich in vielen Fällen nicht von natürlichen Mutationen und herkömmlicher Züchtung unterscheiden. Ohne einen solchen Nachweis könnten diese Verfahren nicht wie herkömmliche Gentechnik reguliert und kontrolliert werden.

Yves Bertheau, pensionierter Forschungsdirektor des staatlichen französischen Agrarforschungsinstituts INRA, ist da anderer Meinung. Er hat für ein neues Fachbuch den Stand der Technik zusammengefasst: „Neue gentechnische Verfahren: Nachweis und Identifizierung der Techniken und der damit hergestellten Produkte“ lautet übersetzt der Titel seines Kapitels. Darin stellt er als erstes klar, dass natürliche Mutationen nur sehr selten vorkämen. Das Erbgut von Pflanzen sei stabil und durch Reparaturmechanismen der Zellen gut geschützt. Schon deshalb seien gentechnisch hervorgerufene Mutationen meist unterscheidbar.

Ausführlich beschreibt Bertheau, dass Eingriffe mit Gen-Scheren unbeabsichtigte Effekte im Erbgut hervorrufen, die er als „Narben“ bezeichnet. Diese Narben würden auch an die folgenden Pflanzengenerationen weitergegeben und könnten nachgewiesen werden, so seine Hypothese. Zudem würden Eingriffe mit Genome Editing eine klare Signatur im Erbgut hinterlassen, die im Prinzip ebenfalls festgestellt werden könne. Der Wissenschaftler kommt zu dem Schluss, dass für die meisten neuen gentechnischen Verfahren der quantitative Nachweis möglich sei, den das EU-Gentechnikrecht voraussetzt. Auch gebe es den notwendigen gesetzlichen und technischen Rahmen, um die Hersteller zu verpflichten, das für den Nachweis notwendige Referenzmaterial zur Verfügung zu stellen. Ist das Referenzmaterial vorhanden und der Ort im Erbgut bekannt, wo die Veränderungen eingebracht wurden, seien diese auch bei Produkten der neuen Gentechnik nachweisbar, versichert Bertheau. Jetzt brauche es nur noch den politischen Willen, das auch umzusetzen.

Denn für eine wirkungsvolle Kontrolle in der Praxis sind noch zahlreiche Hürden zu überwinden. Diese listet ein Bericht auf, den das Europäische Netzwerk der staatlichen Gentechnik-Labore (ENGL) verfasst hat und der dem Informationsdienst Gentechnik vorliegt. Dem Vernehmen nach soll der Bericht am 20. Februar verabschiedet werden. Er kommt zu dem Schluss, ein Nachweis sei nur möglich, wenn die vorgenommene Erbgutänderung bekannt und eine validierte Nachweismethode vorhanden sei. Zudem brauche es zertifiziertes Referenzmaterial. Die Messmethode müsse den Nachweis in einer Qualität liefern, die auch rechtlichen Auseinandersetzungen standhalte.

Die ENGL-Autoren bezweifeln, dass dies bei gentechnischen Veränderungen, die nur eines oder wenige Basenpaare der DNA betreffen, derzeit möglich sei. Denn auch natürliche oder chemisch ausgelöste Mutationen könnten einzelne Basenpaare verändern. Eine Messmethode müsse dies sicher unterscheiden können. Da die bekannten Methoden das aber nicht könnten, müsse ein entsprechendes Verfahren erst entwickelt werden. Ohne spezifische Nachweismethoden oder für Lebensmittel, bei denen die Genveränderung unbekannt ist, sei eine Marktkontrolle nicht möglich. Deshalb könnten zahlreiche, durch Genome Editing hergestellte Produkte unerkannt auf den Markt kommen.

ENGL hatte der EU-Kommission bereits im April 2017 vorgeschlagen, sich mit Nachweis und Identifikation neuer gentechnischer Verfahren zu beschäftigen. Die Kommission habe diesen Vorschlag damals zurückgewiesen, berichtete das französische Portal infOGM. Erst im Oktober 2018 habe die Kommission dem Netzwerk einen entsprechenden Auftrag erteilt, aus dem der zitierte Bericht resultiert. Im November 2018 erschien ein Papier des EU-Forschungszentrums JRC, das in Absprache mit ENGL erstellt wurde. Auch darin hieß es, Eingriffe mit neuen gentechnischen Verfahren seien höchstens extrem aufwändig nachweisbar.

Angesichts dieser Berichte müsste die EU-Kommission mit Hochdruck dafür sorgen, bestehende Messmethoden zu verbessern und neue zu entwickeln. Doch anscheinend fehlt dazu der politische Wille. InfOGM berichtete von einer gemeinsamen Sitzung von Umwelt- und Agrarausschuss des EU-Parlaments Anfang Januar. Dort habe sich die EU-Kommission einmal mehr auf die Position zurückgezogen, dass nicht unterscheidbar sei, durch welches Verfahren eine Mutation im Erbgut hervorgerufen wurde. Sie werde in dieser Amtsperiode keine neuen Vorschläge zum Gentechnikrecht vorlegen, teilte die Kommission mit. Mittelfristig brauche es jedoch ein Regelungssystem, „das mit den wissenschaftlichen Entwicklungen auf der einen Seite und den Normen für Innovation, Wettbewerb und Sicherheit auf der anderen Seite Schritt halten kann“. Dazu wolle sie eine offene Debatte mit allen Beteiligten führen. [lf/vef]

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ube.com/watch?v=B_CARAKpzVY

Volksbegehren Artenvielfalt ärgert Bauern | quer vom BR

DAS SYSTEM ist das PROBLEM!!!!!!!!!!!!!!!!!!!>>>MONSANTO-BAYER<<<

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Die SPD HAT FERTIG!!! DIESE PARTEI ist ABARTIG!!!
WER GLAUBT DIESER „MERKEL-KLÖCKNER-MONSATAN-ARSCH-KRIECHERIN“ – – –  DIE „WILD-BIENEN“ HUMMELN und SCHMETTERLINGE NICHT!!!

Umweltministerin : Schulze will bundesweites Insektenschutzgesetz

  • Aktualisiert am

Die deutsche Umweltministerin Svenja Schulze will den Insektenschutz vorantreiben. Bild: EPA

In Bayern haben mehr als eine Million Bürger in einem Volksbegehren für mehr Artenschutz gestimmt. Jetzt will Umweltministerin Schulze das Vorhaben auf ganz Deutschland ausweiten.

… und das Pflanzenschutzmittel Glyphosat soll bis ?2023? komplett verboten werden……<<<WENN ES NACH GESUNDHEIT und NATUR gehen würde hätte dieses schleichende GIFT NIEMALS zugelassen werden dürfen!!!!>>>

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Die UN-SICHT-BARE GEFAHR – MOBIL-FUNK
ube.com/watch?time_continue=1&v=Cj3wyeAvjxQ

Spiegel TV – Handystrahlung

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ube.com/watch?v=4eXr85efl_8

Report Mainz – Bei Anruf Hirntumor

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watch?v=QkX7S5RC0k4

Dr Weiss – HANDYSTRAHLUNG T 1

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http://www.elektrosmog-und-gesundheit.de/handy/

Elektrosmog und Gesundheit

Zugegeben, oft ist es praktisch und manchmal auch durchaus sinnvoll, z.B. für Mütter, die unterwegs sein müssen und trotzdem für ihre Kinder erreichbar sein möchten, in Notfällen, oder bei nächtlichen Autopannen auf einsamer Strecke. In solchen Situationen ist das Handy heute nicht mehr wegzudenken.

Es gibt aber auch viele andere Gelegenheiten, die bestimmt 90% des allgemeinen Handygebrauchs ausmachen, bei denen sich die Frage stellt, ob der gesundheitliche Preis, den man dafür zahlt nicht zu hoch ist. Man sollte sich also gut überlegen, wann und wie man sein Handy benutzt. Ganz besonders gilt dies für Kinder und Jugendliche! Diese sind, nach wissenschaftlichen Erkenntnissen wegen ihrer dünneren Schädeldecke, der kleineren Köpfe, der größeren Gewebeleitfähigkeit und des noch nicht voll entwickelten Nervensystems weit mehr gefährdet als Erwachsene! Es wurden Konzentrations- und Gedächtnisschwäche, verringerte Denkfähigkeit, Lernstörungen und nachlassende Leistungen in der Schule bei Jugendlichen beobachtet, die häufig mit dem Handy telefonieren. Möglicherweise wird die Gehirnentwicklung unserer Kinder durch exzessiven Handygebrauch massiv beeinträchtigt, wie russische Forscher feststellten.

Generell sind Handys die stärksten Strahler, die Intensität der Strahlung übertrifft das DECT Telefon bei Weitem. Da sie die Funkleistung nach Bedarf regeln, strahlen Sie außerdem umso stärker je weiter der Sendemast entfernt ist, oder je mehr die Verbindung durch Wände und feste Materialien in Gebäuden, Tunneln, U-Bahnen, Bussen oder Autos abgeschirmt ist. Deswegen ist das Telefonieren dort am schädlichsten.

 

Wirkung der Handystrahlung

Inzwischen gibt es viele Studien, die sich direkt mit der Wirkung der Handyfrequenzen und vergleichbaren Feldstärken befaßt haben. Die Ergebnisse sind alamierend, wie auch der ständige Ausschuß der EU in einer Erklärung am 27.5.2011 feststellte.

Bisher war öffentlicher und wissenschaftlicher Konsens, dass gepulste hochfrequente Strahlung unterhalb der Grenzwerte unschädlich ist. Man war sich einig, dass Effekte auf den Körper nur im Rahmen einer Erwärmung des Gewebes auftreten (wie beim Erhitzen von Speisen in der Mikrowelle). Inzwischen ist aber längst klar, dass es andere Wirkungen im sogenannten athermischen Bereich weit unterhalb der Grenzwerte gibt. Einige Studien hierzu möchte ich Ihnen nicht vorenthalten (weitere aktuelle Studien finden Sie auch in der entsprechenden Rubrik als Artikel im Blog):

  • Verschiedene Forscher fanden Veränderungen der Gehirnströme durch den Einfluß von Handystrahlung. Am bekanntesten sind die Forschungen von Dr. Lebrecht von Klitzing von der Medizinischen Universität Lübeck.
  • Prof. Dr. Peter Semm von der Universität Frankfurt forschte für die Telekom. Eigentlich sollte er nichts findenleider fand er doch heraus, daß Nervenzellen auf gepulste Mobilfunkstrahlung reagieren.
  • Mehrere Studien fanden eine Beeinflussung des Schlafs bei Versuchspersonen, die während der Nacht der Strahlung eines Mobilfunktelefons ausgesetzt waren. Die REM-Phasen (Traumphasen) waren deutlich vermindert und die Alpha-Gehirnwellen wurden von der Strahlung beeinflußt.
  • H.Lai und N.Singh von der Universität Washington fanden nach Handybestrahlung vermehrt DNS-Brüche im Gehirn. Die Erbinformation von Gehirnzellen wird geschädigt und das Risiko für die Entwicklung eines Tumors steigt. Dabei lag die absorbierte Energie pro Kilogramm Körpergewicht (SAR) sogar noch unter dem heute für Handys zulässigen Wert von 2 W/kg!
  • Dr. Michael Repachioli konnte nachweisen, daß Mäuse, die 9 Monate mit gepulster Hochfrequenz bestrahlt wurden, wie sie von Handys ausgeht, eine doppelt so hohe Krebsrate aufwiesen, wie die unbestrahlte Kontrollgruppe. Eigentlich wollten er und seine Kollegen mit ihrer Studie das Gegenteil beweisen.
  • Schwedische Wissenschaftler fanden heraus, daß Mobilfunkstrahlung die Blut-Hirn-Schranke öffnet, so daß Giftstoffe und Eiweißkörper ungehindert ins Gehirn eindringen und die empfindlichen Nervenzellen schädigen können. Inzwischen wurde dies auch durch eine deutsche Wissenschaftlergruppe bestätigt.
  • Wissenschaftler der Uniklinik Zürich entdeckten, daß die Immunreaktion von Zellen durch Handystrahlung um 90% vermindert wird.
  • Das System der körpereigenen Stimulanzien wird von Handystrahlung ungünstig beeinflußt. Ungewöhnliche Gefühlszustände können auftreten: das Erleben von Freude, Panikattacken, Neurosen, Psychosen sind möglich. Bei Ratten und Affen wurde die Einflußnahme von Mikrowellen auf Lernen, Gedächtnis, Zeitwahrnehmung und Aufmerksamkeit bei sehr geringen SAR-Werten gefunden.
  • Eine neue Forschungsarbeit des Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung zeigt: Menschliche Zellen könnten beim Mobiltelefonieren viel stärker erhitzt werden als bislang angenommen. Nicht nur um maximal 1 °C, wie dies die Grenzwerte vermeintlich zusichern, sondern um sage und schreibe bis zu 100 °C. Derartige Temperaturspitzen können im Gehirn die empfindlichen Synapsen, das sind die elektrochemischen Schaltstellen für Denkvorgänge, zerstören.(Quelle: http://www.izgmf.de)

Der Grenzwert, ab dem eine Beeinflussung der Hirnströme und eine Beeinflussung der Blut-Hirn-Schranke nachgewiesen werden kann, beträgt 1000 µW/m². Erst ab einem Abstand von einigen Metern liegt die Abstrahlung der meisten Handys darunter!

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com/watch?v=mLVJViJ1FeM

Handystrahlung – Beeinträchtigt das Blutbild

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siehe auch „5 G die MIKRO-WELLEN-WAFFE“

siehe auch „5 G die MIKRO-WELLEN-WAFFE“

?Bundes-KANZLERIN? – ?DOKTOR? – HA HA HA

Aufruf zum Stop des 5G-Mobilfunknetz-Ausbaus (Petition) | 13.02.2019 | http://www.kla.tv/13851

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om/watch?v=GAJ7P5wzBag

5G – Ärzte aus Deutschland fordern Ausbaustopp; offener Brief an Bundesministerium, #schonBewusst

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utube.com/watch?v=R0AEDfxDeO8

Practical Ways to Reduce Exposure to Cell Phone Radiation: Michigan Forum on 5G Wireless

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com/watch?v=nXeYXWtdu1s

Professor Lukas Margaritis explains why pulsed signals are more dangerous than continuous signals

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DER TROJANISCHE DESINFORMATIONS KANAL „RT“ inclusive der „FALSCHEN RATTE“ NAMENS „PUTIN“ – „INF-VERTRAG“????

PUTIN BENUTZT das THEMA als PROPAGANDA – WER BETREIBT denn „WETTER-MODIFIKATION“ BZW ATTACKIERT  die „IONONS-PHÄRE“ mit ENERGIE-und FREQUENZ-WAFFEN-HAARP?!

be.com/watch?v=aO1gZhwqCvI

How To Survive Dangers of 5G

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ATTACKE auf die ROTH-SCHILDs – VANDERBILTs – ROCKEFELLERs – MELONs – WARBURGs  – WINDSORs usw…

LUXUS FÜR ALLE

WIR HABEN ein GLOBALES WELT-PROBLEM??? und ZWAR MANGEL und GIER –  AUSBEUTUNG/MENSCH /NATUR  und DEKADENZ

http://www.spiegel.de/plus/neid-in-deutschland-warum-goennen-wir-anderen-nichts-a-00000000-0002-0001-0000-000162286239

Verhaltensökonom über Neid

Warum gönnen wir Deutsche anderen nichts?

 

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https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2019/02/20/zu-wenig-einkommen-jeder-dritte-deutsche-verfuegt-ueber-keinerlei-ruecklagen/

Zu wenig Einkommen: Jeder dritte Deutsche verfügt über keinerlei Rücklagen

Ein Drittel der Deutschen verfügt über keinerlei finanzielle Rücklagen.

Ein Drittel der Deutschen verfügt über keinerlei Ersparnisse. (Foto: dpa)

Ein Drittel der Deutschen verfügt über keinerlei Ersparnisse. (Foto: dpa)

Die finanzielle Lage der Deutschen verschärft sich: Fast jeder Dritte hierzulande verfügt über keinerlei Ersparnisse. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage ,die jedes Jahr im Auftrag der ING-Bank erstellt wird.

Insgesamt gaben 31 Prozent der Befragten an, dass ihr Haushalt über keinerlei Sparreserven verfügt (bei der letzten Umfrage vor einem Jahr waren es 27 Prozent). Elf Prozent wollen keine Rücklagen bilden und konsumieren lieber, aber 20 Prozent geben an, dass sie zu wenig verdienen, um finanzielle Rücklagen bilden zu können. Dabei wurde vergangenes Jahr eine positive Lohnentwicklung prognostiziert.

Fast die Hälfte der Deutschen (48 Prozent) gibt an, dass ihnen zum Monatsende häufig das Geld ausgeht. Etwas mehr als drei Viertel von ihnen schränkt in diesem Fall den Konsum ein, knapp ein Viertel (also insgesamt zwischen zehn und zwölf Prozent aller Deutschen) leiht sich in einem solchen Fall Geld.

Im internationalen Vergleich ist die Zahl der Sparer in Deutschland äußerst niedrig. Unter den befragten Ländern (USA, Australien sowie 13 europäische Staaten) weist die Bundesrepublik den zweithöchsten Anteil an Menschen ohne Ersparnisse auf. Schlechter als die Bürger hierzulande (wie oben erwähnt 31 Prozent, im europäischen Durchschnitt sind es 26 Prozent) stehen nur die Rumänen da (37,2 Prozent). An drittletzter Stelle folgen die Briten (29,5 Prozent).

Auffällig ist auch, dass die Zahl der Nichtsparer in Deutschland im vergangenen Jahr stärker anstieg als im europäischen Schnitt. Im Gegenzug zur letztjährigen Befragung erhöhte sich die Zahl der deutschen Nichtsparer um vier Prozent, die der europäischen Nichtsparer lediglich um ein Prozent.

„Die Ergebnisse zeigen, dass Deutschland nicht das Land der Sparer ist, das es gerne vorgibt, zu sein“, sagt Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING Deutschland. „Die Schere zwischen Arm und Reich geht trotz guter Wirtschaftslage weiter auseinander: Der Anteil derjenigen, die gar nicht sparen, steigt an.“

Diejenigen deutschen Verbraucher, die Sparreserven bilden, verfügen im Vergleich zu anderen europäischen Bürgern allerdings über hohe Rücklagen. Beim Anteil der Befragten, deren Ersparnisse sich auf mindestens vier Monatsgehälter belaufen, belegt Deutschland weiterhin einen Platz in der Spitzengruppe gemeinsam mit Frankreich, Italien und Polen.

Dass auf der einen Seite viele Bürger über keinerlei Ersparnisse verfügen, viele dafür jedoch über hohe Reserven, hält Breszki für problematisch: „Eine solche Entwicklung hat noch für keine Volkswirtschaft auf lange Sicht Vorteile gebracht.“

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https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2019/02/21/italiener-haben-mehr-vermoegen-als-deutsche/

Italiener haben mehr Vermögen als Deutsche

Die Italiener sind reicher als die Deutschen: Ihr Nettogeldvermögen pro Kopf beträgt 58.610 Euro – das der Bundesbürger lediglich 52.390 Euro.

Das durchschnittliche Nettogeldvermögen (links) pro Kopf. (Grafik: Allianz AG)

Das durchschnittliche Nettogeldvermögen pro Kopf (l). Rechts der Median-Wert. (Grafik: Allianz AG)

Einer Studie der Allianz AG zufolge liegt Deutschland in der Liste des Nettogeldvermögens pro Kopf weltweit auf dem 18. Platz. Das Nettogeldvermögen pro Kopf beträgt hierzulande 52.390 Euro. Italien liegt mit 58.610 Euro auf dem 16. Platz, noch vor Österreich, das mit 53.980 Euro auf dem 17. Platz rangiert. Das Nettogeldvermögen umschreibt den Saldo aus Forderungen und Verbindlichkeiten.

Das Schweizer Nettogeldvermögen pro Kopf liegt bei 173.990 Euro, wodurch die Eidgenossen weltweiter Spitzenreiter sind. Darauf folgen die USA mit 168.640 Euro, Schweden mit 98.380 Euro, die Niederlande mit 95.880 Euro, Belgien mit 93.580 Euro, Japan mit 92.000 Euro, Singapur mit 90.650 Euro und Taiwan mit 90.260 Euro.

Die Verteilung des Vermögens hat sich in vielen Ländern seit der Jahrtausendwende verbessert, in vielen anderen hat sie sich jedoch verschlechtert. Letztere Gruppe umfasst eine große Anzahl von Industrieländern, von den USA über die von der Euro-Krise betroffenen Länder bis hin zu Deutschland und Japan. Die Auffassung, dass insbesondere die „alten“ Industrienationen in den letzten Jahrzehnten unter einer wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich leiden, scheint daher in vielen Fällen der Realität zu entsprechen. Dazu gehören neben den „üblichen Verdächtigen“ wie den USA, Südafrika und Großbritannien überraschenderweise auch Dänemark, Schweden und Deutschland.

Andererseits umfassen die Länder, in denen die Verteilung des Wohlstands relativ ausgewogen ist, viele ost- und westeuropäische Staaten, von denen einige stark von der Euro-Krise betroffen waren, wie Italien, Spanien und Griechenland. Auch wenn die vergangenen Jahre der Krise und der Sparpolitik in diesen Ländern zu einer größeren sozialen Ungleichheit geführt haben könnten, verfügen sie immer noch über eine relativ solide Basis, auf die zurückgegriffen werden kann, da die Vermögenswerte traditionell sehr weit verbreitet sind – insbesondere im Bereich Immobilien.

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siehe auch „KLIMATE-und GEO-ENGINEERING“

.com/watch?v=bZFg-h59t8U

16 Metalle fallen auf uns herab – Ausmaß Flugverkehr & deren gesundheitlichen Belastungen

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?SAUBERE LUFT? – WAS WIRD HIER  EIGENTLICH ALLES GEMESSEN – WILLKÜR – „FLUGZEUG-und SCHIFF-VERKEHR“ gänzlich ausgeschlossen???!!!

https://www.eike-klima-energie.eu/2019/02/15/wunder-der-wissenschaft-kommt-jetzt-die-diesel-pflicht/

Wunder der Wissenschaft: Kommt jetzt die Diesel-Pflicht?

Menschen in Dieselumgebung sind viel gesünder; Bernd Kasper / pixelio.de

von Robert von Loewenstern
Stickoxide sind in aller Munde. Beziehungsweise Lungen. Um die chemischen, statistischen und politischen Zusammenhänge zu verstehen, müssen wir uns ins Molekulare begeben. Keine Angst, es dauert nicht lange und tut nicht weh.

Fangen wir praktisch an. Während Sie dies lesen, atmen Sie eine Menge unnützes Zeug ein, nämlich Stickstoff. Aus diesem Gas besteht unsere Atemluft zu knapp vier Fünftel. Die restlichen etwa 21 Prozent sind der gute Stoff, Sauerstoff, der Sie bis zum Ende dieses Beitrags am Leben hält. Fun Fact am Rande: Von den 21 Prozent Sauerstoff verbrauchen Sie bei jedem Atemzug nicht einmal ein Viertel, den Großteil hauen beziehungsweise hauchen Sie zusammen mit dem Stickstoff unbenutzt wieder raus. Wenn’s anders wäre, würde Mund-zu-Mund-Beatmung nicht funktionieren.

Außer den beiden Big Playern unter den Gasen hat noch Argon einen halbwegs erwähnenswerten Anteil an der Atemluft, rund ein Prozent. Argon ist ein sogenanntes Edelgas und muss uns deshalb nicht weiter interessieren. Edel meint im Chemiebusiness beziehungsgestört, die Interaktionen mit anderen Elementen sind also überschaubar. Edelgase bleiben tendenziell lieber für sich, genau wie Edelmetalle.

Dann ist da noch Kohlendioxid, was zu etwa 0,038 Prozent in der Luft herumlungert. Das klingt nach wenig, ist aber mächtig viel. Sagen zumindest Klimaforscher. So mächtig, dass CO2 im Alleingang das gesamte Weltklima ins Ungute wandeln kann. Ist ein anderes Thema, soll uns hier nicht kümmern.

Als letztes schließlich atmen wir Spurengase ein, so genannt, weil man nach ihren Millionstel-Anteilen in der Luft mit der Lupe suchen muss. Und genau zu diesen Spurengasen gehören die derzeit so heftig diskutierten Stickstoffoxide, kurz Stickoxide genannt.

Stickoxide machen sauer

Stickoxide entstehen, wie der Name nahelegt, wenn sich die beiden Hauptbestandteile der Luft miteinander verbinden, Stickstoff und Sauerstoff. Das tun sie nicht freiwillig, sondern nur, wenn ordentlich Schmackes im Spiel ist, also Energie. Zum Beispiel, wenn es blitzt oder brennt, egal ob in Wolken, Kohlekraftwerken, Gasthermen, Teelichten oder Motoren. In diesem Fall entstehen sowohl monogame wie polygame Verbindungen (die Natur ist da von Natur aus sehr tolerant).

Die monogamen Verbindungen von Stickstoff (= N wie Nitrogenium) und Sauerstoff (= O wie Oxygenium) werden im Chemiesprech NO genannt. Soll heißen: Ein einsames Stickstoffatömchen hat sich mit einem Sauerstoffatömchen zu einer glücklichen, gleichberechtigten Partnerschaft zusammengefunden, sozusagen klassischen westlichen Werten folgend. Die Probleme beginnen, wenn sich ein weiterer Sauerstoffel in die Beziehung drängelt. Es entsteht eine Ménage-à-trois namens Stickstoffdioxid.

Dieses liederliche NO2 ist offen für chemisches Multikulti aller Art und neigt dazu, in Feuchtgebieten säuerlich zu reagieren. Aus NO2 und H2O entsteht nämlich gerne HNO3. Und das ist auf deutsch was? Richtig, Salpetersäure. Und Salpetersäure macht was, genau wie Schwefelsäure? Richtig, sauren Regen. Und saurer Regen macht was? Richtig, Waldsterben. Und Waldsterben macht was? Richtig. Es macht den Wald nicht klein. Aber dafür die Grünen groß.

Sauer macht die Grünen lustig

Das Waldsterben, dieser dekadenprägende Aufreger der achtziger Jahre, war für die Grünen das, was die Flüchtlingskrise für die AfD war: ein „Geschenk“, wie Alexander Gauland im Dezember 2015 für seine Partei frohlockte, nachdem sie innerhalb von drei Monaten Politik der offenen Tür von unter vier auf über zehn Prozent hochgeschossen war.

Der Unterschied ist: Die Merkelsche Massenmigration ins deutsche Land gab es wirklich, das Massensterben des deutschen Baums nur in der Phantasie. Deshalb stammten in den Achtzigern die dramatischen Fotos und Fernsehbilder von deprimierenden Baumskeletten ausnahmslos von einigen wenigen Flecken im Harz oder Erzgebirge. Dort existierten tatsächlich zum Teil erhebliche Waldschäden. Aber eben regional begrenzt.

Selbst in der Hochphase des angeblichen Waldsterbens nahm die Waldfläche bundesweit im Schnitt um 100 Quadratkilometer pro Jahr zu, wie sich ein Jahrzehnt später herausstellte. In den Neunzigern löste sich die Diagnose vom flächendeckenden Sterben des Waldes und damit auch das Erklärungsmuster vom sauren Regen als Waldmörder vollends in Luft auf.

Aus grüner Sicht blieb trotzdem die prägende Erfahrung: Sauer macht lustig. 1983, nach zwei Jahren medial gepushter Waldpanik, war die junge Partei das erste Mal in den Bundestag eingezogen.

Dioxide sind grüne DNA

Vom Waldsterben, der „Mutter aller Öko-Ängste“, haben die Grünen, die Mütter aller Populisten, etwas Entscheidendes gelernt. Gut gemachte Massenhysterie gewinnt Wahlen. Dazu braucht es erstens eine ans Herz gehende Bedrohung, zweitens eine plakative, möglichst leicht zu kommunizierende Ursache und drittens eine nicht zu komplizierte Lösung, als deren Teil man sich selbst präsentiert.

Hier sind wir wieder bei den Dioxiden. In den Achtzigern konzentrierte man sich nicht auf Stickstoffdioxid, sondern auf Schwefeldioxid als Ursache allen Übels, weil letzteres damals noch häufiger in der Luft anzutreffen war. SO2 wird wie NO2 mit Hilfe von Wasser über einen kleinen Umweg zur Säure, im einen Fall Schwefelsäure, im anderen Fall Salpetersäure. Und beides, wie gesagt, macht Regen sauer.

Für lokale und regionale Baumschäden gab es zwar diverse andere, viel wahrscheinlichere Ursachen, von Trockensommer bis Schädlingsbefall. Aber der angesäuerte Regen hatte einen einzigartigen Vorteil. Er ließ sich auf menschliches Handeln zurückführen und taugte daher den Öko-Aktivisten ideal als Feindbild. Industrie und Autoverkehr waren schuld am herbeihalluzinierten Untergang des deutschen Waldes – ideologisch deutlich wertvoller als irgendein Käfer.

Die Quintessenz: Was vor fast 40 Jahren Schwefeldioxid fürs Waldsterben war, ist heute Stickstoffdioxid fürs Menschensterben und Kohlendioxid für den Klimawandel. Einfache, überschriftentaugliche Ursachen für dräuende Großübel, gegen die nur die tapferen grünen Drachenkrieger helfen. So ließen SO2, NO2 und CO2 die Grünen wachsen und gedeihen. Dioxide wurden zur grünen DNA. Das erklärt, warum so mancher Grüne durchdreht, wenn die Schädlichkeit der geliebten Dioxide infrage gestellt wird.

Aus Korrelation wird Kausalität

Das Problem damals wie heute: Für geringe Mengen von Stickoxiden lässt sich kein unmittelbarer Ursache-Wirkung-Zusammenhang mit menschlicher Gesundheit ermitteln, genauso wenig wie in den Achtzigern für Schwefeldioxid und Baumgesundheit. Klar, wer sich eine gepflegte Maß Salpetersäure hinter die Binde kippt, der verspürt anschließend mehr als nur leichtes Unwohlsein. Aber wir reden hier von winzigsten Mengen. Allein die Dosis macht das Gift, wie Paracelsus bereits vor 500 Jahren erkannte….

UBA-Studie ist Glaubenssache

Die Diesel-Jäger führen gerne an, es gebe eine riesige Zahl von Studien, die die schädliche Wirkung von Stickoxiden beweisen. Über 70.000 sollen es sein. Sehen wir uns stellvertretend und beispielhaft die in Deutschland berühmteste Untersuchung zum Thema an, ein 170-Seiten-Werk des Umweltbundesamtes mit dem Titel „Quantifizierung von umweltbedingten Krankheitslasten aufgrund der Stickstoffdioxid-Exposition in Deutschland“.

Die Anfang 2018 veröffentlichte epidemiologische Studie ist ein statistisches Gesamtkunstwerk. In einem höchst komplizierten Verfahren wertet das UBA andere Untersuchungen aus, die sich mit einzelnen Krankheiten und deren Vorkommen beschäftigen, darunter zum Beispiel Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes und geringes Geburtsgewicht. Morbiditäten und Mortalitäten werden mit „Gewichtungsfaktoren“ und „Unsicherheitsintervallen“ bis auf drei Stellen hinter dem Komma versehen und in Beziehung gesetzt zu „Mess- und Modelldaten zur Stickstoffdioxid-Konzentration“.

Was dabei herauskommt, erinnert an die Weltfinanzkrise von 2008. Die hatte ihren banalen Ursprung darin, dass faule Immobilienkredite von US-Banken in immer neuen Finanzpaketen verschachtelt und zusammengeschnürt wurden, so dass am Schluss nicht mehr erkennbar war, welche Werte im jeweiligen Finanzprodukt steckten. So ähnlich verhält es sich bei der UBA-Studie. Was genau enthalten ist, wie es um Qualität und Relevanz der zugrundeliegenden Zahlen und Untersuchungen steht, ist nicht mehr nachvollziehbar. Man soll und muss den Experten glauben und vertrauen – wie damals den Ratingagenturen in der Subprime-Krise.

Kausalität? War nur Spaß

Ähnlich seriös, wie vor über zehn Jahren die Banken ihre Müllpakete verkauften, kommunizierte das Umweltbundesamt seine Studie gegenüber der Öffentlichkeit. So behauptete das UBA, in Deutschland seien jährlich 6.000 bis 8.000 vorzeitige Todesfälle auf NO2-Belastung zurückzuführen. Im selben Atemzug, ein paar Sätze später, gab man zu, epidemiologische Studien ermöglichten „keine Aussagen über ursächliche Beziehungen“. Also alles nur Spaß? Außer Spesen nichts gewesen?

Der unterhaltsamste Aspekt der UBA-Studie ist jedoch ein anderer: Sie nimmt sich nämlich nur eine einzige mögliche Ursache zur Brust, Stickstoffdioxid, und versucht gar nicht erst, andere Umstände für örtliche Vorkommen bestimmter Krankheiten und Sterbefälle zu bewerten oder gar auszuschließen. Die UBA-Statistiker gehen genauso vor wie die Witzbolde im berühmten Beispiel mit den Babys und den Störchen.

Nicht einmal die in zahlreichen Studien bewiesenen wichtigsten Faktoren für lokale Unterschiede bei Gesundheit und Mortalität berücksichtigt das UBA: Sozialstatus und Bildungsniveau der jeweiligen Bevölkerung. Nein, die UBA-Polizei kennt nur einen Verdächtigen, und so wird ermittelt, bis Stickstoffdioxid endlich als Massenmörder überführt ist.

Brisante Achse-Studie

Eigentlich ist die UBA-Studie aus den genannten Gründen einer weiteren Beschäftigung nicht würdig. Aber wegen des großen Aufsehens, das sie erregt hat, haben wir die Korrelation von NO2 mit lokal erhöhter Mortalität einer eigenen Untersuchung unterzogen. Dabei sind wir so seriös wie das UBA vorgegangen und haben uns voll und ganz auf NO2 als Ursache für Sterblichkeiten konzentriert. Hier Methodik und Ergebnisse der Achse-Studie.

Zunächst haben wir für die 20 Städte mit der höchsten Stickstoffdioxid-Belastung in Deutschland die jeweilige Lebenserwartung der Bevölkerung zusammengetragen: München (82,97 Jahre), Stuttgart (82,43), Darmstadt (80,79), Köln (80,70), Reutlingen (82,69), Düren (80,00), Hamburg (80,93), Limburg (80,22), Düsseldorf (80,89), Kiel (79,89), Heilbronn (81,56), Frankfurt am Main (81,58), Backnang (82,24), Bochum (79,88), Ludwigsburg (82,57), Dortmund (79,30), Essen (79,45), Wiesbaden (81,37), Berlin (80,74), Freiburg (81,91).

Diese Zahlen haben wir anschließend statistisch sauber mit der Einwohnerzahl gewichtet und so die durchschnittliche Lebenserwartung in diesen 20 gefährlichen Städten ermittelt: Mit 81,05 Jahren liegt sie nicht etwa unter, sondern fast zwei Monate über dem bundesdeutschen Durchschnitt (80,89 Jahre). Genau sind es 8,4 Wochen mehr Lebenszeit in den belasteten Städten. Das ist ein ziemlich sensationelles Ergebnis, finden wir, denn laut UBA sterben die Menschen wegen NO2-Belastung im Schnitt sechs Wochen früher, als sie müssten.

Ganz besonders lang leben die Menschen ausgerechnet in den beiden Städten mit der höchsten NO2-Konzentration: In Stuttgart, NO2-Spitzenreiter 2018, dürfen sich die Einwohner über fast eineinhalb Jahre mehr Lebenszeit freuen, als dem Rest der Bevölkerung vergönnt ist. Die Münchener, 2017 mit dem Top-NO2-Wert gesegnet, leben sogar gut zwei Jahre länger als der deutsche Durchschnitt.

Stickoxide retten Leben!

Es ist ein erregender Verdacht, der sich an dieser Stelle aufdrängt: Wirken Stickoxide gar nicht lebensverkürzend, sondern lebensverlängernd? Die Gegenprobe erhärtet die Vermutung: Die geringste Lebenserwartung Deutschlands weist Pirmasens auf. Die geplagten Einwohner dort kommen gerade mal auf 77,35 Jahre – ganze dreieinhalb Jahre weniger als beim Durchschnittsdeutschen. Und was hat Pirmasens? Richtig, „kein Schadstoff-Problem“, wie die „Pirmasenser Zeitung“ im Januar 2017 stolz titelte.

Zur Sicherheit überprüften wir unsere These anhand globaler Daten. Die weltweit höchste Lebenserwartung haben nicht etwa Japaner (85 Jahre), sondern mit deutlichem Abstand die Monegassen (89,5 Jahre). Gleichzeitig ist Monaco mit seinen zwei Quadratkilometern Staatsgebiet eines der dichtest besiedelten Fleckchen Erde überhaupt und liegt mit über 700 Pkw pro 1.000 Einwohner auf Platz zwei der Länder mit der höchsten Pkw-Dichte.

Auf dem letzten Platz des globalen Lebenslottos befindet sich der Tschad: Nur 50,2 Jahre sind den Menschen in dem afrikanischen Land im Schnitt vergönnt. Auf einem Quadratkilometer leben dort 6 Einwohner – im Gegensatz zu Monaco, wo es 18.944 sind. Und auf tausend Tschader kommen im Schnitt nicht einmal drei Pkw. Umgerechnet: Wäre Monaco der Tschad, würden auf dem monegassischen Staatsgebiet nur 12 Menschen leben, die sich 3,4 Hundertstel eines Autos teilen. Also ungefähr drei Räder (Felgen mit Reifen).

Kommt jetzt die Diesel-Pflicht?

Überhaupt finden sich auf der Liste mit den höchsten Pkw-Dichten auf den vorderen Rängen erstaunlich viele Länder mit überdurchschnittlicher Lebenserwartung. Sieben der zehn Staaten mit der höchsten Pkw-Dichte liegen bei der Lebenserwartung sogar deutlich vor Deutschland (weltweit nur Platz 33). Und noch etwas: Die Deutschen haben nach einer aktuellen WHO-Studie unter allen westeuropäischen Nationen die geringste Lebenserwartung. Ganz offensichtlich, weil unsere Luft inzwischen zu sauber ist und zu wenig gesunde Stickoxide enthält.

Auch die internationalen Daten bestätigen also eindeutig das Ergebnis der Achse-Studie. Es gibt einen klaren Zusammenhang zwischen NO2-Exposition und Volksgesundheit. Je mehr und je dichter der Pkw-Verkehr, desto länger leben die Menschen. Kurz: Stickoxide retten Leben.

Ob die EU angesichts dieser bahnbrechenden Erkenntnisse demnächst eine längst überfällige Diesel-Pflicht oder zumindest eine Stickoxid-Quote einführen wird, können wir nicht vorhersagen. Wir haben allerdings eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie Öko-Aktivisten reagieren werden, wenn die NO2-Grenzwerte endgültig als reine Luft-Nummern enttarnt sind.

Als sich nämlich nicht länger leugnen ließ, dass ein flächendeckendes Waldsterben nie stattgefunden hatte, fanden die Grünen einen eleganten Ausweg, um sich der Diskussion zu entziehen. Renate Künast, die damalige Bundeslandwirtschaftsministerin, erklärte 2003 das Waldsterben kurzerhand für beendet. Und wer hatte den Wald „gerettet“? Klar, die Grünen.

 

Der Beitrag erschien zuerst bei ACHGUT hier

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.com/watch?v=z17S9wUB0Lw

Diesel-Skandal – Wissenschaftler reagieren auf Fahrverbote

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https://www.welt.de/wirtschaft/plus188139197/Holzoefen-Riesenschornsteine-gegen-den-Reichenfeinstaub.html?source=k143_control.capping.geld.3.188139197

Holzöfen

 

Riesenschornsteine gegen den „Reichenfeinstaub“

Wirtschaftsredakteur
Schornstein
Beim Austausch alter Holzöfen sollen künftig Riesenschornsteine fällig werden – der Luftqualität könnte das sogar schaden

Quelle: pa/dpa Themendienst/Karl-Josef Hildenbrand

Geht es um Holzöfen und Kamine, neigt der Wetterexperte und Sachbuchautor Jörg Kachelmann zu einem Sarkasmus, der so beißend ist wie rußschwarzer Qualm direkt aus dem Schlot: „Wir gratulieren den Holzofen-Heizern in Konstanz noch etwas verspätet zu ihren sensationellen skalensprengenden Bemühungen von letzter Woche und dem aktuellen Auffüllen der Atemluft mit Dreck aus ökologischer, nachhaltiger #Feinstaub-Produktion.“

In seiner Kritik wird Kachelmann künftig differenzieren müssen….

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https://www.neopresse.com/politik/der-feinstaub-wahnsinn-der-spd-erreicht-die-deutschen-wohnzimmer/

Der Feinstaub-Wahnsinn der SPD erreicht die deutschen Wohnzimmer

NEOPresse in D/A/CH

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD), ihres Zeichens gelernte Germanistin, will nun auch gegen die Luftverschmutzung durch Privathaushalte vorgehen. Die neue Grundsteuerregelung, die einer Enteignung gleichkommen wird, ist noch gar nicht umgesetzt, da will Bundesumweltministerin Schulze schon die nächste Verordnung erlassen. Die Schornsteine „kleiner und mittlerer Feuerungsanlagen“ sollen künftig „firstnah“ angeordnet sein und den „First um mindestens 40 cm überragen müssen“. Das soll für alle Privathaushalte gelten, deren Besitzer ab dem 01.07.2019 einen Kamin, einen Ofen, eine Holzpellet– oder Kohleheizung einbauen oder ersetzen lassen.

Der Bundesverband der Schornsteinfeger schätzt, dass mindestens eine Million Haushalte von der neuen Verordnung betroffen sein werden, da sie ihre Feuerstätten wegen schärferer Grenzwerte bis 2025 erneuern müssen. Die Verordnung verlangt eine Verlängerung von Schornsteinen um mehrere Meter entlang der Dachfläche. Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Heizindustrie hält die Vorgaben für viele Haushalte technisch schlicht nicht umsetzbar und schätzt, dass die Zusatzkosten für den Umbau mindestens 5.000 Euro pro Haushalt betragen werden.

 

Die Umbaumaßnahmen sollen dabei voll auf Mieter umlagefähig sein. Das bedeutet für Mieter, dass sich die Nettokaltmiete in betroffenen Häusern erhöhen wird. Die Verordnung ist zunächst für Eigenheime geplant. Doch dabei dürfte es nicht lange bleiben, denn der Finanzminister hat ja jüngst plötzlich ein Riesen-Loch von 25 Milliarden Euro im Bundeshaushalt entdeckt. Nachdem man die Bürger von ihren Autos enteignet, nimmt man ihnen jetzt auch noch den Ofen.

Mit der Verordnung will Svenja Schulze „die lokale Luftbelastung durch die Verfeuerung von Holz verringern und somit die Gesundheit und Umwelt in den betroffenen Gegenden besser schützen“. Wetterexperte Jörg Kachelmann äußerte sich via Twitter zu der Diskussion. Er bezeichnete das Vorhaben als die „größtmögliche Ablenkungsvergackeierung“ der Politiker: „Noch nie war Umweltpolitik so verlogen, falsch und am real größten Problem vorbei, seit ich denken kann“.

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https://www.eike-klima-energie.eu/2019/02/24/eike-sprecher-horst-luedecke-im-bundestag-prompt-liegen-bei-den-gruenen-die-nerven-blank/

EIKE-Sprecher Horst Lüdecke im Bundestag – prompt liegen bei den Grünen die Nerven blank

Quelle: Standbild Youtube (https://www.youtube.com/watch?v=yrDoeg3-Vpw)

von EIKE-Redaktion
In der Anhörung des Bundestags-Umweltausschusses zu den Einsparzielen bei schweren Nutzfahrzeugen am 20.2.19 wurden sechs Sachverständige gebeten, ihre Einschätzung dazu zu geben. Prof. Horst-Joachim Lüdecke, EIKE-Pressespecher (Wissenschaft), mahnte an, auch und besonders in der Klimapolitik die Verhältnismäßigkeit zu wahren.

Währende alle anderen Sachverständigen die verordnete Absenkung der Emissionen um 30 % bis 2030 begrüßten oder auch als etwas zu schwierig bezeichneten, verlangte Lüdecke, doch zunächst mal zu überprüfen ob das CO2wirklich diese Wirkung hätte, wie vom Weltlimarat (IPCC) seit Jahrzehnten behauptet, jedoch ohne auch nur die Spur eines Beweises vorzulegen. Nach William von Ockham (Ockhams Rasiermesser oder Gesetz der Parsimonie) ist auch in den Naturwissenschaften zunächst nach den einfachsten Erklärungen zu suchen. Und die seien erfahrungsgemäß fast immer die richtigen.

Auf die Temperaturerhöhung der letzten 150 Jahre angewendet, bedeutet dies zunächst dessen Änderungen mit früheren natürlichen Variationen des Klimas zu vergleichen. Tut man dies, dann stellt man fest, dass die Änderungen der letzten 150 Jahre sich sehr genau innerhalb der natürlichen Variationen des Klimas bewegen. Eine zusätzliche Wirkung des CO2 braucht es dazu nicht.

All diese Argumente und noch viele mehr hatte Prof. Lüdecke auch zuvor in einem umfangreichen Statement den Ausschussmitgliedern zur Verfügung gestellt. Es ist damit in der Datenbank des Bundestages gespeichert (hier)

Prof. Lüdecke beendete seine Ausführungen zur Unsinnigkeit auch dieser „Einsparziele“ punktgenau (vorgegeben waren drei Minuten).

Video des Vortrages, der „Belehrung“ durch die Vorsitzende Frau Kottig-Uhl, ergänzt um einige „Argumente“ des Prof. Levermann vom Potsdamer Klimainstitut (PIK), und der Fragerunde anlässlich der  Anhörung durch den Umweltaussschuss des Deutschen Bundestages am 20.2.19. Mit Dank an FMD TV auf Youtube.

Dank der strengen Zeitvorgabe war natürlich wenig Platz einzelne Ausführungen genauer darzustellen. Weil aber Lüdecke es dann auch noch wagte, den PIK-Professor Levermann anlässlich dessen sehr verunglücktem Auftritts bei der letzten Anhörung am 23.11.18 zu kritisieren (siehe Video unten), hielt es die Vorsitzende Sylvia Kotting-Uhl (Grüne) nicht länger aus, nahm sich eigenmächtig – unter Missbrauch ihrer Rolle als Vorsitzende-  das Wort und belehrte Lüdecke in vorwurfsvollem Ton seine Kritik am aggressiven und unsachlichen Auftritt des Potsdamer Klimatologen Anders Levermann Ende 2018 im Reichstag sei „falsch“ gewesen. Denn der hätte – anders als von Lüdecke dargestellt- die Ausführungen von Prof. Nir Shaviv nicht als „Mist“ bezeichnet, sondern als „Quatsch“ bezeichnet und im übrigen hätte dieser „sehr wohl Argumente“ gebracht.

Auch eine sofortige Intervention seitens der AfD-Fraktion gegen diese Entgleisung von Frau Kottig Uhl konnte sie nicht stoppen. Ein Eklat! Man sieht, die Nerven liegen blank, sobald das Thema Klima & CO2 auf die Tagesordnung kommt und es so bearbeitet wird, wie wir Kritiker es für richtig halten.

Eigenes Werk aus Standbild Youtube.

Videoausschnitt des Auftrittes von Prof. Anders Levermann am 23.11.19 

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https://www.eike-klima-energie.eu/2019/02/14/der-grosse-irrtum-bzgl-emissionen-von-biomasse/

Der große Irrtum bzgl. Emissionen von Biomasse

Holzpellets: Die Lösung aller Probleme? Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

Steve Goreham
Als Thomas Edison sein Pearl Street-Kraftwerk in New York City im Jahre 1892 in Betrieb nahm, nutzte er Kohle und nicht Holz. Holz als Treibstoff konnte wettbewerbsmäßig im Jahre 1892 nicht mit den Kosten für Kohle mithalten, und das ist heute immer noch so. Nichtsdestotrotz wird die Verbrennung von Biomasse weithin als nachhaltig betrachtet und als Lösung bzgl. Klimawandel angepriesen, vor allem in Europa.

Europa erzeugt heute etwa 17% seiner Energie und 29% seines Stromes aus erneuerbaren Quellen. Biomasse macht einen Anteil von etwa 19% des Stromes aus, der mittels Erneuerbarer generiert worden ist. Seit dem Jahr 2000 hat der Verbrauch von Biomasse in Europa um 84% zugenommen.

Zum Beispiel wurde mit Treibstoff aus Biomasse im Jahre 2017 18% des Stromes in Dänemark erzeugt. Seit zwei Jahrzehnten reduziert Dänemark seine Stromerzeugung durch Kohlekraftwerke, errichtet jedoch neue Biomasse-Kraftwerke. Seit dem Jahr 2000 hat der Kohleverbrauch zur Stromerzeugung in Dänemark um 63% abgenommen. Aber der Verbrauch von Biomasse-Treibstoff für Strom in Dänemark hat um einen Faktor fünf zugenommen, was den Rückgang des Kohle-Anteils fast genau ausgeglichen hat. Etwa zwei Drittel der in Dänemark verbrauchten Biomasse ist Holz, das meiste davon importiert.

Aber die „Nachhaltigkeit“ von Biomasse ist fragwürdig, trotz des kindischen Einwands, dass wenn man es wachsen lässt es auch nachhaltig sein muss. Das Verbrennen von Holz setzt mehr Kohlendioxid frei als die Verbrennung von Kohle.

Eine Studie von Synapse Energy Economics aus dem Jahre 2012 schätzte, dass ein durchschnittliches Biomasse-Kraftwerk in den USA etwa 1,67 Tonnen CO2 pro Megawattstunde erzeugten Stromes emittiert, das ist eine um 50% bis 85% höhere Emission als von einem Kohlekraftwerk. CO2-Emissionen aus einem Biomasse-Kraftwerk sind mehr als dreimal so hoch wie CO2-Emissionen aus einem Gaskraftwerk.

Trotz all dieser bekannten Zahlen erfassen weder die EPA in den USA noch die Europäische Kommission Emissionen aus Kraftwerken, in welchen Holz verbrannt wird. Die EPA schrieb im Jahre 2009: „Das durch die Verbrennung von Treibstoffen auf Biomasse-Basis emittierte CO2 lässt die atmosphärische CO2-Konzentration nicht zunehmen unter der Annahme, dass emittierter biogener Kohlenstoff ausgeglichen wird durch die CO2-Aufnahme angepflanzter neuer Biomasse“. Im Jahre 2007 erließ die Europäische Kommission die Vorschrift: „Biomasse wird als CO2-neutral angesehen. Biomasse sollte mit einem Emissions-Faktor Null angesetzt werden“.

Der Gedanke, dass die Verbrennung von Holz „Kohlenstoff-neutral“ ist, hatte seinen Ursprung in einer Greenhouse Gas InventoryStudie aus dem Jahr 1996 vom IPCC. Das IPCC nahm an, dass die wachsenden Bäume die gleiche Menge CO2 absorbieren wie die in einem Biomasse-Kraftwerk verbrannte Biomasse. Falls das stimmen würde, würde der Ersatz von Kohle durch Holz die Gesamt-Emissionen reduzieren.

Aber die Europäische Umweltagentur beschrieb im Jahre 2011 einen „schweren Fehler“ bei der Bilanzierung von Treibhausgasen. Die Annahme der Kohlenstoff-Neutralität gilt nicht für CO2, welches von Vegetation absorbiert wird, die natürlich auf dem Festland wächst und nicht zur Biotreibstoff-Produktion herangezogen wird. Außerdem setzen Wälder, welche zum Zwecke der Herstellung von Holz-Chips abgeholzt werden, augenblicklich große Mengen Kohlendioxid frei, aber es bedarf des Jahrzehnte langen Wachstums von Bäumen, um das freigesetzte CO2 wieder zu absorbieren. Der Ersatz von Kohle durch Holz in Stromkraftwerken lässt die CO2-Emissionen tatsächlich zunehmen.

Als Folge davon sind die von Europa gemeldeten Zahlen bzgl. Emissionen schlicht falsch. Eurostat berichtet, dass die Treibhausgas-Emissionen in Europa von 2000 bis 2016 um 16% abgenommen haben, aber Emissionen aus Kraftwerken, in welchen Biomasse verbrannt wird, wurden nicht mitgezählt. Die europäischen Nationen wollen von diesem offensichtlichen Biomasse-Emissionsfehler nichts wissen, weil die schon jetzt schwierig zu erreichenden Klimaziele ohne Biomasse unmöglich zu erreichen wären.

Als Treibstoff enthält Holz weniger Energie und ist teurer als Kohle oder Erdgas. Der American Physical Society zufolge erzeugt Kohle etwa 46% mehr Energie pro Tonne als Holz. Da Holz weniger dicht ist als Kohle, muss mehr als das doppelte Volumen verbrannt werden, um die gleiche Menge Strom zu erzeugen.

In den USA geht es Biomasse-Kraftwerken nicht gut. Unterstützt durch Subventionen und die Einstufung „Kohlenstoff-neutral“ hat sich die Anzahl von Biomasse-Kraftwerken in den USA zwischen 2003 und 2016 verdoppelt, nämlich von 485 auf 760. Aber im Jahre 2017 wurde nur 1,1% des in den USA verbrauchten Stromes mittels Biomasse erzeugt.

Während der letzten paar Jahre standen viele dieser Holz verbrennenden Kraftwerke still. In Kalifornien sind 27% Biomasse-Kapazität offline. Die Erzeugung aus Biomasse ging in 17 US-Staaten von 2013 bis 2017 zurück, weil das Verbrennen von Holz im Vergleich zu traditionellen Kraftwerken teuer ist.

Eine der größten industriellen Emittenten von Kohlendioxid in Europa ist das Drax-Kraftwerk in England. Dieses Kraftwerk erzeugt 3900 Megawatt Strom, das macht etwa 6% der Stromversorgung in UK aus. Dieses einst Kohle verbrennende Kraftwerk verbrauchte 36.000 metrische Tonnen Kohle pro Tag, welche von 35 Kohlezügen jeden Tag angeliefert worden ist.

Im Namen der Reduktion von CO2-Emissionen wurden während der letzten sieben Jahre vier Drax-Erzeugerstationen umgebaut, um Holz-Chips zu verbrennen. Das kostete 700 Millionen Pfund (1 Milliarde Dollar). Hinaus posaunt als das „größte Dekarbonisierungs-Projekt in Europa“ verbraucht diese Einrichtung heute etwa 9 Millionen Tonnen Holzpellets pro Jahr, angeliefert über 3000 Meilen aus den USA und Kanada.

Geschätzt werden, dass dafür etwa 46 Quadratmeilen [ca. 120 km²] Waldfläche jährlich gebraucht werden, um das unersättliche Drax-Kraftwerk zu versorgen, wobei jeden Tag Hektarweise Wald gefällt werden. Neu gepflanzte Bäume brauchen ein knappes halbes Jahrhundert für ihr Wachstum. Trotz der Behauptungen bzgl. Dekarbonisierung wird heute vom Drax-Kraftwerk drastisch mehr CO2 emittiert als zu Zeiten mit Kohleverbrennung.

Die Verbrennung von Holz zur Stromerzeugung ist ein weiterer idiotischer politischer Baustein im „Kampf“ gegen die globale Erwärmung.

Link: http://www.cfact.org/2019/02/07/the-obvious-biomass-emissions-error/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/energiewende-in-deutschland-klimareligion-mit-ablasshandel-16041851.html

Energiewende-Kommentar : Klimareligion mit Ablasshandel

Deutschland produziert mehr Ökostrom als geplant. Bild: dpa

Viele Deutsche möchten ihr schlechtes Gewissen beruhigen, indem sie Biosprit tanken oder Tofu essen. Nicht nur daran zeigt sich, dass die Rettung des Weltklimas hierzulande längst den Rang einer Ersatzreligion eingenommen hat.

Die Rettung des Weltklimas hat für große Teile der deutschen Gesellschaft mittlerweile den Rang einer Ersatzreligion. Darf man noch fragen, welchen Beitrag die extreme Subventionierung von erneuerbarer Energie für das Klima der Erde geleistet hat, angesichts der Tatsache, dass der Ausstoß von Kohlendioxid in Deutschland kaum gesunken ist? Oder ist ein Ketzer, wer fragt, ob die eine Billion Euro, mit der hierzulande Steuerzahler und Stromverbraucher Wind-, Solar-, Biogasanlagen und Netze fördern müssen (die Hälfte unserer Staatsverschuldung!), klug investiert wird?

Eigentlich sollte die Energiewende nicht der Förderung von Ökostrom dienen, sondern der Verringerung des Kohlendioxidausstoßes. Doch leider konterkarierten die Subventionsmilliarden vom deutschen Staat dieses Ziel, weil mehr Ökostrom als geplant in das europäische Stromnetz drückte, wodurch die Preise im europäischen Emissionshandel verfielen.

Nur langsam steigen die Zertifikatepreise in der EU wieder. Zu spät. Die Überproduktion von deutschem Ökostrom diskreditierte das sinnvolle Instrument des Emissionshandels, weshalb es nicht mehr als Vorbild für China oder Indien taugt.

In die Öko-Planwirtschaft

Wer Zweifel äußert, ob der übermäßige Ausstoß eines einzigen Moleküls wirklich allein für die Erwärmung der Erde verantwortlich sein kann, wird von manchen Klimaschützern als Klima-Leugner verunglimpft. Warum rückt man Kritiker in die Nähe von Holocaust-Leugnern? Ist das nur der gedankenlose Umgang mit Sprache, der den historischen Zivilisationsbruch der Schoa durch Banalisierung missbraucht?

Tatsächlich kann der Klimawandel nicht allein auf Treibhausgase zurückgeführt werden, auch von Menschen unbeeinflussbare Veränderungen etwa in der Geologie (wandernde Pole) oder im Kosmos (Erdachse, Sonnenaktivität) spielen eine Rolle, ebenso wie andere Eingriffe von Menschen (Abholzung der Regenwälder, Siedlungsstrukturen).

…… So tönte es schon bei der Energiewende, die in Europa nicht abgestimmt war und für Ärger sorgte (grotesk verzerrte Strompreise, gefährdete Stabilität der Stromnetze, Abschreibung moderner Kraftwerke). Doch nicht einmal die EU folgte uns auf dem Weg in die Öko-Planwirtschaft, unsere Nachbarn lehnten subventionierte Ausbauziele ab.

Vom Vatikan gelernt

Viele Deutsche möchten etwa an der Zapfsäule ihr schlechtes Gewissen beruhigen, indem sie E-10 tanken. Dabei denkt kaum jemand daran, dass für Biosprit in Indonesien die letzten Orang-Utans aus den Bäumen geschossen werden, weil der Urwald den Palmölplantagen weichen muss.

Als vorbildlich gilt, wer Tofu statt Fleisch isst. Doch standen in Brasilien nicht Regenwälder, wo heute eine Soja-Plantage der nächsten folgt? Ähnliches gilt für die Avocado, die in Mexiko Kleinbauern das Wasser abgräbt, oder die Lithium-Ionen-Batterie, die das Klima retten soll, deren Rohstoffgewinnung in Afrika, Russland oder Südamerika ganze Landstriche verwüstet.

Umweltorganisationen und Unternehmen haben wahrscheinlich vom Vatikan gelernt, dass mit Ablass sündigen noch schöner ist. Früher konnten Gläubige sogar für Verstorbene Ablassbriefe erwerben, um Sündenstrafen im Fegefeuer zu tilgen. Im Mittelalter war das ein Kassenschlager. Heute schützt der Kauf von Kohlendioxidzertifikaten davor, beim Flug zum Shoppen nach London vom schlechten Gewissen geplagt zu werden.

Mittlerweile werden Städtern sogar Patenschaften für Bienen angeboten. Wird dabei gefragt, welchen Anteil die Energiewende am Schrumpfen der Insektenbestände hat? Auf einem Fünftel der deutschen Ackerfläche wachsen nur noch Energiepflanzen. Der große Flächen- und Betonverbrauch von Windrädern wird nicht erfasst, aber jedes vierte Windrad steht in Schutzgebieten. Wie soll das erst werden, wenn der Anteil des Ökostroms wie geplant von heute 35 auf 80 Prozent im Jahr 2050 steigt?

Deutschland sollte sich von der Illusion verabschieden, als Klassenprimus das Weltklima retten zu können. Nicht Alleingänge einer moralischen Supermacht sind gefragt, sondern rationale und vor allem international abgestimmte Politik mit Maß und Mitte, um die Folgen des Klimawandels aufzufangen, da man den Wandel angesichts der rasant wachsenden Zahl von Menschen wohl allenfalls mindern, aber nicht wird gänzlich verhindern können.

Auch weil Menschen im armen Teil der Welt eine Entwicklungsperspektive brauchen, darf Klimaschutz nicht mit religiösem Eifer betrieben werden. Sonst geraten Politikfelder wie Soziales und Wirtschaft oder ökologisch ebenfalls wichtige Ziele wie Naturschutz und Artenvielfalt unter die Räder.

Bemerkenswert ist, dass diejenigen, die das Weltklima zur alleinigen Überlebensfrage erklären, nur selten über den besten Weg zur Rettung von Mutter Erde reden: Begrenzung des Bevölkerungswachstums durch Bildung, Aufklärung und Verhütung.

https://www.neopresse.com/politik/energiewende-in-deutschland-immer-mehr-strom-aus-oesterreich-sonst-geht-das-licht-aus/

Energiewende in Deutschland: Immer mehr Strom aus Österreich, sonst geht das Licht aus

NEOPresse in D/A/CH

Deutschland muss sich nach einem Bericht aus Österreich (www.nachrichten.at) in Österreich bei der Linz AG dafür bedanken, dass in Süddeutschland im Zuge der Energiewende nicht die Lichter ausgehen oder ausgegangen sind. Die Linz AG stabilisiere mit einem flexiblen Gaskraftwerk das Stromnetz. Im Geschäftsjahr 2017/2018 habe das Werk an 100 Tagen aushelfen müssen und mit den Gasturbinen die Netzstabilität in Europa aufrechterhalten müssen.

Neuer Rekord

Dies sei ein neuer Rekord. Im Geschäftsjahr 2016/2017 war die Linz AG lediglich an 82 Tagen eingesprungen. „Ohne unsere flexiblen Gaskraftwerke wären die Netze nicht aufrechtzuerhalten gewesen“, so ließ die Linz AG wissen.

Gerade im deutschen Süden würden die Lichter ausgehen, wenn es diesen flexiblen Einsatz nicht geben würde, so die Beobachter. In Norddeutschland wird zwar viel Windstrom produziert, die Leistung jedoch schwanke zu sehr. Zudem würden die Leitungstrassen den Transport in den Süden der Republik nicht so erlauben, wie dies nötig wäre. Insofern ist die Stromversorgung in Deutschland bzw. vor allem im bayerischen Teil der Republik auch aktuell mit hoher Sicherheit gefährdet.

Ob dies bereits ein Argument gegen die Energiewende darstellt, mag den Beobachtern überlassen bleiben. Es steht jedoch faktisch fest, dass kürzlich die Kanzlerin selbst betonte, die Leitungstrassen in Deutschland müssten auf die erforderliche Kapazität hin ausgebaut werden. Ansonsten sei die Abschaltung der Kohlestromproduktion in Deutschland „nicht zu schaffen“. Offensichtlich ist die Politik bis dato bei diesem Thema, auch wenn die Abschaltung erst bis 2038 vorgenommen werden muss, nicht den entscheidenden Schritt vorangekommen.

Bis dato war in den Medien zu den Zahlen aus Österreich noch kein Kommentar von Seiten der Befürworter der großen Energiewende zu vermelden. Auch hier dürfte es wenig Argumente dafür oder dagegen geben, an den Rahmendaten der Energiewende zu zweifeln. Die Stromversorgungssicherheit in Deutschland ist offenbar hochgradig gefährdet.

 

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ube.com/watch?v=K4X6HHAMIIg

„STROM-AUSFALL“ – Die Folgen eines „Black-OUTs“ – „Die PERVIDE SMARTE DIGITALE ILLUSION“ WELT

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http://www.bpb.de/mediathek/198229/netwars-krieg-im-netz

Netwars – Krieg im Netz

von: Marcel Kolvenbach

Ein Dokumentarfilm über Cyberkrieg. Es geht um Hintergründe, Ursachen und möglichen Folgen von virtuellen Angriffen im lokalen wie internationalen Kontext. Im Film decken Hacker die Verwundbarkeit eines regionalen Energieversorgers auf.

  • Produktion: 08.03.2014
  • Spieldauer: 00:52:10
  • hrsg. von: Bundeszentrale für politische Bildung

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CYBER-WAR

http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/autonome-waffen-ausser-kontrolle-a-1253320.html

Künstliche Intelligenz

Autonome Waffen außer Kontrolle

Schon bald könnten autonome Waffen Kriege entscheiden. Ausgerechnet Forscher, die die technischen Grundlagen dafür mit entwickelt haben, wollen das verhindern.

Aus Washington berichtet

Drohne (künstlerische Darstellung)

Getty Images

Drohne (künstlerische Darstellung)

Womöglich hat das neue Wettrüsten bereits begonnen. Seit Jahren übertreffen sich China und die USA mit Plänen, wie sie Vorreiter auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz (KI) werden wollen. Das allein wäre vielleicht unproblematisch. Ein Teil der angekündigten Investitionen dürfte aber in autonome Waffen fließen – auch bekannt als Killerroboter.

Zuletzt hat Donald Trump am 11. Februar ein Dekret erlassen, das die Führungsrolle der USA auf dem Forschungsfeld sicherstellen soll. Nur einen Tag später erklärte das US-Verteidigungsministerium in einem Bericht, dass Künstliche Intelligenz in den USA genutzt werden solle, um die Bürger und das Land zu schützen. Autonome Waffen könnten Teil dieser Strategie sein.

Maschinen entscheiden über Leben und Tod

„Es geht hier nicht um eine verrückte, unrealistische Terminator-Fantasie“, sagte KI-Forscher Toby Walsh von der australischen University of New South Wales vor wenigen Tagen auf der Wissenschaftskonferenz AAAS in Washington. „Die Waffen wird es in absehbarer Zeit geben. Wir sollten uns gut überlegen, ob wir sie über Leben und Tod entscheiden lassen wollen.“

Im Gegensatz zu ferngesteuerten Drohnen, die jetzt schon in Kriegsgebieten im Einsatz sind, arbeiten autonome Waffen ganz ohne menschliche Steuerung. Einfache Varianten gibt es schon – etwa Selbstschussanlagen, die von allein auslösen, wenn eine Person verbotenes Gebiet betritt. Künftig könnten autonome Waffen aber auch in deutlich komplexeren Kriegssituationen entscheiden, wen sie in welcher Form angreifen. Experten sprechen von der dritten großen Revolution der Kriegsführung – nach der Erfindung von Schießpulver und Atomwaffen.

„Kriege sind das genaue Gegenteil von vorhersehbar“

Autonome Schiffe, Panzer oder Flugzeuge erfassen ihre Umwelt mithilfe von Sensoren – viele davon sind heute bereits in Smartphones verbaut. Ein Algorithmus ordnet die Daten dann in zuvor Erlerntes ein und entscheidet, ob und wohin geschossen werden soll. „Wir haben die Technologie, um autonome Waffen zu bauen“, erklärte Walsh. „Ich bezweifele aber, dass diese auch in der Lage wären, komplizierte ethische Entscheidungen im Krieg zu treffen.“

Wissenschaftler, die an KI forschen, haben Sorge, dass die Waffen ihre gesamte Branche in Verruf bringen könnten. So haben sich etwa die Gründer von Google-Deepmind, der KI-Sparte des Unternehmens, und der Investor Elon Musk verpflichtet, sich nicht an der Entwicklung beteiligen zu wollen und bereits 2017 gemeinsam mit mehr als hundert anderen Forschern und Unternehmern ein Verbot gefordert. Ausgerechnet diejenigen, die die Entwicklung autonomer Waffen erst möglich gemacht haben, wollen nun also, dass sie verboten werden.

„Künstliche Intelligenz ist nicht per se gefährlich“, erklärte der Technikchef des kanadischen Unternehmens Clearpath Robotic, Ryan Gariepy, das sich ebenfalls für ein Verbot von Killerrobotern einsetzt. „In Laboren und Fabriken, wo bereits Roboter arbeiten, sind die meisten Abläufe vorhersehbar und die Technik dadurch sicher. Das Problem ist: Kriege sind das genaue Gegenteil von vorhersehbar.“

Ein paar Leute könnten riesige Roboterarmeen erschaffen

Geht es nach den Befürwortern autonomer Waffen, sollen diese Soldaten künftig in besonders gefährliche Regionen begleiten und entlasten. Viele Soldaten sind da allerdings skeptisch (siehe Video unten). Außerdem erhoffen sich manche Staaten, durch den technologischen Vorsprung Auseinandersetzungen zu ihren Gunsten entscheiden zu können.

Video zu Killerrobotern: „Auch das Militär ist skeptisch“

Kalashnikov Media;Spiegel Online

Wer über autonome Waffen verfügt, kann mit wenig Personal eine theoretisch unbegrenzte Menge Roboter in den Krieg schicken. „Befürworter autonomer Waffen sagen, wir sollten die Technik gerade deshalb nutzen – bevor es jemand anderes tut“, so Walsh. „Das ist für mich aber kein Argument.“ Seien autonome Waffen erst einmal verbreitet, kämen Extremisten leichter an sie heran, argumentiert er.

Laut Walsh gilt es nun, möglichst viele Staaten davon zu überzeugen, ein Übereinkommen zum Verbot autonomer Waffen abzuschließen – ähnlich der Chemiewaffenkonvention der Vereinten Nationen (Uno). „Wir können zwar trotzdem nicht komplett verhindern, dass etwa Giftgas eingesetzt wird“, sagt er. „Aber wenn es passiert, steht es auf den Titelseiten, es gibt Sanktionen und Kontrollen. Wir brauchen diese breite gesellschaftliche Ächtung auch für autonome Waffen.“

Eine Frage der Verantwortung

Bislang blockieren unter anderem die USA, Russland, Großbritannien, Australien, Südkorea und Israel die Verhandlungen der Uno über Regeln für den Einsatz der Waffen. Dem gegenüber stehen 28 Staaten, die sich für ein umfassendes Verbot von KI in Waffen ausgesprochen haben – darunter vor allem Länder aus Südamerika und Afrika. Aus Europa ist nur Österreich vertreten.

Deutschland und Frankreich setzen sich für einen Verhaltenskodex ein, der vorschreibt, dass alle Waffensysteme menschlicher Kontrolle unterliegen müssen. Ferngesteuerte Drohnen wären demnach erlaubt, vollautonome Waffen nicht.

„Kommen vollautonome Waffen zum Einsatz und geht dabei etwas schief, lässt sich im Nachhinein nicht mal mehr sagen, wer dafür nun verantwortlich ist“, sagte Mary Wareham von Human Rights Watch. Weil die genutzte Software aus ihren Erfahrungen lernt, entzieht sich ihr Verhalten in Teilen selbst der Kontrolle der Entwickler.

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https://www.welt.de/politik/deutschland/plus188934827/Cyberangriffe-Die-toedliche-Gefahr-aus-der-Bodendose.html?source=k143_control.capping.news.2.188934827

Hackerangriffe auf Deutschland

Die tödliche Gefahr aus der Bodendose

 
Bodendosen - wie es sie in fast jedem deutschen Büro gibt - sind oft das Einfallstor für die Hacker
Bodendosen – wie es sie in fast jedem deutschen Büro gibt – sind oft das Einfallstor für die Hacker

Quelle: Infografik WELT, Foto: Alex Kraus

Wie gut sind unsere Stadtwerke, unsere Krankenhäuser, unsere Wasserwerke vor Manipulationen geschützt, die für viele Menschen fatale Folgen haben können?

Diese Frage ist nicht mehr nur eine theoretische. Es gibt, meist unbemerkt von der Bevölkerung, immer häufiger Angriffe auf diese sogenannte kritische Infrastruktur. Die Sicherheitsbehörden sind in Sorge. Beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik heißt es, die Angriffe hätten eine „neue Qualität“ erreicht. Mit anderen Worten: Es geht den Angreifern darum, uns auszuknipsen – erst das Licht und dann, wer weiß, gar Menschenleben.

Einladende Einfallstore für Hacker sind überraschenderweise aber nicht Dax-Konzerne, Atomkraftwerke oder die Betreiber der großen Stromautobahnen quer durchs Land. Denn die sind gut vorbereitet und abwehrbereit. Die Risiken liegen woanders: in den Städten……

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https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2019/01/17/europas-stromnetz-stand-kurz-vor-dem-totalen-blackout/

Europas Stromnetz stand kurz vor dem totalen Blackout

Im europäischen Stromnetz sackte die Netzfrequenz letzte Woche plötzlich ab, was fast zu einem totalen Blackout führte.

 

Am 10. Januar sank die Netzfrequenz im europäischen Verbundsystem kurz nach 21 Uhr vorübergehend auf 49,8 Hertz. Zwar ist dies deutlich unterhalb des Sollwertes von 50 Hertz. Doch die Netzbetreiber konnten einen Zusammenbruch des Netzes noch rechtzeitig verhindern.

Ein Absinken der Netzfrequenz unter die Schwelle von 49,8 Hertz ist im europäischen Verbundsystem äußerst selten. Das letzte Mal geschah dies am 4. November 2006 und führte zum bisher größten Stromausfall in Europa mit rund 10 Millionen betroffenen Haushalten.

„Auch wenn Abweichungen von 0,2 Hertz kurzzeitig erlaubt sind, war dieser Vorgang ungewöhnlich und es muss ein Vorfall dahinter stecken, der Grund zur Besorgnis gibt“, sagte Markus Jaschinsky von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg auf seinem Blog.

Beim Erreichen von 49,8 Hertz wurden erste automatische Gegenmaßnahmen eingeleitet, sagte Thomas Gobmaier von Netzfrequenzmessung. Es seien vorher festgelegte Lasten abgeworfen worden, zum Beispiel Pumpspeicher im Ladebetrieb oder Industriebetriebe mit abschaltbaren Lasten.

So berichtet der französische Netzbetreiber RTE in einer Pressemeldung, dass mehr als 1,5 Gigawatt industrielle Lasten automatisch für 20 bis 45 Minuten abgeworfen wurden, was das erste Mal seit Aufbau dieses Instruments gewesen sei. Diese Abschaltung entspricht dem Verbrauch einer Großstadt wie Wien.

Wäre die Frequenz um weitere 0,6 Hertz abgesunken, hätte man die verbliebenen Speicherpumpen abgeschaltet, so Gobmaier. „Bei 49 Hertz wären die ersten 12,5 Prozent der Verbraucher abgeworfen worden, was für diese Gruppen einen Blackout bedeuten würde.“ Erst bei weniger als 47,5 Hertz würde das Netz komplett abgeschaltet.

Zwar sieht es so auch, als wäre man von einem europaweiten Totalausfall noch weiter entfernt gewesen. Doch der Blackout-Forscher Herbert Saurugg sagte dem Standard, es gehe „dann relativ schnell, und zwar nicht linear, sondern exponentiell“. Innerhalb weniger Sekunden drohe ein totaler Blackout.

Als mögliche Ursachen für den gefährlichen Frequenzabfall nennt Saurugg auf seinem Blog neben dem plötzlichen Ausfall eines französischen Atomkraftwerks vor allem den Handel in Stunden oder in Viertelstunden auf dem europäischen Strommarkt.

So gehen Kraftwerke manchmal etwas zu früh vom Netz, während andere Kraftwerke sich etwas zu langsam zuschalten. Die Stromversorgung sei ein „träges System, wo eine sekundengenaue Steuerung und Leistungsübergabe gar nicht möglich ist“. Frequenzeinbrüche auf 49,9 Hertz seien aus diesem Grund laufend zu beobachten.

Nach Angaben des österreichischen Übertragungsnetzbetreibers APG wurde der Störfall durch einen Datenfehler an einem Netzregler im Gebiet der deutschen TenneT ausgelöst. Die Störung habe aber gezeigt, dass das europäische Schutzsystem nach dem Frequenzabfall gegriffen und die Frequenz sofort wieder in den Normalbetrieb zurückgeführt habe, sagte APG-Betriebsdirektor Klaus Kaschnitz.

Doch auch wenn die Instrumente zum automatischen Lastabwurf funktioniert haben, stellt sich laut Thomas Gobmaier die Frage, wieso der langsame Frequenzabfall auf 49,8 Hertz nicht aufgehalten werden konnte. Seiner Einschätzung nach haben viele Kraftwerke ihre vorgehaltenen Reserveleistungen in diesem Zeitraum nicht eingehalten.

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SUPER-GAU – „BLACK-OUT“ – DIGITALER BULL-SHIT

https://www.welt.de/vermischtes/plus189156979/Stromausfall-So-bereiten-Sie-sich-auf-einen-Blackout-vor.html?source=k143_control.capping.weltplus.2.189156979

Stromausfall

„Die Bevölkerung ist sich der Bedrohung nicht bewusst“

In 31.000 Haushalten und 2000 Gewerbebetrieben in Berlin gab es mehr als 30 Stunden lang keinen Strom
In 31.000 Haushalten und 2000 Gewerbebetrieben in Berlin gab es mehr als 30 Stunden lang keinen Strom

Quelle: dpa/Jörg Carstensen

WELT: Warum ist das Stromnetz in Europa anfällig für das Szenario eines Blackouts?

Saurugg: Weil wir kein nationales oder lokales Stromnetz haben, sondern ein europäisches Verbundsystem, das nur im Ganzen funktioniert. Wenn der Strom an einem Ort ausfällt, betrifft das auch andere Teile des Systems. 2006 wurde in Norddeutschland eine Stromleitung planmäßig abgeschaltet. Durch einen Fehler hatten binnen 19 Sekunden zehn Millionen Haushalte in Europa keinen Strom mehr.

Uns fehlen die Handlungskompetenzen, weil wir keine Übung haben. Dazu kommt, dass wir auch nicht vorsorgen.

WELT: Welche Handlungskompetenzen meinen Sie?

Saurugg: 2005 gab es einen großen Stromausfall im Münsterland, der anschließend untersucht wurde. Man hat festgestellt, dass vor allem junge Menschen gefroren haben, obwohl sie Schlafsäcke in ihren Wohnungen hatten. Sie hätten etwas gehabt, um sich zu helfen, haben aber nicht so weit gedacht. Es gibt viele einfache Dinge, an die Menschen nicht denken. Zum Beispiel eine Ersatztoilette. Wenn die Spülung nicht mehr geht, was macht man dann?…….

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https://www.neopresse.com/gesellschaft/aufgedeckt-ohne-oesterreich-kein-strom-mehr-in-deutschland/

AUFGEDECKT: Ohne Österreich kein Strom mehr in Deutschland

NEOPresse in Gesellschaft

Die Energiewende in Deutschland läuft bedenklich daneben. Jetzt zeigt sich, dass wir schon heute kaum noch unseren Strom selbst herstellen können. Nach einem Bericht auf einem Schwesterportal liefert die Linz AG uns den benötigten Strom. Schlechte Aussichten für die Zeit, in der wir eventuell noch nicht einmal mehr mit Kohle Strom produzieren können.

Österreich springt 100 mal im Jahr ein

Dabei hat das Unternehmen, die Linz AG, gleich 100 mal Strom liefern müssen. Die Netzstabilität in ganz Europa stand auf dem Spiel. Wir zitieren aus dem oben angesprochenen Bericht.

Dies sei ein neuer Rekord. Im Geschäftsjahr 2016/2017 war die Linz AG lediglich an 82 Tagen eingesprungen.Ohne unsere flexiblen Gaskraftwerke wären die Netze nicht aufrechtzuerhalten gewesen“, so ließ die Linz AG wissen.

Gerade im deutschen Süden würden die Lichter ausgehen, wenn es diesen flexiblen Einsatz nicht geben würde, so die Beobachter. In Norddeutschland wird zwar viel Windstrom produziert, die Leistung jedoch schwanke zu sehr. Zudem würden die Leitungstrassen den Transport in den Süden der Republik nicht so erlauben, wie dies nötig wäre. Insofern ist die Stromversorgung in Deutschland bzw. vor allem im bayerischen Teil der Republik auch aktuell mit hoher Sicherheit gefährdet.

 

Ob dies bereits ein Argument gegen die Energiewende darstellt, mag den Beobachtern überlassen bleiben. Es steht jedoch faktisch fest, dass kürzlich die Kanzlerin selbst betonte, die Leitungstrassen in Deutschland müssten auf die erforderliche Kapazität hin ausgebaut werden. Ansonsten sei die Abschaltung der Kohlestromproduktion in Deutschland „nicht zu schaffen“. Offensichtlich ist die Politik bis dato bei diesem Thema, auch wenn die Abschaltung erst bis 2038 vorgenommen werden muss, nicht den entscheidenden Schritt vorangekommen.

Bis dato war in den Medien zu den Zahlen aus Österreich noch kein Kommentar von Seiten der Befürworter der großen Energiewende zu vermelden. Auch hier dürfte es wenig Argumente dafür oder dagegen geben, an den Rahmendaten der Energiewende zu zweifeln. Die Stromversorgungssicherheit in Deutschland ist offenbar hochgradig gefährdet.

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be.com/watch?v=T0rJCsY85w8

?SOUVERÄN? AGGRESSOR OLIGARCH droht …ZWEI TROJANER – Trump – Putin – ZIEL: „AUF-RÜSTUNG“

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ube.com/watch?v=DYf7m1rC6WI

Russland – Flugkörper „9M729“ alarmiert die NATO – WELT

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be.com/watch?v=D4Z5sIj3ClQ

„9M729“ – PROVOZIERT das kontrollierte „UN-SCHULDs-LAMM“ NAMENS PUTIN den sogenannten WESTEN

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https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2019/02/22/putin-russland-ist-militaerisch-bereit-fuer-eine-neue-kuba-krise/

Putin: Russland ist militärisch bereit für eine neue Kuba-Krise

Putin hat den USA davon abgeraten, nukleare Mittelstreckenraketen in Europa zu stationieren. Er spielte auf die Kubakrise 1962 an und erklärte Russlands mögliche Gegenmaßnahmen.

20.02.2019, Russland, Moscow: Wladimir Putin, Präsident von Russland, hält eine Rede zur Lage der Nation. Mit der Ankündigung weiterer neuer Waffensysteme hat Russlands Präsident die USA in aller Schärfe vor einem neuen Rüstungswettlauf gewarnt.

Als Reaktion auf US-Mittelstreckenraketen in Europa bringt Putin nukleare Überschallraketen ins Spiel. (Foto: dpa)

Russlands Präsident Wladimir Putin sagte am Mittwochabend in den russischen Medien, sein Land sei militärisch bereit für eine Krise vergleichbar mit der Kubakrise im Jahr 1962, wenn die USA dies wünschten. Er drohte damit, Schiffe oder U-Boote in der Nähe der amerikanischen Territorialgewässer mit nuklearen Überschallraketen auszurüsten.

Die kubanische Raketenkrise brach im Jahr 1962 aus. Als Reaktion auf einen US-Raketeneinsatz in der Türkei schickte die Sowjetunion damals ballistische Raketen nach Kuba. Die Auseinandersetzung zwischen den beiden Supermächten brachte die Welt an den Rand eines Atomkriegs.

Nach mehr als fünf Jahrzehnten steigen die Spannungen nun erneut. Hintergrund sind Befürchtungen Russlands, die USA könnten nukleare Raketen mit mittlerer Reichweite in Europa stationieren, da ein wichtiger Waffenkontrollvertrag aus der Zeit des Kalten Krieges ausläuft.

Bereits zuvor hatte Präsident Putin die USA gewarnt, dass sein Land jeden Schritt der Amerikaner, neue Raketen näher an die russischen Grenzen zu verlagern, durch die Stationierung eigener Raketen näher an den USA oder durch schnellere Raketen unterstützen wird.

Nun hat Putin diese Warnung zum ersten Mal ausführlicher beschrieben. Er sagte, Russland könne auf Schiffen und U-Booten Überschall-Raketen außerhalb der amerikanischen Hoheitsgewässer in Stellung bringen, falls Washington in Europa nukleare Mittelstreckenraketen stationiert.

„(Wir reden hier über) Marine-Lieferfahrzeuge: U-Boote oder Oberflächenschiffe. Und wir können sie angesichts der Geschwindigkeit und Reichweite (unserer Raketen) in neutralen Gewässern einsetzen. Außerdem sind sie nicht stationär, sie bewegen sich und sie werden sie finden müssen“, zitiert Reuters aus einer Kreml-Abschrift der Worte Putins.

„Rechnen Sie es aus: Mach neun (Die Geschwindigkeit der Raketen/ Anm. d. Redaktion) und über 1.000 km (Die Reichweite/ Anm. der Redaktion).“

Das US-Außenministerium hatte Putins frühere Warnung als Propaganda abgetan. Moskau wolle damit die Aufmerksamkeit von seinen eigenen Verstößen gegen den Washingtoner Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme (INF) ablenken.

Der INF-Pakt verbietet Russland und den USA die Stationierung von landgestützten Kurz- und Mittelstreckenraketen in Europa. Washington gab am 1. Februar bekannt, dass es innerhalb von sechs Monaten vom Vertrag zurücktreten wird, wenn Moskau seine Verstöße nicht beende.

Putin sagte, er wolle kein Wettrüsten. Er habe aber keine andere Wahl, als aufzurüsten, wenn Washington neue Raketen in Europa stationiere, von denen einige sagten, dass sie Moskau innerhalb von 10 bis 12 Minuten treffen könnten.

Die USA verfügen derzeit nicht über bodengestützte nukleare Raketen mit mittlerer Reichweite, die sie in Europa stationieren könnten. Doch wenn der INF-Vertrag zusammenbricht, könnten die Amerikaner solche Waffen entwickeln und einsetzen.

Putin sagte, dass seine Reaktion auf einen solchen Schritt würde bedeuten, dass Russland die USA vom Wasser aus schneller treffen könnte, als in Europa stationierte US-Raketen Moskau treffen könnten, weil die Flugzeit kürzer sein würde. „Es wäre nicht zu ihren Gunsten, zumindest nach heutigem Stand, das ist sicher“, so Putin.

Zwar seien die Beziehungen zwischen Moskau und Washington derzeit angespannt, doch dies seien nicht mit der Kubakrise vergleichbar. Er wolle die Konfrontation auch nicht auf diese Niveau bringen, sagte Putin. „Wenn jemand das will, dann sollen sie es tun. Ich habe heute dargelegt, was das bedeuten würde. Lass sie zählen (die Flugzeiten der Raketen). “

Unabhängig davon sagte Washington am Donnerstag, dass es einen Beobachtungsflug über Russland im Rahmen des Open-Skies-Vertrags durchführt, dem ersten seit 2017. In einer Erklärung sagte das Pentagon, ein unbewaffnetes OC-135B-Flugzeug werde eingesetzt, und Russland wisse von dem Flug.

 

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https://www.neopresse.com/wirtschaft/auf-platz-1-der-e-auto-pannenstatistik-batterien/

Auf Platz 1 der E-Auto-Pannenstatistik: Batterien

NEOPresse in Technik

Vergangenes Jahr mussten die Pannenhelfer des ADAC rund 400 Mal liegengebliebenen Autos mit Elektroantrieb zu Hilfe kommen. Das ergab eine Pannenstatistik, die die „Bild“-Zeitung herausgab. Bei jeder dritten Panne hatte das Fahrzeug Probleme mit der Batterie. Bei etwa zehn Prozent der E-Fahrzeuge gab es Probleme mit dem elektrischen Antrieb.

Für die Zukunft stellt sich der ADAC auf wesentlich mehr Pannen von Elektro-Autos ein. Der ADAC will daher noch mehr Pannenhelfer und Straßenwachtfahrer zur „elektrisch unterwiesenen Personen“ weiterbilden. Nur sie können und dürfen bei Elektro-Autos die Motorhaube öffnen.

Bislang gab es bei Elektroautos noch vergleichsweise wenige ADAC-Einsätze. Im vergangenen Jahr rückte der ADAC insgesamt fast vier Millionen Mal aus. Das waren im Schnitt rund 10.989 Einsätze pro Tag. Fast zwei Millionen Mal lautete dabei die Diagnose: alte oder schwache Autobatterie. Batterien sind die Ursache von rund 42 Prozent aller Pannen. Und der Anteil wächst, denn 2017 lag er noch bei 40 Prozent.

 

Erstmals wurden vergangenes Jahr Elektro-Autos in der Pannenstatistik erfasst. Statistisch gesehen sind E-Autos zuverlässiger als Benziner oder Diesel. Dabei ist allerdings zu beachten, dass E-Autos prinzipiell neuer sind, als andere Fahrzeuge und kommen in der Regel nur auf kurzen Strecken zum Einsatz. Eine weitere Rolle spielt der Umgang mit den teureren E-Autos: Fahrer von E-Autos fahren vorsichtiger. Auch der Anteil der Bauteile, die in einem E-Auto verbaut werden, ist geringer als bei Autos mit Verbrennungsmotoren. Somit kann auch weniger kaputtgehen.

Herkömmliche Batterien in Autos mit Verbrennungsmotoren halten deswegen nicht sehr lange, weil sie stark belastet werden. Von der Sitzheizung bis zur Klimaanlage stecken unzählige Stromfresser in modernen Autos. Das verkürzt die Lebensdauer von Batterien. Sie sind meist schon nach fünf Jahren hinüber und sollten ausgetauscht werden.

Dennoch haben Verbrennungsmotoren gegenüber E-Autos unschlagbare Vorteile: Gerade bei Minusgraden versagen Elektro-Autos einfach den Dienst. Zudem verlieren Batterien von E-Autos bei Kälte rund die Hälfte ihrer Reichweite. Die Folge: Es muss häufiger Strom aufgetankt werden. Zudem verursacht die Herstellung von Batterien für E-Autos immense Umweltschäden, die von der Politik verschwiegen werden. Dabei gibt es nachweislich Alternativen, die umweltfreundlich und nachhaltig sind. Doch diese werden von Politik und Industrie unterdrückt.

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https://www.neopresse.com/politik/naturzerstoerung-fuer-den-klimaschutz/

Naturzerstörung für den „Klimaschutz

NEOPresse in D/A/CH

Wie absurd die Energiewende der Bundesregierung unter Bundeskanzlerin Angela Merkel ist, dürfte inzwischen für jeden sichtbar sein: Die „Rettung des Weltklimas“ wird mit der Zerstörung der heimischen Natur bezahlt.

Die Chefin des Bundesamts für Naturschutz, Beate Jessel, sagte jetzt in einer Pressemitteilung, dass der Ausbau erneuerbarer Energien zwar notwendig sei, jedoch müsse die Energiewende natur- und umweltverträglich sein. Anders ausgedrückt: Merkels Energiewende ist ein Riesen-Projekt, das zwar das Klima retten soll, dabei aber die Natur zerstört.

Bereits jetzt gibt es in Deutschland kaum noch Landstriche, die nicht durch Windräder verschandelt sind. Jeder vierte Windkraftanlage steht sogar in Naturschutzgebieten. Und die Bundesregierung plant noch mehr. Der Anteil von „Ökostrom“, der derzeit bei 35 Prozent der Gesamtstromproduktion liegt, soll bis 2050 auf 80 Prozent steigen. Wie wird Deutschland dann allerdings aussehen? Müssen Naturwälder dann Wäldern von Windrädern weichen? Mit diesem Vorhaben wird nicht nur die Natur zerstört, sondern auch die Landschaften grundlegender verändert, als jemals zuvor durch rauchende Schlote von Kohlekraftwerken.

Wie der Ausbau der erneuerbaren Energien „naturverträglich“ gestaltet werden soll, bleibt fraglich. Sinnvoll wäre die Nutzung von Solarflächen in Ballungsräumen, vor allem auf Dächern. Hier ist noch viel Potenzial ungenutzt und dafür müssten keine Wälder abgeholzt und Landschaften verschandelt werden.

 

Angela Merkel hat es sich eben zum Ziel gesetzt, den Planeten zu retten. Koste es, was es wolle. Nach Erhebung des Wirtschaftsrats sollen bis zum Jahr 2030 400 Milliarden Euro für die Energiewende lockergemacht werden. Zudem zahlt der Stromkunde, also die deutschen Bürger, mittlerweile dafür, dass andere Länder den von uns erzeugten Ökostrom abnehmen, um unsere eigenen Netze nicht zu überlasten. Diese Absurdität interessiert aber offensichtlich niemanden.

International gesehen sind die deutschen Anstrengungen zum sogenannten „Klimaschutz“ jedoch vollkommen ohne Belang. Die durch die Energiewende angeblich eingesparten Mengen an CO2 entsprechen nämlich der Ausstoßsteigerung in China innerhalb von drei Monaten. Hauptsache das Klima ändert sich nicht in Deutschland auch wenn Natur und Tiere dabei draufgehen.

Die deutsche Wildtier Stiftung schätzt, das pro Jahr allein eine Viertelmillion strenggeschützter Fledermäuse durch Windenergieanlagen verloren geht. Der Rotmilan, eine nur in Deutschland vorkommende geschützte Greifvogelart, hat einen Gesamtbestand von 13.000 Vögeln. Bei einem Jahresverlust von 1.000 Vögeln werden die Tage dieser Art bald gezählt sein. Nicht die Klimaveränderung, die naturgegeben und permanent stattfindet, bedroht das Artenspektrum, sondern der sinnlose und teure Klimaschutz auf Kosten von Natur, Tier und Mensch.

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https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2019/02/17/seltene-erden-sind-die-achilles-ferse-der-energiewende/

Seltene Erden sind die Achilles-Ferse der Energiewende

Seltene Erden und Rohstoffe wie Lithium bilden einen Engpass bei der Energieversorgung für die Umstellung auf alternative Stromquellen.

Das seltene Metall Wismut. (Foto: dpa)

Das seltene Metall Wismut. (Foto: dpa)

Weltweit wird daran geforscht, die erneuerbaren Energien effizienter und kostengünstiger zu machen. Denn die Politik nicht nur in Deutschland forciert den Übergang von der traditionellen Nutzung fossiler Brennstoffe zu erneuerbaren Energiequellen als Antwort auf den globalen Klimawandel.

Es gibt sogar Forschungsarbeiten über die erwarteten Auswirkungen einer Umstellung des Energieverbrauchs in der Europäischen Union auf 100 Prozent erneuerbare Energien bis zum Jahr 2050. Doch derartige Pläne haben nicht nur Vorteile, so eine Analyse von Oilprice.com.

Wenn Sie dieses Thema interessiert, dann empfiehlt Ihnen die Redaktionen unser neues Printmagazin "Wende ins Unbekannte - Deutschlands radikale Energiepolitik".

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Denn auch die erneuerbaren Energien sind auf bestimmte, nicht erneuerbare Ressourcen angewiesen. Selbst die umweltfreundlichsten Lösungen wie Sonnenkollektoren können nicht ohne die Verwendung von sogenannten Seltenen Erden hergestellt werden. Auch Batterien sind bei der Herstellung auf die endlichen Rohstoffe der Erde angewiesen.

Zudem verfügt China derzeit über ein überwältigendes Monopol auf eine große Anzahl von Rohstoffen, die den Seltenen Erden zugeordnet werden. In einer auf erneuerbaren Energien basierenden Welt könnte daher die Sicherheit der Energieversorgung zu einem wichtigen Thema werden.

Neben den 17 Metallen, die man als Seltene Erden bezeichnet, gibt es noch viele andere nicht erneuerbare Materialien, die man bei der Erzeugung erneuerbarer Energien verwendet. So ist etwa Lithium wegen seiner Leichtigkeit und hochreaktiven Eigenschaften ein wesentlicher Bestandteil vieler Arten von Batterien.

Dies macht Lithium zu einem unverzichtbaren Element im Bereich der erneuerbaren Energien. Denn um erneuerbare Energien in großem Umfang zu betreiben, braucht man enorme Energiespeicher. Auch wenn die Sonne gerade einmal nicht auf die Sonnenkollektoren scheint und der Wind keine Turbinen antreibt, so bleibt der Energiebedarf dennoch der gleiche.

Das Leichtmetall Lithium ist nicht nur ein wichtiger Teil bei der Energiespeicherung, sondern auch ein wesentlicher Bestandteil von Batterien für Elektrofahrzeuge. Wenn alle konventionell betriebenen Autos der Welt über Nacht durch Elektroautos ersetzt würden, wäre das weltweite Vorkommen an Lithium in nur etwa fünfzig Jahren vollständig aufgebraucht.

Derzeit fahren weltweit rund drei Millionen Elektroautos. Dies ist nur ein Bruchteil am Gesamtmarkt von deutlich über einer Milliarde Kraftfahrzeuge. Allerdings wird die Zahl der E-Autos im nächsten Jahrzehnt in die Höhe schnellen und bis zum Jahr 2030 eine globale Flottenstärke von etwa 125 Millionen erreichen.

Zwar sind Elektrofahrzeuge und erneuerbare Energieträger noch weit davon entfernt, die weltweiten Vorkommen an Lithium in naher Zukunft zu bedrohen. Doch Lithium veranschaulicht das größere Problem: Die nachwachsenden Rohstoffen sind nicht vollständig erneuerbar, und eine Technologie, um dies zu ändern, ist noch nicht entdeckt worden.

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https://www.neopresse.com/politik/nordisches-hanse-buendnis-gegen-paris-berlin-achse/

„Nordisches Hanse-Bündnis“ gegen Paris-Berlin-Achse

NEOPresse in Politik

Im Norden Europas hat sich ein Bündnis von baltischen und skandinavischen Ländern gebildet, das ein Gegengewicht gegen die drohende Übermacht Paris-Berlin bilden will. Die Finanzminister der baltischen Länder, Dänemarks, der Niederlande, Schwedens, Finnlands und Irlands haben vor einem Jahr das Netzwerk „Hanse 2.0“ gegründet.

Geboren wurde die Idee in den Niederlanden. Angesichts des kommenden Brexits fühlen sich die Niederlande an den Rand der EU gedrängt. Die „Neue Hanse“ soll ein Gegenpol wirtschaftsliberaler Länder mit einer konservativen Steuerpolitik sein, die im Gegensatz zu Macrons Eurozonen-Haushalt steht. Die Mitglieder des Bündnisses verlangen eine offenere Debatte um die Zukunft der Euro-Zone. Derzeit erwirtschaften die „Hans 2.0“ gemeinsam rund 91% des BIP Großbritanniens. Vielleicht könnten sie Großbritannien in vielerlei, vor allem jedoch in wirtschaftspolitischer Hinsicht nach dem Brexit ersetzen.

Bislang reagierte Merkel-Deutschland noch nicht auf das neue Bündnis. In Frankreich macht man sich anscheinend lustig über den „geschlossenen Club“ innerhalb der EU. Darüber hinaus würde dieses Bündnis die Schwächung der EU bedeuten, was sich negativ auf die Politik mit den USA und China auswirken könnte, kritisiert der französische Finanzminister Le Maire die „Neue Hanse“. Als „geschlossenen Club“ sieht sich „Hanse 2.0“ nicht, denn es stehe jedem offen, dem Bündnis beizutreten, der seine Werte teile, konterte der Initiator der „Neue Hanse“, Finanzminister Hekstra der Niederlande.

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Polen hat bereits ebenfalls Interesse an dem Bündnis bekundet. Denn Warschau befürchtet, dass viele Firmen und Finanzkonzerne nach dem Brexit nach Frankfurt und Paris umziehen, so dass die deutsch-französische Dominanz in der EU noch größer wird. Polnische Wirtschaftswissenschaftler sind davon überzeugt, dass solche Bündnisse künftig die Politik und Zukunft Europas bestimmen werden und die Dominanz von Staaten wie Deutschland und Frankreich abschwächen werden. Zudem glauben sie, dass das Christentum in Anlehnung an die Tradition der „alten Hanse“ dadurch in Europa wieder stärker werde.

Das „nordische Bündnis“ ist dabei nicht das erste Netzwerk innerhalb der EU. Die sogenannte „Drei-Meere-Initiative“, der 12 Staaten angehören, ist ein Projekt von osteuropäischen Staaten, die auf Bestreben Polens und Kroatiens 2016 ins Leben gerufen wurde. Auch die Visegrad-Gruppe bekommt immer mehr politisches und wirtschaftliches Gewicht, die von Polen, Ungarn, der Tschechei und der Slowakei gegründet wurde. Die V4 stehen in Opposition zu den sogenannten „EU-Kernländern“, wobei das EU-Gründungsmitglied Italien dabei ist, sich den V4 anzunähern. Vor wenigen Tagen musste Bundeskanzlerin Merkel zu einem Treffen der V4 reisen, denn Merkel steht in der EU zunehmend isoliert da. Selbst ihr treuer Freund Macron macht inzwischen Anstalten, sich von der Übermacht Deutschlands abzuwenden.

Dass die EU von Paris-Berlin bestimmt sein soll, wie Macron es bei der Unterzeichnung des „Aachener Vertrags“ sagte, wollen sich offensichtlich immer weniger EULänder bieten lassen.

 

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https://www.neopresse.com/politik/sonderklagerechte-fuer-konzerne-eu-hebelt-rechte-der-nationalstaaten-aus/

Sonderklagerechte für Konzerne: EU hebelt Rechte der Nationalstaaten aus

NEOPresse in Politik

Haben Sie es in den Medien gelesen? Wohl kaum. Dennoch: Vor wenigen Tagen stimmte das Europäische Parlament wieder über zwei Freihandelsabkommen ab – mit Singapur. Das Handelsabkommen EUSFTA und das Investitionsabkommen EUSIPA. Letzteres hat es jedoch in sich, denn es räumt Konzernen die umstrittenen Sonderklagerechte ein.

Die Organisation Attac besteht aus einem Bündnis von Gewerkschaften, Friedensorganisationen sowie Umweltverbänden. Attac fordert die EU-Abgeordneten jetzt auf, die beiden Handelsabkommen mit Singapur abzulehnen. Denn gerade durch EUSIPA würde die „Paralleljustiz“ für Konzerne ausgeweitet, kritisiert Attac.

Singapur ist der wichtigste Handelspartner Südostasiens. Die meisten europäischen Konzerne haben in dieser Region jedoch wenige Niederlassungen. Alle anderen, dort ansässigen internationalen Konzerne könnten mit dem Handelsabkommen jedoch künftig EU-Staaten auf Schadensersatz verklagen, wenn EU-Gesetze diese an deren Handelsinteressen hindern. EU-Gesetze, die beispielsweise die Gesundheit der EU-Bürger, die Umwelt oder die Arbeitsrechte schützen.

 

EUSIPA soll zudem als „Modell-Abkommen“ für weitere, potentielle Handelspartner dienen, wie z. B. China oder Mexiko. Durch die Trennung in Handels- und Investitionsabkommen erhalten die EU-Abgeordneten erstmals die Möglichkeit, gegen die Sonderrechte von Konzernen vorzugehen. Attac fordert, dass diese „Paralleljustiz“ grundsätzlich abgeschafft werden muss. Ein erster Schritt in diese Richtung wäre ein „nein“ der EU-Abgeordneten zum Investitionsabkommen EUSIPA.

Länder wir Südafrika, Indien, Bolivien, Ecuador und Tansania haben solche Abkommen, in denen Konzernen Sonderklagerechte eingeräumt wurden, wieder gekündigt. Knapp eine halbe Million Menschen in der EU haben eine Petition gegen Sonderklagerechte für Konzerne unterzeichnet. Auch Organisationen aus Indonesien, Malaysia und den Philippinen haben ihren Widerstand gegen EUSIPA erklärt und zeigen sich solidarisch mit dem Widerstand der EU-Bürger.

EUSIPA bedarf der Zustimmung aller nationalen Parlamente. EUSFTA jedoch nur der vom EU-Parlament. Doch dieses Abkommen ist auch problematisch. Es enthält keine Mechanismen zum Schutz der Umwelt oder der Rechte von Beschäftigten. Attac fordert daher Handelsabkommen, die die Rechte von Mensch und Natur ins Zentrum stellen sowie Regeln für Konzerne, die im Falle einer Verletzung von Menschenrechten zur Verantwortung gezogen werden können.

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aus dem TEXT:… Bargeld ist bisher gegen eine Entwertung durch Negativzinsen immun – doch das könnte sich ändern –  …..?Eine Lösung wäre es, Bargeld abzuschaffen? und vollständig auf elektronische Zahlungssysteme zu setzen…..

https://www.welt.de/wirtschaft/article188528229/Bargeld-So-koennte-eine-stille-Enteignung-ueber-Negativzinsen-funktionieren.html

Wirtschaft Hans-Werner Sinn

„Dann wäre es für Deutschland Zeit, den Euro aufzugeben“

Ressortleiter Wirtschaft, Finanzen, Immobilien
Wie reagiert die EZB bei einer Rezession?
.com/watch?v=P43qJEUU4UU

„H.W. Sinn“ – stille Enteignung – Negativzinsen – „Zeit für Deutschland den Euro aufzugeben“

Der Leitzins der EZB liegt bereits bei null Prozent. Auch bei einer Rezession können die Zinsen also nicht weiter gesenkt werden. Ökonomen des IWF haben einen Lösungsvorschlag. Doch der sorgt bei Experten für Entsetzen.

Quelle: WELT/ Kevin Knauer

Autoplay

Wenn nun wirklich die Wirtschaft in Deutschland und dem Rest der Euro-Zone in Richtung Rezession rutschen sollte, dann könnte die Europäische Zentralbank abermals vor diesem Problem stehen. Und ein zweites käme hinzu: Beim zentralen, klassischen Instrument der Geldpolitik, der Steuerung des Leitzinses, ist der Spielraum des EZB-Chefs und vielen anderen Währungshütern im aktuellen Zyklus kleiner denn je.

Bargeld ist bisher gegen eine Entwertung durch Negativzinsen immun – doch das könnte sich ändern
Bargeld ist bisher gegen eine Entwertung durch Negativzinsen immun – doch das könnte sich ändern

Quelle: picture alliance / imageBROKER

In Dänemark, Großbritannien und Norwegen liegt der Leitzins bei unter einem Prozent, in der Euro-Zone beträgt er genau null – und die Notenbanken in der Schweiz, in Schweden und Japan operieren sogar mit negativen Leitzinsen.

Der IWF hat vermeintlich eine Lösung für die Zentralbanker

Die USA haben nach mehreren Anhebungen zwar wieder ein Niveau von 2,5 Prozent erreicht. Doch selbst das ist eher wenig. Historisch seien Leitzinssenkungen in der Größenordnung von drei bis sechs Prozentpunkten nötig gewesen, um Wirtschaftskrisen zu bekämpfen, berichtet der Internationale Währungsfonds (IWF). Deshalb propagieren Fachleute der Washingtoner Institution jetzt eine Idee, die das Dilemma auflösen soll: ein Rezept, das nach Einschätzung deutscher Wirtschaftswissenschaftler dramatische Nebenwirkungen hätte.

Quelle: Infografik WELT

Wenn sich der IWF-Vorschlag durchsetzte, „wäre es für Deutschland Zeit, den Euro aufzugeben“, sagt etwa Hans-Werner Sinn, der langjährige Präsident des Münchner ifo-Instituts. Der Vorschlag, den gerade die IWF-Ökonomen Ruchir Agarwal und Signe Krogstrup in einem Blogbeitrag unterbreitet haben, soll den Zentralbanken ein Hindernis aus dem Weg räumen: die Tatsache nämlich, dass Bürger ihr Geld nicht nur bei Banken parken, sondern auch Münzen und Scheine halten können.

Daher sind die Möglichkeiten, die Zinsen tief in den roten Bereich zu treiben, begrenzt – auch die Schweiz, Schweden und Japan haben ihre Leitzinsen nur leicht unter die Nullgrenze fallen lassen. Denn: Wenn das Halten von Sicht- und Spareinlagen mit großen Zinsverlusten einhergeht, werden viele Bürger die Geldpolitik unterlaufen, indem sie mehr unverzinstes Bargeld halten.

Ein Umtauschkurs zwischen Bargeld und Einlagen soll helfen

Eine Lösung wäre es, Bargeld abzuschaffen und vollständig auf elektronische Zahlungssysteme zu setzen – was in vielen Ländern wenig praktikabel wäre und zudem höchst unpopulär. Stattdessen könnte man die Geldmenge aber auch in zwei Parallelwährungen unterteilen, argumentieren nun Agarwal und Krogstrup. Zwischen der einen Währung (bestehend aus Bargeld) und der anderen (bestehend aus Sicht- und Spareinlagen) würde es einen Umtauschkurs geben.

Dieser Umtauschkurs kann dann mit der Zeit verändert werden, damit das Halten von Bargeld jederzeit so attraktiv ist wie Einzahlungen bei der Bank. Bei einem Negativzins von minus fünf Prozent zum Beispiel würde dann Bargeld pro Jahr um eben jene fünf Prozent gegenüber den Einlagen abgewertet. Beide Parallelwährungen verlören also gleich viel an Wert. Unter dem Strich, so Agarwal und Krogstrup, könnten auf diese Weise „stark negative Zinsen eine realisierbare Option werden“. Zentralbanken würden „komplett befreit“ von ihrem Dilemma.

Allerdings haben Fachleute wie Jörg Krämer Zweifel, dass negative Zinsen überhaupt helfen. „Sie sorgen nämlich für extrem niedrige Anleiherenditen, sodass die Menschen immer mehr Probleme mit ihrer Altersvorsorge bekommen“, sagt der Chefvolkswirt der Commerzbank. „Fehlen auf Dauer die Zinseinnahmen, könnten die Bürger gezwungen sein, ihren Konsum zurückzufahren, um so mehr für das Alter zu sparen.“ Die Folge: weniger Wachstum statt mehr.

Für Sinn käme das Modell einer Währungsreform gleich

Gunther Schnabl, Professor für Wirtschaftspolitik aus Leipzig, weist auf weitere negative Folgen hin: „Weil Ersparnisse umfassend besteuert würden, käme es zu Kapitalflucht.“ Die wiederum würde zu einer Abwertung des Euro und damit Kaufkraft- und Wachstumsverlusten führen. Und damit nicht genug: Die ohnehin schon unter sinkenden Margen leidenden Banken kämen unter die Räder, sagt Schnabl.

Das Parallelwährungsmodell wäre „die lange befürchtete Währungsreform, bei der die Bargeldbestände entwertet werden“, sagt Hans-Werner Sinn. „In Deutschland wird besonders viel Bargeld gehalten, weil die viele Liquidität, die die EZB geschaffen hat, hierhin überwiesen wurde, um Immobilien, Aktien und Firmen zu kaufen. Damit ist auch schon klar, wer hier geschröpft werden soll. Deutschland habe „durch die niedrigen Zinsen schon etwa 700 Milliarden Euro verloren“, so Sinn, das Bargeld aber habe „der Ausbeutung der Sparer noch eine Grenze gesetzt, weil es eine Zinsuntergrenze von null implizierte. Man arbeitet nun aber in Washington offenbar fieberhaft daran, auch diese Grenze zu schleifen.“

Sinn ist sich sicher: „Die Verluste beim Austritt wären ein Klacks gegenüber dem, was uns blühen würde, wenn wir der EZB den Weg in die Welt der negativen Zinsen erlauben würden.“ Der Ökonom schränkt dabei selbst ein, er könne sich „ehrlicherweise vorläufig nicht vorstellen“, dass die Frankfurter Währungshüter dem Rat aus Washington folgen werden.

In diesem Punkt könnte sich der Pessimist Sinn über kurz oder lang als zu optimistisch erweisen. Denn IWF-Blogautorin Signe Krogstrup hat im August 2018 schon einen Aufsatz zu dem Thema verfasst, der Tenor war seinerzeit der gleiche. Krogstrups damalige Co-Autorin heißt Katrin Assenmacher-Wesche. Die arbeitet im Hauptberuf als Abteilungsleiterin für geldpolitische Strategie. Bei der EZB.

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https://www.welt.de/finanzen/article189106191/Zinstief-Das-Orphanides-Modell-wird-zum-Problem-fuer-Sparer.html

Geld Orphanides-Modell

Diese neue Regel bedeutet Ärger für die deutschen Sparer

So beeinflusst die EZB den Euro-Raum

Die Europäische Zentralbank ist die gemeinsame Bank der 19 Euro-Länder. Sie soll hauptsächlich für Preisstabilität sorgen. Eines ihrer wichtigsten Instrumente ist die Festlegung des Leitzinses.

Quelle: WELT/ Viktoria Schulte

Autoplay

Eine wichtige Regel aus der Notenwelt stützte diese Hoffnung. Laut der sogenannten Taylor-Regel, die die Marschrichtung für die Geldpolitik oft ziemlich genau vorgibt, müssten die Leitzinsen für die Euro-Zone eigentlich ungefähr bei drei Prozent liegen. Doch es wachsen die Zweifel daran, dass die EZB sich von der etablierten Regel wirklich noch leiten lässt.

Stattdessen scheint eine neue Regel die Zinspolitik sehr viel besser erklären zu können: die Orphanides-Regel. Und diese suggeriert sogar eher niedrigere denn steigende Sätze. Für Sparer hieße das weiterhin eine Nacht ohne Morgen. „Die Taylor-Regel funktioniert nicht mehr, die Orphanides-Regel dagegen schon“, konstatiert Michael Schubert, Volkswirt bei der Commerzbank.

Quelle: Infografik WELT

Regeln sind in der Welt der Währungshüter nicht ganz unwichtig. Schließlich sind die Notenbanker mit einer politischen Unabhängigkeit ausgestattet worden. Und damit in der Öffentlichkeit nicht der Eindruck entsteht, in den mächtigen Institutionen werde Geldpolitik allein nach Gutdünken gemacht, gibt es strenge Ziele – im Fall der EZB ist es die Preisstabilität – und eben auch bestimmte Regeln, die zumindest grobe Anhaltspunkte über die weitere Geldpolitik liefern.

Bisher galt dabei die Taylor-Rule als der Goldstandard in der Geldpolitik. Sie hat ihren Namen vom einflussreichen Ökonomen John Taylor bekommen. Der frühere US-Finanzstaatssekretär ist heute Professor in Stanford, er war sogar im Gespräch als Nachfolger für die Fed-Präsidentin Janet Yellen. Welchen Stellenwert die Taylor-Regel hat, lässt sich allein an der Tatsache ablesen, dass die Formel im Bloomberg-Terminal jederzeit abrufbar ist, dem bei Banken und Analysehäusern weit verbreiteten Finanzinformationsdienst mit den zwei Bildschirmen.

Wirkungsgrad der Taylor-Regel geschrumpft

Die Taylor-Regel schaut im Grunde darauf, wie ausgelastet eine Volkswirtschaft ist. Denn daraus lässt sich ableiten, ob zusätzlicher monetärer Stimulus her muss, die Zinsen genau richtig liegen oder sogar höhere Sätze nötig sind, um eine Überhitzung zu verhindern.

In die Formel gehen zwei Komponenten ein, die Notenbanken mit ihrer Politik adressieren: die Inflation und die wirtschaftliche Aktivität einer Volkswirtschaft. Letztere wird in der Regel über den Arbeitsmarkt abgebildet.

Die Taylor-Regel vergleicht den Soll- mit dem Ist-Zustand. Aus der sogenannten Inflationslücke, also der Differenz von Inflationsziel und bestehender Inflation, sowie der Output-Lücke (natürliche Arbeitslosenrate abzüglich aktueller Quote) wird dann der passende Leitzins abgeleitet. Das Modell, das Taylor in den 90er-Jahren entwickelt hat, ist sehr mechanisch und macht – zumindest theoretisch – eine Geldpolitik im Autopilot-Modus möglich.

Bis zur Finanzkrise ließ sich die europäische Geldpolitik auch relativ gut mit der Taylor-Regel erklären. Doch seither und insbesondere seit 2013 ist der Wirkungsgrad der berühmten Regel geschrumpft. Das liegt auch daran, dass die Situation in der Euro-Zone für die Währungshüter besonders diffizil ist. Denn die Unterschiede beim Wachstum, der Beschäftigung und der Inflation zwischen den Mitgliedsländern sind eklatant.

Orphanides-Regel ist mit weniger Unsicherheiten behaftet

Wie schwierig die Geldpolitik in einem derart uneinheitlichen Währungsraum wie der Euro-Zone ist, offenbart wiederum die Taylor-Regel selbst. Demnach müsste der Zinssatz für Deutschland derzeit bei rund 3,8 Prozent liegen, der für die gesamte Euro-Zone hingegen bei 2,8 Prozent.

Für Frankreich wäre ein Niveau von 1,7 Prozent angemessen. Italien indes benötigte nach dieser Regel sogar noch niedrigere Zinsen als die derzeitige Rate von null Prozent, nämlich minus 0,4 Prozent und Griechenland sogar minus 6,4 Prozent. Offensichtlich hat die Formel Probleme, ein so diverses Feld abzudecken.

Quelle: Infografik WELT

Und hier kommt Athanasios Orphanides mit seiner Idee ins Spiel. Er ist wie Taylor ebenfalls ein Spitzen-Ökonom, startete seine Karriere als Volkswirt bei der Fed. Später war er Chef der Notenbank in Zypern und damit Mitglied im EZB-Rat. Mittlerweile lehrt er an der Kaderschmiede MIT Sloan School of Business. Die von ihm erdachte Regel vergleicht zwar ebenfalls Soll und Ist von Inflation und Wirtschaftspotenzial.

Im Gegensatz zur Taylor-Regel vermeidet es die Orphanides-Regel allerdings, sich auf nicht beobachtbare Konzepte wie die Produktionslücke und den natürlichen Realzins zu verlassen, die mit erheblichen Unsicherheiten behaftet sind. Statt dessen werden Inflationsprognose und tatsächliche Inflation miteinander verglichen und entsprechende Schlüsse daraus abgeleitet. Für den Commerzbank-Ökonomen Schubert ist das der große Vorteil der Regel.

Quelle: Infografik WELT

Diese ist damit einfacher zu handhaben, und sie lässt andere Rückschlüsse auf die EZB-Politik zu. Im aktuellen Fall sind die Signale eindeutig: Demnach dürfte die EZB den eigentlich geplanten Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik bis auf Weiteres verschieben. Statt die Leitzinsen ab dem Sommer eventuell anzuheben, wie bisher an den Finanzmärkten angenommen, dürfte nach der Auslegung der neuen Regel in den kommenden Monaten die Geldpolitik eher wieder lockerer werden.

Entsprechend rechnet Schubert damit, dass es in diesem Jahr keine Zinsanhebung mehr geben wird. Auch die Finanzmärkte haben inzwischen reagiert und preisen mit einer Wahrscheinlichkeit von 20 Prozent sogar eine weitere Zinssenkung ein. Für Sparer zeichnet sich damit ab, dass – falls Orphanides’ Modell recht behält – sich die Hoffnung auf höhere Zinsen auf absehbare Zeit weiter verflüchtigt.

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https://www.neopresse.com/politik/iwf-waehrungsreform-und-bargeldabschaffung/

IWF: Währungsreform und Bargeldabschaffung

NEOPresse in Politik

Ist die Zinspolitik von EZB-Chef Mario Draghi, ehemaliger Goldman Sachs-Mitarbeiter, ein von langer Hand vorbereiteter Plan für eine Währungsreform und gleichzeitige Bargeldabschaffung aller EU-Bürger? Eine Währungsreform mit gleichzeitiger Bargeldabschaffung käme zudem einer massiven Enteignung gleich, die das Problem der durch Zinspolitik nicht mehr lösbaren Euro-Überschuldung aller Euro-Länder lösen würde.

Derzeit sprechen alle Medien von einem drohenden Konjunkturtief, sogar von einer Rezession. Sprechen alle Leitmedien davon, muss man hellhörig werden, denn dann soll ein größerer Plan eingeleitet, das Volks auf etwas „vorbereitet“ werden. Fällt die Konjunktur weiter, hat die EZB nun aber keinen Spielraum mehr, mit Zinssenkungen gegen die Wirtschaftsflaute gegenzusteuern.

Der IWF hat nun eine Lösung für das Problem vorgeschlagen, das allerdings einer Enteignung von Bargeldbesitzern gleichkommt. Denn wenn Negativzinsen eingeführt werden, ist Bargeld nicht davon betroffen. Das wiederum ist schlecht für die Banken. Um großen Zinsverlusten zu entgehen, würden Sparer zudem ihr Geld einfach von Konto runterholen und damit die Negativzinspolitik unterlaufen.

Eine Lösung wäre es, Bargeld abzuschaffen und auf vollständig elektronische Zahlungssysteme umzustellen. Eine Lösung, die nicht in allen Ländern der EU populär ist. Deshalb schlagen die IWF-Ökonomen vor, zwei Parallelwährungen einzuführen. Eine Währung, bestehend aus Bargeld und eine, bestehend aus Bankguthaben. Für beide soll es einen Umtauschkurs geben. Der Umtauschkurs kann je nach Bedarf immer verändert werden. Bei einem Negativzins von beispielsweise minus fünf Prozent würde die „Bargeldwährung“ ebenfalls um fünf Prozent abgewertet werden.

 

Dass Negativ-Zinsen helfen, die Konjunktur anzukurbeln, bezweifeln Ökonomen allerdings. Denn sie sorgen für niedrige Renditen. Altersvorsorge verliert immer mehr an Wert. Fehlen aber Zinseinnahmen auf Dauer, fühlen sich Bürger gezwungen, weniger auszugeben – die Folge: Noch weniger Wachstum. Zudem kommt es bei Negativzinsen zur Kapitalflucht und somit zu Kaufkraft– und Wachstumsverlusten. Für die Banken wäre das unterm Strich kein Gewinn, so die Meinung von Ökonomen.

Bei einem Parallelwährungsmodell würden Bargeldbestände entwertet. In Deutschland gibt es große Bargeldbestände, meint der ehemalige ifo-Präsident Hans-Werner Sinn, weil die EZB durch ihre Zinspolitik Liquidität geschaffen hat. Damit sei auch schon klar, wer geschröpft werden solle, so Sinn. Deutschland habe durch die Niedrigzinsen schon 700 Milliarden Euro verloren. Der Besitz von Bargeld habe Sparer aber bislang noch vor dieser Enteignung bewahren können. Nun arbeite der IWF offenbar daran, auch noch dieses Potential abzuschöpfen.

Hans-Werner-Sinn ist sich sicher: Der Euro-Austritt würde Deutschland weitaus günstiger kommen, als wenn man der EZB weiterhin die Enteignung der Bürger durch Negativzinsen erlauben würde. Dieses Szenario dürfte jedoch nur ein Traum für Sinn bleiben. Die EU-Bürger, und allen voran Deutschland, sollen weiter geschröpft werden und für die Schulden der Banken und Regierungen bezahlen. Mario Draghi ist wie bereits erwähnt ehemaliger Goldman-Sachs Mitarbeiter. Er wird nicht ruhen, bis er seinen Auftrag erfüllt hat. Mehr über die „Goldmänner“ können Sie in dem neuen und unzensierten Aufklärungsdienst „Capitol Post“ nachlesen, den Sie hier bestellen können.

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https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2019/01/17/eu-parlament-draghi-darf-mitglied-der-group-30-bleiben/

EU-Parlament: Draghi darf Mitglied der ‚Group of 30‘ bleiben

Nach einem Beschluss des Europäischen Parlaments darf EZB-Chef Mario Draghi weiterhin Mitglied in der Lobbygruppe “Group of 30” bleiben.

EZB-Präsident Mario Draghi. (Foto: dpa)

EZB-Präsident Mario Draghi. (Foto: dpa)

Das Europäische Parlament hat am 16. Januar 2019 beschlossen, dass der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, weiterhin Mitglied der Lobby-Organisation “Group of 30” bleiben darf. Eine große Mehrheit lehnte einen Änderungsantrag ab, der die EZB dazu veranlasst hätte, „die Mitgliedschaft des Präsidenten in der ,Group of 30’ zu beenden“, berichtet der EU Observer.

Die “Group of 30” ist formell als beratende Gruppe für internationale Wirtschafts- und Währungsfragen tätig. Sie hat insgesamt 33 Mitglieder. Mitglieder sind unter anderem Draghis EZB-Vorgänger Jean-Claude Trichet, der Gouverneur der Bank of England, Mark Carney, und der ehemalige US-Finanzminister Timothy Geithner. Dazu gehören auch Privatbankiers wie Tidjane Thiam, der Chef der Credit Suisse, Maria Ramos, der Chef der Absa Group Limited, und Axel A. Weber, Vorsitzender der UBS Group.

Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments erklärten in der Beschluss-Resolution, dass die Führungskräfte der EZB frei entscheiden könnten, „ob sie sich an Foren beteiligen sollten, einschließlich derer, die nicht der breiten Öffentlichkeit zugänglich sind, wenn sie es für notwendig erachten, um die bestmögliche Durchführung der Geldpolitik der EZB sicherzustellen“.

Der endgültige Text der Resolution wurde mit 500 Stimmen, 115 Gegenstimmen und 19 Enthaltungen angenommen.

Die Europäischer Bürgerschaftsbeauftragte Emily O’Reilly hatte Draghi zuvor empfohlen, die “Group of 30”  zu verlassen, weil einige Mitglieder der Gruppe Banker sind, die die EZB beaufsichtigen soll. “Die Mitgliedschaft des EZB-Präsidenten in der Group of 30 könnte eine öffentliche Wahrnehmung schaffen, wonach die Unabhängigkeit der EZB beeinträchtigt wird”, so O’Reilly in einer Mitteilung.

Aus der Webseite der Europäischen Bürgerschaftsbeauftragten geht hervor, dass ihr die Aufgaben obliegen, Missständen in der Verwaltungspraxis zu untersuchen. Dazu würden ungerechte Behandlung, Diskriminierung, Machtmissbrauch, Fehlen oder Verweigern von Informationen, unnötige Verzögerungen und fehlerhafte Verfahren gehören.

„Die EZB macht geltend, dass Mitglieder ihrer Entscheidungsgremien Mitglied in Foren sein dürfen, zu denen Teilnehmer wie Vertreter von beaufsichtigten Unternehmen gehören, (…) wenn solche Zusammenkünfte als für Notenbanker relevant und nützlich erachtet werden, um ihre Mandate zu erfüllen”, teilte die EZB im September 2018 mit.

„Die EZB ist bestrebt, ihre hohen Ethikstandards in allen von Dritten veranstalteten Meetings und Veranstaltungen, einschließlich der von der Group of 30 organisierten Veranstaltungen, fortzusetzen“, so Draghi.

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HITLER – FASCHISMUS EU – RAUS aus diesem „FREMD-BESTIMMUNGS- und MENSCHEN-EXPERIMENT-KZ“ unter PSYCHOPATHEN wie JUNCKER usw – „EU“-EXIT  – EU ist eine „ZWANGS-IRREN-ANSTALT“

 

https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-02/europaeische-union-digitaler-fingerabdruck-personalausweis-einigung

Europäische Union: Fingerabdruck im Personalausweis wird Pflicht in der EU

Die Europäische Union hat sich auf Mindeststandards für Personalausweise geeinigt: Bald müssen zwei Fingerabdrücke auf einem digitalen Chip gespeichert werden.

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tube.com/watch?v=H10kPh-Jq4k

Barley: Nicht dem Regime der EU unterwerfen

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be.com/watch?v=ODdF-rVxHWU

ARD ZDF möchte „Wahlverhalten überwinden“. „schlau genug“?!? Wählerbeschimpfung im Moma 15.1.2019

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https://politik.der-privatinvestor.de/briten-wollen-sich-nicht-weiter-dem-regime-der-eu-unterwerfen

„Briten wollen sich nicht weiter
dem Regime der EU unterwerfen“

sagt die Spitzenkandidatin der SPD für die Europawahl im Mai

von Markus Gärtner

 

Im Mainstream-Journalismus entlarvt sich vor allem der öffentlich-rechtliche Rundfunk in immer kürzeren Abständen selbst – vor allem, was sein Verständnis von Meinungsfreiheit und Demokratie angeht. Ein Antifa-Shirt im ZDF-Studio während Wolfgang Schäuble interviewt wird; Komparsen, die der WDR mit unterschiedlichen Namen in drei verschiedenen Dokumentationen einsetzt; zu Tränen rührende Bilder von Familien mit Kindern in der unkontrollierten Migration, die jedoch von allein reisenden jungen Männern dominiert wird. Das alles kennen wir schon.

Doch in dieser Woche toppte sich das GEZ-TV noch einmal selbst – und zwar deutlich. Ein Interview mit gleich vier Knallern, die ausgemachten Demokraten schwer zu denken geben, brachte am 15. Januar das Morgenmagazin von ARD und ZDF. Dunja Hayali befragte Bundesjustizministerin Katarina Barley, wie es mit dem Brexit jetzt weitergehen soll, nachdem das britische Parlament den Deal zwischen Premierministerin May und der EU mit großer Mehrheit abgelehnt hat. Barley wurde gefragt, ob der Deal „so schlecht“ sei. Ihre Antwort: nein, aber die Briten wollten „am liebsten die Quadratur des Kreises“, sprich die Vorteile der EU, aber sie wollten „sich dem Regime der EU nicht weiter unterwerfen.“

 

Aus diesem Morgenmagazin stammen die hier zitierten Äußerungen

 

Hoppla! Haben Sie auch gerade geschluckt? Ist Ihnen das aufgefallen? Regime? Unterwerfung? Hier kommt in einem scheinbar harmlos klingenden Nebensatz ein schwerwiegendes Eingeständnis zum Vorschein – das Morgenmagazin als Beichtstuhl der SPD: die EU als Regime, das seine Mitglieder unterwirft. Ein Zentralstaat, den – bevor er sang- und klanglos abgesägt wurde – Barleys Parteikollege Martin Schulz zu seinem zentralen Projekt erhob, als er ausrief, er wolle bis zur Mitte des kommenden Jahrzehnts die „Vereinigten Staaten von Europa“ schmieden.

Britische Abgeordnete müssen mehr auf ihre Wähler hören

Barley, das ist das Delikate, ist nicht nur Bundesjustizministerin und laut der FAZ die „Allzweckwaffe der SPD.“ Sie ist auch Spitzenkandidatin ihrer Partei für die Wahl des Europaparlaments im Mai. Die Allzweckwaffe der Sozialdemokraten für das Regime in Brüssel also.

Doch damit nicht genug. Als Barley in der Sendung nach dem „Eiertanz“ bei der Labour-Partei zum Brexit gefragt wird, kommt sie mit einer zweiten vielsagenden Erklärung, die entlarvend für die politische Kaste in Berlin ist.

Weil ihr Vater aus Großbritannien stammt, hat Barley auch einen britischen Pass und kennt sich mit dem politischen System in Großbritannien aus. Ihre Erklärung: Auf der Insel könne man als Kandidat nur von seinem Wahlkreis aus ins Parlament geschickt werden, Parteilisten gebe es dort nicht, daher müssten die britischen Volksvertreter auch genauer auf ihre Wähler hören. Die Abgeordneten würden sonst riskieren, beim nächsten Mal nicht wiedergewählt zu werden. Erst beim Blick auf den deutschen Bundestag wird deutlich, wie brisant Barleys Erläuterung wirklich ist. Denn in Berlin wurden von den aktuell 709 Abgeordneten im Bundestag 411 über die 16 Landeslisten entsandt, etwa 60% aller Abgeordneten. Und die hören im Zweifelsfall mehr auf die Vorgaben ihrer Parteifunktionäre als auf die Vorgaben der Wähler im heimischen Wahlkreis.

Haarsträubend: den Wähler „überwinden“

Dritter Knaller in dem Interview: Als Barley über die recht zerrissene Labour-Partei spricht, fragt Hayali, ob es da nicht einen Weg heraus gebe, um irgendwann mal als Partei mit einer Stimme zu sprechen und „das Wahlverhalten der Wähler zu überwinden.“ Auch hier ein Satz mit einem dicken Knaller, der das missratene Demokratieverständnis im medialen Mainstream verrät. Wenn die Wähler zu dämlich sind, „richtig“ abzustimmen, müssen sie von geschlossenen Parteien eben „überwunden“ werden. Der Souverän wird hier als kollektiv unberechenbar und unvernünftig verstanden, als eine große Gruppe, die nicht dazu taugt, vernünftige Entscheidungen zu treffen und daher in die richtige Richtung geschubst werden muss.

Barley widerspricht an diesem Punkt nicht unmittelbar, stimmt aber auch nicht zu. Doch ihre nächste Bemerkung verrät, dass sie von Hayalis schrägem Demokratieverständnis nicht allzu weit entfernt ist. Auch sie sei, so versichert Barley, dafür, über den Brexit ein 2. Mal abstimmen zu lassen. Begründung: niemand habe beim ersten Referendum gewusst, „was der Brexit konkret bedeutet.“

Das weiß zwar auch heute noch niemand, weil der Brexit erst bevorsteht (oder auch nicht). Aber das Verständnis, das hier preisgegeben wird, ist die von Hayali anders ausgedrückte Überzeugung, dass auf das Wahlvolk kein Verlass ist, was in der Konsequenz bedeutet, dass man so lange abstimmen (lassen) muss, bis der politischen Kaste die Entscheidung des Souveräns in den Kram passt.

Und das, liebe Leser, sind die Menschen in der politisch-medialen Kaste, die entsetzt aufspringen und vor Empörung schäumen, wenn man den Zustand der Demokratie in unserem Land thematisiert.

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tube.com/watch?v=6MZLqyJS9VU&t=83s

„Katarina Barley“ SPD – „….nicht weiter dem Regime „EU“ unterwerfen“ – „ Wahlverhalten überwinden“

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https://www.zdf.de/nachrichten/heute/barley-zum-brexit-opposition-ist-zerissen-100.html

Vor der Brexit-Abstimmung Barley: Opposition ist zerrissen

Datum:

Tag der Entscheidung: Sagt das Unterhaus heute „Ja“ oder „Nein“ zum ausgehandelten Brexit-Vertrag? Das Wahlrecht sorge für eine zerissene Opposition, erklärt Katarina Barley (SPD).

Beim Brexit seien im Vorhinein viele falsche Versprechen gemacht worden. „Niemand wusste, was der Brexit konkret bedeuten würde“, so Bundesjustizministerin Katarina Barley von der SPD.

Beitragslänge:
5 min
Datum:

Der Brexit-Deal sei nicht so schlecht, „aber die Briten wollen am liebsten die Quadratur des Kreises“, sagt die SPD-Spitzenkandidatin für die Europawahl, Katarina Barley, im ZDF morgenmagazin. „Sie wollen gerne die Vorteile, die die EU bietet, in weiten Teilen behalten, aber sich nicht dem Regime der EU weiter unterwerfen, der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs zum Beispiel.“ Das bekomme man eben in weiten Teilen nicht übereinander. „Da sind auch im Vorfeld des Referendums viele falsche Versprechen gemacht worden“, sagt die Deutsch-Britin, die für ein zweites Referendum plädiert.

Wahlrecht sorgt für zerissene Oppositionspartei

Das britische Wahlrecht sei so, dass man nur von seinem Wahlkreis aus ins Parlament geschickt werden könne. Parteienlisten mit Zweitstimmen, wie in Deutschland, gäbe es nicht. Das führe auch dazu, dass die Opposition, recht zerrissen sei. „Die Labour-Wahlkreise sind diejenigen mit der höchsten Zustimmung zum Brexit und mit der höchsten Zustimmung zum Verbleib in der EU“, sagt die SPD-Politikerin.

Die Abgeordneten der Labour-Partei seien „auf den beiden entgegengesetzten Polen“ in der Brexit-Frage. Dennoch mit einer Stimme als Oppositionspartei zu sprechen, sei laut Barley die deutsche Logik. In Großbritannien sei es dagegen so: „Wenn man sich nicht an die Wähler in seinem Wahlkreis hält, wird man beim nächsten Mal nicht mehr wiedergewählt.“ Die Parlamentarier gehen daher mit der Einstellung in die Abstimmung: „Ich muss das tun, was meine Wähler in meinem Wahlkreis mir mitgegeben haben, sonst bin ich weg“.

Mit Blick auf die Europa-Wahlen im Mai betont Barley: „Da muss entschieden sein: Stimmen die Briten mit oder tun sie es nicht.“ Über das Abkommen, das heute zur Abstimmung stehe, sei in der EU zwei Jahre gut verhandelt worden. „Da hängt ganz viel mit ganz vielem zusammen“, sagt die SPD-Politikerin. Wenn man da jetzt anfange das wieder aufzuschnüren, „purzeln einzelne Dinge wieder heraus„. Das sei sehr schwierig.

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tube.com/watch?v=sPVIU62_LjA

Die Medien verschweigen die Wirklichkeit – Die selbsternannte Elite – Link in Info

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ube.com/watch?v=gioNFLdJeR4

Talk im Hangar-7: Mord in Dornbirn – Wie hilflos sind wir?

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https://www.welt.de/politik/ausland/plus189076405/Alain-Finkielkraut-ueber-Merkel-Wir-schaffen-das-war-einfach-Unsinn.html?source=k143_control.capping.politik-Ausland.1.189076405

Philosoph Alain Finkielkraut

„,Wir schaffen das!‘ war einfach Unsinn“

Alain Finkielkraut: "Diese hassende Menge hat in Morddrohungen übersetzt, was ich als intellektuelle Exkommunizierung von einem Teil der Linksintellektuellen seit Jahren höre"
Alain Finkielkraut: „Diese hassende Menge hat in Morddrohungen übersetzt, was ich als intellektuelle Exkommunizierung von einem Teil der Linksintellektuellen seit Jahren höre“

Quelle: AFP

Der Philosoph Alain Finkielkrat, 69, Sohn polnischer Einwanderer und Mitglied der Académie française, empfängt in seiner Wohnung, nah am Jardin du Luxembourg. Ans Telefon geht er nicht mehr, seit er am Samstag auf einer Gelbwesten-Demonstration antisemitisch beleidigt wurde und die Weltpresse ihm die Bude einrennt. Finkielkraut möchte den Europäern die Augen öffnen vor einem neuen Antisemitismus, bei dem sich radikale Linke und Muslime gegen die Juden vereinen.

WELT: Dann seien Sie doch bitte ganz klar: Was kritisieren Sie an der muslimischstämmigen Bevölkerung Frankreichs?

Alain Finkielkraut: Ich will nicht die französischen Moslems kritisieren. Ich bin überzeugt, dass eine große Zahl von ihnen in Frieden und auch ihren Glauben in aller Stille leben will. Diese Leute haben nichts gegen Juden. Ich stelle lediglich fest, dass die massive Immigration in Frankreich und anderswo in Europa etwas radikal verändert hat.

WELT: Was genau?…….

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Zensur beim MDR – Kathrin Huß traut sich reden (06.12.2018; Radio B2)

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26.01.2016 mdr MDR um 4 / Dr. Hans-Joachim Maaz

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RAUS aus dem „GATE-KEEPER-SYSTEM“ – „Gate-Keeper“: „FRANK HÖFER“

WIE sich „GATE-KEEPER-DESINFORMATIONS-KANAL-NUOVISO“ gleich einen „MAIN-STREAM-AUSSTEIGER“ KRALLT

„Der Zusammenhalt in der Redaktion war nicht mehr da“ – Katrin Huß

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ube.com/watch?v=bkV2tacqSuk

Dunja Hayali wird übelst beschimpft – Hayali vs Henryk Broder, Roland Tichy, Markwort & Gebauer?

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be.com/watch?v=Uz8pXlXwqUQ

Bedenklich: Aldous Huxley 1958 über die Kontrolle der Massen – Schöne neue Welt

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„Upload-Filter“ –  „Meinungs-Freiheit“  – „EU“-MERKEL-FASCHISMUS

https://www.sueddeutsche.de/digital/uploadfilter-ergebnis-eu-urheberrecht-1.4329775

Upload-Filter

Dieser Kompromiss gefährdet das freie Netz

Das Acta-Abkommen, die Vorratsdatenspeicherung, jetzt die Urheberrechtsreform: Wenn sich die EU an Digitalpolitik wagt, ist Vorsicht angebracht.(Foto: imago/ZUMA Press)

Die Reform des EUUrheberrechts könnte zu einer fehleranfälligen und grundrechtswidrigen Vorzensur führen. Mit ihrer Zustimmung bricht die Bundesregierung den Koalitionsvertrag.

Kommentar von Simon Hurtz

Es ist ein Satz, der keinen Interpretationsspielraum lässt: „Eine Verpflichtung von Plattformen zum Einsatz von Upload-Filtern (…) lehnen wir als unverhältnismäßig ab.“ Diese Formulierung findet sich im Koalitionsvertrag, den Union und SPD im vergangenen März geschlossen haben.

Leider scheint die Bundesregierung vergessen zu haben, was sie vor knapp einem Jahr versprochen hat. Deutschland gehört zu den Befürwortern der geplanten EU-Urheberrechtsreform. Dieser Sinneswandel ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass den Bürgern in der EU eine Richtlinie droht, die das freie Netz gefährdet.

Die zwei Dutzend Artikel enthalten sinnvolle Änderungen, um das Urheberrecht an das digitale Zeitalter anzupassen. Doch Artikel 13 allein ist derart verkorkst, dass der potenzielle Schaden weitaus größer ist als der Nutzen. Dort ist nicht explizit von „Upload-Filtern“ die Rede. Aber den meisten Plattformen bliebe gar nichts anderes übrig, als alle Inhalte zu scannen, die Nutzer hochladen wollen. Bislang haften die Anbieter erst für Rechtsverletzungen, wenn sie darauf hingewiesen werden. Artikel 13 sieht eine Haftung ab dem Moment des Uploads vor.

Suchmaschinendienste wie Google News sollen Presseverlagen in der EU künftig Geld für das Anzeigen von Artikel-Ausschnitten zahlen. Doch die umstrittene Reform könnte noch scheitern.   Von Karoline Meta Beisel

Die Betreiber hätten zwei Möglichkeiten: Entweder sie besorgen sich alle Lizenzen von allen Rechteinhabern der Welt – was für kleinere Unternehmen genauso unmöglich ist, wie es klingt. Oder sie filtern vorab – was aus drei Gründen eine ausgesprochen schlechte Idee ist:

Erstens haben nur wenige Unternehmen die nötigen finanziellen und technischen Ressourcen, solche Filtersysteme zu programmieren. Die meisten davon sitzen im Silicon Valley. Kleinere Anbieter müssten diese Technik einkaufen oder Lizenzen erwerben. Warum EU-Politiker eine Richtlinie verabschieden, die europäische Start-ups noch abhängiger von großen US-Plattformen wie Youtube machen, wissen sie vermutlich nicht mal selbst.

Zweitens sind Fehler garantiert. Youtube setzt bereits Software ein, die Urheberrechtsverletzungen erkennen soll. Dabei geht es nur um geistiges Eigentum im Bereich der Musik, eine vergleichsweise simple Aufgabe. Obwohl Google 100 Millionen Dollar in die Technik investiert hat, löscht das System immer wieder legale Videos und lässt sich missbrauchen. Ein Universalfilter wäre um ein Vielfaches komplexer und wohl noch unzuverlässiger. Maschinen haben keine Ahnung von Mashups und Mems, können Parodien und Remixe nicht erkennen und sind mit dem Zitatrecht überfordert, das die legale Nutzung von urheberrechtlich geschützten Inhalten ermöglicht. Ein Teil der Netzkultur wäre in Gefahr.

Drittens greift Vorabfilterung in die Privatsphäre ein und verstößt gegen das Recht auf Meinungsfreiheit, wie der EuGH 2012 urteilte. Bis die Richter die neue Richtlinie prüfen, wird es aber dauern. In der Zwischenzeit könnten die Grundlagen für eine gigantische Filter-Infrastruktur gelegt werden, die für Zensur missbraucht werden könnte. Auch im sogenannten Kampf gegen den Terror will die EU Plattformen verpflichten, Uploads vorab zu filtern. Dass sich Politiker ein Netz ohne Urheberrechtsverletzungen und extremistische Inhalte wünschen, ist verständlich. Dass sie sich dafür über Grundrechte hinwegsetzen, ist fahrlässig.

Der Widerstand sollte der EU zu denken geben

Es fällt schwer, jemanden zu finden, der die aktuelle Version der Urheberrechtsreform unterstützt. Datenschützer und Youtuber, große Unternehmen und kleine Start-ups, Bürgerrechtler und IT-Verbände, Piraten- und CSU-Politikerinnen, sie alle warnen vor Artikel 13. Eine Petition gegen „Zensurmaschinen“ hat mehr als 4,7 Millionen Unterschriften gesammelt. Teils geht die berechtigte Sorge in Panikmache über, etwa wenn sich prominente Youtuber für Kampagnen einspannen lassen und ihre Fans verunsichern. Doch auch wenn einige in Ton und Inhalt über das Ziel hinausschießen, bleibt die Kritik im Kern richtig.

Selbst der deutsche Bertelsmann-Konzern, einer der größten Rechteinhaber der Welt, dessen Position die Richtlinie stärken sollte, lehnt den Kompromiss „komplett“ ab. Dem Medienkonzern geht es dabei nicht um die Gefahr von Upload-Filtern, er sieht aber insgesamt „mehr Nachteile als Vorteile“. Diese Auffassung teilt Bertelsmann mit Dutzenden Produktionsfirmen, Verbänden und Inhabern von Film-, Fernseh- und Sportrechten wie der DFL (PDF).

Wenn beide Seiten einen Kompromiss scharf kritisieren, könnte man sagen: Wir haben alles richtig gemacht, schließlich konnte keine Lobby ihre Interessen durchsetzen. Die treffendere Interpretation lautet: Dieser Kompromiss hilft fast niemandem weiter, lasst uns von vorn anfangen. Diesen Mut sollte das EU-Parlament haben. Die Abgeordneten sind die einzigen, die eine misslungene Reform noch stoppen können.

Leserdiskussion Sind Upload-Filter eine Bedrohung für das freie Internet?

Leserdiskussion

Sind Upload-Filter eine Bedrohung für das freie Internet?

Nach einer Reform des EU-Urheberrechts könnten Plattformen künftig alle Inhalte vorab filtern, die Nutzer hochladen wollen. Kritiker warnen vor möglicher Zensur und Einschränkung der Meinungsfreiheit.

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https://www.sueddeutsche.de/kultur/pro-freie-netzkultur-netzpolitik-eu-urheberrecht-artikel-uploadfilter-1.4335538

Pro: Freie Netzkultur

Das Grundrecht auf Meinungsäußerung muss für alle gelten

Zeitgeist Pro & Contra: Brauchen wir eine freie Netzkultur?
Wollen wir ernsthaft Maschinen zugestehen, darüber zu befinden, was Satire oder was Aufruf zum Terror ist?(Foto: Rawpixel/Unsplash; Bearbeitung SZ)

Die Netzkultur droht automatisierten Zensurmechanismen zum Opfer zu fallen. Es liegt an uns, das Freiheitsversprechen des Internets zu erfüllen.

Kommentar von Dirk von Gehlen

Bestehende digitale Inhalte neu zu kombinieren und zu verändern, wird häufig als Netzkultur bezeichnet. Staatliche Regulierungsbemühungen, wie zuletzt die geplante Reform des EU-Urheberrechts, ziehen regelmäßig die Kritik nach sich, dass sie die Netzkultur und damit das freie Internet gefährden. Aber ist diese Freiheit angesichts von multimedial verstärkter Propaganda, Hate Speech und der kommerziellen Vereinnahmung digitaler Öffentlichkeiten überhaupt noch zu rechtfertigen?

Der folgende Text bejaht diese Frage. Lesen Sie hier auch das Contra von Philipp Bovermann.

Wir haben eine neue Ebene der Internet-Kritik erreicht: Nachdem wir jahrelang gehört haben, das Internet sei minderwertig im Vergleich zu Offline-Angeboten, hören wir jetzt: Das große Versprechen von der tollen, freien Netzkultur erfüllt sich ja gar nicht. Beide Kritikpunkte basieren auf der gleichen passiven Beobachterperspektive, die davon ausgeht, man könnte das Internet von außen betrachten. Das ist schon rein technisch nicht möglich. Das Internet als Infrastruktur ist ein Netzwerk, wer es beobachten will, muss daran teilnehmen. Ihr oder sein Endgerät wird – zumindest technisch – Bestandteil des Netzwerks. Deshalb empfiehlt es sich, Internetkritik stets als Gesellschaftskritik zu lesen: als Selbstbezichtigung. Wer also sagt: „Das große Versprechen vom Internet erfüllt sich nicht“, meint damit oft genug auch: „Ich helfe nicht mit, um das Versprechen vom Internet zu erfüllen.“

Denn die zentrale Herausforderung, vor die der digitale Wandel die Gesellschaft stellt, lässt sich so auf den Punkt bringen: Das Internet hat aus dem theoretischen Recht, „seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten“, eine praktische Möglichkeit gemacht, die plötzlich von sehr vielen Menschen ungefragt genutzt wird. Niemand, der auf dem Boden des Grundgesetzes steht, kann diese Demokratisierung der Publikationsmittel grundsätzlich ablehnen. Es kann aber auch niemand wirklich mit dem Hass und der Menschenverachtung einverstanden sein, die durch das Internet öffentlich werden.

Sollte man deshalb das theoretische Recht in Frage stellen? Auf keinen Fall. Denn wer das theoretische Recht auf freie Meinungsäußerung einschränken will, beschädigt damit mehr, als die praktische Möglichkeit, es auszuüben, jemals anrichten kann. Ein solches Denken ist durch und durch undemokratisch und schädlich – aber keineswegs selten.

Aktuell kann man dieses Denken in der Debatte um das Urheberrecht in Aktion beobachten. Die Aufgabe, das Recht auf Publikationsfreiheit einzuschränken, soll hier auf Maschinen ausgelagert werden. So genannte Uploadfilter sollen kontrollieren, ob die praktischen Ergebnisse des theoretischen Rechts auf Meinungsäußerung auch urheberrechtlich erlaubt sind. Doch diese Filter sind sehr fehleranfällig, trotzdem sollen sie auch in anderen Fragen künftig zum Einsatz kommen. Wollen wir ernsthaft Maschinen zugestehen, darüber zu befinden, was Satire oder was Aufruf zum Terror ist?

Netzpolitik Dieser Kompromiss gefährdet das freie Netz
Upload-Filter

Dieser Kompromiss gefährdet das freie Netz

Die Reform des EU-Urheberrechts könnte zu einer fehleranfälligen und grundrechtswidrigen Vorzensur führen. Mit ihrer Zustimmung bricht die Bundesregierung den Koalitionsvertrag. Kommentar von Simon Hurtz

Der Fasching der digital aktiven Generation

Wer jemals versucht hat, etwas im Netz hochzuladen, empfindet diese Schranken deshalb als Angriff auf das Grundrecht auf Meinungsäußerung – und als Ende des freien Internets. Wer noch nie etwas hochgeladen hat, tut sich schwer damit, diese Dimension zu verstehen. Aber das ist eben der Unterschied zwischen theoretischem Recht und praktischer Möglichkeit: Das Grundrecht auf Meinungsäußerung sollten auch jene verteidigen, die gar keine Meinung haben, Netzkultur nicht mögen oder der Meinung sind, dass andere Meinungen doch irgendwie nicht so wichtig sind.

Anzunehmen, der Wert des theoretischen Rechts hänge am persönlichen Gefallen der praktischen Inhalte, ist ein verbreiteter Irrglaube. Es ist in Wahrheit egal, ob man die Netzkultur mag oder nicht – sie ist Bestandteil eines verbrieften Grundrechts. Und nebenbei ist sie so etwas wie der Fasching der digital aktiven Generation: Mit der Referenz- und Parodie-Kultur folgen die Menschen, die das Internet nicht nur beobachtend benutzen, dem gleichen Reflex, dem Karnevalisten am Rosenmontag folgen. Man muss beides nicht mögen, wer jedoch Maßnahmen vorschlägt, die diese Kultur unmöglich machen, muss auch die Antwort aushalten.

Wie die ausfallen könnte, konnte man am Wochenende bei einer ersten Demo in Köln beobachten. Für den 23. März haben Menschen, die das Internet aktiv nutzen, zu Straßendemos in ganz Europa aufgerufen – und spätestens bei der Europawahl werden sie per Stimmentscheid zum Ausdruck bringen, wie sie politische Vorschläge von denen finden, die das Internet nur von außen beobachten.

Zeitgeist Es darf keine Exklusivrechte geben

Contra: Freie Netzkultur

Es darf keine Exklusivrechte geben

Wenn der Staat das Internet regulieren möchte, heißt es regelmäßig, das gefährde die Netzkultur. Aber deren Freiheitsversprechen ist nicht mehr zeitgemäß.   Kommentar von Philipp Bovermann

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http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/uploadfilter-kevin-kuehnert-fordert-abstimmung-auf-spd-parteikonvent-a-1254592.html

Streit über Uploadfilter

Kevin Kühnert fordert Abstimmung auf SPD-Parteikonvent

SPD-Justizministerin Barley steht beim Thema Uploadfilter unter Druck. Juso-Chef Kühnert will jetzt einen Parteibeschluss erzwingen, um den umstrittensten Teil der Urheberrechtsreform noch zu verhindern.

Von Christoph Hickmann und

DPA

 

Juso-Chef Kevin Kühnert will den anstehenden SPD-Parteikonvent über sogenannte Uploadfilter abstimmen lassen. Er setzt darauf, die von der Bundesregierung bereits gebilligte Version der europäischen Urheberrechtsreform noch zu kippen. Das berichtet der SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe.

„Zu Uploadfiltern hat sich die SPD im Koalitionsvertrag klar positioniert: Wir lehnen das ab“, sagt Kühnert: „Auf dem SPD-Parteikonvent im März müssen wir das bekräftigen. Unsinnige Vorschläge, wie beispielsweise die Uploadfilter, können bei der Abstimmung im Europaparlament noch gekippt werden.“ Dafür benötigten die Abgeordneten einen klaren politischen Auftrag der Partei.

Seit Mittwoch steht vor allem Justizministerin Katarina Barley unter Druck, weil die Bundesregierung in dieser Woche in Brüssel der Urheberrechtsreform zugestimmt hatte. Ein Teilbereich der Reform betrifft beliebte Plattformen wie YouTube, bei denen die Nutzer selbst die Inhalte beisteuern: Die Betreiber der Angebote sollen künftig sicherstellen, dass bei ihnen keine urheberrechtlich geschützten Werke mehr unerlaubt hochgeladen werden. Wollen sie das sicherstellen, dürften die Plattformen gezwungen sein, Software einzusetzen, sogenannte Uploadfilter. Kritiker sehen darin eine potenzielle Einschränkung der Meinungsfreiheit.

Obwohl im schwarz-roten Koalitionsvertrag ein klares Nein zu Uploadfiltern steht, hatte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) entschieden, den Weg für die Reform frei zu machen – auch auf Druck von französischer Seite hin, wie es in Regierungskreisen heißt. Barleys Justizministerium hatte in Brüssel federführend mitverhandelt.

„Die Dimension dieses Themas gar nicht erkannt“

Die Ministerin, zugleich SPDSpitzenkandidatin für die Europawahl Ende Mai, hatte sich allerdings bereits am Mittwoch von der Entscheidung distanziert: Intern habe sie sich für eine Streichung des umstrittenen Passus eingesetzt, teilte sie per Twitter mit. Darauf hatten Unionspolitiker, unter anderem CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak, mit teils scharfer Kritik reagiert. Barley, so der Tenor, solle zum Verhandlungsergebnis stehen. Der Streit hat somit das Potenzial, das Klima in der Großen Koalition weiter zu belasten.

Juso-Chef Kühnert kritisierte zudem die Auswirkungen, die der Beschluss auf junge Wähler habe. „Viele haben die Dimension dieses Themas gar nicht erkannt, vorneweg die Kanzlerin“, sagte er. Das könne er nicht verstehen: „Jetzt stehen wir vor einer riesigen Community, die glaubt, in Parlamenten und Regierungen säßen nur Technikdeppen.“

Im Netz empören sich derzeit viele Nutzer, darunter auch bekannte YouTuber mit Millionen Fans, über die Bundesregierung. Erst am Montag hatten Aktivisten eine Onlinepetition mit fast fünf Millionen Unterschriften an Barley übergeben.

Proteste am 23. März geplant

Im aktuellen Entwurf zur Reform kommt der Begriff Uploadfilter selbst nicht vor. Plattformen wie YouTube sollen aber verpflichtet werden, alles ihnen Mögliche zu tun, um Urheberrechtsverletzungen zu verhindern. Das heißt, sie müssten jedes Bild, Video oder Audio prüfen, um das unbefugte Hochladen von urheberrechtlich geschütztem Material zu verhindern. Für Anbieter würde so eine Regelung entweder bedeuten, dass sie sämtliche Rechte von sämtlichen Rechteinhabern der Welt einholen müssten – was realitätsfern ist – oder, dass sie eben Uploadfilter einsetzen.

Kritiker der Reform fürchten, ein Einsatz von Uploadfiltern im Zuge der Urheberrechtsreform würde die Freiheit des Internets beschränken: So seien Uploadfilter nicht in der Lage, beispielsweise Parodien und tatsächlich urheberrechtlich geschütztes Material auseinanderzuhalten. Es bestehe die Gefahr, dass auch legitimes Material geblockt werde.

Digitalaktivisten und Bürgerrechtler haben für den 23. März Demonstrationen in mehreren europäischen Städten angekündigt. Am selben Tag findet der SPD-Konvent in Berlin statt. Die Abstimmung im Europaparlament ist für Ende März vorgesehen.

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http://www.spiegel.de/plus/uploadfilter-wie-die-regierung-die-netz-wut-entfacht-a-00000000-0002-0001-0000-000162534067

Internetprotest gegen Uploadfilter: Empörung, Wut, Enttäuschung

Protest gegen Uploadfilter

Wie die Regierung die Netz-Wut entfacht

Mit ihrem Ja zu sogenannten Uploadfiltern bringt die Große Koalition junge Wähler gegen sich auf. Aktivisten sehen in dem Vorhaben einen Anschlag auf die Meinungsfreiheit. Von Lisa Becke, Patrick Beuth, Christoph Hickmann, Veit Medick, Peter Müller, Ralf Neukirch, Marcel Rosenbach
Als Katarina Barley am Montagmittag im Willy-Brandt-Haus vor die Presse tritt,………..

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https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/bundesregierung-verteidigt-eu-urheberrechtsreform-16054967.html

Nach Kritik : Bundesregierung verteidigt umstrittene EU-Urheberrechtsreform

  • Aktualisiert am

Justizministerin Katarina Barley war federführend bei dem Ja der Bundesregierung zur Urheberrechtsreform in Brüssel. Der Koalitionsvertrag hält Upload-Filter allerdings für „unverhältnismäßig“. Bild: EPA

Im Zentrum der Kritik steht Justizministerin Katarina Barley, die trotz öffentlicher Vorbehalte den kontroversen Regelungen zugestimmt hat. Der Juso-Vorsitzende will die Entscheidung über den SPD-Parteikonvent kippen.

Die Bundesregierung hat ihre Zustimmung zu umstrittenen Regelungen bei der Reform des europäischen Urheberrechts verteidigt. „Wir sehen in diesem Ergebnis einen fairen Ausgleich zwischen ganz vielfältigen Interessen“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. „Die Bundesregierung hat dieser Richtlinie im Rat geschlossen zugestimmt“, sagte Seibert mit Blick auf die Abstimmung im Kreis der EU-Staaten am vergangenen Mittwoch.

Unter Druck steht insbesondere die federführende Justizministerin Katarina Barley (SPD), die sich öffentlich gegen eine umstrittene Regelung gewandt, dann innerhalb der Bundesregierung aber doch zugestimmt hatte. Dabei geht es um sogenannte Upload-Filter, deren verpflichtenden Einsatz der Koalitionsvertrag als „unverhältnismäßig“ ablehnt. Kritiker fürchten Zensur und bemängeln, dass Internetplattformen wie YouTube nur mit Hilfe von Upload-Filtern den neuen Auflagen genügen könnten. Die Filter prüfen beim Hochladen, ob Bilder, Videos oder Musik urheberrechtlich geschützt sind.

Barley habe sich im Kabinett dafür eingesetzt, den betroffenen Artikel 13 zu entfernen, sagte eine Sprecherin ihres Ministeriums. „Aber sie ist Teil des Bundeskabinetts.“ Zudem gehe es bei der Reform längst nicht nur um den Artikel. Die Reform enthält auch Regelungen zum Datenschutz und zur Entschädigung von Künstlern. Die Sprecherin erklärte auch, die Verwendung von Upload-Filtern werde nicht explizit genannt, sie seien vielmehr nur eine Möglichkeit.

Wenn Barley im Bundeskabinett nicht zugestimmt hätte, hätte sich Deutschland im Kreis der EU-Staaten enthalten müssen – in diesem Fall wäre die nötige Mehrheit nicht zustande gekommen. Auch innerhalb von Union und SPD gibt es Kritik an den Regelungen.

Juso-Chef Kevin Kühnert will den anstehenden SPD-Parteikonvent über die Upload-Filter abstimmen lassen, um so die von der Bundesregierung gebilligte Version der europäischen Urheberrechtsreform noch zu kippen. „Zu Uploadfiltern hat sich die SPD im Koalitionsvertrag klar positioniert: Wir lehnen das ab“, sagte Kühnert dem Magazin „Der Spiegel“. „Auf dem SPD-Parteikonvent im März müssen wir das bekräftigen.“ Die Upload-Filter nannte er einen „unsinnigen Vorschlag“, der noch durch die Abstimmung im Europaparlament abgewendet werden kann. Dafür bräuchten die Abgeordneten einen klaren politischen Auftrag der Partei.

Viele haben die Dimension dieses Themas gar nicht erkannt, vorneweg die Kanzlerin“, so Kühnert. Das könne er nicht verstehen: „Jetzt stehen wir vor einer riesigen Community, die glaubt, in Parlamenten und Regierungen säßen nur Technikdeppen.“

Digitalaktivisten und Bürgerrechtler haben für den 23. März Demonstrationen in mehreren europäischen Städten angekündigt. Am selben Tag findet der SPD-Konvent in Berlin statt. Die Abstimmung im Europaparlament ist für Ende März vorgesehen.

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„Merkel-STASI-Filter“ – Merkel verteidigt „STASI-FILTER“

zur PERSONALIE MERKEL: STASI-MERKEL hält sich nicht an die ABMACHUNGEN – „KOALITIONS-VERTRAG“ – LÜGEN – BETRÜGEN usw…..

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/eu-urheberrechtsreform-angela-merkel-will-die-upload-filter-nicht-mehr-stoppen-a-1254038.html

EU-Urheberrechtsreform

Merkel will Upload-Filter nicht mehr stoppen

An Deutschland wird die umstrittene EU-Urheberrechtsreform wohl nicht mehr scheitern. So jedenfalls sind die jüngsten Äußerungen der Bundeskanzlerin zu verstehen.

Angela Merkel auf dem "Digitising Europe Summit" in Berlin

FELIPE TRUEBA /EPA-EFE/ REX

Angela Merkel auf dem „Digitising Europe Summit“ in Berlin

Am morgigen Mittwoch entscheiden die Regierungen der EUMitgliedstaaten im Rat der Europäischen Union darüber, ob sie den Kompromiss zur Urheberrechtsreform gutheißen oder nicht. Als problematisch gelten vor allem Artikel 11 und 13 der geplanten Reform. Mit diesen würde ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger in Europa eingeführt und Plattformbetreiber wie YouTube würden unmittelbar haftbar gemacht für Urheberrechtsverletzungen ihrer Nutzer. Nach Ansicht von Kritikern würde Artikel 13 quasi eine Pflicht zum Einsatz von Upload-Filtern einführen. (Hintergründe zum Thema Uploadfilter finden Sie hier in einem Erklärtext.)

Die Bundesregierung, vertreten durch Justizministerin Katarina Barley (SPD), könnte entscheidend dazu beitragen, die nötige qualifizierte Mehrheit im Rat zu verhindern. Doch es sieht nicht so aus, als würde es soweit kommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel jedenfalls sagte am Dienstag auf der Vodafone-Veranstaltung Digitising Europe Summit“: „Wir mussten endlich eine Lösung in Europa finden“.

Merkel: „Regeln aus der realen Welt auch in der digitalen Welt“

Dass sie, was die nun diskutierte Lösung angeht, entgegengesetzter Meinung ist wie zum Beispiel ihre Staatsministerin für Digitalisierung, Dorothee Bär, erwähnte Merkel ausdrücklich. Bär hatte sich zuletzt gegen Upload-Filter ausgesprochen.

Sie habe viele „Shitstorms“ über sich ergehen lassen müssen, sagte Merkel. „Upload-Filter heißen ja schon Merkel-Filter.“ Die Frage sei jedoch, wie Regeln aus der realen Welt auch in der digitalen Welt Bestand haben könnten. Auch das Internet könne kein Raum sein, in dem geistiges Eigentum überhaupt nicht mehr geschützt werde. „Und diesen Kampf müssen wir weiter austragen.“

Barley hatte dem SPIEGEL zuletzt gesagt, der zur Abstimmung stehende Vorschlag müsse „sorgfältig geprüft werden“. Im Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD heißt es: „Eine Verpflichtung von Plattformen zum Einsatz von Upload-Filtern, um von Nutzern hochgeladene Inhalte nach urheberrechtsverletzenden Inhalten zu ‚filtern‘, lehnen wir als unverhältnismäßig ab. Negative Auswirkungen auf kleinere und mittlere Verlage müssen vermieden werden.“

Aber Merkels Aussagen vom Dienstag lassen es unwahrscheinlich erscheinen, dass die Justizministerin den Kompromissvorschlag letztlich ablehnen wird – zumal er auf einer vorangegangenen Einigung zwischen Deutschland und Frankreich basiert.

Findet sich die qualifizierte Mehrheit im Rat, muss noch das Europäische Parlament zustimmen. Der zuständige Rechtsausschuss wird dazu am 26. Februar eine Empfehlung aussprechen, die endgültige Entscheidung im Plenum wird dann voraussichtlich Ende März fallen.

Hinweis: In einer früheren Fassung dieses Artikels hieß es, der Europäische Rat entscheide am Mittwoch über den Kompromiss zur Urheberrechtsreform. Es ist aber der Rat der Europäischen Union, auch Ministerrat genannt. Wir haben das korrigiert.

pbe/dpa

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om/watch?v=d6RB6-IU0tk

Warum wir in der DDR 2.0 leben – Vera Lengsfeld im Interview

Vera Lengsfeld: “ wenn der FASCHISMUS zurückkommt wird er nicht sagen „ICH bin der FASCHISMUS“ – – – ODER er war NIE WEG!!!

DER TEUFEL sagt auch nicht dass er der TEUFEL ist!!!

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WAS hat GYSI in der DDR GETRIEBEN – „RHETORIK-MEISTER“ – hatte NATÜRLICH nichts mit der STASI zu tun – wieviel KOHLE hat er denn so angehäuft???!!!

RedeFabrik – Kommunikation & Charisma

Rhetorik-Meister Gregor Gysi hebelt kritischen Fragesteller aus

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TOTAL-ÜBERWACHUNG im SINNE MERKELs-AUFTRAG-GEBER

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2019/02/21/innenministerium-verschickt-mehr-stille-sms/

Innenministerium verschickt mehr „stille SMS“

Das Bundesinnenministerium hat im vergangenen Jahr mehr sogenannte „stille SMS“ verschickt.

Das Bundesinnenministerium erteilt nach Angaben der Linksfraktion erstmals keine Auskunft mehr zur Zahl versendeter sogenannter stillen SMS. Das erklärte der Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko am Dienstag unter Verweis auf eine entsprechende Antwort des Innenministeriums auf eine kleine Anfrage zum Einsatz von stillen SMS und anderen digitalen Fahndungsmethoden im zweiten Halbjahr 2018.

Stille SMS werden von Geheimdiensten verschickt, um Mobilfunkgeräte von Straftätern zu orten. Dabei zeigt das Empfangsgerät den Eingang der Textnachricht nicht an, sodass der Nutzer nichts bemerkt. Dennoch baut das Gerät eine Funkverbindung zum nächstgelegenen Mobilfunksendemasten auf und die Ermittler können das Gerät orten.

Hunko erklärte, die Verfolgung von Menschen mithilfe ihrer Telefone greife tief in deren Privatsphäre ein, die technischen Maßnahmen müssten deshalb überprüfbar sein. Allerdings wolle sich das Innenministerium dazu nicht mehr in die Karten schauen lassen. Der Bundestagsabgeordnete kündigte an, für die Freigabe der nunmehr geheimen Informationen zu kämpfen.

Laut Hunko nehmen die Zahlen zu stillen SMS für die Bundespolizei wieder zu. Nur für das Bundeskriminalamt verzeichne die Halbjahresabfrage einen leichten Rückgang. Die heimliche Maßnahme sei in den letzten Jahren vor allem vom Verfassungsschutz „ausufernd“ genutzt worden. Diese Zahlen seien dieses Jahr erstmals als „geheim“ eingestuft worden.

„Wir haben die ‚Stillen SMS‘ immer kritisiert, auch weil die Telekommunikationsüberwachung eigentlich nur als ‚passive Tätigkeit‘ ausgeführt werden darf. Das Erzeugen eines Kommunikationsvorgangs mittels Stiller SMS ist aber eine aktive Maßnahme“, erklärte Hunko weiter. Er wandte sich gegen eine Nutzung von Telefonen als „Ortungswanzen“.

Der Linken-Politiker wies darauf hin, dass der Bundesgerichtshof im vergangenen Jahr für jeden Versand Stiller SMS durch die Polizei einen richterlichen Beschluss gefordert habe. Die Auswirkungen dieses Urteils auf die Praxis des Verfassungsschutzes ließen sich jedoch wegen der Heimlichtuerei der Bundesregierung nun nicht feststellen, kritisierte Hunko.

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NICHT Frankreich und Deutschland sondern  die HEIMLICHEN PLÄNE der AUFTRAG-GEBER von MERKEL und MACRON

https://www.neopresse.com/politik/den-eu-sozialismus-in-seinem-lauf-frankreich-und-deutschland-einigen-sich-auf-eu-budget/

in Politik

Den EU-Sozialismus in seinem Lauf…. Frankreich und Deutschland einigen sich auf EU-Budget

NEOPresse

Frankreich und Deutschland arbeiten schon länger daran, entscheidende Weichenstellungen auf dem Weg zu den „Vereinigten Staaten von Europa“ voranzutreiben. Nun ist ein weiterer Baustein entwickelt: Das gemeinsame Budget. Die Euro-Zone benötigt ein gemeinsames Budget, und die beiden Großmächte haben dieses nun in einem gemeinsamen Papier quasi beschlossen. Das „Handelsblatt“ berichtet darüber.

Etat im EU-Budget

Es gibt einen gemeinsamen EU-Haushalt für die üblichen Ausgaben staatlicher Institutionen. Gleichzeitig soll hier ein gemeinsames Euro-Budget festgeschrieben werden. Die 19 Staaten der EU, die auch Teil der Euro-Zone sind, sollten jeweils „separat vom EU-Haushalt“ einzahlen. Regelmäßig und auf „Grundlage einer zwischenstaatlichen Vereinbarung“.

Das Budget soll sowohl Wirtschaftsreformen finanzieren wie auch Investitionen „in strategischen Bereichen ko-finanzieren“. Sollten die Staaten nicht zahlen sollen, ist bereits eine Finanzierungsquelle benannt: Die Finanztransaktionssteuer wird ohnehin kommen. Daraus könnte auch das Budget sich finanzieren lassen.

Noch ist nicht sicher, dass sich die EU insgesamt den Forderungen anschließt. Darüber befinden die Finanzminister der EU im Juni. Wie hoch das Budget ausfallen soll oder wird, dürfte dann 2020 festgelegt werden. Die EU-Kommission allerdings hat bereits einen Vorschlag unterbreitet: Gut 25 Milliarden Euro.

 

Kritiker sind der Auffassung, dass eine solche gemeinsame Finanzierung den nächsten Schritt auf dem Weg zur Zentralisierung darstellen würde. Die EU gibt damit nicht etwa Aufgaben ab, sondern zentralisiert diese weiter und unterhöhle damit die Souveränität der einzelnen Staaten innerhalb der Euro-Zone. Dass die Finanzminister sich grundsätzlich gegen diese Pläne stellen, dürfte unwahrscheinlich sein. Frankreich und Deutschland werden insbesondere nach dem Brexit Großbritanniens auch wirtschaftliche die großen Säulen der Euro-Zone sein. Sie sind Nettozahler, zahlen also mehr in die gemeinsamen Töpfe ein, als hinten herauskommt. Mit anderen Worten: Das EUBudget dürfte kommen. Den Sozialismus in seinem Lauf, so freute sich einst ein DDRStaatslenker, hält weder Ochs noch Esel auf. So sehen es Kritiker auch in Bezug auf die Beschlüsse der Euro-Zone und der EU.

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https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2019/02/14/korruption-deutschland-verflechtung-zwischen-wirtschaft-und-politik-nimmt-zu/

Korruption in Deutschland: Verflechtung zwischen Wirtschaft und Politik nimmt weiter zu

Die Korruption in Deutschland nimmt weiter zu.

Die Korruption in Deutschland hat auch 2018 wieder zugenommen. (Foto: dpa)

Die Korruption in Deutschland hat auch 2018 wieder zugenommen. (Foto: dpa)

Deutschland ist korrupter geworden. Das ist das Ergebnis des jährlich herausgegebenen „Korruptionswahrnehmungs-Index“ (CPI) der international renommierten Anti-Korruptions-Organisation „Transparency International“ (Berlin). Auf einer Skala von 100 (keine Korruption) bis null (hohes Maß an Korruption) kommt die Bundesrepublik auf einen Wert von 80. Letztes Jahr betrug der Wert noch 81. Unter den untersuchten 180 Staaten belegt Deutschland damit den elften Rang.

Besser als Deutschland platziert sind (in dieser Reihenfolge): Dänemark, Neuseeland, Finnland, Singapur, Schweden, Schweiz, Norwegen, Niederlande, Kanada und Luxemburg. Ganz unten im Ranking finden sich vor allem afrikanische Staaten sowie Länder aus dem islamischen Raum. Überraschend weit unten mit Platz 22 liegen die USA, die damit zu den schlechtplatziertesten westlichen Ländern gehören. Schwach schneiden die Mittelmeer-Anrainer ab: Frankreich ist 21ter, Portugal 30ter, Spanien 41ter, Italien 53ter und Griechenland 67ter. Womit die beiden letztgenannten schlechter platziert sind als Staaten wie Ruanda, Namibia und die Kap Verden. Was weitere wichtige Staaten anbelangt: Großbritannien nimmt den 12ten, die Türkei den 78ten, China den 87ten und Russland den 128ten Rang ein.

Was die Punkteverteilung angeht: Der Erste Dänemark kommt auf 88 aus 100 möglichen Zählern, der Letzte Somalia auf 10 (Deutschland, wie oben bereits erwähnt, auf 80). Mehr als zwei Drittel aller Staaten erreicht nicht die Marke von 50 Punkten (darunter Griechenland mit 45 Zählern). Der Durchschnitt liegt bei 43 Punkten.

Die Situation in Deutschland ist komplex. Schmiergeldzahlungen, wie sie in vielen anderen Staaten gang und gäbe sind, stellen hierzulande die Ausnahme dar. Eine Umfrage hat ergeben, dass lediglich zwei Prozent der Bundesbürger bereits einmal zu einer Zahlung gedrängt wurden, um eine – ihnen von Rechts wegen zustehende – Leistung zu erhalten.

Wie die Vorsitzende von Transparency International, Prof. Edda Müller, im Gespräch mit den Deutschen Wirtschaftsnachrichten sagte, ist das Hauptproblem in Deutschland die strukturelle Korruption. An ihr sind besonders die Politik, die großen Konzerne, weitere wichtige Vertreter der Wirtschaft (zum Beispiel Beratungs-Unternehmen) sowie die Verbände beteiligt. Eine besonders wichtige Rolle spielen die Parteien (Stichwort „Postengeschacher“), da diese im politischen System der Bundesrepublik eine besonders starke Stellung einnehmen (Politikwissenschaftler sprechen auch vom „Parteienstaat“).

Augenfällig ist auch, dass Unternehmen und Verbände verstärkt die Strategie verfolgen, ihrem Geschäftsumfeld eine langfristig angelegte Pflege angedeihen zu lassen. Das schlägt sich beispielsweise in einer immer enger werdenden Verzahnung von Politik und Wirtschaft nieder. So arbeiten in den Bundesministerien immer mehr externe Mitarbeiter, deren Arbeitgeber eigentlich ein Dax-Unternehmen, eine Bank, ein Verband oder ein sonstiger einflussreicher wirtschaftlicher Akteur ist. Gleichzeitig wechseln Politiker in die Privatwirtschaft und seit einiger Zeit verstärkt auch hochrangige Wirtschaftsvertreter in die Politik. So arbeitete die McKinsey-Beraterin Katrin Suder von 2014 bis 2018 als Staatssekretärin im Verteidigungsministerium – die enge Vertraute von Ministerin Ursula von der Leyen gilt als Schlüsselfigur des Bundeswehr-Skandals, bei dem Unternehmensberatungen, allen voran McKinsey, millionenschwere Beraterverträge zugeschanzt bekamen.

An Korruptionsfällen müssen aber nicht per Definition staatliche Akteure beteiligt sein. Beispiele sind die Milliarden-Aufwendungen der Pharma-Industrie an die Ärzte sowie die teilweise erpresserischen Methoden der OEMs im Umgang mit ihren Zulieferern.

Führungskräfte aus der Wirtschaft sehen die Korruption in Deutschland laut des Transparency-Korruptions-Indexes stark im Steigen begriffen. Edda Müller: „Der Wirtschaftsstandort Deutschland wird von der Wirtschaft selbst kritisch bewertet. Offensichtlich existiert hier der Eindruck, dass man mit unlauteren Methoden auch hier in Deutschland Geschäfte fördern kann. Das ist alarmierend. Die Skandale der deutschen Großkonzerne der letzten Jahre müssen Konsequenzen haben, sonst bröckelt der Glaube der Menschen an den Rechtsstaat. Die strafrechtliche Sanktionierung von Unternehmen ist bereits im Koalitionsvertrag vorgesehen, dieser muss nun zügig umgesetzt werden – nicht zuletzt im Interesse der sauberen Wirtschaft selbst.“ Mit der „strafrechtlichen Sanktionierung von Unternehmen“ ist gemeint, dass nicht mehr – wie beispielsweise im Diesel-Skandal geschehen – nur einzelne Angestellte strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden können, sondern ganze Unternehmen, weil ihre Struktur, Organisation, Kultur und hierarchische Gliederung Korruption erleichtern, fördern oder sogar implizit erfordern.

Wieviel Schaden Korruption in Deutschland insgesamt anrichtet, ist unklar. Das Bundeskriminalamt schätzte die Schadensumme im Jahr 2017 auf 291 Millionen Euro – das sind jedoch nur die bekannt gewordenen Fälle. Laut einer aktuellen Studie richtet Korruption in Deutschland einen Schaden von 104 Milliarden Euro im Jahr an. Das sind pro Einwohner 1.300 Euro, entspricht knapp 3,7 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) und liegt um sechs Milliarden Euro höher als der Umsatz von Deutschlands viertgrößtem Unternehmen, BMW.

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https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2019/02/15/bundesregierung-zahlt-beratern-hunderte-millionen-euro/

Bundesregierung zahlt externen Beratern hunderte Millionen Euro

Die Bundesregierung gibt jedes Jahr dreistellige Millionensummen für externe Berater aus.

07.12.2018, Hamburg: Annegret Kramp-Karrenbauer (l) winkt auf dem CDU-Bundesparteitag nach ihrer Wahl neben Bundeskanzlerin Angela Merkel. (Foto: dpa)

07.12.2018, Hamburg: Annegret Kramp-Karrenbauer (l) winkt auf dem CDU-Bundesparteitag nach ihrer Wahl neben Bundeskanzlerin Angela Merkel. (Foto: dpa)

Die Bundesregierung hat einem Medienbericht zufolge 2017 mindestens 722 Millionen Euro für private „Beratungs- und Unterstützungsleistungen“ bezahlt. Das sei rund fünfmal mehr, als im Beraterbericht für 2017 ausgewiesen, berichtete der Spiegel am Freitag vorab. 2018 seien 683 Millionen Euro geflossen, wie aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Grünen hervorgehe.

Ein Teil des Geldes fließt demnach über die mehr als 350 Rahmenverträge, die einzelne Ministerien mit Unternehmen über mehrere Jahre abgeschlossen haben und deren Gesamtvolumen rund zwei Milliarden Euro beträgt. Der Ausgabenaufstellung zufolge zeigen sich das Bundesinnenministerium und seine Behörden als besonders beratungsbedürftig: Mehr als 200 Millionen Euro wurden jeweils 2017 und 2018 für juristischen Beistand, IT-Dienste oder konzeptionelle Unterstützung veranschlagt, wie Spiegel Online schreibt.

Dreistellige Millionenbeträge gaben jeweils auch die Ressorts Gesundheit und Verkehr für private Dienstleister aus. Das CSU-geführte Verkehrsministerium hat dem Bericht zufolge allein im Zusammenhang mit der Reform der Bundesfernstraßenverwaltung vier mehrjährige Beraterverträge mit einem Gesamtvolumen von 24 Millionen Euro abgeschlossen. 16,2 Millionen davon seien an die Unternehmensberatung Roland Berger für die Projektsteuerung gegangen.

Nicht alle Ministerien hätten Zahlen geliefert, hieß es in dem Bericht weiter. So fehle etwa das Verteidigungsministerium, das derzeit wegen der fragwürdigen Vergabepraxis für millionenschwere Beraterverträge in der öffentlichen Kritik steht; auch ein Untersuchungsausschuss des Bundestags befasst sich damit. Der haushaltspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Sven-Christian Kindler, forderte Konsequenzen: „Der Staat darf sich nicht länger in dieser Weise Unternehmensberatern ausliefern.“ Die Regierung müsse „dringend mehr eigene Fachkompetenz in den Ministerien aufbauen und einsetzen“.

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„C“ steht für „MACHT-MISS-BRAUCH-KIRCHE-SYSTEM“

e.com/watch?v=PfF_ArkQzFY

Eine ehemalige Ordensfrau klagt an | DokThema

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be.com/watch?v=ztoDyGVhyqY

„Doris Wagner“: fand einen Ausweg aus dem Kloster | SWR1 Leute

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http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/erkaeltung-schlaf-ist-oft-die-beste-medizin-und-foerdert-das-immunsystem-a-1253069.html

Erkältung Ist Schlaf die beste Medizin?

Wer erkältet ist, gehört ins Bett: Dass Schlaf die Abwehrkräfte stärkt, zeigt auch eine aktuelle Studie. Schon drei Stunden Schlaf zu wenig reichen demnach aus, um das Immunsystem zu schwächen.

Getty Images/Caiaimage

Schlaf ist oft die beste Medizin, weiß nicht nur der Volksmund. Auch deutsche Forscher sind sich sicher, dass er das Immunsystem unterstützt. In einer aktuellen Studie haben sie herausgefunden, dass Schlaf die Arbeit bestimmter Abwehrzellen, der sogenannten T-Zellen, unterstützt. „Einfach nur Hinlegen ist auch gut, aber Schlafen ist besser“, sagt Tanja Lange von der Klinik für Rheumatologie und klinische Immunologie an der Universität Lübeck. Zusammen mit Stoyan Dimitrov und Luciana Besedovsky von der Universität Tübingen hat sie die Studie geleitet, die jetzt im Fachblatt „Journal of Experimental Medicine“ veröffentlicht wurde.

Akuter Schlafmangel hemme dagegen die Arbeit der T-Zellen. Bereits drei Stunden Schlaf pro Nacht zu wenig können demnach das Immunsystem beeinträchtigen. „Die Studie zeigt einen Pfad, wie Schlaf auf die Funktion von T-Zellen positiv Einfluss nehmen kann“, sagt Immunologe Rainer Straub von der Universitätsklinik Regensburg, der nicht an der Studie beteiligt war.

Die T-Zellen gehören zu den Hauptakteuren im Immunsystem. Wenn sie eine von Krankheitserregern befallene Zelle erkennen, aktivieren sie bestimmte Rezeptoren, sogenannte Integrine, mit denen sie ihr Ziel kapern und vernichten können.

Das Forscherteam hatte zehn Frauen und fünf Männern mehrfach Blut abgenommen – tagsüber, nachts und während einer Nacht mit Schlafentzug. Die Zahl der Studienteilnehmer sei zwar vergleichsweise klein, reiche aber aus, um Hinweise auf grundlegende Prozesse im menschlichen Körper zu liefern, argumentieren die Forscher.

Sieben bis acht Stunden Schlaf

Ein Ergebnis: Das Blut, das von Schlafenden um zwei Uhr nachts gesammelt wurde, enthielt eine hohe Menge aktivierter Rezeptoren, mit denen T-Zellen jeweils ganz spezifisch befallene Körperzellen kapern. Blut, das um dieselbe Uhrzeit bei Schlafentzug gesammelt wurde, enthielt wesentlich weniger aktive Integrine.

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass ein paar Stunden Schlafverlust genügen, um die Anhaftungsfähigkeit von spezialisierten T-Zellen zu reduzieren“, schreiben die Forscher. Tagsüber und bei Schlafentzug seien dagegen Hormone wie Adrenalin und Prostaglandin aktiv.

Dass Schlaf das Immunsystem beeinflusst, hatten auch vorherige Studien gezeigt. Laut einer Studie von 2009 erhöht Schlafmangel das Erkältungsrisiko. Forscher hatten 153 Probanden Nasentropfen mit Erkältungsviren gegeben. In der Gruppe der Menschen, die weniger als sieben Stunden schliefen, waren daraufhin dreimal mehr erkältet als in der Gruppe mit mindestens acht Stunden Schlaf. Das Gefühl, ausgeruht zu sein, spielte dabei keine Rolle.

koe/dpa

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tube.com/watch?v=-vtwOlZVmGM

Vorsicht Fluor // Fluoride in Zahnpasta, Wasser und Lebensmitteln

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be.com/watch?v=ux6y4Jo77S4

Alles nur nicht harmlos – Pflanzenschutzmittel

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siehe auch –  „KREIDE-ZÄHNE“ bei KINDERN  – Phtalate – Weichmacher – Bisphenol A – GLYPHOSAT

ube.com/watch?v=2XZUbMJ4EpE

DAS GIFT IN UNS – Wie Fluorid uns krank macht!

FLOURIDE SCHÄDIGEN die „ZIRBEL-DRÜSE“

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https://www.neopresse.com/wissenschaft/ist-impfen-eine-der-hauptursachen-fuer-krebs/

Ist Impfen eine der Hauptursachen für Krebs?

NEOPresse in Wissenschaft

Der ehemalige Direktor des Krebsforschungslabors im Rockefeller Institut, Professor Francis Peyton Rous, wurde mit dem Nobelpreis für die Entdeckung krebserregender Viren ausgezeichnet. Dies gelang dem Forscher erstmal im Jahre 1910. Inzwischen wurde eine ganze Reihe krebsauslösender Viren gefunden und die Krebsforschung beginnt zu verstehen, wie ein solches Virus eine gesunde Zelle in eine Krebszelle umwandeln kann.

Der Krebsforscher Dr. Robert Bell, ehemaliger Vizepräsident der internationalen Krebsforschung am British Cancer Hospital, ist zu dem Schluss gekommen, dass Impfen eine der Hauptursachen für Krebserkrankungen ist. Denn das amerikanische CDC (Centers for Disease Control and Prevention) gab jüngst zu, dass Krebsviren Impfstoffen beigemischt werden. Und dies seit Jahrzehnten. Bis zu 30 Millionen Amerikaner sollen so beispielsweise über die Polioimpfung SV40 mit dem Krebsvirus Simian Virus 40 infiziert worden sein.

Behörden kennen Inhaltstoffe nicht

Was tatsächlich alles in Impfstoffen enthalten ist, wissen weder Ärzte noch Impfbehörden (z. B. Bundesministerium für Gesundheit, RKI, PEI, EMA, WHO) im Detail. Das wissen nur die Hersteller, denn sie müssen die Inhaltsstoffe nicht einmal im sogenannten Zulassungsverfahren den Aufsichtsbehörden mitteilen. Sie fallen unter das Betriebs- und Geschäftsgeheimnis. Sicherheitsstudien über Impfstoffe gibt es ebenfalls nicht.

 

Neben krebserregenden Viren finden sich in Impfstoffen auch Substanzen wie Aluminium (Nervengift, zerstört das Gehirn), Quecksilber (Nervengift), Zellen menschlicher Föten, Affennierenzellen, Nanopartikel, Mononatriumglutamat (Gift, verursacht Diabetes und Fettleibigkeit), Gelatine (zermahlene Schlachtabfälle), Hühnereiweiß, Formaldehyd (Konservierungsmittel für Leichen), Natriumborat (Ungezieferbekämpfung) und viele weitere chemische Bestandteile.

Schwere „Nebenwirkungen“

Diese „Nebenwirkungen“ können nach Impfungen auftreten: Schwerbehinderungen, Autismus, Tod, Allergien, Asthma, Grauer Star, plötzlicher Kindstod, neurologische Schäden, Leukämie, Kinderlähmung, Nesselsucht, Enzephalitis, Hyperaktivität, geistige Zurückgebliebenheit, Lernprobleme, Verhaltensstörungen, chronische Krankheiten, chronisches Ermüdungssyndrom, Unfruchtbarkeit, Parkinson, Multiple Sklerose, Arthritis, Epilepsie, Alzheimer.

Während sich die Anzeichen der Gefährlichkeit von Impfungen zunehmend häufen, versucht die Pharmaindustrie mit entsprechender Propaganda dagegenzuhalten – natürlich mit der Unterstützung der Politik. Unter Präsident Obama wurden in den USA sogar die strengen Grenzwerte für den Quecksilbergehalt in Impfstoffen gelockert. US-Präsident Trump ist bekennender Impf-Gegner. Auch er ist von dem Zusammenhang zwischen Impfungen und dem Auftreten von Autismus überzeugt.

Auf Eltern wird Druck ausgeübt

Impfen muss freiwillig bleiben, auch wenn Behörden alles versuchen, um Impf-Gegner unter Druck zu setzen: Eltern müssen zur „freiwilligen“ Impfberatung gehen. Verweigern sie dies, sind Kitas angehalten, diese Eltern den Behörden zu melden. Mancherorts werden Kinder sogar nicht in Kitas aufgenommen, wenn diese nicht geimpft sind.

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GENDER-FASCHISMUS

GENDER-IX-ISMUS

ES geht hier nicht FÜR die WEIBLICHKEIT sonst würde kein UNTERSCHIED beim GEHALT gemacht werden – WILLKÜR – „UN-FREIHEIT“

FÜR eine SELBST-BESTIMMTE  WEIBLICHKEIT und GEGEN einen „ZWANGS-AUFDOKTRINIERTEN-GRÜNEN-GENDER-FEMINISMUS“

Gender-Wahnsinn – Missgestaltung der Sprache

?“Lann Hornscheidt“? – DIESE PERSON LABERT und labert und labert einfach nur in ideologisch ideologischer am IDEOLOGISCHTEN MANIER  dass ist ihre MEINUNG und nicht MEHR. WIR MÜSSEN GARNIX????!!!!!!…….

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ube.com/watch?v=Sflyjrdjj70

Genderismus contra Hirnforschung | Interview mit Prof. Dr. Manfred Spreng | KcF 15 | ERF Medien

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.com/watch?v=4MbMv-pqDZ0

Schwedin zeigt Denkfehler des Genderismus auf

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be.com/watch?v=UKJRpqMyxrU

Merkels Millionen – Woher kommt das Privatvermögen?

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WIE „MAIN-STREAM-ZEIT“ VERBRECHER zu WORT kommen LÄÄSST – NATÜRLICH VÖÖLLIIIG UUUUN-KRITISCH!!!!!

„Ich weiß, woher ich komme“… <<<aus dem tiefen SCHLUND des MOLOCHs<<<<…und WO du hingehörst duu HÖCHST-KRIMINILLE PERSON!!!!!

Christine Lagarde: „Wir brauchen ein Wachstum, das allen zugutekommt“

Gegen den Abschwung sollte der deutsche Staat mehr Geld ausgeben, rät die Chefin des Weltwährungsfonds. Zudem warnt Christine Lagarde vor exzessiver Ungleichheit.

https://www.zeit.de/2019/09/christine-lagarde-waehrungsfond-frankreich-politikerin-konjunktur

Christine Lagarde: „Ich weiß, woher ich komme“

Christine Lagarde über ihr Leben an der Spitze des Weltwährungsfonds, ihre französischen Wurzeln, die Lage der Konjunktur und darüber, was die Welt vom Iran lernen kann

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be.com/watch?v=jIuQExK5xU0

Unser Geldsystem – Die kriminelle Umverteilung von Ressourcen

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Der VÖLLIG UNNÖTIGE HYPE um diesen „MODE“-PROTZ LAGERFELD mit AUFMERKSAMKEITS-DEFIZIT-SYNDROM und immer wieder dieselbe affige „Frisur“ ständig POSIEREND mit „MODE-PÜPPCHEN“

THE SHOW MUST GO ON

https://www.sueddeutsche.de/panorama/lagerfeld-chanel-logo-1.4341032

24. Februar 2019, 16:21 Uhr

Chanel Karl Lagerfeld hat das Protzen schick gemacht

Karl Lagerfeld und das Model Stella Tennant bei einer Chanel-Show in Paris im Jahr 2011.(Foto: Reuters)

Früher wurde das Chanel-Logo diskret in die Kleider eingenäht.

Unter Lagerfeld wurde es zu einem Fetisch. Doch steckt dahinter vielleicht sogar eine ?emanzipative? Leistung?

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– – PETITION – – „BIENEN-Sterben“: GLYPHOSAT schadet Bienen – jetzt muss das Herbizid erst recht vom ACKER!!!!!!!! – – – Bayer versucht Bedeutung der „Bienen-Studie“ herunterzuspielen – Ohne Erfolg!!!!! //// FRANKREICH – Fehlbildungen bei Neugeborenen: Schädigen PESTIZIDE die Babys schon im Bauch???!!?! /// „Clostridium difficile“ /// KORRUPTION in MALTA – – – – – Wem gehört „17 Black“???!!!!!!!!!! //// „VERFASSUNGs-BESCHWERDE“ wegen „GEMEINSAMER HAFTUNG“ und Verhalten des BUNDESTAG ///// „Kinder-Armut“ in DEUTSCHLAND /// >>>“CDU“<<< kassiert knapp "700.000" Euro "Partei-SPENDE" //// ???? „Zukunfts-Technik“ – 5G ????

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https://www.change.org/p/bienensterben-glyphosat-schadet-bienen-jetzt-muss-das-herbizid-erst-recht-vom-acker/u/23471922?cs_tk=AWQyi3QozXKLBO9i1FsAnA5sEbhpUJ1ITVmeMwDCCQ%3D%3D&utm_campaign=04e26a49c40941c783f377739a579a23&utm_medium=email&utm_source=petition_update&utm_term=cs

Neuigkeit zur Petition

Bayer versucht Bedeutung der Bienen-Studie herunterzuspielen – Ohne Erfolg.

Sven Giegold, Martin Häusling & Dr. Maximilian Fries

24. Okt. 2018 — 

Liebe Unterzeichnerinnen und Unterzeichner,

über 95.000 haben unsere Petition schon unterzeichnet. Und das zeigt Wirkung. Bayer ist in der Defensive und versucht auf Twitter die Bedeutung der neuen PNAS-Bienen-Studie herunterzuspielen (https://twitter.com/BayerPresse_DE/status/1045293771011887104 Erst kündigen sie an, eine Studie, die die PNAS-Ergebnisse angeblich widerlegen soll, per Post zu verschicken (https://twitter.com/BayerPresse_DE/status/1045688989255168000 dann fast zwei Wochen später gibt es doch einen Link zur Studie und Blogbeitrag dazu (https://twitter.com/BayerPresse_DE/status/1049919151295393792

In diesem Blogbeitrag führt Bayer dann eine so genannte “Tunnelstudie” (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4285224/ von Monsanto und anderen Pestizidherstellern als Beweis an, dass Glyphosat sicher für Bienen sei. Bei genauem Lesen wird aber klar: Der Versuchsaufbau lässt diese Schlussfolgerung nicht zu. Denn die neue Bienen-Studie hatte ja gezeigt, dass die Bienen durch Glyphosat anfälliger für Infektionen werden. Doch in der Monsanto-Tunnelstudie befinden sich die Bienenvölker geschützt vor Wetter und anderen Insekten in einem Gewächshaus (dem namensgebenden “Tunnel”) und sind vorher darauf getestet worden, dass sie gesund sind. Unter diesen künstlichen Bedingungen sind die Bienen daher ohnehin vor Infektionen weitgehend geschützt. Der Effekt von Glyphosat auf die Infektionsanfälligkeit konnte also gar nicht beobachtet werden.

Auch schweigt sich Bayer/Monsanto dazu aus, ob sie weitere Studien zu Bienen und Glyphosat haben, die sie bisher nicht veröffentlicht haben. Hier sagt Bayer, sie prüfen eine Veröffentlichung der Studien von Monsanto nach dessen Übernahme noch rechtlich. Wie lange das dauert, ist nicht klar.

Dieses Verhalten bestätigt unsere Kritik: Es darf nicht sein, dass ein Konzern selbst entscheidet, wann er welche Studien zu seinen Produkten veröffentlicht, deren Wirkung potenziell gefährlich für Mensch und Tier sind. Das ist Gutsherrenart und hat im 21. Jahrhundert nichts verloren.

Wir fordern, dass grundsätzlich alle Studien öffentlich zugänglich sind und von unabhängigen Wissenschaftler*innen geprüft (engl. peer-reviewed) werden. Die Konzerne sollen nicht mehr direkt Sicherheitsstudien durchführen oder in Auftrag geben können, sondern in einen Forschungs-Topf einzahlen, auf den nur die verantwortlichen EU-Behörden Zugriff haben und damit unabhängige Forschung finanzieren. Dafür streiten wir im Europaparlament und vor dem EuGH!

Bis das soweit ist: Zeigen wir Bayer und Co., dass wir diese Geheimnistuerei leid sind! Es fehlt nicht mehr viel.

Helft bitte kräftig mit und teilt den Link zu der Petition: www.change.org/bienen

Mit entschlossenen, grünen Grüßen,

Sven Giegold, Mitglied des Europäischen Parlaments
Martin Häusling, Mitglied des Europäischen Parlaments
Dr. Maximilian Fries, Krebsbiologe, MSc Biomedizin

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siehe auch „ZIVIL-PROZESS“ GEGEN GLYPHOSAT

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PETITION – – -PETITION – – -PETITION – – -PETITION – – -PETITION – – –

https://www.change.org/p/bundeslandwirtschaftsministerin-kl%C3%B6ckner-bienensterben-glyphosat-schadet-bienen-jetzt-muss-das-herbizid-erst-recht-vom-acker?recruiter=522200648&utm_source=share_petition&utm_medium=email&utm_campaign=undefined

Bienensterben: Glyphosat schadet Bienen – jetzt muss das Herbizid erst recht vom Acker!

Das Bienensterben ist eines der drängendsten Umweltprobleme unserer Zeit. Glyphosat war dabei schon länger im Verdacht, aber es fehlten die Beweise.

Aber jetzt ist klar: Glyphosat schädigt und tötet Bienen.

Jahrzehntelang wollte uns Monsanto weismachen, dass Glyphosat für Menschen und Tiere ungefährlich sei. Eine jetzt veröffentliche Studie im renommierten Fachjournal PNAS zeigt jetzt aber deutlich: Glyphosat wirkt direkt auf die Bakterien im Darm der Bienen und verändert deren genau balancierte Zusammensetzung. Diese bakterielle “Mikroflora” ist entscheidend für die Gesundheit der Bienen, sie hilft u.a. Infektionen abzuwehren und Nahrung zu verdauen. Bienen, die mit realistischen Mengen von Glyphosat gefüttert werden, denen sie auch auf den Feldern ausgesetzt sind, sterben viermal häufiger an einer Infektion als unbehandelte Bienen. Ähnliche Effekte sind auch für Säugetiere und den Menschen zu befürchten.

In der letzten Risikobewertung für Glyphosat wurden solche Effekte nicht berücksichtigt und Glyphosat als ungefährlich für Bienen eingestuft. Dass die neuen Ergebnisse jetzt kommen zeigt auch, wie wenig wir auch nach Jahrzehnten über Glyphosat wissen und wie gefährlich der großflächige Einsatz von Pestiziden ist, selbst wenn sie als vermeintlich sicher gelten.

Angesichts dieser neuen Erkenntnisse und der großen Gefahr, die vom Bienensterben ausgeht, fordern wir, die Unterzeichnenden:

An Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner:

1. Holen Sie Glyphosat endlich vom Acker! Nach Ihrer Ankündigung eines “Minimierungsplans” im April 2018, folgten nur Alibi-Maßnahmen. Wir fordern, den Totalausstieg aus Glyphosat bis spätestens 2020.

2. Erlassen Sie Sofortmaßnahmen zum Schutz der Bienen und der Bevölkerung:

  • Glyphosat darf nicht mehr in öffentlichen Parks, Gärten und Spielplätzen eingesetzt werden;
  • Glyphosat muss für den Privatgebrauch sofort verboten werden und auch der Online-Verkauf gestoppt werden;
  • Glyphosat darf grundsätzlich nicht mehr vor der Ernte eingesetzt werden.

3. Legen Sie eine echte Pestizid-Reduktionsstrategie vor, damit nicht auf andere Pestizide ausgewichen wird. Zukunftsfähige Landwirtschaft geht auch ohne Gift, setzen Sie sich dafür ein!

An die EU-Kommission, die EU-Mitgliedsländer und das Europaparlament:

4. Reformieren Sie das Zulassungsverfahren ohne Verzögerung noch vor der Europawahl. Transparenz und der Schutz der Bevölkerung müssen immer vor ökonomischen Interessen einiger weniger Unternehmen stehen.

Mit hoffnungsvollen Grüßen,

Sven Giegold, Mitglied des Europäischen Parlaments

Martin Häusling, Mitglied des Europäischen Parlaments

Maximilian Fries, Dr. in Krebsbiologie und M.Sc. mit Schwerpunkt Mikrobiologie

Weiterführende Informationen

PNAS-Studie: http://www.pnas.org/content/early/2018/09/18/1803880115

Einschätzung im Fachjournal Science:  https://www.sciencemag.org/news/2018/09/common-weed-killer-believed-harmless-animals-may-be-harming-bees-worldwide?utm_source=newsfromscience&utm_medium=twitter&utm_campaign=beeguts-21623

Auswirkungen von Glyphosat auf Darmflora von Ratten: https://sven-giegold.de/glyphosat-ramazzini-studien/

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http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/prozess-in-amerika-noch-mehr-glyphosat-klaeger-gegen-bayer-15888107.html

Prozess in Amerika

Noch mehr Glyphosat-Kläger gegen Bayer

  • Aktualisiert am

Bayers Werksgelände in Leverkusen Bild: dpa

9.300 Klägern steht Bayer wegen Glyphosat in Amerika inzwischen gegenüber, teilte der Pharma-Konzern bei der Vorstellung der Quartalszahlen mit. Die übertrafen die Erwartungen – auch wegen Monsanto.

Die Zahl der Klagen gegen die Bayer-Tochter Monsanto wegen des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat hat sich weiter erhöht. Bis zum 30. Oktober seien in Amerika Klagen von etwa 9.300 Klägern zugestellt worden,……………………

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https://taz.de/Glyphosat-Studien-und-Krebs/!5542638/

Glyphosat-Studien und Krebs

Die Tricks der Bayer-AG

Mehr als 800 Studien würden bestätigen, dass das Pestizid nicht Krebs verursache, behauptet Bayer. Doch nur rund 50 Analysen beschäftigen sich mit der Frage.

Getreidefeld mit Blumen im Sonnenuntergang

Es gibt hier nichts zu sehen Foto: dpa

BERLIN taz | Der Chemiekonzern Bayer trickst mit falschen Zahlen. Dem Unternehmen nach bestätigen „mehr als 800 wissenschaftliche Studien“, dass das Pestizid Glyphosat seiner US-Tochter Monsanto nicht krebserregend sei. In Wirklichkeit gehen nach taz-Recherchen jedoch nur rund 50 Analysen überhaupt auf diese Frage ein. Noch weniger zeigen, dass der Verdacht gegen das Unkrautvernichtungsmittel unbegründet ist.

Glyphosat ist der weltweit meistverkaufte Pestizidwirkstoff – und vor allem umstritten, weil die Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation ihn 2015 als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft hat. Da die zuständigen Fachbehörden der Europäischen Union das Mittel jedoch für unbedenklich halten, haben die EU-Staaten Glyphosat Ende 2017 für weitere fünf Jahre zugelassen. Dennoch wird zum Beispiel in Deutschland dar­über diskutiert, glyphosathaltige Pestizide zu verbieten.

In den USA muss sich Bayer gegen rund 8.700 Klagen wegen mutmaßlich durch den Wirkstoff verursachte Erkrankungen verteidigen – und ist bereits in einem Fall erst­instanzlich zu Schadenersatz in Millionenhöhe verurteilt worden.

Der Leverkusener Konzern hat mehrmals versucht, Bedenken zu zerstreuen und auf eine angebliche Vielzahl von entwarnenden Untersuchungen hingewiesen. In seinem Zwischenbericht zum 2. Quartal behauptete Bayer: „Mehr als 800 wissenschaftliche Studien [….] sowie Aufsichtsbehörden weltweit haben bestätigt, dass Glyphosat bzw. Glyphosat-basierte Herbizide nicht krebserregend sind und dass die bestimmungsgemäße Anwendung sicher ist.“

Großes Medienecho

Bayer-Chef Werner Baumann sagte in einer Telefonkonferenz mit Aktionären am 23. August, „dass mehr als 800 wissenschaftliche Studien und Berichte und andere Quellen die Schlussfolgerung unterstützen, dass Glyphosat nicht Krebs verursacht.“ Fast gleichlautend äußerte sich Scott Partridge, Vizepräsident von Monsanto.

Zahlreiche Medien weltweit zitierten diese Aussagen, zum Beispiel CNN, BBC, New York Times und Neue Zürcher Zeitung. Die FAZ schrieb unter Bezug auf Baumann: „Wiederholt wies er auf 800 Studien in aller Welt hin, in denen kein Zusammenhang zwischen dem Gebrauch von Glyphosat und Krebserkrankungen hergestellt worden sei.“ Laut der Deutschen Presseagentur verwies Baumann auf „mehr als 800 wissenschaftliche Studien, die bestätigt hätten, dass Glyphosat nicht krebserregend sei“. In der Süddeutschen hieß es, Partridge zufolge „belegen mehr als 800 wissenschaftliche Studien und Bewertungen … den Befund“. Ähnliche Zitate erschienen in der taz, Wirtschaftswoche und bei der Nachrichtenagentur afp.

Helmut Burtscher-Schaden, Biochemiker„Das ist eine bewusste Irreführung der Öffentlichkeit. Bayer führt entgegen den Tatsachen Studien als Beweise an, dass Glyphosat nicht krebserregend sei“

Doch Belege für seine 800-Krebsstudien-Behauptung bleibt die Bayer-AG schuldig. Auch nach mehreren Bitten schickte Konzern-Sprecher Utz Klages der taz keine vollständige Liste der Untersuchungen zur Krebsgefährdung durch Glyphosat. Stattdessen mailte er etwa 1.000 Verweise auf Studien allgemein zu dem Wirkstoff. Rund 460 davon haben nach den Kapitelüberschriften der Literaturlisten nichts mit Krebs zu tun. Sie stehen zum Beispiel in Abschnitten mit den Titeln „Analytische Methoden“ zur Messung von Glyphosat, „Physikalische und chemische Eigenschaften“ wie dem Schmelzpunkt, „Verhalten in der Umwelt“, „Giftigkeit für die Umwelt“, etwa für Bienen oder Bodenorganismen.

Zieht man diese Studien ab, könnten also höchstens etwa 550 Studien belegen, dass Glyphosat keinen Krebs verursacht. Aber selbst unter diesen Untersuchungen, beispielsweise in den „Toxikologie“-Kapiteln, finden sich kaum Krebsstudien. Stattdessen befassen sich die meisten etwa damit, ob das Pestizid die Augen von Kaninchen reizt oder ob es akut toxisch auf Versuchstiere wirkt. Krebs ist aber eine chronische Krankheit.

Auf Nachfrage räumte der Bayer-Sprecher ein, dass beispielsweise die US-Umweltschutzbehörde EPA nur „mehr als 100 als relevant eingeschätzte Studien für ihre Einschätzung“ untersucht habe, dass Glyphosat „wahrscheinlich nicht krebserregend für Menschen“ sei. Damit sagt er nicht, dass sich alle 100 Studien auf Krebs beziehen würden.

Die Formulierung könnte auch bedeuten, dass die EPA bei ihrer Recherche 100 Studien allgemein zu Glyphosat gefunden hat, sich aber nur wenige davon auf Krebs bezogen. Klages blieb auch auf Bitten der taz eine Liste mit genauen Quellenangaben zu den 100 Titeln schuldig. Die taz solle sich doch bitte selbst an die EPA wenden, antwortete der Sprecher nur.

Wie viele Krebsstudien gibt es also wirklich? Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nennt auf Anfrage der taz nur rund 50 wissenschaftliche Berichte zu Glyphosat mit einem Bezug zu Krebs. Davon sind 16 „Originalprüfberichte einschließlich aller Rohdaten zu Kanzerogenitätsstudien in Versuchstieren“ sowie „34 Publikationen aus der wissenschaftlichen Literatur zu Beobachtungen am Menschen“.

Auch der Biostatistik-Professor Christopher Portier bestätigt der taz, es gebe schätzungsweise 50 Studien, die explizit die Frage behandeln, ob Glyphosat Krebs verursacht. Der prominente GlyphosatKritiker hat die Krebsforschungsagentur bei der Begutachtung des Pestizidwirkstoffs beraten.

Weiter Studienbegriff

Das BfR hat kein Interesse, eine zu niedrige Zahl zu nennen. Denn das Bundesinstitut hat für die EU bereits mehrmals die Sicherheit von Glyphosat überprüft – und kam immer wieder zu dem Schluss, der Stoff sei ungefährlich, wenn er korrekt angewendet wird. Die Behörde hat nach eigenen Angaben neben den Studien der Hersteller „alle verfügbaren, publizierten Studien und weitere Quellen in seine wissenschaftlichen Bewertungen einbezogen.“ Das hat Bayer auch nie bestritten.

Dazu kommt: Unter den etwa 50 Studien sind auch welche, die manche Experten sehr wohl als Hinweis auf ein mögliches Krebsrisiko durch Glyphosat interpretierten.

Dennoch erklärte Bayer-Sprecher Klages, dass die Behauptung im Quartalsbericht „keineswegs falsch“ sei. „Hinsichtlich der Studien haben wir uns ausweislich des Wortlauts sowohl auf solche bezogen, die sich dezidiert mit Krebsrisiken auseinandersetzen, als auch auf solche, die insgesamt die Sicherheit von Glyphosat bestätigen“, schrieb Klages der taz.

Er interpretierte den Sinn also um: Es soll „800 wissenschaftliche Studien“ zur Sicherheit insgesamt geben und nur ein Teil von ihnen beziehe sich auf die Krebsfrage. Aber die umstrittene Formulierung war eindeutig anders: Die 800 Studien hätten die Sicherheit „und“ das Nullrisiko in puncto Krebs bestätigt. So haben es ja auch die meisten Medien in Deutschland und im Ausland verstanden.

Schweigsame Investmentbanken

„Das ist eine bewusste Irreführung der Öffentlichkeit über die Krebsgefahr von Monsantos und jetzt Bayers Glyphosat“, sagte Helmut Burtscher-Schaden, Biochemiker des österreichischen Umweltverbands Global 2000, der taz. Damit setze Bayer eine Praxis fort, für die Monsanto in den USA im Prozess wegen der Krebserkrankung eines Glyphosat-Nutzers verurteilt worden sei. „Bayer führt entgegen den Tatsachen Studien als Beweise an, dass Glyphosat nicht krebserregend sei.“

Die Mehrheit der Studien, die nicht von der Industrie durchgeführt wurden, würden einen Zusammenhang zwischen der Häufigkeit von Krebs oder einer Schädigung des Erbguts und der Exposition gegenüber Glyphosat nachweisen.

Die Investmentbanken JP Morgan, Exane und der Fondsverwalter Vanguard, die an der Bayer-Telefonkonzerenz zu Glyphosat teilgenommen hatten, ließen Bitten der taz um Stellungnahmen unbeantwortet. Auch Deutschlands größter Aktionärverband, die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), wollte sich nicht zu der Frage äußern, ob Bayer die Aktionäre mit falschen Zahlen irregeführt hat.

Der Aktienkurs von Bayer ist stark gefallen, nachdem ein US-Gericht im August festgestellt hatte, dass Glyphosat erheblich zur Krebserkrankung des Kaliforniers Dewayne Johnson beigetragen habe. Johnson hatte als Platzwart bis zu 30-mal pro Jahr Pestizide mit dem Wirkstoff auf dem Gelände von Schulen ausgebracht. Das Gericht in San Francisco verurteilte Bayers US-Tochter Monsanto dazu, dem Mann Schadenersatz in Millionenhöhe zu zahlen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da Bayer Widerspruch eingelegt hat.

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https://www.sueddeutsche.de/wissen/artensterben-die-insekten-verschwinden-aber-welche-1.4200489

Artensterben

Die Insekten verschwinden – aber welche?

Schwebfliegen zählen zu den Arten, die durch das Insektensterben seltener werden.(Foto: dpa)
  • Forscher präsentieren erste Erkenntnisse darüber, welche Arten besonders unter dem derzeitigen Insektensterben leiden.
  • Einzelne Spezies stechen bei der Analyse nicht heraus, vielmehr scheint das ganze Spektrum der Insekten betroffen zu sein.
  • Die Entomologen beobachten aber, dass Spezies, deren Larven in der Nähe von Wasser oder auf feuchtem Boden leben, besonders rasch verschwinden.
  • Dies könnte ein Hinweis sein, dass wasserlösliche Pestizide den Rückgang der Insekten mit verursacht haben.
Von Tina Baier

Vor ziemlich genau einem Jahr haben Wissenschaftler das Insektensterben in Deutschland erstmals nachgewiesen. Die sogenannte Krefelder-Studie, die im Oktober 2017 in der Fachzeitschrift Plos One erschien, belegte, dass die Masse der Insekten seit dem Jahr 1989 um durchschnittlich 76 Prozent zurückgegangen ist.

Um dem Insektensterben genauer auf den Grund zu gehen, versuchen Entomologen überall in Deutschland seitdem herauszufinden, welche Arten besonders leiden. Auf einer Internationalen Tagung in Bonn wurden jetzt erste Ergebnisse präsentiert: Demnach sind von dem Schwund nicht nur einige Spezies betroffen, sondern das gesamte Spektrum der Insekten. „Früher schon seltene Arten sind teilweise noch vorhanden, teilweise fehlen Nachweise in den neueren Proben ganz“, sagt Martin Sorg, Vorstandsmitglied des Entomologischen Vereins Krefeld, auf dessen Proben die Untersuchungen basieren. „Häufige Arten sind meist noch nachweisbar, allerdings überwiegend in deutlich geringeren Anzahlen.“

Insgesamt gibt es in Deutschland etwa 33 000 verschiedene Insektenspezies. Die vier artenreichsten Gruppen sind:

  • Fliegen und Mücken mit insgesamt etwa 10 000 Spezies.
  • Hautflügler, zu denen Wespen und Bienen gehören, mit etwa 9000 Spezies.
  • Käfer mit etwa 8000 Arten.
  • Schmetterlinge, die sich noch einmal in Tag- und Nachtfalter aufteilen.

Allerdings gibt es keinen Spezialisten, der sämtliche Insekten kennt und auseinanderhalten kann. Die Proben werden deshalb von Wissenschaftlern untersucht, die Expertise für bestimmte Gruppen von Insekten haben. Axel Ssymank, Fachgebietsleiter am Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Bonn, hat beispielsweise die Schwebfliegen in sechs Proben aus dem Wahnbachtal im Bergischen Land genauer analysiert. Erste Ergebnisse bestätigen den drastischen Schwund: 1989 verfingen sich in den sechs Fallen insgesamt 17 300 Individuen, 2014 waren es nur noch 2738.

Nachdem Ssymank die einzelnen Arten genauer bestimmt hatte, stellte sich heraus, dass auch die Artenvielfalt gelitten hat. In der Probe aus dem Jahr 1989 identifizierte Ssymank 140 verschiedene Spezies von Schwebfliegen, 2014 waren es nur noch 103. „Wir können daraus nicht schließen, dass die Spezies, die wir nicht mehr gefunden haben, ausgestorben sind“, sagt Ssymank. Es ist aber ein starker Hinweis darauf, dass nicht nur die Zahl der Insekten insgesamt zurückgeht, sondern auch die Artenvielfalt. Zumal die Experten, die Hautflügler, Käfer und Schmetterlinge untersuchen, ganz Ähnliches berichten.

Spezies, die in der Nähe von Wasser leben, sind besonders vom Schwund betroffen

Aufschlussreich wird es, wenn man sich anschaut, welche Arten besonders stark zurückgegangen sind. „Bei den Schwebfliegen sind das Spezies, deren Larven in Gewässern leben oder an feuchten Stellen auf dem Boden“, berichtet Ssymank. Das bekräftigt seiner Ansicht nach den Verdacht, dass wasserlösliche Pestizide und Saatgutbeizen zumindest eine der Hauptursachen für das Insektensterben sind. Der Wissenschaftler hat außerdem beobachtet, dass Schwebfliegen, die auf einer sehr begrenzten Fläche leben, deutlich stärker zurückgegangen sind, als Arten, die große Distanzen zurücklegen. „Das lässt vermuten, dass es irgendwo Orte gibt, an denen diese Insekten noch bessere Lebensbedingungen vorfinden als im Wahnbachtal“, sagt Ssymank.

Übereinstimmend berichten alle Experten, die sich mit der artspezifischen Auswertung der Proben befassen, dass sowohl kleine als auch große Spezies vom Schwund betroffen sind. Bei den Schwebfliegen reicht das Größenspektrum von einem Zentimeter bis vier Millimeter. In anderen Insektengruppen gibt es noch kleinere Arten, die oft mit bloßem Auge kaum zu sehen sind; selbst unter dem Mikroskop sind sie mitunter nur schwierig zu bestimmen. Aus vielen Expertengruppen ist zudem zu hören, dass für den Menschen nützliche Insekten genauso verschwinden wie Schädlinge. Von den 480 Schwebfliegenarten, die es in Deutschland gibt, sind die meisten für die Bestäubung von Pflanzen genauso wichtig wie Bienen. Wenn diese Insekten seltener werden, bekommen deshalb viele Pflanzen Schwierigkeiten – und irgendwann auch der Mensch.

Bis alle Daten vollständig ausgewertet sind, wird es noch zwei bis drei Jahre dauern. Die ersten Ergebnisse der artspezifischen Auswertung, die jetzt vorliegen, bestätigen aber das erschreckende Fazit aus dem vergangenen Jahr: Die Insekten verschwinden.

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https://www.sueddeutsche.de/wissen/insektensterben-wilde-schwestern-1.3966366

Umweltschutz

Wilde Bienen

Wildbienen scheuen weder Wind noch Pflanzenwechsel. Im Vergleich zu ihnen sind Honigbienen eher faul.(Foto: picture alliance / dpa)

Alle schauen auf die geplagte Honigbiene. Dabei leisten ihre wilden Schwestern oft viel mehr.

Von Tina Baier

Die Honigbiene ist eine Art Vorzeigeinsekt: Sie gilt als fleißig, nützlich und sozial. Sie sammelt Nektar und macht daraus leckeren Honig. Sie bestäubt Pflanzen und kümmert sich selbstlos um ihr Volk. Jeder kennt sie, und viele machen sich Sorgen wegen des Bienensterbens, das dieses vorbildliche Tier bedroht. Kaum jemand weiß dagegen, dass es neben der Honigbiene Apis mellifera noch etwa 570 weitere Bienenarten in Deutschland gibt. Diese Wildbienen sind mindestens genauso wichtig und sogar noch stärker bedroht als ihre bekannte Verwandte.

Sand-Steppenbienen sind mit einer Größe von drei bis fünf Millimetern die kleinste Vertreter dieser Insektengruppe in Deutschland. Sie entsprechen dem Bienenklischee so wenig, dass die meisten Menschen, sie für kleine Fliegen halten. Die größte Wildbiene ist mit einer Länge bis zu 25 Millimetern die Blauschwarze Holzbiene. Das schwarze Rieseninsekt wirkt bedrohlich, obwohl es in Wahrheit friedlich und sogar furchtsam ist. Gemeinsam ist den meisten Bienenarten, dass sie Nektar und Pollen sammeln und dabei Pflanzen bestäuben. Wildbienen sind darin mindestens genauso gut wie Honigbienen, oft sogar besser.

Die Rostrote Mauerbiene zum Beispiel transportiert die Pollen nicht verklebt wie ihre bekannte Verwandte, sondern in trockenem Zustand. Das macht die Bestäubung effektiver. Tatsächlich sind Honigbienen im Vergleich zu vielen ihrer wilden Verwandten eher faul. In Apfelplantagen zum Beispiel, in denen verschiedene Sorten in Reihen gepflanzt sind, bleiben die Tiere fast immer in derselben Reihe. Zwischen den Reihen hin- und herzufliegen ist ihnen schlicht zu mühsam. Für die Bestäubung ist das fatal, weil die meisten Apfelbäume Pollen einer anderen Sorte brauchen, um Früchte zu tragen.

Viele wilde Arten fliegen dagegen fleißig von einer Reihe zur anderen. Nebenher fungieren die Wildbienen auch noch als „Motivator“ für die trägen Honigbienen, indem sie sie manchmal von ihren Lieblingsbäumen vertreiben und dadurch zwingen, von ihrer eingefahrenen Route abzuweichen. „Studien haben gezeigt, dass die Erträge in Obstplantagen höher sind, wenn es dort neben den Honigbienen auch noch Wildbienen gibt“, sagt Alexandra-Maria Klein, Landschaftsökologin an der Universität Freiburg.

Sie vertreiben die Honigbienen von ihren Lieblingsbäumen, und zwingen sie so zu Mobilität

Dazu kommt, dass Honigbienen hoch gezüchtete, vom Menschen verzärtelte Geschöpfe sind. Bei schlechtem Wetter, wenn es regnet oder kalt und windig ist, denken sie gar nicht daran, ihren gemütlichen Stock zu verlassen und zu arbeiten. Derart unangenehme Arbeiten überlassen sie den Wildbienen. Hummeln zum Beispiel – der englische Begriff „Bumblebee“ drückt viel besser aus, dass diese Insekten ebenfalls zu den Bienen gehören – sind auch noch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt unterwegs. „Bestäubung ist wie eine Orchesterleistung“, sagt Melanie von Orlow, Bienenexpertin beim Naturschutzbund Deutschland (Nabu). Je mehr verschiedene Arten von Bestäubern da sind, umso besser funktioniert sie.

Das Hamburger Start-up Beesharing hat aus dieser Erkenntnis eine Geschäftsidee gemacht. Die Firma vermittelt und liefert verschiedene Bienenarten an Bauern, die ihre Pflanzen bestäuben lassen wollen. „Wir arbeiten in der Regel mit einem Bestäubungsmix aus Honigbienen, Erdhummeln und Mauerbienen„, sagt Nils Gerber, einer der Firmengründer. Die Arten werden getrennt voneinander angeliefert. Die Honigbienen kommen in der Regel von benachbarten Imkern. Die Hummeln werden dagegen im Labor gezüchtet. Sie übernehmen sozusagen die Frühschicht, wenn es morgens noch kalt ist und die Honigbienen ihren Stock noch nicht verlassen.

„Den ganzen Tag auszunutzen ist besonders wichtig bei Kulturpflanzen, die nur relativ kurz blühen, Kirschen zum Beispiel, sodass die Insekten nur wenig Zeit haben, alle Pflanzen zu bestäuben“, sagt Gerber. Die Mauerbienen überwintert die Firma zum Teil selbst als Puppen im Kokon in Kühlhäusern und liefert sie dann zum Preis von 30 Cent pro Kokon an die Landwirte. Es gibt auch ein „Leasing-Modell“, bei dem Beesharing jedes Jahr eine neue Startpopulation von Mauerbienen anliefert: 250 Stück für 57 Euro pro Jahr beziehungsweise 500 Stück für 109 Euro. Die Tiere schlüpfen vor Ort und machen sich dann an die Arbeit. „Wir haben zwei verschiedene Arten von Mauerbienen im Angebot“, sagt Gerber. Osmia cornuta, die Gehörnte Mauerbiene, ist natürlicherweise früh im Jahr unterwegs und eignet sich daher besonders gut für die Bestäubung von Frühblühern. Osmia bicornis, die Rostrote Mauerbiene, arbeitet dagegen am besten später im Jahr.

Auch in der Natur teilen sich Wild- und Honigbienen die Bestäubungsarbeit effektiv auf: Landschaftsökologin Klein hat das an blühenden Mandelbäumen beobachtet: „Die Honigbienen sitzen vor allem an den äußeren, von der Sonne beschienenen Blüten“, sagt sie. Die Wildbienen seien dagegen eher im schattigen Inneren des Baumes zu finden. Wo es keine Wildbienen gibt, fällt die Ernte deshalb geringer aus, da dann weniger Blüten bestäubt und zu Früchten werden. Eine ähnliche Arbeitsteilung gebe es auf jeder Blumenwiese, sagt Klein. „Manche Arten sammeln nur oben, andere tief in der Wiese.“ Es ist ein komplexes Zusammenspiel, in dem jede Art eine wichtige Funktion hat. Fällt eine Spezies weg, kann das dramatische Auswirkungen auf das ganze fein austarierte System haben.

Die Honigbiene ist nicht für alles gut

Selbst wenn es genug von ihnen gäbe, könnten Honigbienen nicht alle Aufgaben der Wildbienen übernehmen. Schon rein körperlich nicht. Für viele Blüten ist ihr Rüssel zu kurz, für andere sind sie zu schwer oder zu groß. „Es gibt auch Pflanzen, die Honigbienen schlicht nicht mögen und deshalb nicht anfliegen“, sagt Klein. Die Blüten des Wiesensalbeis beispielsweise werden fast ausschließlich von Hummeln bestäubt: Das Insekt steckt dabei seinen Rüssel in die Blüte, um den tief unten liegenden Nektar zu erreichen. Dadurch löst es einen Hebelmechanismus aus, der dazu führt, dass die Staubbeutel auf seinen Rücken gedrückt werden und die Pollen dort hängen bleiben. Honigbienen gelingt es meistens nicht, diesen Mechanismus auszulösen. Manchmal „betrügen“ sie deshalb die Pflanze, fliegen sie seitlich an, beißen sich durch den Blütenkelch und schlürfen ihren Nektar, ohne sie zu bestäuben.

Auch bei der Bestäubung von Tomaten versagt die Honigbiene. Die Pollen sind derart fest in den Staubbeuteln eingeschlossen, dass Apis mellifera sie nicht herausbekommt. Hummeln dagegen wissen genau, was zu tun ist, und dass sie die Pollen herausschütteln müssen. Sie krallen und beißen sich an den Staubgefäßen fest und bringen dann ihre Flugmuskulatur in Schwung. Bei einer bestimmten Frequenz öffnen sich die Staubbeutel und die Pollen rieseln heraus. Hobbygärtner, die Tomaten züchten, wissen, wie mühsam es sein kann, diese Pflanzen zu bestäuben, wenn keine Hummeln da sind.

Manche schwören auf das sogenannte Trillern, bei dem die Vibrationen der Hummeln mithilfe einer elektrischen Zahnbürste simuliert werden, die kurz oberhalb der Blüte angesetzt werden muss. Andere bestäuben ihre Tomaten per Hand, indem sie mit einem weichen Pinsel täglich erst über die Pollensäcke und dann über die Narbe streichen. Da das in kommerziellen Gewächshäusern mit vielen Tomatenpflanzen kaum praktikabel ist, werden dort oft extra zu diesem Zweck gezüchtete Hummelvölker zur Bestäubung der Tomaten eingesetzt.

Naturschützer sind überzeugt, dass der Verlust der Wildbienen aus ökologischer Sicht viel schwerer wiegen würde, als der Verlust der Honigbiene, um die sich wegen des Bienensterbens alle Sorgen machen. „Es gibt keine Wildpflanzen, die nur von Honigbienen bestäubt werden können, die also ohne Honigbienen aussterben würden“, heißt es beispielsweise auf einer Internetseite des Nabu zum Thema Wildbienen. Das beweise unter anderem die Tatsache, dass es im präkolumbianischen Nordamerika keine Honigbienen, aber trotzdem viele Blütenpflanzen gegeben habe. Erst nach und nach eroberte die europäische Honigbiene den Kontinent gemeinsam mit den europäischen Siedlern, die die Insekten mitgebracht hatten. Die Indianer bezeichneten sie deshalb als „Fliege des weißen Mannes“.

Die Pflanzen, die sie zum Überleben brauchen, gelten oft als Unkraut

Manche Naturschützer sprechen heute ähnlich abfällig über die Honigbiene. Auf einer Seite des Nabu Schleswig-Holstein etwa wird die Imkerei als „Form der landwirtschaftlichen Massentierhaltung“ bezeichnet. Honigbienen würden „durch das Land gekarrt“ und „auf z.B. Rapsfelder losgelassen“. Gefordert wird eine „honigbienenfreie Zonen um Schutzgebiete“, damit die vom Menschen gezüchteten Insekten den Wildbienen wenigstens dort Pollen und Nektar nicht vor dem Rüssel wegsammeln. „In einem natürlichen Ökosystem könnten Wildbienen die Bestäubung aller Pflanzen auch ohne Honigbienen sichern“, sagt auch Alexandra-Maria Klein.

Für die Landwirtschaft sei Apis mellifera allerdings unverzichtbar. Ohne sie würden es die Wildbienen nicht schaffen, große Monokulturen, etwa Raps, zu bestäuben. Zum einen, weil sich die meisten Wildbienen nur einige Hundert Meter von ihrem Nest entfernen. Honigbienen fliegen dagegen in einem Radius von mehreren Kilometern. Abgesehen davon gibt es in der Nähe landwirtschaftlich intensiv bewirtschafteter Flächen oft gar keine Wildbienen mehr. Sie finden dort weder Futter noch einen Platz, an dem sie ihr Nest bauen können. Die Pflanzen, die sie zum Überleben brauchen, gelten oft als Unkraut und werden mit Herbiziden am Wachstum gehindert. Auch lehmige oder sandige Böden und Abbruchkanten, an denen die Bodenschichten offen liegen gibt es in der intensiven Landwirtschaft, in der jeder Quadratzentimeter Boden ausgenutzt wird, nicht mehr.

Das alles hat zur Folge, dass es den Wildbienen tatsächlich schlechter geht als der Honigbiene. Nur redet niemand darüber. Nach Informationen des Nabu stehen in Deutschland 53 Prozent aller Wildbienen-Arten auf der Roten Liste. Es besteht also die Gefahr, dass sie aussterben, noch bevor den meisten Menschen überhaupt bewusst geworden ist, dass es sie gibt. Bei ihrem Kampf ums Überleben zählt jedes einzelne Individuum, denn anders als Honigbienen, die in Kolonien mit einer Königin und vielen Arbeiterinnen leben, sind die meisten Wildbienen „solitär“: Sie verbringen ihr Leben allein, außer während der Paarung. Jedes Weibchen ist gleichzeitig Königin und Arbeiterin: sie legt Eier und sammelt Pollen und Nektar für den Nachwuchs. Eine Honigbienen-Kolonie kann den Tod einer einzelnen Arbeiterin leicht ausgleichen, bei den Wildbienen bedeutet der Tod eines Weibchen dagegen zwangsläufig weniger Nachwuchs im Folgejahr.

Wildbienen sind auch deshalb gefährdeter, weil sie keine Lobby haben, sagt Klein. Anders als die Honigbiene, um die sich die Menschen kümmern. Imker behandeln die Völker zum Beispiel mit Substanzen, die die Varroamilbe abtöten, die einer der Hauptgründe für das Bienensterben ist. Aber der Honigbiene geht es doch trotzdem schlecht? „Das stimmt nicht“, sagt von Orlow. Im Gegensatz zu den meisten Arten von Wildbienen nimmt die Zahl der Honigbienen in Deutschland seit einigen Jahren sogar wieder zu.

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siehe auch „Crispr/CAS“ – „GENOME-EDITING“ – „Das Mikro-Biom“

https://www.keine-gentechnik.de/nachricht/33461/#gsc.tab=0

USA wollen Regelungen zu Genome Editing in der Welthandelsorganisation diskutieren

06.11.2018

Export Soja Hafen Transport
Export von Agrarrohstoffen (Foto: Oregon Department of Agriculture / flickr, Lizenz: creativecommons.org/licenses/by/2.0)

Die USA haben zusammen mit zwölf anderen Staaten gemeinsame Eckpunkte für die gesetzliche Regulierung neuer gentechnischer Verfahren vorgestellt. Sie wollen Genome Editing in der Landwirtschaft möglichst schnell umsetzen und mögliche „Handelshemmnisse“, sprich strenge Regulierungen, verhindern. Dabei soll die Welthandelsorganisation WTO helfen.

Vorgestellt wurden die Eckpunkte im Rahmen der Welthandelsorganisation, wo sie als Input für die Arbeit des zuständigen Ausschusses dienen sollen. US-Landwirtschaftsminister Sonny Perdue beklagte bei der Präsentation, dass Technologien wie Genome Editing „zu oft durch regulatorische Blockaden ausgebremst werden, die auf Fehlinformationen und politischer Effekthascherei beruhen“. Gemeint – aber nicht ausgesprochen – war damit die EU und die strikte Auslegung des EU-Gentechnikrechts durch den Europäischen Gerichtshof. Perdue lobte seine Verbündeten, dass sie sich zusammen mit der USA unter dem Dach der Welthandelsorganisation zusammengefunden hätten und sich öffentlich für wissenschafts-basierte Regelungssysteme stark machten, die das riesige Potential dieser neuen Techniken erschließen könnten.

Wichtigstes Ziel der Eckpunkte ist es deshalb, sicherzustellen, dass die Regulierungsansätze für die neuen gentechnischen Verfahren wissenschaftsbasiert und international harmonisiert sein werden. „Regulatorische Assymetrien“ und sich daraus ergebende Handelshemmnisse sollen vermieden werden. In ihrem Papier begründen die Staaten dies mit der ihrer Meinung nach herausragenden Bedeutung des Genome Editing für Ernährungssicherheit und nachhaltige Landwirtschaft. Sie führen auch die Wünsche der Verbraucher nach gesünderen Lebensmitteln an und betonen die Bedeutung des Genome Editing für kleine und mittlere Unternehmen.

Das „Internationale Statement zur landwirtschaftlichen Anwendung von Präzisions-Biotechnologie“ genannte Papier entstand auf Betreiben amerikanischer Staaten, die gentechnisch veränderte Pflanzen in großem Stil anbauen: USA, Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay und Kanada. Unterschrieben haben es auch Australien, Jordanien, Vietnam, Kolumbien, Guatemala, Honduras und die Dominikanische Republik. Unterstützung kam ebenfalls von der Wirtschaftsunion der westafrikanischen Staaten.

Der Versuch der USA und anderer amerikanischer Staaten, die Gentechnik-Regulierung der EU über die Welthandelsorganisation auszuhebeln, ist nicht neu. Bereits 2003 beklagten sie sich bei der WTO offiziell über die Zulassungspraxis der EU. Sie sahen darin ein de facto Moratorium für Neuzulassungen von gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln. Der Konflikt zog sich einige Jahre lang hin und führte dazu, dass die EU ihre Zulassungspraxis für den Import von GVO als Lebens- und Futtermittel beschleunigte und gegen nationale Anbauverbote vorging. Der Streit mit Argentinien und Kanada wurde 2009 und 2010 beigelegt und ein ständiger Dialog etabliert. Im Streit mit den USA herrscht seit Jahren Funkstille. [lf]

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https://www.testbiotech.org/pressemitteilung/unzureichende-pr-fung-von-gentechnik-pflanzen-eu-b-rgerbeauftragte-startet

Unzureichende Prüfung von Gentechnik-Pflanzen: EU-Bürgerbeauftragte startet Untersuchung

Europäische Lebensmittelbehörde EFSA hat keine Prüfkriterien für Gentechnik-Pflanzen mit veränderter Nahrungsmittelqualität
Freitag, 26. Oktober 2018

Das Büro der Europäischen Bürgerbeauftragten (EU-Ombudsfrau) hat bestätigt, dass es eine Untersuchung über die Zulassung von drei transgenen Pflanzen einleiten wird. Die Pflanzen sind in der Zusammensetzung ihrer Nährstoffe, insbesondere in ihrer Ölqualität, verändert und wurden für den Import und die Verarbeitung in Lebens- und Futtermitteln zugelassen. Die Beschwerde wurde von der Organisation GeneWatch UK eingereicht und wird von Testbiotech unterstützt.

Die drei Gentechnik-Sojalinien, von Monsanto (Bayer) und Pioneer (DowDuPont / Corteva), wurden 2015 von der EU-Kommission zugelassen. Die Organisationen hatten sich bereits damals gegen eine Zulassung ausgesprochen. Die EU-Kommission ging jedoch erst im Detail auf die Argumente ein, als sie 2018 ein Gerichtsverfahren gegen Testbiotech verlor. In der Beschwerde, die jetzt bei der EUOmbudsfrau einreicht wurde, legen die Organisationen dar, dass der Brief, den sie im Juli 2018 von der EU-Kommission erhalten haben, unzureichend ist, um ihre Bedenken auszuräumen und Mensch und Umwelt ausreichend zu schützen.

In der Beschwerde geht es insbesondere um folgende Punkte:
Die EFSA hat keine Richtlinien zur Prüfung von Gentechnik-Pflanzen, die in ihren Nahrungsmitteleigenschaften verändert sind.
• Die gesundheitlichen Risiken eines Verzehrs von Produkten mit verändertem Ölgehalt wurden im Detail nicht untersucht.
• Besonders empfindliche Bevölkerungsgruppen wie Kinder und Menschen mit gesundheitlichen Problemen wurden bei der Prüfung außer Acht gelassen.
• Entsprechende Produkte müssten mit einer speziellen Kennzeichnung versehen werden.

Testbiotech und GeneWatch UK erstellen im Rahmen des Projektes RAGES (Risk Assessment of Genetically Engineered Organisms in the EU and Switzerland) eine detaillierte Analyse der Probleme bei der Risikobewertung von Gentechnik-Pflanzen mit veränderter Nahrungsmittelqualität. Die Ergebnisse des Projektes sollen Anfang nächsten Jahres präsentiert werden und gehen über den Inhalt der Beschwerde bei der Ombudsfrau hinaus. Unter anderem werden dabei auch die Umweltauswirkungen der Einführung von neuen Nährstoffen in die Nahrungskette berücksichtigt.

Kontakt:

Christoph Then, Testbiotech Tel. 0151 54638040, info@testbiotech.org
Helen Wallace, Director, GeneWatch UK, Tel. +44-330-0010507; +44-7903-311584 (mobile); helen.wallace@genewatch.org

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siehe auch „GRIMMs Märchenwald BEDROHT“ – kriminelle sogenannte „erneuerbare ENERGIE-R“

siehe auch „Hambacher Forst“ und die „SCHEIN-HEILIG-KEIT“ der GRÜNEN

https://www.zeit.de/video/2018-10/5852700669001/braunkohle-wald-ist-nicht-gleich-wald

Braunkohle: Wald ist nicht gleich Wald

Nach der Braunkohleförderung forsten Energiekonzerne wie RWE Zehntausende Hektar wieder auf. Doch der Neuwald hat Nachteile.

Hambacher Forst – „Braun-Kohle“ – „Wald ist nicht gleich Wald“ –  ZEIT ONLINE

 

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https://www.spektrum.de/news/die-vernetzte-welt-der-pflanzen/1598658?utm_source=zon&utm_medium=teaser&utm_content=news&utm_campaign=ZON_KOOP

03.11.2018

Unterschätzte Botanik

Die vernetzte Welt der Pflanzen

Der Großteil der Landpflanzen ist unterirdisch über hauchdünne Pilzfäden mit benachbarten Pflanzen verknüpft. In diesem Netzwerk findet ein reger Handel mit Nährstoffen statt. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Pflanzen mittels des Pilzgeflechts auch kommunizieren – und einzelne Wissenschaftler ziehen bereits Parallelen zu neuronalen Netzwerken.
Netzwerk Wurzel

Hörst du, wie die Bäume flüstern? Insbesondere der Wald beflügelt die Fantasie von Märchenerzählern. Die Realität ist von ihren Geschichten allerdings weit entfernt. Oder doch nicht? Zumindest finden Wissenschaftler immer mehr Beweise dafür, dass Bäume – und Pflanzen im Allgemeinen – in einem ständigen Austausch miteinander stehen. Manche Pflanzen warnen sich etwa gegenseitig mit Duftstoffen vor Schädlingen, andere senden Botenstoffe über die Wurzeln aus, und fast alle tauschen Nährstoffe über ein riesiges, unterirdisches Pilzgeflecht. Speziell im Wald hat sich für dieses Netzwerk, das aus hauchdünnen Pilzfäden besteht, bereits der Name »Wood Wide Web« etabliert. Die Ausmaße sind beindruckend: Ein einziger Pilz kann sich über eine Fläche von mehreren hundert Quadratmetern ausbreiten und zahlreiche Bäume und andere Pflanzen miteinander verknüpfen. In einem Hektar Waldboden befinden sich bis zu sechs Tonnen Pilzfäden, die es zusammen auf eine unglaubliche Länge von mehr als 100 Milliarden Metern bringen können. Unter einem Quadratzentimeter liegen also Fäden, die aufsummiert mehr als 1000 Meter lang sind. Von diesem gigantischen Pilzgeflecht bekommt ein Spaziergänger im Wald in der Regel jedoch nur die oberirdischen Fruchtkörper zu Gesicht – jene vertrauten Teile, die mitunter auch zum Verzehr geeignet sind.

Die feinen Fäden der Pilze, die Hyphen, weben sich in die Spitzen der Pflanzenwurzeln ein und schließen sich zu einer so genannten Mykorrhiza zusammen. Das Wort ist ebenfalls ein Zusammenschluss, nämlich aus den beiden griechischen Wörtern für Pilz (mykes) und Wurzel (rhíza). Bei Mykorrhiza handelt es sich in der Regel um einen so genannten Mutualismus – eine spezielle Form zwischenartlicher Kooperation, von der beide Partner profitieren, bei der sie aber doch weitgehend getrennt voneinander leben. Im Fall der Mykorrhiza tauschen die beiden Nährstoffe aus: Die Pilze erhalten leicht verwertbaren Zucker, den die Pflanzen mittels Fotosynthese produzieren. Darauf sind die Pilze angewiesen, weil sie nicht die nötigen Enzyme mitbringen, um komplexe Kohlenhydratspeichermoleküle abzubauen. Die Pflanzen bekommen im Gegenzug Phosphor und Stickstoff geliefert, die die Pilze effektiv aus dem Boden holen können. Zudem schützt der Pilz die empfindliche Wurzelspitze etwa vor Schädlingen: So wird der Zusammenschluss zur Win-win-Situation. Mykorrhiza ist seit vielen Jahrzehnten bekannt – und weit verbreitet: Forscher schätzen, dass bis zu 90 Prozent aller Landpflanzen in Symbiose mit solchen Pilzen leben, zumindest aber die Voraussetzungen dafür erfüllen. Das Eingehen dieser Partnerschaft hängt dann letztlich auch von der Situation ab: Pflanzen in ungünstigen Umweltbedingungen streben eher nach Kooperation als solche, die gut versorgt sind.

Für schlechte Zeiten vorsorgen

Genaueres über den Zusammenhang von Kooperation und Umweltbedingungen hat die Botanikerin Rodica Pena von der Georg-August-Universität Göttingen erforscht: Gemeinsam mit ihren Kollegen konnte sie zeigen, dass Pflanzenwurzeln unter normalen Umständen Stickstoff auch ohne Mykorrhizapilze genauso gut aufnehmen wie in Symbiose. Herrscht jedoch Wassermangel, so helfen die Pilze den Wurzeln, den Stickstoff besonders effizient weiterzuleiten. Und bekommt die Pflanze kaum Licht ab, unterstützen die Pilze sie dabei, die Zuckerversorgung aufrechtzuerhalten. Demnach sichert sich die Pflanze gewissermaßen in guten Zeiten ab, indem sie die Pilze aushält, ohne dafür etwas zu verlangen. In schlechten Zeiten zahlt sich das dann aus.

Die Wissenschaftler konnten zudem demonstrieren, dass in diesem System nicht nur eine einzige Pilzart eine Rolle spielt: »Früher hat man oft alle Pilze in einen Topf geworfen. Wir konnten zeigen, dass unterschiedliche Pilzarten unterschiedliche Beiträge leisten«, erzählt Pena. Dazu kultivierten die Forscher ihre Versuchspflanzen jeweils mit anderen Pilzarten und entdeckten signifikante Unterschiede in der Funktion und Effizienz. Deshalb könne laut Pena nur eine hohe Pilzdiversität die Nährstoffversorgung auch unter schwankenden Umweltbedingungen sichern. Die Forscherin gibt jedoch zu bedenken, dass man schlichtweg noch nicht genug über die Symbiose wisse. Zum Beispiel spielt in dieser Partnerschaft noch ein dritter Akteur mit: Bakterien. »Offenbar sind bestimmte Bakterienkulturen assoziiert mit bestimmten Pilzarten«, so Pena. Die unterschiedlichen Funktionen der Pilze könnten also direkt mit Bakterien zusammenhängen – zumindest, da ist sich Pena ziemlich sicher, übernehmen sie eine wichtige Rolle.

Fürsorgliche Bäume

Aber nicht nur Pilze und Pflanzen interagieren intensiv, sondern auch benachbarte Pflanzen. Eine Forschergruppe um Suzanne Simard, Professorin für Waldökologie an der University of British Columbia, hat bereits vor der Jahrtausendwende gezeigt, dass große, alte Bäume, so genannte Mutterbäume, die jungen Schösslinge über das Pilznetzwerk mit Kohlenstoff versorgen. Interessanterweise fand dieses Verhalten sogar zwischen unterschiedlichen Baumarten statt. In weiteren Studien konnten Simard und Kollegen zeigen, dass diese Versorgungsstrategie von jungen Bäumen für ihre Entwicklung und ihr Überleben elementar ist.

Das Geben und Nehmen beschränkt sich nicht allein auf Kohlenstoff, wie man heute weiß: Viele weitere Nährstoffe sowie Wasser werden von unterschiedlichen Pflanzen geliefert oder eingetauscht. So können etwa Klee und andere Leguminosen Stickstoff an das Mykorrhiza-Netz abgeben, während Sträucher und Bäume Wasser beitragen, an das sie mit ihren langen Wurzeln besser herankommen als kleinere Pflanzen. Wieder andere steuern zum Beispiel Phosphor oder Zuckerverbindungen bei. Und in der Regel bekommt jeder für seinen Beitrag etwas zurück – das, was er eben braucht oder an was er nur schwer herankommt. Es herrscht also ein geschäftiges Treiben auf dem Basar der Pflanzen.

Was Forscher dabei auf diesem Marktplatz beobachteten, erinnert sie an ein »soziales Verhalten«. Bäume, die gerade viele Nährstoffe haben, geben diese etwa an kranke Bäume weiter, oder sterbende Bäume spenden Nährstoffe an umliegende Artgenossen. Andere Pflanzen profitieren wiederum von bestimmten Nachbarn, wie der Botanikprofessor Andreas Wiemken von der Universität Basel zusammen mit Kollegen entdeckte: Flachspflanzen etwa geraten mehr als doppelt so groß, wenn sie neben Hirsepflanzen wachsen und mit diesen durch Mykorrhizapilze unterirdisch verbunden sind. Kurz: »Die Hirse füttert den Flachs«, wie Wiemken im Buch »Mozart und die List der Hirse« zitiert wird.

Giftanschläge unter Pflanzen

So betrachtet lässt sich die Welt der Pflanzen leicht als harmonischer Ort idealisieren, in dem Organismen sich stets gegenseitig unterstützen. Der Molekularbiologe und Botaniker František Baluška von der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn weist jedoch darauf hin, dass unter Pflanzen mitnichten immer alles friedlich abläuft: Es wird ausgebeutet, betrogen und sogar getötet; ein Kampf um Ressourcen, vor allem um limitierte. In diesem Kampf kann auch das Mykorrhiza-Netzwerk zur Waffe werden: Baluška nennt als Beispiel giftige Moleküle, die Pflanzen über die Pilzfäden an andere Pflanzen senden, um deren Wachstum zu bremsen. Wenn Stickstoff Mangelware ist, beginnt die Kooperation zwischen Pilzen und Pflanzen rasch zu bröckeln – falls denn beide Seiten vorher überhaupt profitiert haben. Denn tatsächlich beginnen manche Pilze oder Pflanzen eine »Partnerschaft« von vornherein nur, um sie auszunutzen: Die Beziehungen decken von Mutualismus bis hin zu explizitem Parasitismus die ganze Bandbreite der Möglichkeiten ab.

Auch die Biologin Pena betont, das Verhalten der Pflanzen sei nicht »weiß oder schwarz«, es könne beides sein. Und für Baluška zeigt genau diese Vielschichtigkeit, dass Pflanzen in gewisser Weise »soziale Lebewesen« sind. Ihm zufolge habe man schlichtweg lange ihre Fähigkeiten unterschätzt und tue das noch immer. Mittlerweile verdichten sich beispielsweise die Hinweise darauf, dass Pflanzen über das Pilznetzwerk auch Informationen austauschen. Bisher dachte man, es gebe lediglich ein eher unspezifisches Senden von Informationen in dem Sinne, dass Pflanzen Duftstoffe in die Luft entlassen oder bestimmte Signalmoleküle in den Boden absondern, die dann andere Pflanze eher durch Zufall detektieren. Mittels der Pilzfäden wäre jedoch die Weitergabe der Informationen zielgerichtet, effizienter und könnte in beide Richtungen geschehen. Und tatsächlich fanden Forscher bereits heraus, dass von Blattläusen befallene Ackerbohnen offenbar ihre Nachbarn über das Pilznetzwerk informieren. Gleiches beobachteten die Wissenschaftler bei schädlichem Pilzbefall der Blätter. Ähnlich wie mit Duftmolekülen werden so umstehende Pflanzen vor einer drohenden Gefahr gewarnt.

Ein vergleichbares Verhalten zeigen Tomaten, die von den Erregern der Dürrfleckenkrankheit, der Kartoffelfäule oder anderen Pflanzenpathogenen attackiert werden, wie chinesische Wissenschaftler zeigen konnten. Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass über das Pilznetzwerk eine Kommunikation stattfinde, schreiben sie in ihrer Veröffentlichung. Bewiesen ist das noch nicht: Um das aber wirklich sicherzustellen, müsse ausgeschlossen werden, dass die warnenden Botenstoffe nicht in die Erde abgegeben werden, um von den Pilzen daraus aufgenommen zu werden, gibt die Botanikerin Pena zu bedenken.

Ein Gehirn in den Wurzeln?

Die Biologin Simard geht hier einige Schritte weiter. Im Buch »Memory and Learning in Plants« schreibt sie: »Diese Verhaltensweisen der Bäume haben kognitive Qualitäten und umfassen Fähigkeiten wie Wahrnehmung, Lernen und Gedächtnis (…)« Sie ist gar der Meinung, dass die Topologie von Mykorrhiza-Netzwerken denen neuronaler Netzwerke ähnelt. Mehr noch: Es gebe bestimmte Muster und Eigenschaften in diesen Strukturen, die auch für Intelligenz wichtig sind. Man erkenne zunehmend an, schreibt die Forscherin sinngemäß, dass Pflanzen Entscheidungen treffen und Handlungen ausführen und so Eigenschaften von Intelligenz aufweisen, wie es normalerweise nur Menschen oder vielleicht Tieren zugeschrieben wird.

Dass eine solche Sichtweise nicht abwegig ist, glaubt auch Baluška. Der Molekularbiologe erforscht die Wurzelspitzen von Pflanzen. Für ihn ist das der essenzielle Teil in diesem gesamten unterirdischen Netzwerk. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts hat Charles Darwin vorgeschlagen, dass die Wurzelspitze wie ein Gehirn eines niederen Lebewesens funktioniere. Und tatsächlich konnte Baluška gemeinsam mit Kollegen zeigen, dass sich in den Wurzeln eine neuronale Zone befindet, die ähnlich wie auch die Nervenzellen im Gehirn Signale verarbeitet und weiterleitet: die Wurzelspitzenzellen kommunizieren – wie ein neuronales Netzwerk von Tier und Mensch – über eine Art Aktionspotenzial miteinander. Manche Neurone oszillieren auf eine Art und Weise, wie man es auch im Gehirn des Menschen beobachtet hat.

Insgesamt sei das Prinzip der Funktionsweise natürlich trotzdem anders, betont Baluška – was unter anderem mit den Anforderungen zusammenhängt, denen die Wurzeln gerecht werden müssen: Ihre »offensichtliche Aufgabe ist es, Wasser und Nährstoffe zu finden«, sagt der Biologe. Zu diesem Zweck messen bestimmte Zellen in der Wurzelspitze ständig mindestens 20 verschiedene Parameter in der Umgebung, darunter Feuchtigkeit, Lichtstärke oder Sauerstoffgehalt. Und diese große Menge an sensorischen Informationen der Wurzelkappe müssen zum einen verarbeitet und gespeichert werden, damit die Pflanze reagieren kann, also zum Beispiel in eine geeignete Richtung wachsen. Daneben deute jedoch vieles darauf hin, so Baluška, dass die Wurzelspitze, insbesondere die neuronale Zone, für die zielführende Invasion der Pilze wichtig ist. Auch für die anschließende Wechselwirkung und Interaktion mit den Pilzen seien vermutlich diese Strukturen ausschlaggebend.

Baluška reichen die Erkenntnisse der letzten 20 Jahren, um mit gutem Grund sagen zu können, dass die Wurzelspitzen eine Struktur beheimaten, die einem Gehirn zumindest in manchen Punkten ähnelt und es den Pflanzen ermöglicht, aktiv zu agieren. Innerhalb der Wissenschaftsgemeinde stoßen solche Gedanke größtenteils noch auf Ablehnung. Baluška bedauert diesen Umstand. Das Wurzel-Pilz-Netzwerk würden die meisten weiterhin in erster Linie bezüglich des Austauschs von Nährstoffen erforschen. An seiner Meinung ändert das nichts: Der Molekularbiologe ist sich sicher, dass die Pflanzen darüber auch Informationen weitergeben. Bäume sprechen vielleicht nicht wie im Märchen – sie kommunizieren aber womöglich tiefgründiger, als wir zu wissen glaubten.

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https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2018-11/fehlbildungen-neugeborene-kindermedizin-frankreich-schwangerschaft-pestizide-umweltgifte/komplettansicht

Fehlbildungen bei Neugeborenen: Schädigen Pestizide die Babys schon im Bauch?

Drei Landstriche in Frankreich. Wenige Tausend Einwohner. Und seit Jahren immer wieder Neugeborene ohne Arme oder Hände. Erst jetzt fiel es auf – und alle sind ratlos.
Fehlbildungen bei Neugeborenen: Dieses Baby wurde gesund geboren. In Frankreich häufen sich seit Jahren in drei Départements Fälle, in denen Neugeborenen eine Hand oder die Arme fehlen.
Dieses Baby wurde gesund geboren. In Frankreich häufen sich seit Jahren in drei Departements Fälle, in denen Neugeborenen eine Hand oder die Arme fehlen. © Jessica Love/plainpicture

25 Neugeborene, denen mindestens eine Hand, ein Unterarm oder ganze Arme fehlen. Zur Welt gekommen innerhalb von 15 Jahren in Ain, Loire-Atlantique und Morbihan, drei der 101 Departements Frankreichs. Das klingt nach wenigen und zufälligen Einzelschicksalen und deckt sich eigentlich mit der normalen Fehlbildungsrate. Und doch spricht die französische Gesundheitsbehörde Santé publique France (SPF) nun von „statistisch auffälligen“ Häufungen.

Der Grund: Alle Mütter der betroffenen Neugeborenen wohnten nah beieinander, in kleinen Dörfern auf dem Land. Deshalb wird jetzt, Jahre nach den ersten Anzeichen, nach Gründen gesucht: Was könnte Babys schon im Mutterleib geschädigt haben? Waren es womöglich Pestizide von den Feldern, giftige Rückstände aus der Nahrung oder unsichtbare Schadstoffe aus der Luft?

Frankreichs Gesundheitsministerin Agnès Buzyn hat den Verdacht, ein Umweltgift könne die Ursache sein, nun durch öffentliche Aussagen geschürt: Die hohe Anzahl von Kindern mit fehlenden Armen oder Händen könne möglicherweise mit Mitteln in der Landwirtschaft zusammenhängen. Auf der Suche nach der Ursache wolle man keine Richtung ausschließen. Möglicherweise sei die Spur in der Umwelt zu suchen. „Vielleicht liegt es an etwas, das die Schwangeren gegessen, getrunken oder eingeatmet haben,“ sagte die Ministerin. Zum jetzigen Zeitpunkt wisse man das nicht.

Niemand weiß genau, wo Fehlbildungen wie oft auftreten

Erst kürzlich war bekannt geworden, dass allein in einem Umkreis von 17 Kilometern um das westfranzösische Dorf Druillat im Departement Ain in den Jahren 2000 bis 2014 18 Kinder zur Welt gekommen waren, denen mindestens eine Hand oder ein Arm fehlte. Ein weiterer Verdachtsfall aus Ain, den die Zeitung Le Monde öffentlich gemacht hatte, wird nach Behördenangaben noch geprüft. Hinzu kommen vier Fälle aus der kleinen Bretagneregion Morbihan (dort kamen die Kinder in den Jahren 2011 bis 2013 zur Welt) und drei aus der benachbarten Region Loire-Atlantique, geboren 2007 und 2008.

Bei dem Versuch, die aktuell bekannt gewordenen Fälle statistisch seriös einzuordnen, offenbart sich in Frankreich ein Problem, das in Deutschland ebenso besteht: Es fehlt eine landesweite zuverlässige und rasche Erfassung aller Neugeborenen mit Fehlbildungen. Nur mit so einem nationalen Register jedoch könnten bedenkliche Entwicklungen in bestimmten Regionen schneller entdeckt werden. Außerdem sind mögliche Schadstoffe in der Umwelt, die Föten im Mutterleib schädigen können, offenbar noch zu wenig erforscht.

Für den aktuellen Fall bedeutet das: Ganze zehn Jahre lang fiel den französischen Behörden die lokale Häufung der betroffenen Kinder nicht auf – bis ein Gynäkologe nach zwei Geburten von Säuglingen, denen Arme fehlten, das Registre des Malformations en Rhône-Alpes, kurz Remera, alarmierte. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieses öffentlich finanzierten Registers für kindliche Fehlbildungen allein für das Département Ain hatten schon 2015 einen Bericht für die in Paris ansässige nationale Gesundheitsbehörde (SPF) über sieben registrierte Fehlbildungen verfasst. Darin stand: „Die wahrscheinlichste Hypothese ist, dass die betroffenen Schwangeren einer „Substanz in der Landwirtschaft oder der Tiermedizin“ ausgesetzt wurden.

Ein Faktor, der bislang aber nicht untersucht wurde. Laut der betroffenen Eltern nahmen die Behörden nach der Geburt vor allem das Verhalten der Mütter unter die Lupe – etwa, welche Gesichtscremes sie während der Schwangerschaft benutzten, welche Putzmittel sie verwendeten und was sie gegessen hätten. Mögliche Schadstoffe aus der Umwelt seien zu wenig beachtet worden. „Wir fordern eine tiefergehende Untersuchung“, sagte Isabelle Taymans-Grassin im französischen Radio. Sie ist die Mutter eines Mädchens, das ohne linken Unterarm geboren wurde.

Ihre Tochter ist inzwischen sieben Jahre alt. Bis heute hat der französische Staat ihrer Fehlbildung keine besondere Beachtung geschenkt. So wie ihr ging es mehreren Familien in Frankreich. Doch die Eltern fingen an, sich zu vernetzen. Im Laufe der Jahre lernten sich Väter und Mütter in den entsprechenden Kommunen kennen – in den betroffenen Dörfern leben nur wenige tausend Menschen. Und sie stellten fest: Viele Schwangere wohnten oder wohnen noch heute an Feldern, auf denen Raps oder Sonnenblumen angebaut wurden. Als die Regierung schließlich Kündigungsbriefe an die Mitarbeiter von Remera verschickte und das lokale Register in diesem Herbst aus Spargründen geschlossen werden sollte, wehrten sich die Eltern öffentlich, wandten sich an Zeitungen, das Radio und ans Fernsehen. Erst dadurch wurden ihre Kinder neu gezählt und registriert. Plötzlich fand die Gesundheitsbehörde SPF elf weitere Kinder mit Fehlbildungen in der Region Ain. Und schließlich wurde auch die Gesundheitsministerin Agnès Buzyn aktiv. „Es ist inakzeptabel für die Eltern und unser Land, nicht zu wissen, warum Babys ohne Arme und Beine geboren werden“, hieß ihre neue Losung.

Alkohol oder Medikamente? In diesen Fällen ausgeschlossen

Tatsächlich wissen Forscherinnen und Forscher bei weniger als der Hälfte aller Fehlbildungen, warum sie entstanden sind. Der Wiesbadener Mediziner Klaus-Michael Keller gab 2015 auf einem Kongress des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte an, dass man bei rund 60 Prozent der sogenannten größeren Fehlbildungen nicht die Ursache kenne. Die restlichen 40 Prozent seien genetisch bedingt oder durch einen Virus ausgelöst. Genau diese erblichen oder viralen Ursachen wurden bei den französischen Eltern ausgeschlossen, ebenso wie Medikamente oder Alkohol.

Überraschenderweise werden weder in Frankreich noch in Deutschland Neugeborene mit Fehlbildungen übers ganze Land hinweg registriert. Dabei hätten beide Staaten aus der Geschichte lernen können: Die Schädlichkeit des Schlafmittels Contergan wurde auch erst offensichtlich, als die Fälle zusammengeführt wurden. In den Jahren von 1958 bis 1962 waren weltweit bis zu 10.000 Kinder mit Fehlbildungen geboren worden, nachdem ihre Mütter in der Schwangerschaft das Mittel genommen hatten.

Trotzdem decken heute in Frankreich sechs Register nur rund 19 Prozent des gesamten Landes ab – das ist aber noch mehr als in Deutschland. Hier gibt es offenbar nur in Sachsen-Anhalt eine eigene Meldestelle, also nur für rund zwei Prozent aller Neugeborenen.

Überraschung über Spekulationen

Vielleicht klafft diese Lücke auch, weil sich niemand wirklich zuständig fühlt. Das Berliner Gesundheitsministerium gibt zum Beispiel an, keine Informationen über die Anzahl der Betroffenen in Deutschland zu haben, eine landesweite Zählung gäbe es nicht – und verweist auf das Bundesumweltministerium. Dies wiederum sieht die Zuständigkeit beim Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Das Institut berät die Bundesregierung in Fragen zum gesundheitlichen Verbraucherschutz. ZEIT ONLINE bat das BfR auf Nachfrage dann aber um Verständnis dafür, dass man sich ohne ausreichende Hintergrundinformationen nicht an der öffentlichen Diskussion über mögliche Ursachen der Fälle in Frankreich beteiligen könne. Ähnlich der Tenor aus anderen Berliner Behörden und Ministerien: Man wolle sich derzeit nicht äußern und sei überrascht, dass sich die französische Ministerin so weit aus dem Fenster lehne und über mögliche Ursachen in der Landwirtschaft spekuliere.

In Frankreich immerhin soll es bald eine Karte für das ganze Land geben, auf der Fälle von Fehlbildungen erfasst und vermerkt werden. Und noch eine neue Untersuchung seitens der Behörden kommt hinzu, diesmal für Tiere. Denn inzwischen haben sich Veterinäre zu Wort gemeldet: Kälber und möglicherweise auch Hühnerküken ohne Gliedmaßen sollen auffällig häufig in den gleichen drei landwirtschaftlich genutzten Gebieten geboren worden sein, in denen die Mütter der betroffenen Kinder lebten. Die gehen längst in Kitas oder zur Schule, lernen von klein auf teils mit nur einer Hand, einem Arm oder allein mit ihren Füßen zu greifen, zu malen oder zu schreiben. Während sie mit ihrem Handicap längst groß werden, hat Frankreichs Staat gemerkt, dass sie überhaupt existieren.

Korrekturhinweis: In einer früheren Version des Textes wurden in den ersten beiden Absätzen irreführende statistische Vergleiche gezogen. Diese haben wir aus Gründen der Verständlichkeit vereinfacht. Die Redaktion

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http://www.faz.net/aktuell/wissen/leben-gene/wie-die-gefahren-der-kuenstlichen-befruchtung-verharmlost-werden-15872749.html?premium

Künstliche Befruchtung : Was soll hier schon schiefgehen?

Ganz hohe Kunst: Wenn gar nichts mehr klappt, muss ein einziges Spermium eben reichen Bild: SPL

Die Zeugung im Labor ist nahezu Routine geworden. Von Schäden beim Nachwuchs war bislang nicht die Rede. Erst jetzt fangen Mediziner an, genauer hinzusehen.

Einmal im Jahr kommt die Gemeinde der Fortpflanzungsmediziner beim Treffen der European Society of Human Reproduction and Embryology zusammen. Dieses Mal fand es Anfang Juli in Barcelona statt. 12.000 Teilnehmer konnten unter anderem ein Fertility Festival besuchen, einen Wohltätigkeitslauf hinter sich bringen, bei Fingerfood, Livemusik und Drinks bis zum Abwinken soziale Kontakte pflegen und mehr als tausend Vorträge und Präsentationen über sich ergehen lassen. Die mehr oder weniger ausnahmslos um die Frage kreisten: Wie können wir unsere Erfolgsquote noch steigern?

Jörg Albrecht

Verantwortlich für das Ressorts „Wissenschaft“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Man kann nicht sagen, dass das bislang misslungen wäre. Das erste Retortenbaby kam 1978 zur Welt. Seitdem sind mehr als acht Millionen Kinder mit Hilfe assistierter Reproduktionstechnik gezeugt worden. Die weitaus meisten von ihnen kamen gesund zur Welt. Aber es gab auch Komplikationen. Eine Studie australischer Mediziner gelangte vor vier Jahren zu dem Ergebnis, dass Retortenkinder im Vergleich zu anderen Neugeborenen doppelt so häufig eine Frühgeburt erleben; das Risiko einer Totgeburt steigt ebenfalls um das Zweifache, Missbildungen scheinen ähnlich gehäuft vorzukommen. Wie viele Schäden sich erst nach der Geburt und im späteren Leben manifestieren, weiß man nicht. Es existiert kein nationales und erst recht kein internationales Register, in dem das alles verlässlich erfasst würde.

In den Anfangsjahren war die Freude darüber, dass es im Reagenzglas klappt, zu lebhaft, als dass man sich groß Gedanken gemacht hätte. Erst als die Zahl der In-vitro-Fertilisationen in die Millionen ging, besann man sich und sammelte in nennenswertem Umfang Daten. Aber Langzeitstudien blieben rar, und bis heute fehlt es an statistisch gesicherten Erkenntnissen. Selbst ambitionierte Vertreter des Faches stellen sich gelegentlich die Frage, ob die Nachhilfe in Sachen Befruchtung, abgekürzt „ART“, tatsächlich schon eine Wissenschaft oder nicht vielmehr eine ärztliche Kunst geblieben ist, die nur mit etwas Glück zum Erfolg führt. Immerhin sind von zehn Versuchen, eine Schwangerschaft auf künstlichem Wege herbeizuführen, im Durchschnitt bloß drei oder vier von Erfolg gekrönt.

Das hört sich zunächst niederschmetternder an, als es ist. Selbst bei einer herkömmlichen Zeugung per Geschlechtsverkehr liegt die monatliche Chance für Paare ohne besondere Fruchtbarkeitsprobleme nur bei 25 Prozent. Kommt es dabei zur Konzeption, gehen schätzungsweise die Hälfte aller Embryonen in den ersten Wochen danach spontan verloren. Zu den häufigsten Ursachen von Frühaborten zählen Chromosomenstörungen, meist treten einzelne Chromosomen in Über- beziehungsweise Unterzahl auf. Solche massiven Anomalien im Erbgut sehen auch die Reproduktionsmediziner. Viele von ihnen ziehen daraus den Schluss, dass es kaum einen Unterschied gibt zwischen natürlicher und assistierter Fortpflanzung. Die unterschwellige Botschaft an die Eltern lautete bislang: Wenn etwas schiefgeht, liegt es an euch. An eurem Alter, an euren Genen, an der mangelnden Qualität der Samen- und Eizellen. Die Technik selbst, hieß es, habe praktisch keinen Einfluss auf das Wohlergehen der Laborkinder.

Gefahr von verdeckten Defekten

Man muss da freilich differenzieren. Die Methoden unterscheiden sich erheblich. Liegt eine Unfruchtbarkeit beim Mann vor, reicht das von der einfachen Insemination der Frau mit Spendersamen über die Vereinigung von Ei und Samen in vitro bis zur Intracytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI), bei der das Ei unter dem Mikroskop mit einer einzigen Samenzelle befruchtet wird. Die kann, falls der Mann nicht imstande ist, reifen Samen zu produzieren, auch in unreifem Zustand aus dem Hoden oder dem Nebenhoden gewonnen werden. Selbst unbewegliche Spermien, die noch keine Geißel besitzen, erhalten auf diesem Wege eine Zeugungschance. Inzwischen wird sogar mit Mikrorobotern experimentiert, die schlappe Samenzellen mittels Magnetkraft ins Ziel bringen sollen.

Derartige Kunststücke stoßen nicht nur auf Beifall. Die mit dem Büchnerpreis ausgezeichnete Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff beispielsweise erregte sich vor vier Jahren öffentlich über das gegenwärtige „Fortpflanzungsgemurkse“, das in ihren Augen zweifelhafte Geschöpfe produziert, „halb Mensch, halb künstliches Weißnichtwas“. Ein weniger hysterischer Einwand könnte lauten, dass die Mediziner tatsächlich dabei sind, Barrieren einzureißen, die von der Natur aus gutem Grund errichtet wurden. Wenn sich der ersehnte Nachwuchs partout nicht einstellen will, kann es ja sein, dass die Eltern Erbanlagen besitzen, deren Kombination zu schweren Entwicklungsstörungen führen würde. Bei der ICSI-Methode steht zudem die Frage im Raum, ob die Auslese geschwächter Spermien nicht versteckte Defekte ans Tageslicht befördert.

Als das Verfahren 1997 in den Leistungskatalog der Krankenkassen aufgenommen werden sollte, verlangte der Gemeinsame Bundesausschuss, dass es zuvor drei Jahre lang auf Unbedenklichkeit überprüft werden müsse. Eine Studie der Universitätsklinik Lübeck kam damals zu dem Schluss, dass sich das relative Risiko einer Fehlbildung wahrscheinlich etwas erhöht, und zwar um gut ein Fünftel. Die Spermieninjektion wurde trotzdem 2002 amtlicher Bestandteil der Richtlinien über künstliche Befruchtung, die Ärzte wurden dazu verpflichtet, bei der Beratung von Ehepaaren auf mögliche Gefahren hinzuweisen.

Gefahr von Behinderungen neunmal höher

Indizien gab es bereits. Humangenetikern war aufgefallen, dass nach einer ICSI-Behandlung mehr Kinder mit dem seltenen Beckwith-Wiedemann-Syndrom geboren wurden, als statistisch zu erwarten gewesen wäre. Die Betroffenen leiden unter Riesenwuchs, der mit Organschäden und erhöhter Tumoranfälligkeit einhergeht. Auch gab es einige Fälle des Angelman-Syndroms, einer Krankheit, die nach dem britischen Kinderarzt Harry Angelman benannt ist und ebenfalls äußerst selten auftritt; die Patienten neigen zu unmotivierten Lachanfällen, sind geistig behindert und kaum imstande, sich sprachlich zu artikulieren. Beide Syndrome lassen sich auch durch genetische Mutationen erklären, die mit dem Prozedere der künstlichen Zeugung ursächlich nichts zu tun haben. Aber als man begann, genauer hinzusehen, stieß man auf einen zweiten möglichen Mechanismus. Ei- und Samenzellen durchlaufen vor der Befruchtung normalerweise mehrere Reifephasen, bei denen die Gene der Mutter und des Vaters unterschiedlich markiert werden. Bei diesem „Imprinting“ (Prägung) genannten Vorgang wird in der Regel jeweils eine Variante stillgelegt In den Spermien geschieht das relativ früh, Eizellen hingegen durchlaufen den Prägungsprozess bis zum Zeitpunkt der Empfängnis und darüber hinaus. Das alles vollzieht sich auf natürlichem Wege in einem Milieu, das darauf physiologisch exakt zugeschnitten und bei weitem noch nicht in allen Einzelheiten erforscht ist.

1978 in Oldham, Großbritannien: Louise Joy Brown, der erste durch In-Vitro-Fertilisation gezeugte Mensch, kurz nach ihrer Geburt. Bilderstrecke
Künstliche ’Befruchtung : Kinder aus der Retorte

Im Labor sieht das anders aus. Ei- und Samenzellen schwimmen in Nährmedien, deren Zusammensetzung von Klinik zu Klinik variiert, das Rezept wird von den Herstellern häufig geheim gehalten. Die empfindlichen Zellen werden mikrochirurgischen Manipulationen unterworfen, unter Umständen eingefroren und wieder aufgetaut, hohen Sauerstoffkonzentrationen und anderen Faktoren ausgesetzt, mit denen sie bei einer natürlichen Empfängnis niemals konfrontiert würden. Dass es in dieser artifiziellen Umgebung leichter zu Imprinting-Fehlern kommen kann, ist kein Wunder. Heute besteht weitgehend Einigkeit darüber, dass die Mehrzahl der Beckwith- und Angelman-Syndrome nach einer IVF-Behandlung auf Pannen bei der Prägung des Erbgutes zurückzuführen ist. Soweit die Zahlen das überhaupt zulassen, schätzt man in diesen Fällen das absolute Risiko, ein behindertes Kind zur Welt zu bringen, auf eins zu viertausend, was etwa neunmal so hoch ist wie in der übrigen Bevölkerung, aber immer noch recht gering.

Damit könnten viele Eltern und wohl die meisten Fortpflanzungsmediziner leben. Doch nach den ersten Verdachtsfällen kam schon einmal die Befürchtung auf, man beobachte „möglicherweise nur die Spitze des Eisberges“, wie es seinerzeit im Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie hieß. Seitdem ist mehr als ein Jahrzehnt vergangen, und es existiert immer noch kein klares Bild. Eine Häufung schwerer Krankheitsbilder ist zwar ausgeblieben. Aber unterhalb des Radars könnten sich subtilere Schäden und Langzeitfolgen verbergen. Die erste Generation der Retortenkinder hat gerade mal das vierzigste Lebensjahr erreicht, die ICSI-Sprösslinge stecken großenteils noch in den Kinderschuhen oder in der Pubertät. Die Handvoll Studien, die den Anforderungen an evidenzbasierte Medizin halbwegs genügen, lassen sich an den Händen abzählen.

„Gefäßwände wie bei langjährigen Rauchern“

Eine davon geriet unlängst ins Sperrfeuer zwischen Experten und Öffentlichkeit. Der Schweizer Kardiologe Urs Scherrer vom Inselspital Bern hatte die Gefäße und den Blutdruck von Jugendlichen untersucht, die nach einer IVF-Behandlung zur Welt gekommen waren. Im Vergleich zu ihren auf natürlichem Wege gezeugten Altersgenossen wiesen sie signifikant schlechtere Werte auf. Bereits im Kindesalter hätten ihre Gefäßwände ausgesehen wie die von langjährigen Rauchern, sagt Scherrer, der die Entwicklung seit Jahren verfolgt. Die jüngste Arbeit seines Teams erschien Anfang September im Journal of the American College of Cardiology. Darin äußern die Autoren die Vermutung, dass die Ursache im Kulturmedium zu suchen sei, worin die befruchteten Eizellen tagelang heranwachsen, ehe sie in den Uterus verpflanzt werden.

Mehrere Medien berichteten darüber, teils in zugespitzter Form. Auch die F.A.Z. veröffentlichte im Oktober eine kritische Einschätzung. Als der Artikel online ging, stieß er auf ein ungewöhnlich großes Echo. Ein Online-Bericht der Zeit erntete mehr als sechshundert Leserzuschriften und Nachfragen besorgter Eltern. Die Redaktion sah sich veranlasst, ein Interview nachzureichen, das die ursprüngliche Darstellung relativierte. In Fachkreisen war man dennoch empört und sprach von unseriösem Sensationsjournalismus.

Nun ist es in der Reproduktionsmedizin nicht unüblich, Erfolgsmeldungen grundsätzlich zu begrüßen und negative Resultate sehr viel stärker in Frage zu stellen, als das eventuell angebracht wäre. Die assistierte Fortpflanzung ist nicht zuletzt ein Geschäft, von dem die Kliniken gut leben. Die vergleichsweise aufwendige und teure intracytoplasmatische Sameninjektion wird inzwischen in einem Ausmaß praktiziert, das jeder medizinischen Notwendigkeit Hohn spricht. Ursprünglich als letzter Ausweg in ansonsten hoffnungslosen Fällen gedacht, ist das ICSI-Verfahren fast zur Standardtherapie geworden. In Europa wird die Technik annähernd doppelt so häufig eingesetzt wie eine gewöhnliche In-vitro-Befruchtung, in Lateinamerika sechsmal so oft und in Israel beinahe zu hundert Prozent.

Dass sie Barrieren überwindet, die von Natur aus vorgegeben sind, kann man der modernen Medizin nicht zum Vorwurf machen. Der Impetus, auch scheinbar Unmögliches zu schaffen, ist wesentlich für den medizinischen Fortschritt gewesen, ohne ihn gäbe es keine Organtransplantationen und keine Hoffnung im Kampf gegen Krebs. Nur eines sollte immer ehrlich kommuniziert werden: Es gibt kein ärztliches Handeln ohne Nebenwirkungen. Wo es um das Schicksal kommender Generationen geht, wiegt diese Regel besonders schwer.

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siehe auch  „Jörg Spitz“  – „Vitamin D“ – „EPI-GENETIK“

e.com/watch?v=6Dxg4Z3Fslo

Das „Natur-Defizit Syndrom“ – Interview mit Prof. „Dr. Jörg Spitz“ | Folge #100

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om/watch?v=Mg0KbkQS40s

Endlich raus aus der Zuckersucht – Interview mit ZuckerMonster.com mit „Ilga Pohlmann“| Folge #122 

 

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Die „MONSATAN-MANIPULATIONs-MASCHINE“ STOPPEN

GEGEN das SCHWINDEN der VIELFALT des „MIKRO-BIOMs“ – – – – DAS „MIKRO-BIOM SCHÜTZEN“ – – – Das BEDEUTET: SOFORT „MONSATAN-BAYER“ ABSCHAFFEN das sind die Wahren  „ÜBEL-TÄTER“ und DIESE ENDLICH zur VERANTWORTUNG ZIEHEN LASSEN!!!!!!!!

siehe auch „Das MIKRO-BIOM“ – „Monika Krüger“ – „Es gibt ein ANTI-BIOTIKA“ namens „GLYPHOSAT“ – US 7771736 B2

aus dem TEXT: … sind schwere Darmentzündungen mit dem Erreger >>>>Clostridium difficile.<<<< Bei zahlreichen Patienten ist die Flora des Darms derart beschädigt, dass sie sich nicht mehr erholt und die Clostridien weiter wüten können. Erst ein neues Mikrobiom durch eine Fecal Microbiota Transplantation (FMT), zu Deutsch Kottransplantation, verschafft mit großer Wahrscheinlichkeit Heilung. ……………

https://www.sueddeutsche.de/wissen/mikrobiologie-forscher-arbeiten-an-der-globalen-kot-biobank-1.4200706

Mikrobiologie

Forscher arbeiten an der globalen Kot-Biobank

Die Kot-Biobank soll an einem geschützten Ort untergebracht werden, ähnlich wie die Saatgut-Bank Seed Vault auf Spitzbergen.(Foto: dpa)
  • Das Global Microbiome Conservancy (GMC) Projekt will das sogenannte Mikrobiom erforschen und erhalten.
  • Dazu haben die Forscher bereits Stuhlproben mit 11 000 verschiedenen Bakterienstämmen gesammelt.
  • Hintergrund ist, dass die mikrobielle Vielfalt im Inneren des Menschen schwindet, mutmaßlich verursacht durch westliche Ernährung und Lebensweise.
  • Ob mit der geplanten Biobank wie erhofft medizinische Fortschritte erzielt werden können, ist bislang unklar.
Von Kathrin Zinkant

Viele Bewohner der westlichen Hemisphäre dürften schon bei der Vorstellung dieser Situation pikiert sein: Da klingelt jemand an der Tür, hält einem eine kleine blaue Plastikschüssel hin – und bittet darum, das Behältnis mit etwas Kot zu befüllen.

Doch gibt es Menschen, in Ruanda oder Ghana zum Beispiel, die lachen drüber und kommen der Bitte um eine Probe ihrer festen Ausscheidungen tatsächlich nach. Sie leisten damit ihren Beitrag zu einem Projekt, das bald weltumspannende Dimensionen annehmen soll: Das Global Microbiome Conservancy (GMC) hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Vielfalt der bakteriellen Besiedlung menschlicher Därme – das sogenannte Mikrobiom – sowohl zu erforschen als auch zu erhalten.

Aus 34 Ländern und insbesondere aus Kulturen, die noch keinen industriellen Lebensstil pflegen, sollen Stuhlproben gesammelt, Bakterienstämme isoliert und genetische Analysen angefertigt werden, heißt es in einem Bericht des Wissenschaftsmagazins Science. 11 000 solcher Stämme aus sieben Ländern hat das GMC bereits beisammen.

Die Proben werden analysiert und konserviert. Was noch fehlt, ist ein Aufbewahrungsort

Als Grund nennen die beteiligten Wissenschaftler den bereits fortschreitenden Verlust von Biodiversität im Innersten des menschlichen Körpers, mutmaßlich verursacht durch westliche Ernährung und Lebensweise. Man will retten, was noch zu retten ist – auch um die Folgen des Verlusts genau untersuchen zu können. Das Mikrobiom des Menschen, das aus 100 Billionen Bakterien besteht, vornehmlich im Darm angesiedeltist und fast zwei Drittel zur Trockenmasse des menschlichen Stuhls beisteuert, ist in den vergangenen Jahren in den Fokus der Forschung geraten. Man vermutet, dass die heimlichen Bewohner erhebliche Bedeutung für die Gesundheit haben. Deshalb werden die Stuhlproben des GMC nicht nur gesammelt und analysiert, sondern auch dauerhaft konserviert, bei minus 190 Grad Celsius. Noch gesucht, aber geplant ist ein geschützter Ort, vergleichbar mit der in Spitzbergen angesiedelten Pflanzensamenbank Seed Vault, der das bakterielle Vermächtnis der Menschheit auf ewige Zeiten sichert.

Ob die Sammlung über reine Forschungsperspektiven hinaus einen medizinischen Nutzen haben wird, ist derzeit allerdings fraglich. Viele Hinweise darauf, dass die bakteriellen Bewohner des Darms einen neuen Zugang zu einer Vielzahl von Körperfunktionen oder sogar zur menschlichen Psyche bieten und diese sich via Mikrobiom verändern lassen, haben sich als nicht haltbar erwiesen. Die einzige Indikation, für die das Mikrobiom in seiner bodenständigsten Form tatsächlich Heilung verspricht, sind schwere Darmentzündungen mit dem Erreger Clostridium difficile. Bei zahlreichen Patienten ist die Flora des Darms derart beschädigt, dass sie sich nicht mehr erholt und die Clostridien weiter wüten können. Erst ein neues Mikrobiom durch eine Fecal Microbiota Transplantation (FMT), zu Deutsch Kottransplantation, verschafft mit großer Wahrscheinlichkeit Heilung. Inzwischen ist die FMT die bevorzugte Methode, um eine komplizierte Clostridieninfektion zu therapieren. Gegen alle anderen Leiden hilft sie nicht.

500 bis 1000 verschiedene Bakterienstämme

Dass die Forschung im Rahmen des Global Microbiome Conservancy daran noch viel ändern wird, bezweifeln Experten. „Für den Erkenntnisgewinn ist diese Bank ein tolle Sache, es gibt ja inzwischen viele Ansätze dieser Art, um das Zusammenspiel von Ernährung, Mikrobiom und Gesundheit zu erforschen“, sagt Paul Enck von der Universität in Tübingen. Der Darmexperte und Psychophysiologe sieht aber bislang kaum Anlass für die Hoffnung, das Mikrobiom in seiner Komplexität zu verstehen und dieses Wissen auch nutzen zu können. So hätten jüngste Forschungen gezeigt, dass Bakterienstämme einzeln betrachtet etwas völlig anderes mit Nahrungssubstraten anstellen als in einer Lebensgemeinschaft mit anderen Bakterien. „Wenn man bedenkt, dass in einem menschlichen Darm 500 bis 1000 verschiedene Bakterienstämme leben, kommt man auf eine astronomische Zahl von Kombinationen, die alle einzeln untersucht werden müssten, um zu erkennen, welche Zusammensetzung gesundheitlich von Vorteil wäre“, sagt Enck.

Die perfekte Bakterienbesiedelung des Bauchs gibt es wohl ohnehin nicht, und Fachleute raten auch dringend davon ab, selbst zur Tat zu schreiten. Do-it-yourself-Transplantationen mit Kochsalzlösung, Küchenmixer und dem Stuhl eines Verwandten – oder des Hadza-Stamms aus Tansania, der angeblich ein besonders gesundes „Ur-Mikrobiom“ besitzt – werden im Internet zwar angepriesen, beschrieben und propagiert. Sie sind jedoch medizinisch sinnlos und vor allem gefährlich. Ohne ärztliche Begleitung können fremde Stuhlproben aufgrund von krankmachenden Viren, Pilzen und unverträglichen Bakterien zu dramatischen gesundheitlichen Konsequenzen führen. Enck kann sich höchstens vorstellen, dass sich zum Beispiel Fernreisende Eigenstuhlproben einfrieren. Sollten sie sich unterwegs eine schwere Darminfektion einhandeln, wissen sie wenigstens, womit sie ihren Status quo von vor der Reise wiederherstellen.

Wie der Mensch von seinen Bakterien abhängt

Jeder von uns beherbergt Billionen Mikroben. Mehr und mehr zeigt sich, dass diese Untermieter nahezu alle körperlichen Regungen beeinflussen. Von Hanno Charisius mehr…

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ube.com/watch?v=XiBlkG_s4rc

Glyphosat tötet gesundheitsfördernde Bakterien ab

Rinder-Sterben

Prof „Monika Krüger“ – ab Minuten 7:00  – Clostridium botulinum – gesundheitsfördernde Bakterien werden abgetötet

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GLYPHOSAT wirkt „ANTI-BIOTISCH“ – US patent „7,771, 736 B2“ (2010) _“Hensel“ -„BfR“

Mikro-Biologin“ – „Monika Krüger“ – aus dem VIDEO unten: ab Minuten 26:44 –  Glyphosat – Hemmung des „Shikimate-Pathway“ (Shikimisäure-Stoffwechselpfad)„Pflanzen-Stoff-Wechsel“ (Bakterien, Pilze, Algen, Protozoen) und blockiert  somit die Bildung von  „Drei essentiellen Amino-Säuren“ (Tryptophane – Phenylalanine – Tyrosine z.B. „Vitamin E“) welche  Menschen und Tiere nicht selbst produzieren können  – „Mikro-Organismen“ die sich im „Magen-Darm-Trakt“ des Menschen befinden haben ebenfalls diesen „Stoff-Wechsel-Weg“ –  z.B. entsteht dadurch „Vitamin K – Mangel“ bei Rindern ist die Folge „Nasen-Bluten“

Link für die Unterlagen zu diesem Vortrag:   http://www.havelland.de/fileadmin/dateien/amt66/Bilder/Klimaschutz/Regionale_Aktivitaeten/Humustage_2016/Krueger_Glyphosat_2016_96dpi.pdf

Monika Krüger: Das Umweltgift Glyphosat und Glufosinat Herbizide mit Nebenwirkungen

Kraft-Futter ist mit „Gen-Tech“ kontaminiert – „chronischer Botulismus“„Ursachen-Forschung“ „Neuro-Toxin“ „Lähmung des Zwerchfells“
„chronischer Botulismus“: Tiere sterben verzögert
„Agro-Chemie“
Amino-Säure wird Phosphon-Säure
ab Minuten 26:00 – Glyphosat blockiert „Pflanzen-Stoff-Wechsel“ (Bakterien, Pilze, Algen, Protozoen) und blockiert  somit die Bildung von  „Drei essentiellen Amino-Säuren“ (Tryptophane – Phenylalanine – Tyrosine z.B. „Vitamin E“) welche  Menschen und Tiere nicht selbst produzieren können
„Chorismate“:  „Vitamin K-MANGEL“?!
Glyphosat – herbizider Wirkungsmechanismus – Hemmung des „Shikimate-Pathway“ (Shikimisäure-Stoffwechselpfad)Behindert alle Proteine und Wirkstoffe, die die „drei aromatischen Aminosäuren“ benötigen: Tannin, Lignin, Flavonoide etc, Wuchsstoffe
Vitamin-Mangel“ (auch Vitamin B 6/B12) wird durch Glyphosat verursacht
ab Minuten – 29:40 – Spuren-Element-Mangel wegen Glyphosat: – Glyphosatwirkung –  Starker Chelator (Fänger) , bindet zweiwertige Kationen –  bindet wichtige Spuren-Elemente wie: Mg, Ca, K, Zn, Co, Mn, Fe usw (Zink, Mangan, Kobalt ,Kupfer, Eisen usw.) – (bildet Komplexe mit Kationen ) – Kationen sind Spuren-Elemente (Mangel-Erscheinungen – Krankheiten)
Einfluss von Glyphosat auf Mikronährstoffaufnahme und Nährstofftranslokation in Pflanzen (Sonnenblumen)
„2013“: Einfluss von Glyphosat auf „Spuren-Element-Gehalt“ im Blutserum von Kühen (DK): Kobalt – Mangan (Aktivität der Mitochondrien) – Zink (z.B für Gehirn) – Selen

ab  Minuten 33:50 – Wirkung auf Mikro-Organismen
US patent „7,771, 736 B2“ (2010) – es wirkt Anti-Mikrobiell  – die „guten“ Bakterien werden vom Glyphosat attackiert (massive Störung des Gleich-Gewichts)

Bakterien besitzen 2 Formen von EPSPS
Klasse I: sensibel für Glyphosate in mikromolaren Konzentrationen
Sensibel
Lactobacillus spp.
Enterococcus spp.
Bifidobacterium spp
Bacillus spp
Klasse II: noch aktiv in Gegenwart von Glyphosat
Resistent
Salmonella Typhimurium
Salmonella Enteritidis
Salmonella Gallinarum
Clostridium tetani
Clostridium perfringens
Clostridium botulinum
Fusobacterium necropho
Einfluss von Glyphosat auf Boden-Mikro-Organismen – Fusarien

ab Minuten 48:37 – Toxizität von Glyphosat und Roundup auf HT29 – MTX Zellen – (48h) – Zytostatikum – „RoundUP“ ist 125 mal toxischer als der Wirkstoff „Glyphosat“

ab Minuten 55:30 – „USA“ extrem hohe Werte von Glyphosat im Urin (4mal bis 5mal so hohe Werte als in Europa) – „Kalifornien“

ab Stunden 1:09 – „Sri-Lanka“ hat Glyphosat verboten – USA „RoundUP“  – Thailand – „Brust-Krebs“ – „WHO“ –  „EPA“ (1985 Glyphosat krebseregend – 1991 wieder geändert?! )

ab Stunden 2:06 – ?POLITIK? – Deutschland – „MAIS-LANDSCHAFTEN“(BIO-GAS) – „MONO-Kulturen“ – „Futter-Mittel“ vom „Aus-Land“?! („?Gen-tech-Futter?“)

Glyphosat: Mangel an „aromatischen Aminosäuren“
1. Tryptophan: Serotonin – Melatonin
2. Tyrosin: Dopamin, Adrenalin, Melanin, Schilddrüsen-Hormon
3. Zerstörung der Cytochrome P450 (CYP)- Enzymen:
Aktivierung von Vitamin D, Abbau von Retinsäure (Abbauprodukt von Vit. A)
– Galleproduktion
– Detoxifizierung von Umweltgiften
– Stabilisierung von Blut (Hämorrhagien vs. Koagula)
Beeinflussung der Fruchtbarkeit
1. Aromatase ist ein CYP 450 Enzym, das Testosteron zu Östrogen
umwandelt (Fruchtbarkeit)
2. Spermien hängen von Cholesterolsulfat für Dekapitation und Fertilisation ab
3. Cholesterolsulfat-Synthese hängt von Cytochrom P450 (CYP)- Enzymen ab

4. Glyphosat zerstört die CYP-Enzymfunktion

Maßnahmen:

Bindung von Glyphosat durch „Huminsäuren“
Humin-Säuren: Natürliche Stoffe im Boden, die durch Abbau von Pflanzenmaterial sowie Metabolismus von Mikroorganismen entstehen
1. Langfristige Ziele
Wiederherstellung der Funktionalität der Kreislaufsysteme „Boden-Pflanze-Tier-Mensch“ durch Reduktion, besser Beseitigung der Glyphosat-Einträge in die Systeme.
2. Kurz-mittelfristige Ziele

Neutralisierung der G-Wirkung in den einzelnen Systemen durch geeignete Maßnahmen bei Tieren und Menschen (Einsatz von Huminsäuren/ Pflanzen – Kohle) Boden: Stoppen des G-Einsatzes, Ausbringen von Huminsäuren und PF-Kohle

 

„ÖKOLOGISCHE NAHRUNGs-MITTEL bevorzugen“

 

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https://www.diabetes-online.de/a/laubers-kolumne-glyphosat-ist-ein-antibiotikum-1858597

Hans Lauber

Lauber’s Kolumne

„Glyphosat ist ein Antibiotikum!“

Bild zu Lauber's Kolumne - „Glyphosat ist ein Antibiotikum!“ © Fotolia

Das umstrittene Pflanzengift wirkt wie Medikamente – und greift somit direkt in den menschlichen Stoffwechsel ein. Sagt der Arzt und Apotheker Dr. med. Siegfried Schlett im Gespräch mit unserem Autor Hans Lauber.

Hans Lauber: Was verstört Sie als Arzt und Apotheker an Glyphosat ganz besonders?

 

Dr. med. Siegfried Schlett: Das Herbizid hat sowohl eine Zulassung als Chelat-Bildner wie auch interessanterweise als Antibiotikum. Es handelt sich also ganz klar um ein Medikament, welches wir in unwahrscheinlich hohen Mengen von einigen tausend Tonnen auf den Äckern ausbringen mit unübersehbaren Konsequenzen für die Böden und das Grundwasser.

Was passiert?

 

Als Chelat-Bildner kann Glyphosat Metalle „einfangen“ und festhalten, was dazu führt, dass wichtige Nährstoffe und Spurenelemente wie Magnesium, Kobalt und Zink im Boden gebunden werden – was dann zu einer Mangelernährung bei den Pflanzen beitragen kann. Dramatisch sind auch die Glyphosat-Auswirkungen auf die Böden, die wir langfristig in ihrer Ökologie stören, was die Vielfalt an Arten dramatisch reduziert. Das hat auch gravierende Auswirkungen auf die Fauna, die Stichworte sind Bienensterben sowie ein Rückgang der Vogel- und Insektenpopulationen.

 

Sind auch die Menschen davon betroffen?

 

Aber ja, und das wird in der Diskussion massiv verdrängt, wenn so getan wird, das alles ginge nur die Bauern an. Denn auch wenn immer wieder behauptet wird, dass Glyphosat schnell abbaubar ist, so lässt es sich doch sehr wohl in vielen Lebensmitteln nachweisen – und über die gelangt es in den Körper, wo es auch nachweisbar ist. Somit wird das Gift Teil unseres Stoffwechsels, löst negative Reaktionen aus.

 

Welche?

 

Es gibt zwei Auswirkungen: Zuerst die Rolle als Chelat-Bildner. Das sind, um es noch einmal zu betonen, Arzneimittel. Es gibt viele Chelat-Bildner und manche werden auch in der ärztlichen Praxis eingesetzt. So gebe ich meinen Patienten DMPS, was steht für Dimercaptopropansulfonsäure, um etwa Quecksilber aus Amalganplomben aus dem Blut zu entfernen. Wenn nun aber etwa über das Bier illegal solche Chelat-Bildner in den Körper gelangen, können sie dort unkontrolliert wirken. Etwa Eisen auswaschen, was zu Blutarmut führen kann. Oder Mangan und Molybdän entfernen, was Entzündungen Vorschub leisten kann.

„Glyphosat kann zu Blutarmut und Entzündungen führen“

Die zweite Auswirkung?

 

Glyphosat ist ein Antibiotikum – also eines unserer wirkungsmächtigsten Medikamente. Nun wurde dieses Medikament aber in der Vergangenheit häufig viel zu sorglos eingesetzt, sodass es oft nicht mehr wirkt, dass sich Resistenzen gebildet haben. Deshalb hat in der Medizin ein massives Umdenken eingesetzt, werden die Antibiotika viel zurückhaltender verordnet. Ein Beispiel: Noch vor einigen Jahren waren diese Substanzen bei Blasenentzündungen das Mittel der ersten Wahl. Das ist heute ganz anders, da wird zuerst kräftig durchgespült, werden vielleicht Schmerzmittel verschrieben. Erst wenn das alles nicht mehr hilft, dann kommen Antibiotika zum Einsatz.

Das sind ganz wichtige Anstrengungen, die aber dadurch völlig zunichte gemacht werden, dass wir tonnenweise Antibiotika über die Felder kippen ein Vorgang, der durch nichts zu entschulden ist. Damit züchten“ wir doch die so gefürchteten Resistenzen geradezu. So haben jetzt Wissenschaftler der Universität von Florida herausgefunden, dass über sogenannte Kreuzresistenzen im Boden gegen Antibiotika resistente Bakterien entstehen. Sie können dann über die Nahrungsmittel, etwa Brot, zum Menschen gelangen.

 

Was meint der Gesetzgeber dazu?

 

Das ist ein besonders trauriges Kapitel. Als Landwirtschaftsminister Christian Schmidt gegen massive Bedenken der Wissenschaft den Einsatz von Glyphosat im vergangenen Dezember verlängert hat, da verlängerte er die Zulassung eines Medikamentes – und das gehört nun zuallerletzt in die Zuständigkeit eines Landwirtschaftsministers. Das ist ein klarer Fall von Kompetenzüberschreitung!

„Der Landwirtschaftsminister hat nicht die Zulassung für ein Herbizid verlängert, sondern für ein Medikament“

Löst Glyphosat Krebs aus?

 

Seriös lässt sich nicht beweisen, dass das Herbizid ein direkter Auslöser für Krebs ist. Aber es gibt indirekte Wirkungen: So können die heimlich aufgenommenen Stoffe permanente Entzündungen auslösen – und nach neuesten Untersuchungen sind diese chronischen Inflammationen zu rund 25 Prozent an der Entstehung von bösartigen Tumoren beteiligt.

Lassen sich andere Krankheiten mit dem Herbizid verbinden?

 

Da gibt es leider wenig gesicherte Erkenntnisse, weil das offensichtlich niemand wirklich so genau wissen will. Was mir in meiner Praxis aber auffällt, ist eine Häufung von erhöhten Nierenwerten, für die ich keine wirkliche Erklärung habe. Wie gefährlich Glyphosat für die Niere ist, zeigt ein Beispiel aus Sri Lanka. Dort gibt es Calcium- und Magnesiumreiches Grundwasser, was an sich unproblematisch ist. Aber der Chelat-Bildner Glyphosat hat diese Stoffe gebunden – und sie führten dazu, dass einige zehntausend Menschen daran gestorben sind.

Müssen Diabetiker besonders aufpassen?

 

Viele Menschen mit Diabetes leiden an einer geschwächten Nierenfunktion. Wenn da noch die Folgen von Glyphosat dazukommen, dann können echte Probleme auftreten.

Wie wird sich das in Zukunft entwickeln?

 

Die gravierenden Folgen der schleichenden Vergiftung werden sich erst noch zeigen. Ein Beispiel: Über die mit Glyphosat behandelten und abgeernteten Flächen werden Schafe getrieben. Die fressen die Giftrückstände – und schon kann es wieder passieren, dass ein an sich perfektes Naturprodukt wie Schaffleisch chemisch belastet ist.

Wie lässt sich etwas ändern?

 

Ein Großteil der Landwirte ist nicht belehrbar. Da helfen nur Verbote. Ein erster Schritt könnte ein Verbot der „Ernteabspritzung“ sein, denn gerade diese finalen Glyphosat-Hämmer gelangen besonders leicht in die Lebensmittel. Das wird nur gemacht, damit die Landwirte ein paar Arbeitsschritte einsparen, damit noch mehr zu noch geringeren Kosten produziert werden kann. Es muss wieder eine Landwirtschaft geben, die mit und nicht gegen die Natur arbeitet. Die auch wieder in Teilen handwerklich mit dem Pflug arbeitet, die wenigstens solche Mindeststandards wie Blühstreifen verwirklicht, damit sich wieder Bienen und Insekten ansiedeln können.

Was können die Verbraucher tun?

 

Sich endlich einmal davon verabschieden, immer nur das billigste zu kaufen. Endlich einmal auch konsequent zu handeln – und sich nicht immer nur über unmenschliche Bedingungen der Tierhaltung aufregen. Aber am nächsten Tag wieder das Billigschnitzel beim Discounter kaufen.

Ist Glyphosat an allem schuld?

 

Eine wichtige Frage! Denn ich sehe die Gefahr, dass irgendwann der Druck auf Glyphosat so groß wird, dass es tatsächlich verboten wird – wobei hoffentlich schon bald ein Verbot für die private Anwendung kommen muss. Aber damit sind eben nicht alle Probleme behoben. Wir dürfen nicht zulassen, dass dann andere, möglicherweise noch gefährlichere Substanzen, durch die Hintertür zugelassen werden. Wir werden erst Ruhe bekommen, wenn wir eine naturverträgliche Landwirtschaft haben. Und die wird nur kommen, wenn die Verbraucher sie auch tatsächlich wollen – und bezahlen!

Dr. med. Siegfried Schlett besitzt eine seltene Doppelqualifikation: Er ist Arzt und Apotheker. Bis 2014 war er stellvertretender Leiter einer großen Apotheke in München, wo er auch an der Entwicklung zahlreicher Rezepturen beteiligt war. Seit vier Jahren führt er eine Privatpraxis im Ärztlichen Naturheilkundezentrum Aschaffenburg. Seine Schwerpunkte sind biologische Therapiekonzepte, bioidentische Hormontherapien sowie die Integration der Nährstoffe in präventive Maßnahmen.

Der 63-jährige ist Herausgeber verschiedener Bücher rund um die Themen Nährstoffe und Lebensmittel. Ganz aktuell ist seine Arbeit als einer der drei Herausgeber an dem Maßstäbe setzenden Basiswerk „Das große Komplementärhandbuch für Apotheker und Ärzte“, das in der Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft Stuttgart erschienen ist.

 

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PATENT: MONSANTO-GLYPHOSAT-ANTI-BIOTIKA
Veröffentlichungsnummer US7771736 B2
Publikationstyp Erteilung
Anmeldenummer US 10/652,684
Veröffentlichungsdatum 10. Aug. 2010
Eingetragen 29. Aug. 2003
Prioritätsdatum 30. Aug. 2002
Gebührenstatus Bezahlt
Auch veröffentlicht unter US20040077608
Erfinder William Abraham
Ursprünglich Bevollmächtigter Monsanto Technology Llc
Zitat exportieren BiBTeX, EndNote, RefMan
Externe Links: USPTO, USPTO-Zuordnung, Espacenet
Glyphosate formulations and their use for the inhibition of 5-enolpyruvylshikimate-3-phosphate synthase
US 7771736 B2
Zusammenfassung
Protozoan parasites of the phylum Apicomplexa include some of the most important causative agents of human and animal diseases, in particular, malaria. The discovery that an organelle found inside parasites of this phylum probably stems from a plastid of plant origin has stimulated research on the effect of chemical herbicidal agents on Apicomplexa. Importantly, the growth of these parasites can be inhibited by the herbicide glyphosate, suggesting that the shikimate pathway will make a good target for the development of new anti-parasite agents. The present invention discloses the use of the herbicidal agent glyphosate in combination with the polyvalent anion oxalic acid for the prevention and therapy of these pathogenic infections…..
 
The importance of the shikimate pathway to cell viability is illustrated by experiments that result in the disruption of enzyme function. In plants, the shikimate pathway enzyme, EPSP synthase, has been targeted by a chemical inhibitor strategy that has resulted in the commercially successful, broad range, post-emergent herbicide called glyphosate. Glyphosate inhibits the shikimic acid pathway, which leads to the biosynthesis of aromatic compounds including amino acids, plant hormones, and vitamins. Specifically, glyphosate inhibits the conversion of phosphoenolpyruvic acid (PEP) and 3-phosphoshikimic acid to 5-enolpyruvyl-3-phosphoshikimic acid by binding to the enzyme 5-enolpyruvyishikimate-3-phosphate synthase (hereinafter referred to as EPSP synthase or EPSPS)….
Chelator Metal Ion Log K (Binding Constant)
Citric Acid Ca2+ 3.45
Mg2+ 3.45
Oxalic Acid Ca2+ 2.46
Mg2+ 2.76

………….Susceptible PathogensAll organisms that contain the enzyme EPSPS should be susceptible to the treatment method of the present invention. These organisms include, but are not limited to all species of the Phylum Apicomplexa, including but not limited to Toxoplasma gondii, Cryptosporidium parvum, Neospora caninum, Eimeria spp., Isospora spp., including but not limited to I. belli, Theileria spp., including but not limited to T. parva and T. annulata, Plasmodium spp., including but not limited to P. falciparum, P. vivax, P. malariae and P. ovale, and Babesia spp., including but not limited to B. microti, B. divergens, B. canis, B. bigemina, B. bovis, B. ovis, B. caballi, B. equi, B. gibsoni and B. felis.

Susceptible organisms include, but are not limited to all species of the Family Neisseriaceae, including but not limited to Neisseria meningitidis and Neisseria gonorrhoeae, Moraxella spp., including but not limited to M. lacumata, M. nonliquefaciens, M. urethralis, M. catarrhalis, and M. bovis, Klingella spp., including but not limited to K. dentrificans and K. kingae and Eikenella spp., including but not limited to E. corrodens.

Susceptible organisms include, but are not limited to all species of the Family Enterobacteriaceae, including but not limited to Escherichia coli and Edwardsiella ictaluri, Klebsiella spp., including but not limited to K. pneumonia and K. oxytoca, Salmonella spp., including but not limited to S. typhimurium, S. typhi, S. paratyphi, S. enteritidis and S. cholerasuis, Serratia spp., including but not limited to S. marcesans and S. liquifaciens, Shigella spp., including but not limited to S. dysenteriae, S. flexneri, S. boydii and S. sonnei, Yersinia spp., including but not limited to Y. enterocolitica, Y. pestis, Y. pseudotuberculosis and Y. ruckeri, Citrobacter spp., including but not limited to C. freundii and C. diversus, Enterobacter spp., including but not limited to E. aerogenes, E. agglomerans and E. cloacae, Morganella spp., including but not limited to M. morganii, Proteus spp., including but not limited to P. mirabilis and P. vulgaris and Providencia spp., including but not limited to P. alcalifaciens, P. rettgeri and P. stuartii.

Susceptible organisms include, but are not limited to all species of the Family Pasteurellaceae, including but not limited to Pasteurella multocida and Actinobacillus pleuropneumoniae, Haemophilus spp., including but not limited to Haemophilus influenzae, Haemophilus parainfluenzae, Haemophilus ducreyi, Haemophilus aphrophilus and Haemophilus aegyptius.

Susceptible organisms include, but are not limited to all species of the Family Mycobacteriaceae, including but not limited to Mycobacterium spp., including but not limited to M. tuberculosis, M. bovis, M. africanum, M. microtti, M. leprae, M. kansasii, M. aviumintracellulare, M. scrofulaceum, M. ulcerans and M. marinum.

Susceptible organisms include, but are not limited to all species of the Family Nocardiaceae, including but not limited to Nocardia spp., including but not limited to N. asteroides, N. brasiliensis and N. caviae.

Susceptible organisms include, but are not limited to all species of the Family Brucellaceae, including but not limited to Brucella spp., including but not limited to B. abortus, B. suis, B. melitensis and B. canis.

Susceptible organisms include, but are not limited to all species of the Family Trypanosomatida, including but not limited to Leishmania spp., including but not L. tropica, L. major, L. donovani, L. braziliensis and L. mexicana.

Susceptible organisms include, but are not limited to all species of the Family Streptococcaceae, including but not limited to Streptococcus spp., including but not limited to S. pneumoniae, S. pyogenes, S. agalactiae, S. mutans, S. milleri, S. sanguis, S. anginosus, S. bovis, S. equisimilis, S. salivarius and S. mitis.

Susceptible organisms include, but are not limited to all species of the Family Alcaligenaceae, including but not limited to Bordetella spp., including but not limited to B. pertusis, B. parapertusis, B. brochiseptica, B. avium and B. hinzii.

Susceptible organisms include, but are not limited to all species of the Family Micrococcaceae, including but not limited to Staphylococcus spp., including but not limited to S. aureus, S. epidermidis, S. saprophiticus, S. lugdunensis, S. haemolyticus, S. warneri, S. schleiferi and S. intermedius.

Susceptible organisms include, but are not limited to all species of the Family Trichocomaceae, including but not limited to Aspergillus spp., including but not limited to A. fumigatus, A. flavus, A. amstelodami, A. avenaceus, A. candidus, A. cameus, A. caesiellus, A. clavatus, A. glaucus, A. granulosus, A. nidulans, A. niger, A. oryzae, A. quadrilineatus, A. restrictus, A. sydowi, A. terreus, A. ustus and A. versicolor.

Susceptible organisms include, but are not limited to all species of the Family Bacillaceae, including but not limited to Bacillus spp., including but not limited to B. anthracis, B. subtilis and B. halodurans and Clostridium spp., including but not limited to C. perfringens, C. tetani, C. difficile and C. botulinum.

Susceptible organisms include, but are not limited to all species of the Family Chlamydiaceae, including but not limited to Chlamydia spp., including but not limited to C. trachomatis and C. pneumoniae and Chlamydophila spp., including but not limited to C. pneumoniae, C. abortus and C. psittaci.

Susceptible organisms include, but are not limited to all species of the Family Listeriaceae, including but not limited to Listeria spp., including but not limited to L. monocytogenes, L. innocua and L. ivanovii.

Susceptible organisms include, but are not limited to all species of the Family Pseudomonadaceae, including but not limited to Pseudomonas aeruginosa.

Susceptible organisms include, but are not limited to all species of the Family Enterococcaceae, including but not limited to Enterococcus faecalis and Enterococcus faecium.

Susceptible organisms include, but are not limited to all species of the Family Cardiobacteriaceae, including but not limited to Dichelobacter nodosus.

Susceptible organisms include, but are not limited to all species of the Family Campylobacteriaceae, including but not limited to Campylobacter jejuni.

Susceptible organisms include, but are not limited to all species of the Family Aeromonadaceae, including but not limited to Aeromonas hydrophila and Aeromonas salmonicida.

Susceptible organisms include Helicobacterpylori, Candida albicans and Pneumocystis carinii.……

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ISTClostridium difficile (CD)“  „GLYPHOSAT-RESISTENT???!!!?!


Clostridien-Durchfall durch Antibiotika

Antibiotika können eine Infektion mit dem gefährlichen Darmbakterium begünstigen. Die Folgen sind mitunter lebensbedrohlich. Aber es stehen immer mehr Therapieoptionen zur Verfügung

von Dr. Reinhard Door, 30.07.2018

Die Einnahme eines Antibiotikums kann zu einer Clostridieninfektion führen. Die Folgen sind blutige Durchfälle und Fieber


Eine Therapie, die eigentlich heilen und Leben retten soll, bewirkt genau das Gegenteil: Das kann bisweilen passieren, wenn Antibiotika eingesetzt werden. Denn diese wichtige Entdeckung der Medizin und eine scharfe Waffe gegen Krankheitserreger bereitet möglicherweise einem gefährlichen Bakterium den Weg. Die Mittel beschädigen die aus Trilliarden von Bakterien bestehende gesunde Darmflora – eine bisher unvermeidliche Nebenwirkung.

Einem Bakterium jedoch können Antibiotika oft nichts anhaben: dem Keim Clostridium difficile (CD). Bei manchen Menschen lebt er bereits unerkannt im Darm. Das ist nicht schlimm, solange ihn die anderen Bakterien in Schach halten. Doch wenn diese durch eine Antibiotika-Therapie absterben, kann sich CD breitmachen. 

CD-Infektionen führen zu blutigen Durchfällen und Fieber

Der gefährliche Keim scheidet Gifte aus, die die Darmwand durchlässig machen. Starker, manchmal blutiger Durchfall, Bauchkrämpfe und Fieber sind mögliche Folgen. Zudem kann sich der Darm extrem aufblähen, was mitunter zu Rissen in der Darmwand und zu Blutvergiftung führt. Dann besteht Lebensgefahr. Fast 2700 Todesfälle, die sich auf CD zurückführen lassen, registrierte das Statistische Bundesamt im Jahr 2015.

Eine aktuelle Untersuchung lässt vermuten, dass es noch mehr sein könnten. Vor allem ältere Menschen sind gefährdet, besonders wenn sie an weiteren Erkrankungen leiden oder eine Therapie durchlaufen, die ihr Immunsystem schwächt. Auch die Dauereinnahme von Medikamenten gegen Sodbrennen (Protonenpumpenhemmer) erhöht das Risiko. Wird dann ein Antibiotikum nötig, macht in etwa einem von hundert Fällen CD dem Patienten Probleme.

Die Zahl der CD-Infektionen in Kliniken steigt

Sehr häufig passiert das in Kliniken. Wo viele kranke Menschen auf engem Raum zusammenkommen, verbreiten sich Bakterien besonders leicht. Kürzlich zeigte eine Studie: Lag in einem Krankenhausbett ein CD-Infizierter, erhöht dies für den nachfolgenden Patienten das Ansteckungsrisiko. Denn die Keime überleben in verkapselter Form, übliche alkoholhaltige Desinfektionsmittel können ihnen deshalb nichts anhaben. Um die Erreger loszuwerden, benötigen Krankenhäuser spezielle Hygiene und entsprechend geschultes Personal. Weil das nicht ständig gewährleistet ist, kommt es dort immer wieder zu Ausbrüchen.

Seit gut zehn Jahren haben die Zahlen der CD-Infektionen und der Sterbefälle stark zugenommen – vor allem in den USA, aber auch in Europa. Die Ursache dafür ist die Verbreitung ­besonders infektiöser Stämme des Bakteriums. Ein Zusatzstoff in Lebens­mitteln hat womöglich dazu beigetragen: Die gefährlichen Stämme können im Gegensatz zu anderen den Zucker Trehalose als Energiequelle nutzen. Diesen setzt die Industrie seit Anfang des Jahrtausends ein – zum Beispiel als natürlichen Frostschutz in Tiefkühlkost, damit etwa Erdbeeren beim Auftauen nicht matschig werden.

Die bisherige Antibiotika-Therapie muss abgesetzt werden

Immerhin sei der besonders infektiöse Stamm 027 derzeit auf dem Rückzug, sagt Professorin Barbara Gärtner, Direktorin des Instituts für Hygiene an der Uniklinik des Saarlands. Gleichzeitig warnt sie: „Es können jederzeit neue gefährliche Stämme auftreten.“ Bei der Behandlung gilt es zunächst, die Antibiotika-Therapie zu beenden – sofern möglich.

Professor Lutz von Müller, Chefarzt für Labormedizin an den Christophorus-Kliniken in Coesfeld

„Bei milden Fällen kann die Infektion dann ganz natürlich ausheilen“, sagt Professor Lutz von Müller, Chefarzt des Instituts für Labormedizin, Mikrobiologie und Hygiene an den Christophorus-Kliniken im westfälischen Coesfeld.

Doch meist genügt das nicht. Dann kommen paradoxerweise wieder Antibiotika ins Spiel. Drei davon haben sich als wirksam erwiesen. Die Wahl richtet sich nach der Schwere des Krankheitsverlaufs. Trotz Medikamenten erleidet etwa jeder fünfte Betroffene einen Rückfall, bei einem kleinen Teil von Patienten wird der Verlauf chronisch. Ein Antikörper, der Anfang letzten Jahres auf den Markt kam, kann das mitunter verhindern. Doch er ist teuer, und seine Effektivität lässt zu wünschen übrig. „Das ist wirklich die letzte Wahl“, sagt Expertin Gärtner.

In schweren Fällen: Stuhlspende als Alternative zu Antibiotika

Eher setzen Ärzte inzwischen auf eine zunächst skurril anmutende Therapie: Sie übertragen den Stuhl eines gesunden Spenders in den Patienten, meist per Einlauf. Die Erfolgsrate beträgt über 90 Prozent, wie Studien belegen. Die Spende hilft, CD im Darm wieder durch gesunde Bakterien zu verdrängen.

Mehr als 50 Kliniken in Deutschland wenden diese Therapieform inzwischen an. Wissenschaftler haben mittlerweile zudem nachgewiesen, dass der Stuhl auch tiefgefroren gelagert werden kann. Und sie haben die darin enthaltenen Bakterien in Kapseln verpackt, die genauso wirksam sind. Davon müssen die Patienten freilich ein paar Dutzend schlucken.

Trotzdem ist die Stuhlspende keine Standardtherapie – sondern eine Option für Patienten mit wiederholten Rückfällen. Denn der Spenderstuhl wird zwar auf Krankheitserreger untersucht, aber ein Restrisiko bleibt. „Man kann zudem nicht ausschließen, dass Darmbakterien im Einzelfall auch chronische Krankheiten begünstigen“, sagt Lutz von Müller. „Da hat man vor allem bei jüngeren Menschen schon Skrupel vor einem unkritischen Einsatz.“

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be.com/watch?v=YjU_RlIOBNs

Gift im Darm – 100 Krankheiten, eine Lösung

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http://www.spektrum.de/news/erhoeht-ein-parodontose-bakterium-die-darm-und-leberkrebsgefahr/1521341?utm_source=zon&utm_medium=teaser&utm_content=news&utm_campaign=ZON_KOOP

23 November 2017

 

Mikrobiom von Tumoren: Erhöht ein Parodontose-Bakterium die Darm- und Leberkrebsgefahr?

Bestimmte Keime aus dem Mund siedeln verdächtig oft in Darmtumoren – und streuen bei fortgeschrittenem Krankheit mit dem Krebs in die Leber. Erhöhen sie die Krebsgefahr?

3-D-Computergrafik von Krebszellen vor blauem Hintergrund

© fotoliaxrender / stock.adobe.com
(Ausschnitt)
Auf das in unseren Mundhöhlen heimische Parodontose-Bakterium Fusobacterium nucleatum haben nicht nur Zahnärzte ein Auge: Der Keim siedelt sich bei geschwächter Körperabwehr gern auch in anderen Organen des Körpers an und kann dann für Probleme sorgen. Vor allem Krebsmedizinern bereitet das Kopfzerbrechen, weil die vermehrte Besiedlung durch Fusobacterium nicht nur etwa mit Mundhöhlenkrebs, sondern zum Beispiel im Darm auch oft mit Dickdarmkrebs einhergeht – wobei unklar ist, ob der Krebs Ursache oder Folge der Bakterienansiedlung sein könnte. Bisher hatten Wissenschaftler vermutet, dass Tumoren vielleicht nur einen besonders guten, weil sauerstoffarmen Lebensraum für die Keime bieten, der vor Attacken der Körperabwehr abgeschirmt ist. Möglich wäre aber auch eine aktive Rolle der Bakterien – eine Befürchtung, der ein Forscherteam in „Science“ nun nachgegangen ist.

Das Team um Susan Bullman von der Harvard Medical School konnte zeigen, dass Fusobacterium aus Darmtumoren sich auch in gestreuten Tochtertumoren wiederfindet, die bei schwerem Verlauf der Krankheit nach der Metastasierung der ursprünglichen Geschwulst in der Leber auftreten. Auffällig war, dass dabei stets die selben Stämme des Keims gefunden wurden – sehr wahrscheinlich stammten die Bakterien demnach wirklich aus dem ursprünglichen Darmtumor und wanderten nicht von anderswo ein, etwa aus dem Mund. Passend dazu fanden sich auch bei Patienten, deren Darmtumoren frei von Fusobacterium gewesen waren, später Keime in den Metastasen.

Das deute nicht nur darauf hin, dass das Bakterium aus dem primären Tumor in den Körper streue – es könnte auch bedeuten, dass der Erreger eine bisher unbekannte aktive Rolle im Geschehen spielt. Im Tierversuch half Mäusen mit Fusobacterium-Herden in Tumoren tatsächlich eine Antibiotikabehandlung. Die Krebsgeschwüre wuchsen dann deutlich langsamer. Denkbar wäre, spekulieren die Forscher, dass die Keime die Gefahr durch metastasierende Tumoren erhöhen: Sie wandern mit Metastasen durch den Körper und könnten deren Ansiedlung in anderen Geweben wie der Leber dann erhöhen. Vor Kurzem hatten Wissenschaftler Hinweise darauf gefunden, dass der Krebs in zunächst erfolgreich behandelten Patienten mit einer erhöhten Fusobacterium-Keimzahl im Körper häufiger später wieder auftritt. Die Auswirkung einer gegen die Keime gerichtete Antibiotikabehandlung sollten daher unbedingt genauer untersucht werden, meinen die Forscher.

© Spektrum.de

 

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https://de.wikipedia.org/wiki/Fusobacterium_necrophorum

Fusobacterium necrophorum

Fusobacterium necrophorum
Systematik
Abteilung: Fusobacteria
Klasse: Fusobacteriia
Ordnung: Fusobacteriales
Familie: Fusobacteriaceae
Gattung: Fusobacterium
Art: Fusobacterium necrophorum
Wissenschaftlicher Name
Fusobacterium necrophorum
(Flügge 1886) Moore & Holdeman 1969

Fusobacterium necrophorum ist ein gramnegatives, nicht sporenbildendes, obligat anaerobes fadenförmiges Bakterium, das wie andere Fusobakterien zur Familie der Fusobacteriaceae gehört. Wie alle zu dieser Familie gezählten Bakterien gehören sie zur normalen Flora des Menschen. F. necrophorum ist vor allem im Mund zu finden. Infektionsprozesse treten daher in der Regel endogen und meist in Form von Mischinfektionen auf. Monoinfektionen sind seltener, sind aber häufig durch schwere Verlaufsformen gekennzeichnet (z. B: Sepsis).

Medizinische Bedeutung

Beim Menschen werden sowohl die Angina Ludovici als auch das Lemierre-Syndrom vor allem durch Fusobacterium necrophorum hervorgerufen.

Bei Pferden verursacht es die Strahlfäule. Beim Rind hat der Keim neben der Auslösung multipler Leberabszesse und Infektionen der Geschlechtsorgane eine starke Bedeutung als Erreger von Klauenentzündungen und des Kälberdiphteroids, bei Schafen und Ziegen löst er die Moderhinke aus. Außerdem ist das Fusobacterium necrophorum Verursacher der Lumpy Jaw Disease des Kängurus, die häufigste und verlustreichste Erkrankung von in Gefangenschaft gehaltenen Kängurus.

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http://flexikon.doccheck.com/de/Fusobacterium_nucleatum

Fusobacterium nucleatum

1 Definition

Fusobacterium nucleatum ist ein gramnegatives, immobiles, nicht-sporenbildendes, obligat anaerobes Stäbchenbakterium. Sein Genom enthält rund 2,4 x 106 Basenpaare.

2 Einteilung

Gegenwärtig (2014) wird Fusobacterium nucleatum in 5 Subspezies unterteilt:

3 Vorkommen

Fusobacterium nucleatum kommt u.a. in der Mundhöhle des Menschen vor.

4 Klinik

Fusobacterium nucleatum ist eine der am häufigsten isolierten Bakterienarten in subgingivaler und supragingivaler Plaque. Das liegt daran, dass Fusobakterien die Fähigkeit haben, an viele verschiedene Arten von grampositiven und gramnegativen Bakterien wie z.B. Porphyromonas gingivalis zu ädhärieren. Es spielt deshalb eine große Rolle bei der Entstehung der Parodontitis.

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http://www.lg1.ch/textinhalte/analysen/konsilien/konsilium.lasso?-keyvalue=2172

Kurzinformation:Fusobacterium spp.
Arten Fusobacterium nucleatum
Fusobacterium necrophorum
Fusobacterium mortiferum
F. naviforme, F. necrogenes, F. periodonticum. F. prausnitzii, F. ulcerans, F. russii, F. varium

 

Bekannte Infektionen Abszesse, Sepsis, Endocarditis, Necrobacillosis (Lemierres’s Syndrom), Periodontitis.

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siehe auch „Monika Krüger“

das Fusobacterium nucleatum“ wird im Zusammenhang mit  KREBS gebracht (siehe oben) bei vermehrter Besiedelung –  die FRAGE stellt sich ist „Fusobacterium nucleatum“ auch „GLYPHOSAT-RESISTENT“???!!! das „Fusobacterium necrophorum“ istGLYPHOSAT-RESISTENT“ –   BEIDE SIEDELN in der MUNDHÖHLE des MENSCHEN und verursachen KRANKHEITEN (siehe oben)

siehe auch – „Kreide-ZÄHNE bei KINDERN“- „Solares GEO-ENGINEERING“

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https://www.welt.de/gesundheit/plus181822736/Fallbericht-Intervallfasten-hilft-Patienten-mit-Typ-2-Diabetes.html

Intervallfasten

Nach fünf Tagen brauchte der erste Patient kein Insulin mehr

 

Stv. Ressortleiterin Wissen
  Beim Intervallfasten legen Menschen regelmäßig Essenspausen von mehr als zwölf Stunden ein
Beim Intervallfasten legen Menschen regelmäßig Essenspausen von mehr als zwölf Stunden ein

Quelle: Getty Images/Westend61

Drei Männer litten seit Jahren unter Typ-2-Diabetes, als sie eine neue Behandlung ausprobierten: regelmäßige Essenspausen von 24 Stunden. Ihre Ärzte berichten nun von den erstaunlichen Erfolgen der Methode.

Es ist eine Geschichte, die fast zu gut klingt, um wahr zu sein. Sie handelt von drei Männern, die seit Jahren schwer krank waren, Leidensgenossen. Bis sie an einem Experiment teilnahmen, das einen nach dem anderen von diesem Leiden erlöste.

Es begann schon nach fünf Tagen. Da konnte der erste der Männer das Medikament, das bisher sein Überleben sichergestellt hatte, einfach weglassen. Der zweite benötigte es nach 13 Tagen nicht mehr. Nach 18 Tagen musste sich auch der dritte Mann kein Insulin mehr spritzen.

Alle drei Männer waren zuckerkrank, sie litten an Typ-2-Diabetes. Diese Krankheit kann man nur mit Medikamenten in den Griff bekommen, wenn sie einmal ausgebrochen ist, aber man kann sie nicht heilen, heißt es meist. Wie nennt man es dann, wenn man die Medikamente nicht mehr braucht?

Die drei Männer hatten kein neues Mittelchen ausprobiert, sich nicht operieren lassen. Sie hatten nur mit etwas begonnen, was auch viele Gesunde gerade ausprobieren. Mit einer Variante des Intervallfastens. Statt täglich zu etwa den gleichen Zeiten drei bis fünf Mahlzeiten zu essen, legten sie Essenpausen ein, die in ihren Fällen jeweils 24 Stunden dauerten.

Sie machten das unter ärztlicher Aufsicht und nach einem für sie angepassten Plan, erstellt in einer Ernährungsklinik in Toronto (Kanada). Ihre betreuenden Ärzte sprechen auch nicht von Intervallfasten, sondern von „therapeutischem Fasten“. In einem Fallbericht im British Medical Journal haben die Mediziner, ein Viererteam um Jason Fung, die erstaunliche Fallgeschichte nun veröffentlicht.

Die Leute sollen weg vom Insulin

Allerdings passt der Bericht zu einer Reihe neuer Studien. Die Ärzte in Toronto sind nicht die ersten, die versucht haben, Patienten mit strengen Diäten zu helfen. Die Leute sollen weg vom Insulin, wenn es irgendwie geht, das ist ein Ansatz, den einige Mediziner inzwischen verfolgen.

In Deutschland setzt sich Stephan Martin dafür ein, Chefarzt für Diabetologie am Verbund Katholischer Kliniken Düsseldorf. Er hat den Fallbericht aus Toronto gelesen und hält ihn für „absolut seriös“. Auch Martin hat Patienten, die binnen Tagen auf Insulin verzichten können, wenn sie unter seiner Aufsicht eine Diät beginnen.

Als Pionier der Methode gilt Roy Taylor, ein Mediziner aus Newcastle in Großbritannien. Er hat vor zwei Jahren eine Studie veröffentlicht, in der er seinen Versuch mit 30 Typ-2-Diabetikern beschreibt, die er auf eine Radikaldiät gesetzt hatte. Taylors Patienten durften acht Wochen lang nur Flüssignahrung und täglich 200 Gramm Gemüse zu sich nehmen, insgesamt nur 800 Kalorien am Tag.

Vor allem den Studienteilnehmern, die erst seit weniger als vier Jahren Diabetiker waren, half diese Kur. Sie brauchten hinterher keine Medikamente mehr, mussten aber weiter auf ihre Ernährung achten.

Die Männer in Toronto waren alle schon viel länger krank. Der jüngste der Leidensgenossen, erst 40 Jahre alt, war seit 20 Jahren Typ-2-Diabetiker. Der zweite Patient, 52 Jahre alt, litt sogar schon seit 25 Jahren an Typ-2-Diabetes und war zusätzlich chronisch nierenkrank. Der älteste Patient war 67 und seit zehn Jahren erkrankt. Alle drei hatten Bluthochdruck und zu hohe Cholesterinwerte.

Fasten unter ärztlicher Aufsicht

Die Ärzte stellten einfache Ernährungsregeln für sie auf: Die Männer sollten wenig Zucker und Kohlenhydrate essen, vor allem wenig „schlechte Kohlenhydrate“, wie sie in Weißbrot oder Kuchen stecken. Als Getränke waren fortan nur Wasser, Kaffee, Tee und Brühe erlaubt.

Trinken sollten die Männer auch an den Fastentagen viel. Aber an diesen Tagen sollten sie aber nicht mittags und abends eine Mahlzeit essen, sondern nur abends. Zwischen den beiden Abendessen sollten mindestens 24 Stunden Pause liegen. Die Ärzte rieten zu drei solchen Fastentagen pro Woche. Zwei der Männer entschieden sich sogar dafür, an jedem zweiten Tag zu fasten.

Er fühle sich „exzellent“ mit diesem Rhythmus, habe der 40-Jährige gesagt, berichten seine Ärzte. Auch der 52-Jährige habe sich beim Fasten prima gefühlt. Der 67-Jährige sagte, er habe anfangs noch eine Gier auf Kohlenhydrate verspürt, dann aber sei das Fasten einfach gewesen, er habe ganz neue Energie in sich wahrgenommen.

Die Patienten hatten den neuen Rhythmus sieben bis elf Monate durchgehalten – mithilfe einer Schulung zu Beginn, regelmäßiger Betreuung durch die Ärzte und viel eigener Willenskraft – als ihre Werte noch einmal erhoben wurden. Jeder der Männer hatte etwa zehn Kilo an Gewicht verloren, ihr Hüftumfang war um 13 bis 19 Zentimeter geschmolzen. Zwei Patienten nahmen nun gar keine Medikamente gegen Typ-2-Diabetes mehr. Einer nahm noch ein Medikament – vor der Umstellung hatte er vier benötigt.

Therapeutisches Fasten könne den Insulinspiegel positiv beeinflussen, schreiben die Ärzte aus Toronto. Das habe man vorher geahnt, die drei Fälle würden es nun zeigen. Es handele sich um den ersten systematischen Versuch einer solchen Behandlung.

Waren die drei Männer eine Ausnahme? Ihre Fälle nicht zu gut, um wahr zu sein – aber eben nur glückliche Einzelfälle? Das kann ein Fallbericht nicht klären, sondern nur einen Hinweis liefern, einen Anstoß zu Studien mit weitaus mehr Teilnehmern, die mit dem Intervallfasten beginnen.

Für andere Versuche, Typ-2-Diabetes mit Diäten in den Griff zu bekommen, liegen inzwischen neue, große Studien vor. Roy Taylor, der Arzt aus Großbritannien, hat seine Methode die Diät mit 800 Kalorien am Tag für acht Wochen – an 340 Patienten untersucht. Die Teilnehmer wurden in 40 Hausarztpraxen betreut und hatten seit höchstens vier Jahren einen Typ-2-Diabetes. Bei fast der Hälfte der Patienten, 46 Prozent, war die Krankheit nach der Diät verschwunden.

Man kann „trockener Diabetiker“ werden

Auch Stephan Martin, der Diabetologe aus Düsseldorf, hat vor wenigen Tagen eine Studie veröffentlicht. Seine Patienten bekommen anfangs eine proteinhaltige Flüssignahrung, 1200 Kalorien pro Tag, und stellen dann nach und nach ihre Ernährung um. Wenig Kohlenhydrate, viel Gemüse, gute Fette, außerdem sollen sie sich viel bewegen, so erklärt er seinen Ansatz.

In der Studie, erschienen im Journal „Nutrients“, hat er die Daten von 321 Patienten ausgewertet. Etwa die Hälfte der Teilnehmer machten eine sehr strenge Diät, die andere Hälfte stellte ihre Ernährung etwas langsamer um. In beiden Gruppen verbesserten sich die Gesundheitswerte der Teilnehmer, darunter Blutzucker, Blutdruck, Gewicht, nach schon zwölf Wochen signifikant.

„Wir müssen in der Behandlung von Typ-2-Diabetes umdenken“, sagt Martin. Es sei ein „gesundheitspolitischer Skandal“, dass in Deutschland immer noch vor allem auf die Gabe von Insulin gesetzt werde. Oft bekämen die Patienten den Stoff sogar schon, bevor andere Behandlungen überhaupt versucht würden. Dabei wisse man, dass ein Gewichtsverlust, egal wie man ihn auslöse, sich sehr günstig auf den Stoffwechsel von Typ-2-Diabetikern auswirkt.

Patienten, die sogar kein Insulin mehr benötigen, sind nicht geheilt, sagt er. Man spreche statt dessen von einer „Remission“ der Krankheit, einem Abklingen der Symptome. Es sei ähnlich wie bei Alkoholikern, die keinen Tropfen mehr trinken. Man könne von „trockenen Diabetikern“ sprechen.

Kann man das im Selbstversuch werden? Stephan Martin rät Patienten, die schon Insulin benötigen, davon dringend ab. Sie sollten nicht ohne ärztliche Betreuung mit einer großen Ernährungsumstellung beginnen. „Es ist ein harter Weg.“ Besser, man geht ihn nicht allein.

Die drei Männer in Toronto waren etwa alle zwei Wochen bei ihren Ärzten, und das monatelang, um ihr Fasten durchzustehen.

Anmerkung: Der Text wurde nach der Veröffentlichung ergänzt. Neu sind u.a. die Einschätzungen von Stephan Martin, Diabetologe aus Düsseldorf.

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https://www.welt.de/gesundheit/article154940852/Die-strenge-Diaet-die-Diabetes-Typ-2-heilt.html

Blutzucker

Die strenge Diät, die Diabetes Typ 2 heilt

| Lesedauer: 7 Minuten

Wissenschaftsredakteurin
Neben Flüssignahrung essen die Patienten nur Rohkost
Neben Flüssignahrung essen die Patienten nur Rohkost

Quelle: Getty Images

Wer einmal Diabetes hat, muss für immer damit leben, dachte man bisher. Schließlich produziert der Körper das nötige Insulin irgendwann nicht mehr. Doch eine Studie zeigt: Er kann das wieder lernen.
Acht Wochen lang jeden Tag 43 Prozent Kohlenhydrate, 34 Prozent Proteine, 19,5 Prozent Fett, dazu Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente – als Flüssigdiät. Einzige feste Nahrung: 200 Gramm Gemüse, pur. Macht um die 700 Kalorien pro Tag. In den Ohren von Allan Tutty aus Sunderland, einer Hafenstadt im Nordosten Englands, klang das wie Folter.

Bei diesen Symptomen könnten Sie Diabetes haben

Allein in Deutschland sind 6 Millionen Menschen von Diabetes betroffen. Oft bleibt die Krankheit lange unerkannt, die Symptome sind diffus. Dabei sind die Ursachen der Wohlstandskrankheit hausgemacht.

Quelle: Die Welt

Sein Diabetes Typ 2 war dem Hausarzt vor drei Jahren bei einem Routinecheck aufgefallen. Tutty hatte es erst nicht glauben wollen. Es ging ihm gut, er hatte doch nur ein bisschen Bauch wie viele mit Ende fünfzig. Doch dann sah er Aufnahmen seiner Leber – und wie verfettet sie war. Als schließlich Roy Taylor von der Newcastle University vor ihm stand und erklärte, er könne seinen Diabetes mit dieser Diät wohl rückgängig machen, sagte Tutty zu.

350 Millionen Diabetiker gibt es der Weltgesundheitsorganisation zufolge derzeit, und diese Zahl wird sich in den kommenden 20 Jahren vermutlich verdoppeln. Auch in Deutschland steigen die Zahlen bislang rapide. Von 1998 bis jetzt war es ein Anstieg um 38 Prozent. Sechs Millionen Betroffene gibt es heute, bis 2030 werden es acht Millionen sein – wenn sich nicht drastisch etwas ändert.

95 Prozent leiden am Typ 2 wie Alan Tutty. Wer ihn einmal hat, konnte bisher damit rechnen, ihn nicht mehr loszuwerden. Diabetes gilt als Krankheit, die unaufhaltsam fortschreitet, die nicht heilbar ist. Erst gibt es eine Tablette, dann mehrere, am Ende steht die Insulintherapie. Doch Roy Taylor, der britische Mediziner, hat einen ganz anderen Ansatz: Er bringt mit einer radikalen Diät den Diabetes 2 nicht nur zum vorübergehenden Stillstand, sondern sogar zum völligen Verschwinden – ein Ansatz, der hierzulande noch fast unbekannt ist.

Mit Reis gegen den hohen Blutzuckerspiegel

Beim Diabetes, der von einem dauerhaft erhöhten Wert des Blutzuckers gekennzeichnet ist, reagiert der Körper auf das blutzuckersenkende Hormon Insulin nicht mehr. Die entsprechenden Zellen in der Leber werden unempfindlich. Dann, nach ein paar Jahren, stellen die Zellen in der Bauchspeicheldrüse, die Insulin herstellen, ihre Arbeit ein.

Dass diese zwei Prozesse nicht endgültig sind, sondern möglicherweise rückgängig gemacht werden können, diese Idee gab es unter Ärzten schon eine Weile. Nur getestet hatte sie noch niemand. Bekannt war aber, dass schon nach einer kurzfristigen Diät die Menge an Insulin, die man Diabetikern von außen zuführen muss, stark sinken kann.

Sybille Wunderlich zum Beispiel, Chefärztin der Klinik für Innere Medizin in den DRK Kliniken Berlin Westend, nutzt das auf ihrer Station manchmal. Sie verordnet den Diabetes-Patienten, die sehr hohe Dosen von Insulin brauchen, gelegentlich Reis-Tage: Dreimal am Tag gibt es dann nur Reis mit Apfelmus oder Reis gekocht in Tomatensuppe. Das macht keinem Spaß, aber nach drei Tagen, sagt sie, brauchen die Patienten nur noch ein Viertel der Insulinmenge, die sie vorher gebraucht haben.

Die Zellen nahmen ihre Arbeit wieder auf

Roy Taylor kam die Idee über einen anderen Weg: Er hatte vor einigen Jahren Studien über Operationen gelesen, Eingriffe am Magen, die starkes Übergewicht reduzieren sollten. Bei etwas mehr als 40 Prozent der Patienten verschwand in der Folge auch der Diabetes – und blieb bis zu drei Jahre danach auch weiterhin verschwunden.

2011 rekrutierte Taylor elf Diabetes-Patienten und verordnete ihnen eine achtwöchige Diät. Sie führte ihnen nur so viel Energie zu, wie Menschen nach einer Magen-Operation verdauen können: 800 Kalorien am Tag. Danach kehrten sie langsam wieder zu festem, aber recht gesundem Essen zurück.

Das Ergebnis war verblüffend. Bei allen elf Patienten verschwand der Diabetes nach acht Wochen und blieb es bei sieben von ihnen bis zur Nachuntersuchung drei Monate später. Taylor sah sich auch an, wie die Bauchspeicheldrüse reagierte: Ihr Fettgehalt sank von durchschnittlich acht auf normale sechs Prozent – und die insulinproduzierenden Zellen nahmen ihre Arbeit wieder auf.

Als wäre nie etwas gewesen

Braucht man also gar keine Operation, um Diabetes verschwinden zu lassen, sondern nur die radikale Diät? Gerade hat Roy Taylor die nachfolgende größere Studie im Fachjournal „Diabetes Care“ veröffentlicht. 30 Patienten hat er diesmal für seine Radikaldiät gewinnen können. 15 von ihnen hatten den Diabetes seit weniger als vier Jahren, weitere 15 hatten ihn aber schon länger als acht Jahre.

Wieder war die Bilanz sehr gut, vor allem für jene, die ihren Diabetes seit weniger als vier Jahren hatten: Zwölf von ihnen, also 87 Prozent, brauchten nach den acht Wochen keine Medikamente mehr – darunter Alan Tutty. Ihre Leber war nach gut einer Woche wieder insulinempfindlich geworden, ihre Bauchspeicheldrüse produzierte das Hormon wieder. Der Blutzucker hatte sich komplett normalisiert, als wäre nie etwas gewesen.

Bei diesen Symptomen könnten Sie Diabetes haben

Nach sechs Monaten waren die zwölf Patienten noch immer ohne Diabetes, ein dreizehnter Patient kam neu hinzu. Bei der Gruppe, die schon länger, zum Teil über 20 Jahre, mit Diabetes lebte, gelang es immerhin der Hälfte der Teilnehmer, ihren Blutzucker so herunterzuschrauben, dass die Diagnose Diabetes nicht mehr auf sie zutraf.

„Es ist also möglich, Diabetes rückgängig zu machen“, schlussfolgert Roy Taylor. Bis zu zehn Jahre nach der Diagnose sei seinen Daten zufolge die Chance groß, Diabetes zu einer solchen Remission zu bringen. Für alle anderen verbessere sich aber immerhin der Blutzuckerspiegel erheblich.

Es war egal, was die Patienten wogen

Taylor hat auch eine Theorie dazu, warum es möglich ist, Diabetes durch eine Radikaldiät verschwinden zu lassen. Er glaubt, dass jeder Mensch eine bestimmte Kapazität hat, Fett im Körper zu tolerieren – genetisch vorgegeben. Alles, was möglich ist, steckt er zunächst ins Unterhautfettgewebe.

Reicht das nicht, lagert sich das Fett in den Organen ab: in der Bauchspeicheldrüse etwa und in der Leber. Wenn das passiert, wird die Fähigkeit der Organe beeinträchtigt, Insulin zu produzieren und auf das Hormon zu reagieren.

Ist das Fett wieder weg, können auch die beiden Organe wieder normal arbeiten. Dazu passt auch, dass es für den Blutzuckerwert der Probanden in der Studie keine Rolle spielte, was sie vor und nach der Diät wogen: Wichtig war allein, dass sie genügend Gewicht verloren.

Diabetes – Typ 1 oder Typ 2?

Die Zahl der Diabetiker nimmt zu – auch in Deutschland. Ärzte und Betroffene werden oft erst aufmerksam, wenn der Diabetes schon weiter fortgeschritten ist. Mediziner unterscheiden zwei Formen der Erkrankung.

Quelle: Die Welt

Dirk Müller-Wieland vom Universitätsklinikum der RWTH Aachen und Sprecher der Deutschen Diabetes Gesellschaft findet das plausibel. Zwar wisse man, dass der Zusammenhang zwischen Übergewicht und Diabetes sehr stark sei. Nur sei er das nicht für alle gleichermaßen – warum, das habe man bis jetzt nicht genau verstanden.

Bis zu 20 Prozent der Menschen, die stark übergewichtig sind, bekommen dem Experten zufolge keinen Diabetes, und Menschen wie Alan Tutty, die nur ein wenig übergewichtig sind, entwickeln ihn manchmal trotzdem.

Die Theorie der genetisch festgelegten Fett-Toleranz könnte diesen Widerspruch aufklären. „Wann immer die persönliche Schwelle erreicht ist, lagert sich das Fett dann da ab, wo es nicht hingehört: in den Organen“, sagt Müller-Wieland.

Tödliche Krankheit

Diätprogramm für Diabetes-Patienten

Matthias Tschöp, Direktor des Helmholtz Diabetes Zentrums in München, findet, dass man die Ergebnisse der relativ kleinen Studie ernst nehmen, aber nicht überbewerten sollte. Schließlich könne man nicht davon ausgehen, dass alle Patienten ihr verringertes Körpergewicht langfristig halten könnten. „Andererseits können auch kurzfristige Verbesserungen das Risiko für Spätschäden verringern“, sagt er. In jedem Fall gebe die Studie den Patienten etwas, was für den Umgang mit der Krankheit sehr wichtig sei: Hoffnung.

Stephan Martin, Chefarzt für Diabetologie und Direktor des Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrums, ist einer der wenigen Diabetologen in Deutschland, die die Arbeit von Roy Taylor seit Jahren verfolgen. In jedem wissenschaftlichen Vortrag zitiere er dessen Studie von 2011, sagt er.

„Die meisten Ärzte hier haben aber noch nie etwas davon gehört.“ Die Diabetes-Behandlung sei in Deutschland sehr auf die Insulintherapie ausgerichtet – etwa doppelt so hoch sei die Pro-Kopf-Menge wie zum Beispiel im Nachbarland Österreich.

Martin will das ändern. Auch er hat ein Diätprogramm entwickelt, für Patienten, die schon länger als elf Jahre an Diabetes leiden. Und auch er hat sehr gute Ergebnisse erzielt.

Die Studie ist zur Veröffentlichung eingereicht, in der kommenden Woche präsentiert er erste Ergebnisse auf dem Diabetes-Kongress. 6000 Teilnehmer werden erwartet. Und sie werden hoffentlich zuhören.

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https://www.sueddeutsche.de/politik/malta-panama-papers-black-siemens-1.4203858

Korruption in Malta
Wem gehört 17 Black?

Valletta, European Capital Of Culture 2018

Blick über die Altstadt von Valletta(Foto: Getty Images)

In Malta schwelt ein Korruptionsskandal, in dessen Zentrum die zwei engsten Vertrauten des Premierministers stehen. Nun kommt neues Licht in die Affäre um eine rätselhafte Firma und ein Millionenprojekt, an dem auch Siemens beteiligt ist.

Von Mauritius Much, Hannes Munzinger und Bastian Obermayer, Valetta

Eine einfache Frage lässt den Stabschef des maltesischen Premierministers die Flucht ergreifen: „Wem gehört 17 Black?“ Es ist ein sonniger Nachmittag im Juni, und Keith Schembri, der Stabschef, rundlich, blauer Anzug, Haifischkragen, eilt durch die Gassen der Altstadt von Valletta, der Hauptstadt Maltas, flankiert von drei Männern. Auf seinen Fersen ein Reporter, der immer wieder diese Frage stellt, einmal, zweimal, am Ende zehnmal: „Wem gehört 17 Black?“

Schembri ist das sichtlich unangenehm, fast jeder kennt ihn hier, immerhin ist er einer der mächtigsten Männer des Landes. Und wenn er die Antwort auf die Frage des Journalisten weiß, könnte ihn das sein Amt kosten, oder sogar die Freiheit. Denn Schembris heimliche Briefkastenfirma sollte, laut einer Notiz in den Panama Papers, von einer rätselhaften Firma namens 17 Black eine Millionensumme bekommen. Dazu kam es am Ende nie, offenbar weil die Panama Papers dem Geschäft zeitlich zuvorkamen – aber Schembri konnte den Verdacht, dass seine Firma ursprünglich von dieser obskuren Firma Geld bekommen sollte, nie entkräften.

Seit über zwei Jahren schwelt in Malta ein Korruptionsskandal, in dessen Zentrum die zwei engsten Vertrauten des Premierministers Joseph Muscat stehen: Besagter Stabschef Schembri und Tourismusminister Konrad Mizzi.

Mizzi war bis 2016 Energieminister und setzte sich zusammen mit Schembri seit seinem Amtsantritt 2013 für ein 450 Millionen Euro schweres Kraftwerksprojekt ein. Den Auftrag bekam das Konsortium Electrogas – ein Zusammenschluss von Siemens, der staatlichen Ölgesellschaft Aserbaidschans und von maltesischen Investoren. Siemens ist bis heute an dem Projekt beteiligt.

Wem also gehört 17 Black? Nach Erkenntnissen der SZ und weiterer Medien könnte ausgerechnet einer der privaten Investoren des 450-Millionen-Projekts hinter der geheimnisvollen Firma stecken: Yorgen Fenech, einer der Vorstände des Electrogas-Konsortiums. Jener Fenech wird in einer Bank-Korrespondenz, die auch die SZ einsehen konnte, nämlich als 17-Black-Eigentümer genannt. Er war bis dahin nicht durch Expertise in der Energiewirtschaft aufgefallen; er betrieb Casinos und Hotels. Nachdem sein Familienunternehmen dann Gesellschafterin des Electrogas-Konsortiums wurde, zog er in den Vorstand ein.

Mehrere Quellen bestätigten diese Information den Reportern des Daphne-Projekts – einem Zusammenschluss von Investigativ-Journalisten, die unter Federführung der Organisation „Forbidden Stories“ die Recherchen der im vergangenen Jahr ermordeten maltesischen Journalistin Daphne Caruana Galizia fortführt. Auch die SZ ist Teil dieser Kooperation.

Mit den maltesischen Spitzenpolitikern Keith Schembri und Konrad Mizzi befasste sich Daphne Caruana Galizia seit Jahren: 2016 enthüllte sie, dass die beiden kurz nach der Regierungsübernahme der Sozialdemokraten 2013 Briefkastenfirmen in Panama eingerichtet hatten. In den Panama Papers fand sich dann eine E-Mail, die – scheinbar – deren Zweck aufdeckte: die Panama-Firmen sollten laut den Anlageberatern der Politiker monatliche Zahlungen in Höhe von 150 000 Euro erhalten – und zwar einer Firma namens 17 Black Limited, angesiedelt in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Seither fragt sich ganz Malta: Wem gehört 17 Black?

Auch Siemens muss sich Fragen gefallen lassen

Sollte Yorgen Fenech tatsächlich der Eigentümer sein, führt das gleich zur nächsten Frage: Warum rechnen die Berater der beiden Politiker damit, dass Fenechs Firma den beiden Geld überweisen will – noch dazu verdeckt, via Panama? Die demnach angedachten Zahlungen eines der Profiteure des 450-Millionen-Deals an beteiligte Politiker würden den zumindest den in Malta schon lange kursierenden Verdacht nähren, dass im Rahmen des Projekts Electrogas Schmiergeld gezahlt werden sollte.

Die Mittel dafür waren wohl vorhanden: Reporter des Daphne-Projektes erfuhren aus Bankenkreisen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, dass zwischen 2014 und 2015 mindestens neun Millionen Euro über ein Konto von 17 Black bei der Noor Bank geflossen sein sollen. Auch heute verfüge die Firma auf dem Konto noch über bis zu drei Millionen Dollar. Die Bank habe das Konto aber im letzten Monat gesperrt und der nationalen Zentralbank wegen Geldwäscheverdacht gemeldet.

Yorgen Fenech bestreitet auf Nachfrage nicht ausdrücklich, dass ihm 17 Black gehört – wohl aber dass er je geplant habe, Politikern Gelder zu überweisen, oder das getan habe. Unklar bleibt weiterhin, ob überhaupt je Geld an die Panama-Firmen floss. Das Vorhaben, Konten für die beiden Briefkastenfirmen der Politiker zu eröffnen, wurde jedenfalls auf Eis gelegt, als die Panama-Papers-Enthüllungen begannen.

Keith Schembri und Konrad Mizzi trugen wenig zur Klärung des Sachverhalts bei. Schembri sagte der SZ und ihren Partnern, 17 Black sei nur ein potenzieller Geschäftspartner gewesen. Der ehemalige Energieminister Mizzi sagte, es habe keine Verbindung zu jener 17 Black Limited gegeben. Konfrontiert mit einem Screenshot der Panama-Papers-Email, zweifelt er die Authentizität der Dokumente an. Sowohl Mizzi als auch Schembri erklären nun, nicht zu wissen, ob Fenech der Eigentümer sei.

Durch die neuen Enthüllungen muss sich auch Siemens Fragen gefallen lassen: War dem Konzern bekannt, dass der örtliche Geschäftspartner Fenech Eigentümer einer Firma ist, von der Gelder an Briefkastenfirmen von maltesischen Politikern fließen sollten? Ausgerechnet an den Minister und den Stabschef, die sich zuvor für das Kraftwerksprojekt eingesetzte hatten? Auf all das hätte man gerne Antworten – allerdings weigerte sich Siemens, konkrete Fragen der SZ zum Thema 17 Black zu beantworten. Die Begründung: Siemens stehe „in keiner Geschäftsbeziehung zu diesem Unternehmen“

Die Verfolgungsjagd im Juni endete übrigens, als Schembri im Amtsgebäude des Premierministers verschwand. Auf die Frage warum er nicht antworten wolle, hatte er dem Journalisten noch zugerufen: „Ich beantworte Ihre dummen Fragen seit fünf Jahren“.

Lesen Sie mit SZ Plus: 

Tatort Europa

In der EU werden in nur einem Jahr zwei Journalisten ermordet, Daphne Caruana Galizia in Malta, Ján Kuciak in der Slowakei. Der Stand der Ermittlungen? Zum Fürchten. Von Lena Kampf und Bastian Obermayer mehr…

©SZ vom 10.11.2018/fued

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„SCHEIN-KRITIKER“: „Kramp-Karrenbauer“

https://www.sueddeutsche.de/medien/maybrit-illner-annegret-kramp-karrenbauer-kevin-kuehnert-tv-kritik-1.4203642

„Maybrit Illner“ zu Merkel-Nachfolge

Symptomatischer Mangel an Gehalt

Die Überschrift „Neue Bündnisse, alte Fronten – was folgt auf Merkel?“ klang angesichts der Tatsache, dass es fast nur um Kramp-Karrenbauer ging, ein wenig zu sehr nach Neutrum.(Foto: ZDF/Svea Pietschmann)

Annegret Kramp-Karrenbauer stanzt Bewerbungs-Worthülsen in die TV-Nacht, Kubicki gibt den Spötter vom Spielfeldrand. Die anderen Gäste sind nur Stichwortgeber. Über einen Abend ohne Erkenntnisse.

Von Hans Hoff

„Wir müssen hier einen Punkt machen und zwar ganz hurtig“, sagt Maybrit Illner nach einer Stunde, und schon steht die Frage im Raum, wohinter genau sie den Punkt denn gerne setzen würde. Hinter eine lockere Plauderrunde am Donnerstagabend, die mal eben die Probleme fast aller Parteien gestreift hat, ohne auch nur einmal unter die Oberfläche zu gehen? Hinter einen flügellahmen Schlagabtausch von Talkshowprofis, die ihre Statements mit bewundernswerter Routine herunterrattern? Oder hinter das Bewerbungsgespräch von Annegret Kramp-Karrenbauer?

Wenn die sich um den CDU-Bundesvorsitz bewirbt und im Dezember zur Nachfolgerin von Angela Merkel berufen werden möchte, braucht sie gar nicht erst zur Wahl anreisen. Sie schickt einfach die Aufzeichnung dieser jüngsten Maybrit-Illner-Talkshow an die Delegierten, dann wissen die Bescheid, wie die Generalsekretärin so tickt, was sie will und was sie kann. Sollten die Parteimitglieder keine Zeit haben, die ganze Sendung zu schauen, reicht auch ein Blick in die Twitter-Timeline der Show, denn dort finden sich akribisch aufgelistet die meisten der Aussagen von @_A_K_K_.

Mehr als zwei Dutzend ihrer Statements haut die Redaktion von Illner während der Sendung raus. Jeder halbwegs zitierfähige Satz findet sofort seinen Niederschlag und soll wohl Brisanz vortäuschen, wo doch eigentlich das Banale dominiert. „Ich habe mich einige Male mit Angela Merkel gestritten, und ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Sie kann auch äußerst laut werden.“ Dieser Satz taucht gleich doppelt auf. Potztausend: Die Kanzlerin kann auch mal laut werden. Hammernachricht. Bisher haben ja alle angenommen, Angela Merkel habe immer nur im Flüsterton regiert.

Und dann ist da noch das Bekenntnis, eine ganze Reihe von Wahlkämpfen hinter sich gebracht zu haben. „Am Ende wollen die Menschen jemand, der sie ernst nimmt. Und insofern schätze ich meine Chancen als nicht so schlecht ein.“ Das immerhin dokumentiert, dass es ihr an festem Willen nicht fehlt.

Vielleicht hätte man das von Anfang an wie einen Filmtitel über die Sendung schreiben sollen: „@_A_K_K_. Die will das wirklich.“ Dann hätte man sich auch den Widerspruch erspart zwischen der Hauptdarstellerin und der wirklich benutzten Überschrift. Die lautete „Neue Bündnisse, alte Fronten – was folgt auf Merkel?“ und klang angesichts der Tatsache, dass es fast nur um Kramp-Karrenbauer ging, ein wenig zu sehr nach Neutrum. Dabei will die Kandidatin doch sehr offenbar genau das abschütteln, dieses Übersachliche, dieses Buchhalterische, dieses Berechenbare, das Menschen dazu verleitet, sie für langweilig zu halten.

In dieser Hinsicht tut sich auch Illner schwer, ernsthaftes Interesse zu zeigen. Als Kramp-Karrenbauer ihre ersten Statements mit bewundernswerter Präzision, aber weitgehend emotionslos in den Raum gestellt hat, wird die Moderatorin angenehm keck. „Diesen Text kennen wir von ihnen. Jetzt werden wir mal konkreter“, sagt sie. Aber leider wird sie nicht wirklich konkreter. Eher allgemeiner, denn sie serviert ein Schlagwort nach dem anderen. Soli, Ankerzentren, Staatsversagen, Diesel und Mindestlohn, alles im Angebot. Keine Schwierigkeit für die Bewerberin. Die ruft ihre Repliken ansatzlos ab.

Da stören auch die restlichen Gäste kaum. Die werden nur als Anspielstationen für die Pausen im Gesprächsfluss zwischen Kramp-Karrenbauer und Illner gebraucht. Aber es wirkt nicht so, als interessiere sich die Gastgeberin wirklich für sie. Sie will immer nur wissen, wie es mit ihnen weitergeht, wenn es mit der CDU irgendwie weitergeht, wobei ja bekanntermaßen selbst die CDU noch nicht weiß, wie es weitergehen soll. Die Gefragten sagen dann, dass es davon abhänge, wie es weitergehe, dass man sich aber davon nicht abhängig machen wolle. Und dann ist wieder Kramp-Karrenbauer an der Reihe.

Ein gewisses Desinterese der Moderatorin

Man meint da zwischendrin durchaus ein gewisses Desinteresse an der Hauptfigur durchschimmern zu sehen, so als nehme niemand ihre Kandidatur wirklich ernst, so als richteten sich alle bereits darauf, dass einer der beiden anderen Kandidaten gewinnt.

Das ist natürlich nicht wirklich fair, aber wenn die Redaktion von Illner ruft, dann geht man halt hin, auch auf die Gefahr hin, nur ein paar Standpunkte verkünden zu können. Aber die kann man dann halt vor einem interessierten Publikum loswerden.

Da gibt Wolfgang Kubicki wie fast schon üblich den Spielfeldrandspötter von der FDP, Janine Wissler von der Linken prangert Ungerechtigkeit an, und der Politikberater Michael Spreng missversteht seine Rolle ein wenig und mischt sich ungefragt in die Moderation ein. Man merkt ihm an, dass er meint, es besser zu wissen. Was auch immer. Dabei geht der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert mit seiner bemühten Ernsthaftigkeit fast ein bisschen unter.

Symptomatisch für den Mangel an Gehalt steht ein kurzer Dialog, in dem es um die Zukunft der SPD geht. „Sie muss sich in der großen Koalition konsolidieren“, befiehlt Spreng, woraufhin Kubicki ein lockeres „Wie denn?“ einstreut und eine sehr lapidare Antwort bekommt: „Indem sie vernünftige Politik macht.“ Mensch, dafür braucht es den Spreng, dass der mal der SPD sagt, dass sie vernünftige Politik machen soll. Da wäre ja in der Partei selber nie jemand drauf gekommen.

Aber um diese Gäste geht es ohnehin nicht. Es geht um Annegret Kramp-Karrenbauer, deren Bewerbung die Moderatorin ein bisschen langweilig zu finden scheint. „Können Sie Kanzler?“, will sie irgendwann ein wenig schroff wissen, aber schon am Ende der Frage weiß sie, dass sie darauf niemals eine befriedigende Antwort bekommen wird.

Kurz vor Schluss gibt Kubicki dann den Partisanen. „Die Freien Demokraten fürchten weder Tod noch Teufel“, sagt er und gibt der SPD noch einen todsicheren Tipp mit auf den Weg: „Lieber aufrecht kämpfen als dahinsiechen.“

Spätestens an dem Punkt ist die Moderatorin wohl ganz froh, dass irgendwer an der Uhr gedreht hat und die Stunde Sendezeit rum ist. Illner schaut in die Kamera und sagt den finalen Satz. „Wir müssen hier einen Punkt machen und zwar ganz hurtig.“ Am Ende ist es Erlösung.

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„SCHEIN-KRITIKER“: „Friedrich Merz“

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/cdu-friedrich-merz-sichert-angela-merkel-unterstuetzung-zu-a-1237577.html

Kampf um CDU-Vorsitz

Merz sichert Merkel Unterstützung zu

Friedrich Merz hat nach SPIEGEL-Informationen ein vertrauliches Telefonat mit der Kanzlerin geführt. In interner Runde sagte der Kandidat für den CDU-Vorsitz zudem, er wolle nicht gegen Merkel arbeiten.

Friedrich Merz

Getty Images

Friedrich Merz

Friedrich Merz hat Kanzlerin Angela Merkel seine Unterstützung zugesagt, sollte er auf dem Parteitag Anfang Dezember zum neuen CDU-Chef gewählt werden.

In einem Telefonat mit Merkel, das nach SPIEGEL-Informationen Anfang der Woche auf Wunsch von Merz stattfand, signalisierte der ehemalige Fraktionschef der Kanzlerin, dass er sich um eine gute Zusammenarbeit bemühen werde, heißt es in CDU-Kreisen.

Auch bei einem Treffen mit CDU-Abgeordneten am Donnerstagmorgen in Berlin erklärte der Kandidat, dass er nicht gegen die Kanzlerin arbeiten werde. Dies gebiete schon die „staatspolitische Verantwortung“, sagte Merz.

Merkel hatte erklärt, dass sie bereit sei, auch unter einem neuen Parteichef bis zum Ende der Legislaturperiode als Kanzlerin zu arbeiten. Neben Merz gilt noch CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer als aussichtsreiche Kandidatin für die Merkel-Nachfolge.

Der ehemalige Verteidigungsminister Franz-Josef Jung sagte dem SPIEGEL, Merz habe die beste Chance, neuer CDU-Chef zu werden: „Würden die Mitglieder den nächsten Bundesvorsitzenden wählen, dann hätte Friedrich Merz jetzt schon gewonnen.“ Merz sei ein „Hoffnungsträger“ für die Basis.

Jung ist wie Merz Mitglied des „Andenpaktes“, des CDU-Männerbunds, der Merz ermuntert hat, sich für die Parteispitze zu bewerben.

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https://www.neopresse.com/legal/neue-zensurfalle-eu-will-upload-filter/

Neue Zensurfalle? EU will Upload-Filter

NEOPresse in D/A/CH

Die EU möchte offenbar die sogenannten UploadFilter schneller installieren und durchsetzen als gedacht. Nun hat laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung die Chefin von YouTube die Anbieter von Videodateien angeschrieben, um in der aktuellen Diskussion um diese Filter bei der EU und in der Öffentlichkeit zu protestieren. Sie wies darauf hin, dass die Autoren sich über den „Artikel 13“ der avisierten Richtlinie zum Urheberrecht informieren sollten und „sofort handeln“.

Aufruf erfolgreich

Dieser Aufruf ging Ende Oktober an diverse Autoren, da die Unternehmenslenkerin einen vierteljährlichen Brief an ihre Zielgruppe verfasst. Derzeit weist Youtube unter den hauseigenen Charts auf, dass unter den besten 10 Videos gleich vier mit diesem Thema befasst seien. Darin werde vor dem Ende von Youtube gewarnt. Es werde gewarnt, „warum es Youtube“ im kommenden Jahr nicht mehr gebe etc.

 

Inhaltlich will die Richtlinie nach den bisherigen Fassungen, die zuletzt im September vom Parlament der EU verabschiedeten worden waren, dass sich die Plattformen von Online-Angeboten sogenannte „Lizenzen“ sichern müssen, die Rechteinhaber, hier also etwa Videoproduzenten, ihnen gewähren könnten. Sollte es Urheberrechtsverletzungen geben, dann müssten die Betreiber solcher Plattformen dafür wiederum haften.

Das wiederum führt nach Meinung der Unternehmensmanagerin dazu, dass Plattformen wie etwa YouTube darüber nachdenken müssten, lediglich auf Inhalte der großen Unternehmen zurückzugreifen. Die dahinterstehende Logik: „Kleine“ Anbieter sind von solchen Plattformen hinsichtlich der Lizensierung gar nicht zu kontaktieren. Das bedeutet auch nach Meinung dieser Redaktion, dass die großen Verlagshäuser mit hoher Sicherheit massiv bevorteilt werden. Dies soll mit einiger Wahrscheinlichkeit auch der Grund für das vorliegende Gesetz sein. Dies ist noch nicht gültig, sondern wird nun vom „EU-Ministerrat“ verhandelt.

Eine äußerst geschickte Form der Zensur, meinen wir. Ade, freies Internet, wenn große Plattformen sich die Veröffentlichung faktisch nicht mehr leisten können und wollen.

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WIR HABEN ein GLOBALES PROBLEM und das ist „RAFF-GIER“

das FALSCHE „GROSS-MAUL“ MACARONI SOLL erst MAL sein GELD abgeben und ALL die ANDEREN „RAFF-ZÄHNE“

Man wundert sich oder auch wieder nicht  dass „MERKEL-MONSATAN-GLYPHOSAT“ überhaupt noch zu sehen ist denn ist ihre ZEIT nicht angeblich ABGELAUFEN –  WENN es nach den WÄHLERN ginge!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

https://www.welt.de/wirtschaft/bilanz/article183816328/Neustart-fuer-Europa-Deutschland-muss-lernen-seinen-Wohlstand-zu-teilen.html

 

Neustart für Europa

Deutschland muss lernen, seinen Wohlstand zu teilen

Frankreichs Staatspräsident Macron warnt in seiner Rede vor einem Rückfall in den Nationalismus. Manche Gäste in Paris könnten diese Worte als Kritik empfunden haben.

Quelle: WELT / Achim Unser

Autoplay
Die Rede des französischen Präsidenten Emmanuel Macron zum 100-jährigen Ende des Ersten Weltkrieges muss alle aufrütteln, die an Europa zweifeln. Es gibt Hoffnung, auch im Angesicht der spaltenden Populisten.

Die Feierlichkeiten zum Ende des Ersten Weltkriegs in Frankreich waren beeindruckend. Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron hat vor rund 70 Regierungschefs eine visionäre Rede (mit Übersetzung) gehalten, die man im Original hören muss. Kern seiner Rede war der Satz: „Nationalismus ist Verrat am Patriotismus.“

Und weiter solle niemand sagen: „Unsere Interessen zuerst, und wir sind besser als alle anderen. Das kann keine Nation von sich behaupten: Was uns groß macht, sind die moralischen Werte … Die Lehre kann nicht sein, dass man ein Volk gegen das andere aufbringt.…>>>(WER sind   denn die HETZER und SPALTER?!:  die „EU“-_MACRON – MERKEL usw???!!!)<<<

Deutschland muss lernen, seinen Wohlstand zu teilen...

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„UN-HEIL“ BAHNT sich an mit „MERKEL-MACRON“ –  in Wahrheit will MACRON das „SCHULD-GELD“ für die BANKSTER ein-TREIBEN!!!!!

PFUI PFUI PFUI „RAFF-ZAHN“ MACARONI – ein SUPER-REICHER STINKER

http://www.spiegel.de/politik/ausland/emmanuel-macron-im-bundestag-liebeserklaerung-an-deutschland-a-1239102.html

Besuch in Berlin

Macrons Liebeserklärung an Deutschland <<<WERs GLAUBT!!!!!….>>>>

„Frankreich liebt Sie“: Vor dem Bundestag hat Präsident Macron den Deutschen einen Heiratsantrag gemacht. Das war kein sentimentaler Ausrutscher – sondern ein Angebot, das man nur einmal im Leben bekommt……

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https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/11/17/eine-tote-und-200-verletzte-bei-massen-demos-frankreich/

17. November 2018

Eine TOTE und 200 VERLETZTE bei MASSEN-DEMO in FRANKREICH

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Das VOLK – „Gelbwesten gegen MACRON <<<PARALLELEN sind hier zu sehen in  DEUTSCHLAND“ und MERKEL!!!!!!!!<<<

http://www.spiegel.de/politik/ausland/frankreich-emmanuel-macrons-soll-wegen-benzinsteuer-zuruecktreten-a-1239052.html

Landesweite Proteste in Frankreich

Ein Volk sieht Gelb

Die Geringverdiener in Frankreich begehren auf gegen die Politik von Emmanuel Macron, den sie für einen Präsidenten der Reichen halten. Ihre Wut ist unorganisiert, radikal – und ein unkalkulierbarer politischer Gegner.

Eine Analyse von , Paris

SPIEGEL ONLINE

Auch als es dunkel wird, wollen die Demonstranten am liebsten noch unter dem Triumphbogen in Paris verweilen. Man erkennt sie jetzt deutlicher als am Tage. Sie tragen gelbe Warnwesten – und sie leuchten grell im Schein der Straßenlaternen. Dunkel uniformierte Polizeitruppen mit Schutzschilden und Schlagknüppeln versuchen nun die leuchtenden Menschen in die Nebenstraßen zu drängen. Einige Protestler zünden bengalische Feuer. Im Hintergrund glüht – wie immer am Abend – der Eiffelturm.

Es könnte eine ganz normale Pariser Protestszene sein, doch es ist der Beginn von etwas Neuem: Keine Gewerkschaft und kein schwarzer Block, keine Partei und keine Berufslobby, nicht einmal der Bauernverband oder die Lastwagenfahrer, die in Frankreich immer so gerne auf die Straße ziehen, haben an diesem 17. November zum Demonstrieren aufgerufen.

Dennoch ist das Land von den Pyrenäen bis zum Rhein, von der Bretagne bis zu den Alpen mit Protesten überzogen. Mehr als 280.000 Menschen, meldet am Abend das französische Innenministerium, haben den ganzen Tag lang an Straßenkreuzungen, Autobahnzahlstellen und anderen Verkehrsknotenpunkten demonstriert.

Das Volk ist aufgestanden.

Überall im Land verursachten sie kilometerlange Staus. Die Pariser Périphérique, der Autobahngürtel um die Hauptstadt, kam zum Stillstand. Autobahnen nach Spanien waren nicht mehr passierbar. Der Mont-Blanc-Tunnel musste freigeräumt werden – dieses Mal von Menschen und nicht vom Schnee.

„Macron, tritt zurück!

Das Symbol der Demonstranten sind diese gelben Westen, deshalb nennen sie sich Gelbwesten. Ihre Forderung: Rücknahme der Benzinsteuererhöhung. Ihr häufigster Ruf an diesem Tag: „Macron, tritt zurück!“ Doch damit ist die neue Bürgerbewegung nicht exakt beschrieben. Das hier ist etwas anderes. Auf den Straßen scheint sich ein neues Bewusstsein der Unterschichten und der unteren Mittelschicht zu spiegeln. Eines, das noch unerprobte demokratische Organisationsformen sucht. Wogegen genau protestiert wird, ist nicht ganz klar. Doch es geht um weit mehr als um eine höhere Spritsteuer.

Emmanuel Macron

AP

Emmanuel Macron

Was erstaunt: Sämtliche Demonstrationen kamen an diesem Tag ohne Redner und Podien aus. Es wurden Treffpunkte in den sozialen Medien verabredet, das reichte. Meist waren es die für Frankreich typischen Kreisel vor einer Ortseinfahrt oder Supermärkten. Etwa 3000 Straßenblockaden fanden statt. Dabei rauchte man viel, zündete Feuer an oder sonnte sich – wie auf der Autobahn von Nizza.

„Wütender Gallier“ hatte sich ein Demonstrant in Paris auf die Weste geschrieben. Ein anderer trug ein handgemaltes Plakat, auf dem stand: „Macronien hat sich vom Volk getrennt!“ Eine ältere Demonstrantin erzählte, dass ihr Sohn jeden Tag 150 Kilometer zum Arbeitsplatz fährt, 2000 Euro verdient, und spätestens am 20. jeden Monats sein Essen nicht mehr zahlen kann. Sie stand an einer Polizeisperre, wenige hundert Meter vom Élysée-Palast entfernt, wo Präsident Emmanuel Macron keinen leichten Tag verbrachte. „Sehen Sie nicht das Volk, Herr Präsident! Ich gehe nicht fort!“ ruft die Demonstrantin.

„Präsident der Reichen“

Historische Vergleiche sind schwierig. Schon 1983 zogen Millionen Franzosen gegen ihren neuen Links-Präsidenten François Mitterrand auf die Straße. Anlass war sein Ansinnen, Privatschulen zu verbieten. Doch dahinter stand damals die Angst, mit Mitterrand könnte tatsächlich der Sozialismus einziehen. Eine völlig unbegründete Sorge, wie sich bald herausstellte.

Die heutigen Sorgen sind weniger politisch motiviert, aber sie sitzen tiefer. Es sind Ängste vorm Verlust des Wohlstands, die in Frankreich von keiner demokratischen Kraft mehr eingefangen werden. „Vor einem Monat fand in Paris ein Marsch fürs Klima statt, bei dem viel weniger Demonstranten waren, aber dessen Forderungen auf eine bessere Welt zielten“, sagte Wirtschaftsberater Ludovic Bu im französischen Fernsehen. „Heute sind viel mehr auf den Straßen, aber sie wollen nur ihre Existenz verteidigen. Das ist eine gefährliche Stimmung.“

Präsident Macron wird dieser Wut am Volkstrauertag diesen Sonntag mit einer Reise nach Berlin entkommen, wo er vor dem deutschen Bundestag spricht. Doch die Gelbwesten sind ihm von nun an auf den Fersen, sie können zu seinem entscheidenden politischen Gegner heranwachsen. Schon hängt Macron der Spitzname „Präsident der Reichen“ an, seitdem er nicht nur die Benzinsteuern erhöhte, sondern auch Vermögensteuern und Gewinnsteuern für Unternehmen beschnitt. Was vor allem Wohlhabende begünstigt.

REUTERS

Normalerweise vertritt Macron diese Maßnahmen offensiv, als für alle wirtschaftlich notwendig. Doch am Tag der Gelbwesten war von ihm nichts zu hören. Nur Innenminister Christophe Castaner trat auf. Angesichts des tragischen Todes einer Demonstrantin und mehreren Verletzten mahnte er, die Straßenblockaden im Dunkeln nicht mehr fortzusetzen. Am späten Abend aber waren an 200 Knotenpunkten im Land die Straßen noch immer von den Gelbwesten gesperrt. So etwas könnte bald häufiger vorkommen.

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https://www.neopresse.com/europa/diese-verfassungsbeschwerde-kann-unser-aller-zukunft-bestimmen/

Diese Verfassungsbeschwerde kann unser aller Zukunft bestimmen

NEOPresse in Europa

Das Chaos in der EU nimmt sichtlich zu. Der Brexit beschäftigt uns stündlich mit immer neuen Meldungen. Dabei rücken andere Probleme in der EU in den Hintergrund. Faktisch jedoch gibt es am 27. November eine sehr wichtige Verhandlung vor dem Bundesverfassungsgericht, die Sie kennen sollten. Es geht um eine Beschwerde des Professors Markus C. Kerber.

Beschwerde wegen gemeinsamer Haftung und Verhalten des Bundestags
Die Beschwerde hat die EU-Verordnungen zum Gegenstand, bei denen es um die „Aufsicht über systemrelevante Banken“ durch die EZB geht, die künftig kommen wird. Und sie richtet sich gegen den sogenannten Abwicklungsmechanismus bei Banken mit einem Abwicklungsfonds, der EU-weit gelten wird.

 

Die Eingriffe in die gesellschaftliche Ordnung sind weitreichend. Dennoch hat der Bundestag nach Auffassung des Beschwerdeführers die Verordnungen durchgewinkt und dabei unterlassen, die rechtlichen Voraussetzungen zu prüfen. So ist die Übertragung der Bankenaufsicht auf die Zentralbank EZB im Jahr 2014 vorgenommen worden. Kaum jemand in Deutschland dürfte dies auch nur hinreichend bemerkt haben. Dabei war die Intransparenz nahezu vollkommen. Denn die EZB zeigte der Öffentlichkeit nur eine Zusammenschau der Zahlen aller Banken. Dies ist insofern bedauerlich und rechtlich fragwürdig, als das Risiko, das italienische Banken derzeit mit sich führen, kaum sichtbar wurde.

Besonders fraglich ist es dann, wie der Bundestag die Vorgänge einfach „durchwinken“ konnte. Am 27. November wird das Bundesverfassungsgericht noch keinen Beschluss zu dieser Beschwerde verkünden, so steht zu vermuten. Dennoch dürfte gerade die Reaktion der Richter zeigen, ob das Verfassungsgericht die Bedenken teilt. Es gibt an sich keinen sichtbaren Grund, die Sorgen und die Mängel nicht zu beachten. Dann wiederum müsste sich selbst die Merkel-Regierung wieder um das beschlossene Paket kümmern. Denn die Regierung darf keine Verordnungen umsetzen, denen die Rechtsgrundlage fehlt.

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Das ist eine SCHANDE – WER ist DAFÜR NUR VERANTWORTLICH???!!!?!

http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/studie-soziale-risiken-fuer-kinder-und-jugendliche-in-deutschland-a-1238344.html

Gesundheit, Bildung, Lebenschancen

Wie Armut unsere Kinder belastet

Fast jedes sechste Kind in Deutschland ist von Armut bedroht. Und das hat Folgen: Die Betroffenen essen ungesünder, machen weniger Sport und haben schlechtere Bildungschancen.

Kinderarmut

Getty Images

Kinderarmut

Gesundheit, Bildung, Lebenschancen: Je ärmer das Elternhaus, desto größer ist das Risiko für Kinder und Jugendliche. Wer aus einem sozial schwächeren Umfeld stammt, hat schon als Minderjähriger ein deutlich erhöhtes Risiko etwa einer psychischen Erkrankung. Konkret von Armut bedroht ist fast jedes sechste Kind.

Auch auf den Bildungsweg wirkt sich die Herkunft aus: Über die Hälfte der Hauptschüler in Deutschland lebt bei Eltern, die selbst einen Hauptschulabschluss (42 Prozent) oder gar keinen allgemeinbildenden Abschluss (14 Prozent) haben. Bei den Gymnasiasten ist es genau andersherum: Im Jahr 2017 hatte mit 65 Prozent die überwiegende Mehrheit dieser Schüler Eltern mit Abitur oder Fachhochschulreife.

Die Zahlen stammen aus dem „Datenreport 2018„, der am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde. Die Studie untersucht die Lebenssituation insbesondere von Kindern in Deutschland aus zahlreichen Blickwinkeln: Die familiären Verhältnisse und die wirtschaftliche Situation wurden ebenso betrachtet wie das Freizeitverhalten, die eingeschlagenen Bildungswege und das gesellschaftliche Engagement von Kindern und Jugendlichen.

Details zum Datenreport
Ergebnisse der amtlichen Statistik wurden für den Report mit empirischen Befunden der Sozialforschung kombiniert. Es handelt sich also um eine neue Auswertung bereits erhobener Daten. Genutzt werden beispielsweise Ergebnisse des sozio-oekonomischen Panels (SOEP).

Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Die Zahl der Minderjährigen ist in den vergangenen zwanzig Jahren um 14 Prozent gesunken. 1997 lebten noch 15,7 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland, 2017 waren es nur noch rund 13,4 Millionen.
  • Zwar hat sich die gesundheitliche Situation der Kinder insgesamt verbessert – sie hängt im Einzelfall aber stark von der wirtschaftlichen Situation der Eltern ab. „Das beginnt schon vor der Geburt„, schreiben die Forscher: „Etwa 30 Prozent der Mütter mit niedrigem sozioökonomischem Status rauchen während der Schwangerschaft; bei Müttern mit hohem sozioökonomischem Status sind es nur 2 Prozent.“
  • Die gesundheitlichen Ungleichheiten setzen sich dann im weiteren Leben fort. So haben Minderjährige aus ärmeren Elternhäusern öfter psychische Probleme oder sind verhaltensauffällig. Außerdem treiben sie seltener Sport, ernähren sich ungesünder und sind häufiger übergewichtig. „Eltern, die über ein hohes Einkommen verfügen, tun sich leichter, eine gesunde Lebensweise zu finanzieren“, sagt Mareike Bünning vom Wissenschaftszentrum Berlin: „Außerdem besitzen sie in der Regel auch einen höheren Bildungsstand und damit ein größeres Wissen über gesundheitsförderliches Verhalten.“
  • Wie stark sich Schüler belastet fühlen, hängt stark von der Schulform ab, die sie besuchen. Rund die Hälfte der Schüler fühlt sich nach dem Unterricht „meistens erschöpft“. Insbesondere Hauptschüler empfinden die Schule als besonders belastend und haben hier am wenigsten Spaß.

„Die Lebensverhältnisse der Kinder in Deutschland sind hochgradig unterschiedlich“, sagt Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung: Was Kinder im Leben erreichen könnten, hänge von zahlreichen Faktoren ab – von zentraler Bedeutung sei aber „nach wie vor der sozioökonomische Status der Eltern“. Dass fast jeder sechste Minderjährige von Armut bedroht sei, sei „gerade für eine reiche Volkswirtschaft wie Deutschland ein mehr als beschämender Befund.“

Armut in der Schule: „Ich habe mich so geschämt“
  • DPA

    Klassenfahrten, Theaterkurse, Bücher, Ranzen, Stifte – Bildung kostet Geld. Doch was ist, wenn Familien das nicht aufbringen können? Sieben Betroffene erzählen.

Bei der Armutsbekämpfung seien in den vergangenen Jahren „kaum Fortschritte gemacht worden“, kritisieren die Autoren der Studie – im Gegenteil: Im Vergleich zu 2008 stagniere der Anteil der von Armut bedrohten Kinder. Kinder und Jugendliche mit alleinerziehenden Eltern seien dabei am stärksten gefährdet. Ein weiterer Risikofaktor sei ein Migrationshintergrund der Familie.

„Steigende Kinderarmut erschwert kulturelle, soziale und politische Teilhabe“, schreiben die Forscher und warnen: „Materieller Mangel kann zu sozialer Stigmatisierung führen.“ Dies habe dann wiederum Auswirkungen auf die weiteren Bildungschancen – ein Teufelskreis.

Video: Kinderarmut in Deutschland

SPIEGEL TV
Hartz IV: Mehr als eine Million Kinder beziehen Stütze für Schuldbedarf

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„Spenden-Affäre“ – MERKEL – QUANDT – BMW

https://www.neopresse.com/unkategorisiert/cdu-kassiert-knapp-700-000-euro-parteispenden-von-bmw/

CDU kassiert knapp 700.000 Euro Parteispenden – Von BMW

Die Bundesregierung verhindert strengere Abgasnormen für Autos. Kurz zuvor erhielt die CDU eine saftige Parteispende von knapp 700.000 Euro von BMW, berichtet das „Handelsblatt“. Die „Spende“ erhielt die CDU aus der Familie Quandt, eine bekannte Industriellenfamilie, die einen großen Teil der Aktien des Autokonzerns BMW besitzt. Die CDU veröffentlichte die Parteispende mit dem Hinweis, dass die Familie Quandt bereits seit Jahren zu den wichtigsten Unterstützern der CDU gehöre.

Die „Spende“ sorgte für Aufsehen, da Deutschland eine Einigung über strengere Abgasnomen für den Bau und die Zulassung von Kfz bei uns in Europa bei der Zusammenkunft der insgesamt 28 Umweltminister der EU verhinderte. Der bereits getroffene Kompromiss wurde auf Drängen Deutschlands wieder geändert. Von der Verschärfung der Abgaswerte wären in erster Linie die Autobauer von Oberklassenlimousinen betroffen gewesen. Wie die von BMW.

Die Familie Quandt wies einen Zusammenhang zwischen der kurz zuvor getätigten Parteispende und der nachträglichen Änderung der Entscheidung der Bundesregierung zur Abgasnorm jedoch zurück. Die Spende sei eine „Anerkenntnis, für die sehr erfolgreiche Arbeit der Bundeskanzlerin bei der Bewältigung der Euro-Krise“, so ein sogenannter „Sprecher der Familie“ gegenüber der „FAZ“.

 

Umweltminister Johannes Remmel aus Nordrhein-Westfalen fordert Merkel auf, Stellung zu der Großspende zu nehmen, die kurz vor der Entscheidung über strengere Abgasnormen in Europa bei der CDU eingetroffen sei. Es müsse geklärt werden, ob es einen direkten Zusammenhang zwischen den Spenden und der Änderung zu den strengeren Abgasnormen für Autos gebe. Der Verdacht, dass eine politische Entscheidung „gekauft“ wurde, müsse korrigiert werden, sagte Remmel dem „Handelsblatt“. Der Vorgang werfe auch einen Schatten auf mögliche Sondierungsgespräche zwischen der Union und den Grünen. Die Bundesregierung könne nicht für Klimaschutz eintreten und sich gleichzeitig für einen Rückzieher „bezahlen“ lassen, wenn es darauf ankomme, diesen umzusetzen.

Fraktionsvize der Linkspartei Klaus Ernst sagte, „BMW habe Merkel im Sack“. Das sei der „krasseste Fall von gekaufter Politik seit langem“, so Ernst. So offen habe das noch niemand gemacht und das könne sogar ein parlamentarisches Nachspiel haben, sagte Ernst in der „Leipziger Volkszeitung“. Die „Republik der gekauften Parteien“ müsse gestoppt und Parteispenden aus Wirtschaft und Verbänden verboten werden. Auch die Grünen-Abgeordnete Höhn sagte, dass ihre Fraktion der „Sache nachgehen werde“. Die Frage stehe im Raum, ob es sich bei der Parteispende „um Zufall“ handle. Der Finanzexperte der Grünen im EU-Parlament, Sven Giegold, hält Parteispenden generell für kritisch. So hohe Parteispenden legten immer den Schluss nahe, dass politische Entscheidungen von Konzernen, Privatpersonen oder Institutionen gekauft würden. Hohe Parteispenden passten nicht in die Demokratie, so Giegold.

Die CDU wies alle Vorwürfe zurück und bleibt dabei: Die Spenden hätten in keinerlei Zusammenhang mit politischen Entscheidungen gestanden. Die Familie Quandt unterstütze die CDU schon seit vielen Jahren.

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http://www.spiegel.de/fotostrecke/cartoon-des-tages-fotostrecke-142907.html

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<<<<Wie HEUCHLERISCH der SPIEGEL doch ist – WIESO wird nicht über die CDU-SPENDEN-AFFÄRE  über 700.000 berichtet???!!!?!  MERKEL???!!!?!>>>>

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http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/diginomics/jetzt-stehen-die-bedingungen-fuer-das-superschnelle-mobilfunknetz-fest-15893940.html

Zukunftstechnik 5G 

So sollen die Deutschen superschnelles Internet erhalten

Bald auch in Deutschland? Ein vernetztes Auto mit 5G-Technologie an Bord. Bild: dpa

Autonom fahrende Autos, das Internet der Dinge, sich selbst steuernde Fabriken – der neue Mobilfunkstandard 5G gilt als Basistechnik für die digitale Welt von morgen. Nun gehen die Vorbereitungen auf das neue Supernetz in ihre entscheidende Phase: Die Bundesnetzagentur hat einen „finalen Entwurf“ für die Versteigerung vorgelegt, bei der im kommenden Frühjahr die 5G-Frequenzen vergeben werden sollen.

Helmut Bünder

Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

 

Auf Drängen der Politik werden die Versorgungsauflagen darin deutlich verschärft. Um Funklöcher auch im ländlichen Raum zu beseitigen und einen schnelleren Ausbau des 5G-Netzes voranzubringen, sollen die Mobilfunkkonzerne weit mehr Sendemasten aufstellen als bisher geplant. Neben Autobahnen, Bundesstraßen und Schnellzügen soll schnelles mobiles Internet bis Ende 2024 auch an allen Landstraßen und an allen übrigen Schienenwegen verfügbar sein.

Die Zusatzkosten dafür werden nach ersten Schätzungen der Unternehmen in die Milliarden gehen. Deshalb kommt die Netzagentur den Mobilfunkkonzernen bei den Auktionsbedingungen entgegen: Die Mindestgebote werden gesenkt, und die Bieter bekommen mehr Zeit, den Kaufpreis zu bezahlen. Gleichzeitig stärkt die Netzagentur die Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit zwischen den Mobilfunkern beim Aufbau der teuren Infrastruktur.

Nationale Roaming

Ob dieser Kompromiss genügen wird, um den Streit beizulegen, ist mehr als fraglich. Die großen Mobilfunkkonzerne Deutsche Telekom, Vodafone und der O2-Anbieter Telefónica Deutschland hatten bereits mit Klagen gedroht, sollten die Versorgungsauflagen zu scharf ausfallen.

Highspeed-Internet : 5G soll alles schneller machen

Video: Deutsche Welle, Bild: dpa

Andererseits bleibt die Netzagentur ein gutes Stück hinter dem zurück, was viele Politiker und Verbraucherschützer verlangt haben: nämlich 5G möglichst schnell überall in die Fläche zu bringen. Am 26. November wird sich ihr politischer Beirat mit dem 178 Seiten dicken Papier befassen, das heute  Vormittag an die Politik versandt worden ist. „Wir haben unseren Entwurf im Lichte der zahlreichen Stellungnahmen überarbeitet. Dabei hatten wir im Blick zu halten, was technisch, wirtschaftlich und rechtlich möglich ist“, sagte Netzagenturpräsident Jochen Homann gegenüber FAZ.NET. Durch die verbesserten Kooperationsmöglichkeiten und eine gegenseitige Anrechnung der Versorgungspflichten „kann die wirtschaftliche Belastung für die Unternehmen im Rahmen gehalten werden“.

Eines ist jetzt schon klar: Für 5G brauchst es mehr Sendemasten
Eines ist jetzt schon klar: Für 5G brauchst es mehr Sendemasten : Bild: dpa

Erste Reaktionen aus der Politik fielen sehr kritisch aus. Die Grünen wiesen das das Papier als völlig unzureichend zurück. „Letztendlich hat die Netzagentur den ländlichen Raum beim Mobilfunkausbau aufgegeben. De facto gibt es keine wirksamen Auflagen“, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Oliver Krischer. Aus seiner Sicht fehlt es an abschreckenden Bußgeldern, die die Konzerne zwingen, wirklich zusammenzuarbeiten und die Versorgung zu verbessern.

In  Gebieten, wo sich der Ausbau durch einen einzelnen Netzbetreiber nicht lohnt,  ist eine enge Zusammenarbeit vorgesehen. Dazu sollen die Unternehmen sich über Roaming-Vereinbarungen auch gegenseitig Zugang zu ihren Netzen gewähren. Die Bedingungen dafür sollen sie untereinander aushandeln, wobei die Netzagentur als Schiedsrichter auftreten soll.

Über diesen Weg könnte auch ein Newcomer, der bei der Auktion zum ersten Mal Frequenzen für ein eigenes Mobilfunknetz erwirbt, sich Zugang zu den bestehenden deutschen Mobilfunknetzen verschaffen (National Roaming).  Der Internetkonzern United Internet hat bereits sein Interesse angemeldet.

Mehr Wettbewerb erhofft sich die Netzagentur durch eine Stärkung von Mobilfunkdiscountern, die wie Freenet oder 1&1  ebenfalls bestehende Netze mitnutzen. Sollten sich Deutsche Telekom, Vodafone und der O2-Anbieter Telefónica Deutschland fairen Verhandlungen über eine Öffnung ihrer Netze verweigern, droht ihnen die Netzagentur mit der Verhängung von Zwangs- und Bußgeldern.

Und das sind die konkreten Auflagen für die Bieter:

1. Mindestens 98 Prozent der Haushalte in jedem Bundesland sollen bis Ende des Jahres 2022 mit einer Übertragungsrate von mindestens 100 Megabit pro Sekunde versorgt werden.

2. Autobahnen sollen mit mindestens 100 Megabit pro Sekunde bis Ende 2022 versorgt werden, wichtige Bundesstraßen mit mindestens 100 Megabit pro Sekunde bis Ende 2022, alle übrigen Bundesstraßen mit mindestens 100 Megabit pro Sekunde bis Ende 2024.

3. Alle Land– und Staatsstraßen sollen mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde bis Ende 2024 versorgt werden.

4. Schienenwege mit mehr als 2000 Fahrgästen pro Tag müssen bis Ende des Jahres 2022 mit mindestens 100 Megabit pro Sekunde ausgestattet sein, alle übrigen Schienenwege mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde bis Ende des Jahres 2024.

5. Jeder Netzbetreiber muss 1000 Basisstationen für 5G-Anwendungen im Bereich 3,6 GHz grundsätzlich bis Ende des Jahres 2022 aufrüsten. Wird geeignete 5G-Technik erst später verfügbar, verschiebt sich die Frist auf das Jahr 2024.

6. Jeder Netzbetreiber muss 500 Basisstationen für den ländlichen Raum mit einer Übertragungsrate von mindestens 100 Megabit bis Ende des Jahres 2022 aufbauen. Die Auswahl der Standorte erfolgt auf Anforderung der Bundesländer.

Bild: DPA

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/watch?v=7HNSYZ1Xadg

Dringende Warnung vor 5G (von Hans-U. Jakob, Präsident Gigaherz.ch.) | 31.08.2018 | http://www.kla.tv/12947

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aus dem TEXT: …Angela Merkels Offenheit und Hilfsbereitschaft in der Flüchtlingskrise haben ihn hingegen überrascht…. (VORSICHT!!! …DIESE PERSONMERKEL“ ist zu „126669“ PROZENT durchtrieben!!!!) siehe auch „KINDER-ARMUT“ in DEUTSCHLAND

https://www.welt.de/politik/deutschland/plus183513386/Hans-Soellner-Liedermacher-will-Buergermeister-von-Bad-Reichenhall-werden.html

Hans Söllner „Hör mir auf mit den Grünen“

Liedermacher und Bürgermeisterkandidat Hans Söllner in Bad Reichenhall, fotografiert von Frédéric Schwilden bei seiner Plattenfirma in München-Giesing
Liedermacher Hans Söllner will Bürgermeister werden: „Dann sitzen wir in Bad Reichenhall nicht mehr in der Kneipe und saufen uns zu“

Quelle: Frédéric Schwilden

In seinem Gesicht steht die ganze Geschichte des modernen Freistaats. Der bayerische Liedermacher Hans Söllner sitzt mit uns in der Küche seines Münchner Plattenlabels Trikont in Giesing. Ein Altbau, kleiner, gedrungener als die Altbauten in Berlin.

Das liegt vor allem daran, dass in den Münchner Altbauen bis heute mehr gehandwerkt als geträumt wird. Hohe Decken brauchen nur die Träumer. Söllner will nichts trinken, keinen Kaffee, kein gar nichts. Lieber sofort losreden. Die Herbstsonne scheint durch die alten Fenster auf seine Haut, die ledrig ist. Er trägt eine beige Jacke, für die das Wort „Anorak“ erfunden wurde, einen groben Baumwollpullover und eine Jeans. An Heiligabend wird er 63.

Hans Söllner, für alle, die ihn nicht kennen, veröffentlicht seit 1983 Platten. Dabei singt er auf Bayerisch und spielt Gitarre. Häufig ist da ein bisschen Reggae mit drin. Aber eigentlich ist das urbayerische Volksmusik, die meistens sehr hart mit der Regierung, also fast ausschließlich mit der CSU, ins Gericht geht. Wegen seiner Texte und Ansagen auf Konzerten und wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz (immer Marihuana) musste Söllner laut Eigenauskunft in seinen 35 Jahren Karriere 300.000 Euro an Strafe zahlen. Auf seinen Konzerten schrieben Zivilpolizisten seine Ansagen mit und erstatteten Strafanzeige.

Angeklagt wegen Besitzes von Marihuana: Söllner im Februar 1998 im Landgericht München
Angeklagt wegen Besitzes von Marihuana: Söllner im Februar 1998 im Landgericht München

Quelle: pa/dpa/Jan_Nienheysen

„I bin ja scho lang der Meinung, dass es Regierungen gibt, da sitz’n lauter Wichser. Da is der Herr Strauß scho a bisserl weiter, gell, der lässt wichsen. Ned umsonst is da Stoiber sei rechte Hand“, kostete damals zum Beispiel 8000 Mark.Beckstein ist praktisch a Sondermüll, der müsste eigentlich bei den Castortransporten dabei sein, so wie der red’ über die Leut, auf derer Welt“ war noch teurer, 140.000 Mark. Aber das ist schon lange her.

Das Bayern, in dem Söllner sein Leben lang gelebt hat, das Land, das er gleichermaßen liebt wie hasst, hat sich verändert in den vergangenen Jahren. So wie sich ja alles verändert – kleinteiliger, undurchschaubarer, heterogener wird. Bayern hat das am wenigsten und am stärksten zugleich getroffen. Am stärksten, weil die CSU nicht mehr alleine regieren kann. Bei der Landtagswahl vor vier Wochen hat sie ihre Mehrheit für wahrscheinlich lange Zeit eingebüßt. In ihren besten Jahren kam die CSU auf 62 Prozent, übrig geblieben sind jetzt 37,2.

Und am wenigsten hat das Bayern getroffen, weil Bayerns Stärke schon immer die Fähigkeit war, sich konstant zu verändern. Vom Agrarstaat zum Technologiestandort. Von tiefschwarz zu hellgrün.

Die Grünen sind zweitstärkste Kraft in Bayern geworden. Und man denkt natürlich, Hans Söllner, der Liedermacher, dessen bekannteste Textzeile „Mei Papa hat an Marihuanabaum/ Seitdem ist der Typ wieder völlig normal“ lautet, müsste sich freuen. „Hör mir auf mit den Grünen. Die waren am Anfang für mich bedeutend. Ich hab mit den ursympathiert“, schießt es im Söllner-Dialekt aus ihm raus. „Was heute der Hambacher Forst ist, das waren ja die Grünen früher. Natur und nicht alles hinnehmen. Aber spätestens seit Fischer mit Schröder da war, ist es den Bach runtergegangen. Das waren solche Versager. Da hab ich mir gedacht, die können mich auch am Arsch lecken.“ Er haut auf den Tisch.

Da ist dieser Trotz in ihm. Diese bayerische Dickköpfigkeit, diese Wut, die Söllner mit Strauß, mit Söder, ja mit allen bayerischen Großpolitikern der CSU teilt. Sie könnten fast alle Geschwister sein. So unähnlich sind sich die Biografien auch gar nicht. Strauß’ Vater war Metzger, Söder wurde als Sohn eines Maurermeisters in Nürnberg geboren, Söllners Vater war Bauarbeiter. Nichts weckt, das gilt in Bayern wie anderswo, mehr den Provokateur als ein grundsolides Elternhaus.

Ohne CSU auch keine Grünen und kein Söllner

Wenn Söder sein Kreuz in den Amtsstuben aufhängen will, steckt darin die gleiche Geste wie in Söllners Textprovokationen. Auf Söllners vor zwei Wochen erschienenem Album „Genug“ dichtet er zur Zupfgitarre: „Biff Baff, holladrio/ fängt alles wieder von vorn an a/ Mir ist wurscht, wie man nennt, i hab bloß an Söder kennt/ des war der dümmste Hund/ sucht allweilen nur nach am Grund.“ Egal ob Söder oder Söllner, beiden geht es darum, ein Drahtseil über den Marktplatz zu spannen, über den Köpfen der Leute zu balancieren, mal die Nase zu zeigen, mal einfach nur zu tanzen und am Ende doch herunterzukommen zu ihnen. Zu den Wählern, zu den Fans. Sie sind beide auf ihre Art Till Eulenspiegel.

Und sie brauchen sich. So wie Gott den Teufel braucht, um zu existieren. Sie sind gegenseitiges Kontrastmittel, Daseinsberechtigung. Und da kommen wir zum Erfolg der Grünen. Denn ohne die CSU und ihr Weltbild und ihre Inszenierung wäre der Aufstieg der Grünen gar nicht möglich gewesen. An was hätte man sich denn reiben sollen? Ohne CSU keine Grünen. Ohne CSU auch kein Söllner.

In der Person Söllner also steckt der Fade-out der Deutungshoheit der CSU und das Anschwellen der grünen Hoffnung, die aber durch eine eigene Enttäuschung wieder gedämpft wird. Das ist auch so bayerisch. Keine Euphorie für Dinge teilen. Bisschen nörgeln, aber eigentlich zufrieden sein.

Wie damals zur Zeit des Bosnienkrieges hat Söllner 2015 wieder zwei Migranten aufgenommen. Er tut das gern. Und doch stört ihn da was. Vom Landratsamt bekommt er für die beiden 1000 Euro im Monat. „Für meine eigenen Kinder krieg ich 180 Euro Kindergeld.“ Er will aber nicht mehr Geld für seine Kinder. Es geht ihm darum, dass dadurch Leute regelrecht Geld machen, indem sie Migranten aufnehmen. „Die quartieren da in ihren alten, verschimmelten Gasthäusern welche ein und kassieren 40.000 Euro im Monat. Das geht nicht. Die Gier wird uns mal das Genick brechen.“ Die CSU nennt er immer noch Rassisten. >>>Angela Merkels Offenheit und Hilfsbereitschaft in der Flüchtlingskrise haben ihn hingegen überrascht.<<<

Söllner sitzt komplett geerdet im Münchner Altbau. Er hat alles gesehen. Saumäßig viel Geld verdient mit seiner Musikmischung aus Kabarett und Reggae. Saumäßig viel bezahlt für die Beleidigungen. Auch was gezahlt für die zwei Scheidungen, die er hinter sich hat. Er könnte abgeklärt sein. Aber mit 63 ist da immer noch der Bub, der wieder was Neues will. „Genug“ soll sein letztes Album sein. Er ist auf so viele Bühnen gestiegen, er hat so viele Witze gemacht. So viele Songs gespielt. Als Nächstes will er Bürgermeister seines Heimatortes Bad Reichenhall werden. 2020 ist die Wahl.

„Als Bürgermeister von Bad Reichenhall mach ich eine Feuerstelle auf. Da grillen wir dann einmal im Monat Maiskolben. Und von 16 bis 20 Uhr kann jeder kommen und reden und gehört werden.“ Seine Idee in einer internationaler werdenden Welt: eine Politik der unmittelbaren Lokalität. Nur wenn im Kleinen Dinge geändert werden, ziehen auch die Großen mit. Söllner will zurück zur Direktdemokratie. „Da leben ja 17.000 Menschen in Bad Reichenhall. Das ist noch eine Größe, in der jeder beteiligt werden kann.“

„Davon könnte ich ganz Bayern zuplakatieren“

Ein wirkliches Programm außer der Beteiligung hat Söllner bisher noch nicht. „Farben,“ sagt er dann, „alles Pastell, jedes Haus. Dann sitzen wir in Bad Reichenhall nicht mehr in der Kneipe und saufen uns zu, sondern wir machen den Ort wirklich bunt. Nicht nur als Metapher. Dann kommt das Smilen schon zurück.“ Seine Politik soll durch „Vernunft, Freundlichkeit und Liebe“ die Stadt Bad Reichenhall verändern.

Und da fällt ihm dann auch was Konkretes ein. Da ist so ein Parkplatz in Bad Reichenhall, der habe 20 Jahre funktioniert. „Aber jetzt kommt da so ein Trottel da drauf, einen Balken und Schilder aufzustellen. Jetzt darf man nur noch in einer Richtung reinfahren und das Ganze kostet auch noch 20.000 Euro.“ Söllner will so viel Geld lieber anders nutzen. An Bedürftige verteilen. Ihm schwebt da ein unbürokratischer Topf für Nachbarschaftshilfe vor zum Beispiel.

Söllner hat noch einen Termin. Wir verlassen das Büro der Plattenfirma. Wir treten auf die Silberhornstraße. Da hängen Plakate, auf denen sich Markus Söder für das in ihn gesetzte Vertrauen bedankt. Daneben ist auch eins mit dem ehemaligen CSU-Schlachtross Peter Gauweiler drauf.

Gauweiler wollte in den 80er-Jahren Zwangs-Aids-Tests für Prostituierte und Fixer einführen. Söllner nannte ihn damals einen verkappten Schwulen. „Plakate“, sagt Söllner, „die brauch ich auch. Die macht dann mein Team. Aber von dem Geld, das ich damals für die Sätze gegen den Gauweiler zahlen musste, könnte ich ganz Bayern zuplakatieren.“

Söllner verschwindet im Münchner Stadtbild. Der Himmel ist blau-weiß. Der Wahlkampf kann beginnen.

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