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siehe auch der UN-„UNO-MIGRATIONS-PAKT“

„CDU/CSU-MERKELs“ „HINHALTE-TAKTIK“: Kurz vor der UNTERZEICHNUNG – „7. und 8. Dezember in Hamburg“   – DARF nocheinmal DEBATTIERT werden

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/cdu-will-auf-parteitag-ueber-un-migrationspakt-abstimmen-15910132.html

 

Antrag von 500 Mitgliedern : UN-Migrationspakt wird Thema beim CDU-Parteitag

  • Aktualisiert am

Damals noch ohne Tischwahlkabine: Merkel gibt auf dem Parteitag 2016 ihre Stimme ab. Bild: dpa

Die CDU-Spitze gibt am Montag Details über den Ablauf des Parteitages und erste Anträge bekannt. Neben einer Abstimmung über eine klare Absage an eine Zusammenarbeit mit Linkspartei und AfD wird es wohl auch um den Migrationspakt gehen.

Der UN-Migrationspakt kommt wohl auf die Tagesordnung des kommenden CDU-Parteitags. Wie Thomas de Maizière im Anschluss an die Gremiensitzung der Partei am Montag in Berlin mitteilte, hatten zunächst 500 CDU-Mitglieder einen entsprechenden Antrag gestellt. Darin werde die Bundeskanzlerin aufgefordert, den Pakt nicht ohne Beratung und Beschluss der Bundestagsfraktion der CDU/CSU und des Bundestags zu unterzeichnen. „Mit diesem Antrag ist nicht so leicht umzugehen“, sagte de Maizière. Zum einen betitele er den Pakt falsch, zum anderen würden die Fraktion und vermutlich auch der Bundestag sich diese Woche ohnehin mit dem Pakt befassen – womit der Antrag eigentlich „erledigt“ wäre, so de Maizière.

„Gleichwohl scheut niemand die Debatte“, versicherte de Maizière. Deshalb habe sich der Bundesvorstand vorgenommen, einen geplanten Entschließungsantrag der Fraktion auf dem Parteitag als Grundlage zur Debatte und zur Abstimmung zu stellen.

Der Antrag, der dieser Zeitung vorliegt, soll am Dienstag von den Unionsabgeordneten verabschiedet werden. Der Bundestag, so heißt es in dem Antrag, fordere die Bundesregierung auf sicherzustellen, dass durch den UN-Migrationspakt die nationale Souveränität Deutschlands ebenso wenig beeinträchtigt werde wie das Recht Deutschlands, über seine Migrationspolitik selbst zu bestimmen. Außerdem solle die Bundesregierung gewährleisten, dass durch den Pakt „keinerlei deutsche Regelungen – insbesondere im Bereich des Asyl-, des Sozial- und des Staatsbürgerschaftsrechts sowie des Rechts des Familiennachzugs – eingeschränkt oder ausgeweitet werden“. Berlin solle zudem dafür eintreten, dass andere Staaten Mindeststandards für Migranten etablierten, um den Migrationsdruck nach Europa und Deutschland zu reduzieren.

Nach dem Willen der Unionsfraktion soll der Bundestag zudem feststellen, dass der Migrationspakt im deutschen Interesse liege. „Deutschland übernimmt bei der Migration deutlich mehr Verantwortung als andere Länder. Das kann auf Dauer nicht so bleiben.Migration zu ordnen, zu steuern und zu begrenzen, sei nur mit einem internationalen Ansatz zu bewältigen. Der Pakt, so heißt es in dem Antrag weiter, begründe keine einklagbaren Rechte und Pflichten und entfalte keinerlei rechtsändernde oder rechtssetzende Wirkung.

Das Delegiertentreffen findet am 7. und 8. Dezember in Hamburg statt, der Migrationspakt soll eigentlich am 10. und 11. Dezember in Marrakesch angenommen werden.

Nicht nur in der CDU herrscht Uneinigkeit, ob Deutschland dem Abkommen beitreten soll. Rund 80.000 Menschen haben sich in Deutschland an einer Petition gegen den UN-Migrationspakt beteiligt. Am Montagnachmittag gab die Webseite des Petitionsausschusses des Bundestages, auf der man die Petition unterstützen kann, die Zahl der Unterzeichner mit 79.762 an. Damit hat der Antragsteller die nötige Zahl der Stimmen erreicht, um sein Anliegen in einer öffentlichen Sitzung vorzustellen. Ziel der von der AfD unterstützten Petition 85565 ist, dass Deutschland dem Migrationspakt nicht wie geplant beitritt.

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https://www.welt.de/politik/deutschland/plus184418188/Matthias-Herdegen-Wuerde-dem-Migrationspakt-so-nicht-zustimmen.html

Völkerrechtler Herdegen

„Ich würde dem Migrationspakt so nicht zustimmen“

| Lesedauer: 11 Minuten
Der Pakt bewerte Migration ausschließlich als Quelle für Wohlstand und Entwicklung, bemängelt der Völkerrechtler Matthias Herdegen
Der Pakt bewerte Migration ausschließlich als Quelle für Wohlstand und Entwicklung, bemängelt der Völkerrechtler Matthias Herdegen

Quelle: Christoph Neumann

Der UN-Migrationspakt überdecke die wesentlichen Krisenmomente in der Migration: Der Bonner Völkerrechtler Matthias Herdegen über die politischen und juristischen Folgen des Papiers und die schlecht vorbereitete Bundesregierung.
WELT AM SONNTAG: Herr Professor Herdegen, Sie sind Völkerrechtler. In Ihrer Partei, der CDU, wird der Migrationspakt von den meisten unterstützt. Wie ist Ihre Position dazu, würden Sie den Pakt unterschreiben?

Matthias Herdegen: Ich würde dem Pakt so nicht zustimmen. Nicht, weil in dem Pakt elementar Falsches stünde. Dieser Pakt strotzt voll richtiger, zutreffender Grundsätze. Er nennt alles, das Wichtige und das Unwichtige. Er bedient auch die Bedürfnisse nach einem moralischen Wohlfühlen.

Aber er überdeckt doch die wesentlichen Krisenmomente in der Migration. Nicht, weil er etwas Falsches sagt, sondern weil in den 32 Seiten die eigentlichen Probleme verschwinden. Das fängt schon damit an: Es ist nicht ein globaler Pakt zur Migration, sondern es ist ein globaler Pakt für Migration.

Damit wird schon eine Eingleisung vorgenommen: Migration erscheint als etwas grundsätzlich Positives, eine Quelle des Wohlstands, eine Quelle der nachhaltigen Entwicklung. Das ist eine ganz einseitige Bewertung. Von dort ist es natürlich nur ein kleiner Schritt zu dem, was im Pakt nicht steht. Nämlich zu der Annahme, wir bewegen uns hin in Richtung eines Rechts auf Einwanderung. Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte spricht ja bereits von einem solchen Recht.

WELT AM SONNTAG: Der Pakt erwähnt zwar die Souveränität der Staaten, deren Entscheidungsgewalt über die Zuwanderung. Aber das sieht so aus wie eine Pflichtübung, und in Wirklichkeit ist etwas anderes beabsichtigt.

Herdegen: Das ist gewissermaßen ein innerer Widerspruch. Einerseits sehen wir sehr häufig die Formulierung, die Staaten „verpflichten“ sich zu bestimmten Schritten. Diese Verpflichtungen werden dann noch einmal in zehn oder mehr Unterpunkten ausformuliert. Das ist ein ganzes Netzwerk und Bündel von Verpflichtungen.

Auf der anderen Seite steht drin, wir achten die nationale Souveränität, und kein Staat ist gehalten, sein nationales Recht zu ändern. Ja, wenn es alles beim Alten bleiben kann, dann stellt man sich natürlich auch die Frage nach dem Mehrwert des Pakts. Wenn ich aber mit dem Pathos, hier die Welt zu verbessern, „Verpflichtungen“ bekunde, erwecke ich auch die Erwartung, dass ich weiter vorangehen möchte – und zwar positiv unterstützend. Migration im Sinne einer Förderung der Mobilität. Es soll sicherer, geordneter und regulärer Migration Bahn brechen.

WELT AM SONNTAG: Das englische Wort „regular“ kann man ja unterschiedlich übersetzen. Es kann heißen „geregelt“ – aber auch „immer wieder“ und „kontinuierlich“ .

Herdegen: Das erweckt die Vorstellung, als sei Migration aus der geschichtlichen Perspektive bis hin in die Aktualität sozusagen ein organischer Prozess, den wir weder verhindern können noch verhindern sollten, und dass wir auch aus der irregulären Immigration möglichst weitgehend reguläre Migration machen sollen, weil das ja alles etwas Positives ist, das den Wohlstand fördert. Es gibt noch einen weiteren Aspekt: Die Aufnahmegesellschaften werden als potenziell erziehungsbedürftig angesehen.

WELT AM SONNTAG: Was heißt das?

Herdegen: Der Pakt stellt die Staaten vor die Obliegenheit, den öffentlichen Diskurs im Sinne eines integrationsoffenen Klimas und einer korrekten Berichterstattung zu steuern. Zwar redet der Pakt dabei auch salvatorisch von der Meinungsfreiheit. Aber es gibt auch einen starken pönalen Ansatz, mit dem scharfen Schwert des Strafrechts gegen fremdenfeindliche Äußerungen vorzugehen. Bestrafung ist aber nicht der Königsweg zu einer offen Gesellschaft, wenn es nicht gerade um Volksverhetzung und Ähnliches geht.

Die UN-Vollversammlung in New York – hier wurde auch der "Globale Pakt für Migration" beschlossen
Die UN-Vollversammlung in New York – hier wurde auch der „Globale Pakt für Migration“ beschlossen

Quelle: picture alliance / AA

WELT AM SONNTAG: 2015 wurde immer über „Flüchtlinge“ gesprochen, jetzt geht es um Migranten. Diese sollen praktisch dieselben Rechte bekommen, wie sie vor drei Jahren nur Flüchtlingen zugestanden wurden. Ein langsamer und dennoch sehr bedeutsamer Wechsel in der Betrachtungsweise?

Herdegen: Das erscheint mir ein ganz entscheidender Gesichtspunkt, dass wir die Solidarität, die unsere Gesellschaft ja in einem beachtlichen Maße aufweist, ausdehnen. Von der Gruppe der Asylbewerber, die wegen politischer Verfolgung zu uns kommen, über die Gruppe der Flüchtlinge, die vor Krieg und Bürgerkrieg flüchten, strecken wir diese Solidarität jetzt auf all diejenigen aus, die aus ihrem Land herausstreben, weil sie für sich eine bessere wirtschaftliche Zukunft erstreben.

Man muss aber ganz deutlich sagen, Solidarität hat eine andere Qualität gegenüber politisch Verfolgten und Flüchtlingen als gegenüber denjenigen, die aus legitimen, verständlichen Gründen zu uns streben, weil sie hier für sich eine bessere materielle Existenz suchen.

WELT AM SONNTAG: Können Sie denn ausschließen, dass der Pakt am Ende doch völkerrechtlich bindend wird, zumindest in Teilen?

Herdegen: Meine Skepsis erwächst nicht daraus, dass hier unmittelbare völkerrechtliche Verpflichtungen entstünden, sondern daraus, dass jeder Staat, der diesen Pakt unterschreibt, damit auch Erwartungen weckt. Dieser Pakt wird ja in einem Verfahren gemacht, das dem eines völkerrechtlichen Vertrages sehr ähnlich ist. Da wird eine Staatenkonferenz einberufen in Marrakesch, aber der Pakt durchläuft nicht die parlamentarischen Ratifikationsverfahren.

Dennoch bezieht der Vertrag sich auf bindende Standards. Das heißt, er lässt erkennen, dass viele Grundsätze, die hier genannt sind, Konkretisierungen menschenrechtlicher Verpflichtungen sind. Und wir erleben es ständig, dass verbindliches Recht konkretisiert wird im Lichte unverbindlichen Rechts, des „Soft Law“.

Das macht der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte, der zieht eine Fülle von Dokumenten heran, die an sich nicht bindend sind, um zu sagen: Unsere internationale Gemeinschaft bewegt sich in der Annahme, dass ein bestimmtes Menschenrecht diesen oder jenen Inhalt hat. An diesen Inhalt hat man vor 40, 50 Jahren nicht gedacht, aber neue Texte, die nicht verbindlich sind, halten her, um einem verbindlichen Rechtssatz, einer verbindlichen Norm einen bestimmten Inhalt zu geben. Die Sorge, dass der globale Migrationspakt in ähnlicher Weise wirkt bei der Konkretisierung verbindlichen Rechts, die halte ich in der Tat für begründet.

WELT AM SONNTAG: Inwiefern?

Herdegen: Wir haben heute im Völkerrecht, vor allem bei menschenrechtlichen Vorschriften, einen sogenannten „evolutiven“ Ansatz. Das heißt, wir gehen davon aus, dass sich die Normen mit der Welt, in der wir leben, verändern und sich auch verändern mit einem gewandelten Rechtsbewusstsein. Das heißt, je höhere Standards wir auch in unverbindlichen Dokumenten wie dem Migrationspakt formulieren, desto mehr wächst auch die Neigung, überkommenes Recht an diese Standards im Wege der Interpretation anzugleichen.

WELT AM SONNTAG: So wie auch im Grundgesetz ursprünglich nicht vorausgesehen wurde, welche Dimension der Asylartikel gewinnt?

Herdegen: Man hat sich das von der Dynamik sicher so nicht vorgestellt, war da sicher auch etwas geprägt von der Erfahrung des „Dritten Reichs“. Nun haben wir eigentlich das Asylrecht in einem sehr komplizierten Verfahren so weit geändert, dass es hier zu wesentlichen Einschränkungen kommen kann. Vor allem der, dass Asylbewerber kein Recht auf Asyl haben, wenn sie aus einem sicheren Drittland kommen.

Man hat aber diese Einschränkungen und auch die Sicherung des europäischen Asylsystems in Deutschland, gewissermaßen gegen die eigenen Interessen handelnd, zerstört. Das europäische Asylsystem liegt in Trümmern. Ein neues System ist nicht absehbar.

WELT AM SONNTAG: Ist das rechtsstaatlich einwandfrei, dass die Drittstaatenregelung im Artikel 16 so einfach praktisch bedeutungslos geworden ist?

Herdegen: Das Problem liegt weniger in der Handhabung des deutschen Asylgrundrechts. Das Problem liegt in der Handhabung des europäischen Rechts: indem man die Möglichkeit, die Zuständigkeit an sich zu ziehen, gewissermaßen zur Typik gemacht hat. Damit hat man ein System, das eigentlich im deutschen Sinne ersonnen worden ist, praktisch obsolet werden lassen.

WELT AM SONNTAG: Sagt die Bundesregierung die Unwahrheit, wenn sie behauptet, der UN-Migrationspakt werde nicht in völkerrechtlich verbindliche Bereiche geraten?

Herdegen: Die Bundesregierung hat recht, wenn sie sagt, dieses Dokument ist nicht unmittelbar völkerrechtlich verbindlich. Aber man muss auch ganz klar sehen, dass auch solche Dokumente als sogenanntes weiches Recht, Soft Law, die Auslegung und Fortentwicklung des geltenden Rechts der verbindlichen Normen mitsteuern und damit natürlich auch am Ende rechtliche Wirkungen bekommen.

WELT AM SONNTAG: Es ist also höchstens die halbe Wahrheit?

Herdegen: Es zeigt ein fehlendes Sensorium, ein fehlendes Bewusstsein für die rechtlichen, normativen Wirkungen eines solchen Abkommens jenseits der förmlichen Verbindlichkeit. Jeder Völkerrechtler weiß um diese Bedeutung des Soft Laws bei der Weiterentwicklung, bei der Konkretisierung von Menschenrechten und anderen gerichtlichen Standards. Die Bundesregierung hat dieses Potenzial auch als Argument gegen den Pakt überhaupt nicht erkannt, weil sie die gesamte Brisanz dieses Aspekts nicht ernst genommen hat.

WELT AM SONNTAG: Es ist also juristisch keine Lüge, sondern eine Unwahrheit aus…

Herdegen: …aus Ängstlichkeit geborener Unfähigkeit, rechtliche Komplexität dem Bürger als solche darzustellen. Ich glaube gar nicht, dass es böse Absicht vonseiten der Bundesregierung ist. Man hat sich in einen ungewollten öffentlichen und parlamentarischen Diskurs drängen lassen, war auf diesen Diskurs auch gar nicht vorbereitet und hat sich am Ende damit gerettet, zu sagen: Dieser Pakt ist gut, weil er unverbindlich ist.

Wenn ich als Hauptargument für ein von mir ausgehandeltes oder unterzeichnetes Dokument anführe, dieses Dokument sei unverbindlich, ist das doch ein schlechtes Zeugnis. Ich muss doch dafür werben, dass das Dokument inhaltlich gut ist, und nicht damit, dass es unverbindlich ist.

WELT AM SONNTAG: Die Kanzlerin hat zwar gesagt, 2015 darf sich nicht wiederholen. Aber korrigiert wurde die Politik der offenen Grenzen nicht.

Herdegen: Dadurch entsteht nach außen der Eindruck, dass gewissermaßen eine bruchlose Linie zwischen der Krise von 2015 bis hin zu dem jetzigen Pakt verläuft. Dass hier eine inhaltliche Neuorientierung gar nicht angedacht wird. Sonst würde man sagen, das war im Jahr 2015 eine einmalige Situation, die wir so nicht wiederkehren lassen.

Damals ging es auch stark um Flüchtlinge und um Asylbewerber. Jetzt geht es um Migration. Und bei Migranten wollen wir nun wirklich eine Einwanderung, die eine von uns, im Interesse unserer liberalen, offenen Gesellschaft gesteuerte Zuwanderung ist.

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WELT AM SONNTAG: Ist das Vorsatz oder Inkompetenz der praktizierten Flüchtlingspolitik?

Herdegen: Ich würde niemandem in unserer Bundesregierung, deren größter Koalitionspartei ich ja selbst angehöre, Böswilligkeit unterstellen. Ich sehe aber in einigen Teilen der Bundesregierung in der Tat die mangelnde Bereitschaft, über fehlende Weichenstellungen zu sprechen und für die Zukunft entscheidende Korrekturen vorzunehmen.

WELT AM SONNTAG: In dem Pakt wird deutlich gesagt, dass wir die Grenzen aufmachen müssen, damit sie nicht illegal überschritten werden. Das heißt doch de facto, wir wollen keine Grenzen mehr haben.

Herdegen: Ja. Das heißt, man hat die Vorstellung, Grenzen müssen porös und durchlässig sein. Das aber stößt sich wieder an dem Bekenntnis zur Souveränität. Ein souveräner Staat hat die Kontrolle über seine Grenzen, oder er gehört einer Gemeinschaft wie der EU an, die für ihre Mitglieder die Grenzen schützt, um diese Souveränität wahrnehmen zu können. Und das ist einer der vielen nicht aufgelösten Widersprüche in diesem Pakt.

WELT AM SONNTAG: Wenn entsprechend dem Pakt Migranten, egal ob sie legal oder illegal ins Land gekommen sind, unter dem gleichen Schutz des Sozialstaates stehen, dann bedeutet das doch geradezu eine Einwanderungsgarantie in den Sozialstaat. Und das wird den Sozialstaat zerstören.

Herdegen: Ja.

WELT AM SONNTAG: Kann man unter all diesen Umständen den Pakt absegnen?

Herdegen: Wenn Sie mich fragen würden, was meine Empfehlung wäre, dem Pakt zuzustimmen in Marrakesch oder nicht, wäre es, mit der Annahme zu warten und nach einem öffentlichen Diskurs eine Erklärung zu verfassen, die die hiesigen Konflikte, die Herausforderungen und auch die Sorge um die Leistungsfähigkeit unserer offenen, pluralistischen Gesellschaft ganz offen und selbstbewusst formuliert.

Mit Hinweis auf die Solidarität, die wir ja seit dem Jahre 2015 im hohen Maße und exemplarisch betätigt haben. Und dann mit einer solchen Erklärung zu einem von uns gesetzten Zeitpunkt auf die internationale Bühne treten. Man kann diesem Pakt zu jedem beliebigen Zeitpunkt noch zustimmen.

WELT AM SONNTAG: Aber nicht ohne eine solche Erklärung.

Herdegen: Nicht ohne eine solche Erklärung.

WELT AM SONNTAG: Das, was jetzt geschieht, zerreißt Ihre Partei, zerreißt das Land. Das muss Sie als langjähriges CDU-Mitglied doch um den Schlaf bringen.

Herdegen: Ja. Was mich dabei umtreibt, ist nicht, dass wir eine kontroverse Entscheidung treffen. Das Besorgniserregende ist, dass wir Entscheidungen treffen, ohne dass die Dinge in einem ganz offenen Diskurs von allen Beteiligten selbstbewusst ausgeleuchtet werden. Ängstlichkeit und eine defensive Haltung der Bundesregierung, die eigentlich das Heft in der Hand hat, auch das Timing bestimmt, ist immer ein schlechter Ratgeber.

Ich vermisse den selbstbewussten, offenen Umgang der Bundesregierung mit diesem Dokument. Sie hat eben durch diesen unkritischen, ängstlichen und auch etwas fantasielosen Umgang letztlich Wind in die Segel der rechtsextremen Partei getrieben.

WELT AM SONNTAG: Wer wird den Pakt in Marokko verabschieden, die Kanzlerin oder der Außenminister?

Herdegen: Ich nehme an, dass der Außenminister nach Marrakesch reisen wird, auch wenn ein Ringeltanz der Staats- und Regierungschefs vorgesehen ist.

WELT AM SONNTAG: Dann hat die Kanzlerin Glück gehabt.

Herdegen: Das würde sie vielleicht so nicht sehen, sie sieht ja keinen Korrekturbedarf, also wird sie über ihr Glück gar nicht näher nachdenken.

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AGENDA: MERKELS „WILLKOMMENS-KULTUR“ soll FORTGESETZT werden – DABEI ist die   ZEIT dieser PERSON doch schon so gut wie „ABGE-LAUFEN“?????!!!!!

tube.com/watch?v=2gFQ6qhWea8

Migrationspakt der Eliten (JF-TV Reportage)

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https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2018/_11/_01/Petition_85565.nc.html

PETITION 85565 – – PETITION 85565 – – PETITION 85565 – – PETITION 85565 – – PETITION 85565

 

 

Vereinte Nationen (UNO) – Global Compact for Migration vom 01.11.2018

Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass die Bundesregierung dem globalen Migrationspakt (Global Compact for Safe, Orderly and Regular Migration) nicht beitrete, sich in der UN-Generalversammlung im September 2019 in der Abstimmung darüber der Stimme enthalte und eine Erklärung bei den Vereinten Nationen abgebe, wonach der globale Migrationspakt für Deutschland nicht bindend sei.

Begründung

Der Pakt ist nicht geeignet, Migrationsfragen zu regeln. Es ist ein Verlust deutscher Souveränität in der Einwanderungspolitik und ein Verwischen der weiter lesen

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be.com/watch?v=VK6h14l3A60

UN Migrationspakt stoppen – Nicht in unserem Namen!

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ube.com/watch?v=S6wJGS9yeHM

Weshalb der UN-Migrationspakt abzulehnen ist | 16.11.2018 | http://www.kla.tv/13358 – „Roland Tichy“

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aus dem TEXT:..Wenn die Kanzlerin klug ist, wird sie sich danach so schnell wie möglich aus der aktiven Politik zurückziehen, um die Folgen des Migrationspaktes nicht mehr in Amt und Würden miterleben zu müssen. Denn nach dem Strom der Asylbewerber dürfte es jetzt zu einem weiteren Strom kommen, dem der Migranten aus wirtschaftlichen Gründen. Und die müssen noch nicht einmal auf ihre Anerkennung warten.…..

…Von solchen Zahlen ist in der jetzt vorliegenden Fassung nicht mehr die Rede, vermutlich um die abschreckende Wirkung der globalen Umsiedlungsplanung zu mindern. Der Begriff „Umsiedlung“ wird übrigens in einer Kurzinformation des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages genannt: „Resettlement (wörtlich: Umsiedlung) ist der Transfer von Flüchtlingen von einem Asylland in ein Drittland, das sich zu dauerhafter Aufnahme bereit erklärt hat.“..

….Woher der Wind wehte, wurde schon aus einer Studie deutlich, die von der Abteilung für Bevölkerungsfragen der UN im Jahr 2000 veröffentlicht wurde. Titel: „Bestandserhaltungsmigration: Eine Lösung für abnehmende und alternde Bevölkerungen?“ Im englischen Original heißt das „Replacement Migration“, was auch als Ersatz-Zuwanderung übersetzt werden könnte…

All diese Fakten werden im großen Migrationspakt verschwiegen, beschönigt oder höchstens am Rande gestreift. Stattdessen wird das hohe Loblied der Migration angestimmt:..

| Lesedauer: 27 Minuten
Selfie mit der Kanzlerin: Angela Merkel lässt sich am 10. September 2015 in Berlin mit dem Flüchtling Shaker Kedida aus dem Irak fotografieren
Selfie mit der Kanzlerin: Angela Merkel lässt sich am 10. September 2015 in Berlin mit dem Flüchtling Shaker Kedida aus dem Irak fotografieren

Quelle: picture alliance / dpa

Der UN-Migrationspakt spaltet Deutschland – wie schon die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin. Doch die Folgen des Regelwerks werden viel gravierender sein als die Entscheidung Angela Merkels 2015, die Grenzen nicht zu schließen.

Es war einmal eine Stadt in einem Land am Rande des großen Meeres, die war so schön, dass sie ihren Besuchern wie ein Traum aus „Tausendundeiner Nacht“ erschien. Erhabene Zinnen thronen über verschlungenen Gassen und farbenprächtigen Basaren. Eine Metropole wie ein Märchen. Eine Stadt, wie gemacht für ein Treffen der Völkergemeinschaft. In Marrakesch wird am 10. und 11. Dezember der UN-Migrationspakt feierlich verabschiedet. Von Staatschefs oder den Gesandten aus über 180 Ländern.

Auch aus Deutschland, wenn alles nach dem Plan der Kanzlerin läuft. Drei Tage nach ihrem Rückzug vom Parteivorsitz und drei Jahre vor ihrem geplanten Abschied als Bundeskanzlerin. Einige Länder, bis jetzt die USA, Österreich, Ungarn, Australien, Israel, Polen, Tschechien, Bulgarien und Estland, werden nicht an Bord sein, wenn die Arche Noah der Vereinten Nationen in See sticht – als ultimative Rettungsmission für alle Migranten dieser Welt, die sich auf den Weg zu den wohlhabenden Staaten machen –, Deutschland ganz vorneweg.

Wenn die Kanzlerin klug ist, wird sie sich danach so schnell wie möglich aus der aktiven Politik zurückziehen, um die Folgen des Migrationspaktes nicht mehr in Amt und Würden miterleben zu müssen. Denn nach dem Strom der Asylbewerber dürfte es jetzt zu einem weiteren Strom kommen, dem der Migranten aus wirtschaftlichen Gründen. Und die müssen noch nicht einmal auf ihre Anerkennung warten.

Flüchtlinge in Bayern im Oktober 2015: Die Asylsuchenden werden von der Polizei zu einer Notunterkunft geführt

Quelle: dpa

„Eine Situation wie die des Spätsommers 2015 kann, soll und darf sich nicht wiederholen“, sagte Angela Merkel auf dem CDU-Parteitag am 6. Dezember 2016 in Essen und meinte damit die De-facto-Öffnung der Grenzen für einen Flüchtlingstreck aus Ungarn über Österreich am 5. September 2015. „Wir haben diese Entscheidung aus humanitären Gründen gefällt“, hatte sie diese Entscheidung damals drei Tage später im Bundestag gerechtfertigt.

Sie hatte gesagt: „Diejenigen, die als Asylsuchende zu uns kommen oder als Kriegsflüchtlinge anerkannt werden, die brauchen unsere Hilfe, damit sie sich schnell integrieren können.“ Die Kanzlerin stellte aber auch klar: „Diejenigen, die nicht vor politischer Verfolgung oder Krieg flüchten, sondern aus wirtschaftlicher Not zu uns kommen, werden nicht in Deutschland bleiben können.“ Hilfe ja, Massenmigration aus wirtschaftlichen Gründen nein.

Das soll sich nun offenbar ändern. Der UN-Migrationspakt weitet de facto die Rechte von Asylsuchenden und Kriegsflüchtlingen auf all jene aus, die aus – nachvollziehbaren – wirtschaftlichen Gründen ihre Heimatländer verlassen und ihr Wohl in den reichen Regionen der Welt, vornehmlich in Europa suchen. Es handelt sich nicht um ein im völkerrechtlichen Sinne verbindliches Abkommen, sondern um Absichtserklärungen, Leitlinien, sogenannte Soft Laws.

Doch diese entwickeln erfahrungsgemäß ihre eigene Dynamik, werden von den mächtigen NGOs (Nichtregierungsorganisationen) als Maßstab für die Beurteilung von Regierungshandeln genutzt und dürften Stück für Stück in die entsprechenden Gerichtsverfahren zu Asyl und Abschiebung einsickern. Konsequenterweise hat schon jetzt der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages unter Bezugnahme auf das Außenministerium wörtlich erklärt: „Die Bundesregierung strebt ein politisch, nicht jedoch rechtlich verbindliches Abkommen an. Die Formulierung jedenfalls sollte ähnlich an noch offiziellerer Stelle auftauchen. Und: Im Endeffekt dürfte es wohl auf dasselbe hinauslaufen.

Die Entstehungsgeschichte des Migrationspaktes zeigt das überdeutlich. So schrieben im April 2018 die Mitarbeiter der Stiftung Wissenschaft und Politik Steffen Angenendt und Nadine Biehler über den „Zero Draft“, eine Art Vorentwurf des Paktes, es sei „ein guter, aber noch kein hinreichender Schritt“; er sei zwar positiv zu bewerten, aber noch nicht ambitioniert genug. Und dann kommen die beiden Autoren zur Sache: „Weltweit steigt die Zahl von Flüchtlingen und Migranten, und beide Gruppen vermischen sich zunehmend.“

Viele Regierungen seien angesichts der gemischten Wanderungen“ nicht fähig oder nicht willens, ihre Schutzverpflichtungen gegenüber Flüchtlingen zu erfüllen. „Abschottung und nationale Alleingänge nehmen zu – mit der Folge, dass der globale Flüchtlingsschutz erodiert. Dem soll nun offenbar mit dem Migrationspakt entgegengewirkt werden: Unbegrenzter Zuzug und gleiche Rechte für alle.

Ausnahme, die zum Dauerzustand wurde

Die Stiftung Wissenschaft und Politik ist nicht irgendeine Stiftung, sondern praktisch der Thinktank der Bundesregierung. Sie wird auf Vorschlag des Bundestages aus dem Haushalt der Kanzleramtes finanziert. Kern des UN-Migrationspakts, das wird immer deutlicher, ist es, die unübersichtliche Einwanderung von Asylbewerbern, Flüchtlingen aus Kriegsgebieten und anderen Migranten dadurch zu regeln, dass man illegale Migration legalisiert. Anscheinend soll in der Migrationsfrage die Politik die Oberhand über das Gesetz haben.

Eine solche Vorgehensweise hatte Angela Merkel am 4. September 2015 vorexerziert, als sie – offenbar in Ausübung ihrer Richtlinienkompetenz als Bundeskanzlerin – einer im Marsch befindlichen Flüchtlingsgruppe von anfangs 2000 Personen, die sich aus Ungarn über Österreich in Richtung deutsche Grenze zubewegte und unterwegs immer größer wurde, die Einreise offiziell erlaubte.

Am Münchner Hauptbahnhof kamen am nächsten Morgen fast 7000 Asylsuchende an. Am 11. September 2015 erklärte Merkel dazu in einer Pressekonferenz gemeinsam mit dem österreichischen Bundeskanzler Faymann: „Wir haben… in einer akuten Notsituation eine Entscheidung getroffen, die ja auch als eine humanitäre Ausnahme bezeichnet wurde, um Menschen zu helfen.“ Es war eine Ausnahme, die zum Dauerzustand wurde: Bis Ende 2016 kamen mehr als eine Million Flüchtlinge nach Deutschland.

Die Kanzlerin hatte damit praktisch den Artikel 16a des Grundgesetzes außer Kraft gesetzt: (1) „Politisch Verfolgte genießen Asylrecht.“ (2) Auf Absatz 1 kann sich nicht berufen, wer aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaften oder aus einem anderen Drittstaat einreist, in dem die Genfer Konvention gilt. Dazu diente Absatz 5, nach dem das europäische Recht den Grundgesetzartikel überlagern kann.

Das sogenannte „Selbsteintrittsrecht“ eines EU-Staates, als Ausnahmeregelung konzipiert, wurde zur Regel. Zwar wurden schon vorher keine Asylbewerber aufgehalten, die unerlaubt nach Deutschland weiterreisten. Doch Merkel erteilte dieser illegalen Masseneinwanderung den regierungsamtlichen Segen.

Der international renommierte Bonner Völkerrechtler Matthias Herdegen formuliert das eleganter, aber im Ergebnis ähnlich hart: Die Bundesregierung habe diese Einschränkungen des Grundgesetzartikels 16a „und auch die Sicherung des europäischen Asylsystems in Deutschland, gewissermaßen gegen die eigenen Interessen handelnd, zerstört. Das europäische Asylsystem liegt in Trümmern. Ein neues System ist nicht absehbar“.

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York

Quelle: picture alliance / Xinhua News A

Am 13. September 2015 untersagte Innenminister Thomas de Maizière nach kurzen Telefonaten mit seiner Kanzlerin dem Präsidenten der Bundespolizei, die Grenze nach Österreich zu kontrollieren und Asylbewerber, die aus einem sicheren Drittland kamen, dorthin zurückzuweisen. Auch als später Spitzenbeamte des Innenministeriums in einem sogenannten Non-Paper feststellten, dass es keine juristischen Hindernisse für eine Rückweisung gegeben habe, wurde diese Politik nicht geändert. Das Papier wurde geheim gehalten.

Der Grundgesetzartikel 16a wurde weder vom Parlament geändert oder gestrichen noch von irgendeinem Gericht kassiert. Er verschwand gleichsam in der rechtsstaatlichen Versenkung.

Drei Jahre nach der Nacht der offenen Grenze erklärte Angela Merkel, die Dublin-Verordnung, die eigentlich regelt, dass Migranten in dem Land Asyl beantragen und dort bis zum Abschluss des Verfahrens bleiben sollen, in dem sie erstmals EU-Territorium erreicht haben, sei „nicht funktionsfähig“. Denn, so Merkel, „nach der Theorie dürfte nie ein Migrant oder ein Flüchtling in Deutschland ankommen“.

Verträge missachtet

Tatsächlich wurde Dublin nie eingehalten, sodass die meisten Ankommenden weiterzogen, aber nicht in ihr europäisches Ankunftsland rücküberstellt wurden. Die Dublin-Verträge sahen auch vor, dass Deutschland für viele an den EU-Küstenstaaten Ankommende zuständig würde – etwa wenn schon Verwandte hier leben. Die Lage wurde immer verworrener. Aber der gute rechtsstaatliche Brauch, sich wenigstens um die Einhaltung von Verträgen zu bemühen, bis sie geändert sind, wurde abrupt beendet.

Merkel entschied sich dazu, die Missachtung der aus ihrer Sicht nicht funktionsfähigen Verträge zur offiziellen Politik zu erklären und widerlaufende Bestimmungen im deutschen Recht zu ignorieren. Der UN-Migrationspakt atmet diesen Geist, und wie mit Aladins Wunderlampe verzaubert, werden illegal Zugereiste zu legalen Einwanderern mit vollem Zugriffsrecht auf die Leistungen des Sozialstaats. Der Lockruf des Geldes dürfte nachhaltige Folgen haben: auf die Zahl der Zuwanderer und damit auch auf die Stabilität des Sozialstaates.

Der UN-Migrationspakt gießt die Herbstformel von 2015 „Refugees Welcome“ in ein 32-seitiges Papier, das weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit seit gut eineinhalb Jahren ausgehandelt wurde. Schon am 19. September 2016 hatten die 193 Mitgliedsstaaten der UN in ihrer „New Yorker Erklärung“ beschlossen, bis Ende 2018 zwei neue Rahmenwerke zu erstellen.

Das erste, ein Globaler Pakt für Flüchtlinge, sollte einer verbesserten Unterstützung für die Hauptaufnahmeländer von Menschen dienen, die nach den Kriterien der Genfer Flüchtlingskonvention Schutz in einem anderen Land suchten. Teil davon ist ein „Resettlement“, eine Umsiedlung, nach der schon jetzt jährlich gut 10.000 Flüchtlinge nach Deutschland umgesiedelt werden.

Im zweiten Pakt ging es um Migranten, die vor allem aus wirtschaftlichen Gründen ihre Länder verlassen. Welche Rolle die Bundesregierung dabei spielte, geht aus einem in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannten Dokument des Auswärtigen Amtes vom August 2018 hervor, veröffentlicht im Oktober.

In dem 144-seitigen Bericht mit der Überschrift „Flucht und Migration“ heißt es auf Seite 71:Die Bundesregierung hat 2016 und 2017 ihre Zusammenarbeit mit den VN-Organisationen im Bereich Flucht und Migration weiter intensiviert. Zur Unterstützung von Flüchtlingen, Migranten und Binnenvertriebenen in Herkunfts-, Transit- und Zielländern hat die Bundesregierung substanziell die Arbeit der in diesem Bereich tätigen VN-Organisationen unterstützt.“

Europa vor Augen: die spanische Exklave Melilla

Quelle: AFP/Getty Images

Und weiter in dem offiziellen Text:Auf Basis der New Yorker VN-Erklärung vom 19. September 2016 treibt die Bundesregierung zudem die Prozesse zur Erarbeitung eines Globalen Paktes für Flüchtlinge (Global Compact on Refugees, GCR) und eines Globalen Paktes für sichere, geordnete und reguläre Migration (Global Compact on Migration, GCM) politisch, inhaltlich, personell und finanziell voran und unterstreicht dadurch ihre internationale Gestalterrolle im Bereich Flucht und Migration.“

Der Pakt für Flüchtlinge (GCR) ziele auf eine gerechtere internationale Verantwortungsteilung in großen Flüchtlingssituationen ab, der Pakt für Migration (GCM) solle Grundlage für eine global gesteuerte, sichere und reguläre Migration werden. Geradezu stolz wird auf die eigene Rolle dabei hingewiesen: „Deutschland hat die Ausgestaltung der beiden Pakte durch Textvorschläge aktiv mitgestaltet.“

Und dann heißt es in großer Offenheit, worauf es wirklich ankommt: „Beide Pakte sind als rechtlich nicht bindend, aber politisch verpflichtend konzipiert.“ Das verweist alle Beteuerungen von Politikern, dass der Pakt nicht bindend sei, zumindest in den Bereich der Halbwahrheit. Dafür wird von den Befürwortern des Pakts immer betont, dass es darum geht, die umfassenden Rechte, die Migranten heute schon in Deutschland genießen, zur globalen Regel zu machen, wohl in der vagen Hoffnung, dass auch andere Staaten die deutschen Standards einführen und damit den Migrationsdruck auf die Bundesrepublik mindern.

Mit Zuwanderung gegen Bevölkerungsrückgang

Ein klarer Fall von Wunschdenken. Die bisherigen Erfahrungen sprechen nicht gerade dafür – die nordeuropäischen Sozialstaaten Dänemark und Schweden machen beim „Refugees Welcome“ schon längst nicht mehr mit und schicken Migranten zurück, meist nach Deutschland.

Woher der Wind wehte, wurde schon aus einer Studie deutlich, die von der Abteilung für Bevölkerungsfragen der UN im Jahr 2000 veröffentlicht wurde. Titel: „Bestandserhaltungsmigration: Eine Lösung für abnehmende und alternde Bevölkerungen?“ Im englischen Original heißt das „Replacement Migration“, was auch als Ersatz-Zuwanderung übersetzt werden könnte.

Die Bedeutung jedenfalls wurde beschrieben als „Zuwanderung aus dem Ausland, die benötigt wird, um den Bevölkerungsrückgang, das Schrumpfen der Erwerbsbevölkerung sowie die allgemeine Überalterung der Bevölkerung auszugleichen“. Das wurde dann am Beispiel verschiedener Länder durchgespielt. Für Deutschland berechnete man ein Szenario, welche Zuwanderung den Bevölkerungsrückgang ausgleichen könnte: Von 1995 bis 2050 sollte es eine Nettoimmigration von 25,2 Millionen Menschen sein, wobei die Gesamtzahl der in Deutschland Lebenden auf immerhin 92 Millionen hochgerechnet wurde.

Es ging hier also nicht um eine Planung etwa der deutschen Regierung, der Bürger oder der Parteien, wie der Bevölkerungsrückgang möglicherweise durch Einwanderung von Arbeits– oder Fachkräften ausgeglichen werden könnte, sondern durch einen Plan der großen Weltbehörde, sozusagen von oben herab.

UN-Generalsekretär António Guterres wurde auch jetzt nicht müde, die Vorteile einer globalen Völkerwanderung zu preisen. Der Migrationspakt sei eine „beispiellose Gelegenheit für die politisch Verantwortlichen, die schädlichen Mythen gegenüber Migranten anzugehen und eine gemeinsame Vision zu entwickeln, durch die Migration für all unsere Nationen funktionieren kann …“

Kein Zweifel: Der Pakt sollte auch der Volkserziehung dienen. Die dahinter stehende UN-Logik: „Migranten, denen legale Einreisemöglichkeiten verwehrt werden, greifen unweigerlich auf illegale Methoden zurück. Legale Einreise zu ermöglichen, ist der beste Weg, das Stigma der Illegalität und des Missbrauchs von Migranten zu beenden.Der Plan besteht also darin, die Grenzen legal zu öffnen, damit sie nicht illegal überschritten werden müssen – und zwar von jedermann, aus welchen Gründen und in welcher Zahl auch immer.

UN-Generalsekretär António Guterres

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Schon in einem Papier vom Dezember 2017 unter dem Titel Migration zum Nutzen aller“ hatte UN-Generalsekretär Guterres die Zahl internationaler Migranten auf gegenwärtig 258 Millionen geschätzt – all diese sollten nach seiner Auffassung Platz in anderen, vorwiegend wohl europäischen Ländern finden.

Von solchen Zahlen ist in der jetzt vorliegenden Fassung nicht mehr die Rede, vermutlich um die abschreckende Wirkung der globalen Umsiedlungsplanung zu mindern. Der Begriff „Umsiedlung“ wird übrigens in einer Kurzinformation des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages genannt: „Resettlement (wörtlich: Umsiedlung) ist der Transfer von Flüchtlingen von einem Asylland in ein Drittland, das sich zu dauerhafter Aufnahme bereit erklärt hat.“

António Manuel de Oliveira Guterres kennt sein Thema. Er ist seit dem 1. Januar 2017 Generalsekretär der Vereinten Nationen, war von 1992 bis 2002 Generalsekretär der portugiesischen Partido Socialista (PS), von 1995 bis 2002 Premierminister Portugals und von 1999 bis 2002 Präsident der Sozialistischen Internationale. Danach amtierte er als Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen.

Unter Gleichgesinnten

Der Mann weiß offenbar genau, was er politisch anstrebt – in dem von Sozialdemokraten geführten Außenministerium der Bundesrepublik hat er erkennbar Gleichgesinnte gefunden. Doch nicht nur dort.

Auf dem Posten des Ständigen Vertreters der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen sitzt seit 2017 der Diplomat und Spitzenbeamte Christoph Heusgen, der zuvor seit 2005 der außen- und sicherheitspolitische Berater der Bundeskanzlerin war.

Wenige Wochen nachdem „Merkels Mann für heikle Missionen“ (FAZ) im November 2016 für das Amt in New York nominiert wurde, schickte er am 21. Dezember noch von seiner E-Mail-Adresse im Kanzleramt eine Nachricht an die mit ihm befreundete künftige Kabinettschefin von UN-Generalsekretär Guterres. Darin bat Heusgen um eine Stelle für seine Frau Ina bei den UN und hängte deren Lebenslauf an.

In der Mail, die der „Spiegel“ später enthüllte, hieß es: „Wenn man bedenkt, welchen Beitrag Deutschland zur Uno leistet, könnte es attraktiv für dich sein, jemanden in deinem Stab zu haben (auf der Gehaltsstufe P5, die, wie ich höre, für Ina passen würde), der beides hat: einen direkten Draht zum Kanzleramt und zum Büro des Außenministers (und zu Deutschlands künftigem Botschafter bei der UN, der die Ambition hat, 2019/2020 im Sicherheitsrat zu sitzen).“ Mit dem künftigen Botschafter wies Heusgen, ganz Diplomat, auf sich selbst hin. Am Ende bekam seine Frau tatsächlich die Stelle bei den UN in New York.

Die Schwelle zwischen Vetternwirtschaft und Korruption scheint hier ähnlich nebulös zu verlaufen wie die zwischen Flüchtlingen und Migranten. Nach Bekanntwerden der Familienaffäre Heusgen erklärte das Auswärtige Amt, die Anstellung von Frau Heusgen sei „im außenpolitischen Interesse der Bundesregierung“.

Genau drei Monate nach Verabschiedung der New Yorker Erklärung, am 19. Dezember 2016, fand beim deutschen UN-Botschafter Christoph Heusgen ein Empfang des Global Forum on Migration & Development (GFMD) statt. Den Vorsitz des neu gegründeten Forums hatten die beiden UN-Mitgliedstaaten Deutschland und Marokko übernommen. Die Organisation wollte eine Plattform bieten, auf der sich die Staaten über die „Zusammenhänge von Migration und Entwicklung“ austauschen können, und zwar „informell, nicht bindend“ und „freiwillig“.

Der frühere Außenminister Sigmar Gabriel

Quelle: dpa/Michael Kappeler

Dafür war die Konferenz, die wenige Monate später in Berlin stattfand, ziemlich hochkarätig besetzt: Die Eröffnungsrede hielt der damalige Außenminister Sigmar Gabriel, für das Kanzleramt stand Merkels neuer außenpolitischer Chefberater Jan Hecker auf der Teilnehmerliste, ebenso wie Entwicklungshilfeminister Gerd Müller. Wer illegale Migration eindämmen will, der muss legale Einwanderungsmöglichkeiten schaffen“, so Gabriel in seiner Rede.

Der Außenminister verlangte ein radikales Umdenken in der Migrationspolitik“, die Regeln für diesen „globalen Gesellschaftsvertrag sollten die Bedürfnisse zuallererst der Migranten, ihrer Heimatstaaten und der Zielstaaten miteinander vereinen“. Die Rangfolge blieb erhalten.

Das Interesse der Bevölkerung, die möglicherweise gern gefragt würde, wen und wie viele Zuwanderer sie tragen und ertragen will, spielte in den Überlegungen der Bundesregierung dagegen ganz offensichtlich eine eher untergeordnete Rolle, wie vom UN-Generalsekretär in seinem Papier vom Dezember 2017 vorgegeben.

Vage Erwartung an Ausreiseländer

Zwar hätten die Staaten und ihre Bürgerberechtigte Gründe, sichere Grenzen zu verlangen und darüber zu entscheiden, wer ihr Hoheitsgebiet betreten und darin bleiben darf“. Dieses Recht kommt aber sofort wieder unter die humanitären Räder, weil eine „Politik, die Migration einschränken will“, von Guterres zur „kontraproduktiven Politik“ erklärt wird, die „die Verwundbarkeit der Migranten“ erhöhe.

Auf diese dialektische Weise wird auch in dem Pakt jeweils eine eher vage Erwartung an die Ausreiseländer mit einer konkreten Forderung und Verpflichtung an die Zielländer verbunden.

Der Globale Pakt für eine sichere, geordnete und reguläre Migration“ kommt, wie das bei den Vereinten Nation üblich ist, ziemlich pathetisch daher und nimmt die Annahme vorweg: „Wir, die Staats- und Regierungsoberhäupter und Hohen Beauftragten, zusammengetreten am 10. und 11. Dezember 2018 in Marokko, in Bekräftigung der New Yorker Erklärung für Flüchtlinge und Migranten und entschlossen, einen bedeutenden Beitrag zur verstärkten Zusammenarbeit auf dem Gebiet der internationalen Migration in allen ihren Dimensionen zu leisten, haben den nachstehenden Globalen Pakt für eine sichere, geordnete und reguläre Migration angenommen.“

In der Präambel wird Bezug genommen auf die Ziele und Grundsätze der Charta der Vereinten Nationen, die Erklärung der Menschenrechte, die bürgerlichen und politischen Rechte, den Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte, die Vereinbarung gegen grenzüberschreitende organisierte Kriminalität, Zusatzprotokolle gegen Menschenhandel, Schleuser, gegen Sklaverei, Klimaänderung, Wüstenbildung sowie die Förderung menschenwürdiger Arbeit und Arbeitsmigration.

Alles, wozu sich die Mitgliedsstaaten der UN verpflichtet haben – und woran sich wohl nur die Minderheit dieser Staaten hält –, liegt dem Pakt zugrunde. Wobei die Veränderung der Gesellschaftsstrukturen der Zielländer, mögliche kulturelle und religiöse Konflikte, unterschiedliche Prägung etwa hinsichtlich der Beziehung zwischen den Geschlechtern und der Familienstrukturen, mangelnde Bildung, unzureichende berufliche Qualifikation, hohe Belastung der Sozialsysteme und eine Beeinträchtigung der inneren Sicherheit fast vollständig ausgeblendet wurden.

Der Pakt fasst zunächst in 23 Punkten die „Ziele für eine sichere, geordnete und reguläre Migration“ zusammen. Von Selbstverständlichkeiten wie der Ermittlung korrekter Daten (1) und der Verminderung der Migrationsursachen (2) geht es dann weiter zu Punkten, die erkennbar Migration erleichtern sollen, etwa der „Bereitstellung korrekter Informationen in allen Phasen der Migration“ (3), sowie der „Sicherstellung dessen, dass alle Migranten über den Nachweis einer rechtlichen Identität und ausreichende Dokumente verfügen“ – eine Passage, die offenbar berücksichtigt, dass jedenfalls die Asylbewerber in Deutschland zu etwa zwei Dritteln über keinerlei Personalpapiere verfügen.

„Der Migrationspakt ist ein großer Fortschritt“

Führende Vertreter der großen Koalition werben weiter für den umstrittenen UN-Migrationspakt. So auch der Bundesaußenminister Heiko Maas, der in dem Pakt eine vernünftige Basis für die Migration sieht.

Quelle: WELT

Dass viele davon ihre Pässe weggeworfen haben, um ihre Herkunft zu verschleiern oder eine Abschiebung mangels Ausweispapieren zu erschweren, findet im Migrationspakt keinen Widerhall.

Passage 4 dient der „Verbesserung der Verfügbarkeit und Flexibilität der Wege für reguläre Migration“, der „Förderung einer fairen und ethisch vertretbaren Rekrutierung von Arbeitskräften …“ (6), der „Minderung prekärer Situationen“ im Rahmen der Migration (7), der „Rettung von Menschenleben …“ und koordinierten Maßnahmen „betreffend vermisste Migranten“ (8).

Die Punkte 9 und 10 sind dem Kampf gegen Schleuser und Menschenhändler gewidmet, die Punkte 11 und 12 dienen wieder dem verbesserten Ablauf der Migration, durch ein „integriertes, sicheres und koordiniertes Grenzmanagement“ sowie eine „Stärkung der Rechtssicherheit und Planbarkeit bei Migrationsverfahren“. Der Punkt 13 legt fest, dass „Freiheitsentziehung bei Migranten nur als letztes Mittel“ dienen soll.

Medien sollen beeinflusst werden

Bei Punkt 14 geht es dann um „Verbesserung des konsularischen Schutzes“, Punkt 15 behandelt die „Gewährung des Zugangs von Migranten zu Grundleistungen“, Punkt 16 die „Verwirklichung der vollständigen Inklusion und des sozialen Zusammenhalts“ und Punkt 17 die „Beseitigung aller Formen der Diskriminierung und Förderung eines auf nachweisbaren Fakten beruhenden öffentlichen Diskurses zur Gestaltung der Wahrnehmung der Migration“.

Auf den folgenden Seiten des Pakts, der die einzelnen Punkte unter der Überschrift „Ziele und Verpflichtungen“ detailliert darstellt, steht dann genauer, wie die Autoren sich das „unter voller Achtung der Medienfreiheit“ vorstellen: „durch Sensibilisierung und Aufklärung von Medienschaffenden hinsichtlich Migrationsfragen“, durch „Investitionen in ethische Standards der Berichterstattung“ und durch „Einstellung der öffentlichen Finanzierung oder materiellen Unterstützung von Medien, die systematisch Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und andere Formen der Diskriminierung gegenüber Migranten fördern“. Es geht also um die Beeinflussung der Medien.

Wie so etwas – in einem eher milden Fall – aussehen könnte, zeigte das federführende Auswärtige Amt kürzlich bei einer Anfrage des Berliner „Tagesspiegels“, der wissen wollte, welche Kompromisse das Amt in Bezug auf seine ursprünglichen Verhandlungspositionen eingegangen sei. Das Auswärtige Amt verweigerte die Antwort, und ein Sprecher erklärte, nähere Informationen dazu würden gegenüber Medienvertretern ausschließlich vertraulich und nur „im Hintergrund“ erfolgen.

Mit diesem Vorgehen, auf das sich das Auswärtige Amt regelmäßig zurückzieht, macht das Ministerium den Medien behördlich so bezeichnete „Verwendungsvorgaben“ für Informationen. Im Klartext heißt das: Informationen gibt es nur, wenn der Journalist im Sinne des Amtes schreibt. Es ist offenbar eine sehr eigene Form der Pressefreiheit, die hier unter „voller Achtung der Medienfreiheit“ behördlich reglementiert werden soll.

Unter Punkt 18 geht es um Aus- und Weiterbildung von Migranten und die „Erleichterung der gegenseitigen Anerkennung von Fertigkeiten, Qualifikationen und Kompetenzen“ – was bedeutet, die „Beschäftigungsfähigkeit von Migranten“ in den Zielländern zu optimieren, und das heißt wohl nichts anderes, als ausländische Qualifikationen oder Ausbildungszeugnisse oder Prüfungsergebnisse aufzuwerten.

In Punkt 19 geht es eher vage um Bedingungen, unter denen Migranten zur „nachhaltigen Entwicklung“ in allen Ländern beitragen können. Punkt 20 soll die Rücküberweisung von Geld in die alte Heimat sicherer und kostengünstiger machen. In Punkt 21 geht es um die Ermöglichung einer „sicheren und würdevollen“ Rückkehr, in Punkt 22 um die Übertragbarkeit von erworbenen Sozialleistungsansprüchen und am Ende in Punkt 23 wieder ganz global um die internationale Zusammenarbeit und Partnerschaft für eine sichere, geordnete und reguläre Migration.

Djemaa el Fna, der zentrale Marktplatz in Marrakesch, Marokko
Djemaa el Fna, der zentrale Marktplatz in Marrakesch, Marokko

Quelle: Getty Images/EyeEm

Die Regelungen beschreiben überwiegend eine Bringschuld des Ziellandes, das den Migranten einen Status einräumen soll, der sich kaum von dem eines anerkannten Asylbewerbers oder eines Kriegsflüchtlings unterscheidet. Er erweckt in weiten Teilen den Eindruck, als sei Migration ein allgemeines Menschenrecht, er listet so viele Schutzregeln und Hilfsversprechen für reguläre und illegale Migranten auf, dass die Zielstaaten praktisch jeden Ankommenden rundum versorgen, schützen und unterhalten müssen.

Was sich in Grenzen hält, sind vor allem die Pflichten der Zuwanderer. Die Rechte der Bevölkerung eines Zielstaates spielen praktisch keine Rolle. Das auf Flüchtlinge bezogene „Refugees Welcome“ wird umgewandelt in ein globales „Migrants Welcome“. Dabei wird vollkommen unterschlagen, dass es zwischen den Ausreiseländern, den Transitländern und den Zielländern gewaltige Interessenunterschiede gibt. Der Pakt ist geprägt von den Bedürfnissen der Auswanderungsländer, vor allem in Afrika.

Die Sogwirkung des Papiers dürfte mindestens so groß sein wie die der Willkommenskultur im Herbst 2015 inklusive der Selfies mit Kanzlerin. Die wesentlichen Gründe für den Migrationsdruck werden ausgeklammert: die Bevölkerungsentwicklung in vielen Entwicklungs– und Schwellenländern, die Ausplünderung der eigenen Bevölkerung durch korrupte Regimes, die Machtkämpfe und von innen und außen verursachte Bürgerkriege zum Sturz autoritärer Regierungen und die Resultate derselben, die nur selten zu Besserungen führen.

Einladung an die Herkunftsstaaten

Der Pakt geht von einer Gleichrangigkeit der Sitten, Gebräuche, Rechtsformen, von Demokratieverständnis und kulturellen und gesellschaftlichen Verhaltensformen in den gastgebenden Ländern und denen der Migranten aus. Er unterschlägt in seinem gut gemeinten Regelungswahn die Realität der gegenwärtigen Migration und ihrer Schattenseiten.

Der Pakt ist eine Einladung an die Herkunftsstaaten, ihre internen Probleme wie Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot, Menschenrechte, Bevölkerungswachstum, Korruption, Devisenknappheit et cetera durch den Export von Teilen ihrer Bevölkerung zu lösen. Er ist eine Einladung an die Bevölkerung, sich auf die große Reise zu machen – und damit auch eine Aufforderung an die Schlepper und Menschenhändler, ihr Geschäftsmodell weiter auszubauen.

Keine Frage: Der Pakt trägt die Handschrift der mächtigen Flüchtlings- und Migrantenorganisationen in Brüssel und Genf, der Regierungen der Herkunftsstaaten sowie von Berufsdiplomaten, deren Verantwortung für die innere Sicherheit ihrer Länder sich in Grenzen hält.

Als Gastgeber für die hochkarätig besetzte Verabschiedung des Pakts bot sich Marokko an – eine erstklassige Wahl. Kaum ein anderes Land der Welt eignet sich vor allem aus deutscher und europäischer Sicht so perfekt als Präzedenzfall für fehlgeschlagene Migrationspolitik wie das Königreich an Atlantik und Mittelmeer.

In Marokko hat sich die Bevölkerung seit 1956 auf inzwischen 35 Millionen Menschen verdreifacht. 62 Prozent von ihnen leben in den städtischen Zentren des Landes. Das Durchschnittsalter beträgt 28 Jahre (Deutschland: 46 Jahre). Selbst nach offiziellen Zahlen liegt die Jugendarbeitslosigkeit bei 18 Prozent. Und die realen Zahlen dürften eher doppelt so hoch sein. Islamistische Gruppen haben Zulauf. Das Königreich reagiert mit verstärkter Repression. Fast fünf Millionen Marokkaner haben ihr Land in den letzten Jahren verlassen. Fast alle in Richtung Europa.

Nach einem im Oktober bekannt gewordenen geheimen Lagebericht des Bundesnachrichtendienstes nimmt Marokko inzwischen eine Schlüsselposition bei der Schleusung von illegalen Migranten aus Afrika ein. Kriminelle Banden haben demnach den traditionellen Drogen– um den Menschenhandel erweitert. 6000 Personen können von ihnen monatlich über drei Routen nach Spanien gebracht werden, schätzt der BND. Ein millionenschweres Geschäft.

Blick vom Kölner Dom auf den Bahnhofsvorplatz

Quelle: dpa/Rolf Vennenbernd

Die am 10. und 11. Dezember nach Marrakesch reisenden Diplomaten sollten sich nicht von den Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes irritieren lassen, die unverändert seit dem 5. Juli 2018 gelten. Es könnten sich spontan Demonstrationen entwickeln, die schon zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften geführt hätten: „Die Proteste entzünden sich meist an wirtschaftlichen und sozialen Missständen.“ Reisenden werde empfohlen, Menschenansammlungen zu meiden und die politische Lage aufmerksam zu verfolgen.

Ein Rat, der in der Silvesternacht 2015/16 auch in Köln am Platze gewesen wäre. Am Hauptbahnhof und auf der Domplatte war es zu zahlreichen sexuellen Übergriffen auf Frauen durch Gruppen junger Männer gekommen, vornehmlich aus dem nordafrikanischen und arabischen Raum, die meisten aus Marokko. Grapschen, sexuelle Nötigung, Vergewaltigung, Raub und Diebstahl durch mehr als 1000 vor allem junge Männer, die zum Teil stark alkoholisiert und laut Polizeiangaben „völlig enthemmt und aggressiv“ auftraten, stoppten plötzlich die kollektive Begeisterung über die Willkommenskultur des Flüchtlingsherbstes.

Auswanderer stärken die heimische Wirtschaft

Gut 1,5 Millionen „Flüchtlinge“ sind seit Anfang 2015 bis heute ins Land gekommen, und jedes Jahr kommen gegenwärtig etwa 200.000 hinzu – so viele, wie die Stadt Mainz Einwohner hat. Nur eine Minderheit von ihnen ist kriminell, allerdings ist diese Minderheit in bestimmten, die Öffentlichkeit verstörenden Deliktfeldern wie etwa bei Mord oder schweren Sexualstraftaten in den Polizeistatistiken um ein Vielfaches stärker vertreten, als es dem Anteil der gesamten „Zuwanderer“ genannten Gruppe an der Bevölkerung in Deutschland entspricht. All das wäre durchaus ein Anlass, über internationale Abmachungen zur Migrationsfrage nachzudenken.

Für manche Staaten sind ihre eigenen Bürger zudem ein durchaus profitables Exportmodell, tragen die Auswanderer doch durch ihre Überweisungen nach Hause einen beträchtlichen Teil zu den Deviseneinnahmen des Landes bei. So heißt es in einem Papier der Stiftung für Wissenschaft und Politik unter der Überschrift „Migrationsstratege Marokko – Abschotter Algerien“ über die „willkommene Emigration“: „Die Auswanderer entlasten den Arbeitsmarkt und alimentieren die Volkswirtschaften in ihrem Herkunftsland.“

Auch die zögerliche Haltung der Regierungen bei der Rücknahme von Landsleuten wird eindringlich beschrieben: „Wer aus Europa abgeschoben wird, gilt… im Herkunftsland vornehmlich als wirtschaftliche und, sofern es sich um kriminelle und radikalisierte Rückkehrer handelt, auch als gesellschaftliche Hypothek.“

Ob die Verabschiedung des Migrationspaktes in Marokko das wesentlich ändern sollte, bleibt im Bereich des Wunschdenkens. Die Lage in den Ausreiseländern dürfte der Pakt nicht wesentlich verändern – die wirtschaftliche Interessenlage spricht dagegen.

All diese Fakten werden im großen Migrationspakt verschwiegen, beschönigt oder höchstens am Rande gestreift. Stattdessen wird das hohe Loblied der Migration angestimmt:

„Migration war schon immer Teil der Menschheitsgeschichte, und wir erkennen an, dass sie in unserer globalisierten Welt eine Quelle des Wohlstands, der Innovation und der nachhaltigen Entwicklung darstellt und dass diese positiven Auswirkungen durch eine besser gesteuerte Migrationspolitik optimiert werden können.“

Immer wieder versuchen Migranten von Marokko aus, den Zaun zu überwinden, der sie von der spanischen Exklave Ceuta trennt

Quelle: AFP/Getty Images

Der Pakt rückt Flüchtlinge, die individuell verfolgt werden und Anspruch auf Asyl haben, Kriegsflüchtlinge, die „subsidiären Schutz“ genießen, und Wirtschaftsmigranten auf eine Stufe. Die Gleichstellung kommt auf leisen Sohlen. In der Präambel heißt es: „Flüchtlinge und Migranten haben Anspruch auf dieselben allgemeinen Menschenrechte und Grundfreiheiten, die stets geachtet, geschützt und gewährleistet werden müssen.“

Es handele sich bei ihnen um „verschiedene Gruppen“, die separaten Rechtsrahmen unterliegen. Lediglich Flüchtlinge hätten ein Anrecht auf den spezifischen internationalen Schutz, den das internationale Flüchtlingsrecht vorsieht. Dann aber heißt es: Der vorliegende globale Pakt bezieht sich auf Migranten und stellt einen Kooperationsrahmen zur Migration in allen ihren Dimensionen dar“.

Im Folgenden wird der Unterschied zwischen Verfolgten und Wirtschaftsmigranten systematisch verwischt. Im Prinzip haben danach alle dieselben Rechte, was in dem Papier gründlich verklärt wird: „Dieser globale Pakt stellt einen Meilenstein in der Geschichte des globalen Dialogs und der internationalen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Migration dar.“ Vorsichtshalber heißt es unter Punkt 7 der Präambel: „Dieser globale Pakt stellt einen rechtlich nicht bindenden Kooperationsrahmen dar, der auf den Verpflichtungen aufbaut, auf die sich die Mitgliedstaaten in der New Yorker Erklärung für Flüchtlinge und Migranten geeinigt haben.“

Grenzen werden kaum kontrolliert

Diese Passage wird von den Verteidigern des Pakts immer wieder angeführt: Er sei ja rechtlich nicht bindend. Und tatsächlich heißt es in einem weiteren Punkt (15c): „Der globale Pakt bekräftigt das souveräne Recht der Staaten, ihre nationale Migrationspolitik selbst zu bestimmen, sowie das Vorrecht, die Migration innerhalb ihres Hoheitsgebietes in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht selbst zu regeln.“ Es wird ihnen sogar das Recht eingeräumt, innerhalb ihres Hoheitsbereichs zwischen „regulärem und irregulärem Migrantenstatus“ zu unterscheiden. Auch die Rechtsstaatlichkeit wird ausdrücklich anerkannt. Damit aber auch genug der Souveränität einzelner Staaten.

Die Realität in Deutschland sieht ohnehin anders aus. Das Grenzregime hat die Bundesrepublik spätestens im September 2015 praktisch aufgegeben.

Die Grenzen zu den europäischen Anrainerstaaten sind aufgrund des Schengener Abkommens offen. Sie werden auch nur im Ausnahmefall von der Bundespolizei, dem früheren Bundesgrenzschutz, überwacht und kontrolliert. Der Grundgesetzartikel 16a wurde de facto außer Kraft gesetzt – und damit auch die entsprechende Verpflichtung der Polizei zum Eingreifen.

Seitdem werden bei einem festgestellten und – laut Gesetzeslage – illegalen Grenzübertritt die persönlichen Daten genommen, und es wird pro forma ein Verfahren wegen illegalen Grenzübertritts eröffnet. Das aber läuft immer ins Leere und wird am Ende eingestellt. Diesem allgemeinen Chaos soll der Migrationspakt offenbar einen neuen Anstrich verpassen – und der lautet so wie der alte Slogan der anarchistischen Linken: Kein Mensch ist illegal.

Nach dem Pakt ist prinzipiell jeder Mensch auf der Welt ein potenzieller Migrant, der selbst entscheiden kann, ob er sein Land verlassen und sich in einem anderen Staat niederlassen will; unabhängig von seiner Motivation, seinem Alter, seiner Bildung, seinem Glauben, seinem Familienstand, seiner Absicht zu arbeiten oder vor allem Sozialleistungen zu beziehen, unabhängig davon, ob er in seinem Heimatland Straftaten begangen hat oder ob er sich in seinem Zielland einer kriminellen Gruppe anschließen will.

Die Interessenlage des Ziellandes spielt kaum eine Rolle, auch nicht die Gesamtzahl der Zuwanderer oder der Einreisenden aus bestimmten Regionen oder der Stand der Integration, die Möglichkeiten für Berufsausbildung oder Beschäftigung oder die Berücksichtigung des zur Verfügung stehenden Umfanges an Sozialleistungen oder Wohnraum. Es ist ein beispielloses Einwanderungsprogramm ohne Grenzen, eine Einladung an alle.

Zugewanderte informieren sich in Rostock über Arbeitsmöglichkeiten
Zugewanderte informieren sich in Rostock über Arbeitsmöglichkeiten

Quelle: ZB/Bernd Wüstneck

Damit wird auch der Paragraf 1, Absatz 1 des gegenwärtig geltenden deutschen Aufenthaltsgesetzes kurzerhand ausgehebelt. Darin heißt es: „Das Gesetz dient der Steuerung und Begrenzung des Zuzugs von Ausländern in die Bundesrepublik Deutschland.“ Geht es nach dem Plan, dann wird nicht mehr gesteuert oder begrenzt, sondern akzeptiert und verwaltet.

Auch die heiß diskutierte Obergrenze für Zuwanderer, die im Koalitionsvertrag der GroKo nur noch als Schätzgröße von 200.000 pro Jahr auftauchte, ist damit praktisch hinfällig.

Der UN-Migrationspakt bettet alle ein in ein Wunschprogramm für die heile Welt der Wanderer. Und das ohne irgendeine Gesetzesänderung, ohne Verabschiedung einer Verfassungsänderung durch die vorgeschriebene Stimmenmehrheit im Bundestag, ohne Ratifizierung durch den Bundesrat, ohne die Gefahr, das Bundesverfassungsgericht könnte ein neues Gesetz für verfassungswidrig erklären.

Die Kanzlerin macht das Tor auf – sperrangelweit

So sieht ein „rechtlich nicht bindendes“, aber „politisch verpflichtend“ konzipiertes Abkommen aus. Es sind vor allem die Zielstaaten der Migration, die sich in dem UN-Pakt auf 32 Seiten 87-mal „verpflichten“ oder eine „Verpflichtung“ eingehen.

Und das soll auch kontrolliert werden. Allen Mitgliedstaaten wird nahegelegt, „sobald wie möglich ambitionierte nationale Strategien zur Umsetzung des globalen Paktes zu entwickeln“. Alle zwei Jahre soll dann der UN-Generalsekretär der Generalversammlung Bericht erstatten, alle vier Jahre sollen auf globaler Ebene Erörterungen stattfinden, um unter Beteiligung „aller relevanten Interessenträger“ die Umsetzung des globalen Pakts zu überprüfen.

Es müssen nur alle mitmachen – vor allem die Zielstaaten mit offenen Grenzen und offenen Armen. Deutschland soll ganz vorn dabei sein, wenn es nach der Bundeskanzlerin geht. Der Pakt sei „in nationalem Interesse“, erklärte Angela Merkel am 22. November vor dem Bundestag. Deutschland befinde sich damit in einer „Win-win-Situation“. Die Kanzlerin, die noch 2015 erklärt hatte, Migranten, die „aus wirtschaftlicher Not zu uns kommen, können nicht bleiben“, macht nun auch für sie das Tor auf, sperrangelweit.

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ZUR „DRECKS-SATANISCHEN NEUEN WELT-ORDNUNG“

DAS „WELTEN-GERICHT“ KLAGT den DRECKIGEN LÜGNER und BETRÜGERAntonio Guterresan  mitsamt den anderen satanischen „BÜTTEL-RATTEN“ wie z.B MERKEL usw…………… – Es gibt keine „KLIMA-FLÜCHTLINGE“ – ALLES ERSTUNKEN und ERLOGEN – MITHILFE von gieriger AUSBEUTUNG und „WETTER-MANIPULATION“ und LÜGEN über ein nicht vorhandenes „KLIMA-PROBLEM“

https://www.sueddeutsche.de/wissen/klimawandel-klimaschutz-un-klimakonferenz-1.4237031

Klimaschutz „Überlebensfrage der Menschheit“

UN-Generalsekretär Antonio Guterres spricht während des Weltklimagipfels.(Foto: dpa)
  • Zu Beginn der Weltklimakonferenz warnt UN-Generalsekretär Guterres, die Dringlichkeit der Situation könne kaum überschätzt werden.
  • Die deutschen Minister Schulze und Müller haben große Erwartungen an den Gipfel. Klimaforscher Latif wirft der Regierung dagegen Versäumnisse vor.
  • Beim 24. UN-Klimagipfel verhandeln Vertreter aus knapp 200 Staaten darüber, wie die Beschlüsse der Pariser Klimakonferenz von 2015 umgesetzt werden können…………………..

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https://www.eike-klima-energie.eu/2018/12/04/heimlich-still-und-leise-das-ipcc-aendert-sein-mandat/

von Michael Limburg
Das Mandat des IPCC bisher war nachzuweisen, dass der Klimawandel vom Menschen verursacht ist, und dazu noch riskant. Also gefährlich. Und so stand es bis vor kurzem Im Wortlaut der Principles Governing IPCC Work. Eventuell wurde das jetzt klamm heimlich geändert.

Angeregt durch eine Leseranfrage, der nicht glauben konnte, dass das IPCC von seiner Gründungs– und Verwaltungsmutter der UN-Framework Convention for Climate Change kurz UNFCCC, bei seiner Gründung im Jahr 1988 das Mandat mit auf den Weg bekommen hatte nur das zu sammeln und auszuwerten, was dazu dienen kann nachzuweisen, dass der Klimawandel vom Menschen verursacht ist, und dazu noch riskant. Also gefährlich.

Und so stand es bis vor kurzem Im Wortlaut der Principles Governing IPCC Work Zitat daraus:

The IPCC does not conduct any research nor does it monitor climate related data or parameters. Its role is to assess on a comprehensive, objecZve, open and transparent basis the latest scienZfic, technical and socio-economic literature produced worldwide relevant to the understanding of the risk of human-induced climate change, its observed and projected impacts and for adaptation and mitigation.(Hervorhebung vom Autor)

Und für die Bürokraten im UNFCCC (Sitz in Bonn) und damit dem Sekretariat des IPCC in Genf wie in Bonn beim UN FCCC war klar: Auftrag ist nun mal Auftrag, besonders wenn er den eigenen Zielen entspricht.

Danach handelnd werden sämtliche Wissenschaftler und deren Erkenntnisse, die dem zuwiderlaufen, unter fadenscheinigen Begründungen abgelehnt, und auch ihre Kommentare, die es zu hunderten bis tausenden gab, abgelehnt oder einfach nicht beachtet.

Im Jahre 2006 fasste ein bekannter Journalist beim damaligen IPCC Generalsekretär Yves de Boer nach und fragte ihn, warum das IPCC nicht auch die wissenschaftliche Literatur, die den natürlichen Ursprung des Klimawandels nachweisen, die es schon damals in Masse  gab, auch berücksichtige? Der antwortete ebenso ehrlich wie lapidar:

Because it is not our mandate

Und danach wurde und wird weiter gehandelt, denn noch im April 2017 bestätigte Thelma Krug, ihres Zeichens Vize-Chefin (Vize Chair) des IPCC in einem Vortrag (hier auf Folie 3 Kopie siehe Bild oben) dieses Mandat.

Doch dann geschah etwas Merkwürdiges. Am 21. September 2017 wurde eine „Klarstellung“ veröffentlicht, die folgenden Wortlaut hat (hier der link)

The IPCC’s mandate is to assess the state of the scientific literature on all aspects of climate change, its impacts and society’s options for responding to it. Whenever a new piece of scientific research is published that is relevant to any these topics, it joins the ever-growing body of evidence that the IPCC assesses. The IPCC does not conduct original research itself, or develop its own models or scenarios.(Hervorhebung vom Autor)

Die Wörter „human induced und risk“ fehlen und wurden durch „all aspects und it´s impacts „ ersetzt. Das wurde zwar nur vom Pressebüro, einem Jonathan Lynn und einer/einem Werani Zabula, unterschrieben,  aber immerhin.

Hier deren Adressen.

IPCC Press Office, Email: ipcc-media@wmo.int
Jonathan Lynn, +41 79 666 7134
Werani Zabula, +41 22 730 8120

Offensichtlich – so meine Interpretation- haben die,  nach vollbrachter Tat, unter Klimawandel versteht jetzt jeder, dass der nur menschgemacht und gefährlich sein soll– ihr Mandat erweitert: Es schadet dann nichts mehr. Vielleich haben sich die beiden auch nur geirrt.

Das herauszufinden ist bestimmt eine Aufgabe für unsere Leser

 

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Migrationspakt: Dr. Rainer Rothfuß zu Hintergründen und Lösungsansätzen | 24.11.2018 | kla.tv/13393

 

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MERKEL-STASI-DEUTSCHLAND

https://www.welt.de/kultur/deus-ex-machina/plus184783392/Don-Alphonso-Wie-der-Migrationspakt-die-Meinungsfreiheit-umgeht.html

Gewünschte Sichtweisen

Wie der Migrationspakt die Meinungsfreiheit umgeht

| Lesedauer: 8 Minuten
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Quelle: Don Alphonso

Und bist du nicht willig, mache ich Aufklärungskampagnen und gebe Journalisten Fakten und Ergebnisse vor: Der Migrationspakt ist ein exzessives Ermächtigungspapier des Staates zur Wahrheitslenkung.
Seit dem 1. September 2017 ist auf Betreiben des damaligen SPD-Justizministers das umstrittene Netzwerkdurchsetzungsgesetz in Kraft getreten. Es verpflichtet die Betreiber sozialer Netze, strafbare Inhalte in vergleichsweise kurzer Zeit zu löschen, und droht ihnen empfindliche Strafen an, wenn sie es nicht tun. Wer eine Aussage meldet, ohne dass daraufhin das Netzwerk aktiv wird, kann sich beim Justizministerium beschweren. Der Staat kann dann gegen die Netzwerke vorgehen und empfindliche Geldstrafen verhängen. Heiko Maas sagte zur Kritik an seinem Gesetz gegenüber der „Bild“: „Die Meinungsfreiheit schützt auch abstoßende und hässliche Äußerungen. Aber: Die Meinungsfreiheit ist kein Freibrief, um Straftaten zu begehen. Wer strafbare Inhalte im Netz verbreitet, muss von der Justiz konsequent zur Rechenschaft gezogen werden. Mordaufrufe, Bedrohungen und Beleidigungen, Volksverhetzung oder die Auschwitz-Lüge sind kein Ausdruck der Meinungsfreiheit, sondern sie sind Angriffe auf die Meinungsfreiheit von anderen. Facebook, Twitter und Co. sollten kein Interesse daran haben, dass ihre Plattformen für Straftaten missbraucht werden. Soziale Netzwerke müssen sich wie jeder andere auch an unser Recht halten. Wem am Schutz der Meinungsfreiheit gelegen ist, der darf nicht tatenlos zusehen, wie der offene Meinungsaustausch durch strafbare Hetze und Bedrohung unterbunden wird.“ Nun, ich bin bei Twitter, und mein Posteingang für das Konto sieht so aus:
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Quelle: Don Alphonso

Ich habe niemanden bedroht, strafbar beleidigt, das Volk verhetzt und auch sonst nichts Strafbares gemacht. Bei 18.000 bis 25.000 Followern wäre das auch reichlich dumm, es bekäme jeder sofort mit. Was Sie da oben sehen, sind jedoch Leute, die mich gemeldet haben. Die Serie mit acht Meldungen geht auf eine Kampagne einer Kulturperson zurück, deren Aufforderung zum hemmungslosen Melden anderer Leute ich vorher kritisiert habe. Der Rest wendet sich mal gegen kurze Wortmeldungen, Verlinkungen meiner eigenen Beiträge, ganz generell gegen mein Profil – es ist ja nicht schwer. Man kann das ganz leicht machen. Es hat für niemanden Konsequenzen, man kann sich ja mal irren bei der Auslegung von Regeln und Gesetzen, das war schon bei den Inoffiziellen Mitarbeitern der Stasi so, und es ist auch bei den Handlangern des NetzDG nicht anders. Natürlich weiß ich nicht, wer die Spitzel sind, aber es gab in der Vergangenheit schon einige gezielte Angriffe auf meinen Account: Deshalb ist er verifiziert und wird vermutlich von Twitter wegen meiner Prominenz besonders vorsichtig betrachtet. Nach einem Jahr vergeblichem Dauerfeuer – ich nehme an, aus einer bestimmten politischen Ecke – hat jetzt eine von Heiko Maas geschätzte und geförderte Gruppierung versucht, mich abmahnen zu lassen, weil ich bei Twitter einen Beitrag verlinkt habe, gegen den die gleiche Gruppierung meines Wissens selbst gar nicht vorgegangen ist. Soviel zum offenen Meinungsaustausch, den Heiko Maas verursacht hat – andere haben gerade weniger Glück.

In meinen Augen ist das NetzDG immer noch ein Gesetz zur Auslagerung von staatlich gewünschter Zensur an private Betreiber und ein grober Verstoß gegen Sinn und Geist des Grundgesetzes, und die Erfahrungen der letzten Monate mit Falschlöschungen sind deprimierend – mitunter wird einfach so lange gemeldet, bis irgendein Zensor eine Aussage doch noch löscht. Erdogan-Anhänger und Drogenkonsumbefürworter können da nach meiner Erfahrung auch extrem hartknäckig sein. Ich bin seitdem immer etwas vorsichtig, wenn mir Politiker erzählen, sie würden die Meinungsfreiheit irgendwie respektieren. Unerfreulicherweise findet sich jetzt aber auch im umstrittenen und von Heiko NetzDG-Maas ausgehandelten Migrationspakt genau so eine Passage:

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Quelle: Don Alphonso

Vor der Garantie der Meinungsfreiheit wird sie, mit Verlaub, durch eine ziemlich umfassende Selbstermächtigung der Paktunterzeichner konterkariert. Denn Diskriminierung ist ein sehr dehnbarer und umstrittener Begriff allein aufgrund der Tatsache, dass es bei uns zwar ein staatliches Diskriminierungsverbot in dem Sinne gibt, dass der Staat niemanden diskriminieren darf. Dieses Verbot steht aber mitunter im Konflikt mit anderen Grundrechten, wie etwa der Privatautonomie und der Vertragsfreiheit. Wenn ich mit Lederhose und Janker in der Rigaer Straße des Reichshauptslums bei den Besetzern frage, ob ich mich da einmieten darf, können sie mich aufgrund meiner konservativ-bayerischen Abstammung ablehnen. Umgekehrt kann man auch keinem Vermieter auferlegen, einen Migranten als Mieter zu akzeptieren.  Im Pakt steht zwar, die Bekämpfung aller Formen der Diskriminierung geschehe „im Einklang mit den internationalen Menschenrechtsnormen“, aber schon heute betreibt das Land Berlin eine Fachstelle gegen Diskriminierung bei der Vermietung. Als Bürger kann man sich daher schon fragen, wie die erwähnte „Bekämpfung aller Formen der Diskriminierung“ dann letztlich aussieht. Die Grünen-nahe Böll-Stiftung findet das Projekt jedenfalls toll und lobt die viel weitergehenden Antirassismusgesetze in Schweden.

Der nächste Satz lautet: „Wir verpflichten uns ferner, in Partnerschaft mit allen Teilen der Gesellschaft einen offenen und auf nachweisbaren Fakten beruhenden öffentlichen Diskurs zu fördern, der zu einer realistischeren, humaneren und konstruktiveren Wahrnehmung von Migration und Migranten führt.“ Das heißt auf gut deutsch: Die aktuelle Wahrnehmung von Migration ist nicht realistisch, human und konstruktiv genug. Man möchte einen Diskurs, der das ändert, und das bedeutet logischerweise, dass die Bürger der Unterzeichnerstaaten ihre Meinung revidieren, ändern und dem gewünschten Ergebnis anpassen müssen – sonst wird es ja nicht humaner und konstruktiver. Der nächste Satz aber lautet: „Wir verpflichten uns außerdem, im Einklang mit dem Völkerrecht das Recht der freien Meinungsäußerung zu schützen, in der Erkenntnis, dass eine offene und freie Debatte zu einem umfassenden Verständnis aller Aspekte der Migration beiträgt.“ Wie kann eine Debatte offen und frei sein, wenn gleichzeitig vorab die Verpflichtung eingegangen wird, die bisherige freie Meinung im Sinne der Unterzeichner zu verändern? Eine freie Debatte muss auch die Möglichkeit erlauben, dass das Ergebnis, selbst wenn es nicht allen gefällt, weniger konstruktiv ist, und mit anderen Vorstellungen von Humanität und Realismus agiert. Das ist eine freie Debatte. Alles andere ist Zwang.

Das steht auch im Widerspruch zu dem, was danach als Umsetzung zugesagt wird: Wir werden c) unter voller Achtung der Medienfreiheit eine unabhängige, objektive und hochwertige Berichterstattung durch die Medien, einschließlich Informationen im Internet, fördern“ pardon, aber eine von einem Staat explizit geförderte Berichterstattung zum Ziele einer anderen Meinung ist genau das Gegenteil von unabhängig, sondern ein Mittel zur Durchsetzung einer Sichtweise, von der der unterzeichnende Staat behauptet, sie sei objektiv. Wenn der Journalist zu einer anderen Auffassung kommt, ist er dann nicht objektiv, und was hat das dann noch mit Medienfreiheit zu tun, wenn der Staat vorgibt, was Objektivität ist? Die staatlichen Mittel werden auch gleich genannt: „unter anderem durch Sensibilisierung und Aufklärung von Medienschaffenden hinsichtlich Migrationsfragen und -begriffen“.

Der Staat verpflichtet sich mit der Unterzeichnung des Pakts, Medienschaffende wie mich aufzuklären und zu sensibilisieren – ich wüsste gern, was „unter anderem“ denn sonst noch so geplant ist, und außerdem, wie das mit der durch das Grundgesetz gebotenen Transparenz der Berichterstattung zu verbinden ist. Wenn der „sensibilisierteJournalist etwas schreibt und ausdrückt, weil es der Staat so will, der gerade einen Migrationspakt dieses Inhalts unterzeichnet hat, müsste unter seinen Text zu diesem Thema eine Offenlegung setzen, damit der Leser erkennt: Das ist die gewünschte und vermittelte Sicht des Staates, der weiterhin „durch Investitionen in ethische Standards der Berichterstattung“ tätig werden will. Ich finde es ganz erstaunlich, dass der unterzeichnende Staat im Umfeld von all den unterzeichnenden Autokraten für sich in Anspruch nehmen will zu erkennen, was ethische Standards sind. Welche nehmen wir denn? Die von Nordkorea? Von den Journalistenmördern in Saudi-Arabien? Die ethischen Standards von Joseph Kabila und Erdogan?

Es geht weiter unter Punkt f), die Zeicher werdenAufklärungskampagnen fördern, die an die Gesellschaften in den Herkunfts-, Transit- und Zielländern gerichtet sind und den Zweck haben, auf der Grundlage von Beweisen und Fakten die öffentliche Wahrnehmung des positiven Beitrags einer sicheren, geordneten und regulären Migration zu gestalten“. Pardon, aber die Gestaltung der öffentlichen Meinung in einer Gesellschaft über einen vorab festgelegten „positiven Beitrag“ durch Aufklärungskampagnen ist, egal ob es um die Abholzung des Hambacher Forsts, der Flugfähigkeit des Starfighters, der Sicherheit von Wackersdorf und der regulären Migration geht: staatliche Propaganda. Wenn der Staat schon in einem Vertrag behauptet, er werde die Beweise und Fakten für das Gelingen eben jenes Ereignisses beibringen, das gerade erst mit diesem Pakt geregelt wird, ist das nicht anders als das Versprechen der Autokonzerne bei der Festlegung von Grenzwerten, die Dieselmotoren rechtzeitig durch Beweise und Fakten und Messungen schadstoffarm zu machen. Was passiert eigentlich bei solchen Aufklärungskampagnen mit Journalisten, die glauben, Beweise und Fakten zu haben, dass es vielleicht anders als von den Aufklärern gewünscht ausgegangen ist? Werden vielleicht Stiftungen ehemaliger Stasi-IMs mit dem Vorgehen gegen abweichende Hate Speech betraut? Bezahlt man SPD-nahe Migrantenverbände, die dem Publikum erklären, „Kartoffel“ sei kein Rassismus, wenn sich das Wort gegen einheimische Journalisten mit abweichender Meinung richtet?

Das hehre Ziel ist es, „Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und die Stigmatisierung aller Migranten zu beenden“ – je nach Einschätzung, Empfindlichkeit und Finanzierungswünschen von staatlich geförderten „NGOs“, die bei solchen Begriffen mit Extremdefinitionen agieren, kann das ein sehr, sehr langer Kampf werden, und es können davon viele betroffen sein, zumal bei „allen Migranten“ auch Personen wie Anis Amri, die mutmaßlichen Gruppenvergewaltiger von Freiburg, Cum-Ex-Bankster, Osamas Leibwächter und russisch-zypriotische Passkäufer gemeint sein können. Aber so umfassend und unreguliert und frei für jede exzessive Interpretation steht das in diesem Pakt, mit dem sich die Unterzeichner auch viel vorgenommen haben, um die öffentliche Meinung in ihrem Sinn zu gestalten. Unter Wahrung der Meinungsfreiheit. Schauen Sie sich oben nochmal die lange Liste der anonymen Denunziationen gegen mich an, dann wissen Sie, was Meinungsfreiheit unter dem jetzigen Außen- und früheren Justizminister Heiko Maas bedeutet. Nach diesem Beitrag werde ich sicher wieder gemeldet.

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e.com/watch?v=DBETI2EFgp4

Dr. „Rainer Rothfuss“ über „UN“-Migrationspakt und „UN“-Flüchtlingspakt

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siehe auch „GLYPHOSAT – ARGENTINIEN – MISSBILDUNGEN von KINDERN – FRANKREICH“

„Merkel – GLYPHOSAT“

Die FRAGE ist doch wenn MERKEL höchstpersöhnlich unterzeichnen will – DANN sollten auf jeden FALL VORSORGE-MASSNAHMEN getroffen werden  – damit nicht wieder ein FAUXPAS passiert wie bei der  FLUG-REISE nach ARGENTINIEN wobei alles natürlich rein zufällig war

LETZTER AKT: „MERKELs-PAKT“

https://www.neopresse.com/politik/merkels-letzter-akt-die-kanzlerin-wird-den-pakt-in-marrakesch-persoenlich-unterzeichnen/

Merkels letzter Akt: Die Kanzlerin wird den Pakt in Marrakesch persönlich unterzeichnen

NEOPresse in D/A/CH

Obwohl sich immer mehr Staaten Europas vom UN-Migrationspakt abwenden und eine Petition im Bundestag gegen den Migrationspakt bereits knapp 100.000 Zeichner hat (https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2018/_11/_01/Petition_85565.mitzeichnen.html), ist Merkel fest entschlossen. Deutschland wird den Pakt unterzeichnen. Die Kanzlerin will höchstpersönlich nach Marrakesch reisen, um den Pakt zu unterzeichnen. Damit nichts schief geht. Das wird eine ihrer letzten großen Amtshandlungen sein, um Deutschland endgültig den Todesstoß zu versetzen.

Während unsere Nachbarn, die Franzosen, bald wöchentlich auf die Barrikaden gehen, tut sich in Deutschland nichts. Noch immer ist hier alles friedlich. Anscheinend sind sich die Deutschen des Ernstes der Lage nicht bewusst. Es wird zwar öffentlich kommentiert, wie sich Deutschland mit seiner Politik fast schon isoliert, doch das scheint nur wenige wirklich aufzuschrecken. Obwohl inzwischen auch die Mainstream-Medien laut vor dem Migrationspakt und vor Merkels Politik warnen, geschieht noch immer nichts in diesem Land.

 

Jetzt hat auch Italien angekündigt, den UN-Migrationspakt nicht zu unterzeichnen. Ministerpräsident Conte sagte die Teilnahme am Gipfel in Marokko ab. Neue Absagen kommen nun beinahe täglich. Auch die Slowakei ist nun abgesprungen. Italiens Innenminister Salvini sagte, „er sehe nicht ein, weshalb man sogenannte Wirtschaftsmigranten und politische Flüchtlinge auf die gleiche Ebene stellen solle“. Inzwischen sind folgende Staaten ausgestiegen: USA, Ungarn, Österreich, Bulgarien, Tschechien, Polen, Israel, Australien, Slowakei, Estland und Dänemark.

Am Ende werden die Deutschen die einzigen in Europa sein, die den Pakt unterzeichnet haben. Unabhängig vom Inhalt des Paktes ist es fast schon absurd, wie sich die Merkel-Regierung inzwischen von allen internationalen Entwicklungen abkoppelt. Wie sie selbst Kritiker in den eigenen Reihen, namentlich den Minister Jens Spahn, auf Distanz hält. Wie sie auch „LINKE“ wie Sarah Wagenknecht ignoriert, kurz: nicht nach links und nicht nach rechts guckt. Und jetzt reist die Kanzlerin nach Marrakesch – ein absurdes Theater.

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FRAGE: Nach welchen KRITERIEN – siehe auch „FRIEDENS-NOBEL-PREIS“ für „Börek OBAMA“

SPIEGLEIN SPIEGLEIN an der WAND wer ist die MÄCHTIGSTE im……ABER in DEUTSCHLAND ist „IHRE“ ZEIT abgelaufen!!!

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-12/forbes-magazin-angela-merkel-maechtigste-frau-ranking

„Forbes“-Magazin: Angela Merkel bleibt mächtigste Frau der Welt

Zum achten Mal in Folge sieht das USMagazinForbes die Bundeskanzlerin als einflussreichste Frau. Auf Platz zwei bleibt die britische Premierministerin Theresa May.

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https://www.welt.de/politik/ausland/article185039308/Belgien-UN-Migrationspakt-loest-Regierungskrise-aus.html

BELGIEN

UN-Migrationspakt löst Regierungskrise aus

| Lesedauer: 2 Minuten
So soll der UN-Flüchtlingspakt helfen

Neben dem UN-Migrationspakt gibt es noch den UN-Flüchtlingspakt. Dabei geht es nicht um Migranten, sondern um anerkannte Flüchtlinge. Diejenigen also, die vor Krieg, politischer Verfolgung oder schweren Menschenrechtsverletzungen geflohen sind.

Quelle: WELT / Thomas Laeber

Autoplay
Der belgische Regierungschef Charles Michel will den Migrationspakt unterzeichnen, doch der flämisch-nationalistische Koalitionspartner zieht nicht mit. Jetzt droht eine ernsthafte Krise in dem Land.
Der Streit über den UN-Migrationspakt hat Belgien in eine Regierungskrise gestürzt. Der liberale Regierungschef Charles Michel will gegen den Widerstand seines flämisch-nationalistischen Koalitionspartners N-VA nächste Woche zur Unterzeichnung des Pakts nach Marrakesch reisen. Vorher soll das Parlament entscheiden, ob das Land die Vereinbarung mitträgt. Die N-VA bekräftigte am Mittwoch ihre Ablehnung.

N-VA-Fraktionschef Peter De Roover sagte nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Belga, noch sei man Teil der Regierung. Doch werde man im Parlament gegen eine Resolution zur Unterstützung des Migrationspakts stimmen. Sollte Michel nach Marrakesch reisen, hätte er nicht die Rückendeckung seiner Regierung, sagte De Roover.

Im Parlament kann Michel dagegen wohl zumindest mit Stimmen der Opposition mit einer Mehrheit rechnen. Am Mittwoch sollte zunächst der Auswärtige Ausschuss beraten. Premier Michel ermahnte die N-VA, die Regierung nicht platzen zu lassen. „Wer jetzt den Stecker zieht, handelt unverantwortlich“, sagte er dem Sender Bel RTL.

Der „Globale Pakt für eine sichere, geordnete und reguläre Migration“ soll helfen, Migration besser zu organisieren sowie Arbeitsmigranten vor Ausbeutung zu schützen. In Deutschland hatte die AfD ebenfalls eine Debatte darüber entfacht. Der Bundestag begrüßte die Vereinbarung jedoch mit großer Mehrheit. Der Pakt soll auf einer Konferenz in Marrakesch am 10. Dezember angenommen werden, zu der auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) reist.

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https://www.welt.de/debatte/kommentare/article184778914/Zuwanderung-Ich-verstehe-den-Migrationspakt-nicht.html

Meinung

Zuwanderung

Ich verstehe den Migrationspakt nicht

| Lesedauer: 2 Minuten

Reporterin
Nur fünf Abgeordnete der Union stimmen gegen UN-Migrationspakt

Die Fraktionen von Union und SPD haben sich mit großen Mehrheiten hinter den umstrittenen UN-Migrationspakt gestellt. Die Abgeordneten stimmten in Berlin für einen gemeinsam geplanten Entschließungsantrag zu dem Pakt.

Quelle: WELT/Michael Wüllenweber

Autoplay

Seit Tagen versuche ich zu verstehen, was es mit dem UN-Migrationspakt auf sich hat, aber es gelingt mir nicht. Einerseits erzählt mir die Bundesregierung, dass der Vertrag unbedingt die Rechte von Migranten regeln muss.

Andererseits sagt die gleiche Bundesregierung, dass die Rechte von Migranten in Deutschland schon geregelt sind – und zwar besser und umfassender, als der Migrationspakt es vorsieht.

Die Bundesregierung muss es wissen. Sie hat in den letzten drei Jahren fast zwei Millionen Migranten aufgenommen und ist noch immer damit beschäftigt, die rechtlichen und sonstigen Folgen zu bewältigen.

Aus irgendeinem Grund scheint der Migrationspakt in Deutschland gar nicht zu gelten, auch dann nicht, wenn Deutschland ihn unterschreibt. Dass der Vertrag „keine rechtliche Wirkung“ entfaltet, ist der Bundesregierung so wichtig, dass sie Anfang letzter Woche extra eine Erklärung verabschiedete, die dessen rechtliche Unverbindlichkeit deutlich machte.

Noch etwas verstehe ich nicht. Obwohl der Vertrag keine rechtliche Wirkung entfaltet, scheint die Bundesregierung viel von ihm zu erwarten. „Durch den Pakt werden zahlreiche Länder ihre Standards im Umgang mit Flüchtlingen anheben müssen“ (Heiko Maas, SPD), „durch den Vertrag werden Standards eingehalten werden müssen“ (Stephan Thomae, FDP), „Migranten sollen mit dem Abkommen vor unmenschlichen Bedingungen geschützt werden“ (Petra Pau, Linke).

Zweimal müssen, einmal sollen. Offenbar geht die Bundesregierung davon aus, dass der Vertrag nur in Deutschland nicht gilt, in anderen Ländern aber sehr wohl.

„Großes Empörungspotenzial“

Aber ich sollte mit Kritik vorsichtig sein, denn Heiko Maas, Außenminister, hat im Bundestag schon mal klargemacht, was er von Kritikern hält: Deren Empörungspotenzial sei oft größer als das Lesevermögen.

Mein Empörungspotenzial ist deswegen so groß, weil ich mich in meinem Alltag anders verhalte als meine Bundesregierung. Wenn ich etwas unterschreibe, gilt es. Wenn ich etwas nicht will, unterschreibe ich es nicht. Mit dieser Vorstellung von Verträgen bin ich offenbar nicht allein.

Die SPD-Politikerin Gabriela Heinrich sagte im Bundestag: „Ich höre immer wieder: Wenn der Pakt nicht verbindlich ist, wofür brauchen wir ihn dann?“ Sie antwortet dann immer: „Schauen Sie auf die Erklärung für Menschenrechte – sie ist auch nicht verbindlich.“

Die Frage habe ich verstanden, die Antwort leider nicht. Aber das liegt sicher an meinem Lesevermögen.

© Axel Springer SE. Alle Rechte vorbehalten.

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ube.com/watch?v=bwryOKqskw0

16. AZK: Interview mit Gerhard Wisnewski zum Migrationspakt | 30.11.2018 | kla.tv

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ube.com/watch?v=tvA98YA8WPs

EU-Migrationspolitik-KRITIK wird zu einer Straftat! Medien können da zensiert werden.

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tube.com/watch?v=JZiMy_XyJkc

STOPP – auch dem UN-Flüchtlingspakt! | 03.12.2018 | http://www.kla.tv/13448

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https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/11/27/verfassungsgericht-beginnt-verhandlungen-zur-bankenunion/

„VERFASSUNGs-GERICHT“ beginnt VERHANDLUNGEN zur „BANKEN-UNION“

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http://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/karlsruhe-ueberprueft-bankenunion-risiko-fuer-den-deutschen-sparer-15911437.html

Karlsruhe prüft Bankenunion : Risiko für den deutschen Sparer?

  • Aktualisiert am

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe soll in den kommenden Monaten über die Bankenunion entscheiden. Bild: dpa

Eine zentrale Bankenaufsicht und -abwicklung soll den Euroraum krisenfest machen. Kritiker meinen: Dafür zahlt Deutschland einen hohen Preis. Nun soll das Bundesverfassungsgericht einschreiten.

Nach der Finanzkrise 2007/08 hatte es die Politik eilig: Europas Banken sollten sicherer werden – und möglichst nie mehr mit Steuermilliarden gerettet werden müssen, wenn sie sich verzockt haben. Eine tragende Rolle in der dafür geschaffenen Bankenunion spielt die Europäische Zentralbank (EZB). Kritikern geht das allerdings entschieden zu weit. Am Dienstag verhandelt das Bundesverfassungsgericht über ihre Klagen (Az. 2 BvR 1685/14 u.a.).

Bankenunion – was heißt das?

Um das Bankensystem stabiler aufzustellen, wollen die Europäer bei der Aufsicht über Geldhäuser, der Abwicklung von Kriseninstituten und der Sicherung von Sparguthaben an einem Strang ziehen. Seit November 2014 werden die größten Banken und Bankengruppen im Euroraum zentral von der EZB beaufsichtigt. Aktuell sind das 118 Institute. Auch der von der Kreditwirtschaft finanzierte Bankenabwicklungsfonds hat in Brüssel seine Arbeit aufgenommen. Er soll bis zum Jahr 2024 mit 55 Milliarden Euro ausgestattet werden. Bei der grenzübergreifenden Einlagensicherung gibt es vor allem aus Deutschland noch Vorbehalte.

Was bedeutet die neue Rolle für die EZB?

Die Zentralbank wurde kurzerhand zur Aufsichtsinstanz gemacht. So musste man nicht noch eine große Behörde aus dem Boden stampfen und konnte schnell handeln. Aber die Konstruktion ist umstritten: Hauptaufgabe der Währungshüter ist die Gestaltung der Zinsen im Euroraum – von denen die Banken maßgeblich abhängen. Und Entscheidungen treffen darf letztlich nur der leitende EZB-Rat, in dem die Präsidenten der Euro-Notenbanken sowie das sechsköpfige EZB-Direktorium vertreten sind. Interessenskonflikte vermeiden soll ein von der Geldpolitik unabhängiges Gremium („Supervisory Board“). Es bereitet Entscheidungen zur Bankenaufsicht für den EZB-Rat vor.

Wie funktioniert die EZB-Bankenaufsicht?

Die Aufseher prüfen regelmäßig den Geschäftsbetrieb der Geldhäuser. Fallen besondere Risiken auf, können sie Banken vorschreiben, sich dickere Kapitalpuffer zuzulegen. Sie sind auch befugt, die Berufung von Managern abzulehnen oder im Notfall einem Institut die Zulassung zu entziehen. Unterstützt wird die EZB-Bankenaufsicht von den nationalen Aufsehern in den 19 Euroländern. In Deutschland sind das Bafin und Bundesbank. Die derzeit etwa 1100 Aufseher sind räumlich getrennt von der Geldpolitik in der neuen EZB-Zentrale im Frankfurter Osten: Sie sitzen fast alle im bisherigen EZB-Hauptgebäude, dem Eurotower in der Innenstadt. Nach Einschätzung von nationalen Aufsehern und Bankenvertretern hat sich das System bisher bewährt.

Was stört die Karlsruher Kläger?

Sie meinen, dass der deutsche Staat der EZB viel zu viel Macht in die Hand gibt – und damit große finanzielle Risiken eingeht. „Aus sich heraus kann Deutschland zu seiner Finanzstabilität nichts mehr beitragen“, sagt der Finanzwissenschaftler Markus Kerber, der als Gründer der Berliner Europolis-Gruppe die beiden Verfassungsklagen initiiert hat. Zwar gehe es vorerst nur um die Aufsicht über die Großbanken. „Aber grundsätzlich hat die EZB ein Selbsteintrittsrecht und kann sich auch um die Kreissparkasse in Herford kümmern.“ Auf der anderen Seite seien die Haftungsrisiken unkontrollierbar: Am Ende müsse der deutsche Sparer für notleidende Banken in Südeuropa zahlen.

Welche Auswirkungen könnten die Klagen haben?

Kerber hofft, dass Karlsruhe die Souveränität der deutschen Bankenaufsicht wiederherstellt – und verhindert, dass weiter Geld in den europäischen Abwicklungsfonds fließt. Aus seiner Sicht hätten Bundesregierung und Bundestag die Bankenunion nicht mit ins Leben rufen dürfen. Für die Übertragung derart weitreichender Kompetenzen gebe es keine Grundlage in den europäischen Verträgen.

Wie geht es jetzt weiter?

Die große Frage ist, ob der Zweite Senat unter Gerichtspräsident Andreas Voßkuhle darüber allein entscheidet. Bei Klagen gegen die Krisenpolitik der EZB haben die deutschen Richter nun schon zweimal dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg den Vortritt gelassen, der dann mit seiner Einschätzung die Linie vorgibt. So oder so dürfte das Urteil frühestens in einigen Monaten verkündet werden.

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ube.com/watch?v=NKhbD-WKA6k

„Ernst Wolff“ Die Krise am Horizont –  Zehn Jahre nach der Finanzkrise – Keines der Probleme gelöst 23.10.

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ube.com/watch?v=RiVTfZTB_XQ

Die einfache WAHRHEIT über den kriminellen mafiösen „IWF“ inklusive die PERSON „IWF“- Chefin Christine Lagarde – oder auch ein skrupelloses „NETZ-WERK“ der MACHT

Raubzug der Weltmacht IWF – „Ernst Wolff“

ab MINUTEN 26:00 – 1913 -„WALL-STREET“ – „FED“ – die REICHSTEN und „RAFF-GIERIGSTEN“ FAMILIEN der GANZEN WELT: Rothschild – Warburg – Rockefeller – Morgan – Mellon – Vanderbilt  – INTERESSANT: werden nicht vom  US-Magazin „Forbes“ erwähnt?!

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utube.com/watch?v=7v3BTwqmc_Y

Was hinter der Lüge der „überwundenen“ Finanzkrise Griechenlands steckt „Ernst Wolff“ | kla.tv/13453

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ube.com/watch?v=tSK4NX8IH-I

Rohstoffkrieg unter deutscher Beteiligung | 04.12.2018 | http://www.kla.tv/13454

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siehe  auch „Wehrt EUCH„…..“Markus C. Kerber“

siehe auch „ITALIEN – ?faule  und „NOT-LEIDENDE“ KREDITE?

BAENKSTER wollen „SCHULD-GELD“ EIN-TREIBEN

aus dem TEXT:.. Faktisch jedoch gibt es am <<<27. November>>> eine sehr wichtige Verhandlung vor dem Bundesverfassungsgericht, die Sie kennen sollten. Es geht um eine Beschwerde des Professors „Markus C. Kerber“.….

https://www.neopresse.com/europa/diese-verfassungsbeschwerde-kann-unser-aller-zukunft-bestimmen/

Diese Verfassungsbeschwerde kann unser aller Zukunft bestimmen

NEOPresse in Europa

Das Chaos in der EU nimmt sichtlich zu. Der Brexit beschäftigt uns stündlich mit immer neuen Meldungen. Dabei rücken andere Probleme in der EU in den Hintergrund. Faktisch jedoch gibt es am 27. November eine sehr wichtige Verhandlung vor dem Bundesverfassungsgericht, die Sie kennen sollten. Es geht um eine Beschwerde des Professors Markus C. Kerber.

Beschwerde wegen gemeinsamer Haftung und Verhalten des Bundestags
Die Beschwerde hat die EU-Verordnungen zum Gegenstand, bei denen es um die „Aufsicht über systemrelevante Banken“ durch die EZB geht, die künftig kommen wird. Und sie richtet sich gegen den sogenannten Abwicklungsmechanismus bei Banken mit einem Abwicklungsfonds, der EU-weit gelten wird.

 

Die Eingriffe in die gesellschaftliche Ordnung sind weitreichend. Dennoch hat der Bundestag nach Auffassung des Beschwerdeführers die Verordnungen durchgewinkt und dabei unterlassen, die rechtlichen Voraussetzungen zu prüfen. So ist die Übertragung der Bankenaufsicht auf die Zentralbank EZB im Jahr 2014 vorgenommen worden. Kaum jemand in Deutschland dürfte dies auch nur hinreichend bemerkt haben. Dabei war die Intransparenz nahezu vollkommen. Denn die EZB zeigte der Öffentlichkeit nur eine Zusammenschau der Zahlen aller Banken. Dies ist insofern bedauerlich und rechtlich fragwürdig, als das Risiko, das italienische Banken derzeit mit sich führen, kaum sichtbar wurde.

Besonders fraglich ist es dann, wie der Bundestag die Vorgänge einfach durchwinken“ konnte. Am 27. November wird das Bundesverfassungsgericht noch keinen Beschluss zu dieser Beschwerde verkünden, so steht zu vermuten. Dennoch dürfte gerade die Reaktion der Richter zeigen, ob das Verfassungsgericht die Bedenken teilt. Es gibt an sich keinen sichtbaren Grund, die Sorgen und die Mängel nicht zu beachten. Dann wiederum müsste sich selbst die Merkel-Regierung wieder um das beschlossene Paket kümmern. Denn die Regierung darf keine Verordnungen umsetzen, denen die Rechtsgrundlage fehlt.

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utube.com/watch?v=PCoU_mEwa8w

https://www.arte.tv/de/videos/070830-000-A/tod-eines-bankers/

Größter Bankskandal Europas um die älteste Bank der Welt – Tod eines Bankers –„David Rossi“ – „Banca Monte dei Paschi di Siena“

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https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/10/08/wirtschaftsrat-warnt-vor-einlagensicherung-der-eu/

Wirtschaftsrat warnt vor Einlagensicherung in der EU

Die EU-weite Einlagensicherung birgt nach Ansicht des CDUWirtschaftsrat erhebliche ökonomische und gesellschaftliche Sprengkraft.

Banknoten: Der neue 200 Euro-Schein. (Foto: dpa)

Der neue 200 Euro-Schein. (Foto: dpa)

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. kritisiert in der Welt die von der Kommission geplante Einführung einer EU-weiten Einlagensicherung. „Hier bahnt sich unter der Abkürzung EDIS ein massiver Umverteilungskanal an“, warnt Generalsekretär Wolfgang Steiger. „Denn ein solcher Schritt würde bedeuten, dass die Länder unbegrenzt Steuergelder versprechen. Nach Ansicht des Wirtschaftsrates kann eine europäische Bankenunion erst dann funktionieren, wenn alle EU-Mitgliedsstaaten ihre Haushalte und Bankensysteme saniert haben. Davon kann noch keine Rede sein: Größter Wackelkandidat ist derzeit Italien, dessen Regierung in der Haushaltspolitik versucht, die Europartner zu erpressen. Die Positionierung des Wirtschaftsrates wird laut Mitteilung des Wirtschaftsrat vom stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Carsten Linnemann, dem Vorsitzenden des Parlamentskreis Mittelstand, Christian von Stetten, der Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, Marija Kolak, sowie den Finanzexperten des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) unterstützt.

 

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https://www.neopresse.com/europa/naechster-schritt-zur-eu-bankenunion-halten-sie-ihr-geld-fest/

Nächster Schritt zur EU-Bankenunion. Halten Sie Ihr Geld fest

NEOPresse in Europa

Die EU wächst weiter zusammen. Die Bankenunion kommt. Das hatten wir an dieser Stelle mehrfach vermeldet. Nun sind die nächsten Schritte direkt in Greifweite. Die EU-Kommission, die sogenannte Eurogruppe und das EU-Parlament wollen sich möglichst schnell auf die nächsten Schritte verständigen. Dies soll nach Angaben der „FAZ“ eine Kompromisslösung zum Thema der „Letztsicherung“ für den in Frage stehenden Bankenabwicklungsfonds werden.

Der enthält rund 60 Milliarden Euro und wird, sofern er nicht voll ist, mit Krediten gefüllt. Diese stammen wiederum aus dem „Euro-Krisenfonds ESM“, in dem sich schlicht Zahlungen aus den jeweiligen Staaten befinden. Also Steuergelder.
Steuergelder ade

Das Modell ist damit schnell beschrieben. Ist der Letztsicherungs-Topf im Fall des Falles bei einer Bankenabwicklung nicht hinreichend voll, dann wird der ESM Ihre und unsere Steuergelder verwenden, um selbst dem Letztsicherungs-Topf Kredite bereitzustellen.

 

Was bedeutet dies? Ein Abwicklungsfonds, der nicht hinreichend Geld hat, bekommt indirekt Kredite. Fraglich wäre dann, ob diese Kredite auch zurückgezahlt werden. Die Befürworter der Lösung dürften sich sicher sein. Schließlich müssen die Banken selbst in den Abwicklungsfonds einzahlen. Dafür haben sie Zeit bis zum Jahr 2023. Jetzt kommt es darauf an, dass der Letztsicherungs-Topf möglichst schnell Geld erhält. Aktuell ist vorgesehen, diesen bis zum Jahr 2024 zu befüllen. Möglicherweise wird die Lösung vorgezogen, heißt es. Hintergrund der nun laufenden Verhandlungen ist der Umstand, dass die EU-Kommission das Risiko eines Zusammenbruchs bei den Banken als wesentlich gesunken einschätzt. So würde die „durchschnittliche Gesamtkapitalquote“ der EU-Banken inzwischen gut 20 % betragen haben. Der Anteil der sogenannten faulen Kredite, die gefährdet sind, liege bei 3,4 %. Dies waren vor einem Jahr 4,6 %. Auch der Bestand an notleidenden Krediten sank von 950 Milliarden Euro auf 820 Milliarden Euro.

Wir halten dies für eine Selbsttäuschung: Die notleidenden Kredite sind nicht hinreichend ausgewiesen. Steigen die Zinsen, wird auch diese Zahl weiter explodieren. Zudem sind fast 1 Billion Euro notleidender Kredite jetzt schon unvorstellbar. Halten Sie Ihr Geld fest.

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https://www.neopresse.com/politik/bundesregierung-vertuscht-raubzug-an-steuerzahlern/

Bundesregierung vertuscht Raubzug an Steuerzahlern

NEOPresse in D/A/CH

Sie nennen es den „größten Steuerraub in der Geschichte“. Die beiden Linken-Politiker im Bundestag, Fabio de Masi und Sahra Wagenknecht, sprechen von „organisiertem Steuerraub“ der unter den Augen der Bundesregierung stattgefunden habe. Mit „Cum-Ex“-Geschäften wurden die europäischen Steuerzahler von Banken, Investoren und Steuerberatern um mindestens 55 Milliarden Euro beraubt. Alleine in Deutschland wurden die Steuerzahler um 32 Milliarden Steuergelder erleichtert, berechneten Forscher der Universität Mannheim. Der „organisierte Steuerraub“ vollzog sich 13 Jahre lang unter den Augen der Bundesregierung, 13 Jahre, in denen Angela Merkel Bundeskanzlerin war.

Kaum eine Bank ist nicht in den Cum-Ex Skandal verwickelt. Gegen einige Beteiligte soll nun die Staatsanwaltschaft ermitteln. Cum-Ex-Händler behaupteten jedoch, dass diese „Steuertricks“ legal seien. Wagenknecht erklärt, dass es nicht rechtens sein kann, wenn man sich Steuern für Dinge erstatten lasse, die man gar nicht wirklich besitze. Und bei den Cum-Ex-Geschäften handelte es sich nicht bloß um Dinge, sondern um milliardenschwere Aktienpakete.

 

Die Bundesregierung muss von dem Betrug mit System gewusst haben. Denn bereits in den 90ern gingen bei Finanzbehörden Warnungen ein. 2007 gelangte der Vorschlag eines Bankenverbandes über einen solchen Deal im Gesetz. Der Vorschlag beinhaltete eine genaue Anleitung, wie diese Geschäfte über das Ausland abgewickelt werden können. Doch erst 2012 wurde das Steuerschlupfloch geschlossen. Im Ausland gab es jedoch weiterhin Schlupflöcher für Cum-Ex-Geschäfte und auch in Deutschland können weitere Schlupflöcher bestehen, wenn die Finanzbehörden nicht aufpassen – und das tun sie nicht. Angesicht der Bankenrettung, Lux-Leaks, den Panama Papers und nun Cum-Ex ist Wagenknecht wenig erstaunt, mit welch krimineller Energie die Banken ihre Bereicherung vorantreiben. Schockierend sei jedoch, wie die Bundesregierung diese Skandale kleinrede. Sie spreche lediglich von einem Steuerschaden von 5,6 Milliarden Euro, den der Fiskus durch Cum-Ex erlitten habe.

Zudem vertusche die Bundesregierung diesen „Raubzug am Steuerzahler“ und korrigiere die Schadenssumme ständig nach oben – jedoch erst dann, wenn der Skandal nicht mehr zu verheimlichen sei. Nach Recherchen von Journalisten jedoch wurden die deutschen Steuerzahler um 32 Milliarden Euro geprellt. Eine Summe, von der die Bundesregierung gewusst hat. Denn die Bundesregierung ist mit der Finanzmafia eng verbandelt. Viele Gesetze zur Bankenrettung sind von der Finanzindustrie selbst entworfen worden, Finanzminister Olaf Scholz hat sich einen Goldman-Sachs-Banker ins Finanzministerium geholt. Das Interesse ist also gering, die Milliarden von Banken und Superreichen einzutreiben.

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WIE BLEIBT MAN an der MACHT!!!???!?

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/verfassungsschutz-merkel-soll-kritiker-als-maassen-nachfolger-verhindert-haben-15917477.html

Verfassungsschutz : Merkel soll Kritiker als Maaßen-Nachfolger verhindert haben

  • Aktualisiert am

Einer der profiliertesten Innen-Experten der Unionsfraktion: Armin Schuster Bild: dpa

Nach der Ablösung von Hans-Georg Maaßen wollte Horst Seehofer den CDU-Innenexperten Armin Schuster als dessen Nachfolger als Verfassungsschutzpräsident. Doch die Kanzlerin legte ihr Veto ein.

Nach Informationen des rbb-Inforadios sollte der CDU-Bundestagsabgeordnete Armin Schuster an die Spitze des Bundesamts für Verfassungsschutz wechseln. Darauf hatte sich Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) mit der SPD geeinigt, nachdem der damalige Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen in den einstweiligen Ruhestand versetzt worden war, berichtet der Sender unter Berücksichtigung aus Fraktionskreisen. Bei einem Treffen am 6. November habe Seehofer das mit den „maßgeblichen“ SPD-Abgeordneten Eva Högl und Burkhard Lischka sowie seinem Staatssekretär Hans-Georg Engelke besprochen. Der Wechsel Schusters zum Verfassungsschutz scheiterte demnach aber am Widerstand von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Schuster gilt als einer der profiliertesten Innenexperten der Unions-Bundestagsfraktion. Er ist Obmann im Bundestags-Innenausschuss, Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums sowie des Untersuchungsausschusses zur Aufklärung des Anschlags auf dem Berliner Breitscheidplatz. In den vergangenen Jahren gehörte er jedoch auch zu den schärfsten CDU-internen Kritikern von Merkels Flüchtlingspolitik.

Wie rbb-Inforadio berichtet, akzeptierte Bundesinnenminister Seehofer Merkels Veto und ernannte daraufhin doch Thomas Haldenwang zum neuen Verfassungsschutz-Präsidenten. Seehofer hatte sich gemeinsam mit der SPD eigentlich gegen Haldenwang entschieden, da fraglich schien, ob mit ihm ein echter Neuanfang im Bundesamt für Verfassungsschutz möglich sei. Vor allem die SPD habe ins Feld geführt, dass Haldenwang, der seit 2013 Vizepräsident des Bundesamts war, angreifbar werden könnte, falls aus der Amtszeit von Maaßen noch irgendwelche Probleme auftauchten.

Ursprünglich habe Seehofer sich mit der SPD nach rbb-Inforadio-Informationen deshalb eigentlich auf Clemens Binninger als Kandidaten für den Posten an der Spitze des Bundesamts verständigt, der in der vergangenen Legislaturperiode Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums war. Schuster war demnach der Alternativkandidat. Als Binninger aber mit dem Verweis auf seine jetzige Tätigkeit als Unternehmer abgelehnt haben, sei Schuster „gesetzt“ gewesen, berichtet rbb-Inforadio.

Angela Merkel habe sich daraufhin aber Bedenkzeit auserbeten. Fachlich habe es gegen Schuster keinerlei Argumente gegeben, heißt es in dem Bericht. Für Merkels Veto gebe es „nur eine schlüssige Erklärung“:Sie wollte ihn nicht.“ Weil Schuster ihre Flüchtlingspolitik immer wieder scharf kritisiert habe.

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…..oder „Ver-STAUB-ung“

be.com/watch?v=e-9fkUonbKU

„WTC 7“ Brand oder Sprengung?

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tube.com/watch?time_continue=10&v=xJSVjCrrCu0

Wissenschaftler entlarvt Klimaschwindel in Bundestag !

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https://www.eike-klima-energie.eu/2018/12/02/klima-fachgespraech-im-deutschen-bundestag-eine-denkwuerdige-veranstaltung-mit-einer-premiere-teil-ii/

Klima-Fachgespräch im Deutschen Bundestag – Eine denkwürdige Veranstaltung mit einer Premiere! Teil II

Prof. Dr. Nir Shaviv am 28.11.18 im Ausschuss für Umwelt; Bild Deutscher Bundestag, Screenshot

von EIKE Redaktion
Am 28.11.18 fand ein Klimafachgespräch anlässlich der kommende Woche beginnenden COP 24 statt, in welchem erstmalig seit Jahrzehnten wieder ein klimarealistischer Wissenschaftler – Prof. Nir Shaviv- zu Wort kommen durfte. Wegen der knapp bemessenen Redezeit von nur 3 Minuten versandte Prof. Shaviv zuvor an den Ausschuss sein etwas ausführlicheres Statement. Dies ist nun öffentlich und im Bundestagsarchiv hinterlegt. (hier) Nun kann sich keiner mehr herausreden: Er/sie hätte nichts gewusst.
Wir bringen das Statement im Wortlaut in deutscher Übersetzung.

 Videoausschnitte des Statements und der Fragen und Antworten von Prof. Nir Shaviv anlässlich des Fachgespräches des Umweltausschusses des Deutschen Bundestages. Mit Dank an FMD’s TV-ChannelAn den Ausschuss Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Deutscher Bundestag

Betrifft: Statement-Brief für die Diskussion im Komitee bzgl. „COP24 in Katowice – ein weiterer Meilenstein für den globalen Klimaschutz“

 

Meine Damen und Herren,

im Folgenden finden Sie eine detaillierte Aufstellung hinsichtlich der Tatsache, dass es keine substantiellen Beweise für die Stützung des Gedankens gibt, dass der größte Teil der globalen Erwärmung anthropogener Natur ist und dass die Klimasensitivität folglich hoch ist. Tatsächlich deuten alle Beweise darauf hin, dass das Gegenteil der Fall ist. Dies sollte man ernsthaft in Erwägung ziehen, bevor man substantielle politische Entscheidungen trifft.

Mit freundlichen Grüßen

Nir Shaviv

 

Zusammenfassung

  1. Es gibt keine direkten Beweise dafür, dass große CO2-Konzentrationen auch große Temperatur-Variationen verursachen. Die Beweise zeigen, dass das Gegenteil der Fall ist.
  2. Die beiden vom IPCC hervorgebrachten Argumente, um das Bild eines katastrophalen AGW-Bildes zu „beweisen“ sind betrügerisch die Erwärmung im 20. Jahrhundert war nicht einmalig, und die Behauptung, dass die Erwärmung im 20. Jahrhundert durch nichts sonst zu erklären ist, ist einfach falsch.
  3. Es gibt viele weitere Pseudo-Argumente, die allesamt irrelevant sind. Dazu gehören der oftmals gehörte Verweis auf die Experten (die 97%-Behauptung) sowie Argumente auf der Grundlage von Beweisen der Erwärmung, was aber nicht beweist, dass die Erwärmung auf den Menschenzurückgeht.
  4. Die Sonne hat einen großen, jedoch ignorierten Einfluss auf das Klima. Mit ihr ergibt sich ein konsistentes Bild des Klimawandels im 20. Jahrhundert, in welchem über die Hälfte des 20. Jahrhunderts im Zeichen einer Zunahme der Sonnenaktivität stand und in welchem die Klimasensitivität gering ist (und außerdem konsistent mit empirischen Daten).
  5. Die geringe Klimasensitivität impliziert, dass die zukünftige Klima-Erwärmung harmlos bleibt und innerhalb der auf den Gipfeln von Kopenhagen und Paris gesetzten Ziele liegt. Besondere Maßnahmen sind nicht erforderlich. Man muss überdenken, wie viele Ressourcen wir für das Problem aufbringen wollen, welches sehr viel kleiner ist als man allgemein glaubt.

 

Was stimmt nicht an der heutigen Sichtweise auf Klimawandel?

Da möchte ich mit einer Frage beginnen, die Sie entweder sich selbst stellen oder die Sie den Experten stellen können, auf die Sie sich verlassen: Welche Beweise gibt es dafür, dass eine anthropogene globale Erwärmung zu einem katastrophalen Klimawandel führt?

Wie ich weiter unten zeigen werde, ist dieser Gedanke tatsächlich ein Trugschluss, und die so genannten Beweise, die man uns permanent präsentiert, beruhen einfach auf verschiedenen irreführenden Argumenten. Außerdem werden entscheidende Beweise dafür, dass diese Argumente falsch sind, durchweg eklatant vom IPCC und seinesgleichen ignoriert.

Das erste und vorderste Argument, welches man einfach ignorieren sollte, ist der Verweis auf Experten oder eine Mehrheit. Wissenschaft ist keine Demokratie, und die Tatsache, dass viele Menschen eine bestimmte Sache glauben heißt nicht, dass diese Sache auch korrekt ist. Falls man gute Argumente hat, Sie zu überzeugen, sollten diese wissenschaftlicher Natur und keine logischen Trugschlüsse sein.

Andere irrelevante Argumente mögen wissenschaftlich aussehen, sind es aber nicht. Beweise für eine Erwärmung sind keine Beweise für eine Erwärmung durch den Menschen. Die Sichtung eines auf einer Eisscholle treibenden Eisbären beweist nicht, dass die Menschen Erwärmung verursacht haben. Gleiches gilt für sich zurückziehende Gletscher. Sicher gab es Erwärmung, und die Gletscher schrumpfen, aber die Logik, dass diese Erwärmung den Menschen geschuldet ist, ist einfach eine unbegründete Behauptung. Dies gilt umso mehr, wenn man unter den schrumpfenden Gletschern in den Alpen Relikte der Römer findet oder Wikinger-Gräber im aufgetauten Permafrost in Grönland.

Unter anderen abwegigen Argumenten sind qualitative Argumente und der Verweis auf Bauchgefühle. Die Tatsache, dass sich die Anzahl der Menschen auf der Erde der 10-Milliarden-Marke nähert, beweist nicht, dass wir eine Erwärmung um 0,8°C verursacht haben. Genauso könnten es 8°C oder 0,08°C sein. Falls alle Menschen der Welt in die Ozeane spucken, wird dadurch der Meeresspiegel steigen?

Die einfache Tatsache lautet: es gibt keinen einzigen noch so kleinen Beweis dafür, dass eine gegebene Zunahme von CO2eine große Zunahme der Temperatur zur Folge hat. In der Tat gibt es nur viele Beweise für das Gegenteil! Beispiel: über geologische Zeiträume hinweg gab es gewaltige Variationen des atmosphärischen CO2-Niveaus (bis hin zu einem Faktor 10), und es zeigt sich keine wie auch immer geartete Korrelation mit der Temperatur. Vor 450 Millionen Jahren befand sich zehn mal so viel CO2in der Luft wie heute, und doch war es damals zu extensiveren Vereisungen gekommen als heute.

Wenn man all die Spreu aller irreführenden Argumente abwirft und versucht, die vom IPCC und seinesgleichen betriebene Klimawissenschaft zu destillieren, dann wird man erkennen, dass lediglich zwei Argumente wie legitime wissenschaftliche Argumente daherkommen. Unglücklicherweise sind sie jedoch nicht haltbar. Die erste Behauptung lautet, dass die Erwärmung des 20. Jahrhunderts beispiellos und – falls das so ist – dem Menschen geschuldet ist. Dies ist alles, was hinter dem Hockeyschläger steckt, der so intensiv im 3. IPCC-Zustandsbericht im Jahre 2001 beschworen worden ist. Die „Klimagate“-E-Mails zeigen, dass diese Graphik das Ergebnis einer dubiosen wissenschaftlichen Analyse ist – die Baumring-Daten, welche zeigten, dass es während des vorigen Jahrtausends wenig Temperatur-Variationen gegeben hatte, zeigten nach 1960 einen Rückgang, also wurden diese Daten abgeschnitten und durch Thermometerdaten ersetzt. Die einfache Wahrheit lautet, dass es zum Höhepunkt des Mittelalters wahrscheinlich genauso warm war wie während der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Man kann das sogar direkt an Bohrlöchern ablesen.

Das zweite Argument lautet, dass nichts sonst die Erwärmung erklären kann, und falls das so ist, muss der anthropogene Beitrag die einzige Wärmequelle sein. Allerdings gibt es da noch die Sonne, wie ich gleich ausführen werde.

Bevor ich erkläre, warum die Sonne vollständig unsere Sicht auf die globale Erwärmung und Klimawandel beherrschen sollte, muss man ein paar Worte verlieren über die Klima-Sensitivität und warum es von Anfang an unmöglich ist, den anthropogenen Beitrag zu diagnostizieren.

Die wichtigste Frage der Klimawissenschaft dreht sich um die KlimaSensitivität, also um die Frage, wie stark die globale Temperatur bei einer Verdoppelung des CO2-Gehaltes steigen würde. Merkwürdigerweise ist die vom IPCC angeführte Bandbreite von 1,5°C bis 4,5°C pro CO2-Verdoppelung immer noch die gleiche wie im US-Komitee unter Leitung von Charney im Jahre 1979. In allen IPCC-Berichten von 1990 bis 2013 taucht diese Spannbreite auf. Lediglich im vorletzten Bericht war eine Bandbreite von 2 bis 4,5 angegeben. Grund für die Rückkehr zur vorherigen Spannweite ist die Tatsache, dass es seit dem Jahr 2000 keinerlei globale Erwärmung mehr gegeben hat. Das ist auf blamable Weise inkonsistent mit einer hohen Klima-Sensitivität. Noch blamabler ist, dass über 4 Jahrzehnten Forschung, für die Billionen von Dollars (und Euro) aufgewendet worden waren, nicht dazu geführt hat, dass wir es hinsichtlich dieser so bedeutenden Frage immer noch um keinen Deut besser wissen.

Sämtliche Beweise zeigen vielmehr eindeutig, dass die Klima-Sensitivität niedrig liegt mit etwa 1 bis 1,5°C pro CO2-Verdoppelung. Die Leute in der Klima-Gemeinschaft kratzen sich am Kopf, weil sie den so genannten Stillstand der Erwärmung einfach nicht verstehen. Wo versteckt sich die Wärme? In Wirklichkeit deutet alles einfach nur auf eine geringe Sensitivität. Die „fehlende“ Wärme hat die Erde schlicht und ergreifend bereits verlassen!

Betrachtet man einmal die mittlere globale Reaktion auf große Vulkanausbrüche, etwa vom Krakatau bis zum Pinatubo, würden man erkennen, dass die Temperatur lediglich um 0,1°C gesunken ist, während die hyper-sensitiven Klimamodelle 0,3 bis 0,5°C simulieren – was in der Realität niemals beobachtet worden ist. Über geologische Zeiträume setzt das bereits erwähnte Fehlen einer Korrelation zwischen CO2und Temperatur eine klare obere Grenze von 1,5°C pro CO2-Verdoppelung. Zieht man jedoch schließlich noch den solaren Beitrag hinzu, ergibt sich ein erheblich konsistenteres Bild der Klimaänderungen im 20. Jahrhundert – eines, in dem die Klimatreiber (Menschen UND solar) viel größer und die Sensitivität viel geringer ist.

Woher wissen wir nun, dass die Sonne so große Auswirkungen auf das Klima hat? Abbildung 1 unten ist womöglich eine der wichtigsten Graphiken für das Verständnis bzgl. Klimawandel – aber sie wird vom IPCC und den Alarmisten einfach ignoriert. Man erkennt, dass über 80 Jahre lange Pegelmessungen eine extrem eindeutige Korrelation zwischen Sonnenaktivität und Meeresspiegel-Änderung zeigen – aktive Sonne, der Meeresspiegel steigt. Inaktive Sonne – er sinkt. In kürzerfristigen Zeiträumen ist es vorherrschend die in die Ozeane eingehende Wärme und die daraus resultierende thermische Ausdehnung des Wassers. Dieser Umstand kann dann herangezogen werden, um die Strahlungsantrieb der Sonne zu quantifizieren. Es ergibt sich, dass dieser etwa 10 mal größer ist als die Protagonisten des IPCC einzuräumen bereit sind. Das IPCC betrachtet ausschließlich Änderungen der Strahlung, während dies (und andere derartige Daten) eindeutig zeigen, dass es einen Verstärker-Mechanismus geben muss hinsichtlich der Verbindung zwischen Sonnenaktivität und Klima.

Obwohl sie extrem interessant sind, liegen diese Details des Mechanismus‘ (tatsächlich sind es 3 separate mikrophysikalische Effekte) außerhalb der Thematik dieser Übersicht. Sie stehen in Verbindung mit der Ionisierung der Atmosphäre, welche durch die Sonnenaktivität gesteuert wird. Allgemein kann man sagen, dass es bei einer aktiven Sonne weniger Bewölkung auf der Erde gibt, was allgemein Erwärmung auslöst.

Die wesentliche Schlussfolgerung lautet also, dass Klima nicht sensitiv gegenüber Änderungen des Strahlungsantriebs ist. Es gibt viele Punkte, an denen man festmachen kann, dass die Menschen alles in ihrer Macht stehende tun, dies zu ignorieren. Dazu zählen auch Temperaturdaten und der Meeresspiegel, der viel langsamer steigt als in den zuvor veröffentlichen wissenschaftlichen Berichten des IPCC prophezeit. Und dazu zählt, dass Klima nicht gleich Sensitivität ist.

In Paris und Kopenhagen war an zu der übereinstimmenden Schlussfolgerung gekommen, dass wir sicherstellen sollten, die Erwärmung unter 2°C zu halten. Sie wird selbst dann unter 2°C bleiben, wenn wir gar nichts tun.

Abbildung 1: Quantifizierung der solaren Auswirkung: Abgebildet ist die Rate der Änderung des
Meeresspiegels (blau, mit 1
σ-Fehler) und die rekonstruierte Solarkonstante (rot, gestrichelt). Die
eindeutige Korrelation zeigt, dass die Rate der Änderung des Meeresspiegels von der
Sonnenaktivität beeinflusst ist. Die Größenordnung impliziert, dass die Variation von Spitzenwert zu Spitzenwert über den solaren Zyklus mit etwa 1 W/m² korrespondiert. Das ist fast eine
Größenordnung größer als die Änderungen der solaren Einstrahlung.

Abbildung 2: Änderungen des Strahlungsantriebs seit Beginn der industriellen Revolution, entnommen dem 5. IPCC-Zustandsbericht. Dem IPCC zufolge korrespondieren die Änderungen der solaren Einstrahlung mit 0,05 W/m² (Unsicherheit 0 bis 0,10). Die Pegelmessungen zeigen, dass der solare Antrieb viel größer ist, nämlich etwa 1,8 ± 0,5 W/m². Die gesteigerte Sonnenaktivität seit dem Maunder-Minimum impliziert einen größeren Einfluss.

 

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„PROSTITUIERTE-FAKE-NEWs-SCIENCE“ CONTRA EHRLICHER „FAKTEN-BASIERTER“ WISSENSCHAFT

https://www.eike-klima-energie.eu/2018/12/12/der-levermann-skandal-im-deutschen-bundestag/

Der Levermann Skandal im deutschen Bundestag

Pixabay

Von Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke und Dipl.-Ing. Michael Limburg
Am 28.Nov.2018 fand ein „öffentliches Fachgespräch im Umweltausschuss des deutschen Bundestages zur UN-Klimakonferenz COP24 in Kattowitz“ statt. In diesem wurde der als Experte geladene, international renommierte jüdische Physikprofessor Nir Shaviv von der berühmten hebräischen Universität Jerusalem mit Beleidigungen und Unterstellungen bedacht, ohne dass die Gesprächsleitung dieses Verhalten gegenüber einem Vertreter Israels parlamentarisch rügte.

Die Vorsitzende der Veranstaltung, die in voller Länge von knapp 2 Stunden life übertragen wurde (hier) war Frau Kotting-Uhl. Wir beschränken uns in dieser News auf die Argumente, Gegenargumente und fachlichen Grundlagen, die den Klimawandel und das vom IPCC behauptete Problem des menschgemachten CO2 betreffen. Daher ziehen wir für unseren Beitrag ein Video heran, in welchem die lange Originalausstrahlung in 16 Minuten zusammengefasst und kommentiert ist (hier). Das Video hat EIKE bei seinem Unterstützer Klaus Maier in Auftrag gegeben, der es kostenlos erstellte und dem wir dafür herzlich danken. Im Folgenden beziehen wir uns auf dieses Video, insbesondere auf dessen Zeiten. Wir empfehlen, vor dem Weiterlesen das Video vollständig anzusehen.

Videoausschnitt der Auftritte von Prof. Anders Levermann PIK und Prof. Nir Shaviv Racah Institut of Physics Jerusalem, anlässlich des Fachgespräches zur COP 24 am 5.12.18 im Deutschen Bundestag.

Die für uns maßgebenden Experten in der Veranstaltung waren Anders Levermann, Professor am Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und Nir Shaviv, Professor und Chairman des Racah Instituts für Physik der Hebräischen Universität von Jerusalem. Weiter nun chronologisch gemäß den Zeiten des Videos:

  1. Nach Vorstellung der Experten durch die Gesprächsleiterin wurde als erstem Levermann das Wort erteilt. Seine Ausführungen dauerten von 0:41 bis 1:27 Videozeit. Zu sagen hatte er zunächst wenig, er würde der Physik trauen. Ist ok, tun wir auch. Seine Aussage, dass mehr CO2 in der Atmosphäre maßgebenden Klimawandel erzeugen würde, war aber dann Spekulation und keine begründete Physik mehr, wie wir im Folgenden noch sehen werden. Über den spektralen Effekt der IR-Absorption, der zu einer geringfügigen globalen Erwärmung bei mehr CO2 in der Atmosphäre führt, besteht zwischen Klima-Alarmisten und den meisten Klima-Realisten Übereinstimmung. Es sind rund 1,1 °C bei jeder Verdoppelung des CO2 (Klimasensitivität). Dieser Wert ist unbedenklich. Die von Levermann gezeigte Graphik der Globaltemperatur war fragwürdig, denn in ihr fehlte der Temperaturstillstand der letzten 20 Jahre, wie er z.B. in der oft als Referenz gehandelten HADCRUT4-Grafik und weiteren Messungen erkennbar ist (hier, hier). Was Levermann  salopp verschwieg, sind die viel wichtigeren thermodynamischen Prozesse in der Erdatmosphäre, die auf Grund eines CO2-Anstiegs angestoßen werden können. Sie haben das Potential weiter zu erwärmen, aber auch abzukühlen. Was hier die Natur wirklich macht, ist der springende Punkt der ganzen Klimadebatte.
  2. Nach Levermann kommt Shaviv an die Reihe, seine Ausführungen dauern von 1:40 bis 4:50. Er beginnt mit dem Statement „Es gibt keinen Beweis, dass CO2 einen großen Effekt auf das Klima hat„. Damit hat er zweifellos recht, denn so etwas ist in der gesamten Klimafachliteratur bis heute unauffindbar. Shaviv wendet sich dann gegen das IPCC, welches vorgibt, den jüngsten globalen Temperaturanstieg nicht anders als mit menschgemachtem CO2 erklären zu können. Er nennt als Gegenbeleg den Einfluss der veränderlichen Sonne. Seine Folie zeigt die Schwankungen des Meeresspiegels im Einklang mit der Sonnenaktivität. Wir verweisen bei dieser Gelegenheit auf unzählige weitere Fachpublikationen, die den Sonneneinfluss auf das Klima belegen (stellvertretendes Beispiel hier) und nennen dazu insbesondere auch die drei Vorträge auf der jüngsten EIKE-Klimakonferenz in München am Samstag vormittag von H.-J. Lüdecke und kurz danach von Nir Shaviv und Henrik Svensmark. Das IPCC ignoriert freilich alle Belege eines maßgebenden Einflusses der Sonne auf Klimaparameter. Allein die Tatsache, dass trotz weiter angestiegenem CO2 seit 20 Jahren die Erdtemperatur stagniert, sollte „beim IPCC eine Warnlampe aufleuchten lassen“ – so wörtlich Shaviv.
  3. Nach diesem, viele der anwesenden Abgeordneten offenbar schockierenden, Statement des international renommierten jüdischen Klimaphysikers bitte Frau Dr. Scheer (SPD) Herrn Levermann um seine Replik. Sie ist erstaunlich kurz und unverschämt, beginnt um 5:02, enthält keine einziges wissenschaftliches Gegenargument und besteht in der einzigen Aussage „alles, was Shaviv gesagt hat, ist Quatsch„. Na ja, wenn Argumente fehlen, vergessen Klima-Alarmisten oft ihre Kinderstube. Der Skandal war also da, denn Shaviv ist Vertreter einer Nation, der wir angesichts der schrecklichen Nazi-Verbrechen angeblich unverrückbar freundschaftlich und hilfsbereit zur Seite stehen. Davon war von Levermann, aber auch von der Gesprächsleitung nichts zu bemerken (im Übrigen auch nicht von der deutschen Bundesregierung, die schon gewohnheitsmäßig bei UN-Abstimmungen stets auf Seiten der Isreael-Gegner votiert). Um nicht missverstanden zu werden: Eine Aussage Levermanns der Art etwa „ich halte das von Kollegen Shaviv Gesagte für falsch und zwar aus dem und dem sachlichen Grund“ wäre völlig in Ordnung gewesen. Eine Beleidigung aber, wie hier erfolgt und auch noch ihre fehlende Sachbegründung ist dagegen inakzeptabel. Frau Kotting-Uhl unterließ eine parlamentarische Rüge über die Ausdrucksweise von Levermann, was ihre Pflicht gewesen wäre.
  4. Shaviv erhält dann die Gelegenheit, zum „Quatsch“ seines Sachkontrahenten sachlich Stellung zu nehmen, dies von 5:25 bis 6:36. Er macht es höflich und sagt „da die Klimamodelle des IPCC den Sonneneinfluss ausblenden, können sie und damit ihre Vorhersagen logischerweise nicht richtig sein„. Er weist zudem noch auf die bekannten Warmzeiten der näheren Klimavergangenheit hin, also die römische und mittealterliche Warmzeit, die logischerweis ohne menschgemachtes CO2 zustande kamen.
  5. Das Video zeigt danach die Entschuldigung des AfD-Abgeordneten Dr. Rainer Kraft für den vom  Abgeordneten Ralph Lenkert (die Linke) erhobenen Vorwurf der „Käuflichkeit“ gegen Shaviv. War bereits die von Levermann gewählte Bezeichnung „Quatsch“ ein Faux Pas gegenüber einem parlamentarisch geladenen ausländischen Gast, was in früheren Zeiten diplomatische Verwicklungen nach sich gezogen hätte, so war die unverschämte Verleumdung von Lenkert nicht mehr zu toppen. Bemerkenswert, dass sich kein Mitglied anderer Fraktionen der Entschuldigung von Herrn Kraft anschloss. Ist gar die AfD die einzige Partei im Bundestag mit zivilen Umgangsformen?
  6. Um 6:59 nimmt Levermann noch einmal Anlauf zu einer Replik. Um es kurz zu machen, es wurde peinlich. Zunächst behauptete Levermann, die IPCC-Klimamodelle würden den Sonneneinfluss berücksichtigen. Vielleicht tun sie es ja irgendwie, von wirklich(!) berücksichtigen kann aber keine Rede sein. Dann kam noch ein lustiger Freudscher Versprecher hinzu: „Wir haben alle Argumente der Skeptiker zur Seite geräumt“, so Levermann. Na, ja, die deutsche Sprache hat eben so ihre Tücken, „sachlich ausgeräumt“ wollte er vielleicht sagen. Aber in der Tat, „zur Seite räumen“ trift für die Argumente der Klima-Alarmisten tatsächlich zu. Neben solchem Umgang mit unpassenden fachlichen Argumenten werden nicht selten auch die Aussprechenden selber zur Seite geräumt – indem man sie beruflich isoliert oder gar schädigt! Nach diesen Stolpereien kam Levermann dann aber heftig ins schwimmen, s. dazu den Video-Kommentar um 7:42. Und schließlich kam es sogar knüppeldick: zwei Abgeordnete von der AfD fragten Levermann nach der vorindustriellen Temperatur, auf die sich die von ihm genannten 1,5 °C (mehr bis heute) beziehen würde. Levermann nannte den Wert 15°C im Jahre 1850 – Videozeit 8:25. Danach erinnerte Herr Karsten Hilse (AfD) genüsslich daran, dass WMO, NASA und NOAA den Wert von 14,8°C im Jahre 2016 als höchste jemals gemessene Temperatur herausposaunten. Der Kommentar im Video ab 9:03 legt den Finger in diese Wunde; also „hallo“, Abkühlung an Stelle von Erwärmung? Eine Antwort Levermanns auf den eklatanten Widerspruch von Realität und Klima-Fiktion kam nicht. Statt dessen fuhr Levermann ab 9:17 fort, der Sachdiskussion weiter auszuweichen und statt dessen Gemeinplätze über Gravitation, Thermodynamik und Quantenmechanik von sich zu geben. Danach eine nochmalige Beleidigung Shavivs, diesmal mit der Bezeichnung „Mist“ für Shavivs Ausführungen. Endlich sagte Levermann auch einmal etwas zum Thema gehörendes: Durch die Erwärmung des CO2 würde die Atmosphäre mehr Wasserdampf aufnehmen. War leider in dieser Pauschalität auch falsch. Eigentlich müsste Levermann die Fachpublikation „G. Paltridge et al., Trends in middle- and upper-level tropospheric humidity from NCEP reanalysis data, Theor Appl Climatol (2009) 98:351–359“ kennen, die die Pauschalbehauptung von Levermann an Hand von Messungen widerlegt (hier). Den abkühlenden Einfluss der Wolken, die in Klimamodellen nicht eingebaut werden können, kennt Levermann nicht? Kaum zu glauben. Der Video-Kommentar um 10:34 kommentiert die Auslassungen Levermanns zutreffend. Danach wieder Levermanns Allgemeinplätze, diesmal über den Begriff der Korrelation. Hat er Korrelation wirklich verstanden? Die Intention seiner Erklärung konnte ein Fachmann, nicht aber ein Laie verstehen. Levermann erweckte vermutlich bei vielen Zuhörern den Eindruck, die Abgeordneten für technisch/naturkundliche Dummköpfe zu halten. Hiermit liegt er bei den Grünen und Linken zwar richtig, nicht aber bei einigen wenigen Abgeordneten anderer Parteien und insbesondere nicht bei den zahlreichen, fachlich hier sehr versierten Abgeordneten der AfD. Im Folgenden verstieg sich Levermann zu der Behauptung „Wir verstehen Klimawandel„. Heiliger Strohsack! Offenbar sehen wir hier einen neuen Nobelpreisträger vor uns. Jedes Kind weiß doch bereits um die fast unendlichen Unsicherheiten, mitdenen die Klimaforschung zu kämpfen hat. So gut wie nichts ist der Klimaforschung sicher bekannt! Wir wissen nicht, warum sich das Klima so entwickelt, wie wir es messen, wir kennen nicht die genauen Mechanismen des steten Klimawandels, und wir wissen noch viel weniger, wie es mit dem Klima in Zukunft weitergeht. Na, beruhigend, dass es immerhin das PIK und Levermann wissen. Das Einzige, was feststeht, hat Nir Shaviv bereits gesagt.

Den Lapsus Levermanns, das CO2-Molekül ähnlich wie das Wassermolekül als angewinkelt mit seinen gebeugten Armen zu demonstrieren, wollen wir hier nur gnädig kommentieren. Im Grundpraktikum Chemie hätte es für einen Rauswurf gereicht (zumindest in der Studienzeit der Autoren dieser Zeilen). Einen Riesenbock schießt jeder einmal, aber nach Jahrzehnten langer Beschäftigung mit dem CO2 nicht zu wissen, wie dieses Molekül aufgebaut ist, ist schon ein dolles Stück. Zumal dessen Geometrie entscheidend für seine möglichen Schwingungsmoden sind, die wiederum über Zahl und Stärke der spektralen Absorptions – und Emissionsbanden bestimmend. Ein Grundelement des Treibhauseffektes. Das ist bei Physikern/Chemikern in etwa ein Fehler von der Sorte, als würden Historiker behaupten, Cäsar sei Germane gewesen.

Die freundliche fachliche Nachhilfe von Herrn Dr. Kraft (AfD) für Levermann ist dann im Video ab 11:29 zu sehen. Doch da Levermann auch nach versuchter Korrektur durch Dr. Kraft, auf seiner falschen Ansicht beharrte, kann man getrost davon ausgehen, dass er es nicht besser weiß.

Levermanns dann lange Rede ohne viel sachlichen Sinn besagte, die Klimasensitivität – also die globale Erwärmung bei jeder CO2-Verdoppelung – würde 3 °C betragen. Wie lautete nochmal das Verdikt von Levermann gegen Shaiviv, „Quatsch“, „Mist“? Wir wollen aber höflich sein und nicht mit gleicher Münze heimzahlen. Die Kommentarfolie zur Zeit 13:07 (zuerst erschienen als Fig. 1 in der Fachpublikation von F. Gervais, Anthropogenic CO2 warming challenged by 60-year cycle, Earth Science Reviews 155 (2016) 129-135 und, später aktualisiert, nochmals auf der Düsseldorfer EIKE-Klimakonferenz von Francois Gervais persönlich präsentiert) zeigt die in vielen Fachpublikationen berechneten Werte der Klimasensitivität im Lauf der Zeit. Fazit: Levermanns Aussage und Kenntnisse entsprechen nicht dem heutigen Stand – vielleicht dem der Physik vor 100 Jahren, wer weiß. Nur am Ende sagte Levermann wirklich einmal etwas Zutreffendes „Der Klimawandel ist so felsenfest, wie mein Handy runterfällt, wenn ich es loslasse„. Sehr gut, jeder Skeptiker stimmt hier zu – bloß, darum geht es gar nicht! Daher zum mitschreiben: es geht um die Frage, ob der aktuelle Klimawandel maßgebend menschgemacht ist oder nicht und nicht um den Klimawandel schlechthin.

  1. Um 14:09 darf sich noch einmal Shaiviv zu den Fragwürdigkeiten Levermanns äußern. Er verweist zunächst auf die Wolken, die eben nicht in den Klimamodellen berücksichtigt sind. Ferner verweist er auf die Erdepochen, in welchen die CO2-Konzentration der Erdatmosphäre über 10 mal höher war als heute und dennoch kein Einfluss des CO2 auf die Erdtemperatur zu sehen war. Allein dies lässt den von den Alarmisten behaupteten starken Einfluss des CO2 auf Klimaveränderungen fraglich erscheinen.

Fazit: Die konträre Diskussion zwischen Anders Levermann und Nir Shaviv konnte angesichts des unzureichenden naturkundlichen Niveaus vieler Abgeordneter nicht sehr tief gehen. Dennoch waren folgende Punkte bemerkenswert:

  • Anders Levermann hatte nur wenige und dazu noch unzureichende Argumente für sein Anliegen zu bieten Dieses bestand in der kühn-freien Behauptung, der Mensch würde inzwischen eine gefährlich starke globale Erwärmung erzeugen. Entsprechend unsicher und zum Teil extrem unhöflich seinem Diskussionsgegner gegenüber war sein Auftreten. Es ist schwer vorstellbar, dass Levermann die Fachliteratur nicht kennt, allerdings sein Nichtwissen über die Molekülform des CO2 ….. Seine sinngemäße Behauptung „wir wissen über das Klima Bescheid“ wird ihm daher, außer den undiskutablen Grünen, Linken (die ehemalige DDR lässt grüßen) und tief Gläubigen der „Church of global Warming“, kein vernünftiger, technisch/naturkundlich gebildeter Zeitgenosse abkaufen.
  • Nir Shaviv hat sich ordentlich geschlagen, indem er die aus Fachliteratur und Messungen stammenden Fakten betonte. Er hätte vielleicht bei einigen Themen, die die Allgemeinheit besonders interessieren, noch etwas deutlicher werden können, ein Parlament ist schließlich eine unvergleichliche Bühne. So hätte er auf den IPCC-Sachstandsbericht AR5 hinweisen können, in welchem das IPCC selber allen Extremwetterzunahmen (in Frequenz und Intensität) eine klare Absage erteilte (hier). Auch hätte er vielleicht bei der Meeresspiegelfrage auf die weltweiten Pegel-Messungen hinweisen können (hier und speziell für das angeblich versinkende Tuvalu hier), die in der Öffentlichkeit anscheinend komplett unbekannt sind, obwohl ein Mausklick reicht, um sie auf den Bildschirm zu bringen.
  • Ein Skandal war das unsägliche Verhalten Levermanns und auch der Gesprächsleiterin Frau Kotting-Uhl (wegen Nichteingreifens) gegen einen renommierten jüdischen Fachkollegen. Es war zum Fremdschämen. Daher unsere Entschuldigung für diese von uns entschieden verurteilte Behandlung von Prof. Nir Shavivs an die Adresse Israels, einer Nation, die wir aus vielen Gründen hoch schätzen und uneingeschränkt unterstützen, nicht zuletzt auch deswegen, weil Israel als die einzige wirkliche Demokratie im nahen Osten gelten darf.

 

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https://www.eike-klima-energie.eu/2018/11/25/12-internationale-klima-und-energiekonferenz-ikek-12-in-muenchen-erfolgreich-beendet/

12. Internationale Klima- und Energiekonferenz (IKEK 12) in München erfolgreich beendet!

Josh auf der IKIK 12 Bild 1

Von Michael Limburg
In München ging gestern die bisher erfolgreichste Klima- und Energiekonferenz zu Ende, die EIKE je organisiert hat. Es war die bisher 12. in der Reihe von Klima- und Energiekonferenzen, die von EIKE – diesmal mit Unterstützung des Heartland Institutes veranstaltet. Ein Kurzbericht.

Es war die bisher erfolgreichste Internationale Klima- und Energiekonferenz die EIKE mit Unterstützung des Heartland Institutes Chicago bisher ausgerichtet hat. Und dies gilt sowohl für die hoch kompetenten Referenten und deren Referate, wie auch für die Beteiligung dank Qualität und Zahl der Besucher (knapp 200), als auch die organisatorische Umsetzung, die sich in kompetenter Simultanübersetzung vom Deutschen ins Englische und umgekehrt, durch die vorbildliche Technik zur Beschallung und Aufzeichnung und die erstmalig stattfindende Streaming-Übertragung auszeichnete.

 

 

Dr. M. Schnell bei seinem Vortrag über die experimentelle Verifikation des THE, Bild Autor

Aus der Fülle der hochklassigen Referate und ohne Wertung seien nur drei hervorgehoben.

  1. Wie man in drei einfachen Schritten ein Stromnetz zerstört! Aktuelle Klima- und Energiepolitik in Australien
    Joanne Nova
  2. Der Einfluss kosmischer Strahlung auf das Klima–
    Neueste Forschungsergebnisse und ihre Bedeutung fü
    r das Verständnis des Klimawandels
    Dr. Henrik Svensmark Centre for Sun-Climate Research des Danish National Space CentreUnd Prof. Dr. Nir Shaviv Racah Institute of Physics – The Hebrew University of Jerusalem
  3. Die Grüne Vergangenheit der Sahara Dr. Stefan Kröpelin Project Late Quaternary High-Resolution Climate Archives in the Sahara

Wie man in drei einfachen Schritten ein Stromnetz zerstört! Aktuelle Klima- und Energiepolitik in Australien

Die erfolgreiche Wissenschaftsjournalistin und Bloggerin Joanne Nova – Autorin des Büchleins „The Sceptics Handbook“ (in deutsch Das Skeptiker Handbuch bei EIKE erschienen) das mehr als 200.000 mal verkauft wurde, erzählte in bitter humorvoller Weise, wie „erfolgreich“ Australien dabei ist, seine bisher gut funktionierende Energieversorgung zu zerstören. Dank rabiater Umstellung auf „Erneuerbare“ häufen sich flächendeckende Blackouts und der Preis für die kWh kennt nur eine Richtung – steil nach oben. Und das obwohl Australien – etwas größer als Europa, aber nur von 25 Millionen Einwohnern besiedelt- zu den weltgrößten Kohleproduzenten und -Exporteuren gehört.   Man liefere sich mit Deutschland ein Wettrennen, wer am schnellsten seine Enegieinfrastruktur auf dem Altar des „Klimaschutzesgeopfert hätte. Der bittere Beifall des Publikums war ihr gewiss.

Der Einfluss kosmischer Strahlung auf das Klima“ Neueste Forschungsergebnisse und ihre Bedeutung für das Verständnis des Klimawandels

Nir Shaviv und Henryk Svensmark berichteten über ihre jüngsten Forschungsergebnisse , die den experimentellen Nachweis erbrachten, dass der schon fast als nicht existent geglaubte Link zwischen der Erzeugung von Ionen mit Mini-Wolken Nuklei und den für die Wolkenbildung nötigen großen Kondensationskernen existiert und sowohl experimentell wie auch messtechnisch in der Realität vorhanden sind. Daraus lässt sich nun der sehr starke Einfluss des Sonnenwindes als Modulator der Höhenstrahlung die wiederum die Wolkenbildung steuert, nicht nur nachweisen sondern auch quantitativ berechnen. Bescheiden wie beide sind, erwähnten sie nur, dass dieser „Svensmark“ Effekt für den größeren Teil der beobachteten Erwärmung verantwortlich sind. Müßig zu erwähnen, dass ihre Forschung so gut wie keine öffentliche Unterstützung erfährt, ja Henryk Svensmark sogar Gefahr läuft, dass sein Mini – Institut  demnächst geschlossen wird.

Die Grüne Vergangenheit der Sahara

Wenn auch nicht geschlossen, so doch nur minimal mit Forschungsgeldern versorgt, ist auch das Institut, dem Prof. Kröpelin vorsteht. Und dies obwohl die von ihm durchgeführte Feldforschung ungewöhnlich arbeits- und ressourcenintensiv ist. Er bereist mit seinem Team von Forschern nämlich den heißesten und trockensten Ort der Welt – die Sahara. Diese entpuppt sich dank seiner schon jetzt vorliegenden Forschungsergebnisse als phantastisches und rel. leicht auswertbares Klimaarchiv des nördlichen Afrikas bis weit in den Mittelmeerraum hinein. Ein erstes Zwischengebnis ist die Tatsache, dass das Klima – wenn auch in stetigem Wechsel- keine „Kipppunkte“ kennt. Damit allein ist schon Schellnhubers absurde Idee von einer kommenden Heißzeit durch erreichen von ihm erfundenen „Tipping Points“ ad absurdum geführt. Es gab zwar durchaus gelegentlich abrupte Klimaänderungen innerhalb weniger Jahre in der Vergangenheit (z.B. DO Events) jedoch hatten die externe Ursachen wie z.B. Meteoriteneinschläge oder Vulkanausbrüche (Tambora 1813-1814) und wurden vom erstaunlich engen Klimaregelzyklus innerhalb weniger Jahre wieder stabilisiert. Ganz zu schweigen von der auch nicht unwichtigen Tatsache, dass die von Schellnhuber  und Kollegen eingesetzte Rückkopplungstheorie zur Erklärung ihrer Idee schlicht falsch angewendet ist, sie weicht in wesentlichen Punkten von der von Henry Bode bereits in den zwanziger Jahren theoretisch mit formulierten Regelungstheorie ab. Dies zeigte eindrucksvoll Lord Monckton auf der 11. IKEK letzten November in Düssedorf.

Des Weiteren zeigen seine Forschungen, dass die Sahara noch vor 5000 Jahren bewohnbar war, Flüsse und Seen Pflanzen, Tieren und Menschen Nahrung gaben, die das dann in wunderschönen farbigen Felszeichnungen für die Nachwelt festhielten. Im Film „der englische Patient“ ist ein Teil davon zu sehen.

Weitere hochinteressante Vorträge wurden gehalten von:

Horst-Joachim Lüdecke, Nicola Scafetta, Harald Ynderstadt, Hermann Harde, Maria da Assunção Araújo, Nils-Axel Mörner, Camille Veyres, Gernot Patzelt, Helmut Alt, Michael Schnell, Friedrich-Karl Ewert, Günter Ederer, Michael Limburg, James Taylor, Thomas Wysmuller und Henri Masson, .

EIKE wird wie üblich die einzelnen Vorträge als Youtube Videos veröffentlichen und zusätzlich einen Konferenzbericht mit Kurzberichten herausbringen. Das wird aber einige Wochen dauern.

Auditorium 12. IKEK Bild: Autor

Die Medien waren – wie fast immer- nur sehr karg vertreten. Lediglich der Münchner Merkur sandte für den ersten Tag einen Redakteur, brachte aber bis zum Erscheinen dieses Artikels – online- keinerlei Bericht über diese Konferenz.

Die geringe Medienpräsenz mag zum Teil auch daran gelegen haben, dass zwar wdr-Journalisten von Monitor versucht hatten sich z.T. unter Nennung falscher Angaben, bei der Anmeldung zur Tagung per Email akkreditieren zu lassen, diese Akkreditierung von EIKE aber abgelehnt worden war. Zudem erteilte EIKE diesen Leuten Hausverbot.  Die geschah auf Grund der bereits erfolgten rein diffamierenden Falschberichterstattung, gegen die seitens EIKE Klage gegen den wdr eingereicht wurde. Trotzdem versuchte das Team unerlaubt Aufnahmen von der Konferenz und Interviews der Teilnehmer zu bekommen. Sie mussten vom Hotelmanager aus dem Konferenzbereich hinausgeworfen werden.

Daher bestand keine Notwendigkeit den FakeNews Erzeugern dieses Senders weitere Möglichkeiten diese zu fabrizieren, einzuräumen.

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HABEN die BÖS-ARTIGEN und PARASITÄREN „FALSE-FLAG“ – „KLIMA-BETRÜGER“ ANGST oder WIESO ist dieser „LIVE-STREAM“ in DEUTSCHLAND nicht verfügbar

be.com/watch?v=nodcXr1erTc

International Conference on Climate Change ICCC-13 / IKEK-12, Munich 2018

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WIE wird ein BRENNENDES „FEUER-WEHR-AUTO“ GELÖSCHT???!!!

https://www.zeit.de/mobilitaet/2018-11/elektromobilitaet-elektroautos-motoren-feuerwehr-sicherheit

Elektromobilität: Ein brennendes Elektroauto lässt sich nicht löschen

Auch für die Feuerwehr werden elektrische Fahrzeuge entwickelt, die vernetzt sind und autonom fahren. Aber wie sie ein brennendes E-Auto löschen kann, ist noch unklar.
Elektromobilität: Elektrisches Tunnelfahrzeug der Feuerwehr in Kroatien
Elektrisches Tunnelfahrzeug der Feuerwehr in Kroatien © Ziegler

Elektroantriebe sind für die Feuerwehr zunächst keine Verheißung, sondern ein ungelöstes Problem. Denn bisher ist nicht klar, wie eine brennende Batterie gelöscht werden kann, sagt Tobias Quintenz, seit 25 Jahren freiwilliger Feuerwehrmann und Leiter des Produktmanagements bei Ziegler. Das Unternehmen aus Giengen an der Brenz ist einer der drei größten Hersteller von Löschfahrzeugen in Deutschland.

Grundsätzlich speist sich Feuer aus drei Quellen, erklärt Quintenz: Brennstoff, Sauerstoff und Zündenergie. Davon muss eine ausgeschaltet werden. Bei einem brennenden Lithium-Ionen-Akku, wie er in Elektroautos üblich ist, müsse man auf die Zündenergie abzielen, sagt Quintenz. Denn so ein Akku im Auto besteht aus Hunderten einzelnen Batteriezellen. Wird eine beschädigt, dann folgen in einer Art Kettenreaktion permanent elektrische Kurzschlüsse, die das Feuer ständig von Neuem entfachen. „Ein brennender Akku lässt sich nur kühlen, kühlen, kühlen. Über Stunden, vielleicht Tage hinweg“, sagt Quintenz.

11.000 Liter Wasser sind dafür bei einem Tesla Model S notwendig, teilt der Hersteller mit. Üblicherweise ist ein Feuerwehrauto aber mit 1.500 bis 2.000 Litern Wasser ausgerüstet. Damit kann die Feuerwehr ein Auto mit Verbrennungsmotor oder einen Wohnungsbrand löschen. Verunglücken Elektroautos auf einsamen Landstraßen oder auf der Autobahn, ist ein gewaltiger logistischer Aufbau notwendig, um kilometerlange Löschwasserleitungen zu ziehen. Eine Arbeitsgemeinschaft der Berufsfeuerwehren tüftelt an einer Taktik fürs Löschen von Akkus. Sie fordert außerdem einen wirksamen Brandschutz von den Automobilbauern.

Elektroantriebe ermöglichen kompaktere Löschautos

Auf der anderen Seite kann die Feuerwehr von Elektromotoren profitieren. Denn sie können Feuerwehrfahrzeuge deutlich kompakter und damit flexibler machen. Derzeit ist es für die üblicherweise breiten, langen und hohen Löschfahrzeuge oft zu eng, wenn abends in Wohnsiedlungen alles zugeparkt ist.

„Gerade Feuerwehren aus großen Städten fragen vermehrt nach kompakten Fahrzeugen an“, sagt Max Ruhdorfer, Direktor Produktstrategie, Design und Innovation beim Löschfahrzeughersteller Ziegler. Beim Elektroauto entfallen der große Motor und der Antriebsstrang, das Getriebe ist etwas kleiner. „Das gibt uns gestalterischen Spielraum im Design“, sagt Ruhdorf. Elektromobilität ist für ihn in Feuerwehrfahrzeugen sinnvoll, die besonders leicht, schmal und klein sind, Reichweiten zwischen zehn und zwanzig Kilometern schaffen sollen – und die eventuell gleichberechtigt vorwärts und rückwärts fahren können.

Schon seit einigen Jahren ist ein solches Rettungsauto von Ziegler mit einer Fahrerkabine hinten und einer vorne im Ucka-Tunnel in Kroatien im Einsatz. Angetrieben wird es von vier Elektromotoren, an jedem Rad sitzt einer. Bei einem Unfall in einem Tunnel kann es dort bis zu zehn Verletzte aufnehmen, um anschließend – ohne drehen und wenden zu müssen – herauszufahren. „Dieses Szenario können wir uns auch autonom oder ferngesteuert vorstellen“, sagt Ruhdorfer.

Das Problem beim E-Antrieb für die Feuerwehr: Sie muss handlungsfähig bleiben – selbst wenn der Strom für ein oder zwei Tage unterbrochen ist. „Deshalb werden batterieelektrisch angetriebene Feuerwehrfahrzeuge von uns eine Art Hybrid sein“, sagt Quintenz. Ein dieselgetriebener Generator, der zum Fahrzeug gehört, könnte den Akku laden. Oder ein kleiner Verbrennungsmotor könnte das Auto und eine Löschpumpe antreiben, wenn der Akku leer ist.

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https://www.sueddeutsche.de/auto/elektroautos-batterien-recycling-1.4218519

Elektroantrieb

Die dreckige Wahrheit der Mobilitätswende

Bisher ist nicht klar, wie die Altbatterien von Elektroautos und Fahrrädern mit E-Motor recycelt werden sollen.(Foto: Marius Schwarz/imago)

Elektroautos sollen den Verkehr in Deutschland sauberer machen. Die Wahrheit ist aber auch: Für die riesigen Batteriemassen gibt es noch gar kein Recycling-System.

Von Joachim Becker

Volkswagen will Öko-Weltmarktführer werden. Mit jährlich 100 000 Elektrofahrzeugen ab 2020 und einer Million ab 2025. Wo der Kohlestrom bisher hässliche Flecken hinterlässt, soll die Öko-Bilanz blitzsauber werden. „Wenn wir sagen, dass wir ein bilanziell CO₂-neutrales Fahrzeug ausliefern, dann schließt das die Batteriezellproduktion natürlich mit ein“, sagt Thomas Ulbrich. Aber wie sieht es mit den Batteriematerialien aus? Viel Neues über die Entsorgung der Akkus weiß der VW-Markenvorstand für E-Mobilität aber nicht zu sagen. Die Wahrheit ist: Für die enormen Batteriemengen der Mobilitätswende gibt es noch gar kein Recycling-System.

Bisher ist der Kreislauf bei Altbatterien eine Kette mit vielen Brüchen. Die Hälfte aller in den Verkehr gebrachten Geräteakkus verschwindet spurlos. Das zeigt eine neue Studie des Öko-Instituts für die EU-Kommission. Statt aussortiert und wiederverwertet zu werden, landeten 2015 allein 35 000 Tonnen an tragbaren Batterien europaweit im Hausmüll. Das sind 16 Prozent der 212 000 Tonnen, die 2015 in den Markt gebracht wurden. Zudem werden viele Akkus mitsamt der Kleingeräte entsorgt. Selbst Deutschland verfehlte 2016 die vorgeschriebene Sammelquote für Elektroaltgeräte in Höhe von 45 Prozent. Ab 2019 schreibt das Batteriegesetz 65 Prozent vor.

Ja, wo laden Sie denn?

Ein zentrales Register für Ladesäulen? Gibt es nicht. Eine einfache Möglichkeit zum Bezahlen? Schwieriges Thema. Bei der Elektromobilität scheitern viele Kunden schon an alltäglichen Kleinigkeiten. Von Moritz Schnorpfeil mehr …

Ein großer Teil wird jedoch weiterhin in dunkle Kanäle fließen. Die Deutsche Akademie für Technikwissenschaften (Acatech) geht davon aus, dass 25 bis 30 Prozent des in Europa anfallenden Elektronikschrotts illegal exportiert werden – inklusive der Akkus. Was in Regionen mit niedrigen Umweltstandards mit dem Sondermüll passiert, will keiner so genau wissen. Das wird sich auch mit Elektrofahrzeugen kaum ändern, die am Ende ihres Lebens nach Afrika oder Osteuropa abgeschoben werden.

Grüne E-Fahrzeuge? Auf die großen Mengen an Akkus sind die Entsorger nicht vorbereitet

„Alte Lithium-Ionen-Akkus haben anders als von vielen erwartet keinen Marktwert“, berichtet Falk Petrikowski: „Das Recyceln ist teuer, unter anderem wegen der vielen Inhaltsstoffe und der komplexen Demontage der uneinheitlichen E-Auto-Antriebsbatterien. Die Einnahmen durch den Verkauf der recycelten Stoffe wiegen die Kosten für Sammlung, Demontage und Recycling nicht auf“, so der Batterieexperte des Umweltbundesamts.

Bei Starterbatterien sieht es besser aus: Blei-Säure-Akkus bestehen zu drei Vierteln aus Metall, sind einfach zu recyceln und erzielen einen Gebrauchtpreis von zirka 500 Euro pro Tonne. Eine nahezu hundertprozentige Verwertung zeigt, dass das Geschäft lukrativ ist. Bleibatterien sind allerdings ein Auslaufmodell, weil sie im Verhältnis zu ihrer Kapazität zu groß und zu schwer sind.

Mit den Elektrofahrrädern kommen große Mengen von Lithium-Ionen-Akkus in den Handel, die viel schwerer sind als in Kleingeräten – aber im Schnitt nicht viel länger halten. „Trotz der zunehmenden Bedeutung von Lithium-Ionen-Batterien in neuen Technologien wie in Pedelecs, gibt es für sie weder eigene Sammel- noch separate Recyclingziele“, so Hartmut Stahl, Wissenschaftler am Öko-Institut und Hauptautor der Studie über die Batterie-Sammelquote in Europa: „Eine verbesserte Richtlinie muss hier ansetzen – etwa mit ambitionierten Vorgaben für Schlüsselelemente wie Lithium und Kobalt.“ Die EU-Batterierichtlinie stuft Lithium-Ionen-Speicher für E-Fahrzeuge gegenwärtig als eine Art von Industriebatterien ein. Dafür gibt es aber weder eine Sammel- noch eine Recyclingquote. Geschweige denn, dass nach Wertstoffen unterschieden wird.

Billig und illegalDer Internet-Handel boomt und mit ihm der ungesetzliche Verkauf von Elektrogeräten. 460 000 Tonnen werden jährlich in Europa illegal in den Verkehr gebracht, schätzt die OECD. Die Geräte sind häufig von minderer Qualität, enthalten hohe Schadstoffgehalte und umgehen die Zahlung von Entsorgungsbeiträgen. Verkaufsplattformen wie Amazon kontrollieren nicht, ob die Hersteller bei der Stiftung Elektro-Altgeräte-Register (EAR) registriert sind. Für die Entsorgung muss dann letztlich der Steuerzahler aufkommen.

Ein ähnliches Problem gibt es bei manchen Billiganbietern von Elektrofahrrädern. Ein Discounter, der nur Elektrofahrzeuge, aber nicht die entsprechenden Antriebsakkus separat verkauft, muss die Energiespeicher nicht zurücknehmen. Der Wertstoffhof will die sogenannten Industriebatterien mit einem Durchschnittsgewicht von 2,7 kg auch nicht haben, weil er bei deren Entsorgung draufzahlt. Jeder Hersteller muss zwar eine Rücknahmelösung vorweisen. 2017 kamen aber mehr als ein Drittel der 640 000 nach Deutschland importierten Elektrofahrräder aus Asien. Wenn ein Billiganbieter vom Markt verschwindet, greift seine Rücknahmelösung mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr. In Deutschland haben 68 Fahrradhersteller die GRS Service GmbH beauftragt, dem Fahrradeinzelhandel einen kostenlosen Abholservice für gebrauchte Akkus anzubieten. 2017 kamen so 76 Tonnen zusammen – nur wenig mehr als die 52 Tonnen aus dem Jahr 2013. In diesem Zeitraum haben sich die jährlichen Verkäufe von Elektrofahrrädern jedoch fast verdoppelt. Auch der Zweiradverband ZIV kann nicht abschließend klären, wie viele Lithiumakkumulatoren einfach im Müll landen.

BMW, Northvolt und Umicore wollen einen „geschlossenen Lebenszyklus für Antriebsakkus“ entwickeln. Eine Blaupause dafür gibt es aber selbst bei dem belgischen Rohstoffriesen Umicore noch nicht. Bei vielen Verwertern gehen wertvolle Ressourcen wie Lithium und Graphit verloren. Volkswagen ist seit 2012 an dem Förderprojekt „Recycling von Lithium-Ionen-Batterien“ (LithoRec) beteiligt, das die Universität Münster und die TU Braunschweig wissenschaftlich begleiten. In Braunschweig wurde 2016 auch eine kleine Pilotanlage für die Verarbeitung von Altbatterien errichtet.

Das Öko-Institut hat diesem LithoRec-2-Verfahren eine gute Umweltbilanz bescheinigt: Nicht nur Metalle wie Kobalt, Nickel und Mangan, sondern auch Lithium werden fast hundertprozentig in batteriefähiger Qualität wiedergewonnen. Kostendeckend ist das alles aber noch nicht. „Volkswagen arbeitet daran, den LithoRec-Prozess weiter zu entwickeln. Wesentliche Ziele sind Effizienz-Verbesserungen und eine einfachere Rückgewinnung von Lithium„, sagt ein VW-Sprecher. Bisher ist ein „nachhaltiger Kreislauf“ zu teuer, weil viel Handarbeit und Energie eingesetzt werden müssen.

Außerdem kalkuliert das Öko-Institut mit durchschnittlich 300 Kilometern Transportstrecke, um die Batterien aus einer dezentralen Autowerkstatt zu einem industriellen Entsorger zu bringen. Aus Sicherheitsgründen müssen die bis zu 700 kg schweren Antriebsakkus in Sand befördert werden, sonst können sich unvollständig entladene Batterien erhitzen und womöglich Feuer fangen. In Kalifornien haben Lithium-Ionen-Akkus im vergangenen Jahr 65 Prozent aller Brände in Müllverwertungen ausgelöst.

Recycling wird zu einer Überlebensfrage der individuellen Mobilität

Wie effizient Recyclingprozesse sind, hängt von den automatisierten Demontage- und Sortier-Prozessen ab. „Die bisherigen unterschiedlichen Verfahren bieten durch technologische Weiterentwicklung und zukünftig größere Anlagen noch beträchtliche Optimierungspotenziale: ökologisch wie ökonomisch“, betont Matthias Buchert, der die Ressourcen- und Transportabteilung im Öko-Institut leitet.

Wie umweltfreundlich sind Elektroautos wirklich?

Nun, da Diesel-Fahrverbote drohen, gilt der E-Antrieb als Alternative, um die Luft in den Innenstädten sauber zu halten. Zu Recht? mehr …

Kobalt kommt meist aus dem Kongo und wird oft mithilfe von Kinderarbeit gewonnen

Ein Problem ist das kunterbunte Durcheinander verschiedener Batterietypen. Jeder Hersteller behandelt seine Akkus als Betriebsgeheimnis, zudem ändert er dauernd die Zellchemie. Ohne genaue Baupläne und Inhaltsangaben wird aus Altbatterien statt hochwertigen Rohstoffs nur Einheitsschlacke. Apple will den Prozess selbst in die Hand nehmen, um seine Geräte langfristig komplett aus Sekundärrohstoffen bauen zu können. Der Computerhersteller rechnet vor, dass in 100 000 iPhones unter anderem 1900 kg Aluminium, 710 kg Kupfer, 770 kg Kobalt und elf kg Seltene Erden stecken. Der eigens entwickelte Recycling-Roboter Daisy kennt die Baupläne von neun iPhone-Versionen. Statt den Elektroschrott durch den Schredder in einen Hochofen zu jagen, zerlegt der Werkzeugarm 200 Smartphones pro Stunde mit chirurgischer Präzision. Außer im holländischen Breda gibt es den Recycling-Roboter aber erst in Austin, Texas.

Standard ist die planmäßige „Rückwärts-Fertigung“ noch lange nicht, schon gar nicht bei Industriebatterien. Wenn 2025 tatsächlich ein Viertel aller neuen Autos elektrisch fahren soll, wie die EU-Kommission fordert, dann werden rund 20 Millionen E-Mobile auf Europas Straßen unterwegs sein. Die Deutsche Rohstoffagentur Dera rechnet mit einem Jahresbedarf von 700 Gigawattstunden an Akkuleistung im Jahr 2026. Fast zwei Drittel davon entfallen auf Antriebsakkus. Das entspricht 20 Gigafactories nach dem Vorbild von Teslas Batteriefabrik in Nevada.

Die Kobalt-Nachfrage wird sich laut Dera bis dahin auf rund 225 000 Tonnen verdoppeln. Bisher stammen erst zehn Prozent des bläulich schimmernden Erzes aus dem Recycling. Daran wird sich so schnell nichts ändern: VW garantiert für seine Lithium-Ionen-Akkus nach acht Jahren eine Restkapazität von 80 Prozent. Dann lassen sie sich zum Beispiel als stationäre Speicher für Photovoltaik-Anlagen weiternutzen. Erst ab 2025 werden also größere Mengen zurück in den Kreislauf kommen.

Bis auf Weiteres werden Europa und die restliche Welt auf Kobalt aus dem Kongo angewiesen sein. „Auch die größten Projekte, die derzeit neu entwickelt werden, befinden sich alle im Kongo, so dass die Angebotskonzentration bis 2026 auf über 70 Prozent zunehmen wird“, so Siyamend Al Barazi: „Weil der Aufbau neuer Förder-Kapazitäten nicht mitkommt, kann es zu erheblichen Problemen in der Versorgung kommen“, warnt der Kobaltexperte der Dera. Dabei berücksichtigt die Rohstoffagentur bereits einen veränderten Metallmix für Lithium-Ionen-Batterien: Dank neuer Entwicklungen lässt sich der Kobaltanteil, der für die Langzeitstabilität der Kathoden sorgt, halbieren. Das ist gut für den Rohstoffverbrauch und die Versorgungssicherheit. Das Recycling wird durch den schrumpfenden Anteil des Edelstoffs aber noch unwirtschaftlicher.

Kobalt aus dem Kongo zeigt die schmutzige Seite der Energiewende. Kinderarbeit und die Finanzierung von kriegerischen Konflikten sorgen immer wieder für Skandale rund um den Konfliktrohstoff. Laut Dera weist Kobalt die höchsten Beschaffungsrisiken unter allen Batteriematerialien auf. Einer Studie des Helmholtz Instituts Ulm (HIU) zufolge könnte die Nachfrage nach Antriebsbatterien die heute bekannten Kobalt-Reserven bis 2050 um das Doppelte übersteigen. Spätestens dann wird Recycling zur einer Überlebensfrage der individuellen Mobilität.

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EU-DOKTRIN

SCHRITT für SCHRITT….. – „Vereinigte  Staaten von EUROpa“

WER glaubt dass sich hier JEMAND erlauben kann nicht mitzumachen??? der wird eines Besseren belehrt werden – Wie auch die die denken sie könnten beim „MIGRATIONS-PAKT“ ausscheren wie z.B. ÖSTERREICH, POLEN, UNGARN…..- WER nicht mit am STRANG zieht bekommt SANKTIONEN – ABWEICHLER werden NICHT geduldet man wird über DRUCK zum nachgeben gezwungen werden

https://www.neopresse.com/gesellschaft/aufgedeckt-eu-will-dank-deutschland-jetzt-die-gemeinsame-arbeitslosenversicherung/

Aufgedeckt: EU will dank Deutschland jetzt die gemeinsame Arbeitslosenversicherung

NEOPresse in Gesellschaft

Feine Ideen, die der Finanzminister Scholz entwickelt hat. Der SPD-Minister plädiert für eine gemeinsame Sicherung der Arbeitslosensysteme. Fällt eines in einem Land aus, springen die Anderen ein. So lautet in etwa die Grundidee. Dennoch hat sich die Regierung noch nicht endgültig auf eine Position einigen können. Dies aber wird noch passieren.

Ein Topf, alle zahlen

Scholz kann es offenbar gar nicht schnell genug gehen. Er sieht einen Topf vor, der gemeinsam aufgebaut wird, so das „Handelsblatt“ in einer Zusammenfassung. Wenn ein Land in Schwierigkeiten bei der Bezahlung der Arbeitslosigkeit geriete, sollte es einen Kredit aus diesem Topf erhalten.

Bedenken kommen von der Opposition. Die „Linke“ spricht sogar von einer großen Illusionsshow und verweist auf den Umstand, dass die Arbeitslosenversicherung innerhalb der Regierung noch gar nicht abgestimmt sei. Nicht überraschend, dass die Linke für die Einführung eines solchen Systems plädiert. Allerdings nicht in der Form, die Scholz vorschlägt.

Kritikpunkt der „Linken“: Hier gehe es um mehrere Faktoren, zu denen die europäischen Partner zusätzlich gezwungen werden sollen. Etwa ähnliche Modelle wie Hartz IV, ähnliche Konstruktionen zur Leiharbeit wie in Deutschland sowie Ketten-Befristungen. Also die Mehrfach-Befristung ein und desselben Arbeitsverhältnisses, wie sie bei uns inzwischen fast schon Usus ist.

 

Es gibt wenig Zweifel daran, dass sich die Position von Scholz am Ende durchsetzt bzw. in leichter Variation durchsetzen lässt. Das wiederum bedeutet, dass eine weitere Stufe der Vergemeinschaftung erreicht wird. Die EU wächst zusammen – indem einer für den anderen haftet. Ob dies jeweils so gewünscht wird, bleibt die Frage. Gestellt wird diese Frage in der Öffentlichkeit allerdings nicht. Und so wird es erst zum Widerstand kommen, wenn dieses Kind in den Brunnen gefallen ist.

Scholz sei Dank. Die SPD darf sich über ein weiteres „Reformprojektfreuen, das die Bevölkerung nicht haben möchte.

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https://www.neopresse.com/wissenschaft/wie-wissenschaftler-die-nicht-dem-mainstream-entsprechen-diffamiert-werden/

Wie Wissenschaftler, die nicht dem Mainstream entsprechen, diffamiert werden

NEOPresse in Wissenschaft

In seinem Buch „Stigmatisierung statt Aufklärung“ beschäftigt sich der Autor Ansgar Schneider mit dem Begriff der „Verschwörungstheorie“: „Jeder, der sich nicht der allgemein gültigen Meinung anschließt, wird heute als Verschwörungstheoretiker stigmatisiert.“ Egal, ob es sich dabei um seriöse Wissenschaftler handelt. Schneider verwendet dazu das Beispiel der Zerstörungen der Gebäude des World Trade Centers am 11. September 2001. Allgemeinhin sollen die Gebäude feuer- und gravitationsbedingt eingestürzt sein. Schneider, Physiker und Mathematiker, widerlegt diese Mainstream-These jedoch in seinem Buch mit wissenschaftlich fundierter Sachkenntnis und beweist, dass die Gebäude WTC 1,2 und 7 absichtlich zerstört wurden.

Schneider beschäftigte sich mit den Berichten des National Institute of Standards and Technologie (NIST) in den USA. Diese untersuchten die Einstürze der Zwillingstürme und des WTC 7. NIST kam zu dem Ergebnis, dass die Türme erst ausbrannten und dann infolge von Materialschwäche, verursacht durch die große Hitze, zusammenbrachen. Schneider, der die Berichte analysiert hat, meint, dass die offizielle Version des NIST voller Widersprüche und nicht wissenschaftlich sei, sondern dass die Türme vor dem Einsturz präpariert und dann absichtlich zerstört wurden. Die in dem Abschlussbericht des NIST beschriebenen Feuer und Brandherde hätten bewiesenermaßen in der Realität so nicht stattgefunden. Folglich habe es auch kein Abrutschen von Stahlträgern in den vom NIST beschriebenen brennenden Arealen geben können, auch deshalb nicht, weil die Stahlträger ineinander verschraubt waren.

Schneider ist davon überzeugt, dass der „bremsende Widerstand der unteren Gebäudestruktur manipulativ aufgehoben wurde“. Denn selbst wenn die oberen, brennenden Stockwerke zusammengebrochen wären, hätten diese aufgrund der Newtonschen Gesetze unter normalen, nicht manipulierten Umständen, niemals den Zusammenbruch des ganzen Gebäudes verursachen können: „Es gibt keine wissenschaftliche Erklärung des Einsturzes der Türme, die nur die Flugzeugschäden, Feuereinwirkung und Gravitation berücksichtigt.“ Die Beschreibung Einsturz trifft das Ereignis ebenfalls nicht, denn betrachtet man die Videos der Einstürze genau, ist ersichtlich, dass die Türme vielmehr pulverisiert wurden.

 

Der Abschlussbericht des NIST schließt außerdem jegliche Falsifizierbarkeit aus, d. h. jede Möglichkeit, für den Einsturz der Türme andere Ursachen in Betracht zu ziehen. Diese werden von vornherein kategorisch ausgeschlossen. So weigert sich das NIST bis heute beharrlich, seine konkreten Eingabedaten und Berechnungen für die Einsturzsimulation von WTC 7 zu veröffentlichen, indem sich das Institut auf das Totschlagargument, „den Schutz der öffentlichen Sicherheit“, beruft.

Dennoch gelingt es dem Wissenschaftler Ansgar Schneider, eine ganze Reihe offener Fragen in seinem Buch zu beantworten. Dabei beruft er sich nicht auf Spekulationen oder Theorien, sondern liefert wissenschaftlich fundierte, unumstößliche Beweise für seine Schlussfolgerungen: WTC 1, 2 und 7 wurden absichtlich zerstört und sind nicht feuerbedingt eingestürzt. Die Tatsache, dass die Türme überhaupt absichtlich zerstört worden sind, wird pauschal und ohne substanzielle Begründung als „Verschwörungstheorie“ abgetan. Alle anderen wissenschaftlichen Ansätze zur Erklärung für den Einsturz der Türme werden zurückgewiesen. Schlussendlich unterstellt Schneider denjenigen, die die allgemeingültige These vertreten und propagieren, die Absicht, jeden andersdenkenden als Verschwörungstheoretiker zu diffamieren.

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MACRON- FRANKREICH – „PLUTO-KRATIE“

ERBÄRMLICH: Der „GROSS-KOTZ“ MACARONI hat ANGST vorm VOLK

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/12/07/macron-mobilisiert-90-000-polizisten-das-ist-ein-putsch-versuch/

Macron mobilisiert 90.000 Polizisten: „Das ist ein Putsch-Versuch …

Für SAMSTAG würden rund 89000 Polizisten und andere Ordnungskräfte  mobilisiert………….

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MACRON der „BAENKSTER-ARSCH-KRIECHER“

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https://www.welt.de/politik/ausland/article185157980/Proteste-in-Frankreich-Schueler-muessen-niederknien-Kritik-an-Polizeieinsatz.html

Ausland Proteste in Frankreich

Schüler müssen niederknien – Kritik an Polizeieinsatz

| Lesedauer: 2 Minuten

Die Proteste der „Gelbwesten“ in Frankreich weiten sich aus. Mittlerweile protestieren auch Schüler gegen die Reformen im Bildungssektor. Die Polizei geht hart gegen sie vor. Ein Video löst Empörung aus.

Quelle: WELT/ Kevin Knauer

Autoplay
In Frankreich ist ein Video eines Polizeieinsatzes aufgetaucht, bei dem hart gegen Schüler durchgegriffen wird.
  • Die Schüler hatten gegen Bildungsreformen protestiert, teilweise inspiriert von der Gelbwesten-Bewegung.
  • Linke Politiker kritisierten den Einsatz, der Bildungsminister hingegen verteidigte das Vorgehen der Polizei.

Der Videoclip ist nur eine knappe Minute lang, aber seine Bilder sorgen in Frankreich für Betroffenheit und Empörung. Er zeigt einen Polizeieinsatz gegen Schüler, die in der Nähe der Schule Saint-Exupéry in Mantes-la-Jolie protestiert hatten.

Zu sehen ist, wie Dutzende der zumeist dunkel gekleideten Schüler wie Schwerverbrecher und unter der Aufsicht der in Kampfmontur gekleideten Sicherheitskräfte in Reihen auf dem Boden knien oder hocken. Ihre Hände mussten sie dabei entweder hinter den Kopf oder den Rücken legen.

Polizeikreise bestätigten mittlerweile die Echtheit der Aufnahmen, die bei Le Monde“ zu sehen sind, aber auch bei Twitter und Facebook kursieren und teilweise erregt diskutiert werden.

„Es hat schockierende Bilder gegeben, weil wir uns in einem Klima außergewöhnlicher Gewalt befinden“, sagte Frankreichs Bildungsminister Jean-Michel Blanquer am Freitag im Sender France Inter dazu. Er bestätigte, dass bei dem Einsatz in der Nähe von Paris rund 150 Menschen festgenommen wurden. Andere Quellen hingegen sprechen von deutlich mehr Schülern, einige von ihnen sollen angeblich erst zwölf Jahre alt sein.

Der Bildungsminister betonte hingegen, dass man die Bilder jedoch in ihrem Kontext betrachten müsse – „in einer Zeit, in der die Sicherheitskräfte in ganz Frankreich im Einsatz sind, mit enormen Schwierigkeiten und mit unvorstellbaren Risiken“. In Mantes-la-Jolie seien zuvor Sicherheitskräfte angegriffen worden, es habe Ausschreitungen gegeben.

„Ein Großteil (der Festgenommenen) wird natürlich freikommen, aber unter ihnen sind auch solche, die sehr schlimme Dinge getan haben“, sagte Blanquer.

Police escort an arrested student in the garden of a pavilion and an associated house close at the Saint-Exupery high school in Mantes-la-Jolie in the Yvelines, following clashes on December 6, 2018, with police arresting 146 people. - Elsewhere in France, clashes have also erupted around several institutions in the wake of mobilisation by the "yellow vest" or "Gilets jaunes". (Photo by Céline AGNIEL / AFP)
Einer der Schüler wird abgeführt

Quelle: AFP

Linke Politiker verurteilten den Polizeieinsatz. Nichts könne diese Demütigung der Minderjährigen rechtfertigen, schrieb der Chef der Sozialisten, Olivier Faure, bei Twitter.Das Feuer schwelt, fachen Sie es nicht an!“ Der frühere Präsidentschaftskandidat der Sozialisten, Benoît Hamon, twitterte: „Was sucht die politische Führung, wenn nicht Gewalt als Reaktion?“

Seit Montag protestieren neben den sogenannten Gelbwesten in ganz Frankreich auch Schüler und Studenten. Sie wenden sich gegen Reformen im Bildungsbereich und blockieren Bildungseinrichtungen. Die Proteste seien aber eher diffus, wie die Zeitung „Le Monde“ schrieb.

Zum Teil sind sie von den Gelben Westen inspiriert, die seit Mitte November gegen Steuererhöhungen und die Reformpolitik auf die Straßen gehen. Bei den Gelbwesten-Protesten kam es am vergangenen Wochenende in Paris zu schweren Ausschreitungen und mehr als 400 Festnahmen. Für diesen Samstag sind neue Proteste in der Hauptstadt angekündigt.

dpa/krott

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http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/emmanuel-macron-in-der-krise-wenn-star-reformern-das-volk-weglaeuft-kolumne-a-1242374.html

Macron in der Krise

Wenn den Star-Reformern das Volk wegläuft

Schröder, Blair, Renzi, Macron: Viele Politiker wollten der Wirtschaft gefallen – und endeten als traurige Figuren ohne Volk. Vielleicht ist der Mensch einfach nicht dafür gemacht, sein Leben ständig reformieren zu lassen.

Eine Kolumne von

Proteste der sogenannten Gelbwesten gegen Frankreichs Präsident Macron

AFP

Proteste der sogenannten Gelbwesten gegen Frankreichs Präsident Macron

Europa hat in den vergangenen Jahren einige große Wirtschaftsreformer hervorgebracht. Den Tony Blair zum Beispiel. Oder den Gerhard Schröder. Und Mario Monti und Matteo Renzi in Italien. In Spanien den Mariano Rajoy. Und seit gut einem Jahr in Frankreich Emmanuel Macron.

Alle haben in ihren Ländern mehr oder weniger eifrig gemacht, was die Päpste der Ökonomie so empfahlen: lästige Regeln am Arbeitsmarkt abzuschaffen, bedauernswerte Reichere von schlimmen Steuern zu entlasten, dafür Arbeitslosen Geld abzunehmen (um ihnen endlich mal Druck zu machen), vorlaute Gewerkschaften zu bremsen – und, das gehört zum Standard, Renten zu kürzen.

Das gab immer viel Lob von manchem Wirtschaftsprofessor. Und von Beamten in Brüssel. Und von Leuten, die am Finanzmarkt das Geld von Leuten verwalten, die viel davon haben. Also Friedrich Merz. Um ein Beispiel zu nennen.

Nur dass, etwas irritierend, sämtliche Star-Reformer auf geradezu mysteriöse Art seither vom Unglück ereilt wurden – meist in Form eines jähen Schwunds in den Beliebtheitsrankings der eigenen Bevölkerung. Da ging dem einen oder anderen das Volk aus. So wie diese Woche Emmanuel Macron, der nach all den schönen Reformen, die er zur Freude besagter Professoren und Analysten angefangen hatte, jetzt vom Protest der Franzosen in Warnwesten (und vom eigenen Absturz in den Umfragen) heimgesucht wird.

ETIENNE LAURENT/EPA-EFE/REX

Emmanuel Macron

Ähnlich wie einst Gerhard Schröder, nur ohne gelbe Westen, als er 2005 vor lauter Montagsdemos und Volksunmut das Volk zu Neuwahlen rief – und dann feststellen musste, dass ihn, den größten aller Agenda-Reformer, nur noch eine Minderheit weiterregieren lassen wollte. Was nach demokratischem Usus dann nicht geht. Jetzt muss er in Öl und Gas machen. Oder Monti und Renzi, die ebenfalls vom Acker gejagt wurden. Oder Tony Blair, den heute keiner auf der Insel mehr als Freund haben will -zumindest im eigenen politischen Lager.

Zufall? Seither sind fast alle (meist formal sozialdemokratischen) Parteien implodiert, die sich als Reformer probiert haben – ob in Deutschland die SPD, in Italien Renzis Partito Democratico oder in Frankreich die einst stolze Parti socialiste, die vor Macron auch schon mal das große Reformieren getestet hatte.

Wie das? Bei derartigem Befund dürften die Prediger der ökonomischen Orthodoxie gleich wieder in Klagelieder einstimmen über das – wahlweise deutsche, italienische oder französische – Volk, das einfach zu wenig wirtschaftliche Einsicht zeige – oder irgendwie einfach zu bequem geworden sei (Spahn-Merz-Theorem). Was dem Volk spätestens in der nächsten Krise unter Leidensdruck auszutreiben ist.

Oder die Prediger kramen die argumentativ praktische These raus, wonach solche Reformen halt Zeit brauchen, also das Volk mal nicht so ungeduldig sein soll – weil am Ende all die Entbehrungen schon dazu führen werden, dass die Wirtschaft stärker wächst, mehr Jobs schafft, und am Ende alle mehr verdienen und im Paradies landen. Na ja. Irgendwann halt.

Eine andere Lesart könnte sein, dass das ganze Reformieren selbst in Ewigkeit nicht alle wirklich glücklich macht – und der eine oder andere aus dem Volk das spürt.

Richtig ist: Dort, wo mehr oder weniger nach Lehrbuch reformiert wurde, haben all der Verzicht, die flexibilisierten Arbeitsverhältnisse und sonstigen Deregulierungen in aller Regel tatsächlich für deutlich bessere Firmenbilanzen und Anlegerglück gesorgt. Dieser Teil des Versprechens ist also klar aufgegangen. Noch nie haben die Unternehmen so viel Geld verdient wie derzeit. Noch nie konnten Aktionäre durch Aktien so reich werden wie seit den Tagen der marktliberalen Ur-Reformer Ronald Reagan und Margaret Thatcher.

Einigermaßen gut scheint auch funktioniert zu haben, dass die Firmen mancherorts ziemlich viele neue Jobs geschaffen haben – dank der schönen Gewinne und all der neuen Möglichkeiten, Leute mal eben für eine kurze Zeit oder für ein Brötchen einzustellen. Zumindest ist die gemessene Arbeitslosigkeit in Ur-Reformländern wie den USA und Großbritannien heute historisch niedrig, ebenso wie bei uns. Selbst in Frankreich und Italien ist sie zuletzt deutlich gefallen. Offiziell.

Der Haken dabei ist, dass trotzdem etwas nicht zu stimmen scheint – zumindest gemessen daran, wie stark es fast überall jetzt politisch kriselt. Und dass es als erstes in den USA und Großbritannien zu kriseln begonnen hat, wo das Marktgedöns zuvor am konsequentesten praktiziert wurde. Mittlerweile spricht eine Menge dafür, dass das an den Tücken des schönen ökonomischen Modells liegen könnte:

  • Die Unternehmen haben trotz all der tollen Gewinne selten in einem Aufschwung so wenig zusätzlich in die Zukunft investiert wie diesmal – was damit zu tun haben könnte, dass es vor lauter Verzicht an Einkommen und wirtschaftlicher Sicherheit diesmal an Aussicht auf ordentlich wachsende Nachfrage im Inland mangelt.
  • Durch all den neuen Druck, die Billigjobkonkurrenz und den geschwundenen Gewerkschaftseinfluss kommen auch auf Dauer keine großen Lohnzuwächse mehr zustande. Nach Auswertungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) steigen die Löhne fast überall in den Industrieländern seit Jahren nur noch historisch langsam; in Großbritannien und Italien verdienen die Leute inflationsbereinigt im Schnitt heute sogar weniger als vor der Krise 2008.
  • Ein nennenswerter Teil der Menschen bekommt von den Zuwächsen überhaupt nichts wirklich mit – und zum Teil haben sie auch bei uns heute real sogar weniger als noch vor zehn oder zwanzig Jahren; was stärker noch für die USA gilt.
  • Vor lauter Mobilität und Flexibilität hat die Unsicherheit für Beschäftigte drastisch zugenommen, in ihrem Berufsleben schockartig an Einkommen zu verlieren – was nach Diagnose des Mannheimer Ökonomen Tom Krebs ziemlich unzweideutig dazu geführt hat, dass viele Menschen aus Frust Populisten wählen. Stichwort: Abstiegsangst.

All das ist das Gegenteil von dem, was die Reformpäpste versprochen hatten: nämlich, dass am Ende alle etwas davon haben. Und es könnte auch erklären, warum selbst in Deutschland der Unmut so groß ist, wo die gängigen Kriterien für wirtschaftlichen Erfolg so hübsch ausfallen – stetiges Wachstum bei sinkender Arbeitslosigkeit. Und warum nicht nur Arme und Arbeitslose AfD und andere Populisten wählen. Oder rechte Parteien just dort am stärksten abschneiden, wo der Globalisierungsdruck am messbar höchsten war (und ist) – und besonders viele Menschen die Kontrolle über das eigene Schicksal verloren zu haben scheinen. Und warum Donald Trump 2016 vor allem in Regionen wie dem altindustriellen Rust Belt gewonnen hat, wo die Leute von einem Tag auf den anderen ihre Existenz bedroht sahen.

Das könnte auch erklären, warum eben in Italien jetzt Populisten regieren – nachdem die, die vorher so toll reformiert haben, in Ungnade fielen, weil das Volk selbst nach Jahren diverser Reformen nicht das Gefühl bekam, dass davon bald alle irgendwie mehr haben.

Und warum selbst den smarten Emmanuel Macron jetzt das ereilt, was die Schröders und Blairs und Renzis vor Jahren ereilte: dass sie zwar die Herzen der Fundis in den Ökonomielagern höherschlagen ließen, nur dafür politisch am Ende waren. Und es seither politisch kriselt.

Gerhard Schröder 1998

Wenn das stimmt, braucht es dringend ein ganz neues Verständnis davon, was gut ist: eine Politik, die es Unternehmern im Land ermöglicht, Ideen umzusetzen und genug Geld zu machen, um zu investieren und neue Jobs zu schaffen – und nicht als Selbstzweck oder so, dass es via diverser Nebenschäden zum politischen Kollaps führt.

Dann gehört in den Kriterienmix für eine gute Politik nicht nur der übliche ökonomische Kram, sondern auch, wie geeignet dieses oder jenes Reformpaket ist, die Gesellschaft wieder zusammenzubringen. Und dann gehört zu sinnvollen Reformen auch, ohne jeden Zweifel (und nicht als mögliche Spätfolge) dafür zu sorgen, dass möglichst alle etwas davon haben – wenn das nicht automatisch passiert.

Dann lohnt es womöglich auch, Psychologen viel stärker dazu zu konsultieren, wie viel Unsicherheit und Kontrollverlust die menschliche Seele vor lauter Wettbewerb und Konkurrenz und Mobilitätsappellen aushält. Nach Analyse des israelischen Historikers und Bestseller-Autors Yuval Noah Harari wird es angesichts der absehbaren Umbrüche, die der Einzug künstlicher Intelligenz mit sich bringen wird, künftig noch mehr als bisher um die Frage gehen, wie viel Umstellung das menschliche Gehirn verkraftet. Wenn das durchschnittliche Exemplar unserer Gattung mit so viel Umbrüchen überfordert ist, weil es eine Familie ernähren und ein Haus abbezahlen muss, und daher nicht mal eben umziehen kann, weil es anderswo gerade Jobs gibt; anders als es in den Lehrbüchern steht.

Dann ist das, was in den Modellen der ökonomischen Orthodoxie seit ein paar Jahrzehnten gepredigt wird, womöglich einfach nicht für die herkömmliche Art von Mensch gemacht. Egal, ob für die französische oder die italienische oder die deutsche Ausführung.

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EIN „Euro-Zonen-Budget“ für die BAENKSTER wie die  „ROTHSCHILDs“ – „ROCKEFELLERs“ – „WARBURGs“ –  „MELLONs“ – „VANDERBILTs“ und „MORGANs“ 

https://www.neopresse.com/wirtschaft/oekonomen-warnen-vor-eurozonen-budget/

Ökonomen warnen vor Eurozonen-Budget

NEOPresse in Wirtschaft

Der Vorschlag kam aus Frankreich. Deutschland solle zustimmen. Deutschland hat zugestimmt. Das Eurozonen-Budget ist beschlossene Sache. Die EU-Finanzminister einigten sich am Montag auf die „Reform“ der Euro-Zone. Demnach soll der Euro-Rettungsfonds ESM ausgebaut und die Bankenunion vorangetrieben werden.

Paris hatte vorgeschlagen, eine europäische Finanztransaktionssteuer einzuführen und die daraus resultierenden Steuereinnahmen, abzüglich eines Abschlags für die EU-Mitgliedsstaaten, in das Eurozonen-Budget fließen. Wer sich daran beteilige, müsse weniger in den EU-Haushalt zahlen, so der Vorschlag.

Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire will aus der EU ein „Imperium“ wie die USA oder China machen. Deshalb müsse es für die EU mehr Souveränitätsrechte geben. Das Eurozonen-Budget könne dann „von außen kommende Schocks besser abfedern“. Das Eurozonen-Budget soll zudem die Wirtschaft in schwächeren EU-Ländern ankurbeln, damit die Währungsunion langfristig bestehen bleiben könne.

Le Maire und Olaf Scholz sind der Ansicht, dass Zahlungen innerhalb der Eurozone die Wettbewerbsfähigkeit zwischen EU-Staaten und Regionen ausgleichen können. Die Erfahrung der letzten 150 Jahre hat allerdings gezeigt, dass Geldtransfers aus dem Norden in den Süden dies nicht vermögen. Auch die vielen Geldtransfers von West nach Ost im Rahmen des „Aufbau Ost“ haben das wirtschaftliche Gefälle innerhalb Deutschlands nicht ausgleichen können. Im Gegenteil.

 

Gunther Schnabel von der Universität Leipzig glaubt ebenfalls, dass Geldtransfers von Norden nach Süden keine Lösung für die unterschiedlichen Wirtschaftsleistungen in Nord- und Südeuropa sind. Er sagte der „WirtschaftsWoche“, er halte diese sogar für kontraproduktiv, da sie das Wachstum hemmen würden, weil Anreize verloren gehen. Subventionen hätten die Wirtschaft noch nie angekurbelt, so Schnabel. „Im Zweifel würde das Geld dorthin verteilt, wo die besten Beziehungen zur Regierung vorhanden sind.“

Daher solle die Bundesregierung gegenüber dem Eurozonen-Budget skeptisch sein. Denn ansonsten werde die Meinung in den südlichen EU-Staaten bestätigt, dass all ihre wirtschaftlichen Probleme auf Kosten von Deutschland gelöst werden. Und genau dies sei jetzt auch nur deshalb möglich, weil die EZB billige Kredite herausgebe. Die Folge davon seien explodierende Immobilienpreise und der Abfluss von Kapital in den währungsstärkeren US-Finanzmarkt. So würden sich immer größere potenzielle Krisen aufbauen, die auf Dauer durch die kleinen europäischen Geldtöpfe nicht aufgegangen werden könnten, so Schnabel.

Die Warnungen von Ökonomen interessieren die Merkel-Regierung wenig. Das Eurozonen-Budget wurde durch die EU-Finanzminister beschlossen. Der Euro bleibt da, koste es was es wolle. Und Deutschland zahlt weiter, bis das Land vollends ausgeblutet ist.

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aus dem TEXT:….. Nur so würde ?Frankreich? sein Gesicht nicht verlieren…..<<<ODER in WIRKLICHKEIT doch WOHL „MACARONI von GEIER-NASEN-HAUSEN“???>>>

https://www.neopresse.com/politik/aufgedeckt-gruene-wollen-noch-mehr-haftung-deutschlands-fuer-die-euro-zone/

AUFGEDECKT: Grüne wollen NOCH MEHR HAFTUNG Deutschlands für die Euro-Zone

NEOPresse in D/A/CH

Die Grünen positionieren sich. Eindeutig, wie es den Medien zu entnehmen ist. Sie wollen eine größere Haftung Deutschlands in der Euro-Zone. Die Kritik am Einigungspaket der Finanzminister der EU vom Wochenanfang ist massiv. Diese hatten beschlossen, dass der gemeinsame Währungsfonds ESM im Zweifel zum einen früher eingreifen kann als bislang gedacht und der Sicherungstopf für Banken eine Kreditlinie von diesem ESM erhält. Als Sicherung der Sicherung. Am Ende, das ist damit faktisch festgeschrieben, haften die Steuerzahler. Also Sie und wir.

Grüne sprechen von „tragisch“

Die Grünen haben nun Berichten zufolge diesen an sich bei vielen Kritikern bereits als belastend empfundenen Kompromiss kritisiert. Es wäre demnach „tragisch“, dass Deutschland innerhalb Europas nun sogar als Bremse fungieren würde. Die Regierung wolle den Aufbruch nach Europa offenbar nicht, so die Schlussfolgerung der Grünen.

 

Dies zeige sich auch am Beispiel der sogenannten Digitalsteuer, die gegenüber Google, Amazon und Co. gelten müsste. Der Kompromiss sei, so heißt es, „zahnlos“. Nur so würde Frankreich sein Gesicht nicht verlieren. Denn die „Geschäftsgrundlage der Online-Konzerne“ würde nicht der Steuer unterliegen. Zudem würde das Konzept auch erst im Jahr 2021 greifen.

Die FDP zeigte sich gleichfalls enttäuscht. Die Insolvenzordnung sei, so lässt sich herauslesen, nicht „wirklich stabil“ und glaubwürdig. Die Verhandlungsposition sei von Finanzminister Scholz vergeudet worden. Der hatte für das Eurozonen-Budget sowie die gemeinsame Arbeitslosenversicherung innerhalb der EU gekämpft.

Unter dem Strich aber wird der Kompromiss aus Sicht dieser Redaktion sehr wohl die Haftungsgrundlagen für Deutschland und uns als Steuerzahler erweitern. Die Sicherungstöpfe der Banken hängen am Tropf der Steuerzahler. Das ist eindeutig. Dass die Grünen eine noch größere Haftung als „Signal“ wünschen, ist aus deren Sicht nicht unschlüssig. Aus Sicht der Euro-Zonen-Kritiker jedoch wäre dies fatal.

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https://www.neopresse.com/medien/kommunikations-professor-beschreibt-das-dilemma-der-journalisten/

Kommunikations-Professor beschreibt das Dilemma der Journalisten….

NEOPresse in Medien

Prof. Norbert Bolz ist in Deutschland als streitbarer Intellektueller bekannt. Zahlreiche Kritiker warfen ihm vor, nach „rechts“ gerückt zu sein, nachdem er sich der allgemeinen Gleichschaltung der Sprache nicht unterwerfen wollte. Bolz als „rechts“ zu bezeichnen ist für diejenigen, die ihn kennen, eher verwegen. Bolz ist ein gnadenloser Beobachter kommunikativer Prozesse. In einem Beitrag für „Achgut“ hat Bolz nun den Journalisten in den Leitmedien gezeigt, was er von ihnen hält. Oberlehrer seien sie.

Oberlehrerhaft die Welt erläutern

Wir zitieren hier nicht direkt aus dem Beitrag selbst, da die Botschaft unmissverständlich ist. Journalisten verstünden sich demnach in Deutschland inzwischen als Erzieher, Meinungserzieher. Zwischen Berichten und Meinungen bzw. Kommentaren würde nicht mehr sauber getrennt. Es seien immer die – hier quasi selbst ernannten – Eliten, die bei spektakulären Ereignissen politischer Natur von einem „Versagen der Eliten“ sprechen würden. Beispielhaft dafür steht der Wahlerfolg von Donald Trump, der vorher nicht vorhergesehen worden war. Die „Meinungsforscher“ lagen weit daneben. Hillary Clinton im übrigen bis tief in die Wahlnacht hinein auch noch.

 

Der „Brexit“ Großbritanniens wurde nicht korrekt hervorgesagt. Und schon wieder wird vor allem den „Eliten“ vorgeworfen, hier „versagt“ zu haben. Dabei haben die Meinungsforscher schlicht die ohnehin vorhandene Stimmung im Volk nicht richtig messen können. In Großbritannien wurde die EU schon immer mit einem weinenden und einem lachenden Auge gesehen –  die Aufteilung zwischen „Für und Wider“ brachte in der Regel eine Gleichverteilung hervor.

Die AfD in Deutschland sei schon wieder ein „Versagen“, heuchelt es aus den Kommentaren. Dabei manifestieren sich in der Zustimmung, die diese Partei erfährt, schlicht Wünsche nach mehr nationaler Souveränität. Die „Eliten“ aber hätten zu wenig getan, so der immer wiederkehrende Vorwurf.

Die Begrifflichkeiten seien stets dieselben: „Rechtspopulismus“ auf der einen Seite, „Nachhaltigkeit“ auf der anderen Seite. Dies seien die zentralen „Vokabeln regierungstreuer Journalisten und Gefälligkeitswissenschaftler“.

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https://www.neopresse.com/wirtschaft/trotz-exportverbot-rheinmetall-liefert-ruestungsgueter-nach-saudi-arabien/

Trotz Exportverbot: Rheinmetall liefert Rüstungsgüter nach Saudi-Arabien

NEOPresse in Wirtschaft

Nach der Ermordung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi hatte die Bundesregierung veranlasst, die Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien für zwei Monate auszusetzen. Gegen 18 verdächtige saudische Staatsbürger wurden Einreisesperren verhängt. Grundlage für die Entscheidung Berlins soll ein Bericht des US-Geheimdienstes CIA sein. Dieser ist zu dem Schluss gekommen, dass Prinz Mohammed bin Salman die Ermordung Khashoggis angeordnet hat.

Eigentlich wollte die Bundesregierung laut Koalitionsvertrag gar keine Waffen mehr nach Saudi-Arabien genehmigen. Die Absicht der großen Koalition wurde vertraglich festgehalten: „Wir schränken die Rüstungsexporte für Drittländer weiter ein, die weder Nato- noch EU-Mitgliedsländer sind, noch diesen gleichgestellt ist. Wir werden ab sofort keine Ausfuhren mehr an Länder genehmigen, solange diese unmittelbar am Jemen-Krieg beteiligt sind“.

Trotzdem ist Saudi-Arabien immer noch der zweitgrößte Abnehmer deutscher Rüstungsgüter. Dieses Jahr wurden Ausfuhren nach SaudiArabien im Wert von über 500 Millionen Euro erteilt, teilte das Bundeswirtschaftsministerium auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag mit. Trotz des Exportverbots nach der Ermordung Khashoggis laufen Lieferungen des Rüstungskonzerns Rheinmetall weiter. Und zwar über Tochterfirmen in Italien und Südafrika. Rheinmetall-Vorstand Helmut Merch begründet die Ausfuhren damit, dass „diese Lieferungen nicht vom deutschen Exportstopp betroffen seien.

 

Die Grünen sind über die Exporte trotz Verbot entrüstet. Rheinmetall nutze jede Gesetzeslücke, um unabhängig von Genehmigungen weiter Rüstungsgüter nach Saudi-Arabien zu exportieren. Obwohl die Grünen bereits mehrere Vorschläge zur Schließung dieser Gesetzeslücken vorgelegt haben, sei der Bundesregierung anscheinend wenig daran gelegen, diese umzusetzen. Die Bundesregierung „verstecke sich regelrecht hinter der Gesetzeslage, wonach sie nicht zuständig sei“. Dieses Verhalten sei verantwortungslos und gefährde deutsche Sicherheitsinteressen.

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TIPP zur WAHL-SHOW: AKK ist „MERKEL-OBER-SCHLEIMERIN“

BEIDE sind „MERKEL-GÜNSTLINGE“
MERZ der „BAENKSTER-ARSCH-KRIECHER“ und ?AKK?

AKK: ???A. KRAMPUS-KNARRENBAUER??? – diese PERSON hat doch eher die AUSSTRAHLUNG und den ELAN EINER „SPIELZEUG-PISTOLE“

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-12/cdu-friedrich-merz-und-annegret-kramp-karrenbauer-muessen-in-stichwahl

CDU: Kramp-Karrenbauer und Friedrich Merz müssen in die Stichwahl

Auf dem CDU-Parteitag in Hamburg hat keiner der Bewerber die notwendige Mehrheit erreicht. Die CDU-Generalsekretärin und Friedrich Merz treten nun gegeneinander an.

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https://www.facebook.com/Amokalexinternational/?_…&#8230;

?v=cbI26FxutjM&feature=youtu.be

„Passauer – Presse“ – ?MERKEL? – Flüchtlinge – DIKTATUR – „Meinungs-FREIHEIT“

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https://www.facebook.com/Amokalexinternational/?__tn__=kC-R&eid=ARB4xNMuBuvETYo19K1DAQ2cLXftND5wWeKpSA5wNLxbgCh7mqmih_…&#8230;.

.com/watch?v=RpIHfXmAqn4&feature=youtu.be

„Doc Sommer“ – Wegen Zöpfe von POLIZEI BELÄSTIGT worden!!!!!!

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– – PETITION – – „BIENEN-Sterben“: GLYPHOSAT schadet Bienen – jetzt muss das Herbizid erst recht vom ACKER!!!!!!!! – – – Bayer versucht Bedeutung der „Bienen-Studie“ herunterzuspielen – Ohne Erfolg!!!!! //// FRANKREICH – Fehlbildungen bei Neugeborenen: Schädigen PESTIZIDE die Babys schon im Bauch???!!?! /// „Clostridium difficile“ /// KORRUPTION in MALTA – – – – – Wem gehört „17 Black“???!!!!!!!!!! //// „VERFASSUNGs-BESCHWERDE“ wegen „GEMEINSAMER HAFTUNG“ und Verhalten des BUNDESTAG ///// „Kinder-Armut“ in DEUTSCHLAND /// >>>“CDU“<<< kassiert knapp "700.000" Euro "Partei-SPENDE" //// ???? „Zukunfts-Technik“ – 5G ????

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https://www.change.org/p/bienensterben-glyphosat-schadet-bienen-jetzt-muss-das-herbizid-erst-recht-vom-acker/u/23471922?cs_tk=AWQyi3QozXKLBO9i1FsAnA5sEbhpUJ1ITVmeMwDCCQ%3D%3D&utm_campaign=04e26a49c40941c783f377739a579a23&utm_medium=email&utm_source=petition_update&utm_term=cs

Neuigkeit zur Petition

Bayer versucht Bedeutung der Bienen-Studie herunterzuspielen – Ohne Erfolg.

Sven Giegold, Martin Häusling & Dr. Maximilian Fries

24. Okt. 2018 — 

Liebe Unterzeichnerinnen und Unterzeichner,

über 95.000 haben unsere Petition schon unterzeichnet. Und das zeigt Wirkung. Bayer ist in der Defensive und versucht auf Twitter die Bedeutung der neuen PNAS-Bienen-Studie herunterzuspielen (https://twitter.com/BayerPresse_DE/status/1045293771011887104 Erst kündigen sie an, eine Studie, die die PNAS-Ergebnisse angeblich widerlegen soll, per Post zu verschicken (https://twitter.com/BayerPresse_DE/status/1045688989255168000 dann fast zwei Wochen später gibt es doch einen Link zur Studie und Blogbeitrag dazu (https://twitter.com/BayerPresse_DE/status/1049919151295393792

In diesem Blogbeitrag führt Bayer dann eine so genannte “Tunnelstudie” (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4285224/ von Monsanto und anderen Pestizidherstellern als Beweis an, dass Glyphosat sicher für Bienen sei. Bei genauem Lesen wird aber klar: Der Versuchsaufbau lässt diese Schlussfolgerung nicht zu. Denn die neue Bienen-Studie hatte ja gezeigt, dass die Bienen durch Glyphosat anfälliger für Infektionen werden. Doch in der Monsanto-Tunnelstudie befinden sich die Bienenvölker geschützt vor Wetter und anderen Insekten in einem Gewächshaus (dem namensgebenden “Tunnel”) und sind vorher darauf getestet worden, dass sie gesund sind. Unter diesen künstlichen Bedingungen sind die Bienen daher ohnehin vor Infektionen weitgehend geschützt. Der Effekt von Glyphosat auf die Infektionsanfälligkeit konnte also gar nicht beobachtet werden.

Auch schweigt sich Bayer/Monsanto dazu aus, ob sie weitere Studien zu Bienen und Glyphosat haben, die sie bisher nicht veröffentlicht haben. Hier sagt Bayer, sie prüfen eine Veröffentlichung der Studien von Monsanto nach dessen Übernahme noch rechtlich. Wie lange das dauert, ist nicht klar.

Dieses Verhalten bestätigt unsere Kritik: Es darf nicht sein, dass ein Konzern selbst entscheidet, wann er welche Studien zu seinen Produkten veröffentlicht, deren Wirkung potenziell gefährlich für Mensch und Tier sind. Das ist Gutsherrenart und hat im 21. Jahrhundert nichts verloren.

Wir fordern, dass grundsätzlich alle Studien öffentlich zugänglich sind und von unabhängigen Wissenschaftler*innen geprüft (engl. peer-reviewed) werden. Die Konzerne sollen nicht mehr direkt Sicherheitsstudien durchführen oder in Auftrag geben können, sondern in einen Forschungs-Topf einzahlen, auf den nur die verantwortlichen EU-Behörden Zugriff haben und damit unabhängige Forschung finanzieren. Dafür streiten wir im Europaparlament und vor dem EuGH!

Bis das soweit ist: Zeigen wir Bayer und Co., dass wir diese Geheimnistuerei leid sind! Es fehlt nicht mehr viel.

Helft bitte kräftig mit und teilt den Link zu der Petition: www.change.org/bienen

Mit entschlossenen, grünen Grüßen,

Sven Giegold, Mitglied des Europäischen Parlaments
Martin Häusling, Mitglied des Europäischen Parlaments
Dr. Maximilian Fries, Krebsbiologe, MSc Biomedizin

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siehe auch „ZIVIL-PROZESS“ GEGEN GLYPHOSAT

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PETITION – – -PETITION – – -PETITION – – -PETITION – – -PETITION – – –

https://www.change.org/p/bundeslandwirtschaftsministerin-kl%C3%B6ckner-bienensterben-glyphosat-schadet-bienen-jetzt-muss-das-herbizid-erst-recht-vom-acker?recruiter=522200648&utm_source=share_petition&utm_medium=email&utm_campaign=undefined

Bienensterben: Glyphosat schadet Bienen – jetzt muss das Herbizid erst recht vom Acker!

Das Bienensterben ist eines der drängendsten Umweltprobleme unserer Zeit. Glyphosat war dabei schon länger im Verdacht, aber es fehlten die Beweise.

Aber jetzt ist klar: Glyphosat schädigt und tötet Bienen.

Jahrzehntelang wollte uns Monsanto weismachen, dass Glyphosat für Menschen und Tiere ungefährlich sei. Eine jetzt veröffentliche Studie im renommierten Fachjournal PNAS zeigt jetzt aber deutlich: Glyphosat wirkt direkt auf die Bakterien im Darm der Bienen und verändert deren genau balancierte Zusammensetzung. Diese bakterielle “Mikroflora” ist entscheidend für die Gesundheit der Bienen, sie hilft u.a. Infektionen abzuwehren und Nahrung zu verdauen. Bienen, die mit realistischen Mengen von Glyphosat gefüttert werden, denen sie auch auf den Feldern ausgesetzt sind, sterben viermal häufiger an einer Infektion als unbehandelte Bienen. Ähnliche Effekte sind auch für Säugetiere und den Menschen zu befürchten.

In der letzten Risikobewertung für Glyphosat wurden solche Effekte nicht berücksichtigt und Glyphosat als ungefährlich für Bienen eingestuft. Dass die neuen Ergebnisse jetzt kommen zeigt auch, wie wenig wir auch nach Jahrzehnten über Glyphosat wissen und wie gefährlich der großflächige Einsatz von Pestiziden ist, selbst wenn sie als vermeintlich sicher gelten.

Angesichts dieser neuen Erkenntnisse und der großen Gefahr, die vom Bienensterben ausgeht, fordern wir, die Unterzeichnenden:

An Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner:

1. Holen Sie Glyphosat endlich vom Acker! Nach Ihrer Ankündigung eines “Minimierungsplans” im April 2018, folgten nur Alibi-Maßnahmen. Wir fordern, den Totalausstieg aus Glyphosat bis spätestens 2020.

2. Erlassen Sie Sofortmaßnahmen zum Schutz der Bienen und der Bevölkerung:

  • Glyphosat darf nicht mehr in öffentlichen Parks, Gärten und Spielplätzen eingesetzt werden;
  • Glyphosat muss für den Privatgebrauch sofort verboten werden und auch der Online-Verkauf gestoppt werden;
  • Glyphosat darf grundsätzlich nicht mehr vor der Ernte eingesetzt werden.

3. Legen Sie eine echte Pestizid-Reduktionsstrategie vor, damit nicht auf andere Pestizide ausgewichen wird. Zukunftsfähige Landwirtschaft geht auch ohne Gift, setzen Sie sich dafür ein!

An die EU-Kommission, die EU-Mitgliedsländer und das Europaparlament:

4. Reformieren Sie das Zulassungsverfahren ohne Verzögerung noch vor der Europawahl. Transparenz und der Schutz der Bevölkerung müssen immer vor ökonomischen Interessen einiger weniger Unternehmen stehen.

Mit hoffnungsvollen Grüßen,

Sven Giegold, Mitglied des Europäischen Parlaments

Martin Häusling, Mitglied des Europäischen Parlaments

Maximilian Fries, Dr. in Krebsbiologie und M.Sc. mit Schwerpunkt Mikrobiologie

Weiterführende Informationen

PNAS-Studie: http://www.pnas.org/content/early/2018/09/18/1803880115

Einschätzung im Fachjournal Science:  https://www.sciencemag.org/news/2018/09/common-weed-killer-believed-harmless-animals-may-be-harming-bees-worldwide?utm_source=newsfromscience&utm_medium=twitter&utm_campaign=beeguts-21623

Auswirkungen von Glyphosat auf Darmflora von Ratten: https://sven-giegold.de/glyphosat-ramazzini-studien/

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http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/prozess-in-amerika-noch-mehr-glyphosat-klaeger-gegen-bayer-15888107.html

Prozess in Amerika

Noch mehr Glyphosat-Kläger gegen Bayer

  • Aktualisiert am

Bayers Werksgelände in Leverkusen Bild: dpa

9.300 Klägern steht Bayer wegen Glyphosat in Amerika inzwischen gegenüber, teilte der Pharma-Konzern bei der Vorstellung der Quartalszahlen mit. Die übertrafen die Erwartungen – auch wegen Monsanto.

Die Zahl der Klagen gegen die Bayer-Tochter Monsanto wegen des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat hat sich weiter erhöht. Bis zum 30. Oktober seien in Amerika Klagen von etwa 9.300 Klägern zugestellt worden,……………………

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https://taz.de/Glyphosat-Studien-und-Krebs/!5542638/

Glyphosat-Studien und Krebs

Die Tricks der Bayer-AG

Mehr als 800 Studien würden bestätigen, dass das Pestizid nicht Krebs verursache, behauptet Bayer. Doch nur rund 50 Analysen beschäftigen sich mit der Frage.

Getreidefeld mit Blumen im Sonnenuntergang

Es gibt hier nichts zu sehen Foto: dpa

BERLIN taz | Der Chemiekonzern Bayer trickst mit falschen Zahlen. Dem Unternehmen nach bestätigen „mehr als 800 wissenschaftliche Studien“, dass das Pestizid Glyphosat seiner US-Tochter Monsanto nicht krebserregend sei. In Wirklichkeit gehen nach taz-Recherchen jedoch nur rund 50 Analysen überhaupt auf diese Frage ein. Noch weniger zeigen, dass der Verdacht gegen das Unkrautvernichtungsmittel unbegründet ist.

Glyphosat ist der weltweit meistverkaufte Pestizidwirkstoff – und vor allem umstritten, weil die Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation ihn 2015 als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft hat. Da die zuständigen Fachbehörden der Europäischen Union das Mittel jedoch für unbedenklich halten, haben die EU-Staaten Glyphosat Ende 2017 für weitere fünf Jahre zugelassen. Dennoch wird zum Beispiel in Deutschland dar­über diskutiert, glyphosathaltige Pestizide zu verbieten.

In den USA muss sich Bayer gegen rund 8.700 Klagen wegen mutmaßlich durch den Wirkstoff verursachte Erkrankungen verteidigen – und ist bereits in einem Fall erst­instanzlich zu Schadenersatz in Millionenhöhe verurteilt worden.

Der Leverkusener Konzern hat mehrmals versucht, Bedenken zu zerstreuen und auf eine angebliche Vielzahl von entwarnenden Untersuchungen hingewiesen. In seinem Zwischenbericht zum 2. Quartal behauptete Bayer: „Mehr als 800 wissenschaftliche Studien [….] sowie Aufsichtsbehörden weltweit haben bestätigt, dass Glyphosat bzw. Glyphosat-basierte Herbizide nicht krebserregend sind und dass die bestimmungsgemäße Anwendung sicher ist.“

Großes Medienecho

Bayer-Chef Werner Baumann sagte in einer Telefonkonferenz mit Aktionären am 23. August, „dass mehr als 800 wissenschaftliche Studien und Berichte und andere Quellen die Schlussfolgerung unterstützen, dass Glyphosat nicht Krebs verursacht.“ Fast gleichlautend äußerte sich Scott Partridge, Vizepräsident von Monsanto.

Zahlreiche Medien weltweit zitierten diese Aussagen, zum Beispiel CNN, BBC, New York Times und Neue Zürcher Zeitung. Die FAZ schrieb unter Bezug auf Baumann: „Wiederholt wies er auf 800 Studien in aller Welt hin, in denen kein Zusammenhang zwischen dem Gebrauch von Glyphosat und Krebserkrankungen hergestellt worden sei.“ Laut der Deutschen Presseagentur verwies Baumann auf „mehr als 800 wissenschaftliche Studien, die bestätigt hätten, dass Glyphosat nicht krebserregend sei“. In der Süddeutschen hieß es, Partridge zufolge „belegen mehr als 800 wissenschaftliche Studien und Bewertungen … den Befund“. Ähnliche Zitate erschienen in der taz, Wirtschaftswoche und bei der Nachrichtenagentur afp.

Helmut Burtscher-Schaden, Biochemiker„Das ist eine bewusste Irreführung der Öffentlichkeit. Bayer führt entgegen den Tatsachen Studien als Beweise an, dass Glyphosat nicht krebserregend sei“

Doch Belege für seine 800-Krebsstudien-Behauptung bleibt die Bayer-AG schuldig. Auch nach mehreren Bitten schickte Konzern-Sprecher Utz Klages der taz keine vollständige Liste der Untersuchungen zur Krebsgefährdung durch Glyphosat. Stattdessen mailte er etwa 1.000 Verweise auf Studien allgemein zu dem Wirkstoff. Rund 460 davon haben nach den Kapitelüberschriften der Literaturlisten nichts mit Krebs zu tun. Sie stehen zum Beispiel in Abschnitten mit den Titeln „Analytische Methoden“ zur Messung von Glyphosat, „Physikalische und chemische Eigenschaften“ wie dem Schmelzpunkt, „Verhalten in der Umwelt“, „Giftigkeit für die Umwelt“, etwa für Bienen oder Bodenorganismen.

Zieht man diese Studien ab, könnten also höchstens etwa 550 Studien belegen, dass Glyphosat keinen Krebs verursacht. Aber selbst unter diesen Untersuchungen, beispielsweise in den „Toxikologie“-Kapiteln, finden sich kaum Krebsstudien. Stattdessen befassen sich die meisten etwa damit, ob das Pestizid die Augen von Kaninchen reizt oder ob es akut toxisch auf Versuchstiere wirkt. Krebs ist aber eine chronische Krankheit.

Auf Nachfrage räumte der Bayer-Sprecher ein, dass beispielsweise die US-Umweltschutzbehörde EPA nur „mehr als 100 als relevant eingeschätzte Studien für ihre Einschätzung“ untersucht habe, dass Glyphosat „wahrscheinlich nicht krebserregend für Menschen“ sei. Damit sagt er nicht, dass sich alle 100 Studien auf Krebs beziehen würden.

Die Formulierung könnte auch bedeuten, dass die EPA bei ihrer Recherche 100 Studien allgemein zu Glyphosat gefunden hat, sich aber nur wenige davon auf Krebs bezogen. Klages blieb auch auf Bitten der taz eine Liste mit genauen Quellenangaben zu den 100 Titeln schuldig. Die taz solle sich doch bitte selbst an die EPA wenden, antwortete der Sprecher nur.

Wie viele Krebsstudien gibt es also wirklich? Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nennt auf Anfrage der taz nur rund 50 wissenschaftliche Berichte zu Glyphosat mit einem Bezug zu Krebs. Davon sind 16 „Originalprüfberichte einschließlich aller Rohdaten zu Kanzerogenitätsstudien in Versuchstieren“ sowie „34 Publikationen aus der wissenschaftlichen Literatur zu Beobachtungen am Menschen“.

Auch der Biostatistik-Professor Christopher Portier bestätigt der taz, es gebe schätzungsweise 50 Studien, die explizit die Frage behandeln, ob Glyphosat Krebs verursacht. Der prominente GlyphosatKritiker hat die Krebsforschungsagentur bei der Begutachtung des Pestizidwirkstoffs beraten.

Weiter Studienbegriff

Das BfR hat kein Interesse, eine zu niedrige Zahl zu nennen. Denn das Bundesinstitut hat für die EU bereits mehrmals die Sicherheit von Glyphosat überprüft – und kam immer wieder zu dem Schluss, der Stoff sei ungefährlich, wenn er korrekt angewendet wird. Die Behörde hat nach eigenen Angaben neben den Studien der Hersteller „alle verfügbaren, publizierten Studien und weitere Quellen in seine wissenschaftlichen Bewertungen einbezogen.“ Das hat Bayer auch nie bestritten.

Dazu kommt: Unter den etwa 50 Studien sind auch welche, die manche Experten sehr wohl als Hinweis auf ein mögliches Krebsrisiko durch Glyphosat interpretierten.

Dennoch erklärte Bayer-Sprecher Klages, dass die Behauptung im Quartalsbericht „keineswegs falsch“ sei. „Hinsichtlich der Studien haben wir uns ausweislich des Wortlauts sowohl auf solche bezogen, die sich dezidiert mit Krebsrisiken auseinandersetzen, als auch auf solche, die insgesamt die Sicherheit von Glyphosat bestätigen“, schrieb Klages der taz.

Er interpretierte den Sinn also um: Es soll „800 wissenschaftliche Studien“ zur Sicherheit insgesamt geben und nur ein Teil von ihnen beziehe sich auf die Krebsfrage. Aber die umstrittene Formulierung war eindeutig anders: Die 800 Studien hätten die Sicherheit „und“ das Nullrisiko in puncto Krebs bestätigt. So haben es ja auch die meisten Medien in Deutschland und im Ausland verstanden.

Schweigsame Investmentbanken

„Das ist eine bewusste Irreführung der Öffentlichkeit über die Krebsgefahr von Monsantos und jetzt Bayers Glyphosat“, sagte Helmut Burtscher-Schaden, Biochemiker des österreichischen Umweltverbands Global 2000, der taz. Damit setze Bayer eine Praxis fort, für die Monsanto in den USA im Prozess wegen der Krebserkrankung eines Glyphosat-Nutzers verurteilt worden sei. „Bayer führt entgegen den Tatsachen Studien als Beweise an, dass Glyphosat nicht krebserregend sei.“

Die Mehrheit der Studien, die nicht von der Industrie durchgeführt wurden, würden einen Zusammenhang zwischen der Häufigkeit von Krebs oder einer Schädigung des Erbguts und der Exposition gegenüber Glyphosat nachweisen.

Die Investmentbanken JP Morgan, Exane und der Fondsverwalter Vanguard, die an der Bayer-Telefonkonzerenz zu Glyphosat teilgenommen hatten, ließen Bitten der taz um Stellungnahmen unbeantwortet. Auch Deutschlands größter Aktionärverband, die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), wollte sich nicht zu der Frage äußern, ob Bayer die Aktionäre mit falschen Zahlen irregeführt hat.

Der Aktienkurs von Bayer ist stark gefallen, nachdem ein US-Gericht im August festgestellt hatte, dass Glyphosat erheblich zur Krebserkrankung des Kaliforniers Dewayne Johnson beigetragen habe. Johnson hatte als Platzwart bis zu 30-mal pro Jahr Pestizide mit dem Wirkstoff auf dem Gelände von Schulen ausgebracht. Das Gericht in San Francisco verurteilte Bayers US-Tochter Monsanto dazu, dem Mann Schadenersatz in Millionenhöhe zu zahlen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da Bayer Widerspruch eingelegt hat.

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https://www.sueddeutsche.de/wissen/artensterben-die-insekten-verschwinden-aber-welche-1.4200489

Artensterben

Die Insekten verschwinden – aber welche?

Schwebfliegen zählen zu den Arten, die durch das Insektensterben seltener werden.(Foto: dpa)
  • Forscher präsentieren erste Erkenntnisse darüber, welche Arten besonders unter dem derzeitigen Insektensterben leiden.
  • Einzelne Spezies stechen bei der Analyse nicht heraus, vielmehr scheint das ganze Spektrum der Insekten betroffen zu sein.
  • Die Entomologen beobachten aber, dass Spezies, deren Larven in der Nähe von Wasser oder auf feuchtem Boden leben, besonders rasch verschwinden.
  • Dies könnte ein Hinweis sein, dass wasserlösliche Pestizide den Rückgang der Insekten mit verursacht haben.
Von Tina Baier

Vor ziemlich genau einem Jahr haben Wissenschaftler das Insektensterben in Deutschland erstmals nachgewiesen. Die sogenannte Krefelder-Studie, die im Oktober 2017 in der Fachzeitschrift Plos One erschien, belegte, dass die Masse der Insekten seit dem Jahr 1989 um durchschnittlich 76 Prozent zurückgegangen ist.

Um dem Insektensterben genauer auf den Grund zu gehen, versuchen Entomologen überall in Deutschland seitdem herauszufinden, welche Arten besonders leiden. Auf einer Internationalen Tagung in Bonn wurden jetzt erste Ergebnisse präsentiert: Demnach sind von dem Schwund nicht nur einige Spezies betroffen, sondern das gesamte Spektrum der Insekten. „Früher schon seltene Arten sind teilweise noch vorhanden, teilweise fehlen Nachweise in den neueren Proben ganz“, sagt Martin Sorg, Vorstandsmitglied des Entomologischen Vereins Krefeld, auf dessen Proben die Untersuchungen basieren. „Häufige Arten sind meist noch nachweisbar, allerdings überwiegend in deutlich geringeren Anzahlen.“

Insgesamt gibt es in Deutschland etwa 33 000 verschiedene Insektenspezies. Die vier artenreichsten Gruppen sind:

  • Fliegen und Mücken mit insgesamt etwa 10 000 Spezies.
  • Hautflügler, zu denen Wespen und Bienen gehören, mit etwa 9000 Spezies.
  • Käfer mit etwa 8000 Arten.
  • Schmetterlinge, die sich noch einmal in Tag- und Nachtfalter aufteilen.

Allerdings gibt es keinen Spezialisten, der sämtliche Insekten kennt und auseinanderhalten kann. Die Proben werden deshalb von Wissenschaftlern untersucht, die Expertise für bestimmte Gruppen von Insekten haben. Axel Ssymank, Fachgebietsleiter am Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Bonn, hat beispielsweise die Schwebfliegen in sechs Proben aus dem Wahnbachtal im Bergischen Land genauer analysiert. Erste Ergebnisse bestätigen den drastischen Schwund: 1989 verfingen sich in den sechs Fallen insgesamt 17 300 Individuen, 2014 waren es nur noch 2738.

Nachdem Ssymank die einzelnen Arten genauer bestimmt hatte, stellte sich heraus, dass auch die Artenvielfalt gelitten hat. In der Probe aus dem Jahr 1989 identifizierte Ssymank 140 verschiedene Spezies von Schwebfliegen, 2014 waren es nur noch 103. „Wir können daraus nicht schließen, dass die Spezies, die wir nicht mehr gefunden haben, ausgestorben sind“, sagt Ssymank. Es ist aber ein starker Hinweis darauf, dass nicht nur die Zahl der Insekten insgesamt zurückgeht, sondern auch die Artenvielfalt. Zumal die Experten, die Hautflügler, Käfer und Schmetterlinge untersuchen, ganz Ähnliches berichten.

Spezies, die in der Nähe von Wasser leben, sind besonders vom Schwund betroffen

Aufschlussreich wird es, wenn man sich anschaut, welche Arten besonders stark zurückgegangen sind. „Bei den Schwebfliegen sind das Spezies, deren Larven in Gewässern leben oder an feuchten Stellen auf dem Boden“, berichtet Ssymank. Das bekräftigt seiner Ansicht nach den Verdacht, dass wasserlösliche Pestizide und Saatgutbeizen zumindest eine der Hauptursachen für das Insektensterben sind. Der Wissenschaftler hat außerdem beobachtet, dass Schwebfliegen, die auf einer sehr begrenzten Fläche leben, deutlich stärker zurückgegangen sind, als Arten, die große Distanzen zurücklegen. „Das lässt vermuten, dass es irgendwo Orte gibt, an denen diese Insekten noch bessere Lebensbedingungen vorfinden als im Wahnbachtal“, sagt Ssymank.

Übereinstimmend berichten alle Experten, die sich mit der artspezifischen Auswertung der Proben befassen, dass sowohl kleine als auch große Spezies vom Schwund betroffen sind. Bei den Schwebfliegen reicht das Größenspektrum von einem Zentimeter bis vier Millimeter. In anderen Insektengruppen gibt es noch kleinere Arten, die oft mit bloßem Auge kaum zu sehen sind; selbst unter dem Mikroskop sind sie mitunter nur schwierig zu bestimmen. Aus vielen Expertengruppen ist zudem zu hören, dass für den Menschen nützliche Insekten genauso verschwinden wie Schädlinge. Von den 480 Schwebfliegenarten, die es in Deutschland gibt, sind die meisten für die Bestäubung von Pflanzen genauso wichtig wie Bienen. Wenn diese Insekten seltener werden, bekommen deshalb viele Pflanzen Schwierigkeiten – und irgendwann auch der Mensch.

Bis alle Daten vollständig ausgewertet sind, wird es noch zwei bis drei Jahre dauern. Die ersten Ergebnisse der artspezifischen Auswertung, die jetzt vorliegen, bestätigen aber das erschreckende Fazit aus dem vergangenen Jahr: Die Insekten verschwinden.

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https://www.sueddeutsche.de/wissen/insektensterben-wilde-schwestern-1.3966366

Umweltschutz

Wilde Bienen

Wildbienen scheuen weder Wind noch Pflanzenwechsel. Im Vergleich zu ihnen sind Honigbienen eher faul.(Foto: picture alliance / dpa)

Alle schauen auf die geplagte Honigbiene. Dabei leisten ihre wilden Schwestern oft viel mehr.

Von Tina Baier

Die Honigbiene ist eine Art Vorzeigeinsekt: Sie gilt als fleißig, nützlich und sozial. Sie sammelt Nektar und macht daraus leckeren Honig. Sie bestäubt Pflanzen und kümmert sich selbstlos um ihr Volk. Jeder kennt sie, und viele machen sich Sorgen wegen des Bienensterbens, das dieses vorbildliche Tier bedroht. Kaum jemand weiß dagegen, dass es neben der Honigbiene Apis mellifera noch etwa 570 weitere Bienenarten in Deutschland gibt. Diese Wildbienen sind mindestens genauso wichtig und sogar noch stärker bedroht als ihre bekannte Verwandte.

Sand-Steppenbienen sind mit einer Größe von drei bis fünf Millimetern die kleinste Vertreter dieser Insektengruppe in Deutschland. Sie entsprechen dem Bienenklischee so wenig, dass die meisten Menschen, sie für kleine Fliegen halten. Die größte Wildbiene ist mit einer Länge bis zu 25 Millimetern die Blauschwarze Holzbiene. Das schwarze Rieseninsekt wirkt bedrohlich, obwohl es in Wahrheit friedlich und sogar furchtsam ist. Gemeinsam ist den meisten Bienenarten, dass sie Nektar und Pollen sammeln und dabei Pflanzen bestäuben. Wildbienen sind darin mindestens genauso gut wie Honigbienen, oft sogar besser.

Die Rostrote Mauerbiene zum Beispiel transportiert die Pollen nicht verklebt wie ihre bekannte Verwandte, sondern in trockenem Zustand. Das macht die Bestäubung effektiver. Tatsächlich sind Honigbienen im Vergleich zu vielen ihrer wilden Verwandten eher faul. In Apfelplantagen zum Beispiel, in denen verschiedene Sorten in Reihen gepflanzt sind, bleiben die Tiere fast immer in derselben Reihe. Zwischen den Reihen hin- und herzufliegen ist ihnen schlicht zu mühsam. Für die Bestäubung ist das fatal, weil die meisten Apfelbäume Pollen einer anderen Sorte brauchen, um Früchte zu tragen.

Viele wilde Arten fliegen dagegen fleißig von einer Reihe zur anderen. Nebenher fungieren die Wildbienen auch noch als „Motivator“ für die trägen Honigbienen, indem sie sie manchmal von ihren Lieblingsbäumen vertreiben und dadurch zwingen, von ihrer eingefahrenen Route abzuweichen. „Studien haben gezeigt, dass die Erträge in Obstplantagen höher sind, wenn es dort neben den Honigbienen auch noch Wildbienen gibt“, sagt Alexandra-Maria Klein, Landschaftsökologin an der Universität Freiburg.

Sie vertreiben die Honigbienen von ihren Lieblingsbäumen, und zwingen sie so zu Mobilität

Dazu kommt, dass Honigbienen hoch gezüchtete, vom Menschen verzärtelte Geschöpfe sind. Bei schlechtem Wetter, wenn es regnet oder kalt und windig ist, denken sie gar nicht daran, ihren gemütlichen Stock zu verlassen und zu arbeiten. Derart unangenehme Arbeiten überlassen sie den Wildbienen. Hummeln zum Beispiel – der englische Begriff „Bumblebee“ drückt viel besser aus, dass diese Insekten ebenfalls zu den Bienen gehören – sind auch noch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt unterwegs. „Bestäubung ist wie eine Orchesterleistung“, sagt Melanie von Orlow, Bienenexpertin beim Naturschutzbund Deutschland (Nabu). Je mehr verschiedene Arten von Bestäubern da sind, umso besser funktioniert sie.

Das Hamburger Start-up Beesharing hat aus dieser Erkenntnis eine Geschäftsidee gemacht. Die Firma vermittelt und liefert verschiedene Bienenarten an Bauern, die ihre Pflanzen bestäuben lassen wollen. „Wir arbeiten in der Regel mit einem Bestäubungsmix aus Honigbienen, Erdhummeln und Mauerbienen„, sagt Nils Gerber, einer der Firmengründer. Die Arten werden getrennt voneinander angeliefert. Die Honigbienen kommen in der Regel von benachbarten Imkern. Die Hummeln werden dagegen im Labor gezüchtet. Sie übernehmen sozusagen die Frühschicht, wenn es morgens noch kalt ist und die Honigbienen ihren Stock noch nicht verlassen.

„Den ganzen Tag auszunutzen ist besonders wichtig bei Kulturpflanzen, die nur relativ kurz blühen, Kirschen zum Beispiel, sodass die Insekten nur wenig Zeit haben, alle Pflanzen zu bestäuben“, sagt Gerber. Die Mauerbienen überwintert die Firma zum Teil selbst als Puppen im Kokon in Kühlhäusern und liefert sie dann zum Preis von 30 Cent pro Kokon an die Landwirte. Es gibt auch ein „Leasing-Modell“, bei dem Beesharing jedes Jahr eine neue Startpopulation von Mauerbienen anliefert: 250 Stück für 57 Euro pro Jahr beziehungsweise 500 Stück für 109 Euro. Die Tiere schlüpfen vor Ort und machen sich dann an die Arbeit. „Wir haben zwei verschiedene Arten von Mauerbienen im Angebot“, sagt Gerber. Osmia cornuta, die Gehörnte Mauerbiene, ist natürlicherweise früh im Jahr unterwegs und eignet sich daher besonders gut für die Bestäubung von Frühblühern. Osmia bicornis, die Rostrote Mauerbiene, arbeitet dagegen am besten später im Jahr.

Auch in der Natur teilen sich Wild- und Honigbienen die Bestäubungsarbeit effektiv auf: Landschaftsökologin Klein hat das an blühenden Mandelbäumen beobachtet: „Die Honigbienen sitzen vor allem an den äußeren, von der Sonne beschienenen Blüten“, sagt sie. Die Wildbienen seien dagegen eher im schattigen Inneren des Baumes zu finden. Wo es keine Wildbienen gibt, fällt die Ernte deshalb geringer aus, da dann weniger Blüten bestäubt und zu Früchten werden. Eine ähnliche Arbeitsteilung gebe es auf jeder Blumenwiese, sagt Klein. „Manche Arten sammeln nur oben, andere tief in der Wiese.“ Es ist ein komplexes Zusammenspiel, in dem jede Art eine wichtige Funktion hat. Fällt eine Spezies weg, kann das dramatische Auswirkungen auf das ganze fein austarierte System haben.

Die Honigbiene ist nicht für alles gut

Selbst wenn es genug von ihnen gäbe, könnten Honigbienen nicht alle Aufgaben der Wildbienen übernehmen. Schon rein körperlich nicht. Für viele Blüten ist ihr Rüssel zu kurz, für andere sind sie zu schwer oder zu groß. „Es gibt auch Pflanzen, die Honigbienen schlicht nicht mögen und deshalb nicht anfliegen“, sagt Klein. Die Blüten des Wiesensalbeis beispielsweise werden fast ausschließlich von Hummeln bestäubt: Das Insekt steckt dabei seinen Rüssel in die Blüte, um den tief unten liegenden Nektar zu erreichen. Dadurch löst es einen Hebelmechanismus aus, der dazu führt, dass die Staubbeutel auf seinen Rücken gedrückt werden und die Pollen dort hängen bleiben. Honigbienen gelingt es meistens nicht, diesen Mechanismus auszulösen. Manchmal „betrügen“ sie deshalb die Pflanze, fliegen sie seitlich an, beißen sich durch den Blütenkelch und schlürfen ihren Nektar, ohne sie zu bestäuben.

Auch bei der Bestäubung von Tomaten versagt die Honigbiene. Die Pollen sind derart fest in den Staubbeuteln eingeschlossen, dass Apis mellifera sie nicht herausbekommt. Hummeln dagegen wissen genau, was zu tun ist, und dass sie die Pollen herausschütteln müssen. Sie krallen und beißen sich an den Staubgefäßen fest und bringen dann ihre Flugmuskulatur in Schwung. Bei einer bestimmten Frequenz öffnen sich die Staubbeutel und die Pollen rieseln heraus. Hobbygärtner, die Tomaten züchten, wissen, wie mühsam es sein kann, diese Pflanzen zu bestäuben, wenn keine Hummeln da sind.

Manche schwören auf das sogenannte Trillern, bei dem die Vibrationen der Hummeln mithilfe einer elektrischen Zahnbürste simuliert werden, die kurz oberhalb der Blüte angesetzt werden muss. Andere bestäuben ihre Tomaten per Hand, indem sie mit einem weichen Pinsel täglich erst über die Pollensäcke und dann über die Narbe streichen. Da das in kommerziellen Gewächshäusern mit vielen Tomatenpflanzen kaum praktikabel ist, werden dort oft extra zu diesem Zweck gezüchtete Hummelvölker zur Bestäubung der Tomaten eingesetzt.

Naturschützer sind überzeugt, dass der Verlust der Wildbienen aus ökologischer Sicht viel schwerer wiegen würde, als der Verlust der Honigbiene, um die sich wegen des Bienensterbens alle Sorgen machen. „Es gibt keine Wildpflanzen, die nur von Honigbienen bestäubt werden können, die also ohne Honigbienen aussterben würden“, heißt es beispielsweise auf einer Internetseite des Nabu zum Thema Wildbienen. Das beweise unter anderem die Tatsache, dass es im präkolumbianischen Nordamerika keine Honigbienen, aber trotzdem viele Blütenpflanzen gegeben habe. Erst nach und nach eroberte die europäische Honigbiene den Kontinent gemeinsam mit den europäischen Siedlern, die die Insekten mitgebracht hatten. Die Indianer bezeichneten sie deshalb als „Fliege des weißen Mannes“.

Die Pflanzen, die sie zum Überleben brauchen, gelten oft als Unkraut

Manche Naturschützer sprechen heute ähnlich abfällig über die Honigbiene. Auf einer Seite des Nabu Schleswig-Holstein etwa wird die Imkerei als „Form der landwirtschaftlichen Massentierhaltung“ bezeichnet. Honigbienen würden „durch das Land gekarrt“ und „auf z.B. Rapsfelder losgelassen“. Gefordert wird eine „honigbienenfreie Zonen um Schutzgebiete“, damit die vom Menschen gezüchteten Insekten den Wildbienen wenigstens dort Pollen und Nektar nicht vor dem Rüssel wegsammeln. „In einem natürlichen Ökosystem könnten Wildbienen die Bestäubung aller Pflanzen auch ohne Honigbienen sichern“, sagt auch Alexandra-Maria Klein.

Für die Landwirtschaft sei Apis mellifera allerdings unverzichtbar. Ohne sie würden es die Wildbienen nicht schaffen, große Monokulturen, etwa Raps, zu bestäuben. Zum einen, weil sich die meisten Wildbienen nur einige Hundert Meter von ihrem Nest entfernen. Honigbienen fliegen dagegen in einem Radius von mehreren Kilometern. Abgesehen davon gibt es in der Nähe landwirtschaftlich intensiv bewirtschafteter Flächen oft gar keine Wildbienen mehr. Sie finden dort weder Futter noch einen Platz, an dem sie ihr Nest bauen können. Die Pflanzen, die sie zum Überleben brauchen, gelten oft als Unkraut und werden mit Herbiziden am Wachstum gehindert. Auch lehmige oder sandige Böden und Abbruchkanten, an denen die Bodenschichten offen liegen gibt es in der intensiven Landwirtschaft, in der jeder Quadratzentimeter Boden ausgenutzt wird, nicht mehr.

Das alles hat zur Folge, dass es den Wildbienen tatsächlich schlechter geht als der Honigbiene. Nur redet niemand darüber. Nach Informationen des Nabu stehen in Deutschland 53 Prozent aller Wildbienen-Arten auf der Roten Liste. Es besteht also die Gefahr, dass sie aussterben, noch bevor den meisten Menschen überhaupt bewusst geworden ist, dass es sie gibt. Bei ihrem Kampf ums Überleben zählt jedes einzelne Individuum, denn anders als Honigbienen, die in Kolonien mit einer Königin und vielen Arbeiterinnen leben, sind die meisten Wildbienen „solitär“: Sie verbringen ihr Leben allein, außer während der Paarung. Jedes Weibchen ist gleichzeitig Königin und Arbeiterin: sie legt Eier und sammelt Pollen und Nektar für den Nachwuchs. Eine Honigbienen-Kolonie kann den Tod einer einzelnen Arbeiterin leicht ausgleichen, bei den Wildbienen bedeutet der Tod eines Weibchen dagegen zwangsläufig weniger Nachwuchs im Folgejahr.

Wildbienen sind auch deshalb gefährdeter, weil sie keine Lobby haben, sagt Klein. Anders als die Honigbiene, um die sich die Menschen kümmern. Imker behandeln die Völker zum Beispiel mit Substanzen, die die Varroamilbe abtöten, die einer der Hauptgründe für das Bienensterben ist. Aber der Honigbiene geht es doch trotzdem schlecht? „Das stimmt nicht“, sagt von Orlow. Im Gegensatz zu den meisten Arten von Wildbienen nimmt die Zahl der Honigbienen in Deutschland seit einigen Jahren sogar wieder zu.

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siehe auch „Crispr/CAS“ – „GENOME-EDITING“ – „Das Mikro-Biom“

https://www.keine-gentechnik.de/nachricht/33461/#gsc.tab=0

USA wollen Regelungen zu Genome Editing in der Welthandelsorganisation diskutieren

06.11.2018

Export Soja Hafen Transport
Export von Agrarrohstoffen (Foto: Oregon Department of Agriculture / flickr, Lizenz: creativecommons.org/licenses/by/2.0)

Die USA haben zusammen mit zwölf anderen Staaten gemeinsame Eckpunkte für die gesetzliche Regulierung neuer gentechnischer Verfahren vorgestellt. Sie wollen Genome Editing in der Landwirtschaft möglichst schnell umsetzen und mögliche „Handelshemmnisse“, sprich strenge Regulierungen, verhindern. Dabei soll die Welthandelsorganisation WTO helfen.

Vorgestellt wurden die Eckpunkte im Rahmen der Welthandelsorganisation, wo sie als Input für die Arbeit des zuständigen Ausschusses dienen sollen. US-Landwirtschaftsminister Sonny Perdue beklagte bei der Präsentation, dass Technologien wie Genome Editing „zu oft durch regulatorische Blockaden ausgebremst werden, die auf Fehlinformationen und politischer Effekthascherei beruhen“. Gemeint – aber nicht ausgesprochen – war damit die EU und die strikte Auslegung des EU-Gentechnikrechts durch den Europäischen Gerichtshof. Perdue lobte seine Verbündeten, dass sie sich zusammen mit der USA unter dem Dach der Welthandelsorganisation zusammengefunden hätten und sich öffentlich für wissenschafts-basierte Regelungssysteme stark machten, die das riesige Potential dieser neuen Techniken erschließen könnten.

Wichtigstes Ziel der Eckpunkte ist es deshalb, sicherzustellen, dass die Regulierungsansätze für die neuen gentechnischen Verfahren wissenschaftsbasiert und international harmonisiert sein werden. „Regulatorische Assymetrien“ und sich daraus ergebende Handelshemmnisse sollen vermieden werden. In ihrem Papier begründen die Staaten dies mit der ihrer Meinung nach herausragenden Bedeutung des Genome Editing für Ernährungssicherheit und nachhaltige Landwirtschaft. Sie führen auch die Wünsche der Verbraucher nach gesünderen Lebensmitteln an und betonen die Bedeutung des Genome Editing für kleine und mittlere Unternehmen.

Das „Internationale Statement zur landwirtschaftlichen Anwendung von Präzisions-Biotechnologie“ genannte Papier entstand auf Betreiben amerikanischer Staaten, die gentechnisch veränderte Pflanzen in großem Stil anbauen: USA, Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay und Kanada. Unterschrieben haben es auch Australien, Jordanien, Vietnam, Kolumbien, Guatemala, Honduras und die Dominikanische Republik. Unterstützung kam ebenfalls von der Wirtschaftsunion der westafrikanischen Staaten.

Der Versuch der USA und anderer amerikanischer Staaten, die Gentechnik-Regulierung der EU über die Welthandelsorganisation auszuhebeln, ist nicht neu. Bereits 2003 beklagten sie sich bei der WTO offiziell über die Zulassungspraxis der EU. Sie sahen darin ein de facto Moratorium für Neuzulassungen von gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln. Der Konflikt zog sich einige Jahre lang hin und führte dazu, dass die EU ihre Zulassungspraxis für den Import von GVO als Lebens- und Futtermittel beschleunigte und gegen nationale Anbauverbote vorging. Der Streit mit Argentinien und Kanada wurde 2009 und 2010 beigelegt und ein ständiger Dialog etabliert. Im Streit mit den USA herrscht seit Jahren Funkstille. [lf]

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https://www.testbiotech.org/pressemitteilung/unzureichende-pr-fung-von-gentechnik-pflanzen-eu-b-rgerbeauftragte-startet

Unzureichende Prüfung von Gentechnik-Pflanzen: EU-Bürgerbeauftragte startet Untersuchung

Europäische Lebensmittelbehörde EFSA hat keine Prüfkriterien für Gentechnik-Pflanzen mit veränderter Nahrungsmittelqualität
Freitag, 26. Oktober 2018

Das Büro der Europäischen Bürgerbeauftragten (EU-Ombudsfrau) hat bestätigt, dass es eine Untersuchung über die Zulassung von drei transgenen Pflanzen einleiten wird. Die Pflanzen sind in der Zusammensetzung ihrer Nährstoffe, insbesondere in ihrer Ölqualität, verändert und wurden für den Import und die Verarbeitung in Lebens- und Futtermitteln zugelassen. Die Beschwerde wurde von der Organisation GeneWatch UK eingereicht und wird von Testbiotech unterstützt.

Die drei Gentechnik-Sojalinien, von Monsanto (Bayer) und Pioneer (DowDuPont / Corteva), wurden 2015 von der EU-Kommission zugelassen. Die Organisationen hatten sich bereits damals gegen eine Zulassung ausgesprochen. Die EU-Kommission ging jedoch erst im Detail auf die Argumente ein, als sie 2018 ein Gerichtsverfahren gegen Testbiotech verlor. In der Beschwerde, die jetzt bei der EUOmbudsfrau einreicht wurde, legen die Organisationen dar, dass der Brief, den sie im Juli 2018 von der EU-Kommission erhalten haben, unzureichend ist, um ihre Bedenken auszuräumen und Mensch und Umwelt ausreichend zu schützen.

In der Beschwerde geht es insbesondere um folgende Punkte:
Die EFSA hat keine Richtlinien zur Prüfung von Gentechnik-Pflanzen, die in ihren Nahrungsmitteleigenschaften verändert sind.
• Die gesundheitlichen Risiken eines Verzehrs von Produkten mit verändertem Ölgehalt wurden im Detail nicht untersucht.
• Besonders empfindliche Bevölkerungsgruppen wie Kinder und Menschen mit gesundheitlichen Problemen wurden bei der Prüfung außer Acht gelassen.
• Entsprechende Produkte müssten mit einer speziellen Kennzeichnung versehen werden.

Testbiotech und GeneWatch UK erstellen im Rahmen des Projektes RAGES (Risk Assessment of Genetically Engineered Organisms in the EU and Switzerland) eine detaillierte Analyse der Probleme bei der Risikobewertung von Gentechnik-Pflanzen mit veränderter Nahrungsmittelqualität. Die Ergebnisse des Projektes sollen Anfang nächsten Jahres präsentiert werden und gehen über den Inhalt der Beschwerde bei der Ombudsfrau hinaus. Unter anderem werden dabei auch die Umweltauswirkungen der Einführung von neuen Nährstoffen in die Nahrungskette berücksichtigt.

Kontakt:

Christoph Then, Testbiotech Tel. 0151 54638040, info@testbiotech.org
Helen Wallace, Director, GeneWatch UK, Tel. +44-330-0010507; +44-7903-311584 (mobile); helen.wallace@genewatch.org

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siehe auch „GRIMMs Märchenwald BEDROHT“ – kriminelle sogenannte „erneuerbare ENERGIE-R“

siehe auch „Hambacher Forst“ und die „SCHEIN-HEILIG-KEIT“ der GRÜNEN

https://www.zeit.de/video/2018-10/5852700669001/braunkohle-wald-ist-nicht-gleich-wald

Braunkohle: Wald ist nicht gleich Wald

Nach der Braunkohleförderung forsten Energiekonzerne wie RWE Zehntausende Hektar wieder auf. Doch der Neuwald hat Nachteile.

Hambacher Forst – „Braun-Kohle“ – „Wald ist nicht gleich Wald“ –  ZEIT ONLINE

 

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https://www.spektrum.de/news/die-vernetzte-welt-der-pflanzen/1598658?utm_source=zon&utm_medium=teaser&utm_content=news&utm_campaign=ZON_KOOP

03.11.2018

Unterschätzte Botanik

Die vernetzte Welt der Pflanzen

Der Großteil der Landpflanzen ist unterirdisch über hauchdünne Pilzfäden mit benachbarten Pflanzen verknüpft. In diesem Netzwerk findet ein reger Handel mit Nährstoffen statt. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Pflanzen mittels des Pilzgeflechts auch kommunizieren – und einzelne Wissenschaftler ziehen bereits Parallelen zu neuronalen Netzwerken.
Netzwerk Wurzel

Hörst du, wie die Bäume flüstern? Insbesondere der Wald beflügelt die Fantasie von Märchenerzählern. Die Realität ist von ihren Geschichten allerdings weit entfernt. Oder doch nicht? Zumindest finden Wissenschaftler immer mehr Beweise dafür, dass Bäume – und Pflanzen im Allgemeinen – in einem ständigen Austausch miteinander stehen. Manche Pflanzen warnen sich etwa gegenseitig mit Duftstoffen vor Schädlingen, andere senden Botenstoffe über die Wurzeln aus, und fast alle tauschen Nährstoffe über ein riesiges, unterirdisches Pilzgeflecht. Speziell im Wald hat sich für dieses Netzwerk, das aus hauchdünnen Pilzfäden besteht, bereits der Name »Wood Wide Web« etabliert. Die Ausmaße sind beindruckend: Ein einziger Pilz kann sich über eine Fläche von mehreren hundert Quadratmetern ausbreiten und zahlreiche Bäume und andere Pflanzen miteinander verknüpfen. In einem Hektar Waldboden befinden sich bis zu sechs Tonnen Pilzfäden, die es zusammen auf eine unglaubliche Länge von mehr als 100 Milliarden Metern bringen können. Unter einem Quadratzentimeter liegen also Fäden, die aufsummiert mehr als 1000 Meter lang sind. Von diesem gigantischen Pilzgeflecht bekommt ein Spaziergänger im Wald in der Regel jedoch nur die oberirdischen Fruchtkörper zu Gesicht – jene vertrauten Teile, die mitunter auch zum Verzehr geeignet sind.

Die feinen Fäden der Pilze, die Hyphen, weben sich in die Spitzen der Pflanzenwurzeln ein und schließen sich zu einer so genannten Mykorrhiza zusammen. Das Wort ist ebenfalls ein Zusammenschluss, nämlich aus den beiden griechischen Wörtern für Pilz (mykes) und Wurzel (rhíza). Bei Mykorrhiza handelt es sich in der Regel um einen so genannten Mutualismus – eine spezielle Form zwischenartlicher Kooperation, von der beide Partner profitieren, bei der sie aber doch weitgehend getrennt voneinander leben. Im Fall der Mykorrhiza tauschen die beiden Nährstoffe aus: Die Pilze erhalten leicht verwertbaren Zucker, den die Pflanzen mittels Fotosynthese produzieren. Darauf sind die Pilze angewiesen, weil sie nicht die nötigen Enzyme mitbringen, um komplexe Kohlenhydratspeichermoleküle abzubauen. Die Pflanzen bekommen im Gegenzug Phosphor und Stickstoff geliefert, die die Pilze effektiv aus dem Boden holen können. Zudem schützt der Pilz die empfindliche Wurzelspitze etwa vor Schädlingen: So wird der Zusammenschluss zur Win-win-Situation. Mykorrhiza ist seit vielen Jahrzehnten bekannt – und weit verbreitet: Forscher schätzen, dass bis zu 90 Prozent aller Landpflanzen in Symbiose mit solchen Pilzen leben, zumindest aber die Voraussetzungen dafür erfüllen. Das Eingehen dieser Partnerschaft hängt dann letztlich auch von der Situation ab: Pflanzen in ungünstigen Umweltbedingungen streben eher nach Kooperation als solche, die gut versorgt sind.

Für schlechte Zeiten vorsorgen

Genaueres über den Zusammenhang von Kooperation und Umweltbedingungen hat die Botanikerin Rodica Pena von der Georg-August-Universität Göttingen erforscht: Gemeinsam mit ihren Kollegen konnte sie zeigen, dass Pflanzenwurzeln unter normalen Umständen Stickstoff auch ohne Mykorrhizapilze genauso gut aufnehmen wie in Symbiose. Herrscht jedoch Wassermangel, so helfen die Pilze den Wurzeln, den Stickstoff besonders effizient weiterzuleiten. Und bekommt die Pflanze kaum Licht ab, unterstützen die Pilze sie dabei, die Zuckerversorgung aufrechtzuerhalten. Demnach sichert sich die Pflanze gewissermaßen in guten Zeiten ab, indem sie die Pilze aushält, ohne dafür etwas zu verlangen. In schlechten Zeiten zahlt sich das dann aus.

Die Wissenschaftler konnten zudem demonstrieren, dass in diesem System nicht nur eine einzige Pilzart eine Rolle spielt: »Früher hat man oft alle Pilze in einen Topf geworfen. Wir konnten zeigen, dass unterschiedliche Pilzarten unterschiedliche Beiträge leisten«, erzählt Pena. Dazu kultivierten die Forscher ihre Versuchspflanzen jeweils mit anderen Pilzarten und entdeckten signifikante Unterschiede in der Funktion und Effizienz. Deshalb könne laut Pena nur eine hohe Pilzdiversität die Nährstoffversorgung auch unter schwankenden Umweltbedingungen sichern. Die Forscherin gibt jedoch zu bedenken, dass man schlichtweg noch nicht genug über die Symbiose wisse. Zum Beispiel spielt in dieser Partnerschaft noch ein dritter Akteur mit: Bakterien. »Offenbar sind bestimmte Bakterienkulturen assoziiert mit bestimmten Pilzarten«, so Pena. Die unterschiedlichen Funktionen der Pilze könnten also direkt mit Bakterien zusammenhängen – zumindest, da ist sich Pena ziemlich sicher, übernehmen sie eine wichtige Rolle.

Fürsorgliche Bäume

Aber nicht nur Pilze und Pflanzen interagieren intensiv, sondern auch benachbarte Pflanzen. Eine Forschergruppe um Suzanne Simard, Professorin für Waldökologie an der University of British Columbia, hat bereits vor der Jahrtausendwende gezeigt, dass große, alte Bäume, so genannte Mutterbäume, die jungen Schösslinge über das Pilznetzwerk mit Kohlenstoff versorgen. Interessanterweise fand dieses Verhalten sogar zwischen unterschiedlichen Baumarten statt. In weiteren Studien konnten Simard und Kollegen zeigen, dass diese Versorgungsstrategie von jungen Bäumen für ihre Entwicklung und ihr Überleben elementar ist.

Das Geben und Nehmen beschränkt sich nicht allein auf Kohlenstoff, wie man heute weiß: Viele weitere Nährstoffe sowie Wasser werden von unterschiedlichen Pflanzen geliefert oder eingetauscht. So können etwa Klee und andere Leguminosen Stickstoff an das Mykorrhiza-Netz abgeben, während Sträucher und Bäume Wasser beitragen, an das sie mit ihren langen Wurzeln besser herankommen als kleinere Pflanzen. Wieder andere steuern zum Beispiel Phosphor oder Zuckerverbindungen bei. Und in der Regel bekommt jeder für seinen Beitrag etwas zurück – das, was er eben braucht oder an was er nur schwer herankommt. Es herrscht also ein geschäftiges Treiben auf dem Basar der Pflanzen.

Was Forscher dabei auf diesem Marktplatz beobachteten, erinnert sie an ein »soziales Verhalten«. Bäume, die gerade viele Nährstoffe haben, geben diese etwa an kranke Bäume weiter, oder sterbende Bäume spenden Nährstoffe an umliegende Artgenossen. Andere Pflanzen profitieren wiederum von bestimmten Nachbarn, wie der Botanikprofessor Andreas Wiemken von der Universität Basel zusammen mit Kollegen entdeckte: Flachspflanzen etwa geraten mehr als doppelt so groß, wenn sie neben Hirsepflanzen wachsen und mit diesen durch Mykorrhizapilze unterirdisch verbunden sind. Kurz: »Die Hirse füttert den Flachs«, wie Wiemken im Buch »Mozart und die List der Hirse« zitiert wird.

Giftanschläge unter Pflanzen

So betrachtet lässt sich die Welt der Pflanzen leicht als harmonischer Ort idealisieren, in dem Organismen sich stets gegenseitig unterstützen. Der Molekularbiologe und Botaniker František Baluška von der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn weist jedoch darauf hin, dass unter Pflanzen mitnichten immer alles friedlich abläuft: Es wird ausgebeutet, betrogen und sogar getötet; ein Kampf um Ressourcen, vor allem um limitierte. In diesem Kampf kann auch das Mykorrhiza-Netzwerk zur Waffe werden: Baluška nennt als Beispiel giftige Moleküle, die Pflanzen über die Pilzfäden an andere Pflanzen senden, um deren Wachstum zu bremsen. Wenn Stickstoff Mangelware ist, beginnt die Kooperation zwischen Pilzen und Pflanzen rasch zu bröckeln – falls denn beide Seiten vorher überhaupt profitiert haben. Denn tatsächlich beginnen manche Pilze oder Pflanzen eine »Partnerschaft« von vornherein nur, um sie auszunutzen: Die Beziehungen decken von Mutualismus bis hin zu explizitem Parasitismus die ganze Bandbreite der Möglichkeiten ab.

Auch die Biologin Pena betont, das Verhalten der Pflanzen sei nicht »weiß oder schwarz«, es könne beides sein. Und für Baluška zeigt genau diese Vielschichtigkeit, dass Pflanzen in gewisser Weise »soziale Lebewesen« sind. Ihm zufolge habe man schlichtweg lange ihre Fähigkeiten unterschätzt und tue das noch immer. Mittlerweile verdichten sich beispielsweise die Hinweise darauf, dass Pflanzen über das Pilznetzwerk auch Informationen austauschen. Bisher dachte man, es gebe lediglich ein eher unspezifisches Senden von Informationen in dem Sinne, dass Pflanzen Duftstoffe in die Luft entlassen oder bestimmte Signalmoleküle in den Boden absondern, die dann andere Pflanze eher durch Zufall detektieren. Mittels der Pilzfäden wäre jedoch die Weitergabe der Informationen zielgerichtet, effizienter und könnte in beide Richtungen geschehen. Und tatsächlich fanden Forscher bereits heraus, dass von Blattläusen befallene Ackerbohnen offenbar ihre Nachbarn über das Pilznetzwerk informieren. Gleiches beobachteten die Wissenschaftler bei schädlichem Pilzbefall der Blätter. Ähnlich wie mit Duftmolekülen werden so umstehende Pflanzen vor einer drohenden Gefahr gewarnt.

Ein vergleichbares Verhalten zeigen Tomaten, die von den Erregern der Dürrfleckenkrankheit, der Kartoffelfäule oder anderen Pflanzenpathogenen attackiert werden, wie chinesische Wissenschaftler zeigen konnten. Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass über das Pilznetzwerk eine Kommunikation stattfinde, schreiben sie in ihrer Veröffentlichung. Bewiesen ist das noch nicht: Um das aber wirklich sicherzustellen, müsse ausgeschlossen werden, dass die warnenden Botenstoffe nicht in die Erde abgegeben werden, um von den Pilzen daraus aufgenommen zu werden, gibt die Botanikerin Pena zu bedenken.

Ein Gehirn in den Wurzeln?

Die Biologin Simard geht hier einige Schritte weiter. Im Buch »Memory and Learning in Plants« schreibt sie: »Diese Verhaltensweisen der Bäume haben kognitive Qualitäten und umfassen Fähigkeiten wie Wahrnehmung, Lernen und Gedächtnis (…)« Sie ist gar der Meinung, dass die Topologie von Mykorrhiza-Netzwerken denen neuronaler Netzwerke ähnelt. Mehr noch: Es gebe bestimmte Muster und Eigenschaften in diesen Strukturen, die auch für Intelligenz wichtig sind. Man erkenne zunehmend an, schreibt die Forscherin sinngemäß, dass Pflanzen Entscheidungen treffen und Handlungen ausführen und so Eigenschaften von Intelligenz aufweisen, wie es normalerweise nur Menschen oder vielleicht Tieren zugeschrieben wird.

Dass eine solche Sichtweise nicht abwegig ist, glaubt auch Baluška. Der Molekularbiologe erforscht die Wurzelspitzen von Pflanzen. Für ihn ist das der essenzielle Teil in diesem gesamten unterirdischen Netzwerk. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts hat Charles Darwin vorgeschlagen, dass die Wurzelspitze wie ein Gehirn eines niederen Lebewesens funktioniere. Und tatsächlich konnte Baluška gemeinsam mit Kollegen zeigen, dass sich in den Wurzeln eine neuronale Zone befindet, die ähnlich wie auch die Nervenzellen im Gehirn Signale verarbeitet und weiterleitet: die Wurzelspitzenzellen kommunizieren – wie ein neuronales Netzwerk von Tier und Mensch – über eine Art Aktionspotenzial miteinander. Manche Neurone oszillieren auf eine Art und Weise, wie man es auch im Gehirn des Menschen beobachtet hat.

Insgesamt sei das Prinzip der Funktionsweise natürlich trotzdem anders, betont Baluška – was unter anderem mit den Anforderungen zusammenhängt, denen die Wurzeln gerecht werden müssen: Ihre »offensichtliche Aufgabe ist es, Wasser und Nährstoffe zu finden«, sagt der Biologe. Zu diesem Zweck messen bestimmte Zellen in der Wurzelspitze ständig mindestens 20 verschiedene Parameter in der Umgebung, darunter Feuchtigkeit, Lichtstärke oder Sauerstoffgehalt. Und diese große Menge an sensorischen Informationen der Wurzelkappe müssen zum einen verarbeitet und gespeichert werden, damit die Pflanze reagieren kann, also zum Beispiel in eine geeignete Richtung wachsen. Daneben deute jedoch vieles darauf hin, so Baluška, dass die Wurzelspitze, insbesondere die neuronale Zone, für die zielführende Invasion der Pilze wichtig ist. Auch für die anschließende Wechselwirkung und Interaktion mit den Pilzen seien vermutlich diese Strukturen ausschlaggebend.

Baluška reichen die Erkenntnisse der letzten 20 Jahren, um mit gutem Grund sagen zu können, dass die Wurzelspitzen eine Struktur beheimaten, die einem Gehirn zumindest in manchen Punkten ähnelt und es den Pflanzen ermöglicht, aktiv zu agieren. Innerhalb der Wissenschaftsgemeinde stoßen solche Gedanke größtenteils noch auf Ablehnung. Baluška bedauert diesen Umstand. Das Wurzel-Pilz-Netzwerk würden die meisten weiterhin in erster Linie bezüglich des Austauschs von Nährstoffen erforschen. An seiner Meinung ändert das nichts: Der Molekularbiologe ist sich sicher, dass die Pflanzen darüber auch Informationen weitergeben. Bäume sprechen vielleicht nicht wie im Märchen – sie kommunizieren aber womöglich tiefgründiger, als wir zu wissen glaubten.

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https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2018-11/fehlbildungen-neugeborene-kindermedizin-frankreich-schwangerschaft-pestizide-umweltgifte/komplettansicht

Fehlbildungen bei Neugeborenen: Schädigen Pestizide die Babys schon im Bauch?

Drei Landstriche in Frankreich. Wenige Tausend Einwohner. Und seit Jahren immer wieder Neugeborene ohne Arme oder Hände. Erst jetzt fiel es auf – und alle sind ratlos.
Fehlbildungen bei Neugeborenen: Dieses Baby wurde gesund geboren. In Frankreich häufen sich seit Jahren in drei Départements Fälle, in denen Neugeborenen eine Hand oder die Arme fehlen.
Dieses Baby wurde gesund geboren. In Frankreich häufen sich seit Jahren in drei Departements Fälle, in denen Neugeborenen eine Hand oder die Arme fehlen. © Jessica Love/plainpicture

25 Neugeborene, denen mindestens eine Hand, ein Unterarm oder ganze Arme fehlen. Zur Welt gekommen innerhalb von 15 Jahren in Ain, Loire-Atlantique und Morbihan, drei der 101 Departements Frankreichs. Das klingt nach wenigen und zufälligen Einzelschicksalen und deckt sich eigentlich mit der normalen Fehlbildungsrate. Und doch spricht die französische Gesundheitsbehörde Santé publique France (SPF) nun von „statistisch auffälligen“ Häufungen.

Der Grund: Alle Mütter der betroffenen Neugeborenen wohnten nah beieinander, in kleinen Dörfern auf dem Land. Deshalb wird jetzt, Jahre nach den ersten Anzeichen, nach Gründen gesucht: Was könnte Babys schon im Mutterleib geschädigt haben? Waren es womöglich Pestizide von den Feldern, giftige Rückstände aus der Nahrung oder unsichtbare Schadstoffe aus der Luft?

Frankreichs Gesundheitsministerin Agnès Buzyn hat den Verdacht, ein Umweltgift könne die Ursache sein, nun durch öffentliche Aussagen geschürt: Die hohe Anzahl von Kindern mit fehlenden Armen oder Händen könne möglicherweise mit Mitteln in der Landwirtschaft zusammenhängen. Auf der Suche nach der Ursache wolle man keine Richtung ausschließen. Möglicherweise sei die Spur in der Umwelt zu suchen. „Vielleicht liegt es an etwas, das die Schwangeren gegessen, getrunken oder eingeatmet haben,“ sagte die Ministerin. Zum jetzigen Zeitpunkt wisse man das nicht.

Niemand weiß genau, wo Fehlbildungen wie oft auftreten

Erst kürzlich war bekannt geworden, dass allein in einem Umkreis von 17 Kilometern um das westfranzösische Dorf Druillat im Departement Ain in den Jahren 2000 bis 2014 18 Kinder zur Welt gekommen waren, denen mindestens eine Hand oder ein Arm fehlte. Ein weiterer Verdachtsfall aus Ain, den die Zeitung Le Monde öffentlich gemacht hatte, wird nach Behördenangaben noch geprüft. Hinzu kommen vier Fälle aus der kleinen Bretagneregion Morbihan (dort kamen die Kinder in den Jahren 2011 bis 2013 zur Welt) und drei aus der benachbarten Region Loire-Atlantique, geboren 2007 und 2008.

Bei dem Versuch, die aktuell bekannt gewordenen Fälle statistisch seriös einzuordnen, offenbart sich in Frankreich ein Problem, das in Deutschland ebenso besteht: Es fehlt eine landesweite zuverlässige und rasche Erfassung aller Neugeborenen mit Fehlbildungen. Nur mit so einem nationalen Register jedoch könnten bedenkliche Entwicklungen in bestimmten Regionen schneller entdeckt werden. Außerdem sind mögliche Schadstoffe in der Umwelt, die Föten im Mutterleib schädigen können, offenbar noch zu wenig erforscht.

Für den aktuellen Fall bedeutet das: Ganze zehn Jahre lang fiel den französischen Behörden die lokale Häufung der betroffenen Kinder nicht auf – bis ein Gynäkologe nach zwei Geburten von Säuglingen, denen Arme fehlten, das Registre des Malformations en Rhône-Alpes, kurz Remera, alarmierte. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieses öffentlich finanzierten Registers für kindliche Fehlbildungen allein für das Département Ain hatten schon 2015 einen Bericht für die in Paris ansässige nationale Gesundheitsbehörde (SPF) über sieben registrierte Fehlbildungen verfasst. Darin stand: „Die wahrscheinlichste Hypothese ist, dass die betroffenen Schwangeren einer „Substanz in der Landwirtschaft oder der Tiermedizin“ ausgesetzt wurden.

Ein Faktor, der bislang aber nicht untersucht wurde. Laut der betroffenen Eltern nahmen die Behörden nach der Geburt vor allem das Verhalten der Mütter unter die Lupe – etwa, welche Gesichtscremes sie während der Schwangerschaft benutzten, welche Putzmittel sie verwendeten und was sie gegessen hätten. Mögliche Schadstoffe aus der Umwelt seien zu wenig beachtet worden. „Wir fordern eine tiefergehende Untersuchung“, sagte Isabelle Taymans-Grassin im französischen Radio. Sie ist die Mutter eines Mädchens, das ohne linken Unterarm geboren wurde.

Ihre Tochter ist inzwischen sieben Jahre alt. Bis heute hat der französische Staat ihrer Fehlbildung keine besondere Beachtung geschenkt. So wie ihr ging es mehreren Familien in Frankreich. Doch die Eltern fingen an, sich zu vernetzen. Im Laufe der Jahre lernten sich Väter und Mütter in den entsprechenden Kommunen kennen – in den betroffenen Dörfern leben nur wenige tausend Menschen. Und sie stellten fest: Viele Schwangere wohnten oder wohnen noch heute an Feldern, auf denen Raps oder Sonnenblumen angebaut wurden. Als die Regierung schließlich Kündigungsbriefe an die Mitarbeiter von Remera verschickte und das lokale Register in diesem Herbst aus Spargründen geschlossen werden sollte, wehrten sich die Eltern öffentlich, wandten sich an Zeitungen, das Radio und ans Fernsehen. Erst dadurch wurden ihre Kinder neu gezählt und registriert. Plötzlich fand die Gesundheitsbehörde SPF elf weitere Kinder mit Fehlbildungen in der Region Ain. Und schließlich wurde auch die Gesundheitsministerin Agnès Buzyn aktiv. „Es ist inakzeptabel für die Eltern und unser Land, nicht zu wissen, warum Babys ohne Arme und Beine geboren werden“, hieß ihre neue Losung.

Alkohol oder Medikamente? In diesen Fällen ausgeschlossen

Tatsächlich wissen Forscherinnen und Forscher bei weniger als der Hälfte aller Fehlbildungen, warum sie entstanden sind. Der Wiesbadener Mediziner Klaus-Michael Keller gab 2015 auf einem Kongress des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte an, dass man bei rund 60 Prozent der sogenannten größeren Fehlbildungen nicht die Ursache kenne. Die restlichen 40 Prozent seien genetisch bedingt oder durch einen Virus ausgelöst. Genau diese erblichen oder viralen Ursachen wurden bei den französischen Eltern ausgeschlossen, ebenso wie Medikamente oder Alkohol.

Überraschenderweise werden weder in Frankreich noch in Deutschland Neugeborene mit Fehlbildungen übers ganze Land hinweg registriert. Dabei hätten beide Staaten aus der Geschichte lernen können: Die Schädlichkeit des Schlafmittels Contergan wurde auch erst offensichtlich, als die Fälle zusammengeführt wurden. In den Jahren von 1958 bis 1962 waren weltweit bis zu 10.000 Kinder mit Fehlbildungen geboren worden, nachdem ihre Mütter in der Schwangerschaft das Mittel genommen hatten.

Trotzdem decken heute in Frankreich sechs Register nur rund 19 Prozent des gesamten Landes ab – das ist aber noch mehr als in Deutschland. Hier gibt es offenbar nur in Sachsen-Anhalt eine eigene Meldestelle, also nur für rund zwei Prozent aller Neugeborenen.

Überraschung über Spekulationen

Vielleicht klafft diese Lücke auch, weil sich niemand wirklich zuständig fühlt. Das Berliner Gesundheitsministerium gibt zum Beispiel an, keine Informationen über die Anzahl der Betroffenen in Deutschland zu haben, eine landesweite Zählung gäbe es nicht – und verweist auf das Bundesumweltministerium. Dies wiederum sieht die Zuständigkeit beim Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Das Institut berät die Bundesregierung in Fragen zum gesundheitlichen Verbraucherschutz. ZEIT ONLINE bat das BfR auf Nachfrage dann aber um Verständnis dafür, dass man sich ohne ausreichende Hintergrundinformationen nicht an der öffentlichen Diskussion über mögliche Ursachen der Fälle in Frankreich beteiligen könne. Ähnlich der Tenor aus anderen Berliner Behörden und Ministerien: Man wolle sich derzeit nicht äußern und sei überrascht, dass sich die französische Ministerin so weit aus dem Fenster lehne und über mögliche Ursachen in der Landwirtschaft spekuliere.

In Frankreich immerhin soll es bald eine Karte für das ganze Land geben, auf der Fälle von Fehlbildungen erfasst und vermerkt werden. Und noch eine neue Untersuchung seitens der Behörden kommt hinzu, diesmal für Tiere. Denn inzwischen haben sich Veterinäre zu Wort gemeldet: Kälber und möglicherweise auch Hühnerküken ohne Gliedmaßen sollen auffällig häufig in den gleichen drei landwirtschaftlich genutzten Gebieten geboren worden sein, in denen die Mütter der betroffenen Kinder lebten. Die gehen längst in Kitas oder zur Schule, lernen von klein auf teils mit nur einer Hand, einem Arm oder allein mit ihren Füßen zu greifen, zu malen oder zu schreiben. Während sie mit ihrem Handicap längst groß werden, hat Frankreichs Staat gemerkt, dass sie überhaupt existieren.

Korrekturhinweis: In einer früheren Version des Textes wurden in den ersten beiden Absätzen irreführende statistische Vergleiche gezogen. Diese haben wir aus Gründen der Verständlichkeit vereinfacht. Die Redaktion

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http://www.faz.net/aktuell/wissen/leben-gene/wie-die-gefahren-der-kuenstlichen-befruchtung-verharmlost-werden-15872749.html?premium

Künstliche Befruchtung : Was soll hier schon schiefgehen?

Ganz hohe Kunst: Wenn gar nichts mehr klappt, muss ein einziges Spermium eben reichen Bild: SPL

Die Zeugung im Labor ist nahezu Routine geworden. Von Schäden beim Nachwuchs war bislang nicht die Rede. Erst jetzt fangen Mediziner an, genauer hinzusehen.

Einmal im Jahr kommt die Gemeinde der Fortpflanzungsmediziner beim Treffen der European Society of Human Reproduction and Embryology zusammen. Dieses Mal fand es Anfang Juli in Barcelona statt. 12.000 Teilnehmer konnten unter anderem ein Fertility Festival besuchen, einen Wohltätigkeitslauf hinter sich bringen, bei Fingerfood, Livemusik und Drinks bis zum Abwinken soziale Kontakte pflegen und mehr als tausend Vorträge und Präsentationen über sich ergehen lassen. Die mehr oder weniger ausnahmslos um die Frage kreisten: Wie können wir unsere Erfolgsquote noch steigern?

Jörg Albrecht

Verantwortlich für das Ressorts „Wissenschaft“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Man kann nicht sagen, dass das bislang misslungen wäre. Das erste Retortenbaby kam 1978 zur Welt. Seitdem sind mehr als acht Millionen Kinder mit Hilfe assistierter Reproduktionstechnik gezeugt worden. Die weitaus meisten von ihnen kamen gesund zur Welt. Aber es gab auch Komplikationen. Eine Studie australischer Mediziner gelangte vor vier Jahren zu dem Ergebnis, dass Retortenkinder im Vergleich zu anderen Neugeborenen doppelt so häufig eine Frühgeburt erleben; das Risiko einer Totgeburt steigt ebenfalls um das Zweifache, Missbildungen scheinen ähnlich gehäuft vorzukommen. Wie viele Schäden sich erst nach der Geburt und im späteren Leben manifestieren, weiß man nicht. Es existiert kein nationales und erst recht kein internationales Register, in dem das alles verlässlich erfasst würde.

In den Anfangsjahren war die Freude darüber, dass es im Reagenzglas klappt, zu lebhaft, als dass man sich groß Gedanken gemacht hätte. Erst als die Zahl der In-vitro-Fertilisationen in die Millionen ging, besann man sich und sammelte in nennenswertem Umfang Daten. Aber Langzeitstudien blieben rar, und bis heute fehlt es an statistisch gesicherten Erkenntnissen. Selbst ambitionierte Vertreter des Faches stellen sich gelegentlich die Frage, ob die Nachhilfe in Sachen Befruchtung, abgekürzt „ART“, tatsächlich schon eine Wissenschaft oder nicht vielmehr eine ärztliche Kunst geblieben ist, die nur mit etwas Glück zum Erfolg führt. Immerhin sind von zehn Versuchen, eine Schwangerschaft auf künstlichem Wege herbeizuführen, im Durchschnitt bloß drei oder vier von Erfolg gekrönt.

Das hört sich zunächst niederschmetternder an, als es ist. Selbst bei einer herkömmlichen Zeugung per Geschlechtsverkehr liegt die monatliche Chance für Paare ohne besondere Fruchtbarkeitsprobleme nur bei 25 Prozent. Kommt es dabei zur Konzeption, gehen schätzungsweise die Hälfte aller Embryonen in den ersten Wochen danach spontan verloren. Zu den häufigsten Ursachen von Frühaborten zählen Chromosomenstörungen, meist treten einzelne Chromosomen in Über- beziehungsweise Unterzahl auf. Solche massiven Anomalien im Erbgut sehen auch die Reproduktionsmediziner. Viele von ihnen ziehen daraus den Schluss, dass es kaum einen Unterschied gibt zwischen natürlicher und assistierter Fortpflanzung. Die unterschwellige Botschaft an die Eltern lautete bislang: Wenn etwas schiefgeht, liegt es an euch. An eurem Alter, an euren Genen, an der mangelnden Qualität der Samen- und Eizellen. Die Technik selbst, hieß es, habe praktisch keinen Einfluss auf das Wohlergehen der Laborkinder.

Gefahr von verdeckten Defekten

Man muss da freilich differenzieren. Die Methoden unterscheiden sich erheblich. Liegt eine Unfruchtbarkeit beim Mann vor, reicht das von der einfachen Insemination der Frau mit Spendersamen über die Vereinigung von Ei und Samen in vitro bis zur Intracytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI), bei der das Ei unter dem Mikroskop mit einer einzigen Samenzelle befruchtet wird. Die kann, falls der Mann nicht imstande ist, reifen Samen zu produzieren, auch in unreifem Zustand aus dem Hoden oder dem Nebenhoden gewonnen werden. Selbst unbewegliche Spermien, die noch keine Geißel besitzen, erhalten auf diesem Wege eine Zeugungschance. Inzwischen wird sogar mit Mikrorobotern experimentiert, die schlappe Samenzellen mittels Magnetkraft ins Ziel bringen sollen.

Derartige Kunststücke stoßen nicht nur auf Beifall. Die mit dem Büchnerpreis ausgezeichnete Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff beispielsweise erregte sich vor vier Jahren öffentlich über das gegenwärtige „Fortpflanzungsgemurkse“, das in ihren Augen zweifelhafte Geschöpfe produziert, „halb Mensch, halb künstliches Weißnichtwas“. Ein weniger hysterischer Einwand könnte lauten, dass die Mediziner tatsächlich dabei sind, Barrieren einzureißen, die von der Natur aus gutem Grund errichtet wurden. Wenn sich der ersehnte Nachwuchs partout nicht einstellen will, kann es ja sein, dass die Eltern Erbanlagen besitzen, deren Kombination zu schweren Entwicklungsstörungen führen würde. Bei der ICSI-Methode steht zudem die Frage im Raum, ob die Auslese geschwächter Spermien nicht versteckte Defekte ans Tageslicht befördert.

Als das Verfahren 1997 in den Leistungskatalog der Krankenkassen aufgenommen werden sollte, verlangte der Gemeinsame Bundesausschuss, dass es zuvor drei Jahre lang auf Unbedenklichkeit überprüft werden müsse. Eine Studie der Universitätsklinik Lübeck kam damals zu dem Schluss, dass sich das relative Risiko einer Fehlbildung wahrscheinlich etwas erhöht, und zwar um gut ein Fünftel. Die Spermieninjektion wurde trotzdem 2002 amtlicher Bestandteil der Richtlinien über künstliche Befruchtung, die Ärzte wurden dazu verpflichtet, bei der Beratung von Ehepaaren auf mögliche Gefahren hinzuweisen.

Gefahr von Behinderungen neunmal höher

Indizien gab es bereits. Humangenetikern war aufgefallen, dass nach einer ICSI-Behandlung mehr Kinder mit dem seltenen Beckwith-Wiedemann-Syndrom geboren wurden, als statistisch zu erwarten gewesen wäre. Die Betroffenen leiden unter Riesenwuchs, der mit Organschäden und erhöhter Tumoranfälligkeit einhergeht. Auch gab es einige Fälle des Angelman-Syndroms, einer Krankheit, die nach dem britischen Kinderarzt Harry Angelman benannt ist und ebenfalls äußerst selten auftritt; die Patienten neigen zu unmotivierten Lachanfällen, sind geistig behindert und kaum imstande, sich sprachlich zu artikulieren. Beide Syndrome lassen sich auch durch genetische Mutationen erklären, die mit dem Prozedere der künstlichen Zeugung ursächlich nichts zu tun haben. Aber als man begann, genauer hinzusehen, stieß man auf einen zweiten möglichen Mechanismus. Ei- und Samenzellen durchlaufen vor der Befruchtung normalerweise mehrere Reifephasen, bei denen die Gene der Mutter und des Vaters unterschiedlich markiert werden. Bei diesem „Imprinting“ (Prägung) genannten Vorgang wird in der Regel jeweils eine Variante stillgelegt In den Spermien geschieht das relativ früh, Eizellen hingegen durchlaufen den Prägungsprozess bis zum Zeitpunkt der Empfängnis und darüber hinaus. Das alles vollzieht sich auf natürlichem Wege in einem Milieu, das darauf physiologisch exakt zugeschnitten und bei weitem noch nicht in allen Einzelheiten erforscht ist.

1978 in Oldham, Großbritannien: Louise Joy Brown, der erste durch In-Vitro-Fertilisation gezeugte Mensch, kurz nach ihrer Geburt. Bilderstrecke
Künstliche ’Befruchtung : Kinder aus der Retorte

Im Labor sieht das anders aus. Ei- und Samenzellen schwimmen in Nährmedien, deren Zusammensetzung von Klinik zu Klinik variiert, das Rezept wird von den Herstellern häufig geheim gehalten. Die empfindlichen Zellen werden mikrochirurgischen Manipulationen unterworfen, unter Umständen eingefroren und wieder aufgetaut, hohen Sauerstoffkonzentrationen und anderen Faktoren ausgesetzt, mit denen sie bei einer natürlichen Empfängnis niemals konfrontiert würden. Dass es in dieser artifiziellen Umgebung leichter zu Imprinting-Fehlern kommen kann, ist kein Wunder. Heute besteht weitgehend Einigkeit darüber, dass die Mehrzahl der Beckwith- und Angelman-Syndrome nach einer IVF-Behandlung auf Pannen bei der Prägung des Erbgutes zurückzuführen ist. Soweit die Zahlen das überhaupt zulassen, schätzt man in diesen Fällen das absolute Risiko, ein behindertes Kind zur Welt zu bringen, auf eins zu viertausend, was etwa neunmal so hoch ist wie in der übrigen Bevölkerung, aber immer noch recht gering.

Damit könnten viele Eltern und wohl die meisten Fortpflanzungsmediziner leben. Doch nach den ersten Verdachtsfällen kam schon einmal die Befürchtung auf, man beobachte „möglicherweise nur die Spitze des Eisberges“, wie es seinerzeit im Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie hieß. Seitdem ist mehr als ein Jahrzehnt vergangen, und es existiert immer noch kein klares Bild. Eine Häufung schwerer Krankheitsbilder ist zwar ausgeblieben. Aber unterhalb des Radars könnten sich subtilere Schäden und Langzeitfolgen verbergen. Die erste Generation der Retortenkinder hat gerade mal das vierzigste Lebensjahr erreicht, die ICSI-Sprösslinge stecken großenteils noch in den Kinderschuhen oder in der Pubertät. Die Handvoll Studien, die den Anforderungen an evidenzbasierte Medizin halbwegs genügen, lassen sich an den Händen abzählen.

„Gefäßwände wie bei langjährigen Rauchern“

Eine davon geriet unlängst ins Sperrfeuer zwischen Experten und Öffentlichkeit. Der Schweizer Kardiologe Urs Scherrer vom Inselspital Bern hatte die Gefäße und den Blutdruck von Jugendlichen untersucht, die nach einer IVF-Behandlung zur Welt gekommen waren. Im Vergleich zu ihren auf natürlichem Wege gezeugten Altersgenossen wiesen sie signifikant schlechtere Werte auf. Bereits im Kindesalter hätten ihre Gefäßwände ausgesehen wie die von langjährigen Rauchern, sagt Scherrer, der die Entwicklung seit Jahren verfolgt. Die jüngste Arbeit seines Teams erschien Anfang September im Journal of the American College of Cardiology. Darin äußern die Autoren die Vermutung, dass die Ursache im Kulturmedium zu suchen sei, worin die befruchteten Eizellen tagelang heranwachsen, ehe sie in den Uterus verpflanzt werden.

Mehrere Medien berichteten darüber, teils in zugespitzter Form. Auch die F.A.Z. veröffentlichte im Oktober eine kritische Einschätzung. Als der Artikel online ging, stieß er auf ein ungewöhnlich großes Echo. Ein Online-Bericht der Zeit erntete mehr als sechshundert Leserzuschriften und Nachfragen besorgter Eltern. Die Redaktion sah sich veranlasst, ein Interview nachzureichen, das die ursprüngliche Darstellung relativierte. In Fachkreisen war man dennoch empört und sprach von unseriösem Sensationsjournalismus.

Nun ist es in der Reproduktionsmedizin nicht unüblich, Erfolgsmeldungen grundsätzlich zu begrüßen und negative Resultate sehr viel stärker in Frage zu stellen, als das eventuell angebracht wäre. Die assistierte Fortpflanzung ist nicht zuletzt ein Geschäft, von dem die Kliniken gut leben. Die vergleichsweise aufwendige und teure intracytoplasmatische Sameninjektion wird inzwischen in einem Ausmaß praktiziert, das jeder medizinischen Notwendigkeit Hohn spricht. Ursprünglich als letzter Ausweg in ansonsten hoffnungslosen Fällen gedacht, ist das ICSI-Verfahren fast zur Standardtherapie geworden. In Europa wird die Technik annähernd doppelt so häufig eingesetzt wie eine gewöhnliche In-vitro-Befruchtung, in Lateinamerika sechsmal so oft und in Israel beinahe zu hundert Prozent.

Dass sie Barrieren überwindet, die von Natur aus vorgegeben sind, kann man der modernen Medizin nicht zum Vorwurf machen. Der Impetus, auch scheinbar Unmögliches zu schaffen, ist wesentlich für den medizinischen Fortschritt gewesen, ohne ihn gäbe es keine Organtransplantationen und keine Hoffnung im Kampf gegen Krebs. Nur eines sollte immer ehrlich kommuniziert werden: Es gibt kein ärztliches Handeln ohne Nebenwirkungen. Wo es um das Schicksal kommender Generationen geht, wiegt diese Regel besonders schwer.

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siehe auch  „Jörg Spitz“  – „Vitamin D“ – „EPI-GENETIK“

e.com/watch?v=6Dxg4Z3Fslo

Das „Natur-Defizit Syndrom“ – Interview mit Prof. „Dr. Jörg Spitz“ | Folge #100

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om/watch?v=Mg0KbkQS40s

Endlich raus aus der Zuckersucht – Interview mit ZuckerMonster.com mit „Ilga Pohlmann“| Folge #122 

 

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Die „MONSATAN-MANIPULATIONs-MASCHINE“ STOPPEN

GEGEN das SCHWINDEN der VIELFALT des „MIKRO-BIOMs“ – – – – DAS „MIKRO-BIOM SCHÜTZEN“ – – – Das BEDEUTET: SOFORT „MONSATAN-BAYER“ ABSCHAFFEN das sind die Wahren  „ÜBEL-TÄTER“ und DIESE ENDLICH zur VERANTWORTUNG ZIEHEN LASSEN!!!!!!!!

siehe auch „Das MIKRO-BIOM“ – „Monika Krüger“ – „Es gibt ein ANTI-BIOTIKA“ namens „GLYPHOSAT“ – US 7771736 B2

aus dem TEXT: … sind schwere Darmentzündungen mit dem Erreger >>>>Clostridium difficile.<<<< Bei zahlreichen Patienten ist die Flora des Darms derart beschädigt, dass sie sich nicht mehr erholt und die Clostridien weiter wüten können. Erst ein neues Mikrobiom durch eine Fecal Microbiota Transplantation (FMT), zu Deutsch Kottransplantation, verschafft mit großer Wahrscheinlichkeit Heilung. ……………

https://www.sueddeutsche.de/wissen/mikrobiologie-forscher-arbeiten-an-der-globalen-kot-biobank-1.4200706

Mikrobiologie

Forscher arbeiten an der globalen Kot-Biobank

Die Kot-Biobank soll an einem geschützten Ort untergebracht werden, ähnlich wie die Saatgut-Bank Seed Vault auf Spitzbergen.(Foto: dpa)
  • Das Global Microbiome Conservancy (GMC) Projekt will das sogenannte Mikrobiom erforschen und erhalten.
  • Dazu haben die Forscher bereits Stuhlproben mit 11 000 verschiedenen Bakterienstämmen gesammelt.
  • Hintergrund ist, dass die mikrobielle Vielfalt im Inneren des Menschen schwindet, mutmaßlich verursacht durch westliche Ernährung und Lebensweise.
  • Ob mit der geplanten Biobank wie erhofft medizinische Fortschritte erzielt werden können, ist bislang unklar.
Von Kathrin Zinkant

Viele Bewohner der westlichen Hemisphäre dürften schon bei der Vorstellung dieser Situation pikiert sein: Da klingelt jemand an der Tür, hält einem eine kleine blaue Plastikschüssel hin – und bittet darum, das Behältnis mit etwas Kot zu befüllen.

Doch gibt es Menschen, in Ruanda oder Ghana zum Beispiel, die lachen drüber und kommen der Bitte um eine Probe ihrer festen Ausscheidungen tatsächlich nach. Sie leisten damit ihren Beitrag zu einem Projekt, das bald weltumspannende Dimensionen annehmen soll: Das Global Microbiome Conservancy (GMC) hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Vielfalt der bakteriellen Besiedlung menschlicher Därme – das sogenannte Mikrobiom – sowohl zu erforschen als auch zu erhalten.

Aus 34 Ländern und insbesondere aus Kulturen, die noch keinen industriellen Lebensstil pflegen, sollen Stuhlproben gesammelt, Bakterienstämme isoliert und genetische Analysen angefertigt werden, heißt es in einem Bericht des Wissenschaftsmagazins Science. 11 000 solcher Stämme aus sieben Ländern hat das GMC bereits beisammen.

Die Proben werden analysiert und konserviert. Was noch fehlt, ist ein Aufbewahrungsort

Als Grund nennen die beteiligten Wissenschaftler den bereits fortschreitenden Verlust von Biodiversität im Innersten des menschlichen Körpers, mutmaßlich verursacht durch westliche Ernährung und Lebensweise. Man will retten, was noch zu retten ist – auch um die Folgen des Verlusts genau untersuchen zu können. Das Mikrobiom des Menschen, das aus 100 Billionen Bakterien besteht, vornehmlich im Darm angesiedeltist und fast zwei Drittel zur Trockenmasse des menschlichen Stuhls beisteuert, ist in den vergangenen Jahren in den Fokus der Forschung geraten. Man vermutet, dass die heimlichen Bewohner erhebliche Bedeutung für die Gesundheit haben. Deshalb werden die Stuhlproben des GMC nicht nur gesammelt und analysiert, sondern auch dauerhaft konserviert, bei minus 190 Grad Celsius. Noch gesucht, aber geplant ist ein geschützter Ort, vergleichbar mit der in Spitzbergen angesiedelten Pflanzensamenbank Seed Vault, der das bakterielle Vermächtnis der Menschheit auf ewige Zeiten sichert.

Ob die Sammlung über reine Forschungsperspektiven hinaus einen medizinischen Nutzen haben wird, ist derzeit allerdings fraglich. Viele Hinweise darauf, dass die bakteriellen Bewohner des Darms einen neuen Zugang zu einer Vielzahl von Körperfunktionen oder sogar zur menschlichen Psyche bieten und diese sich via Mikrobiom verändern lassen, haben sich als nicht haltbar erwiesen. Die einzige Indikation, für die das Mikrobiom in seiner bodenständigsten Form tatsächlich Heilung verspricht, sind schwere Darmentzündungen mit dem Erreger Clostridium difficile. Bei zahlreichen Patienten ist die Flora des Darms derart beschädigt, dass sie sich nicht mehr erholt und die Clostridien weiter wüten können. Erst ein neues Mikrobiom durch eine Fecal Microbiota Transplantation (FMT), zu Deutsch Kottransplantation, verschafft mit großer Wahrscheinlichkeit Heilung. Inzwischen ist die FMT die bevorzugte Methode, um eine komplizierte Clostridieninfektion zu therapieren. Gegen alle anderen Leiden hilft sie nicht.

500 bis 1000 verschiedene Bakterienstämme

Dass die Forschung im Rahmen des Global Microbiome Conservancy daran noch viel ändern wird, bezweifeln Experten. „Für den Erkenntnisgewinn ist diese Bank ein tolle Sache, es gibt ja inzwischen viele Ansätze dieser Art, um das Zusammenspiel von Ernährung, Mikrobiom und Gesundheit zu erforschen“, sagt Paul Enck von der Universität in Tübingen. Der Darmexperte und Psychophysiologe sieht aber bislang kaum Anlass für die Hoffnung, das Mikrobiom in seiner Komplexität zu verstehen und dieses Wissen auch nutzen zu können. So hätten jüngste Forschungen gezeigt, dass Bakterienstämme einzeln betrachtet etwas völlig anderes mit Nahrungssubstraten anstellen als in einer Lebensgemeinschaft mit anderen Bakterien. „Wenn man bedenkt, dass in einem menschlichen Darm 500 bis 1000 verschiedene Bakterienstämme leben, kommt man auf eine astronomische Zahl von Kombinationen, die alle einzeln untersucht werden müssten, um zu erkennen, welche Zusammensetzung gesundheitlich von Vorteil wäre“, sagt Enck.

Die perfekte Bakterienbesiedelung des Bauchs gibt es wohl ohnehin nicht, und Fachleute raten auch dringend davon ab, selbst zur Tat zu schreiten. Do-it-yourself-Transplantationen mit Kochsalzlösung, Küchenmixer und dem Stuhl eines Verwandten – oder des Hadza-Stamms aus Tansania, der angeblich ein besonders gesundes „Ur-Mikrobiom“ besitzt – werden im Internet zwar angepriesen, beschrieben und propagiert. Sie sind jedoch medizinisch sinnlos und vor allem gefährlich. Ohne ärztliche Begleitung können fremde Stuhlproben aufgrund von krankmachenden Viren, Pilzen und unverträglichen Bakterien zu dramatischen gesundheitlichen Konsequenzen führen. Enck kann sich höchstens vorstellen, dass sich zum Beispiel Fernreisende Eigenstuhlproben einfrieren. Sollten sie sich unterwegs eine schwere Darminfektion einhandeln, wissen sie wenigstens, womit sie ihren Status quo von vor der Reise wiederherstellen.

Wie der Mensch von seinen Bakterien abhängt

Jeder von uns beherbergt Billionen Mikroben. Mehr und mehr zeigt sich, dass diese Untermieter nahezu alle körperlichen Regungen beeinflussen. Von Hanno Charisius mehr…

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ube.com/watch?v=XiBlkG_s4rc

Glyphosat tötet gesundheitsfördernde Bakterien ab

Rinder-Sterben

Prof „Monika Krüger“ – ab Minuten 7:00  – Clostridium botulinum – gesundheitsfördernde Bakterien werden abgetötet

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GLYPHOSAT wirkt „ANTI-BIOTISCH“ – US patent „7,771, 736 B2“ (2010) _“Hensel“ -„BfR“

Mikro-Biologin“ – „Monika Krüger“ – aus dem VIDEO unten: ab Minuten 26:44 –  Glyphosat – Hemmung des „Shikimate-Pathway“ (Shikimisäure-Stoffwechselpfad)„Pflanzen-Stoff-Wechsel“ (Bakterien, Pilze, Algen, Protozoen) und blockiert  somit die Bildung von  „Drei essentiellen Amino-Säuren“ (Tryptophane – Phenylalanine – Tyrosine z.B. „Vitamin E“) welche  Menschen und Tiere nicht selbst produzieren können  – „Mikro-Organismen“ die sich im „Magen-Darm-Trakt“ des Menschen befinden haben ebenfalls diesen „Stoff-Wechsel-Weg“ –  z.B. entsteht dadurch „Vitamin K – Mangel“ bei Rindern ist die Folge „Nasen-Bluten“

Link für die Unterlagen zu diesem Vortrag:   http://www.havelland.de/fileadmin/dateien/amt66/Bilder/Klimaschutz/Regionale_Aktivitaeten/Humustage_2016/Krueger_Glyphosat_2016_96dpi.pdf

Monika Krüger: Das Umweltgift Glyphosat und Glufosinat Herbizide mit Nebenwirkungen

Kraft-Futter ist mit „Gen-Tech“ kontaminiert – „chronischer Botulismus“„Ursachen-Forschung“ „Neuro-Toxin“ „Lähmung des Zwerchfells“
„chronischer Botulismus“: Tiere sterben verzögert
„Agro-Chemie“
Amino-Säure wird Phosphon-Säure
ab Minuten 26:00 – Glyphosat blockiert „Pflanzen-Stoff-Wechsel“ (Bakterien, Pilze, Algen, Protozoen) und blockiert  somit die Bildung von  „Drei essentiellen Amino-Säuren“ (Tryptophane – Phenylalanine – Tyrosine z.B. „Vitamin E“) welche  Menschen und Tiere nicht selbst produzieren können
„Chorismate“:  „Vitamin K-MANGEL“?!
Glyphosat – herbizider Wirkungsmechanismus – Hemmung des „Shikimate-Pathway“ (Shikimisäure-Stoffwechselpfad)Behindert alle Proteine und Wirkstoffe, die die „drei aromatischen Aminosäuren“ benötigen: Tannin, Lignin, Flavonoide etc, Wuchsstoffe
Vitamin-Mangel“ (auch Vitamin B 6/B12) wird durch Glyphosat verursacht
ab Minuten – 29:40 – Spuren-Element-Mangel wegen Glyphosat: – Glyphosatwirkung –  Starker Chelator (Fänger) , bindet zweiwertige Kationen –  bindet wichtige Spuren-Elemente wie: Mg, Ca, K, Zn, Co, Mn, Fe usw (Zink, Mangan, Kobalt ,Kupfer, Eisen usw.) – (bildet Komplexe mit Kationen ) – Kationen sind Spuren-Elemente (Mangel-Erscheinungen – Krankheiten)
Einfluss von Glyphosat auf Mikronährstoffaufnahme und Nährstofftranslokation in Pflanzen (Sonnenblumen)
„2013“: Einfluss von Glyphosat auf „Spuren-Element-Gehalt“ im Blutserum von Kühen (DK): Kobalt – Mangan (Aktivität der Mitochondrien) – Zink (z.B für Gehirn) – Selen

ab  Minuten 33:50 – Wirkung auf Mikro-Organismen
US patent „7,771, 736 B2“ (2010) – es wirkt Anti-Mikrobiell  – die „guten“ Bakterien werden vom Glyphosat attackiert (massive Störung des Gleich-Gewichts)

Bakterien besitzen 2 Formen von EPSPS
Klasse I: sensibel für Glyphosate in mikromolaren Konzentrationen
Sensibel
Lactobacillus spp.
Enterococcus spp.
Bifidobacterium spp
Bacillus spp
Klasse II: noch aktiv in Gegenwart von Glyphosat
Resistent
Salmonella Typhimurium
Salmonella Enteritidis
Salmonella Gallinarum
Clostridium tetani
Clostridium perfringens
Clostridium botulinum
Fusobacterium necropho
Einfluss von Glyphosat auf Boden-Mikro-Organismen – Fusarien

ab Minuten 48:37 – Toxizität von Glyphosat und Roundup auf HT29 – MTX Zellen – (48h) – Zytostatikum – „RoundUP“ ist 125 mal toxischer als der Wirkstoff „Glyphosat“

ab Minuten 55:30 – „USA“ extrem hohe Werte von Glyphosat im Urin (4mal bis 5mal so hohe Werte als in Europa) – „Kalifornien“

ab Stunden 1:09 – „Sri-Lanka“ hat Glyphosat verboten – USA „RoundUP“  – Thailand – „Brust-Krebs“ – „WHO“ –  „EPA“ (1985 Glyphosat krebseregend – 1991 wieder geändert?! )

ab Stunden 2:06 – ?POLITIK? – Deutschland – „MAIS-LANDSCHAFTEN“(BIO-GAS) – „MONO-Kulturen“ – „Futter-Mittel“ vom „Aus-Land“?! („?Gen-tech-Futter?“)

Glyphosat: Mangel an „aromatischen Aminosäuren“
1. Tryptophan: Serotonin – Melatonin
2. Tyrosin: Dopamin, Adrenalin, Melanin, Schilddrüsen-Hormon
3. Zerstörung der Cytochrome P450 (CYP)- Enzymen:
Aktivierung von Vitamin D, Abbau von Retinsäure (Abbauprodukt von Vit. A)
– Galleproduktion
– Detoxifizierung von Umweltgiften
– Stabilisierung von Blut (Hämorrhagien vs. Koagula)
Beeinflussung der Fruchtbarkeit
1. Aromatase ist ein CYP 450 Enzym, das Testosteron zu Östrogen
umwandelt (Fruchtbarkeit)
2. Spermien hängen von Cholesterolsulfat für Dekapitation und Fertilisation ab
3. Cholesterolsulfat-Synthese hängt von Cytochrom P450 (CYP)- Enzymen ab

4. Glyphosat zerstört die CYP-Enzymfunktion

Maßnahmen:

Bindung von Glyphosat durch „Huminsäuren“
Humin-Säuren: Natürliche Stoffe im Boden, die durch Abbau von Pflanzenmaterial sowie Metabolismus von Mikroorganismen entstehen
1. Langfristige Ziele
Wiederherstellung der Funktionalität der Kreislaufsysteme „Boden-Pflanze-Tier-Mensch“ durch Reduktion, besser Beseitigung der Glyphosat-Einträge in die Systeme.
2. Kurz-mittelfristige Ziele

Neutralisierung der G-Wirkung in den einzelnen Systemen durch geeignete Maßnahmen bei Tieren und Menschen (Einsatz von Huminsäuren/ Pflanzen – Kohle) Boden: Stoppen des G-Einsatzes, Ausbringen von Huminsäuren und PF-Kohle

 

„ÖKOLOGISCHE NAHRUNGs-MITTEL bevorzugen“

 

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https://www.diabetes-online.de/a/laubers-kolumne-glyphosat-ist-ein-antibiotikum-1858597

Hans Lauber

Lauber’s Kolumne

„Glyphosat ist ein Antibiotikum!“

Bild zu Lauber's Kolumne - „Glyphosat ist ein Antibiotikum!“ © Fotolia

Das umstrittene Pflanzengift wirkt wie Medikamente – und greift somit direkt in den menschlichen Stoffwechsel ein. Sagt der Arzt und Apotheker Dr. med. Siegfried Schlett im Gespräch mit unserem Autor Hans Lauber.

Hans Lauber: Was verstört Sie als Arzt und Apotheker an Glyphosat ganz besonders?

 

Dr. med. Siegfried Schlett: Das Herbizid hat sowohl eine Zulassung als Chelat-Bildner wie auch interessanterweise als Antibiotikum. Es handelt sich also ganz klar um ein Medikament, welches wir in unwahrscheinlich hohen Mengen von einigen tausend Tonnen auf den Äckern ausbringen mit unübersehbaren Konsequenzen für die Böden und das Grundwasser.

Was passiert?

 

Als Chelat-Bildner kann Glyphosat Metalle „einfangen“ und festhalten, was dazu führt, dass wichtige Nährstoffe und Spurenelemente wie Magnesium, Kobalt und Zink im Boden gebunden werden – was dann zu einer Mangelernährung bei den Pflanzen beitragen kann. Dramatisch sind auch die Glyphosat-Auswirkungen auf die Böden, die wir langfristig in ihrer Ökologie stören, was die Vielfalt an Arten dramatisch reduziert. Das hat auch gravierende Auswirkungen auf die Fauna, die Stichworte sind Bienensterben sowie ein Rückgang der Vogel- und Insektenpopulationen.

 

Sind auch die Menschen davon betroffen?

 

Aber ja, und das wird in der Diskussion massiv verdrängt, wenn so getan wird, das alles ginge nur die Bauern an. Denn auch wenn immer wieder behauptet wird, dass Glyphosat schnell abbaubar ist, so lässt es sich doch sehr wohl in vielen Lebensmitteln nachweisen – und über die gelangt es in den Körper, wo es auch nachweisbar ist. Somit wird das Gift Teil unseres Stoffwechsels, löst negative Reaktionen aus.

 

Welche?

 

Es gibt zwei Auswirkungen: Zuerst die Rolle als Chelat-Bildner. Das sind, um es noch einmal zu betonen, Arzneimittel. Es gibt viele Chelat-Bildner und manche werden auch in der ärztlichen Praxis eingesetzt. So gebe ich meinen Patienten DMPS, was steht für Dimercaptopropansulfonsäure, um etwa Quecksilber aus Amalganplomben aus dem Blut zu entfernen. Wenn nun aber etwa über das Bier illegal solche Chelat-Bildner in den Körper gelangen, können sie dort unkontrolliert wirken. Etwa Eisen auswaschen, was zu Blutarmut führen kann. Oder Mangan und Molybdän entfernen, was Entzündungen Vorschub leisten kann.

„Glyphosat kann zu Blutarmut und Entzündungen führen“

Die zweite Auswirkung?

 

Glyphosat ist ein Antibiotikum – also eines unserer wirkungsmächtigsten Medikamente. Nun wurde dieses Medikament aber in der Vergangenheit häufig viel zu sorglos eingesetzt, sodass es oft nicht mehr wirkt, dass sich Resistenzen gebildet haben. Deshalb hat in der Medizin ein massives Umdenken eingesetzt, werden die Antibiotika viel zurückhaltender verordnet. Ein Beispiel: Noch vor einigen Jahren waren diese Substanzen bei Blasenentzündungen das Mittel der ersten Wahl. Das ist heute ganz anders, da wird zuerst kräftig durchgespült, werden vielleicht Schmerzmittel verschrieben. Erst wenn das alles nicht mehr hilft, dann kommen Antibiotika zum Einsatz.

Das sind ganz wichtige Anstrengungen, die aber dadurch völlig zunichte gemacht werden, dass wir tonnenweise Antibiotika über die Felder kippen ein Vorgang, der durch nichts zu entschulden ist. Damit züchten“ wir doch die so gefürchteten Resistenzen geradezu. So haben jetzt Wissenschaftler der Universität von Florida herausgefunden, dass über sogenannte Kreuzresistenzen im Boden gegen Antibiotika resistente Bakterien entstehen. Sie können dann über die Nahrungsmittel, etwa Brot, zum Menschen gelangen.

 

Was meint der Gesetzgeber dazu?

 

Das ist ein besonders trauriges Kapitel. Als Landwirtschaftsminister Christian Schmidt gegen massive Bedenken der Wissenschaft den Einsatz von Glyphosat im vergangenen Dezember verlängert hat, da verlängerte er die Zulassung eines Medikamentes – und das gehört nun zuallerletzt in die Zuständigkeit eines Landwirtschaftsministers. Das ist ein klarer Fall von Kompetenzüberschreitung!

„Der Landwirtschaftsminister hat nicht die Zulassung für ein Herbizid verlängert, sondern für ein Medikament“

Löst Glyphosat Krebs aus?

 

Seriös lässt sich nicht beweisen, dass das Herbizid ein direkter Auslöser für Krebs ist. Aber es gibt indirekte Wirkungen: So können die heimlich aufgenommenen Stoffe permanente Entzündungen auslösen – und nach neuesten Untersuchungen sind diese chronischen Inflammationen zu rund 25 Prozent an der Entstehung von bösartigen Tumoren beteiligt.

Lassen sich andere Krankheiten mit dem Herbizid verbinden?

 

Da gibt es leider wenig gesicherte Erkenntnisse, weil das offensichtlich niemand wirklich so genau wissen will. Was mir in meiner Praxis aber auffällt, ist eine Häufung von erhöhten Nierenwerten, für die ich keine wirkliche Erklärung habe. Wie gefährlich Glyphosat für die Niere ist, zeigt ein Beispiel aus Sri Lanka. Dort gibt es Calcium- und Magnesiumreiches Grundwasser, was an sich unproblematisch ist. Aber der Chelat-Bildner Glyphosat hat diese Stoffe gebunden – und sie führten dazu, dass einige zehntausend Menschen daran gestorben sind.

Müssen Diabetiker besonders aufpassen?

 

Viele Menschen mit Diabetes leiden an einer geschwächten Nierenfunktion. Wenn da noch die Folgen von Glyphosat dazukommen, dann können echte Probleme auftreten.

Wie wird sich das in Zukunft entwickeln?

 

Die gravierenden Folgen der schleichenden Vergiftung werden sich erst noch zeigen. Ein Beispiel: Über die mit Glyphosat behandelten und abgeernteten Flächen werden Schafe getrieben. Die fressen die Giftrückstände – und schon kann es wieder passieren, dass ein an sich perfektes Naturprodukt wie Schaffleisch chemisch belastet ist.

Wie lässt sich etwas ändern?

 

Ein Großteil der Landwirte ist nicht belehrbar. Da helfen nur Verbote. Ein erster Schritt könnte ein Verbot der „Ernteabspritzung“ sein, denn gerade diese finalen Glyphosat-Hämmer gelangen besonders leicht in die Lebensmittel. Das wird nur gemacht, damit die Landwirte ein paar Arbeitsschritte einsparen, damit noch mehr zu noch geringeren Kosten produziert werden kann. Es muss wieder eine Landwirtschaft geben, die mit und nicht gegen die Natur arbeitet. Die auch wieder in Teilen handwerklich mit dem Pflug arbeitet, die wenigstens solche Mindeststandards wie Blühstreifen verwirklicht, damit sich wieder Bienen und Insekten ansiedeln können.

Was können die Verbraucher tun?

 

Sich endlich einmal davon verabschieden, immer nur das billigste zu kaufen. Endlich einmal auch konsequent zu handeln – und sich nicht immer nur über unmenschliche Bedingungen der Tierhaltung aufregen. Aber am nächsten Tag wieder das Billigschnitzel beim Discounter kaufen.

Ist Glyphosat an allem schuld?

 

Eine wichtige Frage! Denn ich sehe die Gefahr, dass irgendwann der Druck auf Glyphosat so groß wird, dass es tatsächlich verboten wird – wobei hoffentlich schon bald ein Verbot für die private Anwendung kommen muss. Aber damit sind eben nicht alle Probleme behoben. Wir dürfen nicht zulassen, dass dann andere, möglicherweise noch gefährlichere Substanzen, durch die Hintertür zugelassen werden. Wir werden erst Ruhe bekommen, wenn wir eine naturverträgliche Landwirtschaft haben. Und die wird nur kommen, wenn die Verbraucher sie auch tatsächlich wollen – und bezahlen!

Dr. med. Siegfried Schlett besitzt eine seltene Doppelqualifikation: Er ist Arzt und Apotheker. Bis 2014 war er stellvertretender Leiter einer großen Apotheke in München, wo er auch an der Entwicklung zahlreicher Rezepturen beteiligt war. Seit vier Jahren führt er eine Privatpraxis im Ärztlichen Naturheilkundezentrum Aschaffenburg. Seine Schwerpunkte sind biologische Therapiekonzepte, bioidentische Hormontherapien sowie die Integration der Nährstoffe in präventive Maßnahmen.

Der 63-jährige ist Herausgeber verschiedener Bücher rund um die Themen Nährstoffe und Lebensmittel. Ganz aktuell ist seine Arbeit als einer der drei Herausgeber an dem Maßstäbe setzenden Basiswerk „Das große Komplementärhandbuch für Apotheker und Ärzte“, das in der Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft Stuttgart erschienen ist.

 

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PATENT: MONSANTO-GLYPHOSAT-ANTI-BIOTIKA
Veröffentlichungsnummer US7771736 B2
Publikationstyp Erteilung
Anmeldenummer US 10/652,684
Veröffentlichungsdatum 10. Aug. 2010
Eingetragen 29. Aug. 2003
Prioritätsdatum 30. Aug. 2002
Gebührenstatus Bezahlt
Auch veröffentlicht unter US20040077608
Erfinder William Abraham
Ursprünglich Bevollmächtigter Monsanto Technology Llc
Zitat exportieren BiBTeX, EndNote, RefMan
Externe Links: USPTO, USPTO-Zuordnung, Espacenet
Glyphosate formulations and their use for the inhibition of 5-enolpyruvylshikimate-3-phosphate synthase
US 7771736 B2
Zusammenfassung
Protozoan parasites of the phylum Apicomplexa include some of the most important causative agents of human and animal diseases, in particular, malaria. The discovery that an organelle found inside parasites of this phylum probably stems from a plastid of plant origin has stimulated research on the effect of chemical herbicidal agents on Apicomplexa. Importantly, the growth of these parasites can be inhibited by the herbicide glyphosate, suggesting that the shikimate pathway will make a good target for the development of new anti-parasite agents. The present invention discloses the use of the herbicidal agent glyphosate in combination with the polyvalent anion oxalic acid for the prevention and therapy of these pathogenic infections…..
 
The importance of the shikimate pathway to cell viability is illustrated by experiments that result in the disruption of enzyme function. In plants, the shikimate pathway enzyme, EPSP synthase, has been targeted by a chemical inhibitor strategy that has resulted in the commercially successful, broad range, post-emergent herbicide called glyphosate. Glyphosate inhibits the shikimic acid pathway, which leads to the biosynthesis of aromatic compounds including amino acids, plant hormones, and vitamins. Specifically, glyphosate inhibits the conversion of phosphoenolpyruvic acid (PEP) and 3-phosphoshikimic acid to 5-enolpyruvyl-3-phosphoshikimic acid by binding to the enzyme 5-enolpyruvyishikimate-3-phosphate synthase (hereinafter referred to as EPSP synthase or EPSPS)….
Chelator Metal Ion Log K (Binding Constant)
Citric Acid Ca2+ 3.45
Mg2+ 3.45
Oxalic Acid Ca2+ 2.46
Mg2+ 2.76

………….Susceptible PathogensAll organisms that contain the enzyme EPSPS should be susceptible to the treatment method of the present invention. These organisms include, but are not limited to all species of the Phylum Apicomplexa, including but not limited to Toxoplasma gondii, Cryptosporidium parvum, Neospora caninum, Eimeria spp., Isospora spp., including but not limited to I. belli, Theileria spp., including but not limited to T. parva and T. annulata, Plasmodium spp., including but not limited to P. falciparum, P. vivax, P. malariae and P. ovale, and Babesia spp., including but not limited to B. microti, B. divergens, B. canis, B. bigemina, B. bovis, B. ovis, B. caballi, B. equi, B. gibsoni and B. felis.

Susceptible organisms include, but are not limited to all species of the Family Neisseriaceae, including but not limited to Neisseria meningitidis and Neisseria gonorrhoeae, Moraxella spp., including but not limited to M. lacumata, M. nonliquefaciens, M. urethralis, M. catarrhalis, and M. bovis, Klingella spp., including but not limited to K. dentrificans and K. kingae and Eikenella spp., including but not limited to E. corrodens.

Susceptible organisms include, but are not limited to all species of the Family Enterobacteriaceae, including but not limited to Escherichia coli and Edwardsiella ictaluri, Klebsiella spp., including but not limited to K. pneumonia and K. oxytoca, Salmonella spp., including but not limited to S. typhimurium, S. typhi, S. paratyphi, S. enteritidis and S. cholerasuis, Serratia spp., including but not limited to S. marcesans and S. liquifaciens, Shigella spp., including but not limited to S. dysenteriae, S. flexneri, S. boydii and S. sonnei, Yersinia spp., including but not limited to Y. enterocolitica, Y. pestis, Y. pseudotuberculosis and Y. ruckeri, Citrobacter spp., including but not limited to C. freundii and C. diversus, Enterobacter spp., including but not limited to E. aerogenes, E. agglomerans and E. cloacae, Morganella spp., including but not limited to M. morganii, Proteus spp., including but not limited to P. mirabilis and P. vulgaris and Providencia spp., including but not limited to P. alcalifaciens, P. rettgeri and P. stuartii.

Susceptible organisms include, but are not limited to all species of the Family Pasteurellaceae, including but not limited to Pasteurella multocida and Actinobacillus pleuropneumoniae, Haemophilus spp., including but not limited to Haemophilus influenzae, Haemophilus parainfluenzae, Haemophilus ducreyi, Haemophilus aphrophilus and Haemophilus aegyptius.

Susceptible organisms include, but are not limited to all species of the Family Mycobacteriaceae, including but not limited to Mycobacterium spp., including but not limited to M. tuberculosis, M. bovis, M. africanum, M. microtti, M. leprae, M. kansasii, M. aviumintracellulare, M. scrofulaceum, M. ulcerans and M. marinum.

Susceptible organisms include, but are not limited to all species of the Family Nocardiaceae, including but not limited to Nocardia spp., including but not limited to N. asteroides, N. brasiliensis and N. caviae.

Susceptible organisms include, but are not limited to all species of the Family Brucellaceae, including but not limited to Brucella spp., including but not limited to B. abortus, B. suis, B. melitensis and B. canis.

Susceptible organisms include, but are not limited to all species of the Family Trypanosomatida, including but not limited to Leishmania spp., including but not L. tropica, L. major, L. donovani, L. braziliensis and L. mexicana.

Susceptible organisms include, but are not limited to all species of the Family Streptococcaceae, including but not limited to Streptococcus spp., including but not limited to S. pneumoniae, S. pyogenes, S. agalactiae, S. mutans, S. milleri, S. sanguis, S. anginosus, S. bovis, S. equisimilis, S. salivarius and S. mitis.

Susceptible organisms include, but are not limited to all species of the Family Alcaligenaceae, including but not limited to Bordetella spp., including but not limited to B. pertusis, B. parapertusis, B. brochiseptica, B. avium and B. hinzii.

Susceptible organisms include, but are not limited to all species of the Family Micrococcaceae, including but not limited to Staphylococcus spp., including but not limited to S. aureus, S. epidermidis, S. saprophiticus, S. lugdunensis, S. haemolyticus, S. warneri, S. schleiferi and S. intermedius.

Susceptible organisms include, but are not limited to all species of the Family Trichocomaceae, including but not limited to Aspergillus spp., including but not limited to A. fumigatus, A. flavus, A. amstelodami, A. avenaceus, A. candidus, A. cameus, A. caesiellus, A. clavatus, A. glaucus, A. granulosus, A. nidulans, A. niger, A. oryzae, A. quadrilineatus, A. restrictus, A. sydowi, A. terreus, A. ustus and A. versicolor.

Susceptible organisms include, but are not limited to all species of the Family Bacillaceae, including but not limited to Bacillus spp., including but not limited to B. anthracis, B. subtilis and B. halodurans and Clostridium spp., including but not limited to C. perfringens, C. tetani, C. difficile and C. botulinum.

Susceptible organisms include, but are not limited to all species of the Family Chlamydiaceae, including but not limited to Chlamydia spp., including but not limited to C. trachomatis and C. pneumoniae and Chlamydophila spp., including but not limited to C. pneumoniae, C. abortus and C. psittaci.

Susceptible organisms include, but are not limited to all species of the Family Listeriaceae, including but not limited to Listeria spp., including but not limited to L. monocytogenes, L. innocua and L. ivanovii.

Susceptible organisms include, but are not limited to all species of the Family Pseudomonadaceae, including but not limited to Pseudomonas aeruginosa.

Susceptible organisms include, but are not limited to all species of the Family Enterococcaceae, including but not limited to Enterococcus faecalis and Enterococcus faecium.

Susceptible organisms include, but are not limited to all species of the Family Cardiobacteriaceae, including but not limited to Dichelobacter nodosus.

Susceptible organisms include, but are not limited to all species of the Family Campylobacteriaceae, including but not limited to Campylobacter jejuni.

Susceptible organisms include, but are not limited to all species of the Family Aeromonadaceae, including but not limited to Aeromonas hydrophila and Aeromonas salmonicida.

Susceptible organisms include Helicobacterpylori, Candida albicans and Pneumocystis carinii.……

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ISTClostridium difficile (CD)“  „GLYPHOSAT-RESISTENT???!!!?!


Clostridien-Durchfall durch Antibiotika

Antibiotika können eine Infektion mit dem gefährlichen Darmbakterium begünstigen. Die Folgen sind mitunter lebensbedrohlich. Aber es stehen immer mehr Therapieoptionen zur Verfügung

von Dr. Reinhard Door, 30.07.2018

Die Einnahme eines Antibiotikums kann zu einer Clostridieninfektion führen. Die Folgen sind blutige Durchfälle und Fieber


Eine Therapie, die eigentlich heilen und Leben retten soll, bewirkt genau das Gegenteil: Das kann bisweilen passieren, wenn Antibiotika eingesetzt werden. Denn diese wichtige Entdeckung der Medizin und eine scharfe Waffe gegen Krankheitserreger bereitet möglicherweise einem gefährlichen Bakterium den Weg. Die Mittel beschädigen die aus Trilliarden von Bakterien bestehende gesunde Darmflora – eine bisher unvermeidliche Nebenwirkung.

Einem Bakterium jedoch können Antibiotika oft nichts anhaben: dem Keim Clostridium difficile (CD). Bei manchen Menschen lebt er bereits unerkannt im Darm. Das ist nicht schlimm, solange ihn die anderen Bakterien in Schach halten. Doch wenn diese durch eine Antibiotika-Therapie absterben, kann sich CD breitmachen. 

CD-Infektionen führen zu blutigen Durchfällen und Fieber

Der gefährliche Keim scheidet Gifte aus, die die Darmwand durchlässig machen. Starker, manchmal blutiger Durchfall, Bauchkrämpfe und Fieber sind mögliche Folgen. Zudem kann sich der Darm extrem aufblähen, was mitunter zu Rissen in der Darmwand und zu Blutvergiftung führt. Dann besteht Lebensgefahr. Fast 2700 Todesfälle, die sich auf CD zurückführen lassen, registrierte das Statistische Bundesamt im Jahr 2015.

Eine aktuelle Untersuchung lässt vermuten, dass es noch mehr sein könnten. Vor allem ältere Menschen sind gefährdet, besonders wenn sie an weiteren Erkrankungen leiden oder eine Therapie durchlaufen, die ihr Immunsystem schwächt. Auch die Dauereinnahme von Medikamenten gegen Sodbrennen (Protonenpumpenhemmer) erhöht das Risiko. Wird dann ein Antibiotikum nötig, macht in etwa einem von hundert Fällen CD dem Patienten Probleme.

Die Zahl der CD-Infektionen in Kliniken steigt

Sehr häufig passiert das in Kliniken. Wo viele kranke Menschen auf engem Raum zusammenkommen, verbreiten sich Bakterien besonders leicht. Kürzlich zeigte eine Studie: Lag in einem Krankenhausbett ein CD-Infizierter, erhöht dies für den nachfolgenden Patienten das Ansteckungsrisiko. Denn die Keime überleben in verkapselter Form, übliche alkoholhaltige Desinfektionsmittel können ihnen deshalb nichts anhaben. Um die Erreger loszuwerden, benötigen Krankenhäuser spezielle Hygiene und entsprechend geschultes Personal. Weil das nicht ständig gewährleistet ist, kommt es dort immer wieder zu Ausbrüchen.

Seit gut zehn Jahren haben die Zahlen der CD-Infektionen und der Sterbefälle stark zugenommen – vor allem in den USA, aber auch in Europa. Die Ursache dafür ist die Verbreitung ­besonders infektiöser Stämme des Bakteriums. Ein Zusatzstoff in Lebens­mitteln hat womöglich dazu beigetragen: Die gefährlichen Stämme können im Gegensatz zu anderen den Zucker Trehalose als Energiequelle nutzen. Diesen setzt die Industrie seit Anfang des Jahrtausends ein – zum Beispiel als natürlichen Frostschutz in Tiefkühlkost, damit etwa Erdbeeren beim Auftauen nicht matschig werden.

Die bisherige Antibiotika-Therapie muss abgesetzt werden

Immerhin sei der besonders infektiöse Stamm 027 derzeit auf dem Rückzug, sagt Professorin Barbara Gärtner, Direktorin des Instituts für Hygiene an der Uniklinik des Saarlands. Gleichzeitig warnt sie: „Es können jederzeit neue gefährliche Stämme auftreten.“ Bei der Behandlung gilt es zunächst, die Antibiotika-Therapie zu beenden – sofern möglich.

Professor Lutz von Müller, Chefarzt für Labormedizin an den Christophorus-Kliniken in Coesfeld

„Bei milden Fällen kann die Infektion dann ganz natürlich ausheilen“, sagt Professor Lutz von Müller, Chefarzt des Instituts für Labormedizin, Mikrobiologie und Hygiene an den Christophorus-Kliniken im westfälischen Coesfeld.

Doch meist genügt das nicht. Dann kommen paradoxerweise wieder Antibiotika ins Spiel. Drei davon haben sich als wirksam erwiesen. Die Wahl richtet sich nach der Schwere des Krankheitsverlaufs. Trotz Medikamenten erleidet etwa jeder fünfte Betroffene einen Rückfall, bei einem kleinen Teil von Patienten wird der Verlauf chronisch. Ein Antikörper, der Anfang letzten Jahres auf den Markt kam, kann das mitunter verhindern. Doch er ist teuer, und seine Effektivität lässt zu wünschen übrig. „Das ist wirklich die letzte Wahl“, sagt Expertin Gärtner.

In schweren Fällen: Stuhlspende als Alternative zu Antibiotika

Eher setzen Ärzte inzwischen auf eine zunächst skurril anmutende Therapie: Sie übertragen den Stuhl eines gesunden Spenders in den Patienten, meist per Einlauf. Die Erfolgsrate beträgt über 90 Prozent, wie Studien belegen. Die Spende hilft, CD im Darm wieder durch gesunde Bakterien zu verdrängen.

Mehr als 50 Kliniken in Deutschland wenden diese Therapieform inzwischen an. Wissenschaftler haben mittlerweile zudem nachgewiesen, dass der Stuhl auch tiefgefroren gelagert werden kann. Und sie haben die darin enthaltenen Bakterien in Kapseln verpackt, die genauso wirksam sind. Davon müssen die Patienten freilich ein paar Dutzend schlucken.

Trotzdem ist die Stuhlspende keine Standardtherapie – sondern eine Option für Patienten mit wiederholten Rückfällen. Denn der Spenderstuhl wird zwar auf Krankheitserreger untersucht, aber ein Restrisiko bleibt. „Man kann zudem nicht ausschließen, dass Darmbakterien im Einzelfall auch chronische Krankheiten begünstigen“, sagt Lutz von Müller. „Da hat man vor allem bei jüngeren Menschen schon Skrupel vor einem unkritischen Einsatz.“

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be.com/watch?v=YjU_RlIOBNs

Gift im Darm – 100 Krankheiten, eine Lösung

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http://www.spektrum.de/news/erhoeht-ein-parodontose-bakterium-die-darm-und-leberkrebsgefahr/1521341?utm_source=zon&utm_medium=teaser&utm_content=news&utm_campaign=ZON_KOOP

23 November 2017

 

Mikrobiom von Tumoren: Erhöht ein Parodontose-Bakterium die Darm- und Leberkrebsgefahr?

Bestimmte Keime aus dem Mund siedeln verdächtig oft in Darmtumoren – und streuen bei fortgeschrittenem Krankheit mit dem Krebs in die Leber. Erhöhen sie die Krebsgefahr?

3-D-Computergrafik von Krebszellen vor blauem Hintergrund

© fotoliaxrender / stock.adobe.com
(Ausschnitt)
Auf das in unseren Mundhöhlen heimische Parodontose-Bakterium Fusobacterium nucleatum haben nicht nur Zahnärzte ein Auge: Der Keim siedelt sich bei geschwächter Körperabwehr gern auch in anderen Organen des Körpers an und kann dann für Probleme sorgen. Vor allem Krebsmedizinern bereitet das Kopfzerbrechen, weil die vermehrte Besiedlung durch Fusobacterium nicht nur etwa mit Mundhöhlenkrebs, sondern zum Beispiel im Darm auch oft mit Dickdarmkrebs einhergeht – wobei unklar ist, ob der Krebs Ursache oder Folge der Bakterienansiedlung sein könnte. Bisher hatten Wissenschaftler vermutet, dass Tumoren vielleicht nur einen besonders guten, weil sauerstoffarmen Lebensraum für die Keime bieten, der vor Attacken der Körperabwehr abgeschirmt ist. Möglich wäre aber auch eine aktive Rolle der Bakterien – eine Befürchtung, der ein Forscherteam in „Science“ nun nachgegangen ist.

Das Team um Susan Bullman von der Harvard Medical School konnte zeigen, dass Fusobacterium aus Darmtumoren sich auch in gestreuten Tochtertumoren wiederfindet, die bei schwerem Verlauf der Krankheit nach der Metastasierung der ursprünglichen Geschwulst in der Leber auftreten. Auffällig war, dass dabei stets die selben Stämme des Keims gefunden wurden – sehr wahrscheinlich stammten die Bakterien demnach wirklich aus dem ursprünglichen Darmtumor und wanderten nicht von anderswo ein, etwa aus dem Mund. Passend dazu fanden sich auch bei Patienten, deren Darmtumoren frei von Fusobacterium gewesen waren, später Keime in den Metastasen.

Das deute nicht nur darauf hin, dass das Bakterium aus dem primären Tumor in den Körper streue – es könnte auch bedeuten, dass der Erreger eine bisher unbekannte aktive Rolle im Geschehen spielt. Im Tierversuch half Mäusen mit Fusobacterium-Herden in Tumoren tatsächlich eine Antibiotikabehandlung. Die Krebsgeschwüre wuchsen dann deutlich langsamer. Denkbar wäre, spekulieren die Forscher, dass die Keime die Gefahr durch metastasierende Tumoren erhöhen: Sie wandern mit Metastasen durch den Körper und könnten deren Ansiedlung in anderen Geweben wie der Leber dann erhöhen. Vor Kurzem hatten Wissenschaftler Hinweise darauf gefunden, dass der Krebs in zunächst erfolgreich behandelten Patienten mit einer erhöhten Fusobacterium-Keimzahl im Körper häufiger später wieder auftritt. Die Auswirkung einer gegen die Keime gerichtete Antibiotikabehandlung sollten daher unbedingt genauer untersucht werden, meinen die Forscher.

© Spektrum.de

 

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https://de.wikipedia.org/wiki/Fusobacterium_necrophorum

Fusobacterium necrophorum

Fusobacterium necrophorum
Systematik
Abteilung: Fusobacteria
Klasse: Fusobacteriia
Ordnung: Fusobacteriales
Familie: Fusobacteriaceae
Gattung: Fusobacterium
Art: Fusobacterium necrophorum
Wissenschaftlicher Name
Fusobacterium necrophorum
(Flügge 1886) Moore & Holdeman 1969

Fusobacterium necrophorum ist ein gramnegatives, nicht sporenbildendes, obligat anaerobes fadenförmiges Bakterium, das wie andere Fusobakterien zur Familie der Fusobacteriaceae gehört. Wie alle zu dieser Familie gezählten Bakterien gehören sie zur normalen Flora des Menschen. F. necrophorum ist vor allem im Mund zu finden. Infektionsprozesse treten daher in der Regel endogen und meist in Form von Mischinfektionen auf. Monoinfektionen sind seltener, sind aber häufig durch schwere Verlaufsformen gekennzeichnet (z. B: Sepsis).

Medizinische Bedeutung

Beim Menschen werden sowohl die Angina Ludovici als auch das Lemierre-Syndrom vor allem durch Fusobacterium necrophorum hervorgerufen.

Bei Pferden verursacht es die Strahlfäule. Beim Rind hat der Keim neben der Auslösung multipler Leberabszesse und Infektionen der Geschlechtsorgane eine starke Bedeutung als Erreger von Klauenentzündungen und des Kälberdiphteroids, bei Schafen und Ziegen löst er die Moderhinke aus. Außerdem ist das Fusobacterium necrophorum Verursacher der Lumpy Jaw Disease des Kängurus, die häufigste und verlustreichste Erkrankung von in Gefangenschaft gehaltenen Kängurus.

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http://flexikon.doccheck.com/de/Fusobacterium_nucleatum

Fusobacterium nucleatum

1 Definition

Fusobacterium nucleatum ist ein gramnegatives, immobiles, nicht-sporenbildendes, obligat anaerobes Stäbchenbakterium. Sein Genom enthält rund 2,4 x 106 Basenpaare.

2 Einteilung

Gegenwärtig (2014) wird Fusobacterium nucleatum in 5 Subspezies unterteilt:

3 Vorkommen

Fusobacterium nucleatum kommt u.a. in der Mundhöhle des Menschen vor.

4 Klinik

Fusobacterium nucleatum ist eine der am häufigsten isolierten Bakterienarten in subgingivaler und supragingivaler Plaque. Das liegt daran, dass Fusobakterien die Fähigkeit haben, an viele verschiedene Arten von grampositiven und gramnegativen Bakterien wie z.B. Porphyromonas gingivalis zu ädhärieren. Es spielt deshalb eine große Rolle bei der Entstehung der Parodontitis.

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http://www.lg1.ch/textinhalte/analysen/konsilien/konsilium.lasso?-keyvalue=2172

Kurzinformation:Fusobacterium spp.
Arten Fusobacterium nucleatum
Fusobacterium necrophorum
Fusobacterium mortiferum
F. naviforme, F. necrogenes, F. periodonticum. F. prausnitzii, F. ulcerans, F. russii, F. varium

 

Bekannte Infektionen Abszesse, Sepsis, Endocarditis, Necrobacillosis (Lemierres’s Syndrom), Periodontitis.

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siehe auch „Monika Krüger“

das Fusobacterium nucleatum“ wird im Zusammenhang mit  KREBS gebracht (siehe oben) bei vermehrter Besiedelung –  die FRAGE stellt sich ist „Fusobacterium nucleatum“ auch „GLYPHOSAT-RESISTENT“???!!! das „Fusobacterium necrophorum“ istGLYPHOSAT-RESISTENT“ –   BEIDE SIEDELN in der MUNDHÖHLE des MENSCHEN und verursachen KRANKHEITEN (siehe oben)

siehe auch – „Kreide-ZÄHNE bei KINDERN“- „Solares GEO-ENGINEERING“

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https://www.welt.de/gesundheit/plus181822736/Fallbericht-Intervallfasten-hilft-Patienten-mit-Typ-2-Diabetes.html

Intervallfasten

Nach fünf Tagen brauchte der erste Patient kein Insulin mehr

 

Stv. Ressortleiterin Wissen
  Beim Intervallfasten legen Menschen regelmäßig Essenspausen von mehr als zwölf Stunden ein
Beim Intervallfasten legen Menschen regelmäßig Essenspausen von mehr als zwölf Stunden ein

Quelle: Getty Images/Westend61

Drei Männer litten seit Jahren unter Typ-2-Diabetes, als sie eine neue Behandlung ausprobierten: regelmäßige Essenspausen von 24 Stunden. Ihre Ärzte berichten nun von den erstaunlichen Erfolgen der Methode.

Es ist eine Geschichte, die fast zu gut klingt, um wahr zu sein. Sie handelt von drei Männern, die seit Jahren schwer krank waren, Leidensgenossen. Bis sie an einem Experiment teilnahmen, das einen nach dem anderen von diesem Leiden erlöste.

Es begann schon nach fünf Tagen. Da konnte der erste der Männer das Medikament, das bisher sein Überleben sichergestellt hatte, einfach weglassen. Der zweite benötigte es nach 13 Tagen nicht mehr. Nach 18 Tagen musste sich auch der dritte Mann kein Insulin mehr spritzen.

Alle drei Männer waren zuckerkrank, sie litten an Typ-2-Diabetes. Diese Krankheit kann man nur mit Medikamenten in den Griff bekommen, wenn sie einmal ausgebrochen ist, aber man kann sie nicht heilen, heißt es meist. Wie nennt man es dann, wenn man die Medikamente nicht mehr braucht?

Die drei Männer hatten kein neues Mittelchen ausprobiert, sich nicht operieren lassen. Sie hatten nur mit etwas begonnen, was auch viele Gesunde gerade ausprobieren. Mit einer Variante des Intervallfastens. Statt täglich zu etwa den gleichen Zeiten drei bis fünf Mahlzeiten zu essen, legten sie Essenpausen ein, die in ihren Fällen jeweils 24 Stunden dauerten.

Sie machten das unter ärztlicher Aufsicht und nach einem für sie angepassten Plan, erstellt in einer Ernährungsklinik in Toronto (Kanada). Ihre betreuenden Ärzte sprechen auch nicht von Intervallfasten, sondern von „therapeutischem Fasten“. In einem Fallbericht im British Medical Journal haben die Mediziner, ein Viererteam um Jason Fung, die erstaunliche Fallgeschichte nun veröffentlicht.

Die Leute sollen weg vom Insulin

Allerdings passt der Bericht zu einer Reihe neuer Studien. Die Ärzte in Toronto sind nicht die ersten, die versucht haben, Patienten mit strengen Diäten zu helfen. Die Leute sollen weg vom Insulin, wenn es irgendwie geht, das ist ein Ansatz, den einige Mediziner inzwischen verfolgen.

In Deutschland setzt sich Stephan Martin dafür ein, Chefarzt für Diabetologie am Verbund Katholischer Kliniken Düsseldorf. Er hat den Fallbericht aus Toronto gelesen und hält ihn für „absolut seriös“. Auch Martin hat Patienten, die binnen Tagen auf Insulin verzichten können, wenn sie unter seiner Aufsicht eine Diät beginnen.

Als Pionier der Methode gilt Roy Taylor, ein Mediziner aus Newcastle in Großbritannien. Er hat vor zwei Jahren eine Studie veröffentlicht, in der er seinen Versuch mit 30 Typ-2-Diabetikern beschreibt, die er auf eine Radikaldiät gesetzt hatte. Taylors Patienten durften acht Wochen lang nur Flüssignahrung und täglich 200 Gramm Gemüse zu sich nehmen, insgesamt nur 800 Kalorien am Tag.

Vor allem den Studienteilnehmern, die erst seit weniger als vier Jahren Diabetiker waren, half diese Kur. Sie brauchten hinterher keine Medikamente mehr, mussten aber weiter auf ihre Ernährung achten.

Die Männer in Toronto waren alle schon viel länger krank. Der jüngste der Leidensgenossen, erst 40 Jahre alt, war seit 20 Jahren Typ-2-Diabetiker. Der zweite Patient, 52 Jahre alt, litt sogar schon seit 25 Jahren an Typ-2-Diabetes und war zusätzlich chronisch nierenkrank. Der älteste Patient war 67 und seit zehn Jahren erkrankt. Alle drei hatten Bluthochdruck und zu hohe Cholesterinwerte.

Fasten unter ärztlicher Aufsicht

Die Ärzte stellten einfache Ernährungsregeln für sie auf: Die Männer sollten wenig Zucker und Kohlenhydrate essen, vor allem wenig „schlechte Kohlenhydrate“, wie sie in Weißbrot oder Kuchen stecken. Als Getränke waren fortan nur Wasser, Kaffee, Tee und Brühe erlaubt.

Trinken sollten die Männer auch an den Fastentagen viel. Aber an diesen Tagen sollten sie aber nicht mittags und abends eine Mahlzeit essen, sondern nur abends. Zwischen den beiden Abendessen sollten mindestens 24 Stunden Pause liegen. Die Ärzte rieten zu drei solchen Fastentagen pro Woche. Zwei der Männer entschieden sich sogar dafür, an jedem zweiten Tag zu fasten.

Er fühle sich „exzellent“ mit diesem Rhythmus, habe der 40-Jährige gesagt, berichten seine Ärzte. Auch der 52-Jährige habe sich beim Fasten prima gefühlt. Der 67-Jährige sagte, er habe anfangs noch eine Gier auf Kohlenhydrate verspürt, dann aber sei das Fasten einfach gewesen, er habe ganz neue Energie in sich wahrgenommen.

Die Patienten hatten den neuen Rhythmus sieben bis elf Monate durchgehalten – mithilfe einer Schulung zu Beginn, regelmäßiger Betreuung durch die Ärzte und viel eigener Willenskraft – als ihre Werte noch einmal erhoben wurden. Jeder der Männer hatte etwa zehn Kilo an Gewicht verloren, ihr Hüftumfang war um 13 bis 19 Zentimeter geschmolzen. Zwei Patienten nahmen nun gar keine Medikamente gegen Typ-2-Diabetes mehr. Einer nahm noch ein Medikament – vor der Umstellung hatte er vier benötigt.

Therapeutisches Fasten könne den Insulinspiegel positiv beeinflussen, schreiben die Ärzte aus Toronto. Das habe man vorher geahnt, die drei Fälle würden es nun zeigen. Es handele sich um den ersten systematischen Versuch einer solchen Behandlung.

Waren die drei Männer eine Ausnahme? Ihre Fälle nicht zu gut, um wahr zu sein – aber eben nur glückliche Einzelfälle? Das kann ein Fallbericht nicht klären, sondern nur einen Hinweis liefern, einen Anstoß zu Studien mit weitaus mehr Teilnehmern, die mit dem Intervallfasten beginnen.

Für andere Versuche, Typ-2-Diabetes mit Diäten in den Griff zu bekommen, liegen inzwischen neue, große Studien vor. Roy Taylor, der Arzt aus Großbritannien, hat seine Methode die Diät mit 800 Kalorien am Tag für acht Wochen – an 340 Patienten untersucht. Die Teilnehmer wurden in 40 Hausarztpraxen betreut und hatten seit höchstens vier Jahren einen Typ-2-Diabetes. Bei fast der Hälfte der Patienten, 46 Prozent, war die Krankheit nach der Diät verschwunden.

Man kann „trockener Diabetiker“ werden

Auch Stephan Martin, der Diabetologe aus Düsseldorf, hat vor wenigen Tagen eine Studie veröffentlicht. Seine Patienten bekommen anfangs eine proteinhaltige Flüssignahrung, 1200 Kalorien pro Tag, und stellen dann nach und nach ihre Ernährung um. Wenig Kohlenhydrate, viel Gemüse, gute Fette, außerdem sollen sie sich viel bewegen, so erklärt er seinen Ansatz.

In der Studie, erschienen im Journal „Nutrients“, hat er die Daten von 321 Patienten ausgewertet. Etwa die Hälfte der Teilnehmer machten eine sehr strenge Diät, die andere Hälfte stellte ihre Ernährung etwas langsamer um. In beiden Gruppen verbesserten sich die Gesundheitswerte der Teilnehmer, darunter Blutzucker, Blutdruck, Gewicht, nach schon zwölf Wochen signifikant.

„Wir müssen in der Behandlung von Typ-2-Diabetes umdenken“, sagt Martin. Es sei ein „gesundheitspolitischer Skandal“, dass in Deutschland immer noch vor allem auf die Gabe von Insulin gesetzt werde. Oft bekämen die Patienten den Stoff sogar schon, bevor andere Behandlungen überhaupt versucht würden. Dabei wisse man, dass ein Gewichtsverlust, egal wie man ihn auslöse, sich sehr günstig auf den Stoffwechsel von Typ-2-Diabetikern auswirkt.

Patienten, die sogar kein Insulin mehr benötigen, sind nicht geheilt, sagt er. Man spreche statt dessen von einer „Remission“ der Krankheit, einem Abklingen der Symptome. Es sei ähnlich wie bei Alkoholikern, die keinen Tropfen mehr trinken. Man könne von „trockenen Diabetikern“ sprechen.

Kann man das im Selbstversuch werden? Stephan Martin rät Patienten, die schon Insulin benötigen, davon dringend ab. Sie sollten nicht ohne ärztliche Betreuung mit einer großen Ernährungsumstellung beginnen. „Es ist ein harter Weg.“ Besser, man geht ihn nicht allein.

Die drei Männer in Toronto waren etwa alle zwei Wochen bei ihren Ärzten, und das monatelang, um ihr Fasten durchzustehen.

Anmerkung: Der Text wurde nach der Veröffentlichung ergänzt. Neu sind u.a. die Einschätzungen von Stephan Martin, Diabetologe aus Düsseldorf.

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https://www.welt.de/gesundheit/article154940852/Die-strenge-Diaet-die-Diabetes-Typ-2-heilt.html

Blutzucker

Die strenge Diät, die Diabetes Typ 2 heilt

| Lesedauer: 7 Minuten

Wissenschaftsredakteurin
Neben Flüssignahrung essen die Patienten nur Rohkost
Neben Flüssignahrung essen die Patienten nur Rohkost

Quelle: Getty Images

Wer einmal Diabetes hat, muss für immer damit leben, dachte man bisher. Schließlich produziert der Körper das nötige Insulin irgendwann nicht mehr. Doch eine Studie zeigt: Er kann das wieder lernen.
Acht Wochen lang jeden Tag 43 Prozent Kohlenhydrate, 34 Prozent Proteine, 19,5 Prozent Fett, dazu Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente – als Flüssigdiät. Einzige feste Nahrung: 200 Gramm Gemüse, pur. Macht um die 700 Kalorien pro Tag. In den Ohren von Allan Tutty aus Sunderland, einer Hafenstadt im Nordosten Englands, klang das wie Folter.

Bei diesen Symptomen könnten Sie Diabetes haben

Allein in Deutschland sind 6 Millionen Menschen von Diabetes betroffen. Oft bleibt die Krankheit lange unerkannt, die Symptome sind diffus. Dabei sind die Ursachen der Wohlstandskrankheit hausgemacht.

Quelle: Die Welt

Sein Diabetes Typ 2 war dem Hausarzt vor drei Jahren bei einem Routinecheck aufgefallen. Tutty hatte es erst nicht glauben wollen. Es ging ihm gut, er hatte doch nur ein bisschen Bauch wie viele mit Ende fünfzig. Doch dann sah er Aufnahmen seiner Leber – und wie verfettet sie war. Als schließlich Roy Taylor von der Newcastle University vor ihm stand und erklärte, er könne seinen Diabetes mit dieser Diät wohl rückgängig machen, sagte Tutty zu.

350 Millionen Diabetiker gibt es der Weltgesundheitsorganisation zufolge derzeit, und diese Zahl wird sich in den kommenden 20 Jahren vermutlich verdoppeln. Auch in Deutschland steigen die Zahlen bislang rapide. Von 1998 bis jetzt war es ein Anstieg um 38 Prozent. Sechs Millionen Betroffene gibt es heute, bis 2030 werden es acht Millionen sein – wenn sich nicht drastisch etwas ändert.

95 Prozent leiden am Typ 2 wie Alan Tutty. Wer ihn einmal hat, konnte bisher damit rechnen, ihn nicht mehr loszuwerden. Diabetes gilt als Krankheit, die unaufhaltsam fortschreitet, die nicht heilbar ist. Erst gibt es eine Tablette, dann mehrere, am Ende steht die Insulintherapie. Doch Roy Taylor, der britische Mediziner, hat einen ganz anderen Ansatz: Er bringt mit einer radikalen Diät den Diabetes 2 nicht nur zum vorübergehenden Stillstand, sondern sogar zum völligen Verschwinden – ein Ansatz, der hierzulande noch fast unbekannt ist.

Mit Reis gegen den hohen Blutzuckerspiegel

Beim Diabetes, der von einem dauerhaft erhöhten Wert des Blutzuckers gekennzeichnet ist, reagiert der Körper auf das blutzuckersenkende Hormon Insulin nicht mehr. Die entsprechenden Zellen in der Leber werden unempfindlich. Dann, nach ein paar Jahren, stellen die Zellen in der Bauchspeicheldrüse, die Insulin herstellen, ihre Arbeit ein.

Dass diese zwei Prozesse nicht endgültig sind, sondern möglicherweise rückgängig gemacht werden können, diese Idee gab es unter Ärzten schon eine Weile. Nur getestet hatte sie noch niemand. Bekannt war aber, dass schon nach einer kurzfristigen Diät die Menge an Insulin, die man Diabetikern von außen zuführen muss, stark sinken kann.

Sybille Wunderlich zum Beispiel, Chefärztin der Klinik für Innere Medizin in den DRK Kliniken Berlin Westend, nutzt das auf ihrer Station manchmal. Sie verordnet den Diabetes-Patienten, die sehr hohe Dosen von Insulin brauchen, gelegentlich Reis-Tage: Dreimal am Tag gibt es dann nur Reis mit Apfelmus oder Reis gekocht in Tomatensuppe. Das macht keinem Spaß, aber nach drei Tagen, sagt sie, brauchen die Patienten nur noch ein Viertel der Insulinmenge, die sie vorher gebraucht haben.

Die Zellen nahmen ihre Arbeit wieder auf

Roy Taylor kam die Idee über einen anderen Weg: Er hatte vor einigen Jahren Studien über Operationen gelesen, Eingriffe am Magen, die starkes Übergewicht reduzieren sollten. Bei etwas mehr als 40 Prozent der Patienten verschwand in der Folge auch der Diabetes – und blieb bis zu drei Jahre danach auch weiterhin verschwunden.

2011 rekrutierte Taylor elf Diabetes-Patienten und verordnete ihnen eine achtwöchige Diät. Sie führte ihnen nur so viel Energie zu, wie Menschen nach einer Magen-Operation verdauen können: 800 Kalorien am Tag. Danach kehrten sie langsam wieder zu festem, aber recht gesundem Essen zurück.

Das Ergebnis war verblüffend. Bei allen elf Patienten verschwand der Diabetes nach acht Wochen und blieb es bei sieben von ihnen bis zur Nachuntersuchung drei Monate später. Taylor sah sich auch an, wie die Bauchspeicheldrüse reagierte: Ihr Fettgehalt sank von durchschnittlich acht auf normale sechs Prozent – und die insulinproduzierenden Zellen nahmen ihre Arbeit wieder auf.

Als wäre nie etwas gewesen

Braucht man also gar keine Operation, um Diabetes verschwinden zu lassen, sondern nur die radikale Diät? Gerade hat Roy Taylor die nachfolgende größere Studie im Fachjournal „Diabetes Care“ veröffentlicht. 30 Patienten hat er diesmal für seine Radikaldiät gewinnen können. 15 von ihnen hatten den Diabetes seit weniger als vier Jahren, weitere 15 hatten ihn aber schon länger als acht Jahre.

Wieder war die Bilanz sehr gut, vor allem für jene, die ihren Diabetes seit weniger als vier Jahren hatten: Zwölf von ihnen, also 87 Prozent, brauchten nach den acht Wochen keine Medikamente mehr – darunter Alan Tutty. Ihre Leber war nach gut einer Woche wieder insulinempfindlich geworden, ihre Bauchspeicheldrüse produzierte das Hormon wieder. Der Blutzucker hatte sich komplett normalisiert, als wäre nie etwas gewesen.

Bei diesen Symptomen könnten Sie Diabetes haben

Nach sechs Monaten waren die zwölf Patienten noch immer ohne Diabetes, ein dreizehnter Patient kam neu hinzu. Bei der Gruppe, die schon länger, zum Teil über 20 Jahre, mit Diabetes lebte, gelang es immerhin der Hälfte der Teilnehmer, ihren Blutzucker so herunterzuschrauben, dass die Diagnose Diabetes nicht mehr auf sie zutraf.

„Es ist also möglich, Diabetes rückgängig zu machen“, schlussfolgert Roy Taylor. Bis zu zehn Jahre nach der Diagnose sei seinen Daten zufolge die Chance groß, Diabetes zu einer solchen Remission zu bringen. Für alle anderen verbessere sich aber immerhin der Blutzuckerspiegel erheblich.

Es war egal, was die Patienten wogen

Taylor hat auch eine Theorie dazu, warum es möglich ist, Diabetes durch eine Radikaldiät verschwinden zu lassen. Er glaubt, dass jeder Mensch eine bestimmte Kapazität hat, Fett im Körper zu tolerieren – genetisch vorgegeben. Alles, was möglich ist, steckt er zunächst ins Unterhautfettgewebe.

Reicht das nicht, lagert sich das Fett in den Organen ab: in der Bauchspeicheldrüse etwa und in der Leber. Wenn das passiert, wird die Fähigkeit der Organe beeinträchtigt, Insulin zu produzieren und auf das Hormon zu reagieren.

Ist das Fett wieder weg, können auch die beiden Organe wieder normal arbeiten. Dazu passt auch, dass es für den Blutzuckerwert der Probanden in der Studie keine Rolle spielte, was sie vor und nach der Diät wogen: Wichtig war allein, dass sie genügend Gewicht verloren.

Diabetes – Typ 1 oder Typ 2?

Die Zahl der Diabetiker nimmt zu – auch in Deutschland. Ärzte und Betroffene werden oft erst aufmerksam, wenn der Diabetes schon weiter fortgeschritten ist. Mediziner unterscheiden zwei Formen der Erkrankung.

Quelle: Die Welt

Dirk Müller-Wieland vom Universitätsklinikum der RWTH Aachen und Sprecher der Deutschen Diabetes Gesellschaft findet das plausibel. Zwar wisse man, dass der Zusammenhang zwischen Übergewicht und Diabetes sehr stark sei. Nur sei er das nicht für alle gleichermaßen – warum, das habe man bis jetzt nicht genau verstanden.

Bis zu 20 Prozent der Menschen, die stark übergewichtig sind, bekommen dem Experten zufolge keinen Diabetes, und Menschen wie Alan Tutty, die nur ein wenig übergewichtig sind, entwickeln ihn manchmal trotzdem.

Die Theorie der genetisch festgelegten Fett-Toleranz könnte diesen Widerspruch aufklären. „Wann immer die persönliche Schwelle erreicht ist, lagert sich das Fett dann da ab, wo es nicht hingehört: in den Organen“, sagt Müller-Wieland.

Tödliche Krankheit

Diätprogramm für Diabetes-Patienten

Matthias Tschöp, Direktor des Helmholtz Diabetes Zentrums in München, findet, dass man die Ergebnisse der relativ kleinen Studie ernst nehmen, aber nicht überbewerten sollte. Schließlich könne man nicht davon ausgehen, dass alle Patienten ihr verringertes Körpergewicht langfristig halten könnten. „Andererseits können auch kurzfristige Verbesserungen das Risiko für Spätschäden verringern“, sagt er. In jedem Fall gebe die Studie den Patienten etwas, was für den Umgang mit der Krankheit sehr wichtig sei: Hoffnung.

Stephan Martin, Chefarzt für Diabetologie und Direktor des Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrums, ist einer der wenigen Diabetologen in Deutschland, die die Arbeit von Roy Taylor seit Jahren verfolgen. In jedem wissenschaftlichen Vortrag zitiere er dessen Studie von 2011, sagt er.

„Die meisten Ärzte hier haben aber noch nie etwas davon gehört.“ Die Diabetes-Behandlung sei in Deutschland sehr auf die Insulintherapie ausgerichtet – etwa doppelt so hoch sei die Pro-Kopf-Menge wie zum Beispiel im Nachbarland Österreich.

Martin will das ändern. Auch er hat ein Diätprogramm entwickelt, für Patienten, die schon länger als elf Jahre an Diabetes leiden. Und auch er hat sehr gute Ergebnisse erzielt.

Die Studie ist zur Veröffentlichung eingereicht, in der kommenden Woche präsentiert er erste Ergebnisse auf dem Diabetes-Kongress. 6000 Teilnehmer werden erwartet. Und sie werden hoffentlich zuhören.

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https://www.sueddeutsche.de/politik/malta-panama-papers-black-siemens-1.4203858

Korruption in Malta
Wem gehört 17 Black?

Valletta, European Capital Of Culture 2018

Blick über die Altstadt von Valletta(Foto: Getty Images)

In Malta schwelt ein Korruptionsskandal, in dessen Zentrum die zwei engsten Vertrauten des Premierministers stehen. Nun kommt neues Licht in die Affäre um eine rätselhafte Firma und ein Millionenprojekt, an dem auch Siemens beteiligt ist.

Von Mauritius Much, Hannes Munzinger und Bastian Obermayer, Valetta

Eine einfache Frage lässt den Stabschef des maltesischen Premierministers die Flucht ergreifen: „Wem gehört 17 Black?“ Es ist ein sonniger Nachmittag im Juni, und Keith Schembri, der Stabschef, rundlich, blauer Anzug, Haifischkragen, eilt durch die Gassen der Altstadt von Valletta, der Hauptstadt Maltas, flankiert von drei Männern. Auf seinen Fersen ein Reporter, der immer wieder diese Frage stellt, einmal, zweimal, am Ende zehnmal: „Wem gehört 17 Black?“

Schembri ist das sichtlich unangenehm, fast jeder kennt ihn hier, immerhin ist er einer der mächtigsten Männer des Landes. Und wenn er die Antwort auf die Frage des Journalisten weiß, könnte ihn das sein Amt kosten, oder sogar die Freiheit. Denn Schembris heimliche Briefkastenfirma sollte, laut einer Notiz in den Panama Papers, von einer rätselhaften Firma namens 17 Black eine Millionensumme bekommen. Dazu kam es am Ende nie, offenbar weil die Panama Papers dem Geschäft zeitlich zuvorkamen – aber Schembri konnte den Verdacht, dass seine Firma ursprünglich von dieser obskuren Firma Geld bekommen sollte, nie entkräften.

Seit über zwei Jahren schwelt in Malta ein Korruptionsskandal, in dessen Zentrum die zwei engsten Vertrauten des Premierministers Joseph Muscat stehen: Besagter Stabschef Schembri und Tourismusminister Konrad Mizzi.

Mizzi war bis 2016 Energieminister und setzte sich zusammen mit Schembri seit seinem Amtsantritt 2013 für ein 450 Millionen Euro schweres Kraftwerksprojekt ein. Den Auftrag bekam das Konsortium Electrogas – ein Zusammenschluss von Siemens, der staatlichen Ölgesellschaft Aserbaidschans und von maltesischen Investoren. Siemens ist bis heute an dem Projekt beteiligt.

Wem also gehört 17 Black? Nach Erkenntnissen der SZ und weiterer Medien könnte ausgerechnet einer der privaten Investoren des 450-Millionen-Projekts hinter der geheimnisvollen Firma stecken: Yorgen Fenech, einer der Vorstände des Electrogas-Konsortiums. Jener Fenech wird in einer Bank-Korrespondenz, die auch die SZ einsehen konnte, nämlich als 17-Black-Eigentümer genannt. Er war bis dahin nicht durch Expertise in der Energiewirtschaft aufgefallen; er betrieb Casinos und Hotels. Nachdem sein Familienunternehmen dann Gesellschafterin des Electrogas-Konsortiums wurde, zog er in den Vorstand ein.

Mehrere Quellen bestätigten diese Information den Reportern des Daphne-Projekts – einem Zusammenschluss von Investigativ-Journalisten, die unter Federführung der Organisation „Forbidden Stories“ die Recherchen der im vergangenen Jahr ermordeten maltesischen Journalistin Daphne Caruana Galizia fortführt. Auch die SZ ist Teil dieser Kooperation.

Mit den maltesischen Spitzenpolitikern Keith Schembri und Konrad Mizzi befasste sich Daphne Caruana Galizia seit Jahren: 2016 enthüllte sie, dass die beiden kurz nach der Regierungsübernahme der Sozialdemokraten 2013 Briefkastenfirmen in Panama eingerichtet hatten. In den Panama Papers fand sich dann eine E-Mail, die – scheinbar – deren Zweck aufdeckte: die Panama-Firmen sollten laut den Anlageberatern der Politiker monatliche Zahlungen in Höhe von 150 000 Euro erhalten – und zwar einer Firma namens 17 Black Limited, angesiedelt in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Seither fragt sich ganz Malta: Wem gehört 17 Black?

Auch Siemens muss sich Fragen gefallen lassen

Sollte Yorgen Fenech tatsächlich der Eigentümer sein, führt das gleich zur nächsten Frage: Warum rechnen die Berater der beiden Politiker damit, dass Fenechs Firma den beiden Geld überweisen will – noch dazu verdeckt, via Panama? Die demnach angedachten Zahlungen eines der Profiteure des 450-Millionen-Deals an beteiligte Politiker würden den zumindest den in Malta schon lange kursierenden Verdacht nähren, dass im Rahmen des Projekts Electrogas Schmiergeld gezahlt werden sollte.

Die Mittel dafür waren wohl vorhanden: Reporter des Daphne-Projektes erfuhren aus Bankenkreisen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, dass zwischen 2014 und 2015 mindestens neun Millionen Euro über ein Konto von 17 Black bei der Noor Bank geflossen sein sollen. Auch heute verfüge die Firma auf dem Konto noch über bis zu drei Millionen Dollar. Die Bank habe das Konto aber im letzten Monat gesperrt und der nationalen Zentralbank wegen Geldwäscheverdacht gemeldet.

Yorgen Fenech bestreitet auf Nachfrage nicht ausdrücklich, dass ihm 17 Black gehört – wohl aber dass er je geplant habe, Politikern Gelder zu überweisen, oder das getan habe. Unklar bleibt weiterhin, ob überhaupt je Geld an die Panama-Firmen floss. Das Vorhaben, Konten für die beiden Briefkastenfirmen der Politiker zu eröffnen, wurde jedenfalls auf Eis gelegt, als die Panama-Papers-Enthüllungen begannen.

Keith Schembri und Konrad Mizzi trugen wenig zur Klärung des Sachverhalts bei. Schembri sagte der SZ und ihren Partnern, 17 Black sei nur ein potenzieller Geschäftspartner gewesen. Der ehemalige Energieminister Mizzi sagte, es habe keine Verbindung zu jener 17 Black Limited gegeben. Konfrontiert mit einem Screenshot der Panama-Papers-Email, zweifelt er die Authentizität der Dokumente an. Sowohl Mizzi als auch Schembri erklären nun, nicht zu wissen, ob Fenech der Eigentümer sei.

Durch die neuen Enthüllungen muss sich auch Siemens Fragen gefallen lassen: War dem Konzern bekannt, dass der örtliche Geschäftspartner Fenech Eigentümer einer Firma ist, von der Gelder an Briefkastenfirmen von maltesischen Politikern fließen sollten? Ausgerechnet an den Minister und den Stabschef, die sich zuvor für das Kraftwerksprojekt eingesetzte hatten? Auf all das hätte man gerne Antworten – allerdings weigerte sich Siemens, konkrete Fragen der SZ zum Thema 17 Black zu beantworten. Die Begründung: Siemens stehe „in keiner Geschäftsbeziehung zu diesem Unternehmen“

Die Verfolgungsjagd im Juni endete übrigens, als Schembri im Amtsgebäude des Premierministers verschwand. Auf die Frage warum er nicht antworten wolle, hatte er dem Journalisten noch zugerufen: „Ich beantworte Ihre dummen Fragen seit fünf Jahren“.

Lesen Sie mit SZ Plus: 

Tatort Europa

In der EU werden in nur einem Jahr zwei Journalisten ermordet, Daphne Caruana Galizia in Malta, Ján Kuciak in der Slowakei. Der Stand der Ermittlungen? Zum Fürchten. Von Lena Kampf und Bastian Obermayer mehr…

©SZ vom 10.11.2018/fued

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„SCHEIN-KRITIKER“: „Kramp-Karrenbauer“

https://www.sueddeutsche.de/medien/maybrit-illner-annegret-kramp-karrenbauer-kevin-kuehnert-tv-kritik-1.4203642

„Maybrit Illner“ zu Merkel-Nachfolge

Symptomatischer Mangel an Gehalt

Die Überschrift „Neue Bündnisse, alte Fronten – was folgt auf Merkel?“ klang angesichts der Tatsache, dass es fast nur um Kramp-Karrenbauer ging, ein wenig zu sehr nach Neutrum.(Foto: ZDF/Svea Pietschmann)

Annegret Kramp-Karrenbauer stanzt Bewerbungs-Worthülsen in die TV-Nacht, Kubicki gibt den Spötter vom Spielfeldrand. Die anderen Gäste sind nur Stichwortgeber. Über einen Abend ohne Erkenntnisse.

Von Hans Hoff

„Wir müssen hier einen Punkt machen und zwar ganz hurtig“, sagt Maybrit Illner nach einer Stunde, und schon steht die Frage im Raum, wohinter genau sie den Punkt denn gerne setzen würde. Hinter eine lockere Plauderrunde am Donnerstagabend, die mal eben die Probleme fast aller Parteien gestreift hat, ohne auch nur einmal unter die Oberfläche zu gehen? Hinter einen flügellahmen Schlagabtausch von Talkshowprofis, die ihre Statements mit bewundernswerter Routine herunterrattern? Oder hinter das Bewerbungsgespräch von Annegret Kramp-Karrenbauer?

Wenn die sich um den CDU-Bundesvorsitz bewirbt und im Dezember zur Nachfolgerin von Angela Merkel berufen werden möchte, braucht sie gar nicht erst zur Wahl anreisen. Sie schickt einfach die Aufzeichnung dieser jüngsten Maybrit-Illner-Talkshow an die Delegierten, dann wissen die Bescheid, wie die Generalsekretärin so tickt, was sie will und was sie kann. Sollten die Parteimitglieder keine Zeit haben, die ganze Sendung zu schauen, reicht auch ein Blick in die Twitter-Timeline der Show, denn dort finden sich akribisch aufgelistet die meisten der Aussagen von @_A_K_K_.

Mehr als zwei Dutzend ihrer Statements haut die Redaktion von Illner während der Sendung raus. Jeder halbwegs zitierfähige Satz findet sofort seinen Niederschlag und soll wohl Brisanz vortäuschen, wo doch eigentlich das Banale dominiert. „Ich habe mich einige Male mit Angela Merkel gestritten, und ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Sie kann auch äußerst laut werden.“ Dieser Satz taucht gleich doppelt auf. Potztausend: Die Kanzlerin kann auch mal laut werden. Hammernachricht. Bisher haben ja alle angenommen, Angela Merkel habe immer nur im Flüsterton regiert.

Und dann ist da noch das Bekenntnis, eine ganze Reihe von Wahlkämpfen hinter sich gebracht zu haben. „Am Ende wollen die Menschen jemand, der sie ernst nimmt. Und insofern schätze ich meine Chancen als nicht so schlecht ein.“ Das immerhin dokumentiert, dass es ihr an festem Willen nicht fehlt.

Vielleicht hätte man das von Anfang an wie einen Filmtitel über die Sendung schreiben sollen: „@_A_K_K_. Die will das wirklich.“ Dann hätte man sich auch den Widerspruch erspart zwischen der Hauptdarstellerin und der wirklich benutzten Überschrift. Die lautete „Neue Bündnisse, alte Fronten – was folgt auf Merkel?“ und klang angesichts der Tatsache, dass es fast nur um Kramp-Karrenbauer ging, ein wenig zu sehr nach Neutrum. Dabei will die Kandidatin doch sehr offenbar genau das abschütteln, dieses Übersachliche, dieses Buchhalterische, dieses Berechenbare, das Menschen dazu verleitet, sie für langweilig zu halten.

In dieser Hinsicht tut sich auch Illner schwer, ernsthaftes Interesse zu zeigen. Als Kramp-Karrenbauer ihre ersten Statements mit bewundernswerter Präzision, aber weitgehend emotionslos in den Raum gestellt hat, wird die Moderatorin angenehm keck. „Diesen Text kennen wir von ihnen. Jetzt werden wir mal konkreter“, sagt sie. Aber leider wird sie nicht wirklich konkreter. Eher allgemeiner, denn sie serviert ein Schlagwort nach dem anderen. Soli, Ankerzentren, Staatsversagen, Diesel und Mindestlohn, alles im Angebot. Keine Schwierigkeit für die Bewerberin. Die ruft ihre Repliken ansatzlos ab.

Da stören auch die restlichen Gäste kaum. Die werden nur als Anspielstationen für die Pausen im Gesprächsfluss zwischen Kramp-Karrenbauer und Illner gebraucht. Aber es wirkt nicht so, als interessiere sich die Gastgeberin wirklich für sie. Sie will immer nur wissen, wie es mit ihnen weitergeht, wenn es mit der CDU irgendwie weitergeht, wobei ja bekanntermaßen selbst die CDU noch nicht weiß, wie es weitergehen soll. Die Gefragten sagen dann, dass es davon abhänge, wie es weitergehe, dass man sich aber davon nicht abhängig machen wolle. Und dann ist wieder Kramp-Karrenbauer an der Reihe.

Ein gewisses Desinterese der Moderatorin

Man meint da zwischendrin durchaus ein gewisses Desinteresse an der Hauptfigur durchschimmern zu sehen, so als nehme niemand ihre Kandidatur wirklich ernst, so als richteten sich alle bereits darauf, dass einer der beiden anderen Kandidaten gewinnt.

Das ist natürlich nicht wirklich fair, aber wenn die Redaktion von Illner ruft, dann geht man halt hin, auch auf die Gefahr hin, nur ein paar Standpunkte verkünden zu können. Aber die kann man dann halt vor einem interessierten Publikum loswerden.

Da gibt Wolfgang Kubicki wie fast schon üblich den Spielfeldrandspötter von der FDP, Janine Wissler von der Linken prangert Ungerechtigkeit an, und der Politikberater Michael Spreng missversteht seine Rolle ein wenig und mischt sich ungefragt in die Moderation ein. Man merkt ihm an, dass er meint, es besser zu wissen. Was auch immer. Dabei geht der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert mit seiner bemühten Ernsthaftigkeit fast ein bisschen unter.

Symptomatisch für den Mangel an Gehalt steht ein kurzer Dialog, in dem es um die Zukunft der SPD geht. „Sie muss sich in der großen Koalition konsolidieren“, befiehlt Spreng, woraufhin Kubicki ein lockeres „Wie denn?“ einstreut und eine sehr lapidare Antwort bekommt: „Indem sie vernünftige Politik macht.“ Mensch, dafür braucht es den Spreng, dass der mal der SPD sagt, dass sie vernünftige Politik machen soll. Da wäre ja in der Partei selber nie jemand drauf gekommen.

Aber um diese Gäste geht es ohnehin nicht. Es geht um Annegret Kramp-Karrenbauer, deren Bewerbung die Moderatorin ein bisschen langweilig zu finden scheint. „Können Sie Kanzler?“, will sie irgendwann ein wenig schroff wissen, aber schon am Ende der Frage weiß sie, dass sie darauf niemals eine befriedigende Antwort bekommen wird.

Kurz vor Schluss gibt Kubicki dann den Partisanen. „Die Freien Demokraten fürchten weder Tod noch Teufel“, sagt er und gibt der SPD noch einen todsicheren Tipp mit auf den Weg: „Lieber aufrecht kämpfen als dahinsiechen.“

Spätestens an dem Punkt ist die Moderatorin wohl ganz froh, dass irgendwer an der Uhr gedreht hat und die Stunde Sendezeit rum ist. Illner schaut in die Kamera und sagt den finalen Satz. „Wir müssen hier einen Punkt machen und zwar ganz hurtig.“ Am Ende ist es Erlösung.

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„SCHEIN-KRITIKER“: „Friedrich Merz“

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/cdu-friedrich-merz-sichert-angela-merkel-unterstuetzung-zu-a-1237577.html

Kampf um CDU-Vorsitz

Merz sichert Merkel Unterstützung zu

Friedrich Merz hat nach SPIEGEL-Informationen ein vertrauliches Telefonat mit der Kanzlerin geführt. In interner Runde sagte der Kandidat für den CDU-Vorsitz zudem, er wolle nicht gegen Merkel arbeiten.

Friedrich Merz

Getty Images

Friedrich Merz

Friedrich Merz hat Kanzlerin Angela Merkel seine Unterstützung zugesagt, sollte er auf dem Parteitag Anfang Dezember zum neuen CDU-Chef gewählt werden.

In einem Telefonat mit Merkel, das nach SPIEGEL-Informationen Anfang der Woche auf Wunsch von Merz stattfand, signalisierte der ehemalige Fraktionschef der Kanzlerin, dass er sich um eine gute Zusammenarbeit bemühen werde, heißt es in CDU-Kreisen.

Auch bei einem Treffen mit CDU-Abgeordneten am Donnerstagmorgen in Berlin erklärte der Kandidat, dass er nicht gegen die Kanzlerin arbeiten werde. Dies gebiete schon die „staatspolitische Verantwortung“, sagte Merz.

Merkel hatte erklärt, dass sie bereit sei, auch unter einem neuen Parteichef bis zum Ende der Legislaturperiode als Kanzlerin zu arbeiten. Neben Merz gilt noch CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer als aussichtsreiche Kandidatin für die Merkel-Nachfolge.

Der ehemalige Verteidigungsminister Franz-Josef Jung sagte dem SPIEGEL, Merz habe die beste Chance, neuer CDU-Chef zu werden: „Würden die Mitglieder den nächsten Bundesvorsitzenden wählen, dann hätte Friedrich Merz jetzt schon gewonnen.“ Merz sei ein „Hoffnungsträger“ für die Basis.

Jung ist wie Merz Mitglied des „Andenpaktes“, des CDU-Männerbunds, der Merz ermuntert hat, sich für die Parteispitze zu bewerben.

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https://www.neopresse.com/legal/neue-zensurfalle-eu-will-upload-filter/

Neue Zensurfalle? EU will Upload-Filter

NEOPresse in D/A/CH

Die EU möchte offenbar die sogenannten UploadFilter schneller installieren und durchsetzen als gedacht. Nun hat laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung die Chefin von YouTube die Anbieter von Videodateien angeschrieben, um in der aktuellen Diskussion um diese Filter bei der EU und in der Öffentlichkeit zu protestieren. Sie wies darauf hin, dass die Autoren sich über den „Artikel 13“ der avisierten Richtlinie zum Urheberrecht informieren sollten und „sofort handeln“.

Aufruf erfolgreich

Dieser Aufruf ging Ende Oktober an diverse Autoren, da die Unternehmenslenkerin einen vierteljährlichen Brief an ihre Zielgruppe verfasst. Derzeit weist Youtube unter den hauseigenen Charts auf, dass unter den besten 10 Videos gleich vier mit diesem Thema befasst seien. Darin werde vor dem Ende von Youtube gewarnt. Es werde gewarnt, „warum es Youtube“ im kommenden Jahr nicht mehr gebe etc.

 

Inhaltlich will die Richtlinie nach den bisherigen Fassungen, die zuletzt im September vom Parlament der EU verabschiedeten worden waren, dass sich die Plattformen von Online-Angeboten sogenannte „Lizenzen“ sichern müssen, die Rechteinhaber, hier also etwa Videoproduzenten, ihnen gewähren könnten. Sollte es Urheberrechtsverletzungen geben, dann müssten die Betreiber solcher Plattformen dafür wiederum haften.

Das wiederum führt nach Meinung der Unternehmensmanagerin dazu, dass Plattformen wie etwa YouTube darüber nachdenken müssten, lediglich auf Inhalte der großen Unternehmen zurückzugreifen. Die dahinterstehende Logik: „Kleine“ Anbieter sind von solchen Plattformen hinsichtlich der Lizensierung gar nicht zu kontaktieren. Das bedeutet auch nach Meinung dieser Redaktion, dass die großen Verlagshäuser mit hoher Sicherheit massiv bevorteilt werden. Dies soll mit einiger Wahrscheinlichkeit auch der Grund für das vorliegende Gesetz sein. Dies ist noch nicht gültig, sondern wird nun vom „EU-Ministerrat“ verhandelt.

Eine äußerst geschickte Form der Zensur, meinen wir. Ade, freies Internet, wenn große Plattformen sich die Veröffentlichung faktisch nicht mehr leisten können und wollen.

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WIR HABEN ein GLOBALES PROBLEM und das ist „RAFF-GIER“

das FALSCHE „GROSS-MAUL“ MACARONI SOLL erst MAL sein GELD abgeben und ALL die ANDEREN „RAFF-ZÄHNE“

Man wundert sich oder auch wieder nicht  dass „MERKEL-MONSATAN-GLYPHOSAT“ überhaupt noch zu sehen ist denn ist ihre ZEIT nicht angeblich ABGELAUFEN –  WENN es nach den WÄHLERN ginge!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

https://www.welt.de/wirtschaft/bilanz/article183816328/Neustart-fuer-Europa-Deutschland-muss-lernen-seinen-Wohlstand-zu-teilen.html

 

Neustart für Europa

Deutschland muss lernen, seinen Wohlstand zu teilen

Frankreichs Staatspräsident Macron warnt in seiner Rede vor einem Rückfall in den Nationalismus. Manche Gäste in Paris könnten diese Worte als Kritik empfunden haben.

Quelle: WELT / Achim Unser

Autoplay
Die Rede des französischen Präsidenten Emmanuel Macron zum 100-jährigen Ende des Ersten Weltkrieges muss alle aufrütteln, die an Europa zweifeln. Es gibt Hoffnung, auch im Angesicht der spaltenden Populisten.

Die Feierlichkeiten zum Ende des Ersten Weltkriegs in Frankreich waren beeindruckend. Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron hat vor rund 70 Regierungschefs eine visionäre Rede (mit Übersetzung) gehalten, die man im Original hören muss. Kern seiner Rede war der Satz: „Nationalismus ist Verrat am Patriotismus.“

Und weiter solle niemand sagen: „Unsere Interessen zuerst, und wir sind besser als alle anderen. Das kann keine Nation von sich behaupten: Was uns groß macht, sind die moralischen Werte … Die Lehre kann nicht sein, dass man ein Volk gegen das andere aufbringt.…>>>(WER sind   denn die HETZER und SPALTER?!:  die „EU“-_MACRON – MERKEL usw???!!!)<<<

Deutschland muss lernen, seinen Wohlstand zu teilen...

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„UN-HEIL“ BAHNT sich an mit „MERKEL-MACRON“ –  in Wahrheit will MACRON das „SCHULD-GELD“ für die BANKSTER ein-TREIBEN!!!!!

PFUI PFUI PFUI „RAFF-ZAHN“ MACARONI – ein SUPER-REICHER STINKER

http://www.spiegel.de/politik/ausland/emmanuel-macron-im-bundestag-liebeserklaerung-an-deutschland-a-1239102.html

Besuch in Berlin

Macrons Liebeserklärung an Deutschland <<<WERs GLAUBT!!!!!….>>>>

„Frankreich liebt Sie“: Vor dem Bundestag hat Präsident Macron den Deutschen einen Heiratsantrag gemacht. Das war kein sentimentaler Ausrutscher – sondern ein Angebot, das man nur einmal im Leben bekommt……

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https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/11/17/eine-tote-und-200-verletzte-bei-massen-demos-frankreich/

17. November 2018

Eine TOTE und 200 VERLETZTE bei MASSEN-DEMO in FRANKREICH

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Das VOLK – „Gelbwesten gegen MACRON <<<PARALLELEN sind hier zu sehen in  DEUTSCHLAND“ und MERKEL!!!!!!!!<<<

http://www.spiegel.de/politik/ausland/frankreich-emmanuel-macrons-soll-wegen-benzinsteuer-zuruecktreten-a-1239052.html

Landesweite Proteste in Frankreich

Ein Volk sieht Gelb

Die Geringverdiener in Frankreich begehren auf gegen die Politik von Emmanuel Macron, den sie für einen Präsidenten der Reichen halten. Ihre Wut ist unorganisiert, radikal – und ein unkalkulierbarer politischer Gegner.

Eine Analyse von , Paris

SPIEGEL ONLINE

Auch als es dunkel wird, wollen die Demonstranten am liebsten noch unter dem Triumphbogen in Paris verweilen. Man erkennt sie jetzt deutlicher als am Tage. Sie tragen gelbe Warnwesten – und sie leuchten grell im Schein der Straßenlaternen. Dunkel uniformierte Polizeitruppen mit Schutzschilden und Schlagknüppeln versuchen nun die leuchtenden Menschen in die Nebenstraßen zu drängen. Einige Protestler zünden bengalische Feuer. Im Hintergrund glüht – wie immer am Abend – der Eiffelturm.

Es könnte eine ganz normale Pariser Protestszene sein, doch es ist der Beginn von etwas Neuem: Keine Gewerkschaft und kein schwarzer Block, keine Partei und keine Berufslobby, nicht einmal der Bauernverband oder die Lastwagenfahrer, die in Frankreich immer so gerne auf die Straße ziehen, haben an diesem 17. November zum Demonstrieren aufgerufen.

Dennoch ist das Land von den Pyrenäen bis zum Rhein, von der Bretagne bis zu den Alpen mit Protesten überzogen. Mehr als 280.000 Menschen, meldet am Abend das französische Innenministerium, haben den ganzen Tag lang an Straßenkreuzungen, Autobahnzahlstellen und anderen Verkehrsknotenpunkten demonstriert.

Das Volk ist aufgestanden.

Überall im Land verursachten sie kilometerlange Staus. Die Pariser Périphérique, der Autobahngürtel um die Hauptstadt, kam zum Stillstand. Autobahnen nach Spanien waren nicht mehr passierbar. Der Mont-Blanc-Tunnel musste freigeräumt werden – dieses Mal von Menschen und nicht vom Schnee.

„Macron, tritt zurück!

Das Symbol der Demonstranten sind diese gelben Westen, deshalb nennen sie sich Gelbwesten. Ihre Forderung: Rücknahme der Benzinsteuererhöhung. Ihr häufigster Ruf an diesem Tag: „Macron, tritt zurück!“ Doch damit ist die neue Bürgerbewegung nicht exakt beschrieben. Das hier ist etwas anderes. Auf den Straßen scheint sich ein neues Bewusstsein der Unterschichten und der unteren Mittelschicht zu spiegeln. Eines, das noch unerprobte demokratische Organisationsformen sucht. Wogegen genau protestiert wird, ist nicht ganz klar. Doch es geht um weit mehr als um eine höhere Spritsteuer.

Emmanuel Macron

AP

Emmanuel Macron

Was erstaunt: Sämtliche Demonstrationen kamen an diesem Tag ohne Redner und Podien aus. Es wurden Treffpunkte in den sozialen Medien verabredet, das reichte. Meist waren es die für Frankreich typischen Kreisel vor einer Ortseinfahrt oder Supermärkten. Etwa 3000 Straßenblockaden fanden statt. Dabei rauchte man viel, zündete Feuer an oder sonnte sich – wie auf der Autobahn von Nizza.

„Wütender Gallier“ hatte sich ein Demonstrant in Paris auf die Weste geschrieben. Ein anderer trug ein handgemaltes Plakat, auf dem stand: „Macronien hat sich vom Volk getrennt!“ Eine ältere Demonstrantin erzählte, dass ihr Sohn jeden Tag 150 Kilometer zum Arbeitsplatz fährt, 2000 Euro verdient, und spätestens am 20. jeden Monats sein Essen nicht mehr zahlen kann. Sie stand an einer Polizeisperre, wenige hundert Meter vom Élysée-Palast entfernt, wo Präsident Emmanuel Macron keinen leichten Tag verbrachte. „Sehen Sie nicht das Volk, Herr Präsident! Ich gehe nicht fort!“ ruft die Demonstrantin.

„Präsident der Reichen“

Historische Vergleiche sind schwierig. Schon 1983 zogen Millionen Franzosen gegen ihren neuen Links-Präsidenten François Mitterrand auf die Straße. Anlass war sein Ansinnen, Privatschulen zu verbieten. Doch dahinter stand damals die Angst, mit Mitterrand könnte tatsächlich der Sozialismus einziehen. Eine völlig unbegründete Sorge, wie sich bald herausstellte.

Die heutigen Sorgen sind weniger politisch motiviert, aber sie sitzen tiefer. Es sind Ängste vorm Verlust des Wohlstands, die in Frankreich von keiner demokratischen Kraft mehr eingefangen werden. „Vor einem Monat fand in Paris ein Marsch fürs Klima statt, bei dem viel weniger Demonstranten waren, aber dessen Forderungen auf eine bessere Welt zielten“, sagte Wirtschaftsberater Ludovic Bu im französischen Fernsehen. „Heute sind viel mehr auf den Straßen, aber sie wollen nur ihre Existenz verteidigen. Das ist eine gefährliche Stimmung.“

Präsident Macron wird dieser Wut am Volkstrauertag diesen Sonntag mit einer Reise nach Berlin entkommen, wo er vor dem deutschen Bundestag spricht. Doch die Gelbwesten sind ihm von nun an auf den Fersen, sie können zu seinem entscheidenden politischen Gegner heranwachsen. Schon hängt Macron der Spitzname „Präsident der Reichen“ an, seitdem er nicht nur die Benzinsteuern erhöhte, sondern auch Vermögensteuern und Gewinnsteuern für Unternehmen beschnitt. Was vor allem Wohlhabende begünstigt.

REUTERS

Normalerweise vertritt Macron diese Maßnahmen offensiv, als für alle wirtschaftlich notwendig. Doch am Tag der Gelbwesten war von ihm nichts zu hören. Nur Innenminister Christophe Castaner trat auf. Angesichts des tragischen Todes einer Demonstrantin und mehreren Verletzten mahnte er, die Straßenblockaden im Dunkeln nicht mehr fortzusetzen. Am späten Abend aber waren an 200 Knotenpunkten im Land die Straßen noch immer von den Gelbwesten gesperrt. So etwas könnte bald häufiger vorkommen.

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https://www.neopresse.com/europa/diese-verfassungsbeschwerde-kann-unser-aller-zukunft-bestimmen/

Diese Verfassungsbeschwerde kann unser aller Zukunft bestimmen

NEOPresse in Europa

Das Chaos in der EU nimmt sichtlich zu. Der Brexit beschäftigt uns stündlich mit immer neuen Meldungen. Dabei rücken andere Probleme in der EU in den Hintergrund. Faktisch jedoch gibt es am 27. November eine sehr wichtige Verhandlung vor dem Bundesverfassungsgericht, die Sie kennen sollten. Es geht um eine Beschwerde des Professors Markus C. Kerber.

Beschwerde wegen gemeinsamer Haftung und Verhalten des Bundestags
Die Beschwerde hat die EU-Verordnungen zum Gegenstand, bei denen es um die „Aufsicht über systemrelevante Banken“ durch die EZB geht, die künftig kommen wird. Und sie richtet sich gegen den sogenannten Abwicklungsmechanismus bei Banken mit einem Abwicklungsfonds, der EU-weit gelten wird.

 

Die Eingriffe in die gesellschaftliche Ordnung sind weitreichend. Dennoch hat der Bundestag nach Auffassung des Beschwerdeführers die Verordnungen durchgewinkt und dabei unterlassen, die rechtlichen Voraussetzungen zu prüfen. So ist die Übertragung der Bankenaufsicht auf die Zentralbank EZB im Jahr 2014 vorgenommen worden. Kaum jemand in Deutschland dürfte dies auch nur hinreichend bemerkt haben. Dabei war die Intransparenz nahezu vollkommen. Denn die EZB zeigte der Öffentlichkeit nur eine Zusammenschau der Zahlen aller Banken. Dies ist insofern bedauerlich und rechtlich fragwürdig, als das Risiko, das italienische Banken derzeit mit sich führen, kaum sichtbar wurde.

Besonders fraglich ist es dann, wie der Bundestag die Vorgänge einfach „durchwinken“ konnte. Am 27. November wird das Bundesverfassungsgericht noch keinen Beschluss zu dieser Beschwerde verkünden, so steht zu vermuten. Dennoch dürfte gerade die Reaktion der Richter zeigen, ob das Verfassungsgericht die Bedenken teilt. Es gibt an sich keinen sichtbaren Grund, die Sorgen und die Mängel nicht zu beachten. Dann wiederum müsste sich selbst die Merkel-Regierung wieder um das beschlossene Paket kümmern. Denn die Regierung darf keine Verordnungen umsetzen, denen die Rechtsgrundlage fehlt.

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Das ist eine SCHANDE – WER ist DAFÜR NUR VERANTWORTLICH???!!!?!

http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/studie-soziale-risiken-fuer-kinder-und-jugendliche-in-deutschland-a-1238344.html

Gesundheit, Bildung, Lebenschancen

Wie Armut unsere Kinder belastet

Fast jedes sechste Kind in Deutschland ist von Armut bedroht. Und das hat Folgen: Die Betroffenen essen ungesünder, machen weniger Sport und haben schlechtere Bildungschancen.

Kinderarmut

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Kinderarmut

Gesundheit, Bildung, Lebenschancen: Je ärmer das Elternhaus, desto größer ist das Risiko für Kinder und Jugendliche. Wer aus einem sozial schwächeren Umfeld stammt, hat schon als Minderjähriger ein deutlich erhöhtes Risiko etwa einer psychischen Erkrankung. Konkret von Armut bedroht ist fast jedes sechste Kind.

Auch auf den Bildungsweg wirkt sich die Herkunft aus: Über die Hälfte der Hauptschüler in Deutschland lebt bei Eltern, die selbst einen Hauptschulabschluss (42 Prozent) oder gar keinen allgemeinbildenden Abschluss (14 Prozent) haben. Bei den Gymnasiasten ist es genau andersherum: Im Jahr 2017 hatte mit 65 Prozent die überwiegende Mehrheit dieser Schüler Eltern mit Abitur oder Fachhochschulreife.

Die Zahlen stammen aus dem „Datenreport 2018„, der am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde. Die Studie untersucht die Lebenssituation insbesondere von Kindern in Deutschland aus zahlreichen Blickwinkeln: Die familiären Verhältnisse und die wirtschaftliche Situation wurden ebenso betrachtet wie das Freizeitverhalten, die eingeschlagenen Bildungswege und das gesellschaftliche Engagement von Kindern und Jugendlichen.

Details zum Datenreport
Ergebnisse der amtlichen Statistik wurden für den Report mit empirischen Befunden der Sozialforschung kombiniert. Es handelt sich also um eine neue Auswertung bereits erhobener Daten. Genutzt werden beispielsweise Ergebnisse des sozio-oekonomischen Panels (SOEP).

Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Die Zahl der Minderjährigen ist in den vergangenen zwanzig Jahren um 14 Prozent gesunken. 1997 lebten noch 15,7 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland, 2017 waren es nur noch rund 13,4 Millionen.
  • Zwar hat sich die gesundheitliche Situation der Kinder insgesamt verbessert – sie hängt im Einzelfall aber stark von der wirtschaftlichen Situation der Eltern ab. „Das beginnt schon vor der Geburt„, schreiben die Forscher: „Etwa 30 Prozent der Mütter mit niedrigem sozioökonomischem Status rauchen während der Schwangerschaft; bei Müttern mit hohem sozioökonomischem Status sind es nur 2 Prozent.“
  • Die gesundheitlichen Ungleichheiten setzen sich dann im weiteren Leben fort. So haben Minderjährige aus ärmeren Elternhäusern öfter psychische Probleme oder sind verhaltensauffällig. Außerdem treiben sie seltener Sport, ernähren sich ungesünder und sind häufiger übergewichtig. „Eltern, die über ein hohes Einkommen verfügen, tun sich leichter, eine gesunde Lebensweise zu finanzieren“, sagt Mareike Bünning vom Wissenschaftszentrum Berlin: „Außerdem besitzen sie in der Regel auch einen höheren Bildungsstand und damit ein größeres Wissen über gesundheitsförderliches Verhalten.“
  • Wie stark sich Schüler belastet fühlen, hängt stark von der Schulform ab, die sie besuchen. Rund die Hälfte der Schüler fühlt sich nach dem Unterricht „meistens erschöpft“. Insbesondere Hauptschüler empfinden die Schule als besonders belastend und haben hier am wenigsten Spaß.

„Die Lebensverhältnisse der Kinder in Deutschland sind hochgradig unterschiedlich“, sagt Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung: Was Kinder im Leben erreichen könnten, hänge von zahlreichen Faktoren ab – von zentraler Bedeutung sei aber „nach wie vor der sozioökonomische Status der Eltern“. Dass fast jeder sechste Minderjährige von Armut bedroht sei, sei „gerade für eine reiche Volkswirtschaft wie Deutschland ein mehr als beschämender Befund.“

Armut in der Schule: „Ich habe mich so geschämt“
  • DPA

    Klassenfahrten, Theaterkurse, Bücher, Ranzen, Stifte – Bildung kostet Geld. Doch was ist, wenn Familien das nicht aufbringen können? Sieben Betroffene erzählen.

Bei der Armutsbekämpfung seien in den vergangenen Jahren „kaum Fortschritte gemacht worden“, kritisieren die Autoren der Studie – im Gegenteil: Im Vergleich zu 2008 stagniere der Anteil der von Armut bedrohten Kinder. Kinder und Jugendliche mit alleinerziehenden Eltern seien dabei am stärksten gefährdet. Ein weiterer Risikofaktor sei ein Migrationshintergrund der Familie.

„Steigende Kinderarmut erschwert kulturelle, soziale und politische Teilhabe“, schreiben die Forscher und warnen: „Materieller Mangel kann zu sozialer Stigmatisierung führen.“ Dies habe dann wiederum Auswirkungen auf die weiteren Bildungschancen – ein Teufelskreis.

Video: Kinderarmut in Deutschland

SPIEGEL TV
Hartz IV: Mehr als eine Million Kinder beziehen Stütze für Schuldbedarf

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„Spenden-Affäre“ – MERKEL – QUANDT – BMW

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CDU kassiert knapp 700.000 Euro Parteispenden – Von BMW

Die Bundesregierung verhindert strengere Abgasnormen für Autos. Kurz zuvor erhielt die CDU eine saftige Parteispende von knapp 700.000 Euro von BMW, berichtet das „Handelsblatt“. Die „Spende“ erhielt die CDU aus der Familie Quandt, eine bekannte Industriellenfamilie, die einen großen Teil der Aktien des Autokonzerns BMW besitzt. Die CDU veröffentlichte die Parteispende mit dem Hinweis, dass die Familie Quandt bereits seit Jahren zu den wichtigsten Unterstützern der CDU gehöre.

Die „Spende“ sorgte für Aufsehen, da Deutschland eine Einigung über strengere Abgasnomen für den Bau und die Zulassung von Kfz bei uns in Europa bei der Zusammenkunft der insgesamt 28 Umweltminister der EU verhinderte. Der bereits getroffene Kompromiss wurde auf Drängen Deutschlands wieder geändert. Von der Verschärfung der Abgaswerte wären in erster Linie die Autobauer von Oberklassenlimousinen betroffen gewesen. Wie die von BMW.

Die Familie Quandt wies einen Zusammenhang zwischen der kurz zuvor getätigten Parteispende und der nachträglichen Änderung der Entscheidung der Bundesregierung zur Abgasnorm jedoch zurück. Die Spende sei eine „Anerkenntnis, für die sehr erfolgreiche Arbeit der Bundeskanzlerin bei der Bewältigung der Euro-Krise“, so ein sogenannter „Sprecher der Familie“ gegenüber der „FAZ“.

 

Umweltminister Johannes Remmel aus Nordrhein-Westfalen fordert Merkel auf, Stellung zu der Großspende zu nehmen, die kurz vor der Entscheidung über strengere Abgasnormen in Europa bei der CDU eingetroffen sei. Es müsse geklärt werden, ob es einen direkten Zusammenhang zwischen den Spenden und der Änderung zu den strengeren Abgasnormen für Autos gebe. Der Verdacht, dass eine politische Entscheidung „gekauft“ wurde, müsse korrigiert werden, sagte Remmel dem „Handelsblatt“. Der Vorgang werfe auch einen Schatten auf mögliche Sondierungsgespräche zwischen der Union und den Grünen. Die Bundesregierung könne nicht für Klimaschutz eintreten und sich gleichzeitig für einen Rückzieher „bezahlen“ lassen, wenn es darauf ankomme, diesen umzusetzen.

Fraktionsvize der Linkspartei Klaus Ernst sagte, „BMW habe Merkel im Sack“. Das sei der „krasseste Fall von gekaufter Politik seit langem“, so Ernst. So offen habe das noch niemand gemacht und das könne sogar ein parlamentarisches Nachspiel haben, sagte Ernst in der „Leipziger Volkszeitung“. Die „Republik der gekauften Parteien“ müsse gestoppt und Parteispenden aus Wirtschaft und Verbänden verboten werden. Auch die Grünen-Abgeordnete Höhn sagte, dass ihre Fraktion der „Sache nachgehen werde“. Die Frage stehe im Raum, ob es sich bei der Parteispende „um Zufall“ handle. Der Finanzexperte der Grünen im EU-Parlament, Sven Giegold, hält Parteispenden generell für kritisch. So hohe Parteispenden legten immer den Schluss nahe, dass politische Entscheidungen von Konzernen, Privatpersonen oder Institutionen gekauft würden. Hohe Parteispenden passten nicht in die Demokratie, so Giegold.

Die CDU wies alle Vorwürfe zurück und bleibt dabei: Die Spenden hätten in keinerlei Zusammenhang mit politischen Entscheidungen gestanden. Die Familie Quandt unterstütze die CDU schon seit vielen Jahren.

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http://www.spiegel.de/fotostrecke/cartoon-des-tages-fotostrecke-142907.html

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<<<<Wie HEUCHLERISCH der SPIEGEL doch ist – WIESO wird nicht über die CDU-SPENDEN-AFFÄRE  über 700.000 berichtet???!!!?!  MERKEL???!!!?!>>>>

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http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/diginomics/jetzt-stehen-die-bedingungen-fuer-das-superschnelle-mobilfunknetz-fest-15893940.html

Zukunftstechnik 5G 

So sollen die Deutschen superschnelles Internet erhalten

Bald auch in Deutschland? Ein vernetztes Auto mit 5G-Technologie an Bord. Bild: dpa

Autonom fahrende Autos, das Internet der Dinge, sich selbst steuernde Fabriken – der neue Mobilfunkstandard 5G gilt als Basistechnik für die digitale Welt von morgen. Nun gehen die Vorbereitungen auf das neue Supernetz in ihre entscheidende Phase: Die Bundesnetzagentur hat einen „finalen Entwurf“ für die Versteigerung vorgelegt, bei der im kommenden Frühjahr die 5G-Frequenzen vergeben werden sollen.

Helmut Bünder

Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

 

Auf Drängen der Politik werden die Versorgungsauflagen darin deutlich verschärft. Um Funklöcher auch im ländlichen Raum zu beseitigen und einen schnelleren Ausbau des 5G-Netzes voranzubringen, sollen die Mobilfunkkonzerne weit mehr Sendemasten aufstellen als bisher geplant. Neben Autobahnen, Bundesstraßen und Schnellzügen soll schnelles mobiles Internet bis Ende 2024 auch an allen Landstraßen und an allen übrigen Schienenwegen verfügbar sein.

Die Zusatzkosten dafür werden nach ersten Schätzungen der Unternehmen in die Milliarden gehen. Deshalb kommt die Netzagentur den Mobilfunkkonzernen bei den Auktionsbedingungen entgegen: Die Mindestgebote werden gesenkt, und die Bieter bekommen mehr Zeit, den Kaufpreis zu bezahlen. Gleichzeitig stärkt die Netzagentur die Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit zwischen den Mobilfunkern beim Aufbau der teuren Infrastruktur.

Nationale Roaming

Ob dieser Kompromiss genügen wird, um den Streit beizulegen, ist mehr als fraglich. Die großen Mobilfunkkonzerne Deutsche Telekom, Vodafone und der O2-Anbieter Telefónica Deutschland hatten bereits mit Klagen gedroht, sollten die Versorgungsauflagen zu scharf ausfallen.

Highspeed-Internet : 5G soll alles schneller machen

Video: Deutsche Welle, Bild: dpa

Andererseits bleibt die Netzagentur ein gutes Stück hinter dem zurück, was viele Politiker und Verbraucherschützer verlangt haben: nämlich 5G möglichst schnell überall in die Fläche zu bringen. Am 26. November wird sich ihr politischer Beirat mit dem 178 Seiten dicken Papier befassen, das heute  Vormittag an die Politik versandt worden ist. „Wir haben unseren Entwurf im Lichte der zahlreichen Stellungnahmen überarbeitet. Dabei hatten wir im Blick zu halten, was technisch, wirtschaftlich und rechtlich möglich ist“, sagte Netzagenturpräsident Jochen Homann gegenüber FAZ.NET. Durch die verbesserten Kooperationsmöglichkeiten und eine gegenseitige Anrechnung der Versorgungspflichten „kann die wirtschaftliche Belastung für die Unternehmen im Rahmen gehalten werden“.

Eines ist jetzt schon klar: Für 5G brauchst es mehr Sendemasten
Eines ist jetzt schon klar: Für 5G brauchst es mehr Sendemasten : Bild: dpa

Erste Reaktionen aus der Politik fielen sehr kritisch aus. Die Grünen wiesen das das Papier als völlig unzureichend zurück. „Letztendlich hat die Netzagentur den ländlichen Raum beim Mobilfunkausbau aufgegeben. De facto gibt es keine wirksamen Auflagen“, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Oliver Krischer. Aus seiner Sicht fehlt es an abschreckenden Bußgeldern, die die Konzerne zwingen, wirklich zusammenzuarbeiten und die Versorgung zu verbessern.

In  Gebieten, wo sich der Ausbau durch einen einzelnen Netzbetreiber nicht lohnt,  ist eine enge Zusammenarbeit vorgesehen. Dazu sollen die Unternehmen sich über Roaming-Vereinbarungen auch gegenseitig Zugang zu ihren Netzen gewähren. Die Bedingungen dafür sollen sie untereinander aushandeln, wobei die Netzagentur als Schiedsrichter auftreten soll.

Über diesen Weg könnte auch ein Newcomer, der bei der Auktion zum ersten Mal Frequenzen für ein eigenes Mobilfunknetz erwirbt, sich Zugang zu den bestehenden deutschen Mobilfunknetzen verschaffen (National Roaming).  Der Internetkonzern United Internet hat bereits sein Interesse angemeldet.

Mehr Wettbewerb erhofft sich die Netzagentur durch eine Stärkung von Mobilfunkdiscountern, die wie Freenet oder 1&1  ebenfalls bestehende Netze mitnutzen. Sollten sich Deutsche Telekom, Vodafone und der O2-Anbieter Telefónica Deutschland fairen Verhandlungen über eine Öffnung ihrer Netze verweigern, droht ihnen die Netzagentur mit der Verhängung von Zwangs- und Bußgeldern.

Und das sind die konkreten Auflagen für die Bieter:

1. Mindestens 98 Prozent der Haushalte in jedem Bundesland sollen bis Ende des Jahres 2022 mit einer Übertragungsrate von mindestens 100 Megabit pro Sekunde versorgt werden.

2. Autobahnen sollen mit mindestens 100 Megabit pro Sekunde bis Ende 2022 versorgt werden, wichtige Bundesstraßen mit mindestens 100 Megabit pro Sekunde bis Ende 2022, alle übrigen Bundesstraßen mit mindestens 100 Megabit pro Sekunde bis Ende 2024.

3. Alle Land– und Staatsstraßen sollen mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde bis Ende 2024 versorgt werden.

4. Schienenwege mit mehr als 2000 Fahrgästen pro Tag müssen bis Ende des Jahres 2022 mit mindestens 100 Megabit pro Sekunde ausgestattet sein, alle übrigen Schienenwege mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde bis Ende des Jahres 2024.

5. Jeder Netzbetreiber muss 1000 Basisstationen für 5G-Anwendungen im Bereich 3,6 GHz grundsätzlich bis Ende des Jahres 2022 aufrüsten. Wird geeignete 5G-Technik erst später verfügbar, verschiebt sich die Frist auf das Jahr 2024.

6. Jeder Netzbetreiber muss 500 Basisstationen für den ländlichen Raum mit einer Übertragungsrate von mindestens 100 Megabit bis Ende des Jahres 2022 aufbauen. Die Auswahl der Standorte erfolgt auf Anforderung der Bundesländer.

Bild: DPA

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/watch?v=7HNSYZ1Xadg

Dringende Warnung vor 5G (von Hans-U. Jakob, Präsident Gigaherz.ch.) | 31.08.2018 | http://www.kla.tv/12947

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aus dem TEXT: …Angela Merkels Offenheit und Hilfsbereitschaft in der Flüchtlingskrise haben ihn hingegen überrascht…. (VORSICHT!!! …DIESE PERSONMERKEL“ ist zu „126669“ PROZENT durchtrieben!!!!) siehe auch „KINDER-ARMUT“ in DEUTSCHLAND

https://www.welt.de/politik/deutschland/plus183513386/Hans-Soellner-Liedermacher-will-Buergermeister-von-Bad-Reichenhall-werden.html

Hans Söllner „Hör mir auf mit den Grünen“

Liedermacher und Bürgermeisterkandidat Hans Söllner in Bad Reichenhall, fotografiert von Frédéric Schwilden bei seiner Plattenfirma in München-Giesing
Liedermacher Hans Söllner will Bürgermeister werden: „Dann sitzen wir in Bad Reichenhall nicht mehr in der Kneipe und saufen uns zu“

Quelle: Frédéric Schwilden

In seinem Gesicht steht die ganze Geschichte des modernen Freistaats. Der bayerische Liedermacher Hans Söllner sitzt mit uns in der Küche seines Münchner Plattenlabels Trikont in Giesing. Ein Altbau, kleiner, gedrungener als die Altbauten in Berlin.

Das liegt vor allem daran, dass in den Münchner Altbauen bis heute mehr gehandwerkt als geträumt wird. Hohe Decken brauchen nur die Träumer. Söllner will nichts trinken, keinen Kaffee, kein gar nichts. Lieber sofort losreden. Die Herbstsonne scheint durch die alten Fenster auf seine Haut, die ledrig ist. Er trägt eine beige Jacke, für die das Wort „Anorak“ erfunden wurde, einen groben Baumwollpullover und eine Jeans. An Heiligabend wird er 63.

Hans Söllner, für alle, die ihn nicht kennen, veröffentlicht seit 1983 Platten. Dabei singt er auf Bayerisch und spielt Gitarre. Häufig ist da ein bisschen Reggae mit drin. Aber eigentlich ist das urbayerische Volksmusik, die meistens sehr hart mit der Regierung, also fast ausschließlich mit der CSU, ins Gericht geht. Wegen seiner Texte und Ansagen auf Konzerten und wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz (immer Marihuana) musste Söllner laut Eigenauskunft in seinen 35 Jahren Karriere 300.000 Euro an Strafe zahlen. Auf seinen Konzerten schrieben Zivilpolizisten seine Ansagen mit und erstatteten Strafanzeige.

Angeklagt wegen Besitzes von Marihuana: Söllner im Februar 1998 im Landgericht München
Angeklagt wegen Besitzes von Marihuana: Söllner im Februar 1998 im Landgericht München

Quelle: pa/dpa/Jan_Nienheysen

„I bin ja scho lang der Meinung, dass es Regierungen gibt, da sitz’n lauter Wichser. Da is der Herr Strauß scho a bisserl weiter, gell, der lässt wichsen. Ned umsonst is da Stoiber sei rechte Hand“, kostete damals zum Beispiel 8000 Mark.Beckstein ist praktisch a Sondermüll, der müsste eigentlich bei den Castortransporten dabei sein, so wie der red’ über die Leut, auf derer Welt“ war noch teurer, 140.000 Mark. Aber das ist schon lange her.

Das Bayern, in dem Söllner sein Leben lang gelebt hat, das Land, das er gleichermaßen liebt wie hasst, hat sich verändert in den vergangenen Jahren. So wie sich ja alles verändert – kleinteiliger, undurchschaubarer, heterogener wird. Bayern hat das am wenigsten und am stärksten zugleich getroffen. Am stärksten, weil die CSU nicht mehr alleine regieren kann. Bei der Landtagswahl vor vier Wochen hat sie ihre Mehrheit für wahrscheinlich lange Zeit eingebüßt. In ihren besten Jahren kam die CSU auf 62 Prozent, übrig geblieben sind jetzt 37,2.

Und am wenigsten hat das Bayern getroffen, weil Bayerns Stärke schon immer die Fähigkeit war, sich konstant zu verändern. Vom Agrarstaat zum Technologiestandort. Von tiefschwarz zu hellgrün.

Die Grünen sind zweitstärkste Kraft in Bayern geworden. Und man denkt natürlich, Hans Söllner, der Liedermacher, dessen bekannteste Textzeile „Mei Papa hat an Marihuanabaum/ Seitdem ist der Typ wieder völlig normal“ lautet, müsste sich freuen. „Hör mir auf mit den Grünen. Die waren am Anfang für mich bedeutend. Ich hab mit den ursympathiert“, schießt es im Söllner-Dialekt aus ihm raus. „Was heute der Hambacher Forst ist, das waren ja die Grünen früher. Natur und nicht alles hinnehmen. Aber spätestens seit Fischer mit Schröder da war, ist es den Bach runtergegangen. Das waren solche Versager. Da hab ich mir gedacht, die können mich auch am Arsch lecken.“ Er haut auf den Tisch.

Da ist dieser Trotz in ihm. Diese bayerische Dickköpfigkeit, diese Wut, die Söllner mit Strauß, mit Söder, ja mit allen bayerischen Großpolitikern der CSU teilt. Sie könnten fast alle Geschwister sein. So unähnlich sind sich die Biografien auch gar nicht. Strauß’ Vater war Metzger, Söder wurde als Sohn eines Maurermeisters in Nürnberg geboren, Söllners Vater war Bauarbeiter. Nichts weckt, das gilt in Bayern wie anderswo, mehr den Provokateur als ein grundsolides Elternhaus.

Ohne CSU auch keine Grünen und kein Söllner

Wenn Söder sein Kreuz in den Amtsstuben aufhängen will, steckt darin die gleiche Geste wie in Söllners Textprovokationen. Auf Söllners vor zwei Wochen erschienenem Album „Genug“ dichtet er zur Zupfgitarre: „Biff Baff, holladrio/ fängt alles wieder von vorn an a/ Mir ist wurscht, wie man nennt, i hab bloß an Söder kennt/ des war der dümmste Hund/ sucht allweilen nur nach am Grund.“ Egal ob Söder oder Söllner, beiden geht es darum, ein Drahtseil über den Marktplatz zu spannen, über den Köpfen der Leute zu balancieren, mal die Nase zu zeigen, mal einfach nur zu tanzen und am Ende doch herunterzukommen zu ihnen. Zu den Wählern, zu den Fans. Sie sind beide auf ihre Art Till Eulenspiegel.

Und sie brauchen sich. So wie Gott den Teufel braucht, um zu existieren. Sie sind gegenseitiges Kontrastmittel, Daseinsberechtigung. Und da kommen wir zum Erfolg der Grünen. Denn ohne die CSU und ihr Weltbild und ihre Inszenierung wäre der Aufstieg der Grünen gar nicht möglich gewesen. An was hätte man sich denn reiben sollen? Ohne CSU keine Grünen. Ohne CSU auch kein Söllner.

In der Person Söllner also steckt der Fade-out der Deutungshoheit der CSU und das Anschwellen der grünen Hoffnung, die aber durch eine eigene Enttäuschung wieder gedämpft wird. Das ist auch so bayerisch. Keine Euphorie für Dinge teilen. Bisschen nörgeln, aber eigentlich zufrieden sein.

Wie damals zur Zeit des Bosnienkrieges hat Söllner 2015 wieder zwei Migranten aufgenommen. Er tut das gern. Und doch stört ihn da was. Vom Landratsamt bekommt er für die beiden 1000 Euro im Monat. „Für meine eigenen Kinder krieg ich 180 Euro Kindergeld.“ Er will aber nicht mehr Geld für seine Kinder. Es geht ihm darum, dass dadurch Leute regelrecht Geld machen, indem sie Migranten aufnehmen. „Die quartieren da in ihren alten, verschimmelten Gasthäusern welche ein und kassieren 40.000 Euro im Monat. Das geht nicht. Die Gier wird uns mal das Genick brechen.“ Die CSU nennt er immer noch Rassisten. >>>Angela Merkels Offenheit und Hilfsbereitschaft in der Flüchtlingskrise haben ihn hingegen überrascht.<<<

Söllner sitzt komplett geerdet im Münchner Altbau. Er hat alles gesehen. Saumäßig viel Geld verdient mit seiner Musikmischung aus Kabarett und Reggae. Saumäßig viel bezahlt für die Beleidigungen. Auch was gezahlt für die zwei Scheidungen, die er hinter sich hat. Er könnte abgeklärt sein. Aber mit 63 ist da immer noch der Bub, der wieder was Neues will. „Genug“ soll sein letztes Album sein. Er ist auf so viele Bühnen gestiegen, er hat so viele Witze gemacht. So viele Songs gespielt. Als Nächstes will er Bürgermeister seines Heimatortes Bad Reichenhall werden. 2020 ist die Wahl.

„Als Bürgermeister von Bad Reichenhall mach ich eine Feuerstelle auf. Da grillen wir dann einmal im Monat Maiskolben. Und von 16 bis 20 Uhr kann jeder kommen und reden und gehört werden.“ Seine Idee in einer internationaler werdenden Welt: eine Politik der unmittelbaren Lokalität. Nur wenn im Kleinen Dinge geändert werden, ziehen auch die Großen mit. Söllner will zurück zur Direktdemokratie. „Da leben ja 17.000 Menschen in Bad Reichenhall. Das ist noch eine Größe, in der jeder beteiligt werden kann.“

„Davon könnte ich ganz Bayern zuplakatieren“

Ein wirkliches Programm außer der Beteiligung hat Söllner bisher noch nicht. „Farben,“ sagt er dann, „alles Pastell, jedes Haus. Dann sitzen wir in Bad Reichenhall nicht mehr in der Kneipe und saufen uns zu, sondern wir machen den Ort wirklich bunt. Nicht nur als Metapher. Dann kommt das Smilen schon zurück.“ Seine Politik soll durch „Vernunft, Freundlichkeit und Liebe“ die Stadt Bad Reichenhall verändern.

Und da fällt ihm dann auch was Konkretes ein. Da ist so ein Parkplatz in Bad Reichenhall, der habe 20 Jahre funktioniert. „Aber jetzt kommt da so ein Trottel da drauf, einen Balken und Schilder aufzustellen. Jetzt darf man nur noch in einer Richtung reinfahren und das Ganze kostet auch noch 20.000 Euro.“ Söllner will so viel Geld lieber anders nutzen. An Bedürftige verteilen. Ihm schwebt da ein unbürokratischer Topf für Nachbarschaftshilfe vor zum Beispiel.

Söllner hat noch einen Termin. Wir verlassen das Büro der Plattenfirma. Wir treten auf die Silberhornstraße. Da hängen Plakate, auf denen sich Markus Söder für das in ihn gesetzte Vertrauen bedankt. Daneben ist auch eins mit dem ehemaligen CSU-Schlachtross Peter Gauweiler drauf.

Gauweiler wollte in den 80er-Jahren Zwangs-Aids-Tests für Prostituierte und Fixer einführen. Söllner nannte ihn damals einen verkappten Schwulen. „Plakate“, sagt Söllner, „die brauch ich auch. Die macht dann mein Team. Aber von dem Geld, das ich damals für die Sätze gegen den Gauweiler zahlen musste, könnte ich ganz Bayern zuplakatieren.“

Söllner verschwindet im Münchner Stadtbild. Der Himmel ist blau-weiß. Der Wahlkampf kann beginnen.

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