„BAYER-BAUMANN“: DANK MERKEL kann diese PERSON FREI WIRKEN /// Pflanzenschutzmittel können NERVEN schädigen //// GLYPHOSAT MANIPULIERT „DAS MIKRO-BIOM“ – – – Bindung von Glyphosat durch „Humin-Säuren“ /// „Darm-KREBS“ ist keine Krankheit der Alten mehr /// Clostridium: C. difficile and C. botulinum /// Zahnschmelz fehlt: Kreidezähne werden bei KINDERN zur Volkskrankheit – – -„Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation“- kurz „MIH“ /// „Trump“ und „Gates“ wollen keine „5G“-Strahlung /// „TheDarkOverlord“ – Datenleck und Erpressung zu „9/11“ //// Wie Deutschland massiv geschädigt wird! Diesel-Skandal: Das „Stuttgarter Lügentor“ entlarvt – – – „Frank-Stefan Meise“ – – Er fährt und fährt und fährt // RUSSLAND: Überschallrakete „Avangard“ – „9M729“ //// Lyon: KARDINAL wegen vertuschter Pädophilie vor Gericht

DIE AUFGABE der HÜTER der ERDE – DAS MON-SATANISCHE TOR SCHLIESSEN

PROBLEM: der NICHT UN-ABHÄNIGE  und sich für die WAHRHEIT eintretende STAATS-ANWALT

MERKEL und BAUMANN befinden sich BEIDE  im „RECHTS-FREIEM FELD“

Es gibt JEDE MENGE BEWEISE GEGEN MONSATAN – ABER KEIN GERICHT dass HIER RECHT und  für die WAHRHEIT SPRICHT

https://www.welt.de/wirtschaft/video186772942/WELT-Wirtschaftsgipfel-Bayer-Chef-Baumann-Glyphosat-ist-von-essenzieller-Bedeutung.html

Bayer-Chef Baumann: „Glyphosat ist von essenzieller Bedeutung“

BAYER – Chef Baumann „Glyphosat ist von essenzieller Bedeutung“??? – FÜR WEN???

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siehe auch „Rettet die Bienen“ – VOLKS-BEGEHREN in BAYERN –  vom „31 Januar bis 13 Februar 2019“ – „ÖDP“

utube.com/watch?v=ABFkxckKp-s

ÖDP – Volksbegehren – Artenvielfalt in Bayern – Hintergründe

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https://www.global2000.at/filmtipps-gute-filme-ueber-umwelt-natur-und-nachhaltigkeit

Filmtipps: Gute Filme über Umwelt, Natur und Nachhaltigkeit

Kritische Spielfilme oder Dokumentationen beleuchten Dinge, die sonst oft im Dunkeln bleiben. Sie nehmen Probleme und Fragen unter die Lupe, mit denen sich nur wenige beschäftigen und zeigen Misstände und die Schattenseiten unserer Konsumgesellschaft. Wir haben für Sie eine Liste von Filmen mit Bezug zu Umwelt, Natur und Nachhaltigkeit zusammengestellt, die wir besonders sehenswert finden.

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siehe auch „GLYPHOSAT – WENN der SCHRECKEN kein ENDE nehmen WILL????

WEM DIENT Die  EU???????????

WER BE-HERR-SCHT die LEBENSMITTEL???!!!

https://www.keine-gentechnik.de/nachricht/33527/#gsc.tab=0

EU-Kommission erlaubt Import von Mais mit acht gentechnischen Veränderungen

08.01.2019

SmartStax der Firmen Monsanto und Dow AgroSciences
Häufig geht es um Stacked Events wie ‚SmartStax‚: der Mais der Firmen Monsanto und Dow AgroSciences produziert sechs Insektengifte und ist tolerant gegen zwei Herbizide (Abbildung: Testbiotech)

Die EU-Kommission hat kurz vor Weihnachten die Einfuhr der Gentech-Maissorte MON 87427 × MON 89034 × 1507 × MON 88017 × 59122 als Futter- und Lebensmittel erlaubt. Diese Maissorte vereint in sich das Erbgut mehrerer gentechnisch veränderter Linien. Sie produziert sechs verschiedene Bt-Insektengifte und ist gegen die Herbizide Glyphosat und Glufosinat resistent. Die Kommission begründete die Zulassung damit, dass die Maissorte ein umfassendes Zulassungsverfahren durchlaufen und die EU-Lebensmittelbehörde EFSA eine positive Stellungnahme abgegeben habe.

Die Organisation Testbiotech dagegen hält diese EFSA-Bewertung für unzureichend. Sie kritisiert, dass die EFSA mögliche Kombinationswirkungen zwischen den verschiedenen Bt-Giften und den Rückständen der Spritzmittel nicht überprüft habe. Diese könnten in ihrer Gesamtheit wesentlich giftiger sein als die einzelnen Bestandteile. Außerdem hätten aktuelle Forschungsergebnisse gezeigt, dass der Verzehr der Bt-Toxine Allergien und andere Immunreaktion auslösen könne. „Es gibt schwerwiegende Hinweise darauf, dass der Verzehr dieses Gentechnik-Maises gesundheitliche Schäden auslösen kann“, fasst Testbiotech-Geschäftsführer Christoph Then zusammen. „Die EU-Kommission respektiert weder Wissenschaft noch Vorsorge“, lautet sein Vorwurf.

Die Diskussion über die Bewertung von Gentech-Pflanzen, in denen mehrere Gen-Konstrukte kombiniert wurden, währt bereits einige Jahre. Diese so genannten Stacked Events sind die Antwort der Gentechnik-Konzerne darauf, dass Unkräuter und Schädlinge zunehmend resistent werden gegen ihre Spritzmittel. Nach dem Motto „Eines wirkt immer“ bringen sie deshalb immer mehr Gentech-Pflanzen mit mehreren Herbizidresistenzen auf den Markt, die zudem verschiedene Bt-Toxine gegen Schädlinge produzieren. Diese Pflanzen werden in Nord- und Südamerika angebaut und von dort in die EU importiert – wenn sie zugelassen sind. Deshalb sind die EU-Zulassungen solcher Stacked Events für die Anbauer und für die europäische Futtermittelindustrie von großer Bedeutung.

Gentechnik-kritische Organisationen wie Testbiotech oder die europäische Wissenschaftlervereinigung ENSSER kritisieren seit Jahren, dass die EFSA bei ihrer Bewertung solcher Pflanzen nur die einzelnene Gen-Konstrukte betrachtet, nicht aber deren Zusammenwirken. Mit einer Klage vor dem Europäischen Gerichtshof (Verfahren C-82/17 P) wollen die beiden Organisationen erreichen, dass der Gerichtshof in solchen Fällen weitere Untersuchungen zur Auflage macht. Der Generalanwalt hat sich in seiner Stellungnahme dagegen ausgesprochen: Eine Entscheidung wird noch für 2019 erwartet. [lf]

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siehe auch „UKRAINE – HEIMLICH GEN-TECH-SAAT ausgesät“

HEIMLICH HEIMLICHER am HEIMLICHSTEN so HANDELT das BÖSE

https://www.testbiotech.org/pressemitteilung/eu-kommission-l-sst-weitere-mais-monster-f-r-den-import-zu

EU-Kommission lässt weitere ‘Mais-Monster’ für den Import zu

Risiken für das Immunsystem und Kombinationswirkungen nicht getestet
Donnerstag, 3. January 2019

Kurz vor Weihnachten hat die EU-Kommission einen Mais des Bayer/Monsanto-Konzerns für den Import zugelassen, der sechs Bt-Insektengifte produziert. Die Entscheidung wurde getroffen, obwohl aktuelle Forschungsergebnisse darauf hinweisen, dass mit den Bt-Toxinen erhebliche Risiken für das Immunsystem einhergehen. Gesundheitliche Risiken gehen auch von den Rückständen der großen Mengen von Glyphosat und Glufosinat aus, mit denen die Pflanzen besprüht werden können, weil sie gegen diese Herbizide resistent gemacht sind. Kombinatorische Wirkungen der Toxine und der Rückstände der Spritzmittel wurden nicht untersucht.

„Die EU-Kommission respektiert weder Wissenschaft noch Vorsorge. Es gibt schwerwiegende Hinweise darauf, dass der Verzehr dieses Gentechnik-Maises gesundheitliche Schäden auslösen kann“, sagt Christoph Then für Testbiotech. „Die Entscheidung erschüttert das Vertrauen in die beteiligten Institutionen der EU.“

Der jetzt zugelassene Mais entspricht weitgehend einer anderen Maislinie, die von Monsanto als ‘SmartStax’ vertrieben wird, ist jedoch mit einer höheren Resistenz gegenüber Glyphosat ausgestattet. Die Pflanzen können deswegen mit höheren Dosen des Herbizids besprüht werden, was zu mehr Rückständen führt. Nach Stellungnahmen der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA reichen die vorliegenden Daten nicht aus, um deren Sicherheit zu bewerten. Testbiotech fordert deswegen, dass der Import des Gentechnik-Maises verboten wird, solange entsprechende Daten fehlen.

Es gibt weitere Gründe, warum der Mais nicht importiert werden sollte: Erst vor kurzem hatte Testbiotech der EU-Kommission Material zur Verfügung gestellt, aus dem hervorgeht, dass die EFSA die Auswirkungen der Bt-Toxine auf das Immunsystem nicht korrekt bewertet hat. Aktuellen Forschungsergebnissen zufolge kann der Verzehr der Bt-Toxine Allergien und andere Immunreaktion auslösen.

Schließlich ignorieren EFSA und die Kommission mögliche Kombinationswirkungen zwischen den Bt-Giften und den Rückständen der Spritzmittel, die in ihrer Gesamtheit eine wesentlich höhere Giftigkeit aufweisen können als die einzelnen Bestandteile.

Testbiotech will über den Weg der EU-Gerichte genauere Untersuchungen verpflichtend machen (Verfahren C-82/17 P). Leider sieht es nach einer kürzlich veröffentlichten Stellungnahme des Generalanwaltes des EU-Gerichtes nicht danach aus, als ob das Gericht weitere Untersuchungen zur Auflage machen würde. Die Entscheidung wird für 2019 erwartet.

Kontakt:

Christoph Then, Tel. 0151 54638040, info@testbiotech.org

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siehe auch  „ROUNDUP“ wirkt als FORMULIERUNG –  „Polyoxy-ethylenamine“ (POEA)

https://www.uk-essen.de/aktuelles/detailanzeige0/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=2721&cHash=2e061a09e16d8132fefa52f82ae0b9d7

29.11.2018

Pflanzenschutzmittel können Nerven schädigen

Essener Neurowissenschaftler entschlüsseln den Einfluss von Glyphosat auf Zellen des peripheren Nervensystems

Essen, 29.11.2018 – Inwieweit Glyphosat oder freiverkäufliche glyphosathaltige Pflanzenschutzmittel Einfluss auf Zellen des peripheren Nervensystems haben, das haben Neurowissenschaftler der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Essen (UK Essen) untersucht. Das Ergebnis: Glyphosat-basierte Pflanzenschutzmittel können schädigenden Einfluss auf das sogenannte periphere Nervensystem haben. Dabei spielen nicht deklarierte und benannte Inhaltsstoffe in diesen Pflanzenschutzmitteln eine wichtige Rolle. Die Studie wurden nun in der renommierten Fachzeitschrift Acta Neuropathologica veröffentlicht.

 

Die Debatte über das Pflanzenschutzmittel Glyphosat wird kontrovers geführt. So diskutieren Glyphosat-Befürworter und -Gegner über mögliche Gesundheitsgefahren, die der Einsatz von Glyphosat unter anderem in Landwirtschaft und Gärten mit sich bringen könnte. Ob Glyphosat Krebserkrankungen oder Entzündungen verursachen kann, das ist auch 40 Jahre nach Markteinführung bisher nicht wissenschaftlich geklärt. Bisher wurde der Einfluss von Glyphosat auf das Nervensystem kaum untersucht. Wissenschaftler der Arbeitsgruppe für klinische und experimentelle Neuroimmunologie unter der Leitung von PD Dr. Dr. Mark Stettner des UK Essen haben sich daher Frage gestellt, inwieweit reines Glyphosat und frei verkäufliche Glyphosat-Präparate wie das Breitbandherbizid „Roundopschädigende Effekte auf Zellen des peripheren Nervensystems haben könnten.

 

„Diese Glyphosat-basierten Pflanzenschutzmittel enthalten nicht eindeutig deklarierte Hilfsstoffe, die im Verdacht stehen, eine hohe Toxizität aufzuweisen, also giftig für Mensch und Tier sind“, so PD Dr. Dr. Mark Stettner. Die Wissenschaftler testeten verschiedene Konzentrationen beider Substanzen, also reines Glyphosat und frei verkäufliche glyphosathaltige Pflanzenschutzmittel (Roundop), in einem Zellkulturmodell aus Nervenzellen und sogenannten Schwannzellen, die Nervenfasern mit einer schützenden Isolierschicht ummanteln und für das Überleben der Nervenzellen relevant sind. Wie das Team aus Biologen und Ärzten nun im Fachmagazin Acta Neuropathologica veröffentlichte, zeigten Schwannzellen, die mit dem glyphosat-haltigen Pflanzenschutzmittel behandelt wurden, einen spezifischen Abbau der Isolierschicht der Nervenfasern, des sogenannten Myelins. Das Glyphosat-haltige Herbizid führte nicht nur zum Abbau der schützenden Nervenhülle, sondern verhinderte auch, dass diese neu gebildet wird. Das reine Glyphosat hingegen zeigte einen weniger schädigenden Einfluss. Die Forscher halten eine „Umprogrammierung“ der Schwannzelle von der Myelin-bildenden Zelle zur entzündlich-aktivierten Schwannzelle, die dann ihre schützende Aufgabe gegenüber den Nervenzellen nicht mehr wahrnehmen kann, für ursächlich.

„Unsere Daten weisen darauf hin, dass nicht benannte Inhaltsstoffe in Glyphosat-basierten Pflanzenschutzmitteln dem schädigenden Einfluss auf das Myelin als Ursache haben. Das Glyphosat selbst spielt möglicherweise nur eine untergeordnete Rolle“, sagt Dr. Fabian Szepanowski, (Biologe in der Arbeitsgruppe für klinische und experimentelle Neuroimmunologie, Neurologische Klinik, UK Essen), der an der Studie maßgeblich beteiligt war. „Die Ergebnisse der Studie können nicht unmittelbar auf den Menschen übertragen werden. Es besteht aber die Möglichkeit, dass eine dauerhafte Aussetzung mit glyphosathaltigen Präparaten wie Roundop peripherer Nervenerkrankungen begünstigen kann“, ergänzt PD Dr. Dr. Mark Stettner. Er weist darauf hin, dass weitere Studien notwendig sind, um festzustellen, welche Inhaltsstoffe schädlich sind und welche Relevanz die beobachteten Effekte für Mensch, Natur und Umwelt haben.

Nähere Informationen:

Privatdozent Dr. Dr. Mark Stettner
Klinik für Neurologie
Tel.: 0201/723-2460
mark.stettner@uk-essen.de

Pressekontakt:

Burkhard Büscher
Pressesprecher
Marketing und Kommunikation
Tel.: 0201/723-2115

burkhard.buescher@uk-essen.de

www.uk-essen.de

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http://www.taz.de/!5551767/

Bayers Glyphosat-Studien

Von wegen kein Krebs­verdacht

Bayer gehen die Argumente für eine bedenkenlose Nutzung des Pestizids Glyphosat aus. Bei einer wichtigen Studie zeigen sich Unstimmigkeiten.

Ansicht von oben auf einen Traktor, der auf einem Feld Pestizide versprüht

Bayer macht mit Glyphosat jährlich Milliardenumsätze Foto: imago/photothek

LEVERKUSEN taz | Wieder wackelt ein Argument für die mutmaßliche Ungefährlichkeit des Pestizids Glyphosat: Die wichtigste Studie der Glyphosat-Befürworter widerlegt mehreren Wissenschaftlern zufolge nicht, dass das Pestizid wahrscheinlich krebserregend ist. Zudem zeigen taz-Recherchen, dass Hersteller Bayer Teile der Untersuchung verschweigt, die seiner These widersprechen. Damit bleibt kaum noch ein Argument des Konzerns unangezweifelt.

Glyphosat ist der weltweit meistverkaufte Pestizidwirkstoff und ein Symbol für die chemiegetriebene Landwirtschaft. Bayer macht damit jährlich Milliardenumsätze. Die EU-Chemikalienbehörde Echa und Zulassungsämter etwa in Nordamerika halten ihn zwar für ungefährlich. Aber weil die als besonders industrieunabhängig geltende Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation den Wirkstoff als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft hat, wird zum Beispiel in Deutschland dar­über diskutiert, glyphosathaltige Pestizide zu verbieten.

In den USA muss sich die Bayer-Tochterfirma Monsanto gegen mehr als 9.300 Klagen wegen mutmaßlich durch das Ackergift verursachte Erkrankungen wie die Krebsart Non-Hodgkin-Lymphom verteidigen – und ist bereits in einem Fall erst­instanzlich zu Schadenersatz in Millionenhöhe verurteilt worden.

Bayer hat dagegen Berufung eingelegt und verteidigt sich öffentlich vor allem mit einer Untersuchung: „In der größten jemals durchgeführten epidemiologischen Studie, der im Jahr 2018 im Journal of the National Cancer Institute veröffentlichten U.S. Agricultural Health Study, wurde ebenfalls kein Zusammenhang zwischen der sachgerechten Anwendung von glyphosatbasierten Herbiziden und dem Non-Hodgkin-Lymphom nachgewiesen“, schreibt der Konzern auf seiner Internetseite „Hier sind die Fakten“.

Bayer unterschlägt einen bedeutenden Satz

In seinem Geschäftsbericht zum dritten Quartal 2018 behauptet das Unternehmen sogar, dass die Analyse keinen Zusammenhang mit „Krebs“ allgemein festgestellt habe. Sie sei rund 50.000 Anwendern von Pflanzenschutzmitteln sowie in der Landwirtschaft Beschäftigten und deren Partnern mehr als 20 Jahre lang gefolgt. Gemeint ist die Auswertung der Studiendaten von Gabriella Andreotti und anderen WissenschaftlerInnen.

Doch bei dem Umgang des Konzerns mit der Studie zeigen sich mehrere Unstimmigkeiten. Eine davon: Die Probanden wurden im Rahmen der Untersuchung gefragt, wann sie das Pestizid benutzt und ob sie Krebs bekommen haben.Der Bayer-Bericht scheint anzudeuten, dass Ehegatten in die Analyse einbezogen worden sind“, schrieb Laura Freeman, Co-Autorin der Studie, der taz. In Wirklichkeit „basiert die Publikation von 2018 zu Glyphosat nur auf den Daten der Anwender.“

Diesen Satz unterschlägt der Konzern„Allerdings gab es einige Anzeichen für ein erhöhtes Risiko akuter myeloischer Leukämie“

Das ist eines der Details, die an der Glaubwürdigkeit Bayers kratzen. Noch gravierender ist, dass der Konzern das Studienergebnis nur halb wiedergibt: Zwar steht in dem Fachartikel tatsächlich, dass in der Studie keine Verbindung zwischen Glyphosat und „jeglichen festen Tumoren oder lymphatischen bösartigen Tumoren“ wie dem Non-Hodgkin-Lymphom ersichtlich geworden sei. Doch Bayer unterschlägt diesen Satz der Forscher: „Allerdings gab es einige Anzeichen für ein erhöhtes Risiko akuter myeloischer Leukämie.“

Krebspatienten nicht als Glyphosat-Nutzer eingestuft

Der Konzern beharrte in einer Mail an die taz jedoch darauf, dass seine Aussagen zu der Agricultural Health Study richtig seien. „Soweit es die akute myeloische Leukämie betrifft, wird in der Studienpublikation ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich um statistisch nicht signifikante Ergebnisse handelt“, schrieb Sprecher Utz Klages. Aber genauso ausdrücklich raten die Autoren, ihre Ergebnisse in weiteren Studien zu reproduzieren, denn das beobachtete Muster, dass das Leukämierisiko mit der Exposition steigt, sei „besorgniserregend“.

Der Biostatistiker Christopher Portier sagt, dass die Andreotti-Studie wegen „bedeutender Mängel“ auch nicht den Verdacht entkräften könne, dass Glyphosat Non-Hodgkin-Lymphome verursacht. Portier war vor seiner Pensionierung unter anderem Direktor der US-Behörde für giftige Substanzen und das Seuchenregister (ATSDR). Jetzt arbeitet der Professor als Berater einer Anwaltskanzlei, die gegen Monsanto klagt.

Die Forscher, kritisiert Portier, hätten manche Krebspatienten gar nicht als Glyphosat-Nutzer eingestuft – obwohl diese das Pestizid benutzten. Das lag daran, dass es 7 Jahre dauerte, bis alle Probanden befragt wurden. In dieser Zeit – von 1999 bis 2005 – steigerte die Landwirtschaft in den USA ihren Glyphosat-Verbrauch gewaltig. Allein von 2000 bis 2005 verdoppelte er sich Behördenangaben zufolge fast.

Zulassungen verlängert

Die Entscheidung Trotz des angekündigten Glyphosat-Ausstiegs in Deutschland lässt die Bundesregierung alle bereits erlaubten Pestizide mit dem Wirkstoff für weitere 12 Monate zu. „Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) Hyperlink:=verlängert die bestehenden Zulassungen glyphosathaltiger Pflanzenschutzmittel um ein Jahr bis zum 15. Dezember 2019.“ Das teilte die Behörde nun mit.

Die Begründung Weil die EU die Erlaubnis des Wirkstoffs vor einem Jahr erneuert hat, müssen die Ämter die Zulassungen für Ackergifte mit Glyphosat eigentlich bis zum 15. Dezember überprüfen. Doch Behörden wie das Umweltbundesamt und die anderer EU-Staaten hätten noch nicht offiziell mitgeteilt, ob sie damit einverstanden sind, die Mittel weiter zu erlauben, so das BVL. In solchen Fällen müssten bestehende Zulassungen von Amts wegen provisorisch verlängert werden.

Die Reaktion „Die uneingeschränkte Glyphosat-Verlängerung um ein weiteres Jahr bringt das Totalversagen der deutschen Glyphosat-Politik auf den Punkt“, kritisierte der Grünen-Bundestagsabgeordnete Harald Ebner. „Leidtragende des Trauerspiels sind Menschen und Umwelt.“ 

Studie habe „riesige Probleme“

„Wenn also ein Farmer 1999 bei der Befragung angab, kein Glyphosat zu benutzen, hat sich das bis 2005 mit einiger Wahrscheinlichkeit geändert. Er wurde aber nicht noch einmal interviewt“, erläutert Portier. „Es reichen schon wenige Personen, die inkorrekterweise nicht als Glyphosat-Nutzer eingestuft wurden, um das geschätzte Krebsrisiko auf null zu senken.“

Das sieht auch Beate Ritz so, die Epidemiologie-Professorin an der Universität von Kalifornien in Los Angeles ist und ebenfalls als Expertin für die Klageseite in Glyphosat-Prozessen tätig war. „Diese unglaublich starken Veränderungen des Glyphosat-Einsatzes sind in der Grunderfassung der Daten für die Agricultural Health Study nicht mit erfasst worden und auch später nur teilweise. Die Studie habe „riesige Probleme“, einzuschätzen, ob und wie stark die befragten Personen Glyphosat ausgesetzt waren.

„Die von Prof. Portier und Prof. Ritz angemerkten Mängel bestehen tatsächlich“, bestätigte Eberhard Greiser, Professor für Epidemiologie und medizinische Statistik der Universität Bremen, der taz. Er ist nicht von den Klägern gegen Bayer bezahlt worden. Der Konzern weist aber auch diesen Einwand zurück. Die Autoren der Andreotti-Studie hätten „eine Reihe von sogenannten Sensitivitätsanalysen durchgeführt“. Diese hätten keine Verfälschungen des Ergebnisses nachgewiesen. Allerdings zeigt ein Blick in die Publikation: Diese Analysen befassen sich gar nicht damit, dass Patienten aufgrund veralteter Befragungsergebnisse fälschlicherweise als Nicht-Glyphosat-Nutzer eingestuft wurden.

Falsche Argumente

Portier, Ritz und Greiser argumentieren deshalb, diese einzelne Studie könne nicht mehrere andere Untersuchungen widerlegen, die ein Krebsrisiko durch Glyphosat belegen würden. Greiser sagt sogar: „In einer Broschüre zum Thema unterschlägt Bayer sieben hervorragende Fall-Kontroll-Studien, die insgesamt ein deutliches Risiko zeigen, durch Glyphosat an Lymphdrüsenkrebs zu erkranken.“ Bei Fall-Kontroll-Studien würden Erkrankte auf alle denkbaren Risikofaktoren für Lymphdrüsenkrebs befragt und dann mit Nicht-Erkrankten verglichen.

Portier beruft sich außerdem auf Tierversuche, bei denen zwei Ratten- und ein Mäusestamm Krebs entwickelt hätten, wenn sie mit Glyphosat gefüttert wurden. Die US-Umweltbehörde EPA sowie die zuständigen EU-Fachämter würden nur deshalb keine Gefahr sehen, weil sie sich nicht an ihre eigenen Richtlinien gehalten hätten. „Die EPA etwa hat in den Tierversuchen nicht alle relevanten erhöhten Krebsraten gefunden und hat mehrere missinterpretiert“, so Portier. Die Behörden weisen das zurück, unter anderem weil sie andere statistische Verfahren benutzen.

Auch weitere Argumente von Bayer haben sich bereits als falsch oder nicht belegbar erwiesen. Nach Anfragen der taz von September und einem entsprechenden Artikel im November zum Thema verzichtet das Unternehmen bereits auf seine Behauptung, mehr als 800 wissenschaftliche Studien würden belegen, dass das Glyphosat nicht krebserregend sei. In Wirklichkeit gehen laut Bundesinstitut für Risikobewertung und Portier nur rund 50 Analysen überhaupt auf diese Frage ein. Noch weniger zeigen, dass der Verdacht gegen das Unkrautvernichtungsmittel unbegründet ist.

Nun behauptet der Konzern: „Mehr als 800 wissenschaftliche Studien sowie Aufsichtsbehörden weltweit haben bestätigt, dass Glyphosat sicher ist.“ Doch die Zahl unterfüttert Bayer bislang nicht mit vollständigen Quellenangaben, auch nicht auf explizite Anfrage der taz für diesen Artikel. Dass wirklich 800 Studien Glyphosat als sicher einstufen, lässt sich deshalb nicht belegen.

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https://www.keine-gentechnik.de/nachricht/33512/#gsc.tab=0

Verboten: Gentech-Raps von Baysanto auf deutschen Äckern ausgesät

21.12.2018

Raps (Foto: labete / flickr, creativecommons.org/licenses/by/2.0)
Raps (Foto: labete / flickr, creativecommons.org/licenses/by/2.0)

In zehn Bundesländern haben Landwirte Winterraps von Monsanto ausgesät, der Spuren einer gentechnisch veränderten Sorte enthält, teilte das nordrhein-westfälische Agrarministerium heute mit. Nach Angaben des Mutterkonzerns Bayer wurden in Deutschland fast sechs Tonnen dieses Saatguts verkauft. Eine Gefahr für die Gesundheit von Mensch oder Tier soll nach Angaben der Behörden nicht bestehen.

Mit den 598 Sack mit jeweils bis zu 10 Kilogramm Rapssaat können knapp 2000 Hektar Ackerfläche bestellt werden. Ob das passiert ist, versuchen Behörden und Hersteller derzeit herauszufinden. „Ziel ist, dass wir über jeden Sack Saatgut dieser Partie wissen, was mit ihm passiert ist“, schrieb NRW-Agrarministerin Ursula Heinen-Esser. Um das herauszufinden, nehmen die örtlichen Behörden Kontakt zu den Landwirten auf, die Teile dieser Charge gekauft haben. Zum aktuellen Stand dieser Recherche wollte heute niemand Auskunft geben.

Üblicherweise wird Winterraps im September ausgesät. Um die Auskreuzung des Rapses und damit die Verbreitung seines gentechnisch veränderten Merkmals GT73 in der Umwelt zu vermeiden, müssten die Bauern die Sprösslinge vor der Blüte im Frühjahr vernichten, teilte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) heute mit. Auf die Frage, ob Bayer die Bauern dafür entschädigen werde, hieß es vom Konzern: „Wir arbeiten eng mit den Behörden und unseren Handelspartnern zusammen, um sicherzustellen, dass die Erzeuger keine finanziellen Nachteile erleiden werden.“ Das Rapssaatgut, das noch bei den Händler lagerte, wurde gesperrt.

Der Raps GT73 der Marke Dekalb ist gentechnisch so verändert, dass er eine Behandlung mit dem Unkrautvernichter Glyphosat überlebt. Er darf als Lebens- und Futtermittel nach Deutschland importiert werden. Der Anbau – auch kleinster Mengen – ist wie in der ganzen Europäischen Union verboten. In Kanada, den USA, Australien und Japan darf GT73-Raps ausgesät werden.

Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Agrarministeriums stammt der Raps der fraglichen Charge aus Argentinien. Laut BVL wurden alle nach Deutschland gelieferten Partien mittlerweile identifiziert und amtlich kontrolliert. In einer der gelieferten Saatgutpartien seien Anteile von etwa 0,1 Prozent GT73 festgestellt worden. In den übrigen wurden keine gentechnisch veränderten (GV) Anteile nachgewiesen. Erst kürzlich hatte das BVL mitgeteilt, dass bei der jährlichen Prüfung des Saatguts kein GV-Raps gefunden worden sei. Der Prüfungszeitraum endete allerdings im September 2018. „Die Koexistenz von gentechnisch veränderten Pflanzen und herkömmlichen Nutzpflanzen erscheint nicht möglich“, erklärte die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken. Daher habe sie sich immer für ein bundesweites Anbauverbot von gentechnisch veränderten Pflanzen eingesetzt.

Anfang November hatte Frankreich bereits bei einer amtlichen Kontrolle in einer konventionellen Saatgutpartie dieser Charge Spuren von weniger als 0,1 Prozent des gentechnisch veränderten Rapses GT73 gefunden. Auch dort wurden Teile davon bereits ausgesät. Wie die französische Organisation Inf’OGM mitteilte, sei in Frankreich eine Ackerfläche von schätzungsweise 1900 Hektar betroffen. Die Organisation beruft sich auf ein internes Schreiben der französischen Regierung an die EU-Kommission. Französische Behörden hätten den Gentech-Raps bereits im September entdeckt.

Die Europäische Kommission informierte die Mitgliedstaaten am 12. November 2018 über den französischen Fund von GV-Raps in der Monsanto-Charge. Am 10. Dezember 2018 fand Sachsen-Anhalt bei Kontrollen Spuren in einer Lieferung. „Unverständlich ist, warum die Informationen von Frankreich erst übermittelt wurden, nachdem der Winterraps bereits ausgesät wurde“, ärgerte sich Agrarministerin Heinen-Esser. „Das Beispiel zeigt, dass die Bestrebungen zur europaweiten Harmonisierung der Saatgutuntersuchungen forciert werden müssen.“ Auch in die Tschechische Republik und Rumänien wurde der Raps verkauft. [vef]

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utube.com/watch?v=2FIoVQnJ8L0

Dr. Dietrich Klinghardt – „Glyphosat – Aluminium“

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siehe auch „Wie GLYPHOSAT das MIKRO-BIOM AN-GREIFT“

siehe auch „Das MIKRO-BIOM“ – Wie falsche Er-NÄHRUNG den DARM zerstören kann“

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https://www.welt.de/gesundheit/plus182584934/Darmkrebs-Zahl-junger-Patienten-nimmt-zu.html

Steigende Zahlen

Darmkrebs ist keine Krankheit der Alten mehr

Langanhaltende Bauchschmerzen und Blut im Stuhl – beides kann ein Hinweis auf Darmkrebs sein
Langanhaltende Bauchschmerzen und Blut im Stuhl – beides kann ein Hinweis auf Darmkrebs sein

Quelle: Getty Images/Science Photo Libra/SCIEPRO

Als Krankheit, die junge Menschen betrifft, galt Darmkrebs bisher nicht. Nun haben Wissenschaftler jedoch eine neue Entwicklung beobachtet. Die Krebsart trifft in Europa immer mehr Menschen im Alter von 20 bis 39 Jahren. Zwischen 1990 und 2008 ist die Erkrankungsrate in dieser Altersgruppe jährlich um 1,5 Prozent gestiegen. Zwischen 2008 und 2016 stieg sie sogar um 7,4 Prozent. Diese Zahlen nennt Fanny Vuigt von der Erasmus-Universität Rotterdam in einer Studie, die sie gerade auf dem Kongress Europäischer Gastroenterologen vorgestellt hat. Besonders drastisch war der Anstieg in der Gruppe der 20- bis 29-Jährigen.

Für Deutschland gibt es noch keine absoluten Zahlen zu diesem Phänomen. Insgesamt erkranken hierzulande rund 60.000 Menschen im Jahr neu an Darmkrebs. Forscher des Robert-Koch-Instituts fanden heraus, dass zehn Prozent dieser neuen Patienten jünger als 55 sind. Bei jüngeren Erkrankten verläuft der Krebs häufig aggressiver als bei älteren. Zudem wird er oft erst in einem späteren Stadium festgestellt. Das macht die Heilung kompliziert.

In den USA beobachtet man den Trend der ansteigenden Erkrankungszahlen bei jungen Menschen schon länger, für Europa sind die Beobachtungen neu. Forscher suchen nach einer Erklärung. Klar ist bisher nur, dass besonders Menschen gefährdet sind, die einen Fall von Darmkrebs in der Familie haben.

Wenn Großeltern, Eltern oder Geschwister an Darmkrebs erkrankt sind, ist das eigene Risiko zu erkranken etwa doppelt so hoch. Ist der Krankheitsfall in der Familie vor dem 50. Lebensjahr des Patienten aufgetreten, ist das Risiko der Angehörigen, ebenfalls an Darmkrebs zu erkranken, noch höher.

Menschen, bei denen Darmkrebs in der Familie vorkommt, sollten deshalb schon ab einem Alter von 25 Jahren regelmäßig untersucht werden, empfiehlt Christa Maar von der Felix-Burda-Stiftung, die sich für eine bessere Früherkennung von Darmkrebs einsetzt. Doch bei Weitem nicht alle jungen Darmkrebspatienten hatten einen solchen Krankheitsfall in der Familie.

Übergewicht könnte eine Erklärung sein

„Ein möglicher Risikofaktor ist Übergewicht“, erklärt Michael Hoffmeister vom Deutschen Krebsforschungszentrum. Für ältere Menschen ist Übergewicht schon länger als Risikofaktor für Darmkrebs erforscht, eventuell könnte er nun auch den Anstieg der Erkrankungen bei jungen Menschen erklären.

Eine Studie der Krebsforscherin Yin Cao von der Universität Washington hat das Darmkrebsrisiko übergewichtiger Frauen untersucht. Sie scheint erste Vermutungen in diese Richtung zu bestätigen. Frauen, die einen erhöhten Body-Mass-Index (BMI) haben oder im jungen Erwachsenenalter deutlich an Gewicht zugenommen haben, hatten ein höheres Risiko, später an Darmkrebs zu erkranken, als Frauen, deren BMI im Normalbereich liegt.

Vuigt nennt darüber hinaus zu wenig Sport, eine falsche Ernährungsweise (zu wenig Ballaststoffe) und zu viel Sitzen als weitere Faktoren, die Darmkrebs bei jüngeren Menschen fördern könnten. Die Vermutungen hierzu sind jedoch noch sehr vage.

Da man bisher also kaum etwas dazu sagen kann, warum sich das Darmkrebsrisiko für jüngere Menschen zu erhöhen scheint, empfiehlt Christa Maar: „Wenn man schon nicht genau weiß, wie man sich vor der Erkrankung schützen kann, muss man auf die Symptome achten, um den Krebs möglichst schnell zu erkennen.“ Lang anhaltende Schmerzen im Bauchbereich, andauernde Unregelmäßigkeiten bei der Verdauung und vor allem Blut im Stuhl sind Symptome, mit denen junge Menschen zum Facharzt gehen sollten. Und das, wenn nötig, auch auf eigene Initiative.

Viele Hausärzte vermuten Darmkrebs aufgrund der bisher geringen Fallzahlen nicht bei jungen Menschen. Stattdessen diagnostizieren sie Stress oder Hämorrhoiden als Ursache für die Beschwerden. „Lassen Sie sich bei anhaltenden Beschwerden vom Hausarzt nie mit der Diagnose Hämorrhoiden zufriedenstellen“, mahnt Maar deshalb.

Um Fehldiagnosen in Zukunft zu vermeiden, müssen Ärzte darüber informiert werden, dass das Darmkrebsrisiko bei jungen Menschen zu steigen scheint. So können sie die Patienten bei einem Verdacht zukünftig rechtzeitig an einen Fachspezialisten verweisen.

Es gebe aber auch keinen Grund, Hysterie zu verbreiten, sagt Michael Hoffmeister vom Deutschen Krebsforschungszentrum. Dafür sei die Zahl der Erkrankten im jungen Alter insgesamt noch viel zu gering. Das Alter für Vorsorgeuntersuchungen deutlich zu senken, sei deshalb keine sinnvolle Maßnahme. Das mittlere gemessene Erkrankungsalter für Darmkrebs liegt bei Männern derzeit bei 72 Jahren, Frauen erkranken im Schnitt am häufigsten mit 75 Jahren. Das liegt daran, dass genetische Mutationen im zunehmenden Alter häufiger werden und die Entstehung von Darmkrebs begünstigen.

Deshalb liegt das Alter, ab dem man in Deutschland Anspruch auf erste Vorsorgeuntersuchungen für Darmkrebs hat, bei 50 Jahren. Die Krankenkasse übernimmt jedes Jahr die Kosten für einen Test, bei dem der Stuhl auf nicht sichtbares Blut untersucht wird. Ab 55 sollte man dann regelmäßig zur Darmspiegelung gehen. War die erste Untersuchung ohne besorgniserregenden Befund, reicht es meist aus, erst nach zehn Jahren zur nächsten Darmspiegelung zu gehen.

Viel wichtiger, als auch für alle 30-Jährigen eine Vorsorgeuntersuchung anzubieten, sei es, zunächst einmal herauszufinden, warum die Zahlen der Neuerkrankungen junger Menschen überhaupt steigen, sagt Hoffmeister. Forscher müssen die Risikofaktoren für Darmkrebs bei jungen Menschen bestimmen. Nur so können Risikogruppen identifiziert und die Menschen gefunden werden, die eine frühe Vorsorge wirklich dringend brauchen.

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aus dem Text:.. Klar ist nur: Antibiotika verändern das Gleichgewicht im Mikrobiom. Sie bringen die einen Bakterien um und lassen die anderen hochwachsen. Die Konsequenz ist, dass das Gleichgewicht zwischen Mikroben und ihrem Wirt gestört ist

….So richtig durchschlagend ist sie aber bisher nur bei antibiotikaassoziierten Entzündungen, die durch sogenannte Clostridium-difficile-Infektionserreger ausgelöst wurden….

https://www.welt.de/gesundheit/plus183855824/Morbus-Crohn-und-Co-Wenn-der-Darm-chronisch-entzuendet-ist.html

Autoimmunkrankheiten

Wenn der Darm sich selbst zerstört

Wer ständig Bauchschmerzen hat, könnte an einer chronischen Darmentzündung leiden – einer Erkrankung, die Forscher noch immer zu entschlüsseln versuchen
Wer ständig Bauchschmerzen hat, könnte an einer chronischen Darmentzündung leiden – einer Erkrankung, die Forscher noch immer zu entschlüsseln versuchen

Quelle: Getty Images/Science Photo Libra

Antworten hat Professor Dirk Haller von der Technischen Universität München. Der Ernährungswissenschaftler erforscht, welche Rolle das Mikrobiom, also die Bakterien im Darm, bei der Entstehung der Krankheiten spielen könnten.

WELT: Herr Haller, Sie erforschen chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Nehmen wir an, ich leide oft an Bauchschmerzen. Woher weiß ich, dass es sich um eine der beiden Krankheiten handelt – und nicht etwa einen Reizdarm oder stressbedingten Schmerz?

Dirk Haller: In der Regel bringen die chronisch-entzündlichen Krankheiten viel schwerere Symptome mit sich. Blut im Stuhl, chronische Schmerzen, starken Durchfall. Klar können Sie auch von einem Reizdarm Schmerzen haben, doch wir sprechen da von ganz anderen Kategorien. Den Auslöser der Beschwerden muss letztlich eine Untersuchung abklären.

WELT: Welche weiteren Hinweise können neben diesen Symptomen auf eine chronisch-entzündliche Darmkrankheit hindeuten?

Haller: Der Hausarzt kann zusätzlich an den Blutwerten ablesen, ob eine Entzündung im Körper vorliegt. Zusammen mit den Erkrankungssymptomen lässt sich das Problem schon weiter eingrenzen. Eine endgültige Diagnose kann aber nur ein Gastroenterologe stellen – mithilfe einer Darmspiegelung. Er muss sich das Gewebe von innen anschauen und dann eine Diagnose stellen. Nur so kann er andere mögliche Ursachen ausschließen, wie etwa eine Zöliakie (Glutenunverträglichkeit, Anm. d. Red.) oder eine Infektionskrankheit.

WELT: Was passiert im Körper von Menschen, die die Diagnose Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa haben?

Haller: Bei Patienten mit diesen Krankheiten denkt das Immunsystem auf einmal, dass es angegriffen wird, und reagiert entsprechend. Da es sich aber nicht um eine Infektion handelt und der Erreger nicht eliminiert werden kann, bleibt das Immunsystem dauerhaft aktiviert. Die Konsequenz dieser Aktivierung ist eine chronische Entzündung im Darm.

WELT: Und die Symptome tauchen dann immer schubartig auf?

Haller: Ja, diese Entzündungen sind charakterisiert dadurch, dass sie schubartig verlaufen. Diese Schübe können aber sehr unterschiedlicher Art sein. Es gibt Fälle, da geht es los und geht nie wieder weg. Bei anderen flaut es nach einer gewissen Zeit wieder ab und kommt wieder zurück, also wellenartig. Es gibt Leute, die haben einen wirklich schweren Schub am Anfang und dann einen sehr milden Verlauf über die Jahre.

WELT: Was passiert da im Körper?

Haller: Bei einem chronisch-entzündlichen Darm gehen Barrierezellen kaputt. Mikroben dringen in Gewebebereiche vor, in denen sie eigentlich nicht sein sollten. Morbus-Crohn-Patienten entwickeln dann zum Beispiel Einschlüsse aus Gewebe und Mikroben, sogenannte Granulome. Das sind dauerhafte Entzündungsherde. Langfristig verhärtet sich auch das Gewebe, es entsteht eine Fibrose. Der Darm kann sich auch verengen oder gar verschließen. Das ist lebensbedrohlich und natürlich verheerend für den Patienten.

WELT: Sind Morbus Crohn und Colitis ulcerosa genetische Erkrankungen?

Haller: Jein. Chronische Darmerkrankungen sind, wie viele andere chronische Krankheiten, die wir in den letzten 50 Jahren in industrialisierten Ländern entwickelt haben, ein komplexes Konstrukt. Man geht davon aus, dass eine genetische Anfälligkeit Voraussetzung für eine Erkrankung ist. Sie allein reicht aber nicht aus, um sie zu bekommen. Es muss irgendein Umweltfaktor dazukommen, der dann zum ersten Schub, zur ersten Entzündung führt.

WELT: Irgendein Umweltfaktor – geht das genauer? Hat zum Beispiel die Ernährung einen Einfluss auf die Entstehung chronisch-entzündlicher Darmkrankheiten?

Haller: Das ist unbekannt. Es gibt keinen Faktor, bei dem man eindeutig sagen könnte: Das ist der Auslöser. Dann könnten wir ihn ja abstellen. Ein schönes Gegenbeispiel ist die Zöliakie. Da weiß man: Es ist das Klebereiweiß Gluten, das diese Entzündung verursacht. Eine glutenfreie Ernährung verschafft dem Patienten dann Linderung. Anders ist es bei Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa. Der unbekannte Umweltfaktor kann alles Mögliche sein. Auch die Ernährung – aber dass es nur an ihr allein liegt, halte ich für unwahrscheinlich. Im Moment geht die Forschung davon aus, dass Veränderungen im Mikrobiom ein sehr starker Faktor in der Entstehung der Erkrankungen sind.

WELT: Für das Mikrobiom kursiert schon die Bezeichnung des „Superorgans“. Übertrieben oder gerechtfertigt?

Haller: Vorsicht – das Mikrobiom bezeichnet die Bakterien im Darm, auch die dort angesiedelten Pilze, Hefen und Viren. Natürlich ist es aber kein Organ an sich. Denn es ist nicht überlebenswichtig. Wenn ich Ihnen die Leber rausnehme, dann sterben Sie. Nehme ich aber das Mikrobiom, also die Bakterien, aus ihrem Darm weg, dann könnten Sie theoretisch weiterleben – allerdings nur in einer sterilen Umgebung, denn Sie hätten ohne Mikrobiom keinen Infektionsschutz.

WELT: Wenn es nicht überlebenswichtig ist – was macht das Mikrobiom dann so wichtig im Zusammenhang mit chronisch-entzündlichen Darmkrankheiten?

Haller: Die Bakterien im Darm sind wichtig, um das Immunsystem zu trainieren. Entscheidend ist die Balance. Ihre Rolle bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa ist aber leider noch sehr unerforscht. Wenn Sie mich jetzt fragen, welche Bakterien im Darm ihn chronisch entzündlich machen, dann könnte ich Ihnen das nicht sagen. Und genauso wenig könnte ich Ihnen sagen, welche Organismen man im Patienten eliminieren müsste, damit diese Entzündung aufhört.

WELT: Stichwort Antibiotika. Was ist dran an dem Mythos, dass zu viele Antibiotika während der Kindheit das Risiko erhöhen, später eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung zu bekommen?

Haller: Das ist absolut kein Mythos, da ist sehr viel dran! Studien haben gezeigt, dass Menschen, die bis zum 18. Lebensjahr mehr als sieben Zyklen von Antibiotika zu sich genommen haben, eine zwei- bis dreifach erhöhte Chance haben, Morbus Crohn zu bekommen.

WELT: Woran liegt das?

Haller: Auch das weiß man nicht genau. Klar ist nur: Antibiotika verändern das Gleichgewicht im Mikrobiom. Sie bringen die einen Bakterien um und lassen die anderen hochwachsen. Die Konsequenz ist, dass das Gleichgewicht zwischen Mikroben und ihrem Wirt gestört ist und dass genetisch anfällige Menschen eine chronische Entzündung bekommen.

WELT: Wie behandelt man solche chronischen Darmerkrankungen in der Regel?

Haller: Mit entzündungshemmenden Medikamenten. Die sind aber immer nur symptomatisch, greifen an der Entzündung an. Sie heilen nicht die Ursache, weil man die nicht kennt.

WELT: Es gibt auch die Methode der Stuhltransplantation. Was halten Sie von dieser Art der Behandlung?

Haller: Das ist eine uralte Therapiemethode, sie ist schon in der alten chinesischen Medizin dokumentiert. Man transferiert dabei den Stuhl eines Spenders in den Patienten. Das geht endoskopisch über den Dünndarm oder koloskopisch über den Dickdarm. Die Methode funktioniert auch mit Kapseln, die der Patient dann zu sich nimmt. Manche Leute trinken den Fremdstuhl sogar, dafür gibt es tatsächlich Do-it-yourself-Anleitungen im Internet. Ich rate davon dringend ab.

WELT: Ist die Wirksamkeit der Methode denn wissenschaftlich nachgewiesen?

Haller: Es gibt bislang drei kontrollierte Studien dazu. Zwei haben gezeigt, dass die Stuhltransplantation sich positiv auswirkt, zumindest auf die Colitis ulcerosa. So richtig durchschlagend ist sie aber bisher nur bei antibiotikaassoziierten Entzündungen, die durch sogenannte Clostridium-difficile-Infektionserreger ausgelöst wurden. Da wirkt sich die Stuhltransplantation sehr gut aus – manchmal sogar besser als Medikamente.

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siehe auch  „Jörg Spitz“  – „Vitamin D“ – „EPI-GENETIK“

e.com/watch?v=6Dxg4Z3Fslo

Das „Natur-Defizit Syndrom“ – Interview mit Prof. „Dr. Jörg Spitz“ | Folge #100

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Wirkungen von Glyphosat

Glyphosat in „Back-Waren“

GLYPHOSAT ist ein „CHELATOR“ und somit „MINERALIEN–RÄUBER“

„Monika Krüger“ (Tier-Ärztin und Mikro-Biologin) – „Glyphosat“ ist ein Chelator – ein „Spuren-Elemente-Fänger“ (RÄUBER)

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siehe auch „Kreide-ZÄHNE“ – „URSACHE – GLYPHOSAT – CHELATOR“ – „Weichmacher – Bisphenol A“

siehe auch  „Kreide-Zähne“

https://www.welt.de/gesundheit/plus181799154/Kreidezaehne-Wenn-Kinderzaehne-sich-verfaerben-und-broeckeln.html

Wenn der Zahnschmelz fehlt Kreidezähne werden bei Kindern zur Volkskrankheit

In den meisten Fällen zeigt sich die Zahnschwäche erst, wenn die bleibenden Zähne durchbrechen
In den meisten Fällen zeigt sich die Zahnschwäche erst, wenn die bleibenden Zähne durchbrechen

Quelle: Getty Images

Ein neues Phänomen beunruhigt Eltern: Bleibende Kinderzähne verfärben sich – oder bröckeln wie Kreide. Ein Experteninterview zum aktuellen Stand der Forschung und zu Behandlungsoptionen.

Die ersten bleibenden Backenzähne kommen gerade aus dem Kinderkiefer hervor, schon bröckeln sie ab. Beim Essen oder Trinken schmerzen die Zähne. Sie haben Furchen, sind fleckig verfärbt. Manche Grundschüler brauchen bereits Kronen. Zahnärzte rätseln über die sogenannten Kreidezähne. Bei der Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation, kurz MIH, wird der schützende Zahnschmelz während der Entwicklung der Zähne nicht richtig gebildet. Über die Gründe für dieses Phänomen forscht Jan Kühnisch von der Universität München seit Jahren.

….Jan Kühnisch: Man muss das etwas relativieren. Bei den Zwölfjährigen sind Karies und MIH etwa gleich häufig anzutreffen, zumindest, wenn man die Kariesvorstufen miteinbezieht. Seit den 80er-Jahren beobachten wir einen erfreulichen Rückgang von Karies. Seitdem wird immer häufiger über MIH gesprochen. Vorher hat die Wissenschaftswelt das Phänomen wahrscheinlich einfach nicht wahrgenommen, weil die gravierende Verbreitung von Karies im Vordergrund stand. Meiner Ansicht nach gab es keinen Anstieg von MIH in den letzten zehn Jahren, wohl aber, wenn man den Zeitraum der letzten fünfzig Jahre betrachtet….

WELT: Es kommt vor, dass auf ein lupenreines Milchgebiss plötzlich fleckige, empfindliche Schulzähne folgen. Woran liegt das?

Kühnisch: Welche Zähne von MIH betroffen sind, hängt davon ab, in welchem Alter die schädigende Ursache auf den Körper eingewirkt hat. War es unmittelbar nach der Geburt? Einen Monat später? Drei Jahre danach? Davon hängt ab, ob bereits die Milchzähne, die bleibenden Backen- oder die Schneidezähne betroffen sind.

WELT: Sogar Milchzähne zeigen die Strukturstörung?

Kühnisch: Ja, bis zu zehn Prozent der Kinder bis sechs Jahren sind von MIH im Milchgebiss betroffen. Es ist so: Die ersten Zähne werden schon am Ende der Schwangerschaft angelegt, die letzten bleibenden Backenzähne, die erst etwa mit zwölf Jahren durchbrechen, befinden sich bis ins achte Lebensjahr hinein in der Entwicklung. Je später nun die potenzielle Ursache einwirkt, desto geringer fällt der Schaden aus. Nur Zähne, die sich noch in der Entwicklung befinden, können geschädigt werden. Die Milchzähne mineralisieren vom Ende der Schwangerschaft bis etwa zum zweiten Lebensjahr….

WELT: Was ist Ihrer Meinung nach die wahrscheinlichste Ursache?

Kühnisch: Das weiß bislang niemand sicher. Verschieden Faktoren könnten eine Rolle spielen. Umwelttoxine, Erkrankungen im Kindesalter, Antibiotika, die Gene. Für mich scheiden klassische Erkrankungen bakterieller Art, etwa Lungenentzündungen, als Ursache aus. Wir haben zwar einen Zusammenhang von respiratorischen Erkrankungen im Kindesalter und MIH beobachtet, aber meiner Ansicht nach scheint das Problem eher die heutige Therapie dieser Infektionen zu sein. Seit den 60er-, 70er-Jahren werden Antibiotika in der Kinderheilkunde eingesetzt. Eine finnische Arbeitsgruppe hat 2009 gezeigt, dass Antibiotika im Tierversuch Strukturstörungen ähnlich einer MIH hervorrufen. Die Kollegen haben auch klinische Daten präsentiert, nach denen Kinder, die Antibiotika erhalten hatten, deutlich höhere MIH-Raten aufwiesen als jene, die keine Antibiotika nehmen mussten. Allerdings gibt es auch Kinder mit MIH, deren Eltern schwören, dass sie nie Antibiotika gegeben haben.

WELT: Als Ursache wird auch der Weichmacher BPA diskutiert. Er durfte bis 2011 in Schnullern, Trinkflaschen und Spielzeugen enthalten sein. Was halten Sie von dieser Theorie?

Kühnisch: Es gab 2013 eine Studie von französischen Kollegen, die an Ratten zeigen konnten, dass Bisphenol A potenziell Zahnschäden mitverursachen kann. In weiteren Untersuchungen hat die Arbeitsgruppe sich dann mehr der Zahnentwicklung gewidmet. Genau das halte ich für den richtigen Weg. Weil MIH ein Problem auf molekularer Ebene ist, müssen wir die Grundlagen der Zahnentwicklung besser erforschen….

Kühnisch: Es gibt sogar noch mehr gute Nachrichten. In jüngster Zeit wird Vitamin D als potenziell präventiv wirkender Faktor diskutiert. Kinder, die einen geringen Vitamin D-Spiegel haben, sind häufiger von MIH betroffen. Vitamin D scheint einen schützenden Einfluss zu haben. Man darf aber auch daran noch keine zu hohen Erwartungen knüpfen.

 © Axel Springer SE. Alle Rechte vorbehalten.

 

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.youtube.com/watch?v=bN3LXjigjIg

Dr. Thierry Vrain, Former Pro-GMO Scientist, Speaks Up Against Glyphosate

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ube.com/watch?v=_SalF6YcXDk&feature=youtu.be

„W. Boote“ – „K. Hartmann“ – „Die grüne Lüge“ – Film und Buch über falsche Öko Versprechen

Palm-OL-NONSENS – – -?E-MOBILITÄT? – ?NACH-HALTIGKEIT? –  – Greenwashing

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PURE IN-KOMPETENZ

DIE PENETRANTEN GRÜNEN LÜGNER und NATUR-VERBRECHER

https://www.neopresse.com/politik/die-doppelmoral-der-gruenen-politiker-wird-chef-lobbyist-fuer-glyphosat/

Die Doppelmoral der Grünen: Politiker wird Chef-Lobbyist für Glyphosat

NEOPresse in D/A/CH

Als ehemaliger Staatssekretär von Renate Künast propagierte Grünen-Politiker Matthias Berninger eine „neue Ernährungsbewegung in Deutschland“, um gerade bei Kindern und Jugendlichen gegen Übergewicht zu kämpfen. Als Berninger einige Zeit später zu dem Lebensmittel-Konzern Mars wechselte, der u. a. Schokoriegel herstellt, sorgte dies für Aufsehen. Berninger, der auch als Grüner im Deutschen Bundestag saß, machte bei Mars rasch Karriere und hörte jetzt dort zu Jahresbeginn als „Global Vice President“ Public Affairs auf.

Denn auf Berninger wartet womöglich ein noch lukrativerer Job – als Politikchef bei Bayer. Als solcher wird der „Grüne“ Berninger künftig auch für das giftige und krebserregende Pflanzengift Glyphosat Werbung machen. Berninger übernimmt die Leitung des Bereichs „Public and Governmental Affairs“ mit Dienstsitz in Washington. Berninger berichtet direkt an Bayer-Chef Werner Baumann. Damit wird Berninger zum Cheflobbyist für das Pestizid Glyphosat, das für die Zerstörung der Umwelt und die Tötung von Insekten und Vögeln verantwortlich ist, sowie beim Menschen Krebserkrankungen hervorruft.

Während es auf der Internetseite der Grünen heißt: „Der Pflanzenkiller Glyphosat ist zum Synonym einer chemiebasierten industriellen Landwirtschaft geworden, die Gesundheits- und Umweltschutz vernachlässigt“, scheint dies Berninger wenig zu interessieren. Für die Grünen, deren Parteiprogramm vordergründig auf die Abschaffung von chemischen Pflanzenschutzmitteln zielt, dürfte Berningers Wechsel in den Glyphosat-Konzern keine willkommene Nachricht sein. Berninger scheint zudem noch immer in der Partei zu sein. In den öffentlichen Archiven ist kein Parteiaustritt verzeichnet worden.

 

Dass die Grünen nicht so „grün“ sind, wie sie gerne selbst von sich behaupten, belegte jüngst das Beispiel über die enthüllte Parteispendenaffäre im Zusammenhang mit der Rüstungsindustrie. Vor vier Jahren erhielten die Grünen, die sich selbst als Friedens- und Umweltpartei bezeichnen, kurz vor Weihnachten eine Parteispende von 100.000 Euro von einem Metallverband, dem eine ganze Reihe von Rüstungsfirmen angehört. Bereits im Vorjahr hatten die Grünen Spenden in Höhe von 60.000 von dem Metallverband erhalten. Auch in den Jahren 2011, 2012 und 2012 erfolgten regelmäßig die Spenden von „Südwestmetall“. Mitglieder dieser in Stuttgart beheimateten Organisation sind u. a. Heckler & Koch (Pistolen, Gewehre), Diehl Defence (Lenkflugkörper, Munition) und MTU (Militärtriebwerke).

Die Rechtfertigung der Grünen lautete, dass der Metallverband „Südwestmetall“ nicht nur Rüstungsfirmen organisiere, sondern auch solche, „die etwa Umweltschutztechnologien herstellen“. Dass dem Metallverband Rüstungsfirmen angehören, die durch ihre Waffenlieferungen für den Tod von Hunderttausenden Menschen im Jemen oder in Mexiko verantwortlich sind, scheint die Grünen nicht zu stören. Im Gegenteil. Die Rüstungslobby hat so viel Freude an der „Friedenspartei“, dass sie ihre Spenden 2015 auf 110.000 Euro erhöhten, um im Jahr darauf gleich noch einmal 110.000 Euro zu spenden. Die Zahlungen der Rüstungslobby an die „Friedenspartei“ Grüne summiert sich inzwischen auf über 500.000 Euro.

 

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5G-Strahlung – unkontrolliertes Experiment? | 08.01.2019 | http://www.kla.tv/13658

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Trump und Gates wollen keine 5G-Strahlung | 08.01.2019 | http://www.kla.tv/13657

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Telekom warnt vor WLAN-Strahlung | 10. Januar 2019 | http://www.kla.tv/13668

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siehe auch „AMOK ALEX“ – „9/11“ – Hurrican Erin – HAARP – CERN- Brookhaven

siehe auch „Kalifornien“ sogenannte Wald-Brände oder „Energie-und Frequenz-Waffen“

be.com/watch?time_continue=397&v=AeAYRx89IyQ

Datenleck und Erpressung zu 9/11: Was bedeutet das … | 09.01.2019 | http://www.kla.tv/13663

Datenleck und Erpressung zu 9/11: Was bedeutet das und wie brisant ist es? www.kla.tv/13663
09.01.2019

Meinung ungeschminkt, heute mit Thomas Röper, Betreiber der medienkritischen Internetseite http://www.anti-spiegel.ru. Die Schwerpunkte seiner Arbeit sind Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen, das (mediale) Russlandbild in Deutschland und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft. Heute geht es hier mal um „Verschwörungstheorien“. Der Grund ist, dass die Hackergruppe «The Dark Overlord» angedroht hat, gehackte Dokumente zu 9/11 zu veröffentlichen, die angeblich „verheerende Folgen für den Tiefen Staat der USA haben“. In den deutschen Medien ist das kein Thema, dabei könnte es sehr brisant sein, oder auch nicht. Das ist zurzeit reine Spekulation. Auch wenn viele von Ihnen die Merkwürdigkeiten zu 9/11 wahrscheinlich kennen, will ich hier kurz für all jene, die davon noch nie gehört haben, darauf eingehen. Die offizielle Version von 9/11 ist bekannt: Osama Bin Laden hat zwölf Terroristen nach Amerika geschickt, die vier Flugzeuge gekapert haben und damit den schlimmsten Terroranschlag der Geschichte verübten. So weit, so einfach und klar. Nur gibt es dabei einige Fragezeichen, auf die ich kurz eingehen möchte. Zunächst eine einfache Frage: Wie viele Türme sind bei 9/11 in New York eingestürzt? Wenn Ihre Antwort „Zwei“ lautet, muss ich Sie enttäuschen. Es waren drei Türme, wobei der dritte Turm, «World Trade Center 7» oder «Salomon-Building» (WTC7), von keinem Flugzeug getroffen wurde. Dort brannten lediglich ein paar kleine Feuer, die laut offizieller Version dafür gesorgt haben sollen, dass das Gebäude im freien Fall eingestürzt ist. Das Problem dabei ist, dass so etwas weder vor noch nach 9/11 jemals geschehen ist. Dies obwohl es viele Türme auf der Welt gab, in denen größere und heißere Feuer wesentlich länger gebrannt haben als im Falle von WTC7, wie man auf diesem ironischen, aber wahren Bild sehen kann. Nur eingestürzt ist keines der Gebäude, das geschah nur bei WTC7. Merkwürdig ist außerdem, dass die BBC schon 20 Minuten vor dem Einsturz von WTC7 live aus New York dessen Einsturz gemeldet hat. Die Korrespondentin hatte die Meldung aus dem Ticker von Reuters bekommen und meldete es live im Fernsehen, während im Hintergrund zu sehen war, dass das Gebäude noch stand. Die BBC hat sich für die Falschmeldung erst 2009 entschuldigt. […] Es gab aber noch andere Ungereimtheiten bei 9/11. Es ist Routine in der Luftfahrt, dass ein Flugzeug, das ohne Funkkontakt fliegt oder vom Kurs abweicht, von Abfangjägern verfolgt wird. Dafür stehen in jedem Land spezielle Staffeln bereit, die in der Regel in wenigen Minuten ein solches Flugzeug erreichen. Das ist wie gesagt Routine und passiert praktisch jede Woche. Nur bei 9/11 soll diese Routine bei vier Flugzeugen gleichzeitig versagt haben: Um 8.14 Uhr wurde das erste Flugzeug gekapert, um 8.46 Uhr schlug das erste Flugzeug in einen Turm in New York ein und erst um 10.03 Uhr stürzte das letzte Flugzeug ab. Also selbst nach dem ersten Einschlag in New York konnten die Flugzeuge noch immer eine Stunde und 17 Minuten ungestört im amerikanischen Luftraum herumfliegen, ohne dass Abfangjäger losgeschickt wurden. Ebenfalls etwas, das weder vor noch nach 9/11 jemals vorgekommen ist. Und nicht zuletzt war der Einschlag in das Pentagon ebenfalls etwas, das Piloten nicht wirklich erklären können. Selbst die besten Piloten sind nicht in der Lage, eine Boeing 757 mit 800 Stundenkilometern in zehn Metern Höhe so zu fliegen, wie es gemäß der offiziellen Version Amateure getan haben sollen. Wie gesagt, dass alles sind Fakten, keine Verschwörungstheorien. Es gibt noch mehr offene Fragen, aber das lassen wir hier mal weg. […] Die „Verschörungstheoretiker“, die diese Fragen stellen, diskutieren nun drei Versionen und sie nennen sie „Surprise“, «LIHOP“ und „MIHOP“. „Surprise“ ist die offizielle Version: Bin Laden hat die USA überrascht. „LIHOP“ heißt „Let It Happen On Purpose“ und bedeutet, es war Osama Bin Laden, die USA wussten aber davon und haben es geschehen lassen. Aus welchem Grund auch immer. Und „MIHOP“ heißt „Make It Happen On Purpose“ und bedeutet, die USA haben 9/11 selbst durchgeführt. Nun kann man sich fragen, warum jemand in den USA das getan oder auch nur zugelassen haben sollte, noch dazu vielleicht die Regierung selbst. Auch dazu gibt es Theorien, denn mit 9/11 wurde viel Geld verdient. So wurden an den Börsentagen vorher hohe Wetten auf fallende Kurse, ausgerechnet auf den an 9/11 beteiligten Fluglinien und Flugzeughersteller abgeschlossen, auf andere jedoch nicht. Und die Kurse sind danach massiv gefallen. Diese Transaktionen wurden nie untersucht und bis heute weiß man nicht, wer sich da eine goldene Nase verdient hat. Auch hatte das World Trade Center im Juli 2001, also zwei Monate vor 9/11, den Besitzer gewechselt und der neue Besitzer hat die Versicherungen so abgeschlossen, dass 9/11 ihm große Gewinne brachte. Er bekam 4,5 Milliarden von den Versicherungen, weit mehr, als die Gebäude tatsächlich wert waren. Das ist aber alles Kleingeld im Vergleich zu den Gewinnen, die der folgende Krieg gegen den Terror der Rüstungsindustrie in den USA brachte, da geht es um hunderte Milliarden. Auch die Erdölindustrie der USA, die sich nach dem Irak-Krieg die Rechte für das irakische Öl sicherte, hat ungezählte Milliarden daran verdient. Und wie es der Zufall so will, waren hohe US-Regierungsmitglieder bis hin zum Vizepräsidenten sehr eng mit der Ölindustrie und ausgerechnet mit den Firmen vernetzt, die am meisten profitierten. Sie standen mit Gehältern in Millionenhöhe in deren Diensten, bevor sie in die Regierung Bush eintraten. Das mag einer als Zufall ansehen, ein anderer mag das für verdächtig halten. Ich habe hier nur Fakten aufgezeigt, die Antworten auf Fragen, die sich für den einen oder anderen daraus ergeben können, muss jeder für sich suchen. […] Und wenn man dies alles weiß, dann sind die Meldungen der letzten Tage interessant. Die Hackergruppe «The Dark Overlord», die sich auf Datenklau und Erpressung spezialisiert hat und schon eine komplette Serie von Netflix geklaut und veröffentlicht hat, um von Netflix Geld zu erpressen, behauptet nun, dass sie brisante Unterlagen über 9/11 gehackt hat. Sie reden von 18.000 Dokumenten, die sie bei Anwaltskanzleien, Versicherungen und Regierungsbehörden abgegriffen haben, die teilweise eigentlich hätten vernichtet werden sollen. Nun will «The Dark Overlord» von den betroffenen Organisationen Geld, ansonsten drohen sie, die Unterlagen zu veröffentlichen. Alternativ bieten sie die Dokumente auch jedem an, der bereit ist, dafür zu bezahlen. Und sie sagen: „An alle anderen beteiligten Parteien (Fluggesellschaften, Prozessanwälte, Ermittlungsfirmen, FBI, TSA, FAA, Banken, Sicherheitsunternehmen usw.): Wir werden euch niederbrennen, es sei denn, ihr fangt an, ‚Ball zu spielen‘. Diese ganze Situation wird bald zu einer weitaus größeren Tragödie für euer Überleben werden. Trefft die richtige Wahl.“ Nun weiß man nicht, was sie tatsächlich haben. Es kann mit Blick auf die offenen Fragen sehr brisant sein, oder eben auch nicht. Sie haben die ersten Dokumente nun veröffentlicht und die scheinen zumindest authentisch zu sein, sind aber nicht sonderlich spannend. Allerdings sagt das auch die Hackergruppe selbst und kündigt weitere Veröffentlichungen an, wobei die Dokumente jedes Mal brisanter werden sollen. Man wird sehen. Interessant finde ich, dass es über diese Geschichte keine Meldung in den deutschen Medien gibt. Nur RT-Deutsch hat darüber berichtet und zwar mit allen überprüfbaren Links, es ist also keine ausgedachte Geschichte. Die einzige Meldung aus deutschen Mainstreammedien habe ich bei T-Online gefunden, dort wird die Geschichte herunter gespielt und viel von „Verschwörungstheorien“ geschrieben. Sei es drum, vielleicht hat das ganze keine Folgen, aber interessant finde ich, dass die deutschen Mainstreammedien dazu nicht berichten, aber über den früheren Hack bei Netflix konnte man bei denen in Deutschland einiges lesen. Und ich frage mich schon, was den höheren Nachrichtenwert hat: Dass Netflix wegen einer Fernsehserie erpresst wurde oder dass US-Regierungsbehörden wegen gehackter Dokumente zu 9/11 erpresst werden. Aber das kann jeder für sich entscheiden.

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https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2019/01/10/hacker-veroeffentlichen-angebliche-dokumente-ueber-den-11-september/

Hacker veröffentlichen angebliche Dokumente über den 11. September

Eine Gruppe Hacker hat erneut angebliche Dokumente zum 11. September ins Internet gestellt.

TOP-Meldung

Hacker veröffentlichen weitere Dokumente über den 11. September

Die Hackergruppe TheDarkOverlord, die ein Archiv von Prozessdokumenten im Zusammenhang mit den Anschlägen vom 11. September gestohlen hat, hat die Entschlüsselungscodes für die zweite von fünf Chargen mit streng vertraulichen Daten veröffentlicht.

TheDarkOverlord beschuldigt die amerikanischen Strafverfolgungsbehörden, sie daran zu hindern, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Die zweite Charge wurde freigegeben, nachdem zahlreiche Leser die Hacker mit Bitcoin bezahlt hatten.

Die neu veröffentlichten Dokumente sollen den Schriftwechsel zwischen Versicherungsgesellschaften betreffen. Darin soll diskutiert werden, welche Schadensersatzforderungen geltend gemacht werden können.

Das Hacking-Kollektiv behauptet, dass es Tausende von Dokumenten von einer US-amerikanischen Anwaltsfirma erhalten hat.

Ob die Dokumente echt sind und wer hinter den Hackern steckt, ist unklar.

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tube.com/watch?v=HMYd_1SemO0

DR. KLINGHARDT-Chemtrails, Bevölk.-Reduktion etc., Teil 1 – geschnitten

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siehe auch „CLIMATE-und GEO-ENGINEERING“

tube.com/watch?v=9-Mp5ZIipPY

Dr. Klinghardt: Chemtrails, Alu, Glyphosat, etc. -Teil 2

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ube.com/watch?v=pVr5PywldOA

Dr. Dietrich Klinghardt – Vortrag/Lecture Deutsch/English

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Der PREIS einer FREMD-MOBILisierten WELT – ENERGIE und RESSOURCEN-FRESSEND

https://www.neopresse.com/politik/das-dunkle-geheimnis-der-elektro-autos/

Das dunkle Geheimnis der Elektro-Autos

NEOPresse in D/A/CH

Seit Monaten rühren sowohl Merkel-Regierung als auch die Grünen kräftig die Werbetrommel für die angeblich so umweltfreundlichen Elektro-Autos. In einem Auto mit Hybrid-Antrieb steckt eine Batterie mit rund 1,7 Kilo Lithium. In der Batterie eines schnellen E-Autos stecken bereits satte 22 Kilogramm Lithium. Der Bevölkerung wird immer wieder suggeriert, dass E-Autos eine saubere Alternative zum Verbrennungsmotor für die Umwelt seien. Doch woher das Lithium stammt und unter welchen Bedingungen es abgebaut wird, wird sowohl von Regierung als auch den Tech-Herstellern gerne verschwiegen.

Weißes Gold weckt „Goldrausch“

Lithium steckt nicht nur in E-Auto-Batterien, sondern auch in Akkus und Batterien für Handys und Laptops. Die Nachfrage nach dem Rohstoff hat geradezu einen Abbau-Rush ausgelöst, der dem Rohstoff den Namen „weißes Gold“ eingebracht hat. Auf dem Hochplateau, das die südamerikanischen Länder Chile, Argentinien und Bolivien verbindet, lagern rund 85 % der weltweiten Lithiumvorkommen. Sie sind ganz einfach in Salzseen unter offenem Himmel zugänglich. Allerdings befinden sich die Vorkommen in einer der trockensten Gegenden der Welt. Der Abbau des Rohstoffes hat dramatische Auswirkungen auf die Gebiete vor Ort. Denn um Lithium zu gewinnen, werden riesige Mengen Wasser benötigt.

Das Grundwasser, das sich in den Salzseen befindet, wird in andere, künstlich angelegte Wasserbecken gepumpt. Durch weitere Verdunstungsschritte wird das Lithium in den Becken so konzentriert, dass es abgeschöpft und weiterverarbeitet werden kann. Durch das Abpumpen des Grundwassers und dessen Verdunstung sinkt der Grundwasserspiegel vor Ort aber dramatisch ab, was zu gravierenden Wasserversorgungsproblemen und zur Zerstörung der Ökosysteme führt.

Preise für Lithium explodiert

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Minenfirmen, u. a. auch die Deutsche Rohstoffagentur, bauen Lithium dort ab und bezeichnen es als den „Schlüsselrohstoff der kommenden Jahrzehnte.“ Bislang wurden rund 300.000 Tonnen Lithium aus dem Boden der südamerikanischen Ureinwohner gewonnen. Ein höchst lukratives Geschäft, denn für eine Tonne Lithiumcarbonat wurde 2015 noch 7.000 Euro bezahlt. 2016 stieg der Preis bereits auf 18.000 Euro pro Tonne. Und die Lithiumnachfrage steigt weltweit dramatisch an. Der Rohstoff ist rar, begehrt und wird deshalb immer teurer.

Den betroffenen Ureinwohnern vor Ort wird aber regelrecht das Wasser abgegraben. Von dem Profit, der aus dem Lithiumabbau gewonnen wird, haben sich nichts. Sie werden lediglich mit etwas Finanzhilfe für eine verbesserte Infrastruktur abgespeist, gleichzeitig des wichtigsten Rohstoffs beraubt, dem Trinkwasser – der ist in dieser Region wohl mehr wert ist, als Gold, denn in dieser Region regnet es nur sehr selten – sie gilt als der trockenste Ort der Erde.

Lebensgrundlage und Umwelt wird zerstört

Mit dem Schwinden des Grundwassers verschwindet auch die Lebensgrundlage der dort lebenden Ureinwohner. Doch nicht nur das Verschwinden des Grundwassers ist dramatisch. Durch die Lithiumgewinnung werden die Böden kontaminiert. Eine Umweltkatastrophe bahnt sich an, während uns Kanzlerin Merkel und die Grünen weismachen wollen, dass E-Autos die bessere Alternative für die Umwelt seien.

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DIE TOTAL HEUCHLERISCHE MERKEL/KASNER BERUFT sich auf die „WHO“ – „GLYPHOSAT und G5“???!!!!

WIESO interessiert sich NIEMAND für das was im HIMMEL ausgebracht WIRD??????? DIE FALSCHE PERSON NAMENS „RESCH“

https://www.eike-klima-energie.eu/2019/01/10/wie-deutschland-massiv-geschaedigt-wird-diesel-skandal-das-stuttgarter-luegentor-entlarvt/

Wie Deutschland massiv geschädigt wird! Diesel-Skandal: Das „Stuttgarter Lügentor“ entlarvt

Bundeskanzlerin Merkel, bei der in der Doku gezeigten Pressekonferenz. Bild Screenshot ARD

von Fred F. Mueller
In Deutschland zwingt der Umwelt-Khmer Rouge Jürgen Resch mit seinem Mikro-Verein Deutsche Umwelthilfe (DUH) der Bevölkerung mit freundlicher Hilfe von Politik und Gerichten seine abstrusen Vorstellungen von Umweltschutz auf.

Flächendeckend werden Diesel-Fahrverbote erlassen, Millionen Autofahrer enteignet und zugleich die Autoindustrie – eine der entscheidenden deutschen Hightech-Branchen – massiv geschädigt. Der volkswirtschaftliche Schaden dieser Aktionen, die auf willkürlich zu niedrig festgelegten Grenzwerten beruhen, hat die 100-Mrd-Grenze bereits bei weitem überschritten. Proteste von Wissenschaftlern und Betroffenen wurden bisher von den Medien zumeist abgebügelt. Doch jetzt haben einige Journalisten der ARD einmal gründlich nachrecherchiert. Ihre Reportage „Das Diesel-Desaster“ (ARD, 7.1.2019 um 21:45) dokumentiert mit zahlreichen Interviews und Aufnahmen direkt von Brennpunkten wie dem Stuttgarter Neckartor, in welchem Umfang hier der Bürger von der Politik betrogen wurde und wird. Die Politik hat den Schlamassel durch viel zu niedrige, wissenschaftlich unhaltbare Grenzwerte verursacht. Aus wahltaktischen Gründen will man die Schuld am Desaster nicht zugeben, sondern überlässt die Drecksarbeit dem willkommenen Vollstrecker Jürgen Resch und den Gerichten. Es könnte ja sonst Wählerstimmen kosten.

Messung am Stuttgarter Neckartor, Bild Screenshot ARD

Besonders entlarvend ist die Reaktion der Bundeskanzlerin auf die Frage eines Journalisten, wieso es denn zu den derzeitigen Grenzwertfestsetzungen gekommen sei. Sie beruft sich auf angeblich wissenschaftliche Erkenntnisse der World Health Organisation (Die Beschlüsse zu den irrsinnig niedrigen Grenzwerten sind allerdings nur in Europa und nicht zuletzt dank ihrer aktiven Mitwirkung zustande gekommen). Ihr Gesichtsausdruck bei der Beantwortung machte überdeutlich, wie lästig ihr die Fragen sind und wie wenig sie sich für die Konsequenzen ihrer Politik für den Bürger interessiert. Alte DDR-Schule halt. Sowas nannte man dort früher Betonköpfe.

Video der ARD Doku vom 7.1.19 über den Dieselskandal, bzw. seine Protagonisten und ihre Motive vs. Fakten

Nicht vergessen: In diesem Jahr sind wieder Wahlen. Eine gute Gelegenheit, den Grünen in allen Parteien einen herzlichen Dank abzustatten.

2019 26. Mai alle Bundesländer Europäisches Parlament
26. Mai Bremen Bürgerschaft (Landtag),Stadtbürgerschaft und Beiräte
(Bremen), Stadtverordnetenversammlung (Bremerhaven)
26. Mai Baden-Württemberg Kreistage, Gemeinderäte, Bezirksbeiräte, Ortschaftsräte,
Regionalversammlung (Stuttgart)
26. Mai Brandenburg Kreistage, Stadtverordnetenversammlungen,
Gemeindevertretungen, Ortsbeiräte
26. Mai Hamburg Bezirksversammlungen
26. Mai Mecklenburg-Vorpommern Kreistage, Stadtvertretungen, Gemeindevertretungen
26. Mai Rheinland-Pfalz Kreistage, Gemeinderäte, Verbandsgemeinderäte,
Ortsbeiräte, Bezirkstag (Pfalz)
26. Mai Saarland Kreistage, Stadträte, Gemeinderäte, Regionalversammlungen,
Ortsräte
26. Mai Sachsen Kreistage, Stadträte, Gemeinderäte, Ortschaftsräte
26. Mai Sachsen-Anhalt Kreistage, Stadträte, Gemeinderäte, Verbandsgemeinderäte,
Ortschaftsräte
26. Mai Thüringen Kreistage, Stadträte, Gemeinderäte
1. September Brandenburg Landtag
1. September Sachsen Landtag
27. Oktober Thüringen

 

Diese Dokumentation ist noch bis 2020 in der Mediathek der ARD abrufbar. Wer sich nicht mit langen Ladezeiten herumärgern will oder das Ganze für private Zwecke abspeichern will, kann sich das Ganze mithilfe eines kostenlosen Mediathek-Viewers herunterladen

Fred F. Mueller

 

Quellen:

Mediathek-Link: http://mediathek.daserste.de/Reportage-Dokumentation/Exclusiv-im-Ersten-Das-Diesel-Desaster/Video?bcastId=799280&documentId=59193682

 

Link für Mediathek-Viewer: https://mediathekview.de/download

/Nachgemessen: Prof. Klingner vom Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme in Dresden hat sich die Messstelle „Am Neckartor“ in Stuttgart genau angesehen – mit vernichtendem Ergebnis (Screenshot aus der ARD-Sendung „Das Diesel-Desaster)

Sieht keinerlei Grund für Selbstkritik: Kanzlerin A. Merkel bei der Befragung durch Journalisten (Screenshot aus der ARD-Sendung „Das Diesel-Desaster)

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https://www.zeit.de/2018/50/dieselskandal-vw-behoerden-klage-verfahren

Dieselskandal: Er fährt und fährt und fährt

Frank-Stefan Meise besitzt einen Golf mit manipuliertem Dieselmotor. Erst legte er sich mit Volkswagen an, dann mit den Behörden. Bisher hat er alle Verfahren gewonnen.
Dieselskandal: Frank-Stefan Meise vor seinem Corpus Delicti, einem 2012 zugelassenen Golf GTD
Frank-Stefan Meise vor seinem Corpus Delicti, einem 2012 zugelassenen Golf GTD © Michael Heck für DIE ZEIT

Als Frank-Stefan Meise vor etwas mehr als fünf Jahren mit seinem gerade gekauften VW Golf aus dem Autohaus fuhr, da ahnte er nicht, dass ihn dieser Jahreswagen noch zu einem Gesetzesbrecher machen…

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https://www.faz.net/aktuell/technik-motor/umwelthilfe-fuehrt-mit-alten-daten-in-die-irre-15983673.html

Deutsche Autobranche : Die Umwelthilfe führt mit alten Daten in die Irre

Schon wieder kein Skandal. Bild: dpa

Autos verbrauchen mehr als angegeben? Nun macht der nächste Skandal die Runde, der keiner ist. Ein Kommentar.

Neuwagen in Europa verbrauchen immer noch viel mehr Kraftstoff als von den Herstellern angegeben, verlautet es über Radio, Fernsehen und Onlineportale. So seriösen Sendern wie dem SWR 3 war die Meldung an diesem Freitag sogar Platz 1 in den Frühnachrichten wert. Drei Jahre nach der Manipulation von Volkswagen habe die Autoindustrie noch immer nichts dazugelernt, im Gegenteil, der Skandal sei endlos und werde immer größer, lautet die Botschaft.

Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

Und sofort ist natürlich die Deutsche Umwelthilfe zur Stelle. „Festgestellte, zu hohe Abweichungen müssen zwingend sanktioniert werden, um den Betrug der Automobilindustrie zu beenden“, fordert Barbara Metz, stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der DUH. Dabei müsste es wohl richtiger heißen: Der Betrug der Umwelthilfe und ihrer Helfershelfer muss beendet werden….

Nur ist eben in den vergangenen 15 Jahren der Schadstoffausstoß von Dieselmotoren um 84 Prozent und der von Benzinmotoren um 60 Prozent gesenkt worden, wie das an Eigeninteressen unverdächtige Fraunhofer-Institut in Dresden feststellt. „Die Diskussion um Klimaschutzziele im Verkehr verkommt zur Farce“, meint die Deutsche Umwelthilfe. So ist es.

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https://www.neopresse.com/politik/2019-wird-strom-zum-luxus/

2019 wird Strom zum Luxus

NEOPresse in D/A/CH

Auch in 2019 werden die ohnehin teuren Strompreise in Deutschland deutlich weiter steigen – obwohl die EEG-Umlage in 2019 um 0,385 Cent pro Kilowattstunde niedriger sein wird. Dennoch werden die Strompreise steigen, denn viele Stromanbieter erhöhen ihre Preise um vier bis fünf Prozent. Die Begründung: Höhere Netzentgelte und Beschaffungskosten. Diese sogenannten Entgelte sind in den letzten 10 Jahren um bereits 30 Prozent gestiegen. Denn die abstrus hohen Kosten für Merkels Energiewende werden schlicht hinter diesen sogenannten „Entgelten“ versteckt.

Deutsche zahlen für Energienwende

Bei erneuerbaren Energien wie Wind- und Photovoltaikanlagen prognostiziert die Bundesnetzagentur in 2019 für Stromkunden höhere Kosten, da sie Kosten für die Betreiber der Anlagen in Höhe von rund 33 Milliarden Euro erwartet. Die Vermarktungserlöse auf dem Strommarkt sollen aber nur bei knapp 8 Milliarden Euro liegen. Für den Stromkunden bedeutet das, 25 Milliarden Euro dafür zu bezahlen, um die von Bundesregierung und Grünen propagierte Klimakatastrophe zu verhindern.

Die horrenden Strompreise hinterlassen in Deutschland Spuren. So ist nicht nur der Energieverbrauch in 2018 zurückgegangen. Denn Strom ist in Deutschland zum Luxusgut verkommen, meint „Tichys Einblick“. Analysen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen zufolge soll der Verbrauch so niedrig geworden sein, wie zuletzt Anfang der siebziger Jahre. Auch der Verbrauch von Heizöl ist 2018 stark zurückgegangen.

Durch diese „Entgelte“, die letztlich der Stromkunde bezahlen muss, sind auch die Kohlepreise drastisch gestiegen. Der Geschäftsführer des Bundesverbands für Erneuerbare Energien, Peter Röttgen, behauptet, dass Erneuerbare Energien immer günstiger werden, zumal auch der CO2-Preis im Europäischen Emissionshandel nun erstmalig Wirkung zeige. Die gestiegenen Kosten für fossile Energieträger würden die Kompetenz für Erneuerbare Energien steigern, so Röttgen.

 

CO2-Emissionen sinken nicht

Dennoch wachsen die sogenannten Erneuerbaren Energien im Gesamtverbrauch nur um verschwindend geringe 2,1 Prozent. Das ist vergleichsweise wenig, betrachtet man die dadurch herbeigeführten riesigen Zerstörungen von Landschaften und die Vernichtung von geschützten Tierarten durch die Errichtung von Windrädern und Solarflächen.

Die Folge sind immer mehr Menschen in Deutschland, die sich Strom nicht mehr leisten können und bei denen regelmäßig der Strom abgeschaltet wird. In Hunderttausenden Haushalten wurde 2018 regelmäßig Strom oder Gas abgestellt.

Das Medienunternehmen Bloomberg meinte jüngst zu Merkels Energiepolitik: „Der deutsche Mittelstand werde zerstört“. Denn seit Merkels Energiewende überlegten sich viele mittelständischen Unternehmen Alternativen zum Standort Deutschland. Die gigantischen Stromrechnungen würden immer mehr Unternehmen dazu zwingen, im Ausland zu investieren. Daher rentiere sich aus rein betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten die Produktion in Deutschland bald nicht mehr. Watergate.tv berichtete. Die Ironie an Merkels Energiewende jedoch ist, dass sich die CO2-Emissionen, die angeblich für den Klimawandel verantwortlich sein sollen, nicht gesunken sind.

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siehe auch „RUSSLAND und CHINA MANIPULIEREN die IONOSPHÄRE“ WETTER-MANIPULATION bis 2025

Hat PUTIN „POTENZ-PROBLEME“ und TRUMP???!!!?!

DIE SCHEIN-FEINDE

IN-SZENIERUNG: WENN DER WESTEN GRÜNDE zum AUFRÜSTEN BRAUCHT 

PROVOZIERT das kontrollierte „UN-SCHULDs-LAMM“ NAMENS PUTIN den sogenannten WESTEN – DAMIT WIEDER AUFRÜSTEN und ABSCHRECKEN im VOLLEM GANGE ist???!!!?!

Russischer Flugkörper 9M729: oder auch 9M99???

https://www.welt.de/politik/deutschland/article186641682/Russland-Flugkoerper-9M729-alarmiert-die-Nato.html

Deutschland

Russischer Flugkörper 9M729

Die Waffe, die das atomare Gleichgewicht erschüttert

Wirtschaftsredakteur

5. Dezember 2018: Russland habe 60 Tage Zeit, das INF-Abkommen doch noch zu erfüllen, sagt US-Außenminister Mike Pompeo in Brüssel. Putin kündigt eine Reaktion an.

Quelle: WELT / Kevin Knauer

Autoplay

Der 1987 zwischen den USA und der damaligen Sowjetunion geschlossene INF-Vertrag, als Abkürzung für Intermediate Range Nuclear Forces, regelt die Abrüstung und Vernichtung bei Nuklearwaffen mit kürzerer und mittlerer Reichweite, also von 500 bis 5500 Kilometer.

Allerdings basiert der Vertrag nur auf landgestützten Waffen und nicht auf Flugkörpern, die von Flugzeugen oder Schiffen und U-Booten abgefeuert werden. Der Abrüstungsvertrag habe daher seit Jahrzehnten eine Lücke, kritisieren Experten. Besonders pikant: Die Waffen für den zugelassenen Einsatz vom Flugzeug oder Schiff dürfen für Testzwecke auch am Boden erprobt werden.

Ende November 2018 machte der Direktor der US-Geheimdienste, Daniel Coats, publik, was in der Branche als offenes Geheimnis gilt: Russland entwickelt bereits seit Mitte der 2000er-Jahre eine neue landgestützte Waffe, die auch mit einem Nuklearsprengkopf bewaffnet werden könnte.

Coats sprach von einem landgestützten System: Der Marschflugkörper vom Typ 9M729 werde vom russischen Hersteller Novator entwickelt. Es handelt sich also nicht um eine Rakete im herkömmlichen Sinn. Dabei verwies Coats auf das Waffensystem Iskander.

Dies ist insofern bemerkenswert, als Experten unter Iskander nicht nur einen Flugkörper, sondern ein Gesamtsystem aus einem schweren vierachsigen Fahrzeug als Transportmittel und Startplattform sowie der Bewaffnung verstehen. Sie kann entweder die Kurzstreckenrakete SS-26 oder als vertragskonforme Zweitbewaffnung ein Kurzstrecken-Marschflugkörper sein, mit der Bezeichnung 9M728 oder SSC-7.

Diese Lenkwaffe ist etwa sieben bis acht Meter lang und hat einen Durchmesser von gut einem halben Meter. Der Kernvorwurf ist nun, dass Moskau einen weit leistungsstärkeren Marschflugkörper, eben das Modell 9M729, entwickelt hat, der auch vom Iskander-Fahrzeug abgefeuert werden könnte.

Für den Raketenexperten Markus Schiller, Geschäftsführer von ST Analytics und Lehrbeauftragter an der Bundeswehr-Uni in München, ist es aus technischer Sicht keine Überraschung, wenn der Marschflugkörper 9M729 eine höhere Reichweite über die 500-Kilometer-Grenze hätte und damit den INF-Vertrag verletzen würde: „Für einen Techniker ist der INF-Vertag sehr ungenau und unglücklich formuliert.“

So behaupten die Russen, dass ihre SS-26-Iskander-Rakete nur 480 Kilometer weit fliege, damit also vertragskonform sei. „Wenn man die Nutzlast verringert, kommt die SS-26 sicher auch auf über 500 Kilometer Reichweite“, sagt Schiller.

Der Ingenieur geht davon aus, dass der neue, angeblich gefährliche Marschflugkörper mit einem Feststofftriebwerk vom Startfahrzeug abhebt. Danach werde ein Turbofan-Triebwerk, wie bei einem Flugzeug, für den Anflug ins Ziel genutzt. Im Gegensatz zu einer ballistischen Rakete würde der Marschflugkörper nicht hoch in den Himmel aufsteigen, sondern vermutlich in Bodennähe das Ziel ansteuern, vielleicht sogar in unter 100 Meter Höhe.

Bei einer Geschwindigkeit von etwa 1000 Stundenkilometern brauche die Waffe für große Strecken erheblich länger als ballistische Raketen. „Sie können Ziele in unter 5000 Kilometer Entfernung in einer Viertelstunde erreichen. Die Bedrohungslage ist bei ballistischen Raketen viel höher“, sagt Schiller. Im Übrigen könne eine ballistische Langstreckenrakete zu einer Mittelstreckenrakete umgewandelt werden.

Quelle: Infografik WELT

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ENERGIE und FREQUENZ-WAFFEN

aus dem TEXT:…. US-Militär nervös, das bislang keine Verteidigung gegen die neuartige Waffe hat.   <<<WERs GLAUBT???>>>

..Nun mehr wird unter Druck gehandelt. So veröffentlichte die PentagonForschungsbehörde Darpa am 6. November unter dem StichwortGlide-Breaker-Programm“ eine dringende Ausschreibung an die Rüstungsindustrie für Vorschläge, wie ein Abwehrsystem für hyperschallschnelle Waffengleiter in den oberen Luftschichten aussehen könnte. Die Details sind geheim.… <<<„6 NOVE-MBER“ oder 6.9.2099?!>>>

https://www.welt.de/wirtschaft/article186145516/Putins-neue-Hyperschallwaffe-Warum-sie-so-gefaehrlich-ist.html

Wirtschaft Aufrüstung

Mit seiner neuen Hyperschallwaffe versetzt Putin die USA in Panik

Wirtschaftsredakteur

Russland testet neue Überschallrakete „Avangard

Präsident Putin persönlich gab den Startbefehl. Russland hat erfolgreich eine neue Überschallrakete getestet. Die atomwaffenfähige Interkontinentalrakete „Avangard“ fliegt angeblich 20 Mal schneller als der Schall.

Quelle: WELT/ Christoph Hipp

Autoplay

Zwar wurden Videos über den Start vom Raketenstützpunkt Dombarowski im südlichen Ural veröffentlicht. Der Gleiter soll dann erfolgreich das 6000 Kilometer entfernte Waffentestgelände Kura auf der östlichen Halbinsel Kamtschatka erreicht haben. Bilder von dem superschnellen Waffengleiter gibt es jedoch nicht.

Das wären aber die eigentlich interessanten Fotos und weniger die Rakete. Bei ihr handelt es sich nämlich um die vierte Version eines seit 40 Jahren eingesetzten Modells. Der angesehene US-Raketenexperte Jonathan McDowell spricht in einer Twitter-Meldung von der Interkontinentalrakete UR-100NU mit dem Avangard-Wiedereintritts-Vehikel, das soeben getestet wurde.

Für Branchenkenner kommt der jetzt veröffentlichte Neujahrsraketenflug wenig überraschend. Eher gibt es noch mehr Sorge um die Konsequenzen. Putin hatte den Waffengleiter Avangard bereits im März als eine von mehreren neuen Rüstungstechniken der Russen vorgestellt, darunter superschnelle Torpedos oder hyperschallschnelle Waffen, also mit Geschwindigkeiten jenseits von fünffacher Schallgeschwindigkeit.

Im nächsten Jahr soll das Avangard-System laut russischen Angaben einsatzbereit sein. Für Experten ist dies keine echte Sensation, sondern vielmehr ein Beleg für das Säbelrasseln der Großmächte. US-Präsident Donald Trump hatte im Oktober den Rückzug seines Landes aus dem INF-Abrüstungsvertrag von 1987 angekündigt. Putin drohte mit der Entwicklung neuer Atomraketen, sollten die USA ihre Ankündigung umsetzen.

Gleiter Avangard kann konventionell und nuklear bestückt werden

Längst ist dem Westen bekannt, dass die Russen unter den Namen Projekt 4202 oder JU71/JU74 seit Jahren Hyperschallwaffen entwickeln und testen. Die Besonderheit des Gleiters Avangard, der mit Atomsprengköpfen oder konventioneller Sprengtechnik ausgerüstet werden könnte, ist seine Manövrierbarkeit.

Er soll nicht wie bei einer herkömmlichen ballistischen Interkontinentalrakete aus dem Weltraum auf sein Ziel stürzen, sondern mit zehn bis zwanzigfacher Schallgeschwindigkeit sein Ziel durch Manöver in der oberen Atmosphäre ansteuern. „Das können wellenförmige Flugkurven sein, wie ein Stein, der über Wasser springt“, erklärt ein Branchenexperte, der anonym bleiben möchte, den Flugverlauf. Durch die Manövrierbarkeit bleibt bei den Hyperschallgleitern praktisch geheim, auf welches Ziel sie eigentlich zusteuern, heißt es bei der US-Denkfabrik Rand Corporation.

26.12.2018, Russland, Moskau: Wladimir Putin (l), Präsident von Russland, und Waleri Gerassimow, Generalstabschef der russischen Streitkräfte, beaufsichtigen den Teststart der Hyperschall-Rakete "Avangard". Im Test wurde die Avangard von der Raketenbasis Dombarovsky im südlichen Uralgebirge gestartet. Der Kreml sagte, dass die Rakete das Trainingsziel auf dem 6.000 Kilometer entfernten Kamtschatka erfolgreich getroffen habe. Foto: Mikhail Klimentyev/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Russlands Präsident Wladimir Putin (l.) und Waleri Gerassimow, der Generalstabschef der russischen Streitkräfte, beaufsichtigen den Start der neuen Hyperschallwaffe

Quelle: dpa

Während Putin behauptet, es gäbe selbst für die nächsten Jahrzehnte keine Abwehrsysteme für die neuen russischen Hyperschallwaffen, wollen die USA dies nicht tatenlos so hinnehmen. Sie sind mehr als alarmiert. Wir haben keine Verteidigung, die den Einsatz einer solchen Waffe gegen uns verhindern könnte, gab John Hyten, Befehlshaber des Strategischen Kommandos der USA, bereits Ende März im Streitkräfteausschuss des US-Senats zu.

Nunmehr wird unter Druck gehandelt. So veröffentlichte die PentagonForschungsbehörde Darpa am 6. November unter dem StichwortGlide-Breaker-Programm“ eine dringende Ausschreibung an die Rüstungsindustrie für Vorschläge, wie ein Abwehrsystem für hyperschallschnelle Waffengleiter in den oberen Luftschichten aussehen könnte. Die Details sind geheim.

Reichweite der Aufklärungsradare reicht nicht mehr aus

Die größte Bedrohung durch den russischen Avangard-Waffengleiter resultiert dabei nicht allein aus dem Umstand der extrem hohen Geschwindigkeit in Verbindung mit der Manövrierbarkeit, sondern durch Probleme der Entdeckung und exakten Bahnverfolgung. Nur dann könnte der Gleiter auch zerstört werden, wie dies derzeit bei den Direkttreffern durch Abwehrraketen gegen die Sprengköpfe von Interkontinentalraketen geplant ist, die noch vor dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zerstört werden sollen. Experten sprechen von der „Hit-to-kill-Technik“.

Die aktuellen US-Radare können jedoch bislang nicht über ausreichend große Distanzen aufklären. „Sie müssen Tausende von Kilometern sehen, nicht Hunderte“, erklärte erst vor zwei Wochen Michael Griffin, Chefingenieur des Pentagons und Ex-Chef der Nasa, bei einer Expertenanhörung. Griffin verwies auf die Krümmung der Erdkugel, weshalb der weite Blick von Radaren nur beschränkt möglich ist.

Das Problem werde aus Sicht der USA durch die Weite des westlichen Pazifischen Ozeans und das Fehlen von Inseln für Radaranlagen verschärft. „Es gibt nicht viele Orte, an denen Radargeräte geparkt werden können“, sagte Griffin. „Und wenn Sie welche gefunden haben, werden sie wahrscheinlich zu Zielen.“ Weil die Radarsignaturen der Hyperschallwaffen zehn bis 20 Mal schwächer seien, müssten die USA wohl ein Netz mit Aufklärungssensoren im Weltraum installieren.

Griffin verwies darauf, dass nicht allein Russland, sondern auch China intensiv an Hyperschallwaffen arbeite und inzwischen die USA übertreffe. „China hat im letzten Jahr mehr Hyperschallwaffen getestet als wir in einem Jahrzehnt“, sagt Griffin. „Das müssen wir ändern.“ So soll im August der chinesische Testwaffengleiter Starry Sky 2 bei Wellenfahrten in der oberen Atmosphäre über sechs Minuten lang 5,5-fache Schallgeschwindigkeit erreicht haben.

Die größte Herausforderung für Hyperschallwaffen-Entwickler sind die extrem hohen Temperaturen beim Flug. Die Oberfläche des Gleiters muss der Reibungshitze widerstehen und gleichzeitig die Form behalten, weshalb keine abschmelzbaren Hitzeschilde verwendet werden können. Zudem soll der Gleiter noch steuerbar sein. „Das ist keine leichte Aufgabe.“ Wie es unter Rüstungsexperten heißt, werden sich die USA die Bahndaten des jüngsten Avangard-Fluges genau anschauen, wie erfolgreich er tatsächlich war.

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be.com/watch?v=_d3ICycyxt4&feature=youtu.be

RÖMISCH-Katholische Kirche – „KINDES-MISSBRAUCH“ – Die WURZEL des BÖSEN

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https://de.euronews.com/2019/01/07/lyon-kardinal-wegen-vertuschter-padophilie-vor-gericht

Lyon: Kardinal wegen vertuschter Pädophilie vor Gericht

In Lyon (Südostfrankreich) hat ein Prozess wegen Nichtanzeige sexueller Übergriffe eines Priesters begonnen. Unter den sieben Beschuldigten, die von Montag bis Mittwoch (7.-9. Januar) vor Gericht aussagen müssen, ist auch der Lyoner Kardinal Philippe Barbarin (68). Nach Medienberichten hatten schon seine drei Vorgänger von der „alten Geschichte“ („LaCroix„) Kenntnis.

Valérie Gauriat, Euronews:

„Der Gerichtssaal ist brechend voll. Kardinal Barbarin ist eine bedeutende Persönlichkeit der römisch-katholischen Kirche in Frankreich. Er wurde sogar als möglicher Papst-Kandidat gehandelt. Für die mutmaßlichen Opfer geht es sich nicht nur um das Gerichtsverfahren gegen ein paar Einzelpersonen, sondern um ein Verfahren gegen ein ganzes System: Das System der katholischen Kirche und ihre Tradition der Omertà (ungeschriebene Gesetz des Schweigens).“

OPFER LEIDEN NOCH NACH JAHRZEHNTEN

Ein Opfer, das nach Jahrzehnten sein Schweigen gebrochen hat, beklagt, dass der mehrere Jahre dauernde Vertrauensbruch ab 1988 bis heute sein Leben überschattet.

Pierre-Emmanuel Germain-Thill:

„Der Prozess ist ein Erfolg, denn er zeigt, dass die beschuldigten Personen sich wirklich vor Gericht verantworten müssen und das ist sehr wichtig. Wir hoffen, dass dies zu einem Präzedenzfall wird und dass sich das Bewusstsein der Menschen ändert, denn es gibt Pädophilie nicht nur innerhalb der Kirche, sondern in allen Institutionen.“

Bereits 2016 war gegen Barbarin wegen Nichtanzeige sexueller Übergriffe des gleichen Priesters ermittelt worden. Damals stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren nach einigen Monaten ein; es habe keine Hinweise auf eine Straftat Barbarins gegeben.

Nun haben zehn ehemalige Pfadfinder, die zwischen 1970 und 1980 Opfer sexueller Übergriffe des gleichen Priesters in der Erzdiözese Lyon wurden, Klage wegen der Nichtanzeige eingereicht. Nach der Gründung des Opfer-Vereins „La Parole Libérée“ hatten sich mehr als 80 Betroffene gemeldet.

Der Prozess gegen den Hauptbeschuldigten Bernard P., der nach monatelangen Interventionen eines der Opfer, Alexandre Dussot-Hezez, („LaCroix„) Ende August 2015 vom Dienst suspendiert worden sei, ist demnach in den kommenden Monaten zu erwarten.

su

 

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https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2019/01/11/frankreich-gelbwesten-fordern-unterstuetzer-zu-bank-run-auf/

Frankreich: Gelbwesten fordern Unterstützer zu Bank-Run auf

Die Protestbewegung der Gelbwesten in Frankreich will mit massiven Geldabhebungen einen Bank-Run auslösen.

Ein Wandbild zu den Protesten der Gelbwesten. (Foto: dpa)

Ein Wandbild zu den Protesten der Gelbwesten. (Foto: dpa)

Aktivisten der sogenannten Gelbwesten haben ihre Unterstützer am Mittwoch dazu aufgerufen, einen Bank-Run in Frankreich auszulösen, indem sie ihre Konten leeren.

Zugleich hat die französische Regierung die Bürger eindringlich dazu aufgefordert, ihre Unzufriedenheit in einer nationalen Debatte zum Ausdruck zu bringen, anstatt bei den wöchentlichen Demonstrationen die Straßen von Paris zu blockieren.

Aktivisten der Gelbwesten-Bewegung, die ursprünglich mit Protesten gegen die Erhöhung der Kraftstoffsteuer begonnen hatte, haben demnach über die sozialen Medien zu massiven Bargeldabhebungen aufgerufen, berichtet AP.

Die Anhänger der Bewegung hoffen, mit dem Bank-Run ihre Forderungen durchsetzen zu können. Vor allem fordern sie von der französischen Regierung, dass diese den Bürgern das Recht einräumt, neue Gesetze vorzuschlagen und über sie abzustimmen.

In der Zwischenzeit gab Premierminister Edouard Philippe am Mittwoch Einzelheiten zu einer „großen Debatte“ bekannt, die die Regierung nächste Woche in allen Regionen Frankreichs beginnen will.

Philippe zufolge werden sich die Debatten auf vier Hauptthemen konzentrieren: den Klimawandel, Fragen der Demokratie, Steuern und öffentliche Dienstleistungen. Jeder könne eine lokale Veranstaltung vorschlagen. Zudem werde eine Internetplattform einen Ort zur Diskussionen bereitstellen.

Präsident Emmanuel Macron hatte die Debatte vorgeschlagen, damit die Regierung die zentralen Beschwerden der Bewegung anhören und beantworten kann. Er kündigte zudem Maßnahmen zur Steigerung der Kaufkraft der französischen Haushalte im Wert von 10 Milliarden Euro an.

Rund 200 Demonstranten, darunter Gewerkschaftsmitglieder und Teilnehmer der Gelben Westen, versammelten sich am Mittwoch in Creteil, einem Vorort von Paris, wo Macron eine Sporthalle besuchte, die für ein Handballgymnasium eingerichtet worden war.

Macron hatte zuvor ein hartes Vorgehen gegen die Gelbwesten gefordert. Polizeibeamte mussten Tränengas einsetzen, um die Menschenmenge vom französischen Präsidenten fernzuhalten.

Die Bewegung der gelben Westen wurde nach den fluoreszierenden Kleidungsstücken benannt, die französische Autofahrer zur besseren Sichtbarkeit tragen müssen, wenn sie ihre Fahrzeuge an einem Ort verlassen, der unsicher sein könnte.

Die Proteste begannen im November als Protest gegen die Erhöhung der Kraftstoffsteuer und führten in der Folge zu einer breiteren öffentlichen Ablehnung der Wirtschaftspolitik von Macron, von der behauptet wird, dass sie die Reichen begünstige.

 

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Zivil-Prozess „Monsanto-GLYPHOSAT“ – „US“-Urteil bestätigt: „Glyphosat verursachte Krebs“ /// „Flüssig-GAS“ – FRACKING – „LNG“-Terminals in Deutschland /// „CUM-EX“ – DÄNEMARK

 

aus dem TEXT:.Die Jury war nach mehreren Verhandlungstagen im Sommer zu dem Ergebnis gelangt, dass Johnsons Krebserkrankung durch das glyphosathaltige Herbizid Roundup der Bayer-Tochter Monsanto verursacht worden war, und >>>>dass der Konzern um die Krebsgefahr seines Produktes wusste und sie verheimlichte.…<<<<<

https://www.keine-gentechnik.de/nachricht/33436/#gsc.tab=0

US-Urteil bestätigt: Glyphosat verursachte Krebs

23.10.2018

Gericht Justiz
Foto: Morgan4uall / pixabay, CC0 Public Domain

UPDATE +++ Eine Richterin in Kalifornien hat das Urteil einer Geschworenenjury bestätigt, dass der Unkrautvernichter Glyphosat für die Krebserkrankung eines Hausmeisters verantwortlich ist. Nach Medienberichten lehnte sie den Antrag des Chemiekonzerns Bayer ab, den Prozess neu aufzurollen. Allerdings reduzierte sie die Schadenersatzsumme von knapp 290 Millionen Dollar auf 78 Millionen Dollar.

Bereits nach einer mündlichen Verhandlung am 10. Oktober hatte Richterin Suzanne Ramos Bolanos gesagt, sie finde die von der Jury im August festgelegten 39 Millionen Dollar Ersatz für persönlichen Schaden (etwa Verdienstausfall, Arztkosten und Schmerzensgeld) und 250 Millionen Dollar Strafschadenersatz für den am Non-Hodgkin-Lymphom erkrankten Kläger zu hoch. Da der Strafschadenersatz unverhältnismäßig sei, reduzierte sie ihn nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters am Montag (Ortszeit) auf 39 Millionen Dollar. Bolanos erklärte, die kalifornische Verfassung erlaube keine höhere Strafzahlung. Kläger Dewayne Johnson, der nicht mehr lange zu leben hat, muss bis zum 7. Dezember mitteilen, ob er diesen Richterspruch akzeptiert. Andernfalls muss der Schadenersatz in einem neuen Prozess festgelegt werden. Bayer hat bereits angekündigt, in der nächsten Instanz vor dem California Court of Appeal dafür streiten zu wollen, dass das ganze Verfahren neu aufgerollt wird. Der Konzern bestreitet ein erhöhtes Krebsrisiko durch Glyphosat. Experten rechnen mit einem Urteil frühestens in zwei Jahren.

Ursprünglich hatte Richterin Bolanos dem Antrag des Chemiekonzerns auf einen neuen Prozess am 10. Oktober vorläufig stattgegeben. Damals hatte sie gesagt, sie teile die Entscheidung der Geschworenenjury nicht. Sie hatte das zum einen damit begründet, dass die Klägerseite keine „klaren und überzeugenden Beweise“ für vorsätzliches Fehlverhalten von Monsanto vorgelegt habe. Außerdem sei fraglich, ob Roundup wirklich die Ursache für Johnsons Krebs sei, und die ihm persönlich zugesprochene Entschädigung in Höhe von 34 Millionen Euro angemessen sei. Der 46-jährige Dewayne Johnson hatte als Platzwart eines Schulzentrums über mehrere Jahre mit dem glyphosathaltigen Unkrautvernichter Round Up der Bayer-Tochter Monsanto gearbeitet, bevor er erkrankte.

Wie der San Francisco Chronicle berichtet, hatten nach Bolanos‘ Äußerungen am 10. Oktober mehrere Geschworene an sie appelliert, die einmütige Entscheidung der Jury zu respektieren. Ein Mitglied schrieb ihr, die Jury habe sich im Verfahren strikt an die Erläuterungen und Vorgaben der Richterin gehalten. Sollte diese jetzt die Entscheidung kassieren, „würde das unser Rechtssystem schwächen und mein Vertrauen in dieses System erschüttern.“ Im US-Recht wird der Prozess vor einer Laien-Jury von einer Berufsrichterin geleitet, die den Geschworenen auch Leitfragen für die Verhandlung an die Hand gibt. Am Ende muss die Richterin den Spruch der Jury bestätigen oder ihre Einwände geltende machen. Wie das Handelsblatt berichtet, kann sie die Entscheidung der Jury aber nur unter sehr engen Voraussetzungen wieder kippen. Normalerweise beschränkt sich ihre Kontrolle auf die Verhältnismäßigkeit. Die Jury war nach mehreren Verhandlungstagen im Sommer zu dem Ergebnis gelangt, dass Johnsons Krebserkrankung durch das glyphosathaltige Herbizid Roundup der Bayer-Tochter Monsanto verursacht worden war, und dass der Konzern um die Krebsgefahr seines Produktes wusste und sie verheimlichte.

Für Bayer geht es um Milliarden. Nach Angaben des Chemiekonzerns machen aktuell 8.700 US-Bürger Roundup für ihre Krebserkrankung verantwortlich. Da die Klage von Dewayne Johnson wegen seines schlechten Gesundheitszustands vorgezogen wurde, hat sie Modellcharakter für die folgenden Verfahren. Diese wurden in Sammelklagen zusammengefasst. Die nächsten Jury-Verhandlungen sind für den 5. Februar 2019 in St. Louis und für den 25. Februar 2019 in San Francisco terminiert.

Wegen des enormen finanziellen Risikos reagiert die Börse sehr empfindlich auf die Entscheidungen der Gerichte. Schon der Spruch der Jury Anfang August hatte den Kurs der Bayer-Aktie massiv einbrechen lassen. Nachdem Richterin Bolanos angekündigt hatte, den Prozess möglicherweise neu aufzurollen, stieg der Kurs der die Bayer-Aktie um zeitweise fünf Prozent. Heute nun wieder die Kehrtwende: Kurz nach Börseneröffnung brach die Bayer-Aktie um mehr als 8,3 Prozent ein und war damit der schlechteste Wert im Dax.

Auch auf längere Sicht scheint dem Papier die Übernahme von Monsanto nicht gut zu bekommen. Nach Bayers Beschluss im September 2016, den amerikanischen Saatgutgiganten zu kaufen, stieg die Aktie zwar bis Mitte 2017 von 85 auf 120 Euro. Doch seit die mit Monsanto im Juni 2018 eingekauften Risiken immer deutlicher werden, geht es bergab. Heute liegt der Kurs der Bayer-Aktie bei knapp 70 Euro. Nach Angaben des Portals finanzen.net ist der Börsenwert des Chemiekonzerns seit der Jury-Entscheidung im August um mehr als 20 Milliarden Euro abgesackt. Aktuell liegt er noch bei rund 66 Milliarden Euro. „Die Monsanto-Übernahme entpuppt sich immer mehr als schwere Bürde für die Glaubwürdigkeit des einstigen Gesundheitskonzerns“, analysiert der Glyphosat-Experte der Grünen im Bundestag, Harald Ebner. „Jetzt rächt sich, dass Bayer den Beipackzettel zu Risiken und Nebenwirkungen der bitteren Pille Monsanto vor dem Schlucken ignoriert hat.“ Er fordert den Konzern auf, das Urteil zu akzeptieren, auf die Geschädigten zuzugehen und die Glyphosatrisiken gründlich zu untersuchen. [vef/lf]

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http://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/glyphosat-urteil-gegen-monsanto-und-bayer-bleibt-bestehen-15851843.html

Reduzierte Strafzahlung : GlyphosatUrteil gegen Monsanto und Bayer bleibt bestehen

  • Aktualisiert am

Das von Monsanto entwickelte Glyphosat zählt zu den am meisten eingesetzten Unkrautvernichtungsmitteln in der Landwirtschaft. Bild: AP

Rückschlag für Bayer: Die Richterin hat den Antrag auf einen neuen Prozess zurückgewiesen. Gleichzeitig wurde die Strafe reduziert. Das Urteil ist wegweisend für viele weitere Fälle. Bayer kündigt Berufung an. Die Aktie bricht deutlich ein.

Es sieht nicht gut aus für Bayer im Monsanto-Prozess in Amerika. Der Antrag des Saatgutherstellers Monsanto auf einen neuen Prozess wurde am Montag (Ortszeit) von der zuständigen Richterin Suzanne Ramos Bolanos zurückgewiesen. Falls der Kläger sich mit der geringeren Entschädigungssumme begnügt, werde der Fall nicht neu aufgerollt, heißt es in dem entsprechenden Gerichtsdokument.

Gleichzeitig soll die Millionen-Strafzahlung gegen den Saatguthersteller Monsanto drastisch reduziert worden. Die Richterin erklärte am Montag, der gegen das Tochterunternehmen des deutschen Chemiekonzerns Bayer verhängte Schadenersatz solle von 289 Millionen Dollar auf 78 Millionen Dollar verringert werden. Die Richterin reduzierte dabei den sogenannten „Punitive Damage“ (Strafschadenersatz) von 250 Millionen Dollar auf 39 Millionen Dollar.

Bayer-Aktie verliert kräftig

Da das Urteil aber wegweisend für weitere Klagen wegen Glyphosat ist, dürfte die Reduktion der Strafzahlung ein schwacher Trost für Bayer sein. Das sehen auch die Anleger so: Der Bayer-Aktienkurs verliert im frühen Handel im Vergleich zum gestrigen Schlusskurs über 8 Prozent.

Nach eigenen Angaben ist Bayer in Amerika mit rund 8700 Klagen wegen Glyphosat konfrontiert. Bei dem Prozess in Kalifornien handelte es sich um das erste Verfahren in Amerika, das sich mit der Frage befasst, ob das Mittel Krebs verursachen kann.

Bayer kündigt Berufung an

Dementsprechend kündigte Bayer an, gegen das revidierte Schadenersatzurteil Berufung einzulegen. Die deutliche Reduzierung des Strafschadenersatzes durch das Gericht sei „ein Schritt in die richtige Richtung“, doch sei Bayer nach wie vor überzeugt, dass das Urteil im Widerspruch zu den im Prozess vorgelegten Beweisen stehe, teilte der Dax-Konzern am Dienstag in Leverkusen mit. Daher sei geplant Berufung beim California Court of Appeal einzulegen.

Bayer hatte Monsanto für rund 63 Milliarden Dollar übernommen. Das von dem amerikanischen Agrarchemiekonzern entwickelte Glyphosat zählt zu den am meisten eingesetzten Unkrautvernichtungsmitteln in der Landwirtschaft.

Monsantos Unkrautvernichter Roundup

Krebs durch Glyphosat : Monsanto muss Millionen zahlen

Video: afp, Bild: AFP

Im August hatte die Geschworenenjury des Gerichts in San Francisco Monsanto zu einer Schadenersatzzahlung von insgesamt 289 Millionen Dollar (251 Millionen Euro) an den an Lymphdrüsenkrebs erkrankten Kläger Dewayne „Lee“ Johnson verurteilt. Der ehemals als Platzwart an einer kalifornischen Schule tätige Dewayne Johnson hatte bis zu 30 Mal im Jahr Glyphosat eingesetzt und Monsanto vorgeworfen, durch das Mittel an Lymphdrüsenkrebs erkrankt zu sein.

Die Laienrichter sahen es als erwiesen an, dass Monsanto-Produkte mit dem Wirkstoff Glyphosat krebserregend sind und der Hersteller davor nicht ausreichend gewarnt und die Risiken verschleiert hat. Bayers Tochter Monsanto legte daraufhin Berufung ein und forderte, dass der Fall wegen unzureichender Beweise neu verhandelt wird.

Bayer bestreitet, dass Glyphosat Krebs verursacht. Das Urteil der Jury stehe im Widerspruch zu über 40 Jahren praktischer Erfahrung und umfangreichen wissenschaftlichen Daten und Analysen, erklärte der Konzern. Es habe zudem eingehende Überprüfungen durch die Regulierungsbehörden in Amerika und der EU gegeben. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte die Chemikalie allerdings 2015 als „wahrscheinlich krebserregend für den Menschen“ eingestuft.

 

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PETITION – – -PETITION – – -PETITION – – -PETITION – – -PETITION – – –

https://www.change.org/p/bundeslandwirtschaftsministerin-kl%C3%B6ckner-bienensterben-glyphosat-schadet-bienen-jetzt-muss-das-herbizid-erst-recht-vom-acker?recruiter=522200648&utm_source=share_petition&utm_medium=email&utm_campaign=undefined

Bienensterben: Glyphosat schadet Bienen – jetzt muss das Herbizid erst recht vom Acker!

Das Bienensterben ist eines der drängendsten Umweltprobleme unserer Zeit. Glyphosat war dabei schon länger im Verdacht, aber es fehlten die Beweise.

Aber jetzt ist klar: Glyphosat schädigt und tötet Bienen.

Jahrzehntelang wollte uns Monsanto weismachen, dass Glyphosat für Menschen und Tiere ungefährlich sei. Eine jetzt veröffentliche Studie im renommierten Fachjournal PNAS zeigt jetzt aber deutlich: Glyphosat wirkt direkt auf die Bakterien im Darm der Bienen und verändert deren genau balancierte Zusammensetzung. Diese bakterielle “Mikroflora” ist entscheidend für die Gesundheit der Bienen, sie hilft u.a. Infektionen abzuwehren und Nahrung zu verdauen. Bienen, die mit realistischen Mengen von Glyphosat gefüttert werden, denen sie auch auf den Feldern ausgesetzt sind, sterben viermal häufiger an einer Infektion als unbehandelte Bienen. Ähnliche Effekte sind auch für Säugetiere und den Menschen zu befürchten.

In der letzten Risikobewertung für Glyphosat wurden solche Effekte nicht berücksichtigt und Glyphosat als ungefährlich für Bienen eingestuft. Dass die neuen Ergebnisse jetzt kommen zeigt auch, wie wenig wir auch nach Jahrzehnten über Glyphosat wissen und wie gefährlich der großflächige Einsatz von Pestiziden ist, selbst wenn sie als vermeintlich sicher gelten.

Angesichts dieser neuen Erkenntnisse und der großen Gefahr, die vom Bienensterben ausgeht, fordern wir, die Unterzeichnenden:

An Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner:

1. Holen Sie Glyphosat endlich vom Acker! Nach Ihrer Ankündigung eines “Minimierungsplans” im April 2018, folgten nur Alibi-Maßnahmen. Wir fordern, den Totalausstieg aus Glyphosat bis spätestens 2020.

2. Erlassen Sie Sofortmaßnahmen zum Schutz der Bienen und der Bevölkerung:

  • Glyphosat darf nicht mehr in öffentlichen Parks, Gärten und Spielplätzen eingesetzt werden;
  • Glyphosat muss für den Privatgebrauch sofort verboten werden und auch der Online-Verkauf gestoppt werden;
  • Glyphosat darf grundsätzlich nicht mehr vor der Ernte eingesetzt werden.

3. Legen Sie eine echte Pestizid-Reduktionsstrategie vor, damit nicht auf andere Pestizide ausgewichen wird. Zukunftsfähige Landwirtschaft geht auch ohne Gift, setzen Sie sich dafür ein!

An die EU-Kommission, die EU-Mitgliedsländer und das Europaparlament:

4. Reformieren Sie das Zulassungsverfahren ohne Verzögerung noch vor der Europawahl. Transparenz und der Schutz der Bevölkerung müssen immer vor ökonomischen Interessen einiger weniger Unternehmen stehen.

Mit hoffnungsvollen Grüßen,

Sven Giegold, Mitglied des Europäischen Parlaments

Martin Häusling, Mitglied des Europäischen Parlaments

Maximilian Fries, Dr. in Krebsbiologie und M.Sc. mit Schwerpunkt Mikrobiologie

Weiterführende Informationen

PNAS-Studie: http://www.pnas.org/content/early/2018/09/18/1803880115

Einschätzung im Fachjournal Science:  https://www.sciencemag.org/news/2018/09/common-weed-killer-believed-harmless-animals-may-be-harming-bees-worldwide?utm_source=newsfromscience&utm_medium=twitter&utm_campaign=beeguts-21623

Auswirkungen von Glyphosat auf Darmflora von Ratten: https://sven-giegold.de/glyphosat-ramazzini-studien/

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siehe auch „Letzte GLYPHOSAT-ABSTIMMUNG“ – „27 November 2017“

https://www.neopresse.com/politik/glyphosat-so-funktioniert-lobby-arbeit-in-der-bundesregierung/

Glyphosat: So funktioniert Lobby-Arbeit in der Bundesregierung

NEOPresse in D/A/CH

Sie erinnern sich? Am 27.10.2017 stimmte der ehemalige Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) im Alleingang für Deutschland für die Verlängerung des Glyphosat-Einsatzes in der Europäischen Union. Damals fragte man sich, weshalb der Agrarminister diesen Schritt gegangen ist und warum er dafür auch noch Rückendeckung von der Kanzlerin bekam. Sogar von einem Putsch gegen Merkel war die Rede. Doch die Dinge liegen ganz anders.

Obwohl die damalige Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) gegen die Verlängerung der Zulassung des krebserregenden Pflanzenpestizids Glyphosat um weitere fünf Jahre in der EU war, stimmte Ex-Agrarminister Schmidt dafür. Im Alleingang. Mit dieser Abstimmung gab die Union mit der Stimme für Deutschland den entscheidenden Ausschlag für den weiteren Einsatz des Giftes in der EU. Damals teilte Schmidt Hendricks lapidar per SMS mit, „in Brüssel habe es an den Vertreter des EU-Landwirtschaftsministeriums eine andere Weisung gegeben, als es zwischen Schmidt und Hendricks abgestimmt war“.

Damit war die Union dem Koalitionspartner SPD in den Rücken gefallen. Schon damals mutmaßte man, dass Schmidt mit der Agrar-Lobby zusammenarbeitete. Obwohl die Mehrheit der Bevölkerung in der EU gegen den weiteren Einsatz von Glyphosat ist und Umwelt- sowie Gesundheitsverbände, Bürgerinitiativen, Ärzte, Patienten und unabhängige Gutachter und Forscher seit Jahren vor den katastrophalen Auswirkungen des Giftes warnen, verlängerte die EU die Zulassung. Ein ungeheuer undemokratisches Vorgehen.

 

Die Rechtfertigung von Ex-Agrarminister Schmidt damals ließ an Spott für die Interessen der Bürger nichts zu wünschen übrig: Er habe lediglich für eine Verlängerung von nur fünf, anstatt von zehn Jahren gestimmt, da die „Rolle der Biodiversität und des Tierschutzes gestärkt werden müsse“. Mit der Zulassung um weitere fünf Jahre konnten „wichtige“ Bedingungen durchgesetzt werden, so Schmidt. „Wichtige Bedingungen“ ist richtig, jedoch nicht für die Biodiversität und den Tierschutz, sondern für die Lobby, die hinter Schmidt stand.

Denn wie jetzt herausgekommen ist, wird Ex-Landwirtschaftsminister Schmidt bald Aufsichtsratsmitglied bei der DB AG, dem größten Abnehmer und Einzelverbraucher für Glyphosat in Deutschland. Zufall? Wohl kaum. Die Deutsche Bahn AG setzt Glyphosat großflächig auf dem gesamten Schienennetz der Bundesrepublik ein, um die „Schotterbette“ der Schienen frei von Unkraut zu halten. Der Konzern verbraucht 75 Tonnen Glyphosat im Jahr. Die Bahn spritzt einen Bereich von sieben Metern um die Bahntrassen herum mit Glyphosat. Dafür schickt die Bahn spezielle Spritzzüge auf allen Gleisen des Landes aus. Auf den massenhaften Einsatz des Umweltgiftes angesprochen sagte ein Sprecher der Bahn: „Ich sehe derzeit nicht, wie das ohne Auswirkungen auf Ökologie und Streckenverfügbarkeit möglich sein sollte. Wir suchen dennoch permanent nach alternativen Möglichkeiten“.

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https://www.keine-gentechnik.de/nachricht/33452/#gsc.tab=0

Versteckte Gesundheitsgefahren: Ein Gentech-Entwickler packt aus

25.10.2018

Kartoffel Vielfalt
Kartoffel-Vielfalt

Ein überzeugter Gentechnik-Ingenieur bekommt nach 15 Jahren Zweifel an seiner Arbeit und steigt aus. Fünf Jahre hält er still, doch jetzt warnt er öffentlich vor möglichen Gesundheitsgefahren der Produkte, die er selbst entwickelt hat: Gentech-Kartoffeln.

Caius Rommens begann seine Gentechniker-Karriere bei Monsanto und wechselte 2001 zum Unternehmen J.R. Simplot, einem der größten Kartoffelverarbeiter der USA. Dort entwickelte er gentechnisch veränderte Kartoffeln, darunter einige Sorten, die keine braunen Flecken bekommen. Diese sind inzwischen in den USA, Kanada und Japan als Lebensmittel zugelassen. 2013 verließ Rommens das von ihm geleitete Entwicklungslabor bei Simplot und arbeitet seither als konventioneller Kartoffelzüchter. Die wachsenden Zweifel an seiner Arbeit beschreibt er in dem kürzlich in den USA erschienenen Buch Pandora’s Potatoes und parallel dazu in mehreren ausführlichen Interviews.

Darin kritisiert Rommens Behörden wie die US-amerikanische Lebensmittelbehörde FDA, die seine Kartoffeln nur auf der Grundlage von Firmenangaben zuließen. „Natürlich war ich voreingenommen. Ich war überzeugt davon, dass meine Kartoffeln perfekt waren“, sagte Rommens dem Portal Sustainable Pulse. Er verglich sich und seine Kollegen mit glücklichen Eltern, für die ihr Baby das Größte ist. Neben dieser emotionalen Befangenheit gebe es noch den wirtschaftlichen Druck, erfolgreich zu sein. „Wir haben unsere GentechKartoffeln getestet, um ihre Sicherheit zu bestätigen, nicht, um sie in Frage zu stellen.“ Deshalb habe man mit den Zulassungsunterlagen Massen an unwichtigen Daten abgeliefert, aber unbeabsichtigte Effekte kaum erwähnt.

Einer dieser Effekte sei, dass Gentech-Knollen ohne braune Flecken Giftstoffe entwickeln, die schädlich für die menschliche Gesundheit seien, sagte Rommens dem Portal GMWatch. Das resultiere daraus, dass die vorgenommene gentechnische Veränderung zu unerwünschten Nebeneffekten führe. Diese seien im Labor oft kaum festzustellen, sondern zeigten sich erst, wenn die gv-Pflanzen im Freiland angebaut würden und dem üblichen Stress ausgesetzt seien. Hinzu komme, dass die braunen Flecken bei normalen Kartoffeln eigentlich eine Warnung seien, diesen Teil der Knolle nicht zu verzehren. Die gentechnische Veränderung verhindere nur das Bräunen, verberge also die verdorbenen Stellen, so dass diese mitgegessen würden – mitsamt den darin enthaltenen Giftstoffen. Aus seiner eigenen Erfahrung heraus plädiert Rommens dafür, die Sicherheit von Gentech-Pflanzen von unabhängigen Wissenschaftlern kontrollieren zu lassen, die darin trainiert sind, unerwünschte Nebeneffekte zu finden.

In einer Reaktion auf Rommens Buch hat sein ehemaliger Arbeitgeber Simplot versucht, ihn als Wissenschaftler zu diskreditieren, mit Verweis auf eine Arbeit von 2004, deren Veröffentlichung er acht Jahre später zurückzog, weil ihm darin ein Fehler unterlaufen war. Rommens konterte, er habe für Simplot mehr als 60 Patente eingereicht und die Gentech-Produkte entwickelt, die das Unternehmen jetzt vermarkte. Die Vorwürfe in dem Buch gingen nicht an das Unternehmen, sondern an ihn selbst als Gentechnik-Entwickler, weil er die Nebenwirkungen der Produkte, die er entwickelte, nicht gesehen habe. [lf]

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https://www.testbiotech.org/pressemitteilung/erlaubt-die-eu-kommission-den-import-von-baysantos-neuem-mais-monster

Erlaubt die EU-Kommission den Import von Baysantos neuem ‚Mais-Monster‘?

Der gentechnisch veränderte Mais ist superresistent gegenüber Herbiziden und produziert sechs Insektengifte
Montag, 22. Oktober 2018

Heute stimmen die Mitgliedsländer der EU über die Zulassung einer gentechnisch veränderten (GV) Maislinie ab, die eine Super-Resistenz gegenüber den Herbiziden Glyphosat und Glufosinat aufweist und sechs verschiedene Insektengifte produziert. Der Mais ist eine Kreuzung aus fünf verschiedenen GV-Pflanzen. Die Zulassung für den Import und die Verwendung in Lebens- und Futtermitteln wurde vom Bayer-Konzern beantragt. Die möglichen gesundheitlichen Auswirkungen dieser speziellen Kombination verschiedener Giftstoffe wurden nicht untersucht.

Der GV-Mais wurde ursprünglich von Monsanto produziert, gehört aber jetzt dem Bayer-Konzern, der Monsanto aufgekauft hat. Der Mais ist Teil einer Geschäftsstrategie, die darauf beruht, patentiertes Saatgut und Herbizide im Doppelpack zu verkaufen: Das Erbgut der Pflanzen weist einen doppelten Satz von Resistenzgenen sowohl gegen Glyphosat als auch Glufosinat auf und kann daher mit höheren Dosierungen dieser Unkrautvernichtungsmittel gespritzt werden. In der Folge kann auch die Ernte dieser Pflanzen höhere Rückstandsmengen der Herbizide aufweisen. Hinzu kommen die in den Pflanzen produzierten Insektengifte.

Die möglichen gesundheitlichen Auswirkungen eines Verzehrs von Lebens- und Futtermitteln, die von diesen Pflanzen stammen, wurden nicht in Fütterungsversuchen getestet. Die EU-Kommission und die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA vertreten die Auffassung, dass Untersuchungen derartiger kombinatorischer Wirkungen grundsätzlich nicht nötig seien.

„Wenn dieser Mais zum Import zugelassen wird, wäre das ein weiteres Beispiel für einen unverantwortlichen Umgang mit den Risiken. Anstatt dem Schutz von Gesundheit und Umwelt Priorität einzuräumen, gibt es freie Bahn für internationalen Handel und die Interessen der Konzerne“, sagt Christoph Then für Testbiotech. „Obwohl die Mehrheit der EU-Mitgliedsländer der EU gegen eine Zulassung ist, ist es wahrscheinlich, dass die EU-Kommission doch grünes Licht geben wird.“

In einer ersten, vorläufigen Abstimmung waren 14 EU-Staaten gegen die Zulassung, weitere drei enthielten sich der Stimme. Bereits in der Vergangenheit hat die EU-Kommission den Import von Gentechnikpflanzen mit einer Kombination von potentiell gesundheitsschädlichen Substanzen erlaubt, ohne deren gesundheitliche Auswirkungen zu untersuchen. Frühere Beispiele sind die Soja “Intacta” und ein Mais namens “SmartStax”, der durch Kreuzung von vier GV-Maispflanzen erzielt wurde.

Testbiotech hält es für notwendig, sich verstärkt mit diesen Problemen zu befassen: Letzten Mittwoch hat der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofes seine Stellungnahme zu einer Klage (C-82/17P) vorgelegt, die von Testbiotech und anderen Organisationen eingereicht wurde. Das Ziel der Klage ist es, eine wesentlich genauere Untersuchung der Risiken derartiger Pflanzen verpflichtend zu machen. Geht es nach der Ansicht des Generalanwalts, werden diese Bemühungen allerdings scheitern. Falls diese Einschätzung vom EU-Gericht bestätigt wird, sieht Testbiotech die Notwendigkeit, noch mehr öffentliche Aufmerksamkeit für diese Probleme zu schaffen. „Es könnte sich als ziemlich schwierig erweisen, den Richtern spezielle wissenschaftliche Lücken in der Risikobewertung von GV-Pflanzen zu erklären. Trotzdem müssen die Probleme gelöst werden“, fasst Christoph Then die Situation zusammen.

Kontakt:
Christoph Then, Tel. 0151 54638040, info@testbiotech.org

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FRACKING – „ENERGIE-R“ auf KOSTEN der NATUR

https://www.welt.de/wirtschaft/article182596990/Energie-Merkel-kommt-Trump-im-Gas-Streit-entgegen.html

Wirtschaft

Energieversorgung

Merkel kommt Trump im Gas-Streit entgegen

Korrespondent

Die Bundesregierung hat sich nun offenbar entschieden, den Bau eines LNG-Terminals finanziell zu unterstützen. Damit würde der Import von Flüssig-Gas im großen Stil zum Beispiel aus den USA ermöglicht werden.

Quelle: WELT/ kevin Knauer

Autoplay
Die Bundesregierung will offenbar den Bau eines LNG-Terminals unterstützen, um Gasimport aus den USA zu ermöglichen. Dahinter könnte ein Entgegenkommen gegenüber US-Präsident Trump im Streit um Gaslieferungen aus Russland stecken.
Die Bundesregierung will offenbar den Bau des ersten großen LNG-Terminals in Deutschland finanziell unterstützen. Nach Informationen des „Wall Street Journal“ hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gegenüber einer Gruppe von Politikern in Berlin gesagt, die Regierung habe sich dazu entschlossen.

Dahinter steckt scheinbar das Motiv, dass die Kanzlerin US-Präsident Donald Trump entgegenkommen will. Trump hatte zuletzt vehement gegen den Ausbau der Gaslieferungen aus Russland nach Deutschland gewettert und Sanktionen angedroht. Mit dem Neubau einer LNG-Anlage würde sich Deutschland erstmals in großem Umfang für Gaslieferungen aus amerikanischer Förderung öffnen.

Um den Bau der LNG-Anlage bemühen sich die norddeutschen Hafenstandorte Stade an der Elbe und Brunsbüttel am Nord-Ostsee-Kanal. Die Investition für einen derartigen Terminal werden auf mindestens 500 Millionen Euro geschätzt. In welcher Form der Staat den Neubau fördern will – über Kredite, Subventionen, Kreditgarantien oder Verlustübernahmen –, ist dem Bericht zufolge noch völlig offen.

Beide Standorte, Stade und Brunsbüttel, haben sich um staatliche Förderungen und Genehmigungen beworben. Das Konsortium in Stade soll bereits mit LNG-Lieferanten in den USA Verhandlungen begonnen haben. Experten rechnen jedoch damit, dass zunächst nur ein LNG-Projekt umgesetzt werden wird. Ziel ist es, eine Kapazität für rund 15 Prozent der deutschen Versorgung mit Erdgas zu erreichen. Das Flüssiggas LNG (englisch: liquefied natural gas) kann unter anderem aus den USA nach Deutschland importiert werden……..

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FÜR WEN ein GROßartiger DEAL???!!!?!

http://www.taz.de/!5523561/

Handelsstreit zwischen EU und USA

Fracking und Soja statt Eskalation

Beim Treffen mit Trump hat EU-Kommissionspräsident Juncker wenig Konkretes erreicht. Doch neue Strafzölle soll es vorerst nicht geben.

Trump und Juncker sitzen nebeneinander; Trump legt Juncker seine Hand aufs Knie

Ein Muster zeichnet sich ab: Erst entwirft Trump apokalyptische Szenarien, dann tritt er als Retter auf Foto: dpa

NEW YORK taz | Donald Trump und Jean-Claude Juncker haben einen „Deal“. Der US-Präsident hat wochenlang den Handelskonflikt geschürt, der EU „unfaire Handelsformen“ vorgeworfen und sie zuletzt sogar als „Feind“ bezeichnet. Am Mittwochnachmittag, am Ende des Treffens mit dem EU-Kommissionspräsidenten, war von alldem keine Rede mehr. Stattdessen schwärmte Trump von einem „großen Tag für den freien und fairen Handel“ und von einer nun beginnenden „Phase von enger Freundschaft und starkem Handel“. Wenig später twitterte er ein Foto, das ihn in enger Umarmung und bei einem Wangenkuss mit dem Luxemburger zeigt. „Dies war ein gutes und konstruktives Treffen“, sagte Juncker: „Danke, Donald.“

Bei der Pressekonferenz im Rosengarten hinter dem Weißen Haus, bei der aber keine Journalisten-Fragen zugelassen waren, erklärten die beiden Männer, dass sie vorerst keine weiteren Zölle einführen wollten. Die von Trump angedrohten 25 Prozent für importierte Autos, die vor allem deutsche Unternehmen getroffen hätten, sollen während der anstehenden Verhandlungen vorerst nicht erhoben werden. Trump kündigte Gespräche an, deren Ziel es sei, Zölle und Handelshemmnisse auf beiden Seiten abzuschaffen und gegen globale unfaire Handelspraktiken vorzugehen. Damit meint Trump vor allem China.

Ein großer Streitpunkt im Handelskonflikt sind die bereits seit Wochen existierenden hohen Zölle auf Stahl und Aluminium aus der EU sowie die gegen die USA gerichteten Gegenmaßnahmen. In dem Abschlusskommuniqué heißt es hierzu lediglich vage: „Wir wollen diese Dinge lösen“.

Das Kommuniqué listet zwar Ziele für die Handelskooperation auf. Unklar bleibt aber, wie weit die angekündigten Gespräche gehen werden. Mehrere Produkte für den Abbau der Handelshemmnisse sind in dem Papier genannt: Dienstleistungen, Chemikalien, Arzneimittel, medizinische Produkte und Sojabohnen. Erwähnt ist auch eine sogenannte strategische Kooperation im Energiebereich: „Die EU will mehr Flüssiggas (LNG) aus den USA importieren, um ihre Energieversorgung zu diversifizieren“.

Geradezu euphorisch reagierte Trump auf Angebote von Juncker, mit denen er nun bei seiner Wählerbasis punkten kann: „Die Vertreter der EU haben mir gesagt, dass sie ab sofort Sojabohnen von unseren großen Farmern kaufen werden“, twitterte er direkt nach dem Treffen. „Außerdem werden sie riesige Mengen Flüssiggas LNG kaufen“, so der US-Präsident.

Sojabohnen exportieren die USA bislang hauptsächlich als Viehfutter nach China. Doch Trumps Handelskonflikt mit China hat die US-Sojafarmer zu Opfern von Pekings Vergeltungszöllen gemacht. Um die Farmer im Mittleren Westen, eine seiner Kernwählergruppen, nicht zu verlieren, hat Trump in dieser Woche bereits zwölf Milliarden US-Dollar hohe Subventionen aus Steuergeldern für Soja-Farmer in Aussicht gestellt. Doch einige Farmer reagierten mit dem Einwand, sie wollten freien Handel und keine Regierungshilfen.

Sojabohnen aus den USA sind ernährungstechnisch nicht unproblematisch: Sie stammen zu 90 Prozent von genmanipulierten Pflanzen, deren Anbau in der EU verboten ist. Auch das Flüssiggas aus den USA ist wegen den mit seiner Förderung einhergehenden Umweltschäden umstritten. Es stammt aus den Fracking-Bohrungen, die in verschiedenen Regionen der USA boomen und dort unter anderem zu Vergiftungen des Grundwassers und der Häufung von Erdbeben führen.

Fracking-Betreiber können sich freuen

Trump hat den Fracking-Betreibern seine Unterstützung und die Ausdehnung des Bohrlandes versprochen. Zugleich betreibt er im Ausland die Vermarktung der US-Frackingproduktion. Das tat er auch, als er Angela Merkel vor dem Nato-Gipfel wegen des Baus der „Nord Stream 2“-Gaspipeline aus Russland kritisierte. Bislang verfügt die EU zwar nicht über genügend Terminals, um Flüssiggas in größerem Umfang zu importieren. Doch mehrere Terminals sind im Gespräch – darunter auch in der Nord- und Ostsee.

Die Eskalation der letzten Wochen in dem transatlantischen Handelskonflikt folgt einem typischen Muster von Trump. Dabei schafft der US-Präsident mit verbalen Attacken und Drohungen Konflikte und tritt anschließend als Retter auf, der diese mit großen Gesten löst. Die erste Phase dieser Trump’schen Dramen richtet sich in der Regel an seine eigene, radikale Basis. Die zweite geht an die Adresse des Establishments seiner Partei sowie an große Unternehmen und ihre Lobbies in den USA.

Diesmal war es Juncker, der gute Miene zu Trumps Spiel machte

Diesmal war es Juncker, der gute Miene zu Trumps Spiel machte. Kurz zuvor hatte EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström, die ebenfalls an dem Treffen teilnahm, den USA mit weiteren Vergeltungszöllen in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar gedroht. Doch dann half Juncker Trump nicht nur mit Sojabohnen und Flüssiggas, sondern wiederholte bei der gemeinsamen Pressekonferenz auch Punkt für Punkt dessen Vorwürfe gegen China.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat die Vereinbarungen zwischen Trump und Juncker begrüßt. Es sei „gut, dass nicht nur die Autozölle vom Tisch sind, sondern dass wir auch verabredet haben, gemeinsam gegen unfaire Handelspraktiken und für eine Reform der WTO zu arbeiten“, erklärte Maas am Donnerstag während eines Besuchs in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul.

Europa hat Geschlossenheit signalisiert

Maas unterstrich die Geschlossenheit, die die EU mit dem Besuch Junckers in Washington gezeigt habe: Europa habe „bewiesen, dass es sich nicht spalten lässt“, hob Maas hervor. „Wenn Europa geeint auftritt, hat unser Wort Gewicht“.

Juncker habe gezeigt, das es am Ende darum gehe, „reale Lösungen“ anzubieten statt lediglich starke Sprüche. Maas erklärte, auch die Wähler Trumps spürten bereits, „dass auch amerikanische Farmer und Industriearbeiter nur verlieren können, wenn wir uns gegenseitig mit immer irreren Strafzöllen überziehen“.

Dagegen hält der EU-Handelspolitiker Bernd Lange den europäischamerikanischen Handelskompromiss für substanzlos. „Das war kein Erfolg, was Herr Juncker dort erreicht hat“, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag. Er warf Juncker vor, Trump einseitig entgegengekommen zu sein. Zudem beklagte er, dass die angedrohten US-Autozölle immer noch nicht vom Tisch seien. „Die Drohkulisse bleibt bestehen“, sagte Lange dem Deutschlandfunk.

(Mit afp und reuters)

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http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/die-kniffelige-sache-mit-dem-fluessiggas-15709416.html

Amerika gegen Europa : Die kniffelige Sache mit dem Flüssiggas

  • Aktualisiert am

In Rotterdam steht ein europäisches Terminal für Flüssiggas. Bild: dpa

EU-Kommissionschef Jean-Claude Junker hat mit Donald Trump über höhere Gaslieferungen gesprochen. Sind die überhaupt möglich?

Deutschland könnte nach Einschätzung des Energiebranchenverbandes BDEW trotz eines bislang fehlenden LNG-Terminals Flüssiggas aus den Vereinigten Staaten und anderen Regionen über Anlagen im europäischen Ausland beziehen. „Grundsätzlich ist auch für Deutschland der Zugang zu LNG über benachbarte Staaten wie Belgien (Zeebrügge) oder die Niederlande (Rotterdam) gewährleistet“, sagte der Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Stefan Kapferer.

Europa befinde sich in einer komfortablen Situation: „Wir haben sowohl eine gut ausgebaute LNG-Infrastruktur an den europäischen Küsten als auch sehr gut ausgebaute Erdgastransportnetze, die bis zu den großen Gasfeldern reichen.“ Der amerikanische Präsident Donald Trump und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker hatten während ihres Gesprächs über den Handelsstreit in der Nacht abgesprochen, dass die Vereinigten Staaten mehr Flüssiggas nach Europa liefern werden. „LNG kann zu einer weiteren Diversifizierung und Flexibilisierung der Importquellen für Erdgas in Europa beitragen. Mit seiner logistischen Flexibilität sorgt LNG auch für eine Stärkung der weltweiten Versorgungssicherheit“, betonte Kapferer.

„Sojabohnen sind dem Präsidenten plötzlich ganz wichtig“

Ob und in welchem Umfang Flüssiggas in Europa zum Einsatz komme, werde aber vor allem durch die Preise an den Großhandelsmärkten bestimmt. Hier stünden Pipelinegas und Flüssigerdgas im Wettbewerb. „Derzeit ist Pipelinegas in Europa oftmals deutlich günstiger. Flüssigerdgas wird daher vorwiegend nach Asien geliefert. In dieser Weltregion sind höhere Preise für LNG erzielbar, da es im asiatischen Raum zumeist keine engmaschigen Erdgasleitungsnetze gibt.“ Die Führung des Versorgers EnBW äußerte sich denn auch deutlich skeptischer. Flüssiggas aus Amerika sei „aktuell im Vergleich zu anderen Gasquellen für uns nicht wettbewerbsfähig“, konstatierte EnBW-Finanzvorstand Thomas Kusterer.

Gemeinsamer Kurs vereinbart : Handelskrieg vorerst abgewendet?

Video: afp, Bild: EPA

Nach Einschätzung des Energiekonzerns Uniper wird Amerika künftig auch für die Gasversorgung in Europa
eine wichtige Rolle spielen. „Die Vereinigten Staaten werden in absehbarer Zeit voraussichtlich der größte Gasproduzent und  -exporteur sein“, teilte der Versorger mit. Auch amerikanisches Flüssiggas werde seinen Weg finden. „Da der europäische Gasmarkt für amerikanisches LNG aufgrund der relativ kurzen Transportwege der am kostengünstigsten zu erreichende Absatzmarkt ist, kommt dem amerikanischen LNG in Europa zukünftig eine besondere Bedeutung zu.“ Uniper hat schon einen 20 Jahre laufenden Liefervertrag über LNG aus den Vereinigten Staaten abgeschlossen. Die Belieferung soll im nächsten Jahr starten. Das Gas muss allerdings nicht unbedingt nach Deutschland kommen. Denn auch Uniper dürfte es dort verkaufen, wo die besten Preise zu erzielen sind, etwa in Asien.

Wie weit die Vereinbarung trägt, wird sich insgesamt auch erst noch zeigen. „Die Kuh ist noch nicht endgültig vom Eis“, sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Immerhin: Solange die Regierung in Washington und die EU-Kommission miteinander reden, wollen sie von neuen Zöllen absehen. Damit sind die von Trump angedrohten Abgaben auf aus Europa importierte Autos erst einmal von der tagespolitischen Agenda genommen worden und ebenso die schon in der Schublade liegende EU-Vergeltungsliste. Gänzlich vom Tisch sind diese weitreichenden Schritte aber damit nicht. Ferner gelten die vor einigen Wochen in Kraft gesetzten amerikanischen Stahlzölle und Aluminiumzölle sowie die daraufhin verhängten Gegenzölle der Europäer auf Bourbon-Whiskey, Jeans und Motorräder „made in USA“ weiterhin. Ob sie zurückgenommen werden, muss sich erst noch erweisen.

Das Thema Sojabohnen, für die Trump dringend Käufer in der Welt sucht, hat die europäische Öffentlichkeit offenbar unterschätzt. „Sojabohnen sind dem Präsidenten plötzlich ganz, ganz wichtig. Wir dachten immer, Autos wären das“, wunderte sich Ifo-Handelsexperte Gabriel Felbermayr. Offenbar habe die EU-Drohung, im Falle von Autozöllen ähnlich wie schon  China mit Gegenabgaben auf amerikanische Soja zu reagieren, Wirkung gezeigt, mutmaßte er. Schließlich sind die Soja-Farmer eine entscheidende Wählergruppe für Trump. Diese wird bereits durch Zölle des Großkunden Chinas massiv getroffen, und zwar so stark, dass sich die amerikanische Regierung zu Milliarden-Subventionen gezwungen sieht.

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Jahrhundertcoup: Angriff auf Europas Steuerzahler | Panorama | NDR

?OLAF SCHOLZ? SPD

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https://www.zeit.de/wirtschaft/2018-10/cum-ex-betrug-daenemark-deutschland-europa

Cum-Ex: Dänemark verlangt Aufklärung von Deutschland

Die dänische Regierung will wissen, ob sie den Cum-Ex-Betrug im eigenen Land hätte stoppen können – wenn Deutschland sie rechtzeitig informiert hätte.
Cum-Ex: Der dänische Steuerminister Karsten Lauritzen
Der dänische Steuerminister Karsten Lauritzen © Ole Jensen/Corbis/Getty Images

Dänemarks Steuerminister Karsten Lauritzen fordert in der Cum-Ex-Affäre Antworten von der Bundesregierung. „Die dänische Bevölkerung braucht und verdient Klarheit, ob wir bei rechtzeitiger Warnung aus Deutschland den Betrug hätten stoppen können“, sagte Lauritzen.

Martin Schirdewan, Europaabgeordneter der Linksfraktion, warf der Bundesregierung vor, ihre EU-Partner nicht informiert zu haben, obwohl sie seit Jahren von der Praxis gewusst habe. Andere Europaabgeordnete haben die EU-Kommission aufgerufen, die Betrugsfälle zu untersuchen und dafür zu sorgen, dass sie sich nicht wiederholen.

Das System des automatischen Datenaustauschs unter den Steuerbehörden der EU-Staaten müsse auf die Kapitalertragssteuer ausgedehnt werden, verlangte der CSU-Abgeordnete Markus Ferber. Der für Steuern zuständige EU-Kommissar Pierre Moscovici habe dies aber noch vor Kurzem abgelehnt.

Der deutsche Grüne Sven Giegold sagte, die EU-Kommission müsse nun die nationalen Aufsichtsbehörden auffordern, eine Untersuchung einzuleiten. Die österreichische Sozialdemokratin Evelyn Regner forderte ein „europäisches FBI“ zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung. Der grüne Bundestagsabgeordnete Gerhard Schick hatte bereits eine europäische Finanzpolizei gefordert.

EU-Kommissar Moscovici erinnerte daran, dass bereits eine Reihe von Vorschriften beschlossen wurde, um solche Steuervermeidungen in der EU zu unterbinden. Dazu gehöre der automatische Austausch bestimmter Steuerdaten. Die EU-Staaten müssten sich aber auch an die neuen Vorschriften halten. Zwar seien nicht alle Probleme beigelegt, räumte der EU-Kommissar ein. Aber Steuervermeidung werde dank der neuen Vorschriften für Unternehmen nun schwieriger.

Betrüger erbeuteten 55 Milliarden Euro Steuergelder

ZEIT ONLINE, DIE ZEIT und andere Medien hatten berichtet, dass die Behörden in Deutschland seit 2012 wussten, dass auch Dänemark im Fokus der Steuerbetrüger war. Eine Warnung erhielten die Dänen allerdings nicht. Bis 2015 soll so ein Schaden von rund 1,7 Milliarden Euro entstanden sein. Erst ein Hinweis der Bank of England führte 2015 dazu, dass der Betrug aufgedeckt wurde.

Dem Bundesfinanzministerium und dem Bundeszentralamt für Steuern sind in der Cum-Ex-Affäre bisher für Deutschland Fälle mit einem Volumen von 5,7 Milliarden Euro bekannt. Auf Nachfrage will das Haus von Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) aber nicht sagen, wann genau welche Länder über das Schlupfloch informiert wurden. Nach jüngsten Medieninformationen sollen Betrüger verschiedene Staaten insgesamt um bis zu 55 Milliarden Euro gebracht haben. 2012 wurde das Steuerschlupfloch in Deutschland geschlossen. Die Cum-Ex-Geschäfte sorgen europaweit für Aufsehen.

Das Ministerium kommuniziert weiterhin lediglich, man habe diverse Staaten, „auch auf deren Nachfrage hin, über die Verfahrensweise bei ‚Cum-Ex‘-Geschäften informiert“. Die Frage nach dem Zeitpunkt der Informationen, auch im Falle Dänemarks, blockt es mit Verweis auf die Vertraulichkeit gegenüber EU-Partnern ab.

 

Cum-Ex: Die infizierte Bank

Der Cum-Ex-Skandal, Teil 2: Wo der Griff in die Steuerkassen Europas begann, der die Bürger viele Milliarden Euro gekostet hat.
Cum-Ex: Wie ein Virus haben sich die steuergetriebenen Aktiengeschäfte durch die Finanzwelt verbreitet.
Wie ein Virus haben sich die steuergetriebenen Aktiengeschäfte durch die Finanzwelt verbreitet. © Daniel Stolle für DIE ZEIT

In der Londoner Zentrale der Investmentbank Merrill Lynch tippen die Kollegen von John Baker in einem fort auf ihren Handys herum. Die Aktienhändler tun es, wenn sie im Handelsraum vor ihren Monitoren sitzen, wenn sie sich Kaffee holen, auf dem Weg zur Toilette. Erst schreiben sie SMS, später, so beobachtet es Baker, wechseln sie zu Snapchat, dem Kurznachrichtendienst, den sonst vor allem Teenager benutzen. Das Besondere: Nachdem der Empfänger eine Nachricht gesehen hat, verschwindet sie innerhalb von Sekunden.

Offenbar, so vermutet John Baker, tauschen die Kollegen geheime Informationen aus. Er fragt sie direkt, doch ihre Antworten sind verwirrend: Die Händler sprechen mit Geldgebern und Zwischenhändlern Preise von Wertpapieren ab. Nur ergeben die Deals nach den üblichen Maßstäben keinen Sinn, weil die Händler keine Kursgewinne machen. Dafür, vermutet Baker, kann es nur einen Grund geben: Die Geschäfte haben einen anderen Zweck.

Wann genau Baker diese Dinge beobachtet hat, ist unklar. Aber er schildert sie in einer anonymen Anzeige, die er am 3. Februar 2012 bei der amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde SEC in Washington stellt. Bis heute weiß die SEC nicht, wer der anonyme Whistleblower ist. John Baker heißt er nur in diesem Artikel. Baker glaubt, so geht aus seiner Anzeige hervor, dass die Bank „enorme Einnahmen aus einer betrügerischen Form des Handels mit Steuergutschriften“ erzielt, der weit über die üblichen Formen steuerlicher Tricks hinausgehe. Dazu habe die Bank Steuersysteme mehrerer europäischer Länder ausgenutzt. Es handelt sich, so wird sich herausstellen, um jene Geschäfte, die in Deutschland unter den Namen Cum-Ex und Cum-Cum bekannt geworden sind. Sie dienen einzig und allein dazu, die Steuerkassen auszunehmen.

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Kurz erklärt – Wie der Cum-Ex-Steuerskandal abgelaufen ist Es ist der wohl größte Steuerskandal der deutschen Geschichte. Wie Banken und Anwälte Milliarden entwendeten, zeigen wir in diesem Video. © Foto: Kerstin Welther

Dass die amerikanische Börsenaufsicht von der Beteiligung Merrill Lynchs an diesen Geschäften wusste, war bislang nicht bekannt. Und es wirft Fragen auf: Wie kam es dazu, dass eine der größten Investmentbanken der Welt in Steuerkassen griff? Und was haben die amerikanischen Aufseher unternommen, um das Geld der europäischen Steuerzahler zu schützen?

Ein Jahr lang hat ein Team von 19 Medienpartnern aus zwölf Ländern, koordiniert vom Recherchezentrum Correctiv, vertrauliche Akten, interne Gutachten von Banken und Kanzleien sowie E-Mails ausgewertet. Bereits in der vergangenen Woche berichteten die ZEIT, ZEIT ONLINE und das ARD-Magazin Panorama im Zuge der Kooperation, dass nicht nur Deutschland, sondern mindestens zehn weitere Staaten aus Europa Opfer der Finanzjongleure wurden, dass der Schaden bei mindestens 55 Milliarden Euro liegt.

Bei den Recherchen, die weltweit als „Cum-Ex-Files“ veröffentlicht werden, spielen Banken eine wichtige Rolle. Die steuergetriebenen Geschäfte haben sich in den Instituten wie ein Virus verbreitet und mit der Zeit immer mehr Banken infiziert.

Wann ein Virus wo entstanden ist, lässt sich nur schwer ermitteln. Ein Infektionsherd aber ist Anfang der 2000er-Jahre die Investmentbank Morgan Stanley, ein Konkurrent von Merrill Lynch. Mehrere Beteiligte erzählen, dass die Cum-Ex-Geschäfte dort ein Zufallsfund waren. Ein Angestellter ist demnach auf einen großen Geldbetrag gestoßen, als er Buchungen eines Aktiengeschäfts kontrollierte. Das Erstaunliche: Niemand wollte das Geld haben. Es war irgendwie übrig geblieben. Der Angestellte meldete seinen Fund den Händlern, die den Deal gemacht hatten. Und eine kleine Gruppe von Bankern erkannte sofort, dass sich aus dem Zufall ein System machen ließe.

Ashley W. ist ein junger Mann mit rotblonden Haaren und grünen Augen, reserviert im Auftreten, sehr smart. Er hat bei Morgan Stanley als Rechnungsprüfer begonnen und sich zum Aktienhändler hochgearbeitet. Raj P. hat einen Job an einer unbedeutenden Stelle im Backoffice der Bank, ist aber ebenfalls in den Deal involviert und voller Ehrgeiz. Sylvan C., ein bulliger Typ, der ein bisschen aussieht wie Sylvester Stallone, ist der Ranghöchste der Truppe. So beschreiben es mehrere Personen, die alle drei gut kennen.

Die Händler versuchen, das Zufallsergebnis noch einmal zu erzielen. Wieder ist der Profit höher als ursprünglich gedacht. Also machen sie weiter. Ihre Vorgesetzten lassen sie gewähren. Morgan Stanley will sich dazu auf Nachfrage der ZEIT nicht äußern.

Warum handelte die Börsenaufsicht nicht?

2006 wechselt Sylvan C. zu Merrill Lynch. Bald darauf heuern auch Ashley W. und Raj P. dort an. Die Geschäfte auf Kosten des Steuerzahlers lassen sich dort noch größer aufziehen, weil die Kultur bei Merrill Lynch besonders risikofreudig ist.

Die City of London ist eines der wichtigsten Zentren im globalen Wertpapierhandel – der ideale Nährboden für das Virus. Zwischen gläsernen Bürotürmen und viktorianischen Prachtbauten hat sich dort auch Merrill Lynch niedergelassen. Durch den Haupteingang betreten die drei Händler, so lässt es sich aus Aussagen früherer Kollegen rekonstruieren, ein weites Atrium, das von einem Glasdach überwölbt wird. Ein Aufzug trägt sie in den dritten Stock. Lange Tische ziehen sich quer durch den Raum, darauf Wände aus Monitoren, bis zu zehn Bildschirme pro Arbeitsplatz. An den Wänden kleben Warnschilder: Handys verboten! Kommuniziert werden darf nur über die bankeigenen Systeme. Nichts soll der Kontrolle entgehen.

Als Sylvan C. zu Merrill Lynch wechselt, haben in einer ruhigen Ecke dieses Büros auch die Händler der SEFT-Abteilung ihren Platz. SEFT steht für Structured Equity Finance and Trading, komplizierte Finanz- und Handelsgeschäfte. Wer hier arbeitet, gehört zu den geschicktesten Finanzjongleuren der Bank.

Das Virus wandelt sich ständig

Selbst für Fachleute ist es nicht einfach, steuergetriebene Aktiengeschäfte zu erkennen. Sie verbreiten sich nämlich nicht nur wie Viren, sie verändern sich auch ständig wie sie. Es gibt schon unzählige Varianten. Sie haben alle den gleichen Stamm, im Bankjargon „Dividendenarbitrage“ genannt. Binnen weniger Tage werden riesige Aktienpakete hin- und hergeschoben. Danach lassen sich die Beteiligten Kapitalertragsteuer auf Dividenden erstatten, die ihnen eigentlich nicht zusteht. Für Geschäfte, bei denen die Steuer nur einmal ausgezahlt wird, hat sich der Begriff Cum-Cum etabliert. Das Virus kann aber auch zu Cum-Ex mutieren. Dann wird eine Steuer einmal abgeführt, aber sogar doppelt oder noch öfter vom Fiskus zurückgefordert.

Anfang 2008 wird bei Merrill Lynch eine interne Präsentation mit dem Titel Ein global koordinierter Ansatz herumgereicht. Darin erklären die Autoren, wie man Kunden von den lukrativen Cum-Cum-Deals überzeugen kann und in welchen Ländern Merrill Lynch die Geschäfte machen möchte: in Österreich, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, in Italien, Norwegen, Portugal, Spanien, Schweden und der Schweiz. Also in halb Europa.

Wie funktioniert ein Cum-Cum-Geschäft?

Vereinfachte Darstellung eines Geschäfts auf Kosten des Staates, bei dem eine einfache Steuerrückerstattung ergattert wird

© ZEIT-Grafik

Die Händler, die die Deals konstruieren, verdienen bei Merrill Lynch viel Geld. Zum Beispiel Raj P., der morgens mit einem Lamborghini vorfährt. Zu seiner Hochzeit lädt er die anderen Händler nach Indien ein, inklusive Elefantenritt. P. steigt immer weiter auf, bis er die Abteilung leitet, die Cum-Ex- und Cum-Cum-Geschäfte macht. Mitarbeiter, die bei Merrill Lynch solche steuergetriebenen Geschäfte abwickeln, haben intern bald eine eigene Bezeichnung: tax traders – Steuerhändler.

Drei Jahre später, im März 2015, geht eine weitere anonyme Whistleblower-Anzeige bei der SEC ein. Ihr Absender soll hier Bill Smith heißen. Auch Smith entdeckt einen zweifelhaften Deal. Ende 2012 schildert er seine Bedenken zunächst über die interne Ethik-Hotline von Merrill Lynch. Fast eine Stunde lang berichtet Smith dem Mann an der Hotline seinen Verdacht, warnt vor falschen Konten und fiktiven Transaktionen. Der Deal wird ausgesetzt, ein halbes Jahr später dann aber doch abgewickelt. „Die Kultur bei Merrill Lynch ist nicht so, dass es willkommen wäre, solche Sorgen zu äußern“, schreibt Smith später frustriert der SEC.

Smiths Anzeige ist sehr präzise. Sie nennt die Namen von 29 Personen, die in die Deals involviert sind. Und sie erinnert daran, dass die USA solche Geschäfte im eigenen Land unterbunden haben. Die Steuerhändler von Merrill Lynch sitzen zwar in London. Doch das Personal wechselt ständig zwischen Großbritannien und dem Hauptsitz in Amerika. So viele verschiedene Leute in New York und London seien involviert, dass es unmöglich sei zu trennen, wer was nach britischem oder amerikanischem Recht gehandelt habe, schreibt Smith.

Die SEC reagiert nicht auf die Anzeigen, weder auf die von John Baker 2012 noch auf jene von Bill Smith 2015. Warum sie nicht handelte, will die Börsenaufsicht auf Nachfrage nicht kommentieren. Die Steuerdeals laufen weiter wie gehabt.

Der 29. Mai 2013 ist ein Mittwoch. Einige der Steuerhändler sind nach New York gereist. Sylvan C., der Mann, der ein bisschen aussieht wie Sylvester Stallone, ist mit dabei. Die amerikanischen Chefs der Steuerhändler machen sich Sorgen um die Reputation der Bank. Die Steuerhändler wiederum wollen ihnen klarmachen, warum die Geschäfte wichtig für die Bank sind und fortgesetzt werden müssen. So berichtet es Bill Smith.

Das Virus erreicht Deutschlands große Geldinstitute

Ihre Pläne präsentieren die Steuerhändler Thomas Montag. Er gehört zum Vorstand der Bank of America, die Merrill Lynch 2009 übernommen hat. Montag weiß nicht recht, was er von den Geschäften halten soll. Weil die Risikokontrolle in New York keine Einwände hat, dürfen die Steuerhändler am Ende aber weitermachen.

Der Whistleblower hat seiner Anzeige eine interne Präsentation beigelegt, die zeigt, dass Merrill Lynch 2012 Aktien im Wert von 25 Milliarden US-Dollar gehandelt hat und diese Summe 2013 noch übertreffen will. 45 Transaktionen sollten in 27 Ländern vorgenommen werden. Welchen Anteil daran Cum-Ex-Geschäfte haben, geht aus der Präsentation nicht hervor. Jedoch werden in ihr die Risiken der Geschäfte beschrieben: die Ermittlungen deutscher Staatsanwaltschaften in Sachen Cum-Ex. Und die Gefahr, in der Öffentlichkeit als Steuervermeider dargestellt zu werden.

Ob Thomas Montag die betrügerische Natur der Deals klar geworden ist, lässt sich der Whistleblower-Anzeige nicht entnehmen. Doch Bill Smith erhebt einen schweren Vorwurf: „Der Bank of America waren diese Transaktionen bis in die höchsten Ebenen bekannt.“

Nervöse Banker

Ein Jahr später, im März 2014, meldet sich eine Delegation der amerikanischen Zentralbank in London an. Es ist ein Routinebesuch. Die Banker von Merrill Lynch bitten die Delegation in den sechsten Stock. Von dort blickt man direkt auf die vergoldete Statue der Justitia, die die Kuppel des zentralen Londoner Strafgerichtshofs Old Bailey ziert. Die Zentralbanker bringen eine lange Liste an Fragen mit, zur Unternehmensstrategie, zum Risikomanagement – und zum steuergetriebenen Aktienhandel. So berichtet es einer, der dabei war. Auf Anfrage wollte die amerikanische Zentralbank zu dem Vorgang keine Stellung nehmen.

Offenbar macht dieser Besuch die Chefs von Merrill Lynch nervös. Jedenfalls reagiert die Bank trickreich: Sie streicht den Begriff SEFT Desk einfach aus ihrem Organigramm – und ordnet die Händler einer anderen Einheit zu. So berichtet es das Wall Street Journal 2016. Ein weiterer Insider, der noch heute bei der Bank arbeitet, erzählt, dass die steuergetriebenen Aktiengeschäfte bis heute weiterliefen. Weder Merrill Lynch noch die Bank of America antworteten auf Fragen der ZEIT.

Wie funktioniert ein Cum-Ex-Geschäft?

Vereinfachte Darstellung eines Geschäfts auf kosten des Staates, bei dem eine doppelte Steuerrückerstattung ergattert wird

© ZEIT-Grafik

In der Zwischenzeit haben sich die Geschäfte von Merrill Lynch aus verbreitet. 2009 schon wechselt Ashley W. zur britischen Investmentbank Barclays, die auf Nachfrage bestätigt, an Cum-Ex-Geschäften auf Kosten des deutschen Steuerzahlers beteiligt gewesen zu sein. Die „Cum-Ex-Files“ zeigen, dass Hunderte von Bankern in London gelernt haben, wie das System funktioniert. Und sich große Banken aus aller Welt an den Geschäften beteiligen, darunter die spanische Santander, die französische BNP Paribas oder die australische Bank Macquarie.

Schließlich erreicht das Virus auch Deutschlands große Geldinstitute. Einer der Überträger, Paul Mora, ein 1,90 Meter großer Banker, arbeitet ebenfalls zunächst für Merrill Lynch. Ursprünglich kommt er aus Neuseeland. Dort hat er Jura studiert und als Anwalt gearbeitet. 1997 beginnt er bei Merrill Lynch und kümmert sich dort mehr als vier Jahre um „maßgeschneiderte Kundenlösungen“ zu Fragen der Einkommen- und Kapitalertragsteuer.

Als das Dreigestirn Sylvan C., Ashley W. und Raj P. zu Merrill Lynch kommt, hat Mora die Bank schon verlassen. Aber er hat dort einen anderen Mann kennengelernt, mit dem er später Cum-Ex-Geschäfte machen wird: Martin Shields, Fachmann im Aktien- und Derivatehandel und einer der besten Mathematiker, die Großbritannien je hervorgebracht hat. Bereits in seiner Schulzeit wurde Shields, der später in Oxford studierte, mehrfach wegen außerordentlicher Leistungen ausgezeichnet. So berichtet es ein Aktienhändler, der ihn gut kannte, gegenüber deutschen Staatsanwälten.

Mora verlässt Merrill Lynch 2004 und wechselt nach einer Zwischenstation bei Credit Suisse zum Londoner Ableger der bayerischen HypoVereinsbank (HVB). Dort wird er Chef der Eigenhandelsabteilung und macht den Handel mit der Kapitalertragsteuer, also den Griff in die Staatskasse, zum Kerngeschäft. Die HVB teilt auf Anfrage mit, „dass wir uns zu etwaigen Mitarbeitern grundsätzlich nicht äußern“.

Die Abwicklung der Deals überlässt Mora Martin Shields, den er 2004 von Merrill Lynch abgeworben hat. Mora und Shields sind ein ideales Paar: der joviale Kommunikator, der mit Banken, Anwälten und Privatinvestoren verhandelt, und der detailversessene Planer der komplexen Deals, ohne dessen mathematische und technische Finesse die Beute am Ende nicht zwischen den Beteiligten aufgeteilt werden könnte.

Der neue Trick

Geschickt passen sie ihre Methoden 2007 an die unzureichenden Versuche des deutschen Finanzministeriums an, die Cum-Ex-Geschäfte zu stoppen. Dann jedoch erlebt die Bankenwelt ein existenzbedrohendes Ereignis: die globale Finanzkrise. Die US-Bank Lehman Brothers bricht zusammen, auch andere Investmentbanken stehen am Rande des Abgrunds. Überall auf der Welt rufen Institute den Staat um Hilfe. Der springt ihnen bei, schickt aber zugleich seine Kontrolleure los. Die Vorstände der Banken versuchen deshalb, alle Geschäfte loszuwerden, die als anstößig wahrgenommen werden könnten.

Nicht jedoch die steuergetriebenen Aktiengeschäfte. Damit sie in der Bank nicht entdeckt werden, gibt es einen neuen Trick. Die Geschäfte werden outgesourct. Das ist im Sinne von Mora.

Es ist 2008, der Crash ist gerade in vollem Gange, und Mora ist sauer. Die HVB hat ihm zwischen 2004 und 2008 jährliche Boni von bis zu 890.000 Euro gezahlt. Doch Mora findet, die Boni seien zu gering. Also beschließen er und Shields, ihre eigene Firma zu gründen: Ballance Capital, ein Konglomerat aus vielen einzelnen Gesellschaften, die ihren Sitz in Großbritannien, auf den Kaimaninseln, Gibraltar oder den britischen Jungferninseln haben. Über Ballance fädeln Mora und Shields nun ihre eigenen Deals ein. Sie handeln mit allem, was der deutsche Aktienmarkt hergibt: Allianz, BASF, Bayer, Daimler, Lufthansa, E.on, Metro.

Dafür brauchen sie viel Geld.

„Sehr wahrscheinlich“ beteiligt

Die Deutsche Bank hat zur selben Zeit ein Problem. Händler ihrer Londoner Niederlassung haben sich 2008 mit hoher Wahrscheinlichkeit in mindestens drei Fällen an Cum-Ex-Geschäften beteiligt. Das hat die Wirtschaftskanzlei Freshfields 2015 festgestellt. Nun will die Bank diesen Handel reduzieren und trotzdem im Geschäft bleiben. So beschreibt es ein weiteres Gutachten von Freshfields aus demselben Jahr. Da kommt ihr Ballance gerade recht.

Das Gutachten hat die Deutsche Bank in Auftrag gegeben, um herauszufinden, inwieweit ihr Londoner Ableger nach der Finanzkrise noch an Cum-Ex-Geschäften beteiligt war. Aus ihm geht hervor, dass zwei Mitarbeiter der Deutschen Bank 2009 zu Ballance gewechselt und dort neben Mora und Shields Gesellschafter geworden sind: Simon P. und Joseph P. Ihr neues Unternehmen steht in engem Kontakt zu ihrem alten Arbeitgeber. In der Branche gilt Ballance bald als „Equity-Finance-Arm der Deutschen Bank“. So geht es aus E-Mails hervor, die sich die Aktienhändler untereinander schreiben.

Die beiden Gutachten beschreiben detailliert, wie Ballance und die Deutsche Bank bis 2011 zusammenarbeiten. Abschließende Beweise dafür, dass die Mitarbeiter der Deutschen Bank wussten, um was für Geschäfte es ging, finden die Anwälte nicht. Aber sie halten es für „(sehr) wahrscheinlich“, dass die handelnden Mitarbeiter „sich bewusst an den Cum-Ex-Geschäften Dritter beteiligten“. Die Deutsche Bank selbst teilt auf Nachfrage mit, sie habe zwar nicht als Aktienkäufer oder -verkäufer bei Cum-Ex-Geschäften agiert, sei jedoch „teilweise in Cum-Ex-Geschäfte von Kunden“ eingebunden gewesen. Dies aber bedeute „in keinem Fall, dass die Deutsche Bank die Kontrolle über den Handel dieser Kunden hatte“.

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat im September 2017 gegen Mora und Shields Anklage vor dem Landgericht Wiesbaden wegen Cum-Ex-Deals erhoben. Sie wirft den Männern vor, den Finanzbehörden aus „grobem Eigennutz“ über steuerlich erhebliche Tatsachen unrichtige oder unvollständige Angaben gemacht und dadurch Steuervorteile in großem Ausmaß erlangt zu haben. Mora wird außerdem vorgeworfen, Hilfe bei gemeinschaftlicher versuchter besonders schwerer Steuerhinterziehung geleistet zu haben. Noch wird die Anklage vom Gericht geprüft. Auch die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen der Geschäfte von Mora und Shields. Die Fragen der ZEIT ließen beide unbeantwortet.

Ashley W., der Mann, der mit Sylvan C. und Raj P. aus einem Zufallsfund ein großes Geschäft auf Kosten des Staates machte, kann auf eine steile Karriere zurückblicken. Von Merrill Lynch wechselte er auf eine leitende Position bei Barclays. Heute ist er Manager bei der Deutschen Bank in London und entspannt sich nach Feierabend in seinem Anwesen im Südwesten der Stadt. Raj P. arbeitet immer noch für Merrill Lynch. Und Sylvan C. ist in die USA zurückgekehrt. Er lebt in Florida direkt am Strand.

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