„“IMPF-MOBBBBING““ – – „Bei Masern endet das Private“ – – „Stefan Aust“ – – – – – „WIR WERDEN VERARSCHT und VERGIFTET“zzziii // SCHERING-BAYER-Arzneimittel-SKANDAL – – HORMON-Präparat „Duogynon““ /// Glutathion – – „Paracetamol“ – USA: „TYLENOL“ – – – „Polysorbat 80″“ /// „VIRUS-WAHN““ /// PARASITEN – „Lyme-Borreliose“ – „DARM-PARASITEN“ // „5 G“ – „Elektro-Smog“ /// „Geo-Engineering“ – – – CHEMTRAILs //// „Ursula von der Leyen““ – BERATER-AFFÄRE //// „MONOPOLI-SMUS““ //// SPD – Goldman Sachs-Mann „Jörg Kukies“

 

IMPF-PROPAGANDA im AUFTRAG von „BILD dir deine MEINUNG“

Bei IN-KOMPETENZ sollte DANN auch mal der MUND gehalten werden

AXEL-SPRINGER macht sich wie immer die WELT wie sie IHM gefälltzzziiizi

„SCHAF“- HERDEN-IMMUNITÄT

„Bei Masern endet das Private“ – – „Stefan Aust“ – – – WENN man DERARTIGES BEHAUPTET sollte man wenigstens AHNUNG haben  siehe auch „Ur-HEBER-RECHT“ und „UP-LOAD-FILTER“ „AXEL-SPRINGER-GIER-LOBBY-SCHMUTZ-JOURNALISMUS“

https://www.welt.de/regionales/hamburg/article192295281/Stefan-Aust-zur-Impfpflicht-Bei-Masern-endet-das-Private.html

Hamburg Stefan Aust zur Impfpflicht

„Bei Masern endet das Private“

Wie in Glaubensfragen stehen sich in der Debatte ums Impfen Gegner und Befürworter unerbittlich gegenüber

Quelle: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Um das eine Impfpflicht gegen Masern ist eine heftige Debatte entbrannt. Für WELT AM SONNTAG-Herausgeber Stefan Aust ist die Verpflichtung ein Eingriff in die Privatsphäre, doch seine Haltung ist eindeutig.

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WIE kann es sein daß etwas „SCHEIN-BAR“ GUTES so HÄßßßßllliiicheeee NEBEN-WIRKUNGEN hatzzziiii  – „WISSENSCHAFT  – VORSICHT mit NEBEN-WIRKUNG““ziiii  – – – WÜRDE IMPFEN POSITIV für das IMMUN-SYSTEM sein dann hätte es KEINE NEBEN-WIRKUNGEN  und würde insgesamt das IMMUN-SYSTEM STÄÄÄRRKKENNN

IMPFEN: Was PASSIERT – WENN die KRIMINELLE WISSENSCHAFT NICHT ERKLÄREN kann wie das IMMUN-SYSTEM ARBEITET und auch NICHT WEIß  wie das IMMUN-SYSTEM wirklich darauf REAGIERT  wenn der KÖRPER ausschließlich  angegriffen und vergiftet wird

IMPFEN   HILFT  NICHT  – – – – –  SONDERN SCHADET

WIESO RISKIERT man KINDERN SCHADEN zuzuFÜGENzzzziiiii – – PECH GEHABTzzzzziii

siehe auch „IMPF-RISIKEN“

oder auch „IMPF-SCHÄDEN“

utube.com/watch?v=ohbC5CfyzdI

Werden Risiken systematisch verschwiegen?

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utube.com/watch?v=kxAiHJCEdU0

THE GREATER GOOD – ZUM WOHLE ALLER (Trailer deutsch)

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utube.com/watch?v=XqpQC-oX3lw

Dr med „Dietrich Klinghardt“ Schwermetalle – Impfungen & Entgiftung

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Die IMPF-AGENDA —  Die IMPF-AGENDA —  Die IMPF-AGENDA —

„WHO““ unter der FUCHTEL von „BILL GATES“ und MON-SATAN

Mit der „EU““ – SCHRITT für SCHRITT in die „NEUE WELT-ORDNUNG“

ube.com/watch?v=TnoXGAMuxV4

FREIE IMPFAUFKLÄRUNG – DAS plant die WHO! [AUFGEDECKT]

WHO-DOKUMENT: http://www.euro.who.int/__data/assets/pdf_file/0006/257577/64wd15g_EVAP_Rev1_140459.pdf?ua=1

Europäischer „IMPF-AKTIONs-PLAN““ 2015–2020
Der in diesem Arbeitsdokument vorgelegte Überblick erläutert die Grundsätze und vorrangigen Handlungsfelder unter den fünf Zielen des EVAP:
1) Alle Länder verpflichten sich dazu, Impfmaßnahmen als eine Priorität zu
behandeln.
2) Die Bürger verstehen den Wert von Impfangeboten und Impfstoffen und verlangen
Impfungen.
3) Der Nutzen von Impfungen lässt sich durch maßgeschneiderte, innovative
Strategien gleichmäßig auf alle Menschen verteilen.
4) Leistungsfähige Impfsysteme sind ein integraler Bestandteil eines gut
funktionierenden Gesundheitssystems.
5) Die Impfprogramme verfügen über einen nachhaltigen Zugang zu vorhersehbaren
Finanzmitteln und qualitativ hochwertigen Impfstoffen.

Europäischer „IMPF-AKTIONs-PLAN““ 2015–2020
Die 65. Weltgesundheitsversammlung stimmte im Mai 2012 dem Globalen Impfaktionsplan (2011–2020) (GVAP) als einem operativen Rahmen für die Umsetzung der Vision einer Impfstoff-Dekade zu (Resolution WHA65.17). Der Erfolg des GVAP hängt letztendlich vom Engagement der beteiligten Mitgliedstaaten und Partner ab.
Deshalb ersuchte die 65. Weltgesundheitsversammlung die Regionalbüros der WHO, den GVAP in Aktionspläne auf Ebene der Regionen umzusetzen.
Der Europäische Impfaktionsplan (2015–2020) (EVAP), der den GVAP im Einklang mit „Gesundheit 2020“ und anderen maßgeblichen Gesundheitsstrategien und -konzepten der Europäischen Region für diese ergänzen und anpassen soll, gibt für 2015 bis 2020 und darüber hinaus den Kurs vor durch eine Zukunftsvision mit Zielsetzungen für das Impfwesen sowie für die Bekämpfung impfpräventabler Krankheiten, indem er Einzelziele, vorrangige Handlungsfelder und Indikatoren und Zielvorgaben festlegt und dabei die jeweils besonderen Bedürfnisse und Herausforderungen der Mitgliedstaaten in der Europäischen Region berücksichtigt. Diese sind vollständig zusammen mit den für die Region spezifischen Maßnahmen unter http://www.euro.
who.int/EVAP online zugänglich.
Der in diesem Arbeitsdokument vorgelegte Überblick erläutert die Grundsätze und vorrangigen Handlungsfelder unter den fünf Zielen des EVAP:
1) Alle Länder verpflichten sich dazu, Impfmaßnahmen als eine Priorität zu behandeln.
2) Die Bürger verstehen den Wert von Impfangeboten und Impfstoffen und verlangen Impfungen.
3) Der Nutzen von Impfungen lässt sich durch maßgeschneiderte, innovative Strategien gleichmäßig auf alle Menschen verteilen.
4) Leistungsfähige Impfsysteme sind ein integraler Bestandteil eines gut funktionierenden Gesundheitssystems.
5) Die Impfprogramme verfügen über einen nachhaltigen Zugang zu vorhersehbaren Finanzmitteln und qualitativ hochwertigen Impfstoffen.
Auf seiner 63. Tagung im September 2013 in Çeşme (Provinz Izmir, Türkei) bat das Regionalkomitee für Europa um Ausarbeitung eines Impfaktionsplans zur Vorlage an seine 64. Tagung. Der EVAP-Entwurf wurde im Rahmen eines Konsultationsverfahrens formuliert und von den Mitgliedstaaten und den wichtigsten Partnerorganisationen geprüft und erhielt dann im März 2014 vorab die Zustimmung des Europäischen Beirats für Immunisierungsfragen (ETAGE).
Nach Erörterung und Stellungnahme durch den Einundzwanzigsten Ständigen Ausschuss des Regionalkomitees für Europa im Mai 2014 wurde der EVAP-Entwurf fertig gestellt und im Hinblick auf die Vorlage an das Regionalkomitee im September 2014 dem ETAGE unterbreitet.

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utube.com/watch?v=7t-9930sRBY

Dr. „Dietrich Klinghardt“ Dr. „Joachim Mutter“ – Umweltgifte und Entgiftungsmöglichkeiten

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RAUS aus dem FASCHISMUSALPTRAUM

PETITION GEGEN ZWANG und AUF-DOKTRINIERUNG – – – GEGEN ENTMÜNDIGUNG und FÜR SELBST-BESTIMMUNG

Petition richtet sich an
Bundesregierung und die Mitglieder des Deutschen Bundestages

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LÜGEN und TÄUSCHUNGEN – – – die MAFIA-PHARMA-INDUSTRIE

https://www.impfen-nein-danke.de/

Warum Impfen ein leicht durchschaubarer Betrug ist, steht in der pdf-Datei „Informieren ist süss – Impfen ist bitter“ unter Downloads 4.

Vorsicht, mind control und Framing bei ARD & ZDF!

Foto: Terra X, fair use.

Foto: Terra X, fair use.

Wieder WHO-Fake News!?
Die WHO ist keine neutrale Organisation, der das Wohl der Menschen am Herzen liegt, sondern ist lt. Dokumentarfilm trustWHO korrupt und mit Pharmalobbyisten durchsetzt.

Nicht Impfgegner sind die größte Gefahr für die Weltgesundheit, sondern Impfgläubige und die WHO selbst, da es zu keiner Impfung eine Nutzen-Lasten-Analyse gibt.

Unvergesslich die Fake-Epidemien und Fake-Pandemien der WHO seit Jahren (HIV, Vogelgrippe, Schweinegrippe, SARS, Ebola).
Originaltext ohne Datum: Vaccine hesistancy.
WHO-Glaubwürdigkeits-Faktor: 0,0 %!
Dieser Beitrag auf der Facebook-Seite Impfen? Nein, danke zum leichten Teilen.
Siehe auch das kurze Radio-Statement von Frank Reitemeyer: WHO macht Impfgegner zum Sündenbock für eigenes Versagen.

Polnisches Impfopfer Szymon (Szymek) im Koma durch Pneumokokken-Impfung Synflorix!
Schon 30 Fälle bei STOP NOP gemeldet!
➡️ !! !! INTERNATIONALER APPELL !! !!         
In Deutsch, English, Italiano und Français auf unserer Facebook-Seite Impfen? Nein, danke vom 09.02.2019.

Deutsche Impfopfer: Kurzberichte   Dunkelziffer offiziell 95 %

Impfschaden: Ex-Senator stirbt nach Grippeimpfung & Impfwerbung!

Tragisch: Der frühere US-Senator von New York und aktive Impf-Politiker, José R. Peralta, starb am 21.11.2018 mit nur 47 Jahren durch die unnütze Grippeimpfung!

Nur vier Tage vor seinem Impftod am 21.11.2018 tweetete er noch am 17.11.2018 über seine Unterstützung für die schlimme Grippeimpfung mit den Worten:
„Dankbar, gemeinsam mit NYC Health + Hospitals Elmhurst die Gesellschaft vor der Grippe zu schützen!“
Hinter ihm auf dem Foto hing ein Plakat:
„Flu Clinic“ – dort starb er nur vier Tage später!

Siehe unseren Bericht auf der öffentlichen FB-Seite Impfen? Nein, danke.

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outube.com/watch?v=XBP5gSEm580

Die WHO – Im Griff der Lobbyisten !!! Bill Gates – Impfen – Glyphosat –  Uran – arte Doku 2017 NEU

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https://www.spiegel.de/spiegel/arzneimittelskandal-duogynon-von-schering-a-1101360.html

Schering-Arzneimittelskandal

Für die Opfer kein Wort

Hunderte Frauen, die das Hormonpräparat Duogynon genommen hatten, brachten tote oder behinderte Kinder zur Welt. Interne Unterlagen zeigen, dass der Schering-Konzern von möglichen Gesundheitsgefahren wissen musste.

Von und Christian Schweppe

Mutter Clerc am Grab der Tochter

Nora Klein / DER SPIEGEL

Mutter Clerc am Grab der Tochter

Birgit hatte schöne Haare, lang und blond. Auf Fotos sieht man sie lachen. Sie hatte Heiko, ihre Jugendliebe, geheiratet und betrieb einen kleinen Lottoladen. Von ihrer letzten Kreuzfahrt schrieb sie: Das Wasser im Mittelmeer ist herrlich.

Birgit war die Tochter von Gisela Clerc. Ihre Mutter hat die Bilder, auf denen sie zu sehen ist, von den Wänden im Wohnzimmer genommen. „Ich habe den Anblick nicht mehr ertragen“, sagt sie.

Birgit ist am 9. Januar 2016 gestorben, nach einem langen Todeskampf. Sie wurde 47 Jahre alt, ihr Herz hat es nicht mehr geschafft.

Gisela Clerc, 74, hat diesen Tod nicht verkraftet. Sie fühlt sich mitverantwortlich dafür, dass ihre Tochter so früh sterben musste. „Ich habe solche Schuldgefühle, und die gehen nicht weg.“ Vor 48 Jahren, es war ein Dienstag, saß die Mutter eines siebenjährigen Sohnes bei ihrem Hausarzt. Ihre Regel war ausgeblieben, sie war unsicher, denn die Ärzte hatten ihr gesagt, sie könne wegen eines Knicks in der Gebärmutter wohl gar keine Kinder mehr bekommen. Der Mediziner schlug einen Schwangerschaftstest vor, das Mittel: Duogynon, ein Hormonpräparat, das die Regelblutung auslöst – es sei denn, die Frau ist schwanger. Gisela Clerc bekam starke Blutungen. Aber sie war tatsächlich schwanger.

Als Birgit im Januar 1969 zur Welt kam, waren die Eltern geschockt.

Das Baby war auf dem linken Ohr fast taub, es sah schlecht, hatte verkrüppelte Finger an der linken Hand. Am schlimmsten aber war der offene Ductus Botalli – ein potenziell lebensbedrohlicher Herzfehler, der die Leistungsfähigkeit schwächt.

Damit es Birgit möglichst gut ging, zog Familie Clerc von Berlin in die saubere Luft Frankens. Die Fürsorge um das behinderte Kind bestimmte fortan ihr Leben.

In den Kliniken, in denen ihre Tochter operiert wurde, traf Gisela Clerc Frauen, die ebenfalls während der Schwangerschaft Duogynon bekommen hatten. Ihre Kinder hatten Wasserköpfe, verkrüppelte Gliedmaßen, geschädigte Blasen und Penisse, Herzen und Nieren.

Einige der Frauen hatten begonnen, nach den Verantwortlichen für ihr Leid zu suchen. Sie gingen juristisch gegen die Schering AG vor, den Berliner Pharmakonzern, der Duogynon auf den Markt gebracht hatte. Gisela Clerc war sich nun sicher, dass es nicht Schicksal war, sondern dass dieser Schwangerschaftstest ihre Tochter verkrüppelt hatte.

Doch sie klagte schließlich nicht, sie zog ihr Kind groß. Die Wut kam erst später. Sie will, dass die Schuldigen endlich zu ihrer Verantwortung stehen.

Clerc-Tochter Birgit 2015

Clerc-Tochter Birgit 2015

Deshalb ist die Näherin aus Kulmbach nun zur Hauptperson des Dramas um Duogynon geworden, eines Kampfes zwischen Menschen, die sich als Pharmaopfer sehen, und einem Pharmagiganten. Es ist ein Drama, das stets im Schatten des großen Contergan-Skandals stand, aber es geht um ganz ähnliches Leid, ähnliche Schicksale.

Unterstützt von der Duogynon-Interessengemeinschaft, in der betroffene Eltern und Kinder organisiert sind, hat Clerc jetzt bei der Berliner Staatsanwaltschaft Strafanzeige erstattet – wegen Mordes an ihrer Tochter. Mord „durch Unterlassen in Verdeckungsabsicht in einer unbekannten Anzahl von Fällen“ lautet der Vorwurf. Offiziell richtet sich die Anzeige gegen unbekannt, aber gemeint sind Verantwortliche der damaligen Schering AG. Der Gegner der Duogynon-Opfer ist nun der Bayer-Konzern in Leverkusen, der vor zehn Jahren Schering gekauft hat.

Das neue Verfahren ist womöglich das letzte Kapitel eines Gesundheitsskandals, der einige Hundert, womöglich Tausend behinderte Menschen und Eltern toter Kinder hinterlassen hat. Bis heute haben sie keine Aufklärung bekommen, kein Schuldanerkenntnis, keine Entschädigung. Bis heute geht es um Abwiegeln und Aussitzen auf der einen und Schuldvorwürfe auf der anderen Seite, um die Macht des Geldes und das Gefühl der Machtlosigkeit gegenüber einem Milliardenunternehmen.

Die Geschichte von Duogynon beginnt in den Fünfzigerjahren. Schering verkaufte das Hormonpräparat zur Behandlung von Menstruationsstörungen und als Schwangerschaftstest in Form von Dragees oder als Spritze. Es gab bereits Urintests, doch die lieferten keine zuverlässigen Ergebnisse. Bekam eine Frau wenige Tage nach der Einnahme von Duogynon keine Menstruationsblutungen, war das Ergebnis: schwanger.

Das Mittel wurde ein Renner. Schering verkaufte es in die ganze Welt, allein 1968 rund 3,8 Millionen Packungen.

Als ihre Tochter Birgit behindert zur Welt kam, war Gisela Clerc verzweifelt. Sie hatte nicht geraucht, keinen Alkohol getrunken, ihr Sohn war mit neun Pfund gesund zur Welt gekommen. An die beiden Tabletten Duogynon, die ihr der Hausarzt gegeben hatte, dachte sie zunächst nicht.

Auch ihre Mediziner waren ratlos, sie konnten Gisela Clerc keine Erklärung für die Missbildungen geben. Eine Verbindung zum Schwangerschaftstest zog niemand, von den möglichen Gefahren für die im Mutterleib heranreifenden Föten war kaum etwas bekannt – jedenfalls außerhalb des Schering-Konzerns.

Dort lagen bereits Ende der Sechzigerjahre Hinweise darauf vor, dass Duogynon möglicherweise ein riskantes Medikament war. Interne Dokumente, die jahrzehntelang unter Verschluss gehalten wurden, zeigen, was der Pharmakonzern tatsächlich von möglichen Gefahren des Präparats wusste – und es dennoch immer weiter verkaufte.

Schering brachte das Mittel auf den Markt, obwohl es nicht umfassend getestet worden war. Das war damals nichts Ungewöhnliches, der Pharmamarkt in Deutschland war kaum reglementiert. Firmen durften selbst hochwirksame Medikamente ohne wissenschaftliche Tests verkaufen. Unter den heutigen Gesetzen wäre Duogynon so nicht mal im Ansatz zu einer Zulassung gekommen.

Aus alten Ermittlungsakten, die der SPIEGEL einsehen konnte, wird nun deutlich, dass Schering ab Ende der Sechzigerjahre sehr wohl durch etliche Tierversuche gewarnt war. Es gab Erkenntnisse über mögliche Nebenwirkungen des Hormonpräparats.

Man testete beispielsweise die Auswirkungen verschiedener Dosierungen des Mittels. Ergebnis: Bei einigen Dosierungen gab es Missbildungen, Föten starben ab. In anderen Versuchen stellte man fest, dass Versuchstiere an Gewicht verloren. 1971 hielten Wissenschaftler fest, dass eine Testdosierung „hochgradig embryotoxisch wirkte und zu einem frühzeitigen Absterben der Keime führte“.

Aber laut den Testprotokollen wurden die Auffälligkeiten beiseitegewischt: Mal hieß es, die Versuchsgruppe sei zu klein gewesen, um einen Zusammenhang mit dem Mittel eindeutig belegen zu können. Mal dauerten weitere Untersuchungen noch an. Häufig verwiesen die Forscher auch auf mögliche natürliche Ursachen, die zu Missbildungen führen könnten. Schering testete sein Mittel vornehmlich an Ratten und Kaninchen, nie an Menschen, lange nicht einmal an Affen.

Untersucht wurden zudem meist nur die Auswirkungen des Präparats „Duogynon simplex“, der Spritzenform. Kritiker waren der Auffassung, diese Version sei weitaus harmloser als die „Duogynon Dragees“. Die aggressiveren Tabletten wurden wesentlich häufiger verkauft. Zu deren Wirkung sind nur wenige Tierversuche dokumentiert – mit alarmierenden Ergebnissen. An einem Fötus etwa trat ein Ganzkörperödem auf, was ein Hinweis auf schwere Herzfehler sein kann. Ebenso kam es einmal zur Missbildung des Gehirns. Im Testbericht ist notiert: „Eine Verbindung zwischen den Anomalien und der Substanzapplikation kann nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden.“ Ende der Sechzigerjahre kam in der Berliner Konzernzentrale erstmals Unruhe auf. Immer häufiger erreichten Briefe von zornigen Müttern und Vätern die Rechtsabteilung. Sie hatten Kinder mit schweren Missbildungen bekommen und machten dafür die Einnahme von Duogynon verantwortlich.

Besonders kritisch war ein Vorstoß aus Großbritannien, wo die Kinderärztin Isabel Gal 1967 öffentlich den Verdacht äußerte, dass weibliche Sexualsteroide in dem Präparat zu Missbildungen der Föten führen könnten. Das Mittel blieb weiter auf dem Markt, auch in England, wo Schering den Wirkstoff unter dem Namen „Primodos“ verkaufte.

Es dauerte noch etliche Jahre, bis Schering den Packungen Warnhinweise beilegte, Primodos nicht mehr während der Schwangerschaft einzunehmen. Das Mittel sollte fortan nur noch bei Menstruationsstörungen eingesetzt werden.

muvs.org

In der Schering-Zentrale waren einige Doktoren sehr beunruhigt, das zeigt etwa eine interne Protokollnotiz der Rechtsabteilung aus dem Jahr 1977. Noch immer könne man keine Beweise vorlegen, um Gal etwas entgegnen zu können, heißt es dort: „Sollte diese Angelegenheit jemals öffentlich diskutiert werden, würden wir als Firma peinlich befragt werden, weshalb wir keine wirklichen Anstrengungen gemacht hätten, um die Sicherheit unserer Präparate zu beweisen.“ In dieser Zeit entwickelte die Konzernzentrale eine Strategie, die nur ein Ziel hatte: das Abwiegeln zu perfektionieren. Schaltzentrale war die Rechtsabteilung des Pharmakonzerns.

1977 erwartete Schering Klagen aus Großbritannien. Anfangs verzichtete die Rechtsabteilung noch auf gezielte, taktische Maßnahmen. Man wusste noch nicht, mit wem man es vor Gericht zu tun haben würde. In einer internen Notiz heißt es: „Wir wollen jedenfalls nicht in einem frühen Stadium die Öffentlichkeit gegen uns einnehmen.“ Klagen konnten das weltweite Geschäft Scherings gefährden, die Sorge um das Firmenimage wuchs. „Das Risiko eines Haftpflichtfalles ist immer gegeben“, notierte Schering für den japanischen Markt – und startete die Suche nach Gutachtern, die Schering vor Gericht entlasten könnten.

Überall in Europa hörte sich Schering nach geeigneten Professoren um, legte detaillierte Profile an. In langen Listen wurde das Datum der ersten Kontaktaufnahme festgehalten, der Name des Schering-Mitarbeiters, der den Wissenschaftler bearbeitet hatte. Über einen Wissenschaftler hieß es etwa, er sei „industriefreundlich“, aber nicht billig.

1977 wussten die Schering-Juristen, dass ihre zentrale Verteidigungslinie schwer zu halten sein würde. Ein Experte äußerte Bedenken, beurteilte die Argumentation des Unternehmens als „wenig aussichtsreich“. Sogar der industriefreundliche Professor „neigte nun dazu, Moral zu zeigen„. Er war der Meinung, Schering habe ein ernsthaftes Problem, weil die Auffälligkeiten in den ersten Tierversuchen der Sechzigerjahre hätten weiterverfolgt werden müssen.

Die Rechtsabteilung überging die kritischen Stimmen, sie griff auf optimistischere Gutachter zurück und mauerte sich weiter ein. Das ging so weit, dass man nicht einmal die eigene Versicherung einweihen wollte. Die Assekuranz hatte wegen des drohenden Prozesses in England um eine vollständige Kopie aller Unterlagen gebeten. Die Rechtsabteilung sollte nun prüfen, welche Unterlagen man zwingend herausgeben müsse, schließlich enthalte die firmeneigene Dokumentation auch „interne Überlegungen“, „rein nach Schering-Gesichtspunkten“.

Aus den Hausdokumenten ergab sich auch, dass eigene Mitarbeiter und Experten die Schering-Forschung zu dem Präparat kritisch sahen: Sie hätte nicht dem üblichen wissenschaftlichen Standard entsprochen, zudem sei sie ohnehin nicht auf den Menschen übertragbar. Doch das Folgerichtige tat Schering zu diesem Zeitpunkt noch immer nicht: das umstrittene Mittel vom Markt zu nehmen.

1976 – zweieinhalb Jahrzehnte nach der Markteinführung von Duogynon – unternahm Schering erste Versuche auch an Rhesusaffen. Aus eher eigennützigen Gründen: „Solche Tests würden hilfreich sein, wenn es vor Gericht um die Verteidigung geht“, heißt es in einem internen Vermerk. In Deutschland nannte man das fragwürdige Mittel einfach von Duogynon auf Cumorit um.

Schließlich fand Schering auch einen englischen Gutachter – auf einem Symposium auf den Bermudainseln. Der Mann schrieb dann ein zweiseitiges Gutachten, für das er präzise Vorgaben bekommen hatte.

In der Öffentlichkeit trat Schering weiterhin selbstbewusst auf. Ein Firmensprecher sagte im November 1978, es sei die „feste, auf der sorgfältigen Analyse aller vorhandenen Fakten basierende Überzeugung“, dass zwischen Duogynon und den Missbildungen keine ursächliche Beziehung bestehe.

1981 stellte Schering den Vertrieb von Duogynon in Deutschland ein, ohne Begründung.

In diesen Jahren begann der zweite Akt des Duogynon-Dramas. Mütter, die behinderte Kinder zur Welt gebracht hatten, gingen an die Öffentlichkeit. Der „Stern“ zeigte großformatige Bilder von Kinder mit verkrüppelten Gliedmaßen. Auf einem Bild ist ein blonder Junge in einer Lederhose zu sehen: „Andre ist zweieinhalb Jahre alt und hat schwere Missbildungen an Blase und Penis“, steht darunter.

Demonstrantin Clerc (r.) im April vor der Hauptversammlung der Bayer AG in Köln

DPA

Demonstrantin Clerc (r.) im April vor der Hauptversammlung der Bayer AG in Köln

Sitzungsprotokolle zeigen, wie nervös die Führungsspitze wurde. Staatsanwälte vernahmen 1978 bereits Schering-Mitarbeiter. Eine interne „Arbeitsgruppe“ bekam den Auftrag, alle Akten des Hauses zu sammeln. „Von sofort an werden alle Berichte, Notizen und mündlichen Äußerungen zu überprüfen sein, ob sie so abgefasst sind, dass sie nicht zu für uns nachteiligen Missdeutungen im Falle eines Strafverfahrens führen können.“ In einer Vorstandssitzung gaben Schering-Manager bekannt, dass sie einen Beratervertrag mit einem Rechtsanwalt des Pharmakonzerns Chemie Grünenthal schließen wollten, „um dessen Erfahrungen aus dem Contergan-Fall zu sichern“.

Das für Schwangere empfohlene Schlafmittel Contergan hatte allein in Deutschland Missbildungen bei rund 5000 Kindern verursacht. Es kam zum Prozess, doch nach über 250 Verhandlungstagen schlossen die Eltern der Geschädigten 1970 einen Vergleich mit Grünenthal. Sie verzichteten auf Klagen, das Unternehmen zahlte im Gegenzug 100 Millionen Deutsche Mark in eine Contergan-Stiftung ein.

In der „Tagesschau“ erfuhr Gisela Clerc im Sommer 1978 von einer Strafanzeige der Interessengemeinschaft Duogynon-Geschädigter gegen Schering. Von fahrlässiger Körperverletzung war die Rede. Gisela Clerc war sofort elektrisiert, aber sie hatte nicht die Kraft, sich anzuschließen. „Die Belastungen mit dem behinderten Kind hat meine Ehe auf Dauer nicht ausgehalten“, sagt sie, „tagsüber habe ich mich um die Kinder gekümmert, nachts habe ich als Näherin gearbeitet, um uns über Wasser zu halten.“ Aber in einem Leserbrief an den „Stern“ erzählte sie von Birgit, die damals bereits zwei schwere Herzoperationen hinter sich hatte.

Die Berliner Staatsanwaltschaft konfiszierte zwar Akten bei Schering, stellte das Verfahren gegen Verantwortliche dann aber zügig ein. Begründung: Es könne nicht zweifelsfrei festgestellt werden, dass Duogynon die Missbildungen verursacht habe. Zudem seien Embryonen im rechtlichen Sinne keine Menschen.

In einem 182-seitigen Schriftsatz wies der Anwalt der Interessengemeinschaft auf erhebliche Verfahrensfehler der Staatsanwaltschaft hin – unter anderem war ihm die Einsicht in wichtige Akten verweigert worden. Seine Einwände blieben ohne Folgen.

Die Firmendokumente zeigen jetzt, das Schering offenbar einflussreiche Verbündete auf staatlicher Seite hatte. Im Bundesgesundheitsamt (BGA) hatte man sogar einen Informanten.

Der Professor war Mitarbeiter des BGA, tatsächlich stand er heimlich in engstem Kontakt mit Schering. Durch ihn war das Unternehmen wiederholt über interne Einschätzungen, Diskussionsstände und mögliche Maßnahmen im BGA vorab informiert. Über den Kontaktmann speiste Schering auch Unterlagen ins BGA ein, die die Behörde offenbar milde stimmen sollten.

Laut einer Gesprächsnotiz soll sich der BGA-Mann selbst als „Advokat der Firma Schering“ bezeichnet haben. Dort existierte eine weitere Notiz über ihn: „Es geht ihm darum, einen Beschluss zum Zurückziehen von Duogynon zu verhindern.“ Vertreter von BGA und Schering trafen sich zu mehreren informellen Gesprächen und erörterten etwa, wie genau Ärzte über den Gebrauch des Mittels informiert werden sollten. Oder wie Packungsbeilagen künftig formuliert sein müssten. Schering bedankte sich bald „mit vorzüglicher Hochachtung“ beim BGA für ein Gespräch, in dem man schließlich „in so offener und von gegenseitigem Vertrauen getragener Weise einige gemeinsam interessierende Probleme“ diskutiert habe.

Tatsächlich unternahm das BGA nichts, um Duogynon vom Markt zu nehmen. Öffentlich rühmte sich der damalige BGA-Chef, sein Amt habe sich mit Verantwortung und Augenmaß lautstarken Forderungen widersetzt, Duogynon die Zulassung zu entziehen.

Mit dem eingestellten Ermittlungsverfahren in Berlin war Schering die größte Sorge los, die frustrierten Eltern zogen sich in ihren Alltag zurück. Auch die Prozesse in England kamen nicht voran. Einer der wohl größten deutschen Medizinskandale wäre vermutlich in Vergessenheit geraten, wenn es nicht Andre Sommer gäbe – einen sportlichen Mann aus dem Allgäu, der vor mehr als 35 Jahren im „Stern“ als Kind in Lederhose abgebildet war.

Duogynon-Opfer Sommer

Nicole Maskus-Trippel / DER SPIEGEL

Duogynon-Opfer Sommer

Sommer war mit einer Harnblase geboren worden, die außerhalb seines Körpers lag. Er kämpfte sich mit seiner Behinderung durchs Leben, ein „Riesenrucksack“, wie er sagt. Wegen seiner Missbildungen musste er bis heute 14 Operationen über sich ergehen lassen; eine normale Kindheit gab es für ihn nicht. Vor mehr als 15 Jahren fiel auch noch seine Mutter Lydia, eine Kämpferin aus der Frühzeit der Duogynon-Auseinandersetzungen, nach einem Herzinfarkt ins Wachkoma.

Als Sommer vor einigen Jahren seinen Dienst als Grundschullehrer in Pfronten antrat, fühlte er sich sicher genug, die Fragen anzugehen, die ihn schon so lange quälten: Wie konnte es zu dem Unglück überhaupt kommen? Und warum war der Skandal nie aufgearbeitet worden? Er gründete die Internetseite Duogynonopfer.de.

Im Sommer 2010 machte der SPIEGEL seine Geschichte öffentlich. Es begann der dritte Akt des Dramas. Über 400 mutmaßlich Betroffene meldeten sich daraufhin bei Sommer, diesmal in erster Linie nicht betroffene Eltern, sondern die geschädigten Kinder, die Rechenschaft verlangten. Sommer erstellte Listen, katalogisierte die Schäden. 141 Betroffene berichteten von Missbildungen an den Gliedmaßen, es gab 66 Schädigungen an Organen, 26 Meldungen zu Gehirnschädigungen.

Auch Gisela Clerc nahm Kontakt zu Sommer auf. Ihre Tochter war längst erwachsen, gesundheitlich blieb sie trotz etlicher Operationen am Herzen angegriffen.

Sommer schaltete den Berliner Medizinrechtler Jörg Heynemann ein, der hat sich schon häufiger mit den Großen der Branche angelegt. Und er ist Pharmazeut. „Zuerst war ich sehr skeptisch, dann ist mir die frappierende Parallele zum Contergan-Fall klar geworden“, sagt Heynemann, „mit dem Unterschied, dass Schering und Bayer ihre Macht noch mehr ausspielen als seinerzeit Grünenthal.“ Heynemann reichte Klagen gegen die Bayer Pharma AG ein. Aber schnell wurde klar, dass der Konzern weder Akten herausgeben noch sich auf eine Auseinandersetzung mit den Duogynon-Opfern einlassen wollte.

Heynemann sprach mit Wissenschaftlern, die über Duogynon geforscht hatten. Und er traf sich mehrmals mit einem Mann, der sich ihm als ehemaliger Mitarbeiter von Schering France vorstellte. Der Mann behauptet, er habe Anfang der Achtzigerjahre namhaften Wissenschaftlern fünfstellige Geldbeträge übergeben, damit sie die Unbedenklichkeit von Duogynon bestätigten. Heynemann trug die Aussagen 2012 bei Gericht vor und wollte den Mann als Zeugen hören lassen.

Bayer sagte nichts zu dem Vorwurf. Der Konzern wiederholte nur, was er schon immer gesagt hatte: Es gebe keinen Zusammenhang zwischen Duogynon und den Missbildungen, das hätten viele Studien bewiesen. Die Bayer-Anwälte betonten zudem, dass die Angelegenheit längst verjährt sei. Und sie bekamen damit vor dem Landgericht Berlin recht. Allerdings gab der Richter den Justiziaren noch einen guten Rat mit auf den Weg: „Ich meine, dass ein Konzern wie Bayer an einer Lösung interessiert sein sollte. Man muss doch einen Dialog führen.“ Gisela Clerc war im Prozess dabei. Wenn sie die Firmenanwälte hört oder die Bayer-Chefs auf Aktionärsversammlungen, dann wird sie wütend. „Die sitzen dick auf ihren Hintern und alles prallt an ihnen ab“, sagt sie.

2013 schrieb sie an die Bundeskanzlerin und bat sie, sie möge sich für „die Einrichtung eines runden Tisches“ einsetzen. Doch das Kanzleramt erklärte, die Bundesregierung sehe keinen Handlungsbedarf.

Die Beamten verwiesen auch auf ein vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eingeholtes Gutachten. Die beauftragten Wissenschaftler konnten einen Zusammenhang zwischen Duogynon und den Missbildungen weder bestätigen noch widerlegen. Merkwürdig bleibt, dass das BfArM ausgerechnet einen Berliner Professor als Projektleiter eingesetzt hatte, der nebenbei für Bayer arbeitete.

Opferanwalt Heynemann

Christoph Musiol

Opferanwalt Heynemann

Vermutlich wäre die Geschichte von Duogynon damit zu Ende, wenn Anwalt Heynemann und Sommer bei ihren Recherchen für den Prozess nicht einen Zufallsfund gemacht hätten. Im Berliner Landesarchiv entdeckten sie die Akten des 1980 eingestellten Strafverfahrens, insgesamt 7000 Seiten. Darunter auch die sogenannten Beiakten des Verfahrens: Dokumente aus dem Hause Schering, die dem damaligen Opferanwalt vorenthalten worden waren. Diesmal versuchte Bayer vergebens, diese Fundstücke unter Verschluss zu halten.

Während Heynemann in Berlin die Herausgabe der Akten erstritt, kämpfte die Tochter von Gisela Clerc um ihr Leben.

In ihrem letzten Jahr war Birgit immer schwächer geworden, das Herz konnte ihren Körper kaum noch mit Blut versorgen. „Die Herzklappen waren regelrecht ausgeleiert“, sagt Gisela Clerc. Eine weitere Operation an der Aorta im Universitätsklinikum Erlangen war lebensnotwendig, Birgit musste dabei an eine Herz-Lungenmaschine angeschlossen werden. Sie überlebte den Eingriff nur um vier Tage.

Als Sommer mit einem Helferteam die alten Schering-Akten aufarbeitete, stieß er auf die frühen Tierversuche und die Ratschläge von Schering-Wissenschaftlern, bei Klagen stets den Zusammenhang zum Medikament in Zweifel zu ziehen.

Anfang Juni stellte Heynemann zusammen mit dem Paderborner Strafrechtler Detlev Stoffels im Namen von Gisela Clerc bei der Berliner Staatsanwaltschaft Anzeige wegen Mordes – die Straftat, die niemals verjährt.

Die Unterlagen zeigten, so die beiden Anwälte, dass führende Schering-Mitarbeiter selbst eine Kausalität zwischen der Einnahme von Duogynon und den Missbildungen nicht ausgeschlossen hätten. Spätestens bei „Erkennbarkeit von Risiken, inkl. Todesfällen wäre es notwendig“ gewesen, das Medikament vom Markt zu nehmen – „dies unterließen sie jedoch und nahmen damit den Tod der Kinder zumindest billigend in Kauf“. Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt unter dem Aktenzeichen 234 UJs 2041/16.

Bis heute weist Bayer jede Verantwortung zurück. Der Konzern „schließt Duogynon nach wie vor als Ursache für embryonale Missbildungen aus“. Es seien in den Siebziger- und Achtzigerjahren umfangreiche Untersuchungen gemacht und Gutachten namhafter Experten zur Aufklärung möglicher Ursachen eingeholt worden, ohne dass sich Hinweise auf einen ursächlichen Zusammenhang ergaben, sagt ein Unternehmenssprecher.

Mit Gisela Clerc oder einem anderen Betroffenen sprachen die Pharmaleute bis heute kein Wort.

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outube.com/watch?v=n9U7UyYZkDI

IMPFUNG UND ALUMINIUM – Wieso bereits kleine Mengen toxisch sind! [AUFGEDECKT]

https://de.wikipedia.org/wiki/Glutathion

Glutathion

Glutathion (GSH), auch γ-L-Glutamyl-L-cysteinylglycin, ist einTripeptid, das aus den drei AminosäurenGlutaminsäure, Cystein und Glycin gebildet wird. Es ist in fast allen Zellen in hoher Konzentration enthalten und gehört zu den <<<< wichtigsten als Antioxidans wirkenden Stoffen im Körper>>>>…..

Glutathion wird vonParacetamol“ – in  USA: „TYLENOL“ –  ATTACKIERT – – – – –  FÖRDERT PARACETAMOL „“AUTISMUS““ und „“ADHS““zzziii

https://de.wikipedia.org/wiki/Polysorbat_80

Polysorbat 80

Polysorbat 80 ist eine grenzflächenaktive Substanz, die als Emulgator und Netzmittel beispielsweise in Lebensmitteln, Kosmetika und Arzneimitteln verwendet wird.

Eigenschaften

Polysorbat 80 ist eine polyoxyethylierte Verbindung, die sich von Sorbitol und Ölsäure ableitet. Die hydrophilen Gruppen dieses nichtionischen Tensids sind Polyether, Polymere von insgesamt 20 Ethylenoxiden. Die Viskosität beträgt 425 mPa·s,[3] Polysorbat 80 hat einen HLB-Wert von 15,0[4] ist daher zur Herstellung von Öl-in-Wasser(O/W)-Emulsionen geeignet.

Der pH-Wert einer 5 % wässrigen Lösung beträgt 5–7, der Flammpunkt liegt bei >149 °C.[3] Die kritische Mizellbildungskonzentration (CMC) beträgt 1,2·10−5 mol/l in Wasser bei 25 °C.[6]

Verwendung

Polysorbat 80 wird hauptsächlich in Speisen, speziell bei eingelegten Lebensmitteln, als Emulgator und Stabilisator benutzt. Verwendung findet es oft in Eiscreme, um zu verhindern, dass die Milchproteine die Fetttröpfchen vollständig umschließen. Stattdessen bilden sie Ketten und Netzstrukturen, die Luft in der Mischung halten. Dadurch wird eine festere Struktur gebildet, die dafür sorgt, dass die Eiscreme beim Schmelzen ihre Form behält.

Es ist in der EU als Lebensmittelzusatzstoff der Nummer E 433 zugelassen. Es ist chemisch und biologisch weitgehend inert.

Polysorbat 80 kommt in der pharmazeutischen Industrie bei der Virusinaktivierung von Blutprodukten zum Einsatz und wird als Lösungsvermittler und Emulgator in der Arzneimittelherstellung verwendet, um ölige (lipophile) Substanzen in wässrigen Grundlagen zu emulgieren. Es ist eine der wenigen oberflächenaktiven Substanzen, die parenteral verträglich sind.

Für die Arzneimittelherstellung sind besonders reine Qualitäten vorgeschrieben, die in Arzneibüchern spezifiziert sind.

2015 wurde in der Zeitschrift Nature eine Studie publiziert die nachweist, dass über einen Zeitraum von 12 Wochen ein 1-prozentiger Anteil von Polysorbat 80 im Trinkwasser bei Mäusen Störungen in der Darmflora, Darmentzündungen und Gewichtszunahme verursacht. An der Darmwand wurde eine Reduzierung der schützenden Schleimschicht um 2/3 festgestellt.

Eine Arbeitsgruppe um Emilie Viennois an der Georgia State University dokumentierte im Jahre 2016 in Versuchen an Mäusen eine höhere Tumorhäufigkeit

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aus dem TEXT:…..Apolipoprotein E bindet an die mit Polysorbat 80 überzogenen Nanopartikel

>>>In den 1990er Jahren wurde in Versuchen mit Nanopartikeln, die aus biokompatiblen Polymeren aufgebaut sind, festgestellt, dass diese Partikel unter bestimmten Umständen in der Lage sind, die Blut-Hirn-Schranke zu passieren. Der Durchmesser dieser Partikel liegt üblicherweise bei 50 bis 300 nm. Die unfunktionalisierten, reinen Polymerpartikel sind in dieser Form nicht in der Lage durch das Endothel zum Gehirn transportiert zu werden. Der rezeptorvermittelte Transport ist nur durch eine spezielle Funktionalisierung,meist mit Polysorbat 80 oder Poloxameren,[70] möglich. Als Polymere werden meist Polylactide (PLA), Polylactid-co-Glycolid (PLGA) und verschiedene Polycyanoacrylate, wie beispielsweise Polybutylcyanoacrylat (PBCA),[71] verwendet, die pharmakologisch unbedenklich sind und für andere Anwendungen, beispielsweise als chirurgisches Nähmaterial, zugelassen sind. In die Partikel eingeschlossene Wirkstoffe können mittels rezeptorvermittelter Transzytose zum Gehirn transportiert werden.[72]

Die wesentlichen Voraussetzungen für die Hirngängigkeit der Nanopartikel ist……..<<<<<

https://de.wikipedia.org/wiki/Konzepte_zur_%C3%9Cberwindung_der_Blut-Hirn-Schranke

Konzepte zur Überwindung der Blut-Hirn-Schranke

 

Schema der Blut-Hirn-Schranke

Konzepte zur Überwindung der Blut-Hirn-Schranke ermöglichen es, dem Gehirn für therapeutische Zwecke Wirkstoffe zuzuführen. Die Blut-Hirn-Schranke ist eine dynamische Grenzfläche, die über Influx (Zufluss, wörtlich: Einströmen) und Efflux (Abfluss) kontrolliert, welche Nährstoffe, Arzneistoffe, Drogen, Xenobiotika und sonstige Verbindungen dem Gehirn zugeführt werden können.[1] Dadurch gewährleistet sie dem Zentralnervensystem (ZNS) ein optimales Milieu.

Ihre Schutzfunktion macht die Blut-Hirn-Schranke jedoch auch zu einer Barriere für viele potenzielle Wirkstoffe und vereitelt so deren Einsatz in medikamentösen Therapien. Etwa 98 % der potenziellen Neuropharmaka scheitern daran.[2] So lassen sich nur relativ wenige neurologische und psychiatrische Erkrankungen wie beispielsweise affektive Störungen wie Depressionen, Epilepsie oder chronische Schmerzen mit kleinen lipophilen Wirkstoffen behandeln.[3][4]

Dagegen gibt es keine Therapie für neurodegenerative Erkrankungen wie die Alzheimer-Krankheit, Chorea Huntington und die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS).[2] Für Gehirntumoren, Schlaganfälle, Rückenmarksverletzungen und Schädel-Hirn-Traumata sind keine effektiven medikamentösen Therapien bekannt. Auch bei im Kindesalter auftretenden Syndromen wie Autismus, lysosomalen Speicherkrankheiten, dem Fragiles-X-Syndrom oder Ataxie stellt die Blut-Hirn-Schranke eine Barriere dar, die bisherige medikamentöse Therapieansätze verhindert.[5] Selbst bei Erkrankungen wie Multipler Sklerose kann die Progression der Erkrankung im Zentralnervensystem nicht gestoppt werden, da die verabreichten Medikamente nur in der Peripherie wirken. Prinzipiell könnten viele dieser Erkrankungen mit Wirkstoffen, beispielsweise auf Basis von Enzymen, Genen oder biotechnologisch hergestellten Proteinen, behandelt werden – wenn sie die Blut-Hirn-Schranke überwinden könnten. Eine Therapie ist aber nur möglich, wenn diese Substanzen in ausreichender, das heißt therapeutisch wirksamer Konzentration auch an den Wirkort – also das Zentralnervensystem – gelangen können.[6] Es wird daher seit Jahrzehnten intensiv an Methoden geforscht, die einen Wirkstofftransport in das Gehirn unter Umgehung oder – idealerweise selektiver – Öffnung der Blut-Hirn-Schranke ermöglichen sollen.[7][8] Eine Reihe von Strategien zur Überwindung der Blut-Hirn-Schranke wurde dabei entwickelt oder befindet sich noch im Entwicklungsstadium.[9][10]

Umgehen der Blut-Hirn-Schranke – intrathekale und intraventrikuläre Wirkstoffapplikation

Schematische Darstellung eines Ommaya-Reservoirs unter der Kopfhaut.

Die naheliegendste Form des Wirkstofftransportes in das ZNS unter Umgehung der Blut-Hirn-Schranke stellt die Injektion direkt in den Liquor cerebrospinalis (intrathekal) oder direkt in die Hirnventrikel (intraventrikulär)[11] dar. Der Wirkstoff wird dabei direkt in den Liquor injiziert. Angewendet wird dieses Verfahren beispielsweise als intrathekale Chemotherapie[12][13] unter anderem mit dem FolsäureAntagonisten Methotrexat (MTX), mit Cytarabin (AraC) und Cortisol; speziell bei Patienten mit akuter lymphatischer Leukämie und aggressiven Lymphomen.[14] Die drei Wirkstoffe werden in der triple intrathecal chemotherapy zur Behandlung der Hirnhaut-Leukämie[15] zusammen in den Liquor appliziert.[16]

Die intrathekale Wirkstoffapplikation ist – verglichen mit der intravenösen (systemischen) Gabe von Wirkstoffen – deutlich aufwändiger und für viele Patienten auch unangenehmer. Darüber hinaus bestehen bei derartigen Darreichungsformen aufgrund der deutlich erhöhten Infektions- und Verletzungsgefahr besonders strenge Anforderungen an Hygiene und technische Fertigkeiten des Anwenders. Durch die Injektion von Wirkstoffen mit Depotwirkung (slow release) können die Behandlungsintervalle auf längere Zeiträume – beispielsweise 14-täglich – gestreckt werden.[16] Weniger aufwändig ist die Verwendung eines Ommaya-Reservoirs, das unter die Kopfhaut implantiert wird. Einen ähnlichen Ansatz bieten implantierbare Medikamentenpumpen.[17] Bei schweren Schmerzzuständen kann diese Methode beispielsweise für die Dosierung von Morphin gewählt werden.[18][19] Auch zur Behandlung von Spastiken, beispielsweise bei Multipler Sklerose mit Baclofen, kann der Wirkstoff über eine solche Pumpe intrathekal appliziert werden.[20][21][22] Die Methode wurde erstmals 1984 angewendet[23] und ist seitdem etabliert.[24][25]

Intrathekal applizierte Wirkstoffe werden meist speziell für diese Darreichungsform formuliert. Sie dürfen beispielsweise keine Bakterizide und eine Reihe anderer Hilfsstoffe enthalten, die in intravenös applizierten Medikamenten übliche Zusatzstoffe sind.[26]

Für einige wenige Erkrankungen ermöglicht die intrathekale beziehungsweise die intraventrikuläre Wirkstoffapplikation eine wirksame Therapie. Für die Behandlung von Hirntumoren sind diese beiden Methoden zur Umgehung der Blut-Hirn-Schranke allerdings nicht geeignet. Die Ursache hierfür liegt in der auf nur wenige Millimeter begrenzten Diffusion der Wirkstoffe in das Parenchym des Gehirns.[27][28][29]

Eine experimentell und therapeutisch nutzbare Lücke in der Blut-Hirn-Schranke sind die in das Gehirn eintretenden Hirnnerven. So konnte gezeigt werden, dass beispielsweise Neurotrophine, Neuropeptide, Insulin, Zytokine und sogar DNA, die über die Nase verabreicht wurden, über den Riechnerv in das Zentralnervensystem gelangen können.[30] Ebenso konnte man über diesen Weg erfolgreich Stammzellen in das Gehirn einschleusen.[31]

Überwindung der Blut-Hirn-Schranke für therapeutische Zwecke

Eine intakte Blut-Hirn-Schranke ist für jedes Wirbeltier lebensnotwendig. Für viele Wirkstoffe, die außerhalb des Zentralnervensystems ihre Wirkung entfalten sollen, ist die Retention an der Blut-Hirn-Schranke ein wichtiges Kriterium für die Zulassung, um die sonst zu erwartenden teilweise erheblichen Nebenwirkungen, insbesondere bei dauerhafter Einnahme eines Medikaments, sicher ausschließen zu können. Andererseits stellt die Blut-Hirn-Schranke bei der Behandlung neurologischer Erkrankungen für viele Verbindungen eine unüberwindliche Barriere dar.

Das Diffusionsvermögen eines Moleküls durch die Endothelien der Blut-Hirn-Schranke wird vor allem durch seine Fettlöslichkeit (Lipophilie) und Größe bestimmt. Durch eine Modifizierung des Moleküls mit lipophilen Gruppen kann deshalb eine verbesserte Gehirngängigkeit erreicht werden.[33] Ein klassisches Beispiel hierfür ist die Di-Acetylierung des Naturstoffes Morphin zu Diacetylmorphin (Heroin). Heroin (log P=1,12) zeigt gegenüber Morphin (log P=0,2) eine über 25fach höhere Aufnahme im Gehirn (siehe dazu: Tabelle 1).[34] Entsprechende Ergebnisse werden beim Brain-Uptake-Index (BUI) für radioaktiv markiertes Morphin, Codein und Heroin erhalten, das in die Halsschlagader injiziert wird. Für Morphin liegt der BUI unterhalb der Nachweisgrenze, bei Codein bei 24 % und für Heroin bei 68 %.[35]

Dieses Prodrug-Konzept kann selbst bei peptidischen Wirkstoffen zu einer Verbesserung der Gehirngängigkeit führen.[36]

Das Konzept versagt allerdings bei Molekülen mit einer molaren Masse größer als 500 g·mol−1, da solche Substanzen aufgrund ihrer Größe nicht mehr die Blut-Hirn-Schranke per Diffusion passieren können. Zudem geht mit der Lipophilisierung eine deutlich schlechtere Löslichkeit des Wirkstoffes einher. Bei der oralen Gabe können aber nur gelöste Wirkstoffe im Gastrointestinaltrakt aufgenommen werden. Die Lipophilisierung bewirkt natürlich auch eine erhöhte Aufnahme in anderen, nicht zerebralen, Zellen. Auch gegen Efflux-Transporter, die den eindiffundierten Wirkstoff wieder aus dem Endothel ausschleusen, ist die Lipophilisierung wirkungslos.

L-DOPA (=Levodopa) passiert mittels LAT1-Transporter die Blut-Hirn-Schranke

 

Dopamin dagegen kann die Blut-Hirn-Schranke nicht passieren

Im Endothel der Blut-Hirn-Schranke sind mehrere Transportsysteme, um das Gehirn mit essentiellen hydrophilen Substanzen zu versorgen. Ein Ansatz, Wirkstoffe in das Gehirn schleusen zu können, ist die Ausnutzung dieser Transporter. Dies wird beispielsweise bei der Therapie der Parkinson-Krankheit angewendet. Daran erkrankte Patienten haben im Gehirn einen Mangel des Neurotransmitters Dopamin. Die Gabe von Dopamin wäre diesbezüglich wirkungslos, da Dopamin die Blut-Hirn-Schranke nicht passieren kann. Verabreicht man dagegen Levodopa, eine nicht-proteinogene α-Aminosäure, so wird diese über den LAT1-Transporter dem Gehirn zugeführt und dort anschließend in Dopamin verstoffwechselt. Der LAT1-Transporter gehört zur Familie der LNAA-Transporter (large neutral amino acid).[37]

Auch das Antiepileptikum Gabapentin, das Antihypertensivum α-Methyldopa und die Zytostatika Melphalan und Acivicin können über LNAA-Transporter die Blut-Hirn-Schranke passieren.[38][2][39][40]

Die Obergrenze für die Ausnutzung der bestehenden Transportsysteme liegt bei einer molaren Masse von etwa 500 bis 600 g·mol−1.[41]

Vektorisierung

Ein anderer Weg, um die Blut-Hirn-Schranke mit einem Wirkstoff zu überwinden, ist die Vektorisierung.[42] Dieser Ansatz beruht auf der Beobachtung, dass einige Makromoleküle, wie Transferrin,[43] Low Density Lipoprotein[44] und Insulin[45] über einen mehrstufigen, als rezeptorvermittelte Transzytose bezeichneten Prozess die Blut-Hirn-Schranke überwinden können. Über Rezeptoren, die sich an der Oberfläche der Endothelzellen der Hirnkapillaren befinden und in das Lumen der Blutgefäße hineinragen, werden die Makromoleküle in das Innere der Endothelzellen über Vesikel eingeschleust, um dann auf die andere Seite der Zelle (abluminale Seite) transportiert und ausgeschleust zu werden. Wird ein Wirkstoffmolekül an ein solches Makromolekül gebunden, kann die rezeptorvermittelte Transzytose zur Überwindung der Blut-Hirn-Schranke ausgenutzt werden.

Ein Beispiel hierfür ist der Transferrinrezeptor, der mit Hilfe gegen ihn gerichteter monoklonaler Antikörper zum Transport von Wirkstoffen durch die Blut-Hirn-Schranke genutzt werden kann. Dieser Rezeptor ist gewöhnlicherweise für den Transport von Eisen durch die Blut-Hirn-Schranke zuständig.[46][47] Ein anderes Target ist der Insulinrezeptor, der auch von den Endothelzellen der Blut-Hirn-Schranke exprimiert wird.[48] Mit beiden Vektoren wurden im Tiermodell verschiedene, auch größere, Peptide erfolgreich über die Blut-Hirn-Schranke geschleust.[49] Speziell für die Therapie von neurodegenerativen Erkrankungen, für die nur geringe Wirkstoffkonzentrationen notwendig sind, ist die Vektorisierung ein vielversprechender Ansatz.[50][51] Auch Zytostatika wie beispielsweise Doxorubicin wurden an Transferrinrezeptor-Antikörper gebunden.[52]

Das Phänomen der Transzytose ist jedoch nicht auf Makromoleküle beschränkt. Wenngleich der genaue Mechanismus nicht immer geklärt ist, so konnte gezeigt werden, dass auch kleine Peptide und niedermolekulare Substanzen auf diese Weise in die Zelle gelangen und diese passieren können. Eine Vektorisierung zum Zweck der Passage der Blut-Hirn-Schranke ist somit auch mit kurzen Peptidsequenzen möglich. Als Vektoren für Wirkstoffe, wie beispielsweise Doxorubicin, fanden unter anderem basische Protegrin-Abkömmlinge, wie beispielsweise Syn-B,[53][54] und das aus der Homöodomäne von Antennapedia, einem Transkriptionsfaktor von Drosophila, abgeleitete Penetratin[55] Anwendung. Ein anderer Peptid-Vektor ist das aus elf überwiegend basischen Aminosäuren bestehende und aus der Transduktionsdomäne des HI-Virus isolierte HIV-TAT (engl. Trans-Activator of Transcription).[56][51] Ein Peptid mit ähnlichen Eigenschaften ist das aus 27 Aminosäuren aufgebaute Transportan, ein zellpenetrierendes Peptid.[57]

Mit transgenen Makrophagen können Proteine durch die Blut-Hirn-Schranke geschleust werden.[58][59][60]

Kationisierung

Positiv geladene Moleküle (Kationen) können mit Hilfe der adsorptionsvermittelten Transzytose, auch kationischer Transport genannt, die Blut-Hirn-Schranke überwinden.[61] Bei der adsorptionsvermittelten Transzytose bewirken elektrostatische Wechselwirkungen zwischen der durch Glykoproteine negativ geladenen Zelloberfläche und positiv geladenen Molekülen eine unspezifische Bindung an die Oberfläche von Zellen, in deren Folge eine Aufnahme und ein Transport durch das Zytoplasma der Endothelien erfolgt.[62] Die kationische Transzytose durch das Endothel der Blut-Hirn-Schranke ermöglicht einen höheren Grad des Stofftransportes als die rezeptorvermittelte Transzytose.[63]

Die Kationisierung von Antikörpern wurde in einer Reihe unterschiedlicher Studien und Anwendungsfeldern erfolgreich zur Passage der Blut-Hirn-Schranke eingesetzt. So beispielsweise, um β-Amyloidplaques sichtbar zu machen[64][65] oder Mitochondrien zu targetieren.[66]

Eine positive Ladung weisen bereits Peptide und Proteine auf, deren isoelektrischer Punkt im Basischen liegt.[51] Ein Ansatz, die Aufnahme nicht basischer Peptide und Proteine im Gehirn zu verbessern, ist, diese mit Hilfe von natürlich vorkommenden Polyaminen, wie beispielsweise Putrescin, Spermidin oder Spermin, chemisch zu modifizieren.[67][68] Eine Alternative dazu ist die im Kapitel Vektorisierung beschriebene Konjugation von Wirkstoffpeptiden und -proteinen an basische Peptide wie Syn-B.[61] Auch synthetische Polyamine, wie beispielsweise Polyethylenimin, können zum erleichterten Transport von Wirkstoffen und DNA durch die Blut-Hirn-Schranke eingesetzt werden.[69]

Der Effekt der Kationisierung ermöglicht zwar die Passage von Wirkstoffen und Diagnostika über die Blut-Hirn-Schranke, bewirkt aber gleichzeitig eine erheblich gesteigerte Aufnahme der applizierten Dosis in Leber und Nieren – mit den entsprechenden zu erwartenden Nebenwirkungen.

Nanopartikel

Polylactid-co-Glycolid ein potenzieller Nano-Transporter

Polysorbat 80

Apolipoprotein E bindet an die mit Polysorbat 80 überzogenen Nanopartikel

In den 1990er Jahren wurde in Versuchen mit Nanopartikeln, die aus biokompatiblen Polymeren aufgebaut sind, festgestellt, dass diese Partikel unter bestimmten Umständen in der Lage sind, die Blut-Hirn-Schranke zu passieren. Der Durchmesser dieser Partikel liegt üblicherweise bei 50 bis 300 nm. Die unfunktionalisierten, reinen Polymerpartikel sind in dieser Form nicht in der Lage durch das Endothel zum Gehirn transportiert zu werden. Der rezeptorvermittelte Transport ist nur durch eine spezielle Funktionalisierung,meist mit Polysorbat 80 oder Poloxameren,[70] möglich. Als Polymere werden meist Polylactide (PLA), Polylactid-co-Glycolid (PLGA) und verschiedene Polycyanoacrylate, wie beispielsweise Polybutylcyanoacrylat (PBCA),[71] verwendet, die pharmakologisch unbedenklich sind und für andere Anwendungen, beispielsweise als chirurgisches Nähmaterial, zugelassen sind. In die Partikel eingeschlossene Wirkstoffe können mittels rezeptorvermittelter Transzytose zum Gehirn transportiert werden.[72]

Die wesentlichen Voraussetzungen für die Hirngängigkeit der Nanopartikel ist – neben ihrer Größe – eine möglichst lange Zirkulationszeit im Blut und die passende Oberflächencharakteristik. Die Plasmahalbwertszeit wird meist durch eine PEGylierung erreicht und die Wechselwirkung am Endothel mit dem bereits beschriebenen Polysorbat.[73] Der genaue Transportmechanismus ist noch nicht endgültig geklärt. Der Polysorbat-Überzug der Partikel führt aber offensichtlich im Blutplasma zu einer Adsorption von Apolipoprotein E oder B an die Partikel. Dadurch werden die Nanopartikel als LDL-Mimetikum vom LDL-Rezeptor erkannt und in das Innere des Endothels transportiert. Danach wird der Wirkstoff entweder im Endothel freigesetzt, wodurch er per Diffusion zum Gehirn gelangen kann, oder die Partikel werden vollständig durch die abluminale Seite zum Gehirn ausgeschleust (Transzytose).[74]

Der nanopartikuläre Wirkstofftransport ist derzeit noch in der präklinischen Forschung. Im Tiermodell (Ratte) wurden vielversprechende Ergebnisse bei der Behandlung von transplantierten Glioblastomen erzielt. Dabei wurden die Partikel mit Doxorubicin beladen.[75] Der Transport von Doxorubicin in das Gehirn konnte dabei um den Faktor 60 gesteigert werden.[76] Die wegen der weitgehenden Undurchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke für Chemotherapeutika nur schwer zu realisierende Chemotherapie bei Gehirntumoren ist eines der Hauptziele bei der Entwicklung dieser nanopartikulären Wirkstoff-Träger-Systeme.[77]

Mit speziellen Liganden ist darüber hinaus die gewebe- beziehungsweise rezeptorspezifische Targetierung der Nanopartikel denkbar.[78]

Neben dem nanopartikulären Ansatz mit Polymeren sind auch nanoskalige Liposomen[79][80] und Dendrimere als potenzielle Wirkstofftransporter in der präklinischen Erprobung.[81] Besondere Beachtung findet dabei auch die im Rahmen der gesamten Nanotechnologie stattfindende Diskussion über ihre Risiken.[82]

Lösungsmittel und Tenside

Intravenös applizierte Verbindungen, wie Ethanol, Dimethylsulfoxid[83] oder Glycerin, können zu einer lösungsmittelinduzierten Öffnung der Blut-Hirn-Schranke führen. Im Tiermodell (Küken) liegt dabei die Konzentration an Lösungsmittel oberhalb von 1 mg pro kg Körpergewicht.[84] Diese Verbindungen stören vermutlich die Funktion der Zellmembran im Endothel, wodurch der Stofftransport durch transzelluläre Diffusion ermöglicht wird.[5]

1-O-Hexyldiglycerol (Racemat)

Werden kurzkettige Alkylglycerole, wie beispielsweise 1-O-Hexyldiglycerol, zusammen mit Marker-Substanzen in die Halsschlagader von Mäusen oder Ratten injiziert, so erhöht sich die Aufnahme dieser Marker im Gehirn signifikant. Größere Moleküle, die sonst nicht die Blut-Hirn-Schranke passieren, wie beispielsweise Methotrexat, Vancomycin oder Gentamicin, können – bedingt durch die Anwesenheit des Alkylglycerols – in das Gehirn diffundieren.[85] Dieser Effekt wird bei der intravenösen Gabe von Alkylglycerol nicht beobachtet. Die amphipathischen Glycerole öffnen die Blut-Hirn-Schranke dabei für ungefähr 5 bis 120 Minuten.[86] Die Konzentrationen der Alkylglycerole liegen im millimolaren Bereich. Offensichtlich bilden diese tensidähnlichen Verbindungen mit den Wirkstoffen, beziehungsweise Markern, vesikuläre Strukturen.[87] Alkylglycerole sind weitgehend untoxisch und pharmakologisch unbedenklich.[88][89] Der Mechanismus der Überwindung der Blut-Hirn-Schranke ist größtenteils noch ungeklärt. Es handelt sich aber offensichtlich um einen Transport durch die Tight Junctions.[86]

Auch das Tensid Natriumlaurylsulfat erhöht bei der Injektion in die Halsschlagader die Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke deutlich.[90] Natriumlaurylsulfat ist ein pharmakologischer Hilfsstoff, der in verschiedenen Wirkstoffformulierungen zur Anwendung kommt. Die entsprechende Applikation solcher Formulierungen kann daher zu unerwarteten Ergebnissen führen. So bewirkte der Hilfsstoff Natriumlaurylsulfat in einer Formulierung mit Interleukin-2, dass die Blut-Hirn-Schranke bei Katzen für die Markersubstanz Meerrettichperoxidase überraschend durchlässig wurde.[91][84] Ähnliche Effekte wurden auch mit dem Hilfsstoff Polysorbat-80 beobachtet. Hierzu genügen bei einer Maus schon Dosen im Bereich von 3 mg pro kg Körpergewicht.[92] Kyotorphin, ein neurophysiologisch aktives Dipeptid, ist nicht in der Lage die Blut-Hirn-Schranke zu passieren und eine neurologische Wirkung zu zeigen. Nur in Verbindung mit Polysorbat-80 wird die neurologische Wirkung erreicht.[93][84]

Efflux-Inhibierung

Verapamil, ein Calciumantagonist, inhibiert P-Glykoprotein

Auch Ciclosporin hemmt P-Glykoprotein

Viele Moleküle sind sowohl wegen ihrer Größe als auch ihrer Lipophilie in der Lage die Blut-Hirn-Schranke zu passieren. Sie werden aber nach dem Diffundieren in das Zytoplasma der Endothelien durch Efflux-Pumpen, wie beispielsweise P-Glykoprotein, wieder zurück in das Lumen transportiert. Eine Strategie, um diese Moleküle dennoch dem Gehirn zugänglich zu machen, ist das Ausschalten dieser Efflux-Transporter. Prinzipiell ist dies möglich durch:

  1. Genregulation in der transkriptionalen oder translationalen Phase
  2. Veränderungen der Membran-Targetierung nach der Synthese der Transporter in den Ribosomen
  3. Unterbinden des Transportes durch Inhibitoren (Co-Drugs)

Während die ersten beiden Methoden sich noch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium auf der Ebene von Zellkulturen befinden, liegen bei den Efflux-Inhibitoren ausgiebige Erfahrungen am Tier und aus klinischen Studien am Menschen vor.[94]

Mittlerweile ist eine Reihe von Substanzen bekannt, die den Efflux – speziell durch P-Glykoprotein – inhibieren.[95][96]

Mäuse, bei denen das MDR1-Gen abgeschaltet (Knockout) wurde, so dass im Endothel kein P-Glykoprotein produziert wird, zeigen für eine Reihe von Wirkstoffen eine signifikant erhöhte Aufnahme im Gehirn über die Blut-Hirn-Schranke. Im Vergleich zum Wildtyp der Maus stieg beispielsweise das Konzentrationsverhältnis Gehirn zu Blut bei den HIV-Protease-Inhibitoren Nelfinavir, Indinavir und Saquinavir um den Faktor 7 bis 36 an.[97] Bei den Taxanen Docetaxel und Paclitaxel erhöht sich die Konzentration im Gehirn um den Faktor 7 bis 28[98][99][100] und bei Digoxin um den Faktor 10.[101] Bei Verapamil wird die Aufnahme im Gehirn um den Faktor 8,5 verbessert.[102]

Bei Wildtypen von Mäusen und Ratten, denen selektiv wirkende P-Glykoprotein-Inhibitoren, wie beispielsweise Valspodar (PSC 833, ein Ciclosporin-Derivat), Elacridar (GF120918) und Zosuquidar (LY335979),[103][101][100][99] verabreicht wurden, konnten vergleichbare Ergebnisse erhalten werden. Bei Ratten, denen Ciclosporin verabreicht wurde, erhöht sich die Konzentration von Verapamil im Gehirn um den Faktor 9,6.[102][104]

Verapamil – ein als Calciumantagonist zugelassenes Arzneimittel – ist im Tierversuch selbst ein wirksames Co-Drug, das die Aufnahme bei nachfolgend applizierten Wirkstoffen im Gehirn deutlich erhöhen kann. Dies wurde im Tiermodell unter anderem bei zytostatischen Vincaalkaloiden nachgewiesen.[105][106] Eine ähnliche Wirkung zeigen Procyanidine.[107]

Nachteilig bei dem Ansatz der Efflux-Inhibierung ist, dass die verabreichten Inhibitoren – speziell der ersten Generation, wie Verapamil und Ciclosporin – selbst pharmakologisch aktiv sind und so eine Reihe von unerwünschten Nebenwirkungen haben. Bei der zweiten und dritten Generation von P-Glykoprotein-Inhibitoren sind diese Effekte deutlich reduziert.[94] Außerdem wird bei allen Zellen – die P-Glykoprotein exprimieren – selbiges inhibiert. So sind bei der systemischen Gabe von Efflux-Inhibitoren auch die apikale Seite der Darm-Epithelien, der Gallenkanälchen (Bilis canaliculi), der Nierentubuli und der Plazenta, sowie an der luminalen Seite die der Hodenkanälchen betroffen.[108]

BCRP (Brustkrebs-Resistenz-Protein, Breast Cancer Resistance Proteine), der zweitwichtigste Efflux-Transporter der Blut-Hirn-Schranke, hat offensichtlich kaum einen Einfluss auf den Transport von Wirkstoffen.[94] Dies wurde bei Versuchen an Knockout-Mäusen festgestellt, bei denen das BCRP-codierende ABCG2-Gen abgeschaltet wurde.[109]

Die Efflux-Inhibierung wird insbesondere in der Krebstherapie verfolgt, da viele Krebszellen im Therapieverlauf P-Glykoprotein stark exprimieren und sich dadurch der Wirkung von Zytostatika weitgehend entziehen können. Die Tumoren sprechen dann nicht mehr auf die verabreichten Zytostatika an.[110][111][112]

Öffnen der Blut-Hirn-Schranke für therapeutische Zwecke

Schematische Darstellung einer Tight Junction (d)

Das Öffnen der Blut-Hirn-Schranke für therapeutische Zwecke ist, neben den beiden zuvor gezeigten Prinzipien, eine weitere Strategie, um Wirkstoffe dem Gehirn zuzuführen, die normalerweise nicht in der Lage sind die Blut-Hirn-Schranke zu passieren. Das Ziel dieser Verfahren ist eine möglichst reversible Öffnung oder zumindest Lockerung der Tight Junctions, um einen parazellulären Wirkstofftransport in das Gehirn zu ermöglichen. Mit dem zunehmenden Verständnis des molekularen Aufbaus der Blut-Hirn-Schranke – und hierbei vor allem der Tight Junctions – wurden neue Wege und Verfahren zur pharmakologischen, aber auch physikalischen, Öffnung der Blut-Hirn-Schranke entwickelt.[113] Die meisten dieser Verfahren befinden sich noch in der präklinischen Erprobung.

Beim Öffnen der Blut-Hirn-Schranke besteht allgemein die Gefahr, dass für das Gehirn toxische Plasmaproteine eindiffundieren und dann chronische Neuropathologien auslösen können.[114]

Tight-Junction-Modulation

Verbindungen, die einen Einfluss auf die Tight Junctions haben, werden als Tight-Junction-Modulatoren bezeichnet. Durch die Fortschritte im Bereich der genomischen Wirkstoffentwicklung, des High-Throughput Screening, der kombinatorischen Chemie und der Bioinformatik, wurde eine Reihe von Substanzen entwickelt beziehungsweise identifiziert, die in der Lage sind unmittelbar die einzelnen Peptide der Tight Junctions und Adherens Junction zu targetieren und damit den Zell-Zell-Kontakt der Endothelien zu modulieren.[115][116]

Modulatoren, die unmittelbar die Tight Junctions targetieren, leiten sich beispielsweise von den Enterotoxinen der Bakterien Vibrio cholerae und Clostridium perfringens ab. Vibrio cholerae – ein Cholera-Erreger – bildet unter anderem das Zonula-Occludens-Toxin (ZOT, Zonula occludens = Tight Junction). ZOT ist ein aus 399 Aminosäuren aufgebautes, 45 kDa schweres Protein, das im Darm mit einem Oberflächenrezeptor – dem ZOT-Rezeptor – der dortigen Endothelien interagiert und dadurch eine intrazelluläre Signalkaskade auslöst, die noch nicht vollständig aufgeklärt ist. Es wird unter anderem das Enzym Proteinkinase A aktiviert, das den Abbau der Tight Junctions katalysiert.[117][118] An Einzellagen zerebraler Endothelien bewirkt ZOT in vitro eine deutliche Reduzierung des transendothelialen elektrischen Widerstandes (TEER), die reversibel ist. Für die Markermoleküle Saccharose, Inulin, Paxlitaxel und Doxorubicin wird die parazelluläre Permeabilität signifikant erhöht.[119] Auch das 12 kDa schwere aktive ZOT-Fragment ΔG sowie die aus nur sechs Aminosäuren (im Einbuchstabencode: FCIGRL) bestehende aktive ZOT-Domäne (AT1002) binden an den ZOT-Rezeptor.[113][120]

Das aus 44 Aminosäuren bestehende OCC2-Peptid bindet selektiv an die zweite Domäne des Tight-Junction-Proteins Occludin, wodurch ebenfalls der parazelluläre Transport erleichtert wird.[121]

Bradykinin, ein aus neun Aminosäuren aufgebautes gefäßerweiternd wirkendes Oligopeptid, bindet an die B2-Rezeptoren der luminalen Seite der Endothelien. Als Folge davon steigt die Konzentration an freien intrazellulären CalciumIonen und der mit den transmembranen Tight-Junction-Proteinen Occludin und Claudin verbundene Aktin-Myosin-Komplex wird aktiviert, wodurch die Tight Junctions geöffnet werden.[7][122][123]

Osmotische Öffnung der Blut-Hirn-Schranke

Schematische Darstellung der durch die Einwirkung von hyperosmolaren Lösungen an der Blut-Hirn-Schranke hervorgerufenen Effekte. Durch die hohe Konzentration im Lumen schrumpfen die Endothelien und die Verknüpfungen der Tight Junctions lösen sich.

Kurz nach der Entdeckung der Tight Junctions wurde 1970 die These aufgestellt, dass die Einwirkung von hyperosmotischen Lösungen auf die Endothelzellen die Blut-Hirn-Schranke öffnen könne.[124] 1980 wurde diese Methode erstmals angewendet[125] und 1984 wurde durch elektronenmikroskopische Aufnahmen der experimentelle Beweis für diese These erbracht. Elektronendichte Marker waren durch die Tight Junctions in das Gehirn diffundiert.[126]

Über die Arteria carotis interna werden hyperosmolare Lösungen, beispielsweise von Mannitol oder Arabinose infundiert. Der unterschiedliche osmotische Druck zwischen den Endothelzellen und der infundierten Lösung bewirkt einen Flüssigkeitsverlust in den Endothelzellen, der zu deren Schrumpfung führt. Durch die Schrumpfung entstehen Zugkräfte zwischen den Zellen, was zu einer Öffnung der Tight Junctions und somit zur Öffnung der Blut-Hirn-Schranke führt.[127][128]

Aufgrund des Konzentrationsgradienten zwischen intravasalem und interstitiellem Raum fließt in größerer Menge Wasser aus dem Plasma ins Gehirn zurück (bulk flow). Dadurch werden im Wasser gelöste Moleküle in das Gehirn eingeschwemmt, wobei ein Ödem entsteht.[125][129][130][131][132]

Die durch die Schrumpfung der Endothelzellen bewirkte Öffnung der Tight Junctions beträgt etwa 20 nm.[132] Dadurch können Moleküle mit einem hydrodynamischem Durchmesser von ebenfalls etwa 20 nm in das Gehirn eindiffundieren.[133] Die Öffnung der Blut-Hirn-Schranke ist bei dieser Methode reversibel. Zehn Minuten bis spätestens zwei Stunden nach der Infundierung ist sie wieder vollständig hergestellt.[134][123] Die Einwirkungszeit der hyperosmolaren Lösung beträgt etwa 30 Sekunden. Durch eine Vorbehandlung mit einem Na+/Ca2+Kanalblocker kann die Öffnungsdauer der Blut-Hirn-Schranke verlängert werden.

Das Verfahren wurde im Tiermodell mit einer Vielzahl von wasserlöslichen Wirkstoffen, Peptiden, Antikörpern, Enzymen und viralen Vektoren für die Gentherapie getestet. Eine Reihe von klinischen Studien zur Therapie von Gehirntumoren in Kombination mit Chemotherapeutika werden in verschiedenen Kliniken durchgeführt.[135] Die Ergebnisse sind für diese Anwendung vielversprechend.[136]

Ultraschall

Das isolierte Gehirn einer Ratte. Die rote Fluoreszenz zeigt die lokal mittels Ultraschall geöffneten Bereiche der Blut-Hirn-Schranke an. Der hochpolare Fluoreszenzfarbstoff kann die unbehandelte Blut-Hirn-Schranke der linken Gehirnhälfte nicht überwinden.

Schematische Darstellung der lokalen Öffnung der Blut-Hirn-Schranke durch fokussierten Ultraschall.

Querschnitt durch das gleiche Gehirn. Die Fluoreszenzverteilung zeigt die Wirkung des Ultraschalls auch in tiefergelegenen Ebenen des Gehirns an.

Magnetresonanztomographie der Ratte während der Behandlung mit fokussiertem Ultraschall. Der mit + gekennzeichnete Bereich zeigt auf die mit dem MRT-Kontrastmittel infiltrierten Bereiche des Gehirns. In die unbehandelten Bereiche kann das hochpolare Kontrastmittel nicht eindringen.

Ebenfalls ein isoliertes Gehirn einer Ratte. Der Farbstoff Trypanblau bei Tageslicht zeigt die mittels Ultraschall geöffneten Bereiche der Blut-Hirn-Schranke an.

Magnetresonanztomographie der Ratte während der Behandlung mit fokussiertem Ultraschall (Seitenansicht von Vorne). Mit + der durch das MRT-Kontrastmittel infiltrierte Bereich des Gehirns. Unterhalb der Schädeldecke, in Dunkelgrau, das Wasserbecken zur Schallübertragung.

Die Blut-Hirn-Schranke lässt sich durch fokussierten Ultraschall öffnen. Dieser Effekt wurde erstmals 1956 nachgewiesen. Die Öffnung der Blut-Hirn-Schranke konnte durch die Anfärbung des Gehirns mit Trypanblau – einem Vitalfarbstoff, der normalerweise die Blut-Hirn-Schranke nicht passieren kann – und durch radioaktiv markiertes Phosphat nachgewiesen werden. Mikroskopisch konnten keine Veränderungen am Endothel beobachtet werden. Die Anwendung des Ultraschalls führte allerdings zu Hirnverletzungen.[137] 1960 wurde dann erstmals die Blut-Hirn-Schranke mit nur einer geringen Schädigung des umliegenden Parenchyms durch Ultraschall geöffnet.[138] Alle diese Versuche wurden mit hochintensivem fokussiertem Ultraschall, mit Leistungen im Bereich von 4000 Watt/cm², durchgeführt. Dabei entstehen Kavitationsblasen, die das Gewebe irreversibel zerstören können.[6]

Fokussierender Ultraschall mit Mikrobläschen

Die Öffnung der Blut-Hirn-Schranke mit Ultraschall und gleichzeitig applizierten Mikrobläschen (Microbubbles) kam 2001 zum ersten Mal zur Anwendung.[139] Der Ansatz dabei ist, dass keine Kavitationsblasen generiert werden müssen, sondern injizierte Mikrobläschen die Funktion der sonst durch die hohe Ultraschallleistung erzeugten Kavitationsblasen übernehmen. Dadurch kann die Leistung des Ultraschalls deutlich reduziert werden; es besteht keine Gefahr mehr den behandelten Schädel, beziehungsweise das umliegende Gewebe, zu überhitzen. Die Technik ist mittlerweile so weit entwickelt, dass bei der Öffnung der Blut-Hirn-Schranke keine Apoptose, keine Ischämie oder sonstige Langzeitschädigung im Gehirn nachzuweisen sind. Wenige Stunden nach der Behandlung ist der alte Zustand der Blut-Hirn-Schranke wiederhergestellt.[6]

Der Fokus des Ultraschalls kann auf beliebige Areale im Gehirn gerichtet werden. Dadurch kann die Blut-Hirn-Schranke selektiv, auf bestimmte Hirnareale begrenzt, geöffnet werden. So können applizierte Wirkstoffe gezielt in diese Areale diffundieren.[140] Die behandelten Areale lassen sich durch eine simultan laufende Magnetresonanztomographie (MRT) genau verfolgen. Dabei dringt das für die MRT verwendete Kontrastmittel, beispielsweise Gadopentetat-Dimeglumin, nur durch die geöffneten Areale der Blut-Hirn-Schranke in das Gehirn ein. Diese Bereiche werden dadurch im MRT deutlich sichtbar hervorgehoben. Das hochpolare Gadopentetat-Dimeglumin ist nicht in der Lage die ungeöffneten Bereiche der Blut-Hirn-Schranke zu passieren.

Im Tiermodell Maus werden bei der Anwendung von fokussiertem Ultraschall mit Mikrobläschen Frequenzen im Bereich von 0,5 und 2 MHz[141] mit kurzen Pulslängen im Millisekundenbereich und Wiederholfrequenzen im Bereich von 1 Hz, über einen Zeitraum von weniger als einer Minute angewendet.[142] Der optimale Frequenzbereich liegt unterhalb von 1 MHz.[143] Die akustische Leistung beträgt weniger als ein Watt. Die verwendeten Mikrobläschen sind meist zugelassene Kontrastmittel aus der kontrastmittelverstärkten Sonographie. Sie haben typischerweise einen Durchmesser von 3 bis 4,5 µm, bestehen beispielsweise aus Humanalbumin und sind mit Perfluorpropan oder ähnlichen Schwergasen gefüllt.[144]

Mechanismus

Der Mechanismus zur Öffnung der Blut-Hirn-Schranke durch die Anwendung von fokussiertem Ultraschall, zusammen mit Mikrobläschen, ist noch nicht vollständig aufgeklärt. Die Wechselwirkung von Ultraschall und Mikrobläschen spielt dabei eine große Rolle und führt in vivo zu einer Reihe von biologischen Effekten.[145] Eine wesentliche Rolle scheinen dabei Scherkräfte zu spielen, die durch Mikroströmungen erzeugt werden. Diese Mikroströmungen selbst kommen von Oszillationen der Mikrobläschen im Ultraschallfeld.[145] Von den Endothelien selbst ist wiederum bekannt, dass sie auf Scherkräfte dynamisch reagieren können und Scherkräfte eine kritische Größe für die Homöostase sind.[146] Elektronenmikroskopische Aufnahmen von Kapillargefäßen so behandelter Versuchstiere zeigen sowohl einen transzellulären als auch einen parazellulären Transport von entsprechenden Markermolekülen (Meerrettichperoxidase). Bei dem transzellulären Transport handelt es sich im Wesentlichen um Transzytose. Der parazelluläre Transport wird durch einen komplexen Desintegrationsprozess initiiert, bei dem die Tight Junctions ihre Funktion verlieren.[147]

Die so geöffnete Blut-Hirn-Schranke ist durchlässig für niedermolekulare Chemotherapeutika, wie beispielsweise Doxorubicin[148] und Antikörper, wie Trastuzumab.[149][150][151] Auch die prinzipielle Machbarkeit des Transports von Genen in das Gehirn wurde mit dieser Methode im Tiermodell nachgewiesen.[152][144] Das Verfahren zur Öffnung der Blut-Hirn-Schranke mit Ultraschall und gleichzeitig applizierten Mikrobläschen ist noch ein sehr junges Verfahren. Bisher wurde es nur an Versuchstieren erprobt. Bis zu einer möglichen Zulassung des Verfahrens am Menschen vergehen erfahrungsgemäß noch viele Jahre.

Die für die Bildgebung in der Diagnostik verwendete nicht-fokussierte Ultraschallstrahlung (Sonographie) beeinflusst die Integrität der Blut-Hirn-Schranke – auch bei der Gabe von Kontrastmitteln – nicht.[153]

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https://www.zentrum-der-gesundheit.de/autismus-paracetamol-schwangerschaft-ia.html

Autismus

Autismus-Gefahr durch Paracetamol in der Schwangerschaft

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 21.02.2019
Autismus-Gefahr durch Paracetamol in der Schwangerschaft
© fotolia.com/nd3000

Schwangere Frauen leiden häufig an Rückenschmerzen, Kopfweh oder leichtem Fieber. Nicht selten wird dann ein frei verkäufliches Schmerzmittel eingenommen. Oft ist es Paracetamol. Eine Studie aus Norwegen hat jetzt jedoch Zusammenhänge zwischen dem häufigen Gebrauch von Paracetamol in der Schwangerschaft und autistischen Symptomen beim Kind gefunden. Offenbar kann das Schmerzmittel die frühkindliche Entwicklung beeinträchtigen und sollte besser gemieden oder durch andere Präparate ersetzt werden.

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

Paracetamol – Beliebtes Schmerzmittel auch in der Schwangerschaft

Man geht davon aus, dass 65 Prozent aller schwangeren Frauen während der Schwangerschaft das frei verkäufliche Schmerz- und Fiebermittel Paracetamol (Acetaminophen) einnehmen.

Paracetamol und Autismus: Die Studie

Doch wurde genau dieses Präparat in einer neuen Studie aus Norwegen mit frühkindlichem Autismus in Verbindung gebracht. Die Studie wurde im Dezember 2013 im Fachmagazin International Journal of Epidemiology veröffentlicht.

Werdende Mütter, die während ihrer Schwangerschaft das Medikament gegen Kopfschmerzen und leichte Fieberschübe eingenommen hatten, brachten demnach im Vergleich zu schwangeren Frauen, die dieses Medikament nicht schluckten, mit einer höheren Wahrscheinlichkeit Kinder zur Welt, die autistische Symptomen entwickelten. Dazu gehörten Verhaltensstörungen, schlechtes Sprachvermögen, schlecht ausgebildete motorische Fähigkeiten sowie Kommunikationsdefizite.

Die Studie umfasste Daten von 48.000 norwegischen Kindern, deren Mütter an einer Umfrage über ihre Medikamentengewohnheiten in der 17. und der 30. Woche ihrer Schwangerschaft teilnahmen. Zudem wurden weitere Daten sechs Monate nach der Entbindung erhoben.

In einem nächsten Schritt wurde mit Beginn des dritten Lebensjahres die geistige Entwicklung der Kinder untersucht. Die so erhaltenen Ergebnisse konnten jetzt in Zusammenhang mit der Medikamenteinnahme in der späten Schwangerschaftsphase gebracht werden.

Häufige Paracetamol-Einnahme erhöht Autismus-Risiko beim Kind

Dabei fanden die Forscher heraus, dass ungefähr 4 Prozent der Frauen während der Schwangerschaft für mindestens 28 Tage Paracetamol eingenommen hatten. Die Kinder dieser statistischen Untergruppe wiesen gleichzeitig überdurchschnittlich häufiger Entwicklungs- und Verhaltensstörungen auf als Kinder, deren Mütter seltener bzw. gar kein Paracetamol zu sich nahmen.

Die Kinder der Paracetamol-Mütter fingen überdies später zu laufen an und zeigten in psychologischen Tests schlechtere Kommunikations- und Sprachfähigkeiten.

 

„Unsere Ergebnisse deuten an, dass Paracetamol nicht so harmlos ist, wie wir immer angenommen haben“, erklärte Ragnhild Eek Brandlistuen, die Studienleiterin an der Universität Oslo. „Der längerfristige Gebrauch von Acetaminophen erhöhte in unserer Studie das Risiko auf Verhaltensstörungen um bemerkenswerte 70 Prozent.“

Hersteller besteht auf Unbedenklichkeit

Der Hersteller der amerikanischen Variante des Medikaments – Johnson & Johnson – besteht selbstverständlich darauf, dass dem Medikament ausführlich und mehrfach seine Unbedenklichkeit attestiert worden sei und dass das Präparat bislang auch nicht mit Fehlgeburten in Verbindung gebracht wurde.

Die norwegische Studie weist jedoch auf autistische Störungen hin, nicht auf Fehlgeburten. Und wenn ein Medikament keine Frühgeburten auszulösen imstande ist, dann bedeutet das sicher nicht gleichzeitig, dass es keine autistischen Symptome verursachen kann.

Schlussendlich verkündete der Paracetamol-Hersteller dann noch in einer Presseerklärung: „Wir empfehlen immer, dass die Verbraucher eingehend die Packungsbeilagen lesen und die darin enthaltenen Empfehlungen einhalten sollten, wenn sie eines unserer verschreibungsfreien Medikamente einnehmen. Zusätzlich geben wir in den Beilagen zu bedenken, dass schwangere und stillende Frauen vor dem Gebrauch einen Arzt aufsuchen sollten.“

Bei Schmerzen in der Schwangerschaft auf Alternativen ausweichen

Die Autoren der norwegischen Studie verglichen ausserdem Paracetamol mit anderen weit verbreiteten Schmerzmitteln wie etwa Ibuprofen. Letzteres scheint keine derartigen Einflüsse auf die frühkindliche Entwicklung zu haben, wie das bei Paracetamol der Fall ist.

In einem Kommentar zur betreffenden Studie gab Ann Z. Bauer, eine Doktorandin an der Lowell School of Health and Environment der University of Massachusetts zu Protokoll, dass schwangere Frauen besser auf die Einnahme von Paracetamol verzichten und stattdessen auf Alternativen zurückgreifen sollten.

Ihre eigenen Forschungsergebnisse deuten ebenfalls darauf hin, dass Acetaminophen die genannten Symptome sowie zahlreiche andere Symptome bei Kindern auslösen könne, die allesamt in das Krankheitsbild „Autismus“ eingeordnet werden können.

Paracetamol kann Glutathionvorräte des Körpers erschöpfen

Weitere Untersuchungen haben gezeigt, dass Paracetamol die natürlichen Glutathion-Reserven des Körpers auszehren kann. Glutathion ist ein äusserst wichtiges körpereigenes Antioxidans, welches Schädigungen durch freie Radikale abschwächt und somit unseren Organismus vor oxidativen Schäden, Entzündungen und schweren Hirnschäden sowie vielen anderen Schädigungen schützt.

Da Paracetamol für die Leber überaus toxisch ist, führt die Einnahme von Paracetamol dazu, dass der Körper grosse Mengen an Glutathion dafür einsetzen muss, um diese Toxizität abzuschwächen. Für andere wichtige Aufgaben bleibt dann nur noch wenig Glutathion übrig. Es könnte sich folglich ein regelrechter Glutathionmangel entwickeln.

Bei einem Glutathionmangel jedoch neigt der Organismus eher dazu, Symptome auszubilden, die mit Autismus in Verbindung gebracht werden können als bei guter Glutathionversorgung.

Viele Kinder mit autistischen Störungen können genetisch bedingt nur wenig Glutathion produzieren, so dass Paracetamol möglicherweise bei eben diesen Kindern in der Lage ist, Autismus auszulösen oder die entsprechenden Symptome zu verstärken.

Natürlich sollte man das Medikament nicht nur bei sich selbst während der Schwangerschaft meiden. Da es häufig auch kleinsten Kindern gegen Fieber verabreicht wird, ist hier grosse Vorsicht geboten.

Fieber entsteht bei Säuglingen und Kleinkindern besonders gerne nach Impfungen. Und genau dann verordnen manche Kinderärzte Paracetamol zur Fiebersenkung.

Wenn Kinder jedoch auf Paracetamol empfindlich reagieren, dann können sich jetzt autistische Symptome entwickeln. Details dazu sowie die passende Studie hatten wir im Artikel Ist die Masern-Impfung sinnvoll? besprochen.

 

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 – – – – – AIDSzzzzz – – – – – Wie lange wird sich diese BÖSARTIGE TÄUSCHUNG noch HALTENzzzziii

tube.com/watch?v=AGUDOcennvw

Virus-Wahn – Vortrag von Dr. med. „Claus Köhnlein“

Kary B. Mullis – CDC – 

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tube.com/watch?v=ZU1Yez1UA2g

Nobelpreisträger zweifeln an AIDS.avi

Kary B. Mullis

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utube.com/watch?v=QmZ_DPRx808

das kartenhaus  – house of numbers  – die AIDS verschwörung youtube  – original

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ICH „GLAUBE““ der ERREGER der…..ist gefunden wordenzzzziiiii

Die Aids Rebellen – AIDS wird nicht von HI-Viren verursacht!

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Impfkritische Ärzte werden mundtot gemacht! – Interview Dr. med. „J. Loibner“

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Was HILFT hat KEINE NEBEN-WIRKUNGENiiiizzz  – – –MAFIA-MONSATAN-PSEUDO-BETRUGs-WISSENSCHAFT„“

utube.com/watch?v=kGKkpMb5eoE

Masern-Virus vor Gericht

ANKLAGE wegen UN-WISSENs und SCHWERE „IN-KOMPETENZ“ und somit „BÖSARTIGE VERSCHLEIERUNG“ „im VERZUG“ – – –  es wird  die AUF-KLÄRUNG unterdrückt damit wichtige INFORMATIONEN über die „PSEUDO-IMPF-WISSENSCHAFT““ nicht in die ÖFENTLICHKEIT kommen  PFUI PFUI PFUI  >>>“David Bardens““<<< ist  EIN mieser BETRÜGER wie die ANDEREN 30 000zzziiii  –   – …“ES gibt KEINEN ANLAß zu ZWEIFELN WEGEN 30 000 anderer BETRÜGER vom SCHLAGE seines GLEICHEN““

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Jeder kann die NICHT-Existenz der Viren selbst überprüfen!

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Hans U. P. Tolzin: Warum eine Impfpflicht gegen Masern völliger Blödsinn ist!

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Belegt: Masernausbrüche trotz 99% Impfrate! – Schwere Impfschäden, von denen Sie kaum was erfahren

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Ungeimpfte Kinder sind laut Studien gesünder als geimpfte!

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„IMPF-ZWANG““ – GANZ im SINNE MON-SATANs  – – ist erst alles KONTAMINIERT kann nicht mehr festgestellt werden ob „“BIO-NAHRUNGs-MITTEL““ gesünder sindzzzziii

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Staatliche Studie beweist: Ungeimpfte sind gesünder!

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Impfpflicht? Geht nicht!! Arzt erklärt warum

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utube.com/watch?v=yuF-eTOGeRA

UnGeimpft– wächst der Widerstand ? Trailer

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tube.com/watch?v=lWc6IZtI3ks

Aufklärungsfilm über Impfungen treibt Angstschweiß auf die Stirn des Pharmakartells

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tube.com/watch?v=TG7OyKg0dFk

Impfen: Jeder Stich verletzt –  der letzte tötet! Neue ExpressZeitung Nr. 18

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utube.com/watch?v=jye

Rechnet nach 30 Jahren als Arzt mit seinem Berufsstand ab – „Gerd Reuther“ – Radiologe – SWR1 Leute

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5 G die „Mikro-Wellen-Waffe“ Elektro-Smog – „Heiße – Gespräche““

be.com/watch?v=PF9tV05laRA

5G – Aluminium und Quecksilber Auswirkungen

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ube.com/watch?v=lAFl_4ngscI

Elektrosmog ist messbar – Detecting E-smog

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tube.com/watch?v=ofXyRV73xaw

Dr. Klinghardt zu Geoengineering – Impfungen – Entgiftung (Kurzversion)

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ube.com/watch?v=9-Mp5ZIipPY

Dr. Klinghardt: Chemtrails – Alu – Glyphosat  etc – Teil 2

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tube.com/watch?v=C-KctZLyVM0

Dr. med. Dietrich Klinghardt – Borreliose – Die Seuche des 21. Jahrhunderts ?

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utube.com/watch?v=29G_EVDoHVE

Synthetische Biologie und Lyme-Borelliose – Dr. Klinghardt

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utube.com/watch?v=IVXmrN6ZHKc

§ Warum wir Parasiten haben – Dr. D. Klinghardt §

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GePLANT FÜR  — 2025  — — 2025  — — 2025  — — 2025  —  — 2025  — WETTER-KONTROLLE oder WETTER -MODIFIKATION

HAARP  – „GEO-ENGINEERING““ – und WIE das WETTER SCHON JETZT  – geSTEUERT wird

tube.com/watch?v=g-XaSho4t7I

GEO-ENGINEERING- „EU““ – Konferenz am „9.4.2013““

„Grüner“ – „Werner SCHULZ“ – – Chemtrails – „Geo-Engineering““ –  – Grüner Politikerspricht über GEO-ENGINEERING

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Die SATANISCHE ELITEN-WISSENSCHAFT entlarvt sich

Ganz nach MON-SATAN-BAYER-STYLEGLYPHOSAT VERURSACHT KREBS GUT das BAYER ein „MEDIKAMENT““  dagegen zu VERKAUFEN hat – – – – – – WETTER-MODIFIKATION unter VERWENDUNG von verdecktem   „GEO-ENGINEERING“ verursacht WETTER-ANOMALIEN und MANIPULIERT  das WETTER SO daß sie von DÜRREN…. SPRECHEN  KÖNNEN und ANGST erzeugen um dann als KONSEQEUNZ ihr GEGEN-MITTEL anzuPREISEN in diesem FALLE dann „KLIMATE-GEO-ENGINEERING““ – „WETTER-Be-HERRSCHUNG für 2025″“

ube.com/watch?v=ufPfdi0l2Ng

Schweizer-Radio erklärt Chemtrails (Geo Engineering)

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utube.com/watch?v=XQnfUt0yeWo

über die Trockenheit 2018 und die Ursache

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utube.com/watch?v=dnTYzXbuLhY

„KRIEGs-WAFFE““ – – – – – „WETTTER“

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Chemtrailflieger voll erwischt  – besser kann man es kaum beweisen

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tube.com/watch?v=qquc01_LFiw

Chemtrail Flieger zieht merkwürdige Spur am Himmel !

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utube.com/watch?v=Un0eal94lEg

Berateraffäre –  SPD blockiert Untersuchungsausschuss !

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UN-ABHÄNIG werden von einer mit 100 PROZENT SCHWACH-STELLEN-BEHAFTETEN DIGITALEN ILLUSSIONiiiz

„MONO-POLI“-SMUS““ LÄßt Grüßen – ZUM SCHLUß BLEIBT nur NOCH  das  digitale „RAUB-TIER““ ÜBRIGzzzziiii

Online-Handel und Großkonzerne treiben kleine Läden in den Ruin

Innenstädte drohen zu veröden

Online-Handel und Großkonzerne treiben kleine Läden in den Ruin

In Deutschland geben immer mehr kleine Geschäfte auf. Augenscheinlich wird dies vor allem bei Bäckereien und Metzgereien. Ein Hauptgrund ist der Siegeszug des Online-Handels.

Stuttgart: Ein Bäcker bearbeitet schwäbische Brezeln vor dem Backen. (Foto: dpa)

Stuttgart: Ein Bäcker bearbeitet schwäbische Brezeln vor dem Backen. (Foto: dpa)

Die Stimmung im deutschen Einzelhandel trübt sich ein. Nur noch weniger als ein Drittel der Einzelhändler in Deutschland rechnet nach einer aktuellen Umfrage des Handelsverbandes (HDE) in diesem Jahr mit wachsenden Umsätzen, wie der Verband am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte. Damit sind die Händler deutlich pessimistischer als noch vor zwölf Monaten.

Dabei sind die Rahmenbedingungen für den Einzelhandel eigentlich gar nicht so schlecht. Nach der jüngsten HDE-Prognose dürfen die Händler insgesamt in diesem Jahr mit einem Umsatzzuwachs von 2 Prozent auf über 537 Milliarden Euro rechnen.

Doch verteilt sich das Wachstum höchst ungleich. Wachstumstreiber dürfte weiter der Online-Handel sein – mit einem erwarteten Umsatzplus von rund 9 Prozent. Für den stationären Handel mit seinen rund 450 000 Geschäften rechnet der HDE dagegen lediglich mit einem Wachstum von 1,3 Prozent. Das heißt: Bereinigt um die Preissteigerung dürfte das Geschäft dort im besten Fall stagnieren, vielleicht sogar geringfügig schrumpfen.

Das trifft der HDE-Umfrage zufolge vor allem kleinere Händler mit bis zu 20 Beschäftigen. Sie rechnen der Umfrage zufolge in diesem Jahr mehrheitlich mit Umsatzrückgängen. Dabei spielen die kleinen Händler für das Stadtbild nach wie vor eine große Rolle: Denn sie stellen die Mehrheit aller Geschäfte.

Deutlich optimistischer blicken größere Händler in die Zukunft. Das gilt schon für Händler mit mehr als 20 Beschäftigten, erst recht aber für Händler mehr als 100 Mitarbeitern – wohl auch, weil sie oft stationäre und Online-Angebote verbinden.

Die dpa berichtet über den Trend anhand des Filialsterbens bei den Bäckereien und Metzgereien:

Viele seiner Kollegen haben in den vergangenen Jahren aufgegeben. Bäcker Jürgen Fink trotzt dem Trend. «Backen mit Liebe und Zeit» ist das Motto seines Betriebs im hessischen Steinau an der Straße mit drei Filialen und mehreren Marktständen. Seit 276 Jahren gibt es den Familienbetrieb in dem Mittelalterstädtchen, der heutige Chef übernahm ihn Mitte der 1990er-Jahre von seinem Vater. Fink versuchte sich das alte Handwerk wieder beizubringen. «Wir verzichten auf jegliche Zusätze und machen alles selbst.»

Nach Lernerfahrungen und einer wirtschaftlichen Durststrecke zeige der Trend seit Jahren aufwärts. «Wir haben uns unsere Kundschaft über Jahre erarbeitet», berichtet der 50-Jährige. Inzwischen bezieht er sein Getreide direkt von Bauern aus der Region. Durch den Verzicht auf den Zwischenhandel sei das Endprodukt kaum teurer als in konventionellen Bäckereien – trotz des etwas höheren Einkaufspreises des Getreides, das er meist in Bio-Qualität einkauft.

Doch die Konkurrenz schläft nicht: «Wenn hier eine Großbäckerei mit einer ihrer hübsch designten Filialen nebenan aufmacht, könnte mir das schon Probleme machen», meint Fink. Auch die Discounter mit ihren Billig-Backwaren machen ihm Sorgen. Grundsätzlich sind die Bedingungen aus seiner Sicht für kleine Handwerksbetriebe unfair. Handarbeit sei gegenüber Maschinenarbeit steuerlich deutlich schlechter gestellt: «Ich habe mit meiner Arbeitsweise erhebliche Lohnkosten, eine Maschine könnte ich steuerlich zu 100 Prozent abschreiben», argumentiert Fink.

Viele Bäcker, aber auch Fleischer haben im Laufe der Zeit aufgegeben. Innerhalb von zehn Jahren verschwanden unter dem Strich jeweils etwa 30 Prozent der Betriebe in Deutschland. Waren im Jahr 2008 bundesweit rund 15 337 Bäckereien in der Handwerksrolle eingetragen, waren es Ende 2018 noch 10 926. Die Zahl der Fleischereibetriebe verringerte von 18 320 auf 12 897.

Vor allem Nachwuchssorgen belasten die beiden größten Zweige des deutschen Lebensmittelhandwerks. «Den elterlichen Betrieb übernimmt nur noch, wer dies wirklich will», berichtet Herbert Dohrmann, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Fachverbände des Lebensmittelhandwerks. Früher seien die Betriebe teils aus Pflichtgefühl, teils auch mangels Alternativen innerhalb der Familie weitergeführt worden.

«Wer von seinem Beruf begeistert ist und ein Unternehmen neu gründen möchte, hat es hingegen schwerer als früher», erläutert Dohrmann, der auch Präsident des Deutschen Fleischer-Verbandes ist. «Die Hürden, seien es die bürokratischen oder die finanziellen, sind nicht gerade niedriger geworden.» Der direkten Konkurrenz durch Supermärkte und Discounter entzögen sich viele handwerklich arbeitende Bäcker und Fleischer mittlerweile, indem «sie sich im gehobenen Segment eingerichtet haben».

Wettbewerb herrscht trotzdem, beispielsweise um Auszubildende und Fachkräfte. «Inzwischen suchen alle Unternehmen der Wirtschaft – nicht nur im Handwerk – aber auch Institutionen und Organisationen, händeringend nach Fachkräften beziehungsweise Auszubildenden», berichtet Dohrmann. Nach Daten des Bundesinstituts für Berufsbildung blieben im vergangenen Jahr 906 Lehrstellen in Bäckereien unbesetzt. Den Fleischerbetrieben fehlten 894 Azubis.

Hinzu kommen aus Dohrmanns Sicht Belastungen durch Bürokratie. «Gesetzliche Vorschriften, die auf Großunternehmen zugeschnitten sind, werden auf Familienbetriebe mit zehn Mitarbeitern angewandt, wie zum Beispiel beim neuen Verpackungsgesetz.» Überdies profitierten große Unternehmen eher von Erleichterungen, wie bei der EEG-Umlage. Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz werden die Kosten für den Ausbau von Ökostrom über eine Umlage finanziert. Das Gesetz gewährt jedoch Nachlässe für Unternehmen, die sehr viel Strom verbrauchen, zum Beispiel Stahlwerke.

Nach Einschätzung Dohrmanns wird der Trend zu weniger, aber eher größeren Betrieben anhalten. Hatte 1970 ein durchschnittlicher Metzger 5,9 Beschäftigte, waren es 2018 im Schnitt 11,7 Mitarbeiter. «Die Geschäfte laufen gut, die Betriebe könnten weiter wachsen», berichtet der Verbands-Präsident. «Das Problem ist der Mangel an qualifiziertem Personal und an Nachwuchskräften, aus denen eine neue Generation von Inhabern entstehen müsste.»

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Bundesregierung: Staatssekretär hat keinen Interessenkonflikt wegen Goldman Sachs

Geplatzte Fusion

Bundesregierung: Staatssekretär hat keinen Interessenkonflikt wegen Goldman Sachs

Der frühere Goldman Sachs-Mann Jörg Kukies war einer der treibenden Kräfte bei der angestrebten Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank.

Das Logo der Deutschen Bank. (Foto: dpa)

Das Logo der Deutschen Bank. (Foto: dpa)

Die Bundesregierung hat die Rolle von Finanz-Staatssekretär Jörg Kukies bei den gescheiterten Fusionsgesprächen von Deutscher Bank und Commerzbank verteidigt. Kukies sei im Rahmen seiner vorherigen Tätigkeit bei der Investmentbank Goldman Sachs nicht für die Beratung von Unternehmen bei Zusammenschlüssen zuständig gewesen, hieß es in einer Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage des FDP-Abgeordneten Frank Schäffler, die Reuters am Freitag vorlag. Sein Arbeitsverhältnis zu Goldman sei zudem vollständig beendet. „Es bestehen keine Abmachungen hinsichtlich einer Rückkehr von Herrn Dr. Kukies zu seinem früheren Arbeitgeber.“

Die FDP zielte bei der Anfrage, die vom Finanzministerium beantwortet wurde, auf mögliche Interessenkonflikte. Die Fusionsgespräche der beiden größten deutschen Privatbanken wurden diese Woche beendet. Unklar ist noch, wie der Plan B für beide Institute aussieht.

Kukies und Finanzminister Olaf Scholz galten als Treiber der Gespräche. Sie bemängeln, dass Deutschland keine Bank habe, die im globalen Wettbewerb wirklich mithalten könne. „Die aktuell schwache Ertragslage stellt eine große Herausforderung für den deutschen Finanzsektor dar“, hieß es in der Antwort der Regierung an die FDP. Die Gründe dafür lägen im von der EZB geschaffenen Niedrigzinsumfeld und dem intensiven Wettbewerb in der Branche. Der Bund ist seit der Rettungsaktion mit Steuermilliarden in der Finanzkrise mit gut 15 Prozent größter Anteilseigner der Commerzbank.

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