„Zika-Virus“ – „Larvengift Pyriproxyfen (SumiLarv)“ – Monsanto – Brasiliens Bundesstaat verbietet Insektizid, da mögliche Ursache für Mikrozephalie – „Bill-Gates-Stiftung“ – britische Firma Oxitec – gentechnischmanipulierter Insekten – „Frankenstein-Mücken“ – „Genetisch veränderte Moskitos“ werden vermutlich in den nächsten 1-2 Monaten in den „Florida Keys“ in die Natur ausgesetzt – „HPV-Impfung“

(<Was mischt sich jetzt der >Pontifex< zu einem „wissenschaftlichen Thema“ ein — nicht das Zika-Virus ist die SEUCHE sondern „MONSANTO und Konsorten“>)

 

netzfrauenhttps://netzfrauen.org/2016/02/16/38745/#more-38745

Nachdem Forscher aus Argentinien und Brasilien vermuten, dass für die kranken Säuglinge gar nicht das Zika-Virus, sondern das Larvengift Pyriproxyfen verantwortlich sein könnte, stoppt Brasiliens südlichster Staat die Verwendung des chemisches Larvenschutzmittels.Die lokale Regierung in Rio Grande do Sul,beschloss, am Samstag die Verwendung von Pyriproxyfen vorerst zu beenden, bis eine andere Anweisung aus dem Gesundheitsministerium erfolgt.Das Larvengift wird unter dem Namen SumiLarv vom japanischen Pharmakonzern Sumitomo Chemical hergestellt, ein strategischer Partner von Monsanto. Auf der Website des Unternehmens heißt es, das Risiko für Säugetiere, Vögel und Fische sei minimal, man könne das Mittel auch ins Trinkwasser geben. Allerdings ist die empfohlene Dosis mit 0,01 mg Wirkstoff pro Liter Wasser extrem gering – auf die Gefahren einer möglichen Überdosierung wird nicht hingewiesen.SumiLarv kommt seit Jahren auch bei Obstbauern in Südafrika, Israel, Italien und Spanien zum Einsatz – allerdings in erster Linie auf den Feldern, nicht im Trinkwasser. Die brasilianischen Behörden versichern, das Mittel sei unbedenklich. Auch die WHO empfiehlt den Wirkstoff zur Mückenbekämpfung. Jetzt ist also dringend weitere Forschung nötig, damit wir endlich wissen, ob das Zika-Virus oder ein Insektengift oder ein ganz anderer Faktor für behinderte Babies in Brasilien verantwortlich ist.Bevor wir uns in Europa gegen die neueste Bedrohung durch das Zika-Virus impfen lassen – der Impfstoff ist ja bereits intensiv in Arbeit, nachdem hier ja ein weltweiter Gesundheitsnotstand zu drohen scheint – lohnt es sich, sich vielleicht alternative Berichte zu den Ursachen dieser Krankheit zu Gemüte zu führen. Da wir diese bis jetzt nur in internationalen Medien fanden, haben wir den Artikel aus GM Watch für Sie übersetzt. Der Artikel lässt vermuten, dass die Wahrscheinlichkeit, dass wir uns in Europa von Zika bzw. Mikrozephalie betroffen sein werden, doch äußerst gering ist. Aber … entscheiden dürfen Sie selbst. Wir liefern nur die uns verfügbaren Informationen.

Ärzte in Argentinien und Brasilien verdächtigen Insektizid als Ursache für Mikrozephalie

Nachdem die zunächst vermutete Verbindung zwischen dem Zika-Virus und dem Ausbruch von Mikrozephalie in Brasilien bei neugeborenen Babys zunehmend schwächer wird, weisen Ärzte in Lateinamerika jetzt auf eine andere mögliche Ursache hin: Pyriproxyfen, ein Pestizid, das in Brasilien seit 2014 verwendet wird, um die Entwicklung von Moskitolarven in Trinkwasser-Tanks zu unterbinden. Ist es möglich, dass sich das „Heilmittel“ als Gift herausstellt?

Die Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass der Mikrozephalie-Ausbruch im verarmten Norden Brasiliens durch das Zika-Virus verursacht sei, wurde bisher kaum in Frage gestellt.

Der brasilianische Gesundheitsminister Marcelo Castro ging sogar soweit zu sagen, dass er sich „100%ig sicher sei“, dass es einen Zusammenhang zwischen Zika und Mikrozephalie gibt, einem Geburtsschaden, bei dem Babys mit einem zu kleinen Kopf auf die Welt kommen.

Diese Ansicht wird von Medizinern weltweit unterstützt, u. a. auch vom einflussreichen Center for Disease Control in den USA. Es gibt jedoch keine harten Fakten, die als Beweise für einen Zusammenhang dienen, man verfügt nur über eine Mischung aus epidemiologischen Indikationen und Indizien beweisen.

Eines der führenden wissenschaftlichen Dokumente  von A. S. Oliveira Melo et al. im Journal Ultrasound in Obstetrics & Gynecology fand das Zika-Virus im Fruchtwasser und anderen Geweben der betroffenen Babys und ihren Müttern. Aber dafür wurden nur zwei Frauen untersucht – bei weitem nicht ausreichend, um einen statistisch signifikanten Zusammenhang daraus abzuleiten.

Die New York Times berichtete am 3. Februar über die Ergebnisse der Analysen des brasilianischen Gesundheitsministeriums:Von den bisher untersuchten Fällen haben sich 404 als Mikrozephalie bestätigt. Nur 17 davon testeten dabei auch Zika-positiv. Aber die Regierung und zahlreiche Forscher sagten, dass die Zahl irrelevant sein könne, da ihre Tests nur in einem kleinen Teil der Fälle das Zika-Virus nachweisen könnten.“

Vor kurzem konnte man der Washington Post entnehmen, dass Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos eine völlig andere Ursache für Mikrozephalie sieht – und er brachte ein überzeugendes Argument. Laut Aussage von Santos haben die Gesundheitsbehörden des Landes bis dato 3177 schwangere Frauen gefunden, die mit dem Zika-Virus infiziert seien. Bei keinem der Föten ließ sich jedoch Mikrozephalie nachweisen.

Argentinische Ärzte: Das Insektizid ist die Ursache

Gerade wurde ein neuer Bericht einer argentinischen Ärzte-Organisation Physicians in the Crop-Sprayed Towns (PCST), [1] veröffentlicht. Dieser stellt nicht nur die These der Zika-Virusepidemie in Brasilien als Ursache für Mikrozephalie bei Babys in Frage, sondern bietet auch eine alternative Erklärung dafür.

Laut PCST habe das Ministerium die Tatsache übersehen, dass in der Gegend, in der die meisten betroffenen Personen leben, ein chemisches Larvenschutzmittel seit 2014 im Trinkwasser ausgebracht wird. Dieses führt bei Moskitos zu Missbildungen.

INFOBOX

Pyriproxifen ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Juvenilhormon-Analoge, der bei Katzen und Hunden gegen Flöhe eingesetzt wird. Es hemmt die Entwicklung der Eier und Larven, tötet die erwachsenen Flöhe jedoch nicht direkt ab. Das Arzneimittel wird als Lösung zum Auftragen (Spot-on-Präparat) zwischen den Schulterblättern auf die Haut verabreicht und ist 3 Monate wirksam. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören lokale Hautreaktionen wie Rötungen und Juckreiz. Quelle 

Mit Erlass der Richtlinie 2013/5/EU vom 14. Februar 2013 liegt ein Entscheid vor, den Wirkstoff Pyriproxyfen ab 1. Februar 2015 in die entsprechende Liste (Anhang I der Richtlinie 98/8/EG) für die Produktart 18 (Insektizide) aufzunehmen. Die Abgabe von Biozidprodukten, die den Wirkstoff Pyriproxyfen enthalten, ist somit in der EU (die Schweiz hat diese Bestimmung übernommen) für die Produktart 18 (Insektizide) weiterhin (vorerst befristet bis 31. Januar 2025) erlaubt. Quelle RICHTLINIE 2013/5/EU DER KOMMISSION vom 14. Februar 2013

Pyriproxyfen wird in einem vom Staat kontrollierten Programm verwendet, um Moskitos zu töten, die Krankheitserreger verbreiten. Die Ärzte wiesen darauf hin, dass Pyriproxyfen von Sumitomo Chemical hergestellt wird, einem ’strategischen Partner‘ von Monsanto in Japan – einem Unternehmen, dem man  – auf Grund der ungeheuren Mengen an Pestizidausbringung auf den Getreideflächen Argentiniens –  gelernt habe zu misstrauen. Der Beleg, dass Sumitomo Chemical ein’strategischen Partner‘ von Monsanto ist: Sumitomo Chemical and Monsanto Expand Weed Control Collaboration to Latin America 

Pyriproxyfen unterbricht das Wachstum bei Moskitolarven, ändert den Entwicklungsprozess von der Larve über die Puppe zum ausgewachsenen Insekt, indem es für Fehlbildungen bei den sich entwickelnden Moskitos sorgt und sie damit tötet. Es agiert als Juvenoid und verhindert die Entwicklung der Charakteristiken, die für ausgewachsene Insekten (wie z.B. Flügel oder externe Genitalien) typisch sind, sowie die Reproduktionsfähigkeit.

Die Chemikalie hat ein vergleichsweise niedriges Risikoprofil mit niedriger Toxizität, wie man den WHO-Dokumenten entnehmen kann. Laut Tests, die Sumitomo an zahlreichen Tieren durchgeführt hat, gab es keine Geburtsfehler bei Säugern, an denen es getestet wurde. Das kann jedoch nicht als absolut zuverlässiger Indikator über die Wirkung auf Menschen übertragen werden – insbesondere, wenn es anderslautende Beweise gibt.

Das PCST kommentiert:Dass Fehlbildungen bei Tausenden Kindern auftreten, die von Frauen geboren wurden, die genau aus den Gegenden stammen, in denen der brasilianische Staat Pyriproxyfen ins Trinkwasser gemischt hat – das kann kein Zufall sein – auch wenn das Gesundheitsministerium das Zika-Virus direkt dafür verantwortlich macht.“

Sie stellten ebenfalls fest, dass Zika tradionell als relativ harmlose Krankheit galt, die bisher noch nie mit Geburtsfehlern in Zusammenhang gebracht wurde, selbst in Gegenden, in denen 75% der Bevölkerung davon betroffen sind.

Auch Brasiliens Ärzte verdächtigen Pyriproxyfen

Pyriproxyfen ist erst seit kurzem in der Umwelt Brasiliens zu finden, der Anstieg an Mikrozephalie-Fällen ist ein relativ neues Phänomen. Daher scheint dieses Larvizid eine plausible Ursache für das Auftreten der Mikrozephalie zu sein – deutlich wahrscheinlicher als die GV-Mosquitos, die einige für die Zika-Epidemie und die Geburtsfehler verantwortlich machen.(Siehe unser Beitag Zikavirus – Erst Patent auf Schimpansen, jetzt Moskitos aus dem Reagenzglas – Frankenmosquitoes get global

Der PCST-Bericht, der auch auf die Dengue-Fieber-Epidemie in Brasilien eingeht, stimmt mit den Ergebnissen eines anderen Berichtes  zum Zika-Ausbruch überein, den Abrasco, eine Organisation brasilianischer Ärzte und Forscher im Bereich öffentlicher Gesundheit, erarbeitet hat. [2]

Auch Abrasco benennt Pyriproxyfen als eine mögliche Ursache für Mikrozephalie. Er lehnt die chemische Kontrolle der Zika-belasteten Moskitos strikt ab, da diese die Umwelt und die Menschen vergifte, die Anzahl der Moskitos aber nicht reduziere.

Abrasco geht davon aus, dass die Kampagne durch die wirtschaftlichen Interessen der chemischen Industrie getrieben sei, denen man engste Verbindungen mit den Gesundheitsministerien Lateinamerikas, der WHO und der Panamerikanischen Gesundheitsorganiation nachsagt.

Laut Abrasco ist das britische GV-Unternehmen Oxitec Teil einer Unternehmenslobby, die die Fakten zu Zika verzerre, um eigene profitorientierte Interessen voranzutreiben. Oxitec verkauft genetisch-modifizierte sterile Moskitos und vermarktet diese als ein Produkt, mit dem sich Krankheiten eindämmen ließen. Diese Strategie wird von Ärzten in Argentinien als „kompletter Misserfolg außer für die Unternehmen, die die Moskitos liefern“ bezeichnet.

Die Organisationen brasilianischer und argentinischer Ärzte und Forscher stimmen darin überein, dass die Armut der wesentliche – aber vernachlässigte – Faktor der Zika-Epidemie darstelle. Abrasco verurteilt die brasilianische Regierung dafür, dass diese die wirtschaftlichen und sozialen Gründe „gezielt verberge“:In Argentinien und in ganz Amerika leidet der ärmste Anteil der Bevölkerung, dem es an Zugang zu sanitären Anlagen und gesunden Wasser mangelt, am meisten unter diesem Ausbruch“. Das wird von PCST bestätigt:Die Ursachen, dass sich diese Krankheiten derart ausbreiten können, sind Ungleichheit und Armut.“

Abrasco fügt hinzu, dass die Krankheit eng mit Umweltzerstörungen verknüpft sei: Überflutungen auf Grund von Holzgewinnung sowie dem massiven Einsatz von Herbiziden auf (GV) herbizid-tolerantes Soja. Auf den Punkt gebracht: „eine Folge der ausbeuterischen Industrien“.
Die Ansicht, dass die Umweltzerstörung mit der Ausbreitung des Zika-Virus zusammenhängt, wird auch von Dino Martins, PhD und Entomologe aus Kenia, geteilt: „Der explosionsartige Anstieg an Moskitos im städtischen Bereich, der die Zika-Krise möglich macht, liegt an der mangelnden Diversität der Natur, die die Populationen normalerweise unter Kontrolle hält. Auch die rasante Zunahme an Müll und die unzureichende Müllentsorgung in einigen Gegenden tragen zur Ausbreitung bei, da sie künstliche Habitate für die brütenden Moskitos bieten.“

Kommunale Aktivitäten

Die argentinischen Ärzte sind davon überzeugt, dass die beste Verteidigung gegen Zikakommunale Aktionen sind. Ein Beispiel für derartige Aktionen stellt ein Bericht der BBC News zum Dengue-Virus in El Salvador vor.

Ein idealer Brutplatz für die krankheitserregenden Moskitos sind Speicher mit stehenden Wasser. In El Salvador wurden daher Fische in diesen Wasserspeichern ausgesetzt, die sich von Moskito-Larven ernähren. Dengue ist verschwunden – ebenso die Moskitos, die die Krankheit übertragen haben. Und Zika-Fälle sind dort vor Ort auch keine aufgetreten.

Einfach, aber effektive Programme wie diese werden in Brasilien vernachlässigt. Man setzt hier auf Programme der Konzerne wie den Einsatz von Pestiziden und die Freisetzung genetisch veränderter Moskitos. Letzeres ist noch völlig unerprobt, das erstere kann deutlich mehr Schaden nach sich ziehen als die Moskitos, gegen die es gerichtet ist.

Claire Robinson ist Redakteurin bei GMWatch. Der Artikel erschien zunächst in GMWatch und wurde um zusätzliche Informationen aus The Ecologist erweitert.

Als wir Netzfrauen von dem Zika – Virus erfuhren,  fingen wir im Januar an zu recherchieren. Viele Nachrichtendienste nahmen unsere Recherchen auf. Auf Grund des enormen Umfanges der Recherchen haben wir Netzfrauen die Informationen in 4 Teile aufgeteilt.

Im Beitrag: Zika virus outbreak – Denguefieber – von biologischer Waffe zu einer weltweiten Pandemie haben wir alle Beiträge zusammengefasst.

Auf Grund des enormen Umfanges der Recherchen haben wir Netzfrauen die Informationen in 4 Teile aufgeteilt.

Bill GatesDer erste Beitrag beschäftigt sich mit der Bill-Gates-Stiftung. Die Gates-Stiftung finanziert Gesundheits- und Agrarprojekte. Einer der Schwerpunkte der Stiftung liegt bei der Impfstoffforschung. Bereits 2003 investierte die Stiftung von Bill Gates $ 55 Millionen in die Entwicklung eines Impfstoffes gegen Dengue-Fieber und Dengue-hämorrhagisches Fieber. Die Summe ging an das International Vaccine Institute (IVI) Bereich Pediatric Dengue Vaccine Initiative (PDVI), das 2001 gegründet wurde. Ob Impfstoff oder genmanipulierte Moskitos, Bill Gates ist immer mit einer großzügigen Spende dabei. Es ist ja auch ehrenwert, wenn nicht seine Leidenschaft für Gentechnik wäre. Es ist fast so, als würde er leidenschaftlich Gott spielen wollen. Lesen Sie Bill Gates – die Allianz mit Big Pharma und Agro-Gentechnik

Zika 2Der zweite Beitrag beschäftigt sich mit den genmanipulierten Moskitos, die seit 2009 ungefragt und heimlich millionenfach in die Natur ausgesetzt wurden. Durch die rasche Verbreitung des Zika-Virus gelangt die britische Firma Oxitec mit ihrer Erfindung von genetisch veränderten Moskitos immer mehr in den Fokus. Viele Länder versprechen sich durch die Erfindung ein so-genanntes Heilmittel gegen die Verbreitung des Dengue-Fiebers und des Zika-Virus. Oxitec ist ein Bio-Tech-Unternehmen, das Gentechnik nutzt, um schädliche Insekten zu bekämpfen, die Krankheiten verbreiten und Ernten vernichten. Das Unternehmen wurde 2002 von Absolventen der Universität Oxford (Vereinigtes Königreich) gegründet und im August 2015 an einem großen Biotech-Konzern verkauft, der bereits über Patente von Schimpansen verfügt: Das, was Monsanto im gentechnischmanipulierten Saatgut ist – ist Oxitec im Bereich gentechnischmanipulierter Insekten – dieser Konzern hat das Monopol in diesem Bereich. Siehe: Zikavirus – Erst Patent auf Schimpansen, jetzt Moskitos aus dem Reagenzglas – Frankenmosquitoes get global

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Im dritten Beitrag widmen wir uns dem Zika-Virus und dem Dengue-Fieber. Das Abholzen riesiger Wälder im Norden Argentiniens zerstört nicht nur die Artenvielfalt, es fördert ganz offensichtlich auch die Ausbreitung der Moskitos und damit der Fiebererkrankungen – nicht nur beim Menschen, auch bei anderen Säugetieren. Eine Erklärung dafür hat Lapolla auf der Hand. Der transgene Soja mit dazu gehörendem Paket an Dünge– und Spritzmitteln wier z. B. das „Roundup“ ist absolut tödlich. Und zwar für die Feinde der gefährlichen Mücken, nämlich Fische, Amphibien, Frösche und auch Schlangen, denn Bäche, Flüsse und Seen in den Soja-Gegenden schwer belastet sind. Ein Bestandteil des Roundups ist nämlich das Pflanzengift Glyphosat, gegen das das transgene Soja zwar immun ist, nicht aber der Rest der Umwelt. Viele Arten leiden unter schweren Deformationen und Schädigungen des Erbgutes.

Wollen Sie das ZIKA-Virus kaufen?

Wir haben uns gefragt, warum man so wenig über das ‪ZIKA‬-Virus weiß. Schließlich wurde es, wie Sie dem Screenshot entnehmen können, bereits 1947 entdeckt.
Es gibt Firmen, bei denen Sie mit den nötigen Papieren das Virus für 599kaufen können. Wir haben uns dies gerade durch eine telefonische Anfrage bestätigen lassen. Kontakt: LGC Standards GmbH, Wesel.

Virus

Zika virus outbreak – Denguefieber – von biologischer Waffe zu einer weltweiten Pandemie

Da die Diskussion in Brasilien wieder entfacht ist, ob Frauen abtreiben sollen, hier ein Beitrag, der sich mit der Zwangssterilisation und Zwangsgeburtenkontrolle beschäftigt. Brasilien – dazu ein Beitrag vom Februar 1993 – Geburtenkontrolle heißt in Brasilien Sterilisation. Schon sechs Millionen Frauen wurden allein bis 1993 operiert – viele gegen ihren Willen.

Nach dem 1974 abgefassten Plan NSSM – 200, der bis 1992 als geheim galt, soll in zwölf Entwicklungsländern, darunter Brasilien, die Geburtenkontrolle einschließlich Sterilisation angeregt worden sein. Im Namen der Weltbank, UNO und WHO – Zwangssterilisation und Zwangsgeburtenkontrolle

Argentine and Brazilian doctors suspect mosquito insecticide as cause of microcephaly

Claire Robinson / GMWatch

10th February 2016With the proposed connection between the Zika virus and Brazil’s outbreak of microcephaly in new born babies looking increasingly tenuous, Latin American doctors are proposing another possible cause: Pyriproxyfen, a pesticide used in Brazil since 2014 to arrest the development of mosquito larvae in drinking water tanks. Might the ‚cure‘ in fact be the poison?

The World Health Organization view that the microcephaly outbreak in Brazil’s impoverished northeast is caused by the Zika virus has, so far, received few challenges.

Brazil’s Health Minister, Marcelo Castro, has gone so far as to say that he has „100% certainty“ that there is a link between Zika and microcephaly, a birth defect in which babies are born with small heads.

The view is widely supported in the medical community worldwide, including by the US’s influential Center for Disease Control. But there is no hard evidence of the link, rather a mixture of epidemiological indications and circumstantial evidence.

One of the key scientific papers, by A S Oliveira Melo et al in the journal Ultrasound in Obstetrics & Gynecology, found Zika virus in the amniotic fluids and other tissues of the affected babies and their mothers. But only two women were examined, far too small a number to establish a statistically significant link.

The New York Times also reported on 3rd February on the outcome of analyses by Brazil’s Health Ministry: „Of the cases examined so far, 404 have been confirmed as having microcephaly. Only 17 of them tested positive for the Zika virus. But the government and many researchers say that number may be largely irrelevant, because their tests would find the presence of the virus in only a tiny percentage of cases.“

And last weekend, the most powerful indicator yet that the microcephaly may have another cause altogether was announced by Colombia’s president, Juan Manuel Santos, as reported by theWashington Post. Colombian public health officials, stated Santos, have so far diagnosed 3,177 pregnant women with the Zika virus- but in no case had microcephaly been observed in the foetus.

Argentine doctors: it’s the insecticide

Now a new report has been published by the Argentine doctors‘ organisation, Physicians in the Crop-Sprayed Towns (PCST), [1] which not only challenges the theory that the Zika virus epidemic in Brazil is the cause of the increase in microcephaly among newborns, but proposes an alternative explanation.

According to PCST, the Ministry failed to recognise that in the area where most sick people live, a chemical larvicide that produces malformations in mosquitoes was introduced into the drinking water supply in 2014.

This pesticide, Pyriproxyfen, is used in a state-controlled programme aimed at eradicating disease-carrying mosquitos. The Physicians added that the Pyriproxyfen is manufactured by Sumitomo Chemical, a Japanese ‚strategic partner‚ of Monsanto. – a company they have learned to distrust due to the vast volume of the company’s pesticides sprayed onto Argentina’s cropland.

Pyriproxyfen is a growth inhibitor of mosquito larvae, which alters the development process from larva to pupa to adult, thus generating malformations in developing mosquitoes and killing or disabling them. It acts as an insect juvenile hormone or juvenoid, and has the effect of inhibiting the development of adult insect characteristics (for example, wings and mature external genitalia) and reproductive development.

The chemical has a relatively low risk profile as shown by its WHO listing, with low acute toxicity. Tests carried out in a variety of animals by Sumitomo found that it was not a teratogen (did not cause birth defects) in the mammals it was tested on. However this cannot be taken as a completely reliable indicator of its effects in humans – especially in the face of opposing evidence.

The PCST commented: „Malformations detected in thousands of children from pregnant women living in areas where the Brazilian state added Pyriproxyfen to drinking water are not a coincidence, even though the Ministry of Health places a direct blame on the Zika virus for this damage.“

They also noted that Zika has traditionally been held to be a relatively benign disease that has never before been associated with birth defects, even in areas where it infects 75% of the population.

Brazilian doctors also suspect pyriproxyfen

Pyriproxyfen is a relatively new introduction to the Brazilian environment; the microcephaly increase is a relatively new phenomenon. So the larvicide seems a plausible causative factor in microcephaly – far more so than GM mosquitos, which some have blamed for the Zika epidemic and thus for the birth defects.

The PCST report, which also addresses the Dengue fever epidemic in Brazil, concurs with the findings of a separate report on the Zika outbreak by the Brazilian doctors‘ and public health researchers‘ organisation, Abrasco. [2]

Abrasco also names Pyriproxyfen as a possible cause of the microcephaly. It condemns the strategy of chemical control of Zika-carrying mosquitoes, which it says is contaminating the environment as well as people and is not decreasing the numbers of mosquitoes.

Instead Abrasco suggests that this strategy is in fact driven by the commercial interests of the chemical industry, which it says is deeply integrated into the Latin American ministries of health, as well as the World Health Organization and the Pan American Health Organisation.

Abrasco names the British GM insect company Oxitec as part of the corporate lobby that is distorting the facts about Zika to suit its own profit-making agenda. Oxitec sells GM mosquitoes engineered for sterility and markets them as a disease-combatting product – a strategy condemned by the Argentine Physicians as „a total failure, except for the company supplying mosquitoes.“

Both the Brazilian and Argentine doctors‘ and researchers‘ associations agree that poverty is a key neglected factor in the Zika epidemic. Abrasco condemned the Brazilian government for its „deliberate concealment“ of economic and social causes: „In Argentina and across America the poorest populations with the least access to sanitation and safe water suffer most from the outbreak.“ PCST agrees, stating, „The basis of the progress of the disease lies in inequality and poverty.“

Abrasco adds that the disease is closely linked to environmental degradation: floods caused by logging and the massive use of herbicides on (GM) herbicide-tolerant soy crops – in short, „the impacts of extractive industries.“

The notion that environmental degradation may a factor in the spread of Zika finds backing in the view of Dino Martins, PhD, a Kenyan entomologist. Martins said that „the explosion ofmosquitoes in urban areas, which is driving the Zika crisis“ is caused by „a lack of natural diversity that would otherwise keep mosquito populations under control, and the proliferation of waste and lack of disposal in some areas which provide artificial habitat for breeding mosquitoes.“

Community-based actions

The Argentine Physicians believe that the best defence against Zika is „community-based actions“. An example of such actions is featured in a BBC Newsreport on the Dengue virus in El Salvador.

A favourite breeding place for disease-carrying mosquitoes is storage containers of standing water. El Salvadorians have started keeping fish in the water containers, and the fish eat the mosquito larvae. Dengue has vanished along with the mosquitoes that transmit the disease. And so far, the locals don’t have any Zika cases either.

Simple yet effective programmes like this are in danger of being neglected in Brazil in favour of the corporate-backed programmes of pesticide spraying and releasing GM mosquitoes. The latter is completely unproven and the former may be causing far more serious harm than the mosquitoes that are being targeted.

Claire Robinson is an editor atGMWatch.

This article was originally published by GMWatch. This version includes additional reporting by The Ecologist.

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siehe auch Zika-Virus – „WHO“

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netzfrauenhttps://netzfrauen.org/2016/01/27/zikavirus-erst-patent-auf-schimpansen-jetzt-moskitos-aus-dem-reagenzglas-frankenmosquitoes-get-global/#more-37479

Zikavirus – Erst Patent auf Schimpansen, jetzt Moskitos aus dem Reagenzglas – Frankenmosquitoes get global

In Brasilien grassieren das Dengue-Fieber und das Zika-Virus. Die Behörden riefen den GesundheitsNotstand aus. Seit 2011 werden im Nordosten Brasiliens Woche für Woche bis zu einer halben Million gentechnisch veränderte ägyptische Tigermücken (Aedes aegypti – auch Moskitos aus dem Reagenzglas genannt) in die Natur entlassen. Die Insekten enthalten ein zusätzliches Gen für einen Eiweißstoff, der ihre Nachkommen abtötet und der das Dengue-Fieber reduzieren soll.

Durch die rasche Verbreitung des Zika-Virus gelangt die britische Firma Oxitec mit ihrer Erfindung von genetisch veränderten Moskitos immer mehr in den Fokus. Viele Länder versprechen sich durch die Erfindung ein so-genanntes Heilmittel gegen die Verbreitung des Dengue-Fiebers und des Zika-Virus. Oxitec ist ein Bio-Tech-Unternehmen, das Gentechnik nutzt, um schädliche Insekten zu bekämpfen, die Krankheiten verbreiten und Ernten vernichten. Das Unternehmen wurde 2002 von Absolventen der Universität Oxford (Vereinigtes Königreich) gegründet und gehört nun Intrexon ( Siehe unser Beitrag:Frankenstein lebt – er hat sogar Patente auf Schimpansen, Mäuse, Ratten, Kaninchen, Katzen, Hunde, Rinder, Ziegen, Schweine, Pferde und Schafe)

Über das Zika-Virus haben wir in diesem  Beitrag berichtet: Zika virus outbreak – Denguefieber – von biologischer Waffe zu einer weltweiten Pandemie .

Das, was Monsanto im gentechnischmanipulierten Saatgut ist – ist Oxitec im Bereich gentechnischmanipulierter Insekten – dieser Konzern hat das Monopol in diesem Bereich.

Es ist, als wiederhole sich das, was wir bereits von Monsanto kennen. Transparenz sucht man vergebens. Erst letztes Jahr wurde Glyphosat von der WHO als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft.

Im August 2015 wurde Oxitec vom US-amerikanischen Intrexon Corp für 160 Millionen US $ erworben. Intrexon Corp gehört Randal Kirk, einem amerikanischen Milliardär – laut Forbes mit $ 3,6 Milliarden auf Platz #94 der reichsten Menschen.

Die US-amerikanische Biotech-Firma Intrexon arbeitet mit Sanofi zusammen. Die Pharma-Unternehmen Sanofi und GSK gaben am 26.Januar 2016 bekannt, einen Impfstoff gegen das Zika-Virus zu entwickeln.

Für den französischen Pharmakonzern Sanofi Pasteur dürfte es eine erfreuliche Entscheidung gewesen sein: Brasiliens Agentur für Gesundheitsvorsorge (Anvisa) gab das Mittel Dengvaxia für den Verkauf frei. Damit wird in spätestens drei Monaten der weltweit erste Impfstoff gegen das Dengue-Virus im Land erhältlich sein. Anfang Dezember hatte erst Mexiko, dann die Philippinen die Zulassung erteilt.

Tiere mit Insekten-DNA manipulieren; Der Bio-Tech-Konzern Intrexon Corp bekam 2012 vom Europäischen Patentamt in München zwei Patente auf gentechnisch veränderte Schimpansen. Es sind die Patente EP1456346 und EP1572862. Der Konzern ist im Bereich der Synthetischen Biologie tätig und beansprucht ausdrücklich Tiere wie Mäuse, Ratten, Kaninchen, Katzen, Hunde, Rinder, Ziegen, Schweine, Pferde, Schafe, Affen und insbesondere Schimpansen als Erfindung. Unter Einsatz von Insekten-DNA soll sich die Aktivität der Gene dieser Tiere angeblich gezielt verändern lassen.

Wer Menschenaffen zur patentierbaren Erfindung macht, scheint jeden Respekt vor den Tieren verloren zu haben.

Am 19. Januar 2016 gab der Konzern in einer Presseerklärung folgendes bekannt: THE NEWS

Expansion of Oxitec’s Vector Control Solution in Brazil Attacking Source of Zika Virus and Dengue Fever after Positive Program Results

Die Wall Street freut sich, die Aktie soll bereits im Lauf von 2015 um 53 % gestiegen sein. Erst gestern stellte der Konzern die Frankensteinmücken für den Kampf gegen den ZIKA -Virus vor.

STERILE INSEKTENTECHNIK – Angriff der Unfruchtbaren

Eine Nachricht aus 2007 aus dem Handelsblatt:

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) zeigten bereits 2007 ein ungewöhnliches Interesse an der Sterilen Insektentechnik, also unfruchtbar gemachte, genveränderte Insekten, die Schädlinge ausrotten sollen.

Kritiker warnen vor unabwägbaren Risiken (2007)

Die Gentechnik verspricht nun Abhilfe, sprich fitte Insektenmänner, die sich munter paaren, aber keinen lebensfähigen Nachwuchs zeugen. Dazu wird ein Genkonstrukt namens RIDL in das Erbgut eingeschleust, eine Art schlummernder Todesschalter für die Forscher: Mit Hilfe des Antibiotikums Tetrazyklin können sie ihn ausknipsen. Wird den Tieren im Labor Tetrazyklin ins Futter gemixt, vermehren sie sich. In freier Natur kommt indes kein Tetrazyklin vor: Der Todesschalter ist an, die Larven der gentechnisch veränderten Tiere sterben.

Das britische Start-up Oxitec erzeugt auf diese Weise unfruchtbare Mittelmeerfruchtfliegen, mexikanische Fruchtfliegen, Baumwollmotten, Baumwollkapselraupen und Mücken der Gattung Aedes aegypti. Die Insektenkastraten sollen künftig ihre für Landwirtschaft und menschliche Gesundheit schädlichen Artgenossen ausschalten  – soweit die Information auf dem Jahr 2007.

HINWEIS: Nebenwirkungen: siehe Tetrazykline!

Tetrazykline können bei Erwachsenen zu unspezifischen gastrointestinalen (Erbrechen, Übelkeit) und neurologischen (Schwindel) Beschwerden führen. Es kann ferner zu Juckreiz und Exanthemen kommen. Selten kann – vor allem bei hoher Dosierung – eine Erhöhung der Transaminasen und eine Pankreatitis auftreten.

Durch das breite Wirkungsspektrum bedingt beeinträchtigen Tetrazykline die Standortflora von DarmVagina und Haut stark. So kann es vor allem bei längerer Anwendung zur pseudomembranösen Colitis und Mykosen (Candidose) von Haut und Vagina kommen.

Bei Schwangeren und Stillenden sind Tetrazykline kontraindiziert, da sie mit Calcium in den kindlichen Zahnschmelz und die Knochen eingebaut werden. Dies führt zu einer erhöhten Frakturanfälligkeit und Verfärbung der Zähne. Erst ab einem Lebensalter von 10-12 Jahren können Tetrazykline auch bei Kindern angewendet werden.

 

 

Im Herbst 2009 setzen der britische Wissenschaftler Luke Alphey und seine Leute die Designermücken auf Grand Cayman, der Hauptinsel des Karibik-Archipels frei.

Im Jahr darauf schickten sie drei Millionen GentechMoskitos hinterher. Das Experiment war die erste Freisetzung transgener Insekten, die Menschen stechen können. Das Skandalöse daran ist, dass das Freiluftexperiment weitgehend im Geheimen stattfand. Vor Ort wussten nicht viele, dass es sich bei den ausgesetzten Moskitos um Produkte aus dem Gentech-Labor handelte. Die Bevölkerung wurde spärlich informiert.

Erst ein Jahr später, als die Versuche weltweit publik wurden, fragten sich Menschen auf Grand Cayman, ob sie von fiesen Frankenstein-Mücken gestochen wurden. Sie fühlten sich missbraucht.

Oxitec machte weiter trotz des Cayman-Debakels.  Tests in Malaysia folgten, auch im Osten Brasiliens nahe der Stadt Juazeiro .Auch in anderen von Dengue betroffenen Ländern sollen diese Frankenstein-Mücken freigesetzt worden sein, unter anderem in Panama, Indien, Singapur, Thailand und Vietnam.

Der britische Wissenschaftler Luke Alphey fand eine Möglichkeit, die Stechmückenpopulationen durch Genmanipulation zu dezimieren. Für diese Leistung hatte ihn das Europäische Patentamt (EPA) als Finalisten für den Europäischen Erfinderpreis 2015 in der Kategorie „Forschung“ nominiert. Er bekam den Preis nicht…

…dafür aber bereits andere Preise.

Seit mehr als zehn Jahren befasst sich Luke Alphey mit der Sterile-Insekten-Technik (SIT), einer altbekannten Methode, die den natürlichen Fortpflanzungsinstinkt der Stechmücken nutzt, um sie durch sterile Individuen auszurotten. Im Rahmen der Forschungen mit seinem Kollegen Dean Thomas an der University of Oxford und in ihrem späteren Spin-off-Unternehmen Oxitec Limited entwickelten die beiden Wissenschaftler eine Methode, mit der männliche Stechmücken der Spezies Aedes aegypti gentechnisch „sterilisiert“ werden können: Ihre Nachkommen sterben, bevor sie die Geschlechtsreife erreichen.

Unterstützt wird Oxitec durch den britischen Forschungsrat für Biotechnologie und Biologische Forschung (BBSRC), den größten Förderer nicht-medizinischer Bioforschung in Großbritannien, sowie die Bill & Melinda Gates Foundation. Im Juni 2014 wurde eine Investitionsrunde in Höhe von 7,7 Mio. EUR (6,1 Mio. GBP) abgeschlossen und die Technologie steht nun kurz vor der Vermarktung.

Interessanterweise wird Oxitec vom multinationalen Pestizide– und Saatgut-Unternehmen Syngenta unterstützt. 

Für den wohl bisher größten Feldversuch mit sterilisierten Stechmücken beantragte das Florida Keys Mosquito Control Department (FKMCD) bei der US-amerikanischen Nahrungs- und Arzneimittelbehörde FDA die Genehmigung für eine Testfreisetzung ab 2015. Die Bürger waren gar nicht begeistert und starteten eine Petition, in der sie die Food and Drug Administration aufforderten, weitere Studien vorzulegen. Außerdem sollte eine detaillierte Umweltverträglichkeitserklärung für den Feldversuch von Oxitec vorgelegt werden. Darüber hinaus forderten sie einen Ausschuss, der sich aus der FDA, Experten und Anwohnern zusammen setzt, der die Tests von Oxitec überprüft. Diese Überprüfung muss öffentlich ausgelegt werden.  Zur PetitonKeys GM Mosquito Gegner Petition FDA

Risiken der genmanipulierten Moskitos:

Bereits 2012 hatte Dr. Helen Wallace, Direktor des Genewatch UK gewarnt: „Die Öffentlichkeit wird schockiert sein, zu erfahren, dass GM-Insekten  ohne angemessene Aufsicht einfach in die Umwelt freigesetzt werden können. Gefragt wird die Öffentlichkeit nicht.“ Sie beschrieb die Verbindung der EFSA und Oxitec als sehr ähnlich wie die der Monsanto-FDA-Verbindung, bei der mehrere Regierungsbeamte Beziehungen zum Giganten Monsanto haben.

Siehe dazu auch: Missbildungen, Krankheit und Viehsterben: der tatsächliche Preis von Glyphosat & GVO Tierfutter? und Wir essen uns zu Tode! Gentechnik im Tierfutter! Norway Ban GM Fish Feed

Wichtig auch: Studie: Gehirnschädigung durch Glyphosat – Roundup Causes Toxic Damage to Rat Brains

Möglicherweise gefährlich für die öffentliche Gesundheit – so in vielen Berichten, die wir uns angeschaut haben. Sogar wurde davor gewarnt, dass diese GM-Moskitos die Krankheit sogar noch verschlimmern könnte.  CTNBio genehmigte  Oxitec trotzdem als Dengue-Lösung.
Brasilianern wurde versprochen, dass die GM-Mücken das Dengue-Fieber beenden würden, aber die Ergebnisse aus den Feldversuchen in Bahia in Brasilien wurden nie veröffentlicht. Laut einer Universität Cambridge-Studie:

„..die Moskitos, auf die abgezielt wird, können einfach in ein anderes Gebiet abwandern und/oder die andere Moskitoart (Aedes albopictus), die ebenfalls Dengue überträgt, kann in das Gebiet eindringen. Komplexe Immunreaktionen auf die vier Typen des Dengue-Virus bedeuten, dass eine teilweise zahlenmäßige Verminderung der Moskitos die Kreuz-Immunitäten unter den unterschiedlichen Serotypen verringern kann und somit die Zahl der Fälle der schwereren Form der Krankheit, dem Dengue-hämorrhagischen Fieber, ansteigen lassen könnte, was wahrscheinlich verhängnisvoller wäre.“

Genetisch veränderte Moskitos – verringern diese das Dengue-Fieber oder wird es dadurch nur noch schlimmer?

Seit April 2015 wurden 6 Millionen der GM-Mücken im befallenen Gebiet von Piracicaba freigesetzt, eine brasilianische Stadt im Staat São Paulo. Piracicaba ist ein wichtiges Landwirtschafts– und Industriezentrum und befindet sich in einer der produktivsten Regionen São Paulos. In Piracicaba und Umgebung leben über 1,2 Millionen Einwohner. Eine im Juli 2015 veröffentlichte Studie in Juazeiro, Brasilien, zeigte, dass die einheimischen Mücken sich um 95 Prozent in sechs Monaten verringerte.

2011, als die ersten Versuche in zwei armen Vierteln der Stadt Juazeiro im Bundesstaat Bahia begannen, wurde die Bevölkerung mit Faltblättern informiert. Angestellte der Mückenfabrik Moscamed, die mit der Firma Oxitec und der staatlichen Universität von São Paulo zusammenarbeitet, zogen von Haus zu Haus, um die Menschen aufzuklären. Einige erklärten sich bereit, in ihren Hütten und Gärten Fallen für Mückeneier aufzustellen. Die Eier wurden wöchentlich abgeholt, um zu testen, ob sie das fremde Gen enthalten und ob sich die veränderte Mücke durchsetzt.

Wenn man den Artikel in den Health Impact News ließt, kann man nur hoffen, dass zukünftig an Europas Flughäfen Desinfektionsschleusen für Flüge aus den USA eingerichtet werden. Denn welche Folgen genetisch modifizierte Moskitos auf die Menscheheit haben werden, ist aus unserer Sicht völlig unabsehbar.

Darum hatten wir den  Artikel  bereits im Januar 2015 von der Alliance for Natural Health  für Sie übersetzt.

Moskitos

Frankenstein lässt grüßen – Moskitos aus dem Reagenzglas auf dem Weg nach Florida

Genetisch veränderte Moskitos werden vermutlich in den nächsten 1-2 Monaten in den Florida Keys in die Natur ausgesetzt. Wird das zu einer noch schnelleren Verbreitung von Infektionskrankheiten führen?

Wie vom Magazin bereits berichtet, plant das britische Biotech-Unternehmen Oxitec, eine Moskito-Population auszusetzen, die genetisch modifiziert wurde, um das Dengue-Fieber zu bekämpfen. Ein Experiment, das besonders überflüssig erscheint, da in den Florida Keys seit 2010 keinerlei Fälle des Dengue-Fiebers  mehr auftraten. Das Unternehmen führte alle notwendigen Vorbereitungen durch, um seitens der FDA die Zulassung zu erhalten und die Bevölkerung von Key West für Tests zu verwenden. Das Ganze sollte innerhalb der ersten beiden Monate 2015 genehmigt werden.

Sie führen die Tests in Florida nicht durch, um zu überprüfen, ob man das Auftreten von Dengue-Fieber in der Bevölkerung reduzieren kann. Es geht darum, herauszufinden, ob man die spezielle Moskito-Sorte, die das Fieber überträgt, auslöschen kann. Die freigesetzten GV-Moskitos sollen sich mit den dortigen Moskitos paaren und deren Fruchtbarkeit unterbinden.

Besonders brisant ist die Tatsache, dass eine kürzlich veröffentlichte Studie belegt, dass man in Brasilien die gleichen GV-Moskitos bereits ausgesetzt hatte und dass dies die Ausbreitung des Dengue-Fiebers überhaupt nicht beeinflusste. In Jacobina, einer Stadt im Osten Brasiliens, fiel die Anzahl der Moskito-Eier zwar um beeindruckende 92 % – die Anzahl der Dengue-Fälle wurde jedoch nicht davon beeinflusst. Im Gegenteil. In Brasilien mehren sich die Stimmen, dass GV-Moskitos zu einer Verschlimmerung von Dengue-Epidemien führen könnten, da sich eine zweite, noch invasivere Spezies in die ökologische Lücke der künstlich reduzierten Population einnisten könnte.

Viele Anwohner Floridas sind besorgt, dass die ökologischen Auswirkungen weder ausreichend diskutiert noch getestet wurden. Die Öffentlichkeit und eine Gruppe verschiedener Organisationen machten Gouverneur Rick Scott bei verschiedenen Treffen und mit einem Brief deutlich klar, dass die Aussetzung der Moskitos unterbunden werden muss. Ihre Bedenken:

  • Der Moskito Aedes aegypti gehört nicht zu der in den Keys ansässigen Arten. Kann der virulentere Asian Tiger Moskito, der ebenfalls das Dengue-Fieber überträgt, die Lücke, die durch den A. aegypti herbeigeführt wird, füllen? Könnte der Dengue-Virus mutieren – man denke nur an die antibiotika-resistenten MRSA – und so noch gefährlicher werden?
  • Welche Auswirkungen haben die genveränderten Moskitos auf die Fledermaus-Populationen, die auf Moskitos als Nahrungsquelle angewiesen sind? Bei Tieren, die mit GVO gefüttert werden, zeigen sich verschiedene negative gesundheitliche Auswirkungen.
  • Welche Sicherheitsstudien von unabhängigen Experten gibt es, die die Sicherheitsbehauptungen von Oxitec bestätigen? Auf Basis welcher Beweise erklärte die FDA diese neue Moskito-Population als ökologisch sicher? Die FDA agierte in dieser Hinsicht wenig transpartent. Die Basis einer klinischen Studie in Bezug auf Sicherheit ist nicht bekannt.

Der Leiter von Food & Water Watch, Wenonah Hunter, formulierte es so:

„Die vorgeschlagene Freisetzung von Millionen nichtregulierter, experimenteller Insekten in den Florida Keys öffnet die Büchse der Pandora, die sich bekanntermaßen nicht einfach wieder verschließen lässt.“

Die Freisetzung der Moskitos war ursprünglich für Key West vorgesehen. Die Key West City Commission sorgte jedoch für ein Gesetz, das die Einführung genetisch veränderter Moskitos ohne weitere Forschung verbot. Darüber hinaus werden operationale Standards dort vorab ebenso gefordert wie ein Plan, der die messbaren Ergebnisse für die Öffentlichkeit belegt.

Unbeeindruckt davon verlegte Oxitec seinen Betrieb daher nach Key Have. Es gibt zwar Graswurzelbewegungen, die ein vergleichbares Verbot in Key Haven durchsetzen wollen, aber es gibt keine Garantie dafür, dass Oxitec dann nicht erneut den Standort wechselt. Mike Doyle, Leiter des Florida Keys Mosquito Control District, versprach, dass man mehr Transparenz, Tests und Standards erwarten dürfe.

Derzeit erscheint die Genehmigung aber nicht mehr zu verhindern zu sein, außer die FDA erhält ein deutliches Signal, die GV-Moskitos nicht zuzulassen. Aus unserer Sicht stellen die GV-Moskitos einen ebenso gefährlichen Präzedenzfall dar wie der GV-Lachs, der ebenfalls kurz vor der Genehmigung steht. Damit öffnen sich Tür und Tor für die unzähligen anderen genveränderten Tierarten, die die Industrie noch in der Hinterhand hat. [Mehr Informationen von Netzfrauen: Erster transgener Fisch steht vor der Zulassung]

Vielleicht erinnert sich jemand an den Bericht über einen landesweit respektierten Statistiker und Risiko-Analysten, der warnte, dass GVOs so gefährlich sind, dass sie das gesamte Leben auf diesem Planeten zerstören können. Aus seiner Sicht ist der GVO-Ansatz „wissenschaftlicher“ Betrug: eine „sehr schlechte Abwägung von wahrscheinlichen Vorteilen und Risikomanagement.“

Natürliche Maßnahmen zur Gesundheitsprävention und Behandlung von Viren werden nicht verfolgt. Es gibt spezielle natürliche Maßnahmen, mit dem Dengue-Fieber umzugehen. Kolloidales Silber hat sich z. B. als wirksame Behandlung bei Dengue-Fieber und anderen vergleichbaren Viren erwiesen. Intravenöse Vitamin-C-Infusionen sind bei zahlreichen Virusausbrüchen – wie z. B. Ebola – ebenfalls effektiv.

Mehr über Krankheiten, die von Moskitos übertragen werden können, finden sie hier: Chikungunya Virus Spreading Throughout the Caribbean—and Is Gaining a Foothold in the US

Wir werden noch einen weiteren Bericht zu diesem Thema schreiben, dies war der 2. Teil – Der 1. Teil befasst sich mit Bill Gates – die Allianz mit Big Pharma und Agro-Gentechnik

Moskito2

Frankenmosquitoes Are Headed to Florida!

by Alliance for Natural Health

Genetically engineered mosquitoes may be released in the Florida Keys in the next month or two. Will they make infectious diseases spread even more quickly? Action Alerts!

As we reported previously, Oxitec, a British biotech company, plans to release an experimental mosquito population genetically engineered to combat dengue fever. This is especially unnecessary since there have been no cases of dengue fever reported in the Florida Keys since 2010. The company has been preparing for FDA approval to use Key West as a test population, which is expected to happen within the first two months of 2015.

They aren’t testing in Florida to see whether they can reduce dengue fever in the populations there currently, but rather to see whether they can eradicate the particular breed of mosquito that carries dengue fever. They would do this by releasing GM mosquitoes to breed with the population that carries dengue fever, resulting in offspring that can no longer have offspring.

Of particular concern is the fact that a recent study showed that the same GM mosquitoes released in Brazil did not, in fact, lead to a drop in dengue fever. The number of mosquito eggs fell by an impressive 92% in the city of Jacobina in eastern Brazil—but it did not lead to a drop in the incidence of dengue itself. In fact, there are concerns in Brazil that GM mosquitoes could make dengue outbreaks worse, since a second more invasive species could move into the ecological niche left by lowered populations of the target species.

In Florida, local citizens are concerned that there hasn’t been enough testing or discussion about the environmental impact. The public and a coalition of organizations have made it clear in town hall meetings and through a letter to Gov. Rick Scott that the release should be stopped. Their concerns:

  • The Aedes aegypti mosquito is not native to the Keys. Will the more virulent Asian tiger mosquito, which also carries dengue fever, fill the void left by the reductions in numbers of A. aegypti? Will the dengue virus mutate (think antibiotic-resistant MRSA) and become even more dangerous?
  • How will the genetically modified mosquitoes affect the bat population that relies on them for food? Animals feeding off of GMOs have numerous adverse health effects.
  • Where are the peer-reviewed safety studies to support Oxitec’s safety claims? What evidence led the FDA to deem this new population of mosquitoes ecologically safe? The FDA has not been at all transparent about the grounds they used to clear the clinical trial for safety.

Food & Water Watch’s executive director, Wenonah Hunter, put it this way:

“The proposed open-air release of millions of unregulated, experimental insects into the Florida Keys opens a Pandora’s box that cannot easily be sealed.”

The mosquito release was originally planned for Key West. However, the Key West City Commission passed a law opposing the introduction of genetically altered mosquitoes until further research is provided, and operational standards and a plan to demonstrate measurable outcomes are described to the public.

Undaunted, Oxitec has now moved its operation to Key Haven. There are grassroots attempts to pass a similar ban in Key Haven, but there is no guarantee that Oxitec won’t move its operation again. Mike Doyle, director of the Florida Keys Mosquito Control District, promised that there would be more transparency, testing, and standards for the mosquitoes.

At this stage approval seems inevitable unless a strong message is sent to the FDA not to approve the GM mosquitos. Similar to the GM salmon (which also seems close to approval), we fear that approval of GM mosquitos will set a bad precedent and open the floodgates to all the other GM animals waiting in the pipeline.

You may recall our report on the nationally respected statistician and risk analyst who warned that GMOs are so dangerous that they could destroy all life on the planet. He argues that calling the GMO approach “scientific” betrays “a very poor—indeed warped—understanding of probabilistic payoffs and risk management.”

Natural health prevention and treatment of viruses are not being utilized; there are specific natural protocols to treat dengue fever. Colloidal silver has been used as a treatment for dengue fever and other similar viruses. Intravenous vitamin C drips have shown to be effective for other major viral outbreaks (such as ebola).

Netzfrau Andrea Escher (Übersetzung) und Doro Schreier

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Text-Ausschnitt – zur HPV-Impfung

………………Auch in der HPV-Impfung arbeitet der Pharma-Konzern mit Bill Gates zusammen, seit der Zulassung und der massenhaften Anwendung von HPV-Impfstoffen wurden zahlreiche neurologische, autoimmune und die Blutgerinnung betreffende Erkrankungen mit möglichem Zusammenhang zur Impfung beobachtet. Dazu auch Wichtige Nachricht! Impfung gegen HPV – schwerwiegende Nebenwirkungen!…….

 

netzfrauenhttps://netzfrauen.org/2016/01/27/bill-gates-die-allianz-mit-big-pharma-und-agro-gentechnik/

Bill Gates

Mit 79,2 Milliarden Euro bleibt Bill Gates reichster Mann der Welt und die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung, mit der sich das Paar gegen Armut und Krankheiten engagiert, gilt als die größte private Stiftung der Welt. Pro Jahr spenden die Gates‘ vier Milliarden Dollar, das sind 125 Euro in der Sekunde. 85 Milliarden Dollar stehen Melinda Gates, die die Bill Gates Stiftung verwaltet, an eigenem Geld zur Verfügung.

Die Gates-Stiftung finanziert Gesundheits- und Agrarprojekte. Einer der Schwerpunkte der Stiftung liegt bei der Impfstoffforschung.

In Brasilien grassieren das Dengue-Fieber und das Zika-Virus. Die Behörden haben den Gesundheits-Notstand ausgerufen und versuchen, die Bevölkerung aufzuklären, um die Zahl der Stechmücken zu reduzieren. Seit 2011 werden im Nordosten Brasiliens Woche für Woche bis zu einer halben Million gentechnisch veränderte ägyptische Tigermücken (Aedes aegypti – auch Moskitos aus dem Reagenzglas genannt) in die Natur entlassen. Die Insekten enthalten ein zusätzliches Gen für einen Eiweißstoff, der ihre Nachkommen abtötet und so die Ausbreitung des Dengue-Fieber reduzieren soll. Laut mehreren Berichten wurden die Original-Testberichte nie veröffentlicht. 2009 unterstützte die Bill-Gates-Stiftung in diesem Projekt.

Bereits 2003 investierte die Stiftung von Bill Gates $ 55 Millionen in die Entwicklung eines Impfstoffes gegen Dengue-Fieber und Dengue-hämorrhagisches Fieber. Die Summe ging an das International Vaccine Institute (IVI) Bereich Pediatric Dengue Vaccine Initiative (PDVI), das 2001 gegründet wurde. Ob Impfstoff oder genmanipulierte Moskitos, Bill Gates ist immer mit einer großzügigen Spende dabei. Es ist ja auch ehrenwert, wenn nicht seine Leidenschaft für Gentechnik wäre. Es ist fast so, als würde er leidenschaftlich Gott spielen wollen, doch dazu später mehr.

Gesundheit war ein Schwerpunkt der deutschen G7-Präsidentschaft im Jahr 2015. Die Wiederauffüllungskonferenz der globalen Impfallianz Gavi fand am 26. und am 27. Januar auf Einladung der Bundesregierung und unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Merkel statt und wurde vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mitveranstaltet. Schirmherrin Dr. Angela Merkel konnte auf der Veranstaltung rund 200 Teilnehmer begrüßen, u. a. Bill Gates, die Pharmaunternehmen und die Organisation One, die von Bono mitgegründet wurde. Vertreten wurde diese Organisation von Maria Furtwängler. Dass Bono von U2 Bill Gates bei seinen Machenschaften unterstützt, dürfte bekannt sein.

Bei den Milliarden-Umsätzen war die Begeisterung bei der Pharmaindustrie groß; sie teilen mit, dass für Impfstoff-Hersteller die Beteiligung an GAVI von großer Bedeutung ist, denn die Allianz sorgt für eine stabile Nachfrage. 

Die internationale Impfallianz Gavi

Zu den größten Gebern gehören die Gates-Stiftung, die USA und Deutschland. Auch die Pharmakonzerne gehören zur GAVI. Ein rentables Geschäft für die Konzerne, denn Gavi garantiert den Pharmafirmen einen riesigen Markt.

 

„Wir wollen hier in Berlin etwas erreichen, das für die nächste Periode von 2016 bis 2020 eine gute Nachricht für 300 Millionen Kinder sein soll. Wir wollen so viele Kinder durch Impfung vor Krankheiten wie Lungenentzündung, Masern, schwerem Durchfall oder Röteln schützen. […] Wir in Deutschland haben uns angesichts der Herausforderung von Ebola dazu entschlossen, unseren Beitrag für die nächste Periode auf 600 Millionen Euro zu erhöhen“. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel bei der Gavi-Geberkonferenz am 27. 1. 2015.

Mittlerweile dürfte Gates‘ Faible für Gentechnik und Impfstoffe bekannt sein. Einer der Schwerpunkte der Stiftung liegt bei der Impfstoffforschung. So unterstützt die Stiftung mit enormen Summen die Forscher beim Kampf gegen Malaria, eine Krankheit, die jedes Jahr für rund eine Million Todesfälle verantwortlich ist. Sind Gates‘ Milliarden ein Segen für die Erkrankten und die Wissenschaft? Und warum macht er sich gerade für diesen Bereich so stark und ebenso für die Gentechnik?

„Impfprogramme sind die wirksamsten und kostengünstigsten Investitionen, die wir zur Verbesserung der Gesundheit von Kindern in den ärmsten Ländern der Welt tätigen können.“ So Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller.

Dazu unser Beitrag: Impfen – Verflechtungen mit der Industrie und Gewusst? Medikamente und Impfstoffe sind aus gentechnisch verändertem Mais, Reis, Karotten

In Indien stand die Gates-Stiftung gerade auf dem Prüfstand. Hier steht die Stiftung auch wegen seiner Impfung und einer Studie zu dem Thema in Kritik. Siehe auch: Umstrittene Impfstoffstudien: Warum ist die Bill & Melinda Gates Foundation in Indien im Kreuzfeuer der Kritik?

GAVI fördert u. a.  Rotavirusimpfung gegen Durchfall. Sie ist nur mäßig wirksam, aber relativ teuer. Sinnvoller und nachhaltiger wäre es, die Ursachen dieser Erkrankung zu beseitigen, die so viele Kinder das Leben kostet: Durch sauberes Trinkwasser, Kanalisation, Latrinen und bessere Hygiene. All das könnte zudem auch viele andere Erkrankungen verhindern. Dazu bedarf es keiner Impfung, also warum nicht die Ursachen bekämpfen?

Bill Gates und die WHO

Die WHO (engl. World Health Organization, dt. Weltgesundheitsorganisation) ist eine Sonderorganisation der UNO mit Sitz in Genf. Sie wurde 1948 gegründet und hat 194 Mitgliedstaaten. Dazu auch unser Beitrag:Die Vereinten Nationen (UNO) und die unselige Allianz

Die WHO unterstützt Staaten beim Auf- und Ausbau der Gesundheitsversorgung und arbeitet im Bereich der Gesundheitsvorsorge (durch Verbesserung des Zugangs zu Lebensmitteln, Trinkwasser und Medikamenten). Der weltweite Gesundheitswarndienst dokumentiert und informiert über ansteckende Krankheiten und Impfungen. Außerdem fördert die WHO die medizinische Forschung.

Zu ihrem Mandat gehört die Festlegung weltweit gültiger Normen und Standards, die Formulierung evidenzbasierter, gesundheitspolitischer Grundsätze sowie die Ausgestaltung der Forschungsagenda für Gesundheit.

WHO-Projekte werden teilweise als Public Private Partnership finanziert. Darunter fallen:

  • Die Globale Allianz für Impfstoffe und Immunisierung (Global Alliance for Vaccines and Immunization; GAVI), welche zu 75 % (750 Mio. US-Dollar) von der Bill and Melinda Gates Foundation finanziert wird. Auch JP Morgan und Statoil gehören zu den Geldgebern.
  • Die Globale Allianz für verbesserte Ernährung (GAIN), die 2003 gegründet wurde. Sie bezweckt mittels partnerschaftlicher Projekte, unter anderen mit der WHO und der Nahrungsmittelindustrie, die Mangelernährung zu verhindern, vor allem in Entwicklungsländern. Finanziert u. a. von der Bill & Melinda Gates Foundation. 

„Es gibt es noch viel zu tun. Jedes Jahr sterben sieben Millionen Mütter und Kinder an vermeidbaren Ursachen, eine Milliarde Menschen leidet an Unterernährung“, so Melinda auf dem Kirchentag, der 2015 in Stuttgart stattfand. Sie erwähnte aber nicht, dass gerade Monsanto, mit dem die Stiftung sehr eng zusammenarbeitet, einen Anteil am Hunger dieser Welt hat. Bill Gates ist der Meinung, dass die Grüne Gentechnik von Monsanto Wunder bewirkt, diese These wurde mehrfach entkräftet. Und dass Monsantos Roundup für viele Kranke und Krankheiten verantwortlich ist, das wird ebenfalls verschwiegen. In unserem Bericht zeigen wir Ihnen, wie Bill Gates und Monsanto vernetzt sind.

Es gibt viele Gerüchte über Bill Gates, er wolle die Welt reduzieren, er mache es aus Profitinteresse u. s. w.. Nein, das denken wir nicht, aber wir wollten doch der Sache auf den Grund gehen, was Bill Gates dazu bewogen haben mag, sich mit Konzernen wie Monsanto oder Novartis, aber auch Pfizer, einzulassen. So wie Bill Gates einst mit Microsoft die Welt eroberte, kämpft er jetzt mit seiner Frau für eine bessere Welt. Man mag es glauben oder nicht. Doch auch Bill Gates muss erkennen, wenn er sich verrannt hat. Bei Computern handelt es sich um Maschinen, bei seinen neuen Projekten um Menschen. Und da kann man ihm durchaus den Vorwurf machen, dass das, was er sich vorgenommen hat, aus dem Ruder läuft. Er ist bekanntlich kein Arzt und muss sich auf sein Beraterteam verlassen.

Den Aspekt Profitgier können wir gänzlich unter den Tisch fallen lassen. Schon vor Jahren verdiente Microsoft mit seinen Anteilen an anderen Konzernen 50 % seines Umsatzes und auch Bill Gates hat so viel Geld, dass er es nie ausgeben könnte. Warum also nichts GUTES damit machen und darüber reden?  Wäre da nicht Monsanto und Gates Faible für Gentechnik. Wann erkennt Bill Gates, dass er auf der falschen Seite steht? Das ist die Frage, die wir uns stellen müssen. Und Bill Gates wäre nicht er, wenn er nicht das nutzen würde, womit er reich wurde.

Bill und Melinda Gates

Schauen wir dazu auf die Webseite der Gates-Stiftung. Die ersten Stiftungsprojekte, z. B. das Internet in öffentlichen Bibliotheken, rührten von der Microsoft-Erfahrung der Gründer. In den Neunzigerjahren erfuhren Bill und Melinda jedoch von Millionen Kindern, die eine einfache medizinische Behandlung benötigten. So erweiterten sich die Schwerpunkte der Stiftung. Sie suchten und unterstützten nun Gruppen, die weltweit Leben retteten.

Im Jahre 2000 wird die William H. Gates Foundation mit der Gates Learning Foundation zusammengeführt und bildet von nun an die Bill & Melinda Gates-Stiftung.

Start der Initiative Sound Families

Im Rahmen der Initiative Sound Families sollte acht Jahre lang mit Hilfe von 40 Millionen US-Dollar die Obdachlosigkeit von Familien in der Region Puget Sound im US-Bundesstaat Washington bekämpft werden. Im Rahmen des Projekts sollten 1500 neue Wohneinheiten mit Dienstleistungen geschaffen werden, die zu einer besseren Familienstabilität beitragen. In diesem Milieu war auch der Vater von Bill Gates aufgewachsen.

Die Vereinten Nationen legen Ziele zur Ausrottung von Krankheiten fest

Im Jahr 2000 legten auch die Vereinten Nationen die acht Millenniums-Entwicklungsziele fest. Zu diesen gehören die Beseitigung der extremen Armut, die Senkung der Kindersterblichkeit und die Bekämpfung von Krankheiten. Die Stiftung und andere Unterstützer arbeiten gemeinsam daran, die Ziele bis zum Jahr 2015 zu erreichen. Wir brauchen nicht zu erläutern, dass diese Ziele nicht erreicht werden. Mehr Infos: Video: Welternährung in 5 Minuten erklärt – Hunger im Überfluss

Die regionale Niederlassung in Washington, D.C., wird eröffnet

Im Jahre 2001 eröffnete die Stiftung eine regionale Niederlassung in Washington, D.C., um engere Partnerschaften mit staatlich geförderten Programmen einzugehen und zu pflegen.

Bis dahin ist noch alles in Ordnung.

2005 setzte die Stiftung Ihre Arbeit zur Bekämpfung von Malaria fort und kündigte Fördermittel in Höhe von 258 Millionen US-Dollar für die Entwicklung eines MalariaImpfstoffs, neuer Medikamente und innovativer Lösungen für die Mückenbekämpfung an. 2006 schenkte Warren Buffett der Stiftung über 30 Milliarden US-Dollar. Dank des Geschenks aus dem Jahr 2006 werden die Ausgaben der Stiftung verdoppelt.

„Da wir unsere Bemühungen, allen Menschen die Chance für ein gesundes und produktives Leben zu bieten, verstärken möchten, strukturieren wir die Stiftung um und setzen drei Prioritäten: Globale Gesundheit, globale Entwicklung und Arbeit in den USA.“ – Stiftung 2006

MONSANTO und eine neue Allianz für eine grüne Revolution in Afrika

Gemeinsam mit der Rockefeller Foundation gründet die Stiftung die Allianz für eine grüne Revolution in Afrika (Alliance for a Green Revolution in Africa, AGRA). AGRA wird von Kofi Annan geleitet und ist eine Organisation mit Sitz in Afrika. Ihre Aufgabe ist es, die Landwirtschaft neu zu beleben sowie Bauern dabei zu helfen, Armut und Hunger zu überwinden. Lesen Sie dazu auch: Die Vereinten Nationen (UNO) und die unselige Allianz und Bono verbündet sich mit Monsanto, um Afrikas Landwirschaft mit GMOs zu zerstören-U2’s Bono partners with Monsanto to destroy African agriculture with GMOs

INFOBOX

Die AGRA und ihre Kapitalgeber beteuern, Afrikaeine eigene Grüne Revolution“ schenken zu wollen und aus den „Fehlern der Vergangenheit“ gelernt zu haben. Tatsächlich entstand das Konzept der „Grünen Revolution“ bereits in den 1960er-Jahren, als der US-Vize-Präsident und Gründer des Agrarunternehmens Pioneer, Henry Wallace, mit dem Export des amerikanischen Modells der intensiven Landwirtschaft nach Afrika anderen Revolutionen vorbeugen wollte – in erster Linie natürlich der roten. Quelle 

Wie Bill Gates, Norman Borlaug, CIMMYT und Dr. Sanjaya Rajaram zusammenhängen, erfahren Sie in unserem Beitrag. World Food Prize 2014 für genmanipulierten Weizen

Die Geschichte von Pioneer und Henry Wallace können Sie hier lesen: Die dunkle Geschichte von DuPont – Von Atombombe über Nylonstrümpfe zum Genmais

Der Präsident der Stiftung, der Agronom Namanga Ngongi, der zuvor beim Welternährungsprogramm Karriere machte und heute in Kamerun eine Plantage zur Herstellung von Palmöl (!) betreibt, versichert zwar, dass AGRA nichts mit Agrobusiness zu tun habe. Doch daran darf gezweifelt werden. Im Jahr 2010 kaufte die Stiftung Bill & Melinda Gates, die mit 400 Millionen Dollar mehr als die Hälfte des AGRA-Haushalts stellt, für 23,1 Millionen Dollar ganze 500 000 Monsanto-Aktien (siehe Infografik). Viele Landwirtschaftsorganisationen und internationale Beobachter fürchten daher, dass die afrikanische Revolution ihren Namen vor allem der grünen Farbe der Dollarscheine verdankt, die für die reichen Investoren dabei herausspringen.

Nun kennen Sie den Zusammenhang zwischen der Gates-Stiftung und Monsanto, aber Sie wissen immer noch nicht, wie das nun mit dem Faible fürs Impfen zusammenhängt.

Deklaration der Dekade (Jahrzehnt) der Impfstoffe

2010 erklärte die Stiftung die Dekade (Jahrzehnt) der Impfstoffe. Sie versprachen über den Zeitraum der nächsten 10 Jahre 10 Milliarden US-Dollar für die Forschung, Entwicklung und Bereitstellung von Impfstoffen für die ärmsten Länder der Welt auszugeben. Und im Rahmen der GAVI-Konferenz wurden von öffentlichen und privaten Gebern Mittel für die Immunisierung von über 250 Millionen – für die ärmsten Kinder auf der Welt – gegen lebensbedrohliche Krankheiten zugesichert. Bis zum Jahr 2015 können so mehr als vier Millionen vorzeitige Todesfälle verhindert werden. – so die Stiftung.

TREVOR MUNDEL, PRÄSIDENT der Abteilung Globales Gesundheitsprogramm

Vor seinem Eintritt in die Stiftung im Jahr 2011 war er Global Head der Entwicklung bei Novartis und zuvor war er an der klinischen Forschung bei Pfizer und Parke-Davis, einem Tochterunternehmen des Pharmaunternehmens Pfizer, beteiligt.  Nun schließt sich der Kreis. Dazu unser Beitrag Impfstoff-Versorgung: Bill & Melinda-Gates-Stiftung und Pharmagigant Novartis zusammen mit Brasilien

Bill Gates und Glaxo Smith Kline

Glaxo Smith Kline (GSK) ist Partner der  GAVI. Die Firma liefert innovative Impfstoffe wie die gegen das Rotavirus, gegen Lungenentzündung und das Zervixkarzinom. GSK verpflichtete sich, über 850 Millionen Impfdosen bereitzustellen, die dazu beitragen, bis zum Jahr 2024 bis zu 300 Millionen Kinder in Entwicklungsländern zu schützen. Des Weiteren werden schon sehr lange Schritte unternommen, um weltweite Herausforderungen auf dem Gebiet der Gesundheitsversorgung anzugehen. So investiert GSK beispielsweise in Forschungsprogramme zu Impfstoffen gegen kritische Erkrankungen, von denen arme Länder betroffen sind, wie Malaria, Tuberkulose, HIV und Ebola, und ist eine wegweisende fünfjährige Partnerschaft mit Save the Children eingegangen.

Der Pharma-Konzern GSK, der erst kürzlich die Impfstoff-Abteilung von Novartis übernommen hatte, entsorgte in Belgien versehentlich mit Polioviren belastetes Wasser in eine Kläranlage. Dutzende Liter mit Polioviren verseuchter Flüssigkeit sind in eine Kläranlage geraten. GSK hat zwei Impfstoffe im Sortiment, die vor Polio schützen: Boostrix und Infanrix. Erst Anfang 2014 hatten Produktionsprobleme in dem Werk für Schlagzeilen gesorgt: Ende 2013 waren bei Kontrollen die internen Qualitätskriterien nicht erreicht worden. Die Produktion des Kombinationsimpfstoffes gegen Masern, Mumps, Röteln und Varizellen sowie des Varizellen-Einzelimpfstoffes war daraufhin gestoppt und der Fehler gesucht worden. In der Folge war es bis März zu Lieferproblemen bei Varilrix gekommen, die AOK hatte ihren Rabattvertrag gekündigt. Quelle: apotheke-adhoc.de

Der in London ansässige Pharmakonzern GalaxoSmithKline verkaufte zuletzt das Geschäft mit Krebsmedikamenten für 16 Mrd. US-$ (ca. 12 Mrd. €) an den Konkurrenten Novartis. GalaxoSmithKline ist sehr stark im Forschungsbereich engagiert, jeder sechste Mitarbeiter arbeitet in diesem Bereich, wobei die Londoner täglich rund 13 Mio. € für Forschung und Entwicklung ausgeben.

Das Unternehmen hat weitere Produktionsstätten in Europa sowie in Nordamerika und Asien. Außer Arzneimitteln und Impfstoffen werden auch Gesundheitsprodukte und Hygieneartikel hergestellt. Am 22. April 2014e verkündet der Konzern einen Großumbau per Tauschgeschäft: Für insgesamt 16 Milliarden US-Dollar übernimmt Novartis die Krebsmedikamente des Konzerns, der im Gegenzug 7,1 Milliarden Dollar plus Umsatzbeteiligung für die Novartis-Impfstoffe zahlt. Sein OTC-Arzneimittel-Geschäft führt nun zu einer Zusammenarbeit mit Novartis.

Wie wir auf der Homepage von GSK  erfahren, startete der Pharmakonzern 2013 eine neue Partnerschaft mit der Bill & Melinda Gates Foundation (BMGF), und zwar mit dem Ziel, eine gemeinsame Initiative mit dem Ziel, Impfstoffe hitzebeständiger zu machen. Dadurch müssten die Impfstoffe weniger stark gekühlt werden, was in den heißen Entwicklungsländern ein enormer Vorteil wäre. GSK und BMGF investieren 1,8 Millionen US-Dollar in die ersten Schritte eines Forschungsprojektes, das die Wärmebeständigkeit von Impfstoffen erhöhen soll.

Auch in der HPV-Impfung arbeitet der Pharma-Konzern mit Bill Gates zusammen, seit der Zulassung und der massenhaften Anwendung von HPV-Impfstoffen wurden zahlreiche neurologische, autoimmune und die Blutgerinnung betreffende Erkrankungen mit möglichem Zusammenhang zur Impfung beobachtet. Dazu auch Wichtige Nachricht! Impfung gegen HPV – schwerwiegende Nebenwirkungen!

Die Finanzierung wissenschaftlicher Studien, mit denen der Nutzen der Impfkampagnen untermauert wird, durch GAVI oder ihre Träger, wird als Interessenkonflikt angesehen. In Indien sagte das Oberste Gericht, dass die US-amerikanische NGO PATH die Studien durchgeführt hätte. Hier finden Sie PATH auf Facebook. Diese NGO wiederum arbeitet eng mit Bill Gates zusammen. Die Kritik in Indien, wie schon oben genannt, lautet, dass die Gates Foundation, PATH und die WHO fahrlässig und auf kriminelle Weise Impfstoffe an anfälligen und ungebildeten Personen getestet hätten und zwar ohne Einwilligung und ohne Beratung über mögliche Nebenwirkungen. Siehe: Umstrittene Impfstoffstudien: Warum ist die Bill & Melinda Gates Foundation in Indien im Kreuzfeuer der Kritik?

Bill Gates-Stiftung hat 50 Millionen Dollar für die Ebola-Bekämpfung gespendet.  Mit dem Geld soll die Entwicklung von Therapien und Impfstoffen beschleunigt werden, die helfen könnten, die Epidemie zu beenden und neue Ausbrüche zu vermeiden. Da sind wieder alle zusammen: Monsanto und Pfizer, denn die sind an dem neuen Wirkstoff für Ebola beteiligt. Siehe: EBOLA-Panik: ein lukratives Geschäft? – Point de vue: Ebola: le mensonge généralisé  Auch dieses war Thema bei dem G7-Gipfel auf Schloss Elmau.

Infobox

Anlässlich der Konferenz der weltweiten Impfallianz GAVI in Berlin betonte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe die weltweite  Bedeutung von Impfungen zum Schutz vor lebensbedrohenden Infektionskrankheiten:

„Impfungen bieten einen wirksamen Schutz vor lebensbedrohenden Infektionskrankheiten. Wir setzen uns bei der GAVI-Wiederauffüllungskonferenz dafür ein, dass weitere 300 Millionen Kinder bis 2020 eine lebensrettende Schutzimpfung bekommen.“

Deutschland unterstützt die Arbeit der Impfallianz seit 2006 und erhöhte seither die jährlichen Zusagen kontinuierlich. In den Jahren 2012 und 2013 wurden jeweils 30 Millionen Euro zugesagt. Im Juni 2014 bestätigte die Bundesregierung ihre Absicht, die Unterstützung ab 2014 von 30 Millionen Euro auf 38 Millionen Euro im Jahr zu erhöhen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller kündigten zudem im November 2014 an, Deutschland wolle die Mittel für Gavi deutlich erhöhen und bis 2020 insgesamt bis zu 500 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

Seit Gründung der GAVI Impfallianz konnten 500 Millionen Kinder in Entwicklungsländern geimpft werden. Neue Finanzierungsmittel in Höhe von 7,5 Mrd. US$ sollen dazu beitragen, dass weitere 300 Mio. Kinder bis 2020 geimpft werden können.

Minister Gröhe appelliert in seiner Rede auch an die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland, ihren Impfstatus checken zu lassen und fehlende Schutzimpfungen nachzuholen. Eine Übersicht über die in Deutschland von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Schutzimpfungen finden Sie hier [PDF]. Quelle Bundesregierung 

Die Entwicklung armer Länder braucht Geld, Mut und Innovationen: Das ist das Credo von Melinda Gates, der Ehefrau von Microsoft-Gründer Bill Gates und Vize-Vorsitzende der milliardenschweren Gates-Stiftung, auf dem Kirchentag in Stuttgart.

Das Ehepaar Gates hat seinen Beraterstab mit Leuten besetzt, die von gewinnorientierten Konzernen kommen. Nehmen wir da nur Novartis oder GSK– Konzerne, die an Impfstoffen verdienen. Es ist für uns unmöglich, auch nur im geringsten daran zu glauben, dass diese Konzerne nicht durch z. B. Afrika profitieren wollen. Die Entwicklungshilfe ist nach wie vor ein lukratives Geschäft, das sehen wir hier in Deutschland an der GIZ und an der im Januar 2013 gegründeten German Food Partnership (GFP ), mit der Bill Gates ebenfalls  zusammen arbeitet.

Bill Gates, der dafür mitverantwortlich ist, dass viele Menschen verhungern, krank werden und sogar sterbenDie Gier nach Profit macht auch nicht vor dem WELTHUNGER halt!

„MONSANTO“ macht krank – „GLYPHOSAT“ – „KREBS“ – Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) – „EU“ – Bericht spielt eine Schlüsselrolle in der Debatte um die mögliche Wiederzulassung des Herbizidwirkstoffs um weitere zehn Jahre /“Gentech-FOOD“/“Baumwolle – Glyphosat“/“Paprika-Patent“ – „Syngenta“/Patent“ – „Gentech-Kuh“/

„Monsanto“ macht krank –  Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat falsch informiert – „Syngenta“ – „Gentech-food“ –

ARD-Magazin FAKT – http://www.mdr.de/fakt/fakt-glyphosat-bfr-bewertung102.html

….Bei dem 123-seitigen Dokument handelt es sich um die abschließende Stellungnahme des BfR zur aktuellen Klassifizierung von Glyphosat durch die internationale Krebsforschungsagentur…

…In allen fünf ausgewerteten Tierstudien an Mäusen haben sich signifikante Steigerungen verschiedener Tumorarten gezeigt, und zwar sowohl Lymphdrüsen- und Blutgefäß-Krebs wie auch Nierentumoren…

incl. Video

Umstrittenes Pflanzenschutzmittel Glyphosat: Bundesinstitut hat falsch informiert

Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat die Öffentlichkeit im Zusammenhang mit dem umstrittenen Pflanzengift Glyphosat jahrelang falsch informiert. Das haben Recherchen des ARD-Magazins FAKT ergeben. In einem der Redaktion vorliegenden Dokument vom August 2015 bestätigt das BfR Ergebnisse der Krebsforschungsagentur IARC, einer Einrichtung der WHO, die in Tierstudien mehrere signifikante Häufungen von Tumoren feststellte.

Bisher hatte das BfR lediglich einen signifikanten Anstieg von Tumoren in einer Studie bestätigt und diese Ergebnisse zudem als wenig relevant bezeichnet. Klar wird jetzt: In allen fünf ausgewerteten Tierstudien an Mäusen haben sich signifikante Steigerungen verschiedener Tumorarten gezeigt, und zwar sowohl Lymphdrüsen- und Blutgefäß-Krebs wie auch Nierentumoren.

Eine grüne Verpackung, auf der Text zum Inhalt steht. Unter anderem steht dort: Wirkstoff: Glyphosat 360 g/l.

Mehr als 5.000 Tonnen des Wirkstoffs Glyphosat werden jedes Jahr in Deutschland verspritzt.

Außerdem weist das Papier darauf hin, dass sich das BfR bei seiner Einschätzung der Wirkung von Glyphosat offenbar auf statistische Daten und Testauswertungen von Herstellerfirmen verlassen hat. Und diese Daten hätten demnach keine signifikanten Hinweise auf eine möglicherweise krebserregende Wirkung des Stoffs ergeben.

Bei dem 123-seitigen Dokument handelt es sich um die abschließende Stellungnahme des BfR zur aktuellen Klassifizierung von Glyphosat durch die internationale Krebsforschungsagentur. Solche Klassifizierungen von Pestiziden müssen in der Europäischen Union alle zehn Jahre vorgenommen werden. Das BfR wie auch die europäischen Behörden wollen jedoch diese Stellungnahme bis zum Abschluss der Entscheidung über die Bewertung von Glyphosat auf EU-Ebene unter Verschluss halten. Trotz vielfältiger Krebssignale in den Tierstudien will die deutsche Behörde bei ihrer Aussage bleiben, dass aus dem Pflanzenschutzmittel kein Krebsrisiko für Menschen resultiere.

Das IARC hatte auf Grundlage der Tierstudien erklärt, dass Glyphosat „wahrscheinlich krebserregend für den Menschen“ und „sicher krebserregend bei Tieren“ sei.

In Deutschland werden jedes Jahr mehrere Millionen Liter an Pflanzengiften, die auf dem Wirkstoff Glyphosat beruhen, verspritzt. Sie enthalten mehr als 5.000 Tonnen des reinen Wirkstoffs. Folge ist unter anderem, dass sich in zahlreichen Lebensmitteln Rückstände von Glyphosat befinden – was nach bisheriger Ansicht der in der EU zuständigen Behörden – unter ihnen das deutsche BfRunbedenklich ist.

 „Behörde für Risiko-Bewertung“ falsche Informationen?! – „BfR“ – „ARD“ – „FAKT“ – In allen fünf ausgewerteten Tierstudien an Mäusen haben sich signifikante Steigerungen verschiedener Tumorarten gezeigt, und zwar sowohl Lymphdrüsen- und Blutgefäß-Krebs wie auch Nierentumoren.

Prof. Eberhard Greiser (Epidemiologe), Peter Clausing (Toxikologe), Prof Christopher Portier (IARC-Berater)

http://www.keine-gentechnik.de/nachricht/31204/

….“EU“ –  Bericht spielt  eine Schlüsselrolle in der Debatte um die mögliche Wiederzulassung des Herbizidwirkstoffs um weitere zehn Jahre….

…Hersteller und Behörden sind sich offenbar einig, dass unabhängige Studien im Zulassungsverfahren nicht zählen.“…

Glyphosat: Fehlende Transparenz

28.09.2015

Im Agrarausschuss des Bundestags konnten Wissenschaftler heute ihre Sicht auf den Herbizidwirkstoff Glyphosat erläutern. Näher kamen sie sich nicht: während das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) darauf beharrt, alle Studien zu Glyphosat ausgewertet und keine Hinweise auf erhöhtes Krebsrisiko gefunden zu haben, waren sich amerikanische Experten einig: die Gefahr besteht. Sie kritisierten das Vorgehen von Behörden und Industrie als nicht transparent.

Glyphosat war im Frühjahr von der Internationalen Krebsforschungsagentur IARC der WHO als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft worden. Seitdem ist Debatte in vollem Gange. Ein Mitglied der IARC-Expertengruppe, Ivan Rusyn von der texanischen A&M University, bekräftigte die Einstufung in die zweithöchste Gefahrenstufe. Das sei angesichts der Ergebnisse von toxikologischen Untersuchungen bei Labortieren und von epidemiologischen Studien zu Krebserkrankungen der Bevölkerung sogar „sehr konservativ“ gewesen. Dass das BfR einige Studien, bei denen bei Labortieren Krebserkrankungen festgestellt worden waren, wegen angeblich zu hoher Glyphosat-Mengen aussortiert habe, sei ihm so in seiner wissenschaftlichen Laufbahn noch nie begegnet.

Christopher Portier, der auf viele Jahre als Wissenschaftler bei USGesundheitsbehörden zurückblickt, pflichtete Rusyn bei. Er sieht vor allem ein Problem: mangelnde Transparenz. Die Industriestudien, auf denen die Zulassung von Glyphosat beruht, liegen zwar Behörden, nicht aber externen Wissenschaftlern und der Öffentlichkeit vor. Genauso sei es bei der Bewertung des Krebsrisikos von Glyphosat durch das BfR – auch der aktuelle Bericht der deutschen Behörde ist bislang nicht zugänglich. Dabei spielt dieser in der EU eine Schlüsselrolle in der Debatte um die mögliche Wiederzulassung des Herbizidwirkstoffs um weitere zehn Jahre.

Die brasilianische Wissenschaftlerin Karen Friedrich präsentierte vor allem Erkenntnisse aus ihrem Heimatland, in dem große Mengen Glyphosat auf herbizidresistente Gentechnik-Soja gesprüht werden. Auch sie hält, ebenso wie der Mediziner und Epidemiologe Eberhard Greiser von der Universität Bremen, die Nichtveröffentlichung von Industriestudien, auf die es oft ankommt, für nicht gerechtfertigt.

Der BfR-Präsident Andreas Hensel bekräftigte hingegen, seine Behörde halte manche der vom IARC herangezogenen Studien, die auf Krebs schließen lassen, für nicht relevant. Er plädierte dafür, die wissenschaftliche Debatte – in der unterschiedliche Meinungen an der Tagesordnung seien – den Wissenschaftlern zu überlassen und sie nicht in der Presse auszutragen. Er sei besorgt, dass seine Behörde „unter den Generalverdacht der Korruption“ gestellt werde.

Helmut Greim von der Technischen Universität München erklärte, bei den Bedingungen, unter denen in Deutschland Glyphosat angewendet werde, sei man von für den Menschen bedenklichen Giftmengen weit entfernt. Der Toxikologe, der auf Nachfrage einer Grünen-Abgeordneten mitteilte, von Monsanto für eine gemeinsame Aufbereitung von Glyphosat-Studien 3.000 Euro erhalten zu haben wobei es schwer gewesen sei, den Agrarkonzern zu überzeugen, alle wissenschaftlichen Informationen einfließen zu lassen – hält es angesichts hoher Standards für praktisch ausgeschlossen, dass bei Industriestudien geschummelt wird.

Einig waren sich alle Experten: es kommt auf die Interpretation wissenschaftlicher Daten an. Genau das ist der Job von Behörden wie dem BfR. Und den macht die Bundesbehörde nicht gut, findet der Toxikologe Peter Clausing, der früher für ein Pharmaunternehmen arbeitete. Im Auftrag des Pestizid-Aktionsnetzwerks (PAN) und der Kampagnenorganisation campact wertete er Dokumente des BfR aus. Die Behörde hat diese bei der EU eingereicht, veröffentlicht wurden sie bislang aber nicht. Clausings beklagt „Auslassungen und die Verdrehung von Fakten“, vor allem in den Kapiteln zur krebserzeugenden und erbgutschädigenden Wirkung von Glyphosat.

Über 40 Studien seien nicht berücksichtigt worden. „Die Mängel betreffen die Vernachlässigung und fehlerhafte Beschreibung wichtiger wissenschaftlicher Veröffentlichungen, fehlende Anwendung der gültigen statistischen Analysemethoden auf die von der Industrie eingereichten Daten und falsche Behauptungen bezüglich historischer Kontrolldaten, um so wichtige Ergebnisse aus Krebsstudien an Mäusen verwerfen zu können.“

Clausings harter Vorwurf: „Die Schlussfolgerung liegt nahe, dass das BfR die Beweislage gegen Glyphosat mit Absicht geschwächt hat.” Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) forderte die Politik auf, einzuschreiten. „Obwohl sie dem Verbraucher- und Umweltschutz verpflichtet sind, lassen die Zulassungsbehörden jede kritische Distanz vermissen. Sie handeln wie Dienstleister der Pestizidhersteller“, kritisierte BUND-Chef Hubert Weiger.

Die Umweltorganisation legte heute einen eigenen Bericht vor. Sie glaubt, die Kriterien, die das BfR für die Bewertung anlegt, spielten der Industrie in die Hände. „Bei der Auswertung von Daten haben Pestizidhersteller einen gestalterischen Spielraum und können negative Effekte ihrer Wirkstoffe verschleiern”, so die BUND-Pestizidexpertin Heike Moldenhauer. „Die Hersteller treffen außerdem bei unabhängigen Studien eine Vorauswahl und beurteilen deren Relevanz. De facto diskreditieren die Hersteller alle unabhängigen Studien. Hersteller und Behörden sind sich offenbar einig, dass unabhängige Studien im Zulassungsverfahren nicht zählen.“ [dh]

„ARD“ – „FAKT“ – „Glyphosat“ – „KREBS“
„Kurt Straif“ (IARC-WHO)

http://keine-gentechnik.de/nachricht/31310/

…Die Behörde verweist darauf, dass die genaue Zusammensetzung von glyphosat-haltigen Herbiziden Geschäftsgeheimnis der Hersteller sind. Deshalb sei es schwierig, festzustellen, was genau zu DNA-Schäden führt……——keinblattvormmund:(<„krankmachende Geschäfts-Geheimnisse“ – „PROFIT vor Gesundheit“>)

 

Leak zu Glyphosat: Behörde gibt Hinweise auf Tumorbildung zu

22.10.2015

Also doch: es gibt ernstzunehmende wissenschaftliche Hinweise, dass das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat bei Mäusen Krebs auslöst. In einem geheimen Bericht, den das ARD-Magazin FAKT veröffentlicht hat, erkennt das nun auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) an. Trotzdem beharrt die Behörde darauf, bei „sachgerechter Anwendung“ bestehe für Menschen kein Krebsrisiko.

Aus dem Bericht wird klar, warum die deutsche Behörde und die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) mehrere Studien zu Glyphosat bislang unterschiedlich bewerteten. Während die IARC anerkannte Statistikverfahren einsetzte, um die Relevanz von Fütterungsstudien mit Labormäusen zu überprüfen, verließ sich das BfR zunächst auf die von den Autoren gemachten statistischen Angaben. So steht es unverblümt in dem Papier. Dabei werden solche Studien meist von der Industrie selbst durchgeführt.

Weil die Debatte über das meistverkaufte Herbizid jedoch kein Ende nahm, überlegte die deutsche Behörde es sich offenbar anders und bewertete die Studien noch einmal mit den gleichen statistischen Verfahren wie die IARC. Ergebnis: es gibt doch „positive Trends“ bei der Tumorbildung von Mäusen, denen im Labor Glyphosat verabreicht wird. Dem BfR fielen bei der gründlichen Auswertung sogar noch weitere Indizien für das Krebspotenzial der Chemikalie auf, über die zuvor noch gar nicht berichtet worden sei. „Die statistische Analyse der IARC wurde bestätigt und ausgeweitet“, bilanziert die Behörde in dem vertraulichen Papier von Ende August. Aufgrund der Datenlage und der unterschiedlichen Herangehensweise sei es „evident, dass beide Agenturen zu begründeten Schlussfolgerungen gekommen sind.“

Das klang vor einigen Monaten noch ganz anders: noch im Juni bemängelte das BfR unter anderem die Datenbasis der IARC. Allerdings bleibt die deutsche Behörde auch jetzt, nach der erneuten Überprüfung und Bestätigung der IARC-Einschätzung der Tierversuche, bei seinem Gesamtfazit: „Zusammenfassend ist festzustellen, dass auf Grundlage von elf validen Kanzerogenitätsstudien an Mäusen und Ratten gemäß dem ‚Weight of Evidenz‘ geschlussfolgert werden kann, dass bei sachgerechter Anwendung von Glyphosat als Herbizid kein Krebsrisiko für den Menschen besteht“, schreibt das BfR in seinem Vorwort zu dem geheimen Bericht, den es an die EU übermittelte. Denn, so die Begründung, man könne bei der Krebsbewertung „nicht nur eine statistische Signifikanz von Tumorinzidenzen (…) zum ausschlaggebenden Kriterium“ machen.

Interessant ist auch, wie sich die Behörde zu anderen Risiken von Glyphosat äußert. Die IARC hatte auf eine möglicherweise erbgutschädigende Wirkung hingewiesen. Das BfR teilte hingegen noch im Juni mit: „Die Anhaltspunkte für ein genotoxisches Potenzial von Glyphosat können aus dem von der IARC veröffentlichten Kurzbericht nicht nachvollzogen werden.“ Doch im Vorwort zu seinem Bericht von August empfiehlt die Behörde nun „ausdrücklich, dass zukünftig für alle PSM [Pflanzenschutzmittel, Red.] regulatorisch verwendbare Studien zum genotoxischen Potential durchzuführen sind.” Denn in einigen Studien mit Säugetieren, Fischen oder Amphibien stellte jetzt auch das BfR einen Zusammenhang von glyphosathaltigen Herbiziden und Ergbutschäden fest.

Zwei Studien hätten mit der Comet-Assay-Methode auch Auswirkungen von „Roundup Ultra“ auf Versuchstiere festgestellt. Allerdings, so das BfR, gebe es noch zu wenig Erfahrung im Umgang mit dieser Technik. Deshalb bleibe es „unentschieden“, ob die Ergebnisse für den Menschen relevant seien. „Roundup Ultra“ ist das Spritzmittel, mit dem Monsanto eine Verlängerung der EU-Zulassung von Glyphosat um zehn Jahre beantragt hat. Die Behörde verweist darauf, dass die genaue Zusammensetzung von glyphosat-haltigen Herbiziden Geschäftsgeheimnis der Hersteller sind. Deshalb sei es schwierig, festzustellen, was genau zu DNA-Schäden führt.

Aus Sicht der FAKT-Journalisten ist nach Durchsicht der vertraulichen Dokumente klar: „Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat die Öffentlichkeit im Zusammenhang mit dem umstrittenen Pflanzengift Glyphosat jahrelang falsch informiert.“ Der Grünen-Politiker Harald Ebner kommentierte: „Das Addendum macht die Tragweite des Skandals deutlich. Kein Wunder, dass das BfR das Dokument lieber komplett unter Verschluss halten wollte. Es muss dort notgedrungen zugeben, dass die Hinweise auf eine krebserregende Wirkung von Glyphosat noch viel klarer sind als von der IARC dargestellt.“ [dh]

http://www.testbiotech.org/node/1355

Glyphosat-Daten: EU-Kommission setzt weiter auf Geheimhaltung

…„EU-Kommission will grobe Mängel im Bericht des Bundesinstitut für Risikobewertung vertuschen.“….

5. Oktober 2015 Die Akten zur Risikobewertung des Spritzmittels Glyphosat sollen weiterhin geheim bleiben. Dies teilte die EU-Kommission jetzt in einem Schreiben an Testbiotech mit. Testbiotech hatte einen Antrag auf Einblick in den Bericht des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) gestellt, den die deutsche Behörde schon vor einigen Monaten an die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA geschickt hatte. Die Kommission teilt jetzt mit, dass sie nur bereits existierende Dokumente herausgeben könne. Der finale Bericht des BfR existiere aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch gar nicht. Vielmehr werde der Bericht erst fertiggestellt, sobald die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA ihre Bewertung des Spritzmittels Glyphosat abgeschlossen habe. Dann würde auch eine überarbeitete Version des BfR-Berichtes veröffentlicht.

Der Bericht des BfR ist die wichtigste Grundlage für die Bewertung der Risiken des Glyphosat (Handelsname u.a. Roundup) in der EU. Er ist bisher offiziell nicht veröffentlicht, wurde aber von verschiedenen Experten bereits heftig kritisiert. Die renommierte Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheits­organisation WHO ist zu der Einschätzung gekommen, dass Glyphosat wahrscheinlich krebserregend ist. Dagegen behauptet das BfR in seinem Bericht, dass das Spritzmittel für den Menschen unbedenklich sei.

Die Kommission hatte einen Antrag von Testbiotech auf Offenlegung des BfR-Berichtes bereits im August abgelehnt, und war dabei zu dem Schluss gekommen, dass dieses Dokument streng geheim sei. Zugleich wurde aber die Möglichkeit eingeräumt, die Entscheidung erneut überprüfen zu lassen. Daraufhin hatte Testbiotech in einem weiteren Schreiben Zugang zur Glyphosat-Akte gefordert und auf das große öffentliche Interesse verwiesen. Am 17. September wurde Testbiotech dann mitgeteilt, dass sich die Prüfung des Verfahrens noch hinziehe, da man noch nicht alle nötigen Unterlagen beschaffen konnte. Nachdem die offizielle Frist bereits abgelaufen war, wurde Testbiotech jetzt darüber in Kenntnis gesetzt, dass man den Antrag aus formalen Gründen gar nicht prüfe. Ein Grund dafür sei, dass noch gar kein endgültiger Bericht des BfR vorliege.

„Die Spitzfindigkeiten der EU-Kommission sind nicht glaubwürdig. Wir haben den Eindruck, dass man einfach um jeden Preis versucht den Zugang zum Bericht des BfR zu verhindern. Dafür könnte es ein einfaches Motiv geben: Die EU-Kommission will grobe Mängel im Bericht des Bundesinstitut für Risikobewertung vertuschen“, sagt Christoph Then für Testbiotech. „Wenn es Unklarheiten in unserem Antrag gab, hätte man dies wie auch in anderen Fällen jederzeit per Rückfrage klären können. Daran hatte die Kommission aber offensichtlich kein Interesse.“

http://www.keine-gentechnik.de/nachricht/31176/

Glyphosat-Bewertung: Vorsätzliche Täuschung?

22.09.2015

Ein Mediziner und Epidemiologe der Universität Bremen wirft deutschen Behörden vor, den Herbizidwirkstoff Glyphosat systematisch zu verharmlosen. Er analysierte – wie er betont ohne Auftrag oder Bezahlung – wie unterschiedlich hiesige Stellen und die Krebsforschungsagentur der WHO das Ackergift bewerten. Es gehe um einen „beispiellosen gesundheitspolitischen Skandal“.

So habe das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), das innerhalb der EU die federführende Rolle bei der Bewertung von Glyphosat spielt, Inhalte kritischer Studien bewusst falsch wiedergegeben. Dabei habe die Behörde, so wirft ihr der Bremer Wissenschaftler Eberhard Greiser vor, die Qualität von Studien anhand einer Checkliste geprüft, die 1997 von Mitarbeitern des Chemie-Konzerns BASF entworfen worden war.

Doch die beziehe sich gar nicht auf epidemiologische Studien, die die Gesundheit der Bevölkerung im Blick haben, sondern auf Versuche mit Labortieren. Dennoch habe das BfR glyphosat-kritische Studien anhand dieser Checkliste aussortiert, so Greisers Vorwurf. Kein Einzelfall, meint der Professor. Bei der Vorstellung seiner Analyse vor Journalisten, die auf Einladung der Grünen-Abgeordneten Bärbel Höhn und Harald Ebner in den Bundestag gekommen waren, verwies Greiser auf weitere Studien zu Glyphosat, die es nicht in die BfR-Auswahl geschafft hatten.

Insgesamt beruhe die Krebsrisiko-Bewertung der Behörde, die bei Glyphosat im Gegensatz zur Internationalen Krebsforschungsagentur der WHO Entwarnung gibt, auf 61 Quellen – zehn davon seien jedoch „Geheim-Studien der Chemie-Industrie“, die die Öffentlichkeit leider nicht prüfen könne, so Greiser. Hersteller von Pestiziden und Gentechnik-Organismen geben solche Untersuchungen kaum an externe Wissenschaftler – angeblich, weil sonst Geschäftsgeheimnisse bedroht seien.

Der Grünen-Politiker Ebner warf dem BfR eine „Pfusch- und Verwirrungsstrategie“ vor. Noch im Agrarausschuss des Parlaments habe der Präsident der Behörde erklärt, Glyphosat sei nicht gefährlicher als Kochsalz oder Kaffee. Ebner forderte die Bundesregierung auf, aufzuklären, wie das BfR zu seinen Ergebnissen komme. Notfalls müsse es auch „personelle Konsequenzen“ geben, so der Abgeordnete. Das EU-Verfahren, in dem zurzeit geprüft wird, ob Glyphosat weitere zehn Jahre lang angewendet werden darf, müsse nun erst mal gestoppt werden.

Doch würde ein Moratorium auf die Anwendung des meistverkauften Herbizidwirkstoffs, wie es die Grünen fordern, nicht dazu führen, dass die Landwirte auf andere, vielleicht noch giftigere Mittel ausweichen? Bärbel Höhn, die Vorsitzende des Umweltausschusses des Bundestags, forderte von der Regierung eine „Pestizidreduktionsstrategie“. Die Landwirtschaft müsse wegkommen von der Chemiespritze. Der Mediziner Greiser fügte hinzu: es gebe für krebserregende Stoffe keine akzeptable Dosis – jede Menge, die davon in den Körper gelange, sei zu viel.

Der Streit um Glyphosat hatte dieses Frühjahr neue Fahrt aufgenommen, nachdem die Krebsforschungsagentur IARC das Spritzmittel als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft hatte. Mittlerweile wurde bekannt, dass auch eine weitere, von der WHO eingerichtete Expertengruppe empfiehlt, das Herbizid neu zu bewerten. Das BFR, das an der Gruppe beteiligt war, begrüßte das. Auf die eigene Glyphosat-Bewertung und das laufende EU-Verfahren habe das aber keinen Einfluss. „Alle von der IARC zitierten Studien zum Wirkstoff Glyphosat wurden vom BfR im Addendum des überarbeiteten Bewertungsberichts (RAR) zu Glyphosat bereits vollständig geprüft.“

Die Qualität der eigenen Arbeit sei nicht in Frage gestellt, betonte die Behörde. Es gehöre schließlich „zum Alltag der Risikobewertung und ist Teil der wissenschaftlichen Arbeit, dass verschiedene Gremien aufgrund unterschiedlicher Informationen und Einschätzungen von epidemiologischen Daten und experimentellen Prüfungen Sachverhalte unterschiedlich einschätzen.“ [dh]

+++ UPDATE 23.09.15 +++ Das BfR veröffentlichte gestern eine weitere Stellungnahme zur Glyphosat-Bewertung. Darin heißt es: „Im derzeit laufenden EU-Wirkstoffverfahren für Glyphosat hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) alle verfügbaren Studien wissenschaftlich fundiert geprüft und bewertet. Dazu gehören auch die epidemiologischen Studien, die die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) in ihrer Monographie zitiert hat. Sowohl das BfR als auch die Bewertungsbehörden der EU und anderer Länder sowie die Internationale Agentur für Krebsforschung IARC kommen zu der Schlussfolgerung, dass diese Studien nur begrenzte Hinweise auf die Kanzerogenität von glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln (Gemischen aus Wirkstoff und Beistoffen) erbracht haben.“

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/10/28/eu-parlament-stoppt-freiheit-der-mitgliedsstaaten-bei-gen-futter/

EU-Parlament stoppt Freiheit der Mitgliedsstaaten bei Gen-Futter

Zahlreiche EU-Länder hatten in den vergangenen Wochen von dem Recht Gebrauch gemacht, den Anbau von Genmais auf nationaler Ebene zu verbieten. Diese Entscheidung der nationalen Regierung ist nun nichtig. Das EU-Parlament lehnte diesen Vorschlag der EU-Kommission ab.

Genmais und Gensoja darf nicht mehr von nationalen Regierungen untersagt werden. (Foto: dpa)

Genmais und Gensoja darf nicht mehr von nationalen Regierungen untersagt werden. (Foto: dpa)

Das EU-Parlament ist gegen eine Entscheidungsfreiheit der Mitgliedsländer beim Import von genetisch veränderten Futtermitteln. Mit großer Mehrheit lehnten die Abgeordneten am Mittwoch den Vorschlag ab, dass die EU-Länder selbst darüber befinden können, ob sie den Verkauf und die Verwendung von genetisch verändertem Soja und anderen Futtermitteln verbieten, auch wenn diese in der EU bereits genehmigt sind. Nach der Ablehnung durch das Parlament muss die EU-Kommission nun entscheiden, ob sie einen neuen Vorschlag vorlegt.

In der Europäischen Union werden laut EU-Kommission pro Jahr 36 Millionen Tonnen Sojabohnen für die Fütterung landwirtschaftlicher Nutztiere benötigt. Davon werden nur 1,4 Millionen Tonnen in der EU erzeugt, die komplett nicht genverändert sind. Der Rest kommt fast ausschließlich aus Brasilien, Argentinien, den USA und Paraguay, wo jeweils der Anteil von genverändertem Soja bei rund 90 bis 100 Prozent liegt.

Der Anbau von genetisch veränderten Organismen (GVO) kann in der EU bereits von den Mitgliedsländern eigenmächtig verboten werden, auch wenn die EU-Kommission für die Anpflanzung grünes Licht erteilt haben sollte. Deutschland hatte vor wenigen Wochen von diesem Recht Gebrauch gemacht und den Anbau von Genmais verboten.

 

3-sat – mediathek – „Christoph Then“ zur Gentechnikhttp://www.3sat.de/mediathek/index.php?display=1&mode=play&obj=34626

„Christoph Then“http://www.testbiotech.org/node/1340

Ausbreitung von Gentechnik-Organismen: Außer Kontrolle

Neuer Bericht gibt Übersicht über aktuelle und drohende Fälle

Montag, 21. September 2015

Testbiotech veröffentlicht heute einen Bericht, der einen aktuellen und globalen Überblick über Fälle der unkontrollierten Ausbreitung vermehrungsfähiger gentechnisch veränderter Organismen in der Umwelt gibt. Der Bericht soll auch im Rahmen eines Workshops vorgestellt werden, der vom 21. bis 25. September im Rahmen des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity, CBD) in Montreal, Kanada stattfindet.

Die Fälle, in denen eine Ausbreitung und Vermehrung in der Umwelt bereits nachgewiesen ist, betreffen u. a China (Reis), Mexiko (Mais und Baumwolle), Japan (Raps) Südkorea (Baumwolle und Mais), die Schweiz (Raps) und die USA (Gräser). Weitere mögliche Kandidaten, bei denen eine unkontrollierte Ausbreitung zu befürchten ist, sind Auberginen in Indien und Bangladesch, Bäume wie Eukalyptus und Kiefern in Nord- und Südamerika sowie gentechnisch veränderte Insekten in Brasilien und Panama.

Zusätzlich drohen in der Zukunft erhebliche Risiken durch neue Verfahren der Synthetischen Gentechnik. Mithilfe neuer gentechnischer Verfahren können beispielsweise Insekten mit sogenannten „Gene-Drives“ ausgestattet werden. Die Vererbungsmechanismen sind bei diesen Organismen so verändert, dass sich synthetische Gene wesentlich schneller in natürlichen Populationen ausbreiten.

„Wir stehen vor einer grundlegenden Weichenstellung. Die unkontrollierte Ausbreitung und Vermehrung gentechnisch veränderter Organismen in der Umwelt bedeutet eine neue Dimension der Gefährdung für die Biodiversität und damit für die Zukunft des Planeten“, warnt Christoph Then von Testbiotech. „Alle nachfolgenden Generationen müssen mit Risiken und Langzeitfolgen leben, die heute durch kurzfristiges Gewinnstreben und politische Nachlässigkeit verursacht werden.“

Die Folgen einer Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen, deren Ausbreitung nicht kontrolliert werden kann, lassen sich nicht verlässlich prognostizieren. Evolutionäre Prozesse führen dazu, dass sich auch Ereignisse mit geringer Wahrscheinlichkeit realisieren können. Das macht eine seriöse Risikoabschätzung unmöglich. Deswegen müssten derartige Freisetzungen grundsätzlich verboten werden.

Testbiotech gehört zu den Initiatoren eines internationalen Aufrufs, in dem gefordert wird, dass die Vertragsstaaten des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD) aktiv werden, um gesetzlich bindende nationale und internationale Regelungen zu erlassen, welche die Freisetzung gentechnisch veränderter oder synthetischer Organismen generell verbieten, wenn diese sich in der Umwelt ausbreiten und vermehren können.

 

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/10/26/krebserregendes-monsanto-gift-in-op-material-nachgewiesen/

Krebserregendes Monsanto-Gift in OP-Material nachgewiesen

Eine argentinische Studie hat das Pflanzengift Glyphosat in zahlreichen Baumwoll-Produkten nachgewiesen. Der als krebserregend eingestufte Stoff fand sich in allen getesteten Wundverbänden. Die Forscher warnen, das Gift könne über offene Wunden direkt in den Blutkreislauf gelangen.

Das Monsanto-Gift gelangt über die offene Blüte in die Pflanze und somit in zahlreiche Baumwollprodukte. (Foto: dpa)

Monsantos Pflanzengift Glyphosat ist nicht nur in der Nahrung, sondern auch in Baumwollprodukten wie Kleidung, Hygiene-Artikeln und Wundverbänden: Eine Studie der argentinischen Universität La Plata hat Glyphosat nun in zahlreichen Baumwoll-Produkten nachgewiesen. Das als krebserregend eingestufte Gift fand sich in ausnahmslos allen getesteten Wundverbänden, Mullbinden und Baumwolltupfern. Zudem waren 85 Prozent der getesteten Tampons mit dem Gift verseucht, so ein Bericht über die Studienergebnisse in argentinischen Medien…..

http://www.keine-gentechnik.de/nachricht/31311/

Paprika
Noch unpatentiert? Paprika im Visier der Agrar-Konzerne (Foto: Lucas Cobb / flickr, creativecommons.org/licenses/by/2.0)-+-

Wieder Paprika-Patent für Syngenta

23.10.2015

Schon wieder erteilt das Europäische Patentamt ein Patent auf eine konventionell gezüchtete Gemüsepflanze, schon wieder profitiert einer der großen Saatgut-Konzerne. NGOs schlagen Alarm: „Die Patentierung von Nahrungspflanzen ist ähnlich problematisch wie die Privatisierung von Wasser und erfordert eine klare Reaktion der Politik.“

Wie „Keine Patente auf Saatgut!“, ein Zusammenschluss von Organisationen aus mehreren Ländern, gestern mitteilte, erhielt der Schweizer Agrarmulti Syngenta ein Patent auf die Paprika-Pflanzen, das Saatgut, Anbau und Ernte des Gemüses, aber auch – so heißt es in der Patentschrift – auf die „Verwendung einer von einer Paprikapflanze (…) produzierten samenlosen Frucht als Frischprodukt, als frisch geschnittenes Produkt oder für die Verarbeitung wie zum Beispiel die Konservenindustrie.“

Dabei hat Syngenta die Paprika nicht mittels Gentechnik entwickelt – dann wäre eine Patentierung als Erfindung laut Europäischem Patentübereinkommen rechtens. Der Konzern nutzte hingegen Paprikasorten, die die gewünschten Eigenschaft – keine Samen – aufweisen und kreuzte sie. So entstand die „verbesserte Paprikapflanze“.

Aus Sicht von NGOs ignoriert das Europäische Patentamt – eine Nicht-EU-Institution mit Sitz in München – mit solchen Patenten immer wieder die rechtlichen Vorgaben. Die schließen geistiges Eigentum an Pflanzen und Tieren aus konventioneller Zucht aus. Eigentlich. Aber das Amt, das von den Gebühren der Konzerne profitiert, gewährt es trotzdem. „Schritt für Schritt übernehmen die Saatgutkonzerne die Kontrolle über unsere Nahrungsmittel. Sollen wir in Zukunft erst um Erlaubnis fragen, bevor wir eine Paprika aufschneiden?“, kritisierte Christoph Then von Keine Patente auf Saatgut!. „Auf jeden Fall kann Syngenta Andere daran hindern, diese Paprika anzubauen, zu ernten, als Nahrungsmittel zu verkaufen oder für die weitere Züchtung zu nutzen, wenn die Firma das will.“

Auch der deutsche Bio-Dachverband sieht solche Patente kritisch, sie behinderten Innovation in der Züchtung. „Das bestehende Sortenschutzrecht reicht völlig aus, um die geistige Leistung zu schützen, die in dieser Arbeit steckt. Patente blockieren die Weiterentwicklung, auf die wir in der Landwirtschaft weltweit dringend angewiesen sind“ warnte Peter Röhrig, der Geschäftsführer des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft. Er forderte die Bundesregierung auf, beim Patentamt zu intervenieren. „Aktiv geworden sind bisher weder Justizminister Heiko Maas noch Landwirtschaftsminister Christian Schmidt“, so Röhrigs Kritik in Richtung der Minister aus SPD und CSU. Dabei hatten die Regierungsparteien das Engagement gegen solche Patente sogar im Koalitionsvertrag vereinbart.

Der Grünen-Europaabgeordnete Martin Häusling kritisierte das Gemüsepatent ebenfalls: „Es ist wichtig, dass genetische Ressourcen für Züchter und Landwirte frei zugänglich bleiben. Strategische Patente, die Zucht- und Marktmonopole verstärken, bringen keine Innovation für Europa, sondern behindern sie.“ [dh]

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/10/27/syngenta-erhaelt-lebensmittel-patent-auf-paprika/

Syngenta erhält Lebensmittel-Patent auf Paprika

Das Europäische Patentamt (EPA) hat dem Agrarkonzern Syngenta ein Patent auf eine Paprikasorte erteilt. Wer die kernlose Gemüse-Sorte züchten, anbauen, ernten oder verkaufen will, muss künftig Syngenta um Erlaubnis fragen. Damit setzt sich das Amt zum wiederholten Mal über ein EU-Abkommen hinweg, das biologische Züchtungen von geistigem Eigentum explizit ausschließt.

Wer die kernlose Paprika-Sorte züchten, anbauen, ernten oder verkaufen will, muss künftig Syngenta um erlaubnis fragen. (Foto: dpa)

Wer die kernlose Paprika-Sorte züchten, anbauen, ernten oder verkaufen will, muss künftig Syngenta um Erlaubnis fragen. (Foto: dpa)

Der Schweizer Agrarkonzern Syngenta hat zum wiederholten Mal ein Patent auf Paprika-Pflanzen erhalten. Das europäische Patentamt genehmigte ein Patent auf das Saatgut, den Anbau und die Ernte einer kernlosen Form des Gemüses, sowie auf die „Verwendung einer von einer Paprikapflanze (…) produzierten samenlosen Frucht als Frischprodukt, als frisch geschnittenes Produkt oder für die Verarbeitung wie zum Beispiel die Konservenindustrie“, zitiert die Organisation „Keine Patente auf Saatgut“ aus der Patentschrift.

Die Patentierung von Lebensmitteln ist höchst umstritten und eigentlich nur dann erlaubt, wenn die Pflanze mittels Gentechnik entwickelt wurde und damit laut Europäischem Patentübereinkommen als Erfindung gelten kann. Allerdings ist die betroffene kernlose Paprikasorte rein durch natürliche Züchtung bei der Kreuzung von Natur aus kernloser Pflanzen entstanden. Das Abkommen schließt geistiges Eigentum an Pflanzen und Tieren aus konventioneller Zucht explizit aus – das Patent dürfte also eigentlich gar nicht vergeben werden.

Dennoch ist es nicht das erste Mal, dass sich das Patentamt über diese Vorschriften hinwegsetzt. Christoph Then von „Keine Patente auf Saatgut“ kritisiert seit langem das unrechtmäßige Vorgehen der Behörde mit Sitz in München, die immer wieder die rechtlichen Vorgaben ignoriere. Das Amt profitiere demnach von den Gebühren der Konzerne – diese übernähmen dadurch Schritt für Schritt die Kontrolle über unsere Nahrungsmittel. „Sollen wir in Zukunft erst um Erlaubnis fragen, bevor wir eine Paprika aufschneiden?“, so Christoph Then von „Keine Patente auf Saatgut“. Demnach könne Syngenta nun Andere daran hindern, diese Paprika anzubauen, zu ernten, als Nahrungsmittel zu verkaufen oder für die weitere Züchtung zu nutzen.

Kritik an dem Patentamt kommt auch von den Grünen: „Diese sogenannten strategischen Patente, die Konzerne anmelden, um den Saatgutmarkt unter ihre Kontrolle zu bekommen, müssen endlich unterbunden werden.  Wenn Pflanzen patentiert werden, dann wird das für konventionelle Züchtungen vorgesehene Sortenschutzrecht umgangen. Andere Züchter haben keinen Zugriff mehr auf das Genmaterial“, so der Grüne Europa-Abgeordnete Martin Häusling.

Vor drei Jahren hatte das Europäische Parlament mit großer Mehrheit eine Resolution verabschiedet, in der das EPA aufgefordert wird, die Patentierung in der konventionellen Tier- und Pflanzenzucht zu beenden. Allerdings ist das Patentamt keine offizielle EU-Institution, sondern eine NGO mit Sitz in München – und laut Kritikern fest in Hand der Lobbyisten. Auch habe die EU-Kommission bereits vor über einem Jahr eine Arbeitsgruppe zu der Problematik eingerichtet, die meisten Beobachter gingen jedoch nicht davon aus, dass die eher industriefreundliche EU-Kommission in nächster Zeit weitreichende Änderungen durchsetzen werde, so die Koalition „Keine Patente auf Saatgut“.

Die deutsche Regierungskoalition hatte demnach ein Engagement gegen solche Patente in den Koalitionsvertrag geschrieben – bisher haben sich jedoch weder Justizminister Maas noch Landwirtschaftsminsiter Schmidt groß für das Thema eingesetzt.

 

Patent auf Gentechnik-Kuh zurückgezogen – „PATENT-KUH“ – „PATENT“ – „……“

12.10.2015

Kuh mit Horn, ohne Gentechnik
Kuh: am besten ohne Gentechnik, aber mit Horn (Foto: Frank Lindecke/ flickr, creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0)-+-

Ein Patent auf Gentechnik-Milchkühe wurde vom Inhaber zurückgezogen. Der Bundesverband deutscher Milchviehalter (BDM) und seine Mitstreiter werten diesen Schritt als Erfolg ihrer Klage, die sie bei der Beschwerdekammer des Europäischen Patentamts eingereicht hatten. Sie befürchteten: noch mehr Abhängigkeit von Agrar-Konzernen.

Vor acht Jahren reichten der BDM, die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), MISEREOR, das Gen-ethische Netzwerk (GeN), die „Initiative Kein Patent auf Leben!“ und Greenpeace Einspruch gegen ein Milchkuh-Patent (EP1330552) ein. Neben dem gentechnischen Verfahren hatten sich die „Erfinder“ aus Belgien und Neuseeland auch die Kühe mit der veränderten DNA schützen lassen.

Der Titel des Patents, das das Europäische Patentamt in München 2007 gewährte, lautete: „Marker-Unterstützte Auswahl von Rindvieh für verbesserte Milchproduktion unter Verwendung des Diacylglycerin-Acyltransferase-Gens DGAT1“.

Thorsten Sehm, Geschäftsführer des BDM, wirft der Politik Untätigkeit vor. Sie müsse eingreifen, um weitere Patente auf Tiere und Pflanzen zu verhindern – diese werden nicht nur auf Gentechnik-Organismen, sondern auch auf konventionell gezüchtete vergeben. „Wir werden den Druck auf die Bundesregierung deutlich erhöhen, wenn es nicht bald ernsthafte Vorstöße gibt“, sagte auch Georg Janßen von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL).

„Das Problem ist uns zu wichtig, wir werden nicht zulassen, dass es einfach ausgesessen wird und die Konzerne ein Patent nach dem anderen erhalten. Wir müssen den Ausverkauf unserer Lebensgrundlagen stoppen“, so Janßen. [keh]