HARTE „BEWEIS-LAGE“: MONSANTO MACHT KRANK – KEINE REAKTION von MEDIEN und POLITIK????!!!! //// ENTSCHEIDUNG: „Bundesamt für Verbraucher-SCHUTZ und Lebensmittel-Sicherheit“ – „BVL“ – über „ZU-LASSUNG“ von „36“ „GLYPHOSAT“-haltigen „Spritz-Mitteln“ in DEUTSCHLAND ////// „Bamf-Affäre“-GATE und „das falsche SPIEL der GRÜNEN“ ////// „Aufruf“ von 154 Professoren : „Ökonomen“ warnen vor „Euro-Haftungs-Union“ /////// Macron – Deutschland ///// „EU“- FASCHISMUS und die „DatenSchutz-GrundVerordnung“ (DSGVO) – „Presse-FREIHEIT“ //////// „Rosemarys Baby“?! /////// „PIZZA-GATE“

 

„INSEKTEN-STERBEN“ – „VOGEL-MORD“ wegen „WIND-KRAFT“ – „MONSANTO – die MISCHUNG macht das GIFT“

https://www.keine-gentechnik.de/nachricht/33207/#gsc.tab=0

Glyphosat-Studie: Spritzmittel verändern Darmflora

17.05.2018

Campact übergibt Bundesumweltministerin Svenja Schulze (re.) 450.000 Unterschriften gegen Glyphosat. Foto: Jakob Huber/Campact (https://bit.ly/2k4ovMU; https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/)
Campact übergibt Bundesumweltministerin Svenja Schulze (re.) 450.000 Unterschriften gegen Glyphosat. Foto: Jakob Huber/Campact (https://bit.ly/2k4ovMU; https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/)

Glyphosathaltige Herbizide verändern bereits in minimalen Dosen bei jungen Ratten biologische Parameter, die mit geschlechtlicher Entwicklung und genetischen Schädigungen verbunden sind. Zudem beeinflussen sie die Darmflora. Das sind erste Ergebnisse einer unabhängigen, crowd-finanzierten Langzeitstudie.

Begonnen hat diese Studie das auf Krebsforschung spezialisierte italienische Ramazzini-Institut zusammen mit Partnern in Italien, den USA und China. Sie vergleichen dabei die Wirkungen von purem Glyphosat und dem glyphosathaltigen Herbizid Roundup auf Ratten. Die Tiere bekommen den Wirkstoff in einer Menge verabreicht, die von der USUmweltbehörde EPA als sicher für den Menschen bezeichnet wird: 1,75 Milligramm Glyphosat je Kilogramm Körpergewicht.

Die ersten, jetzt veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass sowohl Glyphosat als auch Roundup selbst in diesen kleinen Mengen die Darmflora der Versuchstiere schon deutlich verändert hatten, noch bevor sie die Pubertät erreichten. Welche gesundheitlichen Auswirkungen dies haben könne, müsse weiter erforscht werden, schreiben die Wissenschaftler.

Verändert haben sich nach Angaben des Ramazzini-Instituts auch biologische Parameter, die mit der geschlechtlichen Entwicklung der Tiere in Zusammenhang stehen, insbesondere bei weiblichen Ratten. Zudem sei bei jungen Tieren bei entsprechenden Tests eine signifikante Zunahme sogenannter Mikrokerne beobachtet worden. Dies gilt als Hinweis auf eine verstärkte Schädigung des Erbguts. Die Aufsätze mit den Daten dieser Untersuchungen seien bei Fachzeitschriften eingereicht und würden bald veröffentlicht, schreibt das Institut.

Finanziert hat das Ramazzini-Institut diese ersten Untersuchungen durch eine Crowdfunding-Kampagne unter seinen italienischen Unterstützern. Es weist darauf hin, dass die auf drei Monate angelegten Versuche lediglich die Kindheit und die Pubertät der Tiere abdeckten.Bereits dabei habe sich gezeigt, dass sich Glyphosat langfristig im Körper der Tiere anreichere. Den jetzt gefundenen Hinweisen wollen die Forscher deshalb in einer Langzeitstudie über das gesamte Lebensalter der Tiere nachgehen. Um die dafür veranschlagten Kosten von fünf Millionen Euro zu decken, haben sie eine neue Crowdfunding-Kampagne gestartet.

Unterdessen hat die Bürgerbewegung Campact der Bundesumweltministerin heute 450.000 Unterschriften gegen den Unkrautvernichter Glyphosat überreicht. Svenja Schulze (SPD) wiederholte ihre Absicht, „den grundsätzlichen Glyphosat-Ausstieg in dieser Legislaturperiode zügig anzugehen“. [lf/vef]

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„MONSANTO – die MISCHUNG macht das GIFT“ – „ROUNDup“

aus dem TEXT:. Die NTP-Forscher hatten verschiedene menschliche Zell-Linien mit Glyphosat alleine und als Vergleich dazu mit fertigen Pestizidmischungen wie Roundup behandelt. Dabei zeigte sich, dass die Pestizidmischungen weitaus mehr oxidativen Stress in den Zellen auslösten und sogar Zellen abtöteten, während Glyphosat alleine kaum Effekte auslöste. Die Mischungen seien bis zu 1000-fach potenter gewesen, heißt es in der Untersuchung...

siehe auch „ROUNDup-GLYPHOSAT“ – „Die Formulierung ist das GIFT“- Polyoxyethylenamine (POEA)

aus dem TEXT:..Die Ergebnisse des NTP könnten auch Folgen für die Neuzulassung glyphosathaltiger Pestizide in Deutschland haben. Nachdem die EU den Wirkstoff GLYPHOSAT für weitere fünf Jahre zugelassen hat !!!??? muss nun das „Bundesamt“ für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) entscheiden, ob es <<<<<<<36 glyphosathaltige Spritzmittel in der Bundesrepublik neu zulässt>>>>>>>>>>???!!!….

https://www.keine-gentechnik.de/nachricht/33204/#gsc.tab=0

Glyphosat: Die Mischung macht das Gift

14.05.2018

Gebrauchsfertige Pestizidmischungen mit Glyphosat sind für menschliche Zellen weitaus giftiger als Glyphosat als isolierter Wirkstoff. Das zeigen Forschungsergebnisse des USGesundheitsministeriums.

Das National Toxicology Programm (NTP) des US-Gesundheitsministeriums vergleicht derzeit die Wirkungen von Glyphosat als isolierter Substanz mit Pestizidmischungen, die neben Glyphosat auch Chemikalien enthalten, die dafür sorgen, dass sich der Wirkstoff gut auf der Blattoberfäche verteilt und in das Blatt einzieht. Erste Ergebnisse dieser Untersuchungen hat die Organisation U.S. Right to Know veröffentlicht. Die NTP-Forscher hatten verschiedene menschliche Zell-Linien mit Glyphosat alleine und als Vergleich dazu mit fertigen Pestizidmischungen wie Roundup behandelt. Dabei zeigte sich, dass die Pestizidmischungen weitaus mehr oxidativen Stress in den Zellen auslösten und sogar Zellen abtöteten, während Glyphosat alleine kaum Effekte auslöste. Die Mischungen seien bis zu 1000-fach potenter gewesen, heißt es in der Untersuchung. Diese ersten Ergebnisse belegten allerdings nicht, dass die Mischungen Krebs oder andere Krankheiten verursachen würden, schränkte Mike DeVito, der Leiter des NTP-Fotschungsprogramms, gegenüber der britischen TageszeitungThe Guardian ein. Um das festzustellen, seien weitere Untersuchungen notwendig.

Erschwert werden diese dadurch, dass der amerikanische Hersteller Monsanto die genaue Zusammensetzung seiner Pestizide nicht offenlegt. „Wir kennen die Rezepturen nicht, das sind Geschäftsgeheimnisse“, erklärte DeVito dem Guardian. Eine ebenfalls von US Right to Know veröffentlichte Zusammenfassung eines Treffens von Mitarbeitern der US-Umweltbehörde EPA und Monsanto im Frühjahr 2016 legt nahe, dass auch die Behörde keine Daten über Monsantos Pestizidmischungen hat. Man sei an jeglichen Informationen interessiert, die Monsanto über Unterschiede zwischen Wirkstoff und Pestizidmischung habe, heißt es darin.

The Guardian wirft die Frage auf, ob Monsanto selbst jemals die Giftigkeit der fertigen Mischungen untersucht hat und verweist auf interne MonsantoEmails aus den Jahren 2003 und 2010. In ihnen schrieben Mitarbeiter des Konzerns, dass fertige Pestizide nicht auf ihre krebserzeugende Wirkung hin überprüft worden seien.

Die Ergebnisse des NTP könnten auch Folgen für die Neuzulassung glyphosathaltiger Pestizide in Deutschland haben. Nachdem die EU den Wirkstoff Gyphosat für weitere fünf Jahre zugelassen hat, muss nun das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) entscheiden, ob es 36 glyphosathaltige Spritzmittel in der Bundesrepublik neu zulässt. Das BVL selbst schreibt, dass ein Antragsteller mit dem Zulassungsantrag für ein Pflanzenschutzmittel alle Einzelheiten der Rezeptur mitteilen müsse. Bei der Zulassung eines Pflanzenschutzmittels werde auch geprüft, ob Beistoffe wie Lösungsmittel, Emulgatoren, Trägerstoffe, Farbstoffe oder Treibgase bedenklich hinsichtlich der Gesundheit oder Umwelt seien. „Grundlage für die Bewertung sind zunächst die vorhandenen Daten und Informationen“. Weiterhin müssten bestimmte toxikologische und ökotoxikologische Studien mit dem Pflanzenschutzmittel durchgeführt werden. „Wenn Fragen offen bleiben, können die Behörden auch gezielt bestimmte Studien mit einzelnen Beistoffen verlangen.“ Bereits Anfang des Jahres hatte eine französische Studie gezeigt, dass glyphosathaltige Pestizide giftiger auf Zellen wirkten als Glyphosat alleine. [lf]

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http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/geld-ausgeben/stiftung-warentest-glyphosat-steckt-in-vielen-alkoholfreien-bieren-15602893.html

 

Stiftung Warentest : Glyphosat steckt in vielen alkoholfreien Bieren

  • Aktualisiert am

Mit Bier anstoßen kann man auch ohne Promille. Bild: Picture-Alliance

Rückstände des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat fanden die Tester der Stiftung Warentest in 18 von 20 alkoholfreien Bieren. Trotzdem wurden fast die Hälfte der Gerstensäfte mit gut bewertet.

Rückstände des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat finden sich in vielen alkoholfreien Bieren. Das ergab eine Untersuchung von Stiftung Warentest von 20 alkoholfreien Bieren, die am Mittwoch in Berlin veröffentlicht wurde. Abgesehen von zwei Bio-Bieren fanden die Tester in allen Produkten das umstrittene Pflanzenschutzmittel in Flensburger Frei und Holsten Alkoholfrei sogar so viel, dass diese im „test“-Qualitätsurteil abgewertet wurden. Immerhin neun Sorten wurden aber insgesamt als gut bewertet.

Ob Glyphosat krebserregend ist, wird von Fachinstituten unterschiedlich bewertet. Solange das Risiko nicht abschließend geklärt sei, sollten Brauereien zum Schutz der Verbraucher den Glyphosatgehalt in ihren Getränken senken, fordert „test“ in seiner Juni-Ausgabe.

Das Holsten-Bier erhielt mit „ausreichend“ die schlechteste Note im Test. Neben dem hohen Glyphosatwert enthielt es – wie drei weitere Biere – einen hohen Anteil an Kohlensäure, die nicht aus Gärungs-, sondern aus Verbrennungsprozessen stammt. Geschmacklich und chemisch mache dies zwar keinen Unterschied, streng genommen handele es sich aber um einen Verstoß gegen das deutsche Reinheitsgebot für Bier, bemängelten die Tester.

Craft-Biere mit mehr Nitrat

Die Untersuchung ergab, dass sogenannte Craft-Biere im Vergleich zu herkömmlichen Bieren ein Vielfaches des problematischen Stoffs Nitrat enthalten. In Sachen Geschmack habe aber eines der beiden getesteten alkoholfreien Craft-Biere die beste Wertung bekommen.

Dem Test zufolge ist jedes zweite Bier gut als Durstlöscher im Alltag geeignet. Es lohne sich jedoch, den Kaloriengehalt zu vergleichen, der sich stark unterscheide. Die Tester weisen außerdem darauf hin, dass auch alkoholfreies Bier bis zu 0,5 Prozent Alkohol enthalten dürfe. Wer definitiv keinen Alkohol zu sich nehmen wolle – etwa schwangere Frauen, sollte daher ein 0,0%-Bier wählen. Alle Biere mit dieser Aufschrift seien frei von Alkohol gewesen, hob die Stiftung Warentest hervor.

Video: Reuters, Bild: AFP

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siehe auchGLYPHOSAT in BEN und JERRY-EIS gefunden“

https://www.keine-gentechnik.de/nachricht/32830/#gsc.tab=0

Molkerei verbietet ihren Lieferanten Totalherbizide wie Glyphosat

06.11.2017

Bergbauern-Milch Bild
BergbauernMilch der Milchwerke Berchtesgardener Land ab sofort auch Glyphosatfrei. Bild: Milchwerke Berchtesgadener Land Chiemgau eG

Die Molkerei Berchtesgadener Land im südostbayerischen Piding hat ihren Landwirten verboten, Glyphosat einzusetzen. Sie ist bundesweit die erste große Molkerei, die ihren Lieferanten eine solche Auflage macht.

Der Anlass für die Entscheidung war die Beschwerde eines Verbrauchers, der eine mit Glyphosat behandelte Futterwiese entdeckt und festgestellt hatte, dass diese einem Lieferanten der Mokerei gehörte. Diese reagierte schnell auf entsprechende Medienberichte: Vorstand und Geschäftsführung der als Genossenschaft organisierten Molkerei schlugen ein Glyphosatverbot vor. Der Aufsichtsrat nahm den Vorschlag einstimmig an. Mit sofortiger Wirkung verbietet die Molkerei ihren Lieferanten „die Anwendung jeglicher Totalherbizide in der Grünland- und Ackerbaubehandlung“. Das Verbot soll umgehend in die Lieferbedingungen aufgenommen und die Einhaltung extern kontrolliert werden.

„Es gibt in unserem Milcheinzugsgebiet keine Notwendigkeit, ein Totalherbizid einzusetzen, dessen wissenschaftliche Bewertung hinsichtlich Auswirkungen auf Mensch und Umwelt kontrovers ist“, begründete Geschäftsführer Bernhard Pointner die Entscheidung der Molkerei. Er ist sich sicher, dass sie von den Genossen, also den anliefernden Landwirten, mitgetragen wird: „Unsere Landwirte wissen als Unternehmer genau, dass ihr Milchgeld vom Endverbraucher kommt. Und was der Endverbraucher von Glyphosat hält, brauchen wir niemandem von unseren Mitgliedern erklären“, sagte Pointner gegenüber der taz. Er forderte die deutsche Politik auf „sich endlich für ein schnelles Glyphosatverbot stark zu machen.“ Dazu hat sie am 9. November Gelegenheit, wenn in der EU die nächste Abstimmung ansteht, ob und für wie lange Glyphosat noch einmal zugelassen wird.

Kritische Anmerkungen zu dem Verbot kamen vom Bund Deutscher Milchviehhalter (BDM). Dessen Pressesprecher Hans Foldenauer sprach gegenüber dem Traunsteiner Tagblatt von einem „Einschnitt in die noch gesetzlich zugelassene Bewirtschaftungspraxis“ und befürchtete Wettbewerbsnachteile „in Form eines höheren Bewirtschaftungsaufwands“. Er ging auch davon aus, dass andere Molkereiunternehmen dem Beispiel folgen werden: „Ähnlich ist es mit der Vorgabe, seine Tiere mit gentechnisch freien Futtermitteln zu füttern, gelaufen“.

Die Berchtesgadener Molkerei verarbeitet die Milch von 1.800 Landwirten zwischen Watzmann und Zugspitze. 500 von ihnen sind Bio-Bauern und wenden sowieso keine Herbizide an. 1.300 wirtschaften konventionell und durften bisher Glyphosat und andere Totalherbizide spritzen. Ihre Milch vertreibt die Molkerei unter der Marke „Bergbauernmilch“. Das Unternehmen sieht sich selbst „konsequent auf dem Weg, sein Wirtschaften an den Leitplanken der Nachhaltigkeit auszurichten.“ Die konventionellen Landwirte setzen seit 2010 keine gentechnisch veränderten Futtermittel mehr ein. Die Molkerei macht sich für Homöopathie im Kuhstall stark und zahlt den Erzeugern mit die höchsten Milchpreise bundesweit. Für dieses Engagement wurde sie als mittelgroßes Unternehmen für den 10. Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert, der im Dezember verliehen wird. [lf]

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tube.com/watch?v=K5jxFvVFUl4

„Titus Frost“ – „March Against Monsanto 2018“ – Live Stream: Dr „Shiva Speech“ –  My Speech and More!

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https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/05/21/asyl-behoerde-wollte-skandal-geraeuschlos-aufklaeren/

Asyl-Behörde wollte Skandal „geräuschlos“ prüfen

Das Bundesamt für Flüchtlingsfragen (Bamf) wollte den Skandal in der Bremer Behörde offenbar nur widerwillig aufklären.

Jutta Cordt, Präsidentin des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge. (Foto: dpa)

Jutta Cordt, Präsidentin des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge. (Foto: dpa)

Das Bundesamt für Flüchtlingsfragen (Bamf) in Nürnberg hat in der Bremer Affäre um unrechtmäßige Asylbescheide deutlich früher als bisher bekannt von möglichen Unregelmäßigkeiten gewusst. Interne EMails zeigten, dass die BamfZentrale schon früh von fragwürdigen Vorgängen wusste, diese aber allenfalls schleppend und offenbar nur widerwillig aufklären wollte, berichteten NDR und „Süddeutscher Zeitung“, denen die EMails vorliegen, am Sonntag.

Angeschrieben wegen möglicher Unregelmäßigkeiten in den Bremer Asylverfahren habe der zuständige Abteilungsleiter des Bundesamts im Februar 2017 zwar eine Prüfung angeordnet, zugleich aber verfügt, dass diese „geräuschlos“ geschehen solle. Er wolle nicht, heiße es in seiner E-Mail, „dass alles bis ins Detail geprüft wird“.

Gegenüber dem Innenausschuss des Bundestags hatte die Bamf-Präsidentin Jutta Cordt kürzlich einen Überblick über die Abläufe der internen Untersuchungen gegeben. Den Vorgang im Februar 2017 habe sie gegenüber den Abgeordneten aber nicht erwähnt, heißt es in dem Bericht. Doch schon 2016 habe es Warnungen an das Bundesamt gegeben, dass es bei den Asylbescheiden aus Bremen möglicherweise nicht mit rechten Dingen zugehe. Der interne EMail-Verkehr vom Februar 2017 belege nun, wie Mitarbeiter des Bundesamts mit dem Verdacht umgegangen seien.

Im April war bekannt geworden, dass die frühere Leiterin der Bremer Bamf-Außenstelle in 1200 Fällen Asylanträge zu Unrecht bewilligt haben soll. Gegen sie und fünf weitere Beschuldigte wird deshalb ermittelt.

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Die GANZE WAHRHEIT!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

AUFKLÄRUNG – „FEHL-ANZEIGE“: NATÜRLICH sind „DIE GRÜNEN“ nicht an der WAHRHEIT interessiert – „DIE GRÜNEN – das trojanische PFERD“ – – –  Die GRÜNEN sind „AB-SCHAUM“ und „VER-SPOTTEN“ in WIRKLICHKEIT die NATUR und ÖKOLOGIE

aus dem TEXT:….Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt schließt einen Untersuchungsausschuss nun zwar nicht definitiv aus. Sie verweist aber darauf, dass er frühestens in zwei Jahren zu Ergebnissen führen würde. Aufklärung brauche es aber „jetzt und sofort„,….(<<<< ES SOLLTE auch MÖGLICH SEIN eine GRÜNDLICHE UNTERSUCHUNG in KURZER ZEIT zu STARTEN????!!!! – WO ein WILLE da auch ein WEG???!!!  oder es will JEMAND NICHT!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

…….FDP und AfD sind für einen Untersuchungsausschuss zum Bamf. Sie können diesen also nur einsetzen, wenn sie Unterstützung von den Grünen erhalten. Die Linken haben bereits abgewunken.  (<<<WieLINK“ ist die „LINKE„??????????

VERSUCH der VERTUSCHUNG: ….Dem verantwortlichen Abteilungsleiter war 2017 aber vor allem an „geräuschloserAufklärung gelegen, wie am Wochenende bekannt wurde. Er wolle nicht, schrieb er in einer EMail an seinen Mitarbeiter, dass „alles bis ins Detail geprüft wird“, und erteilte die Anweisung, erst einmalvorsichtig nachzubohren„.

Erst acht Monate später schaltete das Bamf die Revision ein, um die Rolle der niedersächsischen Anwaltskanzlei zu untersuchen. Bei ihrem jüngsten Auftritt im Innenausschuss des Bundestages hat Bamf-Präsidentin Cordt die Abläufe vom Februar 2017 nicht erwähnt…....

http://www.sueddeutsche.de/politik/bundesamt-fuer-migration-und-fluechtlinge-bamf-affaere-fdp-und-gruene-ringen-um-u-ausschuss-1.3987593

Bamf-Affäre

FDP und Grüne ringen um Untersuchungsausschuss

Vergangene Woche zogen sich GöringEckardt und Lindner im Bundestag in eine der hinteren Reihen zurück. Gut möglich, dass es schon da um die Aufklärung der BamfAffäre ging(Foto: dpa)
  • AfD und FDP wollen einen Untersuchungsausschuss im Bundestag, der die Bamf-Affäre aufklärt.
  • Dafür brauchen sie allerdings die Stimmen der Grünen. Diese sind skeptisch. Sie wollen lieber schnelle Aufklärung und sehen einen Ausschuss nur als „letztes Mittel“.
Von Nico Fried, Berlin

Die Oppositionsparteien FDP und Grüne ringen darum, ob ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss wegen der Affäre um das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) eingesetzt werden soll. Die FDP ist dafür, bekräftigte Partei- und Fraktionschef Christian Lindner. „Die Enthüllungen, die nach und nach die Öffentlichkeit erreichen, verunsichern und verärgern die Menschen“, sagte er.

Es sei „mindestens fraglich„, ob es wirklich nachhaltigen Aufklärungswillen bei CSU und CDU gebe. „Jeder Zweifel, ob Vorgänge vertuscht werden könnten, muss ausgeräumt werden, damit nicht Verschwörungstheoretiker auf Dauer Kapital aus der Flüchtlingskrise schlagen.“ Deshalb bedauere die FDP, dass die Grünen nach anfänglicher Offenheit jetzt auf dem Rückzug seien.

 

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt schließt einen Untersuchungsausschuss nun zwar nicht definitiv aus. Sie verweist aber darauf, dass er frühestens in zwei Jahren zu Ergebnissen führen würde. Aufklärung brauche es aber „jetzt und sofort„, sagt sie der SZ. „Wir wollen, dass das Bamf wieder in die Lage versetzt wird, rechtsstaatlich zu arbeiten – und zwar jetzt, und nicht erst in ein paar Jahren.“

AfD und FDP allein können keinen U-Ausschuss einsetzen

Um einen Untersuchungsausschuss gegen den Willen der Regierung einzusetzen, müssten drei der vier Oppositionsfraktionen zustimmen; er bräuchte die Zustimmung von 178 der 709 Abgeordneten. Die AfD hat 92, die FDP 80 Sitze, die Linken stellen 69 Abgeordnete, die Grünen 67.

FDP und AfD sind für einen Untersuchungsausschuss zum Bamf. Sie können diesen also nur einsetzen, wenn sie Unterstützung von den Grünen erhalten. Die Linken haben bereits abgewunken.

Ein Untersuchungsausschuss könne ein „letztes Mittel“ sein, sagt Göring-Eckardt. „Wem es bei einem solchen Ausschuss allerdings nur darum geht, angebliche Grenzöffnungen und die Flüchtlingssituation im Jahr 2015 insgesamt zum Gegenstand einer Untersuchung zu machen, betriebe nur politisches Geklapper, das die Probleme beim Bamf nicht löst.“

Die Grünen setzten alle parlamentarischen Mittel ein, um Missstände zu klären. „Wir haben Minister Seehofer aufgefordert, uns Zugang zu internen Berichten des Bamf zu geben – bislang ohne Erfolg“, so Göring-Eckardt. Zudem habe ihre Fraktion als Sofortmaßnahme eine Sondersitzung des Innenausschuss beantragt.

Bamf-Abteilungsleiter wollte Vorwürfe „geräuschlos“ aufklären

Die Amtsspitze des Bamf hatte bereits im Februar 2017 von verdächtigen Vorgängen erfahren. Internen EMails zufolge erhielten BamfPräsidentin Jutta Cordt, ein Mitglied der Behördenleitung sowie ein Abteilungsleiter eine Anregung aus der Behörde, dubiose Fälle zu prüfen, die mit der Bamf-Außenstelle Bremen und einem verdächtigen Rechtsanwalt für Flüchtlinge aus Niedersachsen zu tun hatten. Die Außenstelle und der Anwalt hatten Asylsuchenden einen Schutzstatus gewährt und dabei gegen Verfahrensregeln verstoßen. Diese Fälle stehen zurzeit im Mittelpunkt staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen.

Dem verantwortlichen Abteilungsleiter war 2017 aber vor allem an „geräuschloserAufklärung gelegen, wie am Wochenende bekannt wurde. Er wolle nicht, schrieb er in einer E-Mail an seinen Mitarbeiter, dass „alles bis ins Detail geprüft wird“, und erteilte die Anweisung, erst einmal „vorsichtig nachzubohren„.

Erst acht Monate später schaltete das Bamf die Revision ein, um die Rolle der niedersächsischen Anwaltskanzlei zu untersuchen. Bei ihrem jüngsten Auftritt im Innenausschuss des Bundestages hat Bamf-Präsidentin Cordt die Abläufe vom Februar 2017 nicht erwähnt.

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MACRON für die BANKSTER und gegen das VOLK

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/05/18/das-neue-dwn-magazin-der-entzauberte-praesident/

Das neue DWN-Magazin: Macron, eine Enttäuschung

Das neue DWN-Magazin analysiert die Lage in Frankreich unter Emmanuel Macron und ihre Auswirkungen auf Europa.

Illustration: Timo Würz

Das neue DWN-Magazin analysiert die aktuellen Entwicklungen in Frankreich.

Emmanuel Macron war zur Präsidentschaftswahl ohne Programm angetreten. Gut vorbereitet war allerdings die Machtübernahme, die Macron mit seiner neuen „Bewegung“ von langer Hand geplant und so durchgeführt hatte, dass die ruhmreichen französischen Sozialisten zur Splitterpartei degradiert wurden.

Zwar hat sich Macron immer im eigenen Kreis feiern lassen, wie zuletzt, als man ihm den sogenannten Karls-Preis verlieh. Doch der Pomp kann nicht darüber hinwegtäuschen: Die ohnehin kaum noch existente Achse zwischen Berlin und Paris ist schwächer denn je. EU-Reformen im großen Stil sind in diesem Umfeld beinahe unmöglich. Im Brexit-Klima der EU herrscht das Motto: Rette sich, wer kann.

Die Schwäche Frankreichs liegt auch daran, dass Macron keine Verbündeten hat. Das Land wird seit Monaten von Streiks an vielen Stellen lahmgelegt. Um die Probleme zu übertünchen, stürzt Macron Frankreich in ein militärisches Abenteuer in Syrien. Doch selbst dies geschieht nur halbherzig. Das Fazit daher: Macrons erstes Jahr ist eine große Enttäuschung.

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http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/oekonomen-warnen-vor-euro-haftungsunion-15600643.html

Aufruf von 154 Professoren : Ökonomen warnen vor Euro-Haftungsunion

Der neue Quell der EuroSorgen: Blick auf das Kolosseum in Rom Bild: plainpicture/robertharding/Jane

Die Vorschläge von Frankreichs Präsident Macron und EU-Kommissionspräsident Juncker gefährden Europas Wohlstand. 154 Wirtschaftsprofessoren fordern in der F.A.Z. mehr Reformen statt weitere Fehlanreize.

Mit einem eindringlichen Appell haben sich 154 Wirtschaftsprofessoren gegen wesentliche Elemente der EuroPolitik gestellt, wie sie Paris und Brüssel vorschlagen. Die europäische Währungs- und Bankenunion dürfe nicht „noch weiter zu einer Haftungsunion“ ausgebaut werden, heißt es in dem Aufruf, der in der F.A.Z. als Gastbeitrag dokumentiert wird. Initiatoren sind der Ökonom Thomas Mayer, Gründungsdirektor des Flossbach von Storch Research Instituts in Köln, Dirk Meyer von der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg, Gunther Schnabl von der Universität Leipzig und Roland Vaubel von der Universität Mannheim. Zu den 154 Professoren zählt auch der langjährige Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

Philip Plickert

Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Der Volkswirt“.

Werner Mussler

Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

„Die in der Berliner Koalitionsvereinbarung erwähnten Vorschläge des französischen Präsidenten Emmanuel Macron und des EU-Kommissionschefs Jean-Claude Juncker bergen hohe Risiken für die europäischen Bürger“, heißt es in dem Aufruf. So könne ein europäischer Finanzminister mit einem eigenen Budget, wie ihn Macron vorschlägt, dazu führen, dass die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) noch stärker politisiert werde. Die großen Anleihekäufe der EZB kämen „schon jetzt einer Staatsfinanzierung über die Zentralbank gleich“, heißt es in dem Aufruf.

Der von Juncker vorgeschlagene Investitionsfonds zur gesamtwirtschaftlichen Stabilisierung und der geplante Fonds zur Unterstützung struktureller Reformen in den Eurostaaten lasse weitere Transfers und Kredite an Länder erwarten, „die es in der Vergangenheit versäumt haben, die notwendigen Reformmaßnahmen zu ergreifen“. „Es wäre falsch, Fehlverhalten zu belohnen“, urteilen die Unterzeichner.

Auch die schon länger diskutierte Zusammenlegung der nationalen Einlagensicherungssysteme bereitet den Ökonomen Sorgen. „Wenn die Einlagensicherung für Bankguthaben wie geplant vergemeinschaftet wird, werden auch die Kosten der Fehler sozialisiert, die Banken und Regierungen in der Vergangenheit gemacht haben.“ Die Verfasser befürchten ferner, dass bei der Umwandlung des EuroKrisenfonds ESM in einen Europäischen Währungsfonds unter EU-Recht der Einfluss von Nicht-Eurostaaten wachsen und der Bundestag unter bestimmten Umständen sein Kontrollrecht verlieren werde. Insgesamt warnen die Ökonomen davor, dass das nationale Haftungsprinzip in der Eurozone weiter untergraben werde. Dieses Haftungsprinzip sei aber ein Grundpfeiler der Sozialen Marktwirtschaft.

Der Aufruf der 154 Ökonomen deckt sich in Teilen mit den Ergebnissen des jüngsten Ökonomenpanels, einer Umfrage des Ifo-Instituts und der F.A.Z. unter den Wirtschaftsprofessoren in Deutschland. Demnach ist eine deutliche Mehrheit gegen einen Euro-Finanzminister mit einem Budget sowie die Vergemeinschaftung der Einlagensicherungstöpfe.

Im vergangenen Herbst hatten prominente deutsche und französische Ökonomen in einem Aufruf einerseits von Deutschland verlangt, es solle mehr Risikoteilung akzeptieren, wenn andererseits Frankreich mehr Disziplinierung durch den Markt akzeptiere.

Aufrufe von Wirtschaftsprofessoren gab es in der EuroSchuldenkrise und schon früher. 2012 tobte eine regelrechte Ökonomenschlacht mit zwei unterschiedlichen Appellen. HansWerner Sinn und Walter Krämer hatten eine große Unterschriftensammlung gegen eine Bankenunion im Euroraum organisiert, die nach ihrer Ansicht Haftungsrisiken für insolvenzbedrohte Kreditinstitute den Steuerzahlern in soliden Ländern aufbürdet. Vor Beginn der Währungsunion hatten 1992 und 1996 größere Gruppen von deutschen Wirtschaftsprofessoren vor der Einführung des Euros gewarnt.

 

Zehntausende protestieren : Gegen den Reformkurs von Macron

Video: afp, Bild: AFP

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http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/oekonomen-aufruf-euro-darf-nicht-in-haftungsunion-fuehren-15600325.html

Aufruf : Der Euro darf nicht in die Haftungsunion führen!

  • Aktualisiert am

Die Europäische Zentralbank in Frankfurt Bild: Wolfgang Eilmes

154 Wirtschaftsprofessoren warnen davor, die europäische Währungs- und Bankenunion noch weiter zu einer Haftungsunion auszubauen. Wir dokumentieren ihren Aufruf im Wortlaut.

Wir – 154 Wirtschaftsprofessoren – warnen davor, die europäische Währungs- und Bankenunion noch weiter zu einer Haftungsunion auszubauen. Die in der Berliner Koalitionsvereinbarung erwähnten Vorschläge des französischen Präsidenten Macron und des EU-Kommissionschefs Juncker bergen hohe Risiken für die europäischen Bürger.

1. Wenn der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) wie geplant als Rückversicherung für die Sanierung von Banken (Backstop) eingesetzt wird, sinkt für Banken und Aufsichtsbehörden der Anreiz, faule Kredite zu bereinigen. Das geht zu Lasten des Wachstums und der Finanzstabilität.

2. Wenn der ESM wie geplant als „Europäischer Währungsfonds“ (EWF) in EU-Recht überführt wird, gerät er unter den Einfluss von Ländern, die der Eurozone nicht angehören. Da einzelne Länder bei dringlichen Entscheidungen des EWF das Vetorecht verlieren sollen, könnten Gläubigerländer überstimmt werden. So würde zum Beispiel der Deutsche Bundestag sein Kontrollrecht verlieren.

3. Wenn die Einlagensicherung für Bankguthaben wie geplant vergemeinschaftet wird, werden auch die Kosten der Fehler sozialisiert, die Banken und Regierungen in der Vergangenheit begangen haben.

4. Der geplante europäische Investitionsfonds zur gesamtwirtschaftlichen Stabilisierung und der geplante Fonds zur Unterstützung struktureller Reformen dürften zu weiteren Transfers und Krediten an Euroländer führen, die es in der Vergangenheit versäumt haben, die notwendigen Reformmaßnahmen zu ergreifen. Es wäre falsch, Fehlverhalten zu belohnen. Über das Interbankzahlungssystem Target2 hat Deutschland bereits Verbindlichkeiten der Europäischen Zentralbank (EZB) in Höhe von mehr als 900 Milliarden Euro akzeptiert, die nicht verzinst werden und nicht zurückgezahlt werden müssen.

5. Ein Europäischer Finanzminister mit Fiskalkapazität würde als Gesprächspartner der EZB dazu beitragen, dass die Geldpolitik noch stärker politisiert wird. Die sehr umfangreichen Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank (2550 Milliarden Euro bis September 2018) kommen schon jetzt einer Staatsfinanzierung über die Zentralbank gleich.

Das Haftungsprinzip ist ein Grundpfeiler der Sozialen Marktwirtschaft. Die Haftungsunion unterminiert das Wachstum und gefährdet den Wohlstand in ganz Europa. Dies zeigt sich bereits jetzt in einem sinkenden Lohnniveau für immer mehr, meist junge Menschen. Deshalb fordern wir die Bundesregierung auf, sich auf die Grundprinzipien der Sozialen Marktwirtschaft zurückzubesinnen.

Es gilt, Strukturreformen voranzubringen, statt neue Kreditlinien und Anreize für wirtschaftliches Fehlverhalten zu schaffen. Die Privilegierung der Staatsanleihen in der Risikovorsorge der Banken ist abzuschaffen. Die Eurozone braucht ein geordnetes Insolvenzverfahren für Staaten und ein geordnetes Austrittsverfahren. Die Kapitalmarktunion sollte vollendet werden – auch weil internationale Kapitalbewegungen asymmetrische Schocks kompensieren. Bei der EZB sollten Haftung und Stimmrechte miteinander verbunden werden. Die Target-Salden sind regelmäßig zu begleichen. Die Ankäufe von Staatsanleihen sollten ein schnelles Ende finden.

Der Aufruf wurde initiiert von den Wirtschaftsprofessoren Dirk Meyer, Thomas Mayer, Gunther Schnabl und Roland Vaubel. Zahlreiche Ökonomen schlossen sich ihm an, ihre Namen sind unten aufgeführt.

Dirk Meyer lehrt an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg. Thomas Mayer ist Gründungsdirektor des Flossbach von Storch Research Institute und Professor an der Universität Witten/Herdecke. Gunther Schnabl lehrt an der Universität Leipzig. Roland Vaubel ist Emeritus an der Universität Mannheim.

Alle 154 Unterzeichner

Hanjo Allinger, Rainer Alt, Peter Altmiks, Niels Angermüller, Gerhard Arminger, Philipp Bagus, Hartwig Bartling, Christian Bauer, Alexander Baumeister, Dirk Baur, Hanno Beck, Peter Bernholz, Norbert Berthold, Dirk Bethmann, Ulrich Blum, Christoph Braunschweig, Gerrit Brösel, Martin-Peter Büch, Walter Buhr, Rolf Caesar, Ronald Clapham, Erich Dauenhauer, Frank Daumann, Dietrich Dickertmann, Leef Dierks, Gerd Diethelm, Alexander Dilger, Juergen B. Donges, Norbert Eickhof, Alexander Eisenkopf, Mathias Erlei, Rolf Eschenburg, Stefan Felder, Robert Fenge, Cay Folkers, Siegfried Franke, Jan Franke-Viebach, Michael Frenkel, Andreas Freytag, Wilfried Fuhrmann, Werner Gaab, Gerhard Gehrig, Thomas Glauben, Frank Gogoll, Robert Göötz, Christiane Goodfellow, Rüdiger Grascht, Alfred Greiner, Heinz Grossekettler, Andrea Gubitz, Gerd Habermann, Hendrik Hagedorn, Gerd Hansen, Rolf Hasse, Klaus-Dirk Henke, Henner Hentze, Thomas Hering, Bernhard Herz, Stefan Hoderlein, Stephan Hornig, Guido Hülsmann, Jost Jacoby, Hans-Joachim Jarchow, Thomas Jost, Markus C. Kerber, Henning Klodt, Michael Knittel, Leonard Knoll, Andreas Knorr, Manfred Königstein, Ulrich Koester, Stefan Kooths, Walter Krämer, Dietmar Krafft, Rainer Künzel, Britta Kuhn, Werner Lachmann, Enno Langfeldt, Andreas Löhr, Tim Lohse, Helga Luckenbach, Reinar Lüdeke, Dominik Maltritz, Gerald Mann, Thomas Mayer, Dirk Meyer, Renate Ohr, Michael Olbrich, Werner Pascha, Hans-Georg Petersen, Wolfgang Pfaffenberger, Ingo Pies, Werner Plumpe, Mattias Polborn, Thorsten Polleit, Niklas Potrafke, Bernd Raffelhüschen, Bernd-Thomas, Ramb, Richard Reichel, Hayo Reimers, Stefan Reitz, Rudolf Richter, Wolfram F. Richter, Gerhard Rösl, Roland Rollberg, Alexander Ruddies, Gerhard Rübel, Karlhans Sauernheimer, Stefan Schäfer, Wolf Schäfer, Malcolm Schauf, Bernd Scherer, Jörg Schimmelpfennig, Ingo Schmidt, Dieter Schmidtchen, Michael Schmitz, Gunther Schnabl, Jan Schnellenbach, Bruno Schönfelder, Siegfried Schoppe, Jürgen Schröder, Christian Schubert, Alfred Schüller, Peter M. Schulze, Thomas Schuster, Christian Seidl, Hans-Werner Sinn, Fritz Söllner, Peter Spahn, Jürgen Stark, Wolfgang Ströbele, Stefan Tangermann, H. Jörg Thieme, Stefan Traub, Dieter Tscheulin, Ulrich van Suntum, Roland Vaubel, Stefan Voigt, Hermann von Laer, Hans-Jürgen Vosgerau, Adolf Wagner, Heike Walterscheid, Gerhard Wegner, Rafael Weißbach, Heinz-Dieter Wenzel, Max Wewel, Hans Wielens, Otto Wiese, Rainer Willeke, Manfred Willms, Dietrich Winterhager, Michael Wohlgemuth, Hans-Werner Wohltmann, Achim Zink

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Mit ein bisschen „GESUNDEMMENSCHENVERSTAND„“ kann man erkennen dass man hier „über den TISCH gezogen werden soll“

Die „SCHULDEN-BANKSTER-WELT“

Die SCHULDEN-EINTREIBER haben ANGST dass ihre „FAULEN KREDITE“ AUF-FLIEGEN!!!!

WER BRINGT die SCHULD in die WELT – ANTWORT: „BANKSTER-RATTEN“ wie  „ROTH-SCHILD“ – „GELD-MAN-SACHS“ usw….

SCHULDEN aus „FAULEN KREDITEN“ auch genannt ?“NOT-LEIDENDE KREDITE“?  die VERURSACHER sollen BE-ZAHLEN nicht SPARER und STEUER-ZAHLER????!!!!  KEINE BANKSTER-RETTUNG MEHR!!!!!!!!!!!!!!!!

 

SCHON vor EINFÜHRUNG des EUROS wurde von ÖKONOMEN gewarnt – WEIL dieses DISASTER (von BANKSTERN eingefädelt) vorhersehbar war ——- z. B. GRIECHENLAND und „GELD-MAN-SACHS“

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„Die WELT“ – aus dem TEXT:..???Ökonomen stellen sich in der EuroDebatte dumm???……

https://www.welt.de/finanzen/article176598349/Waehrungsunion-IW-Direktor-Huether-kritisiert-154-Wirtschaftsprofessoren.html

Meinung

Währungsunion

Ökonomen stellen sich in der Euro-Debatte dumm

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Die neue Regierung in Italien möchte mit noch mehr Schulden das Land nach vorne bringen. Dietmer Deffner sprach darüber mit Kapitalmatkanalyst Robert Halver.

Quelle: WELT/ Dietmar Deffner

Autoplay
154 Wirtschaftsprofessoren wettern in einem Aufruf gegen die Vorschläge von Emmanuel Macron zur Reform der Währungsunion. Sie übertreiben dabei – und bleiben eigene konstruktive Vorschläge schuldig.

Können 154 deutsche Professorinnen und Professoren irren? Unwahrscheinlich. Doch sie können übertreiben, einseitig Risiken bewerten und eine fundamentale nicht-ökonomische Einsicht ausblenden. …..

 

Gerade erleben wir staunend, wie die demokratischen Entwicklungen in zwei Gründungsmitgliedsstaaten – Frankreich und Italien – die europäische Integration in unterschiedliche Richtungen drängen. Während Frankreich die Stärkung der gemeinsamen Regeln und Institutionen fordert und eine engere Union avisiert, treten die künftigen Regierungsparteien in Italien für eine Entschuldung des eigenen Staates und eine bis zur Abwendung reichende Desintegration in Europa ein.

Gemeinschaftlicher Hinweis auf Risiken

In diesem Spannungsfeld warnen die 154 deutschen Ökonominnen und Ökonomen vor den französischen Ideen und haben die italienischen Forderungen als Drohkulisse auf ihrer Seite. Doch offen bleibt, was denn europapolitisch aus Sicht der 154 anzuraten ist.

Der Hinweis auf Risiken, die sicherlich zu würdigen sind, und die Warnung vor einer Vergemeinschaftung der Haftung, die man sehen kann, werden indes nur unzureichend aufgewogen durch konstruktive Ideen. Strukturreformen voranbringen, klingt gut, blendet das in den Krisenländern Geleistete aber völlig aus………..

 

Quelle: Infografik WELT

Die Warnung vor einem Europäischen Währungsfonds suggeriert, dass es bei der Umsetzung nur einen Weg gibt. Unrealistisch und unangemessen erscheint hingegen, den Internationalen Währungsfonds dauerhaft zu einer europäischen Institution zu machen. Auch die einseitige Kritik an einer europäischen Einlagensicherung, die man auch als Überlaufmodell oder Rückversicherung organisieren kann, verkennt, dass dadurch der Steuerzahler besser vor Solvenz-Krisen von Banken abgeschirmt wird. Dass zuvor die Altlasten in den Ländern bereinigt werden müssen, lässt sich nicht als grundsätzliches Gegenargument anführen.

Strukturellen Unterschiede kurieren

Auch der europäische Investitionsfonds kann positiv gewendet die strukturellen Unterschiede und regionalen Divergenzen kurieren helfen. Europäische Infrastrukturnetze – Verkehr, Energie, Internet – mit Blick auf den digitalen Binnenmarkt 2.0 eröffnen eine Perspektive, die Wirksamkeit Europas für die Bürger greifbar zu machen. Wie anders sollen europäische Wertschöpfungsketten entstehen?……..

 

 

Der Autor ist Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW).

 

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WIESO hat NUR ENGLAND das PRIVILEG aus der DRECKS-„EU“ AUS-ZUTRETEN  ???????????????!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

http://www.neopresse.com/europa/italien-und-die-euro-luege-hier-zerbricht-das-maerchen-der-mainstream-spar-eu/

 

Italien und die EURO-Lüge: Hier zerbricht das Märchen der Mainstream-Spar-EU

NEOPresse in Europa

In Italien sitzt die nächste Regierung fast schon im Sattel. Die rechtspopulistische Lega sowie die Fünf-Sterne-Bewegung haben sich auf den Kandidaten Giuseppe Conte geeinigt. Nicht nur Politiker im Westen, sondern auch ernsthafte Finanzexperten warnen vor dramatischen Risiken. Ein Szenario zeigt, dass dies sogar der Sargnagel für den Euro in der bisherigen Form sein könnte.

Italien: In schlimmer Verfassung

Hintergrund des Aufstiegs der sogenannten Populisten ist die schlimme wirtschaftliche Situation im Land. Die italienische Wirtschaft liegt faktisch am Boden, das Land ist hochverschuldet und die Banken stehen trotz diverser Rettungsversuche vor einem gigantischen Problem. Die Zahlen sind immens: Wer das Bruttoinlandsprodukt (BIP) als Maßstab wählt, wie es zumindest die Mainstream-Ökonomen machen, wird Italien keine Entschuldungschance mehr einräumen. Ca. 132 % des jährlichen BIP beträgt die Quote derzeit – und ist damit zumindest doppelt so hoch wie in Deutschland.

Italien ist mit 2,2 Milliarden Euro verschuldet und gilt insgesamt als das Land mit den zweithöchsten Schulden in der EU. Griechenland bleibt die Nummer 1.

Haushaltspolitik NICHT maßlos

Anders als in Deutschland beschrieben ist die Haushaltspolitik in Italien allerdings nicht maßlos gewesen. Ökonomen und Politiker in Deutschland verweisen ständig darauf, dass in Italien gespart werden müsse. Es wird faktisch gespart. Allerdings ist es für diese Betrachtung wichtig, die Zinsen außer Acht zu lassen. Keine Regierung kann direkt die Zinslasten senken. Die ergib sich aus der Kreditwürdigkeit des Landes sowie der absoluten Schuldenhöhe.

Unternehmen rechnen ebenso: „EBIT“ ist eine klassische Kennzahl, die meint, dass Zinsen und Steuern ausgeklammert werden, um die operative Stabilität zu betrachten. In Italien sind die reinen Zahlungsströme außerhalb der Zinsbelastung im europäischen Vergleich seit 20 Jahren schlicht solide. Der sogenannte Primärüberschuss, bei dem die Zinsen nicht betrachtet werde, liegt bei 2,2 %, so die EUKommission.

Sparpolitik könnte zum Stillstand beigetragen haben

Deshalb ist nicht der Sparwille als Hauptgrund für das Wirtschaftsdesaster zu benennen, sondern vor allem die Wirtschaftsleistung im Land selbst. Seit über 10 Jahren ist das Wachstum bei bestenfalls 0 % angekommen. Das große Problem Italiens ist die Frage, wie das Wirtschaftswachstum wieder in Gang kommen kann – und hier scheiden sich die Geister.

Italien selbst macht dafür vorwiegend den Euro verantwortlich. Der Euro ist anders als die frühere Lira von den Italienern nicht mehr als Hebel für den Export zu nutzen. In früheren Jahren hatte das Land die Lira zunächst abgeschwächt. Teils unfreiwillig einfach durch hohe Staatsausgaben, teils auch freiwillig durch diverse Zinsmaßnahmen. Bis Anfang der 90er Jahre hinein dann hat die Zentralbank vor der Einführung des Euro die Zinsen auf deutlich über 15 % angehoben, um die Niedrigwertwährung wieder in den Griff zu bekommen.

Unter den hohen Zinslasten, die daraus für die Staatsschulden resultierten, leidet Italien teils noch heute. Zum einen haben sich hohe Zinsausgaben aufgetürmt, zum anderen haben die Gläubiger bis heute das Signal, Italien könne nicht zahlen und verlangen schlicht mehr von der römischen Regierung.

Deshalb ist die Lage dramatisch: Die Staatsschulden steigen sogar ohne eine nennenswert schlechte Ausgabenpolitik der Regierung weiter an. Die Konjunktur lahmt, die Arbeitslosigkeit klettert, die Hoffnungslosigkeit wächst.

Banken am Ende?

Zudem bleibt noch die immense private Schuldenkrise. Die Banken halten zahlreiche sogenannterfauler Kredite“ in ihren Büchern. Diese werden mit hoher Sicherheit nicht bedient, sind nur teils noch nicht abgeschrieben worden.

In Italien sind alleine 15,7 % aller privaten Kredite „faul“. Steigen die Zinsen, weil die EZB die Niedrigzinspolitik nicht in alle Ewigkeit festschreiben kann, während die Zinsen in den USA klettern, dann werden a) mehr Kredite „faul“ und b) werden die alten Kredite noch weniger bedient werden – denn oft genug werden alte Kredite, die rückständig sind, in neue Kredite überführt. Die aber wird in vielen Fällen keine Bank mehr gewähren können.

Auf diesem Boden gedeiht die sogenannte „populistische Alternative“. Wenn die fehlende Wirtschaftsleistung das Kernproblem ist, sind deren Programme dem Grunde nach verständlich.

Pläne, um die Wirtschaft anzukurbeln

1. Die rechte Gruppierung, die Lega, möchte eminente Steuererleichterungen, die sogenannten Falt Tax. Es geht um eine einheitliche und einfache Steuer: 15 % für Personen und die Erträge von Unternehmen. Die Fünf-Sterne-Bewegung nennt die Idee nun zumindest ein Thema, das den Bürgern am Herzen läge – Linke und Rechte sind sich einig bis auf einen Unterschied: Ab 80.000 Euro Familieneinkommen sollten 20 % fällig werden. Das sind kleine Nuancen.

2. Die Linke hat sich durchgesetzt mit ihrer Forderung nach einem Grundeinkommen. Insgesamt verdienen annähernd 10 Millionen Italiener weniger als 9.360 Euro jährlich. Diese sollen abgesichert werden. Wer sich arbeitssuchend meldet und allenfalls 30 % der angebotenen Arbeitsstellen ablehnt, soll 780 Euro bzw. 1.950 im Fall einer vierköpfigen Familie erhalten.

Übrigens: 20 % dieses „Grundeinkommens“ soll sich wiederum aus dem „Europäischen Sozialfonds“ speisen, also ein europäisches Konjunkturprogramm werden.

3. Höhere Rentenausgaben durch eine Absenkung des Renteneintrittsalters.

4. Schuldenerlass gefordert: Italien fordert ebenso wie für Griechenland geschehen einen Schuldenerlass durch die EZB, die Europäische Zentralbank. Die EZB hat über 10 % der Verbindlichkeiten Italiens als Gläubiger durch Anleihekäufe in seine Bücher geschrieben.

Formal wird noch gewartet….

Formal ist der Kandidat als Vorschlag dem Staatspräsidenten Sergio Mattarella unterbreitet worden. Dieser darf den Vorschlag ablehnen oder einen „Regierungsauftrag erteilen“, heißt es. Nehmen wir an, er nehme den Vorschlag nicht an.

Die Konsequenzen wären unübersehbar. Es käme mit hoher Sicherheit zu Neuwahlen, deren Ergebnis allerdings nicht abschätzbar wäre. Eine weitere politische Warteschleife innerhalb der EU kann sich die Union auf dem Weg zu den „Vereinigten Staaten von Europa“ eigentlich kaum leisten. Denn hinter den Kulissen wird die weitere Vereinigung vorangetrieben. Dass der Staatspräsident ablehnt, gilt zumindest nicht als die wahrscheinlichste Variante.

Rechnen wir also zunächst damit, dass die Regierung antritt. Wie die ersten Schritte aussehen werden, weiß tatsächlich noch kein Mensch. Die Regierung wird zunächst von der Verwaltung getrieben. Schulden müssen bedient werden, neue Anleihen werden von der EZB aufgekauft und so fort.

Die Regierung könnte sich aufgrund der unterschiedlichen Kulturen von Rechts und Links relativ schnell wieder in Luft auflösen. Dennoch:

Die politischen Ideen in Italien haben längst die Runde gemacht.

–          Grundeinkommen für „Arme“

–          Schuldenerlass (der so nicht kommen wird)

–          Rentenreform zugunsten der Rentner

–          Kritische Distanz zum Euro

Selbst wenn alle spektakulären Theorien um die EU ausgeschaltet werden (Errichtung einer neuen Weltordnung als Lakaie bestimmter Kräfte aus den USA oder auch der britischen Hochfinanz, großes Projekt eines sozialistischen Europa oder einer sozialistischen Weltherrschaft), hat diese Form der EUPolitik mal wieder ein spektakuläres Ende gefunden.

Herrschende Euro- und EU-Politik mit dem Latein am Ende

Die „Sparpolitik“ allein hat über viele Jahre in Italien nicht geholfen. Das ist empirisch erwiesen. Die Schulden steigen dennoch. Italien und Länder mit ähnlichen Bedingungen leiden vielmehr unter den starren Vorgaben der sogenannten Euro-Stabilität.

Italien ist schlicht reif für den Austritt aus der Euro-Zone. Eine flexiblere Währung wird die Produktivität des Landes über günstigere Exportpreise aller Erfahrung nach eher ankurbeln als alle europäischen Hilfsprogramme.

Formal ist möglich, auch wenn dies angeblich ausgeschlossen ist. Italien müsste lediglich für wenige Sekunden ganz aus der EU austreten und würde dann auch aus der Euro-Zone ausgeschlossen sein. Der Wiedereintritt in die EU hat nicht zwingend den Beitritt zum Euro-Währungsgebiet zu Folge. Wenn Italien sich auf diese Weise lossagt – eines nicht allzu fernen Tages -, könnten andere folgen oder folgen müssen.

Die Krisen kommen näher: Italien zeigt, dass die die Euro-Hüter, die Macrons und die Merkels und auch die Zentralbanken im Wesentlichen mit ihrem Latein am Ende sind. Italien kann zum Ausgangspunkt einer sehr weitreichenden EuroKrise werden.

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https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/05/15/deutsche-ezb-direktorin-europaeische-einlagensicherung-kommt/

Deutsche EZB-Direktorin: Europäische Einlagensicherung kommt

Die deutsche EZB-Direktorin Lautenschläger geht davon aus, dassdie gemeinsame europäische Einlagensicherung kommen wird.

Die damalige Bundesbank-Vizepräsidentin Sabine Lautenschläger (heute EZB) und Bafin-Exekutivdirektor Raimund Röseler im Juli 2011 sind sich sicher, dass eine europäische Einlagensicherung kommt. (Foto: dpa)

Die damalige Bundesbank-Vizepräsidentin Sabine Lautenschläger (heute EZB) und Bafin-Exekutivdirektor Raimund Röseler im Juli 2011. (Foto: dpa)

EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger hat für eine gemeinsame Einlagensicherung als Abschluss der europäischen Bankenunion plädiert. Manche fragten sich, ob die bestehenden beiden Säulen um eine dritte ergänzt werden sollten, sagte sie am Montag in Kopenhagen laut Reuters: „Meiner Ansicht nach sollten sie es und ich bin sicher, dass es irgendwann soweit sein wird“, fügte die deutsche Währungshüterin hinzu.

Lautenschläger warb in Dänemark auch dafür, die Bankenunion nicht als „exklusives“ Projekt der Euro-Staaten zu verstehen. Jedes EU-Land könne über eine „enge Kooperation“ daran teilhaben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel rechnet auf absehbare Zeit allerdings nicht mit einer gemeinsame Sicherung von Bankeinlagen. Zunächst sei ein Abbau von Risiken in den Bilanzen der Geldhäuser auf nationaler Ebene notwendig. In Deutschland fürchten Gegner einer europäischen Einlagensicherung, dass heimische Institute in Haftung genommen werden, wenn Banken in anderen Mitgliedsländern in Schieflage geraten.

Die EZB ist seit Herbst 2014 für die Aufsicht über die größten Geldhäuser des Euro-Raums zuständig – die erste Säule der Bankenunion. Die zweite ist der einheitliche Mechanismus zur Abwicklung maroder Banken. Mit den Regeln sollen die Steuerzahler seltener zur Kasse gebeten werden, wenn ein großes Institut ins Straucheln gerät. Stattdessen müssen Aktionäre, Gläubiger und Sparer die Folgen einer Banken-Pleite schultern.

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MACRON und die „Vereinigten STAATEN von EUropa“

„AUF-STAND“ in FRANKREICH: MACRON gegen ARBEITER und STUDENTEN

 MACRON fordert die Deutschen  zum Zahlen auf

Macron der  „Arsch-Lecker der BANKSTER“ –  siehe auch PARIS soll neue Bankster-Metropole werden

SPARER sollen für „Faule Kredite“ be-ZAHLEN  –  „Edis“  die „Einlagen-Sicherung“ für EUropa

„AUTO-KRAT“ – Macron

https://www.welt.de/wirtschaft/article175130912/Frankreich-Gewerkschafter-gehen-wegen-Macrons-Reformen-auf-die-Strasse.html

Multimillionärin, Managerin, Reformerin: Arbeitsministerin Muriel Pénicaud ist für Macron die Idealbesetzung

 

„DIE WELT“ zeigt sich WIEDER-MAL „PRO-BANKSTERisch“

https://www.welt.de/wirtschaft/bilanz/article176484596/Umbau-der-EU-Macron-will-die-EU-auf-Kosten-Deutschlands-reformieren.html

Umbau der EU

Macron will die EU auf Kosten Deutschlands reformieren

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Emmanuel Macron
Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron bei der Verleihung des Karlspreises

Quelle: dpa-infocom GmbH

Der deutsche Handelsüberschuss sorgt für Neid beim französischen Präsidenten. Doch Deutschland wird sich für seinen Wirtschaftserfolg nicht entschuldigen. Frankreich sollte sich lieber um seine eigenen Probleme kümmern.

Bei der Verleihung des Karlspreises in Aachen hat der französische Präsident Macron appelliert, die Europäische Union (EU) zu reformieren und nicht mehr abzuwarten. Die EUVerträge sollen geändert werden und Deutschland nicht wie an einem Götzenbild an einem ausgeglichenen Haushalt und einen großen Haushaltsüberschuss festhalten.

Mit dieser teils aggressiven Karlspreisrede, mit der verdeutlicht wurde, dass der Erfolg Deutschlands zulasten anderer Staaten gehe, wird Macron auf Widerstand stoßen. Deutschland wird sich für seinen hart erarbeiteten Wirtschaftserfolg nicht entschuldigen. Frankreich hat dabei im Hinterkopf, das die Bundesrepublik eine Ausgleichszahlung wegen ihres Wirtschaftserfolgs an die anderen schwachen EULänder bezahlen soll.

French President Macron is congratulated by German Chancellor Merkel after being awarded the Charlemagne Prize during a ceremony in Aachen

Der französische Präsident hat keinen Grund, gegen die Erfolge von Deutschland zu wettern, denn er lenkt dabei von seinen eigenen gigantischen Problemen ab. Mit seinem forschen Führungsstil hat er jetzt schon viele seiner Anhänger verärgert, da er fast bei allen Schichten in der Bevölkerung die Axt zum Sparen anlegt.

Frankreich, der kranke Patient Europas

Die Unzufriedenheit ist besonders bemerkbar bei den Mitarbeitern im öffentlichen Dienst…….

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tube.com/watch?v=Ml_cVzQccEk

Hartz IV: Wie die Bundesregierung die Regelsätze niedrig rechnet | Monitor | Das Erste | WDR

MERKEL LÜGT ÖFFENTLICH???!!! (RECHEN-TRICK)

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siehe auch „EU“ – Datenschutz-Grundverordnung – „DSGVO“

http://www.neopresse.com/politik/pressefreiheit-in-gefahr-fotos-verboten/

Pressefreiheit in Gefahr: Fotos verboten….

Pressefreiheit in Gefahr: Fotos verboten….

NEOPresse in Politik

Ab dem 25. Ist die „Datenschutzgrundverordnung“ (DSGVO) bei uns in Kraft. Es gibt jetzt schon Experten, die darauf verweisen, dass Deutschland über die ohnehin verlangten Richtlinien hinaus die Rahmenbedingungen weiter verschärft hat. Auch hier lässt der bisherige Bundesjustizminister Heiko Maas noch „grüßen“.

Allerdings ist die Pressefreiheit ohnehin noch einmal massiv eingeschränkt – und das in einem bislang weniger beleuchteten Aspekt zusätzlich: Bilder sagen oft mehr als tausend Worte. Was wäre Aufklärungsjournalismus ohne gute Bilder?

Großeinsatz Demonstranten, Großeinsatz Polizei – und keine Bilder…

Wer auf eine halbwegs objektive Berichterstattung hofft, wird künftig wohl enttäuschter sein als bislang. Eine Demonstration beispielsweise darf bislang in bestimmten Rahmenbedingungen jeder kommentieren, publizieren, bildtechnisch begleiten. Das ist vorbei.

Die DSGVO macht die „Datenerhebung“ sowie das Speichern von Daten inzwischen zum Engpass. Das klingt zunächst gut. Aber Fotos sind ebenfalls Daten. Wen Sie also abbilden wollten – oder andere, alternative Blogger etwa, müsste die Abgebildeten definitiv um Erlaubnis fragen.

Das wird schwierig bei Demonstrationen, bei Polizeieinsätzen oder sonstigen Großeinsätzen. Auch bei kleineren Gruppen werden scheinbar private Menschen, Berichterstatter also ohne den Presseausweis als Mitglied der etablierten Presse, diese Erlaubnis eher nicht erhalten.

Doch nehmen wir an, Sie würden diese Erlaubnis bekommen – diese Einwilligung darf jeder, der Sie Ihnen oder dem Berichterstatter erteilt hat, auch jederzeit wieder zurücknehmen. Stellen Sie sich vor, Sie würden einen brisanten Bericht schreiben, der auch noch oft gelesen oder geteilt wird – und dann müssen Sie den Bericht wieder offline nehmen. Weil jemand seine Einwilligung zurückzieht…

Schweden liberaler

Nun gibt es deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern. Schweden etwa hat diese Forderung nach einer Einwilligung im Pressebereich bereits wieder vom Tisch genommen. In Deutschland hingegen wird dieser Passus künftig die Arbeit erschweren. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Das Haus Maas – jedenfalls sein früheres – hat ganze Arbeit geleistet.

(<<<<JA JA JA der maasregelndeJOSEFUS>>>>>>)

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tube.com/watch?v=BBcSCB5VWII

Zufall??? Never ever babe…

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tube.com/watch?v=N190toAm7RI

What Makes „Kate Middleton“ –  „Rosemary’s Babies“ Dress – More Bizarre

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http://www.dailymail.co.uk/femail/article-5665301/Kates-Lindo-Wing-dress-looks-like-Mia-Farrows-Rosemarys-Baby.html

‚Not sure about this Rosemary’s Baby remake!‘ Twitter users spot the VERY striking similarity between Kate’s hospital frock and Mia Farrow’s red dress in creepy Sixties horror film

……….

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tube.com/watch?v=ZCb3hlQ31X8

„RONALD REAGAN“ CALLED „DIANA“ – „DAVID“ – YEARS AGO

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siehe auch „pädophile SYMBOLE“

mehr zu „Pizza-Pedo-GATE“

tube.com/watch?v=vLMW5u0-kLs

„Titus Frost“ – #PedoGate Live Research: #PizzaGate and #NXIVM, „Weiner“, „Otaiba“, „Netanyahu“, „Cafritz Family“

 

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tube.com/watch?v=ZeAbELBlDRU

#STWT Show 45 – „Carolyn Limaco“ on „Satanic PizzaGate Symbols“ – „NXIVM“, „Ivanka“, „Nikki Rothschild“…

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X-te und ?“LETZTE“? „GLYPHOSAT“-„Ab-STIMMUNG“ – „9 November 2017″///“Tran To Nga“ – eine „76-Jährige“ gegen 26 Firmen darunter „MONSANTO“ – „DOW“ usw….es geht um das „SUPER-GIFT“: „DIOXIN“ – „AGENT-ORANGE“

das ist „VOR-SORG-LICH“ und „VOR-BILD-LICH“ im GEGEN-SATZ zur sogenannten „GRÜNEN-POLITIK“ die auf „VEGAN“ setzt  nicht einmal in Ver-BINDUNG mit „ÖKOLOGIE“ und keine GARANTIE FÜR  „GEN-TECH-FREI“???!!!

*****************************************************************************Bergbauern-Milch BildBergbauern-Milch der Milchwerke Berchtesgardener Land ab sofort auch Glyphosat-frei. Bild: Milchwerke Berchtesgadener Land Chiemgau eG

http://www.keine-gentechnik.de/nachricht/32830/

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Molkerei verbietet ihren Lieferanten Totalherbizide wie Glyphosat

06.11.2017

Die Molkerei Berchtesgadener Land im südostbayerischen Piding hat ihren Landwirten verboten, Glyphosat einzusetzen. Sie ist bundesweit die erste große Molkerei, die ihren Lieferanten eine solche Auflage macht.

Der Anlass für die Entscheidung war die Beschwerde eines Verbrauchers, der eine mit Glyphosat behandelte Futterwiese entdeckt und festgestellt hatte, dass diese einem Lieferanten der Mokerei gehörte. Diese reagierte schnell auf entsprechende Medienberichte: Vorstand und Geschäftsführung der als Genossenschaft organisierten Molkerei schlugen ein Glyphosatverbot vor. Der Aufsichtsrat nahm den Vorschlag einstimmig an. Mit sofortiger Wirkung verbietet die Molkerei ihren Lieferanten „die Anwendung jeglicher Totalherbizide in der Grünland- und Ackerbaubehandlung“. Das Verbot soll umgehend in die Lieferbedingungen aufgenommen und die Einhaltung extern kontrolliert werden.

„Es gibt in unserem Milcheinzugsgebiet keine Notwendigkeit, ein Totalherbizid einzusetzen, dessen wissenschaftliche Bewertung hinsichtlich Auswirkungen auf Mensch und Umwelt kontrovers ist“, begründete Geschäftsführer Bernhard Pointner die Entscheidung der Molkerei. Er ist sich sicher, dass sie von den Genossen, also den anliefernden Landwirten, mitgetragen wird: „Unsere Landwirte wissen als Unternehmer genau, dass ihr Milchgeld vom Endverbraucher kommt. Und was der Endverbraucher von Glyphosat hält, brauchen wir niemandem von unseren Mitgliedern erklären“, sagte Pointner gegenüber der taz. Er forderte die deutsche Politik auf „sich endlich für ein schnelles Glyphosatverbot stark zu machen.“ Dazu hat sie am 9. November Gelegenheit, wenn in der EU die nächste Abstimmung ansteht, ob und für wie lange Glyphosat noch einmal zugelassen wird.

Kritische Anmerkungen zu dem Verbot kamen vom Bund Deutscher Milchviehhalter (BDM). Dessen Pressesprecher Hans Foldenauer sprach gegenüber dem Traunsteiner Tagblatt von einem „Einschnitt in die noch gesetzlich zugelassene Bewirtschaftungspraxis“ und befürchtete Wettbewerbsnachteile „in Form eines höheren Bewirtschaftungsaufwands“. Er ging auch davon aus, dass andere Molkereiunternehmen dem Beispiel folgen werden: „Ähnlich ist es mit der Vorgabe, seine Tiere mit gentechnisch freien Futtermitteln zu füttern, gelaufen“.

Die Berchtesgadener Molkerei verarbeitet die Milch von 1.800 Landwirten zwischen Watzmann und Zugspitze. 500 von ihnen sind Bio-Bauern und wenden sowieso keine Herbizide an. 1.300 wirtschaften konventionell und durften bisher Glyphosat und andere Totalherbizide spritzen. Ihre Milch vertreibt die Molkerei unter der Marke „Bergbauernmilch“. Das Unternehmen sieht sich selbst „konsequent auf dem Weg, sein Wirtschaften an den Leitplanken der Nachhaltigkeit auszurichten.“ Die konventionellen Landwirte setzen seit 2010 keine gentechnisch veränderten Futtermittel mehr ein. Die Molkerei macht sich für Homöopathie im Kuhstall stark und zahlt den Erzeugern mit die höchsten Milchpreise bundesweit. Für dieses Engagement wurde sie als mittelgroßes Unternehmen für den 10. Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert, der im Dezember verliehen wird. [lf]

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 MONSANTO soll BEWEISE LIEFERN dass sein „manipuliertes GIFT-ZEUG“ nicht die „gesunde Darm-FLORA“ (IMMUN-SYSTEM) angreift – „Clostridium botulinum“ (krankmachende Bakterien vermehren sich wegen GLYPHOSAT)
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aus dem TEXT:… folgerte das deutsche „Bundesinstitut für Risikobewertung“ (BfR), dass Glyphosat wahrscheinlich nicht krebserregend ist...(<<<schlecht recherchiert – denn das „BfR“ (BETRUG) hat einfach nur die Meinung MONSANTOs kopiert bezüglich der gesundheitlichen Aspekte wie: Fort-Pflanzung, Miss-Bildungen, Krebs….- eine RISIKO-BEWERTUNG fand nicht statt „?HENSEL?“ – – – „Umwelt-Institut-München„>>>)
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….Die Kanzlerin gab Entwarnung.…..(<<<auf welche Quelle bezieht sich diese un-wissenschaftliche Person>>>)
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….Dennoch versteht Landwirtschaftsminister „Christian Schmidt“ die ganze Aufregung nicht…….(<<<< wenn man keine Ahnung hat und kein Wissen dann VERSTEHT man halt auch NICHTS>>>) – – – (<<<Genauso könnte man MONSANTO fragen der die ganze AUFREGUNG sicher auch NICHT versteht>>>)

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Bayern

Landwirtschaft Einige bayerische Bauern verbieten Glyphosat

Von Christian Böhm | | Lesedauer: 5 Minuten
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Für Landwirte zwischen zwischen Watzmann und Zugspitze besteht schon jetzt ein Glyphosatverbot

Quelle: pa/prisma/prismaonline/dpa Picture-Alliance / Fürmann Hans

Ist Glyphosat krebserregend? Die EU streitet über die Frage immer noch. Bayerische Landwirte schaffen dagegen Fakten. Einige verbieten auf ihren Äckern und Wiesen den Einsatz des Unkrautvernichters schon jetzt.

Wahrscheinlich krebserregend. Das Urteil der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus dem Jahr 2015 ist eindeutig und doch lässt es Raum für Interpretationen. Wahrscheinlich heißt eben nicht sicher. Für die einen ist Glyphosat extrem gesundheitsgefährdend, für die anderen ein hocheffektiver Unkrautvernichter. Selbst Wissenschaftler und Fachpolitiker streiten. Gutachten werden durch Gegengutachten ad absurdum geführt. Eine Abstimmung der EU-Mitgliedstaaten über ein Glyphosatverbot oder die Verlängerung der Zulassung wurde deshalb zuletzt immer wieder verschoben.

Eine oberbayerische Molkerei ist da schon einen Schritt weiter. „Es gibt in unserem Milcheinzugsgebiet keine Notwendigkeit, ein Totalherbizid einzusetzen, dessen wissenschaftliche Bewertung hinsichtlich Auswirkungen auf Mensch und Umwelt kontrovers ist“, erklärt Bernhard Pointner, Geschäftsführer der Pidinger Molkerei Berchtesgadener Land.

Seit dem 25. Oktober gilt für alle 1800 Genossenschaftsmitglieder Glyphosatverbot. Das hat der Aufsichtsrat, alles Landwirte aus dem Grünlandgürtel der Alpen zwischen Watzmann und Zugspitze, einstimmig beschlossen. „Ich kann hinter dem Hinauszögern einer Entscheidung der Politiker nur starke Lobbykräfte vermuten und fordere deshalb die deutsche Politik auf, sich endlich für ein schnelles Glyphosatverbot starkzumachen“, sagt Pointner zum Brüsseler Hickhack.

Was eigentlich gegen Glyphosat spricht

Es gibt viele Studien zu dem meistversprühten Unkrautvernichtungsmittel der Welt – und eine starke Lobby. Die Kanzlerin gab Entwarnung. Nun soll Glyphosat daran schuld sein, dass es Jahr für Jahr weniger Insekten gibt.

Quelle: N24/ Isabelle Bhuiyan

Glyphosat ist weltweit einer der am meisten enthaltenen Wirkstoffe in Pflanzenschutzmitteln. In Deutschland werden rund 5000 Tonnen davon pro Jahr verkauft, Zahlen für Bayern gibt es nicht. Verwendet wird es im Gartenbau und in Parks, vor allem aber in der Landwirtschaft. Glyphosat gilt als effektiv, günstig und unter Befürwortern auch als bodenschonend. Meist kommt es im Ackerbau zum Einsatz, um Unkraut abzutöten. Der Bauer spart sich so die Bearbeitung mit dem Pflug, weil er die Saat direkt ausbringen kann.

Aber auch auf Wiesen wird Glyphosat zur Grünlanderneuerung verwendet. Und in Haus- und Kleingärten, bei der Bahn, im Apfelan- und Weinbau wird Glyphosat auch gern genommen. 70 Prozent der im Jahr 2013 hierzulande getesteten Personen hatten in einer Studie des Bund Naturschutz Glyphosat im Urin.

Im Dezember läuft die Genehmigung für Glyphosat aus

Mitte Dezember läuft die aktuelle, auf EU-Ebene gültige Genehmigung für das Herbizid aus. Am 9. November wollen die EU-Mitgliedstaaten im zuständigen Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel abstimmen. Während das EU-Parlament ein komplettes Verbot fordert, möchte die EU-Kommission die Zulassung nun um sieben Jahre verlängern.

Ein Kompromissvorschlag sieht Einschränkungen in der Anwendung ab 2018 und ein Totalverbot innerhalb von fünf Jahren vor. Deutschland hat sich bislang nicht eindeutig positioniert, zumal Bundeslandwirtschafts- und Bundesumweltministerium diametral entgegengesetzte Positionen haben.

Wo Glyphosat ausgebracht wird, da wächst kein Kraut mehr. Das hat auch ein Pilzsucher nahe Traunstein vor einigen Wochen erlebt: Giftig-gelb statt grün. Ein Landwirt, der zur Pidinger Molkereigenossenschaft gehört, hatte auf einer Wiese das Herbizid versprüht. Lokale Medien und der Bayerische Rundfunk berichteten, der Aufschrei in der Bevölkerung war groß. Daraufhin machte die Molkerei als erste im Freistaat Nägel mit Köpfen und exerzierte vor, wozu sich die EU ja vielleicht doch noch durchringt: eine Landwirtschaft mit Sicherheit für alle Beteiligten.

Der Landwirtschaftsminister versteht die Aufregung nicht

Dennoch versteht Landwirtschaftsminister Christian Schmidt die ganze Aufregung nicht. Schon im vergangenen Jahr machte der CSU-Politiker deutlich: „Auf Basis aller vorliegenden Erkenntnisse kommen die Wissenschaftler überein, dass bei bestimmungsgemäßer und sachgerechter Anwendung des Wirkstoffs Glyphosat keine Zweifel an der gesundheitlichen Unbedenklichkeit bestehen.“

Dagegen fordert die landwirtschaftliche Sprecherin der SPD-Landesgruppe im Bundestag, Rita Hagl-Kehl, dass Glyphosat aus Gesundheitsgründen spätestens in fünf Jahren vom Markt verschwinden müsse.

Kritiker befürchten schon lange, dass die Aufnahme von Glyphosat über Lebensmittel negative Auswirkungen auf das menschliche Hormonsystem, Fehlbildungen sowie ein erhöhtes Krebsrisiko zur Folge haben könnte. „Der Unkrautvernichter ist einer der Hauptgründe für das dramatische Artensterben bei Insekten und Vögeln und eine Gefahr für unsere Gesundheit“, erklärt Karl Bär, Referent für Agrarpolitik am Umweltinstitut München. Er sieht zu einem Verbot keine Alternative. „Je schneller das Aus für Glyphosat kommt, desto besser für alle.“

Ohne Glyphosat hätten die Bauern mehr Arbeit

Die Bundesregierung uneinig, Brüssel gespalten, auch Wissenschaftler finden keinen gemeinsamen Nenner. Während die Internationale Krebsforschungsagentur IARC, eine Unterabteilung der WHO, eine Gesundheitsgefahr sehr wohl sieht, folgerte das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), dass Glyphosat wahrscheinlich nicht krebserregend ist.

Unter Landwirten herrscht Unsicherheit. „Wir haben eine Situation, in der sich keiner mehr auskennt“, sagt Markus Peters vom Bayerischen Bauernverband. Er hält die Auseinandersetzung der Gegner und Befürworter für völlig überhitzt und erkennt darin eine Art Stellvertreterdebatte darüber, wie sich einzelne Gruppen die Agrarwirtschaft der Zukunft vorstellen.

Ein Glyphosat-Verbot hätte sehr wahrscheinlich auch Auswirkungen für bayerische Bauern, wenngleich in anderen Teilen der Welt, aber auch in Deutschland, aufgrund der viel größeren Strukturen deutlich mehr von dem Unkrautvernichter zum Einsatz kommt. Im Freistaat werden laut Bauernverband 38 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen gepflügt, nach einem Verbot müssten, wegen des dann erhöhten Unkrautaufkommens, 71 Prozent der Flächen gepflügt werden. Das heißt mehr Zeitaufwand, mehr Arbeit, mehr Kraftstoffverbrauch. Die Betriebskosten könnten um bis zu elf Prozent steigen, haben Forscher der Universität Gießen bereits 2012 herausgefunden.

„Hohe Qualität bedeutet höhere Milchpreise“

„Unsere Kunden erwarten sichere und gesunde Lebensmittel“, sagt Peters und zielt auf das ewige Lavieren der Politik ab: „Wenn rauskommt, Glyphosat ist krebserregend, dann können wir keine Übergangsfristen haben!“ Dann müsse Glyphosat sofort verboten werden. Schließlich gehe es neben Verbraucherschutz auch um die Gesundheit des Landwirts. Entscheidend sei eine fundierte wissenschaftliche Bewertung, die zu einer klaren Aussage komme. „Bitte keine weitere Hängepartie!“

Die Entscheidung der Molkerei Berchtesgadener Land und deren Markenkonzept lobt Peters ausdrücklich. „Hohe Qualität bedeutet höhere Milchpreise.“ Um die 46 Cent pro Liter zahlt die Molkerei. Von den 1800 Genossenschaftsbauern, die ihre Milch nach Piding liefern, wirtschaften knapp 500 schon heute anerkannt ökologisch, also bio. Sie verzichten auf Glyphosat, bei allen anderen ist der Verzicht nun Teil der Milchlieferbedingungen.

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Glyphosat tötet gesundheitsfördernde Bakterien ab

ab Minuten 4:20 –  „UMWELT-INSTITUT MÜNCHEN“
ab Minuten 6:40 –  Clostridium botulinum – Deutschland –  „Rinder-Sterben“ – „GLYPHOSAT“ – „USA“ – „Fehl-GEBURTEN“ –
„Monika Krüger“: „KRANK-HEITS-erregende BAKTERIEN“ vermehren sich „GESUNDHEITs-fördernde BAKTERIEN“ sterben
„BfR“  ?Behörde für Risiko-Bewertung?

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„Frontal21“: Glyphosat und die dubiose Rolle deutscher Behörden! – „BfR“?!

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BfR – „UMWELT-INSTITUT-MÜNCHEN“ – PLAGIAT

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Glyphosat: Der Kampf um die Wahrheit

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aus dem TEXT:..Dabei hat das „BfR“ die Bewertung von wissenschaftlichen Studien über die „krebserzeugende“, „fruchtbarkeitsschädigende“ und „DNA–schädigende“ Wirkung von Glyphosat aus dem Zulassungsantrag von Monsanto abgeschrieben. Genau diese Stellen sind nach europäischem Recht entscheidend für die Frage, ob Glyphosat überhaupt wieder zugelassen werden darf oder verboten werden muss….

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…..
Das ist offensichtlich falsch. Entweder wusste die Bundesregierung selbst nicht, was das BfR tut oder sie hat bewusst gelogen?!……

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….!!!BfR-Präsident „Hensel“ muss seinen Hut nehmen!!! …

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Glyphosat: Behörde (BfR) schreibt Bewertung von Monsanto ab

Umweltinstitut-München: http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/glyphosat-behoerde-schreibt-bewertung-von-monsanto-ab.html

Glyphosat: Behörde schreibt Bewertung von Monsanto ab

(15.09.2017) Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat seine Bewertung des Totalherbizids Glyphosat über viele Seiten aus dem Zulassungsantrag von Monsanto abgeschrieben. Das berichten die britische Zeitung The Guardian, das österreichische Wochenmagazin News und weitere Medien.

Die Bewertung des BfR war die entscheidende Vorarbeit für die europäischen Behörden und die kommende Abstimmung über die weitere Zulassung des Wirkstoffs in der EU. Weil Deutschland der „berichterstattende Mitgliedsstaat“ ist, hatte das BfR die Vorarbeit für die Bewertungen durch die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) und die Europäische Chemikalienbehörde (ECHA) gemacht. Dabei hat das BfR die Bewertung von wissenschaftlichen Studien über die krebserzeugende, fruchtbarkeitsschädigende und DNAschädigende Wirkung von Glyphosat aus dem Zulassungsantrag von Monsanto abgeschrieben. Genau diese Stellen sind nach europäischem Recht entscheidend für die Frage, ob Glyphosat überhaupt wieder zugelassen werden darf oder verboten werden muss.

Bundesregierung belügt den Bundestag

Das BfR hat nicht nur abgeschrieben, sondern sogar offensiv versucht, das zu verschleiern. Auf eine Frage des Abgeordneten Harald Ebner antwortete Staatssekretär Bleser aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium im Juni 2015:

„Das BfR hat (…) alle von den Antragstellern vorgelegten Originalstudien sowie die in wissenschaftlichen Zeitschriften publizierten Studien in eigener Verantwortung detailliert geprüft und qualitätsgesichert bewertet. Für alle Kapitel wurde vom BfR eine eigenständige Bewertung vorgenommen.“

Und weiter

„Auch in dem in Rede stehenden „Volume 3“ des RAR wurde nur die aus der Feder von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des BfR stammende Bewertung der analytischen Überwachungsmethoden, der Toxikologie der Präparate und Beistoffe, der Anwendungssicherheit, der Rückstandsbewertung sowie aller in wissenschaftlichen Zeitschriften publizierten Studien dargestellt.“

Das ist offensichtlich falsch. Entweder wusste die Bundesregierung selbst nicht, was das BfR tut oder sie hat bewusst gelogen.

Behörden verfehlen ihren Auftrag

Das Logo des BfR

Deutschland gilt als ein Land, in dem die Bürokratie sauber arbeitet. Wer Hartz IV bezieht, Asyl beantragt, vom BAFöG lebt oder ein Gewerbe anmeldet, wird von den Behörden meist detailliert durchleuchtet. Bei der Zulassung von Pestiziden, die tonnenweise in der Landwirtschaft eingesetzt werden, gilt das offenbar nicht.

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit, das BfR und seine europäischen Partner sehen sich als Dienstleister der Antragssteller. Die chemische Industrie muss sich vor deutschen Behörden offenbar ebensowenig fürchten wie die Autoindustrie.

Behörden, die im Auftrag von über 500 Millionen Menschen die Auswirkungen von Chemikalien auf die Gesundheit von Mensch und Umwelt bewerten sollen, dürfen so nicht arbeiten. Damit zerstört das BfR das Vertrauen der Menschen in Europa in das Zulassungsverfahren. Es wird offensichtlich, dass nicht für sie, sondern für die Konzerne gearbeitet wird.

Wir fordern Konsequenzen

Wir fordern jetzt harte Konsequenzen aus den Skandalen im Bewertungsverfahren: BfR-Präsident Hensel muss seinen Hut nehmen – durch das Fehlverhalten seiner Behörde ist das Vertrauen in das europäische Zulassungsverfahren für Pestizide schwer beschädigt worden.

Die Regierungen dürfen sich nicht auf den Bewertungsbericht verlassen, wenn sie über die Wiederzulassung von Glyphosat abstimmen. Glyphosat muss jetzt verboten werden.

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TOTE TIERE – KRANKE MENSCHEN

Chronisch vergiftet – Monsanto und Glyphosat (ARTE Doku)

Rinder-Sterben – Missbildungen
ab Minuten 6:20  kranke „Land-Wirte“ – keine Reaktion bei den Behörden –
ab Minuten 7:20 Unterstützung „veterinäre Medizin“ – Prof Dr „Monika Krüger“ (Mikro-Biologin) – pathogene Erregeger: „Clostridium-Botulinum“ – „Tiere hatten hohe WERTE von GLYPHOSAT“ – „Magen-Darm-FLORA“ wird gestört – „BfR“ weist VORWÜRFE zurück
ab Minuten 14:00 – „Round UP“ –  „Gilles-Eric Seralini“-  schwere „Leber und Nieren-Störung“ – „Störung der Sexual-Hormone“ – dänischer „Schweine-Züchter“ –  Ferkel mit „Miss-Bildungen“ – „Gen-verändertes-FUTTER“
ab Minuten 22:00 – ARGENTINIEN – „GEN-veränderte-SOJA“ – Gift wird über MENSCHEN gesprüht?! – tote und kranke Bäume – Ärzte SCHWEIGEN – Krebs und Leukämie – Missbildungen – „Frucht-Barkeit“
ab Minuten 39:55 – Gewinner ist die INDUSTRIE den PREIS zahlt die argentinische Bevölkerung mit ihrer Gesundheit?! – „Tier-Futter“ für EUROPA – „KINDER-KLINIKEN“: steigende Fallzahlen von missgebildeter „Neu-Geborener“ – „?INDUSTRIE-STUDIEN?“

 

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Gift im Darm – 100 Krankheiten, eine Lösung

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netzfrauenhttps://netzfrauen.org/2016/02/22/vom-saegen-ast-auf-dem-man-sitzt-oder-wie-glyphosat-die-bodenbiologie-vernichtet-gmos-glyphosate-soil-biology/

Vom Sägen am Ast, auf dem man sitzt, oder wie Glyphosat die Bodenbiologie vernichtet! – GMOs, Glyphosate and Soil Biology

Dr. Robert Kremer: GVO, Glyphosat und Bodenbiologie

Glyphosat

Glyphosat ist Hauptbestandteil vieler Unkrautvernichtungsmittel und wird seit über 30 Jahren weltweit angewendet. Es wirkt gegen jede Pflanze, es sei denn, sie wurde gentechnisch mit einer Glyphosat-Resistenz ausgestattet. Lange Zeit galt der Wirkstoff als unschädlich für Mensch und Tier, wenig mobil, biologisch abbaubar und damit als umweltfreundlich. Das wird inzwischen sogar von der WHO angezweifelt.

Der Wirkstoff Glyphosat sollte eigentlich 2013 auf EU-Ebene routinemäßig auf Risiken überprüft werden. Die EU-Kommission stimmte aber zu, diese Überprüfung auf 2016 zu verschieben. Siehe: Bundesamt hält Fracking und EFSA Glyphosat für unbedenklich – kleine Kostprobe gefällig? und Monsanto wusste schon vor 35 Jahren, dass sein Glyphosat-getränktes „Essen” Krebs verursacht

Die Entstehung eines fruchtbaren Bodens dauert mehrere tausend Jahre. Zerstört werden kann er schnell: Durch Versiegelung, Erosion oder einen zu intensiven Ackerbau.

Ohne Nachhaltigkeit sägen die Landwirte an dem Ast, auf dem sie sitzen, und gefährden somit die Nahrungsmittelproduktion, für die sie selbst stehen und für die sie 2014 mit ca. 58 Milliarden Euro von der EU subventioniert wurden.

Der Boden ist Lebensraum für eine Vielzahl von Organismen. Hier leben Bakterien, Pilze, Algen und Tiere. Diese bilden aus mineralischem Schutt fruchtbaren Boden, erneuern und erhalten ihn. Durch die Aktivität dieser Lebewesen entsteht die in der Landwirtschaft gewünschte nachhaltige natürliche Bodenfruchtbarkeit. Doch wenn diese Organismen zerstört werden, so geht auch die Bodenfruchtbarkeit verloren.

Bei der Beurteilung von Glyphosat gibt es verschiedene Indizien auf negative Effekte auf die Mikroorganismen im Boden und auf die Pflanzengesundheit, sowie auf die Fähigkeit von Pflanzen Mikronährstoffe aufzunehmen. Bedenkliche Rückstände finden sich in Futtermitteln und Lebensmitteln. Glyphosat ist mitnichten ein umweltverträgliches Herbizid. Es hat in einer auf Nachhaltigkeit setzenden Landwirtschaft keinen Platz.

Der Boden ist Lebensraum für eine Vielzahl von Organismen. Hier leben Bakterien, Pilze, Algen und Tiere. Diese bilden aus mineralischem Schutt fruchtbaren Boden, erneuern und erhalten ihn. Durch die Aktivität dieser Lebewesen entsteht die in der Landwirtschaft gewünschte nachhaltige natürliche Bodenfruchtbarkeit.

Das Ziel einer modernen Landwirtschaft muss es sein, eine Wirtschaftsweise zu entwickeln, die Mittel wie Glyphosat nicht braucht… Sind doch Pestizide letztendlich zum TÖTEN geschaffen. Glyphosathaltige Pflanzenschutzmittel werden in Deutschland breitflächig im Ackerbau eingesetzt.

Wir haben Ihnen ein Interview von Food Integrity Now mit Dr. Kremer übersetzt:

Dr. Kremer ist Professor am Lehrstuhl für Boden-Mikrobiologie an der University of Missouri und seit kurzem nach 32-jähriger Tätigkeit als Mikrobiologe bei der U.S.D.A. im Ruhestand.
Mit Food Integrity Now sprach er über seine Studien zu genetisch veränderten Feldfrüchten und zu Glyphosat.
Glyphosat ist der aktive Inhaltsstoff des weltweit am meisten verbrauchten Herbizids RoundUp. 80 % aller Gentechnik-Pflanzen sind darauf ausgelegt, Glyphosat zu tolerieren.

1997 fielen Dr. Kremer und seinen Mitarbeiter Bodenpilze auf, die in den Wurzelsystemen durch Glyphosat absterbender Pflanzen sprunghaft anstiegen.
Von manchen dieser Pilze ist bekannt, dass sie die Ausbreitung von Schädlingen, wie z. B. parasitische Rundwürmer an Sojabohnen, begrenzen.
Also sahen sie sich die Wurzelsysteme der genveränderten Pflanzen, auf die Glyphosat in großen Mengen ausgebracht wurde, genauer an und beobachteten eine enorme Zunahme des Bodenpilzes Fusarium.
Fusarium ist potentiell krankheitserregend. Seit 17 Jahren beobachtet er nun verschiedene GVO-Pflanzen und die zunehmenden Pilze an deren Wurzeln.

Infobox

Glyphosat33

Die Pilzgattung Fusarium ist ausgesprochen umfangreich und umfasst weit über 150 verschiedene Arten. In fast allen Regionen der Welt kennt man Pflanzenschäden, die von Fusarien verursacht werden. Ein großes Problem dieser Pilze liegt in ihrer Eigenschaft, dass sie beim Wachstum in der Getreideähre Stoffwechselprodukte hinterlassen, die auf Warmblüter eine giftige Wirkung haben und deshalb auch als Mykotoxine bezeichnet werden. Dazu ein Projektbericht aus 2006Infektionswege von Fusarien Fusarium-Befall aus dem Boden? Prof. Dr. Klaus Schlüter, Dr. Ute Kropf, Fachhochschule Kiel, Fachbereich Landbau/Rendsburg

Wir berichteten bereits über Fusarium, und zwar in Rückruf Europaweit: Gesundheitsgefahr – Mykotoxin in HAHNE Cornflakes – Dieser Rückruf war wegen Überschreitung des Grenzwertes für Fusarientoxin Deoxynivalenol (DON) erfolt.

Fusarientoxine: Zearalenon mit Metaboliten und Deoxynivalenol

Fusarientoxine werden von Schimmelpilzen der Gattung Fusarium gebildet. Diese befallen überwiegend lebende Pflanzen und gehören deshalb zu den typischen Feldpilzen. Allerdings können sie sich auch unter günstigen Bedingungen bei der Lagerung ausbreiten.

Mykotoxine sind von Schimmelpilzen gebildete Stoffwechselprodukte, die auf Grund ihrer Giftigkeit (Toxizität) in Lebens- und Futtermitteln unerwünscht sind. Sie sind für Menschen selten akut gesundheitsschädigend, können jedoch krebserregend und erbgutschädigend wirken. Mykotoxine unterliegen daher strengen Höchstwertregelungen.

 Fumonisine stehen unter dem Verdacht, Speiseröhren- und Leberkrebs auszulösen.

Auch in dem Beitrag: Die Natur schlägt zurück – Verschwindet die Banane?

In den 1950/60er Jahren wurde die damals hauptsächlich für den Export angebaute Bananensorte Gros Michel durch die Panamakrankheit praktisch vollständig vernichtet. Auslöser war Fusarium wilt, ein Bodenpilz. In den befallenen Pflanzen wird der Transport von Wasser und Nährstoffen unterbunden und sie verwelken.

Dazu auf  Wikipedia:

Fusarien sind eines der großen ungelösten Probleme der Landwirtschaft. Sie gehören weltweit zu den wichtigsten Schadpilzen im Getreide und im Mais. Dabei setzen sie Gifte frei, die ganze Ernten verderben können. Außerdem führen diese zu Ertragseinbußen und Qualitätsverlusten und vermindern die Keimfähigkeit des Saatgutes. Zusätzlich bilden die Pilze giftige Stoffwechselprodukte (Mykotoxine), die das Erntegut belasten und somit die Gesundheit von Tier und Mensch gefährden können. In Nordamerika betrug Ende der 1990er Jahre der durch sie verursachte jährliche Verlust bei Weizen und Gerste rund eine Milliarde US Dollar. Für Europa gibt es bislang keine Angaben darüber, weil entsprechende Untersuchungen fehlen. Erstaunlich ist die große Vielfalt der Fusarien. Allein beim Mais sind bis heute 16 verschiedene Arten bekannt. Das erschwert ihre Bekämpfung enorm.

 

 

Wie Glyphosat auf die Pflanzen wirkt:

Die Chemikalie hemmt einzelne Enzyme, die bei der Synthese von Aminosäuren notwendig sind und beendet diese Vorgänge. So kann die Pflanze sich nicht mehr verteidigen und ist empfänglich für opportunistische Krankheitserreger, an denen sie schlussendlich eingeht. Glyphosat ist eine stark chelat-bildende Substanz, die Nährstoffe wie Mangan, Zink und Eisen bindet und die somit der Pflanze nicht mehr zur Verfügung stehen. Der Shikimisäureweg wird unterbrochen.

Seit wir Belege dafür haben, dass sich Glyphosat in unseren Därmen befindet, verstehen wir auch, warum Allergien und Krankheiten sich so ausbreiten. „““Das Mikrobiom in unserem Darm ist zu 80 % zuständig für die Erhaltung unseres Immunsystems.“““

 

Glyphosat kann also durchaus die „guten“ Bakterien in unserem Darm für uns unerreichbar machen und somit, wie Dr. Kremer erklärt, das Gleichgewicht stören.
Vergessen Sie nicht, dass Glyphosat in unserem Urin, in der Muttermilch und in unserem Blut gefunden wurde.

Die Biotech-Industrie behauptet, Glyphosat baue sich in den Böden ab und könne sich nicht auf uns Menschen auswirken. Richtig, WIR haben keine Shikimisäurewege, die unterbrochen werden könnten – unsere Darmbakterien aber sehr wohl.

 

 

Dr. Kremer informiert über viele der Faktoren, unter denen Glyphosat mit den Böden reagiert. Es geht um Boden-PH-Werte, die Menge an verfügbarem Phosphor in den Böden, Bodenmineralogie, Bodennährwertstatus, Reste der Oberflächenvegetation, Anbaumanagement (Fruchtfolgen) , Boden-Sauerstoff-Status, Herbizid-Formeln und -komponenten (oberflächenaktive Stoffe), die Menge an organischer Materie und die Zusammenstellung der mikrobiologischen Gemeinschaften in den Böden.

Seit der Einführung der GVO wurden 527 Millionen Pfund mehr an Pestiziden verwendet.

Da die WHO, wie uns bekannt ist, Glyphosat als „vermutlich“ krebserregend einstufte, hofft Dr. Kremer jetzt auf mehr der unabhängigen Testreihen, die er schon lange fordert.

 

bob-kremer

Dr. Robert Kremer: GMOs, Glyphosate and Soil Biology

April 15, 2015 by Carol Grievé foodintegritynow.org/blog/
Dr. Robert Kremer is a Professor of Soil Microbiology at the University of Missouri and is recently retired after a 32-year career as a microbiologist with the U.S.D.A. He spoke with Food Integrity Now about the problems he has studied over the past 18 years with transgenic crops (GMOs) and Glyphosate. Glyphosate the active ingredient in RoundUp is the most widely used herbicide in the world. Eighty percent of all GMO crops are engineered to tolerate Glyphosate.

Dr. Kremer first became concerned with GMOs and Glyphosate in 1997 when he and his colleagues observed that plants became overly infested with soil fungi during the dying process from the effects of Glyphosate. Knowing that some of the soil fungi were natural biological control agents for some of these pests, including soybean cist nemotode (parasitic roundworm), they looked at these transgenic crops (GMOs) which were receiving Glyphosate and looked at the root system and found an increase in soil fungi. They noticed that every time that they checked this GMO crop that the roots were loaded up with the fungus, Fusarium. Fusarium is a fungus that can be potentially pathogenic. He said his concern was that here we have this new release of crops that are tolerant to Glyphosate yet their root system are piled up with this fungi. He has evaluated several GMO crops over the past 17 years and continues to see increased fungi on their roots.

Dr. Kremer explained some of the ways that Glyphosate kills a plant. This chemical inhibits a particular enzyme which is involved in the synthesis of certain amino acids. It also shuts down the shikimate pathway and shuts down protein synthesis. Therefore, the plant can’t produce defense mechanisms and is susceptible to pathogens and can become very infected with these opportunistic pathogens and ultimately become diseased. Glyphosate is also a very strong chelator and can immobilize nutrients like manganese, iron, zinc. It binds up these nutrients and makes them unavailable to the plant. This is very detrimental to plant growth.

Since we have evidence of Glyphosate being found in our gut where the bacteria do have shikimate pathways, it makes sense why we are seeing the increase of many allergies and diseases that originate in the gut where 80% of our immune system is in our microbiome. The chelation process of Glyphosate can make some of the good gut bacteria unavailable and as Dr. Kremer explained can shift the balance of the microbial population in our gut. Keep in mind, Glyphosate has also been found in our urine, human breast milk, and in our blood. The biotech industry claims that Glyphosate degrades in the soil and it cannot affect humans because we do not have a shikimate pathway–however the bacteria in our gut does have this pathway.

Monsanto, the maker of RoundUp with its active ingredient Glyphosate, makes a claim that Glyphosate is neutralized or degrades in the soil. Dr. Kremer shared information on some of the factors that can affect how Glyphosate reacts with the soil. These factors affect persistence, availability and degradation of Glyphosate in soils. He talked about a few of these factors including the soil’s pH and the amount of phosphorus in the soil. In our interview, he only spoke about a few of the ways Glyphosate will react with the soil but there are several other factors which include, soil mineralogy (texture), soil nutrient status, soil surface vegetation residue, type of crop management system in place (cover crops, crop sequence), soil oxygen status, herbicide formulation and components (surfactants), soil organic matter content, and the composition of soil microbial community.

Dr. Kremer further shared his thoughts on the big claim of the biotech industry that we need GMOs to feed the world. He also discussed their claim of decreased use of pesticides. There has been a 527 million pound increase in pesticide use since the introduction of transgenic crops.

Recently, the WHO (World Health Organization) stated that Glyphosate “probably” causes cancer. Dr. Kremer discussed the need for more independent testing on Glyphosate and is hopeful that WHO’s recent claims would prompt such further independent testing.

Netzfrauen Patricia Kölb-Schurr (Übersetzung)  und Doro Schreier
deutsche Flagge

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siehe auch Monsanto verharmlost das „Krebs-Risiko“

siehe auch „ROUND-UP“ –  „HERBIZID-GLYPHOSAT“

http://www.spiegel.de/spiegel/dioxin-das-jahrhundert-gift-vor-gericht-in-frankreich-a-1176427.html

 

Dioxin vor Gericht Das Jahrhundert-Gift

Es wurde in Deutschland entdeckt, jahrzehntelang verheimlicht, verharmlost, über die ganze Erde verteilt: Dioxin steht in Paris vor Gericht – weil eine 76-jährige Frau Monsanto, Dow Chemical und 24 andere Unternehmen wegen ihrer Leiden verklagt.

Von Cordt Schnibben

2,3,7,8-Tetrachlordibenzodioxin-Molekül

2,3,7,8-Tetrachlordibenzodioxin-Molekül

Eine Frau – krank, zäh, alt – im Kampf gegen 26 Firmen, die sich hinter Dutzenden Anwälten verstecken, so könnte man das Drama erzählen.

Ein Junge, an Armen und Beinen so verkrüppelt, dass er so lange mit dem Mund malt, bis der Film über sein Leben für den Oscar nominiert ist. Auch das wäre eine schöne Story.

Ein Gift, dessen tödliche Wirkung so lange verschwiegen wird, bis es sich über den ganzen Erdball verbreitet hat. Und nun täglich durch Hunderte staatliche und private Labors überprüft werden muss.

Ein US-Präsident, der bewundert und verehrt wird, aber schwere Schuld auf sich geladen hat. Ein deutsches Unternehmen mit 45.000 Beschäftigten und 15 Milliarden Euro Umsatz, das versucht, sich seiner Schuld zu stellen. Auch so könnte man die Tragödie erzählen.

Und doch geht es in Wahrheit um mehr, es geht um die große Frage, wie der Mensch irrt und was er unternimmt, um diesen Irrtum zu vertuschen, statt ihn wieder aus der Welt zu schaffen.

Der Irrtum kommt in den Fünfzigerjahren in die Welt, weil Menschen in bester Absicht Pflanzenschutzmittel erfinden, mehr Weizen und Obst ernten möchten, mehr Menschen satt machen wollen, besser leben möchten als vor dem Krieg. Weil sie Stahl produzieren und Kunststoffe, weil sie aus guten Gründen beginnen, den Müll zu verbrennen. Hinzufügen muss man: Und weil es Unternehmen gab, die möglichst schnell möglichst viel Gewinn erzielen wollten.

Was der Mensch zunächst nicht merkt: Weil er all diese Dinge macht, produziert er unwissend eine chemische Verbindung, die das Potenzial hat, Millionen Menschen krank zu machen und zu töten. Tetrachlordibenzodioxin – TCDD. Und weil das so ist, steht dieses Ultragift nun vor Gericht, genauer gesagt, stehen Monsanto, Dow Chemical und 24 weitere Chemiefirmen vor Gericht.

Die 76-jährige Tran To Nga, an Brustkrebs erkrankt, klagt sie an, sie und ihre Kinder geschädigt zu haben. Die Firmen hatten Millionen Liter eines Herbizids produziert und der U. S. Army verkauft, die damit große Teile Vietnams entlaubt und auch die Klägerin, inzwischen Französin, geschädigt hat. Der Vorwurf in der Klageschrift: Den Unternehmen war klar, dass ihr Produkt jenes besonders giftige Dioxin enthielt, ein chemisches Gift, das im menschlichen Körper bis hin zu Krebs alles Mögliche anrichtet.

Dioxin-Klägerin Tran

Maria Feck / DER SPIEGEL

Dioxin-Klägerin Tran

Die 26 Firmen nehmen das Verfahren sehr ernst, sie lassen sich von jeweils drei Anwälten vertreten. Tran wird unterstützt von vielen Opferverbänden und Dioxin-Initiativen, auch vom Verband der vietnamesischen Agent-Orange-Opfer (VaVa). Sollte das Gericht im Sinne der Klage urteilen, könnte das andere Geschädigte zu einer Klagewelle ermuntern.

Seit den Fünfzigerjahren gewusst zu haben, wie gefährlich TCDD ist, aber dieses Wissen unterdrückt und verheimlicht zu haben, das ist der Vorwurf an die gesamte Chemieindustrie, die mit auf der Pariser Anklagebank sitzt.

Es ist ein perverser Winkelzug der Geschichte: Erst durch die flächendeckende Verseuchung Vietnams, erst durch Hunderttausende Hautkranke, Leberkranke, Lungenkranke und Krebskranke, erst durch Totgeburten und fehlgebildete Kinder wurde die Welt aufmerksam auf Dioxin. Erst durch millionenfaches Leid konnte das Schweigen gelüftet und die Produktion des Giftstoffes gestoppt werden.

Doch zwei Jahrzehnte haben gereicht, um Tausende Kilogramm eines langlebigen Giftes in die Welt zu setzen, das bereits in einer Menge von einem millionstel Gramm Meerschweinchen töten und Menschen schädigen kann. Dioxine entstehen bei vielen chemischen Produktionsprozessen und vielen Verbrennungsvorgängen: Sie finden sich in Produkten wie Kunststoff, Farben, Klebstoffen und Holzschutzmitteln, entstehen in Benzinmotoren, chemischen Reinigungen, Müllverbrennungsanlagen, Kaminen und Krematorien. Sie landen über die Luft und das Wasser auf Wiesen und Wäldern, in Hühnern, Schafen, Fischen. Sie belasten den Säugling schon über die Muttermilch und jeden Menschen über die Lebensmittel, die er zu sich nimmt.

Seit die hochgiftigen Dioxine in ihrer ganzen Gefährlichkeit erforscht werden, spätestens seit dem Dioxin-Unfall in der Roche-Fabrik von Seveso im Jahr 1976, sind große Fortschritte erzielt worden bei der Reduzierung der Dioxin-Belastung der Umwelt und des Menschen. Aber dennoch konstatiert das Umweltbundesamt in seinem jüngsten Dioxin-Bericht, dass Deutsche „täglich immer noch mehr Dioxine zu sich nehmen, als von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen wird“.

Da sich Dioxine nur in Jahrzehnten abbauen, ergibt sich die Belastung nicht nur aus aktuell freigesetzten Giftstoffen. Die in der Luft, im Boden und im Wasser gelagerten Dioxine erreichen über Lebensmittel den Menschen, meist über Fleisch, Eier, Milch und Fische. Rinder in Weidehaltung und Hühner in Freilandhaltung sind höher belastet als Tiere in Stallhaltung. Je fettreicher sich ein Mensch ernährt, desto höher sind die Dioxin-Mengen, die er zu sich nimmt. Ein Säugling, der gestillt wird, hat eine deutlich höhere Belastung; ein Kind, das viel draußen spielt, ebenso. Da sich auch im menschlichen Körper Dioxine nur langsam abbauen, haben gestillte Kinder bis zum zehnten Lebensjahr mehr Dioxin im Körper als ungestillte (ohne dass Mütter daraus schließen sollten, ihre Kinder nicht zu stillen, empfehlen Ärzte).

Der Mensch ist das letzte Glied in der Dioxin-Kette“, sagt Christian Schütz, der Leiter des Dioxin-Labors von Sachsen-Anhalt. „Im Körperfett reichern sich die Giftstoffe Jahr um Jahr an, darum ist eine lückenlose Überwachung von Lebensmitteln und Futtermitteln so wichtig.“ Die Landesregierung hat das Dioxin-Labor in Halle gerade mit über einer Million Euro ausgebaut.

Dioxin-Laborleiter Schütz

Maria Feck / DER SPIEGEL

Dioxin-Laborleiter Schütz

Zahlreiche staatliche und private Labors untersuchen in Deutschland täglich Proben von Luft, Boden und Wasser, von Muttermilch, Nahrungsmitteln und Futtermitteln. Die vielen Dioxin-Schlagzeilen in den vergangenen beiden Jahrzehnten haben Regierungen und Wissenschaftler in Alarm versetzt, Dioxin ist inzwischen das bestkontrollierte Gift der Geschichte.

Und wohl in keinen anderen Bereich der Umweltchemieforschung sind so viele Forschungsmittel geflossen wie in all die Studien und Labors zum Lüften des Geheimnisses der Dioxine und der dioxinähnlichen Stoffe wie polychlorierte Biphenyle (PCB) und Dibenzofurane. Im August etwa kamen – wie jedes Jahr – wieder 4000 Forscher, die sich seit Jahren mit den Giftstoffen befassen, zur Konferenz „Dioxin <<2017>>“ zusammen. Sie liefern mit ihren Untersuchungen die Grundlage für die Grenzwerte, die von Regierungen und der Weltgesundheitsorganisation WHO als gerade noch verträglich für die Umwelt und den Menschen definiert werden.

„Eine dioxinfreie Welt werden wir nie mehr erreichen“, sagt Laborleiter Schütz, „wir können nur dafür sorgen, die Belastung zu reduzieren.“ Herbizide mit Dioxin-Anteilen sind inzwischen weltweit verboten, Müllverbrennungsanlagen stoßen deutlich weniger Dioxine aus, verbleites Benzin wird nur noch im Luftverkehr benutzt. So gelang es, die Dioxin-Werte deutlich zu reduzieren, seit 15 Jahren allerdings gibt es kaum noch Fortschritte.

Dioxinverseuchtes Tierfutter, belastete Hühnereier, Schafsleber, Schweinefleisch, Aal und Hering mit zu hohen Werten, Dioxin in Sportplatzschlacke, auf Elbwiesen – Schlagzeilen aus Deutschland. Zu viel Dioxin in Krabben, in Flüssen, im Hühnerfleisch, gefunden in Hongkong, Texas und Italien.

„Wenn wir Elbehochwasser haben“, sagt Schütz, „steigen die Dioxin-Werte auf den Wiesen der Überschwemmungsgebiete.“ Die Altlasten im Wasser seien das Problem, aus den Industriewerken am Lauf der Elbe und aus vielen diffusen Quellen.

Die Schuldfrage, die im Pariser Prozess verhandelt wird, reicht bis nach Deutschland und bis in die Fünfzigerjahre zurück: Wenn damals deutsche Chemiefirmen und die Bundesregierung mit dem Wissen über Dioxin an die Öffentlichkeit gegangen wären, hätte das Supergift sich nicht in dem Maße über die Erde verbreiten können.

Die Richter werden in ihrem Urteil nur über die angeklagten Firmen richten können, aber auf dem Weg dahin müssen sie sich mit vier Fragen beschäftigen: Warum enthielten die Bundesregierung und deutsche Chemiefirmen ihr Dioxin-Wissen der Öffentlichkeit vor? Was wussten die Chemiefirmen, die Millionen Liter Herbizide an die US-Regierung lieferten, über Dioxin und seine Gefährlichkeit? Was wusste die amerikanische Regierung? Und viertens: Woran sind bisherige Klagen gegen die Chemieunternehmen gescheitert?

Erstens.

Warum enthielten die Bundesregierung und deutsche Chemiefirmen ihr Dioxin-Wissen der Öffentlichkeit vor?

Zwei Hautkranke sind es, die Mitte der Fünfzigerjahre einen Hamburger Hautarzt und einen Wissenschaftler auf die Spur des geheimnisvollen Giftes bringen. Der eine arbeitete im Hamburger Werk von Boehringer Ingelheim und suchte mit starker Chlorakne den Universitätsarzt Karl-Heinz Schulz auf. Der Hautarzt entnahm am Arbeitsplatz des Arbeiters, in der T-Säure-Abteilung, in der Herbizide hergestellt wurden, Proben und strich sie seinen Laborkaninchen auf die sensiblen Ohren. Er wollte wissen, ob die Tiere Chlorakne bekommen und wo im Produktionsprozess das Gift entsteht.

Der Zufall: Auch ein Laborant des Reinbeker Instituts für Holzchemie erschien mit schwerer Chlorakne in der Hautklinik. Auf der Suche nach einem neuen Holzschutzmittel hatte der Leiter des Instituts ahnungslos reines Tetrachlordibenzodioxin hergestellt. Schulz prüfte die Stufen der Säureproduktion und entdeckte, dass bei der Reaktion von 1,2,4,5-Tetrachlorbenzol zu 2,4,5-Trichlorphenol das hochgiftige 2,3,7,8-Tetrachlordibenzodioxin als Verunreinigung entsteht. Eine Dosis von 0,000001 Gramm reicht, um ein Kleintier innerhalb kurzer Zeit zu töten.

Firmenchef Ernst Böhringer untersagte, Erkenntnisse über die Gefährlichkeit von Dioxin zu veröffentlichen. Der erkrankte Laborant des Instituts für Holzchemie wurde ebenso zum Schweigen verdonnert wie der Institutsleiter Wilhelm Sandermann, und zwar von Landwirtschaftsminister Heinrich Lübke, später Bundespräsident.

Sandermann schilderte später die Beweggründe zum Schweigen so: „Da TCDD ungemein giftig ist, verbot uns damals unsere vorgesetzte Dienststelle jegliche weitere Arbeit mit halogenierten Dioxinen sowie Publikationen über die ungewöhnliche Giftwirkung mit der Begründung, dass das billig herzustellende TCDD von militärischer Seite als Kampfstoff eingesetzt werden könne.“ Lediglich „Über die Pyrolose des Pentachlorphenol“ durfte Sandermann in der Fachzeitschrift „Chemische Berichte“ schreiben, im Text war die Formel des TCDD „versteckt“ und ohne Hervorhebung seiner „ungeheuren Giftwirkung“ eingefügt.

Der Hautarzt Schulz berichtete in einer Fachzeitschrift über seine Versuche mit Kaninchenohren, aber vor der Öffentlichkeit wurde Dioxin verheimlicht. Auch Minister Lübke unterließ eine Information der zuständigen Behörden, sodass das Aufspüren des Supergifts in anderen Produktionsprozessen und Produkten unterblieb, von einem Verbot ganz zu schweigen.

Immerhin informierte Boehringer, wie firmeninterne Papiere belegen, drei Chemieunternehmen in den USA über die alarmierende Entdeckung, empfahl im Produktionsprozess eine Temperatur von 150 Grad, überschritt diesen Wert selbst aber ständig, sodass sich der Dioxin-Gehalt in der eigenen Phenolat-Lauge verzehnfachte.

Die Krankenliste, die dem Boehringer-Vorstand vorlag, ist ein Katalog des Elends: Gelenkschwellungen, Gelbsucht, Gehörstörungen, Leberschwellungen, Nervenstörungen, Extremitätenakne, totaler Haarausfall, Entzündungen der Lunge. Der Werksarzt schrieb, „dass es noch einige Jahre dauern wird, bis alle Erkrankten wieder voll einsatzfähig sind“.

Dennoch lief die Produktion in Hamburg auf vollen Touren. Der regelmäßige Kaninchenohren-Test schaffte den Verantwortlichen Erleichterung: Wenn die Tiere keine Chlorakne bekamen, konnte es für Menschen auch nicht schädlich sein – so der Irrtum.

Boehringers medizinischer Leiter erinnerte den Vorstand in einer internen Notiz daran, „dass es sich bei diesen Körpern um Giftstoffe handelt, nach denen sich die Politiker schon seit Jahren gesehnt haben. Ihre besonderen Eigenschaften – schwere Zerstörbarkeit und unmerkliche Vergiftung durch Einatmung – sind bis jetzt einzigartig“.

Zweitens.

Was wussten die Chemiefirmen, die Millionen Liter Herbizide an die amerikanische Regierung lieferten, über Dioxin und seine Gefährlichkeit?

Zwischen den Unternehmen der Chlorchemie kursierten beängstigende Krankenberichte, Warnungen und Studien, besonders zwischen Boehringer und Dow Chemical, in Paris auf der Anklagebank, ging es hin und her – die Papiere, Briefe und Telegramme sind für die Pariser Richter nun von großem Interesse. Sie erzählen von wachsenden Ängsten und schwindendem Skrupel. Dow Chemical war damals das zweitgrößte Chemieunternehmen der Vereinigten Staaten, und als sich die Firma Ende 1964 wegen ständiger Chlorakne-Probleme in der Belegschaft an den deutschen Chlorakne-Kenner wandte, sagte Boehringer Unterstützung zu.

Dow Chemical kaufte das deutsche Verfahren. Am 24. März 1965 trafen sich Vertreter von Dow mit Leuten von Hooker, Diamond Alkali und Hercules – alle jetzt auch in Paris auf der Anklagebank – zum ersten „Chloracne Problem Meeting“. Man tauschte sich aus über Dioxin-Symptome bei den Beschäftigten und Tierversuche mit dioxinhaltiger Luft.

Bei Dow kursierten interne Papiere, die von Leberschäden berichten und von hohen Dioxin-Werten bei Proben des Konkurrenzunternehmens Monsanto: dessen T-Säure stelle eine Gefahr dar. In einem Schreiben an die Dow-Niederlassung in Kanada warnt der Laborleiter V. K. Rowe vor Dioxin: „Dieses Material ist außerordentlich giftig … Wir müssen vermeiden, dass Chlorakne bei Käufern auftritt. Das würde die gesamte Industrie hart treffen“, nur so könne man eine „restriktive Gesetzgebung“ verhindern. Deshalb dürfe dieser Brief „unter keinen Umständen irgendjemandem außerhalb von Dow gezeigt werden“.

In der Folge intensivierte sich allerdings der Austausch von Horrormeldungen zwischen den T-Säure-Produzenten, aus einem Grund: Die Mengen des Herbizids, die sie seit 1962 an die U. S. Army lieferten, hatten sich jährlich erhöht. Bis Ende 1965 hatte die Army 3,9 Millionen Liter Herbizide in Vietnam versprüht, 10 Millionen Liter für 1966 bestellt und 20 Millionen Liter für 1967. Die Unternehmen fürchteten die Schlagzeilen, wenn sich bei den Soldaten dieselben Krankheitssymptome zeigen sollten wie bei ihren Arbeitern.

Dow wurde von Thompson Chemical wegen der sprießenden Chlorakne bei im Werk Beschäftigten um Hilfe gebeten, Hercules schickte Dioxin-Tests an BASF. Dow testete an drei Gruppen von Hunden, wie groß die Leberschäden sind, wenn sie mit Dioxin in geringer Dosis in Berührung kommen.

Nur Tierversuche? Dow Chemical zahlte 10.000 Dollar für einen Menschenversuch. Sträflinge aus dem Holmesburg-Gefängnis in Philadelphia, Pennsylvania, auf Hafterlass hoffend, wussten nicht, dass ihnen Dioxin auf den Rücken gestrichen wurde, sie mussten aber unterschreiben, dass sie niemanden verantwortlich machen würden für „irgendwelche Komplikationen oder unglückliche Ergebnisse“. Acht von ihnen erkrankten.

Auch die anderen Firmen des DioxinKartells wussten, mit welcher Ware sie handelten. „Ich will nicht zynisch sein“, schrieb der Medizinische Direktor von Monsanto, „aber gibt es in der 2,4,5-T-Produktion irgendeinen Angestellten, der nicht Chlorakne hat?“ Arbeitern von Diamond Alkali wurde „eine Krankheit der Blutbildung“ attestiert, außerdem Schäden an „Milz, Leber und Nieren“.

Im Pariser Prozess dürfte es den Firmen und ihren Anwälten schwerfallen, Ahnungslosigkeit zu beweisen.

Drittens.

Was wusste die US-Regierung über die Gefährlichkeit von Dioxin?

Ein friedlicher Unkrautkiller, der militärisch zweckentfremdet wurde? 2,4,5-T ist in den Labors der Militärs zur Welt gekommen, 1944, als die Amerikaner nach kriegsentscheidenden Waffen gegen die Japaner suchten. Die Chemiker in Fort Detrick (USA) kämpften gegen die Atomphysiker in Los Alamos (USA) – die Explosion von Hiroshima entschied die Schlacht. Der Frachter mit der Säure, die den Großteil der Reisernte vernichten sollte, drehte kurz vor dem Ziel ab.

Aus der Atombombe wurden Atomkraftwerke, aus der chemischen Kriegskeule wurden Unkrautvertilger: Firmen in den USA, Großbritannien und Deutschland machten nach dem Krieg die Erkenntnisse der Militärs zu Geld.

In den Fünfzigerjahren, nach der Entdeckung des Dioxins in den Herbiziden, begannen die Forscher der U. S. Army, sich für das Gift zu interessieren. Friedrich Hoffmann, der Leiter der Wirkstoffforschung, wurde 1959 vom Chemical Corps der U. S. Army nach Europa geschickt, um die Kriegstauglichkeit des Hamburger Giftes zu prüfen. Der Deutsche Hoffmann war unter den Nazis ein Experte für das chemische und biologische Töten gewesen, er galt während der Nazizeit als einer der führenden Giftgasexperten.

Hoffmann arbeitete nach dem Krieg bei der U.S. Army an Versuchen mit Sarin und anderen neuen Waffen. Bei seiner Europaexpedition 1959 suchte er im Auftrag der Armee militärisch nutzbare Wirkstoffe, redete mit ehemaligen Kollegen aus der Nazizeit, die inzwischen in deutschen Chemiefirmen forschten, stieß dabei auch auf die Arbeiten von Schulz und Sondermann. Hoffmann riet aber in seinem Report von einem militärischen Einsatz von Dioxinen ab, das Zeug sei zu gefährlich. Der Report verschwand im Archiv.

Zwei Jahre später entschloss sich US-Präsident John F. Kennedy, Herbizide in Vietnam einzusetzen, um einen im Dschungel unsichtbaren Feind sichtbar zu machen und dessen Reisreserven zu vernichten. Anfangs musste er jeden Einsatz zur Lebensmittelvernichtung persönlich genehmigen.

Als die Operation „Ranch Hand“ („Farmgehilfe“) zehn Jahre später gestoppt wird, weil Fotos von Tausenden Totgeburten, alarmierende Studien mit Ratten, kranke US-Soldaten und dröhnende Warnungen von Forschern das Ende der Entlaubungsorgie erzwingen, verteidigen die Militärs ihre 72-Millionen-Liter-Attacke mit dem Hinweis, man habe nicht gewusst, dass die Herbizide Dioxin enthielten. Und wie gefährlich Dioxin sei, habe man schon gar nicht gewusst.

Was spricht für diese Ahnungslosigkeit? Kennedys Wissenschaftsberater sahen sich vor Beginn der Sprüheinsätze die auf dem Markt erhältlichen Herbizide an, schlossen von der erteilten Lizenz auf ihre Harmlosigkeit und gaben den Generälen grünes Licht. Die formulierten auf der ersten „Defoliation Conference“ die Anforderung an die Chemieunternehmen: „nicht giftig zu Mensch und Tier“, ohne „cosmetic effect“- das Sprühmaterial solle Menschen nicht verfärben, das könnte der Vietcong propagandistisch ausschlachten.

Die wachsenden Kenntnisse der Chemieunternehmen über Dioxin gaben Dow, Monsanto und Co. nicht ans Militär weiter. Der für die Lieferungen ans Militär zuständige Marketingmanager von Dow erklärte später, keine Warnungen weitergereicht zu haben. Selbst die Warnhinweise, die bei zivilem Gebrauch üblich waren („Kann Hautentzündungen verursachen, Kontakt mit Augen, Haut und Kleidung vermeiden“), unterblieben bei Lieferungen ans Militär.

Mehr noch: Die Chemieunternehmen warnten sich untereinander vor möglichen Konsequenzen für die gesamte Chlorchemie, falls Regierungsstellen von der Giftigkeit des Dioxins erführen. In einem Telefonat zwischen einem Dow- und einem Hercules-Manager, festgehalten in einer Notiz, sprach der Dow-Mann von „einer Lage, die explodieren“ könne, von drohenden „Ermittlungen des Kongresses“ und von der Gefahr einer „excessive restrictive legislation“, einer besonders restriktiven Gesetzgebung.

Die Militärs mischten Agent Orange aus den Herbiziden verschiedener Firmen und lieferten es nach Vietnam in Fässern, die nur durch verschiedenfarbige Banderolen (orange, weiß, blau) nach Mischverhältnissen zu unterscheiden waren. Bei den insgesamt 19905 Einsätzen wurden 72 Millionen Liter Agent Orange, Agent White, Agent Blue und andere Herbizid-Cocktails versprüht, je nach Schätzung bis zu 2300 Liter pro Quadratkilometer. Eine Fläche von der Größe Israels war verseucht und blieb es. In den stärker besprühten Landstrichen waren auf jeden Einwohner 15,9 Liter dioxinhaltige Säure gefallen.

Als Tran To Nga, die jetzt in Paris die Lieferanten zur Rechenschaft ziehen möchte, im Herbst 1966 das erste Mal in eine klebrige Agent-Orange-Wolke gerät, weiß sie, dass das ein Entlaubungsmittel ist. Sie wäscht sich und macht sich keine Sorgen. Die 24-Jährige gehört zu dem Vietcong, den Partisanen gegen die südvietnamesische Regierung und die USA, sie ist seit sieben Monaten in schwarzem Pyjama unterwegs auf dem Ho-Chi-Minh-Pfad. Als Journalistin, Lehrerin, Trägerin, Botschafterin, mal in Dörfern schlafend, mal in Höhlen, mal in Bäumen, immer im Kampf gegen Blutegel, Schlangen, Skorpionen.

Tran ist die Tochter zweier Widerstandskämpfer, die schon gegen die Franzosen im Untergrund gekämpft hatten. Obwohl ihre Bataillonsführer vor dem Gift warnen, das der Feind vom Himmel fallen lässt, glaubt sie aus ihrem Chemiestudium zu wissen, dass Herbizide harmlos sind. Sie badet in einem mit totem Laub bedeckten See. Sie läuft durch Morast aus abgefallenen Blättern und Regenwasser.

Als zwei Jahre später ihre erste Tochter Viet Hai zur Welt kommt, zwar drei Kilogramm schwer, aber mit einer Haut, die sich bei jedem Wickeln in Fetzen ablöst, denkt sie nicht an Agent Orange. Ihr Leben im Dschungel habe ihre Tochter krank werden lassen, sagt sie sich, sieben Monate später stirbt Viet Hai an dem angeborenen Herzfehler.

Tran To Nga leidet heute an Diabetes, Knoten im ganzen Körper, Brustkrebs und einer Blutkrankheit. 40 Jahre nach dem Leben im Agent-Orange-Dschungel wurden bei ihr erhöhte Dioxin-Werte gemessen. Ermuntert durch Wissenschaftler entschloss sie sich, gegen die Chemieunternehmen zu klagen. In der Klageschrift, eingereicht beim Gericht in Paris-Evry, wirft ihr Anwalt Monsanto, Dow und den anderen Firmen vor, die großen Mengen an Herbiziden, die die Militärs verlangten, in einem verkürzten Produktionsverfahren hergestellt zu haben – mit entsprechend erhöhten Dioxin-Mengen.

Seit durch das Boehringer-Verfahren bekannt war, wie man den Dioxin-Gehalt reduzieren kann, hätten die US-Unternehmen dioxinärmere Herbizide herstellen können. Wissentlich hätten sie darauf verzichtet, um höhere Gewinne zu erzielen. Nach französischem Zivilrecht müssen die Firmen die Opfer nicht absichtsvoll geschädigt haben, um zur Verantwortung gezogen zu werden.

Im Prozess wird es auch darum gehen, ob die Unternehmen ihr Wissen über Dioxin gegenüber den Militärs und Regierungsstellen verschwiegen haben. Was spricht gegen die Ahnungslosigkeit der Militärs und der US-Regierung? Seit 1952 wussten Forscher des Chemical Corps durch einen Besuch bei Monsanto, dass Herbizide aus T-Säure Chlorakne verursachen. Zudem vertiefte der Report von Hoffmann das Wissen um Dioxin. Forscher des Chemical Corps gaben später bei Anhörungen zu, dass die Giftigkeit von Dioxin seit den späten Fünfzigern unter den Army-Forschern bekannt war. In der Gebrauchsanweisung an die Soldaten hieß es, dass die Militär-Herbizide nicht zum inländischen Gebrauch bestimmt seien.

Der Army-Forscher James Clary gab später zu: „Uns war die Gefahr durch Dioxin bewusst, wir kannten den höheren Dioxin-Grad in militärischen Herbiziden, weil es schneller und billiger produziert wurde als zivile Herbizide. Weil es gegen Feinde eingesetzt wurde, hat uns das nicht besorgt.“

Noch im Herbst 1968 antwortete die Armeeführung allerdings auf Presseanfragen: „Wir wissen nichts darüber, dass die Herbizide in Südvietnam schädlich sind für Menschen, Fische oder Insekten. Sie werden in den USA und überall auf der Welt verwendet. Sie sind im Allgemeinen nicht giftiger als Aspirin.“

Viertens.

Woran sind bisher die Klagen gegen die Chemieunternehmen gescheitert?

Ende der Siebzigerjahre gab es die erste Klagewelle wegen Dioxin-Folgen, der erste Kläger, ein Hubschrauberpilot, der oft durch die Agent-Orange-Schwaden fliegen musste, starb an den Folgen seiner Magen- und Darmkrebserkrankung, bevor der Prozess begann. Sein tragischer Protest fand in den USA ein 200.000-faches Echo: So viele Veteranen meldeten Entschädigungsansprüche an. Die Liste der Leiden, die sie dem Agent Orange anlasten, reichte von Appetitlosigkeit über Hautkrebs bis zu Erbgutschäden.

Das Dioxin, einmal in das Fettgewebe eingelagert, vergiftet jahrelang den ganzen Körper, schädigt über die Blutbahn viele Organe, schwächt das Immunsystem. Gelbsucht, Chlorakne, Nervenkrankheiten – die Gebrechen dieser Armee von Dioxin-Kranken sind unübersehbar.

Mehr als 600 Sammelklagen wurden eingereicht. 1500 Anwaltskanzleien standen den Klägern gegen sieben Chemieunternehmen zur Seite. In großer Not – eine Schadensersatzforderung von 45 Milliarden Dollar wurde befürchtet – wandte sich Dow Chemical an Boehringer. Die Deutschen sollten bezeugen, „dass die US-Regierung zum Zeitpunkt der Bestellung von Agent Orange denselben Kenntnisstand über die T-Säure und ihren Gehalt an TCDD hatte wie die chemische Industrie“.

Der Hamburger Werksleiter von Boehringer beklagte in seiner Aktennotiz, dass die amerikanische Regierung „heute von alldem nichts mehr wissen will“. Die Entscheidung zum Einsatz von Agent Orange sei schließlich „unmittelbar im Weißen Haus“ zustande gekommen. „Dass diese Entscheidung auf so hohem Niveau fiel, lässt nach Dow vermuten, dass man sich über die kritische Nähe der Worte ,Chemikalien‘ und ,Kriegsführung‘ bewusst war.“

Es begann ein unwürdiges Duell um das Unwissen. Die US-Regierung zeigte über den Atlantik nach Deutschland: Das Pentagon wollte 1983 über den deutschen Botschafter in Washington Kontakt aufnehmen zu den Wissenschaftlern, die in den Fünfzigerjahren das Dioxin entdeckt und – so die US-Regierung – die Formel entwickelt hatten, aus der dann Agent Orange geworden sei. Der deutsche Botschafter lehnte es ab, diesen Kontakt herzustellen, „es könne sonst in der Öffentlichkeit der Eindruck entstehen, als hätten deutsche Wissenschaftler bewusst und gezielt der amerikanischen Seite chemische Erkenntnisse für militärische Zwecke zur Verfügung gestellt“.

Ein absurder Frontverlauf im Kampf um die Unwahrheit: Im Prozess versuchten die Anwälte der Unternehmen alles, um die US-Regierung zu belasten. Die Anwälte der Soldaten hingegen mussten Beweise erbringen, dass den Managern in den Firmen die giftige Gefahr des Dioxins bewusst war, die Militärs aber vollkommen ahnungslos waren – die einzige Chance, Schadensersatz von den Firmen zu bekommen. Das wird auch im Pariser Prozess die Herausforderung für Tran To Ngas Anwälte sein.

Der Prozess der US-Soldaten endete mit einem Vergleich. Richter Jack Weinstein kapitulierte vor Prozessbeginn, sah in einem Vergleich die Chance, der unübersichtlichen, ausufernden Beweisaufnahme zu entkommen, also zu klären: Welche Herbizid-Lieferung welches Unternehmens hatte bei welchem Soldaten welche Krankheiten ausgelöst?

Die ausgehandelten 180 Millionen Dollar machten die Kläger nicht reich, die Chemiefirmen aber glücklich: Sie ließen sich im Vergleich bescheinigen, dass sie nicht für die Leiden der Veteranen verantwortlich seien. Die Gesundheitsschädlichkeit von Dioxin wurde nicht verhandelt.

Den Chemiefirmen ging es längst um mehr als um Vietnam und eine Handvoll Dollar. Wenn Dioxin schuldig gesprochen würde, Krebs zu verursachen, dann wäre das der Ruin nicht nur der chemischen Industrie: Dioxin ist „omnipotent„, wie eine Kommission des amerikanischen Kongresses schrieb.

In der zweiten Dioxin-Klagewelle, 2004 durch vietnamesische Opfer in New York ausgelöst, wurden Chemiefirmen angeklagt, chemische Waffen geliefert, so internationales Recht gebrochen und Vietnamesen geschädigt zu haben. Inzwischen hatten zahlreiche Studien die Wirkung des Supergiftes so weit erforscht, dass die Liste der vermuteten dioxinbedingten Krankheiten bis 1984 auf 135 angewachsen war.

Von „mutmaßlichem Zusammenhang“ spricht die US-Regierung inzwischen und zahlt an Vietnamveteranen der eigenen Armee unter anderem mit folgenden Krankheiten: Chlorakne, Leukämie, Diabetes Typ 2, Non-Hodgkin-Lymphom, ischämischen Herzerkrankungen, Lungenkrebs, Parkinson, Prostatakrebs. Auch eine Reihe schwerer Fehlbildungen bei Kindern von Soldaten wird nun mit Dioxin in Verbindung gebracht, darunter Spina bifida, Fehlbildungen des Darms und des Herzens, Nierenschäden, Wasserkopf, Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte.

Dioxin-Opfer Le

Phuong Tran Minh / DER SPIEGEL

Dioxin-Opfer Le

Etwa eine Million Vietnamesen, so sagt das Vietnamesische Rote Kreuz, seien durch die Herbizide erkrankt oder behindert, darunter 150.000 Kinder mit Geburtsfehlern.

Le Minh Chaus Arme und Beine etwa sind nicht voll entwickelt, er kann nur auf Knien laufen. Die Eltern des 26-Jährigen kamen beide mit Agent Orange in Berührung, er wuchs in einem Heim auf. Er brachte sich bei, mit dem Mund zu malen, im vergangenen Jahr wurde er weltberühmt, weil der Dokumentarfilm über sein Leben für den Oscar nominiert war.

Andere Dioxin-Opfer führen ein entwürdigendes, hilfloses Pflegeleben: Nguyen Thi Thai, 32 Jahre alt, aus dem Dorf Tan Hiep, gelähmt, nicht fähig zu laufen, muss von ihrer Mutter rund um die Uhr betreut werden. Auch Mai Than Tu, 22 Jahre alt, aus Danang, ist seit der Geburt ein Pflegefall, kann nicht sprechen und laufen, seine Haut juckt so sehr, dass er kaum Schlaf findet.

Richter Jack Weinstein holte von der US-Regierung ein „Statement of Interest“ ein, bevor er 2005 das Urteil im zweiten großen Dioxin-Prozess fällte. Das Justizministerium plädierte in seinem 62-Seiten-Papier dafür, die US-Präsidenten von jeder Schuld freizusprechen: Der Einsatz der Herbizide sei kein Verstoß gegen die Genfer Kriegskonvention, und kein Kläger der Welt könne einem Präsidenten die Waffen vorschreiben, mit denen er gegen einen Feind vorgehe.

Richter Weinstein wies die Klage der vietnamesischen Opfer ab: „Agent Orange und die anderen Mittel sollten als Herbizide und nicht als Gifte eingestuft werden. Obwohl ihre unerwünschten Wirkungen auf Menschen und Land im Ergebnis möglicherweise denen von Gift entsprochen haben, verändern solche kollateralen Folgen nicht den Charakter der Substanz für den hier in Rede stehenden Zusammenhang.“

Erfolgreich gegen Dioxin klagten hingegen kranke Anwohner einer Monsanto-Fabrik in Nitro, West Virginia, in der das Unternehmen T-Säure produziert hatte. Und auch in Südkorea hatten 20.000 ehemalige Soldaten Erfolg, die in Vietnam gekämpft hatten und angaben, durch Agent Orange krank geworden zu sein. Der Seoul High Court sprach ihnen Anfang 2006 46,1 Millionen Dollar Schadensersatz zu, der Supreme Court reduzierte den Anspruch allerdings nur auf Schäden durch Chlorakne.

Vietnamesisches Dioxin-Opfer Nguyen, Mutter in Tan Hiep

Phuong Tran Minh / DER SPIEGEL

Vietnamesisches Dioxin-Opfer Nguyen, Mutter in Tan Hiep

In diesem wie auch im Pariser Prozess besteht das Problem darin, dass der Nachweis nicht reicht, dass das in Agent Orange enthaltene Dioxin eine Krankheit auslösen kann. Sondern es muss der Beweis erbracht werden, dass das Gift die Beschwerden des Klägers tatsächlich verursacht hat. Andere Krankheitsursachen wie genetische Disposition, Lebenswandel und Essgewohnheiten müssen berücksichtigt werden. Entsprechende ärztliche Papiere haben die Anwälte von Tran To Nga vorgelegt.

Zahlungen an Dioxin-Kranke in Vietnam hat die US-Regierung bisher in aller Regel abgelehnt, lediglich Studien über die Folgeschäden wurden finanziert. Und besonders stark dioxinbelastete Flächen rund um Danang, den wichtigsten Militärflughafen während des Krieges, werden aufwendig dekontaminiert. Die vietnamesische Regierung war lange Zeit kaum interessiert daran, die USA an deren Verpflichtung zu erinnern. Gute Wirtschaftsbeziehungen waren wichtiger, vor allem aber wollte man die Öffentlichkeit nicht daran erinnern, dass Obst, Fisch und andere exportierte Lebensmittel möglicherweise dioxinbelastet sind.

Für Christian Schütz, Leiter des Dioxin-Labors in Halle, ist der Pariser Prozess so etwas wie ein Schauprozess. „Die Klägerin wird Papiere vorlegen, die Gegenseite wird mit Papieren antworten, die das Gegenteil belegen. Der Richter wird abwägen. Aber die Forschungen der letzten 20 Jahre belegen die Kausalkette zwischen Dioxin und diversen Erkrankungen.“ Der großflächige Einsatz der Herbizide in den Dschungeln Vietnams zeige ihm, „wie erfindungsreich die Menschheit darin ist, sich zu vernichten, und wie nachlässig dabei, sich zu schützen“.

Dioxin ist für Schütz der Preis, den der Mensch dafür zahlt, in seinem Drang nach Wachstum und Gewinn die Risiken seines Tuns zu ignorieren. Contergan, Asbest, PCB, DDT – auch deren Auswirkungen sind gesellschaftliche Kollateralschäden mangelnder Risikobetrachtung von Unternehmen.

„Der nächste Dioxin-Skandal ist vorprogrammiert“, sagt Schütz, „weil die kriminelle Energie des Menschen auch durch die beste Kontrolle nicht ausgeschaltet werden kann.“ Beim Abbau der Dioxin-Belastung könne man die Irrtümer der vergangenen Jahrzehnte nicht vollständig korrigieren, das Gift sei allgegenwärtig, „den Nullzustand werden wir nicht mehr erreichen“.

Dioxin-Kranker Mai, Mutter in Danang

Phuong Tran Minh / DER SPIEGEL

Dioxin-Kranker Mai, Mutter in Danang

Die Firma Boehringer Ingelheim, in den Fünfzigerjahren Initiator des großen Schweigens, arbeitet seit über 40 Jahren daran, sich zumindest auf dem ehemaligen Gelände ihrer Hamburger Fabrik dem Nullzustand anzunähern. Alle Versuche, das Ultragift aus dem Boden zu bekommen, scheiterten, das Zeug zerfraß die Entsorgungsanlage „Prometheus“, wurde schließlich mit einer kilometerlangen Betonwand unterirdisch eingekapselt. Kosten der Schadensbegrenzung bisher: mehr als 160 Millionen Euro. Bis zum Jahr 2055 soll das vergiftete Grundwasser durch zusätzliche Brunnen gereinigt und bis 2095 überwacht werden.

Bis zum Ende dieses Jahrhunderts will Boehringer Ingelheim für das zahlen, was die Führungskräfte der Firma in vergangenen Jahrzehnten angerichtet haben. Man halte so manche Entscheidung, schrieb das Unternehmen nach einer (beispielhaft kritischen) Auseinandersetzung mit jener Zeit, „heute für nicht mehr nachvollziehbar“. Eine „unselige Geschichte mit Fragen nach Schuld, Verantwortung, Nachlässigkeit und Wiedergutmachung“ sei für das Unternehmen eine „dauerhafte Mahnung“.

Tran To Nga hat Angst, das Ende ihres Prozesses nicht zu erleben. Die Anwälte der Unternehmen verzögern mit immer neuen Anträgen die Beweisaufnahme. Mal soll die 76-Jährige einen Arbeitsvertrag mit dem Vietcong vorlegen, mal eine Gehaltsbescheinigung. Seit einem Jahr geht das so. Ihre zweite Tochter hat eine Blutkrankheit und erlitt eine Fehlgeburt, ihre dritte Tochter lebt mit einem angeborenen Herzfehler.

Ihre Anwälte fordern in der Klageschrift 100.000 Euro als Schadensersatz für ihre Mandantin. Tran To Nga hat es nicht auf Millionen abgesehen, ihr geht es um das, was Richter Weinstein im Prozess der US-Soldaten als Sinn des 180-Milionen-Dollar-Vergleichs bezeichnete: um die Würdigung des Leids der Opfer. Warum, fragt Tran, soll es ein Leid erster und zweiter Klasse geben?

Möglicherweise ist ein Gerichtssaal zu klein, um diese Frage zu klären. Denn es geht ja um mehr, es geht um die Ehre dreier US-Präsidenten, um den Kalten Krieg, um das Gebaren einer ganzen Industrie, um die Fehler eines halben Jahrhunderts. Letztendlich um die Frage, warum Menschen – auf der Jagd nach Wachstum und Gewinn – immer wieder denselben Fehler machen.