MUTIG für die WAHRHEIT GEGEN das „GESCHÄFTS-MODELL“: „CORONA-KRISE““ – – FÜR „CORONA-CGI-BOYKOTT““ – – – ES GIBT kein BÖSES sogenanntes „CORONA-VIRUS““- – – – – ERSTER An-GRIFF auf das „MAKRO-BIOM“ mit dem „PHANTOM-ANIA-VIRUS““ und WENN über PANIK LÜGE und BETRUG eine „AUSNAHME-SITUATION“ geschaffen werden soll indem die „FREIHEIT“ und „SELBST-BESTIMMUNG“ ATTACKIERT wird und dieses LETZTENDLICH WWWWEEEEEMMMMM DIENEN SOLL „FRAGE-ZEICHEN“ – – – – „Kary Mullis“  – – – „Nobel-Preis-Träger 1993“ – „Polymerase-Ketten-Reaktion“ -„PCR“- – Dieser TEST ist zu 100 PROZENT in FRAGE zu stellen – DA höchst UN-KLAR ist auf was er REAGIERT – – – – – ZWEITER „AN-GRIFF auf das MIKRO-BIOM“ – „PRO-BIOTIKA“ CONTRA „ANTI-BIOTIKA““ /// „TTIP 2.0″“

siehe auch „Stefan Lanka“ – DIE LÜGE der INFEKTIONS-THEORIE und sonstige SCHWERST-VERBRECHER wie „R. KOCH““ „L. PASTEUR““ usw…

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https://de.wikipedia.org/wiki/Computer_Generated_Imagery

SIE KÖNNEN KEIN ECHTES WAHR-HAFTIGES BILD von IHREN sogenannten bösen VIREN ZEIGEN – ALLES NUR „CGI““: „Computer Generated Imagery““ Computer Generated Imagery (CGI) ist der englische Fachausdruck für mittels 3-D-Computergrafik (Bildsynthese) erzeugte Bilder im Bereich der Filmproduktion, der Computersimulation und visueller Effekte.

 

Dr. Stefan Lanka: Krankmachende Viren und Pandemien sind Wissenschaftsbetrug

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Zusammenschnitt der Hauptargumente, wie auch ein Laie überprüfen kann, daß die Behauptungen von krankmachenden Viren (HIV, Grippe, Coronagrippe, Vogelgrippe, Schweinegrippe, SARS-Grippe, Spanische Grippe, Masern, FSME, Polio, Pocken usw.) und damit auch von Pandemien nur scheinwissenschaftlich sind und nur dem Anscheinsbeweis genügen, aber wissenschaftlich nicht belastbar sind. Der Molekularbiologe und Virologe Dr. Lanka bewertet das Inszenieren von krankmachenden Todesviren und das Erzeugen von Todesangst von Millionen Menschen und ihrer Vergiftung mit Medikamenten (AZT, Tamiflu, Impfstoffen usw.) als ein beispielloses Verbrechen. Zusammenschnitt aus dem Bonusvideo „Das Märchen vom HIV“ von der DVD „Die Geschichte von AIDS“: https://wplus-verlag.de/shop/p/de/die…

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Wenn  JEMAND anderen ANGST und PANIK macht auf GRUND FALSCHER TATSACHEN und in VOLLER ABSICHT  ANDEREN SCHADEN zuFÜGT UND die UN-WISSENHEIT  ANDERER für seine ZWECKE be-NUTZT dann ist dieser ein ÜBLER VERBRECHER und eine widerliche MISS-GEBURT so wie diese PERSON NAMENS:Christian Drosten““  dieser ist ein PROSTITUIERTER SATANs – SOWIE MERKEL deren LEBENS-ZWECK ausschliesslich darin besteht den DEUTSCHEN und vor ALLEM KINDERN zu SCHADEN

https://www.sueddeutsche.de/medien/corona-drosten-virologe-1.4843374

Virologe Christian Drosten

Der Corona-Aufklärer der Nation

News conference to update on German coronavirus spread in Berlin
Auf Twitter fragen die Ersten schon: Kann Christian Drosten Kanzler?(Foto: REUTERS)

Der Leiter des Instituts für Virologie an der Charité gehört zu den wichtigsten Stimmen in der Krise. Kaum jemandem hört die deutsche Öffentlichkeit gerade aufmerksamer zu.

Im Büro nicken Kollegen wissend, wenn sein Name fällt. Beim Abendessen mit Freunden heißt es: Also, dieser Virologe hat gesagt … Professor Christian Drosten, Leiter des Instituts für Virologie an der Berliner Charité, gehört zu den wichtigsten Stimmen in der Corona-Krise. Niemandem scheint die deutsche Öffentlichkeit so aufmerksam zuzuhören wie ihm.

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Kaitag am Freitag #192 – 13.03.2020

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13.03.2020

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WENN sie sagt „WIR SCHAFFEN das““ meint SIE im „SINNE IHRES AUFTRAG-GEBERS“ der sich als SATAN-PARASIT bezeichnet

DIESE DRECKS-RATTE hat kein INTERESSE dass es den DEUTSCHEN gut geht im GEGENTEIL die ÜBERTRIFFT in ihrer BÖSEN AGGRESSION sogar HITLER – BUSH usw

https://www.zeit.de/video/2020-03/6141119671001/angela-merkel-deutschland-wird-das-was-notwendig-ist-tun

Angela Merkel: „Deutschland wird das, was notwendig ist, tun“

MERKEL   kündigte umfassende Wirtschaftshilfen an, um einer Rezession durch die Corona-Epidemie vorzubeugen. Schulschließungen hingegen seien bislang eine „Option“.

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DIE FOLGEN hier zu SEHEN aus LUG und BETRUG und WAHNSINN und IRRSINN

Die WELT wird zum TTTTOOOOLLLL-HHHAAAAUUUSSSS

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2020-03/coronavirus-italien-quarantaene-alltag

Coronavirus in Italien: „Es sind wirklich rührende Szenen“

In Italien geht fast nichts mehr. Wer kann, muss drinbleiben. Wie erleben die Menschen den Ausnahmezustand? Eine Altenpflegerin, ein Student und eine Rentnerin erzählen.
Coronavirus in Italien: In Mailand werden die Straßen vor dem Hauptbahnhof gereinigt.
In Mailand werden die Straßen vor dem Hauptbahnhof gereinigt. © Daniele Mascolo/​Reuters

Ganz Italien ist eine Sperrzone. Schulen, Kindergärten, Universitäten sind geschlossen, Veranstaltungen abgesagt und auch sonst wegen der Corona-Pandemie vieles dicht. Für die Menschen ist das eine Belastungsprobe. Wie gestalten sie ihren Alltag? ..

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Bundestagspetition „Kinderrechte“ – Übergabe der Unterschriften

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09.03.2020

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Linksammlung und andere Videoplatformen: https://kai-aus-hannover.github.io/Ka…

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JETZT hat man sogar einen GEMEINSAMEN POLITISCHEN FEIND..

WER hat ANGST vor CORONA und diesen KORRUPTEN POLITIKERN und MEDIEN die diese POLITISCHE SEUCHE FORCIEREN

Coronavirus – Dr. Stefan Lanka – Virus! Verstehst Du schon oder willst du dran glauben?

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Ab Minuten  52:44 – „1000 Jahre nach römischen REICH““ – – – – –  „1.1.2001″ – „INFEKTIONS-SCHUTZ-GESETZ““ sollte  FAKTEN und  keine BEHAUPTUNGEN beschreiben so ist dieses GESETZ auf den WAHREN und NEUSTEN WISSENSCHAFTLICHEN STAND zu bringen  AUSRUFE-ZEICHEN  – – – AUSRUFE-ZEICHEN – – – AUSRUFE-ZEICHEN  – – – AUSRUFE-ZEICHEN – – – AUSRUFE-ZEICHEN – DIESE DRECKS-POLITIKER haben HIER JETZT die WAHRHEIT zu-zu-LASSEN oder SIE werden sich immer mehr VERBRECHEN und mehr VERBRECHEN die wegen dieser LÜGEN entstehen ZU VERANTWORTEN  HABEN

INFEKTIONS-THEORIE ist FALSCH

TAMIFLUWWWEERRRR GEENAAAßßßßßßß..…..
POLITISCHE KRANKHEITEN wie AIDS PEST  INFLUENZA ……
PHOTOS: DOPPEL-BELICHTUNG
ÄHNLICHE ERKRANKUNG…..
ROBERT KOCH: WISSENSCHAFTS-BETRUG
keine KONTROLL-VERSUCHE
Farbstoffe TÖTEN BAKTERIEN
PASTEUR: VIRUS-BETRUG
RISIKO-NUTZEN-ANALYSE: BETRUG
Afrika: Millionen Menschen wurden umgebracht  wegen INFEKTIONS-THEORIE
Diphtherie-Modell
Das Feuer des Heraklit: Skizzen aus einem Leben vor der Natur – „Erwin Chargaf“

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The History & Lie of Viruses and Bacteria from virologist Dr. Stefan Lanka – German with Subtitles –

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07.03.2020

13.200 Abonnenten
The history of viruses and bacteria from a virologist Dr. Stefan Lanka. Stefan Thomas Josef Lanka (born September 27, 1963, Langenargen, Lake Constance) is a German biologist. He studied biology at the University of Konstanz, where he submitted his diploma thesis in 1989 on virus infestations in marine brown algae. In 1994 he was awarded a doctorate in the same position with a thesis on molecular biological studies of the virus infection in Ectocarpus siliculosus (Phaeophyceae). rer. nat. doctorate. Since 2003 he has been running the homepage and the magazine of the same name „Wissenschaffeplus“ http://www.virusmyth.com/aids/hiv/mci… For almost one year we have been asking authorities, politicians and medical institutes for the scientific evidence for the existence of such viruses that are said to cause disease and therefore require “immunization”. After almost one year we have not received even one concrete answer which provides evidence for the existence of those “vaccine-preventable viruses”. The conclusion is inevitable that our children are still vaccinated on the basis of scientific standards of the 18th and 19th century. In the 19th century Robert Koch demanded in his generally accepted postulates evidence of the virus in order to prove infection; at Koch´s time this evidence couldn´t be achieved directly by visualization and characterization of the viruses, because adequate technology wasn´t available at that time. Methods of modern medicine have profoundly changed over the past 60 years, in particular by the invention of the electron microscope, yet all these viruses we get immunised against have still never been re-examined using this technology? We showed to Dr. Lanka a number of images and explanations we were pointed to and that were said to show – respectively describe (characterise) viruses. Here are his summarising comments: “All these photos have in common that they, respectively the authors, can´t claim that they represent a virus, as long as they do not also provide the original publications which describe how and what from the virus has been isolated. Such original publications are cited nowhere. Indeed, in the entire scientific medical literature there´s not even one publication, where the fulfillment of Koch´s first postulate is even claimed for such viruses. This means that there is no proof that the viruses held responsible for these diseases have been isolated from humans afflicted by them. Nevertheless, this is precisely what they publicly claim. – Biologist Proves Measles Isn’t A Virus, Wins Supreme Court Case Against Doctor http://preventdisease.com/news/17/012… https://www.vaccinationinformationnet… DMSO infused and all-natural products that work, handmade by a true and trained medicine woman: https://www.yummymummyemporium.org/

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Aids Hepatitis Dr Claus Coehlein Brennpunkt 2014 Salzburg

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01.10.2014

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ab MINUTEN – 12:06 – „Kary Mullis“  – – – „Nobel-Preis-Träger 1993“ Polymerasekettenreaktion -PCR-

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https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/coronavirus-test-covid-19-pcr-abstrich-1.4840953

Covid-19

Wie sicher ist der <sogenannte> Test auf das Coronavirus?

  • Das Verfahren spürt selbst kleinste Virenmengen auf, doch bei der Probennahme oder dem Transport ins Labor können Fehler passieren.
  • In Einzelfällen schlägt der Test zudem nicht an.

Der übliche Test auf das neue Coronavirus funktioniert wie eine Kopiermaschine für Erbmaterial. Per sogenannter Polymerasekettenreaktion (kurz: PCR) werden sogar geringste Mengen Erbmaterial der Viren so stark vervielfältigt, dass man es nachweisen kann. Deshalb kann der Test sogar Viren aufspüren, wenn ein Mensch gar keine Symptome verspürt.

Der Test kann jedoch nicht in die Zukunft blicken und verraten, ob jemand, der heute virusfrei getestet wird, nicht vielleicht vier Tage später doch Viruspartikel verbreitet. Er kann also nicht die Quarantäne-Zeit verkürzen – jene 14 Tage, die zurzeit empfohlen werden, nachdem man sich in einem Risikogebiet aufgehalten hat oder Kontakt mit einem nachweislich Infizierten hatte……..

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Nobelpreisträger zweifeln an AIDS.avi

„Polymerasekettenreaktion““  -kurz: „PCR““- NICHT MÖGLICH „HI-VIREN““ nachzuweisen – Kary Mullis: Nobelpreisträger 1993

 

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Kary Mullis, der 1993 den Nobelpreis für Chemie erhielt, weist auf, dass niemals wissenschaftlich belegt wurde, dass HIV die Ursache von AIDS ist. Dies ist ein Ausschnitt aus dem Film „AIDS-Die Großen Zweifel“ einer Co-Produktion von TSR und ARTE. Den kompletten Film kann man auch auf Youtube und Google finden Weitere Information kann man hier finden. http://aids-kritik.de/aids/ Hier noch die Ergänzung zu meinem Kommentar am 17.11.11: AIDS ist ein Kunstbegriff, zu dem man viele bekannte Krankheiten einfach umdefiniert hat. Die ersten Fälle in San Francisco waren größtenteils ein Kaposi-Sarkom, das durch Poppers, welches im Schwulenmilieu gebraucht wurde, verursacht wurde. In Afrika werden die altbekannten Krankheiten nun AIDS genannt, selbst, wenn kein HIV Test gemacht wurde. Warum nun die meisten Menschen mit einer HIV-Diagnose starben, ist weil sie daraufhin die AIDS Medikamente genommen hatten, die in der Anfangsphase in ihrer Dosierung zu 100% tödlich waren. Der HIV — Virus (der inzwischen von seinem Entdecker Luc Montagnier als relativ ungefährlich eingestuft wurde) ist nach Vermutung einiger Wissenschaftler irgendwie vom Affen auf den Menschen übertragen worden. Über den Übertragungsweg spekulieren sie noch. Tatsache ist allerdings, dass viele Impfstoffe auf Affennieren gezüchtet wurden, die später für Massenimpfungen verwendet worden sind.

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WELCH IRONIE: Krankheits-SYMPTOME oder TOTE wegen DRECK-SCHMUTZ-FÄKALIEN  und JETZT Krankheits-SYMPTOME oder TOTE wegen totaler STERILITAET….…oder WIESO sollten SIE sonst permanent das MIKRO-BIOM angreifen wollen

UM was es eigentlich geht ist verdeckter FASCHISMUS wird zum OFFENEN LEGALEN FASCHISMUS – MIT „CGI-CORONA““ wird das MÖGLICH geMACHT was vorher nicht MÖGLICH war

https://www.zeit.de/politik/ausland/2020-03/sars-cov-2-ausbruch-suedkorea-taiwan-japan-singapur-strategie

>sogenanntes< Sars-CoV-2

Wie man in Ostasien erfolgreich das Virus bekämpft

Das Coronavirus bedrohte anfangs vor allem Chinas Nachbarländer. Doch die machen vieles richtig, auch wenn sie Freiheiten einschränken. Europa kann davon lernen.
Corona-Ausbruch: Soldaten der südkoreanischen Armee versprühen Desinfektionsmittel am Bahnhof Dongdaegu.
Soldaten der südkoreanischen Armee versprühen Desinfektionsmittel am Bahnhof Dongdaegu. © Kim Hyun-Tai/​YONHAP/​AP/​dpa

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AIDS – Die großen Zweifel – Arte – überarbeitet

35.393 Aufrufe
05.01.2013

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Co-Produktion von TSR und ARTE über die unwissenschaftliche Behauptung, dass HIV AIDS auslöst. „HIV“ ist weder der Verursacher einer Immunschwäche noch der Krankheiten, die unter dem Sammelbegriff „AIDS“ unsinnigerweise zusammengefaßt werden! Die Existenz des sog. Human Immunodeficiency Virus (HIV) ist niemals wissenschaftlich gezeigt worden! Sämtliche Test- und Nachweisverfahren für das „HIV“ sind unfähig, eine Aussage über eine „HIV“-Infektion zu machen!

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Die Aids Rebellen – AIDS wird nicht von HI-Viren verursacht!

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Die AIDS-Rebellen ist ein deutscher Dokumentarfilm aus dem Jahr 1992 des deutschen Regisseurs Fritz Poppenberg. Der Film thematisiert die von den sogenannten „Aids-Dissidenten“ vertretene Ansicht, dass die Immunschwächekrankheit Aids nicht von HI-Viren verursacht wird. Die Filmbewertungsstelle Wiesbaden verlieh dem Film 1991 das „Prädikat Besonders Wertvoll“. Weitere Infos unter: http://www.gesundheitsrebell.de

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das kartenhaus – house of numbers – die AIDS-verschwörung

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Warum das Coronavirus ein inszeniertes Theaterstück ist

WITH ENGLISH SUBTITLES

3.073 Aufrufe
12.03.2020

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Mit einigen Beispielen aus den Medien, zeige ich euch wie wir manipuliert werden und wie uns das neuartige Coronavirus als hochansteckende Krankheit verkauft wird. Weitere Informationen zum Coronavirus: Bill Gates und das Coronavirus – eine Lovestory https://www.youtube.com/watch?v=BcZ0I…

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aus dem TEXT: ….. dass 80 Prozent aller Infizierten nahezu ohne Symptome durch die Epidemie kommen würden……<<<<SO SO WENN man KEINE SYMPTOME hat denkt man NOCH man WÄRE GESUND – WENN da nicht JEMAND nach bösen „CGI-PHANTOM-VIREN“ suchen würde und dem nächsten BÖSEN VIRUS das noch KEINEN NAMEN hat und das noch NICHT von IHNEN ausgedacht  wurde….>>>

RISIKO-GRUPPE: MERKEL ist äußerst empfänglich für den sogenannten bösen VIRUS – ab 65 Jahre – da sie auch TÄGLICH ein GLAS GLYPHOSAT zu sich nimmmt……. Auch für ein erhöhtes RISIKO PARASITEN zu HABEN deshalb sollte man bald-möglichst einen TEST auf TOXOPLASMOSE bei ihr durchführen

<<<<<Merkel: „60 bis 70 Prozent der Menschen in Deutschland werden sich mit dem Coronavirus infizieren“>>>>SOSOSO MERKEL KASNER SAUER und wie sie sie sonst noch nennt...Wenn ein GEHIRN vorhanden dann ist es wegen KAUM-BENUTZUNG schon verschrumpelt.….Denn diese PERSON denkt nicht SELBST – – – – – 60 bis 70 Prozent..das hat ihr etwas einge-FLÖST das wir noch nicht kennendas sich immer TUNLICHST ULTRA-FEIGE hinter ANDEREN versteckt.ALSO nehmen wir mal an es gäbe ein bösartiges CORONA:... und es würden sich 60 bis 70 PROZENT  anstecken DANN frage ich mich wie kann es sein das ca 30 bis 40 PROZENT davon verschont werden  … BESONDERS weil MENSCHEN ohne SYMPTOME – – –  der unkontrollierbare FAKTOR – – –  auch den sogenannten Virus haben können und damit andere an-STECKEN  …..
REIN nach „AN-STECKUNG-LEHRE“ und in dem corona-Fall handelt es sich ja um ein angeblich hoch-ansteckbares VIRUS  kann es garnicht anders sein als das nicht JEDER den bösen HOLLY-WOOD-CGI-VIRUS hat und entlarvt somit diese sogenannten QUARANTÄNE-VERSUCHE die einzig dem NÜTZEN der  hier ESKALIEREN will

 

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/502751/Merkel-60-bis-70-Prozent-der-Menschen-in-Deutschland-werden-sich-mit-dem-Coronavirus-infizieren

Merkel: „60 bis 70 Prozent der Menschen in Deutschland werden sich mit dem Coronavirus infizieren“

11.03.2020 09:56 

Der Bild-Zeitung zufolge hat Kanzlerin Angela Merkel am Dienstag eine besorgniserregende Aussage bezüglich der Ausbreitung des Coronavirus getroffen.

Merkel: „60 bis 70 Prozent der Menschen in Deutschland werden sich mit dem Coronavirus infizieren“

Bundeskanzlerin Angela Merkel. (Foto: dpa)

Die Bild-Zeitung berichtet:

„60 bis 70 Prozent der Menschen in Deutschland werden sich mit dem Coronavirus infizieren“, sagte Kanzlerin Merkel (65, CDU) kurz nach Beginn der Fraktionssitzung. Da herrschte Stille in der Fraktion, berichten Teilnehmer.

Und sie sagte ebenfalls: „Wir stehen bei Corona vor einer Herausforderung, wie wir sie so noch nicht hatten. Es kommt jetzt wirklich auf uns an. (…) Die Hauptlast trägt Jens Spahn. Er macht das ganz>>>> toll<<<<<<<. Das ist auch Ansporn für die nächste Zeit. Denn die Krise ist natürlich noch nicht vorbei.“

(…)

Gesundheitsminister Jens Spahn bestätigte die Analyse der Kanzlerin. Mit 60 bis 70 Prozent Infizierten müsse gerechnet werden – wenn es nicht vorab gelinge, einen Impfstoff zu entwickeln und zum Einsatz zu bringen. Spahn, dessen Auftritt von Teilnehmern als „souverän, klar und sachlich“ beschrieben wird, habe allerdings darauf hingewiesen, dass 80 Prozent aller Infizierten nahezu ohne Symptome durch die Epidemie kommen würden.

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MERKEL ist ein ABSCHEULICHES MIST-STÜCK wie sie sich immer wieder erdreistet ihr RATTEN-MAUL AUF-ZU-REISSEN – FRECHER FRECHER am FRECHSTEN LÜGEN und BETRÜGEN

Die HINTERFOTZIGE RATTE mit PSEUDO-NAMEN MERKEL taucht wieder auf dabei ist es am BESTEN wenn diese PERSON für IMMER in der VERSENKUNG bleiben würde – DIESE PERSON ist VERANTWORTLICH DASS das IMMUN-SYSTEM z.B. bei <<<KINDERN>>> über IMPFEN GLYPHOSAT MIKRO-WELLE usw… STARK ge-SCHWÄCHT wurde und  deshalb <<<KINDER KRANK>>> werden oder STERBEN  diese UN-PERSON hat sich JETZT ENDLICH ihrer VERBRECHEN zu STELLEN  – MIT ihren KUMPANEN SPAHN„SPAHN-MERKEL““ der sich auf dem GLEICHEN NIVEAU zeigt

https://www.sueddeutsche.de/politik/coronavirus-merkel-spahn-pressekonferenz-1.4840274

 

Coronavirus:„Bis zu 70 Prozent könnten sich anstecken“

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel äußert sich erstmals ausführlich zur Coronavirus-Krise in Berlin.
  • Die Ausbreitung des Virus müsse verlangsamt werden, sagt Merkel gemeinsam mit Gesundheitsminister Jens Spahn und dem Präsidenten des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler.
  • Bis zu 70 Prozent könnten sich anstecken, betonen sie – und rufen zum gemeinsamen Einsatz gegen die Verbreitung des Virus auf…..

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BEISPIELE aus der HOLLLLYYYWWWOODDD-PROPAGANDA-SSSSHHHOOOWWWW

KLIMA: „AL GORE““ – „Leonardo de CAPRIO““……

AIDS – CORONA: Holly-Wood  – TOLLY-WOOD  –  TOLL-HAUS  — „Tom-Hanks““…………..

https://www.sueddeutsche.de/panorama/tom-hanks-coronavirus-1.4841770

Schauspielerpaar:Tom Hanks und Rita Wilson mit Coronavirus infiziert

Tom Hanks und seine Ehefrau Rita Wilson sind mit dem Coronavirus infiziert.(Foto: AFP)
  • Tom Hanks und seine Frau Rita Wilson sind positiv auf das Coronavirus getestet worden……

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DIE „KINDER-SCHÄNDER-SATANISTEN““ und „PARASITEN„“ – wie SIE uns hier ver-ARSCHEN wollen

Tom HANKSs „AIDS-und CORONA““-HOLLY-WOOD-INSZENIERUNG
Naomie Campbell: Epstein-FREUNDIN
CHARLES natürlich selbst PÄDOPHIL sollte mal STELLUNG zu der ANKLAGE seines MISS-RATTENEN BRUDERS nehmen
JETZT fehlt nur noch der römische PONTIFEX-MAXIMUS mit irgendeinem satanischen RITUAL

 

 

https://www.sueddeutsche.de/panorama/tom-hanks-prinz-harry-naomie-campbell-jennifer-lopez-1.4843358

https://www.sueddeutsche.de/panorama/tom-hanks-prinz-harry-naomie-campbell-jennifer-lopez-1.4843358

Promis der Woche

Vorbeugen durch Verbeugen

(Foto: Twitter; dpa; Instagram)

Tom Hanks nimmt seine Corona-Diagnose und die Quarantäne mit Fassung, Naomi Campbell setzt auf ziemlich speziellen Schutz und Prinz Charles übt das Nichthändeschütteln.

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HIER ist JEMAND NUR all zu OFFENSICHTLICH SCHULDIG SCHULDIG SCHULDIG SCHULDIG SCHULDIG SCHULDIG SCHULDIG SCHULDIG SCHULDIG SCHULDIG SCHULDIG SCHULDIG SCHULDIG

Schuldig? Andrew lehnt Zusammenarbeit mit US-Staatsanwalt ab

Schuldig? Andrew lehnt Zusammenarbeit mit US-Staatsanwalt ab

NEOPresse in Gesellschaft

Der britische Prinz Andrew hat die Zusammenarbeit mit einer US-Untersuchung über mögliche Mitverschwörer des verstorbenen Finanziers und angeklagten Sexhändlers Jeffrey Epstein abgelehnt, sagte US-Staatsanwalt Geoffrey Berman am Montag: „Im Gegensatz zu Prinz Andrews sehr öffentlichem Angebot, mit unserer Untersuchung der Mitverschwörer von Epstein zu kooperieren, ein Angebot, das über eine Pressestelle übermittelt wurde, hat Prinz Andrew nun die Tür zur freiwilligen Zusammenarbeit zugeschlagen. Unser Büro lotet nun seine weiteren Optionen aus.“

Prinz Andrew wurde von Virginia Roberts Giuffre, der Kronzeugin im Fall Epstein, beschuldigt, als Minderjährige dreimal zum Sex mit ihm gezwungen worden. Giuffre hatte am 10. März 2001 einen detaillierten Bericht über die „Begegnungen“ mit Andrew vorgelegt. Giuffre veröffentlichte auch ein Foto, auf dem sie zusammen mit dem Prinzen sowie mit Epsteins Komplizin, Ghislaine Maxwell, zu sehen ist. Andrew behauptete, das Foto sei gefälscht und stritt bislang jede Verbindung zu Giuffre ab. Noch im November vergangenen Jahres behauptete Andrew bereit zu sein, mit den zuständigen Strafverfolgungsbehörden zusammenzuarbeiten und ihnen bei den Ermittlungen gegen Epstein zu helfen.

Andrew, ein Freund Epsteins, ist bislang nicht wegen krimineller Vergehen angeklagt worden. Seine Verbindungen zu Epstein bezeichnete er in dem berühmten Lügen-BBC-Interview lediglich als „unklug“. Mit der Absage an die US-Staatsanwaltschaft, nicht mehr im Fall Epstein aussagen zu wollen, holte sich Prinz Andrew gleichzeitig ein ganzes Team von Topanwälten. Zu dem Team gehört die führende britische Expertin für Auslieferungsrecht, Clare Montgomery, schreibt die britische Zeitung „The Telegraph“. Sie habe auch Chiles Ex-Diktator General Augusto Pinochet vertreten. Die Anwältin Montgomery arbeitet mit Anwalt Gary Bloxsome zusammen, der britische Truppen gegen Vorwürfe von Kriegsverbrechen verteidigt hat. Weder der Buckingham Palast noch Montgomery waren bislang zu einer Stellungnahme bereit.

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KORRUPTE SUPER-SPITZEN-ANWÄLTE für ANDREW – WERDEN SIE IHN mit ihrer SKRUPELLOSIGKEIT RAUS-HAUEN könnnen

https://www.sueddeutsche.de/panorama/epstein-ermittlungen-prinz-andrew-1.4838950

Epstein-Ermittlungen

Prinz Andrew hat „die Tür vollständig geschlossen“

Fall Epstein: Prinz Andrew
Die US-Ermittler im Fall Epstein werfen dem britischen Prinz Andrew mangelnde Kooperation vor.(Foto: dpa)

Die US-Staatsanwaltschaft klagt über eine mangelnde Kooperation des britischen Prinzen im Zuge der Epstein-Ermittlungen – und prüft jetzt Konsequenzen.

Prinz Andrew macht sich bei der Staatsanwaltschaft in Manhattan immer unbeliebter. Öffentlich hatte er vor vier Monaten groß angekündigt, er werde der Polizei bei den Ermittlungen zum von Jeffrey Epstein inszenierten mutmaßlichen Menschenhandel helfen. Doch das hat er bislang nicht getan. Die US-Ermittler in New York sind mittlerweile richtig wütend. Prinz Andrew habe „die Tür vollständig geschlossen“, zitiert CNN Geoffrey Berman, Staatsanwalt von Manhattan. Sein Büro prüfe nun „seine Optionen“.

Der Prinz war ein langjähriger Freund des US-Geschäftsmannes, der sich in Untersuchungshaft das Leben genommen hat. Epstein wird vorgeworfen, Dutzende Minderjährige missbraucht und zur Prostitution gezwungen zu haben.

Prinz Andrew steht wegen dieser Freundschaft unter starkem öffentlichen Druck. Im Zuge der Ermittlungen wurde auch er wegen sexuellen Missbrauchs beschuldigt. Das mutmaßliche Opfer, Virginia Giuffre, gibt an, als 17-Jährige von dem Sohn der Queen missbraucht worden zu sein. Er ist allerdings nicht angeklagt, sondern soll nur als Zeuge aussagen.

Andrew bestreitet die Vorwürfe. In einem Interview mit der BBC hatte er im November gesagt, diese Vorfälle seien „nie passiert“. Er könne sich nicht daran erinnern, „diese Dame jemals getroffen zu haben“. Das Interview sollte die Spekulationen um seine Freundschaft mit Epstein eigentlich beenden. Doch die Strategie ging nicht auf. Unter anderem wurde der Prinz dafür kritisiert, keine Empathie für die Opfer von Epstein gezeigt zu haben. Er trat daraufhin von seinen königlichen Aufgaben zurück und teilte mit: „Natürlich bin ich bereit, wenn gewünscht, den Strafverfolgungsbehörden bei ihren Ermittlungen zu helfen.“

Bereits Ende Januar hießt es, Prinz Andrew habe vom FBI eine Vorladung zur Befragung erhalten. Auf diese soll er nicht reagiert haben, sagte Staatsanwalt Berman damals. Der Buckingham-Palast hält sich mit Stellungnahmen zu dem Fall bislang zurück. Ein Sprecher sagte dem britischen Guardian lediglich: „Das Problem wird vom Anwaltsteam des Herzogs von York behandelt.“ Einem Bericht des Telegraph zufolge soll zu dem Team Clare Montgomery gehören. Sie gilt als führende britische Expertin im Auslieferungsrecht. Zu ihren Klienten zählte unter anderem Chiles früherer Diktator Augusto Pinochet. Der Buckingham-Palast wollte den Bericht nicht kommentieren.

© SZ/lot

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WAS mit dem POLITISCHEN CORONA so alles MÖGLICH werden kann

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/coronavirus-wirtschaft-europa-hilfe-italien-1.4840553

Meinung am Mittag: Coronavirus und Wirtschaft:Jetzt ist die Zeit für europäische Solidarität

Leere Plätze durch Corona-Krise
Das Coronavirus fegt die Städte leer: ein Kaffeehaus in der Münchner Innenstadt(Foto: Peter Kneffel/dpa)

Es gibt genug Geld, um Pleiten und Massenarbeitslosigkeit in Deutschland zu verhindern. Was fehlt, ist die große Debatte darüber, wie schwächeren EU-Mitgliedsländern geholfen werden kann…..

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WER hier noch an ZUFALL DENKT

VERLIERER und GEWINNER eines satanischen SPEKTAKELS – auf in die satanische smarte ILLUSION

https://www.welt.de/wirtschaft/article206541365/Coronavirus-Einkaufen-wird-sich-dauerhaft-veraendern.html

Wirtschaft Lebensmittel

Das Coronavirus wird Einkaufen dauerhaft verändern

Korrespondent Handel und Konsumgüter

Viele Berliner Clubs sind seit diesem Wochenende geschlossen. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) rät, Menschen in Altenheimen nicht zu besuchen. Gesundheitsminister Spahn appelliert an die Krankenhäuser, zusätzliches Personal zu rekrutieren.

Quelle: WELT

Autoplay
Die Corona-Krise beschert dem Onlinehandel mit frischen Nahrungsmitteln einen ungeahnten Boom. Gerade Ältere scheuen nun die Menschenmengen an den Regalen und entdecken die Vorzüge des E-Commerce. Das dürfte auch nach der Krise so bleiben, schätzen Experten….

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VERLIERER und GEWINNER……..

„Kary Mullis“  – – – „Nobel-Preis-Träger 1993“ Polymerasekettenreaktion -PCR-  ist nicht geeignet als NACHWEIS und BEWEIS

„Olfert Landt““ ist ein PROFIT-GIERIGES „LÜGEN-und BETRÜGER-BIEST““

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/502791/Berliner-Firma-produziert-Coronavirus-Tests-fuer-die-ganze-Welt

Berliner Firma produziert Coronavirus-Tests für die ganze Welt

14.03.2020 13:33

Eine Berliner Firma gehörte zu den ersten weltweit, die Tests für das neue Coronavirus herstellen konnten. Inzwischen kommt sie mit den Bestellungen nicht mehr hinterher.

Berliner Firma produziert Coronavirus-Tests für die ganze Welt

Eine Krankenschwester steckt im Krankenhaus in Sion eine Probe mit einem Nasenabstrich eines Patienten, der auf das neuartige Coronavirus getestet wird, in einen Behälter. (Foto: dpa)

Schon seit 30 Jahren entwickelt die TIB Molbiol Syntheselabor GmbH in Berlin Diagnostikprodukte für verschiedene Viren, darunter zum Beispiel die Erreger von Sars, Geflügelpest und Schweinegrippe. In diesem Jahr gehörte das 30-köpfige Team um Geschäftsführer Olfert Landt zu den weltweit ersten Anbietern, die im großen Umfang Tests für das neue Coronavirus liefern können.

Anfang Januar hörte Geschäftsführer Olfert Landt erstmals, dass in der chinesischen Stadt Wuhan ein neuartiges Virus ausgebrochen ist. Als die Chinesen dann ein paar Tage später die Gensequenz des Virus offen legten, starteten der Biochemiker und sein Team auf dieser Grundlage umgehend die Entwicklung eines Test-Kits.

Innerhalb von nur drei Tagen konnten sie in Zusammenarbeit mit dem ­Biotechnologieunternehmen GenEx­press ein erstes Test-Kit fertigstellen. Mithilfe eines solchen von der Firma TIB Molbiol angebotenen Test-Kit, das aus zwei Röhrchen zum Nachweis beziehungsweise zur Positivkontrolle besteht, können in den Labors 96 Tests durchgeführt werden.

TIB Molbiol seit März an der Grenze der Kapazitäten

Millionen Test-Kits für das neue Coronavirus sind bereits an Labore in aller Welt verschickt worden. Labore bestellen in der Regel mehrere Dutzend Kits, Händler hingegen gleich 1.000. Denn bisher gibt nur rund ein Dutzend Anbieter. Daher gibt es bei der Berliner Technologiefirma nun mitunter Nachtarbeit, neue Mitarbeiter werden dringend gesucht.

„Wir haben die dreifache Produktionsmenge im Februar noch schultern können und meistens am Tag des Auftragseingang versenden können“, sagt Geschäftsführer Olfert Landt den Deutschen Wirtschaftsnachrichten. „Seit dieser Woche haben wir einen Rückstau von zwei Tagesproduktionen, sodass große Bestellungen ab 100 Stück ein paar Tage verspätet herausgehen.“

Täglich produziert man rund 1.500 Kits, die für insgesamt rund 150.000 Tests reichen. Mehr ist derzeit nicht möglich. Zwar könnte die Firma laut Geschäftsführer Olfert Landt auch 500.000 Tests am Tag produzieren. Doch die Mitarbeiter haben derzeit nicht ausreichend Verpackungen vorrätig, um so viele Kits ausliefern zu können.

Labore sollten Tests für 10 Euro anbieten können

Für einen Kit, der für 96 Tests reicht, stellt die TI Molbiol circa 2,50 Euro in Rechnung – das ist etwa so viel wie die anderen von der Firma angebotenen Tests. Das Labor, das die Covid-19-Tests dann durchführt, setzt zusätzlich Material im Wert von 2,50 Euro bis 3,50 Euro ein und „sollte den Test im Hochdurchsatz für 10 bis 12 Euro anbieten können“, sagt Geschäftsführer Landt.

Die reguläre Vergütung für >>>Norovirus PCR<<< liege bei 20 Euro, für Chlamydia im Screening sogar bei nur 6,50 Euro. Möglicherweise könnte seine Firma die Test-Kits wegen der aktuell starken Nachfrage auch teurer verkaufen. Doch das fände Geschäftsführer Olfert „unethisch“, sagte er Anfang März gegenüber der taz.

Generell wird in Deutschland derzeit genug auf Corona getestet, sagt Olfert gegenüber dem Deutschlandradio. „Alle deutschen Labors haben frühzeitig bestellt, das heißt, die konnten alle testen. Und vielleicht ist das mit eine Begründung, warum wir relativ wenig Todesfälle haben, dass wir dort, wo es ausgebrochen ist, sehr schnell Maßnahmen ergreifen konnten.“

Um die derzeitige Last der Laborbetriebe zu verringern und die Bevölkerung zu beruhigen, seien sogenannte „Drive-Through-Tests“ eine gute Lösung. „Es gibt auch Vollautomaten, die man da reinstellen könnte, und dann hat man wirklich Tupfer durchs Fenster gereicht, gleich in eine Lösung, die desinfiziert, dass also das Personal dort nicht gefährdet ist. Und dann liefern die Maschinen nach 80 Minuten das erste Ergebnis per SMS oder E-Mail.“ Technisch ließe sich das Olfert zufolge sofort umsetzen. Allerdings müssten Behörden zustimmen, „und das geht alles sehr langsam“.

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WALLE WALLE .….

Hat der alte Hexenmeister
Sich doch einmal wegbegeben!
Und nun sollen seine Geister
Auch nach meinem Willen leben.
Seine Wort’ und Werke
Merkt’ ich und den Brauch,
Und mit Geistesstärke
Tu’ ich Wunder auch.
Walle! walle
Manche Strecke,
Dass zum Zwecke,
Wasser fließe
Und mit reichem, vollem Schwalle
Zu dem Bade sich ergieße.
Und nun komm, du alter Besen!
Nimm die schlechten Lumpenhüllen!
Bist schon lange Knecht gewesen;
Nun erfülle meinen Willen!
Auf zwei Beinen stehe,
Oben sei ein Kopf,
Eile nun und gehe
Mit dem Wassertopf!
Walle! walle
Manche Strecke,
Dass zum Zwecke,
Wasser fließe
Und mit reichem, vollem Schwalle
Zu dem Bade sich ergieße.
Seht, er läuft zum Ufer nieder;
Wahrlich! Ist schon an dem Flusse,
Und mit Blitzesschnelle wieder
Ist er hier mit raschem Gusse.
Schon zum zweiten Male!
Wie das Becken schwillt!
Wie sich jede Schale
Voll mit Wasser füllt!
Stehe! stehe!
Denn wir haben
Deiner Gaben
Vollgemessen! –
Ach, ich merk’ es! Wehe! wehe!
Hab’ ich doch das Wort vergessen!
Ach, das Wort, worauf am Ende
Er das wird, was er gewesen.
Ach, er läuft und bringt behände!
Wärst du doch der alte Besen!
Immer neue Güsse
Bringt er schnell herein,
Ach! und hundert Flüsse
Stürzen auf mich ein.
Nein, nicht länger
Kann ich’s lassen;
Will ihn fassen.
Das ist Tücke!
Ach! nun wird mir immer bänger!
Welche Miene! welche Blicke!
O, du Ausgeburt der Hölle!
Soll das ganze Haus ersaufen?
Seh’ ich über jede Schwelle
Doch schon Wasserströme laufen.
Ein verruchter Besen,
Der nicht hören will!
Stock, der du gewesen,
Steh doch wieder still!
Willst’s am Ende
Gar nicht lassen?
Will dich fassen,
Will dich halten
Und das alte Holz behände
Mit dem scharfen Beile spalten.
Seht, da kommt er schleppend wieder!
Wie ich mich nun auf dich werfe,
Gleich, o Kobold, liegst du nieder;
Krachend trifft die glatte Schärfe!
Wahrlich, brav getroffen!
Seht, er ist entzwei!
Und nun kann ich hoffen,
Und ich atme frei!
Wehe! wehe!
Beide Teile
Steh’n in Eile
Schon als Knechte
Völlig fertig in die Höhe!
Helft mir, ach! ihr hohen Mächte!
Und sie laufen! Nass und nässer
Wird’s im Saal und auf den Stufen.
Welch entsetzliches Gewässer!
Herr und Meister! hör’ mich rufen! –
Ach, da kommt der Meister!
Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister
Werd’ ich nun nicht los.
»In die Ecke,
Besen! Besen!
Seid’s gewesen.
Denn als Geister
Ruft euch nur zu seinem Zwecke,
Erst hervor der alte Meister.«

Quelle: Der Zauberlehrling – Johann Wolfgang von Goethe – Inhaltsangabe
https://www.inhaltsangabe.de/goethe/der-zauberlehrling/

https://www.zeit.de/2008/25/M-Genetik/komplettansicht

Genetik: Erbgut in Auflösung

Das Genom galt als unveränderlicher Bauplan des Menschen, der zu Beginn unseres Lebens festgelegt wird. Von dieser Idee muss sich die Wissenschaft verabschieden. In Wirklichkeit sind unsere Erbanlagen in ständigem Wandel begriffen

Erbgut in Auflösung – Seite 1

Vor zwei Jahren saßen an der University of California in Berkeley 25 Genetiker zusammen, um die scheinbar simple Frage zu klären: Was ist ein Gen? Der Versuch, den Grundbegriff ihres Fachgebiets präzise zu definieren, erwies sich jedoch als überaus diffizil. Das Expertentreffen wäre fast im Desaster geendet, erinnert sich Karen Eilbeck, Professorin für Humangenetik in Berkeley und Gastgeberin der Runde: »Wir hatten stundenlange Sitzungen. Jeder schrie jeden an.«

Der Streit in Berkeley hat wenig mit Forschereitelkeiten zu tun. Er war ein erstes Symptom, dass die Biowissenschaften – noch unbemerkt von der Öffentlichkeit – vor einer Zäsur stehen. Was die Rechercheure in den Chromosomensträngen von Menschen oder Tieren zutage fördern, sprengt die bisherigen Denkmuster der Genetik. Ganz ähnlich wie zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als Einstein und seine Mitstreiter ein neues physikalisches Weltbild formten, dämmert womöglich nun das Zeitalter einer relativistischen Genetik herauf.

Vor allem die Medizinforschung steht vor neuen Herausforderungen. In ersten Umrissen wird erkennbar: Körper und Seele, deren Gesundheit, Krankheit, Entwicklung und Alterung unterliegen einem genetischen Wechselspiel, dessen Komplexität alle bisherigen Vorstellungen übersteigt. Die Genetiker müssen sich von ihrem Bild eines stabilen Genoms verabschieden, in dem Veränderungen krankhafte Ausnahmen sind. Das Erbgut eines jeden ist in beständigem Umbau begriffen. Die Folge: Jeder Organismus, jeder Mensch, selbst jede Körperzelle ist ein genetisches Universum für sich.

Die erste Analyse des menschlichen Genoms war noch eine langwierige und kostspielige Angelegenheit, das Ergebnis – im Jahr 2000 von US-Präsident Bill Clinton als »Buch des Lebens« gefeiert – eine Folge von drei Milliarden Buchstaben. Neue Labortechniken, mit deren Hilfe gewaltige Datenmengen erzeugt und analysiert werden können, haben seither eine Flut neuer Befunde zum Innenleben vor allem des Menschengenoms erzeugt. Dabei löst sich das Buch vor den Augen der Leser auf. Das Genom ist kein stabiler Text. Die Erkenntnislage wirft auch philosophische Grundfragen auf wie die nach der genetischen und somit biophysikalischen Identität des Menschen – und verlangt womöglich radikal andere Antworten. Die Genetiker haben ein neues »Projekt Mensch« im Visier – Motto: Alles übers Ich.

»Unsere Annahmen waren so naiv, dass es fast peinlich ist«, sagt Craig Venter

Die jüngsten Ergebnisse zeigen mehr denn je, dass der Mensch ein Produkt genetischer Prozesse ist. Aber auch, dass diese Prozesse mit vielen Freiheitsgraden ausgestattet sind. Sie bilden ein offenes System, in dem keineswegs alles vorbestimmt ist.

Davon ahnten nach der ersten Genomentschlüsselung nur wenige etwas. Wie ein Gen aussieht und funktioniert, welchen Funktionsprinzipien das Erbgut von Mensch oder Mikrobe folgt, glaubten die Fachleute verstanden zu haben. »Im Rückblick waren unsere damaligen Annahmen über die Funktionsweise des Genoms dermaßen naiv, dass es fast schon peinlich ist«, sagt Craig Venter, der mit seiner Firma Celera an dem Projekt beteiligt war. Erwartet hatte man eine Sammlung komplizierter, aber verständlicher Kochrezepte für die Lebensprozesse. Nun wird erkennbar: Das Buch des Lebens ist voll verrätselter Prosa.

Erbgut in Auflösung – Seite 2

Es war nur der erste Höhepunkt des Umsturzes, als vor wenigen Monaten die Überzeugung von der genetischen Uniformität und also Identität der Menschheit zerbrach. Bis dahin galt die Annahme, dass sich das Erbgut zweier beliebiger Menschen nur in etwa einem Promille aller DNA-Bausteine unterscheidet. Doch die Differenzen im Erbgut der Menschen sind in Wahrheit so groß, dass die Wissenschaft nun bestätigt, was der kölsche Volksmund schon länger wusste: »Jeder Jeck ist anders.« Ganz anders!

Zu dieser Erkenntnis hat Craig Venter selbst kräftig beigetragen. Der charismatische Gen-Guru aus Rockville im US-Staat Maryland hat sein eigenes Erbgut entziffern lassen. Fast parallel entschlüsselten Experten des Unternehmens 454 Life Sciences das Genom des Nobelpreisträgers James Watson, Entdecker der DNA-Doppelhelix und Venters Intimfeind. Er wolle doch nicht hoffen, stichelte Venter, dass man zwischen ihm und Watson allzu viele Gemeinsamkeiten entdecken werde. Zum Vergrößern des Ausschnitts klicken Sie bitte auf das Bild © ZEIT GRAFIK BILD

Nach dem celebrity sequencing der Forscherdiven verkündeten Wissenschaftler in Shenzhen, sie hätten einen anonymen Han-Chinesen komplett entschlüsselt. Vor wenigen Tagen meldete der Genetiker Gert-Jan van Ommen von der Universiteit Leiden die erste Decodierung einer Frau. Es handelt sich um die klinische Genetikerin Marjolein Kriek, Mitglied von van Ommens Team. Die Feinanalysen der Gendaten lassen nun erkennen: Das Erbgut der Menschen ist ebenso vielgestaltig, wie sie an Körper und Psyche verschieden sind.

Anhand von Venters Erbgut war es erstmals möglich, die Unterschiede zu katalogisieren. Das Erbgut der menschlichen Körperzellen besteht je zur Hälfte aus einem vom Vater und einem von der Mutter ererbten Chromosomensatz. Die Forscher hatten damit gerechnet, dass die elterliche Mitgift Unterschiede aufweisen würde; dass es zahlreiche Austausche einzelner Buchstaben im Genom gibt (sogenannte SNPs – single nucleotide polymorphisms), ist seit Langem bekannt. Vom wahren Ausmaß der Differenzen aber waren sie überrascht: In nahezu jedem zweiten Gen des Forschers stießen sie auf Unterschiede zwischen den mütterlichen und väterlichen Genkopien. Bei der Gegenüberstellung detektierten die Experten zudem zuhauf sogenannte Indels: Millionenfach waren ganze Abschnitte in die Erbmoleküle neu eingebaut worden (Inversion) oder einfach verschwunden (Deletion). Andere hatten sich aus ihrer Umgebung gelöst und umgedreht wieder eingefügt.

Unzutreffend ist auch die bisherige Überzeugung, jedes Gen existiere in der Regel nur zweimal im Erbgut (einmal im väterlich, einmal im mütterlich ererbten Satz der Chromosomen). In Wahrheit unterliegen zahlreiche Erbinformationen einem Vervielfältigungsprozess und existieren in bis zu 16 Kopien im Zellkern. Bei mindestens 1500 menschlichen Genen haben verschiedene Forscherteams inzwischen solche Kopievariationen (CNVs, copy number variants) entdeckt; wahrscheinlich gibt es noch weit mehr dieser Xerox-Gene, wobei jeder Mensch ein eigenes CNV-Profil aufweist. Verschärft wird die Brisanz der Befunde durch die Entdeckung, dass die CNV-Muster im Erbgut keineswegs stabil sind, die Kopienzahl der Gene kann sinken oder steigen, selbst die Körperzellen eines einzelnen Menschen unterscheiden sich voneinander.

Unter der Wucht der Befunde zerbröselt nun die Idee, das Genom stelle eine naturwüchsige Konstante dar, einen fixierten Quellcode des Menschen. Der US-Genetiker Matthew Hahn verglich das Erbgut bereits mit einer Drehtür: »Ständig kommen Gene, andere gehen.«

Diese Erkenntnis liefert erstmals eine plausible Erklärung für die Verschiedenartigkeit der Menschen. Erst derart dynamische Prozesse können in ihrem Zusammenspiel so machtvoll auf psychische und körperliche Eigenschaften des Menschen durchschlagen. Denn diese werden nicht von einzelnen Genen, sondern von Netzwerken aus oft Hunderten von Erbanlagen gesteuert. Schon auf subtile Änderungen einzelner Gene reagieren diese Gensysteme oft hochsensibel. Vervielfältigen sich darin etwa Gene für Signalstoffe oder deren Empfängermoleküle, verändern sich die Kommunikationssysteme des Organismus. Die Kopiermechanik im Erbgut dürfte daher für körperliche Besonderheiten des Individuums verantwortlich sein, aber auch für komplexe Krankheiten wie Diabetes, Autoimmunleiden oder Herzerkrankungen.

Erbgut in Auflösung – Seite 3

Vor allem die Hirnfunktionen scheinen betroffen: CNVs stellen die Hauptursache für verschiedene Formen geistiger Behinderung dar, für Autismus, Schizophrenie und weitere organische Hirnfunktionsstörungen. Vermutlich regeln sie im Zusammenspiel mit anderen genetischen Prozessen aber auch die Ausprägungen gesunder psychischer Eigenschaften. »Das ist einer der aufregendsten und fruchtbarsten neuen Bereiche der Humangenetik«, sagt der US-Genetiker David Haussler von der University of California in Santa Cruz. Die genomweite Suche nach solchen Genvariationen habe bereits erstaunliche Ergebnisse gebracht. Die Medizin der Zukunft, prophezeit der Forscher, werde durch die Ergebnisse ultraschneller Genomsequenzierung und massiver Rechenleistung geprägt sein: »Wir müssen Hunderte, vielleicht Tausende Gene gleichzeitig im Blick haben, um Krankheiten zu verstehen.«

Eineiige Zwillinge entwickeln sich schon als Embryonen genetisch auseinander

Um den wahren Umfang der Baumaßnahmen im Genbestand zu ermitteln, wurde nun das 1000 Genomes Project gestartet. Im Verlauf von drei Jahren will das Konsortium aus Sequenzierzentren in den Vereinigten Staaten, Großbritannien und China das Erbgut von 1000 Menschen aus aller Welt sequenzieren und dabei die Varianz der Erbdaten aus diversen Bevölkerungsgruppen der Welt protokollieren.

Das Wechselspiel im Menschengenom vermag nicht nur die individuellen Eigenheiten des Einzelnen zu erklären, es produziert auch das genetische Sortiment, aus dem die Evolution den Menschen weiter formt. Das macht einen weiteren verstörenden Befund verständlich: Die Spezies Homo sapiens unterliegt offenbar einer Turboevolution. Hunderte Bereiche im Erbgut haben sich weit schneller gewandelt als bei anderen Primaten. Neue Untersuchungen kommen sogar zu dem Schluss, dass die Zivilisation seit Beginn der Jungsteinzeit die menschliche Evolution um das 100-Fache beschleunigt haben muss.

Das Magazin Science kürte die Entdeckung dieser genetischen Variationen zum Durchbruch des Jahrs 2007. Nicht einmal ein Jahr zuvor, sinnierte das Fachblatt, habe man die Aussicht gefeiert, demnächst durch den präzisen Genomvergleich von Mensch und Schimpanse jene Faktoren zu destillieren, die den evolutionären Weg zum Homo sapiens markieren. Doch noch bevor die Frage beantwortet sei, was in unserer DNA uns menschlich mache, stehe bereits die nächste im Raum: »Was in meiner DNA macht mich zu mir

Eine der ersten Einsichten der neuen Genetik macht auch diese Frage fast obsolet. Alles deutet auf eine bestürzende Antwort: Ich bin viele.

Erbgut in Auflösung – Seite 4

Zumindest physisch erscheint der Mensch nicht länger als Individuum, sondern als Verband egoistischer Zellkolonien. Bei bis zu zehn Prozent aller Erbanlagen – und vielleicht weit mehr – ist entweder nur die mütterliche oder die väterliche Variante aktiv. Dieses Muster, im Fachjargon »autosomale monoallelische Expression« genannt, wird bereits im Embryo festgelegt. Und dort trifft jede Zelle ihre eigene Entscheidung. »Wir glauben, dass dies geschieht, wenn sich der Embryo einnistet«, sagt der Genetiker Andrew Chess von der Harvard University. Die Folge: Der erwachsene Organismus gleicht einem Flickenteppich von Zellverbänden, deren genetische Netzwerke unterschiedlich gestrickt sind.

Ob einzelne Erbinformationen in diesen Genkaskaden von Vater oder Mutter stammen, hat entgegen der bisherigen Einschätzung drastische Auswirkungen. Ihr Informationsgehalt kann feine Unterschiede aufweisen, die aber in den hochkomplexen Netzen, die menschliche Eigenschaften steuern, profunde Konsequenzen haben. Aus dem Harvard-Labor von Andrew Chess stammt ein weiterer faszinierender Befund: Von monoallelischer Expression sind besonders häufig Gene betroffen, die im Verlauf der Menschwerdung einer beschleunigten Evolution unterlagen, und solche mit wichtiger Funktion im zentralen Nervensystem. Was das für die Arbeitsweise des Gehirns und die Konstruktion der Psyche bedeutet, ist derzeit nicht einmal im Ansatz abzuschätzen.

Passé ist seither der Glaube, zumindest der gesunde Organismus stelle ein harmonisches, mit sich selbst im Einklang arbeitendes System dar. Stattdessen zeichnen die Forschungsbefunde das Bild eines fragilen Puzzles aus biologisch disparaten Einheiten. Gesundheit wäre demnach ein instabiler Zustand, in dem die Egoismen der Mosaiksteine in Schach gehalten werden. In jedem Fall aber gilt: Selbst die biologische Identität des Individuums steht wohl zur Disposition. Was für viele erschreckend klingt, ist für den amerikanischen Genetiker Steven Henikoff eine begeisternde Vorstellung: »Ich mag die Idee, dass wir Mosaiken sind.«

Im Kern bedroht ist damit auch die Arbeit jener Wissenschaftler, die den Einfluss der Umwelt auf das Werden des Menschen messen wollen. Seit Jahrzehnten versuchen sie beim Vergleich von ein- und zweieiigen Zwillingen, den Einfluss der Umwelt gegen das Diktat der Gene abzugrenzen. Dabei galten ihnen die Unterschiede zwischen eineiigen Zwillingspaaren als Maß für den Umwelteinfluss auf die Eigenschaften des Menschen – schließlich seien die mit vollkommen identischen Genen ausgestattet. Deshalb müssten alle Unterschiede kulturell und nicht biologisch bedingt sein.

Doch davon kann, wie sich jetzt erweist, keine Rede sein: Es sei eine Tatsache, dass eineiige Zwillinge genetisch nicht identisch sind, sagt Chess, »das ist ein wirklich aufregendes Resultat«. Nicht nur im ausschließlich mütterlichen oder väterlichen Aktivitätsmuster ihrer Gene, auch in ihrem CNV-Muster finden sich klare Differenzen. »Wir haben uns immer gefragt, wieso es Unterschiede zwischen eineiigen Zwillingen gibt, zum Beispiel bei der Anfälligkeit für komplexe Erkrankungen«, sagt Chess. »Unsere Entdeckung ist eine Erklärung.« Auch soziale und materielle Außenfaktoren können einen Menschen auf dem Umweg über die Biologie prägen – indem sie seine Genfunktionen verändern. Durch sogenannte epigenetische Prozesse können offenbar Stress oder Folter, Ernährungsmangel oder Liebesentzug bis in den Zellkern hinein wirken.

Angesichts der Flut dieser noch weithin mysteriösen Befunde ergeht es den Genforschern ganz ähnlich wie Kosmologen, die seit einigen Jahren nach der geheimnisvollen »dunklen Materie« im Universum forschen. Auch die Biowissenschaftler rätseln nun über the dark matter of the genome , die dunkle Materie des Erbguts.

Unser Genom legt nicht fest, was für ein Mensch aus ihm wächst

Erbgut in Auflösung – Seite 5

Finden könnten sie das dunkle Geheimnis in jenem Teil des Erbguts, den sie bisher als Müll abgetan haben, als »Junk-DNA«. Relevant waren für sie nur jene wenigen Prozent des Genoms, die als Gene herkömmlicher Definition die nötigen Informationen für den Aufbau der Eiweiße in den Zellen enthalten. Der Rest galt als evolutionärer Schrott. Allenfalls als stabilisierendes Element konnte man sich diesen Teil des Genoms vorstellen, gleichsam als verbindenden Kitt zwischen den eigentlich wichtigen Erbinformationen.

Nun aber zeigt sich: Es ist vor allem die dunkle DNA-Materie in den Chromosomen, in der sich viele der neu entdeckten Prozesse abspielen. Offenbar steckt der »Schrott« voller unbekannter Gene, bevölkert von Steuerungsmodulen. Vor allem die sogenannten microRNAs, eine bis vor Kurzem unbekannte Klasse von Erbinformationen, regeln eine Vielzahl von Entwicklungs- und Krankheitsprozessen.

Der Schluss aus all diesen neuen Erkenntnissen kann nur sein: Zwar sind die Eigenschaften eines Menschen in seinem Genom begründet, gleichwohl aber ist im offenen System des embryonalen Erbguts keineswegs determiniert, welcher Mensch einmal aus ihm wächst. Selbst wenn man einen bis ins letzte Molekül exakt duplizierten Embryo unter identischen Umständen im Mutterleib heranwachsen lassen könnte – »es käme dennoch ein anderer Mensch heraus«, versichert der Berliner Genetiker Nikolaus Rajewsky. Und das auch ohne einen Einfluss durch Erziehung und Kultur.

Angesichts der Komplexität und Unbestimmtheit der genetischen Prozesse entlarven sich nun viele Visionen vom optimierten Designmenschen, aber auch manche Warnungen vor den Gefahren der Genforschung als arg vereinfachter Vulgärbiologismus. Das Basteln am Genom erweist sich als wesentlich komplizierter als gedacht. Und die Fantasie, man könne durch Klonen begnadete Künstler, geniale Forscher oder einfach nur einen geliebten Menschen in identischer Form wiederauferstehen lassen, wird wohl auf ewig Wunschdenken bleiben.

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PSEUDO-WISSENSCHAFT: Gesundheits-SYSTEM oder doch eher Krankheits-SYSTEM
irreversibel veränderte  Bakterien werden über das  Weibliche weitergegeben

 

Dr. Stefan Lanka über Impfen, AIDS und Gen-Technik (1 von 6)

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Vortrag von Dr. Stefan Lanka vom 10.10.2008 in Berlin zu den Themen Impfen, AIDS und Gen-Technik.

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unter den Vorwand der IMMUNISIERUNG starben Tausende
bei einem lebendigen Körper bilden Bakterien keine Toxine

IMMUNISIERUNG: Gift und sogenanntes „GEGEN-GIFT“
„sogenannte Quarantäne““ – VORWAND wegen angeblichen Krankheitserreger – „GOETHE“

es wurde kein „KRANKHEITS-GIFT“ gefunden

Dr. Stefan Lanka über Impfen, AIDS und Gen-Technik (2 von 6)

7.669 Aufrufe

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Bakterien können nicht krank machen  – BETRUG
„Max von Pettenkofer“:
Typhus und Cholera

Milz-Brand: Keine BEGRÜNDUNG – Keine BEWEISE
IG-FARBEN – BASF – PHARMA – BAYER
Farb-Stoffe töten Bakterien
„Robert Koch““ tötet Mäuse mit  Leichen-Gift – – – – Milz-Transplantation unter die Haut eines Frosches – – – sogenannter „Haut-Milz-Brand“
„Louis Pasteur““ 
bezeichnet „Robert Koch“ als Betrüger
„Koch““ FLÜCHTETE aus Berlin: Tuberkulose – Tuberkulin
„Louis Pasteur““ denkt sich die „VIREN-THEORIE“ aus

 

Dr. Stefan Lanka über Impfen, AIDS und Gen-Technik (3 von 6)

4.984 Aufrufe

42 Abonnenten

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„Robert Koch““ war ein PERFIDER VERBRECHER und ist ange-KLAGT wegen sadistischer TIER-und MENSCHEN-EXPERIMENTE –  er war eine WIRKLICHUN-EHREN-HAFTE“ PERSON – „R. KOCH““ hat TAUSENDE UN-SCHULDIGER MENSCHEN auf dem GEWISSEN PFUI PFUI PFUI

https://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin-ernaehrung/medizingeschichte-der-grosse-irrtum-des-doktor-koch-1256014.html

Medizingeschichte : Der große Irrtum des Doktor Koch

  • Von Volker Stollorz
  • Aktualisiert am

 

Experimentalmedizin am Krankenbett

Schon die Ankündigung löste Begeisterungsstürme aus, berichtet ein Zeitgenosse, „weil von dem Moment an, wo Robert Koch über eine Tatsache dieser Tragweite berichtet, dieselbe existieren müsse“. Was folgte, war der sogenannte Tuberkulinrausch, der nach kurzer Euphorie in ein Desaster münden sollte. Den Gründen für Kochs Verhalten geht der Historiker Christoph Gradmann in seinem Buch „Krankheit im Labor“ nach. Sorgfältig präpariert er die Mängel jener „reduktionistischen Strategie“ heraus, die Infektionskrankheiten vollständig vom Krankenbett ins Labor verlagern und „den kranken Menschen durch ein Tiermodell der Krankheit zu ersetzen“ suchte.

Kochs Forschungsprogramm sei just in dem Moment an seine Grenzen gestoßen, als der Bakteriologe versucht habe, erstmals Experimentalmedizin am Krankenbett zu betreiben (siehe: Interview: Immun gegen die Immunologie). Dabei ist kaum verwunderlich, daß Koch an der Therapie der Tuberkulose scheiterte sie ist bis heute nicht besiegt. Interessanter ist, warum er sein Scheitern bis zu seinem Tode nicht einsehen wollte und so zu einer tragischen Figur wurde, bis in sein Privatleben hinein…..

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aus dem TEXT:…..Er will seinem Kollegen und Rivalen Robert Koch unbedingt noch beweisen, dass die Cholerabakterien allein keine Erkrankung hervorrufen können, sondern dass der Ausbruch der Krankheit immer mit mangelnder Hygiene zusammenhängt..…

https://www.planet-wissen.de/gesellschaft/sauberkeit/hygiene/pwiemaxvonpettenkoferhygienefuermuenchen100.html

Hygiene

Max von Pettenkofer – Hygiene für München

Von Bärbel Heidenreich und Laura Niebling

Im 19. Jahrhundert gleicht München einer öffentlichen Latrine. Überall wird Gülle gelagert oder entsorgt, die Menschen leiden unter Typhus und Cholera. Max von Pettenkofer beschließt etwas zu ändern. Er macht aus Hygiene eine Wissenschaft.

 

Junge Stadt ohne Kanalisation

Das Problem Münchens ist seine fehlende Historie. Während deutsche Städte mit starker römischer Prägung zumindest Ansätze von Latrinen und Wasserleitungskonzepten vorweisen können, ist die bayrische Königsresidenz schlicht zu jung.

Die Stadt, in der der junge Max Pettenkofer zur Schule geht und ein Studium absolviert, ist im Mittelalter nahe eines Klosters entstanden. Im 19. Jahrhundert stehen die teuren Gebäude Münchens im Kontrast zum Gestank und Dreck in den Straßen.

Pettenkofer selbst ist kein gebürtiger Münchner. Sein Leben beginnt am 3. Dezember 1818 in Lichtenheim an der Donau. Durch einen einflussreichen Verwandten, den königlichen Hofapotheker Franz Pettenkofer, kann der ehemalige Bauernsohn Max in München eine umfassende Bildung genießen.

Er studiert unter anderem Pharmazie, Chemie und Medizin und promoviert in Chirurgie, zusätzlich approbiert er als Apotheker. Die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) beruft ihn im Jahr 1847 als Professor für medizinische Chemie.

Im Juli 1854 wird Pettenkofer um Hilfe gebeten. Die „Erste Allgemeine Deutsche Industrieausstellung“ in München soll ein großes Event werden. Stattdessen gerät sie zum Desaster, als Aussteller und Besucher an der Cholera erkranken. Pettenkofer begibt sich auf die Spur der Krankheit und steht bald vor einem scheinbar unlösbaren Problem.

Pettenkofer und die LMU sind eng verbunden

Hygiene wird zur Wissenschaft

Max Pettenkofer treibt besonders die Frage an: Wie leben die Menschen in dieser Stadt, so dass aus dieser ein Brutherd für die Cholera werden kann? Die Antwort ist: schlecht.

In München gibt es kein fließendes Trinkwasser, Abfall und Abwasser werden auf die Straße geschüttet, Fäkalien werden an großen Plätzen gesammelt und von den Bauern der Umgebung auf deren Felder transportiert.

Pettenkofer erkennt: Die Stadt muss sauberer werden. Er macht aus der Hygiene eine Wissenschaft, erforscht die Lebensumstände der Menschen und kommt zu dem Ergebnis, dass eine Verbesserung dieser Umstände Aufgabe der Stadt ist.

Im Jahr 1865 errichtet er, inzwischen als Rektor der LMU, ein Institut für Hygiene, dessen erster Professor er wird. Außerdem kämpft er öffentlich für eine zentrale städtische Kanalisierung der Abwässer, eine zentrale Trinkwasserversorgung und einen zentralen Schlachthof.

Zeichnung: Cholerakranke in den Straßen Hamburgs

Die Cholera grassierte in Europas Metropolen

Ein Projekt – viele Gegner

Das Schwierigste an Pettenkofers Projekt ist die Um- beziehungsweise Durchsetzung. Schließlich plant der Arzt, die komplette Stadt mit einer Kanalisation zu untertunneln, Plätze umzubauen und Gewerbe zu zentralisieren – ein Milliardenprojekt.

Die Stadt ist skeptisch. Man befürchtet, dass der Kanalinhalt in einer Stadt mit ebenem Boden stagnieren und dort vor sich hinfaulen könnte oder, dass die Kanäle durchlässig sein könnten und das Wasser versickert.

Hauptgegner des Großprojektes ist die Landwirtschaft. Bisher hatte die Stadt den Bauern, zusätzlich zum kostenlosen Dünger, pro Abortgrube jährlich 30 Gulden gezahlt.

Ebenfalls Unmut erzeugen die höheren Ausgaben durch die Kanalisation bei den Stadtbewohnern. Pettenkofer spricht regelmäßig in Kommissionssitzungen, schreibt Zeitungsartikel und hält Ansprachen bei einflussreichen Instanzen.

Schließlich hat er Erfolg, 1858 wird mit dem Bau der Kanalisation begonnen. Schon in den 1870er Jahren wird nachgewiesen, dass sich in den kanalisierten Straßen der Typhus vermindert hat.

Alter Münchner Abwasserkanal

Modernisiert, aber bis heute genutzt: Pettenkofers Kanäle

Trotzdem treten immer wieder neue Schwierigkeiten auf: Es gilt, eine Zementzusammensetzung für die Kanalrohre zu finden, die wasserundurchlässig ist. Es müssen Trinkwasseranlagen außerhalb von München entstehen und mit dem Kanalnetz verbunden werden.

Die Wasserverschmutzung an der Isar-Mündung des Kanals muss beobachtet werden. Und schließlich muss Pettenkofer ein funktionierendes Abfließsystem entwickeln, sodass Dreck aus der Kanalisation geschwemmt werden kann.

So wird erst ab 1892, als es möglich wird Fäkalien einzuleiten, aus Münchens Wassertunneln eine Kanalisation im heutigen Sinne. Um 1900 sind schließlich 78 Prozent der Bevölkerung an das Kanalnetz angeschlossen.

Riskanter Selbstversuch

München war von einem stinkenden Moloch zur hygienischen Megametropole geworden. 1883 erhält Pettenkofer für seine Verdienste den erblichen Adel, darf sich von nun an also „von“ nennen, 1896 kommt der Titel „Exzellenz“ hinzu.

Sein Einfluss als Begründer der wissenschaftlichen Hygiene macht sich in ganz Europa bemerkbar. Wien und Berlin wollen Pettenkofer zu sich zu holen, aber er bleibt München treu. Bis heute ist sein Institut für Hygieneforschung eine international renommierte Forschungsanstalt.

Trotz seines großen Erfolges bleibt der Wissenschaftler Pettenkofer weiter ehrgeizig. Er will seinem Kollegen und Rivalen Robert Koch unbedingt noch beweisen, dass die Cholerabakterien allein keine Erkrankung hervorrufen können, sondern dass der Ausbruch der Krankheit immer mit mangelnder Hygiene zusammenhängt……..

Pettenkofers Rivale: Robert Koch

Seinem Leben setzt Max von Pettenkofer Jahre später selbst ein Ende. Als im hohen Alter seine Denkleistung nachlässt, erschießt er sich am 10. Februar 1901 in seiner Wohnung in der Münchner Residenz.

 

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WIE ENT-LARVT sich SPANNY-BOY: ER KÜMMERT sich NICHT um das „VOR-SORGE-PRINZIP“ HINSICHTLICH der MIKRO-WELLEN-KANONE „12345..…“GGGGGGGGGG und hat somit JETZT schon JEDE MENGE MENSCHEN KRANK ge-MACHT bzw beigetragen daß SIE STERBEN z.B: an KREBS usw…….

Das ROBERT-KOCH-INSTITUT ist eine SCHANDE für DEUTSCHLAND es bezieht sich auf einen VERBRECHER

UND NATÜRLICH ist SPAHN  EBENFALLS ein VERBRECHER  da er GENAU WEIß daß diese PAN-DEMIE einzig auf LÜGE und BETRUG BASIERT PFUI PFUI PFUI SPAHN du FALSCHE HÄSSLICHE WIDER-WÄRTIGE RATTE

SPAHN-MERKEL: WIE man sich GEGENSEITIG in den ARSCH KRIECHTCCCCCDUUPROFILIERUNG über die POLITISCHE SEUCHE

SS-SPAHN: STRATEGIE SCHIKANE bis zum 10. APRIL oder auch mit QUERSUMME ERSTER APRIL

DIE AUFTRAG-GEBER SPAHNs also die dessen BEFEHLE SPAHN ausführt wollen die MENSCHEN schikanieren mit einem MENSCHEN-ANSAMMLUNGs-VERBOT OHNE JEDE „FAKTEN-GRUND-LAGE“  – WESHALB: DA SIE WISSEN dass sich die SITUATION des IMMUN-SYSTEMS in einem MONAT so verändern kann dass die ZAHL der sogenannten INFEKTIONEN zurück geht UND was wollen sie dann den MENSCHEN weismachen daß das deshalb passiert ist weil SIE über das MENSCHEN-ANSAMMLUNGs-VERBOT das POLITISCHE CORONA einge-DÄMMT haben

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/ausbreitung-des-coronavirus-jens-spahn-bittet-buerger-um-hilfe-16670951.html

Ausbreitung des Coronavirus : Spahn bittet Bevölkerung um Hilfe

  • Aktualisiert am

Ziel sei es, die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen, so Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Bild: AP

Die Bürger würden gebraucht, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, so Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Das Robert Koch-Institut spricht unterdessen von einer „ernsten Lage“…..

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das ÜBEL „GELD““ZINSES-ZINS – die KRANKHEITs-PROFIT-GIER

„Ivan Illich“: „Enteignung der Gesundheit“ – „Medizin-Analytiker“ – „Die Nemesis der Medizin“ 

Dr. Stefan Lanka über Impfen, AIDS und Gen-Technik (4 von 6)

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https://www.zeit.de/1975/16/der-mahner-von-cuernavaca

Wer ist Ivan Illich? In erster Linie ein Ärgernis für Reaktionäre und linke Ideologen. Für alle aber ein provozierender Anreger, der das Denken revolutioniert: Der Mahner von Cuernavaca

Von Marion Gräfin Dönhoff

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PHARMA-BLATT-SPIEGEL: „Queck-Silber“-  „Zwangs-Impfung““ – „SÜD-TIROL“ – „Queck-Silber“ als „Samen-Killer“

MEERE sind ver-GIFTET

MITOCHONDRIEN werden vom WEIBLICHEN weitergegeben

 

Dr. Stefan Lanka über Impfen, AIDS und Gen-Technik (5 von 6)

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Keiner kann WISSENSCHAFTLICH „GEN““ definieren

Kein „INFLUENZA-VIRUS““ – TAMIFLU

Dr. Stefan Lanka über Impfen, AIDS und Gen-Technik (6 von 6)

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https://www.keine-gentechnik.de/nachricht/33940/

Crispr/Cas: Unerwünschte Doppelgänger im Erbgut

24.02.2020

DNA Gene
Foto: Duncan Hull / flickr, creativecommons.org/licenses/by/2.0-+-

Beim Einbau von Erbgutschnipsel mit der Genschere Crispr/Cas9 in Mäusen entdeckten Wissenschaftler der Universität Münster einen neuen unerwünschten Nebeneffekt. Der vorgesehene neue DNA-Abschnitt war nicht einfach, sondern mehrfach hintereinander eingebaut worden. Die übliche Analysemethode hatte diesen Effekt übersehen.

Gegenüber dem Magazin The Scientist stellten die Wissenschaftler fest, dass ihre Ergebnisse für gentechnische Veränderungen in allen Lebensformen, von Pflanzen bis zu menschlichen Zellen, von Bedeutung sein könnten. Solche Duplikationen könnten zu gefährlichen Mutationen führen oder missgebildete Proteine zur Folge haben. Es sei beunruhigend, schreiben die Münsteraner Forscher in ihrer Arbeit, „dass die üblicherweise angewandte PCR-Analyse in den meisten Fällen nicht in der Lage war, diese mehrfachen Integrationsereignisse zu identifizieren“. Dies führe zu einer fälschlich behaupteten hohen Rate von präzise editierten Genen. Deshalb sollten Kollegen, die mit Crispr DNA-Sequenzen ins Erbgut einbauen, mit genaueren Methoden untersuchen, ob die Genome tatsächlich korrekt verändert worden seien.

The Scientist zitierte Katharina Boroviak, eine britische Gentechnikerin, die sich von dem Fund der Münsteraner Kollegen wenig überrascht zeigte. Sie habe solche Duplikate selbst schon beobachtet. Die meisten erfahrenen Forscher auf diesem Gebiet seien sich wahrscheinlich dieses Effekts bewusst. Die Publikation sei wichtig, damit auch kleinere Labore auf das Problem aufmerksam würden. „Alle reden immer wieder davon, wie großartig Crispr ist und wie wunderbar und so einfach. Aber wenn man sich in die Details vertieft, zeigt sich, was tatsächlich schief läuft und wie oft es tatsächlich schief läuft – öfter als man denkt“, sagte Boroviak.

Der britische Molekularbiologe Ed Bolt bezeichnete die Ergebnisse der Münsteraner gegenüber The Scientist als eine „weitere, warnende Geschichte“, Sie unterstreiche die Notwendigkeit, die DNA-Reparaturprozesse besser zu verstehen. Oberflächlich betrachtet sei Crispr/Cas9 ein einfaches Genom-Editierwerkzeug. Doch um zu funktionieren, sei es auf die DNA-Reparatur angewiesen, ein Prozess, der „schrecklich komplex“ sei und den die Wissenschaft noch nicht gut verstehe. [lf]

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https://www.testbiotech.org/pressemitteilung/unerwartete-effekte-risiken-der-ausbreitung-gentechnisch-veraenderter-organismen

Unerwartete Effekte: Risiken der Ausbreitung gentechnisch veränderter Organismen

Erste systematische Bewertung der Risiken von Nachkommen gentechnisch veränderter Pflanzen
Mittwoch, 4. March 2020

Eine neue wissenschaftliche Publikation in der Fachzeitschrift Environmental Sciences Europe befasst sich mit den spezifischen Umweltrisiken von gentechnisch veränderten Pflanzen, die sich in der Umwelt ausbreiten und vermehren können. Es ist die erste Peer-Review-Publikation, in deren Zentrum die Risiken der Nachkommen von Gentechnik-Pflanzen stehen. Die AutorInnen geben einen Überblick über unerwartete Effekte, die bei den hybriden Nachkommen der Pflanzen auftreten, aber nicht bei den ursprünglichen Pflanzen beobachtet wurden. Damit einhergehende Risiken sind zum Beispiel Invasivität und eine mögliche Destabilisierung von Ökosystemen.

„Wenn die Ausbreitung in natürlichen Populationen nicht verhindert wird, kann das die Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen gefährden. Das Risiko betrifft unter anderem gentechnisch veränderte Pflanzen wie Raps in den USA, Kanada und Australien, Leindotter in den USA, Reis in asiatischen Ländern oder auch Kuhbohnen in Afrika”, sagt Christoph Then, einer der Verfasser der Publikation. „Auch die EU kann davon betroffen sein, wenn sie beispielsweise keimfähige, gentechnisch veränderte Rapskörner importiert. Diese gelangen beim Transport oft ungewollt in die Umwelt. Die daraus entstehenden Pflanzen können in der Umwelt überleben und sich unkontrolliert ausbreiten.“

In vielen Fällen können die Effekte, die bei den hybriden Nachkommen der Pflanzen auftreten, nicht auf Grundlage der Eigenschaften der ursprünglich im Labor veränderten Ausgangspflanzen vorhergesagt werden. In der wissenschaftlichen Literatur werden unter anderem eine größere Anzahl von Samen oder Pollen, erhöhte Stressresistenz und andere biologische Veränderungen beschrieben. Ausgelöst werden diese Effekte durch Umwelteinflüsse oder auch durch Interaktionen im Erbgut der Nachkommen.

Vor diesem Hintergrund schlagen die AutorInnen die Einführung von neuen Ausschlusskriterien vor: Kann eine unkontrollierte Ausbreitung von Gentechnik-Organismen nicht verhindert werden, darf deren Freisetzung nicht genehmigt werden.

„Vor dem Hintergrund von neuen Anwendungen wie Gene Drives und gentechnisch veränderten Insekten wird dieser zusätzliche Schritt in der Risikobewertung immer wichtiger. Diese Organismen können in der Umwelt überdauern und sich vermehren und so zu einer ernsten Bedrohung für Natur- und Artenschutz werden“, warnt Christoph Then.

Die jetzt erschienene Publikation ist ein Ergebnis des internationalen Forschungsprojektes ‚RAGES‘ (Risikoabschätzung gentechnisch veränderter Organismen in der EU und der Schweiz), das von 2016 bis 2019 durchgeführt wurde.

RAGES wurde unabhängig von den Interessen der Gentechnik-Industrie durchgeführt und von der Mercator-Stiftung (Schweiz) finanziert. Das Projekt zeigt eindrücklich, dass, anders als von der Industrie behauptet, die Risiken von Gentechnik-Pflanzen keineswegs ausreichend untersucht werden. Vor dem Hintergrund der aktuellen Forschungsergebnisse beobachtet Testbiotech mit großer Sorge, dass die EU und die USA derzeit über ein Handelsabkommen verhandeln, mit dem die Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen beschleunigt werden soll. Würden diese Pläne umgesetzt, wäre das Vorsorgeprinzips als Grundlage für die politischen Entscheidungen der EU in Frage gestellt. Nach Medienberichten scheint es Pläne zu geben, schon Mitte März erste Entscheidungen zu treffen.

Kontakt:

Christoph Then, Tel 0151 54638040, info@testbiotech.org

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https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/502694/Bayer-zittert-Das-Trojanische-Pferd-namens-Monsanto-steht-kurz-vor-der-Explosion

Bayer zittert: Das Trojanische Pferd namens „Monsanto“ steht kurz vor der Explosion

08.03.2020 07:24

Keine zwei Jahre nach der Übernahme durch Bayer erschüttern die gefährlichen Altlasten von Monsanto den deutschen Konzern. In den USA wird neben den schwelenden Glyphosat-Prozessen nun eine zweite Klagewelle gegen die Leverkusener vorbereitet – diesmal wegen des Monsanto-Pestizids „Dicamba“. Bayers Finanzchef ist derweil überraschend zurückgetreten.

Bayer zittert: Das Trojanische Pferd namens „Monsanto“ steht kurz vor der Explosion

Werner Baumann, Vorstandsvorsitzender von Bayer, und Hugh Grant, Vorstandsvorsitzender von Monsanto. (Foto: dpa)

Mehr zum Thema:  

Die im Juni 2018 abgeschlossene milliardenschwere Übernahme des Konkurrenten Monsanto durch Bayer entpuppt sich immer mehr als schwerwiegender Fehler. In den USA begann kurz nach der Übernahme des in großen Teilen der Öffentlichkeit unbeliebten Konzerns eine Klagewelle gegen Bayer – ausgelöst durch die möglicherweise krebserregende Wirkung des Pestizids Glyphosat in Monsantos Unkrautvernichtungsmittel „Roundup“ – der sich inzwischen fast 50.000 Einzelkläger angeschlossen haben.

Nun wird offenbar eine zweite Front eröffnet. Ende Februar verhängte ein amerikanisches Gericht in Zusammenhang mit Vorwürfen gegen das von Monsanto entwickelte Pestizid „Dicamba“ ein millionenschweres Schadenersatzurteil gegen Bayer und BASF. Eine Geschworenenjury hatte einem Pfirsich-Bauern aus Missouri 15 Millionen US-Dollar Schadenersatz im Zusammenhang mit angeblich durch „Dicamba“ verursachte Ernteschäden zugesprochen und darüber hinaus eine Strafe von 250 Millionen Dollar verhängt.

Zwar urteile ein Berufungsgericht dann eine Woche später, dass Bayer und BASF vorerst nicht für den Strafschadenersatz herangezogen werden könnten, doch das Verfahren ist damit nicht beendet, sondern nur verschoben. Die Unsicherheit über den endgültigen finanziellen Schaden weiterer Klagen besteht weiter, denn abgesehen vom Fall des Pfirsichbauern aus Missouri gibt es Analysten zufolge mehr als 100 weitere Klagen im FallDicamba“.

„Der Missouri-Fall ist der erste, der als Teil eines Massenverfahrens gegen Bayer/BASF wegen Verwehungsschäden geführt wurde“, schrieb Analyst Jonas Oxgaard von Bernstein Research. Und da BASF und Bayer zu den Hauptproduzenten von „Dicamba“ zählten, könnten weitere erhebliche Strafzahlungen auf sie zukommen. „Wird diese erste Summe in Höhe von 265 Millionen US-Dollar, die die beiden Unternehmen zusammen an den Pfirsichbauer zahlen sollen, auf alle laut Medienberichten 140 Fälle angewandt, ergibt sich eine Gesamtschadensumme von umgerechnet rund 33,7 Milliarden Euro“, wird ein Commerzbank-Analyst von der dpa zitiert. Davon dürften etwa zwei Drittel auf BASF entfallen und ein Drittel des potenziellen Schadenrisikos auf Bayer, ergänzte er.

Zwar ist es noch zu früh, eine seriöse Zahl und Wahrscheinlichkeit mit Blick auf weitere Schadenersatzzahlungen zu nennen, doch der Zeitpunkt der „Dicamba“-Klagen kommt für Bayer äußerst ungünstig: Denn gegen den Konzern mit Sitz in Leverkusen sind in den USA ohnehin mehrere Klagen im Zusammenhang mit dem von Monsanto produzierten Unkrautvernichtungsmittel „Roundup“ anhängig, welches das möglicherweise krebserregende Pestizid Glyphosat enthält. Und diese Glyphosat-Klagen haben es in sich: Die Sammelklage gegen Bayer ist mittlerweile auf rund 48.600 Fälle angeschwollen. In drei Prozessen ist der Konzern bereits zu millionenschweren Strafzahlungen verurteilt worden.

Besonders bitter: Schon im Vorfeld der Übernahme 2018 warnten zahlreiche Beobachter Bayer, die Finger von Monsanto zu lassen. Schon seit Jahren gab es eine öffentliche Debatte um das möglicherweise krebserregende Glyphosat und Monsanto gehörte nicht zuletzt deswegen zu den Unternehmen mit dem schlechtesten Ruf weltweit – ein Grund, warum Bayer die Marke Monsanto nach der Übernahme und Integration der Strukturen nicht mehr weiterführte…..

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HIV is Man Made by Noble Prize Winner | FreeHousingProject.com

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Why I Quit Hiv with „Kary Mullis“ –  „Rodney Richards“  https://freehousingproject.com

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Die WHO – Im Griff der Lobbyisten – Doku HD

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14.03.2018

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Bill Gates und das Coronavirus – eine Lovestory

14.854 Aufrufe
21.02.2020

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Erfahre in diesem Video, welchen Einfluss Bill Gates auf die Pharmaindustrie ausübt. This Video is with english subtitles.

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aus dem TEXT:….„Gesundheit ist etwas, was geschützt wird über hygienische Wohnverhältnisse, über gute Ernährung, über Zufriedenheit am Arbeitsplatz, zum Beispiel, über Einkommen – alles Dinge, die nichts mit medizinischem Handeln zu tun haben, aber umso mehr mit sozialen Faktoren. Und wenn man Gesundheit tatsächlich positiv beeinflussen will, dann muss man an dieser Stelle arbeiten…..<<<dass ABER will GATES nicht – ER WILL die KINDER LIEBER mit GIFT SPRITZEN – DENN wer würde in AFRIKA bei IMPF-SCHÄDEN schon KLAGEN – WENN dass in DEUTSCHLAND schon ein  „SPIESS-RUTEN-LAUF“ ist……>>>

….Radikale Rhetorik ohne Folgen

Längst jedoch steht fest, dass Big Food noch gefährlicher ist als Big Tobacco. Vor allem aggressives Marketing von zucker-, fett- und salzreichem Junkfood hat dazu geführt, dass heute zwei Milliarden Menschen übergewichtig sind; <<<<<<2016 starben allein in „China“ 1,3 Millionen Menschen an Diabetes. >>>>>>Die Nahrungsmittelindustrie müsste also mindestens so stark reguliert

https://www.deutschlandfunkkultur.de/unabhaengigkeit-der-weltgesundheitsorganisation-gefaehrdet.976.de.html?dram:article_id=423076

Unabhängigkeit der Weltgesundheitsorganisation gefährdet

Was gesund ist, bestimmt Bill Gates

Von Thomas Kruchem

Bill Gates vor einer Karte Südamerikas. Mit dem Finger zeigt er auf Ecuador. (imago / photothek)
Bill Gates, Gründer der Firma Microsoft: Seine Bill-Gates-Stiftung gehört zu den Hauptgeldgebern der WHO – und verdient zugleich an Coca-Cola mit. (imago / photothek)

80 Prozent ihres Budgets bezieht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) inzwischen aus zweckgebundenen Spenden. Damit üben die Geldgeber maßgeblichen Einfluss aus – und bringen oft eigene wirtschaftliche Interessen mit.

Depression. Mehr als 320 Millionen Menschen weltweit leben mit dieser Krankheit. Viele können nicht arbeiten, sehen sich Vorurteilen ausgesetzt, werden stigmatisiert. Depressionen können, im schlimmsten Fall, zum Selbstmord führen. Trotzdem werden die meisten Betroffenen nicht behandelt, in Entwicklungsländern bis zu 90 Prozent.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO lancierte 2017 eine Aufklärungskampagne zu Depressionen, die viel von ihrem Schrecken verlieren, wenn man offen damit umgeht.

Ähnliches gilt für andere Krankheiten, deren Opfer sozialer Stigmatisierung ausgesetzt sind – so wie Bisnumaya, Bewohnerin eines Lepra-Heims im Westen Nepals:

„Ich war 23, seit fünf Jahren verheiratet und hatte zwei Kinder, als ich immer mehr weiße Flecken an meinen Händen und Füßen entdeckte. Irgendwann fühlte ich meine Zehen und Finger nicht mehr. Meine Familie schickte mich ins Krankenhaus, wo die Ärzte sagten, ich hätte Lepra. Als ich zurück nach Hause kam, war mein Mann nach Indien verschwunden. Er hatte dort eine andere Frau geheiratet. Ich lebte dann mit den Kindern bei meiner Mutter. Mit der Zeit aber bekam ich immer mehr Wunden und Geschwüre an Füßen wie Händen – und die Leute begannen zu sagen: Bisnumaya hat Lepra. Bisnumaya darf kein Wasser schöpfen von der Quelle, die wir benutzen.“     

Bisnumaya ist inzwischen geheilt – dank einer Kombinationstherapie, die die WHO und der Schweizer Pharma-Konzern Novartis allen Leprakranken weltweit kostenlos zur Verfügung stellen. Und: Dank des von der WHO koordinierten Kampfes gegen die Krankheit gab es Ende 2015 gerade noch 176.000 Leprakranke. 1985 waren es 5,2 Millionen.

Die Krise der WHO

Die 1948 gegründete WHO ist die Gesundheitsorganisation der Vereinten Nationen. Sie wird von 194 Mitgliedstaaten getragen und hat 8000 Mitarbeiter. Die WHO definiert, international verbindlich, Krankheiten. Sie setzt Standards für deren Behandlung, den Umgang mit Umweltgiften und den Schutz vor nuklearen Gefahren. Zu den Aufgaben der Weltgesundheitsorganisation zählt es auch, Mitgliedsstaaten beim Aufbau von Gesundheitssystemen zu unterstützen und bei Epidemien selbst operativ tätig zu werden. Als ihren größten Erfolg sehen WHO-Mitarbeiter die Ausrottung der Pocken 1980.

Das Gebäude der WHO in Genf. (dpa/pa/epa Keystone Di Nolfi)Das Gebäude der WHO in Genf. (dpa/pa/epa Keystone Di Nolfi)

2003 verabschiedete die Mitgliederversammlung eine Konvention zur Eindämmung des Tabakkonsums. Seit 2004 gelten Gesundheitsvorschriften, die den grenzüberschreitenden Umgang mit Epidemien regeln – lebenswichtig in einer Zeit blitzartig um den Globus rasender Krankheitserreger. Kurz, die WHO sei unverzichtbar für unser aller Gesundheit, sagt Thomas Gebauer, Geschäftsführer der Gesundheitsorganisation Medico International und Mitbegründer der Initiative Global Health Watch, die einen alternativen Weltgesundheitsbericht herausgibt.

Das Problem: Die WHO befinde sich in einer tiefen Krise, die zunehmend ihre Handlungsfähigkeit im Interesse öffentlicher Gesundheit weltweit lähme.

In der Tat meldet der US-Fernsehsender CNN am 14. März 2017, Präsident Donald Trump habe einen Haushaltsentwurf vorgelegt, der die US-Zuwendungen an UN-Organisationen wie die WHO um fast die Hälfte reduziert. Die WHO werde jetzt noch abhängiger von Geldgebern mit ganz eigenen Interessen – von Geldgebern wie dem reichsten Mann der Welt.

WHO zu 80 Prozent abhängig von Spenden

„Wenn Bill Gates morgen sagt: Ich habe kein Interesse mehr an Gesundheit, ich investiere mein ganzes Geld in Erziehungsfragen, zum Beispiel wäre die WHO am Ende“, sagt der indische Arzt und Gesundheitsaktivist Amit Sengupta aus Neu Delhi. „Er könnte es machen. Niemand könnte ihn daran hindern.“

Bill Gates spricht auf einer Pressekonferenz in Berlin. (picture alliance / dpa / Bernd von Jutrczenka)Bill Gates‘ Stiftung zählt zu den wichtigsten Geldgebern der WHO. (picture alliance / dpa / Bernd von Jutrczenka)

Die Finanzierung der Weltgesundheitsorganisation und damit deren Arbeit habe sich über die Jahre dramatisch verändert, erklärt Sengupta. Früher lebte die WHO überwiegend von Pflichtbeiträgen der Mitgliedstaaten – bemessen nach Bevölkerung und Sozialprodukt.

1993 jedoch setzten die USA durch, dass die Pflichtbeiträge eingefroren wurden. Deren Anteil am Budget der WHO sank daraufhin kontinuierlich – auf heute gerade noch 20 Prozent. Zu 80 Prozent ist die WHO abhängig geworden von Spenden wohlhabender Regierungen, Stiftungen und Pharma-Unternehmen. Fast alle diese Spenden seien zweckgebunden, erklärt Sengupta. Allein die Spender bestimmten, wofür die WHO Geld ausgeben dürfe und wofür nicht.

Ähnliches gelte für die Welternährungsorganisation FAO. Das Welternährungsprogramm und das Kinderhilfswerk UNICEF seien sogar komplett abhängig von milden Gaben. Von einer zunehmenden Privatisierung vieler UN-Organisationen spricht der indische Aktivist.

„Es handelt sich um einen Angriff auf das UN-System insgesamt. Dieses System, das von Mitgliedsstaaten betrieben wird, um staatliches Handeln weltweit zu verbessern, will man ersetzen durch ein System, in dem private Stiftungen und Konzerne eine wichtige Rolle spielen. Die bedenkliche Entwicklung der WHO in den letzten Jahren und das von den USA durchgesetzte Einfrieren der Mitgliedsbeiträge sind dafür nur ein Beispiel.“

Pures Finanzierungschaos

Der Schweizer Gaudenz Silberschmidt, Direktor im Genfer Generaldirektorat der WHO, zuckt mit den Schultern. Ständig liege er den Mitgliedstaaten in den Ohren, sie sollten die WHO endlich wieder aus ordentlichen Beiträgen finanzieren oder zumindest die freiwilligen Zuwendungen erhöhen:

„Idealerweise würden alle Länder dreimal so viel freiwillige Beiträge wie Pflichtbeiträge geben. Es gibt Länder wie Norwegen und Schweden, die geben siebenmal so viel. Die USA gibt praktisch dreimal so viel. Die Schweiz gibt zweieinhalbmal so viel. Deutschland hat begonnen, jetzt die Beiträge zu erhöhen, dass sie jetzt unterdessen ein bisschen mehr freiwillige Beiträge als Pflichtbeiträge geben. Von Österreich kriegen wir ein Hundertstel so viel freiwillige Beiträge wie Pflichtbeiträge.“

Jede WHO-Abteilung für sich müsse heute nach Spendern suchen, um ihre Aufgaben erfüllen zu können, erklärt ein anderer WHO-Insider. Manche Abteilungen hätten mehr Geld, als sie ausgeben können. Andere, wie die Abteilung für essenzielle Medikamente, nahezu gar nichts. Es herrsche das pure Finanzierungschaos.

Der Ebola-Schock und das Geld

Dieses Chaos zeigte sich, zum Beispiel, als 2014 eine Ebola-Epidemie in Westafrika außer Kontrolle geriet. Zum einen hatte es die WHO jahrelang versäumt, den notorischen Krisenstaaten Sierra Leone, Guinea und Liberia beim Aufbau eines effizienten und robusten Gesundheitssystems zu helfen. Zum anderen reagierte die Organisation viel zu langsam auf die Epidemie. Sie hatte kein Geld, um schneller aktiv zu werden.

„Ein paar Jahre davor wurden der WHO die Gelder für die Vorsorge von solchen Situationen massiv gekürzt von den Mitgliedstaaten, von den Gebern. Und das war der Preis, den wir zu zahlen hatten. Bei Ebola ging es vier Monate zwischen unserem ersten Appell für Gelder, bis wir Gelder gekriegt haben.“

Ein Mann geht in Liberias Hauptstadt Monrovia an einer roten Wandmalerei vorbei, die vor dem Ebola-Virus warnt (picture alliance / dpa / Ahmed Jallanzo)Eine Wandmalerei in Liberias Hauptstadt Monrovia warnt vor dem Ebola-Virus (picture alliance / dpa / Ahmed Jallanzo)

Immerhin: Der Ebola-Schock motivierte einige Geldgeber, der WHO einen Notfallfonds für Epidemien zu spendieren, der nun binnen 24 Stunden mobilisierbar ist. Zu diesen Geldgebern zählt der bereits erwähnte Bill Gates: mit 80 Milliarden US-Dollar Vermögen der reichste Mensch der Welt und Herr der „Bill- und Melinda Gates Stiftung“, die über ein Kapital von 43 Milliarden Dollar verfügt.

Bill Gates‘ Stiftung investiert jährlich vier Milliarden

Die Stiftung gebe jährlich vier Milliarden Dollar aus, sagt der Präsident ihres Programms für globale Entwicklung, Chris Elias. Das Geld fließt in einen „Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria“, in die medizinische Forschung, in Impfpartnerschaften mit Pharmakonzernen. Der Weltgesundheitsorganisation stiftet Gates für die Jahre 2016 und 2017 629 Millionen Dollar. Das sind über 14 Prozent ihres Budgets von 4,4 Milliarden Dollar. Die Gates-Stiftung sei, nach den USA, der zweitgrößte Geber der WHO, erklärt Chris Elias.

„In unserer Zusammenarbeit mit der WHO und anderen Organisationen konzentrieren wir uns darauf, Kindersterblichkeit weltweit zu reduzieren. Wir unterstützen Kampagnen gegen Durchfall- und Lungenerkrankungen. Wir fördern die Suche nach Malaria-Impfstoffen, den Kampf gegen Mangelernährung – also insgesamt Programme, die die Gesundheit von Müttern und Kindern verbessern.“

Insgesamt hat die Gates-Stiftung der WHO seit der Jahrtausendwende 2,5 Milliarden Dollar gespendet – 1,6 Milliarden davon für die Ausrottung von Polio, einer Krankheit, an der bis vor wenigen Jahrzehnten auch Kinder hierzulande litten.

Erfolg im Kampf gegen Polio

In der nordnigerianischen Stadt Kano sitzen noch heute Menschen wie der 40-jährigen Najibe in schäbigen Rollstühlen, die Beine grotesk verkrümmt. Najibe versucht, mit Betteln, kleinen Diensten und Gesang zu überleben.

„Mit zwei Jahren bekam ich Polio. Weil danach meine Beine gelähmt waren, verbrachte ich meine gesamte Kindheit im Haus. Ich konnte nicht zur Schule gehen oder Fußball spielen. Ich konnte weder Soldat noch Polizist werden und hatte auch keine Freunde. Allen war ich nur eine Last.“

„Bei der Ausrottung von Polio haben wir gewaltige Fortschritte erzielt. 2016 gab es nur 37 Fälle weltweit – in Pakistan, Afghanistan und Nigeria. In diesen drei Ländern kommt die Krankheit heute noch vor. Und wir haben unsere Anstrengungen dort, sie endgültig auszurotten, noch einmal verstärkt. Sehr bald werden wir hoffentlich den letzten Fall einer Polioerkrankung sehen.“

Strategie schneller Erfolge zulasten von Aufbau-Arbeit

Der deutsche Gesundheitsexperte Thomas Gebauer respektiert die großen Verdienste der Gates-Stiftung. Sie habe zweifellos Millionen Menschen das Leben gerettet. Ebenso zweifellos jedoch übe Bill Gates pure Macht aus: Wie ein Alleinherrscher zur Zeit des Feudalismus setze er weltweit sein Konzept von Gesundheitsarbeit durch.

„Das ist das typische Konzept von Unternehmern, von Managern, die sagen: Wir können die Welt ändern oder wir können die Welt gestalten aufgrund von Management, ein bisschen Wissenschaft und Kapital.“

Thomas Gebauer spricht vor blauem Hintergrund auf einem Podium (imago/Jürgen Heinrich)Thomas Gebauer kritisiert die Haltung der Gates-Stiftung (imago/Jürgen Heinrich)

Die Gates-Stiftung investiere ihr Geld vor allem in technische Maßnahmen gegen Infektionskrankheiten, erklärt Gebauer. Sie investiere in Impfkampagnen und die Verteilung von Medikamenten oder Malarianetzen. Solche Maßnahmen zeigten schnell messbare Erfolge. Sie motivierten andere Geber, ihr Engagement mit dem der Stiftung zu verbinden.

Das aber führe dazu, das andere wichtige Aufgaben vernachlässigt werden – der Aufbau funktionierender Gesundheitssysteme in armen Ländern zum Beispiel. „Ja“, sagt WHO-Direktor Gaudenz Silberschmidt.

„Diese Tendenz stimmt – und wir sind uns dessen bewusst. Aber wir sind auch im Dialog, der dazu beigetragen hat, dass die Gates-Stiftung und Bill und Melinda Gates selber verstanden haben: Es geht nicht ohne eine Stärkung der Gesundheitssysteme.“

Der Einfluss der Lebensverhältnisse

Dessen ungeachtet hat die WHO keine Wahl, als die zweckgebundenen Spenden ihres wichtigsten Geldgebers auch zweckgerecht auszugeben. Die führende Gesundheitsinstanz weltweit tanze also nach der Pfeife eines Mannes, sagen Kritiker wie Thomas Gebauer. Auf der Strecke bliebe, neben Gesundheitssystemen in armen Ländern der Kampf gegen soziale Ursachen von Krankheit.

Gesundheit werde nur zu einem geringen Teil durch ärztliches Handeln beeinflusst, erklärt Gebauer. Viel wichtiger seien die Lebensverhältnisse des Einzelnen. Menschen, die ihre Kindheit in Elendsvierteln verbringen, hätten eine weit geringere Lebenserwartung als Menschen, die in wohlhabenden Vierteln aufwachsen. Das gelte auch für Europa: Im schottischen Glasgow liege der Unterschied bei 27 Jahren, in Deutschland bei zehn Jahren.

Ein Junge reicht einem anderen Kind eine Trinkflasche. (Deutschlandradio - Carsten Upadek)Wer unter kritischen Hygienebedingungen aufwächst – wie diese Kinder in der Mangueira – hat meist eine geringere Lebenserwartung (Deutschlandradio – Carsten Upadek)

*—*„Gesundheit ist etwas, was geschützt wird über hygienische Wohnverhältnisse, über gute Ernährung, über Zufriedenheit am Arbeitsplatz, zum Beispiel, über Einkommen – alles Dinge, die nichts mit medizinischem Handeln zu tun haben, aber umso mehr mit sozialen Faktoren. Und wenn man Gesundheit tatsächlich positiv beeinflussen will, dann muss man an dieser Stelle arbeiten.*—* Und da hat die WHO in den 80er-Jahren eine Kommission gehabt, die sich mit genau diesen sozialen Fragen befasst hat und zu dem Ergebnis gekommen ist, *—-*dass der wesentliche Killer nicht irgendein Virus ist, nicht irgendeine Krankheit. Sondern die meisten Todesfälle existieren aufgrund von sozialer Ungleichheit.“*—*

Chronische Armut begünstigt tödliche Krankheiten

Weniger Menschen als früher verhungern heute, sagen die Statistiken. Zugleich jedoch wächst die Ungleichheit. Und immer mehr Menschen vegetieren in bedrückender Armut dahin – zum Beispiel in Tansanias Hauptstadt Daressalam.

Dort lebt die Familie Maneno am Ende eines dunklen Gangs unter der Einflugschneise des Flughafens. In einer fensterlosen Kammer von zwölf Quadratmetern teilen sich Mutter Rama, Tochter Ashazi und zwei Enkel ein Bett und ein Sofa. Die 30-jährige Ashazi ist zum Skelett abgemagert. Sie kann kaum mehr trinken.

„Tuberkulose Endstadium“, sagt der Arzt Blasdus Njako. Ashazi werde sehr bald sterben. Den Erreger ihrer Krankheit, das Mycobakterium tuberculosis, trägt fast jeder dritte Mensch in sich. Zum Ausbruch kommt die Krankheit aber nur bei nachhaltig geschwächtem Immunsystem – infolge von HIV/Aids oder von chronischer Armut.

Eine Frau in einem Krankenhaus ist an ein Beatmungsgerät angeschlossen (picture alliance / dpa / Denis Meyer )Tödliche Tuberkulose – hier ist eine junge Inderin von der Krankheit betroffen. Armut kann den Ausbruch der Krankheit begünstigen. (picture alliance / dpa / Denis Meyer )

„In Daressalam haben wir große Gebiete ohne sanitäre Infrastruktur, wo die Ärmsten der Armen elende Hütten bauen – mit kleinsten Fenstern, fast ohne Belüftung. Und in einem Raum schlafen bis zu 15 Personen. Dieses Leben Hunderttausender Menschen auf engstem Raum fördert natürlich die Ausbreitung der Tuberkulose. Und weil immer noch mehr Zuwanderer aus ländlichen Regionen nach Daressalam strömen, nimmt die Tuberkulose hier weiter zu. Derzeit tritt ein Viertel aller Tuberkulosefälle Tansanias in dieser Stadt auf.“

Jahr für Jahr erkranken zehn Millionen Menschen an Tuberkulose. In schon 500.000 Fällen sind die Erreger resistent gegen fast alle Medikamente. Die Behandlung ist extrem teuer. Fast zwei Millionen Tuberkulose-Patienten sterben jedes Jahr. Und sinken werden diese Zahlen nur, wenn der Krankheit der soziale Nährboden entzogen wird.

Woher stammt das Geld der Gates-Stiftung?

Zurück zu Bill Gates, dem zweitwichtigsten Geldgeber der WHO. Nicht nur Gates übe Macht auf die WHO aus, sagt Thomas Gebauer. Das täten auch die Konzerne, mit denen die Gates-Stiftung ihr Geld erwirtschaftet.

„Woher kommen eigentlich die Mittel, die Bill Gates einsetzen kann? Diese Frage wird kaum gestellt. Er hat das Geld ja aus Anlagevermögen. Er legt sein Kapital in bestimmten Industriezweigen an, die, wenn man genau hinschaut, allesamt etwas zu tun haben mit krankmachenden Bedingungen.“

Cola-Flaschen stehen in einem Kasten (AFP / Lionel Bonaventure )Gates‘ Stiftung hält Anteile an Coca-Cola (AFP / Lionel Bonaventure )

Laut ihrer Steuererklärung für 2015 hält die Gates-Stiftung direkt Coca-Cola-Aktien im Wert von 500 Millionen und Aktien des weltgrößten Supermarktkonzerns Walmart im Wert von einer Milliarde Dollar. Hinzu kommen Beteiligungen an den Nahrungsmittelkonzernen PepsiCo, Unilever, Kraft-Heinz, Mondelez und Tyson Foods; an den Alkoholkonzernen Anheuser-Busch und Pernod; an den Pharma-Konzernen GlaxoSmithKline, Novartis, Roche, Sanofi, Gilead und Pfizer.

Die Gates-Stiftung hält außerdem Anteile im Wert von fast zwölf Milliarden Dollar am Berkshire Hathaway Trust des Investors Warren Buffett. Der Trust wiederum besitzt Coca-Cola-Aktien im Wert von 17 Milliarden Dollar und Kraft-Heinz-Aktien im Wert von 29 Milliarden Dollar.

Der Einfluss von Big Pharma und Big Food

Für die Gates-Stiftung heißt dies: Je mehr Profite die genannten Firmen machen, desto mehr Geld kann sie für die WHO ausgeben. Für die WHO heißt es: Mit jeder Maßnahme gegen gesundheitsschädliche Aktivitäten der Süßgetränke-, Alkohol- und Pharmaindustrie würde die WHO die Gates-Stiftung daran hindern, das Geld zu erwirtschaften, mit dem die Stiftung die WHO finanziert.

Kurz, die Weltgesundheitsorganisation steckt in einem klassischen Interessenkonflikt, der sie in ihren Handlungsmöglichkeiten schwächt und der angesichts ihrer finanziellen Abhängigkeit von der Gates-Stiftung unter den gegenwärtigen Bedingungen kaum aufzulösen ist.

Big Pharma, die Pharmakonzerne, und Big Food, die Nahrungsmittelkonzerne, nutzten skrupellos genau diesen Interessenkonflikt der WHO, sagt der indische Gesundheitsexperte Amit Sengupta. Die Konzerne bauten systematisch ihren Einfluss auf die WHO aus und gingen dabei ganz unverblümt vor. Bei der Sitzung des WHO-Exekutivrats im Januar 2017, zum Beispiel, sei die Regierung Italiens durch Mitarbeiter des Süßwaren-Konzerns Ferrero vertreten worden – berichtet ein WHO-Insider. Und einen wichtigen Etappensieg bei ihrem Kampf um mehr Einfluss auf die WHO erzielten die Konzerne im Mai 2016.

Damals beschloss die Mitgliederversammlung der WHO neue Rahmenbedingungen für das Engagement nicht-staatlicher Akteure. Danach dürfen sich nun, ganz offiziell, auch kommerzielle Unternehmen in WHO-Arbeitsgruppen engagieren. Das war früher gemeinnützigen Organisationen vorbehalten.

„Bei solchem Engagement geht es den Unternehmen vor allem darum, in Arbeits- und Einsatzgruppen zu sitzen. Denn die treffen de facto die meisten Entscheidungen der WHO. Sitzen nun Vertreter kommerzieller Unternehmen in solchen Gremien, haben sie zwangsläufig großen Einfluss auf die Arbeit der WHO.“

Milliardenverdienst dank Schweinegrippe-Panik

Das funktionierte auch schon früher – nur etwas verdeckter. So saß vor einigen Jahren in einem geheim tagenden Gremium zur Einschätzung von Epidemien die Französin Marie Paul Kieny. Sie war Leiterin der WHO-Impfstoffabteilung und hatte zuvor für einen Impfstoffhersteller gearbeitet. Als dann 2009 die mit der Schweinegrippe verbundenen Gefahren beurteilt werden mussten, kam es dazu,…

…dass ein kleines Gremium innerhalb der WHO diesen globalen Notstand ausgerufen hat und im Hintergrund schon die Industrien sozusagen ihre Impfstoffe produziert haben, die sie dann verkaufen konnten. Gleichzeitig ist über diese Bedrohungslage, die erzeugt worden ist durch die WHO, ein Gefühl der Angst entstanden weltweit. Und Regierungen waren sozusagen gezwungen, um dieser Angst zu entsprechen, diese Lager von Präparaten anzulegen.“

Eine Greifzange greift in einen großen Haufen Verpackungen in einer Müllanlage (imago/Christian Schroedter )Entsorgung von eingelagertem Impfstoff: Allein die Bundesregierung musste Impfstoff im Wert von 450 Millionen Euro entsorgen (imago/Christian Schroedter )

Allein die deutsche Regierung kaufte Impfstoffe und Grippemittel für 450 Millionen Euro. Als die von der WHO ausgerufene Pandemie dann ausblieb, mussten die Medikamente vernichtet werden. Big Pharma aber hatte Milliarden verdient – wenngleich eine Untersuchungskommission zu dem Schluss kam, die Pharmaindustrie habe WHO-Entscheidungen zur Schweinegrippe nicht beeinflusst.

Noch schwerer als in solchen Fällen wiegt Einfluss der Konzerne auf die WHO, wenn damit die Gesundheit ahnungsloser Menschen geschädigt wird. In der Satzung der WHO steht, dass sie die Gesundheit von Menschen weltweit schützen soll – auch und gerade mit verbindlichen Regelwerken, die krankmachende Industriebetriebe in die Schranken weisen. Tatsächlich hat die WHO in fast 70 Jahren gerade ein solches Regelwerk zustande bekommen: die Rahmenkonvention zur Eindämmung des Tabakgebrauchs von 2003, die sich als überaus wirksam erwiesen hat.

Radikale Rhetorik ohne Folgen

Längst jedoch steht fest, dass Big Food noch gefährlicher ist als Big Tobacco. Vor allem aggressives Marketing von zucker-, fett- und salzreichem Junkfood hat dazu geführt, dass heute zwei Milliarden Menschen übergewichtig sind; 2016 starben allein in China 1,3 Millionen Menschen an Diabetes. Die Nahrungsmittelindustrie müsste also mindestens so stark reguliert werden wie die Tabakindustrie, sagen Experten.

Am 10. Juni 2013, bei einer globalen Konferenz zur Förderung von Gesundheit in Helsinki, sah es so aus, als ob WHO-Generaldirektorin Margaret Chan tatsächlich Produzenten krankmachenden Junkfoods aufs Korn nehme.

„Das öffentliche Gesundheitswesen muss gegen Big Food und Big Alcohol kämpfen. Diese Industrien fürchten Regulierung und schützen sich mit den gleichen Taktiken. Dazu zählen Frontorganisationen, Lobbying und Versprechen, sich selbst zu regulieren. Dazu gehören auch Gerichtsprozesse, sowie von der Industrie finanzierte Forschung, die wissenschaftliches Beweismaterial verdreht und in der Öffentlichkeit Zweifel sät.

Die Taktiken der Industrie beinhalten überdies Geschenke, Stipendien und Beiträge zu ehrenwerten Anliegen – was die Unternehmen als respektable Unternehmensbürger erscheinen lässt. Außerdem versucht die Industrie, die Verantwortung für gesundheitliche Schäden dem Einzelnen aufbürden und staatliche Regulierung als Einschränkung persönlicher Freiheit zu porträtieren. Hier haben wir es mit fürwahr furchterregenden Gegnern zu tun, die Marktmacht problemlos in politische Macht verwandeln.“

Chan habe geredet wie eine militante Aktivistin, erinnert sich Thomas Gebauer. „Das ist uns allen aufgefallen, den Gesundheitsaktivisten in aller Welt, dass die Rhetorik von Margaret Chan immer sehr radikal gewesen ist. Aber in der Praxis der WHO spielte das dann keine Rolle.“

Der Filz zwischen WHO und Nahrungskonzernen

Ein Grund dafür könnte der Einfluss von Big Food in mit Ernährung befassten WHO-Gremien sein: In einer WHO Kommission, die Richtlinien für den Zucker-, Salz- und Fettgehalt menschlicher Nahrung erarbeitet, fand die Nachrichtenagentur Reuters 2012 drei Experten mit finanziellen Beziehungen zu Big Food – in zwei Fällen zu Nestlé, in einem zu Unilever.

Die Zentrale des weltweit größten Lebensmittelkonzerns Nestlé im Schweizerischen Vevey (AFP / FABRICE COFFRINI)Die Zentrale des weltweit größten Lebensmittelkonzerns Nestlé im Schweizerischen Vevey (AFP / FABRICE COFFRINI)

Von Coca-Cola nehmen wir kein Geld an“, sagt WHO-Direktor Gaudenz Silberschmidt. Tatsächlich hat ein mit ernährungsbedingten Krankheiten befasstes WHO-Forum 50.000 US-Dollar von Coca-Cola genommen und dazu je 150.000 von Nestlé und Unilever. Das fanden Reuters-Rechercheure ebenfalls 2012 heraus. Vom Einfluss der Nahrungsmittelindustrie auf die WHO und der weltweiten Pandemie an Fettleibigkeit und Diabetes profitiert derweil auch Big Pharma: Der weltweite Umsatz mit Diabetes-Medikamenten hat 2017 etwa 55 Milliarden US-Dollar erreicht.

„Dahinter steckt, wie ich finde, eine schon fast perverse Arbeitsteilung“, sagt Thomas Gebauer. „Dass auf der einen Seite die Getränkeindustrie, die große Nahrungsmittelindustrie, wesentlich dazu beiträgt, dass diese Krankheiten sich in den Ländern des Südens, in aller Welt ausbreiten können. Und auf der anderen Seite dann die Pharmaindustrie und die medizintechnische Industrie sozusagen die Antworten liefert. Und da kann doppelt verdient werden: Einmal an der Verursachung des Problems und dann an der Behandlung des Problems.“

Silberschmidt will Transparenz gewährleisten

Die Pharmaindustrie ist heute die profitabelste Branche überhaupt – dank astronomisch hoher Preise für, zum Beispiel, gut wirkende neue Krebsmedikamente. Die zehn größten Konzerne machten 2016 400 Milliarden Dollar Umsatz. Der größte, Pfizer, erwirtschaftete eine Umsatzrendite von satten 17 Prozent.

WHO-Direktor Gaudenz Silberschmidt will nun wenigstens für Transparenz sorgen. Auf der Basis des neuen Rahmens für das Engagement nicht-staatlicher Akteure will er durchsetzen, dass jeder, der mit der WHO zu tun hat, seine Karten auf den Tisch legt.

„Wir sind jetzt am Prozess in den kommenden eineinhalb Jahren anzuschauen: Welche Organisation ist wie aufgebaut? Und wir werden in Zukunft nicht nur die Firmen selber als Privatsektor behandeln, sondern auch Organisationen, die unter starkem Einfluss vom Privatsektor stehen. Kennen Sie eine andere Organisation, die von allen Akteuren, mit denen sie zusammenarbeitet, den gesamten Vorstand, die gesamte Finanzierungsstruktur, die Aktivität auf dem Internet publiziert? Die WHO wird die erste sein, die das macht.“

„Es bräuchte wohl eine kleine Revolution“

Im Genfer Gebäude des Weltkirchenrats hat Thomas Schwarz ein kleines Büro. Er ist Initiator des Geneva Global Health Hub, eines Informationsdienstes zu Fragen internationaler Gesundheitspolitik. Schwarz erzählt mit bisweilen resigniertem Unterton aus der Geschichte der WHO, die sich im Laufe der Jahrzehnte immer mehr in Abhängigkeiten verhedderte und immer weniger handlungsfähig wurde. Aber man dürfe nie aufgeben.

„Wir haben ja unseren Traum: Wir möchten eine starke, unabhängige WHO, die öffentliche Gesundheit vertritt. Die das Menschenrecht auf Gesundheit gegenüber kommerziellen Interessen einfach verteidigt. Die an den Grundlagen der Gesundheit und an den krankmachenden Verhältnissen arbeitet und da eine starke Stimme ist. Die in diesen globalen politischen Prozessen selbstbewusst eine Führungsrolle inne hat.“

Erneut sagt Thomas Schwarz „aber“ und schüttelt nachdenklich den Kopf.

„Ich denke, die Zeit für eine Stärkung solcher Institutionen ist nicht da. Es ist die Zeit der nationalen Interessen. Es ist die Zeit des Populismus und das heißt auch der einfachen, griffigen, schnellen, billigen Lösungen. Es ist immer noch die Zeit der Schwächung der Staaten, auch der finanziellen Schwächung der Staaten zu Gunsten einer stärkeren Wirtschaft. Es bräuchte wohl eine kleine Revolution, auch eine gesellschaftliche. Es braucht eine wirklich ungeduldige und fordernde Zivilgesellschaft, die sich gegenüber diesen wirtschaftlichen Partikularinteressen endlich mal deutlicher zu Wort meldet. Und ich spüre das zu wenig.“

(leicht aktualisierte Wiederholung vom 16.05.2017)

Mehr zum Thema

 

Weltgesundheitsorganisation – Der verhängnisvolle Einfluss der Pharmakonzerne
(Deutschlandfunk Kultur, Interview, 16.05.2017)

 

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Pocken durch Pockenimpfung – die unbequeme Wahrheit von Dr. Gerhard Buchwald

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19.11.2017

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Dies ist ein Ausschnitt aus dem Video: Die Sinnlosigkeit von Impfungen; Vortrag von Dr. Gerhard Buchwald, 2005, Anhang Buchempfehlung https://www.youtube.com/watch?v=qg8Uj… …den ich grafisch etwas aufbereitet habe. Hier kann man sich das Buch “Der Impf-Friedhof” auf der Seite von Hans Tolzin runterladen. https://www.tolzin.de/download/Impf-F… Ich habe versucht, das, was ich über Impfungen weiß in einer möglichst konzentrierten Form zusammenzustellen. Hier ist das vorläufige Ergebnis als PDF. http://www.mediafire.com/file/xiq6f73… Dass die Pockenimpfungen auf eine perverse Art doch einen Sinn hatten, wird hier von Johann Loibner gezeigt. https://youtu.be/DfennwuNn58?t=51m30s

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siehe auch „AIDS-BETRUG““

und auch „AUF der SUCHE nach der WAHRHEIT über AIDS……

„IMPF-KINDES-MISSBRAUCH““

Muriel: Zweite 7-fach-Zwangsimpfung Kinderklinik Graz 09.10.09

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Die kleine Muriel Seebald erhält auf gerichtliche Anordnung ihre zweite Zwangsimpfung (7-fach-Impfung) am 9. Oktober 2009 in der Kinderklinik Graz, auf dem Arm der hilflosen Mutter Barbara Seebald, der die Staatsbediensteten extra und ungesetzlich (da keine gesetzliche Grundlage vorhanden für Zwangsimpfungen) das Sorgerecht (Obsorge in Österreich) entzogen haben (Rechtsbeugungen durch Ämter und Richter, ohne daß ein wirksames Rechtsmittel möglich ist und ohne, daß dies jemanden zu stören scheint), weil die Mutter nicht an die Virus-Religion und Impf-Religion glauben und sich auch auf keinen Ablaßhandel einlassen wollte. Die Mutter soll angeblich HIV-positiv sein, ohne krank zu sein, nur anhand willkürlicher Laborwerte mit ungeeichten Tests, die gar keine Viren messen, sondern nur körpereigene Eiweiße. Und wegen des HIV-Betrugs bei der Mutter soll die Impflüge zwangsweise an der Tochter angewandt werden, weil die Behörden und Gerichte glauben (oder tun sie nur so?), daß das Impfgift trainiert und gesund hält. Zwei Aberglauben, staatlich exekutiert an einer unschuldigen Familie in Österreich (nicht in Nordkorea). Wo sind die vielen Kinderschutzbunde, Menschenrechtsorganisationen? Alle schauen weg, denn es passiert ja nicht China oder Afrika, sondern mitten in Europa.

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VERBRECHER nisten sich in MACHT-POSITIONEN ein: EIGENTLICH sollte dieses BIEST schon lange weggesperrt sein ABER da es hier kein RECHT gibt ist SIE noch auf „freiem FUSS““

Das widerliche ABSCHEULICHE HÖCHST-KRIMINELLE DREIST-FRECHE RATTEN-BIEST NAMENS „VON DER LEYEN““ GIBT es ZU……..

WEIL NÄMLICH die ZEIT GEGEN diese BIESTER LÄUFT – WENN der FRÜHLING kommt und das ABWEHR-SYSTEM  wieder neue KRÄFTE bekommt dann haben diese BIESTER immer weniger MACHT

die NÄCHSTEN vier WOCHEN.oder der „militärische PLAN““ in diesem ZEIT-RAUM von „von der Leyens““ AUFTRAG-GEBER – z.B. BILDER-BERGER

BILDER-BERGERs „SCHLACHT-PLAN““ im „KAMPF gegen das MIKRO-BIOM“

https://www.welt.de/politik/ausland/plus206118185/Corona-Epidemie-Was-die-EU-tun-kann-und-was-nicht.html

Corona-Epidemie

„Die nächsten vier Wochen werden entscheidend sein“

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kann nicht direkt in nationale Gesundheitssysteme eingreifen
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kann nicht direkt in nationale Gesundheitssysteme eingreifen

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Europa steigt, die Krankheit wird immer präsenter im Bewusstsein der Europäer. Die EU-Regierungen sind nervöser als es nach außen den Anschein hat, sie wollen aber Panikmache vermeiden.„Das Risiko, dass bald Millionen Europäer mit dem Coronavirus infiziert sein werden, ist ziemlich hoch“, sagte ein hoher EU-Diplomat in Brüssel. „Die nächsten vier Wochen werden entscheidend sein“, fügte er hinzu. Hinter den Kulissen wird intensiv über die Einführung von Grenzkontrollen nachgedacht.Die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, rief zu einer internationalen Zusammenarbeit auf: „Europa spielt hier eine führende Rolle.“ Aber wo genau liegen die Möglichkeiten der EU bei der Bewältigung der Corona-Krise ? WELT beantwortet die wichtigsten Fragen.

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ZUERST hat die ERDE KLIMA-FIEBER  und jetzt auch noch CORONAFIEBER – – – – DAS BESTE BEISPIEL daß es eigentlich darum geht daß „IMMUN-SYSTEM zu SCHWÄCHEN“: SIE SENKEN das FIEBER – – – – – WIESO wird nicht er-FORSCHT „WIE das MIKRO-BIOM mit-HILFE von FIEBER neue ABWEHR-KRAFT be-KOMMMMMMT“…..

„Coronavirus wird im Sommer runtergehen….  SO SO und WIESO wird dann nicht überlegt wieso das so ist und das  „PHANTOM-ania-VIRUS““ plötzlich keine PUSTE mehr zu scheinen hat …. und WIESO kann  nicht auch im WINTER das MIKRO-BIOM so STARK sein  daß es gegen  „PHANTOM-VIREN““ gefeit ist   FRAGE-ZEICHEN….

Kekulé ist ein LÜGNER und BETRÜGER und widerlicher PAN-IKER denn er WEIß genau dass das sogenannte CORONA-VIRUS nur „BULLSHIT-HOLLYWOOD-CGI““ ist

https://www.welt.de/vermischtes/article206283289/Virologe-Corona-wird-im-Sommer-runtergehen-im-Herbst-wiederkommen.html

Panorama Virologe bei „Hart aber fair“

„Coronavirus wird im Sommer runtergehen und im Herbst wiederkommen“

Mittlerweile ist das Coronavirus in fast ganz Deutschland angekommen. Die Notaufnahme eines Krankenhauses wurde geschlossen, nachdem ein Test überraschend positiv ausfiel. Arztpraxen gehen die Atemschutzmasken aus.

Quelle: WELT

Autoplay
Ein ganzes Land im Corona-Fieber: Deutschland diskutiert über den richtigen Umgang mit dem neuen Virus. Die Lage scheint so viele Menschen zu bewegen, dass „Hart aber fair“ zum Wochenstart eine zweistündige Sondersendung bringt…..
Alexander Kekulé warnt vor allzu großer Euphorie: „Dieses Coronavirus wird im Sommer runtergehen und im Herbst wiederkommen…..

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DESINFEKTION  ANTI-BIOTIKA  GLYPHOSAT IMPFEN GIFTE GEN-TECH-FOOD….. SIND die FEINDE des „MIKRO-BIOM“

SPIEGEL des WOHL-BEFINDENS – – – – – SPIEGEL der LEBENS-und UMWELT-BEDINGUNGEN

Wunderwaffe Mikrobiom – Kleine Helfer, große Wirkung – Doku HD

289 Aufrufe
18.02.2019

1130 Abonnenten
Dokumentation von Kurt Langbein und Marlies Faulend Erstausstrahlung: 15.2.2017

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https://www.spiegel.de/

Auf der TOP-LISTE der 5 schlechtesten INVESTIGATIV-MEDIEN wurde SPIEGEL positiv getestet SPIEGEL stört das aber nicht WILL jetzt NUMMER 1 werden

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https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/kampf-gegen-das-coronavirus-nicht-im-verhaeltnis-16660351.html

Kampf gegen Corona : Nicht im Verhältnis

Bald auch in Deutschland? Soldaten, hier der südkoreanischen Armee, versprühen Desinfektionsmittel Bild: dpa

Auch wenn Sicherheitsfachleute beim Kampf gegen das Coronavirus mit Bewunderung auf autoritäre Staaten wie China blicken: Der Preis der Bürger für ein angenommenes Mehr an „Sicherheit“ ist dort viel zu hoch.

Nicht unvergessen, aber doch typisch war die Äußerung des damaligen Bundesinnenministers nur drei Tage nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986: Eine Gefährdung in Deutschland sei „absolut auszuschließen“, sagte seinerzeit Friedrich Zimmermann von der CSU. Diese Äußerung war genauso kühn wie sie beruhigend wirken sollte.

Kühn (oder schlimmer), weil sich zum damaligen Zeitpunkt kaum eine halbwegs gesicherte……

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In Zeiten von Corona-Natürliches Desinfektionsmittel selbst machen

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05.03.2020

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SPANNY-BOY ist kein ÜBEL-STINKENDER DRECK zu dreckig als daß er sich nicht darin WÜHLT – – – – –  um das auf einen VERBRECHER bezogene „LÜGEN-und BETRUGs-INSTITUT““ auf EUROPÄISCHER EBENE zu neuem SCHEIN-GLANZ und SCHEIN-GLORIE  zu subventionieren

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus-gesundheitsminister-spahn-will-europaeisches-robert-koch-institut-16669120.html

Coronavirus : Gesundheitsminister Spahn will europäisches Robert-Koch-Institut

  • Aktualisiert am

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Bild: AFP

Die Europäische Seuchenbehörde ECDC sei zu klein, um Situationen wie die Coronavirus-Epidemie zu betreuen. Jens Spahn schlägt ein europäisches Robert-Koch-Institut vor. Er fordert außerdem, dass auch negative Coronavirus-Tests gemeldet werden……

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Krebs-ZELLEN sind Parasiten

Dr. med. Manfred Doepp: Die Krebs-Erkrankung und (mit)verursachende Erreger

16.896 Aufrufe
22.08.2019

18.100 Abonnenten
Seit Prof. Dr. Otto H. Warburg die Entstehung von Krebs, – verursacht durch Mangel an Sauerstoff,  …..

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Der Parasit im Hirn – Toxoplasma gondii

6.653 Aufrufe
23.05.2017

13 Abonnenten

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„Ratten-Parasiten““: In einem ge-SCHWÄCHTEN IMMUN-SYSTEM vermehren sich „PARASITEN““ sehr einfach daß ist für SIE das beste MILIEU – – – – – Wenn es also keine BEWEISE für bösartige Viren – – außer „CGI“-BULLSHIT – –  gibt – – – – DANN könnten PARASITEN die URSACHE von KRANKHEIT sein – – – PARASITEN können den WIRT manipulieren bis zum SELBST-MORD – – – UND SOGAR ein-FLÖSEN es GÄBE ein bösartiges „CORONA-VIRUS“ – ALSO wäre ein TEST auf PARASITEN-BEFALL und MITTEL die GEGEN PARASITEN WIRKEN äußerst EMPFEHLENS-REICH

https://www.planet-wissen.de/gesellschaft/medizin/parasiten/toxoplasmose-100.html

Parasiten

Toxoplasmose

Von Cora Richter

 

Einige Parasiten haben im Laufe der Evolution die Fähigkeit entwickelt, das Verhalten und die Psyche ihrer Wirte zu ihrem eigenen Vorteil zu steuern. Sie befallen sogar das Gehirn ihres Wirtes. Dass der Mensch ebenfalls zu diesen Wirten gehört – wir also vor solchen Attacken nicht gefeit sind – ist erst seit Kurzem bekannt. Inzwischen steht ein Parasit sogar im Verdacht, psychiatrische Erkrankungen auszulösen. Sein Name: Toxoplasma gondii.

 

Toxoplasma – der unterschätzte Parasit?

Toxoplasma gondii ist ein Einzeller und Verwandter des Malaria-Erregers – und er ist weltweit verbreitet. Bislang wurde der Parasit in rund 60 Vogel- und 300 Säugetierarten nachgewiesen. Er ist Auslöser einer der weltweit häufigsten Infektionskrankheiten, der sogenannten Toxoplasmose.

Auch der Mensch wird von ihm befallen: Jeder zweite Deutsche trägt ihn in sich (bei den über 50-Jährigen sind es sogar 70 Prozent). Die Gehirne von bis zu drei Milliarden Menschen weltweit, so die Schätzungen, sind von ihm befallen. Nachweisen lässt sich der Erreger übrigens mit einer Antikörperbestimmung im Blut.

Unauffällige Infektion

Toxoplasmose kann fast unbemerkt verlaufen oder zu schweren Missbildungen und zum Tod führen. Die meisten Infizierten ahnen gar nicht, dass sie befallen sind. Denn bei gesunden Menschen löst die Infektion allenfalls kurzzeitige Erkältungssymptome wie Schüttelfrost, Fieber und Gliederschmerzen aus.

Aber die Infektion geht dann in eine latente Phase über: Die Toxoplasmen bilden Gewebezysten in den Zellen des Wirtes. Zu ernsten Komplikationen kann es bei latent Infizierten mit geschwächtem Immunsystem – etwa durch Stress, Aids, eine Chemotherapie oder eine Organtransplantation – kommen. Denn dann kann Toxoplasma wieder aktiv werden und sich unkontrolliert ausbreiten. Wer einmal infiziert ist, bleibt ein Leben lang Träger des Parasiten.

Für Schwangere ist der Parasit gefährlich, denn wenn sich eine Frau während der Schwangerschaft erstmals mit Toxoplasma ansteckt, besteht das Risiko, dass der Parasit den Fötus befällt und dessen Gewebe und Organe schädigt. Besonders in der frühen Schwangerschaft kann eine Infektion zu Fehlgeburten und Missbildungen führen.

Bislang gibt es weder für den Menschen noch für die Katze eine Impfung gegen Toxoplasmose. Es gibt auch keine Therapie, um den Parasiten wieder loszuwerden.

Tödliche Anziehung

Wie schafft es der Parasit, derart viele Menschen zu infizieren? Der Schlüssel zu seinem Erfolg verbirgt sich in seinem komplexen Lebenszyklus. Toxoplasma kann sich sexuell nur im Darm von Katzenartigen (von der Hauskatze bis zum Löwen) vermehren. Sie sind die Hauptwirte von Toxoplasma.

Infizierte Katzen scheiden mit dem Kot Eier des Parasiten aus. Andere Säugetiere, darunter der Mensch, können diese Eier mit der Nahrung aufnehmen. Mäuse und Ratten beispielsweise fressen die Eier, die etwa von Insekten oder Regenwürmern direkt aus dem Katzenkot aufgenommen wurden.

Der Erreger vermehrt sich in seinen Zwischenwirten und kapselt sich bei diesen dauerhaft in Gehirn und Muskulatur ein. Auch diese Dauerformen sind infektiös. Daher können sich auch Zwischenwirte untereinander anstecken, zum Beispiel durch Fleischverzehr.

Toxoplasmose – Übertragung Planet Wissen 10.09.2018 02:38 Min. Verfügbar bis 19.04.2023 SWR

Aber wie gelangen die Parasiten wieder in die Katze? Normalerweise meiden Mäuse und Ratten Katzen – ihren Fressfeind – tunlichst. Nicht so infizierte Mäuse: Sie werden durch den Geruch von Katzenurin geradezu angezogen, werden furchtlos und so zum gefundenen Fressen für die Samtpfoten.

Der Parasit scheint also das Verhalten seiner Opfer so zu manipulieren, dass die ihn zu seinem Hauptwirt zurück transportieren.

Hinweise für Katzenfreunde

Als Katzenbesitzer braucht man sich dennoch keine großen Sorgen zu machen, denn reine Hauskatzen tragen den Parasiten nicht. Die sogenannten Freigänger sind nur etwa drei Wochen ihres Lebens potenziell infektiös, und zwar dann, wenn sie zu jagen begonnen haben und dabei mit infizierten Nagern in Kontakt kommen.

Wichtigste Überträger sind vor allem Jungkatzen. Wenn sie sich infiziert haben, scheiden sie etwa drei Tage später Parasiteneier aus. Dies hält bis zu drei Wochen an. Nach der Erstinfektion entwickeln Katzen eine Immunität und scheiden selbst bei einer erneuten Toxoplasma-Infektion keine Erreger mehr aus.

In dieser kurzen Zeitspanne, in der Katzen potenziell infektiös sind, sollte vermehrtes Händewaschen angesagt sein. Doch viel wichtiger als die Katze nun aus dem Haus zu verbannen ist es, Gemüse immer gründlich zu putzen.

Schwangere sollten verunreinigtes Trinkwasser (zum Beispiel aus offenen Brunnen) ebenso meiden wie die Gartenarbeit, die Sandkiste und den Kontakt mit mäusejagenden Katzen. Schwangeren wird dringend wegen der Gefahr für den Fötus ein Antikörpertest auf Toxoplasmen empfohlen.

Wer sich vor einer Infektion schützen will, sollte vor allem auf den Verzehr von Mett- und Rohwurstprodukten verzichten. In Ländern mit hohem Fleischverzehr – wie Deutschland – ist die Durchseuchungsrate mit 50 Prozent besonders hoch. In den Niederlanden sind es nur 26 Prozent und in den USA, wo kaum rohes Schweinefleisch konsumiert wird, sind es sogar nur neun Prozent.

Toxoplasmose – Strippenzieher im menschlichen Gehirn

Toxoplasma bildet auch Zysten im Gehirn seiner Zwischenwirte. Durch die Zysten schützt sich der Parasit vor dem Immunsystem des Wirtes. Bei Mäusen führen die Zysten zu extremen Verhaltensänderungen. Und was bewirkt der Erreger bei seinen menschlichen Wirten?

Diese Frage stellte sich der tschechische Parasitologe Prof. Jaroslav Flegr von der Prager Karls-Universität. Er ist selbst mit Toxoplasma infiziert.

In seinen Untersuchungen konnte Flegr nachweisen, dass infizierte Personen eher zu Selbstmord neigen, ein erhöhtes Risiko haben, psychisch zu erkranken und häufiger in Arbeits- und Autounfälle verwickelt sind. Außerdem haben Infizierte eine erhöhte Risikobereitschaft und eine verlängerte Reaktionszeit.

Toxoplasmose – ein blinder Fleck in der Psychologie?

Die Vermutung, dass Toxoplasma Schizophrenie auslöst, wird von Tierversuchen und Befunden am Menschen gestützt. Eine Untersuchung von 2016 kommt zu dem Ergebnis, dass drei von vier Menschen mit Schizophrenie den Erreger in sich tragen. Bei Gesunden ist es nur jeder zweite. Daher sollten Psychiater und Psychotherapeuten bei psychischen Erkrankungen öfter ein Lehrbuch über Parasitologie aufschlagen.

Bei Toxoplasma-Infektionen gibt es laut Flegr aber auch geschlechtsspezifische Unterschiede: So sind infizierte Männer im Mittel introvertierter, misstrauischer und neigen dazu, Regeln eher zu missachten. Infizierte Frauen dagegen gehen mehr aus sich heraus, sind vertrauensvoller und halten sich stärker an gesellschaftliche Regeln.

Toxoplasmose – Auswirkungen der Erkrankung Planet Wissen 10.09.2018 03:12 Min. Verfügbar bis 19.04.2023 SWR

Da der Testosterongehalt bei infizierten Männern steigt, werden diese von Frauen als besonders maskulin und dominant wahrgenommen. Doch damit nicht genug: Nach einer Studie vom Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) beeinflusst Toxoplasma gondii auch die Gedächtnisleistung.

Besonders deutlich waren die Unterschiede bei älteren Menschen. Hier fanden die Forscher eine Abnahme der Arbeitsgedächtnisleistung um bis zu 30 Prozent bei den infizierten Probanden. Auch bei der Messung der Hirnströme offenbarten sich deutliche Unterschiede.

Per Anhalter ins Gehirn

Aber wie gelingt es Toxoplasma gondii überhaupt, aus dem Darm ins Gehirn zu kommen und damit die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden? Der Parasit dringt in sogenannte dendritische Zellen ein, die zu unserem Immunsystem gehören. Wie in einem Trojanischen Pferd kann er sich mit ihrer Hilfe unerkannt aus dem Darm ins Gehirn schleusen lassen.

Um die Tarnung zu perfektionieren, lässt der Parasit seine gekaperte Zelle den Botenstoff GABA (Gamma-Amino-Buttersäure) ausschütten. Dieser Botenstoff wird normalerweise nur von Hirnzellen abgegeben.

Aber was hat Toxoplasma gondii davon, wenn er uns Menschen langsamer, dümmer und schwächer, dafür aber risikobereiter macht? Im Gegensatz zu Mäusen oder Ratten werden wir ja eher selten von Katzen gefressen.

Flegr argumentiert hier aus evolutionshistorischer Sicht: Schließlich gehörten unsere Vorfahren noch vor einigen Jahrtausenden zum Beutespektrum von Säbelzahnkatze oder Höhlenlöwe. Für den Parasiten war es also durchaus von Vorteil, uns langsamer und risikofreudiger zu machen.

Doch diese Zeiten sind zum Glück vorbei. Und der Parasit steckt bei uns Menschen als Zwischenwirt vermutlich in einer Sackgasse.

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Toxoplasma: Manipuliert dieser Parasit unser Gehirn? | Quarks

13.785 Aufrufe
26.06.2018

350.000 Abonnenten
Toxoplasma manipuliert das Verhalten! Zumindest bei Tieren wurde das nachgewiesen. Doch lässt sich auch der Mensch durch einen Schmarotzer manipulieren? Verschiedene Studien legen nahe, dass der Einzeller „Toxoplasma gondii“ möglicherweise auch unser Verhalten manipulieren kann. Autorin: Alexandra Hostert

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Wie Parasiten die Kontrolle übernehmen

4.000 Aufrufe
19.09.2019

14.700 Abonnenten
Der Kanal von dem ich das Video übernommen habe wurde leider gelöscht.

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https://www.spektrum.de/wissen/10-parasiten-die-tiere-zu-zombies-machen/1400088

 

Neuroparasiten befallen gezielt das Nervensystem ihres Wirts und manipulieren dieses für ihre eigenen Zwecke. Der Parasit hat deshalb gar kein Interesse, seinen Wirt zu töten. Im Gegenteil, er muss behutsam vorgehen, um ihn optimal auszunutzen. Nur so kann er sein Ziel, die Fortpflanzung, erreichen. Wir stellen 10 Parasiten vor, die ihre Wirte zu regelrechten Marionetten machen können.…..

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https://www.praxisvita.de/parasiten-im-gehirn-was-wohnt-meinem-kopf-3209.html

Parasiten im Gehirn – Was wohnt in meinem Kopf?

Die Natur ist ein Kriegsgebiet – und sie sind die geborenen Kämpfer: Parasiten sind hungrig, rücksichtslos und gerissen. Die Elite unter ihnen schafft es sogar, in den am besten geschützten Bereich des menschlichen Körpers vorzudringen. Sie machen sich in unserem Gehirn breit – und das hat Folgen …John Figge ist am Ende seiner Kräfte. Seit Monaten plagen ihn hämmernde Kopfschmerzen und Übelkeit. Ein Hirn-Scan soll die Ursache zeigen. Nachdem die Ärzte die MRT-Bilder ausgewertet haben, lautet die niederschmetternde Diagnose: Verdacht auf Krebs. Der 34-Jährige soll einen daumengroßen Hirntumor haben. Um sicherzugehen, entnehmen die Mediziner Figge eine Gewebeprobe aus der betroffenen Hirnregion. Das Analyseergebnis aus dem Labor erzeugt jedoch selbst bei erfahrenen Neurologen eine Gänsehaut: Statt auf Krebszellen stoßen die Ärzte auf ein ganzes Nest von sogenannten Schistosomen – winzige Parasiten, die seit Jahren Figges Gehirn infiltriert und sein Leben auf diese Weise zum Albtraum gemacht haben.John Figge hat Glück. Die Ärzte können die Parasiten ohne Folgeschäden für den Patienten entfernen. Der Amerikaner ist jedoch alles andere als ein medizinischer Ausnahmefall. Stichproben in verschiedenen Ländern haben ergeben, dass jeder zweite Mensch Opfer invasiver Gehirn-Parasiten wird. Die meisten können vom Immunsystem erfolgreich bekämpft werden, noch bevor wir erste Symptome verspüren. Einige jedoch sind in der Lage, sich regelrecht durch unsere Synapsen zu fressen und Kopfschmerzen, Übelkeit und sogar Epilepsie zu verursachen. Zudem liefern Studien Hinweise darauf, dass manche Parasiten sogar unser Verhalten manipulieren können – und das nicht zum Guten. Im Gegenteil ... 

Wie überwindet ein Parasit die Firewall meines Gehirns?

Aber wie gelangten die Parasiten überhaupt in John Figges Körper? Mit welchen Tricks schaffen es derartige Invasoren, in die Schaltzentrale unseres Handelns vorzudringen? Im Fall von Figge ist es Forschern gelungen, die Infiltrierung zu rekonstruieren. Schistosomen leben als Larven in Seen in Asien, Südamerika und Afrika. Einige Jahre zuvor badete der Amerikaner während einer Afrikareise in einem See. Hier drangen die Parasiten durch winzige Hautöffnungen in seinen Körper ein.

Parasiten vermehren sich extrem schnell und können unser Verhalten nachhaltig beeinflussen© Fotolia

Festbeißen, zersetzen, eindringen: Um sich im Körper eines Menschen festzusetzen, bedienen sich Schistosomen chemischer Kampfstoffe. Diese Parasitenart sondert Enzyme ab, um die Proteine der Haut zu zersetzen und durch diese Bresche in den Organismus einzudringen. Im menschlichen Körper entwickeln sich die Larven zu Würmern, die – sobald sie sich gepaart haben – durch die Blut-Hirn-Schranke schwimmen und so das Gehirn infiltrieren können. Dort legen sie ihre Eier ab. Aus denen wächst bei Menschen mit einem schwachen Immunsystem wie Figge über Jahre hinweg eine ganze Kolonie heran, bestehend aus unzähligen, nur wenige Mikrometer großen Parasiten. Insgesamt gibt es mehr als ein Dutzend verschiedener Arten, die mithilfe spezieller Techniken in der Lage sind, in unser Gehirn einzudringen, und die dort ideale Lebensgrundlagen vorfinden.

Versuche mit Mäusen haben jedoch gezeigt: Nicht alle Hirn-Parasiten betrachten damit ihre Mission als erfüllt. Einige von ihnen sehen ihr Opfer nur als Zwischenwirt an – und versuchen offenbar alles, um das Leben des Befallenen zu verkürzen. So wie der Parasit Toxoplasma gondii, kurz Toxo genannt, der sich als besonders aggressiver und hinterlistiger Eindringling erweist. Die Beweislage ist eindeutig. Sobald Toxo das Gehirn einer Maus entert, manipuliert der Parasit das Angstzentrum des Opfers so, dass die Maus ihren natürlichen Fluchtinstinkt verliert und sich in Selbstmordmanier einer Katze nähert, statt zu fliehen. Das Resultat ist eine leichte Beute für die verblüffte Katze und ein neuer Wirt für den Parasiten. So weit, so gut – oder eben schlecht – je nach Perspektive.

 

 

Toxoplasmose kann unser Verhalten beeinflussen

Bis vor Kurzem gingen Wissenschaftler allerdings davon aus, dass diese Psycho-Manipulation beim Menschen unmöglich ist. Jetzt gibt es jedoch erste Hinweise darauf, dass Toxoplasmose durchaus in der Lage ist, unser Verhalten zu beeinflussen. „Und das nicht gerade zum Positiven“, erklärt Patrick House von der Stanford University in den USA: „Denn es gibt Hinweise darauf, dass auch unser Angstzentrum im Gehirn vom Parasiten gesteuert werden kann. So zeigt eine Studie, dass die Wahrscheinlichkeit einer Psychose wie Schizophrenie dreimal höher ist bei den Menschen, bei denen Antikörper gegen Toxoplasmose nachweisbar sind.

Auch Depressionen und Selbstmorde kommen bei Toxo-Opfern weitaus häufiger vor als bei gesunden Menschen. Der Biologe Jaroslav Flegr von der Universität Prag vermutet zudem, dass der Befall mit denselben Parasiten je nach Geschlecht des Opfers unterschiedliche Folgen haben kann. „Während von Toxoplasmose infizierte Männer eher misstrauisch, eifersüchtig und trotzig sind, verhalten sich infizierte Frauen eher entspannt, ja fast schon gleichgültig“, erklärt Flegr.

Auch gibt es offensichtlich einen Zusammenhang zwischen der Wahrnehmung beziehungsweise der Reaktionszeit eines Menschen und dem Parasiten. Wissenschaftler fanden heraus: Mit Toxoplasmose infizierte Menschen verursachen zwei- bis dreimal mehr Autounfälle als Nichtinfizierte.

 

Wie schaffen es die Parasiten, die Psyche umzuprogrammieren?

Dopamin, Adrenalin, Serotonin – das menschliche Verhalten wird durch chemische Botenstoffe im Gehirn gelenkt. Und genau die werden von den Würmern manipuliert. Toxo sorgt beispielsweise dafür, dass unsere Synapsen mehr Dopamin ausschütten und wir dadurch risikobereiter werden und anfälliger für Schizophrenie.

Trotz dieser Studien ist klar: Die Erforschung der unheimlichen Bewohner in unserem Kopf steht erst am Anfang. „Wir wissen zwar, wie die Dinger in unseren Kopf kommen, und kennen einige der möglichen Auswirkungen auf unser Verhalten und unsere Persönlichkeit – welche Ziele die Gehirn-Parasiten jedoch genau damit verfolgen, darüber haben wir bis heute nur wenig Kenntnisse“, erklärt House. Es darf allerdings ernsthaft bezweifelt werden, dass diese Ziele mit den Vorstellungen der Menschen von einem gesunden Leben übereinstimmen. Denn um zum Endwirt zu gelangen, gehen Parasiten im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen. Nicht nur bei der Maus, sondern auch beim Menschen.

 

Wer hat meine Migräne ausgelöst?

Der Coup ist minutiös geplant: Sind die Larven des Schweinebandwurms erst im Körper eines Menschen, gehen sie gezielt vor. Die Blut-Hirn-Schranke verhindert, dass Gifte und Krankheitserreger ins Gehirn gelangen. Doch gegen die Parasiten ist sie, wenn das Immunsystem geschwächt ist, machtlos: Sie fressen sich einfach durch. 50 Millionen Menschen leiden weltweit unter Neurozystizerkose, oft nach dem Verzehr von Schweinefleisch, das mit den Eiern des Parasiten verseucht ist. In Deutschland gibt es allerdings relativ wenig Fälle. Die aus den Eiern schlüpfenden Larven nagen sich vom Dünndarm aus durch den Körper – bis ins Gehirn. Die Nester, die Taenia solium dort ausbildet, können zu Migräne und epileptischen Anfällen führen. Bei Befall des Gehirns und anderer Teile des zentralen Nervensystems kann die Infektion unbehandelt tödlich enden. Den Wirt zu töten ist Teil der Überlebensstrategie des Invasoren. Er hofft, dass dessen sterbliche Überreste von anderen Tieren gefressen werden, in denen sich die Larve zum geschlechtsreifen Tier entwickeln kann. Eine Strategie, die seit Jahrmillionen funktioniert.

 

Wer hat mich so aggressiv gemacht?

Parasiten gehören zu den fruchtbarsten Lebewesen der Erde. Bis zu 200 000 Eier scheidet ein Hundespulwurm-Weibchen aus – pro Tag. Das Problem: Der Parasit fühlt sich nicht nur in Hunden wohl: Bis zu zehn Prozent aller Menschen werden irgendwann von dem Hundespulwurm befallen. Auch in Deutschland sind ca. 25 Prozent aller Hunde mit Toxocaracanis infiziert. Schon im selben Wasser zu baden wie ein infiziertes Tier, ist riskant. Die Eier des Hundespulwurms sind wahre Überlebenskünstler: im Freien Wochen, manchmal Jahre überlebensfähig und medikamentös schwer zu bekämpfen. Gelangen die Eier des Hundespulwurms in den menschlichen Körper, verweilen die daraus schlüpfenden Larven dort bis zu sieben Jahre und wandern in eine Vielzahl von Organen. Kann das Immunsystem sie nicht bekämpfen, können sie diverse Krankheiten hervorrufen – im Gehirn unter anderem Persönlichkeitsveränderungen. Kinder werden aggressiv, bei Erwachsenen kommt es zu psychiatrischen Manifestationen: Demenz, Angstzustände und psychische Störungen wie zum Beispiel extrem asoziales und egoistisches Verhalten.

 

Wer hat mein Schlaganfall-Risiko erhöht?

Sie lieben Sushi. Einige der parasitären Nematoden-Arten nisten sich in Fischen und anderen Meerestieren ein. Die dienen ihnen als Zwischenwirte, in denen die Eier zu Larven heranwachsen. Bei Menschen, die befallene Meerestiere essen, verursachen diese Parasiten meistens nur leichte Symptome. Der Befall kann aber massenhaft sein. In einem Patienten wurden 70 000 ausgewachsene Fadenwürmer gefunden, ohne dass er unter größeren Beschwerden litt. Kritisch wird es, wenn die Nematoden sich im Gehirn einnisten. Ein Schlaganfall kann die Folge sein. Andere Nematoden wie der Spulwurm befallen Menschen, ohne Zwischenwirte zu benötigen.

 

Wer hat meinen Willen gebrochen?

Er ist der Superstar unter den Hirn-Parasiten, die den Menschen befallen können. Untersuchungen zufolge könnte der ins Gehirn eingewanderte Parasit Toxoplasma gondii in der Lage sein, das Ausschütten von chemischen Botenstoffen zu lenken und so unser Verhalten zu manipulieren. Das Ziel: den Menschen (als Zwischenwirt) risikobereiter zu machen. Die Strategie des Einzellers stammt möglicherweise aus unserer Frühzeit, als unsere Vorfahren häufig Großkatzen als Beute zum Opfer fielen. Denn Katzen sind die Endwirte von Toxoplasma gondii.

 

7 Fragen an Dr. Kevin D. Lafferty

Dr. Kevin D. Lafferty vom Marine Science Institute, University of California Santa Barbara sorgte mit seiner These, dass Gehirn-Parasiten maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der Menschheit genommen haben, für Aufregung.

Wie viele Menschen sind wirklich mit Gehirn-Parasiten infiziert?

„Parasiten gehören zu den am weitesten verbreiteten Lebewesen der Welt. Was den Gehirn-Parasiten Toxoplasma gondii betrifft: In manchen Ländern, wie Südkorea, sind etwa 5 Prozent der Bevölkerung infiziert, in anderen Ländern, wie etwa Deutschland, haben 60 Prozent der Bevölkerung den Parasiten mindestens einmal in sich getragen. In den meisten Fällen bekommen Menschen je doch gar nicht mit, dass sie von Parasiten befallen worden sind, da ihr Immunsystem die Eindringlinge erfolgreich bekämpft. Latente Infektionen mit dem Parasiten können jedoch langfristig die Persönlichkeit eines Menschen verändern.“

Welche Faktoren entscheiden darüber, wie verbreitet Gehirn-Parasiten sind?

„Das hängt vor allem davon ab, wie das Klima das Überleben des Parasiten im Boden begünstigt, wie Essen in einer Kultur zubereitet wird und ob es viele Katzen als Haustiere gibt. Denn Endwirt von Toxoplasma gondii ist immer eine Katze.“

Können Gehin-Parasiten tatsächlich unser Verhalten beeinflussen?

„Zu dieser These gibt es bereits viele Studien. Dabei fanden wir heraus: Kulturen mit einem hohen Anteil an Toxoplasma-Zwischenwirten weisen bei Persönlichkeitstests einen höheren Grad an Neurotizismus auf, beispielsweise eine Neigung zu Schuldgefühlen.“

Manipulieren Parasiten jeden gleich stark?

Nein. Es gibt bereits mehrere Hinweise auf geschlechtsspezifische Korrelationen: Infizierte Frauen, deren Immunsystem nicht stark genug ist, um den Eindringling bekämpfen zu können, sind in der Regel intelligenter, regel- und pflichtbewusster, gewissenhafter, moralischer und warmherziger. Infizierte Männer sind nach einem jahrelangen Befall dagegen weniger intelligent, reflektierender, rigider, distanzierter und leichter aus der Fassung zu bringen.“

Können Gehirn-Parasiten dem Menschen, abgesehen von Verhaltensveränderungen, auch körperlich schaden?

„Es gibt noch keinen endgültigen Beweis. Aber tatsächlich sind unsere Ergebnisse ausreichend, um zu behaupten, dass Toxoplasma gondii das Risiko, einen Gehirntumor zu entwickeln, zumindest fördert. Zudem wissen wir, dass bei infizierten Schwangeren durch den Parasiten die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sie ihr Kind verlieren.“

Welchen Einfluss haben Gehirn-Parasiten auf andere Lebewesen?

„Einen sehr großen. Ziel der Parasiten ist es immer, zu ihrem jeweiligen Endwirt zu gelangen. Daher versuchen sie, das befallene Opfer in seinem Verhalten so zu manipulieren, dass es vom Endwirt gefressen wird. Zwei der bekanntesten Beispiele: Infizierte Mäuse rennen plötzlich auf Katzen zu, statt zu flüchten, und von Gehirn-Parasiten befallene Fische schwimmen eher an der Oberfläche und werden so leichter die Beute von Vögeln.“

Aber wie genau schaffen es Parasiten, sich in die Befehlskette eines Gehirns zu hacken und den Befallenen zum Selbstmörder zu machen?

„Versuche mit Mäusen haben gezeigt: Hirn-Parasiten sind in der Lage, die chemischen Botenstoffe, die von Tausenden Synapsen ausgeschüttet werden, zu manipulieren. Und wenn Toxoplasma gondii Ratten- und Mäusehirne manipulieren kann, warum dann nicht auch das des Menschen.“

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Dr. Walter Weber: Der Schlüssel zur Heilung liegt in dir selbst – Spontanremission bei Krebs

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19.02.2016

2990 Abonnenten
Diesen und weitere Vorträge können Sie auf unserer Homepage in DVD-Qualität bestellen: http://www.avrecord.de/AVRecord/katal… aufgenommen auf dem Kongress der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. 2015

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Hier BESTIMMT wieder das satanische GELD wer sich PROSTITUIEREN läßt

Minuten 6:00 – AUSSAGE VIDEO:.Bin nach wie vor der MEINUNG … der MMMMEEEIIINNUUUNNNGGG WAS WIE ..

NAZI-EXPERIMENTE STOPPEN

WIE WIR SONST NOCH als „LABOR-MÄUSE““ „MISS-BRAUCHT“ werden

Widerstand gegen 5G | Odysso – Wissen im SWR

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22.01.2020

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Widerstand gegen 5G: Von Schlaflosigkeit bis hin zu Krebs: 5G Gegner fürchten um ihre Gesundheit und fordern einen Ausbaustopp. Achtung: Dieser Beitrag ist Teil einer Gesamtsendung, in der das Thema von verschiedenen Seiten beleuchtet wird. Die hier geäußerten Thesen werden in einem anderen Beitrag eingeordnet: https://www.youtube.com/watch?v=bDCj3…

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…..Erst wenn klar nachgewiesen ist, dass 5G unbedenklich ist, sollte diese Technologie ausgebaut werden.“…..<<< DAß wird es aber nicht denn diese TECHNIK ist HÖCHST-TOXISCH für das LEBEN >>>> Das wissen auch TOXO-PARASITEN- RATTEN wie das „SPAHN-MERKEL““ >>> UNTER anderem ist  deshalb auch das ABLENKUNGs-Manöver über das „PARASITEN-CGI-CORONA““ inszeniert worden – INSZENIERUNG „ALLER BILL GATES-PARASITEN-RATTE““>>>

5G – Fortschritt für wen? – Chancen und Risiken – Jörn Gutbier bei den Unabhängigen in Lübeck

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28.02.2020

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250 Menschen fordern im Rathaus bessere Informationspolitik des Bürgermeisters zu 5 G. Bis auf den letzten Platz war die Große Börse im Lübecker Rathaus gefüllt. Die Fraktion Die Unabhängigen hatten zum Thema 5 G – Chancen und Risiken Jörn Gutbier von der Initiative Diagnose Funk eingeladen. An der anschließenden Podiumsdiskussion nahmen neben Gutbier, Johannes Hartwig, Abteilungsleiter Technologie im Wirtschaftsministerium, Tim Klüssendorf, persönlicher Referent des Bürgermeisters und Wiltrud Wagner, Aktivistin der Bürgerinitiative 5G-freies Lübeck teil. In der emotionalen Debatte wurde die mangelhafte Informationspolitik der verantwortlichen Dienststellen kritisiert und mehr Aufklärung verlangt. Dazu erklärt der Fraktionsvorsitzende der Unabhängigen in der Lübecker Bürgerschaft, Detlev Stolzenberg: „Seit einem Jahr bitten wir den Bürgermeister, das Konzept Smart City den Einwohnerinnen und Einwohnern in Lübeck vorzustellen. In der Sitzung der Bürgerschaft im Januar haben wir den Antrag gestellt, dass im Konzept zur Digitalisierung der Stadt auch der Aspekt Gesundheitsgefahren und Risiken betrachtet werden soll. Leider sah der Bürgermeister bisher keine Notwendigkeit dazu. Die Mehrheit der Bürgerschaft hat unseren Antrag abgelehnt. Dies ist sehr bedauerlich, weil die Informationsdefizite auf allen Ebenen enorm sind. Die vielen Menschen, die zu unserer Veranstaltung ins Rathaus gekommen sind, haben klare Erwartungen an die Verantwortlichen in Bund, Land und in unserer Stadt: Das Prinzip der Vorsorge des Staates darf nicht aufgegeben werden. Erst wenn klar nachgewiesen ist, dass 5G unbedenklich ist, sollte diese Technologie ausgebaut werden.“

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MIKRO-WELLEN-KANONE der ALLES-KILLER – – – – – NUR die POLITIKERGRÜNEN – und MAIN-STREAM interessiert es NICHT

https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail&newsid=1530

 

EU-Briefing: „Studien deuten darauf hin, dass 5G die Gesundheit von Menschen, Pflanzen, Tieren, Insekten und Mikroben beeinträchtigen könnte!“

Neuer diagnose:funk Brennpunkt
Mit dem Dokument „Effects of 5G wireless communication on human health“ weist der Wissenschaftliche Dienst des Europäischen Parlaments auf die Risiken der 5G-Mobilfunktechnologie hin. Der eindeutige Tenor: Aufgrund des Forschungsstandes darf 5G nicht eingeführt werden. Das Briefing ist eine Entscheidungsgrundlage für EU-Abgeordnete, also noch nicht unter dem Druck der Mobilfunkindustrie geglättet oder verwässert. Im Briefing werden all die Beschlüsse von EU-Gremien seit 1999 aufgezählt, in denen immer wieder auf die Gesundheitsgefahren hingewiesen wird und die Regierungen aufgefordert werden, Schutzmaßnahmen zu ergreifen und Verbraucher über Gesundheitsgefahren durch Mobilfunkstrahlung aufzuklären. Diese EU-Beschlüsse wurden in Deutschland nie umgesetzt. <<<<Im Gegenteil: Die Verharmlosungspolitik herrscht bis heute vor.>>>>>

>> Brennpunkt zum Download und Bestellen am Ende des Textes.

Die Hauptaussagen des EU-Briefings [1] zu Gesundheitsgefahren durch 5G lauten:

  • „Die derzeitigen Vorsorgebestimmungen der EU über die Exposition gegenüber drahtlosen Signalen, die Empfehlung des Rates zur Begrenzung der Exposition der Bevölkerung gegenüber elektromagnetischen Feldern (0 Hz bis 300 GHz), ist nun 20 Jahre alt und berücksichtigt daher nicht die spezifischen technischen Merkmale von 5G.“
  • „Studien zeigen, dass gepulste EMF (Elektromagnetische Felder) in den meisten Fällen biologisch aktiver und daher gefährlicher sind als nicht gepulste EMF. Jedes einzelne drahtlose Kommunikationsgerät kommuniziert zumindest teilweise über Pulsationen, und je intelligenter das Gerät, desto mehr Pulsationen. Folglich kann 5G zwar leistungsmäßig schwach sein, aber seine dauerhaft künstliche Impulsstrahlung kann Wirkung zeigen. Zusammen mit der Art und Dauer der Exposition scheinen Eigenschaften des 5G-Signals wie das Pulsieren die biologischen und gesundheitlichen Auswirkungen der Exposition zu verstärken, einschließlich der DNA-Schäden, die als Ursache für Krebs angesehen werden. DNA-Schäden werden auch mit dem Rückgang der Fortpflanzungsfähigkeit und neurodegenerativen Krankheiten in Verbindung gebracht.“
  • „Die jüngste wissenschaftliche Literatur zeigt, dass kontinuierliche drahtlose Strahlung biologische Auswirkungen zu haben scheint, insbesondere wenn man die besonderen Eigenschaften von 5G berücksichtigt: die Kombination von Millimeterwellen, eine höhere Frequenz, die Anzahl der Sender und die Anzahl der Verbindungen. Verschiedene Studien deuten darauf hin, dass 5G die Gesundheit von Menschen, Pflanzen, Tieren, Insekten und Mikroben beeinträchtigen könnte – und da 5G eine noch nicht getestete Technologie ist, wäre ein vorsichtiger Ansatz angebracht. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, die Vereinbarungen von Helsinki und andere internationale Verträge erkennen an, dass ein erklärtes und informiertes Einverständnis der Betroffenen – bevor es zu Eingriffen kommt, welche die menschliche Gesundheit beeinträchtigen – ein wesentliches, grundlegendes Menschenrecht ist. Dieses Recht muss noch kontroverser diskutiert werden, wenn man die Exposition von Kindern und Jugendlichen in Betracht zieht.“
  • Den Argumenten, wonach die Studienergebnisse der NTP-Studie angeblich keine Relevanz für Menschen hätten, wird mit den Argumenten der NTP-Forscher entgegengetreten: „Nach Ansicht des Autors war die Expositionsintensität im Gehirn von Ratten in der NTP-Studie ähnlich wie die potenzielle Exposition von Menschen durch Mobiltelefone.“
  • „Die Europäische Kommission hat noch keine Studien über die potenziellen Gesundheitsrisiken der 5G-Technologie durchgeführt.“

Das EU-Papier deckt sich in der Hauptaussage mit den Appellen von Wissenschaftlern und würdigt die Appelle, die ein Moratorium für 5G fordern.

Neuer Review stützt die Einschätzung des EU-Briefing

Weitere neue Dokumente stützen diese Forderung nach einem Stopp von 5G und einer Technikfolgenabschätzung. In dem Review zu 5G von Kostoff et al. (2020), einem Team von US-amerikanischen und griechischen Toxikologen mit dem Titel „Gesundheits­schädliche Auswir­kungen des 5G-Mobilfunks unter realen Anwendungsbedingungen“ heißt es in den Schluss­folgerungen:

  • „Leider gibt es eine große Datenlage aus Labor- und epidemiologischen Studien, die zeigt, dass frühere und gegenwärtige Generationen drahtloser Netzwerktechnologien erhebliche negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben.“

Wenn man die Strahlung in Kombination mit anderen schädigenden Umwelteinwirkungen betrachte, was bisher gar nicht gemacht wird, würden die negativen Auswirkungen der Strahlung erheblich verstärkt. Und:

  • „Die Überlagerung einer bereits vorhandenen toxischen drahtlosen Strahlungsumgebung mit 5G-Strahlung wird die bereits nachgewie­se­­nen nachteiligen Auswirkungen auf die Gesundheit noch verstärken. Weit mehr Forschung und Tests von potenziellen 5G-Gesundheitseffekten unter realen Bedingungen sind erforderlich, bevor eine weitere Einführung gerechtfertigt ist.[2]

Im Review von Simko / Mattson (2019), Auftraggeber die Telekom, werden 94 Studien zu Millimeterwellen analysiert: „Achtzig Prozent der in vivo-Studien zeigten Reaktionen auf die Exposition, bei 58% der in vitro-Studien wurden Effekte nachgewiesen.“ [3] Es wurden sowohl thermische als auch nicht-thermische Effekte bei unterschiedlichsten Feldstärken nachgewiesen. Simko et al. schreiben: „Die verfügbaren Studien liefern keine ausreichenden und zufriedenstellenden Informationen für eine aussagekräftige Sicherheitsbewer­tung oder zu der Frage nach nicht-thermischen Effekten. Es besteht Forschungsbedarf zu folgenden Themen: lokale Wärmeentwicklung auf kleinen Oberflächen, z.B. Haut oder Auge, und zu anderen Umwelteinflüssen.“ Es wird auch dezidiert der Forschungsbedarf zur Wirkung auf Insekten angespro­chen (S.8).

In einer weiteren Analyse von Blackman/Forge (2019) für die EU-Kommission zu 5G wird festgestellt, dass niemand gesichert wisse, wie sich die 5G-Installation auf die menschlichen Zellen, auf alle Lebewesen und die Natur auswirken werde:

  • „Es gibt erhebliche Bedenken hinsichtlich der möglichen Auswirkungen auf die Gesundheit und Sicherheit, die sich aus einer potenziell viel höheren Belastung durch hochfrequente elektromagne­tische Strahlung durch 5G ergeben könnten. Eine erhöhte Exposition kann sich nicht nur aus der Verwendung wesentlich höherer Frequenzen bei 5G ergeben, sondern auch aus dem Potenzial der Bündelung verschiedener Signale, ihrer Dynamik und den komplexen Interferenzeffekten, die insbesondere in dichten Stadtgebieten auftreten können.
  • Die 5G-Funkemissionsfelder unterscheiden sich deutlich von denen früherer Generationen durch ihre komplexen strahlförmigen Übertragungen in beide Richtungen – von der Basisstation über das Mobilteil und zurück. Obwohl die Felder der Strahlen stark fokussiert werden, variieren sie schnell mit Zeit und Bewegung und sind daher unvorhersehbar, da die Signalpegel und -muster als geschlossenes System interagieren. Dies muss noch zuverlässig für reale Situationen außerhalb des Labors abgebildet werden.“ [4]

Argumentation der deutschen Behörden

Nach Professor James C. Lins Artikel zur Relevanz der NTP– und Ramazzini-Studien (siehe diagnose:funk Brennpunkt Januar 2020) widerlegt nun auch das vorliegende EU-Papier die Hauptargumente der deutschen Behörden, insbesondere des Bundesamtes für Strahlenschutz, mit denen die scheinbare Unbedenklichkeit der nicht-ionisierenden Strahlung gerechtfertigt wird:

  • Die Forschung habe ergeben, dass von den bisher genutzten Frequenzen (GSM, UMTS, LTE) keine Gesundheitsgefahr ausginge.
  • Die Feldstärken (SAR-Werte) der NTP-Studie seien so hoch, dass ihre Ergebnisse nicht auf den Normalbetrieb des Mobilfunks übertragen werden könnten.
  • Es sei noch nie gelungen, solche Ergebnisse zu reproduzieren.
  • Ergebnisse von Tierversuchen würden sich nicht auf den Menschen übertragen lassen.
  • Ein kausaler Zusammenhang hätte noch nie nachgewiesen werden können. Ein möglicher Wirkmechanismus fehle.[5]
  • Nichtionisierende Strahlung habe nicht die Energie, Zellen zu schädigen.
  • Unterhalb des Grenzwertes gebe es keine Nachweise auf Gesundheitsschäden.

All diese Scheinargumente sind in der internationalen wissenschaftlichen Literatur sowie im vorliegenden EU-Papier widerlegt. diagnose:funk bezeichnet es als verantwortungslos gegenüber der Gesundheit von Mensch und Natur, dass 5G-Mobilfunk dennoch bereits aufgebaut wird. Mit 8 Forderungen zeigt diagnose:funk, wie eine strahlungs­mini­mierte Mobilfunk­versorgung technisch und politisch möglich ist. diagnose:funk unterstützt außerdem  die bundesweite Bewegung, dass die Gemeinderäte für ihre Kommunen den Stopp von 5G (Moratorium) beschließen, wie dies bereits  in Brüssel, Genf, Rom, Florenz sowie in Kommunen in Südtirol und Bayern  geschehen ist.[6] Das EU-Papier wird in den Kommunen dazu beitragen, die Auseinandersetzung über 5G-Mobilfunk zu versachlichen.

8 Forderungen von diagnose-funk für kommunale Regelungen

  1. Breitbandnetze (Glasfaser) als Eigenwirtschaftsbetrieb müssen als Teil der Daseinsvorsorge von den Kommunen betrieben werden. Keine Vergabe von Infrastrukturprojekten an ein Monopol. Glasfasernetze sind die Grundlage zur Umsetzung einer strahlungsarmen Mobilfunkversorgung.
  2. Trennung der Indoor- und Outdoor-Versorgung zum Schutz der Wohnung vor Strahlung muss Grundlage jeder Mobilfunkplanung sein. Neue Technik muss nachweisbar zu weniger Elektrosmog führen. Kleinzellennetze sind nur dann sinnvoll, wenn sie zu einer deutlichen Senkung der Strahlenbelastung führen.
  3. Ein Netz für alle: Es braucht nur ein Mobilfunknetz für alle Betreiber und Nutzer, wie bei Strom, Gas und im Straßenbau. Verpflichtendes Roaming für alle Mobilfunkbetreiber muss umgesetzt werden.
  4. Unabhängige Technikfolgenabschätzung ist Pflicht. Sie muss durch eine industrie- und regierungsunabhängige Kommission unter Beteiligung bürgerschaftlicher Interessenverbände erfolgen. Ohne Bewertung der Forschungsergebnisse über die Wirkungen der 5G-Frequenzen auf Mensch, Tier und Natur darf 5G nicht eingeführt werden.
  5. Beweislastumkehr: Industrie und Staat müssen die Gesundheitsverträglichkeit der Mikrowellenstrahlung belegen.
  6. Umweltschutz ist Pflicht, die Kommune muss über den Netzausbau (zur SmartCity) ein Gutachten zum ökologischen Fußabdruck vorlegen.
  7. Das Recht, analog leben zu können, ohne digitale Überwachung, ist ein Grundrecht. Die Datenerfassung darf nur mit ausdrücklicher Zustimmung jedes Bürgers erfolgen. Von Jugendlichen unter 16 Jahren dürfen keine Daten erfasst werden.
  8. Erhalt und Schaffung von funkfreien Gebieten für elektrohypersensible Menschen.

Quellen:

[1] EPRS | European Parliamentary Research Service. Autor: Miroslava Karaboytcheva Members‘ Research Service PE 646.172, February 2020: „Briefing. Effects of 5G wireless communication on human health“

[2] Kostoff RN, Heroux P, Aschner M, Tsatsakis A, ADVERSE HEALTH EFFECTS OF 5G MOBILE NETWORKING TECHNOLOGY UNDER REAL-LIFE CONDITIONS, Toxicology Letters (2020), doi: https://doi.org/10.1016/j.toxlet.2020.01.020; Download: http://www.avaate.org/IMG/pdf/toxicology_letters_pre_proof.pdf

[3] Simkó M, Mattsson MO (2019): 5G Wireless Communication and Health Effects-A Pragmatic Review Based on Available Studies Regarding 6 to 100 GHz. Int J Environ Res Public Health 2019; 16 (18): E3406:

„Abstract: The introduction of the fifth generation (5G) of wireless communication will increase the number of high-frequency-powered base stations and other devices. The question is if such higher frequencies (in this review, 6–100 GHz, millimeter waves, MMW) can have a health impact. This review analyzed 94 relevant publications performing in vivo or in vitro investigations. Each study was characterized for: study type (in vivo, in vitro), biological material (species, cell type, etc.), biological endpoint, exposure (frequency, exposure duration, power density), results, and certain quality criteria. Eighty percent of the in vivo studies showed responses to exposure, while 58% of the in vitro studies demonstrated effcts. The responses affected all biological endpoints studied. There was no consistent relationship between power density, exposure duration, or frequency, and exposure effects. The available studies do not provide adequate and sufficient information for a meaningful safety assessment, or for the question about non-thermal effects. There is a need for research regarding local heat developments on small surfaces, e.g., skin or the eye, and on any environmental impact. Our quality analysis shows that for future studies to be useful for safety assessment, design and implementation need to be significantly improved.“

[4] Blackman C, Forge S. (2019): 5G Deployment: State of Play in Europe, USA, and Asia. Study for the Committee on Industry, Research and Energy, Policy Department for Economic, Scientific and Quality of Life Policies, European Parliament, Luxembourg, 2019; diagnose:funk Homepage 12.04.2019,

https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail&newsid=1388, Artikel vom 12.04.2019

[5] „Aber warum sollte ich eine Maßnahme verlangen (Vorsorgeentscheidung Anm. df), wenn ich nicht sicher sagen kann, dass da ein Problem ist? Wenn ich nicht einmal eine Idee habe, wie das biologisch funktionieren kann, dass ich von einem Ausgesetzsein zu einer Wirkung komme.“ Dr. Inge Paulini, Präsidentin des BfS im TAZ-Interview vom 26.11.2019. https://taz.de/!5640565/

[6] https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail&newsid=1385, Artikel vom 11.04.2019

https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail&newsid=1383, Artikel vom 06.04.2019

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ÖSTERREICH und das VORSORGE-PRINZIP und WIESO  das VORSORGE-PRINZIP in DEUTSCHLAND nur THEORETISCH MÖGLICH ist

https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail&newsid=1532

Österreich: Parlamentsbericht „5G-Mobilfunk und Gesundheit“ warnt vor Risiken

Einen ersten Bericht zur 5G-Technikfolgenabschätzung (TAB) „5G-Mobilfunk und Gesundheit. Die aktuelle Einschätzung des Evidenzstandes zu möglichen Gesundheitsrisiken von elektromagnetischen Feldern des Mobilfunks durch anerkannte wissenschaftliche Gremien“ legt jetzt das österreichische Parlament vor. Wer zwischen den Zeilen lesen kann, für den ist die Botschaft der Autoren des Berichtes eindeutig: Es bestünden „erhebliche Wissenslücken“ (S.6) über die Sicherheit von 5G für die Gesundheit, so dass eine Anwendung in Frage gestellt ist. Nach den Prinzipien der Schadensvermeidung und des Vorsorgegebots sei ein 5G Moratorium notwendig. Die bisherigen Studienergebnisse, die im TAB wiedergegeben werden, untermauerten dies. Der Tab stützt sich v.a. auf die Studien von Simkó und Mattsson(2019), Di Ciaula (2018), Russel (2018) und Betzalel et al. (2018). Auf den drei letzten Studien basiert auch die Bewertung von diagnose:funk. Diese Botschaft und Warnung vor 5G kommt in einer orakelhaften Formulierung, quasi „durch die Blume“ daher, was wohl dem Konsensprinzip des Politikbetriebes geschuldet ist:

  • „Die wissenschaftliche Diskussion verdichtet sich hier in Richtung spezifischer Wirkorte und Wirkmechanismen und in Richtung einer gegenwärtig äußerst unzulänglichen Studienlage.“ (S.109)

Diese Aussage  konstatiert, dass man gesundheitsschädlichen Wirkungen von 5G und sogar ihren Mechanismen auf der Spur ist, trotz einer bisher noch unzulänglichen Studienlage. Der 5G-Ausbau ist also ein Feldversuch mit der Prognose, dass er negativ ausgehen könnte. Mehr Argumente für einen Stopp von 5G braucht es nicht. Der TAB lässt Wissenschaftler unkommentiert fordern (Hervorhebungen in allen Zitaten durch d:f):

  • „…. die verfügbaren Befunde scheinen diesem Autor auszureichen, um die Existenz biomedizinischer Effekte zu demonstrieren und das Vorsorgeprinzip anzuwenden, exponierte Personen als möglicher Weise gefährdet einzustufen und die geltenden Grenzwerte zu überarbeiten.“ (S.107)
  • Autor*innen „sehen die Existenz biomedizinischer Effekte als ausreichend demonstriert an, um das Vorsorgeprinzip anzuwenden und unabhängige Forschung und Beratung zu institutionali­sieren.“ (S.109)
  • „… dass Datenlücken (in Bezug auf biologische Effekte, Langzeitexposition und besonders gefährdete Populationsgruppen, Millimeterwellen und gemischte Frequenzbereiche) durch unabhängige Studien gefüllt werden sollten und es unabhängige beratende Gremien in Bezug auf Gesundheit und Umwelt brauche, bevor 5G-Millimeterwellen zum Einsatz kommen (Moratorium).“(S.108)

Mit diesem Bericht steigt der Argumentationsnotstand der 5G-Befüworter. Nach dem EU-Briefing „Auswirkungen der drahtlosen 5G-Kommunikation auf die menschliche Gesundheit“ (2020), dem Review auf der IEEE-Homepage (Naren et al. (2020)) (s. Downloads), die beide vor der Einführung von 5G warnen, und nicht zuletzt dem Artikel von Prof. James C. Lin zum bewiesenen Krebspotential der nicht-ionisierenden Strahlung und diesem TAB befinden sich die 5G-Befürworter immer stärker im Argumentationsnotstand. Es bleibt nur noch eine mit Realitätsverweigerung gepaarte Amnesie, einem Managervirus, von dem nicht nur der Telefonica-Chef Markus Haas befallen zu sein scheint: „Uns beunruhigt diese Diskussion sehr, weil sie faktenfrei ist. Es gibt keinerlei wissenschaftlich fundierte Studien, die auch nur irgendeine Gesundheitsgefährdung sehen“ (Tagesspiegel, 24.02.2020), oder der schüchterne Verweis auf die Grenzwerte. Aber dieses Argument kontert schon das EU-Briefing: „Die derzeitigen Bestimmungen der EU über die Exposition gegenüber drahtlosen Signalen, die Empfehlung des Rates zur Begrenzung der Exposition der Bevölkerung gegenüber elektromagnetischen Feldern (EMF) (0 Hz bis 300 GHz), ist nun 20 Jahre alt und berücksichtigt daher nicht die spezifischen technischen Merkmale von 5G.“

Im Folgenden geben wir Zitate aus dem TAB wieder. Man muss die Ausschnitte vor dem Hintergrund lesen, dass sowohl die Industrie als auch die deutschen Behörden behaupten, alles sei auf der sicheren Seite.

Machen Sie sich selbst ein Bild: Zitate aus dem Parlamentsbericht „5G-Mobilfunk und Gesundheit“

 

… vom relativierenden Eiertanz und vorsichtigen Warnungen

„Für etablierte Mobilfunkfrequenzen gilt, dass es inadäquate und limitierte Evidenz zu möglichen Risiken gibt, weil eine Vielzahl teils auch sehr anspruchsvoller Studien weder einen eindeutigen Nachweis noch Entwarnung liefern kann. Für die neuen Mobilfunkfrequenzen nahe am Millimeterwellenbereich von 5G gilt hingegen, dass erhebliche Wissenslücken bestehen, weil zu relevanten Risikohypothesen, Frequenzbereichen und Feldstärken noch kaum Studien vorliegen (fehlende Untersuchungen).“(S.6)

„Es gibt Übereinstimmung darüber, dass sich die reale Expositionssituation der Bevölkerung durch die zunehmende Allgegenwart elektronischer Geräte (vom Babyphone über Kinderspielzeug bis hin zu Mobiltelefonen, Smart Metern, selbst-fahrenden Autos und Internet-of-Things) mit unterschiedlichsten Strahlungsimmissionen aus einer Vielzahl von Quellen weiter kompliziert und (zumindest in Hinblick auf Allgegenwart und Dauer) verschärft.“ (S.7)

„Vor diesen Hintergrund ist keine eindeutige und konsensuale Feststellung des gesundheitlichen Risikopotenzials bezüglich etablierter Mobilfunkstrahlung absehbar. In Bezug auf 5G im Speziellen scheint der Mangel an tierexperimentellen und In-vitro-Studien prinzipiell behebbar. Die Produktion einer robusteren Evidenzsituation ist jedoch nicht absehbar (anspruchsvolle Studiendesigns) bzw. unwahrscheinlich (Fehlen von epidemiologischen Studien).“ (S.7)

 

…  zu klaren Aussagen zur Studienlage: erste besorgniserregende Erkenntnisse

Simkó und Mattsson (ein Bericht, der im Auftrag der Telekom verfasst wurde, d:f) fassen zusammen, dass der überwiegende Anteil der Studien in Hinblick auf medizinische Anwendungen (bei starker bzw. extrem starker Exposition) und nicht in Hinblick auf Gesundheitsrisiken (bei geringer Exposition) durchgeführt wurde … Insgesamt erwachse aus der Studienlage insgesamt wegen widersprüchlicher Ergebnisse aus In-vivo- und In-vitro-Untersuchungen keine klare Evidenz … So gäbe es keine adäquaten und ausreichenden Informationen, um eine sinnvolle Sicherheitsbewertung durchzuführen oder die Existenz nicht-thermischer Effekte zu beurteilen. Aufgrund der geringen Eindringtiefe elektromagnetischer Strahlung im Millimeterwellen-Bereich wird empfohlen, die Suche nach möglichen biologischen Auswirkungen auf den Menschen auf die oberen Hautschichten und Augen zu konzentrieren, da dort die stärksten Wechselwirkungen zu erwarten sind (Simkó/Mattsson 2019, S. 15). Die Suche sollte dabei nicht auf mögliche akute Auswirkungen (wie z. B. Verbrennungen) beschränkt sein, sondern auch mögliche chronischen Effekte (wie z. B. Entzündungen oder Krebsentwicklung) miteinbeziehen.“ (S.106)

„Neben Auswirkungen auf den Menschen sollte auch nach Auswirkungen von 5G-Millimeterwellen auf Flora und Fauna (mit indirekten Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit) gesucht werden. Insbesondere die Auswirkungen auf sehr kleine Organismen (ein Zentimeter bis wenige Millimeter), wie z. B. Insekten, Pflanzen oder Pilze, sei eine relevante Frage, da die Eindringtiefe von Millimeterwellen-Strahlung hier ausreichen könne, um den gesamten Organismus zu erwärmen. Dabei sollten auch Frequenzen nahe einer Resonanzfrequenz des Organismus berücksichtigt werden, da hier die stärksten Wechselwirkungen zu erwarten sind.“ (S. 107)

 

Erkenntnisse legen ein Moratorium nahe

Di Ciaula (2018) (ausgewertet auf EMFData, df) schließt, dass erste Beobachtungen zu Millimeterwellen eine Erhöhung der Hauttemperatur, veränderte Genexpression, verstärkte Zellproliferation und Synthese von Stress-Proteinen, entzündlicher und metabolischer Prozesse erhöhten, Augenschäden erzeugen und neuro-muskuläre Dynamiken beeinflussen könnten. Es brauche zwar weitere Studien, um die Gesundheitseffekte besser und unabhängig zu untersuchen, aber die verfügbaren Befunde scheinen diesem Autor auszureichen, um die Existenz biomedizinischer Effekte zu demonstrieren und das Vorsorgeprinzip anzuwenden, exponierte Personen als möglicher Weise gefährdet einzustufen und die geltenden Grenzwerte zu überarbeiten.“ (S.107)

Russel schließt aus dem zusammengefassten Evidenzstand, dass Datenlücken (in Bezug auf biologische Effekte, Langzeitexposition und besonders gefährdete Populationsgruppen, Millimeterwellen und gemischte Frequenzbereiche) durch unabhängige Studien gefüllt werden sollten und es unabhängige beratende Gremien in Bezug auf Gesundheit und Umwelt brauche, bevor 5G-Millimeterwellen zum Einsatz kommen (Moratorium). Auch sollten wir unsere Exposition bezüglich hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung minimieren, wo immer technisch möglich (ALARAPrinzip). Betzalel et al. (2018) (ausgewertet auf EMFData, df) diskutieren im Detail mögliche Wirkmechanismen von Frequenzbereichen über 24 GHz bei Absorption durch die Haut. Insbesondere heben sie die morphologische Besonderheit von Schweißdrüsen hervor, die für solche Wirkmechanismen zentrale Bedeutung haben könnte („Antennen-Wirkung“). Auf dieser Basis entwickelte die Forscher*innengruppe ein verbessertes Hautmodell für Simulationsversuche, die wiederum unerwartet hohe und ansteigende SAR-Werte in den hohen Frequenzbereichen (75 bis 110 GHz) zeigten. Sie schließen, dass es ausreichend Evidenz gäbe um nahezulegen, dass die helikale Struktur von Schweißdrüsen in Kombination mit einer Annäherung von Wellenlängen an die Dimensionen von Hautschichten zu nicht-thermischen biologischen Effekten führen könne. Diese Autor*innen warnen dementsprechend vor einem unbeschränkten Einsatz von hohen Frequenzbereichen (insbesondere im sogenannten Sub-THz-Bereich).“ (S.108)

 

Abschließende Warnungen: Negative Wirkungen scheinen plausibel zu sein

„Die sicherlich aufgrund der robusten und nachvollziehbaren Methode zentrale, momentan verfügbare Review in einer Fachzeitschrift ist jene von Simkó und Mattsson (2019). Ganz anders als MoH NZ (2018 und 2019) (Berichte der neuseeländischen Regierung) kommen die Autor*innen zu dem Schluss, dass die Evidenzlage äußerst lückenhaft, nicht statistisch auswertbar und aus einer Vielzahl von Gründen auch kaum qualitativ interpretierbar sei. Aufgrund theoretischer Überlegungen empfehlen sie Studien zu akuten wie auch chronischen Auswirkungen von Exposition (und insbesondere auch intensiven Strahlungsspitzen) auf Haut und Augen (wie auch auf Insekten, Pflanzen und Pilze). Reviews des „inklusiven Typs“ (Russel 2018, Di Ciaula 2018) erwarten Effekte auch in oberflächenfernen Körperregionen und sehen die Existenz biomedizinischer Effekte als ausreichend demonstriert an, um das Vorsorgeprinzip anzuwenden und unabhängige Forschung und Beratung zu institutionalisieren.“ (S.109)

„Betzalel et al. (2018) (ausgewertet auf EMFData, df) zeigen letztlich überzeugend, dass für Millimeterwellenbereiche besondere nicht-thermische Wirkmechanismen tatsächlich theoretisch plausibel sind. So ist sowohl auf Ebene der Aggregatoren, der Reviews, wie auch der Einzelstudien noch wenig zu möglichen Gesundheitseffekten von 5G gesagt. In den allermeisten Fällen wird allein auf die mit 5G absehbar im Mobilfunk eingesetzten höheren Frequenzbereiche Bezug genommen oder auf die daraus weiter verstärkte Mischexpositionen durch unterschiedlich charakterisierte elektromagnetische Felder. Die wissenschaftliche Diskussion verdichtet sich hier in Richtung spezifischer Wirkorte und Wirkmechanismen und in Richtung einer gegenwärtig äußerst unzulänglichen Studienlage.“ (S.109)

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https://www.youtube.com/post/UgxODVy0r107QcSVHop4AaABCQ

Roh Vegan am Limit
Roh Vegan am Limit vor 1 Tag
Chemiker:5G und Viren, gibt es einen Zusammenhang? Heute 18:00 Wer ist alles dabei ? Daumen und Kommentar nicht vergessen am besten sofort, denn dann hat man eine Chance für ein gutes Ranking wenn ganz schnell viele Klicks likes und Kommentare entstehen danke für euren Support bis später 🙂

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Kommt noch mal Winter? Kommt schon der Frühling? Ein Polarluftvorstoß deutet sich an.

1.044 Aufrufe
08.03.2020

4660 Abonnenten
Ein Arctic-Outbreak könnte tatsächlich noch einmal eine sehr kalte Witterungsphase in der zweiten März-Hälfte bringen. Die 16 Tage-Trends deuten seit Tagen einen Polarluftvorstoß an.

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Flüchtlingsbegleiter Christian: Bedroht worden von „Flüchtling“ – Rechtsstaat funktioniert nicht!

10.087 Aufrufe
09.03.2020

Video © Rebecca Sommer, Sommerfilms

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„Ich hatte jeden Tag Angst“ Erfahrungsbericht einer Schülerin von Brennpunktschule in Hessen (Ini-B)

17.678 Aufrufe
04.03.2020

Video © Sommerfilms für die Initiative an der Basis, 2020 Maria A. ist gerade 19 Jahre alt geworden, sie war eine von drei deutschen Schülerinnen in einer Klasse mit vor allem muslimischen Schülern an einer Brennpunktschule in Hessen. In diesem Video berichtet sie über ihre Erfahrungen und die negativen Auswirkungen einer verfehlten Asyl&Migrationspolitik. Wenn du ein Schüler, Student oder schon aus der Schule draußen bist, aber uns trotzdem deine Geschichte erzählen magst, trau dich und schreib uns an. Teile deine Geschichte mit den anderen, gerne auch anonym. Kontakt: https://basisinitiative.wordpress.com…

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Flache Erde, die NASA und ihr Fake Image

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1040 Abonnenten
Mal wieder ein gefaktes Bild der NASA, easy zu entlarven ^^

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„Hambacher Forst“ – und die „Schein-heilig-keit“ der Grünen //// „SPD“-Umweltministerin schützt GLYPHOSAT //// „General-Anwalt“ des „Europäischen Gerichtshofs“ gegen Prüfung der Risiken von „Gentechnik-Soja“ /// Ärzte fordern STOPP des hochgefährlichen „5G-Mobil-Funk“ //// „US“-Forschung – „Gentech-Biowaffen“ – DARPA – PENTAGON //// „Gen-TECH“ /// „Fragwürdige E-MOBILität“ – – – „Drecks-Schleudern“ – „KREUZ-FAHRT-SCHIFFE“ //// „Cum-Ex“: Der COUP des Jahrhunderts

 

siehe auch „Wind-Kraft und die Grünen“

siehe auch „BIENEN-GLYPHOSAT-KLÖCKNER“

Wissen die GRÜNEN NICHT dass WALD „CO2“ aufnimmt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

https://www.welt.de/regionales/nrw/article182016678/Hambacher-Forst-Die-Scheinheiligkeit-der-Gruenen.html

Nordrhein-Westfalen

Hambacher Forst

Die Scheinheiligkeit der Grünen

Es geschah im März 2014: Umweltminister Johannes Remmel und Ministerpräsidentin Hannelore Kraft haben sich auf die Verkleinerung von Garzweiler II verständigt – und auf die Abholzung des Hambacher Forsts
Es geschah im März 2014: Umweltminister Johannes Remmel und Ministerpräsidentin Hannelore Kraft haben sich auf die Verkleinerung von Garzweiler II verständigt – und auf die Abholzung des Hambacher Forsts

Quelle: picture alliance / dpa

Die Grünen in NRW schwelgen im Hambi-Hype. Aber ist das nicht scheinheilig? Immerhin haben sie zu Regierungszeiten die Abholzung des Forsts mitbeschlossen. Auch wenn manch Grüner das jetzt leugnet.
In der Stimme von Monika Düker schwingt das Tremolo des Triumphs. Die Fraktionschefin der Grünen steht in der Debatte um den Hambacher Forst am Rednerpult des Düsseldorfer Landtags. Sie schaut sie auf die Regierungsbank und den in seinen Akten versunkenen Armin Laschet. „Krachend gescheitert“ sei die Regierung mit ihren Braunkohleplänen, ruft Düker dem CDU-Regierungschef zu, gescheitert an den Gerichten und der Zivilgesellschaft. „Sie haben Politik gegen die Mehrheit der Menschen gemacht.“ Schwarz-Gelb stehe vor einem Scherbenhaufen.

Tausende feiern Rodungsstopp am Hambacher Forst

Das Oberverwaltungsgericht Münster stoppte in letzter Minute die geplante Rodung des Hambacher Forstes. Für die Umweltschützer ein Etappensieg, für die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen und den Energieriesen RWE ein Debakel.

Quelle: WELT/ Dirk Schommertz

Tatsächlich steht die Landesregierung ziemlich blamiert da, seit das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster in der vorigen Woche die geplanten Rodungen des Hambacher Forstes im rheinischen Braunkohlerevier gestoppt hat. In den Wochen zuvor hatte Innenminister Herbert Reul (CDU) den Forst von teils militanten Waldbesetzern räumen lassen – mit einem der kostspieligsten Polizeieinsätze der NRW-Geschichte. Und nun das: Laut einer aktuellen WDR-Umfrage halten 79 Prozent der NRW-Bevölkerung die Rodung des 200 Hektar großen Waldes für nicht richtig – darunter auch 71 Prozent bekennende CDU-Anhänger. Da scheint es nur konsequent, dass die CDU bei der letzten Sonntagsfrage sieben Prozentpunkte verlor – und die Grünen gegenüber dem vorangegangenen Quartal um fünf Prozentpunkte auf 17 Prozent zulegten. Solche Werte hatte die Partei zuletzt nach der Reaktor-Katastrophe in Fukushima erzielt.

Anderseits ist das Umfragen-Hoch für die Grünen aber auch erstaunlich. Immerhin waren sie, die einst der Rodung des Waldstücks zur Braunkohleförderung zugestimmt hatten. Während die Partei heute im Hambacher Forst an vorderster Protestfront steht, verständigte sie sich zu ihrer Regierungszeit im Jahr 2014 mit dem sozialdemokratischen Koalitionspartner auf einen Deal. Der umstrittene Tagebau Garzweiler II sollte um etwa ein Fünftel der Abbaufläche verkleinert werden. Im Gegenzug gaben die Grünen für die Tagebaue Inden und Hambach eine Bestandsgarantie – und damit auch grünes Licht für die Rodung des Hambacher Forstes.

2016 führte diese Abmachung zu einer sogenannten Leitentscheidung, die von drei grünen Landesministern im Kabinett mitbeschlossen wurden. In dieser Leitentscheidung heißt es: „Der Braunkohlenabbau in den Tagebauen Garzweiler II, Hambach und Inden in Nordrhein-Westfalen ist zur langfristigen Energieversorgung weiter erforderlich.“ Zuvor hatten Bürger in einem Online-Beteiligungsverfahren zur Erarbeitung dieser Leitentscheidung auf eine Schonung des Hambacher Forstes gedrungen – vergeblich.

Rodungen statt Umsiedlungen

Im Rahmen der Abwägungen, mit denen maßgeblich auch der damalige grüne Umweltminister Johannes Remmel befasst war, entschied die Landesregierung, man wolle lieber die Umsiedlung von Menschen im Planungsgebiet von Garzweiler II verhindern als den Hambacher Forst erhalten. Schließlich seien Umsiedlungen „der schwerste mit dem Braunkohleabbau verbundene Eingriff“. Die Regierung bestätigte in ihrer Leitentscheidung den Bedarf an Braunkohle über das Jahr 2030 hinaus. Dies mache den Tagebau Hambach, in dem keine weiteren Umsiedlungen mehr erforderlich seien, in seinen „unveränderten Abbaugrenzen erforderlich“.

Greenpeace stellt Gutachten gegen Rodung des Hambacher Forsts vor

Die Rodung des Hambacher Forsts sei derzeit nicht nötig und dadurch nicht rechtens. So argumentiert die Umweltorganisation Greenpeace aufgrund eines neuen Gutachtens. Erfahren Sie hier alle Einzelheiten dazu.

Quelle: WELT

Genau das wird aber nun vom OVG-Urteil angezweifelt: Das Land und der Tagebaubetreiber RWE hätten dem Gericht „nicht substantiiert“ belegen können, dass eine sofortige Rodung für die Energieversorgung notwendig sei.

Auch sei nicht geprüft, ob der Wald wegen des Vorkommens der Bechsteinfledermaus nach der geltenden Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH) überhaupt abgeholzt werden dürfe. Deshalb müsse die Entscheidung über die Rechtmäßigkeit des Hauptbetriebsplans für den Hambacher Tagebau zunächst abgewartet werden, um im Forst keine vollendeten Tatsachen zu schaffen.

Bis zu einer endgültigen Entscheidung kann es nach Einschätzung von Verwaltungsjuristen noch etwa zwei Jahre dauern. In dieser verfahrenen Lage denkt die Landesregierung jetzt über einen Plan B nach. NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) kündigte im Landesparlament vorsichtig eine Neujustierung der Kohlepolitik an: „Die Energiewende muss vom Kopf auf die Füße gestellt werden“, so sagte er.

„Es wurde über Hambach überhaupt nicht diskutiert“

Die Grünen schwelgen indessen im Hambi-Hype und wollen von ihrem früheren Agieren nichts wissen. Trotz eindeutiger Dokumentenlage beharrt Remmel als der damals zuständige Minister darauf, es habe keinerlei Abwägung zwischen den drei Tagebauen Garzweiler II, Hambach und Inden gegeben. „Das ist Quatsch. Zum Tagebau Hambach gab es 2016 keinen politischen Anknüpfungspunkt. Es wurde über Hambach überhaupt nicht diskutiert“, sagte Remmel in einem Interview mit der „taz“. „Nein, nein, nein!“, beteuerte Remmel, „es gab keinen Deal, wir bekommen die Verkleinerung von Garzweiler und verzichten auf etwas anderes.“

Seit 1978 mussten fast 35.000 Menschen dem Tagebau weichen

Rund 40 Millionen Tonnen Braunkohle fördert der Tagebau Hambach im Jahr, aus bis zu 370 Metern Tiefe. Seit 1978 arbeitet sich die Wanderbaustelle voran. Proteste gab es von Anfang an.

Quelle: WELT/ Perdita Heise

Doch Reiner Priggen, der ehemalige Fraktionschef der Grünen im Landtag, hat Remmel inzwischen Lügen gestraft. Auf dem jüngsten Landesparteirat am Rande des Hambacher Forstes bestätigte er, dass es seinerzeit sehr wohl einen Handel mit den Sozialdemokraten gegeben habe, um die drohende Umsiedlung von fünf Ortschaften mit über tausend Menschen im Planungsareal von Garzweiler II zu verhindern.

„Ich kann gerne zugeben“, so Priggen, „dass wir uns bei 1400 Leuten oder Wald für die Leute entschieden haben.“ Unterdessen inszenieren seine Parteifreunde weiter ihr Schauspiel der Scheinheiligkeit und erwecken den Eindruck, sie seien in ihrer Regierungszeit von 2010 bis 2017 für den Klimaschutz zuständig gewesen – und die SPD für den Kohleabbau.

Der Wald als Wahlkalkül

Es hat schon eine lange Tradition, dass die NRW-Grünen das Thema Braunkohle je nach Situation für ihre politische Konjunktur zu nutzen wissen. 1995 schafften sie den Wiedereinzug in den Landtag mit einem knallharten Nein zu Garzweiler II, dem europaweit größten Tagebau. Als ihnen dann 1998 wegen ihrer Verweigerungshaltung der Rausschmiss aus der Regierung von Ministerpräsident Wolfgang Clement (SPD) drohte, entschieden sie sich gegen die Ökologie und für die Macht.

Noch im Wahlprogramm zur Landtagswahl 2017 war der Hambacher Forst den Grünen keine Silbe wert. Erst jetzt, nachdem sie bei dieser Landtagswahl vor allem wegen einer miserablen Schulpolitik abgewählt wurden, haben sie den Erhalt des Hambacher Forstes wieder auf ihre Agenda gesetzt.

Gaskraftwerke sollen Kohleausstieg ermöglichen

Kohlekraftwerke gelten wegen ihres hohen CO2-Ausstoßes als Klimasünder. Um die Pariser Klimaziele zu erreichen, plant die Bundesregierung deshalb den Kohleausstieg. Dafür sollen Gaskraftwerke eingesetzt werden.

Quelle: WELT/ Chrsitoph Hipp

Der einstige Koalitionspartner SPD hat für den Bruch der Ökopartei mit ihrer eigenen Regierungsverantwortung nur Hohn und Spott übrig. „Wenn die Grünen konsequent wären“, juxt ein führender SPD-Stratege hinter vorgehaltener Hand, „müssten sie jetzt gegen Remmel als damaligem Umweltminister einen Parteiausschluss beantragen.“

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PETITION – – -PETITION – – -PETITION – – -PETITION – – -PETITION – – –

https://www.change.org/p/bundeslandwirtschaftsministerin-kl%C3%B6ckner-bienensterben-glyphosat-schadet-bienen-jetzt-muss-das-herbizid-erst-recht-vom-acker?recruiter=522200648&utm_source=share_petition&utm_medium=email&utm_campaign=undefined

Bienensterben: Glyphosat schadet Bienen – jetzt muss das Herbizid erst recht vom Acker!

Das Bienensterben ist eines der drängendsten Umweltprobleme unserer Zeit. Glyphosat war dabei schon länger im Verdacht, aber es fehlten die Beweise.

Aber jetzt ist klar: Glyphosat schädigt und tötet Bienen.

Jahrzehntelang wollte uns Monsanto weismachen, dass Glyphosat für Menschen und Tiere ungefährlich sei. Eine jetzt veröffentliche Studie im renommierten Fachjournal PNAS zeigt jetzt aber deutlich: Glyphosat wirkt direkt auf die Bakterien im Darm der Bienen und verändert deren genau balancierte Zusammensetzung. Diese bakterielle “Mikroflora” ist entscheidend für die Gesundheit der Bienen, sie hilft u.a. Infektionen abzuwehren und Nahrung zu verdauen. Bienen, die mit realistischen Mengen von Glyphosat gefüttert werden, denen sie auch auf den Feldern ausgesetzt sind, sterben viermal häufiger an einer Infektion als unbehandelte Bienen. Ähnliche Effekte sind auch für Säugetiere und den Menschen zu befürchten.

In der letzten Risikobewertung für Glyphosat wurden solche Effekte nicht berücksichtigt und Glyphosat als ungefährlich für Bienen eingestuft. Dass die neuen Ergebnisse jetzt kommen zeigt auch, wie wenig wir auch nach Jahrzehnten über Glyphosat wissen und wie gefährlich der großflächige Einsatz von Pestiziden ist, selbst wenn sie als vermeintlich sicher gelten.

Angesichts dieser neuen Erkenntnisse und der großen Gefahr, die vom Bienensterben ausgeht, fordern wir, die Unterzeichnenden:

An Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner:

1. Holen Sie Glyphosat endlich vom Acker! Nach Ihrer Ankündigung eines “Minimierungsplans” im April 2018, folgten nur Alibi-Maßnahmen. Wir fordern, den Totalausstieg aus Glyphosat bis spätestens 2020.

2. Erlassen Sie Sofortmaßnahmen zum Schutz der Bienen und der Bevölkerung:

  • Glyphosat darf nicht mehr in öffentlichen Parks, Gärten und Spielplätzen eingesetzt werden;
  • Glyphosat muss für den Privatgebrauch sofort verboten werden und auch der Online-Verkauf gestoppt werden;
  • Glyphosat darf grundsätzlich nicht mehr vor der Ernte eingesetzt werden.

3. Legen Sie eine echte Pestizid-Reduktionsstrategie vor, damit nicht auf andere Pestizide ausgewichen wird. Zukunftsfähige Landwirtschaft geht auch ohne Gift, setzen Sie sich dafür ein!

An die EU-Kommission, die EU-Mitgliedsländer und das Europaparlament:

4. Reformieren Sie das Zulassungsverfahren ohne Verzögerung noch vor der Europawahl. Transparenz und der Schutz der Bevölkerung müssen immer vor ökonomischen Interessen einiger weniger Unternehmen stehen.

Mit hoffnungsvollen Grüßen,

Sven Giegold, Mitglied des Europäischen Parlaments

Martin Häusling, Mitglied des Europäischen Parlaments

Maximilian Fries, Dr. in Krebsbiologie und M.Sc. mit Schwerpunkt Mikrobiologie

Weiterführende Informationen

PNAS-Studie: http://www.pnas.org/content/early/2018/09/18/1803880115

Einschätzung im Fachjournal Science:  https://www.sciencemag.org/news/2018/09/common-weed-killer-believed-harmless-animals-may-be-harming-bees-worldwide?utm_source=newsfromscience&utm_medium=twitter&utm_campaign=beeguts-21623

Auswirkungen von Glyphosat auf Darmflora von Ratten: https://sven-giegold.de/glyphosat-ramazzini-studien/

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https://www.neopresse.com/politik/spd-umweltministerin-schuetzt-glyphosat-im-hobbygarten-und-damit-die-industrie/

SPD-Umweltministerin schützt Glyphosat im „Hobbygarten“ – und damit die Industrie

NEOPresse in D/A/CH

Glyphosat wird weder in der EU noch in Deutschland und noch nicht einmal im Hobby- oder Privatgarten verboten. Die Politik der GroKo führte auf EU-Ebene dazu, dass das umstrittene sogenannte Pflanzenschutzmittel jahrelang weiter genutzt werden kann. Nun ist es auch für den Privatgebrauch weiterhin auf dem Markt. Anders machen es Frankreich und Belgien.

Verbot bei den Nachbarn….

Frankreich und Belgien haben die Nutzung in privaten Gärten bereits untersagt. Glyphosat und Mittel, die Glyphosat „enthalten“, dürfen demnach nicht eingesetzt werden. Dies moniert beispielsweise die Partei der Grünen in Bezug auf die Ignoranz in Deutschland. Hier hat die SPD, die das Umweltministerium durch die Ministerin Svenja Schulze führt, sich selbst im Aktionsprogramm Insektenschutz“, das neu aufgelegt wurde, gegen eine solche Nutzung durchringen können.

 

Ohnehin hatte die Koalition in ihrem Vertrag zwar geregelt, dass Glyphosat möglichst schnell verboten werden solle. Aber der GroKo-Vertrag wird inzwischen auch in anderen Fragen, beispielsweise beim Export von Waffen und Rüstungsgütern an Länder, die in den Jemen-Krieg involviert sind, mit Füßen getreten, so Kritiker.

Das Umweltministerium sieht jetzt im „Aktionsprogramm“ vor, dass das Mittel eingesetzt werden kann, „wo und soweit dies absolut nicht anders geht“.

Diese Beschreibung ist allerdings in den Augen von Kritikern ein Windei. Da die Wirkung von Glyphosat auf die Gesundheit von Menschen nicht hinreichend abgeschätzt worden ist – in dem Sinne, dass es keine einheitlichen Befunde gibt –, lässt sich auch kaum beschreiben, ob ein Einsatz „nicht anders geht“. Denn Pflanzenschutz geht immer anders – die langfristige Wirkung hingegen müsste an messbaren Zielen festgestellt werden können.

Mit anderen Worten, so die Meinung dieser Redaktion, die SPD hat sich mit dem Umweltministerium in dieser Frage gar nicht vom Einsatz des Mittels verabschieden wollen und dient ganz offensichtlich auch dem Interesse der betreffenden Industrie. Würde Glyphosat privat abgeschafft, wäre der politische Druck auf die Industrie mit hoher Sicherheit größer.

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https://www.welt.de/kultur/plus181711960/Zivilisation-Das-Ende-der-Landschaft.html

Zivilisationskritik

Wir vergöttern die Welt. Und zerstören sie gleichzeitig

Sunrise on a field with hay bales, Jutland, Denmark
Als Bildschirmschoner funktioniert es: Die ideale Landschaft aus der jede Spur des Menschen getilgt ist

Quelle: Getty Images

Tagtäglich unterziehen sich die Heerscharen der Arbeiter an den globalen Datenflüssen vor dem ersten E-Mail-Check einem Reinigungsritual: Mit Bildern vermeintlich unberührter Landschaften, aus denen jegliche Spur von Menschen herausediert wurde, immunisieren sie sich gegen den Dauerbeschuss im digitalen Alltag.

Der Bilderalgorithmus, der uns auf den Bildschirmschonern von Apple oder Microsoft in unendlichen Variationen entgegenleuchtet, ist die Verheißung, dass irgendwo da draußen, jenseits der sieben Berge, heile Natur sei. Und zwar zuhauf.

Landschaft wird hier zum Kitsch, die Vereinfachung eines komplexen historischen und räumlichen In-der-Welt-Seins. Landschaft als Gegengift zum Alltag – eine globalisierte, austauschbare, rein visuelle Erfahrung, die nichts mehr mit der eigenen Lebenswelt zu tun hat.

In einer Zeit totaler Landschaftsvernutzung vor der eigenen Haustür wird uns die Verfügbarkeit von unendlicher Landschaft vorgegaukelt. Georg Simmel notierte vor über hundert Jahren in seiner „Philosophie der Landschaft“, dass uns Landschaften so faszinieren, weil jeder sich darin als Schaffender und Geschöpf zugleich empfinde – als Künstler, der ein Landschaftsbild komponiere, und als Teilhaber an einer Stimmung, die in einer bestimmten Landschaft kulturell aufgehoben sei.

Eine der großen Verlusterfahrungen unserer Tage

Landschaft ist eine der Formen, durch die wir uns in der Welt beheimaten – als autonome Wesen, die im produktiven Austausch mit ihrer naturräumlichen und kulturellen Bedingtheit stehen. In der willkürlichen Ersetzung von Landschaft durch visuelle Effekte wird diese mehrschichtige Dimension der Landschaftserfahrung ausradiert. Der Verlust des Vielsinnigen, Sinnlichen und Geschichtlichen im Alltag muss zu den ganz großen Verlusterfahrungen unserer Tage gerechnet werden.

Als Ende des 19. Jahrhunderts die Narben der radikalen Industrialisierungsschübe im Deutschen Reich unübersehbar waren, entspann sich eine breit angelegte gesellschaftliche Debatte über Landschaftsschutz, an der sich gerade das konservative politische Spektrum meinungsstark beteiligte. Heute ist davon nur wenig zu spüren.

Bei der Entkernung unserer Landschaften wurstelt das konservative Bürgertum mit missionarischem Weltverbesserungseifer mit. Im christsozialen Bayern gehört das Versiegeln von Fläche zur Staatsräson: Mehr als zwölf Hektar pro Tag verschwanden zwischen 2012 und 2015 unter Beton und Teer.

Auf Betreiben des damaligen Heimatministers und jetzigen Ministerpräsidenten Söder sollte Anfang 2017 das sogenannte „Anbindegebot“ so gelockert werden, dass ihn seine eigene Fraktion zurückpfeifen musste. Es ist aber immer noch locker genug, sodass Amazon und Ikea im Prinzip das dürfen, was kein Wohnmobil darf: sich einfach irgendwo hinstellen.

Ein Volksbegehren gegen den „Flächenfraß“ im Freistaat im Frühjahr war zwar erfolgreich und brachte das tiefe Unbehagen eines politisch heterogenen Spektrums an der ziellosen Bauwut zum Ausdruck. Das Referendum wurde aber vom Verfassungsgerichtshof aus formalen Gründen gestoppt, da es zu tief in die kommunalpolitische Planungshoheit eingreife. Beim derzeitigen Wahlkampf in Bayern spielt das Thema nur eine untergeordnete Rolle.

Sunset on Adamello Group and Natural Reserve of Pian di Gembro, Aprica, province of Sondrio, Valtellina, Lombardy, Italy
Als erfolgreiche Reise gilt diejenige, deren Fototrophäen den Verheißungen der perfekten Landschaften gleichen

Quelle: Getty Images

Landschaft lässt sich für die meisten Menschen immer weniger im Alltag erfahren, als Form der Auseinandersetzung mit der eigenen naturräumlichen und kulturellen Herkunft. Unter den Verlusten der Moderne, die der klassische Wertkonservatismus einst eloquent zu beklagen verstand, rangiert sie immer weniger prominent.

Der selbst erklärte „Konservative“ kauft heute ohne Gewissensbisse im Discounter auf der grünen Wiese ein, nennt die immergleiche Fruchtfolge im Agrobusiness „Arbeit an der Kulturlandschaft“ und fährt einmal im Jahr in die „Dom Rep“.

Vielleicht ist das der eigentliche Kern des Landschaftsverlustes, der nicht mehr als Verlust erfahren wird: unsere emotionale Abhängigkeit von Mobilität. Wir seien Opfer eines „kinetischen Expressionismus“ geworden, doziert Peter Sloterdijk.

Immer abhängiger von fossilen Brennstoffen

Und er hat recht: Unsere emotionale Abhängigkeit vom dauernden Standortwechsel ist zu einer ästhetischen Fixierung geworden. Man muss nur zuhören, wenn Backpacker über ihre Globetrotterei prahlen; oder wenn am Stammtisch das Allerheiligste der Mobilität angerufen wird, um dem Dieselmotor eine Gasse zu bahnen.

Denn mit unserer emotionalen und ästhetischen Verinnerlichung des Mobilitätszwangs geben wir nicht nur einen emotionalen und ästhetischen Bezug zur Landschaft auf, wir machen uns auch immer abhängiger von den fossilen Brennstoffen, deren Verfeuerung die Makrolandschaften der Erde, die Vegetationszonen, komplett verschieben wird.

Verlagerung des Heimatbegriffs

Unsere kulturelle Vernachlässigung der Landschaft wurzelt im trügerischen Eindruck, dass wir uns, kraft der fossilen Mobilität, losgelöst von natürlichen Gegebenheiten eine Heimat auf Erden schaffen könnten. Diese Illusion führt direkt in einen Selbstwiderspruch, der sich am besten am globalen Tourismus ablesen lässt.

Die Verlagerung unseres Heimatbegriffs von der Landschaft auf die Mobilität erweckt eine diffuse Sehnsucht nach authentischer Erfahrung, die auf Fernreisen gestillt werden soll. Auf diesen Reisen exportieren wir dann – nicht selten befeuert durch Bildschirmschonersehnsüchte – unsere Mentalität der Rastlosigkeit und zerstören damit genau das, was wir suchen.

Um uns herum wird alles immer einsinniger

Indem das Reisen immer weniger der Erfahrung anderer Formen des In-der-Welt-Seins und immer mehr einer Bestätigung des kinetischen Expressionismus dient, erfahren wir die Vereinheitlichung unserer Lebensräume kaum noch als Verlust. Als erfolgreiche Reise gilt diejenige, deren Fototrophäen den Verheißungen der perfekten Landschaften gleichen, die in unseren virtuellen Blasen endlos zirkulieren.

Psychologen sprechen hier von einem „Shifting baseline“-Syndrom. Der Referenzrahmen ändert sich: Wenn wir als Kinder nur noch drei Schmetterlingsarten kennenlernen und als Erwachsene Landschaften nur noch durch Windschutzscheiben sehen, dann bekommen wir gar nicht mehr mit, wenn um uns herum alles einsinniger wird.

Wenn die Düfte und Klänge aus unseren Wäldern und Wiesengründen verwehen. Wenn das Sonnenlicht eines Spätsommernachmittags sich nicht mehr mit zahllosen Insekten- und Vogelstimmen zu einer Hängematte knüpft, in der wir die Zeit vergessen können. Dann bleibt nur die Unfähigkeit zu trauern.

GEÄNDERTE FARBWERTE!!!! Dawn at Wooden Shoe Tulip Farm in Woodenville, Oregon.
Unsere Rastlosigkeit zerstört, was wir suchen. Und bleibt die Unfähigkeit zu trauern

Quelle: Getty Images

Wenn es uns nicht gelingt, unser Bedürfnis nach totaler Naturbeherrschung durch emotionale Weisheit und ökologische Klugheit zu zähmen, laufen wir, wie Adorno schreibt, sehenden Auges in die „Naturverfallenheit“.

Damit meint er, dass wir uns durch die totale Berechenbarkeit bestimmter Einzelaspekte der Natur zum Gegenspieler der Natur machen und damit anfälliger werden für die Unberechenbarkeit des Gesamtsystems Natur. An den „Kippmomenten“ des globalen Klimasystems und der Weltmeere erleben wir das momentan ganz konkret.

Für einen toten Wald einen lebenden zerhäckseln

Gut möglich, dass in Zukunft der Kampf um die verbliebenen 200 Hektar des Hambacher Forstes, die der fossile Heißhunger gerade in seinem Schaufelradgebiss zermalmt, in den Geschichtsbüchern unserer Kinder stehen wird – als nationales Symbol gegen die Totalisierung des kinetischen Expressionismus im Umgang mit Landschaft.

Um an einen toten Wald zu kommen, wird ein lebendiger Wald zerhäckselt. Für ein paar Wochen Leuchtreklame in unseren Städten werden Jahrhunderte Natur- und Kulturgeschichte auf eine Dimension reduziert: die der doppelten Buchführung.

Dass den Beteiligten die symbolische Bedeutung dieses Vorgangs nicht stärker bewusst ist, liegt an der Verwahrlosung unseres Verhältnisses zu Landschaft. Das, was mir vor der eigenen Haustüre abhandenkommt, hole ich mir eben durch einen Interkontinentalflug wieder. Aber diese Bilanz geht nicht so schön auf wie die eines Energieriesen im Quartalsbericht.

Energie-Besessenheit

Den Gegnern dieser Politik in den bundesdeutschen Leitmedien fällt allerdings meist auch nichts Besseres ein, als der Nation die völlige Überformung ihrer Küsten und Mittelgebirge mit Windkraft- und Solaranlagen zu verordnen. Das wird zu einem gewissen Grad erforderlich sein, aber die Fahrlässigkeit, mit der dieser Schritt zum Allheilmittel erklärt wird, macht dann doch stutzig.

Wer wird hier in wen verbaut? Die Energiegewinnung in die Landschaft oder die Landschaft in die totale energetische Transformation unseres Lebens?

Verluste nicht mehr als Verluste wahrnehmen

Manchmal wird man den Eindruck nicht los, dass es sich mit dieser Energie-Besessenheit verhält wie mit den zahllosen Bildern, die uns den Bezug zur Wirklichkeit verstellen: Sie sollen uns hinwegtrösten über Verluste, die wir gar nicht mehr als Verluste zu empfinden vermögen.

Niemand hat dies treffender zum Ausdruck gebracht als Botho Strauß: „Nie werden wir’s fassen können, das wilde Land, in dem wir einst waren, von dem nur der Schmerz noch weiß. Indem er aufbegehrt, erfahren wir allein durch ihn von der frühen Zeit – von einem jedes Jetzt durchbohrenden Einst.“

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siehe auch „Generalanwalt“ – „PRO-GEN-TECH-CRISPR/CAS“

auch „Crispr/Cas“

https://www.testbiotech.org/aktuelles/generalanwalt-des-europ-ischen-gerichtshofs-h-lt-genauere-pr-fung-der-risiken-von

Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs hält genauere Prüfung der Risiken von Gentechnik-Soja für nicht notwendig

Entscheidung des EuGH erst in einigen Monaten

17. Oktober 2018 / Heute hat der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) seine Stellungnahme zu einer Klage veröffentlicht, die Testbiotech gemeinsam mit dem Europäischen Netzwerk kritischer WissenschaftlerInnen (European Network of Scientists for Social and Environmental Responsibility, ENSSER) sowie dem Verein Sambucus eingereicht hatte (C-82/17P). Dabei geht es um die Risiken einer Gentechnik-Soja des Konzerns Monsanto (Bayer) mit dem Markennamen ‚Intacta‚. Nach Ansicht des Generalanwalts müssen die Risiken der GentechnikSoja nicht genauer untersucht werden. Das Gericht wird erst in einigen Monaten seine Entscheidung verkünden.

Im Erbgut dieser Pflanzen sind zwei Eigenschaften kombiniert: Sie produzieren ein Insektengift, ein sogenanntes Bt-Toxin, und sind gleichzeitig unempfindlich gegenüber dem Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat. Es ist die erste Soja-Pflanze mit einer Kombination dieser Eigenschaften.

Testbiotech hatte schon 2013 gegen die EUKommission geklagt, die diese Soja für den Import zugelassen hatte. Inzwischen sind auf Seiten der Kommission auch die Firma Monsanto, die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA und die Regierung von Großbritannien der Klage beigetreten.

Nach Auffassung der Kläger wurde die Soja vor der Zulassung nicht ausreichend auf gesundheitliche Risiken untersucht. Unter anderem geht es dabei um Wechselwirkungen der Herbizid-Rückstände mit dem von den Pflanzen produzierten Insektizid. Zudem besteht der Verdacht, dass mit dem Verzehr der Soja ein erhöhtes Risiko für Immunkrankheiten einhergeht. In der ersten Instanz (T-177/13) scheiterten die Kläger mit ihrem Anliegen, die Soja genauer auf gesundheitliche Risiken untersuchen zu lassen. In der zweiten Instanz geht es jetzt um die Klärung der Frage, wer die Beweispflicht hat zu zeigen, dass Gentechnik-Pflanzen als sicher beziehungsweise nicht sicher bewertet werden. Es handelt sich um einen Fall mit möglicher Präzedenzwirkung.

Bereits im März 2018 hatte Testbiotech in einem anderen Fall einen grundsätzlichen Erfolg erzielt: Das Gericht der Europäischen Union (EuG) hatte entschieden, dass Klagen gegen die EU-Importzulassungen gentechnisch veränderter Pflanzen grundsätzlich zulässig sind (T-33/16). Das Urteil ist inzwischen rechtskräftig, da die EU-Kommission keinen Einspruch eingelegt hat.

Kontakt:
Christoph Then, Tel. 0151 54638040, info@testbiotech.org

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aus dem TEXT:..Der Generalanwalt des EuGH, >>>“Michal Bobek“<<<,…

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/crispr-wann-ist-eine-gentechnik-pflanze-eine-gentechnik-pflanze-a-1196477.html

EuGH-Entscheidung

Wann ist eine Pflanze eine Gentechnik-Pflanze?

Mit moderner Gentechnik lassen sich unerkannt Mutationen in Organismen einschleusen, die auch natürlich auftreten. Der Europäische Gerichtshof muss nun entscheiden, ob so veränderte Pflanzen unter das GentechnikGesetz fallen.

Gentechnisch veränderter Maiskolben auf einem Feld (Archiv)
Montag, 05.03.2018 10:52 Uhr

 

Eine Weizensorte, die gegen die gefürchtete Pilzkrankheit Mehltau resistent ist oder stressresistente Maispflanzen: An der Entwicklung solcher und vieler anderer Kulturpflanzen arbeiten derzeit zahlreiche Pflanzenforscher. Viele nutzen dazu ein molekulares Werkzeug, das sich seit einigen Jahren in rasantem Tempo in den Labors rund um die Welt verbreitet: Crispr/Cas9, kurz Crispr.

Mit der Genschere ist es möglich, das Erbgut – und damit die Eigenschaften von Pflanzen und anderen Lebewesen – schneller, günstiger und präziser zu verändern als bisher. Viele Forscher sehen enormes Potenzial in der Technologie. Das Besondere: Die Schere hinterlässt außer der von ihr durchgeführten Veränderungen keine Spuren im Erbgut. Werden mit Crispr also Mutationen eingefügt, die auch natürlich auftreten können – etwa durch Züchtung – lässt sich im Nachhinein nicht mehr sagen, welche Methode angewendet wurde.

Gentechnik-Kritiker fürchten deshalb, dass mit Crispr eine Vielzahl gentechnisch veränderter Pflanzen geschaffen, schlimmstenfalls unkontrolliert angebaut und letztlich den Verbrauchern unwissentlich untergejubelt werden könnten.

Beide Seiten warten derzeit mit Spannung auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), der die entscheidende rechtliche Bewertung von entsprechenden Organismen liefern soll, die mit Crispr und vergleichbaren Techniken erzeugt wurden. Die Entscheidung wird in den kommenden Monaten erwartet.

Gentechnisch veränderter Organismus oder normale Zuchtpflanze?

Die Frage ist: Handelt es sich in den zur Debatte stehenden Fällen um gentechnisch veränderte Organismen (GVOs), die unter die strengen Auflagen des europäischen Gentechnikrechts fallen? Sie müssten in diesem Fall unter anderem ein Zulassungsverfahren durchlaufen und gekennzeichnet werden.

Oder sind viele Crispr-Produkte keine GVOs, weil sie nicht zu unterscheiden sind von Pflanzen, die natürlich entstanden sind oder mit konventionellen Züchtungsmethoden erzeugt wurden? In diesem Fall dürften sie ohne spezielle Prüfung und Kennzeichnung in den Verkehr und auf den Markt gebracht werden.

Der Generalanwalt des EuGH, Michal Bobek, legte im Januar dieses Jahres eine Stellungnahme zur rechtlichen Bewertung der Verfahren vor. Darin heißt es unter anderem, dass mit Crispr und vergleichbaren Verfahren erzeugte Organismen nicht als gentechnisch verändert anzusehen sind, solange die vorgenommenen Veränderungen auch auf natürliche Weise entstanden sein könnten.
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Zu einem ganz anderen Schluss kommt der Rechtsfachmann Ludwig Krämer. Er hat sich im Auftrag von Testbiotech – einer gentechnik-kritischen Lobbyorganisation – mit der Stellungnahme befasst. Seiner Ansicht nach fallen die neuen Verfahren sehr wohl unter den Geltungsbereich der EU-Freisetzungsrichtlinie, welche die Zulassung gentechnisch veränderter Organismen regelt. Pflanzen und Tiere, die damit verändert wurden, müssten in einem Zulassungsverfahren auf Risiken untersucht wer……….

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https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ernaehrung-kloeckner-lebensmittel-1.4175526

Ernährung

Klöckners Kniefall vor der Lebensmittelindustrie

Viele Lebensmittel erhalten deutlich zu viel Fett und Zucker. Klöckners groß angekündigte Initiative wird an diesem Missstand wenig ändern.(Foto: REUTERS)

Weniger Fett, weniger Zucker: Die Ernährungsministerin will, dass Lebensmittel gesünder werden. Doch ihr fehlt der Mut für echte Reformen.

Kommentar von Silvia Liebrich

Die Deutschen sollen sich gesünder ernähren. Weniger Zucker, Salz und Fett im Essen, so lautet das erklärte Ziel der Bundesregierung, so steht es auch im Koalitionsvertrag. Ernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) hat nun geliefert. Diese Woche hat sie ihre Strategie vorgestellt, wie die Politik den überflüssigen Pfunden zu Leibe rücken will.

Gründe um endlich etwas zu bewegen, gibt es genügend: Jeder zweite Erwachsene bringt zu viele Kilos auf die Waage, als besonders gefährdet gelten Kinder und Jugendliche. Ernährungsbedingte Krankheiten nehmen drastisch zu. Experten schätzen, dass Dicksein das deutsche Gesundheitssystem jährlich mehr als 30 Milliarden Euro kostet.

Klöckners groß angekündigte Initiative wird an diesem Missstand jedoch wenig ändern. Was sie vorgelegt hat, geht kaum über das hinaus, was bereits ihr Amtsvorgänger Christian Schmidt (CSU) angestoßen hat: unverbindliche Vereinbarungen, die wenig reformtauglich sind.

Zwar heißt es darin, dass der Gehalt an Zucker, Fetten und Salz in Fertiggerichten von 2019 bis 2025 schrittweise gesenkt werden soll. Was fehlt von Seiten der Politik sind jedoch konkrete Vorgaben, um wie viel der Anteil reduziert werden soll – und das ist schließlich entscheidend für die Frage, wie gesund oder ungesund ein Lebensmittel ist. Ausgerechnet diese wichtige Größe sollen die Hersteller selbst festlegen dürfen.

Das gleicht einem Kniefall vor der Industrie. Offenbar traut sich Klöckner nicht, die milliardenschwere Branche richtig in die Pflicht zu nehmen. Denn die muss um ihre Umsätze fürchten, wenn sie Rezepturen ändert. Zucker, Fett und Salz sind billige Inhaltsstoffe und wichtige Geschmacksträger. Weniger davon in Schokoriegeln oder Kartoffelchips könnte Käufer vergraulen. Der Anreiz etwas zu ändern, ist also gering. Umso wichtiger wären deshalb klare Reduktionsvorgaben.

Entsprechend harsch fällt die Kritik an Klöckners Initiative aus. Krankenkassen wie die AOK halten sie für viel zu lasch. Verbraucherschützer werfen ihr vor, sie befände sich auf Kuschelkurs mit der Industrie. Diese Vorwürfe sind berechtigt. Klöckner betreibt Klientelpolitik. Es drängt sich der Eindruck auf, sie wolle die guten Geschäfte der Lebensmittelindustrie keinesfalls durch strengere staatliche Vorgaben gefährden. Die Gesundheit der Bürger kommt offenbar an zweiter Stelle. Das lässt sich auch daran ablesen, dass sich das Ernährungsministerium in Berlin an die grundlegenden Voraussetzungen für eine gesündere Ernährung erst gar nicht heranwagt. Verbraucher können sehr wohl einschätzen, was gut für sie ist und was nicht. Doch dafür brauchen sie vor allem mehr Transparenz bei der Lebensmittelkennzeichnung. Informationen auf Verpackungen müssen leicht verständlich und eindeutig sein. Doch beides fehlt, weil sich die Politik davor drückt, hier härter einzugreifen.

Wie wenig unverbindliche Vereinbarungen bringen, zeigt das Beispiel Kindermarketing

Wie viel Zucker etwa in einem Müsli steckt, ist in der Regel schwer erkennbar. Versteckte Süßmacher gibt es in unzähligen Varianten. Hinzu kommt: Nährwertangaben werden an Portionsgrößen bemessen, die Hersteller selbst bestimmen dürfen. Portionen lassen sich so kleinrechnen, um die Kalorienbilanz zu schönen. Dass Klöckner nun den Verkauf von extragroßen Packungen, etwa bei Pizza unterbinden will, schafft da keine Abhilfe. Im Gegenteil, für Hersteller wäre dies nur eine Steilvorlage für versteckte Preiserhöhungen, nach dem Prinzip: Kleinere Pizza, aber zum gleichen Preis.

Wie wenig unverbindliche Vereinbarungen mit der Lebensmittelindustrie taugen, zeigt das Beispiel Kindermarketing. Schon vor Jahren haben sich Herstellerverbände verpflichtet, auf Werbung für Kinder zu verzichten, weil die deren vermeintliche Versprechen nicht einschätzen können. Tatsächlich sind die Kleinsten bis heute eine der wichtigsten Zielgruppen, wenn es um das Vermarkten von Softdrinks, Süßigkeiten oder Spielzeug geht, Verzicht sieht anders aus.

Dies alles macht deutlich, dass Vorgaben für die Lebensmittelindustrie künftig nicht allein in das Ressort des Ernährungsministeriums fallen dürfen. Echte Reformen wird es nur dann geben, wenn auch das Gesundheits- sowie das Verbraucherministerium mitentscheiden – für eine gesündere Ernährung, die das Gesundheitssystem entlastet und nicht zuletzt zum Schutz der Verbraucher.

©SZ vom 19.10.2018/jps

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https://www.neopresse.com/wissenschaft/aerzte-fordern-stopp-des-hochgefaehrlichen-5g-mobilfunk/

Ärzte fordern Stopp des hochgefährlichen 5G-Mobilfunk

NEOPresse in Wissenschaft

Mediziner des „Ärztearbeitskreises digitale Medien Stuttgart“ haben jetzt in einem offenen Brief den Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Andreas Scheuer, aufgefordert, den Ausbau des 5G Mobilfunknetzes zu stoppen. In dem Schreiben heißt es, dass der geplante Ausbau des 5G-Mobilfunknetzes Anlass zu großer Sorge bezüglich der Auswirkungen auf das Lebe elektrosensibler Patienten gebe.

Seit Mitte der neunziger Jahre zeige sich eine immer dramatischere Entwicklung hinsichtlich der drahtlosen Kommunikationstechniken: Zu den bereits installierten Dauer-Funk-Sender (GSM, UMTS, W-LAN, LTE etc.) soll die Bevölkerung nun einer weiteren Hochfrequenz dauerhaft ausgesetzt werden. Das geplante 5G-Netz sehe vor, Haushalte und Umwelt mit einer riesigen Flut von neuen Sendern auszustatten.

Große Gefahren für die Gesundheit

Obwohl es eine „erdrückend hohe“ Anzahl von Forschungsergebnissen gebe, dass Mobilfunkstrahlung zahlreiche physische und psychische Gesundheitsgefahren darstelle, plane man dennoch den Ausbau des hochgefährlichen 5G-Netzwerkes. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen sei die 5G-Strahlung gentoxisch und krebserregend.

Die erste Studie, die die Wirkungen der 5G-Frequenz untersuchte, fand besorgniserregende Effekte. Wissenschaftler warnen deshalb: 5G darf ohne einen Nachweis einer Gesundheitsverträglichkeit nicht eingeführt werden, denn zahlreiche Studien belegen, dass 5G-Strahlung kanzerogenes Potential hat. Auch die geplante lückenlose W-LAN-Versorgung hat vielfältige gesundheitsschädliche Auswirkungen auf Zellen, Kognition und Verhalten. Studien bestätigen schädigende Wirkungen auf das EEG und die Gehirnfunktionen, die Fruchtbarkeit, die Schilddrüse, das Zellwachstum, die Leber und viele mehr. Die Krebsentwicklung wird gefördert.

 

Mikrowellensyndrom

Umweltärzte stellen eine drastische Zunahme von Patienten fest, die einer Dauer-Massenbestrahlung durch Mobilfunk ausgesetzt sind. Die elektrohypersensiblen Patienten leiden unter dem sogenannten Mikrowellensyndrom. In hochfrequenten Feldern leiden sie unter folgenden Symptomen: Dauerkopfschmerzen, Migräne, Schwindel, Sehstörungen, Tinnitus, Epilepsien, Schlaflosigkeit, Konzentrationsstörungen, Nervosität, Aggressivität, Depressionen, restless legs, Herzrhythmusstörungen und vermehrter Infektanfälligkeit.

Es sei wissenschaftlich längst bewiesen, dass diese und viele andere Symptome durch Mobilfunkstrahlung ausgelöst werden. Die meisten jedoch, die darunter leiden, kennen oft die Ursache dafür nicht. Es dauere oft jahrelang, bis Patienten einen Zusammenhang zwischen ihren Beschwerden und der hochfrequenten Dauerbestrahlung entdecken. Meist dadurch, dass sie sich in funkarmen Gebieten aufhalten und dort ihre Symptome verlieren. Diese Patienten würden von Politik und Gesellschaft nicht ernst- und wahrgenommen, schlimmstenfalls psychiatrisiert werden.

Funkfreie Räume

Die Ärzte fordern von der Politik, dass funkfreie, sogenannte „weiße Zonen“ eingerichtet werden, in denen chronisch Kranke in funkfreien Räumen leben können. In Schweden wird dies bereits seit Jahren praktiziert. Denn nicht nur Elektrosensible sind betroffen, auch gesunde Organismen reagieren auf die schädigende Wirkung der Funkstrahlung mit einer Schwächung des Immunsystems und des Zellenergiestoffwechsels. Es sei dringend notwendig, funkfreie Bereiche in allen sozialen und medizinisch-therapeutischen Einrichtungen zu gewährleisten, ebenso in Kindergärten, Schulen, Universitäten, Altenheimen oder Zügen.

Es sei höchste Zeit, den stark zunehmenden Ausbau dieser gesundheitsgefährdenden Technologie zu stoppen und strahlungsfreie Zonen und Räume einzurichten. Die Kommunikation sei mit flächendeckender Glasfaserversorgung und dadurch viel geringerer Strahlung realisierbar. Daher fordern die Umweltärzte des „Ärztearbeitskreises digitale Medien Stuttgart“ den Minister Scheuer dazu auf, gemeinsam mit den Ärzten nach Lösungen zu suchen.

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https://www.keine-gentechnik.de/nachricht/33432/#gsc.tab=0

Wissenschaftler warnen vor US-Forschung an GentechBiowaffen

15.10.2018

Grashüpfer Foto: cocoparisienne, CCO
Grashüpfer Foto: cocoparisienne, CCO

Lassen sich mittels infizierter Insekten die Chromosomen von Nutzpflanzen auf den Feldern verändern? Zu dieser Frage wird derzeit im Auftrag des Verteidigungsministeriums in den USA geforscht. Europäische Wissenschaftler warnten im Fachmagazin Science, dass mithilfe der gewonnenen Erkenntnisse Biowaffen hergestellt werden können.

Schon der Name des Programms des US-Forschungsinstituts DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) lässt aufhorchen: alliierte Insekten. Der Plan ist, mittels Grashüpfern oder Blattläusen Pflanzenviren auf Tomaten- oder Maispflanzen auf den Feldern zu transportieren. Dort sollen die Viren das Erbgut der bereits wachsenden Pflanzen gentechnisch verändern. Der Knackpunkt ist nun die Art der Veränderung: Sie könnte den Pflanzen zumindest vordergründig nützliche Eigenschaften verleihen wie eine bessere Widerstandskraft gegen Klimaeinflüsse. Sie könnte sie aber auch still und heimlich zerstören.

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie in Plön sowie der Universitäten Freiburg und Montpellier wiesen jetzt im Fachmagazin Science darauf hin, dass ein solches System relativ leicht manipuliert und als biologische Waffe eingesetzt werden kann. „So könnten Gene beispielsweise funktionsuntüchtig gemacht werden – was in der Regel leichter ist als ihre Optimierung“, erläuterte Guy Reeves vom Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön. „Das Verfahren muss also nicht einmal weiterentwickelt werden, es reicht aus, es zu vereinfachen, um es als Waffe einsetzen zu können.“ Die Wissenschaftler befürchten, dass das amerikanische Beispiel andere Länder animieren könnte, ebenfalls in solche Forschung zu investieren. Bislang können Forscher das Erbgut von Pflanzen mit den neuen Technologien wie der „Genschere“ CRISPR-Cas (sogenannte Genomeditierung) nur im Labor verändern. Bereits auf dem Acker wachsende Pflanzen gezielt gentechnisch zu verändern, wäre eine neue Dimension. Die Forscher mahnen an, dass dieses Vorgehen öffentlich diskutiert werden muss.

Eine Rechtswissenschaftlerin der Universität Freiburg sieht darin sogar einen möglichen Verstoß gegen das Übereinkommen über das Verbot biologischer Waffen. Das Übereinkommen verbietet den 180 Vertragsstaaten die Entwicklung oder Produktion von Toxinen, „die nicht durch Vorbeugungs-, Schutz- oder sonstige friedliche Zwecke gerechtfertigt sind“. Nach Darstellung der DARPA sollen die Erkenntnisse aus dem Insect Allies-Programm vor allem in der Landwirtschaft eingesetzt werden, zum Beispiel um Nutzpflanzen vor Dürre, Frost, Überschwemmung, Pestiziden oder Krankheiten zu schützen. Doch genau das ziehen die Wissenschaftler in Zweifel.

Bereits Ende 2016 hatte die DARPA, die dem Pentagon untersteht, das auf vier Jahre angelegte Forschungsprogramm im Umfang von 27 Millionen US-Dollar öffentlich ausgeschrieben. Mitte 2017 gab nach Angaben des Max-Planck-Instituts das erste von drei Konsortien mehrerer amerikanischer Forschungseinrichtungen seine Teilnahme an dem DARPA-Programm bekannt. Ziel ist, die Technik so weit zu entwickeln, dass sie nach vier Jahren in großem Stil in Gewächshäusern eingesetzt werden kann. [vef]

 

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http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/forschungsprogramm-der-usa-untersucht-den-einsatz-neuer-biowaffen-15821541.html?premium

Virenverbreitende Insekten : Entwickelt Amerika neue Biowaffen?

Wenn Blattläuse bald offensiv als Biowaffen eingesetzt werden, helfen vielleicht nur noch Ameisen. Bild: dpa

Ein Forschungsprogramm des Pentagon untersucht den Einsatz von Insekten bei der Verbreitung von Viren. Deutsche und französische Wissenschaftler kritisieren das scharf und warnen vor unkontrollierbaren Risiken einer neuen Biowaffen-Generation.

Wenn es um die „Darpa“ geht, kommt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek schon mal ins Schwärmen. Die Darpa ist der wissenschaftliche Arm des amerikanischen Verteidigungsministeriums, ebenso berühmt wie berüchtigt für ihren radikalen Innovationsgeist. Für die deutsche Ministerin stand die Darpa Pate, als es darum ging, den deutschen Erfindergeist auf Trab und die neue Hundert-Millionen-Euro-„Agentur zur Förderung von Sprunginnovationen“ auf den Weg zu bringen.

Joachim Müller-Jung

Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

Deren Gründung hatte das Bundeskabinett im August beschlossen. Wo die Darpa mit ihrem prallen Dollarsäckel sät, schießen große Ideen und technische Revolutionen wie Pilze aus dem Boden. So jedenfalls geht die Legende.

Ob das auch für ein Darpa-Programm gilt, das jetzt von deutschen und französischen Wissenschaftlern in der angesehenen amerikanischen Zeitschrift „Science“ heftig attackiert wird, müssen die Verantwortlichen in Washington erst noch beweisen.

Bioterror ist eine aktuelle Gefahr

Das Forschungsprogramm trägt den Titel „Insect Allies“ – Insekten als Verbündete. Geleitet wird es von einem texanischen Biologen, der sich auf der Programm-Website damit brüstet, als Überlebenskünstler neben einem selbsternannten Schamanen in der „Tethered“-Reality-Show des Discovery Channel bekanntgeworden zu sein. 27 Millionen Dollar hat das Pentagon für „Insect Allies“ eingesammelt. Darin geht es, wie man in der Beschreibung des vor zwei Jahren gestarteten Programms nachlesen kann, um die Entwicklung „skalierbarer, leicht einsetzbarer und breit anwendbarer Gegenmaßnahmen für den Fall möglicher natürlicher und technisch erzeugter Gefahren für die Nahrungsversorgung und die amerikanische Landwirtschaft“.

Um Landesverteidigung gegen Bioangriffe von außen also soll es unter anderem gehen – vordergründig aber nur, behaupten jetzt die Biologen und Juristen um Guy Reeves vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Biologie in Plön und Silja Vöneky, Ko-Direktorin am Institut für Öffentliches Recht der Universität Freiburg. Als Rechtsethikerin und Mitglied des Deutschen Ethikrates hatte Vöneky vor wenigen Jahren an einer Stellungnahme zur Biosicherheit mitgearbeitet – ein Dokument, das man heute auf der Internetseite des Ethikrates lange suchen muss.

Anders, als diese Abgeschiedenheit vermuten lässt, und anders, als die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit nahelegt, ist die Bedrohung durch Bioterror ein aktuelles Thema. Das wurde nicht zuletzt durch das überraschende Treffen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vor wenigen Tagen mit Trumps Sicherheitsberater im Weißen Haus dokumentiert. Angriffe mit biologischen Waffen werden nicht erst nach den Rizin-Funden im vergangenen Sommer als transnationale Gefahrenquelle wieder ernst genommen.

Was Vöneky und Reeves jedoch dem amerikanischen Verteidigungsministerium in ihrem dreiseitigen „Science“-Aufsatz vorwerfen, ist nichts weniger als das Risiko der Entwicklung eigener Biowaffen-Potentiale durch den amerikanischen Staat. „Wir sagen nicht, dass die Darpa derzeit gegen die Biowaffen-Konvention verstößt, die ja ausdrücklich nur die Entwicklung von biologischen Methoden für friedliche Zwecke zulässt“, sagt Vöneky dieser Zeitung. Doch was man anhand der öffentlich zugänglichen Dokumente zu „Insect Allies“ sehen könne, so die Juristin, sei ein Forschungsprogramm, bei dem das Risiko besteht, dass es als Möglichkeit wahrgenommen werden kann, Agenzien und Einsatzmittel für feindliche Zwecke zu entwickeln.

Insekten sollen Viren verbreiten

Konkret geht es bei dem Projekt um im Labor erzeugte Viren, die schnell durch Insekten verbreitet werden und die am Ende das Genmaterial von Nutzpflanzen – versucht wird es zuerst an Maismanipulieren sollen. Durch den Biss der infizierten Insekten – wie Kleinzikaden, Schild- und Blattläuse – werden auf breiter Fläche die Pflanzen gentechnisch buchstäblich umprogrammiert. Auch die modernen „Gen-Scheren“ Crispr-Cas könnten dazu eingesetzt werden.

„Horizontal environmental genetic alteration agents“, HEGAAs, werden die von den Pflanzensaugern verbreiteten Viren genannt, eine Bezeichnung, die auf das biotechnische Verfahren abstellt. Die gewünschten, fremden Gene werden an Bord von Viren für die direkte und schnelle Genveränderung auf dem Acker, den „horizontalen Gentransfer in der Umwelt“, eingesetzt. So weit der Plan.

Nach den Buchstaben des Darpa-Programms geht es nun darum, die Getreidefelder mit solchen Methoden nach Naturkatastrophen oder Bioattacken zu schützen, also ohne den langwierigen Umweg über die klassische Pflanzenzucht im Labor, die Jahre dauern kann. Die Wissenschaftler haben da freilich erhebliche Zweifel. Sie haben die seit Sommer 2017 von „Insect Allies“ finanziell unterstützten drei Konsortien inhaltlich abgeklopft. Insbesondere die Verwendung von Insekten als Überträgern der Fremdgene in allen drei Konsortien weckt das Misstrauen der Gelehrten. Nach den Ausschreibungen sollen mit den Viren mehr als drei fremde Gene in die Nutzpflanzen eingeführt und so mit einem Schlag völlig neue Eigenschaften erzeugt werden.

 

Lässt sich die Verbreitung kontrollieren?

Warum aber Läuse und Zikaden als – ökologisch praktisch unkontrollierbare – Überträger eingesetzt werden, erschließt sich den Wissenschaftlern nicht. Denn das gleiche Ziel könnte durch klassisches Versprühen auf den Feldern erreicht werden. Bisher habe die Darpa keine robuste Erklärungen geliefert, warum für das Verfahren ausgerechnet die Ausbringung von Insekten vorsieht. „Daher ist unser Meinung“, schreiben die Autoren, „dass Insect Allies riskiert, weitreichend wahrgenommen zu werden als Versuch, die HEGAAs für offensive Zwecke zu entwickeln“.

Tatsächlich können Insekten als Verbreiter von Genmaterial sehr viel verdeckter eingesetzt werden als die üblichen Sprühtechniken. Nach Überzeugung der Wissenschaftler ist schon die Entwicklung von Insektenpopulationen als Viren- und Genüberträgern in Laboren und Treibhäusern fragwürdig: „Das Arbeitsprogramm zeigt, dass leichte Vereinfachungen des beschriebenen Programms genutzt werden könnten, um eine neue Klasse Biowaffen zu generieren.“

Noch haben offenbar die drei von der Darpa finanzierten Forschungskonsortien mit den eigentlichen Experimenten im Gewächshaus zwar nicht begonnen. Die Kritik mindert das aber keineswegs. Rechtsethikerin Vöneky und ihre Kollegen beklagen vor allem, dass die Darpa keinerlei Anstrengungen unternimmt, solche international noch völlig unregulierten Biotechniken ohne jede öffentliche oder biopolitische Debatte weiter voranzutreiben.

 

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https://www.keine-gentechnik.de/nachricht/33384/#gsc.tab=0

Gentechnik: 30 Jahre leere Versprechen?

11.09.2018

Dr. Angelika Hilbeck Foto: privat
Dr. Angelika Hilbeck Foto: privat

Höhere Erträge, bessere Nährwerte, klimaangepasste Sorten: Was für die neuentwickelten gentechnischen Verfahren prophezeit wird, hatte die Agrarindustrie schon vor 30 Jahren für die „alte“ Gentechnik versprochen. „Warum haben sie nicht geliefert?“, fragte die Biologin Angelika Hilbeck bei einer Podiumsdiskussion am Vorabend der 9. Konferenz der gentechnikfreien Regionen vergangene Woche in Berlin.

Gerade jüngst hatte Bundesagrarministerin Julia Klöckner darauf hingewiesen, dass neuen Technologien wie CRISPR/Cas & Co. trockenheitsresistente Pflanzen entwickelt werden könnten. „Es gibt einen trockenheitstoleranten Mais; der wurde aber konventionell gezüchtet“, konterte Hilbeck, die Vorsitzende des einladenden Wissenschaftlernetzwerks ENSSER (European Network of Scientists for Social and Environmental Responsibility) ist. Dass gentechnisch veränderte Pflanzen höhere Erträge bringen würden, sei durch Studien widerlegt worden. Und am sogenannten „goldenenReis, der mit selbst gebildetem Vitamin A mangelernährte Menschen in Entwicklungsländern angeblich vor dem Erblinden schützen soll, wird bis heute geforscht. Die „alte“ Gentechnik habe in den 30 Jahren, in denen mit ihr gearbeitet wird, keines ihrer Versprechen gehalten, kritisierte die Wissenschaftlerin der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich. Stattdessen führte die Agrarindustrie bei gentechnisch verändertem Saatgut meist nur zwei Eigenschaften ein: Herbizid-Resistenzen gegen die von ihr hergestellten Spritzmittel und Insektizide, die Pflanzen selbst produzieren können.

Bei CRISPR/Cas laute das Motto jetzt: neue Genschere, alte Versprechen. Und während in der Pflanze nur noch winzige Basen verändert werden (sogenannten Punktmutationen), werden die Verheißungen immer größer. Es werde Zeit, Wissenschaft von Science Fiction zu unterscheiden, forderte Hilbeck. Leben sei kein Baukasten, wie das wissenschaftlich-technische Konzept der Gentechnik schlicht annimmt: Aus Genen des Erbgutes werden demnach Proteine gebildet, die einem Organismus dann bestimmte Eigenschaften geben. Diese Sichtweise ignoriere jedoch den Einfluss der Umwelt auf das Erbgut. Die Gentechnik-Industrie bezeichne ihn als „Rauschen“. Dieses „Rauschen“ wird wissenschaftlich im Forschungsfeld der Epigenetik untersucht. Es beeinflusst die Ausprägung genetischer Merkmale wesentlich.

Epigenetische Merkmale seien nicht in der DNA kodiert, sondern würden der Erbinformation als kleine biochemische Moleküle angeheftet, erklärte Hilbeck. Sie verändern die DNA-Sequenz nicht, werden aber dennoch an die nächste Generation weitergegeben. Erst im Jahr 2001 entdeckte die Wissenschaft verwundert, dass der Mensch nur etwa 20.000 protein-kodierende Gene hat – weit weniger als die meisten Pflanzen. Jede Zelle trägt in ihrem Zellkern dieselben DNA-Informationen. Die Epigenetik reguliert, in welcher Zelle welche Gene abgelesen werden und welche nicht, und bewirkt so beispielsweise die Entwicklung verschiedener Zellarten wie Hautzellen, Leberzellen etc.

Diese Zusammenhänge werden in der Debatte um die Gentechnik oft vernachlässigt. Die Annahme, dass ausschließlich Gene die Eigenschaften eines Lebewesens bestimmen, ist nach Ansicht Hilbecks aber falsch. Und noch ein Faktor dürfe nicht vernachlässigt werden: die regulatorischen Ribonukleinsäuren (RNAs). Diese besonderen Formen der RNA regulieren unter anderem das An- und Abschalten von Genen und haben einen Einfluss, wie und wann bestimmte Gene ausgeprägt werden.

Auch in der anschließenden Diskussion in den Räumen der GLS-Treuhand wurde die vereinfachte, dogmatische Sicht der Biologie beim Thema Gentechnik kritisiert und ihre Grenzen aufgezeigt. So wurde die Frage aufgeworfen, ob man mit dieser Sichtweise die Risiken der neuen Techniken wirklich umfassend analysieren kann. Eine ausführliche Risikobewertung von Organismen, die mit neuen Gentechnikverfahren verändert wurden, ist nach Ansicht der brasilianischen Pflanzengenetikerin Sarah Agapito-Tenfen aber enorm wichtig. Daher dürfe bei allen Diskussionen nicht vergessen werden, so der neuseeländische Molekularbiologe Jack Heinemann, die Methoden zur Sicherheitsüberprüfung weiter zu entwickeln. Denn die Sicherheit der Umwelt und des Menschen sollte an erster Stelle stehen. [kk/vef]

Mitveranstalter waren die Zukunftsstiftung Landwirtschaft und die Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VdW).

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http://www.faz.net/aktuell/wissen/kuenstliche-befruchtung-das-risiko-der-retortenkinder-15828193.html?premium

Künstliche Befruchtung : Das Risiko der Retortenkinder

  • Von Martina Lenzen-Schulte
  • Aktualisiert am

Mit der ICSI-Methode wird das Spermium in die entnommene Eizelle injiziert. Bild: dpa

Wenn der Kinderwunsch unerfüllt bleibt, ruht die Hoffnung vieler Paare auf künstlicher Befruchtung. Die damit verbundenen Gefahren für den Nachwuchs waren lange ein Tabu. Nun lassen sich die Hinweise nicht länger ignorieren.

Vierzig Jahre nachdem das erste Retortenbaby der Welt in England geboren wurde – Louise Brown –, sieht sich die Reproduktionsmedizin mehr denn je massiver Kritik von anderen Fachdisziplinen ausgesetzt. Die jüngsten Vorwürfe entlarven eine Verleugnungsstrategie, der nach und nach die Argumente ausgehen: „Die Reproduktionsmediziner haben lange Zeit lieber den Kopf in den Sand gesteckt“, umschreibt der Herzspezialist Urs Scherrer vom Inselspital Bern den Sachverhalt. Er und andere Forschergruppen widmen sich Erkrankungen unter den künstlich gezeugten Kindern, die nun dank hartnäckiger Forschung erstmals richtig wahrgenommen werden. Sie werfen damit Fragen auf, die die Disziplin mehr als alles andere fürchtet. Denn im Kern geht es darum, ob die Manipulationen an der Eizelle, den Spermien und dem Embryo im Labor per se einen Schaden hervorrufen, ob also die künstliche Befruchtung als solche die Erkrankungen der Kinder mitverursacht. Das ist ein äußerst wunder Punkt, dessen bloße Erwähnung in der Vergangenheit stets massive Abwehrreaktionen hervorgerufen hat.

Die Reflexe waren immer die gleichen. Man erinnere sich nur, als bereits in der Frühphase der Reproduktionsmedizin auffiel, dass Retortenkinder überdurchschnittlich häufig mit Missbildungen zur Welt kamen, zum Beispiel mit einem falsch liegenden, zu frühen Austritt der Harnröhre am Penis, mit Herzfehlern, Lippen-Kiefer-Gaumenspalten oder ohne einen Darmausgang. Dass dies so war, ließ sich irgendwann nicht mehr abstreiten. Aber die Erklärung dafür lautete, dass Eltern, die nicht oder eingeschränkt zeugungsfähig sind, eben kränker sind als andere. Deshalb würden diese Kinder nun mal häufiger mit Defekten geboren. Oder man verwies darauf, die Mütter von künstlich gezeugten Kindern seien eben älter, auch dies trage dazu bei, dass deren Kinder nicht so gesund geboren würden wie ihre natürlich gezeugten Altersgenossen.

Louise Brown ist 40: Anlässlich Ihres Geburtstages im Sommer gab es eine große Feier für das erste Retortenkind (das noch ohne ICSI gezeugt wurde).
Louise Brown ist 40: Anlässlich Ihres Geburtstages im Sommer gab es eine große Feier für das erste Retortenkind (das noch ohne ICSI gezeugt wurde). : Bild: dpa

Bald waren auch einschlägige Studien zur Hand, um mögliche Vorwürfe zu entkräften. Ein Beispiel ist die Deutsche ICSI-Studie. Unter ICSI versteht man eine besonders eingreifende Befruchtung, bei der eine einzige Samenzelle in die Eizelle injiziert wird. Wegen gravierender methodischer Mängel dieser Studie zog das renommierte Mainzer Fehlbildungsregister von der Universitätskinderklinik seine Beteiligung an dieser Studie zurück. Gleichwohl fühlten sich die ICSI-Anwender in den Folgejahren darin bestärkt, die Eltern mit dem beruhigenden Fazit der Studie zu beschwichtigen: Die derzeitige Datenlage spreche dafür, dass sich die vermehrte Missbildungsrate mit der verminderten Fruchtbarkeit der Eltern erklären lasse. Ob die künstliche Befruchtung als solche damit etwas zu tun habe, sei unklar – so oder so ähnlich lauteten die unangreifbaren Formulierungen, die der Entlastung der Reproduktionsmedizin dienten. Die zwar nie so gefühllos geäußerte, aber letztlich darin enthaltene Botschaft war die folgende: Wer Kinder will, aber keine bekommen kann, muss die Risiken für die Defekte seiner Nachkommen bei sich selbst suchen, wir waren es jedenfalls nicht.

Vorzeitig alternde Gefäße

Zu denen, die echte wissenschaftliche Fakten liefern, wenn auch höchst beunruhigende, gehört die Arbeitsgruppe um Scherrer. In Bern begleiten die Forscher seit mehreren Jahren eine Gruppe von Teenagern und jungen Erwachsenen, von denen 15 mittels normaler In-vitro-Fertilisation (IVF) und 39 mittels ICSI gezeugt worden sind. Unter IVF versteht man eine künstliche Befruchtung, bei der die Eizelle von vielen Spermien umgeben ist und selbst aktiv – also ohne Assistenz mit einer Spritze wie bei ICSI – von einer dieser Samenzellen durchbohrt und befruchtet wird. Bereits vor Jahren beobachteten die Schweizer Forscher an den Kindern, dass mit diesen beiden künstlichen Befruchtungsverfahren eine verfrühte Alterung der Blutgefäße einhergeht. Dies hat sich nun verschlimmert, wie die jüngste Auswertung belegt. Die Blutdruckmessung bei den völlig gesund wirkenden IVF- oder ICSI-Kindern zeigt, dass ihr Risiko für einen Bluthochdruck um das Sechsfache höher liegt als in der Kontrollgruppe der natürlich gezeugten Studienteilnehmer („JACC“ Bd. 72 [11], S. 1267). „Hochdruck in diesem Alter ist eine ernste Diagnose“, so Scherrer. „Wir können somit belegen, dass die von uns schon früher festgestellten Symptome einer vorzeitigen Gefäßalterung tatsächlich krank machen“, bekräftigt er.

ICSI-Behandlung im Kinderwunschzentrum Magdeburg.
ICSI-Behandlung im Kinderwunschzentrum Magdeburg. : Bild: dpa

Seine Beobachtungen lassen sich nicht beschönigen. Zwar ist bekannt, dass andere Faktoren, Frühgeburten zum Beispiel, ebenfalls gehäuft mit einem überhöhten Blutdruck einhergehen. Aber die in der Schweiz untersuchten Probanden stammen aus einem Kollektiv, bei dem solche Risikofaktoren ausgeschlossen wurden. „Es ist plausibel anzunehmen, dass die zu schnell alternden Gefäße irgendetwas mit der künstlichen Befruchtung zu tun haben“, so das Fazit von Scherrer, mit dem er nicht alleinsteht. Laut einer Veröffentlichung von britischen Wissenschaftlern um den Embryologen Tom Fleming in der Fachzeitschrift „Lancet“ ist es unwahrscheinlich anzunehmen, dass die Fragilität der Blutgefäße, aber auch bereits erkennbare Schwachstellen im Zuckerstoffwechsel bei den Retortenkindern auf das Konto der Eltern gehen (Bd. 391, S. 1842). Nicht nur genetische Veränderungen, die man bei ihnen findet und die zu den beobachteten Schwächen passen, lassen dies vermuten. Man weiß auch, dass bei den Kindern jener Frauen mit verminderter Fruchtbarkeit, die sich zunächst in der Kinderwunschsprechstunde vorstellten, dann aber doch natürlich schwanger wurden, solche Defekte nicht so häufig vorkommen. Und schließlich belegen Beobachtungen an vollkommen gesunden, fruchtbaren Tieren, dass deren künstlich gezeugte Nachkommen ebenfalls vermehrt an Bluthochdruck leiden und frühe Anzeichen für einen Diabetes entwickeln.

Undurchsichtige Nährmedien

Mehrere Experten spekulieren infolgedessen darüber, ob neben den mechanischen Manipulationen, die an den Keimzellen und am Embryo vorgenommen werden, womöglich die Nähr- und Aufzuchtmedien eine der Ursachen für die sich häufenden Erkrankungen sein könnten. Bei diesen Medien handelt es sich um eine in jeder Hinsicht undurchsichtige, trübe Brühe. Bei den kommerziell vertriebenen Kulturmedien für reproduktionsmedizinische Labore fehle es an Transparenz, räumten denn auch Wissenschaftler einer Arbeitsgruppe der Europäischen Vereinigung der Reproduktionsmediziner, der ESHRE, bereits vor zwei Jahren ein, man müsse das Problem endlich ernst nehmen, lautet der Appell („Human Reproduction“ Bd. 31; S. 2174). Das heißt im Klartext: Weder die Ärzte, geschweige denn die Eltern wissen wirklich, worin ihre Embryonen in den ersten Lebenstagen eigentlich schwimmen und was dies womöglich für Folgen hat. Nur, was wird tatsächlich unternommen, um dies zu ändern, warum laufen die Geschäfte mit den vorgefertigten Nährmedien weiter?

Eizellen werden in einer Kinderwunschpraxis präpariert. : Bild: dpa

Als vor zwei Jahren in dieser Zeitung erstmals über die – damals noch nicht so dramatischen – Resultate der Berner Forschungsgruppe berichtet wurde, fühlte sie sich von Seiten der Reproduktionsmedizin bis dahin weitgehend ignoriert. Seither lädt man Scherrer immerhin zu den Kongressen der Zunft ein. Praktische Konsequenzen zeitigt dies gleichwohl bisher nicht. „Eigentlich müsste längst bei jeder Krankengeschichte auch die Information erhoben werden, wie ein Kind gezeugt wurde“, verlangt der Kardiologe. Nur so könnten Kinderärzte und andere Spezialisten frühzeitig dafür sorgen, dass die bei einigen der Kinder unvermeidlich gegebenen Handicaps sich nicht langfristig zu schwerwiegenden Erkrankungen entwickelten. Gezieltes Vorbeugen ist nur möglich, wenn der Arzt um die Risiken weiß. Zudem lässt sich nur durch einen systematischen Abgleich von Erkrankungen mit dem Zeugungsmodus erkennen, was den Kindern im Laufe des Älterwerdens noch alles droht und woran es womöglich gelegen hat.

Trotzdem versuchen sich andere weiter im Appeasement. Ebenfalls in diesem Sommer hat eine schwedische Gruppe eine Vergleichsstudie veröffentlicht, die die Schulleistungen von neun Jahre alten Kindern nach künstlicher Befruchtung und diejenigen ihrer natürlich gezeugten Altersgenossen zum Gegenstand hatte („Human Reproduction“ Bd. 27, S. 303). Zunächst ergab die Grobanalyse, dass die Retortenkinder besser abschnitten. So formulierte man auch das Hauptresultat, das nun zitiert und den Kinderwunschpaaren präsentiert werden kann. Die Forscher räumen indes selbst ein – jedoch lediglich ergänzend zur ersten Aussage –, dass eigentlich die natürlich gezeugten Kinder bessere Leistungen erzielten, wenn man ihre schlechtere Ausgangsposition in Betracht zieht und die Ergebnisse danach berechnet. Die Retortenkinder stellten nämlich eine ausgesucht günstige Gruppe dar, ihre Mütter rauchten nur halb so oft in der Schwangerschaft, ihre Eltern waren deutlich besser ausgebildet und verfügten über weitaus mehr Geld – alles Faktoren, die sich bekanntermaßen in einer erfolgreicheren Schulkarriere niederschlagen. Eigentlich hätte die Botschaft lauten können: Retortenkinder, und hier besonders die Mädchen, bleiben in ihren Schulleistungen erkennbar unter den Möglichkeiten ihrer sozioökonomischen Klasse, aber eine solche Schlagzeile ist verständlicherweise unerwünscht.

Wie viel Kunst in der Reproduktionsmedizin?

Erst vor wenigen Wochen zweifelte ein internationales Expertenteam im BJOG, einem der weltbesten Journale für Geburtshilfe, daran, ob Reproduktionsmedizin wirklich als Wissenschaft oder eher als Kunst betrieben werde: „Still more ART than science?“ – in Anspielung auf das üblicherweise verwendete Kürzel ART oder assisted reproductive technologies. Das ist in Zeiten der evidenzbasierten Medizin so etwa das Despektierlichste, das man einem Fach bescheinigen kann. Kritisiert wird überdies, dass man sich nicht an die offiziellen Empfehlungen der zuständigen Fachgesellschaften hält. Oftmals würde viel zu früh eine nicht notwendige, eingreifende Therapie initiiert. So ist zum Beispiel völlig unstrittig, dass eine ICSI längst nicht bei jeder künstlichen Befruchtung angebracht ist, sondern nur, wenn die Unfruchtbarkeit beim Mann liegt. Gleichwohl gibt es Länder, die ICSI bei fast 100 Prozent der Behandlungen anwenden, weil sie deutlich mehr Geld bringt, mitunter ein Plus von mehreren tausend Euro. Die Kliniken und Praxen machen sich meist nicht einmal die Mühe, den Grund für eine ICSI anzugeben, sie setzen sich schlicht über eine solche Anforderung hinweg.

1978 in Oldham, Großbritannien: Louise Joy Brown, der erste durch In-Vitro-Fertilisation gezeugte Mensch, kurz nach ihrer Geburt.
1978 in Oldham, Großbritannien: Louise Joy Brown, der erste durch In-Vitro-Fertilisation gezeugte Mensch, kurz nach ihrer Geburt. : Bild: dpa

Außerdem sind viele Männer und Frauen, die eine Kinderwunschpraxis aufsuchen, nur vermeintlich unfruchtbar, sie können auch ohne Hilfe Kinder bekommen. Im Rahmen einer künstlichen Befruchtung setzen sie diese unnötigerweise den Risiken einer Laborzeugung aus. Bei rund der Hälfte der Paare mit dem Label „infertil“, so heißt es in dem Fachjournal, kündige sich im Laufe von einem Jahr nach der „Diagnose“ der Nachwuchs an. Das sind just diejenigen Eltern, die auch bei einer künstlichen Befruchtung die besten Chancen auf Nachwuchs haben. Infolgedessen sind die scheinbar unfruchtbaren Paare die liebsten Kandidaten der Fertilitätskliniken für eine Laborzeugung, denn mit ihren guten Erfolgsaussichten schönen sie die Statistiken.

„Recht auf Ausprobieren“

Die wenig schmeichelhaften Schlussfolgerungen des BJOG-Artikels überraschen letztlich nicht. Die Autoren werfen ihren Kollegen vor, mit der Forderung nach einem „Recht auf Ausprobieren“, ihren potentiellen Kunden einen Bärendienst zu erweisen. Sie böten einer äußerst verletzlichen Klientel – Kinderwunschpaare leben am Rande des Nervenzusammenbruchs – Therapien an, die auf Spekulation basierten. Es sei mitnichten klar, ob dies irgendjemandem Vorteile brächte außer denen, die sie verkauften.

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http://www.spiegel.de/plus/warum-diese-e-autos-in-wahrheit-besonders-umweltschaedlich-sind-a-00000000-0002-0001-0000-000159904530

Der Volkswagen-Konzern hat ein Elektroauto entwickelt, das schneller beschleunigt als ein Formel1-Rennwagen. Das Einzelstück leistet 500 Kilowatt und hat auf einer amerikanischen Bergrennstrecke eine neue Bestzeit aufgestellt.

Markenvorstand Frank Welsch bezeichnete die Rekordfahrt als „Erfolg von langfristiger Bedeutung“. Und wer sich an dieser Stelle fragt, ob Europas größter Autokonzern noch nicht verstanden hat, worauf es bei einer ökologischen Verkehrswende ankommt, kann diesen Zweifel gleich auf die gesamte heimische Branche ausdehnen.

Deutschlands Autokonzerne streben nach dem Elektroauto der Superlative – stark, schnell und wuchtig. Das Vorbild heißt Tesla, und die etablierten Konzerne sind kurz davor, den amerikanischen Pionier um sein Monopol zu bringen.

Noch in diesem Jahr wird der Audi e-tron 55 quattro in den Handel kommen, ein Elektro-SUV mit 300 Kilowatt Leistung, Allradantrieb und einem Riesenakku, der mehr als 400 Kilometer Reichweite garantieren soll. Daimler folgt im nächsten Jahr mit dem E-Modell EQC, das ähnliche Eckdaten aufweist; es wird bereits als „Mercedes unter den Elektroautos“ angepriesen – was insofern einleuchtet, als der Stuttgarter Hersteller auch ein großer Anbieter von Lastwagen ist. Der Stromkoloss wiegt zweieinhalb Tonnen.

So soll sie aussehen, die neue Welt der emissionsfreien Mobilität: fahren wie bisher, mit großen, starken, schweren Autos, nur eben ohne Sünde. In dieser Illusion kann sich jeder wiegen, der die Dinge nicht kritisch hinterfragt.

Dass auch Autos ohne Auspuff Umwelt- und Klimaschädlinge sein können – und große Exemplare eben auch große Schädlinge –, wurde von einer Untersuchung des schwedischen Umweltinstituts IVL mit sehr eindrucksvollen Zahlen belegt. Pro Kilowattstunde, so die Expertise, entsteht bei der Produktion der Batteriezellen derzeit eine Klimagasemission, die bis zu 200 Kilogramm Kohlendioxid entspricht.

E-Mobile nach Tesla-Vorbild speichern bis zu 100 Kilowattstunden. Das heißt: Noch ehe sie den ersten Kilometer fahren, hat ihre Herstellung das Klima so belastet wie der fossile Spritverbrauch eines sparsamen Benzin-Kleinwagens, der schon über 200.000 Kilometer gefahren wurde.

Der „ökologische Rucksack“, wie Fachleute das Akkuproblem nennen, ist ein praller Tornister, der auch ethische und humanitäre Probleme enthält: Kobalt, ein wichtiger Rohstoff für Batterien, wird in Zentralafrika unter üblen Arbeitsbedingungen, häufig mit Kinderarbeit, gewonnen. Lithium kommt oft aus Salzseen in Südamerika. Der Abbau ist ein empfindlicher Eingriff in den Wasserhaushalt der Regionen.

Was die Klimabelastung durch die Batterieproduktion angeht, fällt der enorme Energieverbrauch ins Gewicht. Stromspeicher sind am Anfang ihres Daseins zunächst große Stromfresser.

In der Gemeinde der Elektroenthusiasten schlug die IVL-Expertise ein wie die Widerlegung eines Gottesbeweises. Proteststürme fegten durch Internetforen, und auch die Bundesregierung stand unter Rechtfertigungsdruck. Schließlich ist Elektromobilität der Schlüssel ihrer geplanten Energiewende im Verkehrssektor.

Audi e-tron 55 quattro: Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h wird der Elektro-Allradwagen (408 PS) abgeregelt. Reichweite: über 400 Kilometer.
Uli Deck / dpa

Audi e-tron 55 quattro: Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h wird der Elektro-Allradwagen (408 PS) abgeregelt. Reichweite: über 400 Kilometer.

So nahm bald das Freiburger Öko-Institut Stellung, das häufig im Dienste des Umweltministeriums solche Fragen untersucht. Es kommt zu einem Schluss, der auf den ersten Blick wie ein Freispruch klingt für das E-Mobil: „Elektrofahrzeuge haben bereits heute eine positive Klimabilanz“, resümiert das Öko-Institut, „selbst wenn dazu die Stromproduktion und die Fahrzeugherstellung berücksichtigt werden.“

Auch das Umweltbundesamt teilt diese Einschätzung und liefert eine Modellrechnung: Nach dieser kann das Elektroauto den höheren Energiebedarf für seine Herstellung gegenüber dem konventionellen Pkw „bei einer mittleren Lebensfahrleistung von 168.000 km etwa ausgleichen“.

Also bestenfalls Gleichstand, und das auch erst gegen Ende eines Autolebens. Und wer sich die Umweltbilanz noch genauer anschaut, stellt schnell fest, dass das E-Mobil derzeit weit entfernt ist von der Öko-Absolution und dass zwischen der schwedischen IVL-Studie und den Einschätzungen der deutschen Umweltexperten kein relevanter Unterschied besteht.

Selbst den langen Weg zur besseren Klimabilanz schafft nur ein Fahrzeug mit sehr kleinem Akku. Protagonist der behördlichen Modellrechnung ist ein E-Mobil, dessen Stromspeicher maximal 100 Kilometer Reichweite ermöglicht; das wäre ein Akku mit rund 20 Kilowattstunden.

Der E-Lieferwagen, den die Post in Eigenregie gebaut hat, ist in diesem Sinne ein mustergültiges Batteriefahrzeug – der Tesla hingegen ein Horror.

Nun aber wollen die deutschen Hersteller nicht den Postlaster bauen. Sie wollen den Tesla-Jäger bauen – das vollwertige Auto mit Stromantrieb, reisetauglich, prestigeträchtig, stark und schnell.

Mit einer Blaupause der Tesla-Architektur, „Modularer Elektrifizierungsbaukasten“ genannt, will Volkswagen in die Massenproduktion gehen: Kernstück aller Modelle wird ein großer, flacher Akku im Wagenboden sein. Schon die kleinste Version soll eine Reichweite von 330 Kilometern garantieren, muss also ein ziemlich großer Akku sein.

Doch die Batteriezellen, versichert VW-Markenvorstand Thomas Ulbrich, sollen befreit sein von der ökologischen Erbsünde. Sie würden, erklärte er kürzlich auf einer Pressekonferenz, „mit grüner Energie“ produziert.

Das klingt erst einmal beruhigend: Wird das E-Mobil nicht nur mit Ökostrom betankt, sondern auch gleich mit solchem hergestellt, ist alles gut und grün. Doch kann das in der Praxis gelingen?

Mercedes EQC: Der Elektro-SUV (408 PS) soll auf eine Reichweite von 450 Kilometern kommen und beschleunigt in 5,1 Sekunden von 0 auf 100.
Picture Alliance / dpa

Mercedes EQC: Der Elektro-SUV (408 PS) soll auf eine Reichweite von 450 Kilometern kommen und beschleunigt in 5,1 Sekunden von 0 auf 100.

VW produziert nicht selbst Batteriezellen. In ganz Europa gibt es keinen Industriekonzern, der das in großem Stil macht. Die führenden Lieferanten sitzen in Südkorea, Japan und China. Die Kontrolle über die Schlüsseltechnik der Elektromobilität haben die westlichen Autoproduzenten längst verloren.

Volkswagen wird die Akkuzellen für seine E-Offensive von den führenden südkoreanischen Herstellern Samsung und LG beziehen. Diese eröffnen für die westliche Kundschaft Werke in Osteuropa, wo sich günstig produzieren lässt, weil dort billiger Strom fossiler Herkunft aus der Leitung kommt. Wird Samsung wirklich einen Windpark vor der schmutzigen Fabrik aufbauen, um die Spezifikationen ökobeflissener Einzelkunden zu erfüllen?

„Wir sind mit unseren nominierten Batteriezellen-Lieferanten dazu aktuell im engen Austausch“, versichert VW-Sprecher Christoph Adomat. Er bittet jedoch um Verständnis, „dass wir erst nach jeweiligem Vertragsabschluss inhaltlich näher darauf eingehen werden“. Verbindlich vereinbart ist also noch nichts.

Wesentlich weiter ist BMW: Der Münchner Hersteller legt sich seit dem Produktionsstart seiner Elektromodelle eine freiwillige interne Zertifizierung auf, die vom TÜV Süd beglaubigt wird. Ein Elektroauto seiner Produktion muss in der Summe aus Herstellung und Betrieb eine geringere Klimabelastung darstellen als ein Vergleichsfahrzeug mit konventionellem Antrieb.

„Wir haben nicht nur aus Kostengründen, sondern auch aus ökologischen Überlegungen heraus am Anfang auf große Reichweiten verzichtet“, sagt Jury Witschnig, Leiter der Nachhaltigkeitsstrategie bei BMW. BMW wird derzeit von Samsung beliefert und kann sich noch nicht mal aussuchen, ob die Zellen in einem südkoreanischen oder einem chinesischen Werk gefertigt werden.

Immerhin, sagt Witschnig, bekomme er von Samsung eine Dokumentation des fossilen Energieverbrauchs aus der Zellherstellung mitgeliefert. Allein mit dieser Anfrage habe er „keine offenen Türen eingerannt“. Die Werte sind so hoch, dass BMW bisher nur Autos mit kleineren Batteriekapazitäten anbietet.

Erst mit dem iNext will BMW ab 2021 große Reichweiten realisieren. Der Strom-SUV soll Zellen aus einem Werk bekommen, das der chinesische Lieferant CATL in Thüringen errichten wird. Hier soll vorwiegend mit regenerativer Energie produziert werden.

Die Ernsthaftigkeit, mit der BMW sich solchen Fragen stellt, ist umso löblicher, als der Gesetzgeber dies weder fordert noch honoriert. Elektroautos gelten grundsätzlich als emissionsfrei. Sie werden für die Hersteller wertvolle Kompensatoren sein, wenn ab 2021 unzulässig hohe Flottenverbrauchswerte mit empfindlichen Strafzahlungen belegt werden.

Ein E-Mobil, das klimaschädigend produziert wurde, wird dann nach seiner Zulassung auch noch die Verbreitung schluckstarker konventioneller Autos erleichtern – also doppelt schädlich sein.

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über die GRÜNE „WILL-KÜR“ – HANDELN der GRÜNEN und „EIN-SCHREITEN“: ?FEHL-ANZEIGE?

https://www.zeit.de/2017/36/kreuzfahrtschiffe-co2-ausstoss-dreck

CO2-Ausstoß: Kreuzfahrt mit Schwefel

Der Wahrheitscheck in der Wirtschaft: Verursachen die 15 größten Seeschiffe mehr Dreck als alle Autos der Welt?
Kreuzfahrtschiff Verbrauch: Postkartenidylle mit Luftverschmutzer
Postkartenidylle mit Luftverschmutzer © Plainpicture

Seeschiffe sind Dreckschleudern, Kreuzfahrten eine Pest für die besuchten Städte. Gerne wird diese Behauptung mit einem Vergleich garniert: Die 15 größten Schiffe machen mehr Dreck als alle Autos der Welt zusammen. Das klingt spektakulär, aber stimmt es auch?

Die Behauptung geht auf ein Zitat zurück, das der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) schon 2012 verbreitet hat, zum Auftakt seiner Kampagne „Mir stinkt’s – für eine saubere Kreuzschifffahrt“. Es lautete wörtlich: „Die 15 größten Seeschiffe der Welt stoßen jährlich mehr schädliche Schwefeloxide aus als alle 760 Millionen Autos weltweit.“ In den sozialen Medien hat die Behauptung gerade mal wieder Konjunktur, angeheizt von der Debatte um schmutzige Dieselautos. Die Einschränkung auf Schwefeloxide ging verloren, stattdessen ist jetzt oft allgemein von Schadstoffen die Rede, in manchem Debattenforum sogar von CO₂. Doch am weltweiten Ausstoß dieses wichtigsten Treibhausgases hat der Schiffsverkehr nur einen Anteil von drei, der Straßenverkehr aber von 17 Prozent. Und pro Passagier oder nach transportiertem Gewicht erzeugt kein Verkehrsmittel weniger CO₂ als ein Schiff.

Und wie steht es – Missverständnisse beiseite – um die ursprüngliche Behauptung des Nabu? Sie enthält einen offensichtlichen Fehler: 2012 gab es weltweit nicht 760 Millionen, sondern deutlich über eine Milliarde Autos, inzwischen sind es rund 1,25 Milliarden. Trotzdem hat der Nabu recht: Schiffe sind tatsächlich für einen größeren Teil der Schwefeloxid-Emissionen verantwortlich als Autos. Allerdings macht der Vergleich wenig Sinn.

Denn seit der Jahrhundertwende wird an Tankstellen zunehmend schwefelarmer, seit 2008 in der EU, den USA und Japan nur noch schwefelfreier Treibstoff angeboten. In China und Indien läuft die Umstellung derzeit. Schon in wenigen Jahren werden Schwefeloxide deshalb im Straßenverkehr praktisch keine Rolle mehr spielen – so wie das Blei, das Ende der 1980er Jahre mit der Umstellung auf bleifreies Benzin aus den Autoabgasen verschwand. Insgesamt sind die Schwefeldioxid-Emissionen in Deutschland seit 1990 um über 90 Prozent gesunken. Es ist ein großer Erfolg schärferer Umweltgesetze. Neben schwefelarmen Kraftstoffen hat vor allem die Stilllegung oder Nachrüstung von Industrieanlagen und Kraftwerken mit Entschwefelungsanlagen dazu beigetragen. Sauren Regen, der infolge hoher Schwefelemissionen entsteht und noch vor 30 Jahren große Waldschäden anrichtete, gibt es in Europa kaum noch.

Bei Seeschiffen verläuft der Abschied vom Schwefel deutlich langsamer. Noch immer fahren sie auf dem offenen Ozean meist mit Schweröl, einer dreckigen Pampe, die auf dem Boden der Raffinerien zurückbleibt und bis zu 3,5 Prozent Schwefel enthalten darf. Das ist 3500-mal mehr, als an Land in Benzin und Diesel erlaubt ist. In europäischen und nordamerikanischen Küstengewässern ist der Schwefelanteil im Schiffstreibstoff seit 2015 zwar auf 0,1 Prozent begrenzt, das ist allerdings noch immer 100-mal mehr als im Straßenverkehr. Deshalb eignen sich Schwefeloxide so gut für einen drastischen Vergleich.

Relevanter für Umwelt und Gesundheit sind allerdings andere Schadstoffe. Neben dem Treibhausgas CO₂ sind das vor allem Stickoxide und Feinstaub. Auch dabei schneiden Seeschiffe schlecht ab, allerdings ist der Unterschied zum Auto weit weniger krass als beim Schwefel. Auch dazu hat der Nabu Zahlen veröffentlicht und im Rahmen seiner Kampagne zu einer schmackigen These zusammengefasst: „Ein einziger Ozeanriese stößt auf einer Kreuzfahrt so viele Schadstoffe aus wie fünf Millionen Pkw auf gleicher Strecke.“

Dieser Vergleich wird häufig zitiert und verkürzt. Ein Kreuzfahrtschiff macht so viel Dreck wie fünf Millionen Autos, heißt es dann. Das ist genauso falsch wie die These, die der Nabu aus den eigenen Zahlen ableitet. Für das Vergleichsjahr 2012 geht es dort nämlich gar nicht um „Schadstoffe auf gleicher Strecke“, sondern um „Schadstoffe pro Tag“. Und pro Tag legt ein durchschnittliches Kreuzfahrtschiff mehrere Hundert Kilometer zurück, ein deutsches Auto aber nur 36. Dabei transportiert das Auto im Schnitt 1,5 Menschen, ein großes Kreuzfahrtschiff aber bis zu 9.000. Bezogen auf die Passagierkilometer schrumpft die Vergleichszahl von fünf Millionen auf weniger als hundert.

Hundertmal mehr Schadstoffe – auch das wäre ein krasser Unterschied. Allerdings interpretiert der Nabu seine eigenen Zahlen falsch. In den Originaldaten unterscheidet er die „Schadstoffe pro Tag“ korrekt in Schwefeloxide, Stickoxide, Feinstaub und CO₂. Der Vergleich fällt je nach Stoff extrem unterschiedlich aus: Ein Schiff produziert demnach so viel CO₂ wie 84.000 Autos und so viel Schwefeloxid wie 376 Millionen. Die propagierten fünf Millionen tauchen nirgendwo auf. „Die Zahl haben wir gewichtet nach der Bedeutung der Schadstoffe grob als Quersumme ermittelt“, erläutert Dietmar Oeliger, Leiter der Nabu-Abteilung Verkehrspolitik. Man hat also Äpfel, Birnen, Kirschen und Tomaten irgendwie zusammengezählt und durch vier geteilt. Oeliger weiß, dass so etwas unseriös ist. Man verwende das Ergebnis deshalb auch nur, „wenn Medien eine plakative, einfach zu verwendende Zahl möchten“.

Den Faktencheck kann so etwas nicht bestehen. Daraus zu schließen, dass Schiffe gar nicht so dreckig sind, wäre genauso falsch. Sowohl an Bord als auch in den Häfen erzeugen sie gesundheitsschädliche Feinstaub- und Stickoxidemissionen, die weit über den Grenzwerten liegen, die im Straßenverkehr gelten. Dass sich die Schifffahrt so lange gegen Umweltauflagen wehren konnte, liegt vor allem an ihrer Internationalität. Grenzwerte können nur global durchgesetzt werden, und das ist besonders schwierig. An fehlender Technik liegt es nicht. Schwefelfreier Treibstoff, Katalysatoren und Abgasfilter sind längst erprobt und auf vielen Schiffen schon erfolgreich im Einsatz.

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https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2018-08/edward-burtynsky-fotograf-ausstellung-national-gallery-of-canada-fs

Edward Burtynsky: Verwundete Erde

Tiefgreifend verändert der Mensch den Planeten. Er baggert, gräbt und flutet, um Kohle, Erz und Salz zu fördern. Unberührte Natur? Gibt es kaum, wie Luftaufnahmen zeigen.

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https://www.zeit.de/2018/43/cum-ex-steuerbetrug-aktiengeschaeft-europa-finanzpolitik/komplettansicht

Cum-Ex: Der Coup des Jahrhunderts

Ganz Europa wurde von Steuerräubern geplündert. Auch weil Deutschland die Partnerländer erst viel zu spät warnte, entstand ein Schaden von mindestens 55 Milliarden Euro.
Cum-Ex: "Es handelt sich um den größten Steuerraub in der Geschichte Europas", sagt Christoph Spengel, Steuerprofessor an der Universität Mannheim.
„Es handelt sich um den größten Steuerraub in der Geschichte Europas„, sagt Christoph Spengel, Steuerprofessor an der Universität Mannheim. © Stephanie F. Scholz für DIE ZEIT

Der Vernehmungsraum im Landeskriminalamt Düsseldorf ist ungefähr acht Quadratmeter groß. Die Fenster dort sind vergittert, ihre Scheiben so milchig, dass man nicht hinausschauen kann. In der Mitte des Raumes steht ein großer Tisch. Dort warten bereits zwei Hauptkommissare und drei Staatsanwälte auf Benjamin Frey. Sie ermitteln im größten Steuerraub aller Zeiten, einem Jahrhundertcoup, der allein den deutschen Staat viele Milliarden Euro gekostet hat. Frey, ein hochintelligenter, asketisch wirkender Mann, ist einer der Hauptbeschuldigten. Er gehörte zum innersten Zirkel der Steuerräuber, hat an den Geschäften zulasten des deutschen Gemeinwesens rund 50 Millionen Euro verdient. Der Staat, so sagt er, war für ihn der Feind.

Nun, im Vernehmungsraum, sitzt er dessen Strafverfolgern gegenüber.

Es ist der 7. November 2016. „Schön, dass wir uns persönlich kennenlernen“, sagt die Staatsanwältin Anne Brorhilker, die das Verfahren leitet. So wird sich Frey später erinnern. Brorhilker ist Anfang 40, wirkt aber jünger. Man kann sie sich als eine Art weiblichen Columbo vorstellen: leicht zu unterschätzen, aber schwer abzuschütteln.

Die Staatsanwältin untersucht seit Jahren spezielle Aktiendeals, mit denen der Staat geplündert wurde und die unter den Namen Cum-Ex und Cum-Cum bekannt geworden sind. Bei diesen Deals geht es darum, sich Steuern zu Unrecht vom Staat erstatten zu lassen. Die Staatsanwältin jagt nun die beteiligten Banker, Anwälte und Berater. Überall auf der Welt hat sie Büros und Wohnungen durchsuchen lassen, auch die von Frey. Gemessen an der Zahl der Beschuldigten haben sich ihre Untersuchungen zum wohl größten steuerstrafrechtlichen Ermittlungsverfahren aller Zeiten ausgeweitet.

Der Kronzeuge

Benjamin Frey gehörte zum innersten Kreis der Steuerräuber. Eigentlich heißt er anders und sieht auch anders aus. Das Foto zeigt ihn mit einer Maske, die ihm für ein Fernsehinterview aufgetragen wurde. © Ivo Mayr/Correctiv

Was Brorhilker bis zu diesem Tag noch fehlt, ist ein Kronzeuge, der aus der Phalanx der Steuerräuber ausbricht. Nur wenn Frey auspackt, kann sie die anderen überführen. Frey, dessen ganzes Leben sich ums Geld gedreht hat, weiß, er kann sich nicht freikaufen. Ihm droht Gefängnis. Mindestens sieben Jahre.

Mehr als ein Jahr lang wird Frey anschließend immer wieder vernommen, tagelang, mehr als ein Dutzend Mal. Später wird er sagen, dass dies die schlimmste Zeit seines Lebens gewesen sei. Erst räumt er nur ein, was er einräumen muss, nach einem halben Jahr aber brechen alle Dämme. Frey legt eine Lebensbeichte ab. Er ist der erste Steuerräuber, der aus Angst vor dem Gefängnis seine Komplizen von einst verpfeift und damit Panik unter ihnen auslöst. Bei Brorhilker melden sich nun weitere Steuerräuber, die ebenfalls Kronzeugen werden wollen.

Bereits im vergangenen Jahr berichteten die ZEIT, ZEIT ONLINE und das ARD-Magazin Panorama über Cum-Ex- und Cum-Cum-Geschäfte. Sie beschrieben, wie Banker, Berater und Anwälte über Jahrzehnte den deutschen Staat plünderten. Wie der es sich gefallen ließ. Und erst eine hartnäckige Sachbearbeiterin aus dem Bundeszentralamt für Steuern sich schließlich weigerte, das Geld auszuzahlen.

Nach den Berichten meldeten sich Journalisten aus Dänemark. Sie sagten, dass ihrem Land etwas ganz Ähnliches widerfahren sei. Es war der Auftakt einer internationalen Kooperation. Sie zeigt nun, dass Finanzjongleure sich nicht nur am deutschen Staat bedienten, sondern die öffentlichen Haushalte in halb Europa angezapft haben.

Alle Berichte der europäischen Medienpartner finden Sie, wenn Sie auf das Bild klicken. © Correctiv

Unter Leitung des Recherchezentrums Correctiv haben sich 19 Medien aus zwölf Ländern zusammengetan, um gemeinsam das ganze Ausmaß dieses Steuerraubs zu recherchieren. Dazu gehören neben der ZEIT, ZEIT ONLINE und Panorama auch die Nachrichtenagentur Reuters, die Zeitungen Le Monde aus Frankreich, La Repubblica aus Italien, das Online-Magazin El Confidencial aus Spanien sowie das öffentlich-rechtliche Fernsehen aus Dänemark, Schweden und Finnland. Gemeinsam haben sie mehr als 180.000 Seiten vertrauliche Akten, interne Gutachten von Banken und Kanzleien sowie E-Mails ausgewertet. Zudem wurden Interviews mit Insidern und verdeckte Recherchen in der Finanzindustrie durchgeführt.

Die Ergebnisse werden ab dem 18. Oktober unter dem Titel „Cum-Ex-Files“ veröffentlicht. In mindestens zehn weiteren europäischen Staaten haben sich die Finanztrickser bedient. In einigen ist das der Öffentlichkeit noch nicht bekannt. Der Schaden durch Cum-Ex- und Cum-Cum-Geschäfte beträgt mindestens 55,2 Milliarden Euro. „Es handelt sich um den größten Steuerraub in der Geschichte Europas“, sagt der Steuerprofessor Christoph Spengel von der Universität Mannheim.

Wieso können die Steuerräuber ein Land nach dem anderen plündern, ohne dass ihnen jemand Einhalt gebietet? Und was sind das überhaupt für Geschäfte, bei denen Aktien für Milliarden Euro innerhalb weniger Tage hin und her geschoben werden?

Kreaturen der Tiefsee

Stößt man in die Welt der Steuerräuber vor, ist es ein bisschen wie beim Tiefseetauchen: Je näher man dem Grund kommt, desto unglaublicher werden die Kreaturen, die man entdeckt. Bei den sogenannten Cum-Cum-Deals geht es darum, Steuererstattungen zu ergattern, die einem eigentlich nicht zustehen. Man kann sich die Akteure als gefräßige Raubfische vorstellen, die nur einmal zubeißen und dann erst mal satt sind. Weiter unten begegnen einem besonders aggressive Geschöpfe, die Cum-Ex-Geschäfte betreiben. Eine einmal abgeführte Steuer wird dabei doppelt zurückerstattet. Diese Geschöpfe beißen also gleich zweimal zu. Tief unten, in dunklen Gewässern, haben sie sich rasend schnell vermehren können.

Mittlerweile sind auch Mischformen entstanden. Und noch aggressivere Mutationen, für die es noch keine Namen gibt. Gemeinsam haben alle diese Konstrukte, dass sie zu einem einzigen Zweck erschaffen wurden: aus den öffentlichen Kassen das Geld jener Menschen zu erbeuten, die Steuern bezahlen.

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Kurz erklärt – Wie der Cum-Ex-Steuerskandal abgelaufen ist Es ist der wohl größte Steuerskandal der deutschen Geschichte. Wie Banken und Anwälte Milliarden entwendeten, zeigen wir in diesem Video. © Foto: Kerstin Welther

Um Benjamin Frey zum Auspacken zu bewegen, hat sich die Staatsanwältin Brorhilker an einer Methode orientiert, die sonst vor allem bei der amerikanischen Bundespolizei FBI beliebt ist: Die Ermittler sammeln belastendes Material gegen einzelne Beteiligte und setzen sie damit unter Druck. Diese haben dann die Wahl, als Kronzeuge glimpflich davonzukommen, wenn sie alles gestehen, ihre Beute zurückgeben und ihre Komplizen verpfeifen – oder eben angeklagt zu werden.

Frey bekommt diese Methode schon am zweiten Vernehmungstag zu spüren. Gleich zu Beginn halten Brorhilker und ihre Kollegen ihm Dokumente vor, die nach Ansicht der Staatsanwältin nicht zu seinen Aussagen vom Vortag passen. Sie habe ihm „viel Angst eingejagt“, wird Frey später sagen. Im Februar 2017 fliegt Frey sogar für drei Tage nach Dubai, um dort weitere Steuerräuber zum Auspacken zu bewegen.

Schnell deuten Freys Aussagen darauf hin, dass Deutschland nur eines von vielen ausgeraubten Ländern ist. Für Brorhilker steht das nicht im Zentrum ihrer Ermittlungen. Schließlich ist sie eine deutsche Staatsanwältin. Die Reporter der Recherche-Kooperation aber wollen ihn treffen, um mehr zu erfahren.

Ein europäischer Raubzug

In einem Kölner Loft gibt der Kronzeuge Benjamin Frey das erste ausführliche Interview. © Ivo Mayr/Correctiv

Nach langen Verhandlungen kommt es zu einem Treffen. Die Bedingung: Man darf seinen echten Namen nicht nennen. Frey heißt nur in diesem Artikel so. In einem Kölner Loft gibt er das erste, ausführliche Interview. Man sitzt einem 47-jährigen Mann gegenüber: gescheitelte Haare, glatt rasiert, hohe Stirn, volle Lippen, Brille. Doch das Gesicht, in das man schaut, ist nicht seines. Frey trägt eine Maske, die ihm für das Interview, das von Kameras aufgezeichnet wird, von zwei Maskenbildnerinnen aufgetragen wurde. Die Mimik, sein Lachen, das alles ist echt, der Rest nicht wiederzuerkennen.

Frey sagt, er habe Angst vor seinen früheren Komplizen. Deshalb dürfe man ihn nicht erkennen. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass er bereits dabei ist, sich eine neue Existenz als seriöser Anwalt aufzubauen. Die Geschichte des Steuerräubers soll sie nicht beschmutzen. Zwei volle Tage wird das Interview dauern. Frey wird darin auch erklären, wie es dazu kam, dass ganz Europa geplündert wurde. Und er wird Namen nennen: von denen, die Länder ausnehmen, dabei kühl von Märkten sprechen – und bis heute auf freiem Fuß sind.

Freys Erzählung beginnt in der Provinz. Dort, wo er aufgewachsen ist, sei man „entweder Arbeiter, Landwirt oder Arbeitsloser“ geworden. Er will sich damit nicht abfinden, studiert Jura, legt einen herausragenden Abschluss hin. Dann fliegt er nach London, eine große Kanzlei hat ihn dorthin eingeladen, ins prachtvolle Queen Victoria and Albert Museum, zu ihrem Jahrestreffen. Die Kanzlei will Frey anwerben. Fast zweitausend Anwälte aus aller Welt sitzen an langen Tischen, inmitten von Ausstellungsstücken des Museums. Wenn Frey nach oben schaut, blickt er in eine große Kuppel. Es ist das Jahr 2001. Frey kann die Sterne leuchten sehen.

„Meine Gier war so groß“

Kurz darauf fängt er bei der Kanzlei an, arbeitet jeden Tag zwölf oder auch vierzehn Stunden. Oft geht es darum, die Steuerlast reicher Kunden zu drücken. „Wir hatten alle dieses Bild vor den Augen: Der Feind ist der Staat“, sagt Frey. Wenn ihm doch einmal der Gedanke kommt, dass dieser Staat ihm seine Ausbildung finanziert hat, drückt er ihn weg. Er weiß, dass Zweifel seiner Karriere schaden würden. „Meine Gier war so groß“, sagt er, „da habe ich mich mit Moral nicht aufgehalten.“

Dann, 2004, lernt Frey Hanno Berger kennen. Dieser gilt als begnadetster Steuertrickser Deutschlands. Frey, das Provinzkind, bewundert Berger, den Sohn eines Pfarrers, für dessen Intellekt, humanistische Bildung, die Latein- und Griechischkenntnisse. Bei den Cum-Ex-Geschäften, die Berger laut der Ermittler seit spätestens 2006 einfädelt, ist Frey von Anfang an mit dabei. Zusammen arbeiten sie im 32. Stock des Skyper, eines gläsernen Turms im Frankfurter Bankenviertel. „Wenn Sie runtergeguckt haben auf die Straße, auf die Taunusanlage, dann haben Sie nur noch ganz kleine Menschen gesehen“, so Frey. „Das war die Welt, die normale Welt, zu der gehörten wir nicht mehr. Wir waren da ganz oben. Wir haben aus dem Fenster geguckt und gedacht: ‚Wir sind die Schlauesten, wir sind Genies, und ihr seid alle doof.'“

Wie funktioniert ein Cum-Cum-Geschäft?

Vereinfachte Darstellung eines Geschäfts auf Kosten des Staates, bei dem eine einfache Steuerrückerstattung ergattert wird

© ZEIT-Grafik

Cum-Ex ist aus ihrer Sicht ein Geniestreich. Es geht nicht mehr nur darum, Steuern möglichst auf null zu drücken. Man holt sich auch noch das Geld derer, die so blöd sind, Steuern zu zahlen.

Der deutsche Staat merkt zunächst gar nicht, dass er geplündert wird. 2007 versucht er zum ersten Mal, den Steuerraub zu unterbinden, doch Berger und Frey sind klüger, finden einen neuen Weg, den Staat auszutricksen. Die Konstruktionen werden immer komplizierter. Schließlich, ab 2011, wollen sie ihn mithilfe von amerikanischen Ein-Mann-Pensionsfonds ausnehmen, die Aktien im Wert von Milliarden Euro handeln. Es ist ein irres Spiel. Berger und Frey scheffeln Millionen um Millionen.

Ein Ärgernis aber gibt es: Cum-Ex funktioniert in Deutschland nur einmal im Jahr, rund um den Tag, an dem die Besitzer von Aktien ihre Dividende ausgeschüttet bekommen, in Deutschland liegt er meist in den ersten Monaten des Jahres. „Wir hatten eine Teufelsmaschine kreiert“, sagt Frey, „sie lief aber immer nur im Frühjahr.“ Das war aus Sicht der Steuerräuber zu wenig. „Also ist man auf die Idee gekommen, eine Ganzjahresmaschine zu kreieren„, sagt Frey. „Und dafür boten sich Aktien anderer Länder an.“ In ihnen nämlich werden Dividenden bis zu viermal im Jahr ausgeschüttet.

Das Bild, das die Recherchen der Medienpartner ergeben, ist das eines europäischen Raubzugs. In Belgien, Dänemark, Österreich, Norwegen und der Schweiz bestätigen die Behörden offiziell oder im Hintergrund, dass auch ihre Länder Opfer von Cum-Ex wurden. In Spanien und Finnland zeigen Dokumente und Insider-Aussagen, dass Cum-Ex-Geschäfte geplant wurden. In Spanien wollen die Behörden weder bestätigen noch dementieren, dass es zu doppelten Steuererstattungen gekommen ist. Die finnischen Behörden gehen davon aus, dass Cum-Ex bei ihnen kein Problem darstellt. Einfache Erstattungen (Cum-Cum) flossen in beiden Ländern.

Einfache Erstattungen – das klingt harmlos, ist es aber nicht. Auch in Frankreich, Italien und den Niederlanden erzeugten sie massive Schäden. Das Spiel funktioniert im Kern so: Inländischen Aktionären steht eine Steuererstattung zu, ausländischen nicht. Banken haben daraus ein Geschäft gemacht. Sie kaufen die Aktien ausländischer Kunden kurz vor Auszahlung der Dividende und verkaufen sie danach sofort zurück. Die so ermogelte Steuererstattung wird aufgeteilt, der Staat ärmer. Zwar sind Cum-Cum-Geschäfte nicht per se illegal. Wenn das einzige Ziel ein steuerlicher Vorteil ist, stellen aber auch sie einen Gestaltungsmissbrauch dar. Deutsche, französische und italienische Behörden sind sich da einig.

Der Schaden

Für Steuerprofessor Spengel sind Cum-Ex und Cum-Cum zwei Spielarten rein steuergetriebener Geschäfte. „Die Banker, Händler und Juristen haben die Steuersysteme der einzelnen Länder analysiert, geguckt, was geht, und dann die entsprechenden Strukturen aufgesetzt.“

Bereits im vergangenen Jahr hatte Spengel berechnet, dass dem deutschen Fiskus zwischen 2001 und 2016 mindestens 31,8 Milliarden Euro entgangen sind. Im Zuge der Cum-Ex-Files kommen nun in Frankreich mindestens 17 Milliarden, in Italien 4,5 Milliarden, in Dänemark 1,7 Milliarden, in Belgien 201 Millionen Euro dazu. Für die anderen betroffenen Länder liegen keine offiziellen Zahlen oder belastbaren Marktdaten vor.

Wie und wann sich die Geschäfte in Europa ausgebreitet haben, lässt sich nicht eindeutig nachvollziehen. Cum-Cum-Geschäfte wurden in Deutschland, Frankreich oder Italien bereits seit den 1990er-Jahren getätigt. Cum-Ex-Geschäfte gab es seit 2001 in Deutschland, seit 2006 in der Schweiz und seit 2012 in Dänemark. Auch die Behörden der Länder reagierten unterschiedlich. Während die Schweiz Cum-Ex-Geschäfte 2008 unterband, gelang Deutschland das erst 2012. In Dänemark reichen die untersuchten Fälle bis 2017.

Fast alle Banken waren beteiligt

An den Geschäften waren fast alle Banken auf die eine oder andere Art beteiligt, darunter Deutsche Bank und Commerzbank sowie große amerikanische Investmentbanken. Viele unterhielten Abteilungen, deren Mitarbeiter intern als „Tax Trader“ bezeichnet wurden. Es handelt sich also nicht um das Versagen Einzelner, sondern um ein branchenweites Phänomen. Als „organisierte Kriminalität in Nadelstreifen“ bezeichnet Frey, der Kronzeuge, die Geschäfte. „Jeder, der Kredite geliefert hat, der als Aktienhändler mitgewirkt hat, der als Depotbank nur Aktien verwahrt hat, jeder Anleger, der Geld zur Verfügung gestellt hat, wusste im Kern, dass man hier Rendite aus dem Steuersäckel holt.“

Im Zentrum des europäischen Raubzugs steht eine Gruppe von Londoner Aktienhändlern. Einer von ihnen ist Salim Mohamed. Zunächst arbeitete er für die Investmentbank Goldman Sachs. Später heuerte er bei einem Hedgefonds an. Mohamed arbeitete auch mit Berger und Frey zusammen. So schildert es Frey. Am Anfang habe man sich gut verstanden. Doch als Mohamed sich 2009 selbstständig machte und laut Frey einen Großteil der Gewinne für sich haben wollte, sei es zu Streit gekommen. Berger habe Mohamed daraufhin nur noch den „dreckigen Inder“ genannt. So sagt es Frey gegenüber Brorhilker aus. Berger bestreitet die Aussage ebenso wie die Zusammenarbeit mit Mohamed. Es habe lediglich „ein oder zwei Gespräche“ gegeben.

Mit seiner Firma EQI, so geht es aus den Ermittlungsakten und weiteren Dokumenten hervor, handelte Mohamed nicht nur deutsche, sondern auch spanische, österreichische, belgische und finnische Aktien. 2010 etwa kauft er über eine Firma in Malta 6,9 Millionen Aktien des spanischen Energieversorgers Endesa, ein Jahr später über einen irischen Fonds 10,6 Millionen Aktien der Telekom Austria AG. In allen fünf Ländern beantragte der irische Fonds im Jahr 2011 Rückerstattungen. Warum nur ein Land plündern, wenn es auch woanders geht?

Finanzministerium warnte viel zu spät

Während die EU europaweite Datenbanken betreibt, um Flüchtlinge zu erfassen oder Informationen über Terroristen zu teilen, gibt es so etwas für Steuergeschäfte nicht. Fragt man bei der EU-Kommission nach, ob Cum-Ex-, Cum-Cum- oder verwandte Geschäfte auf europäischer Ebene diskutiert wurden, lautet die Antwort: „Das fällt in die Kompetenz der Nationalstaaten.“ Deren Steuerbehörden aber denken vor allem an sich, kommunizieren kaum miteinander. Das Prinzip: Wer etwas weiß, sagt es nicht weiter. Wer nicht nachfragt, erfährt nichts.

Die Bundesregierung hält Cum-Ex bis heute für ein deutsches Problem. Michael Sell, der zum Zeitpunkt eines Gesprächs mit den Reportern in diesem Sommer noch die Steuerabteilung im Finanzministerium leitete, mittlerweile aber pensioniert wurde, hält die Geschäfte für eindeutig illegal. Er hat sogar von „organisierter Kriminalität“ gesprochen. Doch aus seiner Sicht ist das Problem seit einer Gesetzesänderung von 2012 gelöst. Damals änderte man das System zur Abführung der Kapitalertragsteuer so, dass Cum-Ex nicht mehr funktioniert.

Wie funktioniert ein Cum-Ex-Geschäft?

Vereinfachte Darstellung eines Geschäfts auf Kosten des Staates, bei dem eine doppelte Steuerrückerstattung ergattert wird

© ZEIT-Grafik

Im Büro von Sell hängt eine große Weltkarte, auf der alle Länder orange eingefärbt sind, mit denen Deutschland ein Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen hat. Dass auch viele von ihnen Opfer sein könnten, ist ihm aber nie in den Sinn gekommen. Später wird das Finanzministerium keine Zitate aus dem Gespräch mit Sell autorisieren. In dem Gespräch wird aber deutlich, dass es sich der europäischen Dimension von Cum-Ex nicht bewusst ist.

Die einzige Organisation, die sich überhaupt um einen systematischen internationalen Austausch bemüht, ist die OECD. Seit 2007 führt die Industrieländerorganisation ein „Aggressive Tax Planning Directory“. Über diese Datenbank können ihre Mitgliedsländer Steuertricks an alle anderen OECD-Staaten melden. Allerdings, sagt Achim Pross, der Chef der zuständigen Abteilung, funktioniere sie nur, wenn sie auch regelmäßig gelesen und befüllt werde. Hier liegt das Problem. Sucht man in der Datenbank den Begriff „Cum-Ex“, gibt es nur einen Treffer. Die Meldung kommt aus Deutschland. Doch sie ist von 2015. Zu diesem Zeitpunkt weiß das Finanzministerium seit 13 Jahren von Cum-Ex, hat die Praxis selbst seit drei Jahren unterbunden. Das Ministerium dementiert auf Anfrage nicht, die Partner erst ab 2015 gewarnt zu haben, teilt aber generell mit, dass man „in der Vergangenheit diverse Staaten, unter anderem auf deren Nachfrage hin, über die Verfahrensweise bei Cum-Ex-Geschäften informiert“ habe.

Für die europäischen Partner kommt die Warnung viel zu spät. Sie wurden längst ebenfalls geplündert.

Es gibt auch Meldungen aus weiteren Ländern: Irland, Spanien und sogar aus dem fernen Australien. Sie aber arbeiten mit anderen Begriffen, beschreiben meist Cum-Cum-Geschäfte oder Varianten davon. Auch das macht es schwer, die Geschäfte zu unterbinden. Es entstehen immer neue Kreaturen. Salim Mohamed etwa benutzt eine Methode, von der Frey erst in den Vernehmungen durch Brorhilker erfährt. Danach, sagt er, sei er erst mal fünf Minuten sprachlos gewesen. „Ich habe einfach nur gestaunt.“

Bei Cum-Ex-Deals ist es normalerweise wie beim Goldschürfen: Es müssen enorme Mengen umgewälzt werden, damit richtig was hängen bleibt. Man braucht also sehr viel Kapital, muss sich Millionen oder sogar Milliarden Euro von Banken leihen. Salim Mohamed hat einen anderen Weg gefunden: den „Looping“. Vereinfacht gesagt werden Aktien dabei so schnell im Kreis gehandelt, dass der Eindruck entsteht, es wären viel mehr, als es tatsächlich sind. Mit einer Aktie lassen sich auf diese Weise drei, fünf oder auch zehn Steuerbescheinigungen generieren. Einer der Beschuldigten sagt gegenüber Brorhilker aus, der Looping sei ab 2009 bei Geschäften auf Kosten Deutschlands zum Einsatz gekommen.

Versucht man Mohamed zu kontaktieren, antwortet er nicht. Doch es scheint ihm gut zu gehen. 2015 hat er beim „Powerman“ im schweizerischen Zofingen, einem Lauf- und Radfahrwettbewerb, eine respektable Zeit hingelegt. Man entdeckt ihn auch auf der Website der Esher Church School, einer kirchlichen Schule in der Grafschaft Surrey, etwas südwestlich von London. Mohamed, der Steuerräuber, gehört dort zum Leitungsstab der Schule.

Abwehrschlacht

Kein einziger der Beteiligten sitzt bisher im Gefängnis. Das muss aber nicht so bleiben. Brorhilkers Ermittlungen richten sich gegen mehr als 100 Personen. Zu ihnen gehört auch Salim Mohamed. Noch in diesem Jahr könnte Brorhilker die ersten Anklagen erheben.

Allerdings hat die Staatsanwältin einen Gegenspieler. Von einem Schweizer Bergdorf aus arbeitet er an der juristischen Abwehrschlacht, die ihre akribische, jahrelange Arbeit mit einem großen Knall zunichte machen soll. Es ist Hanno Berger, der frühere Mentor ihres Kronzeugen Frey. Nach einer Durchsuchung seiner Kanzlei Ende 2012 hat er sich in die Schweiz abgesetzt. Besucht man ihn zu Hause in seiner Eigentumswohnung schräg gegenüber einem Skilift, wo er mit seiner Frau und seinem Enkel wohnt, erlebt man einen Mann, der sich bis heute im Recht fühlt, der am hölzernen Esstisch endlos darüber dozieren kann, warum Cum-Ex-Geschäfte legal gewesen seien. Das Problem ist für ihn der Staat, der Leute wie ihn zu Unrecht verfolge. In abgehörten Telefonaten spricht er sogar von einem „Vernichtungsfeldzug“. Auch gegen Berger wird seit Jahren ermittelt. Er wirkt müde. Doch er will kämpfen. Die Abwehrschlacht ist zu seinem Lebensinhalt geworden.

Der König der Steuerräuber

Vordergründig geht es dabei um einen jener seltsamen Ein-Mann-US-Pensionsfonds, die für Cum-Ex-Geschäfte genutzt wurden. Er nennt sich „KK Law Firm Retirement Plan Trust“. 2011 beantragte er eine Steuerrückerstattung beim Bonner Bundeszentralamt für Steuern (BZST). Das Amt aber hatte bereits den Verdacht, es könnte sich um Betrug handeln, und lehnte die Auszahlung ab. Nun klagt KK Law vor dem Finanzgericht Köln darauf, 28 Millionen Euro erstattet zu bekommen. Nach Ansicht des BZST wurden sie nie abgeführt. Die Klage ist nicht bloß dreist. Sie ist der Versuch, das gesamte Wirtschaftsstrafverfahren von Brorhilker zu torpedieren.

Berger wollte mehrere Inhaber der Ein-Mann-Pensionsfonds zum Klagen bewegen. Die meisten wollten nicht. Einen von ihnen bezeichnet Berger in einem abgehörten Telefonat als „Arschloch“. Nun aber klagt KK Law. Berger hat den Pensionsfonds beraten. Doch der Prozess ist teuer. Top-Anwälte müssen bezahlt werden. Deshalb gibt es einen weiteren Fonds, millionenschwer, der die Abwehrschlacht finanziert. Dort haben nach Aussage von Insidern mehrere Steuerräuber eingezahlt. Sollte KK Law gewinnen, so sieht es Berger, würde Cum-Ex von einem Gericht für legal erklärt, die Steuerräuber wären fein raus. Ähnlich sieht es auch Steuerprofessor Spengel: „Wenn KK Law tatsächlich recht bekommen sollte, wäre das für die strafrechtliche Verfolgung von Cum-Ex-Geschäften ein herber Rückschlag.“ Das Urteil wird wohl Anfang nächsten Jahres gefällt.

Die alte Cum-Ex-Garde kämpft ihren letzten Kampf. Was aber ist aus ihren Schülern geworden? Sind sie noch immer im Geschäft?

Verdeckte Recherche

Um das herauszufinden, verwandeln sich zwei der Reporter in Felix und Otto. Felix, so lautet die Legende, ist der arrogante Sprössling einer deutschen Milliardärsfamilie, die aus Steuergründen in der Schweiz residiert. Er ist das, was man in der Szene eine „young gun“ nennt: Er will seiner Familie beweisen, dass er Geschäfte machen kann, Millionengeschäfte mit sagenhaften Renditen. An seiner Seite ist Otto, der ältere Halbbruder. Er ist stets skeptisch, achtet mit Argusaugen auf das Vermögen der Familie. Mit Cum-Ex und Cum-Cum haben Felix und Otto vor ein paar Jahren bereits gut verdient. Nun wollen sie wieder in das Geschäft einsteigen, einen dreistelligen Millionenbetrag investieren.

Felix und Otto erhalten einen Tipp aus Dubai. Über eine Briefkastenfirma nehmen sie Kontakt zu einem Händler auf, ein Treffen in London wird vereinbart. Dort mieten sie für 2500 Euro eine Suite im 37. Stock des Hochhauses The Shard. Durch die bodentiefen Fenster schaut man rechts auf die Tower Bridge, links auf die St. Paul’s Cathedral. Felix trägt eine Breitling-Uhr. Otto hat sich bei einem hanseatischen Herrenausstatter eingekleidet. Alles, damit die Legende glaubwürdig erscheint.

Das Treffen ist für 14 Uhr vereinbart. Um 13.51 Uhr läutet das Telefon. Der Händler ist zu früh. Felix und Otto lassen ihn warten. Erst in 15 Minuten werden sie ihn abholen lassen. Von ihrer Assistentin, die in Wahrheit die Ehefrau eines Kollegen ist.

Der Mann, der unten wartet, ist ein Schüler von Sanjay Shah, einem Mann, der mit seinen Cum-Ex-Geschäften noch einmal alles übertroffen hat, was bis dahin denkbar schien. Für manche ist er der König der Steuerräuber. Mehrere europäische Länder soll er mit Cum-Ex geschädigt haben. Allen voran Dänemark. Hier geht es um1,3 Milliarden Euro. Das ist selbst für Frey kaum zu fassen. Fast ehrfurchtsvoll spricht er von dem Briten. Trotzdem hätten er und Berger nie mit ihm zusammengearbeitet. Zu „dubios“. Selbst unter Steuerräubern habe es Tabus gegeben, keine moralischen, aber solche, die das Risiko begrenzen sollten. Shah kannte keine Grenzen. Er habe „autistische Züge“, sagt Frey.

2011 kommt Shah zum ersten Mal die Idee, aus seinem Hedgefonds Solo Capital eine Art Generalunternehmen für Cum-Ex-Geschäfte zu schmieden. So geht es aus einem 14-seitigen Lebenslauf hervor, den Shah handschriftlich für einen seiner Berater verfasst hat. Normalerweise braucht man mehrere Partner für Cum-Ex-Geschäfte, Banken, Händler, Broker. Shah aber will alles unter einem Dach bündeln, mit niemandem teilen, wird dafür Miteigentümer der Hamburger Bank Varengold. Am Ende, so Frey, konnte Shah sich die Steuerbescheinigungen quasi selbst ausstellen. In der Szene heißt es: „He only used a printer.“ Er habe nur einen Drucker gebraucht.

Shahs Angriff auf Dänemark beginnt 2012, exakt in jenem Jahr, in dem Cum-Ex in Deutschland unterbunden wurde. Dänemark bemerkt ihn erst 2015, als es von britischen Behörden darauf hingewiesen wird. Da lebt Shah längst in Dubai, auf der künstlich angelegten Inselgruppe Palm Jumeirah, wo er mehrere Häuser besitzt. Er feiert Partys auf seiner Luxusjacht, lässt Popstars wie Lenny Kravitz und Snoop Dogg für Charity-Veranstaltungen nach Dubai einfliegen. „Er galt unter den Cum-Ex-Aktienhändlern als verrückter Hund“, sagt Frey.

Hätte Deutschland rechtzeitig gewarnt, wären die Dänen wohl gar nicht ausgeplündert worden.

Mittlerweile kann Shah Dubai nicht mehr verlassen. Staatsanwaltschaften in Europa ermitteln, die dänische, die norwegische, die belgische, die britische und die deutsche. Als Frey ihn im Februar 2017 zum Auspacken zu bewegen versucht, versteht Shah aber gar nicht recht, was die Deutschen überhaupt von ihm wollen. „Ich habe doch nur 50 Millionen von denen“, sagt er. So erinnert sich Frey. Auf schriftliche Fragen der Reporter antwortet Shah nicht.

Nun, im Londoner Wolkenkratzer, betritt einer seiner Schüler die Suite. Er ist Anfang 30, hat einen dunklen Teint, trägt ein weißes Hemd mit Manschettenknöpfen. Dabei hat er eine gebundene Präsentation. Felix, der arrogante Milliardärssprössling, ignoriert ihn erst einmal, tut so, als würde er am Telefon einen Mitarbeiter zusammenstauchen. Dann wird der Shah-Schüler von Felix und Otto abgeklopft. Direkt nach der Universität, erzählt dieser, habe er bei der Maple Bank angefangen, die den Staat mit Cum-Ex-Geschäften um mehrere Hundert Millionen geprellt hat. Später sei er dann für Shahs Hedgefonds tätig gewesen, dort habe er die „Ecken und Kanten des Geschäfts“ kennengelernt, Beziehungen aufgebaut. Gerade noch rechtzeitig, bevor er ins Visier der Ermittler geraten konnte, habe er den Absprung geschafft. Nun sei er dabei, etwas Neues aufzubauen.

Felix gefällt das. Seine Familie habe ja bereits gute Erfahrungen mit Cum-Ex-Geschäften gemacht, suche nun nach Möglichkeiten, wieder in den Markt einzusteigen. „Was können Sie uns anbieten?“

Der Shah-Schüler blättert durch seine Präsentation. „Ich mag es nicht Cum-Ex oder Cum-Cum nennen“, sagt er. Was er beschreibt, klingt aber nach dem bekannten, rein steuergetriebenen Aktienhandel rund um den Dividendenstichtag. Auch Gerhard Schick, Bundestagsabgeordneter und Finanzexperte der Grünen, interpretiert die Präsentation später so. „Ich verstehe das als direkte Fortsetzung von Cum-Ex und Cum-Cum.“ Der Shah-Schüler selbst benutzt lieber einen anderen Namen. Er sagt: „Wir nennen es Corporate Action Trading.“ Die drei „Hauptmärkte“ seien Frankreich, Italien und Spanien. Norwegen, Finnland, Polen und die Tschechische Republik seien aber auch kein Problem und bereits getestet. Er erwähnt seine Kontakte zu großen Investmentbanken. Sie seien nach wie vor im Geschäft.

Und was ist mit Deutschland? „So wie es mit Deutschland gerade steht“, sagt der Shah-Schüler, „würde ich noch mindestens ein Jahr warten, bevor ich wieder reingehe. Es gibt Leute, die Deutschland handeln. Verstehen Sie mich nicht falsch, das ist ihr gutes Recht. Aber ich würde noch ein Jahr warten.“ Wurden Cum-Ex- und Cum-Cum-Geschäfte denn in Deutschland nicht unterbunden? Der Shah-Schüler grinst. „Es gibt Möglichkeiten, das zu umgehen.“

Dann wird noch ein wenig gefachsimpelt. Über „Counterparties“ und „Trading-Level“. Bis Otto sagt: „Komm schon, wir müssen nicht um den heißen Brei herumreden, das Geld kommt von der Steuer.“

„Ja, klar“, sagt der Händler.

Der Fernsehbeitrag „Der Jahrhundertcoup – Angriff auf die Steuerzahler“ im ARD-Magazin Panorama läuft am Donnerstag, den 18. Oktober, um 21.45 Uhr, ein Radiofeature um 20.30 Uhr bei NDR Info. Die Beiträge aller Recherchepartner werden auf der Projektseite www.cumex-files.com zusammengeführt.

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Jahrhundertcoup: Angriff auf Europas Steuerzahler | Panorama | NDR

?OLAF SCHOLZ? SPD

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https://www.neopresse.com/finanzsystem/aufgedeckt-so-haben-die-cum-ex-tricks-deutschland-um-milliarden-gebracht/

AUFGEDECKT: So haben die „Cum-Ex“-Tricks Deutschland um Milliarden gebracht

NEOPresse in Finanzsystem

Der Fiskus in Deutschland verzichtet seit vielen Jahren auf viel Geld. „Cum-Ex“ nennt sich ein Steuertrick, mit dem sehr vermögende Menschen im In- und Ausland Steuerrückzahlungen organisiert haben für Steuern, die sie gar nicht gezahlt hatten. Deutschland weiß seit mindestens gut 12 Jahren Bescheid. Reagiert hat im Kern niemand. Die MERKEL-Regierung ist verantwortlich. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

Merkel-Deutschland lässt Steuerparadiese entstehen

Dabei geht es in erster Linie um die Erträge aus Aktien, die aus Gewinnausschüttungen bestehen. In diesem komplizierten Geflecht entstehen Rückerstattungsansprüche, wenn ein Steuerzahler zu viel Steuern auf die Erträge der Unternehmen selbst bezahlt hat. Dies ist weidlich ausgenutzt worden. Denn die Unternehmen haben teils höhere Erstattungsansprüche entstehen lassen als sie real hätten entstehen dürfen.

Damit eröffneten sich für Steuerzahler in Deutschland, darunter ein bekannter Vermögens-Vertriebs-Unternehmer, die Möglichkeiten, nicht gezahlte Steuern als Aufwand gegenüber dem Finanzamt zu deklarieren, weil die Informationen über den tatsächlichen Abfluss der Steuern nicht grenzüberschreitend weiter gereicht werden.

 

Deutschland wusste zumindest im Jahr 2005 darüber Bescheid. Die Regierung hat über viele Jahre nichts unternommen. Sie hat es sogar versäumt, ihre Erkenntnisse den anderen betroffenen Staaten wie zum Beispiel Frankreich oder Italien weiterzureichen. Dort sind gleichfalls Milliardenschäden entstanden. In Deutschland selbst wurde der Skandal mit vielen Jahren Verspätung aufgedeckt. Angeblich sollen die Schlupflöcher gestopft worden sein.

Tatsächlich möchte die EU nun sogar die Steuererstattung „erleichtern“ lassen. Dies kann die Risiken auf Steuermindereinnahmen in der EU eher vergrößern.

Die MERKEL-Regierung arbeitet seit 13 Jahren an diesem Fall – oder auch nicht. Sehr viel spricht dafür, dass dies kein Zufall ist. Diejenigen, die jetzt an der Lösung mitwirken sollen, gelten als Lobbyisten der Bankenbranche. Auch dies ist kein Zufall. Die GroKo leistet ganze Arbeit.

 

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https://www.neopresse.com/finanzsystem/aufgedeckt-wer-das-bargeld-abschaffen-will/

AUFGEDECKT: Wer das Bargeld abschaffen will….

NEOPresse in D/A/CH

Bargeld ist das Medium von Kriminellen und Steuerhinterziehern, lassen Politiker gerne so oder ähnlich durchblicken und versuchen, uns das elektronische Geld schmackhaft zu machen. Sie werden unterstützt oder angetrieben durch Allianzen, die einen regelrechten Krieg gegen das Bargeld inszenierten, so Dr. Norbert Häring, der ein bemerkenswertes Buch dazu geschrieben hat („Schönes neues Geld“. Die Organisationen, die hinter der angestrebten Abschaffung des Bargeldes stecken, sind mächtig.

Allianz – „besser als Bargeld“

Diese Allianz ist ein Bündnis, das in erster Linie eigene Interessen oder jedenfalls die vermuteten eigenen Interessen vertritt. Sie nennt sich im Original „Better than Cash Alliance“. Sie ist Teil eines Verbundes verschiedener Organisationen, die weltweit das Bargeld zurückdrängen wollen.

Zunächst die hier Beteiligten: Die „Bill and Melinda Gates Foundation“, die Citibank, Kreditkartenunternehmen wie Mastercard oder Visa und auch das US-Außenministerium. Ein illustres Netzwerk also.

Sinn und Zweck der Bargeldzurückdrängung dieser Organisationen ist schlicht die Kontrolle über das Geld allgemein und die Geldverwendung der Menschen, deren Verhalten also, speziell. Wer das Verhalten „kontrolliert“, wird es am Ende auch steuern können. So, wie es die Chinesen derzeit mit Wohlverhaltenspunkten bereits teils ausüben.

 

Die „Kontrolle“ funktioniert jedoch nur, wenn das – scheinbare – Geld in elektronischer Form auf Konten gehalten wird. Banken schöpfen aus dem E-Geld wie aus dem Nichts neues Geld. Jeder Euro (bei uns) Guthaben kann in etwa zu 90 Cent ein neuer Kredit werden. Aus diesen 90 Cent wiederum können weitere 80 Cent Kredit geschöpft werden und so fort.

Kreditkartenunternehmen wiederum verdienen an der Geldzirkulation. Allerdings naturgemäß nur dann, wenn das Geld auch in E-Form, also unbar, gehandelt wird. Staaten wiederum könnten bei Währungskrisen jede Form der elektronischen Geldhaltung nutzen, um ganze Währungsreformen zu veranlassen. Staaten können über die Kontrolle der Verwendung auch den Zutritt zu bestimmten Leistungen verweigern. Und Staaten können direkt die Besteuerung des Geldvermögens – fast beliebig – veranlassen.

Testfelder für die Arbeit der „Better than Cash Alliance“ sind beispielsweise Schweden oder Indien, das fast über Nacht Bargeld faktisch vom Markt nahm. Gerade Drittwelt-Länder werden zwar mit neuen Zahlungssystemen „beglückt“, um sie angeblich an die moderne Welt anzuschließen. Faktisch jedoch sind diese Versuche mit Bedingungen verknüpft. Sie dürfen nicht – sie müssen.

Die schöne neue Welt – von der wir hier kaum etwas erfahren. Bis die Bargeldfunktionen von „Better than Cash Alliance“ auch hier noch weiter zurückgedrängt werden.

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<<„VERSCHWÖRUNGs-THEORIE“ >><<„VERSCHWÖRUNGs-THEORIE“ >>  WISSENSCHAFTLICHE UNTERSUCHUNG – – – DEFINITION: ein erfundener BEGRIFF der als „ANTI-WAHRHEITS-MUND-TOT-WERKZEUG“ FUNGIERT

aus dem TEXT: ….Christian Lindner begründet die Notwendigkeit eines Bamf-Untersuchungsausschusses mit dem Hinweis ….. (<<<WÄRE am „BAMF-SKANDAL“ auch am „NSU“ nicht ETWAS „OBER-FAUL“ WÄRE es MÖGLICH das GANZE EINFACH und ÖFFENTLICH aufzu-KLÄREN>>>)“WER DECKT WEN???!!!?!“

……Diesen Schauder muss auch der Publizist „Jakob Augstein“ spüren, wenn er bei allem Nachdenken über die globale Wirrnis zum Ergebnis kommt, die Welt leide an einer „ISRAELISIERUNG“…..(siehe auch  „NETANYAHU und Jitzchak Rabin“  

https://www.zeit.de/kultur/2018-06/verschwoerungstheorien-politik-israel-afd/komplettansicht

Verschwörungstheorien: Das geheime Dahinter

Ach, wie erleichternd, wenn aus dem Nichts plötzlich eine dunkle Erklärung auftaucht! Die Verschwörungstheorie ist zum mentalen Ausweg aus der Krise geworden.
Verschwörungstheorien: Der Verschwörungstheoretiker glaubt oft an eine düstere, einfache Wahrheit.
Der Verschwörungstheoretiker glaubt oft an eine düstere, einfache Wahrheit. © Wil Stewart/Unsplash

Als die Menschen noch Windows benutzten, in grauer Vorzeit also, landeten sie regelmäßig im „abgesicherten Modus“. Im abgesicherten Modus standen weniger Funktionen zur Verfügung, alles war folglich einfacher und klarer. Meist wechselte das Betriebssystem in den abgesicherten Modus, wenn sonst nichts mehr ging.

Es scheint, als sei der abgesicherte Modus zurückgekehrt in die analoge Welt, in den politischen Diskurs einer verhedderten Welt. Köpfe fahren nicht mehr ordnungsgemäß hoch. Sie landen in einem Modus, der weniger grafisch ist und weniger komplex, im Modus der Verschwörungstheorie. Dieser Modus ist deshalb so attraktiv und verbreitet, weil er mehrere Vorgänge, die üblicherweise einzeln zu berechnen wären, zu einem zusammenfasst.

Die Verschwörungstheorie ist nicht mehr der Modus der Verrückten, die in der Fußgängerzone stehen und predigen, sie lässt sich nicht mehr an den Rand exotisieren. Sie ist mentaler Ausweg der Mitte, existiert im Kopf einflussreicher Publizisten, im Bundestag. Nicht nur bei der AfD. Christian Lindner begründet die Notwendigkeit eines Bamf-Untersuchungsausschusses mit dem Hinweis, man müsse Verschwörungstheoretikern die Grundlage entziehen. Womit er sich zwar vordergründig gegen Verschwörungstheorien stellt, sie aber gleichzeitig adelt. Offenbar hält Lindner die Theorie, hinter dem amtlichen Durchwinken von Flüchtlingen stehe ein politischer Großplan, für widerlegenswert.

Je komplexer der Weltabdruck in unserer Wahrnehmung, desto höher ist die Gefahr, dass der Kopf auf den abgesicherten Modus umschaltet. Wenn in Syrien ein Bürgerkrieg ausbricht, der von Tag zu Tag, von Jahr zu Jahr komplizierter wird, unter Beteiligung des Iran, Russlands, der USA, Terroristen, Islamisten, Salafisten, Kurden, wenn sich Hunderttausende auf die Flucht machen, manche religiös, manche nicht, der eine nett, der andere nicht, jeder mit eigener Biografie – wenn diese Menschen abgerissen über Felder marschieren und plötzlich vor uns stehen, als herausfordernde Tatsache, als Mosaik der Millionen Geschichten, dann ist es verlockend, dahinter einen Generalplan zu vermuten. Zum Beispiel das Vorhaben Angela Merkels, die deutsche Bevölkerung komplett auszutauschen. Soll doch erst mal jemand beweisen, dass es nicht so ist!

Im Abwärtsstrudel

Wie erleichternd, wenn aus dem Nichts plötzlich die sinistre Wahrheit auftaucht. Fans von Star Wars kennen das: diesen warmen Schauder, der einen überkommt, wenn sich Darth Vader endlich zu seiner Vaterschaft bekennt.

Diesen Schauder muss auch der Publizist Jakob Augstein spüren, wenn er bei allem Nachdenken über die globale Wirrnis zum Ergebnis kommt, die Welt leide an einer „Israelisierung“. Der israelische Ministerpräsident Netanjahu gehöre „auf traurige Weise“ zu den erfolgreichsten Politikern der Welt. Der Westen habe sich, so schrieb Augstein neulich auf Spiegel Online, auf einen „israelischen Weg“ begeben. Frankreich trage, nach israelischem Vorbild, inzwischen die Züge eines Polizeistaats. Statt den sichtbaren Grund zu nennen für mehr Sicherheitsvorkehrungen zwischen Paris und Nizza, nämlich islamistische Anschläge mit Hunderten Toten, insinuiert Augstein ein Dahinter, etwas metaphysisch Existierendes, eine geheimnisvolle Kraft. Von da ist es nicht mehr weit zum Klassiker der Verschwörungstheorie, zum jahrhundertealten Glauben an das „Weltjudentum“, dem man seit dem Mittelalter unterstellt, weltweit die Fäden in der Hand zu halten.

Dieser Glaube beseelte auch jene kahlköpfigen Männer, die letztes Jahr mit Fackeln durch Charlottesville in Virginia zogen. „Jews will not replace us“, brüllten sie. Was doch merkwürdig ist. Man dachte ja, Trump-Amerika fühle sich existenziell von Maschinen bedroht, vielleicht noch von deutschen Autos und Chinesen. Aber weshalb denn von Juden? Der metaphysische Verschwörungsglauben ist offenbar tröstend fürs eigene Versagen. Eine Erklärung, die auch dem türkischen Präsidenten gefällt. Im Abwärtsstrudel der Inflation brüllt Erdoğan seinem Volk entgegen, die „Zinslobby“ sei schuld an der Misere. Er glaubt da möglicherweise wirklich dran.

Der Flüchtling als Trojanisches Pferd

Das wäre alles zu verdrängen und wegzuschieben und irgendwie zu ignorieren, hätte die Verschwörungstheorie mit der AfD nicht eine Repräsentanz im Bundestag, der Glaube an Islamisierung, Bevölkerungsaustausch, EU-Diktatur, Neue Weltordnung, und schickte sich nicht gerade eine „linke Sammlungsbewegung“ an, ganz ähnliche Denkmuster zu vertreten. Peter Boehringer, AfD, mächtiger Vorsitzender des Haushaltsausschusses, glaubt an eine globale Elite, die im Hintergrund an der „Neuen Weltordnung“ arbeitet. Was keine Verschwörungstheorie ist, die er sich ausgedacht hat. Sie zirkuliert seit dreißig Jahren in den USA, auch unter globalisierungskritischen Linken.

Wie würde es wohl enden, wenn er sich auf ein Bier mit Oskar Lafontaine treffen würde? Was wäre der Konsens des Abends? Könnte man sich möglicherweise darauf einigen, dass es eine „unsichtbare Regierung gibt, die in Wirklichkeit die Geschicke dieser Welt bestimmt“? Exakt das hat Lafontaine im vergangenen Jahr auf einer Friedenskundgebung behauptet. Darauf müsste man sich also einigen können.

Seine Frau, Sahra Wagenknecht, legte vor knapp zwei Wochen in der ZEIT dar, warum Deutschland eine „linke Sammlungsbewegung“ brauche. Ihr Aufruf ist getragen von der Überzeugung, die Flüchtlingswelle sei ein neoliberaler, durch Moral abgesicherter Angriff auf den kleinen Mann. Der Flüchtling als Trojanisches Pferd der Globalisierung – kein Wunder, dass die Sammlungsbewegung um Attac wirbt. Das Problem ist dabei nicht, dass Wagenknecht konkurrierende Interessen am unteren Ende der Gesellschaft anspricht. Nein, das ist okay. Das Problem ist, dass Wagenknecht insinuiert, es gebe einen Profiteur der Flüchtlingskrise, den viel gescholtenen „Neoliberalismus„. Oder sogar einen Plan hinter der Krise.

Finstere Pläne

Während Wagenknecht mit ihrem roten Dolch noch im Trüben stochert, zielt man in Ungarn längst präziser. Der Regierungschef Viktor Orbán hat den Schuldigen für das große Chaos gefunden: George Soros, US-amerikanischer Milliardär mit ungarischen Wurzeln. Soros würde „vor der Öffentlichkeit verborgen“ mit enormen Geldern die illegale Einwanderung fördern. Orbán ließ in Ungarn Fotomontagen plakatieren, die Soros und ungarische Oppositionspolitiker zeigten, wie sie gemeinsam Grenzzäune zerschneiden. Es ist also nicht die verworrene Realität von Krieg und Flucht, die da einbricht. Nein, es ist ein jüdischer Milliardär mit finsteren Plänen.

Die Qual der Einzelvorgänge, der losen Enden, der sich überlagernden Bilder, die Last der Komplexität, des achtfachen Bodens, Aleppo, Fassbomben, Staub, Balkan, Zelte, Bahnhof Budapest, geht auf in einem heilsamen Glauben an eine höhere Kraft. Die Metaphysik der Verschwörungstheorie ist umgekehrte Religiosität. Aus dem Glauben an eine Kraft, die beschützt, wird der Glaube an eine Kraft, die bedroht. Auch das hat etwas Tröstendes. Auch das bekämpft, was Heidegger als das „Hineingehaltensein ins Nichts“ bezeichnete, jenes Gefühl der tiefen existenziellen Weltleere, in der die Dinge ohne jeden Sinn kreuz und quer schießen. Je greller, lauter, je quälender sich diese Weltleere offenbart, desto größer wird offenbar der parareligiöse Wunsch, eine höhere Macht sei für diesen Schlamassel verantwortlich.

Würde dieser Glaube Gottesdienst feiern, er würde ein berühmtes Kirchenlied umkehren und es mit düsterer Beschwingtheit ins Nichts schmettern – Boehringer, Augstein, Lafontaine, den Kriegen entgegen, den Flüchtlingen, dem elenden Durcheinander: „Von schlechten Mächten unsichtbar umgeben, erwarten wir getrost, was kommen mag. Böses ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“

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