YOU-TUBE-GOOGLE „ENT-LARVT““ SICH wieder-mal – – – „“Naomi Seibt““ – – ZENSUR DER WISSENSCHAFT – VIDEO GELÖSCHT /// #FierceWithoutFeminism /// „PUTIN the JEW““ von YOU-TUBE verBANNT //// SRM – „Solar Radiation Management““ oder auch „Solares GEO-ENGINEERING““ /// „“Katherine Horton““ – – – – – Heart-gunning on Swiss motorway – – SWISS – Intel chief „Jean-Philippe Gaudin““ – – – Stop 007 /// „Jeffrey Epstein““ /// Dritter Zitter-ANFALL in 4 Wochen: „Merkel““ zittert erneut bei Staatsempfang

 

siehe auch GOOGLE-YOU-TUBE-ZENSUR – FASCHISMUS

outube.com/watch?v=1Yvi2hLvoGc

ZENSUR DER WISSENSCHAFT – VIDEO GELÖSCHT

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Klimaschutz: Alles nur heiße Luft? Das Video von Naomi Seibt

Klimaschutz: Alles nur heiße Luft? Das Video von Naomi Seibt

Standbild Youtube Naomi Seibt

Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke
nach der fragwürdigen und fremdgesteuerten Greta-Aktion „Friday for Future“ schalten sich endlich auch Jugendliche mit Sachverstand in die Klimadiskussion ein.

Es handelt sich um ein Youtube-Video, welches, angesichts der heutigen Zensurzustände, nicht mehr überraschend, kurz nach dem Erscheinen gesperrt wurde. Ein sachlicher Grund für die Sperre war nicht zu erkennen. Nun ist das Video wieder da, nachdem Anwältin Karoline Seibt juristisch gegen Youtube vorging.

Video einer jungen Klimarealistin

Wir beurteilen den sachlichen Inhalt des Videos als sehr gut, verzichten auf minimale Korrekturen, wie z.B. „Kernenergie“ anstelle von „Atomenergie“ und überlassen es der öffentlichen Diskssion. Offenbar ist das Video erst Teil I einer Gesamtbetrachtung, so dass wir auf Teil II sehr gespannt sind.

Bereits dieses Video (Teil I) ist geeignet, Unterrichts- und Diskussionsstoff in einem sachgerechten, nicht ideologisch geprägten Naturkunde-Unterricht gymnasialer Oberstufen zu werden. Die EIKE-Redaktion und der Verfasser wünschen der jungen Dame alles Gute für ihre weitere, vermutlich akademische Karriere und natürlich für ihre Arbeit am Teil II ihres Videoprojekts.

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outube.com/watch?v=t5clp7Lpwx4

Manchmal Schweige Ich – Naomi Seibt

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utube.com/watch?v=ASd1vd-MWWo

Kanalvorstellung – Hallo, „Andersdenkende“!

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https://www.youtube.com/watch?v=1WmLFkP3rRc

#FierceWithoutFeminism – Wir sind nicht eure Opfer (with English subtitles)

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BAENKSTER-MAFIA ist ÜBERALL

Deutschlands Experte für organisierte Kriminalität – Jürgen Roth – TRUE CRIME STORIES

PUTIN: RusslandMAFIALAND

SachsenSUMPF“ – MAFIA in DEUTSCHLAND – oder MAFIA-LAND-DEUTSCHLAND

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OBEN gibt es KEINE TRANSPARENZ und DESHALB auch dort die HÖCHSTE KRIMINELLE ENERGIE zu finden ist  – – – – – UNTEN soll alles GLÄSERN werden – EIN SCHELM der …….

DDR 2.0: Registrieren, registrieren, registrieren

DDR 2.0: Registrieren, registrieren, registrieren

NEOPresse in D/A/CH

Der Kampf gegen Hetze und Hass im Internet treibt die Regierenden in Deutschland zu immer neuen Ideen. Vor gut einer Woche haben sich die Innenminister vom Bund (Horst Seehofer) und die Landes-Innenminister getroffen, um allerlei Maßnahmen zu diskutieren. Der Kern der Ideen: „Klarnamen“ bzw. eine eindeutige Rückführung jedes Kommentars auf eine Person soll dem Staat helfen, seine Bürger zu überwachen. Oder, wie es weniger zynische Kommentare vermuten, die Meinungsfreiheit zu sichern.

Die Rückkehr der DDR

Wie die Seite „politplatschquatsch.com“ erinnert, hat es ein pragmatisches Instrument bereits in der DDR gegeben. Die sogenannte „Personenkennziffer“. One man, one number, so in etwa könnte die Vorgabe lauten. Eine 12-stellige Ziffer gab es in der DDR. Die tauchte sowohl im Wehrdienstausweis auf wie auch in der Erkennungsmarke der Nationalen Volksarmee oder eben im Personalausweis. Alle Daten zu einer Person ließen sich über die „Zentrale Personendatenbank Berlin-Biesdorf“ (ZPDB) zusammenführen.

Dies ist in der moderneren Bundesrepublik so noch nicht möglich. Die Verknüpfung aller Daten lässt das Bundesverfassungsgericht nicht zu. Daher soll es wohl einen „Identifier“ geben. Die Konferenz der Innenminister legte fest, dass ein solches Zeichen für die Identifikation einzelner Personen (was anderes als die Personenkennziffer könnte dies sein?) auch nach den Grundsätzen der „Datenschutz-Grundverordnung“ (DSGVO) gehandhabt würde. Auf der anderen Seite dienten sie auch dem Staat, um „medienbruchfreie Prozessketten auch in komplexen Situationen“ zu ermöglichen und „stets auf der Grundlage eindeutiger Personenidentitäten operieren“ zu können.

Dem Volk wird versichert, das die „neue Form des ID-Managements“ auf einem „datenschutzkonformen Mechanismus“ beruhe. Dafür könnte etwa, so die „TAZ“, die Steueridentifikationsnummer (Steuer-ID) verwendet werden. Die gibt es ja schon. Vielleicht rettet dieser kleine Trick den Staat vor dem Bundesverfassungsgericht. Lieber jedoch berichten die Medien derzeit nicht weiter über die jüngste Innenministerkonferenz. Wir schon.

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………………zzziiiiizzz

 

https://www.sueddeutsche.de/politik/eu-frauen-spitzenposten-1.4511136

Europäische Union

Europa wagt endlich den weiblichen Aufbruch

Ursula von der Leyen, Christine Lagarde und Margrethe Vestager (v.l.n.r.)(Foto: dpa(3))

Von der Leyen, Lagarde, Vestager: Drei Frauen sollen künftig die Geschicke der EU bestimmen. Das könnte dem Kontinent zu neuem Ansehen in der Welt verhelfen – und ist auch ein Verdienst von Angela Merkel…..

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utube.com/watch?v=RiVTfZTB_XQ

Raubzug der Weltmacht IWF – Ernst Wolff

Die VERBRECHEN der „CHRISTINE LAGARDE““

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DER „MAAAFFFIIAAA-ROTH-SCHILD-BÜÜTTTEL““ LAGARDE

Beispiel für „Jede Menge Dreck am STECKEN“ und deshalb BESTENS geEIGNET für POSTEN an den oberen PLÄTZEN

DAMIT die MAFIABANKSTERS NARRENFREIHEIT haben

Christine Lagarde will das Bargeld abschaffen

Anders als Draghi

Christine Lagarde will das Bargeld abschaffen

Die designierte EZB-Chefin Christine Lagarde ist eine entschiedene Gegnerin des Bargelds. Stattdessen unterstützt sie den Gedanken, dass Notenbanken digitale Währungen ausgeben sollen.

Mit der neuen EZB-Chefin Christine Lagarde dürften Schritt für Schritt Reformen umgesetzt werden, die auf die Abschaffung oder Zurückdrängung des Bargelds abzielen. Zumindest ist sie eine entschiedene Gegnerin von Papiergeld.

Am 14. November 2018 hielt Lagarde als IWF-Chefin eine Rede auf dem Singapore Fintech Festival. Im Verlauf ihrer Rede stellte sie die Nutzung von Bargeld in Frage und unterstützte die Einführung von digitalen Währungen durch die Notenbanken.

Lagarde führte aus: “In den Schaufenstern steht bereits ,Bargeld wird nicht akzeptiert’. Nicht nur in Skandinavien, dem Aushängeschild einer bargeldlosen Welt. Auch in verschiedenen anderen Ländern ist die Nachfrage nach Bargeld rückläufig – wie die jüngsten IWF-Untersuchungen gezeigt haben. Und wer wird in zehn, zwanzig, dreißig Jahren noch Papierzettel (Bargeld, Anm. d. Red.) austauschen? (…) Denken Sie an die neuen spezialisierten Zahlungsanbieter, die E-Geld anbieten – von AliPay und WeChat in China über PayTM in Indien bis zu M-Pesa in Kenia. Diese Geldformen sind für die digitale Wirtschaft konzipiert.”

Sie warf auch die Frage auf, ob Notenbanken eine neue digitale Währung herausgeben sollten. Lagarde wörtlich: “Ein staatlich abgesicherter Token oder ein Konto, das direkt bei der Notenbank geführt wird und Personen und Unternehmen für Zahlungen an Privatkunden zur Verfügung steht? Ihre Einlagen bei Geschäftsbanken sind zwar bereits digital. Aber eine digitale Währung wäre eine Verpflichtung des Staates – wie beim Bargeld – und nicht einer privaten Firma.”

Digitale Währungen hätten die Fähigkeit einer “finanziellen Inklusion, um Menschen und Unternehmen in abgelegenen und marginalisierten Regionen zu erreichen”. Bargeld sei an dieser Stelle “keine Option mehr”, behauptete Lagarde ohne den Umstand zu erwähnen, dass es gerade Bargeld ist, welches in abgelegenen Regionen als Zahlungsmittel verwendet wird, weil keine oder nur eine unzureichende Infrastruktur besteht.

Bei Bank-Runs spielt das Bargeld ebenfalls eine negative Rolle. Denn ein Bank-Run funktioniere nach dem Prinzip “wer zuerst kommt, malt zuerst”. Doch bei einer digitalen Währung bestünde diese Gefahr nicht.

CNBC berichtet, dass Lagarde die Notenbanken von China, Kanada, Schweden und Uruguay als Vorreiter für die Einführung von digitalen Währungen auserkoren hat. Diese würden den neuen Denkansatz unterstützen. Beispielsweise plant die schwedische Notenbank, die Riksbank, im aktuellen Jahr eine Pilotversion einer digitalen Währung namens e-krona einzuführen. Nur 13 Prozent der Schweden verwenden Bargeld. Die schwedische Zentralbank rudert inzwischen jedoch auch wieder zurück weil sie fürchtet, dass ältere Menschen durch die aggressive Digitalisierung des Zahlungsverkehrs in Schweden an den Rand gedrängt werden.

Lagarde sagte im April 2019, dass das Bargeld immer knapper wird, das Mobilfunkgeschäft im Aufwind sei und Person-to-Person-Zahlungen (P2P) zu einem gigantischen Markt geworden wären, insbesondere in China, aber auch in Kenia und Europa, berichtet Coindesk.

Im Juni 2019 kritisierte Lagarde, dass Fintech-Firmen zahlreiche Finanzprodukte anbieten, die eine Instabilität im internationalen Finanzsystem auslösen könnten. “Eine erhebliche Störung der Finanz-Landschaft dürfte von den großen Technologieunternehmen ausgehen, die ihre enormen Kundenstämme (…) nutzen, um Finanzprodukte auf der Basis von Big Data und künstlicher Intelligenz anzubieten”, zitiert die Deutsche Welle Lagarde. Diese Aussage Lagardes harmoniert mit ihrem Vorschlag, wonach die Notenbanken selbst digitale Währungen einführen müssen. Sie möchte diese Aufgabe offenbar nicht den privaten Unternehmen überlassen.

“In den vergangenen fünf Jahren war das Technologie-Wachstum in China äußerst erfolgreich und ermöglichte Millionen von Neueinsteigern den Zugang zu Finanzprodukten und die Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze. Doch es hat auch dazu geführt, dass zwei Firmen mehr als 90 Prozent des Marktes für mobile Zahlungen kontrollieren”, so Lagarde.

Die geldpolitische Ausrichtung von Lagarde ist auch deshalb interessant, weil der ehemalige EZB-Chef Mario Draghi sich im vergangenen Jahr gegen die Einführung einer digitalen Währung durch die EZB ausgesprochen hatte.

 

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EIGNUNGS-TEST für die „EU““: „KORRUPT“ – „KRIMINELL“ – „NULL-INTELLIGENZ“

Flinten-Uschi: Aus dem Beratersumpf an die EU-Spitze

Flinten-Uschi: Aus dem Beratersumpf an die EU-Spitze

NEOPresse in Politik

Wie demokratisch die EU ist, hat sich dieser Tage wieder einmal eindrucksvoll gezeigt: Für die EU-Spitzenämter wurden samt und sonders nur Teilnehmer der Bilderberger-Konferenzen nominiert. Herr Macron wollte Weber nicht als EU-Kommissionspräsidenten – also wurde er es nicht. Die Visegrád-Staaten und Italien wollten den nationalfeindlichen Timmermans nicht. Der wurde es also auch nicht.

Also zauberte man über Nacht Frau von der Leyen aus dem Hut, eine treue Bilderberg-Teilnehmerin und eine Frau, gegen die im Deutschen Bundestag ein Untersuchungsverfahren wegen Veruntreuung von Steuergeldern läuft – die Berateraffäre. Aus dieser Affäre dürfte sie sich jetzt ohne jegliche Konsequenzen einfach so herausziehen können.

Zur Nominierung von Frau von der Leyen soll laut „Welt“ Frau Merkel erklärt haben, sich daran nicht beteiligt zu haben, weil sich die große Koalition nicht einig gewesen sei. Merkel habe sich daher „entsprechend den Regeln des deutschen Abstimmungsverfahrens der Stimme enthalten“. Alle anderen 27 EU-Staaten hätten jedoch dem Vorschlag, Frau von der Leyen zu EU-Präsidentin zu ernennen, zugestimmt.

Die aktuelle SPD-Spitze hatte erklärt, von der Leyen abzulehnen. Die kommissarischen SPD-Vorsitzenden Dreyer, Schwesig und Schäfer-Gümbel sagten, mit der Ernennung von der Leyens würde der Versuch, die Europäische Union zu demokratisieren, ad absurdum geführt.

Sigmar Gabriel, ehemaliger Außenminister der SPD, sagte, Merkels Enthaltung sei „schlicht Quatsch“. Wenn Frau Merkel Frau von der Leyen ohne Kabinettbeschluss benenne, sei das ein klarer Verstoß gegen die Regeln der Bundesregierung – und ein Grund, die Regierung zu verlassen, so Gabriel.

Mit Frau von der Leyen kommt also eine Person ins EU-Spitzenamt, die offensichtlich „Dreck am Stecken hat“ (Berateraffäre, Vetternwirtschaft, Veruntreuung) und die es in ihrer über fünfjährigen Zeit als Verteidigungsministerin geschafft hat, die Bundeswehr bankrott zu wirtschaften. Mit Frau von der Leyen kommt zudem eine Frau ins EU-Spitzenamt, die seit jeher Politik und Stimmung gegen Russland macht.

Mit dieser Personalie, die ganz offensichtlich die geopolitischen Interessen des tiefen Staates der USA vertreten soll, wird es nicht die erhoffte Annäherung an Russland geben. Im Gegenteil – Frau von der Leyen ist eine Verfechterin der Vereinigten Staaten von Europa, einem zentralistischen Superstaat, in dem die Nationalstaaten keine Souveränitäten mehr haben und eine europäische Armee ausgebildet wird, nötigenfalls gegen die eigene Bevölkerung vorzugehen und mit der Unterstützung der NATO im Rücken weiter aggressive Politik gegen Russland zu betreiben.

Möglicherweise wird von der Leyen alles dafür tun, dass die EU in einen militärischen Konflikt mit Russland getrieben wird. Diese Frau hat auf all ihren Ministerposten (Ministerin für Soziales, Familienministerin, Arbeitsministerin, Verteidigungsministerin) bewiesen, dass sie absolut skrupellos ist.

Frau Lagarde, IWF-Chefin und von Macron im Gegenzug für Frau von der Leyen als EZB-Chefin nominiert, hat ebenfalls Dreck am Stecken. Frau Lagarde wurde 2016 von einem Pariser Gericht schuldig gesprochen: Sie hatte in ihrer Amtszeit als französische Finanzministerin fahrlässig zugelassen, dass Dritte Staatsgelder veruntreuen. Eine Strafe erhielt Lagarde jedoch nicht – wegen ihrer „Persönlichkeit“. Mit Frau Lagarde, der IWF-Chefin, dürfte die Abschaffung des Bargelds in der Euro-Zone bald nur noch eine Frage der Zeit sein. Denn der IWF hat schon seit Jahren Pläne zur Bargeldabschaffung in der Hinterhand. Watergate.tv berichtete.

Die Verhältnisse in der Europäischen Union und in Deutschland dürften sich in den kommenden Jahren also noch verschärfen. Machen Sie sich auf das Schlimmste gefasst und sorgen Sie für Krisen aller Art vor.

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TRUMPY FREUT ES

THEMA FRACKING oder auch  als „LNG““ BEZEICHNET

KRIMINELL – KRIMINELLER – am KRIMINELLSTEN wie z.B. EU-Kommissare z.B. die PERSON Miguel Arias Cañete

Kehrtwende: EU will Klimaziele mit LNG erreichen

LNG, der Klimafreund?

Kehrtwende: EU will Klimaziele mit LNG erreichen

Die amerikanischen LNGExporte nach Europa haben sich seit letztem Jahr fast vervierfacht. Der Grund liegt vor allem in der Klimapolitik der Europäischen Union.

LNG wird das Klima definitv beeinflussen. In welcher Form wird sich noch zeigen. (Illustration: Timo Würz)

Illustration: Timo Würz

Es wird erwartet, dass die Nachfrage in Europa nach US-Flüssiggas noch mindestens bis 2030 hoch bleiben wird. Die Gasimporte der EU werden „in den kommenden Jahren voraussichtlich steigen“, da die eigene Produktion in der Nordsee zurückgeht, sagte die Europäische Kommission kürzlich in einer Erklärung.

„Wir gehen davon aus, dass Gas, einschließlich LNG, auch in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle spielen wird, sodass es den derzeitigen Anteil von einem Viertel am gesamten Energieverbrauch in Europa in etwa beibehalten wird“, so der spanische EU-Kommissar Miguel Arias Cañete.

Die Nachfrage in Europa wird neben ökonomischen und politischen Erwägungen auch durch die Klimaziele der Europäischen Union angeheizt. Nach dem Willen der EU sollen die Kohlendioxidemissionen deutlich zurückgehen. Denn diese gelten als Hauptursache für die vom Menschen verursachte globale Erwärmung.

Da immer mehr Kohlekraftwerke stillgelegt werden, dürften Länder wie Deutschland, Italien, Spanien und die Niederlande „wahrscheinlich einen großen Wechsel von Kohle zu Gas erleben“, sagt die Denkfabrik Carbon Tracker. Großbritannien hingegen habe den Wechsel bereits weitgehend vollzogen.

„Erdgas wird auch in naher Zukunft ein wichtiger Bestandteil des Energiemixes der EU bleiben, wenn wir auf dem Weg zu saubereren Energiequellen voranschreiten“, sagte EU-Kommissar Cañete. Erdgas werde dazu beitragen, die Integration der wachsenden Menge an wechselhafter Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zu erleichtern.

Eine im April in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Studie bestätigt die Vorteile der Umstellung von Kohle auf Gas im Hinblick auf das Klima. Sie hält den Wechsel für eine „Schlüsselstrategie“ zur Minderung der energiebedingten CO2-Emissionen, die „mit den Zielen der Klimastabilisierung für die nächsten 50 bis 100 Jahre vereinbar ist“.

Die Studie warnt aber auch davor, dass eine verstärkte Erdgasproduktion den Einsatz weniger kohlenstoffintensiver Technologien wie erneuerbarer Energien verzögern könne. Dies bringe die Gefahr mit sich, „den Übergang zu einer dekarbonisierten Gesellschaft zu verlangsamen“. Die EU-Kommission teilt diese Bedenken.

Laut Energiekommissar Cañete setzt sich die EU vehement für die Reduzierung der Treibhausgasemissionen ein, „die den vom Menschen verursachten Klimawandel verursachen“. Und 75 Prozent dieser Emissionen seien derzeit eine Folge der Produktion und Nutzung von Energie.

Nach Einschätzung der EU werden die amerikanischen LNG-Exporte nach Europa aufgrund der CO2-Emissionsbegrenzung in absehbarer Zeit zurückgehen. „Ab 2030 wird der Gasverbrauch in Europa beginnen zu sinken“, sagte ein EU-Beamter nach dem Treffen zwischen der EU und den USA Anfang Mai in Brüssel.

Es gebe eine Reihe von Fragezeichen im Hinblick auf den CO2-Fußabdruck von importiertem LNG, so der Beamte. Zwar habe man dazu keine Statistiken, es sei aber „sehr klar“, dass aus den USA importiertes Flüssiggas kohlenstoffintensiver ist, als Pipelinegas aus Norwegen oder Russland.

„Auf EU-Ebene haben wir kein System, das den CO2-Fußabdruck einzelner Lieferketten überwacht, obwohl es sich lohnen würde, sein Potenzial zu erkunden“, sagte auch Anna-Kaisa Itkonen, Sprecherin der Europäischen Kommission für Klimaschutz und Energie, gegenüber Euractiv.

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utube.com/watch?v=3or4B4d-dPA

ICH WURDE ZENSIERT? – ein persönliches Statement

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utube.com/watch?v=ULbFlcBZLpA

AUTORITÄTEN HINTERFRAGEN – Selbstbewusst oder bescheiden?

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VIDEO kann nicht RUNTER-GELADEN werden – – – – – – WAHRHEIT soll vertuscht werden

 FALSCHES SATANISCHES  DOPPEL-SPIEL

„PUTIN der JUDE““ – „PUTIN the JEW““ – DIE SCHEIN-HEILIGE FALSCHE RATTE   – – – – – TOTAL EKEL-ERREGEND  – „Putin und NETANYAHU““

https://bit.tube/play?hash=QmTDhxu5xsRtL3qoAMcHyPyDK5JKfayRhaRKq4zVXi6mvC&channel=63772

https://bit.tube/play?hash=QmTDhxu5xsRtL3qoAMcHyPyDK5JKfayRhaRKq4zVXi6mvC&channel=63772

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https://www.presseportal.de/pm/6348/4262592

06.05.2019 – 12:03

3sat

3sat: „nano“-Dokumentation „Die Reparatur der Erde“ über Geoengineering-Projekte gegen die Klimakatastrophe

3sat: "nano"-Dokumentation "Die Reparatur der Erde" über Geoengineering-Projekte gegen die Klimakatastrophe
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Mainz (ots)

Donnerstag,10. Mai 2019, 18.30 Uhr
Erstausstrahlung

Der Klimawandel lässt sich allein durch Einsparen von CO2 kaum mehr aufhalten. Deshalb setzt die Forschung auf das sogenannte Geoengineering. Durch Eingriffe in geochemische Kreisläufe der Erde soll die Erde gezielt gekühlt werden. In seiner Dokumentation „nano: Die Reparatur der Erde“ stellt 3sat-Moderator Ingolf Baur am Donnerstag, 10. Mai 2019, 18.30 Uhr, aussichtsreiche Projekte des sogenannten Geoengineerings vor und diskutiert die Machbarkeit und die Risiken der neuen Technologien.

Die Reise führt Ingolf Baur zu Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in der Schweiz, in Island und in den USA – und zu zwei ganz unterschiedlichen Strategien. Eine Idee ist, das klimaschädliche CO2 aus der Atmosphäre zu fischen und in Böden und Ozeane zu versenken. Die andere, weitaus umstrittenere Idee ist, das Sonnenlicht zu dimmen. Prominentester Vertreter dieses Ansatzes ist David Keith von der USamerikanischen Harvard University. Keith will das Potenzial und die Risiken des sogenannten Solar-Geoengineerings nicht mehr nur am Computer, sondern auch in der Praxis ausloten und untersuchen, was die Freisetzung von Aerosolen wie Schwefelsäure in der Atmosphäre bewirkt. Die Idee dahinter: In großen Mengen versprüht, könnten die Aerosole das einfallende Sonnenlicht zurück ins All reflektieren und so die Erde kühlen.

Der Schweizer Janos Pasztor, Direktor der „Carnegie Climate Geoengineering Governance Initiative“, begrüßt solche Projekte und plädiert generell für mehr Forschung und einen breiten Diskurs in der Gesellschaft. Seine Sorge: Weil Solar-Geoengineering im Vergleich zu anderen Methoden billig und einfach umzusetzen ist, könnte irgendjemand einfach damit loslegen, ohne dass die ökologischen Folgen umfassend erforscht worden wären.

Kritiker des Geoengeneerings befürchten generell, dass mit solcher Technik jegliche Motivation für den unbequemen Weg – also auf erneuerbare Energien umzustellen und so den CO2-Ausstoß radikal zu senken – schwinden könnte.

Außerdem kommen in der Dokumentation Ulrike Lohmann (ETH Zürich), Edda Aradottir (Reykjavik Energy) und Hugo Raetzo (Bundesamt für Umwelt, Schweiz) zu Wort.

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/nano

Weitere Informationen sowie ein Interview mit Ingolf Baur: https://ly.zdf.de/i56H/

3sat – das Programm von ZDF, ORF, SRG und ARD

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Das satanische nach SCHWEFEL stinkende BIEST kommt als „WOLF im SCHAFS-PELZ“ daher und SPRICHT von „GEO-ENGINEERING und RETTUNG“

utube.com/watch?v=EEY9LneosY0

Wetter-MANIPULATION und Wolken-Injektion als Lösung für CO² WTF 13.05.2019 – Ganzer Beitrag

David Keith – GEOENGINEERING

RUSSLAND und CHINA manipulieren das WETTER  – – – – – – auch in DEUTSCHLAND

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outube.com/watch?v=D4Z5sIj3ClQ

„9M729“ – PROVOZIERT das kontrollierte „UN-SCHULDs-LAMM“ NAMENS PUTIN den sogenannten WESTEN – „“INF-Abrüstungsvertrag““

https://www.welt.de/wirtschaft/article186145516/Putins-neue-Hyperschallwaffe-Warum-sie-so-gefaehrlich-ist.html

Wirtschaft Aufrüstung

Mit seiner neuen Hyperschallwaffe versetzt Putin die USA in Panik

Wirtschaftsredakteur

Präsident Putin persönlich gab den Startbefehl. Russland hat erfolgreich eine neue Überschallrakete getestet. Die atomwaffenfähige InterkontinentalraketeAvangard“ fliegt angeblich 20 Mal schneller als der Schall.

Quelle: WELT/ Christoph Hipp

Autoplay
Er ist blitzschnell da und hüpft auf den oberen Schichten der Atmosphäre seinem Ziel entgegen. Russlands Waffengleiter Avangard macht das US-Militär nervös, das bislang keine Verteidigung gegen die neuartige Waffe hat………..

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http://www.resonanzboden.com/streitfall/das-maerchen-von-der-verschwoerungstheorie-juergen-roth-smolensk/

Das Märchen von der Verschwörungstheorie:
Jürgen Roth über den Flugzeugabsturz in Smolensk

Am 10. April 2010 stürzte eine polnische Regierungsmaschine nahe dem russischen Smolensk ab. An Bord: Staatspräsident Kaczynski und weitere Teile der polnischen Elite. Laut offizieller Untersuchungen war die Ursache ein Pilotenfehler, Zweifel an dieser Version werden jedoch immer wieder laut.
Der Investigativjournalist und Autor Jürgen Roth beleuchtet in seinem Buch „Verschlussakte S.” die Hintergründe des Absturzes und erklärt hier, wie die Diskussion zudem Einfluss auf die polnischen Präsidentschaftswahlen am 10. Mai nehmen könnte.

von Jürgen Roth

Es kommt äußerst selten vor, dass ein Buch überhaupt politisch etwas bewirken kann. Noch unwahrscheinlicher ist, dass es Einfluss auf eine Präsidentschaftswahl nehmen könnte, wie die in Polen am 10. Mai 2015 oder die im Oktober 2015 folgenden Parlamentswahlen. Das Buch „Verschlussakte S. Smolensk, MH 17 und Putins Krieg in der Ukraine“ dürfte da wohl die Ausnahme sein. Und ich als Autor hätte nie damit gerechnet, welche politischen Wellen das Buch in Polen auslösen würde, obwohl mir eigentlich von Anfang an klar sein musste, dass in dem unversöhnlichen politischen wie medialen Klima in Polen sachliche und unvoreingenommene Aufklärung an seine Grenzen stößt. Aber mein Buch war ja nicht für die polnischen Leser bestimmt, sondern für die in Deutschland. Denn diese kennen bislang leider nur die offizielle Version des Flugzeugabsturzes in Smolensk am 10. April 2010 – und nicht die vielen offenen Fragen und berechtigten Zweifel daran. Nach Meinung vieler polnischer Medien und eines Teils der polnischen Öffentlichkeit wurde durch die Veröffentlichung meines Buches erstmals im Ausland das beharrliche Schweigen über die vielen offenen Fragen und Widersprüche im Zusammenhang mit dem Flugzeugabsturz gebrochen. In Deutschland hingegen herrscht weiter Stille.

Ähnliche Fragen und Widersprüche gibt es übrigens auch, was den Absturz der malaysischen Passagiermaschine MH 17 im Sommer 2014 in der Ukraine betrifft. Beide Fälle verbindet, von zahlreichen Desinformationen einmal abgesehen, dass unterschiedliche politische Interessen verhindern, die wahren Ursachen der beiden Katastrophen aufzuklären. In beiden Fällen spielen Informationen des BND eine wichtige Rolle. In beiden Fällen will man von der undurchsichtigen Rolle der russischen Regierung sowohl in Smolensk wie in der Ukraine offiziell nichts wissen.

Kurz zum Hintergrund des Absturzes der polnischen Präsidentenmaschine: Am Morgen des 10. April 2010 zerschellte die Tupolew TU-154M nahe des Militärflughafens Smolensk. Neben dem polnischen Präsidenten Lech Kaczynski und seiner Ehefrau Maria Kaczynska waren unter anderem die stellvertretende Senatspräsidentin, der stellvertretende Außenminister sowie zahlreiche Abgeordnete an Bord der Regierungsmaschine – kurzum: ein Teil der politischen und militärischen Elite Polens. Sie alle wollten an einer Gedenkfeier anlässlich des 70. Jahrestags der Massaker an polnischen Offizieren im russischen Katyn teilnehmen. Im Jahr 1940 liquidierte der sowjetische Geheimdienst dort über 4000 polnische Offiziere – Teil eines Programms von Stalin zur Enthauptung der politischen und militärischen Elite Polens.
Nach offiziellen Angaben überlebt das Flugzeugunglück keiner der 96 Passagiere.

Mir fiel auf, dass, wer nicht an einen Fehler des Piloten als Auslöser des Absturzes glaubte, sehr schnell als Verschwörungstheoretiker abgestempelt wurde. Das war mir, angesichts der vielen Widersprüche in den offiziellen russischen wie polnischen Untersuchungsberichten dann doch zu einfach. Es war immerhin der inzwischen verstorbene CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Schockenhoff, ehemaliger Koordinator für die deutsch-russische zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit, der im Februar 2013 auf der Münchner Sicherheitskonferenz erklärte: „Wir wissen, dass es zahlreiche Spekulationen über die Ursachen und die Verantwortung für den Flugzeugabsturz in Smolensk gibt. Es ist klar, dass die Spekulation nur durch die Offenheit und Transparenz erreicht werden kann und deshalb ist die Haltung von Moskau sehr verwirrend. Russland behandelt die gesamte Angelegenheit geheim, was uns zur Frage für die Gründe einer solchen Haltung führt.”

Das Buch jedenfalls löste in Polen bereits vor Veröffentlichung ein unerwartet großes Medienecho aus und wurde dadurch geradezu zwangsläufig ein Instrument, um die kommenden Präsidentschaftswahlen in Polen am 10. Mai 2015 zu beeinflussen. Denn für die stärkste Oppositionspartei, die rechtskonservative Partei Recht und Gerechtigkeit, ist die wahre Ursache der Katastrophe bis heute nicht aufgeklärt. Sie spricht vielmehr von einem Attentat. Die Partei bezieht ihre politische Kraft, auch bei den Präsidentschaftswahlen, durch den beim Absturz getöteten Präsidenten Lech Kaczynski. Politischer Gegner bei den Präsidentschafts- wie den Parlamentswahlen ist die neoliberale Bürgerplattform, die den bisherigen Präsidenten Bronislaw Komorowski favorisiert, dem auch die größten Chancen im Mai eingeräumt werden. Bei den Parlamentswahlen im Oktober 2015 wiederum hat die Partei Recht und Gerechtigkeit große Chancen, stärkste Partei zu werden und die Regierung zu bilden. Der jetzigen Regierung daher vorzuwerfen, sie sei zumindest indirekt für den Absturz verantwortlich und habe kein Interesse an einer lückenlosen Aufklärung, ist ganz sicher ein zentrales Wahlkampfthema. Zwei unversöhnliche Sichtweisen prallen deshalb während des Wahlkampfes aufeinander.

Dieser in Polen seit Jahren ausgetragene Konflikt, ob der Absturz ein Pilotenfehler war (wie es die polnische und die russische Regierung und der polnische Präsident Komorowski behaupten) oder ein Attentat (was die politische Opposition unter Führung von Jaroslaw Kaczynski sagt), entwickelte eine besondere Dynamik, nachdem in „Verschlussakte S.“ unter anderem ein für polnische Journalisten anscheinend explosives Dokument erwähnt wurde, nämlich der Quellenbericht eines Mitarbeiters des Bundesnachrichtendienstes (BND). Demnach haben diesem BND-Mitarbeiter zwei hochkarätige Quellen berichtet, dass bei dem Absturz Explosivstoffe an Bord der Präsidentenmaschine gewesen sein sollen. Diese Nachricht schlug in Polen noch vor Veröffentlichung des Buches ein wie eine Bombe, denn sie bestätigte die tiefe Überzeugung vieler Polen, dass bei den Ermittlungen zum Flugzeugabsturz nicht alles mit rechten Dingen zugegangen war und die wahren Gründe für den Absturz von der polnischen und russischen Regierung verheimlicht wurden.

Allein aufgrund polnischer Zeitungsmeldungen, laut denen der BND behauptet haben soll, der Absturz sei ein Attentat, geriet er anscheinend stark unter politischen Druck. Der polnische Außenminister Grzegorz Schetyna erklärte sogar: „Ich habe weder offiziell noch inoffiziell irgendetwas über die Existenz solcher Dokumente gehört“. Wenn selbst die BND-Führung nichts von einem solchen Dokument wisse – wie sollte es dann der polnische Außenminister wissen? Doch mit diesem Statement sollte vermittelt werden, dass es einen solchen Bericht nicht gebe, er eine Märchenerzählung sei. Es ist eher die Ausnahme, dass der BND-Pressesprecher gegenüber Medienvertretern ausführliche Interviews gibt. Gegenüber polnischen Journalisten war der mit Skandalen belastete Dienst hingegen außerordentlich freizügig.[1] Seine Erklärung war eindeutig: Der Bundesnachrichtendienst sei nie von einem Attentat auf die Präsidentenmaschine ausgegangen. Das war insofern kühn, da er seine Erklärung herausgab, bevor das Buch überhaupt auf dem Markt war. Und im Buch selbst wird mit keiner Zeile erwähnt, dass der BND von einem Attentat ausgegangen sei. Differenzierte Betrachtungen blieben aus – auch in den deutschen Medien, die kurzerhand das scharfe Dementi des BND als die alleinige Wahrheit wiedergaben, ohne „Verschlussakte S.” überhaupt gelesen zu haben. Ich zitiere dort diesen Quellenbericht, der anscheinend von der zuständigen Abteilung nicht an die BND-Führung weitergegeben wurde: „Eine mögliche Erklärung der Absturzursache der TU-154 am 10.04.2010 in Smolensk liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit in einem Sprengstoffattentat, ausgeführt durch eine Abteilung des FSB im ukrainischen Poltava, geführt durch General J. aus Moskau. Alle weiteren Vorgänge betr. Ausführung, Sprengstoffbeschaffung, Kommunikation, konnten trotz intensiver Vorgehensweise nicht aufgeklärt werden, da eine massive Gefährdung vor Ort operierender Quellen nicht auszuschließen wäre.“ Das kommentiere ich mit den Sätzen: „Wie alle Informationen des BND kann man das glauben oder auch nicht. Doch sie fügen sich in ein Puzzle aus Fakten und Indizien ein, wonach diese BND-Informationen nicht aus der Luft gegriffen sein dürften.“

Von diesem Moment an, als die Schlagzeile „BND spricht von einem Attentat“ die polnischen Medien beherrschte, wurde das Buch ein Instrument des politischen Wahlkampfes in Polen. Aufschlussreich in diesem Kontext ist, dass, nicht nur in Polen, sondern auch in Deutschland die offizielle polnische wie russische Version des Flugzeugabsturzes mehr oder weniger kritiklos als die einzige Wahrheit präsentiert wurden, was wohl daran liegen mag, dass die Partei Recht und Gerechtigkeit und sowohl der verstorbene Präsident Lech Kaczynski wie auch sein Bruder Jaroslaw als mehr oder weniger hinterwäldlerische Politiker abgestempelt werden. Zwar ist das ein Zerrbild der Wirklichkeit, aber es verhindert, dass man sich ernsthaft mit den ungeklärten Fragen, zum Beispiel ob wirklich Sprengstoff an Bord des Flugzeuges gefunden wurde, beschäftigen muss – selbst wenn das noch so abenteuerlich klingen mag. Und diese „abenteuerliche These“ verbreiteten immerhin hochangesehene polnische Wissenschaftler. Wirklich alles nur Verschwörungstheorie? Bemerkenswert ist zudem, dass die polnische Militärstaatsanwaltschaft, nachdem bekannt wurde, dass mein Buch erscheint, eine neue Auswertung der Stimmenrekorder veröffentlichte. Demnach sei der Luftwaffenchef im Cockpit gewesen und habe die Piloten dazu gezwungen, trotz der schlechten Wetterverhältnisse zu landen. Im Januar 2012 hingegen hatte das hochangesehene Sehn-Institut für forensische Forschung in Krakau nach monatelanger Analyse festgestellt, dass der Luftwaffenchef nicht im Cockpit gewesen sei. In Deutschland wurde nur die Erklärung der Militärstaatsanwaltschaft verbreitet, nicht jedoch die anders lautende Feststellung des Sehn-Instituts.[2] Widersprüche über Widersprüche.

Was zudem vollkommen ausgeblendet wurde, ist, dass „Verschlussakte S.“ nicht nur ein Buch über die Katastrophe von Smolensk ist, sondern auch über die Tradition der systematischen Lügen des früheren sowjetischen wie jetzigen russischen Machtapparates. Der Flugzeugabsturz ist dabei sicher ein wichtiges Element in der Analyse dieser Politik, genauso jedoch wie der russische Krieg gegen die Ukraine oder der Absturz der MH17 im Sommer 2014. Bücher bis zum Ende zu lesen – anscheinend gibt heute dazu auch bei vielen Journalisten keine Zeit mehr. Die alte sizilianische Lebensweisheit „Wer taub ist und blind und den Mund hält, der wird in Frieden 100 Jahre alt“, dürfte jedenfalls in Polen wie in Österreich und Deutschland durchaus zutreffen, und im Zusammenhang mit dem Flugzeugabsturz in Smolensk scheinen das nicht nur regierungstreue Journalisten in Polen als Losung beherzigt zu haben.


[1] www.rmf24.pl/raport-lech-kaczynski-nie-zyje-2/fakty/news-wywiad-w-berlinie-nie-znalezlismy-w-archiwum-depeszy-na-ktor,nId,1714005
[2] www2.polskieradio.pl/eo/print.aspx?iid=165614


→ mehr über den Autor

Roth_Jürgen_c_Econ+Verlag_beschnJürgen Roth, Jahrgang 1945, ist einer der bekanntesten investigativen Journalisten in Deutschland. Seit 1971 veröffentlicht er brisante TV-Dokumentationen und Bücher über Korruption und organisierte Kriminalität. Sein aktuelles Buch „Verschlussakte S. Smolensk, MH17 und Putins Krieg in der Ukraine“ erschien im April im Econ Verlag.
Foto: Econ Verlag

Weblinks
Die offizielle Website von Jürgen Roth
„Verschlussakte S.“ auf den Seiten der Ullstein Buchverlage

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Klimahysterie: Selbstmordprogramm der falschen Propheten

 

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Die SCHein-HEILIGEN ÖKO-AKTIVISTEN – IM HAMbacher FORST wird BESETZT im REIN-HARDS-WALD NICHT

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Grimm Märchenwald – Aktuell! (Teil 2)

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SEKTEN-IDEOLOGIE-DIKTATUR ent-GEGEN WISSENSCHAFTLICHER FAKTEN

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Fundstück #018: Ralf D. Tscheuschner hinterfragt bei EUvW „Grosse Transformation“

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Europas Stromnetz stand im Juni mehrfach vor dem Kollaps

 

Knapp vorbei am Blackout

Europas Stromnetz stand im Juni mehrfach vor dem Kollaps

Zuletzt ist die Netzfrequenz in Deutschland mehrfach so stark abgesackt, dass Europas gesamtes Stromnetz gefährdet war. Um einen Blackout zu verhindern, mussten Aluhütten vom Netz genommen werden.

Strommasten. (Foto: dpa)

Strommasten. (Foto: dpa)

Im deutschen Stromnetz ist es nach Angaben der Netzbetreiber an drei Tagen im Juni zu kritischen Zuständen gekommen, die so erheblich waren, dass die Lage nur noch mit Hilfe aus den Nachbarländern gerettet werden konnte. Es drohte offenbar ein totaler Blackout. An der Börse schossen die Strompreise in die Höhe.

„Im deutschen Elektrizitätsversorgungssystem sind in den vergangenen Tagen signifikante Systembilanzabweichungen aufgetreten, welche die Systemsicherheit gefährden,“ zitierte die FAZ am Dienstag aus einer Mitteilung der Netzbetreiber Amprion, Tennet, 50Hertz und Transnet-BW.

Die Turbulenzen haben das gesamte europäische Stromnetz in Mitleidenschaft zogen. „Die Lage war sehr angespannt und konnte nur mit Unterstützung der europäischen Partner gemeistert werden“, so die vier Netzbetreiber.

Als eine Konsequenz verdoppelten die Netzbetreiber Amprion, Tennet, 50Hertz und Transnet-BW die vorgehaltene sogenannte Minutenreserve für kurzfristige Stabilisierungsmaßnahmen von Freitag auf Samstag auf 2000 Megawatt.

Der Grund für die Turbulenzen, die zuletzt am Dienstag vergangener Woche auftraten, war, dass dem Netz mehr Strom entzogen als wieder eingespeist wurde. Dies habe an drei Tagen im Juni „jeweils zu einem Absinken der Netzfrequenz im gesamten europäischen Verbundnetz geführt“.

Die Ursache für die zu geringe Stromeispeisung sei „noch nicht eindeutig geklärt“, teilte die Bundesnetzagentur auf Anfrage der Zeitung mit. Eine sorgfältige Analyse bedürfe weiterer Daten, die aber noch nicht vorlägen, so die Agentur, welche die Aufsicht über die deutschen Netzbetreiber führt.

Wegen der kritischen Lage am Strommarkt musste Trimet seine Aluhütten abschalten. „Trimet hat die Netzbetreiber am 6., 12. und 25. Juni bei der Sicherung der Stromversorgung unterstützt, indem die Aluhütten in Essen und Voerde jeweils für kurze Zeit vom Netz genommen wurden“, sagte ein Sprecher gegenüber der Rheinischen Post.

Für bis zu einer Stunde sei das möglich. Allerdings würden solche Eingriffe im Rahmen der Verordnung zu abschaltbaren Lasten „immer häufiger“, so der Trimet-Sprecher. Mit seinen drei Aluminiumhütten steht Trimet für rund ein Prozent des deutschen Strombedarfs.

Bereits vor einigen Monaten kam es im deutschen Stromnetz zu ernsten Komplikationen.

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Die GRÜNEN MisseTÄTER – ein „MISSRATTTTENES„“ PACK

AN SPIEGEL: KEINE PROPAGANDA dafür FAKTEN-BASIERT und ordentlich RECHERCHIERT

Strom ist nicht gleich Strom – Wieder Engpässe beim Strom in Deutschland

Strom ist nicht gleich Strom – Wieder Engpässe beim Strom in Deutschland

Herkömmlicher Stromzähler – ein Auslaufmodell? Bild: Andreas Morlok / pixelio.de

von Holger Douglas
Was, wenn der Spiegel erführe, dass die Netzfrequenz – nicht die »sogenannte Stromfrequenz« – die entscheidende Regelgröße ist, nach der Stromproduktion

So viel Sonne – und dann Stromengpässe? Wie kann das denn sein? Die chaotischen Zustände kommen bekanntlich nicht erst seit diesem Monat vor, sondern schon seit langem. Wir haben die katastrophalen Folgen der Energiewende hier oft genug beschrieben. Z.B.:

Der Spiegel-Mann schreibt vermutlich von der FAZ ab: »Gerät das System aus der Balance, schwankt auch die sogenannte Stromfrequenz – was ganze Fabriken aus dem Takt bringen kann.«

Sogar ganze Fabriken. Das muss ja schlimm sein. Was, erführe der wackere Spiegel-Mann, dass die Netzfrequenz, nicht die »sogenannte Stromfrequenz«, die entscheidende Regelgröße ist, nach der Stromproduktion dem Verbrauch angepasst wird. Strom ist nämlich ein ganz besonderer Saft. Er kann nicht in größeren Mengen gespeichert werden. Es kommt immer darauf an, wann er gebraucht wird.Strom ist also nicht gleich Strom“, wie auch der Titel eines lesenswerten Buches lautet.

Es kommt darauf an, wann er gebraucht wird und nicht, wann er zufällig anfällt. Ein Industrieland benötigt die Energie „Strom“, es kann seine Produktion nicht danach ausrichten, wenn zufällig die Sonne so schön scheint und ein paar Stunden tagsüber sehr viel Strom aus den Photovoltaikanlagen kommt. Nachmittags und spätestens abends ist Schluss mit lustig, Strom gibts nicht mehr, weil die Sonne untergegangen ist. Das Gleiche gilt für die Windräder, die auch nur dann Strom liefern, wenn der zufällig weht.

Woher kommt dann der Strom? In den Mengen, in denen er gebraucht wird, kann er nicht gespeichert werden. Wenn die letzten Kohlekraftwerke abgeschaltet sein werden, wird’s dunkel in Deutschland. Nur mit den großen Schwungmassen der Generatoren können die kurzzeitigen Schwankungen im Netz schnell ausgeglichen werden. Die werden sich nicht mehr drehen.

Denn noch steht in Deutschland hinter jedem Windrad, hinter jeder Photovoltaikanlage die Leistung eines konventionellen Kraftwerkes. Das lässt sich nicht eben mal anschalten, das dauert. Es läuft daher tagsüber gewissermaßen im Leerlauf, kostet entsprechend, muss dann liefern, wenn’s dunkel wird und von den Solaranlagen nichts mehr kommt.

Verbrauch und Produktion müssen in einem sehr exakten Gleichgewicht stehen. Die Netzfrequenz ist das entscheidende Maß dafür, ob genügend Strom produziert wird. Sämtliche Stromerzeuger und Verbraucher in Europa takten im Gleichklang von 50 Hertz. Sinkt die Frequenz auch nur geringfügig unter diesen Wert, so herrscht Strommangel und die Netzbetreiber müssen schnellstens weitere Stromquellen dazuschalten – oder eben möglichst schnell Stromverbraucher abschalten, also etwa mal eine Stadt.

Gerät das Verhältnis zwischen Stromproduktion und Verbrauch aus dem Takt, droht nicht nur der Ausfall einer Fabrik, sondern ein weitreichender Stromausfall, ein Blackout, der schnell ganz Europa erfassen kann. Das Beispiel Südamerika, das jüngst einen Stromausfall erlebte, der 48 Millionen Menschen im Dunkeln ließ, sollte für uns ein Warnschuss sein. Besonders bemerkenswert an diesem Ereignis ist, dass seine Ursachen immer noch nicht geklärt sind. Eine stabile Stromversorgung für ein Industrieland aufrecht zu erhalten, ist hoch komplex, insbesondere dann, wenn zwangsweise immer mehr wetterabhängiger Zufallsstrom eingespeist wird. Denn der ist pures Gift für die Netzstabilität.

Wenn wie derzeit tagsüber zu viel Sonnenstrom da ist, wissen die Netzbetreiber oft nicht, wohin damit. Denn auch in den Nachbarländern wartet man nicht auf den Strom, der zufällig mal aus Deutschland kommt. Erst eine kräftige Mitgift in Höhe von einigen Millionen Euro bewegt die Netzbetreiber, die eigene Produktion herunterzufahren und Strom aus Deutschland abzunehmen. Das nennen nur sehr Wohlmeinende Stromexportland.

Sehr nett finden es mitunter eidgenössische Netzbetreiber, Zufallsstrom aus Deutschland abzunehmen und damit Wasser in hochgelegene Speicher in den Alpen zu pumpen. Dafür bekommen sie oft genug viele Euros; die bekommen sie dann auch wieder, wenn sie diese Energie wieder an Deutschland zurückgeben, wenn dort Dunkelflaute herrscht. Der Gelackmeierte ist der Stromkunde, der den Spaß mit den höchsten Strompreisen Europas bezahlt.

Noch nicht erwähnt haben wir bisher die erheblichen Energieverluste, die bei diesen Stromtransporten quer durch Europa entstehen, und die ebenfalls der Stromkunde bezahlt. Denn Energie in Form elektrischer Energie über weite Strecken zu transportieren, ist die ungünstigste Form des Energietransportes. Effektiver geht es in Form der Kohlenwasserstoffe wie Kohle, Öl oder Gas.

Also: Strom ist nicht gleich Strom, es kommt immer darauf an, wann er gebraucht wird. Die Energiewende zerstört diese Regeln gründlich.

Der einzige vernünftige Vorschlag in der unseligen Energiewendendiskussion, den ich kenne, war der, dass Windkraft- und Photovoltaikstromlieferanten dann ihren Strom liefern müssten, wenn er auch benötigt wird. So, wie das der Bäcker machen muss, wenn er seine Brötchen ausliefert – in der Menge und zu dem Zeitpunkt, wenn seine Kunden sie benötigen. So müssen es die Wasserwerke machen, die schlecht sagen können: Jetzt haben wir gerade Wasser, wascht euch!

Das wäre Markt: Das Angebot richtet sich nach der Nachfrage, der Preis wird entsprechend geregelt. Und nicht umgekehrt wie derzeit auf dem Energiesektor, wo Stromproduzenten munter fordern: Wir liefern jetzt Strom, weil wir ihn gerade haben, weil Sonne und Wind liefern, also zahlt uns unseren horrenden Preis, gleichgültig, ob ihr den Strom benötigt oder nicht. In einem solchen System von „Marktteilnehmern“ zu sprechen, wie es der Spiegel tut, ist schräg.

Eine regelmäßige, gesicherte Energieversorgung ist die Voraussetzung für ein Industrieland. Das zerstört man am besten, indem dessen Energieversorgung zerstört wird, wie es die Energiewende gerade macht.

Die Schuld an einem Blackout muss man dann natürlich Spekulanten in die Schuhe schieben. Kennt man von Honecker & Co, die für schlechte Ernten den Klassenfeind verantwortlich machten, aber niemals die eigene Unfähigkeit. Von daher klingt dieses »Framing« bekannt – und bedrohlich.

Der Beitrag erschien zuerst bei TICHYS Einblick hier

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https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/klimakrise-die-bevoelkerungsexplosion-faellt-aus-a-1273492.html

Kampf gegen Klimakrise

Die Bevölkerungsexplosion fällt aus

Bei Diskussionen über den Klimawandel taucht regelmäßig dieses Argument auf: Wir können ohnehin nichts tun, solange wir nicht das ungebremste Wachstum der Weltbevölkerung stoppen. Dabei ist diese Phase längst vorbei.

Eine Kolumne von

Fußgänger auf einem Zebrastreifen in New York

Orbon Alija/ Getty Images

Fußgänger auf einem Zebrastreifen in New York

„Die Weltbevölkerung wird neun Milliarden Menschen nie erreichen. Sie wird ihren Gipfelpunkt von acht Milliarden im Jahr 2040 erreichen und dann zurückgehen.“

Jørgen Randers, Mitautor der Studie „Die Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome, zitiert im Buch „Empty Planet“ (2019)

Bitte beantworten Sie im Kopf mal eben folgende Frage, ohne groß darüber nachzudenken: Wächst die Weltbevölkerung heute langsamer als 1962, genauso schnell oder schneller?

Ich habe den Verdacht, dass viele Leser dieser Kolumne, gutinformierte Menschen also, „schneller“ gedacht haben. Die Vorstellung, dass es bis heute eine „Bevölkerungsexplosion“ gibt, ein ungebremstes, exponentielles Wachstum der Anzahl der Menschen, die auf diesem Planeten leben, ist sehr hartnäckig und tief verwurzelt. Sie ist aber falsch.

„Nachhaltig begrenzen“?

Es gibt da einen engen Zusammenhang mit der Debatte über die Klimakrise. In jeder Diskussion über dieses Thema, auch mit gutinformierten Menschen, taucht früher oder später dieses Argument auf: Das kann sowieso nicht klappen, weil die Weltbevölkerung ja immer weiterwächst und all die zusätzlichen Menschen auch immer mehr zusätzliches CO2 produzieren werden, bis in alle Ewigkeit.

Vor einigen Wochen sprach zum Beispiel Wolfgang Kubicki (FDP) in einem Gastbeitrag für die „Welt“ wieder vom angeblich „ungebremsten Bevölkerungswachstum“, das wir „nachhaltig begrenzen“ müssten, sonst könnten wir uns „alle nationalen und EU-weiten umwelt- und klimapolitischen Maßnahmen sparen“. Kubicki nannte sogar die damals noch korrekte Zahl, nämlich „über elf Milliarden Menschen“ bis 2100.

Das war bis diese Woche die Prognose der Uno für die Bevölkerungszahl in 80 Jahren. Was Kubicki wegließ: Spätestens zu diesem Zeitpunkt wird die Weltbevölkerung nicht mehr weiterwachsen, sondern zu schrumpfen beginnen. Möglicherweise auch schon viel früher.

Und die Zahl selbst hat die „Population Division“ der Uno gerade leicht nach unten korrigiert: Jetzt liegt die Prognose bei 10,9 Milliarden Menschen im Jahr 2100.

Um zwischendurch mal die Frage aus dem ersten Absatz zu beantworten: Im Jahr 1962 und 1963 wuchs die Weltbevölkerung stärker als je zuvor und danach. Die Wachstumsrate lag damals bei 2,2 Prozent. Heute ist sie nur noch etwa halb so groß. Die Weltbevölkerung wächst immer langsamer. In absehbarer Zeit wird sie damit aufhören und beginnen zu schrumpfen. Die Frage ist nicht mehr, ob, sondern nur noch, wann.

Auch das Wachstum in absoluten Zahlen geht bereits zurück: Die meisten zusätzlichen Menschen kamen um das Jahr 1990 hinzu, damals waren es 90 Millionen in einem Jahr.

Diese und viele andere Zahlen kann man sich, sehr anschaulich aufbereitet, auf der Webseite „Our World in Data“ ansehen. Sie ist oft sehr hilfreich, wenn man das Bedürfnis hat, seine Vorstellungen von der Welt der Realität anzupassen.

Entscheidend ist dies: Die Weltbevölkerung wächst eben nicht exponentiell, es gibt keine „Bevölkerungsexplosion“. Heute geborene Kinder haben gute Chancen, das Ende des Wachstums persönlich mitzuerleben.

Mehr Menschen heißt nicht mehr CO2

Das soll nicht heißen, dass fast elf Milliarden Menschen im Jahr 2100 und bereits 9,7 Milliarden bis 2050 nicht eine gewaltige Herausforderung wären, sowohl was Nahrungs- als auch was Energieversorgung angeht. Aber es ist eben auch weit entfernt von der ständig herbeigeredeten Bevölkerungsapokalypse. Mehr Menschen bedeuten auch nicht zwangsläufig mehr CO2 – man muss eben Energieversorgung und Ernährung neu organisieren.

Wenn Wolfgang Kubicki möchte, dass die Leute in Afrika weniger Kinder bekommen, sollte er sich übrigens einfach für mehr gezielte Entwicklungshilfe einsetzen, insbesondere für Investitionen in Bildung für Mädchen und Frauen und für bessere medizinische Versorgung in Entwicklungsländern, etwa in Zentral-, Ost- und Westafrika. Seine Partei, die FDP, möchte aber in Wahrheit lieber weniger Geld in Entwicklungshilfe stecken. Das wird natürlich vornehmer formuliert: Die FDP will lieber „auf Qualität statt auf Quantität der eingesetzten Mittel“ setzen.

Je besser es Frauen geht, desto besser geht es der Gesellschaft

Die Mechanismen, die in vielen Ländern der Welt längst zu sinkenden Fortpflanzungsraten geführt haben, sind bekannt: Bildung für Frauen, Gesundheitsversorgung, Urbanisierung und der Zugang von Frauen zum Arbeitsmarkt. Diese Faktoren sorgen dafür, dass Frauen nicht mehr vier oder fünf, sondern irgendwann im Schnitt nur noch ein oder zwei Kinder bekommen. Je besser es den Frauen einer Gesellschaft geht, desto besser geht es der Gesellschaft – und desto weniger Kinder werden geboren.

Wie gesagt: In einer Reihe von Ländern der Welt ist das und mehr längst passiert, ihre Bevölkerungen schrumpfen. Deutschland gehört dazu, Japan, viele Staaten Osteuropas. Selbst China wächst kaum noch. Das wird ganz neue Probleme mit sich bringen: Überalterung, Rentenlücken, Innovationsrückgang. Mit dem Klimawandel aber hat all das nichts zu tun.

Vielleicht geht es noch viel schneller

Es gibt eine Reihe durchaus namhafter Forscher, die noch weiter gehen als die Uno, die in den vergangenen Jahrzehnten mit ihren Prognosen fast vollständig richtig lag: In dem faszinierenden Buch „Empty Planet“ von Darrel Bricker und John Ibbitson kann man ihre Positionen und Argumente nachlesen – darunter auch die Position des eingangs zitierten Norwegers Jørgen Randers. (Mehr zu diesem Buch können Sie hier nachlesen.)

Randers hat einst an „Die Grenzen des Wachstums“ mitgearbeitet, der Studie des Club of Rome, die 1972 vor einem Kollaps der menschlichen Zivilisation warnte. Mittlerweile hat er seine Meinung geändert.

Es gibt nämlich gute Argumente dafür, dass der Schrumpfungsprozess deutlich vor 2100 beginnen wird. Etwa, dass die Fruchtbarkeitsraten in vielen Ländern in jüngerer Zeit viel schneller gefallen sind als erwartet.

Egal ob neun oder elf Milliarden: Auf uns kommt eine gewaltige Herausforderung zu. Sie ist aber lösbar. Und das Argument, „gegen den Klimawandel etwas zu tun, bringe ohnehin nichts, weil die Bevölkerung ungebremst wächst“, ist schlicht falsch.

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tube.com/watch?v=2coiSEJUNl0

Interview mit „Kevin Annett“ deutsche Fassung

Am 19.05.2015 veröffentlicht

Am 16.04.2015 hat Kevin Annett uns ein Interview gegeben zum ITCCS und zu den Residential Schools in Kanada. Kevin Annett wurde über seine damalige Tätigkeit als Reverend für die United Church of Canada durch Gespräche mit Gemeindemitgliedern auf die Verbrechen aufmerksam, welche in den Zwangsinternaten („Indian Residential Schools“) an Indianerkindern in Kanada in den über 100 Jahren bis zu deren Schließung in 1996 begangen worden sind, und dem in dieser Zeit rund 50.000 Indianerkinder zum Opfer gefallen sind. Im Mai 2010 gründete er zusammen mit Gruppen aus Irland, England, USA, Kanada und Italien das ITCCS. Deren erklärtes Ziel ist es, den Vatikan, weitere Kirchen und Regierungen für Verbrechen an Kindern und gegen die Menschlichkeit zur Verantwortung zu ziehen. Nach eigenen Angaben ist das ITCCS bis 2013 in 26 Ländern vertreten gewesen. Der gerichtliche Arm des ITCCS ist der „International Common Law Court of Justice“ (ICLCJ), ein nicht-staatliches Gericht auf Common Law – Basis. In Zusammenhang mit den „Indian Residential Schools“ hat es gegen hochrangige Persönlichkeiten aus Kanada, Großbritannien und dem Vatikan ermittelt und Urteile gesprochen. Die kanadischen Residential Schools hatten in ihrer Anfangszeit eine sehr hohe Todesrate vor allem durch Krankheiten und unzureichende Ernährung, aber auch durch direkte Gewaltakte incl. Missbrauch, Misshandlung und Mord, die später deutlich zurückgegangen ist, was für einen Strategiewechsel von Ausrottung hin zur Assimilation spricht. Ein wesentliches Motiv zum Kindesentzug ist Land Grabbing gewesen, auch im Hinblick auf Holz und Bodenschätze. Selbst indianische Stammesführer und (hinsichtlich geflohener Kinder) die kanadische Polizei waren in das Verfolgungs- und Assimilationssystem gegen die indianischen Kinder eingebunden worden, was die rechtliche innerhalb Kanadas nicht einfacher macht. Den Landraub gibt es laut Kevin Annett heute noch, und statt der Residential Schools wirkt heute die Übertragung indianischer Kinder auf weiße Pflegefamilien auch heute noch assimilierend. Das kanadische Indianergesetz unterwirft die Indigenen bis heute noch diskriminierenden Einschränkungen, z. B. beim Landbesitz. Die Etablierung der indianischen Residential Schools in Kanada geht auf ein Gesetz zurück, welches vom britischen Kronrat in das kanadische Parlament eingebracht worden ist. Die britische Königin ist das Staatsoberhaupt in Kanada. Betrieben wurden die Residential Schools von der katholischen Kirche, der anglikanischen Kirche und der United Church. http://unser-politikblog.blogspot.de/…

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ube.com/watch?v=zFpmaVI1s3I

interview with reverend „“Kevin Annett““

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ube.com/watch?v=5bOAT7xzFFo

Heart-gunning on Swiss motorway (Stop 007)

Am 09.07.2019 veröffentlicht

Dr. Horton records this video testimony about having been gunned in the heart by weaponised cars on the Swiss motorway driven by the gangstalkers of Swiss Intel chief Jean-Philippe Gaudin.

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tube.com/watch?v=d8fdpyMcZfo

Uncovered! Mass Graves in British Columbia – Kevin Annett (Stop 007)

Live übertragen am 25.06.2019

Kevin Annett reports about the uncovering of mass graves of indigenous women and children in British Columbia.

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https://www.spiegel.de/panorama/justiz/jeffrey-epstein-das-netz-des-verdaechtigen-finanzberaters-a-1276597.html

Klage gegen US-Finanzberater

Das Netz des Jeffrey Epstein

Der US-Finanzberater Jeffrey Epstein  ist angeklagt, minderjährige Mädchen sexuell missbraucht zu haben. Nun gehen seine einstigen Bekannten auf Distanz – allen voran Donald Trump.

Von , New York

Jeffrey Epstein 2008 in Palm Beach: Damals war er schon einmal in Gewahrsam

Uma Sanghvi/ Palm Beach Post/ AP

Jeffrey Epstein 2008 in Palm Beach: Damals war er schon einmal in Gewahrsam

Jeffrey Epstein schmiss die tollsten Dinnerpartys. Oft fanden sie in seiner 4700-Quadratmeter-Villa statt, dem wohl teuersten, größten Einfamilienhaus in Manhattan. Intimere Sausen stiegen in Epsteins Anwesen in Palm Beach oder auf seiner karibischen Privatinsel Little St. James, zu der er die VIP-Gäste in einem seiner Privatjets einflog.

Viele dieser Gäste ließ Epstein auf Fotos verewigen, die er US-Medienberichten zufolge überall bei sich zu Hause aufstellte. Bill Clinton, Prinz Andrew, der spätere saudische Kronprinz Mohammed bin Salman. Und natürlich der größte Partylöwe der goldenen Ära vor der Finanzkrise: Donald Trump.

Doch jetzt könnte sich für manche rächen, in jenen Jahren keine Distanz zu Epstein gewahrt zu haben.

Feiner Tatort: Spuren der FBI-Brechstangen an Epsteins Villenpforte

JASON SZENES/EPA-EFE/REX

Feiner Tatort: Spuren der FBI-Brechstangen an Epsteins Villenpforte

Die Villa auf der Upper East Side steht leer, als mutmaßlicher Tatort versiegelt. Die fünf Meter hohen Eichenpforten tragen Schrammen von den Brechstangen, mit denen das FBI sie am Samstag aufstemmte.

Aufgebrochen ist damit auch ein lange vertuschter und verharmloster Skandal, der nun Kreise zieht – bis ins Weiße Haus: Epstein, ein bestvernetztes Mitglied des US-Geldadels, ist angeklagt, jahrelang Dutzende minderjährige Mädchen missbraucht zu haben, hinter seinen verschlossenen Villentüren in New York City und Florida. Der 66-Jährige sitzt wegen Fluchtgefahr hinter Gittern.

Plötzlich will ihn keiner der alten Freunde mehr kennen. „Ich war kein Fan“, behauptete Trump am Dienstag. Dabei hatte der US-Präsident, der sich 2016 ähnlichen Vorwürfen ausgesetzt sah, Epstein früher als „fantastischen Typen“ bewundert, gerade wegen seines Faibles für „jüngere Frauen“.

Erst Freund, jetzt "kein Fan" von Epstein: US-Präsident Trump am Dienstag

KEVIN DIETSCH/POOL/EPA-EFE/REX

Erst Freund, jetzt „kein Fan“ von Epstein: US-Präsident Trump am Dienstag

Trump und andere in Epsteins Rolodex drohen jetzt mit in den Strudel dieser Affäre zu geraten, die zum handfesten Politskandal wird, eine Art „Bunga Bunga“ auf Amerikanisch. Denn schon 2008 gestand Epstein, kam da aber relativ ungeschoren davon und schnell wieder frei – und soll sich danach, so die neue Klage, weiter an Minderjährigen vergangen haben.

Wer„, fragt sich nicht nur die „New York Times“, „beschützte Epstein?“

Etwa Trumps heutiger Arbeitsminister Alex Acosta. Der war damals der zuständige US-Staatsanwalt in Florida und gönnte Epstein einen Deal: Er ließ die Anklage, die lebenslange Haft hätte bringen können, fallen. Epstein bekannte sich in zwei Fällen „nur“ der „Prostitution“ schuldig und verbrachte 13 Monate im Privatflügel eines Bezirksgefängnisses, wo er sechs Tage pro Woche Freigang genoss. Alle mutmaßlichen Mitwisser bekamen zudem Immunität zugesichert.

Bisher forderten aber nur die Demokraten Acostas Rücktritt. Die Republikaner drucksten herum und Trump hielt – noch – an Acosta fest. Der rechtfertigte sich: „Die Straftaten, die Epstein begangen hat, sind entsetzlich“, beteuerte er auf Twitter. Er habe seinerzeit getan, was er habe tun können, um „Epstein zur Rechenschaft zu ziehen“.

Wie kläglich diese Ausflucht ist, zeigt der aktuelle Fall: Bei der Durchsuchung der New Yorker Epstein-Villa stellte das FBI „mindestens Hunderte – wenn nicht Tausende“ – Nacktfotos sicher. Einige davon zeigten demnach minderjährige Mädchen. Viele seien in einem Safe gelagert und auf CDs katalogisiert gewesen, mit Vor- und Nachnamen.

Die Anklage wiegt schwer. US-Staatsanwalt Geoffrey Berman – der von Trump ernannt wurde – wirft Epstein Sexhandel vor: Von 2002 bis „mindestens“ 2005 habe dieser „Dutzende minderjährige Mädchen sexuell ausgebeutet“. Manche Opfer seien erst 14 Jahre alt gewesen.

Zweiter Versuch: Die New Yorker Neuauflage der Epstein-Anklage

REUTERS

Zweiter Versuch: Die New Yorker Neuauflage der Epstein-Anklage

Epstein, hieß es, habe den Opfern „Hunderte Dollar“ für Sex gezahlt. Aus der Portokasse: Der Finanzberater geriert sich gern als Milliardär, seine Klienten und sein wahres Vermögen sind jedoch unbekannt.

„Dies ist der schlimmste der #MeToo-Fälle“, sagte der Autor James Patterson, der ein Buch über den Fall geschrieben hat, im TV-Sender MSNBC. „Schlimmer als Bill Cosby, schlimmer als Harvey Weinstein.

Doch keiner will etwas gewusst haben.

"Nur viermal" mit Epstein geflogen: Ex-Präsident Clinton

AP

„Nur viermal“ mit Epstein geflogen: Ex-Präsident Clinton

So dementierte Ex-Präsident Clinton Berichte, er sei 26-mal an Bord eines Epstein-Jets gewesen, den sie „Lolita Express“ nannten. Er sei nur viermal mit Epstein geflogen, meist für humanitäre Missionen, erklärte Clinton jetzt, habe ihn aber seit einem Jahrzehnt nicht mehr gesprochen und keine Kenntnis von den „schrecklichen Straftaten“. Ghislaine Maxwell, eine der engsten Vertrauten Epsteins, war aber noch 2010 zu Gast bei der Hochzeit der Clinton-Tochter Chelsea – auf Fotos grinst sie hinter dem Vater der Braut.

Laut „Miami Herald“, dessen Recherchen eine Grundlage der neuen Anklage waren, war Maxwell auch die Kontaktperson zu Prinz Andrew und zu dem prominenten US-Anwalt Alan Dershowitz, der Epstein in Florida verteidigte und heute ein flammender Verfechter Trumps ist. Ein mutmaßliches Opfer Epsteins hat beide Männer des sexuellen Missbrauchs beschuldigt und will dazu von Maxwell „vermittelt“ worden sein. Alle drei haben das dementiert, Dershowitz zuletzt am Dienstag.

"Randy Andy": Epstein-Freund Prinz Andrew

David Mirzoeff/ Getty Images

„Randy Andy“: Epstein-Freund Prinz Andrew

Auch Epsteins Beziehung zu Trump ist bemerkenswert. In seinem Enthüllungsbuch „Feuer und Zorn“ nannte der Autor Michael Wolff Epstein, Trump und den Finanzier Tom Barrack die drei „Nightlife-Musketiere“ der Achtziger- und Neunzigerjahre. „Ich kenne Jeff seit 15 Jahren, klasse Kerl“, prahlte Trump selbst 2002 im „New York Magazine“.

2016 wurde Trump von einer Frau verklagt, sie als 13-Jährige in Epsteins New Yorker Villa vergewaltigt zu haben.Trump bestritt die Vorwürfe, die Frau zog sie später zurück, weil sie nach Angaben ihrer Anwältin Morddrohungen bekommen habe.

Auftritt vor Gericht: Courtney Wild (l.) und Michelle Licata, zwei mutmaßliche Epstein-Opfer

AP

Auftritt vor Gericht: Courtney Wild (l.) und Michelle Licata, zwei mutmaßliche Epstein-Opfer

Epstein wollte nach Justizangaben seine private „Modelagentur“ so aufziehen wie Trump seinen eigenen Kreis aus Freundinnen. Er hatte der „Washington Post“ zufolge 14 private Nummern Trumps in seinem Telefonbuch und war auch Mitglied von dessen Privatklub Mar-a-Lago.

Nach dem Florida-Verfahren setzte ihn Trump vor die Tür, die Freundschaft war offenbar Geschichte. „Ich kannte ihn, wie jeder in Palm Beach ihn kannte“, wiegelte Trump am Dienstag lakonisch ab. „Wir hatten vor langer Zeit eine Meinungsverschiedenheit.“

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tube.com/watch?v=qLAzubOpOtg

How teen runaway Virginia Roberts became one of Jeffrey Epstein’s victims

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tube.com/watch?v=yPjn6rcJqsI

Where are they now? The biggest players in the Jeffrey Epstein case

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Klarsicht TV is creating Investigative Reports & Interviews: https://www.patreon.com/klarsichttv/posts

utube.com/watch?v=ukFQTAf1XzI

Abgesegneter Landraub (Stop 007)

Live übertragen am 11.06.2019

Helga Harders berichtet über die ausufernde Kriminalität im Landkreis Bamberg, die die Mechanismen und Taktiken eines deutschlandweiten Landraubes aufzeigen, in dem mehrere Behörden aktiv beteiligt sind. ================================= Links ================================= GERICHTSPROZESS AKTUELL DIESE WOCHE: Aufruf an Prozessbeobachter für den 13. Juni 2019 in Bamberg: https://stop007.org/home/court-cases-… ZUSAMMENFASSUNGEN DES FALLS VON HELGA HARDERS: Bayrisch-oberfränkische Behördenwillkür deckt illegalen, gesetzwidrigen Bau in Reckendorf (Teil 1) https://www.youtube.com/watch?v=PScGJ… Bayerisch-oberfränkische Behördenwillkür (Teil 2) Bauskandal – Politische Zersetzung Stasi-like https://www.youtube.com/watch?v=qRop4… Überfall auf Helga Harders und Ehemann bei Pseudo-Polizisten: Das Unrecht-SYSTEM entblösst https://www.youtube.com/watch?v=u_taS… Berichte über den Fall von Helga Harders (1) http://justizalltag-justizskandale.in… (2) http://justizalltag-justizskandale.in… Waldbrände in Kalifornien: (1) http://meria.net/wp-content/uploads/2… (2) https://encrypted-tbn0.gstatic.com/im… (3) https://emfcommunity.com/wp-content/u… Genozid-Pläne für Deutschland http://www.deagel.com/country/Germany… Genozid-Pläne für die USA http://www.deagel.com/country/United-…

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DER BEWEIS – SIE wollen 5G auf KINDERGÄRTEN und SCHULEN! Teil 2

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Kanzlerin Merkel erleidet erneut Zitteranfall

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Dritter Zitteranfall in 4 Wochen: Kanzlerin Merkel zittert erneut bei Staatsempfang

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50 Jahre Apollo 11: 11 Gründe, warum wir nie auf dem Mond waren

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Der Nationale Spätschoppen – 21- Es ist alles super

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Flache Erde Reloaded LIVE – S 05 – Episode 65

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Flache Erde Reloaded – S 05 – Episode 66 – Robert Bassano is back

 

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Flache Erde Reloaded LIVE – S 05 – Episode 65

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So funktionieren Satelliten auf der flachen Erde!

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https://worldview.space/fly-your-payload/

Stratollite Flight Services

A Navigable & Persistent Stratospheric Flight Vehicle

Stratollites offer all the advantages of high-altitude balloons – low-cost, rapid deployability, and low-impact flight – with an innovative new development: the ability to navigate and persist over areas of interest.

The Stratollite is a remotely operated, navigable vehicle that can remain aloft for days, weeks, and months on end. This allows for more sustained measurements and monitoring capabilities over an area of interest. Stratollites can carry a wide variety of commercial payloads (sensors, telescopes, communications arrays, etc.), launch rapidly on demand, and safely and gently return payloads back to Earth after mission completion.

World View is already routinely flying payloads to the edge of space for a wide variety of government, commercial, and education customers. Contact a WV representative to discuss how we can serve your unique needs and mission requirements.
outube.com/watch?v=GFdXBQPuznU

BREAKTHROUGH ALTITUDE CONTROL

Sustained, controlled flight in the stratosphere has remained technically out of reach until now, with the advent of World View’s proprietary altitude control technology. The Stratollite leverages the natural currents of the stratosphere, which offer directional and countervailing wind patterns at various altitudes. By using a unique altitude control system, the Stratollite can rise and descend in altitude to harness the desired directional propulsive power of different stratospheric winds, giving the customer navigational steering or station-keeping capability.

STRATOLLITE CHARACTERISTICS:

  • High-altitude payload capacity (up to 50kg* for the instrument, power supplied separately)
  • Solar powered rechargeable batteries (250W sustained power to payload)
  • Operating altitude range of 50k – 75k ft.
  • Maximum altitude of 95,000+ ft.
  • Point-to-point navigation and persistent flight over areas of interest for weeks and months
  • Pinpoint landing with recoverable payloads
  • Rapid deployment
  • Downlink & uplink command capability
  • Standard and custom payload accommodations
  • Safe and gentle payload return upon mission completion

*Larger payload and power budgets available soon. Please Contact our team for heavier payload inquiries.

STRATOLLITE APPLICATIONS:

Stratollites will support a range of applications, spanning industries like disaster recovery and first response, communications, weather forecasting, and surveillance aid for U.S. troops. The applicability of the technology is only limited by the imagination of our customers and partners.

Communications

communications
Offering rapid deployment of communications systems for first response, disaster recovery, internet delivery, and troop support.

Weather

hurricane
Offering in-situ data capturing capabilities over remote areas for improved weather forecasting and related applications.

Remote Sensing

remotesensing
Offering a versatile platform for persistent imaging of remote and specific areas of interest.

Research

SolarFlare
Offering an affordable platform for a variety of research applications, from astro and solar physics to atmospheric sciences and space technology testing.

flight

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„Elektro-Mobilität“- – Studie: „Elektro-Autos“ sind nicht besser für die Umwelt als „Benziner“ /// Wie „Microsoft“ und „Google“ KREBS besiegen wollen?!

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2017/11/11/studie-elektroautos-sind-nicht-besser-fuer-die-umwelt-als-benziner/
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Studie: Elektroautos sind nicht besser für die Umwelt als Benziner

Große Elektroautos sind – von der Herstellung bis zur Verschrottung gerechnet – für das Klima schädlicher als herkömmliche Kleinwagen.

Ein elektrisch angetriebener BMW i3 lädt an einer Ladesäule in der Innenstadt von Leipzig. (Foto: dpa)

Ein elektrisch angetriebener BMW i3 lädt an einer Ladesäule in der Innenstadt von Leipzig. (Foto: dpa)

Neueste Studien deuten darauf hin, dass Elektroautos nicht per se besser für die Umwelt sind als Autos mit Verbrennungsmotor. Die Umweltschädlichkeit hänge vielmehr von einer ganzen Reihe von Faktoren ab, berichtet die Financial Times unter Berufung auf eine Studie des Massachusetts Institute of Technology.

Berechnet man den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid (CO2) sowie den Ressourcenverbrauch während des gesamten Lebenszyklus eines Elektroautos, so wird das in den Medien transportierte Bild vom emissionsfreien Elektroauto schnell wiederlegt. Beispielsweise ist es nicht ungewöhnlich, dass die Energie- und Umweltbilanz kleinerer Autos mit Verbrennungsmotor oftmals besser sei als bei größeren Elektroautos.

Die FT beschreibt diesen Sachverhalt durch einen Vergleich des Kleinwagens Mitsubishi Mirage mit einer größeren Elektrolimousine vom Typ Model S des Autobauers Tesla. Untersucht man die für die gesamte Produktion und die Entsorgung notwendigen CO2-Emissionen, dann schneidet der Mitsubishi Mirage über den gesamten Lebenszyklus betrachtet mit durchschnittlich etwa 192 Gramm ausgestoßenem CO2 pro gefahrenem Kilometer besser ab als das Model S mit rund 226 Gramm.

Richtig ist aber auch, dass ein vergleichbar großer Benziner wie das Model S – etwa ein BMW aus der 7-Serie – mit 385 Gramm deutlich mehr CO2 pro Kilometer bezogen auf den Lebenszyklus emittiert.

Zu bedenken ist außerdem, an welchem Ort das Fahrzeug gefahren wird und wie dort der Strom generiert wird. Auf ein in Polen gefahrenes Elektroauto – wo der Großteil der Elektrizität durch Kohlekraftwerke generiert wird – entfallen beispielsweise bedeutend mehr CO2-Emissionen als in anderen Teilen Europas.

Die Frage, woher der Strom für hunderttausende in den kommenden Jahren neu auf die Straße drängenden Elektroautos kommen soll, ist ebenfalls sehr wichtig. Da alternative Energiequellen dafür allein höchstwahrscheinlich nicht ausreichen werden, könnten neue Atom- oder Kohlekraftwerke gebaut werden müssen.

Das größte Umweltproblem des Elektroautos stellt eindeutig die Batterie dar. Deren Herstellung verbraucht große Mengen an seltenen Metallen und Rohstoffen, die oft unter katastrophalen Bedingungen abgebaut werden. Vor Kurzem scheiterte Volkswagen mit dem Bemühen, eine langfristige Liefervereinbarung für Kobalt zu erhalten. Der Preis des Metalls ist in den vergangenen Monaten explodiert und die Händler waren nicht bereit, sich für längere Zeit preislich zu binden. Ein großer Teil des auf dem Weltmarkt verfügbaren Kobalts wird zudem unter menschenunwürdigen Bedingungen in Afrika abgebaut. Ähnliches gilt für das für Batterien wichtige Lithium, dessen Preis in letzter Zeit ebenfalls stark gestiegen ist.

Das Massachusetts Institute of Technology schätzt, dass die Produktion eines Tesla S insbesondere wegen der Batterie etwa 12,2 Tonnen CO2 emittiert – verglichen mit etwa 8,2 Tonnen beim 7er BMW und 4,7 Tonnen beim Mitsubishi Mirage.

Vor diesem Hintergrund ist das Streben der Autobauer nach längeren Reichweiten und damit größeren Batterien bedenklich. „Das ist ein sehr dummes Wettrennen. Wenn sie einfach vom Erdöl auf Kobalt und Lithium umsteigen, dann haben Sie kein Problem gelöst, sondern einfach die Probleme getauscht“, sagt ein von der FT befragter Analyst. Stattdessen sollte die Politik dafür sorgen, dass kleinere und leichtere Autos gefördert werden – elektrische wie solche mit Antriebsmotor.

Dem Analysten zufolge emittiert ein Kleinwagen-Benziner mit einem Gewicht von rund 500 Kilogramm über seine Lebensdauer weniger CO2 als ein elektrischer Mittelklassewagen in Paris – wo rund 75 Prozent des Stroms aus der emissionsfreien Atomkraft stammen.

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http://www.spiegel.de/auto/aktuell/berlin-ministerien-beschweren-sich-ueber-hybrid-dienstwagen-a-1177341.html

Elektromobilität Ministerien beschweren sich über Hybrid-Dienstwagen

Staatssekretäre im Bundesverkehrs- und Finanzministerium klagen über ihre Plug-In-Hybride von BMW. Die Limousinen mit teilweisem Elektrobetrieb entpuppen sich als Spritfresser.

Von Gerald Traufetter

BMW-Hybridlimousinen am Münchner Flughafen

Rainer Häckl / BMW

BMW-Hybridlimousinen am Münchner Flughafen

Wer als Ministerialer in Berlin dieser Tage mit seinem Dienstwagen vorfährt, sollte auf seinem Kennzeichen ein E stehen haben, E für Elektro. Das gilt als umweltfreundlich, schick und modern. Vor allem wird es dann nicht so peinlich, wenn Umweltverbände, wie sie es fast jedes Jahr tun, nach dem Flottenverbrauch des Ministerium-Fuhrparks fragen. Besonders beliebt sind deswegen in Berlin sogenannte Plug-In-Hybride, die sowohl einen Verbrennungs- als auch Elektromotoren besitzen. Sie sind groß, komfortabel und trotzdem sparsam. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Zumindest auf dem Papier. Denn offenbar sind die Spitzenbeamten aus den Bundesministerien, die sich darin chauffieren lassen, zunehmend frustriert über ihre neuen Dienstwagen mit Hybridantrieb. Ihre Fahrer klagen nach Informationen des SPIEGEL darüber, dass die Autos nur sehr kurze Strecken elektrisch zurücklegen, statt die vom Werk angegebenen Reichweiten zu erfüllen.

Dann aber, wenn der Verbrennungsmotor anspringt, seien die Verbräuche exorbitant hoch, zumal die Wagen wegen der Elektromotoren schwerer sind. Wegen kleinerer Tanks müssten die Chauffeure ständig nachtanken, heißt es. Zwei Staatssekretären aus Bundesfinanz- und Verkehrsministerium reicht es nun: Sie haben sich beim Hersteller BMW über ihren Dienstwagen vom Modell 740e iPerformance beschwert.

Falsche Förderung?

Die Irritation in der Bundesregierung ist auch deshalb so groß, weil man die Plug-in-Hybride mit in die Elektromobilitätsförderung aufgenommen hatte, was den Kunden einen Umweltbonus von 3000 Euro sichert. Der Zuschuss scheint mit Blick auf den wahren CO2-Ausstoß nicht wirklich gerechtfertigt zu sein.

Um in den Genuss der Elektro-Privilegierung zu kommen, müssen die Plug-in-Hybride weniger als 50 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstoßen. In die Berechnung dieser Werte bei den Zulassungstests fließen Anteile ein, die der Elektromotor bei überwiegend geringen Geschwindigkeiten fährt, und jene, die der Verbrennungsmotor übernimmt. Die Bemessung ist derart günstig für den Elektrobetrieb gewählt, dass bei normalem Fahrverhalten der Durchschnittsverbrauch bei Plug-In-Hybriden noch realitätsferner ist als bei normalen Autos. (Lesen Sie hier alles über „Die Verbrauchslüge“).

BMW bestätigt die „Rückmeldungen aus dem Fuhrpark“ der Ministerien, verweist darauf, dass die Diskrepanz zwischen angegebenem und realem Verbrauch „nicht nur von BMW-Kunden beobachtet wird“. Das stundenlange Warten auf die Ministerialen mit Standheizung würde die „verfügbare Reichweite für das elektrische Fahren reduzieren“, erklärte BMW auf Nachfrage des SPIEGEL.

Das Eingeständnis derart starker Abweichungen von angegebenem und realen Verbrauch könnte die Hersteller in Bedrängnis bringen, weil sie sich Plug-In-Hybride in der künftigen Regelung der CO2-Grenzwerte anrechnen lassen wollen. Wenn sie im Jahre 2025 mindestens 15 Prozent elektrischer Autos oder Hybridfahrzeuge verkaufen, dann bekommen sie Abschläge beim CO2-Grenzwert ihrer Autoflotte. Umweltverbände kritisieren diese Regelung.

 

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http://www.spiegel.de/auto/aktuell/wltp-wie-die-verbrauchs-luege-beendet-werden-soll-a-1176194.html

Neue Abgas- und Spritmessung Die Verbrauchslüge

Neuwagen verbrauchen laut einer Studie im Schnitt rund 42 Prozent mehr Sprit als vom Hersteller angegeben. Doch mit den extremen Abweichungen soll bald Schluss sein – dank eines neuen Prüfverfahrens.

Von Christian Frahm

Neue Abgasmessung: Der WLTP im Überblick Fotos
Volkswagen
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Viele Autobesitzer verzweifeln daran, dass ihr Wagen ständig mehr verbraucht als im Prospekt versprochen – selbst bei bewusst spritschonender Fahrweise. Wie weit die CO2- und Kraftstoffwerte fernab der Realität liegen, hat jetzt erneut die Umweltorganisation International Council on Clean Transportation (ICCT) untersucht. Das Ergebnis ihrer am Montag veröffentlichten Studie: Im Durchschnitt liegt der Verbrauch von Neuwagen in Europa 42 Prozent höher als von den Herstellern angegeben.

Die ICCT ist eine unabhängige Forschungsorganisation, die vor zwei Jahren den VW -Dieselskandal in den USA mit aufgedeckt hat. Als die Studie im Jahr 2013 zum ersten Mal veröffentlicht wurde, lag die Diskrepanz noch bei etwa 25 Prozent. Bereits im vergangenen Jahr betrug die Kluft aber mehr als 40 Prozent.

Ein Hauptgrund für die extremen Abweichungen war nach Ansicht von Experten der Testzyklus, mit dem die Werte lange Zeit ermittelt wurden. Doch genau hier hat sich seit Kurzem etwas geändert.

Der sogenannte NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus) wurde durch den WLTP (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure, zu Deutsch „weltweit einheitliches Leichtfahrzeuge-Testverfahren“) ersetzt. Dessen überarbeitete Testbedingungen und Fahrprofile könnten die Diskrepanz zwischen offiziellen und realen Verbrauchswerten etwa halbieren, erwarten die ICCT-Forscher.

Was ändert sich – und was bedeutet das für den Autofahrer? Die wichtigsten Infos zum neuen Testverfahren.

Wieso wurde das neue Verfahren entwickelt?

Das seit 1992 gültige Testverfahren NEFZ ist schlicht nicht mehr zeitgemäß. Zum einen, weil das Fahrprofil – also die Strecke, die Fahr- und Standzeiten sowie die gefahrenen Geschwindigkeiten auf dem Prüfstand – nicht mehr dem heutigen Fahrverhalten entspricht.

Zum anderen, weil der NEFZ den Herstellern viele Schlupflöcher bot, was die absurd niedrigen Prüfstandswerte erklärt: Wie wenig die NEFZ-Prozedur mit einer realen Autofahrt zu tun hat, zeigt sich, wenn man den Labortest auf die Straße überträgt: Demnach müsste man allein im Auto sitzen, der Tank dürfte nur zu 40 Prozent gefüllt sein, Heizung, Gebläse und Radio müsste abgeschaltet sein und die Strecke müsste topfeben geradeaus gehen – selbstverständlich ohne Gegenwind.

Um den Verbrauchern realere Abgas- und Verbrauchsangaben liefern zu können, wurde daher das neue Testverfahren WLTP festgelegt, das seit 1. September diesen Jahres gilt. Dieser Test basiert erstmals auf realen Fahrdaten aus Asien, Europa und den USA und damit auf einem repräsentativeren Fahrprofil als bislang.

Wie unterscheiden sich WLTP und NEFZ?

Vergleicht man den WLTP mit dem NEFZ, fällt auf, dass der neue Test deutlich länger dauert, nämlich 30 statt 20 Minuten. Dadurch erhöht sich die gefahrene Strecke von bislang elf auf jetzt 23,25 Kilometer. Gleichzeitig sinkt der Zeitanteil, in dem das Auto stillsteht (etwa um Ampelstopps zu simulieren) von 25 Prozent beim NEFZ auf 13 Prozent im WLTP.

Außerdem wird jetzt deutlich häufiger beschleunigt, einmal auf bis zu 131 km/h (NEFZ maximal 120 km/h), wodurch die Durchschnittsgeschwindigkeit von 33,6 km/h im alten Zyklus auf 46,6 km/h im WLTP steigt.

Auch die Testvorgaben für die Außentemperatur werden präzisiert: Galt beim NEFZ noch ein Temperaturfenster von 20 bis 30 Grad, wird das Auto im neuen Zyklus bei exakt 23 getestet. Den klimatischen Bedingungen entsprechend ist für Europa außerdem eine nachträgliche Betrachtung der Ergebnisse auf eine Temperatur von 14 Grad geplant. Diese würde dann per Simulation berechnet, ist aber noch nicht offiziell beschlossen.

Wann und wie wird der WLTP eingeführt?

Bereits seit dem 1. September 2017 müssen neue Fahrzeugtypen nach dem WLTP getestet werden, um eine Zulassung zu erhalten. Ein Jahr später müssen dann alle neu zugelassenen Pkw das neue Testverfahren durchlaufen. Dabei wird natürlich nicht jedes produzierte Fahrzeug getestet, sondern einzelne Pkw, die beispielhaft für den Fahrzeugtypen stehen. Für leichte Nutzfahrzeuge gelten diese Regelungen jeweils um ein Jahr nach hinten versetzt.

Hat sich beim WLTP nur das Fahrprofil geändert?

Nein, neben dem realistischeren Fahrprofil spielt auch das Fahrzeug selbst eine wichtige Rolle im WLTP. Beim NEFZ konnte der Hersteller immer das leichteste Modell einer Baureihe auf den Prüfstand stellen und dadurch den Verbrauchswert niedrig halten. Mit dem WLTP wird nun auch die individuelle Ausstattung eines Autos berücksichtigt – und zwar in jeder beim Hersteller bestellbaren Variante.

Dafür wird das jeweils leichteste Basismodell und zusätzlich eine voll ausgestattete Variante inklusive sämtlicher Ausstattungsoptionen auf dem Prüfstand getestet. Aus diesen beiden Werten errechnet der Hersteller dann die Verbrauchswerte aller dazwischenliegenden Ausstattungsvarianten. Berücksichtigt werden auch verschiedene Karosserieformen sowie jede mögliche Kombination aus Motor und Getriebe.

Welche Schwächen hat der WLTP?

Auch bei diesem Verfahren wurden Kompromisse zwischen der Politik und den Herstellern getroffen, die Letzteren einen Spielraum bieten. Ein gutes Beispiel dafür ist der Reifendruck: Beim NEFZ konnten die Hersteller den Reifen bis an seine Belastungsgrenze aufpumpen. Die Folge war ein deutlich geringerer Rollwiderstand als im realen Betrieb. Jetzt gilt ein Mittelwert. Waren mit dem NEFZ früher beispielsweise sechs Bar Reifendruck möglich und laut den Vorgaben des Herstellers drei Bar vorgeschrieben, wird der Reifen für den WLTP auf 4,5 Bar aufgepumpt.

Vor allem können aber Autos mit leistungsstarken Motoren vom WLTP profitieren, während schwach motorisierte Kleinwagen schlechter abschneiden. Denn für Letztere sind die höheren Geschwindigkeiten und schnelleren Beschleunigungen im WLTP ein Nachteil – die großen Spritschlucker haben in der Regel jedoch einen besseren Wirkungsgrad und können weite Strecken in einem hohen Gang und damit verbrauchsärmer zurücklegen.

Welche Folgen hat der WLTP für Autofahrer?

Die Autofahrer könnten durch eine bessere Transparenz profitieren. Sie müssen sich jedoch auch auf eine tendenziell höhere Kfz-Steuern gefasst machen. Denn die Höhe der CO2-Emission ist – neben der Größe des Hubraums und der Antriebsart – einer von drei Faktoren zur Berechnung der Kfz-Steuer.

Für Pkw, die seit dem 1. Januar 2014 erstmals zugelassen wurden, liegt die Freigrenze im Schnitt bei 95 Gramm pro Kilometer. Jedes weitere Gramm über der steuerfreien Grenze kostet zwei Euro pro Jahr. Werden mit dem WLTP-Zyklus nun realistischere (und damit höhere) Verbrauchs- und CO2-Werte ermittelt, erhöht das auch die Steuer, sofern der CO2-Wert über 95 Gramm je Kilometer liegt.

Für alle Autos, die heute bereits zugelassen sind, gilt allerdings weiterhin der im NEFZ-Zyklus ermittelte Wert, die Steuer bleibt also gleich. Die Berechnung der Kfz-Steuer nach WLTP-Werten soll erst bei Autos greifen, die nach dem 1. September 2018 zugelassen werden.

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TEAM: „MONSANTO-GOOGLE-MICROSOFT“  der eine (MONSANTO) verursacht Krebs der andere will mit einer „programmierten Maschine“ dieses SYMPTOM kontrollieren (chronischer Krebs)

„INTELLIGENTs-TEST“ mit „programmiertem RECHNER“ –  FRAGE: Ist Krebs ein Symptom von MONSANTO-GLYPHOSAT verursacht???!!! – ANTWORT: Eine Antwort auf diese Frage ist nicht in meinem Program zu finden soll Krebs mit Daten kontrollieren……..

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aus dem TEXT: …..Microsoft und Google haben das Geschäft mit der Gesundheit entdeckt: Mithilfe von Daten und künstlicher Intelligenz wollen sie Medikamente entwickeln…….

siehe weiter im Text:….. In dieser Zukunft wird Krebs zwar nicht immer heilbar sein, aber er soll nur noch eine „chronische Krankheit“ sein: behandelbar, zu managen, nicht tödlich.……

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http://www.spiegel.de/spiegel/wie-microsoft-und-google-das-geschaeft-mit-der-gesundheit-revolutionieren-wollen-a-1176809.html

Medizin Wie Microsoft und Google Krebs besiegen wollen

Microsoft und Google haben das Geschäft mit der Gesundheit entdeckt: Mithilfe von Daten und künstlicher Intelligenz wollen sie Medikamente entwickeln und eines Tages den Krebs besiegen. Ist das Träumerei?

Von Thomas Schulz

Dreidimensionale Computertomografie-Darstellung eines Gehirntumorpatienten

Zephyr / Science Photo Library

Dreidimensionale Computertomografie-Darstellung eines Gehirntumorpatienten

Tief im Inneren von Gebäude Nummer 99, in einem fensterlosen Raum voller Monitore, kartografiert Ivan Tarapov Prostatatumoren in 3-D und wühlt sich durch immer neue Schnittbilder von Computertomografien, um die passende Strahlentherapie zu planen. Im Labor gleich nebenan kratzt Desney Tan, Experte für medizinische Informatik, Moskitos aus elektronischen Fallen und untersucht sie anschließend auf einen Befall mit dem Zika-Virus und anderen Erregern.

Aber wo sind die weißen Kittel, die Krankenschwestern, die Ärzte?

Statt Patientenbetten drängen sich Serverreihen dicht an dicht, in den Gängen hängen Porträts von Bill Gates. Gebäude Nummer 99, vier Stockwerke hoch, hundert Meter lang und ebenso breit, in einem Tannenwald nahe Seattle, ist keine Klinik, sondern das Forschungshauptquartier von Microsoft.

Tausende Wissenschaftler steckt der Konzern in diesen Tagen in immer neue Forschungsprojekte und noch mal so viele Experten in die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, aber zunehmend weniger geht es dabei um Windows und Word und öfter um Krebs und Stammzellen, um Therapien und Medikamente.

„Es ist so aufregend, so spannend, was in der Medizin passiert, was für eine Entwicklung, meine Güte“, sagt Peter Lee, Forschungschef von Microsoft, Professor für Cybersicherheit, und einst ein führender Wissenschaftler des US-Verteidigungsministeriums. Ein nüchterner Informatiker, eigentlich, aber in seiner Stimme schwingt spürbar die Aufregung mit, wenn er sagt: „Die Medizin ist reif für eine Revolution“, dank Digitialisierung, dank technischen Fortschritts.

Microsoft ist nicht allein mit dieser Erkenntnis, die Tech-Giganten an der amerikanischen Westküste bewegen sich bei allen großen Entwicklungen längst im Gleichschritt. Auch Google, Amazon, Facebook und Apple sammeln Mediziner, Chemiker, Biologen für neue Abteilungen. Es ist die nächste Weltveränderungsidee im Silicon Valley, dass die Entschlüsselung der Biologie und das Verständnis von Krankheiten am Ende ein Datenproblem sei und deswegen zumindest teilweise von Softwareexperten gelöst werden könne. Alles ist eine Rechenaufgabe, auch der Mensch.

Die Logik geht so: Technologie treibe den Fortschritt rasend schnell voran; die Rechenkraft explodiere; riesige Datenmengen auszuwerten werde jeden Tag leichter; künstliche Intelligenz, die neue Wunderwaffe, mache alles einfacher – Genome in ein paar Minuten für ein paar Hundert Dollar zu sequenzieren, neue Medikamente zu entwickeln, Zellfunktionen zu verstehen.

Und was könnte naheliegender sein, als sich mit diesen immer mächtiger werdenden Instrumenten die Gesundheit vorzunehmen: Mehr als 20 Prozent der amerikanischen Staatsausgaben fließen in das Gesundheitssystem, eine globale Billionenbranche. „Eine enorme Gelegenheit“, sagt Tim Cook, der Apple-Chef.

Deswegen arbeiten sie in den Konzernzentralen in San Francisco und Seattle nun an medizinischer Grundlagenforschung: Wie lässt sich Krebs besiegen? Sie arbeiten an medizinischen Geräten: Wie lassen sich Blutwerte, Insulin, Herzschlag rund um die Uhr analysieren? Und sie arbeiten an medizinischer Datenverarbeitung: Wie lassen sich Patienteninformationen, klinische Studien, Forschungsergebnisse maschinell auswerten?

An Geld mangelt es nicht. Amazon investierte 2016 mehr in die Forschung als jeder andere Konzern, und die Google-Mutter Alphabet lag mit rund 14 Milliarden Dollar ebenfalls weit vorn. Google erforscht, wie Algorithmen Hautkrebs auf Fotografien erkennen können, wie Software Depressionen besiegen kann, wie Herzinfarkte dank künstlicher Nanopartikel in den Blutgefäßen vorhergesagt werden können.

Amazons Gesundheitsabteilung erprobt unter dem Codenamen 1492 – die Entdeckung einer neuen Welt – virtuelle Arztbesuche und wie sich medizinische Daten in großem Stil in der Cloud speichern und auswerten lassen. Angeblich will der Konzern auch ins Arzneimittelgeschäft einsteigen.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg finanziert den Aufbau eines „menschlichen Zellatlas“: Ein mit 600 Millionen Dollar ausgestattetes Forschungszentrum soll unter anderem alle Zellen kartografieren und damit neue Medikamente ermöglichen.

Der Milliardär und Wagniskapitalgeber Peter Thiel hat einen Investmentfonds namens Breakout Labs gegründet, der immer neue Millionen in Biotech-Start-ups steckt. Der ehemalige Facebook-Präsident Sean Parker hat ein nach ihm benanntes Institut für Krebsimmuntherapie auf den Weg gebracht.

Die amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde FDA startete vor wenigen Wochen ein beschleunigtes Genehmigungsprogramm für neue Technomedizinprodukte, damit die Digitalkonzerne ihre Innovationen deutlich schneller auf den Markt bringen können.

Aber der Strom fließt auch in die andere Richtung. Informatiker, Datenanalytiker, Programmierer strömen zu Pharmafirmen und Unikliniken. Begehrt ist, wer beides kann: Computational Biologists, Bioinformatiker, ein boomendes Berufsbild.

Die Welten vermischen sich, doch wer davon am meisten profitieren wird, ist noch nicht klar: die Patienten? Das Gesundheitssystem? Die Pharmaindustrie? Oder die Tech-Giganten?

Healthcare Next nennt Microsoft seinen Vorstoß in die Medizin, und es soll um nicht weniger gehen als darum, „das Gesundheitssystem zu transformieren“, sagt Lee. Indem die medizinische Forschung vorangetrieben und die Versorgung der Patienten mit neuen Therapien verbessert wird, Ärzte mit neuen Instrumenten ausgestattet werden und dabei alles billiger werden soll, für die Patienten und den Staat.

Dazu verfolgt der Konzern einige Dutzend Projekte gleichzeitig. Manche davon eher pragmatisch, wie neue Spracherkennungssysteme, die es Ärzten erlauben, ihre Beobachtungen während laufender Untersuchungen dem Computer zu diktieren, statt sie später abzutippen. Andere dagegen sind weit ambitionierter, medizinische Moonshots, die auf eine Zukunft der personalisierten Medizin zielen, in der Diagnose und individuelle Behandlung auf einer Genomanalyse basieren. In dieser Zukunft wird Krebs zwar nicht immer heilbar sein, aber er soll nur noch eine chronische Krankheit sein: behandelbar, zu managen, nicht tödlich.

Lungentumorzellen unter Elektronenmikroskop

Meckes / Ottawa / eye of science

Lungentumorzellen unter Elektronenmikroskop

Innerhalb einer Dekade soll „das Problem Krebs gelöst sein“, so haben es sich die Microsoft-Forscher vorgenommen. Sie sprechen von Computing Cancer, den Krebs mit dem Computer zu besiegen: Neue Algorithmen sollen Medizinern helfen, die Ursprünge der Krankheit besser zu analysieren, Maschinenintelligenz soll die Genomanalyse perfektionieren und Medikamentencocktails entwickeln, neue Informatikmethoden sollen dazu führen, den Code von Zellen zu knacken und sie zu programmieren wie eine Software.

Ist das Größenwahnsinn? Träumerei?

Die Microsoft-Projekte werden angetrieben von Fortschritten in der künstlichen Intelligenz (KI). Jahrzehntelang war KI ein beliebtes Thema in Science-Fiction-Geschichten, in der Praxis blieben die Ergebnisse bescheiden. Das hat sich laut Ansicht von Experten grundlegend geändert.

Inzwischen gilt KI „als die größte Transformation der Informatik seit Erfindung des Computers“. So sagt es Christopher Bishop, Leiter des Microsoft-Forschungslabors in Cambridge, Informatikprofessor und Fellow der britischen Royal Society. „Im Herzen der Informatik ist etwas Fundamentales passiert: Software wird nicht mehr von Hand entwickelt, sondern entwickelt sich selbst, indem sie aus Daten lernt.“

Das klingt banal, aber die Folgen werden in den kommenden Jahren überall zu spüren sein. „Nahezu alle Aspekte unseres Lebens werden sich verändern“, sagt Bishop.

Microsoft-Forscher Christopher Bishop

Ed Miller

Microsoft-Forscher Christopher Bishop

Bei Microsoft, Google, Apple stellen sich viele Experten die gleiche Frage: Wie lassen sich diese neuen datenfressenden Softwaremaschinen dafür einsetzen, die Gesundheitswelt zu revolutionieren?

Das ist die Aufgabe von Hoifung Poon, promovierter Informatiker und Grundlagenforscher. Er sagt oft solche Sätze: „Medizin ist zu ungenau, mit intelligenten Maschinen kann sich das endlich ändern.“ Poon leitet das Project Hanover, dessen Ziel es ist, künstliche Intelligenz für Präzisionsmedizin zu entwickeln.

Als ersten Schritt will Microsoft Maschinen das Lesen beibringen, so, dass sie den Text auch verstehen, weil das meiste medizinische Wissen in Texten steckt: Auf Milliarden Seiten wissenschaftlicher Literatur sind endlose Informationen zu biologischen Prozessen, therapeutischen Mechanismen und klinischen Studien begraben.

Aktuell enthält die größte Datenbank rund 27 Millionen medizinische Abhandlungen, die bereits digital zugänglich sind. Es laufen weltweit mehrere Tausend neue Krebsstudien, deren Ergebnisse öffentlich publiziert werden.

Aber wer kommt da noch mit? „Nur Maschinen“, sagt Poon.

Die maschinelle Unterstützung soll es Ärzten künftig leichter machen, individuelle, präzisere Therapien zu entwickeln. Insbesondere in der Krebstherapie werden durch die Genomanalyse zunehmend personalisierte Behandlungen möglich. Allerdings bislang nur für einen Bruchteil von Patienten, da der Aufwand enorm ist. Oft müssen gleich ein Dutzend Spezialisten einen Behandlungsplan entwerfen und dazu alle wissenschaftlichen Entwicklungen im Blick haben. Doch längst sind noch nicht alle Therapien ausgereift.

Um das Problem zu illustrieren, zeigt Poon ein Foto von einem Hautkrebspatienten, dessen ganzer Körper mit Tumoren überzogen ist. Im nächsten Bild sind die Tumoren fast gänzlich verschwunden, das Ergebnis einer personalisierten Krebstherapie. Im dritten Bild aber sind die Tumoren zurück, wenige Wochen nach der Therapie mutierte der Krebs.

Zunehmend setzten Ärzte deswegen darauf, den mutierenden Krebs mit immer neu angepassten Medikamentencocktails zu behandeln. Aber wie lassen sich die richtigen individuellen Kombinationen finden? Für Millionen Patienten? Derzeit sind rund 200 Wirkstoffe gegen Krebs zugelassen, über 1200 Medikamente sind in der klinischen Entwicklung. Allein eine Doppelkombination ergibt schon Hunderttausende Möglichkeiten, eine Dreifachkombination fast 300 Millionen.

Der bisherige Ansatz der Pharmaindustrie, eine Kombination nach der anderen zu testen, erscheint da hoffnungslos ineffizient. Poon sieht darin den „Flaschenhals“, den nun die Maschinen zumindest deutlich erweitern sollen. Intelligente Software, mit den genomischen Daten des Patienten und seiner Krebsart gefüttert, durchsucht die medizinische Literatur und macht schließlich Vorschläge, welche Medikamentenkombination die besten Erfolgschancen hat. „So lassen sich hoffentlich neue Therapien in Monaten, nicht Jahrhunderten finden“, sagt Poon.

Ob sich diese Hoffnung erfüllen lässt, erprobt Microsoft gerade in einem Pilotprojekt mit dem Knight Cancer Institute in Oregon. Die Ärzte dort suchen bereits seit Jahren nach einer neuen Kombinationstherapie für Leukämie. Die vorhandenen Medikamente machen 11.026 Kombinationen möglich, davon wurden 102 in den vergangenen zwei Jahren getestet. Die Microsoft-Maschine durchsucht auf einen Schlag die verbleibenden 10.000 Kombinationen und macht den Onkologen Vorschläge für vielversprechende Cocktails, die sie nun erproben.

Für Microsoft soll das nur der Beginn einer neuen Welt von Mensch-Maschine-Kollaborationen sein, um mittelfristig die gesamte Medizin zu verändern. „Unser Ziel ist, Systeme zur Entscheidungshilfe zu bauen“, sagt Poon. „Maschinen, die alle möglichen Datenquellen auswerten um Experten Empfehlungen zu geben, und dann aus der Interaktion mit dem Menschen immer mehr dazulernen.“

Ferne Zukunftsmusik?

Ein KI-System von IBM hat vor Kurzem die DNA-Sequenzierung eines Gehirntumors korrekt und schneller interpretiert als ein ganzes Team menschlicher Experten. Ärzten fällt es schwer, Autismus bei Säuglingen zu diagnostizieren, weil die Symptome erst später klar erkennbar sind, aber ein neues KI-System kann Anzeichen bereits in Gehirnscans von sechs Monate alten Babys identifizieren. Die Stanford University hat ein lernendes Maschinensystem entwickelt, das Herzprobleme besser aus einem Langzeit-EKG ablesen kann als Kardiologen.

Radiologen verwenden oft Stunden darauf, auf CT-Scans die Ränder von Tumoren nachzuzeichnen, damit bei Bestrahlungstherapien nur der Krebs beschossen wird und nicht das umliegende Gewebe. Eine intelligente Software, entwickelt von Microsoft-Forschern, schafft das in Minuten.

Die Maschine als Arzthelfer – die Möglichkeiten scheinen endlos, zumindest in den Planspielen der Softwareingenieure. Wo immer Software effizienter und schneller sein kann, wo sie Forscher und Ärzte von Routineaufgaben befreien kann, soll sie zum Einsatz kommen.

Die Microsoft-Manager betonen immer wieder, dass es nicht darum gehe, den Arzt zu ersetzen. Die Maschine solle „das Triviale eliminieren und die Arbeitsbelastung verringern“, sagt Hadas Bitran, Expertin für künstliche Intelligenz in Microsofts israelischer Niederlassung. Sie bringt Maschinen bei, sich zu unterhalten. Ihre Abteilung hat einen virtuellen Gesundheitsassistenten entwickelt, den zahlreiche Krankenhäuser bereits erproben.

Patienten können bei Beschwerden über die Website mit der Klinik chatten, doch es antwortet keine Krankenschwester, sondern ein Computer. Die Maschine ist gefüttert mit den Aufnahmeprotokollen und greift auf allerlei medizinische Datenbanken zu. Auf Wunsch auch auf die digitale Patientenakte des Hausarztes.

Die Anwendung funktioniert umso besser, je mehr sie auf persönliche Daten zugreifen kann. Das gilt grundsätzlich für die digitale Zukunftsmedizin. Sie wird angetrieben durch eine Datenflut aus DNA-Analysen, kompletten Krankenakten und zunehmend größeren Informationsschätzen aus klinischen Studien und Forschungsprojekten.

Microsoft hat eine Online-App entwickelt, Healthvault, das Gesundheitsschließfach, speziell um alle möglichen sensiblen medizinischen Daten zentral in der Cloud zu speichern, seien es offizielle Arztberichte oder nur die Schrittzählerdaten von der Apple Watch. Einzelne Datensätze können dann etwa für Ärzte oder Versicherungen freigegeben werden. Google und Amazon haben ähnliche Anwendungen entwickelt.

Die Tech-Konzerne setzen darauf, dass Patienten, die ihre Fotos und E-Mails bei ihnen speichern, auch ihre Röntgenbilder am selben Ort ablegen. Das ist einfach und praktisch, was den Konsumenten in der digitalen Welt am Ende immer am wichtigsten war. Die Datenkraken Google und Facebook werden zwar gern angeprangert, aber die Nutzerzahlen steigen immer weiter an.

Microsoft-Forschungschef Peter Lee

Scott Eklund / Red Box Pictures

Microsoft-Forschungschef Peter Lee

Die Konzerne beeilen sich vorab zu versichern, dass sie aus vergangenen Fehlern im Umgang mit Datennutzung und Datensicherheit gelernt hätten. Dass es, ganz im Gegenteil, heutzutage keinen besseren Ort gebe, um Daten zu verwahren als bei ihnen, den Experten für Datensicherheit. „Wir haben zwei grundsätzliche Überzeugungen: Die Menschen sollen ihre medizinischen Daten selbst besitzen, und sie müssen in der Lage sein, Zugang zu diesen Daten zu gewähren und wieder zurückzunehmen“, sagt Peter Lee, der Microsoft-Forschungschef.

Wer aber will wirklich sein ganzes Leben in die Hände eines einzelnen Konzerns legen? Was, wenn die Konten gehackt werden? Und was genau passiert hinter den Kulissen mit den Daten?

Andererseits: Nur wenn Ärzte schnellen, vollen Zugriff auf alle Informationen haben, wenn die lernenden Maschinen ausreichend gefüttert werden, wenn immer mehr Daten produziert und zugänglich gemacht werden, können auch die großen Versprechen der Technomedizin eingelöst werden – personalisierte Therapien, neue Medikamente, ein gesünderes Leben. Lohnt es sich, dafür seine Daten zu opfern?

Solche Fragen werden sich um so dringlicher stellen, die Debatten heftiger werden, je weiter der Fortschritt Medizin und Biologie vorantreibt. Längst verfolgen die Tech-Konzerne noch weit größere Visionen, noch futuristischer, „superambitioniert“, sagt Lee. Was, wenn die menschliche Biologie wie Software zu programmieren wäre und DNA zu bearbeiten wie ein Computerprogramm? Microsoft hat dafür eine eigene Abteilung.

Die Biological Computation Group im britischen Cambridge verfolgt die Idee, dass biologische Prozesse am Ende auch nur Informationsverarbeitungsprozesse seien. Wenn man weiß, wie man Computer programmiert, kann man dann lernen, Zellen zu programmieren?

Forschern der Stanford University gelang es bereits, reguläre Zellen umzuprogrammieren, und Microsoft arbeitet nun daran, den Prozess zu verfeinern, denn der Gewinn könnte groß sein: Stammzellentherapie, die nicht auf Embryonen angewiesen ist, ohne ethische Konflikte. Oder nur mit neuen?

Die Microsoft-Forscher sind sich sicher: Wenn sich herausfinden lässt, wie Zellen Entscheidungen treffen, wie ihre Algorithmen funktionieren, dann lässt sich auch eine Programmiersprache finden, um Zellen zu steuern. Am Ende könnte ein molekularer DNA-Computer stehen, der Krebs in einer Zelle erkennt und ihr den Selbstmord befiehlt. Eine Art Doktor direkt in der Zelle, „spekulativ, aber sehr vielversprechend“, sagt Chris Bishop, der Leiter des Labors in Cambridge.

Die Vordenker der Tech-Konzerne wollen sich nicht festlegen, wie schnell sich ihre großen Visionen durchsetzen werden. Aber dass eine neue Welt kommen wird, daran zweifeln sie nicht. „Die Gesundheitssysteme ächzen unter dem Druck, vieles ist ineffizient, wir brauchen neue Ansätze“, sagt Bishop. „Die Zeit ist reif für die digitale Transformation der Gesundheit hin zu einer datengetriebenen Welt.“

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http://www.spiegel.de/spiegel/silicon-valley-biotechnologie-soll-pharmamarkt-revolutionieren-a-1159314.html

Biotechnologie Wie das Silicon Valley gegen Volkskrankheiten kämpft  

US-Investoren wie Bill Gates stecken Milliarden Dollar in die Entwicklung neuer Medikamente. Ein deutscher Arzt forscht an der Heilung von Alzheimer – mit guten Chancen.

Von Thomas Schulz

DER SPIEGEL

Start-up kann ein irreführender Begriff sein in diesen Tagen des ungebremsten kalifornischen Booms und der großen Hoffnungen, in denen das Geld scheinbar vom Himmel fällt. Wer da noch Garagen, Pizzakartons und Ikea-Schreibtische vermutet, wird oft enttäuscht. Stattdessen kann es so aussehen: ein Unternehmen, kaum zwei Jahre alt; ein Glaspalast mit hellen Gängen, gesäumt von Laboren; besetzt mit über hundert Forschern, nicht wenige von ihnen Stars in ihrer Disziplin. Ein drei Meter hohes Kernspinresonanzspektroskop, Preis: zwei Millionen Dollar, brummt hinter einer Glastür.

Aber es geht auch nicht um Apps hier am Rande der Bucht von San Francisco, sondern um Alzheimer, eine der am schnellsten wachsenden Volkskrankheiten der westlichen Welt. Die Lebenserwartung des Menschen steigt mit jeder Generation, aber je älter der Mensch ist, umso anfälliger wird das Gehirn für Verschleißerscheinungen: Das Gedächtnis schwindet, das Ich zerfällt. Die Zahl der Demenzkranken wächst seit Jahren dramatisch. Es gibt keine Therapien, die sie heilen könnten.

Die Hoffnung allein darauf, dass sich das ändert, lockt die Investoren. Aber es ist mehr als Hoffnung, „die Chance ist endlich da“, wirksame Medikamente für Alzheimer, Parkinson und andere neurodegenerative Erkrankungen seien in Reichweite. Sagt Alexander Schuth, Gründer und Chief Operating Officer von Denali Therapeutics. Und es gibt viele, die ihm glauben. Fast 220 Millionen Dollar nur als erste Anschubfinanzierung sammelten sie ein, Schuth und seine beiden Mitgründer, innerhalb weniger Tage im Frühjahr 2015. Es hatte nur ein Testballon sein sollen, um zu sehen, ob ihre Ideen und Forschungspläne auf Interesse stoßen, aber das Geld strömte nur so hinein, es kam aus allen Richtungen: von Bill Gates, von Google, vom Investmentfonds des Staates Alaska.

Natürlich half es, dass Schuths Mitgründer nicht gerade unbekannt ist, Marc Tessier-Lavigne, einer der führenden Neurowissenschaftler der Welt und Präsident der Stanford University. Und Schuth? Studierte Medizin an der Berliner Charité, machte seinen MBA an der Wharton School der University of Pennsylvania und leitete die Geschäftsentwicklung des Branchenriesen Genentech. Kleine Biografien sieht man selten in diesem Umfeld.

Dennoch: Fast 220 Millionen Dollar, um erst einmal anzufangen, das klingt verrückt, und vor zwei Jahren war es selbst im Silicon Valley noch eine Sensation. Heute jedoch scheint auch das bereits normal zu sein, fließen alle paar Monate Hunderte Millionen Dollar in neue Start-ups an der amerikanischen Westküste; solche wie Juno, das Immuntherapien gegen Krebs entwickelt; oder Grail, wo an der Krebsfrüherkennung geforscht wird. Pharmakonzerne pumpen Milliarden in neue Felder und Forschungsprojekte.

Was ist da im Gange? Eine „neue Ära der Medizin“, wie sie Stefan Oschmann, Chef des Pharmakonzerns Merck kommen sieht (SPIEGEL 15/2017)?

Vor „Hype“, „Goldrausch“, „Blase“ warnen dagegen andere. Nicht zu Unrecht, denn die Biotechnologie ist anfällig für Exzesse, getrieben von planlosen Investoren und Hoffnungen auf rauschende Börsengänge.

Und doch: Etwas Besonderes scheint sich zu entwickeln, das selbst Skeptiker schwer ignorieren können. Technologien greifen ineinander, der Fortschritt nimmt zu, und damit wächst der Optimismus. „Die Wissenschaft bricht auf“, sagt Schuth, und zum Vorschein kommen neue Wege, bislang unsichtbar. Teils buchstäblich.

DER SPIEGEL

Die zweifelsfreie Diagnose von Alzheimer erfolgt per Autopsie, so stand es im Lehrbuch, als Schuth Ende der Neunzigerjahre an der Charité Medizin studierte. Heute lässt sich mit neuen Tomografen auch in die Köpfe Lebender schauen. Gentests liefern Diagnosen. Auch Antworten?

Mehr als hundert Jahre ist es her, dass der deutsche Arzt Alois Alzheimer erstmals über diese „eigenartige Erkrankung der Hirnrinde“ sprach, die häufigste Ursache für Demenz, mit gnadenlosem Verlauf, an deren Ende das Selbst der Erkrankten im Nichts verschwindet. Aber bis heute ist die Medizin kaum einen Schritt weitergekommen. Neurodegenerative Krankheiten sind Brachland, das die Forscher verzweifeln lässt. 99,6 Prozent aller in einer Studie untersuchten Behandlungsversuche zwischen 2002 und 2012 schlugen fehl. Über hundert experimentelle Therapieansätze scheiterten in den vergangenen 20 Jahren. Was für eine niederschmetternde Statistik.

Derzeit sind gut 30 Millionen Menschen weltweit an Alzheimer erkrankt, bis 2050 könnte die Zahl auf 100 Millionen steigen – und es gibt keine einzige wirksame Therapie? So viel ist klar: Wer als Erster ein wirksames Medikament auf den Markt bringt, wird Milliarden Dollar verdienen. Trotzdem gaben selbst die großen Pharmakonzerne zwischenzeitlich auf. Zu komplex schien bislang das menschliche Gehirn. Und zu speziell: Tiere erkranken nicht an Alzheimer-Demenz. Es fehlt an Modellen und Testobjekten.

Und nun? „Was zuletzt scheiterte, wurde entwickelt mit dem Wissen der Neunzigerjahre“, sagt Schuth und meint damit: Es könnte auch genauso gut aus den Fünfzigerjahren stammen, im Vergleich zum Wissen von heute liegen dazwischen Welten. Vor allem dank der Genetik und ihrer rasenden Entwicklung: Ein menschliches Genom zu sequenzieren, also das gesamte Erbgut zu analysieren, kostete vor zehn Jahren noch viele Millionen Dollar. Heute sind es wenige Hundert.

Zehntausende Patienten können nun für Studien genetisch analysiert werden, inzwischen wurden rund 30 Genmutationen entdeckt, die die Wahrscheinlichkeit, an Alzheimer zu erkranken, erhöhen, 35 für Parkinson und 34 für ALS. Die entsprechenden Zahlen lagen Ende der Neunzigerjahre bei 3, 0 und 1.

Die Genetik liefert nicht automatisch Therapien, aber sie verschafft Einblick in die Biologie der Krankheit, und dadurch lassen sich Angriffspunkte entwickeln. Einen ähnlichen Weg ging bereits die Krebsforschung im vergangenen Jahrzehnt, und Denali will ihn nun für neurodegenerative Krankheiten wiederholen. Es ist kein Zufall, dass viele der führenden Köpfe des Start-ups zuvor bei Genentech gearbeitet haben, einem führenden Hersteller von Krebsmedikamenten.

Der zweite große Aspekt ist das Imaging, die diagnostische Bildgebung: Technologie lässt teils live in den Kopf schauen. Ein großer Schritt, denn wie schwer ist es, etwas zu erforschen, das man nicht sehen kann. „Selbst im Studium konnte ich von so etwas nur träumen“, sagt Stacy Henry, dabei ist ihr Studium kaum fünf Jahre her, nun steht sie vor „Big Bird“, wie sie es bei Denali nennen, einer Art Supermikroskop, und streichelt die Maschine. „Big Bird“ analysiert 1000 Zellproben gleichzeitig, schmeißt Bilder aus, als wären es Aufnahmen ferner Galaxien vom „Hubble“-Weltraumteleskop: Bizarre Strukturen leuchten lila und grün. „Ein Traum“ für Henry, sie leitet die zellbiologische Parkinson-Forschung bei Denali. Die Maschine leistet in zehn Minuten, was vor wenigen Jahren noch eine Woche gedauert hat.

All diese neuen Fähigkeiten, in Gehirne zu schauen, Genome rasend schnell zu analysieren, unfassbare Mengen von Daten zu sortieren, eint eine gemeinsame Basis: der Fortschritt in der Computertechnologie, die digitale Revolution. Die Rechenleistung wächst und wächst, und die Software wird immer klüger, lernt dazu. Es ist eine exponentielle Entwicklung, ein Ende nicht abzusehen.

Die Hoffnungen sind groß, dass künstliche Intelligenz eine weitere Beschleunigung bringt. Maschinen lesen bereits Millionen Röntgenaufnahmen in Minuten, synthetisieren chemische Kombinationen, werten Krebsmutationen aus. Allerdings finden Maschinen nicht von selbst neue Therapien, sie machen es den Forschern nur einfacher. Denali beschäftigt deswegen Fachleute wie Thomas Sandmann, einen „Computational Biologist“: gleichzeitig Biochemiker und IT-Spezialist. Sandmann arbeitete zuvor bei Google in der Medizinforschung. Google forscht in der Medizin? Mit Hochdruck sogar, genauso wie Microsoft, Facebook und IBM. Es geht in beide Richtungen: Die Mediziner brauchen Informatiker, und die Informatiker stellen Mediziner ein.

Gerade wühlt sich Sandmann durch Gehirnzellenexperimente von israelischen Wissenschaftlern, sie haben ihre Forschungen veröffentlicht, und Sandmann schickt nun seine Algorithmen durch die Datensätze, um nach tieferen Mustern zu suchen. Es ist eine mühselige Suche, denn die meisten Experimente produzieren zu viele Daten, und wonach soll man eigentlich suchen? „Nach Korrelationen, die größer sind als der Zufall“, sagt Sandmann, es ist die Antwort eines Statistikfachmanns, aber genau so haben sich in den vergangenen Jahren einige grundlegende Erkenntnisse gewinnen lassen.

Zum Beispiel, dass die „kognitive Reserve“ den Verlauf von Alzheimer beeinflusst: Wer sein Gehirn mehr trainiert, verkraftet es besser, wenn die Gehirnzellen beginnen abzusterben. Tendenziell gilt: Je besser ausgebildet Menschen sind, desto stärker sind sie vor dem Fortschreiten der Krankheit geschützt.

Genauso wichtig scheint viel Bewegung zu sein, denn sie wirft den Abbau nicht mehr funktionierender Zellbestandteile an, die sogenannte Autophagie. Dieser Prozess findet im Zellinnern unter Zuhilfenahme spezieller Organellen, der Lysosomen, statt. Denali verwendet viel Zeit darauf, Lysosome zu erforschen, denn wenn sie nicht richtig funktionieren, stottern die Gehirnprozesse. Das zeigt eine der entdeckten Genmutationen des LRRK2-Gens, sie mindert den „intrazellularen Transport“, und das kann am Ende vermehrt zu einer erblichen Form von Parkinson führen. Wenn man die LRRK2-Aktivität hemmen könnte, ließe sich vielleicht dieser Auslöser ausschalten.

Schuth kann lange über die Eigenarten des menschlichen Gehirns reden, dass es nur durchschnittlich 1400 Gramm wiegt, aber 20 Prozent der Nährstoffe im Blut benötigt („Verrückt!“); dass die winzigen Blutgefäße im Gehirn 600 Kilometer lang sind, um die Neuronen zu versorgen („Faszinierend!“). Und was für Chancen sich nun bieten („Fantastisch!“). Das klingt, als hätte der kalifornische Optimismus abgefärbt auf den gebürtigen Frankfurter nach 15 Jahren San Francisco. Aber das Silicon Valley hat schon immer Menschen angezogen, die schneller vorwärtswollen.

Hat er seine Firma deswegen in Kalifornien gegründet statt in Deutschland, wollte er ausbrechen aus dem Land der Zweifler? Nein, eine Flucht sei es nicht gewesen, sagt Schuth, aber der „Silicon-Valley-Faktor“ spielte eine große Rolle, diese besondere Weltsicht hier: „Fortschritt ist immer gut, morgen ist immer besser als heute.“ Die Entscheidungsfreudigkeit, einfach loszulegen, auch wenn das Risiko enorm sei.

Das klingt eher nach kulturellen Differenzen, aber was macht das für Unterschiede: In Deutschland kratzen Biotechgründer ihr Geld oft mühsam zusammen. Ein, zwei Millionen Euro. Und hier gibt es 100 Millionen Dollar oder 200, weil die Geldgeber sagen: „Let’s just do it.“

Doch es gibt auch Zweifler, vor allem in Europa, sie warnen vor zu viel Optimismus, so würden nur falsche Hoffnungen gemacht. Und am Ende werde vielleicht auch geschludert, sei es aus Geldgier oder Übermut, in jedem Fall gefährlich, wenn es um Medizin und Biologie geht.

Andererseits: Kann es wirklichen Fortschritt nicht nur mit solchem Tatendrang geben, wenn die Zweifel beiseitegeräumt werden, um einfach loszustürmen?

Solche Fragen werden sich häufiger stellen, wenn sich nun immer neue technologische Wege öffnen zu neuen Therapien, wenn immer neue Start-ups nach der Zukunft der Medizin suchen und die Investoren Milliarden verteilen. Denn viele dieser Wege werden nicht ohne Zweifel zu beschreiten sein.

Die CRISPR-Cas-Methode etwa, die Genschere, mit der sich einfach und billig und schnell Erbgut in Pflanzen, Tieren, Menschen verändern lässt, verspricht so vieles: weniger Hunger auf der Welt durch einträglichere Landwirtschaft, das Ende vieler Erbkrankheiten. Und macht so viele Sorgen: Nie waren grundlegende Eingriffe in die Biologie so leicht, die Gefahr von Missbrauch so groß.

Die Technik ist kaum fünf Jahre alt und doch schon ein unverzichtbares Instrument: etwa um im Labor einfach und schnell Zellen nachzubauen, die Alzheimer-Genmutationen haben. Endlich eine Grundlage für mehr Experimente.

Oder um an der Blut-Gehirn-Schranke zu forschen: Was über das Blut ins Gehirn soll, muss diese hochkomplexe Barriere überwinden. Ein lebenswichtiger Schutzmechanismus, der es aber auch Medikamenten extrem schwer macht und viele Demenztherapien scheitern ließ. Die Denali-Forscher haben sich auf die Schranke spezialisiert, hier versuchen sie zu entwickeln, was sich „proprietary technology“ nennt und meist über den Erfolg von Start-ups entscheidet: spezielle Technologie, die kein anderer beherrscht.

Alexander Schuth, co-founder and chief operating officer of Denali Therapeutics, stands for a portrait at the companys headquarters in South San Francisco, Calif. on Thursday, July 6, 2017.

Stephen Lam / DER SPIEGEL

Alexander Schuth, co-founder and chief operating officer of Denali Therapeutics, stands for a portrait at the companys headquarters in South San Francisco, Calif. on Thursday, July 6, 2017.

Mit der Genschere haben die Denali-Wissenschaftler „eine Maus gebaut“ mit einer dem Menschen ähnlichen Blut-Gehirn-Schranke. Damit sich testen lässt, wie für Menschen gemachte Moleküle an die Quelle der Krankheit transportiert werden können. Die genetischen Veränderungen wurden weitervererbt, nun gibt es Tausende Mäuse, eine ganze Population. Das Tiermodell, wonach sich die Mediziner lange gesehnt haben, im Labor geschaffen, ganz einfach. Wahnsinn! Wahnsinn?

Die Nächte sind kurz für Schuth, drei, vier Stunden Schlaf, Arbeit sieben Tage die Woche, das Rad dreht sich zu schnell, um eine Pause zu machen. Seine Frau, Gynäkologin, forscht an Krebs bei Genentech, am Küchentisch dann solche Gespräche: „Krebsforschung ist leicht heute, Alzheimer wirklich schwer.“ Eine Frotzelei, doch der Protest bleibt aus, zu viel Wahrheit steckt darin: Die Onkologie ist so viel weiter. Und das Vorbild, von dem es für die Demenzforscher zu lernen gilt.

Vielleicht die zentrale Erkenntnis: Die Krankheit hat selbst in einer klinischen Ausprägung viele Ursachen, Brustkrebs ist nicht gleich Brustkrebs. Die Erkenntnisse aus der Genetik zeigen, dass offenbar bei jedem Patienten eine individuelle Konstellation von genetischen und umweltbedingten Ursachen vorliegt. Und deswegen hilft es wenig, immer nur mit einem groben Instrument ranzugehen, dem Chemotherapie-Hammer für alles. Stattdessen setzen Pharmaforscher und Mediziner zunehmend auf maßgeschneiderte und ursachenbezogene Therapien. Von so einer personalisierten Medizin träumen Ärzte schon lange, zumindest in der Krebstherapie könnte sie allmählich Realität werden (SPIEGEL 28/2017).

Denali arbeitet deswegen nicht an dem einen Alzheimer- oder Parkinson-Medikament, das die Krankheiten besiegen soll, „denn das kann es nicht geben“, sagt Schuth. Stattdessen verfolgen die Pharmaforscher zehn Ansätze in vier Feldern gleichzeitig: verschiedene Gene, verschiedene Therapien. Und zugleich ein besser verteiltes Risiko. Biotechunternehmen, die an völlig neuen Ansätzen arbeiten, scheitern meistens.

Auch für Denali ist der Weg noch lang und teuer, rund 400 Millionen Dollar haben die Gründer bislang eingesammelt. Was für eine Summe, aber sie wird doch nicht annähernd reichen: Eine Milliarde Dollar, zehn Jahre Entwicklungszeit lautet eine häufig genannte Faustformel in der Medikamentenentwicklung.

Denali will schneller werden und effizienter, vielleicht in acht Jahren zum Ziel kommen, dank der neuen Technologien und weil sie die gesamte Entwicklung selbst machen, im Dauerlauf: In den Laboren vollgestopft mit Lasern, Zentrifugen, Spektroskopen, basteln Mediziner rund um die Uhr an Zellen, Biologen „pipettieren, dass die Finger bluten“, Chemiker synthetisieren stets neue Moleküle, 8 in San Francisco, 40 in China.

Trotzdem sind dem Tempo klare Limits gesetzt, Medikamentenzulassung ist ein hoch reguliertes Feld.

An den vorgeschriebenen Schritten ändert sich trotz all der neuen Technologie nichts, und jeder einzelne verschlingt mindestens ein Jahr: Angriffsziele müssen identifiziert und nachgewiesen, vorklinische Sicherheitsstudien durchgeführt werden. Dann die drei Phasen klinischer Tests am Patienten: Verträglichkeit, therapeutische Wirksamkeit, Vergleich mit der Standardtherapie.

Die wenigsten schaffen es in die dritte Phase, noch weniger bis zur Zulassung. Biotechnologie ist ein frustrierendes Geschäft in den allermeisten Fällen, oft bleibt am Ende: nichts. Keine Therapie, kein Geld.

Warum also eine Firma gründen, die das scheinbar Aussichtslose will? Eine Wette mit minimalen Chancen, aber dafür riesigem Jackpot? Demenz kostet die Gesundheitssysteme Milliarden an Pflegekosten, wer den ersten Treffer landet, wird große Geldströme in die eigene Richtung umlenken.

„An Geld allein denkt hier keiner“, sagt Schuth. Es lasse sich im Silicon Valley in anderen Disziplinen leichter reich werden als mit Medizinforschung. Es solle vor allem darum gehen, „den Berg als Erster zu bezwingen“, so symbolisiert es schon der Unternehmensname: Denali, der höchste Berg in Nordamerika.

Die Rechenleistung wächst und wächst, und die Software wird immer klüger, lernt dazu.