MONSANTO: Ein SCHRECKEN ohne ENDE!!! – – – BAYER-MONSATAN im „STURZ-FLUG“ – – – „Bayer“ drohen „böse ÜBERRASCHUNGEN“ wegen „MONSANTO“: so der ANWALT – ERST ein kleiner Teil der relevanten „Monsanto-DOKUMENTE“ konnten verwendet werden und diese seien noch nicht einmal die BRISANTESTEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!! //// ?DICAMBA? ////// einseitige „MEDIEN-BERICHT-ERSTATTUNG“ ///// WAS haben die GRÜNEN mit der „VOGEL-VERTREIBUNG“ zu tun???!!!??!! //// „BRAND-STIFTUNG“

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https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/08/23/bayer-drohen-boese-ueberraschungen-wegen-monsanto/

Bayer drohen „böse Überraschungen“ wegen Monsanto

Bayer drohen nach Ansicht eines Anwalts von US-Klägern böse Überraschungen wegen des Pestizids Glyphosat.

Die Verpackung eines Unkrautvernichtungsmittels, das den Wirkstoff Glyphosat enthält. (Foto: dpa)

Die Verpackung eines Unkrautvernichtungsmittels, das den Wirkstoff Glyphosat enthält. (Foto: dpa)

Der US-Agrarkonzern Monsanto hätte die Verurteilung zu der hohen Millionenentschädigung wegen seines Pflanzenschutzmittels Glyphosat einem Bericht zufolge abwenden können. Monsanto habe ein Angebot ausgeschlagen, den Rechtsstreit für sechs Millionen Dollar (5,2 Millionen Euro) beizulegen, sagte der Klägeranwalt Brent Wisner der FAZ. Stattdessen hatte ein US-Gericht Monsanto kürzlich zur Zahlung von fast 290 Millionen Dollar Schmerzensgeld verurteilt.

Die Geschworenen in San Francisco begründeten das Urteil mit dem Versäumnis von Monsanto, den Kläger vor dem Krebsrisiko durch das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat zu warnen. Der Mann erkrankte unheilbar an Lymphdrüsenkrebs.

Wisner sagte, seitdem habe seine Kanzlei mehrere hundert weitere Anfragen erhalten. Er vertrete bereits 800 Menschen, die Monsantos Glyphosat-Produkte für Gesundheitsprobleme verantwortlich machen.

Bayer müsse sich noch auf „böse Überraschungen“ einstellen, sagte der Anwalt. Denn aus verfahrenstechnischen Gründen habe er bei dem abgelaufenen Prozess erst einen kleinen Teil der relevanten Monsanto-Dokumente verwenden können, und dies seien noch nicht einmal die brisantesten.

 

Seit Juni gehört Monsanto zum deutschen Chemieriesen Bayer. Durch die Übernahme im Umfang von 63 Milliarden Dollar will Bayer zum weltgrößten Anbieter von Pestiziden und Saatgut aufsteigen. Nach dem Glyphosat-Urteil hatte die Bayer-Aktie deutlich nachgegeben, da Anleger eine Signalwirkung für weitere Verfahren fürchteten.

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https://magazin.spiegel.de/SP/2018/34/158957327/index.html?utm_source=spon&utm_campaign=centerpage

 

»Gift in der Geschichte«

Konzerne
Die Verfahren gegen den Agrarmulti Monsanto werden sich häufen, sagt der Klägeranwalt Brent Wisner. Der Bayer-Konzern, der Monsanto gerade übernommen hat, habe das unterschätzt.
Ju­rist Wis­ner »Ihr Ruf ist den Ma­na­gern völ­lig egal«

Ver­gan­ge­ne Wo­che erstritt Wis­ner, 34, für sei­nen Kli­en­ten, den Krebs­pa­ti­en­ten De­way­ne John­son, ein bahn­bre­chen­des Ur­teil: Zum ers­ten Mal wur­de Mons­an­to we­gen an­geb­lich ver­schlei­er­ter Ri­si­ken sei­nes Un­kraut­ver­nichters Gly­pho­sat ver­ur­teilt. 289 Mil­lio­nen Dol­lar Scha­dens­er­satz muss das Un­ter­neh­men nun an den Klä­ger zah­len, so das Ur­teil des Ge­schwo­re­nen­ge­richts in San Fran­cis­co. Mons­an­to habe nicht aus­rei­chend vor den Ri­si­ken sei­nes Pro­dukts »Round Up« ge­warnt, das der Klä­ger als Haus­meis­ter ei­nes Schul­be­zirks oft aus­brach­te. Mons­an­to, seit Kur­zem Toch­ter des deut­schen Bay­er-Kon­zerns, be­strei­tet ei­nen Zu­sam­men­hang zwi­schen dem Pro­dukt und der Er­kran­kung.

SPIEGEL: Herr Wis­ner, die Ju­ris­ten Ih­rer Kanz­lei gel­ten als Ver­brau­cher­an­wäl­te, sie ge­hen ge­gen Phar­ma­kon­zer­ne und re­ni­ten­te Flug­ge­sell­schaf­ten vor. Seit wann ha­ben Sie Mons­an­to auf dem Schirm?

Wis­ner: Das liegt bei mir ein biss­chen im Blut. Schon mein Va­ter hat­te ei­nen skep­ti­schen Blick auf Pes­ti­zi­de. Er ver­netz­te sich mit Land­wir­ten und wur­de zu ei­nem Ak­ti­vis­ten ge­gen das gan­ze Che­mie­zeugs. Vor zwei­ein­halb Jah­ren be­ka­men wir dann ei­nen An­ruf von Teri Mc­Call, der Wit­we ei­nes Far­mers, der an Krebs ge­stor­ben war und über 30 Jah­re mit Mons­an­to-Pro­duk­ten ge­ar­bei­tet hat­te. Das war der Aus­lö­ser für un­se­re Re­cher­chen. In die­sem Som­mer kam auch De­way­ne John­son zu uns.

SPIEGEL: Seit Jahr­zehn­ten wird über die Ge­fahr von Mons­an­to-Pro­duk­ten dis­ku­tiert. War­um hat es so lan­ge ge­dau­ert, bis ein Ge­richt sich der Fra­ge an­ge­nom­men hat?

Wis­ner: Da­für gibt es meh­re­re Grün­de. Am wich­tigs­ten war wohl die Ein­stu­fung der In­ter­na­tio­na­len Agen­tur für Krebs­for­schung, ei­ner WHO-Toch­ter. Die be­wer­te­te Gly­pho­sat An­fang 2015 als »wahr­schein­lich krebs­er­re­gend«, wor­auf der Mons­an­to-Chef von »Drecks­for­schung« sprach. Doch nie­mand hat­te vor­her so viel zu­sam­men­ge­tra­gen, so tief da rein­ge­guckt. Das war ein Weck­ruf.

SPIEGEL: Wel­chen An­teil hat Mons­an­to dar­an, dass es erst jetzt zu ei­nem Ur­teil kam?

Wis­ner: Ei­nen gro­ßen! Mons­an­to hat ein in­ter­nes Pro­gramm, es heißt »Let not­hing go«. Der Zweck die­ses Pro­gramms ist es, Wis­sen­schaft­ler zu at­ta­ckie­ren, die sich kri­tisch über Mons­an­to-Pro­duk­te äu­ßern. Wohl­ge­merkt: Sie ge­hen di­rekt die Leu­te an, die Men­schen, dis­kre­di­tie­ren sie, auch durch Drit­te, die sie be­zah­len.

SPIEGEL: Gibt es wei­te­re der­ar­ti­ge PRStra­te­gi­en?

Wis­ner: Ein an­de­res Pro­gramm heißt »Free­dom to ope­ra­te«. Zweck ist es, al­les aus­zu­schal­ten, was den Ver­kauf ih­rer Pro­duk­te stö­ren könn­te – Ge­set­ze, wis­sen­schaft­li­che Ar­ti­kel, sie ma­chen ge­gen al­les mo­bil. Dazu wer­den auch so­ge­nann­te Miet­mäu­ler en­ga­giert, Wis­sen­schaft­ler, die Mons­an­to für ih­ren Op­por­tu­nis­mus be­zahlt. Die­se Pro­gram­me spie­geln eine Un­ter­neh­mens­kul­tur, die kei­ner­lei In­ter­es­se an öf­fent­li­cher Ge­sund­heit er­ken­nen lässt, son­dern nur an Pro­fit.

SPIEGEL: Mons­an­to be­strei­tet ja wei­ter­hin, Ein­fluss auf die Wis­sen­schaft ge­nom­men zu ha­ben – was gab bei den Ge­schwo­re­nen den Aus­schlag für das Ur­teil?

Wis­ner: Die wis­sen­schaft­li­che Er­kennt­nis selbst, glau­be ich. Die zwölf Ge­schwo­re­nen wa­ren ja kei­ne Leicht­ge­wich­te. Es war eine Mo­le­ku­lar­bio­lo­gin dar­un­ter, ein Um­welt­in­ge­nieur, ein An­walt. Kol­le­gen sag­ten mir: »Pass auf, Brent, so viel In­tel­li­genz kann auch hin­der­lich sein.« Ich war mir aber si­cher, dass die kri­ti­schen Stu­di­en, die ja zum Teil un­ter­drückt wor­den wa­ren, das Stärks­te war, was wir hat­ten.

SPIEGEL: War das der Grund, war­um Sie im Vor­feld auch in­ter­ne Mails aus dem Kon­zern an die Me­di­en wei­ter­ge­reicht ha­ben?

Wis­ner: Wir woll­ten si­cher­stel­len, dass die gan­ze Ge­schich­te auf den Tisch kommt und alle das ken­nen, was an­de­re lie­ber im Ver­bor­ge­nen ge­hal­ten hät­ten. Die­se in­ter­nen Vor­gän­ge wer­den si­cher auch in der Be­ru­fungs­in­stanz eine Rol­le spie­len.

SPIEGEL: Für den Lai­en ist die Fra­ge der Si­cher­heit des Pro­dukts schwer zu durch­schau­en: Ei­ner­seits ist von über 800 Stu­di­en die Rede, die an­geb­lich die Si­cher­heit des Wirk­stoffs Gly­pho­sat be­le­gen. Dann je­doch räumt eine Mons­an­to-An­ge­stell­te ein, das Pro­dukt Round Up nie dar­auf ge­tes­tet zu ha­ben, ob es krebs­er­re­gend ist.

Wis­ner: Die 800 Stu­di­en sind Au­gen­wi­sche­rei. Mit Krebs ha­ben sie nichts zu tun. Es geht dar­in etwa dar­um, ob der Stoff eine Ir­ri­ta­ti­on der Au­gen oder der Haut aus­lö­sen könn­te. Zum The­ma Krebs gibt es nur rund 20 Stu­di­en. Fast alle zei­gen ein Ri­si­ko. Mons­an­to ver­weist aber im­mer auf die 800 Stu­di­en, weil sie da­mit bes­ser ab­len­ken kön­nen.

SPIEGEL: Nach ei­ner RoundUp-Stu­die des fran­zö­si­schen For­schers Séra­li­ni im Jahr 2012 ha­gel­te es Pro­tes­te. Wie er­klä­ren Sie sich die Schär­fe der Kri­ti­ker?

Wis­ner: Die Stu­die be­leg­te ein Krebs­ri­si­ko bei Rat­ten und traf Mons­an­to ins Mark. Sie or­ches­trier­ten ei­nen Auf­schrei, or­ga­ni­sier­ten eine Le­ser­brief­flut ge­gen ver­meint­li­che Feh­ler der Stu­die und brach­ten den Chef­re­dak­teur des Fach­ma­ga­zins, mit dem sie eine fi­nan­zi­el­le Be­zie­hung an­bahn­ten, dazu, den Ar­ti­kel zu­rück­zu­zie­hen.

SPIEGEL: Mons­an­to hat die Ge­fähr­lich­keit von Di­oxi­nen in der Kühl­flüs­sig­keit PCB eben­so ver­schlei­ert wie die sei­nes frü­he­ren Um­welt­gifts Agent Oran­ge. Steht Round Up wo­mög­lich in ei­ner ge­wis­sen his­to­ri­schen Kon­ti­nui­tät?

Wis­ner: Ja, denn Mons­an­tos Ge­schich­te ist die ei­ner gro­ßen Lüge. Sie täu­schen die Men­schen, gau­keln ih­nen si­che­re Pro­duk­te vor und ma­chen viel Geld da­mit. Und wen­n’s un­ge­müt­lich wird, ma­chen sie ein­fach mit ei­nem an­de­ren Pro­dukt wei­ter. Die­se Stra­te­gie hat sich über hun­dert Jah­re be­währt. Da­bei ist den Mons­an­to-Ma­na­gern ihr Ruf völ­lig egal. Bay­ers Her­an­ge­hen ist da hof­fent­lich se­riö­ser, ob­wohl sie sich nun eine Bür­de auf­ge­la­den ha­ben.

SPIEGEL: Ha­ben Sie eine Er­klä­rung, war­um sich Bay­er Mons­an­to ans Bein ge­bun­den hat?

Wis­ner: Sie ha­ben wohl un­ter­schätzt, wie viel Gift in de­ren Ge­schich­te steckt. Viel­leicht hat Bay­er die Trans­ak­ti­on vo­ri­ge Wo­che schon be­reut, als der Ak­ti­en­kurs weg­sack­te. Und es wird ja nicht leich­ter für Bay­er. Es wer­den wei­te­re Do­ku­men­te be­kannt wer­den, und es gibt noch ei­ni­ge Kla­gen mehr: Al­lein un­se­re Kanz­lei ver­tritt 800 Men­schen ge­gen Mons­an­to.

In­ter­view: Nils Kla­wit­ter

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http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/bayer-und-monsanto-koennen-sich-auf-ein-langes-verfahren-einstellen-15750750.html

Angriffslustiger Anwalt 

„Auf Bayer warten noch böse Überraschungen“

Erfolgreich vor Gericht: Klägeranwalt Brent Wisner vertritt den krebskranken Dewayne Johnson gegen Monsanto. Bild: AFP

Der Kauf von Monsanto wird wegen des Glyphosat-Urteils für den deutschen Konzern um einiges riskanter. Der Anwalt des Klägers rüstet sich für ein langes juristisches Gefecht.

Für Monsanto hätte alles viel glimpflicher ausgehen können. Der amerikanische Agrogigant hatte ein Vergleichsangebot auf dem Tisch, um einen Rechtsstreit mit dem krebskranken Dewayne Johnson, in dem es um Unkrautvernichtungsmittel mit dem Inhaltsstoff Glyphosat geht, aus der Welt zu schaffen. Für 6 Millionen Dollar hätte der Konzern das Kapitel abhaken können, wie Johnsons Anwalt Brent Wisner im Gespräch mit der F.A.Z. verrät. Aber Monsanto habe ein Gegenangebot gemacht, das „ein Witz“ gewesen sei und nur bei „einem Bruchteil eines Bruchteils“ dieser Summe gelegen habe. So kam es zu einem Gerichtsprozess, an dessen Ende der Konzern dazu verurteilt wurde, dem Kläger 289 Millionen Dollar zu zahlen. Die Geschworenen sahen es als erwiesen an, dass die Glyphosatmittel zu der Krebserkrankung des Mannes beigetragen haben und dass Monsanto Verbraucher nicht ausreichend vor den Gesundheitsrisiken der Produkte gewarnt hat.

Roland Lindner

Wirtschaftskorrespondent in New York.

Es war ein spektakuläres Urteil, das die Börse schockierte, denn dies ist womöglich nur der erste in einer ganzen Serie von solchen Gerichtsprozessen. Nach letzten offiziellen Angaben sieht sich Monsanto 5200 Klägern gegenüber, die behaupten, Glyphosat habe sie schwer krank gemacht. Und das ist jetzt das Problem des deutschen Bayer-Konzerns, der Monsanto vor gut zwei Monaten offiziell übernommen hat. Die Bayer-Aktie hat nach dem Urteil zeitweise fast 18 Prozent an Wert eingebüßt, der Börsenwert fiel um mehr als 15 Milliarden Euro. Nur ein kleiner Teil der Verluste wurde mittlerweile wieder wettgemacht….

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https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/08/24/tausenden-klagen-den-usa-gegen-bayer-anhaengig/

Zahl der Klagen gegen Bayer in den USA deutlich höher als bekannt

Die Zahl der anhängigen Klagen gegen das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat der Bayer-Tochter Monsanto ist deutlich höher als gedacht.

Klagen: Monsanto und Bayer. (Foto: dpa)

Monsanto und Bayer. (Foto: dpa)

Bayer sieht sich in den USA mit mehr Klagen wegen des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat konfrontiert als bislang bekannt. Bis Ende Juli hätten rund 8000 Klagen vorgelegen, sagte Vorstandschef Werner Baumann am Donnerstag in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Bisher waren mehr als 5000 Klagen bekannt. Baumann sagte, Ende Oktober werde das nächste Verfahren vor einem Gericht in St.Louis im US-Bundesstaat Missouri starten.

Vor knapp zwei Wochen wurde die Bayer-Tocher Monsanto, die Glyphosat entwickelt hat, von einem kalifornischen Gericht zu einer Schadensersatzzahlung von 289 Millionen Dollar an einen an Krebs erkrankten Mann verurteilt, der seine Erkrankung auf den Unkrautvernichter zurückführte. Baumann bekräftigte, der Konzern werde das Urteil anfechten und sich dagegen und auch in weiteren Fällen entschieden verteidigen. Rückstellungen für Schadensersatzzahlungen habe Bayer bislang nicht gebildet.

Bayer hatte Monsanto mithilfe neuer Schulden in Milliardenhöhe in den vergangenen Monaten übernommen.

Baumann sieht den Sinn der Übernahme des US-Agrarchemiekonzerns Monsanto durch das jüngste Urteil im Glyphosat-Prozess nicht in Frage gestellt. „Fakt ist: An der zwingenden Logik der Übernahme von Monsanto, am Wertschaffungspotenzial für unsere Aktionäre, an der Attraktivität des Agrarmarkts und an unseren kommunizierten Zielen hat sich überhaupt nichts geändert“, sagte er dem „Handelsblatt“ laut einem am Donnerstag auf der Homepage veröffentlichten Interview.

Bayer habe im Zuge der Übernahme auch die Rechtsrisiken intensiv betrachtet, sagte Baumann. „Man muss aber auch sehen, dass zum damaligen Zeitpunkt der Umfang der Klagen, mit denen wir uns jetzt auseinandersetzen, noch gar nicht absehbar war.“ Anlass zu einer Neubewertung sieht er nicht: „Die Sicherheitsbewertung von Glyphosat hat sich seit dem Zeitpunkt der Übernahme nicht verändert. Wenn das anders wäre und wir feststellen müssten, dass in der Due Diligence etwas übersehen wurde, würden wir reagieren. Das ist aber nicht der Fall.“

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DICAMBA

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/08/18/saatgut-haendler-erwaegen-klage-gegen-monsanto/

Saatgut-Händler erwägen Klage gegen Monsanto

In den USA erwägen zwei große Saatguthändler Klagen gegen Monsanto.

Der Bayer-Tochter Monsanto droht in den USA mit ihrem Unkrautvernichtungsmittel Dicamba neues Ungemach. Die beiden größten unabhängigen Saatgut-Händler des Landes, Beck’s Hybrids und Stine Seed, wollen bei den US-Behörden erreichen, dass Dicamba von Landwirten zunächst nicht mehr eingesetzt werden darf, wie sie der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Sollte es zu einem Verbot kommen, könnte den Bauern der Anreiz fehlen, das darauf abgestimmte Monsanto-Saatgut zu kaufen. Der Bayer-Tochter drohen dadurch Umsatzeinbußen.

Hintergrund der Initiative sei, dass das Mittel auch auf Felder gelangt sei, auf denen Sojabohnen wuchsen, die gegen Dicamba nicht resistent sind, erklärten die Unternehmen. Dadurch habe es Ernteschäden gegeben. Der US-Konzern Monsanto, den Bayer jüngst für rund 63 Milliarden US-Dollar übernommen hat, hat Sojabohnen gezüchtet, denen Dicamba nicht schaden kann. Die US-Umweltschutzbehörde EPA will im Herbst entscheiden, ob sie die Genehmigung für Dicamba verlängert.

Der Aktienkurs von Bayer hat in den vergangenen Tagen rund 15 Prozent seines Wertes im Zuge des Bekanntwerdens anderer Klagen gegen Monsanto verloren. Am Freitagmittag stagnierte der Aktienkurs.

Monsanto sieht sich wegen Dicamba mehreren Klagen gegenüber. 2017 hatte eine neue Formulierung des Pflanzenschutzmittels nach Einschätzung von Landwirten und Experten zu erheblichen Schäden an der Ernte geführt, da sich Dicamba verflüchtigt habe, über die Felder getrieben sei und so auch Pflanzen erreicht habe, die nicht gegen das Mittel durch gentechnische Veränderung gewappnet waren. Das hatte eine Welle von Beschwerden und Klagen gegen Monsanto ausgelöst. Monsanto wirft den Landwirten vor, der Anleitung des Herbizids nicht genau gefolgt zu sein und Dicamba unsachgemäß aufgetragen zu haben. Dicamba wird außer von Monsanto auch von dem deutschen Chemiekonzern BASF und dem US-Unternehmen DowDuPont hergestellt.

Monsanto war jüngst von einem US-Gericht zur Zahlung von 289 Millionen Dollar Schadenersatz an einen an Krebs erkrankten Mann verurteilt worden, der sein Leiden auf das von Monsanto entwickelte Glyphosat zurückführte. Monsanto sieht sich mehr als 5000 ähnlichen Klagen in den USA gegenüber.

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https://www.testbiotech.org/aktuelles/einseitige-berichterstattung-bei-spiegel-online

Einseitige Berichterstattung bei Spiegel Online

Bundesregierung beantwortet kleine Anfrage der FDP

21. 08. 2018 / Nach der Süddeutschen Zeitung (SZ) berichtet auch Spiegel Online sehr einseitig über Testbiotech und die Einrichtung der „Fachstelle Gentechnik und Umwelt“. Trotz harscher Vorwürfe wurde Testbiotech auch dieses Mal nicht um eine Stellungnahme angefragt. Abermals wird Testbiotech pauschal unterstellt, nicht wissenschaftlich zu arbeiten. Bereits zuvor hatten die Journalistinnen Julia Merlot (Spiegel Online) und Kathrin Zinkant (SZ) mehr oder weniger im Gleichklang das Urteil des Europäischen Gerichtshofes zu den neuen Gentechnikverfahren mit zum Teil sachfremden Argumenten und ungewöhnlich heftig kritisiert.

Frau Merlot agiert offensichtlich voreingenommen: Bereits im Interview mit dem Tübinger Forscher Detlev Weigel vom 12. Mai 2018 teilt Frau Merlot nicht mit, dass dieser im Bereich Gentechnik Patente anmeldet und sich selbst als Berater der Industrie bezeichnet. Jetzt verweist Merlot erneut auf Weigel, ohne zu erwähnen, dass Testbiotech sich bereits im Detail mit dessen Kritik befasst hat. Frau Merlot nennt offensichtlich nicht alle relevanten Fakten.

Testbiotech legt Wert darauf, nach wissenschaftlichen Standards zu arbeiten und gleichzeitig unabhängig von den Interessen derer zu sein, die von Anwendungen der Gentechnik profitieren. Im Vordergrund unserer Arbeit steht die Perspektive des Umwelt- und Verbraucherschutzes. Diese Perspektive, die aus unseren Verlautbarungen klar erkennbar ist, rechtfertigt es aber nicht, uns als Lobby-Organisation oder Technikfeinde zu bezeichnen. Wir lehnen die Gentechnologie als Instrument der Forschung keineswegs ab. Wir sehen aber bestimmte Anwendungen sehr kritisch, vor allem, wenn gleichzeitig die Risiken und negativen Auswirkungen nicht ausreichend untersucht werden.

Der offizielle Anlass für die Berichterstattung ist eine Anfrage der FDP im Deutschen Bundestag zur „Fachstelle Gentechnik und Umwelt“, die gestern veröffentlicht wurde. In ihrer Antwort schreibt die Bundesregierung: „Ziel des Vorhabens ist es, neue Entwicklungen in der Biotechnologie- und Gentechnik in Bezug auf ihre Relevanz für den Natur- und Umweltschutz wissenschaftlich auszuwerten. Eine systematische Vorschau soll neue Entwicklungen frühzeitig identifizieren und u. a. Zuchtziele, Organismen, methodische Entwicklungen und für die Biosicherheit relevante Aspekte wie Präzision und Methoden zur Untersuchung von unbeabsichtigten Auswirkungen beinhalten. (…)  Das Vorhaben soll seine wissenschaftlichen Ergebnisse zudem für den öffentlichen Dialog zu den neuen Entwicklungen in der Biotechnologie- und Gentechnik zugänglich machen.“

Gemessen an diesen Herausforderungen ist das Forschungsprojekt finanziell nur mit geringen Mitteln ausgestattet. Trotzdem hofft Testbiotech, dass das Projekt dazu beitragen wird, die Rahmenbedingungen für eine von der Industrie unabhängige Risikoforschung zu verbessern. Vor diesem Hintergrund begrüßt Testbiotech die kontroverse Diskussion, mahnt aber mehr journalistische Sorgfalt und Ausgewogenheit an.

Kontakt: Christoph Then, Tel. 0151 54638040 info@testbiotech.org.

Die Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage der FDP:
http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/038/1903812.pdf

Die Website der „Fachstelle Gentechnik und Umwelt“:
https://fachstelle-gentechnik-umwelt.de/

Spiegel Online über Testbiotech und die „Fachstelle Gentechnik und Umwelt“:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/bundesumweltministerium-beauftragt-testbiotech-mit-info-kampagne-a-1220832.html
Testbiotech über die Kontroverse mit Detlev Weigel und die vom ihm kritisierte tabellarische Übersicht:
www.testbiotech.org/blog_crispr_grundlagen_der_biologie

www.testbiotech.org/node/2232

Spiegel online über Detlev Weigel:
www.spiegel.de/wissenschaft/natur/gentechnisch-veraenderte-lebensmittel-herr-weigel-fuehrt-die-gruenen-vor-a-1205755.html

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https://www.testbiotech.org/node/2260

Testbiotech veröffentlicht Gutachten zur Stärkung der unabhängigen Risikoforschung

Ausreichende Anreize für Forschung und Partizipation der Zivilgesellschaft als wichtige Eckpunkte

20. August 2018 / Testbiotech veröffentlicht heute ein Rechtsgutachten, das sich mit den rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen einer Förderung der unabhängigen Risikoforschung im Bereich der Gentechnologie befasst. Wichtige Eckpunkte des Rechtsgutachtens sind: (1) Der Staat ist dazu verpflichtet, eine systematische und vorsorgeorientierte Forschung zu etablieren. (2) Zur Erfüllung dieser Aufgabe wäre die Erhebung einer sogenannten nicht-steuerlichen Sonderabgabe gerechtfertigt, die die Industrie in die Pflicht nimmt. (3) Bei der Vergabe der Mittel eines entsprechenden Fonds kann ein Beirat, dem beispielsweise Verbraucher- und Umweltschutzverbände angehören, beteiligt werden.

Wie das Gutachten zeigt, ist die gesetzlich geforderte Unabhängigkeit der Risikoforschung im Bereich der Gentechnik derzeit kaum erreichbar, da viele Wissenschaftler und Experten u.a. über Drittmittelforschung mit der Biotech-Industrie verbunden sind. Auch staatliche Forschungsprogramme haben in der Regel ein vorwiegendes Interesse an Technologieentwicklung und Förderung von Innovation. Im Ergebnis ist die Balance zwischen den Vermarktungsinteressen der Industrie und den Zielen eines vorbeugenden Schutzes von Mensch und Natur erheblich gestört.

Das Gutachten zeigt, wie geeignete Anreize für eine verbesserte Risikoforschung geschaffen werden können, um Umwelt- und Verbraucherschutz zu stärken. Ein Entwurf des Gutachtens wurde bereits 2017 auf einem Workshop in Berlin präsentiert, an dem u.a. Abgeordnete des Bundestages sowie Mitarbeiter des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) in Karlsruhe teilnahmen.

Anlass für die Veröffentlichung des Gutachtens ist die Diskussion rund um die „Fachstelle Gentechnik und Umwelt“. Dieses Projekt soll helfen, einige Lücken im Bereich der vorsorge­orientierten Risikoforschung zu schließen. Dafür werden vorhandene Publikationen und die aktuelle Entwicklung konsequent unter der Perspektive des Vorsorgeprinzips und dem Schutz von Mensch und Umwelt bewertet. Das Forschungsprojekt ist auch im Hinblick auf Partizipation der Zivilgesellschaft ein wichtiges Pilotprojekt.

„Die Einmischung der Zivilgesellschaft stößt nicht überall auf Zustimmung. Derzeit sehen wir in den sozialen Netzwerken und sogar manchen Medien den Versuch, Testbiotech deswegen zu diffamieren. Man versucht, uns mit der GentechnikLobby auf eine Stufe zu stellen“, sagt Christoph Then für Testbiotech. „Aber wir haben in den letzten zehn Jahren die Erfahrung gemacht, dass die Risiken der Gentechnik eben nur dann genauer untersucht werden, wenn die Zivilgesellschaft sich einmischt.“

Allerdings zeigt das Gutachten auch, dass in Zukunft weitergehendere Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die gesetzliche Verpflichtung zur Durchführung einer systematischen und vorsorgeorientierten Forschung zu erfüllen. Nur ausreichend ausgestattete Forschungsprogramme könnten einen nennenswerten Anreiz ausüben, so dass die etablierte Forschung sich stärker mit Risikofragen beschäftigt.

Von entsprechenden Anreizen würden auch der Staat und die Behörden profitieren: Auch die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA hat bereits mehrfach beklagt, dass es schwierig ist, Experten zu finden, die die nötige Expertise, gleichzeitig aber keine Verbindung zur Biotech-Industrie haben.

Kontakt: Christoph Then, Tel 0151 54638040, info@testbiotech.org

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be.com/watch?v=PyMQ5pt5zig

 

Bayer und Monsanto: die SAAT der GIER –  WDR Doku

ab Minuten 32:15  –   BRASILIEN – „HighTech“ auf dem Acker DROHNEN im EINSATZ –  Monsanto und  „ClimateCORPORATION“ „WETTER-SATELLITEN-DATEN“DATEN sind Währung der ZUKUNFT???!!! LANDWIRTSCHAFT wird zum COMPUTERSPIEL  – – – Der gläserne BAUER Glyphosat wird immer uneffektiverSuperWEEDS

ab Minuten 41:55  –  GLYPHOSAT – DEUTSCHLAND – CDU/CSU

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„DIGITALE LANDWIRTSCHAFT“

https://www.welt.de/wirtschaft/plus158259255/So-herrscht-Bayer-in-Zukunft-ueber-die-Bauern-dieser-Welt.html

Agrar-Revolution

So herrscht Bayer in Zukunft über die Bauern dieser Welt

Beim Digital Farming unterstützen Drohnen den Einsatz von Mähdreschern
Beim Digital Farming unterstützen Drohnen den Einsatz von Mähdreschern

Hugh Grant ist wie ausgewechselt. Wochenlang hat der Vorstandchef des US-Saatgutriesen Monsanto knorrig und grantelnd die Übernahmepläne des Leverkusener Pharma- und Chemie-Riesen Bayer für sein Unternehmen kritisiert und torpediert. Es gab sogar schon Spekulationen, dass sich der Schotte und Bayer-Chef Werner Baumann nicht wirklich etwas zu sagen haben.

Nun aber ist von persönlicher Antipathie keine Rede mehr. Und auch der schroffe Umgangston ist passé. Stattdessen säuseln Grant und Baumann in einer Telefonkonferenz von gemeinsamen Visionen, die durch den frisch besiegelten Zusammenschluss von Bayer und Monsanto Wirklichkeit werden können. „Wir erreichen eine neue Ära in der Landwirtschaft“, sagt Grant mit regelrecht beschwingter Stimme, als habe es den Ringkampf der beiden Großkonzerne um Geld, Macht und Einfluss zuvor gar nicht gegeben….

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siehe auch  „Crispr/Cas“ – „Gen-Schere“ – „Genome-Editing“

https://www.keine-gentechnik.de/nachricht/33361/#gsc.tab=0

Behörde: Cibus-Raps doch gentechnisch verändert

20.08.2018

Raps
Raps (Foto: Maria Eklind / flickr, Rapeseed, bit.ly/28MsMjR, creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)

Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs zu den neuen gentechnischen Verfahren sind die herbizidresistenten Rapslinien der kanadischen Firma Cibus als gentechnisch verändert einzustufen. Zu diesem Ergebnis kam das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) nach erneuter Prüfung und nahm seinen anderslautenden Bescheid aus dem Jahr 2015 zurück.

Am 5. Februar 2015 hatte das BVL auf Antrag der Firma Cibus festgestellt, die mit Hilfe des Rapid Trait Development Systems erzeugten herbizidresistenten Rapslinien seien keine gentechnisch veränderten Organismen im Sinne des Gentechnikgesetzes. Das hätte bedeutet, dass der GV-Raps unkontrolliert hätte angebaut werden dürfen. Um das zu verhindern und sicherzustellen, dass der Cibus-Raps nicht konventionelle Sorten verunreinigen kann, klagten eine konventionelle Ölmühle, ein biologischer Saatgutzüchter und der Bund für Umwelt- und Naturschutz BUND gegen diesen Bescheid.Damit durfte der Cibus-Raps vorläufig nicht auf deutsche Äcker. „Viele Kulturarten, an denen gentechnisch verändert wird, sind auskreuzungsfähig“, erläuterte Gebhard Rossmanith,Vorstandsvorsitzender der klagenden Bingenheimer Saatgut AG. „Raps ist besonders problematisch, weil es viele andere Kreuzblütler bei Nutzpflanzen wie Kohl, Broccoli etc. sowie bei Wildpflanzen gibt. Einer so auskreuzungsfreudigen Kultur einen Freifahrtschein auszustellen war verantwortungslos“, kritisierte Rossmanith das BVL.

Dem schob der Europäische Gerichtshof (EuGH) im Juli einen Riegel vor. Denn er entschied, dass alle mit Verfahren der Mutagenese gewonnenen Pflanzen und Tiere gentechnisch veränderte Organismen (GVO) im Sinne der EU-Freisetzungsrichtlinie sind. Das heißt, sie müssen auf ihr Risiko geprüft, gekennzeichnet und nachverfolgbar sein. Zwar gibt es davon laut Richtlinie auch Ausnahmen. Die gelten laut EuGH aber nur für solche Mutagenese-Verfahren, die bereits länger angewandt wurden und als sicher gelten. Das ist bei der von der Firma CIBUS eingesetzten Oligonukleotid-gesteuerte-Mutagenese (OgM) nicht der Fall.

Die von CIBUS unter dem Namen „Rapid Trait Development System“ (RTDS) verwendete OgM-Technologie verändert das Erbgut mittels kurzer, im Labor synthetisierter DNA-Sequenzen, die in die Zelle eingeführt werden. Wie das Klägerbündnis in seiner Presseinformation ausführt, sollen diese die DNA in der Zelle dazu veranlassen, sich an einer gewünschten Stelle dem fremden Muster anzupassen. Der genaue Mechanismus der Veränderung sei unklar, das habe auch die Zentrale Kommission für Biologische Sicherheit in ihrer Stellungnahme eingeräumt, heißt es weiter.

Ferner monierten die Kläger die fehlende Zuständigkeit des BVL. Die EU-Kommission hatte die EU-Mitgliedstaaten ausdrücklich aufgefordert, die rechtliche Einstufung der neuen Technologien durch die Kommission abzuwarten, da das EUKompetenz sei. Dennoch hielt das BVL seinen Bescheid aufrecht. Es stellte ihn allerdings unter den Vorbehalt, ihn nach einer Entscheidung der EU-Kommission zu ändern. Geklagt hatte ein Bündnis aus 17 Verbänden, Initiativen und Unternehmen aus dem Agrar- und Umweltbereich, koordiniert von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft. Mit der Rücknahme des Bescheids hat sich dann auch die Klage beim Verwaltungsgericht Braunschweig erledigt. [vef]

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SCHWARZ-GRÜNES PROGRAMM gegen die NATUR

WAS haben die GRÜNEN mit der „VOGEL-VERTREIBUNG“ zu tun???!!!??!!

siehe auch „WIND-ENERGIE“ wird zum „NATUR-FIASKO“

siehe auch „INSEKTEN-STERBEN“ – „VOGEL-MORD“ – „KILLER-ROTOREN“

https://www.neopresse.com/umwelt/gruene-landesregierung-hessens-opfert-offenbar-naturparadies-fuer-windparks/

Grüne Landesregierung Hessens opfert offenbar Naturparadies für Windparks

NEOPresse in Umwelt

Seltene Greifvögel brüten noch im Vogelsberg

Von der Geschichte, die sich geradezu nach einem Naturschutzkrimi anhört, berichtete unlängst die „Welt“. Im Naturschutzgebiet Vogelsbergkreis sind täglich Vogelschutzbeauftragte unterwegs, um seltene Vögel zu beobachten. Noch sind in dem waldreichen Gebiet auf dem ehemaligen Vulkan zahlreiche Seltenheit zu beobachten. Doch auch im Vogelsberg geht die Zahl der seltenen Vögel dramatisch zurück, berichtet der dort zuständige Förster.

2004 wurde dort aufgrund sehr seltener Vögel, die dort heimisch wurden, das Vogelschutzgebiet eingerichtet. Die seltenen Vögel wie Schwarzstörche, Rotmilane, Uhus oder Habichte sind gerade in der Brutzeit besonders nervös, berichtet der Förster. Eigentlich dürfte während dieser Zeit niemand in die Nähe der Brutplätze gehen. Denn bei Störungen verlassen viele Vögel die Nester oder brechen die Brut ganz ab.

Die Interessen der Energielobby stehen über Naturschutz

Doch anscheinend will nicht jeder die Vögel schützen. Und die Interessen an Windkrafträdern im Vogelsberg sind besonders hoch. Im Vogelsberggebiet stehen bereits über 250 Windkraftanlagen. Diese sind schon jetzt ein Problem für manche der seltenen Vögel. Sie fühlen sich dadurch gestört oder sterben, wenn sie in der Nähe der Windräder vorbeifliegen, weil ihre Lungen durch den Luftunterdruck platzen.

Im Vogelsberg herrscht seit Jahren ein Kampf von Windradgegnern und Befürwortern. Die grüne Landesregierung führte ursprünglich das Projekt der „ökologischen Energie“ im Vogelsberg ein. Zulasten der seltenen Tierarten?

Die heimlichen Aufnahmen lassen vermuten, dass dort jemand absichtlich die brütenden Vögel stören sollte. Denn wo seltene Vögel brüten, dürfen keine Windparks aufgestellt werden. Die Aufnahmen wurden nicht nur an den dortigen Förster und Vogelschutzbeauftragten verschickt, sondern auch an die Polizei. Die Behörden reagierten allerdings nicht, weshalb das Video an die „Oberhessische Zeitung“ geschickt wurde. Der Fall wurde öffentlich.

Die Naturschutzbehörde in Gießen stellte schließlich Strafanzeige. Der gefilmte Mann stellte sich. Es war ein Biologe aus Marburg. Er wurde beauftragt, ein Umweltgutachten im Genehmigungsverfahren für Windräder zu erstellen, wie sich herausstellte.

Absichtliche Störung?

Es sollte lediglich dokumentiert werden, ob und wo welche Vögel nisten und brüten. Stellt sich heraus, dass es brütende Vögel in der Nähe der geplanten Windparks gibt, gibt es keine Genehmigung für den Bau. Der Biologe erklärte, er habe die Vögel nicht stören, sondern lediglich prüfen wollen, ob „da etwas ist“. Wäre der Mann tatsächlich nur Gutachter, hätte er die Vögel nur aus der Ferne beobachten und sich ihnen während der Brutzeit nicht nähern dürfen.

Das Video scheint nun zu beweisen, was im Vogelsberg seit Jahren als Gerücht herumgeht. Brütende Vögel werden absichtlich vertrieben, weil ihr Aufenthalt dort die Genehmigungen für die Windparks unmöglich macht. Das Misstrauen in der Bevölkerung ist sehr groß. Der Naturschutzbund Hessen ist sogar davon überzeugt, dass im ganzen Vogelsberg versucht wird, systematisch Brutplätze zu zerstören, damit die Windparks errichtet werden können.

Im Vogelsberg sollen nach den Plänen der Betreiber und mit Genehmigung der grünen Landesregierung 16 neue Windräder errichtet werden. Die „Gutachter“ der Betreiber hatten nur 8 Brutplätze der Greifvögel in dem vorgesehenen Gebiet gefunden. Die Naturschützer fanden 40 Horste. In den betroffenen Gebieten sollen jetzt drei Bäume mit Rotmilan-Horsten gefällt werden. Den Greifvögeln soll woanders ein Ersatz-Nistplatz angeboten werden. Ob dies funktioniert bezweifeln Naturschützer stark. Sie wollen dagegen klagen.

Grüne wollen Windparks

Fakt ist, die grüne Landesregierung will die Windparks. Klimaschutz geht den hessischen Grünen anscheinend vor Naturschutz. Mit der entsprechenden Argumentation der Grünen war zu rechnen: „Wenn der Klimaschutz nicht funktioniert, gibt es auch bald keinen Naturschutz und keine Vögel mehr“. Geht es nach der schwarzgrünen Landesregierung, sollen sieben weitere Windparks in Nordhessen mit je 20 Windkrafträdern entstehen. Hessens Naturschützer und Bürger sind entsetzt.

Die Polizei ermittelt noch gegen den „Baumklopfer“. Ob allerdings jemals Klage erhoben wird, ist fraglich. Die Politik sowie die Energie-Lobby dürfte dies zu verhindern wissen. Die Horste der seltenen Greifvögel sind jedenfalls verlassen. Ob die Greifvögel jemals wiederkehren, ist unsicher. Dank der Grünen in Hessen.

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Die GRÜNEN „MISSE-TÄTER“ LÜGEN – LÜGEN – LÜGEN

tube.com/watch?v=5anZE-aRs30

Grün gegen Grün – Wenn für Windräder Wald gerodet wird

Der „ROT-MILAN“

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tube.com/watch?v=ONhY6NEK5qc

Wie gefährlich sind Windkraftanlagen für Vögel und Fledermäuse?

Der „ROT-MILAN“

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ube.com/watch?v=7j_pWwFUs5o

siehe auch  „GREEN-WASHING“ – „WWF-UNILEVER-MSC-ZERTIFIKAT“ – „NACH-HALTIGKEIT?!“ – „Die GRÜNE LÜGE“ – FILM von „Werner Boote“ und „Kathrin Hartmann“

Kampf gegen die „Palmöl-Mafia“ | DW Reporter

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http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/ungluecke/kampf-gegen-die-flammen-wird-noch-tage-dauern-15754977.html

Waldbrand bei Berlin : Kampf gegen die Flammen wird noch Tage dauern

  • Aktualisiert am

Der Waldbrand in Brandenburg erhellt den Nachthimmel. Bild: dpa

Noch immer sind Hunderte Feuerwehrleute in Brandenburg im Einsatz. Der zuständige Vize-Landrat vermutet Brandstiftung als Ursache.

…..

Der Vize-Landrat von Potsdam-Mittelmark, Christian Stein (CDU), äußerte angesichts des gleichzeitigen Ausbruchs an drei Stellen den Verdacht, dass der Brand gelegt worden sein könnte. Aus dem Innenministerium hieß es jedoch, man habe keinerlei Erkenntnisse zur Brandursache, es könne nichts ausgeschlossen werden…..

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„BRAND-STIFTUNG“ in „BRANDen-BURG“

http://www.spiegel.de/panorama/waldbrand-in-brandenburg-war-es-brandstiftung-a-1224971.html

Waldbrand in Brandenburg

War es Brandstiftung?

 

Die Großfeuer vor Berlin sind unter Kontrolle, aber noch nicht komplett gelöscht. Laut Brandenburgs Ministerpräsident Woidke gibt es Indizien, dass der Brand womöglich absichtlich gelegt worden ist.

Waldbrand in Treuenbrietzen, Brandenburg (Foto vom 24.8.)

DPA

Waldbrand in Treuenbrietzen, Brandenburg (Foto vom 24.8.)

Sonntag, 26.08.2018 09:25 Uhr

 

Beim Waldbrand südlich von Berlin scheint sich die Lage zunehmend zu entschärfen. „Es zeichnet sich eine deutliche Entspannung ab“, sagte der Sprecher des Brandenburgischen Innenministeriums, Lothar Wiegand, am Sonntag. „Wir sind aber noch nicht durch.“ Es seien noch 400 Einsatzkräfte dabei, Glutnester, die immer wieder aufloderten, zu löschen. „Es dampft noch überall“, sagte ein Sprecher der Einsatzleitung in der betroffenen Region in Treuenbrietzen.

Ein Panzer der Bundeswehr hatte zuvor Schneisen in den Wald gefahren, damit die Feuerwehrleute besser an die Glutherde herankommen. Man hoffe, in ein bis zwei Tagen den Einsatz abzuschließen, sagte Wiegand.

Vizelandrat Christian Stein (CDU) hatte zuvor gesagt: „Wir haben die Lage soweit im Griff.“ Das etwa 400 Hektar große Gebiet sei sicher eingekreist. Wegen vieler Glutnester könne aber noch keine Entwarnung gegeben werden.

Brandstiftung? „Es gibt in der Tat Indizien“

Jetzt rückt die Ursachenforschung in den Fokus. Innenminister Karl-Heinz Schröter hatte bereits am Freitag den Verdacht geäußert, dass das Feuer absichtlich gelegt worden sein könnte. Denn die Brände, die am Donnerstag erst etwa fünf Hektar umfassten und sich dann rasend schnell auf 400 Hektar ausdehnten, waren an drei Stellen gleichzeitig ausgebrochen. „Der Verdacht liegt nahe, dass es Brandstiftung war“, sagte der SPD-Politiker der „Berliner Morgenpost“. Am Samstag sprach der Innenminister dann von „weiteren Hinweisen“, berichtete der rbb. Auch Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sagte dem rbb am Samstagabend: „Es gibt in der Tat Indizien.“

Die Flammen müssen zunächst gelöscht sein, damit die Ermittler die Orte, wo sie zunächst wüteten, genau untersuchen könnten.

In der Nacht zu Sonntag traf Unterstützung von der Bundeswehr ein. Ein Pionierpanzer sollte Schneisen in den Wald bei Treuenbrietzen brechen. Damit könne die Feuerwehr näher an die letzten Glutnester herankommen, erklärte der Brandenburger Landesinnenminister Karl-Heinz Schröter (SPD). Etwa 400 Einsatzkräfte waren am Abend noch im Einsatz…..

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be.com/watch?v=EGoZVJzdidk

„Johann König“ – Abrechnung mit Merkel

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https://www.neopresse.com/tech/elektro-autos-umweltpolitischer-wahnsinn/

Elektro-Autos: Umweltpolitischer Wahnsinn

NEOPresse in Technik

Einen höchst interessanten Beitrag zur Energiebilanz von E-Autos hat Prof. Dr. Hans-Günter Appel in „MMNews“ geliefert. Die Quintessenz: Das E-Auto ist eine Fiktion. Der Energiebedarf wäre, wenn wir das Auto als Alternative einsetzen wollten, so hoch, dass wir konventionelle Kraftwerke gerade in Massen benötigten, um die Autos aufzuladen. Die Batterien, die benötigt werden, sind an sich schon so schwer, dass selbst deren Verwendung kaum möglich scheint. Wer Bescheid weiß, ist aber faktisch zum Schweigen verdonnert. Grün, Rot und alle Ökofreunde – auch in der Industrie – wollen mit hier Sicherheit nicht, dass diese Diskussion geführt wird. Wir meinen – wenn die Zahlen haltbar sind, dann wird es nicht nur sehr teuer und aufwendig, E-Autos mit Energie zu versorgen. Dann wird es diese Technologie nicht geben. Ein Traum wird zum Alptraum.

Gigantischer Verbrauch

Er rechnet vor, dass die bisherigen KFZ für Strecken von 500 km etwa 40 Liter Benzin bräuchten. Dies wären bei einer 125 kWh Antriebsenergie für 500 km, da ein Liter des Benzins gut 10 kWh Wärme erzeuge. Davon würde ungefähr ein Drittel umgewandelt in die mechanische Bewegungsenergie, die wir kennen. Der Rest würde als Abwärme sozusagen verdampfen bzw. zum Aufwärmen des Autos benötigt. Daher benötigen wir also 125 kWh. Das Auftanken benötigt etwas weniger als zwei Minuten.

E-Autos indes müssen für eine Strecke von 500 Kilometern 140 kWh speichern. Gut 10 % der Energie gingen zusätzlich in Elektromotoren „verloren“, heißt es. Die Energiemenge je kg Batterie heißt definitionsgemäß „Energiedichte. Diese ist vergleichsweise gering – aktuell benötigen wir für 1 kWh eine 7 Kilogramm schwere Batterie. Demnach kosten 500 Kilometer das 140fache, also etwa eine Tonne.

Eine Tonne Batterie, um bei der gegebenen Energiedichte 500 km zu fahren. Zahlreiche Experten meinen, die Energiedichte könne so weit erhöht werden, dass 1 KG Batterie reichte, um 1 kWh Strom zu speichern. Der realistische Fall sieht derzeit 3 KG Batterie vor. Dies wären also bei 500 Kilometern und 140 kWh Antriebsenergie pro 100 Kilometern immer noch 700 KG Batterie.

 

Das Laden einer solchen Monstermenge würde sieben Stunden dauern, wenn die Leistung bei 20 Kilowatt (KW) liege. 7 Stunden versus 2 Minuten – wer macht da mit?

Wenn ganze Häuserblöcke sich so verhielten, müsste die lokale Infrastruktur verändert werden – es müssten ganz neue Leitungen her. Viel Kupfer, viel Geld. Die Politik ficht dies nicht an. Die fordert „Schnellladestationen“, wie bei Smartphones. Ein 100 kWH-Akku könne in 10 Minuten aufgeladen werden. Nur sind die Anschlusskabel so schwer, dass nur noch ein Kran helfe. Und Kühlschlangen müssten vor Überhitzung schützen.

Wer diese Leistung liefern wolle, benötige bei 40 Millionen Autos immerhin 40.000 Megawatt. Das sind 40 große Kraftwerke. Wir benötigen dafür derweil Kohle, da Sonne nachts, zur Hauptladezeit nicht scheint. 20 neue Kohlekraftwerke wären nötig.

Die Kosten wären zudem massiv. 100 KM kosten etwa bei 0,30 pro kWh und den genannten 25 kWh also ungefähr soviel wie Benziner oder Dieselfahrzeuge. Nur: Die Batterien sind teuer. Je kWh werden derzeit 500 Euro berechnet – als Produktionskosten. Wer 140 kWh für 100 KM benötigt, muss dafür daher gut 30.000 Euro kalkulieren, da sich die Kosten bei Serienproduktion halbieren könnten. Haltbarkeit bei 15.000 KM pro Jahr etwa 7 Jahre oder 100.000 KM. Das sind pro 1000 KM dann aber etwa 3.000 Euro kosten oder pro 100 Euro 28 Euro. Insgesamt summieren sich die Energiekosten also auf fast 40 Euro pro 100 KM. Versus maximal 10 Euro bei Benzinern.

Unfassbar. Mehr muss man nicht mehr sagen.

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https://www.neopresse.com/wirtschaft/energie-wird-in-deutschland-bald-der-strom-abgeschaltet/

Wird in Deutschland bald der Strom abgeschaltet?

NEOPresse in Wirtschaft

Der „Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft“ (BDEW) hat nun davor gewarnt, die gesicherten Kraftwerkskapazitäten in Europa wären rückläufig. Stimmt diese Prognose, dann steht Deutschland in den kommenden Jahren vor einem gewaltigen Problem. Denn wir setzen bei uns verstärkt auf erneuerbare Energien – mit allen Unwägbarkeiten wie der fehlenden Speicherbarkeit oder den hohen Transportkosten (die mit einer fehlenden Effizienz bei der Nutzung der erneuerbaren Energie einhergeht). Kommt es zu Engpässen bei der Versorgung, dann greifen wir bislang auf die Hoffnung zurück, dass die Nachbarländer in Europa liefern können.

Falsche Hoffnungen an die Nachbarn

Die aber bauen ihre Kapazitäten bei der Erzeugung der Energie auf konventionellem Weg, also durch „fossile Kraftwerke“, derzeit auch ab. Grundsätzlich also müssen wir damit rechnen, dass im Ausland weniger Energie auf diesem Wege hergestellt wird. Das wiederum bedeutet, dass wir in Engpass-Zeiten deutlich schlechter versorgt werden als heute. Zudem sind typische Engpasszeiten etwa bei bestimmten Wetterlagen in den Nachbarländern gleichzeitig ebenfalls Engpass-Zeiten. Das heißt, dass die Engpässe schlicht noch beklemmender werden als ohnehin schon.

 

In Zahlen: Der Verband warnt davor, dass die EU-Staaten die Leistung von Kohlekraftwerken von 2016 an bis zum Jahr 2025 von bislang 150 Gigawatt senken werden – auf dann 105 Gigawatt. In den folgenden Jahren bis 2030 soll die Leistung sogar auf 55 Gigawatt sinken.

Die Zahlen für diese Analyse lieferte der „wissenschaftliche Dienst der EU“ sowie der „Verband der Europäischen Übertragungsnetzbetreiber (ENTSO-E). Insofern droht uns in Deutschland, sofern die Zahlen stimmen, ein Versorgungsengpass. Alle Prepper-Freunde werden dies bereits seit längerer Zeit befürchtet haben und sich entsprechend vorbereiten. Die Politik indes scheint sich derzeit tatsächlich nicht um dieses Zahlenwerk zu kümmern. Bislang gab es keine ernst zu nehmenden Stellungnahmen.

 

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http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/katholische-kirche-in-pennsylvania-der-missbrauch-war-masslos-und-weitverbreitet-a-1223212.html

Katholische Kirche in Pennsylvania

„Missbrauch war maßlos und weitverbreitet“

Verführung, Vergewaltigung, Vertuschung: Der bisher umfassendste Bericht zu sexueller Gewalt in der katholischen Kirche der USA erschüttert den Staat Pennsylvania. Die meisten der beschuldigten Priester kamen davon.
© Robyn Twomey

Von Marc Pitzke, New York

Kirche in Pittsburgh, Pennsylvania

REUTERS

Kirche in Pittsburgh, Pennsylvania

 

Mittwoch, 15.08.2018 11:00 Uhr

 

Der 884 Seiten starke Bericht liest sich wie eine Botschaft aus dem neunten Kreis der Hölle. Er beginnt mit einer schockierenden Warnung: „Es geschah überall.“

In der Diözese Allentown. In der Diözese Erie. In der Diözese Greensburg. In der Landeshauptstadt Harrisburg. In der Stahlstadt Pittsburgh. Im Arbeiterort Scranton, wo jeder Präsidentschaftskandidat beim Stimmenfang haltmacht. Kurzum: im gesamten US-Bundesstaat Pennsylvania.

Die mutmaßlichen Opfer: mindestens tausend Kinder – überwiegend Jungen, aber auch viele Mädchen. Die mutmaßlichen Täter: mehr als 300 katholische Priester.

„Der Missbrauch war maßlos und weitverbreitet“, sagte Josh Shapiro, der Justizminister Pennsylvanias, am Dienstag vor Journalisten. „Es ist entsetzlich.“

Pennsylvanias Justizminister Shapiro

AP

Pennsylvanias Justizminister Shapiro

 

Flankiert von 17 mutmaßlichen Opfern und Angehörigen legte Shapiro den wohl erschütterndsten Bericht einer Grand Jury vor, den es in den USA je gegeben hat. Solche Laiengremien prüfen in den USA juristische Vorwürfe und empfehlen Anklagen. Nur: In diesem Fall ist es dafür inzwischen meistens zu spät.

Zwei Jahre lang spürte diese Grand Jury dem Missbrauchsskandal in Pennsylvania nach, einem der bevölkerungsreichsten US-Staaten. Sie sprach mit Dutzenden mutmaßlichen Opfern und sichtete eine halbe Million Akten. Ähnliche Vorwürfe habe es auch anderswo schon gegeben, resümiert sie in Anspielung auf frühere Enthüllungen, beginnend in Boston vor mehr als 16 Jahren. „Doch nie in diesem Ausmaß.“

Mit seinen 468 Seiten Anhang aus Dokumenten, Briefen und handgekritzelten Notizen ist der Report die bisher umfassendste solche Untersuchung in der Geschichte der USA. Er reicht mehr als 70 Jahre zurück. Er nennt Namen. Er beschreibt die perfiden Methoden, mit denen die katholische Kirche die Kinder und ihre Familien zum Schweigen gebracht und die US-Geistlichen gedeckt haben soll.

„Priester vergewaltigten kleine Jungen und Mädchen“, heißt es in der Einleitung. „Und die Gottesmänner, die für sie verantwortlich waren, blieben nicht nur untätig, sie vertuschten alles. Über Jahrzehnte hinweg.“ Die Opfer seien einfach „beiseitegeschoben“ worden – „in jedem Teil des Staates, von Kirchenführern, die es vorzogen, die Täter und ihre Kirche vor allen anderen zu beschützen“.

Dann beginnen die Beispiele:

Ein Priester habe in Gemeinden mit Namen wie Holy Guardian Angels Dutzende Kinder vergewaltigt. Bei Beschwerden habe die Kirche ihn unter dem Vorwand von „Krankheit“ oder „Ruhestand“ einfach immer wieder an andere Orte versetzt.
Ein anderer Priester habe fünf von acht Schwestern einer Großfamilie missbraucht, die er als Seelsorger betreut habe. Der Missbrauch habe bei den Mädchen „emotionale, psychologische und zwischenmenschliche“ Langzeitschäden hinterlassen.
In Pittsburgh stieß die Grand Jury auf einen Priester-„Ring“, dessen Mitglieder ihre Opfer untereinander ausgetauscht hätten, um sie mit „Peitschen, Gewalt und Sadismus“ zu vergewaltigen. Sie hätten die Jungen mit Kreuz-Amuletten gekennzeichnet. Einer habe sein Kreuz noch, er habe es der Grand Jury gezeigt.
Allein in Scranton – dem Geburtsort von Ex-Vizepräsident Joe Biden – wurden 59 Priester beschuldigt. Einer soll 1985 ein minderjähriges Mädchen geschwängert und für eine Abtreibung gesorgt haben. Als der damalige Bischof James Timlin davon erfahren habe, habe er sein Beileid bekundet – nicht dem Mädchen, sondern dem Priester.

Die Grand Jury beklagt, dass sich die jahrzehntelang vertuschten Vorwürfe kaum mehr juristisch aufarbeiten ließen. Die Kirche habe die Täter nicht nur gedeckt, sondern oft sogar noch befördert. „Sie beschützten ihre Institution um jeden Preis“, sagte Justizminister Shapiro. „Die Kirche zeigte den Opfern völlige Verachtung.“

Nur zwei der mehr als tausend Fälle in dem Bericht führten zu aktuellen Anklagen. In Pennsylvania verjährt sexueller Missbrauch von Minderjährigen, wenn das Opfer 30 Jahre alt wird. Das Landesparlament hat sich auf Druck der Kirche bisher geweigert, das zu ändern.
Kardinal McCarrick

Kardinal McCarrick

AP

Kardinal McCarrick

 

Als ein prominenter „Vertuscher“ wird Kardinal Donald Wuerl genannt, der Ex-Bischof von Pittsburgh und seit 2006 Erzbischof von Washington. Wuerl, 77, ist ein wichtiger US-Berater von Papst Franziskus. Sein Vorgänger in Washington, Kardinal Theodore McCarrick, war seinerseits im Juli nach Missbrauchsvorwürfen vom Papst suspendiert und mit Hausarrest und einem „Leben in Gebet und Buße“ bestraft worden.

Shapiro berichtete, wie etliche beschuldigte Priester bis zuletzt versuchten, die Veröffentlichung des Berichts unter allen Umständen zu verhindern. „Sie wollten die Vertuschung vertuschen.“ Diese „juristische Schlacht“, wie er es nannte, ging bis hinauf zum Supreme Court Pennsylvanias.

Schließlich gab das Oberste Gericht des Bundesstaats den Report frei – mit vielen Schwärzungen.

 

 

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https://www.neopresse.com/wirtschaft/aufgedeckt-gesundheitsminister-spahn-laesst-irre-sonderregelung-zwischen-kliniken-und-krankenkassen-zu/

AUFGEDECKT: Gesundheitsminister Spahn lässt IRRE Sonderregelung zwischen Kliniken und Krankenkassen zu

NEOPresse in Wirtschaft

Der Bundesrechnungshof hatte vor kurzem moniert, dass es zwischen einigen Krankenkassen und Kliniken eine rechtlich sonderbare Vereinbarung gibt. Dabei verzichten die Kassen darauf, die Rechnungen der Krankenhäuser zu prüfen. Als Gegenleistung verschaffen diese Häuser den Krankenkassen einen Rabatt, der bis zu 50 % ausmachen kann. Dies ist das Ergebnis einer Anfrage der Fraktion der „Linken“ im Deutschen Bundestag.

Lasche Antwort, lasche Kontrollen

Die Vereinbarung selbst gilt aus mehreren Gründen als sonderbar. Zunächst aus rein kaufmännischer Sicht: Fraglich erscheint, wieso die Krankenhäuser es sich scheinbar leisten können, derart hohe Abschläge hinzunehmen bzw. anzubieten. Das wirft ein bedenkliches Licht auf die Rentabilität der Häuser, die offenbar vergleichsweise hoch zu sein scheint – auf Kosten der versicherten Allgemeinheit. Oder die Rentabilität ist so bitter schlecht, dass die Häuser nur noch von der Hand in den Mund leben und auf zeitaufwendige Prüfungen genau deshalb lieber verzichten.

 

Zudem verzerrt diese Praxis offensichtlich den Wettbewerb zwischen den Kassen. Die Kassen haben untereinander einen Finanzausgleich geschaffen, der berücksichtigt, was die Krankenhäuser als „Fallpauschalen“ aufgrund der Diagnosen berechnen. Sondervereinbarungen zwischen einzelnen Kassen und Häusern nach der tatsächlichen Leistung können dieses Berechnungsschema offensichtlich nur ad absurdum führen.

Jens Spahn soll einem Bericht des „Handelsblatts“ zufolge als Gesundheitsminister die Sondervereinbarungen auch als „rechtlich hoch kritisch“ an. Seltsam, dass er nicht eingreift. Die Rechnungen der Krankenkassen sind so hoch, dass sie die Kassen extrem belasten. Nach Angaben der „Linken“ geht es um ein Gesamtbudget von gut 75 Milliarden Euro. Eine „rechtlich hoch kritische“ Praxis ist demnach schlicht inakzeptabel, meint auch die Redaktion.

Offenbar liegt diese Praxis unter anderem darin begründet, dass die Landesaufsichten im Gesundheitswesen diese Vereinbarungen nicht unterbinden wollen. Offenbar geht der Staat auf Länderebene davon aus, er spart hier mehr als eine Neuregelung nutzen würde.

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SCHULDEN -SCHULDEN-SCHULDEN……“Des Kaisers neue Kleider“ – Niemand darf RUFEN „Die EZB ist ja nackt!“ – – – WENN das „HAUPT-PROBLEM“ das „BANKSTER -SYSTEM“ ist – das „SCHULD-GELD“ aus dem NICHTS – HEMMUNGSLOSES (AB)-ZOCKEN ///// AUFSTAND GEGEN „MACRON“ – „MACRON gibt sich UN-BEEINDRUCKT“?! //// „KREIDE-ZÄHNE“ und „ENT-MINERALISIERUNG“: durch GLYPHOSAT – „Monika Krüger“ – „Thierry Vrain“

WENN BANKSTER „SCHULD-GELD“ aus dem NICHTS er-SCHAFFEN KÖNNEN dann SOLLTE JEDER JEDER JEDER JEDER JEDER auch diese(s) MÖGLICHKEIT ( RECHT)

haben???????????????????????!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

„SCHULD-GELD“ ist VERANTWORTLICH dass die ERDE RÜCKSICHTSLOS „AUS-GE-BEUTET“ wird

https://www.zeit.de/2018/22/der-weg-zur-prosperitaet-stephan-schulmeister-neoliberalismus

„Der Weg zur Prosperität“: Die Wut des Ökonomen

In seinem neuen Buch rechnet Stephan Schulmeister ausführlich mit dem Neoliberalismus ab.
"Der Weg zur Prosperität": Schulmeister widmet sein Buch "den Neoliberalen in allen Parteien, in den Medien und in der Wissenschaft".
Schulmeister widmet sein Buch „den Neoliberalen in allen Parteien, in den Medien und in der Wissenschaft“. © Fabian Sommer/dpa

Stephan Schulmeister ist empört, und das seit bereits vielen Jahren. Unentwegt donnert er in Artikeln, Reden und Fernsehauftritten gegen den Neoliberalismus, gegen entfesselte Finanzmärkte und gegen die Griechenlandpolitik der Europäischen Union.Nun hat der prominente Wiener Ökonom, der bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2012 am Wiener Wirtschaftsforschungsinstitut arbeitete, seine Thesen in einem umfangreichen Buch zusammengefasst, seinem „Lebensbuch“, wie der 70-Jährige sagt: Der Weg zur Prosperität hat er es genannt – und widmet es „den Neoliberalen in allen Parteien, in den Medien und in der Wissenschaft“. Das mag auf den ersten Blick ein wenig plump wirken, die 380 Seiten (plus 100 Seiten Anmerkungen) sind es größtenteils nicht.

Der Band ist mehr als ein Wutausbruch. Er ist eine Mischung aus Lehrbuch und Anklageschrift. Für Laien erklärt Schulmeister in den ersten Kapiteln ausführlich die vorherrschenden neoklassischen Wirtschaftstheorien, geizt nicht mit Grafiken und holt zu historischen Exkursen aus – von Adam Smith über die Mont Pelerin Society, die 1947 vom Österreicher Friedrich August von Hayek gegründet wurde und noch heute besteht, bis zur Wirtschaftspolitik der Europäischen Union und ihrer Mitgliedsstaaten.

Vieles davon kennt man aus früheren Texten von Stephan Schulmeister. Seine Grundannahme hat er bereits oft vorgetragen: Der Neoliberalismus, für Schulmeister die größte Gegenaufklärung der Geschichte, dominiert das ökonomische Denken der Eliten und lässt keine Alternativen zu. Ethik und Moral haben in diesem Denksystem keinen Platz, die neoliberalen „Therapien“ für Krankheiten, die das System selbst verursacht hat, verschlimmern die Symptome jedoch nur und führen zu Arbeitslosigkeit, prekärer Beschäftigung, sozialer Unsicherheit und Armut.

Man merkt Schulmeister seinen Zorn an. Wenn er etwa darüber schreibt, dass in Spanien die Transferleistungen stagnierten, die Zahl der Arbeitslosen sich aber verdoppelte – und damit Sozialleistungen radikal gekürzt wurden –, wettert er gleich darauf über den „Irr-Sinn“ des „Luftschloss-Denkens“ abgehobener Mainstream-Ökonomen. Die hätten keine Vorstellung von der Lage jener Menschen, „die sie mit ihren Berechnungen abschreiben„, und seien durch ihr abgeschlossenes Denksystem zu keinen empirischen Analysen fähig.

Die Lösung? Der Finanzkapitalismus müsse überwunden, das europäische Sozialmodell erneuert werden, und Ökonomen müssten ihrer „Marktreligiosität“ abschwören. Denn bei keiner anderen Gruppe von Intellektuellen sei der Widerspruch zwischen der „Beschränktheit des Wissens“ und der Selbstgewissheit, mit der Theorien und Therapien präsentiert werden, so groß wie bei seinen Kollegen, schreibt Schulmeister. Das Herdenverhalten sei jedoch eine logische Folge – da von der Publikationsliste die Karriere abhängt. Wer allerdings vom Mainstream abweicht, hat schlechtere Karten, seine wissenschaftlichen Artikel unterzubringen.

Nicht alles, was Stephan Schulmeister schreibt, ist neu. Die Einbettung in seine große Erzählung über den Neoliberalismus macht die Lektüre trotzdem lohnenswert. Man muss die Analysen und Schlussfolgerungen nicht teilen, und man muss auch nicht so empört sein wie der Autor. An manchen Stellen tritt der Zorn zu sehr zwischen den Zeilen hervor. Trotzdem: Es lohnt, sich auf die Thesen zumindest einzulassen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen.

Stephan Schulmeister: Der Weg zur Prosperität; Ecowin Verlag, Salzburg/Wien 2018; 480 S., 28,– €

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siehe auch „ITALIEN – FAULE – KREDITE“

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URSACHEN für „AUSBEUTUNG“ der „ARBEITs-KRAFT“ und „WIRTSCHAFTLICHE“ „UN-GLEICH-HEIT“: WIESO GIBT es eine BEWERTUNG  (BETRAG) für eine geleistete ARBEIT????!!!!

WIESO bekommt eine ?KANZLERIN? mehr (ca  das ZEHNFACHE) als  eine REINIGUNGS-ARBEITERIN???!!! – dass ist „UN-RECHT“

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STOPP mit dem GRENZEN-LOSEN „SCHULD-GELD-DRUCKEN“ ohne JEDE VERANTWORTUNG

DAS BANKSTER-SYSTEM IST „AB-ZU-SCHAFFEN“ – „RUNTER-FAHREN“ und  NEU PROGRAMMIEREN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/05/27/europas-politiker-wollen-mit-ezb-geld-zu-absoluten-herrschern-werden/

Europas Politiker wollen mit EZB-Geld zu absoluten Herrschern werden

Die Antwort der Euro-Politiker auf die BillionenSchulden in den Haushalten sind neue Schulden. Die Folge: Die Rahmenbedingungen für die europäische Wirtschaft geraten aus den Fugen.

Der EU-Gipfel in Brüssel am 22.03.2018 in Brüssel. (Foto: dpa)

Der EU-Gipfel in Brüssel am 22.03.2018 in Brüssel. (Foto: dpa)

Die Sprecher der neuen italienischen Koalition poltern nicht nur gegen Europa, sie haben auch sehr konkrete Ziele. Und diese stellen nicht nur die EU in Frage, sondern entlarven auch die Zauberkunststücke des EZB-Präsidenten Mario Draghi, auf die keine Regierung verzichten will. Schließlich genießen alle Finanzminister den wunderbaren, billigen Geldsegen aus Frankfurt.

  • Aus Rom kommt die Forderung, die Europäische Zentralbank möge dem Land 250 Mrd. Euro an Schulden erlassen.
  • In Rom wird angekündigt, dass das mühsam angehobene Rentenantrittsalter wieder gesenkt wird.

Diese beiden Ziele haben eine Sprengkraft, die ganz Europa gefährdet.

Einen Verlust von 250 Mrd. Euro kann sich die EZB nicht leisten

Sollte die EZB tatsächlich auf 250 Mrd. Euro verzichten, dann wäre die Zentralbank des EuroRaums pleite und müsste von den Mitgliedsländern gerettet werden. Der Treppenwitz: Die EZB fordert bekanntlich ständig von allen Kommerzbanken und deren Kunden hohe Eigenkapitalpolster, damit diese Krisen überstehen können. Die EZB hat ein Eigenkapital von 7,7 Mrd. Euro und kann auf insgesamt 38,7 Mrd. zurückgreifen. In Rom ist man aber offenbar der Ansicht, dass diese Daten irrelevant sind. Schließlich könne die EZB nach Belieben Geld drucken, also wäre der Verzicht auf 250 Mrd. doch kein Problem.

Mit der italienischen Buffonata rücken die Anleihen-Käufe der EZB insgesamt in den Mittelpunkt des Interesses. Von allen Euro-Staaten hatte die Zentralbank per Ende 2017 1.931 Mrd. übernommen, nachdemderzeit monatlich 30 Mrd. hinzukommen wird man wohl schon die 2.000-Marke überschritten haben. Somit würde der 250-Milliarden-Schnitt, densich Italien wünscht, schon einen Verlust von 12,50 Prozent ergeben. Sollte Italien der geplante Coup gelingen, werden andere nicht zögern und Gleiches verlangen.

Letztlich finanziert die Geldschwemme aus Frankfurt die Renten

Man muss sich auch fragen, was denn die Euro-Staaten mit den Milliarden machen. Schließlich haben diese Länder schon 10.000 Milliarden Schulden und von diesen hat die EZB die erwähnten 2.000 übernommen. Die größte Belastung der Staatshaushalte ergibt sich aus der Subventionierung der Pensionssysteme, wozu noch die bei Älteren notwendige Stützung der Krankenversorgung und der Pflege kommen. Der Rentenantritt erfolgt im Schnitt im Euro-Raum vor dem 62sten Geburtstag, ebenfalls im Schnitt endet das Leben mit 80, sodass sich eine Pensionsdauer von etwa zwanzig Jahren ergibt. Und daraus folgt eine bemerkenswerte Rechnung:

  • Im Euro-Raum leben 340 Millionen Menschen.
  • 70 Millionen sind in Pension.
  • Wenn die Kosten für einen Rentner, eine Rentnerin 1.000 Euro im Monat betragen, also 12.000 im Jahr, dann beträgt der Aufwand für die 70 Millionen insgesamt 840 Mrd. im Jahr. Man kann davon ausgehen, dass dies eine vorsichtige Schätzung ist.
  • Unter der Annahme, dass die Zuschüsse der Staaten 30 Prozent entsprechen, sind das 280 Mrd. Euro,
  • Bei 20 Prozent immer noch 168 Mrd. Euro.
  • Das gesamte Defizit der Euro-Staaten beträgt jährlich 115 Mrd. Euro.
  • Fazit: Niemand denkt daran, die Renten zu beseitigen. Nur: Würden die Europäer im Schnitt nicht mit knapp 62, sondern im Schnitt mit 65 oder 66 Jahren in Pension gehen, hätten die Staaten kein Defizit und die EZB müsste kein Geld drucken.
  • Dass ein Abbau der unerträglichen Gesetzesflut und der daraus resultierende Bürokratie auch hilfreich wäre, darf nicht unerwähnt bleiben, doch kann in diesem Bereich allein das Problem nicht gelöst werden.

Und was tut die neue italienische Koalition: Sie kündigt eine Rücknahme der letzten Pensionsreform und eine Senkung der Rentenantrittsalters an. Ein Staat, der mit 2.300 Mrd. Euro bereits weit über ein erträgliches Maß verschuldet ist, plant zusätzliche Ausgaben.

Wo die Milliarden tatsächlich ankommen, dort steigen die Preise

EZB-Präsident Draghi finanziert also mit seiner Gelddruckmaschine die Pensionisten Europas, die genussvoll den Tourismus zu jeder Jahreszeit überall blühen lassen. Herr Draghi wundert sich seit Jahren, wieso die von der EZB betriebene, großzügige Verteilung von Euro nicht zu der von ihm gewünschten Inflation von knapp 2 Prozent führt. Er könnte beruhigt sein, würde er die eigenen Statistiken lesen. Der so genannte „harmonisierte Verbraucherpreisindex“ der Notenbanken zeigt, dass etwa die Preise für Hotels und Restaurants seit dem Anwerfen der Geldmaschine kontinuierlich weit über 2 Prozent steigen: 2015 um 2,9 Prozent, 2016 gleich um 3,5 Prozent, 2017 um 2,8 und im April 2018 lagen sie um 3,2 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres. Wenn man also Inflation anstrebt – ein voller Erfolg.

Doch zurück zur Verwunderung über das Ausbleiben der Inflation im Gefolge der Geldschwemme. Auch hier könnte Mario Draghi die Antwort bei sich finden. Basel III und die damit verbundenen, zahlreichen anderen Regularien haben die Kreditvergabe in Europa dramatisch verringert und somit die Wirtschaft und im Besonderen die zahlreichen kleineren und mittleren Unternehmen in ihrer Entwicklung gebremst. Ganz nebenbei: Draghi ist Vorsitzender des Basel-III-Komitees und bei der EZB ist zudem die Aufsicht der Großbanken angesiedelt. Wenn auf der einen Seite eine Geldschwemme losgetreten wird und auf der anderen Seite Basel III wie eine Staumauer wirkt, ist es nicht verwunderlich, wenn das Geld in der Wirtschaft nicht ankommt und daher nicht die Nachfrage und die gewünschte Inflation auslöst.

Doch halt: Jetzt herrscht seit einigen Monaten Hochkonjunktur. Da sehe man doch, dass die Politik der EZB richtig war und nun Früchte zeige. Die Meldungen, dass der Schwung der Wirtschaft schon seit einigen Monaten nachgelassen hat, schiebt man in der EZB zur Seite.

  • Ein wesentliches Element der nun abflauenden Hochkonjunktur ergab sich aus der langen Periode des Stillstands, der zu einem Erneuerungs-Stau geführt hatte. Der Aufholprozess wirkte sich in attraktiven Wachstumsraten aus.
  • Von der EZB positiv bewertet wird auch die seit Monaten verstärkte Kreditnachfrage. Da sehe man, dass die Bremse durch die schwache Konjunktur und nicht durch die Regularien entstanden sei. Henne oder Ei? Die Kreditregeln haben die Konjunktur gedrückt.
  • Tatsächlich sind die Banken in eine Klemme getrieben worden: Die Kreditbremse hat gemeinsam mit der Niedrigzinspolitik naturgemäß die Zinserträge einbrechen lassen und so werden jetzt alle Möglichkeiten ausgeschöpft, um doch noch Ausleihungen vergeben zu können und Erträge zu generieren. Dabei spielen die Konsumkredite, die viele Kunden überfordern, eine entscheidende Rolle.

Weiter in die falsche Richtung. Aber mit noch mehr Tempo.

Somit rückt die Frage nach der weiteren Entwicklung in den Vordergrund.

  • Eine Abkehr von der Politik der Kreditbehinderung steht nicht einmal zur Debatte. Weder bei der EZB noch bei der EU-Kommission und dem EU-Parlament, die eine Korrektur von Basel III und den anderen Regularien initiieren könnten.
  • Somit wird sich die Wirtschaft in Europa weiterhin nicht frei entfalten können und im Wettbewerb mit Amerika und Asien zurückfallen.
  • Eine schwache Wirtschaft zahlt unweigerlich auch weniger Steuern und Sozialversicherungsbeiträge, sodass die Probleme der Staaten weiter wachsen müssen. In diesem Zusammenhang ist immer wieder daran zu erinnern, dass in Europa die Staaten schon etwa die Hälfte der Wirtschaftsleistung kassieren und die Steuerschraube daher kaum weiter angezogen werden kann.
  • Eine nachhaltige Pensionsreform, die das Renteneintrittsalter auf generell mindestens 65, aber noch besser 66 anhebt, kommt nichtzustande.
  • Auch eine Reform des Arbeitsmarktes, die den Älteren das längere Verbleiben im Berufsleben ermöglicht, ist bestenfalls in minimalen Ansätzen zu erkennen.
  • Fazit: Die Staaten werden weiter versuchen, mit Schulden alle Probleme zu kaschieren. Und daher herrscht in den Staatskanzleien der Wunsch vor, die EZB möge die Gelddruckmaschine ja nicht abstellen.

Die Zukunft: Mario Dragi druckt Geld, mit dem sich die Regierungen zu absoluten Herrschern aufspielen

Ist das auf Dauer möglich? Nur mit fatalen Folgen..

  • Geld, das nicht tatsächlich erwirtschaftet wird, sorgt für eine Geldentwertung, also für eine Inflation, die man nicht nett und überschaubar bei 2 Prozent halten kann.
  • Das hat sich auch bei der Geldschwemme der letzten Jahre gezeigt: Dort, wo das Geld ankommt, steigen die Preise.
  • Die Staaten wollen sich von den DefizitObergrenzen befreien und das gelingt ihnen auch. Erst vor wenigen Tagen hat Frankreich Konzessionen aus Brüssel erhalten. Und die neue italienische Regierung strebt nichts anderes an.
  • Die nationalen Politiker wollen, dass der Staat nicht nur die Bürokratie und die Renten finanziert, sondern auch die Wirtschaft belebt. Über Staatshilfen an die Firmen würden die von der EZB produzierten Mittel, die derzeit an der Staumauer Basel III verenden, doch bei den Unternehmungen landen.
    • Die Folgen wären dramatisch: Dann könnte niemand die Inflation bremsen.
    • Der Staat wäre in der Wirtschaft dominant, ein Zustand, der sich mehrfach als katastrophal erwiesen hat.
    • Diese Aussicht begeistert aber viele Politiker, die gerne als Förderer, geradezu als Gönner der Unternehmen agieren. Das passt schließlich auch zur EU, die ein enormes Fördersystem betreibt.
    • Damit nicht genug: Schon jetzt sind die Banken und Versicherungen durch eine subtile Steuerung veranlasst, die Staaten großzügig zu finanzieren: Staatsfinanzierungen sind gesetzlich als risikolos definiert, während bei Krediten an Firmen und Private hohe, teure Kapitalreserven zur Absicherung vorzuhalten sind.
    • Statt die Pleite-Staaten zu sanieren, werden die Staaten zu übermächtigen Apparaten, die an die Sowjetunion erinnern.

Des Kaisers neue Kleider. Niemand darf rufen „Die EZB ist ja nackt!“

Die Politik stellt Weichen, die die Zentralbank in die Situation bringen, die Geldmaschine unbegrenzt weiter laufen zu lassen. Wie jede Maschine muss die bei einer Überforderung explodieren.

  • Damit das Gebilde nicht explodiert, müssen alle Staaten die Illusion der Zahlungsfähigkeit undder Zahlungsbereitschaft aufrechterhalten. Ein Schuldennachlass wie ihn Italien fordert, kommt dem Eingeständnis eines Ausfalls gleich und dann könnte die EZB die Außenstände nicht mehr als Forderungen bilanzieren. Andersens Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ hat eine erschreckende Aktualität.
  • Dies ist auch für die finanzierenden Banken und Versicherungen entscheidend. Selbst wenn „nur“ die EZB Milliarden verliert, kann Italien nicht mehr als risikolos eingestuft werden und würde in den Bilanzen enorme Wertberichtigungen erzwingen.
  • Vollends zur Katastrophe würde der von der neuen, italienischen Koalition überlegte Ausstieg aus dem Euro geraten: Die Lira würde rasch stark abwerten und weder der italienische Staat noch die Unternehmen und Privathaushalte wären in der Lage die nach einer Abwertung noch viel höheren Euro-Schulden zu bedienen. Angesichts des Umfangs der italienischen Schulden würde dies das gesamte Finanzwesen erschüttern und eine Wirtschaftskrise auslösen. Alle italienischen Auslandsschulden – Staat, Körperschaften, Unternehmen, Private – betragen etwa 2.400 Mrd. Euro.
  • Wenn aber der Balanceakt gelingt und die Illusion der Zahlungsfähigkeit erhalten bleibt, könnte die EZB, wie schon mehrfach angekündigt, im November 2018 oder Anfang 2019, die Anleihekäufe einstellen, die laufenden Tilgungen abwarten und nach einigen Jahren mit einer weichen Landung einer Explosion entkommen.
  • Dies ist allerdings unmöglich, wenn die Staaten – worauf alle Anzeichen deuten – weiterhin von der EZB finanziert werden müssen, um die Zahlungsfähigkeit zu sichern.
  • Draghi hat vor wenigen Tagen einen weitere Trick angekündigt, wie er die weiche Landung absichern will: Die EZB würde zwar die Anleihen-Käufe einstellen, aber die Zinsen weiterhin bei Null halten. Die Logik dieses Plans lautet: Die Staaten, die nicht mehr von der EZB finanziert werden, müssen sich an den freien Markt wenden und sollen dort von der EZB erzwungene, niedrige Zinsen vorfinden.
  • Das wird wohl nur wenige Tage halten. Die seit Jahren von den Minimalzinsen frustrierten Anleger werden kaum bereit sein, überschuldete Staaten mit niedrigen Zinsen zu verwöhnen.
  • Die Folge: Die Zinsen werden rasch steigen. Die Defizite der Staaten werden explodieren. Der Zug zu den Immobilien und Aktien wird nachlassen und die Preise in diesen Bereichen drücken. Auf den Kapital– und Anlagemärkten sind kaum beherrschbare Turbulenzen unvermeidlich.
  • Und die EZB muss als Feuerwehr eingreifen und Milliarden zur Beruhigung in den Markt pumpen. Da könnte sie auch gleich die Staaten weiter finanzieren.

Europa auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit

Die EZB ist in dem Teufelskreis von hoch verschuldeten Staaten, einer schwachen Wirtschaft, die ohnehin schon zu hohe Abgaben stemmen muss, und von der Zentralbank bereits angehäuften Staatsanleihen gefangen.

Die Auswege sind klar fassbar, hier noch einmal zur Erinnerung der Katalog der notwendigen und in unverantwortbarer Weise von der Politik verhinderten Maßnahmen:

  • Die Kosten der Pensionen werden durch eine Anhebung des Renteneintrittsalters gesenkt.
  • Die Bürokratie wird abgebaut.
  • Den Unternehmen wird die Finanzierung von Investitionen und Innovationen durch die Korrektur von Basel III erleichtert.
  • Der Arbeitsmarkt wird durch die Beseitigung der Hindernisse insbesondere für Ältere flexibler gestaltet.
  • Staaten werden nicht mehr als risikolos eingestuft, sodass Banken und Versicherungen die öffentlichen Stellen wie alle anderen Schuldner behandeln.
  • Die Zentralbank stellt die Staatsfinanzierung ein und zwingt dadurch die Regierungen zu Reformen, nachdem die Anleger kaum Milliarden zu Nullzinsen bereitstellen werden.

Die Realität sieht kläglich aus:

  • Die Schulden aller Euro-Staaten entsprechen zusammen nur 88,8 Prozent des gemeinsamen Sozialprodukts von 11.300 Mrd. Euro.
  • Die Reaktion vieler Politiker lautet: Wozu die Aufregung?! Staaten, die Schulden von 100 und noch viel mehr Prozent des Sozialprodukts haben, gehen auch nicht unter!
  • Nicht zufällig hat die EUKommission vor kurzem empfohlen, die Anleger mögen keine Anleihen von einzelnen Staaten kaufen, sondern von Staaten-Gruppen.
  • Man wird also weiter Schulden machen, die nach Möglichkeit die EZB zu Nullzinsen finanzieren soll.
  • Nachdem nicht alles über Schulden zu bedecken ist, wird man versuchen
  • doch weiter an der Steuerschraube zu drehen
  • und Bürger und Unternehmen mit Subventionen zu beruhigen.

Fazit: Die EURO-Zone mit einer Wirtschaftsleistung von knapp 30.000 Euro pro Kopf und Jahr leistet sich ein System, in dem die Staaten 50 Prozent der Wirtschaftsleistung für sich in Anspruch nehmen, dadurch eine Lähmung von Wirtschaft und Gesellschaft bewirken, aber trotzdem nur mit Hilfe der Geldpresse vor der Zahlungsunfähigkeit bewahrt werden können. In den USA beträgt die Wirtschaftsleistung pro Kopf 51.000 Euro, die Staatsquote liegt bei 36 Prozent. In Japan beläuft sich das Pro-Kopf-Ergebnis auf 33.000 Euro und der Staat nimmt 36,5 Prozent in Anspruch. Die EURO-Zone fällt also schon gegenüber den „alten“ Industriestaaten ab, den neuen Giganten China und Indien wird man unter den geschilderten Bedingungen nicht Paroli bieten können.

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Ronald Barazon war viele Jahre Chefredakteur der Salzburger Nachrichten. Er ist einer der angesehensten Wirtschaftsjournalisten in Europa und heute Chefredakteur der Zeitschrift „Der Volkswirt“ sowie Moderator beim ORF.

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https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/05/26/die-naechste-schulden-falle-boom-bei-konsumenten-krediten/

Die nächste Schulden-Falle: Boom bei Konsumenten-Krediten

Die europäischen Banken haben die „kleinenLeute“ entdeckt: Überall prangen Anzeigen, die die Erfüllung der längst gehegten Wünsche verheißen. 1.000 Euro? Sofort. 5.000, 10.000 ebenfalls prompt. Und wenn es um den Kauf einer Wohnung geht, werden auch mehrere 100.000 Euro…

Die Euro-Banken entdecken den Kredit für jedermann. (Foto: dpa)

Die Euro-Banken entdecken den Kredit für jedermann. (Foto: dpa)

Die europäischen Banken haben die „kleinen Leute“ entdeckt: Überall prangen Anzeigen, die die Erfüllung der längst gehegten Wünsche verheißen. 1.000 Euro? Sofort. 5.000, 10.000 ebenfalls prompt. Und wenn es um den Kauf einer Wohnung geht, werden auch mehrere 100.000 Euro locker gemacht. Die Zuwachsrate der Konsumkredite liegt bei 6 Prozent im Schnitt, in Spanien und Italien gab es sogar phasenweise einen Boom und in letzter Zeit schwenken diese Länder ebenfalls auf das allgemein zu beobachtende Wachstum von etwa 6 Prozent im Jahr ein.

Der Konsumkredit erschließt den Banken notwendige Zinserträge

Nachdem auch „nur“ einige tausend Euro zwar schnell kassiert werden, aber doch eine Menge Geld darstellen, werden lange, sehr lange Zahlungsfristen angeboten, damit die Schuldner durch relativ kleine Monatsbeträge nicht allzu sehr belastet werden. Dass aber letztlich monatlich 100 oder 200 Euro auch schmerzen, wenn man Jahre daran zahlt, tritt am Tag der Geldabholung oder der Kontogutschrift in den Hintergrund. Ganz zu schweigen von den monatlichen Belastungen einer Wohnungsfinanzierung.

Wieso explodiert der Konsumkredit? Sind die Banken tatsächlich so stark am breiten Publikum interessiert? Nein. Die Banker sind sich der Problematik sehr wohl bewusst. Die Konsumkredite mit kleinen Beträgen eröffnen für die Institute aber einen praktischen Ausweg:

  • Die Regularien der EU machen die traditionelle Finanzierung der mittelständischen Wirtschaft schwer bis unmöglich.
  • Die Banken brauchen aber Zinserträge und sind auf die Vergabe von Krediten angewiesen.
  • Die „kleinen Leute“ bieten aus mehreren Gründen einen Ausweg.
    • Es geht meist um kleine Summen, also ist die von den Aufsichtsbehörden verlangte Unterlegung mit Eigenkapital leichter darstellbar.
    • Und nicht zuletzt: Dem Durchschnittskunden können die Banken höhere Zinsen verrechnen, die aber derzeit immer noch billig wirken.

Die Aufseher merken nicht, dass sie groteske Situationen auslösen

Die Situation ist aus mehreren Gründen grotesk und für die Kreditnehmer gefährlich.

Groteske Nummer 1: Der Konsumkredit wird von der Europäischen Zentralbank nicht gesondert ausgewiesen. Man feiert die neue Kreditexpansion in ihrer Gesamtheit und vermittelt den Eindruck, dass der ohnehin von wackeligen Beinen getragene Aufschwung breit und nachhaltig sei. Und der Politik der Geldschwemme und der niedrigen Zinsen zu verdanken wäre. Die Banque de France und die Deutsche Bundesbank zeigen dankenswerter Weise in ihren Statistiken den Boom der Konsumkredite

Groteske Nummer 2: Die Regulierung belastet die mittelständischen Unternehmen, die das Rückgrat der europäischen Volkswirtschaften bilden, und treibt die Banken in die Finanzierung der kleinen Leute, die aus mehreren Gründen gefährlich ist.

Groteske Nummer 3: Die Aufseher sind mit erhobenem Zeigefinger unterwegs und mahnen die Banken, doch die Konsumenten nicht zu überfordern. Dass dieselben Aufseher das Kreditgeschäft der Institute schwer bis unmöglich machen, wird übersehen. Woher sollen, nach den Vorstellungen der Aufseher, die Erträge der Banken kommen? Aus den gefährlichen Spekulationen, die großzügig erlaubt sind? Oder aus dem Wertpapiergeschäft, das durch die MiFID-Regeln gebremst wird?

Gefahren drohen den privaten Haushalten, aber auch vielen Banken

Gefahr Nummer 1: Zu beachten ist die schon erwähnte, ganz und gar banale, aber nicht zu unterschätzende Gefahr einer Überforderung des Monatsbudgets der privaten Haushalte.

Gefahr Nummer 2: Die Zinsen sind derzeit relativ günstig. Es ist unwahrscheinlich, dass die aktuellen Bedingungen auf Dauer anhalten. Dann steigen die Zinsen und folglich die monatlichen Belastungen der Kreditnehmer dramatisch und die Zahl der Privatkonkurse explodiert.

Gefahr Nummer 3: Viele Kunden haben Kredite mit fixen Zinsen, sind also gegen eine Zinserhöhung gefeit. Die Banken, die fixe Zinsen zugesagt haben, geraten unweigerlich in Schwierigkeiten: Bei einem Anstieg der Zinsen werden die Refinanzierungskosten teurer. Dies gilt jedenfalls für die Einlagen, die kaum Fixzinsvereinbarungen aufweisen. Bei den Anleihen und Pfandbriefen ändert sich zwar der Zinssatz nicht, neu begebene Papiere sind aber höher zu verzinsen. Nicht wenige Institute werden Verluste erleiden.

Der aktuelle Boom der Konsumkredite enthält die Gefahr einer Überforderung der Privathaushalte durch hohe Raten und durch steigende Zinsen. Und die Gefahr einer Überforderung der Banken. Dass sich Unternehmen freuen, wenn die Kunden das Kreditgeld in die Läden bringen, ist selbstverständlich. In letzter Konsequenz leiden aber alle, wenn die negativen Folgen eintreten.

Die niedrigen Zinsen sind eine indirekte Vermögensteuer

Es ist nicht die erste Attacke auf die „kleinen Leute“. Die lange von der Europäischen Zentralbank erzwungenen niedrigen Zinsen sind in erster Linie den überschuldeten Staaten zugutegekommen. Natürlich auch den Kreditnehmern, doch bei den Unternehmen und den Privaten verhinderten die Regularien ein kräftiges Wachstum der Ausleihungen. Für die Sparer führte und führt diese Politik immer noch zu einer Enteignung. Man muss zusehen, wie der Wert der Einlagen sinkt. Im Endeffekt ergibt die Zinspolitik eine Vermögensteuer, nur mit dem Unterschied, dass Vermögensteuern als solche bezeichnet werden und meist auch Freibeträge vorsehen. Die Niedrig- und Nullzinsen treffen alle.

Wenn die Zinsen steigen, wird das Interesse für Immobilien sinken

Damit ist es aber nicht getan. Die minimale bis inexistente Verzinsung von Einlagen und Anleihen macht naturgemäß andere Veranlagungen interessant und treibt deren Preise in die Höhe. In Europa generell, aber besonders in Deutschland und Österreich ist das Interesse an Aktien gering, während Immobilien in der Bevölkerung einen hohen Stellenwert genießen. Nachvollziehbar, dass die Preise für Grundstücke, Wohnungen und Häuser in die Höhe geschnellt sind. Umgekehrt sollte man sich nicht wundern, dass, wenn die Zinsen steigen, das Interesse für Immobilien sinken wird und manches Objekt nicht mehr zum hohen Einstandspreis wieder verkauft werden kann.

Nur: Nicht wenige haben Wohnungen zu hohen Preisen mit Kredit gekauft. Und zwar nicht immer Wohnungen für den eigenen Bedarf, sondern zur Vorsorge für das Alter oder schlechte Zeiten. In der Überzeugung, dass die Preise hoch bleiben und sogar kräftig steigen. Das mag für manche Kostbarkeiten in Spitzenlagen auch stimmen, eine Pariser Dachwohnung mit Terrasse zur Seine stellt vermutlich kein Risiko dar, doch über derartige Juwelen verfügen wenige. Sehr viele Objekte wird man nicht leicht zu guten Bedingungen verkaufen können. Bei unbelasteten Immobilien ist dies unangenehm, aber meist verkraftbar, wenn jedoch ein Kredit drückt und der Erlös aus dem Verkauf vielleicht sogar unter der noch offenen Kreditsumme bleibt, dann ergeben sich für Privathaushalte dramatische Folgen.

Für junge Interessenten ist der Kauf einer Eigentumswohnung unerschwinglich

Eigentumsobjekte für den eigenen Bedarf sind vor allem für junge Interessenten oft unerschwinglich. Nachdem aber der Wunsch nach der eigenen Wohnung, am eigenen Haus stark ausgeprägt ist, werden doch alle Mittel genutzt, um trotz der hohen Preise die Anschaffung zu realisieren. Um dieses Ziel zu erreichen müssen die Hürden der Wohnimmobilienrichtlinie 2016 überwunden werden, die die Vergabe von Darlehen nur gestattet, wenn die Kreditwerber selbst die Raten aus dem laufenden Einkommen decken können. Haftungen der Eltern oder andere Absicherungen dürfen nicht berücksichtigt werden. In Deutschland wurde im Sommer 2017 eine Entschärfung beschlossen, deren Auswirkungen noch nicht abschätzbar sind.

Auch hier ist die Politik der Aufseher und der Währungshüter zu hinterfragen: Auf der einen Seite werden mit den niedrigen Zinsen bei Anleihen und Spareinlagen auf dem Markt die Preise für Wohnungen in die Höhe getrieben. Und auf der anderen Seite versucht die Aufsicht die Konsumenten vor Schaden zu schützen. Man sorgt also nicht für leistbare Wohnungen, sondern verhindert die Finanzierung des Wohnungskaufs. Über die Konsequenzen wird nicht nachgedacht. Diese lauten nämlich – die jungen Leute müssen lange bei ihren Eltern wohnen oder doch zur Miete wohnen, statt die Wohnkosten mit dem Aufbau eines Vermögenswerts zu verbinden.

Der Schlüssel liegt in der Kapitalmarktpolitik, die die Probleme nicht löst

In der Realität des Alltags der geschilderten Probleme treten die grundsätzlichen Strukturfehler in den Hintergrund:

  • Warum finanzieren sich nur wenige Unternehmen über die Börse? Ein größeres Angebot an Aktien würde den Anlegern zusätzliche Möglichkeiten bieten.
  • Warum interessieren sich kaum Anleger für den Aktienmarkt? Die hohen Kursschwankungen verschrecken das Publikum, das Stabilität sucht. Die Volatilität wäre bei einem größeren, breit gestreuten Angebot geringer.
  • Wieso ist die Währungspolitik bereit niedrige und Null-Zinsen durchzusetzen, um die Defizite der Staaten zu verringern? Die Idee war, den Staaten Spielraum für die Sanierung der Budgets zu geben. Davon ist in fast allen europäischen Staaten nicht die Rede, aber die Zinspolitik hat zu enormen Verwerfungen auf dem Kapitalmarkt geführt.

Fazit: Die Wirtschaftspolitik muss dringend für einen funktionierenden Kapitalmarkt im Bereich der Unternehmensfinanzierung über Aktien sorgen und den Grundsatz verankern, dass Staaten Schuldner wie andere sind und nicht von der EZB zu Lasten aller mit Zinsen und Finanzierungen versorgt werden dürfen, die wie Morphium wirken.

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Ronald Barazon war viele Jahre Chefredakteur der Salzburger Nachrichten. Er ist einer der angesehensten Wirtschaftsjournalisten in Europa und heute Chefredakteur der Zeitschrift „Der Volkswirt“ sowie Moderator beim ORF.

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siehe auch „Aufstand in FRANKREICH“

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/frankreich-zehntausende-protestieren-gegen-macrons-politik-15609047.html

Frankreich : Zehntausende protestieren gegen Macrons Politik

  • Aktualisiert am

Frankreich: Landesweite Demonstrationen gegen die Politik von Präsident Macron Bild: AP

Bei landesweiten Protesten in Frankreich gehen Zehntausende auf die Straßen – die Gewerkschaft spricht von 250.000 Menschen. Macron zeigt sich unbeeindruckt.

In Frankreich haben abermals Zehntausende Menschen gegen die Reformpolitik des Präsidenten Emmanuel Macron demonstriert und mehr soziale Gerechtigkeit eingefordert. Nach Gewerkschaftsangaben waren CGT waren am Samstag landesweit 250.000 Menschen beteiligt, allein in Paris gingen demnach 80.000 Personen auf der Straße. Laut Polizei waren es in Paris etwa 21.000.

Rund 60 Organisationen hatten zu der „Marée populaire“ (etwa: „Volkswoge“) aufgerufen, darunter mehrere Gewerkschaften und die Linkspartei „France Insoumise“ (Das unbeugsame Frankreich). Seit Monaten schon gehen linke Kritiker gegen diverse Reformen des Staatschefs auf die Straße, den sie als „Präsidenten der Reichen“ geißeln.

Slogans wie „Lasst uns die Regierung ins Wanken bringen“ oder „Vernachlässigt, missachtet“ waren auf den Schildern zu lesen, mit denen Menschen in Paris, Nantes, Marseille, Montpellier und Lyon für Gleichheit und Solidarität demonstrierten.

Großaufgebot der Polizei

Macron selbst gab sich unbeeindruckt. Die Proteste würden ihn „nicht aufhalten“, sagte er am Freitag bei einem Besuch im russischen St. Petersburg. Der Generalsekretär der Kommunistischen Partei Frankreichs (PCF), Pierre Laurent, nannte den Staatschef am Samstag bei der Demonstration in Parisarrogant“ und warf ihm „autoritäre Methoden“ vor. Der Protestzug wurde aus Sorge vor Ausschreitungen von einem Großaufgebot der Polizei begleitet.

In Paris wurde nach einem Bericht des Fernsehsenders „BFMTV“ am Rande der Demonstration ein Polizist durch ein Projektil verletzt. Größere Zwischenfälle habe es jedoch nicht gegeben. Nach massiven Ausschreitungen am Rande von Demonstrationen am 1. Mai in Paris waren die Sicherheitsvorkehrungen für Protest-Veranstaltungen verschärft worden.

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http://www.spiegel.de/politik/ausland/frankreich-zehntausende-demonstrieren-gegen-praesident-macron-a-1209729.html

 

Frankreich

Zehntausende demonstrieren gegen Macron

Viele Franzosen sind zunehmend unzufrieden mit Präsident Macron. Gewerkschaften und linke Parteien riefen zu Demos im ganzen Land auf – und sprechen von 250.000 Teilnehmern.

Demonstranten in Paris

REUTERS

Demonstranten in Paris

In Paris und Dutzenden anderen französischen Städten wie Marseille, Lyon und Montpellier haben am Samstagnachmittag Zehntausende gegen den Reformkurs von Staatspräsident Emmanuel Macron demonstriert. Nach Angaben von Gewerkschaften gingen landesweit 250.000 Menschen auf die Straße. Zu den Kundgebungen hatten mehr als 60 Gruppen aufgerufen, darunter nicht nur Gewerkschaften, sondern auch Parteien aus dem linken Lager.

Allein in der Hauptstadt versammelten sich nach Angaben der Veranstalter mehr als 80.000 Menschen zu einem Protestzug, der von einem Großaufgebot der Polizei begleitet wurde. Die Behörden sprachen von nur 21.000 Teilnehmern. Viele hatten Plakate und Transparente dabei.

Die Organisatoren der Demos werfen Macron eine Politik „zugunsten der Reichsten“ und soziale Kälte vor. Für Reiche gebe es Steuererleichterungen, während gleichzeitig Personal in Krankenhäusern oder bei der Polizei fehle. Bereits vor drei Wochen hatte es in Frankreich ähnliche Proteste gegeben, an denen sich landesweit Zehntausende Menschen beteiligt hatten.

Der Generalsekretär der Kommunistischen Partei Frankreichs (PCF), Pierre Laurent, nannte den Staatschef am Samstag bei der Demonstration in Paris „arrogant“ und warf ihm „autoritäre Methoden“ vor.

Macron selbst gab sich unbeeindruckt. Die Proteste würden ihn „nicht aufhalten„, sagte er am Freitag bei einem Besuch im russischen St. Petersburg.

vet/AFP/Reuters

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NATÜRLICH ist nicht GLYPHOSAT der „CHELATOR“ und „MINERALIEN-FÄNGER“ dafür VERANTWORTLICH!!!!

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/kreidezaehne-zahnaerzte-warnen-vor-neuer-volkskrankheit-mih-a-1209122.html

Kreidezähne bei Kindern

Zahnärzte warnen vor neuer Volkskrankheit

Deutsche Zahnärzte schlagen Alarm: Immer mehr Kinder leiden unter porösen Zähnen, bei den Zwölfjährigen ist jeder Dritte betroffen. Die Ursachen der Kreidezähne geben Rätsel auf.
© Christian O. Bruch/ laif

Leichte (links) und schwere (rechts) Form der MIH

Norbert Krämer

Leichte (links) und schwere (rechts) Form der MIH

Frontzähne mit MIH

Von Irene Berres

Norbert Krämer

Frontzähne mit MIH
Donnerstag, 24.05.2018 12:12 Uhr

 

Lange Zeit war Karies das größte Problem in den Mündern der Schüler in Deutschland. Mittlerweile aber gibt Zahnärzten ein ganz anderes Krankheitsbild Grund zur Sorge: Immer mehr Kinder leiden unter porösen Zähnen, bei denen sich der Zahnschmelz nicht richtig ausgebildet hat. In einer aktuellen Pressemitteilung warnt die Deutsche Gesellschaft für Zahn- Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) vor einer neuen Volkskrankheit.

Bei der sogenannten Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation – kurz MIH – bahnen sich die Zähne bereits mit Schäden ihren Weg durch den Kiefer in die Mundhöhle. Bei manchen Kindern zeigt sich die Störung anfangs nur durch Flecken auf der Oberfläche der Zähne. Andere leiden zusätzlich unter Hitze- und Berührungsempfindlichkeit. Im schlimmsten Fall sind die Zähne so porös, dass ein Teil bereits beim Durchdringen des Kiefers abbricht.

Laut aktuellen Untersuchungen entwickeln etwa zehn bis 15 Prozent aller Kinder in Deutschland die Krankheit. Bei den Zwölfjährigen beträgt die Quote der Deutschen Mundgesundheitsstudie zufolge sogar mehr als 30 Prozent. „Bezogen auf die Mundgesundheit und die Lebensqualität der Kinder ist MIH mittlerweile ein größeres Problem als Karies in dieser Altersgruppe“, sagt Norbert Krämer von der Universität Gießen.

Erst seit 1987 bekannt

Am häufigsten betrifft MIH einen oder mehrere Backenzähne. Seltener tritt der poröse Schmelz aber auch bei Schneide- oder Milchzähnen auf. Um die Krankheit zu diagnostizieren, reicht ein geschulter Blick in den Mund. Kreidezähne haben weißlich-cremefarbige bis gelblich-braune Flecken. Je dunkler die Farbe ist, desto poröser ist der Schmelz. Gelangt ein Zahn gesund in die Mundhöhle, besteht keine Gefahr mehr.

Obwohl die Zahl der Betroffenen wächst, wissen Mediziner bislang nur wenig über die Krankheit. Wissenschaftlich beschrieben wurde sie erstmals 1987, einen einheitlichen Namen trägt sie erst seit einer Konferenz im Jahr 2001. „Es handelt sich noch um eine sehr junge Erkrankung“, sagt Krämer. „Als ich in den Achtzigerjahren ausgebildet wurde, war eher das Thema, ob jemand solche Zähne schon einmal gesehen hat.“ Heute seien Kreidezähne allgegenwärtig.

Trotzdem werde das Problem oft ignoriert, sagt Krämer. „Es müsste dringend geforscht werden. Doch es gibt immer weniger Lehrstühle für Kinderzahnmedizin in Deutschland.“ Vor allem die Ursache der porösen Zähne gibt bis heute Rätsel auf. Sicher ist nur, dass sich der Zahnschmelz der betroffenen Zähne im Zeitraum zwischen dem achten Schwangerschaftsmonat und dem vierten Lebensjahr entwickelt. Das erste Lebensjahr scheint für die Fehlbildung entscheidend zu sein. Dann müssen wahrscheinlich mehrere Faktoren zusammenkommen, damit MIH entsteht.

Stoffe aus Plastik als Auslöser?

„Jüngste Untersuchungen deuten darauf hin, dass Bisphenol A bei der Entstehung eine große Rolle spielt“, sagt Krämer. Bei Versuchen mit Ratten entwickelten die Tiere nach der Gabe des Stoffs poröse Zähne. Bisphenol A steckt als Weichmacher in Plastik, in Babyflaschen ist es seit 2011 verboten. „Für mich wären Stoffe aus Plastik als Auslöser auch sehr plausibel“, sagt Krämer mit Blick auf die junge Geschichte der Krankheit. „In dieser Hinsicht hat sich unser Verhalten in den vergangenen Jahren gewandelt. Heute ist selbst die Bio-Gurke in Plastik verpackt.“

Noch handele es sich dabei aber nur um Verdachtsmomente, schränkt der Experte ein. Daneben seien unter anderem Infektionskrankheiten, Antibiotika, Windpocken, Einflüsse durch Umweltgifte wie Dioxin, Probleme während der Schwangerschaft oder Erkrankungen der oberen Atemwege als mögliche Auslöser denkbar.

Das Problem: Solange Ärzte die genaue Ursache nicht kennen, können sie auch nicht vorbeugen. Welche Folgen das hat, musste Krämer, der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde, schon in der eigenen Familie beobachten: Bei seiner Enkelin entdeckte der Mediziner poröse Backenzähne – schon im Milchgebiss.

Karies vermeiden, Zähne erhalten

Hat ein Kind MIH, zielt die Behandlung aktuell vor allem darauf ab, Karies abzuwenden. In der porösen Oberfläche der betroffenen Zähne können sich schädliche Bakterien besonders gut einnisten. Hinzu komme, dass sich die raue Oberfläche schlechter reinigen lasse und berührungsempfindlich sei, schreibt Stefan Zimmer, Professor an der Universität Witten/Herdecke und Präsident de Deutschen Gesellschaft für Präventivzahnmedizin in einem Statement. Das erschwere die Mundhygiene.

Um die Zähne vor Karies zu schützen, rät der Experte vor allem zu Fluorid   (<<<< ?FLOURID? ist ein „RATTEN-GIFT“ und schädigt die ZIRBEL-DRÜSE???!!!>>>) – in Form von Zahnpasta, angereichertem Speisesalz, speziellem Lack oder Mundspülungen. Das Spurenelement kommt auch natürlich im Zahn vor. Es sorgt dafür, dass sich Mineralien in den Schmelz einlagern und legt sich wie ein Film auf den Zahn. Daneben können Zahnärzte die Furchen der Zähne mit Kunststoff versiegeln. Sind die Zähne extrem angegriffen und Stücke abgebrochen, können Kronen notwendig werden.

Ob ein Kind unter MIH leidet, lässt sich am besten im Alter von acht Jahren untersuchen. Zu diesem Zeitpunkt hat der Körper in der Regel alle Backen- und Schneidezähne vollständig in die Mundhöhle geschoben. Bei schweren Formen können sich die Probleme jedoch auch schon früher bemerkbar machen, wenn die Zähne den Kiefer durchbrechen.

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siehe auch „Monika KRÜGER“

 

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Wirkungen von Glyphosat

Glyphosat in „Back-Waren“

GLYPHOSAT ist ein „CHELATOR“ und somit „MINERALIEN-RÄUBER“

„Monika Krüger“ (Tier-Ärztin und Mikro-Biologin) – „Glyphosat“ ist ein Chelator – ein „Spuren-Elemente-Fänger“ (RÄUBER)

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siehe auch „GLYPOSAT“ im BIER und EIS  – SCHADEN am MIKRO-BIOM

Link für die Unterlagen zu diesem Vortrag:   http://www.havelland.de/fileadmin/dateien/amt66/Bilder/Klimaschutz/Regionale_Aktivitaeten/Humustage_2016/Krueger_Glyphosat_2016_96dpi.pdf

Monika Krüger: Das Umweltgift Glyphosat und Glufosinat Herbizide mit Nebenwirkungen

Kraft-Futter ist mit „Gen-Tech“ kontaminiert – „chronischer Botulismus“„Ursachen-Forschung“ „Neuro-Toxin“ „Lähmung des Zwerchfells“
„chronischer Botulismus“: Tiere sterben verzögert
„Agro-Chemie“
Amino-Säure wird Phosphon-Säure
ab Minuten 26:00 – Glyphosat blockiert „Pflanzen-Stoff-Wechsel“ (Bakterien, Pilze, Algen, Protozoen) und blockiert  somit die Bildung von  „Drei essentiellen Amino-Säuren“ (Tryptophane – Phenylalanine – Tyrosine z.B. „Vitamin E“) welche  Menschen und Tiere nicht selbst produzieren können
„Chorismate“: Vitamin K-MANGEL“?!
Glyphosat – herbizider Wirkungsmechanismus – Hemmung des „Shikimate-Pathway“ (Shikimisäure-Stoffwechselpfad)Behindert alle Proteine und Wirkstoffe, die die „drei aromatischen Aminosäuren“ benötigen: Tannin, Lignin, Flavonoide etc, Wuchsstoffe
Vitamin-Mangel“ (auch Vitamin B 6/B12) wird durch Glyphosat verursacht
ab Minuten – 29:40 – Spuren-Element-Mangel wegen Glyphosat: – Glyphosatwirkung –  Starker Chelator (Fänger) , bindet zweiwertige Kationen –  bindet wichtige Spuren-Elemente wie: Mg, Ca, K, Zn, Co, Mn, Fe usw (Zink, Mangan, Kobalt ,Kupfer, Eisen usw.) – (bildet Komplexe mit Kationen ) – Kationen sind Spuren-Elemente (Mangel-Erscheinungen – Krankheiten)
Einfluss von Glyphosat auf Mikronährstoffaufnahme und Nährstofftranslokation in Pflanzen (Sonnenblumen)
„2013“: Einfluss von Glyphosat auf „Spuren-Element-Gehalt“ im Blutserum von Kühen (DK): Kobalt – Mangan (Aktivität der Mitochondrien) – Zink (z.B für Gehirn) – Selen

ab  Minuten 33:50 Wirkung auf Mikro-Organismen
US patent „7,771, 736 B2“ (2010) – es wirkt Anti-Mikrobiell  – die „guten“ Bakterien werden vom Glyphosat attackiert (massive Störung des Gleich-Gewichts)

Bakterien besitzen 2 Formen von EPSPS
Klasse I: sensibel für Glyphosate in mikromolaren Konzentrationen
Sensibel
Lactobacillus spp.
Enterococcus spp.
Bifidobacterium spp
Bacillus spp
Klasse II: noch aktiv in Gegenwart von Glyphosat
Resistent
Salmonella Typhimurium
Salmonella Enteritidis
Salmonella Gallinarum
Clostridium tetani
Clostridium perfringens
Clostridium botulinum
Fusobacterium necropho
Einfluss von Glyphosat auf Boden-Mikro-Organismen – Fusarien

ab Minuten 48:37 – Toxizität von Glyphosat und Roundup auf HT29 – MTX Zellen – (48h) – Zytostatikum – „RoundUP“ ist 125 mal toxischer als der Wirkstoff „Glyphosat“

ab Minuten 55:30 – „USA“ extrem hohe Werte von Glyphosat im Urin (4mal bis 5mal so hohe Werte als in Europa) – „Kalifornien“

ab Stunden 1:09 – „Sri-Lanka“ hat Glyphosat verboten – USA „RoundUP“  – Thailand – „Brust-Krebs“ – „WHO“ –  „EPA“ (1985 Glyphosat krebseregend – 1991 wieder geändert?! )

ab Stunden 2:06 – ?POLITIK? – Deutschland – „MAIS-LANDSCHAFTEN“(BIO-GAS) – „MONO-Kulturen“ – „Futter-Mittel“ vom „Aus-Land“?! („?Gen-tech-Futter?“)

Glyphosat: Mangel an „aromatischen Aminosäuren“
1. Tryptophan: Serotonin – Melatonin
2. Tyrosin: Dopamin, Adrenalin, Melanin, Schilddrüsen-Hormon
3. Zerstörung der Cytochrome P450 (CYP)- Enzymen:
Aktivierung von Vitamin D, Abbau von Retinsäure (Abbauprodukt von Vit. A)
– Galleproduktion
– Detoxifizierung von Umweltgiften
– Stabilisierung von Blut (Hämorrhagien vs. Koagula)
Beeinflussung der Fruchtbarkeit
1. Aromatase ist ein CYP 450 Enzym, das Testosteron zu Östrogen
umwandelt (Fruchtbarkeit)
2. Spermien hängen von Cholesterolsulfat für Dekapitation und Fertilisation ab
3. Cholesterolsulfat-Synthese hängt von Cytochrom P450 (CYP)- Enzymen ab

4. Glyphosat zerstört die CYP-Enzymfunktion

Maßnahmen:

Bindung von Glyphosat durch „Huminsäuren“
Humin-Säuren: Natürliche Stoffe im Boden, die durch Abbau von Pflanzenmaterial sowie Metabolismus von Mikroorganismen entstehen
1. Langfristige Ziele
Wiederherstellung der Funktionalität der Kreislaufsysteme „Boden-Pflanze-Tier-Mensch“ durch Reduktion, besser Beseitigung der Glyphosat-Einträge in die Systeme.
2. Kurz-mittelfristige Ziele

Neutralisierung der G-Wirkung in den einzelnen Systemen durch geeignete Maßnahmen bei Tieren und Menschen (Einsatz von Huminsäuren/ Pflanzen – Kohle) Boden: Stoppen des G-Einsatzes, Ausbringen von Huminsäuren und PF-Kohle

 

„ÖKOLOGISCHE NAHRUNGs-MITTEL bevorzugen“

 

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ube.com/watch?v=bN3LXjigjIg

Dr. „Thierry Vrain“-  Former „Pro-GMO Scientist“ –  „Speaks Up Against „Glyphosate“

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