YOU-TUBE-GOOGLE „ENT-LARVT““ SICH wieder-mal – – – „“Naomi Seibt““ – – ZENSUR DER WISSENSCHAFT – VIDEO GELÖSCHT /// #FierceWithoutFeminism /// „PUTIN the JEW““ von YOU-TUBE verBANNT //// SRM – „Solar Radiation Management““ oder auch „Solares GEO-ENGINEERING““ /// „“Katherine Horton““ – – – – – Heart-gunning on Swiss motorway – – SWISS – Intel chief „Jean-Philippe Gaudin““ – – – Stop 007 /// „Jeffrey Epstein““ /// Dritter Zitter-ANFALL in 4 Wochen: „Merkel““ zittert erneut bei Staatsempfang

 

siehe auch GOOGLE-YOU-TUBE-ZENSUR – FASCHISMUS

outube.com/watch?v=1Yvi2hLvoGc

ZENSUR DER WISSENSCHAFT – VIDEO GELÖSCHT

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Klimaschutz: Alles nur heiße Luft? Das Video von Naomi Seibt

Klimaschutz: Alles nur heiße Luft? Das Video von Naomi Seibt

Standbild Youtube Naomi Seibt

Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke
nach der fragwürdigen und fremdgesteuerten Greta-Aktion „Friday for Future“ schalten sich endlich auch Jugendliche mit Sachverstand in die Klimadiskussion ein.

Es handelt sich um ein Youtube-Video, welches, angesichts der heutigen Zensurzustände, nicht mehr überraschend, kurz nach dem Erscheinen gesperrt wurde. Ein sachlicher Grund für die Sperre war nicht zu erkennen. Nun ist das Video wieder da, nachdem Anwältin Karoline Seibt juristisch gegen Youtube vorging.

Video einer jungen Klimarealistin

Wir beurteilen den sachlichen Inhalt des Videos als sehr gut, verzichten auf minimale Korrekturen, wie z.B. „Kernenergie“ anstelle von „Atomenergie“ und überlassen es der öffentlichen Diskssion. Offenbar ist das Video erst Teil I einer Gesamtbetrachtung, so dass wir auf Teil II sehr gespannt sind.

Bereits dieses Video (Teil I) ist geeignet, Unterrichts- und Diskussionsstoff in einem sachgerechten, nicht ideologisch geprägten Naturkunde-Unterricht gymnasialer Oberstufen zu werden. Die EIKE-Redaktion und der Verfasser wünschen der jungen Dame alles Gute für ihre weitere, vermutlich akademische Karriere und natürlich für ihre Arbeit am Teil II ihres Videoprojekts.

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outube.com/watch?v=t5clp7Lpwx4

Manchmal Schweige Ich – Naomi Seibt

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utube.com/watch?v=ASd1vd-MWWo

Kanalvorstellung – Hallo, „Andersdenkende“!

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https://www.youtube.com/watch?v=1WmLFkP3rRc

#FierceWithoutFeminism – Wir sind nicht eure Opfer (with English subtitles)

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BAENKSTER-MAFIA ist ÜBERALL

Deutschlands Experte für organisierte Kriminalität – Jürgen Roth – TRUE CRIME STORIES

PUTIN: RusslandMAFIALAND

SachsenSUMPF“ – MAFIA in DEUTSCHLAND – oder MAFIA-LAND-DEUTSCHLAND

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OBEN gibt es KEINE TRANSPARENZ und DESHALB auch dort die HÖCHSTE KRIMINELLE ENERGIE zu finden ist  – – – – – UNTEN soll alles GLÄSERN werden – EIN SCHELM der …….

DDR 2.0: Registrieren, registrieren, registrieren

DDR 2.0: Registrieren, registrieren, registrieren

NEOPresse in D/A/CH

Der Kampf gegen Hetze und Hass im Internet treibt die Regierenden in Deutschland zu immer neuen Ideen. Vor gut einer Woche haben sich die Innenminister vom Bund (Horst Seehofer) und die Landes-Innenminister getroffen, um allerlei Maßnahmen zu diskutieren. Der Kern der Ideen: „Klarnamen“ bzw. eine eindeutige Rückführung jedes Kommentars auf eine Person soll dem Staat helfen, seine Bürger zu überwachen. Oder, wie es weniger zynische Kommentare vermuten, die Meinungsfreiheit zu sichern.

Die Rückkehr der DDR

Wie die Seite „politplatschquatsch.com“ erinnert, hat es ein pragmatisches Instrument bereits in der DDR gegeben. Die sogenannte „Personenkennziffer“. One man, one number, so in etwa könnte die Vorgabe lauten. Eine 12-stellige Ziffer gab es in der DDR. Die tauchte sowohl im Wehrdienstausweis auf wie auch in der Erkennungsmarke der Nationalen Volksarmee oder eben im Personalausweis. Alle Daten zu einer Person ließen sich über die „Zentrale Personendatenbank Berlin-Biesdorf“ (ZPDB) zusammenführen.

Dies ist in der moderneren Bundesrepublik so noch nicht möglich. Die Verknüpfung aller Daten lässt das Bundesverfassungsgericht nicht zu. Daher soll es wohl einen „Identifier“ geben. Die Konferenz der Innenminister legte fest, dass ein solches Zeichen für die Identifikation einzelner Personen (was anderes als die Personenkennziffer könnte dies sein?) auch nach den Grundsätzen der „Datenschutz-Grundverordnung“ (DSGVO) gehandhabt würde. Auf der anderen Seite dienten sie auch dem Staat, um „medienbruchfreie Prozessketten auch in komplexen Situationen“ zu ermöglichen und „stets auf der Grundlage eindeutiger Personenidentitäten operieren“ zu können.

Dem Volk wird versichert, das die „neue Form des ID-Managements“ auf einem „datenschutzkonformen Mechanismus“ beruhe. Dafür könnte etwa, so die „TAZ“, die Steueridentifikationsnummer (Steuer-ID) verwendet werden. Die gibt es ja schon. Vielleicht rettet dieser kleine Trick den Staat vor dem Bundesverfassungsgericht. Lieber jedoch berichten die Medien derzeit nicht weiter über die jüngste Innenministerkonferenz. Wir schon.

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………………zzziiiiizzz

 

https://www.sueddeutsche.de/politik/eu-frauen-spitzenposten-1.4511136

Europäische Union

Europa wagt endlich den weiblichen Aufbruch

Ursula von der Leyen, Christine Lagarde und Margrethe Vestager (v.l.n.r.)(Foto: dpa(3))

Von der Leyen, Lagarde, Vestager: Drei Frauen sollen künftig die Geschicke der EU bestimmen. Das könnte dem Kontinent zu neuem Ansehen in der Welt verhelfen – und ist auch ein Verdienst von Angela Merkel…..

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utube.com/watch?v=RiVTfZTB_XQ

Raubzug der Weltmacht IWF – Ernst Wolff

Die VERBRECHEN der „CHRISTINE LAGARDE““

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DER „MAAAFFFIIAAA-ROTH-SCHILD-BÜÜTTTEL““ LAGARDE

Beispiel für „Jede Menge Dreck am STECKEN“ und deshalb BESTENS geEIGNET für POSTEN an den oberen PLÄTZEN

DAMIT die MAFIABANKSTERS NARRENFREIHEIT haben

Christine Lagarde will das Bargeld abschaffen

Anders als Draghi

Christine Lagarde will das Bargeld abschaffen

Die designierte EZB-Chefin Christine Lagarde ist eine entschiedene Gegnerin des Bargelds. Stattdessen unterstützt sie den Gedanken, dass Notenbanken digitale Währungen ausgeben sollen.

Mit der neuen EZB-Chefin Christine Lagarde dürften Schritt für Schritt Reformen umgesetzt werden, die auf die Abschaffung oder Zurückdrängung des Bargelds abzielen. Zumindest ist sie eine entschiedene Gegnerin von Papiergeld.

Am 14. November 2018 hielt Lagarde als IWF-Chefin eine Rede auf dem Singapore Fintech Festival. Im Verlauf ihrer Rede stellte sie die Nutzung von Bargeld in Frage und unterstützte die Einführung von digitalen Währungen durch die Notenbanken.

Lagarde führte aus: “In den Schaufenstern steht bereits ,Bargeld wird nicht akzeptiert’. Nicht nur in Skandinavien, dem Aushängeschild einer bargeldlosen Welt. Auch in verschiedenen anderen Ländern ist die Nachfrage nach Bargeld rückläufig – wie die jüngsten IWF-Untersuchungen gezeigt haben. Und wer wird in zehn, zwanzig, dreißig Jahren noch Papierzettel (Bargeld, Anm. d. Red.) austauschen? (…) Denken Sie an die neuen spezialisierten Zahlungsanbieter, die E-Geld anbieten – von AliPay und WeChat in China über PayTM in Indien bis zu M-Pesa in Kenia. Diese Geldformen sind für die digitale Wirtschaft konzipiert.”

Sie warf auch die Frage auf, ob Notenbanken eine neue digitale Währung herausgeben sollten. Lagarde wörtlich: “Ein staatlich abgesicherter Token oder ein Konto, das direkt bei der Notenbank geführt wird und Personen und Unternehmen für Zahlungen an Privatkunden zur Verfügung steht? Ihre Einlagen bei Geschäftsbanken sind zwar bereits digital. Aber eine digitale Währung wäre eine Verpflichtung des Staates – wie beim Bargeld – und nicht einer privaten Firma.”

Digitale Währungen hätten die Fähigkeit einer “finanziellen Inklusion, um Menschen und Unternehmen in abgelegenen und marginalisierten Regionen zu erreichen”. Bargeld sei an dieser Stelle “keine Option mehr”, behauptete Lagarde ohne den Umstand zu erwähnen, dass es gerade Bargeld ist, welches in abgelegenen Regionen als Zahlungsmittel verwendet wird, weil keine oder nur eine unzureichende Infrastruktur besteht.

Bei Bank-Runs spielt das Bargeld ebenfalls eine negative Rolle. Denn ein Bank-Run funktioniere nach dem Prinzip “wer zuerst kommt, malt zuerst”. Doch bei einer digitalen Währung bestünde diese Gefahr nicht.

CNBC berichtet, dass Lagarde die Notenbanken von China, Kanada, Schweden und Uruguay als Vorreiter für die Einführung von digitalen Währungen auserkoren hat. Diese würden den neuen Denkansatz unterstützen. Beispielsweise plant die schwedische Notenbank, die Riksbank, im aktuellen Jahr eine Pilotversion einer digitalen Währung namens e-krona einzuführen. Nur 13 Prozent der Schweden verwenden Bargeld. Die schwedische Zentralbank rudert inzwischen jedoch auch wieder zurück weil sie fürchtet, dass ältere Menschen durch die aggressive Digitalisierung des Zahlungsverkehrs in Schweden an den Rand gedrängt werden.

Lagarde sagte im April 2019, dass das Bargeld immer knapper wird, das Mobilfunkgeschäft im Aufwind sei und Person-to-Person-Zahlungen (P2P) zu einem gigantischen Markt geworden wären, insbesondere in China, aber auch in Kenia und Europa, berichtet Coindesk.

Im Juni 2019 kritisierte Lagarde, dass Fintech-Firmen zahlreiche Finanzprodukte anbieten, die eine Instabilität im internationalen Finanzsystem auslösen könnten. “Eine erhebliche Störung der Finanz-Landschaft dürfte von den großen Technologieunternehmen ausgehen, die ihre enormen Kundenstämme (…) nutzen, um Finanzprodukte auf der Basis von Big Data und künstlicher Intelligenz anzubieten”, zitiert die Deutsche Welle Lagarde. Diese Aussage Lagardes harmoniert mit ihrem Vorschlag, wonach die Notenbanken selbst digitale Währungen einführen müssen. Sie möchte diese Aufgabe offenbar nicht den privaten Unternehmen überlassen.

“In den vergangenen fünf Jahren war das Technologie-Wachstum in China äußerst erfolgreich und ermöglichte Millionen von Neueinsteigern den Zugang zu Finanzprodukten und die Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze. Doch es hat auch dazu geführt, dass zwei Firmen mehr als 90 Prozent des Marktes für mobile Zahlungen kontrollieren”, so Lagarde.

Die geldpolitische Ausrichtung von Lagarde ist auch deshalb interessant, weil der ehemalige EZB-Chef Mario Draghi sich im vergangenen Jahr gegen die Einführung einer digitalen Währung durch die EZB ausgesprochen hatte.

 

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EIGNUNGS-TEST für die „EU““: „KORRUPT“ – „KRIMINELL“ – „NULL-INTELLIGENZ“

Flinten-Uschi: Aus dem Beratersumpf an die EU-Spitze

Flinten-Uschi: Aus dem Beratersumpf an die EU-Spitze

NEOPresse in Politik

Wie demokratisch die EU ist, hat sich dieser Tage wieder einmal eindrucksvoll gezeigt: Für die EU-Spitzenämter wurden samt und sonders nur Teilnehmer der Bilderberger-Konferenzen nominiert. Herr Macron wollte Weber nicht als EU-Kommissionspräsidenten – also wurde er es nicht. Die Visegrád-Staaten und Italien wollten den nationalfeindlichen Timmermans nicht. Der wurde es also auch nicht.

Also zauberte man über Nacht Frau von der Leyen aus dem Hut, eine treue Bilderberg-Teilnehmerin und eine Frau, gegen die im Deutschen Bundestag ein Untersuchungsverfahren wegen Veruntreuung von Steuergeldern läuft – die Berateraffäre. Aus dieser Affäre dürfte sie sich jetzt ohne jegliche Konsequenzen einfach so herausziehen können.

Zur Nominierung von Frau von der Leyen soll laut „Welt“ Frau Merkel erklärt haben, sich daran nicht beteiligt zu haben, weil sich die große Koalition nicht einig gewesen sei. Merkel habe sich daher „entsprechend den Regeln des deutschen Abstimmungsverfahrens der Stimme enthalten“. Alle anderen 27 EU-Staaten hätten jedoch dem Vorschlag, Frau von der Leyen zu EU-Präsidentin zu ernennen, zugestimmt.

Die aktuelle SPD-Spitze hatte erklärt, von der Leyen abzulehnen. Die kommissarischen SPD-Vorsitzenden Dreyer, Schwesig und Schäfer-Gümbel sagten, mit der Ernennung von der Leyens würde der Versuch, die Europäische Union zu demokratisieren, ad absurdum geführt.

Sigmar Gabriel, ehemaliger Außenminister der SPD, sagte, Merkels Enthaltung sei „schlicht Quatsch“. Wenn Frau Merkel Frau von der Leyen ohne Kabinettbeschluss benenne, sei das ein klarer Verstoß gegen die Regeln der Bundesregierung – und ein Grund, die Regierung zu verlassen, so Gabriel.

Mit Frau von der Leyen kommt also eine Person ins EU-Spitzenamt, die offensichtlich „Dreck am Stecken hat“ (Berateraffäre, Vetternwirtschaft, Veruntreuung) und die es in ihrer über fünfjährigen Zeit als Verteidigungsministerin geschafft hat, die Bundeswehr bankrott zu wirtschaften. Mit Frau von der Leyen kommt zudem eine Frau ins EU-Spitzenamt, die seit jeher Politik und Stimmung gegen Russland macht.

Mit dieser Personalie, die ganz offensichtlich die geopolitischen Interessen des tiefen Staates der USA vertreten soll, wird es nicht die erhoffte Annäherung an Russland geben. Im Gegenteil – Frau von der Leyen ist eine Verfechterin der Vereinigten Staaten von Europa, einem zentralistischen Superstaat, in dem die Nationalstaaten keine Souveränitäten mehr haben und eine europäische Armee ausgebildet wird, nötigenfalls gegen die eigene Bevölkerung vorzugehen und mit der Unterstützung der NATO im Rücken weiter aggressive Politik gegen Russland zu betreiben.

Möglicherweise wird von der Leyen alles dafür tun, dass die EU in einen militärischen Konflikt mit Russland getrieben wird. Diese Frau hat auf all ihren Ministerposten (Ministerin für Soziales, Familienministerin, Arbeitsministerin, Verteidigungsministerin) bewiesen, dass sie absolut skrupellos ist.

Frau Lagarde, IWF-Chefin und von Macron im Gegenzug für Frau von der Leyen als EZB-Chefin nominiert, hat ebenfalls Dreck am Stecken. Frau Lagarde wurde 2016 von einem Pariser Gericht schuldig gesprochen: Sie hatte in ihrer Amtszeit als französische Finanzministerin fahrlässig zugelassen, dass Dritte Staatsgelder veruntreuen. Eine Strafe erhielt Lagarde jedoch nicht – wegen ihrer „Persönlichkeit“. Mit Frau Lagarde, der IWF-Chefin, dürfte die Abschaffung des Bargelds in der Euro-Zone bald nur noch eine Frage der Zeit sein. Denn der IWF hat schon seit Jahren Pläne zur Bargeldabschaffung in der Hinterhand. Watergate.tv berichtete.

Die Verhältnisse in der Europäischen Union und in Deutschland dürften sich in den kommenden Jahren also noch verschärfen. Machen Sie sich auf das Schlimmste gefasst und sorgen Sie für Krisen aller Art vor.

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TRUMPY FREUT ES

THEMA FRACKING oder auch  als „LNG““ BEZEICHNET

KRIMINELL – KRIMINELLER – am KRIMINELLSTEN wie z.B. EU-Kommissare z.B. die PERSON Miguel Arias Cañete

Kehrtwende: EU will Klimaziele mit LNG erreichen

LNG, der Klimafreund?

Kehrtwende: EU will Klimaziele mit LNG erreichen

Die amerikanischen LNGExporte nach Europa haben sich seit letztem Jahr fast vervierfacht. Der Grund liegt vor allem in der Klimapolitik der Europäischen Union.

LNG wird das Klima definitv beeinflussen. In welcher Form wird sich noch zeigen. (Illustration: Timo Würz)

Illustration: Timo Würz

Es wird erwartet, dass die Nachfrage in Europa nach US-Flüssiggas noch mindestens bis 2030 hoch bleiben wird. Die Gasimporte der EU werden „in den kommenden Jahren voraussichtlich steigen“, da die eigene Produktion in der Nordsee zurückgeht, sagte die Europäische Kommission kürzlich in einer Erklärung.

„Wir gehen davon aus, dass Gas, einschließlich LNG, auch in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle spielen wird, sodass es den derzeitigen Anteil von einem Viertel am gesamten Energieverbrauch in Europa in etwa beibehalten wird“, so der spanische EU-Kommissar Miguel Arias Cañete.

Die Nachfrage in Europa wird neben ökonomischen und politischen Erwägungen auch durch die Klimaziele der Europäischen Union angeheizt. Nach dem Willen der EU sollen die Kohlendioxidemissionen deutlich zurückgehen. Denn diese gelten als Hauptursache für die vom Menschen verursachte globale Erwärmung.

Da immer mehr Kohlekraftwerke stillgelegt werden, dürften Länder wie Deutschland, Italien, Spanien und die Niederlande „wahrscheinlich einen großen Wechsel von Kohle zu Gas erleben“, sagt die Denkfabrik Carbon Tracker. Großbritannien hingegen habe den Wechsel bereits weitgehend vollzogen.

„Erdgas wird auch in naher Zukunft ein wichtiger Bestandteil des Energiemixes der EU bleiben, wenn wir auf dem Weg zu saubereren Energiequellen voranschreiten“, sagte EU-Kommissar Cañete. Erdgas werde dazu beitragen, die Integration der wachsenden Menge an wechselhafter Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zu erleichtern.

Eine im April in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Studie bestätigt die Vorteile der Umstellung von Kohle auf Gas im Hinblick auf das Klima. Sie hält den Wechsel für eine „Schlüsselstrategie“ zur Minderung der energiebedingten CO2-Emissionen, die „mit den Zielen der Klimastabilisierung für die nächsten 50 bis 100 Jahre vereinbar ist“.

Die Studie warnt aber auch davor, dass eine verstärkte Erdgasproduktion den Einsatz weniger kohlenstoffintensiver Technologien wie erneuerbarer Energien verzögern könne. Dies bringe die Gefahr mit sich, „den Übergang zu einer dekarbonisierten Gesellschaft zu verlangsamen“. Die EU-Kommission teilt diese Bedenken.

Laut Energiekommissar Cañete setzt sich die EU vehement für die Reduzierung der Treibhausgasemissionen ein, „die den vom Menschen verursachten Klimawandel verursachen“. Und 75 Prozent dieser Emissionen seien derzeit eine Folge der Produktion und Nutzung von Energie.

Nach Einschätzung der EU werden die amerikanischen LNG-Exporte nach Europa aufgrund der CO2-Emissionsbegrenzung in absehbarer Zeit zurückgehen. „Ab 2030 wird der Gasverbrauch in Europa beginnen zu sinken“, sagte ein EU-Beamter nach dem Treffen zwischen der EU und den USA Anfang Mai in Brüssel.

Es gebe eine Reihe von Fragezeichen im Hinblick auf den CO2-Fußabdruck von importiertem LNG, so der Beamte. Zwar habe man dazu keine Statistiken, es sei aber „sehr klar“, dass aus den USA importiertes Flüssiggas kohlenstoffintensiver ist, als Pipelinegas aus Norwegen oder Russland.

„Auf EU-Ebene haben wir kein System, das den CO2-Fußabdruck einzelner Lieferketten überwacht, obwohl es sich lohnen würde, sein Potenzial zu erkunden“, sagte auch Anna-Kaisa Itkonen, Sprecherin der Europäischen Kommission für Klimaschutz und Energie, gegenüber Euractiv.

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utube.com/watch?v=3or4B4d-dPA

ICH WURDE ZENSIERT? – ein persönliches Statement

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utube.com/watch?v=ULbFlcBZLpA

AUTORITÄTEN HINTERFRAGEN – Selbstbewusst oder bescheiden?

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VIDEO kann nicht RUNTER-GELADEN werden – – – – – – WAHRHEIT soll vertuscht werden

 FALSCHES SATANISCHES  DOPPEL-SPIEL

„PUTIN der JUDE““ – „PUTIN the JEW““ – DIE SCHEIN-HEILIGE FALSCHE RATTE   – – – – – TOTAL EKEL-ERREGEND  – „Putin und NETANYAHU““

https://bit.tube/play?hash=QmTDhxu5xsRtL3qoAMcHyPyDK5JKfayRhaRKq4zVXi6mvC&channel=63772

https://bit.tube/play?hash=QmTDhxu5xsRtL3qoAMcHyPyDK5JKfayRhaRKq4zVXi6mvC&channel=63772

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https://www.presseportal.de/pm/6348/4262592

06.05.2019 – 12:03

3sat

3sat: „nano“-Dokumentation „Die Reparatur der Erde“ über Geoengineering-Projekte gegen die Klimakatastrophe

3sat: "nano"-Dokumentation "Die Reparatur der Erde" über Geoengineering-Projekte gegen die Klimakatastrophe
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Mainz (ots)

Donnerstag,10. Mai 2019, 18.30 Uhr
Erstausstrahlung

Der Klimawandel lässt sich allein durch Einsparen von CO2 kaum mehr aufhalten. Deshalb setzt die Forschung auf das sogenannte Geoengineering. Durch Eingriffe in geochemische Kreisläufe der Erde soll die Erde gezielt gekühlt werden. In seiner Dokumentation „nano: Die Reparatur der Erde“ stellt 3sat-Moderator Ingolf Baur am Donnerstag, 10. Mai 2019, 18.30 Uhr, aussichtsreiche Projekte des sogenannten Geoengineerings vor und diskutiert die Machbarkeit und die Risiken der neuen Technologien.

Die Reise führt Ingolf Baur zu Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in der Schweiz, in Island und in den USA – und zu zwei ganz unterschiedlichen Strategien. Eine Idee ist, das klimaschädliche CO2 aus der Atmosphäre zu fischen und in Böden und Ozeane zu versenken. Die andere, weitaus umstrittenere Idee ist, das Sonnenlicht zu dimmen. Prominentester Vertreter dieses Ansatzes ist David Keith von der USamerikanischen Harvard University. Keith will das Potenzial und die Risiken des sogenannten Solar-Geoengineerings nicht mehr nur am Computer, sondern auch in der Praxis ausloten und untersuchen, was die Freisetzung von Aerosolen wie Schwefelsäure in der Atmosphäre bewirkt. Die Idee dahinter: In großen Mengen versprüht, könnten die Aerosole das einfallende Sonnenlicht zurück ins All reflektieren und so die Erde kühlen.

Der Schweizer Janos Pasztor, Direktor der „Carnegie Climate Geoengineering Governance Initiative“, begrüßt solche Projekte und plädiert generell für mehr Forschung und einen breiten Diskurs in der Gesellschaft. Seine Sorge: Weil Solar-Geoengineering im Vergleich zu anderen Methoden billig und einfach umzusetzen ist, könnte irgendjemand einfach damit loslegen, ohne dass die ökologischen Folgen umfassend erforscht worden wären.

Kritiker des Geoengeneerings befürchten generell, dass mit solcher Technik jegliche Motivation für den unbequemen Weg – also auf erneuerbare Energien umzustellen und so den CO2-Ausstoß radikal zu senken – schwinden könnte.

Außerdem kommen in der Dokumentation Ulrike Lohmann (ETH Zürich), Edda Aradottir (Reykjavik Energy) und Hugo Raetzo (Bundesamt für Umwelt, Schweiz) zu Wort.

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/nano

Weitere Informationen sowie ein Interview mit Ingolf Baur: https://ly.zdf.de/i56H/

3sat – das Programm von ZDF, ORF, SRG und ARD

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Das satanische nach SCHWEFEL stinkende BIEST kommt als „WOLF im SCHAFS-PELZ“ daher und SPRICHT von „GEO-ENGINEERING und RETTUNG“

utube.com/watch?v=EEY9LneosY0

Wetter-MANIPULATION und Wolken-Injektion als Lösung für CO² WTF 13.05.2019 – Ganzer Beitrag

David Keith – GEOENGINEERING

RUSSLAND und CHINA manipulieren das WETTER  – – – – – – auch in DEUTSCHLAND

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outube.com/watch?v=D4Z5sIj3ClQ

„9M729“ – PROVOZIERT das kontrollierte „UN-SCHULDs-LAMM“ NAMENS PUTIN den sogenannten WESTEN – „“INF-Abrüstungsvertrag““

https://www.welt.de/wirtschaft/article186145516/Putins-neue-Hyperschallwaffe-Warum-sie-so-gefaehrlich-ist.html

Wirtschaft Aufrüstung

Mit seiner neuen Hyperschallwaffe versetzt Putin die USA in Panik

Wirtschaftsredakteur

Präsident Putin persönlich gab den Startbefehl. Russland hat erfolgreich eine neue Überschallrakete getestet. Die atomwaffenfähige InterkontinentalraketeAvangard“ fliegt angeblich 20 Mal schneller als der Schall.

Quelle: WELT/ Christoph Hipp

Autoplay
Er ist blitzschnell da und hüpft auf den oberen Schichten der Atmosphäre seinem Ziel entgegen. Russlands Waffengleiter Avangard macht das US-Militär nervös, das bislang keine Verteidigung gegen die neuartige Waffe hat………..

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http://www.resonanzboden.com/streitfall/das-maerchen-von-der-verschwoerungstheorie-juergen-roth-smolensk/

Das Märchen von der Verschwörungstheorie:
Jürgen Roth über den Flugzeugabsturz in Smolensk

Am 10. April 2010 stürzte eine polnische Regierungsmaschine nahe dem russischen Smolensk ab. An Bord: Staatspräsident Kaczynski und weitere Teile der polnischen Elite. Laut offizieller Untersuchungen war die Ursache ein Pilotenfehler, Zweifel an dieser Version werden jedoch immer wieder laut.
Der Investigativjournalist und Autor Jürgen Roth beleuchtet in seinem Buch „Verschlussakte S.” die Hintergründe des Absturzes und erklärt hier, wie die Diskussion zudem Einfluss auf die polnischen Präsidentschaftswahlen am 10. Mai nehmen könnte.

von Jürgen Roth

Es kommt äußerst selten vor, dass ein Buch überhaupt politisch etwas bewirken kann. Noch unwahrscheinlicher ist, dass es Einfluss auf eine Präsidentschaftswahl nehmen könnte, wie die in Polen am 10. Mai 2015 oder die im Oktober 2015 folgenden Parlamentswahlen. Das Buch „Verschlussakte S. Smolensk, MH 17 und Putins Krieg in der Ukraine“ dürfte da wohl die Ausnahme sein. Und ich als Autor hätte nie damit gerechnet, welche politischen Wellen das Buch in Polen auslösen würde, obwohl mir eigentlich von Anfang an klar sein musste, dass in dem unversöhnlichen politischen wie medialen Klima in Polen sachliche und unvoreingenommene Aufklärung an seine Grenzen stößt. Aber mein Buch war ja nicht für die polnischen Leser bestimmt, sondern für die in Deutschland. Denn diese kennen bislang leider nur die offizielle Version des Flugzeugabsturzes in Smolensk am 10. April 2010 – und nicht die vielen offenen Fragen und berechtigten Zweifel daran. Nach Meinung vieler polnischer Medien und eines Teils der polnischen Öffentlichkeit wurde durch die Veröffentlichung meines Buches erstmals im Ausland das beharrliche Schweigen über die vielen offenen Fragen und Widersprüche im Zusammenhang mit dem Flugzeugabsturz gebrochen. In Deutschland hingegen herrscht weiter Stille.

Ähnliche Fragen und Widersprüche gibt es übrigens auch, was den Absturz der malaysischen Passagiermaschine MH 17 im Sommer 2014 in der Ukraine betrifft. Beide Fälle verbindet, von zahlreichen Desinformationen einmal abgesehen, dass unterschiedliche politische Interessen verhindern, die wahren Ursachen der beiden Katastrophen aufzuklären. In beiden Fällen spielen Informationen des BND eine wichtige Rolle. In beiden Fällen will man von der undurchsichtigen Rolle der russischen Regierung sowohl in Smolensk wie in der Ukraine offiziell nichts wissen.

Kurz zum Hintergrund des Absturzes der polnischen Präsidentenmaschine: Am Morgen des 10. April 2010 zerschellte die Tupolew TU-154M nahe des Militärflughafens Smolensk. Neben dem polnischen Präsidenten Lech Kaczynski und seiner Ehefrau Maria Kaczynska waren unter anderem die stellvertretende Senatspräsidentin, der stellvertretende Außenminister sowie zahlreiche Abgeordnete an Bord der Regierungsmaschine – kurzum: ein Teil der politischen und militärischen Elite Polens. Sie alle wollten an einer Gedenkfeier anlässlich des 70. Jahrestags der Massaker an polnischen Offizieren im russischen Katyn teilnehmen. Im Jahr 1940 liquidierte der sowjetische Geheimdienst dort über 4000 polnische Offiziere – Teil eines Programms von Stalin zur Enthauptung der politischen und militärischen Elite Polens.
Nach offiziellen Angaben überlebt das Flugzeugunglück keiner der 96 Passagiere.

Mir fiel auf, dass, wer nicht an einen Fehler des Piloten als Auslöser des Absturzes glaubte, sehr schnell als Verschwörungstheoretiker abgestempelt wurde. Das war mir, angesichts der vielen Widersprüche in den offiziellen russischen wie polnischen Untersuchungsberichten dann doch zu einfach. Es war immerhin der inzwischen verstorbene CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Schockenhoff, ehemaliger Koordinator für die deutsch-russische zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit, der im Februar 2013 auf der Münchner Sicherheitskonferenz erklärte: „Wir wissen, dass es zahlreiche Spekulationen über die Ursachen und die Verantwortung für den Flugzeugabsturz in Smolensk gibt. Es ist klar, dass die Spekulation nur durch die Offenheit und Transparenz erreicht werden kann und deshalb ist die Haltung von Moskau sehr verwirrend. Russland behandelt die gesamte Angelegenheit geheim, was uns zur Frage für die Gründe einer solchen Haltung führt.”

Das Buch jedenfalls löste in Polen bereits vor Veröffentlichung ein unerwartet großes Medienecho aus und wurde dadurch geradezu zwangsläufig ein Instrument, um die kommenden Präsidentschaftswahlen in Polen am 10. Mai 2015 zu beeinflussen. Denn für die stärkste Oppositionspartei, die rechtskonservative Partei Recht und Gerechtigkeit, ist die wahre Ursache der Katastrophe bis heute nicht aufgeklärt. Sie spricht vielmehr von einem Attentat. Die Partei bezieht ihre politische Kraft, auch bei den Präsidentschaftswahlen, durch den beim Absturz getöteten Präsidenten Lech Kaczynski. Politischer Gegner bei den Präsidentschafts- wie den Parlamentswahlen ist die neoliberale Bürgerplattform, die den bisherigen Präsidenten Bronislaw Komorowski favorisiert, dem auch die größten Chancen im Mai eingeräumt werden. Bei den Parlamentswahlen im Oktober 2015 wiederum hat die Partei Recht und Gerechtigkeit große Chancen, stärkste Partei zu werden und die Regierung zu bilden. Der jetzigen Regierung daher vorzuwerfen, sie sei zumindest indirekt für den Absturz verantwortlich und habe kein Interesse an einer lückenlosen Aufklärung, ist ganz sicher ein zentrales Wahlkampfthema. Zwei unversöhnliche Sichtweisen prallen deshalb während des Wahlkampfes aufeinander.

Dieser in Polen seit Jahren ausgetragene Konflikt, ob der Absturz ein Pilotenfehler war (wie es die polnische und die russische Regierung und der polnische Präsident Komorowski behaupten) oder ein Attentat (was die politische Opposition unter Führung von Jaroslaw Kaczynski sagt), entwickelte eine besondere Dynamik, nachdem in „Verschlussakte S.“ unter anderem ein für polnische Journalisten anscheinend explosives Dokument erwähnt wurde, nämlich der Quellenbericht eines Mitarbeiters des Bundesnachrichtendienstes (BND). Demnach haben diesem BND-Mitarbeiter zwei hochkarätige Quellen berichtet, dass bei dem Absturz Explosivstoffe an Bord der Präsidentenmaschine gewesen sein sollen. Diese Nachricht schlug in Polen noch vor Veröffentlichung des Buches ein wie eine Bombe, denn sie bestätigte die tiefe Überzeugung vieler Polen, dass bei den Ermittlungen zum Flugzeugabsturz nicht alles mit rechten Dingen zugegangen war und die wahren Gründe für den Absturz von der polnischen und russischen Regierung verheimlicht wurden.

Allein aufgrund polnischer Zeitungsmeldungen, laut denen der BND behauptet haben soll, der Absturz sei ein Attentat, geriet er anscheinend stark unter politischen Druck. Der polnische Außenminister Grzegorz Schetyna erklärte sogar: „Ich habe weder offiziell noch inoffiziell irgendetwas über die Existenz solcher Dokumente gehört“. Wenn selbst die BND-Führung nichts von einem solchen Dokument wisse – wie sollte es dann der polnische Außenminister wissen? Doch mit diesem Statement sollte vermittelt werden, dass es einen solchen Bericht nicht gebe, er eine Märchenerzählung sei. Es ist eher die Ausnahme, dass der BND-Pressesprecher gegenüber Medienvertretern ausführliche Interviews gibt. Gegenüber polnischen Journalisten war der mit Skandalen belastete Dienst hingegen außerordentlich freizügig.[1] Seine Erklärung war eindeutig: Der Bundesnachrichtendienst sei nie von einem Attentat auf die Präsidentenmaschine ausgegangen. Das war insofern kühn, da er seine Erklärung herausgab, bevor das Buch überhaupt auf dem Markt war. Und im Buch selbst wird mit keiner Zeile erwähnt, dass der BND von einem Attentat ausgegangen sei. Differenzierte Betrachtungen blieben aus – auch in den deutschen Medien, die kurzerhand das scharfe Dementi des BND als die alleinige Wahrheit wiedergaben, ohne „Verschlussakte S.” überhaupt gelesen zu haben. Ich zitiere dort diesen Quellenbericht, der anscheinend von der zuständigen Abteilung nicht an die BND-Führung weitergegeben wurde: „Eine mögliche Erklärung der Absturzursache der TU-154 am 10.04.2010 in Smolensk liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit in einem Sprengstoffattentat, ausgeführt durch eine Abteilung des FSB im ukrainischen Poltava, geführt durch General J. aus Moskau. Alle weiteren Vorgänge betr. Ausführung, Sprengstoffbeschaffung, Kommunikation, konnten trotz intensiver Vorgehensweise nicht aufgeklärt werden, da eine massive Gefährdung vor Ort operierender Quellen nicht auszuschließen wäre.“ Das kommentiere ich mit den Sätzen: „Wie alle Informationen des BND kann man das glauben oder auch nicht. Doch sie fügen sich in ein Puzzle aus Fakten und Indizien ein, wonach diese BND-Informationen nicht aus der Luft gegriffen sein dürften.“

Von diesem Moment an, als die Schlagzeile „BND spricht von einem Attentat“ die polnischen Medien beherrschte, wurde das Buch ein Instrument des politischen Wahlkampfes in Polen. Aufschlussreich in diesem Kontext ist, dass, nicht nur in Polen, sondern auch in Deutschland die offizielle polnische wie russische Version des Flugzeugabsturzes mehr oder weniger kritiklos als die einzige Wahrheit präsentiert wurden, was wohl daran liegen mag, dass die Partei Recht und Gerechtigkeit und sowohl der verstorbene Präsident Lech Kaczynski wie auch sein Bruder Jaroslaw als mehr oder weniger hinterwäldlerische Politiker abgestempelt werden. Zwar ist das ein Zerrbild der Wirklichkeit, aber es verhindert, dass man sich ernsthaft mit den ungeklärten Fragen, zum Beispiel ob wirklich Sprengstoff an Bord des Flugzeuges gefunden wurde, beschäftigen muss – selbst wenn das noch so abenteuerlich klingen mag. Und diese „abenteuerliche These“ verbreiteten immerhin hochangesehene polnische Wissenschaftler. Wirklich alles nur Verschwörungstheorie? Bemerkenswert ist zudem, dass die polnische Militärstaatsanwaltschaft, nachdem bekannt wurde, dass mein Buch erscheint, eine neue Auswertung der Stimmenrekorder veröffentlichte. Demnach sei der Luftwaffenchef im Cockpit gewesen und habe die Piloten dazu gezwungen, trotz der schlechten Wetterverhältnisse zu landen. Im Januar 2012 hingegen hatte das hochangesehene Sehn-Institut für forensische Forschung in Krakau nach monatelanger Analyse festgestellt, dass der Luftwaffenchef nicht im Cockpit gewesen sei. In Deutschland wurde nur die Erklärung der Militärstaatsanwaltschaft verbreitet, nicht jedoch die anders lautende Feststellung des Sehn-Instituts.[2] Widersprüche über Widersprüche.

Was zudem vollkommen ausgeblendet wurde, ist, dass „Verschlussakte S.“ nicht nur ein Buch über die Katastrophe von Smolensk ist, sondern auch über die Tradition der systematischen Lügen des früheren sowjetischen wie jetzigen russischen Machtapparates. Der Flugzeugabsturz ist dabei sicher ein wichtiges Element in der Analyse dieser Politik, genauso jedoch wie der russische Krieg gegen die Ukraine oder der Absturz der MH17 im Sommer 2014. Bücher bis zum Ende zu lesen – anscheinend gibt heute dazu auch bei vielen Journalisten keine Zeit mehr. Die alte sizilianische Lebensweisheit „Wer taub ist und blind und den Mund hält, der wird in Frieden 100 Jahre alt“, dürfte jedenfalls in Polen wie in Österreich und Deutschland durchaus zutreffen, und im Zusammenhang mit dem Flugzeugabsturz in Smolensk scheinen das nicht nur regierungstreue Journalisten in Polen als Losung beherzigt zu haben.


[1] www.rmf24.pl/raport-lech-kaczynski-nie-zyje-2/fakty/news-wywiad-w-berlinie-nie-znalezlismy-w-archiwum-depeszy-na-ktor,nId,1714005
[2] www2.polskieradio.pl/eo/print.aspx?iid=165614


→ mehr über den Autor

Roth_Jürgen_c_Econ+Verlag_beschnJürgen Roth, Jahrgang 1945, ist einer der bekanntesten investigativen Journalisten in Deutschland. Seit 1971 veröffentlicht er brisante TV-Dokumentationen und Bücher über Korruption und organisierte Kriminalität. Sein aktuelles Buch „Verschlussakte S. Smolensk, MH17 und Putins Krieg in der Ukraine“ erschien im April im Econ Verlag.
Foto: Econ Verlag

Weblinks
Die offizielle Website von Jürgen Roth
„Verschlussakte S.“ auf den Seiten der Ullstein Buchverlage

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Klimahysterie: Selbstmordprogramm der falschen Propheten

 

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Die SCHein-HEILIGEN ÖKO-AKTIVISTEN – IM HAMbacher FORST wird BESETZT im REIN-HARDS-WALD NICHT

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Grimm Märchenwald – Aktuell! (Teil 2)

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SEKTEN-IDEOLOGIE-DIKTATUR ent-GEGEN WISSENSCHAFTLICHER FAKTEN

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Fundstück #018: Ralf D. Tscheuschner hinterfragt bei EUvW „Grosse Transformation“

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Europas Stromnetz stand im Juni mehrfach vor dem Kollaps

 

Knapp vorbei am Blackout

Europas Stromnetz stand im Juni mehrfach vor dem Kollaps

Zuletzt ist die Netzfrequenz in Deutschland mehrfach so stark abgesackt, dass Europas gesamtes Stromnetz gefährdet war. Um einen Blackout zu verhindern, mussten Aluhütten vom Netz genommen werden.

Strommasten. (Foto: dpa)

Strommasten. (Foto: dpa)

Im deutschen Stromnetz ist es nach Angaben der Netzbetreiber an drei Tagen im Juni zu kritischen Zuständen gekommen, die so erheblich waren, dass die Lage nur noch mit Hilfe aus den Nachbarländern gerettet werden konnte. Es drohte offenbar ein totaler Blackout. An der Börse schossen die Strompreise in die Höhe.

„Im deutschen Elektrizitätsversorgungssystem sind in den vergangenen Tagen signifikante Systembilanzabweichungen aufgetreten, welche die Systemsicherheit gefährden,“ zitierte die FAZ am Dienstag aus einer Mitteilung der Netzbetreiber Amprion, Tennet, 50Hertz und Transnet-BW.

Die Turbulenzen haben das gesamte europäische Stromnetz in Mitleidenschaft zogen. „Die Lage war sehr angespannt und konnte nur mit Unterstützung der europäischen Partner gemeistert werden“, so die vier Netzbetreiber.

Als eine Konsequenz verdoppelten die Netzbetreiber Amprion, Tennet, 50Hertz und Transnet-BW die vorgehaltene sogenannte Minutenreserve für kurzfristige Stabilisierungsmaßnahmen von Freitag auf Samstag auf 2000 Megawatt.

Der Grund für die Turbulenzen, die zuletzt am Dienstag vergangener Woche auftraten, war, dass dem Netz mehr Strom entzogen als wieder eingespeist wurde. Dies habe an drei Tagen im Juni „jeweils zu einem Absinken der Netzfrequenz im gesamten europäischen Verbundnetz geführt“.

Die Ursache für die zu geringe Stromeispeisung sei „noch nicht eindeutig geklärt“, teilte die Bundesnetzagentur auf Anfrage der Zeitung mit. Eine sorgfältige Analyse bedürfe weiterer Daten, die aber noch nicht vorlägen, so die Agentur, welche die Aufsicht über die deutschen Netzbetreiber führt.

Wegen der kritischen Lage am Strommarkt musste Trimet seine Aluhütten abschalten. „Trimet hat die Netzbetreiber am 6., 12. und 25. Juni bei der Sicherung der Stromversorgung unterstützt, indem die Aluhütten in Essen und Voerde jeweils für kurze Zeit vom Netz genommen wurden“, sagte ein Sprecher gegenüber der Rheinischen Post.

Für bis zu einer Stunde sei das möglich. Allerdings würden solche Eingriffe im Rahmen der Verordnung zu abschaltbaren Lasten „immer häufiger“, so der Trimet-Sprecher. Mit seinen drei Aluminiumhütten steht Trimet für rund ein Prozent des deutschen Strombedarfs.

Bereits vor einigen Monaten kam es im deutschen Stromnetz zu ernsten Komplikationen.

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Die GRÜNEN MisseTÄTER – ein „MISSRATTTTENES„“ PACK

AN SPIEGEL: KEINE PROPAGANDA dafür FAKTEN-BASIERT und ordentlich RECHERCHIERT

Strom ist nicht gleich Strom – Wieder Engpässe beim Strom in Deutschland

Strom ist nicht gleich Strom – Wieder Engpässe beim Strom in Deutschland

Herkömmlicher Stromzähler – ein Auslaufmodell? Bild: Andreas Morlok / pixelio.de

von Holger Douglas
Was, wenn der Spiegel erführe, dass die Netzfrequenz – nicht die »sogenannte Stromfrequenz« – die entscheidende Regelgröße ist, nach der Stromproduktion

So viel Sonne – und dann Stromengpässe? Wie kann das denn sein? Die chaotischen Zustände kommen bekanntlich nicht erst seit diesem Monat vor, sondern schon seit langem. Wir haben die katastrophalen Folgen der Energiewende hier oft genug beschrieben. Z.B.:

Der Spiegel-Mann schreibt vermutlich von der FAZ ab: »Gerät das System aus der Balance, schwankt auch die sogenannte Stromfrequenz – was ganze Fabriken aus dem Takt bringen kann.«

Sogar ganze Fabriken. Das muss ja schlimm sein. Was, erführe der wackere Spiegel-Mann, dass die Netzfrequenz, nicht die »sogenannte Stromfrequenz«, die entscheidende Regelgröße ist, nach der Stromproduktion dem Verbrauch angepasst wird. Strom ist nämlich ein ganz besonderer Saft. Er kann nicht in größeren Mengen gespeichert werden. Es kommt immer darauf an, wann er gebraucht wird.Strom ist also nicht gleich Strom“, wie auch der Titel eines lesenswerten Buches lautet.

Es kommt darauf an, wann er gebraucht wird und nicht, wann er zufällig anfällt. Ein Industrieland benötigt die Energie „Strom“, es kann seine Produktion nicht danach ausrichten, wenn zufällig die Sonne so schön scheint und ein paar Stunden tagsüber sehr viel Strom aus den Photovoltaikanlagen kommt. Nachmittags und spätestens abends ist Schluss mit lustig, Strom gibts nicht mehr, weil die Sonne untergegangen ist. Das Gleiche gilt für die Windräder, die auch nur dann Strom liefern, wenn der zufällig weht.

Woher kommt dann der Strom? In den Mengen, in denen er gebraucht wird, kann er nicht gespeichert werden. Wenn die letzten Kohlekraftwerke abgeschaltet sein werden, wird’s dunkel in Deutschland. Nur mit den großen Schwungmassen der Generatoren können die kurzzeitigen Schwankungen im Netz schnell ausgeglichen werden. Die werden sich nicht mehr drehen.

Denn noch steht in Deutschland hinter jedem Windrad, hinter jeder Photovoltaikanlage die Leistung eines konventionellen Kraftwerkes. Das lässt sich nicht eben mal anschalten, das dauert. Es läuft daher tagsüber gewissermaßen im Leerlauf, kostet entsprechend, muss dann liefern, wenn’s dunkel wird und von den Solaranlagen nichts mehr kommt.

Verbrauch und Produktion müssen in einem sehr exakten Gleichgewicht stehen. Die Netzfrequenz ist das entscheidende Maß dafür, ob genügend Strom produziert wird. Sämtliche Stromerzeuger und Verbraucher in Europa takten im Gleichklang von 50 Hertz. Sinkt die Frequenz auch nur geringfügig unter diesen Wert, so herrscht Strommangel und die Netzbetreiber müssen schnellstens weitere Stromquellen dazuschalten – oder eben möglichst schnell Stromverbraucher abschalten, also etwa mal eine Stadt.

Gerät das Verhältnis zwischen Stromproduktion und Verbrauch aus dem Takt, droht nicht nur der Ausfall einer Fabrik, sondern ein weitreichender Stromausfall, ein Blackout, der schnell ganz Europa erfassen kann. Das Beispiel Südamerika, das jüngst einen Stromausfall erlebte, der 48 Millionen Menschen im Dunkeln ließ, sollte für uns ein Warnschuss sein. Besonders bemerkenswert an diesem Ereignis ist, dass seine Ursachen immer noch nicht geklärt sind. Eine stabile Stromversorgung für ein Industrieland aufrecht zu erhalten, ist hoch komplex, insbesondere dann, wenn zwangsweise immer mehr wetterabhängiger Zufallsstrom eingespeist wird. Denn der ist pures Gift für die Netzstabilität.

Wenn wie derzeit tagsüber zu viel Sonnenstrom da ist, wissen die Netzbetreiber oft nicht, wohin damit. Denn auch in den Nachbarländern wartet man nicht auf den Strom, der zufällig mal aus Deutschland kommt. Erst eine kräftige Mitgift in Höhe von einigen Millionen Euro bewegt die Netzbetreiber, die eigene Produktion herunterzufahren und Strom aus Deutschland abzunehmen. Das nennen nur sehr Wohlmeinende Stromexportland.

Sehr nett finden es mitunter eidgenössische Netzbetreiber, Zufallsstrom aus Deutschland abzunehmen und damit Wasser in hochgelegene Speicher in den Alpen zu pumpen. Dafür bekommen sie oft genug viele Euros; die bekommen sie dann auch wieder, wenn sie diese Energie wieder an Deutschland zurückgeben, wenn dort Dunkelflaute herrscht. Der Gelackmeierte ist der Stromkunde, der den Spaß mit den höchsten Strompreisen Europas bezahlt.

Noch nicht erwähnt haben wir bisher die erheblichen Energieverluste, die bei diesen Stromtransporten quer durch Europa entstehen, und die ebenfalls der Stromkunde bezahlt. Denn Energie in Form elektrischer Energie über weite Strecken zu transportieren, ist die ungünstigste Form des Energietransportes. Effektiver geht es in Form der Kohlenwasserstoffe wie Kohle, Öl oder Gas.

Also: Strom ist nicht gleich Strom, es kommt immer darauf an, wann er gebraucht wird. Die Energiewende zerstört diese Regeln gründlich.

Der einzige vernünftige Vorschlag in der unseligen Energiewendendiskussion, den ich kenne, war der, dass Windkraft- und Photovoltaikstromlieferanten dann ihren Strom liefern müssten, wenn er auch benötigt wird. So, wie das der Bäcker machen muss, wenn er seine Brötchen ausliefert – in der Menge und zu dem Zeitpunkt, wenn seine Kunden sie benötigen. So müssen es die Wasserwerke machen, die schlecht sagen können: Jetzt haben wir gerade Wasser, wascht euch!

Das wäre Markt: Das Angebot richtet sich nach der Nachfrage, der Preis wird entsprechend geregelt. Und nicht umgekehrt wie derzeit auf dem Energiesektor, wo Stromproduzenten munter fordern: Wir liefern jetzt Strom, weil wir ihn gerade haben, weil Sonne und Wind liefern, also zahlt uns unseren horrenden Preis, gleichgültig, ob ihr den Strom benötigt oder nicht. In einem solchen System von „Marktteilnehmern“ zu sprechen, wie es der Spiegel tut, ist schräg.

Eine regelmäßige, gesicherte Energieversorgung ist die Voraussetzung für ein Industrieland. Das zerstört man am besten, indem dessen Energieversorgung zerstört wird, wie es die Energiewende gerade macht.

Die Schuld an einem Blackout muss man dann natürlich Spekulanten in die Schuhe schieben. Kennt man von Honecker & Co, die für schlechte Ernten den Klassenfeind verantwortlich machten, aber niemals die eigene Unfähigkeit. Von daher klingt dieses »Framing« bekannt – und bedrohlich.

Der Beitrag erschien zuerst bei TICHYS Einblick hier

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https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/klimakrise-die-bevoelkerungsexplosion-faellt-aus-a-1273492.html

Kampf gegen Klimakrise

Die Bevölkerungsexplosion fällt aus

Bei Diskussionen über den Klimawandel taucht regelmäßig dieses Argument auf: Wir können ohnehin nichts tun, solange wir nicht das ungebremste Wachstum der Weltbevölkerung stoppen. Dabei ist diese Phase längst vorbei.

Eine Kolumne von

Fußgänger auf einem Zebrastreifen in New York

Orbon Alija/ Getty Images

Fußgänger auf einem Zebrastreifen in New York

„Die Weltbevölkerung wird neun Milliarden Menschen nie erreichen. Sie wird ihren Gipfelpunkt von acht Milliarden im Jahr 2040 erreichen und dann zurückgehen.“

Jørgen Randers, Mitautor der Studie „Die Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome, zitiert im Buch „Empty Planet“ (2019)

Bitte beantworten Sie im Kopf mal eben folgende Frage, ohne groß darüber nachzudenken: Wächst die Weltbevölkerung heute langsamer als 1962, genauso schnell oder schneller?

Ich habe den Verdacht, dass viele Leser dieser Kolumne, gutinformierte Menschen also, „schneller“ gedacht haben. Die Vorstellung, dass es bis heute eine „Bevölkerungsexplosion“ gibt, ein ungebremstes, exponentielles Wachstum der Anzahl der Menschen, die auf diesem Planeten leben, ist sehr hartnäckig und tief verwurzelt. Sie ist aber falsch.

„Nachhaltig begrenzen“?

Es gibt da einen engen Zusammenhang mit der Debatte über die Klimakrise. In jeder Diskussion über dieses Thema, auch mit gutinformierten Menschen, taucht früher oder später dieses Argument auf: Das kann sowieso nicht klappen, weil die Weltbevölkerung ja immer weiterwächst und all die zusätzlichen Menschen auch immer mehr zusätzliches CO2 produzieren werden, bis in alle Ewigkeit.

Vor einigen Wochen sprach zum Beispiel Wolfgang Kubicki (FDP) in einem Gastbeitrag für die „Welt“ wieder vom angeblich „ungebremsten Bevölkerungswachstum“, das wir „nachhaltig begrenzen“ müssten, sonst könnten wir uns „alle nationalen und EU-weiten umwelt- und klimapolitischen Maßnahmen sparen“. Kubicki nannte sogar die damals noch korrekte Zahl, nämlich „über elf Milliarden Menschen“ bis 2100.

Das war bis diese Woche die Prognose der Uno für die Bevölkerungszahl in 80 Jahren. Was Kubicki wegließ: Spätestens zu diesem Zeitpunkt wird die Weltbevölkerung nicht mehr weiterwachsen, sondern zu schrumpfen beginnen. Möglicherweise auch schon viel früher.

Und die Zahl selbst hat die „Population Division“ der Uno gerade leicht nach unten korrigiert: Jetzt liegt die Prognose bei 10,9 Milliarden Menschen im Jahr 2100.

Um zwischendurch mal die Frage aus dem ersten Absatz zu beantworten: Im Jahr 1962 und 1963 wuchs die Weltbevölkerung stärker als je zuvor und danach. Die Wachstumsrate lag damals bei 2,2 Prozent. Heute ist sie nur noch etwa halb so groß. Die Weltbevölkerung wächst immer langsamer. In absehbarer Zeit wird sie damit aufhören und beginnen zu schrumpfen. Die Frage ist nicht mehr, ob, sondern nur noch, wann.

Auch das Wachstum in absoluten Zahlen geht bereits zurück: Die meisten zusätzlichen Menschen kamen um das Jahr 1990 hinzu, damals waren es 90 Millionen in einem Jahr.

Diese und viele andere Zahlen kann man sich, sehr anschaulich aufbereitet, auf der Webseite „Our World in Data“ ansehen. Sie ist oft sehr hilfreich, wenn man das Bedürfnis hat, seine Vorstellungen von der Welt der Realität anzupassen.

Entscheidend ist dies: Die Weltbevölkerung wächst eben nicht exponentiell, es gibt keine „Bevölkerungsexplosion“. Heute geborene Kinder haben gute Chancen, das Ende des Wachstums persönlich mitzuerleben.

Mehr Menschen heißt nicht mehr CO2

Das soll nicht heißen, dass fast elf Milliarden Menschen im Jahr 2100 und bereits 9,7 Milliarden bis 2050 nicht eine gewaltige Herausforderung wären, sowohl was Nahrungs- als auch was Energieversorgung angeht. Aber es ist eben auch weit entfernt von der ständig herbeigeredeten Bevölkerungsapokalypse. Mehr Menschen bedeuten auch nicht zwangsläufig mehr CO2 – man muss eben Energieversorgung und Ernährung neu organisieren.

Wenn Wolfgang Kubicki möchte, dass die Leute in Afrika weniger Kinder bekommen, sollte er sich übrigens einfach für mehr gezielte Entwicklungshilfe einsetzen, insbesondere für Investitionen in Bildung für Mädchen und Frauen und für bessere medizinische Versorgung in Entwicklungsländern, etwa in Zentral-, Ost- und Westafrika. Seine Partei, die FDP, möchte aber in Wahrheit lieber weniger Geld in Entwicklungshilfe stecken. Das wird natürlich vornehmer formuliert: Die FDP will lieber „auf Qualität statt auf Quantität der eingesetzten Mittel“ setzen.

Je besser es Frauen geht, desto besser geht es der Gesellschaft

Die Mechanismen, die in vielen Ländern der Welt längst zu sinkenden Fortpflanzungsraten geführt haben, sind bekannt: Bildung für Frauen, Gesundheitsversorgung, Urbanisierung und der Zugang von Frauen zum Arbeitsmarkt. Diese Faktoren sorgen dafür, dass Frauen nicht mehr vier oder fünf, sondern irgendwann im Schnitt nur noch ein oder zwei Kinder bekommen. Je besser es den Frauen einer Gesellschaft geht, desto besser geht es der Gesellschaft – und desto weniger Kinder werden geboren.

Wie gesagt: In einer Reihe von Ländern der Welt ist das und mehr längst passiert, ihre Bevölkerungen schrumpfen. Deutschland gehört dazu, Japan, viele Staaten Osteuropas. Selbst China wächst kaum noch. Das wird ganz neue Probleme mit sich bringen: Überalterung, Rentenlücken, Innovationsrückgang. Mit dem Klimawandel aber hat all das nichts zu tun.

Vielleicht geht es noch viel schneller

Es gibt eine Reihe durchaus namhafter Forscher, die noch weiter gehen als die Uno, die in den vergangenen Jahrzehnten mit ihren Prognosen fast vollständig richtig lag: In dem faszinierenden Buch „Empty Planet“ von Darrel Bricker und John Ibbitson kann man ihre Positionen und Argumente nachlesen – darunter auch die Position des eingangs zitierten Norwegers Jørgen Randers. (Mehr zu diesem Buch können Sie hier nachlesen.)

Randers hat einst an „Die Grenzen des Wachstums“ mitgearbeitet, der Studie des Club of Rome, die 1972 vor einem Kollaps der menschlichen Zivilisation warnte. Mittlerweile hat er seine Meinung geändert.

Es gibt nämlich gute Argumente dafür, dass der Schrumpfungsprozess deutlich vor 2100 beginnen wird. Etwa, dass die Fruchtbarkeitsraten in vielen Ländern in jüngerer Zeit viel schneller gefallen sind als erwartet.

Egal ob neun oder elf Milliarden: Auf uns kommt eine gewaltige Herausforderung zu. Sie ist aber lösbar. Und das Argument, „gegen den Klimawandel etwas zu tun, bringe ohnehin nichts, weil die Bevölkerung ungebremst wächst“, ist schlicht falsch.

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tube.com/watch?v=2coiSEJUNl0

Interview mit „Kevin Annett“ deutsche Fassung

Am 19.05.2015 veröffentlicht

Am 16.04.2015 hat Kevin Annett uns ein Interview gegeben zum ITCCS und zu den Residential Schools in Kanada. Kevin Annett wurde über seine damalige Tätigkeit als Reverend für die United Church of Canada durch Gespräche mit Gemeindemitgliedern auf die Verbrechen aufmerksam, welche in den Zwangsinternaten („Indian Residential Schools“) an Indianerkindern in Kanada in den über 100 Jahren bis zu deren Schließung in 1996 begangen worden sind, und dem in dieser Zeit rund 50.000 Indianerkinder zum Opfer gefallen sind. Im Mai 2010 gründete er zusammen mit Gruppen aus Irland, England, USA, Kanada und Italien das ITCCS. Deren erklärtes Ziel ist es, den Vatikan, weitere Kirchen und Regierungen für Verbrechen an Kindern und gegen die Menschlichkeit zur Verantwortung zu ziehen. Nach eigenen Angaben ist das ITCCS bis 2013 in 26 Ländern vertreten gewesen. Der gerichtliche Arm des ITCCS ist der „International Common Law Court of Justice“ (ICLCJ), ein nicht-staatliches Gericht auf Common Law – Basis. In Zusammenhang mit den „Indian Residential Schools“ hat es gegen hochrangige Persönlichkeiten aus Kanada, Großbritannien und dem Vatikan ermittelt und Urteile gesprochen. Die kanadischen Residential Schools hatten in ihrer Anfangszeit eine sehr hohe Todesrate vor allem durch Krankheiten und unzureichende Ernährung, aber auch durch direkte Gewaltakte incl. Missbrauch, Misshandlung und Mord, die später deutlich zurückgegangen ist, was für einen Strategiewechsel von Ausrottung hin zur Assimilation spricht. Ein wesentliches Motiv zum Kindesentzug ist Land Grabbing gewesen, auch im Hinblick auf Holz und Bodenschätze. Selbst indianische Stammesführer und (hinsichtlich geflohener Kinder) die kanadische Polizei waren in das Verfolgungs- und Assimilationssystem gegen die indianischen Kinder eingebunden worden, was die rechtliche innerhalb Kanadas nicht einfacher macht. Den Landraub gibt es laut Kevin Annett heute noch, und statt der Residential Schools wirkt heute die Übertragung indianischer Kinder auf weiße Pflegefamilien auch heute noch assimilierend. Das kanadische Indianergesetz unterwirft die Indigenen bis heute noch diskriminierenden Einschränkungen, z. B. beim Landbesitz. Die Etablierung der indianischen Residential Schools in Kanada geht auf ein Gesetz zurück, welches vom britischen Kronrat in das kanadische Parlament eingebracht worden ist. Die britische Königin ist das Staatsoberhaupt in Kanada. Betrieben wurden die Residential Schools von der katholischen Kirche, der anglikanischen Kirche und der United Church. http://unser-politikblog.blogspot.de/…

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ube.com/watch?v=zFpmaVI1s3I

interview with reverend „“Kevin Annett““

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ube.com/watch?v=5bOAT7xzFFo

Heart-gunning on Swiss motorway (Stop 007)

Am 09.07.2019 veröffentlicht

Dr. Horton records this video testimony about having been gunned in the heart by weaponised cars on the Swiss motorway driven by the gangstalkers of Swiss Intel chief Jean-Philippe Gaudin.

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tube.com/watch?v=d8fdpyMcZfo

Uncovered! Mass Graves in British Columbia – Kevin Annett (Stop 007)

Live übertragen am 25.06.2019

Kevin Annett reports about the uncovering of mass graves of indigenous women and children in British Columbia.

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https://www.spiegel.de/panorama/justiz/jeffrey-epstein-das-netz-des-verdaechtigen-finanzberaters-a-1276597.html

Klage gegen US-Finanzberater

Das Netz des Jeffrey Epstein

Der US-Finanzberater Jeffrey Epstein  ist angeklagt, minderjährige Mädchen sexuell missbraucht zu haben. Nun gehen seine einstigen Bekannten auf Distanz – allen voran Donald Trump.

Von , New York

Jeffrey Epstein 2008 in Palm Beach: Damals war er schon einmal in Gewahrsam

Uma Sanghvi/ Palm Beach Post/ AP

Jeffrey Epstein 2008 in Palm Beach: Damals war er schon einmal in Gewahrsam

Jeffrey Epstein schmiss die tollsten Dinnerpartys. Oft fanden sie in seiner 4700-Quadratmeter-Villa statt, dem wohl teuersten, größten Einfamilienhaus in Manhattan. Intimere Sausen stiegen in Epsteins Anwesen in Palm Beach oder auf seiner karibischen Privatinsel Little St. James, zu der er die VIP-Gäste in einem seiner Privatjets einflog.

Viele dieser Gäste ließ Epstein auf Fotos verewigen, die er US-Medienberichten zufolge überall bei sich zu Hause aufstellte. Bill Clinton, Prinz Andrew, der spätere saudische Kronprinz Mohammed bin Salman. Und natürlich der größte Partylöwe der goldenen Ära vor der Finanzkrise: Donald Trump.

Doch jetzt könnte sich für manche rächen, in jenen Jahren keine Distanz zu Epstein gewahrt zu haben.

Feiner Tatort: Spuren der FBI-Brechstangen an Epsteins Villenpforte

JASON SZENES/EPA-EFE/REX

Feiner Tatort: Spuren der FBI-Brechstangen an Epsteins Villenpforte

Die Villa auf der Upper East Side steht leer, als mutmaßlicher Tatort versiegelt. Die fünf Meter hohen Eichenpforten tragen Schrammen von den Brechstangen, mit denen das FBI sie am Samstag aufstemmte.

Aufgebrochen ist damit auch ein lange vertuschter und verharmloster Skandal, der nun Kreise zieht – bis ins Weiße Haus: Epstein, ein bestvernetztes Mitglied des US-Geldadels, ist angeklagt, jahrelang Dutzende minderjährige Mädchen missbraucht zu haben, hinter seinen verschlossenen Villentüren in New York City und Florida. Der 66-Jährige sitzt wegen Fluchtgefahr hinter Gittern.

Plötzlich will ihn keiner der alten Freunde mehr kennen. „Ich war kein Fan“, behauptete Trump am Dienstag. Dabei hatte der US-Präsident, der sich 2016 ähnlichen Vorwürfen ausgesetzt sah, Epstein früher als „fantastischen Typen“ bewundert, gerade wegen seines Faibles für „jüngere Frauen“.

Erst Freund, jetzt "kein Fan" von Epstein: US-Präsident Trump am Dienstag

KEVIN DIETSCH/POOL/EPA-EFE/REX

Erst Freund, jetzt „kein Fan“ von Epstein: US-Präsident Trump am Dienstag

Trump und andere in Epsteins Rolodex drohen jetzt mit in den Strudel dieser Affäre zu geraten, die zum handfesten Politskandal wird, eine Art „Bunga Bunga“ auf Amerikanisch. Denn schon 2008 gestand Epstein, kam da aber relativ ungeschoren davon und schnell wieder frei – und soll sich danach, so die neue Klage, weiter an Minderjährigen vergangen haben.

Wer„, fragt sich nicht nur die „New York Times“, „beschützte Epstein?“

Etwa Trumps heutiger Arbeitsminister Alex Acosta. Der war damals der zuständige US-Staatsanwalt in Florida und gönnte Epstein einen Deal: Er ließ die Anklage, die lebenslange Haft hätte bringen können, fallen. Epstein bekannte sich in zwei Fällen „nur“ der „Prostitution“ schuldig und verbrachte 13 Monate im Privatflügel eines Bezirksgefängnisses, wo er sechs Tage pro Woche Freigang genoss. Alle mutmaßlichen Mitwisser bekamen zudem Immunität zugesichert.

Bisher forderten aber nur die Demokraten Acostas Rücktritt. Die Republikaner drucksten herum und Trump hielt – noch – an Acosta fest. Der rechtfertigte sich: „Die Straftaten, die Epstein begangen hat, sind entsetzlich“, beteuerte er auf Twitter. Er habe seinerzeit getan, was er habe tun können, um „Epstein zur Rechenschaft zu ziehen“.

Wie kläglich diese Ausflucht ist, zeigt der aktuelle Fall: Bei der Durchsuchung der New Yorker Epstein-Villa stellte das FBI „mindestens Hunderte – wenn nicht Tausende“ – Nacktfotos sicher. Einige davon zeigten demnach minderjährige Mädchen. Viele seien in einem Safe gelagert und auf CDs katalogisiert gewesen, mit Vor- und Nachnamen.

Die Anklage wiegt schwer. US-Staatsanwalt Geoffrey Berman – der von Trump ernannt wurde – wirft Epstein Sexhandel vor: Von 2002 bis „mindestens“ 2005 habe dieser „Dutzende minderjährige Mädchen sexuell ausgebeutet“. Manche Opfer seien erst 14 Jahre alt gewesen.

Zweiter Versuch: Die New Yorker Neuauflage der Epstein-Anklage

REUTERS

Zweiter Versuch: Die New Yorker Neuauflage der Epstein-Anklage

Epstein, hieß es, habe den Opfern „Hunderte Dollar“ für Sex gezahlt. Aus der Portokasse: Der Finanzberater geriert sich gern als Milliardär, seine Klienten und sein wahres Vermögen sind jedoch unbekannt.

„Dies ist der schlimmste der #MeToo-Fälle“, sagte der Autor James Patterson, der ein Buch über den Fall geschrieben hat, im TV-Sender MSNBC. „Schlimmer als Bill Cosby, schlimmer als Harvey Weinstein.

Doch keiner will etwas gewusst haben.

"Nur viermal" mit Epstein geflogen: Ex-Präsident Clinton

AP

„Nur viermal“ mit Epstein geflogen: Ex-Präsident Clinton

So dementierte Ex-Präsident Clinton Berichte, er sei 26-mal an Bord eines Epstein-Jets gewesen, den sie „Lolita Express“ nannten. Er sei nur viermal mit Epstein geflogen, meist für humanitäre Missionen, erklärte Clinton jetzt, habe ihn aber seit einem Jahrzehnt nicht mehr gesprochen und keine Kenntnis von den „schrecklichen Straftaten“. Ghislaine Maxwell, eine der engsten Vertrauten Epsteins, war aber noch 2010 zu Gast bei der Hochzeit der Clinton-Tochter Chelsea – auf Fotos grinst sie hinter dem Vater der Braut.

Laut „Miami Herald“, dessen Recherchen eine Grundlage der neuen Anklage waren, war Maxwell auch die Kontaktperson zu Prinz Andrew und zu dem prominenten US-Anwalt Alan Dershowitz, der Epstein in Florida verteidigte und heute ein flammender Verfechter Trumps ist. Ein mutmaßliches Opfer Epsteins hat beide Männer des sexuellen Missbrauchs beschuldigt und will dazu von Maxwell „vermittelt“ worden sein. Alle drei haben das dementiert, Dershowitz zuletzt am Dienstag.

"Randy Andy": Epstein-Freund Prinz Andrew

David Mirzoeff/ Getty Images

„Randy Andy“: Epstein-Freund Prinz Andrew

Auch Epsteins Beziehung zu Trump ist bemerkenswert. In seinem Enthüllungsbuch „Feuer und Zorn“ nannte der Autor Michael Wolff Epstein, Trump und den Finanzier Tom Barrack die drei „Nightlife-Musketiere“ der Achtziger- und Neunzigerjahre. „Ich kenne Jeff seit 15 Jahren, klasse Kerl“, prahlte Trump selbst 2002 im „New York Magazine“.

2016 wurde Trump von einer Frau verklagt, sie als 13-Jährige in Epsteins New Yorker Villa vergewaltigt zu haben.Trump bestritt die Vorwürfe, die Frau zog sie später zurück, weil sie nach Angaben ihrer Anwältin Morddrohungen bekommen habe.

Auftritt vor Gericht: Courtney Wild (l.) und Michelle Licata, zwei mutmaßliche Epstein-Opfer

AP

Auftritt vor Gericht: Courtney Wild (l.) und Michelle Licata, zwei mutmaßliche Epstein-Opfer

Epstein wollte nach Justizangaben seine private „Modelagentur“ so aufziehen wie Trump seinen eigenen Kreis aus Freundinnen. Er hatte der „Washington Post“ zufolge 14 private Nummern Trumps in seinem Telefonbuch und war auch Mitglied von dessen Privatklub Mar-a-Lago.

Nach dem Florida-Verfahren setzte ihn Trump vor die Tür, die Freundschaft war offenbar Geschichte. „Ich kannte ihn, wie jeder in Palm Beach ihn kannte“, wiegelte Trump am Dienstag lakonisch ab. „Wir hatten vor langer Zeit eine Meinungsverschiedenheit.“

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tube.com/watch?v=qLAzubOpOtg

How teen runaway Virginia Roberts became one of Jeffrey Epstein’s victims

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tube.com/watch?v=yPjn6rcJqsI

Where are they now? The biggest players in the Jeffrey Epstein case

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Klarsicht TV is creating Investigative Reports & Interviews: https://www.patreon.com/klarsichttv/posts

utube.com/watch?v=ukFQTAf1XzI

Abgesegneter Landraub (Stop 007)

Live übertragen am 11.06.2019

Helga Harders berichtet über die ausufernde Kriminalität im Landkreis Bamberg, die die Mechanismen und Taktiken eines deutschlandweiten Landraubes aufzeigen, in dem mehrere Behörden aktiv beteiligt sind. ================================= Links ================================= GERICHTSPROZESS AKTUELL DIESE WOCHE: Aufruf an Prozessbeobachter für den 13. Juni 2019 in Bamberg: https://stop007.org/home/court-cases-… ZUSAMMENFASSUNGEN DES FALLS VON HELGA HARDERS: Bayrisch-oberfränkische Behördenwillkür deckt illegalen, gesetzwidrigen Bau in Reckendorf (Teil 1) https://www.youtube.com/watch?v=PScGJ… Bayerisch-oberfränkische Behördenwillkür (Teil 2) Bauskandal – Politische Zersetzung Stasi-like https://www.youtube.com/watch?v=qRop4… Überfall auf Helga Harders und Ehemann bei Pseudo-Polizisten: Das Unrecht-SYSTEM entblösst https://www.youtube.com/watch?v=u_taS… Berichte über den Fall von Helga Harders (1) http://justizalltag-justizskandale.in… (2) http://justizalltag-justizskandale.in… Waldbrände in Kalifornien: (1) http://meria.net/wp-content/uploads/2… (2) https://encrypted-tbn0.gstatic.com/im… (3) https://emfcommunity.com/wp-content/u… Genozid-Pläne für Deutschland http://www.deagel.com/country/Germany… Genozid-Pläne für die USA http://www.deagel.com/country/United-…

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DER BEWEIS – SIE wollen 5G auf KINDERGÄRTEN und SCHULEN! Teil 2

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Kanzlerin Merkel erleidet erneut Zitteranfall

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Dritter Zitteranfall in 4 Wochen: Kanzlerin Merkel zittert erneut bei Staatsempfang

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50 Jahre Apollo 11: 11 Gründe, warum wir nie auf dem Mond waren

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Der Nationale Spätschoppen – 21- Es ist alles super

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Flache Erde Reloaded LIVE – S 05 – Episode 65

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utube.com/watch?v=GKdK5V3DV8U

Flache Erde Reloaded – S 05 – Episode 66 – Robert Bassano is back

 

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Flache Erde Reloaded LIVE – S 05 – Episode 65

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So funktionieren Satelliten auf der flachen Erde!

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https://worldview.space/fly-your-payload/

Stratollite Flight Services

A Navigable & Persistent Stratospheric Flight Vehicle

Stratollites offer all the advantages of high-altitude balloons – low-cost, rapid deployability, and low-impact flight – with an innovative new development: the ability to navigate and persist over areas of interest.

The Stratollite is a remotely operated, navigable vehicle that can remain aloft for days, weeks, and months on end. This allows for more sustained measurements and monitoring capabilities over an area of interest. Stratollites can carry a wide variety of commercial payloads (sensors, telescopes, communications arrays, etc.), launch rapidly on demand, and safely and gently return payloads back to Earth after mission completion.

World View is already routinely flying payloads to the edge of space for a wide variety of government, commercial, and education customers. Contact a WV representative to discuss how we can serve your unique needs and mission requirements.
outube.com/watch?v=GFdXBQPuznU

BREAKTHROUGH ALTITUDE CONTROL

Sustained, controlled flight in the stratosphere has remained technically out of reach until now, with the advent of World View’s proprietary altitude control technology. The Stratollite leverages the natural currents of the stratosphere, which offer directional and countervailing wind patterns at various altitudes. By using a unique altitude control system, the Stratollite can rise and descend in altitude to harness the desired directional propulsive power of different stratospheric winds, giving the customer navigational steering or station-keeping capability.

STRATOLLITE CHARACTERISTICS:

  • High-altitude payload capacity (up to 50kg* for the instrument, power supplied separately)
  • Solar powered rechargeable batteries (250W sustained power to payload)
  • Operating altitude range of 50k – 75k ft.
  • Maximum altitude of 95,000+ ft.
  • Point-to-point navigation and persistent flight over areas of interest for weeks and months
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  • Rapid deployment
  • Downlink & uplink command capability
  • Standard and custom payload accommodations
  • Safe and gentle payload return upon mission completion

*Larger payload and power budgets available soon. Please Contact our team for heavier payload inquiries.

STRATOLLITE APPLICATIONS:

Stratollites will support a range of applications, spanning industries like disaster recovery and first response, communications, weather forecasting, and surveillance aid for U.S. troops. The applicability of the technology is only limited by the imagination of our customers and partners.

Communications

communications
Offering rapid deployment of communications systems for first response, disaster recovery, internet delivery, and troop support.

Weather

hurricane
Offering in-situ data capturing capabilities over remote areas for improved weather forecasting and related applications.

Remote Sensing

remotesensing
Offering a versatile platform for persistent imaging of remote and specific areas of interest.

Research

SolarFlare
Offering an affordable platform for a variety of research applications, from astro and solar physics to atmospheric sciences and space technology testing.

flight

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Zivil-Prozess „Monsanto-GLYPHOSAT“ – „US“-Urteil bestätigt: „Glyphosat verursachte Krebs“ /// „Flüssig-GAS“ – FRACKING – „LNG“-Terminals in Deutschland /// „CUM-EX“ – DÄNEMARK

 

aus dem TEXT:.Die Jury war nach mehreren Verhandlungstagen im Sommer zu dem Ergebnis gelangt, dass Johnsons Krebserkrankung durch das glyphosathaltige Herbizid Roundup der Bayer-Tochter Monsanto verursacht worden war, und >>>>dass der Konzern um die Krebsgefahr seines Produktes wusste und sie verheimlichte.…<<<<<

https://www.keine-gentechnik.de/nachricht/33436/#gsc.tab=0

US-Urteil bestätigt: Glyphosat verursachte Krebs

23.10.2018

Gericht Justiz
Foto: Morgan4uall / pixabay, CC0 Public Domain

UPDATE +++ Eine Richterin in Kalifornien hat das Urteil einer Geschworenenjury bestätigt, dass der Unkrautvernichter Glyphosat für die Krebserkrankung eines Hausmeisters verantwortlich ist. Nach Medienberichten lehnte sie den Antrag des Chemiekonzerns Bayer ab, den Prozess neu aufzurollen. Allerdings reduzierte sie die Schadenersatzsumme von knapp 290 Millionen Dollar auf 78 Millionen Dollar.

Bereits nach einer mündlichen Verhandlung am 10. Oktober hatte Richterin Suzanne Ramos Bolanos gesagt, sie finde die von der Jury im August festgelegten 39 Millionen Dollar Ersatz für persönlichen Schaden (etwa Verdienstausfall, Arztkosten und Schmerzensgeld) und 250 Millionen Dollar Strafschadenersatz für den am Non-Hodgkin-Lymphom erkrankten Kläger zu hoch. Da der Strafschadenersatz unverhältnismäßig sei, reduzierte sie ihn nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters am Montag (Ortszeit) auf 39 Millionen Dollar. Bolanos erklärte, die kalifornische Verfassung erlaube keine höhere Strafzahlung. Kläger Dewayne Johnson, der nicht mehr lange zu leben hat, muss bis zum 7. Dezember mitteilen, ob er diesen Richterspruch akzeptiert. Andernfalls muss der Schadenersatz in einem neuen Prozess festgelegt werden. Bayer hat bereits angekündigt, in der nächsten Instanz vor dem California Court of Appeal dafür streiten zu wollen, dass das ganze Verfahren neu aufgerollt wird. Der Konzern bestreitet ein erhöhtes Krebsrisiko durch Glyphosat. Experten rechnen mit einem Urteil frühestens in zwei Jahren.

Ursprünglich hatte Richterin Bolanos dem Antrag des Chemiekonzerns auf einen neuen Prozess am 10. Oktober vorläufig stattgegeben. Damals hatte sie gesagt, sie teile die Entscheidung der Geschworenenjury nicht. Sie hatte das zum einen damit begründet, dass die Klägerseite keine „klaren und überzeugenden Beweise“ für vorsätzliches Fehlverhalten von Monsanto vorgelegt habe. Außerdem sei fraglich, ob Roundup wirklich die Ursache für Johnsons Krebs sei, und die ihm persönlich zugesprochene Entschädigung in Höhe von 34 Millionen Euro angemessen sei. Der 46-jährige Dewayne Johnson hatte als Platzwart eines Schulzentrums über mehrere Jahre mit dem glyphosathaltigen Unkrautvernichter Round Up der Bayer-Tochter Monsanto gearbeitet, bevor er erkrankte.

Wie der San Francisco Chronicle berichtet, hatten nach Bolanos‘ Äußerungen am 10. Oktober mehrere Geschworene an sie appelliert, die einmütige Entscheidung der Jury zu respektieren. Ein Mitglied schrieb ihr, die Jury habe sich im Verfahren strikt an die Erläuterungen und Vorgaben der Richterin gehalten. Sollte diese jetzt die Entscheidung kassieren, „würde das unser Rechtssystem schwächen und mein Vertrauen in dieses System erschüttern.“ Im US-Recht wird der Prozess vor einer Laien-Jury von einer Berufsrichterin geleitet, die den Geschworenen auch Leitfragen für die Verhandlung an die Hand gibt. Am Ende muss die Richterin den Spruch der Jury bestätigen oder ihre Einwände geltende machen. Wie das Handelsblatt berichtet, kann sie die Entscheidung der Jury aber nur unter sehr engen Voraussetzungen wieder kippen. Normalerweise beschränkt sich ihre Kontrolle auf die Verhältnismäßigkeit. Die Jury war nach mehreren Verhandlungstagen im Sommer zu dem Ergebnis gelangt, dass Johnsons Krebserkrankung durch das glyphosathaltige Herbizid Roundup der Bayer-Tochter Monsanto verursacht worden war, und dass der Konzern um die Krebsgefahr seines Produktes wusste und sie verheimlichte.

Für Bayer geht es um Milliarden. Nach Angaben des Chemiekonzerns machen aktuell 8.700 US-Bürger Roundup für ihre Krebserkrankung verantwortlich. Da die Klage von Dewayne Johnson wegen seines schlechten Gesundheitszustands vorgezogen wurde, hat sie Modellcharakter für die folgenden Verfahren. Diese wurden in Sammelklagen zusammengefasst. Die nächsten Jury-Verhandlungen sind für den 5. Februar 2019 in St. Louis und für den 25. Februar 2019 in San Francisco terminiert.

Wegen des enormen finanziellen Risikos reagiert die Börse sehr empfindlich auf die Entscheidungen der Gerichte. Schon der Spruch der Jury Anfang August hatte den Kurs der Bayer-Aktie massiv einbrechen lassen. Nachdem Richterin Bolanos angekündigt hatte, den Prozess möglicherweise neu aufzurollen, stieg der Kurs der die Bayer-Aktie um zeitweise fünf Prozent. Heute nun wieder die Kehrtwende: Kurz nach Börseneröffnung brach die Bayer-Aktie um mehr als 8,3 Prozent ein und war damit der schlechteste Wert im Dax.

Auch auf längere Sicht scheint dem Papier die Übernahme von Monsanto nicht gut zu bekommen. Nach Bayers Beschluss im September 2016, den amerikanischen Saatgutgiganten zu kaufen, stieg die Aktie zwar bis Mitte 2017 von 85 auf 120 Euro. Doch seit die mit Monsanto im Juni 2018 eingekauften Risiken immer deutlicher werden, geht es bergab. Heute liegt der Kurs der Bayer-Aktie bei knapp 70 Euro. Nach Angaben des Portals finanzen.net ist der Börsenwert des Chemiekonzerns seit der Jury-Entscheidung im August um mehr als 20 Milliarden Euro abgesackt. Aktuell liegt er noch bei rund 66 Milliarden Euro. „Die Monsanto-Übernahme entpuppt sich immer mehr als schwere Bürde für die Glaubwürdigkeit des einstigen Gesundheitskonzerns“, analysiert der Glyphosat-Experte der Grünen im Bundestag, Harald Ebner. „Jetzt rächt sich, dass Bayer den Beipackzettel zu Risiken und Nebenwirkungen der bitteren Pille Monsanto vor dem Schlucken ignoriert hat.“ Er fordert den Konzern auf, das Urteil zu akzeptieren, auf die Geschädigten zuzugehen und die Glyphosatrisiken gründlich zu untersuchen. [vef/lf]

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http://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/glyphosat-urteil-gegen-monsanto-und-bayer-bleibt-bestehen-15851843.html

Reduzierte Strafzahlung : GlyphosatUrteil gegen Monsanto und Bayer bleibt bestehen

  • Aktualisiert am

Das von Monsanto entwickelte Glyphosat zählt zu den am meisten eingesetzten Unkrautvernichtungsmitteln in der Landwirtschaft. Bild: AP

Rückschlag für Bayer: Die Richterin hat den Antrag auf einen neuen Prozess zurückgewiesen. Gleichzeitig wurde die Strafe reduziert. Das Urteil ist wegweisend für viele weitere Fälle. Bayer kündigt Berufung an. Die Aktie bricht deutlich ein.

Es sieht nicht gut aus für Bayer im Monsanto-Prozess in Amerika. Der Antrag des Saatgutherstellers Monsanto auf einen neuen Prozess wurde am Montag (Ortszeit) von der zuständigen Richterin Suzanne Ramos Bolanos zurückgewiesen. Falls der Kläger sich mit der geringeren Entschädigungssumme begnügt, werde der Fall nicht neu aufgerollt, heißt es in dem entsprechenden Gerichtsdokument.

Gleichzeitig soll die Millionen-Strafzahlung gegen den Saatguthersteller Monsanto drastisch reduziert worden. Die Richterin erklärte am Montag, der gegen das Tochterunternehmen des deutschen Chemiekonzerns Bayer verhängte Schadenersatz solle von 289 Millionen Dollar auf 78 Millionen Dollar verringert werden. Die Richterin reduzierte dabei den sogenannten „Punitive Damage“ (Strafschadenersatz) von 250 Millionen Dollar auf 39 Millionen Dollar.

Bayer-Aktie verliert kräftig

Da das Urteil aber wegweisend für weitere Klagen wegen Glyphosat ist, dürfte die Reduktion der Strafzahlung ein schwacher Trost für Bayer sein. Das sehen auch die Anleger so: Der Bayer-Aktienkurs verliert im frühen Handel im Vergleich zum gestrigen Schlusskurs über 8 Prozent.

Nach eigenen Angaben ist Bayer in Amerika mit rund 8700 Klagen wegen Glyphosat konfrontiert. Bei dem Prozess in Kalifornien handelte es sich um das erste Verfahren in Amerika, das sich mit der Frage befasst, ob das Mittel Krebs verursachen kann.

Bayer kündigt Berufung an

Dementsprechend kündigte Bayer an, gegen das revidierte Schadenersatzurteil Berufung einzulegen. Die deutliche Reduzierung des Strafschadenersatzes durch das Gericht sei „ein Schritt in die richtige Richtung“, doch sei Bayer nach wie vor überzeugt, dass das Urteil im Widerspruch zu den im Prozess vorgelegten Beweisen stehe, teilte der Dax-Konzern am Dienstag in Leverkusen mit. Daher sei geplant Berufung beim California Court of Appeal einzulegen.

Bayer hatte Monsanto für rund 63 Milliarden Dollar übernommen. Das von dem amerikanischen Agrarchemiekonzern entwickelte Glyphosat zählt zu den am meisten eingesetzten Unkrautvernichtungsmitteln in der Landwirtschaft.

Monsantos Unkrautvernichter Roundup

Krebs durch Glyphosat : Monsanto muss Millionen zahlen

Video: afp, Bild: AFP

Im August hatte die Geschworenenjury des Gerichts in San Francisco Monsanto zu einer Schadenersatzzahlung von insgesamt 289 Millionen Dollar (251 Millionen Euro) an den an Lymphdrüsenkrebs erkrankten Kläger Dewayne „Lee“ Johnson verurteilt. Der ehemals als Platzwart an einer kalifornischen Schule tätige Dewayne Johnson hatte bis zu 30 Mal im Jahr Glyphosat eingesetzt und Monsanto vorgeworfen, durch das Mittel an Lymphdrüsenkrebs erkrankt zu sein.

Die Laienrichter sahen es als erwiesen an, dass Monsanto-Produkte mit dem Wirkstoff Glyphosat krebserregend sind und der Hersteller davor nicht ausreichend gewarnt und die Risiken verschleiert hat. Bayers Tochter Monsanto legte daraufhin Berufung ein und forderte, dass der Fall wegen unzureichender Beweise neu verhandelt wird.

Bayer bestreitet, dass Glyphosat Krebs verursacht. Das Urteil der Jury stehe im Widerspruch zu über 40 Jahren praktischer Erfahrung und umfangreichen wissenschaftlichen Daten und Analysen, erklärte der Konzern. Es habe zudem eingehende Überprüfungen durch die Regulierungsbehörden in Amerika und der EU gegeben. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte die Chemikalie allerdings 2015 als „wahrscheinlich krebserregend für den Menschen“ eingestuft.

 

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PETITION – – -PETITION – – -PETITION – – -PETITION – – -PETITION – – –

https://www.change.org/p/bundeslandwirtschaftsministerin-kl%C3%B6ckner-bienensterben-glyphosat-schadet-bienen-jetzt-muss-das-herbizid-erst-recht-vom-acker?recruiter=522200648&utm_source=share_petition&utm_medium=email&utm_campaign=undefined

Bienensterben: Glyphosat schadet Bienen – jetzt muss das Herbizid erst recht vom Acker!

Das Bienensterben ist eines der drängendsten Umweltprobleme unserer Zeit. Glyphosat war dabei schon länger im Verdacht, aber es fehlten die Beweise.

Aber jetzt ist klar: Glyphosat schädigt und tötet Bienen.

Jahrzehntelang wollte uns Monsanto weismachen, dass Glyphosat für Menschen und Tiere ungefährlich sei. Eine jetzt veröffentliche Studie im renommierten Fachjournal PNAS zeigt jetzt aber deutlich: Glyphosat wirkt direkt auf die Bakterien im Darm der Bienen und verändert deren genau balancierte Zusammensetzung. Diese bakterielle “Mikroflora” ist entscheidend für die Gesundheit der Bienen, sie hilft u.a. Infektionen abzuwehren und Nahrung zu verdauen. Bienen, die mit realistischen Mengen von Glyphosat gefüttert werden, denen sie auch auf den Feldern ausgesetzt sind, sterben viermal häufiger an einer Infektion als unbehandelte Bienen. Ähnliche Effekte sind auch für Säugetiere und den Menschen zu befürchten.

In der letzten Risikobewertung für Glyphosat wurden solche Effekte nicht berücksichtigt und Glyphosat als ungefährlich für Bienen eingestuft. Dass die neuen Ergebnisse jetzt kommen zeigt auch, wie wenig wir auch nach Jahrzehnten über Glyphosat wissen und wie gefährlich der großflächige Einsatz von Pestiziden ist, selbst wenn sie als vermeintlich sicher gelten.

Angesichts dieser neuen Erkenntnisse und der großen Gefahr, die vom Bienensterben ausgeht, fordern wir, die Unterzeichnenden:

An Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner:

1. Holen Sie Glyphosat endlich vom Acker! Nach Ihrer Ankündigung eines “Minimierungsplans” im April 2018, folgten nur Alibi-Maßnahmen. Wir fordern, den Totalausstieg aus Glyphosat bis spätestens 2020.

2. Erlassen Sie Sofortmaßnahmen zum Schutz der Bienen und der Bevölkerung:

  • Glyphosat darf nicht mehr in öffentlichen Parks, Gärten und Spielplätzen eingesetzt werden;
  • Glyphosat muss für den Privatgebrauch sofort verboten werden und auch der Online-Verkauf gestoppt werden;
  • Glyphosat darf grundsätzlich nicht mehr vor der Ernte eingesetzt werden.

3. Legen Sie eine echte Pestizid-Reduktionsstrategie vor, damit nicht auf andere Pestizide ausgewichen wird. Zukunftsfähige Landwirtschaft geht auch ohne Gift, setzen Sie sich dafür ein!

An die EU-Kommission, die EU-Mitgliedsländer und das Europaparlament:

4. Reformieren Sie das Zulassungsverfahren ohne Verzögerung noch vor der Europawahl. Transparenz und der Schutz der Bevölkerung müssen immer vor ökonomischen Interessen einiger weniger Unternehmen stehen.

Mit hoffnungsvollen Grüßen,

Sven Giegold, Mitglied des Europäischen Parlaments

Martin Häusling, Mitglied des Europäischen Parlaments

Maximilian Fries, Dr. in Krebsbiologie und M.Sc. mit Schwerpunkt Mikrobiologie

Weiterführende Informationen

PNAS-Studie: http://www.pnas.org/content/early/2018/09/18/1803880115

Einschätzung im Fachjournal Science:  https://www.sciencemag.org/news/2018/09/common-weed-killer-believed-harmless-animals-may-be-harming-bees-worldwide?utm_source=newsfromscience&utm_medium=twitter&utm_campaign=beeguts-21623

Auswirkungen von Glyphosat auf Darmflora von Ratten: https://sven-giegold.de/glyphosat-ramazzini-studien/

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siehe auch „Letzte GLYPHOSAT-ABSTIMMUNG“ – „27 November 2017“

https://www.neopresse.com/politik/glyphosat-so-funktioniert-lobby-arbeit-in-der-bundesregierung/

Glyphosat: So funktioniert Lobby-Arbeit in der Bundesregierung

NEOPresse in D/A/CH

Sie erinnern sich? Am 27.10.2017 stimmte der ehemalige Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) im Alleingang für Deutschland für die Verlängerung des Glyphosat-Einsatzes in der Europäischen Union. Damals fragte man sich, weshalb der Agrarminister diesen Schritt gegangen ist und warum er dafür auch noch Rückendeckung von der Kanzlerin bekam. Sogar von einem Putsch gegen Merkel war die Rede. Doch die Dinge liegen ganz anders.

Obwohl die damalige Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) gegen die Verlängerung der Zulassung des krebserregenden Pflanzenpestizids Glyphosat um weitere fünf Jahre in der EU war, stimmte Ex-Agrarminister Schmidt dafür. Im Alleingang. Mit dieser Abstimmung gab die Union mit der Stimme für Deutschland den entscheidenden Ausschlag für den weiteren Einsatz des Giftes in der EU. Damals teilte Schmidt Hendricks lapidar per SMS mit, „in Brüssel habe es an den Vertreter des EU-Landwirtschaftsministeriums eine andere Weisung gegeben, als es zwischen Schmidt und Hendricks abgestimmt war“.

Damit war die Union dem Koalitionspartner SPD in den Rücken gefallen. Schon damals mutmaßte man, dass Schmidt mit der Agrar-Lobby zusammenarbeitete. Obwohl die Mehrheit der Bevölkerung in der EU gegen den weiteren Einsatz von Glyphosat ist und Umwelt- sowie Gesundheitsverbände, Bürgerinitiativen, Ärzte, Patienten und unabhängige Gutachter und Forscher seit Jahren vor den katastrophalen Auswirkungen des Giftes warnen, verlängerte die EU die Zulassung. Ein ungeheuer undemokratisches Vorgehen.

 

Die Rechtfertigung von Ex-Agrarminister Schmidt damals ließ an Spott für die Interessen der Bürger nichts zu wünschen übrig: Er habe lediglich für eine Verlängerung von nur fünf, anstatt von zehn Jahren gestimmt, da die „Rolle der Biodiversität und des Tierschutzes gestärkt werden müsse“. Mit der Zulassung um weitere fünf Jahre konnten „wichtige“ Bedingungen durchgesetzt werden, so Schmidt. „Wichtige Bedingungen“ ist richtig, jedoch nicht für die Biodiversität und den Tierschutz, sondern für die Lobby, die hinter Schmidt stand.

Denn wie jetzt herausgekommen ist, wird Ex-Landwirtschaftsminister Schmidt bald Aufsichtsratsmitglied bei der DB AG, dem größten Abnehmer und Einzelverbraucher für Glyphosat in Deutschland. Zufall? Wohl kaum. Die Deutsche Bahn AG setzt Glyphosat großflächig auf dem gesamten Schienennetz der Bundesrepublik ein, um die „Schotterbette“ der Schienen frei von Unkraut zu halten. Der Konzern verbraucht 75 Tonnen Glyphosat im Jahr. Die Bahn spritzt einen Bereich von sieben Metern um die Bahntrassen herum mit Glyphosat. Dafür schickt die Bahn spezielle Spritzzüge auf allen Gleisen des Landes aus. Auf den massenhaften Einsatz des Umweltgiftes angesprochen sagte ein Sprecher der Bahn: „Ich sehe derzeit nicht, wie das ohne Auswirkungen auf Ökologie und Streckenverfügbarkeit möglich sein sollte. Wir suchen dennoch permanent nach alternativen Möglichkeiten“.

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https://www.keine-gentechnik.de/nachricht/33452/#gsc.tab=0

Versteckte Gesundheitsgefahren: Ein Gentech-Entwickler packt aus

25.10.2018

Kartoffel Vielfalt
Kartoffel-Vielfalt

Ein überzeugter Gentechnik-Ingenieur bekommt nach 15 Jahren Zweifel an seiner Arbeit und steigt aus. Fünf Jahre hält er still, doch jetzt warnt er öffentlich vor möglichen Gesundheitsgefahren der Produkte, die er selbst entwickelt hat: Gentech-Kartoffeln.

Caius Rommens begann seine Gentechniker-Karriere bei Monsanto und wechselte 2001 zum Unternehmen J.R. Simplot, einem der größten Kartoffelverarbeiter der USA. Dort entwickelte er gentechnisch veränderte Kartoffeln, darunter einige Sorten, die keine braunen Flecken bekommen. Diese sind inzwischen in den USA, Kanada und Japan als Lebensmittel zugelassen. 2013 verließ Rommens das von ihm geleitete Entwicklungslabor bei Simplot und arbeitet seither als konventioneller Kartoffelzüchter. Die wachsenden Zweifel an seiner Arbeit beschreibt er in dem kürzlich in den USA erschienenen Buch Pandora’s Potatoes und parallel dazu in mehreren ausführlichen Interviews.

Darin kritisiert Rommens Behörden wie die US-amerikanische Lebensmittelbehörde FDA, die seine Kartoffeln nur auf der Grundlage von Firmenangaben zuließen. „Natürlich war ich voreingenommen. Ich war überzeugt davon, dass meine Kartoffeln perfekt waren“, sagte Rommens dem Portal Sustainable Pulse. Er verglich sich und seine Kollegen mit glücklichen Eltern, für die ihr Baby das Größte ist. Neben dieser emotionalen Befangenheit gebe es noch den wirtschaftlichen Druck, erfolgreich zu sein. „Wir haben unsere GentechKartoffeln getestet, um ihre Sicherheit zu bestätigen, nicht, um sie in Frage zu stellen.“ Deshalb habe man mit den Zulassungsunterlagen Massen an unwichtigen Daten abgeliefert, aber unbeabsichtigte Effekte kaum erwähnt.

Einer dieser Effekte sei, dass Gentech-Knollen ohne braune Flecken Giftstoffe entwickeln, die schädlich für die menschliche Gesundheit seien, sagte Rommens dem Portal GMWatch. Das resultiere daraus, dass die vorgenommene gentechnische Veränderung zu unerwünschten Nebeneffekten führe. Diese seien im Labor oft kaum festzustellen, sondern zeigten sich erst, wenn die gv-Pflanzen im Freiland angebaut würden und dem üblichen Stress ausgesetzt seien. Hinzu komme, dass die braunen Flecken bei normalen Kartoffeln eigentlich eine Warnung seien, diesen Teil der Knolle nicht zu verzehren. Die gentechnische Veränderung verhindere nur das Bräunen, verberge also die verdorbenen Stellen, so dass diese mitgegessen würden – mitsamt den darin enthaltenen Giftstoffen. Aus seiner eigenen Erfahrung heraus plädiert Rommens dafür, die Sicherheit von Gentech-Pflanzen von unabhängigen Wissenschaftlern kontrollieren zu lassen, die darin trainiert sind, unerwünschte Nebeneffekte zu finden.

In einer Reaktion auf Rommens Buch hat sein ehemaliger Arbeitgeber Simplot versucht, ihn als Wissenschaftler zu diskreditieren, mit Verweis auf eine Arbeit von 2004, deren Veröffentlichung er acht Jahre später zurückzog, weil ihm darin ein Fehler unterlaufen war. Rommens konterte, er habe für Simplot mehr als 60 Patente eingereicht und die Gentech-Produkte entwickelt, die das Unternehmen jetzt vermarkte. Die Vorwürfe in dem Buch gingen nicht an das Unternehmen, sondern an ihn selbst als Gentechnik-Entwickler, weil er die Nebenwirkungen der Produkte, die er entwickelte, nicht gesehen habe. [lf]

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https://www.testbiotech.org/pressemitteilung/erlaubt-die-eu-kommission-den-import-von-baysantos-neuem-mais-monster

Erlaubt die EU-Kommission den Import von Baysantos neuem ‚Mais-Monster‘?

Der gentechnisch veränderte Mais ist superresistent gegenüber Herbiziden und produziert sechs Insektengifte
Montag, 22. Oktober 2018

Heute stimmen die Mitgliedsländer der EU über die Zulassung einer gentechnisch veränderten (GV) Maislinie ab, die eine Super-Resistenz gegenüber den Herbiziden Glyphosat und Glufosinat aufweist und sechs verschiedene Insektengifte produziert. Der Mais ist eine Kreuzung aus fünf verschiedenen GV-Pflanzen. Die Zulassung für den Import und die Verwendung in Lebens- und Futtermitteln wurde vom Bayer-Konzern beantragt. Die möglichen gesundheitlichen Auswirkungen dieser speziellen Kombination verschiedener Giftstoffe wurden nicht untersucht.

Der GV-Mais wurde ursprünglich von Monsanto produziert, gehört aber jetzt dem Bayer-Konzern, der Monsanto aufgekauft hat. Der Mais ist Teil einer Geschäftsstrategie, die darauf beruht, patentiertes Saatgut und Herbizide im Doppelpack zu verkaufen: Das Erbgut der Pflanzen weist einen doppelten Satz von Resistenzgenen sowohl gegen Glyphosat als auch Glufosinat auf und kann daher mit höheren Dosierungen dieser Unkrautvernichtungsmittel gespritzt werden. In der Folge kann auch die Ernte dieser Pflanzen höhere Rückstandsmengen der Herbizide aufweisen. Hinzu kommen die in den Pflanzen produzierten Insektengifte.

Die möglichen gesundheitlichen Auswirkungen eines Verzehrs von Lebens- und Futtermitteln, die von diesen Pflanzen stammen, wurden nicht in Fütterungsversuchen getestet. Die EU-Kommission und die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA vertreten die Auffassung, dass Untersuchungen derartiger kombinatorischer Wirkungen grundsätzlich nicht nötig seien.

„Wenn dieser Mais zum Import zugelassen wird, wäre das ein weiteres Beispiel für einen unverantwortlichen Umgang mit den Risiken. Anstatt dem Schutz von Gesundheit und Umwelt Priorität einzuräumen, gibt es freie Bahn für internationalen Handel und die Interessen der Konzerne“, sagt Christoph Then für Testbiotech. „Obwohl die Mehrheit der EU-Mitgliedsländer der EU gegen eine Zulassung ist, ist es wahrscheinlich, dass die EU-Kommission doch grünes Licht geben wird.“

In einer ersten, vorläufigen Abstimmung waren 14 EU-Staaten gegen die Zulassung, weitere drei enthielten sich der Stimme. Bereits in der Vergangenheit hat die EU-Kommission den Import von Gentechnikpflanzen mit einer Kombination von potentiell gesundheitsschädlichen Substanzen erlaubt, ohne deren gesundheitliche Auswirkungen zu untersuchen. Frühere Beispiele sind die Soja “Intacta” und ein Mais namens “SmartStax”, der durch Kreuzung von vier GV-Maispflanzen erzielt wurde.

Testbiotech hält es für notwendig, sich verstärkt mit diesen Problemen zu befassen: Letzten Mittwoch hat der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofes seine Stellungnahme zu einer Klage (C-82/17P) vorgelegt, die von Testbiotech und anderen Organisationen eingereicht wurde. Das Ziel der Klage ist es, eine wesentlich genauere Untersuchung der Risiken derartiger Pflanzen verpflichtend zu machen. Geht es nach der Ansicht des Generalanwalts, werden diese Bemühungen allerdings scheitern. Falls diese Einschätzung vom EU-Gericht bestätigt wird, sieht Testbiotech die Notwendigkeit, noch mehr öffentliche Aufmerksamkeit für diese Probleme zu schaffen. „Es könnte sich als ziemlich schwierig erweisen, den Richtern spezielle wissenschaftliche Lücken in der Risikobewertung von GV-Pflanzen zu erklären. Trotzdem müssen die Probleme gelöst werden“, fasst Christoph Then die Situation zusammen.

Kontakt:
Christoph Then, Tel. 0151 54638040, info@testbiotech.org

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FRACKING – „ENERGIE-R“ auf KOSTEN der NATUR

https://www.welt.de/wirtschaft/article182596990/Energie-Merkel-kommt-Trump-im-Gas-Streit-entgegen.html

Wirtschaft

Energieversorgung

Merkel kommt Trump im Gas-Streit entgegen

Korrespondent

Die Bundesregierung hat sich nun offenbar entschieden, den Bau eines LNG-Terminals finanziell zu unterstützen. Damit würde der Import von Flüssig-Gas im großen Stil zum Beispiel aus den USA ermöglicht werden.

Quelle: WELT/ kevin Knauer

Autoplay
Die Bundesregierung will offenbar den Bau eines LNG-Terminals unterstützen, um Gasimport aus den USA zu ermöglichen. Dahinter könnte ein Entgegenkommen gegenüber US-Präsident Trump im Streit um Gaslieferungen aus Russland stecken.
Die Bundesregierung will offenbar den Bau des ersten großen LNG-Terminals in Deutschland finanziell unterstützen. Nach Informationen des „Wall Street Journal“ hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gegenüber einer Gruppe von Politikern in Berlin gesagt, die Regierung habe sich dazu entschlossen.

Dahinter steckt scheinbar das Motiv, dass die Kanzlerin US-Präsident Donald Trump entgegenkommen will. Trump hatte zuletzt vehement gegen den Ausbau der Gaslieferungen aus Russland nach Deutschland gewettert und Sanktionen angedroht. Mit dem Neubau einer LNG-Anlage würde sich Deutschland erstmals in großem Umfang für Gaslieferungen aus amerikanischer Förderung öffnen.

Um den Bau der LNG-Anlage bemühen sich die norddeutschen Hafenstandorte Stade an der Elbe und Brunsbüttel am Nord-Ostsee-Kanal. Die Investition für einen derartigen Terminal werden auf mindestens 500 Millionen Euro geschätzt. In welcher Form der Staat den Neubau fördern will – über Kredite, Subventionen, Kreditgarantien oder Verlustübernahmen –, ist dem Bericht zufolge noch völlig offen.

Beide Standorte, Stade und Brunsbüttel, haben sich um staatliche Förderungen und Genehmigungen beworben. Das Konsortium in Stade soll bereits mit LNG-Lieferanten in den USA Verhandlungen begonnen haben. Experten rechnen jedoch damit, dass zunächst nur ein LNG-Projekt umgesetzt werden wird. Ziel ist es, eine Kapazität für rund 15 Prozent der deutschen Versorgung mit Erdgas zu erreichen. Das Flüssiggas LNG (englisch: liquefied natural gas) kann unter anderem aus den USA nach Deutschland importiert werden……..

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FÜR WEN ein GROßartiger DEAL???!!!?!

http://www.taz.de/!5523561/

Handelsstreit zwischen EU und USA

Fracking und Soja statt Eskalation

Beim Treffen mit Trump hat EU-Kommissionspräsident Juncker wenig Konkretes erreicht. Doch neue Strafzölle soll es vorerst nicht geben.

Trump und Juncker sitzen nebeneinander; Trump legt Juncker seine Hand aufs Knie

Ein Muster zeichnet sich ab: Erst entwirft Trump apokalyptische Szenarien, dann tritt er als Retter auf Foto: dpa

NEW YORK taz | Donald Trump und Jean-Claude Juncker haben einen „Deal“. Der US-Präsident hat wochenlang den Handelskonflikt geschürt, der EU „unfaire Handelsformen“ vorgeworfen und sie zuletzt sogar als „Feind“ bezeichnet. Am Mittwochnachmittag, am Ende des Treffens mit dem EU-Kommissionspräsidenten, war von alldem keine Rede mehr. Stattdessen schwärmte Trump von einem „großen Tag für den freien und fairen Handel“ und von einer nun beginnenden „Phase von enger Freundschaft und starkem Handel“. Wenig später twitterte er ein Foto, das ihn in enger Umarmung und bei einem Wangenkuss mit dem Luxemburger zeigt. „Dies war ein gutes und konstruktives Treffen“, sagte Juncker: „Danke, Donald.“

Bei der Pressekonferenz im Rosengarten hinter dem Weißen Haus, bei der aber keine Journalisten-Fragen zugelassen waren, erklärten die beiden Männer, dass sie vorerst keine weiteren Zölle einführen wollten. Die von Trump angedrohten 25 Prozent für importierte Autos, die vor allem deutsche Unternehmen getroffen hätten, sollen während der anstehenden Verhandlungen vorerst nicht erhoben werden. Trump kündigte Gespräche an, deren Ziel es sei, Zölle und Handelshemmnisse auf beiden Seiten abzuschaffen und gegen globale unfaire Handelspraktiken vorzugehen. Damit meint Trump vor allem China.

Ein großer Streitpunkt im Handelskonflikt sind die bereits seit Wochen existierenden hohen Zölle auf Stahl und Aluminium aus der EU sowie die gegen die USA gerichteten Gegenmaßnahmen. In dem Abschlusskommuniqué heißt es hierzu lediglich vage: „Wir wollen diese Dinge lösen“.

Das Kommuniqué listet zwar Ziele für die Handelskooperation auf. Unklar bleibt aber, wie weit die angekündigten Gespräche gehen werden. Mehrere Produkte für den Abbau der Handelshemmnisse sind in dem Papier genannt: Dienstleistungen, Chemikalien, Arzneimittel, medizinische Produkte und Sojabohnen. Erwähnt ist auch eine sogenannte strategische Kooperation im Energiebereich: „Die EU will mehr Flüssiggas (LNG) aus den USA importieren, um ihre Energieversorgung zu diversifizieren“.

Geradezu euphorisch reagierte Trump auf Angebote von Juncker, mit denen er nun bei seiner Wählerbasis punkten kann: „Die Vertreter der EU haben mir gesagt, dass sie ab sofort Sojabohnen von unseren großen Farmern kaufen werden“, twitterte er direkt nach dem Treffen. „Außerdem werden sie riesige Mengen Flüssiggas LNG kaufen“, so der US-Präsident.

Sojabohnen exportieren die USA bislang hauptsächlich als Viehfutter nach China. Doch Trumps Handelskonflikt mit China hat die US-Sojafarmer zu Opfern von Pekings Vergeltungszöllen gemacht. Um die Farmer im Mittleren Westen, eine seiner Kernwählergruppen, nicht zu verlieren, hat Trump in dieser Woche bereits zwölf Milliarden US-Dollar hohe Subventionen aus Steuergeldern für Soja-Farmer in Aussicht gestellt. Doch einige Farmer reagierten mit dem Einwand, sie wollten freien Handel und keine Regierungshilfen.

Sojabohnen aus den USA sind ernährungstechnisch nicht unproblematisch: Sie stammen zu 90 Prozent von genmanipulierten Pflanzen, deren Anbau in der EU verboten ist. Auch das Flüssiggas aus den USA ist wegen den mit seiner Förderung einhergehenden Umweltschäden umstritten. Es stammt aus den Fracking-Bohrungen, die in verschiedenen Regionen der USA boomen und dort unter anderem zu Vergiftungen des Grundwassers und der Häufung von Erdbeben führen.

Fracking-Betreiber können sich freuen

Trump hat den Fracking-Betreibern seine Unterstützung und die Ausdehnung des Bohrlandes versprochen. Zugleich betreibt er im Ausland die Vermarktung der US-Frackingproduktion. Das tat er auch, als er Angela Merkel vor dem Nato-Gipfel wegen des Baus der „Nord Stream 2“-Gaspipeline aus Russland kritisierte. Bislang verfügt die EU zwar nicht über genügend Terminals, um Flüssiggas in größerem Umfang zu importieren. Doch mehrere Terminals sind im Gespräch – darunter auch in der Nord- und Ostsee.

Die Eskalation der letzten Wochen in dem transatlantischen Handelskonflikt folgt einem typischen Muster von Trump. Dabei schafft der US-Präsident mit verbalen Attacken und Drohungen Konflikte und tritt anschließend als Retter auf, der diese mit großen Gesten löst. Die erste Phase dieser Trump’schen Dramen richtet sich in der Regel an seine eigene, radikale Basis. Die zweite geht an die Adresse des Establishments seiner Partei sowie an große Unternehmen und ihre Lobbies in den USA.

Diesmal war es Juncker, der gute Miene zu Trumps Spiel machte

Diesmal war es Juncker, der gute Miene zu Trumps Spiel machte. Kurz zuvor hatte EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström, die ebenfalls an dem Treffen teilnahm, den USA mit weiteren Vergeltungszöllen in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar gedroht. Doch dann half Juncker Trump nicht nur mit Sojabohnen und Flüssiggas, sondern wiederholte bei der gemeinsamen Pressekonferenz auch Punkt für Punkt dessen Vorwürfe gegen China.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat die Vereinbarungen zwischen Trump und Juncker begrüßt. Es sei „gut, dass nicht nur die Autozölle vom Tisch sind, sondern dass wir auch verabredet haben, gemeinsam gegen unfaire Handelspraktiken und für eine Reform der WTO zu arbeiten“, erklärte Maas am Donnerstag während eines Besuchs in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul.

Europa hat Geschlossenheit signalisiert

Maas unterstrich die Geschlossenheit, die die EU mit dem Besuch Junckers in Washington gezeigt habe: Europa habe „bewiesen, dass es sich nicht spalten lässt“, hob Maas hervor. „Wenn Europa geeint auftritt, hat unser Wort Gewicht“.

Juncker habe gezeigt, das es am Ende darum gehe, „reale Lösungen“ anzubieten statt lediglich starke Sprüche. Maas erklärte, auch die Wähler Trumps spürten bereits, „dass auch amerikanische Farmer und Industriearbeiter nur verlieren können, wenn wir uns gegenseitig mit immer irreren Strafzöllen überziehen“.

Dagegen hält der EU-Handelspolitiker Bernd Lange den europäischamerikanischen Handelskompromiss für substanzlos. „Das war kein Erfolg, was Herr Juncker dort erreicht hat“, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag. Er warf Juncker vor, Trump einseitig entgegengekommen zu sein. Zudem beklagte er, dass die angedrohten US-Autozölle immer noch nicht vom Tisch seien. „Die Drohkulisse bleibt bestehen“, sagte Lange dem Deutschlandfunk.

(Mit afp und reuters)

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http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/die-kniffelige-sache-mit-dem-fluessiggas-15709416.html

Amerika gegen Europa : Die kniffelige Sache mit dem Flüssiggas

  • Aktualisiert am

In Rotterdam steht ein europäisches Terminal für Flüssiggas. Bild: dpa

EU-Kommissionschef Jean-Claude Junker hat mit Donald Trump über höhere Gaslieferungen gesprochen. Sind die überhaupt möglich?

Deutschland könnte nach Einschätzung des Energiebranchenverbandes BDEW trotz eines bislang fehlenden LNG-Terminals Flüssiggas aus den Vereinigten Staaten und anderen Regionen über Anlagen im europäischen Ausland beziehen. „Grundsätzlich ist auch für Deutschland der Zugang zu LNG über benachbarte Staaten wie Belgien (Zeebrügge) oder die Niederlande (Rotterdam) gewährleistet“, sagte der Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Stefan Kapferer.

Europa befinde sich in einer komfortablen Situation: „Wir haben sowohl eine gut ausgebaute LNG-Infrastruktur an den europäischen Küsten als auch sehr gut ausgebaute Erdgastransportnetze, die bis zu den großen Gasfeldern reichen.“ Der amerikanische Präsident Donald Trump und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker hatten während ihres Gesprächs über den Handelsstreit in der Nacht abgesprochen, dass die Vereinigten Staaten mehr Flüssiggas nach Europa liefern werden. „LNG kann zu einer weiteren Diversifizierung und Flexibilisierung der Importquellen für Erdgas in Europa beitragen. Mit seiner logistischen Flexibilität sorgt LNG auch für eine Stärkung der weltweiten Versorgungssicherheit“, betonte Kapferer.

„Sojabohnen sind dem Präsidenten plötzlich ganz wichtig“

Ob und in welchem Umfang Flüssiggas in Europa zum Einsatz komme, werde aber vor allem durch die Preise an den Großhandelsmärkten bestimmt. Hier stünden Pipelinegas und Flüssigerdgas im Wettbewerb. „Derzeit ist Pipelinegas in Europa oftmals deutlich günstiger. Flüssigerdgas wird daher vorwiegend nach Asien geliefert. In dieser Weltregion sind höhere Preise für LNG erzielbar, da es im asiatischen Raum zumeist keine engmaschigen Erdgasleitungsnetze gibt.“ Die Führung des Versorgers EnBW äußerte sich denn auch deutlich skeptischer. Flüssiggas aus Amerika sei „aktuell im Vergleich zu anderen Gasquellen für uns nicht wettbewerbsfähig“, konstatierte EnBW-Finanzvorstand Thomas Kusterer.

Gemeinsamer Kurs vereinbart : Handelskrieg vorerst abgewendet?

Video: afp, Bild: EPA

Nach Einschätzung des Energiekonzerns Uniper wird Amerika künftig auch für die Gasversorgung in Europa
eine wichtige Rolle spielen. „Die Vereinigten Staaten werden in absehbarer Zeit voraussichtlich der größte Gasproduzent und  -exporteur sein“, teilte der Versorger mit. Auch amerikanisches Flüssiggas werde seinen Weg finden. „Da der europäische Gasmarkt für amerikanisches LNG aufgrund der relativ kurzen Transportwege der am kostengünstigsten zu erreichende Absatzmarkt ist, kommt dem amerikanischen LNG in Europa zukünftig eine besondere Bedeutung zu.“ Uniper hat schon einen 20 Jahre laufenden Liefervertrag über LNG aus den Vereinigten Staaten abgeschlossen. Die Belieferung soll im nächsten Jahr starten. Das Gas muss allerdings nicht unbedingt nach Deutschland kommen. Denn auch Uniper dürfte es dort verkaufen, wo die besten Preise zu erzielen sind, etwa in Asien.

Wie weit die Vereinbarung trägt, wird sich insgesamt auch erst noch zeigen. „Die Kuh ist noch nicht endgültig vom Eis“, sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Immerhin: Solange die Regierung in Washington und die EU-Kommission miteinander reden, wollen sie von neuen Zöllen absehen. Damit sind die von Trump angedrohten Abgaben auf aus Europa importierte Autos erst einmal von der tagespolitischen Agenda genommen worden und ebenso die schon in der Schublade liegende EU-Vergeltungsliste. Gänzlich vom Tisch sind diese weitreichenden Schritte aber damit nicht. Ferner gelten die vor einigen Wochen in Kraft gesetzten amerikanischen Stahlzölle und Aluminiumzölle sowie die daraufhin verhängten Gegenzölle der Europäer auf Bourbon-Whiskey, Jeans und Motorräder „made in USA“ weiterhin. Ob sie zurückgenommen werden, muss sich erst noch erweisen.

Das Thema Sojabohnen, für die Trump dringend Käufer in der Welt sucht, hat die europäische Öffentlichkeit offenbar unterschätzt. „Sojabohnen sind dem Präsidenten plötzlich ganz, ganz wichtig. Wir dachten immer, Autos wären das“, wunderte sich Ifo-Handelsexperte Gabriel Felbermayr. Offenbar habe die EU-Drohung, im Falle von Autozöllen ähnlich wie schon  China mit Gegenabgaben auf amerikanische Soja zu reagieren, Wirkung gezeigt, mutmaßte er. Schließlich sind die Soja-Farmer eine entscheidende Wählergruppe für Trump. Diese wird bereits durch Zölle des Großkunden Chinas massiv getroffen, und zwar so stark, dass sich die amerikanische Regierung zu Milliarden-Subventionen gezwungen sieht.

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Jahrhundertcoup: Angriff auf Europas Steuerzahler | Panorama | NDR

?OLAF SCHOLZ? SPD

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https://www.zeit.de/wirtschaft/2018-10/cum-ex-betrug-daenemark-deutschland-europa

Cum-Ex: Dänemark verlangt Aufklärung von Deutschland

Die dänische Regierung will wissen, ob sie den Cum-Ex-Betrug im eigenen Land hätte stoppen können – wenn Deutschland sie rechtzeitig informiert hätte.
Cum-Ex: Der dänische Steuerminister Karsten Lauritzen
Der dänische Steuerminister Karsten Lauritzen © Ole Jensen/Corbis/Getty Images

Dänemarks Steuerminister Karsten Lauritzen fordert in der Cum-Ex-Affäre Antworten von der Bundesregierung. „Die dänische Bevölkerung braucht und verdient Klarheit, ob wir bei rechtzeitiger Warnung aus Deutschland den Betrug hätten stoppen können“, sagte Lauritzen.

Martin Schirdewan, Europaabgeordneter der Linksfraktion, warf der Bundesregierung vor, ihre EU-Partner nicht informiert zu haben, obwohl sie seit Jahren von der Praxis gewusst habe. Andere Europaabgeordnete haben die EU-Kommission aufgerufen, die Betrugsfälle zu untersuchen und dafür zu sorgen, dass sie sich nicht wiederholen.

Das System des automatischen Datenaustauschs unter den Steuerbehörden der EU-Staaten müsse auf die Kapitalertragssteuer ausgedehnt werden, verlangte der CSU-Abgeordnete Markus Ferber. Der für Steuern zuständige EU-Kommissar Pierre Moscovici habe dies aber noch vor Kurzem abgelehnt.

Der deutsche Grüne Sven Giegold sagte, die EU-Kommission müsse nun die nationalen Aufsichtsbehörden auffordern, eine Untersuchung einzuleiten. Die österreichische Sozialdemokratin Evelyn Regner forderte ein „europäisches FBI“ zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung. Der grüne Bundestagsabgeordnete Gerhard Schick hatte bereits eine europäische Finanzpolizei gefordert.

EU-Kommissar Moscovici erinnerte daran, dass bereits eine Reihe von Vorschriften beschlossen wurde, um solche Steuervermeidungen in der EU zu unterbinden. Dazu gehöre der automatische Austausch bestimmter Steuerdaten. Die EU-Staaten müssten sich aber auch an die neuen Vorschriften halten. Zwar seien nicht alle Probleme beigelegt, räumte der EU-Kommissar ein. Aber Steuervermeidung werde dank der neuen Vorschriften für Unternehmen nun schwieriger.

Betrüger erbeuteten 55 Milliarden Euro Steuergelder

ZEIT ONLINE, DIE ZEIT und andere Medien hatten berichtet, dass die Behörden in Deutschland seit 2012 wussten, dass auch Dänemark im Fokus der Steuerbetrüger war. Eine Warnung erhielten die Dänen allerdings nicht. Bis 2015 soll so ein Schaden von rund 1,7 Milliarden Euro entstanden sein. Erst ein Hinweis der Bank of England führte 2015 dazu, dass der Betrug aufgedeckt wurde.

Dem Bundesfinanzministerium und dem Bundeszentralamt für Steuern sind in der Cum-Ex-Affäre bisher für Deutschland Fälle mit einem Volumen von 5,7 Milliarden Euro bekannt. Auf Nachfrage will das Haus von Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) aber nicht sagen, wann genau welche Länder über das Schlupfloch informiert wurden. Nach jüngsten Medieninformationen sollen Betrüger verschiedene Staaten insgesamt um bis zu 55 Milliarden Euro gebracht haben. 2012 wurde das Steuerschlupfloch in Deutschland geschlossen. Die Cum-Ex-Geschäfte sorgen europaweit für Aufsehen.

Das Ministerium kommuniziert weiterhin lediglich, man habe diverse Staaten, „auch auf deren Nachfrage hin, über die Verfahrensweise bei ‚Cum-Ex‘-Geschäften informiert“. Die Frage nach dem Zeitpunkt der Informationen, auch im Falle Dänemarks, blockt es mit Verweis auf die Vertraulichkeit gegenüber EU-Partnern ab.

 

Cum-Ex: Die infizierte Bank

Der Cum-Ex-Skandal, Teil 2: Wo der Griff in die Steuerkassen Europas begann, der die Bürger viele Milliarden Euro gekostet hat.
Cum-Ex: Wie ein Virus haben sich die steuergetriebenen Aktiengeschäfte durch die Finanzwelt verbreitet.
Wie ein Virus haben sich die steuergetriebenen Aktiengeschäfte durch die Finanzwelt verbreitet. © Daniel Stolle für DIE ZEIT

In der Londoner Zentrale der Investmentbank Merrill Lynch tippen die Kollegen von John Baker in einem fort auf ihren Handys herum. Die Aktienhändler tun es, wenn sie im Handelsraum vor ihren Monitoren sitzen, wenn sie sich Kaffee holen, auf dem Weg zur Toilette. Erst schreiben sie SMS, später, so beobachtet es Baker, wechseln sie zu Snapchat, dem Kurznachrichtendienst, den sonst vor allem Teenager benutzen. Das Besondere: Nachdem der Empfänger eine Nachricht gesehen hat, verschwindet sie innerhalb von Sekunden.

Offenbar, so vermutet John Baker, tauschen die Kollegen geheime Informationen aus. Er fragt sie direkt, doch ihre Antworten sind verwirrend: Die Händler sprechen mit Geldgebern und Zwischenhändlern Preise von Wertpapieren ab. Nur ergeben die Deals nach den üblichen Maßstäben keinen Sinn, weil die Händler keine Kursgewinne machen. Dafür, vermutet Baker, kann es nur einen Grund geben: Die Geschäfte haben einen anderen Zweck.

Wann genau Baker diese Dinge beobachtet hat, ist unklar. Aber er schildert sie in einer anonymen Anzeige, die er am 3. Februar 2012 bei der amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde SEC in Washington stellt. Bis heute weiß die SEC nicht, wer der anonyme Whistleblower ist. John Baker heißt er nur in diesem Artikel. Baker glaubt, so geht aus seiner Anzeige hervor, dass die Bank „enorme Einnahmen aus einer betrügerischen Form des Handels mit Steuergutschriften“ erzielt, der weit über die üblichen Formen steuerlicher Tricks hinausgehe. Dazu habe die Bank Steuersysteme mehrerer europäischer Länder ausgenutzt. Es handelt sich, so wird sich herausstellen, um jene Geschäfte, die in Deutschland unter den Namen Cum-Ex und Cum-Cum bekannt geworden sind. Sie dienen einzig und allein dazu, die Steuerkassen auszunehmen.

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Kurz erklärt – Wie der Cum-Ex-Steuerskandal abgelaufen ist Es ist der wohl größte Steuerskandal der deutschen Geschichte. Wie Banken und Anwälte Milliarden entwendeten, zeigen wir in diesem Video. © Foto: Kerstin Welther

Dass die amerikanische Börsenaufsicht von der Beteiligung Merrill Lynchs an diesen Geschäften wusste, war bislang nicht bekannt. Und es wirft Fragen auf: Wie kam es dazu, dass eine der größten Investmentbanken der Welt in Steuerkassen griff? Und was haben die amerikanischen Aufseher unternommen, um das Geld der europäischen Steuerzahler zu schützen?

Ein Jahr lang hat ein Team von 19 Medienpartnern aus zwölf Ländern, koordiniert vom Recherchezentrum Correctiv, vertrauliche Akten, interne Gutachten von Banken und Kanzleien sowie E-Mails ausgewertet. Bereits in der vergangenen Woche berichteten die ZEIT, ZEIT ONLINE und das ARD-Magazin Panorama im Zuge der Kooperation, dass nicht nur Deutschland, sondern mindestens zehn weitere Staaten aus Europa Opfer der Finanzjongleure wurden, dass der Schaden bei mindestens 55 Milliarden Euro liegt.

Bei den Recherchen, die weltweit als „Cum-Ex-Files“ veröffentlicht werden, spielen Banken eine wichtige Rolle. Die steuergetriebenen Geschäfte haben sich in den Instituten wie ein Virus verbreitet und mit der Zeit immer mehr Banken infiziert.

Wann ein Virus wo entstanden ist, lässt sich nur schwer ermitteln. Ein Infektionsherd aber ist Anfang der 2000er-Jahre die Investmentbank Morgan Stanley, ein Konkurrent von Merrill Lynch. Mehrere Beteiligte erzählen, dass die Cum-Ex-Geschäfte dort ein Zufallsfund waren. Ein Angestellter ist demnach auf einen großen Geldbetrag gestoßen, als er Buchungen eines Aktiengeschäfts kontrollierte. Das Erstaunliche: Niemand wollte das Geld haben. Es war irgendwie übrig geblieben. Der Angestellte meldete seinen Fund den Händlern, die den Deal gemacht hatten. Und eine kleine Gruppe von Bankern erkannte sofort, dass sich aus dem Zufall ein System machen ließe.

Ashley W. ist ein junger Mann mit rotblonden Haaren und grünen Augen, reserviert im Auftreten, sehr smart. Er hat bei Morgan Stanley als Rechnungsprüfer begonnen und sich zum Aktienhändler hochgearbeitet. Raj P. hat einen Job an einer unbedeutenden Stelle im Backoffice der Bank, ist aber ebenfalls in den Deal involviert und voller Ehrgeiz. Sylvan C., ein bulliger Typ, der ein bisschen aussieht wie Sylvester Stallone, ist der Ranghöchste der Truppe. So beschreiben es mehrere Personen, die alle drei gut kennen.

Die Händler versuchen, das Zufallsergebnis noch einmal zu erzielen. Wieder ist der Profit höher als ursprünglich gedacht. Also machen sie weiter. Ihre Vorgesetzten lassen sie gewähren. Morgan Stanley will sich dazu auf Nachfrage der ZEIT nicht äußern.

Warum handelte die Börsenaufsicht nicht?

2006 wechselt Sylvan C. zu Merrill Lynch. Bald darauf heuern auch Ashley W. und Raj P. dort an. Die Geschäfte auf Kosten des Steuerzahlers lassen sich dort noch größer aufziehen, weil die Kultur bei Merrill Lynch besonders risikofreudig ist.

Die City of London ist eines der wichtigsten Zentren im globalen Wertpapierhandel – der ideale Nährboden für das Virus. Zwischen gläsernen Bürotürmen und viktorianischen Prachtbauten hat sich dort auch Merrill Lynch niedergelassen. Durch den Haupteingang betreten die drei Händler, so lässt es sich aus Aussagen früherer Kollegen rekonstruieren, ein weites Atrium, das von einem Glasdach überwölbt wird. Ein Aufzug trägt sie in den dritten Stock. Lange Tische ziehen sich quer durch den Raum, darauf Wände aus Monitoren, bis zu zehn Bildschirme pro Arbeitsplatz. An den Wänden kleben Warnschilder: Handys verboten! Kommuniziert werden darf nur über die bankeigenen Systeme. Nichts soll der Kontrolle entgehen.

Als Sylvan C. zu Merrill Lynch wechselt, haben in einer ruhigen Ecke dieses Büros auch die Händler der SEFT-Abteilung ihren Platz. SEFT steht für Structured Equity Finance and Trading, komplizierte Finanz- und Handelsgeschäfte. Wer hier arbeitet, gehört zu den geschicktesten Finanzjongleuren der Bank.

Das Virus wandelt sich ständig

Selbst für Fachleute ist es nicht einfach, steuergetriebene Aktiengeschäfte zu erkennen. Sie verbreiten sich nämlich nicht nur wie Viren, sie verändern sich auch ständig wie sie. Es gibt schon unzählige Varianten. Sie haben alle den gleichen Stamm, im Bankjargon „Dividendenarbitrage“ genannt. Binnen weniger Tage werden riesige Aktienpakete hin- und hergeschoben. Danach lassen sich die Beteiligten Kapitalertragsteuer auf Dividenden erstatten, die ihnen eigentlich nicht zusteht. Für Geschäfte, bei denen die Steuer nur einmal ausgezahlt wird, hat sich der Begriff Cum-Cum etabliert. Das Virus kann aber auch zu Cum-Ex mutieren. Dann wird eine Steuer einmal abgeführt, aber sogar doppelt oder noch öfter vom Fiskus zurückgefordert.

Anfang 2008 wird bei Merrill Lynch eine interne Präsentation mit dem Titel Ein global koordinierter Ansatz herumgereicht. Darin erklären die Autoren, wie man Kunden von den lukrativen Cum-Cum-Deals überzeugen kann und in welchen Ländern Merrill Lynch die Geschäfte machen möchte: in Österreich, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, in Italien, Norwegen, Portugal, Spanien, Schweden und der Schweiz. Also in halb Europa.

Wie funktioniert ein Cum-Cum-Geschäft?

Vereinfachte Darstellung eines Geschäfts auf Kosten des Staates, bei dem eine einfache Steuerrückerstattung ergattert wird

© ZEIT-Grafik

Die Händler, die die Deals konstruieren, verdienen bei Merrill Lynch viel Geld. Zum Beispiel Raj P., der morgens mit einem Lamborghini vorfährt. Zu seiner Hochzeit lädt er die anderen Händler nach Indien ein, inklusive Elefantenritt. P. steigt immer weiter auf, bis er die Abteilung leitet, die Cum-Ex- und Cum-Cum-Geschäfte macht. Mitarbeiter, die bei Merrill Lynch solche steuergetriebenen Geschäfte abwickeln, haben intern bald eine eigene Bezeichnung: tax traders – Steuerhändler.

Drei Jahre später, im März 2015, geht eine weitere anonyme Whistleblower-Anzeige bei der SEC ein. Ihr Absender soll hier Bill Smith heißen. Auch Smith entdeckt einen zweifelhaften Deal. Ende 2012 schildert er seine Bedenken zunächst über die interne Ethik-Hotline von Merrill Lynch. Fast eine Stunde lang berichtet Smith dem Mann an der Hotline seinen Verdacht, warnt vor falschen Konten und fiktiven Transaktionen. Der Deal wird ausgesetzt, ein halbes Jahr später dann aber doch abgewickelt. „Die Kultur bei Merrill Lynch ist nicht so, dass es willkommen wäre, solche Sorgen zu äußern“, schreibt Smith später frustriert der SEC.

Smiths Anzeige ist sehr präzise. Sie nennt die Namen von 29 Personen, die in die Deals involviert sind. Und sie erinnert daran, dass die USA solche Geschäfte im eigenen Land unterbunden haben. Die Steuerhändler von Merrill Lynch sitzen zwar in London. Doch das Personal wechselt ständig zwischen Großbritannien und dem Hauptsitz in Amerika. So viele verschiedene Leute in New York und London seien involviert, dass es unmöglich sei zu trennen, wer was nach britischem oder amerikanischem Recht gehandelt habe, schreibt Smith.

Die SEC reagiert nicht auf die Anzeigen, weder auf die von John Baker 2012 noch auf jene von Bill Smith 2015. Warum sie nicht handelte, will die Börsenaufsicht auf Nachfrage nicht kommentieren. Die Steuerdeals laufen weiter wie gehabt.

Der 29. Mai 2013 ist ein Mittwoch. Einige der Steuerhändler sind nach New York gereist. Sylvan C., der Mann, der ein bisschen aussieht wie Sylvester Stallone, ist mit dabei. Die amerikanischen Chefs der Steuerhändler machen sich Sorgen um die Reputation der Bank. Die Steuerhändler wiederum wollen ihnen klarmachen, warum die Geschäfte wichtig für die Bank sind und fortgesetzt werden müssen. So berichtet es Bill Smith.

Das Virus erreicht Deutschlands große Geldinstitute

Ihre Pläne präsentieren die Steuerhändler Thomas Montag. Er gehört zum Vorstand der Bank of America, die Merrill Lynch 2009 übernommen hat. Montag weiß nicht recht, was er von den Geschäften halten soll. Weil die Risikokontrolle in New York keine Einwände hat, dürfen die Steuerhändler am Ende aber weitermachen.

Der Whistleblower hat seiner Anzeige eine interne Präsentation beigelegt, die zeigt, dass Merrill Lynch 2012 Aktien im Wert von 25 Milliarden US-Dollar gehandelt hat und diese Summe 2013 noch übertreffen will. 45 Transaktionen sollten in 27 Ländern vorgenommen werden. Welchen Anteil daran Cum-Ex-Geschäfte haben, geht aus der Präsentation nicht hervor. Jedoch werden in ihr die Risiken der Geschäfte beschrieben: die Ermittlungen deutscher Staatsanwaltschaften in Sachen Cum-Ex. Und die Gefahr, in der Öffentlichkeit als Steuervermeider dargestellt zu werden.

Ob Thomas Montag die betrügerische Natur der Deals klar geworden ist, lässt sich der Whistleblower-Anzeige nicht entnehmen. Doch Bill Smith erhebt einen schweren Vorwurf: „Der Bank of America waren diese Transaktionen bis in die höchsten Ebenen bekannt.“

Nervöse Banker

Ein Jahr später, im März 2014, meldet sich eine Delegation der amerikanischen Zentralbank in London an. Es ist ein Routinebesuch. Die Banker von Merrill Lynch bitten die Delegation in den sechsten Stock. Von dort blickt man direkt auf die vergoldete Statue der Justitia, die die Kuppel des zentralen Londoner Strafgerichtshofs Old Bailey ziert. Die Zentralbanker bringen eine lange Liste an Fragen mit, zur Unternehmensstrategie, zum Risikomanagement – und zum steuergetriebenen Aktienhandel. So berichtet es einer, der dabei war. Auf Anfrage wollte die amerikanische Zentralbank zu dem Vorgang keine Stellung nehmen.

Offenbar macht dieser Besuch die Chefs von Merrill Lynch nervös. Jedenfalls reagiert die Bank trickreich: Sie streicht den Begriff SEFT Desk einfach aus ihrem Organigramm – und ordnet die Händler einer anderen Einheit zu. So berichtet es das Wall Street Journal 2016. Ein weiterer Insider, der noch heute bei der Bank arbeitet, erzählt, dass die steuergetriebenen Aktiengeschäfte bis heute weiterliefen. Weder Merrill Lynch noch die Bank of America antworteten auf Fragen der ZEIT.

Wie funktioniert ein Cum-Ex-Geschäft?

Vereinfachte Darstellung eines Geschäfts auf kosten des Staates, bei dem eine doppelte Steuerrückerstattung ergattert wird

© ZEIT-Grafik

In der Zwischenzeit haben sich die Geschäfte von Merrill Lynch aus verbreitet. 2009 schon wechselt Ashley W. zur britischen Investmentbank Barclays, die auf Nachfrage bestätigt, an Cum-Ex-Geschäften auf Kosten des deutschen Steuerzahlers beteiligt gewesen zu sein. Die „Cum-Ex-Files“ zeigen, dass Hunderte von Bankern in London gelernt haben, wie das System funktioniert. Und sich große Banken aus aller Welt an den Geschäften beteiligen, darunter die spanische Santander, die französische BNP Paribas oder die australische Bank Macquarie.

Schließlich erreicht das Virus auch Deutschlands große Geldinstitute. Einer der Überträger, Paul Mora, ein 1,90 Meter großer Banker, arbeitet ebenfalls zunächst für Merrill Lynch. Ursprünglich kommt er aus Neuseeland. Dort hat er Jura studiert und als Anwalt gearbeitet. 1997 beginnt er bei Merrill Lynch und kümmert sich dort mehr als vier Jahre um „maßgeschneiderte Kundenlösungen“ zu Fragen der Einkommen- und Kapitalertragsteuer.

Als das Dreigestirn Sylvan C., Ashley W. und Raj P. zu Merrill Lynch kommt, hat Mora die Bank schon verlassen. Aber er hat dort einen anderen Mann kennengelernt, mit dem er später Cum-Ex-Geschäfte machen wird: Martin Shields, Fachmann im Aktien- und Derivatehandel und einer der besten Mathematiker, die Großbritannien je hervorgebracht hat. Bereits in seiner Schulzeit wurde Shields, der später in Oxford studierte, mehrfach wegen außerordentlicher Leistungen ausgezeichnet. So berichtet es ein Aktienhändler, der ihn gut kannte, gegenüber deutschen Staatsanwälten.

Mora verlässt Merrill Lynch 2004 und wechselt nach einer Zwischenstation bei Credit Suisse zum Londoner Ableger der bayerischen HypoVereinsbank (HVB). Dort wird er Chef der Eigenhandelsabteilung und macht den Handel mit der Kapitalertragsteuer, also den Griff in die Staatskasse, zum Kerngeschäft. Die HVB teilt auf Anfrage mit, „dass wir uns zu etwaigen Mitarbeitern grundsätzlich nicht äußern“.

Die Abwicklung der Deals überlässt Mora Martin Shields, den er 2004 von Merrill Lynch abgeworben hat. Mora und Shields sind ein ideales Paar: der joviale Kommunikator, der mit Banken, Anwälten und Privatinvestoren verhandelt, und der detailversessene Planer der komplexen Deals, ohne dessen mathematische und technische Finesse die Beute am Ende nicht zwischen den Beteiligten aufgeteilt werden könnte.

Der neue Trick

Geschickt passen sie ihre Methoden 2007 an die unzureichenden Versuche des deutschen Finanzministeriums an, die Cum-Ex-Geschäfte zu stoppen. Dann jedoch erlebt die Bankenwelt ein existenzbedrohendes Ereignis: die globale Finanzkrise. Die US-Bank Lehman Brothers bricht zusammen, auch andere Investmentbanken stehen am Rande des Abgrunds. Überall auf der Welt rufen Institute den Staat um Hilfe. Der springt ihnen bei, schickt aber zugleich seine Kontrolleure los. Die Vorstände der Banken versuchen deshalb, alle Geschäfte loszuwerden, die als anstößig wahrgenommen werden könnten.

Nicht jedoch die steuergetriebenen Aktiengeschäfte. Damit sie in der Bank nicht entdeckt werden, gibt es einen neuen Trick. Die Geschäfte werden outgesourct. Das ist im Sinne von Mora.

Es ist 2008, der Crash ist gerade in vollem Gange, und Mora ist sauer. Die HVB hat ihm zwischen 2004 und 2008 jährliche Boni von bis zu 890.000 Euro gezahlt. Doch Mora findet, die Boni seien zu gering. Also beschließen er und Shields, ihre eigene Firma zu gründen: Ballance Capital, ein Konglomerat aus vielen einzelnen Gesellschaften, die ihren Sitz in Großbritannien, auf den Kaimaninseln, Gibraltar oder den britischen Jungferninseln haben. Über Ballance fädeln Mora und Shields nun ihre eigenen Deals ein. Sie handeln mit allem, was der deutsche Aktienmarkt hergibt: Allianz, BASF, Bayer, Daimler, Lufthansa, E.on, Metro.

Dafür brauchen sie viel Geld.

„Sehr wahrscheinlich“ beteiligt

Die Deutsche Bank hat zur selben Zeit ein Problem. Händler ihrer Londoner Niederlassung haben sich 2008 mit hoher Wahrscheinlichkeit in mindestens drei Fällen an Cum-Ex-Geschäften beteiligt. Das hat die Wirtschaftskanzlei Freshfields 2015 festgestellt. Nun will die Bank diesen Handel reduzieren und trotzdem im Geschäft bleiben. So beschreibt es ein weiteres Gutachten von Freshfields aus demselben Jahr. Da kommt ihr Ballance gerade recht.

Das Gutachten hat die Deutsche Bank in Auftrag gegeben, um herauszufinden, inwieweit ihr Londoner Ableger nach der Finanzkrise noch an Cum-Ex-Geschäften beteiligt war. Aus ihm geht hervor, dass zwei Mitarbeiter der Deutschen Bank 2009 zu Ballance gewechselt und dort neben Mora und Shields Gesellschafter geworden sind: Simon P. und Joseph P. Ihr neues Unternehmen steht in engem Kontakt zu ihrem alten Arbeitgeber. In der Branche gilt Ballance bald als „Equity-Finance-Arm der Deutschen Bank“. So geht es aus E-Mails hervor, die sich die Aktienhändler untereinander schreiben.

Die beiden Gutachten beschreiben detailliert, wie Ballance und die Deutsche Bank bis 2011 zusammenarbeiten. Abschließende Beweise dafür, dass die Mitarbeiter der Deutschen Bank wussten, um was für Geschäfte es ging, finden die Anwälte nicht. Aber sie halten es für „(sehr) wahrscheinlich“, dass die handelnden Mitarbeiter „sich bewusst an den Cum-Ex-Geschäften Dritter beteiligten“. Die Deutsche Bank selbst teilt auf Nachfrage mit, sie habe zwar nicht als Aktienkäufer oder -verkäufer bei Cum-Ex-Geschäften agiert, sei jedoch „teilweise in Cum-Ex-Geschäfte von Kunden“ eingebunden gewesen. Dies aber bedeute „in keinem Fall, dass die Deutsche Bank die Kontrolle über den Handel dieser Kunden hatte“.

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat im September 2017 gegen Mora und Shields Anklage vor dem Landgericht Wiesbaden wegen Cum-Ex-Deals erhoben. Sie wirft den Männern vor, den Finanzbehörden aus „grobem Eigennutz“ über steuerlich erhebliche Tatsachen unrichtige oder unvollständige Angaben gemacht und dadurch Steuervorteile in großem Ausmaß erlangt zu haben. Mora wird außerdem vorgeworfen, Hilfe bei gemeinschaftlicher versuchter besonders schwerer Steuerhinterziehung geleistet zu haben. Noch wird die Anklage vom Gericht geprüft. Auch die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen der Geschäfte von Mora und Shields. Die Fragen der ZEIT ließen beide unbeantwortet.

Ashley W., der Mann, der mit Sylvan C. und Raj P. aus einem Zufallsfund ein großes Geschäft auf Kosten des Staates machte, kann auf eine steile Karriere zurückblicken. Von Merrill Lynch wechselte er auf eine leitende Position bei Barclays. Heute ist er Manager bei der Deutschen Bank in London und entspannt sich nach Feierabend in seinem Anwesen im Südwesten der Stadt. Raj P. arbeitet immer noch für Merrill Lynch. Und Sylvan C. ist in die USA zurückgekehrt. Er lebt in Florida direkt am Strand.

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