„Bevölkerungs-KONTROLLE“ – – – Die andere WAHRHEIT zur „ÜBER-BEVÖLKERUNG“ – „Population Boom“ – „Werner Boote“ – „PLASTIC-PLANET“ ///// „MONSANTO-BAYER“ //// „PERCY SCHMEISSER“

 

m/watch?v=LONrYfb2D8E&feature=youtu.be

„Die andere Wahrheit zur ÜberbeVÖLKerung der Welt“ von „Werner Boote“

ab Minuten 11:32 – „Georgia Guide Stones“- „Welt-Bevölkerungs-Reduzierung“

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„Georgia Guide-Stones“

https://www.focus.de/fotos/georgia-guidestones-nuemmer-zwei_id_8300144.html

Georgia Guidestones Nümmer zwei

https://www.focus.de/wissen/mensch/zehn-leitsaetze-in-acht-sprachen-seit-den-70er-jahren-ungeloest-steintafel-monument-in-den-usa-gibt-raetsel-auf_id_8300145.html

15.01.2018, 19:24 |  FOCUS Online/Wochit

Zehn Leitsätze in acht Sprachen

Seit den 70er-Jahren ungelöst: Steintafel-Monument in den USA gibt Rätsel auf

Es steht auf einem Hügel – mitten im Nirgendwo des US-amerikanischen Bundesstaates „Georgia“: Doch die Lage ist gar nicht das merkwürdige an den so genannten „Georgia Guidestones“. Auf den „vier“ Steinen des Monuments finden sich „zehn“ geheimnisvolle Leitsätze in „acht“ verschiedenen Sprachen.

Seit seiner Errichtung im Jahr 1980 ranken sich zahlreiche Mythen und Verschwörungstheorien um die vier großen Steintafeln. Einige glauben, dass die Sätze der Aufruf der Illuminaten zu einer neuen Weltordnung sein, berichtet die Seite travelbook.com. Andere glauben es seien die zehn Gebote der Neuzeit.

Und tatsächlich erinnern die Inschriften, die unter anderem auf Englisch, Arabisch und Hebräisch verfasst wurden, an die Worte Gottes aus der Bibel. Auf den Steintafeln steht:

  1. „Halte die Menschheit unter 500.000.000 in andauerndem Gleichgewicht mit der Natur.“
  2. Vereine die Menschheit mit einer neuen Sprache.“
  3. Steuere die Fortpflanzung weise – um Tauglichkeit und Vielfalt zu verbessern.“
  4. Beherrsche Leidenschaft – Glaube – Tradition und alle Dinge mit gemäßigter Vernunft.“
  5. „Schütze Menschen und Nationen durch faire Gesetze und gerechte Gerichte.“
  6. „Lass alle Nationen ihre eigenen Angelegenheiten intern regeln und internationale Auseinandersetzungen vor einem Weltgericht beilegen.“
  7. „Vermeide kleinliche Gesetze und unnütze Beamte.“
  8. „Schaffe ein Gleichgewicht zwischen den persönlichen Rechten und den gesellschaftlichen Pflichten.“
  9. „Würdige Wahrheit – Schönheit – Liebe – bei der Suche nach Harmonie mit dem Unendlichen.“
  10. „Sei kein Krebsgeschwür auf dieser Erde – lasse Raum für die Natur – lasse Raum für die Natur.“

Als Schöpfer der Guidestones gilt ein gewisser „R.C. Christian“. Dabei soll es sich jedoch um ein Pseudonym handeln. Seine wahre Identität ist bis heute ein Rätsel. Ein Banker, der als Kontaktperson fungierte, soll extra eine Verschwiegenheitserklärung unterschrieben haben.

 

 

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https://de.wikipedia.org/wiki/Georgia_Guidestones

Georgia Guidestones

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Georgia Guidestones
Georgia Guidestones, Blick nach Osten
Georgia Guidestones, Blick nach Osten
Daten
Ort Elbert County, Georgia
Baumeister Joe H. Fendley, Sr
Bauherr R. C. Christian
Baujahr 1980
Höhe 5,87 m
Grundfläche 44,59 m²
Koordinaten 34° 13′ 55,2″ N, 82° 53′ 40,2″ WKoordinaten: 34° 13′ 55,2″ N, 82° 53′ 40,2″ W |

Die Georgia Guidestones (dt. etwa „Orientierungstafeln von Georgia“, auch bekannt als Steine von Georgia bzw. Marksteine von Georgia) sind ein Monument aus Granitstein, welches sich in Elbert County im US-Bundesstaat Georgia befindet. Aufgrund seines Aussehens wird es manchmal als das „amerikanische Stonehenge bezeichnet. Eine Inschrift mit zehn Richtlinien ist in die massiven Steinblöcke in acht modernen Sprachen eingeschlagen. Auf der Oberseite befinden sich die Richtlinien in gekürzter Form in vier altertümlichen Sprachen: Babylonisch, Altgriechisch, Sanskrit und in ägyptischen Hieroglyphen.

Es ist fast zwanzig Fuß (etwa 6 Meter) hoch, besteht aus sechs Granitplatten und wiegt fast 100 Tonnen. Im Zentrum des Monuments befindet sich eine Platte, um die sich vier weitere Platten sternförmig gruppieren. Auf diesen Platten ruht ein Deckstein. Des Weiteren befindet sich in unmittelbarer Nähe eine in den Boden eingelassene Steinplatte, welche Informationen über die Geschichte und den Zweck der Guidestones enthält.

Geschichte

Im Juni 1979 erschien bei der Elberton Granite Finishing Company ein Mann, der sich selber Robert C. Christian nannte und erklärte, dass er im Auftrag einer „kleinen Gruppe loyaler Amerikaner, die an Gott glaube“ handele und anonym bleiben wolle. Der richtige Name ist unbekannt, da das verwendete Pseudonym R. C. Christian auf Christian Rosencreutz verweist.

Christian erklärte dem Eigentümer der Firma und späteren Baumeister Joe Fendley den Plan. Es solle als Kompass, Kalender sowie Uhr genutzt werden und katastrophale Ereignisse überstehen können. Er machte dabei metrische Angaben zur Größe und dem Umfang des Monuments. Dabei waren zur Errichtung des Monuments Granitblöcke in einer Größe notwendig, wie sie im ElbertCounty bisher nicht abgebaut, geschnitten oder fertiggestellt wurden. Fendley konnte nur eine grobe Kostenschätzung machen, da zusätzliche Werkzeuge und Berater notwendig waren und schätzte die Bauzeit auf etwa sechs Monate.

Zur Finanzierung wandte sich Christian an den Präsident der lokalen Granite City Bank, Wyatt Martin. Martin war durch eine Verschwiegenheitserklärung sowie als einzigem Mittelsmann die Identität von Christian bekannt, da er dessen Kreditwürdigkeit prüfen musste. Christian erzählte ihm, dass die Gruppe seit mehr als 20 Jahren ein ungewöhnlich großes und aufwändiges Stein-Monument plane.

Christian übergab Fendley ein hölzernes Modell des Monuments sowie zehn Seiten mit detaillierten Angaben zum Monument. Darunter sind Angaben zur Statik, Gründung und Astrologie. Dabei ähneln die Angaben denen des inneren Teils von Stonehenge.

Martin erteilte Fendley die Freigabe zum Bau, nachdem ein Guthaben bei seiner Bank eingegangen war. Das fünf ac große Grundstück, auf dem die Guidestones stehen, wurde am 1. Oktober 1979 durch Christian vom Farmbesitzer Wayne Mullinex gekauft. Nach dem Grundstückkauf hatte Martin mit Christian nur noch per Brief Kontakt. Später wurde das Grundstück an das County überschrieben.

Die Enthüllung der Guidestones fand am 22. März 1980 und somit nahe dem Zeitpunkt des Frühlingsäquinoktiums statt. Dieser wohnten zwischen 100 und 400 Personen bei.

Inschriften

ZehnGebote“, Leitsätze oder Richtlinien sind in den Georgia Guidestones in acht verschiedenen Sprachen mittels Sandstrahlen eingraviert, eine Sprache auf jeder Seite der vier aufrecht stehenden Steine. Von Norden im Uhrzeigersinn beginnend sind dies Englisch, Spanisch, Swahili, Hindi, Hebräisch, Arabisch, altes Chinesisch, und Russisch. Nachfolgend wird die englische Inschrift (grau unterlegt) wiedergegeben und die deutsche Übersetzung gegenüber gestellt.

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

MAINTAIN HUMANITY UNDER 500,000,000

IN PERPETUAL BALANCE WITH NATURE
GUIDE REPRODUCTION WISELY —

IMPROVING FITNESS AND DIVERSITY
UNITE HUMANITY

WITH A LIVING NEW LANGUAGE
RULE PASSION — FAITH — TRADITION

AND ALL THINGS

WITH TEMPERED REASON
PROTECT PEOPLE AND NATIONS

WITH FAIR LAWS AND JUST COURTS
LET ALL NATIONS RULE INTERNALLY

RESOLVING EXTERNAL DISPUTES

IN A WORLD COURT
AVOID PETTY LAWS

AND USELESS OFFICIALS
BALANCE PERSONAL RIGHTS WITH

SOCIAL DUTIES
PRIZE TRUTH — BEAUTY — LOVE —

SEEKING HARMONY WITH THE
INFINITE
BE NOT A CANCER ON THE EARTH —

LEAVE ROOM FOR NATURE —

LEAVE ROOM FOR NATURE
Halte die Menschheit unter 500.000.000

in fortwährendem Gleichgewicht mit der Natur
Lenke die Fortpflanzung weise –

um Tauglichkeit und Vielfalt zu verbessern
Vereine die Menschheit

mit einer neuen, lebendigen Sprache
Beherrsche Leidenschaft – Glauben – Tradition

und alles Sonstige

mit gemäßigter Vernunft
Schütze die Menschen und Nationen

durch gerechte Gesetze und gerechte Gerichte
Lass alle Nationen ihre eigenen Angelegenheiten selbst/intern regeln

und internationale Streitfälle

vor einem Weltgericht beilegen
Vermeide belanglose Gesetze

und unnütze Beamte
Schaffe ein Gleichgewicht zwischen den persönlichen Rechten und

den gesellschaftlichen/sozialen Pflichten
Würdige Wahrheit – Schönheit – Liebe –

im Streben nach Harmonie mit dem
Unendlichen
Sei kein Krebsgeschwür für diese Erde –

lass der Natur Raum –

lass der Natur Raum

Eine kürzere Botschaft steht auf den vier vertikalen Seiten des Decksteins, wiederum jeweils in einer anderen Sprache und entsprechender Schrift auf jeder Seite. Die erläuternde Tafel neben den Guidestones identifiziert diese Sprachen/Schriften als Babylonische Keilschrift (Nord), Altgriechisch (Ost), Sanskrit (Süd) und ägyptische Hieroglyphen (West) und fordert (was vermutlich die englische Übersetzung ist):

Let these be guidestones to an age of reason   (etwa: „Lass diese [Steine] Wegweiser-Steine in ein Zeitalter der Vernunft sein“)

Im Jahre 2014 wurde dem Denkmal ein Schlussstein mit der Inschrift2014“ hinzugefügt; er befindet sich an der Tafel mit englischer und spanischer Inschrift.

Tafel mit Erläuterungen

Wenige Meter westlich des Monuments wurde eine weitere Granitplatte in den Boden eingelassen. Sie erläutert die Struktur und die Sprachen, enthält Daten zu Größe, Gewicht und astronomische Details der Steine sowie über das Errichtungsdatum und die Sponsoren des Projekts.

Zusätzlich gibt es eine Angabe zu einer Zeitkapsel, die unter der Tafel vergraben sein soll. Jedoch fehlen die Gravuren, wann die Kapsel vergraben wurde und später wieder ausgegraben werden soll. Daher ist offen, ob überhaupt eine Zeitkapsel dort vergraben ist.

Die Tafel selbst ist mit ihren Seiten auf die Haupthimmelsrichtungen ausgerichtet und so beschriftet, dass Norden die Leserichtung angibt. In der Mitte jeder Seite befindet sich dazu ein kleiner Kreis, mit je einem eingeschlossenen Buchstaben, der die entsprechende Himmelsrichtung in englischer Sprache angibt (N, S, E, W). Die Beschriftung der ist ungenau bei der Interpunktion. Auch wird das Wort „PSEUDONYN“ verwendet. Hierzu wird spekuliert, dass es sich nicht um einen Eigennamen, sondern um „PSEUDONYM“ in falscher Schreibweise handeln könnte. Ein orthografischer Flüchtigkeitsfehler scheint allerdings im Verhältnis zum immensen finanziellen Aufwand zur Errichtung der Anlage ebenso eher unwahrscheinlich.

Ganz oben auf der Tafel steht:

THE GEORGIA GUIDESTONES
CENTER CLUSTER ERECTED MARCH 22, 1980

Darunter befindet sich der Umriss eines Vierecks mit Text. An den Seiten des Vierecks sind die Namen von vier antiken Schriften bzw. Sprachen angeordnet, eine pro Seite. Diese sind nachfolgend im Uhrzeigersinn von der Spitze beginnend aufgelistet. Das Viereck soll die Deckplatte der vier Steine darstellen.

Linker Teil der Erläuterungstafel

Rechter Teil der Erläuterungstafel
LET THESE BE
GUIDESTONES
TO AN AGE
OF REASON
Capstone Languages.jpg
BABYLONIAN CUNEIFORM
CLASSICAL GREEK
SANSKRIT
EGYPTIAN HIEROGLYPHICS

Darunter folgen in zwei Blöcken, einem links und einem rechts, weitere Erläuterungen

ASTRONOMIC FEATURES:
1. CHANNEL THROUGH STONE

INDICATES CELESTIAL POLE.
2. HORIZONTAL SLOT INDICATES

ANNUAL TRAVEL OF SUN.
3. SUNBEAM THROUGH CAPSTONE

MARKS NOONTIME THROUGHOUT
THE YEAR
AUTHOR: R.C. CHRISTIAN

(A PSEUDONYN)
SPONSORS: A SMALL GROUP
OF AMERICANS WHO SEEK
THE AGE OF REASON
TIME CAPSULE:
PLACED SIX FEET BELOW THIS SPOT
ON
TO BE OPENED ON
PHYSICAL DATA
1. OVERALL HEIGHT – 19 feet 3 inches (5.9 m)
2. TOTAL WEIGHT – 237, 746 POUNDS
3. FOUR MAJOR STONES ARE 16 feet (4.9 m),

FOUR INCHES (102 mm) HIGH, EACH WEIGHING
AN AVERAGE OF 42, 437 POUNDS.
4. CENTER STONE IS 16 feet (4.9 m), FOUR-

INCHES HIGH; WEIGHS 20, 957
POUNDS.
5. CAPSTONE IS 9 feet (2.7 m), 8-INCHES

LONG; 6 feet (1.8 m), 6-INCHES WIDE;
1-foot (0.30 m), 7-INCHES THICK. WEIGHS
24,832 POUNDS.
6. SUPPORT STONES (BASES) 7-FEET,

4 INCHES LONG 2 feet (0.61 m) WIDE.
1-foot (0.30 m), 4 INCHES THICK, EACH
WEIGHING AN AVERAGE OF 4,875
POUNDS.
7. SUPPORT STONE (BASE) 4-FEET,

2 1/2 INCHES LONG, 2 feet (0.61 m), 2-INCHES
WIDE; 1-foot (0.30 m), 7-INCHES THICK.
WEIGHT 2,707 POUNDS.
8. 951 cubic feet (26.9 m³) GRANITE.
9. GRANITE QUARRIED FROM PYRAMID

QUARRIES LOCATED 3 MILES WEST
OF ELBERTON, GEORGIA.

Es folgt eine weitere Überschrift und darunter der Grundriss der aufrechten Steine der Struktur, bestehend aus einem kleinen Viereck, umgeben von vier längeren Vierecken nach Nordwesten, Nordost, Südost und Südwest zeigend. In der Darstellung befinden sich die Namen von acht Sprachen mit je einer an den langen Seiten der Steine. Diese sind nachfolgend von der oberen Seite des nordöstlichen Quaders beginnend und im Uhrzeigersinn aufgelistet.

GUIDESTONE LANGUAGES:
ENGLISH
SPANISH
SWAHILI
HINDI
HEBREW
ARABIC
CHINESE
RUSSIAN

Am unteren Ende der Tafel befindet sich der Hinweis

ADDITIONAL INFORMATION AVAILABLE AT ELBERTON GRANITE MUSEUM & EXHIBIT

COLLEGE AVENUE
ELBERTON, GEORGIA

Ort

Die Georgia Guidestones befinden sich auf dem höchsten Punkt des Elbert County, Georgia. Die Steine befinden sich in der Nähe des Highway 77 (Hartwell Highway) östlich von Georgia und sind von dieser Straße aus gut sichtbar. Kleine Straßenschilder am Highway zeigen die Abfahrt zu den Guidestones: „Guidestones Rd.“ Sie liegen etwa 90 Meilen (145 Kilometer) östlich von Atlanta, 45 Meilen (72 Kilometer) von Athens, Georgia und 9 Meilen (15 Kilometer) nördlich des Zentrums von Elberton.

Rezeption und Interpretation

Unter anderem Yoko Ono huldigte den Inschriften als „einen ergreifenden Appell an das rationale Denken“ („a stirring call to rational thinking“), während Wired.com angab, dass nicht näher bestimmte Ablehnende darin die „Zehn Gebote des Antichristen“ sähen.

Die Guidestones erlangten großes Interesse unter sogenannten Verschwörungstheoretikern. So forderte ein Aktivist namens Mark Dice, die Guidestones sollten „in Millionen Teile zerschlagen“ und für ein Bauprojekt genutzt werden, da ihr Ursprung im Satanismus läge und dass R. C. Christian einem Luzifer’schen Geheimbund angehöre, welcher mit der „Neuen Weltordnung“ in Verbindung stehe.

Bei der Einweihung/Enthüllung des Monuments zeigte sich ein Lokalpolitiker überzeugt, es sei für Sonnenanbeter, kultische Riten und zur Teufelsanbetung. Anderslautende Stimmen sagen, die Steine seien im Auftrag von Rosenkreuzern errichtet worden.

Der Computeranalyst William C. Van Smith schrieb in dem CNN-Artikel „Waiting for the end of the world: Georgia’s 30-year stone mystery“, die Ausmaße des Monuments hätten die Höhe des Burj Khalifa in Dubai, dem derzeit höchsten Gebäudes der Welt, vorhergesagt, das über 30 Jahre nach Errichtung der Guidestones eröffnet wurde. Smith behauptete, die Urheber der Steine hätten wahrscheinlich vom Burj-Khalifa-Projekt gewusst, das er mit dem biblischen Turmbau zu Babel gleichsetzte.[2]

Die geläufigste Annahme ist, dass die Steine das grundlegende Konzept zum Neuaufbau einer zerrütteten Zivilisation darlegten. Der Autor Brad Meltzer befand, dass die Steine 1979 auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges errichtet wurden und als Botschaft an die eventuellen Überlebenden des Dritten Weltkrieges gedacht waren. Demnach könne die Forderung, die Erdpopulation unter 500 Millionen Menschen zu halten, von der Annahme herrühren, dass nach jenem Krieg durch selbigen die Population unterhalb dieser Größenordnung liegen würde.

Der Inhalt der Guidestones wird auch zu den Alternativen zu den 10 Geboten gezählt.

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???NIEMAND will die MENSCHEN „AUS-ROTTEN“ oder die VÖGEL oder die SCHMETTERLINGE oder die BIENE (WILD-BIENE)  usw???

http://www.sueddeutsche.de/kultur/ueberbevoelkerung-mehret-euch-nicht-1.4030753

Überbevölkerung

Mehret euch nicht!

Die Biomasse der Menschen sei mittlerweile zehnmal so groß wie die aller wild lebenden Tiere zusammen, sagt Aktivist de Giraud.(Foto: picture alliance/AP Photo)

Der Mensch ist das größte Umweltproblem. Deshalb fordern Antinatalisten das Ende der Fortpflanzung. Ein Besuch bei ihrem Vordenker Théophile de Giraud.

Von Alex Rühle

Ein Frühsommerabend in Brüssel, die Touristen walzen in Zehnerpulks durch die vergoldete Innenstadt, die Grand-Place sieht aus, als wäre hier Welttreffen der Selfie-Junkies. Théophile de Giraud wirkt in dieser grellen T-Shirt-Buntheit wie ein schwarzes Loch, hager huscht er durch die Menge, schwarze Schuhe, Hose, Hemd, schwarz gefärbtes Haar, bloß weg hier, in die Chaloupe d’Or, ein leeres Lokal gegenüber dem Rathaus.

Dort baut er schnell seine Kamera auf, als langjähriger Aktivist weiß de Giraud, dass man jedes Interview vielleicht noch einmal brauchen kann, und dann legt er auch schon los: Es gehe natürlich nicht um all die Menschen, die schon lebten, er zeigt dabei nach draußen, in die heitere internationale Fraternisierungsidylle, sondern nur um all jene, die noch gar nicht geboren wurden. Und es gehe ihm um eine Gegenstimme zu der ewigen Propaganda, Fortpflanzung sei per se etwas Gutes. Aber Moment, wer verbreitet denn die? „Na, ihr Deutschen habt da seit ‚45 eine gewisse Neutralität“, sagt de Giraud, und dabei pocht eine Ader an seiner Schläfe, „aber in Frankreich propagiert das staatliche Demografieinstitut Ined ungebrochen: mehr Franzosen, mehr Kinder, Elternschaft ist heilig. Da ist es nicht leicht, mit meinem Anliegen durchzukommen.“

Théophile de Girauds Anliegen ist der Antinatalismus, also die philosophische Überzeugung, dass die Menschheit aufhören sollte, sich fortzupflanzen. Der Ausdruck leitet sich vom lateinischen „natalis„, zur Geburt gehörig, ab. De Giraud, Jahrgang 1968, Philosoph und Autodidakt, ist bestimmt kein Misanthrop und er vertritt auch im Gespräch keinen totalitaristischen Anspruch, im Gegenteil, er ist von vollendeter Freundlichkeit, all die Mails, die er vor dem Treffen beantwortete, könnten als Lehrmaterial ins Handbuch der digitalen Galanterie übernommen werden.

Der Mensch, so de Giraud, sei ja augenscheinlich nicht dazu in der Lage, sein Verhalten zu ändern

Und wenn er die vor dem Fenster entlangströmenden Menschen betrachtet, merkt man, dass er ihnen allen mit weichem Herzen zugetan ist. Er klingt eher wie einer, der als Einziger weiß, dass auf diesem Platz in Kürze ein Meteor einschlagen wird, der längst gut sichtbar am Himmel steht. Brüssel wird verdampfen, und die Armen da draußen, die so arglos in ihrem Alltag herumplanschen, sie ahnen es nicht einmal …

Natürlich gab es immer schon Daseinsskeptiker, von Buddha bis Emil Cioran, von Schopenhauer bis zu Houellebecq. Ihr Hauptargument waren aber philosophischer Ennui, Lebensekel und vor allem das Wissen um das Leid, das jedes Leben immer auch bedeutet – wobei die gerade genannten Autoren wahrscheinlich alle das „auch“ im letzten Halbsatz streichen würden, für sie bedeutet Leben von Geburt bis zum Tod ausnahmslos Leid, das so furchtbar ist, dass man es allen noch nicht geborenen Menschen tunlichst ersparen sollte. Dazu gleich noch mehr.

Theohpile de Giraud, Anarchist und Schriftsteller.(Foto: Wim Beddegenoodts/Reporters/laif)

Antinatalisten wie de Giraud oder der südafrikanische Philosophieprofessor David Benatar haben aber ein weiteres, sehr gewichtiges Argument gegen die Fortpflanzung: Wir sind mittlerweile viel zu viele. Also müssten wir dringend weniger werden. Was ja als These einiges für sich hat. 137 Millionen Menschen kommen weltweit jährlich dazu. Es sterben aber im selben Zeitraum nur rund 58 Millionen. Wenn es so weitergeht, sind wir 2100 zwischen zehn und zwölf Milliarden.

Wir verbrauchen freilich heute schon viel zu viel von allem, sei es Fläche, Tiere, Wald oder Atmosphäre. Die Biomasse der Menschen ist mittlerweile zehnmal so groß wie die aller wild lebenden Tiere zusammen. De Giraud hat in diesem Zusammenhang den zwar nicht wirklich schönen, aber doch treffenden Neologismus „Surpollupopulation“ (aus Pollution für Verschmutzung und surpopulation für Überbevölkerung) geprägt.

Außerdem, so de Giraud, sei der Mensch ja augenscheinlich nicht dazu in der Lage, sein Verhalten zu ändern. Im Gegenteil. Obwohl wir wissen, wie schädlich unser konsumptives Verhalten ist, verbrauchen wir immer noch mehr: Der „Earth Overshoot Day„, der jedes Jahr den Tag markiert, ab dem die Menschheit aus ökologischer Sicht über ihre Verhältnisse lebt, rückt Jahr für Jahr weiter nach vorne. 1987 lag er noch kurz vor Weihnachten, dieses Jahr fällt er auf den 1. August. Wir Menschen nutzen die Natur also 1,7-mal schneller, als Ökosysteme sich regenerieren können. Das bedeutet, wir bräuchten mittlerweile 1,7 Erden, haben aber nur 1,0 – und an dieser letzten Zahl wird sich, Marsfantasien hin oder her, fürs Erste nichts ändern.

Wer heute geboren wird, ist 2050 32 Jahre alt. Er oder sie wird zumindest mild staunen, warum wir es nicht geschafft haben, eine intaktere Umwelt zu hinterlassen, obwohl wir doch alle wussten, was wir da gerade anrichten. Und der eine oder andere wird sich dann gewiss fragen, warum er das alles durchleiden muss. Das Humanste, was man also tun kann, ist, kein zukünftiges Leid zu erzeugen.

Bevölkerungsschrumpfungsfantasien

Und damit zurück in die Gegenwart, in der de Giraud ein Bier bestellt, denn jetzt geht’s ans Eingemachte, an die Philosophie. De Giraud versucht seit mehr als 20 Jahren, seine Mitmenschen davon zu überzeugen, ihr Fortpflanzungsverhalten zu ändern. Mal mit aktivistischen Interventionen oder Fernsehauftritten, mal mit eigenen Büchern, wie „L’art de guillotiner les procréateurs“, in dessen Untertitel („Manifeste antinataliste„) der Begriff des Antinatalismus zum ersten Mal auftauchte.

Man merkt im Gespräch, wie viel Feindseligkeit und argumentative Bräsigkeit ihm schon entgegengeschlagen sein muss, durch seine unterirdischen Leitungen fließt ordentlich Strom, wenn er die üblichen Standardgegenfragen handstreichartig selbst stellt und beantwortet, pocht die Schläfenader noch heftiger als zu Beginn unseres Treffens: Nein, er ist nicht dafür, dass auch nur ein lebender Mensch umgebracht wird. Nein, er will sich auch nicht umbringen und findet Selbstmord nicht die richtige Antwort auf den Schmerz des Daseins. Wenn man schon mal da ist, ist das Leben auch zu leben. Da hat er seit einem juvenilen Selbstmordversuch viel dazugelernt. Es geht ihm um die, die nie da gewesen sind. Ihnen ist, auch ohne apokalyptisches Umweltszenario, das Leid, das Dasein prinzipiell bedeutet, zu ersparen.

Für Menschen, die über die pointierte Hoffnungslosigkeit, die aus Beckett- oder Kafkatexten strahlt, lachen können, ist eine Begegnung mit Théophile de Giraud ein grimmiges Großvergnügen. All die funkelnden Sinnversprechen im Leben, die Liebe, das heroische Dasein, Religion, zerpflückt er als Selbstbetrug. Der ja im Grunde schon mit Kindergarten und Schule anfange, schließlich werde einem da einzig und allein antrainiert, dass man irgendwo anwesend ist, wo man gar nicht sein will, und Aufgaben erfüllt, deren Sinn sich einem nicht erschließen.

Warum haben die meisten Menschen ein tiefes Dankbarkeitsgefühl ihren Eltern gegenüber?

Aber begibt er sich mit seinen Bevölkerungsschrumpfungsfantasien nicht in heikle Gefilde? Meist verbirgt sich hinter solchen Forderungen ja nationalistisches oder rassisches Denken, die anderen müssen weniger werden, aber wir doch nicht. Da lacht er: Er sei nun wirklich kein stolzer Belgier und auch kein fanatischer Europäer, er wolle nicht die Afrikaner oder Asiaten missionieren, sondern habe genug hier in Brüssel zu tun, er wolle nur generell allen Frauen das Recht einräumen, selbst zu entscheiden, wie viele Kinder jede von ihnen in die Welt setzt. Folgt ein feministischer Exkurs, Recht auf Abtreibung, Verhütung und zentrale Rolle der Bildung.

Apropos Elternschaft: Niemand sei seinen Eltern irgendetwas schuldig, sagt de Giraud, im Gegenteil, Eltern machten sich ihrem Kind gegenüber immer schuldig, indem sie es ungefragt ins Leben katapultieren. „Das Kind ist ein Geschenk, das sich die Eltern machen. Und zwar nicht ohne einen gewissen Masochismus“, schreibt de Giraud in einer Aphorismensammlung.

Warum aber haben dann die meisten Menschen ein tiefes Dankbarkeitsgefühl ihren Eltern gegenüber? „Stockholm-Syndrom“, sagt de Giraud, womit er das psychologische Phänomen meint, dass Opfer von Geiselnahmen oder anderer Gewalt, die sie hilflos ertragen müssen, ein positives emotionales Verhältnis zu ihren Entführern oder Peinigern

aufbauen. Was dazu führen kann, dass sie die Täter irgendwann idealisieren.

Nicht weit von hier hat de Giraud zwischen 2009 und 2011 dreimal die „Fête des Non-Parents“ organisiert, die terminlich genau zwischen Mutter- und Vatertag lag und mit der er und seine Mitstreiterinnen sich vor allem an Frauen wandten, „schließlich“, so de Giraud, „kriegen die alle spätestens ab Mitte 30 permanent vermittelt, dass mit ihnen etwas nicht stimmt, wenn sie keine Kinder haben wollen.“ Er selbst hat keine Familie, er hat sein ganzes Leben dem Kampf für das Voluntary Human Extinction Movement gewidmet, das in Amerika gegründet wurde und als deren europäischen Vertreter er sich sieht.

Drei Stunden spricht Théophile de Giraud, die Sonne geht langsam unter, die Massen auf der Grand-Place werden nicht weniger, weltweit kommen in den drei Stunden 27 000 Menschen dazu, es bleibt also viel für ihn zu tun.

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utube.com/watch?v=UuZ2zpAcrH8

Die grüne Lüge | Kathrin Hartmann | Werner Boote | ttt | Greenwashing | Verbraucherlobby

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siehe auch „UN-Fruchtbarkeit“ wegen PHTALATE und Bisphenol A – „Inter-Sex-Fisch“

ube.com/watch?v=g_TAXjZEprc&feature=youtu.be

„Werner Boote“ – – –  „Plastic Planet“ – – –  2009 – – –  DOKU – – –  „Phtalate“ – – -„Bisphenol A“

PLASTIK –  „INHALTs-STOFFE“ GEHEIM???!!!

ab Minute 43:00 LondonSusan Jobling“ –  „Umwelt-Toxilogin“„Inter-Sex-FISCH“?! (die östrogene Vorgänge wurden  mit der Entdeckung der Chemikalien wie „PHTALATE“ und „Bisphenol A“ erklärbar) – „endokrine Disruptoren“

„Patricia Hunt“ – Reproduktions-Biologin

ab Minuten 50:00 – BPABISPHENOL A – Polymer von Polycarbonat-Plastik (wichtige Industrie-Chemiekalie) – Babyflaschen sind oft aus „Poly-Carbonaten“ – diese Chemikalie imitiert ein Hormon und Hormone senden Signale und bewirken das Zellen auf bestimmte Weise reagieren – Wenn bestimmte Signale zur falschen Zeit oder im falschen Ausmaß empfangen werden, z.B. an einen Fötus weitergeleitet werden kann es die Entwicklung des Fötus beeinflussenBispheol A kann Zellsterben verursachen – Es verändert den HORMON-Haushalt – Bisphenol A ist eine Chemikalie die Östrogen imitiert Östrogen beeinflusst die Entwicklung des Gehirns – Schon eine „winzige Menge“ kann unsere Zellen aus den Gleichgewicht bringenFEHL-GEBURTEN?! – „ES gab KEINERLEI INTERESSESTUDIEN“ zu FINANZIEREN?!

ab Stunden 1:13 – letzten 50 Jahre:  Sperma – Produktion um 52% reduziertFortpflanzunghohe Belastung der Chemikalie

ab Stunden 1:22 über die „Zukunft des Plastiks“?!„The World in 2030“

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ZUKUNFTs-SZENARIO?! – DIGITALER WALD

http://www.sueddeutsche.de/kultur/digitaler-wald-1.4019485

Ökosysteme und Algorithmen

Ein Wald, der sich selbst abholzt und verkauft

Der selbstverwaltete Wald lässt Drohnen durch sich hindurchschwirren, die Saatgut verteilen.(Foto: SWR)

Drohnen verteilen Saatgut und Ökosysteme handeln mit Bitcoins, um sich selbst zu verwalten. Die Utopie einer Berliner Forschungsgruppe rüttelt an unserem Naturbegriff.

Von Maximilian Sippenauer

Ihr Telefon führt sie durchs Unterholz. Es ist Weihnachten. Sie brauchen einen Baum. Ihr Smartphone hatte das geahnt und den Perlacher Forst empfohlen. Günstig, sagt es, unbehandelt. Sie erreichen eine kleine Tanne, ihr Telefon piept, und sie fällen das Bäumchen. Automatisch wandern ein paar KryptoCoins aus ihrer digitalen Brieftasche an die des Perlacher Forsts. Direkt an den Wald. Nicht an eine Verwaltung oder Försterei. Nein, der Wald ist seit Kurzem sein eigener Herr. Er gehört sich selbst. Organisiert sich durch einen Algorithmus im BlockchainNetzwerk Ethereum, interagiert mit der Außenwelt via Smart Contracts. Der Wald ist ein selbständiger und rechtlich geschützter, ökonomischer Partner in dieser kybernetischen Zukunft.

Wie macht der Wald das? Der Wald erhebt Daten über sich, kauft Satellitenbilder, auf denen er erkennt, welche seiner Kiefern krank sind und ausgeschnitten gehören. Er lässt Drohnen durch sich hindurch schwirren, die, wo nötig, Saatgut verteilen. Er hat einen Jäger engagiert, der sich um das Damwild kümmert, und einen Anwalt, der für ihn einen Rechtsstreit mit der Stadtverwaltung führt. Es geht um eine Umgehungsstraße. Ein Waldleben ist nicht einfach. Um sich aufzuforsten und artenreicher zu werden, muss er Schulden für den Selbsterwerb, Gehälter und laufende Serverkosten abstottern. Dafür verkauft er sein Holz.

Im Anthropozän ist eine Natur denkbar, die als virtuelle Gesellschaft von Ökosystemen in einem nicht hackbaren, digitalen Blockchain-Netzwerk repräsentiert wird. Technisch möglich soll das durch „Deep Learning Systems“ werden, also Algorithmen, die lernen und anpassungsfähig sind. Die Natur, so die Idee, gewinnt Einfluss über sich selbst zurück. Natürlich nach zuvor von Menschenhand programmierten Parametern. Das Konzept wird im Rahmen der Frage nach dem Begriff einer neuen Wildnis unter Naturwissenschaftlern gerade viel diskutiert. Diese Wildnis definiert sich nicht mehr über Unberührtheit, sondern über menschliches Eingreifen und technische Augmentierung.

Der Wald verwaltet sich selbst, Ökosysteme sollen autonom werden

Dank der Fortschritte in der Satelliten- und Drohnentechnik gibt es nicht nur ganz neue Wege zur Erhebung und Analyse von Biodaten, sondern auch zur Intervention auf schwer zugänglichem Gelände. Gleichzeitig versprechen gerade etliche Startups, wie etwa das Regen Network, dass sich augmentierte Ökosysteme mittels der Blockchain-Technologie nicht nur nachhaltiger, sondern auch wirtschaftlich effizient gestalten lassen.

Die Berliner Forschungsgruppe „terra0„, gesprochen Terra null, geht mit ihrem Konzept eines sich selbst verwaltenden Waldes noch weiter. Ökosysteme sollen autonom werden. In ihrer biokybernetischen Utopie erfährt die menschlich überformte Natur eine zweite, technisch-digitale Überformung. Damit entsteht aus der Grundfrage des Anthropozän-Denkens, was Natur ist, das Anschlussproblem, ob Natur so etwas wie einen Willen oder ein Telos hat. Was will ein Wald? Und lässt sich dieser Wille digital repräsentieren?

Das Kernteam von Terra 0 besteht aus drei jungen Programmierern. In ihrem weiß gefliesten Büro steht ein großes Metallregal mit hundert schwarzen Plastikblumentöpfen. Darauf ist eine Kamera gerichtet, die alle zehn Minuten klickt. „Das ist unser FlowerTokenProjekt,“ erklärt Max Hampshire. „Wir züchten Dahlien, die als Token im Ethereum-Netzwerk erworben und gehandelt werden können. Die Frage ist: Wie lassen sich natürliche Organismen automatisch virtuell darstellen, ohne dass jemand hingeht und das überprüft.“ Das Regal leuchtet in violettem Neon. Sie ist erstaunlich steril, die Zukunft der Natur.

Terra 0 startete vor knapp zwei Jahren als Kunstprojekt. „Wir studierten damals Medienkunst an der UdK Berlin,“ sagt Paul Kolling. „Unsere Ausgangsfrage war, wie kann ein Smart Contract ein Ökosystem managen?“ Smart Contracts sind programmierte, internetbasierte Verträge, die selbständig die Erfüllung von Vertragsbedingungen prüfen und sobald diese eintreten, automatisch den anderen Teil des Vertrages umsetzen. Im Zeitalter von Krypto-Währungen und dezentraler Blockchain-Netzwerke wie Bitcoin oder Ethereum wird es damit prinzipiell möglich, dass Geschäfte direkt und ohne Mittler wie Banken geschlossen werden können. Dies gilt nicht nur für Menschen, sondern auch für Dinge. „Technisch beziehen wir uns auf Mike Hearn,“ erklärt Kolling. Der ehemalige Google-Entwickler präsentierte schon 2011 ein Konzept, wonach Autos sich selbst besitzen. Als autonome Taxis sollten diese genug Geld verdienen, um ihre Sprit- und Wartungskosten zu tilgen. Hierzu brauche es noch nicht mal künstliche Intelligenz, sondern nur ein sehr gutes Programm. „Dieses Prinzip übertrugen wir auf den Wald, wobei ein Ökosystem natürlich ungleich komplexer ist.“

Die Krux an einem selbstverwalteten Wald

Mit ihrem zunächst rein hypothetischen Projekt zogen Terra 0 auf Tech-Messen und in der StartupBranche viel Aufmerksamkeit auf sich. „Alle waren begeistert, nur investieren wollte keiner. Wir hatten eine detaillierte RoadMap zur technischen Umsetzung, aber keinen Business-Plan.“ Die Krux an einem selbstverwalteten Wald: Niemand außer dem Wald verdient daran. Trotzdem stellte ein Waldbesitzer Terra 0 ein kleines Waldstück zum Praxistest zur Verfügung. Doch das Projekt tat sich schwer. „Wir versuchten Smart Contracts auf der Basis von hochaufgelösten Satellitenbildern zu programmieren,“ meint Paul Seidler, der dritte Forscher. „Diese Aufnahmen waren aber so teuer, dass wir eine Waldfläche von mindestens fünf Hektar gebraucht hätten, damit der Wald diese aus eigenen Ressourcen hätte finanzieren können.“

Den finanziellen Problemen folgten aber auch technische Fragen. Welche Menge an biobasierten Daten ist notwendig, damit der Wald die ihm inhärenten Ziele erreichen kann? Wie lassen sich diese innerhalb eines dezentralen Netzwerks, also eines Ortes ohne menschliche oder institutionelle Überprüfung, verifizieren? Diesen Detailproblemen geht Terra 0 nun als Forschungsgruppe nach. Aber lässt sich Natur wirklich von einem Algorithmus steuern?

„Tatsächlich ist unser Konzept heute noch nicht in Gänze umzusetzen. Das liegt am technischen Umfeld, aber auch an rechtlichen und moralischen Fragen,“ sagt Kolling. Die technischen Probleme, so glauben er und seine Kollegen, ließen sich lösen, doch was den zweiten Punkt angehe, sei noch viel Überzeugungsarbeit nötig. „Mit dem Konzept eines augmentierten Waldes, der sich selbst verwaltet, provozieren wir eine völlig neue Debatte zwischen naivem Technikglauben und mythischem Naturbegriff.“

Auf der Homepage von Terra 0 wird ein Vers von Richard Brautigan zitiert, der übersetzt etwa so lautet: „Ich träume von kybernetischen Auen, auf denen Säugetiere und Computer in einvernehmlich programmierender Harmonie zusammenleben; gleich purem Wasser, das auf reinen Himmel trifft.“ Brautigans Gedicht war Ausdruck eines biokybernetischen Optimismus, der bis in die Achtziger anhielt, um dann spektakulär zu scheitern. Die damalige Ökologie begriff Natur als ein in sich geschlossenes, stabiles Kreislaufsystem, das sich selbst reguliert und auf ein Gleichgewicht abzielt. Die Idee der Biokybernetiker war es, diese Systeme mithilfe von Computertechnologie virtuell zu simulieren und damit Ökosysteme zu steuern.

Ökosysteme sind hyperkomplex und streben nicht grundsätzlich nach einem Gleichgewicht

„Dahinter stand ein großer Trugschluss„, meint Kolling und erzählt die Geschichte des Systemökologen George van Dyne. Dyne startete in den Siebzigern das Grassland Project, den über zehn Jahre laufenden Versuch, das Ökosystem einer riesigen Wiese kybernetisch darzustellen. Dyne sammelte Unmengen an Daten. Er ließ Felder absaugen, um die Insekten zu zählen. Praktikanten folgten Antilopen, protokollierten jeden Bissen Schachtelhalm und schauten Bisons in den Magen. Doch je mehr Daten Dyne ins System einpflegte, desto chaotischer wurde es.

Das zeigte, dass Ökosysteme hyperkomplex sind und sich nicht vollständig abbilden lassen. Es widerlegte aber auch die unhinterfragte Grundmaxime, dass Ökosysteme nach einem Gleichgewicht streben. Tatsächlich vollzog sich im Anschluss in der Biologie eine kopernikanische Wende. Man interpretierte Ökosysteme nicht länger als geschlossene Kreisläufe, sondern als dynamische Systeme, die permanenten Fluktuationen ausgesetzt sind. Damit war der biokybernetische Traum von einer Natur, die sich durch Computertechnologie regulieren lässt, vorerst gescheitert.

Abseits der Biologie dominiert noch heute dieses Bild einer äquilibristischen Natur. Es ist als Metapher tief eingeschrieben in unsere Kultur. Die Vorstellung der Natur als eines geschlossenen Kreislaufs war so einflussreich, dass die französischen Physiokraten es sogar als Wirtschaftsprinzip auf den Markt übertrugen.

Die Idee eines sich selbstregulierenden Marktes geht zurück auf eine Fehlkonzeption der Natur. Bis heute ist unser geläufiger Naturbegriff von der metaphysischen Annahme geprägt, dass Natur ein harmonisches System sei. Ein System, das der Mensch zerstört. „Deshalb reagieren manche Leute auf unser Projekt richtig aggressiv“, berichtet Kolling. „Wir würden den Wald zwingen, seine eigenen Bäume zu fällen. Das sei unmenschlich. Aber wer ist das, der Wald? Wir haben es hier mit anthropomorphen Zuschreibungen zu tun.“

Das Anthropozän beginnt im Kopf, dort wo die Natur anhand der Schablone des Menschen interpretiert wird: „Hier in Deutschland gilt der Wald als Refugium, als heiliger Ort echter Naturerfahrung. Aber seit dem Entstehen der Forstwissenschaft wurde jedes Stück Wald in Deutschland abgeholzt und neu bepflanzt“, meint Seidler. Ohne Försterei oder aktiven Naturschutz seien die Wälder heute nicht mehr überlebensfähig. „Wenn wir grobe Leitlinien in einem Algorithmus festlegen und dieser versucht, sie immer besser umzusetzen, dann befreien wir den Wald auch von dieser konzeptionellen Überformung.“ Der Natur zu ihrem Recht zu helfen, heißt, ihr eine eigene Stimme zu geben.

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siehe auch „Monsanto-Glyphosat-Dicamba“

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utube.com/watch?v=PyMQ5pt5zig

„Bayer und Monsanto“: „die Saat der Gier“ –  WDR Doku

ab Minuten – 40:55 – „GLYPHOSAT-AB-STIMMUNG“ – „SCHMIDTs-ALLEIN-GANG“ 

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ube.com/watch?v=J3qT9s_gYrE&feature=youtu.be

„David“ versus „MONSANTO“ – „Percy Schmeiser“

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INSEKTEN STERBEN – „die WILD-BIENE“ ///// „Rot-Milan“ und die ?Windkraft? – – – „SEE-ADLER“ ist be-DROHT???!!! ////// „MONO-POLY“ – „MONO-SANTO“ – „MONO-KULTUREN“ ///// „March against Monsanto 19th May 2018“

ube.com/watch?v=OJHQGX5xCuc

„Das leise Sterben der Bienen und Schmetterlinge“ – rbb – Wissen Video ARD Mediathek

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siehe auch „GIFT-SPRÜH-ATTACKE“ in BAYERN GEGEN SCHMETTERLINGE

.com/watch?v=_52mr7sNSlM

„Warum die Insekten sterben“!!! – Faszination Wissen – ganze Sendung „16.5.17“

ab Minuten 7:18 – „NATIONAL-PARK“ – „BAYERISCHER – WALD“

„ARTEN-VIELFALT“ – „ÖKOLOGISCHES-SYSTEM“

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utube.com/watch?v=G2CLhPwtlVw

„Insekten-Sterben“ & „Boden-Leben“ – Die Ursachen und ihre Wirkung

„BODEN-ACKER“: Der SCHADEN der durch „konventionellen ANBAU“ geschaffen wird

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/watch?v=YK2IzE3pql0

„Verbrechen im Namen des Klimas“ – „Climate Crimes“ – Doku deutsch

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be.com/watch?v=YNlUXkMadtM

Bio-Energie: „Die dunkle Wahrheit“

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be.com/watch?v=S-HiSNZlioU

doku –  arte – „die Wahrheit der erneuerbaren Energie“

 

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tube.com/watch?v=ONhY6NEK5qc

Wie gefährlich sind Windkraftanlagen für Vögel und Fledermäuse?

Der „ROT-MILAN“

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ube.com/watch?v=UQcbZI30kqg

„Kielings Wilde Welt“ 1/2 – „Rot-Milan“ und „Windkraft“ – ARTE

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?Natur-ZERSTÖRUNG in GRÜN? – WENN „IRR-SINN“ SEINES-GLEICHEN sucht!!!

https://www.welt.de/debatte/kommentare/plus174940204/Michael-Miersch-Der-oekologische-Pferdefuss-der-Erneuerbaren-Energien.html

Naturzerstörung in Grün

Der ökologische Pferdefuß der Erneuerbaren Energien

Monokultur mit Folgen: In einem Biomassefeld aus Maispflanzen auf der Schwäbischen Alb steht ein Windrad
Monokultur mit Folgen: In einem Biomassefeld aus Maispflanzen steht ein Windrad

Quelle: picture alliance / blickwinkel/W

Mit vielen Milliarden Euro werden in Deutschland seit 1991 Windkraft, Solarenergie und der Anbau von Biogaspflanzen gefördert. Das schien die Lösung zu sein: Saubere Energie, die die Umwelt nicht verschmutzt. Und – was manchen noch wichtiger ist – relativ wenig CO freisetzt, das Gas, das nach Meinung vieler Wissenschaftler Ursache der Klimaerwärmung sein soll.

In Deutschland wird Strom aus Windkraft und Biogasanlagen häufig als „Öko-Strom“, „Bio-Strom“ oder sogar „Natur-Strom“ bezeichnet. Das macht sich gut in den Prospekten der Energieunternehmen. Keine andere Industrie verbraucht jedoch so viel Fläche wie die Erzeuger von „Öko-Strom“…….

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com/watch?v=KYBvSWIlFGI

Michael Miersch: Der ökologische Pferdefuß der Erneuerbaren Energien – WELT

 

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tube.com/watch?v=eXKHjTBYK3M

Aus Mais wird „Bio“ Strom

ab Minuten 14:00 — „MONO-Kulturen“ und die „Biene“ – „Gedanken eines zornigen IMKERS“ –  ab  Minuten –  37:00  „Kultur-Landschaft“ wird STÜCK für STÜCK zerstört

MAIS-MONOKULTUREN – – – MAIS-MONOKULTUREN

MAIS-MONOKULTUREN – – – MAIS-MONOKULTUREN

 

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AUS-SCHLIESSLICH WEGEN MERKEL konnte der „MONSANTO-BAYER-DEAL“ GELINGEN???!!!

DAS „MERKEL-DESASTER“

DIESE PERSON hat KEINEN BEZUG zur ERDE und zur NATUR sie ist „KALT-BLÜTIG“

MERKEL ist EIN VERANTWORTUNGs-loser „LOBBY- BÜTTEL“ für „MONSANTO-BAYER“ – – – DESHALB hat SIE auch „ENT-WARNUNG“ betreffend  „GLYPHOSAT“ gegeben und SCHLEUSST WILLIG jede ZOMBIE-SAAT von MONSATAN nach EUropa

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aus dem TEXT:…. Angela Merkel (CDU) warnte im Bundestag vor dem Bienensterben, das stellvertretend für den nötigen Schutz der Artenvielfalt stehe…. <<<(„WIDER-LICHST“  „SCHEIN-HEILIG“ – GENAUSO KÖNNTE MONSANTO WARNEN – da wäre KEIN UNTERSCHIED?!)>>>>

https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2018-05/bienensterben-honigbienen-deutschland-peter-rosenkranz

Honigbienen: Experten bestreiten Bienensterben in Deutschland

Die Honigbiene sei nicht bedroht, „solange es Imker gibt“, sagen Forscher im ZEITmagazin. Angela Merkel ruft derweil im Bundestag zum Einsatz gegen das Bienensterben auf.
Honigbienen: Sterben die Bienen aus? Führenden Bienenforschern zufolge keineswegs.
Sterben die Bienen aus? Führenden Bienenforschern zufolge keineswegs. © Fabrizio Bensch/Reuters

Führende deutsche Bienenforscher bestreiten, dass es in Deutschland ein Bienensterben gibt. „Die Honigbiene wird das letzte Insekt sein, das ausstirbt„, sagt der Bienenforscher Peter Rosenkranz dem ZEITmagazin. Dem Leiter der Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim zufolge wird die Biene nicht bedroht sein, solange es Imker gibt.

Zwar verendeten im Winter immer wieder Bienenvölker an den Folgen des Befalls mit der Varroamilbe – doch die meisten der Völker seien damit infiziert. Dass die tatsächlichen Verluste in den vergangenen Jahren zugenommen hätten, ist nach Daten des Fachzentrums Bienen und Imkerei in Mayen „statistisch nicht gesichert“.

 

Auch die Bedrohung der Wildbienen schätzen deutsche Forscher weniger dramatisch ein, als häufig angenommen wird. So stünden zwar die Hälfte aller Wildbienenarten auf der Roten Liste, doch von einem Bienensterben könne man auch hier nicht sprechen, sagt der Wildbienenforscher Robert Paxton von der Universität Halle. Dennoch müsse man damit rechnen, dass in den nächsten 25 Jahren ein Drittel der knapp 600 Wildbienenarten in Deutschland aussterben – „wenn wir die ständige Intensivierung der Landnutzung nicht ändern“, sagt Paxton.

Damit stellen sich die Bienenforscher gegen von anderen Experten vertretene Auffassung, wonach die Art in wenigen Jahren ausgestorben sein könnte. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) warnte im Bundestag vor dem Bienensterben, das stellvertretend für den nötigen Schutz der Artenvielfalt stehe. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) rief zum Weltbienentag am 20. Mai alle Ministerien auf, auf ihren Dächern Bienenstöcke aufzustellen.

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siehe auch „Die WILD-BIENE stirbt“

siehe auch GLYPHOSAT in DEUTSCHLAND (ÖSTERREICH)  – CDU/CSU ist SCHULDIG

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https://www.keine-gentechnik.de/nachricht/33162/#gsc.tab=0

EU-Kommission wird drei bienenschädliche Insektengifte verbieten

27.04.2018

Biene
Fleißige Biene im Anflug (Foto: autan/Flickr.com)

UPDATE +++ Die Europäische Kommission wird zum Jahresende drei bienengiftige Insektizidwirkstoffe im Freiland verbieten, teilte eine Sprecherin heute mit. Zuvor hatten die EU-Mitgliedsstaaten mehrheitlich dafür votiert, darunter Deutschland. Ein breites Verbändebündnis und die Grünen fordern, sämtliche sogenannte Neonikotinoide aus der Umwelt zu verbannen.

Die EU-Kommission will den Einsatz der Wirkstoffe Imidacloprid, Clothianidin und Thiamethoxam der Klasse der Neonikotinoide im Freiland komplett untersagen. In Gewächshäusern bleiben sie zugelassen, die dort behandelten Pflanzen dürfen aber später nicht im Freien ausgepflanzt werden, informierte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Die Regelung soll laut EU-Kommission Ende des Jahres in Kraft treten. Danach müssen die Mitgliedsstaaten die Zulassungen von Insektengiften mit diesen Wirkstoffen innerhalb von drei Monaten widerrufen oder entsprechend den neuen Vorgaben ändern. In Deutschland betrifft das laut BVL 14 Pflanzenschutzmittel, mit neun davon wird Zucker- und Futterrübensaatgut behandelt.

Experten zufolge können die drei Neonikotinoide Bienen bereits bei einer niedrigen Dosierung lähmen, töten oder Lernvermögen und Orientierungsfähigkeit beeinträchtigen. „Sie schädigen auch Bodenlebewesen wie Regenwürmer, Ameisen und Springschwänze“, so BUND-Pestizidexpertin Corinna Hölzel. Schon 2013 hatte die Europäische Union ihren Einsatz deshalb eingeschränkt. Nach Informationen des grünen Bundestagsabgeordneten Harald Ebner hat das jedoch nicht dazu geführt, dass weniger Neonikotinoide eingesetzt wurden. Ende Februar 2018 legte die EU-Lebensmittelbehörde EFSA eine neue Bewertung vor, die bestätigte, dass die drei Neonics für Honigbienen, Hummeln und Wildbienen gefährlich sind.

Leif Miller, Geschäftsführer des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) wies darauf hin, dass derzeit EU-weit noch vier weitere Neonikotinoide zugelassen sind, sowie mehrere ähnlich wirkende Insektizide. Umwelt- und Bienenschützer befürchten nun, dass die Landwirte verstärkt auf die verbliebenen Neonikotinoide ausweichen werden, vor allem das häufig verwendete Thiacloprid.Imkermeister Thomas Radetzki von der Aurelia-Stiftung warnt: „Auch wenn Thiacloprid die Bienen nicht direkt tötet, sind die Störungen im Nervensystem für ihr Überleben genauso gefährlich wie bei den Neonikotinoiden, die jetzt verboten werden sollen.“

Ein breites Bündnis von mehr als 40 Umwelt-, Natur- und Tierschutzverbänden fordert daher die gesamte Wirkstoffgruppe EU-weit zu verbieten. Alternativ könnte die Bundesregierung die Neonikotinoide wie Frankreich national verbieten, heißt es in einem Forderungspapier zum Aktionsplan Insektenschutz, das gestern vorgelegt wurde. Ähnlich sieht das der grüne Abgeordnete Harald Ebner: „Wenn Agrarministerin Julia Klöckner ihre Ankündigungen ernst meint, müssen auch alle anderen Neonikotinoide schleunigst vom Markt. Die Zulassung neuer Gifte mit gleicher Wirkungsweise muss gestoppt werden.“ Nur alte Gifte durch ähnliche neue, genauso gefährliche Stoffe zu ersetzten, wäre Etikettenschwindel, kritisiert der Pestizid-Experte.Ferner müsse die Bundesregierung Importe von Saatgut stoppen, das mit nicht zugelassenen Neonikotinoiden behandelt sei.

Doch die Bundeslandwirtschaftsministerin möchte erst einmal den Erfolg feiern: „Heute ist ein guter Tag für den Schutz der Bienen“, sagte Julia Klöckner (CDU). Sie seien wichtig für die Landwirtschaft. Über die Forderung, sämtliche Neonikotinoide zu verbieten, wolle sie nur auf «wissenschaftlicher Grundlage» diskutieren, sagte Klöckner im Bayerischen Rundfunk. Man brauche auch „Erntesicherheit, Nahrungsmittelsicherheit. Und dazu brauchen wir auch die Bekämpfung von Schädlingen.“ [vef]

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Bedrohte Bestäuber : Stirbt die Biene wirklich?

In ihrem Bestand bedroht: Mehr als die Hälfte aller heimischen Bienenarten stehen auf der Roten Liste. Bild: dpa

Plötzlich redet alle Welt vom Bienensterben. Steht es um die Tierchen tatsächlich so schlimm? Ein Faktencheck.

 

Manchmal sind es gerade die einfachen Fragen, auf die es keine einfachen Antworten gibt. Die Frage „Liebst du mich?“ gehört dazu. Da kommen mitunter selbst geübte Rhetoriker ins Schwimmen. Solche tückisch-einfachen Fragen gibt es auch in der Politik („Gehört der Islam zu Deutschland?“). Selbst die angeblich so objektive Welt der Naturwissenschaften hat auf manch einfache Fragen keine eindeutigen Antworten. Ob es den Klimawandel gibt, darüber haben prominente Köpfe quer über alle Kontinente jahrelang erbittert gestritten.

Christoph Schäfer

Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Das gilt auch für eine der aktuell wichtigsten Fragen: Gibt es das Artensterben und insbesondere das Bienensterben wirklich? Volker Mosbrugger, Generaldirektor der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung, antwortete darauf vor zwei Wochen in der F.A.S.: „Wir haben genügend Daten, dass wir zeigen können, dass es das Bienensterben gibt – und auch das Artensterben generell.“ Der Protest ließ nicht lange auf sich warten. Der Chemiekonzern Bayer beispielsweise ließ ausrichten, dass es ein Bienensterben „definitiv nicht“ gebe.

Wie es den Bienen und den Bestäubern im Allgemeinen geht, hat wirtschaftlich große Auswirkungen. Die jährliche Bestäubungsleistung der Insekten wird allein in Deutschland auf zwei bis vier Milliarden Euro geschätzt, weltweit sind es ein paar hundert Milliarden. Umso wichtiger ist die Frage: Gibt es das Artensterben wirklich?

Um unfassbare 76 Prozent zurückgegangen

Spätestens seit Ende vergangenen Jahres muss man wohl sagen: Ja! Im Oktober 2017 nämlich kam eine von Caspar Hallmann von der RadboudUniversität in Nimwegen geleitete und mit Hilfe von ehrenamtlichen Insektenkundlern aus Krefeld vorgenommene Studie zu dem Schluss: Die drastischen Bestandseinbrüche sind real. Die Forscher stellten fest, dass die Biomasse der Fluginsekten in 63 deutschen Schutzgebieten zwischen 1989 und 2016 um unfassbare 76 Prozent zurückgegangen ist. Die Verluste betreffen offenbar die meisten Arten. In der Folge gab es vereinzelt Kritik an der Studie, insgesamt aber bescheinigte ihr die Fachwelt eine sehr hohe Aussagekraft. Auch das Bundesumweltministerium legt sich auf Nachfrage fest: „Sowohl die Gesamtzahl der Insekten als auch die Vielfalt der Insektenarten haben in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland nachweislich abgenommen.“

https://e.infogram.com/e5d0f134-2920-46db-b28d-584ad2f30382?src=embed
Bedrohte Bienenarten in Deutschland
Ausgestorben 39
Vom Aussterben bedroht 31
Stark gefährdet 78
Gefährdet 85
Gefährdet (Ausmaß unbekannt) 34
Extrem selten 24
52,6% der heimischen Bienenarten stehen auf der Roten Liste
Grafik: F.A.Z. / Quellen:  Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen; Bundesamt für Naturschutz

Die speziellere Frage, ob es auch das Bienensterben gibt, ist schwieriger zu beantworten, weil es die eine Biene nicht gibt. Die meisten Deutschen denken unwillkürlich nur an die Honigbienen, die von Imkern gehalten werden. Die Gattung der Honigbiene umfasst sieben bis zwölf staatenbildende Arten, für die Imkerei ist die Westliche Honigbiene allerdings die bedeutendste. Doch Honigbienen sind nur ein Teil des Spektrums. Laut dem Naturschutzbund Deutschland leben in Deutschland nämlich einige hundert Bienenarten und auch jede Menge Hummeln und Wespen. Unter ihnen stellt die Honigbiene eigentlich eine Ausnahme dar, denn sie lebt und überwintert als Volk und vermehrt sich durch Volksteilung, das sogenannte Schwärmen. Die meisten Bienenarten aber leben alleine. Es sind solitäre Bienen beziehungsweise Wespen, von denen nur die Weibchen Nestbau und Brutpflege betreiben. Sie legen ihre Eier in der Erde oder in Ritzen von Holz oder Lehm ab.

Ein generelles, weltweites und alle Arten betreffendes Bienensterben kann es aber allein schon deshalb nicht geben, weil die Zahl der Honigbienen signifikant steigt. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) zählte im Jahr 1961, dem ersten Jahr ihrer Erhebung, lediglich 49 Millionen kommerzielle Bienenstöcke auf der Welt. Im Jahr 2016 waren es mit 90 Millionen schon fast doppelt so viele.

„Honigbienen sind im Grunde genommen Haustiere“

Das liegt vor allem an der Entwicklung in Asien, wo sich die Zahl der Honigbienen-Völker auf 42 Millionen vervierfacht hat. Auch in Südamerika (plus 311 Prozent) und in Afrika (plus 150 Prozent) ging es rasant aufwärts. Selbst in China, das für seine schlechten Umweltschutzstandards bekannt ist, hat sich die Zahl der Honigbienen fast verdreifacht.

Geradezu gegenteilig verlief die Entwicklung in vielen westlichen Ländern. In Nordamerika brach die Zahl der Bienenstöcke um 40 Prozent ein, in Europa um 13 Prozent. In Deutschland lebten nach Angaben des Deutschen Imkerbundes Ende vergangenen Jahres etwa 766.000 von Menschen gehaltene Bienenvölker. Das sind 23 Prozent kommerzielle Bienenstöcke mehr als vier Jahre zuvor, nach Angaben der FAO aber waren es Anfang der 60er noch fast dreimal mehr.

Mit Umwelteinflüssen hat das zunächst einmal nichts zu tun, dafür umso mehr mit der Zahl der Imker. „Honigbienen sind im Grunde genommen Haustiere, sie werden von Menschen gehegt und gepflegt“, sagt Stefanie Hahn vom Institut für Bienenschutz am Julius Kühn-Institut in Quedlinburg. Genauso wie Kühe und Schweine gelten Honigbienen als Nutztiere, daher fällt ihr Wohlergehen in Deutschland in den Bereich des Landwirtschaftsministeriums. Deshalb war es nicht etwa die neue Umweltministerin Svenja Schulze (SPD), sondern die neue Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, die in ihrer Antrittsrede im Bundestag die Bienen als „systemrelevant“ bezeichnete. In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung legte die CDU-Politikerin nach: „Für mich ist klar: Was der Biene schadet, muss vom Markt.“

Bei den Wildbienen sieht es ganz anders aus

Aus der steigenden Zahl der von Menschen gehaltenen Honigbienen kann man aber keinesfalls schließen, dass es den Bienen auch gutgeht. Wenn in Deutschland mehr Hühner gehalten werden, heißt das ja auch nicht, dass die Hühner in einer besseren Umwelt leben und sich deshalb glücklich vermehren. Es bedeutet schlicht und einfach nur, dass es mehr Hühnerhalter gibt.

Senckenberg-Chef Mosbrugger sieht die Vermehrung der Honigbienen zum Teil sogar als Warnsignal: „Die natürliche Bestäubung hat nachgelassen. Deswegen gehen Obstbauern mit großen Plantagen dazu über, sich Bienen zu halten. Die machen das ja nicht wegen dem Honig, sondern weil sie Bestäuber brauchen.“ Diese Lesart würde erklären, warum die Honigbiene gerade in Umweltsünder-Staaten wie China auf dem Vormarsch ist.

Ganz anders sieht es bei den Wildbienen aus, ihre Zahl nimmt ab. Den stärksten Beweis dafür liefert die vom Bundesamt für Naturschutz veröffentlichte „Rote Liste und Gesamtartenliste der Bienen Deutschlands“. Solche Roten Listen haben in Deutschland den Status von Sachverständigengutachten, sie dienen dem Gesetzgeber und den Behörden als Informationsquelle für ihre Umweltpolitik. Mit Blick auf die Bienen fällt die Rote Liste eindeutig aus: Sie vermerkt 39 heimische Arten als in Deutschland ausgestorben oder verschollen, 31 sind vom Aussterben bedroht, 78 Arten gelten als stark gefährdet, 85 als gefährdet. Weitere 34 Bienenarten sind gefährdet, die Wissenschaftler wissen aber nicht, wie stark genau. Nochmal 24 Arten gelten als extrem selten. Insgesamt stehen damit mehr als die Hälfte (52,6 Prozent) aller heimischen Bienenarten auf der Roten Liste und sind damit mehr oder weniger in ihrem Bestand bedroht. Langfristig gesehen stehen 233 Arten, die abgenommen haben, nur fünf Arten gegenüber, die zugenommen haben.

„Die Ursachen der Gefährdung so vieler Arten sind zwar vielfältig, jedoch stets in immer intensiveren Eingriffen des Menschen in natürliche Kulturökosysteme zu suchen“, schreiben die Autoren. Insbesondere die Zerstörung der Nistplätze und die Vernichtung des Nahrungsangebots sei dafür verantwortlich. Während die kleinbäuerliche Landwirtschaft für Vielfalt gesorgt und damit unzähligen Bienenarten ein Auskommen ermöglicht habe, sei die industrielle Landwirtschaft die Hauptursache für den Rückgang.

Zu ähnlich alarmierenden Ergebnissen kommt auch der jüngste Report des Weltbiodiversitätsrates IPBES und das in Arizona beheimatete Zentrum für Biologische Vielfalt (Center for Biological Diversity). In dessen Analyse „Bestäuber in Gefahr“ vom Februar dieses Jahres steht, dass mehr als die Hälfte aller in Nordamerika heimischen Bienenarten zurückgehe, jede vierte Art sei gefährdet oder gar vom Aussterben bedroht. Verantwortlich dafür machen die Autoren ebenfalls den Verlust an natürlichen Lebensräumen, den Klimawandel und Pestizide, die Bauern zu oft, zu intensiv oder gar verbotenerweise in ihren Feldern einsetzen.

Was bleibt? Der Vorwurf, dass Umweltschützer alarmierende Berichte schreiben, um ihre eigenen Jobs zu retten und sich wichtig zu machen, lässt sich weder belegen noch widerlegen. Auch sind sich alle Forscher einig, dass es mehr Grundlagenforschung braucht und die Zahl der Insekten an mehr Stellen exakt beobachtet werden muss. Aber eines hat unser Faktencheck als Merksatz klar ergeben: Die Honigbiene lebt, aber die viel zahlreichere Wildbiene stirbt leider.

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http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/tiere/bienen-sterben-eine-gefahr-fuers-bruttosozialprodukt-15511262.html?premium

Artikel Bienensterben : „Das Artensterben kostet drei Billionen Euro“

Die westliche Honigbiene: Apis mellifera. Bild: dpa

Der Biologe Volker Mosbrugger über den Tod der Honigbiene, die Folgen für das Bruttosozialprodukt. Und warum Gartenbesitzer nicht so oft mähen sollten.

Herr Mosbrugger, früher redeten alle vom Waldsterben, heute vom Bienensterben. Das Waldsterben fand nie statt, wie ist es mit dem Bienensterben?

Christoph Schäfer

Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Wir haben genügend Daten, dass wir zeigen können, dass es das Bienensterben gibt – und auch das Artensterben generell. Wissenschaftler vom SenckenbergForschungsinstitut haben zum Beispiel herausgefunden, dass in den letzten zweihundert Jahren jede vierte einheimische Pflanzenart in Frankfurt verschwunden ist. Andere Senckenberg-Kollegen haben gezeigt, dass an Trockenhängen in der Nähe von Regensburg in den letzten 150 Jahren etwa jede dritte Schmetterlingsart nicht mehr vorkommt. Das sind so die Größenordnungen des Artenverlustes, die wir an ganz vielen Stellen sehen.

Das Artensterben ist also definitiv kein Medienphänomen und keine Hysterie?

Nein, ganz im Gegenteil: Wir Wissenschaftler haben schon sehr viel länger gemahnt, das Problem wird aber erst jetzt zunehmend ernst genommen. Man sieht und fühlt es ja auch, jeder kann es beobachten: Wenn Sie früher mit dem Auto durch die Landschaft fuhren, war die Autoscheibe immer voller toter Insekten. Das gibt es heute nicht mehr. Wenn Sie heute rausgehen in die Natur, dann ist die relativ still. Früher hat es gezirpt und gezwitschert. Heute ist es viel ruhiger geworden, weil es viel weniger Insekten und Vögel gibt. Das Phänomen hat auch schon einen Namen: „Der stumme Frühling“.

Wer ist daran schuld?

Bei uns in Europa ist es ganz wesentlich die Landwirtschaft. Es gibt fast keine Feldränder mehr, die Bauern pflügen bis an den Rand. Sie bauen große Monokulturen an und lassen kaum noch eine natürliche Vielfalt an Pflanzen zu, die als Nahrung für die Insekten und andere Tiere wichtig sind. Außerdem bringen sie zu viele Schadstoffe wie Insektizide und Glyphosat auf die Felder und übernutzen die Böden, statt sie nachhaltig zu bewirtschaften. Die Landwirtschaft ernährt uns, aber sie zerstört auch die Lebensgrundlage vieler Tiere und Pflanzen, gerade auch von Insekten.

Woran liegt es noch?

Auch durch den Klimawandel verschwinden viele Arten, vor allem die kälteliebenden. Und bei der Honigbiene spielt eine bestimmte Milbenart eine wichtige Rolle, die Varroa, die die Bienenbestände reduziert.

Angenommen, es gibt auf der Erde keine Honigbienen mehr. Was passiert dann?

Es kommt nicht nur auf unsere domestizierten Honigbienen an, sondern auf die Bestäuber insgesamt. Die Honigbiene ist ja nicht die einzige Bestäuberin. Allein in Deutschland gibt es mehrere hundert Bienenarten, hinzu kommen Schmetterlinge, Fliegen, ein ganzes Spektrum an Insekten, die Pflanzen bestäuben. Das Problem ist, dass die Vielfalt der Bestäuber insgesamt deutlich zurückgegangen ist.

Wie sähe eine Welt ohne Bestäuber aus?

Die Pflanzen, die von einer Bestäubung abhängen, würden stark zurückgehen. Das träfe vor allem die Vitaminlieferanten, die beispielsweise Äpfel, Birnen oder Kirschen wachsen lassen. Die Kohlehydratlieferanten wie Weizen, Reis und Mais hätten kein allzu großes Problem; die werden vom Wind bestäubt, da sind Insekten nicht so wichtig.

Man kann auch per Hand bestäuben, in China in der Provinz Sichuan wird das schon gemacht.

Genau da ist der Punkt, wo es spannend wird: Macht es wirklich Sinn, die natürlichen Dienstleister zum Aussterben zu bringen? Da kann man doch besser gleich sagen: Lass sie weiter ihren Job machen, dafür bezahle ich ja nichts. Man kann sogar ausrechnen, was die sogenannten Ökosystem-Dienstleistungen wert sind. Die jährliche Bestäubungsleistung der Insekten etwa wird allein in Deutschland auf zwei bis vier Milliarden Euro geschätzt, weltweit sind es ein paar hundert Milliarden Euro.

Wie lässt sich so etwas denn ausrechnen?

Wenn die kostenfreie Dienstleistung der Natur wegfällt, muss der Bauer sie ersetzen. In China muss er dann Menschen fürs Bestäuben bezahlen. Das lohnt sich aber nur in Ländern, in denen die Arbeitskraft extrem preisgünstig ist. Im Hochlohnland Amerika hingegen hat sich rund um die Honigbiene eine richtige Industrie entwickelt. Da gibt es riesige Lastwagen voll mit Bienenkörben, die ich buchen kann. Da rufen die Bauern den Vermieter der Bienen an und sagen ihm: Meine Mandelbäume blühen von dann bis dann, da brauche ich zwei Trucks Bienen von dir. Dann stellt der seine Bienen vier Wochen hin und fährt dann weiter zum nächsten. Da überlege ich mir doch lieber vorher eine gescheite Landwirtschaft, die das Bestäuben von Haus aus macht.

Wo leistet uns die Natur noch gute Dienste, um die wir uns sonst selbst kümmern müssten?

Wenn ich speziell auf die belebte Natur blicke, dann unterscheidet man häufig vier Typen von ÖkosystemDienstleistungen. Da gibt es erstens die sogenannten „unterstützenden Dienstleistungen“ wie die Photosynthese und die Bodenbildung. Zweitens die „versorgenden Dienstleistungen“. Dazu zählen etwa Früchte oder Brennholz, die wir direkt aus der Natur entnehmen.

Und die beiden anderen?

Die dritte Gruppe sind die „regulierenden Dienstleistungen“. Die Natur regelt zum Beispiel den Wasserkreislauf: Wenn es regnet, kommt es nicht gleich zu Überflutungen, weil das Wasser im Boden, in den Wurzeln und in den Pflanzen gespeichert wird. Viertens geht es um kulturelle Werte. Stellen Sie sich vor, ich würde in Frankfurt alle Bäume fällen. Wer würde dann dort noch leben wollen? Deshalb sollte ich schon jetzt fragen: „Wie viel sind Sie bereit, für die Bäume in Frankfurt zu zahlen?“ Und dann sehen Sie: Auch bei uns hat die Natur einen hohen kulturellen Wert.

Hat jemand mal versucht, all diese Leistungen der Natur zu berechnen?

Einen Teil dieser ÖkosystemDienstleistungen können Sie quantifizieren. Eine Gruppe Wissenschaftler kam auf einen Wert von etwa 125 Billionen Dollar im Jahr. Das globale Bruttoinlandsprodukt beträgt jährlich 80 Billionen Dollar. Die Natur erwirtschaftet also mehr als alle Menschen zusammen. Es gibt auch Berechnungen, wonach uns das Artensterben derzeit gut drei Billionen Euro im Jahr kostet.

Volker Mosbrugger, 64, ist Generaldirektor der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung in Frankfurt.
Volker Mosbrugger, 64, ist Generaldirektor der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung in Frankfurt. : Bild: Victor Hedwig

Wo ist der Schaden, wenn ich statt tausend Insektenarten nur noch 980 habe?

Der wirtschaftliche Schaden entsteht immer da, wo bestimmte Dienstleistungen der Natur wegfallen, die wir technisch ersetzen müssen. Der Landwirt braucht dann eben mehr Chemikalien oder muss den Bienenlaster anmieten. Tatsächlich wissen wir aber in den meisten Fällen noch nicht, welche ganz konkreten Konsequenzen das Artensterben hat. Das ist, wie wenn Sie als Laie willkürlich irgendwelche Teile aus einem Motor rausziehen. Vielleicht haben Sie zehnmal Glück und merken keinen Unterschied, weil es unwichtige Teile waren. Beim elften Mal aber bleibt das Auto stehen. Genau das passiert gerade in der Natur: Wir nehmen einzelne Arten heraus, und es passiert erst mal nicht dramatisch viel, weil es Redundanzen im System gibt. Fällt die eine Bienenart weg, können andere den Job übernehmen. Aber irgendwann funktioniert das ganze System nicht mehr.

Was kann die Politik tun, um das Artensterben aufzuhalten?

In unseren Breiten müssen wir sicherstellen, dass mehr natürliche Vielfalt möglich wird, die Landwirte etwa mehr Feldränder und Hecken stehenlassen. Außerdem müssen wir Teile unseres Waldes wieder zu einem Urwald werden lassen und auch mehr natürliche Vielfalt in die Städte bringen. Das Wichtigste aber ist, die Natur dort zu erhalten, wo sie noch vorhanden ist. Das gilt insbesondere für den extrem artenreichen Regenwald oder auch die Riffe. Bei uns in Europa ist es dafür zu spät, richtig ursprüngliche Natur gibt es hier so gut wie nicht mehr.

Wie bitte? In Deutschland gibt es doch wahnsinnig viel Waldfläche.

Unsere Wälder sind doch Gärten! Das ist kein wilder Wald, da ist nichts natürlich.

So ein deutscher Mischwald kommt mir sehr natürlich vor…

Ne, ne, ne! Das ist alles Forst, mal mehr, mal weniger naturnah. Unsere deutschen Wälder sind nicht so viel anders als der Palmengarten in Frankfurt. Der ist so gebaut, dass Sie schöne bunte Blumen sehen. Unsere Wälder sind so gebaut, dass die Forstwirte viel Holz bekommen. Beides sind aber letztlich menschengemachte Gärten. Schon die Römer haben den Taunus abgeholzt, wir haben ihn wieder aufgeforstet.

In Vorträgen sagen Sie, das Artensterben sei ein viel größeres Problem als der Klimawandel. Inwiefern?

Beim Klimawandel denken wir derzeit über Mechanismen nach, wie wir Kohlendioxid wieder aus der Atmosphäre herausholen können. Bei der Biodiversität haben wir keine Chance, etwas zurückzuholen. Wenn eine Art weg ist, ist sie weg.

Können unsere Zoos nicht verhindern, dass eine Art ausstirbt?

Wie viele Arten leben schon in einem Zoo? Der Frankfurter Zoo beherbergt etwa 450 Arten. Und dann nehmen Sie alle anderen Arten in den verschiedenen Zoos der Welt hinzu. Dann kommen Sie vielleicht auf ein paar tausend. Aber wir haben zehn Millionen Arten auf der Erde. Der Zoo als Arche-Prinzip funktioniert dafür nicht.

Wird die neue Regierung etwas für die Artenvielfalt tun?

In den Koalitionsverhandlungen war viel von befristeten Arbeitsverträgen und dem Soli die Rede. Die Natur ist der Politik noch nicht wichtig genug, sie muss das Thema ernster nehmen und die Systemforschung stärken. Erfreulicherweise finden sich dazu jetzt in dem Koalitionsvertrag einige Stichworte, wie Erdsystemforschung, Meeresforschung, Insektensterben und Biodiversitäts-Monitoring.

Sie wollen mehr Geld.

Mehr Geld ist immer gut. Aber wir können uns auch bei den Ausgaben fokussieren. Jedes Jahr gehen riesige Summen in die Volksgesundheit. Ich sage: Das Thema Naturforschung ist für unsere Zukunft genauso wichtig wie die Volksgesundheit. Da haben wir noch nicht den richtigen Proporz gefunden.

Kann ich als Privatmann etwas tun, um das Artensterben ein kleines bisschen aufzuhalten?

Kaufen Sie BioLebensmittel, das ist eine gute Tat. Eine andere: Wenn Sie einen Garten haben, machen Sie keinen Steingarten daraus. Und legen Sie auch keinen Golfrasen an, sondern lassen Sie eine Wiese wachsen. Spritzen Sie nicht alles weg, und lassen Sie mal ein bisschen Wildnis zu! Mähen Sie nur zwei– oder dreimal im Jahr, nicht jede Woche. Dann haben Sie nicht nur diesen Golfrasen. Sie bekommen dann eine richtig bunte Wiese mit Blumen in allen Farben und ganz vielen Schmetterlingen darauf.

Aber das Gras wird kniehoch. Meine Kinder, die Fußball spielen wollen, werden sich da bedanken!

Einen Tod stirbt man.

Hm. Was kann ich sonst noch tun?

Wenn Sie ein Haus bauen, denken Sie über ein begrüntes Dach nach. Und erziehen Sie Ihre Kinder so, dass sie in der Natur einen Wert sehen. Geben Sie beispielsweise im Frühjahr jedem Kind einen großen Blumenkübel und eine Kürbispflanze. Das ist wirklich super! Die Kinder lernen dann, Verantwortung für ihre Pflanze zu übernehmen und wie die Natur funktioniert.

Derzeit sind gleich drei Naturbücher in den Bestsellerlisten: „Die Geschichte der Bienen“, „Das geheime Netzwerk der Natur“ und „Das geheime Leben der Bäume“. Ist das esoterischer Quatsch, oder helfen solche Bücher weiter?

Die beiden Bücher über die Bäume und die Bienen haben einen soliden wissenschaftlichen Hintergrund. Natürlich geht das auch in den esoterischen Bereich, wenn ich mit einem Baum rede. Ich glaube aber trotzdem, dass diese Bücher helfen, ein Gefühl für die Bedeutung der Natur zu bekommen. Wenn Sie sich den Kölner Dom anschauen, da geht auch jeder mit einer anderen Empfindung dran: Der Architekt interessiert sich für die Statik, der Historiker für die Geschichte, der dritte sucht Spiritualität. Ich als Naturwissenschaftler gehe an Natur rationaler heran, empfindsamere Seelen reden eben mit den Bäumen. Das ist alles ganz normal und in Ordnung.

Das Gespräch führte Christoph Schäfer.

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siehe auch „EPI-GENETIK“  – „CRISPR -CAS“ – „GEN-SCHERE“

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aus dem TEXT:. Die NTP-Forscher hatten verschiedene menschliche Zell-Linien mit Glyphosat alleine und als Vergleich dazu mit fertigen Pestizidmischungen wie Roundup behandelt. Dabei zeigte sich, dass die Pestizidmischungen weitaus mehr oxidativen Stress in den Zellen auslösten und sogar Zellen abtöteten, während Glyphosat alleine kaum Effekte auslöste. Die Mischungen seien bis zu 1000-fach potenter gewesen, heißt es in der Untersuchung...

siehe auch „ROUNDup-GLYPHOSAT“ – „Die Formulierung ist das GIFT“- Polyoxyethylenamine (POEA)

aus dem TEXT:..Die Ergebnisse des NTP könnten auch Folgen für die Neuzulassung glyphosathaltiger Pestizide in Deutschland haben. Nachdem die EU den Wirkstoff GLYPHOSAT für weitere fünf Jahre zugelassen hat !!!??? muss nun das „Bundesamt“ für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) entscheiden, ob es <<<<<<<36 glyphosathaltige Spritzmittel in der Bundesrepublik neu zulässt>>>>>>>>>>???!!!….

https://www.keine-gentechnik.de/nachricht/33204/#gsc.tab=0

Glyphosat: Die Mischung macht das Gift

14.05.2018

Gebrauchsfertige Pestizidmischungen mit Glyphosat sind für menschliche Zellen weitaus giftiger als Glyphosat als isolierter Wirkstoff. Das zeigen Forschungsergebnisse des US-Gesundheitsministeriums.

Das National Toxicology Programm (NTP) des US-Gesundheitsministeriums vergleicht derzeit die Wirkungen von Glyphosat als isolierter Substanz mit Pestizidmischungen, die neben Glyphosat auch Chemikalien enthalten, die dafür sorgen, dass sich der Wirkstoff gut auf der Blattoberfäche verteilt und in das Blatt einzieht. Erste Ergebnisse dieser Untersuchungen hat die Organisation U.S. Right to Know veröffentlicht. Die NTP-Forscher hatten verschiedene menschliche Zell-Linien mit Glyphosat alleine und als Vergleich dazu mit fertigen Pestizidmischungen wie Roundup behandelt. Dabei zeigte sich, dass die Pestizidmischungen weitaus mehr oxidativen Stress in den Zellen auslösten und sogar Zellen abtöteten, während Glyphosat alleine kaum Effekte auslöste. Die Mischungen seien bis zu 1000-fach potenter gewesen, heißt es in der Untersuchung. Diese ersten Ergebnisse belegten allerdings nicht, dass die Mischungen Krebs oder andere Krankheiten verursachen würden, schränkte Mike DeVito, der Leiter des NTP-Fotschungsprogramms, gegenüber der britischen Tageszeitung „The Guardian“ ein. Um das festzustellen, seien weitere Untersuchungen notwendig.

Erschwert werden diese dadurch, dass der amerikanische Hersteller Monsanto die genaue Zusammensetzung seiner Pestizide nicht offenlegt. „Wir kennen die Rezepturen nicht, das sind Geschäftsgeheimnisse“, erklärte DeVito dem Guardian. Eine ebenfalls von US Right to Know veröffentlichte Zusammenfassung eines Treffens von Mitarbeitern der US-Umweltbehörde EPA und Monsanto im Frühjahr 2016 legt nahe, dass auch die Behörde keine Daten über Monsantos Pestizidmischungen hat. Man sei an jeglichen Informationen interessiert, die Monsanto über Unterschiede zwischen Wirkstoff und Pestizidmischung habe, heißt es darin.

The Guardian wirft die Frage auf, ob Monsanto selbst jemals die Giftigkeit der fertigen Mischungen untersucht hat und verweist auf interne MonsantoEmails aus den Jahren 2003 und 2010. In ihnen schrieben Mitarbeiter des Konzerns, dass fertige Pestizide nicht auf ihre krebserzeugende Wirkung hin überprüft worden seien.

Die Ergebnisse des NTP könnten auch Folgen für die Neuzulassung glyphosathaltiger Pestizide in Deutschland haben. Nachdem die EU den Wirkstoff Gyphosat für weitere fünf Jahre zugelassen hat, muss nun das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) entscheiden, ob es 36 glyphosathaltige Spritzmittel in der Bundesrepublik neu zulässt. Das BVL selbst schreibt, dass ein Antragsteller mit dem Zulassungsantrag für ein Pflanzenschutzmittel alle Einzelheiten der Rezeptur mitteilen müsse. Bei der Zulassung eines Pflanzenschutzmittels werde auch geprüft, ob Beistoffe wie Lösungsmittel, Emulgatoren, Trägerstoffe, Farbstoffe oder Treibgase bedenklich hinsichtlich der Gesundheit oder Umwelt seien. „Grundlage für die Bewertung sind zunächst die vorhandenen Daten und Informationen“. Weiterhin müssten bestimmte toxikologische und ökotoxikologische Studien mit dem Pflanzenschutzmittel durchgeführt werden. „Wenn Fragen offen bleiben, können die Behörden auch gezielt bestimmte Studien mit einzelnen Beistoffen verlangen.“ Bereits Anfang des Jahres hatte eine französische Studie gezeigt, dass glyphosathaltige Pestizide giftiger auf Zellen wirkten als Glyphosat alleine. [lf]

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.com/watch?v=moHLr1qPY1E

„Titus Frost“ – March Against Monsanto 2018 – Why Big Pharma Is Killing Us All Slowly

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https://www.march-against-monsanto.com/

https://www.march-against-monsanto.com/wp-content/uploads/2018/04/31100365_10155488576588601_4813000064827916288_n-1.png

 

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