MONSANTO: Ein SCHRECKEN ohne ENDE!!! – – – BAYER-MONSATAN im „STURZ-FLUG“ – – – „Bayer“ drohen „böse ÜBERRASCHUNGEN“ wegen „MONSANTO“: so der ANWALT – ERST ein kleiner Teil der relevanten „Monsanto-DOKUMENTE“ konnten verwendet werden und diese seien noch nicht einmal die BRISANTESTEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!! //// ?DICAMBA? ////// einseitige „MEDIEN-BERICHT-ERSTATTUNG“ ///// WAS haben die GRÜNEN mit der „VOGEL-VERTREIBUNG“ zu tun???!!!??!! //// „BRAND-STIFTUNG“

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https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/08/23/bayer-drohen-boese-ueberraschungen-wegen-monsanto/

Bayer drohen „böse Überraschungen“ wegen Monsanto

Bayer drohen nach Ansicht eines Anwalts von US-Klägern böse Überraschungen wegen des Pestizids Glyphosat.

Die Verpackung eines Unkrautvernichtungsmittels, das den Wirkstoff Glyphosat enthält. (Foto: dpa)

Die Verpackung eines Unkrautvernichtungsmittels, das den Wirkstoff Glyphosat enthält. (Foto: dpa)

Der US-Agrarkonzern Monsanto hätte die Verurteilung zu der hohen Millionenentschädigung wegen seines Pflanzenschutzmittels Glyphosat einem Bericht zufolge abwenden können. Monsanto habe ein Angebot ausgeschlagen, den Rechtsstreit für sechs Millionen Dollar (5,2 Millionen Euro) beizulegen, sagte der Klägeranwalt Brent Wisner der FAZ. Stattdessen hatte ein US-Gericht Monsanto kürzlich zur Zahlung von fast 290 Millionen Dollar Schmerzensgeld verurteilt.

Die Geschworenen in San Francisco begründeten das Urteil mit dem Versäumnis von Monsanto, den Kläger vor dem Krebsrisiko durch das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat zu warnen. Der Mann erkrankte unheilbar an Lymphdrüsenkrebs.

Wisner sagte, seitdem habe seine Kanzlei mehrere hundert weitere Anfragen erhalten. Er vertrete bereits 800 Menschen, die Monsantos Glyphosat-Produkte für Gesundheitsprobleme verantwortlich machen.

Bayer müsse sich noch auf „böse Überraschungen“ einstellen, sagte der Anwalt. Denn aus verfahrenstechnischen Gründen habe er bei dem abgelaufenen Prozess erst einen kleinen Teil der relevanten Monsanto-Dokumente verwenden können, und dies seien noch nicht einmal die brisantesten.

 

Seit Juni gehört Monsanto zum deutschen Chemieriesen Bayer. Durch die Übernahme im Umfang von 63 Milliarden Dollar will Bayer zum weltgrößten Anbieter von Pestiziden und Saatgut aufsteigen. Nach dem Glyphosat-Urteil hatte die Bayer-Aktie deutlich nachgegeben, da Anleger eine Signalwirkung für weitere Verfahren fürchteten.

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https://magazin.spiegel.de/SP/2018/34/158957327/index.html?utm_source=spon&utm_campaign=centerpage

 

»Gift in der Geschichte«

Konzerne
Die Verfahren gegen den Agrarmulti Monsanto werden sich häufen, sagt der Klägeranwalt Brent Wisner. Der Bayer-Konzern, der Monsanto gerade übernommen hat, habe das unterschätzt.
Ju­rist Wis­ner »Ihr Ruf ist den Ma­na­gern völ­lig egal«

Ver­gan­ge­ne Wo­che erstritt Wis­ner, 34, für sei­nen Kli­en­ten, den Krebs­pa­ti­en­ten De­way­ne John­son, ein bahn­bre­chen­des Ur­teil: Zum ers­ten Mal wur­de Mons­an­to we­gen an­geb­lich ver­schlei­er­ter Ri­si­ken sei­nes Un­kraut­ver­nichters Gly­pho­sat ver­ur­teilt. 289 Mil­lio­nen Dol­lar Scha­dens­er­satz muss das Un­ter­neh­men nun an den Klä­ger zah­len, so das Ur­teil des Ge­schwo­re­nen­ge­richts in San Fran­cis­co. Mons­an­to habe nicht aus­rei­chend vor den Ri­si­ken sei­nes Pro­dukts »Round Up« ge­warnt, das der Klä­ger als Haus­meis­ter ei­nes Schul­be­zirks oft aus­brach­te. Mons­an­to, seit Kur­zem Toch­ter des deut­schen Bay­er-Kon­zerns, be­strei­tet ei­nen Zu­sam­men­hang zwi­schen dem Pro­dukt und der Er­kran­kung.

SPIEGEL: Herr Wis­ner, die Ju­ris­ten Ih­rer Kanz­lei gel­ten als Ver­brau­cher­an­wäl­te, sie ge­hen ge­gen Phar­ma­kon­zer­ne und re­ni­ten­te Flug­ge­sell­schaf­ten vor. Seit wann ha­ben Sie Mons­an­to auf dem Schirm?

Wis­ner: Das liegt bei mir ein biss­chen im Blut. Schon mein Va­ter hat­te ei­nen skep­ti­schen Blick auf Pes­ti­zi­de. Er ver­netz­te sich mit Land­wir­ten und wur­de zu ei­nem Ak­ti­vis­ten ge­gen das gan­ze Che­mie­zeugs. Vor zwei­ein­halb Jah­ren be­ka­men wir dann ei­nen An­ruf von Teri Mc­Call, der Wit­we ei­nes Far­mers, der an Krebs ge­stor­ben war und über 30 Jah­re mit Mons­an­to-Pro­duk­ten ge­ar­bei­tet hat­te. Das war der Aus­lö­ser für un­se­re Re­cher­chen. In die­sem Som­mer kam auch De­way­ne John­son zu uns.

SPIEGEL: Seit Jahr­zehn­ten wird über die Ge­fahr von Mons­an­to-Pro­duk­ten dis­ku­tiert. War­um hat es so lan­ge ge­dau­ert, bis ein Ge­richt sich der Fra­ge an­ge­nom­men hat?

Wis­ner: Da­für gibt es meh­re­re Grün­de. Am wich­tigs­ten war wohl die Ein­stu­fung der In­ter­na­tio­na­len Agen­tur für Krebs­for­schung, ei­ner WHO-Toch­ter. Die be­wer­te­te Gly­pho­sat An­fang 2015 als »wahr­schein­lich krebs­er­re­gend«, wor­auf der Mons­an­to-Chef von »Drecks­for­schung« sprach. Doch nie­mand hat­te vor­her so viel zu­sam­men­ge­tra­gen, so tief da rein­ge­guckt. Das war ein Weck­ruf.

SPIEGEL: Wel­chen An­teil hat Mons­an­to dar­an, dass es erst jetzt zu ei­nem Ur­teil kam?

Wis­ner: Ei­nen gro­ßen! Mons­an­to hat ein in­ter­nes Pro­gramm, es heißt »Let not­hing go«. Der Zweck die­ses Pro­gramms ist es, Wis­sen­schaft­ler zu at­ta­ckie­ren, die sich kri­tisch über Mons­an­to-Pro­duk­te äu­ßern. Wohl­ge­merkt: Sie ge­hen di­rekt die Leu­te an, die Men­schen, dis­kre­di­tie­ren sie, auch durch Drit­te, die sie be­zah­len.

SPIEGEL: Gibt es wei­te­re der­ar­ti­ge PRStra­te­gi­en?

Wis­ner: Ein an­de­res Pro­gramm heißt »Free­dom to ope­ra­te«. Zweck ist es, al­les aus­zu­schal­ten, was den Ver­kauf ih­rer Pro­duk­te stö­ren könn­te – Ge­set­ze, wis­sen­schaft­li­che Ar­ti­kel, sie ma­chen ge­gen al­les mo­bil. Dazu wer­den auch so­ge­nann­te Miet­mäu­ler en­ga­giert, Wis­sen­schaft­ler, die Mons­an­to für ih­ren Op­por­tu­nis­mus be­zahlt. Die­se Pro­gram­me spie­geln eine Un­ter­neh­mens­kul­tur, die kei­ner­lei In­ter­es­se an öf­fent­li­cher Ge­sund­heit er­ken­nen lässt, son­dern nur an Pro­fit.

SPIEGEL: Mons­an­to be­strei­tet ja wei­ter­hin, Ein­fluss auf die Wis­sen­schaft ge­nom­men zu ha­ben – was gab bei den Ge­schwo­re­nen den Aus­schlag für das Ur­teil?

Wis­ner: Die wis­sen­schaft­li­che Er­kennt­nis selbst, glau­be ich. Die zwölf Ge­schwo­re­nen wa­ren ja kei­ne Leicht­ge­wich­te. Es war eine Mo­le­ku­lar­bio­lo­gin dar­un­ter, ein Um­welt­in­ge­nieur, ein An­walt. Kol­le­gen sag­ten mir: »Pass auf, Brent, so viel In­tel­li­genz kann auch hin­der­lich sein.« Ich war mir aber si­cher, dass die kri­ti­schen Stu­di­en, die ja zum Teil un­ter­drückt wor­den wa­ren, das Stärks­te war, was wir hat­ten.

SPIEGEL: War das der Grund, war­um Sie im Vor­feld auch in­ter­ne Mails aus dem Kon­zern an die Me­di­en wei­ter­ge­reicht ha­ben?

Wis­ner: Wir woll­ten si­cher­stel­len, dass die gan­ze Ge­schich­te auf den Tisch kommt und alle das ken­nen, was an­de­re lie­ber im Ver­bor­ge­nen ge­hal­ten hät­ten. Die­se in­ter­nen Vor­gän­ge wer­den si­cher auch in der Be­ru­fungs­in­stanz eine Rol­le spie­len.

SPIEGEL: Für den Lai­en ist die Fra­ge der Si­cher­heit des Pro­dukts schwer zu durch­schau­en: Ei­ner­seits ist von über 800 Stu­di­en die Rede, die an­geb­lich die Si­cher­heit des Wirk­stoffs Gly­pho­sat be­le­gen. Dann je­doch räumt eine Mons­an­to-An­ge­stell­te ein, das Pro­dukt Round Up nie dar­auf ge­tes­tet zu ha­ben, ob es krebs­er­re­gend ist.

Wis­ner: Die 800 Stu­di­en sind Au­gen­wi­sche­rei. Mit Krebs ha­ben sie nichts zu tun. Es geht dar­in etwa dar­um, ob der Stoff eine Ir­ri­ta­ti­on der Au­gen oder der Haut aus­lö­sen könn­te. Zum The­ma Krebs gibt es nur rund 20 Stu­di­en. Fast alle zei­gen ein Ri­si­ko. Mons­an­to ver­weist aber im­mer auf die 800 Stu­di­en, weil sie da­mit bes­ser ab­len­ken kön­nen.

SPIEGEL: Nach ei­ner RoundUp-Stu­die des fran­zö­si­schen For­schers Séra­li­ni im Jahr 2012 ha­gel­te es Pro­tes­te. Wie er­klä­ren Sie sich die Schär­fe der Kri­ti­ker?

Wis­ner: Die Stu­die be­leg­te ein Krebs­ri­si­ko bei Rat­ten und traf Mons­an­to ins Mark. Sie or­ches­trier­ten ei­nen Auf­schrei, or­ga­ni­sier­ten eine Le­ser­brief­flut ge­gen ver­meint­li­che Feh­ler der Stu­die und brach­ten den Chef­re­dak­teur des Fach­ma­ga­zins, mit dem sie eine fi­nan­zi­el­le Be­zie­hung an­bahn­ten, dazu, den Ar­ti­kel zu­rück­zu­zie­hen.

SPIEGEL: Mons­an­to hat die Ge­fähr­lich­keit von Di­oxi­nen in der Kühl­flüs­sig­keit PCB eben­so ver­schlei­ert wie die sei­nes frü­he­ren Um­welt­gifts Agent Oran­ge. Steht Round Up wo­mög­lich in ei­ner ge­wis­sen his­to­ri­schen Kon­ti­nui­tät?

Wis­ner: Ja, denn Mons­an­tos Ge­schich­te ist die ei­ner gro­ßen Lüge. Sie täu­schen die Men­schen, gau­keln ih­nen si­che­re Pro­duk­te vor und ma­chen viel Geld da­mit. Und wen­n’s un­ge­müt­lich wird, ma­chen sie ein­fach mit ei­nem an­de­ren Pro­dukt wei­ter. Die­se Stra­te­gie hat sich über hun­dert Jah­re be­währt. Da­bei ist den Mons­an­to-Ma­na­gern ihr Ruf völ­lig egal. Bay­ers Her­an­ge­hen ist da hof­fent­lich se­riö­ser, ob­wohl sie sich nun eine Bür­de auf­ge­la­den ha­ben.

SPIEGEL: Ha­ben Sie eine Er­klä­rung, war­um sich Bay­er Mons­an­to ans Bein ge­bun­den hat?

Wis­ner: Sie ha­ben wohl un­ter­schätzt, wie viel Gift in de­ren Ge­schich­te steckt. Viel­leicht hat Bay­er die Trans­ak­ti­on vo­ri­ge Wo­che schon be­reut, als der Ak­ti­en­kurs weg­sack­te. Und es wird ja nicht leich­ter für Bay­er. Es wer­den wei­te­re Do­ku­men­te be­kannt wer­den, und es gibt noch ei­ni­ge Kla­gen mehr: Al­lein un­se­re Kanz­lei ver­tritt 800 Men­schen ge­gen Mons­an­to.

In­ter­view: Nils Kla­wit­ter

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http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/bayer-und-monsanto-koennen-sich-auf-ein-langes-verfahren-einstellen-15750750.html

Angriffslustiger Anwalt 

„Auf Bayer warten noch böse Überraschungen“

Erfolgreich vor Gericht: Klägeranwalt Brent Wisner vertritt den krebskranken Dewayne Johnson gegen Monsanto. Bild: AFP

Der Kauf von Monsanto wird wegen des Glyphosat-Urteils für den deutschen Konzern um einiges riskanter. Der Anwalt des Klägers rüstet sich für ein langes juristisches Gefecht.

Für Monsanto hätte alles viel glimpflicher ausgehen können. Der amerikanische Agrogigant hatte ein Vergleichsangebot auf dem Tisch, um einen Rechtsstreit mit dem krebskranken Dewayne Johnson, in dem es um Unkrautvernichtungsmittel mit dem Inhaltsstoff Glyphosat geht, aus der Welt zu schaffen. Für 6 Millionen Dollar hätte der Konzern das Kapitel abhaken können, wie Johnsons Anwalt Brent Wisner im Gespräch mit der F.A.Z. verrät. Aber Monsanto habe ein Gegenangebot gemacht, das „ein Witz“ gewesen sei und nur bei „einem Bruchteil eines Bruchteils“ dieser Summe gelegen habe. So kam es zu einem Gerichtsprozess, an dessen Ende der Konzern dazu verurteilt wurde, dem Kläger 289 Millionen Dollar zu zahlen. Die Geschworenen sahen es als erwiesen an, dass die Glyphosatmittel zu der Krebserkrankung des Mannes beigetragen haben und dass Monsanto Verbraucher nicht ausreichend vor den Gesundheitsrisiken der Produkte gewarnt hat.

Roland Lindner

Wirtschaftskorrespondent in New York.

Es war ein spektakuläres Urteil, das die Börse schockierte, denn dies ist womöglich nur der erste in einer ganzen Serie von solchen Gerichtsprozessen. Nach letzten offiziellen Angaben sieht sich Monsanto 5200 Klägern gegenüber, die behaupten, Glyphosat habe sie schwer krank gemacht. Und das ist jetzt das Problem des deutschen Bayer-Konzerns, der Monsanto vor gut zwei Monaten offiziell übernommen hat. Die Bayer-Aktie hat nach dem Urteil zeitweise fast 18 Prozent an Wert eingebüßt, der Börsenwert fiel um mehr als 15 Milliarden Euro. Nur ein kleiner Teil der Verluste wurde mittlerweile wieder wettgemacht….

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https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/08/24/tausenden-klagen-den-usa-gegen-bayer-anhaengig/

Zahl der Klagen gegen Bayer in den USA deutlich höher als bekannt

Die Zahl der anhängigen Klagen gegen das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat der Bayer-Tochter Monsanto ist deutlich höher als gedacht.

Klagen: Monsanto und Bayer. (Foto: dpa)

Monsanto und Bayer. (Foto: dpa)

Bayer sieht sich in den USA mit mehr Klagen wegen des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat konfrontiert als bislang bekannt. Bis Ende Juli hätten rund 8000 Klagen vorgelegen, sagte Vorstandschef Werner Baumann am Donnerstag in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Bisher waren mehr als 5000 Klagen bekannt. Baumann sagte, Ende Oktober werde das nächste Verfahren vor einem Gericht in St.Louis im US-Bundesstaat Missouri starten.

Vor knapp zwei Wochen wurde die Bayer-Tocher Monsanto, die Glyphosat entwickelt hat, von einem kalifornischen Gericht zu einer Schadensersatzzahlung von 289 Millionen Dollar an einen an Krebs erkrankten Mann verurteilt, der seine Erkrankung auf den Unkrautvernichter zurückführte. Baumann bekräftigte, der Konzern werde das Urteil anfechten und sich dagegen und auch in weiteren Fällen entschieden verteidigen. Rückstellungen für Schadensersatzzahlungen habe Bayer bislang nicht gebildet.

Bayer hatte Monsanto mithilfe neuer Schulden in Milliardenhöhe in den vergangenen Monaten übernommen.

Baumann sieht den Sinn der Übernahme des US-Agrarchemiekonzerns Monsanto durch das jüngste Urteil im Glyphosat-Prozess nicht in Frage gestellt. „Fakt ist: An der zwingenden Logik der Übernahme von Monsanto, am Wertschaffungspotenzial für unsere Aktionäre, an der Attraktivität des Agrarmarkts und an unseren kommunizierten Zielen hat sich überhaupt nichts geändert“, sagte er dem „Handelsblatt“ laut einem am Donnerstag auf der Homepage veröffentlichten Interview.

Bayer habe im Zuge der Übernahme auch die Rechtsrisiken intensiv betrachtet, sagte Baumann. „Man muss aber auch sehen, dass zum damaligen Zeitpunkt der Umfang der Klagen, mit denen wir uns jetzt auseinandersetzen, noch gar nicht absehbar war.“ Anlass zu einer Neubewertung sieht er nicht: „Die Sicherheitsbewertung von Glyphosat hat sich seit dem Zeitpunkt der Übernahme nicht verändert. Wenn das anders wäre und wir feststellen müssten, dass in der Due Diligence etwas übersehen wurde, würden wir reagieren. Das ist aber nicht der Fall.“

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DICAMBA

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/08/18/saatgut-haendler-erwaegen-klage-gegen-monsanto/

Saatgut-Händler erwägen Klage gegen Monsanto

In den USA erwägen zwei große Saatguthändler Klagen gegen Monsanto.

Der Bayer-Tochter Monsanto droht in den USA mit ihrem Unkrautvernichtungsmittel Dicamba neues Ungemach. Die beiden größten unabhängigen Saatgut-Händler des Landes, Beck’s Hybrids und Stine Seed, wollen bei den US-Behörden erreichen, dass Dicamba von Landwirten zunächst nicht mehr eingesetzt werden darf, wie sie der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Sollte es zu einem Verbot kommen, könnte den Bauern der Anreiz fehlen, das darauf abgestimmte Monsanto-Saatgut zu kaufen. Der Bayer-Tochter drohen dadurch Umsatzeinbußen.

Hintergrund der Initiative sei, dass das Mittel auch auf Felder gelangt sei, auf denen Sojabohnen wuchsen, die gegen Dicamba nicht resistent sind, erklärten die Unternehmen. Dadurch habe es Ernteschäden gegeben. Der US-Konzern Monsanto, den Bayer jüngst für rund 63 Milliarden US-Dollar übernommen hat, hat Sojabohnen gezüchtet, denen Dicamba nicht schaden kann. Die US-Umweltschutzbehörde EPA will im Herbst entscheiden, ob sie die Genehmigung für Dicamba verlängert.

Der Aktienkurs von Bayer hat in den vergangenen Tagen rund 15 Prozent seines Wertes im Zuge des Bekanntwerdens anderer Klagen gegen Monsanto verloren. Am Freitagmittag stagnierte der Aktienkurs.

Monsanto sieht sich wegen Dicamba mehreren Klagen gegenüber. 2017 hatte eine neue Formulierung des Pflanzenschutzmittels nach Einschätzung von Landwirten und Experten zu erheblichen Schäden an der Ernte geführt, da sich Dicamba verflüchtigt habe, über die Felder getrieben sei und so auch Pflanzen erreicht habe, die nicht gegen das Mittel durch gentechnische Veränderung gewappnet waren. Das hatte eine Welle von Beschwerden und Klagen gegen Monsanto ausgelöst. Monsanto wirft den Landwirten vor, der Anleitung des Herbizids nicht genau gefolgt zu sein und Dicamba unsachgemäß aufgetragen zu haben. Dicamba wird außer von Monsanto auch von dem deutschen Chemiekonzern BASF und dem US-Unternehmen DowDuPont hergestellt.

Monsanto war jüngst von einem US-Gericht zur Zahlung von 289 Millionen Dollar Schadenersatz an einen an Krebs erkrankten Mann verurteilt worden, der sein Leiden auf das von Monsanto entwickelte Glyphosat zurückführte. Monsanto sieht sich mehr als 5000 ähnlichen Klagen in den USA gegenüber.

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https://www.testbiotech.org/aktuelles/einseitige-berichterstattung-bei-spiegel-online

Einseitige Berichterstattung bei Spiegel Online

Bundesregierung beantwortet kleine Anfrage der FDP

21. 08. 2018 / Nach der Süddeutschen Zeitung (SZ) berichtet auch Spiegel Online sehr einseitig über Testbiotech und die Einrichtung der „Fachstelle Gentechnik und Umwelt“. Trotz harscher Vorwürfe wurde Testbiotech auch dieses Mal nicht um eine Stellungnahme angefragt. Abermals wird Testbiotech pauschal unterstellt, nicht wissenschaftlich zu arbeiten. Bereits zuvor hatten die Journalistinnen Julia Merlot (Spiegel Online) und Kathrin Zinkant (SZ) mehr oder weniger im Gleichklang das Urteil des Europäischen Gerichtshofes zu den neuen Gentechnikverfahren mit zum Teil sachfremden Argumenten und ungewöhnlich heftig kritisiert.

Frau Merlot agiert offensichtlich voreingenommen: Bereits im Interview mit dem Tübinger Forscher Detlev Weigel vom 12. Mai 2018 teilt Frau Merlot nicht mit, dass dieser im Bereich Gentechnik Patente anmeldet und sich selbst als Berater der Industrie bezeichnet. Jetzt verweist Merlot erneut auf Weigel, ohne zu erwähnen, dass Testbiotech sich bereits im Detail mit dessen Kritik befasst hat. Frau Merlot nennt offensichtlich nicht alle relevanten Fakten.

Testbiotech legt Wert darauf, nach wissenschaftlichen Standards zu arbeiten und gleichzeitig unabhängig von den Interessen derer zu sein, die von Anwendungen der Gentechnik profitieren. Im Vordergrund unserer Arbeit steht die Perspektive des Umwelt- und Verbraucherschutzes. Diese Perspektive, die aus unseren Verlautbarungen klar erkennbar ist, rechtfertigt es aber nicht, uns als Lobby-Organisation oder Technikfeinde zu bezeichnen. Wir lehnen die Gentechnologie als Instrument der Forschung keineswegs ab. Wir sehen aber bestimmte Anwendungen sehr kritisch, vor allem, wenn gleichzeitig die Risiken und negativen Auswirkungen nicht ausreichend untersucht werden.

Der offizielle Anlass für die Berichterstattung ist eine Anfrage der FDP im Deutschen Bundestag zur „Fachstelle Gentechnik und Umwelt“, die gestern veröffentlicht wurde. In ihrer Antwort schreibt die Bundesregierung: „Ziel des Vorhabens ist es, neue Entwicklungen in der Biotechnologie- und Gentechnik in Bezug auf ihre Relevanz für den Natur- und Umweltschutz wissenschaftlich auszuwerten. Eine systematische Vorschau soll neue Entwicklungen frühzeitig identifizieren und u. a. Zuchtziele, Organismen, methodische Entwicklungen und für die Biosicherheit relevante Aspekte wie Präzision und Methoden zur Untersuchung von unbeabsichtigten Auswirkungen beinhalten. (…)  Das Vorhaben soll seine wissenschaftlichen Ergebnisse zudem für den öffentlichen Dialog zu den neuen Entwicklungen in der Biotechnologie- und Gentechnik zugänglich machen.“

Gemessen an diesen Herausforderungen ist das Forschungsprojekt finanziell nur mit geringen Mitteln ausgestattet. Trotzdem hofft Testbiotech, dass das Projekt dazu beitragen wird, die Rahmenbedingungen für eine von der Industrie unabhängige Risikoforschung zu verbessern. Vor diesem Hintergrund begrüßt Testbiotech die kontroverse Diskussion, mahnt aber mehr journalistische Sorgfalt und Ausgewogenheit an.

Kontakt: Christoph Then, Tel. 0151 54638040 info@testbiotech.org.

Die Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage der FDP:
http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/038/1903812.pdf

Die Website der „Fachstelle Gentechnik und Umwelt“:
https://fachstelle-gentechnik-umwelt.de/

Spiegel Online über Testbiotech und die „Fachstelle Gentechnik und Umwelt“:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/bundesumweltministerium-beauftragt-testbiotech-mit-info-kampagne-a-1220832.html
Testbiotech über die Kontroverse mit Detlev Weigel und die vom ihm kritisierte tabellarische Übersicht:
www.testbiotech.org/blog_crispr_grundlagen_der_biologie

www.testbiotech.org/node/2232

Spiegel online über Detlev Weigel:
www.spiegel.de/wissenschaft/natur/gentechnisch-veraenderte-lebensmittel-herr-weigel-fuehrt-die-gruenen-vor-a-1205755.html

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https://www.testbiotech.org/node/2260

Testbiotech veröffentlicht Gutachten zur Stärkung der unabhängigen Risikoforschung

Ausreichende Anreize für Forschung und Partizipation der Zivilgesellschaft als wichtige Eckpunkte

20. August 2018 / Testbiotech veröffentlicht heute ein Rechtsgutachten, das sich mit den rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen einer Förderung der unabhängigen Risikoforschung im Bereich der Gentechnologie befasst. Wichtige Eckpunkte des Rechtsgutachtens sind: (1) Der Staat ist dazu verpflichtet, eine systematische und vorsorgeorientierte Forschung zu etablieren. (2) Zur Erfüllung dieser Aufgabe wäre die Erhebung einer sogenannten nicht-steuerlichen Sonderabgabe gerechtfertigt, die die Industrie in die Pflicht nimmt. (3) Bei der Vergabe der Mittel eines entsprechenden Fonds kann ein Beirat, dem beispielsweise Verbraucher- und Umweltschutzverbände angehören, beteiligt werden.

Wie das Gutachten zeigt, ist die gesetzlich geforderte Unabhängigkeit der Risikoforschung im Bereich der Gentechnik derzeit kaum erreichbar, da viele Wissenschaftler und Experten u.a. über Drittmittelforschung mit der Biotech-Industrie verbunden sind. Auch staatliche Forschungsprogramme haben in der Regel ein vorwiegendes Interesse an Technologieentwicklung und Förderung von Innovation. Im Ergebnis ist die Balance zwischen den Vermarktungsinteressen der Industrie und den Zielen eines vorbeugenden Schutzes von Mensch und Natur erheblich gestört.

Das Gutachten zeigt, wie geeignete Anreize für eine verbesserte Risikoforschung geschaffen werden können, um Umwelt- und Verbraucherschutz zu stärken. Ein Entwurf des Gutachtens wurde bereits 2017 auf einem Workshop in Berlin präsentiert, an dem u.a. Abgeordnete des Bundestages sowie Mitarbeiter des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) in Karlsruhe teilnahmen.

Anlass für die Veröffentlichung des Gutachtens ist die Diskussion rund um die „Fachstelle Gentechnik und Umwelt“. Dieses Projekt soll helfen, einige Lücken im Bereich der vorsorge­orientierten Risikoforschung zu schließen. Dafür werden vorhandene Publikationen und die aktuelle Entwicklung konsequent unter der Perspektive des Vorsorgeprinzips und dem Schutz von Mensch und Umwelt bewertet. Das Forschungsprojekt ist auch im Hinblick auf Partizipation der Zivilgesellschaft ein wichtiges Pilotprojekt.

„Die Einmischung der Zivilgesellschaft stößt nicht überall auf Zustimmung. Derzeit sehen wir in den sozialen Netzwerken und sogar manchen Medien den Versuch, Testbiotech deswegen zu diffamieren. Man versucht, uns mit der GentechnikLobby auf eine Stufe zu stellen“, sagt Christoph Then für Testbiotech. „Aber wir haben in den letzten zehn Jahren die Erfahrung gemacht, dass die Risiken der Gentechnik eben nur dann genauer untersucht werden, wenn die Zivilgesellschaft sich einmischt.“

Allerdings zeigt das Gutachten auch, dass in Zukunft weitergehendere Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die gesetzliche Verpflichtung zur Durchführung einer systematischen und vorsorgeorientierten Forschung zu erfüllen. Nur ausreichend ausgestattete Forschungsprogramme könnten einen nennenswerten Anreiz ausüben, so dass die etablierte Forschung sich stärker mit Risikofragen beschäftigt.

Von entsprechenden Anreizen würden auch der Staat und die Behörden profitieren: Auch die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA hat bereits mehrfach beklagt, dass es schwierig ist, Experten zu finden, die die nötige Expertise, gleichzeitig aber keine Verbindung zur Biotech-Industrie haben.

Kontakt: Christoph Then, Tel 0151 54638040, info@testbiotech.org

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be.com/watch?v=PyMQ5pt5zig

 

Bayer und Monsanto: die SAAT der GIER –  WDR Doku

ab Minuten 32:15  –   BRASILIEN – „HighTech“ auf dem Acker DROHNEN im EINSATZ –  Monsanto und  „ClimateCORPORATION“ „WETTER-SATELLITEN-DATEN“DATEN sind Währung der ZUKUNFT???!!! LANDWIRTSCHAFT wird zum COMPUTERSPIEL  – – – Der gläserne BAUER Glyphosat wird immer uneffektiverSuperWEEDS

ab Minuten 41:55  –  GLYPHOSAT – DEUTSCHLAND – CDU/CSU

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„DIGITALE LANDWIRTSCHAFT“

https://www.welt.de/wirtschaft/plus158259255/So-herrscht-Bayer-in-Zukunft-ueber-die-Bauern-dieser-Welt.html

Agrar-Revolution

So herrscht Bayer in Zukunft über die Bauern dieser Welt

Beim Digital Farming unterstützen Drohnen den Einsatz von Mähdreschern
Beim Digital Farming unterstützen Drohnen den Einsatz von Mähdreschern

Hugh Grant ist wie ausgewechselt. Wochenlang hat der Vorstandchef des US-Saatgutriesen Monsanto knorrig und grantelnd die Übernahmepläne des Leverkusener Pharma- und Chemie-Riesen Bayer für sein Unternehmen kritisiert und torpediert. Es gab sogar schon Spekulationen, dass sich der Schotte und Bayer-Chef Werner Baumann nicht wirklich etwas zu sagen haben.

Nun aber ist von persönlicher Antipathie keine Rede mehr. Und auch der schroffe Umgangston ist passé. Stattdessen säuseln Grant und Baumann in einer Telefonkonferenz von gemeinsamen Visionen, die durch den frisch besiegelten Zusammenschluss von Bayer und Monsanto Wirklichkeit werden können. „Wir erreichen eine neue Ära in der Landwirtschaft“, sagt Grant mit regelrecht beschwingter Stimme, als habe es den Ringkampf der beiden Großkonzerne um Geld, Macht und Einfluss zuvor gar nicht gegeben….

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siehe auch  „Crispr/Cas“ – „Gen-Schere“ – „Genome-Editing“

https://www.keine-gentechnik.de/nachricht/33361/#gsc.tab=0

Behörde: Cibus-Raps doch gentechnisch verändert

20.08.2018

Raps
Raps (Foto: Maria Eklind / flickr, Rapeseed, bit.ly/28MsMjR, creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)

Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs zu den neuen gentechnischen Verfahren sind die herbizidresistenten Rapslinien der kanadischen Firma Cibus als gentechnisch verändert einzustufen. Zu diesem Ergebnis kam das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) nach erneuter Prüfung und nahm seinen anderslautenden Bescheid aus dem Jahr 2015 zurück.

Am 5. Februar 2015 hatte das BVL auf Antrag der Firma Cibus festgestellt, die mit Hilfe des Rapid Trait Development Systems erzeugten herbizidresistenten Rapslinien seien keine gentechnisch veränderten Organismen im Sinne des Gentechnikgesetzes. Das hätte bedeutet, dass der GV-Raps unkontrolliert hätte angebaut werden dürfen. Um das zu verhindern und sicherzustellen, dass der Cibus-Raps nicht konventionelle Sorten verunreinigen kann, klagten eine konventionelle Ölmühle, ein biologischer Saatgutzüchter und der Bund für Umwelt- und Naturschutz BUND gegen diesen Bescheid.Damit durfte der Cibus-Raps vorläufig nicht auf deutsche Äcker. „Viele Kulturarten, an denen gentechnisch verändert wird, sind auskreuzungsfähig“, erläuterte Gebhard Rossmanith,Vorstandsvorsitzender der klagenden Bingenheimer Saatgut AG. „Raps ist besonders problematisch, weil es viele andere Kreuzblütler bei Nutzpflanzen wie Kohl, Broccoli etc. sowie bei Wildpflanzen gibt. Einer so auskreuzungsfreudigen Kultur einen Freifahrtschein auszustellen war verantwortungslos“, kritisierte Rossmanith das BVL.

Dem schob der Europäische Gerichtshof (EuGH) im Juli einen Riegel vor. Denn er entschied, dass alle mit Verfahren der Mutagenese gewonnenen Pflanzen und Tiere gentechnisch veränderte Organismen (GVO) im Sinne der EU-Freisetzungsrichtlinie sind. Das heißt, sie müssen auf ihr Risiko geprüft, gekennzeichnet und nachverfolgbar sein. Zwar gibt es davon laut Richtlinie auch Ausnahmen. Die gelten laut EuGH aber nur für solche Mutagenese-Verfahren, die bereits länger angewandt wurden und als sicher gelten. Das ist bei der von der Firma CIBUS eingesetzten Oligonukleotid-gesteuerte-Mutagenese (OgM) nicht der Fall.

Die von CIBUS unter dem Namen „Rapid Trait Development System“ (RTDS) verwendete OgM-Technologie verändert das Erbgut mittels kurzer, im Labor synthetisierter DNA-Sequenzen, die in die Zelle eingeführt werden. Wie das Klägerbündnis in seiner Presseinformation ausführt, sollen diese die DNA in der Zelle dazu veranlassen, sich an einer gewünschten Stelle dem fremden Muster anzupassen. Der genaue Mechanismus der Veränderung sei unklar, das habe auch die Zentrale Kommission für Biologische Sicherheit in ihrer Stellungnahme eingeräumt, heißt es weiter.

Ferner monierten die Kläger die fehlende Zuständigkeit des BVL. Die EU-Kommission hatte die EU-Mitgliedstaaten ausdrücklich aufgefordert, die rechtliche Einstufung der neuen Technologien durch die Kommission abzuwarten, da das EUKompetenz sei. Dennoch hielt das BVL seinen Bescheid aufrecht. Es stellte ihn allerdings unter den Vorbehalt, ihn nach einer Entscheidung der EU-Kommission zu ändern. Geklagt hatte ein Bündnis aus 17 Verbänden, Initiativen und Unternehmen aus dem Agrar- und Umweltbereich, koordiniert von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft. Mit der Rücknahme des Bescheids hat sich dann auch die Klage beim Verwaltungsgericht Braunschweig erledigt. [vef]

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SCHWARZ-GRÜNES PROGRAMM gegen die NATUR

WAS haben die GRÜNEN mit der „VOGEL-VERTREIBUNG“ zu tun???!!!??!!

siehe auch „WIND-ENERGIE“ wird zum „NATUR-FIASKO“

siehe auch „INSEKTEN-STERBEN“ – „VOGEL-MORD“ – „KILLER-ROTOREN“

https://www.neopresse.com/umwelt/gruene-landesregierung-hessens-opfert-offenbar-naturparadies-fuer-windparks/

Grüne Landesregierung Hessens opfert offenbar Naturparadies für Windparks

NEOPresse in Umwelt

Seltene Greifvögel brüten noch im Vogelsberg

Von der Geschichte, die sich geradezu nach einem Naturschutzkrimi anhört, berichtete unlängst die „Welt“. Im Naturschutzgebiet Vogelsbergkreis sind täglich Vogelschutzbeauftragte unterwegs, um seltene Vögel zu beobachten. Noch sind in dem waldreichen Gebiet auf dem ehemaligen Vulkan zahlreiche Seltenheit zu beobachten. Doch auch im Vogelsberg geht die Zahl der seltenen Vögel dramatisch zurück, berichtet der dort zuständige Förster.

2004 wurde dort aufgrund sehr seltener Vögel, die dort heimisch wurden, das Vogelschutzgebiet eingerichtet. Die seltenen Vögel wie Schwarzstörche, Rotmilane, Uhus oder Habichte sind gerade in der Brutzeit besonders nervös, berichtet der Förster. Eigentlich dürfte während dieser Zeit niemand in die Nähe der Brutplätze gehen. Denn bei Störungen verlassen viele Vögel die Nester oder brechen die Brut ganz ab.

Die Interessen der Energielobby stehen über Naturschutz

Doch anscheinend will nicht jeder die Vögel schützen. Und die Interessen an Windkrafträdern im Vogelsberg sind besonders hoch. Im Vogelsberggebiet stehen bereits über 250 Windkraftanlagen. Diese sind schon jetzt ein Problem für manche der seltenen Vögel. Sie fühlen sich dadurch gestört oder sterben, wenn sie in der Nähe der Windräder vorbeifliegen, weil ihre Lungen durch den Luftunterdruck platzen.

Im Vogelsberg herrscht seit Jahren ein Kampf von Windradgegnern und Befürwortern. Die grüne Landesregierung führte ursprünglich das Projekt der „ökologischen Energie“ im Vogelsberg ein. Zulasten der seltenen Tierarten?

Die heimlichen Aufnahmen lassen vermuten, dass dort jemand absichtlich die brütenden Vögel stören sollte. Denn wo seltene Vögel brüten, dürfen keine Windparks aufgestellt werden. Die Aufnahmen wurden nicht nur an den dortigen Förster und Vogelschutzbeauftragten verschickt, sondern auch an die Polizei. Die Behörden reagierten allerdings nicht, weshalb das Video an die „Oberhessische Zeitung“ geschickt wurde. Der Fall wurde öffentlich.

Die Naturschutzbehörde in Gießen stellte schließlich Strafanzeige. Der gefilmte Mann stellte sich. Es war ein Biologe aus Marburg. Er wurde beauftragt, ein Umweltgutachten im Genehmigungsverfahren für Windräder zu erstellen, wie sich herausstellte.

Absichtliche Störung?

Es sollte lediglich dokumentiert werden, ob und wo welche Vögel nisten und brüten. Stellt sich heraus, dass es brütende Vögel in der Nähe der geplanten Windparks gibt, gibt es keine Genehmigung für den Bau. Der Biologe erklärte, er habe die Vögel nicht stören, sondern lediglich prüfen wollen, ob „da etwas ist“. Wäre der Mann tatsächlich nur Gutachter, hätte er die Vögel nur aus der Ferne beobachten und sich ihnen während der Brutzeit nicht nähern dürfen.

Das Video scheint nun zu beweisen, was im Vogelsberg seit Jahren als Gerücht herumgeht. Brütende Vögel werden absichtlich vertrieben, weil ihr Aufenthalt dort die Genehmigungen für die Windparks unmöglich macht. Das Misstrauen in der Bevölkerung ist sehr groß. Der Naturschutzbund Hessen ist sogar davon überzeugt, dass im ganzen Vogelsberg versucht wird, systematisch Brutplätze zu zerstören, damit die Windparks errichtet werden können.

Im Vogelsberg sollen nach den Plänen der Betreiber und mit Genehmigung der grünen Landesregierung 16 neue Windräder errichtet werden. Die „Gutachter“ der Betreiber hatten nur 8 Brutplätze der Greifvögel in dem vorgesehenen Gebiet gefunden. Die Naturschützer fanden 40 Horste. In den betroffenen Gebieten sollen jetzt drei Bäume mit Rotmilan-Horsten gefällt werden. Den Greifvögeln soll woanders ein Ersatz-Nistplatz angeboten werden. Ob dies funktioniert bezweifeln Naturschützer stark. Sie wollen dagegen klagen.

Grüne wollen Windparks

Fakt ist, die grüne Landesregierung will die Windparks. Klimaschutz geht den hessischen Grünen anscheinend vor Naturschutz. Mit der entsprechenden Argumentation der Grünen war zu rechnen: „Wenn der Klimaschutz nicht funktioniert, gibt es auch bald keinen Naturschutz und keine Vögel mehr“. Geht es nach der schwarzgrünen Landesregierung, sollen sieben weitere Windparks in Nordhessen mit je 20 Windkrafträdern entstehen. Hessens Naturschützer und Bürger sind entsetzt.

Die Polizei ermittelt noch gegen den „Baumklopfer“. Ob allerdings jemals Klage erhoben wird, ist fraglich. Die Politik sowie die Energie-Lobby dürfte dies zu verhindern wissen. Die Horste der seltenen Greifvögel sind jedenfalls verlassen. Ob die Greifvögel jemals wiederkehren, ist unsicher. Dank der Grünen in Hessen.

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Die GRÜNEN „MISSE-TÄTER“ LÜGEN – LÜGEN – LÜGEN

tube.com/watch?v=5anZE-aRs30

Grün gegen Grün – Wenn für Windräder Wald gerodet wird

Der „ROT-MILAN“

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tube.com/watch?v=ONhY6NEK5qc

Wie gefährlich sind Windkraftanlagen für Vögel und Fledermäuse?

Der „ROT-MILAN“

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ube.com/watch?v=7j_pWwFUs5o

siehe auch  „GREEN-WASHING“ – „WWF-UNILEVER-MSC-ZERTIFIKAT“ – „NACH-HALTIGKEIT?!“ – „Die GRÜNE LÜGE“ – FILM von „Werner Boote“ und „Kathrin Hartmann“

Kampf gegen die „Palmöl-Mafia“ | DW Reporter

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http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/ungluecke/kampf-gegen-die-flammen-wird-noch-tage-dauern-15754977.html

Waldbrand bei Berlin : Kampf gegen die Flammen wird noch Tage dauern

  • Aktualisiert am

Der Waldbrand in Brandenburg erhellt den Nachthimmel. Bild: dpa

Noch immer sind Hunderte Feuerwehrleute in Brandenburg im Einsatz. Der zuständige Vize-Landrat vermutet Brandstiftung als Ursache.

…..

Der Vize-Landrat von Potsdam-Mittelmark, Christian Stein (CDU), äußerte angesichts des gleichzeitigen Ausbruchs an drei Stellen den Verdacht, dass der Brand gelegt worden sein könnte. Aus dem Innenministerium hieß es jedoch, man habe keinerlei Erkenntnisse zur Brandursache, es könne nichts ausgeschlossen werden…..

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„BRAND-STIFTUNG“ in „BRANDen-BURG“

http://www.spiegel.de/panorama/waldbrand-in-brandenburg-war-es-brandstiftung-a-1224971.html

Waldbrand in Brandenburg

War es Brandstiftung?

 

Die Großfeuer vor Berlin sind unter Kontrolle, aber noch nicht komplett gelöscht. Laut Brandenburgs Ministerpräsident Woidke gibt es Indizien, dass der Brand womöglich absichtlich gelegt worden ist.

Waldbrand in Treuenbrietzen, Brandenburg (Foto vom 24.8.)

DPA

Waldbrand in Treuenbrietzen, Brandenburg (Foto vom 24.8.)

Sonntag, 26.08.2018 09:25 Uhr

 

Beim Waldbrand südlich von Berlin scheint sich die Lage zunehmend zu entschärfen. „Es zeichnet sich eine deutliche Entspannung ab“, sagte der Sprecher des Brandenburgischen Innenministeriums, Lothar Wiegand, am Sonntag. „Wir sind aber noch nicht durch.“ Es seien noch 400 Einsatzkräfte dabei, Glutnester, die immer wieder aufloderten, zu löschen. „Es dampft noch überall“, sagte ein Sprecher der Einsatzleitung in der betroffenen Region in Treuenbrietzen.

Ein Panzer der Bundeswehr hatte zuvor Schneisen in den Wald gefahren, damit die Feuerwehrleute besser an die Glutherde herankommen. Man hoffe, in ein bis zwei Tagen den Einsatz abzuschließen, sagte Wiegand.

Vizelandrat Christian Stein (CDU) hatte zuvor gesagt: „Wir haben die Lage soweit im Griff.“ Das etwa 400 Hektar große Gebiet sei sicher eingekreist. Wegen vieler Glutnester könne aber noch keine Entwarnung gegeben werden.

Brandstiftung? „Es gibt in der Tat Indizien“

Jetzt rückt die Ursachenforschung in den Fokus. Innenminister Karl-Heinz Schröter hatte bereits am Freitag den Verdacht geäußert, dass das Feuer absichtlich gelegt worden sein könnte. Denn die Brände, die am Donnerstag erst etwa fünf Hektar umfassten und sich dann rasend schnell auf 400 Hektar ausdehnten, waren an drei Stellen gleichzeitig ausgebrochen. „Der Verdacht liegt nahe, dass es Brandstiftung war“, sagte der SPD-Politiker der „Berliner Morgenpost“. Am Samstag sprach der Innenminister dann von „weiteren Hinweisen“, berichtete der rbb. Auch Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sagte dem rbb am Samstagabend: „Es gibt in der Tat Indizien.“

Die Flammen müssen zunächst gelöscht sein, damit die Ermittler die Orte, wo sie zunächst wüteten, genau untersuchen könnten.

In der Nacht zu Sonntag traf Unterstützung von der Bundeswehr ein. Ein Pionierpanzer sollte Schneisen in den Wald bei Treuenbrietzen brechen. Damit könne die Feuerwehr näher an die letzten Glutnester herankommen, erklärte der Brandenburger Landesinnenminister Karl-Heinz Schröter (SPD). Etwa 400 Einsatzkräfte waren am Abend noch im Einsatz…..

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be.com/watch?v=EGoZVJzdidk

„Johann König“ – Abrechnung mit Merkel

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https://www.neopresse.com/tech/elektro-autos-umweltpolitischer-wahnsinn/

Elektro-Autos: Umweltpolitischer Wahnsinn

NEOPresse in Technik

Einen höchst interessanten Beitrag zur Energiebilanz von E-Autos hat Prof. Dr. Hans-Günter Appel in „MMNews“ geliefert. Die Quintessenz: Das E-Auto ist eine Fiktion. Der Energiebedarf wäre, wenn wir das Auto als Alternative einsetzen wollten, so hoch, dass wir konventionelle Kraftwerke gerade in Massen benötigten, um die Autos aufzuladen. Die Batterien, die benötigt werden, sind an sich schon so schwer, dass selbst deren Verwendung kaum möglich scheint. Wer Bescheid weiß, ist aber faktisch zum Schweigen verdonnert. Grün, Rot und alle Ökofreunde – auch in der Industrie – wollen mit hier Sicherheit nicht, dass diese Diskussion geführt wird. Wir meinen – wenn die Zahlen haltbar sind, dann wird es nicht nur sehr teuer und aufwendig, E-Autos mit Energie zu versorgen. Dann wird es diese Technologie nicht geben. Ein Traum wird zum Alptraum.

Gigantischer Verbrauch

Er rechnet vor, dass die bisherigen KFZ für Strecken von 500 km etwa 40 Liter Benzin bräuchten. Dies wären bei einer 125 kWh Antriebsenergie für 500 km, da ein Liter des Benzins gut 10 kWh Wärme erzeuge. Davon würde ungefähr ein Drittel umgewandelt in die mechanische Bewegungsenergie, die wir kennen. Der Rest würde als Abwärme sozusagen verdampfen bzw. zum Aufwärmen des Autos benötigt. Daher benötigen wir also 125 kWh. Das Auftanken benötigt etwas weniger als zwei Minuten.

E-Autos indes müssen für eine Strecke von 500 Kilometern 140 kWh speichern. Gut 10 % der Energie gingen zusätzlich in Elektromotoren „verloren“, heißt es. Die Energiemenge je kg Batterie heißt definitionsgemäß „Energiedichte. Diese ist vergleichsweise gering – aktuell benötigen wir für 1 kWh eine 7 Kilogramm schwere Batterie. Demnach kosten 500 Kilometer das 140fache, also etwa eine Tonne.

Eine Tonne Batterie, um bei der gegebenen Energiedichte 500 km zu fahren. Zahlreiche Experten meinen, die Energiedichte könne so weit erhöht werden, dass 1 KG Batterie reichte, um 1 kWh Strom zu speichern. Der realistische Fall sieht derzeit 3 KG Batterie vor. Dies wären also bei 500 Kilometern und 140 kWh Antriebsenergie pro 100 Kilometern immer noch 700 KG Batterie.

 

Das Laden einer solchen Monstermenge würde sieben Stunden dauern, wenn die Leistung bei 20 Kilowatt (KW) liege. 7 Stunden versus 2 Minuten – wer macht da mit?

Wenn ganze Häuserblöcke sich so verhielten, müsste die lokale Infrastruktur verändert werden – es müssten ganz neue Leitungen her. Viel Kupfer, viel Geld. Die Politik ficht dies nicht an. Die fordert „Schnellladestationen“, wie bei Smartphones. Ein 100 kWH-Akku könne in 10 Minuten aufgeladen werden. Nur sind die Anschlusskabel so schwer, dass nur noch ein Kran helfe. Und Kühlschlangen müssten vor Überhitzung schützen.

Wer diese Leistung liefern wolle, benötige bei 40 Millionen Autos immerhin 40.000 Megawatt. Das sind 40 große Kraftwerke. Wir benötigen dafür derweil Kohle, da Sonne nachts, zur Hauptladezeit nicht scheint. 20 neue Kohlekraftwerke wären nötig.

Die Kosten wären zudem massiv. 100 KM kosten etwa bei 0,30 pro kWh und den genannten 25 kWh also ungefähr soviel wie Benziner oder Dieselfahrzeuge. Nur: Die Batterien sind teuer. Je kWh werden derzeit 500 Euro berechnet – als Produktionskosten. Wer 140 kWh für 100 KM benötigt, muss dafür daher gut 30.000 Euro kalkulieren, da sich die Kosten bei Serienproduktion halbieren könnten. Haltbarkeit bei 15.000 KM pro Jahr etwa 7 Jahre oder 100.000 KM. Das sind pro 1000 KM dann aber etwa 3.000 Euro kosten oder pro 100 Euro 28 Euro. Insgesamt summieren sich die Energiekosten also auf fast 40 Euro pro 100 KM. Versus maximal 10 Euro bei Benzinern.

Unfassbar. Mehr muss man nicht mehr sagen.

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https://www.neopresse.com/wirtschaft/energie-wird-in-deutschland-bald-der-strom-abgeschaltet/

Wird in Deutschland bald der Strom abgeschaltet?

NEOPresse in Wirtschaft

Der „Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft“ (BDEW) hat nun davor gewarnt, die gesicherten Kraftwerkskapazitäten in Europa wären rückläufig. Stimmt diese Prognose, dann steht Deutschland in den kommenden Jahren vor einem gewaltigen Problem. Denn wir setzen bei uns verstärkt auf erneuerbare Energien – mit allen Unwägbarkeiten wie der fehlenden Speicherbarkeit oder den hohen Transportkosten (die mit einer fehlenden Effizienz bei der Nutzung der erneuerbaren Energie einhergeht). Kommt es zu Engpässen bei der Versorgung, dann greifen wir bislang auf die Hoffnung zurück, dass die Nachbarländer in Europa liefern können.

Falsche Hoffnungen an die Nachbarn

Die aber bauen ihre Kapazitäten bei der Erzeugung der Energie auf konventionellem Weg, also durch „fossile Kraftwerke“, derzeit auch ab. Grundsätzlich also müssen wir damit rechnen, dass im Ausland weniger Energie auf diesem Wege hergestellt wird. Das wiederum bedeutet, dass wir in Engpass-Zeiten deutlich schlechter versorgt werden als heute. Zudem sind typische Engpasszeiten etwa bei bestimmten Wetterlagen in den Nachbarländern gleichzeitig ebenfalls Engpass-Zeiten. Das heißt, dass die Engpässe schlicht noch beklemmender werden als ohnehin schon.

 

In Zahlen: Der Verband warnt davor, dass die EU-Staaten die Leistung von Kohlekraftwerken von 2016 an bis zum Jahr 2025 von bislang 150 Gigawatt senken werden – auf dann 105 Gigawatt. In den folgenden Jahren bis 2030 soll die Leistung sogar auf 55 Gigawatt sinken.

Die Zahlen für diese Analyse lieferte der „wissenschaftliche Dienst der EU“ sowie der „Verband der Europäischen Übertragungsnetzbetreiber (ENTSO-E). Insofern droht uns in Deutschland, sofern die Zahlen stimmen, ein Versorgungsengpass. Alle Prepper-Freunde werden dies bereits seit längerer Zeit befürchtet haben und sich entsprechend vorbereiten. Die Politik indes scheint sich derzeit tatsächlich nicht um dieses Zahlenwerk zu kümmern. Bislang gab es keine ernst zu nehmenden Stellungnahmen.

 

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http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/katholische-kirche-in-pennsylvania-der-missbrauch-war-masslos-und-weitverbreitet-a-1223212.html

Katholische Kirche in Pennsylvania

„Missbrauch war maßlos und weitverbreitet“

Verführung, Vergewaltigung, Vertuschung: Der bisher umfassendste Bericht zu sexueller Gewalt in der katholischen Kirche der USA erschüttert den Staat Pennsylvania. Die meisten der beschuldigten Priester kamen davon.
© Robyn Twomey

Von Marc Pitzke, New York

Kirche in Pittsburgh, Pennsylvania

REUTERS

Kirche in Pittsburgh, Pennsylvania

 

Mittwoch, 15.08.2018 11:00 Uhr

 

Der 884 Seiten starke Bericht liest sich wie eine Botschaft aus dem neunten Kreis der Hölle. Er beginnt mit einer schockierenden Warnung: „Es geschah überall.“

In der Diözese Allentown. In der Diözese Erie. In der Diözese Greensburg. In der Landeshauptstadt Harrisburg. In der Stahlstadt Pittsburgh. Im Arbeiterort Scranton, wo jeder Präsidentschaftskandidat beim Stimmenfang haltmacht. Kurzum: im gesamten US-Bundesstaat Pennsylvania.

Die mutmaßlichen Opfer: mindestens tausend Kinder – überwiegend Jungen, aber auch viele Mädchen. Die mutmaßlichen Täter: mehr als 300 katholische Priester.

„Der Missbrauch war maßlos und weitverbreitet“, sagte Josh Shapiro, der Justizminister Pennsylvanias, am Dienstag vor Journalisten. „Es ist entsetzlich.“

Pennsylvanias Justizminister Shapiro

AP

Pennsylvanias Justizminister Shapiro

 

Flankiert von 17 mutmaßlichen Opfern und Angehörigen legte Shapiro den wohl erschütterndsten Bericht einer Grand Jury vor, den es in den USA je gegeben hat. Solche Laiengremien prüfen in den USA juristische Vorwürfe und empfehlen Anklagen. Nur: In diesem Fall ist es dafür inzwischen meistens zu spät.

Zwei Jahre lang spürte diese Grand Jury dem Missbrauchsskandal in Pennsylvania nach, einem der bevölkerungsreichsten US-Staaten. Sie sprach mit Dutzenden mutmaßlichen Opfern und sichtete eine halbe Million Akten. Ähnliche Vorwürfe habe es auch anderswo schon gegeben, resümiert sie in Anspielung auf frühere Enthüllungen, beginnend in Boston vor mehr als 16 Jahren. „Doch nie in diesem Ausmaß.“

Mit seinen 468 Seiten Anhang aus Dokumenten, Briefen und handgekritzelten Notizen ist der Report die bisher umfassendste solche Untersuchung in der Geschichte der USA. Er reicht mehr als 70 Jahre zurück. Er nennt Namen. Er beschreibt die perfiden Methoden, mit denen die katholische Kirche die Kinder und ihre Familien zum Schweigen gebracht und die US-Geistlichen gedeckt haben soll.

„Priester vergewaltigten kleine Jungen und Mädchen“, heißt es in der Einleitung. „Und die Gottesmänner, die für sie verantwortlich waren, blieben nicht nur untätig, sie vertuschten alles. Über Jahrzehnte hinweg.“ Die Opfer seien einfach „beiseitegeschoben“ worden – „in jedem Teil des Staates, von Kirchenführern, die es vorzogen, die Täter und ihre Kirche vor allen anderen zu beschützen“.

Dann beginnen die Beispiele:

Ein Priester habe in Gemeinden mit Namen wie Holy Guardian Angels Dutzende Kinder vergewaltigt. Bei Beschwerden habe die Kirche ihn unter dem Vorwand von „Krankheit“ oder „Ruhestand“ einfach immer wieder an andere Orte versetzt.
Ein anderer Priester habe fünf von acht Schwestern einer Großfamilie missbraucht, die er als Seelsorger betreut habe. Der Missbrauch habe bei den Mädchen „emotionale, psychologische und zwischenmenschliche“ Langzeitschäden hinterlassen.
In Pittsburgh stieß die Grand Jury auf einen Priester-„Ring“, dessen Mitglieder ihre Opfer untereinander ausgetauscht hätten, um sie mit „Peitschen, Gewalt und Sadismus“ zu vergewaltigen. Sie hätten die Jungen mit Kreuz-Amuletten gekennzeichnet. Einer habe sein Kreuz noch, er habe es der Grand Jury gezeigt.
Allein in Scranton – dem Geburtsort von Ex-Vizepräsident Joe Biden – wurden 59 Priester beschuldigt. Einer soll 1985 ein minderjähriges Mädchen geschwängert und für eine Abtreibung gesorgt haben. Als der damalige Bischof James Timlin davon erfahren habe, habe er sein Beileid bekundet – nicht dem Mädchen, sondern dem Priester.

Die Grand Jury beklagt, dass sich die jahrzehntelang vertuschten Vorwürfe kaum mehr juristisch aufarbeiten ließen. Die Kirche habe die Täter nicht nur gedeckt, sondern oft sogar noch befördert. „Sie beschützten ihre Institution um jeden Preis“, sagte Justizminister Shapiro. „Die Kirche zeigte den Opfern völlige Verachtung.“

Nur zwei der mehr als tausend Fälle in dem Bericht führten zu aktuellen Anklagen. In Pennsylvania verjährt sexueller Missbrauch von Minderjährigen, wenn das Opfer 30 Jahre alt wird. Das Landesparlament hat sich auf Druck der Kirche bisher geweigert, das zu ändern.
Kardinal McCarrick

Kardinal McCarrick

AP

Kardinal McCarrick

 

Als ein prominenter „Vertuscher“ wird Kardinal Donald Wuerl genannt, der Ex-Bischof von Pittsburgh und seit 2006 Erzbischof von Washington. Wuerl, 77, ist ein wichtiger US-Berater von Papst Franziskus. Sein Vorgänger in Washington, Kardinal Theodore McCarrick, war seinerseits im Juli nach Missbrauchsvorwürfen vom Papst suspendiert und mit Hausarrest und einem „Leben in Gebet und Buße“ bestraft worden.

Shapiro berichtete, wie etliche beschuldigte Priester bis zuletzt versuchten, die Veröffentlichung des Berichts unter allen Umständen zu verhindern. „Sie wollten die Vertuschung vertuschen.“ Diese „juristische Schlacht“, wie er es nannte, ging bis hinauf zum Supreme Court Pennsylvanias.

Schließlich gab das Oberste Gericht des Bundesstaats den Report frei – mit vielen Schwärzungen.

 

 

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https://www.neopresse.com/wirtschaft/aufgedeckt-gesundheitsminister-spahn-laesst-irre-sonderregelung-zwischen-kliniken-und-krankenkassen-zu/

AUFGEDECKT: Gesundheitsminister Spahn lässt IRRE Sonderregelung zwischen Kliniken und Krankenkassen zu

NEOPresse in Wirtschaft

Der Bundesrechnungshof hatte vor kurzem moniert, dass es zwischen einigen Krankenkassen und Kliniken eine rechtlich sonderbare Vereinbarung gibt. Dabei verzichten die Kassen darauf, die Rechnungen der Krankenhäuser zu prüfen. Als Gegenleistung verschaffen diese Häuser den Krankenkassen einen Rabatt, der bis zu 50 % ausmachen kann. Dies ist das Ergebnis einer Anfrage der Fraktion der „Linken“ im Deutschen Bundestag.

Lasche Antwort, lasche Kontrollen

Die Vereinbarung selbst gilt aus mehreren Gründen als sonderbar. Zunächst aus rein kaufmännischer Sicht: Fraglich erscheint, wieso die Krankenhäuser es sich scheinbar leisten können, derart hohe Abschläge hinzunehmen bzw. anzubieten. Das wirft ein bedenkliches Licht auf die Rentabilität der Häuser, die offenbar vergleichsweise hoch zu sein scheint – auf Kosten der versicherten Allgemeinheit. Oder die Rentabilität ist so bitter schlecht, dass die Häuser nur noch von der Hand in den Mund leben und auf zeitaufwendige Prüfungen genau deshalb lieber verzichten.

 

Zudem verzerrt diese Praxis offensichtlich den Wettbewerb zwischen den Kassen. Die Kassen haben untereinander einen Finanzausgleich geschaffen, der berücksichtigt, was die Krankenhäuser als „Fallpauschalen“ aufgrund der Diagnosen berechnen. Sondervereinbarungen zwischen einzelnen Kassen und Häusern nach der tatsächlichen Leistung können dieses Berechnungsschema offensichtlich nur ad absurdum führen.

Jens Spahn soll einem Bericht des „Handelsblatts“ zufolge als Gesundheitsminister die Sondervereinbarungen auch als „rechtlich hoch kritisch“ an. Seltsam, dass er nicht eingreift. Die Rechnungen der Krankenkassen sind so hoch, dass sie die Kassen extrem belasten. Nach Angaben der „Linken“ geht es um ein Gesamtbudget von gut 75 Milliarden Euro. Eine „rechtlich hoch kritische“ Praxis ist demnach schlicht inakzeptabel, meint auch die Redaktion.

Offenbar liegt diese Praxis unter anderem darin begründet, dass die Landesaufsichten im Gesundheitswesen diese Vereinbarungen nicht unterbinden wollen. Offenbar geht der Staat auf Länderebene davon aus, er spart hier mehr als eine Neuregelung nutzen würde.

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ST“OO“PP für „MONSANTO-BAYER“ – ST“OO“PPT „GLYPHOSAT“ /// „Neue“ Umweltministerin : Neue „Pflanzen-Schutz-Regeln“ sollen „INSEKTEN-STERBEN“ aufhalten – – – „KLÖCKNER“ versus „SCHULZE“ //// „Die WILD-Biene“ STIRBT“ ///// „Autonome Drohnen“ statt „Bienen“ also //// „AUFSTAND in FRANKREICH“ ////// Schwere „Vorwürfe“ aus der „EU“ gegen „Merkel“ wegen „Türkei-Deal“

siehe auch „KLÖCKNER und die BIENEN“ – und „der DIGITALE BAUER“

https://www.keine-gentechnik.de/nachricht/33116/

Neue Studien zeigen: Glyphosat ist weiterhin gefährlich

05.04.2018

Auswirkungen von Glyphosat
13,4 Millionen Menschen sind in Argentinien unmittelbar von den Folgen des Glyphosat-Einsatzes betroffen-+-Bild: Pablo E. Piovano

Mehrere aktuelle Studien zeigen, dass das Herbizid Glyphosat Umwelt und Gesundheit negativ beeinflusst. Sie liefern neue Argumente dafür, den Wirkstoff in Deutschland Ende 2021 endgültig zu verbieten, wie dies Bundesumweltministerin Svenja Schulze forderte.

Wissenschaftler der Universität des US-Staates Indiana haben 71 Schwangere untersucht und bei 93 Prozent von ihnen Glyphosat im Urin nachgewiesen. Dabei zeigte sich ein klarer Zusammenhang zwischen Glyphosatbelastung und einer verkürzten Schwangerschaftsdauer. Die Wissenschaftler wiesen darauf hin, dass eine verkürzte Schwangerschaft für das Neugeborene lebenslange negative Auswirkungen haben könnte. Sie mahnten weitere Studien mit mehr Schwangeren an, um zu erkennen, ob die Glyphosatbelastung noch andere Risiken für die Ungeborenen mit sich bringt.

Ebenfalls aus den USA kam die Nachricht, dass die Population des Monarch-Falters weiter abnimmt. Das Center für Biological Diversity (CBD) hatte in den Überwinterungsquartieren des Falters in Mexiko den Bestand überprüft. Waren es vor 20 Jahren noch eine Milliarde Falter, so sind jetzt noch 93 Millionen übrig. Um auf Dauer überleben zu können, müsste die Population 225 Millionen Tiere betragen, schrieb das CBD. Als Grund für die rapide Abnahme nennen die Artenforscher den Einsatz von Herbiziden, insbesondere von Glyphosat. Die Spritzgifte lassen die Wirtsblume des Falters, die Seidenpflanze, absterben.

Argentinische Wissenschaftler haben gezeigt, dass Glyphosat und sein Abbauprodukt AMPA vom Winde verweht werden können. Dazu sammelten sie den Staub, den der Wind von abgeernteten, offen daliegenden Feldern wehte. Der bis zu einer Höhe von eineinhalb Meter aufgewirbelte Staub enthielt 247 Mikrogramm je Kilogramm (µg/kg) an Glyphosat und fast ebensoviel AMPA. Das sei 60 mal mehr Glyphosat als im Boden selbst, heißt es in der Studie. Daraus folge, dass der Erosionsstaub sich möglicherweise negativ auf das Ökosystem und die menschliche Gesundheit auswirke.

Andere argentinische Forscher haben die Kaulquappen von Fröschen gängigen Umweltkonzentrationen an Glyphosat ausgesetzt und dabei unterm Mikroskop Leberveränderungen nachgewiesen. Dabei war die gebrauchsfertige gylyphosathaltige Pestizidmischung Roundup noch schädlicher als reines Glyphosat. Brasilianische Forscher hatten die Fischart Astyanax lacustris in Wasser mit Spuren eines glyphosathaltigen Herbizids schwimmen lassen. Bei einer Konzentration von 50 Mikrogramm je Liter waren die Spermien der Fische bewegungsunfähig, bei 300 Mikrogramm starben die Samenzellen ab.

All diese Studien müssen berücksichtigt werden, wenn in den kommenden Monaten in Deutschland glyphosathaltige Herbizide neu zugelassen werden. Denn dabei sollen die Behörden die Risiken für Nichtziel-Pflanzen und die Biodiversität besonders beachten. Bis Fristende am 16. März hatten acht Hersteller beantragt, 24 glyphosathaltige Spritzmittel in der Bundesrepublik neu zuzulassen. Weitere zwölf Herbizide, die über 2018 hinaus zugelassen sind, würden von Amts wegen überprüft, teilte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit auf Anfrage mit.

Ginge es nach der neuen Bundesumweltministerin Svenja Schulze, würden die Zulassungen nur noch befristet bis Ende 2021 erteilt. Danach will die SPD-Politikerin das Herbizid in Deutschland endgültig verbieten, teilte sie der BILD-Zeitung mit. Bedeckt hält sich dagegen Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner von der CDU. Sie sagte der Rheinischen Post lediglich, Naturschutz und Landwirtschaft seien keine Gegensätze und gehörten zusammen: „Und deshalb will ich mit der Kollegin Schulze auch ein gutes Einvernehmen finden.“ [lf]

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MON-SANTO-KONTAMINATION

DAS GANZE ist eine „BÖSARTIGE FARCE“

MERKEL der „SUPER-G(r)AU(s)“ – zur PERSON MERKEL: „AUS-SITZEN“ – „UNNÜTZE BLÖDE SPRÜCHE“ –  „MACHT-GEIL-HEIT“…. – – – – – ÜBRIGENDS ist die PERSON „mit-HAUPT-VERANTWORTLICHE“ für den „SATANISCHEN DEAL“

SCHLUSS mit LUSTIG!!! – WIEVIEL BEKOMMT „VESTAGER“(EU) von „MONSANTO-BAYER“ für den DEAL

?“WETT-BEWERB“?  – diesen schaltet MON-SATAN schon mit der ERMÄCHTIGUNG über „PATENT auf LEBEN“  AUS und mit der UN-KONTROLLIERTEN AUSBREITUNG der manipulierten SAAT  – ALLES wird KONTAMINIERT

ANKLAGE: VESTAGER (EU) ist GEGEN das „VORSORGE-PRINZIP“ und GEGEN die „GESUNDHEIT“ und „ÖKOLOGIE“ DENN es gibt UNENDLICH VIEL BEWEISE GEGEN MONSANTO – die FRAGE ist: „WIESO ist dieser satanische KONZERN mit seinen UNTERSTÜTZERN noch nicht hinter SCHLOSS und RIEGEL“???!!!

„kontrollierter FEIND“ – „trojanisches Pferd“ – RA – RA – RA – S – „PUTIN“ demaskiert sich „WIEDER-MAL“ – DENN PUTIN UNTERSTÜTZT den satanischen DEAL???!!!

https://www.keine-gentechnik.de/nachricht/33130/

Baysanto: USA und Russland wohl einverstanden

12.04.2018

Werner Baumann (links), Vorsitzender des Vorstands der Bayer AG, und Hugh Grant, Chairman und Chief Executive Officer von Monsanto (Foto: Bayer)
Werner Baumann (links), Vorsitzender des Vorstands der Bayer AG, und Hugh Grant, Chairman und Chief Executive Officer von Monsanto (Foto: Bayer) ………… (<<< hier sieht man  Zwei DRECKIG GRINSENDEEIERKÖPFE“ mit „HUNDELEINE„>>>)

Fast 20 der rund 30 relevanten Kartellbehörden hat Bayer inzwischen im Boot. Und die Einkaufsliste des Chemiekonzerns BASF wird immer länger. Nach dem Willen der US-Wettbewerbshüter soll BASF nun noch das Geschäft mit der digitalen Landwirtschaft von Bayer erwerben, damit die Leverkusener den amerikanischen Saatgutgiganten Monsanto übernehmen dürfen.

Nach Medienberichten vom Mittwoch werde das USJustizministeriums damit wohl grünes Licht geben für die größte Firmenübernahme der Nachkriegsgeschichte. Ein Bayer-Sprecher bestätigte das Verkaufsangebot an BASF, äußerte sich aber nicht zum Stand des Genehmigungsverfahrens in den USA. Der EU-Wettbewerbskommissarin hatte es für ihre Zustimmung im März noch ausgereicht, dass BASF nur eine Lizenz für Bayers Digital-Farming bekommt. Nach dem Willen der USBehörden soll Bayer nun umgekehrt Lizenznehmer bei ihrem Käufer BASF werden.

Mit den agrarspezifischen IT-Plattformen, die Bayer und Monsanto beide entwickeln, können Landwirte ihre kompletten Betriebe digital steuern. Anhand riesiger Datenmengen zu Rahmenbedingungen wie Wetter oder Bodenbeschaffenheit werden Bedarf und Einsatz von Wasser, Saatgut, Dünger und Spritzmitteln berechnet und umgesetzt. So können die Konzerne ihr IT-Angebot direkt auf ihr Warenangebot abstimmen – von gentechnisch verändertem Saatgut bis zum Pestizid. Es entsteht eine computergestützte Rundumversorgung mit der Gefahr maximaler Abhängigkeit der Landwirte vom jeweiligen Konzern. Künftig werden dann wohl Bayer mit der MonsantoPlattform und BASF mit der ehemaligen BayerPlattform auf IT-Kundenfang gehen.

Schließlich hat sich die Einkaufsliste von BASF um eine Reihe von Mitteln zur Saatgutbehandlung verlängert, teilte Bayer mit. Dafür steht NemaStrike, ein Bodeninsektizid von Monsanto, dessen Verkauf die EU gefordert hatte, nicht mehr auf der Liste. Auf Wunsch der EU enthält sie aber bereits Bayers Raps-, Soja- und Baumwollsaatgut, das Gemüsegeschäft sowie das weltweite Geschäft mit dem Unkrautvernichter Glufosinat-Ammonium. Der Preis für den Großeinkauf von BASF wurde bislang auf mehr als sechs Milliarden Euro beziffert. Was durch die US-Bedingungen noch hinzukommen wird, ist nicht bekannt.

Diese Verkaufsliste an BASF wird aktuell von EU-Kommissarin Margrethe Vestager noch abschließend geprüft. Ende kommender Woche will sie das Ergebnis verkünden. Wie proplanta.de berichtete, soll auch Russland der Megafusion in Kürze zustimmen. Bayer hat weiterhin das Ziel, Monsanto noch in diesem Quartal für mehr als 49 Milliarden Euro zu übernehmen und damit zum weltweit größten Anbieter für Saatgut und Pestizide aufzusteigen. Die Börse hat schon begonnen zu feiern. [vef]

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siehe auch MONSANTO-„RoundUP“ incl. GLYPHOSAT ist als „FORMULIERUNG“ „125“ mal toxischer als GLYPHOSAT pur

http://www.rp-online.de/politik/deutschland/unkrautvernichtungsmittel-umweltministerin-schulze-will-glyphosat-verbot-durchsetzen-aid-1.7475385

| 18.13 Uhr

Bis spätestens Ende 2021

Umweltministerin Schulze will GlyphosatVerbot durchsetzen

Unkrautvernichtungsmittel: Umweltministerin Schulze will Glyphosat-Verbot durchsetzen

Bundesumweltministerin Svenja Schulze von der SPD bei ihrer Rede im Bundestag. FOTO: dpa, cgt tba
Berlin. Bundesumweltministerin Schulze hat angekündigt, das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat bis spätestens Ende 2021 verbieten zu lassen. Damit geht sie über den Koalitionsvertrag hinaus.

Die Deutschen wollten nicht nur kein Glyphosat auf Äckern, sondern insgesamt einen sorgsameren Umgang mit Pflanzenschutzmitteln, sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) bei ihrer Rede im Bundestag. „Wir werden deshalb die Anwendung von Glyphosat in dieser Legislaturperiode schnellstmöglich beenden.“ Damit ging sie über den Koalitionsvertrag hinaus, in dem nur von einem schnellstmöglichen Ausstieg aus der weit verbreiteten Glyphosat-Nutzung die Rede ist, ohne ein Datum zu nennen.

Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) ging in ihrer Rede nicht auf Glyphosat ein, kündigte aber ein entschiedenes Vorgehen gegen Insektizide auf Grundlage von Neonikotinoiden (Neokis) an. Das Mittel wird von mehreren Konzernen hergestellt, darunter Bayer und Syngenta. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen sei das hochwirksame Nervengift verantwortlich für das Bienensterben.

„Was für Bienen schädlich ist, muss weg vom Markt“, erklärte die CDU-Politikerin. Klöckner setzte damit einen anderen Akzent als ihr Vorgänger Christian Schmidt (CSU). Der hatte sich Ende Februar gegen ein Verbot von Neoniks gewandt, nachdem die EU-Lebensmittelbehörde Efsa vor der Chemikalie gewarnt hatte.

Schmidt war öfter mit Schulzes Vorgängerin, der SPD-Politikerin Barbara Hendricks, aneinander geraten. So hatte der CSU-Politiker im November ohne Abstimmung mit der Bundesregierung in der EU für die Zulassungsverlängerung von Glyphosat gestimmt und damit heftigen Protest von Hendricks und anderen SPD-Politikern ausgelöst.

„Meine Hoffnung ist, dass dies ein einmaliger Ausrutscher war und dass wir davon ausgehen können, dass in der neuen Bundesregierung ein neuer Geist herrscht und solche Foulspiele nicht wiederholt werden“, erklärte Schulze. Klöckner sagte, Naturschutz und Landwirtschaft seien keine Gegensätze und gehörten zusammen: „Und deshalb will ich mit der Kollegin Schulze auch ein gutes Einvernehmen finden.“

(gaa/REU)

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/watch?v=aaEGdeqaBho

Ist Glyphosat bioakkumulativ? Lagert sich der Unkrautvernichter im Körper ab? [NDV]

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Ökosystem – Großes „INSEKTEN-STERBEN“ in Deutschland – WELT

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http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/neue-pflanzenschutz-regeln-sollen-insektensterben-aufhalten-15528984.html

Neue Umweltministerin : Neue Pflanzenschutz-Regeln sollen Insektensterben aufhalten

  • Aktualisiert am

Bundesumweltministerin Svenja Schulze sitzt im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit während eines Interviews. Bild: dpa

Glyphosat tötet alles, was grün ist“, sagt die neue Bundesumweltministerin. Sie fordert insgesamt weniger Pflanzenschutzmittel – und will bald schon die ersten Gesetze auf den Weg bringen.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat den Kampf gegen das Insektensterben zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit erklärt. „Das Artensterben aufzuhalten, ist eine der zentralen politischen Aufgaben unserer Zeit“, sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Das Insektensterben nehme rasant zu. „Mit den Insekten verschwinden auch die Vögel. Und all die wertvollen Leistungen, die Insekten für uns erbringen – von der Bestäubung, über die Reinigungsfunktion in Gewässern bis zur Bodenfruchtbarkeit.“

Schulze hat schon angekündigt, dass sie gleich nach Ostern mit Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) das geplante Aktionsprogramm für Insektenschutz angehen will. „Ich will die Landwirtschaftsministerin beim Wort nehmen – sie hat gesagt, dass Bienen systemrelevant seien und man etwas tun muss“, sagte sie Anfang der Woche. Das Programm ist im Koalitionsvertrag festgehalten. Schulze will noch innerhalb der ersten 100 Tage der neuen Regierung Eckpunkte vorlegen.

Im Interview der Funke-Zeitungen verlangte sie, sämtliche Pflanzenschutzmittel zurückhaltender einzusetzen. „Wir brauchen einen grundsätzlichen GlyphosatAusstieg in dieser Legislaturperiode. Glyphosat tötet alles, was grün ist. Insekten finden danach keine Nahrung mehr“, sagte Schulze. „Aber mit dem Glyphosat-Ausstieg allein ist es nicht getan – wir brauchen einen grundsätzlich restriktiveren Einsatz aller Pflanzenschutzmittel.“

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Bedrohte Bestäuber : Stirbt die Biene wirklich?

In ihrem Bestand bedroht: Mehr als die Hälfte aller heimischen Bienenarten stehen auf der Roten Liste. Bild: dpa

Plötzlich redet alle Welt vom Bienensterben. Steht es um die Tierchen tatsächlich so schlimm? Ein Faktencheck.

 

Manchmal sind es gerade die einfachen Fragen, auf die es keine einfachen Antworten gibt. Die Frage „Liebst du mich?“ gehört dazu. Da kommen mitunter selbst geübte Rhetoriker ins Schwimmen. Solche tückisch-einfachen Fragen gibt es auch in der Politik („Gehört der Islam zu Deutschland?“). Selbst die angeblich so objektive Welt der Naturwissenschaften hat auf manch einfache Fragen keine eindeutigen Antworten. Ob es den Klimawandel gibt, darüber haben prominente Köpfe quer über alle Kontinente jahrelang erbittert gestritten.

Christoph Schäfer

Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Das gilt auch für eine der aktuell wichtigsten Fragen: Gibt es das Artensterben und insbesondere das Bienensterben wirklich? Volker Mosbrugger, Generaldirektor der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung, antwortete darauf vor zwei Wochen in der F.A.S.: „Wir haben genügend Daten, dass wir zeigen können, dass es das Bienensterben gibt – und auch das Artensterben generell.“ Der Protest ließ nicht lange auf sich warten. Der Chemiekonzern Bayer beispielsweise ließ ausrichten, dass es ein Bienensterben „definitiv nicht“ gebe.

Wie es den Bienen und den Bestäubern im Allgemeinen geht, hat wirtschaftlich große Auswirkungen. Die jährliche Bestäubungsleistung der Insekten wird allein in Deutschland auf zwei bis vier Milliarden Euro geschätzt, weltweit sind es ein paar hundert Milliarden. Umso wichtiger ist die Frage: Gibt es das Artensterben wirklich?

Um unfassbare 76 Prozent zurückgegangen

Spätestens seit Ende vergangenen Jahres muss man wohl sagen: Ja! Im Oktober 2017 nämlich kam eine von Caspar Hallmann von der RadboudUniversität in Nimwegen geleitete und mit Hilfe von ehrenamtlichen Insektenkundlern aus Krefeld vorgenommene Studie zu dem Schluss: Die drastischen Bestandseinbrüche sind real. Die Forscher stellten fest, dass die Biomasse der Fluginsekten in 63 deutschen Schutzgebieten zwischen 1989 und 2016 um unfassbare 76 Prozent zurückgegangen ist. Die Verluste betreffen offenbar die meisten Arten. In der Folge gab es vereinzelt Kritik an der Studie, insgesamt aber bescheinigte ihr die Fachwelt eine sehr hohe Aussagekraft. Auch das Bundesumweltministerium legt sich auf Nachfrage fest: „Sowohl die Gesamtzahl der Insekten als auch die Vielfalt der Insektenarten haben in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland nachweislich abgenommen.“

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Bedrohte Bienenarten in Deutschland
Ausgestorben 39
Vom Aussterben bedroht 31
Stark gefährdet 78
Gefährdet 85
Gefährdet (Ausmaß unbekannt) 34
Extrem selten 24
52,6% der heimischen Bienenarten stehen auf der Roten Liste
Grafik: F.A.Z. / Quellen:  Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen; Bundesamt für Naturschutz

Die speziellere Frage, ob es auch das Bienensterben gibt, ist schwieriger zu beantworten, weil es die eine Biene nicht gibt. Die meisten Deutschen denken unwillkürlich nur an die Honigbienen, die von Imkern gehalten werden. Die Gattung der Honigbiene umfasst sieben bis zwölf staatenbildende Arten, für die Imkerei ist die Westliche Honigbiene allerdings die bedeutendste. Doch Honigbienen sind nur ein Teil des Spektrums. Laut dem Naturschutzbund Deutschland leben in Deutschland nämlich einige hundert Bienenarten und auch jede Menge Hummeln und Wespen. Unter ihnen stellt die Honigbiene eigentlich eine Ausnahme dar, denn sie lebt und überwintert als Volk und vermehrt sich durch Volksteilung, das sogenannte Schwärmen. Die meisten Bienenarten aber leben alleine. Es sind solitäre Bienen beziehungsweise Wespen, von denen nur die Weibchen Nestbau und Brutpflege betreiben. Sie legen ihre Eier in der Erde oder in Ritzen von Holz oder Lehm ab.

Ein generelles, weltweites und alle Arten betreffendes Bienensterben kann es aber allein schon deshalb nicht geben, weil die Zahl der Honigbienen signifikant steigt. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) zählte im Jahr 1961, dem ersten Jahr ihrer Erhebung, lediglich 49 Millionen kommerzielle Bienenstöcke auf der Welt. Im Jahr 2016 waren es mit 90 Millionen schon fast doppelt so viele.

„Honigbienen sind im Grunde genommen Haustiere“

Das liegt vor allem an der Entwicklung in Asien, wo sich die Zahl der Honigbienen-Völker auf 42 Millionen vervierfacht hat. Auch in Südamerika (plus 311 Prozent) und in Afrika (plus 150 Prozent) ging es rasant aufwärts. Selbst in China, das für seine schlechten Umweltschutzstandards bekannt ist, hat sich die Zahl der Honigbienen fast verdreifacht.

Geradezu gegenteilig verlief die Entwicklung in vielen westlichen Ländern. In Nordamerika brach die Zahl der Bienenstöcke um 40 Prozent ein, in Europa um 13 Prozent. In Deutschland lebten nach Angaben des Deutschen Imkerbundes Ende vergangenen Jahres etwa 766.000 von Menschen gehaltene Bienenvölker. Das sind 23 Prozent kommerzielle Bienenstöcke mehr als vier Jahre zuvor, nach Angaben der FAO aber waren es Anfang der 60er noch fast dreimal mehr.

Mit Umwelteinflüssen hat das zunächst einmal nichts zu tun, dafür umso mehr mit der Zahl der Imker. „Honigbienen sind im Grunde genommen Haustiere, sie werden von Menschen gehegt und gepflegt“, sagt Stefanie Hahn vom Institut für Bienenschutz am Julius Kühn-Institut in Quedlinburg. Genauso wie Kühe und Schweine gelten Honigbienen als Nutztiere, daher fällt ihr Wohlergehen in Deutschland in den Bereich des Landwirtschaftsministeriums. Deshalb war es nicht etwa die neue Umweltministerin Svenja Schulze (SPD), sondern die neue Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, die in ihrer Antrittsrede im Bundestag die Bienen als „systemrelevant“ bezeichnete. In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung legte die CDU-Politikerin nach: „Für mich ist klar: Was der Biene schadet, muss vom Markt.“

Bei den Wildbienen sieht es ganz anders aus

Aus der steigenden Zahl der von Menschen gehaltenen Honigbienen kann man aber keinesfalls schließen, dass es den Bienen auch gutgeht. Wenn in Deutschland mehr Hühner gehalten werden, heißt das ja auch nicht, dass die Hühner in einer besseren Umwelt leben und sich deshalb glücklich vermehren. Es bedeutet schlicht und einfach nur, dass es mehr Hühnerhalter gibt.

Senckenberg-Chef Mosbrugger sieht die Vermehrung der Honigbienen zum Teil sogar als Warnsignal: „Die natürliche Bestäubung hat nachgelassen. Deswegen gehen Obstbauern mit großen Plantagen dazu über, sich Bienen zu halten. Die machen das ja nicht wegen dem Honig, sondern weil sie Bestäuber brauchen.“ Diese Lesart würde erklären, warum die Honigbiene gerade in Umweltsünder-Staaten wie China auf dem Vormarsch ist.

Ganz anders sieht es bei den Wildbienen aus, ihre Zahl nimmt ab. Den stärksten Beweis dafür liefert die vom Bundesamt für Naturschutz veröffentlichte „Rote Liste und Gesamtartenliste der Bienen Deutschlands“. Solche Roten Listen haben in Deutschland den Status von Sachverständigengutachten, sie dienen dem Gesetzgeber und den Behörden als Informationsquelle für ihre Umweltpolitik. Mit Blick auf die Bienen fällt die Rote Liste eindeutig aus: Sie vermerkt 39 heimische Arten als in Deutschland ausgestorben oder verschollen, 31 sind vom Aussterben bedroht, 78 Arten gelten als stark gefährdet, 85 als gefährdet. Weitere 34 Bienenarten sind gefährdet, die Wissenschaftler wissen aber nicht, wie stark genau. Nochmal 24 Arten gelten als extrem selten. Insgesamt stehen damit mehr als die Hälfte (52,6 Prozent) aller heimischen Bienenarten auf der Roten Liste und sind damit mehr oder weniger in ihrem Bestand bedroht. Langfristig gesehen stehen 233 Arten, die abgenommen haben, nur fünf Arten gegenüber, die zugenommen haben.

„Die Ursachen der Gefährdung so vieler Arten sind zwar vielfältig, jedoch stets in immer intensiveren Eingriffen des Menschen in natürliche Kulturökosysteme zu suchen“, schreiben die Autoren. Insbesondere die Zerstörung der Nistplätze und die Vernichtung des Nahrungsangebots sei dafür verantwortlich. Während die kleinbäuerliche Landwirtschaft für Vielfalt gesorgt und damit unzähligen Bienenarten ein Auskommen ermöglicht habe, sei die industrielle Landwirtschaft die Hauptursache für den Rückgang.

Zu ähnlich alarmierenden Ergebnissen kommt auch der jüngste Report des Weltbiodiversitätsrates IPBES und das in Arizona beheimatete Zentrum für Biologische Vielfalt (Center for Biological Diversity). In dessen Analyse „Bestäuber in Gefahr“ vom Februar dieses Jahres steht, dass mehr als die Hälfte aller in Nordamerika heimischen Bienenarten zurückgehe, jede vierte Art sei gefährdet oder gar vom Aussterben bedroht. Verantwortlich dafür machen die Autoren ebenfalls den Verlust an natürlichen Lebensräumen, den Klimawandel und Pestizide, die Bauern zu oft, zu intensiv oder gar verbotenerweise in ihren Feldern einsetzen.

Was bleibt? Der Vorwurf, dass Umweltschützer alarmierende Berichte schreiben, um ihre eigenen Jobs zu retten und sich wichtig zu machen, lässt sich weder belegen noch widerlegen. Auch sind sich alle Forscher einig, dass es mehr Grundlagenforschung braucht und die Zahl der Insekten an mehr Stellen exakt beobachtet werden muss. Aber eines hat unser Faktencheck als Merksatz klar ergeben: Die Honigbiene lebt, aber die viel zahlreichere Wildbiene stirbt leider.

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http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/tiere/bienen-sterben-eine-gefahr-fuers-bruttosozialprodukt-15511262.html?premium

Artikel Bienensterben : „Das Artensterben kostet drei Billionen Euro“

Die westliche Honigbiene: Apis mellifera. Bild: dpa

Der Biologe Volker Mosbrugger über den Tod der Honigbiene, die Folgen für das Bruttosozialprodukt. Und warum Gartenbesitzer nicht so oft mähen sollten.

Herr Mosbrugger, früher redeten alle vom Waldsterben, heute vom Bienensterben. Das Waldsterben fand nie statt, wie ist es mit dem Bienensterben?

Christoph Schäfer

Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Wir haben genügend Daten, dass wir zeigen können, dass es das Bienensterben gibt – und auch das Artensterben generell. Wissenschaftler vom SenckenbergForschungsinstitut haben zum Beispiel herausgefunden, dass in den letzten zweihundert Jahren jede vierte einheimische Pflanzenart in Frankfurt verschwunden ist. Andere Senckenberg-Kollegen haben gezeigt, dass an Trockenhängen in der Nähe von Regensburg in den letzten 150 Jahren etwa jede dritte Schmetterlingsart nicht mehr vorkommt. Das sind so die Größenordnungen des Artenverlustes, die wir an ganz vielen Stellen sehen.

Das Artensterben ist also definitiv kein Medienphänomen und keine Hysterie?

Nein, ganz im Gegenteil: Wir Wissenschaftler haben schon sehr viel länger gemahnt, das Problem wird aber erst jetzt zunehmend ernst genommen. Man sieht und fühlt es ja auch, jeder kann es beobachten: Wenn Sie früher mit dem Auto durch die Landschaft fuhren, war die Autoscheibe immer voller toter Insekten. Das gibt es heute nicht mehr. Wenn Sie heute rausgehen in die Natur, dann ist die relativ still. Früher hat es gezirpt und gezwitschert. Heute ist es viel ruhiger geworden, weil es viel weniger Insekten und Vögel gibt. Das Phänomen hat auch schon einen Namen: „Der stumme Frühling“.

Wer ist daran schuld?

Bei uns in Europa ist es ganz wesentlich die Landwirtschaft. Es gibt fast keine Feldränder mehr, die Bauern pflügen bis an den Rand. Sie bauen große Monokulturen an und lassen kaum noch eine natürliche Vielfalt an Pflanzen zu, die als Nahrung für die Insekten und andere Tiere wichtig sind. Außerdem bringen sie zu viele Schadstoffe wie Insektizide und Glyphosat auf die Felder und übernutzen die Böden, statt sie nachhaltig zu bewirtschaften. Die Landwirtschaft ernährt uns, aber sie zerstört auch die Lebensgrundlage vieler Tiere und Pflanzen, gerade auch von Insekten.

Woran liegt es noch?

Auch durch den Klimawandel verschwinden viele Arten, vor allem die kälteliebenden. Und bei der Honigbiene spielt eine bestimmte Milbenart eine wichtige Rolle, die Varroa, die die Bienenbestände reduziert.

Angenommen, es gibt auf der Erde keine Honigbienen mehr. Was passiert dann?

Es kommt nicht nur auf unsere domestizierten Honigbienen an, sondern auf die Bestäuber insgesamt. Die Honigbiene ist ja nicht die einzige Bestäuberin. Allein in Deutschland gibt es mehrere hundert Bienenarten, hinzu kommen Schmetterlinge, Fliegen, ein ganzes Spektrum an Insekten, die Pflanzen bestäuben. Das Problem ist, dass die Vielfalt der Bestäuber insgesamt deutlich zurückgegangen ist.

Countdown – der politische Newsletter der F.A.Z.

Wie sähe eine Welt ohne Bestäuber aus?

Die Pflanzen, die von einer Bestäubung abhängen, würden stark zurückgehen. Das träfe vor allem die Vitaminlieferanten, die beispielsweise Äpfel, Birnen oder Kirschen wachsen lassen. Die Kohlehydratlieferanten wie Weizen, Reis und Mais hätten kein allzu großes Problem; die werden vom Wind bestäubt, da sind Insekten nicht so wichtig.

Man kann auch per Hand bestäuben, in China in der Provinz Sichuan wird das schon gemacht.

Genau da ist der Punkt, wo es spannend wird: Macht es wirklich Sinn, die natürlichen Dienstleister zum Aussterben zu bringen? Da kann man doch besser gleich sagen: Lass sie weiter ihren Job machen, dafür bezahle ich ja nichts. Man kann sogar ausrechnen, was die sogenannten Ökosystem-Dienstleistungen wert sind. Die jährliche Bestäubungsleistung der Insekten etwa wird allein in Deutschland auf zwei bis vier Milliarden Euro geschätzt, weltweit sind es ein paar hundert Milliarden Euro.

Wie lässt sich so etwas denn ausrechnen?

Wenn die kostenfreie Dienstleistung der Natur wegfällt, muss der Bauer sie ersetzen. In China muss er dann Menschen fürs Bestäuben bezahlen. Das lohnt sich aber nur in Ländern, in denen die Arbeitskraft extrem preisgünstig ist. Im Hochlohnland Amerika hingegen hat sich rund um die Honigbiene eine richtige Industrie entwickelt. Da gibt es riesige Lastwagen voll mit Bienenkörben, die ich buchen kann. Da rufen die Bauern den Vermieter der Bienen an und sagen ihm: Meine Mandelbäume blühen von dann bis dann, da brauche ich zwei Trucks Bienen von dir. Dann stellt der seine Bienen vier Wochen hin und fährt dann weiter zum nächsten. Da überlege ich mir doch lieber vorher eine gescheite Landwirtschaft, die das Bestäuben von Haus aus macht.

Wo leistet uns die Natur noch gute Dienste, um die wir uns sonst selbst kümmern müssten?

Wenn ich speziell auf die belebte Natur blicke, dann unterscheidet man häufig vier Typen von ÖkosystemDienstleistungen. Da gibt es erstens die sogenannten „unterstützenden Dienstleistungen“ wie die Photosynthese und die Bodenbildung. Zweitens die „versorgenden Dienstleistungen“. Dazu zählen etwa Früchte oder Brennholz, die wir direkt aus der Natur entnehmen.

Und die beiden anderen?

Die dritte Gruppe sind die „regulierenden Dienstleistungen“. Die Natur regelt zum Beispiel den Wasserkreislauf: Wenn es regnet, kommt es nicht gleich zu Überflutungen, weil das Wasser im Boden, in den Wurzeln und in den Pflanzen gespeichert wird. Viertens geht es um kulturelle Werte. Stellen Sie sich vor, ich würde in Frankfurt alle Bäume fällen. Wer würde dann dort noch leben wollen? Deshalb sollte ich schon jetzt fragen: „Wie viel sind Sie bereit, für die Bäume in Frankfurt zu zahlen?“ Und dann sehen Sie: Auch bei uns hat die Natur einen hohen kulturellen Wert.

Hat jemand mal versucht, all diese Leistungen der Natur zu berechnen?

Einen Teil dieser ÖkosystemDienstleistungen können Sie quantifizieren. Eine Gruppe Wissenschaftler kam auf einen Wert von etwa 125 Billionen Dollar im Jahr. Das globale Bruttoinlandsprodukt beträgt jährlich 80 Billionen Dollar. Die Natur erwirtschaftet also mehr als alle Menschen zusammen. Es gibt auch Berechnungen, wonach uns das Artensterben derzeit gut drei Billionen Euro im Jahr kostet.

Volker Mosbrugger, 64, ist Generaldirektor der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung in Frankfurt.
Volker Mosbrugger, 64, ist Generaldirektor der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung in Frankfurt. : Bild: Victor Hedwig

Wo ist der Schaden, wenn ich statt tausend Insektenarten nur noch 980 habe?

Der wirtschaftliche Schaden entsteht immer da, wo bestimmte Dienstleistungen der Natur wegfallen, die wir technisch ersetzen müssen. Der Landwirt braucht dann eben mehr Chemikalien oder muss den Bienenlaster anmieten. Tatsächlich wissen wir aber in den meisten Fällen noch nicht, welche ganz konkreten Konsequenzen das Artensterben hat. Das ist, wie wenn Sie als Laie willkürlich irgendwelche Teile aus einem Motor rausziehen. Vielleicht haben Sie zehnmal Glück und merken keinen Unterschied, weil es unwichtige Teile waren. Beim elften Mal aber bleibt das Auto stehen. Genau das passiert gerade in der Natur: Wir nehmen einzelne Arten heraus, und es passiert erst mal nicht dramatisch viel, weil es Redundanzen im System gibt. Fällt die eine Bienenart weg, können andere den Job übernehmen. Aber irgendwann funktioniert das ganze System nicht mehr.

Was kann die Politik tun, um das Artensterben aufzuhalten?

In unseren Breiten müssen wir sicherstellen, dass mehr natürliche Vielfalt möglich wird, die Landwirte etwa mehr Feldränder und Hecken stehenlassen. Außerdem müssen wir Teile unseres Waldes wieder zu einem Urwald werden lassen und auch mehr natürliche Vielfalt in die Städte bringen. Das Wichtigste aber ist, die Natur dort zu erhalten, wo sie noch vorhanden ist. Das gilt insbesondere für den extrem artenreichen Regenwald oder auch die Riffe. Bei uns in Europa ist es dafür zu spät, richtig ursprüngliche Natur gibt es hier so gut wie nicht mehr.

Wie bitte? In Deutschland gibt es doch wahnsinnig viel Waldfläche.

Unsere Wälder sind doch Gärten! Das ist kein wilder Wald, da ist nichts natürlich.

So ein deutscher Mischwald kommt mir sehr natürlich vor…

Ne, ne, ne! Das ist alles Forst, mal mehr, mal weniger naturnah. Unsere deutschen Wälder sind nicht so viel anders als der Palmengarten in Frankfurt. Der ist so gebaut, dass Sie schöne bunte Blumen sehen. Unsere Wälder sind so gebaut, dass die Forstwirte viel Holz bekommen. Beides sind aber letztlich menschengemachte Gärten. Schon die Römer haben den Taunus abgeholzt, wir haben ihn wieder aufgeforstet.

In Vorträgen sagen Sie, das Artensterben sei ein viel größeres Problem als der Klimawandel. Inwiefern?

Beim Klimawandel denken wir derzeit über Mechanismen nach, wie wir Kohlendioxid wieder aus der Atmosphäre herausholen können. Bei der Biodiversität haben wir keine Chance, etwas zurückzuholen. Wenn eine Art weg ist, ist sie weg.

Können unsere Zoos nicht verhindern, dass eine Art ausstirbt?

Wie viele Arten leben schon in einem Zoo? Der Frankfurter Zoo beherbergt etwa 450 Arten. Und dann nehmen Sie alle anderen Arten in den verschiedenen Zoos der Welt hinzu. Dann kommen Sie vielleicht auf ein paar tausend. Aber wir haben zehn Millionen Arten auf der Erde. Der Zoo als Arche-Prinzip funktioniert dafür nicht.

Wird die neue Regierung etwas für die Artenvielfalt tun?

In den Koalitionsverhandlungen war viel von befristeten Arbeitsverträgen und dem Soli die Rede. Die Natur ist der Politik noch nicht wichtig genug, sie muss das Thema ernster nehmen und die Systemforschung stärken. Erfreulicherweise finden sich dazu jetzt in dem Koalitionsvertrag einige Stichworte, wie Erdsystemforschung, Meeresforschung, Insektensterben und Biodiversitäts-Monitoring.

Sie wollen mehr Geld.

Mehr Geld ist immer gut. Aber wir können uns auch bei den Ausgaben fokussieren. Jedes Jahr gehen riesige Summen in die Volksgesundheit. Ich sage: Das Thema Naturforschung ist für unsere Zukunft genauso wichtig wie die Volksgesundheit. Da haben wir noch nicht den richtigen Proporz gefunden.

Kann ich als Privatmann etwas tun, um das Artensterben ein kleines bisschen aufzuhalten?

Kaufen Sie BioLebensmittel, das ist eine gute Tat. Eine andere: Wenn Sie einen Garten haben, machen Sie keinen Steingarten daraus. Und legen Sie auch keinen Golfrasen an, sondern lassen Sie eine Wiese wachsen. Spritzen Sie nicht alles weg, und lassen Sie mal ein bisschen Wildnis zu! Mähen Sie nur zwei– oder dreimal im Jahr, nicht jede Woche. Dann haben Sie nicht nur diesen Golfrasen. Sie bekommen dann eine richtig bunte Wiese mit Blumen in allen Farben und ganz vielen Schmetterlingen darauf.

Aber das Gras wird kniehoch. Meine Kinder, die Fußball spielen wollen, werden sich da bedanken!

Einen Tod stirbt man.

Hm. Was kann ich sonst noch tun?

Wenn Sie ein Haus bauen, denken Sie über ein begrüntes Dach nach. Und erziehen Sie Ihre Kinder so, dass sie in der Natur einen Wert sehen. Geben Sie beispielsweise im Frühjahr jedem Kind einen großen Blumenkübel und eine Kürbispflanze. Das ist wirklich super! Die Kinder lernen dann, Verantwortung für ihre Pflanze zu übernehmen und wie die Natur funktioniert.

Derzeit sind gleich drei Naturbücher in den Bestsellerlisten: „Die Geschichte der Bienen“, „Das geheime Netzwerk der Natur“ und „Das geheime Leben der Bäume“. Ist das esoterischer Quatsch, oder helfen solche Bücher weiter?

Die beiden Bücher über die Bäume und die Bienen haben einen soliden wissenschaftlichen Hintergrund. Natürlich geht das auch in den esoterischen Bereich, wenn ich mit einem Baum rede. Ich glaube aber trotzdem, dass diese Bücher helfen, ein Gefühl für die Bedeutung der Natur zu bekommen. Wenn Sie sich den Kölner Dom anschauen, da geht auch jeder mit einer anderen Empfindung dran: Der Architekt interessiert sich für die Statik, der Historiker für die Geschichte, der dritte sucht Spiritualität. Ich als Naturwissenschaftler gehe an Natur rationaler heran, empfindsamere Seelen reden eben mit den Bäumen. Das ist alles ganz normal und in Ordnung.

Das Gespräch führte Christoph Schäfer.

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siehe auch „MONSANTO-BAYER“ – ARKANSAS – DICAMBA – „DIGITALE LAND-WIRTSCHAFT“

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/martin-schulz-monsanto-virtual-reality-spiegel-podcast-zum-gratis-hoeren-a-1201647.html

SPIEGEL-Podcast gratis „Wir geben das Essen der Welt in die Hand von Chemie-Konzernen“

Monsanto und Bayer – wie Konzern-Monster unser Essen verändern. Die Fakten hinter dem VR-Hype.  „Sagen, was ist“

ab Minuten 21:30  – „MONSANTO – BAYER“ – „DICAMBA – ARKANSAS“ – „DIE LANDWIRTSCHAFT wird DIGITALISIERT“ – – – „VR“ – „VIRTUAL REALITY“

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>>>“ANTI-BIOTIKUM“ –  „GLYPHOSAT“<<< – „Wie GLYPHOSAT das „MIKRO-BIOM“ im DARM und im BODEN ANGREIFT

GLYPHOSAT in ALLER MUNDE – auch KINDER-MUNDE?!

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http://www.spiegel.de/spiegel/maja-lunde-nach-bestseller-ueber-bienen-nun-buch-ueber-wasserknappheit-a-1200737.html

Bestsellerautorin Maja Lunde

Die Frau, die unsere Horror-Zukunft beschreibt

Maja Lunde hat einen Bestseller über eine Welt ohne Bienen veröffentlicht. Jetzt erscheint ihr Buch über Wasserknappheit. Wer ist die Frau, die so packend über Umweltthemen schreibt?

Autorin Lunde: Noch mehr Technik, mehr Menschsein werden die Welt nicht retten

Andrea Gjestvang / DER SPIEGEL

Autorin Lunde: Noch mehr Technik, mehr Menschsein werden die Welt nicht retten

Es gibt Sätze, die man eigentlich nicht sagen kann, wenn man ernst genommen werden will. Wobei es ja auch immer darauf ankommt, wer sie sagt, sprachtheoretische Binsenweisheit. Maja Lunde steht da also und sagt einen Satz wie: „Alles hängt eben mit allem zusammen“, und während man bei jedem anderen Schriftsteller die Paulo-Coelho-Karte ziehen und ihn vom Platz verweisen würde, sagt man erst mal nichts und denkt dann: ja, stimmt eigentlich. Maja Lunde sagt also: „Alles hängt eben mit allem zusammen“ und guckt beim Laufen auf den Boden. Da sind Linien aufgemalt, sie führen zu Vogelarten, Pflanzenarten, durch den ganzen Planeten, man kann sie ablaufen und Abzweigungen nehmen, von der Blattlaus zum Polarbären, eigentlich für Kinder, aber es macht trotzdem Spaß und ist auch interessant, die Linien sind breit und bunt, Maja Lunde lächelt.

Im Naturhistorischen Museum ist viel los, draußen ist es kalt, minus 15 Grad, das ist selbst für Oslo ungewöhnlich, die Stadt versinkt Ende Februar im Schnee. Maja Lunde läuft durch das Museum, sie kennt sich gut aus. Sie hat hier viel Zeit verbracht für ihre Recherchen, einer ihrer wissenschaftlichen Berater arbeitet hier. Sie war hier schon als Kind, kennt jede Vitrine, jedes Skelett, es habe sich eigentlich nichts verändert, sagt sie.

Maja Lunde war vor Kurzem noch eine unbekannte norwegische Kinder- und Drehbuchautorin, jetzt ist sie Weltbestsellerautorin.

Noch bevor „Die Geschichte der Bienen“, ihr erstes Buch für Erwachsene, in Norwegen erschienen war, wurden die Rechte schon an sieben ausländische Verlage verkauft. Es ist in 30 Sprachen übersetzt und steht seit einem Jahr auf der Bestsellerliste. Es war 2017 in Deutschland das meistverkaufte Buch, über 400.000 Exemplare. Maja Lunde hat vor, eine Klima-Tetralogie zu schreiben, der zweite Band „Die Geschichte des Wassers“ ist vorige Woche auf Deutsch erschienen.

Ob sich der Erfolg wiederholen lässt, ist noch nicht abzusehen, vieles spricht dafür, auch „Die Geschichte des Wassers“ ist direkt auf der Bestenliste eingestiegen. Ökologie sells, das findet auch Maja Lunde überraschend. „Schon komisch, dass ich Dan Brown überholt habe, dabei gibt es bei mir weder Sex noch Crime“, sagt sie, während sie im Museum den aufgemalten Linien nach Afrika folgt.

Dass „Die Geschichte der Bienen“ so einschlug, lag sicherlich auch am perfekten Timing. 2017 war de facto ein miserables und daher medial gesehen ein gutes Jahr für die Biene. Häufig sah man Überschriften wie „Warum sterben sie?“ oder „Bienensterben – EU berät über Neonicotinoide“. Nachrichtensprecher übten sich darin, das Wort Neonicotinoide flüssig auszusprechen, und schließlich hat die Biene es auch in den Koalitionsvertrag geschafft, in dem festgeschrieben ist, dass die Biene der Regierung „besonders am Herzen“ liegt. Erst diese Woche versicherte die neue Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner, die Biene sei „systemrelevant“. Solche Vokabeln kannte man bisher eher von Banken. Die Biene hat jetzt eine Lobby. Und die Deutschen kaufen Bienenbücher.

Maja Lunde entwirft in ihrem Buch eine Welt, die nach dem „großen Kollaps“ nicht mehr bestäubt wird. Alle Bienen sind tot. Sie verwebt drei Geschichten miteinander, um die Zusammenhänge klar darzustellen. 1852 entwirft ein talentloser Biologe einen Bienenkorb, der die Imkerei revolutionieren wird. 2007 wird ein Imker in den USA als einer der Ersten vom Bienenmassensterben heimgesucht. 2098 ist China das einzige noch halbwegs existierende Land, da dort die Menschen die Arbeit der Insekten übernommen haben und per Hand die Pflanzen bestäuben.

Auf die Idee mit den Bienen kam sie durch eine Dokumentation im Fernsehen. Noch bevor das Buch fertig war, beschloss sie, die Geschichte weiterzuschreiben, vier Bücher insgesamt, ein zusammenhängendes fiktionales Universum, das die Folgen der menschlichen Lebensweise für die Umwelt illustriert. Das Klima und der Schutz des Planeten spielten schon eine Rolle für sie, als sie Kind war, ihre Eltern waren „Naturhippies“, wie sie sagt, im Kinderzimmer hing ein Anti-Atomkraft-Plakat. Für ihre Bücher recherchiert sie aufwendig, war in Spitzbergen, um Eisbären zu beobachten, und in Griechenland, um sich Flüchtlingscamps anzusehen.

Maja Lunde steht vor den Vitrinen mit den ausgestopften Tieren, zeigt auf Fußbälle, Flaschendeckel, Zitronennetze. Überall sind kleine Plastikteile drapiert, die sich in die Flora einpassen, als hätten sie immer schon dazugehört. In einer Vitrine am Eingang ist eine Ladung Plastik ausgestellt wie ein Kunstwerk, 3,4 Kilogramm, so viel, wie jede Minute in den Oslofjord geschüttet wird.

Das ganze Museum ist liebevoll gestaltet, etwas altbacken und sehr pädagogisch. „Wir müssen nicht smarter werden, sondern weiser“, sagt Maja Lunde. Noch so ein Satz. Aber auch der stimmt. Nach den Bienen nun also das Wasser. Könnte funktionieren. Das Thema Wasser steht als Krisenherd nicht minder hoch im Kurs als die Biene, eine willkürlich aus dem Netz herausgegriffene Headline der vergangenen Woche: „Gletscherschmelze ist nicht mehr aufzuhalten“.

„Die Geschichte des Wassers“ erzählt von der gleichen Welt wie „Die Geschichte der Bienen“, auf zwei zeitlichen Ebenen. 2017 kehrt eine betagte Frau in ihre Heimat in Norwegen zurück. Sie war ihr Leben lang Umweltaktivistin, hat sich für den Erhalt der heimischen Wasserfälle und des Gletschers eingesetzt. Jetzt ist vom Gletscher kaum noch etwas übrig, windige Geschäftemacher verkaufen tonnenweise Gletschereis „in die Wüstenstaaten“, das dort Ölscheichs in Form exquisiter Eiswürfel die Drinks kühlt. Die Frau, verzweifelt und trotzig, stiehlt eine Ladung Eis, lädt es auf ihr Boot und segelt damit Richtung Süden, nach Frankreich, wo ihr Ex-Freund mittlerweile lebt, der schuld ist an der ganzen Misere. Im Jahr 2041 wiederum sind ein französischer Vater und seine Tochter zu Klimaflüchtlingen geworden. Es ist so trocken, dass sich Südeuropa in einen unbewohnbaren Kontinent verwandelt hat und alle, die stark genug sind, nach Norden flüchten. Auf ihrer Reise finden die beiden ein Boot, gestrandet im ausgetrockneten Canal de Garonne bei Bordeaux.

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Keine Bienen heißt keine Nahrung, kein Wasser heißt nichts zu trinken. Die Menschen verenden elendig. Frappierend ist, dass viele der absurden Horrorszenarien, die Lunde aufgreift, bereits Wirklichkeit sind. In China müssen heute schon Menschen auf Bäume steigen, um per Hand die Blüten zu bestäuben. Und in Norwegen bietet ein Start-up tatsächlich Premiumeiswürfel an, selbst geschlagen aus dem Svartisengletscher, damit auserwählte wenige „1000 Jahre Geschichte in ihrem Glas“ haben können. Die Horrorzukunft hat bereits begonnen und ist in Wahrheit eine Horrorgegenwart. Bei so viel Horror dient Lesen auch als Verdrängungsmöglichkeit. Es ist die menschliche Heuchelei, sich betroffen Bücher über das Bienensterben zu kaufen und dann mit dem SUV nach Hause zu fahren. Und es ist viel zu einfach, sich über diese Heuchelei zu echauffieren, weil es das richtige Lesen im falschen Leben gibt.

Im Laufe des Gesprächs bekommt Lunde sieben Kurznachrichten, am Morgen hatte sie ein Treffen mit einem Filmproduzenten, darauf eins mit ihrer Agentin, um die Reise zu besprechen, am nächsten Tag geht es nach Australien. Sie wird für ein Literaturfestival eingeflogen. Danach Neuseeland und Leipzig. Lunde ist gefragt, und dass sie 16.000 Kilometer fliegen wird, um ihr Buch über den menschengemachten Umweltkollaps vorzustellen, macht ihr zu schaffen, „schrecklich“.

Man muss ehrlich sagen, dass Maja Lundes Prosa keine stilistische Meisterleistung ist. Die Story ist vorhersehbar, und die Bilder sind plakativ. Im Bienenbuch gibt es Bienenvergleiche, im Wasserbuch Wasservergleiche. Was Lunde jedoch gelingt, ist, das Versagen der Menschheit als Versagen der Menschen darzustellen. Als Unvermögen jedes Einzelnen, über seine eigenen nächstliegenden Bedürfnisse hinauszusehen. Der Mensch als solcher wird bei Lunde zum Problemfall.

Vor ein paar Jahren tauchte ein Begriff auf im Pop-akademischen Diskurs, der es schaffte, eine große Katastrophe cool zu verpacken: Anthropozän. Das Anthropozän bezeichnet das Zeitalter des Menschen. Indem der Mensch aber sein eigenes Zeitalter bekommt, seinen eigenen definierten geologischen Abdruck auf dem Planeten, denkt er sein Ende schon mit. Jedes Zeitalter geht auch zu Ende.

Lundes Bücher malen das Anthropozän in gewisser Weise aus, zeigen plastisch, was es heißt, wenn der Mensch sich die Welt untertan macht und nichts dagegen tun kann, weil er eben Mensch ist. Noch mehr Technik, mehr Menschsein werden die Welt nicht retten. „Wir müssen nicht smarter, sondern weiser werden.“

Maja Lunde steht vor einer Vitrine im naturhistorischen Museum. Schon ihr Vorname bietet Stoff für allerhand Witze, eine Frau, die Maja heißt, schreibt ein Buch über Bienen. In der Vitrine sitzen und fliegen Dutzende kleine Lunde. Lunde sind Meeresvögel, „meine Lieblingsvögel“, sagt Lunde. Mittlerweile sind Lunde eine gefährdete Vogelart. Die Lunde sind umgeben von Plastik, einem gelben Seil, einem blauen Ball, einem orangefarbenen Handschuh. Die Vitrine ist aufwendig gestaltet, zeigt ein Stillleben, eine Klippe, das Leben der Lunde. Sie haben diese Traurigkeit an sich, die ausgestopfte Tiere immer an sich haben, auch wenn sie noch so niedlich sind mit ihrem roten Schnabel. Einer der Lunde hängt nur wenige Zentimeter über einem Felsen, die Flügel ausgebreitet. Man kann nicht sagen, ob er gerade abhebt oder ankommt.

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http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2018-03/bienensterben-roboter-biene-bestaeubung-zukunft/komplettansicht

Bienensterben: Drohne Maja

Weltweit sterben Bienen, vielleicht könnten fliegende Roboter ihnen künftig etwas Arbeit abnehmen. Darüber machen sich manche Forscher Gedanken. Eine Schnapsidee?
Bienensterben: Funktioniert immer noch besser als jede Drohne: Die Biene
Funktioniert immer noch besser als jede Drohne: Die Biene © Getty Images

Es ist das Jahr 2098. Versklavte Frauen und Kinder hängen traubenweise in den Obstbäumen, um mit feinen Pinseln Pollen auf unzählige Blüten aufzutragen. Seit „dem Kollaps“ und dem Verschwinden der Insekten muss die Bestäubung der Nutzpflanzen komplett von Menschenhand erledigt werden. – Diese Szene stammt aus Maja Lundes Bestsellerroman Die Geschichte der Bienen, und wer weiß, dass schon heute in Teilen Chinas die Obstbäume von Hand bestäubt werden, kann sich solch ein Szenario ganz gut vorstellen.

Aber vielleicht muss es gar nicht dazu kommen, weil bis dahin RoboterBienen die Bestäubung übernommen haben. Vielleicht keine abwegige Idee, angesichts der seit Jahren wiederkehrenden Berichte über verendende Bienenvölker und neuen Erkenntnissen, was die Insekten weltweit sterben lässt. Im chinesischen Sichuan wurde die Insektenfauna übrigens durch Pestizide beseitigt. In solchen Gebieten könnte es tatsächlich Bedarf für technische Lösungen geben.

An MiniDrohnen, die Pollen übertragen, arbeitet jedenfalls der Japaner Eijiro Miyako, Chemiker am National Institute of Advanced Industrial Science and Technology in Tsukuba, Japan. Mit einer vier Zentimeter kleinen, ferngesteuerten Drohne gelang es Miyako und seiner Arbeitsgruppe tatsächlich Pollenkörner von den Staubbeuteln einer Japanlilie auf die Blütennarbe einer anderen Blüte zu übertragen. Während der Pollen bei echten Bienen in der feinen Körperbehaarung hängen bleibt, hält Miyakos Bestäubungsroboter ihn mit Pferdehaarborsten fest. An ihnen haftet ein spezielles Gel, oder wie der Forscher und sein Team sagen, eine ionisierte Flüssigkeit (Chem, Amador & Hu, 2017).

Ein Volk, eine Milliarde angeflogene Blüten

Seit Miyako im Fachmagazin Chem erste Ergebnisse veröffentlichte (Chechetka & Yu & Tange & Miyako, 2017), sind im Netz Schlagzeilen zu lesen wie Japanische Forscher erfinden blütenbestäubende Minidrohne, um die Pflanzenwelt zu retten. Miyako selbst will zwar nicht gleich die ganze Flora vor dem Tod bewahren, aber: „Diese Technologie kann zur Entwicklung eines innovativen künstlichen Bestäubers gegen die globale Bestäuberkrise führen“, schreibt er. Autonome Drohnen statt Bienen also. Robobee statt Biene Maja. Aber wie sinnvoll und realistisch ist das?

Ein Honigbienenvolk bildet im Laufe eines Jahres 100.000 bis 200.000 Sammelbienen aus. Wenn jede davon etwa 10 Tage lebt und 1.000 Blüten am Tag besucht, kommt das Volk auf eine Bestäubungsleistung von ein bis zwei Milliarden angeflogene Blüten pro Saison. Auch wenn solche Hochrechnungen ungenau sind, verdeutlichen sie doch die Größenordnungen: Selbst wenn die MiniDrohnen eines Tages so funktionieren sollten, wie es sich Forscherinnen und Wissenschaftler vorstellen, bräuchte man eine beachtliche Menge surrender Robo-Bienen, um auch nur annähernd an die Leistung eines einzigen Bienenstocks heranzukommen. Jede einzelne Drohne müsste mit künstlicher Intelligenz und hochauflösenden Kameras ausgestattet sein, um selbstlenkend und im Schwarm fliegend unterwegs sein zu können.

Im Übrigen gibt es derzeit weltweit rund 80 Millionen Honigbienenvölker. Ihre Mitglieder vollbringen komplexe kognitive und kommunikative Leistungen, um eine optimale Nektar- und Pollenausbeute für sich und damit auch eine effektive Bestäubung der Pflanzen sicherzustellen. Hinzu kommt die Vielfalt der Blütenformen: Die großen, relativ stabilen und weit geöffneten Blüten von Obstbäumen, wie Apfel und Birne oder der im Laborversuch verwendeten Japanlilien mögen sich noch ganz gut für die Ansteuerung mit einer Drohne eignen. Bei Blüten, deren Staubblätter und Griffel versteckter liegen, wie etwa bei Kürbissen oder Klee, wird das schon deutlich schwieriger. Erdbeer- oder Erdnussblüten wachsen bodennah und Heidelbeeren bilden kleine, glockenartige Blüten. Jede Blütenform wäre eine eigene technische Herausforderung.

Evolution schlägt Technik

Teja Tscharntke, Agrarökologe an der Universität Göttingen, glaubt nicht daran, dass es in absehbarer Zeit einen landwirtschaftlich relevanten Anteil an künstlicher Bestäubung geben wird: „Drohnen mögen vielleicht im Einzelfall und im kleinen Maßstab funktionieren, aber sicher nicht bei massenhaft blühenden Nutzpflanzen wie Sonnenblumen, Obst oder Mandeln.“

Zudem sei es fatal, wenn das drohende Aussterben von Wildbienen und anderen Bestäubern zugunsten einer technischen Lösung toleriert würde. Zumal die tierischen Bestäuber ja nicht nur für unsere Nahrungspflanzen zuständig sind. 90 Prozent aller Wildpflanzenarten profitieren von ihnen. „Und die würden dann leer ausgehen“, sagt Tscharntke.

Honigbienen sowie Wildbienen und Wespen haben zusammen mit den Blütenpflanzen im Laufe von über 100 Millionen Jahren ein höchst effektives und bis ins Detail aufeinander abgestimmtes System zum wechselseitigen Nutzen entwickelt. Die Pflanze lockt mit Nektar und Pollen und der tierische Bestäuber bedankt sich mit der Pollenübertragung für die energiereiche Mahlzeit.

Bestäubungsdrohnen gerne, aber nicht nötig

In der Landwirtschaft sichert der so mögliche sexuelle Austausch der Pflanzen höhere Erträge und eine bessere Fruchtqualität im Vergleich zu rein selbst bestäubten Kulturen. So produzieren Süßkirschen ohne die Hilfe von Insekten gerade einmal drei Prozent ihrer normalen Fruchtmenge (Biological Conservation, Holzschuhet al. 2012). Egal ob Süßkirschen, Mandeln, Erdbeeren, Kaffee oder Wassermelonen: Honigbienen und wilde Insekten ergänzen sich und eine hohe Bestäubervielfalt erhöht die Chance auf eine gute Ernte (Science, Garibaldi et al., 2013).

Nichts spricht also gegen Miyakos Forschungsarbeit zu ionischen Flüssigkeiten, deren Eigenschaften und potenziellen Anwendungen; problematisch ist aber seine Annahme, dass diese Ergebnisse zur Lösung der globalen Bestäuberkrise beitragen könnten. Das schürt falsche Hoffnungen. Es braucht keine fliegenden Bestäubungsroboter, sondern ein umweltfreundlicheres Landwirtschaftssystem, das die Bedürfnisse der natürlichen Bestäubervielfalt ausreichend berücksichtigt.

Blindes Vertrauen darauf, dass unsere Forscherinnen und Ingenieure schon einen technischen Weg finden werden, um uns vor dem Kollaps zu retten, ist gefährlich. Und unnötig. Denn Honigbienen, Wildbienen, Wespen, Schmetterlinge, Käfer, Fliegen und alle anderen von der Evolution geformten tierischen Bestäuber wissen schon heute, wie es geht. Warum lassen wir sie nicht einfach ihren Job machen?

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siehe auch „PARASITEN-KREBS-AUTISMUS“

https://www.spektrum.de/news/pestizide-beguenstigen-hummel-parasiten/1532281?utm_source=zon&utm_medium=teaser&utm_content=news&utm_campaign=ZON_KOOP

Insektensterben

Pestizide begünstigen Hummel-Parasiten

Weniger harmlos als bisher gedacht: Das Fungizid Chlorthalonil erweist sich als überraschend schädlich für Hummeln – durch eine Wirkung über Bande.
Hummel beim Bestäuben

Es gibt nicht die eine Ursache für den weltweiten Niedergang der Insekten – Untersuchungen zeigen, dass eine ganze Reihe von Faktoren den Gliederfüßern zusetzt. Wie die verschiedenen Mechanismen zusammenwirken, ist allerdings bisher kaum bekannt. An wilden Bienen und Hummeln, jenen Tieren, deren Schwund mit am besten untersucht ist, hat nun eine Arbeitsgruppe den Zusammenhang zwischen zwei bedeutenden Faktoren des Bienensterbens analysiert. Wie eine Arbeitsgruppe um Lynn S. Adler von der University of Massachusetts bereits im Dezember in den „Proceedings of the Royal Society B“ berichtete, begünstigt der Einsatz des Fungizids Chlorthalonil das Wachstum des parasitischen einzelligen Pilzes Nosema bombi. Der Pilz steht im Verdacht, am Rückgang von Hummelpopulationen beteiligt zu sein; eine verwandte Art löst bei Honigbienen die Krankheit Nosemose aus.

Das Resultat passt zu einer Reihe unerwarteter Forschungsergebnisse, nach denen die als ungefährlich geltenden Fungizide im Labor eine negative Wirkung auf Bienen und Hummeln haben. Wie Adler berichtet, verzeichnete das Team an 284 Orten in den USA insgesamt 24 Umweltparameter über Landnutzung sowie Pflanzenschutzmittel und katalogisierte Vorkommen von Hummeln und ihrer Parasiten. Dabei zeigte sich, dass es bei vier Hummelarten einen Zusammenhang zwischen Chlorthalonil und Nosema gibt – und ebenjene vier Arten werden seltener und verschwinden in Teilen ihres ursprünglichen Ausbreitungsgebiets.

Dagegen zeigte sich bei vier Arten mit stabiler Population keine Korrelation zwischen den Faktoren. Das Ergebnis ist deswegen so bedeutend, weil Fungizide häufig in Bienenstöcken und Hummelnestern nachgewiesen werden; es sei daher wichtig, verwundbare Organismen zu identifizieren und entsprechende Schutzstrategien zu entwerfen, so das Team. Auf welche Weise das auch in Deutschland zugelassene Chlorthalonil und andere Fungizide Nosema-Infektionen begünstigen, ist allerdings noch völlig ungeklärt.

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siehe auch „AUFSTAND in FRANKREICH“ – MACRONs REFORMEN

https://www.facebook.com/Amokalex

telesurenglish/videos/1320294084780657/?hc_ref=ART2jgDRkwT05QPTlIJonk1OJ5yj3DvouDFl7EGp-E5XnpuNvYYH8LVmzImhYx_Fjhs

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http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/frankreich-protestierende-studenten-blockieren-unis-a-1201567.html

Frankreich

Studenten verbarrikadieren sich in Unis

Blockierte Hörsäle, Gewalt auf dem Campus: In Frankreich protestieren Studenten gegen eine geplante Bildungsreform. Studieren ist an mehreren Unis kaum noch möglich.

AP

An einigen französischen Universitäten herrscht derzeit Ausnahmezustand. Der Bildungsbetrieb ist inzwischen an mindestens zehn Unis ganz oder teilweise lahmgelegt, weil Studenten gegen eine geplante Hochschulreform protestieren. Mancherorts hielten die Studenten seit Tagen ganze Uni-Gebäude blockiert, wie die Zeitung „Le Figaro“ berichtet.

Der Protest der Studierenden richtet sich gegen geplante neue Zugangsregeln zu den Hochschulen. Sie fürchten, sozial benachteiligte Jugendliche könnten dadurch nur schwer an einen Studienplatz kommen und warnen vor einer neuen Elitebildung. Insgesamt gibt es in Frankreich mehr als 70 Hochschulen.

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9  Bilder

Uni-Proteste in Frankreich: „Eure Selektion ist unser Widerstand“

Besonders angespannt ist die Lage an der Universität Paul-Valéry in Montpellier. Sie ist seit Wochen komplett verbarrikadiert. Die Studenten sollen nun die Klausuren online schreiben, wie der Uni-Präsident ankündigte.

Im Zuge der Proteste kam es bereits mehrfach zu Gewaltausbrüchen: In Montpellier stürmten Vermummte einen Hörsaal und trieben darin verbarrikadierte Studenten gewaltsam nach draußen, wie Amateuraufnahmen zeigen.

Der Dekan war kurz nach den Ereignissen zurückgetreten, zwei Professoren wurden suspendiert. In Straßburg evakuierten Sicherheitskräfte am Mittwoch bereits zum zweiten Mal den Universitätspalast und setzten dabei Berichten zufolge Tränengas ein.

koe/dpa

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http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/air-france-meldet-flugausfaelle-wegen-streiks-a-1201977.html

Arbeitsniederlegungen in Frankreich

Air France meldet weitere Flugausfälle

In Frankreich drohen Reisenden am Dienstag heftige Einschränkungen: Ein Drittel der AirFrance-Piloten hat angekündigt, nicht zur Arbeit zu erscheinen. Vier weitere Streiktage sind angekündigt.

Anzeigentafel am Pariser Flughafen
Anzeigentafel am Pariser Flughafen
AP

Montag, 09.04.2018 15:05 Uhr

 

Air France richtet sich auf massive Flugausfälle wegen eines Streiks ein. Die französische Fluggesellschaft rechnet damit, dass etwa ein Viertel ihrer Verbindungen ausfällt. Gut 35 Prozent der Piloten und rund 20 Prozent der Flugbegleiter wollen nicht zur Arbeit erscheinen, beim Bodenpersonal wollen knapp 13 Prozent der Mitarbeiter streiken.

Es ist bereits der sechste Streiktag bei Air France seit Ende Februar. Die Gewerkschaften fordern sechs Prozent mehr Gehalt für die Air-France-Beschäftigten. Das Management bezeichnet dies mit Blick auf die Wettbewerbslage als unmöglich. Die Firmenspitze will die Gehälter um ein Prozent erhöhen und weist zudem auf eine steigende Gewinnbeteiligung wegen einer verbesserten Lage des Unternehmens hin.

Auch am Mittwoch soll gestreikt werden, zudem sind weitere Streiks am 17., 18., 23. und 24. April angekündigt. „Ein Streiktag kostet 25 Millionen Euro“, hatte der Konzernchef von Air France-KLM , Jean-Marc Janaillac, am Freitag dem französischen Radiosender RTL gesagt.

beb/dpa

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 ?“WETTBEWERBsFÄHIG„? auf KOSTEN der „ARBEITER???!!! WIESO nicht auf KOSTEN der BANKSTER die SOLLEN ENDLICH für ihre MISSETATEN BEZAHLEN.

aus dem TEXT:.. Aber er setze nur um, was er angekündigt habe, schüttelt Macron die Vorwürfe ab, „womöglich sind das nicht alle gewöhnt“.VORSICHT: MACRON setzt um was er ANGEKÜNDIGT hat???!!!  ?neue WELTORDNUNG? – ?VEREINIGTE STAATEN von EUROPA?

 

http://www.sueddeutsche.de/politik/emmanuel-macron-ich-verlange-dass-ihr-mir-vertraut-1.3941697

Emmanuel Macron „Ich verlange, dass ihr mir vertraut“

….

Macron redet sich in Rage, wenn er seine Reformen verteidigt, die er seit seinem Amtsantritt teilweise im Eiltempo umgesetzt hat, um Frankreich wettbewerbsfähiger zu machen. Dafür hat er beispielsweise den Kündigungsschutz gelockert, was die Gewerkschaften wütend machte. Nun folgt der umstrittene Umbau der hoch verschuldeten Staatsbahn SNCF. „Ich möchte, dass wir ein Land des Fortschritts werden. Das lässt sich nicht in einem Tag vollbringen. Ich verlange, dass ihr mir vertraut,“ sagt er. Dass dies nicht alle Franzosen tun, zeigen die Umfragewerte, die kontinuierlich sinken.

Wenn es um die Reformen geht, bleibt Macron trotzdem hart. „Ich fordere von allen eine kleine Anstrengung, um die Eisenbahn von morgen zu bauen“, sagt Macron. Man werde bei der Bahnreform „bis zum Ende gehen“. Als Vorbild nennt er die Deutsche Bahn: Diese habe sich seit den Reformen der 1990er Jahre deutlich verbessert.

Seit fast einem Jahr ist Macron nun französischer Präsident – und fast genauso lange muss er sich den Vorwurf gefallen lassen, abgehoben zu regieren. Der Auftritt in der Grundschule soll ihn nun also volksnah wirken lassen, wegbringen vom Image des Sonnenkönigs, das ihm nicht ganz unverschuldet anlastet. Schließlich gibt er so gut wie keine Interviews, inszeniert sich selbst als starke, unnahbare Führungsperson. Dass die Bahnangestellten im Zuge der geplanten Reform tagelang streikten, setzte Macron besonders unter Druck. Immer lauter wurde der Vorwurf, sein Kurs komme vor allem Unternehmen zugute.

Umso gespannter wurde nun dieser seltene Auftritt im Fernsehen erwartet – Buntstiftzeichnungen von Blumenwiesen im Hintergrund können da wohl nicht schaden.

„Ich höre, was die Menschen sagen und verstehe ihre Ängste“, beschwichtigt er immer wieder. Aber er setze nur um, was er angekündigt habe, schüttelt Macron die Vorwürfe ab, „womöglich sind das nicht alle gewöhnt“.

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„MACRON“: „SOLLEN SIE doch TORTEN ESSEN“???!!!

http://www.sueddeutsche.de/politik/frankreichs-praesident-macron-tappt-in-die-arroganzfalle-1.3696313

Frankreichs Präsident Macron tappt in die Arroganzfalle

Gegner werfen Emmanuel Macron vor, er sei „mit dem goldenen Löffel im Mund“ geboren.(Foto: Robert Pratta/Reuters)
  • Frankreichs Präsident Emmanuel Macron spricht abfällig über protestierende Arbeiter und Arbeitslose.
  • Seine elitären Attituden kommen schlecht an in einem Land, das das Prinzip der Gleichheit der Bürger hochhängt.
  • Dabei wird Macron Takt und Stilgefühl brauchen, wenn er seine Reformagenda durchsetzen will.

……….

Am Mittwoch leistete sich Macron einen ähnlichen Fauxpas, als er bei einem Besuch in Zentralfrankreich in derben Worten zum Ausdruck brachte, protestierende Arbeiter und Arbeitslose sollten lieber dahin gehen, wo es Jobs gebe, statt Chaos anzurichten. Das kritische Echo von ganz links bis ganz rechts ist nun ohrenbetäubend. Es gipfelt in dem Satz, Macron sei ein „président des riches“, ein Präsident der Reichen. Schlimmer kann ein Vorwurf in Frankreich kaum sein.
Erschwerend kommt hinzu: Der 39 Jahre junge Präsident, frühere InvestmentBanker und Eliteschüler aus einer Ärztefamilie ist schon öfter verbal auffällig geworden. Mal wetterte der forsche Reformer, er werde den „Faulen“ nicht nachgeben. Mal sprach er abwertend über „analphabetische Arbeiter„. Ein andermal unterschied er zwischen denen, die Erfolg haben, und jenen, „die nichts sind“. Mal riet er Protestierern, die auf seine teuren Anzüge anspielten: „Die beste Methode, um sich einen Anzug leisten zu können, ist es zu arbeiten.“ Diese elitäre Attitude kommt sehr schlecht an in einem Land, das die „Égalité„, das Prinzip der Gleichheit der Bürger, auf jedes Rathaus geschrieben hat.

Merkel lobt Macrons Pläne für Europa

 

Auch Hollande machte es den Franzosen nicht recht

Wobei es ein Hausherr im Rathaus der Republik, dem Élysée-Palast, nicht leicht hat. Denn allzu gleich soll er auch wieder nicht sein. Macrons sozialistischer Vorgänger François Hollande wurde von den Franzosen verspottet, weil er ein „normaler Präsident“ sein wollte. Ein Nachfolger Charles de Gaulles und François Mitterrands und Herr über die französische Atomstreitmacht normal? Das fanden viele lächerlich, zumal sich Hollande immer wieder recht gewöhnlich benahm.

Von ihrem Präsidenten aber, der ja die Bedeutung der Nation verkörpern soll, erwarten die Bürger eine gewisse Haltung, die nicht mit Hochmut verwechselt werden kann. Macron, so finden seine Kritiker, muss noch lernen, zwischen beidem zu unterscheiden.

Takt und Stilgefühl, gerade gegenüber Menschen, die nicht so schön, jung, smart und erfolgreich wie der sozialliberale Präsident sind, werden wichtig sein, wenn er seine anspruchsvolle Reformagenda durchsetzen will. Wie im Wahlkampf angekündigt, macht sich Macron gerade an den Umbau seines Landes. Er hat bereits den Arbeitsmarkt liberalisiert, was ihm viele Linke als Verrat an den sozialen Errungenschaften der Republik kritisieren.

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???SCHÖN??? – mit „GEIER-NASE“

KLEINNAPOLEON“ – oder sogar ?“JUPITER„? – das geht in RICHTUNG VORSICHT  „PSYCHOPATH

aus dem TEXT:. „Ich bin nicht naiv, ich weiß, dass es Schwierigkeiten geben wird. Aber nichts wird mich aufhalten.“

http://www.spiegel.de/politik/ausland/emmanuel-macron-im-tv-interview-sprechstunde-beim-oberlehrer-a-1202598.html

Emmanuel Macron im TV-Interview

Sprechstunde beim Oberlehrer der Nation

….Macron, der sich im Wahlkampf vor einem Jahr selbst als „Jupiter“ bezeichnet hatte, ist aus dem Olymp der Umfragen gestürzt. Und seine Art – autoritär, geradeaus, bonapartistisch …..

…..Ziemlich ungewiss, ob Macrons Kurs bei den Arbeitern von SNCF, Air France, den Richtern und Studenten ankommt. In der Sache -„La transformation“ – will der Staatschef nämlich hart bleiben. Kinn nach oben, aufrecht – und immer mitten durch. „Ich bitte um Geduld“, sagt Macron, wiederholt aber mehrfach sein Credo: „Ich bin nicht naiv, ich weiß, dass es Schwierigkeiten geben wird. Aber nichts wird mich aufhalten.“

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ALLES WEGEN MERKEL: „DIE DEUTSCHEN sollen ZAHLEN“

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/04/13/schwere-vorwuerfe-aus-der-eu-gegen-merkel-wegen-tuerkei-deal/

Schwere Vorwürfe aus der EU gegen Merkel wegen Türkei-Deal

In der EU werden schwere Vorwürfe gegen Bundeskanzlerin Merkel wegen des Flüchtlings-Deals mit der Türkei laut.

Der türkische Präsident Erdogan mit Angela Merkel im Yildiz-Palast in Istanbul, am 18. Oktober 2015. Wegen dieser Beziehung kommen aus der EU schwere Vorwürfe gegen Merkel. (Foto: Bundesregierung/Guido Bergmann/dpa)

Der türkische Präsident Erdogan mit Angela Merkel im YildizPalast in Istanbul, am 18. Oktober 2015. (Foto: Bundesregierung/Guido Bergmann/dpa)

Diplomaten und Insider werfen Bundeskanzlerin Angela Merkel vor, den Flüchtlingsdeal mit der Türkei im Alleingang und hinter dem Rücken der EU verhandelt zu haben. Der österreichische Standard zitiert in einer exklusiven Recherche Personen, die mit den Ereignissen vertraut gewesen sind. Demnach habe Merkel ohne Wissen der EU in der Türkei einen anderen, wesentlich teureren Deal verhandelt. Das Thema kocht jetzt wieder hoch, weil die Türkei auf der Bezahlung der von Merkel verhandelten sechs Milliarden Euro durch die EU besteht. Die Mitgliedsstaaten und die EU streiten darüber, wer die Summe bezahlen soll.

Merkel habe laut Standard ohne Wissen der parallel mit der Türkei verhandelnden EU agiert. Diese Verhandlungen seien erst später „nur durch Zufall“ bekannt geworden. Die Zeitung zitiert einen Diplomaten mit den Worten: „Die Deutschen waren spätestens seit Weihnachten 2015 sehr regelmäßig in der Türkei, wahrscheinlich schon etwas früher, um den Deal auszuverhandeln.“

Die offiziellen EU-Vorschläge sollen von EUKommissar Frans Timmermans und Ratspräsident Donald Tusk ausgearbeitet worden sein. Die Struktur des EUDeals sei grundsätzlich anders gewesen als jene, die am Ende von Merkel durchgesetzt wurde. Die EU wollte deutlich weniger Geld an die Türkei zahlen. Die EU wollte auch mehr Zurückhaltung bei der VisaLiberalisierung der Eröffnung neuer Beitrittskapitel. Das Konzept der EU sah vor, dass die EU die bestehenden Vorbeitrittshilfen umschichten wollte. Gleichzeitig wollte die EU nicht, dass die Türkei die Grenzen für Flüchtlinge völlig dicht machen müsse.

Merkel dagegen wollte, „dass gar niemand mehr hereinkommen kann“, zitiert der Standard einen Beamten aus dem EU-Umfeld. Die Zeitung zitiert einen anonymen Insider mit den Worten: „Der TimmermansTusk-Ansatz hatte aus Berliner Sicht den Nachteil, dass er die Syrer nicht umfasst hätte. Und Merkel wollte 100 Prozent zudrehen, während sie international die humanitäre Heldin spielte.“ Außerdem habe Merkel mit ihrem Deal „verhindern wollen, dass die Syrer in Griechenland Asylanträge stellen“. Die Flüchtlinge aus Syrien sollten in die Türkei zurückgeschickt zu werden, in der Hoffnung, dass sich damit weniger Flüchtlinge auf die Reise in die EU begeben. Ein „Beobachter der damaligen Verhandlungen zum Standard: „Merkel hat also bewusst in Kauf genommen oder sogar darauf gehofft, dass das griechische Asylsystem nicht wirklich funktioniert und Leute vor Ende ihres Verfahrens in die Türkei zurückgeführt werden.“

Der aktuelle Konflikt entzündet sich an der nächsten Tranche von drei Milliarden Euro, die an die Türkei gezahlt werden müssen. Deutschland, Frankreich, Österreich, Schweden, Dänemark und Finnland wollen die gesamte Summe aus dem EU-Budget bezahlt wissen. Dagegen sei in Brüssel „Ungehaltenheit zu spüren“. Eine Quelle sagte dem Standard: „Zuerst macht Merkel dieses Türkei-Abkommen, und dann will Deutschland nicht bezahlen.“

Auch der Vorschlag von Merkel beim jüngsten EU-Gipfel im März, dass die EU die Hälfte des Betrages übernehmen solle, stößt in Brüssel auf Unverständnis: „Das ist aber immer noch eine ziemliche Chuzpe, wenn man weiß, dass sie die sechs Milliarden kreativ erfunden hat“, sagte ein Diplomat dem Standard.

Die Bundesregierung ging auf Rückfrage des Standard nicht auf den Vorwurf der parallelen Verhandlungen ein. In einer Stellungnahme teile die Bundesregierung mit, sie befürwortedie Aufstockung der EU-Türkei-Finanzfazilität um weitere drei Milliarden Euro“ und stimme sich „grundsätzlich eng mit der EU-Kommission und den europäischen Partnern ab“.

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