„MON 810“ (Wiederzulassung), „Bt 11“ und „1507“ (Erstzulassung) – „Abstimmung 27 März 2017“ – Ergebnis der Abstimmung „eindeutig“ gegen MONSANTO – Zwei Stimm-Abgaben sind im höchsten Maße in Zweifel zu ziehen (Deutschland/United Kingdom)

http://www.keine-gentechnik.de/nachricht/32497/

aus dem Text:…Nach Informationen von Friends of the Earth Europe haben 14 EU-Mitglieder gegen die Wiederzulassung von MON810 gestimmt und damit zwei mehr als im Januar. Sie repräsentieren gut 30 Prozent der EU-Bevölkerung. Bei den Maissorten Bt 11 und 1507 waren sogar 16 Mitglieder (plus 3) für ein Verbot.

Bald neuer Gentech-Mais auf europäischen Äckern?

27.03.2017

Mais Syngenta

In den USA bauen viele Farmer Gentechnik-Mais an (Foto: Courtesy of Syngenta)

Es wird immer wahrscheinlicher, dass nach fast 20 Jahren bald wieder gentechnisch veränderter (GVO) Mais in Europa zum Anbau zugelassen wird. Wie erwartet gab es heute auch im EU-Berufungsausschuss keine Mehrheit für oder gegen ein Verbot. Der Gentechnikexperte der Grünen im Bundestag, Harald Ebner, geht davon aus, dass die Europäische Kommission die drei Maislinien nun bald durchwinken wird.

Die EU-Kommission hatte drei GVO-Maissorten zum Anbau in der EU vorgeschlagen: MON 810 (Wiederzulassung), Bt 11 und 1507 (Erstzulassung). Das Zulassungsverfahren für die Maislinie 1507 läuft bereits seit mehr als zehn Jahren. Weil so lange geprüft wurde, hatten die Hersteller DuPont Pioneer und Dow Agrosciences bereits erfolgreich Untätigkeitsklage beim Europäischen Gerichtshof erhoben. Deshalb steht die EUKommission jetzt unter Handlungsdruck. In einer Sitzung im Februar war allerdings darauf hingewiesen worden, Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker könne den Vorschlag, die drei Maissorten zuzulassen, jederzeit wieder zurückziehen.

Im Lauf des Zulassungsverfahrens müssen die EU-Mitgliedsstaaten beteiligt werden. Diese haben nun auch im zweiten Gremium, dem Berufungsausschuss, keine qualifizierte Mehrheit für oder gegen den Anbau des GVO-Maises erzielt. Dafür wären nach Angaben einer Kommissionssprecherin mindestens 16 von 28 Mitgliedsstaaten nötig gewesen, die 65 Prozent der EU-Bevölkerung repräsentieren müssen. Nach Informationen von Friends of the Earth Europe haben 14 EU-Mitglieder gegen die Wiederzulassung von MON810 gestimmt und damit zwei mehr als im Januar. Sie repräsentieren gut 30 Prozent der EU-Bevölkerung. Bei den Maissorten Bt 11 und 1507 waren sogar 16 Mitglieder (plus 3) für ein Verbot. Sie vertreten aber nur 47 Prozent der EU-Bevölkerung. Die Bundesregierung hat sich den Angaben zufolge wie bei der ersten Abstimmung im Januar enthalten, denn die große Koalition ist sich uneins.

„Deutschland hat sich mit einer Enthaltung um ein klares Nein gedrückt, obwohl die gentechnikfreie Produktion boomt“, kritisierte der Vorsitzende des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft, Felix Prinz zu Löwenstein. „Der Anbau von Gentechnik-Pflanzen kostet alle, die ihn nicht wollen, viel Geld.“

„Kommissionspräsident Juncker muss jetzt Farbe bekennen, ob er die weitgehende GentechnikFreiheit auf den Äckern in der EU erhalten will oder nicht“, sagte die Gentechnikexpertin beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Heike Moldenhauer. Der in der Vergangenheit bereits zugelassene Genmais Mon 810 ist in 17 EU-Ländern verboten – darunter Deutschland. Er werde auf weniger als einem Prozent der EU-Ackerfläche angebaut – hauptsächlich in Spanien.

Alle drei Maislinien produzieren ein Insektengift. Außerdem sind sie resistent gegen das Totalherbizid Glufosinat des Chemiekonzerns Bayer. Moldenhauer warf Agrarminister Christian Schmidt (CSU) daher vor, mit seiner Enthaltung in Brüssel vor den Firmen Bayer-Monsanto zu kuschen.

Ohne klares Votum stimmte der Ausschuss auch über die Frage ab, ob eine Reihe von GentechMaissorten des Herstellers Syngenta für die Verwendung in Futter- und Lebensmitteln zugelassen werden sollen. Es geht um die Sorten Bt11 × 59122 × MIR604 × 1507 × GA21 und ihre Kombinationen. Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments hatte sich vergangene Woche bereits dagegen ausgesprochen. Sein Votum hat allerdings rechtlich keine Wirkung. Auch hier muss jetzt die EU-Kommission entscheiden. [vef]

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http://www.greenpeace.org/eu-unit/en/News/2017/Governments-citizens-reject-GMOs-MON810-Bt11-1507/

Governments and citizens reject GMOs, Commission must follow – Greenpeace

Press release – March 27, 2017

Brussels – Today, national government representatives failed to support the approval of threegeneticallymodified (GM) maizecrops for cultivation in Europe: two new ones and the only GM crop currently grown in the EU.

While no qualified majority was reached [1, 2], the number of rejections shows that GMO opposition clearly outweighs support. It was the second vote by national governments on the European Commission’s proposals to approve the three GM crops. The first vote, held in January2017, had also failed to deliver a qualified majority. Therefore, it is nowup to the Commission to take the final decision.

Greenpeace EU food policy director Franziska Achterberg said: “When he was elected, Commission President Juncker promised more democratic decision-making. This vote leaves no doubt that approving these GM crops would break that promise. A majority of governments, parliamentarians and Europeans oppose them, and two thirds of European countries ban GMO cultivation on their lands. Instead of backing risky products peddled by multinational corporations, the Commission should support ecological farming and the solutions it provides for rural areas, farmers and the environment.”

Background

In 2014, Juncker said he “would not want the Commission to be able to take a decision when a majority of Member States has not encouraged it to do so” [3].

In 2016, his Commission proposed authorising the cultivation of DuPont Pioneer’s 1507 maize and Syngenta’s Bt11 maize, and to renew the licence for Monsanto’s maize MON810, the only GM crop currently grown in the EU.

If approved, the three authorisations would only be valid in 9 out of 28 EU countries, as well as in three regions (England in the UK, Flanders and the Brussels region in Belgium). The other EU countries and the remaining regions in the UK and Belgium have used the EU’s new opt-out mechanism to prevent GM crops from being grown in their territories.

The European Parliament has repeatedly clashed with the European Commission over its policy on genetically modified organisms (GMOs). In December 2015, it called for a moratorium on all GMO import authorisations until new decision-making rules are in place. It has opposed the authorisation of several GMOs for import to the EU and rejected the proposed authorisations of GM maize 1507, GM maize Bt11 and GM maize MON810 for cultivation in the EU.

GM crops have no place in sustainable farming. They come with unacceptable risks created by the genetic engineering process and the traits they are engineered to express. At the same time, they have failed to deliver on the promises made by their producers. To protect the environment and our health, the European Union should ban GMOs and promote ecological farming methods instead of following the example of the US and the handful of other countries where GM crops are grown.

Notes:
[1] A qualified majority is achieved when at least 16 countries, representing at least 65% of the European population, vote in favour or against.

[2] On GM maize MON810, 14 EU countries voted against (AT, BG, CY, DK, EL, FR, IE, IT, HU, LT, LU, LV, PL, SI) representing 43.29 per cent of the EU population, eight EU countries voted in favour (CZ, EE, ES, FI, NL, RO, SE, UK) representing 34.45 per cent, and six abstained (BE, DE, HR, MT, PT, SK) representing 22.26 per cent.

On GM maize 1507 and Bt 11, 16 EU countries voted against (AT, BG, CY, DK, EL, FR, HU, IE, IT, LT, LU, LV, PL, PT, SI, SE) representing 47.27 per cent of the EU population, six voted in favour (EE, ES, FI, NL, RO, UK) representing 30.45 per cent, and six abstained (BE, CZ, DE, HR, MT, SK) representing 22.28 per cent.

[3] http://ec.europa.eu/priorities/docs/pg_en.pdf

Contacts:

Franziska Achterberg – Greenpeace EU food policy director, +32 (0)498 362403, franziska.achterberg@greenpeace.org
Greenpeace EU press desk
: +32 (0)2 274 1911, pressdesk.eu@greenpeace.org

 

For breaking news and comment on EU affairs: www.twitter.com/GreenpeaceEU

Greenpeace is an independent global campaigning organisation that acts to change attitudes and behaviour, to protect and conserve the environment and to promote peace. Greenpeace does not accept donations from governments, the EU, businesses or political parties.

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Rückblick Abstimmung 27 Januar 2017

http://www.martin-haeusling.eu/presse-medien/pressemitteilungen/1536-keine-mehrheit-fuer-oder-gegen-zulassung-von-genmais.html

 

Schon in den 1990ern verdiente Microsoft mit seinen Anteilen an anderen Konzernen geschätzt etwa 50%. Dem Microsoft-Gründer Bill Gates und anderen Investoren war klar, dass der Computer nur die Dienstmagd eines noch viel profitableren Geschäfts ist – nämlich des Geschäfts mit den Genen. Sie pumpten Geld in die neuen Bereiche von Biotechnologie und Gentechnik und setzten so eine technologische und kommerzielle Umwälzung in Gang, die dabei ist, unsere Welt zu verändern.

Ein normales Unternehmen wird Monsanto nie sein. Kein zweiter Konzern hat weltweit so viele Gegner. Während in anderen Ländern unermüdlich seit Jahren gegen diesen Konzern protestiert wird, scheinen hierzulande die Menschen eher zu schlafen.

Viele sind der Meinung, Monsanto gebe es nur in den USA. Das ist falsch. Monsanto ist längst auch in Deutschland angekommen. In Deutschland gibt es zwar noch kein genmanipuliertes, wohl aber patentiertes Saatgut und auch hier ist ein Streit um den Nachbau entbrannt: Die Landwirte wehren sich gegen hohe Nachbaugebühren und rigide Kontrollen der großen Pflanzenzuchtkonzerne. Sie fürchten eine neue, moderne Form der Leibeigenschaft.

Wir sprechen hier nicht von Roundup. Hier wissen wir auch, wie bereits die EFSA von Monsanto unterwandert ist. Die EFSA hat frühere Sicherheitsbewertungen von Glyphosat nicht bestätigt, also nicht zur Kenntnis genommen, dass Glyphosat krebserregend sein soll. Während in Kalifornien die Warnung vor Krebs auf Roundup durch das Gericht bestätigt wurde, schützt die Europäische Chemikalienagentur  Monsanto mit einem unverschämtem Glyphosat-Bericht: Die ECHA hat auch den Nachweis der Karzinogenität beim Menschen und die Beweise für zwei mit Karzinogenen verbundene Merkmale, die alle von IARC dokumentiert sind, zurückgewiesen.

Unsere Gesundheit spielt hier schon lange keine Rolle mehr! Wie Monsanto die FDA unterwanderte und warum GVO auf der Welt zugelassen sind, erfahren sie in diesem Bericht: Wie dreist Monsanto in den obersten Etagen der US-Regierung verkehrte, um GVO-Lebensmittel in Umlauf bringen zu können

MOnsanto ist längst in Deutschland

Eine erschreckende Nachricht erreichte uns Anfang Mai 2013  „Monsanto übernimmt Geschäftsbereiche von Dieckmann Seeds!
Das mittelständische Saatzuchtunternehmen Dieckmann Seeds mit Sitz in Niedersachsen gibt Teile seines europäischen Geschäftsbetriebs an den weltweit agierenden US-Konzern Monsanto ab. Wie kann man sich nur mit Monsanto einlassen, fragten wir uns, telefonierten sofort mit den Inhabern und verfassten einen offenen Brief. Siehe Monsanto kauft Teile von Dieckmann Seeds

Diek

Die Presseerklärung

Wie beide Firmen heute in einer gemeinsamen Presseverlautbarung mitteilten, umfasst die betreffende Kauf- beziehungsweise Verkaufsvereinbarung die Geschäftsbereiche Raps- und Roggensaatgut sowie den Vertrieb von Mais und Sonnenblumen.
Weitere Angaben und finanzielle Details wurden nicht bekanntgegeben. Die Vereinbarung wird derzeit von den zuständigen nationalen Kartellbehörden geprüft.
Geschäftsführer Johannes Dieckmann erklärte, er sei zuversichtlich, dass der Übergang dieser Geschäftsbereiche an Monsanto neue Potentiale für die Kunden biete sowie Chancen für die Mitarbeiter beider Unternehmen darstelle. Dieckmann Seeds werde die Geschäftstätigkeit in den Bereichen Züchtung, Entwicklung, Produktion, Vermarktung, sowie Vertrieb und Verkauf von anderen Saatgutarten, insbesondere von Getreide, beibehalten. Ebenso werde der landwirtschaftliche Betrieb fortgeführt, kündigte Dieckmann an.

Aus Sicht des Geschäftsführers Saatgut der Monsanto Agrar Deutschland GmbH, Björn Neumann, stellt diese Transaktion eine langfristige strategische Investition für Monsanto in Deutschland und Osteuropa dar. „Wir erwarten von diesem Investment, unseren Kunden noch leistungsstärkeres Rapssaatgut zur Verfügung stellen zu können. Zudem stellt es eine interessante Portfolioerweiterung dar. Dies bietet in Europa und gerade auch in Osteuropa neue Geschäftsmöglichkeiten“, betonte Neumann. Dort sei es wichtig, dem Landwirt mehr Optionen für den notwendigen Fruchtfolgewechsel bereitzustellen.

Dieckmann Seeds ist spezialisiert auf die Züchtung von Hybridraps, Hybridroggen und Robustroggen. Eine weltweit führende Position nimmt die Firma in der Züchtung beta-glucanreicher Wintergerste ein. Monsanto ist vor allem als global führender Anbieter von gentechnisch veränderten Pflanzen bekannt. Der Konzern erwirtschaftete im ersten Geschäftshalbjahr 2012/13 einen Umsatz von umgerechnet 4,25 Mrd Euro und ein Nettoeinkommen von gut 1,4 Mrd Euro.
Kontaktdaten zu der Firma, die sich von Monsanto kaufen lässt:
http://www.dieckmann-seeds.de/

 

Wir waren damals mit unserem offenen Brief leider nicht erfolgreich, waren wir ja auch erst zwar Monate davor mit den Netzfrauen gestartet und bis dato kannte ja auch fast keiner in Deutschland Monsanto. Das hat sich in den drei Jahren bis heute geändert, denn wir gaben ja auch nie auf. Der Verkauf an Monsanto ging übrigens reibungslos über die Bühne.

Auch deutsche Firmen sind Großabnehmer von Monsantos gentechnisch veränderten Produkten. In Mastfabriken fressen Hühner, Enten, Gänse, Puten, Rinder und Schweine regelmäßig Gen-Soja und die Agarindustrie ist riesig in Deutschland. Schließlich gehört Deutschland zu den größten Fleischlieferanten der Welt.

Monsanto – Dekalb

MonsantoDeutschland8

 

Es gibt auch Versuchsfelder von Monsanto in Deutschland

Hier handelt es sich um DKC 2931 Silomais BRD 2015

 Quelle: Feldversuche Monsanto Züchtung 2015, Mittel BRD, 10 Standorte Herausgeber: Monsanto Agrar Deutschland GmbH
Folgende Sorten in Deutschland zugelassen

» Übersicht » Monsanto Agrar Deutschland GmbH

Kultur Sorte Kenn-
nummer
Daten-
jahr
Zulassungs-
jahr
Kenn-
buchstabe
Mais Monumental 8176 2014 2000 M
Mais DK247 9173 2011 2003 M
Mais Arsenal 4947 2007 1995 M
Mais Liberal 7790 2007 1999 M
Mais Oural 4802 2003 1994 M
Mais Prinval 3565 2003 1992 M
Mais Marshall 3855 2001 1992 M
Mais DKC3578 9424 2011 2004 M
Sonnenblume, außer für Zierzwecke Flores 419 2006 1997 SOL
Sonnenblume, außer für Zierzwecke Flavia 379 2005 1996 SOL
Winterraps Caiman 1907 2009 2004 RAW

 

Standorte von Monsanto Deutschland ….siehe netzfauen

 

Gemüsesaatgut – Die Gemüsesparte von Monsanto

Die Marken Seminis ® und De Ruiter™ stehen im Mittelpunkt der Gemüsesparte von Monsanto. Das Produktportfolio erstreckt sich von Saatgut für Freilandanbau bis hin zu Gewächshauskulturen. Weltweit können Gemüseerzeuger aus mehr als 4000 verschiedenen Saatgutsorten von über 20 Gemüsearten auswählen – alle von Monsanto!

Seminis

Dazu Monsanto: „Die Marke Seminis® blickt auf eine reiche Tradition zurück und ist das Ergebnis des Zusammenschlusses verschiedener regionaler Marken. Hierzu zählen einige der bekanntesten und vertrauenswürdigsten Namen der Landwirtschaft – einige von ihnen lassen sich bis in die 60er-Jahre des 19. Jahrhunderts zurückverfolgen. Diese Breite, Tiefe und Vielfalt an genetischem Material ermöglicht es uns, neue Gemüsesorten mit einer Fülle von Merkmalen zu entwickeln – jeweils angepasst an die regionalen Vorlieben der Verbraucher.“

De Ruiter

De Ruiter™ konzentriert sich allein auf Gemüseprodukte und Veredelungsunterlagen für den beheizten, geschützten Anbau. Mehr Informationen Saatgut- Monsanto unter falscher Flagge – auf den Spuren von Monsanto in Europa.

Biotechnologie – Von der Webseite Monsanto-Deutschland!!!

„Die ersten gentechnisch veränderten Pflanzen wurden 1996 in den USA ausgebracht. Nur 14 Jahre später nutzen 14 Millionen Landwirte auf 134 Millionen Hektar solches Saatgut. Die damit verbundene Technologie stammt nicht selten aus der Produktentwicklung von Monsanto. Eine nüchterne Betrachtung statistischer Erhebungen macht deutlich, warum Landwirte dieses Saatgut so rasch angenommen haben:

Mit gentechnisch veränderten Nutzpflanzensorten haben Landwirte weltweit seit 1996 zusätzliche Gewinne in Höhe von 52 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet. Das entspricht einer globalen Produktionssteigerung von 3,6 Prozent bei Sojabohne, Mais, Raps und Baumwolle. Allein im Jahr 2008 erzielten Landwirte durch den Anbau von biotechnologisch verbesserten Sorten für ihre Betriebe zusätzliche Gewinne von 9,37 Milliarden US-Dollar. Dabei leiten sich 60 Prozent aus höheren Erträgen und 40 Prozent aus Kosteneinsparungen ab. Diese Gewinne sind bereits vermindert um den Gewinnanteil der involvierten Saatzüchter und Technologieanbieter (27 Prozent), die eine weitere wichtige Triebfeder für die rasche Etablierung der Technologie darstellen.

Weitere für Landwirte relevante Vorteile der Biotechnologie sind zum Beispiel ein vereinfachtes Unkrautmanagement, eine konsequentere Ausnutzung der Vorteile einer reduzierten Bodenbearbeitung, höhere Flexibilität in der Fruchtfolgegestaltung, verbesserte Anwendersicherheit, reduzierte Risiken von Ertragsschäden, verbesserte Erntequalität und vieles mehr.

Dieser zwischen den Marktpartnern ausbalancierte wirtschaftliche Erfolg und die sich abzeichnenden Potenziale ermutigen Monsanto auch in Zukunft, in die Forschung und Entwicklung verbesserter Nutzpflanzensorten unter Einsatz der Gentechnik zu investieren – derzeit circa 1 Milliarde US-Dollar pro Jahr.

Als neuer Meilenstein in der Entwicklung einer Nutzpflanze mit gleichermaßen agronomischen und ökologischen Vorteilen gilt die Entwicklung von dürretolerantem Mais gemeinsam mit dem Unternehmen BASF; Seine Markteinführung ist für 2013 geplant. Als weiterer Durchbruch in der biotechnologischen Produktentwicklung im Hinblick auf einen Nutzen für den Verbraucher gilt die marktreife SDA (Stearidonsäure)-Sojabohne. Das Pflanzenöl der neuen Sojabohne ist durch einen hohen Anteil an Omega-3-Fettsäure charakterisiert, ein essentieller Baustein in der menschlichen Ernährung. Omega-3-Fettsäure trägt darüber hinaus dazu bei, Herz-Kreislaufrisiken zu verringern.

Weitere Informationen:
> Monsanto International: Safety  Science of our Products
> Monsanto International: Biotechnology
> Monsanto International: Research and Development Pipeline

 

Hier in Deutschland scheinen die Menschen noch zu glauben, was Monsanto von sich gibt. In den anderen Ländern schon lange nicht mehr. Immer mehr Bauern in den USA kehren Monsanto den Rücken, gefolgt von Farmern aus Afrika, die NEIN zu genmanipulierter Baumwolle sagen, und auch Lateinamerika wehrt sich erfolgreich.

Monsanto wird 2016 drei Forschungszentren in den USA schließen, denn die Farmer sind schon längst nicht mehr von der GVO-Technologie überzeugt. Monsanto ist auf Talfahrt und verzeichnet seit längerem Millionen-Verluste.

„Mehr Ernte, ein höherer Gewinn für die Bauern und ein gestiegener Lebensstandard ihrer Familie – das sind die Folgen, wenn Bauern gentechnisch veränderte Baumwollpflanzen anbauen“, so werben die Agrargiganten, wenn sie ihre Produkte anpreisen, doch die Realität ist eine neue Form von Versklavung. In Indien haben schon Tausende von Kleinbauern Selbstmord begangen, weil sie das Saatgut nicht mehr bezahlen konnten und ihre Familien dadurch hungern mussten. Samen des Todes und der Versklavung wird das genmanipulierte Saatgut deshalb auch genannt.

Da, wo noch natürliche Baumwolle angepflanzt wurde, hat man sogar mithilfe der Entwicklungshilfe auf genmanipulierte Baumwolle gedrängt wie 2014 in dem von Dürre geplagtem Äthiopien. Der Rohstoff soll die heimische Textil- und Bekleidungsindustrie beflügeln. In Äthiopien ist die GIZ vorwiegend für das BMZ als Hauptauftraggeber aktiv. Zudem betrauen andere deutsche Bundesministerien die GIZ mit der Durchführung von Vorhaben, wie derzeit das Landwirtschaftsministerium. Internationale Geber wie die Europäische Union, Irland, Kanada und Norwegen sowie die Bill and Melinda Gates Foundation leisten finanzielle Beiträge zu laufenden Programmen. Schauen Sie sich die Bill-Gates- Stiftung bitte genau an – sie und Monsanto sind die Treiber der Gentechnik Bill Gates – die Allianz mit Big Pharma und Agro-Gentechnik und was hat uns  das Ganze gebracht? Nur Not und Elend! Die Gentechnik kann zur größten Katastrophe der Welt werden!

Die MONSANTO Deutschland GmbH ist Fördermitglied des Vereins Gesellschaft für konservierende Bodenbearbeitung (GKB), welcher laut Satzung gemeinnützige Zwecke im Bereich des Natur- und Umweltschutzes verfolgt.

MonsantoDeutschland

 

Wie glaubhaft kann ein Pflanzenschutzkongress sein, dessen Sponsoren Monsanto und Bayer sind – zwei der wichtigsten Anbieter von Glyphosat-haltigen Unkrautvernichtungsmitteln? Monsanto und Bayer waren Sponsoren des Kongresses, dessen Veranstalter die IPPC war. Zwei Vorträge im Programm befassten sich mit dem Herbizid, das wegen seines Krebsrisikos umstritten ist. Dass Glyphosat von der Internationalen Krebsforschungsagentur schon da bekannt war, dass es als  „wahrscheinlich krebserregend für den Menschen“ eingestuft war, schien nicht zu stören. Laut Deutschlandfunk waren die Referenten Sabine Andert  von der Universität Rostock und Horst Steinmann, Agrarwissenschaftler an der Universität Göttingen.

Monsantodeutschland6

 

Hinter jeder Aktiengesellschaft stehen Anteilseigner, die nur den Profit sehen. Nur: Wer weiß schon genau, wo sein Geld angelegt wird, wenn er zum Beispiel in einen Fond bei einem Geldinstitut anlegt. Was würden Sie sagen, wenn Sie erfahren, dass z. B. ihre Anlage Monsanto enthält?

Wer die größten Aktionäre sind, sollte bekannt sein: State Street Corporation, Vanguard Group, Capital Research Global Investors,  FMR (Fidelity) und Blackrock Diese fünf Konzerne kontrollieren die weltweit größten Konzerne, darunter auch Monsanto.

INFOBOX

Der US-amerikanische Konzern Monsanto ist Marktführer bei genmanipuliertem Saatgut und Pestiziden. Auch Produkte wie Agent Orange, PCB, Aspartam, Saccharin und viele weitere giftige Substanzen wurden vom Unternehmen entwickelt und vertrieben.

Durch Aufkauf der gesamten Konkurrenz, gezielte Lobbyarbeit, die Patentierung von Leben, massive Einflussnahme auf die Zulassung von Saatgut sowie Knebelverträge für bäuerliche Erzeuger und Verbraucher sind Monsanto, BASF, Bayer, Nestlé und Co. drauf und dran, die gesamte Nahrungsmittelkette weltweit vom Wasser übers Saatgut bis zum Steak ihren Profitinteressen zu unterwerfen! Außerdem arbeiten diese Konzerne eng zusammen. So hat Nestlé die Babysparte von Pfizer übernommen. Alle Informationen finden Sie hier: Die Macht der Lebensmittel-Giganten – Diese Mega-Konzerne kontrollieren unsere Nahrung

Von Monsanto wissen wir bereits, dass auch seine Geschichte eine „dunkle” Vergangenheit hat.

Monsanto hat eine lange Geschichte der Herstellung von Chemikalien und deren vernichtende Wirkung. Die Firma nahm am Manhattan Projekt teil und half so während des II. Weltkriegs mit, die Atombombe zu entwickeln. Das Herbizid ‚Agent Orange’ sorgte im Vietnamkrieg für geschätzte 500 000 Missgeburten. In Indien begingen in den letzten Jahren Hunderttausende Bauern wegen ihrer Abhängigkeiten zu Monsanto Selbstmord, weil sie durch unrückzahlbare Kredite für das Saatgut und die verlangten Lizenzgebühren nicht mehr in der Lage waren, ihre Familien zu ernähren. Das Unternehmen produziert Saatgut und Herbizide und setzt seit den 1990er-Jahren Biotechnologien zur Erzeugung gentechnisch veränderter Feldfrüchte ein. Bekannte Produkte sind verschiedene transgene Maissorten und Breitbandherbizide mit dem Wirkstoff Glyphosat unter dem Namen Roundup. Zu den Großaktionären gehört die Bill & Melinda Gates Foundation.

John F. Queeny gründete Monsanto 1901 als Chemikalienhersteller, der anfangs hauptsächlich das Süßungsmittel Saccharin sowie Koffein produzierte.

1940 wurde der landwirtschaftliche Bereich aufgebaut: Monsanto entwickelte sich zum Spezialisten für Agrarchemie und gentechnisch verändertes Saatgut (darunter Kulturpflanzen mit Resistenzen gegen die eigenen Herbizide und Schädlinge). Derzeit stammen 90 Prozent aller weltweit angebauten Gen-Pflanzen von Monsanto.

2002 wurde Monsanto vom Mutterkonzern Pharmacia (seit 2003 ein Tochterunternehmen von Pfizer) abgespalten. In den USA erwarb Monsanto seit 1980 bedeutende Patente auf gentechnische Methoden und Gene, was von Monsanto-Gegnern sehr kritisch kommentiert wird. Sie unterstellen, das Unternehmen verfolge das Ziel, die für das Überleben lebenswichtigen Ressourcen zu monopolisieren so etwa durch die vertragliche Bindung der Landwirte, die es ihnen verbietet, die eigene Ernte als Saatgut wieder zu verwenden.

Monsanto und andere Biotech-Unternehmen behaupten, gentechnisch veränderte (GV-) Pflanzen hätten keinen Einfluss auf die Umwelt und seien völlig unbedenklich zum Verzehr geeignet.

Dass das Kartenhaus von Monsanto zusammenfällt, zeigten wir in diesem Bericht: Monsanto wusste schon vor 35 Jahren…Monsanto knew 35 years ago that its glyphosate-soaked ‘food’ causes cancer

Auch deutsche Institute investierten in Monsanto

Indirekte Investoren, also über Beteiligungen, zum Beispiel Fonds :

Nachfolgend die Beweise :

DWS Investments – Deutsche Bank

DWS ist die größte Fondsgesellschaft Deutschlands und rangiert weltweit unter den Top Ten!

https://www.dws.de/Produkte/Fonds/779/Portfoliostruktur

 

Noch ein Bespiel:

Name Bereich Information V.-Datum Relevanz
Deutsche Bank AG
Frankfurt
Kapitalmarkt Mitteilung nach § 30e Abs.1 Nr.2 WpHG – Neuemissionen 25.02.2008

Monsanto d

 

DEKA – Sparkassen – Monsanto

Die Deka ist die Zentralbank der Sparkassen mit Hauptsitz in Frankfurt am Main, Deutschland. Sie hat ein Vermögensvolumen von rund €160 Milliarden und ist damit der größte Vermögensverwalter in Deutschland.

Die DekaBank fühlt sich den Äquator-Prinzipien, dem Carbon Disclosure Project, der Global Reporting Initiative und dem United Nations Global Compact verpflichtet. Die DekaBank hat in Firmen wie L-3 Communications, Rio Tinto, Rheinmetall, Royal Dutch Shell, H&M und anderen investiert. Die DekaBank nimmt den 8. Platz hinsichtlich bedenklicher Finanztransaktionen ein mit einer Gesamtsumme von investierten €780 Millionen in insgesamt 23 der 28 kontroversen Unternehmen, die von PROFUNDO untersucht wurden. Mehr Infos hier: DekaBank | Facing Finance

Deka Investment GmbH

Frankfurt am Main

Jahresbericht zum 30. September 2015 Deka-MegaTrends CF
ISIN DE0005152706

Monsanto D2

Deka Investment GmbH  Frankfurt am Main Jahresbericht 01.10.2014 bis 31.07.2015 Deka-BasisStrategie Aktien
ISIN DE000DK2EAG7 (Anteilklasse CF (A))

MonsantoD3

Dies sind nur ein paar Beispiele von vielen.

Weitere Deutsche Institute:

LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH
Stuttgart
Kapitalmarkt Jahresbericht
Genius Strategie
DE000A0RA046
27.10.2015
NORD/LB Asset Management AG
Hannover
Kapitalmarkt Jahresbericht für die Zeit vom 01.09.2014 bis 31.08.2015
NORD/LB AM Aktien North America T
DE000A1JJJD3
11.12.2015
Allianz Global Investors GmbH
Frankfurt am Main
Kapitalmarkt Halbjahresbericht zum 30. Juni 2015
Allianz Interglobal P (EUR);Allianz Interglobal A (EUR)
DE0009797563; DE0008475070
28.08.2015

Monsanto wollte bereits 2015 Bayer CropScience kaufen – doch dann kam alles anders

Mittlerweile hat Bayer Monsanto gekauft: Monopoly einiger weniger Agrarkonzerne! Die Schmierenkomödie Bayer-Monsanto geht weiter!

Bayer9

2015 hieß es noch: Das Monsanto-Management erwägt nach eigenen Angaben ein Übernahme-Gebot für Bayer CropScience und andere Rivalen abzugeben. Die internen Diskussionen dazu liefen seit dem gescheiterten Milliarden-Angebot für den Schweizer Pflanzenschutz- und Saatguthersteller Syngenta im August (2015), erklärte Monsanto-Präsident Brett Begemann. Er wollte nicht sagen, ob Bayer CropScience direkt angesprochen worden sei, sagte Begemann am Firmensitz in St. Louis. „Wenn sich eine Gelegenheit bietet, schauen wir sie uns an.“ Ende August hatte Monsanto eine Offerte von 47 Milliarden Dollar für Syngenta nach hartnäckigem Widerstand des Schweizer Managements zurückgezogen. Die Branche steht angesichts fallender Getreidepreise unter Druck und leidet unter schwächelnden Geschäften in Lateinamerika.

Dazu auch unser Beitrag: China will größter GMO-Produzent werden und wirft Aktivisten aus dem Land – kaufen Chinesen doch Monsanto? ChemChina’s $44 billion bid for Syngenta – Sustainable Pulse Banned by China

 

Bereits seit 2007 kooperieren Bayer und Monsanto. Bayer Cropscience und Monsanto schlossen eine Reihe von langfristigen Geschäfts- und Lizenzverträgen für landwirtschaftliche Schlüsseltechnologien ab

Wie Sie nun spätestens feststellen dürften, ist Monsanto längst da!

Netzfrau Doro Schreier

Saatgut- Monsanto unter falscher Flagge – auf den Spuren von Monsanto in Europa.

Monsanto kauft Lieferanten und Marken von traditionellem Saatgut auf – Petition gegen neue GVO-Regelung in Europa

Wir sind geschockt! In 45% der Stadtbevölkerung Europas befindet sich Glyphosat! “Roundup” von Monsanto.

Zika virus outbreak – Denguefieber – von biologischer Waffe zu einer weltweiten Pandemie

Chinas Kampfansage an die großen Konzerne der Welt – nach Pirelli nun KraussMaffei – Wird Europa ausverkauft?

Agrarmesse „Grüne Woche“ – „Gegen-DEMO“ – „Wir haben es satt“ / „SCHMIDT“ und der „Pakt mit Monsanto und Co“ / „Gentechnik-Verbot“ bundesweit! / „Jonathan Lundgren“ – ein Wissenschaftler, der „Bayer-Monsanto“ vernichten und die Welt verändern könnte – Jonathan Lundgren, WHO Could Destroy Bayer-Monsanto And Change The World…

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2017/01/22/massendemo-gegen-agrar-konzerne-in-berlin/

Massendemo gegen Agrar-Konzerne in Berlin

Etwa 18.000 Menschen haben nach Angaben der Veranstalter am Samstag in Berlin für eine Wende in der Agrar- und Ernährungspolitik demonstriert.

Demonstranten am 21.01.2017 auf der Straße des 17. Juni in Berlin. (Foto: dpa)

Demonstranten am 21.01.2017 auf der Straße des 17. Juni in Berlin. (Foto: dpa)

Angeführt von rund 130 Landwirten mit ihren Traktoren zogen sie laut AFP unter dem Motto „Wir haben es satt“ durch Innenstadt und Regierungsviertel. Die Teilnehmer wollten sich damit für gesundes Essen, eine bäuerlich-ökologische Landwirtschaft sowie fairen Handel einsetzen.

„Agrarkonzerne, Finger weg von unserem Essen“ war ein zentraler Slogan der Kundgebung anlässlich der Landwirtschaftsmesse Grüne Woche, die am Freitag in der Hauptstadt begonnen hatte. Die Teilnehmer wandten sich gegen eine Industrialisierung der Landwirtschaft zu Lasten kleinerer Betriebe. Beteiligt waren sowohl ökologisch wie auch konventionell wirtschaftende Bauern und ihre Unterstützer.

In einem Neun-Punkte-Plan forderten die Kundgebungsteilnehmer ein Ende von Subventionen zugunsten von industriell wirtschaftenden Großbetrieben sowie einen Stopp von „Mega-Fusionen im Agrarsektor“. „Stattdessen brauchen wir Anreize für Bauern, die Tiere besonders artgerecht halten und umweltschonend wirtschaften“, erklärte der Sprecher des Aktionsbündnisses, Jochen Fritz. Er rief Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) auf, „Agrarpolitik für Bauern statt Agrarindustrie zu machen“.

Nach Angaben der Veranstalter mussten „aufgrund fehlgeleiteter Agrarpolitik“ in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren bereits mehr als 100.000 vorwiegend kleinere Höfe aufgeben. Außerdem belaste die deutsche Agrarpolitik, insbesondere durch übermäßige Fleischproduktion, die Umwelt und das Klima und zerstöre durch Dumpingexporte kleinbäuerliche Strukturen überall auf der Welt. Verlangt wurde auch eine drastische Verringerung des Einsatzes von Pestiziden und Antibiotika.

Der Protestzug fand bereits das siebte Mal statt. Zum Trägerkreis von „Wir haben es satt“ gehören unter anderem Verbände des ökologischen Landbaus, die großen Umwelt- und Entwicklungsverbände, Tierschutzverbände, die kirchlichen Hilfswerke Misereor und Brot für die Welt sowie Sozialverbände wie die Arbeiterwohlfahrt (Awo). Unterstützt werden sie von Unternehmen der Biobranche sowie von den Grünen.

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https://www.campact.de/

Gentechnik-Verbot bundesweit!

363.967 Unterzeichner/innen

Agrarminister Christian Schmidt hat ein neues Gesetz vorgelegt, das ein bundesweites Gentechnik-Verbot fast unmöglich macht. Es ist gespickt mit Schlupflöchern, sodass gentechnisch veränderte Pflanzen schon bald auf unseren Feldern landen könnten. Helfen Sie uns Schmidt umzustimmen und das Gesetz noch stoppen!

Unterzeichnen Sie heute unseren Appell an Christian Schmidt!

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https://blog.campact.de/2017/01/wir-haben-gentechnik-satt/

 

 

Gemeinsam kämpfen wir schon seit über zehn Jahren gegen die Gentechnik in der Landwirtschaft – mit einem fantastischen Ergebnis: Deutschland ist frei von diesem gefährlichen Experiment. Diesen Erfolg greift Agrarminister Christian Schmidt nun an: Mit seinem neuen Gesetz ließe sich Gentechnik bundesweit kaum noch verbieten. Monsantos und Bayers Gen-Pflanzen kämen zurück auf unsere Felder.

CDU und CSU wollen die Neuregelung mit aller Macht durch den Bundestag bringen

Zwar regt sich in der SPD Widerstand und es deutet sich ein Koalitionsknatsch an. Aber das kann uns nicht reichen. Wir müssen einen der wichtigsten Meilensteine auf dem Weg in eine vernünftige und ökologischere Landwirtschaft mit aller Kraft verteidigen.

Also zeigen wir auf der Straße klare Kante gegen Gentechnik: Am 21. Januar bilden Bäuerinnen und Bauern mit ihren Traktoren einen kilometerlangen Korso durch das Berliner Regierungsviertel. Tausende Verbraucher/innen empfangen sie mit bunten Fahnen und Transparenten. Gemeinsam fordern wir: „Finger weg von unserem Essen! Wir haben Agrarindustrie satt!“ Das sind die Bilder, die wir auf allen Nachrichtenkanälen brauchen. Sie sind eindeutig: Alles andere als ein klares Gentechnik-Verbot ist indiskutabel.

Die Koalition fürchtet den Widerstand. Sie weiß, dass Gentechnik in der Landwirtschaft den Bürgerinnen und Bürgern kaum zu vermitteln ist. Die vielen Protestwellen haben das schon gezeigt. Nun brauchen wir wieder eine – sie muss der Öffentlichkeit deutlich machen, was hier durchgedrückt werden soll. Lassen Sie uns zum Start des Bundestagswahlkampfes gemeinsam zeigen: Die Bewegung gegen Gentechnik und für eine ökologische Landwirtschaft steht auch in 2017!

Wir haben die Demo-Route bereits angemeldet. Auch die Bühne ist gebucht. Und im Demobüro stapeln sich die Kisten mit Flyern und Plakaten. Jetzt brauchen wir ganz viele freiwillige Helfer/innen, die für unseren bunten Protest werben. Bitte bestell auch Du jetzt gleich ein kostenloses Mobilisierungs-Paket: Ein Plakat in Ihrem Fenster zu Hause, Flyer am schwarzen Brett im Supermarkt, ein Sticker an jeder Ampel, immer ein paar Flyer in der Jackentasche – zusammen machen wir die “Wir haben es satt!”-Demonstration groß.

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http://www.abl-ev.de/

Willkommen bei der „AbL“ – Die bäuerliche Interessenvertretung

 

Bayer und Monsanto, bleibt uns vom Acker!

Bauern und Imker demonstrieren vor Berliner Bayer-Sitz für eine bäuerliche und bienenfreundliche Landwirtschaft

Am 18. Januar demonstrierten Bauern und Imker im Schulterschluss mit engagierten Bürgern gegen die geplante Elefantenhochzeit von Bayer mit Monsanto vor dem Berliner Sitz der Bayer AG. Wenige Tage vor der „Wir haben es satt!“-Demonstration brachten die 50 Demonstranten mit einem Traktor und einem zehn Meter langen Anhänger, auf dem „Bayer und Monsanto, bleibt uns vom Acker!“ zu lesen war, ihre Wut gegen die fortschreitende Konzentration im Saatgut– und Pestizidbereich zum Ausdruck.   mehr

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http://www.keine-gentechnik.de/nachricht/32348/

Neuer Konzernatlas zeigt Konzentration der Gentechnik-Giganten

10.01.2017

Konzentration der weltgrößten Agrarchemie-Konzerne, Basis: Umsätze 2014 in Milliarden US-Dollar (Konzernatlas 2017/Bloomberg)

Konzentration der weltgrößten Agrarchemie-Konzerne, Basis: Umsätze 2014 in Milliarden US-Dollar (Konzernatlas 2017/Bloomberg)

Das Szenario ist bedrohlich: Drei oder vier Großkonzerne auf der Erde besitzen nicht nur den Großteil der Patente für Saatgut. Ihnen gehören auch die passenden Pestizide sowie die Lizenzen für die gentechnischen Verfahren, um solches Saatgut zu züchten. So könnten fusionierte Firmen Bayer/Monsanto, DuPont/Dow und ChemChina/Syngenta die Landwirtschaft, Lebensmittelerzeugung und letztlich die Welternährung kontrollieren, heißt es im neuen „Konzernatlas 2017“, den sechs Organisationen heute vorlegten.

Am Ende beherrschten drei Konzerne mehr als 60 Prozent der Märkte für kommerzielles Saatgut und für Agrarchemikalien, schreiben zwei Autorinnen des Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND). Die Konzerne böten fast alle gentechnisch veränderten Pflanzen dieses Planeten an, warnen Heike Moldenhauer und Saskia Hirtz. Auch die meisten Anmeldungen für das Eigentum an Pflanzen beim Europäischen Patentamt entfielen auf diese drei Konglomerate.

Der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger rief in dem Zusammenhang dazu auf, am 21. Januar unter dem Motto „Wir haben es satt“ gegen die aktuelle Agrarpolitik zu demonstrieren, die die wachsende Marktmacht einiger weniger Großunternehmen fördere. „Die Interessen von Bayer-Monsanto werden in Zukunft mehr denn je die des Wirtschaftsstandorts Deutschland sein“, warnt der „Konzernatlas 2017“. Die Daten und Fakten über die Agrar- und Lebensmittelindustrie haben neben dem BUND die Heinrich-Böll- und die Rosa-Luxemburg-Stiftung, Oxfam Deutschland, Germanwatch und Le Monde Diplomatique herausgegeben.

Und die Warnung scheint begründet. Denn die Übernahme des US-amerikanischen Saatgutkonzerns Monsanto durch die in Deutschland ansässige Bayer AG wird planmäßig vorangetrieben: Nach der Kaufentscheidung im September 2016 haben im Dezember die Aktionäre von Monsanto zugestimmt. Wie die Firma Bayer weiter mitteilte, hat sie zum Jahreswechsel die ersten Anträge bei den zuständigen Kartellbehörden eingereicht.

Auch der Kampf um die Patente für gentechnische Züchtungsverfahren ist unter den Giganten bereits voll entbrannt. So hat sich Monsanto laut Konzernatlas beim Broad Institute in Cambridge, Massachusetts, eine Lizenz für das neuartige Gentechnikverfahren CRISPR-Cas9 gesichert. Dabei ist noch nicht einmal klar, ob das Institut überhaupt die Rechte daran hat. Denn die Französin Emanuelle Charpentier und die US-Amerikanerin Jennifer Doudna beanspruchen die Erfindung von CRISPR-Cas9 für sich. Und haben sie über ihre Firma Caribou Biosciences bereits an den Saatgutriesen DuPont lizensiert. Auch die Firma Celletics soll Ansprüche auf das CRISPR-Verfahren erheben. Ferner soll Celletics ein Patent für das gentechnische Instrument TALEN besitzen und der Firma Bayer erlaubt haben, es zu nutzen. Auch Syngenta soll Nutzungsrechte daran haben, so der Bericht.

Und der Konzentrationsprozess geht noch weiter. Der hochtechnisierte Markt ist offenbar auch für Landmaschinenhersteller interessant: Der Traktorbauer Deere habe sich bereits vertraglich mit Syngenta, Dow und Bayer verbündet, um die Geräte zu entwickeln, die für die digital geprägte Präzisionslandwirtschaft benötigt werden, heißt es im Konzernatlas: „Die Agrargiganten hoffen, eines Tages klimaangepasstes Saatgut mit äußerst präzisen Pflanz- und Messsystemen zu verbinden.“

Was das klimaangepasste Saatgut angeht, sind die Hersteller aber aller Verfahrensfinessen zum Trotz offenbar noch nicht weit gekommen. Nach einem Bericht der Nürnberger Nachrichten hat Bayercrop eingeräumt, bei der Forschung zu Wetterstress noch ganz am Anfang zu stehen. Auch Monsanto habe bei der Klimatoleranz nach eigenen Angaben noch keine marktfähigen Produkte. Und von den 132 beim Bundesinstitut für Risikobewertung beantragten und teilweise schon zum Verkauf zugelassenen gentechnisch veränderten Lebensmitteln betraf demnach nur ein einziges eine trockenheitsresistente Maissorte. [vef]

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aus dem Text: …Schmidt sagte: „Es wird nicht so bleiben können, wie es ist.“ Wer an Lösungen in „revolutionären Akten“ glaube, übersehe dabei jedoch, dass Verbesserungen unter dem rollenden Rad erreicht werden müssten. „Kernaufgabe der Landwirtschaft ist und bleibt die Ernährungssicherung.“ Schmidt rief zudem zu einer „Gemeinschaftsaktion“ mit den Bauern auf….(<„SCHMIDT“ und der „Pakt mit Monsanto und Co“ – würde „MONSANTO“ und all die anderen kriminellen Konzerne die tagtäglich den „Planet – ERDE“ mit Gift und Manipulation maltretieren endlich Verantwortung für ihre „MisseTaten“ übernehmen dann würde es diese Konzerne ab sofort nicht mehr geben – alles ist nur „LÜGE und BETRUG“>)  – oder „Wie erklär ich es meinen Kind – „MACHT-GIER“ vor Verantwortung und Wahrheit???!!!

http://www.n-tv.de/politik/Ueber-10-000-Menschen-fordern-Agrar-Wende-article19612837.html

Samstag, 21. Januar 2017

„Wir haben satt“-Demo in BerlinÜber 10.000 Menschen fordern Agrar-Wende

Anlässlich der Grünen Woche in Berlin versammeln sich viele Tausend Kritiker der Agrar-Industrie zum Protest in der Hauptstadt. Sie fordern eine nachhaltigere Landwirtschaft und werfen Minister Schmidt Unwillen vor. Der CSU-Politiker kontert .

Rund 130 Traktoren begleiteten den Protestzug.

Rund 130 Traktoren begleiteten den Protestzug.(Foto: REUTERS)

Unter dem Motto „Wir haben es satt!“ haben mehr als 10.000 Menschen in Berlin für eine Neuausrichtung der Landwirtschaft und gegen die „Agrarindustrie“ demonstriert, darunter Bauern, Tier- und Umweltschützer. Von den Grünen gab es Lob, von anderen Seiten Kritik.

Während die Veranstalter rund 18.000 Teilnehmer zählten, sprach die Polizei von mehr als 10.000. Sie zogen vom Potsdamer Platz zum Brandenburger Tor. Den Auftakt der Demonstration von Bauern, Umwelt- und Tierschützern bildete ein Konvoi, an dem sich laut Veranstalter 130 Traktoren beteiligten.

Die Demonstranten überreichten am Landwirtschaftsministerium ein Papier mit Forderungen. Rund 100 Organisationen, darunter Verbände von konventionell und ökologisch wirtschaftenden Bauern, hatten zu dem Protestmarsch aufgerufen. Sie fordern einen Richtungswechsel und positionieren sich gegen Massentierhaltung. Auch Politiker der Grünen nahmen teil.

Gegenprotest versammelt sich am Hauptbahnhof

Anlass der Proteste ist die Agrarmesse Grüne Woche, die gestern in Berlin begonnen hatte. Der Vorsitzende der Grünen im Bundestag, Anton Hofreiter, kritisierte Bundesagrarminister Christian Schmidt scharf. „Die CSU-Agrarpolitik ist ein Scherbenhaufen.“ Die Messe wäre der richtige Ort, die Agrarwende zu verkünden, doch der „Schnitzelminister Schmidt“ führe lieber einen ideologischen Feldzug gegen Vegetarier und Veganer.

Schmidt sagte: „Es wird nicht so bleiben können, wie es ist.“ Wer an Lösungen in „revolutionären Akten“ glaube, übersehe dabei jedoch, dass Verbesserungen unter dem rollenden Rad erreicht werden müssten. „Kernaufgabe der Landwirtschaft ist und bleibt die Ernährungssicherung.“ Schmidt rief zudem zu einer „Gemeinschaftsaktion“ mit den Bauern auf.

Ähnliche Ansätze forderten Gegendemonstranten am Berliner Hauptbahnhof. Dort kamen nach Angaben der Veranstalter rund 700 Menschen und 50 Traktoren am Morgen zusammen. Sie warfen der „Wir haben es satt“-Demonstration Diffamierung vor. Ihr Gegenmotto lautete „Wir machen Euch satt“. Es sei die vorrangige Aufgabe „Lebensmittel in ausreichender Menge und sicherer Qualität ressourcenschonend zu erzeugen“, sagte eine Sprecherin. „Das wird in den gesellschaftlichen und politischen Diskussionen heute leider viel zu häufig vergessen.“

Quelle: n-tv.de , shu/dpa

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„MONSANTO-BAYER“ der „NATUR- und BIENEN-SCHRECK“

aus dem Text:…..“Nun will Monsanto auch „Bienenschädlinge“ bekämpfen“ausgerechnet mittelsGentechnik“. Im Fokus Monsantos liegt die Varroa-Milbe, die Honigbienen weltweit schwer zu schaffen macht. Neben „Bienenschädlingen“ sollen so künftig auch Unkräuter und Insekten bekämpft werden…….(<der „Bienen-Schädling MONSANTO“ will mitHilfe von Gen-ManipulationBienen-Schädlinge“ (also sich SELBST) bekämpfen?!…..>)

Werden wir von einer neuen PESTWelle überrollt?!  – „PESTizide“

netzfrauen – „Jonathan Lundgren“ – „Monsanto – Bayer“

 

20. Januar 2017

Jonathan Lundgren – ein Wissenschaftler, der Bayer-Monsanto vernichten und die Welt verändern könnte – Jonathan Lundgren, WHO Could Destroy Bayer-Monsanto And Change The World…

Kennen Sie Jonathan Lundgren? Das hier sollten Sie wirklich lesen und teilen. Der Inhalt dieses Artikels hat das Potenzial, die Welt radikal zum Guten zu verändern – auf verschiedene Weisen. Da Bayer-Monsanto alles tun wird, um seine Verbreitung zu verhindern, bitten wir Sie darum zu teilen, teilen, teilen, damit diese Informationen so viele Menschen wie möglich erreichen.

Werden Pestizide nach Jahren der Verwendung endlich verboten, so fragt sich niemand, warum diese hochgiftigen Pestizide überhaupt auf dem Markt gelangt sind. So ist es mit allen Produkten, die irgendwann von der FDA oder EFSA vom Markt genommen werden. Gibt es nicht Institutionen, die dafür Sorge tragen, dass in die Umwelt eingebrachte Stoffe unbedenklich sind? Solche wissenschaftliche Einrichtungen werden sogar mit Steuergelder finanziert. Muss eine Chemikalie nicht erst durch viele Instanzen, damit es überhaupt auf den Markt kommt? Was geschieht, wenn ein hochrangiger Wissenschaftler herausfindet, dass die Anwendung von Pestiziden zu einer Gefahr für Mensch und Tier wird? 

Der Fall von Jonathan Lundgren zeigt, wie kompliziert die Zusammenarbeit von Regierung, Wissenschaft und Industrie werden kann, wenn Milliarden von Dollar auf dem Spiel stehen. Die betroffenen Konzerne wie BASF, Bayer und Syngenta, aber auch Monsanto würden auf Grund dieses Ergebnisses viel Geld verlieren. Ein Mann gegen Milliarden – Konzerne? Wer gewinnt? 

Die Frage können Sie sich sicher selber beantworten, denn auch ein anerkannter Wissenschaftler, der mit vielen Preisen ausgezeichnet wurde, ist plötzlich für Regierungen und Industrie nicht mehr tragbar. Jonathan Lundgren hat in einer Forschung herausgefunden, dass Bienen und Monarchfalter durch eine weit verbreitete Gruppe von Insektiziden geschädigt werden. Aber nicht nur das, er stellte sich auch gegen Monsanto.

Alles begann im April 2014. Da wurde der hochrangige Entomologe der Forschungsabteilung der USDA, der elf Jahre für die in Brookings, S. D. gelegene Behörde arbeitete, plötzlich schikaniert. Die USDA – United States Department of Agriculture  ist nicht eine kleine Behörde, sondern das Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten.

Das „Bienensterben“ hat eine bedrohliche Geschwindigkeit und Menge angenommen – und es sind die Neonicotinoide, die in diesem Zusammenhang immer genannt werden. Bienen sind aber nicht deren einzige Opfer. „Neonic“-Pestizide können auch das menschliche Hirn, das Nervensystem und die Hormonproduktion belasten.

Lundgrens Arbeit umfasste u. A. umfangreiche Untersuchungen einer bestimmten Klasse von Insektengiften, den Neonikotinoiden, (oder Neonics), welche überall von Farmern in den USA verwendet werden, um Insektenplagen und die daraus resultierenden Schäden bei Mais und anderem Getreide einzudämmen. Die Pestizide gibt es sowohl als Spray für Pflanzen als auch zur Behandlung der Samen, bevor diese ausgebracht werden. Auch für Pflanzen aus Gartenzentren werden sie verwendet.

 

«Syngenta, Bayer, BASF – The bee-killers» sind große multinationale Firmen, welche hochgiftige systemische Pestizide herstellen und verkaufen. Diese Pestizide sind für das Massensterben von Bienen und anderen Bestäubern mitverantwortlich, die für Umwelt, Landwirtschaft und die globale Nahrungsmittelproduktion wichtig sind. Das Geschäft mit den für Bienen tödlichen Pestiziden garantiert den Unternehmen einen Profit in Milliardenhöhe. Auf der anderen Seite: die meisten Pflanzen und ein Drittel unserer Nahrung sind auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen.

Die Nahrung der Zukunft hängt an den Bienen. So gab das USDA sogar 2015 bekannt, dass man 4 Millionen Dollar für Farmer, Viehzüchter und Waldbesitzer zur Verfügung stellen werde, die eine bestäuber-freundliche Flora anpflanzen wollten. Dazu gehören z. B. Wildblumen, Wiesen und Gründüngung wie Klee, Sonnenblumen, Senf und Buchweizen. Der Natural Resources Conservation Service (NRCS) der USDA arbeitet dabei mit landwirtschaftlichen Betrieben in sechs verschiedenen westlichen Bundesstaaten zusammen: Michigan, Minnesota, Montana, North Dakota, South Dakota und Wisconsin — um bienenfreundlichere Zustände zu erreichen.

Und dann ist dort Jonathan Lundgren,  ein hochrangiger Entomologe der Forschungsabteilung der USDA. Was geschieht also mit einem solchen Forscher, der herausfindet, dass es die Insektiziden sind, die für das Desaster verantwortlich sind?

Jonathan Lundgren hat in einer Forschung herausgefunden, dass Bienen und Monarchfalter durch eine weit verbreitete Gruppe von Insektiziden geschädigt werden. Die amerikanische Bundesregierung hat sogar $3.2 Millionen Dollar der Rettung des Monarch-Schmetterlinges gewidmet, des berühmten orange-schwarzen Schmetterlings, der jedes Jahr Tausende Kilometer zwischen den USA und Mexiko wandert. Und in Februar 2016 bestätigte auch die Environmental Protection Agency (EPA), dass das gängigste Pestizid ein Bienenkiller ist.

 

Jonathan Lundgren, ein hochrangiger Entomologe der Forschungsabteilung der USDA, nützt diese Erkenntnis nichts mehr, denn nach elf Jahren war auf Grund seiner Forschungsergebnisse Schluss bei der USDA. Im März 2015 sagte er in einem Interview, dass er seit April 2014 seitens der USDA unter Schikanen und Vergeltungsmaßnahmen zu leiden habe wegen einiger seiner Forschungsergebnisse.

Als USDA-ARS-Mitarbeiter leitete Lundgren 11 Jahre lang ein eigenes Labor mit eigenen Mitarbeitern. Er schrieb ein angesehenes Buch über Raubtierinsekten, veröffentlichte fast 100 wissenschaftliche Arbeiten und fungierte als Verantwortlicher für Dutzende von Publikationen. Jahrelang war sein Forschungsgebiet entweder neutral oder günstig für die Agrarpolitik und die chemische Industrie.

Laut Lundgreen begannen die Probleme 2012, nachdem er seine Forschungsergebnisse im Journal of Pest Science, mit dem Titel: The Effectiveness of Neonicotinoid Seed Treatments in Soybean veröffentlicht hatte. Diese Forschung diente auch als Peer-Reviewer für einen Bericht vom Center for Food Safety über die Gefahren der Neonikotinoiden.

Lundgren meldete Zweifel an ihrer Umweltverträglichkeit an. Er fand heraus, dass Clothiadin, vertrieben von Bayer, schädlich für den Monarchfalter ist und dass Thiamethoxam (Syngenta) Sojapflanzen zwar nur wenig vor Blattläusen schützt, dafür aber Insekten schadet, die sich von Blattläusen ernähren.

 

Er forschte nicht nur über die Gefahren der Neonikotinoide, sondern auch auf dem Gebiet einer neuen genetische Schädlingsbehandlung, genannt RNAi Pestizide, ein neues Mittel von Monsanto für das eine Risikobewertung erforderlich wurde. Die  RNA-Interferenz oder RNAi. RNAi ist eine neue Technologie, die es durch gezielte Eingriffe ermöglichen soll, bestimmte Insekten-Gene auszuschalten. In seiner Studie, die er ein Jahr später veröffentlichte, meldete er Zweifel an der Spezifität von RNAiPestiziden an und stellte zur Diskussion, dass «weitgehend ungeklärt» sei, wie lange RNAiPestizide in der Umwelt verbleiben, bevor sie abgebaut werden. Auf einem Kongress der US-Umweltbehörde EPA sprach Lundgren 2014 über die Risiken der RNAi-Technologie.

Plötzlich war alles anders. Noch nie vorher waren seine Studien in Frage gestellt worden, doch jetzt wurde aus dem Management gefragt, wie die Studien durchgeführt worden seien. Er wurde sogar für ein paar Tage von seinen Arbeiten freigestellt. Er konnte den Tumult um seine Person nicht fassen. Man gab ihm sogar die Papiere, wie Clothianidin – eine andere Form von neonischem PestizidMonarchfalter gefährden und bat um kleine Änderungen. Und obwohl er die Forschungen nach dem Standardverfahren der USDA-ARS vorgenommen hatte, machte er die gewünschten Änderungen und legte die Studie zur Veröffentlichung einer wissenschaftlichen Zeitschrift vor. Anschließend gab er ein Interview über die noch nicht veröffentlichen Forschungsergebnisse.

Jonathan Lundgren wies auf Bedarf an weiteren Untersuchungen hin. Es müsse geklärt werden, wie Pestizide, die auf RNA-Interferenz basieren, auf Nicht-Zielorganismen wirken, beispielsweise auf nützliche Insekten. Es gebe hier „potentielle Gefahren“, so der Forscher bereits 2013. Über die Tausenden Bienen eines Volkes könne die RNA in die Umwelt gelangen und von anderen Organismen aufgenommen werden. Deswegen müssten zunächst die Risiken umfassend erforscht werden, bevor solche Produkte zum Einsatz kommen dürfen.

Nach diesem Interview wurde Lundgren zu einer Telefonkonferenz mit seiner Vorgesetzten, Sharon Papiernik, gerufen. Auch sie hat viele wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht. Sie sagte zu Lundgren: „»Sie sollten nicht ohne vorherige Genehmigung mit der Presse sprechen«, sagte Lundgren in einem Interview mit dem Washington Post. „Wir versuchen, dich zu beschützen.“

Nachdem Lundgren sich zu einigen seiner Ergebnisse geäußert hatte, blockierten USDA-Manager die Veröffentlichung seiner Forschung, hinderten ihn daran, mit den Medien zu sprechen und unterbrachen laufende Operationen in dem Labor, dem er vorstand. Im September 2014 reichte Lundgren eine interne Beschwerde ein. Am 28. Oktober 2015 reichte die Organisation «Public Employees for Environmental Responsibility» (PEER), die öffentlich angestellte Forscher vertritt, in Lundgrens Namen eine Whistleblower-Klage beim US-Bundesgericht Merit Systems Protection Board ein. Wir Netzfrauen haben darüber berichtet. Er klagte gegen Zensur von Ergebnissen der Pestizid-Forschung Neonicotinoide – diese Gruppe hochwirksamer Insektengifte gilt als mitverantwortlich für das Bienensterben der vergangenen Jahre. Siehe: Bienensterben: USDA Whistleblower zum Schweigen gebracht – whistleblower claims censorship of pesticide research

Ein USDA-Sprecher bestätigte: „Die Dokumente, die diese Organisation veröffentlicht hat, bestätigen, dass die angebliche Behauptung des wissenschaftlichen Fehlverhaltens bei USDA unwahr und irreführend ist. Sowohl die wissenschaftliche Integritätsbeauftragte der Behörde für landwirtschaftliche Forschung (ARS) als auch eine unabhängige wissenschaftliche Begutachtungsbehörde von USDA haben die Behauptung überprüft und festgestellt, dass sie unbegründet ist. Die wissenschaftliche Integritätsprüfung Panel hat es bestätigt und wir stehen zu ihrer Entscheidung. Wir haben keine weiteren Bemerkungen zu diesem Thema.“

So stand Lundgren weitgehend allein in seinem Streit mit der Regierung. Die neun von Lundgrens Anwälten zitierten Wissenschaftler beschlossen, anonym zu bleiben, weil sie Repressalien fürchteten, so Ruch, Chef von PEER, der Allianz der Wissenschaftler, die Lundgren vertrat.

Ende Oktober 2015 wurde das erste RNAi-modifizierte Saatgut von Monsanto durch Lundgrens Arbeitgeber, das USDA, zugelassen.

 

Es ist nicht so, dass die Risiken nicht auch der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bekannt waren. Unter dem Titel: Considerations for Considerations for Risk Assessment Procedures of RNAib dC ase d Crops Jonathan Lundgren Chrissy Mogren Kelton Welch USDA ‐ARS, Brookin g ,s South Dakota, USA veröffentlichte die EFSA die Studie von Jonathan Lundgren.

Und im März 2015 veröffentlichte Pflanzenforschung.de:  Mit RNA Interferenz endlich effizientes Mittel gegen Kartoffelkäfer. Pflanzenforschung.de wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und ist eine Initiative des Forschungsprogramms „Pflanzenbiotechnologie der Zukunft.

Zusatzinfo

Im Juli 2009 übernahm Monsanto das auf gentechnisch veränderten Weizen spezialisierte Unternehmen WestBred für 45 Millionen US-Dollar. Im August 2009 kaufte Syngenta für 160 Millionen US-Dollar das Geschäft für hybrides Saatgut von Sonnenblumen von Monsanto. Im September 2011 übernahm Monsanto Beeologics, welche ein RNAi-basierendes Mittel gegen Bienenviren in der Erprobung hat, insbesondere gegen das Israel Acute Paralysis Virus (IAPV).

Nun will Monsanto auch Bienenschädlinge bekämpfen – ausgerechnet mittels Gentechnik. Im Fokus Monsantos liegt die Varroa-Milbe, die Honigbienen weltweit schwer zu schaffen macht. Neben Bienenschädlingen sollen so künftig auch Unkräuter und Insekten bekämpft werden. Für seine neuen „BioDirect“-Produkte sieht Monsanto glänzende Zukunftsaussichten – schon jetzt sei der Markt 1,7 Milliarden Dollar pro Jahr wert. Es geht also gar nicht darum, die Bienen zu retten. Es geht also wieder nur um RiesenProfite.

Im Mai 2013 kaufte Monsanto schließlich auch Teile des größten deutschen Saatgut Herstellers, Dieckmann Seeds.

Und somit ist Monsanto für jeden von uns allgegenwärtig. Ob im Glas Milch, im Schnitzel, in der Hühnerkeule – welches Tier wird nicht mit den billigstmöglichen, also GMO-Getreiden, gefüttert? Wir haben T-Shirts an, die aus GMOBaumwolle gemacht sind, essen Honig, der kontaminiert sein könnte, was aber nicht deklariert werden muss, braten unsere Brokkoli-Laibchen in Mais-Öl. Ob wir es wollen oder nicht, bei den meisten Konsumenten, vor allem in den Städten, ist Monsanto ein täglicher Gast. Siehe: Monsanto mit Gift und Genen und das „Superunkraut“

Neonicotinoide – diese Gruppe hochwirksamer Insektengifte gilt als mitverantwortlich für das Bienensterben der vergangenen Jahre.

2012 beteiligten sich die Chemie-Konzerne BAYER und BASF mit millionenschweren Spenden an einer Kampagne des amerikanischer Gentechnik- und Pestizid-Hersteller Monsanto. Die Industrie wollte damit eine Initiative von Umweltverbänden zur Deklaration gentechnisch veränderter Lebensmittel stoppen. Die Unternehmen investierten über 40 Millionen Dollar in ihre Werbekampagne, die vor allem aus TV-Spots bestand – rund zehnmal so viel wie die Befürworter der Initiative. Leider erfolgreich, BAYER, BASF und MONSANTO siegten gegen die Kennzeichnungspflicht.

Die EU-Lebensmittelbehörde EFSA veröffentlichte Mitte Januar 2013 ein Gutachten, demzufolge Bienen durch Insektizide geschädigt werden können. Sie sehe ein „hohes, akutes Risiko“ für Bienen durch die drei Stoffe Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam. Daraufhin untersagte die EU-Kommission den Einsatz dieser speziellen Pflanzenschutzmittel, auch Neonicotinoide genannt, für den Anbau von Mais, Sonnenblumen, Raps und Baumwolle ab 1. Dezember 2013 für zwei Jahre. Am 26. März 2013 teilte die EU-Kommission nach Protest von den betroffenen Konzernen mit, dass sie weiterhin zum Neonikotinoid-Verbot stehe. Daraufhin reichten die Agrarchemie-Konzerne BASF, Bayer und Syngenta eine Klage gegen die EU-Kommission ein, um das vorläufige EU-Verbot der drei neonicotinoide Wirkstoffe Imidacloprid, Clothianidin und Thiametoxam zu Fall zu bringen. Der chronologische Ablauf über die bisherigen Entscheidungsfindungen der EU-Staaten zum Schutze der Bienen und Studien, die das Bienensterben belegen, finden Sie hier: Bienen-Schutz: Wir fordern Verbot von Pestiziden!

Dass Jonathan Lundgren mit seiner Behauptung Recht hatte, bewies im Juni 2014 eine Veröffentlichung einer internationalen Gruppe unabhängiger Wissenschaftler. Es waren die Ergebnisse einer Analyse von 800 im Peer-Review-Verfahren untersuchten Studien – ein massives Unterfangen, das vier Jahre in Anspruch nahm.

Ihr Resümee: „… es gibt eindeutige Belege für eine Gefährdung, die ausreichen, um gesetzliche Maßnahmen anzustoßen.“ Die durchgeführte Auswertung hebt die hohen Risiken hervor, nicht nur für Bienen, sondern für weitere Nützlinge wie z. B. Schmetterlinge, Regenwürmer und Vögel.

Und vorherige Studien von Lundgren und seinem Team hatten ergeben, dass Neonics die landwirtschaftlichen Erträge nicht unbedingt steigern. Warum werden sie immer noch bei uns verwendet?  Denn obwohl die EU die drei neonicotinoiden Wirkstoffe verboten hatte, waren in Kanada diese Insektizide mit den Wirkstoffen weiterhin verbreitet. Die kanadischen Aufsichtsbehörden hatten zwar bestätigt, dass die Ausbringung von Neonics auf Getreide wesentlich zum Bienensterben in Ontario und Quebec geführt haben, aber sie erlaubten den Einsatz der Pestizide weiterhin. Auch in den USA wurden diese Wirkstoffe weiterhin eingesetzt.

Im November 2015 wurde Jonathan Lundgren für seine Zivilcourage gegen die USDA in Washington vom Shafeek Nader Trust ausgezeichnet. Shafeek Nader (1926-1986) war ein Anwalt und der Hauptgründer der Northwestern Connecticut Community College. Nach seinem Tod im Jahr 1986 wurde diese Trust zu seinen Ehren für das Vertrauen im Interesse der Gemeinschaft gegründet. Nader war ein Absolvent der University of Toronto, Kanada. Auch in Kanada gibt es schon lange Proteste wegen des Bienensterbens durch die Wirkstoffe, die Lundgren feststellte. In Kanada starben 20 Millionen Bienen auf mysteriöse Weise. Eine Studie ergab, dass das Massensterben durch Neonicotinoide ausgelöst wurde. Bei 80 Prozent der toten Bienen wurden nachweislich Rückstände von Neonicotinioiden gefunden. 

 

In den USA und auch in Kanada reicht es den Umweltgruppen, Imkern und den Bürgern. In Kanada wurde in Toronto in Juli 2016 eine Klage von einer Umweltgruppe eingereicht. Der Anwalt der Umweltgruppen bestätigte, dass es sich um den Wirkstoff Clothianidin handelt: Dieser wurde von Takeda Chemical Industries und der Bayer AG gemeinsam um 2000 entwickelt und 2004 in Deutschland unter dem Produktnamen Poncho zugelassen, außerdem auch um den Wirkstoff Thiamethoxam. 2011 wurden in den USA etwa 550 t Thiamethoxam verwendet, davon etwa je ein Drittel im Soja- und Maisanbau sowie ein Viertel im Baumwollanbau. In der EU und 26 Mitgliedsstaaten ist die Anwendung von Thiamethoxam zugelassen, aber auf Grund von Risiken für Honigbienen ab dem 1. Dezember 2013 für zunächst zwei Jahre für mehrere wichtige Verwendungen, wie der Saatgutbeizung von Mais und Raps, stark eingeschränkt. Es stammt von Syngenta.

Im Oktober 2016 beschloss der Stadtrat von Vancouver einstimmig, Neonicotinoide zu verbietenVancouver fällte diese Entscheidung, nachdem vier Umweltgruppen eine Klage vor dem Bundesgericht erhoben hatten, die der kanadischen Behörde für Schädlingsbekämpfung (PMRA) vorwirft, Neonicotinoide im letzten Jahrzehnt zugelassen zu haben ohne wissenschaftlichen Nachweis über deren Risiken, vor allem die Bestäuber betreffend. Die Gruppen DavidSuzukiStiftung, Friends of the Earth Canada, Ontario Nature und das Wilderness Committee möchten, dass das Gericht die Zulassung der Pestizide durch die PMRA aufhebt.

Und was macht der Konzern Bayer, der jetzt ja auch noch Monsanto aufgekauft hat? Bayer kommt mit einer eigenen Studie. Mit Clothianidin behandelter Raps ist laut Studien, die von Bayer in Auftrag gegeben wurden, nicht schädlich für die Gesundheit von Bienen. Siehe: #STOPPTBAYER! Laut Bayer-Studie: Neonikotinoid gefährdet Bienen nicht – wer hätte es auch anders erwartet! Wir sind gespannt, ob die EU weiterhin die Neonicotinoide verbietet.

Erst im Februar 2016 musste die Environmental Protection Agency (EPA) zugeben, dass das gängigste Pestizid ein Bienenkiller ist.

Die lang erwartete Bewertung der EPA fokussiert darauf, wie eines der bekanntesten Neonics — Imidacloprid von Bayer – die Bienen beeinträchtigt. Der Bericht war dermaßen gravierend, dass die EPA „möglicherweise aktiv wird“ um „den Einsatz zu beschränken oder zu verbieten“ – und das bis zum Jahresende – so die Aussage eines Sprechers der Agentur in einer E-Mail-Aussendung.

Bei der Überprüfung von Dutzenden Studien, die sowohl von unabhängigen als auch industriefinanzierten Forschungsteams durchgeführt worden waren, stellte das Risikobewertungsteam der EPA fest, dass die Bienen bei einer Belastung mit Imidacloprid geschädigt werden. Und dies bei Werten über 25 ppb – einem Wert, der in der Landwirtschaft völlig normal ist. In der Presseaussendung der EPA erfährt man, dass „dies sowohl zu einer Abnahme der Tiere als auch zu einer Reduktion der produzierten Honigmenge führt“.

In einer USGS-Grafik kann man sehen, dass eine erhebliche Menge an Imidacloprid für US-Baumwolle verwendet wird.

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Die Verwendung von Imidacloprid hat in den letzten Jahren zugenommen. US Geological Survey

 

Die Tatsache, dass die EPA sagt, dass Imidacloprid-behandeltes Getreide die Bienen vermutlich nicht schädigt, klingt zwar beruhigend – aber wie man der USGS-Grafik entnehmen kann, wird dieses kaum bzw. gar nicht mit Imidacloprid besprüht.

Es erhält enorme Mengen eines anderen Neonics: Clothianidin. Die Risikobewertung der EPA hierfür wurde aber bis jetzt noch nicht veröffentlicht.

 

Das Getreide, das am intensivsten mit Imidacloprid behandelt wird, ist Soja – derzeit noch ein schwarzes Loch, was Informationen angeht. Die Bewertung der EPA stellt fest, dass Soja durch „Pollen und Nektar interessant für Bienen ist“, d. h. die Pflanze könnte Bienen durch hohe Werte an Imidacloprid gefährden. Es sind jedoch „keine Daten verfügbar“, in welcher Höhe das Pestizid in den Pollen und Nektar festzustellen ist – weder seitens Bayer noch seitens unabhängiger Forscher.

Ups. Imidacloprid ist bei der EPA auch erst seit den 1990er-Jahren registriert.
Die Agentur muss öffentliche Reaktionen auf die jetzt veröffentlichte Bewertung noch berücksichtigen, ebenso muss eine Risikobewertung in Bezug auf die Wirkung von Imidacloprid auf andere Arten fertiggestellt werden. Hieß es in dem veröffentlichten Bericht. Siehe Lebensmittelversorgung bedroht! Das gängigste Pestizid ein Bienenkiller – The EPA Finally Admitted That the World’s Most Popular Pesticide Kills Bees—20 Years Too Late

 

Unterstützung bekommen die Bienen auch aus Deutschland: “ Bienen – nicht nur die allen bekannten Honigbienen, auch die Wildbienen wie Hummeln und solitär lebende Bienen – sorgen für die Bestäubung von ca. 85% der einheimischen Blütenpflanzen und damit für den Bestand einer vielfältigen Pflanzenwelt. Zunehmende Landnutzung und verstärkter Einsatz von Pestiziden in der industriellen Landwirtschaft berauben die Bienen ihrer Existenz oder Entwicklungsmöglichkeiten.“- Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH – UFZ

Was macht Jonathan Lundgren heute?

Er hat die USDA ARS verlassen und ecdysis.bio,  eine gemeinnützige Stiftung, gegründet, deren Vision es ist, Nahrung anzubauen und trotzdem die Biodiversität und Umweltgesundheit zu bewahren. Ökologische Landwirtschaft kann viele Probleme auf dieser Welt lösen.

Außerdem gründete er Blau Dasher Farm, wo er die Nahrungsmittelproduktion in den USA revolutionieren will. Es wurde ihm klar, dass nur eine Zusammenarbeit der Landwirte und Bienenzüchter es möglich macht, die biologische Vielfalt zu bewahren.

Wir bedanken uns bei Dr. Jonathan Lundgren für seinen Mut, trotz allen Widrigkeiten und Spott sich nicht von der Regierung sowie von den Konzernen Bayer-Monsanto, BASF und Sygenta unterkriegen zu lassen.

Wir brauchen mehr solcher Wissenschafter, die bereit sind, genau so zu handeln wie Jonathan Lundgren.

Netzfrau Doro Schreier

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