GLYPHOSAT – – – „DER MON-SATAN-DEAL“ – – – MONSANTO ist JETZT ENDLICH seiner VERBRECHEN zu ÜBER-FÜHREN damit dieser KONZERN NIRGENDWO mehr seinen FUSS hineinsetzen kann /// “ Deutschland stimmte für die Zulassungsverlängerung, anstatt sich wie bisher zu enthalten – und machte die „Entscheidung“ für das „Mittel“ damit erst möglich“

MERKEL und SCHMIDT sollen vor einen UNTERSUCHUNGs-AUSSCHUSS – WAS ist HIER wirklich gelaufen???!!!

MAN SIEHT JETZT DEUTLICH WER und WAS DIE WELT „RE-GIERT“

NICHT DIE HALTUNG der DEUTSCHEN wurde HIER wieder-ge-SPIEGELT!!!???

VERRAT am VORSORGE-PRINZIP am SCHUTZ der MENSCHEN und IHRER GESUNDHEIT und der ERDE
MERKEL HASST die ERDE UND DIE KINDER DESWEGEN STIMMT SIE FÜR MON-SATAN

SCHWERSTER VERTRAUENS-BRUCH – CDU/CSU LÄSST DIE MASKEN FALLEN –  SPD wird HINTERGANGEN – SO KANN UN-MÖGLICH eine KOALITION entstehen!!!???

DIE FEIGE HINTER-FOTZIGE „MONSANTO-EU“ wollte NICHT ABSTIMMEN und hat den „SCHWARZEN PETER“ an DIE DEUTSCHE CDU/CSU die ein HANDLANGER von MONSANTO ist –  zugeschoben  – diese hat OHNE zu zögern EISKALT für den KRIMINELLSTEN KONZERN gestimmt dessen GESCHÄFTS-INHABER ALLE längst für EWIG hinter GITTER WEGgesperrt sein SOLLTEN
AN-KLAGE“ an MERKEL/SCHMIDT dass darf NICHT OHNE FOLGEN BLEIBEN
DAS DARF NICHT SEIN – KEINE REGIERUNG und deshalb auch KEINE STIMME
ES gibt JEDE MENGE BEWEISE gegen diesen VERBRECHER-KONZERN der bisher nur über MAFIA-METHODEN soweit gekommen ist
ES ist an der ZEIT SOLCHE kriminellen KONZERNE wie AUCH die dazugehörigen kriminellen POLITIKER incl  DER LOBBY-MONSANTO-EU den RIEGEL vorzuschieben „Shame on you“

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2017/11/27/eu-erneuert-glyphosat-zulassung-fuer-fuenf-jahre/

EU erneuert Glyphosat-Zulassung für fünf Jahre

Die EU-Kommission hat die Zulassung des umstrittenen Unkraut-Vernichters Glyphosat verlängert.

Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat steht im Verdacht, Krebs auszulösen. (Foto: dpa)

Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat steht im Verdacht, Krebs auszulösen. (Foto: dpa)

Die EU-Mitgliedstaaten haben die Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat um fünf Jahre verlängert. 18 der 28 EU-Länder stimmten am Montag für einen entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission, wie eine Sprecherin der Behörde mitteilte. Neun Staaten votierten dagegen, einer enthielt sich. Deutschland stimmte nach Angaben aus EU-Kreisen anders als bislang für die Zulassungsverlängerung.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hat die deutsche Zustimmung zur Verlängerung der Glyphosat-Zulassung als Vertrauensbruch kritisiert. Sie habe noch am Montag gegenüber Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) erklärt, sie sei „mit einer Verlängerung der Zulassung von Glyphosat weiterhin nicht einverstanden“. Dennoch habe der Vertreter des Landwirtschaftsministeriums in Brüssel für eine Verlängerung gestimmt – wer an „Vertrauensbildung zwischen Gesprächspartnern interessiert“ sei, könne sich so nicht verhalten.

Schmidt begründete das Abstimmungsverhalten in Brüssel damit, dass die EU-Kommission „sich ohnehin für die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat entschieden“ hätte. Deutschland habe „wichtige Bedingungen durchsetzen“ können, sagte er der Rheinischen Post. Der Minister nannte die „Stärkung der Rolle von Biodiversität und Tierschutz“, weitere Aufklärung im Hinblick auf die gesundheitlichen Gefahren für den Menschen und eine Prüfung der Optimierungsmöglichkeiten des Genehmigungsverfahrens für Pflanzenschutzmittelwirkstoffe. National werde man zusätzliche Maßnahmen im Sinne restriktiverer Anwendungen ergreifen, versprach Schmidt.

In der EU wird seit Jahren über den weit verbreiteten Unkrautvernichter gestritten; wissenschaftliche Studien kamen zu unterschiedlichen Ergebnissen, ob Glyphosat krebserregend sein könnte oder nicht.

Eine Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend ein. Untersuchungen von europäischen Lebensmittelsicherheits- und Chemiebehörden sowie aus Kanada und Japan bestätigen diesen Verdacht allerdings nicht. Mehr als eine Million Bürger in der EU haben gegen eine weitere Zulassung des Mittels unterschrieben.

Der Wirkstoff wird seit 40 Jahren auf Feldern eingesetzt. Er ist Kernbestandteil in dem umsatzstarken Mittel Roundup des US-Saatgutriesen Monsanto, den Bayer für mehr als 60 Milliarden Dollar kaufen will.

Das Verfahren um die Neuzulassung zog sich monatelang hin, weil sich im Kreis der Mitgliedsländer lange weder dafür noch dagegen eine ausreichende Mehrheit fand. Die EU-Kommission wollte zunächst eine Verlängerung um zehn, dann sieben, dann fünf Jahre. Damit setzte sie sich jetzt durch.

Das Europaparlament hatte sich im Oktober dafür ausgesprochen, Glyphosat ab sofort nur noch sehr eingeschränkt zuzulassen und bis 2022 schrittweise zu verbieten.

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MONSANTO-MAFIA-METHODEN – Die widerlichen betrügerischen MONSANTO-MARIONETTEN „C. SCHMIDT“/“MERKEL“ – EINFACH nur EKEL-ERREGEND

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/glyphosat-deutsche-zustimmung-laut-barbara-hendricks-nicht-abgesprochen-a-1180555.html

Dissens zwischen SPD- und CSU-Ministerien Deutsche Zustimmung zu Glyphosat laut Hendricks nicht abgesprochen

Die EU hat die Zulassung des Pestizids Glyphosat verlängert – Deutschlands Stimme gab den Ausschlag. Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) ist empört – ihr CSU-Kabinettskollege habe sich nicht an Absprachen gehalten.

Getty Images

Mitten in der Debatte um eine Neuauflage der Großen Koalition hat SPD-Umweltministerin Barbara Hendricks ihrem CSU-Kollegen Christian Schmidt Vertrauensbruch vorgeworfen. Sie habe noch am Montag gegenüber dem Landwirtschaftsminister erklärt, sie sei „mit einer Verlängerung der Zulassung von Glyphosat weiterhin nicht einverstanden“.

Dennoch habe der Vertreter des Landwirtschaftsministeriums in Brüssel für eine Verlängerung gestimmt – wer an „Vertrauensbildung zwischen Gesprächspartnern interessiert“ sei, könne sich so nicht verhalten, erklärte Hendricks.

Die EU-Mitgliedstaaten stimmten dafür, die Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichters um fünf Jahre zu verlängern. 18 der 28 EU-Länder votierten für einen entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission, neun Staaten votierten dagegen, einer enthielt sich. Deutschland stimmte für die Zulassungsverlängerung, anstatt sich wie bisher zu enthalten – und machte die Entscheidung für das Mittel damit erst möglich.

 

Hendricks erklärte, sie habe genau zwei Stunden vor Beginn des Ausschusses in Brüssel mit Schmidt telefoniert und sich eindeutig geäußert. Knapp 40 Minuten später habe Schmidt per SMS bestätigt, dass der Dissens zwischen beiden Ministerien bestehen bleibe. Im Ausschuss stimmte der Vertreter des Landwirtschaftsministeriums dann aber gegen diese Abmachung.

Dass Hendricks mit ihrer Darstellung Recht hat, wurde dem SPIEGEL in Regierungskreisen bestätigt. Demnach hat die SPD-Seite, vertreten durch den die sozialdemokratischen Ministerien koordinierenden Staatssekretär Rainer Sontowski (Auswärtiges Amt), bereits ihr Missfallen darüber bei Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) hinterlegt.

Landwirtschaftsminister Schmidt beruft sich dem Vernehmen nach darauf, dass er als federführender Minister das Recht darauf hatte, auch bei Dissens mit Hendricks in Brüssel zuzustimmen. Selbst wenn das so wäre, würde sein Handeln allerdings dem üblichen Prozedere einer Koalition auf Bundesebene widersprechen. Ganz abgesehen von der politischen Wirkung, die das im Moment angesichts der von der Union avisierten Sondierungsgespräche mit der SPD haben könnte.

Entscheidung für Glyphosat wäre laut Schmidt ohnehin gefallen

Ein Grund für Schmidts Agieren könnten darin liegen, dass die bayerischen Landwirte massiv Druck auf ihn ausgeübt haben – und er angesichts des Machtkampfes in der CSU keine Schwäche zeigen wollte.

Schmidt begründete das Abstimmungsverhalten in Brüssel laut der „Rheinischen Post“ damit, dass die EU-Kommission „sich ohnehin für die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat entschieden“ hätte. Deutschland habe „wichtige Bedingungen durchsetzen“ können.

Der Minister nannte die „Stärkung der Rolle von Biodiversität und Tierschutz“, weitere Aufklärung im Hinblick auf die gesundheitlichen Gefahren für den Menschen und eine Prüfung der Optimierungsmöglichkeiten des Genehmigungsverfahrens für Pflanzenschutzmittelwirkstoffe. National werde man zusätzliche Maßnahmen im Sinne restriktiverer Anwendungen ergreifen, versprach Schmidt.

jme/flo/AFP

 

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?“GLYPHOSAT-AB-STIMMUNG“? – – – – – – – – – – – „27 NOVEMBER 2017″ /// KEINE REGIERUNG – KEINE STIMME /// “ Gentechnikrecht für Genome Editing“ – – – „CRISPR-Cas“ /// „Das FALSCHE SPIEL der GRÜNEN?! /// „AGENT ORANGE“/DIOXIN vor GERICHT – MONSANTO usw….

MONSANTO ist ZERSTÖRER des ÖKOLOGISCHEN LANDBAUs

siehe auch ?X-te ABSTIMMUNG  „GLYPHOSAT“

für die ERDE und die  KINDER SCHÜTZENGEGEN das DUO „MERKEL-MONSANTO“

MERKEL der SCHEIN-GUT-MENSCH

es gibt keine RE-GIERUNG in DEUTSCHLAND und deshalb wird dieses INDIVIDIUM (MERKEL) nicht die STIMME Deutschlands sein und nicht die STIMME für den kriminellsten KONZERN aller ZEITEN

https://www.keine-gentechnik.de/nachricht/32854/

Eine europäische Bürgerinitiative sammelt Unterschriften gegen Glyphosat. Foto: Jakob Huber/Campact (http://bit.ly/2qxs1RO)
Eine europäische Bürgerinitiative sammelt Unterschriften gegen Glyphosat.(<<<DAMIT DIESE MÜHE NICHT UMSONST WAR???!!!>>> Foto: Jakob Huber/Campact (http://bit.ly/2qxs1RO)

Glyphosat: Europaparlament hört Bürgerinitiative an

21.11.2017

UPDATE +++ Die europäische Bürgerinitiative „Stop Glyphosate“ (EBI) hat die Europäische Kommission erneut aufgefordert, das Unkrautvernichtungsmittel zu verbieten. „Für eine Wiederzulassung von Glyphosat fehlt jede rechtliche Grundlage“, sagte Helmut Burtscher von Global 2000 gestern bei einer Anhörung im Europäischen Parlament in Straßburg. Die EU-Kommission scheint jedoch entschlossen, den Unkrautvernichter selbst für weitere fünf Jahre zuzulassen, falls sich bis 15. Dezember keine qualifizierte Mehrheit der EU-Mitgliedsländer findet.

Franziska Achterberg, Greenpeace-Vertreterin in der Initiative, nannte bei der Anhörung eine wachsende Anzahl wissenschaftlicher Belege, dass die laut Werbung „ultimative Killermaschine“ Glyphosat nicht nur die Umwelt schädigt und die Artenvielfalt zerstört, sondern auch die menschliche Gesundheit ernsthaft gefährden kann. Laut Gesetz dürfe ein Wirkstoff aber nur zugelassen werden, wenn er keine inakzeptablen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt habe, so Achterberg. Daher forderte die EBI, sämtliche auf dem Wirkstoff Glyphosat basierende Spritzmittel zu verbieten und EU-weite, obligatorische Ziele festzulegen, wie der Pestizideinsatz generell reduziert werden soll.

EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis sagte, Pestizide seien wichtig, um die Menschen ausreichend mit Lebensmitteln zu versorgen. Es sei aber auch Ziel der EU-Kommission, sichere Nahrungsmittel zu erhalten, die ethisch und nachhaltig produziert worden seien. Daher sei es wichtig, in einer integrierten Strategie zur Schädlingsbekämpfung alle vorhandenen Möglichkeiten zu nutzen – auch die biologischen. Der Kommissar rief die EU-Mitgliedsstaaten dazu auf, hier mehr Aufklärungsarbeit zu leisten. Zuvor hatte Mika Leandro von der Bürgerinitiative kritisiert, die EU-Länder würden die EU-Richtlinie nicht umsetzen, wonach Pestizide zurückhaltend einzusetzen sind. Auch die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft hatte kürzlich moniert, Glyphosat werde viel zu oft und zu umfangreich versprüht.

Andriukaitis hob ferner die „wichtige Rolle“ der EU-Mitgliedsstaaten als „gleichberechtigte Partner“ bei der Bewertung und Zulassung von Pestiziden hervor. Bei der Zulassung von Pestizid-Wirkstoffen wie Glyphosat gelte ein Subsidiaritätsprinzip: Die EU-Kommission entscheide nur dann, wenn die Mitgliedsstaaten keine qualifizierte Mehrheit erreichen. Dem Vernehmen nach hofft der Kommissar, dass sich bei der Sitzung des Berufungsausschusses der EU-Staaten am 27. November doch noch die nötige Mehrheit für seinen Vorschlag findet, Glyphosat weitere fünf Jahre zu erlauben.

Experten halten das aber für unwahrscheinlich: Bei der vorigen Abstimmung am 24. Oktober vertraten die 14 EU-Länder, die für den Kommissionsvorschlag gestimmt hatten, nur 37 Prozent der EU-Bevölkerung. Nötig wären aber 65 Prozent. Die Gegner, darunter Frankreich Italien und Österreich, repräsentierten gut 30 Prozent der EuropäerInnen. Das restliche Drittel stammte aus Staaten, die sich enthielten. Dazu zählte Deutschland, weil Agrar- und Umweltministerium sich uneins waren. Daran hat sich nach Auskunft einer Sprecherin von Umweltministerin Barbara Hendricks nichts geändert.

Die EU-Kommission argumentiert jetzt – ähnlich wie im Gentechnikrecht – dass die Mitgliedsländer die Pflanzengifte ja national selbst dann verbieten könnten, wenn sie der Zulassung für Glyphosat auf EU-Ebene zugestimmt hätten. Denn nach EU-Recht sind die Nationalstaaten dafür zuständig, die fertigen Spritzmittel zu prüfen und zuzulassen (Glyphosat ist nur ein Wirkstoff). Ob etwa Frankreich, das im eigenen Land einen Ausstieg bis 2022 plant, sich davon umstimmen lässt, erscheint allerdings fraglich. Theoretisch wäre es noch möglich, dass die Kommission die Laufzeit der Zulassung kurzfristig weiter verkürzt. Eine qualifizierte Mehrheit dürfte aber auch das nicht bringen. Klar scheint aktuell nur eins zu sein: Bis 15.12. müsse eine Entscheidung getroffen werden – notfalls durch die Kommission selbst, sagte eine Sprecherin auf Anfrage des Infodienst Gentechnik. Denn am 15.12. läuft die Zulassung für Glyphosat aus. Und die Hersteller haben bereits Klage für den Fall angedroht, dass Verkauf und Einsatz des Totalherbizids nicht erneut genehmigt werden. [vef]

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aus dem TEXT:.. hat sich die Europäische Kommission (MONSANTO-LOBBY) bislang nicht positioniert …

….“Still und heimlich“ wollte der noch amtierende Agrarminister „Christian Schmidt“ (CSU) die Frage vor einem Jahr in der Begründung zum neuen Gentechnikgesetz verneinen. Doch der Trick flog auf und der sozialdemokratische Koalitionspartner verweigerte nach massivem öffentlichem Protest die Gefolgschaft. Schmidts Gesetzentwurf scheiterte……
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https://www.keine-gentechnik.de/nachricht/32852/

Naturschutzamt: Gentechnikrecht für Genome Editing

15.11.2017

DNA Genom
DNA-Modell der Ausstellung ‚Genome: The Secret of How Life Works‘ im Jahr 2012 (Foto: George Bush Presidential Library and Museum / flickr, creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0)

Die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Beate Jessel, warnt davor, neue Verfahren der Genom-Bearbeitung wie CRISPR-Cas aus dem Gentechnikrecht herauszunehmen. Eine am Vorsorgeprinzip und am Umweltschutz orientierte Risikoprüfung könne nur das Gentechnikrecht sicherstellen, teilte Jessel heute mit. Das sei auch das Ergebnis eines Rechtsgutachtens, welches das BfN in Auftrag gegeben hatte.

Darin analysierte der Bonner Umweltrechtler Tade M. Spranger, ob das übrige Lebensmittel- und Agrarrecht die Risiken gentechnisch veränderter Pflanzen und Tiere (GVO) für Umwelt und menschliche Gesundheit ausreichend eindämmen kann. Zum Beispiel beim gentechnisch veränderten Champignon, der nicht braun wird: Wie lässt sich regeln, ob solche Champignons in Deutschland angebaut oder auf den Markt kommen dürfen und wie VerbraucherInnen sie erkennen (und meiden) können? Wie lässt sich vermeiden, dass die veränderten Gene dieser Pilze sich unkontrolliert in der Natur verbreiten?

Prof. Spranger kommt zu dem Ergebnis, dass die allgemeinen europäischen Regelungen für den Anbau von Pflanzen, die Tierzucht, die Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit und den Umweltschutz nicht ausreichen, diese Aufgaben zu lösen. Sie seien nicht dafür konzipiert, eine dem Gentechnikrecht vergleichbare Kontrolle möglicher Umweltauswirkungen von GVO zu gewährleisten. Außerdem würde ein Wirrwarr von Zuständigkeiten für die unterschiedlichen Rechtsbereiche ein erfolgreiches Verwaltungshandeln unmöglich machen, so der Rechtswissenschaftler.

Das BfN schaltet sich damit erneut in eine Diskussion ein, die in Deutschland und Europa seit längerem geführt wird: Fallen die neuen molekularbiologischen Techniken, die unter dem Begriff des Genome Editing zusammengefasst werden und das Erbgut von Organismen weitreichend und gezielt biotechnologisch verändern können, unter das Gentechnikrecht? Während zahlreiche Verbände und Organisationen aus Umwelt-, Bio-, Agrar- und Lebensmittelbereich das immer wieder klar fordern, hat sich die Europäische Kommission bislang nicht positioniert (der Infodienst berichtete). Stattdessen verwies sie auf einen Rechtsstreit beim Europäischen Gerichtshof, der voraussichtlich im kommenden Jahr entschieden werden wird. Offen ist allerdings, ob die Richter, die einen etwas abweichenden Fall zu beurteilen haben, sich zur Einordnung des Genome Editing überhaupt äußern werden.

Still und heimlich wollte der noch amtierende Agrarminister Christian Schmidt (CSU) die Frage vor einem Jahr in der Begründung zum neuen Gentechnikgesetz verneinen. Doch der Trick flog auf und der sozialdemokratische Koalitionspartner verweigerte nach massivem öffentlichem Protest die Gefolgschaft. Schmidts Gesetzentwurf scheiterte. Jetzt bleibt abzuwarten, ob und wie die Jamaika-Unterhändler sich in einem möglichen Koalitionsvertrag zu der Frage positionieren werden. [vef]

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INTERESSANT DASS dieser DRECKs-SCHMIER-FETZEN mit dem NAMEN „DIE WELT“ das THEMA „GLYPHOSAT-MONSANTO“ (ABSTIMMUNG 27 November 2017) VÖLLIG IGNORIERT – FÜR die FALSCH-SPIELER-GRÜNEN ist ES auch kein THEMA mehr sind wahrscheinlich noch sehr TRAURIG dass es nicht mit MERKEL (REGIERUNG)  geklappt hat???!!!

https://www.welt.de/politik/deutschland/article170959754/Das-Deutschland-Bild-der-Gruenen-hat-sich-veraendert.html

Deutschland

Parteitag Das Deutschland-Bild der Grünen hat sich verändert

Von Ansgar Graw | | Lesedauer: 3 Minuten

Nach den gescheiterten Jamaika-Sondierungen richten die Grünen ihren Blick nach vorne. In den nächsten vier Jahren werden sie wohl wieder in der Opposition sein – wollen dort aber noch stärker herausgehen.

Quelle: N24

Nach den gescheiterten Sondierungsgesprächen sehen sich die Grünen gestärkt. Die vierwöchigen Gespräche haben Fakten geschaffen. Und zeigen, wie sehr sich auch die Grünen selbst verändert haben.

Es gehe um die „Stabilität der Bundesrepublik Deutschland“. Die Übernahme von „Verantwortung für unsere gemeinsame Republik“. Um „Patriotismus“.

Was nach schwarz-rot-goldenen Versatzstücken aus einem Grundsatzpapier der Konrad-Adenauer-Stiftung klingt, stammt aus öffentlichen Bekundungen von Grünen-Chef Cem Özdemir in der Woche nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen. In den letzten Stunden der schwarz-gelb-grünen Gespräche hatte Özdemir noch das ihm von Alexander Dobrindt angebotene „Du“ akzeptiert – von jenem CSU-Politiker also, der vor sieben Jahren befand: „Die Grünen sind keine Partei, sondern der politische Arm von Krawallmachern, Steinewerfern und Brandstiftern.“

Jamaika ist gescheitert und eine große Koalition wahrscheinlicher als Neuwahlen. Das war die vorherrschende Meinung am Samstag auf der Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen in Berlin.

Merkel? „Tolle Frau“

Alle 14 Sondierer standen auf der Rednerliste, von Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt über Winfried Kretschmann, den Grünen-Ministerpräsidenten im Ländle, bis zu Jürgen Trittin, dem Wortführer der Parteilinken. Hart ins Gericht ging man nicht nur mit der FDP, die einen zum Greifen nahen Kompromiss habe platzen lassen, sondern auch mit CDU und CSU, die doch so wenig beweglich gewesen seien bei Klimapolitik und Zuwanderung.

Aber trotz aller Nur-wir-retten-die-Welt-Rhetorik haben die vierwöchigen Gespräche Fakten geschaffen. Nie kam man der Union, die CSU eingeschlossen, so nahe. Die Grünen definieren sich neuerdings als Garanten eines Deutschland, dem sie noch lange nach ihrer Gründung Ende der 70er-Jahre gar nichts abgewinnen konnten. Damals herrschte eher eine „Legal-illegal-scheißegal“-Stimmung.

Spätestens seit der Energiewende zirkuliert in Berlin das Bonmot, erstmals werde Deutschland von einer grünen Kanzlerin regiert – auch wenn sie der CDU angehöre. Jetzt versichern selbst linke Spitzen-Grüne, dass nicht nur Angela Merkel eine „tolle Frau“, sondern auch die Christsozialen ganz okay seien.

Und kaum hatte Sonntagnacht FDP-Chef Christian Lindner, der Gottseibeiuns des neuen Berliner Großkonsenses, die Gespräche aufgekündigt, bahnte sich CDU-Kanzleramtsminister Peter Altmaier seinen Weg durch die konsternierten Unterhändler zu Claudia Roth und rief: „Liebe Frau Roth, Sie waren großartig.“ Die daueremotionalisierte Grüne kämpfte mit den Tränen, beobachtete die „Süddeutsche Zeitung“.

Der Leitantrag zur Bundesdelegiertenkonferenz betonte, dass sich die Gespräche auch mit der Union „erwartungsgemäß als sehr schwierig herausgestellt“ hätten.

Mutig in mögliche Neuwahlen

Aber Michael Kellner, der Bundesgeschäftsführer der Partei, bedauert im Gespräch gleichwohl: „Bei den Jamaika-Sondierungen war ein Pakt für Rechtsstaatlichkeit zum Greifen nah. Wir alle wollten die Polizeikräfte erhöhen, wir wollten in den Justizapparat investieren, wir hätten Geld in die Hand genommen, um die Staatsanwaltschaften der Länder auszubauen, die ja wirklich an den Grenzen der Belastbarkeit arbeiten.“ So wäre „eine neue Balance zwischen Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit“ entstanden. „Schade“, seufzt der baumlange Thüringer, „diese Chance ist jetzt zunächst gescheitert.“

Sollte es trotz des für Donnerstag angesetzten Gesprächs zwischen Merkel und SPD-Chef Martin Schulz zu Neuwahlen kommen, geben sich die Grünen mutig. Klar geworden sei jetzt, dass der konsequente Umweltschutz keineswegs Allgemeingut aller Parteien, sondern weiterhin ihre Domäne sei. Und dass sie bereit seien, Regierungsverantwortung zu übernehmen. Gäbe es da nur Partner, mit denen es zur Mehrheit reicht.

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siehe auch „Christian Lindner“

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-11/gruene-parteitag-jamaika-koalition-regierung-fdp

Grünen-Parteitag: Wir sind Helden

Dank der Jamaika-Absage der FDP und gesprächsbereiter SPD bleiben den Grünen Kompromisse erspart. Umso mehr feiern sie sich selbst – und ihre neue Nähe zur Union.
Grünen-Parteitag: In Siegerlaune: Parteichef Cem Özdemir, Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt (M.) und Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth auf dem Grünen-Parteitag in Berlin

In Siegerlaune: Parteichef Cem Özdemir, Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt (M.) und Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth auf dem Grünen-Parteitag in Berlin © Kay Nietfeld/dpa

 

….. Seit den Sondierungsgesprächen aber gilt insbesondere die CDU geradezu selbstverständlich als möglicher Koalitionspartner der einstigen Ökopartei. Protest der linken Parteiströmung bleibt aus.  …
… Die Parteitagsregie spielt dazu die Titelmelodie der TV-Serie Das A-Team ab. …..
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ENTLARVT: „DAS FALSCHE SPIEL der GRÜNEN“ANSTATT MERKEL zu ATTACKIEREN wegen MONSANTO-GLYPHOSAT kuscheln SIE lieber mit IHRER neuen „BUSEN-FREUNDIN“ und GREIFEN die FDP an???!!!

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http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fdp-vize-wolfgang-kubicki-weist-gruenen-angriffe-scharf-zurueck-a-1180321.html

FDP-Vize Kubicki „Unterirdische Angriffe“

„Christian Lindner ging es um Christian Lindner“: Die Grünen arbeiten sich an der FDP ab. Der liberale Parteivize Wolfgang Kubicki reagiert.

Wolfgang Kubicki

DPA

Wolfgang Kubicki

Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki hat Angriffe der Grünen gegen seine Partei scharf zurückgewiesen. „Bei aller verständlichen Frustration über das Zerplatzen von persönlichen Karriereträumen gibt es für die verbalen Entgleisungen keine Entschuldigung“, sagte Kubicki der Nachrichtenagentur dpa.

Er reagierte damit auf Vorwürfe der Grünen auf ihrem Parteitag am Samstag gegen die Liberalen und deren Ausstieg aus den Jamaika-Verhandlungen. „Die zum Teil unterirdischen Angriffe auf die FDP und ihre Führung dokumentieren doch in ernüchternder Deutlichkeit, dass es keine Basis für eine Zusammenarbeit in den nächsten vier Jahren gab“, sagte er.

Er fügte hinzu, die Behauptung, man sei weiter gesprächsbereit, widerlegten die Grünen gerade selbst. „Ich vermute, Bündnis 90/Die Grünen werden in den nächsten Jahren schmerzhaft lernen, dass die Menschen in Deutschland nicht missioniert werden wollen“, sagte der FDP-Vize.

Unter anderem Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hatte scharfe Kritik an der FDP geübt. Vor allem der FDP-Parteichef Christian Lindner sei für das Scheitern der Gespräche verantwortlich. Ihm sei es nicht in erster Linie um Themen wie Digitalisierung oder Abbau des Solidaritätszuschlage gegangen. „Christian Lindner ging es um Christian Lindner.“

Die FDP selbst scheint keinen Schaden vom Abbruch der Sondierungsgespräche vergangenen Montag getragen zu haben. Im Gegenteil: Die Partei verzeichnet offenbar weiterhin einen Mitgliederzuwachs. Zwischen Montagmorgen und Freitagmittag dieser Woche seien einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS) 437 neue Mitgliedsanträge gestellt worden.

Trotz des Jamaika-Aus setzt die Partei mit dem Mitgliederzuwachs einen Trend fort, der bereits seit Jahresanfang anhält. Zwischen Januar und November erreichten die Liberalen nach eigenen Angaben 12.500 Aufnahmeanträge. Die Gesamtzahl der Parteimitglieder liegt demnach bei rund 64.000.

In ihren besseren Zeiten, nach dem Wahlerfolg von 2009, hatte die Partei allerdings noch rund zehntausend Anhänger mehr. In den Jahren danach hatte die FDP fast ein Drittel ihrer Mitglieder verloren. Erst seit dem vorletzten Jahr und ersten Wahlerfolgen kommen wieder mehr zur FDP als die Partei verlassen.

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<<<GLYPHOSAT und der ANGRIFF auf das DARM-MILIEU>>>

aus dem Text:…Indes warnte die Pflanzenschutzexpertin der Universität Kassel, Prof. Maria Finckh, vor möglichen anderen Risiken des Wirkstoffs. Finckh zufolge stellen einige von ihr untersuchte Studien Zusammenhänge zwischen dem chronischen Botulismus bei Tieren und Glyphosat im Futter her. Grund sei, dass bestimmte schädliche, pathogene Mikroorganismen deutlich resistenter gegen Glyphosat seien als viele für Tiere und Pflanzen nützliche Organismen. „Das ist in den Studien alles sehr plausibel dargelegt und muss dringend genauer untersucht werden“, forderte Finckh. Auch eine Vielzahl von Pflanzenkrankheiten werde mit Glyphosat und seinen Effekten auf die Zusammensetzung der mikrobiellen Umwelt in und um die Wurzeln in Zusammenhang gebracht……

https://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Agrarpolitik/Entscheidung-zu-Glyphosat-soll-am-27-November-fallen_article1511099401.html

19.11.2017 | 14:50

Entscheidung zu Glyphosat soll am 27. November fallen

Brüssel – Eine erneute Abstimmung über die Wiederzulassung des Pflanzenschutzmittelwirkstoffs Glyphosat ist für den 27. November angesetzt.

Glyphosat Entscheidung

(c) proplanta

Eine Sprecherin der EU-Kommission erklärte dazu am Montag (13.11.), dass die Mitgliedstaaten im Berufungsausschuss des Ständigen Ausschusses für Pflanzen, Tiere, Lebens- und Futtermittel (SCo-PAFF) dann über den aktuellen Entwurf der Behörde entscheiden würden. Der Kommissionsvorschlag, der in der letzten Abstimmung am vorvergangenen Donnerstag (9.11.) keine Entscheidung hervorbrachte, sieht eine Verlängerung der Glyphosat-Zulassung um fünf Jahre vor.

Im Berufungsausschuss können die Mitgliedstaaten erneut darüber entscheiden oder aber den Vorschlag anpassen, zum Beispiel hinsichtlich der Zulassungsdauer. Sollte es wiederum zu keiner Entscheidung für oder gegen eine erneute Zulassung kommen, hätte die Kommission nach wie vor die Möglichkeit, die Zulassung allein vorzunehmen.

Eine Sprecherin der Behörde bekräftigte jedoch gegenüber AGRA-EUROPE, dass EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis in diesem Fall „nicht die Absicht“ dazu habe. Bei einer kürzeren Zulassungsfrist könnte möglicherweise eine qualifizierte Mehrheit der Mitgliedstaaten zustande kommen. So hatte etwa Frankreich für eine Dauer von drei Jahren seine Zustimmung signalisiert.

Auch BundeslandwirtschaftsministerChristian Schmidt hatte gegenüber Andriukaitis eine Zustimmung Deutschlands unter anderem von einer Verkürzung auf drei Jahre abhängig gemacht. Dieser Vorschlag war allerdings nicht mit dem Bundeskanzleramt oder dem Bundesumweltministerium abgestimmt. Deutschland hatte sich bei der jüngsten Abstimmung erneut enthalten.

Folgen für die Biodiversität beachten

Derweil sprach sich Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Dr. Robert Habeck , der für die Grünen die Sondierungsgespräche zur Landwirtschaft für die Jamaika-Koalition geführt hat, im Kieler Landtag für einen schnellen Glyphosat- Ausstieg aus. Als Gründe führte der Grünen-Politiker den „dramatischen“ Verlust an Arten seit den achtziger Jahren vor allem bei Insekten und in der Folge auch an Singvögeln an.

Inzwischen sei es selbst für die Landwirtschaft ein gravierendes Problem, dass es immer weniger Insekten zur Bestäubung gebe und damit wichtige Grundlagen für die Erträge zu schwinden drohten, erklärte Habeck. Deshalb müsse das „Glyphosat-Zeitalter“ nicht nur aus Gründen des vorsorglichen Anwender- und Verbraucherschutzes, also der Frage, ob Glyphosat krebserregend sei oder nicht und ab welcher Dosis, sondern auch aus Gründen für die Artenvielfalt und das Ökosystem gestoppt werden.

Klage in VorbereitungUnterdessen haben die Unternehmen innerhalb der Glyphosat Task Force (GTF) erste juristische Vorbereitungen getroffen, um die EU-Kommission auf Schadenersatz zu verklagen, sollte sie bis zum 15. Dezember keine Entscheidung über eine Wiederzulassung von Glyphosat treffen und eine entsprechende Verordnung erlassen.

Phase-out rechtlich nicht zulässig

„Wir können uns nicht vorstellen, dass die Kommission als Hüterin des Gesetzes geltendes Gesetz bricht, indem sie die Entscheidung verweigert“, führte Küchler aus. Im Fall, dass es bei der nächsten Abstimmung im Ausschuss wieder zu keinem Ergebnis komme, gingen alle Beteiligten davon aus, dass die Kommission den letzten Vorschlag über eine Wiederzulassung von fünf Jahren in die Verordnung gießen werde.

Auf die Frage, ob in diesem Fall angesichts der verkürzten Zulassung ebenfalls eine rechtliche Grundlage zur Klage bestünde und diese dann auch angestrengt werde, ließ der AGG-Sprecher die Antwort offen. Eine Wiederzulassung für fünf Jahre bedeutet laut Küchler jedoch keinesfalls, dass am Ende der Zulassungsperiode ein Verbot des Wirkstoffs steht. Ein Phase-out, wie von Frankreich vorgeschlagen, sei laut Pflanzenschutzmittelverordnung nicht zulässig. In der Konsequenz laufe die Zulassung also nicht aus. Im Verlauf des kommenden Jahres werde die GTF deshalb also gleich wieder einen Zulassungsantrag vorbereiten und zum 1. Januar 2019 bei der EFSA einreichen.

Keine krebserregende Wirkung von Glyphosat

Die Arbeitsgemeinschaft Glyphosat verwies außerdem auf eine kürzlich im Fachmagazin „Agricultural Health Study“ veröffentlichte Studie, im Rahmen derer keine krebserregende Wirkung durch Glyphosat beim Menschen entdeckt worden sei. Die AGG sieht damit die Ergebnisse des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), der Europäischen Chemikalienbehörde (ECHA) sowie die Aussagen von insgesamt 27 Agenturen weltweit bestätigt.

Der Arbeitsgemeinschaft zufolge handele es sich hierbei um die „größte und umfassendste“ Studie, die jemals zur Untersuchung der Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln durchgeführt wurde. Insgesamt seien fast 55.000 Landwirte und deren Mitarbeiter in den USA miteinbezogen worden. Vor diesem Hintergrund übte die AGG scharfe Kritik an dem Vorsitzenden der mit der Bewertung von Glyphosat befassten Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Prof. Aaron Blair. Unter seiner Leitung hatte die IARC Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft.

Die AGG geht davon aus, dass Blair bereits bei der Einschätzung der IARC im Jahr 2016 Kenntnis von dieser Studie und deren Ergebnis gehabt hat: „Es ist daher anzunehmen, dass er sie wissentlich außer Acht ließ und sie daher keine Rolle im Bewertungsverfahren der IARC gespielt hat.“

Einfluss auf Botulismus wird untersucht

Laut AGG hat Blair kürzlich selbst eingeräumt, dass die Berücksichtigung der Studie im „Agricultural Health Study“ durch die IARC zu einer anderen Bewertung von Glyphosat geführt hätte. Bis heute sei die IARC die einzige Behörde weltweit, die Glyphosat als krebserregend eingestuft habe. „Mit der Finalisierung und Veröffentlichung der ‚Agricultural Health Study‘ wird die Vertrauenswürdigkeit der IARC, die nun auch vom US-Kongress unter die Lupe genommen wird, erneut in Frage gestellt“, stellte die Arbeitsgemeinschaft fest.

Indes warnte die Pflanzenschutzexpertin der Universität Kassel, Prof. Maria Finckh, vor möglichen anderen Risiken des Wirkstoffs. Finckh zufolge stellen einige von ihr untersuchte Studien Zusammenhänge zwischen dem chronischen Botulismus bei Tieren und Glyphosat im Futter her. Grund sei, dass bestimmte schädliche, pathogene Mikroorganismen deutlich resistenter gegen Glyphosat seien als viele für Tiere und Pflanzen nützliche Organismen. „Das ist in den Studien alles sehr plausibel dargelegt und muss dringend genauer untersucht werden“, forderte Finckh. Auch eine Vielzahl von Pflanzenkrankheiten werde mit Glyphosat und seinen Effekten auf die Zusammensetzung der mikrobiellen Umwelt in und um die Wurzeln in Zusammenhang gebracht.

Gesundheitlich unbedenklich

Im Unterschied zur Bundesregierung nimmt die Schweizer Regierung eine klare Haltung zu Glyphosat ein. Sie sprach sich vergangene Woche klar gegen ein Verbot von Glyphosat aus. In einer Motion, die vom Parlament noch nicht behandelt wurde, fordern die Grünen, die Anwendung des Herbizidwirkstoffs spätestens ab 2022 zu untersagen.

Das Kabinett in Bern stützt sich Medienberichten zufolge in ihrer Antwort auf die Motion auf einen Bericht, der in Kürze veröffentlicht werden soll. Darin heißt es, dass die in Lebensmitteln gemessenen Rückstände an Glyphosat sehr gering und daher gesundheitlich unbedenklich seien. Nur bei einem unrealistischen Tageskonsum von 71 kg der am stärksten kontaminierten Probe – einer Teigware – müsste mit gesundheitsschädigenden Nebenwirkungen gerechnet werden.

Ein Verbot von Glyphosat wäre nach Einschätzung der Regierung aus mehreren Gründen problematisch. Für zahlreiche Anwendungsbereiche – auch außerhalb der Landwirtschaft – gebe es derzeit als einzige Alternative die mechanische oder thermische Vernichtung, die allerdings mehr Energie und Arbeitsaufwand erfordere.

In anderen Fällen würde die Unkrautvernichtung mit einer Mischung verschiedener Wirkstoffe erfolgen und so die gleiche Wirkung wie beim Einsatz von Glyphosat zu erzielen. Zu berücksichtigen sei auch, dass Glyphosat kaum toxisch für Gewässerorganismen sei und im Grundwasser, das zur Trinkwassergewinnung genutzt werde, bisher nicht nachgewiesen worden.

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http://www.spektrum.de/news/erhoeht-ein-parodontose-bakterium-die-darm-und-leberkrebsgefahr/1521341?utm_source=zon&utm_medium=teaser&utm_content=news&utm_campaign=ZON_KOOP

23 November 2017

 

Mikrobiom von Tumoren: Erhöht ein Parodontose-Bakterium die Darm- und Leberkrebsgefahr?

Bestimmte Keime aus dem Mund siedeln verdächtig oft in Darmtumoren – und streuen bei fortgeschrittenem Krankheit mit dem Krebs in die Leber. Erhöhen sie die Krebsgefahr?

3-D-Computergrafik von Krebszellen vor blauem Hintergrund

© fotoliaxrender / stock.adobe.com
(Ausschnitt)
Auf das in unseren Mundhöhlen heimische Parodontose-Bakterium Fusobacterium nucleatum haben nicht nur Zahnärzte ein Auge: Der Keim siedelt sich bei geschwächter Körperabwehr gern auch in anderen Organen des Körpers an und kann dann für Probleme sorgen. Vor allem Krebsmedizinern bereitet das Kopfzerbrechen, weil die vermehrte Besiedlung durch Fusobacterium nicht nur etwa mit Mundhöhlenkrebs, sondern zum Beispiel im Darm auch oft mit Dickdarmkrebs einhergeht – wobei unklar ist, ob der Krebs Ursache oder Folge der Bakterienansiedlung sein könnte. Bisher hatten Wissenschaftler vermutet, dass Tumoren vielleicht nur einen besonders guten, weil sauerstoffarmen Lebensraum für die Keime bieten, der vor Attacken der Körperabwehr abgeschirmt ist. Möglich wäre aber auch eine aktive Rolle der Bakterien – eine Befürchtung, der ein Forscherteam in „Science“ nun nachgegangen ist.

Das Team um Susan Bullman von der Harvard Medical School konnte zeigen, dass Fusobacterium aus Darmtumoren sich auch in gestreuten Tochtertumoren wiederfindet, die bei schwerem Verlauf der Krankheit nach der Metastasierung der ursprünglichen Geschwulst in der Leber auftreten. Auffällig war, dass dabei stets die selben Stämme des Keims gefunden wurden – sehr wahrscheinlich stammten die Bakterien demnach wirklich aus dem ursprünglichen Darmtumor und wanderten nicht von anderswo ein, etwa aus dem Mund. Passend dazu fanden sich auch bei Patienten, deren Darmtumoren frei von Fusobacterium gewesen waren, später Keime in den Metastasen.

Das deute nicht nur darauf hin, dass das Bakterium aus dem primären Tumor in den Körper streue – es könnte auch bedeuten, dass der Erreger eine bisher unbekannte aktive Rolle im Geschehen spielt. Im Tierversuch half Mäusen mit Fusobacterium-Herden in Tumoren tatsächlich eine Antibiotikabehandlung. Die Krebsgeschwüre wuchsen dann deutlich langsamer. Denkbar wäre, spekulieren die Forscher, dass die Keime die Gefahr durch metastasierende Tumoren erhöhen: Sie wandern mit Metastasen durch den Körper und könnten deren Ansiedlung in anderen Geweben wie der Leber dann erhöhen. Vor Kurzem hatten Wissenschaftler Hinweise darauf gefunden, dass der Krebs in zunächst erfolgreich behandelten Patienten mit einer erhöhten Fusobacterium-Keimzahl im Körper häufiger später wieder auftritt. Die Auswirkung einer gegen die Keime gerichtete Antibiotikabehandlung sollten daher unbedingt genauer untersucht werden, meinen die Forscher.

© Spektrum.de

 

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siehe auch „Monika Krüger“

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siehe unten  Video-Vortrag von „Monika Krüger“

BAKTERIEN die GLYPHOSAT-RESISTENT sind – wie z.B. das Fusobacterium“ (necrophorum) wie  erwähnt im TEXT OBEN:“ Vor allem Krebsmedizinern bereitet das Kopfzerbrechen, weil die vermehrte Besiedlung durch Fusobacterium nicht nur etwa mit Mundhöhlenkrebs, sondern zum Beispiel im Darm auch oft mit Dickdarmkrebs einhergeht „…….

Klasse II: noch aktiv in Gegenwart von Glyphosat – RESISTENT
 
Salmonella Typhimurium
Salmonella Enteritidis
Salmonella Gallinarum
Clostridium tetani
Clostridium perfringens
Clostridium botulinum
Fusobacterium necrophorum

Link für die Unterlagen zu diesem Vortrag:   http://www.havelland.de/fileadmin/dateien/amt66/Bilder/Klimaschutz/Regionale_Aktivitaeten/Humustage_2016/Krueger_Glyphosat_2016_96dpi.pdf

Monika Krüger: Das Umweltgift Glyphosat und Glufosinat Herbizide mit Nebenwirkungen

Kraft-Futter ist mit „Gen-Tech“ kontaminiert – „chronischer Botulismus“„Ursachen-Forschung“ „Neuro-Toxin“ „Lähmung des Zwerchfells“
„chronischer Botulismus“: Tiere sterben verzögert
„Agro-Chemie“
Amino-Säure wird Phosphon-Säure
ab Minuten 26:00 – Glyphosat blockiert „Pflanzen-Stoff-Wechsel“ (Bakterien, Pilze, Algen, Protozoen) und blockiert  somit die Bildung von  „Drei essentiellen Amino-Säuren“ (Tryptophane – Phenylalanine – Tyrosine z.B. „Vitamin E“) welche  Menschen und Tiere nicht selbst produzieren können
„Chorismate“:  „Vitamin K-MANGEL“?!
Glyphosat – herbizider Wirkungsmechanismus – Hemmung des „Shikimate-Pathway“ (Shikimisäure-Stoffwechselpfad)Behindert alle Proteine und Wirkstoffe, die die „drei aromatischen Aminosäuren“ benötigen: Tannin, Lignin, Flavonoide etc, Wuchsstoffe
Vitamin-Mangel“ (auch Vitamin B 6/B12) wird durch Glyphosat verursacht
ab Minuten – 29:40 – Spuren-Element-Mangel wegen Glyphosat: – Glyphosatwirkung –  Starker Chelator (Fänger) , bindet zweiwertige Kationen –  bindet wichtige Spuren-Elemente wie: Mg, Ca, K, Zn, Co, Mn, Fe usw (Zink, Mangan, Kobalt ,Kupfer, Eisen usw.) – (bildet Komplexe mit Kationen ) – Kationen sind Spuren-Elemente (Mangel-Erscheinungen – Krankheiten)
Einfluss von Glyphosat auf Mikronährstoffaufnahme und Nährstofftranslokation in Pflanzen (Sonnenblumen)
„2013“: Einfluss von Glyphosat auf „Spuren-Element-Gehalt“ im Blutserum von Kühen (DK): Kobalt – Mangan (Aktivität der Mitochondrien) – Zink (z.B für Gehirn) – Selen

ab  Minuten 33:50 – Wirkung auf Mikro-Organismen
US patent „7,771, 736 B2“ (2010) – es wirkt Anti-Mikrobiell  – die „guten“ Bakterien werden vom Glyphosat attackiert (massive Störung des Gleich-Gewichts)

Bakterien besitzen 2 Formen von EPSPS
Klasse I: sensibel für Glyphosate in mikromolaren Konzentrationen
Sensibel
Lactobacillus spp.
Enterococcus spp.
Bifidobacterium spp
Bacillus spp
Klasse II: noch aktiv in Gegenwart von Glyphosat
Resistent
Salmonella Typhimurium
Salmonella Enteritidis
Salmonella Gallinarum
Clostridium tetani
Clostridium perfringens
Clostridium botulinum
Fusobacterium necrophorum
Einfluss von Glyphosat auf Boden-Mikro-Organismen – Fusarien

ab Minuten 48:37 – Toxizität von Glyphosat und Roundup auf HT29 – MTX Zellen – (48h) – Zytostatikum – „RoundUP“ ist 125 mal toxischer als der Wirkstoff „Glyphosat“

ab Minuten 55:30 – „USA“ extrem hohe Werte von Glyphosat im Urin (4mal bis 5mal so hohe Werte als in Europa) – „Kalifornien“

ab Stunden 1:09 – „Sri-Lanka“ hat Glyphosat verboten – USA „RoundUP“  – Thailand – „Brust-Krebs“ – „WHO“ –  „EPA“ (1985 Glyphosat krebseregend – 1991 wieder geändert?! )

ab Stunden 2:06 – ?POLITIK? – Deutschland – „MAIS-LANDSCHAFTEN“(BIO-GAS) – „MONO-Kulturen“ – „Futter-Mittel“ vom „Aus-Land“?! („?Gen-tech-Futter?“)

Glyphosat: Mangel an „aromatischen Aminosäuren“
1. Tryptophan: Serotonin – Melatonin
2. Tyrosin: Dopamin, Adrenalin, Melanin, Schilddrüsen-Hormon
3. Zerstörung der Cytochrome P450 (CYP)- Enzymen:
Aktivierung von Vitamin D, Abbau von Retinsäure (Abbauprodukt von Vit. A)
– Galleproduktion
– Detoxifizierung von Umweltgiften
– Stabilisierung von Blut (Hämorrhagien vs. Koagula)
Beeinflussung der Fruchtbarkeit
1. Aromatase ist ein CYP 450 Enzym, das Testosteron zu Östrogen
umwandelt (Fruchtbarkeit)
2. Spermien hängen von Cholesterolsulfat für Dekapitation und Fertilisation ab
3. Cholesterolsulfat-Synthese hängt von Cytochrom P450 (CYP)- Enzymen ab

4. Glyphosat zerstört die CYP-Enzymfunktion

Maßnahmen:

Bindung von Glyphosat durch „Huminsäuren“
Humin-Säuren: Natürliche Stoffe im Boden, die durch Abbau von Pflanzenmaterial sowie Metabolismus von Mikroorganismen entstehen
1. Langfristige Ziele
Wiederherstellung der Funktionalität der Kreislaufsysteme „Boden-Pflanze-Tier-Mensch“ durch Reduktion, besser Beseitigung der Glyphosat-Einträge in die Systeme.
2. Kurz-mittelfristige Ziele

Neutralisierung der G-Wirkung in den einzelnen Systemen durch geeignete Maßnahmen bei Tieren und Menschen (Einsatz von Huminsäuren/ Pflanzen – Kohle) Boden: Stoppen des G-Einsatzes, Ausbringen von Huminsäuren und PF-Kohle

 

„ÖKOLOGISCHE NAHRUNGs-MITTEL bevorzugen“

 

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siehe auch „SPIEGEL“ – FAKTEN GEGEN MONSANTO

http://www.spiegel.de/spiegel/glyphosat-monsanto-verschwieg-die-risiken-des-unkrautvertilgungsmittels-a-1174501.html

Pflanzengift Glyphosat Wie Monsanto das Krebsrisiko verharmlost

Interne E-Mails enthüllen die Methoden, mit denen das US-Unternehmen Monsanto das Pflanzengift Glyphosat reinzuwaschen versucht.

Von Philip Bethge

Glyphosat-Einsatz bei Göttingen

DPA/ Forum Moderne Landwirtschaft

Glyphosat-Einsatz bei Göttingen

Es gibt Unternehmen, deren Ruf so ruiniert scheint, dass die Erwartungen an Ethik und Geschäftsgebaren ausgesprochen niedrig sind.

Schockierend ist es dennoch, wenn sich die Vorwürfe schwarz auf weiß bestätigen.

Der Agrarkonzern Monsanto steht unter Beschuss, weil das von der Firma entwickelte Unkrautvertilgungsmittel Roundup (Wirkstoff: Glyphosat) verdächtigt wird, krebserregend zu sein. Interne E-Mails, Präsentationen und Memos enthüllen Monsantos Strategien, Glyphosat mit allen Mitteln reinzuwaschen. Und diese „Monsanto Papers“ lassen noch mehr erahnen: Offenbar weiß der Konzern selbst nicht so genau, ob Roundup unbedenklich für die Gesundheit ist.

„Man kann nicht sagen, dass Roundup nicht krebserregend ist“, schreibt die Monsanto-Toxikologin Donna Farmer in einer der E-Mails. „Wir haben nicht die nötigen Tests durchgeführt, um diese Aussage zu machen.“……………..

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siehe auch GEGEN MONSANTO – „SPIEGEL“ –  „AGENT ORANGE“

http://www.spiegel.de/spiegel/dioxin-das-jahrhundert-gift-vor-gericht-in-frankreich-a-1176427.html

 

Dioxin vor Gericht Das Jahrhundert-Gift

Es wurde in Deutschland entdeckt, jahrzehntelang verheimlicht, verharmlost, über die ganze Erde verteilt: Dioxin steht in Paris vor Gericht – weil eine 76-jährige Frau Monsanto, Dow Chemical und 24 andere Unternehmen wegen ihrer Leiden verklagt.

Von Cordt Schnibben

2,3,7,8-Tetrachlordibenzodioxin-Molekül

2,3,7,8-Tetrachlordibenzodioxin-Molekül

Eine Frau – krank, zäh, alt – im Kampf gegen 26 Firmen, die sich hinter Dutzenden Anwälten verstecken, so könnte man das Drama erzählen.

Ein Junge, an Armen und Beinen so verkrüppelt, dass er so lange mit dem Mund malt, bis der Film über sein Leben für den Oscar nominiert ist. Auch das wäre eine schöne Story.

Ein Gift, dessen tödliche Wirkung so lange verschwiegen wird, bis es sich über den ganzen Erdball verbreitet hat. Und nun täglich durch Hunderte staatliche und private Labors überprüft werden muss.

Ein US-Präsident, der bewundert und verehrt wird, aber schwere Schuld auf sich geladen hat. Ein deutsches Unternehmen mit 45.000 Beschäftigten und 15 Milliarden Euro Umsatz, das versucht, sich seiner Schuld zu stellen. Auch so könnte man die Tragödie erzählen.

Und doch geht es in Wahrheit um mehr, es geht um die große Frage, wie der Mensch irrt und was er unternimmt, um diesen Irrtum zu vertuschen, statt ihn wieder aus der Welt zu schaffen.

Der Irrtum kommt in den Fünfzigerjahren in die Welt, weil Menschen in bester Absicht Pflanzenschutzmittel erfinden, mehr Weizen und Obst ernten möchten, mehr Menschen satt machen wollen, besser leben möchten als vor dem Krieg. Weil sie Stahl produzieren und Kunststoffe, weil sie aus guten Gründen beginnen, den Müll zu verbrennen. Hinzufügen muss man: Und weil es Unternehmen gab, die möglichst schnell möglichst viel Gewinn erzielen wollten.

Was der Mensch zunächst nicht merkt: Weil er all diese Dinge macht, produziert er unwissend eine chemische Verbindung, die das Potenzial hat, Millionen Menschen krank zu machen und zu töten. Tetrachlordibenzodioxin – TCDD. Und weil das so ist, steht dieses Ultragift nun vor Gericht, genauer gesagt, stehen Monsanto, Dow Chemical und 24 weitere Chemiefirmen vor Gericht.

Die 76-jährige Tran To Nga, an Brustkrebs erkrankt, klagt sie an, sie und ihre Kinder geschädigt zu haben. Die Firmen hatten Millionen Liter eines Herbizids produziert und der U. S. Army verkauft, die damit große Teile Vietnams entlaubt und auch die Klägerin, inzwischen Französin, geschädigt hat. Der Vorwurf in der Klageschrift: Den Unternehmen war klar, dass ihr Produkt jenes besonders giftige Dioxin enthielt, ein chemisches Gift, das im menschlichen Körper bis hin zu Krebs alles Mögliche anrichtet.

Dioxin-Klägerin Tran

Maria Feck / DER SPIEGEL

Dioxin-Klägerin Tran
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siehe auch SPD – „Gen-TECH-GESETZ“

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Der Gastautor im F.A.Z.-„Forum“

Baskut Tuncak ist UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte, gefährliche Substanzen und Abfälle. Er arbeitet als Wissenschaftler am Raoul Wallenberg Institute in Schweden.

http://www.faz.net/aktuell/wissen/forschung-politik-1/glyphosat-entscheidung-fuer-pestizide-gegen-den-kinderschutz-15280609.html

„Glyphosat“- Entscheidung : Kinder“ schützen, nicht Pestizide

  • Von Baskut Tuncak , UN-Sonderberichterstatter
  • Aktualisiert am
Proteste vor der EU-Kommission gegen die Glyphosat-Zulassungsverlängerung gab es bereits im Sommer. Bildbeschreibung einblenden

Proteste vor der EU-Kommission gegen die Glyphosat-Zulassungsverlängerung gab es bereits im Sommer. Bild: AFP

Die Zeit ist reif: Wird der Streit um das Totalherbizid Glyphosat am morgigen Donnerstag im zuständigen EU-Ausschuss beendet? Ein Plädoyer gegen einen Kompromiss zugunsten des Pestizids.

Unsere Kinder wachsen mit einem Schadstoffcocktail aus Unkrautvernichtern, Insektiziden und Fungiziden auf. Ihre Nahrung, ihr Wasser, sogar ihre Parks und Spielplätze sind damit getränkt. Viele Regierungen behaupten beharrlich, dass unsere Schutzstandards gegen diese Pestizide stark genug sind. Doch als Wissenschaftler und Jurist, der sich auf Chemikalien und deren mögliche Auswirkungen auf grundlegende Menschenrechte spezialisiert, bin ich anderer Ansicht.

Letzten Monat kam es ans Licht: Als die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit Glyphosatdas meistverwendete Pflanzengift weltweit – als unbedenklich einstufte, hatte sie ganze Seiten aus einem Bericht von Monsanto, dem Hersteller des Pestizids, abgeschrieben. Solche Enthüllungen sind schlichtweg schockierend.

Vor zwei Wochen blockierten einige europäische Länder den Vorstoß, Glyphosat für weitere zehn Jahre zuzulassen. Bei dieser Entscheidung geht es um weitaus mehr als nur ein Pestizid. Sie ist ein begrüßenswertes Anzeichen, dass die EU-Mitgliedstaaten ihre Pflicht gründlicher wahrnehmen: vor Menschenrechtsverletzungen durch Unternehmen zu schützen, wenn diese uns Pestiziden und anderen toxischen Chemikalien aussetzen.

Bild: dpa

Die UN-Konvention über die Rechte des Kindes, das am häufigsten ratifizierte internationale Menschenrechtsabkommen der Welt (nur die Vereinigten Staaten sind nicht beigetreten), bekräftigt: Staaten sind ausdrücklich dazu verpflichtet, Kinder vor der Belastung durch toxische Chemikalien sowie vor kontaminierten Lebensmitteln und verunreinigtem Wasser zu schützen. Sie müssen außerdem dafür Sorge tragen, dass das Recht eines jeden Kindes auf das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit gewährleistet wird. Diese und viele weitere Rechte des Kindes werden durch unseren derzeitigen Umgang mit Pestiziden verletzt.

Kinderärzte haben die Belastung durch Pestizide im Kindesalter als „stille Pandemie“ bezeichnet, die Krankheiten und Behinderungen verursacht. Der Kontakt mit Pestiziden während der Schwangerschaft und im Kindesalter wird mit Geburtsfehlern, Diabetes und Krebs in Verbindung gebracht. Der sich entwickelnde Körper eines Kindes reagiert empfindlicher als Erwachsene auf diese Belastung und nimmt allgemein mehr von allem zu sich: Im Verhältnis zu ihrer Größe essen, atmen und trinken Kinder sehr viel mehr als Erwachsene und sind deshalb durch diese toxischen Chemikalien besonders gefährdet. Es gibt zunehmend Beweise dafür, dass sogar „geringe“ Einwirkungen im Kindesalter irreversible Gesundheitsschäden zur Folge haben können. Doch die meisten Betroffenen können die Ursache ihrer Behinderung oder Erkrankung nicht nachweisen, was uns in unserer Fähigkeit einschränkt, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Diese Chemikalien sind unsichtbar und lauern überall. Nur wenn die Regierungen sie wirksam regulieren und dabei vor allem die höchsten Standards der wissenschaftlichen Integrität einhalten, können die Menschen geschützt werden – insbesondere diejenigen, die unverhältnismäßig großen Belastungsrisiken ausgesetzt sind.

Angesichts der Enthüllungen wie des Copy-and-Paste-Skandals zu Glyphosat ist es notwendig, erneut sorgfältig zu prüfen, wie gut Staaten ihre Bürger schützen. Dass sich Regulierungsbehörden im Übermaß auf industriefinanzierte Studien verlassen, unabhängige Wissenschaft aus Gutachten ausgeschlossen wird und Studien geheim bleiben, obwohl sie von Behörden als Grundlage verwendet werden, das kann so nicht weitergehen.

Doch die vorherrschenden Fehlinformationen ziehen noch weitere Kreise. Viel zu lange waren die Debatten über Pestizide unverhältnismäßig stark auf die Frage ausgerichtet, ob wir die Welt ohne sie ernähren können. Die Sonderberichterstatterin für das Recht auf Nahrung hat deutlich gesagt, dass wir das können. Ihr zufolge ist es ein Mythos, dass der hochintensive Einsatz von Pestiziden zur Ernährung der Menschheit nötig sei. Es gibt Lösungen, um gesündere und nährstoffreichere Lebensmittel herzustellen und dabei Kleinbauern zu unterstützen, die Artenvielfalt zu fördern und die Widerstandskraft des Klimas zu stärken. Unser übermäßiger Einsatz gefährlicher Pestizide ist eine kurzfristige Lösung, eine Sucht, die das Recht auf sichere und angemessene Ernährung und Gesundheit für gegenwärtige und künftige Generationen untergräbt.

Werden die Regulierungsbehörden weiterhin dem Mythos verfallen, dass Pestizide notwendig sind, um die Welt zu ernähren? Werden sie sich weiterhin auf Wissenschaft verlassen, die von der Industrie gefördert wird? Oder werden sie die Menschenrechte – insbesondere die Rechte des Kindes – schützen und angesichts der erheblichen Ungewissheiten das Vorsorgeprinzip anwenden?

Wenn sich die Europäische Kommission diese Woche wieder an den Tisch setzt, um über die Zukunft von Pestiziden zu debattieren, hoffe ich, dass sie dabei eines im Sinn behält: ihre Pflicht, unsere Rechte und die Rechte unserer Kinder voranzustellen.