„27. März 2017“ – „EU-Kommission“ wird Gentech-Mais zulassen – „MON810 – Mais 1507“ – „Bt 11“ / „Monsanto“ – „DuPont“ und „Syngenta“ / Offengelegte „Gerichtsunterlagen“ deuten auf Skandal hin, sie belegen „geheime Absprache“ zwischen „Monsanto und EPA“ – Has „Monsanto“ Orchestrated a Massive Cancer Coverup? Unsealed Court Case Documents Point to a Scandal

Anklage an Angela Dorothea Merkel (geborene Kasner),  wegen Fehlen von Natur-und VerantwortungsBewusstsein  <<<<„Die Noch-Kanzlerin „MonsantoMerkel“ entscheidet sich wie immer gegen den Willen der Mehrheit der Bevölkerung – hat wohl was falsch verstanden  denn sie soll nicht höchst kriminelle Konzerne wie „Monsanto“ vertreten das ist Täuschung der Wähler und AmtsMissbrauch und total verantwortungslos„>>>>

http://www.keine-gentechnik.de/nachricht/32497/

Bald neuer Gentech-Mais auf europäischen Äckern?

27.03.2017

Mais Syngenta

In den USA bauen viele Farmer Gentechnik-Mais an (Foto: Courtesy of Syngenta)

Es wird immer wahrscheinlicher, dass nach fast 20 Jahren bald wieder gentechnisch veränderter (GVO) Mais in Europa zum Anbau zugelassen wird. Wie erwartet gab es heute auch im EU-Berufungsausschuss keine Mehrheit für oder gegen ein Verbot. Der Gentechnikexperte der Grünen im Bundestag, Harald Ebner, geht davon aus, dass die Europäische Kommission die drei Maislinien nun bald durchwinken wird.

Die EU-Kommission hatte drei GVO-Maissorten zum Anbau in der EU vorgeschlagen: MON 810 (Wiederzulassung), Bt 11 und 1507 (Erstzulassung). Das Zulassungsverfahren für die Maislinie 1507 läuft bereits seit mehr als zehn Jahren. Weil so lange geprüft wurde, hatten die Hersteller DuPont Pioneer und Dow Agrosciences bereits erfolgreich Untätigkeitsklage beim Europäischen Gerichtshof erhoben. Deshalb steht die EUKommission jetzt unter Handlungsdruck. In einer Sitzung im Februar war allerdings darauf hingewiesen worden, Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker könne den Vorschlag, die drei Maissorten zuzulassen, jederzeit wieder zurückziehen.

Im Lauf des Zulassungsverfahrens müssen die EU-Mitgliedsstaaten beteiligt werden. Diese haben nun auch im zweiten Gremium, dem Berufungsausschuss, keine qualifizierte Mehrheit für oder gegen den Anbau des GVO-Maises erzielt. Dafür wären nach Angaben einer Kommissionssprecherin mindestens 16 von 28 Mitgliedsstaaten nötig gewesen, die 65 Prozent der EU-Bevölkerung repräsentieren müssen. Nach Informationen von Friends of the Earth Europe haben 14 EU-Mitglieder gegen die Wiederzulassung von MON810 gestimmt und damit zwei mehr als im Januar. Sie repräsentieren gut 30 Prozent der EU-Bevölkerung. Bei den Maissorten Bt 11 und 1507 waren sogar 16 Mitglieder (plus 3) für ein Verbot. Sie vertreten aber nur 47 Prozent der EU-Bevölkerung. Die Bundesregierung hat sich den Angaben zufolge wie bei der ersten Abstimmung im Januar enthalten, denn die große Koalition ist sich uneins.

„Deutschland hat sich mit einer Enthaltung um ein klares Nein gedrückt, obwohl die gentechnikfreie Produktion boomt“, kritisierte der Vorsitzende des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft, Felix Prinz zu Löwenstein. „Der Anbau von Gentechnik-Pflanzen kostet alle, die ihn nicht wollen, viel Geld.“

„Kommissionspräsident Juncker muss jetzt Farbe bekennen, ob er die weitgehende GentechnikFreiheit auf den Äckern in der EU erhalten will oder nicht“, sagte die Gentechnikexpertin beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Heike Moldenhauer. Der in der Vergangenheit bereits zugelassene Genmais Mon 810 ist in 17 EU-Ländern verboten – darunter Deutschland. Er werde auf weniger als einem Prozent der EU-Ackerfläche angebaut – hauptsächlich in Spanien.

Alle drei Maislinien produzieren ein Insektengift. Außerdem sind sie resistent gegen das Totalherbizid Glufosinat des Chemiekonzerns Bayer. Moldenhauer warf Agrarminister Christian Schmidt (CSU) daher vor, mit seiner Enthaltung in Brüssel vor den Firmen Bayer-Monsanto zu kuschen.

Ohne klares Votum stimmte der Ausschuss auch über die Frage ab, ob eine Reihe von GentechMaissorten des Herstellers Syngenta für die Verwendung in Futter- und Lebensmitteln zugelassen werden sollen. Es geht um die Sorten Bt11 × 59122 × MIR604 × 1507 × GA21 und ihre Kombinationen. Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments hatte sich vergangene Woche bereits dagegen ausgesprochen. Sein Votum hat allerdings rechtlich keine Wirkung. Auch hier muss jetzt die EU-Kommission entscheiden. [vef]

***************************************************************************

http://www.martin-haeusling.eu/presse-medien/pressemitteilungen/1620-gentechnik-anbau-deutsche-regierung-entzieht-sich-verantwortung.html

Am heutigen Montag hat der Berufungsausschuss der EU-Mitgliedsstaaten über den Anbau und Import von mehreren gentechnisch veränderten Maispflanzen in der EU abgestimmt. Wegen der hohen Zahl von Enthaltungen gab es auch diesmal keine Mehrheit für oder gegen Anbau und Import. Damit liegt die Entscheidung nun bei der Europäischen Kommission. Martin Häusling, umwelt- und agrarpolitischer Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion im Europaparlament:

„Immer mehr EU-Mitgliedstaaten lassen sich davon überzeugen, dass ihre Bürgerinnen und Bürger keine Gentechnik auf den Äckern wollen – das zeigt die heutige Abstimmung, bei der die Zahl der Ablehnungen höher war als bei vorherigen Abstimmungen. Es ist bedauerlich, dass sich dennoch einige EU-Länder, darunter auch Deutschland, erneut ihrer Verantwortung entziehen und nicht deutlich gegen Anbau und Import von genetisch veränderten Mais in der Europäischen Union stimmen.
Irreführend sind die Umweltrisikobewertungen der europäischen Lebensmittelbehörde EFSA der für den Import zur Abstimmung stehenden Sorten. Deren Unterkombinationen, die noch gar nicht alle existieren, wurden nicht auf ihre Sicherheit überprüft. Selbst die EFSA bemängelt das Fehlen relevanter Daten, um eine präzise Risikoeinschätzung abzugeben.   
Wir fordern die Europäische Kommission auf, keine Erlaubnis für den Anbau und Import gentechnisch veränderter Maissorten und deren Verwendung in Futter– und Lebensmitteln zu geben. Eine Zulassung wäre absolut verantwortungslos.“
Maria Heubuch, stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, sagt:
„Ich hätte mir von Landwirtschaftsminister Schmidt mehr erwartet als diese dürftige Enthaltung. In Nord– und Südamerika hat sich bitter gezeigt, dass durch die Gentechnik der Pestizideinsatz um ein Vielfaches gestiegen ist. Gerade der Mais 1507 ist in Brasilien bereits stark von Schädlingen befallen. Die europäischen Regierungen dürfen nicht dieselben Fehler begehen. Nationale Anbauverbote sind nicht genug, denn die Pollen machen nicht an den Grenzen halt. Wir brauchen ein EUweites Bekenntnis gegen den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen.“
Hintergrund:
Die EU-Kommission hatte den EU-Mitgliedstaaten einen Vorschlag für Anbauzulassung von zwei Maissorten (Bt11 und 1507) sowie für die Wiederzulassung von Mais MON810 vorgelegt. Zudem legte sie einen Vorschlag zum Import von neuen gentechnisch veränderten Maissorten der Firma Syngenta vor. Dieser würde die Verwendung von fünf verschiedenen Sorten (Bt11 × 59122 × MIR604 × 1507 × GA21) und deren Subkombinationen erlauben. Damit könnten mehr als 20 verschiedene GentechnikMaissorten auf den europäischen Markt gebracht werden. Der Ständige Ausschuss der EU-Mitgliedsländer „Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel“ konnte sich am 27. Januar zu keiner Stellungnahme zum EU-Kommissionsvorschlag einigen. Nachdem auch der heutige Berufungsausschuss zu keinem Ergebnis kommen konnte, geht die Entscheidung nun zurück an die EU-Kommission.

**************************************************************************

http://www.keine-gentechnik.de/nachricht/32458/

Grüne: EU-Kommission wird Gentech-Mais zulassen (unter diesen Link – noch mehr Information dazu)

?“EU-Zulassung am 27 März 2017″? – drei GVO-Maissorten „MON810“, „1507“ und „Bt11“ ( Monsanto, DuPont und Syngenta )

11.03.2017

Mais Schmetterling Falter

Foto: Jason Prini / flickr, Lizenz: creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0)

Die Fraktion Bündnis90/Die Grünen im Bundestag geht davon aus, dass die EU-Kommissionzeitnahdrei neue gentechnisch veränderte (GVO) Maissorten zum Anbau in der Europäischen Union (EU) zulassen wird. Der zuständige EU-Berufungsausschuss am 27. März werde das wohl nicht verhindern, heißt es in einem Antrag, den die Fraktion vergangenen Donnerstag in den Bundestag einbrachte. Das wäre die erste Anbauzulassung für GVO-Mais nach fast 20 Jahren.

Das Problem liegt im komplizierten Verfahren: Wollen die Mitgliedsstaaten der EU die Zulassung eines GVO verhindern, brauchen sie im Ständigen Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebens- und Futtermittel eine qualifizierte Mehrheit. Da diese im Fall der drei GVO-Maissorten MON810, 1507 und Bt11 im Januar nicht zustande kam, muss nun der Berufungsausschuss entscheiden. Der Gentechnikexperte der Grünen im Bundestag, Harald Ebner, geht davon aus, dass sich die Mehrheitsverhältnisse auch diesmal nicht ändern.

Denn viele Mitgliedsstaaten enthalten sich bei der Entscheidung, darunter auch die Bundesrepublik. Das würde Harald Ebner gerne ändern und hat nun zum vierten Mal versucht, den Bundestag zu einer entsprechenden Abstimmung zu bewegen. Wieder vergeblich. Zwar ist die SPD gegen den Anbau von Gentech-Mais, die CDU aber dafür. Und die Koalitionsvereinbarung sieht in diesem Fall eine Enthaltung vor. „Man kann doch nicht in Deutschland gegen Gentechnik sein und dann auf EU-Ebene kneifen“, schimpft Harald Ebner, „um am Ende die Verantwortung dafür der EU zuzuschieben! Das ist unredlich, verantwortungslos und leistet der EU-Verdrossenheit Vorschub.“

Die gentechnisch veränderte Maislinie 1507 von DuPont Pioneer und Dow Agrosciences enthält wie MON810 von Monsanto und Bt11 von Syngenta ein Gen des Bakteriums Bacillus thuringiensis (Bt). Deshalb produziert die Pflanze ein BtToxin, das vor allem für bestimmte Insekten giftig ist. Welche Risiken das für andere Lebewesen und letztlich den Menschen mit sich bringt, ist wenig erforscht und umstritten. Doch selbst wenn die EU-Kommission die drei Maislinien zum Anbau zulassen wird, werden sie nicht auf deutschen Äckern wachsen. Denn die Bundesregierung hat bereits vorsorglich beantragt, das Bundesgebiet von der Zulassung auszunehmen. [vef]

******************************************************************************

Rückblick – Abstimmung am 27 Januar 2017

https://www.testbiotech.org/node/1828

Abstimmung über neue Anbauzulassungen für Gentechnik-Mais ohne Ergebnis

Vertreter von Mitgliedsstaaten und die EU-Kommission trafen sich heute in Brüssel

27. Januar 2017/ Heute trafen sich Repräsentanten der EU-Mitgliedsstaaten und die EU-Kommission in Brüssel, um über den Anbau von gentechnisch verändertem Mais abzustimmen. Die EU-Kommission will neue Anbauzulassungen für Gentechnik-Mais für die Anbausaison 2017 erteilen. Drei Varianten von Insektengift produzierendem Mais stehen zur Zulassung an, sie sind als MON810, Mais 1507 und Bt 11 registriert. Es handelt sich um Saatgut der Konzerne Monsanto, DuPont und Syngenta. Bei der heutigen Abstimmung wurde keine ausreichende Mehrheit für die Anbauzulassung erreicht. Mitte März wird nun nach Angabe der Kommission eine erneute Abstimmung im sogenannten „Appeal Committee“ stattfinden.

Ein aktueller Hintergrundbericht von Testbiotech zeigt, dass viele Risiken, die mit dem Anbau dieser Pflanzen einhergehen, bislang nicht im Detail untersucht wurden. Insbesondere kann der Gentechnik-Mais seine Gene mit einer anderen Pflanzenart austauschen, die als Teosinte bekannt ist und sich seit einigen Jahren vor allem in Spanien ausbreitet.

Zudem standen beim heutigen Treffen zwei weitere wichtige Punkte zur Diskussion: Einer betrifft die Durchführung von Fütterungsversuchen, um gesundheitliche Risiken von Gentechnik-Pflanzen möglichst auszuschließen. Die Industrie lehnt entsprechende Anforderungen vehement ab. Testbiotech ist der Ansicht, dass bisher keine geeigneten Alternativen zu diesen Untersuchungen zur Verfügung stehen, und fordert deswegen Langzeitversuche, um insbesondere Kombinationswirkungen zu testen.

Der zweite Punkt betrifft die Standards der Umweltrisikoprüfung. Die EU-Kommission hat eine Reihe von Änderungen bei den von der EU vorgeschriebenen Untersuchungen vorgeschlagen. Testbiotech hat in einer umfangreichen Analyse gezeigt, dass die Vorschläge in der jetzigen Form nicht ausgereift sind und noch einmal gründlich überarbeitet werden müssen.

Kontakt:
Christoph Then, Tel 0151 54638040, info@testbiotech.org

******************************************************************************

http://www.martin-haeusling.eu/presse-medien/pressemitteilungen/1536-keine-mehrheit-fuer-oder-gegen-zulassung-von-genmais.html

******************************************************************************

Neue Kampagne: Der Gentechnik Grenzen setzen

01.02.2017

Vorsicht Gentechnik: Olivenfliege

Vorsicht Gentechnik: Olivenfliege

Unter dem Titel „Der Gentechnik Grenzen setzen“ hat das Münchner Institut Testbiotech eine Kampagne gestartet, die der Diskussion über Folgen und Risiken gentechnisch veränderter Pflanzen und Tiere bis zur Bundestagswahl im September neue Impulse verleihen soll. In den kommenden Monaten wird dabei eine Auswahl von Gentechnik-Organismen vorgestellt, die wir in loser Folge auch hier im Informationsdienst Gentechnik präsentieren werden.

Bei den ersten Beispielen handelt es sich um gentechnisch veränderte Äpfel, Fische und Insekten der US-Firma Intrexon. „Die Gentechnik-Debatte wird stark von den Interessen der Industrie bestimmt“, kritisiert Christoph Then für Testbiotech. „Ihr Einfluss auf Forschung, Politik, Behörden und die Medien hat in den letzten Jahren sogar noch weiter zugenommen. Mit unserer Aktion wollen wir eine informierte und kritische Auseinandersetzung ermöglichen.“ Außerdem gibt es Mitmachaktionen, die dazu beitragen sollen, im Jahr der Bundestagswahl von den Parteien und ihren Kandidaten politische Verantwortung einzufordern. [+] mehr…

********************************************************************************

http://www.keine-gentechnik.de/1/nachricht/32493/

Monsanto und Glyphosat: Akten belegen Einfluss auf Umweltbehörde

22.03.2017

Mon

Monsanto banner (Photo: Donna Cleveland/Flickr)

Ein maßgeblicher Mitarbeiter in der Pestizid-Abteilung der US-Umweltbehörde EPA stand fest auf der Seite von Monsanto. Das belegen interne Mails des Konzerns, die ein Gericht in Kalifornien für die Öffentlichkeit freigab. In dem Prozess in San Francisco wird über die Klagen von 55 Menschen verhandelt, die selbst an Lymphdrüsenkrebs erkrankten oder Angehörige durch diesen Krebs verloren haben. Sie führen die Erkrankung auf die Anwendung von Glyphosat zurück und werfen Monsanto vor, das Risiko verschwiegen zu haben.

Der in den Unterlagen genannte Mitarbeiter heißt Jess Rowland und arbeitete bis zu seinem Ruhestand im April 2016 in der für Pestizide zuständigen Abteilung der EPA. Dort leitete er einen Ausschuss, der die Frage bearbeitete, ob der von Monsanto entwickelte Wirkstoff Glyphosat Krebs auslösen kann. Letzten September veröffentlichte die EPA das Gutachten des Ausschusses und verneinte die Frage. Glyphosat sei nicht krebserregend, lautete das Fazit der Behörde.

Die Gerichtsakten zeigen, wie Rowland Monsanto versprach, eine Glyphosat-Untersuchung des US-Gesundheitsministeriums zu sabotieren. Sie wurde dann auch tatsächlich aufgegeben. Rowland informierte den Konzern frühzeitig davon, dass die Krebsforschungsagentur IARC der Weltgesundheitsorganisation WHO Glyphosat als vermutlich krebserregend einstufen würde. Als die IARC ihren Bericht im März 2015 veröffentlichte, wusste Monsanto seit Monaten Bescheid und hatte die Gegenpropaganda bereits vorbereitet. Zu den Mittel des Konzerns gehörte es auch, Wissenschaftler für Studien zu bezahlen, die die Sicherheit von Glyphosat belegen sollten. In den veröffentlichen Mails diskutieren Monsanto-Manager, wie man einen Wissenschaftler ersetzen könnte, der dabei Skrupel bekommen hatte. In einer anderen Mail schlägt ein Monsanto-Manager vor, Wissenschaftler dafür zu bezahlen, dass sie MonsantoStudien als eigene Arbeiten ausgeben und veröffentlichen, so wie das früher auch schon gemacht worden sei.

Angesichts solcher Einflußnahmen verwundert es nicht, dass das EPA-Gutachten Glyphosat vom Krebsverdacht freisprach. Doch inzwischen haben selbst hochrangige EPA-Experten Zweifel bekommen. Der wissenschaftliche Beirat, der die Pestizidarbeit der Behörde begutachtete, kam zu dem Schluss, dass bei der Glyphosatbewertung die zuständige EPA-Abteilung ihre eigenen Richtlinien nicht eingehalten habe. Ein Teil des Beirats war der Auffassung, dass anhand der vorliegenden Studien Glyphosat sehr wohl als vermutlich krebserregend eingestuft werden sollte. Die französische Zeitung Le Monde berichtete, dass bereits im Dezember 2015 die EPA-Abteilung für Forschung und Entwicklung die Arbeit der Pestizid-Abteilung zum Thema Glyphosat intern kritisiert hatte.

Monsanto wies auf Nachfrage von US-Medien sämtliche Vorwürfe zurück und betonte seine Seriösität. [lf]

******************************************************************************

netzfrauenhttps://netzfrauen.org/2017/03/26/51096/

Offengelegte Gerichtsunterlagen deuten auf Skandal hin, sie belegen geheime Absprache zwischen Monsanto und EPA – Has Monsanto Orchestrated a Massive Cancer Coverup? Unsealed Court Case Documents Point to a Scandal

26. März 2017

Es wird eng für Monsanto.  Der Agrochemie-Gigant musste eine ziemliche Schlappe hinnehmen. Ein Bundesrichter in San Francisco eröffnete Dokumente, die die Forschungspraktiken des Agrochemie-Giganten und die Sicherheit seines bestverkauften Unkrautvernichters Roundup, des weltweit meistverkauften Herbizids, in Frage stellen.

Bereits 2015 wurde im Zuge einer Kampagne von der US Right to Know die Beziehung zwischen dem „unabhängigen“ Experten Kevin FoltaProfessor und Vorsitzender des Horticultural Sciences Department, University of Florida, und Monsanto aufgedeckt.  Die Untersuchung umfasste 4600 Seiten an Mails und anderen Dokumente von Folta. Kevin Folta erhielt $25 000 von Monsanto. Siehe: Was kostet ein „unabhängiger“ Experte? Monsanto zahlte $25,000 – Kevin Folta received $25,000 from Monsanto

Was geschieht also mit einem Forscher, der herausfindet, dass es die Insektizide sind, die für das Desaster verantwortlich sind? Der Fall von Jonathan Lundgren zeigt, wie kompliziert die Zusammenarbeit von Regierung, Wissenschaft und Industrie werden kann, wenn Milliarden von Dollar auf dem Spiel stehen. Die betroffenen Konzerne wie BASF, Bayer und Syngenta, aber auch Monsanto würden auf Grund dieses Ergebnisses viel Geld verlieren. Jonathan Lundgren, ein hochrangiger Entomologe der Forschungsabteilung der USDA, verlor seinen Job! Siehe: Jonathan Lundgren – ein Wissenschaftler, der Bayer-Monsanto vernichten und die Welt verändern könnte – Jonathan Lundgren, WHO Could Destroy Bayer-Monsanto And Change The World…

Erst kürzlich veröffentlichte die Umweltschutzorganisation Global 2000 den Bericht „Glyphosat und Krebs – Gekaufte Wissenschaft“, der unter anderem aufzeigen soll, wie der US-Saatgutriese Monsanto daran beteiligt war, dass das Herbizid weiterhin verwendet werden darf. Doch auch in den USA tut sich etwas, denn ein Bundesrichter in San Francisco eröffnete Dokumente, die die Absprachen zwischen EPA belegen.

Hat Monsanto eine massive Vertuschung von Krebsursachen inszeniert? Offengelegte Gerichtsunterlagen deuten auf Skandal hin

Die Dokumente legen eine geheime Absprache zwischen dem Agrochemie-Giganten und der EPA nahe.

Die Dokumente widersprechen der von der Industrie gesponsorten Forschung, die seit langem Monsantos „Flaggschiff“ als sicher bezeichnet, das von Heimgärtnern, Gärtnern öffentlicher Parks und von Farmern auf Hunderten von Äckern angewendet wird.

Monsanto musste am Dienstag [14. 3. 2017] eine ziemliche Schlappe hinnehmen. Ein Bundesrichter in San Francisco eröffnete Dokumente, die die Forschungspraktiken des Agrochemie-Giganten und die Sicherheit seines bestverkauften Unkrautvernichters Roundup, des weltweit meistverkauften Herbizids, in Frage stellen. Die Dokumente widersprechen der von der Industrie gesponserten Forschung, die seit langem Monsantos „Flaggschiff“ als sicher bezeichnet, das von Heimgärtnern, Gärtnern öffentlicher Parks und von Farmern auf Hunderten von Äckern angewendet wird.

Hierzu berichtet die New York Times:

Die Gerichtsunterlagen beinhalteten Monsantos interne E-Mails und den E-Mail-Verkehr zwischen der Firma und den Regulierungsbehörden. Aus den Unterlagen geht hervor, dass Monsanto von Dritten Forschungsberichte hatte schreiben lassen, die dann später Akademikern zugeschrieben wurden und die darauf hindeuten, dass ein leitender Beamter der EPA (Environmental Protection Agency) daran arbeitete, eine Überprüfung  des Hauptbestandteils von Roundup, Glyphosat, zurückzuhalten, die vom United States Department of Health and Human Services durchgeführt werden sollte. In einer der E-Mails, die Richter Vince Chhabria offenlegte, hatte William F. Heydens, ein Abteilungsleiter Monsantos, seinen Kollegen grünes Licht für das willkürliche Zusammenschreiben der Glyphosatforschung und die anschließende Zuschreibung für Akademiker gegeben, die ihren Namen auf das Papier setzen sollten. Er zitierte sogar eine Passage, aus der hervorgeht, dass die Firma auch in der Vergangenheit so verfahren war. „Wir könnten die Kosten klein halten, wenn wir selbst das Schreiben übernehmen und sie [die Akademiker] einfach ihre Namen darunter setzen“, so Heyden.

Die Dokumente zeigen ferner, dass es innerhalb der EPA nicht nur Kontroversen hinsichtlich der behördeneigenen Sicherheitspolitik in Bezug auf Roundup gab, sondern dass auch mit „gezinkten Karten gespielt“ wurde. In einer E-Mail aus dem Jahr 2015 schreibt Dan Jenkins, ein Direktor Monsantos, dass Jess Rowland, ein Beamter der EPA, dem die Auswertung von Roundup in Bezug auf das Krebsrisiko unterstanden hatte, in Bezug auf eine Überprüfung der Behörde ihm am Telefon gesagt hatte: „Wenn ich das zu Fall bringen kann, sollte ich eine Medaille bekommen“. Diese Überprüfung fand niemals statt.

Die Enthüllungen der gegenwärtigen Prozesskampagne, einer Kombination von mehr als 55 Gerichtsverfahren gegen Monsanto vor dem Bezirksgericht für den Norden Carolinas – in welche sich Einzelpersonen einreihen, die geltend machen, auf Grund von Glyphosat ein Non-Hodgkin-Lymphom entwickelt zu haben – verleihen den wachsenden Sorgen um den verbreiteten Gebrauch von Roundup beträchtliches Gewicht. Sie entfachen auch weiterhin Bedenken wegen Monsantos fragwürdiger Methoden, einen leichtfertigen Umgang seiner Marktaktivitäten durch regulatorische Behörden durchzusetzen.

Der Rechtsstreit wurde entfacht nach dem Urteil der IARC (International Agency for Research on Cancer), die zur WHO gehört, im März 2015, das da lautete, Monsantos umstrittenes Herbizid sei „möglicherweise krebserregend bei Menschen“. In ihrem Ergebnisbericht ließ die IARC verlauten, dass „kontrollierte Fallstudien zu berufsbedingtem Kontakt [mit Glyphosat] von erhöhten Risiken für das Non-Hodgkin-Lymphom berichteten, die auch nach der Umstellung auf andere Pestizide bestehen blieben“.

Über die mögliche krebserregende Wirkung hinaus ist Roundup mit einer Reihe von anderen Gesundheitsproblemen in Zusammenhang gebracht worden wie ADHA, Alzheimer, Nierenerkrankungen, Lebererkrankungen, Schädigungen der Fortpflanzungsorgane und Geburtsschäden, und das zusätzlich zu den Umweltschäden wie den dramatischen Rückgang der Monarchfalter. Eine Studie, die 2014 vom US Geological Survey durchgeführt wurde, ermittelte die Substanz Roundup in 75 % der Luft- und Regenwasserproben, die im Mississippi-Delta entnommen worden waren, einer fruchtbaren landwirtschaftlichen Gegend.

Glyphosat wurde in den 1970er-Jahren zum ersten Mal zugelassen. Gegenwärtig wird es in mehr als 160 Ländern angewendet. Landwirte in Kalifornien wenden es bei ungefähr 250 verschiedenen Erntepflanzen an. Jedoch haben im Zuge der wachsenden Bedenken gegen Glyphosat es einige Länder verboten, darunter El Salvador, Kolumbien, die Niederlande, Sri Lanka und Frankreich, dessen Verbot nur wenige Monate nach dem Urteil der IARC ausgesprochen wurde.

Nicht nur Monsanto ist der Meinung, Roundup sei sicher. Einige Regierungsbehörden, darunter die EPA und die EFSA (European Food Safety Agency) widersprachen der Schlussfolgerung der IARC, Glyphosat sei möglicherweise krebserregend.

Monsanto mag industriefreundliche Verbündete in der EPA gefunden haben, jedoch hat sich die Justiz als schwieriger Kampfplatz für die weltgrößte Saatgutfirma erwiesen. Die Enthüllung der vernichtenden Dokumente folgt einem Richterspruch auf dem Fuße, und zwar durch die Richterin Kristi Kapetan des Obersten Gerichtshofes des Landkreises Fresno, der am Freitag [10. März] erfolgt war und der besagt, dass Kaliforniens EPA Glyphosat nunmehr als „Chemikalie bezeichnen kann, die bekanntermaßen Krebs erzeugt“. Diese Entscheidung geht auch mit dem „Safe Drinking Water and Toxic Enforcement Act“ von 1986 konform, der allgemein als „Proposition 65“ bekannt ist.

Kapetans Entscheidung ermächtigt den Bundesstaat, von Monsanto zu fordern, Roundup als „möglicherweise krebserregen“ zu kennzeichnen. Trenton Norris, Staatsanwalt für Monsanto, argumentierte, diese [geforderte] Warnung würde der Firma Schaden zufügen, weil diese einige Kunden davon abhalten könnte, das Produkt zu kaufen.

Während Monsanto sich in Kalifornien vor Gericht verteidigen muss, werden die Fälle, die von Richter Chhabria betreut werden, in absehbarer Zeit eine weltweite Dimension bekommen: Er wies Monsantos Einwand gegen die Forderung des Klägers zurück, Dokumente sicherzustellen und einen ehemaligen Vertreter Monsantos aus Europa abzuberufen. Die New York Times berichtet davon, dass weitere Vertreter Monsantos in den kommenden Wochen abgesetzt würden. Chhabria drohte Monsanto sogar mit Strafmaßnahmen, falls das Unternehmen weiterhin über alle Maßen versuche, wichtige Dokumente vor der Öffentlichkeit zu verbergen. „Ich habe ein Problem mit Monsanto, weil …  es darauf besteht, Sachen unter dem Siegel der Verschwiegenheit zu behandelt, die effektiv nicht so behandelt werden sollten“, sagte er während der Anhörung. Wenn Dokumente „relevant für das Gerichtsverfahren sind, sollten sie nicht versiegelt sein, … selbst wenn sie Monsanto nicht gefallen“.

Neue Gerichtsakten vom Anfang dieses Monats beinhalten eine angebliche ungesetzliche Absprache zwischen Monsanto und der EPA. Grundlage hierfür ist ein Brief, der 2013 von Marion Copley geschrieben wurde. In ihm versicherte die inzwischen verstorbene leitende Toxikologin: „Es ist absolut gewiss, dass Glyphosat Krebs verursacht“, und widersprach damit dem Firmen-Statement von 1991, dass die Chemikalie bei Menschen nicht krebserregend sei. In dem besagten Brief warf Copley Rowland unethisches Verhalten vor: „Hören Sie mir nur ein einziges Mal in Ihrem Leben zu und spielen Sie nicht Ihr hinterhältiges politisches Spiel mit der Wissenschaft zugunsten der Registranten. … Tun Sie EINMAL das Richtige und fällen Sie keine Entscheidung nur danach, welchen Einfluss diese auf Ihren Bonus hat“.

Die neuerlichen juristischen Rückschläge, die Hunderte von Gerichtsverfahren in den USA umfassen, haben Monsanto in die Defensive getrieben, aber Monsanto bleibt beharrlich bei seiner Behauptung, Glyphosat sei relativ sicher, und schwor vor dem Richter, seinen Kampf vor Gericht fortzusetzen. Samuel Murphey, Sprecher von Monsanto, nannte Kaliforniens Plan, die Chemikalie in die Liste der „Prop 65“ aufzunehmen, „fehlerhaft und unbegründet„. zudem behauptete er, er verletze sowohl den Staat als auch die US-Verfassung. „Monsanto wird weiterhin diese nicht nachvollziehbare Entscheidung auf wissenschaftlicher und juristischer Basis anfechten“, so Murphey.

„Glyphosat ist nicht krebserregend“, insistierte Monsanto in einem Statement. Das Unternehmen weiter: „Die Unterstellung, Glyphosat könne Krebs bei Menschen verursachen, ist in sich unschlüssig. Das können wir durch jahrzehntelange Sicherheits-Überprüfungen durch führende Regulationsbehörden weltweit belegen. Die Kläger haben isolierte Dokumente vorgelegt, die aus dem Zusammenhang gerissen wurden“. Das Unternehmen weist ebenfalls Forderungen zurück, die akademische Forschung, die sie selbst finanziert, in Zweifel zu ziehen.

Kämpfer für Umweltschutz und öffentliche Gesundheit sowie für Verantwortlichkeit von Behörden und Unternehmen, heißen den wachsenden juristischen Druck auf Monsanto willkommen und sie finden ihn lange überfällig – und ein bisschen überraschend.

„Anfänglich war ich skeptisch, als diese Fälle vor Gericht kamen, weil Monsanto sich vor Gericht so oft schon als zu mächtig erwiesen hat“, sagt Carey Gillam, eine Direktorin der Verbraucherorganisation „U.S. Right to Know“. „Aber je mehr Informationen ans Tageslicht kommen und je mehr neue wissenschaftliche Forschungen veröffentlicht werden, desto mehr sieht es danach aus, dass die Kläger ihre Sache geltend machen können“.

Hunderte von Verfahren gegen Monsanto sind bereits vor Staats- und Bundesgerichten verhandelt worden. Tim Litzenburg arbeitet als Staatsanwalt für Miller Firm, ein Rechtsanwaltsbüro in Virginia, das viele dieser Verfahren begleitet. Er glaubt, dass die Zahl solcher Verfahren rasch ansteigen wird. Seiner Aussage nach könnten es in 6 bis 8 Wochen Tausende sein, sagte er dem St. Louis Post-Dispatch.

Zulassungsbehörden mögen [weiterhin] Probleme mit der Glyphosatforschung haben, aber die breite öffentliche Debatte um die Chemikalie sowie zunehmende Transparenz bei Zulassung, Verkauf und Marketing kann nur Verbrauchern, Farmern und Wildtieren zugutekommen. John Barton, ein Landwirt aus Bakersfield, Kalifornien, glaubt, sein Non-Hodgkin-Lymphom wurde durch Roundup verursacht. „Ich wünsche niemandem, was ich durchmachen musste„, sagte er kürzlich „Fresno Bee“.

Has Monsanto Orchestrated a Massive Cancer Coverup? Unsealed Court Case Documents Point to a Scandal

The documents suggest collusion between the agrichemical giant and the EPA.

By Reynard Loki / AlterNet March 16, 2017

Monsanto suffered a major setback Tuesday when a federal judge in San Francisco unsealed documents that call into question the agrichemical giant’s research practices and the safety of its best-selling herbicide, Roundup, the world’s most-produced weedkiller. The documents counter industry-funded research that has long asserted Monsanto’s flagship product—used by home gardeners, public park gardeners and farmers, and applied to hundreds of crops—is relatively safe.

According to the New York Times:

The court documents included Monsanto’s internal emails and email traffic between the company and federal regulators. The records suggested that Monsanto had ghostwritten research that was later attributed to academics and indicated that a senior official at the Environmental Protection Agency had worked to quash a review of Roundup’s main ingredient, glyphosate, that was to have been conducted by the United States Department of Health and Human Services.

One of the documents unsealed by Judge Vince Chhabria was an email written by William F. Heydens, a Monsanto executive, giving his colleagues the green light to ghostwrite glyphosate research and then hire academics to put their names on the papers. He even cited an instance where the company had used this method in the past. „We would be keeping the cost down by us doing the writing and they would just edit & sign their names so to speak,” wrote Heydens.

The documents also indicate that within the EPA, there was not only internal disagreement regarding the agency’s own safety assessment of Roundup, but also foul play. In one email from 2015, Dan Jenkins, a Monsanto executive, said that Jess Rowland, an EPA official who was heading the cancer risk evaluation of Roundup, referring to an agency review, had told him over the phone, „If I can kill this, I should get a medal.“ The review never happened.

The revelations from the current court challenge, a combination of more than 55 lawsuits filed against Monsanto in the U.S. District Court for the Northern District of California—including individuals who claim to have developed non-Hodgkin’s lymphoma due to glyphosate exposure—add significant weight to the mounting concerns about the widespread use of Roundup. It also raises concerns about Monsanto’s questionable methods to ensure a light regulatory hand on its marketplace activities.

The litigation was set in motion following the determination by the International Agency for Research on Cancer, the World Health Organization’s cancer arm, in March 2015, that Monsanto’s controversial herbicide is „probably carcinogenic to humans.“ In its finding, IARC noted that „case-control studies of occupational exposure in the USA, Canada, and Sweden reported increased risks for non-Hodgkin lymphoma that persisted after adjustment for other pesticides.“

In addition to its potential cancer-causing properties, Roundup has been linked to a host of other health issues such as ADHD, Alzheimer’s disease, kidney disease, liver disease, reproductive problems and birth defects, as well as environmental impacts, such as the record decline of monarch butterflies. A 2014 study conducted by the U.S. Geological Survey detected the presence of Roundup in 75 percent of air and rainfall test samples take from the Mississippi Delta, a fertile agricultural region.

First approved for use in the 1970s, glyphosate is currently used in more than 160 countries. In California, farmers apply it to around 250 different crops. But as concerns have mounted, glyphosate bans have been passed by some nations, including El Salvador, Colombia, the Netherlands, Sri Lanka and France, whose ban was passed just months after the IARC determination.

Monsanto isn’t alone in its assertion that Roundup is safe. Some governmental agencies, including the EPA and the European Food Safety Agency, have disagreed with IARC’s conclusion that glyphosate is a probable carcinogen.

Though Monsanto may have found pro-industry allies within the EPA, the judiciary has proved to be a tough arena for the world’s largest seed company. The disclosure of the damning documents in San Francisco comes on the heels of a ruling Friday by Fresno County Superior Court Judge Kristi Kapetan that California’s EPA can now list glyphosate as a chemical „known to the state to cause cancer“ in accordance with the Safe Drinking Water and Toxic Enforcement Act of 1986, more commonly known as Proposition 65.

Kapetan’s decision gives the state the authority to require Monsanto to label Roundup a possible carcinogen. Monsanto’s attorney, Trenton Norris, argued that the warnings would hurt the company because it would dissaude some consumers from purchasing the product.

While Monsanto is on the defense in California, the collection of cases overseen by Judge Chhabria will soon have a global dimension, as he overruled Monsanto’s objection to the plaintiffs‘ request to secure documents and depose a former Monsanto official from Europe. The New York Times reports that other Monsanto officials will be deposed in the coming weeks.

Chhabria also threatened Monsanto with sanctions if the company continues „overbroad“ efforts to hide relevant documents from the public. „I have a problem with Monsanto, because… it is insisting that stuff be filed under seal that should not be filed under seal,“ he said at the hearing. When documents are „relevant to the litigation, they shouldn’t be under seal, even… if Monsanto doesn’t like what they say.“

New court filings earlier this month focus on alleged collusion between Monsanto and the EPA. The basis for the allegation is a 2013 letter written by Marion Copley, in which the late EPA senior toxicologist asserts, „It is essentially certain that glyphosate causes cancer,“ contradicting the agency’s 1991 ruling that the chemical is not a human carcinogen. In that letter, Copley also accused Rowland of unethical behavior: „For once in your life, listen to me and don’t play your political conniving games with the science to favor the registrants. … For once do the right thing and don’t make decisions based on how it affects your bonus.“

The recent legal setbacks, which comprise hundreds of lawsuits across the U.S., have put Monsanto on its back foot, but the company remains steadfast in its claims that glyphosate is relatively safe and has vowed to continue its fight in the courts. Monsanto spokesman Samuel Murphey called California’s proposal to list the chemical under Prop 65 „flawed and baseless,“ claiming it violates both the state and U.S. Constitution. „Monsanto will continue to challenge this unfounded proposed ruling on the basis of science and the law,“ Murphey said.

„Glyphosate is not a carcinogen,“ Monsanto insisted in a statement. The company added, „The allegation that glyphosate can cause cancer in humans is inconsistent with decades of comprehensive safety reviews by the leading regulatory authorities around the world. The plaintiffs have submitted isolated documents that are taken out of context.“ The company also rejected claims that the academic research it funds should be discredited.

For environmental, public health and corporate accountability advocates, the mounting legal pressure on Monsanto is welcome, but long overdue—and a bit surprising.

„Initially when these cases started to be filed, I was skeptical because Monsanto has such a strong track record of prevailing in court,” said Carey Gillam, a director of the consumer group U.S. Right to Know. „But the more information that comes out through discovery and new scientific research that’s emerging, the more it looks like the plaintiffs may have a case.“

While hundreds of cases against Monsanto have already been filed in state and federal courts, Tim Litzenburg, an attorney with the Miller Firm, a Virginia-based law office filing many of the cases, believes that the number will increase rapidly. „Six to eight weeks from now they could number in the thousands,“ he told the St. Louis Post-Dispatch.

And though the science around glyphosate may not be settled in some regulatory agencies, sustained public debate about the chemical, as well as increased transparency in regard to its regulation, sale and marketing can only benefit consumers, farmers and wildlife. As John Barton, a farmer from Bakersfield, California, who believes Roundup caused his non-Hodgkin lymphoma, recently told the Fresno Bee, „I don’t want anyone to go through what I have gone through.”

Netzfrau Ursula Rissmann-Telle
deutsche Flagge
Hier läuft was falsch! In Kalifornien Warnung vor Krebs auf Roundup und Europäische Chemikalienagentur schützt Monsanto mit unverschämtem Glyphosat-Bericht – Crazy – Glyphosate not classified as a carcinogen by ECHA

Krebserkrankungen steigen weltweit drastisch an! Studie: Pestizide von Monsanto verdoppelt das Lymphdrüsenkrebs-Risiko – Study: Glyphosate Doubles Risk of Lymphoma

Glyphosat krebserregend?! Bill Gates – Hungerallianz mit Monsanto, die Impfallianz mit Big Pharma und Hauptsponsor der WHO

.Eine neue Studie bringt Glyphosat (Round up) mit Krebs des lympatischen Gewebes in Verbindung.

Neue Studie: Gehirnschädigung durch Glyphosat

Anstieg der Autismusfälle durch Glyphosat in unserer Ernährung?

ES REICHT! Glyphosat-Herbizid: Nun auch in der Muttermilch – Herbicide Found In Mother’s Milk

Missbildungen, Krankheit und Viehsterben: der tatsächliche Preis von Glyphosat & GVO Tierfutter?

Forscher finden Pflanzengift in Mensch und Tier – Glyphosat

 

 

 

Agrarmesse „Grüne Woche“ – „Gegen-DEMO“ – „Wir haben es satt“ / „SCHMIDT“ und der „Pakt mit Monsanto und Co“ / „Gentechnik-Verbot“ bundesweit! / „Jonathan Lundgren“ – ein Wissenschaftler, der „Bayer-Monsanto“ vernichten und die Welt verändern könnte – Jonathan Lundgren, WHO Could Destroy Bayer-Monsanto And Change The World…

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2017/01/22/massendemo-gegen-agrar-konzerne-in-berlin/

Massendemo gegen Agrar-Konzerne in Berlin

Etwa 18.000 Menschen haben nach Angaben der Veranstalter am Samstag in Berlin für eine Wende in der Agrar- und Ernährungspolitik demonstriert.

Demonstranten am 21.01.2017 auf der Straße des 17. Juni in Berlin. (Foto: dpa)

Demonstranten am 21.01.2017 auf der Straße des 17. Juni in Berlin. (Foto: dpa)

Angeführt von rund 130 Landwirten mit ihren Traktoren zogen sie laut AFP unter dem Motto „Wir haben es satt“ durch Innenstadt und Regierungsviertel. Die Teilnehmer wollten sich damit für gesundes Essen, eine bäuerlich-ökologische Landwirtschaft sowie fairen Handel einsetzen.

„Agrarkonzerne, Finger weg von unserem Essen“ war ein zentraler Slogan der Kundgebung anlässlich der Landwirtschaftsmesse Grüne Woche, die am Freitag in der Hauptstadt begonnen hatte. Die Teilnehmer wandten sich gegen eine Industrialisierung der Landwirtschaft zu Lasten kleinerer Betriebe. Beteiligt waren sowohl ökologisch wie auch konventionell wirtschaftende Bauern und ihre Unterstützer.

In einem Neun-Punkte-Plan forderten die Kundgebungsteilnehmer ein Ende von Subventionen zugunsten von industriell wirtschaftenden Großbetrieben sowie einen Stopp von „Mega-Fusionen im Agrarsektor“. „Stattdessen brauchen wir Anreize für Bauern, die Tiere besonders artgerecht halten und umweltschonend wirtschaften“, erklärte der Sprecher des Aktionsbündnisses, Jochen Fritz. Er rief Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) auf, „Agrarpolitik für Bauern statt Agrarindustrie zu machen“.

Nach Angaben der Veranstalter mussten „aufgrund fehlgeleiteter Agrarpolitik“ in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren bereits mehr als 100.000 vorwiegend kleinere Höfe aufgeben. Außerdem belaste die deutsche Agrarpolitik, insbesondere durch übermäßige Fleischproduktion, die Umwelt und das Klima und zerstöre durch Dumpingexporte kleinbäuerliche Strukturen überall auf der Welt. Verlangt wurde auch eine drastische Verringerung des Einsatzes von Pestiziden und Antibiotika.

Der Protestzug fand bereits das siebte Mal statt. Zum Trägerkreis von „Wir haben es satt“ gehören unter anderem Verbände des ökologischen Landbaus, die großen Umwelt- und Entwicklungsverbände, Tierschutzverbände, die kirchlichen Hilfswerke Misereor und Brot für die Welt sowie Sozialverbände wie die Arbeiterwohlfahrt (Awo). Unterstützt werden sie von Unternehmen der Biobranche sowie von den Grünen.

*****************************************************************************

******************************************************************************

https://www.campact.de/

Gentechnik-Verbot bundesweit!

363.967 Unterzeichner/innen

Agrarminister Christian Schmidt hat ein neues Gesetz vorgelegt, das ein bundesweites Gentechnik-Verbot fast unmöglich macht. Es ist gespickt mit Schlupflöchern, sodass gentechnisch veränderte Pflanzen schon bald auf unseren Feldern landen könnten. Helfen Sie uns Schmidt umzustimmen und das Gesetz noch stoppen!

Unterzeichnen Sie heute unseren Appell an Christian Schmidt!

*****************************************************************************

https://blog.campact.de/2017/01/wir-haben-gentechnik-satt/

 

 

Gemeinsam kämpfen wir schon seit über zehn Jahren gegen die Gentechnik in der Landwirtschaft – mit einem fantastischen Ergebnis: Deutschland ist frei von diesem gefährlichen Experiment. Diesen Erfolg greift Agrarminister Christian Schmidt nun an: Mit seinem neuen Gesetz ließe sich Gentechnik bundesweit kaum noch verbieten. Monsantos und Bayers Gen-Pflanzen kämen zurück auf unsere Felder.

CDU und CSU wollen die Neuregelung mit aller Macht durch den Bundestag bringen

Zwar regt sich in der SPD Widerstand und es deutet sich ein Koalitionsknatsch an. Aber das kann uns nicht reichen. Wir müssen einen der wichtigsten Meilensteine auf dem Weg in eine vernünftige und ökologischere Landwirtschaft mit aller Kraft verteidigen.

Also zeigen wir auf der Straße klare Kante gegen Gentechnik: Am 21. Januar bilden Bäuerinnen und Bauern mit ihren Traktoren einen kilometerlangen Korso durch das Berliner Regierungsviertel. Tausende Verbraucher/innen empfangen sie mit bunten Fahnen und Transparenten. Gemeinsam fordern wir: „Finger weg von unserem Essen! Wir haben Agrarindustrie satt!“ Das sind die Bilder, die wir auf allen Nachrichtenkanälen brauchen. Sie sind eindeutig: Alles andere als ein klares Gentechnik-Verbot ist indiskutabel.

Die Koalition fürchtet den Widerstand. Sie weiß, dass Gentechnik in der Landwirtschaft den Bürgerinnen und Bürgern kaum zu vermitteln ist. Die vielen Protestwellen haben das schon gezeigt. Nun brauchen wir wieder eine – sie muss der Öffentlichkeit deutlich machen, was hier durchgedrückt werden soll. Lassen Sie uns zum Start des Bundestagswahlkampfes gemeinsam zeigen: Die Bewegung gegen Gentechnik und für eine ökologische Landwirtschaft steht auch in 2017!

Wir haben die Demo-Route bereits angemeldet. Auch die Bühne ist gebucht. Und im Demobüro stapeln sich die Kisten mit Flyern und Plakaten. Jetzt brauchen wir ganz viele freiwillige Helfer/innen, die für unseren bunten Protest werben. Bitte bestell auch Du jetzt gleich ein kostenloses Mobilisierungs-Paket: Ein Plakat in Ihrem Fenster zu Hause, Flyer am schwarzen Brett im Supermarkt, ein Sticker an jeder Ampel, immer ein paar Flyer in der Jackentasche – zusammen machen wir die “Wir haben es satt!”-Demonstration groß.

******************************************************************************

 

******************************************************************************

http://www.abl-ev.de/

Willkommen bei der „AbL“ – Die bäuerliche Interessenvertretung

 

Bayer und Monsanto, bleibt uns vom Acker!

Bauern und Imker demonstrieren vor Berliner Bayer-Sitz für eine bäuerliche und bienenfreundliche Landwirtschaft

Am 18. Januar demonstrierten Bauern und Imker im Schulterschluss mit engagierten Bürgern gegen die geplante Elefantenhochzeit von Bayer mit Monsanto vor dem Berliner Sitz der Bayer AG. Wenige Tage vor der „Wir haben es satt!“-Demonstration brachten die 50 Demonstranten mit einem Traktor und einem zehn Meter langen Anhänger, auf dem „Bayer und Monsanto, bleibt uns vom Acker!“ zu lesen war, ihre Wut gegen die fortschreitende Konzentration im Saatgut– und Pestizidbereich zum Ausdruck.   mehr

******************************************************************************

http://www.keine-gentechnik.de/nachricht/32348/

Neuer Konzernatlas zeigt Konzentration der Gentechnik-Giganten

10.01.2017

Konzentration der weltgrößten Agrarchemie-Konzerne, Basis: Umsätze 2014 in Milliarden US-Dollar (Konzernatlas 2017/Bloomberg)

Konzentration der weltgrößten Agrarchemie-Konzerne, Basis: Umsätze 2014 in Milliarden US-Dollar (Konzernatlas 2017/Bloomberg)

Das Szenario ist bedrohlich: Drei oder vier Großkonzerne auf der Erde besitzen nicht nur den Großteil der Patente für Saatgut. Ihnen gehören auch die passenden Pestizide sowie die Lizenzen für die gentechnischen Verfahren, um solches Saatgut zu züchten. So könnten fusionierte Firmen Bayer/Monsanto, DuPont/Dow und ChemChina/Syngenta die Landwirtschaft, Lebensmittelerzeugung und letztlich die Welternährung kontrollieren, heißt es im neuen „Konzernatlas 2017“, den sechs Organisationen heute vorlegten.

Am Ende beherrschten drei Konzerne mehr als 60 Prozent der Märkte für kommerzielles Saatgut und für Agrarchemikalien, schreiben zwei Autorinnen des Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND). Die Konzerne böten fast alle gentechnisch veränderten Pflanzen dieses Planeten an, warnen Heike Moldenhauer und Saskia Hirtz. Auch die meisten Anmeldungen für das Eigentum an Pflanzen beim Europäischen Patentamt entfielen auf diese drei Konglomerate.

Der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger rief in dem Zusammenhang dazu auf, am 21. Januar unter dem Motto „Wir haben es satt“ gegen die aktuelle Agrarpolitik zu demonstrieren, die die wachsende Marktmacht einiger weniger Großunternehmen fördere. „Die Interessen von Bayer-Monsanto werden in Zukunft mehr denn je die des Wirtschaftsstandorts Deutschland sein“, warnt der „Konzernatlas 2017“. Die Daten und Fakten über die Agrar- und Lebensmittelindustrie haben neben dem BUND die Heinrich-Böll- und die Rosa-Luxemburg-Stiftung, Oxfam Deutschland, Germanwatch und Le Monde Diplomatique herausgegeben.

Und die Warnung scheint begründet. Denn die Übernahme des US-amerikanischen Saatgutkonzerns Monsanto durch die in Deutschland ansässige Bayer AG wird planmäßig vorangetrieben: Nach der Kaufentscheidung im September 2016 haben im Dezember die Aktionäre von Monsanto zugestimmt. Wie die Firma Bayer weiter mitteilte, hat sie zum Jahreswechsel die ersten Anträge bei den zuständigen Kartellbehörden eingereicht.

Auch der Kampf um die Patente für gentechnische Züchtungsverfahren ist unter den Giganten bereits voll entbrannt. So hat sich Monsanto laut Konzernatlas beim Broad Institute in Cambridge, Massachusetts, eine Lizenz für das neuartige Gentechnikverfahren CRISPR-Cas9 gesichert. Dabei ist noch nicht einmal klar, ob das Institut überhaupt die Rechte daran hat. Denn die Französin Emanuelle Charpentier und die US-Amerikanerin Jennifer Doudna beanspruchen die Erfindung von CRISPR-Cas9 für sich. Und haben sie über ihre Firma Caribou Biosciences bereits an den Saatgutriesen DuPont lizensiert. Auch die Firma Celletics soll Ansprüche auf das CRISPR-Verfahren erheben. Ferner soll Celletics ein Patent für das gentechnische Instrument TALEN besitzen und der Firma Bayer erlaubt haben, es zu nutzen. Auch Syngenta soll Nutzungsrechte daran haben, so der Bericht.

Und der Konzentrationsprozess geht noch weiter. Der hochtechnisierte Markt ist offenbar auch für Landmaschinenhersteller interessant: Der Traktorbauer Deere habe sich bereits vertraglich mit Syngenta, Dow und Bayer verbündet, um die Geräte zu entwickeln, die für die digital geprägte Präzisionslandwirtschaft benötigt werden, heißt es im Konzernatlas: „Die Agrargiganten hoffen, eines Tages klimaangepasstes Saatgut mit äußerst präzisen Pflanz- und Messsystemen zu verbinden.“

Was das klimaangepasste Saatgut angeht, sind die Hersteller aber aller Verfahrensfinessen zum Trotz offenbar noch nicht weit gekommen. Nach einem Bericht der Nürnberger Nachrichten hat Bayercrop eingeräumt, bei der Forschung zu Wetterstress noch ganz am Anfang zu stehen. Auch Monsanto habe bei der Klimatoleranz nach eigenen Angaben noch keine marktfähigen Produkte. Und von den 132 beim Bundesinstitut für Risikobewertung beantragten und teilweise schon zum Verkauf zugelassenen gentechnisch veränderten Lebensmitteln betraf demnach nur ein einziges eine trockenheitsresistente Maissorte. [vef]

******************************************************************************

*******************************************************************************

aus dem Text: …Schmidt sagte: „Es wird nicht so bleiben können, wie es ist.“ Wer an Lösungen in „revolutionären Akten“ glaube, übersehe dabei jedoch, dass Verbesserungen unter dem rollenden Rad erreicht werden müssten. „Kernaufgabe der Landwirtschaft ist und bleibt die Ernährungssicherung.“ Schmidt rief zudem zu einer „Gemeinschaftsaktion“ mit den Bauern auf….(<„SCHMIDT“ und der „Pakt mit Monsanto und Co“ – würde „MONSANTO“ und all die anderen kriminellen Konzerne die tagtäglich den „Planet – ERDE“ mit Gift und Manipulation maltretieren endlich Verantwortung für ihre „MisseTaten“ übernehmen dann würde es diese Konzerne ab sofort nicht mehr geben – alles ist nur „LÜGE und BETRUG“>)  – oder „Wie erklär ich es meinen Kind – „MACHT-GIER“ vor Verantwortung und Wahrheit???!!!

http://www.n-tv.de/politik/Ueber-10-000-Menschen-fordern-Agrar-Wende-article19612837.html

Samstag, 21. Januar 2017

„Wir haben satt“-Demo in BerlinÜber 10.000 Menschen fordern Agrar-Wende

Anlässlich der Grünen Woche in Berlin versammeln sich viele Tausend Kritiker der Agrar-Industrie zum Protest in der Hauptstadt. Sie fordern eine nachhaltigere Landwirtschaft und werfen Minister Schmidt Unwillen vor. Der CSU-Politiker kontert .

Rund 130 Traktoren begleiteten den Protestzug.

Rund 130 Traktoren begleiteten den Protestzug.(Foto: REUTERS)

Unter dem Motto „Wir haben es satt!“ haben mehr als 10.000 Menschen in Berlin für eine Neuausrichtung der Landwirtschaft und gegen die „Agrarindustrie“ demonstriert, darunter Bauern, Tier- und Umweltschützer. Von den Grünen gab es Lob, von anderen Seiten Kritik.

Während die Veranstalter rund 18.000 Teilnehmer zählten, sprach die Polizei von mehr als 10.000. Sie zogen vom Potsdamer Platz zum Brandenburger Tor. Den Auftakt der Demonstration von Bauern, Umwelt- und Tierschützern bildete ein Konvoi, an dem sich laut Veranstalter 130 Traktoren beteiligten.

Die Demonstranten überreichten am Landwirtschaftsministerium ein Papier mit Forderungen. Rund 100 Organisationen, darunter Verbände von konventionell und ökologisch wirtschaftenden Bauern, hatten zu dem Protestmarsch aufgerufen. Sie fordern einen Richtungswechsel und positionieren sich gegen Massentierhaltung. Auch Politiker der Grünen nahmen teil.

Gegenprotest versammelt sich am Hauptbahnhof

Anlass der Proteste ist die Agrarmesse Grüne Woche, die gestern in Berlin begonnen hatte. Der Vorsitzende der Grünen im Bundestag, Anton Hofreiter, kritisierte Bundesagrarminister Christian Schmidt scharf. „Die CSU-Agrarpolitik ist ein Scherbenhaufen.“ Die Messe wäre der richtige Ort, die Agrarwende zu verkünden, doch der „Schnitzelminister Schmidt“ führe lieber einen ideologischen Feldzug gegen Vegetarier und Veganer.

Schmidt sagte: „Es wird nicht so bleiben können, wie es ist.“ Wer an Lösungen in „revolutionären Akten“ glaube, übersehe dabei jedoch, dass Verbesserungen unter dem rollenden Rad erreicht werden müssten. „Kernaufgabe der Landwirtschaft ist und bleibt die Ernährungssicherung.“ Schmidt rief zudem zu einer „Gemeinschaftsaktion“ mit den Bauern auf.

Ähnliche Ansätze forderten Gegendemonstranten am Berliner Hauptbahnhof. Dort kamen nach Angaben der Veranstalter rund 700 Menschen und 50 Traktoren am Morgen zusammen. Sie warfen der „Wir haben es satt“-Demonstration Diffamierung vor. Ihr Gegenmotto lautete „Wir machen Euch satt“. Es sei die vorrangige Aufgabe „Lebensmittel in ausreichender Menge und sicherer Qualität ressourcenschonend zu erzeugen“, sagte eine Sprecherin. „Das wird in den gesellschaftlichen und politischen Diskussionen heute leider viel zu häufig vergessen.“

Quelle: n-tv.de , shu/dpa

*******************************************************************************

********************************************************************************

„MONSANTO-BAYER“ der „NATUR- und BIENEN-SCHRECK“

aus dem Text:…..“Nun will Monsanto auch „Bienenschädlinge“ bekämpfen“ausgerechnet mittelsGentechnik“. Im Fokus Monsantos liegt die Varroa-Milbe, die Honigbienen weltweit schwer zu schaffen macht. Neben „Bienenschädlingen“ sollen so künftig auch Unkräuter und Insekten bekämpft werden…….(<der „Bienen-Schädling MONSANTO“ will mitHilfe von Gen-ManipulationBienen-Schädlinge“ (also sich SELBST) bekämpfen?!…..>)

Werden wir von einer neuen PESTWelle überrollt?!  – „PESTizide“

netzfrauen – „Jonathan Lundgren“ – „Monsanto – Bayer“

 

20. Januar 2017

Jonathan Lundgren – ein Wissenschaftler, der Bayer-Monsanto vernichten und die Welt verändern könnte – Jonathan Lundgren, WHO Could Destroy Bayer-Monsanto And Change The World…

Kennen Sie Jonathan Lundgren? Das hier sollten Sie wirklich lesen und teilen. Der Inhalt dieses Artikels hat das Potenzial, die Welt radikal zum Guten zu verändern – auf verschiedene Weisen. Da Bayer-Monsanto alles tun wird, um seine Verbreitung zu verhindern, bitten wir Sie darum zu teilen, teilen, teilen, damit diese Informationen so viele Menschen wie möglich erreichen.

Werden Pestizide nach Jahren der Verwendung endlich verboten, so fragt sich niemand, warum diese hochgiftigen Pestizide überhaupt auf dem Markt gelangt sind. So ist es mit allen Produkten, die irgendwann von der FDA oder EFSA vom Markt genommen werden. Gibt es nicht Institutionen, die dafür Sorge tragen, dass in die Umwelt eingebrachte Stoffe unbedenklich sind? Solche wissenschaftliche Einrichtungen werden sogar mit Steuergelder finanziert. Muss eine Chemikalie nicht erst durch viele Instanzen, damit es überhaupt auf den Markt kommt? Was geschieht, wenn ein hochrangiger Wissenschaftler herausfindet, dass die Anwendung von Pestiziden zu einer Gefahr für Mensch und Tier wird? 

Der Fall von Jonathan Lundgren zeigt, wie kompliziert die Zusammenarbeit von Regierung, Wissenschaft und Industrie werden kann, wenn Milliarden von Dollar auf dem Spiel stehen. Die betroffenen Konzerne wie BASF, Bayer und Syngenta, aber auch Monsanto würden auf Grund dieses Ergebnisses viel Geld verlieren. Ein Mann gegen Milliarden – Konzerne? Wer gewinnt? 

Die Frage können Sie sich sicher selber beantworten, denn auch ein anerkannter Wissenschaftler, der mit vielen Preisen ausgezeichnet wurde, ist plötzlich für Regierungen und Industrie nicht mehr tragbar. Jonathan Lundgren hat in einer Forschung herausgefunden, dass Bienen und Monarchfalter durch eine weit verbreitete Gruppe von Insektiziden geschädigt werden. Aber nicht nur das, er stellte sich auch gegen Monsanto.

Alles begann im April 2014. Da wurde der hochrangige Entomologe der Forschungsabteilung der USDA, der elf Jahre für die in Brookings, S. D. gelegene Behörde arbeitete, plötzlich schikaniert. Die USDA – United States Department of Agriculture  ist nicht eine kleine Behörde, sondern das Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten.

Das „Bienensterben“ hat eine bedrohliche Geschwindigkeit und Menge angenommen – und es sind die Neonicotinoide, die in diesem Zusammenhang immer genannt werden. Bienen sind aber nicht deren einzige Opfer. „Neonic“-Pestizide können auch das menschliche Hirn, das Nervensystem und die Hormonproduktion belasten.

Lundgrens Arbeit umfasste u. A. umfangreiche Untersuchungen einer bestimmten Klasse von Insektengiften, den Neonikotinoiden, (oder Neonics), welche überall von Farmern in den USA verwendet werden, um Insektenplagen und die daraus resultierenden Schäden bei Mais und anderem Getreide einzudämmen. Die Pestizide gibt es sowohl als Spray für Pflanzen als auch zur Behandlung der Samen, bevor diese ausgebracht werden. Auch für Pflanzen aus Gartenzentren werden sie verwendet.

 

«Syngenta, Bayer, BASF – The bee-killers» sind große multinationale Firmen, welche hochgiftige systemische Pestizide herstellen und verkaufen. Diese Pestizide sind für das Massensterben von Bienen und anderen Bestäubern mitverantwortlich, die für Umwelt, Landwirtschaft und die globale Nahrungsmittelproduktion wichtig sind. Das Geschäft mit den für Bienen tödlichen Pestiziden garantiert den Unternehmen einen Profit in Milliardenhöhe. Auf der anderen Seite: die meisten Pflanzen und ein Drittel unserer Nahrung sind auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen.

Die Nahrung der Zukunft hängt an den Bienen. So gab das USDA sogar 2015 bekannt, dass man 4 Millionen Dollar für Farmer, Viehzüchter und Waldbesitzer zur Verfügung stellen werde, die eine bestäuber-freundliche Flora anpflanzen wollten. Dazu gehören z. B. Wildblumen, Wiesen und Gründüngung wie Klee, Sonnenblumen, Senf und Buchweizen. Der Natural Resources Conservation Service (NRCS) der USDA arbeitet dabei mit landwirtschaftlichen Betrieben in sechs verschiedenen westlichen Bundesstaaten zusammen: Michigan, Minnesota, Montana, North Dakota, South Dakota und Wisconsin — um bienenfreundlichere Zustände zu erreichen.

Und dann ist dort Jonathan Lundgren,  ein hochrangiger Entomologe der Forschungsabteilung der USDA. Was geschieht also mit einem solchen Forscher, der herausfindet, dass es die Insektiziden sind, die für das Desaster verantwortlich sind?

Jonathan Lundgren hat in einer Forschung herausgefunden, dass Bienen und Monarchfalter durch eine weit verbreitete Gruppe von Insektiziden geschädigt werden. Die amerikanische Bundesregierung hat sogar $3.2 Millionen Dollar der Rettung des Monarch-Schmetterlinges gewidmet, des berühmten orange-schwarzen Schmetterlings, der jedes Jahr Tausende Kilometer zwischen den USA und Mexiko wandert. Und in Februar 2016 bestätigte auch die Environmental Protection Agency (EPA), dass das gängigste Pestizid ein Bienenkiller ist.

 

Jonathan Lundgren, ein hochrangiger Entomologe der Forschungsabteilung der USDA, nützt diese Erkenntnis nichts mehr, denn nach elf Jahren war auf Grund seiner Forschungsergebnisse Schluss bei der USDA. Im März 2015 sagte er in einem Interview, dass er seit April 2014 seitens der USDA unter Schikanen und Vergeltungsmaßnahmen zu leiden habe wegen einiger seiner Forschungsergebnisse.

Als USDA-ARS-Mitarbeiter leitete Lundgren 11 Jahre lang ein eigenes Labor mit eigenen Mitarbeitern. Er schrieb ein angesehenes Buch über Raubtierinsekten, veröffentlichte fast 100 wissenschaftliche Arbeiten und fungierte als Verantwortlicher für Dutzende von Publikationen. Jahrelang war sein Forschungsgebiet entweder neutral oder günstig für die Agrarpolitik und die chemische Industrie.

Laut Lundgreen begannen die Probleme 2012, nachdem er seine Forschungsergebnisse im Journal of Pest Science, mit dem Titel: The Effectiveness of Neonicotinoid Seed Treatments in Soybean veröffentlicht hatte. Diese Forschung diente auch als Peer-Reviewer für einen Bericht vom Center for Food Safety über die Gefahren der Neonikotinoiden.

Lundgren meldete Zweifel an ihrer Umweltverträglichkeit an. Er fand heraus, dass Clothiadin, vertrieben von Bayer, schädlich für den Monarchfalter ist und dass Thiamethoxam (Syngenta) Sojapflanzen zwar nur wenig vor Blattläusen schützt, dafür aber Insekten schadet, die sich von Blattläusen ernähren.

 

Er forschte nicht nur über die Gefahren der Neonikotinoide, sondern auch auf dem Gebiet einer neuen genetische Schädlingsbehandlung, genannt RNAi Pestizide, ein neues Mittel von Monsanto für das eine Risikobewertung erforderlich wurde. Die  RNA-Interferenz oder RNAi. RNAi ist eine neue Technologie, die es durch gezielte Eingriffe ermöglichen soll, bestimmte Insekten-Gene auszuschalten. In seiner Studie, die er ein Jahr später veröffentlichte, meldete er Zweifel an der Spezifität von RNAiPestiziden an und stellte zur Diskussion, dass «weitgehend ungeklärt» sei, wie lange RNAiPestizide in der Umwelt verbleiben, bevor sie abgebaut werden. Auf einem Kongress der US-Umweltbehörde EPA sprach Lundgren 2014 über die Risiken der RNAi-Technologie.

Plötzlich war alles anders. Noch nie vorher waren seine Studien in Frage gestellt worden, doch jetzt wurde aus dem Management gefragt, wie die Studien durchgeführt worden seien. Er wurde sogar für ein paar Tage von seinen Arbeiten freigestellt. Er konnte den Tumult um seine Person nicht fassen. Man gab ihm sogar die Papiere, wie Clothianidin – eine andere Form von neonischem PestizidMonarchfalter gefährden und bat um kleine Änderungen. Und obwohl er die Forschungen nach dem Standardverfahren der USDA-ARS vorgenommen hatte, machte er die gewünschten Änderungen und legte die Studie zur Veröffentlichung einer wissenschaftlichen Zeitschrift vor. Anschließend gab er ein Interview über die noch nicht veröffentlichen Forschungsergebnisse.

Jonathan Lundgren wies auf Bedarf an weiteren Untersuchungen hin. Es müsse geklärt werden, wie Pestizide, die auf RNA-Interferenz basieren, auf Nicht-Zielorganismen wirken, beispielsweise auf nützliche Insekten. Es gebe hier „potentielle Gefahren“, so der Forscher bereits 2013. Über die Tausenden Bienen eines Volkes könne die RNA in die Umwelt gelangen und von anderen Organismen aufgenommen werden. Deswegen müssten zunächst die Risiken umfassend erforscht werden, bevor solche Produkte zum Einsatz kommen dürfen.

Nach diesem Interview wurde Lundgren zu einer Telefonkonferenz mit seiner Vorgesetzten, Sharon Papiernik, gerufen. Auch sie hat viele wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht. Sie sagte zu Lundgren: „»Sie sollten nicht ohne vorherige Genehmigung mit der Presse sprechen«, sagte Lundgren in einem Interview mit dem Washington Post. „Wir versuchen, dich zu beschützen.“

Nachdem Lundgren sich zu einigen seiner Ergebnisse geäußert hatte, blockierten USDA-Manager die Veröffentlichung seiner Forschung, hinderten ihn daran, mit den Medien zu sprechen und unterbrachen laufende Operationen in dem Labor, dem er vorstand. Im September 2014 reichte Lundgren eine interne Beschwerde ein. Am 28. Oktober 2015 reichte die Organisation «Public Employees for Environmental Responsibility» (PEER), die öffentlich angestellte Forscher vertritt, in Lundgrens Namen eine Whistleblower-Klage beim US-Bundesgericht Merit Systems Protection Board ein. Wir Netzfrauen haben darüber berichtet. Er klagte gegen Zensur von Ergebnissen der Pestizid-Forschung Neonicotinoide – diese Gruppe hochwirksamer Insektengifte gilt als mitverantwortlich für das Bienensterben der vergangenen Jahre. Siehe: Bienensterben: USDA Whistleblower zum Schweigen gebracht – whistleblower claims censorship of pesticide research

Ein USDA-Sprecher bestätigte: „Die Dokumente, die diese Organisation veröffentlicht hat, bestätigen, dass die angebliche Behauptung des wissenschaftlichen Fehlverhaltens bei USDA unwahr und irreführend ist. Sowohl die wissenschaftliche Integritätsbeauftragte der Behörde für landwirtschaftliche Forschung (ARS) als auch eine unabhängige wissenschaftliche Begutachtungsbehörde von USDA haben die Behauptung überprüft und festgestellt, dass sie unbegründet ist. Die wissenschaftliche Integritätsprüfung Panel hat es bestätigt und wir stehen zu ihrer Entscheidung. Wir haben keine weiteren Bemerkungen zu diesem Thema.“

So stand Lundgren weitgehend allein in seinem Streit mit der Regierung. Die neun von Lundgrens Anwälten zitierten Wissenschaftler beschlossen, anonym zu bleiben, weil sie Repressalien fürchteten, so Ruch, Chef von PEER, der Allianz der Wissenschaftler, die Lundgren vertrat.

Ende Oktober 2015 wurde das erste RNAi-modifizierte Saatgut von Monsanto durch Lundgrens Arbeitgeber, das USDA, zugelassen.

 

Es ist nicht so, dass die Risiken nicht auch der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bekannt waren. Unter dem Titel: Considerations for Considerations for Risk Assessment Procedures of RNAib dC ase d Crops Jonathan Lundgren Chrissy Mogren Kelton Welch USDA ‐ARS, Brookin g ,s South Dakota, USA veröffentlichte die EFSA die Studie von Jonathan Lundgren.

Und im März 2015 veröffentlichte Pflanzenforschung.de:  Mit RNA Interferenz endlich effizientes Mittel gegen Kartoffelkäfer. Pflanzenforschung.de wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und ist eine Initiative des Forschungsprogramms „Pflanzenbiotechnologie der Zukunft.

Zusatzinfo

Im Juli 2009 übernahm Monsanto das auf gentechnisch veränderten Weizen spezialisierte Unternehmen WestBred für 45 Millionen US-Dollar. Im August 2009 kaufte Syngenta für 160 Millionen US-Dollar das Geschäft für hybrides Saatgut von Sonnenblumen von Monsanto. Im September 2011 übernahm Monsanto Beeologics, welche ein RNAi-basierendes Mittel gegen Bienenviren in der Erprobung hat, insbesondere gegen das Israel Acute Paralysis Virus (IAPV).

Nun will Monsanto auch Bienenschädlinge bekämpfen – ausgerechnet mittels Gentechnik. Im Fokus Monsantos liegt die Varroa-Milbe, die Honigbienen weltweit schwer zu schaffen macht. Neben Bienenschädlingen sollen so künftig auch Unkräuter und Insekten bekämpft werden. Für seine neuen „BioDirect“-Produkte sieht Monsanto glänzende Zukunftsaussichten – schon jetzt sei der Markt 1,7 Milliarden Dollar pro Jahr wert. Es geht also gar nicht darum, die Bienen zu retten. Es geht also wieder nur um RiesenProfite.

Im Mai 2013 kaufte Monsanto schließlich auch Teile des größten deutschen Saatgut Herstellers, Dieckmann Seeds.

Und somit ist Monsanto für jeden von uns allgegenwärtig. Ob im Glas Milch, im Schnitzel, in der Hühnerkeule – welches Tier wird nicht mit den billigstmöglichen, also GMO-Getreiden, gefüttert? Wir haben T-Shirts an, die aus GMOBaumwolle gemacht sind, essen Honig, der kontaminiert sein könnte, was aber nicht deklariert werden muss, braten unsere Brokkoli-Laibchen in Mais-Öl. Ob wir es wollen oder nicht, bei den meisten Konsumenten, vor allem in den Städten, ist Monsanto ein täglicher Gast. Siehe: Monsanto mit Gift und Genen und das „Superunkraut“

Neonicotinoide – diese Gruppe hochwirksamer Insektengifte gilt als mitverantwortlich für das Bienensterben der vergangenen Jahre.

2012 beteiligten sich die Chemie-Konzerne BAYER und BASF mit millionenschweren Spenden an einer Kampagne des amerikanischer Gentechnik- und Pestizid-Hersteller Monsanto. Die Industrie wollte damit eine Initiative von Umweltverbänden zur Deklaration gentechnisch veränderter Lebensmittel stoppen. Die Unternehmen investierten über 40 Millionen Dollar in ihre Werbekampagne, die vor allem aus TV-Spots bestand – rund zehnmal so viel wie die Befürworter der Initiative. Leider erfolgreich, BAYER, BASF und MONSANTO siegten gegen die Kennzeichnungspflicht.

Die EU-Lebensmittelbehörde EFSA veröffentlichte Mitte Januar 2013 ein Gutachten, demzufolge Bienen durch Insektizide geschädigt werden können. Sie sehe ein „hohes, akutes Risiko“ für Bienen durch die drei Stoffe Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam. Daraufhin untersagte die EU-Kommission den Einsatz dieser speziellen Pflanzenschutzmittel, auch Neonicotinoide genannt, für den Anbau von Mais, Sonnenblumen, Raps und Baumwolle ab 1. Dezember 2013 für zwei Jahre. Am 26. März 2013 teilte die EU-Kommission nach Protest von den betroffenen Konzernen mit, dass sie weiterhin zum Neonikotinoid-Verbot stehe. Daraufhin reichten die Agrarchemie-Konzerne BASF, Bayer und Syngenta eine Klage gegen die EU-Kommission ein, um das vorläufige EU-Verbot der drei neonicotinoide Wirkstoffe Imidacloprid, Clothianidin und Thiametoxam zu Fall zu bringen. Der chronologische Ablauf über die bisherigen Entscheidungsfindungen der EU-Staaten zum Schutze der Bienen und Studien, die das Bienensterben belegen, finden Sie hier: Bienen-Schutz: Wir fordern Verbot von Pestiziden!

Dass Jonathan Lundgren mit seiner Behauptung Recht hatte, bewies im Juni 2014 eine Veröffentlichung einer internationalen Gruppe unabhängiger Wissenschaftler. Es waren die Ergebnisse einer Analyse von 800 im Peer-Review-Verfahren untersuchten Studien – ein massives Unterfangen, das vier Jahre in Anspruch nahm.

Ihr Resümee: „… es gibt eindeutige Belege für eine Gefährdung, die ausreichen, um gesetzliche Maßnahmen anzustoßen.“ Die durchgeführte Auswertung hebt die hohen Risiken hervor, nicht nur für Bienen, sondern für weitere Nützlinge wie z. B. Schmetterlinge, Regenwürmer und Vögel.

Und vorherige Studien von Lundgren und seinem Team hatten ergeben, dass Neonics die landwirtschaftlichen Erträge nicht unbedingt steigern. Warum werden sie immer noch bei uns verwendet?  Denn obwohl die EU die drei neonicotinoiden Wirkstoffe verboten hatte, waren in Kanada diese Insektizide mit den Wirkstoffen weiterhin verbreitet. Die kanadischen Aufsichtsbehörden hatten zwar bestätigt, dass die Ausbringung von Neonics auf Getreide wesentlich zum Bienensterben in Ontario und Quebec geführt haben, aber sie erlaubten den Einsatz der Pestizide weiterhin. Auch in den USA wurden diese Wirkstoffe weiterhin eingesetzt.

Im November 2015 wurde Jonathan Lundgren für seine Zivilcourage gegen die USDA in Washington vom Shafeek Nader Trust ausgezeichnet. Shafeek Nader (1926-1986) war ein Anwalt und der Hauptgründer der Northwestern Connecticut Community College. Nach seinem Tod im Jahr 1986 wurde diese Trust zu seinen Ehren für das Vertrauen im Interesse der Gemeinschaft gegründet. Nader war ein Absolvent der University of Toronto, Kanada. Auch in Kanada gibt es schon lange Proteste wegen des Bienensterbens durch die Wirkstoffe, die Lundgren feststellte. In Kanada starben 20 Millionen Bienen auf mysteriöse Weise. Eine Studie ergab, dass das Massensterben durch Neonicotinoide ausgelöst wurde. Bei 80 Prozent der toten Bienen wurden nachweislich Rückstände von Neonicotinioiden gefunden. 

 

In den USA und auch in Kanada reicht es den Umweltgruppen, Imkern und den Bürgern. In Kanada wurde in Toronto in Juli 2016 eine Klage von einer Umweltgruppe eingereicht. Der Anwalt der Umweltgruppen bestätigte, dass es sich um den Wirkstoff Clothianidin handelt: Dieser wurde von Takeda Chemical Industries und der Bayer AG gemeinsam um 2000 entwickelt und 2004 in Deutschland unter dem Produktnamen Poncho zugelassen, außerdem auch um den Wirkstoff Thiamethoxam. 2011 wurden in den USA etwa 550 t Thiamethoxam verwendet, davon etwa je ein Drittel im Soja- und Maisanbau sowie ein Viertel im Baumwollanbau. In der EU und 26 Mitgliedsstaaten ist die Anwendung von Thiamethoxam zugelassen, aber auf Grund von Risiken für Honigbienen ab dem 1. Dezember 2013 für zunächst zwei Jahre für mehrere wichtige Verwendungen, wie der Saatgutbeizung von Mais und Raps, stark eingeschränkt. Es stammt von Syngenta.

Im Oktober 2016 beschloss der Stadtrat von Vancouver einstimmig, Neonicotinoide zu verbietenVancouver fällte diese Entscheidung, nachdem vier Umweltgruppen eine Klage vor dem Bundesgericht erhoben hatten, die der kanadischen Behörde für Schädlingsbekämpfung (PMRA) vorwirft, Neonicotinoide im letzten Jahrzehnt zugelassen zu haben ohne wissenschaftlichen Nachweis über deren Risiken, vor allem die Bestäuber betreffend. Die Gruppen DavidSuzukiStiftung, Friends of the Earth Canada, Ontario Nature und das Wilderness Committee möchten, dass das Gericht die Zulassung der Pestizide durch die PMRA aufhebt.

Und was macht der Konzern Bayer, der jetzt ja auch noch Monsanto aufgekauft hat? Bayer kommt mit einer eigenen Studie. Mit Clothianidin behandelter Raps ist laut Studien, die von Bayer in Auftrag gegeben wurden, nicht schädlich für die Gesundheit von Bienen. Siehe: #STOPPTBAYER! Laut Bayer-Studie: Neonikotinoid gefährdet Bienen nicht – wer hätte es auch anders erwartet! Wir sind gespannt, ob die EU weiterhin die Neonicotinoide verbietet.

Erst im Februar 2016 musste die Environmental Protection Agency (EPA) zugeben, dass das gängigste Pestizid ein Bienenkiller ist.

Die lang erwartete Bewertung der EPA fokussiert darauf, wie eines der bekanntesten Neonics — Imidacloprid von Bayer – die Bienen beeinträchtigt. Der Bericht war dermaßen gravierend, dass die EPA „möglicherweise aktiv wird“ um „den Einsatz zu beschränken oder zu verbieten“ – und das bis zum Jahresende – so die Aussage eines Sprechers der Agentur in einer E-Mail-Aussendung.

Bei der Überprüfung von Dutzenden Studien, die sowohl von unabhängigen als auch industriefinanzierten Forschungsteams durchgeführt worden waren, stellte das Risikobewertungsteam der EPA fest, dass die Bienen bei einer Belastung mit Imidacloprid geschädigt werden. Und dies bei Werten über 25 ppb – einem Wert, der in der Landwirtschaft völlig normal ist. In der Presseaussendung der EPA erfährt man, dass „dies sowohl zu einer Abnahme der Tiere als auch zu einer Reduktion der produzierten Honigmenge führt“.

In einer USGS-Grafik kann man sehen, dass eine erhebliche Menge an Imidacloprid für US-Baumwolle verwendet wird.

neonic

Die Verwendung von Imidacloprid hat in den letzten Jahren zugenommen. US Geological Survey

 

Die Tatsache, dass die EPA sagt, dass Imidacloprid-behandeltes Getreide die Bienen vermutlich nicht schädigt, klingt zwar beruhigend – aber wie man der USGS-Grafik entnehmen kann, wird dieses kaum bzw. gar nicht mit Imidacloprid besprüht.

Es erhält enorme Mengen eines anderen Neonics: Clothianidin. Die Risikobewertung der EPA hierfür wurde aber bis jetzt noch nicht veröffentlicht.

 

Das Getreide, das am intensivsten mit Imidacloprid behandelt wird, ist Soja – derzeit noch ein schwarzes Loch, was Informationen angeht. Die Bewertung der EPA stellt fest, dass Soja durch „Pollen und Nektar interessant für Bienen ist“, d. h. die Pflanze könnte Bienen durch hohe Werte an Imidacloprid gefährden. Es sind jedoch „keine Daten verfügbar“, in welcher Höhe das Pestizid in den Pollen und Nektar festzustellen ist – weder seitens Bayer noch seitens unabhängiger Forscher.

Ups. Imidacloprid ist bei der EPA auch erst seit den 1990er-Jahren registriert.
Die Agentur muss öffentliche Reaktionen auf die jetzt veröffentlichte Bewertung noch berücksichtigen, ebenso muss eine Risikobewertung in Bezug auf die Wirkung von Imidacloprid auf andere Arten fertiggestellt werden. Hieß es in dem veröffentlichten Bericht. Siehe Lebensmittelversorgung bedroht! Das gängigste Pestizid ein Bienenkiller – The EPA Finally Admitted That the World’s Most Popular Pesticide Kills Bees—20 Years Too Late

 

Unterstützung bekommen die Bienen auch aus Deutschland: “ Bienen – nicht nur die allen bekannten Honigbienen, auch die Wildbienen wie Hummeln und solitär lebende Bienen – sorgen für die Bestäubung von ca. 85% der einheimischen Blütenpflanzen und damit für den Bestand einer vielfältigen Pflanzenwelt. Zunehmende Landnutzung und verstärkter Einsatz von Pestiziden in der industriellen Landwirtschaft berauben die Bienen ihrer Existenz oder Entwicklungsmöglichkeiten.“- Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH – UFZ

Was macht Jonathan Lundgren heute?

Er hat die USDA ARS verlassen und ecdysis.bio,  eine gemeinnützige Stiftung, gegründet, deren Vision es ist, Nahrung anzubauen und trotzdem die Biodiversität und Umweltgesundheit zu bewahren. Ökologische Landwirtschaft kann viele Probleme auf dieser Welt lösen.

Außerdem gründete er Blau Dasher Farm, wo er die Nahrungsmittelproduktion in den USA revolutionieren will. Es wurde ihm klar, dass nur eine Zusammenarbeit der Landwirte und Bienenzüchter es möglich macht, die biologische Vielfalt zu bewahren.

Wir bedanken uns bei Dr. Jonathan Lundgren für seinen Mut, trotz allen Widrigkeiten und Spott sich nicht von der Regierung sowie von den Konzernen Bayer-Monsanto, BASF und Sygenta unterkriegen zu lassen.

Wir brauchen mehr solcher Wissenschafter, die bereit sind, genau so zu handeln wie Jonathan Lundgren.

Netzfrau Doro Schreier

#STOPPTBAYER! Laut Bayer-Studie: Neonikotinoid gefährdet Bienen nicht – wer hätte es auch anders erwartet!

Süd-Carolina: Millionen von Bienen sterben nach Insektizideinsatz gegen Zika Moskitos – South Carolina Tries to Eliminate Zika, Kills Millions of Bees Instead

UK zieht falsche Schlüsse aus einer Neonicotinoid-Studie – UK drew wrong conclusion from its neonicotinoids study

Bienen: Agrar-Industrie klagt gegen EU-Verbot ihrer Pestizide – It’s time to ban bee-killing pesticides

Neue Studie: Rettet die Bienen – oder die Menschheit wird hungern – Scientists: Save the Bees, or People Will Go Hungry

Das Imperium schlägt zurück – Wen interessieren schon die Bienen?

Bienensterben – Lebensmittelversorgung bedroht

Ein Patent, das Monsanto vernichten und die Welt verändern könnte – The Patent That Could Destroy Monsanto And Change The World…