Die „DOPPELTE MORAL“ des „MAIN-STREAMs“ / „THE GUARDIAN 2008“: Die Zeitung berichtete von einer „Gerichtsverhandlung“, bei der der „saudische Prinz Bandar“ von der „britischen Antikorruptionsbehörde SFO“ der Korruption beschuldigt worden war – DROHUNGEN aus „SAUDI-ARABIEN“ in RICHTUNG LONDON???!!! – – Woher kommt der TERROR wirklich – die INOFFIZIELLE „URSACHEN-Forschung“ – LONDON – TERROR – „SAUDI-ARABIEN“ – „WAFFEN-LIEFERUNG“ – „USA“

WIESO greift der MAIN-STREAM nicht „SAUDI-ARABIEN“ an???

USA unter VERDACHT den TERROR selbst zu erschaffen dank UNTERSTÜZUNG „SAUDI-ARABIENS“  (9/11 und SAUDI-ARABIEN)

WAS hat ENGLAND mit dem TERROR zu TUN siehe EINMISCHUNG in JEMEN???!!! (LIBYEN)

Ist KATAR jetzt der „SÜNDEN-BOCK“

WAS ist den SCHLIMMER als der „SAUDI-ARABIEN-TERROR“???!!!

aus dem TEXT:..Aus den Akten ging hervor, wie den Ermittlern gedroht wurde, dass sie ein „weiteres 7/7“ und den Verlust von „britischen Bürgern auf britischen Straßen“ zu gewärtigen hätten, wenn die Untersuchungen nicht eingestellt würden. Außerdem drohte der Prinz den Briten, dass die Zusammenarbeit der Geheimdienste beendet werden würde, wenn die Regierung in London den saudischen Forderungen nicht nachkomme…

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2017/06/05/golfstaaten-brechen-diplomatische-beziehungen-zu-katar-ab/

Golfstaaten brechen diplomatische Beziehungen zu Katar ab

Die Golf-Staaten bezichtigen Katar der IS-Unterstützung. Es ist das erste Mal, dass ein Zusammenhang zwischen einem Verbündeten des Westens und dem IS eingestanden wird.

Katars Emir Scheich Tamim bin Hamad Al-Thani am 09.12.2014. (Foto: dpa)

Katars Emir Scheich Tamim bin Hamad Al-Thani am 09.12.2014. (Foto: dpa)

Mit dem Vorwurf der „Terrorunterstützung“ haben mehrere Golfstaaten die diplomatischen Beziehungen zum Nachbarland Katar abgebrochen. Saudi-Arabien, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate sowie Ägypten warfen Katar am Montag vor, Terroristen zu unterstützen oder zu beherbergen. Katar bezeichnete die Schritte als „ungerechtfertigt“. Es handelt sich um die schwerste diplomatische Krise in der Region seit Jahren.Die Begründung ist allerdings ein Vorwand, weil Saudi-Arabien seit Jahren alle möglichen islamistischen Söldner finanziert und unterstützt. Die Entwicklung ist trotzdem interessant, weil die mit dem Westen verbündeten Golf-Staaten erstmals öffentlich zugeben, dass Teile von ihnen den Terror unterstützen.US-Präsident Donald Trump hatte bei seinem Besuch die Golfstaaten aufgefordert, die Unterstützung zu beenden (siehe Video am Anfang des Artikels). Der Iran hat nach dem Terror von London festgehalten, dass der vom Westen unterstützte Terror der falsche Weg sei und sich nun gegen den Westen selbst richte. Saudi-Arabien hatte vor Jahren die britische Regierung damit erpresst, Terroristen nach London zu schicken, wenn eine Korruptionsuntersuchung gegen Prinz Bandar nicht eingestellt würde. Der Ermittlungen wurden eingestellt, der Terror kam trotzdem nach London.Es ist allerdings schwer zu beurteilen, ob hinter dem ausgebrochenen Streit wirklcih ein plötzlicher Kampf gegen den Terror bei den Golf-Staaten steckt. steckt. Zunächst wollen die anderen Golf-Staaten Katar isolieren.Saudi-Arabien habe sämtliche diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen, um seine „nationale Sicherheit vor den Gefahren von Terrorismus und Extremismus zu schützen“, zitierte die Nachrichtenagentur SPA einen Regierungsvertreter. Grund seien „grobe Verfehlungen der Behörden in Katar in den vergangenen Jahren“. So gewähre das Land terroristischen Gruppen wie der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), Al-Kaida und der Muslimbruderschaft Unterschlupf.Diese Aussage ist ungewöhnlich, weil bisher immer behauptet worden war, dass der IS faktisch aus dem Nichts entstanden sei. Wenn Katar in einen Zusammenhang mit dem IS gebracht wird, hat das auch Auswirkungen auf die USA: Die US-Airforce hat ihren Stützpunkt im Rahmen von Centcom in Katar.Wir widersprüchlich die ganze Angelegenheit ist, zeigen die Vorwürfe der Golfstaaten, Katar unterstütze die von Iran unterstützten Terroristen. Der Iran ist allerdings ein erbitterter Gegner des IS und von al-Kaida.Die Nachrichtenagentur von Bahrain meldete, Manama breche die Beziehungen zu Doha wegen Katars anhaltender Bemühungen ab, „die Sicherheit und Stabilität Bahrains zu erschüttern und sich in innere Angelegenheiten einzumischen“. Das ägyptische Außenministerium warf Doha ebenfalls Unterstützung des Terrorismus vor und verkündete, alle Häfen und Flughäfen würden für katarische Schiffe und Flugzeuge gesperrt.Die emiratische Fluggesellschaft Etihad kündigte die Einstellung sämtlicher Flugverbindungen von und nach Doha ab Dienstag an. Saudi-Arabien wies seine Bürger an, Katar binnen 14 Tagen zu verlassen. Kataris dürfen zudem nicht mehr nach Saudi-Arabien einreisen. Katar wurde zudem aus der von SaudiArabien angeführten Militärallianz ausgeschlossen, die seit zwei Jahren im Jemen gegen schiitische Rebellen kämpft.Katar verurteilte den Abbruch der diplomatischen Beziehungen als „ungerechtfertigt“. Der Schritt basiere auf „falschen und gegenstandslosen Behauptungen“, erklärte das Außenministerium in Doha. Ziel sei es offenbar, Katar politisch zu „bevormunden“.In den vergangenen Wochen war der Führung in Doha unter anderem in mehreren US-Medien die Finanzierung von terroristischen Gruppen vorgeworfen geworden. Im vergangenen Monat hatte es zudem Aufregung über Meldungen der amtlichen katarischen Nachrichtenagentur gegeben, die Emir Scheich Tamim bin Hamad Al-Thani mit brisanten Äußerungen zitiert hatte. Die Regierung in Doha bezeichnete die angeblichen Äußerungen als gefälscht und sprach von einem Hackerangriff auf die Nachrichtenagentur.US-Außenminister Rex Tillerson rief die Golfstaaten am Montag auf, ihren Streit beizulegen. Er ermuntere die Beteiligten, sich an einen Tisch zu setzen „und die Differenzen anzusprechen“, sagte Tillerson in Sydney. Es sei wichtig, dass der Golf-Kooperationsrat „geeint bleibt“. Der Organisation gehören neben Katar, Saudi-Arabien, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten auch der Oman und Kuwait an.Die USA hatten angekündigt, eine Militärallianz der Golfstaaten gegen den Iran zu formieren. Es ist unklar, wie sich die jüngste Eskalation auf diese Pläne auswirken wird.Es ist denkbar, dass die Aktion eine Symbol-Handlung ist, um der Aufforderung Trumps zum Ende der Terrors nachzukommen. Katar ist zwar reich, kann aber als Staat nicht mit SaudiArabien mithalten. Allerdings verfügt Katar über reiche Erdgas-Vorkommen. Diese sollen über Syrien nach Europa geleitet werden – weshalb der Krieg in Syrien auch entlang der geplanten Pipeline verläuft. Wenn die Isolierung Katars wirklich ernst gemeint sein sollte, könnte die Verschiebung der Kräfteverhältnisse auch Auswirkungen auf den Syrien-Krieg haben.*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung. Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung! Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. 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Iran zum Terror: „Das ist das Feuer, das der Westen selbst entzündet hat“

Der iranische Präsident Chamenei hat dem Westen eine verfehlte Strategie gegen islamistische Terroristen vorgeworfen.

Das geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Chamenei. (Foto: dpa)

Das geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Chamenei. (Foto: dpa)

 

Kurz nach dem Anschlag in London hat der geistliche Führer des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, dem Westen eine verfehlte Strategie gegen Dschihadisten wie die Gruppe Islamischer Staat (IS) vorgeworfen. Mittlerweile werde der IS „aus seinem Entstehungsort im Irak und in Syrien vertrieben und in andere Länder getriebenAfghanistan, Pakistan und sogar die Philippinen und europäische Länder“, sagte Chamenei am Sonntag in einer Fernsehansprache laut AFP.

„Das ist ein Feuer, dass sie (die westlichen Mächte) selbst entzündet haben und das nun gegen sie zurückgeschlagen ist“, fügte Chamenei hinzu. Er sprach aus Anlass einer Gedenkzeremonie zum Tod des iranischen Revolutionsführers Ayatollah Khomeini vor 28 Jahren. Der Iran kämpft in Syrien mit Elitesoldaten und Söldnern sowie der Hisbollah gegen die vom Westen unterstützten Söldner und gegen den von den Golf-Staaten finanzierten und unterstützten IS.

Am Samstagabend hatten nach Angaben der Polizei drei Attentäter auf der London Bridge mit einem Lieferwagen Fußgänger angefahren. Anschließend stachen sie in einem nahe gelegenen Ausgehviertel der britischen Hauptstadt wahllos auf Menschen ein. Sieben Menschen starben, dutzende weitere wurden verletzt, darunter zwei Deutsche.

Die Polizei erschoss die drei Angreifer. Nach Angaben der britischen Premierministerin Theresa May war der Anschlag islamistisch motiviert. Belege für diese Behauptung legte May nicht vor, die Identität der Täter war zum Zeitpunkt ihrer Ansprache noch nicht bekannt.

Chamenei wies in seiner Ansprache auch Kritik des moderaten iranischen Präsidenten Hassan Ruhani zurück, der vor seiner Wiederwahl im Mai seine Widersacher als „Extremisten“ bezeichnet hatte. „Verwerft nicht revolutionäres Verhalten als Extremismus“, sagte der geistliche Führer der Islamischen Republik. „Revolutionär zu sein, ist heute das Gebot für das Land.“

Der Iran müsse sich davor schützen, „wieder unter die Vorherrschaft der Macht von Amerika und dessen Arroganz zu geraten“, warnte Chamenei.

Großbritannien kooperiert eng mit SaudiArabien – und profitiert, wie die USA, von einem regen Waffenhandel.

In diesem Zusammenhang ist ein Bericht des Guardian aus dem Jahr 2008 interessant. Die Zeitung berichtete von einer Gerichtsverhandlung, bei der der saudische Prinz Bandar von der britischen Antikorruptionsbehörde SFO der Korruption beschuldigt worden war. Bandar soll eine Milliarde Pfund vom britischen Rüstungsunternehmen BAE kassiert haben. Daraufhin Bandar gedroht, es Terroristen und Selbstmordattentäter zu erleichtern, London anzugreifen, es sei denn, die Korruptionsuntersuchungen in ihre Waffengeschäfte wurden gestoppt, so die Gerichtsdokumente laut Guardian.

Aus den Akten ging hervor, wie den Ermittlern gedroht wurde, dass sie ein „weiteres 7/7“ und den Verlust von „britischen Bürgern auf britischen Straßen“ zu gewärtigen hätten, wenn die Untersuchungen nicht eingestellt würden. Außerdem drohte der Prinz den Briten, dass die Zusammenarbeit der Geheimdienste beendet werden würde, wenn die Regierung in London den saudischen Forderungen nicht nachkomme.

Die Regierung stellte die Ermittlungen tatsächlich ein – unter massivem Protest von Anti-Korruptions-Organisationen. Richter Lord Moses sagte, die Regierung sei eingeknickt, weil man ihrdie Pistole an die Stirn gehalten“ habe.

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Katar-Krise: Expertengespräch mit „Michael Lüders“ am 07.06.17

„SAUDI-ARABIEN“ bekommt RÜCKENWIND aus „WASHINGTON“ (verlogene TERROR-BEKÄMPFUNG)

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Der Beginn des weltweiten TERRORs und was ist wirklich passiert???!!!

DIE VERBINDUNGEN zwischen „USA“ – „SAUDI-ARABIEN“ und „9/11“

„monitor“ – „Bob Graham“ – Die Hintermänner von 9/11: Das Geheimnis der „28 pages“

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aus dem Text:…Endlich spricht es mal einer aus: Großbritannien und die EU müssen sich SaudiArabien vorknöpfen ( aber natürlich nicht vor-k(n)öpfen!?)…

http://www.neopresse.com/europa/wo-corbyn-recht-hat/

in Europa

Wo Corbyn Recht hat

Endlich spricht es mal einer aus: Großbritannien und die EU müssen sich SaudiArabien vorknöpfen, wenn sie den islamistischen Terror besiegen wollen. Das sagte Labour-Chef Corbyn – nach dem 2. Attentat von London.

Corbyn verlangte “unangenehme Gespräche” mit SaudiArabien und anderen sunnitischen Golfstaaten über die Finanzierung und Förderung des islamistischen Extremismus, meldet die BBC.

Der konservativen Regierungschefin May warf er vor, einen Bericht über ausländische Finanziers des Terrors zurückzuhalten. Zudem habe sie massiv Stellen bei der Polizei gestrichen.

Ähnliches ließe sich auch über Kanzlerin Merkel sagen. Auch die deutsche Bundesregierung hat an der inneren Sicherheit gespart. Auch Berlin hat die Saudis hofiert und Waffen verkauft.

Dabei wissen wir bereits seit 9/11, dass SaudiArabien und die dort gepflegte radikale Version des Islam einen idealen Nährboden für den Terror von Al Kaida, IS & Co. darstellt.

Wir wissen auch, dass SaudiArabien direkten Einfluss auf viele Muslime in Europa ausübt. In Belgien haben die Saudis sogar die Große Moschee in Brüssel gebaut und den Religionsunterricht geprägt!

Doch die EU schweigt zu diesen Hintergründen. Sie hat auch geschwiegen, als sich US-Präsident Trump in die Arme der Saudis geworfen hat. Corbyn ist es hoch anzurechnen, dass er das Schweigekartell bricht!

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phönix: Die Wahrheit über den IS – „Michael Lüders“

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US-Sen. Graham: Die Geschichte von 9/11 muss neu geschrieben werden.

 

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netzfrauenhttps://netzfrauen.org/

6. Juni 2017

Erneut! Saudi-Arabien verhaftet prominente Frauenrechtsaktivistin – Saudi Arabia arrests prominent women’s rights activist

Die saudische Frauenrechtlerin Ludschain Hathlul ist nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten erneut festgenommen worden.  Hathlul war 2014 schon einmal festgenommen worden. Damals hatte sie gegen das strikte Autofahrverbot für Frauen in SaudiArabien verstoßen. Die Festnahme sei am Sonntag auf dem Flughafen in Damman erfolgt.

«Es scheint, dass sie erneut wegen ihrer friedlichen Arbeit als Verteidigerin der Menschenrechte ins Visier genommen wurde, bei der sie sich für die Frauenrechte einsetzt, die in dem Königreich immer wieder eingeschränkt werden», erklärte Samah Hadid von Amnesty. Wenn dem so sei, müsse Hathlul «sofort und bedingungslos freigelassen» werden. Weiterlesen →

Veröffentlicht in: English, Frauen

„Bayer-Monsanto“ / „Glyphosat“ / „Willy Wimmers Brand-Rede“ gegen die „US-Air-Base“ – DEMO – „Ramstein – Drohnen“ / „9/11“ – „28-Seiten-Geheim-Bericht“

netzfrauenhttps://netzfrauen.org/2016/06/08/offener-brief-an-herrn-werner-baumann-bayer-ag-open-letter-to-the-chairman-of-the-board-of-bayer-lettre-ouverte-au-president-du-conseil-dadministration-de-bayer/#more-44141

8. Juni 2016

Offener Brief an Herrn Werner Baumann, Bayer AG – Open letter to the Chairman of the Board of BAYER – Lettre ouverte au Président du Conseil d’administration de BAYER

MonsantoBayer

Bayer AG wants to take over Monsanto, the world’s most notorious seed and agrochemical company. zur englischen VersionDie Firma Bayer will den weltweit kritisierten Saatgut– und Herbizid-Konzern Monsanto übernehmen.

Herr Werner Baumann – Vorstandsvorsitzender der Firma Bayer AG -Kaiser-Wilhelm-Allee – D-51368 Leverkusen Deutschland

Amsterdam, den 8. Juni 2016

Die Firma Bayer will den weltweit kritisierten Saatgut und Herbizid Konzern Monsanto übernehmen.

Offener Brief an Herrn Werner Baumann, Vorstandsvorsitzender der Firma Bayer AG

Sehr geehrter Herr Baumann,

„Uns ist bewusst, welcher Ruf Monsanto vorauseilt“, sagen Sie der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und fordern die Monsanto-Gegner zum Dialog auf. „So wie ich mit unseren Investoren rede, um sie von dem Vorhaben zu überzeugen, so gilt das Angebot auch für Umweltschützer und andere NGOs“.

Der Versuch der Bayer AG, den amerikanischen Konzern Monsanto zu übernehmen, besorgt uns sehr. Wir begrüßen Ihre Ankündigung zum offenen Dialog und bitten Sie daher, zu folgenden Fragen von öffentlichen Interesse zeitnah in einem gemeinsamen Gespräch Stellung zu nehmen:

1.) Ist die Bayer AG gewillt, nach einem Kauf der Firma Monsanto für deren weltweit angerichtete Schäden und Altlasten aufzukommen?

2.) Besteht die Gefahr, dass sich Monsanto durch den Verkauf, die verschiedenen Anklagen und Prozesse – insbesondere das internationale Monsanto-Tribunal im Oktober in Den Haag – entziehen will und somit großes Interesse an einer Namensänderung hat?

3.) Könnte es sein, dass es in schwierigen Zeiten eine gewisse Komplizenschaft zwischen Monsanto und Bayer gibt, die ja schon in den 1950er- und 1960er-Jahren ein gemeinsames Joint-Venture (MOBAY) zur Entwicklung von Agent Orange hatten?

4.) Aus der Presse entnehmen wir, wie außerordentlich gewinnbringend die geplante Fusion für das Management von Monsanto ist. Gibt es gleichlautende oder ähnliche Sondervergütungen für das Management von Bayer?

5.) Könnte es sein, dass es unter anderem ein Beweggrund dieser Fusion ist, die ins Stocken geratenen Verhandlungen rund um TTIP zu umgehen und so auch umstrittene Produkte von Monsanto quasi durch die Hintertür in Europa einzuführen?

6.) Trifft es zu, dass Bayer sämtliche Forschungs-und Produktionsgebiete inkl. Pestizide und Gentechnologie der Firma Monsanto weiterführen wird und dies immer noch mit dem Verweis die Menschheit retten zu wollen, rechtfertigt?

Wir danken Ihnen für Ihre Offenheit und erwarten gerne einen Terminvorschlag.

Mit freundlichen Grüßen.

  • Hans Rudolf Herren (Mitglied des Organisationskomitees Monsanto Tribunal)
  • Renate Künast (Botschafterin Monsanto Tribunal)
  • Marie-Monique Robin (Schirmherrin und Mitglied des Organisationskomitees Monsanto Tribunal)
  • Dr. Vandana Shiva (Mitglied des Organisationskomitees Monsanto Tribunal)

http://www.monsanto-tribunal.org/

Tribunal 666Offener Brief an Herrn Werner Baumann, Vorstandsvorsitzender der Firma Bayer AG Weiterlesen →

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http://www.keine-gentechnik.de/nachricht/31967/

Brief an Bayer wegen Monsanto-Übernahme

09.06.2016

March against Monsanto 2015

Teilnehmer des March Against Monsanto 2015, hier in San Francisco (Foto: Peg Hunter / flickr, creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0)

Die Organisatoren des „Monsanto Tribunals“, die den amerikanischen Gentechnik-Riesen im Herbst vor ein symbolisches Gericht in Den Haag stellen wollen, haben einen offenen Brief an den deutschen Bayer-Konzern geschrieben. Sie wollen beispielsweise wissen, ob Bayer im Fall einer Übernahme bereit sei, für die von Monsanto „weltweit angerichteten Schäden und Altlasten aufzukommen“.

Die Absender, zu denen auch die frühere Landwirtschaftsministerin Renate Künast und der Insekten- und Agrarforscher Hans Rudolf Herren gehören, wollen außerdem wissen, ob Bayer die Pestizide und GentechnikSaaten des US-Konkurrenten weiter vertreiben werde „und dies immer noch mit dem Verweis die Menschheit retten zu wollen, rechtfertigt?“ Zudem interessiert sie, ob die Bayer-Manager für die vom Konzern angestrebte Megafusion Bonuszahlungen erhalten.

Mehr Informationen zum geplanten Tribunal:

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http://www.keine-gentechnik.de/nachricht/31959/

Keine Mehrheit für Glyphosat

06.06.2016

Herbizid Pestizid Glyphosat

Utensilien für das Giftsprühen (Foto: International Institute of Tropical Agriculture / flickr, bit.ly/1VqOtoa, creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0)

Bei der Abstimmung über eine Verlängerung der Zulassung des Unkrautkillers Glyphosat gab es heute wieder keine ausreichende Mehrheit. Das twitterten Journalisten verschiedener Medien unter Berufung auf Quellen in Brüssel, auch das deutsche Umweltministerium bestätigte laut Reuters die Pattsituation.

Die EUKommission, die Glyphosat für weitere eineinhalb Jahre genehmigen will, kann die Abstimmung nun in einem Berufungsausschuss, in dem Vertreter der 28 EU-Länder sitzen, wiederholen lassen. Gibt es auch dann keine ausreichende Mehrheit für oder gegen Glyphosat, kann die Kommission theoretisch selbst entscheiden. Die Grünen-Abgeordnete Maria Heubuch begrüßte die heutige Nicht-Entscheidung: „Jetzt gilt es, die Bäuerinnen und Bauern bei der Umstellung auf umweltfreundliche Anbaumethoden zu unterstützen.“

Ihr Parteikollege Martin Häusling kritisierte hingegen, die Regierungen der Mitgliedsländer wollten die Verantwortung der Kommission überlassen. „Die Bundesregierung darf die Entscheidung des Berufungsausschusses nicht abwarten und sollte den Einsatz des Pflanzenschutzmittels in öffentlichen Parks, auf Spielplätzen, in Gärten, bei der Vor-Ernte und als Unkrautbekämpfer in der Landwirtschaft in Deutschland verbieten und Alternativen fördern.“

Greenpeace merkte an, Verbraucher bräuchten keine Angst vor steigenden Preisen haben, falls Glyphosat nicht mehr eingesetzt werden dürfe. Die Produktionskosten würden nur geringfügig zunehmen: „Für ein Kilogramm Weizen würden sie um maximal 1,25 Cent steigen, für ein Kilogramm Äpfel um 3,72 Cent“, erklärte Greenpeace-Landwirtschaftsexpertin Christiane Huxdorff. „Die Bundesregierung muss nun beweisen, dass es ihr mit dem Vorsorgeprinzip ernst ist – auch im Hinblick auf die TTIP-Verhandlungen – und ein nationales Verbot für Glyphosat beschließen.“

Deutschland hat sich bei der heutigen Abstimmung enthalten, da sich Unionsparteien (ja zu Glyphosat) und SPD (nein) nicht einigen konnten. Länder wie Frankreich und Italien hatten zuvor angekündigt, gegen die Verlängerung für Glyphosat stimmen zu wollen. Laut der Rundfunk-Korrespondentin Isabelle Ory enthielt sich Frankreich allerdings. Für die qualifzierte Mehrheit – also eine Mehrheit der Länder sowie den von den Regierungen vertretenen Bürgern – reichte es dennoch nicht. [dh]

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BUNDhttp://www.bund-sh.de/themen/landwirtschaft/glyphosat/

Glyphosat – unnötig und giftig

Glyphosat ist das weltweit meistverkaufte Unkrautvernichtungsmittel und in Europa das am weitesten verbreitete Herbizid. Es wird in Deutschland auf 40 Prozent der Ackerflächen eingesetzt, zudem in Parkanlagen, auf Bahngleisen und in Gärten. Glyphosat tötet alle Pflanzen ab, die mit ihm in Kontakt kommen, es sei denn, die Pflanze ist entsprechend gentechnisch verändert. Die Auswirkungen direkt auf die Ackerflora und indirekt auf die Ackerfauna sind groß: Weniger Wildpflanzen auf und neben den Ackerflächen bieten weniger Lebensraum für weniger Insekten. Und diese sind die Hauptnahrung für andere Tiere wie etwa Vögel; die biologische Vielfalt nimmt mit dem vermehrten Einsatz von Glyphosat ab. 30 Prozent aller Vögel der Agrarlandschaft stehen bereits auf der Roten Liste der bestandsbedrohten Tierarten.

Glyphosat ist für einen nachhaltigen, ordnungsgemäßen Ackerbau nicht notwendig, sondern lediglich ein Mittel zur weiteren Industrialisierung der Landwirtschaft. Landwirte haben Alternativen zum Glyphosat-Einsatz, wie eine Studie des dem Landwirtschaftsministerium unterstellten Julius-Kühn-Instituts belegt. Ackerbau mit dem Pflug oder „Grubber“ bekämpft wirkungsvoll unerwünschte Pflanzen auf dem Acker.

Glyphosat kann sowohl bei Menschen im Urin nachgewiesen werden, die beruflich mit dem Stoff zu tun haben, als auch bei Menschen, die nicht bewusst mit Glyphosat in Kontakt kommen. Der BUND und seine Partnerorganisationen von Friends of the Earth Europe haben in einer Studie an 182 Stadtbewohnern aus 18 europäischen Ländern bei 45 Prozent der Personen Glyphosat im Urin nachgewiesen. Eine industriefinanzierte Studie aus dem Jahr 2004 zeigt ebenfalls, dass amerikanische Landwirte, die Glyphosat einsetzen, diesen Stoff aufnehmen. Auch hier wurde Glyphosat im Urin der Landwirte und ihrer Familien nachgewiesen.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) stellte zudem 2011 fest, dass Rückstände von Glyphosat wie von anderen Pestiziden im Blut der Bevölkerung zu erwarten sind. Dass Lebensmittel wie Mehl oder Brötchen tatsächlich mit Glyphosat belastet sind, bestätigt eine Untersuchung von Ökotest.

Jetzt gegen Glyphosat aktiv werden

Die EUKommission hat über die Glyphosat-Wiederzulassung bisher nicht abstimmen lassen. Weil keine Mehrheit für weitere 15 Jahre Roundup und Co. zustande gekommen wäre. Ein Wahnsinnserfolg des breiten Widerstandes der Zivilgesellschaft! Der Kampf ist aber noch nicht gewonnen – der nächste Abstimmungsversuch wird kommen. Wir müssen jetzt gemeinsam dafür sorgen, dass der öffentliche Druck auf die Bundesregierung nicht nachlässt!

Die Konzerne werden jetzt alles dafür tun, um ihre Interessen doch noch durchzusetzen. Die nächste offizielle Verhandlungsrunde in Brüssel könnte bereits im April stattfinden. Hinter den Kulissen geht es jetzt zur Sache.

Helfen Sie uns, Mensch und Umwelt vor diesem gefährlichen Pestizid zu schützen! Schreiben Sie jetzt hier an die Bundesregierung!

Der BUND fordert ein Verbot von Glyphosat und glyphosathaltigen Pestiziden sowie folgende Sofortmaßnahmen:

  • Den Einsatz von Glyphosat auf landwirtschaftlichen Flächen vollständig zu verbieten.
  • Die so genannte Sikkation, bei der Glyphosat bis kurz vor der Ernte gespritzt wird, um Getreide, Hülsenfrüchte und Raps vorzeitig reifen zu lassen, zu verbieten.
  • Den Einsatz von Glyphosat in Haus- und Kleingärten zu verbieten.
  • Glyphosat-Rückstände in Lebens- und Futtermitteln stärker zu überwachen.
  • Die Einträge von Glyphosat und seiner Abbauprodukte in die Umwelt stärker zu überwachen.
  • Glyphosatresistente Gentech-Pflanzen zum Import nicht weiter zuzulassen.
  • Glyphosatresistente Gentech-Pflanzen zum Anbau in der EU nicht zuzulassen.

Offener Brief an Landwirtschaftsminister Habeck

Am 07. April 2016 hat der BUND SchleswigHolstein Landeslandeswirtschaftsminister Robert Habeck einen offenen Brief anlässlich der Agrarministerkonferenz am 14. April in Mecklenburg-Vorpommern übersendet. Darin weisen wir auf die Gefahren durch Glyphosat hin und fordern Minister Habeck auf Bundesagrarminister Christian Schmidt davon zu überzeugen in Brüssel gegen eine Wiederzulassung von Glyphosat aktiv zu werden.

Offenen Brief als PDF runterladen

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http://www.keine-gentechnik.de/nachricht/31956/

Landwirtschaft muss raus aus der Tretmühle

02.06.2016

Acker Traktor

Aussaat von Winterraps auf einem Ökobetrieb in Mecklenburg-Vorpommern (Foto: ©BLE, Bonn/Foto: Thomas Stephan)

Um Klima, Wasser und Böden zu schützen und gleichzeitig genug gesunde Nahrung für alle Menschen zu erzeugen, muss sich die Landwirtschaft drastisch verändern. Vielfältiger, ganzheitlicher, ökologischer – das empfehlen die Wissenschaftler des International Panel of Experts on Sustainable Food Systems (IPES-Food) in einem soeben veröffentlichten Bericht.

Die wissenschaftlichen Daten zeigten, dass diese vielfältigere und ökologischere Landwirtschaft mit der industriellen Landwirtschaft von heute mithalten könne – und das ohne Unmengen an künstlichem Dünger und Pestiziden, dafür mit lokal angepasstem Saatgut und innovativen Anbaumethoden. Insbesondere unter schwierigen Umweltbedingungen – Trockenheit oder Überflutungen beispielsweise, die wegen des Klimawandels immer häufiger auftreten werden – sei eine solche Landwirtschaft im Vorteil, so das Gremium, zu dem unter anderem der frühere UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Olivier De Schutter, gehört.

Zur Gentechnik verlieren die Autoren in dem fast 100 Seiten starken Bericht nur wenige Worte: es gebe viele Hinweise, dass der Gentechnik-Anbau – und besonders das Anpflanzen von herbizidtoleranten Pflanzen in Monokulturen – dazu beigetragen habe, dass Landwirte mit resistenten Unkräutern und Schädlingen zu kämpfen haben. In den 1960ern sei eine erste Resistenz festgestellt worden, heute gebe es über 210 bekannte Unkräuter, die gegen Spritzmittelwirkstoffe wie Glyphosat resistent sind. Viele davon könnten mit dem Gentech-Anbau in Verbindung gebracht werden.

Die Landwirtschaft sei hier in eine „Tretmühle“ hineingeraten: mehr Pestizide führten zu mehr Resistenzen, wodurch die Bauern noch häufiger zur Giftspritze griffen. Das treibe auch die Kosten in die Höhe, löse aber nicht das Grundproblem. [dh]

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Drohnen – „US-Air-Base – Ramstein“

KenFM

Willy Wimmers Brandrede gegen die US-Air Base Ramstein, 10.6.2016

Stoppt Ramstein!

Willy Wimmer spricht zur Auftaktkundgebung des Protestwochenendes gegen die US Air Base Ramstein in der Versöhnungskirche in Kaiserslautern vor etwa 600 Zuhörern über Drohnenmorde und die Komplizenschaft der deutschen Bundesregierung, die permanent die eigene Verfassung und das Völkerrecht mit Füßen tritt, indem sie bei Mord, der von deutschem Boden koordiniert wird, bewusst wegschaut. Wimmer nimmt dabei kein Blatt vor den Mund.

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STOPP „RAMSTEIN“ 2016

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Drohnen – Ramstein

ramstein-kampagnehttp://www.ramstein-kampagne.eu/category/aktuelles-demo/

Stopp Ramstein

5000 Menschen protestieren in Ramstein – Drohnenkrieg ist Mord. Wir kommen wieder!

Es war die größte Protestaktion gegen Drohneneinsätze, es waren die größten Aktionen der Aufklärung und Information in der Geschichte des jahrzehntelangen Protestes gegen die Militärbasis der USA in Ramstein. Wir haben die Stimmung in der Region zugunsten von Frieden verändert. Das ist das Resümee der vielfältigen Aktivitäten in Ramstein vom 09. bis 12.06.2016. Die Aktionen waren jung. Gleichzeitig war es toll, auch viele langjährige AktivistInnen wieder zu treffen.

  • 5000 Menschen bildeten bei strömenden Regen eine (fast) geschlossenen Menschenkette durch die Ortschaften um die Air Base Ramstein und der abschließenden Kundgebung am Kreisel vor den Toren der Base. Hand in Hand standen die Menschen an der mehr als 10 Kilometer langen Menschenkette, die bis auf kleine Lücken überall realisiert wurde. Der Dauerregen verhinderte eine noch größere Beteiligung. Die Abschlussmanifestation am Kreisel vor der Air Base brachte den ganzen Optimismus, das Bunte, das Vielfältige und Kreative der 5.000 Teilnehmenden zum Ausdruck. Hier wurde die Kraft dieser neuen Bewegung eindrucksvoll sichtbar. Dieser Optimismus und das Engagement der vielen werden weiterwirken. Das Mitwirken von Oskar Lafontaine und Tabea Rößner (MdB Bündnis 90/ Die Grünen) unterstrich die politische Bedeutung dieser Aktionen.
  • Mehr als 600 Menschen beteiligten sich an der öffentlichen Abendveranstaltung am Freitag in der Versöhnungskirche mit Willy Wimmer und Albrecht Müller. Die Kirche war überfüllt. Die Diskussionen brachten ein klares Nein zum Krieg, zu Drohnen und Atomwaffen und einen geradezu leidenschaftlichen Appell für neue kooperative Beziehungen zu Russland zum Ausdruck. Die Erfahrungen zweier großer politischen Männer gipfelte in der Aussage: „Lasst uns Russland nicht wieder zum Feind machen“.
  • Mehr als 500 TeilnehmerInnen fanden sich zu vielfältigen Diskussionen im Friedenscamp zusammen und erzeugten damit neue, unerwartete, insgesamt aber kleine logistische Probleme. Das Friedenscamp, am Ende – trotz permanenten Regens – völlig überfüllt, war vielleicht der Höhepunkt des gesamten Wochenendes. Aktiv, bunt, offen und engagiert, so war die Stimmung trotz Regens. Das Versprechen „Wir kommen im nächsten Jahr wieder und bringen noch viele mit“ untermalt den optimistischen Grundtenor dieses so beeindruckenden Camps.
    Die Wiese des Camps stellte ein örtlicher Landwirt kostenfrei zur Verfügung; ebenso wurde Infrastruktur durch Anwohner bereitgestellt. Dies wäre vor Jahren noch undenkbar gewesen und unterstreicht die Veränderung des Klimas vor Ort.
  • Auch die inhaltlichen Veranstaltungen am Informationstag am Freitag waren überfüllt. Wann hat es in Kaiserslautern schon einmal an einem Nachmittag drei Veranstaltungen zu gesellschaftlich kontroversen Themen gegeben, die mit je mehr als 150 TeilnehmerInnen überfüllt waren? Diskutiert wurde u.a. über die Zukunft der NATO, den Drohnenkrieg und wie diese überwunden werden können sowie über die gleichzeitig in Dresden stattfindende Bilderberger Konferenz.
  • 10000 Flugblätter und weiteres Informationsmaterial wurden zusätzliches an die örtliche Bevölkerung verteilt. In den letzten Monaten hat sich das öffentliche Bewusstsein massiv zugunsten des Friedens verändert. Speziell entlang der Strecke der Menschenkette wurde intensiv und nicht ohne Erfolg bei den dort lebenden Menschen für eine Teilnahme geworben.
  • Erstmals nahmen internationale Gäste aus einer ganzen Reihe von Ländern an der Menschenkette teil. Sie ergriffen auf den verschiedenen Kundgebungen das Wort. Die Internationalität der Veranstaltungen durch TeilnehmerInnen aus den USA, Großbritannien, Frankreich, der Schweiz, Belgien, Luxemburg und Österreich unterstreicht die große Bedeutung dieser Aktionen.
  • Der Film „Ramstein, das letzte Gefecht“, der mit maßgeblicher Unterstützung der langjährigen FriedensaktivistInnen und KlägerInnen gegen die US Air Base, Wolfgang Jung und Fee Strieffler, entwickelt wurde, wurde am Freitag in Kaiserslautern welturaufgeführt.
  • Mehr als 10 regionale Initiativen Stopp Ramstein haben sich bundesweit bisher gegründet. 13 Busse kamen voll mit Menschen nach Ramstein.

„Von deutschem Boden geht Krieg aus und wir fordern von der Bundesregierung, diese völkerrechtswidrige Kriegsführung der USA-Regierung zu beenden“, so Oskar Lafontaine, Eröffnungsredner auf einer der drei Auftaktkundgebungen.

Alle Rednerinnen und Redner unterstrichen die zentralen Anliegen der Demonstrierenden:

  • Schluss mit dem völkerrechtswidrigen Drohnenkrieg!
  • Die Air Base mit ihren zentralen Kommandostrukturen, u.a. für den Atomkrieg und die Raketenabwehr, muss in einem längeren Prozess geschlossen werden.
  • Durch ein umfassendes Konversionsprogramm müssen die militärischen Arbeitsplätze in zivile umgewandelt werden.
  • Die Beteiligung Deutschlands an Interventionskriegen muss beendet und alle Aufrüstungsprogramme gestoppt werden.

Die Demonstrierenden bekundeten ihre Solidarität mit den Flüchtlingen, die wegen der Kriege der USA und der NATO, zu uns kommen müssen. „Der tägliche Tod im Mittelmeer“ ist unerträglich und eine politische und moralische Anklage an die Politik der westlichen Staaten.

Völlig neu und in dieser positiven Dimension auch unerwartet war die eindrucksvolle, breite und vielfältige Medienresonanz. Reuters produzierte einen Video-Clip, der auch auf BILD.de und stern online gezeigt wurde. dpa und epd informierten umfassend, Berichte u.a. der Deutschen Welle , der Frankfurter Rundschau, von FOKUS, n-tv, dem Deutschlandfunk und Deutschland Radio Kultur, des Neuen Deutschland und vieler überregionaler Tageszeitungen, fast tägliche Berichte in der letzten Woche in der örtlichen Monopolzeitung Rheinpfalz, zwei große Artikel in der US-Zeitung der Region stars and stripes, fast laufende Radioberichte und mehrere regionale Fernsehberichte (u.a. SWR-Landesschau) sind nur ein kleiner Ausschnitt der medialen Aufmerksamlkeit. Sie können auf der Webseite der Kampagne eingesehen werden. Peinlich war die Berichterstattung in der jungen Welt. Undenkbar wären die Veranstaltungen und ihre intensive Vorbereitung gewesen ohne die Unterstützung der neuen alternativen Medien: NachDenkSeiten, KenFM, Weltnetz.tv, RT, alternative Radiosender u.a. Diese enge Zusammenarbeit ist ein Unterpfand auch weiterer erfolgreicher Aktionen der Friedensbewegung; sie sollte ausgebaut und erweitert werden.

Die Aktionen wurden in der Vorbereitung kontrovers, manchmal hämisch, einige Male auch verleumderisch diskutiert. Das Wochenende hat eindrucksvoll und überzeugend bewiesen: Es war die Friedensbewegung, in ihrer Breite und Vielfalt – von Amnesty International über DFG-VK und Attac bis hin zu  den sich seit Frühjahr 2014 entwickelnden neuen Organisationen und Initiativen – in ihrer Unterschiedlichkeit, aber auch in der Eindeutigkeit der inhaltlichen Grundpositionen, die in und um Ramstein demonstrierte. Was sicher die Teilnehmenden einte, war der Wille zum Frieden in einer gefährlichen Situation, war das NEIN zu Krieg und Militarismus, war die eindeutige Opposition zur regierenden Politik.

Es kann nur ein Appell sein, aber es soll auch an dieser Stelle deutlich gesagt werden: Lasst uns wieder zurückkommen zu mehr Gemeinsamkeit und Solidarität! Ramstein im Juno 2016 war dafür ein starkes eindeutiges Zeichen.

Die Veranstaltungen waren eine große logistische und organisatorische Herausforderung. Sie wurden durch viele Helferinnen und Helfer, durch die engagierte Initiative Stopp Ramstein Kaiserslautern (das ist die regionale Initiative) überzeugend gelöst. Die kleinen Probleme, die wir naturgemäß hatten, sind unsere und werden beim nächsten Mal keine mehr sein. Dank an alle, die mitgeholfen haben. Es waren viele! Ohne sie wären die beeindruckenden Aktionen vom Wochenende nicht möglich gewesen.

„Wir werden wiederkommen“ war der einheitliche Tenor der von inhaltlichen Beiträgen und Kultur geprägten Abschlusskundgebung. Die Drohneneinsätze von Ramstein aus zu beenden, ist eine lange  Auseinandersetzung, die mit noch größerer Intensität geführt werden muss. Wir sind dazu bereit!

Wir müssen mit unserer Aufklärungs- und Informationsarbeit sowie mit weiteren Aktionen unsere Sympathiewerbung für den Frieden bei der Bevölkerung fortsetzen. Wir werden uns weiter gegen demokratiefreie Zonen um die Air Base Ramstein wenden. Die Kampagne Stopp Ramstein hat gerade erst richtig begonnen.

Ist dies der Anfang einer wiederbelebten, erneuerten Friedensbewegung? Das wird die Zukunft zeigen. Wir setzen uns weiterhin dafür aktiv ein.

Weitere Informationen sind auf www.ramstein-kampagne.eu zu finden.

Reiner Braun, Juliane Drechsel-Grau, Pascal Luig, Amela Skiljan, Lucas Wirl (Berliner Aktionsbüro Kampagne Stopp Ramstein)

13.06.2016

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Frankfurter Rundschau http://www.fr-online.de/politik/demo-vor-us-airbase-in-ramstein-protest-gegen-drohnen-in-ramstein,1472596,34353440.html

Demo vor US-Airbase in Ramstein Protest gegen Drohnen in Ramstein

Foto: dpa

Tausend Friedensaktivisten demonstrieren an der US-Airbase Ramstein gegen den amerikanischen Drohnenkrieg. Auch Oskar Lafontaine mischt mit – und kritisiert das „schizophrene“ Verhalten der Bundesregierung.

Kaiserslautern/Landstuhl –  Trotz regnerischen Wetters haben Tausende Friedensaktivisten in der Pfalz um die US-Airbase Ramstein gegen den Kriegseinsatz von Drohnen demonstriert. Sie bildeten am Samstag eine Menschenkette von der Ortsgemeinde Kindsbach im Kreis Kaiserslautern über Landstuhl an der Airbase bis nach Ramstein-Miesenbach. Die Organisatoren sprachen von etwa 5000 Teilnehmern aus ganz Deutschland, die Polizei in Landstuhl zählte bis zum Nachmittag rund 2000 Demonstranten.

Es bleibt friedlich

Mit der Menschenkette wollten sie ein Zeichen setzen gegen die Rolle des US-Militärflugplatzes. Ramstein spielt Berichten zufolge eine wichtige Rolle im Drohnenkrieg der Amerikaner. Aus den USA kommende Signale würden über die Relaisstation SATCOM in Ramstein in die Krisengebiete weitergeleitet.