„Benjamin Netanyahu“ unter VERDACHT – KORRUPTION – „TRUMP“ – JERUSALEM???!!!

https://daily.spiegel.de/news/korruptionsvorwuerfe-bedrohen-israels-ministerpraesidenten-benjamin-netanyahu-a-25091
Füllt mehrere Ermittlungsakten: Ministerpräsident Netanyahu.
ABIR SULTAN / DPA
Füllt mehrere Ermittlungsakten: Ministerpräsident Netanyahu.

Israel

Die Akte Netanyahu

Champagner, Juwelen, U-Boote: Korruptionsvorwürfe bedrohen Israels Ministerpräsidenten Netanyahu. Der Überblick.

Kein israelischer Regierungschef war länger im Amt als er, Benjamin Netanyahu, mit einer einzigen Ausnahme:

. Der Staatsgründer regierte insgesamt 13 Jahre lang; das sind zwei Jahre mehr, als Netanyahu bis heute geschafft hat.

Anders als Ben-Gurion wird der aktuelle Ministerpräsident aber wohl nicht als Held in die Geschichte Israels eingehen. Derzeit sieht es eher so aus, als würde er dem Beispiel seines direkten Vorgängers Ehud Olmert folgen. Der wurde erst im Juli aus dem Gefängnis entlassen, wo er gut 16 Monate gesessen hatte – der erste Regierungschef Israels, der wegen Korruption und Bestechung verurteilt wurde.

Wird Netanyahu der nächste? Einer aktuellen Umfrage zufolge wollen 66 Prozent der Israelis, dass Netanyahu im Falle einer Anklage zurücktritt.

Auch ihn begleiten Korruptionsvorwürfe wie ein zweiter Schatten: Schon im Jahr 2000 stellte der damalige Generalstaatsanwalt nur widerstrebend eine Untersuchung gegen das Ehepaar Netanyahu ein, aus Mangel an………

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Korruptionsvorwürfe Tausende Israelis protestieren gegen Netanyahu

Die Demonstrationen gegen den israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu haben einen neuen Höhepunkt erreicht: Mehrere Tausend Menschen protestierten in Tel Aviv. Es geht vor allem um Korruptionsvorwürfe.

Demonstration in Tel Aviv

REUTERS

Demonstration in Tel Aviv

In Tel Aviv haben am Abend Medienberichten zufolge rund 20.000 Israelis gegen Premierminister Benjamin Netanyahu demonstriert. Sie protestierten gegen Korruption in der Regierung. Gegen den Premier wird wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs ermittelt.

Der Protestmarsch war der bisher bei weitem größte der wöchentlichen Demonstrationen seit Bekanntwerden der Vorwürfe gegen Netanyahu. Der israelische Premier weist die Anschuldigungen zurück.

Netanyahu wird in zwei Fällen der Korruption verdächtigt. In einem Fall geht es um die Annahme von Geschenken von Geschäftsleuten. In dem anderen soll er versucht haben, unrechtmäßig Einfluss auf die Medienberichterstattung zu nehmen. Er habe einen Deal mit einem Verleger geschlossen, in dem im Gegenzug für eine bessere Berichterstattung eine rivalisierende Zeitung behindert werden sollte, lauten die Vorwürfe.

Protest gegen Gesetzentwurf

Die Demonstration richtet sich gegen einen Gesetzesentwurf, der die Polizei daran hindern soll, ihre Ermittlungserkenntnisse in den Fällen zu veröffentlichen. Das Gesetz soll kommende Woche vom Parlament ratifiziert werden.

Kritiker sagen, dass der Gesetzentwurf ein offensichtlicher Versuch sei, Netanyahu zu schützen und die Öffentlichkeit über die Untersuchung im Unklaren zu lassen. Befürworter argumentieren dagegen, dass dadurch die Rechte von Verdächtigen geschützt würden.

Netanyahu hatte gesagt, er habe kein Interesse an einer persönlichen Gesetzgebung. Gleichzeitig hatte er die Unterstützer des Gesetzesvorhabens, enge Vertraute seiner Likud-Partei nicht angewiesen, dieses zurückzuziehen.

Der Premier bezeichnete sich selbst als Opfer einer Hexenjagd und sagte zu den Ermittlungen: „Da wird nichts bei rauskommen, weil es nichts gibt.“ Sollte er angeklagt werden, würde Netanyahu unter Druck geraten, entweder zurückzutreten oder Neuwahlen anzusetzen.

brt/Reuters

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<<<Netanyahu und Trump – ZWEI vom gleichen SCHLAG die sich deshalb gut verstehen>>>

http://www.spiegel.de/politik/ausland/israel-donald-trump-will-benjamin-netanyahu-zum-koenig-von-jerusalem-kroenen-a-1181978.html

Netanyahu vor Trump-Entscheidung

König von Jerusalem

Benjamin Netanyahu sieht sich am Ziel: US-Präsident Trump will Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen. Doch die historische Entscheidung wird schwerwiegende Folgen haben.

AP

Das Klein-Klein der Alltagspolitik ist Benjamin Netanyahu fremd geworden nach Jahren an der Macht. Der israelische Premier gibt vor, das große Ganze im Blick zu haben. Jerusalem als Israels Hauptstadt anzuerkennen, wie es US-Präsident Donald Trump nach Monaten des Lavierens nun vorhat, gehört zweifelsfrei in diese Kategorie.

Denn die Entscheidung wäre für Israel und den gesamten Nahen Osten historisch – und für Netanyahu wäre sie die Erfüllung eines politischen Traums, auf den er seit vielen Jahren hingearbeitet hat.

Allein der Zeitpunkt: In dieser Woche jährt sich die Erste Intifada, der Palästinenseraufstand gegen die israelische Besatzung, zum dreißigsten Mal. Noch wichtiger: In diesem Jahr feierte Israel zum fünfzigsten Mal den Sieg im Sechstagekrieg, der als zweite Geburt des Landes bezeichnet wird. Schließlich hatte der Kleinstaat damals sein Territorium mit der Eroberung des Westjordanlandes und Ostjerusalems von Jordanien, des Gazastreifens und der Sinaihalbinsel von Ägypten und der Golanhöhen von Syrien um mehr als das Dreifache vergrößert.

Nach fünfzig Jahren am Ziel

Netanyahu war zu jener Zeit, im Sommer 1967, ein Teenager. Die sozialistischen Gründerväter Israels, die damals noch an der Macht waren, erlagen dem nationalreligiösen Taumel, der das Land erfasst hatte. Selbst Verteidigungsminister Moshe Dayan erklärte feierlich an der Klagemauer: „Jerusalem ist befreit. Wir haben Jerusalem, die geteilte Hauptstadt Israels, vereint. Wir sind an unsere heiligen Plätze zurückgekehrt, um uns niemals wieder von ihnen zu trennen.“

So klar, wie diese Worte in der Rückschau erscheinen, war die realpolitische Entscheidung, was mit Jerusalem geschehen sollte zunächst aber nicht. Das lag – unter anderem – an Israels damaligem Premier Levi Eschkol. Er galt vielen als politischer Zauderer. Bis heute kursiert dazu ein alter Witz: Als Eschkol sich bei einem Cafébesuch nicht entscheiden konnte, ob er den vom Kellner angebotenen Kaffee oder einen Tee trinken wollte, bestellte er „chetzi-chetzi“ – auf Deutsch: halb-halb.

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Jerusalem: Ewiger Streit um die Heilige Stadt

Es war die politische Rechte, in der Netanyahu sozialisiert wurde, die 1980 in der Knesset das sogenannte Jerusalemgesetz verabschiedete. Darin wurde „das vollständige und vereinigte Jerusalem“ zur Hauptstadt Israels erklärt. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen erklärte die faktische Annexion Ostjerusalems durch Israel für „null und nichtig“. Und Israels Regierungen arbeiteten seither auf diesen Tag zu, an dem die Weltmacht USA ganz Jerusalem als Hauptstadt anerkennt. Nun scheint er gekommen.

Friedensprozess seit Jahren gescheitert

Nachdem das „Time“-Magazin Netanyahu bereits 2012 zum „King Bibi“, zum König von Israel gekrönt hatte, ist der 68-Jährige nun kurz davor, von Trump zum König von Jerusalem gekrönt zu werden. Der israelische Premier würde damit den ohnmächtig erscheinenden Palästinensern vorführen, dass die arabische Welt – aus unterschiedlichen Gründen – nichts gegen die US-Entscheidung ausrichten kann, manche Länder auch nicht wollen.

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Trumps Entscheidung: Fokus auf Jerusalem

Trump will zudem offenbar nicht nur Jerusalem als Hauptstadt anerkennen. Er will auch die US-Botschaft in einem nächsten Schritt vom Strand in Tel Aviv in die Stadt verlegen, die drei monotheistischen Weltreligionen heilig ist. Es heißt, er glaube trotzdem nicht, dass diese Schritte den Friedensprozess torpedieren würden. Das mag zynisch klingen, ist aber eine von mehreren möglichen Sichtweisen. Schließlich ist von diesem sogenannten Prozess seit Jahren de facto nichts mehr übrig.

Zudem würde Trumps Votum dem in Korruptionsaffären verwickelten Premier innenpolitisch eine kurze Verschnaufpause verschaffen. In den kommenden Tagen werden die Debatten vermutlich nur um ein Thema kreisen: Jerusalem. Außerdem sind jene Oppositionspolitiker, die Netanyahu an der Wahlurne ernsthaft gefährlich werden könnten, in der Jerusalem-Frage inhaltlich nicht weit von ihm entfernt.

Der Kampf um Jerusalem geht weiter

Netanyahu dürfte all das gefallen. Der belesene Sohn eines konservativen – und bereits verstorbenen – Geschichtsprofessors könnte nach der offiziellen Verkündung durch Trump, die für den Abend erwartet wird, dann seine Reden mit historischen Exkursen und biblischen Zitaten versehen – wie er das oft und gerne macht. Darauf verweisen, dass alle israelischen Regierungsbehörden und Ministerien – mit Ausnahme des in Tel Aviv angesiedelten Verteidigungsministeriums – sowie das Parlament ohnehin bereits in Jerusalem sind.

Allein: Am Grundproblem ändert die nun bevorstehende Entscheidung Trumps wenig. Dieses hat der zaudernde Levi Eschkol 1967 treffend beschrieben: „Das Problem ist, dass auf die Mitgift eine Braut folgt, die wir nicht wollen.“ Mit anderen Worten: Der damalige Ministerpräsident betrachtete die eroberten Gebiete als Mitgift des Sechstagekrieges, seine Bewohner jedoch als ungeliebte Braut.

Die Palästinenser waren und sind aber keine unsichtbaren Wesen. Sie werden weiter um Jerusalem kämpfen.

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<<<Die OFFENBARUNG der „WELT“ als „TRUMP-VERSTEHER“ – WIESO erwähnt dieses DRECKs-PAPIER nicht den KORRUPTIONs-VERDACHT des HERRN „NETANYAHU“ ???!!! –  will er SEINE anKLAGE etwa verTUSCHEN?! (GESETZ – ….Protest gegen Gesetzentwurf –  Die Demonstration richtet sich gegen einen Gesetzesentwurf, der die Polizei daran hindern soll, ihre Ermittlungserkenntnisse in den Fällen zu veröffentlichen. Das Gesetz soll kommende Woche vom Parlament ratifiziert werden..….)>>>
https://www.welt.de/debatte/article171348092/Donald-Trumps-Mut-zur-Wahrheit.html

Meinung

Jerusalem-Entscheidung
Donald Trumps Mut zur Wahrheit

Von Alan Posener | | Lesedauer: 6 Minuten
Sehen Sie hier Trumps Statement in voller Länge
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Trotz internationaler Warnungen hat der US-Präsident Jerusalem als Hauptstadt von Israel anerkannt. Damit überschreitet er für viele Moslems eine rote Linie. Sehen Sie hier das Statement in voller Länge.

Quelle: N24

Der US-Präsident hat recht mit seinem Plan, die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen. Zwanzig Jahre der Realitätsverweigerung haben den Frieden im Nahen Osten nicht nähergebracht. Es ist Zeit, die Realität anzuerkennen. Auch in Europa.

Als Ägyptens Präsident Anwar as-Sadat vor vierzig Jahren nach Israel flog, um einen historischen Frieden zwischen dem wichtigsten arabischen Staat und dem jüdischen Staat zu schließen: Wo hielt er seine Rede? In der Knesset natürlich, Israels Parlament, in Israels Hauptstadt Jerusalem. Als Angela Merkel die Sicherheit des jüdischen Staates zum Teil der deutschen Staatsräson erklärte, wo war das? In der Knesset, in Israels Hauptstadt Jerusalem.

Seit Jahrzehnten erkennt die internationale Gemeinschaft stillschweigend an, dass die Stadt der jüdischen Könige David, Salomon und Herodes, die Stadt, in der bis zur Zerstörung durch die Römer der Tempel stand, und in der Jesus als „König der Juden“ von den Römern gekreuzigt wurde, die Stadt, die Juden seit 2000 Jahren beim Pessachfest beschwören – „Nächstes Jahr in Jerusalem!“ –, dass diese Stadt, die nur deshalb Christen und Muslimen heilig wurde, weil sie seit jeher den Juden heilig ist, die Hauptstadt des jüdischen Staates ist und sein muss.

Nur diplomatisch wird die Fiktion aufrechterhalten, der Status der Stadt sei noch unklar. Die Botschaften auch der Freunde und Verbündeten Israels sitzen in Tel Aviv. Nun hat US-Präsident Donald Trump diese Schizophrenie beendet und will die Botschaft der USA nach Jerusalem verlegen. Gut.

„Muslimische Welt“ in blutigem Bürgerkrieg

Wie Trump in seiner Botschaft aus dem Weißen Haus betonte, hat die bisherige Weigerung aller US-Regierungen, den 1995 gefassten Beschluss des Kongresses umzusetzen und Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, den Frieden keinen Zentimeter nähergebracht. Wenn daher selbst ernannte Experten warnen, die „muslimische Welt“ werde das nie akzeptieren, und wenn muslimische Führer warnen, damit werde der Friedensprozess beendet, muss man fragen: Welcher Friedensprozess ist da gemeint?

Seit Jahren findet Israel dafür keinen Partner. In Gaza regiert eine Terrorgruppe, die Israel auslöschen will, in Ramallah eine korrupte Clique, die das eigentlich auch will, aber im Gegensatz zur Hamas immerhin begreift, dass dieses Ziel mit Waffengewalt nicht zu erreichen ist.

Und was die „muslimische Welt“ betrifft, so befindet sie sich vom Irak über Syrien und den Libanon bis hinunter in den Jemen einerseits in einem blutigen Bürgerkrieg zwischen dem schiitischen Regime in Teheran und dem von Saudi-Arabien geführten sunnitischen Regime, andererseits in einem innersunnitischen Bürgerkrieg zwischen Dschihadisten und sogenannten gemäßigten Regierungen, sprich korrupten arabischen Autokratien.

Diese innermuslimischen Kämpfe haben in wenigen Jahren viel mehr Opfer gefordert als die siebzig Jahre des israelisch-arabischen Konflikts, der zu Unrecht als „Nahost-Konflikt“ bezeichnet wird. Für keinen der Akteure in diesem mörderischen Bürgerkrieg ist das Schicksal der Palästinenser je wichtig gewesen, wegen Jerusalem werden sie auch nicht das gegenseitige Abschlachten einstellen.

Hass, Terror und Anschläge hat es auch bisher gegeben

Gewiss, es wird nach den Freitagsgebeten zu Demonstrationen kommen, mit dem üblichen Verbrennen der amerikanischen und israelischen Fahnen, dem üblichen verschwitzten Ritual des Judenhasses. Möglicherweise wird es zu Terroranschlägen kommen. Vielleicht auch in Deutschland. Darauf sollten die Sicherheitsbehörden gefasst sein.

Aber Hass und Terror und Anschläge hat es auch bisher gegeben und wird es geben, solange Hass und Terror gepredigt und aus Menschen Mordmaschinen gemacht werden. Daran sind weder Trump noch Israel schuld.

Übrigens müssten Muslime überall in der Welt dankbar sein, dass Israel die Sicherheit des Felsendoms und der Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg garantiert; man stelle sich einmal vor, eine der Konfliktparteien im muslimischen Bürgerkrieg würde in Jerusalem herrschen. (Die untereinander unheilbar zerstrittenen Christen haben darum vor Jahrhunderten die Aufsicht über die Grabeskirche einer muslimischen Familie übertragen.)

Trump hat übrigens klargemacht, dass die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels und die Verlegung der Botschaft nach Jerusalem keine Vorentscheidung bedeutet hinsichtlich des endgültigen Status der Stadt und der künftigen Grenzen zwischen Israel und einem künftigen palästinensischen Staat, zu dem sich Trump ausdrücklich bekannte.

Wie diese Grenzen verlaufen, ob es eine Mauer geben muss zwischen Israel und Palästina, ja ob eventuell Jerusalem zugleich Hauptstadt dieses Palästinas sein könnte, hängt weiterhin einzig und allein davon ab, ob die palästinensische Führung den jüdischen Staat ohne Wenn und Aber anerkennt, der Gewalt abschwört und dafür sorgt, dass der Terror gegen Israel aufhört.

Wären Europas Regierungen ehrlich, sie würden dem amerikanischen Beispiel folgen. Denn – man kann es nicht oft genug betonen – Israel wird auf Jerusalem als Hauptstadt nie verzichten, und eine erneute Teilung der Stadt, wie zwischen 1948 und 1967, bloß um den Palästinensern ebenfalls eine Hauptstadt in Jerusalem zu ermöglichen, will niemand – am allerwenigsten die privilegierten arabischen Bewohner der wiedervereinigten Stadt.

Die Europäer werden aber, mit Rücksicht auf arabisches Öl, aus Angst vor muslimischem Terror und aus dem Gefühl heraus, dass Trump-Bashing – und obendrein in Verbindung mit „Israelkritik“ – bei fast allen Wählern gut ankommt, Amerikas Schritt kritisieren, werden warnen und „mahnen“. Und sich vielleicht klammheimlich freuen, weil sie eine Gelegenheit sehen, Amerikas Platz als „ehrlichen Makler“ zwischen Israel und den Arabern einzunehmen.

Nur zwei globale Player im Nahen Osten

Zwar ist die Vorstellung einer Arbeitsteilung zwischen den USA als „Bad Cop“ und Europa als „Good Cop“ nicht ohne einen gewissen Reiz. Aber sie ist völlig unrealistisch.

Es gibt neben den regionalen Größen Saudi-Arabien, Ägypten, der Türkei und dem Iran nur zwei bedeutende globale Player im Nahen und Mittleren Osten: Russland und die USA. Beiden freilich fehlt die Macht, einen Frieden in der Region zu erzwingen, wie jeder US-Präsident seit Harry Truman erfahren musste.

Europa ist für Israels Gegner allerdings aus einem anderen Grund interessant. Sie setzen auf die antiisraelische Boykottbewegung, die vor allem im akademischen und kirchlichen Milieu Europas viele Anhänger findet. In letzter Zeit war es um deren Aktivitäten etwas stiller geworden, da außer den verbohrtesten Antisemiten jeder erkennen kann, dass nicht Israel das Problem im Nahen Osten ist, sondern dass die Prinzipien des jüdischen Staates – Demokratie, Rechtsstaat, Pluralismus – vielmehr die Lösung darstellen.

Möglicherweise geht die Rechnung dennoch auf, zumal wenn bürgerliche Medien Trumps Schritt zum Anlass nehmen, die angebliche Illegalität der Hauptstadt Israels zu betonen.

Doch abgesehen davon, dass es unlogisch wäre, Israel wegen der Handlungen Amerikas zu bestrafen, sollten die Boykotteure begreifen, dass die arabische Kampagne gegen die Realität, die im Kampf gegen Jerusalem als Hauptstadt des jüdischen Staates zum Ausdruck kommt, nur Teil des arabischen Kampfes gegen die Realität des jüdischen Staates ist.

Sagen wir es so: Wer nicht einmal die Existenz Israels anerkennt – wie die überwältigende Mehrheit der islamischen Staaten –, hat weder das moralische noch das politische Recht, gegen Jerusalem als Israels Hauptstadt zu protestieren.

Trump hat recht: Zwanzig Jahre der Realitätsverweigerung haben den Frieden nicht nähergebracht. Es ist Zeit, die Realität anzuerkennen. Auch in Europa. Je deutlicher den Arabern klargemacht wird, dass der Westen hinter Israel steht, desto eher wird man auch in Ramallah und Gaza die Realität anzuerkennen bereit sein.

Wenn zugleich, wie Trump angekündigt hat, ein härterer Kurs gegen den Iran gefahren wird, der für die sunnitischen arabischen Regime der eigentliche Gegner ist, kann Trumps Geste, allem Geschrei derjenigen zum Trotz, die den arabischen Nationalismus und den muslimischen Fanatismus beschwichtigen möchten, tatsächlich den Frieden näherbringen. Ein Versuch ist es auf jeden Fall wert.

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Jerusalem-Entscheidung „Trumps Inbox quillt schon jetzt über“

Was bedeutet Donald Trumps Jerusalem-Entscheidung für die Welt? Richard Haass, früherer US-Diplomat und Direktor einer Denkfabrik, erklärt es.

Ein Interview von

Demonstrant im Gazastreifen

REUTERS

Demonstrant im Gazastreifen

SPIEGEL: Für seine Entscheidung, Jerusalem offiziell als Hauptstadt Israels anzuerkennen und die US-Botschaft dorthin zu verlegen, erntete Donald Trump Kritik vom Papst, der Uno und vielen arabischen Regierungen. Warum ist dieser Beschluss so bedeutsam – und so umstritten?

Haass: Jerusalem ist eine heilige Stätte für Juden, Christen und Muslime, sowohl Israelis als auch Palästinenser sehen Jerusalem als ihre Hauptstadt. Trumps Entscheidung ist umstritten, weil der Status der Stadt der heikelste Punkt bei jedem zukünftigen Friedensabkommen ist. Mit diesem Schritt hat Trump einen wichtigen Aspekt der amerikanischen Jerusalem-Position vorzeitig festgelegt. Der größte Teil der restlichen Welt ist der Auffassung, dass die Jerusalem-Frage nicht als erste behandelt werden sollte, dass sie nicht isoliert behandelt werden sollte und dass sie nicht unilateral behandelt werden sollte.

SPIEGEL: Trump spricht von einer „Anerkennung der Realität“ – der Sitz der israelischen Regierung ist ja faktisch in Jerusalem. Es habe Israelis und Palästinenser dem Frieden bisher ja auch nicht näher gebracht, dass es keine formale Anerkennung Jerusalems durch die USA gab.

Haass: Die amerikanische Position zu Jerusalem hat nichts damit zu tun, dass die Friedensbemühungen gescheitert sind. Der Grund dafür ist, dass sowohl die israelische Regierung als auch die palästinensische Führung gespalten sind und dass zwischen beiden Seiten ein gewaltiger Graben klafft. Zu dem Argument, dass diese Entscheidung nur die Realität anerkenne – nun, das ist korrekt, aber es ist eine selektive Wahrnehmung der Realität. Trump hätte Jerusalem als Israels Hauptstadt anerkennen und parallel auch etwas über das Verhältnis der Palästinenser zu Jerusalem sagen können. Das Problem ist, dass seine Äußerung einseitig nur auf Israel eingeht.

Haass

REUTERS

Haass

SPIEGEL: Trump hat aber auch gesagt, dass seine Entscheidung die Festlegung der Stadtgrenzen und den Status Ostjerusalems nicht beeinflussen soll – ist das nicht ein entscheidendes Detail?

Haass: Nein, ist es nicht. Wahr ist, dass die Entscheidung selbst keinen Einfluss auf den Konflikt über das Thema Jerusalem hinaus hat. Aber die Frage ist doch: Bringt es die Diplomatie voran, Jerusalem jetzt einseitig herauszugreifen? Ich sehe keine Vorteile, nur Nachteile.

SPIEGEL: Wenn man all die gegenwärtigen Konflikte auf der Welt betrachtet, erscheint dies als ein denkbar schlechter Zeitpunkt, eine weitere Krise zu riskieren.

Haass: Absolut. Trumps Inbox quillt schon jetzt über. Die USA sind mit einer Vielzahlvon Herausforderungen konfrontiert, mit Nordkorea, der Ukraine, Syrien, Venezuela – warum also noch eine weitere hinzufügen? Ich sehe keinen Grund, warum wir das jetzt tun müssten. Ich sehe kein überzeugendes Argument, selbst wenn man es prinzipiell für richtig hielte, Jerusalem als Israels Hauptstadt anzuerkennen.

SPIEGEL: Der Präsident behauptet, dass seine Entscheidung den Friedensprozess voranbringen werde – was in Anbetracht der Proteste beinahe zynisch klingt. Können Sie sich dennoch vorstellen, wie dieser Schritt den Frieden befördern könnte?

Haass: Hätte der Präsident die Jerusalem-Entscheidung mit anderen Positionen verbunden, hätte dies den Friedensprozess womöglich voranbringen können. Etwa, wenn er es mit dem israelischen oder palästinensischen Verhalten verknüpft hätte. Oder wenn er es im Kontext einer neuen amerikanischen Politik präsentiert hätte. Aber ich sehe nicht, wie es helfen sollte, Jerusalem jetzt herauszugreifen.

SPIEGEL: Bedeutet dies das Ende der Friedensmission, mit der Trump seinen Schwiegersohn Jared Kushner beauftragt hatte, oder sogar jedes Friedensprozesses?

Haass: Schon vor dieser Entscheidung waren die Chancen auf Frieden gering, und nun sind sie noch immer gering. Ob diese Regierung, ob Jared Kushner einen Plan vorlegen wird, weiß ich nicht. Es gibt dazu schon länger Konsultationen zwischen den USA und Saudi-Arabien. Aber ich sehe keinen Anlass für Optimismus. Und ich kann erst recht nicht nachvollziehen, wie die formale Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt die Erfolgschancen irgendeines Friedensplans erhöhen sollte.

SPIEGEL: Trump sagte auch, dass er eine Zweistaatenlösung unterstützen würde, wenn beide Seiten sie wollten. Wie interpretieren Sie diese Aussage?

Haass: Es ist wichtig, diesen Grundsatz festzuhalten. Aber ihn nur zu formulieren reicht nicht, man muss sich doch auch fragen: Bringt diese Ankündigung uns einer Zweistaatenlösung näher? Ich würde mich gern irren, aber ich bezweifele das.

SPIEGEL: Warum hat Trump jetzt über Jerusalem entschieden und nicht gewartet, bis es Fortschritte im Friedensprozess gibt?

Haass: Darüber kann ich nur spekulieren. Trump hat im Wahlkampf versprochen, Jerusalem anzuerkennen. Nun behauptet er, seine Entscheidung würde nicht nur keinen Schaden anrichten, sondern sogar helfen. Ich überlasse es anderen zu beurteilen, welche politischen Motive er verfolgen mag.

SPIEGEL: Es heißt, die israelische Regierung habe Druck ausgeübt. Vielleicht deshalb?

Haass: Viele Israelis haben sich seit Langem für Jerusalem als anerkannte Hauptstadt eingesetzt, nicht nur bei Donald Trump, sondern bei vielen seiner Vorgänger. Sie und auch manche Amerikaner haben sich diese Anerkennung schon lange gewünscht. Aber all das ist nicht neu.

SPIEGEL: Wird die Allianz zwischen den USA und Israel nun gestärkt?

Haass: Die Israelis wissen diesen Schritt gewiss zu schätzen. Aber die Beziehung zwischen den USA und Israel ist kompliziert. Wir werden auch in Zukunft Meinungsverschiedenheiten haben – über die Details eines Friedensplans, über Siedlungen.

SPIEGEL: Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas warnte, dass Trumps Entscheidung „den Extremisten hilft, einen Glaubenskrieg zu führen, der der ganzen Region schaden wird“. Teilen Sie diese Sorge?

Haass: Es ist tatsächlich eine Gefahr, dass Iran und viele islamistische Gruppen diese Entscheidung ausschlachten könnten und Fanatiker zu Angriffen auf amerikanische Botschaften, Firmen oder Touristen anstiften. Ich prophezeie nicht, dass dies geschehen wird, aber es könnte geschehen.

SPIEGEL: Ein weiteres Mal haben die USA im Alleingang eine Entscheidung getroffen, die die Verbündeten in Europa vor den Kopf stößt – nach dem angekündigten Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen und der Drohung, den Nukleardeal mit Iran platzen zu lassen. Was bedeutet all das für die transatlantischen Beziehungen?

Haass: Man muss sich nur anschauen, wie kühl Außenminister Rex Tillerson diese Woche in Europa empfangen wurde. Es war eine schlechte Woche für die transatlantische Allianz und für die amerikanische Diplomatie überhaupt. Es fing damit an, dass wir uns weigerten, an der Uno-Konferenz zu Migration in Mexiko teilzunehmen – zu einer Zeit, in der einer von 113 Menschen weltweit auf der Flucht ist. Und nun auch noch dies. All das trägt zu dem Eindruck bei, dass die USA unilateral handeln und wenig Wert auf die Meinungen und Wünsche ihrer Verbündeten legen. Wobei, um fair zu sein, diese spezielle Entscheidung war etwas, was zumindest ein Verbündeter sich gewünscht hatte, nämlich Israel. Aber in Europa setzt sich der Eindruck fest, dass Donald Trumps Amerika ein anderes Amerika ist als das, was man bislang kannte.

SPIEGEL: In der arabischen Welt gab es eine interessante Diskrepanz: Während viele Staatschefs Trump heftig kritisierten, äußerte sich Saudi-Arabiens König vergleichsweise milde. Wie erklären Sie sich das?

Haass: Die Saudi-Araber haben alles dafür getan, ein gutes Verhältnis zu dieser Regierung aufzubauen. Die Führung betrachtet Donald Trump als deutlich besseren Partner als seinen Vorgänger. Deshalb vermeidet sie, Dinge zu sagen, die dieses gute Verhältnis gefährden könnten.

SPIEGEL: Der König von Saudi-Arabien ist aber auch der „Hüter der beiden heiligen Stätten des Islam“ – und Jerusalem ist dessen drittheiligster Ort. Ist der König nicht aus religiösen Gründen in der Pflicht, Jerusalem für die Muslime zu bewahren?

Haass: Es wird spannend sein zu sehen, wie sich die saudi-arabische Position verändert, falls es Proteste gibt. Wenn es tatsächlich zu Protesten kommt, und wenn sie massiv ausfallen – wird sich die Regierung dann genötigt sehen, die USA zu kritisieren? Die Führung in Riad will zwar eine gute Beziehung zu Trump, aber sie versucht eben auch gerade, ihre Macht intern zu konsolidieren.

SPIEGEL: Was bedeutet die Jerusalem-Krise für das gemeinsame Ziel Saudi-Arabiens, Israels und der USA, Irans Einfluss in der Region zurückzudrängen?

Haass: Unruhen wegen Jerusalem könnten eine Kooperation erschweren. Für Riad könnte es ein Problem werden, wenn es so aussieht, als ob sich die Führung den Amerikanern und Israelis zu sehr annäherte.

SPIEGEL: Welche anderen geopolitischen Konsequenzen sehen Sie?

Haass: Dass die USA unilateral handeln und sich von ihren traditionellen Verbündeten abgrenzen, wird zum Narrativ von Trumps Außenpolitik werden. Die Jerusalem-Entscheidung könnte zudem die Zusammenarbeit mit arabischen Regierungen komplizierter machen. Aber die wichtigste Frage ist jetzt aus meiner Sicht, ob diese Entscheidung weltweit zu mehr Gewalt führen wird.

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com/watch?v=a2xEIczAEhE

Benjamin H. Freedman Rede im Willard el 1961 [deutsche Synchronfassung]

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„TRUMP“ gegen „IRAN“ / „Balfour – Deklaration“ / „Israel – Juden“ und das Jahr „5777“ – „End-Zeit-Sekte“ – orthodoxen Lubawitscher Rabbi „Menachem Mendel Schneerson“ / die „Samson Option“ / „TRUMPs Wahl-Versprechen“ – „CLINTON-E-mails“

Donald Trumps neuer Kurs deutet auf Konfrontation mit dem Iran hin

Der neue CIA-Chef und der Sicherheitsberater von Donald Trump sind entschiedene Feinde des Iran. Ihre Ernennung deutet darauf hin, dass Trump das Verhältnis zu Russland normalisieren könnte – mit dem Iran jedoch langfristig auf Konfrontationskurs geht.

Der neue Nationale Sicherheitsberater Mike Flynn. (Foto: dpa)

Der neue Nationale Sicherheitsberater Michael Flynn. (Foto: dpa)

Der designierte US-Präsident Donald Trump hat erste Entscheidungen für zentrale Positionen seiner Regierung getroffen. Dies berichten übereinstimmend die meisten US-Medien sowie die Nachrichtenagenturen.

Die wichtigste Personalie betrifft die nationale Sicherheitspolitik: Der ehemalige General Michael Flynn wird nationaler Sicherheitsberater. Als Chefankläger und Justizminister wurde Alabamas Senator Jeff Sessions offiziell nominiert. CIA-Direktor soll der Abgeordnete Mike Pompeo (Kansas) werden.

Alle drei akzeptierten die Nominierung offiziell. Flynn wird den Präsidenten bei allen Fragen der nationalen und internationalen Sicherheit beraten. Er legt dem Präsidenten dessen Reaktion auf Krisen nahe. Da Trump selber auf diesen Gebieten keine Erfahrung in Außen- und Sicherheitspolitik hat, kommt dem Drei-Sterne-General enormer Einfluss zu.

Alle drei neuen Mitarbeiter von Donald Trumps sind keine Waisenknaben und strahlen auch keine wirklich moderne, geopolitische Intelligenz aus. Sie sind verhaftet in dem Denken, das die USA eine Führungsrolle in der Welt spielen solle. Während es zu Russland unterschiedliche Positionen gibt, sind sich alle mit Donald Trump in einem wichtigen Punkt einig: Der Iran sei ein „Staat, der den Terrorismus sponsert“. Belege dafür hat keiner der Hardliner erbracht – die Anschuldigungen erinnern sehr an Aussagen der US-Regierung über den Irak und Syrien.

Die Feindschaft zum Iran geht mit einer fundamentalistischen Ablehnung des Islam einher. Flynn sagte bei einem Vortrag an einer Veranstaltung von Islam-Gegnern in Dallas, dass der Islam keine Religion sei, sondern eine Ideologie, die sich als Religion tarne. Später relativierte er diese Aussage wieder.

Die neue harte Haltung gegen den Iran könnte dazu führen, dass der erst kürzlich geschlossene Atom-Deal mit Teheran hinfällig wird. Consortiumnews bezeichnet den Deal als die wesentlichste Leistung Barack Obamas in seiner Amtszeit.

Für die EU wäre eine Konfrontation besonders problematisch: Die EU hatte den Deal wesentlich mitverhandelt und hofft, mit dem Iran die traditionell guten Wirtschaftsbeziehungen wieder aufnehmen zu können. Die EU hatte nach den Zweifeln Trumps an dem Deal betont, sie wolle an dem Deal festhalten.

Eine Schlüsselrolle könnte Russland spielen: Moskau hat erst kürzlich eine Vereinbarung mit Teheran über die Zusammenarbeit beim Bau von Atomkraftwerken geschlossen. Im Zuge des Syrien-Kriegs waren russische Kampfjets kurzzeitig vom Iran aus zu Einsätzen gestartet. 

Flynn (57) war von 2012 bis 2014 Direktor des Militärgeheimdienstes Defense Intelligence Agency. Flynn tritt wie Trump für eine Entspannung mit Russland ein. Er ist mehrmals im staatlichen russischen TV-Sender Russia Today aufgetreten. Nach Angaben der New York Times hat seine Beratungsfirma Flynn Intel Group Verbindungen zu Ländern im Mittleren Osten und ist als Lobbyistin für die türkische Regierung in Erscheinung getreten. Flynn muss nicht vom Senat bestätigt werden. Flynn beriet Donald Trump bereits während des Wahlkampfs.

Flynn beklagt heute, dass es ein Fehler gewesen sei, den IS, die al-Nusra und die Frei Syrische Armee groß werden zu lassen. In einem Interview mit al-Jazeera ging er sogar so weit zu sagen, dass diese Entscheidung der US-Regierung kein Versehen gewesen sei, sondern bewusst getroffen wurde. Seine eigene Rolle zu den schweren Folter-Vorwürfen in irakischen Gefängnissen konnte Flynn, der ein Hitzkopf ist, nicht schlüssig erläutern. Er schob in dem Interview die Schuld für das Chaos der Regierung zu, er habe nur die Informationen geliefert. Diese hätten zu einer falschen Entscheidung auf politischer Ebene geführt.

Positionen von Michael Flynn:

Über Syrien und den Nahen Osten:

Am 10. Dezember 2015 nahm Michael Flynn an einer internationalen Konferenz von Russia Today teil. Die Konferenz fand im Moskauer Metropol Hotel statt. Im Gespräch mit Russia Today sagte, dass die USA und Russland zusammenarbeiten müssen, um den Syrien-Konflikt zu lösen. Beide Länder hätten die gleichen Interessen in der Region. Es sei auch wichtig, einen konfessionellen Konflikt in der Region zu verhindern. „Deshalb müssen wir den Iran aus diesem Stellvertreterkrieg zurückziehen. Der Iran muss sich zurückhalten und die Angelegenheit der internationalen Gemeinschaft überlassen. Das heißt nicht, dass sie nicht mitentscheiden dürfen. Doch sie müssen sich zurückhalten, denn dieses sunnitisch-schiitische Schisma verstärkt auch das Problem.“

Flynn fügte hinzu, dass er gegen den Atom-Deal ist, weil zuvor keine strategische Diskussion mit dem Iran geführt wurde.

Zum anderen sagte er, dass die arabischen Führer der sunnitisch-arabischen Nationen erkennen müssen, dass sie in ihren eigenen Ländern Probleme haben. Deshalb plädiere er für eine Art „arabische Nato“, um Feinde wie ISIS zu besiegen.

Über den Umgang mit Russland:

In einem Oktober-Interview mit Politico sagte Flynn, dass Putin intelligent und versiert sei und Maßnahmen in der Ukraine und anderswo getroffen habe, die die US-Möglichkeiten eingeschränkt haben. Die Antwort der Nato und der USA war „schüchtern“. „Ich denke, Trumps Stärke liegt darin, ein Meister der Verhandlung zu sein, und er will so viele Möglichkeiten wie möglich im Umgang mit Russland.“

Über Putin und den Islam:

In einem August-Interview mit der Washington Post sagte Flynn über seine Teilnahme an der Russia Today-Konferenz in Moskau: „Ich fand, es war eine große Lernmöglichkeit. Eines der Dinge, die ich gelernt habe, war, dass Putin keinen Respekt vor der Führung der Vereinigten Staaten hat. Nicht für die Vereinigten Staaten, sondern die Führung.“

Auf Nachfrage der Washington Post, was Flynn von praktizierenden, aber nicht radikalen, Muslimen halte, sagte Flynn: „Sicher, das ist in Ordnung. Es gibt Muslime, die gemäßigt sind. Die Anzahl der Gemäßigten ist höher als die Anzahl der Radikalisierten, die den Islam in seiner fehlinterpretierten ideologischen Form nutzen.“

Wenn Pompeo (52) als Direktor des US-Auslandsgeheimdienstes CIA bestätigt wird, folgt er als Direktor John Brennan nach. Angeblich hat Pompeo das Angebot bereits akzeptiert. Er war im Wahlkampf ein profilierter Kritiker der Demokratin Hillary Clinton.

Pompeo ist deutlich mehr Hardliner als Flynn. Er vertritt sehr kontroverse Positionen. Allerdings ist für ihn als CIA-Chef entscheidend, was ihm Donald Trump als Präsident oder Trumps Außenminister anordnet. Allerdings ist Pompeo ein bedingungsloser Fan der umfassenden Überwachung. Er fordert die Auslieferung von Edward Snowden und erwartet, dass Snowden, wenn ihm in den USA der Prozess gemacht würde, mit der Todesstrafe rechnen müsse. Snowden habe viele Geheimdienstleute und Militärs in Gefahr gebracht, weil er Geheimnisse an einen fremden Staat verraten habe. Es ist unwahrscheinlich, dass sich Snowdens Hoffnung auf eine Begnadigung durch Donald Trump erfüllen wird. Unklar ist, ob ein neuer Deal mit Russland die Auslieferung des Whistleblowers beinhalten könnte.

Positionen von Mike Pompeo:

Pompeos Kontroversen:

Mike Pompeo ist Mitglied der Tea-Party-Bewegung und der National Rifle Association. Als Kandidat für den US-Kongress musste sich Pompeo im Jahr 2010 für einen Tweet gegen seinen Kontrahenten Rag Goyle entschuldigen der indischer Abstammung ist. Er nannte Goyle „Turban-Träger“, der „auch ein Muslim, ein Hindu, ein Buddhist etc. sein könnte. Wer weiß das schon.“ Er forderte die Bürger auf, „amerikanisch“ – also ihn  – zu wählen, berichtet der Guardian.

Pompeo zum Iran:

Er gilt als entschiedener Iran-Gegner. In einem Gastbeitrag für Fox News, der im Juli veröffentlicht wurde, machte er deutlich, dass er ein Gegner des Atom-Deals mit dem Iran ist. Seinen Gastbeitrag schließt er mit einem Zitat von Hillary Clinton, die sie als Nachweis für die Richtigkeit seiner Argumentation gegen den Iran anführt. Pompeo zitiert Clinton: „Wenn ich Präsident bin, werden wir den Iran angreifen (…)  Wir könnten sie völlig auslöschen“.

Pompeo zu Putin und Russland:

Im Jahr 2014 sagte Mike Pompeo dem Sender Fox News, dass das Risiko für weitere russische Militärbewegungen im Osten der Ukraine nicht weniger, sondern mehr geworden sei (…) Die Russen haben entlang der östlichen und nördlichen Grenze der Ukraine weiterhin Zehntausende von Kräften gesammelt (…) [Sie] zeigen keine Anzeichen für einen Rückzug (…) Putin ist ganz auf ein einziges Ziel gerichtet – um so viel wie möglich von der ehemaligen Sowjetunion wieder herzustellen.“

Pompeo zu EU-Grenzkontrollen und Migration:

Am 26. September veröffentlichte Pompeo gemeinsam mit seinem Kollegen aus dem US-Kongress, Tom Cotton, einen Artikel über die Flüchtlings-Krise in Europa. Darin kritisieren Cotton und Pompeo, dass Schweden, Deutschland, Frankreich, Österreich und weitere Staaten zu spät Grenzkontrollen eingeführt hätten. Kritisiert wird auch die „politische Korrektheit“, die in Europa in Bezug auf die Flüchtlings-Debatte vorherrsche. Cotton und Pompeo wörtlich: „Die Parallelen zur US-Einwanderungsdebatte sind deutlich. Seit Jahren begleitet ein überparteilicher Elitekonsens die Masseneinwanderung von ungelernten und gering qualifizierten Arbeitskräften nach Amerika – gepaart mit der Legalisierung von Millionen illegaler Einwanderer, die bereits hier sind. Nur eine Sache hat diese Eliten von ihrer angestrebten Einwanderungspolitik gestoppt: Zwei Drittel bis drei Viertel der Amerikaner sind konsequent gegen jede Zunahme der Einwanderung. Einwanderung ist die zentrale Frage der Präsidentschaftskampagne von Donald Trump. Er sah legitime Bedenken über stagnierende Löhne, niedrige Erwerbsbeteiligung und geringere Migranten-Assimilation. Er verstand auch, dass unser eigener ,Meinungskorridor‘ der politischen Korrektheit diese Themen weitgehend ausgeschlossen hat. Wenn konventionelle Führer ihre Bedenken nicht ansprechen würden, ist es nicht verwunderlich, dass Amerikaner sich einer neuen Stimme zuwenden.“

Als positives Gegenbeispiel im Bereich der Migrations- und Flüchtlingspolitik nennt er Norwegen. Die Regierung in Oslo hatte frühzeitig versucht, Migrationsbewegungen zu stoppen. „Norwegische Führer reagierten auf ähnliche Sorgen und ihr Land ist sicher und stabil. Schwedische Führer nicht, und ihr Land steht vor wirtschaftlichen, sozialen und politischen Umwälzungen. Hier gibt es eine Lehre, die die amerikanischen Eliten ziehen sollten“, so Cotton und Pompeo.

Justizminister Jeff Sessions:

Der voraussichtlich neue Justizminister und Chefankläger Sessions ist laut „National Journal“ einer der fünf konservativsten US-Senatoren. Seit 20 Jahren Senator, hat er sich wiederholt gegen jede Form der Einwanderung gewandt. Er würde Loretta Lynch nachfolgen.

Sessions ist auch ein durchaus militanter Neocon. Er vertritt radikale außenpolitische Positionen, wie Consortiumsnews vor einiger Zeit analysierte. In dieser Hinsicht ist es möglicherweise für den Weltfrieden ein Glück, dass Sessions als Justizminister vor allem die Einhaltung der Gesetze zu überwachen hat und zumindest offiziell keine Rolle in der Außenpolitik spielen sollte.

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„Balfour – Deklaration“ – 2 November 1917 – Israel wurde erschaffen – https://de.wikipedia.org/wiki/Balfour-Deklaration

In der Balfour-Deklaration vom 2. November 1917 erklärte sich Großbritannien einverstanden mit dem 1897 festgelegten Ziel des Zionismus, in Palästina eine „nationale Heimstätte“ des jüdischen Volkes zu errichten. Dabei sollten die Rechte bestehender nicht-jüdischer Gemeinschaften gewahrt bleiben. Zum damaligen Zeitpunkt befand sich Palästina noch im Machtbereich der Osmanen. Die damalige britische Regierung unter Lloyd George versprach sich von der Zusage an die zionistische Bewegung Vorteile in der Mobilisierung zusätzlicher Ressourcen während des Krieges und auch langfristige strategische Vorteile.

Am 31. Oktober 1917 war die Eroberung von Be’er Scheva unter dem britischen General Edmund Allenby erfolgt und somit hatte die Eroberung Palästinas durch britische Truppen eingesetzt, die bis Dezember 1917 faktisch beendet wurde. Die britische Balfour-Deklaration war an die Führer der zionistischen Weltorganisation gerichtet. Sie wird als eine entscheidende Garantieerklärung an den Zionismus angesehen, um in Palästina eine „nationale Heimstätte für das jüdische Volk“ errichten zu dürfen.[1]

……..

Die Balfour-Deklaration war unter anderen von dem zionistischen Aktivisten Chaim Weizmann und von dem britischen Parlamentsabgeordneten Sir Mark Sykes vorbereitet worden. Das Mitglied der Manchester School for Zionism, Leon Simon, schrieb den Entwurf am 17. Juli 1917 nieder.[2] In Form eines Briefes sandte dann der damalige britische Außenminister Arthur James Balfour im November 1917 an Lionel Walter Rothschild, 2. Baron Rothschild, einen prominenten britischen Zionisten, die Antwort der britischen Regierung, die damit der zionistischen Bewegung ihre Unterstützung zusagte:

Verehrter Lord Rothschild,
ich bin sehr erfreut, Ihnen im Namen der Regierung Seiner Majestät die folgende Erklärung der Sympathie mit den jüdisch-zionistischen Bestrebungen übermitteln zu können, die dem Kabinett vorgelegt und gebilligt worden ist:
Die Regierung Seiner Majestät betrachtet mit Wohlwollen die Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina und wird ihr Bestes tun, die Erreichung dieses Zieles zu erleichtern, wobei, wohlverstanden, nichts geschehen soll, was die bürgerlichen und religiösen Rechte der bestehenden nicht-jüdischen Gemeinschaften in Palästina oder die Rechte und den politischen Status der Juden in anderen Ländern in Frage stellen könnte.
Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie diese Erklärung zur Kenntnis der Zionistischen Weltorganisation bringen würden.
Ihr ergebener Arthur Balfour [3]

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„Oliver Janich“ – „Wolfgang Eggert“ – Apokalyptische End-Zeit-Sekten

„End-Zeit-Sekte“  – orthodoxe Lubawitscher Juden,

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  Montag, 20.06.1994, 00:00 · von

Reportage
DER MESSIAS IST TOT

Mit Rabbi Schneerson, dem Führer der orthodoxen Lubawitscher Juden, starb in New York der „heimliche Regent Israels“

Ein leichter Nieselregen umhüllt die Trauergemeinde. Tausende schwarzer Fedora-Hüte wippen im taumelnden Singsang gemurmelter Gebete. Aus aller Welt sind die gläubigen Chassidim des „Lubawitscher Komitees“ vor der Synagoge am Eastern Parkway 770 zusammengeströmt, um sich vom Undenkbaren selbst zu überzeugen.

Hastig hatten die bärtigen Männer der jüdisch-orthodoxen Sekte Flüge aus Tel Aviv, Moskau, Paris und Frankfurt gebucht, als sie die Meldung hörten: Menachem Mendel Schneerson, der siebte und letzte Rebbe der belorussischen Dynastie, ist im Alter von 92 Jahren im Manhattaner Beth Israel Medical Center gestorben. Sonntag, 1.50 Uhr, Eastern Standard Time.

Für die wogende Menschenmasse aber ist dieses Datum relativ. Sie schreiben das Jahr 5754 nach der Zerstörung des Ersten Tempels Salomons in der Heiligen Stadt. Über der Kingston Avenue in Brooklyns Viertel Crown Heights hängt ein  Transparent: „Moshiach is coming“, der Messias wird kommen. Doch daran glauben jetzt nur noch die Standhaften. Denn dort oben, in seinem kleinen mahagonigetäfelten Zimmer in der Synagoge, liegt der Messias. Aufgebart, leblos – bereit, die letzte Reise anzutreten.

Als der schlichte Kiefernsarg, geschmückt nur mit dem schwarzen Mantel des Grand Rebbe, an den Jüngern vorbeigetragen wird, durchzuckt es manche noch einmal wie ein Blitz. Wie von Sinnen drängen sie zum Sarg, wollen ihn mit der Hand oder wenigstens mit dem Regenschirm berühren. Sicher, schon seit seinem Schlaganfall vor zwei Jahren war der weißbärtige Mann stumm und halbseitig gelähmt. Und seit dem Herzinfarkt vor drei Monaten lag er im Koma. Aber das?

„Wir sind davon überzeugt, daß der Rebbe auferstehen wird“, versichert Rabbi Shmuel Spritzer von der Lubawitscher Jugendorganisation. „Wir werden uns immer an die Kraft seiner Seele erinnern“, meinte salbungsvoll US-Präsident Clinton. Und verlieh damit dem leiblichen Ende des Mythos eine amtliche Note.

Denn der Rebbe war nicht irgendein Rabbiner: In den 44 Jahren seiner Regentschaft hat er das Lubawitscher Komitee aus einem Häuflein versprengter Holocaust-Überlebender zu der weltweit mächtigsten orthodoxen Gruppierung aufgebaut. Er war der Kommandeur von über 200 000 Jüngern und 1847 Zentren. Das Reich, das er hinterläßt, erstreckt sich von Brooklyn aus über Europa bis nach Südafrika, Australien, Sibirien und den Himalaja. Seine Macht war grenzenlos – seine Offenbarung konnte jede Stunde, jede Sekunde geschehen. Im letzten Jahr haben Übereifrige sie sogar in der „New York Times“ angekündigt……….

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2016/2017 – Kommt im jüdischen Jahr „5777“ die Apokalypse???

ab Minuten 18:00  – „End-Zeit-Sekten“ (New-York) –  RothschildProphety –  Israel – Zionismus „main-stream-Judentum“ warnt vor diesen Sekten
ab Minuten 33:00
Tempel von Salomon „rote Kuh“ (Gen-Technik) okkulte Rituale
ab Minuten 38:00  Freimaurer (Biblische Prophezeiung)
Kabbala

 

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„Tilman Knechtel“ – Hat Shindy den Tod von Leonard Cohen angekündigt?

Shindy – Dreams
ab Minuten 4:40  Ivanka Trump und  Jared Kushner   besuchen am 5 November 2016 das Grab des orthodoxen Lubawitscher Rabbi „Menachem Mendel Schneerson“ (Zitat – Es habe einen faulen Ast im Judentum gegeben…..)
ab Minuten 9:00 –  „31 Dezember 2016“ – Basket-Ball

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http://www.zeit.de/1997/34/Gott_schuetze_uns_vor_den_Religioesen_

aus dem Text: ….Ihr laßt den Rabbiner Elba in eurem Namen sprechen, der gesagt hat, das Gebot „Du sollst nicht töten“ gelte nicht für einen Juden, der einen Nichtjuden tötet.

…., und in dem nach jahrelangen Experimenten eine „rote Kuh“ nach biblischem Vorbild gezüchtet wurde, deren Asche für die rituel le Reinigung der Kinder Israels notwendig ist, wenn nach dem Bau des dritten jüdischen Tempels der Tempeldienst wiederaufgenommen wird….

….Als der Lubawitscher Rebbe, einer der berühmtesten Rabbiner unserer Generation, gefragt wurde, wie der Holocaust habe geschehen können, wenn der Gott Isr aels die Welt regierte, sagte er, es habe einen faulen Ast im Judentum gegeben (wie Mischehen oder das Reformjudentum!), der abgesägt werden mußte……

…..Ähnliche Erklärungen liefern die Rabbiner heute für die palästinensischen Terroranschläge.Der Ans chlag im Tel Aviver Café „Apropo“ sei deshalb geschehen, weil das Café am Sabbat geöffnet habe…..

 

Gott schütze uns vor den Religiösen!

In einem Artikel, den ich vor einigen Monaten geschrieben habe, schlug ich den religiösen Juden in Israel eine Teilung des Staates vor.Die Spannungen zwischen ihnen und uns werden ständig größer.Die Religiösen vermehren sich schnell, in vierzig Jahren werden sie die absolute Mehrheit haben.Und es gibt schlicht keine Möglichkeit, die Kluft zwischen einem modernen Staat und der dogmatischen Theokratie zu überwinden, die ihnen vorschwebt.Ich schlug ihnen vor, einen eigenen Staat an den he iligen Stätten Israels zu gründen, einschließlich Hebrons, wo die mythologischen Erzväter genausowenig begraben sind wie der Baron Münchhausen.Dort können sie nach ihren versteinerten Gesetzen leben, treulose Ehefrauen steinigen und garantiert k oscheres Leitungswasser trinken, statt unter unsere Bettdecken und in unsere Töpfe zu spähen, um zu sehen, mit wem wir ins Bett gehen und was wir essen.Es geht nicht mehr. Der jüdische Glaube und die heiligen Schriften wurden im Exil und mit dem Beginn der Judenverfolgungen durch die ersten Christen zur Heimat im Handgepäck, zum Ersatz für das Land Israel.Und aus einer Religion, der nicht das Land, sondern Worte und Ideen heilig waren, entstand das Judentum, das vor allem im Zuge der Emanzipation und der Bemühungen der Rabbiner, diese Entwicklung aufzuhalten, immer mehr degenerierte.Der Zionismus war ein Teil des Aufstandes gegen den Konservatismus der orthodo xen Rabbiner und gegen das Bestreben, das Nebensächliche zur Hauptsache zu machen und den Glauben durch Religion, den Geist durch religiöse Pflichten zu ersetzen. Nach zweitausend Jahren ist es endlich Zeit, damit Schluß zu machen.Wir trennen uns und leben fortan in zwei Staaten, Judäa und Israel – wie in biblischen Zeiten.Sie bekommen die schönen Berge und Jerusalem, wir die Küstenebene, die einst den Philistern gehörte und deshalb nicht mit jüdischen Gräbern und heiligen Steinen übersät ist, den Negev und Galiläa.Ein gemeinsames Leben ohne eine Verfassung, die Staat und Religion trennt, ist nicht mehr möglich, und wir haben keine Verfassun g, weil sie es nicht zulassen, weil sie Angst vor einer Verfassung haben, die nicht jüdisch, sondern weltlich und demokratisch ist.Nach dem Holocaust und der Gründung des Staates ließen wir sie gewähren, weil wir Schuldgefühle hatten, weil wir hier leben durften, während sie dort starben. Doch heute ist alles anders, und deshalb können wir nicht mehr zusammenleben. Heute werfen sie Steine auf Polizisten, die versuchen, die Autofahrer vor ihnen zu schützen, und nennen sie „Nazis“.Sie erpressen die Regierung und wollen immer mehr Geld, das der Staat von Wissenschaft und Kultur abzweigen muß, um damit Zehntausende von Müßiggängern zu unterstützen, die den Wehrdienst verweigern und sich von uns verteidigen und ernähren lassen.Und dann reden sie noch davon, „daß sie ihr Leben dem Thorastudium opfern“!Für Leute, die ihr Leben opfern, seht ihr eigentlich ganz leb endig aus, habe ich ihnen gesagt. Ihr Religiösen seid heute in zwei Lager geteilt: in fundamentalistische Ultraorthodoxe, die so leben, wie Gott es angeblich auf dem Berge Sinai befohlen hat, und zionistische Nationalisten, eine neue Spezies, die zum großen Teil in den Siedlungen in den besetzten Gebieten lebt, eine jüdische Hamas-Bewegung, eine ungenießbare Mischung aus Juden und Kosaken.Nach dem Sechstagekrieg im Jahre 1967 seid ihr der Mottenkiste der Geschichte entstiegen, aus düsteren Kellern hervorgekrochen und habt euch z u käppchentragenden Junkern gemausert, die bereit sind, in alle Ewigkeit Krieg zu führen.Ihr habt die Atmosphäre geschaffen, in der Rabins Ermordung möglich wurde, um den Friedensprozeß zum Stillstand zu bringen.Ihr spielt den palästinensischen Mörde rn in die Hände und wartet auf die nächste Katastrophe, um dann lauthals zu schreien: Wir haben es euch gesagt!Je schlimmer es wird, um so besser, es sind sowieso alle gegen uns.Arabern kann man nicht trauen. Ja, die Feindschaft ist abgrundtief, der Terror mörderisch, doch es gibt keine militärische Antwort auf Haß.Wir dürfen nicht zulassen, daß Haß sich am Haß entzündet.Der Konflikt kann nur auf friedlichem Wege und aus der tragischen Erkenntnis heraus gelöst werden, daß jede Regelung mit Blut bezahlt werden muß.Begreift ihr denn nicht, daß ihr dem Hamas-Terror Vorschub leistet?Die Lage ist explosiver denn je, jeder Funke kann einen vernichtenden Brand entfachen, doch ihr spielt mit dem Feuer.Haß, Ohnmacht und Hoffnungslosigkeit führen zu Verzweiflungstaten.Rabin stand vor den Leichen der Menschen, die bei dem Autobusanschlag in Tel Aviv getötet wurden, er litt, doch er sagte, der Friedensprozeß werde trotz allem weitergehen.Auf der Gegensei te gibt es genug Selbstmordkandidaten, die nur auf ein Signal warten.Ihr laßt den Rabbiner Elba in eurem Namen sprechen, der gesagt hat, das Gebot „Du sollst nicht töten“ gelte nicht für einen Juden, der einen Nichtjuden tötet.Ihr stürzt Israel in e inen Krieg gegen die ganze Welt, und die reaktionären Ultraorthodoxen, die eure rassistischen Anschauungen begierig aufgreifen, helfen kräftig mit. Der Artikel, den ich vor einigen Monaten schrieb, schlug Wellen.Im Fernsehen fand eine erregte Debatte statt, doch kein säkularer, moderner Mensch kann mit einem dogmatischen Gläubigen diskutieren, der nur tut, was sein Rabbi ihm befiehlt, denn der Mythos ist immer stärker als die historische Wahrheit.Die Zeitschrift TIME, die nicht nur den gegenwärtigen anämischen Kulturkampf, sondern einen zukünftigen Bruderkrieg zu wittern schien, brachte einen Artikel darüber, und auch der CNN griff das Th ema auf.Der Artikel hatte anscheinend einen wunden Punkt getroffen.Er beruhte auf der tragischen, ernüchternden Einsicht, daß ein moderner Industriestaat, der Raketen in den Weltraum schießt, und ein Thorastaat auf die Dauer unvereinbar sind – ein S taat, in dem man am Sabbat keine Zitronenscheibe in den Tee tun darf, weil sie durch das heiße Wasser „gekocht“ werden könnte, und in dem nach jahrelangen Experimenten eine „rote Kuh“ nach biblischem Vorbild gezüchtet wurde, deren Asche für die rituel le Reinigung der Kinder Israels notwendig ist, wenn nach dem Bau des dritten jüdischen Tempels der Tempeldienst wiederaufgenommen wird. Zu einer Zeit, in der unsere Existenz in Frage gestellt ist, laufen die Ultraorthodoxen in Kleidern herum, die deutsche und polnische Antisemiten den Juden im 17. und 18.Jahrhundert aufzwangen, um sie lächerlich zu machen. Vielleicht hat dieses hartnäckige Festhalten an der Tradition auch etwas Rührendes, doch nur unter der Bedingung, daß man es anderen nicht aufzuzwingen sucht.Mein Artikel ging von der Feststellung aus, daß es keinen nationalen Konsens mehr gibt.Die dreitausend Jahre alte Anomalie der Existenz eines Volkes, das Nationalität und Religion gleichsetzt, hat sich überlebt.Ein Kompromiß ist nicht mehr möglich: Entweder entsteht hier ein religiöser Staat wie der Iran oder ein Judenstaat, der wie in He rzls Vision allen offensteht. Leider werden in diesem Kampf die Rabbiner siegen, weil nur sie über ganze Armeen von Gläubigen verfügen, die ihnen blind gehorchen.Im Konflikt zwischen Dogma und Demokratie siegt das Dogma.Mein Großvater mütterlicherseits war Student in einer Talmudschule in Odessa.Als Vater von drei Kindern kehrte er im Alter von dreißig Jahren der Religion den Rücken, machte das Abitur nach und studierte. 1909 wanderte er nach Palästina ein, um an der zionistischen Revolution teilzunehmen, die dem jüdischen Volk nicht nur eine neue Existenz und eine Heimstatt verschaffen, sondern auch seine Lebensform von Grund auf ändern sollte.Bisher hatten die Juden auf Wunder vertraut – eine riskante Angewohnheit, wenn man bedenkt, daß ihnen in ihre r dreitausendjährigen Geschichte nur drei Wunder passiert waren, was einen ziemlich armseligen Durchschnitt darstellt.Die frommen Eltern meines Großvaters, die in einem kleinen ukrainischen Dorf lebten, beklagten den abtrünnigen Sohn, als sei e r gestorben, weil er nach Palästina ausgewandert war, um dort zu leben und nicht, um dort zu sterben, wie es fromme Juden seit jeher getan hatten.In demselben Jahr, in dem mein Großvater in Palästina ankam, wanderte auch ein Rabbiner aus demselben Dorf ein und ließ sich in Jerusalem nieder.Dieser Rabbiner zeugte zehn Kinder.Mein Großvater hat heute alles in allem dreizehn Nachkommen, der Rabbiner neunhundert.Letzten Endes waren die Eltern meines Großvaters stärker als sein Enkel! Die jüdische Frage ist an sich schon kompliziert genug.Die Tatsache, daß mein weltlicher Großvater nach Palästina auswanderte, hing mit der göttlichen Verheißung zusammen, die den Kindern Israel dieses Land versprochen hatte, doch auch mit dem Zionismus, weil die ersten Zionisten die Vernichtung der osteuropäischen Juden voraussahen.Als der Lubawitscher Rebbe, einer der berühmtesten Rabbiner unserer Generation, gefragt wurde, wie der Holocaust habe geschehen können, wenn der Gott Isr aels die Welt regierte, sagte er, es habe einen faulen Ast im Judentum gegeben (wie Mischehen oder das Reformjudentum!), der abgesägt werden mußte.Ähnliche Erklärungen liefern die Rabbiner heute für die palästinensischen Terroranschläge.Der Ans chlag im Tel Aviver Café „Apropo“ sei deshalb geschehen, weil das Café am Sabbat geöffnet habe. Nach der Gründung des Staates Israel wurde das Rückkehrgesetz beschlossen, auf Grund dessen jeder jüdische Einwanderer die israelische Staatsangehörigkeit erhält.Das Gesetz ging auf die Tatsache zurück, daß kein Staat während des Holocaust und danach die Juden retten wollte.Jude ist nach dem Religionsgesetz jeder, der von einer jüdischen Mutter geboren oder zum Judentum übergetreten ist.Das führte hierzulande zu Situationen, deren Absurdität nicht zu überbieten ist.Eine Polin namens Theresa Ange lowicz, ein leuchtendes Vorbild an Menschlichkeit, schloß sich ihrem jüdischen Ehemann an, als er nach Auschwitz deportiert wurde, überlebte mit ihm zusammen und wanderte mit ihm nach Israel ein.Sie teilte das Schicksal des jüdischen Volkes, ohne ihr en katholischen Glauben aufzugeben.Ihr Mann starb.Die Kluft zwischen Religiösen und Nichtreligiösen wurde immer größer.Dann starb auch Theresa.Sie wurde neben ihrem Mann begraben, wie sie es sich immer gewünscht hatte, doch die Kosaken des Herrgotts holten ihre Leiche aus dem Grab, weil sie als Nichtjüdin nicht auf einem jüdischen Friedhof begraben werden durfte. Wir begruben sie wieder neben ihrem Mann, die Orthodoxen gruben sie wieder aus. Wenn es nach den heute geltenden Normen des extremistischen Judentums ginge, würde von den sechs Millionen Ermordeten, die nach den Gesetzen des „Dritten Reiches“ Juden waren, eine Million nicht mal nach Israel einwandern dürfen, weil sie nach dem Rückkehrgesetz keine koscheren Juden wären.Auf diese Weise kann man die ermordeten Juden auf die Zahl reduzieren, die von den Holocaust-Leugnern angegeben wird.Israels Gott handelte somit eigentlich nur im Auftrag des Führers, als er den faulen Ast abschlug.Wer bestimmt überhaupt, was ein koscherer Jude ist?Die religionsgesetzliche Entscheidung des Rabbiners über die Zitronenscheibe im Tee ist ein gutes Beispiel.Das Judentum war einst ein Inbegriff des Fortschrittes und der sozialen Gerechti gkeit in einer grausamen, von Götzen bevölkerten Welt.Es lehrte, daß jeder Mensch, auch der Sklave, einen Ruhetag in der Woche haben sollte.In der Bibel steht, man dürfe am Sabbat kein Feuer entzünden.Doch was hat das Entzünden eines Feuers am Sabb at mit der Zitronenscheibe zu tun?Die Religiösen in Israel treiben uns in die Paranoia, die Isolierung, zurück in das Ghetto, aus dem mein Großvater entfloh.Ein Jude gilt nur dann als konvertiert, wenn er nach dem Religionsgesetz übergetreten ist.Demnach ist eine von den sechs Millionen während der Nazi-Herrschaft in Europa ermordeter Juden gar nicht jüdisch gewesen. Auch das Gesetz, daß jedes Kind einer jüdischen Mutter Jude ist, ist heute problematisch.In Zeiten, als jüdische Frauen bei Pogromen massenweise vergewaltigt wurden, hatte es noch einen Sinn, weil ohne dieses Gesetz die danach geborenen Kinder als Bastarde gegolten hätten.Heute bin ich, der Enkel des Großvaters, der damals nach Palästina einwanderte, mit einer nichtjüdischen Frau verheiratet.Ich bin eine nichtjüdische, wenn auch keinesfalls verfolgte Minderheit in meinem eigenen Haus, denn a uch meine Kinder gelten nicht als Juden.Wenn wir am Passahfest gemeinsam die uralte Haggada lesen, die kein Mensch wirklich versteht, und wie die Juden, die sich vor zweitausend Jahren vor ihren Verfolgern verstecken mußten, den Vers aufsagen „Ergi eße deinen Grimm über die Völker, die dich nicht anerkennen“, blicke ich mit einem bitteren Lächeln meine Frau und meine Töchter an, die hier geboren sind.Doch religiöse Frauen, die wie Gebärmaschinen zehn bis fünfzehn Kinder in die Welt setzen, di e von den Steuern leben, die meine Töchter zahlen, sind koschere Jüdinnen.Ich habe im Unabhängigkeitskrieg für diesen Staat gekämpft, doch meine Töchter sind keine Jüdinnen.Und all das nur, damit die Religiösen mit ihrer politischen Erpressung mir, dem Nichtreligiösen, das Leben zur Hölle machen können.Vielleicht sollten wir Gott bitten, sich ein anderes Volk auszusuchen, das nicht täglich betet: „Du hast uns auserwählt von allen Völkern.“Wir trennen uns, und damit fertig. Hören wir doch damit auf, uns vorzumachen, daß ein Zusammenleben möglich ist. Dann bekommen wir endlich einen israelischen Staat, in dem nicht jeder Stein von Glaubenseiferern zum Heiligtum deklariert wird. Was soll dieser Satz eigentlich heißen, den ihr Orthodoxen uns immer entgegenhaltet: „Wir sind doch alle Juden.“?Im Ersten Weltkrieg kämpfte mein Vater in der österreichischen Armee gegen seinen Vater, der Soldat in der russischen Armee war.Der jüdische, antisemitische Otto Weininger ist nicht weniger Jude als der Mörder Baruch Goldstein, der dreißig Muslime umgebracht hat, oder Albert Einstein oder der Verbrecher Chaim Lansky und Kafka und Mahler und Jigal Amir, der Rabin ermordet hat .Israel ist kein historischer Racheakt für zweitausend Jahre Exil. Doch in diesem Israel verehren die Religiösen alte Gräber, was im Widerspruch zum ursprünglichen Judentum steht, das keine Anbetung von Gräbern kannte. Heute verehren sie nicht nur Gräber, was sie den Muslimen abgeschaut haben, sondern erfinden sogar welche.Letztes Jahr starben israelische Soldaten, weil sie in der arabischen Stadt Nablus eine Handvoll fanatisierter Talmudstudenten beschützen mußten, die sich in dem sogenannten, neuerdings erfundenen, Josefsgrab eingenistet hatten, wo der biblische Josef gar nicht begraben sein kann.Von mir aus könnt ihr heilige Steine und jüdisches Blut anbeten, schreib‘ ich in dem Artikel, auch we nn das nichts weiter als eine neue Variante von jüdischem Götzendienst und eine Verzerrung des wahren Judentums ist, dem das menschliche Leben heilig ist.Uns bleibt das Meer, die Wüste, der Wissenschaft und der High-Tech, und wir können endlich den Traum von 1948 wahrmachen: einen Staat der Juden in Palästina zu gründen. Und dann verdammen die Religiösen die Mischehe als Sünde!Moses nahm eine Mohrin zur Frau, und von allen Frauen des Königs David wurde ausgerechnet die Nichtjüdin Bathseba, die nie zum Übertritt gezwungen wurde, die Mutter Salomons und die Stammutter des Königshauses David.Was in den letzten zweitausend Jahren mit dem Judentum geschah, brachte den zionistischen Aufstand hervor, der die Juden ins Land Israel zurückführen und sie zu einem Volk machen sollte.Doch sie brachten jahrtausendealte Proble me mit, die wir bis heute nicht gelöst haben.Die meisten der heute noch lebenden Juden sind weltlich oder gehören den jüdischen Reformbewegungen an, deren Konversion in Israel nicht anerkannt wird.Wenn nur die Konversion nach dem orthodoxen Muster ge lten soll, werden wir die Mehrheit der Juden auf der Welt verlieren. Als die klugen jüdischen Weisen seinerzeit die Bibel redigierten, wurde keines der in den Kodex aufgenommenen Bücher nach König David, dem Vater der jüdischen Nation, benannt, doch dem aufsässigen Dichter und Moralisten Jeremias wurde diese Ehre zuteil.Die klugen Rabbiner unserer Zeit sind im Holocaust umgekommen oder nach Amerika ausgewandert.Wir haben Rabbiner, die gerade das nicht gelernt haben, was man aus den besseren Episoden unserer Geschichte lernen sollte.Sie scheren sich keinen Deut um Moral.Für sie gibt es nur eine jüdische Moral.Sie graben einen Satz aus den heiligen Schriften aus, nach dem es erlaubt sein soll, auch unschuldige Gojim umzubringen, doch sie vergessen, daß Gott den Kindern Israel zürnte, als sie über d en Tod der Ägypter im Roten Meer frohlockten: „Meine Geschöpfe ertrinken im Meer, und ihr jubelt?“ Der Augenblick der Wahrheit ist gekommen.Auf der einen Seite steht eine Gesellschaft, die fortschrittlich und tolerant sein muß, wenn sie überleben will, auf der anderen Seite eine Bevölkerung, die im Mittelalter lebt, und wer sich letztlich durchsetzt, sind die Eltern meines Großvaters.Auf die Frage, wer euch mit der Waffe in der Hand verteidigen wird, wenn ihr alle Talmud lernt und den Wehrdienst verweigert, bekommen wir die Antwort, daß Gott sie schon beschützen werde.Dann ver steht man, warum der Rabbi von Lubawitsch, dessen Auferstehung als Messias täglich erwartet wird, was eine ganz und gar unjüdische Vorstellung ist, geglaubt hat, es habe einen faulen Ast am Baum des Judentums gegeben.Gott schütze uns vor solc hen Gottesbekennern! Es gibt die Geschichte von dem Juden, der eine Insel entdeckte und dort ganz allein lebte.Er baute einen Laden, ein rituelles Bad, ein Haus und zwei Synagogen.Einmal kam jemand auf die Insel und fragte: Sie leben doch allein, wozu brauchen Sie zwei Synagogen?Er sagte: In einer bete ich, und in die zweite geh‘ ich ums Verrecken nicht! Übersetzung: Beate Esther von Schwarze Der Streit zwischen säkularen und religiösen Juden ist so alt wie Israel – und genauso kompliziert wie die Beziehung zwischen israelischer und jüdischer Identität.Am liebsten hätten die überwiegend säkularen Staatsbrüder die religiöse Identität des Landes ganz durch nationalistische Symbole ersetzt.Ironischerweise aber sind alle Symbole, die das jüdische Volk einigen (das Land Israel, die hebräische Sprache, der Davidstern und so weiter) mit der Bibel verbunden.Eine klare Trennung zwischen Staat und Religion hätte somit die Legitimation Israels in Frage gestellt. Als Lösung wurde eine interessante Symbiose geschaffen: Der Staat Israel und die säkulare Bevölkerung erhielten von den Orthodoxen einen „Koscher„-Stempel für ihr Judentum.Im Gegenzug dürfen die orthodoxen Rabbiner über viele Fragen des täglichen Lebens ausschließlich bestimmen, von der Wiege bis zur Bahre.Zu den Privilegien gehörten zudem finanzielle Unterstützung für ihre Institutionen und die Befreiung vom Militärdienst.Dieser oft kritisierte – aber für beide Seiten dennoch bequeme – St atus quo dauert bis heute an. Der Schriftsteller Yoram Kaniuk gehört zu jenen säkularen Israelis, die in diesem Status quo eine große Gefahr für die Zukunft sehen.Yoram Kaniuk ist 1930 in Tel Aviv geboren, er wurde im Unabhängigkeitskrieg 1948 verwundet. Sein Vater, der von Berlin nach Palästina eingewandert war, stammte aus Galizien.Kaniuks Romane handeln von dem israelischarabischen Konflikt, dem jüdischen Verhältnis zur deutschen Geschichte und vor allem immer wieder von der Suche nach Identität.Zu den Werken, die auf deutsch erschienen sind, gehören „Bekenntnisse eines guten Arabers“,Adam Hundesohn“ und „Der letzte Jude“.

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„Oliver  Janich“  „ECONOMIST“  – Rothschild kündigt die neue Weltordnung  für 2017 an

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Apokalypse oder Anarchie?

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von „yes we (s)can“ zu „make America great again“

<NULLSelbstReflexion und immer schön die SCHULD auf die ANDEREN schieben>

(<TRUMP lässt die Hosen runter – wer hier nicht erkennt das TRUMP nur ein — von wem auch immer gelegt — „faules Ei“ ist, wird es spätestens 2017 merken – noch dazu ein schlechter Schauspieler?!>)

„TRUMPs REDE“ vor der AIPAC

Wieso hetzt TRUMP gegen IRAN?

TRUMP spricht als lebenslanger Unterstützer  und wahrer Freund ISRAELs
PalästinaIsrael

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neopressehttp://www.neopresse.com/politik/naherosten/israel-der-fall-vanunu-und-die-samson-option/

Israel: Der Fall Vanunu und die Samson- Option

Das massive Atomwaffenarsenal Israels ist wohl eines der am schlechtesten gehüteten Geheimnisse der Welt. Der letzte US-Präsident, der das israelische Atomprogramm und die damit verbundenen Verletzungen internationalen Rechts untersuchen ließ, war J.F. Kennedy, doch dessen Bemühungen blieben erfolglos. Bis zu seiner Ermordung gelang es Kennedy nicht, das atomare Aufrüsten Israels zu stoppen. Nach seiner Wahl zum US-Präsidenten kündigte Barack Obama im Jahr 2009 zwar eine „atomwaffenfreie Welt“ an, doch was aus vielen Ankündigungen Obamas geworden ist, sehen wir heute.

Laut der „Sipri-Datenbank“ gehört neben den USA und Frankreich seit Anfang der 60er Jahre auch die Bundesrepublik zu den wichtigsten Rüstungslieferanten Israels. Allein in den Jahren 2001 bis 2013 umfassten die Rüstungsexporte Deutschlands Panzer, gepanzerte Fahrzeuge, Kriegsschiffe, Sprengkörper, elektronische Geräte, Waffen, Kleinwaffen, Munition, chemische Stoffe und vieles andere, ganz gegen die eigenen Richtlinien, die Waffenexporte in Krisenregionen verbieten.

Aus der Sicht Israels kommt eine eigene Bewaffnung ohne Nuklearsysteme gar nicht in Frage. Nach Aussagen von Louis Rene Beres, Professor für Politikwissenschaften an der Purdue University, würde die Abschaffung der Atomwaffen zur Folge haben, dass ein genozidaler Krieg nach Israel getragen werde. Beres verfasste diverse Schriften zu dieser Thematik und war einst Berater von Ariel Sharon. Die USA, Frankreich, Großbritannien, Deutschland und andere Länder unterstützen Israel bei der militärischen Aufrüstung und sehen dabei über Verletzungen internationalen Rechts, Spionage und Geheimdiensteinsätze großzügig hinweg. Das gesamte Atomwaffenarsenal Israels dient jedoch nicht dem Zweck, andere Länder in Nahost anzugreifen, sondern hat einen anderen Hintergrund: Die „Samson-Option“. Die Namensgebung stammt von dem biblischen Charakter, der seinen Feinden zwar unterlag, dem es jedoch gelang diese durch die Zerstörung des Philister-Tempels mit in den Untergang zu reißen. Und so soll die „Samson-Option“ dazu dienen, die Welt einer globalen nuklearen Katastrophe auszusetzen, sie in Schutt und Asche zu legen, für den Fall, dass Israel untergeht.

Diese Option ist dabei weitaus mehr als nur Abschreckung und potentielle Ziele sind nicht nur auf mögliche Kriegsgegner beschränkt. Bereits im Jahr 2002 erwähnte Martin van Creveld, Professor für Militärgeschichte an der Hebräischen Universität in Jerusalem, bei einem Interview mit dem niederländischen Wochenmagazin „Elsevier“, dass Israel über mehrere hundert Atomsprengköpfe und Raketen verfügt, die Ziele überall auf der Welt angreifen könnten, eventuell sogar Rom. Van Creveld betonte damals, dass die meisten europäischen Hauptstädte Ziele der israelischen Luftwaffe wären und unterstrich dabei die Schlagkraft und Fähigkeit der israelischen Armee, die er als zweit- oder drittstärkste der Welt einstufte. „Wir haben die Fähigkeit, die Welt mit uns in den Untergang zu reißen und ich kann Ihnen versichern, dass dies geschehen wird, ehe Israel untergeht!“, so van Creveld in dem damaligen Interview.

Colonel Warner D. „Rocky“ Farr, vom Air War College (Air University Maxwell Air Force Base) verfasste mehrere Studien über das massive Arsenal an Atomsprengköpfen und Raketen mit hoher Reichweite, welches Israels seit der Staatsgründung aufgebaut hat. In seiner Folgerung ist „Israels Fähigkeit, einen modernen Holocaust zu verursachen, der beste Weg, sich niemals wieder einem ausgesetzt zu sehen!“

1971 bemerkte die damalige israelische Ministerpräsidentin Golda Meir in einem BBC-Interview, dass für den Fall einer drohenden israelischen Niederlage bei einer militärischen Auseinandersetzung, der Staat Israel bereit sei die gesamte Region, ja die ganze Welt mit in den Untergang zu reißen. 2002 stellte David D. Perlmutter, Professor für Massenkommunikation an der State University of Louisiana, in einem Beitrag für die Los Angeles Times die Frage, was für die judenhassende Welt als Vergeltung für Jahrtausende an Massakern gerechter wäre, als ein nuklearer Winter. Bevor die USA 2002 mit der Invasion in den Irak begannen, wies Premier Sharon auf mögliche Angriffe gegen Israel mit einer entsprechenden Reaktion hin. Der damalige israelische Verteidigungsanalyst Zeev Schiff sagte diesbezüglich: „Israel könnte mit einem nuklearen Vergeltungsschlag reagieren, der den Irak als Land beseitigen würde!“ Auch der ehemalige israelische Außenminister Shimon Peres gab 1998 zu, dass Israel seine Atomwaffen in „aussichtslosen Fällen“ einsetzen würde.

Es gibt noch zahlreiche weitere Aussagen, Dokumente und Beispiele für das Vorhandensein und die Einsatzfähigkeit des israelischen Atomwaffenarsenals, umso erstaunlicher ist deshalb der Fall „Vanunu“, den man in der heutigen Zeit als frühen „Whistleblower“ bezeichnen würde. Mordechai Vanunu, Sohn jüdisch-marrokanischer Einwander, ist israelischer Nukleartechniker und gab 1986 Details über Israels Atomwaffenprogramm im „Dimona Nuclear Research Center“ in der Negev-Wüste, preis. Im selben Jahr konvertierte Vanunu zum Christentum und wurde vom israelischen Geheimdienst verschleppt und später verurteilt. Nach 18 Jahren Haft, davon 10 Jahre in Einzelhaft wurde Vanunu im Jahr 2004 entlassen. Doch auch danach musste er strenge Auflagen beachten; Meldepflicht und Kontaktsperren wurden verhängt. Nun wurde „WhistleblowerVanunu erneut von der israelischen Staatsanwaltschaft angeklagt. Ihm wird zur Last gelegt, er habe im Jahr 2013 ohne Erlaubnis mit zwei US-Bürgern gesprochen, 2015 habe er einem israelischen Sender ein TV-Interview gegeben und er habe seine Wohnung gewechselt, ohne die Polizei hierrüber in Kenntnis zu setzen.

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TRUMPs Wahl-Versprechen?!  (<steckt er vielleicht selbst mitdrin?>)

http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-11/us-wahl-donald-trump-hillary-clinton-ermittlungen

US-Wahl: Trump will offenbar keine Ermittlungen gegen Clinton

„Sperrt sie ein“ war Trumps Slogan im Wahlkampf. Jetzt verlautet aus seinem Team, er wolle keine weiteren Ermittlungen gegen seine Rivalin Hillary Clinton anstrengen.