DER SPIEGEL – „in eigener Sache“ – „Juan Moreno“ – „Claas Relotius“ – „Reporter Forgery“ – „Reveals Internal Fraud“ – „Fergus Falls“ – „Minnesota“ – „Jaeger’s Border“ ///// Tonnen von „TIER-FUTTER“ mit ANTIBIOTIKA-RESISTENTEN „Gentech-Bakterien“ verfüttert – – – Bayers „GLYPHOSAT-STUDIEN“ – Von WEGEN Kein KREBS-VERDACHT //// Die LINKE UNTERWANDERUNG der „gelben Westen-PROTESTE“ //// Die CDU bekam, was sie verdient hat: „AKK“ oder „ALLES KALTER KAFFEE“ /// JEFTA – TTIP – CETA //// LOBBYISMUS /// KIRCHE – MISSBRAUCH //// Neuer Auto-Hammer aus BRÜSSEL – jetzt ist der Benziner dran!

 

Wie konnte es sein dass den ANDEREN MEDIEN auch NICHTS aufge-FALLEN ist???!!!?!  DIE GANZEN PREISE die Relotius BEKOMMEN HAT???!!!

http://www.spiegel.de/video/betrugsfall-beim-spiegel-juan-moreno-ueber-fall-relotius-video-99023682.html

In eigener Sache
Reporter Juan Moreno über den Fall Relotius

20.12.2018, 12:40 Uhr – Der Fall Relotius ist ans Licht gekommen, weil sein Kollege Juan Moreno bei der Recherche für die gemeinsame Geschichte „Jaegers Grenze“ misstrauisch wurde. Im Video erzählt Moreno von seinem Verdacht – und dem, was darauf folgte.

VIDEO

 

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http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/fall-claas-relotius-weisse-rose-ueberlebende-traute-lafrenz-betroffen-a-1244756.html

Letzte Überlebende der „Weißen Rose“

Lafrenz-Interview vom Fall Relotius betroffen

Kaum ein Text von Claas Relotius wurde so gelobt wie sein Gespräch mit Traute Lafrenz, der letzten Überlebenden der „Weißen Rose“. Jetzt zeigen erneute Recherchen: Auch in diesem Text sind Passagen offenbar erfunden.

Traute Lafrenz im SPIEGEL

SPIEGEL ONLINE

Traute Lafrenz im SPIEGEL

Traute Lafrenz, letzte Überlebende der „Weißen Rose“, ist nach SPIEGEL-Recherchen von dem Fall Claas Relotius betroffen (mehr zu den Hintergründen lesen Sie hier). In einem im September dieses Jahres im SPIEGEL veröffentlichten Interview mit ihr sind offenbar mehrere Passagen nicht akkurat – die 99-Jährige nennt Teile des Texts nach einem erneuten Gespräch mit einem anderen SPIEGEL-Redakteur „miserabel“ und moniert mehrere Stellen. (Hier finden Sie den Text in Ursprungsform.)

Lafrenz wurde vom SPIEGEL an diesem Mittwoch zweimal kontaktiert. Im ersten Telefonat bestätigte sie, mit Relotius in ihrem Haus in South Carolina gesprochen zu haben. Sie las den Artikel danach noch einmal im Detail und distanzierte sich dann von dem Interview. An mehreren Stellen in dem Text handle es sich nicht um ihre Worte.

Konkret geht es zum Beispiel um folgende Passagen:

  • Auf Neonazis in Chemnitz bezogen, zitiert Relotius sie so: „Deutsche, die streckten auf offener Straße den rechten Arm zum Hitlergruß, wie früher.“ Die Sätze in der vierten Antwort habe sie nie benutzt, sagt Lafrenz. Sie habe auch nie aktuelle Fotos in US-Zeitungen von entsprechenden Aufmärschen in Deutschland gesehen.
  • Von „heimlichen Treffen“ der Schüler, die Lafrenz im Interview angeblich erwähnt, habe sie bestimmt nicht gesprochen – ihre Klassenlehrerin Erna Stahl aus dem späteren Umfeld der „Weißen Rose“, sagt Lafrenz, habe ganz normale Leseabende veranstaltet, keine „heimlichen Treffen“.
  • Im Relotius-Interview heißt es, Lafrenz habe Helmut Schmidt, der dieselbe Schule wie sie besucht hat, zugerufen: „He, Revolverschnauze“ – diesen Ausdruck, sagt Lafrenz, habe sie gegenüber Helmut Schmidt nie benutzt. Sie habe ihn aber nach einem Vortrag begrüßt und mit ihm gesprochen, das ja.
  • „Nachdem Christoph Probst unters Schafott gekommen war“ – auch diese Worte im Relotius-Interview habe sie nie verwendet. „Den Absatz können Sie streichen“, sagte sie.

Lafrenz wiederholte während des zweiten Gesprächs am Mittwoch mehrmals: „Das habe ich bestimmt nicht gesagt.“ Nach weiteren Beispielen für falsche Zitate gefragt, sagte sie: „Ja, reicht Ihnen das denn nicht?“

Auch ihre Schwiegertochter wurde angerufen, die in Chicago lebt und bei dem Gespräch mit Relotius anwesend gewesen ist. Sie sagte, Relotius sei am Tag des Interviews gegen 17 Uhr an Lafrenz‚ Haus angekommen und maximal anderthalb Stunden geblieben – „bestimmt nicht länger als zwei Stunden“. In der SPIEGEL-Hausmitteilung zu dem Gespräch hieß es, Relotius habe fünf Stunden mit Lafrenz verbracht.

Das Gespräch habe zwischen 45 Minuten und einer Stunde gedauert, nicht länger, anschließend habe sie ihn über das Grundstück geführt und verabschiedet. Auf die Stelle in Relotius‚ Text angesprochen, in der er schreibt, Lafrenz gehe ins Haus und „kommt fast eine Stunde lang nicht wieder“, sagte die Schwiegertochter nun: „Nein! Nein! Unmöglich, so lange ist er nie geblieben.“

Die Schwiegertochter sagte, Relotius habe das Gespräch mit seinem Mobiltelefon aufgezeichnet – er selbst sagte dem SPIEGEL dagegen in seinem Geständnis, von dem Gespräch mit Lafrenz gebe es keine Tonaufnahme.

Im SPIEGEL hatte niemand einen Nachweis des Gesprächs durch Vorlage einer Aufzeichnung oder Ähnliches verlangt. Üblicherweise wird das sogenannte SPIEGEL-Gespräch den Gesprächspartnern zur Autorisierung vorgelegt, weshalb auch die Dokumentationsabteilung die Texte im Verifikationsprozess nur auf Fakten prüft – Relotius zufolge bestand Lafrenz aber auf keiner Autorisierung, was nicht überrascht, weil dies in Amerika unüblich ist. Die in Deutschland geübte Praxis , Interviews autorisieren zu lassen, ist international unüblich. Diese Lücke und das Vertrauen seiner Kollegen nutzte Relotius aus.

Wie jetzt hausintern klar wurde, bat Relotius die Mitarbeiter der englischsprachigen Seite des SPIEGEL wiederholt, seine Texte nicht ins Englische zu übersetzen. Er begründete dies in jedem Einzelfall anders und nach Angaben der Kollegen jeweils plausibel. Allerdings liefen diese Informationen nicht an einer Stelle zusammen.

Auch deshalb wurden seine Texte, die oft im Ausland spielen, nicht so schnell als Fälschungen oder als in Teilen manipuliert entlarvt. Ob es auch hier andere Sicherungsmechanismen geben muss – das zu klären wird Teil der Arbeit der vom SPIEGEL eingesetzten Kommission sein, die den ganzen Fall Relotius untersuchen soll. (Mehr dazu lesen Sie hier.)

Die von Relotius verfassten Artikel bleiben bis zu einer weitgehenden Klärung der Vorwürfe unverändert, aber mit einem Hinweis versehen im Archiv, das online zugänglich ist, auch um Nachforschungen zu ermöglichen. Wir bitten um Hinweise an hinweise@spiegel.de.

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OPFER – HABEN wir GELACHT – WIE konnte die NSA NICHTS mit-KRIEGEN – „USA-MEDIEN“ sind doch TOTAL mit FAKE-NEWS ver-SEUCHT – „?MEDIEN-KONTROLLE?“

https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-12/betrugsfall-beim-spiegel-us-botschaft-richard-grenell-kritik

Betrugsfall beim „Spiegel“: US-Botschafter sieht die USA als Opfer der gefälschten Berichte

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http://www.spiegel.de/international/zeitgeist/claas-relotius-reporter-forgery-scandal-a-1244755.html

Reporter Forgery

DER SPIEGEL Reveals Internal Fraud

A DER SPIEGEL reporter committed large-scale journalistic fraud over several years. Internal clues and research have provided significant evidence against reporter Claas Relotius, who has since admitted to the falsifications and is no longer employed by DER SPIEGEL. Other media organizations may also have been affected.

By Ullrich Fichtner

"Jaeger's Border," one of Claas Relotius' stories containing falsifications.

ALEXANDER BECHER/EPA-EFE/REX

Jaeger’s Border,“ one of Claas Relotius‘ stories containing falsifications.

Shortly before the end of his journalistic career, misery and glamor crossed paths in the life of Claas Relotius. On the evening of Monday, Dec. 3, Relotius, who had worked for DER SPIEGEL for seven years and had been employed as an editor for the past year and a half, was called onto a stage in Berlin. The jury for the 2018 German Reporter Award was once again of the opinion that he had written the best feature story of the year, this one about a Syrian boy who lived with the belief that he had contributed to the country’s civil war through a graffito he had daubed onto a wall in Daraa. The jurors praised the article for its „unparalleled lightness, intimacy and relevance that is never silent regarding the sources on which it is based.“ The truth, however — a truth that nobody could have known at that point in time — is that his sources were anything but clear. Indeed, it is likely that much of it was made up. Inventions. Lies. Quotes, places, scenes, characters: All fake.

That misery came in the form of an email, one which, as chance will have it, arrived some 17 hours before the glamor of the awards ceremony, at 3:05 a.m. The message came from a woman named Jan, short for Janet, who was doing media work for a vigilante group in Arizona conducting patrols along the border to Mexico. She asked Relotius — who two weeks earlier had written an article ostensibly about this vigilante group in the darkly dazzling DER SPIEGEL report „Jaeger’s Border“ — what exactly he was up to. How, she wanted to know, could Relotius have written about her group without even bothering to stop by for an interview? She found it very strange, she wrote, that a journalist would write stories without gathering facts locally.

The story „Jaeger’s Border“ would prove to be Relotius‘ undoing. It was one fabricated story too many, because this time, he had a co-author, who sounded the alarm while also collecting facts to counter his fiction. That co-author, Juan Moreno, has been traveling the world as a reporter for DER SPIEGEL since 2007. In the dispute with and surrounding Relotius, Moreno risked his own job, at times even desperately seeking to re-report his colleague’s claims at his own expense. Moreno would go through three or four weeks of hell because his colleagues and senior editors in Hamburg didn’t initially believe that Relotius could be nothing more than a liar.

In late November and into early December, some at DER SPIEGEL even believed that Moreno was the real phony and that Relotius was the victim of slander. Relotius skillfully parried all allegations and all of Moreno’s well-researched evidence, constantly coming up with new ways of sowing doubt, plausibly refuting accusations and twisting the truth in his favor. Until, ultimately, his tricks stopped working. Until he could no longer sleep at night for fear that he might get caught. Relotius caved in last week when a superior, Özlem Gezer, deputy head of the „Gesellschaft“ section where he worked, confronted him and told him outright that she no longer believed him. On Thursday, he sat down with his section head and the editor-in-chief and came clean — or at least his version of clean.

It has now become clear that Claas Relotius, 33 years old, one of DER SPIEGEL’s best writers, winner of multiple awards and a journalistic idol of his generation, is neither a reporter nor a journalist. Rather, he produces beautifully narrated fiction. Truth and lies are mixed together in his articles and some, at least according to him, were even cleanly reported and free of fabrication. Others, he admits, were embellished with fudged quotes and other made-up facts. Still others were entirely fabricated. During his confession on Thursday, Relotius said, verbatim: „It wasn’t about the next big thing. It was the fear of failure.“ And: „The pressure not to fail grew as I became more successful.“

Crude Mishmash

That crude mishmash, which looked like masterful works of feature writing, transformed him into one of the most successful journalists in Germany in recent years. It earned Relotius the German Reporter Prize on four different occasions, the Peter Scholl Latour Prize and the Konrad-Duden, the Kindernothilfe and the Catholic and Coburger media awards. He was named CNN „Journalist of the Year,“ he was honored with the Reemtsma Liberty Award, the European Press Prize and he even landed on the Forbes magazine list of the „30 under 30 – Europe: Media.“ One wonders how he could endure the praise at the award ceremonies without running out of the hall in shame.

These revelations come as a deep shock to everyone at DER SPIEGEL — the editorial staff, the research and fact-checking department, the business side and everyone who works here. We are all deeply shaken. The team and management of the „Gesellschaft“ section where he worked at DER SPIEGEL in Hamburg are also stunned and deeply saddened by what has happened. One colleague who had been involved in the editing of Relotius‘ articles said at the beginning of the week that the scandal feels like „a death in the family.“

The fact that Relotius had for years been able to slip through the vetting and fact-checking measures established over decades at DER SPIEGEL is particularly painful and it raises questions about internal structures here that must be addressed immediately. The fact that we were unable to prevent such flagrant violations of the DER SPIEGEL Statute, which has codified the values of this organization since 1949, is the source of tremendous pain.

Those entering the atrium of DER SPIEGEL’s headquarters in Hamburg are greeted by the motto of DER SPIEGEL founder Rudolf Augstein. It distills the journalistic ideal to its most concise form: „Tell it like it is.“ That has always been the mission, and no one should think of those silver letters as mere wall decoration or journalistic folklore. In the words of the 1949 statute, that motto means: „All the news, information and facts processed and recorded by DER SPIEGEL absolutely have to be accurate. … The need for corrections should be avoided at all costs at DER SPIEGEL.“

The Relotius case marks a low point in the 70-year history of DER SPIEGEL. We have fallen well short of the goals that we set for ourselves, we have radically undermined our own standards and long-established values have been violated — and we must still determine how often and it what ways. The young editor, who acted the part of the great reporter, cleaned out his office on Sunday and his employment contract was terminated on Monday.

As an author or co-author, he has published 55 original articles in DER SPIEGEL, three of which, translated into English, were published on the SPIEGEL International website and 18 were syndicated digitally to other websites. Relotius wrote articles specifically for SPIEGEL ONLINE three times. And in the decade he worked as a journalist, his work was also published in Cicero, the Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, the now defunct Financial Times Deutschland, Die Tageszeitung, Die Welt, Süddeutsche Zeitung Magazin, Weltwoche, on ZEIT Online, in ZEIT Wissen and in the Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. According to a self-penned biographical blurb, Relotius also wrote for the Guardian, but DER SPIEGEL has found no evidence for the claim in its digital archive.

‚At Home in Hell‘

DER SPIEGEL would like to apologize to anyone and everyone who has appeared in the magazine or on our website with false quotations, made-up details about their lives, invented scene-setters, in fictitious places or in otherwise false contexts in articles by Claas Relotius. The company apologizes to its readers, to all its esteemed colleagues in the industry, to the prize committees and juries, to the journalism schools, to the family of DER SPIEGEL founder Rudolf Augstein, to its business partners and its customers. DER SPIEGEL will appoint a commission, one that will also include people from outside the company, to investigate what happened and prevent it from happening again.

But even with the sincerest of intentions, it is impossible to fully rule out such an incident. To borrow a phrase from the German writer Heinrich von Kleist, the journalist, like everyone else, is subject to „human frailty.“ They will always be fallible.

As such, there is no simple remedy. Already, every text printed in DER SPIEGEL goes through a thorough fact-checking and vetting process to review the accuracy of every fact stated in an article. When Claas Relotius wrote in his first major feature for DER SPIEGEL, „At Home in Hell,“ that the city of Marianna is located „an hour by car west of Tallahassee“ in northern Florida, a DER SPIEGEL fact-checker reviewed whether that detail was accurate.

When Relotius wrote that the small town has „three churches, two hunting clubs and a Main Street that stretches for miles between dilapidated low-rise buildings,“ that could also be reviewed thanks to the possibilities offered by the internet. But the problems with Relotius‘ articles relate not to details like that, but to his on-the-ground reporting. That work is based on the fundamental trust the editorial staff bestows on all journalists under their oversight. The fact-checking and research department at DER SPIEGEL is the journalist’s natural enemy — and that’s just how DER SPIEGEL founder Rudolf Augstein wanted it. But the department also assists with reporting, providing information and details while also seeking to prevent mistakes. Ultimately, the department is also working to put out the same product. The idea that a colleague would deliberately cheat is not part of everyday considerations in journalism. The honest effort to seek truth and veracity is the rule. Cheating is the exception.

Last Thursday, Relotius said that „At Home in Hell,“ the story of a terrible reform school in which children were tortured for many years, was a reported story, a clean work of journalism based on interviews with the victims and contemporaneous witnesses and visits to the site. Relotius said the same of his article „God’s servant,“ which DER SPIEGEL published in February 2015. The article is a political profile of gynecologist Willie Parker, the last doctor to perform abortions in the U.S. state of Mississippi. But how can we know if that is true in light of the new knowledge we have about Relotius‘ relationship to reality? How can we be sure that there is only one abortion doctor left in the state of Mississippi? Or that the doctor had previously been anti-abortion and had completely reversed course?

The Need for Accuracy

Ambiguities become apparent just as soon as you start looking for them. If you read something without suspicion, you don’t notice anything. But if you’re looking for something from the start, you see it everywhere. It is an element of the fundamental nature of humankind to be shockingly generous with truth and probability as long as there is no obvious reason for doubt. Our willingness to consider even the most incredible stories to be true, as long as they seem at least plausible, is almost boundless. That was the foundation for Relotius‘ success. His own misery will now increase immeasurably because no one is going to believe a single word from him ever again.

Relotius often incorporated songs and their lyrics in his stories, and the scenes in which they appear are often remarkable for their fascinating perfection. Convicts standing in washrooms suddenly begin to sing a pop song, or a lost child walks down a dark street singing a sad song. The music expands the kinds of associations that link us to the stories, making them overwhelmingly stimulating in these passages, feeding the reader’s imagination. The writing feels cinematic, a quality that is frequently cited in award ceremonies for journalists. Relotius, too, had been told the same thing over and over again about his articles. In contrast to the cinema, though, everything in journalism has to be accurate from the beginning to the end.

In „God’s Servant“, a CD player is playing quietly in the hallway of the abortion clinic, supposedly playing the same Tom Petty song over and over again: „I Won’t Back Down.“ The lyrics of the song fit so perfectly into the story that it seems, in retrospect, almost too good to be true. When asked a specific question about the music on Thursday, Relotius admitted then when there is singing in his stories, it’s usually made up. But is this also true when CD players are playing quietly? Or if a radio is playing somewhere with a song that fits the story?

As an editor and section head, your first reaction when receiving stories like this is to be pleased, not suspicious. You are more interested in evaluating the story based on criteria such as craftsmanship, dramaturgy and harmonious linguistic images than on whether it’s actually true. And Relotius always delivered excellent stories that required little editing and were very rewarding. Relotius was a particularly valuable employee. He didn’t just write big stories, he demonstrated his talent and his dedication to his profession, week after week. He took his turn at the editing desk, did small interviews and rapidly churned out copy for the DER SPIEGEL column called „Eine Meldung und ihre Geschichte,“ a weekly format, which looks deeper into amusing recent headlines. It was a format that suited him. His sense of humor and quickness made him an excellent fit.

Born in 1985, he was pleasantly different from many of his peers, who often come to DER SPIEGEL as interns, armed with good ideas and strong opinions, especially about their own abilities. Relotius was a modest person, tall, reserved, polite, attentive, maybe a tad too serious on occasion — on the whole, the kind of person whose parents you’d like to congratulate for having such a successful son. He didn’t make a strong impression in meetings, but he was, after all, still younger than 30 when he arrived at DER SPIEGEL in spring 2014 as a promising new freelancer. He didn’t yet have an office, or even a building pass. He was paid by the story, and he made decent money.

Some Fabrications

Then still a freelance journalist, he also wrote for other publications, but DER SPIEGEL developed a closer relationship with him over time. Soon, he began receiving a decent guaranteed base pay — and he delivered. He contributed to stories written together by several journalists in the section, he wrote smaller reports, reliably produced high-quality stories and was a quick learner. He was open to ideas from others and implemented suggestions from his section editors. He also consulted with colleagues on his and their work and helped new interns get on their feet. He was the sort of coworker you look forward to seeing in the office.

And from time to time, he would land an amazing story, starting with „Number 440“ in April 2016, the gripping account of a Yemenite wrongly imprisoned in Guantanamo. After 14 years of torture and solitary confinement, he was so broken that he no longer wanted to be released. Just three months later, in July, DER SPIEGEL published „Royal Children,“ a Relotius classic that was showered with awards. It was the story of two orphans from Aleppo who ended up as child slaves in Turkey.

Relotius admits that „Number 440“ contains some fabrications, but claims that „Royal Children“ does not. But this is how „Royal Children“ begins: „One early morning this summer, 13-year-old Alin, fatigue visible in her eyes, walks alone through the dark, pre-dawn streets of the Turkish city of Mersin. And she is singing. When a character starts singing in a Relotius story, it is usually an indicator that his fantasy has shifted into high gear. In hindsight, it seems more obvious, but in the day-to-day of editing, it was obscured. After all, months would sometimes pass between the stories, making it challenging to identify such patterns. In „Royal Children“ the text continues: „The slap of her flip flops accompanies her as she makes her way through the factory district, passing dilapidated buildings, with dogs still asleep and streetlights unlit. Alin is singing as she walks, a hopeful song about two children with little to hope for — two children who had experienced the worst, but who were to be saved nonetheless.“

Some might find the writing beautiful, others kitschy. But the question as to whether such a children’s song even exists in Syria is certainly one an editor could ask. Yet even if there wasn’t, it would be hard to prove that the reporter was making it up. When Relotius met with the girl’s brother Ahmed, a photographer was present, essentially an independent witness. But Relotius took the picture of the girl Alin himself and he was alone with her, without photographers. Is that enough to assume that it’s a fake? Relotius accompanied the girl to her basement sewing workshop, as if one it were the kind of place you could simply walk in and out of. He descended the steps — 15 steps, he writes, because Relotius had learned that precise numbers make your writing seem more credible — into the basement with her, a basement that stank of sweat.

Maybe it did happen that way. Perhaps Relotius accompanied not only the one child but also the other, perhaps the girl sang a song and said everything he claims she said, so that he could write it down and report it with a clear conscience. But how can anyone believe him? After all, he has admitted that his tale of the inner transformation of Guantanamo prisoner Mohammed Bwasir is a complete fabrication.

He employed a trick to masterfully conceal the story’s untruth by stressing the impossibility of his own actions. In fact, he stated very clearly at the beginning of the Guantanamo story: „A reporter who travels to Guantanamo cannot see Mohammed Bwasir there, nor can he speak with him, but there are people who give him a voice.“ According to Relotius, these people were a lawyer, a brother „in Yemen“ and former cell neighbors, and there are also camp reports, leaked secret files and personal letters. But how much access did Relotius have? What papers was he actually familiar with? How closely did the lawyer cooperate with him?

He Knows Nothing

His story suggests that he examined the prisoner’s many letters, which were written in Arabic and translated by a member of the lawyer’s staff. He summarized the letters and wrote as though he had a comprehensive overview of the entire bundle: „In the beginning, the word ‚future‘ often appeared in his writings,“ he noted for instance. What does Relotius know about the beginning, the middle or the end of a period of time extending over 14 years? He knows nothing — and he admitted it last Thursday when he confessed that he largely imagined the prisoner’s inner transformation. And we almost certainly can’t believe him when he writes, live from the bowels of Guantanamo: „Then the soldiers turn on the music, pumped in via four loudspeakers directly next to his head: It’s Bruce Springsteen’s ‚Born in the U.S.A.'“

In February 2017, DER SPIEGEL published „Lion Boys,“ a heart-wrenching story that made waves well beyond journalistic circles. It told of how Islamic State had abducted two brothers, ages 12 and 13, brainwashed them, and dispatched them to Kirkuk as suicide bombers.

It’s the stuff of legendary features. In stories like these, the present is consolidated into a readable format, vast lines of contemporary history become tangible, and suddenly the big picture is painted on a very human scale. Reporters who have this kind of material, and a talent for dramaturgy, can spin gold out of it like in a fairytale. Relotius has this talent. But he invented the material. He wrote one of the best stories published in recent years, a masterpiece. The presenter of the coveted Peter Scholl-Latour award, Paul-Josef Raue — a man who has been in the newspaper business for decades — said that as he read the story he was proud to be a journalist because „journalism just doesn’t get any better than this.“

Claas Relotius blinded everyone: Editors-in-chief, department heads, fact-checkers, other editors, students of journalism and his own friends. Jury members from all walks of life — bishops and entrepreneurs, human rights activists and media representatives, politicians and patrons of the arts — were ecstatic about his work. And with good reason: His stories were often awe-inspiring and engrossing. But in „Lion Boys“ he put long conversations in the mouth of the would-be suicide bomber Nadim — a person who apparently exists, but with whom Relotius was never able to speak at length. Relotius quoted him reciting verses from the Koran that his IS captors allegedly drummed into his head.

„Lion Boys“ is a particularly appalling example of the fraud committed by Relotius. The figure of the physician, upon which much of the story is based, never existed. And the text says the following about the excerpts from the Koran: „Nadim has not forgotten any of these verses. He sits in his cell and repeats them one after the other, the way shy children recite poems, staring at the floor, breathless. Surah 9, verse 41: ‚Go forth, whether light or heavy, and strive with your wealth and your lives in the cause of Allah.'“ And it goes on and on like this, surah after surah, and none of it actually happened, except for in the mind of the author who is piecing together yet another award-winning story.

Just one month later, in late March 2017, an article headlined „In a Small Town,“ a snapshot of Fergus Falls, Minnesota, appeared in DER SPIEGEL. The idea behind the article came from editors in Hamburg, with the goal of going beyond merely excoriating from on high the first few months of U.S. President Donald Trump’s tenure, instead attempting to view events from the perspective of those who had likely voted for him: rural Americans who live in flyover country. The plan was for Relotius to rent an apartment in Fergus Falls, meet people, listen to what they had to say, and produce a snapshot that would allow readers to gain a slightly better understanding of the Americans.

Stuck

The plan, as happens frequently in journalism, didn’t work out. Relotius couldn’t find any suitable figures for weaving a story, he couldn’t make any headway with the idea. He sent emails back home, including to colleagues at DER SPIEGEL, complaining that he was stuck. He found himself in a situation that every reporter is familiar with: There simply isn’t a story. In cases like this, quick decisions are necessary: Abort the story or continue? Give it another go or drop it? Look for a new angle or return home?

DER SPIEGEL gives its reporters a very free hand in situations like these. No staff member — especially not one that had published the kind of stories Relotius had — has to worry about getting into hot water for failing to bring home a story. All journalists know that these kinds of things happen, that some lines of reporting lead to dead ends, that good material does not always make for good stories, and sometimes money is burned up that could have been put to better use. Those are the risks involved.

Relotius simply refused to accept those realities. When asked about the Fergus Falls story, he admitted that he knew perfectly well that the editors wouldn’t have reprimanded him if he had dropped the whole thing. „I think,“ Relotius said last week, „a normal person would have said: ‚Listen, this just isn’t working. I’m stuck and we can’t do the story.'“ But Relotius is evidently no normal person. „I tend to want to have control,“ he said, „and I have this compulsion, this drive, to somehow make it happen. Of course, you don’t make it happen. You make a fabrication.“ When he says „you“ here, he can only mean himself and no one else.

In his story about Fergus Falls, Relotius bent and twisted reality in a repugnant and arrogant manner. To ensure a gripping lead, he wrote that next to the welcome sign at the edge of town, there was also a second sign — „half as tall, but almost impossible to overlook.“ On this sign, made of thick wood rammed into the frozen soil, stood in large painted letters: ‚Mexicans Keep Out'“

This sign, which set the tone for the entire story, never existed, except for in the author’s imagination. But he passed on his creation as fact to hundreds of thousands of readers — and insulted the inhabitants of Fergus Falls in the process. Relotius gave the inhabitants of Fergus Falls made-up biographies to suit his needs, as if he were a puppeteer. He invented grotesque lies and reported, for example, that the students at the John F. Kennedy high school drew their role models for the American dream as follows: „They did not draw a single picture of a woman,“ Relotius wrote. „One class drew Barack Obama, two drew John D. Rockefeller. Most of them drew Donald Trump.“ All of this is pure fiction. Every single bit is concocted bunk.

A Vast Palette

Does Relotius ultimately believe in his own creations? He denies it. He knows that he fabricated stories and deceived his readers, he says — and to do so in this day and age, someone like him has the largest imaginable toolbox at his disposal. He doesn’t say so, but with the help of Facebook, YouTube, Google and Wikipedia, entire worlds and communities can be created, and they seem so real and true because they often consist of snippets that somewhere on this planet are actually real and true. Relotius arranged this material, grouped it according to a topic or around a central figure, and he traveled to the locations, sometimes met people, however briefly, and all of these elements became colors, like the palette of a painter, which he used to paint his image of life.

He says he wasn’t as deceitful in the case of „Blind Date,“ the story of an FBI translator who fell in love with German Islamic State fighter Denis Cuspert. But if the premise of the story itself already sounds fictitious, what about the details within? Nothing has yet been proven with regard to this story, but more investigation is clearly needed. Meanwhile, there are findings that make it appear that the DER SPIEGEL story about Colin Kaepernick — the football star who knelt during the national anthem to protest daily racism in America and ended up without a job — was largely fabricated.

By the time Relotius wrote about Kaepernick and DER SPIEGEL published the story „Touchdown“ in October 2017, the football player had long since become a global icon. Relotius was unable to get an interview with him. But he remained determined „to make it happen,“ and instead of doggedly working to gain access to key figures in the story, he mentally transported himself to places that remained closed off to him, to gyms to which he had no admission, and into phone calls with Kaepernick’s parents. The story’s lead is written as if Relotius were sitting in the front row, but he wasn’t even there at all. Kaepernick, he wrote, „looked into the faces of three dozen black girls and boys who were sitting on chairs in front of him; he paused at length, like someone who knows the truth but doesn’t dare to proclaim it.“

And before long, Relotius miraculously had Kaepernick’s parents on the line. „They hesitated over whether they should speak about their son on the phone. They didn’t want to cause any trouble for him, they said, but they also wanted people to understand him. Finally — at times crying, at times laughing — the mother told his story.“ The phone conversation carried the entire story that followed. But it never took place. In response to a question as to whether elements of the DER SPIEGEL story might be inaccurate, Kaepernick’s lawyer responded by email: „There is no basis.“ It was not until Relotius was confronted last Thursday with this statement by the lawyer that he admitted to never having spoken with the parents. Earlier, during the same conversation, he had still maintained that the opposite was true.

Not True

In March 2018, Relotius‘ story „The Last Witness“ was published. It was a superbly gripping piece about an American woman who serves as a witness to executions because the law requires the presence of ordinary citizens. The woman is in favor of the death penalty, so she sees it as her duty to support the state on this issue. To flesh out the story, Relotius ascribed her with dramatic personal experiences that further explained her actions. Relotius accompanied her, he claims, throughout the entire story, always right at her side. This proximity is apparent from the very beginning of the story, when she leaves her house in Joplin, Missouri „to watch a man die who she doesn’t know. She locks the door, turns the key three times, then walks through the empty streets to the bus station. She purchases a round-trip Greyhound ticket to Huntsville, Texas for 141 dollars.“

It’s a remarkably sensitively rendered portrayal, masterfully told, in which the reporter apparently spent a great deal of time with the story’s main character — a woman who requested that her real name not be used, which happens from time to time. Relotius gave her the name Gayle Gladdis. „She sits near the front, on the right-hand side of the bus. She says that she often feels nauseous on long bus rides.“ And: „Gladdis takes a deep breath and presses her fists together in her lap so firmly that her knuckles turn white.“ And: „She’s wearing a blouse and cross on her necklace; she thumbs through her Bible. She’s read it so often that the cover has yellowed in the pages are dog-eared. She opens to Leviticus, chapter 24, where it says: ‚Whoever kills a man must be put to death‘.“

It all fits perfectly. But it’s not true. None of it. Claas Relotius never accompanied a woman to executions in America. He never traveled by bus with her, and he never paged through Leviticus with her. He made up the story, all 40,273 characters, five pages and one column of it, published in DER SPIEGEL 10/2018, pages 58 to 63. Even for someone in his league, that must be some kind of a record.

Did things get worse over time? No, that wasn’t his impression. He describes a mechanism that would kick in ever since he began working as a journalist. When the reporting was going well and he found interesting people, he worked like a „normal“ journalist and didn’t tamper with the material or alter anything, Relotius contends. In light of the latest revelations, one would be justified in doubting this claim.

But when he ran into difficulties, when he was stuck and couldn’t find a story, then he began to fabricate. Then, he says, he would write made-up sentences and leave them in his stories, adding that he personally sometimes found them so brazen and ridiculous that he said to himself while writing: „Come on! Seriously? You’ll never get away with that!“

Has he also enjoyed producing the fabrications of these past few years? Does he take delight in a successful lead, a captivating scene or a detail when everything was, well, fabricated? Relotius shook his head in response to such questions last Thursday. He said he is actually disgusted with himself when he makes things up, adding that he’s sorry about everything and feels deeply ashamed. He says that it’s only now that he realizes the damage that he has done to everyone around him. Something is wrong with him, says Claas Relotius, and he now needs to work on that. „I’m sick and I need to get help.“

Separating Fact from Fiction

His penultimate work was „Child’s Play,“ which was awarded the 2018 German Reporter Prize three weeks ago, on Monday, Dec. 3, as the best feature of the year. The story is about a boy who sprayed an anti-Assad message on a wall in Daraa, possibly helping to trigger the mass protests that ensued, and it appeared in DER SPIEGEL on June 23, 2018. Unfortunately, like so many other pieces from Relotius‘ workshop, it is full of fabrications. It is difficult to separate fact from fiction, it is difficult to determine who Relotius was actually in contact with, how often and how intensively, how their interactions were translated, and how all the mobile phone connections mentioned in the story were even technically possible.

Relotius doesn’t want to go into detail, apparently out of shame. He admits that the mobile phone tour of the destroyed city never happened. He admits that the composition of the story, with narrative passages alternating with apparent interview transcripts, is falsified in the sense that the material he gathered did not include that many direct quotations from the protagonist. Relotius invented them, or fabricated them from very few quotations. On Thursday, he pointed out passages in the text that are fake, but without precision, instead gesturing at entire paragraphs.

The story „Jaeger’s Border“ is where Claas Relotius‘ story as a journalist reached its conclusion. One could spend a lot of time dwelling on the before and after, but what really matters is the outcome: that in the course of this reporting and its publication in DER SPIEGEL, a horrific episode is coming to an end, a charade that Claas Relotius was able to perform unhindered for far too long. It is Juan Moreno who, against all odds, never let up, continued reporting, pressed ahead, and believed in his facts. It wasn’t easy for him. He initially ran into brick walls, like a whistleblower who isn’t believed at first because his truths are so uncomfortable — and because the accused seems so unsuspicious and so blameless.

The genesis of „Jaeger’s Border“ is a small novel in itself. In the course of the reporting, with Claas Relotius in the United States and Juan Moreno traveling on the Mexican side of the border, many disagreements arose, which subsequently contributed to the fact that the accusations leveled by Moreno were not taken more seriously and clarified more quickly. Relotius also became more energetic in November with his cover-up efforts. He messed around with emails and sent misleading screenshots of Facebook pages. Ultimately, though, he would be crushed by the evidence that Moreno had gathered against him.

At first it was little things, like the names of the characters that appear in „Jaeger’s Border,“ details about their biographies and identities. But then the problems started looking much more significant, such as the fact that much of what Relotius wrote about the days he spent with a militia bore a strong resemblance to a long story written by investigative reporter Shane Bauer for the magazine Mother Jones. There are also many differences, of course. But the main characters in the militia written about in DER SPIEGEL are called Jaeger, Pain, Ghost and Spartan — just like the main characters in the Mother Jones story. Could it just be a crazy coincidence? And why is the man in camouflage, a photo of whom appears in DER SPIEGEL, called Chris Jaeger — and not Chris Maloof, as he was identified in the New York Times, which used the same photo in late 2016?

Extremely Unhappy

Relotius produced a draft with the working title „Showdown,“ but Moreno was extremely unhappy with it. On the evening before it was to go to press, he saw the entire layout including the pictures, which immediately jumped out at him. One of the photos in the article was of Tim Foley, the head of the Arizona militia, whose name does not appear in the text. More than anything, Moreno was surprised that Relotius had so persistently claimed that the militia, which he had allegedly been able to join for a time, refused to be photographed or filmed. But Foley is a very public figure. He appeared in the award-winning documentary film „Cartel Land“ and makes a part of his living by charging journalists and tourists for a guided tour along the border and letting them immerse themselves in the milieu of the militias.

Moreno wrote an email to the fact-checking department asking about the inconsistencies, but soon, he also began hinting to coworkers that something fishy might be going on. But he had no concrete evidence yet and began searching the internet for clues. The next day, Thursday, November 15, the day the magazine was to go to press, he called a fact-checker. They spoke about the story, and Moreno conveyed his doubts. They talked about the fact that the protagonists in the story had already appeared in other, older stories. Still, neither side came away from the conversation with the feeling that there was cause for assuming a deliberate deception — and no reason to justify possibly pulling the story.

On Friday evening, with the new issue of DER SPIEGEL now having been printed and set for delivery the next day, Moreno spoke with section head Matthias Geyer and informed him that he believed the story contained falsifications. Geyer asked him to put his accusations in writing. On Sunday, Moreno sent an initial list of three questions about Foley’s photo and other elements in the story and Relotius was then confronted with those questions. He defended himself brilliantly and cunningly. Indeed, his response was so eloquent, even admitting to imperfections in his work, that Moreno began looking like the troublemaker.

Moreno then took advantage of a reporting trip to the United States to collect even more material against Relotius, but above all to protect himself. He was troubled by the unbearable thought that his own byline was at the top of a story that he considered to be untrue in many parts. Moreno began working on a feature about boxer Floyd Mayweather for the DER SPIEGEL sports department. Also on board was Munich photographer Mirco Taliercio, who had helped arrange a meeting with Mayweather. Moreno and Taliercio are good friends.

Never Seen Him Before

That is why Moreno decided to take him along on the secret second part of his journey: He wanted to visit Tim Foley, the head of the Arizona Border Recon militia, and maybe find Chris Maloof, the man in camouflage clothing called Jaeger in the DER SPIEGEL story. Since both men appeared in the DER SPIEGEL piece, it follows that Claas Relotius must have had contact with both of them, at least if everything was above board. Relotius claimed to have spent entire days and nights in the desert with Jaeger/Maloof. It would be extremely odd if he was unable to remember their time together. Moreno managed to make contact with Foley, who then served as his connection to Maloof.

Moreno and photographer Taliercio drove 770 kilometers from Las Vegas to Arivaca, Arizona, where Foley, alias Nailer, was willing to talk to them for $200 and Moreno showed Foley a picture of Relotius. The video of the encounter is shocking for anyone who may have thought that Claas Relotius was nothing but the reliable, friendly person he had been known as for such a long time. Foley was extremely clear about the fact that he had never seen Relotius before in his life.

The scene was repeated a few days later in a different place, with a different cast of characters. It was on Dec. 4, the day after Relotius had received the email from Janet Foley and the reporter prize for „Child’s Play.“ In Arizona, a bearded man named Chris Maloof was sitting in front of a video camera, the same man who was supposed to be the Chris Jaeger from the DER SPIEGEL story. He even presented his ID to prove his identity.

When shown Relotius‘ photo, he was even more convincing than Foley: „I’ve never seen this man before in my life.“ And yet Relotius had written about Maloof. Relotius wrote, for example, that he had the words „Strength“ and „Pride“ tattooed on the back of his hands. But Maloof’s hands aren’t tattooed. Maloof isn’t Jaeger. Jaeger doesn’t exist. Relotius had never met with either of them.

Relotius‘ story, his method, was nothing more than rearranging material that wasn’t his. Along with some details that he invented. He made use of images, Facebook posts, YouTube videos, and he borrowed material from old newspapers and obscure blogs. He assembled all these pieces and splinters and shreds and crumbs to create his characters. Chris Jaeger, Gayle Gladdis, Neil Becker from Fergus Falls, Nadim and Khalid in Kirkuk, Ahmed and Alin from Aleppo, Mohammed Bwasir from Guantanamo, they were not human beings made of flesh and blood. They only live on paper, and their creator was Claas Relotius. Sometimes he made them sing, sometimes he made them cry and sometimes he had them pray. And if he felt like it, as in „Jaeger’s Border,“ he had his main character shoot into the night with an assault rifle. Because it made such a wonderful ending to his work of fiction.

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http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/fall-claas-relotius-fergus-falls-bewohner-im-interview-a-1245033.html

Fergus-Falls-Bewohner zum Fall Claas Relotius

„Zu perfekt, um wahr zu sein“

Zwei Bewohner der US-Kleinstadt Fergus Falls überprüften anderthalb Jahre lang eine SPIEGEL-Reportage von Claas Relotius und stellten fest: lauter Lügen.

Ein Interview von und Britta Sandberg

Anderson, Krohn aus Fergus Falls

Medium

Anderson, Krohn aus Fergus Falls

Am 6. April 2017 schrieb Michele Anderson eine Nachricht an den Twitter-Account @DerSPIEGEL. Jeden Tag twittern Dutzende Menschen an diesen Account, anders als eine E-Mail werden diese Nachrichten aber nicht alle von einem Redakteur genau gelesen. Das wusste Michele Anderson nicht.

Für den SPIEGEL wäre es gut gewesen, wenn ihre Nachricht damals schon gelesen und ihre Dramatik erkannt worden wäre. Denn sie betraf eine Reportage von Claas Relotius, der im März 2017 einen großen Text über Fergus Falls, Minnesota, veröffentlicht hatte – das Porträt einer jener Kleinstädte im Mittleren Westen der USA, die Donald Trump zum Präsidenten gewählt hatten. Die Menschen, Zitate und Ereignisse im Text hatte Relotius zu großen Teilen in betrügerischer Absicht erfunden.

Michele Anderson schrieb: „Ich lebe in Fergus. Wir fragen uns, warum er hier Zeit verbrachte, wenn er doch nur Fiktion schreiben wollte. Urkomisch, eine beleidigende Form von Pseudo-Journalismus.“ Und: „Kommt nach Fergus Falls und schreibt die wahre Geschichte. Kunst, lokales Essen (Bürgermeister besitzt Brauerei), Fahrräder und fürsorgliche, kreative Menschen.“

Erst anderthalb Jahre später, am Tag, als der SPIEGEL den Betrug von Relotius öffentlich gemacht hatte, veröffentlichte Michele Anderson zusammen mit Jake Krohn, einem Freund, einen 21.000 Zeichen langen Text auf der Onlineplattform Medium.com.

Mehr als ein Jahr lang hatten die beiden daran gearbeitet, die Erfindungen und Fälschungen von Relotius in ihrem Wohnort im Detail zu enttarnen. Der Text ist ein brutales Dokument für alle, die ihn lesen – und besonders für den SPIEGEL.

Fergus Falls, Minnesota, USA.

Shutterstock

Fergus Falls, Minnesota, USA.

Anderson arbeitet für die Non-Profit-Organisation „Springboard for the Arts“, die Künstler und Gemeinden zusammenbringt. Sie ist etwa vier Autostunden südlich von Fergus Falls aufgewachsen, aber sie kennt den Ort schon lange, weil ihre Großmutter hier lebte. Sie wohnte ein paar Jahre in der Westküstenstadt Portland, bevor sie 2011 für ihren Job hierherzog. Jake Krohn kam im gleichen Jahr in die Stadt, er stammt ursprünglich aus dem Nachbarstaat North Dakota, er lebte in Pittsburgh und Minneapolis. Er ist freischaffender Technologieberater und engagiert sich für Fahrradwege im Ort. Michele Anderson bezeichnet sich als „die-hard liberal“, als überzeugte Linke.

Beide entsprechen nicht dem Klischee eines amerikanischen Kleinstadtbewohners, beide stammen nicht aus dem Ort, aber beide haben ihn lieb gewonnen – auch deshalb war es ihnen so wichtig, die Fälschungen des deutschen Reporters zu enttarnen.

Als wir beim SPIEGEL ihren Blogeintrag lasen, waren wir tief erschüttert und beschämt. Dann beschlossen wir am Donnerstag, einen Reporter nach Fergus Falls zu schicken, der die wahre Geschichte des Ortes erzählen wird. Und wir riefen Michele Anderson und Jake Krohn an. Es war kein normales Interview. Wir wollten mit den beiden sprechen, um zuzuhören, um uns zu entschuldigen und um mehr zu erfahren über ihren Wohnort und das Vorgehen des Mannes, der bis vor Kurzem noch unser Kollege war.

SPIEGEL: Zuallererst möchten wir Ihnen sagen, es tut uns aufrichtig leid, was Ihnen und anderen Bewohnern von Fergus Falls durch die gefälschte Reportage, die wir veröffentlicht haben, widerfahren ist.

Anderson: Das ist gut zu hören.

SPIEGEL: Sind Sie unserem damaligen Reporter Claas Relotius jemals begegnet?

Anderson: Ich hatte gehört, dass er in der Stadt war, und an einem Abend im Rathaus habe ich mich bei ihm vorgestellt. Ich bot an, mit ihm über Fergus Falls zu reden. Ich arbeite in der Kunstszene hier und dachte, das könnte eine interessante Perspektive für ihn in diesem ländlichen Teil Amerikas sein.

SPIEGEL: Und wie hat er reagiert?

Anderson: Er hat freundlich gelächelt und mir den Rücken zugedreht. Er war sehr damit beschäftigt, die amerikanische Flagge im Rathaus zu fotografieren. An dem Tag waren ungefähr 50 bis 60 Gemeindemitglieder dort, die gern mit ihm geredet, ihm ihre Geschichten erzählt hätten. Aber er war sehr auf seine Fotos konzentriert.

SPIEGEL: Was haben Sie gedacht, als Sie zum ersten Mal hörten, ein SPIEGEL-Reporter sei für über drei Wochen in der Stadt?

Anderson: Ich fand das aufregend. Seit den Wahlen 2016 hatte es so viele Reporter gegeben, die nach den vielen Wählerstimmen für Trump hier über die Gegend berichten wollten. Aber viele riefen nur an oder blieben nur für ein paar Stunden. Deshalb dachte ich, wenn jemand drei Wochen hierbleibt, dann ist das seriöser Journalismus. Ich hatte die Hoffnung, dass diesmal ein gutes, umfassendes Stück dabei herauskommt.

SPIEGEL: Und wann kamen bei Ihnen erste Zweifel daran auf?

Anderson: Das war erst, als mir jemand den deutschen Artikel zusandte. Ich habe den Text in das Google-Übersetzungsprogramm eingegeben und habe ihn dann mit anderen geteilt. Das Ganze hörte sich nach einer total fabrizierten Geschichte an. Am Anfang dachten wir noch, es liege an der schlechten Übersetzung. Aber eine zweite Übersetzung bestätigte dann unseren Verdacht.

SPIEGEL: Wie sind Sie weiter vorgegangen?

Krohn: Wir haben den ganzen Artikel Stück für Stück, Absatz für Absatz auseinandergenommen. Manche Dinge konnten wir von unseren Wohnzimmersesseln aus enttarnen. Aber wir haben uns schnell entschieden rauszugehen und alles systematisch zu verifizieren. Manches war einfach herauszubekommen, zum Beispiel die Geschichte, dass in unserem Kino angeblich immer noch der zwei Jahre alte Kriegsfilm „American Sniper“ lief. Oder die Erzählung, dass vor einer Schule ein Metalldetektor stehe und drei Panzerglastüren ins Innere führen würden. Ich nenne das die tief hängenden Früchte, einfach zu pflücken.

SPIEGEL: Waren es die ersten offensichtlichen Lügen, die Sie herausfanden?

Krohn: Nein, die erste war die, dass auf einem Schild im Ort angeblich „Mexicans Keep Out“ steht. Das hätten wir nun wirklich mitbekommen müssen. Langwieriger war es, Relotius‘ Schilderungen der interviewten Personen genau zu überprüfen. Teilweise haben wir das erst in diesem Herbst geschafft.

SPIEGEL: Der leitende Stadtangestellte Andrew Bremseth war einer der Protagonisten in Relotius‘ Reportage. Wissen Sie, ob er ihn tatsächlich getroffen hat?

Anderson: Ja, meiner Erinnerung nach vielleicht zweimal, das erste Mal mit anderen Führungskräften aus dem Rathaus, später dann allein. Er fand ihn unter anderem interessant, weil Bremseth so jung ist, er war damals erst 27.

SPIEGEL: In dem Text, den Sie veröffentlicht haben, schreiben Sie, es gebe nur drei korrekte Fakten zu Bremseth in der Reportage: sein Alter, dass er in Fergus Falls aufgewachsen ist und in South Dakota studiert hat. Der Rest sei frei erfunden.

Krohn: Es gab absurde Dinge in dem Text. Es hieß, er sei noch nie mit einer Frau zusammen, noch nie am Meer gewesen. Und dass Andrew eine Waffe bei der Arbeit bei sich trage. Wenn man diesen ruhigen, zurückhaltenden Mann kennt, ist das wirklich das Allerletzte, was man erwarten würde. Im Übrigen hat er eine Freundin. Und er war auch schon oft am Meer. Dann gab es da noch die Geschichte mit dem ausgestopften Tier.

Anderson: Relotius schrieb, in Andrews Büro würde ein ausgestopftes Wildschwein hängen. Auch das stimmt nicht, ebenso wenig wie die Tatsache, dass Andrew gern Schriften französischer Philosophen aus dem 18. Jahrhundert liest.

SPIEGEL: Sie haben Relotius‘ Methode damit beschrieben, dass er nicht wiedererkennbare Filmfiguren aus den Bewohnern Ihrer Stadt gemacht habe.

Anderson: Ja, er wäre ein großartiger Drehbuchschreiber oder Romanautor. Ich meine, all diesen Leuten begegne ich ja täglich, im Restaurant oder anderswo. Es war einfach zu dramatisch, um wahr zu sein.

Krohn: Es war eigentlich zu perfekt, um wahr zu sein.

SPIEGEL: Wie ging und geht es den Protagonisten dieser Reportage?

Anderson: Andrew, der Stadtangestellte, fühlte sich nach der Veröffentlichung total machtlos, ausgeliefert. Er hatte tagelang Magenbeschwerden. Und ich denke, das Ganze wird langfristig Wirkung auf seinen Umgang mit Medien haben. Er hat verständlicherweise kein Vertrauen mehr.

SPIEGEL: Wann haben Sie sich entschlossen, den SPIEGEL zu kontaktieren?

Anderson: Als der Artikel 2017 erschien, richtete ich einen Tweet an Claas Relotius. Ich schrieb in etwa: „Warum bist du in unsere Stadt gekommen, um Fiktion zu schreiben?“ Niemand reagierte darauf. Es herrschte Stille.

Krohn: In meiner Twitter-Timeline finden sich zwei Tweets, die an den Twitter-Account des SPIEGEL gerichtet sind.

Anderson: Wir dachten auch darüber nach, eine E-Mail zu schreiben. Aber wir wussten nicht, ob jemand sich damit befassen oder uns glauben würde. Außerdem wollten wir zuerst Belege sammeln und online stellen, bevor wir den SPIEGEL kontaktieren, sodass wir auch etwas in der Hand hätten, auf das wir uns beziehen können.

SPIEGEL: Relotius beschreibt in seinem Text einen Schulausflug mit dem Bus nach New York, bei dem die Schüler nicht die Freiheitsstatue, dafür aber den Trump Tower besichtigt haben sollen. Auch dieser Ausflug hat wohl nie stattgefunden. Wie haben Sie das nachgeprüft?

Krohn: Wir sprachen mit einem Lehrer, der Schüler normalerweise auf solche Trips begleitet. Und wir kennen einige Schüler im Teenager-Alter, die Kinder von Freunden von uns sind.

Anderson: Und in Fergus Falls leben nur 13000 Leute. Wenn es eine solche Reise nach New York gegeben haben sollte, hätte das in der Zeitung gestanden. Wir hätten davon durch Social Media erfahren. Wir haben selbst bei Kirchengruppen nachgefragt, für den Fall, dass die Kirche einen solchen Trip organisiert hat. Man findet Informationen hier sehr schnell.

SPIEGEL: Im Text ist auch die Rede von einem großartigen Westernfest an einem Sommerabend, bei dem marinierte Rinderhälften gegrillt wurden.

Anderson: Ja, es klingt, als hätten wir eine wirklich gute Zeit zusammen gehabt. Einige Leute aus Fergus Falls schlagen bereits vor, dass wir einmal pro Jahr ein solches Fest veranstalten sollten. Wir haben den Bürgermeister gefragt, mit dem wir gut befreundet sind und dem das Restaurant gehört, in dem das Fest stattgefunden haben soll. Er sagt, es habe nie ein solches Fest gegeben.

SPIEGEL: Relotius verbindet die Schilderung des Westernfests mit einer Erzählung über den Anschlag in München 2016, bei dem ein Attentäter in der Innenstadt mehrere Menschen erschoss.

Krohn: Ein trauriges und tragisches Ereignis. Aber diese Tragödie für ein paar Absätze in einer Geschichte auszunutzen, sagt für mich sehr viel aus über seinen Charakter.

SPIEGEL: Sie trafen auch Pablo, den Relotius im Text Israel nennt und als Sohn einer Restaurantbesitzerin beschreibt. Er ist ein wichtiger Protagonist im Text. Verstehen wir es richtig, dass Relotius nie mit ihm gesprochen haben soll?

Krohn: Ja, das ist mehr oder weniger ein direktes Zitat von Pablo. Ich fragte ihn, ob er mit Relotius gesprochen habe. Er antwortete, er habe nie mit ihm geredet. Er sei lediglich aus dem Restaurant herausgegangen, als Relotius ihn um ein Foto bat.

SPIEGEL: Haben Sie das Gefühl, dass die Beschreibung des ländlichen Amerikas vor allem Vorurteile in Europa befriedigen sollte?

Krohn: Relotius kam mit einer vorgefertigten Idee im Kopf hierher und fand diese Geschichte hier nicht vor.

Anderson: Ich finde es beleidigend, dass er offenbar angenommen hat, wir würden das alle nicht mitbekommen. Dass wir keine Leute seien, die auf Weltnachrichten achten oder die in der Lage wären, Texte zu übersetzen.

SPIEGEL: Wie sind die Reaktionen in Fergus Falls, seit die Betrügereien von Claas Relotius aufgedeckt worden sind?

Anderson: Es ist ja erst einen Tag her. Ich glaube, die Leute fühlen sich gestärkt und sind froh, dass unsere Geschichte bereinigt wird. Menschen bedanken sich bei uns, dass wir uns die Zeit genommen haben, diese Arbeit zu tun, nicht nur innerhalb der Gemeinde, sondern auch Fremde, auch aus Deutschland. Ich habe wieder Vertrauen gewonnen, in das, was Menschen über das ländliche Amerika denken. Wir haben ein paar wirklich nette Nachrichten bekommen von Leuten, die sagen, sie wüssten, dass diese Mediengeschichten nicht immer stimmen.

SPIEGEL: Haben Sie Ihren Glauben an den Journalismus verloren?

Anderson: Nein, das würde ich nie sagen. Ich lese immer noch regionale und alternative Medien. Manchmal findet man da die authentischeren Geschichten.

SPIEGEL: Glauben Sie, der SPIEGEL hätte die Lügen auch aus Hamburg als solche entlarven können?

Krohn: Zumindest manche davon. Teilweise hätte ja ein Anruf bei den interviewten Personen genügt. Auch die Geschichte mit dem Kino hätte man einfach recherchieren können, indem man den Kinobetreiber kontaktiert.

SPIEGEL: Was erwarten Sie jetzt von uns, vom SPIEGEL?

Anderson: Wir würden es schätzen, wenn die Geschichte unserer Stadt korrigiert würde. Und diese falsche Geschichte verschwindet, schon allein aus Rücksicht auf deren Protagonisten. Wenn man bei Google deren Namen eingibt, stößt man bis heute auf all diese Lügen.

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https://kpkrause.de/2018/12/20/leiden-am-glaubwuerdigkeitsverlust/

Leiden am Glaubwürdigkeitsverlust

Das Zeitgeist Modewort Fake News – Die Eigen-Enthüllungen des Spiegel, die Wortmeldung eines Spiegel-Lesers und die Reaktion anderer Medien – Eine Gelegenheit, hinfällige Glaubwürdigkeit wieder aufzubessern – Aber noch ist der Leidensdruck wohl nicht hoch genug, um in absehbarer Zeit eine Kehrtwende von der  indoktrinierenden zurück zur sauberen Information zu erleben

Der Zeitgeist will es, dass gefälschte oder erfundene Nachrichten nicht schlicht auf Deutsch „Fälschungen“ genannt werden, sondern „Fake News“. Die Bezeichnung ist zu einem Modewort geworden, wir werden mit ihr geradezu überschüttet. In seiner inhaltlichen Bedeutung kann  sie aber alles Mögliche sein. Ein FAZ-Leitartikel hat es gerade schön erläutert und dies in rhetorische Frageform gekleidet: „Lügen von Politikern? Schlampig recherchierte Nachrichten? Die selektive Wahrnehmung von Wutbürgern? Feindliche Propaganda? Automatisch generierte Botschaften von ‚Bots’ im Internet? Frei erfundene Knallergeschichten, mit denen kreative Köpfe Werbeeinnahmen erzielen, weil die Leute im Netz auf jeden Unfug klicken? Oder ist Fake News einfach alles, was man selbst nicht gelten lassen mag?“ (FAZ vom 19. Dezember, Seite 1). Es passt fallweise wohl alles. Auch von „manipulierten Informationen“ könnte man sprechen. Jüngst nun sind Fälschungen im Magazin Der Spiegel herausgekommen. Das Blatt selbst hat sie aufgedeckt – als „eine Rekonstruktion in eigener Sache“ – und zusammen mit dem Namen des Fälschers auch öffentlich gemacht (siehe hier). Macht sich hier vielleicht ein Leiden am Glaubwürdigkeitsverlust bemerkbar? Denn hat der Spiegel nicht auch schon in früheren Jahren manipuliert?  Zu Wort gemeldet hat sich hierzu ein aufmerksamer Spiegel-Leser.

In der Eigendarstellung arg selbst beweihräuchert

Dieser Leser, namens Frank Abels, ist auch ein FocusOnline-Leser, ein kritischer, eigenständig denkender Deutscher, der inzwischen in Australien sesshaft ist. Von den gefälschten Beiträgen des Spiegel-Redakteurs Claas Relotius hatte Abels über Focus Online (hier und hier) erfahren und findet, dass sich die Spiegel-Redaktion in der Eigendarstellung des Täuschungsfalles arg selbst beweihräuchert, nämlich in dem Sinn, der Spiegel sei als Nachrichtenmagazin über die Jahrzehnte hin stets ein Hort der wahren Berichterstattung gewesen und habe als absolut seriös gegolten – immer dem Anspruch des Gründers Rudolf Augstein folgend „Schreiben was ist“. Das aber, so Abels, „halte ich für sehr übertrieben“. Er entsinnt sich nämlich einer Erfahrung mit dem Spiegel von Februar 2016. Damals habe ihn dessen Redaktion (wie wohl auch andere Leser) gebeten, seine Meinung  zum Problem der Medien zu schreiben. Was ihn heute ärgere sei der Tatbestand, dass er schon damals die Redaktion auf üble Fakes aufmerksam gemacht habe, ohne dass diese darauf eingegangen sei. Und dies habe er ihr damals geschrieben*):

Was der Spiegel früher war und was heute

„Liebe Spiegel-Redaktion, gerne schreibe ich Ihnen meine Meinung zu den gegenwärtigen Problemen der Medien. Kurz ein paar Daten über mich: Unternehmer im Ruhestand, 73 Jahre, ehemaliger Beruf Ingenieur. Lebe die meiste Zeit des Jahres in Perth, Australien. Medienkonsum: Spiegel-Leser seit etwa 1958 und immer noch Abonnent (heute nur noch online), F.A.Z. regelmäßig, The Australien regelmäßig, The West Australien regelmäßig, Die Welt gelegentlich, Die Zeit gelegentlich, Handelsblatt gelegentlich, Fernsehen seit etwa 10 Jahren nicht mehr, verschiedene Internet-Foren, z.B.  Focus Online. Hier  meine Meinung zur Entwicklung des Spiegels durch die Jahrzehnte:

Früher war der  Spiegel, unabhängig von der politischen Positionierung,   d  i  e   anerkannteste Informationsquelle.  Was im Spiegel  stand, konnte man getrost glauben.  Der Spiegel war absolut zitierfähig. Heute ist es mir schon mehrfach passiert, dass ich in Diskussionen hören musste: ‚Du hältst  den Spiegel doch nicht etwa für zitierfähig?’ Wie konnte das geschehen?“

Erste Zweifel an der Glaubwürdigkeit: Leserbriefe, die sich der Spiegel selbst schrieb

„Einen ersten Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Spiegels bekam ich – der Spiegelfan –  Ende der siebziger Jahre. Ich war damals mit einem Spiegelredakteur befreundet (heute nicht mehr beim Spiegel) der mich, den Ingenieur, um eine technische Expertise bat. Auf meine Frage, wozu er das benötige, sagte er mir sinngemäß: ‚Ich muss da einen Leserbrief schreiben der diese technische Aussage braucht.’  Es kam im Gespräch dann heraus, dass es damals durchaus beim Spiegel üblich war, dass Redakteure gezielt Leserbriefe schreiben mussten, um Meinung zu manipulieren.  Und tatsächlich in der nächsten Ausgabe war ein  Leserbrief unter einem Pseudonym, der meine technischen Angaben enthielt. Hallo!?“

Das Titelbild mit dem vom Wasser überschwemmten Kölner Dom

„Danach schon gelegentlich auftretender  Ärger über manches im Spiegel. Dann bekam ich, der Spiegel-Fan, den nächsten großen ‚Nackenschlag’ durch den Spiegel-Titel mit dem
überschwemmten Kölner Dom (ich glaube es war April 1986). Der dort am Dom gezeigte Pegel wäre nur möglich, wenn alle Eismengen der Welt (Grönland, Antarktis und  alle Gletscher)
mindestens zweifach auf der Erde vorhanden wären und unverzüglich abschmelzen würden. Mir war klar, dass in Titeln schon mal überzeichnet werden darf, um Aufmerksamkeit zu erreichen, aber dieser Titel war absolut unseriös und hat dem Spiegel, nach meinem Eindruck,  viel Reputation gekostet.“

Kündigungsgrund Jakob Augstein, Abonnent bleiben  wegen Jan Fleischhauer

„Das hat bei mir danach,  in einem quasi schleichenden Prozess dazu geführt, dass der Spiegel,  hinsichtlich des Informationswertes und der Glaubwürdigkeit, nur noch eine Quelle unter anderen wurde. Auch war ich mehrfach kurz davor, nach über fünfzig Jahren, das Abonnement zu kündigen.  Oft bin ich nah daran,  wenn Herr Jakob Augstein wieder eine seiner klassenkämpferischen Artikel absondert, aber bevor ich dann wirklich tätig werde,  kann mich Herr Jan Fleischhauer in der nächsten Woche  wieder einigermaßen besänftigen. Die Artikel von Herrn Augstein im Spiegel würde ich nicht vermissen, die von Herrn  Fleischhauer dagegen sehr.“

Die falsche Wiedergabe des Interviews mit Frauke Petry

Weiter schreibt Abels in seinem Brief vom 15. Februar 2016: „Zur Zeit bin ich mal wieder auf den Spiegel böse wegen der Angelegenheit mit Frau Petry. Ich bin fürwahr kein Anhänger der AfD, aber ein glühender Verfechter von Meinungsfreiheit und ehrlicher Berichterstattung. Voltaires Satz zur Meinungsfreiheit ist für mich immer Maxime gewesen. ‚Was Du sagst, verabscheue ich, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass Du es weiter sagen darfst.’ Die Medien und der Spiegel verurteilten Frau Petry, weil sie in einem Interview mehrfach provoziert wurde (ganz offensichtlich um ihr eine Falle zu stellen),  etwas zur Grenzsicherung zu sagen und sie schließlich darauf hereinfiel, und auf den Gesetzestext des UZwG  § 11 hinwies, der bekanntlich auch den Waffengebrauch einschließt. Die Verwendung des Wortes ‚Schießbefehl’ hat sie dabei ausdrücklich abgelehnt. Und was haben die Medien – auch der Spiegel – daraus gemacht?“

Tübingens OB hatte sich ohne Medien-Aufschrei robuster geäußert

„Dass der OB von Tübingen Boris Palmer (Grüne), ohne provoziert zu sein, Wochen vorher,  eine wesentlich robustere Forderung nach Waffeneinsatz an der Grenze verbalisierte,  führte
dagegen zu keinem Aufschrei der Medien und auch nicht des Spiegels.
Ich bin sicher, dass solche tendenziöse Berichterstattung und Meinungsmache im Spiegel der frühen Jahre, dessen Fan ich war, nicht möglich gewesen wäre. Zum Schluss  erlaube ich mir noch eine Spiegelanekdote anzufügen.“

Der Herr in schäbiger Garderobe

„Ende der siebziger Jahre besuchte ich meinen Freund, den Spiegel-Redakteur, und er lud mich zum Essen in die Kantine (diese Rot/Violett/Orange Scheußlichkeit) ein.  Dort sitzend kam ein
Herr in recht schäbiger Garderobe dazu und setzte sich auch an den Tisch. Machte ein paar eigentümliche Bemerkungen, ergriff eine Gabel und stocherte auf dem Teller
meines Freundes herum, nahm ein Stück und sagte: ‚Was haben die denn heute wieder für einen Fraß gekocht?’  Nach ein paar weiteren Bemerkungen verschwand er wieder.
Ich fragte meinen Freund: ‚Was war das denn für ein unmöglicher Mensch?’  Er antwortete: ‚Das war Rudolf Augstein’.“

„Der Brief ist viel zu lang geworden, daher unterlasse ich es hier, weiter zu dem Thema zu schreiben. Sollten Sie Interesse an einer allgemeinen Einschätzung der gegenwärtigen Problematik der Medien, besonders im Vergleich zu der recht unterschiedlich gestalteten  australischen Presse haben,  bitte ich um Nachricht. Mit freundlichen Grüßen  Frank Abels, Perth, Australien.“

Eine Gelegenheit, hinfällige Glaubwürdigkeit wieder aufzubessern

So weit mit anekdotenhaften Zügen die Anmerkungen von Frank Abels zur Selbstaufdeckung der Spiegel-Redaktion dessen, was ihr (nunmehr ehemaliges) Mitglied Claas Relotius an Schaden angerichtet hat. Die Redaktion hat auch gar nicht anders können, als diesen Skandal so schnell wie möglich selbst zu veröffentlichen, bevor andere Medien dahinter gekommen wären und es getan hätten. Die Glaubwürdigkeit des Spiegel und der anderen Hauptstrom-Medien ist bei wichtigen Teilen des Publikums ohnehin tief abgerutscht und hinfällig geworden. Die herkömmlichen Medien stehen heute ohnehin häufig unter Manipulationsverdacht, setzen sich Verdächtigungen aus, die es in dieser Form einstmals nicht gegeben hat. Daher drängte sich die Offenlegung ohnehin als gute Gelegenheit auf, um zumindest der eigenen Glaubwürdigkeit wieder etwas auf die Beine zu helfen. Insofern ist diese auch eine Flucht nach vorn.

Wetteifern um den Heiligenschein für sich selbst

Wie sehr auch andere Medien, die als Gesinnungswächter indoktrinierend nur unter links-grüner Weltanschauung informieren, unter dem Glaubwürdigkeitsverlust zu leiden scheinen, mag man daran erkennen, dass sie sich jetzt in Abscheu vor dem schändlichen Treiben jenes Spiegel-Redakteurs überbieten und wetteifern um den Heiligenschein für sich selbst. Jedenfalls kommt es mir so vor.

Wie andere Medien die Spiegel-Enthüllung kommentieren

Focus hat auch sogleich einige Kollegen-Äußerungen darüber – „So kommentiert die deutsche Presse den Manipulationsskandal“ – zusammengestellt: „Wie schwer der Schaden ist, den er der journalistischen Glaubwürdigkeit zugefügt hat, ist noch nicht absehbar“ (Mainzer Allgemeine Zeitung) – „Kernschmelze im Herz des Journalismus. Die Enthüllungen beim ‚Spiegel’ sind für jeden aufrechten Journalisten ein Schlag ins Gesicht“ (Hamburger Morgenpost, hier) – „Die Lügen-Affäre des ‚Spiegel’ trifft den gesamten Journalismus und dürfte weit über das Verlagshaus hinaus Wellen schlagen“ (Handelsblatt, hier) –  „Sein Betrug an Kollegen und Lesern muss allen Redaktionen eine Mahnung sein“ (Tagesspiegel, hier). Der ganze Focus-Text der vier Zitierten hier. Einen gegenüber dem Spiegel kritischen Kommentar hat der Journalist Stefan Niggemeier geschrieben, der die Wahrnehmung von Frank Abels aus eigener Anschauung während seiner Arbeit beim Spiegel sachkundig ergänzt und vertieft (hier).

 

Noch ist der Leidensdruck wohl noch nicht hoch genug

Wenn sich in diesen Kommentaren also wirklich ein Leiden am selbstverschuldeten Glaubwürdigkeitsverlust äußert, dann ist es derzeit noch schwer vorstellbar, dass der Leidensdruck schon hoch genug ist, um in absehbarer Zeit eine Kehrtwende von der indoktrinierenden zurück zur sauberen Information zu erleben.

*) Die Zwischenüberschriften in dem zitierten Abels-Brief an die Spiegel-Redaktion sind von mir eingefügt, um den Text graphisch aufzulockern und die Lesbarkeit zu erleichtern.

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DIE EU-KOMMISSION ist der TÄTER – hier wird OFFENSICHTLICH ABSICHTLICH NICHT gehandelt

https://www.keine-gentechnik.de/nachricht/33492/#gsc.tab=0

Tonnen Tierfutter mit antibiotikaresistenten Gentech-Bakterien verfüttert

18.12.2018

Kühe Futter Futtermittel Stall
Gentechnik-Futter? Nicht bei diesen Bio-Kühen, bei denen in industriellen Ställen aber schon (©BLE, Bonn / Foto: Thomas Stephan)

UPDATE +++ Hunderttausende Tonnen Viehfutter wurden nach Hochrechnung der Verbraucherorganisation Foodwatch in der Europäischen Union unerlaubt mit gentechnisch veränderten Bakterien kontaminiert, die resistent sind gegen Antibiotika. Der Bacillus subtilis stammt aus einem in China hergestellten und inzwischen verbotenen Vitamin B2-Zusatz für Futtermittel. Verbände kritisieren, dass Behörden und EU-Kommission schon seit Jahren Bescheid wussten und erst jetzt die Reißleine zogen.

Futtermischungen für Schweine, Hühner und Rinder enthalten auch Mineralstoffe und Vitamine, darunter Vitamin B2 (Riboflavin). Dieses Vitamin wird meist mit Hilfe gentechnisch veränderter Mikroorganismen hergestellt, etwa dem Bacillus subtilis. Dieses Verfahren ist legal, solange die gereinigten Vitamine frei von Rückständen des Gentech-Bakteriums sind. Doch Anfang Oktober 2018 meldeten die belgischen Behörden im EU-Warnsystem RASFF, dass sie ein „nicht zugelassenes gentechnisch verändertes Bakterium (Bacillus subtilis) in Vitamin B2 (Futtermittel) aus den Niederlanden“ gefunden hätten.

Wie das Bundesinstitut für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) auf Anfrage bestätigte, darf dieser Vitaminzusatz damit „nicht in den Verkehr gebracht werden“. Trotzdem sei er von China über die Niederlande auch nach Deutschland (Bayern und Nordrhein-Westfalen) geliefert worden, teilte das BVL mit. Von Bayern aus sei das Produkt an Abnehmer im Bundesgebiet und in Europa verkauft worden. Die Großhändler hätten diese Abnehmer inzwischen über das Problem informiert und dort noch vorhandene Ware gesperrt. Um welche Mengen es dabei gehe, könne man aus den vorliegenden Informationen nicht abschätzen, so das BVL.

Trotzdem sieht die Behörde „nach gegenwärtigem Informationsstand“ kein Risiko für den Verbraucher. Im Fall der belgischen Warnung vom Oktober, die laut RASFF eine Vitamin B2-Menge von 60 Kilogramm betraf, habe das Labor nur „Spuren von DNA“ des Bacillus subtilis gefunden. Ein Nachweis, dass das untersuchte Vitamin B2-Produkt lebensfähige Gentech-Bakterien enthalte, liegt laut BVL nicht vor. Ob er überhaupt versucht wurde, blieb offen. Laut RASFF sind aktuell 20 europäische Staaten betroffen.

Konkreter wurden die Franzosen: Nach Informationen der französischen Tageszeitung „Le Monde“, die sich auf Regierungsangaben beruft, sind allein von April bis Juni 2018 mindestens acht Tonnen des mit gentechnisch veränderten Bakterien belasteten und damit illegalen Vitamin B2-Präparats aus China über einen niederländischen Futtermittelhersteller nach Europa importiert worden. Laut Foodwatch könnten mit dieser Menge „Hunderttausende Tonnen Tierfutter“ produziert worden sein.

Dabei hatte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA bereits im März 2018 festgestellt, dass der Vitaminzusatz ein Risiko für Tiere, Verbraucher und die Umwelt darstellt. Doch erst im September 2018 entzog die EU-Kommission dem Hersteller die Zulassung. Dennoch dürfen „zur Lebensmittelgewinnung dienende Tiere“ noch bis April 2019 Futter erhalten, welches das chinesische Vitamin enthält.

Und das, obwohl in der Vergangenheit mehrfach eindeutig belegt worden war, dass der Zusatzstoff Gentech-Bakterien aus der Herstellung enthält: Bereits 2010 und 2013 wies sie ein belgisches Labor nach. 2014 fanden dann deutsche und britische Behörden erneut lebensfähige Zellen des gentechnisch-veränderten Bacillus subtilis im Vitamin B2-Granulat aus China. Der Bacillus subtilis KCCM-10445 ist resistent gegen mehrere Antibiotika. Doch erst im August 2016 beauftragte die Europäische Kommission die EU-Lebensmittelbehörde EFSA mit einer neuen Stellungnahme zur Sicherheit des chinesischen Riboflavin. Parallel hatten im Oktober 2016 Experten des BVL und andere EU-Behörden laut Foodwatch eine gemeinsame Untersuchung durchgeführt, die zu dem Schluss kam: Das betreffende Futtermittel hätte nicht verkauft werden dürfen.

„Es ist erschütternd, wie die EU-Kommission nicht nur die gesundheitlichen Risiken gentechnisch veränderter Organismen ignoriert, sondern auch die völlig unnötige Verbreitung von Antibiotikaresistenzen durch illegale Futter-Zusatzstoffe jahrelang billigend in Kauf nimmt“, sagte Matthias Wolfschmidt, Kampagnendirektor von Foodwatch. EU und Landwirtschaftsministerium haben die Gesundheit der Verbraucher wissentlich missachtet“, kritisierte Renate Künast, ernährungspolitische Sprecherin der Bundestags-Grünen im Magazin Spiegel. Für Christoph Then, Geschäftsführer von Testbiotech, zeigt der Fall, „dass die EU-Kommission mit den Risiken gentechnisch veränderter Organismen zu nachlässig umgeht. Diese Bakterien hatten die Möglichkeit, sich über Jahre in den Tierställen auszubreiten und ihre Resistenzen an andere, gesundheitsgefährdende Keime weiterzugeben.“ [lf/vef]

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http://www.taz.de/!5551767/

Bayers Glyphosat-Studien

Von wegen kein Krebs­verdacht

Bayer gehen die Argumente für eine bedenkenlose Nutzung des Pestizids Glyphosat aus. Bei einer wichtigen Studie zeigen sich Unstimmigkeiten.

Ansicht von oben auf einen Traktor, der auf einem Feld Pestizide versprüht

Bayer macht mit Glyphosat jährlich Milliardenumsätze Foto: imago/photothek

LEVERKUSEN taz | Wieder wackelt ein Argument für die mutmaßliche Ungefährlichkeit des Pestizids Glyphosat: Die wichtigste Studie der Glyphosat-Befürworter widerlegt mehreren Wissenschaftlern zufolge nicht, dass das Pestizid wahrscheinlich krebserregend ist. Zudem zeigen taz-Recherchen, dass Hersteller Bayer Teile der Untersuchung verschweigt, die seiner These widersprechen. Damit bleibt kaum noch ein Argument des Konzerns unangezweifelt.

Glyphosat ist der weltweit meistverkaufte Pestizidwirkstoff und ein Symbol für die chemiegetriebene Landwirtschaft. Bayer macht damit jährlich Milliardenumsätze. Die EU-Chemikalienbehörde Echa und Zulassungsämter etwa in Nordamerika halten ihn zwar für ungefährlich. Aber weil die als besonders industrieunabhängig geltende Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation den Wirkstoff als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft hat, wird zum Beispiel in Deutschland dar­über diskutiert, glyphosathaltige Pestizide zu verbieten.

In den USA muss sich die Bayer-Tochterfirma Monsanto gegen mehr als 9.300 Klagen wegen mutmaßlich durch das Ackergift verursachte Erkrankungen wie die Krebsart Non-Hodgkin-Lymphom verteidigen – und ist bereits in einem Fall erst­instanzlich zu Schadenersatz in Millionenhöhe verurteilt worden.

Bayer hat dagegen Berufung eingelegt und verteidigt sich öffentlich vor allem mit einer Untersuchung: „In der größten jemals durchgeführten epidemiologischen Studie, der im Jahr 2018 im Journal of the National Cancer Institute veröffentlichten U.S. Agricultural Health Study, wurde ebenfalls kein Zusammenhang zwischen der sachgerechten Anwendung von glyphosatbasierten Herbiziden und dem Non-Hodgkin-Lymphom nachgewiesen“, schreibt der Konzern auf seiner Internetseite „Hier sind die Fakten“.

Bayer unterschlägt einen bedeutenden Satz

In seinem Geschäftsbericht zum dritten Quartal 2018 behauptet das Unternehmen sogar, dass die Analyse keinen Zusammenhang mit „Krebs“ allgemein festgestellt habe. Sie sei rund 50.000 Anwendern von Pflanzenschutzmitteln sowie in der Landwirtschaft Beschäftigten und deren Partnern mehr als 20 Jahre lang gefolgt. Gemeint ist die Auswertung der Studiendaten von Gabriella Andreotti und anderen WissenschaftlerInnen.

Doch bei dem Umgang des Konzerns mit der Studie zeigen sich mehrere Unstimmigkeiten. Eine davon: Die Probanden wurden im Rahmen der Untersuchung gefragt, wann sie das Pestizid benutzt und ob sie Krebs bekommen haben. „Der Bayer-Bericht scheint anzudeuten, dass Ehegatten in die Analyse einbezogen worden sind“, schrieb Laura Freeman, Co-Autorin der Studie, der taz. In Wirklichkeit „basiert die Publikation von 2018 zu Glyphosat nur auf den Daten der Anwender.“

Diesen Satz unterschlägt der Konzern„Allerdings gab es einige Anzeichen für ein erhöhtes Risiko akuter myeloischer Leukämie“

Das ist eines der Details, die an der Glaubwürdigkeit Bayers kratzen. Noch gravierender ist, dass der Konzern das Studienergebnis nur halb wiedergibt: Zwar steht in dem Fachartikel tatsächlich, dass in der Studie keine Verbindung zwischen Glyphosat und „jeglichen festen Tumoren oder lymphatischen bösartigen Tumoren“ wie dem Non-Hodgkin-Lymphom ersichtlich geworden sei. Doch Bayer unterschlägt diesen Satz der Forscher: „Allerdings gab es einige Anzeichen für ein erhöhtes Risiko akuter myeloischer Leukämie.“

Krebspatienten nicht als Glyphosat-Nutzer eingestuft

Der Konzern beharrte in einer Mail an die taz jedoch darauf, dass seine Aussagen zu der Agricultural Health Study richtig seien. „Soweit es die akute myeloische Leukämie betrifft, wird in der Studienpublikation ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich um statistisch nicht signifikante Ergebnisse handelt“, schrieb Sprecher Utz Klages. Aber genauso ausdrücklich raten die Autoren, ihre Ergebnisse in weiteren Studien zu reproduzieren, denn das beobachtete Muster, dass das Leukämierisiko mit der Exposition steigt, sei „besorgniserregend“.

Der Biostatistiker Christopher Portier sagt, dass die Andreotti-Studie wegen „bedeutender Mängel“ auch nicht den Verdacht entkräften könne, dass Glyphosat Non-Hodgkin-Lymphome verursacht. Portier war vor seiner Pensionierung unter anderem Direktor der US-Behörde für giftige Substanzen und das Seuchenregister (ATSDR). Jetzt arbeitet der Professor als Berater einer Anwaltskanzlei, die gegen Monsanto klagt.

Die Forscher, kritisiert Portier, hätten manche Krebspatienten gar nicht als Glyphosat-Nutzer eingestuft – obwohl diese das Pestizid benutzten. Das lag daran, dass es 7 Jahre dauerte, bis alle Probanden befragt wurden. In dieser Zeit – von 1999 bis 2005 – steigerte die Landwirtschaft in den USA ihren Glyphosat-Verbrauch gewaltig. Allein von 2000 bis 2005 verdoppelte er sich Behördenangaben zufolge fast.

Zulassungen verlängert

Die Entscheidung Trotz des angekündigten Glyphosat-Ausstiegs in Deutschland lässt die Bundesregierung alle bereits erlaubten Pestizide mit dem Wirkstoff für weitere 12 Monate zu. „Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) Hyperlink:=verlängert die bestehenden Zulassungen glyphosathaltiger Pflanzenschutzmittel um ein Jahr bis zum 15. Dezember 2019.“ Das teilte die Behörde nun mit.

Die Begründung Weil die EU die Erlaubnis des Wirkstoffs vor einem Jahr erneuert hat, müssen die Ämter die Zulassungen für Ackergifte mit Glyphosat eigentlich bis zum 15. Dezember überprüfen. Doch Behörden wie das Umweltbundesamt und die anderer EU-Staaten hätten noch nicht offiziell mitgeteilt, ob sie damit einverstanden sind, die Mittel weiter zu erlauben, so das BVL. In solchen Fällen müssten bestehende Zulassungen von Amts wegen provisorisch verlängert werden.

Die Reaktion „Die uneingeschränkte Glyphosat-Verlängerung um ein weiteres Jahr bringt das Totalversagen der deutschen Glyphosat-Politik auf den Punkt“, kritisierte der Grünen-Bundestagsabgeordnete Harald Ebner. „Leidtragende des Trauerspiels sind Menschen und Umwelt.“ (

Studie habe „riesige Probleme“

„Wenn also ein Farmer 1999 bei der Befragung angab, kein Glyphosat zu benutzen, hat sich das bis 2005 mit einiger Wahrscheinlichkeit geändert. Er wurde aber nicht noch einmal interviewt“, erläutert Portier. „Es reichen schon wenige Personen, die inkorrekterweise nicht als Glyphosat-Nutzer eingestuft wurden, um das geschätzte Krebsrisiko auf null zu senken.“

Das sieht auch Beate Ritz so, die Epidemiologie-Professorin an der Universität von Kalifornien in Los Angeles ist und ebenfalls als Expertin für die Klageseite in Glyphosat-Prozessen tätig war. „Diese unglaublich starken Veränderungen des Glyphosat-Einsatzes sind in der Grunderfassung der Daten für die Agricultural Health Study nicht mit erfasst worden und auch später nur teilweise.“ Die Studie habe „riesige Probleme“, einzuschätzen, ob und wie stark die befragten Personen Glyphosat ausgesetzt waren.

„Die von Prof. Portier und Prof. Ritz angemerkten Mängel bestehen tatsächlich“, bestätigte Eberhard Greiser, Professor für Epidemiologie und medizinische Statistik der Universität Bremen, der taz. Er ist nicht von den Klägern gegen Bayer bezahlt worden. Der Konzern weist aber auch diesen Einwand zurück. Die Autoren der Andreotti-Studie hätten „eine Reihe von sogenannten Sensitivitätsanalysen durchgeführt“. Diese hätten keine Verfälschungen des Ergebnisses nachgewiesen. Allerdings zeigt ein Blick in die Publikation: Diese Analysen befassen sich gar nicht damit, dass Patienten aufgrund veralteter Befragungsergebnisse fälschlicherweise als Nicht-Glyphosat-Nutzer eingestuft wurden.

Falsche Argumente

Portier, Ritz und Greiser argumentieren deshalb, diese einzelne Studie könne nicht mehrere andere Untersuchungen widerlegen, die ein Krebsrisiko durch Glyphosat belegen würden. Greiser sagt sogar: „In einer Broschüre zum Thema unterschlägt Bayer sieben hervorragende Fall-Kontroll-Studien, die insgesamt ein deutliches Risiko zeigen, durch Glyphosat an Lymphdrüsenkrebs zu erkranken.“ Bei Fall-Kontroll-Studien würden Erkrankte auf alle denkbaren Risikofaktoren für Lymphdrüsenkrebs befragt und dann mit Nicht-Erkrankten verglichen.

Portier beruft sich außerdem auf Tierversuche, bei denen zwei Ratten- und ein Mäusestamm Krebs entwickelt hätten, wenn sie mit Glyphosat gefüttert wurden. Die US-Umweltbehörde EPA sowie die zuständigen EU-Fachämter würden nur deshalb keine Gefahr sehen, weil sie sich nicht an ihre eigenen Richtlinien gehalten hätten. „Die EPA etwa hat in den Tierversuchen nicht alle relevanten erhöhten Krebsraten gefunden und hat mehrere missinterpretiert“, so Portier. Die Behörden weisen das zurück, unter anderem weil sie andere statistische Verfahren benutzen.

Auch weitere Argumente von Bayer haben sich bereits als falsch oder nicht belegbar erwiesen. Nach Anfragen der taz von September und einem entsprechenden Artikel im November zum Thema verzichtet das Unternehmen bereits auf seine Behauptung, mehr als 800 wissenschaftliche Studien würden belegen, dass das Glyphosat nicht krebserregend sei. In Wirklichkeit gehen laut Bundesinstitut für Risikobewertung und Portier nur rund 50 Analysen überhaupt auf diese Frage ein. Noch weniger zeigen, dass der Verdacht gegen das Unkrautvernichtungsmittel unbegründet ist.

Nun behauptet der Konzern: „Mehr als 800 wissenschaftliche Studien sowie Aufsichtsbehörden weltweit haben bestätigt, dass Glyphosat sicher ist.“ Doch die Zahl unterfüttert Bayer bislang nicht mit vollständigen Quellenangaben, auch nicht auf explizite Anfrage der taz für diesen Artikel. Dass wirklich 800 Studien Glyphosat als sicher einstufen, lässt sich deshalb nicht belegen.

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NATÜRLICH ZUFALL und KEINE MON-SATANISCHE AGENDA

https://www.keine-gentechnik.de/nachricht/33503/#gsc.tab=0

Glyphosat: Behörde verlängert Spritzmittelzulassungen ungeprüft

12.12.2018

Eigentlich wollte die große Koalition den Einsatz glyphosathaltiger Spritzmittel in Deutschland möglichst zügig einschränken. Doch es dauert: Weil die Behörden die 28 vorliegenden Zulassungsanträge nicht fristgerecht bis 15.12.2018 abarbeiten werden, dürfen die Pflanzengifte ohne weitere Prüfung ein Jahr länger auf deutschen Äckern versprüht werden.

Wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) gestern mitteilte, hat es die Zulassungen gemäß europäischem Recht wegen Fristablaufs bis 15.12.2019 verlängert. Es habe die im ersten Quartal 2018 eingereichten Anträge noch nicht erledigen können, weil das Verfahren sehr komplex sei und Zuarbeiten aus dem In- und Ausland fehlten. Denn auch bei den nationalen Zulassungsverfahren teilen sich EU-Staaten, in denen für die gleichen Präparate eine Zulassung beantragt wurde, die Arbeit auf. So muss Deutschland nur zehn der 28 Spritzmittel selbst untersuchen. Die übrigen 18 Pestizide prüfen andere Mitgliedsstaaten und liefern die Ergebnisse dem BVL zu – sofern sie fertig sind. Das sei aber, so die Behörde, noch bei keinem einzigen Mittel der Fall.

Die Deutschen selbst sind ebenfalls noch nicht weiter. In der Bundesrepublik müssen insgesamt vier Institutionen ein Pestizid einschätzen. Knackpunkt ist das Einvernehmen mit dem Umweltbundesamt (UBA), das die Auswirkungen der Pflanzengifte auf die Natur prüft. Es untersteht dem SPD-geführten Umweltministerium, während das BVL eine Behörde des CDU-geführten Agrarressorts ist. Zudem haben beide Behörden qua Amtes unterschiedliche Vorstellungen, wie viel Rücksicht Landwirte auf den Umweltschutz nehmen sollten.

Das BVL weist in seiner Presseinfo darauf hin, dass das UBA erst im November zu einem der zehn Spritzmittel, für die Deutschland zuständig ist, seine Stellungnahme abgegeben habe. Wie der Infodienst berichtete, hatte die Umweltbehörde für das Glyphosatprodukt unter anderem zur Auflage gemacht, bis zu zehn Prozent der Ackerfläche nicht damit zu behandeln. Dort sollen vielfältige Pflanzen wachsen können. Wie das BVL auf Anfrage des Infodiensts mitteilte, sei man mit dem UBA „im Austausch“ über dessen Einvernehmen.

Weniger kritisch ist die Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und dem Julius-Kühn-Institut (JKI), die beide wie das BVL dem Agrarministerium unterstehen. Das BfR prüft die Auswirkungen der „Pflanzenschutzmittel“ auf die Gesundheit von Mensch und Tier; das JKI ermittelt, wie wirksam und pflanzenverträglich sie sind. Hat das BVL alle Einschätzungen in einem vorläufigen Zulassungsbericht zusammengefasst, können die anderen beteiligten EU-Mitgliedsstaaten diesen noch kommentieren. Am Ende erlässt das BVL für Deutschland einen Bescheid; die anderen Mitgliedsstaaten sind an das Ergebnis nicht gebunden.

Dass den Herstellern der Pestizide bei diesem langwierigen Prozedere zuweilen die Geduld ausgeht, liegt auf der Hand. Wie die Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der FDP-Fraktion im November mitteilte, sind derzeit 31 Untätigkeitsklagen und drei Schadenersatzprozesse wegen verzögerter Zulassungsverfahren gegen das BVL anhängig. Die kleine Anfrage betrifft diverse Wirkstoffe, nicht nur Glyphosat. Demnach hat das BVL bislang in keinem der 1118 länderübergreifenden Anträge auf Pestizidzulassungen seit 2011 die vorgesehenen Bearbeitungsfristen eingehalten. Die Europäische Kommission hatte bereits 2016 gerügt, dass die Bundesrepublik jeden Antrag selbst nochmal prüfe, statt sich auf die Ergebnisse anderer Mitgliedsstaaten zu stützen.

Die Bundesregierung verweist jedoch darauf, dass sie Zulassungen anderer Mitgliedsstaaten ändern oder verweigern könne, wenn dies durch besondere ökologische oder landwirtschaftliche Gegebenheiten gerechtfertigt sei oder sich das in der Verordnung vorgeschriebene Schutzniveau für die Gesundheit von Mensch, Tier und Natur nicht erreichen lasse. Dass Deutschland gegenüber anderen EU-Mitgliedsländern teilweise in Verzug ist, begründet sie damit, dass die dortigen Behörden Anträge ablehnen können, wenn ihre Kapazitäten überschritten sind, das BVL aber nicht. Antragsteller wichen bei einem Annahmestopp daher unter anderem nach Deutschland aus.

In den Jahren 2013 bis 2018 sind laut Bundesregierung beim BVL insgesamt 916 Zulassungsanträge eingegangen, die gemeinschaftlich mit anderen EU-Ländern zu entscheiden waren. Davon sind 627 abgearbeitet. Um Spritzmittel künftig fristgerecht zulassen zu können, erhalten BVL, BfR, JKI und UBA für 2018 und vor allem für 2019 deutlich mehr Haushaltsmittel, damit sie weitere Personalstellen einrichten können. [vef]

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https://www.neopresse.com/wissenschaft/bayer-studie-zeigt-doch-unstimmigkeiten-bei-glyphosat-krebsverdacht-2/

Bayer-Studie zeigt doch Unstimmigkeiten bei Glyphosat: Krebsverdacht

NEOPresse in Wissenschaft

Wissenschaftler haben jetzt bestätigt, dass die Bayer-Haupt-Studie, auf die sich Glyphosat-Befürworter stützen, nicht widerlegt, dass Glyphosat krebserregend ist. Recherchen der „taz“ haben zudem ergeben, dass genau diese Teile aus der Studie verschwiegen werden. Damit sind sämtliche Argumente des Konzerns bezüglich der Unbedenklichkeit von Glyphosat hinfällig.

Bayer, das den Agrochemie-Riesen Monsanto gekauft hat, macht mit dem Ackergift Milliarden-Umsätze. Glyphosat ist das weltweit meistverkaufte Pestizid und steht für chemische Landwirtschaft. Zwar stufte die EU-Chemikalienbehörde Echa Glyphosat als ungefährlich ein. Doch die Krebsforschungsagentur IARC der Weltgesundheitsorganisation WHO hat Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. Deshalb wollen viele Länder das Pestizid verbieten.

In den USA sieht sich der von Bayer aufgekaufte Konzern Monsanto mit mehr als 9.000 Klagen konfrontiert, weil das Pflanzengift verschiedene Krebsarten verursacht haben soll. In Kalifornien hat ein Gericht zugunsten eines Klägers entschieden. Dem Krebskranken muss der Konzern 78 Millionen US-Dollar Entschädigung bezahlen.

Bayer hatte Berufung gegen das Urteil eingelegt und verteidigt sich mit der größten jemals durchgeführten Studie, die im Jahr 2018 im „Journal of the National Cancer Institute“ erschien. Bayer argumentierte, dass in der „Agricultural Health Study“ ebenfalls kein Zusammenhang zwischen Glyphosat und der Krebserkrankung Non-Hodgkin-Lymphom nachgewiesen werden konnte.

Der Konzern behauptet sogar, dass die Studie überhaupt keinen Zusammenhang mit Krebs feststellt. Die Studie habe 50.000 Anwender von Glyphosat mehr als 20 Jahre lang begleitet. Doch bei der Argumentation von Bayer sind Unstimmigkeiten aufgetaucht. Bayer behauptete, dass auch die Ehegatten der Anwender in die Studie einbezogen worden sind. Doch die Analyse basierte nur auf den Daten der Anwender von Glyphosat.

 

Zudem lässt Bayer Details aus der Studie weg: Zwar wird darin geschrieben, dass keine Verbindung zwischen Glyphosat und jeglichen Tumoren ersichtlich sei. Doch es gäbe allerdings einige Anzeichen für ein erhöhtes Risiko einer Leukämie-Erkrankung. Diese Erkenntnis ließ Bayer unter den Tisch fallen. Dennoch beharrte Bayer darauf, dass seine Aussagen über die Studie richtig seien. Die Autoren der Studie rieten sogar, weitere Studien zu machen, denn die Erkenntnisse über das erhöhte Leukämie-Risiko seien „besorgniserregend“.

Bio-Statistiker sind der Ansicht, dass die Studie „bedeutende Mängel“ aufweise. Sie könne den Verdacht, dass Glyphosat Non-Hodgkin-Lymphome verursacht, nicht entkräften. Viele Krebspatienten seien gar nicht als Glyphosat-Anwender eingestuft worden, obwohl sie das Pestizid benutzten. Zudem habe der Einsatz von Glyphosat in den letzten Jahren sprunghaft zugenommen. Dieser Umstand sei in der „Agricultural Health Study“ gar nicht erfasst worden. Zudem könne die Studie nicht realistisch einschätzen, wie stark die befragten Personen Glyphosat ausgesetzt waren.

Bayer tritt in die Fußstapfen von Monsanto. Der Konzern versucht mit allen Mitteln, die Unbedenklichkeit von Glyphosat zu propagieren. Zuletzt behauptete der Konzern sogar, dass „weltweit mehr als 800 Studien sowie Aufsichtsbehörden bestätigt hätten, dass Glyphosat sicher sei“. Dieser Zahlenangabe fehlen jedoch sämtliche Beweise und Quellenangaben. Die Aussage von Bayer lässt sich nicht belegen. Belegt dagegen sind unabhängige Studien, die das Krebsrisiko von Glyphosat bereits vor Jahren zweifelsfrei bewiesen haben.

 

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https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/12/18/geldgeber-gewaehren-bayer-milliarden-kreditlinie/

Banken gewähren Bayer Milliarden-Kreditlinie

Bayer hat sich mit Investoren auf eine Kreditlinie in Milliardenhöhe geeinigt.

BASF: Bayer steigt mit der Monsanto-Übernahme zum weltgrößten Anbieter von Pflanzenschutzmitteln und Saatgut auf. (Foto: dpa)

Bayer steigt mit der Monsanto-Übernahme zum weltgrößten Anbieter von Pflanzenschutzmitteln und Saatgut auf. (Foto: dpa)

Bayer sichert sich finanziell ab: Der Pharma- und Agrarchemiekonzern vereinbarte mit einer Gruppe aus 23 Finanzinstituten eine Reservekreditlinie über 4,5 Milliarden Euro. Sie löst eine Reservelinie über 3,5 Milliarden Euro aus dem Jahr 2011 ab, die niemals gezogen wurde, wie Bayer am Dienstag mitteilte. Anders als in der Vergangenheit organisierte der Konzern die Ausschreibung der Kreditlinie, an der sich die 23 Institute zu jeweils gleichen Teilen beteiligten, in Eigenregie. Die neue Reservekreditlinie hat eine Laufzeit von fünf Jahren, das Leverkusener Unternehmen kann sie zweimal um je ein Jahr verlängern.

Bayer drücken nach der knapp 63 Milliarden Dollar schweren Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto per Ende September Nettofinanzschulden von rund 36,5 Milliarden Euro.

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https://de.wikipedia.org/wiki/Freihandelsabkommen_EU-Japan

Freihandelsabkommen EU-Japan

(kurz EPA von englisch Economic Partnership Agreement, umgangssprachlich JEFTA von englisch Japan-EU Free Trade Agreement)

https://www.neopresse.com/politik/jefta-beschlossen-privatisierung-schreitet-voran-konzerne-gewinnen/

JEFTA beschlossen: Privatisierung schreitet voran – Konzerne gewinnen

NEOPresse in Politik

Das Freihandelsabkommen JEFTA ist noch nicht so vielen Menschen ein Begriff wie TTIP oder CETA. Dennoch wurde das Freihandelsabkommen JEFTA bereits seit fünf Jahren heimlich verhandelt. Es steht den drohenden Problemen von TTIP und CETA in nichts nach. Offizielle Informationen über die Verhandlungen gibt es nicht. In Deutschland redet man sich heraus: „Die Transparenzmachung der Inhalte liegt im Zuständigkeitsbereich der EU-Kommission“.

JEFTA ist wie TTIP und CETA eine reine Konzernagenda. Konzerne sollen abseits des demokratischen Rechtsstaats auf Entschädigungen klagen können, wenn sie ihre Profitmöglichkeiten durch neue Gesetze im öffentlichen Interesse geschmälert sehen. Gerichtsprozesse auf dieser Basis haben bereits weltweit zu Milliardenzahlungen von Staaten an Konzerne geführt.

JEFTA ist nun fertig verhandelt und gilt schon jetzt als ökonomisch wichtigstes Handelsabkommen der EU. Die Krux dabei ist, dass die Parlamente der EU-Länder bei diesem Abkommen nicht mehr mitbestimmen dürfen. Am Mittwoch stimmte das EU-Parlament für das Abkommen zwischen Japan und der EU. Es ist ein Schlag ins Gesicht derer, die mit viel Einsatz und Engagement für einen fairen Handel kämpfen. Denn JEFTA ist ein Konzernabkommen, das der Industrie nützt und Standards in Arbeitsrecht und Umweltschutz gefährden wird.

Mit der Zustimmung zum JEFTA-Abkommen entfernt sich das EU-Parlament noch weiter von den Interessen der Menschen. Arbeitnehmerrechte, soziale Gerechtigkeit, Demokratie und Umweltschutz werden mit dem Abkommen preisgegeben. Bereits bei der Vorbereitung zu dem Abkommen traf sich die EU-Kommission zu knapp 90 Prozent mit Wirtschaftslobbyisten. Gewerkschaften wurden gar nicht erst eingeladen oder angehört. Dementsprechend sehen die Inhalte aus: EU-Standards und Regularien können durch japanische Behörden oder Konzerne aufgeweicht oder abgeschafft werden. Eine demokratische Entscheidungsfindung bei Verhandlungen ist kaum noch gegeben.

 

Alle europäischen Vorsorgeprinzipien werden ausgehebelt. So können Produkte erst dann vom Markt genommen werden, wenn zweifelsfrei nachgewiesen ist, dass sie schädlich sind. Klima-, Arbeits- und Umweltstandards sind Makulatur. Zudem will die EU-Kommission Konzernklagen extra verhandeln. Damit will sie eine Mitsprache der nationalen Parlamente der EU-Mitgliedstaaten verhindern. Ein fairer Handel, der das Wohl der Bevölkerung in den Mittelpunkt stellt, wird somit von der EU-Kommission abgeschafft.

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https://www.neopresse.com/politik/unfassbar-bundestag-von-lobbyisten-ueberschwemmt/

Unfassbar: Bundestag von Lobbyisten überschwemmt

NEOPresse in D/A/CH

Die Lobbyisten überschwemmen den Bundestag. Dies decken ausgerechnet die Redakteure der „Wirtschaftswoche“ auf, die sich die Statistik sehr genau angesehen haben. Demnach haben auch die strengeren Regeln, denen sich der Bundestag unterwirft, nichts an diesem Phänomen geändert. Lobbyisten oder „Interessenvertreter“ dürfen im Bundestag wie Gewählte ein- und ausgehen, soweit sie einen Hausausweis haben.

778 Interessenvertreter

Insgesamt sind 778 Vertreter verschiedener Lobbygruppen im „hohen Haus“ vertreten. Die haben einen solchen Hausausweis, hat die „Wirtschaftswoche“ ermitteln lassen. Sie hat im Bundestag selbst angefragt und erstaunlicherweise erfahren, dass es damit mehr Lobbyisten als Abgeordnete gibt. Davon sitzen 709 im Bundestag.

Die Lobbyisten oder Interessenvertreter haben – angeblich – auch den Auftrag, die Kommunikation zwischen Wirtschaft und Bundestag zu verbessern. Dies dürfte jedoch lediglich eine „Geschichte“ sein – die tatsächliche Aufgabe liegt in der Interessenvertretung, wie diese Redaktion auch erwartungsgemäß vor Jahren bereits ganz offiziell von Lobbyisten in Brüssel erfuhr. Die Interessenvertretung funktioniert indes gerade in Brüssel ganz besonders gut. Ganz Brüssel ist überflutet von Lobbygruppen und –einzelvertretern. Die Töpfe, um die es dort geht, sind unwesentlich größer. Die Entscheidungen, wie aktuell etwa eine Diskussion um Plastikflaschen und deren Verschlüsse, betreffen gleich eine ganze europäische Industrie. Traurig genug, dass auch der Bundestag von mehr Lobbyisten besucht wird als von gewählten Abgeordneten. Wer regiert die Republik? Diese Frage lässt sich schon statistisch beantworten.

 

Zudem haben Wirtschaftsverbände früheren Politikern die Türen für neue Anstellungen geöffnet. Die Deutsche Bahn, die Automobilindustrie oder auch die Süßwarenindustrie sind Zeugen für diese Art von indirekter Einflussnahme. Die wenigsten Vertreter aus der Politik dürften ihrer Qualifikationen wegen in den Gremien der Wirtschaft auftauchen. In der Regel sind es schlicht die Kontakte und die Einflussnahme. Merkel-Deutschland hat diesbezüglich mit der neuen Zahl an offiziellen Lobbyisten ein Musterbeispiel fabriziert.

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MERKELs BEFRAGUNG ebenfalls am 12 . 12 . 2018 – „66.66.20666“

ERSTE BEFRAGUNG am „6 . 6 . 20666“

18 UHR???!!!?! – 6 – 6 – 6

TEILE und SPALTE und HERRSCHE  – UNTERWANDERUNG der „gelben WESTEN – PROTESTE“

WER STEUERT die LINKEN FASCHISTEN???!!!?! – ROTHSCHILD und SOROS?!

tube.com/watch?v=pXbvp68Zxis

Warnung vor Irreführung der Gelbwesten durch die gesteuerte Linke & Rechte in Deutschland

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George Soros: Eingriff in Venezuela | 20. Dezember 2018 | http://www.kla.tv/13555

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tube.com/watch?v=ACSVqlQGtwo

MERKEL/KASNER-SPITZEL  und der ?DOKTOR-TITEL?

Gilt der Migrationspakt für JEDES Land? Antwort auf Merkel

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GEORGE SOROS ist ein vampiristischer „WOLF im SCHAFS-PELZ“

tube.com/watch?v=VRI5Mjbcf1o

Das Spinnennetz des George Soros für grenzenlose Migration | 03.10.2018 | http://www.kla.tv/13115

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Wie George Soros Europas Flüchtlingspolitik instrumentalisiert | 16. Oktober 2016 | http://www.kla.tv/9170

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Wenn Gelbwesten unseren Weißwesten zu viele Schwierigkeiten …. | 21.12.2018 | http://www.kla.tv/13562

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https://kpkrause.de/2018/12/15/die-cdu-bekam-was-sie-verdient-hat/

Die CDU bekam, was sie verdient hat: AKK

Mit der Wahl von Annegret Kramp-Karrenbauer zur Parteivorsitzenden wurde der Partei „jedes Mark endgültig aus den Knochen geblasen“ – Die CDU als Gefahr für die Demokratie – Die AfD als politisches Asyl-Angebot für die Konservativen aus der CDU – „Die Altparteien müssen sterben, damit Deutschland leben kann“ – Kramp-Karrenbauers Bewerbungsrede unter der Lupe – „Mit AKK unter Merkel wird es eine Neuausrichtung der CDU nicht geben“ – „Vielleicht muss die CDU erst den Weg der SPD beschreiten, um das zu verstehen“

 

Nochmals AKK, also Annegret Kramp-Karrenbauer (Foto: picture alliance / Oliver Dietze):  Sie hat keine gute Presse, jedenfalls nicht in jenem Medienlager, das sich dem Mitschwimmen im politischen Hauptstrom und dem Beschönigen der Altparteien-Politik entzieht. Ob die CDU mit ihr als neue Vorsitzende wieder Fahrt aufnimmt, wird mit derzeit noch schwer widerlegbaren Gründen bezweifelt. Zwar hat die Partei in der Wählergunst, wenn man das jüngste (am 14. Dezember veröffentlichte) ZDF-Politbarometer als zutreffend gelten lässt, zusammen mit der CSU wieder zugelegt. Demnach stehen derzeit 30 Prozent der Wähler hinter der Union. Das sind  3 Prozentpunkte mehr als vor rund drei Wochen. Aber nach der knappen Wahl von AKK an die Parteispitze am 7. Dezember brodelt es in der Partei. Die Zerrissenheit dort ist unübersehbar – wie auch die Zerrissenheit in Deutschland insgesamt. Rund die Hälfte in der Partei hadert offen damit, dass ihr Favorit Friedrich Merz bei der Wahl nur knapp unterlag. Es sieht derzeit nicht danach aus, dass es AKK gelingt, beide Hälften zusammenzuführen. Hier ein paar Kommentarsplitter aus der Anti-Mainstream-Szenerie.

 

„Der CDU  jedes Mark endgültig aus den Knochen geblasen“

 

Knapp und kurz urteilte in der Wochenzeitung Junge Freiheit Karl-Heinz-Weißmann: „Die Wahl von Annegret Kramp-Karrenbauer zur neuen CDU-Vorsitzenden und das Scheitern von Friedhelm Merz bedeuten zweierlei: erstens, dass man der Partei endgültig jedes Mark aus den Kochen geblasen hat; zweitens, dass es die Regel ist, dass soziale Einheiten, die zum Untergang verdammt sind, immer die letzten Rettungsmöglichkeiten verkennen, die ihnen bleiben.“ (Junge Freiheit vom 14. Dezember 2018, Seite 15, in der Kolumne GegenAufklärung).

 

Die CDU als Gefahr für die Demokratie

 

Jörg Seidel (in ef-online vom 12. Dezember) sieht die CDU als Gefahr für die Demokratie: „Auch in der CDU gibt es mächtige Kräfte, die eine Erneuerung der Partei nur durch Merz oder Spahn für möglich halten, und die werden sich jetzt überlegen müssen, ob sie sich noch einmal den Mund verbieten lassen – zumal sie nicht gegen 18-jähriges Sitzfleisch angehen müssen. Das Gute daran ist: Der Riss wird sichtbar. Als der Verleger Götz Kubitschek im März des Jahres während der Dresdner Debatte zwischen den Schriftstellern Uwe Tellkamp und Durs Grünbein sagte: ‚Ich bin strikt dafür, dass alles auf den Tisch muss, der Riss noch tiefer, die Sprache noch konkreter sein muss’, da meinte er just das. Das war keine Kriegserklärung, wie man uns weismachen wollte, ein Aufruf zur künstlichen Spaltung, sondern ein Plädoyer für die Konturierung, gegen das Verwischen und Verschleiern der wahren Meinungen, letztlich also gegen das Gerede. Nun ist dieser Konflikt in der CDU auf dem Tisch. Ergebnis offen. … Die bittere Wahrheit ist nämlich: Die Probleme sind längst zu groß, um sie politisch (im demokratischen Sinne) noch lösen zu können. Ganz gleich, welche Partei – sie ist überfordert. Seidels ganzer Beitrag hier

 

AKK als Weihnachtsgeschenk für die AfD, und die CDU bekam, was sie verdient hat

 

Unter der Überschrift „Kramp-Karrenbauer ist ein Weihnachtsgeschenk für die AfD“ kommentiert Christian Rogler (ebenfalls in ef-online vom 12. Dezember) nennt AKK „den Merkel-Klon aus dem Heimatland von Heiko Maas und Erich Honecker“ und kommentiert: „Die CDU hat am Ende die Vorsitzende bekommen, die sie verdient hat und die zu ihr passt – und zu einem Land, in dem tatsächlich eine Mehrheit sich durch die „Tagesschau“ für gut informiert hält, ein Vereintes Europa als großartiges Ziel erachtet, der Meinung ist, dass Deutschland dank Angela Merkel überall auf der Welt respektiert wird, und findet, dass man mehr für den Klimaschutz sowie gegen Trump und den Rechtspopulismus unternehmen müsse.“

 

Die AfD als politisches Asyl-Angebot für die Konservativen aus der CDU

 

Für Rogler kann die AfD weiter davon profitieren, „dass die ‚demokratischen Parteien’ nichts mit ihr zu tun haben wollen. Auf diese Weise bleibt sie weit außerhalb des korrupten Kartells der Deutschland-Abwickler und bewahrt sich saubere Hände. Sie kann jederzeit nachweisen, die katastrophale Politik der Etablierten nicht mitgetragen zu haben, und sich für all jene öffnen, die nicht mehr in deren immer enger werdendes marxistisches Weltbild und in die links-schwarz-grüne Echokammer passen. … Nun aber ist klar: Eine CDU, die Konservativen Platz bietet, wird es nie wieder geben. Die AfD wird diesen nun politisches Asyl anbieten können. Sie wird sich dazu breiter aufstellen müssen. Sie wird sich auch von einigen übermäßig destruktiven Kräften trennen müssen, die nicht in der Lage sind, Kompromisse einzugehen. … „Andererseits muss sich die Partei aber auch vor Opportunisten hüten, die auf ein schnelles Mandat hoffen. Insgesamt ist eine AfD, deren Bandbreite von Liberal-Konservativen wie Georg Pazderski über christliche Rechte wie Beatrix von Storch bis zu Nationalkonservativen wie Björn Höcke reicht, gut aufgestellt. Es liegt nun an den einzelnen Akteuren selbst, diese Diversität als Chance zu sehen. Und je breiter die Partei aufgestellt ist, desto leichter wird es sein, auch jenen unverbrüchlichen Optimisten ein Angebot zu machen, die bis zuletzt an eine Wandlungsfähigkeit der CDU geglaubt hatten.“

 

Medien, Verfassungsschutz und notfalls Antifa als Sekundanten einer Stagnationsmehrheit

 

Eine Koalition der CDU mit anderen Altparteien sieht Rogler nur noch als Stagnationsmehrheit: „Mit Kramp-Karrenbauer kann sich die CDU nun an der Macht halten, solange sie noch gemeinsam mit den Grünen allein, mit SPD und Grünen zusammen, mit den Grünen und einer ausreichend linksgewirkten FDP, mit SPD und FDP zusammen oder notfalls auch mit FDP, SPD und Grünen oder SPD, Grünen und Linken zusammen eine Mehrheit auf die Beine bekommt. Eine Stagnationsmehrheit, die notfalls so lange hält, bis Deutschland als Staat aufgelöst ist, von einer sozialistischen Zentrale in Brüssel oder der Uno regiert wird oder Europa im Bürgerkrieg versinkt – sie hat ein neues Gesicht bekommen. Die Medien, ein Verfassungsschutz, der politisch auf Linie gebracht ist, eine zivilgesellschaftliche Stasi, die in Kindergärten Kinder auf Zöpfe oder Handarbeitsfähigkeiten untersucht und notfalls eine Antifa, die ‚Angriff’ heißt, werden auch Kramp-Karrenbauer bereitwillig sekundieren.“ (Roglers ganzer Beitrag hier).

 

„Die Altparteien müssen sterben, damit Deutschland leben kann“

 

Auf der Blog-Seite Die Kieker (Die Spoekenkiekerei) war am 7. Dezember zu lesen: Die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber, sagt der Volksmund. Die Wahl von Annegret Kramp-Karrenbauer zur neuen CDU-Vorsitzenden auf dem Hamburger Parteitag am 7. Dezember 2018 hat dies bestätigt. Der Niedergang der CDU wird mit der Wahl der ‚kleinen Merkel’ ungebremst weitergehen. Friedrich Merz hätte sich gegen den Untergang stemmen können, aber eine Mehrheit der Delegierten fühlte sich einfach zu wohl auf der Titanic, auf der wir so gut und gerne leben. Bye bye CDU. Für Deutschland wollen wir die Hoffnung noch nicht aufgeben. Im Untergang der CDU sehen wir eine Chance für unser Vaterland.“  Blog-Leser Chris Ritz am 11. Dezember hat es noch zugespitzt: „Die Altparteien müssen sterben, damit Deutschland leben kann.“ – Die Betreiber des Blogs lassen über sich selbst wissen: „Die Spoekenkieker schauen in die Zukunft des politisch-medialen Komplexes. Da Prognosen, besonders wenn sie auf die Zukunft gerichtet sind, schwierig sind, geht das nicht ohne Ironie, Selbstironie und auch nicht ohne Zynismus ab. Denn ein Zyniker ist, wie der Volksmund sagt, „ein Schuft, der die Dinge so sieht, wie sie sind und nicht wie sie sein sollen.“  (Quelle hier).

 

Mit der Wahl von AKK hat sich die CDU für ein „Weiter so“ entschieden

 

Der Unzensuriert-Informationsdienst aus Österreich (hier) kommentierte am 11. Dezember: „Mit der Wahl von Annegret Kramp-Karrenbauer zur neuen CDU-Chefin entschieden sich die CDU-Parteitagsdelegierten für ein ‚Weiter so’. Viele Konservative hatten gehofft, dass Merkels alter Rivale Friedrich Merz, der seit Juli an seiner Rückkehr arbeitete, die CDU aus ihrem Linkskurs herausführen würde. Doch er hat verloren, sein Ausscheiden nach dem Machtkampf mit Merkel Anfang des Jahrhunderts hatte ihn die Position gekostet. Seinerzeit sind viele konservative CDU-Parteimitglieder aus der Partei ausgeschieden – Stimmen, die dem Wirtschaftsliberalen Merz jetzt gefehlt hatten. Den Ausschlag für Kramp-Karrenbauer gaben dann wohl jene Delegierten, die Angst vor Merz hatten, ihre Pfründe zu verlieren. Die Reformer in der CDU sind nach der knappen Niederlage enttäuscht.“

 

Kramp-Karrenbauers Bewerbungsrede unter der Lupe

 

Unter der Überschrift „Rückwärts nimmer, abwärts immer“ hat Alexander Wendt auf dem Online-Portal Publico Kramp-Karrenbauers Bewerbungsrede unter die Lupe genommen, die sie auf dem Parteitag in Hamburg gehalten hat: „Wer die 20-Minuten-Bewerbungsrede Kramp-Karrenbauers hört und vor allem liest, der bekommt ein ziemlich genaues Bild dieser Politikerin. Sie beherrscht die an Merkel gemahnende Platitude (‚die CDU muss die Partei von heute sein und die Partei von morgen bleiben’), die schiefen Sätze (‚auch heute schüren unsere politischen Mitbewerber wieder Horrorszenarien’) wie auch Merkeliana, die direkt an die Höchstleistungen ihrer Vorgängerin anknüpfen (‚ich stehe hier, wie das Leben mich geformt hat’). Schön auch: ‚Wenn wir den Mut haben, dann leben wir in einem Deutschland, das die Digitalisierung lebt.’ Wirklich interessant fällt der programmatische Teil der von etlichen Medien als ‚leidenschaftlich’ gefeierten Rede aus. Da heißt es beispielsweise, die Gehaltserhöhung von Arbeitnehmern müsse endlich ‚in die Lohntüte wandern und nicht zum Finanzamt’. … Man müsse ‚den Euro endlich krisenfest machen’. Deutschland brauche ‚die besten Schulen und die bestausgebildeten Lehrerinnen und Lehrer’. Kurzum: die dann gewählte CDU-Vorsitzende hörte sich an wie eine Oppositionsführerin.“ Wendts ganzer Beitrag vom 9. Dezember hier. Ein Leser von Wendts  Beitrag, anonym, schrieb, jemand habe das Kürzel AKK mit “Alles Kalter Kaffee” übersetzt.

 

„Karrenbauers zentraler Satz: Danke, Angela Merkel“

 

Wendt meint, Frau Kramp-Karrenbauer hätte doch den Bruch mit Merkel wagen und einen radikalen Kurswechsel verkünden können. Dass niemand seinem Förderer dankbar sein müsse, habe Merkel ja an Kohl demonstriert. Aber genau das habe die Nachfolgerin nicht getan. Ihr zentraler Satz in Hamburg habe gelautet: „Danke, Angela Merkel.“ Aber Dank wofür? Etwa dafür, was der unentwegte offene Briefe schreibende Dr. Hans Penner am 12. Dezember nun auch an AKK geschrieben und  sie darin auf Merkels große Fehlleistungen hingewiesen hat? Dies ist sein Text: „Sehr geehrte Frau Kamp-Karrenbauer: „Sie haben das Erbe der Frau Dr. Merkel angetreten, eine Aufgabe, der Sie wahrscheinlich nicht gewachsen sein werden. Die Gründe zähle ich auf:

–  Die Reaktion der CDU-Delegierten auf die Rede des Delegierten Eugen

Abler  am 07.12.2018 (hier)  hat gezeigt, dass die CDU demoralisiert ist.

–  Frau Merkel hat der Islamisierung Deutschlands Tür und Tor geöffnet.
–  Frau Merkel hat die innere Sicherheit drastisch reduziert.
–  Frau Merkel hat die deutsche Kerntechnik vernichtet.
–  Frau Merkel hat den Bürgern die Schulden anderer Staaten aufgelastet.
–  Frau Merkel hat den Bürgern 2 Billionen Euro geraubt zur Finanzierung der

sinnlosen Energiewende.
–  Frau Merkel hat die Sicherheit der Stromversorgung drastisch herabgesetzt.
–  Frau Merkel hat Europa gespalten.

Mit freundlichen Grüßen Hans Penner“

 

„Mit AKK unter Merkel wird es eine Neuausrichtung der CDU nicht geben“

 

Als Kanzlerin Merkel Kramp-Karrenbauer im Februar 2018 als neue CDU-Generalsekretärin als Nachfolger von Peter Tauber präsentierte, veröffentlichte die Frankfurter Allgemeine Zeitung damals auch einen Leserbrief von Walter Modrich aus Schwäbisch-Gmünd, in dem Modrich unter anderem dies schreibt: „Ei­ne pro­gram­ma­ti­sche Neu­aus­rich­tung der CDU wird es auch mit AKK un­ter Mer­kel nicht ge­ben. Aber auch nach Mer­kel, soll­te AKK tat­säch­lich ih­re Nach­fol­ge­rin wer­den, ist ei­ne sol­che nicht zu er­war­ten. AKK ist näm­lich bis­lang nicht ge­ra­de durch ih­re Mer­kel-Kri­tik auf­ge­fal­len. Wer dar­an zwei­felt, der soll­te sich noch­mals das In­ter­view zu Ge­mü­te füh­ren, dass sie am 7. Ok­to­ber 2017 die­ser Zei­tung ge­ge­ben hat. In­so­fern ist es schon er­staun­lich, dass sich an­geb­lich al­le Re­prä­sen­tan­ten der Par­tei­füh­rung der CDU, die sich zu Wort mel­de­ten, aus­schließ­lich po­si­tiv zu die­ser Per­so­na­lie äu­ßer­ten, wie Jo­han­nes Leit­häu­ser in sei­nem Be­richt in der F.A.Z. vom 20. Fe­bru­ar be­rich­tet.“

 

„Vielleicht muss die CDU erst den Weg der SPD beschreiten, um das zu verstehen“

 

Und weiter: „Wenn dann auch noch die Grü­nen in Ju­bel aus­bre­chen, muss ei­nen das dop­pelt miss­trau­isch ma­chen. So­lan­ge es die CDU nicht schafft, sich von Mer­kel ab­zuna­beln, und die­ser selbst die Ge­stal­tung der Zeit nach ihr über­lässt, so lan­ge wird sie auch zu kei­nen pro­gram­ma­ti­schen Än­de­run­gen in der La­ge sein, die die wirk­li­chen Pro­ble­me an­ge­hen die die Bür­ger be­schäf­ti­gen, wie in­ne­re Si­cher­heit und Mi­gra­ti­on. Ein sol­cher Schritt aus ei­ge­ner Kraft wä­re je­doch drin­gend not­wen­dig, wenn die CDU ih­re Rol­le als füh­ren­de Volks­par­tei bei­be­hal­ten möch­te. Aber viel­leicht muss sie erst den Weg der SPD be­schrei­ten, um das zu ver­ste­hen, wo­bei die Ge­nos­sen es auch noch nicht ka­piert ha­ben. Ei­ne Mer­kel 2.0 ist je­den­falls kei­ne Lö­sung.“ (FAZ vom 28. Februar 2018, Seite 25).

 

Eine Lesefrucht aus Kanada über kinderlose Politiker, zu denen AKK aber nicht gehört

 

Abschließend eine Lesefrucht aus Kanada, die mir ein Freund zugeschickt hat:   „An Unusual Coincidence – An interesting observation . . . about the course of Western Democracy . . One reality about Europe’s current political leadership is summarized here:

Macron, the newly elected French President,  has no children.

German Chancellor Angela Merkel has no children.

British Prime Minister Theresa May has no children.

Italian Prime Minister Paolo Gentiloni has no children.

Holland’s Mark Rutte,

Sweden’s Stefan Löfven,

Luxembourg’s XavierBettel,

Scotland’s Nicola Sturgeon  —  all have no children.

Jean-Claude Juncker,  President of the European Commission,  has no children

Ironically it would seem that a grossly disproportionate number of the people who make the major decisions about Europe’s future have no direct personal stake in the future.“

 

Allerdings, an Annegret Kramp-Karrenbauer geht der Vorwurf vorbei. Sie hat Kinder, zusammen mit ihrem Ehemann Helmut Karrenbauer, sogar drei, geboren 1988, 1991  und 1998. Geheiratet haben beide 1984.

 

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https://www.sueddeutsche.de/panorama/missbrauch-kirche-illinois-1.4260806

USA Fast 700 Geistliche des Missbrauchs beschuldigt

Äußerte sich in der Chicago Tribune: der Bischof der Erzdiözese von Chicago, Blase Cupich (vorne links, bei einem Gottesdienst/Archivbild).(Foto: Joshua Lott/AFP)
  • Im USBundesstaat Illinois hat ein MissbrauchsSkandal um katholische Priester weit größere Dimensionen angenommen, als bisher bekannt.
  • Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft stehen Vorwürfe gegen 690 Priester und Diakone im Raum. Die Diözesen des Bundesstaats hatten zuvor 185 Beschuldigte angezeigt.

Im US-Bundesstaat Illinois haben sich möglicherweise weit mehr katholische Geistliche des sexuellen Missbrauchs schuldig gemacht als bisher bekannt. In einem am Mittwoch (Ortszeit) in Springfield veröffentlichten Bericht der zuständigen Generalstaatsanwältin Lisa Madigan ist die Rede von mehr als 690 beschuldigten Priestern und Diakonen. Durch eine Telefonhotline habe ihr Büro Hunderte von Hinweisen auf Missbrauchstaten erhalten. Viele Berichte seien herzzereißend, so Madigan.

Sollten die neuen Zahlen zutreffen, wären das über 500 potenzielle Täter mehr als die sechs Diözesen des Bundesstaates zuvor angegeben hatten. Sie hatten von 185 Beschuldigten gesprochen, die glaubhaft des Missbrauchs beschuldigt wurden. Vertreter der Diözesen wiesen die weitreichenden Anschuldigungen Madigans zurück, vor allem der Vorwurf des mangelnden Aufklärungswillens treffe nicht zu. Es sei nicht angemessen, eine Liste von Verdächtigungen zu veröffentlichen, ohne die Beschuldigungen genau überprüft zu haben.

Kriminalität Erst Missbrauch und Vertuschung, dann Scham und Bedauern
Katholische Kirche

Erst Missbrauch und Vertuschung, dann Scham und Bedauern

Hohe Geistliche sollen vom hundertfachen sexuellen Missbrauch in Pennsylvania gewusst haben. Der Vatikan entschuldigt sich spät, den Tätern drohen kaum Konsequenzen.   Von Beate Wild

Die Ermittlungen in Illinois folgen auf den Missbrauchsskandal, den die Staatsanwaltschaft des US-Staats Pennsylvania in der dortigen katholischen Kirche im August offengelegt hatte. Ihrem Bericht zufolge hatten sich dort mehr als 300 Priester in den vergangenen 70 Jahren an mehr als 1000 Kindern und Jugendlichen vergangen. Die Kirchenoberen hatten nach Überzeugung der Ermittler trotz Kenntnis der Vorgänge teils nicht durchgegriffen oder Vorfälle sogar vertuscht. Die meisten Fälle sind strafrechtlich verjährt.

Ihr vorläufiger Untersuchungsbericht zeige, dass die katholische Kirche in Illinois sich nicht selbst beaufsichtigen könne, sagte Madigan. Die Diözesen hätten gäußert, zum Zeitpunkt der Anschuldigungen seien die Priester entweder schon tot gewesen oder hätten ihr Amt nicht mehr ausgeübt. Deshalb sei es zu keinen Ermittlungen gekommen. Der Kardinal der in Illinois gelegenen Metropole Chicago, Blase Cupich, drückte in einer Mitteilung sein tiefes Bedauern darüber aus, dass die Kirche gescheitert sei, die „Geißel des sexuellen Missbrauchs“ seitens Geistlicher anzugehen. Seine Erklärung druckte die Zeitung Chicago Tribune.

Glaube und Religion Papst verurteilt Missbrauch: "Um Verzeihung bitten wird nicht reichen"

Vatikan

Papst verurteilt Missbrauch: „Um Verzeihung bitten wird nicht reichen“

In einem offenen Brief entschuldigt sich Franziskus für den hundertfachen Missbrauch an Kindern in Pennsylvania. Er nennt die Vorfälle „abscheulich“ und fordert, „harte Lehren“ zu ziehen.

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https://www.welt.de/politik/ausland/article185581522/George-Pell-Kardinal-missbrauchte-Kinder-und-niemand-soll-es-erfahren.html

Ausland Enger Vertrauter des Papstes

Kardinal missbrauchte Kinder – und niemand soll es erfahren

Im Missbrauchsprozess gegen den australischen Kurienkardinal George Pell haben die Geschworenen in Melbourne ein erstes Urteil gefällt. Ebenfalls in Melbourne gibt es noch ein zweites Verfahren gegen ihn, das sich auf Vorwürfe aus den 70er Jahren bezieht.

Quelle: WELT

Autoplay
George Pell, die Nummer drei im Vatikan, ist der bislang ranghöchste katholische Geistliche, der wegen Kindesmissbrauchs verurteilt wurde. Australische Medien dürfen wegen einer Nachrichtensperre nicht darüber berichten. Der Schuldspruch ist trotzdem in der Welt.
Er galt als Nummer drei im Vatikan und gehörte noch bis Mitte der Woche zum Beratungsgremium des Papstes: der 77-jährige Kardinal George Pell aus Australien. Jetzt wurde Pell als bislang ranghöchster katholischer Geistlicher vor einem australischen Gericht des Kindesmissbrauchs schuldig gesprochen. Darüber berichten „Katholisch.de“ und „Vatican Insider“. Das Strafmaß soll am 4. Februar 2019 verkündet werden.

Gegen ihn gibt es seit längerer Zeit Vorwürfe, sich als junger Pfarrer und später auch als Erzbischof in seiner Heimat an Jungen vergangen zu haben. Die Beschwerden reichen in Pells Zeit als Priester in seiner Heimatgemeinde Ballarat (1976-1980) und als Erzbischof von Melbourne (1996-2001) zurück. Katholisch.de berichtet, dass es sich viermal um „obszöne Handlungen in der Öffentlichkeit“ handele, einmal um „Gewalt“ gegen einen Minderjährigen in den 90er-Jahren.

Das Urteil allein wäre schon ein großer Aufreger. Doch alle Medien, die in Australien zugänglich sind, dürfen darüber nicht berichten. Das Gericht entschied sich für eine Nachrichtensperre.

Dieses Instrument, die sogenannte Suppression Order, kann in Australien ausgesprochen werden, um die Geschworenen vor Beeinflussung zu schützen. Und da Pell noch ein zweiter Prozess bevorsteht, bleibt die Nachrichtensperre vorerst bestehen. Medien, die sich daran nicht halten und in Australien digital oder gedruckt konsumierbar sind, drohen hohe Geld- oder sogar Gefängnisstrafen.

Australische Medien reagierten auf ihre Art auf das Berichtverbot. „The Daily Telegraph“ aus Sydney verrätselte das Urteil: „Es ist die größte Geschichte der Nation“, hieß es auf der Titelseite. Es gehe um ein „schreckliches Verbrechen“, und die Person „ist schuldig“.

Die „Herald Sun“ druckte in Großbuchstaben auf der Titelseite „Zensiert“. Jeder wisse, worum es gehe, die Zeitung dürfe aber nicht berichten, hieß es dort weiter.

Deutschsprachige Medien gehen unterschiedlich mit dem in Australien verhängten Maulkorb um. Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete in der gedruckten Ausgabe über das Urteil, auf dem Onlinenachrichtenportal der Zeitung hieß es: „Um was es in dem auch über Australien hinaus bedeutsamen Prozess genau geht, können SZ-Leser aus diesen Gründen nur in der gedruckten Ausgabe erfahren.“

„Pressefreiheit“

In Deutschland berichteten online neben „Katholisch.de“ zum Beispiel die „Bild“ und der Deutschlandfunk (DLF) über das Urteil, nannten dabei auch Pells Namen. „Katholisch.de“-Redaktionsleiter Björn Odendahl erklärte gegenüber „Meedia“ sein Vorgehen mit dem Wort „Pressefreiheit“. Er und seine Kollegen sähen nicht ein, warum sie sich nach dem Schuldspruch an australisches Recht halten sollten. „Danach haben wir das Informationsrecht der Bürger in Deutschland endgültig als wichtiger bewertet.“

DLF-Nachrichtenchef Marco Bertolaso argumentiert ähnlich: Das Thema sei weltweit bedeutsam. Auch für die deutsche Gesellschaft, hierzulande habe es schließlich auch viele Opfer von Missbrauch durch Priester gegeben. Und: „Wir senden und informieren im Netz für ein deutsches Publikum, jedenfalls für ein deutschsprachiges. Wir erkennen nicht, wie unsere Nachrichten Geschworene in Australien beeinflussen könnten.“ Auch WELT entschied sich aus denselben Erwägungen für die Berichterstattung.

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Ueberschrift: SIGMUND FREUD VORLESUNG 2015: ZIZEK
Bildrechte: picture alliance
Objektname: 58100937; 29.08.2018, Vatikan, Vatikanstadt: Papst Franziskus gestikuliert während er zu seiner wöchentlichen Generalaudienz im Vatikan kommt. Foto: Andrew Medichini/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ 

Ueberschrift: Papst Franziskus
Bildrechte: dpa

Auch in der Schweiz gibt es unterschiedliche Herangehensweisen an die Problematik. Die „Neue Zürcher Zeitung“ nennt Pell namentlich und berichtet über das Urteil.

Das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) hingegen schreibt nur von einem „katholischen Kardinal“ und lässt dann in einem Interview seinen Australien-Korrespondenten über die Hintergründe berichten. Auch er nennt allerdings weder Pell noch das konkrete Urteil. Ihm würden sonst bis zu fünf Jahre Gefängnis drohen, sagt er. Und weiter: „Es ist für alle Journalisten in Australien schwierig, auf dieser Story zu sitzen und nicht darüber berichten zu dürfen. Schließlich handelt es sich dabei um eine der größten Geschichten des Jahres.“

Der Papst wusste offenbar trotz der Nachrichtensperre schnell Bescheid. Am Mittwoch, nur einen Tag nachdem das Urteil gefallen war, teilte der Vatikan mit, der hochrangige Kirchenmann Pell zähle nicht mehr zum Kreis der bisher neun beratenden Kardinäle von Franziskus. Der Papst habe sich Ende Oktober schriftlich bei Pell und zwei weiteren Kardinälen, die dem Rat künftig nicht mehr angehören werden, für deren Arbeit bedankt, so Papst-Sprecher Greg Burke. Als Grund führte er unter anderem „fortgeschrittenes Alter“ an.

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https://www.neopresse.com/gesellschaft/unfassbare-zahlen-mehr-als-1-million-schueler-muessen-unterstuetzt-werden-2/

Unfassbare Zahlen: Mehr als 1 Million Schüler müssen unterstützt werden

NEOPresse in Gesellschaft

Deutschland verarmt. Dies wird zwar immer wieder verleugnet, die Zahlen jedoch sind eindeutig. Die jüngsten Meldungen betreffen Schüler. Mehr als 1 Million erhalten Geld vom Jobcenter, exakt 1.006.163 Schüler sind dabei mit Leistungen aus dem sogenannten „Bildungs- und Teilhabepaket“ bedacht worden. Dies sind mehr als 5.000 Schüler als im Jahr davor und 46.000 Schüler mehr als 2016.

Die „Passauer Neue Presse“ präsentierte diese Zahlen als Ergebnis der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Fraktion der „Linken“ im Deutschen Bundestag. Erstaunliche Zahlen, die belegen, wie die Armutsverhältnisse in Deutschland mittlerweile eskalieren, so die Meinung der Boebachter.

Schlimme Zahlen aus Berlin

Vor allem aus dem Bundesland Berlin kommen schlimme Zahlen. Dort sind 98.000 Kinder mit den Leistungen beglückt worden, auch wenn dort weniger Menschen als in den großen Bundesländern wohnen. In Bayern etwa gab es nur für 80.000 Schulkinder Unterstützung, in Baden-Württemberg gar für 89.000 Schüler. Immer noch weit weniger als etwa in Berlin.

In Nordrhein-Westfalen erhielten indes gleich 300.000 Schüler Leistungen aus diesem Paket. Dabei kam Niedersachsen auf Platz zwei und gewährte 217.000 Schülern die Hilfestellung. Konkret geht es um Zahlungen in Höhe von 100 Euro jährlich. Empfangsberechtigt sind Schüler aus sogenannten Hartz-IV-Haushalten.

 

Die Linken sind allerdings der Meinung, die Zahlungen reichten noch nicht aus. Der Pauschalbetrag ist demnach seit 10 Jahren nicht mehr angehoben worden. Insofern sind die Leistungen ein Teil der „Zementierung“ der ungleichen Verteilung in der Bevölkerung, meint die Fraktion.

Erstaunlich, so die Redaktion, ist die Verteilung im Land, die sich exakt so wiederfindet, wie Kritiker es anhand der sozialen Verteilung in den Bundesländern erwarten würde. Dass Berlin den traurigen Rekord einnimmt, spricht nach Meinung der Beobachter allerdings durchaus für sich. Dort regiert Rot-Rot-Grün.

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https://www.neopresse.com/wirtschaft/peinlich-geschaefte-mit-saudi-arabien-florieren-bestens/

Peinlich: Geschäfte mit Saudi-Arabien florieren bestens…

NEOPresse in Test

Die Geschäfte mit Saudi-Arabien hätten den politischen Äußerungen nach zuletzt etwas stocken müssen. Die Affäre um den Journalisten Kashoggi und dessen Ermordung hatte zu weite Kreise gezogen. Nun stellt sich heraus, dass die Geschäfte mit Saudi-Arabien bestens laufen. Dies berichtet etwa RT Deutsch.

Rüstungsexporte zunächst gestoppt

Tatsächlich sind die Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien derzeit zunächst gestoppt. Allerdings nur für kurze Zeit. Die Bundesregierung möchte allerdings offenbar die Geschäftsbeziehungen nach Saudi-Arabien nicht ganz zerstören. Denn die Kanzlerin selbst erklärte erst vor kurzer Zeit, sie wolle, dass die Regierung die an sich geplanten „neuen Rüstungsexportrichtlinien“ erst später „vorlegen“. Das solle im ersten Halbjahr 2019 geschehen, verlautete es aus Bonn.

Die Regierung meint noch immer, sie würde eine „restriktive und verantwortungsvolle“ Rüstungsexportpolitik „betreiben“, so ließ es auch Regierungssprecher Steffen Seibert wissen. Man würde „besorgt“ sein hinsichtlich der „Menschenrechtslage“ in Saudi-Arabien.

 

Dennoch: Die sogenannten „Hermesbürgschaften“, die Warenlieferungen von Unternehmen aus Deutschland absichern helfen, sind um insgesamt 17 % gegenüber dem vorhergehenden Jahr gestiegen. Der Ölimport nach Deutschland ist dem Betrag nach von bislang 331 Millionen Euro auf 446 Millionen Euro geklettert, so das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Das heißt, der Handel floriert, die Geschäfte laufen fast ungebremst weiter. Dazu passt, dass auch die Berichterstattung in Deutschland bezüglich der Geschäfte mit Saudi-Arabien fast ins Stocken geraten ist. Die Zahlen sind zu einem größeren Teil erst auf eine Anfrage der Partei der Grünen im Deutschen Bundestag an die Öffentlichkeit gekommen. Insofern ist die erklärte Menschenrechtspolitik der Regierung offenbar nur Makulatur, so jedenfalls zeigen sich Kritiker irritiert.

Nach den oben genannten Erläuterungen der Kanzlerin wird sich daran in den kommenden Tagen und Wochen auch nichts ändern. Im neuen Jahr ist die Diskussion typischerweise ohnehin vorbei. Insofern läuft alles wie geschmiert.

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https://kpkrause.de/2018/12/17/alles-schon-mal-dagewesen/#comment-4745

Alles schon mal dagewesen

Die katastrophale Hitze und Trockenheit im Jahr 1540 ganz ohne anthropogenes CO2 – Die jüngst beendete Klimakonferenz in Kattowitz hat wieder einmal trefflich belegt, was Menschen so alles mit sich machen lassen, ohne zu revoltieren – Ein Unglück, das die Masse Mensch noch nicht erkennen mag – Der Psychologe Gustave Le Bon hat schon 1895 gezeigt, wie man die Mensch als Masse beeinflussen kann

Wer verstehen will, warum die Klimaschutzpolitik trotz entgegenstehender Tatsachen bei den Menschen so gut ankommt, kann sich bei Gustave Le Bon informieren. Durch diesen Psychologen  (1841-1931) wissen wir: „Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet. Von den Tatsachen, die ihnen missfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern, wenn er sie zu verführen vermag. Wer sie zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr, wer sie aufzuklären sucht, stets ihr Opfer.“ Die jüngst beendete Klimakonferenz in Kattowitz hat wieder einmal trefflich belegt, was Menschen so alles mit sich machen lassen, ohne zu revoltieren.Wer sich an das Absurde gewöhnt hat, findet sich in unserer Zeit gut zurecht.“ (Eugene Ionesco). Und: „Die Wahrheit kann warten. Sie ist es gewohnt.“ (Douglas Jerrold). (Foto: Gustave Le Bon 1888, Wikipedia. Denken Sie sich den seinerzeit üblichen Bart weg, dann sieht er eigentlich viel besser aus)

Wie man die Masse Mensch in drei Schritten beeinflussen kann

Der Mediziner, Psychologe, Anthropologe und Soziologe Le Bon ist ein Begründer der Massenpsychologie, sein bekanntesten Buch Die Psychologie der Massen von 1895. In ihm erfährt man, warum Emotionalität stärker ist als Logik und wie man die Massen am besten beeinflussen kann. Möglich ist das in drei Schritten: die Behauptung, ihre Wiederholung und ihre Verbreitung.

Zunächst wird etwas behauptet, das Menschen erregt, Emotionen weckt, zu Gefühlsaufwallungen führt (Beispiel: Der Mensch heizt mit CO2 das Erdklima auf).

Zweitens ist diese Behauptung ständig zu wiederholen, ihre Folgen sind in vielen Variationen auszumalen (Beispiele: der Meeresspiegel steigt, Inseln versinken, dem Eisbär schmilzt die letzte Eisscholle unter den Füßen weg, die Unwetter werden zahlreicher und immer katastrophaler). Es ist leichter, einer Lüge zu glauben, die man schon hundertmal gehört hat, als der Wahrheit, die man noch nie gehört hat.

Drittens müssen die Medien dafür sorgen, dass die Behauptung bei möglichst allen Menschen ankommt und für sie zu einer Botschaft veredelt wird, der man als guter Mensch folgsam nachzueifern hat. Denn die Menschen neigen dazu, sogar Verrücktes für umso wahrer zu halten, je öfter es ihnen als ernsthaft zu glauben aufgedrängt wird. Schlimmer noch: Je dreister die Lüge, die man den Menschen suggestiv einbleut, desto wahrscheinlicher wird sie geglaubt und massenweise übernommen. Der Verstand ist wie weggeblasen. Auch für die eifrige Folgsamkeit gibt es ein Wort von Le Bon:Stets herrscht in der Massenseele der Diensteifer, nicht das Freiheitsbedürfnis.“ Auch Hildegard Knef selig wird wohl Recht haben: „Denken schadet der Illusion.“

Die katastrophale Hitze und Trockenheit von 1540 ganz ohne anthropogenes CO2

Wer gegen die Behauptung Tatsachen präsentiert, wer mit Vernunft und rationalem Denken bekehren will, wird abgeschmettert und nicht für voll genommen. Zu solchen Tatsachen gehört auch die lange und katastrophale sommerliche Hitze von 1540 vor 478 Jahren in Europa. Die Wenigsten von uns werden das präsent haben. Aber sehr gegenwärtig ist noch die überaus lange Hitzeperiode und Trockenheit vom Frühjahr bis Frühherbst im noch laufenden Jahr 2018. In der Tat eine extreme Wettererscheinung. Prompt wurde uns mit ihr auch weisgemacht, diese sei als ein Beleg für die von Menschen gemachte Klimaerwärmung zu werten, ausgelöst durch das anthropogene CO2 aus den Schornsteinen von Kohlekraftwerken, Auspuffrohren von Kraftfahrzeugen und Ausdünstungen der Rinder und Schweine in der heutigen Massenhaltung. Doch wie mag es dann zu der Hitzekatastrophe 1540 gekommen sein? Damals hat es dieses anthropogene CO2 doch noch gar nicht gegeben.

Ein Spiegel-Artikel von 2014 über das Jahr 1540

Ein guter Bekannter hat mich gerade darauf aufmerksam gemacht, dass vor gut vier Jahren das Magazin Der Spiegel der übergroßen Hitze und Trockenheit von 1540 einen ausführlichen Bericht eingeräumt hat. In der Überschrift ist zu lesen:  „Hitze-Jahr 1540. Wetterdaten enthüllen Europas größte Naturkatastrophe. Elf Monate kaum Regen und Extremhitze: Mehr als 300 Chroniken aus ganz Europa enthüllen die grausamen Details einer gigantischen Katastrophe im Jahr 1540. Und sie zeigen: Das Desaster kann sich wiederholen.“

Der heißeste Sommer bei weitem, elf Monate lang kaum Niederschlag

Ein kurzer Auszug aus dem SpiegelArtikel: „Nichts hatte die Katastrophe angedeutet. Das Klima hatte sich zu Beginn des 16. Jahrhunderts erholt, milde und regenreiche Jahrzehnte ließen in Europa meist üppige Ernten gedeihen, die Bevölkerung mehrte sich rapide. Medizin, Kunst und Wissenschaft erblühten, die Renaissance hielt endlich auch nördlich der Alpen Einzug. Das Jahr 1539 verabschiedete sich mit stürmischem, mildem Westwind. Es regnete viel im

Über den typischen Deutschen:  „Absolut obrigkeitshörig, des Denkens entwöhnt, typischer Befehlsempfänger, ein Held vor dem Feind, aber ein totaler Mangel an Zivilcourage! Der typische Deutsche verteidigt sich erst dann, wenn er nichts mehr hat, was sich zu verteidigen lohnt. Wenn er aber aus seinem Schlaf erwacht ist, dann schlägt er in blindem Zorn alles kurz und klein, auch das was ihm noch helfen könnte.“ (Carl Friedrich von Weizsäcker, Physiker, Philosoph und Friedensforscher)

Dezember, die Leute flüchteten in ihre Häuser. Sie ahnten nicht, wie kostbar der Niederschlag in Kürze werden sollte. Im Januar 1540 begann eine Trockenphase, wie sie Mitteleuropa seit Menschengedenken nicht erlebt hat, berichten nun Wissenschaftler, die ein riesiges Archiv an Wetterdaten heben konnten. Elf Monate fiel kaum Niederschlag, die Forscher sprechen von einer „Megadürre“. Das Jahr brach alle Rekorde: Entgegen bisheriger Einschätzung von Klimaforschern ist nicht der Sommer 2003 der heißeste bekannte – 1540 habe ihn bei Weitem übertroffen, schreibt die internationale Forschergruppe um Oliver Wetter von der Universität Bern im Fachblatt „Climate Change“. (Der Spiegel vom 2. Juli 2014, der ganze Beitrag hier).

Alles schon mal dagewesen

Immerhin ist bemerkenswert, dass der sonst ebenfalls klimaschutzhörige Spiegel diesen Beitrag gebracht hat, obwohl das Tatsachenereignis von 1540 der heutigen Behauptung von der Klimaerwärmung durch anthropogenes CO2 unübersehbar entgegensteht. Oder anders formuliert: Alles schon mal dagewesen –  ganz ohne Strom aus Kohle, ganz ohne Autos, ganz ohne Tiermassenhaltung. Doch ist die Katastrophe von 1540 nur eine von vielen Tatsachen, die die Klimaschützer nicht wissen und berücksichtigen wollen. Die wichtigeren Tatsachen habe ich auf dieser Blog-Seite immer wieder dargestellt, als Argumentationshilfe zusammengerafft vor allem hier und hier. Oder: Wer nichts weiß, muss alles glauben (hier).

Ein Unglück, das die Masse Mensch noch nicht erkennen mag

Abschließend noch einmal Le Bon: „In den Massen verlieren die Dummen, Ungebildeten und Neidischen das Gefühl ihrer Nichtigkeit und Ohnmacht; an seine Stelle tritt das Bewusstsein einer rohen, zwar vergänglichen, aber ungeheuren Kraft.“ Zu einer solchen ungeheuren Kraft ist die Klimaschutzpolitik geworden – und zu einem Unglück,

Was auf das Geldsystem gemünzt war, gilt auch für die Klimaschutzpolitik: „Die Wenigen, die das System verstehen, werden dermaßen an seinen Profiten interessiert oder so abhängig von seinen Vorzügen sein, dass aus ihren Reihen niemals eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, geistig unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne je Verdacht zu schöpfen, dass das System gegen sie arbeitet.“ (Gebrüder Rothschild, London, 28. Juni 1863 an US-Geschäftspartner)

das die Masse Mensch noch nicht erkennen mag und daher nicht verstehen will, wie ihr das Fell über die Ohren gezogen wird. Die Klimakonferenz von Kattowitz hat diesen kriminellen Ausbeutungsvorgang noch ein Stück weitergetrieben.

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http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/hitze-und-duerre-1540-katastrophe-in-europa-im-mittelalter-a-978654.html

Hitze-Jahr 1540 Wetterdaten enthüllen Europas größte Naturkatastrophe

Elf Monate kaum Regen und Extremhitze: Mehr als 300 Chroniken aus ganz Europa enthüllen die grausamen Details einer gigantischen Katastrophe im Jahr 1540. Und sie zeigen: Das Desaster kann sich wiederholen.

Corbis

Hamburg Nichts hatte die Katastrophe angedeutet. Das Klima hatte sich zu Beginn des 16. Jahrhunderts erholt, milde und regenreiche Jahrzehnte ließen in Europa meist üppige Ernten gedeihen, die Bevölkerung mehrte sich rapide. Medizin, Kunst und Wissenschaft erblühten, die Renaissance hielt endlich auch nördlich der Alpen Einzug.

Das Jahr 1539 verabschiedete sich mit stürmischem, mildem Westwind. Es regnete viel im Dezember, die Leute flüchteten in ihre Häuser. Sie ahnten nicht, wie kostbar der Niederschlag in Kürze werden sollte.

Im Januar 1540 begann eine Trockenphase, wie sie Mitteleuropa seit Menschengedenken nicht erlebt hat, berichten nun Wissenschaftler, die ein riesiges Archiv an Wetterdaten heben konnten. Elf Monate fiel kaum Niederschlag, die Forscher sprechen von einer „Megadürre“.

Das Jahr brach alle Rekorde: Entgegen bisheriger Einschätzung von Klimaforschern ist nicht der Sommer 2003 der heißeste bekannte – 1540 habe ihn bei Weitem übertroffen, schreibt die internationale Forschergruppe um Oliver Wetter von der Universität Bern im Fachblatt „Climate Change“.

Das Vorspiel

Klimamodelle können solch extreme Phasen der Witterung nicht darstellen, haben die Experten entdeckt. Auch die Jahresringe von Bäumen fallen als Indikatoren aus – denn Hitzestress stoppe das Pflanzenwachstum. Das 32-köpfige Forscherteam hat nun aber erstmals Daten aus mehr als 300 Chroniken aus ganz Europa zusammengeführt, etwa Aufzeichnungen von Landwirten, Kirchen oder Schleusenwärtern – sie enthüllen Europas größte Naturkatastrophe.

Dass das Jahrtausenddesaster bereits 1539 Schwung aufnahm, blieb nördlich der Alpen unbemerkt. In Spanien hielten die Menschen seit Oktober Bittprozessionen für Regen ab. Und im Winter war es in Italien trocken und warm „wie im Juli“, heißt es in einer Wetterchronik. Heute wissen Meteorologen, dass Trockenheit im Süden oft Vorbote für andauernde Hitze im Norden des Kontinents ist.

Im Januar kam die Trockenheit noch gelegen, weder Eis noch Schnee beeinträchtigen das Alltagsleben. Doch eine fatale meteorologische Zweiteilung festigte sich: Während Russland im Frühjahr über anhaltenden Schnee und Regenfluten klagte, wunderten sich die Mitteleuropäer über fortwährenden Sonnenschein und sternenklare Nächte. „Es regnete nur mal drei Tage im März“, notierte der Winzer Hans Stolz im Elsass.Kollaps am Weinberg

Der Boden trocknete aus, er brach vielerorts wie Knäckebrot. Risse waren so tief, dass Leute ihre Füße darin baumeln lassen konnten, heißt es in einer Chronik. Was trockener Boden auslösen kann, ist seit 2003 allseits bekannt: Weil kein Wasser verdunsten kann, wobei Wärme verbraucht würde, heizt sich die Luft weiter auf. „Diese Rückkopplung hat die Hitzewelle 1540 stabilisiert“, berichtet Sonia Seneviratne von der ETH Zürich.

Das Sonnenwetter führte in Mitteleuropa zur Katastrophe. Mindestens dreimal so viele Tage wie üblich waren 1540 mehr als 30 Grad heiß. Als Erste traf es die Tiere, viele verdursteten oder starben an Hitzschlag. Unzählige Menschen brachen bei der Arbeit auf Feldern oder in Weinbergen zusammen. Spannungen verschärften sich zu Verfolgungen und Hinrichtungen. Menschen verbarrikadierten sich aus Angst vor Gewalt. Die Gesamtzahl der Toten bleibe unklar, sagt Rüdiger Glaser von der Uni Freiburg.

Ein Vergleich lässt Schlimmes erahnen: Im Hitzesommer 2003 starben trotz moderner Zivilisation in Mitteleuropa schätzungsweise 70.000 Menschen aufgrund der Witterung. Die Hitze von 2003 galt bislang als Folge der teils menschengemachten Klimaerwärmung. Doch so einfach ist es wohl nicht: Dass es 1540 ohne den künstlich verstärkten Treibhauseffekt zu einer noch schlimmeren Hitze gekommen sei, relativiere die Beurteilung des menschlichen Einflusses auf das Wetter 2003, sagt Glaser.

Zu Fuß durch den Rhein

Immer verzweifelter suchten die Menschen nach Trinkwasser im Sommer 1540. Selbst anderthalb Meter unter manchem Flussbett in der Schweiz fand sich „kein Tropfen“, wie der Chronist Hans Salat notierte. Brunnen und Quellen, die nie zuvor trocken gefallen waren, lagen brach. Die anderen wurden streng bewacht, ausgeschenkt wurde nur beim Glockenschlag. Verunreinigtes Wasser ließ Tausende an Ruhr sterben, einer Entzündung des Dickdarms.

Der Pegel des Bodensees sank so weit ab, dass die Insel Lindau im Sommer 1540 mit dem Festland verbunden war, was sonst höchstens mal im Winter geschieht, wenn der Niederschlag in den Bergen als Schnee liegen bleibt und verzögert in den See fließt. „Der See war so klein“, wunderten sich Chronisten.

Bäche trockneten aus, Flüsse wurden immer schmaler. Selbst große Ströme wie Elbe, Rhein und Seine „waren so klein, dass man zu Fuß durchging“, notierten Zeitzeugen. Während durch die Elbe im sogenannten Jahrhundertsommer 2003 noch etwa die Hälfte der üblichen Wassermenge geflossen sei, wäre es 1540 noch gerade mal ein Zehntel gewesen. „Ein Rekordereignis“, konstatieren die Forscher.

Europa in Rauch verhüllt

Keinen ganzen Tag Regen habe es gegeben zwischen Februar und Ende September, schrieb ein Heinrich Bullinger 1540 in Zürich. In Franken registrierten Landwirte bis August nur an 19 Tagen Regentropfen. Übers ganze Jahr 1540 habe es im mitteleuropäischen Durchschnitt gerade mal ein Drittel so viel Niederschlag gegeben wie üblich, berichtet Christian Pfister von der Universität Bern. „Den ersten längeren Guss gab es erst wieder 1541.“

Die Ernte verdorrte. „Preise für Mehl und Brot gingen durch die Decke“, schreiben die Wissenschaftler. Bereits Anfang August verloren die Bäume ihre staubtrockenen Blätter, „als ob schon Herbst wäre“, protokollierte ein Chronist aus Ulm.

Dann kam das Feuer. Der trockene Boden entzündete sich, Wald- und Buschbrände loderten übers Land – und sie krochen in die mit Fachwerkhäuschen eng bebauten Städte. Mehr Gemeinden als je sonst zu Friedenszeiten im vergangenen Jahrtausend wurden von Flammen zerstört, berichtet Pfister. Wochenlang verhüllte grauer Rauch den Kontinent, hinter dem Sonne und Mond als blassrote Schimmer fast verschwanden.

Was passiert, wenn es sich wiederholt?

Was passiert, wenn sich das Wetter von 1540 wiederholt? „Die Folgen wären dramatisch“, warnt Pfister. Ein Massensterben von Tieren sei zu erwarten, Kühlwasser für Atomkraftwerke würde knapp, der Warentransport über Flüsse käme großteils zum Erliegen, und über die Folgen für die menschliche Gesundheit lasse sich nur spekulieren.

„Die Katastrophe von 1540 sollte eine Mahnung sein, was geschehen kann“, sagt Pfister. Niemand sei vorbereitet auf solch einen Extremfall. „Ich hoffe, wir müssen so etwas nie erleben.“ Der menschengemachte Treibhauseffekt erhöhe allerdings die Wahrscheinlichkeit für schlimme Hitzewellen, gibt Glaser zu bedenken.

Ob rechtzeitig gewarnt werden könnte, bleibt fraglich – die Ursachen sind weitgehend unklar: Über die Wetterentwicklung von 1540 lasse sich allenfalls spekulieren, sagt Sonia Seneviratne. Selbst eine frühjährliche Dürre eigne sich nur bedingt als Indikator: 2011 fiel der Frühling in Mitteleuropa ähnlich trocken aus wie 2003, ohne dass sich die Dürre in den Sommer gezogen hätte.

Der Jahrtausendwein

Einen einzigen Trost gab es für die Katastrophe von 1540. Die Hitze schuf einen Jahrtausendwein mit extrem hohem Zuckergehalt – „er sieht im Glas aus wie Gold“, schwärmte ein Chronist. Schweden, die 1631 Würzburg besetzten, fahndeten vergeblich nach dem Wein – die Fässer waren vorsorglich eingemauert worden. Noch im 19. Jahrhundert ersteigerte ein englischer Händler einige Fässer.

Letzte Flaschen liegen heute im Weinmuseum in Speyer. In den Sechzigerjahren kosteten Auserwählte das Getränk. Es seien erhabene Momente gewesen, berichtet Rüdiger Glaser: Für einen Augenblick habe der Wein auf den Zungen den „einmaligen Spirit“ erahnen lassen. Dann zerfiel er zu Essig.

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DIE PENETRANTEN GRÜNEN LÜGNER und NATUR-VERBRECHER

 

https://www.eike-klima-energie.eu/2018/12/18/annalena-baerbock-in-deutschland-emittiert-jeder-buerger-9-gigatonnen-co2/

Annalena Baer­bock: In Deutsch­land emittiert jeder Bürger 9 Giga­tonnen CO2

Grünen Vorsitzende Annalena Baerbock bei Maybrit Illner am 13.12.18, Bild Screenshot zdf

Helmut Kuntz
In Deutschland wird nicht nur viel CO2 emittiert, auch der emittierte Unsinn erreicht immer neue Rekorde. Bei Maybritt Illner ereignete sich jüngst einer.

Annalena Baerbock, der (Blend-)Granatwerfer im Klimak(r)ampf

Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass beim Thema Klimak(r)ampf selbst das niedriegste Niveau unterboten werden kann – es aber keinem „Experten“ auffällt, weder dem Physiker Rahmstorf, noch dem ehemaligen TESLA Mann Schröder, -, war die Maybrit Illner-Talkrunde vom 13.12.2018 wieder ein schlagender Beweis.

Video mit den gröbsten Fehlern grüner Spitzen-Politiker zu CO2 Emissionen, Energieversorgung und dem Pariser 2 ° Ziel. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass diese  Spitzenleute der Grünen nicht die Bohne von Ahnung von dem haben, wovon sie ständig reden, hier wird er geliefert. „9 Gt/Kopf Emission in Deutschland“, „Energie-Verbrauch zur Mittagszeit von ungefähr 80 GB“ statt 80 GW Leistung zur Deckung des Stromverbrauches und zum Schluss Hofreiters Toni, immerhin einer der Spitzenleute mit akademischem Abschluss und Promotion in Biologie will noch, „noch das 2 % Ziel“ schaffen. Nicht, dass es bei den anderen Parteien – ausgenommen die AfD einen Deut besser wäre. Wer glaubt denen noch?

Mit Dank an FMD’s TV-Channel an die Zurverfügungsstellung dieser entlarvenden Ausschnitte.

Insbesondere Frau Baerbock fiel auf, denn sie meinte zeitweise, die Sendung mit ihrem „Universalwissen“ und als Vertreterin der „einzigen, die wirklichen Wahrheiten und Probleme unseres Planeten erkennenden und vertretenden Partei“ jedem – der dazu kritische Anmerkungen machte – beliebig ins Wort fallen zu dürfen (wobei sie von der Moderatorin nicht gebremst wurde).
Der ehemalige Tesla-Vertriebsmanager von Deutschland, Philip Schröder, fabulierte, dass es über 100.000 Energiespeicher in Deutschland gäbe. Er führte nicht aus, was für welche es sind und schon gar nicht, mit welcher Gesamtkapazität, wollte wohl eher auch anwesende Politiker darauf hinweisen, dass erforderliche Subventionen (wie er sie seitens Tesla und vom E-Auto halt kennt) fehlen. Anzunehmen ist, dass er als Speicher die Akkus der derzeit ca. 75.000 Elektroautos und eventuell zusätzliche, private Akku-„Kellerspeicher“ meinte.
Frau Baerbock zeigte anhand von diesem Beispiel erhellend, wie sie zu ihrem „unbezweifelbaren Universalwissen“ gelangt: Sie leitete aus Herrn Schröders fabulösen Aussagen in einer Diskussion mit FDP-Chef Lindner glatt ab, Deutschland hätte bereits ausreichend Stromspeicher für die Energiewende und belegte damit erneut [1], dass sie von Elektroenergie wirklich keine Ahnung hat.

Und so darf angenommen werden, dass sie auch nicht weiß, dass Akkuspeicher die teuerste, bekannte Speicherform sind und bei einem wirklich ausreichendem Ausbau die Strompreise geradezu explodieren lassen würden:
EIKE 01. Oktober 2018: 90 Millionen US-Dollar für eine Tesla-Batterie in Süd-Australien, 28.224 Milliarden EUR dafür in Deutschland
Die (neben-) Problematik der ELektroautos als Energiespeicher dürfte ihr wohl ebenfalls ein verschlossenes Rätsel sein:
EIKE 2. Januar 2018: Das Elektroauto erzeugt nur Gewinner – und man verdient sogar Geld damit
Professor Rahmstorf (PIK und ausgewiesener Klimaalarmist) zeigte ein schmunzelndes Dauerlächeln. Er merkte: Die Gefahr, dass die Klimawandelhysterie vorzeitig enden könnte, ist in Deutschland nicht vorhanden. Zu viele Profiteure haben sich darin schon wohlig eingerichtet und „Gelbwesten“ gibt es in Deutschland nicht.

Jeder Einwohner Deutschlands emittiert jährlich 9.000.000.000 t CO2 (anstelle der richtigen 9 Tonnen)

Und dann sagte Frau Baerbock wirklich (bei 31:02): „Deutschland hat pro-Kopf Emission von 9 Gigatonnen pro Einwohner“ …
Und niemandem in der „Expertenrunde“ fiel der Unsinn mit dem Faktor 1.000.000.000 auf!

Weiteres zu dieser Talkrunde des (leider) nicht mehr enden-wollenden Wahnsinns ist nachzulesen bei:
EIKE: GLAUBE VERSUS WIRKLICHKEIT — Maybrit Illner im Klima-TV

GRÜN agiert alleine mit angelernten Schlagwörtern ohne jegliches Hintergrundwissen

Lässt man nur einige der von GRÜNEN „Fachperson*Innen“ getätigten Darstellungen zu Energiethemen Revue passieren, erkennt man schnell, dass die Versprecher und unsinnigen Darlegungen wohl vorwiegend darauf zurückzuführen sind, dass diese Person*innen kein Wissen darüber haben, sondern lediglich angelernte Schlagwörter replizieren. Sind sie auch nur ein bisschen aufgeregt oder im Vortragsstress, sagen sie den größten Unsinn, verwechseln heillos wichtige Begriffe – und merken es nicht.
EIKE: Herr Hofreiter ist sich sicher, dass es keine Dunkelflauten geben kann. Doch das Wetter führt vor, dass es solche regelmäßig auch über ganz Europa erzeugt
EIKE 23.07.2018: Deutschland kann 100 Prozent Ökostrom
EIKE 24.01.2018: GRÜNE Energieexpertin: Das Netz fungiert als Speicher
EIKE 11. September 2017: Die GRÜNEN: Es mangelt weder an erneuerbaren Energien noch an der Entwicklung von Speichern und Netzen
EIKE 15.08.2017: Cem Özdemir versucht sich in Energie
EIKE 26.03.2017: Wie geil ist das denn, wir können Energie erzeugen, ohne die Landschaft kaputt zu machen

Die einzige „Entschuldigung“ dafür ist: Die Expert*Innen von SPD, CDU, CSU und Freien Wählern haben sich zwischenzeitlich diesem „Niveau“ weitgehend angeglichen [2] [3] [4]. In Deutschland reicht es mittlerweile ja aus, die „richtige Meinung“ zu haben. Wer dann noch zielsicher erkennen kann, welche Darstellung „Rääächts“ ist, gilt als Experte.

Quellen

[1] EIKE 24.01.2018: GRÜNE Energieexpertin: Das Netz fungiert als Speicher

[2] EIKE 3.10.2018: Deutschland hat Ökostrom im Überfluss und kann damit Belgien zu jeder Zeit mit Energie aushelfen

[3] EIKE 30. November 2018: Energiekompetenz in Bayern: Sonne und Wind stellen keine Rechnung

[4] EIKE 31. März 2018: Weil alle voneinander abschreiben, merkt keiner mehr, wenn etwas daran falsch ist – zur Bundestagsdebatte Umwelt

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https://www.neopresse.com/umwelt/aufgedeckt-umweltsuende-windraeder-viele-werden-abgeschaltet/

AUFGEDECKT: Umweltsünde Windräder – Viele werden abgeschaltet

NEOPresse in D/A/CH

Der „Spiegel“ berichtete nun über den Tod von tausenden Windrädern. Die rentieren sich plötzlich nicht mehr, weil die staatliche Förderung ausläuft. Das Projekt scheint zu scheitern. Bis zum Ende des Jahres 2025 werden gut 25.000 Windkrafträder abgeschaltet. Dies sollte gut 30 % der gesamten Energieleistung entsprechen, die heute in Deutschland aus dieser Quelle noch zur Verfügung steht. Die Energiewende steht vor einem „Problem“. Die Lobby auch. Sie kann die alten Räder nicht einfach durch neue ersetzen lassen, denn die Genehmigung ist inzwischen teils nicht mehr möglich. Die „Abstandsregeln“ werden nicht eingehalten….

Grüne – was nun?

Die Grünen und Angela Merkel, die Kanzlerin der Energiewende, werden sich dafür eine Lösung überlegen. Im Zweifel gibt es noch das Gesetzgebungsverfahren. Dies ändert jedoch nichts daran, dass die Umweltverträglichkeit nicht besonders ausgeprägt ist. Darüber haben wir an anderer Stelle bereits ausführlich berichtet.

Zudem ist die Energie ohnehin zu teuer, die so produziert wird. Auch darüber haben wir berichtet:

 

„Dr. Merkel, die SPD und die Bündnisgrünen werden die Welt nicht mehr verstehen. Mehr WIND = HÖHERE ENERGIEPREISE lautet die Formel in Deutschland. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) raubt uns regelrecht aus. Profiteure sind unsere Nachbarn. Die bekommen Strom günstiger. Und aktuell verhandeln die Experten ihre Jamaika-Koalition.

Mehr Wind

Wir haben zuletzt durch die Turbulenzen von „Herwart“, dem Unwetter der vergangenen Tage, mehr Wind erzeugt. Eine gute Nachricht – zunächst. Denn damit ist es zu deutlich mehr Windkraft bzw. Windenergie gekommen. Der Preis ist in den Keller gefallen – zumindest für einige (vgl. zu den Fakten selbst etwa https://www.welt.de/wirtschaft/energie/article170189224/Strompreis-Kollaps-durch-Herwart-offenbart-Wahnsinn-der-Energiewende.html). An der Energiebörse EEX sind die Preise für den elektrischen Strom sogar ins Negative gefallen. Wer also Strom anbot, zahlte denjenigen, die kauften.

Der Preis betrug zuletzt sogar durchschnittlich -52,11 Euro pro Megawattstunde. An sich wird Strom für etwa 37 Euro pro Megawattstunde verkauft. Kein Markt der Welt kennt einen Preisrutsch ins Negative, wenn es ein Überangebot gibt. Und kein Markt der Welt kennt es, dass Dritte, in diesem Fall wir als Verbraucher, am Ende sogar noch mehr zahlen müssen.

 

Grundlage ist unser „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ (EEG). Dieses Gesetz zerstört wie jede staatliche Maßnahme die Marktmechanismen . Wer Windkraft produziert, darf seinen Strom einspeisen. Die Betreiber müssen diese „Ware“ kaufen – und zwar zu einem fixen Preis. Wenn dann zu viel Strom vorhanden ist, müssen die Betreiber diesen Strom über die oben genannte Börse EEX verkaufen.

Folge ist allerdings nicht, dass Sie weniger für Ihren Strom bezahlen. Vielmehr wird der Unterschied zwischen dem „garantierten“ Preis und dem tatsächlichen Preis am Markt (an den Börsen) größer. Dies wird den Betreibern letztlich durch Subventionen vergütet, sodass die „EEG-UMLAGE“ am Ende steigt. Diese Subvention zahlen Sie. Aktuell beträgt sie 6,88 Cent pro Kilowattstunde. Die Energieumlage ist im Laufe der vergangenen 15 Jahre von etwa 1 Cent pro Kilowattstunde auf nunmehr fast 7 Cent gestiegen.

Das heißt: Sie zahlen mehr für Ihren Strom, je mehr Windkraft produziert wird. Gleichzeitig dreht sich das Rad allerdings weiter. Denn die überschüssigen Mengen werden ins Ausland geliefert. Die kaufen den günstigeren Strom ein und reduzieren die Produktion aus den eigenen Kraftwerken unmittelbar. Der Strom wird teils genutzt, um etwa in der Schweiz oder in Österreich „Pumpspeicherbecken“ zu füllen. Der Strom, der in diesen Kraftwerken dann produziert wird, wird nachher zu höheren Preisen wieder nach Deutschland verkauft. Ein perfektes Geschäft.“

Aber Angela Merkel wird auch dieses Problem lösen….

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https://www.eike-klima-energie.eu/2018/12/20/neuer-auto-hammer-aus-bruessel-jetzt-ist-der-benziner-dran/

Neuer Auto-Hammer aus Brüssel – jetzt ist der Benziner dran!

Fotolia

von Holger Douglas
Brüssel bekämpft die individuelle Mobilität insgesamt!
Nach dem Diesel erfolgt wie erwartet der nächste Schlag gegen den Benziner: Die CO2-Grenzwerte werden drastisch abgesenkt. Der mögliche Ausweg, der Diesel, wurde schon vorher zerstört – so bleiben faktisch keine Alternativen.

Die EU will das Auto und die Autoindustrie endgültig zerstören, anders kann man das aktuelle Geschehen kaum einordnen. Die Vertretung der EU-Staaten, des Europaparlamentes und der Kommission jedenfalls haben am Montagabend beschlossen, daß die Grenzwerte für CO2 schon bis zum Jahre 2030 um 37,5 Prozent sinken müssen. Davor muss schon bis 2025 der Ausstoß 15 Prozent CO2 um 15 Prozent gesenkt werden. In der Summe ist das ein gewaltiger Schritt.

Die Pläne sind im Tollhaus EU also gegenüber den früheren Plänen deutlich verschärft worden. Bei den Beratungen Anfang Oktober war eine Senkung der CO2-Grenzwerte um 35 Prozent im Gespräch. Deutschland wollte 30 Prozent, das Europaparlament 40 Prozent weniger von jenen 95 Gramm CO2, die Neuwagen im Flottendurchschnitt ausstoßen dürfen.

Dieser Schlag der EU trifft vorwiegend den Benzinmotor. Denn der produziert zwar weniger NOx, dafür aber mehr CO2. Ein Grund übrigens, warum in Amerika die CO2 Grenzwerte relativ hoch sind. Dort fahren überwiegend großvolumige langsam drehende Benzinmotoren. Treppenwitz der Geschichte: Laut Internationaler Energieagentur sinkt in den USA der CO2 Ausstoß deutlich mehr als beim selbsternannten »Klimamusterknaben« Deutschland.

Als Vergleich: Derzeit liegt der rechnerische Durchschnitt für CO2 Ausstoß im Abgas der Autos in Europa bei 118 Gramm CO2 pro Kilometer.

Die Illusion der Machbarkeit

Diese neuen herabgesetzten Werte der EU sind mit Verbrennungsmotoren nicht mehr zu erreichen. Eine Verbrennung bedeutet immer Kohlendioxid als Produkt dieser chemischen Reaktion. Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Verbrauch und Verbrennung.

Bei einem CO2 Ausstoß von rund 60 Gramm pro km dürfte ein Auto 2,6 Liter pro 100 Kilometer verbrauchen (im sogenannten Flottenverbrauch). Jedermann ist klar: illusorisch.

Das wagt die EU aber nicht zu sagen, weil jedem sofort klar wäre, dieser Wert gehört ins Reich der Phantasie. Reiner Unsinn, wenn Verbraucherverbände, die angeblich den Schutz der Verbraucher auf der Fahne haben, die neue EU-Regelung begrüßen. Denn davon habe auch der Verbraucher etwas: Autos, die weniger verbrauchen.
Es haben sich die Hardliner durchgesetzt, die unter allen Umständen der Autoindustrie an den Kragen wollen.

Für die Automobilindustrie bedeutet das, mehr Elektroautos zu bauen – auch wenn die niemand kauft, weil sie teurer sind und schlechtere Leistungen als Verbrenner bieten. Bei den Elektroautos steht der Auspuff mit den achso schädlichen CO2 Emissionen nur am Stadtrand, dort wo die großen Kohlekraftwerke noch stehen. Dort stößt er übrigens laut Umweltbundesamt 489 Gramm CO2 pro Kilowattstunde erzeugten Stroms aus.

Das wiederum könnte Umweltterrortrupps wie dem ominösen Verein »Deutsche Umwelthilfe e.V.« auf die Spur bringen, auch dagegen zu klagen. Denn Elektroautos sind nicht umweltfreundlicher als Verbrenner. Aber sie eignen sich besser zur Selbsttäuschung.

Wie Hohn müssen die Worte des »EU-Klimakommissars« Miguel Arias Cañete in den Ohren der Beschäftigten in der Autoindustrie klingen: ehrgeizig und ausgewogen sei die Vereinbarung.

Der Verband der Automobilhersteller sagt: »Niemand weiß heute, wie die beschlossenen Grenzwerte in der vorgegebenen Zeit erreicht werden können.« Das hatten wir schon einmal, als vor knapp zehn Jahren die heute geltenden Grenzwerte beschlossen wurden. Grenzwerte eben ein mittlerweile erprobtes Kampfmittel gegen eine Industrie.

Der Beitrag erschien zuerst bei TE hier

Anmerkung der Redaktion:

Und um das Maß voll zu machen, arbeitet die SPD weiter daran, die wirtschaftliche Basis vor allem ihrer Klientel zu zerstören. Sie lässt ihren Obermediziner Karl Lauterbach im FOCUS das baldige Verbot von Benzinern fordern. Hier

Der FOCUS schreibt

Fahrverbote für Benziner? Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt vor dem Kauf von Benzinmotoren. Diese verursachten „mehr Klimawandel“ und würden künftig ebenfalls mit Fahrverboten belegt.

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https://www.eike-klima-energie.eu/2018/12/20/wind-und-sonne-totaler-flop-zur-energieversorgung-trotz-30-jahre-massiver-subvention/

Wind und Sonne -Totaler Flop zur Energieversorgung, trotz 30 Jahre massiver Subvention

Thorben Wengert / pixelio.de – Windkraftanlage

Stopthesethings
Die Idee, dass wir eines Tages ausschließlich von Energie aus Sonnenschein und Winde versorgt werden, ist infantiler Unsinn. Keine versuchsweise „Insellösung“ oder gar eine moderne Wirtschaft konnten sich jemals erfolgreich nur mit Wind- und Sonnenenergie versorgen. Trotzdem wird uns immer wieder vorgekaut, dass unser „Übergang“ in eine wind- und sonnengetriebene Zukunft „unvermeidlich“ ist.

Lehnen Sie sich einen Moment zurück und bedenken Sie, dass die Wind- und Solarindustrie in den letzten 30 Jahren hunderte Milliarden an Subventionen erhalten hat und dass ihre kombinierte Energielieferung jedoch kaum mehr als einen Rundungsfehler der Statistik ausmacht.

Während die Energieausbeute von Wind und Sonne auf globaler Ebene trivial ist, sind die Kosten für die Integration in das Stromnetz dieses erbärmlichen Paares weit von gut-und-böse entfernt.

Allein in Australien werden die Subventionen für Wind und Sonne im Rahmen des Large-Scale-RET [~ Zielmarge der EE] der Australischen Bundesregierung bis zum Auslaufen dieser Vorgabe mehr als 60 Milliarden US-Dollar im Jahr 2030 betragen. Subventionen für inländische Solardachanlagen werden weitere rund 20 Milliarden US-Dollar hinzufügen.

Aber die prozentuale Aufzählung der installierten Wind- und Solar-Nennleistung führt in die Irre. Nach Sonnenuntergang an einem atemlosen Sommertag wird weder Wind noch Sonne überhaupt Strom erzeugen. Dann wird Ihnen erzählt, dass Energie in großen Batterien im Netz gespeichert wird: das ist dann genau das: eine Erzählung. So tugendhaft der Haushalt auch sein mag, seine Bewohner verbrauchen Energie aus Kohlekraft, genau wie wir alle.

Die Wind- und Solarindustrie hat bereits die besten Jahre hinter sich, um ihre Funktionalität zu beweisen.

Wenn es tatsächlich einen Markt für chaotisch gelieferte gelegentliche Energie gäbe, dann wären keine weiteren Subventionen, Mandate, Zielmargen oder Geldbußen erforderlich. Erwarten Sie jedoch nicht, dass die Anleger, die vom größten Betrug der Geschichte profitieren, in naher Zukunft ihren unersättlichen Appetit auf das Geld anderer aufgeben.

Wie Peter Foster betont, ist es eine große Herausforderung, diese Charaktere dazu zu bringen, etwas einzugestehen.

 

Ein weiterer Bericht gibt widerwillig zu, dass „grüne“ Energie ein katastrophaler Flop ist.

Business Financial Post, Peter Foster , 22. November 2018

Im letzten „Welt Energie Ausblick“ (WEO), der letzte Woche von der Internationalen Energieagentur veröffentlicht wurde, befinden sich hunderte an Grafiken, Diagramme und Tabellen. Es gibt jedoch eine grundlegende Information, die Sie für sich selbst herausfinden müssen: den Prozentsatz des globalen Primärenergiebedarfs, der durch Wind und Sonne abgedeckt wird. Die Antwort ist 1,1 Prozent.

Die Berge der Politik haben gekreist und nicht nur eine Maus geboren, sondern – wie der Bericht widerwillig erkennt – eine enorm störende Maus.

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat sich in den letzten Jahren zu einer zunehmend schizophrenen Organisation entwickelt. Als Quelle für Energieinformationen und als Quelle für die klimagerechte Agenda der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung, muss sie den „Übergang zu einer CO2-armen Zukunft“ ansprechen und gleichzeitig mitteilen, dass dies nicht der Fall ist. Aber es wird schon werden!

Dieser Bericht sollte der liberalen Regierung von Justin Trudeau [Kanadischer Premierminister] zutiefst peinlich sein, die sich vor eine Bewegung stellt, die sich nirgendwohin bewegt. Obwohl, diese Regierung zeigt durchaus eine echte Führungsrolle auf dem kraftvolleren Übergang in die proklamierte Zukunft: dem Absterben der fossilen Brennstoffs Industrie durch Erlass. Im WEO-Bericht wird erneut darauf hingewiesen, dass die Nutzung fossiler Brennstoffe weltweit und die damit verbundenen Emissionen bis 2040 zunehmen werden, da Öl, Gas und Kohle das Energiebild weiterhin dominieren.

Trotz allem, wird aber auch um das Geschäft mit Wind und Sonne gekämpft. Solarpanels hatten im Jahr 2017 ein „Rekordjahr“. Das chinesische Solargeschäft boomt, der Zuwachs von neuen Windkraft- und Solaranlagen übertrafen die Zuwächse fossiler Brennstoffe im Jahr 2017, getrieben durch politische Unterstützung und sinkende Kosten. „Politische Unterstützung“ bedeutet Subventionen im Wert von mehreren hundert Millionen Dollar. Obwohl die Kosten sinken, ist Solar mindestens doppelt so teuer wie Kohle und fast doppelt so teuer wie Gas.

Schließlich und vor allem bestätigt der Bericht, was von Anfang an offensichtlich gewesen sein sollte: Je mehr Wind und Sonnenenergie in ein elektrisches Stromsystem eingebracht werden, desto teurer und unzuverlässiger ist es.

Den Begriff Variable Erneuerbare Energie, VEE, könnte man besser als unzuverlässige erneuerbare Energie (UEE) bezeichnen, da die Sonne in der Nacht nicht scheint und manchmal auch nicht am Tage, während der Wind nicht immer weht. Je mehr Wind und Sonne dem Stromsystem angeschaltet werden, desto mehr technische Verzerrungen erzeugen sie und mehr Unterstützung benötigen sie aus der Notstromversorgung und der Netzstruktur. Der effiziente Teil des Systems muss sich in eine technische Krücke verwandeln, um den ineffizienten Teil aufzunehmen. Der Ausgleich von Unzuverlässigkeit hat zu absoluter Perversität geführt.

Die weit verbreitete Einführung von Wind und Sonne im Rahmen der deutschen Energiewende („… transformation“) hat zu einem Anstieg der Gesamtemissionen geführt, die hauptsächlich aus Kohlekraftwerken [im hab-acht-Modus] stammen. Inzwischen übernimmt der „große Batteriespeicher“ die Rolle des „grünen Godot“, der immer kurz davor sein soll, endlich aufzutauchen, aber niemals kommt. Die Internationale Energieagentur hat auch dafür immer ein Szenario parat: „Was ist, wenn der Batteriespeicher wirklich billig wird?

Die Stromversorgung ist nicht der einzige Bereich, in dem teure und unzuverlässige Wind- und Solaranlagen eingebracht werden müssen. Es gibt auch „Flexibilität bei der Nachfrage“. Dazu gehören eigene Sonnenkollektoren auf Ihrem Dach und die Installation  – beziehungsweise die erzwungene Installation von „intelligenten Zählern“, die den Stromverbrauch eines Haushalts minutengenau überwachen und durch einfache Ergänzungen gegebenenfalls ferngesteuert abschalten können [Lastabwurf].

In dem Bericht heißt es: „Die Ausbreitung von Photovoltaik auf dem Dach und die sinkenden Kosten digitaler Technologien in Verbindung mit erschwinglichen Optionen für Wind- und Sonnenenergie, schaffen eine Vielzahl neuer Möglichkeiten, die es den Verbrauchern ermöglichen, eine aktivere Rolle für ihren eigenen Energiebedarf zu übernehmen „

Wind- und Solaranlagen sind jedoch nicht für jeden erschwinglich und nur wenige Menschen möchten eine aktivere Rolle bei der Deckung ihres Energiebedarfs spielen (außer, sie erhalten eine hohe Subvention, um Solarzellen auf ihren Dächern anzubringen. Die meisten wollen wie in früheren Zeiten, einfach nur einen Schalter bedienen, für Licht oder Haushaltsgeräte.

Bei den intelligenten Zählern stellt die IEA fest, dass viele Länder „Smart Meter erfolgreich in großem Umfang in die Haushalte gedrückt haben, wie zum Beispiel Kanada, Dänemark, Finnland, Italien, Norwegen, Spanien und Schweden. In Ontario wurde der Einbau von Smart-Meter der Kosten von einer Milliarde Dollar wegen, durch den Rechnungshof (dem Auditor General, Leiterin Bonnie Lysyk) angeprangert, da diese Einrichtungen nicht wie angekündigt funktionieren und mehrere tausend Stromzähler eine zusätzliche Brandgefahr darstellen.

Obwohl der WEO-Bericht nichts von den Absurditäten erwähnt, die mit dem Green Energy Act in Ontario verbunden sind, wird bestätigt, dass Kanada das weltweit strengste Emissions-Preisprogramm der Welt mit 35 US-Dollar pro Tonne (bis 2025) erlassen hat und damit seinen Wettbewerbsnachteil zementiert. Andere, wie die EU und Korea, sind bereit, bis 2040 geringfügig mehr selbstschädigende Verpflichtungen einzugehen (entsprechend 43 bzw. 44 US-Dollar). Diese Niveaus nähern sich jedoch keineswegs dem Jenseits der Fantasten von „Nachhaltiger Entwicklung“ an, die für die Industrieländer im Jahr 2025 USD 63 und für das Jahr 2040 USD 140 fordern. Tatsächlich sind diese Zahlen, wie die meisten Prognosen der IEA, keinen Sonnenstrahl wert.

Das Szenario für nachhaltige Entwicklung löst nicht nur die Klimaproblematik, sondern sorgt auch für den universellen Zugang zu moderner Energie- und Luftverschmutzung. Umso erstaunlicher ist es, dass dies alles durch imposante Schwaden teurer und unzuverlässiger Energie erreicht werden soll, jedoch ohne die geringsten Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum zu haben – Wie bitte? Indem es einfach so behauptet wird.

Die empfohlene Lösung zu weiterem politischen Chaos fordert zwangsläufig noch mehr vom Gleichen: komplexere Richtlinien. „Kann ein integrierter Ansatz die Aktion beschleunigen?“, wird im Bericht gefragt. Da die Regierungen so sehr versagt haben, könnten sie denn weniger vermasseln, wenn sie versuchen, viel mehr zu tun?

Zumindest ist ihnen eine feste Unterstützung durch die Internationale Energieagentur garantiert.

Business Financial Post

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https://www.eike-klima-energie.eu/2018/12/15/nicht-falsifizierbare-klimakatastrophe-ob-heiss-ob-kalt-stets-ist-es-die-klimaerwaermung/

Nicht falsifizierbare Klimakatastrophe: Ob heiß, ob kalt – stets ist es die Klimaerwärmung

Ein TV-Team aus Deutschland, das Ÿüber die Klimakatastrophe berichtet! Bild Götz Wiedenroth

von die kalte Sonne
Der mitteleuropäische Hitzesommer 2018 war ein gefundenes Fressen für die Anhänger der Kimakatastrophe. Die Medien überschlugen sich in Sensationsmeldungen und sahen ganz eindeutig den Klimawandel am Werk.

Und dann kam der Winter. In den USA gab es dieses Jahr (2018) eines der kälteste Thanksgiving-Feste der letzten 100 Jahre. Das passte dem PIK gar nicht. Schnell gab es eine Pressemitteilung heraus (22.11.2018), dass die Kältewelle ja ebenfalls ein Resultat der Klimaerwärmung sei:

Winterliche Wetterextreme in den USA und Europa: Riesige durcheinandergewirbelte Luftströme in der Stratosphäre
In den USA bringen arktische Luftmassen in diesen Tagen über Thanksgiving einen Kälteeinbruch, es werden eisige Temperaturen und kalte Winde vorhergesagt. Treiber für solche Winterwetterextreme ist häufig der stratosphärische Polarwirbel, ein Band sich schnell bewegender Winde 30 Kilometer über dem Boden. Im Winter, wenn der Polarwirbel durch nach oben wehende Luftmassen gestört wird, kann das zu Kälteeinbrüchen über dem Nordosten Amerikas oder Eurasien führen, wie eine neue Studie jetzt zeigt. Und so paradox es auch erscheinen mag, der Klimawandel könnte die komplexe Dynamik in der Atmosphäre weiter stören – und uns so nicht nur mehr heiße Extreme im Sommer, sondern möglicherweise auch Kälteeinbrüche im Winter bringen.

Weiterlesen.

Ob heiß, ob kalt – stets soll es die Klimaerwärmung sein. Die verrückte Welt des Klimaalarmismus. Folgt man dieser Logik, gibt es keine einzige Wetterlage, die das Konzept widerlegen könnte. Das Modell der Klimakatastrophe ist damit nicht falsifizierbar, ganz egal welches Wetter herrscht. Damit wird zwar mit einem wichtigen Grundatz der Wissenschaft gebrochen. Aber um das Wohlergehen der Menschheit zu sichern, müssen halt auch wissenschaftliche Opfer gebracht werden. Die autokratische Klimaherrschaft bringt tolle Blüten hervor…

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Weihnachten steht vor der Tür. Haben Sie schon alle Geschenke? Josh hat einen tollen antialarmistischen Klimakalender erstellt, den Sie für 17,50 GBP plus Porto bei ihm bestellen können.

Der Beitrag erschien zuerst bei Die kalte Sonne

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„Christian Lindner“: „Eine Farce“ – – – /// „Kinder-Missbrauch“ – „Aloisiuskolleg“ – Jesuiten /// FASCHISMUS LIVE – – – – – – – – ZENSUR – – – – – – WAS DARF nicht in die ÖFFENTLICHKEIT????!!!!!!! – – – DAS BÖSE MANIPULIERT den „JET-STREAM“ – „Solares GEO-ENGINEERING“ – „Wetter Modifikation“ /// IMPFEN /// SYRIEN-KRIEG /// „Hambacher Forst“ /// „BAMF-SUMPF“

„SCHLECHTE UNTERHALTUNG“ auf dem „NARREN-SCHIFF“
„VERSPOTTUNG der WÄHLER“

Merkel sei „nur noch formal eine Regierungschefin“, findet FDP-Chef Christian Lindner. Sie versuche die Regierung um jeden Preis zusammenzuhalten, sagte er der „RheinNeckarZeitung“.

Quelle: WELT / Kevin Knauer

Autoplay
„Eine Farce“: Nach dem Kompromiss im Fall Maaßen kritisiert Christian Lindner Angela Merkel deutlich. Sie versuche nur noch, die Regierung um jeden Preis zusammenzuhalten. Fast die Hälfte der Deutschen befürwortet Neuwahlen.

FDP-Chef Christian Lindner hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) für ihr Vorgehen im Streit über den Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen schwere Vorwürfe gemacht. „Frau Merkel ist nur noch formal Regierungschefin. Mit ihr verbindet sich leider keine Führungsstärke mehr“, sagte Lindner der „Rhein-Neckar-Zeitung“. Sie versuche nur noch, die Regierung um jeden Preis zusammenzuhalten. Merkel habe im Fall Maaßen nur moderiert, nicht entschieden. „Das Ergebnis ist eine Farce“, sagte Lindner. Auch die SPD habe sich für eine „groteske Lösung hergegeben“.

Maaßen soll – wie von der SPD gefordert – zwar abgelöst werden, er wurde von Innenminister Horst Seehofer (CSU) aber zum Staatssekretär befördert. Maaßen soll in der neuen Funktion für den Bereich Sicherheit zuständig werden. Die SPD kritisiert bei Maaßen vor allem einen fragwürdigen Umgang mit der AfD und unterstellt ihm einen unzureichenden Einsatz gegen rechtsextreme Tendenzen im Land.

Wegen des Falls Maaßen ist die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles immer stärker unter Druck geraten. Am Montag soll erst im 45-köpfigen Vorstand und dann in der Bundestagsfraktion beraten werden, wie der von Nahles, Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer vereinbarte Aufstieg des Verfassungsschutzpräsidenten zum Staatssekretär noch gestoppt werden kann. Der Posten ist vom Rang her höher, er gehört damit zur erweiterten Regierung und bekommt 14.157 Euro im Monat.

Für Maaßen musste nun der für Bauen zuständige SPD-Staatssekretär Gunther Adler in Seehofers Ministerium weichen. Seehofer hatte Adler nach der Integration des Baubereichs vom Umweltministerium in sein neues Super-Ministerium zunächst behalten, obwohl er ein SPD-Parteibuch hat, was durchaus ungewöhnlich ist. Merkel sagte bei einem informellen EU-Treffen in Salzburg, dass Adler „sehr schnell“ eine „angemessene Position“ bekommen solle.

Fast die Hälfte der Deutschen befürwortet laut einer Umfrage Neuwahlen auf Bundesebene. Demnach sprachen sich 47 Prozent der Befragten für Neuwahlen aus, allerdings ist auch fast jeder Dritte dagegen, wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa für die „Bild“-Zeitung ergab. Dass Angela Merkel nach Neuwahlen wieder Bundeskanzlerin wird, erwartet nur jeder dritte Befragte. Jeder Zweite geht nicht davon aus, dass Merkel es noch einmal schafft – und 56 Prozent wünschen sich ihr Ausscheiden aus dem Amt.

CSU-Generalsekretär Markus Blume warnt die Bundesregierung unterdessen davor, das Thema Migration in der öffentlichen Debatte wieder zu vernachlässigen. Dem „Focus“ sagte Blume: „Wir wissen aus allen Umfragen, dass Migration das Thema Nummer eins ist. Das lässt sich nicht beiseiteschieben.“ Es helfe nichts, ein Thema zuzudecken, erklärte Blume: „Die Leute wollen Lösungen.“

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Hier ist JEMAND ÜBERFÄLLIG!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

aus dem TEXT: …..aber zu wenig an das gedacht, was die Menschen zurecht bewegt, wenn sie von einer Beförderung hören.….(<<<<und zuVIEL an sich SELBST gedacht damit der CHEFSESSEL nicht in GEFAHR kommt…- die SPD SPIELT JA immer SCHÖN mit und SEEHOFER JA auch>>>)

CAUSA MAAßEN die ZWEITE: ...Deshalb sei es „sachgerecht und vermittelbar“,…..(<<<<?SACHGERECHT? und ?VERMITTELBAR?>>>)

……Kevin Kühnert, äußerte sich zunächst nicht öffentlich. ……. Der „Abendzeitung“ sagte er aber auch: „Eine Lösung, bei der Maaßen in einem öffentlichen Amt verbleibt, ist keine Lösung.“….

 

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/09/24/merkel-habe-zu-wenig-das-gedacht-die-menschen-bewegt/

Merkel: „Habe zu wenig an das gedacht, was die Menschen bewegt“

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich zur Lösung im Fall Maaßen geäußert.

Bundeskanzlerin Angela Merkel, am 24.09.2018 in Berlin. (Foto: dpa)

Ich sage ganz deutlich, das Ergebnis von letzten Dienstag konnte nicht überzeugen“, sagte Merkel am Montag in Berlin zu der Entscheidung der drei Parteichefs von CDU, CSU und SPD, Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen als Staatssekretär ins Innenministerium zu versetzen. „Wenn ich mich persönlich frage, dann habe ich … mich zu sehr mit der Funktionalität und den Abläufen im Bundesinnenministerium beschäftigt, aber zu wenig an das gedacht, was die Menschen zurecht bewegt, wenn sie von einer Beförderung hören. Und dass das geschehen konnte, das bedauere ich sehr“, sagte Merkel.

Deshalb sei es „sachgerecht und vermittelbar“, dass die drei Parteivorsitzenden am Sonntag diese Entscheidung korrigiert hätten. Es gebe nun keine Beförderung Maaßens mehr, dennoch sei auch die Fürsorgepflicht für den Beamten gewahrt worden. Außerdem gebe es nun mit dem Amt des Sonderberaters einen klaren Aufgabenbereich, ohne dass die Arbeitsabläufe im Innenministerium gestört würden.

Merkel möchte nun den „Arbeitsmodus“ der Regierung ändern und sich voll auf die ?Sacharbeit? konzentrieren. Kommenden Montag werde ein Koalitionsausschuss stattfinden, bei dem eine Entscheidung über eventuelle Nachrüstungen von Diesel-Autos fallen solle, kündigte die CDU-Vorsitzende am Montag in Berlin an. Die Regierung müsse sich in „ausgesprochen fordernden Zeiten“ mehr auf die Probleme und Sorgen vieler Menschen konzentrieren, sagte Merkel.

„Ich glaube, es sollte auch in der Regierung ein Modus eingeführt werden von regelmäßigen Koalitionsausschüssen“, sagte Merkel. Die große Koalition müsse sich immer wieder Rechenschaft ablegen, was bisher erreicht worden sei. Es gebe viele sehr komplizierte und wichtige Themen, die die Menschen bewegten wie Gesundheit, Pflege, Digitalisierung, aber auch der bevorstehende Austritt Großbritanniens aus der EU. „Es gibt die Notwendigkeit der vollen Konzentration auf die Sacharbeit“, sagte Merkel.

„Das letzte halbe Jahr war kein Ruhmesblatt für die Koalition“, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD, Carsten Schneider, vor Beratungen der SPD-Spitze. „Wir laufen jetzt auf Bewährung.“ Unions-Fraktionsvize Carsten Linnemann sagte im Deutschlandfunk: „Wenn die große Koalition, auch die Bundesregierung, (…) keinen neuen Arbeitsmodus findet, wird diese Koalition nicht drei Jahre halten.“ Aus der CDU wurde auch Merkel kritisiert. „Das Verhalten aller drei Parteivorsitzenden war nicht gut“, sagte Junge-Union-Chef Paul Ziemiak.

In Berlin berieten am Vormittag SPD-Präsidium und -Vorstand über die Einigung. Aus den Reihen der Gegner der großen Koalition hatte es Forderungen gegeben, das Regierungsbündnis notfalls aufzukündigen. Ihr Wortführer, SPD-Nachwuchschef Kevin Kühnert, äußerte sich zunächst nicht öffentlich. Er hatte es als „Akt der Stärke“ bewertet, dass Nahles am Freitag von Merkel und Seehofer neue Gespräche über Maaßens Zukunft gefordert hatte. Der „Abendzeitung“ sagte er aber auch: „Eine Lösung, bei der Maaßen in einem öffentlichen Amt verbleibt, ist keine Lösung.“

Aus der SPD-Führungsriege gab es jedoch Zustimmung zu der Einigung und Rückhalt für Nahles. Schneider räumte ein, dass seine Partei gelitten habe: „Die SPD hat auch Schaden genommen, gar keine Frage.“ Die Ministerpräsidentinnen von Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz, Manuela Schwesig und Malu Dreyer, wie auch Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil begrüßten die Einigung. Diese „unselige Geschichte“ sei „zu einem guten Ergebnis gebracht worden“, sagte Weil.

Auch die bayerische Landesvorsitzende Natascha Kohnen, die von Nahles mit einem öffentlichen Brief eine Korrektur des ersten Kompromisses gefordert hatte, zeigte sich zufrieden. „Das Thema muss weg“, sagte Kohnen vor Beratungen der SPD-Spitze. Es tue der Politik insgesamt gut, wenn Fehler korrigiert würden.

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http://www.spiegel.de/politik/deutschland/deutschland-neuwahlen-jetzt-kolumne-a-1229724.html

Große Koalition

Neuwahlen jetzt!

Diese Regierung ist nur noch ein Haufen der Lächerlichkeit. Wir sollten eine neue wählen. Aber in Deutschland steht die Angst der Politiker vor dem Wähler der Demokratie im Weg.
© Franziska Sinn

Eine Kolumne von Jakob Augstein

Reichstagsgebäude in Berlin

DPA

Reichstagsgebäude in Berlin
Montag, 24.09.2018 14:05 Uhr

Kolumne

Heute vor einem Jahr fand die Bundestagswahl statt. Und heute ist wieder der Tag, Neuwahlen zu verlangen. Die Causa Maaßen zeigt, dass wir in schlechten Händen sind. Horst Seehofer ist außer Rand und Band. Angela Merkel guckt nur noch zu. Und Andrea Nahles ist schlicht überfordert. Sie hat erst einen Fehler gemacht – und als sie ihn korrigieren wollte, noch einen. Es reicht jetzt. Diese Regierung ist am Ende. Sie sollte abtreten.

Aber die Politiker haben Angst vor dem Wähler. Angst vor der AfD. Dabei ist Angst das schlechteste Argument gegen Neuwahlen.

51 Prozent der Bundesbürger halten die Regierung für handlungsfähig. Und gleichzeitig finden 52 Prozent, dass Merkel die Kontrolle über die Koalition verloren hat. Das sind die Ergebnisse einer Emnid-Umfrage, die noch vor Neuverhandlung des Maaßen-Deals erhoben wurden. Die Seele des Wählers ist unergründlich, manchmal ist er weise, manchmal wankelmütig, manchmal ist er ein Idiot – aber er ist der einzige, den wir haben, Inhaber der letzten Souveränität. Und wenn „die Politik“ – so wie es derzeit erkennbar der Fall ist – den Laden nicht mehr in den Griff bekommt, muss sie die Verantwortung an den Souverän zurückgeben. Was sonst?

Das Scheitern dieser Regierung war absehbar. Wir erinnern uns gut daran, wie mühsam sich diese Koalition der Unwilligen zu Beginn des Jahres zusammenfand. Schon damals hofften manche – darunter der Autor – auf Neuwahlen. Aber die Mehrzahl der Kommentatoren setzte auf Durchhalteparolen: Neuwahlen seien der falsche Weg, hieß es. Der Wähler dürfe nicht nur deswegen erneut bemüht werden, weil sich die Parteien nicht auf politisch durchaus mögliche Koalitionen einigen könnten.

Das war ein demokratiehygienisches Argument. Aber eben auch ein eigentümlich unpolitisches, ein Argument, das mit dem guten Willen, der Vernunft und der Befähigung der Beteiligten gerechnet hat – statt mit der Wirklichkeit von Seehofer, Nahles und Merkel.
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In dieser Woche…

…berichtet „der Freitag“ unter anderem über folgende Themen:
Dem Zuhause eine Zukunft

Alles zur Mietmisere

Hambacher Forst

Wie ein Wald zum Symbol für das Überleben des Planeten wird

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Langsam bekommt man Mitleid mit dieser Kanzlerin. Sie hat den richtigen Augenblick für einen Abgang in Würde verpasst. Jetzt rinnt ihr die Macht durch die Finger und alle sehen zu. Wie viel Respekt hätte man vor Merkel haben müssen, hätte sie – wie wenige vor ihr – die Kraft für den freiwilligen Abschied gehabt. Aber auch die erste Frau im Amt klebt nur wie irgendein Mann am Stuhl.

Andrea Nahles hält nicht, was sie sich von sich selbst versprochen hat. Erst sollte Hans-Georg Maaßen Staatssekretär im Innenministerium werden, nun „Sonderberater„. Fehlverhalten wird belohnt. Der politischen Vernunft nach mag das ein kluger Schachzug gewesen sein. Aber die meisten Menschen sind gar keine Politiker – und folgen eher der praktischen Vernunft, als der politischen. Und danach war diese Entscheidung vollkommen irrsinnig.

Aus der SPD ist eine Partei der Apparatschiks geworden. Man möchte all diese Funktionäre am Kragen packen und ihnen rechts und links eine runterhauen, damit sie endlich zu sich kommen. Aber es ist wohl zu spät. Die SPD muss den Weg gehen, den viele ihrer europäischen Schwesterparteien schon hinter sich haben: den Weg in den Orkus der Geschichte.

Und Seehofer? Über ihn hat Kurt Kister in der „SZ“ gerade geschrieben, es gebe gegenwärtig niemanden, „der die Ursachen des grassierenden Politikverdrusses mehr verkörpert“.

Also Neuwahlen! Aber der Ruf nach Neuwahlen wird heute mit der Warnung vor der AfD beantwortet. Es heißt, die Partei werde durch Wahlen nur noch stärker. Das ist das traurigste Argument von allen – und das dümmste. Im Jahr 2013 erreichte die AfD 4,7 Prozent und die SPD 25,7. Heute liegt die AfD in Umfragen bei 18 Prozent und die SPD bei 17. Damit wäre die AfD die zweitstärkste deutsche Partei. Wenn die AfD so stark werden konnte, sollte das sogenannte Establishment über die Gründe nachdenken – und nicht einfach weitermachen wie bisher. Im Moment sind Merkel, Nahles und Seehofer die größten Wahlhelfer der AfD.

Und übrigens noch mal zur Erinnerung: Demokratie ist nicht nur, was einem gefällt.

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UND und und MAAßEN BLEIBT!!!!!!!!!!!!!

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/reaktionen-zu-maassen-einigung-dieses-postengeschacher-versteht-kein-mensch-15803480.html

Reaktionen zu Einigung

„Dieses Postengeschacher versteht kein Mensch“

Aktualisiert am

…..Nach Ansicht der Grünen-Fraktionsvorsitzenden Katrin Göring-Eckardt hingegen schaffe der Kompromiss neue Probleme. „Und Maaßen bleibt. Es bleibt der, der das Parlament bei Amri belogen hat,…….

….Auch der FDP-Vorsitzende Christian Lindner reagierte mit Kritik auf die Entscheidung der Koalitionsspitzen. Die Frage, ob man dem früheren Verfassungsschutzchef vertrauen könne, beantworte die Regierung nicht, so Lindner bei Twitter: „Es wird der Posten eines Frühstücksdirektors geschaffen. Das offenbart den Charakter der Groko. Abgekoppelt von realen Problemen geht es nur noch um Gesichtswahrung und Beschwichtigung.“….

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An einem TAG „RICHTIG und WICHTIG“ am NÄCHSTEN „NOCHMAL NEU ENTSCHIEDEN werden“?!

DER „WENDE-HALS“ MERKEL: INKOMPETENZ und VERSAGEN am laufenden BAND trotzdem KEINE SANKTIONEN???!!!?!

WER HÄLT diese PERSON noch?????

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-09/bundesregierung-angela-merkel-hans-georg-maassen-verfassungsschutzpraesident-staatssekretaer-gunther-adler

Bundesregierung

Angela Merkel nennt Maaßen-Ablösung „richtig und wichtig“

Hans-Georg Maaßen hatte laut der Kanzlerin nicht mehr das Vertrauen aller Koalitionsparteien. Sein Vorgänger als Staatssekretär soll schnell eine neue Aufgabe bekommen.
Bundesregierung: Kanzlerin Angela Merkel spricht mit Journalisten in Salzburg.
Kanzlerin Angela Merkel spricht mit Journalisten in Salzburg. © Christof Stache/AFP/Getty Images

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die umstrittene Beförderung von Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen zum Staatssekretär verteidigt. Es sei notwendig, „dass alle die Koalition tragenden Parteien auch Vertrauen haben in die Arbeit des Präsidenten des Verfassungsschutzes. Dieses Vertrauen ist in Teilen der Koalition nicht gegeben gewesen.“ Deshalb hätten die drei Vorsitzenden der Koalitionsparteien entschieden, dass Maaßen in Zukunft für diese Aufgabe nicht mehr zuständig sei, „weder als Präsident des Bundesamtes noch im Bundesinnenministerium. Ich glaube, das war eine richtige und wichtige Entscheidung.“ …………

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ube.com/watch?v=rI0hdb0388c

Fall Maaßen: Koalition hängt am seidenen Faden

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http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/koalition-im-krisenmodus-das-soll-alles-gewesen-sein-15803178.html

FAZ Plus Artikel

Koalition im Krisenmodus

Das soll alles gewesen sein?

Ein neuer Zusammenhalt für unser Land? Derzeit haben Union und SPD schon mit dem koalitionsinternen Zusammenhalt einigen Ärger. Bild: dpa

Nahles Aussage, die Beförderung Maaßens sei ein Irrtum gewesen, könnte glatt für die gesamte Koalition gelten, wenn man deren Spitzenpolitiker so hört. War’s das?

Andrea Nahles hat am Freitagabend einen bemerkenswerten Satz gesagt. „Wir haben uns alle drei geirrt.“ Sie bezog ihn auf Angela Merkel, Horst Seehofer und sich selbst und auf die Entscheidung der Parteivorsitzenden der großen Koalition, einen hohen Beamten gleichzeitig zu degradieren und zu befördern. Diese Entscheidung, Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen seines Amtes zu entheben und ihn auf den Posten eines Staatssekretärs mit ähnlicher Zuständigkeit und höherem Gehalt zu hieven, war der Bevölkerung nicht vermittelbar. Die Affäre hatte mittlerweile ein solches Ausmaß angenommen, dass der Bestand der Koalition in Frage stand. Und so ist die Frage berechtigt, ob der Satz der SPD-Vorsitzenden nicht nur für die Entscheidung im Fall Maaßen, sondern nicht auch für die große Koalition insgesamt gilt.

Timo Frasch

Politischer Korrespondent in München.

Markus Wehner

Politischer Korrespondent in Berlin.

An diesem Montag ist es genau ein Jahr her, dass die Bundestagswahl stattfand. Danach war es zunächst klar, dass eine Fortsetzung der Koalition aus Union und SPD nicht in Frage kam. Zu groß war deren Mehrheit mit ihren 80 Prozent der Abgeordneten im Bundestag gewesen, zu klein das übrige politische Spektrum im deutschen Parlament, nachdem die FDP und die AfD 2013 an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert waren. Große Koalitionen, so will es das deutsche Lehrbuch der parlamentarischen Demokratie, sollten die Ausnahme in schwierigen Zeiten sein. Danach sollen dann wieder andere Bündnisse regieren………

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http://www.spiegel.de/plus/paedophile-geistliche-an-der-jesuitenschule-in-bonn-ein-offenes-geheimnis-a-00000000-0002-0001-0000-000159547624

Das Aloisiuskolleg, kurz Ako, thront auf einem Hügel über Bad Godesberg. Ein mit Bäumen gesäumter Asphaltweg führt durch das steile Areal hinter der Schule, vorbei an Sportplätzen und einer Kirche, hinauf zu einer Gründerzeitvilla, genannt Stella Rheni. In dem Prunkbau oben am Hang lebten früher bis zu 80 Schüler.

Internatsvilla Stella Rheni

Das vom Jesuitenorden geführte Kolleg galt lange als elitär, unter den Absolventen befinden sich der ehemalige Innenminister Thomas de Maizière und der FDP-Bundestagsabgeordnete Alexander Graf Lambsdorff. Im Volksmund hieß der Ako-Hügel „Heiliger Berg“. Doch 2010 erschütterte ein Missbrauchsskandal das angegliederte Internat. Es kam heraus, dass seit den Fünfzigerjahren 18 Geistliche und 5 Mitarbeiter Kinder und Jugendliche gedemütigt, geschlagen und zu sexuellen Handlungen gezwungen hatten.

Mit dem Skandal kam der Imageverlust, die Anmeldungen gingen zurück. 1992 gab es noch 144 Internatsschüler, 2018 nur 25. Zu diesem Schuljahr musste der Orden das unwirtschaftlich gewordene Internat aufgeben, der Schulbetrieb für Externe geht weiter. Zwar betont der jetzige Rektor, Pater Martin Löwenstein, in der Schließung spiegele sich ein deutschlandweiter Trend, doch auch er räumt ein, dass die Aufdeckung von Gewalt und Übergriffen eine Rolle gespielt habe.

Die Jesuiten haben in den letzten Jahren vieles versucht, um ihr ehemaliges Vorzeigeinternat zu retten – ohne Erfolg. Sie gaben umfassende Untersuchungsberichte in Auftrag, traten in einen intensiven Dialog mit Geschädigten, investierten in Prävention. Wer verstehen will, wie sich der Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche auf deren Institutionen auswirkt, sollte nach Bad Godesberg schauen. Vor der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) vom 24. bis 27. September in Fulda wirkt das Ende des Ako wie ein fatales Vorzeichen.

Auch auf dem Treffen der Bischofskonferenz wird das Thema sexuelle Übergriffe durch Kleriker ganz oben auf der Agenda stehen. Anlass sind die Ergebnisse des nun vorliegenden Missbrauchsberichts der Bischöfe. In Diözesanakten aus den Jahren 1946 bis 2014 fanden Wissenschaftler bei 1670 Priestern, Diakonen und der DBK zugehörigen männlichen Ordensmitgliedern Hinweise darauf, dass sie des Missbrauchs beschuldigt wurden.

Die neuerliche Schreckensnachricht wird für die Kirche nicht ohne Folgen bleiben. Bereits in den vergangenen Jahren sind in Deutschland Hunderttausende ausgetreten. Und auch unter den verbliebenen rund 23 Millionen Katholiken ist das Entsetzen groß. Zahllose Gläubige in den Gemeinden können nicht fassen, dass der Episkopat jahrzehntelang Übergriffe auf Kinder vertuschte und schuldige Kleriker deckte.

Kellertreppe
RAINER UNKEL / DER SPIEGEL
Kellertreppe

Häufig wurden die Täter einfach in eine andere Gemeinde versetzt, wo sie erneut in Kontakt mit Kindern kamen. Die Kinder wurden in Beichtstühlen oder Sakristeien missbraucht, auf Jugendfreizeiten oder nach dem Messdienerunterricht. Nur bei 33,9 Prozent der beschuldigten Kleriker finden sich in den Akten Hinweise auf ein kirchenrechtliches Verfahren wegen sexuellen Missbrauchs.

Wie soll die Kirche mit diesen Ergebnissen umgehen? Kardinal Reinhard Marx, Vorsitzender der Bischofskonferenz, betonte, er sei „tief bedrückt und beschämt“. Die Verantwortlichen in der Kirche müssten „hinschauen, hören und Konsequenzen ziehen“. Zu den systematischen Vertuschungen äußerte er sich nicht.

Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) fordert, die Kirche müsse „Verantwortung für jahrzehntelanges Verschweigen, Vertuschen und Verleugnen übernehmen“. Die Zahlen des DBK-Berichts seien „schockierend und vermutlich nur die Spitze des Eisbergs“. Die Kirche müsse jetzt „umfassend mit der Justiz zusammenarbeiten und jede bekannt gewordene Tat anzeigen, damit Staatsanwaltschaften diese verfolgen können“, sagt Barley. „So etwas wie ein Schweigekartell darf es nicht geben.“ Um zu verhindern, dass sich solche Gewalttaten wiederholen, sei es notwendig, innerkirchlich „eine Kultur des Hinsehens und Eingreifens“ aufzubauen.

Am Aloisiuskolleg war das Treiben pädophiler Geistlicher lange ein offenes Geheimnis, wie der Fall von Pater Ludger Stüper zeigt. Von 1968 bis 1985 war er Leiter des Internats, später Rektor der Schule. Nach seiner Pensionierung blieb er bis 2006 als Pädagoge für die Mittelstufe tätig. In Jesuitenkreisen galt er in der Anfangszeit als Lehrer neuen Typs. Während seines Referendariats hatte er ein Praktikum an der Odenwaldschule gemacht. Ab 1968 lebte Pater Stüper in der Stella Rheni, als einziger Erwachsener, Tür an Tür mit den Internatsschülern.

Damals durften nur Jungs das Ako besuchen. Wenn sie im Keller der Villa duschten, war Stüper oft dabei, selbst nackt und erregt. Noch heute ist das Knarren der ins Untergeschoss führenden Treppe für manchen Altschüler ein Trauma auslösender Trigger. Seinerzeit genoss es Stüper, bei Zöglingen rektal Fieber zu messen. Andere holte er nachts aus dem Schlafsaal in sein Zimmer, zog ihnen die Hose herunter und schlug ihnen mit dem Rohrstock oder der Hand aufs Gesäß.

Der Pater war gefürchtet für seine unbeherrschten Wutausbrüche. Er mochte es, seine Schutzbefohlenen zu demütigen. Einmal sagte er im Unterricht zu einem Jungen, er stinke. Dann forderte er die Klasse auf, sich in einer Reihe aufzustellen und an dem Mitschüler zu riechen, erst unter den Armen, dann am Hosenstall. Die Schulleitung erfuhr davon – und empfahl dem Jungen, sich täglich zu duschen.

Ehemaliges Schlafzimmer
RAINER UNKEL / DER SPIEGEL
Ehemaliges Schlafzimmer

Stüper bevorzugte sportlich-gut aussehende Jünglinge mit schmaler Figur und halblangen Haaren. Seine „Lieblinge“ lichtete der Hobbyfotograf in allen Posen ab, forderte sie mitunter auf, sich vor ihm nackt im Schlamm zu wälzen. Nach außen verkaufte er seine Pädophilie als Erziehung durch Kultur. An den Wänden der Villa hingen gleich mehrere Aktfotos von im Gegenlicht abgebildeten Jungs. Auch in den Ako-Jahrbüchern fanden sich solche Abbildungen.

Weder die Elternschaft noch das Lehrerkollegium stoppten das Treiben. Pädophilie wurde damals selten erkannt. Zudem galt Stüper als Vordenker, stand für die Modernisierung des Kollegs. Auch viele seiner Schützlinge schätzten ihn. Noch heute gibt es Altschüler, die in höchsten Tönen von ihrem Mentor sprechen.

Im Jesuitenorden machten zwar schon in den Siebzigerjahren Gerüchte über Softpornos am Ako die Runde. Auf dem „Heiligen Berg“ waren Stüpers Duschaufsicht und sein rektales Fiebermessen Schulhofgespräch. Doch der uneingeschränkte Herrscher über das Kolleg ließ vor der Stella Rheni die Statue eines nackten Jünglings aufstellen, der die Hände gen Himmel reckte. Am Wochenende lud er Schüler in eine FKK-Therme ein, mit einigen fuhr er in den Urlaub.

Erst in den Nullerjahren nahm der Spuk ein Ende. Spätestens seit 2004 gab es am Ako vermehrt Vorwürfe wegen Missbrauch. Ab 2010 wurden dann Dutzende weitere Verdachtsfälle bekannt. Im selben Jahr starb Stüper. „Damals brach ein Tsunami los“, sagt Pater Johannes Siebner, 57, heute der oberste Jesuit in Deutschland. Er war von 2011 bis 2017 Rektor des Kollegs, bemühte sich um Aufarbeitung und stand im Dialog mit den Geschädigten.

Die Jesuiten beauftragten die Juristin Julia Zinsmeister, die Missbrauchsvorwürfe zu untersuchen. Die Kölner Professorin bekam Zugang zu Archivakten des Ordens. Der 2011 unter ihrem Namen veröffentlichte Bericht umfasste 233 Seiten und beschrieb detailliert die Taten Stüpers und seiner Mitbrüder.

Wie konnte es zu dem jahrzehntelangen Missbrauch kommen? „Das Ako war ein geschlossenes System“, sagt Zinsmeister. „Diejenigen, die etwas merkten, haben weggesehen.“ Die wenigen Bedenkenträger seien von den Ordensoberen nicht gehört worden.

Pater Siebner sagt, dass er wegen seiner Aufarbeitungsbemühungen in der Kirche mitunter kritisiert worden sei. Mancher habe in ihm einen Nestbeschmutzer gesehen, weil er gemeinsam mit anderen Jesuiten das Schweigen durchbrach. Im Januar 2016 veröffentlichte das Ako unter Siebners Leitung eine Erklärung, in der es die Opfer um Vergebung bat.

Doch vielen Betroffenen ging das nicht weit genug. „Alle Dokumentation fand im Auftrag des Ordens statt“, sagt Heiko Schnitzler vom Verein „Eckiger Tisch Bonn“, in dem sich Geschädigte des Jesuitenordens zusammengeschlossen haben. Viele Vorfälle seien nie dokumentiert worden, auch hätten Tatverdächtige jahrelang Zeit gehabt, ihre Akten zu manipulieren. „Die Jesuiten sind Teil des Problems, nicht der Lösung.“

Noch immer ist ein alter Wegbegleiter und Vertrauter Stüpers in Amt und Würden. Der Pater wird vom Orden inzwischen an einem anderen Ort eingesetzt und betreut dort andere Priester seelsorgerisch. Konkrete Tatbeteiligungen konnten ihm bis heute nicht nachgewiesen werden, Ex-Schüler werfen ihm aber vor, Stüper gedeckt zu haben. Jesuitenchef Siebner betont, er habe den Pater vergebens dazu gedrängt, sich zu offenbaren. Aus dem Orden schmeißen will er ihn nicht. Auch bei den Jesuiten herrschen Nachwuchssorgen, im deutschsprachigen Raum haben sie nur noch etwa 300 Mitglieder.

Der Ako-Hügel in Bad Godesberg gleicht inzwischen einem Geisterberg. Das prächtige Erdgeschoss der Stella Rheni vermieten die Jesuiten nun als „historische Eventlocation“, man kann sie für Hochzeitsfeiern, Tagungen oder Sommerfeste buchen. In den verwaisten Schlafkammern im oberen Stockwerk der Villa sind die alten Schaumstoffmatratzen hochgeklappt. An den jahrzehntelangen Missbrauch erinnert nur noch die knarrende Holztreppe in den Keller.

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https://www.spektrum.de/news/steckt-der-klimawandel-hinter-dem-jahrhundertsommer-2018/1592074?utm_source=zon&utm_medium=teaser&utm_content=feature&utm_campaign=ZON_KOOP

Sommer 2018: Ist das schon der Klimawandel?

…..

Wieso stockt der Jetstream so seltsam?

Denn durch das geringere Temperaturgefälle zwischen Pol und Tropen wird dem Höhenwind seine Energie entzogen – und dem Westwind geht die Puste aus. Die Folge: Dem polaren Jetstream, wie der Höhenwind genannt wird, schlingert in großen Schleifen um die Nordhalbkugel und verliert so an Stärke und Geschwindigkeit. Dieses Mäandern wiederum führt dazu, dass sich die Schleifen verhaken und über Monate feststecken. Dadurch kommen die Hochs und Tiefs nicht vom Fleck – und das Wetter wird extrem……

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be.com/watch?v=DESb9Hc_QQU

WETTER oder schon KLIMA???!!!

Was hat das ALLES mit dem Jet-STREAM zu tun???!!!

 

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https://www.welt.de/vermischtes/plus173892777/Wettermanipulation-Was-laeuft-da-eigentlich-worueber-wir-nichts-erfahren.html

Wettermanipulation

Was läuft da eigentlich, worüber wir nichts erfahren?“

A Chinese worker fires rockets for cloud seeding in an attempt to make rain in Huangpi, central China's Hubei province on May 10, 2011. The drought plaguing central China for months has left more than one million people without proper drinking water and crimped output of hydroelectric power, China's second-biggest energy source, as water levels at nearly 1,400 reservoirs in Hubei province have fallen below the operational level, according to government figures. CHINA OUT AFP PHOTO (Photo credit should read STR/AFP/Getty Images)
Raketen werden in China abgefeuert, wenn es regnen soll

Quelle: STR/AFP/Getty Images

WELT: Wettermanipulationen sind eine sensible Sache. Das Militär forscht darüber im Geheimen. Was läuft da so alles zwischen Himmel und Erde?

Uwe Laub: In SaudiArabien sind LuftIonisierer im Einsatz zur Regenerzeugung, in China lässt das Wetteränderungsamt von Flugzeugen Chemikalien ausbringen, um Niederschläge zu erzeugen oder den Smog zu verjagen – und schießt auch schon mal übers Ziel hinaus, lässt Peking im Schnee versinken. Aber wenn ich sehe, was zum Beispiel in den USA an staatlichen Projekten läuft, etwa bei der Darpa, einer Behörde des Verteidigungsministeriums, bei der man offiziell einräumt, an Wettermanipulationen zu arbeiten, da frage ich mich: Was läuft da eigentlich im Hintergrund, über das wir nichts erfahren?………

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https://www.stern.de/kultur/hoerbuchtipps/hoerbuchtipp-oekothriller-sturm-von-uwe-laub-7940000.html

Ökothriller „Sturm“

Wenn das Wetter zur Waffe wird

Verschwörungstheoretiker ahnten es schon immer: Das Wetter wird von den “Mächtigen” manipuliert. Spinnereien? Wer “Sturm” gehört hat, sieht das Wetter jedenfalls mit anderen Augen.

Darum geht es in Sturm

Eigentlich steht in der sibirischen Stadt Jakutsk der Winter vor der Tür. Unweit des Kältepols gelegen, kennen die Einwohner extreme Wetter. Im Sommer kann es gut 30 Grad warm werden, im Winter durchaus Minus 50 Grad Celsius. Bis Minus 45 Grad müssen die Kinder in die Schule, erst darunter gibt es Kältefrei. Doch an diesem Tag ist alles anders. Unvermittelt schnellt das Thermometer in den zweistelligen Plusbereich – obwohl es doch um diese Jahreszeit schneidend kalt sein sollte. Binnen Stunden schmilzt die Hitzewelle die oberen Schichten des stets gefrorenen Bodens ab. Er verwandelt sich in lockeren Sand – mit fatalen Folgen für die auf ihm gebauten Stadt. Sie versinkt sozusagen.

Ein paar tausend Kilometer westlich zerfetzt ein wie aus dem Nichts kommender Tornado das Olympiastadion in Berlin. Hunderte Fußballfans kommen ums Leben. In Hannover zertrümmert wenig später ein Hagelsturm mit faustgroßen Hagelgeschossen die Innenstadt. Meteorologen können sich die spontanen Wetterkapriolen nicht erklären. Ihr bisher als verlässlich geltendes Instrumentarium zur Vorhersage von Wetterextremen scheint seine Gültigkeit verloren zu haben.

Laura Wagner ahnt nicht, dass ausgerechnet sie die Lösung dieser Fragen bald in der Hosentasche tragen wird. Sie ist Sekretärin in einem mittelständischen Hightech-Unternehmen, dass sich auf die Herstellung von Industrie- und Forschungsgeräten zur extremen Hitzeerzeugung spezialisiert hat. Als sie ihren Chef ermordet in dessen Haus findet, überschlagen sich die Ereignisse. Der Tote hinterließ ihr eine Nachricht auf einem USB-Stick. Offenbar hinterging der Manager seine Firma und Wagner soll nun „den Fehler“ heimlich korrigieren. Zusammen mit dem Meteorologen Daniel Bender kommt die junge Frau einem Komplott auf die Spur, bei dem es um die weltweite Manipulation des Wetters geht. Das Wetter als eine militärische Waffe, gegen die es keine Abwehr gibt.

Den "Öko"-Thriller "Sturm" von Uwe Laub gibt es bei Audible zum Download. Die ungekürzte Hörbuchfassung ist kanpp zehn Stunden lang und wird von Stefan Kaminski gelesen.

Den „Öko“-Thriller „Sturm“ von Uwe Laub gibt es bei Audible zum Download. Die ungekürzte Hörbuchfassung ist kanpp zehn Stunden lang und wird von Stefan Kaminski gelesen.

Der Autor

Uwe Laub ist ein Newcomer unter den Autoren von Wissenschafts-Thrillern. „Sturm“ ist nach 2013 das zweite Buch des ehemaligen Börsenmaklers. Die Idee sei ihm bei der Lektüre einer US-Studie zu den Möglichkeiten der Wettermanipulation von 1996 gekommen. Bereits im Vietnamkrieg überlegten die USA, wie sich die Regenzeit künstlich verlängern ließe, damit der Hoh-Chi-Minh-Pfad durch Schlammmassen unpassierbar würde. Über diese Dschungelstraße lief der gesamte Nachschub für den Vietcong. Wettermanipulation so der in München lebende Autor, ist heute ein ganz normales Geschäft. In China greift die sogenannte Wetteränderungsbehörde fast täglich in das Wetter ein. So sorgte sie 2008 etwa für schönsten Sonnenschein bei den Olympischen Spielen. Er habe die heute gängigen Methoden sowie die theoretischen Grundlagen für seinen Roman lediglich weiterdenken müssen, so Laub. So etwa die Überlegungen, die Ionosphäre oder gar den <<<<Jetstream>>>>> künstlich zu manipulieren und damit das Wetter in ganzen Regionen zu beeinflussen…..

 

henlue

 

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„ENERGIE“ – – –  „ENERGIE-R“

https://www.neopresse.com/umwelt/hambacher-forst-uraltes-oekosystem-soll-braunkohletagebau-zum-opfer-fallen/

Hambacher Forst – Uraltes Ökosystem soll Braunkohletagebau zum Opfer fallen

NEOPresse in D/A/CH

Der Hambacher Forst (zwischen Köln und Aachen) ist einer der letzten großen Mischwälder Europas und hat ein uraltes, einzigartiges Ökosystem. Ursprünglich umfasste der Wald einmal 5.500 Hektar. Davon sind heute gerade mal noch ein Zehntel übrig. Denn seit vierzig Jahren wird der über 12.000 Jahre alte Wald stetig abgeholzt, weil sich Braunkohlevorkommen darunter befinden. Der Rest des Waldes, der sogenannte Herzwald, soll in den nächsten drei Jahren dem Braunkohletagebau komplett zum Opfer fallen und ganz verschwinden.

Für die weitere Rodung hat der Energiekonzern RWE ab Oktober die Genehmigung erhalten. Die Rodungen sollen ab Mitte Oktober beginnen. Gespräche zwischen dem Energiekonzern und Umweltschutzverbänden sind bislang ergebnislos verlaufen. Greenpeace, der BUND und der Deutsche Naturschutz Ring (DNR) hatten gefordert, die geplanten Rodungen auszusetzen, bis die derzeit tagende Kohlekommission ihre Arbeit abgeschlossen hat.

In den noch bestehenden restlichen Waldstücken gibt es Eichen und Buchen, die über 300 Jahre alt sind. Sie bieten Zugvögeln jedes Jahr Unterkunft und werden von vielen bedrohten Tierarten bewohnt. Angeblich will RWE die bedrohten Tierarten umsiedeln. Doch Biologen bezweifeln, dass dies überhaupt möglich ist. Umweltschutzaktivisten besetzen den Wald seit 6 Jahren, z. T. auch mit Baumhäusern. In den letzten Tagen verstärkten sich die Proteste. Am Donnerstag hat die Polizei damit begonnen, die rund 50 Baumhäuser zu entfernen.

Am Wochenende kam es erneut zu Protesten und zu einer Mahnwache durch die Braunkohlegegner. Einige Umweltschutzaktivisten hatten sich in einem Schacht verschanzt. Bei der Räumaktion der Polizei sollen 34 Umweltschützer festgenommen und rund 10 verletzt worden sein. Nach Aussagen der Aktivisten soll die Polizei bei der Räumung brutal vorgegangen sein. Bei den Verletzungen soll es auch Knochenbrüche gegeben haben.

Die Bundesregierung hatte den Ausstieg aus der Braunkohle aus Klimaschutzgründen zum Programm gemacht. Doch Bundeskanzlerin Merkel hatte jetzt beschlossen, erst die „Zukunftschancen zu klären, bevor man der Frage nach dem Braunkohleausstieg nachgehe“. Merkel wies Forderungen von Greenpeace nach einem schnellen Ausstieg zurück.

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DAS BÖSE HAT ANGST bekommen –  ZENSUR  – siehe  „DAVID KEITH“ – „SOLARES GEO-ENGINEERING“

Dieser BERICHT von „ZEIT“ VERLINKT darf NICHT an die ÖFFENTLICHKEIT!!!!!!!!! – – – >>>>„Brand eins“ …“David Keith“…………..Vielleicht ist es totaler Wahnsinn?<<<< „Wetter – Modifikation“ die Wolken IMPFEN mit SCHWEFEL – Aluminium – Barium….

 Hat der ALTE „HEXEN-MEISTER“………Der satanische DIENER „DAVID KEITH“ bringt direkt aus der HÖLLE SCHWEFEL mit um die ERDE zu vergiften, verseuchen, verpesten, kontaminieren…

In WIRKLICHKEIT WILL man die „MACHT über das WETTER“

EIN SATANISCH HÖCHST BÖSARTIGER ANGRIFF auf die ERDE und die MENSCHEN

WENN IRRSINN – SCHWACHSINN – und WAHNSINN AUFEINANDER TREFFEN basierend auf LÜGEN, LÜGEN, LÜGEN,….

siehe auch „Die falschen GRÜNEN“ – „WIND-KRAFT und NATUR-ZERSTÖRUNG“

siehe auch  „GEO-ENGINEERING“ – „CO2 – ENTNAHME aus dem HIMMEL“

 

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WIKIPEDIA – „GEOENGINEERING“

….kanadischen Geoingenieur David W. Keith (University of Calgary) vorgeschlagen, Aluminiumoxid anstatt Schwefeldioxid zu verwenden……

https://de.wikipedia.org/wiki/Geoengineering

 

……… (Aluminiumoxid)

Im Zuge der American Association for the Advancement of Science (AAAS) Conference 2010, San Diego am 20. Februar 2010, wurde vom kanadischen Geoingenieur David W. Keith (University of Calgary) vorgeschlagen, Aluminiumoxid anstatt Schwefeldioxid zu verwenden. Begründet wurde dieser Vorschlag mit einem 4-fach größeren Strahlungsantrieb und einem ca. 16-fach geringeren Gerinnungsfaktor. Derselbe Albedoeffekt könne so mit deutlich geringeren Mengen Aluminiumoxid, anstatt Schwefeldioxid, bewerkstelligt werden.[15]

Photophoretisch schwebende Nanoscheiben (aus Alumina (Aluminiumoxid) und Bariumtitanat)

Am 7. September 2010 veröffentlichte David W. Keith den Vorschlag, aus Aluminium, Aluminiumoxid und Bariumtitanat bestehende Nanopartikel in der Stratosphäre auszubringen, um Sonnenlicht zu reflektieren. [16]

Die 10 Mikrometer breiten und 50 Nanometer dicken Scheiben sollen in einer Höhe von 40 bis 50 km, knapp über der Stratosphäre, durch Nutzung des photophoretischen Effektes, dauerhaft schweben. Während die Bariumtitanatseite der Erde zugewandt sein soll, sollte die aus Aluminium/Aluminiumoxid bestehende Seite der Sonne zugewandt sein. Das auftreffende Sonnenlicht würde größtenteils reflektiert werden, was den Albedoeffekt erhöht und somit zur Kühlung der Erde beitragen könnte. (Der Effekt der Photophorese kann auch bei der Lichtmühle beobachtet werden, deren Rad sich bei Lichteinfall dreht.)

Funktionsweise: Durch die Sonneneinstrahlung werden die Nanopartikel erwärmt. Da Bariumtitanat Wärme und Energie leichter abgibt als Aluminium, wäre der – durch den photophoretischen Effekt entstehende – Druck auf die Unterseite größer als die Richtung Erde wirkenden Kräfte. Dieser Drucküberschuss würde die Scheiben in einem Schwebezustand, idealerweise in der Mesosphäre, halten. Wird die Bariumtitanatschicht elektrisch aufgeladen, würde das natürliche elektrische Feld der Atmosphäre die Scheiben waagerecht halten und ein Kippen verhindern. Nachts würden die Partikel zwar (aufgrund der fehlenden Sonneneinstrahlung) langsam zur Erde sinken, aber tagsüber durch den beschriebenen Effekt wieder steigen.

Zusammensetzung der Nanopartikel:

  • Oberste Schicht bestehend aus Aluminiumoxid (schützt die mittlere Aluminiumschicht)
  • Mittlere Schicht aus Aluminium (reflektiert das Sonnenlicht)
  • Untere Schicht aus Bariumtitanat (für elektrische Aufladung und Photophorese)

Vorteile dieser Methode: Diese Methode des SRM (Solar Radiation Management) würde im Gegensatz zu den Schwefeldioxidmodellen unerwünschte Effekte auf die Ozonschicht minimieren, da die Scheiben oberhalb dieser schweben würden.

Gesundheitliche Aspekte: Um negative gesundheitliche Auswirkungen zu minimieren (Aluminium und Bariumtitanat sind gesundheitsschädlich) sollten die Nanopartikel idealerweise so hergestellt werden, dass sie eine begrenzte Lebensdauer haben. Sie könnten beispielsweise so hergestellt werden, dass sie durch UV-Strahlung und Sauerstoffradikale zersetzt werden würden…..

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siehe auch „CLIMATE- und GEO- ENGINEERING“

siehe auch  „OVERCAST“ – „Chemtrails“ – „GEO-ENGINEERING“

 

utube.com/watch?v=g-XaSho4t7I

„Werner Schulz“ – Chemtrails (Geo-Engineering) – Grüner Politiker gibt es zu

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https://www.zeit.de/video/2017-11/5644175920001/klimawandel-die-erderwaermung-mit-kuenstlichen-wolken-aufhalten

siehe VIDEO:  Klimawandel: Die Erderwärmung mit künstlichen Wolken aufhalten

In Bonn endet die UN-Klimakonferenz. Schon seit Längerem erforschen Wissenschaftler, wie sie das Klima aktiv beeinflussen könnten. Ob es dazu kommen sollte, ist umstritten.
>>>>>>>>>>>>>>>„David Keith“<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<
atch?v=JLkQJFp89gA&feature=youtu.be

„Geo-Climate-Engineering“ – „?Klima-Wandel?“ – ?Erderwärmung? mit „künstlichen Wolken“ aufhalten

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ube.com/watch?v=TcdEtL2lgAw

„Michael J. Murphy“ – „Was in aller Welt „Chemtrail-Doku“ sprühen die da“???!!! 

What In The World Are They Spraying? – Die Wahrheit über Chemtrails und Geoengineering

ab Minuten 5:30 – „David Keith“

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utube.com/watch?v=OUuUwe85ZlU

„OVERCAST“ –  „Klima-Experiment“ am Himmel (Chemtrail/Geoengineering Doku)

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„WETTER-MANIPULATION“  – „WETTER-MODIFIKATION“

be.com/watch?v=72bm4wdzHk8&feature=youtu.be

„Banned in Britain“ Lookup – „your being poisoned“ – „Weather Modification“

Dr Ilya Sandra Perlingieri

 

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tube.com/watch?v=WaudJgutsPw

Doku: Der geheime Krieg – „Solares Geoengineerin“ – deutsch synchronisierte Version

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siehe auch „Merkel und Nahles STREIT“ wegen „SYRIEN-KRIEG“

http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-einsatz-der-bundeswehr-lasst-uns-mit-euren-kriegen-in-ruhe-kolumne-a-1228477.html

Auslandseinsätze der Bundeswehr

Lasst uns in Ruhe mit euren Kriegen!

Schon wieder „Germans to the front!“ Die USA wollen deutsche Unterstützung in Syrien. Danke, aber nein danke, Mister Trump. Amerikas Militärabenteuer haben genug Leid über die Welt gebracht.
© Franziska Sinn

Eine Kolumne von Jakob Augstein

DPA
Montag, 17.09.2018 17:02 Uhr

 

Kolumne

Der syrische Krieg ist ein Verbrechen. Wie – beinahe – jeder Krieg. Der Verbrecher, der diesen Krieg gewinnen wird, steht inzwischen fest: er heißt Assad und er hat das Blut der Unschuldigen an seinen Händen. Das ist weder gerecht noch richtig. Aber es ist die Realität in Syrien und sie ließe sich nur zu einem Preis ändern: noch mehr Tote. Das ist es nicht wert. Darum ist die amerikanische Forderung, Deutschland solle sich an einem möglichen neuen Schlag in Syrien beteiligen, ihrerseits nichts anderes als die Einladung zu einem weiteren Verbrechen.

Es geht wieder einmal um Assads Chemiewaffen. Wenn der Diktator sie im belagerten Idlib einsetzen sollte, dann, ja dann … Angela Merkel hat gesagt: „Einfach zu sagen, wir könnten wegsehen, wenn irgendwo Chemiewaffen eingesetzt werden und eine internationale Konvention nicht eingehalten wird, kann auch nicht die Antwort sein.“ Doch, liebe Frau Bundeskanzlerin, wenn es keine andere kluge Antwort gibt, ist keine Antwort immer noch die beste.

Aber der neue amerikanische Botschafter, der nach allem, was man bisher weiß, ungefähr genauso verrückt ist wie sein Präsident, hat seinem Ruf nach deutscher Beteiligung mit den Worten Nachdruck verliehen: „Schon jetzt gibt es eine starke Koalition und sie wird stärker sein als das letzte Mal.“

Das klingt beunruhigend danach, als seien sich die Amerikaner schon ganz sicher, dass es zu einem solchen Einsatz kommen werde. Dabei soll er ja vom erneuten Einsatz von Chemiewaffen abhängen. Und was, wenn Assad solche Waffen nicht einsetzt? Das ist eine interessante Frage. Eine andere lautet: Und was, wenn das keine Rolle spielt, weil die Amerikaner oder irgendwelche Rebellen einen solchen Einsatz einfach behaupten?

Wir haben die Lügen nicht vergessen

Wir haben nicht vergessen, wie die Amerikaner die Welt in den Krieg gegen den Irak hineingelogen haben. Und wie eine maßgebliche Politikerin der CDU Deutschland in diesen Krieg verwickeln wollte. Und wie ein Kanzler der SPD Deutschland davor bewahrt hat. Auch wenn Angela Merkel darauf setzt: wir haben es nicht vergessen.

Die Amerikaner fordern ja dauernd mehr militärische Unterstützung von Deutschland. Egal, ob in Vietnam in den Sechzigern oder in der Straße von Hormus in den Achtzigern oder in Syrien heute: „The Germans to the front“ – diese Worte, mit denen einst ein britischer Admiral die aus Deutschland entsandten Hilfskontingente in Chinas Boxer-Aufstand kommandierte – hören wir immer wieder. Aber wir wollen sie nicht mehr hören! Es ist das gute Recht von Amerikanern, Briten und Franzosen, unverändert an die heilbringende Wirkung von Bomben zu glauben. Es ist das gute Recht der Deutschen, diesen Glauben nicht zu teilen.

Die Empirie spricht für die Deutschen. Dass der Nahe Osten durch die zahllosen westlichen Interventionen ein friedlicherer, sicherer Ort geworden wäre, kann man wirklich nicht behaupten. Dass er ohne diese Interventionen in einem noch schlechteren Zustand wäre, ist nicht beweisbar, lässt sich aber kaum vorstellen.

Aber dennoch hat der SPIEGEL nach der jüngsten US-Forderung geschrieben: „Doch fast immer, wenn es ernst wird, wollen die Deutschen dann doch lieber nicht.“ Man kennt diese Diktion. Darin steckt die Unterstellung, der letzte Ausweis der Ernsthaftigkeit sei die Bereitschaft zum Kampf. Aber das ist ein atavistischer Macho-Unsinn. Die letzte Ernsthaftigkeit liegt in der Erkenntnis, dass Kriege nicht zum Frieden führen.

Die Deutschen sind bekanntlich große Rechthaber. Wenn es um den Krieg geht, ist das ein Glück. Jeder Krieger muss sich für eine bessere Welt erst mal eine gerichtliche Unbedenklichkeitsbescheinigung ausstellen lassen. Und die gibt es eben nicht so ohne Weiteres. So zimperlich sind unsere Verbündeten bekanntlich nicht.

Natürlich geht es immer um eine gute Sache: In Afghanistan ging es erst gegen die Sowjets, dann gegen die Terroristen, dann gegen die Taliban. Im Irak und in Libyen gegen die Diktatoren Saddam und Gaddafi.

In Syrien gegen den Fassbombenmörder Assad. Der Westen ist immer auf der richtigen Seite, an den Konflikten unschuldig und überhaupt töten westliche Bomben irgendwie anders als russische. Wer’s glaubt, wird selig. Selig werden hoffentlich die Opfer dieser Kriege. Denn im Nahen Osten gilt der Satz: „Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen.“

Bernd Ulrich hat neulich zwar in der Zeit geschrieben: „Dieses Land ist keineswegs moralischer, gutwilliger, harmloser oder sonst was als vergleichbare Länder.“ Aber bei der Frage aller Fragen, der Frage nach Krieg und Frieden, da stimmt es eben nicht. Da ist Deutschland tatsächlich moralischer als die anderen. Denn die anderen haben aus den Kriegen, die sie geführt haben, nur gelernt, sie effizienter zu führen.

Wir haben aus unseren gelernt, keine mehr zu führen.

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siehe auch „BAMF-SKANDAL“ – „Ulrike B.“

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/bamf-skandal-neue-details-aus-internen-pruefberichten-15796463.html

Bericht zu Bremer Bamf-Skandal

Die einen wollten manipulieren, die anderen nicht beaufsichtigen

Innenminister Seehofer mit Bamf-Chef Sommer (li) versprach Aufklärung im Bamf-Skandal. Nun liegt der Bericht des Bundesrechnungshofs vor (Archivbild). Bild: AFP

Der Bremer Bamf-Skandal war laut internen Prüfberichten gravierender als behauptet. Weder die Bremer Amtsleiterin, noch das Innenministerium kommen darin gut weg. Die These, es gebe keinen Bamf-Skandal, ist kaum zu halten.

Am kommenden Montag werden sich im Bundestag die Mitglieder des Innenausschusses mit der Affäre in der Bremer Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) beschäftigen, von der zuletzt nicht einmal mehr sicher war, dass es sich wirklich um eine Affäre handelt.

Reinhard Bingener

Politischer Korrespondent für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen mit Sitz in Hannover.

Helene Bubrowski

Politische Korrespondentin in Berlin.

War das Ausmaß des vermuteten Asylbetrugs im Frühjahr zunächst in immer schwindelerregendere Höhen geschnellt, hieß es zuletzt in Medienberichten immer öfter, die frühere Außenstellenleiterin Ulrike B. sei womöglich zu Unrecht beschuldigt worden oder sogar Opfer einer behördeninternen Rufmordkampagne. In der nun anstehenden Sitzung dürften zwei Prüfberichte einen etwas klareren Blick auf die Vorgänge innerhalb des Bamf bringen, die im Frühjahr tagelang die Schlagzeilen beherrschten…..

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http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/schweinegrippe-impfstoff-pandemrix-risiken-wurden-ignoriert-a-1229144.html

Glaxo Smith Kline

Hersteller von SchweinegrippeImpfstoff ignorierte Risiken

Etwa 30 Millionen Europäer erhielten vor neun Jahren den Schweinegrippe-Impfstoff Pandemrix. Schon damals gab es erhebliche Sicherheitsbedenken. Jetzt werden neue, schwere Vorwürfe bekannt.

Von Irene Berres und Magdalena Hamm


Getty Images
Freitag, 21.09.2018 11:23 Uhr

 

Es musste schnell gehen im Sommer 2009. Nachdem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Schweinegrippe zur weltweiten Seuche erklärt hatte, aktivierten die Behörden rund um den Globus ihre Notfallpläne. Ein Schweinegrippe-Impfstoff musste her, in kürzester Zeit, für Millionen Menschen. Nur so, das war der Gedanke dahinter, könne der Mensch die Macht über die Verbreitung des Virus zurückgewinnen.

Schon damals kritisierten viele, dass aufgrund der Eile die Standards zu stark heruntergesetzt wurden. Ein aktueller Bericht in der Fachzeitschrift „British Medical Journal“ bestärkt nun, dass der Impfstoff-Hersteller Glaxo Smith Kline (GSK) schon früh brisante Informationen zu Nebenwirkungen des in Europa eingesetzten Impfstoffs Pandemrix hatte, die Warnzeichen aber ignorierte.

Um die Produktion zu beschleunigen, mischte GSK seinem Impfstoff einen Wirkverstärker bei. So konnten Unternehmen und Behörden weniger Wirkstoff auf mehr Menschen verteilen. Bislang galt vor allem diese sogenannte Adjuvans als problematischer Teil des Impfstoffs. Jetzt berichtet das „British Medical Journal“, dass es auch beim Herstellungsprozess des europäischen Mittels Probleme gegeben haben könnte.

Allergischer Schock, Gesichtslähmungen, Zuckungen

Dabei bezieht sich das Fachjournal auf Daten, die in vier internen Berichten zu Nebenwirkungen zwischen Dezember 2009 und März 2010 bei GSK kursierten. Auszüge daraus wurden jetzt, im Zusammenhang mit NebenwirkungsKlagen, von einem Anwalt offengelegt. Das zugehörige Dokument liegt auch dem SPIEGEL vor.

Demnach zeichnete sich schon zu Beginn der Impfkampagne ab, dass der in Europa produzierte und angewendete Impfstoff Pandemrix deutlich häufiger zu Meldungen von Nebenwirkungen führte als sein kanadisches Pendant – obwohl die Mittel beide von GSK mit dem gleichen Wirkstoff und dem gleichen Wirkverstärker hergestellt wurden. Mögliche Ursache könnten Spuren sonstiger Stoffe sein, die bei der Produktion in den europäischen Impfstoff gelangten.

Während beim europäischen Impfstoff Pandemrix beispielsweise bis Ende November 1138 schwere Nebenwirkungen dokumentiert wurden, waren es beim kanadischen Mittel Arepanrix nur 95.
Angesichts der Zahl der Geimpften bedeutete das: Bei Pandemrix wurden pro eine Millionen Geimpfte 75,8 schwere Nebenwirkungen gemeldet. Bei Arepanrix waren es 7,9 schwere Nebenwirkungen pro eine Millionen Geimpfte.

Zu den deutlich häufigeren Nebenwirkungen zählen unter anderem ein allergischer Schock, Gesichtslähmungen, Zuckungen, Gefäßentzündungen und Gehirnentzündungen. Alle Nebenwirkungen wurden um den Zeitpunkt der Impfung beobachtet. Dadurch ist zwar noch nicht bewiesen, dass die Impfung auch der Auslöser war. Die Meldungen pro eine Million Dosen blieben jedoch von Dezember 2009 bis März 2010 weitgehend konstant.

Obwohl die Unterschiede zwischen den beiden Varianten des Medikaments so offensichtlich waren, wurden sie laut „British Medical Journal“ nie öffentlich thematisiert oder weiter untersucht. Zwar gibt es auch mögliche Erklärungen für die Unterschiede, die Sicherheitsbedenken entkräften. So könnte es zum Beispiel sein, dass die Europäer durch die kritische Berichterstattung stärker sensibilisiert waren und mehr Nebenwirkungen meldeten als die Kanadier. Trotzdem hätte das Unternehmen dem nachgehen müssen.

„Großexperiment mit einem nicht ausreichend getesteten Impfstoff“

„Die Zahlen zu Nebenwirkungen von Pandemrix überraschen mich überhaupt nicht“, sagt Wolfgang Becker-Brüser, Herausgeber des pharmakritischen „Arznei-Telegramms“. „Ich habe schon damals gesagt, dass die Schweinegrippe benutzt wird, um in Deutschland ein Großexperiment zu starten mit einem Impfstoff, der nicht ausreichend getestet und daher für eine Massenimpfung ungeeignet ist.“

Dem Bericht zufolge summierte sich die Zahl der gemeldeten schweren Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Pandemrix bis Ende 2018 auf mehr als 5000. Schätzungen gehen davon aus, dass nur rund zehn Prozent der Nebenwirkungen von Arzneimitteln dokumentiert werden – die Zahl der tatsächlich aufgetretenen schweren Nebenwirkungen dürfte also noch deutlich höher liegen.

Das verdeutliche, wie riskant die Impfkampagne war, sagt Becker-Brüser. „Meines Erachtens wurde das Risiko von den zuständigen Behörden negiert. Man wollte impfen, man wollte den Impfstoff loswerden, den man gekauft hatte.“ Zumindest von der irischen Regierung ist laut „British Medical Journal“ bekannt, dass den zuständigen Behörden die internen Nebenwirkungs-Berichte von Glaxo Smith Kline vorlagen. Dennoch lief die Impfkampagne in Irland uneingeschränkt weiter.

Problematisch ist aus Becker-Brüsers Sicht auch, dass von den zuständigen Behörden nicht ausreichende Zwischenauswertungen gemacht wurden. „Bei so einem Großexperiment müsste man eigentlich nach einer bestimmten Zahl an geimpften Dosen innehalten und sich anschauen, ob das Nutzen-Schaden-Verhältnis noch stimmt. Das ist nicht passiert, obwohl recht bald absehbar war, dass die Schweinegrippe viel milder verläuft als prognostiziert.“

Wie steht Glaxo Smith Kline zu den Vorwürfen?

Auf Anfrage des „British Medical Journals“ erklärte GSK, alle verfügbaren Sicherheitsdaten zu Pandemrix wöchentlich an die europäische Arzneimittelbehörde Ema übermittelt zu haben, wo sie bis heute öffentlich abrufbar sind. Fragen dazu, ob das Unternehmen den Unterschieden bei den Meldungen zu Pandemrix und Arepanrix nachgegangen sei, ob es Gesundheitsbehörden über die Unterschiede informiert habe oder erwogen habe, Arepanrix statt Pandemrix zu empfehlen, beantwortete GSK dem Bericht zufolge nicht. Stattdessen verwies es auf laufende Gerichtsprozesse.

Fraglich ist außerdem, was die europäische Arzneimittelbehörde Ema über die unterschiedlichen Nebenwirkungen bei den Impfstoffen wusste. In einer Stellungnahme erklärte die Behörde dem „British Medical Journal“, dass sie keine vergleichenden Nutzen- und Risikoanalysen zwischen verschiedenen Produkten durchführe.

Trotz der aktuellen Analyse sieht Becker-Brüser noch immer den Wirkverstärker als größtes Problem von Pandemrix. „Es gibt ausreichend Beispiele für andere Impfstoffe, die ebenfalls Wirkverstärker enthalten und eine schlechtere Verträglichkeit zeigen, als solche ohne. Im Fall von Pandemrix gibt es allerdings keine Vergleichsstudien zu Produkten mit und ohne Wirkverstärker – es gibt und gab überhaupt zu wenig Studien dazu.“

Schon länger bekannte Nebenwirkung: Narkolepsie

Zumindest eine schwere Nebenwirkung von Pandemrix ist mittlerweile recht gut untersucht. Nach den Massenimpfungen erkrankten auffällig viele Menschen an Narkolepsie, einer unheilbaren Schlafkrankheit. Das Problem wurde erst Monate nach Ende der Impfkampagnen bekannt. Unter den etwa 30 Millionen geimpften Europäern kam es zu rund 1300 Fällen von Narkolepsie, die mit dem Mittel in Verbindung stehen sollen. Betroffen sind vor allem Kinder und Jugendliche.

Die schwedische Regierung hat im Mai 2016 beschlossen, Betroffene mit bis zu einer Million Euro zu entschädigen. Gerichtsprozesse gegen GSK laufen. Aus einem dieser Verfahren stammen auch die jetzt öffentlich gewordenen Daten.

Trotzdem sehen es GSK und die europäische Arzneimittelbehörde Ema bis heute nicht als erwiesen an, dass die Fälle auf Pandemrix zurückzuführen sind. Es brauche noch weitere Untersuchungen, um zu bestätigen, welche Rolle Pandemrix bei der Entwicklung der Narkolepsie der Betroffenen möglicherweise gespielt habe, erklärt GSK dem „British Medical Journal“.

Zumindest eines steht fest: Pandemrix stellt heute keine Gefahr mehr da. Mit dem Ende der Schweinegrippe-Epidemie hat es auch seine Zulassung wieder verloren.

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siehe auch „HPV-IMPFUNG“ und die FOLGEN

siehe auch „VAXXED“ – „MASERN – MUMPS – RÖTELN“ – AUTISMUS

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Mädchen und junge Frauen sind für die mafiöse PHARMA-INDUSTRIE nur „Versuchs-Kaninchen“

Sind Impfungen gegen Papillomaviren sinnvoll? – VOX POP – ARTE

„GARDASIL“ – „SANOFI PASTEUR MSD“

Die korrupte und bösartigkriminelle Pharma-Industrie steckt  mit einer INTRANSPARENTEN     „European-Medicines-Agency“ (EMA)  unter einer DECKEMeinungen der Experten spielten keine Rollekritische Stimmen wurden nicht berücksichtigt  –  ab Minuten 3:25 „Peter Getzsche“: „es werden erhebliche Bedenken geäussert“ – „Pharma-Unternehmen“ versuchen alles zu tun um unerwünschte Neben-Wirkungen (z.B. POTS Syndrom) zu verheimlichen
Dänemark – wieso häufen sich speziell in Dänemark Fälle von Gebärmutterhalskrebs??? – <<<Könnte es sein dass mit MONSANTOverseuchteGlyphosatTampons“ bzw. Binden hier mit eine Rolle spielen???>>>

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https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/qualitaet-in-der-wissenschaft-zoff-um-die-hpv-impfung-1.4135954

Qualität in der Wissenschaft

Zoff um die HPV-Impfung

Humane Papillomaviren (HPV) unter dem Elektronenmikroskop.(Foto: dpa)
  • Die Cochrane Collaboration gilt als wichtigste Instanz, wenn es um die Beurteilung von Nutzen und Wirksamkeit von Tests und Therapien in der Medizin geht.
  • Bei einer Veranstaltung zum 25. Geburtstag der Vereinigung kam es zum Eklat: Peter Gøtzsche, 1993 eines der Gründungsmitglieder der Cochrane Collaboration, wurde aus der Vereinigung ausgeschlossen.
  • Gøtzsche hatte eine Cochrane-Analyse zur Wirksamkeit und Sicherheit der HPV-Impfung scharf kritisiert.
Von Werner Bartens

Wenn sich professionelle Rechthaber und Besserwisser untereinander streiten, ist ihnen besondere Aufmerksamkeit gewiss. Die Cochrane Collaboration ist eine solche Vereinigung, denn sie gilt als wichtigster Vertreter der reinen Lehre, wenn es um den Nutzen und die Wirksamkeit von Tests und Therapien in der Medizin geht. Methodisch geschulte Mitarbeiter rund um den Globus erstellen gründliche Zusammenfassungen, die „Cochrane Reviews“, zu Sinn und Unsinn in der Medizin, die oft mehrere Hundert Seiten lang sind und ob ihrer Genauigkeit medizinische Leitlinien und gesundheitspolitische Entscheidungen beeinflussen können. Von der Industrie sind Cochrane-Voten gefürchtet, weil sie mit statistischer und epidemiologischer Wucht schon so manche PR-Kampagne für das neue Krebsmittel oder den diagnostischen Test als hohle Marktschreierei entlarvt haben.

Das Cochrane Colloquium zum 25. Geburtstag der Vereinigung, das Anfang dieser Woche in Edinburgh stattfand, wartete mit einer besonderen Überraschung auf. Allerdings wurde in Schottland keine etablierte Therapie zerpflückt, sondern der wohl bekannteste Kopf der Cochrane-Gruppe gleichsam vom Hof gejagt. Peter Gøtzsche, 1993 eines der Gründungsmitglieder der Cochrane Collaboration und Leiter des Nordischen Cochrane-Zentrums in Kopenhagen, wurde mit knapper Mehrheit nicht nur aus dem „Board“ – vergleichbar dem Aufsichtsrat oder Stiftungsrat -, sondern gleich aus der ganzen Vereinigung ausgeschlossen. Aus Protest verließen vier weitere Mitglieder das 13-köpfige Board, darunter Jörg Meerpohl, Co-Direktor von Cochrane Deutschland, und Gerald Gartlehner, Direktor der Cochrane-Zweigstelle in Österreich.

Vordergründiger Anlass war das Cochrane Review zur HPV-Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs vom Mai 2018. Ein Team um Gøtzsche äußerte nach Erscheinen scharfe Kritik an der Analyse und warf den Autoren gleich mehrere methodische Mängel vor.

Studien, in denen Nebenwirkungen der Impfung stärker betont wurden, seien unterschlagen worden, die fragliche Sicherheit der Impfung zu wenig berücksichtigt und Analysen aus der Industrie zu unkritisch übernommen, so die Vorwürfe. Insgesamt zeichne das HPV-Review daher ein viel zu positives Bild der Impfung und die Cochrane Collaboration komme ihrem Auftrag nicht nach, die Öffentlichkeit glaubwürdig und unabhängig über Schaden und Nutzen medizinischer Methoden zu informieren.

Diese Fundamentalkritik aus den eigenen Reihen war offenbar zu viel für die Cochrane-Gemeinde. Peter Gøtzsche gilt den Seinen seit Langem als ebenso profilierter wie polarisierender Vertreter der evidenzbasierten Medizin. Den allenfalls bescheidenen Nutzen des Mammografie-Screenings hat er süffisant weiter relativiert, da ja inklusive aller Verkehrsunfälle auf dem Weg zur Brustuntersuchung die Bilanz endgültig negativ ausfalle. Die Studien zum Nutzen von Psychopharmaka entkräftete er mit dem schwer zu widerlegenden Hinweis, dass kaum ein Zweig der Medizin so „industrieverseucht“ sei wie die Psychiatrie.

Gøtzsche war immer für ein pointiertes Zitat gut und scheute die Polemik nicht – mit der Industrie als einseitigem Feindbild. In Edinburgh spaltete der Eklat die Cochrane-Gemeinde. Die einen sehen in ihm den Populisten, der trotz seines divenhaften Auftretens für die gemeinsame Sache kämpft.

Die anderen sind dauerhaft genervt vom eitlen Selbstdarsteller, der unter dem Briefkopf Cochrane seine Vorurteile pflegt. Aus dem Cochrane-Kreis hat sich bisher niemand offiziell zu den Vorfällen geäußert – in Edinburgh war hingegen von juristischen Untersuchungen und dem englischen Stiftungsrecht die Rede, dem die Cochrane Collaboration untersteht. Peter Gøtzsche selbst äußert sich sehr wohl. Unter dem Briefkopf des Nordischen Cochrane-Zentrums stilisiert er sich als Märtyrer, der im Kampf für die Aufrichtigkeit in der Medizin alles gegeben hat, aber nun unter dem Druck von IndustrieInteressen geopfert wurde.

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siehe auch „CRISPR-CAS“ – „GEN-SCHERE“ – „GENOME-EDITING“

https://www.keine-gentechnik.de/nachricht/33382/#gsc.tab=0

Europäische Regionen fordern internationales Gentechnikregister

07.09.2018

GMO free regions network
Das Europäische Netzwerk gentechnikfreier Regionen setzt sich für mehr Entscheidungsspielräume der Länder und Regionen ein (Foto: European GMO-Free Regions Network)

Damit keine gentechnisch veränderten Pflanzen oder Tiere unerkannt nach Europa importiert werden können, müssen diese eindeutig gekennzeichnet werden, fordert das europäische Netzwerk gentechnikfreier Regionen. Das gelte besonders für Organismen, die mit Genome Editing verändert wurden, heißt es in einer Deklaration, die heute in Berlin beschlossen wurde. Denn diese Technologien werden außerhalb Europas vielerorts nicht als Gentechnik eingestuft.

Anders als die deutsche Agrarministerin bekennt sich das Netzwerk, in dem die Regionalregierungen aus 64 europäischen Regionen vertreten sind, klar zur jüngsten Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH). „Das ist für uns ein wichtiger Meilenstein, mit dem klargestellt wird, dass auch die mit den neuen Gentechnikverfahren erzeugten Lebens- und Futtermittel einer umfassenden Risikobewertung, Rückverfolgbarkeit und Kennzeichnung unterliegen müssen“, sagte die hessische Umweltstaatssekretärin Beatrix Tappeser, seit 2017 Präsidentin des Netzwerks. Der EuGH hatte Technologien des Genome Editing wie CRISPR/Cas oder ODM, die Gene nur minimal verändern, im Juli rechtlich als Gentechnik eingestuft. Das bedeutet unter anderem, dass sie in Europa gekennzeichnet werden müssen.

Um sicherzustellen, dass solche gentechnisch veränderten Organismen (GVO) auch außerhalb Europas erkennbar sind, fordert das europäische Netzwerk ein öffentliches internationales Register aller weltweit freigesetzten GVO. Das bestehende Register des Biosafety Clearinghouse aus dem Cartagena Protokoll für die biologische Sicherheit sei ein geeigneter Rahmen für diese Aufgabe, heißt es in der Erklärung.

„Größte Vorbehalte“ haben die Mitglieder des Netzwerks gegenüber sogenannten „Gene drives“. Hier werden die Gene etwa eines Insekts so manipuliert, dass die Veränderung sich in einer Art Vererbungsturbo in kürzester Zeit in einer ganzen Population ausbreitet. Die Regionalregierungen fordern „alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Freisetzung von Gene drives in unsere Umwelt zu verhindern“. „Hier müssen Regelungen auch auf internationaler Ebene getroffen werden, da ‚Gene drives‘ vor Ländergrenzen nicht Halt machen und die Auswirkungen auf Ökosysteme gravierend ausfallen können“, erläuterte Staatssekretärin Tappeser. Es sind also sowohl die Europäische Union als auch die internationale Staatengemeinschaft gefordert, ein Moratorium für Gene drives zu beschließen.

Schließlich sprechen sich die Regionalregierungen und internationalen Verbände, die bei der 9. Konferenz gentechnikfreier Regionen in Berlin ebenfalls anwesend waren, dafür aus, dass die genetische Vielfalt der Pflanzen und Tiere als eines der wertvollsten öffentlichen Güter der Menschheit erhalten und zugänglich bleibt. Dafür müsse der Staat verstärkt in landwirtschaftliche Forschung und Entwicklung investieren und so dazu beitragen, die agrarpolitischen Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen. [vef]

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GEGEN die VORSORGE

Die CDU/CSU steht für ALLES was der NATUR und dem MENSCHEN SCHADEN bringt

https://www.keine-gentechnik.de/nachricht/33381/#gsc.tab=0

Klöckner: neues Gesetz für Genome Editing?

06.09.2018

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (Foto: CDU Rheinland-Pfalz)
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (Foto: CDU Rheinland-Pfalz)

Bundesagrarministerin Julia Klöckner ist mit der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), die Technologien des Genome Editing als Gentechnik zu werten, offenbar nicht einverstanden. „Die klassische grüne Gentechnik mit CRISPR/Cas in einen Topf zu werfen, halte ich für sachlich falsch”, sagte die CDU-Politikerin gestern der Nachrichtenagentur Reuters. Ob es zu Gesetzesänderungen komme, werde man sehen.

Wie berichtet hatte der EuGH im Juli entschieden, dass neue Gentechnikverfahren wie CRISPR/Cas oder ODM rechtlich wie Gentechnik zu behandeln sind. So hergestellte Organismen müssen also auf ihre Risiken geprüft und zugelassen werden. Das Gericht berief sich vor allem auf das Vorsorgeprinzip und folgte damit der Argumentation der Gentechnikkritiker – sehr zum Entsetzen von Industrie und großen Teilen der Wissenschaft. Entsprechend harsch war die Urteilsschelte.

Da der EuGH in dieser Frage jedoch die letzte Instanz ist, ist dieses Urteil unanfechtbar rechtsgültig. Will jemand an der Rechtslage etwas ändern, bleibt in der gewaltengeteilten Demokratie nur der Weg über die Gesetzgebung – in diesem Fall auf EU-Ebene. Eine Petition gegen die EuGH-Entscheidung, wie sie ein französischer Wissenschaftler jetzt auf den Weg gebracht hat, kann den Richterspruch nicht mehr rückgängig machen.

Auch Frau Klöckner hatte wohl schon im Juli Plan B im Auge. Sie wolle „den Blick für Entwicklungen und Innovationen offenhalten“, teilte die Agrarministerin wenige Stunden nach dem EuGH-Urteil mit. „Diese Diskussion möchte ich in Europa gemeinsamen mit der Europäischen Kommission und den Mitgliedsstaaten vorantreiben.“ “Wir müssen achtgeben, dass wir nicht aus Luxuspositionen des Überflusses heraus in Europa eine neue Technologie vor die Tür setzen”, ergänzte sie jetzt laut Reuters. Die neue Technologie könne die Lösung für landwirtschaftliche Probleme werden. Als Beispiel nannte sie dürre-resistente Pflanzen, die von den Befürwortern der Gentechnik schon seit Jahren angekündigt werden. Faktisch setzte die Agrarindustrie die Gentechnik jedoch vor allem dafür ein, Pflanzen gegen die von ihr hergestellten Pestizide resistent zu machen.

Eine klare Vorstellung hat die Agrarministerin vom Ablauf der Diskussion: “Wir müssen eine Debatte führen, die wissenschaftsbasiert ist und nicht nach Stimmungen geht”, wird sie von Reuters zitiert. Hatten wir das nicht schon mal irgendwo gehört? Ein Blick in die Rede von Bayer-Chef Werner Baumann bei der Hauptversammlung des Chemiekonzerns im Mai hilft weiter: Die Politik dürfe „nicht nur auf das schauen, was heute den Vorstellungen und Umfragen entspricht“, gab der Konzernlenker vor. Wichtig sei, „was morgen und übermorgen gesellschaftlichen Fortschritt und wirtschaftlichen Wohlstand verspricht“. Kein Risiko einzugehen sei für die Gesellschaft keine Option, so Baumann.

Bei der Diskussion des Themas mit ihrem Koalitionspartner SPD steht Klöckner offenbar noch ganz am Anfang: “Neue Gentechnikverfahren, wie die Genschere CRISPR/Cas und die damit erzeugten Produkte, unterliegen dem Gentechnikrecht”, versicherte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion, Matthias Miersch, heute gegenüber Reuters. „Das Urteil des EuGH sollte auch die Bundeslandwirtschaftsministerin anerkennen.” Miersch forderte Klöckner auf, unverzüglich einen Gesetzentwurf vorzulegen, mit dem der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen grundsätzlich untersagt werde

Heftige Kritik kommt von der Opposition: Die Agrarministerin stimme „nach kürzester Schamfrist voll ein in den Chor der Gentechnik-Lobby, der sich seit dem Gentechnik-Urteil überschlägt in schriller Richterschelte und Forderungen nach Gesetzesänderungen“, schimpft der Gentechnikexperte der Grünen, Harald Ebner. Wenn sie in Frage stelle, dass auch die neue Gentechnik Gentechnik ist, ebne sie den Weg für Verbrauchertäuschung durch verschleierte Gentechnik im Essen. [vef]

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siehe auch „EPI-GENETIK“ – „Jörg Spitz“

https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2018-09/kuenstliche-befruchtung-zeugung-kinderwunsch-fortpflanzung-kinder-gesundheit/komplettansicht

Künstliche Befruchtung

Diese Kinder sind doch nicht so gesund

Millionen Menschen sind dank künstlicher Befruchtung auf der Welt. Es galt: Sie sind so gesund wie alle anderen. Eine Gewissheit, die schwindet. Es gibt ernste Zweifel.
Künstliche Befruchtung: Wurde der Einfluss der künstlichen Befruchtung auf die Gesundheit von Kindern lange Zeit unterschätzt?
Wurde der Einfluss der künstlichen Befruchtung auf die Gesundheit von Kindern lange Zeit unterschätzt? © Luma Pimentel/Unsplash

Immer häufiger greift der Mensch in einen Prozess ein, der für die Entstehung neuen Lebens zentraler nicht sein könnte: die Befruchtung der Eizelle durch das Spermium. Es ist der Moment, in dem das Erbgut von Vater und Mutter verschmilzt. Bei einer natürlichen Befruchtung wird die Eizelle im Eileiter befruchtet und wandert dann in die Gebärmutter, um sich dort einzunisten. Bei zwei bis fünf Prozent der Neugeborenen in entwickelten Ländern aber läuft es ganz anders: Menschliche Hände sorgen mit Mikroskop und Pipette dafür, dass es zur Befruchtung kommt. Erst die Erfindung der künstlichen Befruchtung verhalf vielen Menschen zu einem eigenen Kind. Sie sorgt dafür, dass der Stammbaum von Familien nicht aufhört. Kaum ein Eingriff der modernen Medizin dürfte das Leben vieler Menschen so stark verändert haben.

Jedes Jahr kommen mehr Kinder dank künstlicher Befruchtung zur Welt. Mehr als eine Viertelmillion Kinder sind inzwischen in Deutschland so entstanden (IVF-Register: Jahrbuch 2016), weltweit sind es mehr als acht Millionen. Vor Kurzem feierte Louise Brown ihren 40. Geburtstag, der erste Mensch, der durch künstliche Befruchtung entstand, und 2010 erhielt Robert Edwards, der Erfinder der Petrischalenmethode, auch In-vitro-Fertilisation (IVF) genannt, den Nobelpreis für Medizin.

Der Methode gab neben ihrem Erfolg stets noch etwas anderes recht: ihre Sicherheit. Während die mitunter nötige Hormonbehandlung für die Entnahme von Eizellen für Frauen riskant ist, galt das Verfahren für die dabei entstehenden Kinder als absolut sicher. Aber genau diese Gewissheit schwindet. Die Autoren einer vor Kurzem erschienenen Studie zweifeln an, dass künstlich gezeugte Kinder genauso gesund sind wie Kinder, die durch Sex gezeugt wurden (Journal of the American College of Cardiology: Meister et al., 2018). So haben Jugendliche, die nach einer IVF-Behandlung zur Welt gekommen sind, schon früh Gefäßprobleme. Diese könnten später einmal lebensgefährlich werden.

Die aktuelle Arbeit wirft große Fragen auf: Ist es naiv anzunehmen, dass sich Embryonen, die in Petrischalen entstehen und in einem Nährmedium bebrütet werden, genauso entwickeln wie all jene, die durch eine natürliche Befruchtung entstehen? Was bedeutet das für die acht Millionen IVF-Babys weltweit? Fast schließt sich an: Rächt sich der menschliche Eingriff in die Natur?

Höherer Blutdruck bei Petrischalenkindern

Im Schweizer Inselspital Bern untersuchten Mediziner und Ärzte für die neuen Belege gesunde Jugendliche. Schon 2012 hatte sich in einer ersten Studie gezeigt (Circulation: Scherrer et al., 2012), dass die Gefäße von Petrischalenkindern vorzeitig gealtert waren. Verschiedene Ultraschallmessungen ergaben, dass ihre Blutgefäße steifer waren und größere Schwierigkeiten hatten, sich bei Sauerstoffbedarf und durch Medikamentengabe zu weiten, als bei natürlich entstandenen Kindern. Außerdem waren gewisse Schichten der Gefäßwand dicker als bei Kontrollprobanden, möglicherweise ein Zeichen für eine beginnende Gefäßverkalkung.

Das konnte das Forscherteam am Blutdruck ablesen: Die Petrischalenkinder zeigten geringfügig höhere Werte. Das ist bedenklich, denn Bluthochdruck schädigt Gefäße und gilt als ein Hauptrisikofaktor für Herzerkrankungen und Schlaganfälle. Acht der 52 Petrischalenkinder hatten bereits Bluthochdruck, in der Kontrollgruppe war es nur eins von 40. Für den Hauptautor der aktuellen, Studie Emrush Rexhaj, zeigt dies, dass „auf den ersten Blick gesunde Kinder ernsthafte und besorgniserregende Anzeichen für ein frühes Herz-Kreislauf-Risiko haben.“ Und in einem Kommentar, der dem Artikel beiliegt, schreiben Ärztinnen und Ärzte aus Harvard (Journal of the American College of Cardiology: Weinrauch et al., 2018): „Sollte das Risiko für einen jugendlichen Bluthochdruck (…) wirklich sechsmal so hoch liegen, wären die Konsequenzen für die Lebensdauer gewaltig (…).“

*Anmerkung: In einer vorherigen Version hatte der Artikel den Titel: „Diese Kinder sind doch anders“. Wie einige Leserinnen und Leser anmerkten, ist das missverständlich, weil die Andersartigkeit sich allein auf den Gesundheitsstatus der Kinder bezieht. Wir haben die Überschrift deshalb angepasst.

Künstliche Befruchtung erhöht das Risiko von Fehlbildungen

Die Schweizer Studie ist zwar sehr gewissenhaft erarbeitet, hat aber nur wenige Versuchspersonen. Wäre sie also die einzige, könnte man den Verdacht lediglich zur Kenntnis nehmen. Aber es ist nicht so einfach. Weitere Studien haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass die künstliche Befruchtung nicht ohne Risiken ist. Da ist zunächst ein naheliegender Grund, der mit dem Prozess der Befruchtung nichts zu tun hat: Weil nach der In-vitro-Fertilisation oft mehrere Embryos in die Gebärmutter der Frau eingebracht werden, führt sie besonders oft zu Zwillingsschwangerschaften. Und die sind für Mutter und Kind im Schnitt ein bisschen gefährlicher, denn sie können zu Frühgeburten oder Bluthochdruck in der Schwangerschaft führen. Das ist etwas, worüber Menschen, die eine künstliche Befruchtung in Anspruch nehmen, in der Regel aufgeklärt werden.

Anders sieht es mit Fehlbildungen aus. Studien legen nahe, dass Kinder, die durch künstliche Befruchtung entstanden sind, etwas häufiger Herzfehler oder Fehlbildungen der Gliedmaßen haben (Clinical and Molecular Teratology: Källén et al., 2010 & American Society for Reproductive Medicine: Wen et al., 2012). Wenn man die Fruchtbarkeitsprobleme der Eltern, die auch einen Einfluss haben, in die statistische Analyse miteinbezieht, wird der Effekt zwar schwächer (Journal of Assisted Reproduction and Genetics: Rimm et al., 2011). Trotzdem gilt: Es scheint ein Unterschied zu sein, ob ein Embryo im Labor oder im Eileiter entsteht.

Darauf deuten verschiedene Untersuchungen bei Tieren, aber auch bei Menschen hin. Sie stützen die aktuellen Ergebnisse der Schweizer Forscherinnen und Forscher. Mäuse, die durch künstliche Befruchtung entstehen, haben Gefäßprobleme und sterben früher (Journal of Clinical Investigation: Rexhaj et al., 2013); Mäuse wie auch Menschen neigen zu Diabetes, sofern sie nach einer IVF-Behandlung geboren wurden (Endocrinology: Cerny et al., 2018 & Diabetes: Chen et al., 2014); und Menschen haben – das zeigen große Studien – einen statistisch signifikanten, wenn auch nur geringfügig erhöhten Blutdruck (Fertility and Sterility: Guo et al., 2017). Die jetzt erschienene Studie schließt also an eine Reihe von Belegen an und bestätigt, dass die Veränderungen und ihre Folgen bei den gleichen Kindern nicht verschwinden, sondern nach Jahren noch nachweisbar sind oder schlimmer werden.

Was aber nicht so recht zu beantworten ist: Was ist der Grund für die Risiken, deren Ausmaß bisher schwer abzuschätzen ist? „Die Techniken der künstlichen Befruchtung beinhalten die Manipulation von Embryonen zu einer Zeit, in der sie besonders vulnerabel gegenüber externen Störungen sind“, sagt Yutang Wang von der Federation University in Australien. „Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass künstliche Befruchtung die Anfälligkeit gegenüber einzelnen Erkrankungen erhöht.“

Im Verdacht: das Kulturmedium, in dem die Eizelle schwimmt

Verdächtigt wird das Nährmedium, in dem die befruchtete Eizelle einige Tage lang schwimmt und sich teilt, ehe sie als Zellhaufen in die Gebärmutter verpflanzt wird. Früher waren das einfache Salzlösungen, inzwischen enthalten sie viele weitere Bestandteile: von Glukose über Laktat bis hin zu hormonell wirksamen Substanzen. „Es ist relativ sicher, dass Kulturmedien einen Effekt haben“, sagt auch Michael von Wolff, Professor am Inselspital Bern und Leiter der Abteilung für Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin. „Es gibt jedoch keine schlüssigen Studien, die aufzeigen, welche Zusammensetzung des Kulturmediums das Risiko erhöht oder verringert.“ Hinzu kommt, dass oft nur die Hersteller, also kommerzielle Firmen, wissen, was genau in einem Medium steckt. Und so beschränkt sich die Forschung oft darauf, ganze Produkte statt einzelne Bestandteile miteinander zu vergleichen (Human Reproduction: Zandstra et al., 2018).

Doch wie kann die Zusammensetzung des Kulturmediums dazu führen, dass Petrischalenkinder mitunter häufiger krank sind? Die schlüssigste Hypothese (Journal of the American College of Cardiology: Weinrauch et al., 2018): Es kommt zu epigenetischen Veränderungen. Die Epigenetik beschäftigt sich anders als die klassische Genetik nicht mit dem Code des langen DNA-Fadens, der unsere Erbinformation enthält, sondern mit allem, was rundherum passiert. Etwa wie das Erbgut verpackt ist und an welchen Stellen kleine Kohlenstoffgruppen an die Bausteine der DNA geklebt wurden. Diese Details bestimmen oft erst, ob ein Gen aktiv ist oder schläft und wie sich eine Zelle verhält. Epigenetische Veränderungen sind zudem viel dynamischer als genetische, die sich häufig erst über viele Generationen durchsetzen. Studien zeigen, dass Embryonen, die durch künstliche Befruchtung entstanden sind, besonders oft bestimmte epigenetische Veränderungen aufweisen (Human Reproduction Update: Lazaraviciute et al., 2014). Auch solche, die Forscherinnen und Wissenschaftler mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Zusammenhang setzen können.

Die neue Studie ist nur die Spitze des Eisbergs

Der vielleicht dringlichste Hinweis für die EpigenetikHypothese sind aber Syndrome, die durch genetische Prägung verursacht werden. Hierbei stellen epigenetische Veränderungen die Genvariante eines Elternteils komplett ruhig. Ein Beispiel ist das BeckwithWiedemann-Syndrom. Kinder, die damit geboren werden, haben hohe Mengen eines bestimmten Wachstumsfaktors im Blut. Sie entwickeln sich zu schnell, haben eine auffallend große Zunge, oft Herzprobleme und bekommen häufiger bestimmte Krebsarten. Das Risiko, an diesem Syndrom zu erkranken, ist für Kinder nach künstlicher Befruchtung fünfmal höher als bei anderen (Fertility and Sterility: Vermeiden & Bernardus, 2013). Das heißt: Während normalerweise nur eines von ungefähr 14.000 Kindern das Syndrom hat, betrifft es nach künstlicher Befruchtung wohl eines von 3.000.

Die Schweizer Studie, an der die Debatte um die Folgen von künstlichen Befruchtungen nun entbrennt, dürfte nur die Spitze des Eisbergs sein. Denn, so sagte es Michael Davies von der Uni Adelaide in Australien und Experte auf dem Feld dem Science Media Center: „Sie schloss nur dem Anschein nach gesunde Kinder aus unkomplizierten Schwangerschaften ein. Wie die Autoren schon feststellen, legt diese Auswahl nahe, dass die Gesamtzahl der durch Fruchtbarkeitstherapien betroffenen Kinder deutlich höher ist.“ Immer klarer wird nämlich, dass es bei Schwangerschaften, die durch künstliche Befruchtung entstehen, deutlich mehr Komplikationen gibt: Die Mütter haben häufiger Diabetes und Bluthochdruck während der Schwangerschaft und die Kinder kommen deutlich häufiger zu früh zur Welt (Fertility and Sterility: Qin et al., 2016).

Je älter die Eltern, desto kranker die Kinder

Dazu kommt ein noch größeres Problem: Die meisten angeführten Studien haben Faktoren wie das Alter oder mütterliche Erkrankungen herausgerechnet, um den direkten Effekt der Techniken zur In-vitro-Fertilisation zu messen. In der Wirklichkeit aber gehen diese Dinge oft Hand in Hand. Seit Jahren steigt das Alter der Männer und Frauen, die eine künstliche Befruchtung in Anspruch nehmen. Dabei nimmt die Qualität der Spermien und Eizellen mit dem Alter deutlich ab – und damit die Gefahr zu, dass die Schwangerschaft nicht glatt verläuft, das Kind mit einer Behinderung zur Welt kommt oder im Laufe des Lebens verschiedene Probleme wie ADHS oder Krebs entwickelt (American Journal of Perinatology: Nassar & Usta, 2009). Den riskantesten Einfluss auf die Gesundheit ihrer Kinder haben aber vor allem ältere Menschen und Personen, deren Grunderkrankungen ihnen womöglich eine Schwangerschaft ohne künstliche Befruchtung nicht erlauben würden.

Die großen Errungenschaften der Reproduktionsmedizin haben Nebenwirkungen. Der Mensch kann die Bedingungen der Natur nur bedingt nachbilden. Wann immer er es versucht, werden ihm Fehler unterlaufen. Mal gröbere, mal nur winzige. Und diese Fehler können Folgen haben.

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ube.com/watch?v=1aMaS4u4tWk

Slow Life – Hirnstatus: Offline | ARTE Creative

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http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/der-film-offline-schickt-zwei-gamer-in-das-echte-leben-15772817.html

Arte-Film „Offline“ 

Stell dir vor, du bist gehackt

  • Von Katharina Koser
  • Aktualisiert am

Heldenhaft: In der Welt von Utgard ist Jan der furchtlose Kämpfer Fenris aus dem hohen Norden. Bild: © SWR/Rat Pack Filmproduktion

Im Arte-Film „Offline“ ist der Computerspieler Jan genau das: der Internetanschluss tot, sein Handy auch. Gemeinsam mit einer Freundin muss er nun im echten Leben ein Abenteuer bestehen, das seine digitale Existenz in Frage stellt.

Jan (Moritz Jahn) ist passionierter Gamer. Im wahren Leben ist er ein schlaksiger Abiturient mit Strubbelkopf, der Mädchen eher als Bedrohung empfindet, aber im Multiplayer-Computerspiel „Schlacht um Utgard“ gilt er als einer der Besten. Seine virtuelle Identität Fenris aus dem hohen Norden ist ein gutaussehender, furchtloser Krieger im Märchenheld-Gewand und hat es in der Community zu einiger Berühmtheit gebracht. Von Ehrgeiz getrieben, studiert Jan eifrig die Tutorials des Gamers Tristan (Hannes Wegener). Dann die Katastrophe: Drei Tage vor Beginn des Turniers „Ragnarök“, kurz nachdem er mit seinem Online-Freund, dem blaugesichtigen Troll Gotrax, die Höhle des Schicksals erstürmt und das fürs Turnier notwendige Upgrade erhalten hat, wird Jans Account gesperrt. Sein Computer hat keine Internetverbindung mehr, sein Handy funktioniert nicht.

Schnell erhärtet sich sein Verdacht, dass hinter dem Hackerangriff sein Widersacher Loki steckt. Weil die Polizei nicht der Ansicht ist, dass es sich bei Jans Problem um einen Fall von Cyberkriminalität handelt, macht er sich auf den Weg nach Stuttgart zu der Software-Firma, die das Spiel entwickelt hat. Dort trifft er auf Gotrax, der in Wirklichkeit ein Mädchen ist, das Karo (Mala Emde) heißt und blaue Haare hat. Auch ihr Account wurde gesperrt, und so machen sie sich gemeinsam auf den Weg zum Ursprung von Lokis ID, die Jan zurückverfolgen konnte, um ihre Spielcharaktere zurückzugewinnen. Nachdem Loki sich in den Bankautomaten gehackt und Jans EC-Karte eingezogen hat, müssen die Jugendlichen ohne technische Hilfsmittel auskommen. Während dieser Reise, auf der sie einer Gruppe RolePlayer und dem holzfällenden Einsiedler Ben (David Schütter) begegnen, entdecken sie, dass sie mehr füreinander sind als nur Gamer-Freunde. Dann stellt Loki Jan vor die Wahl: Lässt er Karo fallen, bekommt er Fenris zurück.

„Kombiniere: Colaflasche mit Karos Minzbonbons“

Die Abenteuerkomödie „Offline – Das Leben ist kein Bonuslevel“ (Regie Florian Schnell) besticht vor allem durch die ständige Überlappung der virtuellen und der realen Welt. Der Zuschauer taucht ein in die Welt der Fantasy-Rollenspiele. Aufwändige 3D-Animationen des Spieleentwicklers Piranha Bytes („Risen 3“) werden mit Filmszenen verflochten. So erscheint ein blinkender Energiebalken, wenn Jan müde ist. Er steigt vom roten in den gelben Bereich, nimmt er einen Energy-Drink zu sich. Witzig auch die eingeblendete Inventarleiste, die zeigt, welche Gegenstände Jan in kritischen Situationen zur Verfügung hat („Kombiniere: Colaflasche mit Karos Minzbonbons“), oder die vier möglichen Aktionen, unter denen Jan wählen kann. „Offline“ ist aber mehr als Animation. Der Film zeigt, dass Gamer nicht nur Chips futternde Nerds sind, die sich vor einem Turnier mit Urinbeuteln und Trinkpäckchen ausstatten, um den Sessel nicht verlassen zu müssen, auch wenn dieses Vorurteil in Gestalt von Jans Freund Deniz bedient wird.

Die Abenteuerreise von Jan und Karo im Großraum Stuttgart (in phonetischer Übereinstimmung mit dem Titel des Spiels „Schlacht um Utgard“) zeigt ihnen das „real life“: Die Wälder, durch die sie sich kämpfen, sind noch schöner als ihre animierten Pendants, die Wasserfälle fühlen sich echter an. Dabei schafft es das Fantasy-Abenteuer, ohne Belehrung à la „Geh lieber mal an die frische Luft“ auszukommen. Der Film, der auf mehr als vierzig Festivals lief und den Jugendfilmpreis beim Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern gewann, wirbt nicht für den kalten Entzug vermeintlich süchtiger Computerkinder, sondern für das gesunde Maß. Denn eigentlich ist ja nichts verkehrt daran, ab und zu in eine andere Welt einzutauchen, solange das echte Leben nicht aus dem Blick gerät. Das kapiert auch Jan irgendwann.

Auch für Erwachsene und Nicht-Gamer ist „Offline“ eine Lehrstunde. Die aufwändige Fantasy-Welt von Utgard und der opulente Soundtrack (Marius Kirsten, Renée Abe) wissen zu begeistern. Selbst wenn die Story um Freundschaft und Jugendliebe nicht sonderlich originell ist: Die Umsetzung macht Spaß. Am Ende fiebert sogar der Aussteiger Ben mit, wenn es zum Showdown zwischen den Freunden und ihrem Gegner Loki kommt.

Fernsehtrailer : „Offline – das Leben ist kein Bonuslevel“

Video: Youtube / Vipmagazin, Bild: © SWR/Rat Pack Filmproduktion

Offline – Das Leben ist kein Bonuslevel läuft heute, Donnerstag, 6. September, um 20.15 Uhr auf Arte.

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https://www.arte.tv/de/videos/051887-000-A/offline/

Offline

Das Leben ist kein Bonuslevel

82 Min.
Verfügbar von 06/09/2018 bis 12/09/2018
Live verfügbar: ja
Nächste Ausstrahlung am Dienstag, 25. September um 01:50
Der 17-jährige Jan, alias Krieger Fenris, verbringt seine ganze Zeit mit dem Computerspiel „Schlacht um Utgard“. Der reale Alltag, Mama und die Schule stellen da nur Störfaktoren dar. Doch plötzlich ist Jan offline – sein Account wurde gehackt. Wer steckt dahinter? – Für seine Abenteuerkomödie wurde Florian Schnell im Jahr 2016 mehrfach ausgezeichnet.
Urinbeutel für niemals endende Gaming-Sessions, ein Alarmsystem gegen störende Eltern – das ultimative Online-Turnier Ragnarök kann kommen! Der schüchterne 17-jährige Jan, alias Fenris, der unbesiegbare Krieger aus dem Norden, verbringt den Großteil seiner Freizeit vor dem Computer. Mit allen möglichen Tricks versucht er, seine virtuelle Leidenschaft um sein störendes echtes Leben herum zu organisieren. Mit seinem Avatar Fenris ist er ein Star im Computerspiel „Schlacht um Utgard“. Er gilt gemeinsam mit seinem virtuellen Verbündeten Gotrax, dem Schlächter vom Grimsberg, als Favorit für den Sieg im bevorstehenden Wettkampf Ragnarök. Das Gewinnerteam erhält eine Million Goldstücke und wird zur Legende in der Gaming-Welt. Doch ausgerechnet als der finale Countdown zum Turnier beginnt, wird Jans Account gehackt. PC und Handy funktionieren nicht mehr, und auch sein Konto ist gesperrt. Der Alptraum eines jeden Gamers: Jan ist offline. Wohl oder übel muss er sich mit der blauhaarigen, aufgedrehten Karo, die ebenfalls gehackt wurde und zu Jans Überraschung sein virtueller Partner Gotrax ist, zusammentun. Aber wird das Online-Team auch in der Realität unbesiegbar sein? Von Jans bestem Freund Deniz erfahren die beiden, dass der dunkle Magier Loki hinter den Intrigen steckt, und machen sich auf die Suche nach seinem realen Spieler. Ohne Geld und Internet beginnt eine abenteuerliche Reise in strategischer Gaming-Manier. Karo und Jan hacken das System der Spiele-Agentur und flüchten aus einem fahrenden Zug vor der Schaffnerin. Mit Hilfe einer Minzbonbon-Cola-Bombe entkommen sie einer Falle und schlagen sich mit Survival-Tricks des Gaming-Gurus Tristan durch die Wälder. Auch Karos Wunsch-Stein tut letztlich seinen Dienst: Jans Herz schlägt nicht mehr nur für virtuelle Welten höher. Doch werden die beiden es tatsächlich schaffen, als Avatare Fenris und Gotrax rechtzeitig zu Ragnarök in die virtuelle Welt zurückzukehren? Am Ende steht Jan vor einer schweren Entscheidung. Und Karo behält recht: Das Leben ist kein Bonuslevel. Eine Abenteuerkomödie, die durch aufwendige Animation die Grenzen zwischen Virtualität und RealLife verschwimmen lässt und die Gaming-Kultur aus einer ganz neuen Perspektive zeigt.

Kamera :

Dominik Berg

Schnitt :

Matthias Scharfi

Musik :

Marius Kirsten
Renée Abe

Produktion :

Rat Pack Filmproduktion
SWR
ARTE
BR
Karl Filmproduktion
Filmakademie Baden-Württemberg

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https://ze.tt/verdammt-glueckliche-schweine-wie-auf-einem-hof-in-potsdam-artgerechte-haltung-gelingt/?utm_campaign=ref&utm_content=zett_zon_parkett_teaser_x&utm_medium=fix&utm_source=zon_zettaudev_int&wt_zmc=fix.int.zettaudev.zon.ref.zett.zon_parkett.teaser.x

Verdammt glückliche Schweine!

Wie auf einem Hof in Potsdam artgerechte Haltung gelingt

Neun von zehn Schweinen werden in Deutschland eingepfercht in Mastbetrieben gehalten. Das geht auch anders. Ein Besuch auf einem Hof, der Schweine artgerecht hält

Diese Ferkel wachsen auf einem Hof auf, der sich der artgerechten Schweinehaltung verschrieben hat.

Diese Ferkel wachsen auf einem Hof auf, der sich der artgerechten Schweinehaltung verschrieben hat. Foto: © Lena Müssig

Es ist schwülwarm, als ich mich aufmache, um vor den Toren Potsdams einen besonderen Ort zu besuchen: den Potsdamer SauenHain. Meine Tierärztin hatte mir davon erzählt. Ein „Schweineparadies auf Erden“, schwärmte sie.

Back to the roots, Schweine wieder so halten, wie unsere Großeltern die Tiere einst hielten – das ist auf dem Hof Programm. Zwar esse ich seit meiner Kindheit kein Fleisch mehr, doch die Idee begeistert mich. Ich will mir diesen SauenHain anschauen und den Mann treffen, der seinen Job als Geograf an den Nagel gehängt hat, um fortan Schweinefleisch aus wirklich artgerechter Haltung zu produzieren.

Into the wild

Erst wenige Minuten habe ich Potsdams Innenstadt verlassen, schon führt mich das Navi über einen holprigen Betonplattenweg in Richtung meines Ziels. Die Vegetation am Wegesrand wird mit jeder überfahrenen Betonplatte dichter. Plötzlich stehe ich vor einem Zaun. „Freilaufende Schweine“ steht auf einem Schild. Und dann kommt auch schon Clemens Stromeyer, Gründer des SauenHains durch das Tor, begrüßt mich und blickt als erstes auf meine ausgelatschten Vans. „Willst du dir ein Paar Gummistiefel anziehen?“, fragt er lachend und nimmt mich mit zu einem Bauwagen, in dem er ein passendes Paar für mich findet.

[Außerdem auf ze.tt: Ein Vegetarier über das heimliche Fleischessen]

„Wo sind denn hier die Schweine?“, frage ich Clemens und schaue mich um. Wir stehen auf einer ehemaligen Apfelplantage. Dichte Büsche, sandiger Boden, knorrige, uralte Apfelbäume – nur keine Schweine in Sicht. Rund zehn Hektar misst das Gelände, auf dem ich mir ein Bild von wirklich glücklichen Schweinen machen will. Der Ort wirkt so ursprünglich und friedlich, dass ich mir weder vorstellen kann, dass ich nur wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernt bin, noch dass auf diesem schönen Fleck Schweine gezüchtet werden, die irgendwann zum Schlachter kommen. Der Ort wirkt surreal auf mich.

Clemens stapft mit mir über das Gelände. Noch immer weit und breit kein Schwein in Sicht. Plötzlich grunzt es aus dem Dickicht. Ein rosafarbener Rüssel schiebt sich durch das Grün des Buschs, ein großer Schweinekopf folgt und plötzlich steht vor mir eine riesige Sau. Neugierig beäugt und berüsselt sie mich. Eigentlich kenne ich keine Berührungsängste mit Tieren, die Sau imponiert mir dann zunächst aber doch. „200 Kilo wiegt so ein Tier. Du musst nur aufpassen, dass sie dir nicht auf die Füße tritt. Sonst brauchst du keine Angst haben. Die Ferkel darfst du halt nicht auf den Arm nehmen, das kennen sie nicht und das Quieken würde die Muttersau in den Verteidigungsmodus versetzen“, erklärt Clemens. Plötzlich kommen kleine Ferkel im Schweinsgalopp auf mich zu, drücken ihre Rüssel neugierig an meine Tasche und lassen sich streicheln.

Clemens deutet auf eine Sau, die gut geschützt in einer sandigen Kuhle liegt. Um sie herum springen winzig kleine Ferkel. „Gerade erst zehn Tage alt“, erzählt Clemens. Er kennt jedes seiner Schweine, spricht mit ihnen und ist sichtbar beliebt bei den Tieren. Schnell scharen sich weitere Schweine um uns und verdrücken laut schmatzend die Äpfel, die wir ihnen von den Bäumen pflücken. Ich bin tatsächlich im Schweineparadies.

Ich wünschte, dass das, was ich mache, als normal gelten würde.“ – Clemens Stromeyer

Clemens erzählt mir, wie er den Potsdamer SauenHain vor drei Jahren gegründet hat. Als leidenschaftlicher Hobbykoch habe er hochwertiges Schweinefleisch aus artgerechter und regionaler Haltung vermisst. Gerade beim Schweinefleisch sei es quasi unmöglich, Fleisch zu kaufen, das nicht aus Massentierhaltung stammt.

[Außerdem auf ze.tt: Fleisch ohne Tier: So sieht die Frikadelle der Zukunft aus]

Laut Bundesinnenministerium für Ernährung und Landwirtschaft werden in Deutschland neun von zehn Schweinen in konventionellen Betrieben auf harten Spaltböden gehalten. Nicht nur die Umweltbelastung durch Schweinefabriken ist immens, auch das kurze Leben der Tiere ist bedauerlich. Die Zuchtsäue verbringen mehrere Wochen am Stück im Kastenstand. Liegen und stehen, mehr geht nicht. So soll verhindert werden, dass Ferkel erdrückt werden, das ist wirtschaftlicher. In der Mast werden die Schweine in wenigen Monaten mit Hightechfutter schlachtreif gefüttert. Für die Herstellung des Futters werden hauptsächlich in den USA und in Brasilien riesige Monokulturen angebaut – mit fatalen Konsequenzen für die Umwelt. Einem konventionell gehaltenen Mastschwein von 50 bis 110 Kilogramm müssen laut Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung 0,75 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Das Ausleben der natürlichen Instinkte ist unmöglich.

Im Potsdamer SauenHain sieht das anders aus. Hier wühlen, suhlen und leben die sozialen und hochintelligenten Schweine das ganze Jahr über im Freien. Sogar die Ferkel erblicken das Licht der Welt. In Hütten und Büschen können sich die hitzeempfindlichen Tiere vor der Witterung schützen. Im Winter häuft Clemens eine dicke Schicht Stroh auf, in der die Tiere sich gegenseitig wärmen. Neben den zehn Muttersäuen und ihren Nachkömmlingen lebt zudem ein einziger Eber im SauenHain, der für den Nachwuchs verantwortlich ist. Schwein gehabt. Nach etwa einem bis anderthalb Jahren werden die Schweine zu einem familiengeführten kleinen Schlachtbetrieb in der Region gefahren. Alle zwei Wochen werden etwa fünf Tiere geschlachtet. Durch das langsame Wachstum, gutes Futter und die viele Bewegung im Freien soll das Fleisch besonders schmackhaft sein. „Ich wünschte, dass das, was ich mache, als normal gelten würde“, sagt Clemens nachdenklich.

Knochenjob Schweineparadies

„Das glückliche Freilandleben der Schweine bedeutet für Clemens Stromeyer harte Arbeit. „Das ist nicht wie bei Rindern, die du auf eine Wiese stellst und sie lediglich den Rasen abgrasen. Schweine graben Löcher, bauen Nester und wühlen mit den Boden um“, sagt er. Neben uns liegt eine Sau zufrieden im Schlammbad. „Zudem müssen die Tiere gefüttert, Apfelbäume zurückgeschnitten und Pflanzen gesät werden.“ Und das an 365 Tagen im Jahr – bei Wind und Wetter. Ein paar Helfer*innen hat Clemens, den Großteil der teilweise körperlich sehr fordernden Aufgaben übernimmt er jedoch persönlich: Zäune ausbessern, Boden und Bäume pflegen, Futter auf dem riesigen Gelände verteilen.

Damit er das Fleisch trotzdem zu bezahlbaren Preisen anbieten kann, vertreibt er seine Produkte über seinen Onlineshop direkt an Endverbraucher*innen und beliefert Restaurants aus der Region. Leicht sei es nicht, neue Kundschaft zu gewinnen, denn mit den Billigfleischpreisen kann ein Landwirt wie Clemens nicht mithalten. Er setzt darauf, Menschen für seine hochwertigen Produkte zu begeistern. Qualität statt Quantität.

Das Ganze geht nur, wenn man zu 100 Prozent dahintersteht – und wenn man Kunden hat, die bereit sind, für Qualität zu zahlen.“ – Clemens Stromeyer

Dass Kreativität dazu gehört, um vom Verkauf von Schweinefleisch aus artgerechter Haltung leben zu können, weiß auch Bernd Schulz. Der Landwirt aus dem brandenburgischen Gömnigk gilt als Pionier der Schweinefreilandhaltung und half Clemens beratend beim Aufbau des SauenHains. Sein Backschwein aus Freilandhaltung verkauft Schulz unter anderem in der hippen Berliner Markthalle 9. Schon Steven Spielberg und Arnold Schwarzenegger haben sein Freilandschwein gekostet, er habe eine internationale Fangemeinde in der Markthalle 9, erzählt mir Bauer Schulz. Seine Backschweintenne, die zur Event-Location umgebaute Scheune seines Hofs, kann für Events aller Art gebucht werden – natürlich mit Backschwein vom eigenen Hof. Zudem versorgt er Meine kleine Farm mit Schweinen. Das Unternehmen informiert auf dem Etikett der Produkte genau über die Herkunft des verarbeiteten Schweins, Foto des Tiers inklusive.

[Außerdem auf ze.tt: Ich verzichte auf Konsum und bin deshalb zufriedener]

Heute weiß Clemens, das Ganze geht nur, wenn man zu 100 Prozent dahintersteht – und wenn man Kund*innen hat, die bereit sind, für Qualität zu zahlen. Die Preise sind für das Gros der Konsument*innen sicherlich erschwinglich, wenn Fleisch bewusst und dafür nur ab und an gegessen wird. Wenn sich der Fleischkonsum verringern würde, wäre auch eine artgerechte Haltung wieder möglich. Am Ende sind wir Konsument*innen diejenigen, die darüber entscheiden, ob das, was Landwirte wie Clemens Stromeyer machen, eines Tages wieder als normal gelten wird.

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Ganz schön VIEL BORNIERTES GESCHWÄTZ

zum THEMA IRRSINN?????????????

ERBÄRMLICH: MEHR geht nicht zur AUFKLÄRUNG über 9/11 – SPIEGEL ist nicht in der LAGE über den TELLER-RAND zu SCHAUEN?!

zur NEUN-MAL-KLUGEN PERSON ERZENGEL MICHAEL: PARASITÄRE VERSEUCHUNG???!!!?! – dieser VOLL-PFOSTEN hat noch garnichts von der „FLAT-EARTH-BEWEGUNG“ gehört – hier TRENNT sich auch die „SPREU vom WEIZEN“ und es zeigt sich wer hier wirklich auf der SUCHE nach der WAHRHEIT ist!!!!!!!!!!!!!

aus dem TEXT:….Heute ist es eher so, dass die Eliten selbst als Teil einer Verschwörung wahrgenommen werden. In dieser Vorstellung sind „die da oben“ entweder Superverschwörer oder Marionetten, die von sinistren Mächten gelenkt werden….(Was auch immer ES ist ES ist FEIGE und HINTERFOTZIG und OHNE die erbärmlichen BÜTTEL  weniger als NICHTS???!!!?!?!)

http://www.spiegel.de/plus/verschwoerungstheorien-kulturhistoriker-michael-butter-im-interview-a-4f8900a5-18d3-4d75-8891-c8471da6b28e

13. August 2017

Michael Butter ist ?Professor? für Amerikanistik an der Universität Tübingen und Initiator eines EU-Forschungsprojekts zur vergleichenden Analyse von Hintergründen, Nutzen und Gefahren von Verschwörungstheorien.

SPIEGEL: Herr Butter, halten Sie es für denkbar, dass wir alle von reptilienartigen Außerirdischen in menschlicher Gestalt regiert werden?

Butter: Hmm… denkbar vielleicht. Aber doch sehr, sehr unwahrscheinlich.

SPIEGEL: Es gibt aber offenbar sehr viele Menschen, die das glauben. Im Internet bringt es die Suchanfrage „Reptiloide“ auf rund 100.000 Treffer.

Butter: Es ist ja auch eine interessante Vorstellung, auch wenn ich die zugrunde liegende Theorie bis heute nicht richtig verstanden habe. David Icke, der prominenteste Vertreter des Reptiloiden-Mythos, kann ziemlich überzeugend auftreten. Außerdem hat er etwas, was Verschwörungstheoretiker sonst nicht haben: Humor.

SPIEGEL: Von seinen Anhängern kann man das nicht unbedingt behaupten. Die halten Barack Obama und George W. Bush für Reptiloiden…

Butter: … und Hillary Clinton. Der haben Donald-Trump-Anhänger im Wahlkampf ja auch angedichtet, sie treffe sich regelmäßig mit Artgenossen in einer Washingtoner Pizzeria. Dort missbrauche sie Kinder, töte sie und trinke ihr Blut.

SPIEGEL: Die Sache machte Schlagzeilen und wurde sogar von Trumps Team befeuert.

Butter: Ja, da hört der Spaß dann auf.

SPIEGEL: Der mächtigste Mann der Welt ist auch dank solch kruder Verschwörungstheorien ins Amt gekommen. Müssen wir Ähnliches in Europa befürchten?

Butter: Auf jeden Fall bedienen Populisten auch hierzulande gezielt Verschwörungstheorien. Das wird allmählich wieder gesellschaftsfähig. Ich denke aber nicht, dass jemand, der so wie Trump Verschwörungstheorien verbreitet, in Deutschland eine reale Chance hätte, die Mehrheit zu bekommen. Aber: Das hatte man bei Trump auch gedacht.

SPIEGEL: Wieso sind so viele Leute bereit dazu, den größten Irrsinn zu glauben?

Butter: Weil Verschwörungstheorien den Zufall beseitigen und dem Einzelnen die Chance geben, eine simple Erklärung für etwas zu finden, was ihn nervt, verängstigt oder belastet. Wir alle haben schon mal auf ein Ikea-Regal eingeschlagen, weil wir es nicht zusammengekriegt haben, und den Leuten, die die blöde Bedienungsanleitung geschrieben haben, böse Absicht unterstellt. Verschwörungstheorien erlauben, mit dem Finger auf Schuldige zu zeigen. Das können dann wahlweise die Politik, die Medien oder auch die Flüchtlinge sein.

SPIEGEL: Aber normalerweise kriegt man sich ja irgendwann wieder ein und findet die richtigen Schrauben.

Butter: Ja, aber mit Verschwörungstheorien kann sich der Einzelne zudem aus der Masse herausheben, weil er derjenige ist, der versteht, wie der Hase läuft. Wenn ich weiß, wer wirklich die Welt regiert oder was wirklich hinter den Kondensstreifen von Flugzeugen steckt, dann bin ich was Besonderes.

SPIEGEL: Und ein Fall für den Arzt?

Butter: Das dachte man lange. Aber wenn Studien zu dem Ergebnis kommen, dass etwa jeder zweite Amerikaner mindestens an eine Verschwörungstheorie glaubt, macht man es sich zu einfach, die alle für verrückt zu erklären.

SPIEGEL: Wie erklären Sie sich das Phänomen?

Butter: Ich glaube, Verunsicherung spielt eine entscheidende Rolle. Und Marginalisierung. Man hat das Gefühl, die Welt ist nicht mehr die, die sie mal war, es schwimmen einem die Felle weg, das macht Angst.

SPIEGEL: Sind Verschwörungstheorien immer Gedankengebilde von rechts?

Butter: Nein, aber sie sind fast immer konservativ. Deshalb sind auch mehr Männer als Frauen anfällig für Verschwörungsmythen. Deren tradierte Rolle ist in den letzten Jahrzehnten viel stärker infrage gestellt worden. In den USA konnte der weiße Mann aus der Arbeiterklasse früher unwidersprochen sagen: Ich stehe in der sozialen Hierarchie weit oben. Ich stehe über den Frauen, ich stehe über den Schwarzen, ich stehe über den Latinos. Wenn sich das verändert, fragt man sich, warum. Und wenn ich glauben kann, dass dahinter ein finsterer Plan steht, dann impliziert das, dass man ihn wieder rückgängig machen kann, sobald man die Schuldigen davongejagt hat.

SPIEGEL: Es sind ja nicht nur Menschen aus der Arbeiterklasse, die sich in Scharen aus der faktischen Welt verabschieden.

Butter: Natürlich nicht. Weil es sich um weit mehr als eine ökonomische Marginalisierung handelt. Es geht um Lebensmodelle. Schwule und Lesben dürfen heiraten. Frauen streben in Spitzenpositionen. Da muss doch eine Verschwörung dahinterstecken! Es ist auch kein Wunder, dass die populistischen Bewegungen Dinge wie Sexualerziehung an Schulen attackieren. Trump hat dieses Unbehagen sehr geschickt angezapft.

SPIEGEL: Ist das eigentlich neu, so unverhohlen mit Verschwörungstheorien Politik zu machen?

Butter: Nein, in keiner Weise. Es ist eher ungewöhnlich, dass wir in den letzten paar Jahrzehnten im Westen eine Phase erlebt haben, in der das nicht geschehen ist. Wenn man den großen historischen Bogen spannt, dann stellt man fest, dass Verschwörungstheorien lange Zeit absolut zentral für politische Prozesse in Europa wie auch in den USA waren. Im 18., 19. und noch bis weit ins 20. Jahrhundert hinein war es normal, Verschwörungstheoretiker zu sein. Es heißt oft, Abraham Lincoln würde sich angesichts der Wahl Trumps im Grabe umdrehen. Dabei hat Lincoln auch Verschwörungstheorien verbreitet.

SPIEGEL: Zum Beispiel?

Butter: Lincoln war Gegner der Sklaverei. In einer seiner berühmtesten Reden bezichtigte er 1858 seinen Widersacher Stephen Douglas, an der Spitze einer gigantischen Verschwörung zu stehen, die die Sklaverei in ganz Amerika einführen wolle – bis hinein in die weiße Arbeiterschaft.

SPIEGEL: Sie sagen, das faktische Zeitalter, aus dem wir gerade kommen, war nicht der Normal-, sondern der Ausnahmefall?

Butter: Ja, aber man sollte nicht den Fehler machen, Trump und seine Leute als irre zu beschreiben. Der neue US-Präsident steht in einer wunderbaren Tradition.

SPIEGEL: Jetzt übertreiben Sie.

Butter: Nein. Führende Intellektuelle machten im 18. und 19. Jahrhundert mit Verschwörungstheorien ganz selbstverständlich Politik. George Washington können wir in diese Reihe stellen. Oder Thomas Jefferson. Die waren überzeugt, dass es ein gigantisches britisches Komplott gäbe, dessen Ziel die Abschaffung der Freiheit war. Washington schreibt bereits 1774, dass es einen „systematischen Plan“ der britischen Krone gebe. Und die Unabhängigkeitserklärung unterstellt George III. dann ein „design“, also auch einen geheimen Plan, die „absolute Despotie“ einführen zu wollen. Es war also normal, so zu denken. Zumal es ja auch tatsächlich immer mal wieder reale Verschwörungen und Komplotte gab. Erst Mitte des 20. Jahrhunderts wurde diese Weltanschauung delegitimiert.

SPIEGEL: Wie das?

Butter: Da spielen vermutlich zwei Faktoren eine Rolle. Zum einen setzte sich aus den Sozialwissenschaften der Gedanke durch, dass wir selbst oft gar nicht wissen, was wir eigentlich wollen. Und das, was wir wollen, lässt sich in komplexen sozialen Systemen oft gar nicht umsetzen, sodass vieles, was planvoll wirkt, meist nur Zufall ist. Zum anderen hatte der Nationalsozialismus, der ja zum großen Teil auf einer Verschwörungstheorie aufgebaut war, allen vor Augen geführt, wohin so etwas führen kann. Plötzlich hörten viele auf, sich um Verschwörungen zu sorgen, und sahen stattdessen, welche fatalen Auswirkungen erfundene Komplottszenarien haben können. Aber Verschwörungstheorien sind auch danach nie verschwunden. Sie waren nur eine Zeit lang nicht mehr so hoffähig, wie sie es jetzt wieder sind.

SPIEGEL:Verschwörungstheoretiker“ ist heute ein Schimpfwort.

Butter: Ja, und das Perfide ist, dass damit auch diejenigen überzogen werden, die offizielle Verlautbarungen vielleicht zu Recht infrage stellen. Man kann ganz berechtigte Kritik üben. Aber wenn man dahinter die große Verschwörung postuliert, macht man es den Mächtigen leicht, die Einwände beiseitezuwischen. Dann muss man sich mit Details gar nicht beschäftigen.

SPIEGEL: Gibt es eigentlich so etwas wie einen Urknall der Verschwörungstheorie?

Butter: Eine These ist, dass Verschwörungstheorien das Sinndefizit auffüllen, das die Aufklärung geschaffen hat. Also eine Reaktion auf die Entzauberung der Welt sind. Im 18. Jahrhundert schwand der Glaube an den göttlichen Schöpfungsplan, wo alles letztlich Sinn ergibt, auch wenn er sich dem Einzelnen nicht immer erschließt. Also muss da jemand anderes sein, der lenkend in die Welt eingreift. An die Stelle Gottes traten die Verschwörer.

SPIEGEL: Heute kann man bisweilen den Eindruck gewinnen, die Aufklärung würde gerade wieder abgewickelt.

Butter: Das liegt auch daran, dass Verschwörungstheorien durch die neuen Medien viel sichtbarer geworden sind. Vor 30 Jahren mussten Sie viel Zeit und Arbeit investieren, wenn Sie eine alternative Erklärung für die Mondlandung finden wollten. Heute reicht eine einfache Google-Suche, schon wissen Sie alles über Angela Merkels jüdische Wurzeln oder die 13 mächtigen Familien, die die Welt regieren. Da findet jeder eine Gemeinschaft, die er sonst womöglich vergebens sucht. Verschwörungstheorien haben zugenommen, aber nicht so sprunghaft, wie es uns manchmal erscheint.

SPIEGEL: Das Denkmuster ist immer „die gegen uns“. Wer sind eigentlich, aus Sicht von Verschwörungstheoretikern, „die„?

Butter: Das hat sich im Lauf der Zeit geändert. Früher witterten oft die Eliten eine Verschwörung von unten oder von außen. Also etwa durch die Katholiken, die angeblich die USA unterwandern, oder durch die Juden. Heute ist es eher so, dass die Eliten selbst als Teil einer Verschwörung wahrgenommen werden. In dieser Vorstellung sind „die da oben“ entweder Superverschwörer oder Marionetten, die von sinistren Mächten gelenkt werden.

SPIEGEL: Trump, Marine Le Pen sind ziemlich weit oben. Wie lange können sie ihre Wir-hier-unten-gegen-die-da-oben-Rhetorik durchhalten?

Butter: Ich bin mir nicht sicher, ob man darauf hoffen kann, dass das alles früher oder später in sich zusammenfällt. Verschwörungstheorien sind heute ein Symptom dafür, wie gespalten viele Gesellschaften sind. Da spielt die Entwicklung im Westen den Populisten in die Hände. Die Frage ist daher vielleicht eher, wie lange die Demokratie diese Fragmentierung aushalten kann.

SPIEGEL: Die Anschläge vom 11. September 2001 haben einen gewaltigen Schub an Verschwörungstheorien ausgelöst. Trägt die Bush-Regierung daran eine Mitschuld?

Butter: Absolut. Das Verrückte war ja, dass Bush als Kriegsgrund selbst eine Verschwörungstheorie in die Welt gesetzt hat: nämlich die Behauptung, dass Saddam Hussein geheime Verbindungen zu al-Qaida habe und über Massenvernichtungswaffen verfüge. Das ist damals von kaum jemandem als Verschwörungstheorie entlarvt worden. Das heißt, es gibt Verschwörungstheorien, die dem Begriff entkommen, weil diejenigen, die sie spinnen, sehr mächtig sind.

SPIEGEL: Ganz ähnlich lief es bei der Tuskegee-Syphilis-Studie in den USA. Damals hat man Schwarze, die an Syphilis erkrankt waren, bewusst nicht behandelt, um die Folgen der Krankheit in Ruhe beobachten zu können. Als das 1972 herauskam, hat es zunächst keiner geglaubt.

Butter: Auch das zeigt: Es gibt reale Verschwörungen. Ein anderes Beispiel ist der Sturz des iranischen Premierministers in den Fünfzigerjahren, als lange Zeit nur vermutet wurde, dahinter stecke die CIA, bis sie das irgendwann zugegeben hat.

SPIEGEL: Für jene, die überall Verschwörungen wittern, ein gefundenes Fressen.

Butter: Viele Theorien enthalten ja auch ein Körnchen Wahrheit. Schauen Sie sich die Kennedy-Ermordung an: Untersuchungen des Kongresses ergaben, dass Lee Harvey Oswald vermutlich nicht allein gehandelt hat. Nur, von da ist es ein weiter Schritt bis zu dem Verschwörungsszenario, dass das Ganze ein Staatsstreich war.

SPIEGEL: Ist Transparenz ein Mittel gegen Verschwörungstheorien?

Butter: Ich fürchte nicht. Ich glaube, selbst wenn es absolute Transparenz

gäbe, würden Verschwörungstheoretiker annehmen, dass es sich um eine Inszenierung handelt und die wahren Entscheidungen weiterhin in Geheimzirkeln getroffen werden.

SPIEGEL: Gibt es überhaupt eine wirksame Gegenstrategie?

Butter: Ich glaube, es ist wichtig, ins Gespräch zu kommen und zuzuhören. Aber wie reagiert man, wenn es um ganz offensichtlich rassistische und antisemitische Stereotypen geht? Wann ist dann der Moment gekommen, wo man sagt, nein, so nicht?

SPIEGEL: Es gibt eine Studie, in der Impfgegner mit allen möglichen ?Fakten? bombardiert wurden. Der Effekt war, dass die Betroffenen danach noch skeptischer gegen Impfungen eingestellt waren. Aber es half, die Folgen für Kinder aufzuzeigen, die erkrankt waren, weil sie keine Impfung hatten.

Butter: Ja, vielleicht würde es helfen, eine alternative Geschichte zu erzählen. Verschwörungstheorien sind ja immer spannende Geschichten – wenn man nur Fakten dagegensetzt, berührt man die Menschen nicht.

SPIEGEL: Dann begibt man sich in einen Wettkampf der schöneren Geschichten. Keine ganz unheikle Position.

Butter: Das stimmt. Deshalb grübeln wir auch darüber nach, wie man den Leuten frühzeitig kulturelle, soziale und digitale Fähigkeiten vermittelt, bevor sie zu Verschwörungstheoretikern werden. Die Menschen müssen besser begreifen, ?was einen gründlich recherchierten Artikel im SPIEGEL? von einem Beitrag auf einem islamfeindlichen Blog unterscheidet, wie man Argumente hinterfragt und zu einem ausgewogenen Urteil kommt. Kurz: wie Gesellschaft funktioniert. Ich denke, dass es einen Zusammenhang zwischen Bildung und dem Glauben an Verschwörungstheorien gibt – auch wenn die Impfverschwörungstheorie gerade in gebildeten Schichten verbreitet ist.

SPIEGEL: Sie erforschen das Phänomen mit einer Vielzahl europäischer Wissenschaftler. Haben Sie schon überraschende Erkenntnisse gesammelt?

Butter: Eine Erkenntnis ist, dass die geheimen Mächte – je nachdem wo man fragt – immer woanders vermutet werden. Wenn Sie nach Deutschland schauen, auf die Flüchtlingskrise, da stecken immer die USA dahinter. Aber hören Sie sich mal in Rumänien oder Ungarn um. Man könnte einen tollen Aufsatz schreiben über die Rolle von Angela Merkel in Verschwörungstheorien in unterschiedlichen europäischen Kulturen.

SPIEGEL: Bekommen Sie Post von Leuten, die Sie auf Verschwörungen hinweisen?

Butter: Das kommt manchmal vor. Deswegen stehen wir auch schon seit Längerem nicht mehr im Telefonbuch. Häufiger wird mir jedoch unterstellt, dass ich blind wäre oder bewusst Desinformation streuen würde. Auf YouTube gibt es ein dreistündiges Video, wo jemand unter anderem ein Fernsehinterview von mir „auseinandernimmt“ und mich als „Expertenhure“ beschimpft.

SPIEGEL: Da geht es Ihnen nicht anders als uns.

Butter: Man darf aber nicht vergessen, dass viele Verschwörungstheoretiker sehr höflich sind. Und viele ihrer Theorien sind ja auch ziemlich harmlos und manchmal tolle Unterhaltung. Das ist eine spielerische Funktion, davon leben ganze Filmstudios oder Verlage. Es ist ja auch toll, wenn im Kino oder im Roman auf einmal diese oder jene Verbindung auftaucht, und am Ende wird aus einem einfachen Mord ein großes Staatskomplott. Das hat nur mit der Wirklichkeit oft nichts zu tun.

SPIEGEL: Herr Butter, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

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WELTEN-BETRUG

FLACHE ERDE

Was, wenn sie doch flach ist? | 01. Januar 2018 | http://www.kla.tv/11705

tube.com/watch?v=QWZFbjR_Hz4

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Flache Erde – Matrix

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„EIN FALL für ZWEI“

„HUBBLE-BUBBLE-TELESKOP“

ube.com/watch?v=5p_bfmTMPV8

Bilderberger, „HUBBLE-Teleskop“, Gotthardtunnel – Am0k Alex & Frank Stoner Show Nr. 68

„Alexander Wagandt“:  WELTEN-BETRUG

 

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„Joe Conrad“ ist ein DESINFORMANT und GATE-KEEPER

tube.com/watch?v=725DGKSRkAU

Flache Erde Adé

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„ZEIT-UMSTELLUNG“: ZUERST wird MAN die ganze ZEIT damit geQUÄLT plötzlich ist es MÖGLICH dieses MONSTER zu beENDEN????!!!!

ZEIT-DIEBSTAHL – – – ZEIT-DIEBE

Die „EU“-TRICK-BETRÜGER: DER BÜTTEL JUNCKER will den MENSCHEN eine STUNDE ZEIT STEHLEN – – – „Die ALTE ZEIT ZURÜCK mit der gestohlenen STUNDE“

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