„Glyphosat“- Entscheidung wieder verschoben?! – – – “ Kinder“ schützen, nicht Pestizide

Der Gastautor im F.A.Z.-„Forum“

Baskut Tuncak ist UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte, gefährliche Substanzen und Abfälle. Er arbeitet als Wissenschaftler am Raoul Wallenberg Institute in Schweden.

http://www.faz.net/aktuell/wissen/forschung-politik-1/glyphosat-entscheidung-fuer-pestizide-gegen-den-kinderschutz-15280609.html

„Glyphosat“- Entscheidung : Kinder“ schützen, nicht Pestizide

  • Von Baskut Tuncak , UN-Sonderberichterstatter
  • Aktualisiert am
Proteste vor der EU-Kommission gegen die Glyphosat-Zulassungsverlängerung gab es bereits im Sommer. Bildbeschreibung einblenden

Proteste vor der EU-Kommission gegen die Glyphosat-Zulassungsverlängerung gab es bereits im Sommer. Bild: AFP

Die Zeit ist reif: Wird der Streit um das Totalherbizid Glyphosat am morgigen Donnerstag im zuständigen EU-Ausschuss beendet? Ein Plädoyer gegen einen Kompromiss zugunsten des Pestizids.

Unsere Kinder wachsen mit einem Schadstoffcocktail aus Unkrautvernichtern, Insektiziden und Fungiziden auf. Ihre Nahrung, ihr Wasser, sogar ihre Parks und Spielplätze sind damit getränkt. Viele Regierungen behaupten beharrlich, dass unsere Schutzstandards gegen diese Pestizide stark genug sind. Doch als Wissenschaftler und Jurist, der sich auf Chemikalien und deren mögliche Auswirkungen auf grundlegende Menschenrechte spezialisiert, bin ich anderer Ansicht.

Letzten Monat kam es ans Licht: Als die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit Glyphosat – das meistverwendete Pflanzengift weltweit – als unbedenklich einstufte, hatte sie ganze Seiten aus einem Bericht von Monsanto, dem Hersteller des Pestizids, abgeschrieben. Solche Enthüllungen sind schlichtweg schockierend.

Vor zwei Wochen blockierten einige europäische Länder den Vorstoß, Glyphosat für weitere zehn Jahre zuzulassen. Bei dieser Entscheidung geht es um weitaus mehr als nur ein Pestizid. Sie ist ein begrüßenswertes Anzeichen, dass die EU-Mitgliedstaaten ihre Pflicht gründlicher wahrnehmen: vor Menschenrechtsverletzungen durch Unternehmen zu schützen, wenn diese uns Pestiziden und anderen toxischen Chemikalien aussetzen.

Bild: dpa

Die UN-Konvention über die Rechte des Kindes, das am häufigsten ratifizierte internationale Menschenrechtsabkommen der Welt (nur die Vereinigten Staaten sind nicht beigetreten), bekräftigt: Staaten sind ausdrücklich dazu verpflichtet, Kinder vor der Belastung durch toxische Chemikalien sowie vor kontaminierten Lebensmitteln und verunreinigtem Wasser zu schützen. Sie müssen außerdem dafür Sorge tragen, dass das Recht eines jeden Kindes auf das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit gewährleistet wird. Diese und viele weitere Rechte des Kindes werden durch unseren derzeitigen Umgang mit Pestiziden verletzt.

Kinderärzte haben die Belastung durch Pestizide im Kindesalter als „stille Pandemie“ bezeichnet, die Krankheiten und Behinderungen verursacht. Der Kontakt mit Pestiziden während der Schwangerschaft und im Kindesalter wird mit Geburtsfehlern, Diabetes und Krebs in Verbindung gebracht. Der sich entwickelnde Körper eines Kindes reagiert empfindlicher als Erwachsene auf diese Belastung und nimmt allgemein mehr von allem zu sich: Im Verhältnis zu ihrer Größe essen, atmen und trinken Kinder sehr viel mehr als Erwachsene und sind deshalb durch diese toxischen Chemikalien besonders gefährdet. Es gibt zunehmend Beweise dafür, dass sogar „geringe“ Einwirkungen im Kindesalter irreversible Gesundheitsschäden zur Folge haben können. Doch die meisten Betroffenen können die Ursache ihrer Behinderung oder Erkrankung nicht nachweisen, was uns in unserer Fähigkeit einschränkt, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Diese Chemikalien sind unsichtbar und lauern überall. Nur wenn die Regierungen sie wirksam regulieren und dabei vor allem die höchsten Standards der wissenschaftlichen Integrität einhalten, können die Menschen geschützt werden – insbesondere diejenigen, die unverhältnismäßig großen Belastungsrisiken ausgesetzt sind.

Angesichts der Enthüllungen wie des Copy-and-Paste-Skandals zu Glyphosat ist es notwendig, erneut sorgfältig zu prüfen, wie gut Staaten ihre Bürger schützen. Dass sich Regulierungsbehörden im Übermaß auf industriefinanzierte Studien verlassen, unabhängige Wissenschaft aus Gutachten ausgeschlossen wird und Studien geheim bleiben, obwohl sie von Behörden als Grundlage verwendet werden, das kann so nicht weitergehen.

Doch die vorherrschenden Fehlinformationen ziehen noch weitere Kreise. Viel zu lange waren die Debatten über Pestizide unverhältnismäßig stark auf die Frage ausgerichtet, ob wir die Welt ohne sie ernähren können. Die Sonderberichterstatterin für das Recht auf Nahrung hat deutlich gesagt, dass wir das können. Ihr zufolge ist es ein Mythos, dass der hochintensive Einsatz von Pestiziden zur Ernährung der Menschheit nötig sei. Es gibt Lösungen, um gesündere und nährstoffreichere Lebensmittel herzustellen und dabei Kleinbauern zu unterstützen, die Artenvielfalt zu fördern und die Widerstandskraft des Klimas zu stärken. Unser übermäßiger Einsatz gefährlicher Pestizide ist eine kurzfristige Lösung, eine Sucht, die das Recht auf sichere und angemessene Ernährung und Gesundheit für gegenwärtige und künftige Generationen untergräbt.

Werden die Regulierungsbehörden weiterhin dem Mythos verfallen, dass Pestizide notwendig sind, um die Welt zu ernähren? Werden sie sich weiterhin auf Wissenschaft verlassen, die von der Industrie gefördert wird? Oder werden sie die Menschenrechte – insbesondere die Rechte des Kindes – schützen und angesichts der erheblichen Ungewissheiten das Vorsorgeprinzip anwenden?

Wenn sich die Europäische Kommission diese Woche wieder an den Tisch setzt, um über die Zukunft von Pestiziden zu debattieren, hoffe ich, dass sie dabei eines im Sinn behält: ihre Pflicht, unsere Rechte und die Rechte unserer Kinder voranzustellen.

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http://www.keine-gentechnik.de/nachricht/32835/

Glyphosat: keine Mehrheit für 5-Jahres-Vorschlag der EU-Kommission

09.11.2017

UPDATE +++ Die Europäische Kommission ist mit ihrem Vorschlag gescheitert, das Pflanzengift Glyphosat für weitere fünf Jahre zu erlauben. Wie erwartet fanden die Mitgliedsländer heute in Brüssel weder dafür noch dagegen eine qualifizierte Mehrheit. Unterdessen hat Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) der EU-Kommission signalisiert, Deutschland könne einer Verlängerung der Glyphosat-Zulassung um drei Jahre zustimmen.

In einem Brief an den zuständigen EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis verwies Schmidt am Mittwoch darauf, dass Frankreich diese Position teile. Nicht geteilt wird sie aber offenbar innerhalb der noch amtierenden Bundesregierung. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) verurteilte Schmidts Vorstoß, der nicht einmal mit dem Bundeskanzleramt abgestimmt gewesen sei als „Foulspiel“. „Die Kommission hat bis heute keinerlei Vorkehrungen gegen die katastrophalen Auswirkungen auf die Artenvielfalt vorgesehen“, kritisierte Hendricks. Daher bleibe sie bei ihrem Nein zur weiteren Zulassung von Glyphosat.

Hier will Schmidt offenbar Abhilfe schaffen. Er schlug dem EU-Kommissar vor, die 2016 gemeinsam mit dem Umweltministerium eingebrachte Biodiversitätsklausel in die Zulassung mit aufzunehmen. Außerdem regte er an, Glyphosat für den Privatgebrauch zu verbieten und das Genehmigungsverfahren für „Pflanzenschutzmittel“ zu optimieren.

Während Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth (SPD) Schmidts Vorstoß auf Twitter als wenig sondierungsfreundliches Verhalten anprangerte, reagierten die Grünen, die mit der CDU gerade eine Jamaika-Koalition ausloten, erstaunlich gelassen. Es sei „bemerkenswert“, wie weit der Agrarminister sich schon bewegt habe, meinte etwa der grüne Bundestagsabgeordnete Harald Ebner. „Um grüne Unterstützung zu bekommen, fehlt aber noch das klare Bekenntnis zum Ausstieg“, stellte der Pestizidexperte klar. Außerdem müsse die Anwendung von Glyphosat in der Landwirtschaft sofort und deutlich beschränkt werden. Die Grünen hatten die CDU mehrfach davor gewarnt, die Zulassung für Glyphosat in der EU während der Koalitionsverhandlungen durchzuwinken.

Wenig Effekt hatte der Brief des Agrarministers offenbar in Brüssel. Wie eine Sprecherin dem Infodienst Gentechnik auf Anfrage mitteilte, werde die EU-Kommission den Mitgliedsländern bei der nächsten Beratung erneut ihren Fünf-Jahres-Vorschlag vorlegen. Der sogenannte Berufungsausschuss, bei dem hochrangige Vertreter der EU-Staaten erneut diskutieren und abstimmen werden, soll voraussichtlich noch vor dem 22. November tagen. Experten gehen nicht davon aus, dass sich die Mehrheitsverhältnisse bis dahin ändern werden. Das könnte bedeuten, dass die EU-Kommission die Entscheidung über Glyphosat dann doch selbst treffen will. Die aktuelle Zulassung läuft am 15.12.2017 aus.

Im zuständigen EU-Ausschuss stimmten heute 14 Mitgliedsländer dafür, das Pflanzengift für weitere fünf Jahre zu erlauben. Sie repräsentieren 36,5 Prozent der EU-Bevölkerung. Neun Staaten waren dagegen, fünf enthielten sich der Stimme, darunter Deutschland. Für eine qualifizierte Mehrheit ist ein Votum von 16 EU-Staaten nötig, die 65 Prozent der EU-Bevölkerung vertreten.

„Aus Umweltsicht war der Entwurf eine einzige Enttäuschung“, kritisierte der Naturschutzbund Deutschland (NABU) die Beschlussvorlage von Gesundheitskommissar Andriukaitis. „Die Kommission hatte weder ein Verbot der Sikkation vorgesehen noch Glyphosat im Haus- und Kleingartenbereich oder in Schutzgebieten verbieten wollen“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Die Jamaika-Sondierer forderte er auf, mindestens ein schrittweises Verbot des Totalherbizids in den Koalitionsvertrag aufzunehmen.

Ein Ausstiegsprogramm für Glyphosat aus der Landwirtschaft forderte der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND). „Landwirte brauchen Beratung und Unterstützung für einen Ackerbau, der ohne Glyphosat auskommt“, so BUND-Pestizidexpertin Heike Moldenhauer. Und ihre Verbandskollegin Christiane Huxdorff von Greenpeace ergänzte: „Die künftige Bundesregierung muss sich für ein nationales wie europäisches Verbot von Glyphosat stark machen.“ [vef]

 

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.com/watch?v=JWMdFfH1LRQ

Gift im Essen Missbildungen durch Glyphosat ARD Fakt 12 11 2013

ab Minuten 4:50 – „der Robinson – Bericht“ – „Claire Robinson“

BfR“ zum „Robinson-Bericht„: „Der ROBINSON-BERICHT ist ein anspruchsvolles Dokument das eine Viel-Zahl von FRAGEN aufwirft (WELCHE) die sehr ernst genommen werden sollten“?!

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http://www.pan-germany.org/download/glyphosate/GLO%2002%20Glyphosat%20Summary%20D.pdf

Zusammenfassung
 Glyphosat und Krebs: Systematischer Regelbruch durch die Behörden
Die Tricks von Monsanto und der Beitrag
der Behörden, um Glyphosat vor einem
Verbot zu retten.
Drei Behörden haben Glyphosat bescheinigt, nicht krebserregend zu sein: erst das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR – für die Bewertung von Glyphosat in der EU zuständig), die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA); und schließlich die Europäische Chemikalienagentur (ECHA). Das BfR erstellte für die EFSA und danach für die ECHA jeweils den Bewertungsbericht. Hingegen stufte die Internationale Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation, IARC, Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ ein. Diese zweithöchste der möglichen Einstufungen erfolgte unter Berücksichtigung folgender Erkenntnisse: hinreichende Belege für eine krebserregende Wirkung bei Versuchstieren („sufficient evidence“) starke Belege für zwei Mechanismen wie durch Glyphosat Krebs entstehen kann
(„strong evidence“ ) begrenzte epidemiologische Befunde beim Menschen („limited evidence“). Der Toxikologe Dr. Peter Clausing, der auch als Beobachter an den Sitzungen der ECHA teilnahm, hat die Bewertung der Tierstudien durch die EU-Behörden analysiert. Seine Analyse zeigt, dass die Behörden eindeutige Belege für eine krebserregende Wirkung bei Tieren missachten und beiseite schieben und Richtlinien und Empfehlungen von der OECD und der ECHA selbst, die ihre Arbeit
leiten sollen, grob verletzen.
Die Ergebnisse der Studien an Ratten und Mäusen haben laut Verordnung (EG) 1272/2008 zentrale Bedeutung: Es genügen zwei voneinander unabhängige Studien mit positiven Krebsbefunden, um eine Substanz als krebserregend einzustufen. Im Fall von Glyphosat weisen mindestens 7
von 12 solcher Langzeitstudien positive Krebsbefunde auf. Die Einschätzung, dass Glyphosat trotz dieser Befunde nicht krebserregend sei, gelang den Behörden nur durch Verletzung der Verordnung (EG 1272/2008) ihrer eigenen Richtlinie von 2015 und jener der OECD von 2012 sowie durch das Verschweigen und Verdrehen von Tatsachen. Die fünf wichtigsten Verstöße werden nachstehend beschrieben.
1. Versäumnisse und Verdrehungen

bei der statistischen Auswertung…………

2. Angebliche „Hochdosis-Effekte“……..

3. Behauptetes Fehlen von

Dosis-Wirkungs-Beziehungen……..

4. Unzulässige und verzerrte Nutzung
„historischer Kontrollen“……….
5. Willkürliche Studienauswahl
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 3SAT: Herbizid – GLYPHOSAT

 

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siehe auch „Monika Krüger“

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aus dem TEXT:…..Die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) in Lyon hatte die Substanz vor zwei Jahren als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. „Das wäre ein riesengroßes Problem für das weltweit gängigste Pflanzenschutzmittel“, sagt Gies. Nach europäischen Recht dürften Pestizide, die das Erbgut schädigen, nicht zugelassen werden……(<<<<Es gibt Beweise dafür – siehe auch PLAGIAT des „BfR“>>>>)

http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/chemikalien-in-der-umwelt-im-koerper-kann-man-300-stoffe-nachweisen-a-1176339.html

Chemikalien in der Umwelt „Viele Stoffe sind problematischer, als wir gedacht haben“

Weichmacher, Dünger, Schwermetalle: Tausende Stoffe gelangen in die Umwelt. Ihre Wirkung im menschlichen Körper bleibt oft ungeklärt.

imago

Das deutsche Schadstoffgedächtnis ruht in einer umgebauten ehemaligen Bunkeranlage in Münster. In unterirdischen Räumen lagern bei etwa minus 150 Grad Celsius derzeit etwa 350.000 Blut- und Urinproben in Metalltanks mit flüssigem Stickstoff – jedes Jahr kommen bis zu 15.000 weitere dazu.

Das Archiv der Umweltprobenbank reicht zurück bis 1981. „Wir sammeln, charakterisieren und lagern die Proben für spätere Analysen“, sagt Dominik Lermen vom Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik (IBMT). „So kann man die Proben nachträglich auf bestimmte Stoffe untersuchen.“

Jedes Jahr werden neue Proben an vier verschiedenen Orten gesammelt . Münster, Ulm, Greifswald und Halle stehen stellvertretend für West-, Süd-, Nord- und Ostdeutschland. Ihr Inhalt, der letztlich in Münster gelagert wird, ist von unschätzbarem Wert: Er gibt Aufschluss darüber, welchen Schadstoffen in welchen Mengen Bundesbürger verschiedener Regionen ausgesetzt waren und sind.

140.000 verschiedene Chemikalien auf dem Markt

„Wir können jederzeit schauen, wie sich die Belastung mit der Zeit entwickelt hat“, sagt Marike Kolossa-Gehring vom Umweltbundesamt (UBA), die das Projekt leitet. Das UBA wertet die Analysen aus und ist zuständig für die Beratung der Bundesregierung und auch der Bevölkerung.

Wie wichtig die Humanproben – ähnliche Projekte registrieren die Belastung von Böden, Tieren und Pflanzen – sind, zeigen die immer neu aufflammenden Diskussionen um bestimmte Chemikalien.

Da ist der allgegenwärtige Plastikgrundstoff Bisphenol A, das Herbizid Glyphosat oder das jüngst in Eiern nachgewiesene Biozid Fibronil. Insgesamt, so schätzt Kolossa, seien derzeit etwa 140.000 verschiedene Chemikalien auf dem Markt. Viele davon landen im Organismus.

„Im Körper kann man locker 300 Stoffe nachweisen“, berichtet sie. Die müssen darauf geprüft werden, ob sie die Gesundheit gefährden können – sowohl einzeln als auch in möglichen Kombinationen. Eine schwierige Aufgabe.

Für manche Einzelstoffe zeigen Langzeitreihen durchaus erfreuliche Trends: „Wir haben viele Probleme gelöst“, sagt Andreas Gies, Leiter der UBA-Abteilung „Umwelthygiene“. „Wir beobachten über den Zeitverlauf, dass viele Belastungen deutlich zurückgegangen sind, teilweise bis zu 90 Prozent.“

Problem der Einstufung

Beispiel Blei: Bei Menschen aus Münster sanken die Werte von 1981 – damals war Benzin noch verbleit – bis 2016 von mehr als 70 auf 9 Mikrogramm pro Liter Blut. Tendenz: weiter abnehmend.

Trotz des positiven Trends besteht kein Grund für Entwarnung. „Wir haben immer noch Probleme“, betont Gies. Weil Bleiverbindungen krebserregend seien und das Gehirn schädigten, gebe es keine untere Grenze – jede noch so geringe Konzentration könne Schäden verursachen. „Viele Stoffe sind problematischer, als wir früher gedacht haben“, sagt Gies.

Hohe Wellen schlägt momentan der Streit um Glyphosat, über dessen weitere Zulassung die EU am 9. November entscheiden könnte. Die Debatte dreht sich zurzeit vor allem darum, ob es die menschliche Gesundheit schädigt.

Die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) in Lyon hatte die Substanz vor zwei Jahren als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. „Das wäre ein riesengroßes Problem für das weltweit gängigste Pflanzenschutzmittel“, sagt Gies. Nach europäischen Recht dürften Pestizide, die das Erbgut schädigen, nicht zugelassen werden.

Streit um Wahrscheinlichkeiten

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vertritt eine andere Einschätzung und steht seitdem in der Kritik. Bei sachgerechter Anwendung in der Landwirtschaft seien beim Menschen keine krebserzeugenden, erbgutverändernden oder entwicklungsschädigenden Risiken von Glyphosat zu erwarten, heißt es in einer Stellungnahme.

Die von der IARC abweichende Einschätzung erklärt das BfR damit, die Krebsforschungsagentur prüfe lediglich die Eigenschaft eines Wirkstoffes, Krebs zu erzeugen – „nicht aber die Wahrscheinlichkeit, dass Krebs tatsächlich erzeugt wird, wenn dies von der Höhe der Aufnahmemenge abhängig ist“.

Analysen der Humanprobenbank von 2001 bis 2015 belegen jedenfalls, dass viele Bundesbürger den Stoff im Körper tragen. Urinproben aus Greifswald zeigen, dass 2001 rund zehn Prozent der Menschen Glyphosatwerte über dem Wert von 0,1 Mikrogramm pro Liter hatten. Bis zum Jahr 2012 waren es 58 Prozent, bis 2015 sank der Anteil auf 40 Prozent.

„Nach der Risikoeinschätzung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ist keine der gemessenen Glyphosat-Konzentrationen problematisch für die menschliche Gesundheit“, schrieb ein Team um Kolossa-Gehring kürzlich im „International Journal of Hygiene and Environmental Health“.

Weichmacher im Urin

„Allerdings hat die Internationale Krebsforschungsagentur Glyphosat als „für Menschen wahrscheinlich krebserregend“ klassifiziert. Berücksichtigt man diese Einschätzung, verdient vor allem die in den Proben dokumentierte zunehmende Tendenz für eine innere Glyphosat-Belastung Aufmerksamkeit in Hinsicht auf die menschliche Gesundheit.“

Kolossa-Gehring bedauert die insbesondere im Internet oft aggressiv geführte Debatte. „Dieser Streit verunsichert die Bevölkerung in höchstem Maß“, klagt sie. Aber nicht nur einzelne Stoffe machen ihr Sorge, sondern Chemikalien-Cocktails und die Frage, ob und wie sich verschiedene Stoffe im Körper verstärken. Dies ist weitgehend ungeklärt.

Beispiel Phthalate: Die Plastik-Weichmacher werden vor allem zur Herstellung von PVC-Kunststoffen genutzt. Doch ein Teil der Stoffe entweicht. Dass Phthalate vor allem bei Männern die Fruchtbarkeit schädigen können, gilt als wahrscheinlich.

Die Stoffe unterliegen laut Kolossa-Gehring seit Anfang des Jahres 2015 einer Zulassungspflicht, was de facto einem Verbot gleichkomme. In nahezu sämtlichen Urinproben seien Umwandlungsstoffe der meisten Phthalate nachgewiesen worden, heißt es von Seiten der Umweltprobenbank. Dies weise auf eine allgegenwärtige Belastung der deutschen Bevölkerung hin.

Summieren sich Effekte?

Zwar sanken die Belastungen der Bundesbürger seit Mitte der 1990er Jahre, aber dafür steigen nun die Konzentrationen der sieben bis acht Ersatzstoffe wie etwa Hexamoll Dinch. Allein von dieser Substanz werden laut Kolossa-Gehring jährlich mehr als 200.000 Tonnen produziert – deutlich steigende Konzentrationen im Urin der Bundesbürger spiegeln diese Entwicklung wider.

Dinch ist in der EU für Lebensmittelverpackungen zugelassen, dennoch bleiben für Kolossa-Gehring Fragen offen. „Ich glaube nicht, dass wir die Wirkungen dieser Stoffe ausreichend bewerten können“, sagt sie.

Ist es mitunter schon schwierig, das Risiko einzelner Substanzen zu bewerten, so ist das bei Chemikalien-Cocktails fast ausgeschlossen. Experten gehen davon aus, dass sich Effekte mancher Stoffe im Körper summieren können.

Darauf verwies Andreas Kortenkamp von der Brunel University London schon vor Jahren mit Blick auf endokrine Disruptoren – also Stoffe wie Phthalate oder Bisphenol A, die hormonartig wirken: „Es gibt gute Belege, die zeigen, dass gemeinsame Effekte auftreten, selbst wenn jeder Bestandteil einer Kombination unterhalb von Konzentrationen vorliegt, bei denen beobachtbare Effekte auftreten“, schrieb er schon 2007 im Fachblatt „Environmental Health Perspectives“.

„Man kann Kaufentscheidungen treffen“

Die UBA-Mitarbeiterin Kolossa-Gehring glaubt, dass das auch für andere Stoffe gilt, etwa Weichmacher. „Es gibt viele Hinweise darauf, dass eine Reihe von Phthalaten additiv wirken“, sagt sie. Es sei also möglich, dass mehrere Stoffe, die einzeln keine Wirkung zeigen, zusammen durchaus Effekte hätten – insbesondere wenn sie auf die gleiche Körperregion wirken.

„Die Bewertung von Einzelstoffen verharmlost etliche Risiken“, glaubt sie, weiß aber auch. „Die Untersuchung möglicher Kombinationen ist eine unendliche Aufgabe.“

Doch wie kann man als Verbraucher die Aufnahme bedenklicher Stoffe minimieren? Absoluten Schutz gebe es nicht, sagt Kolossa-Gehring. Zur Vermeidung von Schadstoffen sei es aber ratsam, Produkte aus biologischem Anbau zu konsumieren. „Man kann Kaufentscheidungen treffen.“

Von Walter Willems, dpa/boj

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„MITTE-JUNI“ wird über die Zulassung der „Verlängerung von Glyphosat“ verhandelt / „Klage“ beim „Europäischen Gerichtshof“ (EuGH) eingereicht, um eine „Freigabe“ der von der „EFSA“ unter „Verschluss“ gehaltenen „Studien“ zu „erzwingen“ / „Monsanto Papiere/“Monsantos papers“ – dem „Konzern“ ist bereits seit „1999“ eine „krebserregende“ Wirkung des „Pestizids bekannt“ / „Projekt: Green Acre Living“

Wir leben in einer WELT (wie sie MONSANTO gefällt) wo Konzerne wie z.B. „Monsanto-Bayer“ die Natur verseuchen  und die Gesundheit von Lebewesen angreifen können – mit Unterstützung von korrumpierbaren POLITIKERN – diese POLITIKER sollten zum TEUFEL gejagt werden

Zum Thema braucht man die „GRÜNEN“ – was man braucht ist 100 % „ökologisches NATUR-Bewusstsein“ (nicht nur ca. 10 %) und eine JUSTIZ die Monsanto anklagt und zahlen lässt

Monsanto im DOPPEL-PACK : „GIFT-COCKTAIL“ plus manipulierte SAAT (PATENT) –   MONSANTO ist gerissen zuerst „ROUNDupGLYPHOSAT“ und dann wird die  WELT mit genmanipulierter SAAT beschert

MONSANTO und „ROUND-UP“-GLYPHOSAT

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Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), die Glyphosat im März 2017 für unbedenklich erklärt hatte.

„Christoph Then“: https://www.testbiotech.org/node/1994

 

Glyphosat: Die EU lässt sich von der Industrie erpressen

EU-Kommission hat Verbot wohl nie ernsthaft in Betracht gezogen

24. Mai 2017 / Die EU-Kommission hat angekündigt, die Zulassung von Glyphosat um weitere zehn Jahre zu verlängern. Grundlage der Entscheidung ist angeblich die jüngste Einschätzung der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), die Glyphosat im März 2017 für unbedenklich erklärt hatte. Auf diese aktuelle Einschätzung beruft sich nun zumindest die EU-Kommission. Doch offensichtlich hat sie schon lange zuvor nie ernsthaft in Erwägung gezogen, den Wirkstoff tatsächlich zu verbieten: Denn während offiziell noch über die Bewertung von Glyphosat diskutiert wurde, hatte die EU-Kommission bereits insgesamt 14 neue Importzulassungen für Gentechnik-Pflanzen erteilt, die gegen Glyphosat resistent gemacht wurden und in der Regel mit entsprechenden Rückständen belastet sind.

Im März 2015 hatte die Internationale Agentur für Krebsforschung der WHO (IARC) zum ersten Mal davor gewarnt, dass Glyphosat wahrscheinlich krebserregend sei. In der Folge war die weitere Zulassung des Wirkstoffs heftig umstritten. Doch statt vorsorglich Maßnahmen für ein mögliches GlyphosatVerbot in die Wege zu leiten, hat die EU-Kommission ganz andere Fakten geschaffen: Seit April 2015 hat sie je vier Importgenehmigungen für Gentechnik-Soja, -Mais und -Baumwolle sowie zwei für Gentechnik-Raps erteilt. Alle diese Pflanzen wurden gegen Glyphosat resistent gemacht und werden in der EU vor allem als Futtermittel eingesetzt. Jede der Zulassungen gilt für mindestens zehn Jahre.

Hätte die EU jetzt den Einsatz von Glyphosat nicht verlängert, hätte auch der Import dieser Futtermittel verboten werden müssen. Doch das scheint schwer vorstellbar. Offensichtlich hat sich die EU-Kommission erpressbar gemacht, weil sie es versäumt hat, rechtzeitig für ausreichende Futtermittel-Alternativen zu sorgen. Tatsächlich hat die Industrie der EU schon 2016 damit gedroht, dass die Versorgung mit Futtermitteln zusammenbrechen werde, falls ihre mit Glyphosat belasteten Gentechnik-Produkte nicht weiter importiert werden dürften.

Insbesondere für Soja-Importe aus Ländern wie Argentinien, Brasilien und den USA, in denen Glyphosat zum Teil in extrem hohen Dosierungen eingesetzt wird, gibt es kurzfristig keine ausreichenden Alternativen. Um ein Verbot in der EU möglich zu machen, hätte man beispielsweise den Anbau gentechnikfreier Soja, wie er in manchen Regionen der EU bereits realisiert wird, konsequent fördern müssen.

Etliche der Gentechnik-Pflanzen, die in letzter Zeit zugelassen wurden, sind nicht nur gegen Glyphosat resistent. Vielmehr können sie mit weiteren Spritzmitteln wie 2,4-D, Dicamba, Glufosinat und Isoxaflutol, die ebenfalls gesundheitsgefährdende Rückstände hinterlassen, in Kombination gespritzt werden. Besonders problematisch dabei ist, dass die EU-Kommission nicht verlangt, die Pflanzen, die diese Rückstände enthalten, in Fütterungsversuchen auf gesundheitliche Risiken zu untersuchen, bevor eine Entscheidung über die Importerlaubnis getroffen wird. Die Mischung der Rückstände kann erheblich giftiger sein als Glyphosat allein.

„Solange keine umfassende Untersuchung der tatsächlichen gesundheitlichen Risiken der entsprechenden Rückstände vorliegen, dürfen keine weiteren Gentechnik-Pflanzen mehr für den Import zugelassen werden, die gegen Glyphosat oder andere Herbizide-resistent gemacht wurden. Parallel müssen Alternativen konsequent gefördert werden, mit deren Hilfe die Abhängigkeit der EU von Soja-Importen verringert werden kann. Zudem sollten alle Möglichkeiten, den Gebrauch von Glyphosat und anderen Herbiziden in Deutschland einzuschränken, konsequent genutzt werden“, fordert Christoph Then für Testbiotech.

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aus dem TEXT:…„Monsanto Papiere“. Sie legen nahe, dass dem Konzern bereits seit „1999“ eine krebserregende Wirkung des Pestizids bekannt ist.

…Mehrere Grünen-Abgeordnete des Europaparlaments haben mittlerweile Klage beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) eingereicht, um eine Freigabe der von der EFSA unter Verschluss gehaltenen Studien zu erzwingen. Sie werfen der Behörde vor, sie wollten die Glyphosathersteller schützen, die eine der Studien finanziert haben sollen…..

 

SPIEGEL: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/glyphosat-eu-kommissar-verteidigt-geplante-neuzulassung-a-1152085.html

Umstrittenes Pestizid EU-Kommissar verteidigt Glyphosat-Zulassung

Die EU-Kommission will das umstrittene Pestizid Glyphosat erneut für zehn Jahre zulassen. Ihr Gesundheitskommissar hat das Vorhaben nun vor dem Parlament verteidigt. Eine Krebsgefahr sieht er nicht.

Mittwoch, 14.06.2017   12:29 Uhr

EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis hat die geplante Neuzulassung des umstrittenen Unkrautvertilgungsmittels Glyphosat verteidigt. Weltweit seien 27 Agenturen übereinstimmend zu dem Schluss gekommen, das Mittel sei nicht krebserregend, betonte er am Dienstag vor dem Europaparlament in Straßburg. Es gebe eine „Konvergenz der wissenschaftlichen Meinungen“. Daran müsse sich die Kommission halten und die Zulassung des Mittels verlängern.

Angesichts der Sorgen in der Bevölkerung solle die Zulassung jedoch auf zehn Jahre beschränkt werden, sagte der Kommissar. Im Übrigen könnten die einzelnen EU-Staaten nationale Verbote erlassen – etwa für die Verwendung auf Spielplätzen oder in Parks.

Viele Abgeordnete reagierten empört. Unabhängige Analysen zeigten, dass Glyphosat möglicherweise krebserregend ist, betonte die maltesische Sozialistin Miriam Dalli. Die EU-Agenturen für Chemie und Lebensmittelsicherheit Echa und Efsa hätten diese Studien nicht berücksichtigt.

Streit um Krebsgefahr

Die zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehörende Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) hatte im März 2015 erklärt, Glyphosat sei „wahrscheinlich krebserregend“. Die europäische Behörde Efsa stufte das Mittel einige Monate später als ungefährlich ein. Sie berief sich dabei auf Forschungsergebnisse, ohne diese offenzulegen. Experten der Echa befanden dann im vergangenen März, Glyphosat könne weder als krebserregend noch genverändernd oder gefährlich für die Fortpflanzung eingestuft werden.

Die Unterschiede in der Bewertung rühren vor allem daher, dass IARC und Efsa unterschiedliche Aufgaben haben: Die IARC ermittelt in erster Linie, wie stark die Beweislage dafür ist, dass etwas beim Menschen Krebs auslöst – und nicht, wie stark der Effekt ist. Die Efsa betreibt Risikobewertung: Sie trifft also Aussagen darüber, in welchen Konzentrationen oder bei welchen Aufnahmeformen etwas gesundheitsschädlich ist, weshalb sie auch Grenzwerte vorschlägt.

Kritik aus der Opposition

Mehrere Abgeordnete warfen Efsa und Echa nun vor, sie hätten sich vom US-Konzern Monsanto, dem Hersteller des weltweit am meisten verwendeten Unkrautvernichtungsmittels Roundup, beeinflussen lassen.

Die Kommissionignoriere die wissenschaftliche Debatte über Glyphosat, kritisierte der niederländische Grüne Bas Eickhout. Andere Abgeordnete verwiesen auf die im März veröffentlichten „Monsanto Papiere“. Sie legen nahe, dass dem Konzern bereits seit 1999 eine krebserregende Wirkung des Pestizids bekannt ist.

Vor allem Vertreter der Konservativen billigten die geplante Neuzulassung – mit dem Argument, die Landwirte in Europa benötigten diesen Stoff.

Der CDU-Abgeordnete Peter Liese erinnerte an eine Entschließung des Europaparlaments vom vergangenen Jahr. Damals hatte sich die EU-Volksvertretung für eine Neuzulassung ausgesprochen – aber nur für sieben Jahre. „Die Kommission sollte auf das Parlament hören.“

Mehrere Grünen-Abgeordnete des Europaparlaments haben mittlerweile Klage beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) eingereicht, um eine Freigabe der von der EFSA unter Verschluss gehaltenen Studien zu erzwingen. Sie werfen der Behörde vor, sie wollten die Glyphosathersteller schützen, die eine der Studien finanziert haben sollen.

Die Kommission hatte Mitte Mai angekündigt, sie wolle Gespräche mit den Mitgliedstaaten über eine Verlängerung der Zulassung um zehn Jahre aufnehmen. In Deutschland wird Glyphosat auf rund 40 Prozent der Felder gespritzt.

jme/AFP

 

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Glyphosat/Monsanto Papers (Studien von 1999)

Publié le 24 Mars 2017

Eisen Europadeputéierten Claude Turmes huet zesumme mat KollegInnen aus der grénger Europafraktioun de Jean-Claude Juncker opgefuerdert, fir keng Entscheedung iwwert dZouloossung vum Glyphosat ze huelen, iert gewosst ass op déi Europäesch Agencen an hiren Avisen zum Glyphosat-Studie benotzt hunn, déi vu Monsanto-manipuléiert goufen. Hei de Pressecommuniqué vun der grénger Europafraktioun:

Glyphosat/Monsanto Papers – EU-Abgeordnete fordern lückenlose Aufklärung

Auf Initiative der Grünen/EFA-Fraktion hat am heutigen Freitag eine Gruppe von EU-Abgeordneten verschiedener Fraktionen den Präsidenten der EU-Kommission Jean-Claude Juncker in einem Brief aufgefordert, keine Entscheidung über die Zulassung von Glyphosat zu treffen, solange nicht klar ist, ob die Europäischen Agenturen bei ihrer Beurteilung des Pestizids-Studien verwendet haben, die von der Firma Monsanto manipuliert worden sind.

Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament, sagt:„Die EU-Kommission darf keine Entscheidung über eine weitere Zulassung von Glyphosat treffen, solange nicht klar ist, ob bei der Beurteilung Studien verwendet worden sind, die Monsanto manipuliert hat. Die EU-Kommission muss ausschließen, dass manipulierte Studien Einfluss auf die Stellungnahmen der Europäischen Chemikalienagentur ECHA oder der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA gehabt haben. Falls solche Studien verwendet worden sind, müssen die Agenturen ihre Beurteilung, dass Glyphosat nicht krebserregend ist, entsprechend überarbeiten. Die Gesundheit unserer Bevölkerung ist ein zu hohes Gut, um auf einer möglicherweise gefälschten Faktengrundlage über eine weitere Zulassung von Glyphosat zu entscheiden.

Maria Heubuch, ebenfalls Mitglied im Agrarausschuss, fügt hinzu: „Der Fall zeigt, wie skrupellos Monsanto vorgeht, um seine Produkte auf den Markt zu bringen. Der Konzern scheut vor Nichts zurück, um Schäden systematisch zu verleugnen und politische Reformen zu verhindern. Die Europäische Union muss Rückgrat zeigen und das Zulassungsverfahren für Pestizide reformieren. Wir fordern, dass EFSA und ECHA nur unabhängige und veröffentlichte Studien in ihre Bewertungen aufnehmen. Die derzeitige Situation, in der die Industrie ihre eigenen Produkte prüft und noch nicht mal alle Daten veröffentlichen muss, ist unhaltbar. Völlig zurecht fordert eine halbe Million Europäerinnen und Europäer das Verbot von Glyphosat.“

Hintergrund:
Der Brief folgt der Veröffentlichung der sogenannten „Monsanto Papiere“ in den USA, die nahelegen, dass der Firma Monsanto bereits seit 1999 eine krebserregende Wirkung des Pestizids Glyphosat bekannt ist. In der vergangenen Woche hatte ein Gericht in den USA die Veröffentlichung von Dokumenten verfügt, die interne EMails der Firma Monsanto beinhalten, aus denen hervor geht, dass Monsanto die zellveränderte Wirkung des Pflanzenschutzmittels durch Manipulation von Studien geheim halten wollte.

Bréif

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„FAKE-SCIENCE“

Industrie beeinflusst Glyphosat-Studien | FAKT

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Farbe-bekennen“: wer >>>MONSATAN<<< „grünes Lichtgibt der stellt sich auf dessen Stufe wie Lüge, Betrug und MANIPULATION (Natur-Zerstörung, MACHT –  ALLES BESITZEN wollen, ALLES BE-HERRSCHEN wollen.

aus dem TEXT: … will die EU-Kommission ECHA und EFSA-auffordern, auf die Kritik Portiers zu antworten. Außerdem wird sie <<<„MitteJuni“>>> im Ständigen-Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebens– und Futtermittel mit den Mitgliedsstaaten darüber verhandeln, ob und wie lange die Zulassung von Glyphosat-verlängert werden soll. Kommissionspräsident Jean Claude Juncker hat der Bundesregierung bei einer Rede in Bonn jüngst schon nahe gelegt, dann Farbe zu bekennen: „CDU dafür, SPD dagegen, bundesdeutsche Enthaltung in Brüssel“, kritisierte Juncker das deutsche Abstimmungsverhalten beim Thema Glyphosat. „Enthaltung ist aber keine Haltung. Man muss singen, wenn man zum Singen aufgefordert wird.“

 

http://www.keine-gentechnik.de/nachricht/32602/

Wissenschaftler: Behörden übersahen in Glyphosat-Studien Krebsgefahr

30.05.2017

Eine europäische Bürgerinitiative sammelt Unterschriften gegen Glyphosat. Foto: Jakob Huber/Campact (http://bit.ly/2qxs1RO)

Eine europäische Bürgerinitiative sammelt Unterschriften gegen Glyphosat. Foto: Jakob Huber/Campact (http://bit.ly/2qxs1RO)

Deutsche und europäische Behörden haben beim Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat offenbar signifikante Krebsrisiken nicht berücksichtigt. Darauf wies der Statistikexperte Professor Christopher Portier am Sonntag in einem Brief an EUKommissionschef Jean Claude Juncker hin. Die EU-Kommission will nach Medienberichten trotzdem vorerst bei ihrem Urteil bleiben: Eine Krebsgefahr durch Glyphosat sei unwahrscheinlich.

Die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) und die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) hätten in ihrer abschließenden Bewertung deutlich steigende Tumorzahlen in bis zu sieben Tierstudien komplett ignoriert, kritisierte Portier, der sich per Gericht Zugang zu den Original-Studien der Industrie verschafft hatte. Der ehemalige Direktor des National Institute of Environmental Health Sciences der USA warf ferner dem deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vor, nur in jedem fünften Fall das erhöhte Krebsaufkommen bei Tieren unter Glyphosateinfluss erkannt zu haben. Das BfR hatte im Auftrag der EU die Glyphosat-Studien der Hersteller zuerst eingeschätzt. Nach Ansicht Portiers ist die Gesamtbewertung daher nicht geeignet, die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Sie müsse aufgrund wissenschaftlicher Fehler überarbeitet werden.

Das Pestizid-Aktionsnetzwerk PAN Germany erinnerte daran, dass eine weitere Studie, die für einen Krebseffekt von Glyphosat spricht, wegen angeblicher Virusinfektionen der Versuchstiere von der Bewertung ausgeschlossen wurde. Einziger Beleg dafür sei eine Bemerkung eines ehemaligen Mitarbeiters der U.S.-Umweltbehörde, der nach Prozessunterlagen dem Agrochemiegiganten Monsanto besonders verbunden gewesen sein soll.

Wie der österreichische Sender ORF berichtete, will die EU-Kommission ECHA und EFSA auffordern, auf die Kritik Portiers zu antworten. Außerdem wird sie Mitte Juni im Ständigen Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebens– und Futtermittel mit den Mitgliedsstaaten darüber verhandeln, ob und wie lange die Zulassung von Glyphosat verlängert werden soll. Kommissionspräsident Jean Claude Juncker hat der Bundesregierung bei einer Rede in Bonn jüngst schon nahe gelegt, dann Farbe zu bekennen: „CDU dafür, SPD dagegen, bundesdeutsche Enthaltung in Brüssel“, kritisierte Juncker das deutsche Abstimmungsverhalten beim Thema Glyphosat. „Enthaltung ist aber keine Haltung. Man muss singen, wenn man zum Singen aufgefordert wird.“ [vef]

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MERKELs CHEF ist „MON-SATAN“ auch der PONTIFEX ist mit im BOOT  siehe „GOLDENER REIS

>MERKELs MOTTO – MAKE „MON-SATAN“ GREAT AGAIN<

Jemand der „PRO-Glyphosat- Unterstützer“  ist sollte das WORTMUTTER – ERDE“ nicht in den Mund nehmen denn das klingt wie eine VERSPOTTUNG!!!

POLITIK schiebt das (BfR) vor – MERKEL ist wieder mal zu FEIGEzuzugeben dass sie voll und ganz hinterMONSATAN“ steht  –  liegt das vielleicht an dem WAHLJAHR???!!!

LÜGE – BETRUG – MANIPULATION

AGENDA „MONSANTO – GLYPHOSAT – MANIPULATION – PATENTE“ HIER und gerade JETZT wird mit allen erdenkbaren MITTELN versucht das NATÜRLICHE anzugreifen und zu zerstören

Hier ist der Teufel (MONSATAN) persönlich am WERK und will  mit HILFE korrumpierbarer PSEUDOWISSENSCHAFTLER (BfR) und Politiker (MERKEL, SCHMIDT, GRÖHE usw…) die auf dem selben Niveau stehen –   „GLYPHOSAT“ und die „GEGEN die NATUR“ agierende „GEN-MANIPULATIONeinführen – diese Handlanger des BÖSEN sind an den Pranger zu stellen  um dann  die gerechte STRAFE für ihr bösartiges VERGEHEN an die NATUR (ERDE) und ihre LEBEWESEN zu bekommen

netzfrauen – https://netzfrauen.org/2017/06/01/agrarlobby/#more-52412

1. Juni 2017

Das darf doch nicht wahr sein: Die Agra-Lobby freut sich und sägt am Ast, auf dem wir alle sitzen – BfR: Keine neuen Erkenntnisse bei der Risikobewertung von Glyphosat – GMOs, Glyphosate and Soil Biology

Glyphosat

Auf Grund von Anfragen zu einem OffenenBrief an Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker veröffentlichte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) eine Einschätzung zu angeblich neuen Erkenntnissen zur Risikobewertung von Glyphosat.

Der Berater Christopher Portier hat sich am Sonntag in einem Offenen Brief an den Kommissionspräsidenten gewandt und mitgeteilt, dass Tumorbefunde in Fütterungsstudien mit Mäusen und Ratten angeblich bei der europäischen Risikobewertung nicht berücksichtigt worden seien. Die Behauptung, dass Befunde übersehen wurden, ist, basierend auf den vorliegenden wissenschaftlichen Daten und Publikationen der Europäische Chemikalienagentur (ECHA) und der europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA), nicht korrekt, so das Bundesinstitut für Risikobewertung.  Alle genannten Originalstudien sind entsprechend ihrer Verlässlichkeit und Relevanz in den Bewertungen der europäischen Behörden berücksichtigt worden.

In einem sechseitigen Brief an EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker erhebt „ProfessorChristopher  Portier„, ehemaliger Direktor des National Institute of Environmental Health Sciences der USA und Berater der WHO-Krebsforschungsagentur IARC schwere Vorwürfe hinsichtlich der Korrektheit der Glyphosat-Bewertung durch die EU-Behörden.

Nach Durchsicht der auf Grund eines Antrags der Grünen im Europaparlament teilweise offengelegten Krebsstudien der Hersteller fand Portier, acht bisher unberücksichtigte statistisch signifikante Tumorbefunde in Fütterungsstudien mit Mäusen und Ratten. Diese Tumorbefunde waren im Zulassungsantrag der GlyphosateTaskForce (Zusammenschluss von 25Glyphosat-Herstellern) nicht offen gelegt worden, sind aber in den ebenfalls eingereichten Originalstudien dokumentiert

Darauf folgt jetzt die Antwort siehe: Keine neuen Erkenntnisse bei der Risikobewertung von Glyphosat Mitteilung Nr. 008/2017 des BfR vom 30. Mai 2017 ………….

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Chronisch vergiftet – Monsanto und Glyphosat (ARTE Doku)

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netzfrauen: https://netzfrauen.org/2017/06/08/green-acre-living/#more-52549

8. Juni 2017

Das wir MonsantoBayer nicht gefallen! Energy Globe Award – Welt-Energie-Preis: Ökologischer Landbau in der Stadt – National Energy Globe Award South Africa – Green Acre Living

Besseres Essen, lebenswerte Umwelt und dies direkt in einer Stadt. „Fragen Sie die Kinder, die in Städten leben, wo Milch oder Fleisch herkommen und sie werden antworten, es kommt aus dem Supermarkt,“  das sind die Worte von Geoffrey Green, der mit seinem Projekt „Green Acre Living“  in Maraisburg, westlich von Johannesburg in Südafrika mit dem Energy Globe Award – Welt-Energiepreis ausgezeichnet wurde.

Ernährung ist ein wichtiger Teil der Gesundheit, so das Prinzip von Sparrow Farm. Hier gilt das Slow Food Prinzip  – genussvolles, bewusstes und regionales Essen und bezeichnet eine Gegenbewegung zum globalisierten Fastfood.

Durch die Dürre in den vergangenen Jahren ist die Ernährungssicherheit bedroht und es wird notwendig, neue Wege zu finden, um die Notlage von vielen Tausenden von armen und arbeitslosen Menschen zu lindern. Hilfe zur Selbsthilfe, die es ermöglichen, direkt vor der Haustür Menschen Arbeit zu geben. Geoffs Initiative auf der Sparrow Village Farm hat die Phantasie der Medien und hoffentlich die Unternehmenswelt erobert. Wir hatten bereits in unserem Beitrag: Wissen aus der Versenkung holen – Die letzte Chance für eine Zukunft ohne Not genau das thematisiert, was auch Geoffs Initiative westlich von Johannesburg umsetzt.

10 000 Gärten für Afrika – warum nicht 10 000 für Südafrika?

Ende Februar 2016 beschloss das Johannesburg Convivium, die Gründung von „Lebensmittelgärten“ – also Gemüsegärten – in der ganzen Stadt aktiv zu fördern und bestehende „Lebensmittelgärten“ zu erforschen. Nach einer ersten Erforschung der Perspektiven des Projekts im März 2016 wurde im April 2016 ein Ausschuss für Slow Food Garden gegründet.

Slow Food Gardens – Johannesburg

Mehrere Gruppen von Menschen aus Gemeinschaften mit niedrigerem Einkommen wurden in die Forschung mit einbezogen, darunter auch eine Universität aus Johannesburg, die die Gruppe Izindaba Zokudla, (Gespräche über Lebensmittel) gründete, die das Projekt mit unterstützen. Bis heute wurden mehr als  ± 200 städtische „Lebensmittelgärten“ in Soweto umgesetzt und die Aktivitäten für ein Umgang mit  gutem, sauberem und fairem Essen gestärkt. Diese Gärten werden in ein Register aufgenommen, das dann der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt wird. So erschließen sich neue Märkte.

Mit mehr als 178 teilnehmenden Ländern und jährlich über 2000 eingereichten Projekten ist der Energy Globe Award heute der renommierteste Umweltpreis weltweit. Er zeichnet regionale, landesweite und weltweite Projekte aus, die Ressourcen wie z. B. Energie bewahren oder erneuerbare oder emissionsfreie Ressourcen verwenden. Preisverleihungszeremonien werden in der ganzen Welt durchgeführt. Prominente Persönlichkeiten so wie Botschafter von Energy Globe in 90 Ländern unterstützen die Mission von Energy Globe. Die Aktivitäten von Energy Globe erlangen weltweit Aufmerksamkeit durch die Medien – Internationale Fernsehsender berichten jedes Jahr annähernd 1000 Stunden lang darüber. Energie Globe hat das Ziel. weltweit Aufmerksamkeit für nachhaltige und überall verfügbare Umweltlösungen zu erlangen und Menschen dazu zu motivieren, auf diesem Sektor aktiv zu werden.

Nationaler Energy Globe Preis für Südafrikas 2017 eingereicht durch Green Acre Living (NPO)

Projekt: Green Acre Living

Green Acre Living hat 700 Haushalte mit niedrigem Einkommen ermittelt und arbeitet daran, diese in die Lage zu versetzen, nachhaltige und sichere Ernährung zu bekommen. Die Methoden dazu werden in Trainingseinheiten, wöchentlichen Workshops und durch eine begleitende Patenschaft vermittelt – basierend auf agro-ökologischen Prinzipien.

 

Ausgangssituation

Die Nahrungsmittelsicherheit für Menschen, die in Städten leben, ist eine ständige Herausforderung angesichts der hohen Arbeitslosenquote von 25 %, einer strauchelnden Wirtschaft, fortwährender Trockenheit, politischer Instabilität und der Aussicht auf steigende Treibstoffpreise. Zwar bauen Menschen in Gemeinden mit wenig Einkommen gelegentlich ihre Nahrung selbst an, jedoch ist die [sonstige] Nahrungsmittelproduktion oft verbunden mit dem Einsatz teurer chemischer Mittel, der Erfordernis, jährlich neues Saatgut zu kaufen, und einem sehr geringen Verständnis von Bodenökologie. Ähnliche oder gleiche Pflanzen, typischerweise Kohl und Mangold, werden wiederholt auf verfügbaren Äckern angebaut. Die Folge sind geringe Erntemengen und schlechte Qualität. Auch gibt es wenig Wissen über die Vorteile abwechslungsreichen Pflanzenanbaus. Konzepte wie das Konservieren von Wasser im Boden und der Aufbau eines gesunden Bodens gibt es ebenso wenig wie Wissen hinsichtlich der Kompostbildung und der Vorteile durch Lebewesen wie z. B. Regenwürmer in der Bodenökologie. Folglich ist das Potenzial, landwirtschaftliche Erzeugnisse zu vermarkten, marginal. Die Abhängigkeit von Hybridsaaten hatte zum Verlust kulinarischer Biodiversität geführt wie auch der kulturellen Tradition des Saatguttauschs und der Zubereitung einheimischen Essens, alles in allem zu einer stetigen Erosion kultureller Traditionen.

Lösung

Green Acre Living hat 700 Haushalte mit geringem Einkommen im äußeren Stadtgebiet  Johannesburgs ermittelt und hilft diesen dabei, nachhaltige und sichere Ernährung zu erlangen. Die Methoden dazu werden in Trainingseinheiten, wöchentlichen Workshops und durch eine begleitende Patenschaft vermittelt – basierend auf agro-ökologischen Prinzipien.

Optimale Bodenbedingungen für die Bewahrung des knappen Wassers und die Förderung von Bodenorganismen können erreicht und zugleich kann Carbon (CO2) im Boden durch Komposttechniken eingeschlossen werden. Durch die Anwendung solcher Prinzipien sind die Kleinbauern nicht mehr von teuren kommerziellen Zusätzen abhängig, die zuvor für unverzichtbar in der Landwirtschaft gehalten worden waren. Bei dieser Methode reduziert sich auch noch aus einem anderen Grund die Emission von CO2, nämlich dadurch, dass die Nahrung in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Anbauenden wächst.

Innovation

Innovation im Kontext mit der Arbeit von Green Acre Living sollte als konträr zu dem angesehen werden, was auf der Nordhalbkugel als allgemeingültig gilt im Vergleich zum globalen Süden. Aus diesem Grund hat das Projekt innovative Lösungen eingeführt wie das aktive Einschließen von CO2 im Boden, zusammen mit der örtlichen Ökologie zu arbeiten und nicht gegen sie und schließlich Wege zu finden, die Feuchtigkeit im Boden zu konservieren. Für kleine ökologisch arbeitende Landwirte im Norden [wie z. B. Paul Kaiser in Sebastopol, Kalifornien] ist das alles nichts Neues, sehr wohl aber hier in diesen [südafrikanischen] Gemeinden. Eine weitere Innovation ist der Bienenstaat, der in Partnerschaft mit der Universität entwickelt und gepflegt wird, um dem Vandalismusproblem gegen Bienenstöcke besonders in armen Gegenden begegnen zu können. Ein Bienenstock ist nicht nur sehr energieeffizient, sondern ihn zu pflegen und zu entwickeln, ist auch im ganz kleinen Maßstab in städtischen und ländlichen Gebieten möglich.

Geoffrey Green ist ein Geograf mit einer Leidenschaft für den ökologischen Landbau in der Stadt, ein Unternehmen, das er auf der Sparrow Village Farm in Maraisburg westlich von Johannesburg führt. Obwohl er 2016 nur 0,4 ha zur Verfügung hatte, hat er den Raum optimal genutzt und heute wachsen bis zu 36 verschiedene Kulturen, darunter Mais, Butternuss, Horngurke, Kohl und Blumenkohl auf der Fläche. Sparrow Farm ist ein ein-Hektar großer Gemüsegarten auf dem Gelände des Sparrow Village Hospizes und Waisenhauses in Johannesburg, Südafrika.

Als Geograph arbeitete er an einem Projekt, das die Nahrungsversorgungskette untersuchte. Das rührte in ihm ein Interesse für die Landwirtschaft, die später in einer neuen Karriere als organischer Stadtbauer Ausdruck fand. Dieses Unterfangen wurde auch teilweise durch die Besorgnis über die Distanz inspiriert, dass das Essen von der ländlichen Farm zur Stadtgabel transportiert werden muss.

Als Geograph war er sich der Auswirkungen des Klimawandels auf die landwirtschaftlichen Bedingungen bewusst und sagt, dass der Transport von Lebensmitteln über lange Distanzen einen großen CO2-Ausstoß erzeugt. Seine Lösung? Bauernhof näher an der Stadt.

Gratulation für eine weitere renommierte Auszeichnung für unseren FB-Freund Geoffrey Green und seine Freunde von ‚Green Acre Living‘ in Südafrika.

Energy Globe Award

With more than 178 participating countries and over 2000 project submissions annually the Energy Globe Award is today’s most prestigious environmental prize worldwide. It distinguishes projects regionally, nationally and globally that conserve resources such as energy or utilize renewable or emission-free sources. Award ceremonies are held all over the world. Prominent personalities as well as Energy Globe Ambassadors in 90 countries support the mission of Energy Globe. The activities of Energy Globe attract worldwide media attention – international TV stations report each year with approximately 1,000 hours of broadcasting time. The aim of the Energy Globe is to raise global attention on sustainable, everywhere applicable environmental solutions and to motivate people to also become active in this area.

National ENERGY GLOBE Award South Africa 2017

Submitted by: Green Acre Living (NPO)

Project: Green Acre Living

Green Acre Living has identified 700 low income households and works to enable these homes to achieve sustainable food security. Methods taught through training sessions, weekly workshops and a mentoring process are based on agro-ecology principles.

Initial situation
Urban food security is an ongoing challenge against the backdrop of high unemployment rates of 25%, a faltering economy, ongoing drought, political uncertainty and the prospect of fuel price increases. Although people in low income communities do grow food in some instances, production is often based on expensive chemical additives, the requirement to buy seed each season and low to absent understanding of soil ecology. Similar crops, typically cabbage and chard, are repeatedly produced on available land resulting in poor production volumes and quality of produce. Any understanding of the benefits of growing a range of diversified crops is rare to encounter. Ideas such as retaining water in the soil and building soil life are all but absent as are skills relating to compost production and the benefits of e.g. earth worms in soil ecology. As a result, the potential for selling excess produce into informal markets is nominal. Reliance on hybridized seed had resulted in a loss of culinary biodiversity as well as the cultural traditions of seed swapping and the preparation of indigenous foods, leading to a steady erosion of cultural traditions.

Solution
Green Acre Living has identified 700 low income households to date in the greater Johannesburg urban area and works to enable these homes to achieve sustainable food security. Methods taught through training sessions, weekly workshops and a mentoring process, are based on agro-ecology principles. Optimum soil conditions for the retention of scarce water availability and the proliferation of soil organisms can be achieved while simultaneously actively locking carbon into the soil through composting techniques. By using these principles, food growers are no longer dependent on expensive commercial additives previously thought of as necessary additions to growing food. In doing so, a reduction of carbon emissions is also achieved as a result of food being grown close to homes.

Innovation
Innovation in the context of Green Acre Living’s work should be considered against what is common knowledge in the Global North by comparison to the Global South. From this perspective they have introduced innovative solutions such as actively locking carbon into the soil, working with the local ecology and not against it and actively finding ways to retain moisture in the soil. This is old news to agro-ecologically orientated small scale Global North farmers but is very innovative in these communities. Another innovation is the beehive developed in partnership with the university that addresses the problem of vandalism of hives in especially lower income communities. The beehive is simultaneously more heat efficient as well as being a modular system that can empower small bee keeping business in urban and rural communities.

Jury-Rating
Urban food security is an ongoing challenge against the backdrop of high unemployment rates of 25%, a faltering economy, ongoing drought, political uncertainty and the prospect of fuel price increases. This year’s National Winner of the Energy Globe Award in South Africa has identified 700 low income households and works to enable these homes to achieve sustainable food security. Methods taught through training sessions, weekly workshops and a mentoring process are based on agro-ecology principles. Congratulations on your initiative!

Netzfrauen Ursula Rissmann-Telle und Doro Schreier
deutsche Flagge
Wissen aus der Versenkung holen – Die letzte Chance für eine Zukunft ohne Not

Wenn Luft, Wasser und Boden der Allgemeinheit nicht mehr zur Verfügung stehen!

Gemüse aus dem Plastikgarten Europas – Ausbeutung, Lohndumping, Sklaverei, Pestizide, Genmanipulation

Die Natur schlägt zurück! Unkrautresistenz und Insektenresistenz als Antwort auf die Giftcocktails

Saatgut – Monsanto unter falscher Flagge – unter einem anderen „Decknamen“ hat man ungewollt Monsanto im Garten

Landwirtschaft geht auch anders, ohne GVO und Pestizide! – Farming in a different way!

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