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siehe auch „WIND-KRAFT und NATUR-ZERSTÖRUNG“

siehe auch „Wenn KINDER verGIFTet werden“

siehe auch „Aus Teufels Topf“ – „Lebens-Mittel-Industrie“ 

siehe auch „Gefährliche Mahl-Zeiten“

http://www.spiegel.de/plus/wie-falsche-ernaehrung-den-darm-zerstoeren-kann-a-4010f2f1-caf5-495c-8674-e873c52e654a

Dieser Beitrag wurde von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) mit dem Journalistenpreis 2018 ausgezeichnet.

Schleim erleichtert das Leben, im Grunde macht er es erst möglich. Er bürgt dafür, dass der Mensch essen, riechen, schmecken, atmen und Sex haben kann. Die Augen bleiben feucht und die Gelenke beweglich, weil die gallertartige Masse zu Diensten ist; und ohne den Glitsch wäre jeder Stuhlgang ein stundenlanger Kraftakt.

Doch seit einiger Zeit sei es bei vielen Menschen um die Schleimhaut im Darm nicht mehr allzu gut bestellt, sagt Mahesh Desai, 36, Mikrobiologe am Luxembourg Institute of Health in Esch-sur-Alzette. Gemeinsam mit Kollegen erforscht Desai jenen Teil des Verdauungsorgans – und stellt nun die bange Frage: Ruiniert die in den Industriestaaten üblich gewordene Ernährungsweise den Darmschleim?

Viel stünde auf dem Spiel: Industriell verarbeitete, ballaststoffarme Nahrung könnte Löcher in den Darmschleim schlagen und auf diese Weise „Einfallstore für krank machende Mikroorganismen“ schaffen, sagt Desai. Die Folgen wären chronische Entzündungen des Darms wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa und ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs.

Der Ursprung aller Krankheiten, befand der griechische Arzt Hippokrates vor mehr als 2000 Jahren, liege im Darm – jetzt schauen sich Mediziner dessen schleimige Auskleidung genauer an: den intestinalen Mucus, so nennen Wissenschaftler das gelartige Material.

Werden Ärzte schon bald daran ablesen können, ob sich ein Mensch richtig ernährt, sein Immunsystem gut arbeitet, ob er gesund bleiben wird?

In dem Sekret, das von einzelligen Drüsen, den Becherzellen, abgesondert wird, finden sich bestimmte Schleimstoffe, die Muzine. Das sind fadenförmige Moleküle; sie fügen sich zu einem Netz, in dessen Maschen Wasser eingelagert wird.

Würde man sämtliche Schleimhäute des Körpers auseinanderdröseln und ausbreiten, überzögen sie Hunderte Quadratmeter. Das Sekret bildet einen zähen Film, der den Körper vor Schadstoffen und Krankheitserregern schützt. So bewahrt die Schleimhaut des Magens das Organ vor der eigenen Säure.

Je nach Erfordernis hat der Schleim in den unterschiedlichen Körperregionen eine ganz bestimmte Konsistenz. Kleine Abweichungen führen zu großen Problemen. Wenn es in der Tränenflüssigkeit an Muzinen fehlt, nerven die trockenen Augen. Ein weiteres Beispiel ist die Stoffwechselstörung Mukoviszidose: Weil das Gen für einen Chlorid-Ionen-Kanal verändert ist, sind die Sekrete zu klebrig. Der Mucus verkleistert die Lungen. Er muss durch Abklopfen gelöst und abgehustet werden, damit der betroffene Mensch besser atmen kann.

Eine besondere Rolle spielt der Schleim im Darm. Dort hilft er nämlich nicht nur als fabelhaftes Abführmittel, sondern er bildet die Grenze zwischen dem menschlichen Körper und Billionen von Bakterien, die im leben. Diese Grenze ist einige Hundert Mikrometer dünn und besteht aus zwei Schichten. Die innere liegt direkt auf den Darmzellen und ist so zäh, dass kein Bakterium in sie eindringen kann. Die äußere Schicht dagegen ist weicher und stellt eine Art Mixed Zone für Bakterien dar.

In diesem gemischten Bereich geschieht etwas Wunderliches. Immunzellen des Körpers lernen hier, Gut und Böse zu unterscheiden. Als nützlich erkannte Bakterien werden im Schleim geduldet. Schädliche werden auf Abstand gehalten, etwa durch Antikörper und giftige Peptide. „Der Mucus dient zum einen als Abwehrmittel gegen Mikroben und zum anderen als Nährboden für freundliche Bakterien“, konstatiert das Fachblatt „Nature“.

Aber welcher Faktor entscheidet darüber, ob ein bestimmtes Bakterium willkommen ist? Eine Antwort könnte lauten: Es ist die Fähigkeit, für den Menschen unverdauliche Nahrungsbestandteile zu verwerten. Diese Hilfe benötigt der Mensch insbesondere mit den Ballaststoffen. Sie bestehen in Lebensmitteln zum größten Teil aus Polysacchariden, großen Molekülen, die Zellwände oder andere Strukturen in Pflanzen und Pilzen bilden.

Bestimmte Bakterienstämme können diese großen Moleküle nun in immer kleinere Einheiten spalten, die sie wiederum in kurzkettige Fettsäuren umwandeln. Diese werden direkt von den Dickdarmzellen des Menschen aufgenommen und als Botenstoff oder Energiequelle genutzt. Auch die Bakterien profitieren: Sie leben von der Energie, die beim Spalten der Polysaccharide frei wird.

Nur: Wie erkennt der menschliche Körper Bakterien, die über die gewünschte Spaltkraft verfügen? Womöglich, vermuten Wissenschaftler, wird die Auslese im Mucus getroffen – der enthält nämlich ebenfalls Polysaccharide. Bakterien also, die im Mucus überleben, bestehen damit den Aufnahmetest: Ganz offenbar sind sie dazu in der Lage, Ballaststoffe zu verwerten.

Die Symbiose zwischen Darmbakterien und Darm ist im Lauf der Evolution erstaunlich weit vorangeschritten, wie Forscher aus Göteborg herausgefunden haben. Sie untersuchten Mäuse, die unter sterilen Bedingungen auf die Welt gekommen und aufgewachsen waren und aus diesem Grund keine Darmbakterien hatten. Die sonst so zäh verschlossene erste Mucusschicht war bei diesen Tieren durchlässig für Perlen von der Größe eines Bakteriums. Dann wurden diese Mäuse mit Mikroorganismen kolonisiert. Nach sechs Wochen hielt der Schleim dicht. Das könnte bedeuten: Damit der Mucus normal heranreifen kann, müssen bestimmte Mikroben anwesend sein.

Um dem Körper perfekt dienen zu können, sollten die winzigen Helferlein das richtige Futter vorgesetzt bekommen. Menschen, die noch als Jäger und Sammler leben, nehmen bis zu zehnmal so viele Ballaststoffe zu sich wie Mitglieder der heutigen Industriegesellschaft; ihre Darmflora ist ungewöhnlich artenreich. Viele Bewohner der Industriestaaten dagegen ernähren sich zu einem großen Teil von industriell verarbeiteten Nahrungsmittelprodukten und haben eine verarmte Flora.

Hängt das eine mit dem anderen zusammen? Das Forscherpaar Erica und Justin Sonnenburg von der Stanford University School of Medicine wollte das herausfinden. Gemeinsam mit Kollegen kolonisierten sie junge Mäuse mit den Darmbakterien eines gesunden Menschen und gaben ihnen sechs Wochen lang Futter voll pflanzlicher Ballaststoffe. Sodann teilten sie die Tiere nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen. Die Tiere in der einen Hälfte bekamen nun sieben Wochen lang eine ballaststoffarme Kost und anschließend sechs Wochen lang wieder das ballaststoffreiche Futter. Die Mäuse in der anderen Hälfte fraßen ohne Unterbrechung das ballaststoffreiche Futter.

Im Zuge des Experiments untersuchten die Forscher die Zusammensetzung der winzigen Lebewesen im Darm, der Mikrobiota. Das Ergebnis war eindeutig: Nachdem die Mäuse auf ballaststoffarme Diät gesetzt worden waren, sank die Zahl der Bakterien dramatisch; am Ende fehlten 60 Prozent der Arten. Als die Tiere wieder das ballaststoffreiche Futter bekamen, erholte sich die Darmflora nicht mehr vollständig. Bei den Mäusen der Kontrollgruppe dagegen blieb alles normal.

Die ballaststoffarme Kost hatte also etliche der nützlichen Bakterien dauerhaft vertrieben. Als die Forscher die davon betroffenen Mäuse züchteten und das Futterexperiment über vier Generationen wiederholten, gingen immer mehr Bakterien verloren. Es traf jene Arten, die Polysaccharide verwerten.

Beim Menschen könnte es genauso sein, befürchten die Sonnenburgs. Die ballaststoffarme Ernährung ramponiere offensichtlich die Darmflora der Menschen in den Industriestaaten. Mehr noch: Die Daten zeigten, dass ein „weiterer Verfall der westlichen Mikrobiota möglich“ sei.

Dies wiederum schädige den Mucus, vermutete der Luxemburger Forscher Desai. Um das zu testen, verabreichten er und seine Kollegen Mäusen Futter ganz ohne Ballaststoffe. Wie erwartet, wurden dadurch viele nützliche Mikroben vergrämt.

Zwei Bakterienstämme machten sich gar daran, die Polysaccharide aus dem Darmschleim zu fressen. Diese eigentlich freundlichen Mikroben seien „wütend“ geworden, sagt Desai. Sie hätten regelrechte Löcher in die innere Mucusschicht gefräst, sodass die Darmzellen ihren Schutz verloren. Nun brachte man in einem weiteren Experiment die so geschwächten Mäuse mit einem Krankheitserreger in Kontakt – sie konnten ihm nichts entgegensetzen. Mäuse, die ein Futter mit 15 Prozent Ballaststoffen bekommen hatten, waren gegen die Übertragung gefeit.

„Wenn der Schleim im Darm dauernd und übermäßig von Bakterien verzehrt wird, weil Ballaststoffe fehlen, dann wird unsere Fähigkeit, Krankheitserreger zu bekämpfen, geschwächt“, warnt Desai – daher das höhere Risiko für Darmerkrankungen oder sogar Darmkrebs.

Allerdings sei es für die SchleimSanierung noch nicht zu spät und das Rezept ganz einfach: jeden Tag mehr als 35 Gramm Ballaststoffe zu sich nehmen, aus möglichst vielen Quellen wie Vollkorngetreide, Obst und Gemüse. Dann geht wieder alles wie geschmiert.

 

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https://www.keine-gentechnik.de/nachricht/33393/#gsc.tab=0

Tierversuche: Bt-Toxine schädigen Magenschleimhaut

24.09.2018

Mais
Mais (Foto: Ozzy Delaney, corn / flickr, bit.ly/28LWvcy, creativecommons.org/licenses/by/2.0)

Bt-Toxine, die von gentechnisch veränderten Pflanzen produziert werden, verändern bei Ratten und Mäusen die Schleimhaut im Verdauungstrakt. Sie können möglicherweise auch zu Krebs führen, ergaben zwei Studien aus Australien und Mexiko. Nur für ein Fünftel von 47 relevanten Gentech-Pflanzen mit Glyphosatresistenz und Bt-Toxinen liegen demnach Fütterungsstudien vor.

Australische Wissenschaftler hatten Ratten sechs Monate lang mit einem Stacked-Trait-Mais gefüttert, also einer Sorte, die das Erbgut von drei gentechnisch veränderten Maislinien enthält: MON810, MON863 und NK603. Dadurch ist der Mais resistent gegen Glyphosat und produziert gleichzeitig die Bt-Toxine Cry1Ab und Cry3Bb1 zur Abwehr von Schädlingen. Die Forscher verglichen die Mägen der Tiere mit denen einer Kontrollgruppe, die gentechnikfreien Mais erhalten hatte. Der Gentech-Mais hatte bei den Tieren die Magenschleimhaut verändert. Sie war durchlässiger geworden und wies krankhafte Veränderungen auf. Diese könnten unter Umständen auch zu Krebs führen, schrieben die Wissenschaftler. Insgesamt glichen die beobachteten Veränderungen denen einer Magenentzündung, die durch Chemikalien wie Aspirin hervorgerufen werde. Weitere Studien seien notwendig, um das gesundheitliche Risiko zu untersuchen, das sich daraus ergebe. „Unsere Ergebnisse stützen andere Forschungsarbeiten, wonach die Bt-Proteine, die von gentechnisch verändertem Mais produziert werden, nicht so sicher sind wie ursprünglich angenommen“, lautete das Fazit der australischen Wissenschaftler.

Sie verwiesen auf eine Studie an Schweinen von 2013, bei denen die verfütterten gentechnisch veränderten Sojabohnen und Maiskörner ebenfalls zu Magenentzündungen geführt hatten. Kritisch merkten die Forscher an, dass nur für ein Fünftel von 47 relevanten Gentech-Pflanzen mit Glyphosatresistenz und Bt-Toxinen überhaupt Fütterungstudien mit Ratten vorlägen. Die meisten davon seien von geringer Qualität.

Eine aktuelle Studie mexikanischer Wissenschaftler befasste sich speziell mit dem von Gentech-Pflanzen hergestellten Bt-Toxin Cry1Ac. Sie untersuchten die Auswirkungen des Insektengiftes auf den Verdauungstrakt von Mäusen und stellten dabei fest, dass Cry1Ac allergen wirken kann – von der Nahrungsmittelallergie bis hin zum anaphylaktischen Schock. Außerdem veränderte das Toxin die Darmschleimhaut der Tiere. Diese sogenannte lymphatische Hyperplasie des Darms wird mit entzündlichen Darmerkrankungen und Darmkrebs in Verbindung gebracht. [lf]

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aus dem TEXT:…. „Shikimate“-Stoffwechselweg….(<<siehe unten „Monika Krüger“ – „Mikro-Biologin“

…Denn sobald diese Keime, die sich im Darm der Jungbienen ansiedeln, stark beeinträchtigt und damit reduziert werden, vermehren sich plötzlich andere Bakterien im Darm ungewöhnlich stark: >>>>>>Serratia marcescens<<<<<<<< etwa, ein praktisch überall vorkommendes Enterobakterium, das meist harmlos ist, bei immungeschwächten Menschen aber zu Entzündungen der inneren Organe, des Gehirns oder der Lunge etwa, bis hin zur Sepsis führen kann.………(<<<siehe unten „US“-Militär sprüht „biologische Waffen“ auf die eigene Bevölkerung“>>>>>>)

http://www.faz.net/aktuell/wissen/glyphosat-und-die-immunschwaeche-der-bienen-15805798.html

Pestizid verändert Mikroflora

Glyphosat und die Immunschwäche der Bienen

Honigbienen werden nicht nur als Bestäuber gebraucht. Bild: © Picstudio _ Dreamstime.com

Ein weiterer Rückschlag für die Glyphosat-Verteidiger: In einer Studie hat man überzeugende Hinweise gefunden, wie das Unkrautvernichtungsmittel auch Honigbienen schädigt – und was Darmprobleme damit zu tun haben.

Dass ein nützliches Gift gerne gekauft, häufig versprüht und für unbedenklich – jedenfalls für den Menschen – erklärt wird, reicht nicht aus für einen toxikologischen Persilschein. Als Chemieproduzent der ersten Stunde könnte man das wissen. Der deutsche Chemiekonzern Bayer hat aber offenbar genau das angenommen. Schon lange vor der Übernahme des Glyphosat-Herstellers Monsanto gab es etliche wissenschaftliche Hinweise, dass das sehr wirksame Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat so spezifisch auf unerwünschteUnkräuter“ im Feld, wie man das gerne hätte, gar nicht wirkt. Ökologische Kollateralschäden wurden registriert, wohl aber als bedeutungslos abgehakt.

Joachim Müller-Jung

Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

Das rächt sich jetzt. So wie es sich immer rächt, wenn man die Hartnäckigkeit von Forschern unterschätzt, die auf begründete Fragen keine plausiblen Antworten bekommen. Im Fall des Totalherbizids Glyphosat hat diese Suche nach Antworten jetzt auf eine Spur geführt, die abermals zu Lasten des Pestizidherstellers gehen dürfte. Glyphosat, heißt es in einer Veröffentlichung der amerikanischen Nationalen Akademie der Wissenschaften, schädigt die Mikroflora im Verdauungstrakt von Honigbienen. Die Folge: Schon junge, frisch geschlüpfte Bienen torkeln buchstäblich geschwächt durch die Luft. Ihr Immunsystem, das wie bei allen Tieren – einschließlich des Menschenvon einer intakten Darmflora abhängt, erleidet regelrecht Schiffbruch.

Opportunistische Keime übernehmen

Eine ausgewachsene Immunschwäche also. Ähnlich wie bei Aids, aber auch ähnlich wie bei Chemotherapie-Patienten, deren Immunsystem durch Zellgifte beziehungsweise durch Viren gestört ist, gedeihen anstelle der nützlichen Darmbakterien-Stämme plötzlich ganz andere –  sogenannte opportunistische und damit oft schädliche – Mikroben im Darm. Ein lebenswichtiges System kippt. So zumindest beschreiben Erick Motta und Nancy Moran von der University of Texas in Austin die Befunde, die sie nach Experimenten mit Glyphosat in ihren Bienenstöcken gesammelt haben.

Glyphosat steht im Verdacht, krebserregend zu sein.
Glyphosat steht im Verdacht, krebserregend zu sein. : Bild: Reuters

Damit also geht es plötzlich nicht mehr nur um das umstrittene Krebsrisiko für Menschen, vielmehr rückt auch das vielbeklagte Massensterben der Honigbienen in der Causa Glyphosat nach oben.

Aufmerksam hätte man in der Chemieindustrie schon spätestens 2015 werden müssen. Damals waren Bienen-Experimente publiziert worden, die bestätigten, was manchen Imkern bereits am Rande intensiv bewirtschafteter Felder aufgefallen war: Viele der wertvollen Bestäuber, auch die jungen Arbeiterinnen, die normalerweise von Geburt an über einen prächtigen Orientierungssinn, ein ausgeklügeltes inneres Navigationssystem und darüber hinaus über eine beeindruckende Kommunikationskultur verfügen, fliegen in der Nähe der Felder mehr oder weniger orientierungslos in der Landschaft herum und vergeuden damit wertvolle, unter Umständen lebenswichtige Energie.

Monsantos Unkrautvernichter Roundup

Krebs durch Glyphosat : Monsanto muss Millionen zahlen

Video: afp, Bild: AFP

In den ersten Experimenten zeigte sich bald, dass die fleißigen Bienen tatsächlich durch die Einwirkung von erhöhten, aber nichttödlichen Glyphosat-Konzentrationen ihre Orientierung teilweise einbüßen. Im selben Jahr, 2015, war auch bekannt geworden, dass das Reproduktionsvermögen von Regenwürmern unter der Einwirkung von erhöhten Glyphosatmengen leidet. Letztlich entscheidend aber als Hinweis für die neuen Befunde an der Texas-Universität  waren Befunde, die sogar bis ins Jahr 1984 zurückreichen: Glyphosat, so hatte man bald zeigen können, wirkt keineswegs nur auf Wildkräuter, wo der Wirkstoff, den für Pflanzen typischen (aber Tieren fehlenden) „Shikimate“-Stoffwechselweg stört.

Nein, auch einige Mikroalgen und Bakterien im Boden und im Wasser werden von Glyphosat in ihrer Vermehrung beeinträchtigt. Nicht alle haben dieselbe Schwachstelle wie das Unkraut, wie sich ergab. Doch spätestens seit 2016 war klar: Viele Mikrobenstämme verfügen durchaus auch über jenes EPSPS-Enzym als zentrale Einheit des Shikimate-Stoffwechsels, das von den Glyphosat-Entwicklern als der entscheidende Angriffspunkt ausgemacht worden war. Heute weiß man auch: Die Schwachstelle findet sich in vielen der ungemein nützlichen Darmbakterien von Bienen.

Acht Bakterienstämme im gesunden Bienendarm

Im Verdauungstrakt ausgewachsener Honigbienen lebt normalerweise eine Mikroben-Gesellschaft, die sich aus acht Bakterienstämmen zusammensetzt. Geboren werden Bienen freilich ohne jede Darmbakterien. Erst durch das soziale Miteinander und das Füttern im Bienenstock, nehmen die jungen Honigbienen die lebenswichtigen Darmmikroben auf. Einer dieser Keime, Snodgrassela alvi, reagieren dabei offenbar besonders sensibel auf den GlyphosatWirkstoff, und ausgerechnet der nun scheint geradezu systemrelevant für die Mikrobenflora zu sein.

Denn sobald diese Keime, die sich im Darm der Jungbienen ansiedeln, stark beeinträchtigt und damit reduziert werden, vermehren sich plötzlich andere Bakterien im Darm ungewöhnlich stark: Serratia marcescens etwa, ein praktisch überall vorkommendes Enterobakterium, das meist harmlos ist, bei immungeschwächten Menschen aber zu Entzündungen der inneren Organe, des Gehirns oder der Lunge etwa, bis hin zur Sepsis führen kann.

Nach Überzeugung der texanischen Wissenschaftler dürfte, auch wenn dafür die letzten Beweise unter Freilandbedingungen fehlen, die chemiebedingte Verschiebung des Mikrobenspektrums am Ende dazu führen, dass die jungen Bienen rasch an Gewicht verlieren und dass sie anfälliger werden für Parasitenbefall und Folgeinfektionen.

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PETITION – – -PETITION – – -PETITION – – -PETITION – – -PETITION – – –

https://www.change.org/p/bundeslandwirtschaftsministerin-kl%C3%B6ckner-bienensterben-glyphosat-schadet-bienen-jetzt-muss-das-herbizid-erst-recht-vom-acker?recruiter=522200648&utm_source=share_petition&utm_medium=email&utm_campaign=undefined

Bienensterben: Glyphosat schadet Bienen – jetzt muss das Herbizid erst recht vom Acker!

Das Bienensterben ist eines der drängendsten Umweltprobleme unserer Zeit. Glyphosat war dabei schon länger im Verdacht, aber es fehlten die Beweise.

Aber jetzt ist klar: Glyphosat schädigt und tötet Bienen.

Jahrzehntelang wollte uns Monsanto weismachen, dass Glyphosat für Menschen und Tiere ungefährlich sei. Eine jetzt veröffentliche Studie im renommierten Fachjournal PNAS zeigt jetzt aber deutlich: Glyphosat wirkt direkt auf die Bakterien im Darm der Bienen und verändert deren genau balancierte Zusammensetzung. Diese bakterielle “Mikroflora” ist entscheidend für die Gesundheit der Bienen, sie hilft u.a. Infektionen abzuwehren und Nahrung zu verdauen. Bienen, die mit realistischen Mengen von Glyphosat gefüttert werden, denen sie auch auf den Feldern ausgesetzt sind, sterben viermal häufiger an einer Infektion als unbehandelte Bienen. Ähnliche Effekte sind auch für Säugetiere und den Menschen zu befürchten.

In der letzten Risikobewertung für Glyphosat wurden solche Effekte nicht berücksichtigt und Glyphosat als ungefährlich für Bienen eingestuft. Dass die neuen Ergebnisse jetzt kommen zeigt auch, wie wenig wir auch nach Jahrzehnten über Glyphosat wissen und wie gefährlich der großflächige Einsatz von Pestiziden ist, selbst wenn sie als vermeintlich sicher gelten.

Angesichts dieser neuen Erkenntnisse und der großen Gefahr, die vom Bienensterben ausgeht, fordern wir, die Unterzeichnenden:

An Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner:

1. Holen Sie Glyphosat endlich vom Acker! Nach Ihrer Ankündigung eines “Minimierungsplans” im April 2018, folgten nur Alibi-Maßnahmen. Wir fordern, den Totalausstieg aus Glyphosat bis spätestens 2020.

2. Erlassen Sie Sofortmaßnahmen zum Schutz der Bienen und der Bevölkerung:

  • Glyphosat darf nicht mehr in öffentlichen Parks, Gärten und Spielplätzen eingesetzt werden;
  • Glyphosat muss für den Privatgebrauch sofort verboten werden und auch der Online-Verkauf gestoppt werden;
  • Glyphosat darf grundsätzlich nicht mehr vor der Ernte eingesetzt werden.

3. Legen Sie eine echte Pestizid-Reduktionsstrategie vor, damit nicht auf andere Pestizide ausgewichen wird. Zukunftsfähige Landwirtschaft geht auch ohne Gift, setzen Sie sich dafür ein!

An die EU-Kommission, die EU-Mitgliedsländer und das Europaparlament:

4. Reformieren Sie das Zulassungsverfahren ohne Verzögerung noch vor der Europawahl. Transparenz und der Schutz der Bevölkerung müssen immer vor ökonomischen Interessen einiger weniger Unternehmen stehen.

Mit hoffnungsvollen Grüßen,

Sven Giegold, Mitglied des Europäischen Parlaments

Martin Häusling, Mitglied des Europäischen Parlaments

Maximilian Fries, Dr. in Krebsbiologie und M.Sc. mit Schwerpunkt Mikrobiologie

Weiterführende Informationen

PNAS-Studie: http://www.pnas.org/content/early/2018/09/18/1803880115

Einschätzung im Fachjournal Science:  https://www.sciencemag.org/news/2018/09/common-weed-killer-believed-harmless-animals-may-be-harming-bees-worldwide?utm_source=newsfromscience&utm_medium=twitter&utm_campaign=beeguts-21623

Auswirkungen von Glyphosat auf Darmflora von Ratten: https://sven-giegold.de/glyphosat-ramazzini-studien/

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VERSAGEN oder ABSICHT?! – die inkompetente Klöckner bricht ihr VERSPRECHEN sich um die BIENEN zu kümmern – KEIN WORT zu den BEWEISEN GEGEN den KONZERN „MONSANTO-BAYER“ der für „ANTI-LEBEN“ steht

KLÖCKNER – und die „HIGH-TECH-MONSATAN-BAYER-CDU-CSU“

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article181788466/Erntedankfest-Landwirtschaft-in-Zeiten-des-Melkroboters.html

Erntedankfest

Landwirtschaft in Zeiten des Melkroboters

Die Autorin ist Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft. Die studierte Theologin und Politikwissenschaftlerin ist stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende

Quelle: ZDF

Wer weiß noch, dass am Sonntag Erntedankfest ist? In unseren Breiten sind Lebensmittel jederzeit verfügbar. Wir brauchen ein neues Bewusstsein für die Herkunft unseres Essens, schreibt Ministerin Julia Klöckner in einem WELT-Gastbeitrag.

 

…. Sie muss sich einbringen in eine in die Zukunft gerichtete Agrarpolitik.

Und einen Fehler sollten wir gleich zu Beginn abstellen: das romantisierende Bild von Acker, Stall und Bauer. Weg mit den potemkinschen Streichelbauernhöfen in unseren Köpfen. Landwirtschaft ist heute Hightech. Mit Satellit, Drohne und Traktor, mit präziser digitaler Technik. Wenn in einem Auto die neueste Technik steckt, gibt uns das ein Gefühl von Sicherheit.

Aber wenn im Lebensmittel Technik steckt, wenn Milchkühe von Robotern gemolken und täglich vom Computer überwacht werden, dann haben wir schnell ein Gefühl von Entfremdung. Busse sollen autonom fahren, aber die Bäuerin mit der Milchkanne über den Hof hüpfen. Warum eigentlich? Es ist unsere Sehnsucht nach heiler, nicht komplexer Welt.

Moderne Landwirtschaft nutzt Mensch und Tier

Aber es hilft ja nichts: Realitätssinn ist gefragt – in den Schulbüchern, in der Werbung, in den Medien. Diesen Bewusstseinswandel müssen wir erreichen. Wir müssen es schaffen, dass zu Erntedank nicht nur der Kürbis gehört, sondern auch Melkroboter und Ackerdrohne. Wir müssen vermitteln, dass Technik auch in der Landwirtschaft für Sicherheit und Innovationen steht.

Für Modernität, die den Tieren und den Böden dienlich ist. Dass sie sogar für mehr Tierwohl sorgen kann – und für den Verbraucher sichere und hochwertige Produkte garantiert. Dass Tierwohl und Umweltschutz dort auch drin sind, wo es außen auf der Verpackung steht. Dass die moderne Landwirtschaft eine Landwirtschaft ist, der man vertraut, weil man ihr etwas zutraut: Weiterentwicklung, Transparenz, Modernität, Präzision.

Und Erntedank? Kann man nicht feiern, wenn wir im Alltag nicht die Verbindung herstellen zwischen dem eigenen Wohlergehen, den Lebensmitteln und dem Wissen über ihre Herkunft. Mit einem Landwirtschaftsbewusstsein, in dem sich Nachhaltigkeit und Modernität bedingen, statt sich auszuschließen, geht das. Bewusster zu essen, kurz innezuhalten, sich zu freuen. Daraus entsteht das nächste Erntedankfest.

Ich will verhindern, dass Erntedank komplett vergessen wird. Wir brauchen nicht nur Artenschutz für unsere Insekten. Wir brauchen auch Artenschutz für unser Erntedankfest. Denn wenn wir Erntedank vergessen, dann vergessen wir das, was uns am Leben hält. Erntedank ist deshalb nicht nur heute. Wenn wir es wollen, ist es jeden Tag.

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SYMPTOM: KREBS – – – URSACHE: MONSATAN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

siehe auch „Klöckner“ -„Bienen“

siehe auch „Klöckner“ – „Bienen“ – „System-relevant“

aus dem TEXT:..Die grünen Europaabgeordneten Sven Giegold und Martin Häusling nahmen die Studie zum Anlass, auf der Plattform <<<< change.org eine Petition zu starten >>>>>. ..<<<<<Petition: Glyphosat schadet Bienen – jetzt muss das Herbizid erst recht vom Acker!<<<<<

https://www.keine-gentechnik.de/nachricht/33404/#gsc.tab=0

Neue Studie: Glyphosat schädigt Bienen

27.09.2018

Biene

Der Herbizidwirkstoff Glyphosat ändert die Darmflora von Bienen und macht die Tiere anfälliger für Infektionen. Das haben Wissenschaftler der Universität von Texas herausgefunden. Bisher galt Glyphosat als ungefährlich für Bienen. Jetzt müsse das Herbizid erst recht vom Acker, fordert eine Petition auf change.org.

Die texanischen Forscher entnahmen einem Bienenvolk Arbeiterinnnen und fütterten sie fünf Tage lang mit glyphosathaltigem Zuckersirup. Dabei entsprachen die Konzentrationen des Wirkstoffs mit fünf und zehn Milligramm je Liter solchen, die in der Umwelt vorkommen und denen Bienen beim Sammeln ausgesetzt seien, schrieben die Forscher. Auch die erlaubten Glyphosathöchstmengen für Getreide in Futter- und Lebensmitteln liegen übrigens in dieser Größenordnung. Die Wissenschaftler beobachteten, dass sich durch die Glyphosataufnahme die Zusammensetzung der Darmflora bei den Bienen deutlich änderte und ein als besonders nützlich angesehenes Bakterium drastisch reduziert wurde. Sie infizierten die Bienen mit einem in Bienenstöcken weit verbreiteten Krankheitserreger und stellten fest, dass die Glyphosat-Bienen viermal häufiger an der Infektion starben als unbehandelte Bienen. Auch den Wirkmechanismus konnten sie erklären. Glyphosat blockiert in Pflanzen ein Enzym namens EPSPS, das für die Synthese bestimmter Aminosäuren benötigt wird. Dadurch welken die Pflanzen und sterben ab. Auch einige Darmbakterienarten brauchen dieses Enzym in ihrem Stoffwechsel und reagieren deshalb empfindlich auf Glyphosat.

Die Studie belege, dass die Anwendung von Glyphosat zum weltweiten Rückgang von Honig- und Wildbienen beitragen könnte, schrieb die Universität von Texas in einer Mitteilung. Darin forderten die Forscher strengere Vorgaben für die Anwendung von Glyphosat: „Bisher gingen die Richtlinien davon aus, dass das Herbizid Bienen nicht schadet. Unsere Arbeit hat gezeigt, dass das nicht stimmt.“ Da Hummeln ein vergleichbares Verdauungssystem haben wie Bienen, gehen die Wissenschaftler davon aus, dass Glyphosat auch ihre Gesundheit beeinträchtigt. Bereits im Juli erschien eine chinesische Studie, die zeigte, das Bienenlarven langsamer wuchsen und häufiger starben, wenn sie mit dem Futter Glyphosat erhielten. Schon länger bekannt ist, dass Glyphosat den Orientierungssinn von Bienen beeinträchtigt. Gegenüber der britischen Zeitung The Guardian sagte der Glyphosathersteller Bayer/Monsanto, Behauptungen, wonach Glyphosat Bienen schädige, seien falsch.

Die grünen Europaabgeordneten Sven Giegold und Martin Häusling nahmen die Studie zum Anlass, auf der Plattform <<<< change.org eine Petition zu starten >>>>>. Sie wendet sich an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und fordert von ihr „den Totalausstieg aus Glyphosat bis spätestens 2020.“ Sofortmaßnahmen wie ein Verbot, Glyphosat vor der Ernte einzusetzen, sollen bis dahin die Bienen schützen. [lf]

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aus dem TEXT:…. Es hemmt das Enzym EPSPS, das eine wichtige Rolle bei der Herstellung bestimmter Aminosäuren spielt. Als Folge können Bakterien wie Pflanzen lebenswichtige Proteine nicht mehr bilden und sterben. Im Körper von Tieren und Menschen kommt das Enzym EPSPS dagegen gar nicht vor. Sie brauchen es nicht, weil sie die betroffenen Aminosäuren, zum Beispiel Tryptophan und Phenylalanin, nicht selbst herstellen müssen, sondern mit der Nahrung aufnehmen. (<<<<siehe unten „Monika Krüger“ – Mikro-Biologin„>>>>)

https://www.sueddeutsche.de/wissen/insektensterben-macht-glyphosat-die-bienen-krank-1.4144093

Insektensterben

Macht Glyphosat die Bienen krank?

Eine neue Studie hat nun herausgefunden, dass Bienen zumindest indirekt von Glyphosat beeinträchtigt werden.(Foto: Roland Weihrauch/dpa)
  • Ein Experiment hat gezeigt, dass Glyphosat Bienen auf indirektem Weg beeinträchtigt: Das Unkrautvernichtungsmittel dezimiert Mikroorganismen im Darm der Insekten.
  • Am empfindlichsten reagierte ein Bakterium, das nicht nur für die Verdauung eine wichtige Rolle spielt, sondern auch für die Abwehr von Krankheitserregern.
  • Glyphosat ist jedoch sicherlich nicht die einzige Ursache für das Sterben der Honigbienen und vieler anderer Insekten.
Von Tina Baier

Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat wird schon länger verdächtigt, ein Grund für das weltweite Bienensterben und den Rückgang vieler anderer Insekten zu sein. Allerdings konnte bislang nicht nachgewiesen werden, dass die vergleichsweise niedrigen Konzentrationen, denen Bienen beim Sammeln an Blüten ausgesetzt sind, den Tieren direkt schaden. Ein Team um den Biologen Erick Motta von der University of Texas in Austin hat jetzt aber gezeigt, dass Glyphosat Bienen auf indirektem Weg beeinträchtigt – und zwar, indem es Mikroorganismen im Darm der Insekten dezimiert. Die Bienen brauchen diese Bakterien unter anderem, um ihre Nahrung effektiv zu verwerten und um Krankheitserreger abzuwehren (PNAS).

In ihrem Experiment fütterten die Wissenschaftler Arbeiterinnen fünf Tage lang mit einer Zuckerlösung, die fünf oder zehn Milligramm Glyphosat pro Liter enthielt. „Diese Konzentrationen entsprechen denen, die in der Umwelt vorkommen und denen Bienen beim Sammeln ausgesetzt sind“, betonen die Forscher.

Die Versuchsbienen wurden mit farbigen Punkten markiert und wieder in ihren Stock zurückgebracht. Drei Tage später untersuchten die Biologen dann die Darmflora ihrer Testtiere: Vier der acht wichtigsten Bakterienarten im Darm der Bienen waren stark dezimiert. Am empfindlichsten reagierte das Bakterium Snodgrassela alvi, das nicht nur für die Verdauung eine wichtige Rolle spielt, sondern auch für die Abwehr von Krankheitserregern.

Glyphosat schädigt die Bakterien nach dem gleichen Prinzip wie die unerwünschten Pflanzen, gegen die es in der Landwirtschaft eingesetzt wird: Es hemmt das Enzym EPSPS, das eine wichtige Rolle bei der Herstellung bestimmter Aminosäuren spielt. Als Folge können Bakterien wie Pflanzen lebenswichtige Proteine nicht mehr bilden und sterben. Im Körper von Tieren und Menschen kommt das Enzym EPSPS dagegen gar nicht vor. Sie brauchen es nicht, weil sie die betroffenen Aminosäuren, zum Beispiel Tryptophan und Phenylalanin, nicht selbst herstellen müssen, sondern mit der Nahrung aufnehmen.

Das ist auch einer der Gründe, weshalb Glyphosat lange Zeit als unbedenklich für Tiere und Menschen galt. Nicht aber für Mikroorganismen, von denen viele das gleiche EPSPSEnzym haben wie Pflanzen. Motta und sein Team konnten zeigen, dass einige der wichtigen Bakterien im Darm von Bienen zu dieser Kategorie der Glyphosatsensiblen Bakterien gehören. Das dürfte auch die Erklärung dafür sein, dass die Bakterien im Darm von Bienen, die das Herbizid gefressen hatten, dezimiert wurden.

Um herauszufinden, ob und welche Konsequenzen es für die Insekten haben kann, wenn ihre Darmflora durch Glyphosat gestört ist, infizierten die Biologen einige der Testtiere mit dem Krankheitserreger Serratia marcescens. Als Kontrolle wurden auch Insekten infiziert, die mit Glyphosat nie in Kontakt gekommen waren.

Das Ergebnis war eindeutig: Nach acht Tagen waren 90 Prozent der Arbeiterinnen, die das Herbizid gefressen hatten, tot. Von den Kontrollbienen überlebten hingegen 50 Prozent die Infektion. „Unsere Ergebnisse zeigen einen möglichen Mechanismus auf, über den Glyphosat die Gesundheit von Bienen beeinträchtigen kann“, schreiben die Forscher in PNAS.

Glyphosat – weltweit das am häufigsten eingesetzte Herbizid überhaupt – ist mit Sicherheit nicht die einzige Ursache für das Sterben der Honigbienen und vieler anderer Insekten. Die neue Untersuchung legt aber nahe, dass das Herbizid eine weitere Belastung für die Insekten ist, von denen viele ohnehin schon ums Überleben kämpfen.

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https://www.neopresse.com/gesellschaft/bundesweite-demos-gegen-ceta-freihandelsabkommen/

Bundesweite Demos gegen CETA-Freihandelsabkommen

NEOPresse in D/A/CH

Am Wochenende fanden in über 30 Städten bundesweit mindestens 35 Aktionen unter dem Motto „CETA stoppen – Für einen global gerechten Welthandel“ statt. Aktivisten protestierten gegen das Freihandelsabkommen auf Demonstrationen, Infoveranstaltungen, Protestkundgebungen und bei kreativen Aktionen.

Die Medien berichteten kaum, dass sich vor allem die SPD in der Großen Koalition für den Freihandel einsetzen wollte. Bereits im Sondierungspapier hieß es: „Wir wollen freien und fairen Handel in der Welt. Protektionismus lehnen wir ab und setzen vorrangig auf multilaterale Vereinbarungen“. Dabei wurde das Freihandelsabkommen CETA genannt. Das Abkommen zwischen der EU und Kanada hebelt stetig die Rechte der EU-Bürger aus. Bereits Ende September 2017 trat das Abkommen teilweise still und leise in Kraft. Obwohl es immer noch höchst umstritten ist, werden Teile des Abkommens bereits umgesetzt.

Obwohl noch nicht alle EU-Staaten das Abkommen ratifiziert haben, trat es dennoch in Kraft. Das Netzwerk Attac hatte das Inkrafttreten des Abkommens bereits scharf kritisiert. „CETA werde auf undemokratische Art in Brüssel durchgepeitscht“. Das Abkommen stärkt in Wirklichkeit nur die Macht der Exekutive und den Profit von multinationalen Großkonzernen. Vor allem aus Kanada und den USA. Die EU-Mitgliedsstaaten und die EU-Bürger aber sind am Ende die Verlierer. Denn mit der undemokratischen Durchsetzung des Abkommens werden unabsehbaren Gefahren für EU-Firmen, Verbraucher und Umwelt gegen das Interesse der Mitgliedstaaten und der Bevölkerung geschaffen.

 

CETA hat wie TTIP massiven Protest von Umwelt- und Verbraucherschützern, Gewerkschaften, Globalisierungskritikern und von Millionen von Bürgern ausgelöst. Zu Recht, denn CETA untergräbt die Demokratie, den Umweltschutz, und die Rechte von Verbrauchern und EU-Firmen massiv. CETA dient in Wirklichkeit den großen Konzernen und bedient lediglich die Interessen von Wirtschaftslobbyisten, die beim Verfassen der CETA-Verträge erheblichen Einfluss auf die Formulierungen und Regelungen genommen haben. Und dies völlig ohne die Zustimmung von Öffentlichkeit und Parlamenten. Im Klartext bedeutet dies noch mehr Privatisierung und Deregulierung für große Konzerne. Kontrollorgane und Behörden können nicht mehr schützend eingreifen.

Die SPD jedoch stellte das Freihandelsabkommen CETA als große Errungenschaft für die Arbeitnehmerrechte der EU-Bürger heraus. Gerade die SPD tat sich in der Vergangenheit allerdings schwer, CETA zuzustimmen. Besonders die Parteibasis verweigerte die Zustimmung. Mit Zustandekommen der Großen Koalition kippte die SPD ihre Bedenken über CETA einfach über Bord.

Die Protestkundebungen am Wochenende richteten sich kurz vor den Landtagswahlen in Bayern und Hessen besonders gegen die dortigen Landesparteien Grüne und die Linke. Diese sollen im Falle einer Regierungsbeteiligung auch auf Landesebene an der Anti-Haltung gegen das neoliberale Handelsabkommen festhalten und garantieren, dass man sich bei einer etwaigen Abstimmung im Bundesrat entweder enthalte oder die Zustimmung ablehne. In Bayern hatten sich mögliche Koalitionspartner der CSU bereits klar gegen CETA ausgesprochen und angekündigt, im Bundesrat eine Zustimmung Bayerns zu verhindern. Mit den Protestaktionen am Wochenende wollten die CETA-Gegner in Bayern nochmals an dieses Versprechen erinnern und die Ablehnung der Zivilgesellschaft gegen diese Art von neoliberalen Handelsabkommen verdeutlichen.

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com/watch?v=jL-fGc7PTS4

Glyphosat tötet gesundheitsfördernde Bakterien

 

Rinder-Sterben

Prof „Monika Krüger“ – ab Minuten 7:00  – Clostridium botulinum – gesundheitsfördernde Bakterien werden abgetötet

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GLYPHOSAT wirkt „ANTI-BIOTISCH“ – US patent „7,771, 736 B2“ (2010) _“Hensel“ -„BfR“

„Mikro-Biologin“ – „Monika Krüger“ – aus dem VIDEO unten: ab Minuten 26:44 –  Glyphosat – Hemmung des „Shikimate-Pathway“ (Shikimisäure-Stoffwechselpfad)„Pflanzen-Stoff-Wechsel“ (Bakterien, Pilze, Algen, Protozoen) und blockiert  somit die Bildung von  „Drei essentiellen Amino-Säuren“ (Tryptophane – Phenylalanine – Tyrosine z.B. „Vitamin E“) welche  Menschen und Tiere nicht selbst produzieren können  – „Mikro-Organismen“ die sich im „Magen-Darm-Trakt“ des Menschen befinden haben ebenfalls diesen „Stoff-Wechsel-Weg“ –  z.B. entsteht dadurch „Vitamin K – Mangel“ bei Rindern ist die Folge „Nasen-Bluten“

Link für die Unterlagen zu diesem Vortrag:   http://www.havelland.de/fileadmin/dateien/amt66/Bilder/Klimaschutz/Regionale_Aktivitaeten/Humustage_2016/Krueger_Glyphosat_2016_96dpi.pdf

Monika Krüger: Das Umweltgift Glyphosat und Glufosinat Herbizide mit Nebenwirkungen

Kraft-Futter ist mit „Gen-Tech“ kontaminiert – „chronischer Botulismus“„Ursachen-Forschung“ „Neuro-Toxin“ „Lähmung des Zwerchfells“
„chronischer Botulismus“: Tiere sterben verzögert
„Agro-Chemie“
Amino-Säure wird Phosphon-Säure
ab Minuten 26:00 – Glyphosat blockiert „Pflanzen-Stoff-Wechsel“ (Bakterien, Pilze, Algen, Protozoen) und blockiert  somit die Bildung von  „Drei essentiellen Amino-Säuren“ (Tryptophane – Phenylalanine – Tyrosine z.B. „Vitamin E“) welche  Menschen und Tiere nicht selbst produzieren können
„Chorismate“:  „Vitamin K-MANGEL“?!
Glyphosat – herbizider Wirkungsmechanismus – Hemmung des „Shikimate-Pathway“ (Shikimisäure-Stoffwechselpfad)Behindert alle Proteine und Wirkstoffe, die die „drei aromatischen Aminosäuren“ benötigen: Tannin, Lignin, Flavonoide etc, Wuchsstoffe
Vitamin-Mangel“ (auch Vitamin B 6/B12) wird durch Glyphosat verursacht
ab Minuten – 29:40 – Spuren-Element-Mangel wegen Glyphosat: – Glyphosatwirkung –  Starker Chelator (Fänger) , bindet zweiwertige Kationen –  bindet wichtige Spuren-Elemente wie: Mg, Ca, K, Zn, Co, Mn, Fe usw (Zink, Mangan, Kobalt ,Kupfer, Eisen usw.) – (bildet Komplexe mit Kationen ) – Kationen sind Spuren-Elemente (Mangel-Erscheinungen – Krankheiten)
Einfluss von Glyphosat auf Mikronährstoffaufnahme und Nährstofftranslokation in Pflanzen (Sonnenblumen)
„2013“: Einfluss von Glyphosat auf „Spuren-Element-Gehalt“ im Blutserum von Kühen (DK): Kobalt – Mangan (Aktivität der Mitochondrien) – Zink (z.B für Gehirn) – Selen

ab  Minuten 33:50 – Wirkung auf Mikro-Organismen
US patent „7,771, 736 B2“ (2010) es wirkt Anti-Mikrobiell  die „guten“ Bakterien werden vom Glyphosat attackiert (massive Störung des Gleich-Gewichts)

Bakterien besitzen 2 Formen von EPSPS
Klasse I: sensibel für Glyphosate in mikromolaren Konzentrationen
Sensibel
Lactobacillus spp.
Enterococcus spp.
Bifidobacterium spp
Bacillus spp
Klasse II: noch aktiv in Gegenwart von Glyphosat
Resistent
Salmonella Typhimurium
Salmonella Enteritidis
Salmonella Gallinarum
Clostridium tetani
Clostridium perfringens
Clostridium botulinum
Fusobacterium necropho
Einfluss von Glyphosat auf Boden-Mikro-Organismen – Fusarien

ab Minuten 48:37 – Toxizität von Glyphosat und Roundup auf HT29 – MTX Zellen – (48h) – Zytostatikum – „RoundUP“ ist 125 mal toxischer als der Wirkstoff „Glyphosat“

ab Minuten 55:30 – „USA“ extrem hohe Werte von Glyphosat im Urin (4mal bis 5mal so hohe Werte als in Europa) – „Kalifornien“

ab Stunden 1:09 – „Sri-Lanka“ hat Glyphosat verboten – USA „RoundUP“  – Thailand – „Brust-Krebs“ – „WHO“ –  „EPA“ (1985 Glyphosat krebseregend – 1991 wieder geändert?! )

ab Stunden 2:06 – ?POLITIK? – Deutschland – „MAIS-LANDSCHAFTEN“(BIO-GAS) – „MONO-Kulturen“ – „Futter-Mittel“ vom „Aus-Land“?! („?Gen-tech-Futter?“)

Glyphosat: Mangel an „aromatischen Aminosäuren“
1. Tryptophan: Serotonin – Melatonin
2. Tyrosin: Dopamin, Adrenalin, Melanin, Schilddrüsen-Hormon
3. Zerstörung der Cytochrome P450 (CYP)- Enzymen:
Aktivierung von Vitamin D, Abbau von Retinsäure (Abbauprodukt von Vit. A)
– Galleproduktion
– Detoxifizierung von Umweltgiften
– Stabilisierung von Blut (Hämorrhagien vs. Koagula)
Beeinflussung der Fruchtbarkeit
1. Aromatase ist ein CYP 450 Enzym, das Testosteron zu Östrogen
umwandelt (Fruchtbarkeit)
2. Spermien hängen von Cholesterolsulfat für Dekapitation und Fertilisation ab
3. Cholesterolsulfat-Synthese hängt von Cytochrom P450 (CYP)- Enzymen ab

4. Glyphosat zerstört die CYP-Enzymfunktion

Maßnahmen:

Bindung von Glyphosat durch „Huminsäuren“
Humin-Säuren: Natürliche Stoffe im Boden, die durch Abbau von Pflanzenmaterial sowie Metabolismus von Mikroorganismen entstehen
1. Langfristige Ziele
Wiederherstellung der Funktionalität der Kreislaufsysteme „Boden-Pflanze-Tier-Mensch“ durch Reduktion, besser Beseitigung der Glyphosat-Einträge in die Systeme.
2. Kurz-mittelfristige Ziele

Neutralisierung der G-Wirkung in den einzelnen Systemen durch geeignete Maßnahmen bei Tieren und Menschen (Einsatz von Huminsäuren/ Pflanzen – Kohle) Boden: Stoppen des G-Einsatzes, Ausbringen von Huminsäuren und PF-Kohle

 

„ÖKOLOGISCHE NAHRUNGs-MITTEL bevorzugen“

 

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be.com/watch?v=JWMdFfH1LRQ

Gift im Essen –  Missbildungen durch Glyphosat – ARD Fakt – „12 11 2013“

„Monika Krüger“

„der Robinson-Bericht“

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https://www.testbiotech.org/node/2271

Gene-Drive-Moskitos: Mit Gentechnik natürliche Populationen verändern

Neues Testbiotech-Video
Montag, 17. September 2018

Ein neues Video von Testbiotech klärt über sogenannte „Gene Drives“ auf. Mithilfe dieser Gentechnik sollen natürliche Populationen verändert werden. Dazu werden Organismen so in ihren Genen manipuliert, dass sich der Prozess der gentechnischen Veränderung in jeder Generation von selbst wiederholt. So sollen sich die veränderten Gene möglichst rasch ausbreiten. Im Resultat sollen natürliche Populationen so ersetzt oder sogar ausgerottet werden. In diesem Zusammenhang kommt der Gen-Schere CRISPR/Cas eine entscheidende Rolle zu.

Bei der Anwendung von Gene Drives werden also nicht nur genetische Eigenschaften, sondern auch die Mechanismen der Vererbung verändert. Der Prozess der gentechnischen Manipulation wird nicht mehr im Labor durchgeführt. Er wird zu einem sich selbst organisierenden Vorgang gemacht, der zwar vom Menschen angestoßen wird, sich dann aber ohne menschliche Kontrolle in der Umwelt vollzieht. Das bedingt eine ganz neue Dimension von Risiken.

Die Vorbereitungen für Gene-Drive-Freisetzungen sind bereits in vollem Gange: Die nationale Behörde für Biosicherheit in Burkina Faso hat im August 2018 die Freisetzung von bis zu 10.000 gentechnisch veränderten Moskitos im Rahmen des Projekts „Target Malaria“ genehmigt. Es wird die erste Freisetzung gentechnisch veränderter Tiere in Afrika sein. Die Moskitos sind jedoch noch nicht mit einem Gene Drive ausgestattet – und sollen nach Angaben der Projektleiter auch nicht in der Umwelt überleben. Vielmehr gehe es zunächst darum, die Akzeptanz solcher Forschung bei Behörden und der lokalen Bevölkerung zu fördern.

Das Thema Gene Drive ist derzeit auch ein Thema für die Politik: In Deutschland wird über gesetzliche Vorschriften für Laboratorien diskutiert, in denen mit Gene-Drive-Organismen experimentiert wird. Im November werden die Vertragsstaaten des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD) über dieses Thema beraten.

Das Video beschreibt ein mögliches Zukunftsszenario einer Freisetzung von Gene-Drive-Mücken, die in der Umwelt überdauern können. Dabei werden fiktionale Inhalte von den bekannten Fakten getrennt dargestellt. Im Clip werden Mücken gentechnisch manipuliert, damit sie keine Malaria mehr übertragen können. Das Ziel: Die natürlichen Moskito-Populationen, die die Malaria-Krankheit übertragen, durch gentechnisch veränderte Moskitos zu ersetzen.

Das Beispiel berührt komplexe ethische Fragestellungen. Die Bekämpfung der Malaria-Krankheit ist ein drängendes Problem. Doch eine unkontrollierte Freisetzung von Gene-Drive-Mücken wirft erhebliche Risiken und somit auch ethische Fragen nach unserer Verantwortung für kommende Generationen auf. Dieses Dilemma versucht das Video auf spielerische Art und Weise anschaulich zu machen.

Auf ähnliche Weise hat sich Testbiotech bereits in einem vorangegangenen Videoclip mit dem Thema neue Gentechnik und der Gen-Schere CRISPR am Beispiel eines nicht bräunenden Pilzes befasst.

Kontakt:

Christoph Then, Tel 0151 54638040, info@testbiotech.org

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https://www.testbiotech.org/node/2274

Die wahren Kosten der Gentechnik-Soja

Studie: Anbau hat drastische Folgen für Mensch und Umwelt in Südamerika – über 90 Prozent der Sojapflanzen sind gentechnisch verändert
Donnerstag, 4. Oktober 2018

Eine heute veröffentlichte Studie von Testbiotech und der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch zeigt ein erschreckendes Ausmaß von Umweltschäden, die mit dem Anbau von Gentechnik-Soja in Südamerika verbunden sind: Diese reichen von der Zerstörung der biologischen Vielfalt und von Wasserkreisläufen über Schäden an Böden und Klima bis hin zu schwerwiegenden Auswirkungen auf die Gesundheit der ländlichen Bevölkerung. Zwischen 2005 und 2014 stieg die Sojaanbaufläche in Brasilien, Argentinien und Paraguay um 40 Prozent oder 15,5 Millionen Hektar, meist auf Kosten von ökologisch wertvollem Weideland, Savannen und Regenwald. Das Geschäft machen dort vorwiegend Großgrundbesitzer sowie Handels- und Chemiekonzerne.

„Auf insgesamt rund 10 Mio. Hektar wird quasi nur für die EU produziert, denn 29 Millionen Tonnen Soja pro Jahr werden in die EU exportiert“, erklärt Tobias Reichert von Germanwatch. „Die Soja dient fast ausschließlich als Tierfutter. Die industrielle Massentierhaltung bei uns wirkt sich also direkt und massiv auf Menschen und Natur in Südamerika aus“, ergänzt Christoph Then von Testbiotech.

Über 90 Prozent der in Südamerika angebauten Soja ist gentechnisch so verändert, dass sie gegen das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat resistent ist. Das erleichtert die schnelle Ausweitung des Anbaus, da alle konkurrierenden Pflanzen auf neu umgebrochenen Flächen einfach weggespritzt werden können. Dabei muss das Herbizid jedoch immer höher dosiert werden, weil immer mehr Unkrautarten resistent gegen Glyphosat werden. Konkret werden in Brasilien und Argentinien mittlerweile oft mehr als 4,5 Kilogramm Glyphosat pro Hektar eingesetzt – dreimal so viel wie bei Einführung der Gentechnik-Soja vor rund 20 Jahren. Wegen der Resistenzen werden weitere Herbizide eingesetzt, die zum Teil noch wesentlich giftiger sind als Glyphosat. Die Gefahren für die Gesundheit der ländlichen Bevölkerung und die Umweltschäden werden billigend in Kauf genommen.

„Die EU bleibt von den negativen Folgen nicht unberührt“, so Tobias Reichert. „Die durch Importsoja ermöglichte Massentierhaltung führt auch in Europa regional zu erheblichen Umweltschäden, zum Beispiel Gewässerbelastung durch Gülle.“ Die Studie weist zudem darauf hin, dass Sojabohnen mit Rückständen der Spritzmittelmischungen belastet sind, die gesundheitsschädigend sein können. In Stichproben von Testbiotech wurden im Jahr 2013 Rückstandsmengen von über 100 Milligramm Glyphosat pro Kilogramm Soja gefunden. Das ist das Fünffache des Grenzwerts, der nach Einschätzung von Testbiotech und Germanwatch ohnehin sehr hoch angesetzt ist. Gleichwohl finden in der EU keine systematischen Untersuchungen der Importsoja statt. Die Organisationen weisen darauf hin, dass die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA selbst einräumt, keine ausreichenden Daten zu haben, um die gesundheitliche Risiken bewerten zu können.

„Es gibt offensichtlich ganz extreme Belastungen für die Umwelt in den Anbaugebieten und gleichzeitig keine ausreichenden Daten, um die gesundheitlichen Risiken der Verfütterung der Gentechnik-Soja zu bewerten. Diese Produktionsprozesse sind völlig aus dem Ruder gelaufen“, so Christoph Then. Die Alternative kann auch nicht darin bestehen, die Gentechnik-Soja einfach aus den USA zu importieren. Auch dort bestehen demnach erhebliche Probleme wie stetig steigende Pestizidmengen.

Tobias Reichert fordert: „Die EU muss neue Vereinbarungen mit den südamerikanischen Regierungen treffen. Dabei muss es auch darum gehen, den Handel in anderen Bereichen zu stärken, um die einseitige Abhängigkeit dieser Länder vom Sojaexport zu verringern. Insgesamt muss die europäische Landwirtschaftspolitik eine Kehrtwende weg von der industriellen Massentierhaltung machen. Dadurch würde die Nachfrage nach Soja deutlich sinken.“

Kontakt:

Christoph Then, Tel. 0151 54638040, info@testbiotech.org.
Tobias Reichert, Tel. 0178 2125803, reichert@germanwatch.org

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siehe auch „Die Gen-Schere“ – „CrispR-Cas“ – „Genome – Editing“ – „Crispr-Pilz“ – „Crispr-Cas“ und KREBS

ube.com/watch?v=q4uzSoo8chc

Der DARM be-einflusst fast alles – Prof. „Michaela Axt-Gadermann“ -| SWR1 – Leute

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„EPI-GENETIK“ – „Wechsel-Wirkung“ mit der  „UmWelt“ – Wenn die „UM-WELT“ KRANK  gemacht wird  (VER-GIFTET) dann wirkt  sich das auf die GENE aus

Die „MANGEL-ERNÄHRUNG“

tube.com/watch?v=xEU7Hb8KrpM

„Vitamin D“ – „Hype oder Hope“ – Vortrag von Prof. Dr. „Jörg Spitz“

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ube.com/watch?v=8MbpuxMZNik

Dr. „Dietrich Klinghardt“ – Epigenetik/Transgenerationales Trauma/Pränatales Trauma

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tube.com/watch?v=545-9Ehd2Z0&feature=youtu.be

GAPS – „Gut“ and „Psychology Syndrome“ – „Natasha Campbell – McBride“

 Der Darm – Das „Mikro-Biom“ – „AUTISMUS HEILEN“

MILCH – ?“PASTEURISIERUNG“? – ?“HOMOGENISIERT“?

„VITAMIN-D – MANGEL“

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vor KRANKHEIT schützen – mit  „ÖKOLOGISCHER NATÜRLICHER ERNÄHRUNG“
AUTISMUS – „VAXXED“ – KINOTOUR DEUTSCHLAND – IMPF-SCHÄDEN

Was ist „GAP“?

http://www.spektrum.de/lexikon/biochemie/gap/2369

http://www.spektrum.de/lexikon/biochemie/gtpase-aktivierende-proteine/2684

GTPase-aktivierende Proteine

GTPase-aktivierende Proteine, GAP, im Ras-Zyklus (Ras-Proteine) wirkende Proteine, die sich an Ras- oder Ras-verwandte GTP-bindende Proteine anlagern und die intrinsische GTPase-Aktivität dieser Proteine erhöhen. Dadurch wird GTP in GDP und anorganisches Phosphat gespalten und es kommt zu einer Inaktivierung der GTP-bindenden Proteine. Die Säuger-GAPs umfassen u. a. das gut untersuchte p120RasGAP und Neurofibromin (NF1, Mr 290 kDa), dessen Expression zum größten Teil in neuralen Geweben erfolgt.

GAP

 

Dr. „Natasha Campbell-McBride“Food is the Best Medicine

http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/mikrobiom-wie-der-mensch-von-seinen-bakterien-abhaengt-1.3544344

16. Juni 2017, 12:01 Uhr

Mikrobiom

Wie der Mensch von seinen Bakterien abhängt

Im menschlichen Darm siedeln besonders viele Mikroben wie diese Kolibakterien.(Foto: National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID))

Jeder von uns beherbergt Billionen Mikroben. Mehr und mehr zeigt sich, dass diese Untermieter nahezu alle körperlichen Regungen beeinflussen.

Von Hanno Charisius

 

Was haben Menschen und Korallen gemeinsam? Beide sind niemals wirklich alleine – beide sind Organismen, die aus mehreren, eng kooperierenden und auf einander angewiesenen Lebewesen bestehen. Korallen sind Lebensgemeinschaften aus Nesseltieren und Algen, die Ersteren bieten Behausung, die Letzteren Nahrung. Und der Mensch wird erst zum Menschen durch die unzähligen Bakterien, die in und auf seinem Körper leben. Die amerikanische Biologin Lynn Margulis schlug Anfang der 1990er-Jahren den Begriff „Holobiont“ für alle Lebewesen vor, die in enger Gemeinschaft und wechselseitig anhängig mit anderen Kreaturen leben. Die Holobionten Mensch und Koralle sind dabei in guter Gesellschaft: Der Blauwal ist ebenfalls einer, genauso wie der Regenwurm, die Mücke, der Fuchs, die Sonnenblume oder die Kartoffel. Andere Wissenschaftler bezeichnen den Menschen auch als Superorganismus oder gleich als wandelndes Ökosystem.

Hilfestellung für Immunzellen gibt es nur, wenn die Bakterien die richtige Nahrung bekommen

Praktisch alle mehrzelligen Lebewesen werden von einem Schwarm mikroskopisch kleiner Mitbewohner begleitet, die wichtige Aufgaben übernehmen. Lange galten die Bakterien im menschlichen Darm nur als simple Verdauungshelfer, die zersetzen, was der Darm mit seinen Enzymen und Muskelkontraktionen nicht selbst klein bekommt. Doch seit einigen Jahren zeigt sich immer deutlicher, wie stark der menschliche Organismus mit der mikrobiellen Lebensgemeinschaft verflochten ist. „Tatsächlich scheinen die Darmmikroben praktisch jede körperliche Regung zu beeinflussen“, schreiben die Immunologen und Mikrobiologen Thomas Postler und Sankar Ghosh von der Columbia University in New York in einem aktuellen Übersichtsartikel im Fachjournal Cell Metabolism. Dazu zählen der Energiehaushalt genauso wie das HerzKreislaufSystem oder die Immunabwehr, mit der sich die beiden Spezialisten in ihrem Text eingehend befassen.

Die Zellen des menschlichen Immunsystems seien abhängig von verschiedenen Substanzen, die das Bakterienvolk im Darm herstellt, schreiben Postler und Ghosh. Ohne die mikrobiellen Mitbewohner würde sich das Immunsystem nicht normal entwickeln. Die Hilfestellung für die menschlichen Immunzellen können die Mikroben aber nur liefern, wenn ihr Wirt sie mit der richtigen Nahrung versorgt, so viel ist bereits heute sicher. Unklar ist jedoch noch immer, woraus die ideale Mikrobennahrung besteht.

Die Unsicherheit isst mit

Quinoa ist gesund und Weizen macht krank? Ernährung ist weit komplexer. Forscher erkennen nur langsam die Mitspieler in diesem Geschehen. Der neueste unter ihnen: die Darmbakterien. Von Berit Uhlmann mehr …

Studien an Mäusen haben gezeigt, wie schöpferisch die Mikroben im Verdauungstrakt der Nager sind – und beim Menschen dürfte es ähnlich sein. Von den 179 Metaboliten, die Forscher im Darminhalt von Mäusen ausmachen konnten, waren 48 nicht im Futter der Labortiere enthalten. Sie mussten also von den Bakterien hergestellt worden sein oder vom Verdauungssystem der Mäuse. Weitere Experimente zeigten, dass 13 dieser Substanzen wahrscheinlich ausschließlich von Bakterien produziert wurden.

Einige der Stoffe sorgen dafür, dass sich die Zellen der Darmwand regenerieren können und diese zuverlässig als Barriere funktioniert, die Bakterien davon abhält, aus dem Darm ins Innere des Körpers zu schlüpfen. Denn so hilfreich und gut die Mikroben im Darm auch sein mögen, im Blutkreislauf können sie gefährlich werden. Deshalb lauern im Darm auch viele Immunzellen und versuchen, die Bakterienbrut in Schach zu halten. Die Mikroben wiederum müssen sich vor den Attacken der Abwehrzellen schützen. So hat sich im Lauf der gemeinsamen Evolution von Mensch und Mikroben ein Gleichgewicht eingestellt, das alle Beteiligten permanent neu justieren.

Manche Darmbakterien wandeln unverdauliche Pflanzenfasern in kurzkettige Fettsäuren wie Acetat, Propionat und Butyrat um, die im Darm Entzündungen entgegenwirken. In kleineren Studien halfen diese Substanzen manchen Patienten mit entzündliche Darmleiden. Andere Mikroben benutzen Gallensäuren, die von der Leber hergestellt werden, um daraus Stoffe herzustellen, die angriffslustige Abwehrzellen beschwichtigen oder das Darmgewebe stabilisieren. Bakterien der Art Bacteroides fragilis wiederum stellen eine Zuckerverbindung her, die ebenfalls Entzündungsreaktionenunterdrückt. Von vielen weiteren Substanzen ist bereits lange bekannt, dass sie einen positiven Einfluss auf das Immunsystem haben, doch wie sie das machen, ist noch immer rätselhaft.

Postler und Ghosh betonen, dass bislang erst der kleinste Teil jener chemischen Stoffe, die Darmbakterien herstellen, untersucht und verstanden wurde, „die wahren Ausmaße der Verbindung zwischen Darm und Immunsystem sind noch nicht abzusehen“. Die beiden Forscher hoffen auf neue Untersuchungsmethoden, um die feinen Details des Zusammenlebens von Menschen und Bakterien auszumessen. Das werde nicht nur helfen, das Immunsystem besser zu verstehen, sondern auch Krankheiten zu heilen, die entstehen, wenn das Ökosystem im Verdauungstrakt aus dem Gleichgewicht gerät.

Viele Krankheiten entstehen, weil das Mikrobiom aus dem Gleichgewicht gerät

Bislang zeichnet sich vor allem ab, wie komplex der Holobiont Mensch ist. Denn das Immunsystem ist nur ein Bereich, in dem Mikroben und menschlicher Organismus einander beeinflussen. Die Untermieter mischen auch im Stoffwechsel mit, spielen wahrscheinlich beim Wachstum einiger Krebstumore eine Rolle und können HerzKreislauf-Leiden begünstigen oder verhindern – je nach dem, wie man sie hegt und pflegt. Sogar die Psyche des Menschen könnte unter dem Einfluss der Darmbewohner stehen.

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Darm-Hirn-Achse

‚Eine psychische Störung beginnt im Darm

Menschen mit psychischen Erkrankungen leiden oft auch unter Darmproblemen. Das ist kein Zufall, meint Aletta Kraneveld, Professorin für Pharmakologie an der niederländischen Universität Utrecht. Immer mehr Studien deuteten darauf hin, dass bei Autismus, Parkinson und Depressionen auch das so genannte Mikrobiom im Darm eine Rolle spielt. Die Forschung stecke allerdings noch in den Kinderschuhen.
Hände auf Bauch

Um psychische Störungen zu verstehen, untersuchen Wissenschaftler heute mehr als nur das Gehirn. Warum ist jetzt der Darm an der Reihe?

Die Idee ist nicht neu. Der Mediziner James Parkinson, der die gleichnamige Krankheit als Erster beschrieb, bemerkte schon 1871, dass seine Patienten auch an Darmbeschwerden wie Verstopfungen und Bauchschmerzen litten. Dennoch konzentrierte sich die Wissenschaft damals allein auf das Gehirn. Das Immunsystem, das uns vor Krankheitserregern beschützt, befindet sich aber überall im Körper. Wenn solche Erreger mit dem Essen oder über die Hände in unserem Mund landen, dann spielt der Darm bei der Abwehr eine wichtige Rolle. Würde man ihn entfalten und seine Oberfläche ausmessen, dann hätte er die größte Fläche aller menschlichen Organe. Die Wissenschaft widmet sich jedoch erst seit ungefähr zehn Jahren wirklich der Kommunikation zwischen Darm und Gehirn.

Wie kann man überhaupt untersuchen, auf welchen Wegen Gehirn und Darm miteinander kommunizieren?

Das ist schwierig. Oft greift man auf Ratten und Mäuse zurück, um zu untersuchen, was sich bei Menschen mit einer psychischen Störung im Darm und im Gehirn abspielt. Der irische Forscher John Cryan verpflanzt dazu den Stuhlgang von Menschen, die beispielsweise unter Depressionen leiden, in den Darm von Ratten – eine so genannte Fäkaltransplantation. Auf diese Weise erhalten die Ratten ein ähnliches Darmmikrobiom wie depressive Menschen. Es beinhaltet alle Bakterien, Schimmelpilze, Viren und andere Einzeller, die den Darm eines Menschen besiedeln; einige davon sind gutartig, andere krankheitserregend. Ratten, denen der Stuhl depressiver Menschen eingeschleust wurde, zeigten daraufhin depressionsähnliches Verhalten. Eine solche Stuhltransplantation ist aber nur der erste Schritt. Darüber hinaus untersuchen Forscher zum Beispiel einen bestimmten Entzündungsstoff im Blut oder einen Rezeptor (ein Zellprotein, das die Andockstelle für die Kommunikation zwischen Zellen bildet, Anm. d. Red.). So entfernten wir in Versuchstieren, die an Parkinson erkrankt waren, den so genannten Toll-like-Rezeptor-4, der eine wichtige Rolle bei der Aktivierung des angeborenen Immunsystems spielt. Die Tiere entwickelten danach seltener Darmentzündungen und litten auch weniger an den für Parkinson typischen motorischen Problemen.

Aletta Kraneveld, Professorin für Pharmakologie an der Universität Utrecht
Aletta Kraneveld | Die Wissenschaftlerin ist Jahrgang 1964, studierte Pharmazie an der Universität Amsterdam sowie der Universität Utrecht und promovierte 1994. Nach einem Forschungsprojekt an der Harvard Medical School in Boston kehrte sie zurück an die Universität Utrecht und ist dort seit 2002 Professorin für Pharmakologie am Institute for Risk Assessment Studies. Sie untersucht das Zusammenspiel von Darm, Immunsystem und Gehirn unter anderem bei Patienten mit Parkinson, Autismus, Nahrungsmittelallergien und chronischen entzündlichen Darmerkrankungen.

Bisher scheint unklar zu sein, wie genau die Kommunikation zwischen Darm und Gehirn abläuft. Welche Wege wären hierbei denkbar?

Sie könnten zum einen über den Vagusnerv kommunizieren, den zehnten Hirnnerv. Diese große Nervenbahn läuft vom MagenDarm-Trakt zum Hirnstamm. Ich bin jedoch kein großer Fan dieser Hypothese. Denn diese Nervenbahn steht nicht mit dem gesamten Dickdarm in direkter Verbindung. Dort befinden sich aber die meisten Bakterien. Um die Hypothese zu überprüfen, könnten wir den Vagusnerv bei Versuchstieren durchtrennen und untersuchen, was daraufhin in jenen Hirnarealen passiert, die wir mit bestimmten Störungen in Verbindung bringen. Zum anderen könnte die Kommunikation auch über die Blutzirkulation verlaufen. Ich vermute, eine Veränderung der Darmflora schlägt sich in der Aktivität des Immunsystems nieder. Ein aktiviertes Abwehrsystem sorgt dann dafür, dass sich vermehrt Zytokine – Proteine, die eine wichtige Rolle bei Entzündungsreaktionen spielen – im Blut anreichern. Diese gelangen vielleicht auch ins Gehirn, wo sie biologische Prozesse an den Synapsen, den Verbindungsstellen zwischen Nervenzellen, beeinflussen könnten. Nur ist es noch schwer vorstellbar, wie die Zytokine die Blut-Hirn-Schranke durchdringen sollen.

Was weiß man bisher darüber, wie Parkinson mit dem Darm zusammenhängt?

Die Darmflora von Parkinsonpatienten unterscheidet sich von der gesunder Menschen: Das Gleichgewicht zwischen guten Bakterien und jenen, die Entzündungen verursachen, ist bei ihnen gestört. Hinzu kommt, dass Menschen, die an Parkinson erkrankt sind, oft eine durchlässigere Darmschleimhaut haben. Dadurch können Krankheitserreger leichter eindringen und eine Darmentzündung verursachen. Bakterien und andere Entzündungsstoffe gelangen so wiederum leichter ins Blut und in das Gehirn. Bei Parkinsonpatienten kommt es auch im Gehirn zu entzündlichen Prozessen; das Alpha-Synuklein-Eiweiß häuft sich dann in den Nervenzellen zu so genannten Lewy-Körpern an. In der Folge sterben bestimmte Nervenzellen ab, die Dopamin herstellen, so dass ein Dopaminmangel im Gehirn entsteht. Dieser führt zu den motorischen Symptomen der Krankheit: Muskelzittern, stockende Bewegungen und instabile Körperhaltung. Wenn wir Parkinson-Mäuse auf eine Diät mit gesunden Fetten und Ballaststoffen setzen, von denen wir wissen, dass sich gutartige Bakterien von ihnen ernähren, bewegen sich die Nagetiere daraufhin besser.

Wie sieht es bei Autismus aus?

Ähnlich wie bei Parkinson: Sowohl Menschen als auch Mäuse mit autistischen Verhaltensweisen haben eine andere Darmflora als gesunde Lebewesen. Nicht nur das Gleichgewicht der Darmflora ist bei Autismus gestört, sondern man findet auch weniger vielfältige Bakterien. Allerdings weiß man von keinem speziellen Bakterienstamm, der für die Erkrankung verantwortlich wäre. Andere Studien zeigen, dass sich Mäuse mit Kuhmilchallergie autistisch verhalten: Sie verbringen weniger Zeit mit Artgenossen, waschen sich in einer neuen Umgebung öfter und bewegen sich dabei merkwürdig. Außerdem beobachten wir eine Zunahme eines bestimmten Eiweißes im Gehirn von autistischen Mäusen ebenso wie im Gehirn von Mäusen mit einer Kuhmilchallergie. Dieses Eiweiß, mTOR, beeinflusst das Zellwachstum und die Zellfunktion. Hier wissen wir jedoch wieder einmal nicht, ob das Problem zuerst im Darm oder im Gehirn einsetzt.

Und was ist über den Zusammenhang zwischen Darmflora und Depressionen bekannt?

In einem Experiment mit Ratten gelang es, depressionsähnliches Verhalten über eine Entzündung in der Bauchfalte auszulösen. Die Entzündung setzte Zytokine im Blut frei. Bei dieser Studie hatten die Forscher eine Kanüle, eine Art Schlauch mit kleinen Elektroden, in den Nucleus accumbens der Ratten eingepflanzt – das Belohnungszentrum des Gehirns. Wenn die Nager an einem Rad drehten, erhielten sie einen Stromschlag, was ein angenehmes Gefühl bei ihnen auslöste. Die Ratten mit der Bauchfaltenentzündung drehten schneller an dem Rädchen als gesunde Ratten. Bei diesen Tieren sorgten die Zytokine offenbar dafür, dass Nervenzellen ausgeschüttetes Serotonin schneller wiederaufnahmen, so dass weniger davon im synaptischen Spalt übrig blieb. Ein solcher Mangel geht mit depressiven Stimmungen einher, weswegen die betroffenen Ratten vermehrt versuchten, sich angenehme Gefühle über Stromschläge zu verschaffen. An dieser Stelle setzen auch Antidepressiva an; sie bremsen die Wiederaufnahme von Serotonin ab.

Können wir denn davon ausgehen, dass diese Mechanismen bei Menschen ähnlich ablaufen wie bei den Versuchstieren?

Das ist anzunehmen. Das Immunsystem von Ratten und Mäusen ähnelt dem des Menschen sehr stark. Es gibt auch schon Versuche mit Stuhltransplantationen beim Menschen. Und tatsächlich weisen Humanstudien ebenfalls darauf hin, dass depressive Symptome mit einer Zunahme an Entzündungsstoffen Hand in Hand gehen. Der Vorteil von Versuchstieren ist, dass wir die Rolle einzelner Rezeptoren oder Entzündungsstoffe genauer unter die Lupe nehmen können.

Wo läuft zuerst etwas schief: im Gehirn oder im Darm?

Im Darm. Unserer Vermutung nach steht am Anfang einer Erkrankung wie Parkinson eine genetische Veranlagung. Die Betroffenen haben also ein erhöhtes Risiko zu erkranken. Dazu kommen ungünstige Lebensumstände wie Stress, Luftverschmutzung oder eine ungesunde Ernährung. Sie können die Darmflora stören und dafür sorgen, dass genetisch vorbelastete Menschen tatsächlich krank werden. Eine ungesunde Ernährung ist ein Garant für ungesunde Darmbakterien. Gesunde Kost hingegen kann die Symptome verringern, aber das müssen die Patienten langfristig durchhalten, sonst kommen die krank machenden Bakterien wieder zurück.

Mit welcher Ernährung hält man den Darm gesund?

Hören Sie auf mit Pizza und anderem Fastfood, ernähren Sie sich ausgewogener. Essen Sie frische Lebensmittel, verbannen Sie Fertiggerichte vom Speiseplan. Zu viel gesättigte Fettsäuren führen zu Entzündungen: Im Fettgewebe von Menschen mit Übergewicht etwa befinden sich viel mehr Entzündungsstoffe als im Fettgewebe gesunder Menschen. Wir sind noch immer Urmenschen, daran gewöhnt, alle Energie, die wir kriegen, für schlechte Zeiten zu speichern. Außerdem ist es wichtig, nicht zu viel zu essen und sich mehr zu bewegen.

Könnte es auch helfen, den Stuhl gesunder Menschen in den Darm eines Kranken verpflanzen?

Bis jetzt wirkt das nur bei einigen bestimmten Entzündungen. Forscher am Amsterdamer Krankenhaus AMC stellten zwar keine statistisch bedeutsamen Verbesserungen bei Menschen mit chronischen Darmentzündungen fest. Nichtsdestotrotz wirkte die Transplantation bei einer kleinen Gruppe Menschen relativ gut. Möglicherweise wirkt eine Stuhltransplantation nur bei Familienmitgliedern, weil sich deren Darmbakterien stärker ähneln.

Was bewirken Lebensmittelzusätze wie Milchsäurebakterien, die angeblich zu einer gesunden Darmflora beitragen?

Man war sehr lange davon überzeugt, dass diese Mikroorganismen, so genannte Probiotika und Präbiotika, den Kontakt mit der Magensäure nicht überleben. Wie jüngere Befunde jedoch zeigen, profitieren manche Menschen gesundheitlich von diesen Nahrungsmitteln. In unserer eigenen Forschung haben wir gezeigt, dass Präbiotika die Abwehr des Darms verbessern. Präbiotika sind bestimmte Zucker, auf denen gutartige Bakterien gedeihen.

Dieses Interview ist eine leicht gekürzte Version des Artikels „Een psychische stoornis begint in de darmen“, der im Original im belgischen Wissenschaftsmagazin „Psyche&Brein“ erschienen ist.

Und doch zweifeln viele Fachleute, dass diese Mittel etwas bringen. Warum?

Die Skepsis ist berechtigt. Zu den bekannten Bakterienfamilien zählen die Bifidobakterien und die Laktobazillen. Aber daneben gibt es noch unglaublich viele weitere Sorten. Bei vielen von ihnen wissen wir nicht, was sie genau bewirken und ob sie zu den guten oder den schlechten Sorten gehören. Wahrscheinlich ist vor allem das Gleichgewicht zwischen den Arten von Bedeutung. Doch wir brauchen mehr Übersicht über die Zusammenhänge: Das eine Bakterium kann beispielsweise von einem anderen abhängig sein, um ein Produkt herzustellen, welches das Immunsystem unterstützt.

Ihre Forschung wird von Getränkeherstellern wie Nutricia und Friesland Campina sowie ein paar Pharmafirmen mitfinanziert. Wie gehen Sie mit möglichen Interessenkonflikten um?

Indem ich genaue Absprachen treffe. Ich beginne mit einer Studie nur dann, wenn ich die Ergebnisse auf jeden Fall publizieren darf – auch wenn sich die Ergebnisse als negativ für das Produkt meines Geldgebers erweisen. Das habe ich selbst auch schon einmal gemacht. Ich finde es angenehm, mit der Wirtschaft zusammenzuarbeiten, weil man an Produkten arbeitet, die möglicherwiese in Kürze auf den Markt kommen können. Als Wissenschaftler ist man aber für die eigene Integrität verantwortlich. Wenn ein Geldgeber jemals sagen sollte, dass ich etwas nicht publizieren darf, dann streike ich.

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http://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin-ernaehrung/darmflora-reagiert-empfindlich-auf-arzneimittel-15502484.html?premium

DarmMikroben : Mein Bauch ist mein Palast

Keime beherrschen unser Immunsystem genauso wie unser Nervensystem. Bild: obs

Myriaden Mikroben halten unseren Körper und Geist zusammen, aber auf Arzneien reagieren die Darmbakterien empfindlich. Wird bald nur nach Keimtests verschrieben?

Salahedin Faraji behandelt in seiner Arztpraxis Autisten, viele Kinder, „leider werden es immer mehr“, und dabei folgt er seit vielen Jahren beharrlich einer Spur, die lange belächelt worden war. Er führt Statistiken und fragt die Patienten nach Essgewohnheiten und Lebensumständen, er fordert Stuhlproben und lässt die Verdauungsrückstände nach „Aussehen und Defiziten“ untersuchen, nach Indizien für einen Fettsäuren– oder Vitaminmangel etwa. Der Wetzlarer Arzt ist überzeugt: „Autisten sind beim Psychiater nicht an der richtigen Adresse.“ Autismus sei auch für ihn eine neurologische Erkrankung, keine Frage, trotzdem behandelt er sie in vielen Fällen mit Probiotika, Säften und Kapseln, die Zusatznahrung enthalten. Faraji lässt vom Labor mit jedem Patienten neu nach „Leitkeimen“ fahnden. Nach Bakterien im Darm, die er für mindestens mitverantwortlich hält an den sozialen und leider oft auch kognitiven Defiziten, die seine Patienten und ihre Eltern beklagen.

Joachim Müller-Jung

Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

In den sechziger Jahren schon, vor nicht weniger als fünfzig Jahren also, waren die ersten Thesen aufgetaucht, die Autismus mit Ernährungs- und Verdauungsproblemen in Verbindung brachten. Heute gilt Autismus, zumindest einige schwere, sich früh entwickelnde Formen, als Klassiker für eine folgenschwere Störung der „Darm-Gehirn-Achse“. Auch Depressionen, Angststörungen und chronischer Schmerz hat das „Journal of Neuroscience“ bereits vor drei Jahren als Krankheiten des Geistes aufgelistet, deren diagnostischer Fokus sich gewissermaßen aus der Psychiatrie in die Gastroenterologie verlegt. Seelenleiden können demnach auch Signalkrankheiten sein. Ursache ist dann eine gestörte Kommunikation zwischen der Darmflora und dem Gehirn.

Genauso lange, wie es solche Ideen gibt und Sprüche vom „Gehirn im Bauch“, genauso lange freilich hadert man mit der sich daraus ergebenden Hyperkomplexität. Ist das Gehirn im Kopf mit seinen unzählbaren elektrochemischen Verästelungen und Netzwerken schon für sich undurchschaubar, sind die biochemischen Wechselwirkungen der geschätzten hundert Billionen Keime in unserem Körper zueinander und zum Hirn erst recht ein unentwirrbares Geflecht. Die Forschung allerdings konnte das kaum bremsen. Zu viele Fragen, vor allem medizinische Fragen, drängten sich auf. In den Zweitausender-Jahren entwickelte sich die Mikroflora des Menschen innerhalb kurzer Zeit von einem Nebenschauplatz zu einer der großen Arenen der molekularen und biomedizinischen Forschung. Plötzlich scheinen uralte Konzepte wie Gesundheit oder Krankheit kaum mehr diskutabel ohne Berücksichtigung des „Mikrobioms“, wie die Gesamtheit der nützlichen und schädlichen Keime bezeichnet wird. Mancher philosophisch geneigte Experte auf dem Felde ist inzwischen bereit, die Wirkung „melancholischer Mikroben“ zu beklagen, und hält den Menschen gar für ein nützliches, wenn auch bedauernswertes Vehikel der zahllosen Keime, die unseren Körper gehackt haben und deren Herrschaft bis in die entlegensten Winkel des Körpers reicht.

Die Individualität in unserem Bauch

So weit muss man nicht gehen, um die heimliche Herrschaft der Keime zu erkennen. Eine Macht, die das Immunsystem genauso betrifft wie das Nervensystem. In den vergangenen Monaten allein sind Dutzende, in hochrangigen Wissenschaftsjournalen erschienene Studienresultate präsentiert worden, die das belegen. Medizinisch relevante Befunde wie die einer kanadischen Gruppe etwa, die in „Cell“ darüber berichten, wie ein von BaceroidesKeimen aus dem Darm produziertes Protein das Immunsystem in die Irre führen und zum Ausbruch von Autoimmunkrankheiten führen kann – indem es weiße Blutzellen zum Angriff auf eigene Körperzellen anstachelt. In „Frontiers in Psychiatry“ hat der an der Universität Regensburg tätige Mediziner Juan Lima-Ojeda die vielen möglichen hormonellen, nervösen und immunologischen Verbindungen zwischen Darm und Geist skizziert. In einigen Fällen, so etwa bei bestimmten Autismus-Formen oder Depressionen, berichtet der Regensburger Arzt, seien „die Interaktionen womöglich noch wichtiger als sonst während der Entwicklungsphasen des Kindes, in denen sich das Nervensystem ausbildet“. Das weist auf einen entscheidenden Befund der Mikrobiom-Forschung hin: Wie die Darmflora wirkt, ist nicht nur eine Frage von Menge und Zusammensetzung der Keime, sondern ist auch vom Zustand ihres Trägers abhängig. Maßgeschneiderte Diagnosen und Therapien, oft als personalisierte oder individualisierte Medizin bezeichnet, lassen sich ohne den Status des Mikrobioms kaum sinnvoll planen.

Das „Gehirn im Bauch“? Noch bergen die komplexen Vorgänge in unserem Darm einige ungelöste Rätsel für die Wissenschaft.
Das „Gehirn im Bauch“? Noch bergen die komplexen Vorgänge in unserem Darm einige ungelöste Rätsel für die Wissenschaft. : Bild: Getty

Eine israelische Medizinergruppe des Weizmann-Instituts in Rechovot hat das in „Nature“ mit Blick auf die molekulare Revolution der vergangenen Jahrzehnte auf einen brisanten Punkt gebracht: Bakterien konkurrieren mit den Genen. „Für die meisten unserer klinischen Messungen, ob Cholesterin, Gewicht, Blutzuckerspiegel oder andere Parameter, waren die Assoziationen zum Bakteriengenom mindestens genauso groß wie zum Genom des Menschen, manchmal größer.“ Die Forscher hatten die physiologischen Reaktionen der Probanden auf eine maßgeschneiderte Nahrung ermittelt. In der Mikroflora verbirgt sich also ein Großteil unserer Individualität. Das Dilemma der Forscher ist dabei allerdings immer dasselbe: Man kann Zusammenhänge erkennen, aber was genau passiert im Körper, bleibt im Dunkeln. In der Zeitschrift „Science“ hatten schon 2015 die französische Onkologin Laurence Zitvogel vom Gustave Roussy Campus in Villejuif gezeigt, wie die Zusammensetzung der Darmflora bei Mäusen die Wirkung moderner Krebsmittel, sogenannter Checkpoint-Hemmer, beeinträchtigt – oder eben fördert. Inzwischen hat sie mit ihren Kollegen Hunderte behandelter Lungenkrebs-, Nieren– und Blasenkrebspatienten untersucht und immerhin nachweisen können, dass bei Patienten, die aus irgendeinem Grund keimzerstörende Antibiotika vor oder während der Krebstherapie erhalten hatten, die Krebsmedikamente viel öfter versagten. Erklären können die Mediziner den Zusammenhang freilich noch immer nicht.

EHEC-Kolibakterien aus dem menschlichen Darm isoliert.
EHEC-Kolibakterien aus dem menschlichen Darm isoliert. : Bild: Reuters

Ganz ähnliche Erfahrungen hatte, etwa zur gleichen Zeit, der Heidelberger Bioinformatiker und Mikrobiom-Spezialist Peer Bork mit dem Diabetesmittel Metformin gemacht. Bork und seine Kollegen haben am Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL) inzwischen gut zehntausend Stuhlproben analysiert. Vor drei Jahren haben sie gezeigt, dass das Standardmedikament gegen Diabetes die Zusammensetzung der Darmflora erheblich stärker beeinflusst als die Pankreaszellen selbst, die die Zuckerkrankheit hervorrufen. Sollte das Mittel also womöglich gar nicht auf die Pankreaszellen wirken, sondern vielmehr durch die Aktivität der Darmflora?

Escherichia-coli-Bakterien an der Darmwand.
Escherichia-coli-Bakterien an der Darmwand. : Bild: dpa

Der Befund, dass NichtAntibiotika die Darmflora so markant veränderten, habe „die Gemeinde aufgerüttelt“, sagt Bork. Folgen allerdings hatte das fürs Erste nicht. Nicht für die Diabetiker und nicht für die Medizin, sehr wohl aber für Bork. Mit einem weiteren Befund, den er Anfang dieser Woche zusammen mit seinen EMBL-Kollegen Kiran Patil und Athanasios Typas in „Nature“ (doi: 10.1038/nature25979) präsentierte, könnte sich das Blatt nun wenden. Die Wissenschaftler haben sich nicht weniger als 1197 Arzneimittel vorgenommen, die man praktisch in jeder Apotheke bekommen kann – von Antibiotika, antiviralen Medikamenten und Schmerzmitteln bis hin zu Antipsychotika –, und haben deren Wirkung auf die Darmflora untersucht. Nicht auf alle möglichen Bakterien; im Darm leben allein geschätzt tausend unterschiedliche Arten von Bakterien und vermutlich ein Vielfaches unterschiedlicher Bakterienstämme. Getestet wurden vielmehr vierzig repräsentative Darmbakterienstämme, die man inzwischen zuverlässig auch im Labor vermehren kann. Tatsächlich krankt die Mikrobiomforschung daran, dass ein großer Teil der im Körper gefundenen Bakteriengemeinschaften in der Petrischale nicht zu simulieren ist, zumal sich jeder Mensch in Zusammensetzung und Zahl der Keime praktisch vom Nachbarn unterscheidet – und individuelle Charakteristika zeigt. Von den vier unterschiedlichen Escherichia-coli-Subtypen etwa, die man kennt, hat jeder Mensch nur einen – den aber häufig sehr lange.

Die Testreihe der Heidelberger Forscher war also in vieler Hinsicht ein Schnappschuss und nicht zu verallgemeinern. Doch der entscheidende Befund hat es in sich: Von den weit mehr als tausend getesteten Substanzen beeinträchtigten nicht weniger als 27 Prozent die Darmbakterien. Der Großteil – 24 Prozent – zählte zu den handelsüblichen Medikamenten, die nicht etwa wie Antibiotika gegen Erreger gerichtet sind, sondern eigentlich auf die menschlichen Zellen im Körper. „Wie viele und wie deutlich diese Arzneien auf die Darmflora wirken, hat uns überrascht“, sagt Bork. Dabei wirkten die Mittel nicht nur direkt auf die Mikroben, die Mikroben vermochten auch die Verstoffwechselung der Arzneimittel ihrerseits zu modulieren – Prozesse, die potentiell die Arzneiwirkung verstärken können oder sie neutralisieren. Schlimmer noch: Einige Arzneien provozierten molekulare Veränderungen in Mikroben, die sie gegen Antibiotika resistent machen. „Das sind Nebenwirkungen, die man bisher nicht beachtete“, sagt Bork, „die jedoch über Therapieerfolge mit entscheiden.“ Man müsse künftig wohl darüber nachdenken, vor der Verschreibung eines Medikamentes einen MikrobenScreen des Patienten durchzuführen. „Wir müssen die Pharma-Testung anpassen“, meint Bork, auch der Pharmaindustrie werde inzwischen klar, dass die Darmflora der entscheidende Hebel sein könnte, wenn Medikamente versagen. Um am Ende die Therapien anzupassen, könnte es dann irgendwann nötig werden, mit Stuhltransplantationen die passende Mikroflora aufzubauen. Tatsächlich ist das auch schon in kleinen klinischen Studien etwa an Autisten versucht worden, wie auch der Wetzlarer Arzt Faraji weiß, und siehe da: die Symptome verbesserten sich häufig. Für Bork ist das nicht genug. Die Rolle der Bakterien müssten molekular verstanden werden, und: „Wir benötigen mehr aussagekräftige Daten aus großen klinischen Studien.“

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NATÜRLICH ist nicht GLYPHOSAT derCHELATOR“ und „MINERALIENFÄNGERdafür VERANTWORTLICH!!!!

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/kreidezaehne-zahnaerzte-warnen-vor-neuer-volkskrankheit-mih-a-1209122.html

Kreidezähne bei Kindern

Zahnärzte warnen vor neuer Volkskrankheit

Deutsche Zahnärzte schlagen Alarm: Immer mehr Kinder leiden unter porösen Zähnen, bei den Zwölfjährigen ist jeder Dritte betroffen. Die Ursachen der Kreidezähne geben Rätsel auf.
© Christian O. Bruch/ laif

Leichte (links) und schwere (rechts) Form der MIH

Norbert Krämer

Leichte (links) und schwere (rechts) Form der MIH

Frontzähne mit MIH

Von Irene Berres

Norbert Krämer

Frontzähne mit MIH
Donnerstag, 24.05.2018 12:12 Uhr

 

Lange Zeit war Karies das größte Problem in den Mündern der Schüler in Deutschland. Mittlerweile aber gibt Zahnärzten ein ganz anderes Krankheitsbild Grund zur Sorge: Immer mehr Kinder leiden unter porösen Zähnen, bei denen sich der Zahnschmelz nicht richtig ausgebildet hat. In einer aktuellen Pressemitteilung warnt die Deutsche Gesellschaft für Zahn- Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) vor einer neuen Volkskrankheit.

Bei der sogenannten Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation – kurz MIHbahnen sich die Zähne bereits mit Schäden ihren Weg durch den Kiefer in die Mundhöhle. Bei manchen Kindern zeigt sich die Störung anfangs nur durch Flecken auf der Oberfläche der Zähne. Andere leiden zusätzlich unter Hitze- und Berührungsempfindlichkeit. Im schlimmsten Fall sind die Zähne so porös, dass ein Teil bereits beim Durchdringen des Kiefers abbricht.

Laut aktuellen Untersuchungen entwickeln etwa zehn bis 15 Prozent aller Kinder in Deutschland die Krankheit. Bei den Zwölfjährigen beträgt die Quote der Deutschen Mundgesundheitsstudie zufolge sogar mehr als 30 Prozent. „Bezogen auf die Mundgesundheit und die Lebensqualität der Kinder ist MIH mittlerweile ein größeres Problem als Karies in dieser Altersgruppe“, sagt Norbert Krämer von der Universität Gießen.

Erst seit 1987 bekannt

Am häufigsten betrifft MIH einen oder mehrere Backenzähne. Seltener tritt der poröse Schmelz aber auch bei Schneide- oder Milchzähnen auf. Um die Krankheit zu diagnostizieren, reicht ein geschulter Blick in den Mund. Kreidezähne haben weißlich-cremefarbige bis gelblich-braune Flecken. Je dunkler die Farbe ist, desto poröser ist der Schmelz. Gelangt ein Zahn gesund in die Mundhöhle, besteht keine Gefahr mehr.

Obwohl die Zahl der Betroffenen wächst, wissen Mediziner bislang nur wenig über die Krankheit. Wissenschaftlich beschrieben wurde sie erstmals 1987, einen einheitlichen Namen trägt sie erst seit einer Konferenz im Jahr 2001. „Es handelt sich noch um eine sehr junge Erkrankung“, sagt Krämer. „Als ich in den Achtzigerjahren ausgebildet wurde, war eher das Thema, ob jemand solche Zähne schon einmal gesehen hat.“ Heute seien Kreidezähne allgegenwärtig.

Trotzdem werde das Problem oft ignoriert, sagt Krämer. „Es müsste dringend geforscht werden. Doch es gibt immer weniger Lehrstühle für Kinderzahnmedizin in Deutschland.“ Vor allem die Ursache der porösen Zähne gibt bis heute Rätsel auf. Sicher ist nur, dass sich der Zahnschmelz der betroffenen Zähne im Zeitraum zwischen dem achten Schwangerschaftsmonat und dem vierten Lebensjahr entwickelt. Das erste Lebensjahr scheint für die Fehlbildung entscheidend zu sein. Dann müssen wahrscheinlich mehrere Faktoren zusammenkommen, damit MIH entsteht.

Stoffe aus Plastik als Auslöser?

„Jüngste Untersuchungen deuten darauf hin, dass Bisphenol A bei der Entstehung eine große Rolle spielt“, sagt Krämer. Bei Versuchen mit Ratten entwickelten die Tiere nach der Gabe des Stoffs poröse Zähne. Bisphenol A steckt als Weichmacher in Plastik, in Babyflaschen ist es seit 2011 verboten. „Für mich wären Stoffe aus Plastik als Auslöser auch sehr plausibel“, sagt Krämer mit Blick auf die junge Geschichte der Krankheit. „In dieser Hinsicht hat sich unser Verhalten in den vergangenen Jahren gewandelt. Heute ist selbst die Bio-Gurke in Plastik verpackt.“

Noch handele es sich dabei aber nur um Verdachtsmomente, schränkt der Experte ein. Daneben seien unter anderem Infektionskrankheiten, Antibiotika, Windpocken, Einflüsse durch Umweltgifte wie Dioxin, Probleme während der Schwangerschaft oder Erkrankungen der oberen Atemwege als mögliche Auslöser denkbar.

Das Problem: Solange Ärzte die genaue Ursache nicht kennen, können sie auch nicht vorbeugen. Welche Folgen das hat, musste Krämer, der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde, schon in der eigenen Familie beobachten: Bei seiner Enkelin entdeckte der Mediziner poröse Backenzähne – schon im Milchgebiss.

Karies vermeiden, Zähne erhalten

Hat ein Kind MIH, zielt die Behandlung aktuell vor allem darauf ab, Karies abzuwenden. In der porösen Oberfläche der betroffenen Zähne können sich schädliche Bakterien besonders gut einnisten. Hinzu komme, dass sich die raue Oberfläche schlechter reinigen lasse und berührungsempfindlich sei, schreibt Stefan Zimmer, Professor an der Universität Witten/Herdecke und Präsident de Deutschen Gesellschaft für Präventivzahnmedizin in einem Statement. Das erschwere die Mundhygiene.

Um die Zähne vor Karies zu schützen, rät der Experte vor allem zu Fluorid   (<<<< ?FLOURID? ist ein „RATTEN-GIFT“ und schädigt die ZIRBEL-DRÜSE???!!!>>>) – in Form von Zahnpasta, angereichertem Speisesalz, speziellem Lack oder Mundspülungen. Das Spurenelement kommt auch natürlich im Zahn vor. Es sorgt dafür, dass sich Mineralien in den Schmelz einlagern und legt sich wie ein Film auf den Zahn. Daneben können Zahnärzte die Furchen der Zähne mit Kunststoff versiegeln. Sind die Zähne extrem angegriffen und Stücke abgebrochen, können Kronen notwendig werden.

Ob ein Kind unter MIH leidet, lässt sich am besten im Alter von acht Jahren untersuchen. Zu diesem Zeitpunkt hat der Körper in der Regel alle Backen- und Schneidezähne vollständig in die Mundhöhle geschoben. Bei schweren Formen können sich die Probleme jedoch auch schon früher bemerkbar machen, wenn die Zähne den Kiefer durchbrechen.

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siehe auch „Monika KRÜGER“

siehe auch „Monika Krüger“ –  Hemmung des „Shikimate-Pathway“ (Shikimisäure-Stoffwechselpfad) „Pflanzen-Stoff-Wechsel“   –  „Prof. Dr. Maria Finckh“ 

siehe auch „Monsanto“ – „Krebs-Risiko“ – „Clostridium botulinum“

siehe auch „ZIVIL-PROZESS“ gegen „MONSANTO-BAYER“

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Wirkungen von Glyphosat

Glyphosat in „Back-Waren“

GLYPHOSAT ist einCHELATORund somit „MINERALIENRÄUBER

„Monika Krüger“ (Tier-Ärztin und Mikro-Biologin) – „Glyphosat“ ist ein Chelator – ein „Spuren-Elemente-Fänger“ (RÄUBER)

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siehe auch „GLYPOSAT“ im BIER und EIS  – SCHADEN am MIKRO-BIOM

 

ube.com/watch?v=bN3LXjigjIg

Dr. „Thierry Vrain“-  Former „Pro-GMO Scientist“ –  „Speaks Up Against „Glyphosate“

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siehe auch „Climate und GEO-ENGINEERING“

http://www.faz.net/aktuell/wissen/erde-klima/wenn-die-klimarettung-zum-gefaehrlichen-abenteuer-wird-15747702.html

Geoengineering : Klimarettung, das gefährliche Abenteuer

  • Von Horst Rademacher
  • Aktualisiert am

Der Ausbruch des Pinatubo auf den Philippinen am 12. Juni 1991 Bild: dpa

Das Klima steuern, den Klimawandel mit Großtechnik stoppen – die Pläne wollen einfach nicht vergehen. Doch das Geoengineering bleibt Größenwahn, wie der Blick in die Vergangenheit zeigt.

Bisher war der Mensch bei seinen Versuchen, Vorgänge in der Natur in seinem Sinn zu steuern, oft kläglich gescheitert. So kommt es nur selten zu ergiebigem Niederschlag, wenn von Flugzeugen aus zusätzliche Kondensationskeime in feuchte Luftmassen versprüht werden, um gezielt Regen auszulösen. Und die Ansiedlung der giftigen Aga-Kröten in Australien war ein vollkommener Flop. Statt wie erhofft Schädlinge in Zuckerrohrplantagen zu fressen, machten sich die liebestollen Amphibien über heimische Tierarten her. Sie vermehrten sich dabei so schnell, dass sie zur Plage geworden sind.

Dass all diese Versuche des Geo- und Bioengineering immer wieder versagen, liegt nicht an der mangelnden Vorstellungskraft des Menschen. Vielmehr unterliegen die meisten Vorgänge in der Natur der Stochastik: So fällt längst nicht aus jeder dicken Wolke Regen, und die Vorliebe von Kröten kann sich urplötzlich ändern. Dementsprechend sind auch alle Vorschläge mit äußerster Vorsicht zu genießen, den fortschreitenden Klimawandel von außen zu stoppen oder wenigstens zu verlangsamen.

Historische Vulkanausbrüche – eine Warnung

Eine gutgemeinte Idee ist es beispielsweise, die Meere mit Eisen zu düngen. Plankton, so die Logik hinter diesem Vorschlag, nimmt bei der Photosynthese Kohlendioxid auf, das schließlich zusammen mit den abgestorbenen Organismen auf den Meeresgrund sinkt und damit in der Atmosphäre keinen Treibhausschaden mehr anrichten kann. Stimuliert man das Wachstum des Planktons mit mineralischen Nährstoffen wie Eisen wächst es üppiger und nimmt dabei mehr CO2 auf. Aber spätestens seit vor einigen Jahren ein entsprechendes Experiment vor der kanadischen Pazifikküste außer Kontrolle geriet, betrachtet man die Eisendüngung mit großer Skepsis. Deshalb hat das Bundeskabinett auch beschlossen, alle Bestrebungen, die Meere zu kommerziellen Zwecken zu düngen, vollständig zu untersagen.

Ein dichter Schleier von Aerosolen umhüllte die Erde nach dem Ausbruch des Pinatobo 1991. Die Folge waren Missernten in vielen Teilen der Welt, wie Computersimulationen bestätigen. : Bild: Jonathan Proctor and Solomon Hsiang

Ein anderes Allheilmittel gegen die Erderwärmung sehen viele Geoingenieure in zusätzlichen Aerosolen, die man in der Atmosphäre verteilt. Das Ansinnen dahinter: Gelangen diese winzigen Schwebeteilchen in die Stratosphäre, streuen sie einfallendes Sonnenlicht. Ein Teil der Sonnenstrahlung wird dabei in den Weltraum zurückgeworfen. Dieser Anteil kann nicht die Treibhausgase in der Troposphäre erreichen und deshalb unseren Planeten nicht noch weiter aufheizen. Vulkane sind natürliche Aerosolschleudern, denn das von ihnen ausgeschleuderte Schwefeldioxid gelangt häufig bis in die obersten Atmosphärenschichten.

Verheerende Folgen von Vulkanausbrüchen

So verringerte das vom Ausbruch des Vulkans Pinatubo 1991 stammenden Aerosol die Intensität der Sonnenstrahlung am Erdboden um 2,5 Prozent. Allerdings haben die Schwebeteilchen des Pinatubo aber auch zu beträchtlichen Ernteausfällen bei Mais, Sojabohnen, Reis und Weizen geführt, wie amerikanische Geoforscher jüngst in der Zeitschrift „Nature“ berichteten.

Spritzt man also Aerosol in die Stratosphäre mag es zwar kühler werden, gleichzeitig gehen aber auch die Erträge zurück. Und gibt es zu viel Aerosol kann sogar schon einmal ein Sommer ausbleiben wie nach dem Ausbruch des Tambora im Jahre 1815. Welche Folgen „dieses Jahr ohne Sommer“ hatte, ist bekannt.

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aus dem TEXT:…..Die damals rund 800.000 Einwohner atmeten Millionen von Bakterien der Typen >>>>>>Serratia marcescens und Bacillus globigii<<<<<<<<< ein – harmlose Typen, wie man damals dachte. Heute ist klar, dass Serratia marcescens Krankheiten beim Menschen hervorrufen kann und für immungeschwächte Personen durchaus gefährlich ist.

https://www.focus.de/panorama/videos/attacken-gegen-us-buerger-us-militaer-testete-biologische-waffen-an-der-eigenen-bevoelkerung-in-san-francisco_id_4814917.html

14.07.2015, 10:51 | 01:30 Min. |

Attacken gegen US-Bürger

US-Militär testete biologische Waffen – an der eigenen Bevölkerung in San Francisco

.com/watch?v=0oio6DYNHxQ&feature=youtu.be

Es klingt wie eine Verschwörungstheorie – aber die USA haben biologische Waffen an der eigenen Bevölkerung getestet. Die Militär-Forscher sorgten sich darum, welche Wirkung diese Waffen haben. Sie sollten es bald erfahren.

Es begann mit Tests auf Militärbasen. Soldaten und ihre Familien wurden Mikroben ausgesetzt, später, im Kalten Krieg, sollen die Versuche erweitert worden sein. In einem der größten Experimente versprühte die US-Navy mit gigantischen Schläuchen Bakterienwolken vor der Küste von San Francisco.

Die Forscher wollten herausfinden, wie sich die Stoffe verbreiten, berichtet „Iflscience.com“. Die Folge: Die damals rund 800.000 Einwohner atmeten Millionen von Bakterien der Typen Serratia marcescens und Bacillus globigii ein – harmlose Typen, wie man damals dachte. Heute ist klar, dass Serratia marcescens Krankheiten beim Menschen hervorrufen kann und für immungeschwächte Personen durchaus gefährlich ist.

Mindestens ein Todesfall lässt sich auf die Experimente zurückführen. Bekannt ist auch, dass das US-Militär hunderte solcher Tests durchgeführt hat.

Sogar an der englischen Küste lässt sich ein derartiges Bio-Waffen-Experiment nachweisen. Verantwortlich dafür war allerdings das britische Militär. Das wahre Ausmaß der Angriffe auf die eigene Bevölkerung lässt sich also nur erahnen.

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ube.com/watch?v=FsZjUiD_CsQ

Feinstaubalarm in Stuttgart – Geo Engineering über Deutschland – 2017 !

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http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/forschungsprogramm-der-usa-untersucht-den-einsatz-neuer-biowaffen-15821541.html

Virenverbreitende Insekten : Entwickelt Amerika neue Biowaffen?

Wenn Blattläuse bald offensiv als Biowaffen eingesetzt werden, helfen vielleicht nur noch Ameisen. Bild: dpa

Ein Forschungsprogramm des Pentagon untersucht den Einsatz von Insekten bei der Verbreitung von Viren. Deutsche und französische Wissenschaftler kritisieren das scharf und warnen vor unkontrollierbaren Risiken einer neuen Biowaffen-Generation.

Wenn es um die „Darpa“ geht, kommt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek schon mal ins Schwärmen. Die Darpa ist der wissenschaftliche Arm des amerikanischen Verteidigungsministeriums, ebenso berühmt wie berüchtigt für ihren radikalen Innovationsgeist. Für die deutsche Ministerin stand die Darpa Pate, als es darum ging, den deutschen Erfindergeist auf Trab und die neue Hundert-Millionen-Euro-„Agentur zur Förderung von Sprunginnovationen“ auf den Weg zu bringen.

Joachim Müller-Jung

Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

Deren Gründung hatte das Bundeskabinett im August beschlossen. Wo die Darpa mit ihrem prallen Dollarsäckel sät, schießen große Ideen und technische Revolutionen wie Pilze aus dem Boden. So jedenfalls geht die Legende…..

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siehe auch „FAKTEN und KEINE LÜGEN mehr“ – „9/11“

„WDR“ verbotener Film – Aktenzeichen 11/9 ungelöst Lügen und Wahrheiten zum „11 September 2001“

?Osama bin Laden? – Flug 93 (kein Flugzeug)Flight 93 (no airplane)

„nur ein Loch“ – „Boing 757“ –  kritische Nachfragen „unerwünscht“ Geheimhaltung war das Gebot der Stunde
„Tom Flocco“ – „Catherine Austin Fitts“ (unanswered questions.org)
?Afghanistan?
ab 12:30 Minuten: ?“Henry Kissinger“?
„Meinungs-Freiheit“ – „Internet-Zensur“ –  – Passagierlisten ohne die Namen der Entführer (noch am Leben) – „Pakistan – CIA“
ab 19:11  Jagd auf „Osama Bin Laden“ (saudische Bau-dynasty) – „Steck-Brief“ (Osama bin Laden wird nicht wegen 9/11 gesucht)
„offizielle Version stimmt nicht“
ab 23:12 Minuten –  Pentagon – „Abschuss-Vorrichtung“
es wurde DRUCK ausgeübt – den Familien wurde verboten darüber zu sprechen – „kein Tropfen Blut“ (?Identifikaktion der Toten?) – „L.L. Lemnitzer“ (Oberbefehlshaber der NATO) – 1962:  „Operation Northwood“ – „James Bamford“ (Body of Secrets) – geplante TERROR-AKTE gegen das eigene VOLK
„neue Welt-Ordnung“ – „Paul Wolfowitz“
ab 39:00 Minuten –  >>>>>>>>>>>„Briefe mit Milz-Brand-Erreger“ (Militär-Labor aus den USA – „Barbara Hatch Rosenberg“ 2002)<<<<<<<<<
„Patriot-Akt“ – „Kyle Hence“ – „Domestic Security Enhancement Act of 2003″

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https://www.neopresse.com/umwelt/der-moorbrand-vom-emsland-bundeswehr-mit-radioaktivem-skandal/

Der Moorbrand vom Emsland – Bundeswehr mit radioaktivem Skandal?

NEOPresse in Umwelt

Der „Moorbrand vom Emsland“, verursacht durch die Bundeswehr, könnte noch einen ganz anderen Skandal hervorbringen. Nach einem Bericht der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ muss die Bundeswehr nun eine Belastung durch radioaktive Bestrahlung sowie durch Quecksilber prüfen. Die Medien schweigen weitgehend über den neuerlichen Skandal.

Entwarnung durch die Bundeswehr zu früh

Die Bundeswehr hatte für den Moorbrand „gesorgt“. Allerdings sind nunmehr weitere Details aufgetaucht, die bis dato offenbar verschwiegen worden sind. Kaum vorstellbar, so die Beobachter dieser Vorgänge, dass die Bundeswehr darüber nicht gewusst haben soll.

 

Im Emsland befindet sich ein sogenanntes „Waffentestgelände“. Dort sind Sprengkörper getestet worden, die etwa aus den Beständen der NVA, der Nationalen Volksarmee der DDR, entnommen worden sind oder sein könnten. Zudem sei dort auch die Möglichkeit gegeben, dass Nato-Munition verwendet wurde. Diese wäre dann ggf. uranhaltig. Auch ist jetzt bekanntgeworden, dass auf dem Testgelände sogenannte „Wuchtmunition“ eingesetzt wurde. Dies enthält wiederum „giftige Schwermetalle“, wie es in dem Bericht heißt.

Der Moorbrand, der sich in den vergangenen Wochen ereignet hat, könnte diese Gifte und Belastungen nun freigesetzt haben, heißt es. Dort war es zum Ausstoß großer Mengen an und von Rauch gekommen.

Jetzt prüft auch die Bundeswehr. Zunächst geht es nur darum, die Gefährdung der Einsatzkräfte der Armee selbst zu testen. Hintergrund der Aktivitäten ist ein Raketentest vom 3. September. Dabei war ein Großfeuer entstanden. Dieses schwelt noch heute. Die Bundeswehr hat es bis zum heutigen Tag nicht komplett unter Kontrolle bekommen. Insofern ist bereits ein Monat vergangen, und die Situation hat sich eher verschlimmert als verbessert. Bis dato hat sich die politische Führung der Bundeswehr weitgehend bedeckt gehalten. Die Berichterstattung dürfte in den kommenden Wochen deutlich zunehmen. Der Skandal weitet sich aus.

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DRECKS-ILLUSION

Wer Braucht diesen „RESOURCEN-und ENERGIE-FRESSENDEN PLASTIK-ROBOTER-DRECK“ – HIER hat absolut NICHTS mit einem MENSCHEN zu TUN

ERBÄRMLICH: SCHLECHTE KOPIE und IMITATION

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/10/03/banken-setzen-menschliche-roboter-der-kundenberatung-ein/

Banken setzen menschliche Roboter in der Kundenberatung ein

Das Start-up „Soul Machines“ entwickelt menschenähnliche Roboter für die Kundenberatung.

Ein humanoider Roboter. (Foto: Soulmachine)

Ein humanoider Roboter. (Foto: Soulmachine)

Das neuseeländische Start-up „Soul Machines” entwickelt menschenähnliche Roboter, die von Banken zur Kundenberatung eingesetzt werden. Wie die „Nikkei Asian Review“ berichtet, hat das Unternehmen mit Sitz in Auckland bislang 15 Humanoiden gebaut, die in neuseeländischen, australischen und britannischen Geldhäusern zum Einsatz kommen. Innerhalb der nächsten sechs Monate will Soul Machines nach China und Japan expandieren, innerhalb von drei Jahren sollen weltweit tausende der Roboter verkauft werden. Dann sollen die Roboter auch in Branchen wie dem Gesundheits- und dem Bildungswesen sowie in der Autoindustrie Kunden beraten. Die Kosten für einen Roboter betragen etwas unter einer halben Million Dollar.

Die Roboter sehen Menschen täuschend ähnlich. Sie sind mit Künstlicher Intelligenz ausgestattet – unter anderem mit dem Programm „Watson“ von IBM – und beherrschen mehrere Sprachen sowie verschiedene englische Akzente. Damit sie sich menschenähnlicher verhalten, verfügen sie über künstliche Gehirne und Nervensysteme, die von Neurowissenschaftlern entwickelt wurden, sowie über künstliche Hormone wie Adrenalin und Oxytocin. Letzteres spielt bei echten Menschen unter anderem beim Geburtsprozess eine wichtige Rolle. „Wir sind ununterbrochen dabei, unsere Roboter noch intelligenter zu machen, noch lernfähiger und noch geübter im sozialen Umgang“, sagt der Chief Business Officer von Soul Machine, Greg Cross. Um ihre Humanoiden noch menschenähnlicher gestalten zu können, suchen die Neuseeländer eine Partnerfirma für die Entwicklung einer Technologie, die noch realistischere Gesichtsbewegungen – wie durch Gesichtsmuskeln –  ermöglicht.

Der Gründer von Soul Machine ist der Wissenschaftler Mark Sagar, der für die Filme „King Kong“ und „Avatar“ jeweils den Academy Award in den Bereichen Wissenschaft und Technik gewann.

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siehe auch „ROH-STOFF-RAUB“ – „Lithium“ – Folgen der DIGITALEN Energie-Fressenden ILLUSION – „Seltene Erden“

http://www.faz.net/aktuell/wissen/erde-klima/die-folgen-des-tiefseebergbaus-erscheinen-dramatisch-15805089.html

Folgenreicher Tiefseebergbau : Das Gedächtnis des Meeres

  • Von Horst Rademacher
  • Aktualisiert am

Manganknollen enthalten außer Mangan noch Kupfer, Kobalt, Nickel und zahlreiche andere Metalle. Bild: Bloomberg

Die Rohstoffvorkommen in der Tiefseeboden wecken Begehrlichkeiten. Doch das Schürfen am Meeresgrund könnte ungeahnte ökologische Folgen haben.

Welche langfristigen Folgen der mögliche Tiefseebergbau für die Umwelt auf dem Meeresgrund hat, war bisher weitgehend unbekannt. Eine Gruppe europäischer Forscher hat nun Ergebnisse einer Langzeituntersuchung aus dem Südostpazifik veröffentlicht, nach der ein bergmännischer Eingriff über lange Zeit schwere Wunden im Tiefseeleben hinterlässt. Mehr als ein Vierteljahrhundert später gab es in dem betroffenen Gebiet deutlich weniger kalkbildende Organismen und eine drastische Reduktion der filtrierenden Meeresfauna. Eine Rekultivierung, wie sie im Bergbau an Land, beispielsweise in den verschiedenen Braunkohlerevieren in Deutschland, betrieben wird, ist in der Tiefsee nahezu unmöglich.

Diese bislang einzigartige Langzeitstudie beruht auf einem Experiment Hamburger Meeresforscher, die im Jahre 1989 mit dem Forschungsschiff „Sonne“ den Südostpazifik im Peru-Becken südlich der Galápagosinseln kreuzten. Ziel dieser Forschungsfahrt war es damals, den Tiefseebergbau in einem in knapp 4200 Meter Wassertiefe gelegenen Meeresgebiet zu simulieren. In dieser Region ist der Meeresgrund voller Manganknollen, jenen bis zu Dezimeter großen, blumenkohlförmigen Brocken, die neben Mangan auch Kupfer, Kobalt, Nickel und zahlreiche andere Metalle enthalten. Damals gab es in vielen Ländern ernsthafte Überlegungen, diese nicht nur im Pazifik, sondern auch im Atlantischen und im Indischen Ozean vorkommenden Manganknollen großräumig abzubauen

Rekolonisierung deutlich zu langsam

Um solche bergmännischen Eingriffe zu simulieren, schleppte die „Sonne“ damals einen Tiefseepflug hinter sich her, der ein etwa elf Quadratkilometer großes rundes Areal auf dem Meeresboden systematisch umwühlte. Die Manganknollen wurden dabei untergepflügt und das Meeressediment und die darauf lebende Fauna und Flora großräumig zerstört. In vier Folgeexpeditionen wurde anschließend untersucht, ob und wie die Lebenswelt den umgepflügten Meeresboden rekolonisierte.

Manganknollen in der Clarion-Clipperton-Zone in mehr als 4000 Metern Wassertiefe. In wenigen Jahren könnten die ersten Staaten Abbaulizenzen für Manganknollen bei der Internationalen Meeresbodenbehörde ISA beantragen.
Manganknollen in der Clarion-Clipperton-Zone in mehr als 4000 Metern Wassertiefe. In wenigen Jahren könnten die ersten Staaten Abbaulizenzen für Manganknollen bei der Internationalen Meeresbodenbehörde ISA beantragen. : Bild: ROV-Team/Geomar

Weil aber das Interesse am Abbau von Manganknollen im Laufe der Zeit nachließ, wurden diese Untersuchungen nach sieben Jahren eingestellt. Im Sommer 2015 kehrte die „Sonne“ schließlich noch einmal in das Seegebiet zurück. Mit Hilfe des autonomen Forschungsunterseebootes nahmen Meeresforscher abermals  den Bestand an Fauna und Flora auf dem nahezu drei Jahrzehnte vorher umgepflügten Meeresgrund auf.

Dabei stellte sich heraus, dass die Rekolonisierung des Tiefseebodens erheblich langsamer verläuft als bisher angenommen. Wie die Forschergruppe um Tanja Stratmann vom Königlich Niederländischen Meeresforschungsinstitut jetzt in der Zeitschrift „Biogeosciences“ schreibt, haben sich vor allem jene Lebewesen, die ihre Nahrung durch das Filtrieren von Meerwasser beziehen, kaum erholt. Sie sind im umgepflügten Areal etwa nur ein Fünftel so häufig anzutreffen wie im ungestörten Nachbargebiet. Auch bei den kalkbildenden Organismen hinterließ der bergmännische Eingriff tiefe Narben. Im Vergleich zu den Nachbarbereichen beträgt ihre Masse im umgepflügten Bereich nur wenig mehr als die Hälfte. Lediglich die vom Meeresboden fressende Fauna, wie zum Beispiel Seegurken oder die zu den Krebsen gehörenden Scherenasseln, hatte sich weitgehend erholt.

Quelle: F.A.Z.

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http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/weltnaturschutzunion-iucn-rohstoffabbau-fuer-smartphones-gefaehrdet-tiefsee-a-1218651.html

Rohstoffe für Smartphones

Umweltschützer warnen vorm Schürfen in der Tiefsee

Für Smartphones brauchen Hersteller Kupfer, Aluminium und Kobalt. Die Rohstoffe könnten bald aus der Tiefsee kommen, auch Deutschland hat Abbaulizenzen. Doch Umweltschützer sind besorgt.
Seeanemone der Gattung Relicanthus an einer Bruchzone im Zentralpazifik

Seeanemone der Gattung Relicanthus an einer Bruchzone im Zentralpazifik
Smith und Amon/ABYSSLINE Project/University of Hawaii at Manoa /dpa

Seeanemone der Gattung Relicanthus an einer Bruchzone im Zentralpazifik
Montag, 16.07.2018 11:01 Uhr

 

Bereits in wenigen Jahren soll die Tiefsee als Abbaugebiet für Rohstoffe genutzt werden. Dadurch drohe jedoch schwerer Schaden für die Meereslebewesen, warnt die Weltnaturschutzunion (IUCN). Den Ozeanboden mit Maschinen aufzureißen komme dem Abholzen von Wäldern gleich, schreibt die Organisation in einem am Montag veröffentlichten Bericht zum Abbau von Tiefseerohstoffen.

Die Tiefsee umfasst Regionen mit mehr als 200 Metern Wassertiefe – nach IUCN-Angaben etwa 65 Prozent der Erdoberfläche. Dort gibt es unter anderem Kupfer, Aluminium und Kobalt. Der Bedarf an den Metallen wächst. Die Hightech-Industrie braucht sie für Produkte wie Smartphones. Auch „grüne Technologien“ befeuern den Bedarf, etwa für Speicherbatterien.

Die 1994 gegründete Internationale Meeresbodenbehörde (ISA) will an ihrem Sitz in Jamaika einen Verhaltenskodex ausarbeiten. Die IUCM warnt jedoch: „Die Regeln, die gerade zum Management des Rohstoffabbaus in der Tiefsee entwickelt werden, reichen nicht aus, um unwiderruflichen Schaden von den Ökosystemen der Meere und den Verlust einzigartiger Arten abzuwenden.“

Abbau ab 2025

Der kommerzielle Abbau von Rohstoffen aus der Tiefsee soll etwa 2025 beginnen. Dabei geht es unter anderem um bestimmte schwefelhaltige Salze (Sulfide). Die Meeresbodenbehörde ISA hat nach eigenen Angaben bereits 29 Vertragspartnern Lizenzen für die Suche nach polymetallischen Sulfiden und kobaltreichen Krusten erteilt – darunter auch an der mehr als 20.000 Kilometer langen Gebirgskette Mittelatlantischer Rücken im Atlantik. Auch Deutschland hat seit 2015 eine Lizenz.

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) will Sulfide im Indischen Ozean südöstlich von Madagaskar bis in eine Tiefe von 3000 Metern erforschen. Sie enthalten nach BGR-Angaben neben Schwefel auch Blei, Kupfer, Zink, Gold und Silber sowie Spurenelemente wie Kobalt, Nickel und Selen.

Wenn Sedimente am Meeresboden aufgewirbelt werden, kann das laut IUCN einige Tiere ersticken und anderen die Orientierung nehmen. Lebewesen würden zudem gestört durch Lärm, Vibrationen, Licht und Schiffe. Außerdem bestehe die Gefahr, dass giftige Stoffe durch Lecks ins Meereswasser gelangen. Dringend nötig seien mehr Studien, weil die tiefen Meeresregionen bislang gar nicht genug erforscht seien.

„Artenreiche Leben in der Tiefsee für immer zerstören.“

„Was wir bislang wissen, reicht nicht, um Meeresflora und -fauna vor Bergbauaktivitäten effektiv zu schützen“, sagt Carl Gustaf Lundin, Direktor der IUCN-Abteilung für Meeres- und Polargebiete. Rohstoffe mit den Technologien, die heute zur Verfügung stehen, aus dem Meeresboden zu holen, könnte das artenreiche Leben in der Tiefsee für immer zerstören.“

Die IUCN ist das weltweit größte Netzwerk staatlicher und nichtstaatlicher Umweltorganisationen. Unter den mehr als 1300 Mitgliedern sind etwa die Umweltstiftung WWF und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ).

jme/dpa

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https://www.sueddeutsche.de/digital/killerroboter-wenn-maschinen-ueber-leben-und-tod-entscheiden-1.4108992

Killerroboter

Wenn Maschinen über Leben und Tod entscheiden

Der Protest gegen Killerroboter in London erinnert an den charmanten C-3PO.(Foto: AFP)
  • In Genf diskutieren die UN über die Entwicklung und den Einsatz autonomer Waffensysteme.
  • Kritiker fürchten, dass „Killerroboter“ bald selbstständig Entscheidungen über Leben und Tod treffen.
  • Befürworter argumentieren, dass Maschinen weniger Fehlentscheidungen träfen und besser geeignet seien, Menschenleben zu schonen.
Von Paul-Anton Krüger

Eine Armee von Killerrobotern, die federnden Schrittes wie eine Horde Tyrannosaurus Rex auf eine Großstadt zustürmen. Maschinen außer Kontrolle, mit rot leuchtenden Elektroaugen, die entfesselt wehrlose Menschen niedermähen. Was seit Jahrzehnten als Motiv in Horror- und Science-Fiction-Filmen von „Terminator“ bis „Transformers“ auftaucht, könnte durch den technischen Fortschritt in einigen Jahren der Realität zumindest nahekommen. Etliche Länder, unter ihnen die USA, Russland und China, aber auch Großbritannien, Südkorea oder Israel arbeiten an der Entwicklung tödlicher autonomer Waffensysteme, weitere Länder haben zumindest ein Interesse daran.

Autonome Waffensysteme sind an sich nichts Neues: Eine Landmine löst aus, ohne dass ein Kommandeur den Befehl dazu gibt, vor allem aber ohne Unterscheidung, wenn das nötige Gewicht auf den Zündmechanismus ausgeübt wird. Auch die Selbstschussanlagen an der innerdeutschen Grenze feuerten automatisch, einmal scharfgemacht.

Der Unterschied zu modernen Militärrobotern ist, dass diese durch die Fortschritte in der Sensor- und Computertechnik, vor allem bei der Entwicklung künstlicher Intelligenz, künftig komplexe Entscheidungsabläufe auf dem Schlachtfeld übernehmen könnten, ohne dass Menschen noch in diese Prozesse eingreifen.

Aufstand gegen die Killerroboter

Tesla-Gründer Elon Musk gibt mit tausenden Forschern das Versprechen, keine autonomen Waffen zu entwickeln. Einer anderer Unterzeichner hält etwas anderes für gefährlicher: den Menschen. Von Marvin Strathmann mehr …

Von der dritten Revolution in der Kriegsführung nach der Erfindung des Schießpulvers und der Atomwaffen ist die Rede – Kritiker solcher Waffensysteme knüpfen daran ihre Warnung und Forderungen nach einer Regulierung oder gar einem Verbot. Zugleich macht sie das für Streitkräfte attraktiv: Technologischer Vorsprung in diesem Bereich soll in den USA dazu beitragen, die militärische Überlegenheit gerade im Vergleich mit Russland und China zu wahren. Andere Staaten, nicht zuletzt China, die stark in künstliche Intelligenz investieren, erhoffen sich, ihren Rückstand zu verkürzen. Unter der Ägide der Vereinten Nationen beraten derzeit in Genf Delegationen aus mehr als 75 Staaten über den Umgang mit diesen futuristischen Waffen.

Schon die Definition ist umstritten: Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), das über die Einhaltung des humanitären Völkerrechts wacht, stellt auf die „Autonomie in kritischen Funktionen“ ab, also, dass ein Waffensystem Ziele sucht, verfolgt, identifiziert und auswählt und sie ohne Zutun eines Menschen attackiert.

Es gibt bereits heute Luftabwehr- und Nahbereichsverteidigungssysteme, die semiautonom arbeiten – allerdings in eng eingegrenzten Bereichen. Das amerikanische MK-15 Phalanx etwa, auch auf Schiffen der Bundesmarine im Einsatz, soll anfliegende Raketen mit einer Maschinenkanone abwehren, und wird von Menschen nur noch überwacht. Russland verfügt mit dem Pantsir-System über ähnliche Fähigkeiten. Die Armee setzt es in Syrien zur Sicherung ihrer Stützpunkte ein.

Was bedeutet es, wenn Maschinen über den Einsatz tödlicher Gewalt entscheiden?

Geforscht aber wird an unbemannten Kampfjets – eine Fortentwicklung der ferngesteuerten Drohnen, bei denen immer noch ein Mensch den Knopf am Joystick in einem Kommandostand drückt, um Waffen abzufeuern. Mit landgestützten Systemen experimentiert das US-Militär auch bereits seit einiger Zeit: der Crusher ist eine Technologie-Studie eines unbemannten Kampffahrzeugs von 2006, sechs Tonnen schwer, auf drei Achsen, geländegängig, testweise mit einer Maschinenkanone bestückt.

Warum autonome Waffen wohl nicht verboten werden

In Genf verhandeln 75 Nationen, um Killerroboter zu regulieren. Eine Einigung ist unrealistisch, weil einige Staaten eigene Interessen verfolgen. Von Paul-Anton Krüger mehr …

China entwickelt ebenfalls autonome Fahrzeuge für das Militär. Eigenständig agierende Waffensysteme zum Einsatz auf See, unter Wasser oder gar im Weltall wecken ebenfalls Interesse von Streitkräften weltweit, zumal bei menschenleeren Gefechtsfeldern, wo die ethisch-moralischen und rechtlichen Probleme leichter zu überwinden sein könnten.

Die Schlüsselfrage ist, was es bedeutet und welche Folgen es hat, wenn Roboter basierend auf Algorithmen ohne das Zutun eines Menschen Entscheidungen über den Einsatz tödlicher Gewalt treffen. Zwar gibt es bislang keine Rechtsnormen, die den Einsatz solcher Systeme spezifisch regeln. Vertreter der in Genf verhandelnden Staaten seien sich aber im Prinzip einig, dass auch autonome Waffensysteme mit dem humanitären Völkerrecht vereinbar sein müssen, sagte der Vorsitzende der UN-Verhandlungsrunde, der indische Botschafter Amandeep Singh Gill, am Montag in Genf.

Deutschland fordert, dass Waffen menschlicher Kontrolle unterliegen müssen

Das heißt, dass etwa die zwingend vorgeschriebenen Abwägungen über die Notwendigkeit und die Verhältnismäßigkeit beim Einsatz von Gewalt getroffen werden müssen. Auch zwischen Kombattanten und Zivilisten muss strikt unterschieden werden; Entscheidungen über die Tötung von Menschen oder die Zerstörung von Sachen müssen zudem zurechenbar bleiben, also auf einen Menschen als Verantwortlichen zurückzuführen sein.

Kritiker aus Menschenrechtsorganisationen, aber auch Vertreter vieler Regierungen bezweifeln, dass diese Grundsätze auf Dauer bei autonomen Waffensystemen gewahrt bleiben können. Die Regierungsfraktionen in Berlin haben sich im Koalitionsvertrag darauf verständigt, autonome Waffensysteme abzulehnen, „die der Verfügung des Menschen entzogen sind“. Zusammen mit Frankreich hat Deutschland in Genf eine politische Erklärung vorgeschlagen, wonach alle Waffen stets menschlicher Kontrolle unterliegen müssen.

Der aktuelle Stand der Technologie wirft Fragen auf

Aktivisten fordern jedoch, bereits die Entwicklung autonomer Waffensysteme zu verbieten. Denn selbst die besten selbstlernenden Roboter könnten nie ethisch und moralisch handelnde Wesen sein. Die Entscheidung über die Tötung eines Menschen im Krieg an eine Maschine zu delegieren, verletze den Kern der Menschenwürde und entwerte menschliches Leben.

Stattdessen würden Killerroboter es erlauben, „bewaffnete Konflikte in nie gekanntem Ausmaß zu führen und schneller, als Menschen sie begreifen können“, wie Hunderte Fachleute für künstliche Intelligenz 2015 in einem offenen Brief warnten. Zu den Unterzeichnern gehörten Tesla-Chef Elon Musk, der Apple-Co-Gründer Steve Wozniak oder der Physiker Stephen Hawking.

Tatsächlich drängen sich beim derzeitigen Stand der Technologie große Fragen auf: Immer wieder gibt es Unfälle etwa mit autonom fahrenden Autos. Die bewegen sich aber in einer relativ geordneten Umgebung: Straßenmarkierungen, Ampeln, Schilder bieten Informationen, es gibt keine Faktoren, die gezielt darauf hinwirken, dass Funktionieren von Sensoren oder Rechnern zu sabotieren. Dagegen herrscht in Gefechtssituationen der „Nebel des Krieges“, von dem schon der preußische Militärtheoretiker Carl von Clausewitz schrieb. Die Situation ist ständig im Fluss, die Informationen unvollständig, der Feind darauf bedacht, mit Beschuss, Täuschung, Sabotage den Gegner zu behindern.

Was, wenn der Gegner die Rechner der Roboter hackt?

Gerade das führen Befürworter autonomer Waffen als deren großen Vorteil an: Sie könnten präziser und schneller als Menschen eine Situation erfassen und beurteilen, unbeeindruckt von Stress, Angst und anderen menschlichen Gefühlen, die Fehlentscheidungen begünstigten.

Sie würden sich im Zweifel nicht aus einem Selbsterhaltungstrieb heraus für einen Angriff entscheiden, sondern unbeeindruckt kalkulieren. Sie seien besser geeignet, Menschenleben zu schonen – nicht zuletzt die der eigenen Soldaten. Und die Öffentlichkeit reagiert gegenüber defekten Killerrobotern sicherlich weniger sensibel, als wenn Zinksärge nach Hause geflogen werden.

Was aber, wenn der Gegner nicht Granaten feuert, sondern die Rechner der Roboter hackt? Und kann man wirklich Programmierer und Konstrukteure einer Maschine in gleichem Maße für tödliche Fehler zur Verantwortung ziehen wie einen Kampfjet-piloten, der eine Bombe ausklinkt, fragen die Kritiker. Sie fürchten, dass alle Debatten über einen rechtlichen Rahmen schon bald von der Realität überholt werden und es dann zu spät ist, dem Einsatz von Killerrobotern noch Grenzen zu setzen.

Krieg steckt in der DNA des Silicon Valley

Im Geschäft mit dem Tod stecken Milliarden US-Dollar. Auch Google erlag der Verlockung, eng mit dem US-Militär zu kooperieren. Doch der Protest vieler Mitarbeiter führte nun zum Ausstieg aus einem Großprojekt. Von Jannis Brühl mehr…

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https://www.sueddeutsche.de/wissen/materialforschung-akkus-gefahr-im-handgepaeck-1.4089411

Materialforschung Akkus: Gefahr im Handgepäck

Brandgefahr: Experten warnen vor überhitzten Akkus von Computern und Smartphones an Board.(Foto: Jack Catalano/unsplash)
  • Batterien sind gefährlich, weil sie sehr viel Energie in sehr kleinen Raum verpacken.
  • Im Normalbetrieb geben die Akkus ihre Energie dosiert ab, die Elektronen fließen kontrolliert. Wird die Batterie aber zu sehr strapaziert, gequetscht oder zerstört, kann der Kreislauf außer Kontrolle geraten.
  • Etwa drei Mal im Monat verzeichnen allein die amerikanischen Behörden derzeit einen Zwischenfall, bei dem ein elektronisches Gerät im Flugverkehr überhitzt, raucht, explodiert oder Feuer fängt.
Von Christoph von Eichhorn

Zum Beispiel Flug 2981, von Seattle nach Salt Lake City. Da sprühte ein iPhone plötzlich Funken in der Kabine. Oder Flug 90, von Newark nach Tel Aviv, als ein iPad sich zwischen zwei Sitzen verkeilte, sehr schnell sehr heiß wurde und zu qualmen anfing. Oder ein Flug von Houston nach Havanna im März: Da explodierte in einem Rucksack ein Powerpack, eine Ersatzbatterie für Elektronik, und es kam zu einem kleinen Brand an Bord.

Die Fälle hat die amerikanische Flugbehörde FAA zusammengetragen, sie stammen alle aus dem laufenden Jahr. Die drei Unfälle gingen glimpflich aus, doch die Liste solcher Vorfälle wird schnell länger. Etwa drei Mal im Monat verzeichnen allein die amerikanischen Behörden derzeit einen Zwischenfall, bei dem ein elektronisches Gerät im Flugverkehr überhitzt, raucht, explodiert oder Feuer fängt. In Deutschland zählte das Luftfahrtbundesamt 2017 drei solche Überhitzungen.

Praktisch immer ist die darin verbaute Lithium-Ionen-Batterie der Auslöser, also die Energiequelle des Geräts. Die Batterien sind deshalb so gefährlich, weil sie sehr viel Energie in sehr kleinen Raum verpacken. Im Normalbetrieb geben die Akkus ihre Energie dosiert ab, die Elektronen fließen kontrolliert von der Anode zur Kathode der Zelle, um das Gadget mit Strom zu versorgen. Wird die Batterie aber zu sehr strapaziert, gequetscht oder zerstört, kann der Kreislauf außer Kontrolle geraten.

„Das Überhitzen kann unterschiedliche Ursachen haben, zum Beispiel, wenn man aus Versehen auf das Gerät tritt“, sagt der Elektrochemiker Falko Schappacher vom Batterieforschungszentrum MEET der Universität Münster. Bringt die Deformation die beiden Elektroden miteinander in Kontakt, könne das einen Kurzschluss auslösen. „Dann fließt plötzlich ein sehr großer Strom, der hohe Temperaturen bewirkt“, sagt Schappacher. Eine Folge kann das gefürchtete „thermische Durchgehen“ sein: Die Erwärmung beschleunigt chemische Reaktionen in der Zelle, was wiederum die Temperatur in die Höhe treibt. Dieser sich selbst verstärkende Prozess kann den Akku in Millisekunden in Brand setzen oder gar explodieren lassen, wenn die Batterie zusätzlich Wasserstoffgas freisetzt.

Besonders gefährlich ist es, wenn der Akku eines Gerätes im Frachtraum explodiert

So ein Risiko besteht natürlich auch am Boden, potenziert sich jedoch zur Gefahr für viele, wenn der Brand in 10 000 Meter Höhe ausbricht. Dabei sind Zwischenfälle in der Passagierkabine sogar noch das geringere Übel – dort lässt sich das außer Kontrolle geratene Gerät erfahrungsgemäß entdecken und notdürftig kühlen. Weit gefährlicher sei nach Ansicht von Experten ein Batteriebrand im Gepäckraum des Flugzeugs.

Bei Flugsicherheitsexperten steht das Thema derzeit weit oben auf der Agenda, seit Tests der FAA zu beunruhigenden Ergebnissen kamen. Die Flugsicherheitswächter hatten gezielt Laptops überhitzt, um einen Brand in einem Gepäckraum zu simulieren. In den meisten Fällen konnte das automatische Löschsystem das Feuer mit Halon ersticken. Kritisch wurde es aber, als die Tester den Laptop neben einem Druckbehälter platzierten, vergleichbar mit einem Deospray. 40 Sekunden nach dem thermischen Overkill der Batterie „trat ein schnell wachsendes Feuer auf, und die Dose explodierte“, heißt es in einem Bericht dazu. Die Löschanlage war dann nicht mehr in der Lage, das Feuer schnell genug zu ersticken und es an der Ausbreitung zu hindern.

„Das könnte dann ein Problem verursachen, welches das Flugzeug gefährdet“, sagte der Sicherheitsexperte Duane Pfund von der US-Materialaufsicht PHMSA kürzlich auf einer Konferenz amerikanischer Piloten. Ein Laptop könnte also, falls er zu nah an Kosmetikprodukten gepackt ist und seine Batterie zu sehr belastet wird, einen Passagierjet zum Absturz bringen. Die PHMSA warnt zudem davor, dass Batterien häufig ohne Gefahrgutkennzeichnung auf Passagierflügen als kommerzielle Fracht transportiert würden.

Die batteriebeheizten Socken fingen in einem Koffer an zu schmoren

Schon im November 2017 beriet die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) der Vereinten Nationen über die Gefahren von Lithium-Ionen-Akkus. Die Regeln der ICAO sind in der Regel weltweit bindend. Zur Debatte stand 2017 auch ein Verbot sämtlicher persönlicher elektronischer Geräte im aufgegebenen Gepäck. Jedoch konnte sich das Gremium trotz hitziger Diskussionen um die Gefahren nicht zu einer Entscheidung durchringen und vertagte das Thema. Unter anderem deshalb, weil unklar war, was überhaupt als elektronisches Gerät gelten sollte.

Die Frage wird kniffliger, da in immer mehr Alltagsgegenständen Elektronik steckt, und damit auch Batterien. Die amerikanische Luftfahrtbehörde schildert einen Fall, bei dem „batteriebeheizte Socken“ in einem Koffer zu schmoren anfingen. Glücklicherweise bemerkte die Flughafencrew in Salt Lake City den Brandgeruch schon beim Einladen des Gepäcks, sodass die brennenden Socken nicht mit dem Flieger abhoben.

Airlines schlagen sich mittlerweile mit einer Vielzahl solcher Gadgets herum – Hoverboards, Drohnen, E-Zigaretten – die alle ganz unterschiedlich gebaut sind. Auch „smartes Gepäck“ kommt derzeit in Mode. Diese Koffer enthalten selbst batteriebetriebene Elektronik, etwa zum Aufladen anderer Geräte oder als Diebstahlschutz. Koffer aus dem Kofferraum des Flugzeugs auszusperren, würde die Sache wohl völlig ad absurdum führen. Fluglinien handhaben den Transport von Elektronik teilweise unterschiedlich. Die Lufthansa erlaubt im aufgegebenen Gepäck Elektronik mit einer Batteriekapazität von 100 Wattstunden (Wh). Ersatzbatterien müssen ins Handgepäck, für Powerpacks gilt eine Obergrenze von 160 Wh.

Das Problem wächst: Zukünftig wird noch mehr Elektronik in der Luft unterwegs sein

Lässt sich das Problem technisch lösen? „Konstruktiv kann man die Sicherheit deutlich erhöhen“, betont Batterieforscher Falko Schappacher. Wissenschaftler suchen beispielsweise nach neuen Elektrolytflüssigkeiten für das Innere von Lithium-Akkus, die nicht mehr so leicht entflammbar sind wie bisherige organische Substanzen. Auch an der Kathode ließe sich „durch neue Materialien, die thermisch stabiler sind, die Entflammbarkeit heruntersetzen“, sagt Schappacher. Solche Vorkehrungen sind auch für Batterien von Elektroautos wichtig. Bei Fahrzeugen gibt es allerdings einen Vorteil: Platz. Ingenieure können dort die Batterie mit einem zusätzlichen Gehäuse sichern, sie mit Sensorik überwachen oder eine Kühlung einbauen. Dieser Raum geht Gadgets ab, die tendenziell immer kleiner werden müssen.

Selbst große Firmen wie Samsung sind anfällig für den Platzsparzwang: Beim Smartphone Galaxy Note 7 hatten die Ingenieure unter anderem einen zu dünnen „Separator“ in den Akku eingebaut. Diese Schutzschicht trennt die beiden Kammern der Batteriezelle. Um Platz zu sparen, war der Separator beim Galaxy Note 7 nur wenige Mikrometer dick, was das Handy feueranfällig machte. Samsung zog es daraufhin 2016 aus dem Verkehr. Unter prominenten Marken ist solcher Pfusch jedoch selten. Batterieforscher sehen das Problem für den Flugverkehr eher bei No-Name-Herstellern, die Gadgets ohne große Qualitätskontrollen zusammenschrauben.

Prognosen deuten jedenfalls darauf hin, dass künftig viel mehr Elektronik in der Luft unterwegs sein wird als bislang. Vielleicht bekommen Fluggäste ja bald die Warnung zu hören: „Explodierende Socken bitte nur ins Handgepäck.“

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Wo der SMARTE DIGITALE ROBO-SCHROTT LANDET

https://www.zeit.de/digital/2018-09/globalisierung-kai-loeffelbein-dokumentarfotografie-kapitalismus-fs

Elektroschrott: Wo der alte Bildschirm landet

Ständig kommt das neueste Smartphone, das nächste Gadget auf den Markt. Aber was passiert mit den alten Geräten? Diese Fotos zeigen die Folgen des Elektrokonsums.

Etwa 44,7 Millionen Tonnen Elektroschrott sind nach Schätzungen der Vereinten Nationen 2016 auf der Welt angefallen. Viele alte Geräte, auch aus Deutschland, landen auf Deponien in Afrika oder Asien. Was mit ihnen passiert, dokumentiert Kai Löffelbein. Der Fotograf reist seit Jahren um die Welt, um die Folgen der Globalisierung mit Bildern festzuhalten. Im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie zeigt die Berliner Kunstgalerie FeldbuschWiesnerRudolph Löffelbeins Bilder in der Ausstellung Global Total vom 21. September bis zum 28. Oktober 2018.

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MONSANTO: Ein SCHRECKEN ohne ENDE!!! – – – BAYER-MONSATAN im „STURZ-FLUG“ – – – „Bayer“ drohen „böse ÜBERRASCHUNGEN“ wegen „MONSANTO“: so der ANWALT – ERST ein kleiner Teil der relevanten „Monsanto-DOKUMENTE“ konnten verwendet werden und diese seien noch nicht einmal die BRISANTESTEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!! //// ?DICAMBA? ////// einseitige „MEDIEN-BERICHT-ERSTATTUNG“ ///// WAS haben die GRÜNEN mit der „VOGEL-VERTREIBUNG“ zu tun???!!!??!! //// „BRAND-STIFTUNG“

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https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/08/23/bayer-drohen-boese-ueberraschungen-wegen-monsanto/

Bayer drohen „böse Überraschungen“ wegen Monsanto

Bayer drohen nach Ansicht eines Anwalts von US-Klägern böse Überraschungen wegen des Pestizids Glyphosat.

Die Verpackung eines Unkrautvernichtungsmittels, das den Wirkstoff Glyphosat enthält. (Foto: dpa)

Die Verpackung eines Unkrautvernichtungsmittels, das den Wirkstoff Glyphosat enthält. (Foto: dpa)

Der US-Agrarkonzern Monsanto hätte die Verurteilung zu der hohen Millionenentschädigung wegen seines Pflanzenschutzmittels Glyphosat einem Bericht zufolge abwenden können. Monsanto habe ein Angebot ausgeschlagen, den Rechtsstreit für sechs Millionen Dollar (5,2 Millionen Euro) beizulegen, sagte der Klägeranwalt Brent Wisner der FAZ. Stattdessen hatte ein US-Gericht Monsanto kürzlich zur Zahlung von fast 290 Millionen Dollar Schmerzensgeld verurteilt.

Die Geschworenen in San Francisco begründeten das Urteil mit dem Versäumnis von Monsanto, den Kläger vor dem Krebsrisiko durch das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat zu warnen. Der Mann erkrankte unheilbar an Lymphdrüsenkrebs.

Wisner sagte, seitdem habe seine Kanzlei mehrere hundert weitere Anfragen erhalten. Er vertrete bereits 800 Menschen, die Monsantos Glyphosat-Produkte für Gesundheitsprobleme verantwortlich machen.

Bayer müsse sich noch auf „böse Überraschungen“ einstellen, sagte der Anwalt. Denn aus verfahrenstechnischen Gründen habe er bei dem abgelaufenen Prozess erst einen kleinen Teil der relevanten Monsanto-Dokumente verwenden können, und dies seien noch nicht einmal die brisantesten.

 

Seit Juni gehört Monsanto zum deutschen Chemieriesen Bayer. Durch die Übernahme im Umfang von 63 Milliarden Dollar will Bayer zum weltgrößten Anbieter von Pestiziden und Saatgut aufsteigen. Nach dem Glyphosat-Urteil hatte die Bayer-Aktie deutlich nachgegeben, da Anleger eine Signalwirkung für weitere Verfahren fürchteten.

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https://magazin.spiegel.de/SP/2018/34/158957327/index.html?utm_source=spon&utm_campaign=centerpage

 

»Gift in der Geschichte«

Konzerne
Die Verfahren gegen den Agrarmulti Monsanto werden sich häufen, sagt der Klägeranwalt Brent Wisner. Der Bayer-Konzern, der Monsanto gerade übernommen hat, habe das unterschätzt.
Ju­rist Wis­ner »Ihr Ruf ist den Ma­na­gern völ­lig egal«

Ver­gan­ge­ne Wo­che erstritt Wis­ner, 34, für sei­nen Kli­en­ten, den Krebs­pa­ti­en­ten De­way­ne John­son, ein bahn­bre­chen­des Ur­teil: Zum ers­ten Mal wur­de Mons­an­to we­gen an­geb­lich ver­schlei­er­ter Ri­si­ken sei­nes Un­kraut­ver­nichters Gly­pho­sat ver­ur­teilt. 289 Mil­lio­nen Dol­lar Scha­dens­er­satz muss das Un­ter­neh­men nun an den Klä­ger zah­len, so das Ur­teil des Ge­schwo­re­nen­ge­richts in San Fran­cis­co. Mons­an­to habe nicht aus­rei­chend vor den Ri­si­ken sei­nes Pro­dukts »Round Up« ge­warnt, das der Klä­ger als Haus­meis­ter ei­nes Schul­be­zirks oft aus­brach­te. Mons­an­to, seit Kur­zem Toch­ter des deut­schen Bay­er-Kon­zerns, be­strei­tet ei­nen Zu­sam­men­hang zwi­schen dem Pro­dukt und der Er­kran­kung.

SPIEGEL: Herr Wis­ner, die Ju­ris­ten Ih­rer Kanz­lei gel­ten als Ver­brau­cher­an­wäl­te, sie ge­hen ge­gen Phar­ma­kon­zer­ne und re­ni­ten­te Flug­ge­sell­schaf­ten vor. Seit wann ha­ben Sie Mons­an­to auf dem Schirm?

Wis­ner: Das liegt bei mir ein biss­chen im Blut. Schon mein Va­ter hat­te ei­nen skep­ti­schen Blick auf Pes­ti­zi­de. Er ver­netz­te sich mit Land­wir­ten und wur­de zu ei­nem Ak­ti­vis­ten ge­gen das gan­ze Che­mie­zeugs. Vor zwei­ein­halb Jah­ren be­ka­men wir dann ei­nen An­ruf von Teri Mc­Call, der Wit­we ei­nes Far­mers, der an Krebs ge­stor­ben war und über 30 Jah­re mit Mons­an­to-Pro­duk­ten ge­ar­bei­tet hat­te. Das war der Aus­lö­ser für un­se­re Re­cher­chen. In die­sem Som­mer kam auch De­way­ne John­son zu uns.

SPIEGEL: Seit Jahr­zehn­ten wird über die Ge­fahr von Mons­an­to-Pro­duk­ten dis­ku­tiert. War­um hat es so lan­ge ge­dau­ert, bis ein Ge­richt sich der Fra­ge an­ge­nom­men hat?

Wis­ner: Da­für gibt es meh­re­re Grün­de. Am wich­tigs­ten war wohl die Ein­stu­fung der In­ter­na­tio­na­len Agen­tur für Krebs­for­schung, ei­ner WHO-Toch­ter. Die be­wer­te­te Gly­pho­sat An­fang 2015 als »wahr­schein­lich krebs­er­re­gend«, wor­auf der Mons­an­to-Chef von »Drecks­for­schung« sprach. Doch nie­mand hat­te vor­her so viel zu­sam­men­ge­tra­gen, so tief da rein­ge­guckt. Das war ein Weck­ruf.

SPIEGEL: Wel­chen An­teil hat Mons­an­to dar­an, dass es erst jetzt zu ei­nem Ur­teil kam?

Wis­ner: Ei­nen gro­ßen! Mons­an­to hat ein in­ter­nes Pro­gramm, es heißt »Let not­hing go«. Der Zweck die­ses Pro­gramms ist es, Wis­sen­schaft­ler zu at­ta­ckie­ren, die sich kri­tisch über Mons­an­to-Pro­duk­te äu­ßern. Wohl­ge­merkt: Sie ge­hen di­rekt die Leu­te an, die Men­schen, dis­kre­di­tie­ren sie, auch durch Drit­te, die sie be­zah­len.

SPIEGEL: Gibt es wei­te­re der­ar­ti­ge PRStra­te­gi­en?

Wis­ner: Ein an­de­res Pro­gramm heißt »Free­dom to ope­ra­te«. Zweck ist es, al­les aus­zu­schal­ten, was den Ver­kauf ih­rer Pro­duk­te stö­ren könn­te – Ge­set­ze, wis­sen­schaft­li­che Ar­ti­kel, sie ma­chen ge­gen al­les mo­bil. Dazu wer­den auch so­ge­nann­te Miet­mäu­ler en­ga­giert, Wis­sen­schaft­ler, die Mons­an­to für ih­ren Op­por­tu­nis­mus be­zahlt. Die­se Pro­gram­me spie­geln eine Un­ter­neh­mens­kul­tur, die kei­ner­lei In­ter­es­se an öf­fent­li­cher Ge­sund­heit er­ken­nen lässt, son­dern nur an Pro­fit.

SPIEGEL: Mons­an­to be­strei­tet ja wei­ter­hin, Ein­fluss auf die Wis­sen­schaft ge­nom­men zu ha­ben – was gab bei den Ge­schwo­re­nen den Aus­schlag für das Ur­teil?

Wis­ner: Die wis­sen­schaft­li­che Er­kennt­nis selbst, glau­be ich. Die zwölf Ge­schwo­re­nen wa­ren ja kei­ne Leicht­ge­wich­te. Es war eine Mo­le­ku­lar­bio­lo­gin dar­un­ter, ein Um­welt­in­ge­nieur, ein An­walt. Kol­le­gen sag­ten mir: »Pass auf, Brent, so viel In­tel­li­genz kann auch hin­der­lich sein.« Ich war mir aber si­cher, dass die kri­ti­schen Stu­di­en, die ja zum Teil un­ter­drückt wor­den wa­ren, das Stärks­te war, was wir hat­ten.

SPIEGEL: War das der Grund, war­um Sie im Vor­feld auch in­ter­ne Mails aus dem Kon­zern an die Me­di­en wei­ter­ge­reicht ha­ben?

Wis­ner: Wir woll­ten si­cher­stel­len, dass die gan­ze Ge­schich­te auf den Tisch kommt und alle das ken­nen, was an­de­re lie­ber im Ver­bor­ge­nen ge­hal­ten hät­ten. Die­se in­ter­nen Vor­gän­ge wer­den si­cher auch in der Be­ru­fungs­in­stanz eine Rol­le spie­len.

SPIEGEL: Für den Lai­en ist die Fra­ge der Si­cher­heit des Pro­dukts schwer zu durch­schau­en: Ei­ner­seits ist von über 800 Stu­di­en die Rede, die an­geb­lich die Si­cher­heit des Wirk­stoffs Gly­pho­sat be­le­gen. Dann je­doch räumt eine Mons­an­to-An­ge­stell­te ein, das Pro­dukt Round Up nie dar­auf ge­tes­tet zu ha­ben, ob es krebs­er­re­gend ist.

Wis­ner: Die 800 Stu­di­en sind Au­gen­wi­sche­rei. Mit Krebs ha­ben sie nichts zu tun. Es geht dar­in etwa dar­um, ob der Stoff eine Ir­ri­ta­ti­on der Au­gen oder der Haut aus­lö­sen könn­te. Zum The­ma Krebs gibt es nur rund 20 Stu­di­en. Fast alle zei­gen ein Ri­si­ko. Mons­an­to ver­weist aber im­mer auf die 800 Stu­di­en, weil sie da­mit bes­ser ab­len­ken kön­nen.

SPIEGEL: Nach ei­ner RoundUp-Stu­die des fran­zö­si­schen For­schers Séra­li­ni im Jahr 2012 ha­gel­te es Pro­tes­te. Wie er­klä­ren Sie sich die Schär­fe der Kri­ti­ker?

Wis­ner: Die Stu­die be­leg­te ein Krebs­ri­si­ko bei Rat­ten und traf Mons­an­to ins Mark. Sie or­ches­trier­ten ei­nen Auf­schrei, or­ga­ni­sier­ten eine Le­ser­brief­flut ge­gen ver­meint­li­che Feh­ler der Stu­die und brach­ten den Chef­re­dak­teur des Fach­ma­ga­zins, mit dem sie eine fi­nan­zi­el­le Be­zie­hung an­bahn­ten, dazu, den Ar­ti­kel zu­rück­zu­zie­hen.

SPIEGEL: Mons­an­to hat die Ge­fähr­lich­keit von Di­oxi­nen in der Kühl­flüs­sig­keit PCB eben­so ver­schlei­ert wie die sei­nes frü­he­ren Um­welt­gifts Agent Oran­ge. Steht Round Up wo­mög­lich in ei­ner ge­wis­sen his­to­ri­schen Kon­ti­nui­tät?

Wis­ner: Ja, denn Mons­an­tos Ge­schich­te ist die ei­ner gro­ßen Lüge. Sie täu­schen die Men­schen, gau­keln ih­nen si­che­re Pro­duk­te vor und ma­chen viel Geld da­mit. Und wen­n’s un­ge­müt­lich wird, ma­chen sie ein­fach mit ei­nem an­de­ren Pro­dukt wei­ter. Die­se Stra­te­gie hat sich über hun­dert Jah­re be­währt. Da­bei ist den Mons­an­to-Ma­na­gern ihr Ruf völ­lig egal. Bay­ers Her­an­ge­hen ist da hof­fent­lich se­riö­ser, ob­wohl sie sich nun eine Bür­de auf­ge­la­den ha­ben.

SPIEGEL: Ha­ben Sie eine Er­klä­rung, war­um sich Bay­er Mons­an­to ans Bein ge­bun­den hat?

Wis­ner: Sie ha­ben wohl un­ter­schätzt, wie viel Gift in de­ren Ge­schich­te steckt. Viel­leicht hat Bay­er die Trans­ak­ti­on vo­ri­ge Wo­che schon be­reut, als der Ak­ti­en­kurs weg­sack­te. Und es wird ja nicht leich­ter für Bay­er. Es wer­den wei­te­re Do­ku­men­te be­kannt wer­den, und es gibt noch ei­ni­ge Kla­gen mehr: Al­lein un­se­re Kanz­lei ver­tritt 800 Men­schen ge­gen Mons­an­to.

In­ter­view: Nils Kla­wit­ter

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http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/bayer-und-monsanto-koennen-sich-auf-ein-langes-verfahren-einstellen-15750750.html

Angriffslustiger Anwalt 

„Auf Bayer warten noch böse Überraschungen“

Erfolgreich vor Gericht: Klägeranwalt Brent Wisner vertritt den krebskranken Dewayne Johnson gegen Monsanto. Bild: AFP

Der Kauf von Monsanto wird wegen des Glyphosat-Urteils für den deutschen Konzern um einiges riskanter. Der Anwalt des Klägers rüstet sich für ein langes juristisches Gefecht.

Für Monsanto hätte alles viel glimpflicher ausgehen können. Der amerikanische Agrogigant hatte ein Vergleichsangebot auf dem Tisch, um einen Rechtsstreit mit dem krebskranken Dewayne Johnson, in dem es um Unkrautvernichtungsmittel mit dem Inhaltsstoff Glyphosat geht, aus der Welt zu schaffen. Für 6 Millionen Dollar hätte der Konzern das Kapitel abhaken können, wie Johnsons Anwalt Brent Wisner im Gespräch mit der F.A.Z. verrät. Aber Monsanto habe ein Gegenangebot gemacht, das „ein Witz“ gewesen sei und nur bei „einem Bruchteil eines Bruchteils“ dieser Summe gelegen habe. So kam es zu einem Gerichtsprozess, an dessen Ende der Konzern dazu verurteilt wurde, dem Kläger 289 Millionen Dollar zu zahlen. Die Geschworenen sahen es als erwiesen an, dass die Glyphosatmittel zu der Krebserkrankung des Mannes beigetragen haben und dass Monsanto Verbraucher nicht ausreichend vor den Gesundheitsrisiken der Produkte gewarnt hat.

Roland Lindner

Wirtschaftskorrespondent in New York.

Es war ein spektakuläres Urteil, das die Börse schockierte, denn dies ist womöglich nur der erste in einer ganzen Serie von solchen Gerichtsprozessen. Nach letzten offiziellen Angaben sieht sich Monsanto 5200 Klägern gegenüber, die behaupten, Glyphosat habe sie schwer krank gemacht. Und das ist jetzt das Problem des deutschen Bayer-Konzerns, der Monsanto vor gut zwei Monaten offiziell übernommen hat. Die Bayer-Aktie hat nach dem Urteil zeitweise fast 18 Prozent an Wert eingebüßt, der Börsenwert fiel um mehr als 15 Milliarden Euro. Nur ein kleiner Teil der Verluste wurde mittlerweile wieder wettgemacht….

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https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/08/24/tausenden-klagen-den-usa-gegen-bayer-anhaengig/

Zahl der Klagen gegen Bayer in den USA deutlich höher als bekannt

Die Zahl der anhängigen Klagen gegen das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat der Bayer-Tochter Monsanto ist deutlich höher als gedacht.

Klagen: Monsanto und Bayer. (Foto: dpa)

Monsanto und Bayer. (Foto: dpa)

Bayer sieht sich in den USA mit mehr Klagen wegen des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat konfrontiert als bislang bekannt. Bis Ende Juli hätten rund 8000 Klagen vorgelegen, sagte Vorstandschef Werner Baumann am Donnerstag in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Bisher waren mehr als 5000 Klagen bekannt. Baumann sagte, Ende Oktober werde das nächste Verfahren vor einem Gericht in St.Louis im US-Bundesstaat Missouri starten.

Vor knapp zwei Wochen wurde die Bayer-Tocher Monsanto, die Glyphosat entwickelt hat, von einem kalifornischen Gericht zu einer Schadensersatzzahlung von 289 Millionen Dollar an einen an Krebs erkrankten Mann verurteilt, der seine Erkrankung auf den Unkrautvernichter zurückführte. Baumann bekräftigte, der Konzern werde das Urteil anfechten und sich dagegen und auch in weiteren Fällen entschieden verteidigen. Rückstellungen für Schadensersatzzahlungen habe Bayer bislang nicht gebildet.

Bayer hatte Monsanto mithilfe neuer Schulden in Milliardenhöhe in den vergangenen Monaten übernommen.

Baumann sieht den Sinn der Übernahme des US-Agrarchemiekonzerns Monsanto durch das jüngste Urteil im Glyphosat-Prozess nicht in Frage gestellt. „Fakt ist: An der zwingenden Logik der Übernahme von Monsanto, am Wertschaffungspotenzial für unsere Aktionäre, an der Attraktivität des Agrarmarkts und an unseren kommunizierten Zielen hat sich überhaupt nichts geändert“, sagte er dem „Handelsblatt“ laut einem am Donnerstag auf der Homepage veröffentlichten Interview.

Bayer habe im Zuge der Übernahme auch die Rechtsrisiken intensiv betrachtet, sagte Baumann. „Man muss aber auch sehen, dass zum damaligen Zeitpunkt der Umfang der Klagen, mit denen wir uns jetzt auseinandersetzen, noch gar nicht absehbar war.“ Anlass zu einer Neubewertung sieht er nicht: „Die Sicherheitsbewertung von Glyphosat hat sich seit dem Zeitpunkt der Übernahme nicht verändert. Wenn das anders wäre und wir feststellen müssten, dass in der Due Diligence etwas übersehen wurde, würden wir reagieren. Das ist aber nicht der Fall.“

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DICAMBA

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/08/18/saatgut-haendler-erwaegen-klage-gegen-monsanto/

Saatgut-Händler erwägen Klage gegen Monsanto

In den USA erwägen zwei große Saatguthändler Klagen gegen Monsanto.

Der Bayer-Tochter Monsanto droht in den USA mit ihrem Unkrautvernichtungsmittel Dicamba neues Ungemach. Die beiden größten unabhängigen Saatgut-Händler des Landes, Beck’s Hybrids und Stine Seed, wollen bei den US-Behörden erreichen, dass Dicamba von Landwirten zunächst nicht mehr eingesetzt werden darf, wie sie der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Sollte es zu einem Verbot kommen, könnte den Bauern der Anreiz fehlen, das darauf abgestimmte Monsanto-Saatgut zu kaufen. Der Bayer-Tochter drohen dadurch Umsatzeinbußen.

Hintergrund der Initiative sei, dass das Mittel auch auf Felder gelangt sei, auf denen Sojabohnen wuchsen, die gegen Dicamba nicht resistent sind, erklärten die Unternehmen. Dadurch habe es Ernteschäden gegeben. Der US-Konzern Monsanto, den Bayer jüngst für rund 63 Milliarden US-Dollar übernommen hat, hat Sojabohnen gezüchtet, denen Dicamba nicht schaden kann. Die US-Umweltschutzbehörde EPA will im Herbst entscheiden, ob sie die Genehmigung für Dicamba verlängert.

Der Aktienkurs von Bayer hat in den vergangenen Tagen rund 15 Prozent seines Wertes im Zuge des Bekanntwerdens anderer Klagen gegen Monsanto verloren. Am Freitagmittag stagnierte der Aktienkurs.

Monsanto sieht sich wegen Dicamba mehreren Klagen gegenüber. 2017 hatte eine neue Formulierung des Pflanzenschutzmittels nach Einschätzung von Landwirten und Experten zu erheblichen Schäden an der Ernte geführt, da sich Dicamba verflüchtigt habe, über die Felder getrieben sei und so auch Pflanzen erreicht habe, die nicht gegen das Mittel durch gentechnische Veränderung gewappnet waren. Das hatte eine Welle von Beschwerden und Klagen gegen Monsanto ausgelöst. Monsanto wirft den Landwirten vor, der Anleitung des Herbizids nicht genau gefolgt zu sein und Dicamba unsachgemäß aufgetragen zu haben. Dicamba wird außer von Monsanto auch von dem deutschen Chemiekonzern BASF und dem US-Unternehmen DowDuPont hergestellt.

Monsanto war jüngst von einem US-Gericht zur Zahlung von 289 Millionen Dollar Schadenersatz an einen an Krebs erkrankten Mann verurteilt worden, der sein Leiden auf das von Monsanto entwickelte Glyphosat zurückführte. Monsanto sieht sich mehr als 5000 ähnlichen Klagen in den USA gegenüber.

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https://www.testbiotech.org/aktuelles/einseitige-berichterstattung-bei-spiegel-online

Einseitige Berichterstattung bei Spiegel Online

Bundesregierung beantwortet kleine Anfrage der FDP

21. 08. 2018 / Nach der Süddeutschen Zeitung (SZ) berichtet auch Spiegel Online sehr einseitig über Testbiotech und die Einrichtung der „Fachstelle Gentechnik und Umwelt“. Trotz harscher Vorwürfe wurde Testbiotech auch dieses Mal nicht um eine Stellungnahme angefragt. Abermals wird Testbiotech pauschal unterstellt, nicht wissenschaftlich zu arbeiten. Bereits zuvor hatten die Journalistinnen Julia Merlot (Spiegel Online) und Kathrin Zinkant (SZ) mehr oder weniger im Gleichklang das Urteil des Europäischen Gerichtshofes zu den neuen Gentechnikverfahren mit zum Teil sachfremden Argumenten und ungewöhnlich heftig kritisiert.

Frau Merlot agiert offensichtlich voreingenommen: Bereits im Interview mit dem Tübinger Forscher Detlev Weigel vom 12. Mai 2018 teilt Frau Merlot nicht mit, dass dieser im Bereich Gentechnik Patente anmeldet und sich selbst als Berater der Industrie bezeichnet. Jetzt verweist Merlot erneut auf Weigel, ohne zu erwähnen, dass Testbiotech sich bereits im Detail mit dessen Kritik befasst hat. Frau Merlot nennt offensichtlich nicht alle relevanten Fakten.

Testbiotech legt Wert darauf, nach wissenschaftlichen Standards zu arbeiten und gleichzeitig unabhängig von den Interessen derer zu sein, die von Anwendungen der Gentechnik profitieren. Im Vordergrund unserer Arbeit steht die Perspektive des Umwelt- und Verbraucherschutzes. Diese Perspektive, die aus unseren Verlautbarungen klar erkennbar ist, rechtfertigt es aber nicht, uns als Lobby-Organisation oder Technikfeinde zu bezeichnen. Wir lehnen die Gentechnologie als Instrument der Forschung keineswegs ab. Wir sehen aber bestimmte Anwendungen sehr kritisch, vor allem, wenn gleichzeitig die Risiken und negativen Auswirkungen nicht ausreichend untersucht werden.

Der offizielle Anlass für die Berichterstattung ist eine Anfrage der FDP im Deutschen Bundestag zur „Fachstelle Gentechnik und Umwelt“, die gestern veröffentlicht wurde. In ihrer Antwort schreibt die Bundesregierung: „Ziel des Vorhabens ist es, neue Entwicklungen in der Biotechnologie- und Gentechnik in Bezug auf ihre Relevanz für den Natur- und Umweltschutz wissenschaftlich auszuwerten. Eine systematische Vorschau soll neue Entwicklungen frühzeitig identifizieren und u. a. Zuchtziele, Organismen, methodische Entwicklungen und für die Biosicherheit relevante Aspekte wie Präzision und Methoden zur Untersuchung von unbeabsichtigten Auswirkungen beinhalten. (…)  Das Vorhaben soll seine wissenschaftlichen Ergebnisse zudem für den öffentlichen Dialog zu den neuen Entwicklungen in der Biotechnologie- und Gentechnik zugänglich machen.“

Gemessen an diesen Herausforderungen ist das Forschungsprojekt finanziell nur mit geringen Mitteln ausgestattet. Trotzdem hofft Testbiotech, dass das Projekt dazu beitragen wird, die Rahmenbedingungen für eine von der Industrie unabhängige Risikoforschung zu verbessern. Vor diesem Hintergrund begrüßt Testbiotech die kontroverse Diskussion, mahnt aber mehr journalistische Sorgfalt und Ausgewogenheit an.

Kontakt: Christoph Then, Tel. 0151 54638040 info@testbiotech.org.

Die Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage der FDP:
http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/038/1903812.pdf

Die Website der „Fachstelle Gentechnik und Umwelt“:
https://fachstelle-gentechnik-umwelt.de/

Spiegel Online über Testbiotech und die „Fachstelle Gentechnik und Umwelt“:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/bundesumweltministerium-beauftragt-testbiotech-mit-info-kampagne-a-1220832.html
Testbiotech über die Kontroverse mit Detlev Weigel und die vom ihm kritisierte tabellarische Übersicht:
www.testbiotech.org/blog_crispr_grundlagen_der_biologie

www.testbiotech.org/node/2232

Spiegel online über Detlev Weigel:
www.spiegel.de/wissenschaft/natur/gentechnisch-veraenderte-lebensmittel-herr-weigel-fuehrt-die-gruenen-vor-a-1205755.html

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https://www.testbiotech.org/node/2260

Testbiotech veröffentlicht Gutachten zur Stärkung der unabhängigen Risikoforschung

Ausreichende Anreize für Forschung und Partizipation der Zivilgesellschaft als wichtige Eckpunkte

20. August 2018 / Testbiotech veröffentlicht heute ein Rechtsgutachten, das sich mit den rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen einer Förderung der unabhängigen Risikoforschung im Bereich der Gentechnologie befasst. Wichtige Eckpunkte des Rechtsgutachtens sind: (1) Der Staat ist dazu verpflichtet, eine systematische und vorsorgeorientierte Forschung zu etablieren. (2) Zur Erfüllung dieser Aufgabe wäre die Erhebung einer sogenannten nicht-steuerlichen Sonderabgabe gerechtfertigt, die die Industrie in die Pflicht nimmt. (3) Bei der Vergabe der Mittel eines entsprechenden Fonds kann ein Beirat, dem beispielsweise Verbraucher- und Umweltschutzverbände angehören, beteiligt werden.

Wie das Gutachten zeigt, ist die gesetzlich geforderte Unabhängigkeit der Risikoforschung im Bereich der Gentechnik derzeit kaum erreichbar, da viele Wissenschaftler und Experten u.a. über Drittmittelforschung mit der Biotech-Industrie verbunden sind. Auch staatliche Forschungsprogramme haben in der Regel ein vorwiegendes Interesse an Technologieentwicklung und Förderung von Innovation. Im Ergebnis ist die Balance zwischen den Vermarktungsinteressen der Industrie und den Zielen eines vorbeugenden Schutzes von Mensch und Natur erheblich gestört.

Das Gutachten zeigt, wie geeignete Anreize für eine verbesserte Risikoforschung geschaffen werden können, um Umwelt- und Verbraucherschutz zu stärken. Ein Entwurf des Gutachtens wurde bereits 2017 auf einem Workshop in Berlin präsentiert, an dem u.a. Abgeordnete des Bundestages sowie Mitarbeiter des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) in Karlsruhe teilnahmen.

Anlass für die Veröffentlichung des Gutachtens ist die Diskussion rund um die „Fachstelle Gentechnik und Umwelt“. Dieses Projekt soll helfen, einige Lücken im Bereich der vorsorge­orientierten Risikoforschung zu schließen. Dafür werden vorhandene Publikationen und die aktuelle Entwicklung konsequent unter der Perspektive des Vorsorgeprinzips und dem Schutz von Mensch und Umwelt bewertet. Das Forschungsprojekt ist auch im Hinblick auf Partizipation der Zivilgesellschaft ein wichtiges Pilotprojekt.

„Die Einmischung der Zivilgesellschaft stößt nicht überall auf Zustimmung. Derzeit sehen wir in den sozialen Netzwerken und sogar manchen Medien den Versuch, Testbiotech deswegen zu diffamieren. Man versucht, uns mit der GentechnikLobby auf eine Stufe zu stellen“, sagt Christoph Then für Testbiotech. „Aber wir haben in den letzten zehn Jahren die Erfahrung gemacht, dass die Risiken der Gentechnik eben nur dann genauer untersucht werden, wenn die Zivilgesellschaft sich einmischt.“

Allerdings zeigt das Gutachten auch, dass in Zukunft weitergehendere Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die gesetzliche Verpflichtung zur Durchführung einer systematischen und vorsorgeorientierten Forschung zu erfüllen. Nur ausreichend ausgestattete Forschungsprogramme könnten einen nennenswerten Anreiz ausüben, so dass die etablierte Forschung sich stärker mit Risikofragen beschäftigt.

Von entsprechenden Anreizen würden auch der Staat und die Behörden profitieren: Auch die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA hat bereits mehrfach beklagt, dass es schwierig ist, Experten zu finden, die die nötige Expertise, gleichzeitig aber keine Verbindung zur Biotech-Industrie haben.

Kontakt: Christoph Then, Tel 0151 54638040, info@testbiotech.org

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be.com/watch?v=PyMQ5pt5zig

 

Bayer und Monsanto: die SAAT der GIER –  WDR Doku

ab Minuten 32:15  –   BRASILIEN – „HighTech“ auf dem Acker DROHNEN im EINSATZ –  Monsanto und  „ClimateCORPORATION“ „WETTER-SATELLITEN-DATEN“DATEN sind Währung der ZUKUNFT???!!! LANDWIRTSCHAFT wird zum COMPUTERSPIEL  – – – Der gläserne BAUER Glyphosat wird immer uneffektiverSuperWEEDS

ab Minuten 41:55  –  GLYPHOSAT – DEUTSCHLAND – CDU/CSU

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„DIGITALE LANDWIRTSCHAFT“

https://www.welt.de/wirtschaft/plus158259255/So-herrscht-Bayer-in-Zukunft-ueber-die-Bauern-dieser-Welt.html

Agrar-Revolution

So herrscht Bayer in Zukunft über die Bauern dieser Welt

Beim Digital Farming unterstützen Drohnen den Einsatz von Mähdreschern
Beim Digital Farming unterstützen Drohnen den Einsatz von Mähdreschern

Hugh Grant ist wie ausgewechselt. Wochenlang hat der Vorstandchef des US-Saatgutriesen Monsanto knorrig und grantelnd die Übernahmepläne des Leverkusener Pharma- und Chemie-Riesen Bayer für sein Unternehmen kritisiert und torpediert. Es gab sogar schon Spekulationen, dass sich der Schotte und Bayer-Chef Werner Baumann nicht wirklich etwas zu sagen haben.

Nun aber ist von persönlicher Antipathie keine Rede mehr. Und auch der schroffe Umgangston ist passé. Stattdessen säuseln Grant und Baumann in einer Telefonkonferenz von gemeinsamen Visionen, die durch den frisch besiegelten Zusammenschluss von Bayer und Monsanto Wirklichkeit werden können. „Wir erreichen eine neue Ära in der Landwirtschaft“, sagt Grant mit regelrecht beschwingter Stimme, als habe es den Ringkampf der beiden Großkonzerne um Geld, Macht und Einfluss zuvor gar nicht gegeben….

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siehe auch  „Crispr/Cas“ – „Gen-Schere“ – „Genome-Editing“

https://www.keine-gentechnik.de/nachricht/33361/#gsc.tab=0

Behörde: Cibus-Raps doch gentechnisch verändert

20.08.2018

Raps
Raps (Foto: Maria Eklind / flickr, Rapeseed, bit.ly/28MsMjR, creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)

Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs zu den neuen gentechnischen Verfahren sind die herbizidresistenten Rapslinien der kanadischen Firma Cibus als gentechnisch verändert einzustufen. Zu diesem Ergebnis kam das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) nach erneuter Prüfung und nahm seinen anderslautenden Bescheid aus dem Jahr 2015 zurück.

Am 5. Februar 2015 hatte das BVL auf Antrag der Firma Cibus festgestellt, die mit Hilfe des Rapid Trait Development Systems erzeugten herbizidresistenten Rapslinien seien keine gentechnisch veränderten Organismen im Sinne des Gentechnikgesetzes. Das hätte bedeutet, dass der GV-Raps unkontrolliert hätte angebaut werden dürfen. Um das zu verhindern und sicherzustellen, dass der Cibus-Raps nicht konventionelle Sorten verunreinigen kann, klagten eine konventionelle Ölmühle, ein biologischer Saatgutzüchter und der Bund für Umwelt- und Naturschutz BUND gegen diesen Bescheid.Damit durfte der Cibus-Raps vorläufig nicht auf deutsche Äcker. „Viele Kulturarten, an denen gentechnisch verändert wird, sind auskreuzungsfähig“, erläuterte Gebhard Rossmanith,Vorstandsvorsitzender der klagenden Bingenheimer Saatgut AG. „Raps ist besonders problematisch, weil es viele andere Kreuzblütler bei Nutzpflanzen wie Kohl, Broccoli etc. sowie bei Wildpflanzen gibt. Einer so auskreuzungsfreudigen Kultur einen Freifahrtschein auszustellen war verantwortungslos“, kritisierte Rossmanith das BVL.

Dem schob der Europäische Gerichtshof (EuGH) im Juli einen Riegel vor. Denn er entschied, dass alle mit Verfahren der Mutagenese gewonnenen Pflanzen und Tiere gentechnisch veränderte Organismen (GVO) im Sinne der EU-Freisetzungsrichtlinie sind. Das heißt, sie müssen auf ihr Risiko geprüft, gekennzeichnet und nachverfolgbar sein. Zwar gibt es davon laut Richtlinie auch Ausnahmen. Die gelten laut EuGH aber nur für solche Mutagenese-Verfahren, die bereits länger angewandt wurden und als sicher gelten. Das ist bei der von der Firma CIBUS eingesetzten Oligonukleotid-gesteuerte-Mutagenese (OgM) nicht der Fall.

Die von CIBUS unter dem Namen „Rapid Trait Development System“ (RTDS) verwendete OgM-Technologie verändert das Erbgut mittels kurzer, im Labor synthetisierter DNA-Sequenzen, die in die Zelle eingeführt werden. Wie das Klägerbündnis in seiner Presseinformation ausführt, sollen diese die DNA in der Zelle dazu veranlassen, sich an einer gewünschten Stelle dem fremden Muster anzupassen. Der genaue Mechanismus der Veränderung sei unklar, das habe auch die Zentrale Kommission für Biologische Sicherheit in ihrer Stellungnahme eingeräumt, heißt es weiter.

Ferner monierten die Kläger die fehlende Zuständigkeit des BVL. Die EU-Kommission hatte die EU-Mitgliedstaaten ausdrücklich aufgefordert, die rechtliche Einstufung der neuen Technologien durch die Kommission abzuwarten, da das EUKompetenz sei. Dennoch hielt das BVL seinen Bescheid aufrecht. Es stellte ihn allerdings unter den Vorbehalt, ihn nach einer Entscheidung der EU-Kommission zu ändern. Geklagt hatte ein Bündnis aus 17 Verbänden, Initiativen und Unternehmen aus dem Agrar- und Umweltbereich, koordiniert von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft. Mit der Rücknahme des Bescheids hat sich dann auch die Klage beim Verwaltungsgericht Braunschweig erledigt. [vef]

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SCHWARZ-GRÜNES PROGRAMM gegen die NATUR

WAS haben die GRÜNEN mit der „VOGEL-VERTREIBUNG“ zu tun???!!!??!!

siehe auch „WIND-ENERGIE“ wird zum „NATUR-FIASKO“

siehe auch „INSEKTEN-STERBEN“ – „VOGEL-MORD“ – „KILLER-ROTOREN“

https://www.neopresse.com/umwelt/gruene-landesregierung-hessens-opfert-offenbar-naturparadies-fuer-windparks/

Grüne Landesregierung Hessens opfert offenbar Naturparadies für Windparks

NEOPresse in Umwelt

Seltene Greifvögel brüten noch im Vogelsberg

Von der Geschichte, die sich geradezu nach einem Naturschutzkrimi anhört, berichtete unlängst die „Welt“. Im Naturschutzgebiet Vogelsbergkreis sind täglich Vogelschutzbeauftragte unterwegs, um seltene Vögel zu beobachten. Noch sind in dem waldreichen Gebiet auf dem ehemaligen Vulkan zahlreiche Seltenheit zu beobachten. Doch auch im Vogelsberg geht die Zahl der seltenen Vögel dramatisch zurück, berichtet der dort zuständige Förster.

2004 wurde dort aufgrund sehr seltener Vögel, die dort heimisch wurden, das Vogelschutzgebiet eingerichtet. Die seltenen Vögel wie Schwarzstörche, Rotmilane, Uhus oder Habichte sind gerade in der Brutzeit besonders nervös, berichtet der Förster. Eigentlich dürfte während dieser Zeit niemand in die Nähe der Brutplätze gehen. Denn bei Störungen verlassen viele Vögel die Nester oder brechen die Brut ganz ab.

Die Interessen der Energielobby stehen über Naturschutz

Doch anscheinend will nicht jeder die Vögel schützen. Und die Interessen an Windkrafträdern im Vogelsberg sind besonders hoch. Im Vogelsberggebiet stehen bereits über 250 Windkraftanlagen. Diese sind schon jetzt ein Problem für manche der seltenen Vögel. Sie fühlen sich dadurch gestört oder sterben, wenn sie in der Nähe der Windräder vorbeifliegen, weil ihre Lungen durch den Luftunterdruck platzen.

Im Vogelsberg herrscht seit Jahren ein Kampf von Windradgegnern und Befürwortern. Die grüne Landesregierung führte ursprünglich das Projekt der „ökologischen Energie“ im Vogelsberg ein. Zulasten der seltenen Tierarten?

Die heimlichen Aufnahmen lassen vermuten, dass dort jemand absichtlich die brütenden Vögel stören sollte. Denn wo seltene Vögel brüten, dürfen keine Windparks aufgestellt werden. Die Aufnahmen wurden nicht nur an den dortigen Förster und Vogelschutzbeauftragten verschickt, sondern auch an die Polizei. Die Behörden reagierten allerdings nicht, weshalb das Video an die „Oberhessische Zeitung“ geschickt wurde. Der Fall wurde öffentlich.

Die Naturschutzbehörde in Gießen stellte schließlich Strafanzeige. Der gefilmte Mann stellte sich. Es war ein Biologe aus Marburg. Er wurde beauftragt, ein Umweltgutachten im Genehmigungsverfahren für Windräder zu erstellen, wie sich herausstellte.

Absichtliche Störung?

Es sollte lediglich dokumentiert werden, ob und wo welche Vögel nisten und brüten. Stellt sich heraus, dass es brütende Vögel in der Nähe der geplanten Windparks gibt, gibt es keine Genehmigung für den Bau. Der Biologe erklärte, er habe die Vögel nicht stören, sondern lediglich prüfen wollen, ob „da etwas ist“. Wäre der Mann tatsächlich nur Gutachter, hätte er die Vögel nur aus der Ferne beobachten und sich ihnen während der Brutzeit nicht nähern dürfen.

Das Video scheint nun zu beweisen, was im Vogelsberg seit Jahren als Gerücht herumgeht. Brütende Vögel werden absichtlich vertrieben, weil ihr Aufenthalt dort die Genehmigungen für die Windparks unmöglich macht. Das Misstrauen in der Bevölkerung ist sehr groß. Der Naturschutzbund Hessen ist sogar davon überzeugt, dass im ganzen Vogelsberg versucht wird, systematisch Brutplätze zu zerstören, damit die Windparks errichtet werden können.

Im Vogelsberg sollen nach den Plänen der Betreiber und mit Genehmigung der grünen Landesregierung 16 neue Windräder errichtet werden. Die „Gutachter“ der Betreiber hatten nur 8 Brutplätze der Greifvögel in dem vorgesehenen Gebiet gefunden. Die Naturschützer fanden 40 Horste. In den betroffenen Gebieten sollen jetzt drei Bäume mit Rotmilan-Horsten gefällt werden. Den Greifvögeln soll woanders ein Ersatz-Nistplatz angeboten werden. Ob dies funktioniert bezweifeln Naturschützer stark. Sie wollen dagegen klagen.

Grüne wollen Windparks

Fakt ist, die grüne Landesregierung will die Windparks. Klimaschutz geht den hessischen Grünen anscheinend vor Naturschutz. Mit der entsprechenden Argumentation der Grünen war zu rechnen: „Wenn der Klimaschutz nicht funktioniert, gibt es auch bald keinen Naturschutz und keine Vögel mehr“. Geht es nach der schwarzgrünen Landesregierung, sollen sieben weitere Windparks in Nordhessen mit je 20 Windkrafträdern entstehen. Hessens Naturschützer und Bürger sind entsetzt.

Die Polizei ermittelt noch gegen den „Baumklopfer“. Ob allerdings jemals Klage erhoben wird, ist fraglich. Die Politik sowie die Energie-Lobby dürfte dies zu verhindern wissen. Die Horste der seltenen Greifvögel sind jedenfalls verlassen. Ob die Greifvögel jemals wiederkehren, ist unsicher. Dank der Grünen in Hessen.

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Die GRÜNEN „MISSE-TÄTER“ LÜGEN – LÜGEN – LÜGEN

tube.com/watch?v=5anZE-aRs30

Grün gegen Grün – Wenn für Windräder Wald gerodet wird

Der „ROT-MILAN“

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tube.com/watch?v=ONhY6NEK5qc

Wie gefährlich sind Windkraftanlagen für Vögel und Fledermäuse?

Der „ROT-MILAN“

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ube.com/watch?v=7j_pWwFUs5o

siehe auch  „GREEN-WASHING“ – „WWF-UNILEVER-MSC-ZERTIFIKAT“ – „NACH-HALTIGKEIT?!“ – „Die GRÜNE LÜGE“ – FILM von „Werner Boote“ und „Kathrin Hartmann“

Kampf gegen die „Palmöl-Mafia“ | DW Reporter

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http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/ungluecke/kampf-gegen-die-flammen-wird-noch-tage-dauern-15754977.html

Waldbrand bei Berlin : Kampf gegen die Flammen wird noch Tage dauern

  • Aktualisiert am

Der Waldbrand in Brandenburg erhellt den Nachthimmel. Bild: dpa

Noch immer sind Hunderte Feuerwehrleute in Brandenburg im Einsatz. Der zuständige Vize-Landrat vermutet Brandstiftung als Ursache.

…..

Der Vize-Landrat von Potsdam-Mittelmark, Christian Stein (CDU), äußerte angesichts des gleichzeitigen Ausbruchs an drei Stellen den Verdacht, dass der Brand gelegt worden sein könnte. Aus dem Innenministerium hieß es jedoch, man habe keinerlei Erkenntnisse zur Brandursache, es könne nichts ausgeschlossen werden…..

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„BRAND-STIFTUNG“ in „BRANDen-BURG“

http://www.spiegel.de/panorama/waldbrand-in-brandenburg-war-es-brandstiftung-a-1224971.html

Waldbrand in Brandenburg

War es Brandstiftung?

 

Die Großfeuer vor Berlin sind unter Kontrolle, aber noch nicht komplett gelöscht. Laut Brandenburgs Ministerpräsident Woidke gibt es Indizien, dass der Brand womöglich absichtlich gelegt worden ist.

Waldbrand in Treuenbrietzen, Brandenburg (Foto vom 24.8.)

DPA

Waldbrand in Treuenbrietzen, Brandenburg (Foto vom 24.8.)

Sonntag, 26.08.2018 09:25 Uhr

 

Beim Waldbrand südlich von Berlin scheint sich die Lage zunehmend zu entschärfen. „Es zeichnet sich eine deutliche Entspannung ab“, sagte der Sprecher des Brandenburgischen Innenministeriums, Lothar Wiegand, am Sonntag. „Wir sind aber noch nicht durch.“ Es seien noch 400 Einsatzkräfte dabei, Glutnester, die immer wieder aufloderten, zu löschen. „Es dampft noch überall“, sagte ein Sprecher der Einsatzleitung in der betroffenen Region in Treuenbrietzen.

Ein Panzer der Bundeswehr hatte zuvor Schneisen in den Wald gefahren, damit die Feuerwehrleute besser an die Glutherde herankommen. Man hoffe, in ein bis zwei Tagen den Einsatz abzuschließen, sagte Wiegand.

Vizelandrat Christian Stein (CDU) hatte zuvor gesagt: „Wir haben die Lage soweit im Griff.“ Das etwa 400 Hektar große Gebiet sei sicher eingekreist. Wegen vieler Glutnester könne aber noch keine Entwarnung gegeben werden.

Brandstiftung? „Es gibt in der Tat Indizien“

Jetzt rückt die Ursachenforschung in den Fokus. Innenminister Karl-Heinz Schröter hatte bereits am Freitag den Verdacht geäußert, dass das Feuer absichtlich gelegt worden sein könnte. Denn die Brände, die am Donnerstag erst etwa fünf Hektar umfassten und sich dann rasend schnell auf 400 Hektar ausdehnten, waren an drei Stellen gleichzeitig ausgebrochen. „Der Verdacht liegt nahe, dass es Brandstiftung war“, sagte der SPD-Politiker der „Berliner Morgenpost“. Am Samstag sprach der Innenminister dann von „weiteren Hinweisen“, berichtete der rbb. Auch Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sagte dem rbb am Samstagabend: „Es gibt in der Tat Indizien.“

Die Flammen müssen zunächst gelöscht sein, damit die Ermittler die Orte, wo sie zunächst wüteten, genau untersuchen könnten.

In der Nacht zu Sonntag traf Unterstützung von der Bundeswehr ein. Ein Pionierpanzer sollte Schneisen in den Wald bei Treuenbrietzen brechen. Damit könne die Feuerwehr näher an die letzten Glutnester herankommen, erklärte der Brandenburger Landesinnenminister Karl-Heinz Schröter (SPD). Etwa 400 Einsatzkräfte waren am Abend noch im Einsatz…..

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be.com/watch?v=EGoZVJzdidk

„Johann König“ – Abrechnung mit Merkel

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https://www.neopresse.com/tech/elektro-autos-umweltpolitischer-wahnsinn/

Elektro-Autos: Umweltpolitischer Wahnsinn

NEOPresse in Technik

Einen höchst interessanten Beitrag zur Energiebilanz von E-Autos hat Prof. Dr. Hans-Günter Appel in „MMNews“ geliefert. Die Quintessenz: Das E-Auto ist eine Fiktion. Der Energiebedarf wäre, wenn wir das Auto als Alternative einsetzen wollten, so hoch, dass wir konventionelle Kraftwerke gerade in Massen benötigten, um die Autos aufzuladen. Die Batterien, die benötigt werden, sind an sich schon so schwer, dass selbst deren Verwendung kaum möglich scheint. Wer Bescheid weiß, ist aber faktisch zum Schweigen verdonnert. Grün, Rot und alle Ökofreunde – auch in der Industrie – wollen mit hier Sicherheit nicht, dass diese Diskussion geführt wird. Wir meinen – wenn die Zahlen haltbar sind, dann wird es nicht nur sehr teuer und aufwendig, E-Autos mit Energie zu versorgen. Dann wird es diese Technologie nicht geben. Ein Traum wird zum Alptraum.

Gigantischer Verbrauch

Er rechnet vor, dass die bisherigen KFZ für Strecken von 500 km etwa 40 Liter Benzin bräuchten. Dies wären bei einer 125 kWh Antriebsenergie für 500 km, da ein Liter des Benzins gut 10 kWh Wärme erzeuge. Davon würde ungefähr ein Drittel umgewandelt in die mechanische Bewegungsenergie, die wir kennen. Der Rest würde als Abwärme sozusagen verdampfen bzw. zum Aufwärmen des Autos benötigt. Daher benötigen wir also 125 kWh. Das Auftanken benötigt etwas weniger als zwei Minuten.

E-Autos indes müssen für eine Strecke von 500 Kilometern 140 kWh speichern. Gut 10 % der Energie gingen zusätzlich in Elektromotoren „verloren“, heißt es. Die Energiemenge je kg Batterie heißt definitionsgemäß „Energiedichte. Diese ist vergleichsweise gering – aktuell benötigen wir für 1 kWh eine 7 Kilogramm schwere Batterie. Demnach kosten 500 Kilometer das 140fache, also etwa eine Tonne.

Eine Tonne Batterie, um bei der gegebenen Energiedichte 500 km zu fahren. Zahlreiche Experten meinen, die Energiedichte könne so weit erhöht werden, dass 1 KG Batterie reichte, um 1 kWh Strom zu speichern. Der realistische Fall sieht derzeit 3 KG Batterie vor. Dies wären also bei 500 Kilometern und 140 kWh Antriebsenergie pro 100 Kilometern immer noch 700 KG Batterie.

 

Das Laden einer solchen Monstermenge würde sieben Stunden dauern, wenn die Leistung bei 20 Kilowatt (KW) liege. 7 Stunden versus 2 Minuten – wer macht da mit?

Wenn ganze Häuserblöcke sich so verhielten, müsste die lokale Infrastruktur verändert werden – es müssten ganz neue Leitungen her. Viel Kupfer, viel Geld. Die Politik ficht dies nicht an. Die fordert „Schnellladestationen“, wie bei Smartphones. Ein 100 kWH-Akku könne in 10 Minuten aufgeladen werden. Nur sind die Anschlusskabel so schwer, dass nur noch ein Kran helfe. Und Kühlschlangen müssten vor Überhitzung schützen.

Wer diese Leistung liefern wolle, benötige bei 40 Millionen Autos immerhin 40.000 Megawatt. Das sind 40 große Kraftwerke. Wir benötigen dafür derweil Kohle, da Sonne nachts, zur Hauptladezeit nicht scheint. 20 neue Kohlekraftwerke wären nötig.

Die Kosten wären zudem massiv. 100 KM kosten etwa bei 0,30 pro kWh und den genannten 25 kWh also ungefähr soviel wie Benziner oder Dieselfahrzeuge. Nur: Die Batterien sind teuer. Je kWh werden derzeit 500 Euro berechnet – als Produktionskosten. Wer 140 kWh für 100 KM benötigt, muss dafür daher gut 30.000 Euro kalkulieren, da sich die Kosten bei Serienproduktion halbieren könnten. Haltbarkeit bei 15.000 KM pro Jahr etwa 7 Jahre oder 100.000 KM. Das sind pro 1000 KM dann aber etwa 3.000 Euro kosten oder pro 100 Euro 28 Euro. Insgesamt summieren sich die Energiekosten also auf fast 40 Euro pro 100 KM. Versus maximal 10 Euro bei Benzinern.

Unfassbar. Mehr muss man nicht mehr sagen.

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https://www.neopresse.com/wirtschaft/energie-wird-in-deutschland-bald-der-strom-abgeschaltet/

Wird in Deutschland bald der Strom abgeschaltet?

NEOPresse in Wirtschaft

Der „Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft“ (BDEW) hat nun davor gewarnt, die gesicherten Kraftwerkskapazitäten in Europa wären rückläufig. Stimmt diese Prognose, dann steht Deutschland in den kommenden Jahren vor einem gewaltigen Problem. Denn wir setzen bei uns verstärkt auf erneuerbare Energien – mit allen Unwägbarkeiten wie der fehlenden Speicherbarkeit oder den hohen Transportkosten (die mit einer fehlenden Effizienz bei der Nutzung der erneuerbaren Energie einhergeht). Kommt es zu Engpässen bei der Versorgung, dann greifen wir bislang auf die Hoffnung zurück, dass die Nachbarländer in Europa liefern können.

Falsche Hoffnungen an die Nachbarn

Die aber bauen ihre Kapazitäten bei der Erzeugung der Energie auf konventionellem Weg, also durch „fossile Kraftwerke“, derzeit auch ab. Grundsätzlich also müssen wir damit rechnen, dass im Ausland weniger Energie auf diesem Wege hergestellt wird. Das wiederum bedeutet, dass wir in Engpass-Zeiten deutlich schlechter versorgt werden als heute. Zudem sind typische Engpasszeiten etwa bei bestimmten Wetterlagen in den Nachbarländern gleichzeitig ebenfalls Engpass-Zeiten. Das heißt, dass die Engpässe schlicht noch beklemmender werden als ohnehin schon.

 

In Zahlen: Der Verband warnt davor, dass die EU-Staaten die Leistung von Kohlekraftwerken von 2016 an bis zum Jahr 2025 von bislang 150 Gigawatt senken werden – auf dann 105 Gigawatt. In den folgenden Jahren bis 2030 soll die Leistung sogar auf 55 Gigawatt sinken.

Die Zahlen für diese Analyse lieferte der „wissenschaftliche Dienst der EU“ sowie der „Verband der Europäischen Übertragungsnetzbetreiber (ENTSO-E). Insofern droht uns in Deutschland, sofern die Zahlen stimmen, ein Versorgungsengpass. Alle Prepper-Freunde werden dies bereits seit längerer Zeit befürchtet haben und sich entsprechend vorbereiten. Die Politik indes scheint sich derzeit tatsächlich nicht um dieses Zahlenwerk zu kümmern. Bislang gab es keine ernst zu nehmenden Stellungnahmen.

 

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http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/katholische-kirche-in-pennsylvania-der-missbrauch-war-masslos-und-weitverbreitet-a-1223212.html

Katholische Kirche in Pennsylvania

„Missbrauch war maßlos und weitverbreitet“

Verführung, Vergewaltigung, Vertuschung: Der bisher umfassendste Bericht zu sexueller Gewalt in der katholischen Kirche der USA erschüttert den Staat Pennsylvania. Die meisten der beschuldigten Priester kamen davon.
© Robyn Twomey

Von Marc Pitzke, New York

Kirche in Pittsburgh, Pennsylvania

REUTERS

Kirche in Pittsburgh, Pennsylvania

 

Mittwoch, 15.08.2018 11:00 Uhr

 

Der 884 Seiten starke Bericht liest sich wie eine Botschaft aus dem neunten Kreis der Hölle. Er beginnt mit einer schockierenden Warnung: „Es geschah überall.“

In der Diözese Allentown. In der Diözese Erie. In der Diözese Greensburg. In der Landeshauptstadt Harrisburg. In der Stahlstadt Pittsburgh. Im Arbeiterort Scranton, wo jeder Präsidentschaftskandidat beim Stimmenfang haltmacht. Kurzum: im gesamten US-Bundesstaat Pennsylvania.

Die mutmaßlichen Opfer: mindestens tausend Kinder – überwiegend Jungen, aber auch viele Mädchen. Die mutmaßlichen Täter: mehr als 300 katholische Priester.

„Der Missbrauch war maßlos und weitverbreitet“, sagte Josh Shapiro, der Justizminister Pennsylvanias, am Dienstag vor Journalisten. „Es ist entsetzlich.“

Pennsylvanias Justizminister Shapiro

AP

Pennsylvanias Justizminister Shapiro

 

Flankiert von 17 mutmaßlichen Opfern und Angehörigen legte Shapiro den wohl erschütterndsten Bericht einer Grand Jury vor, den es in den USA je gegeben hat. Solche Laiengremien prüfen in den USA juristische Vorwürfe und empfehlen Anklagen. Nur: In diesem Fall ist es dafür inzwischen meistens zu spät.

Zwei Jahre lang spürte diese Grand Jury dem Missbrauchsskandal in Pennsylvania nach, einem der bevölkerungsreichsten US-Staaten. Sie sprach mit Dutzenden mutmaßlichen Opfern und sichtete eine halbe Million Akten. Ähnliche Vorwürfe habe es auch anderswo schon gegeben, resümiert sie in Anspielung auf frühere Enthüllungen, beginnend in Boston vor mehr als 16 Jahren. „Doch nie in diesem Ausmaß.“

Mit seinen 468 Seiten Anhang aus Dokumenten, Briefen und handgekritzelten Notizen ist der Report die bisher umfassendste solche Untersuchung in der Geschichte der USA. Er reicht mehr als 70 Jahre zurück. Er nennt Namen. Er beschreibt die perfiden Methoden, mit denen die katholische Kirche die Kinder und ihre Familien zum Schweigen gebracht und die US-Geistlichen gedeckt haben soll.

„Priester vergewaltigten kleine Jungen und Mädchen“, heißt es in der Einleitung. „Und die Gottesmänner, die für sie verantwortlich waren, blieben nicht nur untätig, sie vertuschten alles. Über Jahrzehnte hinweg.“ Die Opfer seien einfach „beiseitegeschoben“ worden – „in jedem Teil des Staates, von Kirchenführern, die es vorzogen, die Täter und ihre Kirche vor allen anderen zu beschützen“.

Dann beginnen die Beispiele:

Ein Priester habe in Gemeinden mit Namen wie Holy Guardian Angels Dutzende Kinder vergewaltigt. Bei Beschwerden habe die Kirche ihn unter dem Vorwand von „Krankheit“ oder „Ruhestand“ einfach immer wieder an andere Orte versetzt.
Ein anderer Priester habe fünf von acht Schwestern einer Großfamilie missbraucht, die er als Seelsorger betreut habe. Der Missbrauch habe bei den Mädchen „emotionale, psychologische und zwischenmenschliche“ Langzeitschäden hinterlassen.
In Pittsburgh stieß die Grand Jury auf einen Priester-„Ring“, dessen Mitglieder ihre Opfer untereinander ausgetauscht hätten, um sie mit „Peitschen, Gewalt und Sadismus“ zu vergewaltigen. Sie hätten die Jungen mit Kreuz-Amuletten gekennzeichnet. Einer habe sein Kreuz noch, er habe es der Grand Jury gezeigt.
Allein in Scranton – dem Geburtsort von Ex-Vizepräsident Joe Biden – wurden 59 Priester beschuldigt. Einer soll 1985 ein minderjähriges Mädchen geschwängert und für eine Abtreibung gesorgt haben. Als der damalige Bischof James Timlin davon erfahren habe, habe er sein Beileid bekundet – nicht dem Mädchen, sondern dem Priester.

Die Grand Jury beklagt, dass sich die jahrzehntelang vertuschten Vorwürfe kaum mehr juristisch aufarbeiten ließen. Die Kirche habe die Täter nicht nur gedeckt, sondern oft sogar noch befördert. „Sie beschützten ihre Institution um jeden Preis“, sagte Justizminister Shapiro. „Die Kirche zeigte den Opfern völlige Verachtung.“

Nur zwei der mehr als tausend Fälle in dem Bericht führten zu aktuellen Anklagen. In Pennsylvania verjährt sexueller Missbrauch von Minderjährigen, wenn das Opfer 30 Jahre alt wird. Das Landesparlament hat sich auf Druck der Kirche bisher geweigert, das zu ändern.
Kardinal McCarrick

Kardinal McCarrick

AP

Kardinal McCarrick

 

Als ein prominenter „Vertuscher“ wird Kardinal Donald Wuerl genannt, der Ex-Bischof von Pittsburgh und seit 2006 Erzbischof von Washington. Wuerl, 77, ist ein wichtiger US-Berater von Papst Franziskus. Sein Vorgänger in Washington, Kardinal Theodore McCarrick, war seinerseits im Juli nach Missbrauchsvorwürfen vom Papst suspendiert und mit Hausarrest und einem „Leben in Gebet und Buße“ bestraft worden.

Shapiro berichtete, wie etliche beschuldigte Priester bis zuletzt versuchten, die Veröffentlichung des Berichts unter allen Umständen zu verhindern. „Sie wollten die Vertuschung vertuschen.“ Diese „juristische Schlacht“, wie er es nannte, ging bis hinauf zum Supreme Court Pennsylvanias.

Schließlich gab das Oberste Gericht des Bundesstaats den Report frei – mit vielen Schwärzungen.

 

 

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https://www.neopresse.com/wirtschaft/aufgedeckt-gesundheitsminister-spahn-laesst-irre-sonderregelung-zwischen-kliniken-und-krankenkassen-zu/

AUFGEDECKT: Gesundheitsminister Spahn lässt IRRE Sonderregelung zwischen Kliniken und Krankenkassen zu

NEOPresse in Wirtschaft

Der Bundesrechnungshof hatte vor kurzem moniert, dass es zwischen einigen Krankenkassen und Kliniken eine rechtlich sonderbare Vereinbarung gibt. Dabei verzichten die Kassen darauf, die Rechnungen der Krankenhäuser zu prüfen. Als Gegenleistung verschaffen diese Häuser den Krankenkassen einen Rabatt, der bis zu 50 % ausmachen kann. Dies ist das Ergebnis einer Anfrage der Fraktion der „Linken“ im Deutschen Bundestag.

Lasche Antwort, lasche Kontrollen

Die Vereinbarung selbst gilt aus mehreren Gründen als sonderbar. Zunächst aus rein kaufmännischer Sicht: Fraglich erscheint, wieso die Krankenhäuser es sich scheinbar leisten können, derart hohe Abschläge hinzunehmen bzw. anzubieten. Das wirft ein bedenkliches Licht auf die Rentabilität der Häuser, die offenbar vergleichsweise hoch zu sein scheint – auf Kosten der versicherten Allgemeinheit. Oder die Rentabilität ist so bitter schlecht, dass die Häuser nur noch von der Hand in den Mund leben und auf zeitaufwendige Prüfungen genau deshalb lieber verzichten.

 

Zudem verzerrt diese Praxis offensichtlich den Wettbewerb zwischen den Kassen. Die Kassen haben untereinander einen Finanzausgleich geschaffen, der berücksichtigt, was die Krankenhäuser als „Fallpauschalen“ aufgrund der Diagnosen berechnen. Sondervereinbarungen zwischen einzelnen Kassen und Häusern nach der tatsächlichen Leistung können dieses Berechnungsschema offensichtlich nur ad absurdum führen.

Jens Spahn soll einem Bericht des „Handelsblatts“ zufolge als Gesundheitsminister die Sondervereinbarungen auch als „rechtlich hoch kritisch“ an. Seltsam, dass er nicht eingreift. Die Rechnungen der Krankenkassen sind so hoch, dass sie die Kassen extrem belasten. Nach Angaben der „Linken“ geht es um ein Gesamtbudget von gut 75 Milliarden Euro. Eine „rechtlich hoch kritische“ Praxis ist demnach schlicht inakzeptabel, meint auch die Redaktion.

Offenbar liegt diese Praxis unter anderem darin begründet, dass die Landesaufsichten im Gesundheitswesen diese Vereinbarungen nicht unterbinden wollen. Offenbar geht der Staat auf Länderebene davon aus, er spart hier mehr als eine Neuregelung nutzen würde.

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