Nobelpreisträger fordern Gentechnik in der Landwirtschaft – More than 100 Nobel laureates are calling on Greenpeace to end its anti-GMO campaign – „Goldener Reis – Golden Rice“ – PHILIPPINEN

„GOLDENER REIS“

das ist die Qualität von MONSANTO , SYNGENTA und CO „NATUR“ MANIPULIEREN (keine Verantwortung übernehmen)  und PATENTIEREN (Ausbeuten – Besitzen)   „Beweise lächerlich machen und Lügen zitiern“

?“Nobel-PreisTräger“?: siehe „Obama“ oder „EU“

Profitgierige „PSEUDO“- Wissenschaftler: Prostituierte von skrupellosen, respektlosen und gewissenlosen Konzernen (von  MONSANTO bezahlt)

„Goldener Reis“ – oder „Goldener Sch….“

Süd-Deutsche-Zeitung – http://www.sueddeutsche.de/wissen/biotechnologie-nobelpreistraeger-fordern-gentechnik-in-der-landwirtschaft-1.3057350

30. Juni 2016

Nobelpreisträger fordern Gentechnik in der Landwirtschaft

 

„Goldener Reis“ könnte Vitamin-A-Mangel bekämpfen, hoffen Wissenschaftler. Gegner fürchten einen Dammbruch.

 

 

  • In einem offenen Brief fordern mehr als 100 Nobelpreisträger Regierungen dazu auf, Methoden der Grünen Gentechnik in der Landwirtschaft zuzulassen.
  • Gentechnisch veränderte Pflanzen seien notwendig, um die Welternährung zu sichern. Die Risiken der Technologie seien beherrschbar.
  • Die Wissenschaftler kritisieren Organisationen wie Greenpeace scharf, die sich in der Vergangenheit gegen neue Getreidesorten wie den sogenannten „Goldenen Reis“ ausgesprochen hatten.
Von Christoph Behrens

109 Nobelpreisträger aus verschiedenen Disziplinen haben sich in einem offenen Brief für den Einsatz der Grünen Gentechnik ausgesprochen, um die Welternährung zu sichern. Die Umweltauswirkungen von gentechnisch veränderten Pflanzen seien gering, der Verzehr der Lebensmittel sicher. In dem Dokument greifen die Wissenschaftler vor allem die Umweltorganisation Greenpeace an. Die Umweltschützer hätten wiederholt Fakten geleugnet, Risiken falsch dargestellt und sich gegen Innovationen in der Landwirtschaft gestellt. Angesichts weitverbreiteter Mangelernährung in Entwicklungsländern werfen die Nobelpreisträger die Frage auf, ob sich manche Gegner der Gentechnologie eines „Verbrechens gegen die Menschlichkeit“ schuldig machen.

Zu den deutschen Unterzeichnern des Dokuments zählt etwa der Medizin-Nobelpreisträger 2008, Harald zur Hausen. Die Deklarationen der Spitzenforscher haben Tradition: Vor rund 60 Jahren warnten zahlreiche Nobelpreisträger mit dem „Mainauer Manifest“ vor den Gefahren eines Atomkriegs, vergangenes Jahr forderten sie ein entschlosseneres Vorgehen gegen den Klimawandel.

Den Aufruf, gentechnisch veränderte Organismen (GMO) in der Landwirtschaft zuzulassen, machen die Forscher vor allem am sogenannten „Goldenen Reis“ fest. In diesem Reis sind mithilfe biotechnologischer Methoden artfremde Gene eingebracht, die für einen hohen Anteil an Beta-Carotin (Provitamin A) sorgen und dem Reis seine typische goldene Farbe geben. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation leiden weltweit rund 250 Millionen Menschen an Vitamin-A-Mangel, vor allem in Afrika und Südostasien. Besonders bei Kindern kann ein solcher Mangel zur Erblindung oder zur Anfälligkeit für Infektionen führen.

Die Wissenschaftler sehen im „Goldenen Reis“ ein geeignetes Werkzeug, um diese Mangelernährung zu bekämpfen. Gegenwärtig wird um eine Zulassung gerungen, etwa auf den Philippinen. Gegner befürchten hingegen einen Türöffner-Effekt für die Anwendung der Gentechnik in der Landwirtschaft. In einer ersten Reaktion wies Greenpeace die Argumente der Nobelpreisträger zurück. „Konzerne bauschen den Goldenen Reis auf, um den Weg für eine Zustimmung zu profitableren genetisch veränderten Sorten freizumachen“, erklärte eine Sprecherin. Es sei aber falsch zu behaupten, Greenpeace würde den Reis blockieren.

Zerstörung von Testfeldern

„Für uns ist der Goldene Reis die völlig falsche Maßnahme“, sagt Dirk Zimmermann, Gentechnik-Experte beim deutschen Ableger von Greenpeace. Aus seiner Sicht könnte die Technik das Problem der Mangelernährung sogar noch verschärfen, weil sie zu einer noch einseitigeren Ernährung verleite und andere Lösungen blockiere. Diese sieht Zimmermann zum Beispiel in einem nachhaltigen ökologischen Landbau, vielseitiger Ernährung oder übergangsweise der Versorgung der Bevölkerung mit Vitaminpräparaten und Spurenelementen. Der Goldene Reis sei zudem selbst nach 20 Jahren Entwicklung nicht marktreif, sagt Zimmermann. „Weder gibt es den Goldenen Reis, noch ist bekannt, ob er ein Mittel gegen Vitamin-A-Mangel wäre.“

Dieses Argument sei „logischer Quatsch“, findet der Biologe Peter Beyer von der Uni Freiburg. „Die Aktivisten tun alles dafür, dass der Reis nicht einsatzbereit wird, und dann beschweren sie sich noch darüber.“ Beyer ist einer der Miterfinder der ursprünglichen Goldenen-Reis-Sorte und ärgert sich über die ideologischen Grabenkämpfe. Auf den Philippinen zerstörten Aktivisten 2013 ein Versuchsfeld, auf dem der Goldene Reis zu Testzwecken wuchs. Zwei einheimische Organisationen steckten damals hinter der Aktion.

Gentechnik sei dann sinnvoll, wenn das Ziel durch eine herkömmliche Züchtung nicht erreichbar sei, sagt Beyer. Dies sei im Fall von Reis und Provitamin A der Fall. Tests hätten bereits gezeigt, dass sich der Körper so hervorragend mit dem Vitamin versorgen lasse. „Die Denkweise, wir gehen den Vitamin-A-Mangel nicht an, wenn man nicht gleichzeitig auch etwas gegen Eisen- oder anderen Mangel machen kann – was ist das für ein verrücktes Argument?“ fragt der Wissenschaftler.

Für Beyer sowie für die Nobelpreisträger ist klar: Die Opposition zur grünen Gentechnik gefährdet mittlerweile die Ernährungssicherheit. Nach Schätzungen der UN-Ernährungsorganisation FAO muss sich der Ertrag bis 2050 etwa verdoppeln, um bis zu zehn Milliarden Menschen mit Nahrung zu versorgen. Dieses Ziel sei nur mit Gentechnik zu erreichen, sagt Beyer. Im Brief kritisieren die Wissenschaftler, die Gentechnik-Gegner würden häufig anerkannte wissenschaftliche Erkenntnisse ignorieren und stattdessen auf „Emotionen und Dogma“ setzen.

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Trotz Segen vom Papst: Golden Rice hat versagt – Schuldzuweisungen sinnlos – Längst gibt es erfolgreiche Nicht-GM-Alternativen, die totgeschwiegen werden – More than 100 Nobel laureates are calling on Greenpeace to end its anti-GMO campaign

Golden_Rice

War Ihnen bekannt, dass Papst Franziskus den umstrittenenGoldenen Reis“, der aus gentechnisch veränderten Pflanzen gewonnen wird, segnete? Die Syngenta-Leute haben dem Reis das Gen einer Maispflanze eingesetzt. Mais produziert Betacarotin, deshalb sind seine Körner gelbEs klingt wie ein großes Versprechen: Gentechnisch veränderte Reissorten sollen die Dritte Welt mit Vitamin A versorgen – aber wie Versprechen es so an sich haben, neigen sie dazu, gebrochen zu werden. 

Egal wohin wir schauen, ob in die USA, nach Australien, Asien oder hier nach Europa, die Menschen wollen kein Essen aus dem Labor. Und so war es auch 2013, als wir Netzfrauen einen Hilferuf von den Philippinen bekamen. Mehr als 400 Bauern aus der Provinz Bicol stürmten die Feldversuche von Golden Rice in Pili, Camarines  und zerstörten aus Wut diese Felder.

Finanzielle Förderung erhielt das Projekt „Golden Rice“ von der Rockefeller Foundation, der United States Agency for International Development und der Syngenta Foundation, aber nicht von europäischen und UN-Organisationen.

Der „Golden Rice“ wurde auf dem Cover des Time-Magazins im Jahr 2000 als die Sensation angekündigt. Doch auch heute, im Jahre 2016, ist der gentechnisch veränderte Reis  (GVO) immer noch nicht akzeptiert. Aus gutem Grund und zum Glück half auch nicht der Segen von Papst Franziskus. (Siehe dazuWir sind empört! „Now it is blessed!“ Papst-Segen für Gentech-Reis von Syngenta). Der goldene Reis hat in den vergangenen Jahren heftige Kontroversen ausgelöst, doch seitdem der Papst diesen „Golden Rice“ segnete, ist es wieder ruhig geworden. Nun aber steht er wieder wieder im Rampenlicht. Mehr als 100 Nobelpreisträger haben einen Brief unterzeichnet, der Greenpeace angriff und die Umweltorganisation dazu aufforderte, ihre Kampagne gegen GMO zu beenden.

Da wird einem deutlich, dass auch der Nobelpreis nicht das ist, was er verspricht. Schon längst ist bekannt, dass die „Grüne Gentechnik“ versagt hat. Die Gentechnik kann zur größten Katastrophe der Welt werden!  Und daher ist es auch kein Wunder, dass den als „Wunderreis“ bezeichneten Reis keiner will!  Syngenta erhielt 2013 zusammen mit Monsanto den Welternährungspreis 2013 mit Gift und Genen – das verursacht noch mehr Kopfschütteln!

Ein Reporterteam reiste auf Grund der Proteste auf die Philippinen, wo der „Golden Rice“ Wunder bewirken soll. Sie stellten erstaunt fest, das kein einziges Kind ausfindig gemacht werden konnte, das an einem sichtbaren Vitamin-A-Mangel leidet. Nicht einmal in Payatas, einem Armenviertel der Hauptstadt Manila, wo die Menschen vom Abfall der Metropole leben und alles andere als eine ausgewogene Ernährung haben. Auf Nachfrage bestätigte die zuständige lokale Ärztin Elmira Dizon: „Ich bin seit drei Jahren Doktor in Payatas. Ich habe noch keinen Fall von Vitamin-A-Mangel gesehen“. Warum also einen Wunderreis?

Philippinen- „Wir appellieren an das Department of Agriculture, Golden Rice zu vergessen und keine weiteren Feldversuche bei uns zu ermöglichen. Wir wollen keinen Golden Rice!“

Warum der Papst diesen umstrittenen „Golden Rice“ segnete, ist bis heute unbekannt. „Der Papst ist kein Freund von transgenen Pflanzen und Projekten der Industrie“, berichtet damals Ingo Potrykus, einer der Entwickler des „Goldenen Reises“ „Aber unser Projekt findet er gut.“

“Die Bauern haben beschlossen, gegen die Feldversuche mit Golden Rice vorzugehen. Diese genveränderte Sorte ist keine Antwort auf die Probleme der Philippinen im Zusammenhang mit Hunger und Fehlernährung“, sagte Bert Autor, ein Landwirt und Sprecher von SIKWAL-GMO. SIKWAL-GMO ist eine Vereinigung von zusammen geschlossenen Bauern, Kirchenleuten, Studenten, Akademikern und Verbrauchern aus Bicol. Sie alle sind gegen GMOs und Internationale Biotech-Konzerne, die die Landwirtschaft kontrollieren.

  • Eine 2004 veröffentlichte Studie kommt zum Ergebnis, dass die Anwendung von Goldenem Reis in den Philippinen die Folgen der Vitamin-A-Mangelernährung (Blindheit, erhöhte Sterblichkeit) nicht vollständig beseitigen wird.
  • Im September 2011 wurde der erste Feldtest auf den Philippinen abgeschlossen. Weitere Testpflanzungen in verschiedenen Regionen des Landes sind in Vorbereitung. 2012 schätzte das Reisforschungsinstitut der Philippinischen Regierung (PhilRice), dass 2014 oder 2015 alle erforderlichen Tests für eine breite Markteinführung abgeschlossen seien. Das Datenmaterial würde dann an die zuständigen Regulierungsbehörden zur Beurteilung übersandt. So der Bericht aus 2013  > Wir sind empört! „Now it is blessed!“ Papst-Segen für Gentech-Reis von Syngenta
  • 2016 ist die lange Geschichte von „Golden Rice“ immer noch nicht abgeschlossen, zu Recht, wenn man sich mit der Thematik beschäftigt hat, und Syngenta soll von dem Chemieriesen Chemchina übernommen werden > Wir erleben zurzeit eine riesige Fusionswelle: Dow und Dupont  – Syngenta und Chemchina – Monsanto und Bayer

Um mehr über diesen „Wunderreis“ zu erfahren, sollte man sich diese Dokumentation anschauen – denn hier wird klar – keiner will ihn.

Nun wird Greenpeace dafür verantwortlich gemacht, dass der genmanipulierte Reis keine Anerkennung findet, doch die NGO bekommt Unterstützung. Wir haben Ihnen den folgenden Beitrag übersetzt.

Golden Rice hat versagt – Schuldzuweisungen sinnlos – Längst gibt es erfolgreiche Nicht-GM-Alternativen, die totgeschwiegen werden

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Der Brief wirft Greenpeace vor, die „subjektive“ Kampagne gegen Erneuerungen auf dem Gebiet der Agro-Biotechnologie anzuführen. Im Fokus des Angriffs steht Greenpeace‘ Opposition gegen den genmanipulierten „Golden Rice“. Golden Rice wurde genetisch manipuliert, um im Vergleich zu konventionellen Sorten das Provitamin A zu erzeugen und anzureichern

In einem separaten Artikel „Warum Greenpeace in Bezug auf GMO und Golden Rice irrt“, beschuldigt die Kampagne Greenpeace, die Opposition gegen den Golden Rice anzuführen, der das Potenzial habe, Sterbe- und Krankheitsraten auf Grund von Vitamin-A-Mangel bei den ärmsten Menschen Afrikas und Südostasiens zu reduzieren oder gar zu eliminieren. In ihrem Brief argumentieren die Nobel-Laureaten damit, dass wissenschaftliche Institute und Behörden „wiederholt und übereinstimmend“ GMO-Pflanzen als sicher sowohl für den Verzehr durch Mensch und Tier als auch für die Umwelt befunden haben.

Auf einer Pressekonferenz in Washington heute Morgen verteidigten die Autoren ihren Brief.

„Wir sind Wissenschaftler. Wir verstehen die Logik der Wissenschaft. Was Greenpeace tut, beschädigt die wissenschaftliche Arbeit,“ sagte Richard Robert, der Organisator der Kampagne und Gewinner des Nobelpreises für Medizin 1993 (zusammen mit Phillip Sharp) der Washington Post. Von Anfang an hätten Greenpeace und später einige ihrer Mitstreiter keine Mühen gescheut, Menschen Angst zu machen, letztendlich um Geld für ihre Sache zusammenzutragen.

Deutsche Forscher begannen das Golden-Rice-Projekt vor circa 20 Jahren. Die GMO-Pflanze wurde entwickelt, um das Pro-Vitamin A (= Beta-Karotin) zu erzeugen. Ihre Befürworter preisen sie als Lösung für den Vitamin-A-Mangel und Entwicklungsländern an. Der Mangel macht anfällig für Infektionen, Krankheiten und führt zu Erblindung. Greenpeace jedoch erachtet das Golden-Rice-Projekt als „unverantwortlich für die Umwelt, da es sowohl die Gesundheit der Menschen gefährde als auch die Sicherheit von Ernährung und Finanzen.“

Wegen dieser Haltung attackieren Befürworter des Golden Rice schon lange, weil sie „anti-wissenschaftlich“ sei und das Leiden der an Vitamin-A-Mangel erkrankten Kinder verlängere.

Wilhelmina Pelegrina von Greenpeace‘ Südostasienkampagne antwortete der Washington Post, dass ihre Organisation den Golden Rice nicht blockiere. Es sei hingegen so, dass die Golden-Rice-Initiative als Lösung gescheitert und der Reis gegenwärtig nicht käuflich zu erwerben sei, und das nach einer Zeit von mehr als 20 Jahren Forschung. Das Internationale Reisforschungsinstitut habe zugegeben, dass er nicht zu einem Mittel gegen Vitamin-A-Mangel entwickelt werden konnte. Mit anderen Worten: Man spreche über etwas, das de facto gar nicht existiere, fuhr sie fort.

Die Konzerne machten einen Riesen-Hype aus dem Golden Rice, bloß um weitaus profitableren GM-Pflanzen weltweit eine Akzeptanz zu sichern. Statt in dieses hochpreisige Segment zu investieren, sollten wir Fehlernährung mit einer vielseitigeren Ernährung begegnen, mit fair und ökologisch produzierten Lebensmitteln, so Pelegrina. Sie begründet ihre Aussage damit, dass allein eine vielfältige, gesunde Nahrung Mangel- und Fehlernährung heilen könne: „Wenn man die Menschen mit Nahrung versorgt, die ökologisch erzeugt wurde, beseitigt man damit nicht nur die o. g. Probleme, sondern bekämpft auch messbar den Klimawandel.“

Greenpeace hat Gemeinden auf den Philippinen dokumentarisch festgehalten, die ihre Sorge darüber zum Ausdruck bringen, den Golden Reis als Lösung zu verwenden. In dem untenstehenden 2014 produzierten Video sprechen Mitglieder von philippinischen Gemeinden über andere Lösungen für Fehlernährung, die es bereits jetzt in ihrem Land gibt.

Der Gebrauch von GMO-Technologie ist auf den Philippinen heftig umstritten.

2013 zerstörten 400 Protestierende, darunter örtliche Bauern und Mitglieder zweier Anti-GMO-Gruppen – die Kilusang Magbubukid ng Bikol (KMB) und die Sararong Inisyatiba nin Kahinwanmaan sa Wasakon ang Agrokemikals na Lasong-GMO (Sikwal-GMO) – ein 800 m2 großes Versuchsfeld für Golden Rice, der noch Wochen entfernt davon war, den Behörden und Instituten zur Auswertung zugeschickt zu werden. Die Protestierenden sagten, sie hätten die Reispflanzen entwurzelt und zertrampelt, weil sie die Gesundheit der Menschen und ihrer Umgebung schützen wollten.

Greenpeace arbeite auf den Philippinen bereits mit NGO-Partnern und Bauern, um dem Klima mehr Beständigkeit zu geben, sagte Pelegrina.

Regierungen und die Gemeinschaft von Menschenfreunden hätten eine echte Chance, diese Bemühungen zu unterstützen durch Investitionen in klimafreundliche ökologische Landwirtschaft und, indem die Bauern in die Lage versetzt werden, in eine ausgewogene und gehaltvolle Ernährung(sproduktion) einzusteigen, anstatt immer mehr Geld für den genmanipulierten Golden Rice in den Sand zu setzen.

Übrigens stellte eine Studie der Washington University, veröffentlicht im vergangenen Monat in der Zeitschrift Agriculture & Human Values, fest, dass Gewinn und Nutzen der Biotechnologie, besonders des Golden Rice, wahrscheinlich völlig überbewertet seien.

Glenn Stone, Anthropologe der Washington University, und Dominic Glover, Reisforscher am Institut für Entwicklungsstudien der Universität Sussex, sagen in ihrem Artikel, dass GMO-Aktivisten keine Schuld an der schleppenden Einführung des Golden Rice treffe.

Der Reis sei in den Versuchsreihen der Reisaufzuchtstationen der Philippinen, in denen die hauptsächliche Forschung durchgeführt wird, nicht erfolgreich gewesen, so Stone in der Veröffentlichung der Universität. Er sei noch nicht mal der regulatorischen Behörde, der philippinischen Pflanzenbehörde (BPI)  zur Begutachtung und Bewertung eingesendet worden. Stone erörterte, der Protest gegen den Golden Rice 2013 habe keinen bedeutenden Einfluss auf eine mögliche Zulassung der Pflanze gehabt.

Testpflanzen zu zerstören sei eine zweifelhafte Protestmethode, aber dieses Feld sei nur ein kleines unter vielen an weit verstreuten Orten über viele Jahre gewesen. Darüber hinaus seien Kritiker des Golden Rice über mehr als zehn Jahre als Mörder bezeichnet worden.

Obwohl der oberste philippinische Gerichtshof die gegenwärtigen Gerichtsverfahren wegen GMO kürzlich aussetzte, was durchaus die Entwicklung der GMO beeinflussen könnte, dürfe man den mangelnden Erfolg des Golden Rice nicht dieser Maßnahme zur Last legen, so Stone.

Golden Rice war eine vielversprechende Idee einhergehend mit guten Absichten, sagte Stone. Im Unterschied zu GMO-Aktivisten sei er der Meinung, er habe eine Erfolgschance verdient gehabt. Aber wenn wir wirklich interessiert am Wohlergehen armer Kinder interessiert seien, müssten wir unvoreingenommen an möglichen Lösungen arbeiten. Fakt sei, dass nach 24 Jahren Forschung und Aufzucht der Golden Rice immer noch Jahre davon entfernt sei, als Saatgut ausgegeben zu werden.

Stone fügte hinzu, die Philippinen hätten den Vitamin-A-Mangel durch Nicht-GMO-Methoden bereits in den Griff bekommen.

Ken Roseboro, Herausgeber von The Organic & Non-GMO Report und The Non-GMO Sourcebook, findet ebenfalls, dass das Versagen des Golden Rice nichts mit den Anti-GMO-Kampagnen zu tun habe und dass die konventionelle Landwirtschaft machbare Lösungen des Vitamin-A-Mangels präsentiere.

Roseboro bestätigte die Äußerungen von Glenn Stone und Dominic Glover per E-Mail an EcoWatch.

„Mittlerweise werden Maispflanzen mit höherem Vitamin-A-Anteil in Afrika angebaut, die nicht durch Genmanipulation entwickelt wurden, um den Mangel zu bekämpfen, aber die Presse ignoriert bewusst diese Lösung zugunsten des misslungenen Golden-Rice-Projekts.“ Roseboro meinte, es sei nicht richtig zu sagen, dass GM-Pflanzen umfangreich getestet würden, da die FDA keine Sicherheitstest neuer GM-Pflanzen verlange und so Pflanzenentwicklern von sich aus ihren Ergebnissen Zulassung gewähre.

Ronnie Cummins, Gründer und internationaler Leiter der Organic Consumers Association, wandte sich ebenfalls gegen den Brief der Nobelpreisträger. Was dieser Brief zeige, sei, dass selbst mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Wissenschaftler nicht wüssten bzw. nicht wissen wollten, welche offensichtlichen Auswirklungen GMO mit den giftigen Pestiziden und chemischen Düngern auf die menschliche Gesundheit und den Klimawandel hätten, weil sie Geld von Monsanto  und seinen Protégés bekämen. Dies sei ein perfektes Beispiel, das zeige, warum die weltweiten Graswurzelbewegungen allen Glauben in das gekaufte und wieder verkaufte wissenschaftliche,  unternehmerische und politische Establishment verloren hätten.

Greenpeace to Nobel Laureates: It’s Not Our Fault Golden Rice Has ‘Failed as a Solution’

Lorraine Chow | June 30, 2016 Ecowatch.

In a separate post Why Greenpeace is Wrong about GMOs and Golden Rice, the campaign accuses Greenpeace of spearheading “opposition to golden rice, which has the potential to reduce or eliminate much of the death and disease caused by a vitamin A deficiency (VAD), which has the greatest impact on the poorest people in Africa and Southeast Asia.”

The laureates’ letter argues that scientific and regulatory agencies around the world have “repeatedly and consistently” found GMO crops as safe for humans and animals for consumption as well as for the safety of the environment.

Organizers of the campaign held a press conference this morning at the National Press Conference in Washington to defend the letter.

“We’re scientists. We understand the logic of science. It’s easy to see what Greenpeace is doing is damaging and is anti-science,” Richard Roberts, campaign organizer and the 1993 winner of the Nobel Prize in physiology or medicine with Phillip Sharp, toldThe Washington Post. “Greenpeace initially, and then some of their allies, deliberately went out of their way to scare people. It was a way for them to raise money for their cause.”

The golden rice project started roughly 20 years ago by German researchers. The GMO crop is developed to produce pro-vitamin A (beta-carotene) and is touted by proponents as a solution to vitamin A deficiencies prevalent in developing countries. The deficiency increases risk for infection, diseases and blindness.

Greenpeace, however, has deemed the golden rice project as “environmentally irresponsible, poses risks to human health, and could compromise food, nutrition and financial security.” Because of this stance, proponents of golden rice have long attacked the organization for being “anti-science” and prolonging the suffering of children with VAD.

In response to the letter, Wilhelmina Pelegrina, a campaigner for Greenpeace Southeast Asia told The Post that the organization was not blocking golden rice, as the initiative “has failed as a solution and isn’t currently available for sale, even after more than 20 years of research.”

“As admitted by the International Rice Research Institute, it has not been proven to actually address vitamin A deficiency. So to be clear, we are talking about something that doesn’t even exist,” she continued. “Corporations are overhyping golden rice to pave the way for global approval of other more profitable genetically engineered crops. Rather than invest in this overpriced public relations exercise, we need to address malnutrition through a more diverse diet, equitable access to food and eco-agriculture.”

She argues that the “only guaranteed solution” to fix malnutrition is a diverse, healthy diet: “Providing people with real food based on ecological agriculture not only addresses malnutrition, but is also a scaleable solution to adapt to climate change.”

Pelegrina said that Greenpeace has documented communities across the Philippines that continue to express concerns about using golden rice as a solution. In the video below produced by the organization in 2014, Filipino community members speak about solutions to nutrient deficiencies that are already available in their country.

The use of genetically modified technology is highly contentious in the Philippines. In 2013, a group of about 400 protesters, which included local farmers and members of two anti-GMO groups—the Kilusang Magbubukid ng Bikol (KMB) and the Sararong Inisyatiba nin Kahinwanmaan sa Wasakon ang Agrokemikals na Lasong-GMO (Sikwal-GMO)—destroyed an 800 square meter trial plot of golden rice that was weeks away from being sent to the authorities for a safety evaluation. The protesters said they uprooted and trampled the rice plants because they wanted to protect the health of the people and their environment.

“Greenpeace Philippines is already working with NGO partners and farmers in the Philippines to boost climate resiliency,” Pelegrina said. “There’s a real chance here for governments and the philanthropic community to support these endeavours by investing in climate-resilient ecological agriculture and empowering farmers to access a balanced and nutritious diet, rather than pouring money down the drain for GE ‘golden’ rice.”

Incidentally, a Washington University study published last month in the journal Agriculture & Human Values argues that the benefits of biotechnology, particularly golden rice, may be overhyped.

Washington University anthropologist Glenn Stone and Dominic Glover, a rice researcher at the Institute for Development Studies at the University of Sussex, argue in their paper that GMO activists should not be blamed for the slow introduction of golden rice.

“The rice simply has not been successful in test plots of the rice breeding institutes in the Philippines, where the leading research is being done,” Stone told the university publication. “It has not even been submitted for approval to the regulatory agency, the Philippine Bureau of Plant Industry (BPI).”

Stone argues that the golden rice 2013 protest did not have any significant impact on the approval of the crop.

“Destroying test plots is a dubious way to express opposition, but this was only one small plot out of many plots in multiple locations over many years,” he said. “Moreover, they have been calling golden rice critics ‘murderers’ for over a decade.”

Although the Philippine Supreme Court recently issued a temporary suspension of GMO crop trials, which could definitely impact GMO crop development, Stone pointed out that “it’s hard to blame the lack of success with golden rice on this recent action.”

“Golden rice was a promising idea backed by good intentions,” Stone said. “In contrast to anti-GMO activists, I argued that it deserved a chance to succeed. But if we are actually interested in the welfare of poor children—instead of just fighting over GMOs—then we have to make unbiased assessments of possible solutions. The simple fact is that after 24 years of research and breeding, Golden Rice is still years away from being ready for release.”

Stone also said the Philippines has managed to slash the incidence of vitamin A deficiency by non-GMO methods.

Ken Roseboro, the editor and publisher of The Organic & Non-GMO Report and The Non-GMO Sourcebook, agrees that the failure of golden rice is not due to anti-GMO campaigns and that conventional agriculture presents viable solutions to VAD.

“As Glenn Davis Stone of Washington University recently documented, golden rice is failing, not because of activists attempts to block it, but to poor performance in field trials,” Roseboro explained to EcoWatch via email. “Meanwhile, corn varieties with higher levels of vitamin A developed using non-GMO breeding methods are being grown in Africa and helping to address vitamin A deficiency there. But the press ignores this solution in favor of the failed techno-fix of golden rice.”

He continued, “to say that GM crops are extensively tested is also not true since the FDA doesn’t require safety testing of new GM crops and allows crop developers to voluntarily submit such safety data.”

Ronnie Cummins, founder and international director of the Organic Consumers Association, has spoken out against the Nobel laureates’ letter as well.

“What this letter shows is that even Nobel Prize scientists don’t know, or don’t want to know, since they take money from Monsanto and their minions, anything about the obvious human health, environmental and climate damage inflicted by GMOs, and the toxic pesticides and chemical fertilizers that always accompany them,” Cummins told EcoWatch via email. “This is a perfect example of why the global grassroots have lost all faith in the bought and sold scientific, corporate and political establishment.”

Netzfrauen Ulla Rissmann-Telle (Übersetzung) und Doro Schreier

deutsche Flagge

Vorbildlich! Indiens Reis-Revolution – Weltrekordernte ohne Genmanipulation und ohne Pestizide

Revolution gegen die “gelbe Revolution” – philippinische Farmer zerstören Feldversuche von Genreis

Brasilien stoppt Legalisierung von Terminator-Saatgut- Monsantos Gentech-Mais versagt in Südafrika

Protest von Studenten – Bill Gates-Stiftung zahlt 900 $ für den Verzehr von GV-Bananen – GMO Bananas in Experiments on US-Students

Faktencheck Kartoffeln – zu viel chemische und natürliche Giftstoffe und demnächst genmanipuliert auch in Europa

Familie Warren Buffett – Finanzierung von Geburtenkontrolle, Genmanipulation, Impfsektor – Was verstehen Reiche unter Nahrungsmittelsicherheit für die Weltbevölkerung?

 

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TEST – biotech https://www.testbiotech.org/node/1673

Nobelpreisträger auf Irrwegen

Golden Rice-Kampagne sichert sich prominente Unterstützung

30.6.2016 Die Kampagne zur Einführung des Gentechnik-Reis “Golden Rice” hat sich prominente Unterstützung gesichert. Nachdem die Befürworter bereits vor einigen Jahren versucht hatten, sich den Segen des Papstes zu holen, und behauptet hatten, dass Umweltorganisationen schuld am Tod von Millionen Menschen seien, nutzen sie jetzt Nobelpreisträger für ihre Zwecke. Ein Schreiben, in dem die Organisation Greenpeace wegen ihrer Kritik an gentechnisch veränderten Pflanzen an den Pranger gestellt wird, fand über 100 Nobelpreisträger als Unterzeichner. Eine genauere Prüfung der Initiative ergibt allerdings, dass dieser Vorstoß der Wissenschaftler nicht als preiswürdig angesehen werden kann.

Der sogenannte „Golden Rice“ soll Carotine produzieren, die den Reiskörnern eine gelbe Farbe verleihen. Der Reis soll zu Bekämpfung der Vitamin-A-Mangelkrankheit eingesetzt werden, die in verschiedenen Entwicklungsländern ein ernsthaftes Problem darstellt. Das Internationale Reisforschungsinstitut IRRI überprüft derzeit die Eigenschaften des Gentechnik-Reis, der mit Hilfe des Schweizer Konzerns Syngenta schon vor über 10 Jahren entwickelt wurde.

Die Nobelpreisträger stützen sich im Wesentlichen auf Argumente, die schon seit Jahren von der Golden Rice-Kampagne bemüht werden. Auch diese Kampagne hat sich Greenpeace als Feindbild auserkoren. Dabei haben es die Preisträger versäumt, alte Behauptungen auf der Grundlage des Stands der Wissenschaft zu überprüfen: Wie auf der Website von IRRI nachzulesen ist, fehlen zum Beispiel nach wie vor die nötigen Daten, um zu beurteilen, ob der Golden Rice technisch überhaupt geeignet ist, um den Vitamin-A-Mangel zu bekämpfen. Auch die Daten zur Risikoprüfung fehlen.

„Zu erwarten wäre , dass sich die Nobelpreisträger erst nach dem Vorliegen entsprechender Daten äußern – und nicht vorher“, sagt Christoph Then für Testbiotech. „Bedenklich ist auch, dass Gentechnik-Pflanzen als generell unbedenklich und die Technologie als präzise dargestellt wird. Dabei gelten die Methoden, mit denen der Golden Rice hergestellt wurde, inzwischen sogar bei der Industrie als zu ungenau und zu wenig vorhersagbar.“

Nach Ansicht von Testbiotech genügt es nicht, auf bereits vorliegende Studien zu verweisen, in denen behauptet wird, dass gentechnisch veränderte Pflanzen keine Risiken bergen. Vielmehr müsse berücksichtigt werden, dass viele relevante Risiken gar nicht untersucht werden. Erst jüngst hatte Testbiotech in einem Bericht auf große Lücken bei der bestehenden Risikoprüfung hingewiesen.

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PHILIPPINEN

http://www.keine-gentechnik.de/nachricht/30444/

Vielfalt statt Gentechnik: Philippinische Bauern lehnen Goldenen Reis ab

12.03.2015

Reis

Goldener und weißer Reis im Vergleich (Foto: IRRI Photos)

Bauern, Verbraucher und Nichtregierungsorganisationen in Asien haben erneut ihre Ablehnung gegenüber Gentechnik-Reis kundgetan und den Besuch einer kanadischen Lobbygruppe kritisiert, die auf den Philippinen gerade für den gentechnisch veränderten Goldenen Reis die Werbetrommel rührt. Das Bündnis „Stop Golden Rice Alliance“ betonte in einer Erklärung, Golden Rice stelle keine Lösung für das Problem der Mangelernährung dar und diene nur als Vorwand, um Gentechnik salonfähig zu machen. Der Reis wird gentechnisch so verändert, dass er mehr Betacarotin produziert, welches im Körper in Vitamin A umgewandelt wird. Entwickelt wird er vom Internationalen Reisforschungsinstitut (IRRI) auf den Philippinen, der Schweizer Konzern Syngenta hält die Rechte an der Patentierung und gelobt, im Falle der Vermarktung von armen Bauern keine Gebühren zu verlangen. Die kanadische Kampagne „Allow Golden Rice Now!” unter Federführung des Gentechnik-Lobbyisten Patrick Moore preist den gelben Reis als Wundermittel gegen Vitamin-A-Mangel und will auf der Tour durch die Philippinen, Bangladesch und Indien vom 4. bis 20. März die Menschen dort überzeugen. Das bäuerliche Saatgut-Netzwerk Masipag, ein Mitglied der Gegenallianz, vertritt die Ansicht, dass Gentechnik der falsche Weg sei, um Hunger und Mangelernährung zu bekämpfen: „Mikronährstoffmangel tritt meist bei Kindern aus armen Familien auf, die sich keine ausgewogene Ernährung leisten können. Golden Rice ist daher keine Lösung, stattdessen benötigen diese Menschen Zugang zu Ressourcen“, sagt Dr. Chito Medina, der nationale Koordinator von Masipag. Ihm zufolge nutzen Befürworter das Problem der Mangelernährung lediglich dazu, um ihre Technologien zu verkaufen und setzen dabei die Gesundheit der Filipinos und die Agrobiodiversität des Landes aufs Spiel. Die „Stop Golden Rice Alliance“ weist darauf hin, dass Vitamin A billig und im Überfluss in vielen Lebensmitteln vorhanden sei – produziert von Kleinbauern oder im Hinterhof. Daher sei es ein Fehler, blind auf Golden Rice zu bauen – eine Pflanze, zu deren gesundheitlichen Folgen selbst das IRRI keine Studien verlegen kann oder Belege, dass die Vitamin A-Aufnahme tatsächlich verbessert wird. Denn für die Umwandlung von Betacarotin benötigt der Körper Fett, das gerade mangelernährten Menschen nicht ausreichend zur Verfügung steht. 2014 ruderte das IRRI zurück und kündigte an, dass aufgrund der schlechten Erträge noch mehr Forschung bis zur Vermarktung nötig sei. Die Entwicklung des Reises hat bereits rund 100 Millionen US-Dollar verschlungen und die Gates-Stiftung legte nochmals weitere 10,3 Millionen auf den Tisch, damit weitergeforscht werden kann. Dabei gibt es der Alliance zufolge schon lange erfolgreiche Programme zur Verteilung von Vitamin A-Tabletten, dank derer viele Ländern auf kostengünstige und leicht umzusetzende Weise Fortschritte erzielen konnten. Langfristig sei jedoch die einzige Lösung eine ausgewogene Ernährung. „Wir haben viele traditionelle Lebensmittel und Pflanzen, die reich an Vitamin A sind“, sagt Masipag-Bäuerin Virgie Nazareno. „Wir brauchen keinen Golden Rice, was wir benötigen ist Zugang zu diesen nährstoffreichen und sicheren Lebensmitteln.“ (ab)

 

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SPANIEN – „Gentechnik-Mais MON810“

TEST – biotechhttps://www.testbiotech.org/node/1677

Spanische Regierung bleibt trotz Risiko einer unkontrollierten Ausbreitung des Gentechnik-Mais MON810 untätig

EUKommission bestätigt Probleme mit TeosintePflanzen in Spanien / Drohende Folgen für EUZulassung

Montag, 4. July 2016

In einem Brief an Nichtregierungsorganisationen erklärt die spanische Regierung, bisher keine Maßnahmen gegen eine unkontrollierte Ausbreitung des Gentechnik-Mais MON810 ergriffen zu haben. Anlass der Sorge ist das Auftreten von Teosinte-Pflanzen in Spanien. Teosinte ist die wilde Urform des Mais und stammt aus Mexiko. Die Pflanzen können sich mit Mais kreuzen und dabei genetische Informationen austauschen. Auf diese Weise können sich auch die Gene des gentechnisch veränderten Mais MON810 unkontrolliert in der Umwelt ausbreiten. Monsantos Mais MON810 produziert ein Insektengift und wird in Spanien auf einer Fläche von mehr als 100 000 Hektar angebaut. Die Nichtregierungsorganisationen verlangen, dass der Anbau des GentechnikMais in der EU gestoppt wird.

Die Kommission wurde von den Organisationen schon vor Monaten über das Auftreten von Teosinte unterrichtet. In ihrer Antwort stellte die Kommission jüngst fest, dass sie über das Problem informiert sei und die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA mit der Auswertung der vorliegenden Daten beauftragt habe.

Niemand weiß, wie die Teosinte nach Spanien gelangt ist, aber sie breitet sich schnell aus und verursacht bereits heute erheblichen Schaden bei Landwirten, die Mais anbauen. Wenn der GenAustausch erst einmal stattgefunden hat, kann es sehr schwierig und sehr teuer werden, die Pflanzen wieder zu entfernen und den Schaden für die Umwelt und die Landwirte zu begrenzen“, sagt María Carrascosa von Red de Semillas „Resembrando e Intercambiando“. „Wir fordern, daher, dass der Anbau des GentechnikMais in der EU jetzt gestoppt wird.“

Seit 1998, als der Anbau von MON810 zum ersten Mal in der EU erlaubt wurde, ist eine wesentliche Voraussetzung für die Genehmigung, dass es in der EU keine verwandten Pflanzenarten gibt. Doch diese Situation hat sich inzwischen geändert. Die ersten Teosinte-Pflanzen wurden schon 2009 in Spanien gesichtet. Bisher waren alle Maßnahmen, die darauf abzielten, die Ausbreitung von Teosinte zu verhindern, erfolglos. Nach Ansicht der Nichtregierungsorganisationen muss das jetzt Folgen für die EU-Anbauzulassung des Gentechnik-Mais haben. Schon am 8. Juli werden die Mitgliedsländer in Brüssel über bestehende und neue Anbauzulassungen für MON810, Bt11 und Mais 1507 beraten.

Die Organisationen verlangen in einem Brief an die spanische Regierung rasche Maßnahmen und weitere Informationen. Sie wollen wissen, warum sich die spanische Regierung weigerte, die EU-Kommission über das Problem zu informieren. Auch Monsanto hat das Problem jahrelang verschwiegen, wie die Monitoring-Berichte zeigen, die laut Vorschriften der EU jährlich bei der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA eingereicht werden müssen.

„Die Ausbreitung von Teosinte und die Gefahr einer unkontrollierten Ausbreitung von Transgenen darf nicht länger vor der Öffentlichkeit verheimlicht werden. Falls sich die Teosinte tatsächlich die Transgene aus MON810 aneignet und anfängt, ein Insektengift zu produzieren, werden Umwelt und Landwirte einem nicht kalkulierbaren Risiko ausgesetzt“, sagt Christoph Then für Testbiotech.

Folgende Organisationen sind an dieser Pressemitteilung beteiligt: Amigos de la Tierra; CECU – Confederación de Consumidores y Usuarios; COAG – Coordinadora de Organizaciones de Agricultores y Ganaderos; Ecologistas en Acción; Stiftung GEKKO; GeneWatch UK; PALT-Plataforma Andalucía Libre de Transgénicos; Red de Semillas „Resembrando e Intercambiando“; Testbiotech; Save our Seeds; Software AG Stiftung; VsF-Justicia Alimentaria Global; Zukunftsstiftung Landwirtschaft.

Kontakt:

Christoph Then, Tel 0151 54638040, info@testbiotech.org

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http://www.keine-gentechnik.de/wissen/argumente/argumente-gegen-agro-gentechnik-gruene-gentechnik/

 

Argumente gegen Agro-Gentechnik („Grüne Gentechnik“)

1. Gentechnik hilft nicht gegen Hunger und Mangelernährung

Ein Drittel aller Lebensmittel geht verloren oder wird verschwendet. Die Preise für Grundnahrungsmittel wie Reis und Getreide sind über die Jahre stark gestiegen. Die für den Anbau von Nahrungspflanzen zur Verfügung stehenden Flächen konkurrieren zunehmend mit Flächen für den Anbau von Energie- und Futterpflanzen. Dazu kommt ein dramatischer Verlust an Bodenfläche und Bodenfruchtbarkeit durch eine intensive Landnutzung. Gentechnik hat bislang keines dieser Probleme lösen können – im Gegenteil: sie ist eher die Speerspitze der industriellen Landwirtschaft.

Gentechnisch veränderte Pflanzen sind dafür gemacht, im großflächigen Maßstab angebaut zu werden, ihre Früchte gehen überwiegend ins Tierfutter. Fleisch können sich viele Menschen in Entwicklungsländern aber gar nicht leisten. Die Monokulturen laugen Böden aus und werden zudem mit giftigen Herbiziden besprüht, weil die Gentech-Pflanzen dagegen resistent gemacht wurden, oder die transgenen Pflanzen produzieren eigene Insektengifte. So landet – im Gegensatz zu den Versprechen der Industrie – mehr Gift auf dem Acker.

Aus zahlreichen Publikationen internationaler Organisationen und Wissenschaftler wird klar: nur eine kleinbäuerliche Landwirtschaft, die die ökologischen Grundlagen erhält anstatt sie zu zerstören, kann eine wachsende Weltbevölkerung  ernähren. Der Einsatz der Gentechnik wird nach Einschätzung vieler WissenschaftlerInnen dabei kaum hilfreich sein. 2010 schrieb beispielsweise die Deutsche Welthungerhilfe: „Eine nachhaltige Einkommenssteigerung zugunsten der Kleinbauern in Entwicklungsländern durch die Grüne Gentechnik konnte bis heute nicht nachgewiesen werden, ebenso wenig ein Beitrag zur Hungerbekämpfung.“

Beispiel Golden Rice

Viele Menschen in Indien und anderen Reisanbaugebieten drohen aufgrund von Vitamin-A-Mangel krank zu werden. Gentechnik-Forscher haben gemeinsam mit dem Chemieunternehmen Syngenta eine Reissorte gentechnisch so verändert, dass sie die Vorstufe von Vitamin-A (Carotin) selbst produzieren kann. Da dieser Reis eine gelbe Farbe hat, nennt man ihn „Golden Rice“. Doch trotz hoher Forschungskosten fehlen entscheidende Daten, z.B. über die Höhe der Menge, die verzehrt werden müsste, um den Bedarf an Vitamin A zu decken. Auch offen ist, wie die oft monatelange Lagerung auf das Carotin im Gentechnik-Reis wirkt. Ob es darüber hinaus Gesundheits- oder Umweltrisiken durch die gentechnische Veränderung gibt, ist nicht klar. Obwohl schon jahrelang am „Golden Rice“ geforscht wird, wurde die Markteinführung immer wieder verschoben.

Erfolgversprechender wäre indes der Anbau von Gemüsesorten, die von Natur aus einen hohen Gehalt an Carotinoiden haben, z.B. Karotten, Süßkartoffeln, Orangen, Kürbissen, Cassava, etc. Oder die Verteilung von leicht lagerbaren Vitamin-A-Präparaten, wozu auch die Weltgesundheitsorganisation WHO rät. Die Kosten wären wohl deutlich geringer als bei der Entwicklung von Gentechnik-Pflanzen, die hunderte Millionen Dollar verschlingen kann.


2. Gentechnik führt zu mehr Gift auf dem Acker

Die meisten Gentechnik-Pflanzen, die zurzeit angebaut werden, sind derart gentechnisch verändert, dass sie gegen bestimmte Unkrautvernichtungsmittel immun sind. Dabei werden das Saatgut und das dazu passende Gift oft von ein und derselben Firma vertrieben. Derzeitiger Marktführer ist Monsanto mit herbizidresistenten Pflanzen, die gegen das Spritzmittel Glyphosat („Roundup“) unempfindlich sind („Roundup Ready“). Das gleiche System, teils mit anderen Wirkstoffen, wird auch von Bayer, Syngenta, Dow oder Pioneer angeboten.

Durch den systematischen Einsatz auf den Gentechnik-Feldern werden die zu bekämpfenden Ackerunkräuter gegen das Spritzmittel resistent. Dadurch bedarf es immer größerer Mengen an Gift, um dem zum Problem gewordenen Unkraut Herr zu werden. Oft werden auch ältere, noch giftigere Wirkstoffe eingesetzt. Die meisten Resistenzen gibt es in den USA, wo circa 90 Prozent von Soja, Mais und Baumwolle gentechnisch verändert sind. Die Industrie versucht, mit dem gentechnischen Einbau mehrerer Giftresistenzen in eine Pflanze („Stacked Events“) eine Lösung anzubieten – dies führt aber eher zu einem Wettrüsten auf dem Acker und zum Einsatz von Giftcocktails.

Das am häufigsten eingesetzte Herbizid Glyphosat steht seit Jahren unter dem Verdacht, Gesundheitsprobleme auszulösen. In Argentinien, wo es einen großflächigen Anbau von Gentechnik-Soja und -Mais gibt, ist die Rate an Missbildungen, Fehlgeburten und Krebserkrankungen seit Einführung der Gentechnik mancherorts drastisch gestiegen. Die Felder werden oft mit dem Flugzeug besprüht, die Plantagen liegen manchmal direkt neben Wohnhäusern. Wie Studien belegen, birgt das Gift auch für Ökosysteme und das Bodenleben ernstzunehmende Risiken.

Die andere Eigenschaft, die bei vielen Gentechnik-Pflanzen eingebaut wird, ist die Fähigkeit, permanent Insektengifte gegen Schädlinge zu produzieren. Da hierfür Gene des Bakteriums Bacillus thuringiensis eingeschleust werden, heißen diese Pflanzen Bt-Pflanzen. Hierzu zählt auch der in Europa zugelassene Gentechnik-Mais MON810. Auch hier werden – vor allem in Nord- und Südamerika –  immer mehr Fälle von Resistenzen bekannt, das Gift wirkt nicht mehr gegen die Schädlinge. Die Landwirte greifen daher zu zusätzlichen Insektiziden. Außerdem ist nicht ausgeschlossen, dass das Bt-Gift der Gentechnik-Pflanzen auch nützlichen Insekten schadet.

Zunehmend bringen die Agrochemiekonzerne Pflanzen auf den Markt, die sowohl Insektizide produzieren als auch gegen Herbizide resistent sind. Die Giftspirale auf dem Acker dreht sich weiter. Verbraucherinnen und Verbraucher wird die Wahl der Lebensmittel gänzlich genommen.


3. Gentechnik schränkt Rechte von Bauern und Züchtern ein

Lange galt der Grundsatz, dass Pflanzen, Tiere oder Mikroorganismen nicht „erfunden“ und daher nicht patentiert werden können. Nachdem im Jahr 2000 die höchste richterliche Instanz im europäischen Patentrecht, die Große Beschwerdekammer des Europäischen Patentamtes in München, entschieden hat, dass genmanipulierte Pflanzen und Tiere grundsätzlich patentierbar sind, wurden einige tausend Patente auf Gentechnik-Pflanzen und -Tiere erteilt.

Patengeschützte Pflanzen dürfen im Gegensatz zu „normalen“, sortenrechtlich geschützten Sorten ohne Zustimmung des Patentinhabers züchterisch nicht weiterentwickelt werden. Der Zugang zu genetischem Material wird für Züchter daher erheblich eingeschränkt. Das sogenannte Züchterprivileg fällt weg. Aber auch unabhängige Risikoforschung wird erschwert, da das Ausgangsmaterial nicht zur Verfügung steht. Landwirte, die Gentechnik-Pflanzen anbauen wollen, müssen jedes Jahr Patentgebühren auf das Saatgut zahlen. Es ist deutlich teurer als konventionelles Saatgut. Gentechnik-Soja kostete in den USA beispielsweise fast doppelt so viel wie herkömmliche Sojasaaten.

Im Fall des kanadischen Bauern Percy Schmeiser hat der Saatgutanbieter Monsanto sogar Lizenzgebühren verlangt, obwohl die Gentechnik-Pflanzen ungewollt vom Nachbarfeld auf das Feld von Schmeisser gelangten. Dadurch, dass die Bauern ihr uraltes Recht, das Saatgut selbst zu vermehren, verlieren, geraten sie in Abhängigkeit von Saatgutkonzernen, die immer mächtiger werden. Die Patente sind aber nicht auf Saatgut und Pflanzen beschränkt, sondern erstrecken sich in vielen Fällen über die Ernte bis hin zum Lebensmittel.

Dossier: Patente auf gentechnisch veränderte Pflanzen und Tiere

Dossier: Kosten der Gentechnik

Studie der EKD: Biopatente und Ernährungssicherung aus christlicher Perspektive (2012)
ETC: Who owns nature? (2008)
No patents on seeds: Übersicht juristischer Auseinandersetzungen beim Europäischen Patentamt
Schule und Gentechnik: Patente
Schule und Gentechnik: Der Fall Percy Schmeiser

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4. Gentechnik vermindert Artenvielfalt

Gerade wegen des Klimawandels sind wir auf den Reichtum der Pflanzen- und Tierwelt  angewiesen. Wir brauchen ihn, um in Zukunft aus der genetischen Vielfalt zu schöpfen und Pflanzen an schwierige Bedingungen anzupassen. Im letzten Jahrhundert sind aber 75 Prozent der Kultursorten unserer Landwirtschaft verschwunden. Gentechnisch veränderte Pflanzen funktionieren nur in einem industriellen Landwirtschaftssystem: Anbau als Monokultur und Einsatz von Dünger und Pestiziden, was eine Auslaugung der Böden und eine starke Einschränkung des Lebensraums für viele Organismen zur Folge hat.

Die Gentechnik-Pflanzen, die so verändert wurden, dass sie gegen bestimmte Unkrautvernichtungsmittel unschädlich sind (herbizidresistent), haben zu deutlich mehr Herbiziden auf dem Acker geführt. Meist wird bei diesen Pflanzen das Herbizid Glyphosat verwendet. Schon 2002 belegte eine britische Studie, dass die Biodiversität (die Vielfalt an verschiedenen Pflanzen und Tieren) durch den Anbau von Gentechnik-Pflanzen und den damit einhergehenden Herbizideinsatz stark zurückgeht.

Auch die sogenannten insektenresistenten Gentechnik-Pflanzen (Bt-Pflanzen) bilden ständig und in allen Teilen der Pflanze ein Gift, welches tödlich gegen ihre Fraßfeinde wirken soll. Das Gift reichert sich jedoch im Boden und Gewässern an und schädigt, wie Studien zeigen, die dort lebenden Organismen. Auch wurden Hinweise darauf gefunden, dass das Bt-Gift nicht nur gegen die zu bekämpfenden Larven wirkt, sondern auch die von anderen Schmetterlingen schädigt. Auch in Europa ist eine insektenresistente Gentechnik-Pflanze zugelassen – der Gentechnik-Mais MON810 von Monsanto. Wegen möglicher Umwelt- und Gesundheitsgefahren ist er jedoch in einigen EU-Mitgliedsstaaten verboten.


5. Gentechnik führt zu hohen Kosten für Gesellschaft

Bei der Diskussion um die Vor- oder Nachteile der Agro-Gentechnik wird oft vergessen, dass durch den Anbau von Gentechnik-Pflanzen erhebliche Folgekosten für die gesamte Gesellschaft entstehen. Beim Transport und beim Anbau kann es zu Verunreinigungen von Rohstoffen und gentechnikfreien Ernten kommen. Das verursacht Probleme für die Bauern, die Hersteller und Verarbeiter von Lebensmitteln und auch für Saatgutzüchter. Denn um die Produkte gentechnikfrei zu halten, müssen sie erheblichen Aufwand betreiben.

Hohe Kosten verursachen auch die notwendige Sicherheitsforschung, das Zulassungsverfahren, die Überwachung des Anbaus und die gesetzlichen Regelungen. Das bezahlt der Steuerzahler, obwohl die überwiegende Mehrheit Gentechnik in ihren Lebensmitteln und auf dem Acker ablehnt.
Besonders gefährdet ist durch die Gentechnik auch die Imkerei. Bienen kennen keine Sicherheitsabstände und sammeln auch Pollen von gentechnisch veränderten Pflanzen. Imker haben daher besondere Probleme, ihre Produkte gentechnikfrei zu halten.

Hintergrund: Recht & Politik zu Gentechnik

Dossier: Kosten der Gentechnik

Dossier: Bienen & Gentechnik

BÖLW: Schadensbericht Gentechnik (2015)

Frankfurter Rundschau: Der wahre Preis der Gentechnik (2011)

Übersicht über Verunreinigungsfälle:  GM Contamination Register

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6. Gentechnik-Risiken nicht ausreichend erforscht

Zu den Gesundheitsauswirkungen eines längerfristigen Verzehrs von Gentechnik-Pflanzen gibt es fast keine unabhängigen Untersuchungen.  Allerdings gibt es Hinweise auf Risiken: beispielsweise ließen Fütterungsstudien mit gentechnisch verändertem Monsanto-Mais Auswirkungen auf Blutparameter erkennen. Das Gift, das die Pflanzen zur Insektenabwehr selbst produzieren, könnte anderen Untersuchungen zufolge das Immunsystem beeinflussen.

Aber auch die Giftigkeit des bei Gentechnik-Pflanzen massiv eingesetzten Herbizids Roundup (Wirkstoff Glyphosat) und der von Bt-Pflanzen selbst produzierten Insektengifte auf menschliche Zellen wird immer wieder diskutiert. 2012 wurde von Wissenschaftlern der Universität Caen in Frankreich eine Studie veröffentlicht, die auf eine Schädigung von menschlichen Zellen durch Bt-Toxine hinweist. Viele Gentechnik-Pflanzen sind immun gegen das Herbizid Glyphosat, das systematisch gespritzt wird. 2015 wurde die Chemikalie von der WHO-Krebsforschungseinrichtung IARC als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft.

Ungeachtet dieser alarmierenden Ergebnisse winkt die zuständige Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (European Food Safety Authority, EFSA) die Gentechnik-Pflanzen meist durch. Sie wertet allerdings überwiegend solche Studien aus, die von den Gentechnik-Unternehmen selbst kommen. Einige Experten der Behörde haben auch enge Kontakte zur Industrie. Die Arbeit der EFSA wird deshalb häufig kritisiert. Es fehlt an unabhängiger Forschung und an Kompetenz aus der praktischen Landwirtschaft.

Gentechnik in der Landwirtschaft zählt als Risikotechnologie und daraus hervorgehende Pflanzen und Tiere unterliegen daher besonderen Zulassungsverfahren. Sind die Pflanzen jedoch erst einmal freigesetzt, können sie sich unkontrolliert verbreiten. Bei Gentechnik-Pflanzen werden auch die gentechnischen Veränderungen übertragen und lassen sich nicht mehr zurückholen. Das Saatgut kann beim Transport verloren gehen oder über Erntemaschinen verbreitet werden, der Pollen der gentechnisch veränderten Pflanzen kann von Bienen und Wind kilometerweit getragen werden.

Der Spiegel: Enge Verbindung zur Industrie: EU-Lebensmittelbehörde wird Lobbyisten nicht los (2013)

Die Zeit: Die grüne Gentechnik wird überschätzt (2012)

American Chemical Society: Glyphosate Formulations Induce Apoptosis and Necrosis in Human Umbilical, Embryonic, and Placental Cells  (2008)

Bundesamt für Naturschutz: Grundlagen der Umweltrisikoprüfung und des Monitorings transgener Pflanzen

EU-Rechnungshof: Management of conflict of interest in selected EU-Agencies (2012)

Earth Open Source:  Kritischer Bericht zur EFSA „Conflicts on the menue“ (2012)

Corporate Europe Observatory: The European Food Safety Authority’s independence problem (2013)

 

„Flache Erde“ – „Flat Earth“ – Von „Tim und Struppi“ zu „Auguste Piccard“

Von „Tim und Struppi“ zu „Auguste Piccard“ – „Am0k Alex & Frank Stoner“

USA – Orlando , Waffen , ab 1:25  Stunden – Banken – „Blumenstein“ – Olympic – Zwillingsschiff von Titanic – ab 1:30  Stunden – 1931 Ballon-Flug „Auguste Piccard“ – „Flache Erde“  – ab  Stunden 2:14 Pädophilie Gross-Britanien – „Willi Brandt“ – „Franz Josef Strauss“

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Flat Earth  – „Auguste Piccard“

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„Hennessy – Werbung“  2016 – The Piccards Advert

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„Shahzwar Bugti“ – „I witnessed the most mysterious thing ever – Plane flying through the sun“

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