„JFK“-Dokumente: Was hat die „US-Regierung“ zu verheimlichen? / Wer profitiert eigentlich vom Konflikt in „Katalonien“? – – – „Finanz-MAFIA“

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JFK-Dokumente: Was hat die US-Regierung zu verheimlichen?

Weiterhin werden Teile von Dokumenten zurückgehalten

Konjunktion in USA

Eigentlich hätte dieser Tage das vollständige Archiv zur Ermordung von John F. Kennedy (JFK) veröffentlicht werden sollen. Doch in allerletzter Minute gab der US-Präsident Donald Trump bekannt, dass doch nur ein Teil der Dokumente freigegeben wird und ein anderer Teil auch weiterhin der Öffentlichkeit unzugänglich bleibt, was das Attentat auf JFK anbelangt. Diese Ankündigung Trumps wirft natürlich Fragen auf, was das US-Imperium verheimlichen will (oder muss) und warum…

Zwei Hinweise darauf kann man in den Dokumenten finden, die in der Nacht von Donnerstag veröffentlicht wurden. Ein Dokument geht dabei detailliert auf das Amtsenthebungsverfahren gegen den damaligen CIA-Direktor Richard Helms ein, der am 23. April 1973 vor dem „Counsel for Commission on CIA Activities“ aussagen musste. Das Dokument endet mit einer wichtigen Frage des Ausschussmitglieds David Belin:

Mr. Helms: „Ich glaube das.“

Mr. Belin: „Gibt es irgendwelche Informationen bzgl. der Ermordung von Präsident Kennedy, die in irgendeiner Art und Weise zeigen, dass Lee Harvey Oswald in irgendeiner Weise ein CIA-Agent war…“

Und hier kommt der entscheidende Grund, warum man von einem Hinweis sprechen kann, dass bestimmte Informationen nach wie vor nicht das Licht der Öffentlichkeit erblicken dürfen: genau an dieser Stelle endet das Dokument. Eine Antwort wurde sicherlich von Helms in der damaligen Befragung gegeben. Jedoch finden wir diese nicht im entsprechenden Gesprächsdokument. Wohl weil es mit die entscheidende Antwort auf die Frage, wer JFK ermordet hat, geben könnte.

Zwar zeigen sich im Dokument Hinweise darauf, dass das FBI mit Lee Harvey Oswald vor dem Attentat auf JFK Kontakt hatte, aber ob er auch Kontakt zur CIA hatte (wovon sehr viele Forscher heute ausgehen), bleibt unbeantwortet. Folgerichtig stellt sich nun die Frage, was Helms auf die Frage Belins antwortete, das die US-Regierung veranlasste aufgrund der „nationalen Sicherheit“ diesen Abschnitt weiterhin zu schwärzen.

In einem zweiten als Top Secret markierten Dokument geht es um die Befragung von Richard Bissell, einem ehemaligen CIA-Agenten am 17. Juli 1975. Das „Inhaltsverzeichnis“ zeigt, dass das Dokument eigentlich einen Umfang von 33 Seiten haben müsste, jedoch wurde auch hier massiv geschwärzt und Inhalte entfernt:

Bissell wurde 1958 zum CIA Deputy Director of Plans ernannt, was im Einblick und Kontrolle über das halbe CIA-Budget gab – inklusive der verdeckten Operationen der CIA. Eine davon war der Sturz von Fidel Castro.

Die Inhaltsangabe des Dokuments führt auf, dass Bissel unter anderem zu(m)

  1. Umsturzversuch auf Kuba (Stichwort Invasion in der Schweinebucht)
  2. CIA-Direktor Allen Dulles und zum ehemaligen US-Präsidenten Eisenhower
  3. Sturz des Präsidenten Rafael Trujillo der Dominikanischen Republik
  4. ZR/Rifle-Projekt und zum CIA-Agent Arnold Silver
    ehemaligen CIA-Direktors John A. McCone
    Mafia-Boss Sam Giancanan
  5. CIA– und FBI-Anwerber Robert Maheu
  6. Justizministerium

befragt wurde.

Das Transkript der Befragung bzw. die Antworten Bissels zu den oben aufgeführten Themen hätten einiges über die inneren Strukturen und Arbeitsweisen der CIA ans Tageslicht gebracht. Und auch zur Vorgeschichte der Ermordung JFKs. Aber wie der obige Ausschnitt zeigt, beinhaltet das Dokument jetzt nur noch drei Seiten, wovon nur eine (!) Seite Inhalte des Transkripts beinhaltet.

Und diese eine Seite thematisiert die Rolle des CIA-Agenten Bill Harvey beim gescheiterten Schweinebucht-Umsturzversuch:

Mr. Schwarz:

„Gut. Nun, angesichts dieses Dokuments … hat das Auswirkungen auf Ihre vorherige Aussage, dass Sie keinen Grund hatten, Mr. Harveys Aussage bei der Gelegenheit in Frage zu stellen, in der Sie ihn gebeten haben, die Möglichkeiten einzurichten, von der Sie gesagt haben, dass das Weiße Haus Sie zweimal gedrängt hat, dies zu tun?“

Mr. Bissell:

„Ja. Ich denke, dass diese Daten das in Frage stellen, denn die Annahme dieser Daten, die Mr. Harveys eigene Notationen sind, ist klar, dass ich ihm Ende Januar, zumindest in der … „

(Mr. Schwarz: „All right. Now, in light of that document … does that have any effect upon your prior testimony that you had no reason to question Mr. Harvey’s statement at the occasion you asked him to set up the capability you said that the White House had twice urged you to do so?“

Mr. Bissell: „Yes. I think these dates do call that into question, because accepting these dates, which are Mr. Harvey’s own notations, it is clear that I had given him at least some exposure to that assignment at the end of January, just at the…“)

An dieser Stelle endet das Dokument und lässt de Öffentlichkeit verwundert zurück, die sich Fragen wird, wo der Rest des Transkripts ist, warum dieser nicht veröffentlicht wurde und ob dieser Rest jemals das Licht der Öffentlichkeit erbicken wird?

Auch wenn die Dokumente keine stichhaltigen Antworten bzgl. der Ermordung JFKs geben, findet man darin einige Enthüllungen, dass die CIA gezielt Terrorismus finanziert hat und mit der Mafia zusammengearbeitet hat, um zahlreiche Morde durchzuführen. WikiLeaks hat übrigens 100.000 US-Dollar für denjenigen ausgesetzt, der das volle Dokument veröffentlicht.

Letztlich bestätigt sich eigentlich mit der jetzt stattgefundenen „Nichtveröffentlichung“, dass sich die US-Regierung weder an die eigenen Gesetze hält, noch willens ist die Dokumente zum Fall JFK vollständig zu veröffentlichen. Was natürlich zu der Annahme führt, dass wohl die US-Regierung etwas zu verbergen hat, was bei einer Veröffentlichung das Kartenhaus der offiziellen Verschwörungstheorie zusammenfallen lassen würde.

Quellen:
Two Key Findings that Show the CIA Redacted Potential Smoking Gun from JFK Files
Wikipedia – Richard Helms
JFK Files 1
JFK Files Show FBI Mention Contact with Oswald a Month BEFORE Assassination
JFK Files 2
Richard M. Bissell, 84, Is Dead; Helped Plan Bay of Pigs Invasion
5 Ominous Revelations from JFK Files on CIA Mind Control, Assassinations, the Mafia & Terrorism
As Trump Caves to CIA & Blocks Full Release of JFK Files, WikiLeaks Offers $100K Reward for Them

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Wer profitiert eigentlich vom Konflikt in Katalonien?

in Europa

Mit der Unabhängigkeitserklärung durch das katalanische Parlament hat der Konflikt zwischen den Separatisten in Barcelona und der spanischen Zentralregierung in Madrid am vergangenen Freitag einen neuen Höhepunkt erreicht.

Von Ernst Wolff – Nachdem es einige Wochen lang so ausgesehen hatte, als ob beide Seiten bemüht seien, die Wogen zu glätten, droht die Auseinandersetzung nun in offene Gewalt umzuschlagen. Da schon jetzt feststeht, dass keiner der Kontrahenten als Sieger aus diesem Konflikt hervorgehen wird, stellt sich die Frage: Wem nützt er? Die Antwort ist schwer zu glauben: Der größte Nutznießer der gegenwärtigen Entwicklung ist niemand anderes als der Schuldige an der Misere – die Finanzindustrie.

Kein europäisches Land wurde stärker von der Finanzelite geplündert

Die separatistische katalanische Bewegung konnte nur deshalb so stark werden, weil die sozialen Gegensätze in Spanien in den vergangenen Jahren explodiert sind. Das wiederum ist vor allem auf die hemmungslosen Aktivitäten des immer mächtiger gewordenen und vor Kriminalität strotzenden spanischen Bankensektors zurückzuführen.

Kein anderes Land in Europa hat eine derartige Plünderungsorgie durch die Finanzelite erlebt wie Spanien. Ab 2001 ließen Spekulanten nach der Liberalisierung des Bodenrechtes innerhalb von nur sieben Jahren vier Millionen Wohnungen hochziehen. Die Folge: 2008 platzte die bis dahin größte Immobilienblase in Europa und stürzte Spanien in seine schwerste Krise der Nachkriegszeit.

Kurz darauf geriet das Land dann auch noch in den Strudel der Eurokrise und wurde unter die Zwangsverwaltung der Troika aus EZB, EU und IWF gestellt. Zusammen mit der Zentralregierung in Madrid erlegte die Troika der arbeitenden Bevölkerung ein Sparprogramm auf, das den Lebensstandard breiter Einkommensschichten drastisch senkte. Das Ergebnis war eine gewaltige Volksbewegung gegen die Austerität, die vom Staat mit aller Härte unterdrückt wurde.

Die Banken wurden mit Samthandschuhen angefasst

Anders wurde mit den Banken umgegangen: 2011 wurden sechs praktisch bankrotte regionale Sparkassen von der Regierung verstaatlicht und zur Gruppe Bankia zusammengeschlossen. Zu ihrem Chef wurde mit Rodrigo Rato (ehemaliger Chef des IWF und von 1996 bis 2004 spanischer Superminister für Wirtschaft und Finanzen) genau der Mann ernannt, der die Immobilienblase als zuständiger Minister juristisch ermöglicht hatte.

Die Rettung der Bankia-Gruppe kostete die spanischen Steuerzahler 22,4 Milliarden Euro. Da der anschließende Börsengang enttäuschend verlief, muss ein großer Teil des Geldes als verloren gelten. Rato wird den Verlust nicht mehr als Bankia-Chef miterleben: Er trat nach einem Jahr von seinem Posten zurück, kassierte eine Millionenabfindung und wurde 2017 wegen Untreue zu einer Gefängnisstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt.

Eine weitere Fusion – die der Bankia mit der Banco Mare Nostrum – wird die spanischen Steuerzahler mit zusätzlichen 1,1 Milliarden Euro belasten. Erst vor kurzem hatte die Großbank Santander 51 Prozent ihres Immobilien-Portfolios zu einem Drittel des Buchwertes an die US-amerikanische Investmentgesellschaft Blackstone verkauft und den amerikanischen Finanzgiganten damit zum größten privaten Immobilienbesitzer Spaniens gemacht zu einer Zeit, da zehntausende durch die Krise verarmte Spanier mit Zwangsräumungen zu kämpfen haben.

Im Juni dieses Jahres übernahm die Großbank Santander die Banco Popolar Espanol für den symbolischen Preis von einem Euro, nachdem es zum ersten Mal in Spanien zur Anwendung des seit 2016 in der EU gesetzlich vorgeschriebenen „Bail-in“ gekommen war. D.h.: Die Aktionäre der Banco Popolar wurden um 1,3 Milliarden Euro und die Halter bestimmter (nachrangiger) Anleihen um zwei Milliarden Euro erleichtert.

Händeringend gesucht: Eine Ablenkung von den wahren Schuldigen

Diese Bail-in-Regelung ist in doppelter Hinsicht ein politischer Sprengsatz: Zum einen bringt sie zahlreiche Kleinaktionäre um ihr Geld und sorgt damit für zusätzlichen Unmut innerhalb der arbeitenden Bevölkerung, zum anderen wird sie ein juristisches Nachspiel haben, da einige Hedgefonds bereits angekündigt haben, gegen den Verlust ihrer Gelder zu klagen.

Ein solcher Prozess ist für die Banken natürlich sehr gefährlich, da er ein Schlaglicht auf ihre kriminellen Aktivitäten werfen und der Öffentlichkeit vor Augen führen würde, dass kein anderes Land der Eurozone in den vergangenen zehn Jahren eine derartige Konzentration im Finanzsektor erlebt hat wie Spanien: Von den 55 Banken, die während des Baubooms Kredite vergaben, sind nur noch 13 als selbständige Einheiten erhalten. Sechzig Prozent aller Spareinlagen entfallen auf die drei größten Bankengruppen des Landes, die fünf größten Banken, die 1998 noch über einen Marktanteil von 34 Prozent verfügten, haben diesen inzwischen auf 62 Prozent ausgeweitet – alles mit voller Unterstützung der EU und der Zentralregierung in Madrid.

Was kann der Finanzelite in dieser Situation Besseres passieren, als dass eine regionale politische Gruppierung sie aus der Schusslinie nimmt, indem sie die Wut und die Aufmerksamkeit der gesamten spanischen Bevölkerung (und der europäischen Öffentlichkeit) auf einen langsam eskalierenden und möglicherweise auf einen Bürgerkrieg hinauslaufenden Konflikt zwischen Separatisten und Nationalisten lenkt…?