EU-WEIHNACHTs-GESCHENKE von MONSANTO – BAYER – DOW usw…… /// EU-Kommission zeigt sich als KRIMINELLE ORGANISATION im DIENSTE MON-SATANs /// DANK „CDU/CSU“ (MERKEL/SCHMIDT) „GIFT-SOJA“ in EUROPA???!!! /// Juso-Chef „Kühnert“: „Wir können die Große Koalition noch verhindern“ – – „KANTE zeigen anstatt zu KUSCHE(L)N“

siehe auch GIFT-SOJA-STOPPEN“

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DIE „EULOBBYKOMMISSION“ wird ANGEKLAGT FAHRLÄSSIG GEGEN die GESUNDHEIT der Menschen und die Ökologie zu AGIEREN

WENN das BÖSE immer im GEHEIMEN (heim-tückisch) AGIERTGEGEN das „VORSORGEPRINZIP“GEGEN die GESUNDHEIT  – GEGEN die ERDE – – –  und FÜR KRIMINELLE VERANTWORTUNGsLOSE und SKRUPELLOSE BETRÜGERISCHE KONZERNE

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https://www.testbiotech.org/node/2136

EU Kommission genehmigt Gentechnik-Soja über Weihnachten

Stille Bescherung für Bayer und Dow
Mittwoch, 10. January 2018

Die EU-Kommission hat die Weihnachtsferien genutzt, um unbemerkt von der Öffentlichkeit sechs Genehmigungen für den Import von Gentechnik-Pflanzen zu erteilen. Darunter sind auch besonders umstrittene Gentechnik-Sojapflanzen mit einer Dreifach-Resistenz gegenüber Herbiziden. Testbiotech hatte nachgewiesen, dass die tatsächlichen Risiken eines Verzehrs dieser Soja nicht untersucht wurden. Die EU-Kommission ging auf entsprechende Argumente aber gar nicht ein. Stattdessen schickte sie zuletzt am 21. Dezember ein formalistisches Schreiben an Testbiotech, in dem sie behauptete, dass die Kritik an der Zulassungsprüfung nichts Neues sei. Zeitgleich wurde auch die Zulassung erteilt, was die EU-Kommission in ihrem Brief aber nicht erwähnte.

„Der Zeitpunkt der Zulassung und die damit verbundene Heimlichtuerei zeigt, wie sehr die EU-Kommission die Kritik der Öffentlichkeit fürchtet. Tatsächlich droht sie mit ihrem Verhalten das Vertrauen in die Institutionen der EU erheblich zu beschädigen“, sagt Christoph Then von Testbiotech. „Wir werden diese Zulassungen aber jetzt erst recht zum Thema machen. Die EU-Kommission muss dem Schutz von Umwelt und Gesundheit mehr Gewicht geben.“

Nach Analyse von Testbiotech gibt es deutliche Hinweise darauf, dass die Konzerne Dow und Bayer die Daten für die Risikoprüfung gentechnisch veränderter Soja manipuliert haben. Der Vorwurf basiert auf Daten, die von den Firmen im Rahmen der EU-Zulassungsprüfung vorgelegt wurden. Demnach setzte Dow bei Fütterungsversuchen mit Ratten eine spezielle Probe der Gentechnik-Soja ein, die mit wesentlich weniger Spitzmittel behandelt wurde, als es in der Praxis der Fall ist. Die Firma Bayer verwendete beim Versuchsanbau ihrer Soja ebenfalls nur einen Bruchteil der tatsächlich üblichen Spritzmittelmengen.

Kontakt:

Christoph Then, Tel 0151 54638040, info@testbiotech.org

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https://www.keine-gentechnik.de/nachricht/32763/

Bald dreifach resistente Soja in der EU?

14.09.2017

Soja Schrot Öl
Sojabohnen, -Schrot und -Öl. Hier auf dem Foto aus den USA, also zu 90% Gentechnik (Foto: United Soybean Board / flickr, creativecommons.org/licenses/by/2.0)

UPDATE +++ Möglicherweise dürfen bald die ersten Sojabohnen in die Europäische Union (EU) importiert werden, die gegen drei Pestizide zugleich resistent sind. Die EU-Mitgliedsstaaten fanden im zuständigen Ausschuss nicht die nötige Mehrheit für ein Verbot, teilte eine Kommissionssprecherin auf Anfrage mit. Die Bundesregierung hat sich enthalten, da die Koalitionäre uneins sind. Jetzt muss die EU-Kommission selbst über die Zulassung entscheiden.

Wie aus gut informierten Kreisen verlautete, stimmte jeweils die Mehrheit der EU-Mitgliedsländer gegen die beiden neuen Sojasorten (15:11 und 14:12), darunter auch Frankreich und Italien. Da Deutschland und Portugal sich jedoch enthielten, war die Mehrheit nicht groß genug für ein Verbot. Wie eine Sprecherin mitteilte, hätte das SPD-geführte Bundesumweltministerium gerne gegen die neue GentechSoja gestimmt. Der Agrarminister (CSU) war jedoch dafür. Nach der gemeinsamen Geschäftsordnung der Bundesregierung müsse er sich in solchen Fällen enthalten.

Es geht um zwei Sojasorten der Konzerne Bayer und DowDuPont (DDP). Sie wurden gentechnisch so verändert, dass sie nicht nur die Behandlung mit dem Unkrautvernichter Glyphosat überleben, sondern auch gegen Glufosinat und je ein weiteres Spritzmittel resistent sind. Hintergrund ist, dass viele Unkräuter Glyphosat-Spritzen inzwischen ebenfalls unbeschadet überstehen, selbst bei größeren Mengen des Pestizids.

Das gentechnikkritische Institut Testbiotech warnt, die gesundheitlichen Risiken dieser Soja-Gift-Kombinationen seien nicht ausreichend geprüft worden. Testbiotech wirft dem Bayer-Konzern vor, im Versuchsanbau nur rund ein Kilogramm Glyphosat pro Hektar eingesetzt zu haben. Unter Praxisbedingungen würden dagegen Mengen von bis zu vier oder sogar acht Kilogramm pro Hektar empfohlen. Außerdem seien die Pflanzen der Firma Dow AgroSciences (seit 1.9. DDP) gegen mehr Herbizidwirkstoffe resistent, als aus dem Prüfbericht der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA hervorgehe. Zu diesen weiteren Wirkstoffen gebe es aber keine Daten zur Risikobewertung.

Testbiotech verweist darauf, dass schon von den drei geprüften Wirkstoffen erhebliche Gesundheitsgefahren drohen: Sowohl Glyphosat als auch die enthaltenen Spritzmittel Isoxaflutol und 2,4-D stehen im Verdacht, Krebserkrankungen auszulösen. Trotz aller Risiken seien die neuen Sojasorten nicht in Fütterungsversuchen auf ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit getestet worden, kritisiert Christoph Then von Testbiotech.

Das Europaparlament hatte bereits gestern mehrheitlich Einspruch gegen die Zulassung einer weiteren Gentech-Sojasorte von DDP eingelegt, die gegen zwei Pestizide resistent ist. Ihren Antrag hatten die VertrerInnen des Umweltausschusses damit begründet, dass es keine Studien gebe, die Gesundheitsgefahren für Mensch und Tier durch Gentech-Soja ausschlössen. Daher könne die Umweltverträglichkeitsprüfung nicht abgeschlossen werden. Außerdem verwies der Antrag auf eine unabhängige wissenschaftliche Studie, die Bedenken wegen Risiken des Wirkstoffs 2,4-D bei der Embryonalentwicklung, für Geburtsschäden und endokrine Störungen aufwerfe. 2,4-D ist eines der beiden Pestizide, die die Soja DAS-68416-4 überlebt.

Nach Informationen von Testbiotech hat sich allerdings auch bei dieser Sojasorte keine Mehrheit unter den EU-Mitgliedsstaaten für ein Verbot gefunden. Daher muss auch hier nun die EU-Kommission entscheiden. Das Votum des EU-Parlaments ist rechtlich wirkungslos. Aktuell sind in der EU 13 gentechnisch veränderte Sojasorten für Lebens- und Futtermittel zugelassen. [vef]

UPDATE: Abstimmungsergebnis

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https://www.testbiotech.org/node/2133

Zulassung von Gentechnik-Raps: EU-Ombudsfrau rügt Verfahrensfehler der EU-Kommission

Entscheidung der EU Kommission wird aber nicht grundsätzlich in Frage gestellt

4. Januar 2018 / Die EU-Ombudsfrau hat die EU-Kommission für Verfahrensfehler in Zusammenhang mit der Risikobewertung von Gentechnik-Pflanzen gerügt. Anlass war eine Beschwerde von Testbiotech über den Import von gentechnisch manipulierten Rapssamen, die zu einer unkontrollierten Ausbreitung der Pflanzen in der Umwelt führen können. Dabei hatte die EU-Kommission die vorgeschriebenen Fristen für die Bearbeitung der Beschwerde weit überschritten. Von der EU-Ombudsfrau wurde dies jetzt als „bürokratische Misswirtschaft“ (Maladministration) kritisiert. Laut EU-Ombudsfrau sollte die EU-Kommission in Zukunft stärker berücksichtigen, dass entsprechende Verfahren komplexe wissenschaftliche Fragen betreffen, für deren Bearbeitung ausreichend Expertise und Zeit benötigt wird. Die Entscheidung der EU-Kommission, den Import des Raps von Monsanto zuzulassen, wird nicht in Zweifel gezogen.

„Wir stimmen der Empfehlung zu, dass die EU-Kommission die entsprechenden Verfahren überprüfen sollte. Dabei geht es allerdings nicht nur um Formalitäten, sondern auch um die Diskussion über die eigentlichen Sachverhalte“, sagt Christoph Then von Testbiotech. „Im konkreten Fall ist trotz der langen Dauer des Verfahrens beispielsweise nach wie vor ungeklärt, welche Maßnahmen tatsächlich geeignet sind, um die unkontrollierte Ausbreitung von gentechnisch verändertem Raps zu verhindern.“

Testbiotech warnt die EU-Kommission davor, bei entsprechenden Verfahren vor allem auf die Einhaltung von Fristen zu achten und dabei inhaltliche Fragen noch stärker zu vernachlässigen. Schon jetzt behandeln die EU-Kommission und die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA wissenschaftlich begründete Eingaben oft nur wie lästige Formalitäten.

Jüngstes Beispiel für die Mängel der bestehenden Verfahren ist die Kontroverse um die EU-Zulassung von gentechnisch veränderten Sojabohnen, die gegen drei Unkrautvernichtungsmittel resistent gemacht sind. Hier lässt die EU-Kommission die Sachdiskussion ins Leere laufen, indem sie behauptet, die Anwendung der Spritzmittel sei völlig unabhängig von der Zulassung der gentechnisch veränderten Pflanzen zu bewerten.

Testbiotech hat vor dem Hintergrund der Mängel der bestehenden Verfahren bereits mehrmals Beschwerde- und sogar Gerichtsverfahren eingeleitet. Das Problem: Dabei können zwar Sachverhalte wie die Einhaltung von Fristen überprüft werden, komplexe wissenschaftliche Sachverhalte bleiben aber oft auf der Strecke. Testbiotech fordert die EU-Kommission deswegen jetzt in einem Schreiben auf, die entsprechenden Verfahren so zu verbessern, dass die zugrunde liegenden wissenschaftlichen Fragestellungen auch tatsächlich geklärt werden können.

Die EU-Kommission wird auch eingeladen, eine zusätzliche Gelegenheit zur sachlichen Diskussion zu nutzen: Das internationale Forschungsprojekt RAGES, das sich mit Anforderungen an die Risikobewertung gentechnisch veränderter Pflanzen befasst und an dem auch Testbiotech beteiligt ist, will 2018 seine Ergebnisse vorstellen. Dazu sollen dann sowohl die EU-Kommission als auch die EFSA eingeladen werden.

Kontakt: Christoph Then, Tel 0151 54638040, info@testbiotech.org

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http://www.spiegel.de/politik/deutschland/kevin-kuehnert-jusos-wir-koennen-die-grosse-koalition-noch-verhindern-a-1186973.html

Juso-Chef Kühnert „Wir können die Große Koalition noch verhindern“

Opposition – das ist die Mission von Juso-Chef Kevin Kühnert. Im Interview gibt er sich optimistisch, die SPD-Basis noch von einem Nein zur GroKo überzeugen zu können. Die Partei sei in ihrer Existenz bedroht.

Juso-Vorsitzender Kevin Kühnert

DPA

Juso-Vorsitzender Kevin Kühnert

Zur Person
Kevin Kühnert, 28, wurde in Berlin geboren. Er trat 2005 in die SPD ein und ist seit November 2017 Bundesvorsitzender der Jungsozialisten (Jusos), der Jugendorganisation der SPD. Seit Wochen macht Kühnert Stimmung gegen eine Neuauflage der GroKo. Neben seinem Studium der Politikwissenschaft arbeitet er für ein Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses.

SPIEGEL ONLINE: Haben Sie in den vergangenen Tagen eigentlich mit Martin Schulz gesprochen? Oder haben Sie gar keinen Bedarf, weil Ihnen, wie Sie kürzlich sagten, ohnehin egal ist, wenn der SPD-Vorsitzende im Fall des Scheiterns der GroKo-Verhandlungen gehen müsste?

Kühnert: Erstens nein, wir haben nicht telefoniert, aber natürlich stehe ich im Austausch mit der Parteispitze. Und zweitens muss ich die Aussage korrigieren, die war im Original anders. Ich habe gesagt, dass Personalfragen jetzt deutlich hinter inhaltlichen Fragen stehen müssen. Da ist es mir dann tatsächlich egal, über wen wir sprechen.

SPIEGEL ONLINE: Wo ist der Unterschied?

Kühnert: Natürlich ist es relevant, was mit dem SPD-Chef passiert. Ich widerspreche aber der Logik, nach der politische Konflikte in Rücktritten münden müssen. Diskussionen müssen möglich sein, ohne immer gleich rollende Köpfe zu sehen.

SPIEGEL ONLINE: Sie sind ein absoluter GroKo-Gegner, fordern stattdessen ein anderes Regierungsmodell in Deutschland. Wie soll das aussehen?

Kühnert: Eine Minderheitsregierung ist die ehrlichste Option. Allerdings wird diese Variante von der Union vehement abgelehnt. Das weist auf das Kernproblem der Union hin: Die Partei ist es seit Beginn der Kanzlerschaft Angela Merkels nicht mehr gewohnt, sich politische Mehrheiten für ihre Projekte organisieren zu müssen. Die Union schreckt daher eine Kultur, in der wirklich diskutiert und um ein Argument gerungen wird. Ich plädiere dafür, dass kein SPD-Mitglied am nächsten Kabinettstisch sitzen sollte.

SPIEGEL ONLINE: Und dann wird wieder alles gut in der SPD? Fraktionschefin Andrea Nahles hat jüngst vor einer Oppositionssehnsucht in Ihrer Partei gewarnt.

Kühnert: Uns wurde auch schon Oppositionsromantik vorgeworfen. Um das mal klar zu machen: Weder ist Opposition romantisch, noch sehnen wir uns nach ihr. Aber man muss doch auch mal ehrlich erkennen, dass die Lage der SPD nach zwei Großen Koalitionen in den letzten zwölf Jahren nichts anderes als existenzbedrohend ist.

SPIEGEL ONLINE: Im Fall von geplatzten Sondierungen könnte es zu Neuwahlen kommen: Fürchten Sie nicht, dass die AfD bei diesem Szenario weiter dazugewinnt und die SPD noch stärker verliert?

Kühnert: Ob es zu Neuwahlen kommt, liegt absolut nicht in der Hand der SPD. Da hat der Bundespräsident ja ein Wort mitzureden. Ich weise diesen Automatismus zurück, dass die SPD bei einer Absage an die GroKo irgendeine Schuld auf sich lädt. Jamaika hat wochenlang sondiert und ist zu keinem Ergebnis gekommen. Nach zwölf Jahren im Kanzleramt gelingt es Angela Merkel nicht mehr, Koalitionspartner zu finden. Das hängt primär mit ihrem prinzipienlosen und abwartenden Politikstil zusammen. Klar ist aber auch: Die SPD wird Neuwahlen weder scheuen noch anstreben.

SPIEGEL ONLINE: Die Frage war nach der AfD.

Kühnert: Ich glaube, dass bereits jetzt viele, die im September noch der AfD ihre Stimme gegeben haben, erschrocken sind, über das, was diese Partei veranstaltet. Aber davon abgesehen: Der Aufstieg der AfD ist sicherlich auch ein Symptom der politischen Kultur in den letzten Jahren. Wenn es keine Polarisierung zwischen den großen Volksparteien gibt, ist es für Rechtspopulisten einfach, sich als vermeintliche Alternative zu verkaufen. Damit muss nun Schluss sein.

SPIEGEL ONLINE: Bei welchen Themen sehen Sie so große Unterschiede, dass die SPD unmöglich mit der Union zusammenkommen kann?

Kühnert: Die Bürgerversicherung ist so ein Thema. Es stellt sich die Frage, ob wir mit einer Zwei-Klassen-Medizin weitermachen wollen, so wie es die Union möchte. Aber natürlich auch beim Thema Flüchtlinge, wo die CSU die Obergrenze fordert oder Leistungen für Asylbewerber kürzen will. Das ist keine Grundlage für Kompromisse.

SPIEGEL ONLINE: Was müsste in einem Koalitionsvertrag drinstehen, damit die Jusos ihn mittragen?

Kühnert: Unsere ganze Energie gilt erst mal einer großen Mission: Den politischen Diskurs dahingehend zu beeinflussen, dass man sich auch mal wieder etwas anderes als eine Große Koalition vorstellen kann. Wir als Jusos sind grundsätzlich skeptisch gegenüber einem Bündnis aus Union und SPD – das hat wenig mit den Sondierungen zu tun, sondern mit den gewaltigen inhaltlichen Differenzen und damit, dass wir gravierend Stimmen verloren haben. Das lässt sich durch kein Sondierungsergebnis vom Tisch wischen.

Martin Schulz und Kevin Kühnert

DPA

Martin Schulz und Kevin Kühnert

SPIEGEL ONLINE: Beim Parteitag im Dezember haben Sie nicht so viel Unterstützung für ihren Kurs erhalten. Warum sollten die Delegierten in anderthalb Wochen gegen Koalitionsverhandlungen sein?

Kühnert: Die SPD-Spitze weiß, dass die Zustimmung zu Gesprächen nur mit einem großen Kraftaufwand erreicht wurde. Martin Schulz musste am Ende der Debatte noch mal ungeplant selbst ans Redepult, um die Delegierten zu überzeugen. Das zeigt, wie brenzlig die Situation eigentlich war. Das Ergebnis der Zustimmung zu Gesprächen war dann ein großer Vertrauensvorschuss der Delegierten – jetzt erwarten diese aber ganz klar, dass konkrete Ergebnisse geliefert werden und keine schwammigen Überschriften. Damit kann ich gut leben.

SPIEGEL ONLINE: Können die Jusos die GroKo noch verhindern?

Kühnert: Ja, ich bin sehr optimistisch für den Parteitag: Wir können die Große Koalition noch verhindern. Und wenn es dort nicht gelingt, gibt es noch einen Mitgliederentscheid.

SPIEGEL ONLINE: Ist das nicht etwas optimistisch?

Kühnert: Ich verfolge die Treffen zwischen SPD und Union, und ich habe nicht den Eindruck, dass die Union es ernst meint, vertrauensvolle Gespräche zu führen. Das bekommen die SPD-Mitglieder mit. Das fing schon vor Beginn der Gespräche mit der Glyphosat-Entscheidung an, die gegen den klaren Kabinettsbeschluss getroffen wurde. Und es geht weiter mit einem Armin Laschet, der entgegen der Absprachen, über die Gespräche nichts an die Medien weiterzugeben, Ergebnisse seiner Arbeitsgruppe veröffentlicht. Wer jetzt Vertrauen aufbauen will, verhält sich nicht so. Für die 600 Parteitagsdelegierten und 450.000 Parteimitglieder sehe ich wenig Gründe, der Union neues Vertrauen zu schenken.

SPIEGEL ONLINE: Sie fordern in den Debatten der SPD mehr Zuspitzung, mehr Mut, mehr Polarisierung. Haben Sie ein Beispiel?

Kühnert: Wir wollen beispielsweise im Bereich der Arbeitsmarkt- oder Steuerpolitik polarisieren. Ich wünsche mir, dass wir klare Vorschläge machen, wie wir die Schere zwischen Arm und Reich schließen – da müssen wir über Vermögensbesteuerung, einen höheren Mindestlohn oder die Bekämpfung von Leiharbeit und Niedriglöhnen sprechen. Da müssen wir zuspitzen.

SPIEGEL ONLINE: Kann Martin Schulz das auch?

Kühnert: Wir haben Anfang des vergangenen Jahres gesehen, dass er den Mut dazu hatte. Die Euphorie war groß. Dieser Erfolg basierte auch auf seinen zugespitzten Themen und Aussagen. Dabei waren das gar keine großen Reformen, die dort vorgebracht wurden, aber es hat gereicht, um der SPD in den Umfragen zehn Prozentpunkte mehr zu bescheren. Das war ein guter Auftakt und hat gezeigt, dass Martin Schulz dieses Handwerk durchaus beherrscht, wenn er es denn möchte und man ihn lässt. Der Mut und die Ansätze sind dann aber mit der Zeit verloren gegangen.

Im Video – SPIEGEL-Redakteur Ralf Neukirch über die GroKo-Sondierungen:

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WIESO wollen sie BALD „UN-GEIMPFTE ERWACHSENE“ ZWANGS-IMPFEN???!!! – – – KEINE BEWEISE dass IMPFEN HILFT – dafür jede MENGE FAKTEN gegen IMPFEN (KENNT MAN JA wie bei MONSANTO-GLYPHOSAT)

siehe auch „ANGELIKA Müller“ – „Das IMPF-KARTEN-HAUS“ bricht zusammen

oder auch IMPFEN in der „ZEIT“

http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2018-01/masern-impfung-verdreifachung-gesundheit-rki-zahlen-eltern-kinder-epidemie

Masern: Einfach mal in den Impfpass gucken

Eine Verdreifachung der Masernfälle – das klingt dramatischer, als es ist. Die meisten Kinder sind geimpft, Tendenz steigend. Das Hauptproblem sind ungeimpfte Erwachsene.
Masern: So sehen Masernviren aus. Diese Illustration zeigt den Kern aus Ribonukleinsäuren (RNA), der von einer Hülle umgeben wird, auf der Proteine sitzen. Mit einigen davon können die Erreger an Körperzellen andocken und ihnen Erbinformation einschleusen.
So sehen Masernviren aus. Diese Illustration zeigt den Kern aus Ribonukleinsäuren (RNA), der von einer Hülle umgeben wird, auf der Proteine sitzen. Mit einigen davon können die Erreger an Körperzellen andocken und ihnen Erbinformation einschleusen. © Kateryna Kon/Science Photo Library/Getty Images

Es war eine Meldung, die aufregend klingt: Die Zahl der Masernfälle in Deutschland habe sich im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht, schrieb die Agentur dpa vergangene Woche. Viele Medien griffen das am Wochenende auf – schnell war die Rede von der angeblich steigenden Zahl an Eltern, die ihre Kinder nicht impfen ließen. So entstand der Eindruck, die Masern seien gewaltig auf dem Vormarsch, weil es mehr Impfskeptiker gebe. Zwei Trugschlüsse, die auffallen, wenn man sich die Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) im Detail ansieht.

Erstens: Die Verdreifachung im Vergleich zum Vorjahr hat zwar stattgefunden, liegt aber im Bereich einer normalen jährlichen Schwankung. Und zweitens: Die Zahl der Eltern, die ihre Kinder – entsprechend der offiziellen Empfehlung der Ständigen Impfkommission (hier ein Impfkalender als PDF) – gegen Masern impfen lassen, sinkt nicht etwa hierzulande. Sie steigt! Was wiederum nicht bedeutet, dass Kinder überall rechtzeitig geimpft würden. Das Hauptproblem sind aber im Fall der Masern die nicht ausreichend geimpften Erwachsenen…….

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Dr Dietrich Klinghardt – Glyphosat

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Dr Klinghardt: Chemtrails – Aluminium – Glyphosat…..
Der „LUFT-RAUM“ über „DEUTSCHLAND“ ist „AMERIKANISCHES HOHEITs-GEBIET“???!!!
NEUROLOGISCHE-ERKRANKUNGEN“
„LUNGEN-KREBS“ BEI FRAUEN
ALUMINIUM-ENTGIFTUNG mit Kiesel-Säure…
Die besten STUDIEN über UMWELT-VERGIFTUNG aus Mexiko: Mexikanische Ärztin
„Elektro-Magnetische-Frequenzen“

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http://www.zeit.de/2017/17/vaxxed-impfen-film-verunsicherung-eltern-andrew-wakefield

INTERESSANT“ –  aus dem TEXT auf Seite 3/3:::…. „Dieser Film beweist nicht, dass die MMR-Impfung Autismus verursacht. Was er belegt, ist, dass die CDC Betrug begangen haben. Er zeigt, dass 14 Jahre lang das mögliche Risiko, an Autismus zu erkranken, verheimlicht wurde und damit Millionen Kinder potenziell gefährdet wurden.“…..

 

„Vaxxed“: Der böse Verdacht gegen das Impfen

„Vaxxed“ heißt der Film, mit dem der britische Mediziner Andrew Wakefield durch deutsche Kinos tourt. Seine gefährlichen Thesen stoßen auf ein erstaunliches Echo

Es ist windig, der Himmel bedeckt, das Thema düster. Das einzig Tröstliche an diesem Mittwochabend ist der Name des Programmkinos: Glückauf. Auf dem Programm steht Vaxxed – eine schockierende Wahrheit!? In dem Film soll es um einen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus gehen – und um einen Skandal. Die Zuschauer scharen sich um den Eingang des Kinos in der Nähe des Essener Bahnhofs. Impfkritiker verteilen Flyer. Der Regisseur ist anwesend. Welche Wahrheit wird heute Abend ans Licht kommen?

Premiere feierte Vaxxed schon vor einem Jahr im Angelika Film Center in New York. Zentrale Botschaft: Die amerikanische Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) habe Studienergebnisse zur Verbindung zwischen der Dreifachimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) und Autismus unterschlagen. Regisseur des Films ist der britische Gastroenterologe Andrew Wakefield, der 1998 zum ersten Mal den Verdacht einer solchen Nebenwirkung aufgebracht und damit eine globale Impfskepsis ausgelöst hatte. Doch seine These war schlicht nicht haltbar. Wakefield musste seine Publikation zurückziehen und verlor seine Zulassung.

Der Fall schien erledigt, doch im Internet verbreitete sich die Legende vom Autismus als Impfschaden munter weiter. Mit seinem Film hat der in die USA ausgewanderte Brite Wakefield die alte Diskussion nun aufs Neue entfacht. In den vergangenen Wochen tourte er durch Deutschland.

Im Glückauf geht es bergab – das Kino liegt im Keller. Der rot gewandete Saal ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Warten 250 Menschen darauf, dass ein lang gehegtes Misstrauen bestätigt wird? Oder haben sie Fragen wie: Darf ich als verantwortungsvoller Elternteil mein Kind impfen lassen?

Vorhang auf. Ein Trommelfeuer von Daten, Zeugenaussagen, Anschuldigungen prasselt auf die Zuschauer nieder. Kurvendiagramme rasen zur Saaldecke. Sie zeigen eine schwindelerregende Zunahme von Autismusfällen in den USA. Dazwischen immer wieder berührende Aufnahmen von betroffenen Eltern. Eben noch haben sie ihre quirligen Kinder in den Armen gehalten, und nun, kurz nach der Impfung, sind die Kleinen stumpf und teilnahmslos …

Über allem schwebt der Verdacht, dass die oberste Gesundheitsbehörde Daten manipuliert hat. Kronzeuge ist der CDC-Forscher William Thompson. Er sollte möglichen Nebenwirkungen des MMR-Impfstoffs nachgehen. Die CDC sollen laut Thompson Teile seiner Studienergebnisse über den Zusammenhang zwischen Impfstoffen und Autismus nicht veröffentlicht, Daten gelöscht und Dokumente vernichtet haben. Doch der Whistleblower tritt im Film nicht auf. Nur seine Stimme ertönt aus dem Off. Brian Hooker, Bioingenieur und Vater eines autistischen Kindes, hat Telefongespräche mit dem Whistleblower aufgezeichnet.

Im Kern behauptet der CDC-Mitarbeiter, es habe in den Daten Hinweise auf ein erhöhtes Risiko gegeben, nach einer MMR-Impfung an Autismus zu erkranken. Doch die Analyse habe seinen Vorgesetzten nicht gepasst. So sei die Auswahl der analysierten Datensätze nachträglich geändert worden, und weil auch dies nicht reichte, seien sogar Daten vernichtet worden – was alle Kollegen bei den CDC abstreiten.

Hooker hatte sich mit den illegalen Mitschnitten an Wakefield gewandt. Dieser trat daraufhin an, „das größte Verbrechen der Medizingeschichte“ publik zu machen. Er hat nicht nur Regie geführt, er tritt im Film auch als Zeuge in eigener Sache auf: Denn wenn die Vorwürfe stimmten, erführe seine These eine nachträgliche Rechtfertigung und er späte Genugtuung.

Für eine Rehabilitation aber müsste die Argumentation wasserdicht sein. So fährt der Regisseur Zeuge um Zeuge, Studie um Studie, Verdacht um Verdacht auf. Irgendwann verliert selbst der vorgebildete Zuschauer den Überblick. Was im Gedächtnis bleibt, sind die Bilder einer weinenden schwarzen Mutter, die die tragische Geschichte ihrer zwei Kinder erzählt. Der Junge, geimpft, nestelt lethargisch an einem Laptop. Die Tochter, nicht geimpft, spielt leichthändig ein klassisches Klavierstück. Die Botschaft ist klar: Schuld ist die Impfung.

Jede der 91 Minuten muss bei den Zuschauern den Eindruck verfestigen, dass die staatlichen CDC die Bevölkerung zum Narren halten. Das unterstellte Motiv: Anders als bei Arzneimitteln, müssen nicht die Pharmahersteller für Nebenwirkungen geradestehen. Die Verantwortung übernimmt eine staatliche Institution. Jeder Fall koste den Staat fünf Millionen Dollar, sagt ein US-Senator in die Kamera. Fertig ist die Verschwörungstheorie: Die Medien, die Pharmaindustrie und der Staat betrügen die Bürger.

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„Vaxxed“: Der böse Verdacht gegen das Impfen

Seite 2/3:

Der Verdacht fällt auf fruchtbaren Boden

Der Verdacht fällt auf fruchtbaren Boden. In den USA grassiert die Wissenschaftsskepsis, Präsident Donald Trump bekundet offen Sympathie für Impfskeptiker. Robert De Niro, selbst Vater eines autistischen Sohns, wollte den Film im Programm seines Tribeca Film Festival in New York zeigen. Die Aussicht, dass die Thesen von Vaxxed auf einem renommierten Filmfestival geadelt werden könnten, brachte zahlreiche Forscher, Sponsoren sowie Vertreter von Autismus-Organisationen dazu, den Film als „unverantwortlich“ und „schädlich“ zu kritisieren. Das Festival strich den Film, ein Geschenk für den Regisseur: Jetzt spricht Wakefield von „Zensur“. Die Zuschauerzahlen stiegen.

In Essen fällt der Vorhang. Auf die Bühne tritt Rainer Kundt, leitender Amtsarzt der Stadt Essen und, wie er selbst gleich sagt, „von Amts wegen“ Befürworter von Impfungen. Protestruf aus der ersten Reihe: „Ist Ihnen das nicht peinlich?“ Es folgt Alfred Längler, leitender Arzt der Abteilung Kinder- und Jugendmedizin im Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke, anthroposophischer Arzt und trotzdem grundsätzlich Befürworter von Impfungen. Er sagt: „Angst ist nicht das geeignete Mittel, um über Impfungen zu sprechen.“

Kundt beklagt, die Dokumentation sei einseitig gewesen. Buhrufe aus dem Publikum. Andrew Wakefield kann sich zurücklehnen. Nach wenigen Minuten dominieren seine Sympathisanten den aufgebrachten Diskurs. Eine der wenigen skeptischen Fragen stellt eine jüngere Frau. Ob Antibiotika, Pestizide oder andere mögliche Auslöser im Hinblick auf das Autismusrisiko untersucht worden seien? Wakefield weicht aus: „Hätten die CDC nicht gelogen, hätten wir heute eine Antwort auf die Frage.“ Kein Wort über eine Metaanalyse im Fachblatt Molecular Autism, die gerade 80 Studien auf problematische Umweltfaktoren hin ausgewertet hat.

Impfnebenwirkungen würden gar nicht gemeldet, ruft ein Zuschauer. Überraschenderweise pflichtet Alfred Längler bei, Ärzte hätten oft nicht genug Zeit, dem zuständigen Paul-Ehrlich-Institut (PEI) jeden Verdachtsfall zu melden. Amtsarzt Kundt: „Das kann ich bestätigen, es gehen nur zwei bis drei Meldungen im Jahr ein.“

Keiner der beiden weist darauf hin, dass das PEI für jedermann zugänglich eine Liste unerwarteter Arzneimittelwirkungen führt. Sie ist bis zum Jahr 2000 zurück mit allen verfügbaren Daten angefüllt. Und nicht nur Ärzte können dort ihre Beobachtungen hinterlegen, sondern seit 2012 auch jeder besorgte Bürger (verbraucher-uaw.pei.de).

Ein Mann möchte wissen, warum es in den USA anscheinend so viele Autismus-Fälle gibt – aber nicht in Europa. Wakefield argumentiert, ein junger Amerikaner erhalte bis zu 70 Impfungen im Jahr. Was ihm keiner der anwesenden Ärzte entgegenhält: Zweimal wurde dort die Definition von Autismus ausgeweitet. Weil autistische Kinder in den USA Spezialunterricht erhalten, wurde die Autismus-Spektrum-Störung zu einer „Mode-Diagnose“.

Die Mediziner bleiben blass. Im Glückauf können die unbedarften Verteidiger der Impfung der Wucht des Filmes und den aufgebrachten Zuschauern nichts entgegensetzen. Wo sind die Experten des PEI und des Robert Koch-Instituts, die schon lange auf dem Gebiet forschen?

Einer von ihnen besucht ein paar Tage später eine Vaxxed- Vorstellung in Berlin. Martin Terhardt ist Mitglied des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte – und er gehört der Ständigen Impfkommission an. An einem Sonntagnachmittag tauschen rund 400 Besucher freiwillig die ersten Sonnenstrahlen gegen das Zwielicht des großen Saals im Babylon-Kino am Rosa-Luxemburg-Platz. Mütter mit Säuglingen auf dem Arm drängen ins Foyer. Wieder verteilen Impfgegner Flyer. Terhardt erzählt, beim Abspann habe er gedacht: „Anwesende Eltern dürften jetzt sehr verunsichert sein.“ Der praktizierende Kinder- und Jugendarzt würde vieles gern richtigstellen. Dass es zum Beispiel extrem unwahrscheinlich ist, dass Autismus-Symptome erstmals plötzlich nach einer Impfung auftreten, und dass es wissenschaftlich inzwischen gesichert ist, dass die MMR-Impfung keinen Autismus auslöst.

Wakefield betritt die Bühne. 30 Minuten sind für Zuschauerfragen vorgesehen. „Handeln Sie nicht extrem unverantwortlich?“, möchte eine Reporterin des britischen Channel 4 wissen. „Tausende Kinder sterben, weil sie nicht mehr geimpft werden …“ Der Satz erstirbt im Pfeifkonzert der Zuschauer.

Wie gefährlich Formaldehyd, Quecksilber und Aluminium als Bestandteile von Impfstoffen seien, möchte jemand wissen. „Dafür bin ich kein Experte“, antwortet Wakefield. „Aber ich lese viel. Quecksilber ist sehr toxisch für ein Gehirn, das sich entwickelt, und wenn es mit Aluminium kombiniert wird, wird die Giftigkeit stark erhöht.“ Damit spielt er geschickt an auf einen wiederholt behaupteten Zusammenhang zwischen Autismus und dem Konservierungsstoff Thiomersal, einer Quecksilberverbindung.

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„Vaxxed“: Der böse Verdacht gegen das Impfen

Seite 3/3:

Kampf eines gefallenen Arztes gegen die Fachwelt

Stiko-Mitglied Martin Terhardt könnte jetzt klarstellen, dass just im MMR-Impfstoff gar kein Thiomersal enthalten sei. Er könnte erklären, dass Impfstoffe vor und nach der Marktzulassung monate- und jahrelang an Zigtausenden Probanden getestet würden – und nicht nur drei Wochen lang, wie in dem Film dargestellt. Er könnte sich jetzt melden und einwenden, dass die Dreierkombination von MMR vernünftig sei, weil das große Risiko bestehe, dass Folgeimpfungen ausfallen und Kinder ungeschützt blieben.

Aber Terhardt hält still. Wer will schon niedergebrüllt werden? Bis jetzt lautete die Strategie seines Berufsverbandes, Impfgegnern kein unnötiges Forum zu geben. „Vielleicht hätte man sich auf den Film besser vorbereiten sollen“, wird Martin Terhardt der ZEIT hinterher sagen.

Zweifelnde Eltern müssen sich an diesem Tag mit Halbwahrheiten zufriedengeben. Wakefield geht sehr strategisch vor. Er behauptet nicht mehr, die Wahrheit zu kennen, er wirft anderen vor, sie zu verschweigen. „Dieser Film beweist nicht, dass die MMR-Impfung Autismus verursacht. Was er belegt, ist, dass die CDC Betrug begangen haben. Er zeigt, dass 14 Jahre lang das mögliche Risiko, an Autismus zu erkranken, verheimlicht wurde und damit Millionen Kinder potenziell gefährdet wurden.“ Was er nicht sagt: Eine Erhebung aus Virginia mit 95.000 Kindern und eine aus Dänemark mit fünf Millionen Kindern lieferten keinerlei Hinweis auf einen Zusammenhang zwischen MMR-Impfung und Autismus.

Nach nur 20 Minuten endet die Diskussion. Wakefield verlässt den Kinosaal, die kritische Channel-4-Reporterin eilt hinterher. Eine ältere Frau hält sie zurück und schreit: „Pharma-Mafia!“

In Potsdam hat einige Tage zuvor Horst von Bernuth neben Andrew Wakefield auf der Kinobühne gesessen. Der Kinderarzt und Immunologe an der Charité hat Erfahrung mit Überzeugungsarbeit, in den USA half er den Demokraten im Straßenwahlkampf. Bernuth bestreitet die Risiken einer Masernimpfung nicht. „Da es sich um eine Impfung mit einem zwar abgeschwächten, aber lebenden Virus handelt, kann niemand eine hundertprozentige Impfsicherheit garantieren.“ Während aber nur extrem wenig Geimpfte gravierende Nebenwirkungen erlitten, drohten einem von 500 Masern-Infizierten schwere Folgen. „Gerade in den ersten Lebensmonaten ist das Risiko hoch. Deswegen sollte man auch möglichst früh impfen.“

Wäre es aber nicht besser, die Impfung gegen Mumps, Masern und Röteln zu trennen? „Wenn das die Zweifler zur Impfung bringt, wäre ich dafür“, sagt von Bernuth. Doch mit differenzierten Argumenten habe er auf dem Podium in Potsdam kaum durchdringen können. Immerhin: Nach der Vorstellung habe sich im Foyer des Kinos eine Traube von Wissbegierigen um ihn versammelt, die es genauer wissen wollten.

Vaxxed ist keine ausgewogene Dokumentation, sondern eine Fortsetzung, eine weitere Episode im verbissen geführten Kampf eines gefallenen Arztes gegen die Fachwelt. Auch wenn er selbst in Berlin betont: „In diesem Film geht es nicht um mich, es geht um einen Whistleblower von den Centers of Disease Control and Prevention, der die Arbeit bestätigt, die wir geleistet haben.“

Was dieser selbst sagt? Schon im August 2014 hatte William Thompson seine Anwälte erklären lassen: Ja, es seien Daten verfälscht worden. Gab es Repressalien von seinem Arbeitgeber? „Ich habe keinen Druck oder Vergeltungsmaßnahmen erfahren und wurde ganz bestimmt nicht, wie einige behaupten, vor die Tür eskortiert.“ – Und wie steht der Kronzeuge zu Impfungen? „Ich möchte absolut klarstellen, dass ich weiterhin glaube, dass Impfstoffe unzählige Leben gerettet haben und weiterhin retten werden.“

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