VORSICHT – „S-ATA-NISCHES“ „GEO-ENGINEERING“ liegt in der LUFT- jetzt auch OFFIZIELL und LEGAL GEPLANT /// Droht das ENDE der „WIND-ERNTE???!!!“ – – – „Infra-Schall“ /// „Typ-2-Diabetes“ – „Intervall-Fasten“ ///// „MONSANTO – BAYER – GLYPHOSAT“ – BIENEN – PETITION /// GLYPHOSAT ist EIN „CHELATOR“ – „KREIDE-ZÄHNE“ //// DARPA – „biologische WAFFEN“ – „Insect Allies“ //// „MOOR-BRAND“ im EMSLAND ////“EDIS“ – Wirtschaftsrat warnt vor „Einlagen-Sicherung“ in der EU //// NEUES vom „BAMF-SUMPF“ /// „EU“ kündigt erste STRAFEN wegen „DSGVO“-Verstößen an /// „Spahn-Pflege-Gesetz“

 

siehe auch „Solar Radiation Management“ (SRM)   –   „Solares GEO-ENGINEERING“ –  „Der JET-STREAM“ wird MANIPULIERT

siehe auch „die GRÜNEN und der Rot-MILAN und der WALD“

Das ZIEL: „BE-HERR-SCHUNG“ des WETTERS – „WETTER-WAFFE“ – „WETTER-KONTROLLE“  – „WETTER-MODIFIKATION“

ÜBER ein erfundenes PROBLEM: KLIMA-WANDEL

MIT „WETTER-MANIPULATION“ zu „WETTER-ANOMALIEN“ wie z.B. ?“DÜRRE-SOMMER“?

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VOM „IRR-SINN“ – ZUR „SCHNAPS-IDEE“???!!!??!!

Wurde am „9 Oktober 2018“ in der „ZEIT“ wieder vorgestellt

NATÜRLICH SOLL man FÜR diese INFO bezahlen!!!!!!!!!!!

https://www.zeit.de/zeit-wissen/2018/03/geoengineering-klimawandel-einfluss-co2-technik

Geoengineering: Das Klima ist nur eine Frage der Einstellung

Das Weltklima regeln wie eine Klimaanlage: Das ist die Idee des Geoengineerings. Klingt nach einer Schnapsidee, wird aber schon mit eingeplant. Was genau steckt dahinter?
Geoengineering: Je mehr Wälder weltweit gerodet werden, desto schlechter für das Klima. Nur Bäume zu pflanzen, reicht aber nicht.
Je mehr Wälder weltweit gerodet werden, desto schlechter für das Klima. Nur Bäume zu pflanzen reicht aber nicht. © Raphael Alves/Getty Images

Manchmal scheint es, als müsste man einen Berg erklimmen, um Forschung zu verstehen. Trotzdem sollte man sich hin und wieder dorthin aufmachen, auch wenn es richtig anstrengend wird. Die Serie „Die Zumutung“ beschreibt Grundlagen, Probleme und zukünftige Herausforderungen in der Wissenschaft. Dieses Mal: Kann Geoengineering den Planeten retten?

Basislager

Gehen Sie erst los, wenn Sie die folgenden Grundlagen in Ihren Rucksack gepackt haben.

Diesmal führt die Tour nicht auf einen normalen Berg, sondern auf einen Vulkan. Das ist zumindest das passende Bild, um über Geoengineering nachzudenken, also die gezielte Veränderung des Klimas durch Großtechnologie. Denn Vulkane können Schwefelpartikel in die obere Atmosphäre pusten, wo sie einen Teil der Sonnenstrahlung abschirmen und die Erde abkühlen lassen. Könnte man diesen Effekt nachahmen, um die globale Erwärmung zu bremsen? Das ist die Idee des Geoengineerings. Eine von mehreren Ideen.

Geoengineering ist der Plan C der Klimapolitik. Plan A lautet: Die Menschheit muss weniger CO₂ ausstoßen. Ein guter Plan, aber es hapert an der Umsetzung. Plan B ist die Anpassung an den Klimawandel, beispielsweise durch hitzeresistente Getreidesorten. Früher tabu, heute Realpolitik. Nun also Plan C.

Geoengineering (auch: Climate Engineering) wird gerne als „Klima-Klempnern“ geschmäht, als wären ein paar Ingenieure nun völlig durchgedreht. Allerdings betreibt die Menschheit mit ihren Kohlekraftwerken, Autos und Viehherden schon heute eine Art Geoengineering: die globale Erwärmung. Der Unterschied ist, dass die globale Erwärmung eine unerwünschte Nebenwirkung menschlichen Wirtschaftens ist, während „echtes Geoengineering“ nur dem alleinigen Zweck dienen würde, das Klima des Planeten Erde zu regeln.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt hierzulande 18 Universitäten und Institute mit insgesamt zehn Millionen Euro, um Geoengineering zu erforschen. Die Wissenschaftler sollen nicht die Technik für einen globalen Thermostaten entwickeln, sondern die Risiken und Nebenwirkungen von Eingriffen ins Klimasystem abschätzen. In anderen Ländern ist das ähnlich. Allerdings: „Diese Forschung wird missbraucht werden.“ Das sagt der Physiker David Keith, der sich an der Harvard University mit Geoengineering befasst. „Ölkonzerne und Petrostaaten werden versuchen, sich aus der Verantwortung zu stehlen, indem sie uns das Wort im Mund umdrehen.“ Nach dem Motto: Wozu CO₂ sparen, wenn Wissenschaftler am Klimadesign arbeiten? Das ist der zweite Grund, warum eine Vulkanwanderung die passende Metapher ist: Die Sache ist nicht ungefährlich. Gut möglich, dass man auf dem Gipfel steht, und der ganze Berg fliegt einem um die Ohren.

Erster Anstieg

Los geht’s! Auf leichten Anhöhen begegnen Sie Erkenntnissen, die Sie ins Schwitzen bringen können

Der erste Wegabschnitt sieht harmlos aus. Es geht durch den Wald, und der steht auf der Seite der Guten – solange er nicht abgeholzt wird. Denn ein wachsender Wald holt CO₂ aus der Luft und verwandelt es in Baumstämme. So wirken Wälder dem CO₂-Anstieg entgegen. Aber in den Szenarien der Geoingenieure braucht es große Mengen neuer, schnell wachsender Bäume, um mehr CO₂ aus der Luft zu holen. Mit welchen Nebenwirkungen ist dieser Pfad verbunden?

Geoengineering wird gemeinhin in zwei grundverschiedene Ideen unterteilt. Erstens: die Sonneneinstrahlung, die auf den Erdboden trifft, verringern. Sonnenstrahlungsmanagement“ heißt das verniedlichend, Solar Radiation Management (SRM), und dazu gehört das Vulkan-Spielen. Zweite Idee: Kohlendioxid aus der Atmosphäre entfernen, Experten reden von „Carbon Dioxide Removal“ (CDR). Weniger CO₂ heißt weniger Treibhauseffekt heißt weniger Erwärmung. Zu diesen Ideen gehört die Aufforstung. Wer im Garten einen Baum pflanzt, macht kein Geoengineering. Wer in halb Europa Birken verbreiten würde, der schon.

Was könnte falsch daran sein, CO₂ wieder aus der Luft zu holen? Der Vorteil der CDR-Technik ist, dass Kohlendioxid einfangen anders als Vulkan spielen der Ursache des Klimawandels entgegenwirkt, also dem CO₂-Anstieg in der Atmosphäre. Außerdem sinkt damit das zweite große Umweltrisiko neben der globalen Erwärmung: Die Ozeanversauerung, also im Meer gelöstes Kohlendioxid, bringt das Ökosystem der Meere durcheinander. Das Problem: Um große Mengen CO₂ einzufangen, braucht man eine ähnliche Infrastruktur wie die, mit der wir das CO₂ in die Luft blasen.

Um die globale Erwärmung unter zwei Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu halten, müssten die Treibhausgasemissionen im Jahr 2020 ein Maximum erreichen und dann rapide sinken, sodass die Weltwirtschaft ab dem Jahr 2050 entkarbonisiert wäre, also CO₂-neutral operieren würde (Carbo ist lateinisch für Kohle). Das ist allein durch reduzierte CO₂-Emissionen nicht zu schaffen. Realistische Szenarien, die das Zwei-Grad-Ziel erreichen sollen, sehen deshalb die Speicherung oder den Einfang von CO₂ vor. Erst recht für das 2016 in Paris formulierte Ziel, die Temperaturerhöhung möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen. Nur scheuen sich Klimapolitiker, von Geoengineering zu sprechen.

Welche Technologie wäre dafür geeignet?

„Sowohl für das Zwei-Grad-Ziel als auch für das 1,5-Grad-Ziel müssen ziemlich sicher Technologien für negative Emissionen eingesetzt werden“, schreiben die Klimaforscher Johan Rockström und Hans Joachim Schellnhuber in einer Analyse des Paris-Abkommens. „Negative Emissionen“ ist ein ähnlich absurder Begriff wie „negatives Wachstum“ und bedeutet schlicht, dass CO₂ aus der Atmosphäre verschwindet. Die Rechnung geht so: Um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, dürfte die Menschheit seit 2016 insgesamt nur noch 400 Milliarden Tonnen Treibhausgase ausstoßen (gerechnet in CO₂-Einheiten). Derzeit betragen die Emissionen pro Jahr 40 Milliarden Tonnen. Wenn das so weiterginge, wäre das erlaubte CO₂-Budget 2026 erschöpft. Selbst wenn man fossile Energieträger eines Tages komplett durch erneuerbare Energien ersetzen könnte, würden Landwirtschaft und Viehhaltung weiterhin Treibhausgase verursachen. Eine entkarbonisierte Wirtschaft müsste diese Emissionen durch CO₂-Speichertechnik ausgleichen.

Welche Technologie wäre dafür am besten geeignet? Welche Nebenwirkungen und Risiken wären damit verbunden? Und welche Mengen CO₂ ließen sich überhaupt aus der Luft holen?

Eine Möglichkeit, den CO₂-Anteil der Atmosphäre zu reduzieren, klingt recht simpel: CO₂ lässt sich mithilfe chemischer Verfahren aus der Luft extrahieren. „Direct Air Capture“ (DAC) lautet der Fachbegriff: direkt aus der Luft gefangen. Anschließend müsste man das Kohlendioxid in unterirdischen Gesteinsschichten speichern oder, noch besser, mit Wasserstoff zu synthetischem Treibstoff recyceln. Die Technik steht noch am Anfang, und die Kosten pro Tonne aufgefangenem CO₂ betragen stolze 200 bis 1.000 Dollar. DAC wird allenfalls in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts eine Rolle spielen, schätzen Ökonomen des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), denn eine andere, biologische Technik ist derzeit viel billiger: Pflanzen anbauen und in Bioenergieanlagen verheizen, während das dabei entstehende CO₂ unterirdisch gespeichert wird (Aufforstung allein bringt zu wenig). Die Abkürzung für das Verfahren lautet BECCS.

In den entsprechenden GeoengineeringSzenarien sind dafür „Energiewälder“ aus Pappeln, Weiden Eukalyptusbäumen und Robinien vorgesehen. Die sparen mehr CO₂ ein als Raps- oder Maisfelder, brauchen aber auch mehr Wasser. In diesen Wäldern wird man nicht spazieren gehen, und die Artenvielfalt werden sie auch nicht fördern: Es sind hochgezüchtete „Kurzumtriebsplantagen“. Acht Jahre dürfen die Bäume wachsen, dann werden sie abgeholzt und in Kraftstoff, Strom oder Wärme umgewandelt.

Lena Boysen vom Max-Planck-Institut für Meteorologie hat ausgerechnet, wie viel Land man bräuchte, um mit BECCS das Zwei-Grad-Ziel einzuhalten: Die in Paris zugesicherten CO₂-Einsparungen der Staatengemeinschaft vorausgesetzt, müssten auf einem Viertel aller Landwirtschaftsflächen Energiepflanzen angebaut werden. „Da müssten schon alle Menschen Vegetarier werden“, sagt Boysen, dann wären Flächen frei, die heute der Viehhaltung dienen. Boysens Simulation geht von der optimistischen Annahme aus, dass 75 Prozent des Kohlendioxids aus den Biokraftwerken in unterirdischen Gesteinsschichten gespeichert werden. Doch in den USA zum Beispiel ist der Untergrund durch Fracking bereits so zerklüftet, dass das CO₂ womöglich wieder entweicht. Boysen sagt: „Ich bin dafür, Bäume anzupflanzen, aber dies ist nicht die große Lösung, um den Klimawandel zu bekämpfen.“

Um die Erderwärmung unter zwei Grad zu halten, müsste die BECCS-Technologie Ende des Jahrhunderts jährlich zehn Gigatonnen Kohlendioxid unterirdisch speichern, schätzen der PIK-Chef Hans Joachim Schellnhuber und sein designierter Nachfolger Johan Rockström. Das entspricht der Menge CO₂, die die Ozeane jährlich aufnehmen – und ist nicht zu schaffen. Schellnhuber mag Metaphern. Er sagt: „Im Klimadrama, das sich gerade auf der großen Bühne namens Erde entfaltet, ist CO₂-Speicherung nicht der Held, der uns vor dem Untergang bewahrt, nachdem alle anderen gescheitert sind. Sondern eher ein Schauspieler in der Nebenrolle, der von Anfang an mit dabei sein muss, während die CO₂-Vermeidung die Hauptrolle spielt.“

Am Steilhang

Atmen Sie tief durch: Es ist alles ganz anders, als Sie dachten – aber Sie schaffen das.

Die Waldgrenze ist erreicht, es geht hinaus in die Sonne. Ohne das Licht und die Wärme der Sonne gäbe es bekanntlich kein Leben auf der Erde, aber heute wäre zahlreichen Regionen damit geholfen, wenn die Sonnenstrahlung etwas schwächer wäre, denn dies könnte die globale Erwärmung ausgleichen und die Folgen des Klimawandels abmildern. Diese Hoffnung wird jedenfalls mit dem Solar Radiation Management (SRM) verknüpft. Mehr Schatten, bitte!

Auf diesem Weg ignorieren wir einige Nebenpfade wie den Vorschlag, Straßen und Dächer weiß anzustreichen oder in Jules-Verne-Manier Spiegel in den Orbit zu schießen, um einen Teil der Sonnenstrahlung zurück ins Weltall zu reflektieren. Das mag theoretisch funktionieren, spielt aber in der wissenschaftlichen Geoengineering-Diskussion derzeit keine Rolle. Man sollte allerdings daran erinnern, dass Vorschläge (und Warnungen) zur globalen Klimakontrolle keine Erfindung der vergangenen Jahre sind. Nach dem Zweiten Weltkrieg spekulierten Naturwissenschaftler in den USA und der Sowjetunion über die Möglichkeit, mithilfe von Atombomben die Kontinente zu verändern, Meeresströmungen umzuleiten und beispielsweise das Nordpolarmeer von Eis zu befreien. Heute sind die Vorschläge weniger brachial, in der Wirkung aber vergleichbar.

Unfreiwillig betreibt der Mensch auch heute schon eine Art Solar Radiation Management: Emissionen von Industrie und Verkehr reichern die Atmosphäre mit winzigen Partikeln an, sogenannten Aerosolen. Die Wirkung dieser Teilchen auf Wolkenbildung und Sonnenstrahlung ist kompliziert, aber in der Summe kühlen sie die Welt ab. Seit Beginn der Industrialisierung hat sich die globale Durchschnittstemperatur um rund ein Grad erhöht. Ohne den kühlenden Effekt der Aerosole wäre es 1,3 Grad wärmer, schätzen Klimaforscher. Dreckige Luft hemmt die globale Erwärmung.

Darf man Geoengineering machen?

Als Gegenmaßnahme zur globalen Erwärmung sieht Solar Radiation Management vor, tonnenweise Aerosole mit Ballons oder Flugzeugen in oberen Atmosphärenschichten zu versprühen. Innerhalb von zehn bis zwanzig Jahren ließe sich die Welt dadurch wieder auf vorindustrielles Niveau abkühlen, schätzt der Weltklimarat in seinem jüngsten Bericht. Der Pinatubo-Vulkan auf den Philippinen hat 1991 vorgemacht, wie das funktioniert. Er katapultierte damals rund zehn Millionen Tonnen Schwefel in Form von Schwefeldioxid in die Stratosphäre. Die Höhenwinde verteilten diese rund um den Globus. Für die Menschen nicht wahrnehmbar, lag die Erde ein wenig im Schatten. In den darauffolgenden Monaten sank die globale Durchschnittstemperatur um ein halbes Grad.

Allerdings: Vulkan spielen würde nicht einfach das Klima von früher wiederherstellen. Denn Aerosole einerseits und Treibhausgase andererseits beeinflussen das Klimasystem unterschiedlich: Treibhausgase reflektieren die Wärmestrahlung der Erde zurück in Richtung Erdboden, so wie das Glasdach eines Treibhauses. Aerosole hingegen sorgen dafür, dass von vornherein weniger Sonnenstrahlung die Erdoberfläche erreicht. Daher verdunstet auf der Erde weniger Wasser, es bilden sich weniger Wolken, es regnet weniger.

Simulationen vom Max-Planck-Institut für Meteorologie zeigen die Nachteile von SRM: Im globalen Mittel würde der Niederschlag um drei bis sechs Prozent abnehmen, über Nordamerika, Europa und weiten Teilen Asiens sogar um zehn bis zwanzig Prozent. Die Ozeanversauerung ginge weiter. Außerdem würde die Ozonschicht durch chemische Reaktionen ausgedünnt. Und: SRM senkt die Temperatur vor allem tagsüber und regional unterschiedlich, in den Tropen mehr als an den Polen. Das Klima wäre daher regional und im Tag-Nacht-Zyklus anders als heute.

Dennoch: „Große Naturkatastrophen wie ein Ausbleiben des Monsunregens erwarten wir nicht“, sagt Max-Planck-Forscher Hauke Schmidt. Der Weltklimarat schreibt: „Ein Klima mit SRM und hoher CO₂-Konzentration in der Atmosphäre wäre dem Klima des vergangenen Jahrhunderts näher als eine Welt mit erhöhter CO₂-Konzentration und ohne SRM.“ SRM wäre demnach das kleinere Übel. Doch wehe, die Weltgemeinschaft würde sich eines Tages entschließen, den künstlichen Vulkanismus wieder zu beenden. Dann droht der „Termination Shock“: Angenommen, man würde die globale Durchschnittstemperatur durch Solar Radiation Management konstant halten, während die Treibhausgasemissionen weiter ansteigen. Wenn das Geoengineering nach 50 Jahren aus welchen Gründen auch immer gestoppt würde, stiegen die Temperaturen innerhalb von nur 20 Jahren um zwei Grad an. Das wäre der Klimawandel in Zeitraffer.

Auf zum Gipfel

Jetzt wird es zugig: Diese Theorie müssen Sie meistern, um auf der Höhe der Zeit anzukommen.

Geoengineering berührt moralische, wissenschaftliche, politische Fragen. Kann man Geoengineering machen? Darf man? Soll man? Und wer ist eigentlich „man“? Arme Länder, reiche Länder, die Inselstaaten, Konzerne, das Militär, die UN? Wir nähern uns dem Kraterrand und seilen uns lieber an. Dies ist eine Gratwanderung.

Als der Hamburger Meteorologe Hauke Schmidt mit Fachleuten und NGOs außerhalb seines Instituts über Geoengineering diskutierte, drängten sich unbequeme Fragen auf: Wenn Geoengineering funktioniert, warum sollen wir das Klima eigentlich nur zurückdrehen? Warum nicht das für den Menschen optimale Klima erzeugen? Dummerweise wäre es je nach Region unterschiedlich. In Sibirien wärmer, in der Sahara kühler. Man müsste für jede Weltgegend ein anderes Klima erzeugen. „Ein beängstigender Gedanke“, sagt Schmidt. „Da gerät man schnell auf eine abschüssige Bahn.“

Kann man Geoengineering machen? Im Prinzip ja, aber die Simulationen haben viele Unsicherheiten. Kohlendioxid einfangen (CDR) scheint gegenüber Vulkan spielen weniger riskant. Doch die BECCS-Technik wird mit der Landwirtschaft um Ackerflächen konkurrieren. Direct Air Capture benötigte eine Infrastruktur wie heute die Mineralölindustrie. Und das Düngen der Ozeane mit dem CO₂ bindenden Mineral Olivin würde die Biochemie der Meere durcheinanderwirbeln. Die Forscher reden von einer Risk-Risk-Situation: Geoengineering ist riskant, Nichtstun ebenso.

Darf man Geoengineering machen? Es kommt darauf an. Die Environmental Modification Convention von 1978 verbietet Wetter- und Umweltveränderungen als Mittel der Kriegsführung. Das Übereinkommen zur Verhütung der Meeresverschmutzung verbietet die Ozeandüngung. Die Biodiversitätskonvention verbietet Geoengineering, wenn darunter die Biodiversität leidet. Die Heinrich-Böll-Stiftung und andere NGOs fordern ein umfassendes Verbot, ähnlich dem Kernwaffenteststopp-Vertrag. Ethiker des Carnegie Councils sind zurückhaltender: Unter c2g2.net organisieren sie die Debatte über eine Regulierung von Geoengineering.

Soll man Geoengineering machen? Der Philosoph Toby Svoboda hat ein Buch über die Ethik des SRM geschrieben. Ein Utilitarist würde das Ganze pragmatisch angehen und das Nutzen-zu-Schaden-Verhältnis des Geoengineerings maximieren. Schaden und Nutzen sind jedoch zwischen den Weltregionen und Generationen ungleichmäßig verteilt. Svoboda argumentiert, dass jene Staaten, die am stärksten unter dem Klimawandel leiden, das größte Mitspracherecht haben sollten. Und dass die Mitglieder der Klimarahmenkonvention UNFCCC – das sind alle Nationen der Erde – legitimiert sein sollten, SRM-Maßnahmen zu beschließen. Aber: „Sollten wir uns eines Tages in einem Szenario wiederfinden, in dem SRM moralisch geboten erscheint, müssen sich viele von uns massives moralisches Versagen vorwerfen lassen. Weil sie nicht genug für die CO₂-Vermeidung getan haben. „Das sollten wir niemals vergessen.“ Wir stehen am Rand des Kraters und blicken in einen Abgrund. Jetzt bloß nicht stolpern.

Max Rauner hat mit deutsch-amerikanischen Forschern über ein geplantes Feldexperiment zum Geoengineering gesprochen. Haben die noch alle Tassen im Schrank? Hören Sie den Beitrag im Podcast unter soundcloud.com/zeitwissen.

 

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http://www.spiegel.de/fotostrecke/cartoon-des-tages-fotostrecke-142907.html

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<<<<NATÜRLICH Erst der ANFANG: „SCHRITT für SCHRITT “ werden dann auch die restlichen STRASSEN gesperrt werden – WELCHER DRECK im HIMMEL aus-GESTOSSEN wird INTERESSIERT NIEMANDEN und JETZT auch als „PLAN C“ OFFIZIELL ge-PLANT  „SRM“: Solar Radiation Management<<<<

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„KLIMA-ERWÄRMUNG“ WEGEN „WIND-KRAFT“???!!!?!

„SINN-LOSE“ ENERGIE-GEWINNUNG – – – AUSSER SCHADEN NICHTS gewesen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

http://www.spiegel.de/plus/windenergie-droht-das-ende-der-wind-ernte-a-f19be020-4f97-451a-bf16-0987bce9c68d

Jede Woche eine Erkenntnis: An dieser Stelle erklärt Johann Grolle, SPIEGEL-Korrespondent in Boston, der Hauptstadt der Wissenschaft, was die Welt der Forschung bewegt – und was für ihn derzeit der genialste Gedanke, die bahnbrechendste Erfindung, die wichtigste Debatte ist. 

Was Lee Miller über die Probleme mit der Windkraft schreibt, schien mir nicht recht geheuer. Ob er seine Thesen mutwillig angespitzt hat, nur um mehr Aufmerksamkeit zu erregen, wollte ich von ihm wissen. Erst nach einer langen Denkpause antwortete er: »Im Gegenteil. Im Grunde habe ich damit akademischen Selbstmord begangen.« In der Fachwelt wolle niemand hören, was er zu sagen hat. Aber er könne Ergebnisse doch nicht verschweigen, nur weil sie unliebsam sind.

Um eines klarzustellen: Wirkliche Sorgen muss man sich um Millers Zukunft nicht machen. Nach seiner Doktorarbeit am Jenaer Max-Planck-Institut für Biogeochemie forscht er jetzt in der Arbeitsgruppe des renommierten Atmosphärenphysikers David Keith an der Harvard-Universität. Er wird seinen Weg schon machen. Aber richtig ist: Miller hat soeben zwei wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht, die für erheblichen Unmut in der Windenergie-Branche sorgen. In einer Zeit, in der die Windkraft weltweit boomt und im Kampf gegen die globale Erwärmung dringend gebraucht wird, sind Nachrichten, die die Euphorie trüben, nicht willkommen.

In der ersten der beiden Studien kommt Miller zum Schluss, dass die Erträge, die sich durch die Ausbeutung des Winds erzielen lassen, viel geringer sind als gemeinhin angenommen. In der zweiten setzt er noch einen drauf: Windkraft bewirke genau das, was sie doch eigentlich verhüten soll – sie trage bei zur Erwärmung.

Für seine Untersuchung nutzte Miller eine Datenbank für Windkraftanlagen, in der auch die Koordinaten der 57.636 Rotoren in den USA erfasst sind. Aus der von diesen Anlagen abgedeckten Fläche und dem erzeugten Gesamt-Windstrom errechnete er sodann die pro Flächeneinheit erzielbare elektrische Leistung. Das Ergebnis ist erbarmungswürdig niedrig: 0,5 Watt pro Quadratmeter für Windparks an Land.

Diese Zahl ist drei- bis zehnfach geringer als die verschiedenen theoretischen Schätzwerte, die im Umlauf sind. Die staatlichen Planer in den USA gingen bisher von einem Wert von 1,4 Watt pro Quadratmeter aus, und glaubten dabei, noch zurückhaltend zu sein.

Für die USA ist Millers Befund ernüchternd, bedeutet er doch, dass zum Beispiel Kalifornien enorme Flächen bereitstellen muss, wenn es seinen ehrgeizigen Plan, die Stromerzeugung bis 2045 vollständig auf regenerative Energieträger umzustellen, verwirklichen will. Für Deutschland ist er sogar niederschmetternd; denn es bedeutet, dass der Rohstoff Wind zwischen Rhein und Oder zur Neige geht.

Ganz bewusst habe er auch den deutschen Fall durchgerechnet, sagt Miller: »Ich verdanke Deutschland sehr viel, und ich habe großen Respekt vor der Energiewende Gerade deshalb aber warne er davor, Pläne zu schmieden, die zum Scheitern verdammt sind. Die Deutschen müssten sich den Fakten stellen, »sonst rächt sich das«.

Selbst für jene, die den Wind, der an Land knapp wird, dann eben auf See ernten wollen, hat Miller eine bittere Nachricht. »Warum bläst die Brise denn so stetig über dem Meer«, fragt der Forscher und gibt sogleich selbst die Antwort: »Weil ihm dort nichts im Wege steht.« Deshalb störe, wer mächtige Windturbinen über dem Meer errichte, den ungehindert wehenden Wind weit mehr, als dies an Land der Fall ist. Auf Satellitenbilder ziehen die großen Offshore-Anlagen Wirbelschleppen von bis zu 70 Kilometern Länge hinter sich her.

Das bekommen die Betreiber der großen Windparks vor der Küste bereits schmerzlich zu spüren: Der Ertrag der zweiten oder dritten Reihe von Rotoren fällt gegenüber der ersten drastisch ab. »Die Ausbaupläne der Deutschen sind illusorisch«, konstatiert Miller.

Nicht ganz so beunruhigend, für die Windkraft-Gemeinde jedoch noch weitaus empörender ist Millers zweite Studie. Denn hier kratzt er am Klimaschutz-Nimbus der Windräder. Die Rotoren können, so Millers These, zur Erwärmung führen. Denn sie vermischen Luftschichten der Atmosphäre. Vor allem nachts wird die kalte Luft am Boden emporgewirbelt. Das heizt die Böden auf.

Miller beeilt sich zu betonen, dass sich der Mechanismus grundsätzlich von demjenigen der globalen Erwärmung durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe unterscheidet: Durch den Treibhauseffekt wird der Atmosphäre weltweit zusätzliche Wärme zugeführt, durch die Umwälzung der Rotoren wird sie nur lokal umverteilt.

Trotzdem, sagt Miller, sei der Effekt real. In Texas etwa wurde in der Nähe von Turbinen ein nächtlicher Anstieg der Bodentemperatur um fast ein halbes Grad Celsius gemessen. Das sei genug, um Auswirkungen für die Landwirtschaft und für das natürliche Ökosystem zu haben. »So etwas müssen wir untersuchen und diskutieren«, sagt Miller – zumal sich bei flächendeckender Nutzung der Windenergie die lokale schnell zur regionalen Erwärmung auswachsen könne: »In Deutschland gibt es bisher zwar noch keine Studien zu dieser Frage, aber bei der Dichte der Anlagen dort ist es gut möglich, dass ein landesweiter Temperaturanstieg bereits nachweisbar wäre«, sagt Miller…..

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siehe auch „WIND-KRAFT“ und „INFRA-SCHALL“

http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/who-zu-windenergie-laerm-von-turbinen-kann-krank-machen-a-1232423.html

WHO-Bericht 

Lärm von Windturbinen kann krank machen

Wie laut ist zu laut – und was kann der Mensch aushalten, ohne krank zu werden? Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt erstmals Richtwerte für Windenergieanlagen und Freizeitlärm.
Windkraftanlage
DPA

Windkraftanlage
Mittwoch, 10.10.2018 06:24 Uhr

Windenergieanlagen machen Lärm, und der sollte nach einer neuen Richtlinie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) durchschnittlich 45 Dezibel tagsüber nicht überschreiten. „Lärm von Windenergieanlagen oberhalb dieses Wertes ist mit schädlichen gesundheitlichen Auswirkungen verbunden“, heißt es in dem Bericht. Für die nächtliche Höchstbelastung spricht die WHO keine Empfehlung aus. Dafür gebe es noch nicht genügend aussagefähige Studien.

Für genehmigungspflichtige Anlagen in allgemeinen Wohngebieten gilt laut deutschem Umweltbundesamt bei der Lärmbelastung zurzeit ein Immissionsrichtwert von 55 Dezibel tagsüber und 40 Dezibel nachts. An diese Vorschrift müssen sich auch Windparks halten. Zum Vergleich: Flüstern hat etwa 30 Dezibel, leise Radiomusik 50, ein Haartrockner 70 und eine Kreissäge 100 Dezibel.

SPIEGEL TV: Der stumme Lärm der Windräder – Krank durch Infraschall?

Für Straßen-, Schienen- und Luftverkehr empfiehlt die WHO folgende Grenzen: Für die durchschnittliche Lärmbelastung durch Straßenverkehr tagsüber nicht mehr als 53 Dezibel, bei Schienenverkehr nicht mehr als 54 Dezibel und für Flugverkehr nicht mehr als 45 Dezibel. Die nächtlichen Richtwerte sind 45 Dezibel für Straßenverkehr, 44 Dezibel für Schienen- und 40 Dezibel für Luftverkehr.

„Das ist ambitioniert“, sagte Thomas Myck, Uba-Fachgebietsleiter Lärmminderung bei Anlagen und Produkten, Lärmwirkungen. In Deutschland lägen die entsprechenden Richtwerte derzeit noch wesentlich höher. „Da besteht deutlicher Handlungsbedarf.“ Die WHO-Analyse sei ein wichtiger und fundierter Meilenstein dafür, die gesetzlichen Vorgaben entsprechend fortzuentwickeln.

„Ein echtes Gesundheitsrisiko

Die Leitlinien sind Empfehlungen, um die Bevölkerung vor Lärm zu schützen. Damit sollen Politiker Richtwerte festlegen und bauliche Maßnahmen veranlassen oder einfordern, damit die Richtwerte eingehalten werden. „Übermäßige Lärmbelastung ist mehr als ein Ärgernis, sie ist ein echtes Gesundheitsrisiko, das beispielsweise zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen beiträgt“, sagte Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa.

Die Werte für Straßen-, Schienen- und Luftverkehr weichen voneinander ab, weil unterschiedlicher Lärm unterschiedliche gesundheitliche Folgen hat. So liefere eine Autobahn eine ständige Geräuschkulisse, so die WHO. Ein vorbeifahrender Zug mache kurzfristig Lärm, worauf eine längere Ruhephase folge.

Neue Richtlinien hat die WHO auch für Freizeitlärm. Dazu zählen Besuche von Nachtklubs, Kneipen, Live-Sportveranstaltungen, Fitnesskursen, Konzerten und das Hören von lauter Musik über persönliche Audiogeräte. Die WHO empfiehlt, die Lärmbelastung im Jahresdurchschnitt von allen Quellen zusammen auf weniger als 70 Dezibel zu begrenzen, „weil Freizeitlärm oberhalb dieses Wertes mit schädlichen gesundheitlichen Auswirkungen verbunden ist“.

oka/dpa

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siehe auch  „WIND-KRAFT-KILLER“ –  „INSEKTEN und VOGEL-STERBEN“  die „NICHT ÖKOLOGISCHE ENERGIE-WENDE“

tube.com/watch?v=4BLqJ3SKTic

WDR Westpol – Beitrag zu INFRASCHALL vom 23.11.2014

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utube.com/watch?v=qlLaxBnenK0

Windkraft gefährdet nachweislich Gesundheit!

„INFRA-SCHALL“ SCHÄDIGT das „HERZ“????!!!!?!

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ube.com/watch?v=9MJOFxxiuJg

Infraschall Windkraftanlagen – Dr. „Eckard Kuck“

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https://www.welt.de/gesundheit/plus181822736/Fallbericht-Intervallfasten-hilft-Patienten-mit-Typ-2-Diabetes.html

Intervallfasten

Nach fünf Tagen brauchte der erste Patient kein Insulin mehr

 

Stv. Ressortleiterin Wissen
  Beim Intervallfasten legen Menschen regelmäßig Essenspausen von mehr als zwölf Stunden ein
Beim Intervallfasten legen Menschen regelmäßig Essenspausen von mehr als zwölf Stunden ein

Quelle: Getty Images/Westend61

Drei Männer litten seit Jahren unter Typ-2-Diabetes, als sie eine neue Behandlung ausprobierten: regelmäßige Essenspausen von 24 Stunden. Ihre Ärzte berichten nun von den erstaunlichen Erfolgen der Methode.

Es ist eine Geschichte, die fast zu gut klingt, um wahr zu sein. Sie handelt von drei Männern, die seit Jahren schwer krank waren, Leidensgenossen. Bis sie an einem Experiment teilnahmen, das einen nach dem anderen von diesem Leiden erlöste.

Es begann schon nach fünf Tagen. Da konnte der erste der Männer das Medikament, das bisher sein Überleben sichergestellt hatte, einfach weglassen. Der zweite benötigte es nach 13 Tagen nicht mehr. Nach 18 Tagen musste sich auch der dritte Mann kein Insulin mehr spritzen.

Alle drei Männer waren zuckerkrank, sie litten an Typ-2-Diabetes. Diese Krankheit kann man nur mit Medikamenten in den Griff bekommen, wenn sie einmal ausgebrochen ist, aber man kann sie nicht heilen, heißt es meist. Wie nennt man es dann, wenn man die Medikamente nicht mehr braucht?

Die drei Männer hatten kein neues Mittelchen ausprobiert, sich nicht operieren lassen. Sie hatten nur mit etwas begonnen, was auch viele Gesunde gerade ausprobieren. Mit einer Variante des Intervallfastens. Statt täglich zu etwa den gleichen Zeiten drei bis fünf Mahlzeiten zu essen, legten sie Essenpausen ein, die in ihren Fällen jeweils 24 Stunden dauerten.

Sie machten das unter ärztlicher Aufsicht und nach einem für sie angepassten Plan, erstellt in einer Ernährungsklinik in Toronto (Kanada). Ihre betreuenden Ärzte sprechen auch nicht von Intervallfasten, sondern von „therapeutischem Fasten“. In einem Fallbericht im British Medical Journal haben die Mediziner, ein Viererteam um Jason Fung, die erstaunliche Fallgeschichte nun veröffentlicht.

Die Leute sollen weg vom Insulin

Allerdings passt der Bericht zu einer Reihe neuer Studien. Die Ärzte in Toronto sind nicht die ersten, die versucht haben, Patienten mit strengen Diäten zu helfen. Die Leute sollen weg vom Insulin, wenn es irgendwie geht, das ist ein Ansatz, den einige Mediziner inzwischen verfolgen.

In Deutschland setzt sich Stephan Martin dafür ein, Chefarzt für Diabetologie am Verbund Katholischer Kliniken Düsseldorf. Er hat den Fallbericht aus Toronto gelesen und hält ihn für „absolut seriös“. Auch Martin hat Patienten, die binnen Tagen auf Insulin verzichten können, wenn sie unter seiner Aufsicht eine Diät beginnen.

Als Pionier der Methode gilt Roy Taylor, ein Mediziner aus Newcastle in Großbritannien. Er hat vor zwei Jahren eine Studie veröffentlicht, in der er seinen Versuch mit 30 Typ-2-Diabetikern beschreibt, die er auf eine Radikaldiät gesetzt hatte. Taylors Patienten durften acht Wochen lang nur Flüssignahrung und täglich 200 Gramm Gemüse zu sich nehmen, insgesamt nur 800 Kalorien am Tag.

Vor allem den Studienteilnehmern, die erst seit weniger als vier Jahren Diabetiker waren, half diese Kur. Sie brauchten hinterher keine Medikamente mehr, mussten aber weiter auf ihre Ernährung achten.

Die Männer in Toronto waren alle schon viel länger krank. Der jüngste der Leidensgenossen, erst 40 Jahre alt, war seit 20 Jahren Typ-2-Diabetiker. Der zweite Patient, 52 Jahre alt, litt sogar schon seit 25 Jahren an Typ-2-Diabetes und war zusätzlich chronisch nierenkrank. Der älteste Patient war 67 und seit zehn Jahren erkrankt. Alle drei hatten Bluthochdruck und zu hohe Cholesterinwerte.

Fasten unter ärztlicher Aufsicht

Die Ärzte stellten einfache Ernährungsregeln für sie auf: Die Männer sollten wenig Zucker und Kohlenhydrate essen, vor allem wenig „schlechte Kohlenhydrate“, wie sie in Weißbrot oder Kuchen stecken. Als Getränke waren fortan nur Wasser, Kaffee, Tee und Brühe erlaubt.

Trinken sollten die Männer auch an den Fastentagen viel. Aber an diesen Tagen sollten sie aber nicht mittags und abends eine Mahlzeit essen, sondern nur abends. Zwischen den beiden Abendessen sollten mindestens 24 Stunden Pause liegen. Die Ärzte rieten zu drei solchen Fastentagen pro Woche. Zwei der Männer entschieden sich sogar dafür, an jedem zweiten Tag zu fasten.

Er fühle sich „exzellent“ mit diesem Rhythmus, habe der 40-Jährige gesagt, berichten seine Ärzte. Auch der 52-Jährige habe sich beim Fasten prima gefühlt. Der 67-Jährige sagte, er habe anfangs noch eine Gier auf Kohlenhydrate verspürt, dann aber sei das Fasten einfach gewesen, er habe ganz neue Energie in sich wahrgenommen.

Die Patienten hatten den neuen Rhythmus sieben bis elf Monate durchgehalten – mithilfe einer Schulung zu Beginn, regelmäßiger Betreuung durch die Ärzte und viel eigener Willenskraft – als ihre Werte noch einmal erhoben wurden. Jeder der Männer hatte etwa zehn Kilo an Gewicht verloren, ihr Hüftumfang war um 13 bis 19 Zentimeter geschmolzen. Zwei Patienten nahmen nun gar keine Medikamente gegen Typ-2-Diabetes mehr. Einer nahm noch ein Medikament – vor der Umstellung hatte er vier benötigt.

Therapeutisches Fasten könne den Insulinspiegel positiv beeinflussen, schreiben die Ärzte aus Toronto. Das habe man vorher geahnt, die drei Fälle würden es nun zeigen. Es handele sich um den ersten systematischen Versuch einer solchen Behandlung.

Waren die drei Männer eine Ausnahme? Ihre Fälle nicht zu gut, um wahr zu sein – aber eben nur glückliche Einzelfälle? Das kann ein Fallbericht nicht klären, sondern nur einen Hinweis liefern, einen Anstoß zu Studien mit weitaus mehr Teilnehmern, die mit dem Intervallfasten beginnen.

Für andere Versuche, Typ-2-Diabetes mit Diäten in den Griff zu bekommen, liegen inzwischen neue, große Studien vor. Roy Taylor, der Arzt aus Großbritannien, hat seine Methode die Diät mit 800 Kalorien am Tag für acht Wochen – an 340 Patienten untersucht. Die Teilnehmer wurden in 40 Hausarztpraxen betreut und hatten seit höchstens vier Jahren einen Typ-2-Diabetes. Bei fast der Hälfte der Patienten, 46 Prozent, war die Krankheit nach der Diät verschwunden.

Man kann „trockener Diabetiker“ werden

Auch Stephan Martin, der Diabetologe aus Düsseldorf, hat vor wenigen Tagen eine Studie veröffentlicht. Seine Patienten bekommen anfangs eine proteinhaltige Flüssignahrung, 1200 Kalorien pro Tag, und stellen dann nach und nach ihre Ernährung um. Wenig Kohlenhydrate, viel Gemüse, gute Fette, außerdem sollen sie sich viel bewegen, so erklärt er seinen Ansatz.

In der Studie, erschienen im Journal „Nutrients“, hat er die Daten von 321 Patienten ausgewertet. Etwa die Hälfte der Teilnehmer machten eine sehr strenge Diät, die andere Hälfte stellte ihre Ernährung etwas langsamer um. In beiden Gruppen verbesserten sich die Gesundheitswerte der Teilnehmer, darunter Blutzucker, Blutdruck, Gewicht, nach schon zwölf Wochen signifikant.

„Wir müssen in der Behandlung von Typ-2-Diabetes umdenken“, sagt Martin. Es sei ein „gesundheitspolitischer Skandal“, dass in Deutschland immer noch vor allem auf die Gabe von Insulin gesetzt werde. Oft bekämen die Patienten den Stoff sogar schon, bevor andere Behandlungen überhaupt versucht würden. Dabei wisse man, dass ein Gewichtsverlust, egal wie man ihn auslöse, sich sehr günstig auf den Stoffwechsel von Typ-2-Diabetikern auswirkt.

Patienten, die sogar kein Insulin mehr benötigen, sind nicht geheilt, sagt er. Man spreche statt dessen von einer „Remission“ der Krankheit, einem Abklingen der Symptome. Es sei ähnlich wie bei Alkoholikern, die keinen Tropfen mehr trinken. Man könne von „trockenen Diabetikern“ sprechen.

Kann man das im Selbstversuch werden? Stephan Martin rät Patienten, die schon Insulin benötigen, davon dringend ab. Sie sollten nicht ohne ärztliche Betreuung mit einer großen Ernährungsumstellung beginnen. „Es ist ein harter Weg.“ Besser, man geht ihn nicht allein.

Die drei Männer in Toronto waren etwa alle zwei Wochen bei ihren Ärzten, und das monatelang, um ihr Fasten durchzustehen.

Anmerkung: Der Text wurde nach der Veröffentlichung ergänzt. Neu sind u.a. die Einschätzungen von Stephan Martin, Diabetologe aus Düsseldorf.

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https://www.welt.de/gesundheit/article154940852/Die-strenge-Diaet-die-Diabetes-Typ-2-heilt.html

Blutzucker

Die strenge Diät, die Diabetes Typ 2 heilt

| Lesedauer: 7 Minuten

Wissenschaftsredakteurin
Neben Flüssignahrung essen die Patienten nur Rohkost
Neben Flüssignahrung essen die Patienten nur Rohkost

Quelle: Getty Images

Wer einmal Diabetes hat, muss für immer damit leben, dachte man bisher. Schließlich produziert der Körper das nötige Insulin irgendwann nicht mehr. Doch eine Studie zeigt: Er kann das wieder lernen.
Acht Wochen lang jeden Tag 43 Prozent Kohlenhydrate, 34 Prozent Proteine, 19,5 Prozent Fett, dazu Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente – als Flüssigdiät. Einzige feste Nahrung: 200 Gramm Gemüse, pur. Macht um die 700 Kalorien pro Tag. In den Ohren von Allan Tutty aus Sunderland, einer Hafenstadt im Nordosten Englands, klang das wie Folter.

Bei diesen Symptomen könnten Sie Diabetes haben

Allein in Deutschland sind 6 Millionen Menschen von Diabetes betroffen. Oft bleibt die Krankheit lange unerkannt, die Symptome sind diffus. Dabei sind die Ursachen der Wohlstandskrankheit hausgemacht.

Quelle: Die Welt

Sein Diabetes Typ 2 war dem Hausarzt vor drei Jahren bei einem Routinecheck aufgefallen. Tutty hatte es erst nicht glauben wollen. Es ging ihm gut, er hatte doch nur ein bisschen Bauch wie viele mit Ende fünfzig. Doch dann sah er Aufnahmen seiner Leber – und wie verfettet sie war. Als schließlich Roy Taylor von der Newcastle University vor ihm stand und erklärte, er könne seinen Diabetes mit dieser Diät wohl rückgängig machen, sagte Tutty zu.

350 Millionen Diabetiker gibt es der Weltgesundheitsorganisation zufolge derzeit, und diese Zahl wird sich in den kommenden 20 Jahren vermutlich verdoppeln. Auch in Deutschland steigen die Zahlen bislang rapide. Von 1998 bis jetzt war es ein Anstieg um 38 Prozent. Sechs Millionen Betroffene gibt es heute, bis 2030 werden es acht Millionen sein – wenn sich nicht drastisch etwas ändert.

95 Prozent leiden am Typ 2 wie Alan Tutty. Wer ihn einmal hat, konnte bisher damit rechnen, ihn nicht mehr loszuwerden. Diabetes gilt als Krankheit, die unaufhaltsam fortschreitet, die nicht heilbar ist. Erst gibt es eine Tablette, dann mehrere, am Ende steht die Insulintherapie. Doch Roy Taylor, der britische Mediziner, hat einen ganz anderen Ansatz: Er bringt mit einer radikalen Diät den Diabetes 2 nicht nur zum vorübergehenden Stillstand, sondern sogar zum völligen Verschwinden – ein Ansatz, der hierzulande noch fast unbekannt ist.

Mit Reis gegen den hohen Blutzuckerspiegel

Beim Diabetes, der von einem dauerhaft erhöhten Wert des Blutzuckers gekennzeichnet ist, reagiert der Körper auf das blutzuckersenkende Hormon Insulin nicht mehr. Die entsprechenden Zellen in der Leber werden unempfindlich. Dann, nach ein paar Jahren, stellen die Zellen in der Bauchspeicheldrüse, die Insulin herstellen, ihre Arbeit ein.

Dass diese zwei Prozesse nicht endgültig sind, sondern möglicherweise rückgängig gemacht werden können, diese Idee gab es unter Ärzten schon eine Weile. Nur getestet hatte sie noch niemand. Bekannt war aber, dass schon nach einer kurzfristigen Diät die Menge an Insulin, die man Diabetikern von außen zuführen muss, stark sinken kann.

Sybille Wunderlich zum Beispiel, Chefärztin der Klinik für Innere Medizin in den DRK Kliniken Berlin Westend, nutzt das auf ihrer Station manchmal. Sie verordnet den Diabetes-Patienten, die sehr hohe Dosen von Insulin brauchen, gelegentlich Reis-Tage: Dreimal am Tag gibt es dann nur Reis mit Apfelmus oder Reis gekocht in Tomatensuppe. Das macht keinem Spaß, aber nach drei Tagen, sagt sie, brauchen die Patienten nur noch ein Viertel der Insulinmenge, die sie vorher gebraucht haben.

Die Zellen nahmen ihre Arbeit wieder auf

Roy Taylor kam die Idee über einen anderen Weg: Er hatte vor einigen Jahren Studien über Operationen gelesen, Eingriffe am Magen, die starkes Übergewicht reduzieren sollten. Bei etwas mehr als 40 Prozent der Patienten verschwand in der Folge auch der Diabetes – und blieb bis zu drei Jahre danach auch weiterhin verschwunden.

2011 rekrutierte Taylor elf Diabetes-Patienten und verordnete ihnen eine achtwöchige Diät. Sie führte ihnen nur so viel Energie zu, wie Menschen nach einer Magen-Operation verdauen können: 800 Kalorien am Tag. Danach kehrten sie langsam wieder zu festem, aber recht gesundem Essen zurück.

Das Ergebnis war verblüffend. Bei allen elf Patienten verschwand der Diabetes nach acht Wochen und blieb es bei sieben von ihnen bis zur Nachuntersuchung drei Monate später. Taylor sah sich auch an, wie die Bauchspeicheldrüse reagierte: Ihr Fettgehalt sank von durchschnittlich acht auf normale sechs Prozent – und die insulinproduzierenden Zellen nahmen ihre Arbeit wieder auf.

Als wäre nie etwas gewesen

Braucht man also gar keine Operation, um Diabetes verschwinden zu lassen, sondern nur die radikale Diät? Gerade hat Roy Taylor die nachfolgende größere Studie im Fachjournal „Diabetes Care“ veröffentlicht. 30 Patienten hat er diesmal für seine Radikaldiät gewinnen können. 15 von ihnen hatten den Diabetes seit weniger als vier Jahren, weitere 15 hatten ihn aber schon länger als acht Jahre.

Wieder war die Bilanz sehr gut, vor allem für jene, die ihren Diabetes seit weniger als vier Jahren hatten: Zwölf von ihnen, also 87 Prozent, brauchten nach den acht Wochen keine Medikamente mehr – darunter Alan Tutty. Ihre Leber war nach gut einer Woche wieder insulinempfindlich geworden, ihre Bauchspeicheldrüse produzierte das Hormon wieder. Der Blutzucker hatte sich komplett normalisiert, als wäre nie etwas gewesen.

Bei diesen Symptomen könnten Sie Diabetes haben

Nach sechs Monaten waren die zwölf Patienten noch immer ohne Diabetes, ein dreizehnter Patient kam neu hinzu. Bei der Gruppe, die schon länger, zum Teil über 20 Jahre, mit Diabetes lebte, gelang es immerhin der Hälfte der Teilnehmer, ihren Blutzucker so herunterzuschrauben, dass die Diagnose Diabetes nicht mehr auf sie zutraf.

„Es ist also möglich, Diabetes rückgängig zu machen“, schlussfolgert Roy Taylor. Bis zu zehn Jahre nach der Diagnose sei seinen Daten zufolge die Chance groß, Diabetes zu einer solchen Remission zu bringen. Für alle anderen verbessere sich aber immerhin der Blutzuckerspiegel erheblich.

Es war egal, was die Patienten wogen

Taylor hat auch eine Theorie dazu, warum es möglich ist, Diabetes durch eine Radikaldiät verschwinden zu lassen. Er glaubt, dass jeder Mensch eine bestimmte Kapazität hat, Fett im Körper zu tolerieren – genetisch vorgegeben. Alles, was möglich ist, steckt er zunächst ins Unterhautfettgewebe.

Reicht das nicht, lagert sich das Fett in den Organen ab: in der Bauchspeicheldrüse etwa und in der Leber. Wenn das passiert, wird die Fähigkeit der Organe beeinträchtigt, Insulin zu produzieren und auf das Hormon zu reagieren.

Ist das Fett wieder weg, können auch die beiden Organe wieder normal arbeiten. Dazu passt auch, dass es für den Blutzuckerwert der Probanden in der Studie keine Rolle spielte, was sie vor und nach der Diät wogen: Wichtig war allein, dass sie genügend Gewicht verloren.

Diabetes – Typ 1 oder Typ 2?

Die Zahl der Diabetiker nimmt zu – auch in Deutschland. Ärzte und Betroffene werden oft erst aufmerksam, wenn der Diabetes schon weiter fortgeschritten ist. Mediziner unterscheiden zwei Formen der Erkrankung.

Quelle: Die Welt

Dirk Müller-Wieland vom Universitätsklinikum der RWTH Aachen und Sprecher der Deutschen Diabetes Gesellschaft findet das plausibel. Zwar wisse man, dass der Zusammenhang zwischen Übergewicht und Diabetes sehr stark sei. Nur sei er das nicht für alle gleichermaßen – warum, das habe man bis jetzt nicht genau verstanden.

Bis zu 20 Prozent der Menschen, die stark übergewichtig sind, bekommen dem Experten zufolge keinen Diabetes, und Menschen wie Alan Tutty, die nur ein wenig übergewichtig sind, entwickeln ihn manchmal trotzdem.

Die Theorie der genetisch festgelegten Fett-Toleranz könnte diesen Widerspruch aufklären. „Wann immer die persönliche Schwelle erreicht ist, lagert sich das Fett dann da ab, wo es nicht hingehört: in den Organen“, sagt Müller-Wieland.

Tödliche Krankheit

Diätprogramm für Diabetes-Patienten

Matthias Tschöp, Direktor des Helmholtz Diabetes Zentrums in München, findet, dass man die Ergebnisse der relativ kleinen Studie ernst nehmen, aber nicht überbewerten sollte. Schließlich könne man nicht davon ausgehen, dass alle Patienten ihr verringertes Körpergewicht langfristig halten könnten. „Andererseits können auch kurzfristige Verbesserungen das Risiko für Spätschäden verringern“, sagt er. In jedem Fall gebe die Studie den Patienten etwas, was für den Umgang mit der Krankheit sehr wichtig sei: Hoffnung.

Stephan Martin, Chefarzt für Diabetologie und Direktor des Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrums, ist einer der wenigen Diabetologen in Deutschland, die die Arbeit von Roy Taylor seit Jahren verfolgen. In jedem wissenschaftlichen Vortrag zitiere er dessen Studie von 2011, sagt er.

„Die meisten Ärzte hier haben aber noch nie etwas davon gehört.“ Die Diabetes-Behandlung sei in Deutschland sehr auf die Insulintherapie ausgerichtet – etwa doppelt so hoch sei die Pro-Kopf-Menge wie zum Beispiel im Nachbarland Österreich.

Martin will das ändern. Auch er hat ein Diätprogramm entwickelt, für Patienten, die schon länger als elf Jahre an Diabetes leiden. Und auch er hat sehr gute Ergebnisse erzielt.

Die Studie ist zur Veröffentlichung eingereicht, in der kommenden Woche präsentiert er erste Ergebnisse auf dem Diabetes-Kongress. 6000 Teilnehmer werden erwartet. Und sie werden hoffentlich zuhören.

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https://www.zeit.de/2018/42/us-militaer-viren-insekten-genetik-biowaffe

US-Militär

Ist das die neue Biowaffe?

Das US-Militär lässt mit Insekten und genetisch veränderten Viren experimentieren. Dürfen die das?
US-Militär: Blattläuse laben sich am Pflanzensaft und können dabei Viren übertragen
Blattläuse laben sich am Pflanzensaft und können dabei Viren übertragen. © Nigel Cattlin/Science Photo Library

Der neue Geheimagent der Vereinigten Staaten ist eine Blattlaus. Sie wird in US-Labors gezüchtet, denn das winzige Insekt soll einen Passagier tragen: ein hochinfektiöses Virus. Es vermag das Erbgut von Pflanzen nach Bedarf zu verändern, sobald die Blattlaus an ihnen nagt und den Erreger überträgt. Seit 2017 experimentieren Wissenschaftler an mehreren Universitäten dafür zugleich an Maispflanzen, Viren und Insekten. „Jeder Schritt ist für sich bekannt. Wir wissen, wie man das Genom von Mais editiert, wie man Insekten und Viren modifiziert“, sagt Margaret Redinbaugh, Biochemikerin und Leiterin des Projekts an der Ohio State University. „Jetzt mischen wir alles zusammen.“ In vier Jahren soll die Entwicklung abgeschlossen sein.

Das Ziel der Wissenschaftler ist, Nutzpflanzen noch auf dem Acker gegen rasch wechselnde klimatische Bedingungen zu stählen: Regnet es zu wenig, bestellt der Bauer ein Virus, das durch ein paar Schnitte mit der Genschere Crispr/Cas9 seinen Apfelbäumen die Widerstandskraft von Kakteen verleiht. Friert es, gibt er ihnen Frostschutzgene. Die Pflanzen sollen das gewünschte Merkmal in derselben Saison ausbilden.

Das Projekt trägt den Namen „Insect Allies“, Pflanzenschädlinge werden zum Erntehelfer. Aber geht es dabei überhaupt um Landwirtschaft? Bemerkenswert ist, dass den Forschern für den Transfer der Viren ein Weg vorgeschrieben wurde: Sie müssen durch Insekten auf die Nutzpflanzen übertragen werden, etwa durch Blattläuse.

Der Bauer der Zukunft lässt also auf seinem Acker einfach eine Kiste Insekten frei. Oder, so könnte man vermuten, der Soldat auf einem fremden Acker? Hinter „Insect Allies“ steckt die Darpa. Die Defense Advanced Research Projects Agency ist das Forschungszentrum des US-Militärs. Hier wurde die Idee des Internets geboren und das GPS entwickelt. Auch Agent Orange stammt aus den Laboratorien der Darpa. Über drei Milliarden Dollar investiert das Verteidigungsministerium jährlich in Forschung. Deutsche Wissenschaftler fragen nun: Versteckt sich hinter der Blattlaus eine potenzielle Biowaffe?

Zweifelsohne birgt die Technologie ein Missbrauchspotenzial. Richard Guy Reeves vom Plöner Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie forderte gemeinsam mit Juristen und anderen Wissenschaftlern vergangene Woche in Science eine Debatte über „Insect Allies“: Wo verläuft die Grenze für hochriskante Forschung? „Das Darpa-Programm kann ohne Probleme als Waffe genutzt werden“, warnen die Autoren auf ihrer Website. Sie bemängeln, dass es so gut wie keine öffentliche Diskussion über den Sinn und die möglichen Konsequenzen der Technologien gab. „Selbst in Fachkreisen ist das Programm weitgehend unbekannt“, sagt Reeves.

Nach „Insect Allies“ suchte man in US-Medien bisher vergeblich, nicht einmal Fachblätter berichteten darüber. Die verfügbaren Informationen stammen von der Darpa selbst und von den am Projekt beteiligten Universitäten. Auf einer Tagung der VolkswagenStiftung im Oktober 2017, die Sicherheitsrisiken von genmodifizierenden Technologien zum Thema hatte, stand „Insect Allies“ nicht zur Diskussion. Dabei sei das Projekt von „globaler Bedeutung“, wie die Autoren bemerken.

Reeves forscht selbst an dem Erbgut von Insekten und machte 2012 auf die Freilassung genetisch modifizierter Mücken auf den Kaimaninseln aufmerksam. Wieso wurden für die Übertragung ausgerechnet Insekten ausgewählt? Die Erklärung der Darpa, nicht alle Bauern hätten Zugang zu Spritzgeräten, halten die Autoren nicht für ausreichend. Die Farmer in den Vereinigten Staaten seien bestens ausgerüstet. Insekten seien kompliziert. Man könne sie nicht kontrollieren. Was, wenn sie sich auf den Äckern der Nachbarn ausbreiten? Oder in andere Länder verschleppt werden? Wie garantiert man, dass sie nicht zu lange oder zu kurz am Leben sind?

Das US-Verteidigungsministerium gibt an, „Insect Allies“ sei auch gestartet worden, um die „nationale Sicherheit gegen Angriffe zu verteidigen“. Blake Bextine, Leiter des Projekts, räumt im Interview mit der Darpa ein, dass die Technologie negatives Potenzial habe. Es gebe jedoch deutlich einfachere Wege, die Landwirtschaft zu schädigen. Die Idee, mit Pflanzenschädlingen die Ernte des Feindes zu zerstören, ist weit älter als „Insect Allies“. Schon 1950 warnte das Propagandaministerium der DDR vor dem „Amikäfer“. Die US-Armee habe über Äckern in der DDR Kartoffelkäfer abgeworfen, um die Kartoffelernte zu zerstören. Im Zweiten Weltkrieg bereitete neben Großbritannien auch Frankreich einen Angriff auf deutsche Kartoffeln vor. Man fürchtete jedoch, auch heimische pommes de terre könnten den Käfern zum Opfer fallen.

Tatsächlich kann der Einsatz von Biowaffen unberechenbare Folgen haben. In der Biowaffenkonvention von 1972 haben sich mittlerweile 181 Staaten auf ein Verbot geeinigt. Daneben ist auch festgehalten, dass kein Mitgliedsstaat Agenzien und Technologien entwickeln dürfe, die keinen friedlichen Zweck verfolgen. In der Praxis jedoch gleicht die Biowaffenkonvention einer unverbindlichen Absichtserklärung. Der Einspruch der USA verhinderte 2001 eine unabhängige Organisation, die ihre Einhaltung kontrolliert.

 

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http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/forschungsprogramm-der-usa-untersucht-den-einsatz-neuer-biowaffen-15821541.html

Virenverbreitende Insekten : Entwickelt Amerika neue Biowaffen?

Wenn Blattläuse bald offensiv als Biowaffen eingesetzt werden, helfen vielleicht nur noch Ameisen. Bild: dpa

Ein Forschungsprogramm des Pentagon untersucht den Einsatz von Insekten bei der Verbreitung von Viren. Deutsche und französische Wissenschaftler kritisieren das scharf und warnen vor unkontrollierbaren Risiken einer neuen Biowaffen-Generation.

Wenn es um die „Darpa“ geht, kommt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek schon mal ins Schwärmen. Die Darpa ist der wissenschaftliche Arm des amerikanischen Verteidigungsministeriums, ebenso berühmt wie berüchtigt für ihren radikalen Innovationsgeist. Für die deutsche Ministerin stand die Darpa Pate, als es darum ging, den deutschen Erfindergeist auf Trab und die neue Hundert-Millionen-Euro-„Agentur zur Förderung von Sprunginnovationen“ auf den Weg zu bringen.

Joachim Müller-Jung

Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

Deren Gründung hatte das Bundeskabinett im August beschlossen. Wo die Darpa mit ihrem prallen Dollarsäckel sät, schießen große Ideen und technische Revolutionen wie Pilze aus dem Boden. So jedenfalls geht die Legende…..

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aus dem TEXT:…..Die damals rund 800.000 Einwohner atmeten Millionen von Bakterien der Typen >>>>>>Serratia marcescens und Bacillus globigii<<<<<<<<< ein – harmlose Typen, wie man damals dachte. Heute ist klar, dass Serratia marcescens Krankheiten beim Menschen hervorrufen kann und für immungeschwächte Personen durchaus gefährlich ist.

https://www.focus.de/panorama/videos/attacken-gegen-us-buerger-us-militaer-testete-biologische-waffen-an-der-eigenen-bevoelkerung-in-san-francisco_id_4814917.html

14.07.2015, 10:51 | 01:30 Min. |

Attacken gegen US-Bürger

US-Militär testete biologische Waffen – an der eigenen Bevölkerung in San Francisco

.com/watch?v=0oio6DYNHxQ&feature=youtu.be

Es klingt wie eine Verschwörungstheorie – aber die USA haben biologische Waffen an der eigenen Bevölkerung getestet. Die Militär-Forscher sorgten sich darum, welche Wirkung diese Waffen haben. Sie sollten es bald erfahren.

Es begann mit Tests auf Militärbasen. Soldaten und ihre Familien wurden Mikroben ausgesetzt, später, im Kalten Krieg, sollen die Versuche erweitert worden sein. In einem der größten Experimente versprühte die US-Navy mit gigantischen Schläuchen Bakterienwolken vor der Küste von San Francisco.

Die Forscher wollten herausfinden, wie sich die Stoffe verbreiten, berichtet „Iflscience.com“. Die Folge: Die damals rund 800.000 Einwohner atmeten Millionen von Bakterien der Typen Serratia marcescens und Bacillus globigii ein – harmlose Typen, wie man damals dachte. Heute ist klar, dass Serratia marcescens Krankheiten beim Menschen hervorrufen kann und für immungeschwächte Personen durchaus gefährlich ist.

Mindestens ein Todesfall lässt sich auf die Experimente zurückführen. Bekannt ist auch, dass das US-Militär hunderte solcher Tests durchgeführt hat.

Sogar an der englischen Küste lässt sich ein derartiges Bio-Waffen-Experiment nachweisen. Verantwortlich dafür war allerdings das britische Militär. Das wahre Ausmaß der Angriffe auf die eigene Bevölkerung lässt sich also nur erahnen.

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aus dem TEXT:…Von dem Geld sollten 25 Millionen Euro zusätzlich in Forschung und Überwachung fließen….(<SCHULZE diese HEUCHLERISCHE PERSON – Es ist BEWIESEN MONSATAN ist das ÜBEL ist das „UN-GEZIEFER“ – das ÜBEL mit der WURZEL HERAUS-ZIEHEN!!!!!!!!!!!!!>) …von „KLÖCKNER“ kommt dazu NATÜRLICH immer noch KEIN WORT – siehe auch „DAS BIENEN-STERBEN hat einen VERURSACHER“ – „MONSANTO-GLYPHOSAT“

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-10/insektenschutz-100-milionen-umweltministerium

Umweltministerium: Regierung will 100 Millionen Euro für Insektenschutz ausgeben

Das Umweltministerium will durch das „Aktionsprogramm Insektenschutz“ dem Insektensterben entgegenwirken. Ein Viertel des Budgets soll in die Forschung fließen.
Umweltministerium: Bienen gehören zu den Insekten, die unter der Nutzung von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln leiden.
Bienen gehören zu den Insekten, die unter der Nutzung von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln leiden. © Arnd Wiegmann/Reuters

Das Umweltministerium will laut einem Zeitungsbericht den Insektenschutz in Deutschland und Europa mit 100 Millionen Euro fördern. Die eine Hälfte des Geldes solle ab 2020 über ein gemeinsames Förderprogramm von Bund und Ländern verteilt werden, die andere werde der Bund tragen, berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf den Entwurf für das sogenannte „Aktionsprogramm Insektenschutz“.

Von dem Geld sollten 25 Millionen Euro zusätzlich in Forschung und Überwachung fließen…..

 

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PETITION – – -PETITION – – -PETITION – – -PETITION – – -PETITION – – –

https://www.change.org/p/bundeslandwirtschaftsministerin-kl%C3%B6ckner-bienensterben-glyphosat-schadet-bienen-jetzt-muss-das-herbizid-erst-recht-vom-acker?recruiter=522200648&utm_source=share_petition&utm_medium=email&utm_campaign=undefined

Bienensterben: Glyphosat schadet Bienen – jetzt muss das Herbizid erst recht vom Acker!

Das Bienensterben ist eines der drängendsten Umweltprobleme unserer Zeit. Glyphosat war dabei schon länger im Verdacht, aber es fehlten die Beweise.

Aber jetzt ist klar: Glyphosat schädigt und tötet Bienen.

Jahrzehntelang wollte uns Monsanto weismachen, dass Glyphosat für Menschen und Tiere ungefährlich sei. Eine jetzt veröffentliche Studie im renommierten Fachjournal PNAS zeigt jetzt aber deutlich: Glyphosat wirkt direkt auf die Bakterien im Darm der Bienen und verändert deren genau balancierte Zusammensetzung. Diese bakterielle “Mikroflora” ist entscheidend für die Gesundheit der Bienen, sie hilft u.a. Infektionen abzuwehren und Nahrung zu verdauen. Bienen, die mit realistischen Mengen von Glyphosat gefüttert werden, denen sie auch auf den Feldern ausgesetzt sind, sterben viermal häufiger an einer Infektion als unbehandelte Bienen. Ähnliche Effekte sind auch für Säugetiere und den Menschen zu befürchten.

In der letzten Risikobewertung für Glyphosat wurden solche Effekte nicht berücksichtigt und Glyphosat als ungefährlich für Bienen eingestuft. Dass die neuen Ergebnisse jetzt kommen zeigt auch, wie wenig wir auch nach Jahrzehnten über Glyphosat wissen und wie gefährlich der großflächige Einsatz von Pestiziden ist, selbst wenn sie als vermeintlich sicher gelten.

Angesichts dieser neuen Erkenntnisse und der großen Gefahr, die vom Bienensterben ausgeht, fordern wir, die Unterzeichnenden:

An Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner:

1. Holen Sie Glyphosat endlich vom Acker! Nach Ihrer Ankündigung eines “Minimierungsplans” im April 2018, folgten nur Alibi-Maßnahmen. Wir fordern, den Totalausstieg aus Glyphosat bis spätestens 2020.

2. Erlassen Sie Sofortmaßnahmen zum Schutz der Bienen und der Bevölkerung:

  • Glyphosat darf nicht mehr in öffentlichen Parks, Gärten und Spielplätzen eingesetzt werden;
  • Glyphosat muss für den Privatgebrauch sofort verboten werden und auch der Online-Verkauf gestoppt werden;
  • Glyphosat darf grundsätzlich nicht mehr vor der Ernte eingesetzt werden.

3. Legen Sie eine echte Pestizid-Reduktionsstrategie vor, damit nicht auf andere Pestizide ausgewichen wird. Zukunftsfähige Landwirtschaft geht auch ohne Gift, setzen Sie sich dafür ein!

An die EU-Kommission, die EU-Mitgliedsländer und das Europaparlament:

4. Reformieren Sie das Zulassungsverfahren ohne Verzögerung noch vor der Europawahl. Transparenz und der Schutz der Bevölkerung müssen immer vor ökonomischen Interessen einiger weniger Unternehmen stehen.

Mit hoffnungsvollen Grüßen,

Sven Giegold, Mitglied des Europäischen Parlaments

Martin Häusling, Mitglied des Europäischen Parlaments

Maximilian Fries, Dr. in Krebsbiologie und M.Sc. mit Schwerpunkt Mikrobiologie

Weiterführende Informationen

PNAS-Studie: http://www.pnas.org/content/early/2018/09/18/1803880115

Einschätzung im Fachjournal Science:  https://www.sciencemag.org/news/2018/09/common-weed-killer-believed-harmless-animals-may-be-harming-bees-worldwide?utm_source=newsfromscience&utm_medium=twitter&utm_campaign=beeguts-21623

Auswirkungen von Glyphosat auf Darmflora von Ratten: https://sven-giegold.de/glyphosat-ramazzini-studien/

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https://www.welt.de/wirtschaft/plus179670670/Der-Mann-der-Europas-Lebensmittelaufsicht-jagt.html

Unkrautvernichtungsmittel

Der Glyphosat-Jäger

Ein Bauer versprüht ein Glyphosat-Produkt auf einem Feld (li.) / US-Forscher Christopher Portier (re.) hält das Herbizid für "wahrscheinlich" krebserregend
Ein Bauer versprüht ein Glyphosat-Produkt auf einem Feld. US-Forscher Portier hält das Herbizid für „wahrscheinlich“ krebserregend

Quelle: AFP/Getty Images, NCEH/ATSDR

Er ist auf einer Mission: Christopher Portier will die Welt davon überzeugen, dass es sich bei dem Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat um ein „wahrscheinliches“ Karzinogen handelt. Sein Gegner: eine europäische Behörde.
Es ist der Verdienst eines einzigen Mannes, dass man in Europa noch darüber diskutiert, ob Glyphosat, das weltweit am häufigsten eingesetzte Unkrautvernichtungsmittel, womöglich Krebs verursacht: Christopher Portier.

Seit 2015 kamen Lebensmittelschutzbehörden auf der ganzen Welt, von der Environmental Protection Agency (Umweltschutz-Agentur) in den USA bis zur Australian Pesticides Authority (Australische Pestizid-Behörde), zu dem Schluss, dass Glyphosat – das in den USA im vergangenen Jahr nur noch ganz knapp eine Nutzungslizenz erhielt – bei Menschen keinen Krebs verursacht.

Mit einer Ausnahme: Die zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehörende Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) ist die einzige internationale Einrichtung, die nicht damit einverstanden ist. Sie bezeichnet Glyphosat als „wahrscheinliches“ Karzinogen. Christopher Portier, ein Karzinogenitätsexperte im Fast-Ruhestand, war von einer IARC-Arbeitsgruppe als Spezialist zu dem diesbezüglichen Bewertungstreffen für 2015 eingeladen worden.

Quelle: Infografik Die Welt

Seit damals befindet er sich auf einer sehr vielschichtigen Kampagne. Er will die Welt davon überzeugen, den allgemeinen Konsens in Sachen Glyphosat aufzugeben und stattdessen dem Beispiel der in der französischen Stadt Lyon ansässigen Krebsagentur der WHO zu folgen.

Der 62-jährige Portier ist kein Anfänger. Er verfügt über mehr als 30 Jahre Forschungserfahrung für die US-Regierung, unter anderem als Abteilungsleiter für die US-Zentren für Krankheitskontrolle und -vorsorge.

Er hat einen Doktortitel in Biostatistik von der Universität North Carolina und nutzte sein Fachwissen, um 2015 einer Aussage der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) entgegenzutreten, nach der Glyphosat wahrscheinlich keinen Krebs bei Menschen verursacht.

Portier stellt Ergebnisse der Deutschen infrage

Er hat unter anderem die Ergebnisse der bedeutendsten deutschen Regulierungsbehörde für Lebensmittelsicherheit – einer weiteren Organisation, die Glyphosat in Sachen Gesundheit grünes Licht gab – infrage gestellt und etwa 160.000 Dollar von Rechtsanwälten erhalten, die seine Expertenmeinung bei einem Prozess gegen die Firma Monsanto brauchten, den weltgrößten Glyphosat-Hersteller.

Angestrebt wurde die Klage von Anwohnern in ländlichen Gebieten, die in dem Unkrautvernichtungsmittel einen Krebsverursacher sehen. Im vergangenen Jahr startete Portier eine gut vorbereitete Lobbying-Kampagne gegen Jean-Claude Juncker, den Präsidenten der Europäischen Kommission, und andere hochrangige Kommissare, um sie zur Rücknahme der Glyphosat-Lizenz in Europa zu bringen.

Portier kritisiert vor allem, dass die Lebensmittelschutz-Agenturen nicht etwa selbst unabhängige wissenschaftliche Studien in Auftrag geben, sondern sich stattdessen vor allem auf Experimente verlassen, die von der Pestizidindustrie selbst bezahlt werden.

Quelle: Infografik Die Welt

„Die Behörden müssen ihre eigenen Berichte schreiben und sich nicht auf die von der Industrie selbst verfassten Berichte verlassen“, erklärte Portier, ein Mann mit angehender Glatze und einer sehr ruhigen, gleichmäßigen Stimme, letzten Monat während einer Anhörung im Europaparlament, in der es um die Qualität der Beurteilung der EFSA in Sachen Glyphosat ging.

„Wie ich im Verlauf der Jahre all meinen Studenten gesagt habe: Derjenige, der den ersten Entwurf schreibt, der gibt auch den Ton des Berichtes an. Der Industrie zu erlauben, selbst ihre eigenen Berichte zu schreiben, das dürfte die Bewertung am Ende sicherlich beeinflussen“, sagte Portier.

Verfahrene Situation zwischen USA und Europa

Eine E-Mail-Korrespondenz Portiers mit hochrangigen Funktionären der EFSA bewies deutlich, wie tief verwurzelt diese verfahrene Situation zwischen diesen beiden Weltorganisation ist, auch wenn Europa sich darum bemüht, die Veröffentlichungen der jeweiligen Ergebnisse der IARC und der EFSA gegenüber der Öffentlichkeit in Einklang zu bringen.

Von November 2015, als die EFSA seine riskante Beurteilung von Glyphosat überarbeitete, kämpfte EFSA-Generaldirektor Bernhard Url, wie aus den E-Mails ersichtlich, sehr intensiv darum, wie man das wachsende PR-Debakel aus der Kampagne von Portier – die vor allem Zweifel an den europäische Ergebnissen zu Glyphosat streuen sollte – wieder eindämmen kann.

Die E-Mails zeigen auch, dass Portier, der als geladener Experte eine erhebliche Rolle bei der statistischen Analyse der IARC zu Glyphosat spielte, sich dann zu einer – wie einer der IARC-Wissenschaftler es nannte – „Gegenoffensive“ entschloss, um eventuelle Rufschädigungen von den IARC-Berichten abzulenken, indem er sowohl das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung als auch die EFSA-Beurteilungen von Glyphosat deutlich kritisierte.

In einer E-Mail vom 9. November 2015 an den IARC-Wissenschaftler Consolato Maria Sergi erklärte Portier, dass der EFSA-Bericht zwei Probleme aufwerfen würde. Erstens würde dadurch die Aussage des IARC-Berichtes geschwächt, und zweitens der Eindruck vermittelt, die IARC habe keine gute Arbeit abgeliefert. „Ich werde nicht zulassen, dass das passiert“, schrieb Portier und erklärte, dass er einen offenen Brief an die Europäische Union entwerfen werde, in dem er seine tiefe Besorgnis bezüglich der Entscheidung der Europäischen Union darlegt. „Ich möchte so viele Mitglieder der Arbeitsgruppe als Co-Autoren hinzugewinnen wie nur möglich“, schrieb er.

Portier bekommt Unterstützung prominenter Forscher

Portiers E-Mail brachte ihm die Unterstützung von mehreren wichtigen Experten ein, die die Arbeit des IARC ebenfalls befürworten, wie Hans Kromhout, Professor an der Universität Utrecht, oder auch Philippe Grandjean, außerordentlicher Professor an der Harvard School of Public Health. In einer E-Mail vom 11. November nannte Grandjean Portiers Kampagne eine „wichtige Initiative“ und äußerte gewisse Zweifel an der Unabhängigkeit der EFSA bei der Beurteilung von Glyphosat.

„Ich war sechs Jahre lang in einem der Gremien der EFSA und sah mich dann zum Rücktritt gezwungen, weil mir die Arbeitskultur nicht gefiel. Obwohl jede Meinungsäußerung auch gewisse Unsicherheiten enthielt, wurden zu diesem Thema nur Lippenbekenntnisse abgegeben, und das im Grunde ohne wirklich solide Beweise, dass die Substanz tatsächlich harmlos ist“, schrieb Grandjean. „Die Glyphosat-Kontroverse ist auch nicht das erste Anzeichen dafür, dass die EFSA ein ernstes Problem mit Parteilichkeit hat.“

Ein Sprecher der EFSA wies jegliche Vorwürfe der Voreingenommenheit innerhalb der Institution zurück und betonte, dass alle Entscheidungen einvernehmlich beschlossen würden, wobei einzelne Experten auch „Minderheitenmeinungen äußern können, falls sie anderer Ansicht sind als ihre Kollegen“. Manolis Kogevinas, Professor am Forschungszentrum für Forschung in Umwelt-Epidemiologie, antwortete Portier ebenfalls und schrieb in seiner E-Mail, die „EFSA hat offensichtlich weniger Erfahrung mit dieser Art von Beurteilungen“ als das IARC.

Am Ende gelang es Portier, einen von 96 Wissenschaftlern unterschriebenen Brief an den europäischen Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis zu schicken, in dem von „einer tiefen Besorgnis“ bezüglich der EFSA-Beurteilung von Glyphosat die Rede ist. Außerdem wird in dem Brief zum Ausdruck gebracht, dass die Entscheidung der IARC „bei Weitem glaubwürdiger sei“.

Portiers Auseinandersetzung mit der EFSA und sein Beharren auf dem Vorwurf, sowohl die Aufsichtsbehörde in Parma – dem Sitz der EFSA – als auch in Berlin habe acht Studien zu einer steigenden Anzahl von Tumoren bei Tieren, die Glyphosat ausgesetzt waren, nicht beachtet, ist nur ein Teil einer seit einiger Zeit wachsenden Anzahl von Vorfällen, die an den Ergebnissen der EFSA zweifeln lassen.

EU-Aufsicht soll Monsanto-Literatur kopiert haben

Im vergangenen Jahr führten die Auseinandersetzungen zum Thema Karzinogenität von Glyphosat zu Vorwürfen von Umweltverbänden, die EFSA habe große Teile der von Monsanto bezahlten wissenschaftlichen Literatur zu diesem Thema einfach kopiert und diese dann in ihre eigenen wissenschaftlichen Beurteilungen übertragen. Die EFSA spielte den Vorwurf herunter, mit dem Argument, die fragliche Textstelle sei von Experten überprüft worden.

Auch die IARC stand im Mittelpunkt von mehreren Untersuchungen – inklusive eines Berichtes in der Zeitung „Politico“ – mit dem Vorwurf, man habe nicht veröffentlichte, aber hochgelobte Forschungsergebnisse, die keine Beweise für eine Verbindung zwischen Glyphosat und Krebs erkennen können, zwar gesehen, diese aber nicht in ihren Bericht aufgenommen.

„Glyphosat ist genau das Problem, das verbinden wir mit Monsanto“

Bayer macht den größten Zukauf seiner Geschichte perfekt – und reagiert damit auch auf ein typisch deutsches Imageproblem. „Bisher war es für Aktionäre nicht das beste Geschäft“, kommentiert Stefan Riße.

Quelle: WELT/ Dietmar Deffner

Konfrontiert mit der sich immer mehr hochschaukelnden Diskussion darüber, welche Behörde nun die zuverlässigere Arbeit abliefert, meldete sich schließlich auch EFSA-Direktor Bernhard Url zu Wort. Am 7. Juni 2016 schrieb der EFSA-Chef an den IARC-Direktor Christopher Wild und erklärte, man müsse für eine Entschärfung der Situation sorgen. Er sei enttäuscht darüber, dass sich Beamte sowohl der IARC als auch der EFSA nicht am 17. Februar getroffen hätten, um die Unstimmigkeiten aus der Welt zu schaffen.

„Angesichts dieser Tatsache – und der enormen Besorgnis in der Öffentlichkeit in Sachen Glyphosat – bin ich wirklich der Meinung, dass es ausgesprochen wichtig ist, das bereits geplante Treffen zwischen der EFSA und der IARC auch durchzuführen“, schrieb er. „Ich glaube ebenfalls, dass ein Treffen von Angesicht zu Angesicht die beste Möglichkeit ist, noch bestehende Missverständnisse zwischen unseren beiden Organisationen auszuräumen, die bei einer rein schriftlichen Kommunikation doch nur schwer zu vermeiden sind.“

Das Treffen fand nie statt, trotz mehrerer Anfragen vonseiten der EFSA. IARC-Direktor Wild schrieb Url am 5. Februar, seine Institution werde sich so lange nicht mit der EFSA treffen, bis diese gewisse Aussagen in ihrer Glyphosat-Beurteilung entfernt habe, wie zum Beispiel die Behauptung, die „EFSA habe mehr Beweise aufgeführt, darunter auch zusätzliche Schlüsselstudien, die von der IARC nicht berücksichtigt wurden“.

Aus dem Englischen übersetzt von Bettina Schneider.

Autor Simon Marks arbeitet für „Politico“ Dort erschien der Artikel ist zuerst unter dem Titel „The man who haunts Europe’s food safety watchdog“.

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http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/autor-josef-h-reichholf-geht-dem-falterschwund-auf-den-grund-15833098.html?premium

Schwund der Schmetterlinge 

Die Gaukelflieger gehen verloren

  • Von Peter Henning
  • Aktualisiert am

Ein Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) rastet an einem Feldrand in Brandenburg auf einer Roggenähre. Bild: dpa

Überdüngung, Insektizide, fehlende Magerwiesen: Josef H. Reichholf geht in seinem neuen Buch dem deutlich wahrnehmbaren Verschwinden der Schmetterlinge nach.

Josef Reichholfs neues Buch wird bei jenen auf Interesse stoßen, denen langsam klar wird, dass Schmetterlinge nicht bloß schön anzuschauen sind, sondern auch und vor allem als veritable Bio-Indikatoren zu verstehen sind, denen es nach und nach an den Kragen geht. Genauer formuliert: Im sukzessiven Verschwinden der Schmetterlinge kündigt sich eine ökologische Katastrophe an. Reichholf, ehemals Abteilungsleiter in der Zoologischen Staatssammlung München, umtriebiger Sachbuchautor und überdies passionierter Lepidopterologe, sucht in seinem Buch Erklärungen für das dramatische, längst global gewordene Insektensterben und den damit einhergehenden, auch in unseren Breiten deutlich wahrnehmbaren Falterschwund zu geben.

Reichholf stützt sich in seiner Ursachenforschung für das Faltersterben sowohl auf eigene als auch auf Beobachtungen und Erhebungen entomologischer Vereine: So ließen sich von ursprünglich 3243 in Bayern bekannten Schmetterlingsarten zuletzt nur noch 2815 nachweisen, was allein für dieses ausgewählte Bundesland ein Defizit von 428 unwiederbringlich verlorenen Arten bedeutet.

In drei rückblickend untersuchten Dekaden, den Jahren 1971 bis 2000, gingen mehr Arten verloren als in den vergangenen 200 Jahren insgesamt. Konnten in NRW im Jahr 1970 noch 171 Arten nachgewiesen werden, so sind es heute nurmehr 70, die dort als zwar nach wie vor vorhanden – gleichwohl aber als stark bedroht gelten. Besonders betroffen sind Insekten der sogenannten offenen Flur, deren Vorkommen heute nur noch bei bedenklichen vier Prozent des Wertes aus den frühen siebziger Jahren liegt. Das sind Zahlen, die auf eine rasante Entwicklung hindeuten.

Josef H. Reichholf: „Schmetterlinge“. Warum sie verschwinden und was das für uns bedeutet. Hanser Verlag, München 2018. 288 S., geb., 24,– €.
Josef H. Reichholf: „Schmetterlinge“. Warum sie verschwinden und was das für uns bedeutet. Hanser Verlag, München 2018. 288 S., geb., 24,– €. : Bild: Hanser

Reichholf stützt sich in seinen Begründungen für den grassierenden Falterschwund auf die gängigen Argumente: der völlig aus dem Ruder gelaufene Einsatz von Insektiziden und Pestiziden, das Verschwinden sogenannter „Magerwiesen“ in einer Landwirtschaft, die auf den großflächigen Anbau von Monokulturen setzt. In Verbindung mit gesteigerten Mähzyklen von bis zu sechsmal im Jahr bedeutet dies in der Folge ein nahezu völlige Ausrottung all jener Futterpflanzen der Raupen, die für eine gesicherte, vielfältige Falterentwicklung unabdingbar sind. Das alles ist nicht eben neu.

Was einen aber dennoch in Teilen für Reichholfs Buch einnimmt, ist der Umstand, dass er seine Diagnosen anhand einzelner Falterbeispiele illustriert, etwa an dem des jährlich in zwei Varianten (einer Früh- und einer Spätsommerform) vorkommenden sogenannten Landkärtchen (Araschnia levana) oder jenen der drei Kohlweißlings-Arten, indem er das fatale Zusammenspiel von Überdüngung, natürlicher Parasitierung und dem blindwütigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in seinen Folgen für diese Arten beschreibt. Zudem demonstriert er in Einzelbetrachtungen wie etwa dem Kapitel über das besondere Verhalten der kleinen und großen Schillerfalter (Apatura ilia und Apatura iris) den besonderen Blick des Wissenschaftlers für Anomalien im Verhalten einerFaltergruppe, die ihrerseits folgenreiche Rückschlüsse auf signifikante Umbrüche innerhalb des ökologischen Gesamtzusammenhangs offenbaren.

Das Buch, das sich doch vor allem an Sammler und Insektenkundler richtet, setzt ein gewisses entomologisches Grundwissen voraus. Doch es lenkt den Blick auf Vorgänge innerhalb des gesamten Ökosystems, die alle angehen, ob nun Falterkenner oder nicht. Die auf dem Buchrücken vollmundig als „grandios“ annoncierte „Prosa“ sucht man in ihm allerdings vergeblich – ein Stilist ist Reichholf nicht. Und wer über das Festgestellte hinaus Antworten und Erläuterungen zum Thema sucht, der sollte zu dem exzellenten, ebenfalls gerade erschienenen Band „Das große Insektensterben“ von Andreas H. Segerer und Eva Rosenkranz greifen.

Reichholf ist für quer zum Wissenschafts-Mainstream liegende und provokante Thesen und Sichtweisen schon öfter kritisiert worden. Aber selbst wenn einige seiner Thesen zu steil ausfielen: Solange es streitbare Autoren wie ihn gibt, bleibt auch das Faltersterben auf der Agenda – und damit im öffentlichen Bewusstsein.

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https://www.welt.de/gesundheit/plus181799154/Kreidezaehne-Wenn-Kinderzaehne-sich-verfaerben-und-broeckeln.html

Wenn der Zahnschmelz fehlt

Kreidezähne werden bei Kindern zur Volkskrankheit

In den meisten Fällen zeigt sich die Zahnschwäche erst, wenn die bleibenden Zähne durchbrechen
In den meisten Fällen zeigt sich die Zahnschwäche erst, wenn die bleibenden Zähne durchbrechen

Quelle: Getty Images

Bei der Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation, kurz MIH, wird der schützende Zahnschmelz während der Entwicklung der Zähne nicht richtig gebildet. Die Folge: Bleibende Kinderzähne werden fleckig, fangen an zu bröckeln. Über die Gründe für das Phänomen „Kreidezähne“ forscht Jan Kühnisch von der Universität München seit Jahren. Ein Experteninterview.

WELT: Es kommt vor, dass auf ein lupenreines Milchgebiss plötzlich fleckige, empfindliche Schulzähne folgen. Woran liegt das?

Kühnisch: Welche Zähne von MIH betroffen sind, hängt davon ab, in welchem Alter die schädigende Ursache auf den Körper eingewirkt hat. War es unmittelbar nach der Geburt? Einen Monat später? Drei Jahre danach? Davon hängt ab, ob bereits die Milchzähne, die bleibenden Backen- oder die Schneidezähne betroffen sind.

WELT: Sogar Milchzähne zeigen die Strukturstörung?…..

 

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Wirkungen von Glyphosat

Glyphosat in „Back-Waren“

GLYPHOSAT ist einCHELATORund somit „MINERALIEN–RÄUBER“

„Monika Krüger“ (Tier-Ärztin und Mikro-Biologin) – „Glyphosat“ ist ein Chelator – ein „Spuren-Elemente-Fänger“ (RÄUBER)

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NATÜRLICH ist nicht GLYPHOSAT der „CHELATOR“ und „MINERALIEN–FÄNGER“ dafür VERANTWORTLICH!!!!

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/kreidezaehne-zahnaerzte-warnen-vor-neuer-volkskrankheit-mih-a-1209122.html

Kreidezähne bei Kindern

Zahnärzte warnen vor neuer Volkskrankheit

Deutsche Zahnärzte schlagen Alarm: Immer mehr Kinder leiden unter porösen Zähnen, bei den Zwölfjährigen ist jeder Dritte betroffen. Die Ursachen der Kreidezähne geben Rätsel auf.
© Christian O. Bruch/ laif

Leichte (links) und schwere (rechts) Form der MIH

Norbert Krämer

Leichte (links) und schwere (rechts) Form der MIH

Frontzähne mit MIH

Von Irene Berres

Norbert Krämer

Frontzähne mit MIH
Donnerstag, 24.05.2018 12:12 Uhr

 

Lange Zeit war Karies das größte Problem in den Mündern der Schüler in Deutschland. Mittlerweile aber gibt Zahnärzten ein ganz anderes Krankheitsbild Grund zur Sorge: Immer mehr Kinder leiden unter porösen Zähnen, bei denen sich der Zahnschmelz nicht richtig ausgebildet hat. In einer aktuellen Pressemitteilung warnt die Deutsche Gesellschaft für Zahn- Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) vor einer neuen Volkskrankheit.

Bei der sogenannten Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation – kurz MIHbahnen sich die Zähne bereits mit Schäden ihren Weg durch den Kiefer in die Mundhöhle. Bei manchen Kindern zeigt sich die Störung anfangs nur durch Flecken auf der Oberfläche der Zähne. Andere leiden zusätzlich unter Hitze- und Berührungsempfindlichkeit. Im schlimmsten Fall sind die Zähne so porös, dass ein Teil bereits beim Durchdringen des Kiefers abbricht.

Laut aktuellen Untersuchungen entwickeln etwa zehn bis 15 Prozent aller Kinder in Deutschland die Krankheit. Bei den Zwölfjährigen beträgt die Quote der Deutschen Mundgesundheitsstudie zufolge sogar mehr als 30 Prozent. „Bezogen auf die Mundgesundheit und die Lebensqualität der Kinder ist MIH mittlerweile ein größeres Problem als Karies in dieser Altersgruppe“, sagt Norbert Krämer von der Universität Gießen.

Erst seit 1987 bekannt

Am häufigsten betrifft MIH einen oder mehrere Backenzähne. Seltener tritt der poröse Schmelz aber auch bei Schneide- oder Milchzähnen auf. Um die Krankheit zu diagnostizieren, reicht ein geschulter Blick in den Mund. Kreidezähne haben weißlich-cremefarbige bis gelblich-braune Flecken. Je dunkler die Farbe ist, desto poröser ist der Schmelz. Gelangt ein Zahn gesund in die Mundhöhle, besteht keine Gefahr mehr.

Obwohl die Zahl der Betroffenen wächst, wissen Mediziner bislang nur wenig über die Krankheit. Wissenschaftlich beschrieben wurde sie erstmals 1987, einen einheitlichen Namen trägt sie erst seit einer Konferenz im Jahr 2001. „Es handelt sich noch um eine sehr junge Erkrankung“, sagt Krämer. „Als ich in den Achtzigerjahren ausgebildet wurde, war eher das Thema, ob jemand solche Zähne schon einmal gesehen hat.“ Heute seien Kreidezähne allgegenwärtig.

Trotzdem werde das Problem oft ignoriert, sagt Krämer. „Es müsste dringend geforscht werden. Doch es gibt immer weniger Lehrstühle für Kinderzahnmedizin in Deutschland.“ Vor allem die Ursache der porösen Zähne gibt bis heute Rätsel auf. Sicher ist nur, dass sich der Zahnschmelz der betroffenen Zähne im Zeitraum zwischen dem achten Schwangerschaftsmonat und dem vierten Lebensjahr entwickelt. Das erste Lebensjahr scheint für die Fehlbildung entscheidend zu sein. Dann müssen wahrscheinlich mehrere Faktoren zusammenkommen, damit MIH entsteht.

Stoffe aus Plastik als Auslöser?

„Jüngste Untersuchungen deuten darauf hin, dass Bisphenol A bei der Entstehung eine große Rolle spielt“, sagt Krämer. Bei Versuchen mit Ratten entwickelten die Tiere nach der Gabe des Stoffs poröse Zähne. Bisphenol A steckt als Weichmacher in Plastik, in Babyflaschen ist es seit 2011 verboten. „Für mich wären Stoffe aus Plastik als Auslöser auch sehr plausibel“, sagt Krämer mit Blick auf die junge Geschichte der Krankheit. „In dieser Hinsicht hat sich unser Verhalten in den vergangenen Jahren gewandelt. Heute ist selbst die Bio-Gurke in Plastik verpackt.“

Noch handele es sich dabei aber nur um Verdachtsmomente, schränkt der Experte ein. Daneben seien unter anderem Infektionskrankheiten, Antibiotika, Windpocken, Einflüsse durch Umweltgifte wie Dioxin, Probleme während der Schwangerschaft oder Erkrankungen der oberen Atemwege als mögliche Auslöser denkbar.

Das Problem: Solange Ärzte die genaue Ursache nicht kennen, können sie auch nicht vorbeugen. Welche Folgen das hat, musste Krämer, der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde, schon in der eigenen Familie beobachten: Bei seiner Enkelin entdeckte der Mediziner poröse Backenzähne – schon im Milchgebiss.

Karies vermeiden, Zähne erhalten

Hat ein Kind MIH, zielt die Behandlung aktuell vor allem darauf ab, Karies abzuwenden. In der porösen Oberfläche der betroffenen Zähne können sich schädliche Bakterien besonders gut einnisten. Hinzu komme, dass sich die raue Oberfläche schlechter reinigen lasse und berührungsempfindlich sei, schreibt Stefan Zimmer, Professor an der Universität Witten/Herdecke und Präsident de Deutschen Gesellschaft für Präventivzahnmedizin in einem Statement. Das erschwere die Mundhygiene.

Um die Zähne vor Karies zu schützen, rät der Experte vor allem zu Fluorid   (<<<< ?FLOURID? ist ein „RATTEN-GIFT“ und schädigt die ZIRBEL-DRÜSE???!!!>>>) – in Form von Zahnpasta, angereichertem Speisesalz, speziellem Lack oder Mundspülungen. Das Spurenelement kommt auch natürlich im Zahn vor. Es sorgt dafür, dass sich Mineralien in den Schmelz einlagern und legt sich wie ein Film auf den Zahn. Daneben können Zahnärzte die Furchen der Zähne mit Kunststoff versiegeln. Sind die Zähne extrem angegriffen und Stücke abgebrochen, können Kronen notwendig werden.

Ob ein Kind unter MIH leidet, lässt sich am besten im Alter von acht Jahren untersuchen. Zu diesem Zeitpunkt hat der Körper in der Regel alle Backen- und Schneidezähne vollständig in die Mundhöhle geschoben. Bei schweren Formen können sich die Probleme jedoch auch schon früher bemerkbar machen, wenn die Zähne den Kiefer durchbrechen.

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http://www.faz.net/aktuell/wissen/kuenstliche-befruchtung-das-risiko-der-retortenkinder-15828193.html

Künstliche Befruchtung

Das Risiko der Retortenkinder

  • Von Martina Lenzen-Schulte
  • Aktualisiert am

Mit der ICSI-Methode wird das Spermium in die entnommene Eizelle injiziert. Bild: dpa

Wenn der Kinderwunsch unerfüllt bleibt, ruht die Hoffnung vieler Paare auf künstlicher Befruchtung. Die damit verbundenen Gefahren für den Nachwuchs waren lange ein Tabu. Nun lassen sich die Hinweise nicht länger ignorieren.

Vierzig Jahre nachdem das erste Retortenbaby der Welt in England geboren wurde – Louise Brown –, sieht sich die Reproduktionsmedizin mehr denn je massiver Kritik von anderen Fachdisziplinen ausgesetzt. Die jüngsten Vorwürfe entlarven eine Verleugnungsstrategie, der nach und nach die Argumente ausgehen: „Die Reproduktionsmediziner haben lange Zeit lieber den Kopf in den Sand gesteckt“, umschreibt der Herzspezialist Urs Scherrer vom Inselspital Bern den Sachverhalt. Er und andere Forschergruppen widmen sich Erkrankungen unter den künstlich gezeugten Kindern, die nun dank hartnäckiger Forschung erstmals richtig wahrgenommen werden. Sie werfen damit Fragen auf, die die Disziplin mehr als alles andere fürchtet. Denn im Kern geht es darum, ob die Manipulationen an der Eizelle, den Spermien und dem Embryo im Labor per se einen Schaden hervorrufen, ob also die künstliche Befruchtung als solche die Erkrankungen der Kinder mitverursacht. Das ist ein äußerst wunder Punkt, dessen bloße Erwähnung in der Vergangenheit stets massive Abwehrreaktionen hervorgerufen hat.

Die Reflexe waren immer die gleichen. Man erinnere sich nur, als bereits in der Frühphase der Reproduktionsmedizin auffiel, dass Retortenkinder überdurchschnittlich häufig mit Missbildungen zur Welt kamen, zum Beispiel mit einem falsch liegenden, zu frühen Austritt der Harnröhre am Penis, mit Herzfehlern, Lippen-Kiefer-Gaumenspalten oder ohne einen Darmausgang. Dass dies so war, ließ sich irgendwann nicht mehr abstreiten. Aber die Erklärung dafür lautete, dass Eltern, die nicht oder eingeschränkt zeugungsfähig sind, eben kränker sind als andere. Deshalb würden diese Kinder nun mal häufiger mit Defekten geboren. Oder man verwies darauf, die Mütter von künstlich gezeugten Kindern seien eben älter, auch dies trage dazu bei, dass deren Kinder nicht so gesund geboren würden wie ihre natürlich gezeugten Altersgenossen…….

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https://www.neopresse.com/umwelt/was-verheimlicht-die-bundeswehr-riesiger-moorbrand-nach-geheimen-waffentests/

Was verheimlicht die Bundeswehr? Riesiger Moorbrand nach geheimen Waffentests

NEOPresse in Umwelt

Bislang waren nur sehr wenige Informationen über den Moorbrand im Niedersächsischen Emsland nach außen gedrungen. Weder über die Ursachen, noch über die Notwendigkeit von Evakuierungen. Jetzt hat die Justiz ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Seit Wochen sind Einsatzkräfte im Einsatz. Die Bundeswehr hat jetzt Spezialisten eingesetzt. Diese sollen untersuchen, ob durch den Brand möglicherweise Radioaktivität und Quecksilber freigesetzt wurde. Nach Berichten der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sollen auf dem bereits seit der Kaiserzeit zu Munitionstests genutzten Gelände in der Vergangenheit quecksilberhaltige Sprengkörper sowie möglicherweise uranhaltige NATO-Munition getestet worden sein.

Das Verteidigungsministerium dementierte jedoch. Es gebe keine akuten Hinweise auf radioaktive Strahlung oder erhöhte Quecksilberbelastung. Ein Ministeriumssprecher sagte, es gebe keine Erkenntnisse, dass dort jemals Uranmunition getestet worden sei. Die Messungen seien reine Vorsichtsmaßnahme gewesen.

Wie gesundheitsgefährdend die Rauchwolke war, die durch den Moorbrand über weite Teile Norddeutschlands gezogen ist, weiß das niedersächsische Innenministerium bis heute nicht. Die Bundeswehr hatte angekündigt, dem Innenministerium Messdaten zur Verfügung zu stellen. Doch das Ministerium wartet seit über einer Woche auf eine Rückmeldung der Bundeswehr. Die Tatsache, dass noch keine Messdaten übergeben worden seien, sehe das Ministerium kritisch.

 

Genauere Messungen wurden tatsächlich erst ab dem 20. September durchgeführt. Da brannte das Moor aber bereits 17 Tage. Die Ergebnisse dieser Messungen blieben laut „Neuer Osnabrücker Zeitung“ jedoch bis heute unveröffentlicht.

Der Moorbrand in Niedersachsen beschäftigt jetzt auch die Justiz. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück leitete ein Ermittlungsverfahren ein, denn dort kämen mehrere Branddelikte in Betracht wie etwa Brandstiftung und möglicherweise Umweltdelikte, wenn besonders geschützte Gebiete wie Naturschutzgebiete betroffen sind, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Seit Anfang September brennen riesige Gebiete im Emsländer Moor, nachdem die Bundeswehr dort Hubschrauber Raketen abgefeuert hat. Die Bundeswehr versuchte zu Beginn vergeblich, den Brand zu löschen. Schließlich mussten rund 1.300 Einsatzkräfte der Feuerwehr hinzugezogen werden. Durch den Brand ist aktuell eine Fläche von mehr als 1.000 Fußballfeldern betroffen.

Aufgrund der unklaren Situation hatten Anwohner einiger umliegender Gemeinden bereits die Koffer gepackt, da eine Evakuierung in Betracht gezogen wurde. Die Bundeswehr behauptete zwar, dass die Rauchentwicklung gesundheitlich unbedenklich sei. Doch Ärzte widersprechen den Aussagen der Bundeswehr. Die Rauchwolke führe zu einer massiven Feinstaubbelastung und sei eine Gefahr für die Gesundheit, sagte ein ärztlicher Sprecher des Bundesverbandes für Pneumologen.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bezeichnete den Moorbrand lediglich als „sehr ernsten Vorfall“ und entschuldigte sich bei den Anwohnern in der Region.

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https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/10/08/wirtschaftsrat-warnt-vor-einlagensicherung-der-eu/

Wirtschaftsrat warnt vor Einlagensicherung in der EU

Die EU-weite Einlagensicherung birgt nach Ansicht des CDU-Wirtschaftsrat erhebliche ökonomische und gesellschaftliche Sprengkraft.

Banknoten: Der neue 200 Euro-Schein. (Foto: dpa)

Der neue 200 Euro-Schein. (Foto: dpa)

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. kritisiert in der Welt die von der Kommission geplante Einführung einer EU-weiten Einlagensicherung. „Hier bahnt sich unter der Abkürzung EDIS ein massiver Umverteilungskanal an“, warnt Generalsekretär Wolfgang Steiger. „Denn ein solcher Schritt würde bedeuten, dass die Länder unbegrenzt Steuergelder versprechen.“ Nach Ansicht des Wirtschaftsrates kann eine europäische Bankenunion erst dann funktionieren, wenn alle EU-Mitgliedsstaaten ihre Haushalte und Bankensysteme saniert haben. Davon kann noch keine Rede sein: Größter Wackelkandidat ist derzeit Italien, dessen Regierung in der Haushaltspolitik versucht, die Europartner zu erpressen. Die Positionierung des Wirtschaftsrates wird laut Mitteilung des Wirtschaftsrat vom stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Carsten Linnemann, dem Vorsitzenden des Parlamentskreis Mittelstand, Christian von Stetten, der Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, Marija Kolak, sowie den Finanzexperten des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) unterstützt.

 

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https://www.neopresse.com/politik/unglaublich-bamf-will-seltenere-fluechtlingskontrollen/

Unglaublich: Bamf will seltenere Flüchtlingskontrollen

NEOPresse in D/A/CH

Beobachter reiben sich verwundert die Augen. Das BAMF, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, möchte diese nun in weniger kleinen Abständen, also seltener kontrollieren. Dies ist die Antwort der Behörde auf diverse Probleme und Skandale, die im Zusammenhang mit der Prüfung des Schutz-Status aufgetaucht waren. Die Migrationsprobleme in Deutschland dürften zunehmen.

Überprüfung nur noch alle fünf Jahre…

Dabei möchte das Amt den Schutzstatus nur noch alle fünf Jahre statt bislang alle drei Jahre überprüfen. Die Prüffrist kann nach Angaben der „Welt“ aus Sicht der Behörde deshalb verlängert werden, weil sich die „Situation im Herkunftsland nach drei Jahren meist nicht verändert hat“, so die Aussage gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Der Vorschlag ist dabei nur einer aus einer Reihe anderer Vorschläge. Aber immerhin – ein skurriler Vorschlag, so Kritiker.

Das Innenministerium hatte bereits in der vergangenen Woche über diesen „Vorschlag“ gesprochen – und angekündigt, diesen prüfen und bewerten zu wollen. Noch war es nicht so weit. Die FDP war der Ansicht, es sei sinnvoll, über „eine vernünftige Priorisierung“ der hunderttausenden Verfahren zu verhandeln.

Hintergrund ist der Umstand, dass das Amt vermutlich versucht, seine Last zu senken. Demzufolge würden wohl neue Anträge schneller geprüft, während die alten wiederum wie hier beschrieben hintan gestellt werden.

Die FDP besteht darauf, dass sichergestellt sein müsse, dass in einigen Fällen, bei denen es „Lücken bei der Identitätsfeststellung gab“, dieselbe „so schnell wie möglich vorgenommen wird“. Also, so Kritiker und Beobachter, in fast allen Fällen. Denn genau dies ist der Schwachpunkt der aktuellen Verfahren und der Prozesse in den Behörden.

Daraus resultierte auch der „Skandal“ des BAMF, das schlicht unzureichend die Identitäten der Antragsteller prüfte. Die Zusammenhänge wurden allerdings frühzeitig deutlich – auch Kanzlerin Merkel.

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Die „EU“- PYRAMIDEN – BESCHLÜSSE

„EU“:  „DATEN-SCHUTZ“ oder in WAHRHEIT BLOß SCHIKANE und „WILL-KÜR“ um GELD EINZUTREIBEN

„EU-TRICK-BETRÜGER“ – FASCHISMUS

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/10/10/eu-kuendigt-erste-strafen-wegen-dsgvo-verstoessen/

EU kündigt erste Strafen wegen DSGVO-Verstößen an

Die EU will bis Jahresende die ersten Strafen gegen Unternehmen verhängen, die gegen die Datenschutzverordnung verstoßen.

Illustration: Timo Würz

Unternehmen müssen laut dem EU-Datenschutzbeauftragten Giovanni Buttarelli bis Jahresende mit den ersten Sanktionen bei Verstößen im Zusammenhang mit den verschärften EU-Datenschutzregeln rechnen. Rund ein halbes Jahr nach Inkrafttreten der neuen Vorgaben würden in vielen Ländern Strafen, Rügen, Ultimaten und vorübergehende Firmenverbote ausgesprochen, kündigte Buttarelli im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters an.

Die seit 25. Mai geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verpflichtet Unternehmen dazu, sorgsamer mit den Informationen ihrer Kunden umzugehen, sie umfassender zu informieren und Einwilligungen einzuholen. Zudem müssen Kunden in der Lage sein, die Löschung ihrer Daten in Auftrag zu geben oder ihre Daten zu einem anderen Anbieter zu übertragen. Unternehmen drohen bei Verstößen hohe Strafen von bis zu vier Prozent des Jahresumsatzes.

Seit Ende Mai werden die zuständigen nationalen Datenschutzbehörden laut Buttarelli mit Beschwerden und Anfragen überschwemmt. „Die Strafe ist für das Unternehmen relevant und wichtig für die öffentliche Meinung, für das Verbrauchervertrauen – aber aus administrativer Sicht ist es nur ein Element der Rechtsdurchsetzung“, sagte der EU-Datenschutzbeauftragte, der die Tätigkeiten der einzelnen Behörden in der EU koordiniert.

Buttarelli drängte EU-Staaten und Abgeordnete dazu, ihre Unstimmigkeiten bezüglich der geplanten neuen E-Privacy-Verordnung schnell beizulegen. „E-Privacy ist einfach unverzichtbar“, sagte er. Es sei das fehlende Puzzleteil bei einem schärferen Datenschutz. Im Kern geht es darum, die schärferen Datenschutzregeln für Telekomkonzerne auch auf Technologieunternehmen anzuwenden.

Allerdings dürften die großen Konzerne ihre unbegrenzten finanziellen Mittel nutzen, um auf Zeit zu spielen. So hat Google gegen eine Milliardenstrafe Widerspruch eingelegt und wird die EU damit in einen jahrelangen Rechtsstreit verwickeln.

Der Widerspruch sei beim Gericht der Europäischen Union in Luxemburg eingereicht worden, teilte das US-Unternehmen am Dienstag in einer E-Mail mit. Die EU-Kommission hatte Google im Juli zu einer Rekordstrafe von 4,3 Milliarden Euro verdonnert. Sie wirft dem Suchmaschinenbetreiber vor, Smartphone-Herstellern unzulässige Vorschriften für die Verwendung seines Betriebssystems Android zu machen und etwa zu verlangen, bestimmte Google-Apps vorzuinstallieren.

Google stellt Android kostenlos zur Verfügung. Damit ist die Software mit Abstand Marktführer und läuft weltweit auf acht von zehn Mobiltelefonen. Auf Platz zwei liegt Apples iOS. Zur Begründung seines Einspruchs verwies Google in der E-mail auf die Aussage von Konzernchef Sundar Pichau, Android habe mehr Auswahl für die Nutzer geschaffen, nicht weniger.

Der komplexe Rechtsstreit kann sich über Jahre hinziehen, bevor es zu einem Urteil kommt. Ein letzter Einspruch kann noch beim Obersten Gericht, dem Europäischen Gerichtshof eingelegt werden.

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http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/diginomics/erste-dsgvo-strafen-sollen-bis-jahresende-kommen-15830317.html

EU-Datenschutzbeauftragter 

Erste DSGVO-Strafen sollen bis Jahresende kommen

  • Aktualisiert am

Sollte in jeder Datenschutzerklärung rot aufleuchten: Der Passus „meine Daten“. Bild: dpa

Seit knapp einem halben Jahr ist der neue europäische Datenschutz scharfgeschaltet. Firmen, die sich nicht an ihn halten, müssen nun mit Strafen rechnen – noch vor dem Jahresende.

Unternehmen müssen bei Verstößen gegen die verschärften europäischen Datenschutzregeln bis Jahresende mit den ersten Sanktionen rechnen. Das kündigte der EU-Datenschutzbeauftragte Giovanni Buttarelli am Mittwoch an. Rund ein halbes Jahr nach Inkrafttreten der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) würden in vielen Ländern Strafen, Rügen, Ultimaten und vorübergehende Firmenverbote ausgesprochen.

Nach den seit dem 25. Mai verpflichtenden neuen Regeln müssen Unternehmen sorgsamer mit den Informationen ihrer Kunden umgehen, sie umfassender informieren und Einwilligungen einholen. Zudem müssen Kunden in der Lage sein, die Löschung ihrer Daten in Auftrag zu geben oder ihre Daten zu einem anderen Anbieter zu übertragen. Unternehmen drohen bei Verstößen hohe Strafen von bis zu 4 Prozent des Jahresumsatzes.

Seit Ende Mai werden die zuständigen nationalen Datenschutzbehörden laut Buttarelli mit Beschwerden und Anfragen überschwemmt. „Die Strafe ist für das Unternehmen relevant und wichtig für die öffentliche Meinung, für das Verbrauchervertrauen – aber aus administrativer Sicht ist es nur ein Element der Rechtsdurchsetzung“, sagte der EU-Beauftragte, der die Tätigkeiten der einzelnen Behörden in Europa koordiniert.

Neue Datenschutzregeln : Was ändert sich für den Verbraucher?

Video: afp, Bild: dpa

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http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/diginomics/die-dsgvo-sorgt-bei-vielen-unternehmen-fuer-probleme-15809464.html

Bitkom-Studie 

Nur ein Viertel der deutschen Firmen haben DSGVO umgesetzt

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Die Datenschutz-Grundverordnung sorgt weiterhin für Unsicherheit bei deutschen Unternehmen. Bild: dpa

Die Datenschatzgrundverordnung sorgt bei vielen Unternehmen für Probleme. Nur wenige haben sie umgesetzt, manche halten sie für nicht machbar. Es drohen hohe Strafen.

Vier Monate nach der Einführung der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) hapert es bei vielen deutschen Unternehmen an der Umsetzung der Vorgaben. Erst ein Viertel der Firmen arbeitet vollständig konform mit dem Regelwerk, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Branchenverbandes Bitkom hervorgeht. Nur 40 Prozent hätten die Neuerungen größtenteils umgesetzt. Fünf Prozent befänden sich noch ganz in der Anfangsphase.

Damit haben sich die Zahlen im Vergleich zur vorangegangenen Bitkom-Erhebung im Mai kaum verändert. „Die Bilanz ist ernüchternd“, sagte Bitkom-Rechtsexpertin Susanne Dehmel. Einige Firmen hätten sich verschätzt und andere hielten eine Umsetzung offenbar gar nicht für machbar. „Das überrascht mich. In den letzten vier Monaten ist offensichtlich gar nicht mehr viel passiert. Über die Beweggründe kann ich nur spekulieren“, fügte die Datenschutz-Beauftragte für Niedersachsen, Barbara Thiel, hinzu.

Der Studie zufolge kämpfen mehr als die Hälfte der Unternehmen mit dem schwer vorherzusagenenden Umsetzungsaufwand und der Rechtsunsicherheit. Diese wird laut Thiel auch noch anhalten. „Wir als Aufsichtsbehörden müssen die Rechtsbegriffe erstmal praktisch handhabbar machen. Ich gehe davon aus, dass wir drei bis fünf Jahre benötigen, bis ein gewisses Maß an Rechtssicherheit eingetreten ist.“ So gehe es etwa um Fragen zur Löschung personenbezogener Daten oder der Veröffentlichung von Fotos durch Vereine. Ausreichend zu tun haben Thiels Mitarbeiter auf jeden Fall: Die Zahl der Beschwerden in Bezug auf den Datenschutz hat sich in Niedersachsen vom ersten zum zweiten Quartal auf 500 verdoppelt.

Datenschutzgrundverordnung : Mehr Aufwand für kleine Unternehmen

Video: afp, Bild: AFP

Vollkommen zufrieden mit der DSGVO ist laut der Bitkom-Erhebung kaum jemand. Fast alle Befragten sprachen sich für Änderungen aus. Am häufigsten wurden Erleichterungen für kleine Betriebe und praxisnähere Informationspflichten genannt. Trotzdem sehen viele auch Vorteile durch die europaweiten Vorgaben. So rechnen sechs von zehn Unternehmen damit, dass die DSGVO zu einheitlicheren Wettbewerbsbedingungen in der EU führt. Auch weltweit kommt Bewegung in die Debatte um mehr Datenschutz: Inzwischen spricht auch der amerikanische Kongress über die Einführung von nationalen Standards nach dem Vorbild der DSGVO.

Die seit 25. Mai geltende DSGVO verpflichtet Unternehmen dazu, sorgsamer mit den Informationen ihrer Kunden umzugehen, sie umfassender zu informieren und Einwilligungen einzuholen. Zudem müssen Kunden in der Lage sein, die Löschung ihrer Daten in Auftrag zu geben oder ihre Daten zu einem anderen Anbieter zu übertragen. Unternehmen drohen bei Verstößen hohe Strafen von bis zu vier Prozent des Jahresumsatzes. „Die Aufsichtsbehörden haben ein breites Spektrum an Befugnissen. Wir werden auch von Strafen Gebrauch machen“, warnte Thiel. Bisher sei dies aber noch nicht geschehen.

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https://www.neopresse.com/politik/aufgedeckt-das-spahn-pflegegesetz-es-funktioniert-nicht/

Aufgedeckt: Das SpahnPflegegesetz – es funktioniert nicht

NEOPresse in D/A/CH

Jens Spahn ist auf dem Wege, ein neues Pflegegesetz in Deutschland zu etablieren. Immerhin, räumen auch die Kritiker ein. Dabei sollen Krankenhäuser mehr Pflegepersonal einstellen. Krankenhäuser müssen dafür auch nicht mehr nach Fallpauschalen abrechnen, was den Druck auf das System etwas reduziert. Und die Pflegeausbildung soll mehr Anziehungskraft entwickeln. Die Auszubildenden zahlen kein Geld mehr, sondern erhalten eine Vergütung. Wenn es nur so einfach wäre…, so der „Freitag“ in einer detaillierteren Analyse, aus der wir zitieren.

Ambulante Pflege: Die Scheinentlastung

Eines der wichtigen Details der neuen Verordnung wird, sofern die Lesungen denn eines Tages beendet und die Vorhaben tatsächlich zum Gesetz geworden sind, sich auf die ambulante Pflege beziehen. Dort soll das Personal in Zukunft so entlohnt werden, wie es die dann zu treffenden Tarifvereinbarungen vorsehen. Damit dürfte auf dem Papier dessen Entlohnung ordentlich steigen, heißt es in den bisherigen Studien zum Thema.

Spahn möchte dafür einen Flächentarifvertrag etablieren. Damit dürften dann die Krankenkassen sowie andere Stellen, die Kosten übernehmen, nicht mehr darauf beharren, die „günstigsten“ Leistungen zu buchen. Es soll „kein Lohndumping“ mehr geben.

Nun kommt der Haken: Das Gesetz umfasst hier nur jene Patienten, die aus den Krankenhäusern entlassen werden und von dort aus in die häusliche Betreuung wechseln. Wer bereits zu Hause „gewaschen und angezogen“ wird, gilt als „Zuzahler“. Hier werden lediglich einige Kosten übernommen. Die Kritik bezieht sich damit auf die Details in der Ausarbeitung der Behörde von Jens Spahn.

Die Reform greift offenbar viel zu kurz. Viele Bedürftige bleiben auf den Kosten sitzen und müssen zudem damit rechnen, dass die Erstattung teils nicht gelingt bzw. nicht vorgenommen wird. Insofern herrscht Unzufriedenheit mit dem, was Jens Spahn bis dato vollbracht hat. Auch, wenn es noch kein Gesetz ist.

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be.com/watch?v=q6UZAueN-JA

Tumulte bei der Rede von Christian Lindner (FDP): „Hofreiter“ bekommt Ansage von Lindner (12.09.2018)

 

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com/watch?v=dzVyJlNzOfc

Rhetorik: „Christian Lindner“ zerstört schreienden „Anton Hofreiter“

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Das Mikrobiom – – – Das „Darm-Milieu“ – – Wie falsche Ernährung den Darm zerstören kann – – – „Bt-Toxine“ schädigen „Magen-Schleim-Haut“ //// WIESO REAGIERT „KLÖCKNER“ „CDU“ NICHT???!!!?! – – – Wie MONSANTO das „MIKRO-BIOM“ ANGREIFT und MANIPULIERT und UNS SOMIT KRANK MACHT – – – PETITION – – – PETITION – – – PETITION – – – Glyphosat und die Immunschwäche der Bienen ///// „GENE-DRIVE-Moskitos“ /// KREIDE-ZÄHNE – – – Glyphosat //// DEMO – CETA /// EPI-GENETIK – – – „Vitamin-D“ //// „San Francisco“ – „US-Militär“ testete „BIOLOGISCHE WAFFEN“ an der EIGENEN Bevölkerung – – – „Serratia marcescens“ und „Bacillus globigii“ //// Der Moor-Brand vom Emsland – Bundeswehr mit RADIO-AKTIVEM Skandal? /// „ROBO-SCHROTT“

 

 

siehe auch „WIND-KRAFT und NATUR-ZERSTÖRUNG“

siehe auch „Wenn KINDER verGIFTet werden“

siehe auch „Aus Teufels Topf“ – „Lebens-Mittel-Industrie“ 

siehe auch „Gefährliche Mahl-Zeiten“

http://www.spiegel.de/plus/wie-falsche-ernaehrung-den-darm-zerstoeren-kann-a-4010f2f1-caf5-495c-8674-e873c52e654a

Dieser Beitrag wurde von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) mit dem Journalistenpreis 2018 ausgezeichnet.

Schleim erleichtert das Leben, im Grunde macht er es erst möglich. Er bürgt dafür, dass der Mensch essen, riechen, schmecken, atmen und Sex haben kann. Die Augen bleiben feucht und die Gelenke beweglich, weil die gallertartige Masse zu Diensten ist; und ohne den Glitsch wäre jeder Stuhlgang ein stundenlanger Kraftakt.

Doch seit einiger Zeit sei es bei vielen Menschen um die Schleimhaut im Darm nicht mehr allzu gut bestellt, sagt Mahesh Desai, 36, Mikrobiologe am Luxembourg Institute of Health in Esch-sur-Alzette. Gemeinsam mit Kollegen erforscht Desai jenen Teil des Verdauungsorgans – und stellt nun die bange Frage: Ruiniert die in den Industriestaaten üblich gewordene Ernährungsweise den Darmschleim?

Viel stünde auf dem Spiel: Industriell verarbeitete, ballaststoffarme Nahrung könnte Löcher in den Darmschleim schlagen und auf diese Weise „Einfallstore für krank machende Mikroorganismen“ schaffen, sagt Desai. Die Folgen wären chronische Entzündungen des Darms wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa und ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs.

Der Ursprung aller Krankheiten, befand der griechische Arzt Hippokrates vor mehr als 2000 Jahren, liege im Darm – jetzt schauen sich Mediziner dessen schleimige Auskleidung genauer an: den intestinalen Mucus, so nennen Wissenschaftler das gelartige Material.

Werden Ärzte schon bald daran ablesen können, ob sich ein Mensch richtig ernährt, sein Immunsystem gut arbeitet, ob er gesund bleiben wird?

In dem Sekret, das von einzelligen Drüsen, den Becherzellen, abgesondert wird, finden sich bestimmte Schleimstoffe, die Muzine. Das sind fadenförmige Moleküle; sie fügen sich zu einem Netz, in dessen Maschen Wasser eingelagert wird.

Würde man sämtliche Schleimhäute des Körpers auseinanderdröseln und ausbreiten, überzögen sie Hunderte Quadratmeter. Das Sekret bildet einen zähen Film, der den Körper vor Schadstoffen und Krankheitserregern schützt. So bewahrt die Schleimhaut des Magens das Organ vor der eigenen Säure.

Je nach Erfordernis hat der Schleim in den unterschiedlichen Körperregionen eine ganz bestimmte Konsistenz. Kleine Abweichungen führen zu großen Problemen. Wenn es in der Tränenflüssigkeit an Muzinen fehlt, nerven die trockenen Augen. Ein weiteres Beispiel ist die Stoffwechselstörung Mukoviszidose: Weil das Gen für einen Chlorid-Ionen-Kanal verändert ist, sind die Sekrete zu klebrig. Der Mucus verkleistert die Lungen. Er muss durch Abklopfen gelöst und abgehustet werden, damit der betroffene Mensch besser atmen kann.

Eine besondere Rolle spielt der Schleim im Darm. Dort hilft er nämlich nicht nur als fabelhaftes Abführmittel, sondern er bildet die Grenze zwischen dem menschlichen Körper und Billionen von Bakterien, die im leben. Diese Grenze ist einige Hundert Mikrometer dünn und besteht aus zwei Schichten. Die innere liegt direkt auf den Darmzellen und ist so zäh, dass kein Bakterium in sie eindringen kann. Die äußere Schicht dagegen ist weicher und stellt eine Art Mixed Zone für Bakterien dar.

In diesem gemischten Bereich geschieht etwas Wunderliches. Immunzellen des Körpers lernen hier, Gut und Böse zu unterscheiden. Als nützlich erkannte Bakterien werden im Schleim geduldet. Schädliche werden auf Abstand gehalten, etwa durch Antikörper und giftige Peptide. „Der Mucus dient zum einen als Abwehrmittel gegen Mikroben und zum anderen als Nährboden für freundliche Bakterien“, konstatiert das Fachblatt „Nature“.

Aber welcher Faktor entscheidet darüber, ob ein bestimmtes Bakterium willkommen ist? Eine Antwort könnte lauten: Es ist die Fähigkeit, für den Menschen unverdauliche Nahrungsbestandteile zu verwerten. Diese Hilfe benötigt der Mensch insbesondere mit den Ballaststoffen. Sie bestehen in Lebensmitteln zum größten Teil aus Polysacchariden, großen Molekülen, die Zellwände oder andere Strukturen in Pflanzen und Pilzen bilden.

Bestimmte Bakterienstämme können diese großen Moleküle nun in immer kleinere Einheiten spalten, die sie wiederum in kurzkettige Fettsäuren umwandeln. Diese werden direkt von den Dickdarmzellen des Menschen aufgenommen und als Botenstoff oder Energiequelle genutzt. Auch die Bakterien profitieren: Sie leben von der Energie, die beim Spalten der Polysaccharide frei wird.

Nur: Wie erkennt der menschliche Körper Bakterien, die über die gewünschte Spaltkraft verfügen? Womöglich, vermuten Wissenschaftler, wird die Auslese im Mucus getroffen – der enthält nämlich ebenfalls Polysaccharide. Bakterien also, die im Mucus überleben, bestehen damit den Aufnahmetest: Ganz offenbar sind sie dazu in der Lage, Ballaststoffe zu verwerten.

Die Symbiose zwischen Darmbakterien und Darm ist im Lauf der Evolution erstaunlich weit vorangeschritten, wie Forscher aus Göteborg herausgefunden haben. Sie untersuchten Mäuse, die unter sterilen Bedingungen auf die Welt gekommen und aufgewachsen waren und aus diesem Grund keine Darmbakterien hatten. Die sonst so zäh verschlossene erste Mucusschicht war bei diesen Tieren durchlässig für Perlen von der Größe eines Bakteriums. Dann wurden diese Mäuse mit Mikroorganismen kolonisiert. Nach sechs Wochen hielt der Schleim dicht. Das könnte bedeuten: Damit der Mucus normal heranreifen kann, müssen bestimmte Mikroben anwesend sein.

Um dem Körper perfekt dienen zu können, sollten die winzigen Helferlein das richtige Futter vorgesetzt bekommen. Menschen, die noch als Jäger und Sammler leben, nehmen bis zu zehnmal so viele Ballaststoffe zu sich wie Mitglieder der heutigen Industriegesellschaft; ihre Darmflora ist ungewöhnlich artenreich. Viele Bewohner der Industriestaaten dagegen ernähren sich zu einem großen Teil von industriell verarbeiteten Nahrungsmittelprodukten und haben eine verarmte Flora.

Hängt das eine mit dem anderen zusammen? Das Forscherpaar Erica und Justin Sonnenburg von der Stanford University School of Medicine wollte das herausfinden. Gemeinsam mit Kollegen kolonisierten sie junge Mäuse mit den Darmbakterien eines gesunden Menschen und gaben ihnen sechs Wochen lang Futter voll pflanzlicher Ballaststoffe. Sodann teilten sie die Tiere nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen. Die Tiere in der einen Hälfte bekamen nun sieben Wochen lang eine ballaststoffarme Kost und anschließend sechs Wochen lang wieder das ballaststoffreiche Futter. Die Mäuse in der anderen Hälfte fraßen ohne Unterbrechung das ballaststoffreiche Futter.

Im Zuge des Experiments untersuchten die Forscher die Zusammensetzung der winzigen Lebewesen im Darm, der Mikrobiota. Das Ergebnis war eindeutig: Nachdem die Mäuse auf ballaststoffarme Diät gesetzt worden waren, sank die Zahl der Bakterien dramatisch; am Ende fehlten 60 Prozent der Arten. Als die Tiere wieder das ballaststoffreiche Futter bekamen, erholte sich die Darmflora nicht mehr vollständig. Bei den Mäusen der Kontrollgruppe dagegen blieb alles normal.

Die ballaststoffarme Kost hatte also etliche der nützlichen Bakterien dauerhaft vertrieben. Als die Forscher die davon betroffenen Mäuse züchteten und das Futterexperiment über vier Generationen wiederholten, gingen immer mehr Bakterien verloren. Es traf jene Arten, die Polysaccharide verwerten.

Beim Menschen könnte es genauso sein, befürchten die Sonnenburgs. Die ballaststoffarme Ernährung ramponiere offensichtlich die Darmflora der Menschen in den Industriestaaten. Mehr noch: Die Daten zeigten, dass ein „weiterer Verfall der westlichen Mikrobiota möglich“ sei.

Dies wiederum schädige den Mucus, vermutete der Luxemburger Forscher Desai. Um das zu testen, verabreichten er und seine Kollegen Mäusen Futter ganz ohne Ballaststoffe. Wie erwartet, wurden dadurch viele nützliche Mikroben vergrämt.

Zwei Bakterienstämme machten sich gar daran, die Polysaccharide aus dem Darmschleim zu fressen. Diese eigentlich freundlichen Mikroben seien „wütend“ geworden, sagt Desai. Sie hätten regelrechte Löcher in die innere Mucusschicht gefräst, sodass die Darmzellen ihren Schutz verloren. Nun brachte man in einem weiteren Experiment die so geschwächten Mäuse mit einem Krankheitserreger in Kontakt – sie konnten ihm nichts entgegensetzen. Mäuse, die ein Futter mit 15 Prozent Ballaststoffen bekommen hatten, waren gegen die Übertragung gefeit.

„Wenn der Schleim im Darm dauernd und übermäßig von Bakterien verzehrt wird, weil Ballaststoffe fehlen, dann wird unsere Fähigkeit, Krankheitserreger zu bekämpfen, geschwächt“, warnt Desai – daher das höhere Risiko für Darmerkrankungen oder sogar Darmkrebs.

Allerdings sei es für die SchleimSanierung noch nicht zu spät und das Rezept ganz einfach: jeden Tag mehr als 35 Gramm Ballaststoffe zu sich nehmen, aus möglichst vielen Quellen wie Vollkorngetreide, Obst und Gemüse. Dann geht wieder alles wie geschmiert.

 

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https://www.keine-gentechnik.de/nachricht/33393/#gsc.tab=0

Tierversuche: Bt-Toxine schädigen Magenschleimhaut

24.09.2018

Mais
Mais (Foto: Ozzy Delaney, corn / flickr, bit.ly/28LWvcy, creativecommons.org/licenses/by/2.0)

Bt-Toxine, die von gentechnisch veränderten Pflanzen produziert werden, verändern bei Ratten und Mäusen die Schleimhaut im Verdauungstrakt. Sie können möglicherweise auch zu Krebs führen, ergaben zwei Studien aus Australien und Mexiko. Nur für ein Fünftel von 47 relevanten Gentech-Pflanzen mit Glyphosatresistenz und Bt-Toxinen liegen demnach Fütterungsstudien vor.

Australische Wissenschaftler hatten Ratten sechs Monate lang mit einem Stacked-Trait-Mais gefüttert, also einer Sorte, die das Erbgut von drei gentechnisch veränderten Maislinien enthält: MON810, MON863 und NK603. Dadurch ist der Mais resistent gegen Glyphosat und produziert gleichzeitig die Bt-Toxine Cry1Ab und Cry3Bb1 zur Abwehr von Schädlingen. Die Forscher verglichen die Mägen der Tiere mit denen einer Kontrollgruppe, die gentechnikfreien Mais erhalten hatte. Der Gentech-Mais hatte bei den Tieren die Magenschleimhaut verändert. Sie war durchlässiger geworden und wies krankhafte Veränderungen auf. Diese könnten unter Umständen auch zu Krebs führen, schrieben die Wissenschaftler. Insgesamt glichen die beobachteten Veränderungen denen einer Magenentzündung, die durch Chemikalien wie Aspirin hervorgerufen werde. Weitere Studien seien notwendig, um das gesundheitliche Risiko zu untersuchen, das sich daraus ergebe. „Unsere Ergebnisse stützen andere Forschungsarbeiten, wonach die Bt-Proteine, die von gentechnisch verändertem Mais produziert werden, nicht so sicher sind wie ursprünglich angenommen“, lautete das Fazit der australischen Wissenschaftler.

Sie verwiesen auf eine Studie an Schweinen von 2013, bei denen die verfütterten gentechnisch veränderten Sojabohnen und Maiskörner ebenfalls zu Magenentzündungen geführt hatten. Kritisch merkten die Forscher an, dass nur für ein Fünftel von 47 relevanten Gentech-Pflanzen mit Glyphosatresistenz und Bt-Toxinen überhaupt Fütterungstudien mit Ratten vorlägen. Die meisten davon seien von geringer Qualität.

Eine aktuelle Studie mexikanischer Wissenschaftler befasste sich speziell mit dem von Gentech-Pflanzen hergestellten Bt-Toxin Cry1Ac. Sie untersuchten die Auswirkungen des Insektengiftes auf den Verdauungstrakt von Mäusen und stellten dabei fest, dass Cry1Ac allergen wirken kann – von der Nahrungsmittelallergie bis hin zum anaphylaktischen Schock. Außerdem veränderte das Toxin die Darmschleimhaut der Tiere. Diese sogenannte lymphatische Hyperplasie des Darms wird mit entzündlichen Darmerkrankungen und Darmkrebs in Verbindung gebracht. [lf]

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aus dem TEXT:…. „Shikimate“-Stoffwechselweg….(<<siehe unten „Monika Krüger“ – „Mikro-Biologin“

…Denn sobald diese Keime, die sich im Darm der Jungbienen ansiedeln, stark beeinträchtigt und damit reduziert werden, vermehren sich plötzlich andere Bakterien im Darm ungewöhnlich stark: >>>>>>Serratia marcescens<<<<<<<< etwa, ein praktisch überall vorkommendes Enterobakterium, das meist harmlos ist, bei immungeschwächten Menschen aber zu Entzündungen der inneren Organe, des Gehirns oder der Lunge etwa, bis hin zur Sepsis führen kann.………(<<<siehe unten „US“-Militär sprüht „biologische Waffen“ auf die eigene Bevölkerung“>>>>>>)

http://www.faz.net/aktuell/wissen/glyphosat-und-die-immunschwaeche-der-bienen-15805798.html

Pestizid verändert Mikroflora

Glyphosat und die Immunschwäche der Bienen

Honigbienen werden nicht nur als Bestäuber gebraucht. Bild: © Picstudio _ Dreamstime.com

Ein weiterer Rückschlag für die Glyphosat-Verteidiger: In einer Studie hat man überzeugende Hinweise gefunden, wie das Unkrautvernichtungsmittel auch Honigbienen schädigt – und was Darmprobleme damit zu tun haben.

Dass ein nützliches Gift gerne gekauft, häufig versprüht und für unbedenklich – jedenfalls für den Menschen – erklärt wird, reicht nicht aus für einen toxikologischen Persilschein. Als Chemieproduzent der ersten Stunde könnte man das wissen. Der deutsche Chemiekonzern Bayer hat aber offenbar genau das angenommen. Schon lange vor der Übernahme des Glyphosat-Herstellers Monsanto gab es etliche wissenschaftliche Hinweise, dass das sehr wirksame Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat so spezifisch auf unerwünschteUnkräuter“ im Feld, wie man das gerne hätte, gar nicht wirkt. Ökologische Kollateralschäden wurden registriert, wohl aber als bedeutungslos abgehakt.

Joachim Müller-Jung

Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

Das rächt sich jetzt. So wie es sich immer rächt, wenn man die Hartnäckigkeit von Forschern unterschätzt, die auf begründete Fragen keine plausiblen Antworten bekommen. Im Fall des Totalherbizids Glyphosat hat diese Suche nach Antworten jetzt auf eine Spur geführt, die abermals zu Lasten des Pestizidherstellers gehen dürfte. Glyphosat, heißt es in einer Veröffentlichung der amerikanischen Nationalen Akademie der Wissenschaften, schädigt die Mikroflora im Verdauungstrakt von Honigbienen. Die Folge: Schon junge, frisch geschlüpfte Bienen torkeln buchstäblich geschwächt durch die Luft. Ihr Immunsystem, das wie bei allen Tieren – einschließlich des Menschenvon einer intakten Darmflora abhängt, erleidet regelrecht Schiffbruch.

Opportunistische Keime übernehmen

Eine ausgewachsene Immunschwäche also. Ähnlich wie bei Aids, aber auch ähnlich wie bei Chemotherapie-Patienten, deren Immunsystem durch Zellgifte beziehungsweise durch Viren gestört ist, gedeihen anstelle der nützlichen Darmbakterien-Stämme plötzlich ganz andere –  sogenannte opportunistische und damit oft schädliche – Mikroben im Darm. Ein lebenswichtiges System kippt. So zumindest beschreiben Erick Motta und Nancy Moran von der University of Texas in Austin die Befunde, die sie nach Experimenten mit Glyphosat in ihren Bienenstöcken gesammelt haben.

Glyphosat steht im Verdacht, krebserregend zu sein.
Glyphosat steht im Verdacht, krebserregend zu sein. : Bild: Reuters

Damit also geht es plötzlich nicht mehr nur um das umstrittene Krebsrisiko für Menschen, vielmehr rückt auch das vielbeklagte Massensterben der Honigbienen in der Causa Glyphosat nach oben.

Aufmerksam hätte man in der Chemieindustrie schon spätestens 2015 werden müssen. Damals waren Bienen-Experimente publiziert worden, die bestätigten, was manchen Imkern bereits am Rande intensiv bewirtschafteter Felder aufgefallen war: Viele der wertvollen Bestäuber, auch die jungen Arbeiterinnen, die normalerweise von Geburt an über einen prächtigen Orientierungssinn, ein ausgeklügeltes inneres Navigationssystem und darüber hinaus über eine beeindruckende Kommunikationskultur verfügen, fliegen in der Nähe der Felder mehr oder weniger orientierungslos in der Landschaft herum und vergeuden damit wertvolle, unter Umständen lebenswichtige Energie.

Monsantos Unkrautvernichter Roundup

Krebs durch Glyphosat : Monsanto muss Millionen zahlen

Video: afp, Bild: AFP

In den ersten Experimenten zeigte sich bald, dass die fleißigen Bienen tatsächlich durch die Einwirkung von erhöhten, aber nichttödlichen Glyphosat-Konzentrationen ihre Orientierung teilweise einbüßen. Im selben Jahr, 2015, war auch bekannt geworden, dass das Reproduktionsvermögen von Regenwürmern unter der Einwirkung von erhöhten Glyphosatmengen leidet. Letztlich entscheidend aber als Hinweis für die neuen Befunde an der Texas-Universität  waren Befunde, die sogar bis ins Jahr 1984 zurückreichen: Glyphosat, so hatte man bald zeigen können, wirkt keineswegs nur auf Wildkräuter, wo der Wirkstoff, den für Pflanzen typischen (aber Tieren fehlenden) „Shikimate“-Stoffwechselweg stört.

Nein, auch einige Mikroalgen und Bakterien im Boden und im Wasser werden von Glyphosat in ihrer Vermehrung beeinträchtigt. Nicht alle haben dieselbe Schwachstelle wie das Unkraut, wie sich ergab. Doch spätestens seit 2016 war klar: Viele Mikrobenstämme verfügen durchaus auch über jenes EPSPS-Enzym als zentrale Einheit des Shikimate-Stoffwechsels, das von den Glyphosat-Entwicklern als der entscheidende Angriffspunkt ausgemacht worden war. Heute weiß man auch: Die Schwachstelle findet sich in vielen der ungemein nützlichen Darmbakterien von Bienen.

Acht Bakterienstämme im gesunden Bienendarm

Im Verdauungstrakt ausgewachsener Honigbienen lebt normalerweise eine Mikroben-Gesellschaft, die sich aus acht Bakterienstämmen zusammensetzt. Geboren werden Bienen freilich ohne jede Darmbakterien. Erst durch das soziale Miteinander und das Füttern im Bienenstock, nehmen die jungen Honigbienen die lebenswichtigen Darmmikroben auf. Einer dieser Keime, Snodgrassela alvi, reagieren dabei offenbar besonders sensibel auf den GlyphosatWirkstoff, und ausgerechnet der nun scheint geradezu systemrelevant für die Mikrobenflora zu sein.

Denn sobald diese Keime, die sich im Darm der Jungbienen ansiedeln, stark beeinträchtigt und damit reduziert werden, vermehren sich plötzlich andere Bakterien im Darm ungewöhnlich stark: Serratia marcescens etwa, ein praktisch überall vorkommendes Enterobakterium, das meist harmlos ist, bei immungeschwächten Menschen aber zu Entzündungen der inneren Organe, des Gehirns oder der Lunge etwa, bis hin zur Sepsis führen kann.

Nach Überzeugung der texanischen Wissenschaftler dürfte, auch wenn dafür die letzten Beweise unter Freilandbedingungen fehlen, die chemiebedingte Verschiebung des Mikrobenspektrums am Ende dazu führen, dass die jungen Bienen rasch an Gewicht verlieren und dass sie anfälliger werden für Parasitenbefall und Folgeinfektionen.

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PETITION – – -PETITION – – -PETITION – – -PETITION – – -PETITION – – –

https://www.change.org/p/bundeslandwirtschaftsministerin-kl%C3%B6ckner-bienensterben-glyphosat-schadet-bienen-jetzt-muss-das-herbizid-erst-recht-vom-acker?recruiter=522200648&utm_source=share_petition&utm_medium=email&utm_campaign=undefined

Bienensterben: Glyphosat schadet Bienen – jetzt muss das Herbizid erst recht vom Acker!

Das Bienensterben ist eines der drängendsten Umweltprobleme unserer Zeit. Glyphosat war dabei schon länger im Verdacht, aber es fehlten die Beweise.

Aber jetzt ist klar: Glyphosat schädigt und tötet Bienen.

Jahrzehntelang wollte uns Monsanto weismachen, dass Glyphosat für Menschen und Tiere ungefährlich sei. Eine jetzt veröffentliche Studie im renommierten Fachjournal PNAS zeigt jetzt aber deutlich: Glyphosat wirkt direkt auf die Bakterien im Darm der Bienen und verändert deren genau balancierte Zusammensetzung. Diese bakterielle “Mikroflora” ist entscheidend für die Gesundheit der Bienen, sie hilft u.a. Infektionen abzuwehren und Nahrung zu verdauen. Bienen, die mit realistischen Mengen von Glyphosat gefüttert werden, denen sie auch auf den Feldern ausgesetzt sind, sterben viermal häufiger an einer Infektion als unbehandelte Bienen. Ähnliche Effekte sind auch für Säugetiere und den Menschen zu befürchten.

In der letzten Risikobewertung für Glyphosat wurden solche Effekte nicht berücksichtigt und Glyphosat als ungefährlich für Bienen eingestuft. Dass die neuen Ergebnisse jetzt kommen zeigt auch, wie wenig wir auch nach Jahrzehnten über Glyphosat wissen und wie gefährlich der großflächige Einsatz von Pestiziden ist, selbst wenn sie als vermeintlich sicher gelten.

Angesichts dieser neuen Erkenntnisse und der großen Gefahr, die vom Bienensterben ausgeht, fordern wir, die Unterzeichnenden:

An Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner:

1. Holen Sie Glyphosat endlich vom Acker! Nach Ihrer Ankündigung eines “Minimierungsplans” im April 2018, folgten nur Alibi-Maßnahmen. Wir fordern, den Totalausstieg aus Glyphosat bis spätestens 2020.

2. Erlassen Sie Sofortmaßnahmen zum Schutz der Bienen und der Bevölkerung:

  • Glyphosat darf nicht mehr in öffentlichen Parks, Gärten und Spielplätzen eingesetzt werden;
  • Glyphosat muss für den Privatgebrauch sofort verboten werden und auch der Online-Verkauf gestoppt werden;
  • Glyphosat darf grundsätzlich nicht mehr vor der Ernte eingesetzt werden.

3. Legen Sie eine echte Pestizid-Reduktionsstrategie vor, damit nicht auf andere Pestizide ausgewichen wird. Zukunftsfähige Landwirtschaft geht auch ohne Gift, setzen Sie sich dafür ein!

An die EU-Kommission, die EU-Mitgliedsländer und das Europaparlament:

4. Reformieren Sie das Zulassungsverfahren ohne Verzögerung noch vor der Europawahl. Transparenz und der Schutz der Bevölkerung müssen immer vor ökonomischen Interessen einiger weniger Unternehmen stehen.

Mit hoffnungsvollen Grüßen,

Sven Giegold, Mitglied des Europäischen Parlaments

Martin Häusling, Mitglied des Europäischen Parlaments

Maximilian Fries, Dr. in Krebsbiologie und M.Sc. mit Schwerpunkt Mikrobiologie

Weiterführende Informationen

PNAS-Studie: http://www.pnas.org/content/early/2018/09/18/1803880115

Einschätzung im Fachjournal Science:  https://www.sciencemag.org/news/2018/09/common-weed-killer-believed-harmless-animals-may-be-harming-bees-worldwide?utm_source=newsfromscience&utm_medium=twitter&utm_campaign=beeguts-21623

Auswirkungen von Glyphosat auf Darmflora von Ratten: https://sven-giegold.de/glyphosat-ramazzini-studien/

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VERSAGEN oder ABSICHT?! – die inkompetente Klöckner bricht ihr VERSPRECHEN sich um die BIENEN zu kümmern – KEIN WORT zu den BEWEISEN GEGEN den KONZERN „MONSANTO-BAYER“ der für „ANTI-LEBEN“ steht

KLÖCKNER – und die „HIGH-TECH-MONSATAN-BAYER-CDU-CSU“

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article181788466/Erntedankfest-Landwirtschaft-in-Zeiten-des-Melkroboters.html

Erntedankfest

Landwirtschaft in Zeiten des Melkroboters

Die Autorin ist Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft. Die studierte Theologin und Politikwissenschaftlerin ist stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende

Quelle: ZDF

Wer weiß noch, dass am Sonntag Erntedankfest ist? In unseren Breiten sind Lebensmittel jederzeit verfügbar. Wir brauchen ein neues Bewusstsein für die Herkunft unseres Essens, schreibt Ministerin Julia Klöckner in einem WELT-Gastbeitrag.

 

…. Sie muss sich einbringen in eine in die Zukunft gerichtete Agrarpolitik.

Und einen Fehler sollten wir gleich zu Beginn abstellen: das romantisierende Bild von Acker, Stall und Bauer. Weg mit den potemkinschen Streichelbauernhöfen in unseren Köpfen. Landwirtschaft ist heute Hightech. Mit Satellit, Drohne und Traktor, mit präziser digitaler Technik. Wenn in einem Auto die neueste Technik steckt, gibt uns das ein Gefühl von Sicherheit.

Aber wenn im Lebensmittel Technik steckt, wenn Milchkühe von Robotern gemolken und täglich vom Computer überwacht werden, dann haben wir schnell ein Gefühl von Entfremdung. Busse sollen autonom fahren, aber die Bäuerin mit der Milchkanne über den Hof hüpfen. Warum eigentlich? Es ist unsere Sehnsucht nach heiler, nicht komplexer Welt.

Moderne Landwirtschaft nutzt Mensch und Tier

Aber es hilft ja nichts: Realitätssinn ist gefragt – in den Schulbüchern, in der Werbung, in den Medien. Diesen Bewusstseinswandel müssen wir erreichen. Wir müssen es schaffen, dass zu Erntedank nicht nur der Kürbis gehört, sondern auch Melkroboter und Ackerdrohne. Wir müssen vermitteln, dass Technik auch in der Landwirtschaft für Sicherheit und Innovationen steht.

Für Modernität, die den Tieren und den Böden dienlich ist. Dass sie sogar für mehr Tierwohl sorgen kann – und für den Verbraucher sichere und hochwertige Produkte garantiert. Dass Tierwohl und Umweltschutz dort auch drin sind, wo es außen auf der Verpackung steht. Dass die moderne Landwirtschaft eine Landwirtschaft ist, der man vertraut, weil man ihr etwas zutraut: Weiterentwicklung, Transparenz, Modernität, Präzision.

Und Erntedank? Kann man nicht feiern, wenn wir im Alltag nicht die Verbindung herstellen zwischen dem eigenen Wohlergehen, den Lebensmitteln und dem Wissen über ihre Herkunft. Mit einem Landwirtschaftsbewusstsein, in dem sich Nachhaltigkeit und Modernität bedingen, statt sich auszuschließen, geht das. Bewusster zu essen, kurz innezuhalten, sich zu freuen. Daraus entsteht das nächste Erntedankfest.

Ich will verhindern, dass Erntedank komplett vergessen wird. Wir brauchen nicht nur Artenschutz für unsere Insekten. Wir brauchen auch Artenschutz für unser Erntedankfest. Denn wenn wir Erntedank vergessen, dann vergessen wir das, was uns am Leben hält. Erntedank ist deshalb nicht nur heute. Wenn wir es wollen, ist es jeden Tag.

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SYMPTOM: KREBS – – – URSACHE: MONSATAN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

siehe auch „Klöckner“ -„Bienen“

siehe auch „Klöckner“ – „Bienen“ – „System-relevant“

aus dem TEXT:..Die grünen Europaabgeordneten Sven Giegold und Martin Häusling nahmen die Studie zum Anlass, auf der Plattform <<<< change.org eine Petition zu starten >>>>>. ..<<<<<Petition: Glyphosat schadet Bienen – jetzt muss das Herbizid erst recht vom Acker!<<<<<

https://www.keine-gentechnik.de/nachricht/33404/#gsc.tab=0

Neue Studie: Glyphosat schädigt Bienen

27.09.2018

Biene

Der Herbizidwirkstoff Glyphosat ändert die Darmflora von Bienen und macht die Tiere anfälliger für Infektionen. Das haben Wissenschaftler der Universität von Texas herausgefunden. Bisher galt Glyphosat als ungefährlich für Bienen. Jetzt müsse das Herbizid erst recht vom Acker, fordert eine Petition auf change.org.

Die texanischen Forscher entnahmen einem Bienenvolk Arbeiterinnnen und fütterten sie fünf Tage lang mit glyphosathaltigem Zuckersirup. Dabei entsprachen die Konzentrationen des Wirkstoffs mit fünf und zehn Milligramm je Liter solchen, die in der Umwelt vorkommen und denen Bienen beim Sammeln ausgesetzt seien, schrieben die Forscher. Auch die erlaubten Glyphosathöchstmengen für Getreide in Futter- und Lebensmitteln liegen übrigens in dieser Größenordnung. Die Wissenschaftler beobachteten, dass sich durch die Glyphosataufnahme die Zusammensetzung der Darmflora bei den Bienen deutlich änderte und ein als besonders nützlich angesehenes Bakterium drastisch reduziert wurde. Sie infizierten die Bienen mit einem in Bienenstöcken weit verbreiteten Krankheitserreger und stellten fest, dass die Glyphosat-Bienen viermal häufiger an der Infektion starben als unbehandelte Bienen. Auch den Wirkmechanismus konnten sie erklären. Glyphosat blockiert in Pflanzen ein Enzym namens EPSPS, das für die Synthese bestimmter Aminosäuren benötigt wird. Dadurch welken die Pflanzen und sterben ab. Auch einige Darmbakterienarten brauchen dieses Enzym in ihrem Stoffwechsel und reagieren deshalb empfindlich auf Glyphosat.

Die Studie belege, dass die Anwendung von Glyphosat zum weltweiten Rückgang von Honig- und Wildbienen beitragen könnte, schrieb die Universität von Texas in einer Mitteilung. Darin forderten die Forscher strengere Vorgaben für die Anwendung von Glyphosat: „Bisher gingen die Richtlinien davon aus, dass das Herbizid Bienen nicht schadet. Unsere Arbeit hat gezeigt, dass das nicht stimmt.“ Da Hummeln ein vergleichbares Verdauungssystem haben wie Bienen, gehen die Wissenschaftler davon aus, dass Glyphosat auch ihre Gesundheit beeinträchtigt. Bereits im Juli erschien eine chinesische Studie, die zeigte, das Bienenlarven langsamer wuchsen und häufiger starben, wenn sie mit dem Futter Glyphosat erhielten. Schon länger bekannt ist, dass Glyphosat den Orientierungssinn von Bienen beeinträchtigt. Gegenüber der britischen Zeitung The Guardian sagte der Glyphosathersteller Bayer/Monsanto, Behauptungen, wonach Glyphosat Bienen schädige, seien falsch.

Die grünen Europaabgeordneten Sven Giegold und Martin Häusling nahmen die Studie zum Anlass, auf der Plattform <<<< change.org eine Petition zu starten >>>>>. Sie wendet sich an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und fordert von ihr „den Totalausstieg aus Glyphosat bis spätestens 2020.“ Sofortmaßnahmen wie ein Verbot, Glyphosat vor der Ernte einzusetzen, sollen bis dahin die Bienen schützen. [lf]

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aus dem TEXT:…. Es hemmt das Enzym EPSPS, das eine wichtige Rolle bei der Herstellung bestimmter Aminosäuren spielt. Als Folge können Bakterien wie Pflanzen lebenswichtige Proteine nicht mehr bilden und sterben. Im Körper von Tieren und Menschen kommt das Enzym EPSPS dagegen gar nicht vor. Sie brauchen es nicht, weil sie die betroffenen Aminosäuren, zum Beispiel Tryptophan und Phenylalanin, nicht selbst herstellen müssen, sondern mit der Nahrung aufnehmen. (<<<<siehe unten „Monika Krüger“ – Mikro-Biologin„>>>>)

https://www.sueddeutsche.de/wissen/insektensterben-macht-glyphosat-die-bienen-krank-1.4144093

Insektensterben

Macht Glyphosat die Bienen krank?

Eine neue Studie hat nun herausgefunden, dass Bienen zumindest indirekt von Glyphosat beeinträchtigt werden.(Foto: Roland Weihrauch/dpa)
  • Ein Experiment hat gezeigt, dass Glyphosat Bienen auf indirektem Weg beeinträchtigt: Das Unkrautvernichtungsmittel dezimiert Mikroorganismen im Darm der Insekten.
  • Am empfindlichsten reagierte ein Bakterium, das nicht nur für die Verdauung eine wichtige Rolle spielt, sondern auch für die Abwehr von Krankheitserregern.
  • Glyphosat ist jedoch sicherlich nicht die einzige Ursache für das Sterben der Honigbienen und vieler anderer Insekten.
Von Tina Baier

Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat wird schon länger verdächtigt, ein Grund für das weltweite Bienensterben und den Rückgang vieler anderer Insekten zu sein. Allerdings konnte bislang nicht nachgewiesen werden, dass die vergleichsweise niedrigen Konzentrationen, denen Bienen beim Sammeln an Blüten ausgesetzt sind, den Tieren direkt schaden. Ein Team um den Biologen Erick Motta von der University of Texas in Austin hat jetzt aber gezeigt, dass Glyphosat Bienen auf indirektem Weg beeinträchtigt – und zwar, indem es Mikroorganismen im Darm der Insekten dezimiert. Die Bienen brauchen diese Bakterien unter anderem, um ihre Nahrung effektiv zu verwerten und um Krankheitserreger abzuwehren (PNAS).

In ihrem Experiment fütterten die Wissenschaftler Arbeiterinnen fünf Tage lang mit einer Zuckerlösung, die fünf oder zehn Milligramm Glyphosat pro Liter enthielt. „Diese Konzentrationen entsprechen denen, die in der Umwelt vorkommen und denen Bienen beim Sammeln ausgesetzt sind“, betonen die Forscher.

Die Versuchsbienen wurden mit farbigen Punkten markiert und wieder in ihren Stock zurückgebracht. Drei Tage später untersuchten die Biologen dann die Darmflora ihrer Testtiere: Vier der acht wichtigsten Bakterienarten im Darm der Bienen waren stark dezimiert. Am empfindlichsten reagierte das Bakterium Snodgrassela alvi, das nicht nur für die Verdauung eine wichtige Rolle spielt, sondern auch für die Abwehr von Krankheitserregern.

Glyphosat schädigt die Bakterien nach dem gleichen Prinzip wie die unerwünschten Pflanzen, gegen die es in der Landwirtschaft eingesetzt wird: Es hemmt das Enzym EPSPS, das eine wichtige Rolle bei der Herstellung bestimmter Aminosäuren spielt. Als Folge können Bakterien wie Pflanzen lebenswichtige Proteine nicht mehr bilden und sterben. Im Körper von Tieren und Menschen kommt das Enzym EPSPS dagegen gar nicht vor. Sie brauchen es nicht, weil sie die betroffenen Aminosäuren, zum Beispiel Tryptophan und Phenylalanin, nicht selbst herstellen müssen, sondern mit der Nahrung aufnehmen.

Das ist auch einer der Gründe, weshalb Glyphosat lange Zeit als unbedenklich für Tiere und Menschen galt. Nicht aber für Mikroorganismen, von denen viele das gleiche EPSPSEnzym haben wie Pflanzen. Motta und sein Team konnten zeigen, dass einige der wichtigen Bakterien im Darm von Bienen zu dieser Kategorie der Glyphosatsensiblen Bakterien gehören. Das dürfte auch die Erklärung dafür sein, dass die Bakterien im Darm von Bienen, die das Herbizid gefressen hatten, dezimiert wurden.

Um herauszufinden, ob und welche Konsequenzen es für die Insekten haben kann, wenn ihre Darmflora durch Glyphosat gestört ist, infizierten die Biologen einige der Testtiere mit dem Krankheitserreger Serratia marcescens. Als Kontrolle wurden auch Insekten infiziert, die mit Glyphosat nie in Kontakt gekommen waren.

Das Ergebnis war eindeutig: Nach acht Tagen waren 90 Prozent der Arbeiterinnen, die das Herbizid gefressen hatten, tot. Von den Kontrollbienen überlebten hingegen 50 Prozent die Infektion. „Unsere Ergebnisse zeigen einen möglichen Mechanismus auf, über den Glyphosat die Gesundheit von Bienen beeinträchtigen kann“, schreiben die Forscher in PNAS.

Glyphosat – weltweit das am häufigsten eingesetzte Herbizid überhaupt – ist mit Sicherheit nicht die einzige Ursache für das Sterben der Honigbienen und vieler anderer Insekten. Die neue Untersuchung legt aber nahe, dass das Herbizid eine weitere Belastung für die Insekten ist, von denen viele ohnehin schon ums Überleben kämpfen.

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https://www.neopresse.com/gesellschaft/bundesweite-demos-gegen-ceta-freihandelsabkommen/

Bundesweite Demos gegen CETA-Freihandelsabkommen

NEOPresse in D/A/CH

Am Wochenende fanden in über 30 Städten bundesweit mindestens 35 Aktionen unter dem Motto „CETA stoppen – Für einen global gerechten Welthandel“ statt. Aktivisten protestierten gegen das Freihandelsabkommen auf Demonstrationen, Infoveranstaltungen, Protestkundgebungen und bei kreativen Aktionen.

Die Medien berichteten kaum, dass sich vor allem die SPD in der Großen Koalition für den Freihandel einsetzen wollte. Bereits im Sondierungspapier hieß es: „Wir wollen freien und fairen Handel in der Welt. Protektionismus lehnen wir ab und setzen vorrangig auf multilaterale Vereinbarungen“. Dabei wurde das Freihandelsabkommen CETA genannt. Das Abkommen zwischen der EU und Kanada hebelt stetig die Rechte der EU-Bürger aus. Bereits Ende September 2017 trat das Abkommen teilweise still und leise in Kraft. Obwohl es immer noch höchst umstritten ist, werden Teile des Abkommens bereits umgesetzt.

Obwohl noch nicht alle EU-Staaten das Abkommen ratifiziert haben, trat es dennoch in Kraft. Das Netzwerk Attac hatte das Inkrafttreten des Abkommens bereits scharf kritisiert. „CETA werde auf undemokratische Art in Brüssel durchgepeitscht“. Das Abkommen stärkt in Wirklichkeit nur die Macht der Exekutive und den Profit von multinationalen Großkonzernen. Vor allem aus Kanada und den USA. Die EU-Mitgliedsstaaten und die EU-Bürger aber sind am Ende die Verlierer. Denn mit der undemokratischen Durchsetzung des Abkommens werden unabsehbaren Gefahren für EU-Firmen, Verbraucher und Umwelt gegen das Interesse der Mitgliedstaaten und der Bevölkerung geschaffen.

 

CETA hat wie TTIP massiven Protest von Umwelt- und Verbraucherschützern, Gewerkschaften, Globalisierungskritikern und von Millionen von Bürgern ausgelöst. Zu Recht, denn CETA untergräbt die Demokratie, den Umweltschutz, und die Rechte von Verbrauchern und EU-Firmen massiv. CETA dient in Wirklichkeit den großen Konzernen und bedient lediglich die Interessen von Wirtschaftslobbyisten, die beim Verfassen der CETA-Verträge erheblichen Einfluss auf die Formulierungen und Regelungen genommen haben. Und dies völlig ohne die Zustimmung von Öffentlichkeit und Parlamenten. Im Klartext bedeutet dies noch mehr Privatisierung und Deregulierung für große Konzerne. Kontrollorgane und Behörden können nicht mehr schützend eingreifen.

Die SPD jedoch stellte das Freihandelsabkommen CETA als große Errungenschaft für die Arbeitnehmerrechte der EU-Bürger heraus. Gerade die SPD tat sich in der Vergangenheit allerdings schwer, CETA zuzustimmen. Besonders die Parteibasis verweigerte die Zustimmung. Mit Zustandekommen der Großen Koalition kippte die SPD ihre Bedenken über CETA einfach über Bord.

Die Protestkundebungen am Wochenende richteten sich kurz vor den Landtagswahlen in Bayern und Hessen besonders gegen die dortigen Landesparteien Grüne und die Linke. Diese sollen im Falle einer Regierungsbeteiligung auch auf Landesebene an der Anti-Haltung gegen das neoliberale Handelsabkommen festhalten und garantieren, dass man sich bei einer etwaigen Abstimmung im Bundesrat entweder enthalte oder die Zustimmung ablehne. In Bayern hatten sich mögliche Koalitionspartner der CSU bereits klar gegen CETA ausgesprochen und angekündigt, im Bundesrat eine Zustimmung Bayerns zu verhindern. Mit den Protestaktionen am Wochenende wollten die CETA-Gegner in Bayern nochmals an dieses Versprechen erinnern und die Ablehnung der Zivilgesellschaft gegen diese Art von neoliberalen Handelsabkommen verdeutlichen.

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com/watch?v=jL-fGc7PTS4

Glyphosat tötet gesundheitsfördernde Bakterien

 

Rinder-Sterben

Prof „Monika Krüger“ – ab Minuten 7:00  – Clostridium botulinum – gesundheitsfördernde Bakterien werden abgetötet

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GLYPHOSAT wirkt „ANTI-BIOTISCH“ – US patent „7,771, 736 B2“ (2010) _“Hensel“ -„BfR“

„Mikro-Biologin“ – „Monika Krüger“ – aus dem VIDEO unten: ab Minuten 26:44 –  Glyphosat – Hemmung des „Shikimate-Pathway“ (Shikimisäure-Stoffwechselpfad)„Pflanzen-Stoff-Wechsel“ (Bakterien, Pilze, Algen, Protozoen) und blockiert  somit die Bildung von  „Drei essentiellen Amino-Säuren“ (Tryptophane – Phenylalanine – Tyrosine z.B. „Vitamin E“) welche  Menschen und Tiere nicht selbst produzieren können  – „Mikro-Organismen“ die sich im „Magen-Darm-Trakt“ des Menschen befinden haben ebenfalls diesen „Stoff-Wechsel-Weg“ –  z.B. entsteht dadurch „Vitamin K – Mangel“ bei Rindern ist die Folge „Nasen-Bluten“

Link für die Unterlagen zu diesem Vortrag:   http://www.havelland.de/fileadmin/dateien/amt66/Bilder/Klimaschutz/Regionale_Aktivitaeten/Humustage_2016/Krueger_Glyphosat_2016_96dpi.pdf

Monika Krüger: Das Umweltgift Glyphosat und Glufosinat Herbizide mit Nebenwirkungen

Kraft-Futter ist mit „Gen-Tech“ kontaminiert – „chronischer Botulismus“„Ursachen-Forschung“ „Neuro-Toxin“ „Lähmung des Zwerchfells“
„chronischer Botulismus“: Tiere sterben verzögert
„Agro-Chemie“
Amino-Säure wird Phosphon-Säure
ab Minuten 26:00 – Glyphosat blockiert „Pflanzen-Stoff-Wechsel“ (Bakterien, Pilze, Algen, Protozoen) und blockiert  somit die Bildung von  „Drei essentiellen Amino-Säuren“ (Tryptophane – Phenylalanine – Tyrosine z.B. „Vitamin E“) welche  Menschen und Tiere nicht selbst produzieren können
„Chorismate“:  „Vitamin K-MANGEL“?!
Glyphosat – herbizider Wirkungsmechanismus – Hemmung des „Shikimate-Pathway“ (Shikimisäure-Stoffwechselpfad)Behindert alle Proteine und Wirkstoffe, die die „drei aromatischen Aminosäuren“ benötigen: Tannin, Lignin, Flavonoide etc, Wuchsstoffe
Vitamin-Mangel“ (auch Vitamin B 6/B12) wird durch Glyphosat verursacht
ab Minuten – 29:40 – Spuren-Element-Mangel wegen Glyphosat: – Glyphosatwirkung –  Starker Chelator (Fänger) , bindet zweiwertige Kationen –  bindet wichtige Spuren-Elemente wie: Mg, Ca, K, Zn, Co, Mn, Fe usw (Zink, Mangan, Kobalt ,Kupfer, Eisen usw.) – (bildet Komplexe mit Kationen ) – Kationen sind Spuren-Elemente (Mangel-Erscheinungen – Krankheiten)
Einfluss von Glyphosat auf Mikronährstoffaufnahme und Nährstofftranslokation in Pflanzen (Sonnenblumen)
„2013“: Einfluss von Glyphosat auf „Spuren-Element-Gehalt“ im Blutserum von Kühen (DK): Kobalt – Mangan (Aktivität der Mitochondrien) – Zink (z.B für Gehirn) – Selen

ab  Minuten 33:50 – Wirkung auf Mikro-Organismen
US patent „7,771, 736 B2“ (2010) es wirkt Anti-Mikrobiell  die „guten“ Bakterien werden vom Glyphosat attackiert (massive Störung des Gleich-Gewichts)

Bakterien besitzen 2 Formen von EPSPS
Klasse I: sensibel für Glyphosate in mikromolaren Konzentrationen
Sensibel
Lactobacillus spp.
Enterococcus spp.
Bifidobacterium spp
Bacillus spp
Klasse II: noch aktiv in Gegenwart von Glyphosat
Resistent
Salmonella Typhimurium
Salmonella Enteritidis
Salmonella Gallinarum
Clostridium tetani
Clostridium perfringens
Clostridium botulinum
Fusobacterium necropho
Einfluss von Glyphosat auf Boden-Mikro-Organismen – Fusarien

ab Minuten 48:37 – Toxizität von Glyphosat und Roundup auf HT29 – MTX Zellen – (48h) – Zytostatikum – „RoundUP“ ist 125 mal toxischer als der Wirkstoff „Glyphosat“

ab Minuten 55:30 – „USA“ extrem hohe Werte von Glyphosat im Urin (4mal bis 5mal so hohe Werte als in Europa) – „Kalifornien“

ab Stunden 1:09 – „Sri-Lanka“ hat Glyphosat verboten – USA „RoundUP“  – Thailand – „Brust-Krebs“ – „WHO“ –  „EPA“ (1985 Glyphosat krebseregend – 1991 wieder geändert?! )

ab Stunden 2:06 – ?POLITIK? – Deutschland – „MAIS-LANDSCHAFTEN“(BIO-GAS) – „MONO-Kulturen“ – „Futter-Mittel“ vom „Aus-Land“?! („?Gen-tech-Futter?“)

Glyphosat: Mangel an „aromatischen Aminosäuren“
1. Tryptophan: Serotonin – Melatonin
2. Tyrosin: Dopamin, Adrenalin, Melanin, Schilddrüsen-Hormon
3. Zerstörung der Cytochrome P450 (CYP)- Enzymen:
Aktivierung von Vitamin D, Abbau von Retinsäure (Abbauprodukt von Vit. A)
– Galleproduktion
– Detoxifizierung von Umweltgiften
– Stabilisierung von Blut (Hämorrhagien vs. Koagula)
Beeinflussung der Fruchtbarkeit
1. Aromatase ist ein CYP 450 Enzym, das Testosteron zu Östrogen
umwandelt (Fruchtbarkeit)
2. Spermien hängen von Cholesterolsulfat für Dekapitation und Fertilisation ab
3. Cholesterolsulfat-Synthese hängt von Cytochrom P450 (CYP)- Enzymen ab

4. Glyphosat zerstört die CYP-Enzymfunktion

Maßnahmen:

Bindung von Glyphosat durch „Huminsäuren“
Humin-Säuren: Natürliche Stoffe im Boden, die durch Abbau von Pflanzenmaterial sowie Metabolismus von Mikroorganismen entstehen
1. Langfristige Ziele
Wiederherstellung der Funktionalität der Kreislaufsysteme „Boden-Pflanze-Tier-Mensch“ durch Reduktion, besser Beseitigung der Glyphosat-Einträge in die Systeme.
2. Kurz-mittelfristige Ziele

Neutralisierung der G-Wirkung in den einzelnen Systemen durch geeignete Maßnahmen bei Tieren und Menschen (Einsatz von Huminsäuren/ Pflanzen – Kohle) Boden: Stoppen des G-Einsatzes, Ausbringen von Huminsäuren und PF-Kohle

 

„ÖKOLOGISCHE NAHRUNGs-MITTEL bevorzugen“

 

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be.com/watch?v=JWMdFfH1LRQ

Gift im Essen –  Missbildungen durch Glyphosat – ARD Fakt – „12 11 2013“

„Monika Krüger“

„der Robinson-Bericht“

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https://www.testbiotech.org/node/2271

Gene-Drive-Moskitos: Mit Gentechnik natürliche Populationen verändern

Neues Testbiotech-Video
Montag, 17. September 2018

Ein neues Video von Testbiotech klärt über sogenannte „Gene Drives“ auf. Mithilfe dieser Gentechnik sollen natürliche Populationen verändert werden. Dazu werden Organismen so in ihren Genen manipuliert, dass sich der Prozess der gentechnischen Veränderung in jeder Generation von selbst wiederholt. So sollen sich die veränderten Gene möglichst rasch ausbreiten. Im Resultat sollen natürliche Populationen so ersetzt oder sogar ausgerottet werden. In diesem Zusammenhang kommt der Gen-Schere CRISPR/Cas eine entscheidende Rolle zu.

Bei der Anwendung von Gene Drives werden also nicht nur genetische Eigenschaften, sondern auch die Mechanismen der Vererbung verändert. Der Prozess der gentechnischen Manipulation wird nicht mehr im Labor durchgeführt. Er wird zu einem sich selbst organisierenden Vorgang gemacht, der zwar vom Menschen angestoßen wird, sich dann aber ohne menschliche Kontrolle in der Umwelt vollzieht. Das bedingt eine ganz neue Dimension von Risiken.

Die Vorbereitungen für Gene-Drive-Freisetzungen sind bereits in vollem Gange: Die nationale Behörde für Biosicherheit in Burkina Faso hat im August 2018 die Freisetzung von bis zu 10.000 gentechnisch veränderten Moskitos im Rahmen des Projekts „Target Malaria“ genehmigt. Es wird die erste Freisetzung gentechnisch veränderter Tiere in Afrika sein. Die Moskitos sind jedoch noch nicht mit einem Gene Drive ausgestattet – und sollen nach Angaben der Projektleiter auch nicht in der Umwelt überleben. Vielmehr gehe es zunächst darum, die Akzeptanz solcher Forschung bei Behörden und der lokalen Bevölkerung zu fördern.

Das Thema Gene Drive ist derzeit auch ein Thema für die Politik: In Deutschland wird über gesetzliche Vorschriften für Laboratorien diskutiert, in denen mit Gene-Drive-Organismen experimentiert wird. Im November werden die Vertragsstaaten des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD) über dieses Thema beraten.

Das Video beschreibt ein mögliches Zukunftsszenario einer Freisetzung von Gene-Drive-Mücken, die in der Umwelt überdauern können. Dabei werden fiktionale Inhalte von den bekannten Fakten getrennt dargestellt. Im Clip werden Mücken gentechnisch manipuliert, damit sie keine Malaria mehr übertragen können. Das Ziel: Die natürlichen Moskito-Populationen, die die Malaria-Krankheit übertragen, durch gentechnisch veränderte Moskitos zu ersetzen.

Das Beispiel berührt komplexe ethische Fragestellungen. Die Bekämpfung der Malaria-Krankheit ist ein drängendes Problem. Doch eine unkontrollierte Freisetzung von Gene-Drive-Mücken wirft erhebliche Risiken und somit auch ethische Fragen nach unserer Verantwortung für kommende Generationen auf. Dieses Dilemma versucht das Video auf spielerische Art und Weise anschaulich zu machen.

Auf ähnliche Weise hat sich Testbiotech bereits in einem vorangegangenen Videoclip mit dem Thema neue Gentechnik und der Gen-Schere CRISPR am Beispiel eines nicht bräunenden Pilzes befasst.

Kontakt:

Christoph Then, Tel 0151 54638040, info@testbiotech.org

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https://www.testbiotech.org/node/2274

Die wahren Kosten der Gentechnik-Soja

Studie: Anbau hat drastische Folgen für Mensch und Umwelt in Südamerika – über 90 Prozent der Sojapflanzen sind gentechnisch verändert
Donnerstag, 4. Oktober 2018

Eine heute veröffentlichte Studie von Testbiotech und der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch zeigt ein erschreckendes Ausmaß von Umweltschäden, die mit dem Anbau von Gentechnik-Soja in Südamerika verbunden sind: Diese reichen von der Zerstörung der biologischen Vielfalt und von Wasserkreisläufen über Schäden an Böden und Klima bis hin zu schwerwiegenden Auswirkungen auf die Gesundheit der ländlichen Bevölkerung. Zwischen 2005 und 2014 stieg die Sojaanbaufläche in Brasilien, Argentinien und Paraguay um 40 Prozent oder 15,5 Millionen Hektar, meist auf Kosten von ökologisch wertvollem Weideland, Savannen und Regenwald. Das Geschäft machen dort vorwiegend Großgrundbesitzer sowie Handels- und Chemiekonzerne.

„Auf insgesamt rund 10 Mio. Hektar wird quasi nur für die EU produziert, denn 29 Millionen Tonnen Soja pro Jahr werden in die EU exportiert“, erklärt Tobias Reichert von Germanwatch. „Die Soja dient fast ausschließlich als Tierfutter. Die industrielle Massentierhaltung bei uns wirkt sich also direkt und massiv auf Menschen und Natur in Südamerika aus“, ergänzt Christoph Then von Testbiotech.

Über 90 Prozent der in Südamerika angebauten Soja ist gentechnisch so verändert, dass sie gegen das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat resistent ist. Das erleichtert die schnelle Ausweitung des Anbaus, da alle konkurrierenden Pflanzen auf neu umgebrochenen Flächen einfach weggespritzt werden können. Dabei muss das Herbizid jedoch immer höher dosiert werden, weil immer mehr Unkrautarten resistent gegen Glyphosat werden. Konkret werden in Brasilien und Argentinien mittlerweile oft mehr als 4,5 Kilogramm Glyphosat pro Hektar eingesetzt – dreimal so viel wie bei Einführung der Gentechnik-Soja vor rund 20 Jahren. Wegen der Resistenzen werden weitere Herbizide eingesetzt, die zum Teil noch wesentlich giftiger sind als Glyphosat. Die Gefahren für die Gesundheit der ländlichen Bevölkerung und die Umweltschäden werden billigend in Kauf genommen.

„Die EU bleibt von den negativen Folgen nicht unberührt“, so Tobias Reichert. „Die durch Importsoja ermöglichte Massentierhaltung führt auch in Europa regional zu erheblichen Umweltschäden, zum Beispiel Gewässerbelastung durch Gülle.“ Die Studie weist zudem darauf hin, dass Sojabohnen mit Rückständen der Spritzmittelmischungen belastet sind, die gesundheitsschädigend sein können. In Stichproben von Testbiotech wurden im Jahr 2013 Rückstandsmengen von über 100 Milligramm Glyphosat pro Kilogramm Soja gefunden. Das ist das Fünffache des Grenzwerts, der nach Einschätzung von Testbiotech und Germanwatch ohnehin sehr hoch angesetzt ist. Gleichwohl finden in der EU keine systematischen Untersuchungen der Importsoja statt. Die Organisationen weisen darauf hin, dass die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA selbst einräumt, keine ausreichenden Daten zu haben, um die gesundheitliche Risiken bewerten zu können.

„Es gibt offensichtlich ganz extreme Belastungen für die Umwelt in den Anbaugebieten und gleichzeitig keine ausreichenden Daten, um die gesundheitlichen Risiken der Verfütterung der Gentechnik-Soja zu bewerten. Diese Produktionsprozesse sind völlig aus dem Ruder gelaufen“, so Christoph Then. Die Alternative kann auch nicht darin bestehen, die Gentechnik-Soja einfach aus den USA zu importieren. Auch dort bestehen demnach erhebliche Probleme wie stetig steigende Pestizidmengen.

Tobias Reichert fordert: „Die EU muss neue Vereinbarungen mit den südamerikanischen Regierungen treffen. Dabei muss es auch darum gehen, den Handel in anderen Bereichen zu stärken, um die einseitige Abhängigkeit dieser Länder vom Sojaexport zu verringern. Insgesamt muss die europäische Landwirtschaftspolitik eine Kehrtwende weg von der industriellen Massentierhaltung machen. Dadurch würde die Nachfrage nach Soja deutlich sinken.“

Kontakt:

Christoph Then, Tel. 0151 54638040, info@testbiotech.org.
Tobias Reichert, Tel. 0178 2125803, reichert@germanwatch.org

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siehe auch „Die Gen-Schere“ – „CrispR-Cas“ – „Genome – Editing“ – „Crispr-Pilz“ – „Crispr-Cas“ und KREBS

ube.com/watch?v=q4uzSoo8chc

Der DARM be-einflusst fast alles – Prof. „Michaela Axt-Gadermann“ -| SWR1 – Leute

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„EPI-GENETIK“ – „Wechsel-Wirkung“ mit der  „UmWelt“ – Wenn die „UM-WELT“ KRANK  gemacht wird  (VER-GIFTET) dann wirkt  sich das auf die GENE aus

Die „MANGEL-ERNÄHRUNG“

tube.com/watch?v=xEU7Hb8KrpM

„Vitamin D“ – „Hype oder Hope“ – Vortrag von Prof. Dr. „Jörg Spitz“

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ube.com/watch?v=8MbpuxMZNik

Dr. „Dietrich Klinghardt“ – Epigenetik/Transgenerationales Trauma/Pränatales Trauma

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tube.com/watch?v=545-9Ehd2Z0&feature=youtu.be

GAPS – „Gut“ and „Psychology Syndrome“ – „Natasha Campbell – McBride“

 Der Darm – Das „Mikro-Biom“ – „AUTISMUS HEILEN“

MILCH – ?“PASTEURISIERUNG“? – ?“HOMOGENISIERT“?

„VITAMIN-D – MANGEL“

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vor KRANKHEIT schützen – mit  „ÖKOLOGISCHER NATÜRLICHER ERNÄHRUNG“
AUTISMUS – „VAXXED“ – KINOTOUR DEUTSCHLAND – IMPF-SCHÄDEN

Was ist „GAP“?

http://www.spektrum.de/lexikon/biochemie/gap/2369

http://www.spektrum.de/lexikon/biochemie/gtpase-aktivierende-proteine/2684

GTPase-aktivierende Proteine

GTPase-aktivierende Proteine, GAP, im Ras-Zyklus (Ras-Proteine) wirkende Proteine, die sich an Ras- oder Ras-verwandte GTP-bindende Proteine anlagern und die intrinsische GTPase-Aktivität dieser Proteine erhöhen. Dadurch wird GTP in GDP und anorganisches Phosphat gespalten und es kommt zu einer Inaktivierung der GTP-bindenden Proteine. Die Säuger-GAPs umfassen u. a. das gut untersuchte p120RasGAP und Neurofibromin (NF1, Mr 290 kDa), dessen Expression zum größten Teil in neuralen Geweben erfolgt.

GAP

 

Dr. „Natasha Campbell-McBride“Food is the Best Medicine

http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/mikrobiom-wie-der-mensch-von-seinen-bakterien-abhaengt-1.3544344

16. Juni 2017, 12:01 Uhr

Mikrobiom

Wie der Mensch von seinen Bakterien abhängt

Im menschlichen Darm siedeln besonders viele Mikroben wie diese Kolibakterien.(Foto: National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID))

Jeder von uns beherbergt Billionen Mikroben. Mehr und mehr zeigt sich, dass diese Untermieter nahezu alle körperlichen Regungen beeinflussen.

Von Hanno Charisius

 

Was haben Menschen und Korallen gemeinsam? Beide sind niemals wirklich alleine – beide sind Organismen, die aus mehreren, eng kooperierenden und auf einander angewiesenen Lebewesen bestehen. Korallen sind Lebensgemeinschaften aus Nesseltieren und Algen, die Ersteren bieten Behausung, die Letzteren Nahrung. Und der Mensch wird erst zum Menschen durch die unzähligen Bakterien, die in und auf seinem Körper leben. Die amerikanische Biologin Lynn Margulis schlug Anfang der 1990er-Jahren den Begriff „Holobiont“ für alle Lebewesen vor, die in enger Gemeinschaft und wechselseitig anhängig mit anderen Kreaturen leben. Die Holobionten Mensch und Koralle sind dabei in guter Gesellschaft: Der Blauwal ist ebenfalls einer, genauso wie der Regenwurm, die Mücke, der Fuchs, die Sonnenblume oder die Kartoffel. Andere Wissenschaftler bezeichnen den Menschen auch als Superorganismus oder gleich als wandelndes Ökosystem.

Hilfestellung für Immunzellen gibt es nur, wenn die Bakterien die richtige Nahrung bekommen

Praktisch alle mehrzelligen Lebewesen werden von einem Schwarm mikroskopisch kleiner Mitbewohner begleitet, die wichtige Aufgaben übernehmen. Lange galten die Bakterien im menschlichen Darm nur als simple Verdauungshelfer, die zersetzen, was der Darm mit seinen Enzymen und Muskelkontraktionen nicht selbst klein bekommt. Doch seit einigen Jahren zeigt sich immer deutlicher, wie stark der menschliche Organismus mit der mikrobiellen Lebensgemeinschaft verflochten ist. „Tatsächlich scheinen die Darmmikroben praktisch jede körperliche Regung zu beeinflussen“, schreiben die Immunologen und Mikrobiologen Thomas Postler und Sankar Ghosh von der Columbia University in New York in einem aktuellen Übersichtsartikel im Fachjournal Cell Metabolism. Dazu zählen der Energiehaushalt genauso wie das HerzKreislaufSystem oder die Immunabwehr, mit der sich die beiden Spezialisten in ihrem Text eingehend befassen.

Die Zellen des menschlichen Immunsystems seien abhängig von verschiedenen Substanzen, die das Bakterienvolk im Darm herstellt, schreiben Postler und Ghosh. Ohne die mikrobiellen Mitbewohner würde sich das Immunsystem nicht normal entwickeln. Die Hilfestellung für die menschlichen Immunzellen können die Mikroben aber nur liefern, wenn ihr Wirt sie mit der richtigen Nahrung versorgt, so viel ist bereits heute sicher. Unklar ist jedoch noch immer, woraus die ideale Mikrobennahrung besteht.

Die Unsicherheit isst mit

Quinoa ist gesund und Weizen macht krank? Ernährung ist weit komplexer. Forscher erkennen nur langsam die Mitspieler in diesem Geschehen. Der neueste unter ihnen: die Darmbakterien. Von Berit Uhlmann mehr …

Studien an Mäusen haben gezeigt, wie schöpferisch die Mikroben im Verdauungstrakt der Nager sind – und beim Menschen dürfte es ähnlich sein. Von den 179 Metaboliten, die Forscher im Darminhalt von Mäusen ausmachen konnten, waren 48 nicht im Futter der Labortiere enthalten. Sie mussten also von den Bakterien hergestellt worden sein oder vom Verdauungssystem der Mäuse. Weitere Experimente zeigten, dass 13 dieser Substanzen wahrscheinlich ausschließlich von Bakterien produziert wurden.

Einige der Stoffe sorgen dafür, dass sich die Zellen der Darmwand regenerieren können und diese zuverlässig als Barriere funktioniert, die Bakterien davon abhält, aus dem Darm ins Innere des Körpers zu schlüpfen. Denn so hilfreich und gut die Mikroben im Darm auch sein mögen, im Blutkreislauf können sie gefährlich werden. Deshalb lauern im Darm auch viele Immunzellen und versuchen, die Bakterienbrut in Schach zu halten. Die Mikroben wiederum müssen sich vor den Attacken der Abwehrzellen schützen. So hat sich im Lauf der gemeinsamen Evolution von Mensch und Mikroben ein Gleichgewicht eingestellt, das alle Beteiligten permanent neu justieren.

Manche Darmbakterien wandeln unverdauliche Pflanzenfasern in kurzkettige Fettsäuren wie Acetat, Propionat und Butyrat um, die im Darm Entzündungen entgegenwirken. In kleineren Studien halfen diese Substanzen manchen Patienten mit entzündliche Darmleiden. Andere Mikroben benutzen Gallensäuren, die von der Leber hergestellt werden, um daraus Stoffe herzustellen, die angriffslustige Abwehrzellen beschwichtigen oder das Darmgewebe stabilisieren. Bakterien der Art Bacteroides fragilis wiederum stellen eine Zuckerverbindung her, die ebenfalls Entzündungsreaktionenunterdrückt. Von vielen weiteren Substanzen ist bereits lange bekannt, dass sie einen positiven Einfluss auf das Immunsystem haben, doch wie sie das machen, ist noch immer rätselhaft.

Postler und Ghosh betonen, dass bislang erst der kleinste Teil jener chemischen Stoffe, die Darmbakterien herstellen, untersucht und verstanden wurde, „die wahren Ausmaße der Verbindung zwischen Darm und Immunsystem sind noch nicht abzusehen“. Die beiden Forscher hoffen auf neue Untersuchungsmethoden, um die feinen Details des Zusammenlebens von Menschen und Bakterien auszumessen. Das werde nicht nur helfen, das Immunsystem besser zu verstehen, sondern auch Krankheiten zu heilen, die entstehen, wenn das Ökosystem im Verdauungstrakt aus dem Gleichgewicht gerät.

Viele Krankheiten entstehen, weil das Mikrobiom aus dem Gleichgewicht gerät

Bislang zeichnet sich vor allem ab, wie komplex der Holobiont Mensch ist. Denn das Immunsystem ist nur ein Bereich, in dem Mikroben und menschlicher Organismus einander beeinflussen. Die Untermieter mischen auch im Stoffwechsel mit, spielen wahrscheinlich beim Wachstum einiger Krebstumore eine Rolle und können HerzKreislauf-Leiden begünstigen oder verhindern – je nach dem, wie man sie hegt und pflegt. Sogar die Psyche des Menschen könnte unter dem Einfluss der Darmbewohner stehen.

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Darm-Hirn-Achse

‚Eine psychische Störung beginnt im Darm

Menschen mit psychischen Erkrankungen leiden oft auch unter Darmproblemen. Das ist kein Zufall, meint Aletta Kraneveld, Professorin für Pharmakologie an der niederländischen Universität Utrecht. Immer mehr Studien deuteten darauf hin, dass bei Autismus, Parkinson und Depressionen auch das so genannte Mikrobiom im Darm eine Rolle spielt. Die Forschung stecke allerdings noch in den Kinderschuhen.
Hände auf Bauch

Um psychische Störungen zu verstehen, untersuchen Wissenschaftler heute mehr als nur das Gehirn. Warum ist jetzt der Darm an der Reihe?

Die Idee ist nicht neu. Der Mediziner James Parkinson, der die gleichnamige Krankheit als Erster beschrieb, bemerkte schon 1871, dass seine Patienten auch an Darmbeschwerden wie Verstopfungen und Bauchschmerzen litten. Dennoch konzentrierte sich die Wissenschaft damals allein auf das Gehirn. Das Immunsystem, das uns vor Krankheitserregern beschützt, befindet sich aber überall im Körper. Wenn solche Erreger mit dem Essen oder über die Hände in unserem Mund landen, dann spielt der Darm bei der Abwehr eine wichtige Rolle. Würde man ihn entfalten und seine Oberfläche ausmessen, dann hätte er die größte Fläche aller menschlichen Organe. Die Wissenschaft widmet sich jedoch erst seit ungefähr zehn Jahren wirklich der Kommunikation zwischen Darm und Gehirn.

Wie kann man überhaupt untersuchen, auf welchen Wegen Gehirn und Darm miteinander kommunizieren?

Das ist schwierig. Oft greift man auf Ratten und Mäuse zurück, um zu untersuchen, was sich bei Menschen mit einer psychischen Störung im Darm und im Gehirn abspielt. Der irische Forscher John Cryan verpflanzt dazu den Stuhlgang von Menschen, die beispielsweise unter Depressionen leiden, in den Darm von Ratten – eine so genannte Fäkaltransplantation. Auf diese Weise erhalten die Ratten ein ähnliches Darmmikrobiom wie depressive Menschen. Es beinhaltet alle Bakterien, Schimmelpilze, Viren und andere Einzeller, die den Darm eines Menschen besiedeln; einige davon sind gutartig, andere krankheitserregend. Ratten, denen der Stuhl depressiver Menschen eingeschleust wurde, zeigten daraufhin depressionsähnliches Verhalten. Eine solche Stuhltransplantation ist aber nur der erste Schritt. Darüber hinaus untersuchen Forscher zum Beispiel einen bestimmten Entzündungsstoff im Blut oder einen Rezeptor (ein Zellprotein, das die Andockstelle für die Kommunikation zwischen Zellen bildet, Anm. d. Red.). So entfernten wir in Versuchstieren, die an Parkinson erkrankt waren, den so genannten Toll-like-Rezeptor-4, der eine wichtige Rolle bei der Aktivierung des angeborenen Immunsystems spielt. Die Tiere entwickelten danach seltener Darmentzündungen und litten auch weniger an den für Parkinson typischen motorischen Problemen.

Aletta Kraneveld, Professorin für Pharmakologie an der Universität Utrecht
Aletta Kraneveld | Die Wissenschaftlerin ist Jahrgang 1964, studierte Pharmazie an der Universität Amsterdam sowie der Universität Utrecht und promovierte 1994. Nach einem Forschungsprojekt an der Harvard Medical School in Boston kehrte sie zurück an die Universität Utrecht und ist dort seit 2002 Professorin für Pharmakologie am Institute for Risk Assessment Studies. Sie untersucht das Zusammenspiel von Darm, Immunsystem und Gehirn unter anderem bei Patienten mit Parkinson, Autismus, Nahrungsmittelallergien und chronischen entzündlichen Darmerkrankungen.

Bisher scheint unklar zu sein, wie genau die Kommunikation zwischen Darm und Gehirn abläuft. Welche Wege wären hierbei denkbar?

Sie könnten zum einen über den Vagusnerv kommunizieren, den zehnten Hirnnerv. Diese große Nervenbahn läuft vom MagenDarm-Trakt zum Hirnstamm. Ich bin jedoch kein großer Fan dieser Hypothese. Denn diese Nervenbahn steht nicht mit dem gesamten Dickdarm in direkter Verbindung. Dort befinden sich aber die meisten Bakterien. Um die Hypothese zu überprüfen, könnten wir den Vagusnerv bei Versuchstieren durchtrennen und untersuchen, was daraufhin in jenen Hirnarealen passiert, die wir mit bestimmten Störungen in Verbindung bringen. Zum anderen könnte die Kommunikation auch über die Blutzirkulation verlaufen. Ich vermute, eine Veränderung der Darmflora schlägt sich in der Aktivität des Immunsystems nieder. Ein aktiviertes Abwehrsystem sorgt dann dafür, dass sich vermehrt Zytokine – Proteine, die eine wichtige Rolle bei Entzündungsreaktionen spielen – im Blut anreichern. Diese gelangen vielleicht auch ins Gehirn, wo sie biologische Prozesse an den Synapsen, den Verbindungsstellen zwischen Nervenzellen, beeinflussen könnten. Nur ist es noch schwer vorstellbar, wie die Zytokine die Blut-Hirn-Schranke durchdringen sollen.

Was weiß man bisher darüber, wie Parkinson mit dem Darm zusammenhängt?

Die Darmflora von Parkinsonpatienten unterscheidet sich von der gesunder Menschen: Das Gleichgewicht zwischen guten Bakterien und jenen, die Entzündungen verursachen, ist bei ihnen gestört. Hinzu kommt, dass Menschen, die an Parkinson erkrankt sind, oft eine durchlässigere Darmschleimhaut haben. Dadurch können Krankheitserreger leichter eindringen und eine Darmentzündung verursachen. Bakterien und andere Entzündungsstoffe gelangen so wiederum leichter ins Blut und in das Gehirn. Bei Parkinsonpatienten kommt es auch im Gehirn zu entzündlichen Prozessen; das Alpha-Synuklein-Eiweiß häuft sich dann in den Nervenzellen zu so genannten Lewy-Körpern an. In der Folge sterben bestimmte Nervenzellen ab, die Dopamin herstellen, so dass ein Dopaminmangel im Gehirn entsteht. Dieser führt zu den motorischen Symptomen der Krankheit: Muskelzittern, stockende Bewegungen und instabile Körperhaltung. Wenn wir Parkinson-Mäuse auf eine Diät mit gesunden Fetten und Ballaststoffen setzen, von denen wir wissen, dass sich gutartige Bakterien von ihnen ernähren, bewegen sich die Nagetiere daraufhin besser.

Wie sieht es bei Autismus aus?

Ähnlich wie bei Parkinson: Sowohl Menschen als auch Mäuse mit autistischen Verhaltensweisen haben eine andere Darmflora als gesunde Lebewesen. Nicht nur das Gleichgewicht der Darmflora ist bei Autismus gestört, sondern man findet auch weniger vielfältige Bakterien. Allerdings weiß man von keinem speziellen Bakterienstamm, der für die Erkrankung verantwortlich wäre. Andere Studien zeigen, dass sich Mäuse mit Kuhmilchallergie autistisch verhalten: Sie verbringen weniger Zeit mit Artgenossen, waschen sich in einer neuen Umgebung öfter und bewegen sich dabei merkwürdig. Außerdem beobachten wir eine Zunahme eines bestimmten Eiweißes im Gehirn von autistischen Mäusen ebenso wie im Gehirn von Mäusen mit einer Kuhmilchallergie. Dieses Eiweiß, mTOR, beeinflusst das Zellwachstum und die Zellfunktion. Hier wissen wir jedoch wieder einmal nicht, ob das Problem zuerst im Darm oder im Gehirn einsetzt.

Und was ist über den Zusammenhang zwischen Darmflora und Depressionen bekannt?

In einem Experiment mit Ratten gelang es, depressionsähnliches Verhalten über eine Entzündung in der Bauchfalte auszulösen. Die Entzündung setzte Zytokine im Blut frei. Bei dieser Studie hatten die Forscher eine Kanüle, eine Art Schlauch mit kleinen Elektroden, in den Nucleus accumbens der Ratten eingepflanzt – das Belohnungszentrum des Gehirns. Wenn die Nager an einem Rad drehten, erhielten sie einen Stromschlag, was ein angenehmes Gefühl bei ihnen auslöste. Die Ratten mit der Bauchfaltenentzündung drehten schneller an dem Rädchen als gesunde Ratten. Bei diesen Tieren sorgten die Zytokine offenbar dafür, dass Nervenzellen ausgeschüttetes Serotonin schneller wiederaufnahmen, so dass weniger davon im synaptischen Spalt übrig blieb. Ein solcher Mangel geht mit depressiven Stimmungen einher, weswegen die betroffenen Ratten vermehrt versuchten, sich angenehme Gefühle über Stromschläge zu verschaffen. An dieser Stelle setzen auch Antidepressiva an; sie bremsen die Wiederaufnahme von Serotonin ab.

Können wir denn davon ausgehen, dass diese Mechanismen bei Menschen ähnlich ablaufen wie bei den Versuchstieren?

Das ist anzunehmen. Das Immunsystem von Ratten und Mäusen ähnelt dem des Menschen sehr stark. Es gibt auch schon Versuche mit Stuhltransplantationen beim Menschen. Und tatsächlich weisen Humanstudien ebenfalls darauf hin, dass depressive Symptome mit einer Zunahme an Entzündungsstoffen Hand in Hand gehen. Der Vorteil von Versuchstieren ist, dass wir die Rolle einzelner Rezeptoren oder Entzündungsstoffe genauer unter die Lupe nehmen können.

Wo läuft zuerst etwas schief: im Gehirn oder im Darm?

Im Darm. Unserer Vermutung nach steht am Anfang einer Erkrankung wie Parkinson eine genetische Veranlagung. Die Betroffenen haben also ein erhöhtes Risiko zu erkranken. Dazu kommen ungünstige Lebensumstände wie Stress, Luftverschmutzung oder eine ungesunde Ernährung. Sie können die Darmflora stören und dafür sorgen, dass genetisch vorbelastete Menschen tatsächlich krank werden. Eine ungesunde Ernährung ist ein Garant für ungesunde Darmbakterien. Gesunde Kost hingegen kann die Symptome verringern, aber das müssen die Patienten langfristig durchhalten, sonst kommen die krank machenden Bakterien wieder zurück.

Mit welcher Ernährung hält man den Darm gesund?

Hören Sie auf mit Pizza und anderem Fastfood, ernähren Sie sich ausgewogener. Essen Sie frische Lebensmittel, verbannen Sie Fertiggerichte vom Speiseplan. Zu viel gesättigte Fettsäuren führen zu Entzündungen: Im Fettgewebe von Menschen mit Übergewicht etwa befinden sich viel mehr Entzündungsstoffe als im Fettgewebe gesunder Menschen. Wir sind noch immer Urmenschen, daran gewöhnt, alle Energie, die wir kriegen, für schlechte Zeiten zu speichern. Außerdem ist es wichtig, nicht zu viel zu essen und sich mehr zu bewegen.

Könnte es auch helfen, den Stuhl gesunder Menschen in den Darm eines Kranken verpflanzen?

Bis jetzt wirkt das nur bei einigen bestimmten Entzündungen. Forscher am Amsterdamer Krankenhaus AMC stellten zwar keine statistisch bedeutsamen Verbesserungen bei Menschen mit chronischen Darmentzündungen fest. Nichtsdestotrotz wirkte die Transplantation bei einer kleinen Gruppe Menschen relativ gut. Möglicherweise wirkt eine Stuhltransplantation nur bei Familienmitgliedern, weil sich deren Darmbakterien stärker ähneln.

Was bewirken Lebensmittelzusätze wie Milchsäurebakterien, die angeblich zu einer gesunden Darmflora beitragen?

Man war sehr lange davon überzeugt, dass diese Mikroorganismen, so genannte Probiotika und Präbiotika, den Kontakt mit der Magensäure nicht überleben. Wie jüngere Befunde jedoch zeigen, profitieren manche Menschen gesundheitlich von diesen Nahrungsmitteln. In unserer eigenen Forschung haben wir gezeigt, dass Präbiotika die Abwehr des Darms verbessern. Präbiotika sind bestimmte Zucker, auf denen gutartige Bakterien gedeihen.

Dieses Interview ist eine leicht gekürzte Version des Artikels „Een psychische stoornis begint in de darmen“, der im Original im belgischen Wissenschaftsmagazin „Psyche&Brein“ erschienen ist.

Und doch zweifeln viele Fachleute, dass diese Mittel etwas bringen. Warum?

Die Skepsis ist berechtigt. Zu den bekannten Bakterienfamilien zählen die Bifidobakterien und die Laktobazillen. Aber daneben gibt es noch unglaublich viele weitere Sorten. Bei vielen von ihnen wissen wir nicht, was sie genau bewirken und ob sie zu den guten oder den schlechten Sorten gehören. Wahrscheinlich ist vor allem das Gleichgewicht zwischen den Arten von Bedeutung. Doch wir brauchen mehr Übersicht über die Zusammenhänge: Das eine Bakterium kann beispielsweise von einem anderen abhängig sein, um ein Produkt herzustellen, welches das Immunsystem unterstützt.

Ihre Forschung wird von Getränkeherstellern wie Nutricia und Friesland Campina sowie ein paar Pharmafirmen mitfinanziert. Wie gehen Sie mit möglichen Interessenkonflikten um?

Indem ich genaue Absprachen treffe. Ich beginne mit einer Studie nur dann, wenn ich die Ergebnisse auf jeden Fall publizieren darf – auch wenn sich die Ergebnisse als negativ für das Produkt meines Geldgebers erweisen. Das habe ich selbst auch schon einmal gemacht. Ich finde es angenehm, mit der Wirtschaft zusammenzuarbeiten, weil man an Produkten arbeitet, die möglicherwiese in Kürze auf den Markt kommen können. Als Wissenschaftler ist man aber für die eigene Integrität verantwortlich. Wenn ein Geldgeber jemals sagen sollte, dass ich etwas nicht publizieren darf, dann streike ich.

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http://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin-ernaehrung/darmflora-reagiert-empfindlich-auf-arzneimittel-15502484.html?premium

DarmMikroben : Mein Bauch ist mein Palast

Keime beherrschen unser Immunsystem genauso wie unser Nervensystem. Bild: obs

Myriaden Mikroben halten unseren Körper und Geist zusammen, aber auf Arzneien reagieren die Darmbakterien empfindlich. Wird bald nur nach Keimtests verschrieben?

Salahedin Faraji behandelt in seiner Arztpraxis Autisten, viele Kinder, „leider werden es immer mehr“, und dabei folgt er seit vielen Jahren beharrlich einer Spur, die lange belächelt worden war. Er führt Statistiken und fragt die Patienten nach Essgewohnheiten und Lebensumständen, er fordert Stuhlproben und lässt die Verdauungsrückstände nach „Aussehen und Defiziten“ untersuchen, nach Indizien für einen Fettsäuren– oder Vitaminmangel etwa. Der Wetzlarer Arzt ist überzeugt: „Autisten sind beim Psychiater nicht an der richtigen Adresse.“ Autismus sei auch für ihn eine neurologische Erkrankung, keine Frage, trotzdem behandelt er sie in vielen Fällen mit Probiotika, Säften und Kapseln, die Zusatznahrung enthalten. Faraji lässt vom Labor mit jedem Patienten neu nach „Leitkeimen“ fahnden. Nach Bakterien im Darm, die er für mindestens mitverantwortlich hält an den sozialen und leider oft auch kognitiven Defiziten, die seine Patienten und ihre Eltern beklagen.

Joachim Müller-Jung

Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

In den sechziger Jahren schon, vor nicht weniger als fünfzig Jahren also, waren die ersten Thesen aufgetaucht, die Autismus mit Ernährungs- und Verdauungsproblemen in Verbindung brachten. Heute gilt Autismus, zumindest einige schwere, sich früh entwickelnde Formen, als Klassiker für eine folgenschwere Störung der „Darm-Gehirn-Achse“. Auch Depressionen, Angststörungen und chronischer Schmerz hat das „Journal of Neuroscience“ bereits vor drei Jahren als Krankheiten des Geistes aufgelistet, deren diagnostischer Fokus sich gewissermaßen aus der Psychiatrie in die Gastroenterologie verlegt. Seelenleiden können demnach auch Signalkrankheiten sein. Ursache ist dann eine gestörte Kommunikation zwischen der Darmflora und dem Gehirn.

Genauso lange, wie es solche Ideen gibt und Sprüche vom „Gehirn im Bauch“, genauso lange freilich hadert man mit der sich daraus ergebenden Hyperkomplexität. Ist das Gehirn im Kopf mit seinen unzählbaren elektrochemischen Verästelungen und Netzwerken schon für sich undurchschaubar, sind die biochemischen Wechselwirkungen der geschätzten hundert Billionen Keime in unserem Körper zueinander und zum Hirn erst recht ein unentwirrbares Geflecht. Die Forschung allerdings konnte das kaum bremsen. Zu viele Fragen, vor allem medizinische Fragen, drängten sich auf. In den Zweitausender-Jahren entwickelte sich die Mikroflora des Menschen innerhalb kurzer Zeit von einem Nebenschauplatz zu einer der großen Arenen der molekularen und biomedizinischen Forschung. Plötzlich scheinen uralte Konzepte wie Gesundheit oder Krankheit kaum mehr diskutabel ohne Berücksichtigung des „Mikrobioms“, wie die Gesamtheit der nützlichen und schädlichen Keime bezeichnet wird. Mancher philosophisch geneigte Experte auf dem Felde ist inzwischen bereit, die Wirkung „melancholischer Mikroben“ zu beklagen, und hält den Menschen gar für ein nützliches, wenn auch bedauernswertes Vehikel der zahllosen Keime, die unseren Körper gehackt haben und deren Herrschaft bis in die entlegensten Winkel des Körpers reicht.

Die Individualität in unserem Bauch

So weit muss man nicht gehen, um die heimliche Herrschaft der Keime zu erkennen. Eine Macht, die das Immunsystem genauso betrifft wie das Nervensystem. In den vergangenen Monaten allein sind Dutzende, in hochrangigen Wissenschaftsjournalen erschienene Studienresultate präsentiert worden, die das belegen. Medizinisch relevante Befunde wie die einer kanadischen Gruppe etwa, die in „Cell“ darüber berichten, wie ein von BaceroidesKeimen aus dem Darm produziertes Protein das Immunsystem in die Irre führen und zum Ausbruch von Autoimmunkrankheiten führen kann – indem es weiße Blutzellen zum Angriff auf eigene Körperzellen anstachelt. In „Frontiers in Psychiatry“ hat der an der Universität Regensburg tätige Mediziner Juan Lima-Ojeda die vielen möglichen hormonellen, nervösen und immunologischen Verbindungen zwischen Darm und Geist skizziert. In einigen Fällen, so etwa bei bestimmten Autismus-Formen oder Depressionen, berichtet der Regensburger Arzt, seien „die Interaktionen womöglich noch wichtiger als sonst während der Entwicklungsphasen des Kindes, in denen sich das Nervensystem ausbildet“. Das weist auf einen entscheidenden Befund der Mikrobiom-Forschung hin: Wie die Darmflora wirkt, ist nicht nur eine Frage von Menge und Zusammensetzung der Keime, sondern ist auch vom Zustand ihres Trägers abhängig. Maßgeschneiderte Diagnosen und Therapien, oft als personalisierte oder individualisierte Medizin bezeichnet, lassen sich ohne den Status des Mikrobioms kaum sinnvoll planen.

Das „Gehirn im Bauch“? Noch bergen die komplexen Vorgänge in unserem Darm einige ungelöste Rätsel für die Wissenschaft.
Das „Gehirn im Bauch“? Noch bergen die komplexen Vorgänge in unserem Darm einige ungelöste Rätsel für die Wissenschaft. : Bild: Getty

Eine israelische Medizinergruppe des Weizmann-Instituts in Rechovot hat das in „Nature“ mit Blick auf die molekulare Revolution der vergangenen Jahrzehnte auf einen brisanten Punkt gebracht: Bakterien konkurrieren mit den Genen. „Für die meisten unserer klinischen Messungen, ob Cholesterin, Gewicht, Blutzuckerspiegel oder andere Parameter, waren die Assoziationen zum Bakteriengenom mindestens genauso groß wie zum Genom des Menschen, manchmal größer.“ Die Forscher hatten die physiologischen Reaktionen der Probanden auf eine maßgeschneiderte Nahrung ermittelt. In der Mikroflora verbirgt sich also ein Großteil unserer Individualität. Das Dilemma der Forscher ist dabei allerdings immer dasselbe: Man kann Zusammenhänge erkennen, aber was genau passiert im Körper, bleibt im Dunkeln. In der Zeitschrift „Science“ hatten schon 2015 die französische Onkologin Laurence Zitvogel vom Gustave Roussy Campus in Villejuif gezeigt, wie die Zusammensetzung der Darmflora bei Mäusen die Wirkung moderner Krebsmittel, sogenannter Checkpoint-Hemmer, beeinträchtigt – oder eben fördert. Inzwischen hat sie mit ihren Kollegen Hunderte behandelter Lungenkrebs-, Nieren– und Blasenkrebspatienten untersucht und immerhin nachweisen können, dass bei Patienten, die aus irgendeinem Grund keimzerstörende Antibiotika vor oder während der Krebstherapie erhalten hatten, die Krebsmedikamente viel öfter versagten. Erklären können die Mediziner den Zusammenhang freilich noch immer nicht.

EHEC-Kolibakterien aus dem menschlichen Darm isoliert.
EHEC-Kolibakterien aus dem menschlichen Darm isoliert. : Bild: Reuters

Ganz ähnliche Erfahrungen hatte, etwa zur gleichen Zeit, der Heidelberger Bioinformatiker und Mikrobiom-Spezialist Peer Bork mit dem Diabetesmittel Metformin gemacht. Bork und seine Kollegen haben am Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL) inzwischen gut zehntausend Stuhlproben analysiert. Vor drei Jahren haben sie gezeigt, dass das Standardmedikament gegen Diabetes die Zusammensetzung der Darmflora erheblich stärker beeinflusst als die Pankreaszellen selbst, die die Zuckerkrankheit hervorrufen. Sollte das Mittel also womöglich gar nicht auf die Pankreaszellen wirken, sondern vielmehr durch die Aktivität der Darmflora?

Escherichia-coli-Bakterien an der Darmwand.
Escherichia-coli-Bakterien an der Darmwand. : Bild: dpa

Der Befund, dass NichtAntibiotika die Darmflora so markant veränderten, habe „die Gemeinde aufgerüttelt“, sagt Bork. Folgen allerdings hatte das fürs Erste nicht. Nicht für die Diabetiker und nicht für die Medizin, sehr wohl aber für Bork. Mit einem weiteren Befund, den er Anfang dieser Woche zusammen mit seinen EMBL-Kollegen Kiran Patil und Athanasios Typas in „Nature“ (doi: 10.1038/nature25979) präsentierte, könnte sich das Blatt nun wenden. Die Wissenschaftler haben sich nicht weniger als 1197 Arzneimittel vorgenommen, die man praktisch in jeder Apotheke bekommen kann – von Antibiotika, antiviralen Medikamenten und Schmerzmitteln bis hin zu Antipsychotika –, und haben deren Wirkung auf die Darmflora untersucht. Nicht auf alle möglichen Bakterien; im Darm leben allein geschätzt tausend unterschiedliche Arten von Bakterien und vermutlich ein Vielfaches unterschiedlicher Bakterienstämme. Getestet wurden vielmehr vierzig repräsentative Darmbakterienstämme, die man inzwischen zuverlässig auch im Labor vermehren kann. Tatsächlich krankt die Mikrobiomforschung daran, dass ein großer Teil der im Körper gefundenen Bakteriengemeinschaften in der Petrischale nicht zu simulieren ist, zumal sich jeder Mensch in Zusammensetzung und Zahl der Keime praktisch vom Nachbarn unterscheidet – und individuelle Charakteristika zeigt. Von den vier unterschiedlichen Escherichia-coli-Subtypen etwa, die man kennt, hat jeder Mensch nur einen – den aber häufig sehr lange.

Die Testreihe der Heidelberger Forscher war also in vieler Hinsicht ein Schnappschuss und nicht zu verallgemeinern. Doch der entscheidende Befund hat es in sich: Von den weit mehr als tausend getesteten Substanzen beeinträchtigten nicht weniger als 27 Prozent die Darmbakterien. Der Großteil – 24 Prozent – zählte zu den handelsüblichen Medikamenten, die nicht etwa wie Antibiotika gegen Erreger gerichtet sind, sondern eigentlich auf die menschlichen Zellen im Körper. „Wie viele und wie deutlich diese Arzneien auf die Darmflora wirken, hat uns überrascht“, sagt Bork. Dabei wirkten die Mittel nicht nur direkt auf die Mikroben, die Mikroben vermochten auch die Verstoffwechselung der Arzneimittel ihrerseits zu modulieren – Prozesse, die potentiell die Arzneiwirkung verstärken können oder sie neutralisieren. Schlimmer noch: Einige Arzneien provozierten molekulare Veränderungen in Mikroben, die sie gegen Antibiotika resistent machen. „Das sind Nebenwirkungen, die man bisher nicht beachtete“, sagt Bork, „die jedoch über Therapieerfolge mit entscheiden.“ Man müsse künftig wohl darüber nachdenken, vor der Verschreibung eines Medikamentes einen MikrobenScreen des Patienten durchzuführen. „Wir müssen die Pharma-Testung anpassen“, meint Bork, auch der Pharmaindustrie werde inzwischen klar, dass die Darmflora der entscheidende Hebel sein könnte, wenn Medikamente versagen. Um am Ende die Therapien anzupassen, könnte es dann irgendwann nötig werden, mit Stuhltransplantationen die passende Mikroflora aufzubauen. Tatsächlich ist das auch schon in kleinen klinischen Studien etwa an Autisten versucht worden, wie auch der Wetzlarer Arzt Faraji weiß, und siehe da: die Symptome verbesserten sich häufig. Für Bork ist das nicht genug. Die Rolle der Bakterien müssten molekular verstanden werden, und: „Wir benötigen mehr aussagekräftige Daten aus großen klinischen Studien.“

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NATÜRLICH ist nicht GLYPHOSAT derCHELATOR“ und „MINERALIENFÄNGERdafür VERANTWORTLICH!!!!

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/kreidezaehne-zahnaerzte-warnen-vor-neuer-volkskrankheit-mih-a-1209122.html

Kreidezähne bei Kindern

Zahnärzte warnen vor neuer Volkskrankheit

Deutsche Zahnärzte schlagen Alarm: Immer mehr Kinder leiden unter porösen Zähnen, bei den Zwölfjährigen ist jeder Dritte betroffen. Die Ursachen der Kreidezähne geben Rätsel auf.
© Christian O. Bruch/ laif

Leichte (links) und schwere (rechts) Form der MIH

Norbert Krämer

Leichte (links) und schwere (rechts) Form der MIH

Frontzähne mit MIH

Von Irene Berres

Norbert Krämer

Frontzähne mit MIH
Donnerstag, 24.05.2018 12:12 Uhr

 

Lange Zeit war Karies das größte Problem in den Mündern der Schüler in Deutschland. Mittlerweile aber gibt Zahnärzten ein ganz anderes Krankheitsbild Grund zur Sorge: Immer mehr Kinder leiden unter porösen Zähnen, bei denen sich der Zahnschmelz nicht richtig ausgebildet hat. In einer aktuellen Pressemitteilung warnt die Deutsche Gesellschaft für Zahn- Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) vor einer neuen Volkskrankheit.

Bei der sogenannten Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation – kurz MIHbahnen sich die Zähne bereits mit Schäden ihren Weg durch den Kiefer in die Mundhöhle. Bei manchen Kindern zeigt sich die Störung anfangs nur durch Flecken auf der Oberfläche der Zähne. Andere leiden zusätzlich unter Hitze- und Berührungsempfindlichkeit. Im schlimmsten Fall sind die Zähne so porös, dass ein Teil bereits beim Durchdringen des Kiefers abbricht.

Laut aktuellen Untersuchungen entwickeln etwa zehn bis 15 Prozent aller Kinder in Deutschland die Krankheit. Bei den Zwölfjährigen beträgt die Quote der Deutschen Mundgesundheitsstudie zufolge sogar mehr als 30 Prozent. „Bezogen auf die Mundgesundheit und die Lebensqualität der Kinder ist MIH mittlerweile ein größeres Problem als Karies in dieser Altersgruppe“, sagt Norbert Krämer von der Universität Gießen.

Erst seit 1987 bekannt

Am häufigsten betrifft MIH einen oder mehrere Backenzähne. Seltener tritt der poröse Schmelz aber auch bei Schneide- oder Milchzähnen auf. Um die Krankheit zu diagnostizieren, reicht ein geschulter Blick in den Mund. Kreidezähne haben weißlich-cremefarbige bis gelblich-braune Flecken. Je dunkler die Farbe ist, desto poröser ist der Schmelz. Gelangt ein Zahn gesund in die Mundhöhle, besteht keine Gefahr mehr.

Obwohl die Zahl der Betroffenen wächst, wissen Mediziner bislang nur wenig über die Krankheit. Wissenschaftlich beschrieben wurde sie erstmals 1987, einen einheitlichen Namen trägt sie erst seit einer Konferenz im Jahr 2001. „Es handelt sich noch um eine sehr junge Erkrankung“, sagt Krämer. „Als ich in den Achtzigerjahren ausgebildet wurde, war eher das Thema, ob jemand solche Zähne schon einmal gesehen hat.“ Heute seien Kreidezähne allgegenwärtig.

Trotzdem werde das Problem oft ignoriert, sagt Krämer. „Es müsste dringend geforscht werden. Doch es gibt immer weniger Lehrstühle für Kinderzahnmedizin in Deutschland.“ Vor allem die Ursache der porösen Zähne gibt bis heute Rätsel auf. Sicher ist nur, dass sich der Zahnschmelz der betroffenen Zähne im Zeitraum zwischen dem achten Schwangerschaftsmonat und dem vierten Lebensjahr entwickelt. Das erste Lebensjahr scheint für die Fehlbildung entscheidend zu sein. Dann müssen wahrscheinlich mehrere Faktoren zusammenkommen, damit MIH entsteht.

Stoffe aus Plastik als Auslöser?

„Jüngste Untersuchungen deuten darauf hin, dass Bisphenol A bei der Entstehung eine große Rolle spielt“, sagt Krämer. Bei Versuchen mit Ratten entwickelten die Tiere nach der Gabe des Stoffs poröse Zähne. Bisphenol A steckt als Weichmacher in Plastik, in Babyflaschen ist es seit 2011 verboten. „Für mich wären Stoffe aus Plastik als Auslöser auch sehr plausibel“, sagt Krämer mit Blick auf die junge Geschichte der Krankheit. „In dieser Hinsicht hat sich unser Verhalten in den vergangenen Jahren gewandelt. Heute ist selbst die Bio-Gurke in Plastik verpackt.“

Noch handele es sich dabei aber nur um Verdachtsmomente, schränkt der Experte ein. Daneben seien unter anderem Infektionskrankheiten, Antibiotika, Windpocken, Einflüsse durch Umweltgifte wie Dioxin, Probleme während der Schwangerschaft oder Erkrankungen der oberen Atemwege als mögliche Auslöser denkbar.

Das Problem: Solange Ärzte die genaue Ursache nicht kennen, können sie auch nicht vorbeugen. Welche Folgen das hat, musste Krämer, der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde, schon in der eigenen Familie beobachten: Bei seiner Enkelin entdeckte der Mediziner poröse Backenzähne – schon im Milchgebiss.

Karies vermeiden, Zähne erhalten

Hat ein Kind MIH, zielt die Behandlung aktuell vor allem darauf ab, Karies abzuwenden. In der porösen Oberfläche der betroffenen Zähne können sich schädliche Bakterien besonders gut einnisten. Hinzu komme, dass sich die raue Oberfläche schlechter reinigen lasse und berührungsempfindlich sei, schreibt Stefan Zimmer, Professor an der Universität Witten/Herdecke und Präsident de Deutschen Gesellschaft für Präventivzahnmedizin in einem Statement. Das erschwere die Mundhygiene.

Um die Zähne vor Karies zu schützen, rät der Experte vor allem zu Fluorid   (<<<< ?FLOURID? ist ein „RATTEN-GIFT“ und schädigt die ZIRBEL-DRÜSE???!!!>>>) – in Form von Zahnpasta, angereichertem Speisesalz, speziellem Lack oder Mundspülungen. Das Spurenelement kommt auch natürlich im Zahn vor. Es sorgt dafür, dass sich Mineralien in den Schmelz einlagern und legt sich wie ein Film auf den Zahn. Daneben können Zahnärzte die Furchen der Zähne mit Kunststoff versiegeln. Sind die Zähne extrem angegriffen und Stücke abgebrochen, können Kronen notwendig werden.

Ob ein Kind unter MIH leidet, lässt sich am besten im Alter von acht Jahren untersuchen. Zu diesem Zeitpunkt hat der Körper in der Regel alle Backen- und Schneidezähne vollständig in die Mundhöhle geschoben. Bei schweren Formen können sich die Probleme jedoch auch schon früher bemerkbar machen, wenn die Zähne den Kiefer durchbrechen.

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siehe auch „Monika KRÜGER“

siehe auch „Monika Krüger“ –  Hemmung des „Shikimate-Pathway“ (Shikimisäure-Stoffwechselpfad) „Pflanzen-Stoff-Wechsel“   –  „Prof. Dr. Maria Finckh“ 

siehe auch „Monsanto“ – „Krebs-Risiko“ – „Clostridium botulinum“

siehe auch „ZIVIL-PROZESS“ gegen „MONSANTO-BAYER“

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Wirkungen von Glyphosat

Glyphosat in „Back-Waren“

GLYPHOSAT ist einCHELATORund somit „MINERALIENRÄUBER

„Monika Krüger“ (Tier-Ärztin und Mikro-Biologin) – „Glyphosat“ ist ein Chelator – ein „Spuren-Elemente-Fänger“ (RÄUBER)

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siehe auch „GLYPOSAT“ im BIER und EIS  – SCHADEN am MIKRO-BIOM

 

ube.com/watch?v=bN3LXjigjIg

Dr. „Thierry Vrain“-  Former „Pro-GMO Scientist“ –  „Speaks Up Against „Glyphosate“

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siehe auch „Climate und GEO-ENGINEERING“

http://www.faz.net/aktuell/wissen/erde-klima/wenn-die-klimarettung-zum-gefaehrlichen-abenteuer-wird-15747702.html

Geoengineering : Klimarettung, das gefährliche Abenteuer

  • Von Horst Rademacher
  • Aktualisiert am

Der Ausbruch des Pinatubo auf den Philippinen am 12. Juni 1991 Bild: dpa

Das Klima steuern, den Klimawandel mit Großtechnik stoppen – die Pläne wollen einfach nicht vergehen. Doch das Geoengineering bleibt Größenwahn, wie der Blick in die Vergangenheit zeigt.

Bisher war der Mensch bei seinen Versuchen, Vorgänge in der Natur in seinem Sinn zu steuern, oft kläglich gescheitert. So kommt es nur selten zu ergiebigem Niederschlag, wenn von Flugzeugen aus zusätzliche Kondensationskeime in feuchte Luftmassen versprüht werden, um gezielt Regen auszulösen. Und die Ansiedlung der giftigen Aga-Kröten in Australien war ein vollkommener Flop. Statt wie erhofft Schädlinge in Zuckerrohrplantagen zu fressen, machten sich die liebestollen Amphibien über heimische Tierarten her. Sie vermehrten sich dabei so schnell, dass sie zur Plage geworden sind.

Dass all diese Versuche des Geo- und Bioengineering immer wieder versagen, liegt nicht an der mangelnden Vorstellungskraft des Menschen. Vielmehr unterliegen die meisten Vorgänge in der Natur der Stochastik: So fällt längst nicht aus jeder dicken Wolke Regen, und die Vorliebe von Kröten kann sich urplötzlich ändern. Dementsprechend sind auch alle Vorschläge mit äußerster Vorsicht zu genießen, den fortschreitenden Klimawandel von außen zu stoppen oder wenigstens zu verlangsamen.

Historische Vulkanausbrüche – eine Warnung

Eine gutgemeinte Idee ist es beispielsweise, die Meere mit Eisen zu düngen. Plankton, so die Logik hinter diesem Vorschlag, nimmt bei der Photosynthese Kohlendioxid auf, das schließlich zusammen mit den abgestorbenen Organismen auf den Meeresgrund sinkt und damit in der Atmosphäre keinen Treibhausschaden mehr anrichten kann. Stimuliert man das Wachstum des Planktons mit mineralischen Nährstoffen wie Eisen wächst es üppiger und nimmt dabei mehr CO2 auf. Aber spätestens seit vor einigen Jahren ein entsprechendes Experiment vor der kanadischen Pazifikküste außer Kontrolle geriet, betrachtet man die Eisendüngung mit großer Skepsis. Deshalb hat das Bundeskabinett auch beschlossen, alle Bestrebungen, die Meere zu kommerziellen Zwecken zu düngen, vollständig zu untersagen.

Ein dichter Schleier von Aerosolen umhüllte die Erde nach dem Ausbruch des Pinatobo 1991. Die Folge waren Missernten in vielen Teilen der Welt, wie Computersimulationen bestätigen. : Bild: Jonathan Proctor and Solomon Hsiang

Ein anderes Allheilmittel gegen die Erderwärmung sehen viele Geoingenieure in zusätzlichen Aerosolen, die man in der Atmosphäre verteilt. Das Ansinnen dahinter: Gelangen diese winzigen Schwebeteilchen in die Stratosphäre, streuen sie einfallendes Sonnenlicht. Ein Teil der Sonnenstrahlung wird dabei in den Weltraum zurückgeworfen. Dieser Anteil kann nicht die Treibhausgase in der Troposphäre erreichen und deshalb unseren Planeten nicht noch weiter aufheizen. Vulkane sind natürliche Aerosolschleudern, denn das von ihnen ausgeschleuderte Schwefeldioxid gelangt häufig bis in die obersten Atmosphärenschichten.

Verheerende Folgen von Vulkanausbrüchen

So verringerte das vom Ausbruch des Vulkans Pinatubo 1991 stammenden Aerosol die Intensität der Sonnenstrahlung am Erdboden um 2,5 Prozent. Allerdings haben die Schwebeteilchen des Pinatubo aber auch zu beträchtlichen Ernteausfällen bei Mais, Sojabohnen, Reis und Weizen geführt, wie amerikanische Geoforscher jüngst in der Zeitschrift „Nature“ berichteten.

Spritzt man also Aerosol in die Stratosphäre mag es zwar kühler werden, gleichzeitig gehen aber auch die Erträge zurück. Und gibt es zu viel Aerosol kann sogar schon einmal ein Sommer ausbleiben wie nach dem Ausbruch des Tambora im Jahre 1815. Welche Folgen „dieses Jahr ohne Sommer“ hatte, ist bekannt.

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aus dem TEXT:…..Die damals rund 800.000 Einwohner atmeten Millionen von Bakterien der Typen >>>>>>Serratia marcescens und Bacillus globigii<<<<<<<<< ein – harmlose Typen, wie man damals dachte. Heute ist klar, dass Serratia marcescens Krankheiten beim Menschen hervorrufen kann und für immungeschwächte Personen durchaus gefährlich ist.

https://www.focus.de/panorama/videos/attacken-gegen-us-buerger-us-militaer-testete-biologische-waffen-an-der-eigenen-bevoelkerung-in-san-francisco_id_4814917.html

14.07.2015, 10:51 | 01:30 Min. |

Attacken gegen US-Bürger

US-Militär testete biologische Waffen – an der eigenen Bevölkerung in San Francisco

.com/watch?v=0oio6DYNHxQ&feature=youtu.be

Es klingt wie eine Verschwörungstheorie – aber die USA haben biologische Waffen an der eigenen Bevölkerung getestet. Die Militär-Forscher sorgten sich darum, welche Wirkung diese Waffen haben. Sie sollten es bald erfahren.

Es begann mit Tests auf Militärbasen. Soldaten und ihre Familien wurden Mikroben ausgesetzt, später, im Kalten Krieg, sollen die Versuche erweitert worden sein. In einem der größten Experimente versprühte die US-Navy mit gigantischen Schläuchen Bakterienwolken vor der Küste von San Francisco.

Die Forscher wollten herausfinden, wie sich die Stoffe verbreiten, berichtet „Iflscience.com“. Die Folge: Die damals rund 800.000 Einwohner atmeten Millionen von Bakterien der Typen Serratia marcescens und Bacillus globigii ein – harmlose Typen, wie man damals dachte. Heute ist klar, dass Serratia marcescens Krankheiten beim Menschen hervorrufen kann und für immungeschwächte Personen durchaus gefährlich ist.

Mindestens ein Todesfall lässt sich auf die Experimente zurückführen. Bekannt ist auch, dass das US-Militär hunderte solcher Tests durchgeführt hat.

Sogar an der englischen Küste lässt sich ein derartiges Bio-Waffen-Experiment nachweisen. Verantwortlich dafür war allerdings das britische Militär. Das wahre Ausmaß der Angriffe auf die eigene Bevölkerung lässt sich also nur erahnen.

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ube.com/watch?v=FsZjUiD_CsQ

Feinstaubalarm in Stuttgart – Geo Engineering über Deutschland – 2017 !

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http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/forschungsprogramm-der-usa-untersucht-den-einsatz-neuer-biowaffen-15821541.html

Virenverbreitende Insekten : Entwickelt Amerika neue Biowaffen?

Wenn Blattläuse bald offensiv als Biowaffen eingesetzt werden, helfen vielleicht nur noch Ameisen. Bild: dpa

Ein Forschungsprogramm des Pentagon untersucht den Einsatz von Insekten bei der Verbreitung von Viren. Deutsche und französische Wissenschaftler kritisieren das scharf und warnen vor unkontrollierbaren Risiken einer neuen Biowaffen-Generation.

Wenn es um die „Darpa“ geht, kommt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek schon mal ins Schwärmen. Die Darpa ist der wissenschaftliche Arm des amerikanischen Verteidigungsministeriums, ebenso berühmt wie berüchtigt für ihren radikalen Innovationsgeist. Für die deutsche Ministerin stand die Darpa Pate, als es darum ging, den deutschen Erfindergeist auf Trab und die neue Hundert-Millionen-Euro-„Agentur zur Förderung von Sprunginnovationen“ auf den Weg zu bringen.

Joachim Müller-Jung

Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

Deren Gründung hatte das Bundeskabinett im August beschlossen. Wo die Darpa mit ihrem prallen Dollarsäckel sät, schießen große Ideen und technische Revolutionen wie Pilze aus dem Boden. So jedenfalls geht die Legende…..

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siehe auch „FAKTEN und KEINE LÜGEN mehr“ – „9/11“

„WDR“ verbotener Film – Aktenzeichen 11/9 ungelöst Lügen und Wahrheiten zum „11 September 2001“

?Osama bin Laden? – Flug 93 (kein Flugzeug)Flight 93 (no airplane)

„nur ein Loch“ – „Boing 757“ –  kritische Nachfragen „unerwünscht“ Geheimhaltung war das Gebot der Stunde
„Tom Flocco“ – „Catherine Austin Fitts“ (unanswered questions.org)
?Afghanistan?
ab 12:30 Minuten: ?“Henry Kissinger“?
„Meinungs-Freiheit“ – „Internet-Zensur“ –  – Passagierlisten ohne die Namen der Entführer (noch am Leben) – „Pakistan – CIA“
ab 19:11  Jagd auf „Osama Bin Laden“ (saudische Bau-dynasty) – „Steck-Brief“ (Osama bin Laden wird nicht wegen 9/11 gesucht)
„offizielle Version stimmt nicht“
ab 23:12 Minuten –  Pentagon – „Abschuss-Vorrichtung“
es wurde DRUCK ausgeübt – den Familien wurde verboten darüber zu sprechen – „kein Tropfen Blut“ (?Identifikaktion der Toten?) – „L.L. Lemnitzer“ (Oberbefehlshaber der NATO) – 1962:  „Operation Northwood“ – „James Bamford“ (Body of Secrets) – geplante TERROR-AKTE gegen das eigene VOLK
„neue Welt-Ordnung“ – „Paul Wolfowitz“
ab 39:00 Minuten –  >>>>>>>>>>>„Briefe mit Milz-Brand-Erreger“ (Militär-Labor aus den USA – „Barbara Hatch Rosenberg“ 2002)<<<<<<<<<
„Patriot-Akt“ – „Kyle Hence“ – „Domestic Security Enhancement Act of 2003″

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https://www.neopresse.com/umwelt/der-moorbrand-vom-emsland-bundeswehr-mit-radioaktivem-skandal/

Der Moorbrand vom Emsland – Bundeswehr mit radioaktivem Skandal?

NEOPresse in Umwelt

Der „Moorbrand vom Emsland“, verursacht durch die Bundeswehr, könnte noch einen ganz anderen Skandal hervorbringen. Nach einem Bericht der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ muss die Bundeswehr nun eine Belastung durch radioaktive Bestrahlung sowie durch Quecksilber prüfen. Die Medien schweigen weitgehend über den neuerlichen Skandal.

Entwarnung durch die Bundeswehr zu früh

Die Bundeswehr hatte für den Moorbrand „gesorgt“. Allerdings sind nunmehr weitere Details aufgetaucht, die bis dato offenbar verschwiegen worden sind. Kaum vorstellbar, so die Beobachter dieser Vorgänge, dass die Bundeswehr darüber nicht gewusst haben soll.

 

Im Emsland befindet sich ein sogenanntes „Waffentestgelände“. Dort sind Sprengkörper getestet worden, die etwa aus den Beständen der NVA, der Nationalen Volksarmee der DDR, entnommen worden sind oder sein könnten. Zudem sei dort auch die Möglichkeit gegeben, dass Nato-Munition verwendet wurde. Diese wäre dann ggf. uranhaltig. Auch ist jetzt bekanntgeworden, dass auf dem Testgelände sogenannte „Wuchtmunition“ eingesetzt wurde. Dies enthält wiederum „giftige Schwermetalle“, wie es in dem Bericht heißt.

Der Moorbrand, der sich in den vergangenen Wochen ereignet hat, könnte diese Gifte und Belastungen nun freigesetzt haben, heißt es. Dort war es zum Ausstoß großer Mengen an und von Rauch gekommen.

Jetzt prüft auch die Bundeswehr. Zunächst geht es nur darum, die Gefährdung der Einsatzkräfte der Armee selbst zu testen. Hintergrund der Aktivitäten ist ein Raketentest vom 3. September. Dabei war ein Großfeuer entstanden. Dieses schwelt noch heute. Die Bundeswehr hat es bis zum heutigen Tag nicht komplett unter Kontrolle bekommen. Insofern ist bereits ein Monat vergangen, und die Situation hat sich eher verschlimmert als verbessert. Bis dato hat sich die politische Führung der Bundeswehr weitgehend bedeckt gehalten. Die Berichterstattung dürfte in den kommenden Wochen deutlich zunehmen. Der Skandal weitet sich aus.

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DRECKS-ILLUSION

Wer Braucht diesen „RESOURCEN-und ENERGIE-FRESSENDEN PLASTIK-ROBOTER-DRECK“ – HIER hat absolut NICHTS mit einem MENSCHEN zu TUN

ERBÄRMLICH: SCHLECHTE KOPIE und IMITATION

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/10/03/banken-setzen-menschliche-roboter-der-kundenberatung-ein/

Banken setzen menschliche Roboter in der Kundenberatung ein

Das Start-up „Soul Machines“ entwickelt menschenähnliche Roboter für die Kundenberatung.

Ein humanoider Roboter. (Foto: Soulmachine)

Ein humanoider Roboter. (Foto: Soulmachine)

Das neuseeländische Start-up „Soul Machines” entwickelt menschenähnliche Roboter, die von Banken zur Kundenberatung eingesetzt werden. Wie die „Nikkei Asian Review“ berichtet, hat das Unternehmen mit Sitz in Auckland bislang 15 Humanoiden gebaut, die in neuseeländischen, australischen und britannischen Geldhäusern zum Einsatz kommen. Innerhalb der nächsten sechs Monate will Soul Machines nach China und Japan expandieren, innerhalb von drei Jahren sollen weltweit tausende der Roboter verkauft werden. Dann sollen die Roboter auch in Branchen wie dem Gesundheits- und dem Bildungswesen sowie in der Autoindustrie Kunden beraten. Die Kosten für einen Roboter betragen etwas unter einer halben Million Dollar.

Die Roboter sehen Menschen täuschend ähnlich. Sie sind mit Künstlicher Intelligenz ausgestattet – unter anderem mit dem Programm „Watson“ von IBM – und beherrschen mehrere Sprachen sowie verschiedene englische Akzente. Damit sie sich menschenähnlicher verhalten, verfügen sie über künstliche Gehirne und Nervensysteme, die von Neurowissenschaftlern entwickelt wurden, sowie über künstliche Hormone wie Adrenalin und Oxytocin. Letzteres spielt bei echten Menschen unter anderem beim Geburtsprozess eine wichtige Rolle. „Wir sind ununterbrochen dabei, unsere Roboter noch intelligenter zu machen, noch lernfähiger und noch geübter im sozialen Umgang“, sagt der Chief Business Officer von Soul Machine, Greg Cross. Um ihre Humanoiden noch menschenähnlicher gestalten zu können, suchen die Neuseeländer eine Partnerfirma für die Entwicklung einer Technologie, die noch realistischere Gesichtsbewegungen – wie durch Gesichtsmuskeln –  ermöglicht.

Der Gründer von Soul Machine ist der Wissenschaftler Mark Sagar, der für die Filme „King Kong“ und „Avatar“ jeweils den Academy Award in den Bereichen Wissenschaft und Technik gewann.

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siehe auch „ROH-STOFF-RAUB“ – „Lithium“ – Folgen der DIGITALEN Energie-Fressenden ILLUSION – „Seltene Erden“

http://www.faz.net/aktuell/wissen/erde-klima/die-folgen-des-tiefseebergbaus-erscheinen-dramatisch-15805089.html

Folgenreicher Tiefseebergbau : Das Gedächtnis des Meeres

  • Von Horst Rademacher
  • Aktualisiert am

Manganknollen enthalten außer Mangan noch Kupfer, Kobalt, Nickel und zahlreiche andere Metalle. Bild: Bloomberg

Die Rohstoffvorkommen in der Tiefseeboden wecken Begehrlichkeiten. Doch das Schürfen am Meeresgrund könnte ungeahnte ökologische Folgen haben.

Welche langfristigen Folgen der mögliche Tiefseebergbau für die Umwelt auf dem Meeresgrund hat, war bisher weitgehend unbekannt. Eine Gruppe europäischer Forscher hat nun Ergebnisse einer Langzeituntersuchung aus dem Südostpazifik veröffentlicht, nach der ein bergmännischer Eingriff über lange Zeit schwere Wunden im Tiefseeleben hinterlässt. Mehr als ein Vierteljahrhundert später gab es in dem betroffenen Gebiet deutlich weniger kalkbildende Organismen und eine drastische Reduktion der filtrierenden Meeresfauna. Eine Rekultivierung, wie sie im Bergbau an Land, beispielsweise in den verschiedenen Braunkohlerevieren in Deutschland, betrieben wird, ist in der Tiefsee nahezu unmöglich.

Diese bislang einzigartige Langzeitstudie beruht auf einem Experiment Hamburger Meeresforscher, die im Jahre 1989 mit dem Forschungsschiff „Sonne“ den Südostpazifik im Peru-Becken südlich der Galápagosinseln kreuzten. Ziel dieser Forschungsfahrt war es damals, den Tiefseebergbau in einem in knapp 4200 Meter Wassertiefe gelegenen Meeresgebiet zu simulieren. In dieser Region ist der Meeresgrund voller Manganknollen, jenen bis zu Dezimeter großen, blumenkohlförmigen Brocken, die neben Mangan auch Kupfer, Kobalt, Nickel und zahlreiche andere Metalle enthalten. Damals gab es in vielen Ländern ernsthafte Überlegungen, diese nicht nur im Pazifik, sondern auch im Atlantischen und im Indischen Ozean vorkommenden Manganknollen großräumig abzubauen

Rekolonisierung deutlich zu langsam

Um solche bergmännischen Eingriffe zu simulieren, schleppte die „Sonne“ damals einen Tiefseepflug hinter sich her, der ein etwa elf Quadratkilometer großes rundes Areal auf dem Meeresboden systematisch umwühlte. Die Manganknollen wurden dabei untergepflügt und das Meeressediment und die darauf lebende Fauna und Flora großräumig zerstört. In vier Folgeexpeditionen wurde anschließend untersucht, ob und wie die Lebenswelt den umgepflügten Meeresboden rekolonisierte.

Manganknollen in der Clarion-Clipperton-Zone in mehr als 4000 Metern Wassertiefe. In wenigen Jahren könnten die ersten Staaten Abbaulizenzen für Manganknollen bei der Internationalen Meeresbodenbehörde ISA beantragen.
Manganknollen in der Clarion-Clipperton-Zone in mehr als 4000 Metern Wassertiefe. In wenigen Jahren könnten die ersten Staaten Abbaulizenzen für Manganknollen bei der Internationalen Meeresbodenbehörde ISA beantragen. : Bild: ROV-Team/Geomar

Weil aber das Interesse am Abbau von Manganknollen im Laufe der Zeit nachließ, wurden diese Untersuchungen nach sieben Jahren eingestellt. Im Sommer 2015 kehrte die „Sonne“ schließlich noch einmal in das Seegebiet zurück. Mit Hilfe des autonomen Forschungsunterseebootes nahmen Meeresforscher abermals  den Bestand an Fauna und Flora auf dem nahezu drei Jahrzehnte vorher umgepflügten Meeresgrund auf.

Dabei stellte sich heraus, dass die Rekolonisierung des Tiefseebodens erheblich langsamer verläuft als bisher angenommen. Wie die Forschergruppe um Tanja Stratmann vom Königlich Niederländischen Meeresforschungsinstitut jetzt in der Zeitschrift „Biogeosciences“ schreibt, haben sich vor allem jene Lebewesen, die ihre Nahrung durch das Filtrieren von Meerwasser beziehen, kaum erholt. Sie sind im umgepflügten Areal etwa nur ein Fünftel so häufig anzutreffen wie im ungestörten Nachbargebiet. Auch bei den kalkbildenden Organismen hinterließ der bergmännische Eingriff tiefe Narben. Im Vergleich zu den Nachbarbereichen beträgt ihre Masse im umgepflügten Bereich nur wenig mehr als die Hälfte. Lediglich die vom Meeresboden fressende Fauna, wie zum Beispiel Seegurken oder die zu den Krebsen gehörenden Scherenasseln, hatte sich weitgehend erholt.

Quelle: F.A.Z.

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http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/weltnaturschutzunion-iucn-rohstoffabbau-fuer-smartphones-gefaehrdet-tiefsee-a-1218651.html

Rohstoffe für Smartphones

Umweltschützer warnen vorm Schürfen in der Tiefsee

Für Smartphones brauchen Hersteller Kupfer, Aluminium und Kobalt. Die Rohstoffe könnten bald aus der Tiefsee kommen, auch Deutschland hat Abbaulizenzen. Doch Umweltschützer sind besorgt.
Seeanemone der Gattung Relicanthus an einer Bruchzone im Zentralpazifik

Seeanemone der Gattung Relicanthus an einer Bruchzone im Zentralpazifik
Smith und Amon/ABYSSLINE Project/University of Hawaii at Manoa /dpa

Seeanemone der Gattung Relicanthus an einer Bruchzone im Zentralpazifik
Montag, 16.07.2018 11:01 Uhr

 

Bereits in wenigen Jahren soll die Tiefsee als Abbaugebiet für Rohstoffe genutzt werden. Dadurch drohe jedoch schwerer Schaden für die Meereslebewesen, warnt die Weltnaturschutzunion (IUCN). Den Ozeanboden mit Maschinen aufzureißen komme dem Abholzen von Wäldern gleich, schreibt die Organisation in einem am Montag veröffentlichten Bericht zum Abbau von Tiefseerohstoffen.

Die Tiefsee umfasst Regionen mit mehr als 200 Metern Wassertiefe – nach IUCN-Angaben etwa 65 Prozent der Erdoberfläche. Dort gibt es unter anderem Kupfer, Aluminium und Kobalt. Der Bedarf an den Metallen wächst. Die Hightech-Industrie braucht sie für Produkte wie Smartphones. Auch „grüne Technologien“ befeuern den Bedarf, etwa für Speicherbatterien.

Die 1994 gegründete Internationale Meeresbodenbehörde (ISA) will an ihrem Sitz in Jamaika einen Verhaltenskodex ausarbeiten. Die IUCM warnt jedoch: „Die Regeln, die gerade zum Management des Rohstoffabbaus in der Tiefsee entwickelt werden, reichen nicht aus, um unwiderruflichen Schaden von den Ökosystemen der Meere und den Verlust einzigartiger Arten abzuwenden.“

Abbau ab 2025

Der kommerzielle Abbau von Rohstoffen aus der Tiefsee soll etwa 2025 beginnen. Dabei geht es unter anderem um bestimmte schwefelhaltige Salze (Sulfide). Die Meeresbodenbehörde ISA hat nach eigenen Angaben bereits 29 Vertragspartnern Lizenzen für die Suche nach polymetallischen Sulfiden und kobaltreichen Krusten erteilt – darunter auch an der mehr als 20.000 Kilometer langen Gebirgskette Mittelatlantischer Rücken im Atlantik. Auch Deutschland hat seit 2015 eine Lizenz.

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) will Sulfide im Indischen Ozean südöstlich von Madagaskar bis in eine Tiefe von 3000 Metern erforschen. Sie enthalten nach BGR-Angaben neben Schwefel auch Blei, Kupfer, Zink, Gold und Silber sowie Spurenelemente wie Kobalt, Nickel und Selen.

Wenn Sedimente am Meeresboden aufgewirbelt werden, kann das laut IUCN einige Tiere ersticken und anderen die Orientierung nehmen. Lebewesen würden zudem gestört durch Lärm, Vibrationen, Licht und Schiffe. Außerdem bestehe die Gefahr, dass giftige Stoffe durch Lecks ins Meereswasser gelangen. Dringend nötig seien mehr Studien, weil die tiefen Meeresregionen bislang gar nicht genug erforscht seien.

„Artenreiche Leben in der Tiefsee für immer zerstören.“

„Was wir bislang wissen, reicht nicht, um Meeresflora und -fauna vor Bergbauaktivitäten effektiv zu schützen“, sagt Carl Gustaf Lundin, Direktor der IUCN-Abteilung für Meeres- und Polargebiete. Rohstoffe mit den Technologien, die heute zur Verfügung stehen, aus dem Meeresboden zu holen, könnte das artenreiche Leben in der Tiefsee für immer zerstören.“

Die IUCN ist das weltweit größte Netzwerk staatlicher und nichtstaatlicher Umweltorganisationen. Unter den mehr als 1300 Mitgliedern sind etwa die Umweltstiftung WWF und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ).

jme/dpa

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https://www.sueddeutsche.de/digital/killerroboter-wenn-maschinen-ueber-leben-und-tod-entscheiden-1.4108992

Killerroboter

Wenn Maschinen über Leben und Tod entscheiden

Der Protest gegen Killerroboter in London erinnert an den charmanten C-3PO.(Foto: AFP)
  • In Genf diskutieren die UN über die Entwicklung und den Einsatz autonomer Waffensysteme.
  • Kritiker fürchten, dass „Killerroboter“ bald selbstständig Entscheidungen über Leben und Tod treffen.
  • Befürworter argumentieren, dass Maschinen weniger Fehlentscheidungen träfen und besser geeignet seien, Menschenleben zu schonen.
Von Paul-Anton Krüger

Eine Armee von Killerrobotern, die federnden Schrittes wie eine Horde Tyrannosaurus Rex auf eine Großstadt zustürmen. Maschinen außer Kontrolle, mit rot leuchtenden Elektroaugen, die entfesselt wehrlose Menschen niedermähen. Was seit Jahrzehnten als Motiv in Horror- und Science-Fiction-Filmen von „Terminator“ bis „Transformers“ auftaucht, könnte durch den technischen Fortschritt in einigen Jahren der Realität zumindest nahekommen. Etliche Länder, unter ihnen die USA, Russland und China, aber auch Großbritannien, Südkorea oder Israel arbeiten an der Entwicklung tödlicher autonomer Waffensysteme, weitere Länder haben zumindest ein Interesse daran.

Autonome Waffensysteme sind an sich nichts Neues: Eine Landmine löst aus, ohne dass ein Kommandeur den Befehl dazu gibt, vor allem aber ohne Unterscheidung, wenn das nötige Gewicht auf den Zündmechanismus ausgeübt wird. Auch die Selbstschussanlagen an der innerdeutschen Grenze feuerten automatisch, einmal scharfgemacht.

Der Unterschied zu modernen Militärrobotern ist, dass diese durch die Fortschritte in der Sensor- und Computertechnik, vor allem bei der Entwicklung künstlicher Intelligenz, künftig komplexe Entscheidungsabläufe auf dem Schlachtfeld übernehmen könnten, ohne dass Menschen noch in diese Prozesse eingreifen.

Aufstand gegen die Killerroboter

Tesla-Gründer Elon Musk gibt mit tausenden Forschern das Versprechen, keine autonomen Waffen zu entwickeln. Einer anderer Unterzeichner hält etwas anderes für gefährlicher: den Menschen. Von Marvin Strathmann mehr …

Von der dritten Revolution in der Kriegsführung nach der Erfindung des Schießpulvers und der Atomwaffen ist die Rede – Kritiker solcher Waffensysteme knüpfen daran ihre Warnung und Forderungen nach einer Regulierung oder gar einem Verbot. Zugleich macht sie das für Streitkräfte attraktiv: Technologischer Vorsprung in diesem Bereich soll in den USA dazu beitragen, die militärische Überlegenheit gerade im Vergleich mit Russland und China zu wahren. Andere Staaten, nicht zuletzt China, die stark in künstliche Intelligenz investieren, erhoffen sich, ihren Rückstand zu verkürzen. Unter der Ägide der Vereinten Nationen beraten derzeit in Genf Delegationen aus mehr als 75 Staaten über den Umgang mit diesen futuristischen Waffen.

Schon die Definition ist umstritten: Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), das über die Einhaltung des humanitären Völkerrechts wacht, stellt auf die „Autonomie in kritischen Funktionen“ ab, also, dass ein Waffensystem Ziele sucht, verfolgt, identifiziert und auswählt und sie ohne Zutun eines Menschen attackiert.

Es gibt bereits heute Luftabwehr- und Nahbereichsverteidigungssysteme, die semiautonom arbeiten – allerdings in eng eingegrenzten Bereichen. Das amerikanische MK-15 Phalanx etwa, auch auf Schiffen der Bundesmarine im Einsatz, soll anfliegende Raketen mit einer Maschinenkanone abwehren, und wird von Menschen nur noch überwacht. Russland verfügt mit dem Pantsir-System über ähnliche Fähigkeiten. Die Armee setzt es in Syrien zur Sicherung ihrer Stützpunkte ein.

Was bedeutet es, wenn Maschinen über den Einsatz tödlicher Gewalt entscheiden?

Geforscht aber wird an unbemannten Kampfjets – eine Fortentwicklung der ferngesteuerten Drohnen, bei denen immer noch ein Mensch den Knopf am Joystick in einem Kommandostand drückt, um Waffen abzufeuern. Mit landgestützten Systemen experimentiert das US-Militär auch bereits seit einiger Zeit: der Crusher ist eine Technologie-Studie eines unbemannten Kampffahrzeugs von 2006, sechs Tonnen schwer, auf drei Achsen, geländegängig, testweise mit einer Maschinenkanone bestückt.

Warum autonome Waffen wohl nicht verboten werden

In Genf verhandeln 75 Nationen, um Killerroboter zu regulieren. Eine Einigung ist unrealistisch, weil einige Staaten eigene Interessen verfolgen. Von Paul-Anton Krüger mehr …

China entwickelt ebenfalls autonome Fahrzeuge für das Militär. Eigenständig agierende Waffensysteme zum Einsatz auf See, unter Wasser oder gar im Weltall wecken ebenfalls Interesse von Streitkräften weltweit, zumal bei menschenleeren Gefechtsfeldern, wo die ethisch-moralischen und rechtlichen Probleme leichter zu überwinden sein könnten.

Die Schlüsselfrage ist, was es bedeutet und welche Folgen es hat, wenn Roboter basierend auf Algorithmen ohne das Zutun eines Menschen Entscheidungen über den Einsatz tödlicher Gewalt treffen. Zwar gibt es bislang keine Rechtsnormen, die den Einsatz solcher Systeme spezifisch regeln. Vertreter der in Genf verhandelnden Staaten seien sich aber im Prinzip einig, dass auch autonome Waffensysteme mit dem humanitären Völkerrecht vereinbar sein müssen, sagte der Vorsitzende der UN-Verhandlungsrunde, der indische Botschafter Amandeep Singh Gill, am Montag in Genf.

Deutschland fordert, dass Waffen menschlicher Kontrolle unterliegen müssen

Das heißt, dass etwa die zwingend vorgeschriebenen Abwägungen über die Notwendigkeit und die Verhältnismäßigkeit beim Einsatz von Gewalt getroffen werden müssen. Auch zwischen Kombattanten und Zivilisten muss strikt unterschieden werden; Entscheidungen über die Tötung von Menschen oder die Zerstörung von Sachen müssen zudem zurechenbar bleiben, also auf einen Menschen als Verantwortlichen zurückzuführen sein.

Kritiker aus Menschenrechtsorganisationen, aber auch Vertreter vieler Regierungen bezweifeln, dass diese Grundsätze auf Dauer bei autonomen Waffensystemen gewahrt bleiben können. Die Regierungsfraktionen in Berlin haben sich im Koalitionsvertrag darauf verständigt, autonome Waffensysteme abzulehnen, „die der Verfügung des Menschen entzogen sind“. Zusammen mit Frankreich hat Deutschland in Genf eine politische Erklärung vorgeschlagen, wonach alle Waffen stets menschlicher Kontrolle unterliegen müssen.

Der aktuelle Stand der Technologie wirft Fragen auf

Aktivisten fordern jedoch, bereits die Entwicklung autonomer Waffensysteme zu verbieten. Denn selbst die besten selbstlernenden Roboter könnten nie ethisch und moralisch handelnde Wesen sein. Die Entscheidung über die Tötung eines Menschen im Krieg an eine Maschine zu delegieren, verletze den Kern der Menschenwürde und entwerte menschliches Leben.

Stattdessen würden Killerroboter es erlauben, „bewaffnete Konflikte in nie gekanntem Ausmaß zu führen und schneller, als Menschen sie begreifen können“, wie Hunderte Fachleute für künstliche Intelligenz 2015 in einem offenen Brief warnten. Zu den Unterzeichnern gehörten Tesla-Chef Elon Musk, der Apple-Co-Gründer Steve Wozniak oder der Physiker Stephen Hawking.

Tatsächlich drängen sich beim derzeitigen Stand der Technologie große Fragen auf: Immer wieder gibt es Unfälle etwa mit autonom fahrenden Autos. Die bewegen sich aber in einer relativ geordneten Umgebung: Straßenmarkierungen, Ampeln, Schilder bieten Informationen, es gibt keine Faktoren, die gezielt darauf hinwirken, dass Funktionieren von Sensoren oder Rechnern zu sabotieren. Dagegen herrscht in Gefechtssituationen der „Nebel des Krieges“, von dem schon der preußische Militärtheoretiker Carl von Clausewitz schrieb. Die Situation ist ständig im Fluss, die Informationen unvollständig, der Feind darauf bedacht, mit Beschuss, Täuschung, Sabotage den Gegner zu behindern.

Was, wenn der Gegner die Rechner der Roboter hackt?

Gerade das führen Befürworter autonomer Waffen als deren großen Vorteil an: Sie könnten präziser und schneller als Menschen eine Situation erfassen und beurteilen, unbeeindruckt von Stress, Angst und anderen menschlichen Gefühlen, die Fehlentscheidungen begünstigten.

Sie würden sich im Zweifel nicht aus einem Selbsterhaltungstrieb heraus für einen Angriff entscheiden, sondern unbeeindruckt kalkulieren. Sie seien besser geeignet, Menschenleben zu schonen – nicht zuletzt die der eigenen Soldaten. Und die Öffentlichkeit reagiert gegenüber defekten Killerrobotern sicherlich weniger sensibel, als wenn Zinksärge nach Hause geflogen werden.

Was aber, wenn der Gegner nicht Granaten feuert, sondern die Rechner der Roboter hackt? Und kann man wirklich Programmierer und Konstrukteure einer Maschine in gleichem Maße für tödliche Fehler zur Verantwortung ziehen wie einen Kampfjet-piloten, der eine Bombe ausklinkt, fragen die Kritiker. Sie fürchten, dass alle Debatten über einen rechtlichen Rahmen schon bald von der Realität überholt werden und es dann zu spät ist, dem Einsatz von Killerrobotern noch Grenzen zu setzen.

Krieg steckt in der DNA des Silicon Valley

Im Geschäft mit dem Tod stecken Milliarden US-Dollar. Auch Google erlag der Verlockung, eng mit dem US-Militär zu kooperieren. Doch der Protest vieler Mitarbeiter führte nun zum Ausstieg aus einem Großprojekt. Von Jannis Brühl mehr…

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https://www.sueddeutsche.de/wissen/materialforschung-akkus-gefahr-im-handgepaeck-1.4089411

Materialforschung Akkus: Gefahr im Handgepäck

Brandgefahr: Experten warnen vor überhitzten Akkus von Computern und Smartphones an Board.(Foto: Jack Catalano/unsplash)
  • Batterien sind gefährlich, weil sie sehr viel Energie in sehr kleinen Raum verpacken.
  • Im Normalbetrieb geben die Akkus ihre Energie dosiert ab, die Elektronen fließen kontrolliert. Wird die Batterie aber zu sehr strapaziert, gequetscht oder zerstört, kann der Kreislauf außer Kontrolle geraten.
  • Etwa drei Mal im Monat verzeichnen allein die amerikanischen Behörden derzeit einen Zwischenfall, bei dem ein elektronisches Gerät im Flugverkehr überhitzt, raucht, explodiert oder Feuer fängt.
Von Christoph von Eichhorn

Zum Beispiel Flug 2981, von Seattle nach Salt Lake City. Da sprühte ein iPhone plötzlich Funken in der Kabine. Oder Flug 90, von Newark nach Tel Aviv, als ein iPad sich zwischen zwei Sitzen verkeilte, sehr schnell sehr heiß wurde und zu qualmen anfing. Oder ein Flug von Houston nach Havanna im März: Da explodierte in einem Rucksack ein Powerpack, eine Ersatzbatterie für Elektronik, und es kam zu einem kleinen Brand an Bord.

Die Fälle hat die amerikanische Flugbehörde FAA zusammengetragen, sie stammen alle aus dem laufenden Jahr. Die drei Unfälle gingen glimpflich aus, doch die Liste solcher Vorfälle wird schnell länger. Etwa drei Mal im Monat verzeichnen allein die amerikanischen Behörden derzeit einen Zwischenfall, bei dem ein elektronisches Gerät im Flugverkehr überhitzt, raucht, explodiert oder Feuer fängt. In Deutschland zählte das Luftfahrtbundesamt 2017 drei solche Überhitzungen.

Praktisch immer ist die darin verbaute Lithium-Ionen-Batterie der Auslöser, also die Energiequelle des Geräts. Die Batterien sind deshalb so gefährlich, weil sie sehr viel Energie in sehr kleinen Raum verpacken. Im Normalbetrieb geben die Akkus ihre Energie dosiert ab, die Elektronen fließen kontrolliert von der Anode zur Kathode der Zelle, um das Gadget mit Strom zu versorgen. Wird die Batterie aber zu sehr strapaziert, gequetscht oder zerstört, kann der Kreislauf außer Kontrolle geraten.

„Das Überhitzen kann unterschiedliche Ursachen haben, zum Beispiel, wenn man aus Versehen auf das Gerät tritt“, sagt der Elektrochemiker Falko Schappacher vom Batterieforschungszentrum MEET der Universität Münster. Bringt die Deformation die beiden Elektroden miteinander in Kontakt, könne das einen Kurzschluss auslösen. „Dann fließt plötzlich ein sehr großer Strom, der hohe Temperaturen bewirkt“, sagt Schappacher. Eine Folge kann das gefürchtete „thermische Durchgehen“ sein: Die Erwärmung beschleunigt chemische Reaktionen in der Zelle, was wiederum die Temperatur in die Höhe treibt. Dieser sich selbst verstärkende Prozess kann den Akku in Millisekunden in Brand setzen oder gar explodieren lassen, wenn die Batterie zusätzlich Wasserstoffgas freisetzt.

Besonders gefährlich ist es, wenn der Akku eines Gerätes im Frachtraum explodiert

So ein Risiko besteht natürlich auch am Boden, potenziert sich jedoch zur Gefahr für viele, wenn der Brand in 10 000 Meter Höhe ausbricht. Dabei sind Zwischenfälle in der Passagierkabine sogar noch das geringere Übel – dort lässt sich das außer Kontrolle geratene Gerät erfahrungsgemäß entdecken und notdürftig kühlen. Weit gefährlicher sei nach Ansicht von Experten ein Batteriebrand im Gepäckraum des Flugzeugs.

Bei Flugsicherheitsexperten steht das Thema derzeit weit oben auf der Agenda, seit Tests der FAA zu beunruhigenden Ergebnissen kamen. Die Flugsicherheitswächter hatten gezielt Laptops überhitzt, um einen Brand in einem Gepäckraum zu simulieren. In den meisten Fällen konnte das automatische Löschsystem das Feuer mit Halon ersticken. Kritisch wurde es aber, als die Tester den Laptop neben einem Druckbehälter platzierten, vergleichbar mit einem Deospray. 40 Sekunden nach dem thermischen Overkill der Batterie „trat ein schnell wachsendes Feuer auf, und die Dose explodierte“, heißt es in einem Bericht dazu. Die Löschanlage war dann nicht mehr in der Lage, das Feuer schnell genug zu ersticken und es an der Ausbreitung zu hindern.

„Das könnte dann ein Problem verursachen, welches das Flugzeug gefährdet“, sagte der Sicherheitsexperte Duane Pfund von der US-Materialaufsicht PHMSA kürzlich auf einer Konferenz amerikanischer Piloten. Ein Laptop könnte also, falls er zu nah an Kosmetikprodukten gepackt ist und seine Batterie zu sehr belastet wird, einen Passagierjet zum Absturz bringen. Die PHMSA warnt zudem davor, dass Batterien häufig ohne Gefahrgutkennzeichnung auf Passagierflügen als kommerzielle Fracht transportiert würden.

Die batteriebeheizten Socken fingen in einem Koffer an zu schmoren

Schon im November 2017 beriet die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) der Vereinten Nationen über die Gefahren von Lithium-Ionen-Akkus. Die Regeln der ICAO sind in der Regel weltweit bindend. Zur Debatte stand 2017 auch ein Verbot sämtlicher persönlicher elektronischer Geräte im aufgegebenen Gepäck. Jedoch konnte sich das Gremium trotz hitziger Diskussionen um die Gefahren nicht zu einer Entscheidung durchringen und vertagte das Thema. Unter anderem deshalb, weil unklar war, was überhaupt als elektronisches Gerät gelten sollte.

Die Frage wird kniffliger, da in immer mehr Alltagsgegenständen Elektronik steckt, und damit auch Batterien. Die amerikanische Luftfahrtbehörde schildert einen Fall, bei dem „batteriebeheizte Socken“ in einem Koffer zu schmoren anfingen. Glücklicherweise bemerkte die Flughafencrew in Salt Lake City den Brandgeruch schon beim Einladen des Gepäcks, sodass die brennenden Socken nicht mit dem Flieger abhoben.

Airlines schlagen sich mittlerweile mit einer Vielzahl solcher Gadgets herum – Hoverboards, Drohnen, E-Zigaretten – die alle ganz unterschiedlich gebaut sind. Auch „smartes Gepäck“ kommt derzeit in Mode. Diese Koffer enthalten selbst batteriebetriebene Elektronik, etwa zum Aufladen anderer Geräte oder als Diebstahlschutz. Koffer aus dem Kofferraum des Flugzeugs auszusperren, würde die Sache wohl völlig ad absurdum führen. Fluglinien handhaben den Transport von Elektronik teilweise unterschiedlich. Die Lufthansa erlaubt im aufgegebenen Gepäck Elektronik mit einer Batteriekapazität von 100 Wattstunden (Wh). Ersatzbatterien müssen ins Handgepäck, für Powerpacks gilt eine Obergrenze von 160 Wh.

Das Problem wächst: Zukünftig wird noch mehr Elektronik in der Luft unterwegs sein

Lässt sich das Problem technisch lösen? „Konstruktiv kann man die Sicherheit deutlich erhöhen“, betont Batterieforscher Falko Schappacher. Wissenschaftler suchen beispielsweise nach neuen Elektrolytflüssigkeiten für das Innere von Lithium-Akkus, die nicht mehr so leicht entflammbar sind wie bisherige organische Substanzen. Auch an der Kathode ließe sich „durch neue Materialien, die thermisch stabiler sind, die Entflammbarkeit heruntersetzen“, sagt Schappacher. Solche Vorkehrungen sind auch für Batterien von Elektroautos wichtig. Bei Fahrzeugen gibt es allerdings einen Vorteil: Platz. Ingenieure können dort die Batterie mit einem zusätzlichen Gehäuse sichern, sie mit Sensorik überwachen oder eine Kühlung einbauen. Dieser Raum geht Gadgets ab, die tendenziell immer kleiner werden müssen.

Selbst große Firmen wie Samsung sind anfällig für den Platzsparzwang: Beim Smartphone Galaxy Note 7 hatten die Ingenieure unter anderem einen zu dünnen „Separator“ in den Akku eingebaut. Diese Schutzschicht trennt die beiden Kammern der Batteriezelle. Um Platz zu sparen, war der Separator beim Galaxy Note 7 nur wenige Mikrometer dick, was das Handy feueranfällig machte. Samsung zog es daraufhin 2016 aus dem Verkehr. Unter prominenten Marken ist solcher Pfusch jedoch selten. Batterieforscher sehen das Problem für den Flugverkehr eher bei No-Name-Herstellern, die Gadgets ohne große Qualitätskontrollen zusammenschrauben.

Prognosen deuten jedenfalls darauf hin, dass künftig viel mehr Elektronik in der Luft unterwegs sein wird als bislang. Vielleicht bekommen Fluggäste ja bald die Warnung zu hören: „Explodierende Socken bitte nur ins Handgepäck.“

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Wo der SMARTE DIGITALE ROBO-SCHROTT LANDET

https://www.zeit.de/digital/2018-09/globalisierung-kai-loeffelbein-dokumentarfotografie-kapitalismus-fs

Elektroschrott: Wo der alte Bildschirm landet

Ständig kommt das neueste Smartphone, das nächste Gadget auf den Markt. Aber was passiert mit den alten Geräten? Diese Fotos zeigen die Folgen des Elektrokonsums.

Etwa 44,7 Millionen Tonnen Elektroschrott sind nach Schätzungen der Vereinten Nationen 2016 auf der Welt angefallen. Viele alte Geräte, auch aus Deutschland, landen auf Deponien in Afrika oder Asien. Was mit ihnen passiert, dokumentiert Kai Löffelbein. Der Fotograf reist seit Jahren um die Welt, um die Folgen der Globalisierung mit Bildern festzuhalten. Im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie zeigt die Berliner Kunstgalerie FeldbuschWiesnerRudolph Löffelbeins Bilder in der Ausstellung Global Total vom 21. September bis zum 28. Oktober 2018.

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