Kein „Weiter SO“ mehr /// „Misstrauens-Votum“ GEGEN MERKEL /// MERKEL war VERANTWORTLICH für das „JAMAIKA-AUS“ /// HESSEN und die VERZOCKTEN „STEUER-GELDER“

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ALLES NUR SCHOW  – NUR wegen enormstem DRUCK „ausschliesslich WÄHLER-DRUCK“ ist diese PERSON BEREIT MACHT abzugeben

Die Ära MERKEL:  TTIP-CETA, GLYPHOSAT…….

Der „SCHEIN-RÜCK-ZUG“  – – – ERINNERUNG an „MONSANTO-GLYPHOSAT“

https://www.neopresse.com/politik/nach-dem-merkel-beben-lindner-fordert-misstrauensvotum/

Nach dem Merkel-Beben: Lindner fordert Misstrauensvotum

NEOPresse in D/A/CH

Nach dem erneuten Wahldesaster für die Merkel-Regierung forderte FDP-Chef Christian Lindner die CDU-Chefin Angela Merkel nicht nur dazu auf, den Parteivorsitz niederzulegen, sondern auch ihre Kanzlerschaft zu beenden. „Frau Merkel gibt das falsche Amt ab“, sagte Lindner am Montag in Berlin. Die Bundesregierung werde dadurch noch instabiler und das „Siechtum“ der großen Koalition nur noch hinausgezögert. Die Union müsse den Weg für einen Neuanfang in der Regierung frei machen. Die FPD sei für die Übernahme von Verantwortung bereit, wenn es um einen neuen Aufbruch für Deutschland gehe, so Lindner.

Nach der erneuten Klatsche für die Große Koalition hat Andrea Nahles einen Forderungskatalog für die weitere Zusammenarbeit mit der Union in der GroKo vorgelegt. Nahles und Generalsekretär Lars Klingbeil fordern in einem „Diskussionspapier“ die Umsetzung von fünf Projekten, darunter die Einführung einer Grundrente sowie ein Kita-Gesetz innerhalb der nächsten zwölf Monate. Danach wollen die Sozialdemokraten eine Bestandsaufnahme der Regierungsarbeit vornehmen.

Nahles drohte eine „Überprüfung der GroKo durch die SPD an, falls sich der Zustand der Regierung nicht ändere“. Sie kritisierte erneut die Zusammenarbeit der großen Koalition. „Der Zustand der Regierung ist nicht akzeptabel“, sagte Nahles noch am Sonntagabend. Schwarz-Rot müsse nun einen „verbindlichen Fahrplan“ für die kommenden Monate vorlegen. Falls die Umsetzung bis zur Halbzeit der Legislaturperiode nicht gelinge, „müsse die SPD überlegen, ob sie in der Koalition noch richtig aufgehoben sei“.

 

Die Ankündigung Merkels, nicht mehr für den Parteivorsitz kandidieren zu wollen, stieß bei Vertretern der deutschen Wirtschaft auf Zustimmung. Die Landtagswahl in Hessen sei ein überdeutliches Misstrauensvotum für die Große Koalition gewesen, sagte der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft, Mario Ohoven. Frau Merkel habe diese Botschaft nun endlich verstanden. Doch aus Sicht der Wirtschaft muss mit dem Wechsel an der Spitze auch ein Wechsel der Politik verbunden sein. Wenn Merkel dazu nicht bereit sei, müsse sie auch das Kanzleramt aufgeben, so Ohoven.

Trotz der erneuten Wahlschlappe will die SPD an ihrem sogenannten „Spitzenpersonal“ nichts ändern. Nahles will lediglich die „inhaltliche Erneuerung der SPD beschleunigen“. Personelle Konsequenzen schließe Parteichefin Nahles aus. Verständlich, denn sollte Nahles zurücktreten, wäre sie als Politikerin für immer weg vom Fenster. Und das weiß sie auch. Nahles wird jedoch niemals das Format eines Helmut Schmidt oder Willy Brandt erlangen können. Sie wird es genauso wenig schaffen, die Politik der Agenda 2010 Gerhard Schröders wieder auszubügeln. Frau Nahles, Sie sollten doch über Ihren Rücktritt nachdenken.

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https://www.neopresse.com/europa/merkel-ist-noch-kanzlerin-und-kann-noch-viel-schaden-anrichten/

Merkel ist noch Kanzlerin – Und kann noch viel Schaden anrichten

NEOPresse in D/A/CH

Die Ära Merkel ist mir ihrem angekündigten Rücktritt als Parteivorsitzende der CDU noch lange nicht vorbei. Merkel will Bundeskanzlerin bleiben, bis zum Ende der Legislaturperiode 2021. Bis dahin hat die Kanzlerin noch jede Menge Zeit, um weiteren Schaden für Deutschland und Europa anzurichten. Merkel hat noch drei Jahre Zeit, ihre Aufgabe zu erfüllen. Doch die Liste ihrer „Errungenschaften“ und „Taten“ ist bereits jetzt erschreckend lang – und dramatisch. Es wäre deshalb angebracht, ein Misstrauensvotum im Bundestag gegen die Kanzlerin einzuleiten und diese zum Rücktritt von ihrem Amt zu zwingen.

Merkel ist dafür verantwortlich, dass die Europäische Union am Abgrund steht und Deutschland gespalten ist. Sie und ihre SPD-Schergen sind dafür verantwortlich, dass die AfD erst so erstarken konnte und die Volksparteien jetzt im Niedergang sind. Mit ihrer frühen Ankündigung, 2021 nicht mehr als Kanzlerkandidatin antreten zu wollen, hat sie vermutlich die „Büchse der Pandora“ geöffnet. Wer in der Partei und von ihren Konkurrenten will diese Frau jetzt noch bis 2021 ertragen, noch drei Jahre? Für Merkel dürfte das nun schwierig werden, wo sie ihren Rückzug in Raten bereits bekanntgegeben hat. Dazu stehen schon zu viele Konkurrenten in den Startlöchern und scharren mit den Hufen.

Auch wenn die Staatspropaganda-Sender ARD und ZDF jetzt versuchen, dem deutschen Michel stündlich weiszumachen, welch große Erfolge und Verdienste die Kanzlerin in ihrer Amtszeit erreicht hat, hat Merkel tatsächlich doch nur einen Erfolg vorzuweisen: Sie hat alle ihre möglichen Konkurrenten mit geschickten Intrigen und einem treffsicheren Killerinstinkt „aus dem Weg geräumt“.

 

Wofür Merkel allerdings verantwortlich ist, sind Errungenschaften, unter denen Deutschland und die Europäische Union noch jahrlange zu leiden haben werden: Merkel hat es geschafft, dass das Vertrauen in die Europäische Union zerstört wurde. Die EU ist zerstritten, ja gespalten und hat sich in einen aufgeblähten bürokratischen Zentralapparat verwandelt. Mit ihrer Energiewende hat Merkel es geschafft, dass die Deutschen die höchsten Energiepreise in Europa zahlen. Windparks verschandeln die Landschaft, empfindliche und jahrhundertealte Naturreservate werden im Namen der Energiewende zerstört.

In der Eurokrise hat sie die vornehmlich von den Deutschen hart erarbeiteten Steuermilliarden hinausgeworfen und mit der Verletzung der europäischen Verträge den Euro in eine tickende Zeitbombe verwandelt. Damit ist sie auch für den Brexit mitverantwortlich. ………

Mit der Migrationskrise 2015 verletzte Merkel ohne jede Absprache mit den europäischen Partnern geltendes deutsches und EU-Recht, zu welchem sie seit drei Jahren nicht mehr zurückgefunden hat. Die Folge ist eine tief gespaltene Gesellschaft und die Zersetzung der öffentlichen Sicherheit. Um den von Merkel hinterlassenen Reformstau wieder aufzuarbeiten, wird es enorme Anstrengungen einer ganzen Generation brauchen. Selbst wenn Merkel geht, haben wir das, was sie angerichtet hat, noch lange nicht hinter uns. Zuerst muss ein Kandidat gefunden werden, der das System Merkel durchbricht, das von vielen ihrer Schergen noch fortgeführt werden soll, wenn sie endlich abgetreten ist. Danach folgen lange und harte Jahre des Wiederaufbaus.

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aus dem TEXT:..Ihre politische Karriere als Kanzlerin will Merkel jedoch bis zum – „vermutlich bitteren – Ende“ ihrer jetzigen Amtszeit 2021 durchziehen.….

https://www.welt.de/debatte/kommentare/plus182932472/Stefan-Aust-ueber-Angela-Merkel-Der-lange-Abschied.html

Rückzugsankündigung

Merkels Plan vom langen Abschied wird nicht aufgehen

WELT-Herausgeber Stefan Aust rechnet damit, dass Angela Merkel nicht mehr lange Kanzlerin bleibt
WELT-Herausgeber Stefan Aust rechnet damit, dass Angela Merkel nicht mehr lange Kanzlerin bleibt. Und was denken Sie?

Quelle: © WeltN24 GmbH/Oliver Schulze

Angela Merkel will als CDU-Chefin abtreten – aber bis 2021 Kanzlerin bleiben. Dann erst soll die Union einen neuen Kandidaten aufstellen. Diese politische Hängepartie könnte ein schnelles Ende nehmen.
Und sie bewegt sich doch. Angela Merkel hat erklärt, dass sie auf dem Bundesparteitag der CDU nicht mehr für den Parteivorsitz kandidieren will. Ein später Schritt in die richtige Richtung. Da freute sich sogar der DAX, wenn auch nur kurzfristig.

Ihre politische Karriere als Kanzlerin will Merkel jedoch bis zum – vermutlich bitteren – Ende ihrer jetzigen Amtszeit 2021 durchziehen. Immerhin will sie nicht mehr als Kandidatin für die dann fälligen Wahlen antreten und auch keine neuen politischen Aufgaben mehr übernehmen. Wer hätte das gedacht.

Angeblich hat sie sich ja schon im Sommer entschieden, den Parteivorsitz aufzugeben, dieses aber geheim gehalten – wohl damit die Parteifreunde in Bayern und Hessen davon nicht profitieren können.

Moderige Reste der Volksparteien

Drei Jahre lang will sie also – vermutlich mit der großen Koalition – weiter regieren beziehungsweise nicht regieren. Dann erst soll die Union einen neuen Kandidaten oder eine neue Kandidatin aufstellen. Wenn es nach Angela Merkel geht, also ein Kandidat oder eine Kandidatin, der oder die ohne Amtsbonus in den Wahlkampf zieht. Das wäre echt mal fair gegenüber der konkurrierenden Volkspartei, falls es die dann noch geben sollte. Die Selbstauflösungsbestrebungen der SPD sind ja mindestens so konsequent wie die der Union.

Auf den moderigen Resten der beiden Volksparteien grünt es dann kräftig, und Klimaschutz, Dieselverbot, offene Grenzen, weltumspannende Humanität, Sozialstaat für alle und ein atomwaffenfreies Mitteleuropa sind nur noch eine Frage der Zeit. …..

Ob die CDU/CSU den Zeitplan Angela Merkels einhalten will und auch die Sozialdemokraten noch bis zum Ende ihrer Amtszeit durchhalten, steht allerdings in den Sternen.

Die Kanzlerin hat ja mit ihrem bis zur Stimmauszählung der Hessenwahl geltenden Grundsatz, dass Parteivorsitz und Kanzlerschaft in einer Hand liegen sollten, durchaus recht. Das musste schon Gerhard Schröder feststellen, als ihm Franz Müntefering einst den Parteivorsitz abnahm. Er galt danach als der „halbierte Kanzler“. Immerhin traute Schröder sich in einer riskanten „Operation Heldentod“ noch in vorgezogene Neuwahlen, die er knapp verlor und damit Angela Merkel den Weg bahnte.

Merkels nach serienmäßig verlorenen Wahlen höchst freiwilliger Rückzug vom Parteivorsitz dürfte nur der – längst überfällige – erste Schritt zurück sein.

Ist erst ein neuer Parteivorsitzender gewählt worden, dürfte der zügig darauf drängen, noch in dieser Legislaturperiode die Kanzlerschaft zu übernehmen – wenn nicht, dann ist die falsche Person gewählt worden (was natürlich für Kandidat und Kandidatin gleichermaßen zutrifft). Wer nicht am Gitter des Kanzleramtes rüttelt, kommt niemals rein.

Das allerdings geht mit der SPD nun beim besten Willen nicht mehr. Die Sozialdemokraten müssten mit dem Klammerbeutel gepudert sein, einen neuen CDU-Kanzler/in zu wählen, gegen den/die sie dann in zwei oder drei Jahren im Wahlkampf antreten. Da folgt man lieber den Jusos in die Opposition – um dann dort unterzugehen.

…….

Und Angela Merkel bliebe geschäftsführend im Amt. Turbulente Zeiten, Ende offen. Das kommt dabei heraus, wenn man den rechtzeitigen Absprung verpasst.

Eine Stunde lang konnten Leserinnen und Leser mit Stefan Aust diskutieren. Lesen Sie im Kommentarbereich das Chatprotokoll und diskutieren Sie weiter.

Teilen Sie die Meinung des Autors?

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https://www.welt.de/politik/deutschland/article183087102/FDP-bereit-fuer-Jamaika-Lindner-erwartet-nach-neuem-CDU-Chef-baldige-Neuwahlen.html

 

Deutschland

FDP bereit für Jamaika

Lindner erwartet nach neuem CDU-Chef baldige Neuwahlen

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner erwartet in Deutschland baldige Neuwahlen. Dem Kölner Stadtanzeiger sagte er, für einen Neuanfang sei auch eine Jamaika-Koalition eine Option.

Quelle: WELT

Autoplay
Der Nachfolger von Angela Merkel als CDU-Chef werde „umgehend die Kanzlerschaft anstreben“, sagt Christian Lindner.
  • Der FDP-Chef geht davon aus, dass es bald Neuwahlen geben wird.
  • Eine Jamaika-Koalition sei dann durchaus wieder ein Option.

Der Vorsitzende der Bundes-FDP, Christian Lindner, erwartet in Deutschland baldige Neuwahlen. „Ich gehe davon aus, dass die Nachfolgerin oder der Nachfolger von Frau Merkel umgehend die Kanzlerschaft anstrebt“, sagte er dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Die Bundeskanzlerin habe das Szenario bislang nicht thematisiert, um „Instabilität zu vermeiden“.

Eine Option für einen Neuanfang sei auch eine Jamaika-Koalition. Mit dem Nein zu dem Bündnis nach der Bundestagswahl 2017 sei das Bündnis nie „prinzipiell abgesagt“ worden, erklärte Linder.

Das Verhältnis zwischen FDP und Grünen habe sich seitdem verbessert: „Wir stimmen in vielem nicht überein, aber die Bereitschaft, dem anderen zuzuhören, ist gewachsen. Das ist ja schon etwas“, sagte Lindner.

Vorfühlen in Richtung Jamaika

Nachdem Angela Merkel angekündigt hatte, nicht noch einmal für den CDU-Parteivorsitz zu kandidieren, haben neben einigen unbekannten Parteimitgliedern auch Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, Gesundheitsminister Jens Spahn und der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz ihre Kandidatur angekündigt. Die Wahl des neuen Vorsitzenden soll auf dem Anfang Dezember anstehenden Parteitag stattfinden.

Viele Deutsche geben Christian Lindner die Schuld am Misslingen der Jamaika-Koalition. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sagte in einer vor wenigen Tagen gezeigten NDR-Dokumentation jedoch, es sei nicht Lindner gewesen, der die Verhandlungen platzen ließ, sondern die Kanzlerin.

Merkel sei auch am letzten Abend der Verhandlungen nicht auf die Kernforderung der Liberalen eingegangen, den Solidaritätszuschlag abzuschaffen, so Dobrindt. So hatte es Lindner auch immer dargestellt.

Für ein Revival von Jamaika scheint eine Reihe der Beteiligten bereit. So sagte Dobrindt: „Wenn wir heute vor die gleiche Frage gestellt werden würden: Könnt ihr Jamaika gemeinsam machen, und könnt ihr Vertrauen aufbauen, dass man auch gemeinsam in der Lage ist zu regieren?, wäre die Antwort eine andere.“ Und auch die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, hält Jamaika auf Bundesebene wieder für eine realistische Option.

„Frau Merkel verzichtet auf das falsche Amt“

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird offenbar nicht erneut für den CDU-Vorsitz kandidieren. FDP-Vorsitzender Christian Lindner hält das für die falsche Entscheidung. Er fordert weitreichendere Konsequenzen.

Quelle: WELT

coh

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Lindner und die FDP | Reportage & Dokumentation | NDR

Die Walze MERKEL WALZT ALLES PLATT und BUTTERT ALLE UNTER

„MERKEL-TAKTIK“: Wie schaltet MERKEL ihre GEGNER aus – „HIN-HALTE-TAKTIK“ – BESSER alles „SCHRIFTLICH“ – Lindner –  FDP – „KOALITIONS-VEREINBARUNG“
in der eigenen PARTEI gibt es NIEMANDEN der MERKEL wirklich PAROLI bieten kann oder will  entweder „SCHEIN-Kritiker“ oder Kritiker „ohne HOSE an“-  „Schein-Kritiker“ sind z.B. „Kramp-Karrenbauer“, „Spahn“……….

RAUS aus der „MERKEL-DIKTATUR“  
KEIN „STEIGBÜGEL-HALTER“ für MERKEL sein
MERKEL und das „FÜHRUNGs-VERSAGEN“
Was will „MERKEL-CETA-MONSANTO-GENTECH-GLYPHOSAT“ eigentlich von den GRÜNEN?! und UMGEGKEHRT?!

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aus dem TEXT:.. Doch dies sei mit der Kanzlerin nicht möglich gewesen. „Diesen Weg wollte Angela Merkel nicht mitgehen.“..

?VERSCHWÖRUNG? – ?PARANOID?  …… Und sie hat mir dann später unter vier Augen gesagt: ‚Die wollen mich weghaben. Die FDP – die wollen mich weghaben.‘“….

https://www.welt.de/politik/deutschland/article182968614/Doku-ein-Jahr-danach-Als-Lindner-kurz-vor-dem-Ende-von-Jamaika-eine-Tabelle-hochhielt.html

Deutschland

Doku ein Jahr danach

Als Lindner kurz vor dem Ende von Jamaika eine Tabelle hochhielt

Einen Monat nach der Bundestagswahl hatten Union, FDP und Grüne ihre Sondierungsgespräche aufgenommen. Doch die Ansichten zwischen den Verhandlungspartnern waren zu unterschiedlich. Ein Rückblick auf gescheiterte Jamaika-Verhandlungen.

Quelle: WELT/Raphael Knop

Autoplay

Viele Deutsche geben Christian Lindner die Schuld am Misslingen der Jamaika-Koalition. Eine NDR-Dokumentation wirft nun ein neues Licht auf die damaligen Verhandlungen. „Mister Jamaika“, CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt, sagte darin, es sei nicht Lindner gewesen, der die Verhandlungen platzen ließ, sondern die Kanzlerin. Angela Merkel trage die Schuld.

Merkel sei auch am letzten Abend der Verhandlungen nicht auf die Kernforderung der Liberalen eingegangen, den Solidaritätszuschlag abzuschaffen, so Dobrindt. Er hingegen habe gewusst, wenn man der FDP den Soli gebe, hätte man ihr „einen Rückzug aus Jamaika verbaut, sie hätte dann nicht mehr gehen können“, sagt er. „Und damit hätte ich auch Jamaika ermöglicht.“ Doch dies sei mit der Kanzlerin nicht möglich gewesen. „Diesen Weg wollte Angela Merkel nicht mitgehen.“

Merkel als Schuldige am Jamaika-Aus? Ja, sagt der CSU-Politiker. Gegen Ende der Verhandlungen sei offenkundig gewesen, dass Lindner etwas fordern musste. Lindners großes Thema sei nun einmal der Soli gewesen. Der FDPChef habe ein Blatt mit einer Tabelle für alle sichtbar in der Hand gehalten, auf dem die erfüllten Wünsche der anderen Parteien standen. Deren Liste sei lang gewesen, sagt Dobrindt, bei Lindner hingegen stand nichts. „Das war für alle erkennbar.“

Auch Linder benennt als Verantwortliche für das Scheitern der Gespräche bekanntlich Merkel. Er gesteht in der Doku „Die Story im Ersten: Lindner und die FDP – Aufbruch ins Abseits?“ (noch in der Mediathek zu sehen), die ihn ein Jahr lang begleitete, aber auch Fehler ein: „Im Nachhinein bereue ich, wie wir ausgestiegen sind“, sagt er. „Man hätte schneller nach 14 Tagen sagen müssen, hier kommen wir nicht zusammen. Dadurch ist eine öffentliche Erwartungshaltung aufgetreten, und ich würde heute viel deutlicher und klarer sagen: Es war das Führungsversagen von Frau Merkel, die keine Richtung vorgegeben hat.“

Monate später sieht Dobrindt schon wieder große Chancen für ein Jamaika-Bündnis: „Wenn wir heute vor die gleiche Frage gestellt werden würden: Könnt ihr Jamaika gemeinsam machen und könnt ihr Vertrauen aufbauen, dass man auch gemeinsam in der Lage ist zu regieren, wäre die Antwort eine andere.“

Auch von der Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, gibt es im Film positive Signale für dieses Bündnis. Jamaika könnte also auf Bundesebene wieder eine realistische Option sein – vor allem für die Zeit nach der großen Koalition. Ähnlich urteilt Christian Lindner: „Wenn wir hinreichend viel von unseren Inhalten umsetzen können, dann freuen wir uns, eine Regierung mitzutragen.“ Damals, noch ohne das Wissen, dass sich Angela Merkel zurückziehen wird, sagte Lindner: „Da sich in den anderen Parteien inzwischen mehr verändert, gibt es vielleicht wieder eine neue Chance.“

„Merkel war die CSU völlig wurscht“

Göring-Eckardt sagte in dem Film, sie glaube, dass Merkel am Anfang der Verhandlungen „keinen Plan hatte“, wie die Koalition gehen soll. „Und so macht sie auch Politik. Dass sie einfach in etwas reingeht.“ Nach dem Jamaika-Aus sei sie entsetzt gewesen. „Ich habe mich gefühlt wie eine Braut, Brautstrauß schon auf dem Schoss, und der Bräutigam kommt nicht.“

Überrascht war aber wohl auch die Kanzlerin. In einer anderen Dokumentation hatte CSU-Chef Seehofer verraten, wie Merkel die Situation erlebte, als die Jamaika-Verhandlungen platzten. Sie habe sich angegriffen gefühlt und vermutete sogar ein Komplott. „Angela Merkel, nachdem das klar war, die war richtig ernst, wie man sie ganz, ganz selten erlebt“, sagt Seehofer. „Das war nicht für die Fernsehkameras, sondern sie war wirklich getroffen. Und sie hat mir dann später unter vier Augen gesagt: ‚Die wollen mich weghaben. Die FDP – die wollen mich weghaben.‘“

FPD-Generalsekretärin Nicola Beer wirft in dem aktuellen Film der Kanzlerin vor, Partner hinzuhalten und durch Formulierungen zu beruhigen. „Sie ist eine Meisterin der Worte. Man sagt, man möchte dies und das. Dann kommt sie und fügt einen schwammigen Nebensatz ein.“ Werde jedoch nachgefragt, was dies genau bedeute, sage Merkel nur ‚Das klären wir dann‘. „Ich hatte den Eindruck, die Kanzlerin wollte eine Koalition mit sich selbst und den Grünen. Der war die CSU völlig wurscht, wir waren ihr wurscht“, fügt FDP-Vize Wolfgang Kubicki hinzu. „Merkel wollte Kanzlerin der Herzen bleiben – an der Seite der Grünen.“

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ein „UN-EHREN-volles“ VERHALTEN – „MERKEL-CDU“ zieht ANDERE über den TISCH?!

ube.com/watch?v=xIN8svEmjxU

„PHOENIX“ – SPD-Bundesparteitag: Interview mit „Kevin Kühnert“ vom „21.01.2018“

Wie Wurde die SPD immer wieder ausgetrickst?!

„Kevin Kühnert“ – VEREINBARUNGEN wurden GEBROCHEN – Vereinbarungen im „Koalitions-Vertrag“ wurden von SEITEN „MERKEL-CDU“ IGNORIERT

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om/watch?v=AMaauw8vu8A

„Dirk Müller“: „F. Merz“ – BlackRock, Trilaterale K , Atlantikbrücke

 

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https://www.welt.de/print/die_welt/wirtschaft/article182827422/Hessen-verzockt-mehr-als-drei-Milliarden-Euro.html

Wirtschaft

Hessen verzockt mehr als drei Milliarden Euro

Landes-Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) hatte mit Derivaten auf steigende Zinsen gewettet – und sich verspekuliert. Neue Veröffentlichungen zeigen das ganze Ausmaß der Steuerverschwendung.
An diesem Wochenende guckt alles nach Hessen. Glaubt man manchen Kommentatoren, entscheidet sich bei der Landtagswahl am Sonntag das Schicksal der Bundeskanzlerin und der SPD. Dabei gerät offenbar völlig in Vergessenheit, dass die Hessen am Sonntag nicht nur eine Landesregierung wählen und dabei Angela Merkel gegebenenfalls eine Quittung erteilen. Sie sind auch zu einer Volksabstimmung aufgerufen, deren Ausgang ihr alltägliches Leben maßgeblich beeinflussen wird. Unter anderem sollen die 4,4 Millionen Wahlberechtigten des Landes über die Zukunft des Landesrechnungshofes entscheiden. Denn die vorgeschlagene Verfassungsänderung sieht vor, den Prüfern des Rechnungshofs endlich richterliche Unabhängigkeit einzuräumen.

Das scheint auch dringend nötig, um die Geschäfte des hessischen Finanzministeriums wirkungsvoll kontrollieren zu können. Recherchen von WELT und WELT AM SONNTAG hatten im Sommer aufgedeckt, wie Hessens Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) und seine Mitarbeiter durch ungeschickte Zinswetten Hunderte Millionen von Steuergeldern verschwendet hatten. Bislang ließ sich der Schaden nur grob schätzen. Neue Berechnungen der WELT zeigen nun, dass sich die bislang realisierten Mehrausgaben auf über drei Milliarden Euro belaufen. Die hessische Links-Partei kommt in eigenen Berechnungen auf etwa die gleiche Summe. Es handelt sich dabei um Steuergelder, die ansonsten vielleicht für Kitas, Schulen, Straßen oder Integrationskurse ausgegeben worden wären.

Trotz der immensen Summe zeigt sich der hessische Rechnungshof bislang nicht alarmiert. Es drängt sich der Eindruck auf, die Behörde wolle vor der Landtagswahl niemanden aufschrecken. Geführt wird sie von Walter Wallmann, dem Sohn des ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten Wallmann (CDU). Wallmann Junior hatte vor einigen Wochen in einer Sitzung im Landtag kleinlaut zugeben müssen, die Wirtschaftlichkeit der Derivatepapiere sei von seinem Rechnungshof noch nie vollständig berechnet worden. Die Behörde werde das nun angehen. Mit einem Ergebnis sei allerdings erst in zwei Jahren zu rechnen.

Die fraglichen Derivate-Geschäfte gehen zurück auf das Jahr 2011, als Mitarbeiter des hessischen Finanzministeriums dem frisch angetretenen Finanzminister Schäfer eine heikle Wette vorschlugen. Sie erklärten ihm, in den kommenden Jahren würden viele Kredite des Landes auslaufen, die Zinsen könnten bis dahin steigen. Besser wäre, sich mit sogenannten Derivaten einen festen Zinssatz für die Zukunft zu sichern.

Schäfer willigte ein und genehmigte 2011 den größten Kauf von Zinsderivaten in der Geschichte des Landes Hessen. Insgesamt sicherte das Land Kredite im Wert von 6,5 Milliarden Euro mit den Zinswetten ab. Brisant waren diese Geschäfte nicht nur wegen ihres großen Volumens sondern auch wegen ihrer extrem langen Laufzeit: Einmal gestartet laufen die Zinsgeschäfte 40 Jahre, ein halbes Menschenleben. Die letzten im Jahr 2011 abgeschlossenen Geschäfte werden erst 2061 auslaufen.

Pech war nur: Die Wette der Finanzbeamten ging nicht auf, die Zinsen am Markt stiegen nicht, sie fielen: ins Bodenlose. Denn die Europäische Zentralbank senkte die Leitzinsen auf immer neue, historische Tiefststände und irgendwann auf Null. Damit waren die gekauften Zinsderivate der Hessen plötzlich Geldverschwendung geworden – wie eine Versicherung gegen Überschwemmungen in der Wüste.

Obwohl sie mit ihren Wetten aus dem Jahr 2011 daneben gelegen hatte, ließen sich die hessischen Finanzbeamten nicht beirren und machten weiter. 2014 legten sie erneut mit Derivate-Geschäften die Zinsen für 800 Millionen hessischer Schulden fest, wieder für Jahrzehnte. Und abermals fielen die Marktzinsen wenig später.

Das Gros der 2011 und 2014 mit Derivaten abgesicherten Kreditverträge ist mittlerweile angelaufen. Damit kann auch der Schaden genau beziffert werden. Vergleicht man den damals vereinbarten 40-jährigen Festzins mit dem zum Startzeitpunkt aktuell am Markt erhältlichen Festzins, so lassen sich die Zusatzkosten für die Steuerzahler ausrechnen. Ein Beispiel: Am 9. April 2011 kauften Schäfers Beamten ein Derivat, das einen 40-jährigen Kredit von 100 Millionen Euro absichern sollte. Der Kredit lief am 14. Oktober 2015 an – mit einem durch das Derivat fixierten Zinssatz von 3,678 Prozent. Am 14. Oktober 2015 hätten die Beamten am Markt jedoch einen Festzins von 1,52 Prozent haben können. Indem sie den Zinssatz mit dem Derivat schon 2011 festgelegt hatten, hatten sie den Kredit deutlich teurer gemacht.

Auf die gesamte Laufzeit gerechnet wird allein dieses eine Derivatepaket den Steuerzahler rund 86 Millionen Euro kosten. Addiert man die Zusatzkosten aller 2011 und 2014 abgeschlossenen und mittlerweile angelaufenen Zinsderivate, ergibt sich die enorme Summe von über drei Milliarden Euro. Das entspricht gut acht Prozent der kompletten hessischen Schulden. Zum Vergleich: Die gesamten jährlichen Investitionsausgaben des Landes belaufen sich auf gut zwei Milliarden Euro.

Seit WELT im Sommer mit ihren Recherchen zu den Derivategeschäften von Hessen begann, hat sie das Finanzministerium aufgefordert, die Mehrkosten der Zinswetten zu veröffentlichen. Das Ministerium weigerte sich. Finanzminister Schäfer sagte mehrmals, die Gesamtkosten der Zinsgeschäfte könne man sinnvollerweise erst am Ende der Laufzeit bewerten – also in mehr als 40 Jahren, wenn keiner der Verantwortlichen mehr im Amt wäre. Die Beamten des Ministeriums weigerten sich außerdem lange, Details zu den 2011 und 2014 abgeschlossenen Zinssätzen herauszugeben. „Hierbei handelt es sich um vertrauliche Geschäftsgrundlagen des Landes, die nicht zur Veröffentlichung bestimmt sind”, hieß es noch im August aus dem Finanzministerium.

Die hessische Links-Fraktion wollte sich mit dieser Antwort nicht zufriedengeben. Über Wochen hakte der finanzpolitische Sprecher der Links-Fraktion, Jan Schalauske, immer wieder beim Finanzministerium nach, bis dieses schließlich eine Tabelle mit allen Derivategeschäften inklusive Abschlusstag, Starttermin, vereinbartem Zins und Kreditvolumen veröffentlichte. Um anhand dieser Rohdaten die Zusatzkosten der Derivate zu berechnen, brauchte Schalauske die zum Startzeitpunkt des jeweiligen Kredits am Markt gültigen Vergleichszinsen. Im oben genannten Beispiel wäre das also der Festzinssatz von 1,52 Prozent gewesen, der am 14. Oktober 2015 galt.

Schalauskes Mitarbeiter baten den Rechnungshof dabei um Hilfe. Doch der Rechnungshof habe abgelehnt, so Schalauske. „Uns wurde erklärt, der Rechnungshof könne uns die notwendigen Zahlen aus lizenzrechtlichen Gründen nicht zur Verfügung stelle”, sagte der Linken-Politiker. Stattdessen nutzten Schalauskes Mitarbeiter Daten der Bundesbank für ihre Berechnung. Das hessische Finanzministerium teilte auf Anfrage mit, Hessen gehe verantwortungsbewusst mit dem Geld der Steuerzahler um. Wenige Tage vor der Landtagswahl die Rechnung zu den Zinskosten zu veröffentlichen, sei „allzu durchsichtig“.

In der Opposition wird das anders gesehen: Norbert Schmitt, finanzpolitischer Sprecher der SPD im Landtag, kritisiert das Verhalten des Finanzministeriums: „Finanzminister Schäfer hätte die Details zu den Derivategeschäften längst offenlegen müssen”, sagte Schmitt. Transparenz sei nötig, damit die Abgeordneten ihre Aufgabe als Kontrollorgan der Regierung erfüllen könnten. Jetzt seien die Daten zwar endlich vorgelegt. Es sei allerdings eigentlich ein Unding, dass das Finanzministerium sich weigere, die Kosten selbst auszurechnen und es den Abgeordneten überlasse.

Bei einem kritischeren Rechnungshof wäre es vermutlich gar nicht so weit gekommen. Spätestens bei den erneuten Derivatekäufen im Jahr 2014 hätten die Prüfer eigentlich Alarm schlagen sollen. Der Volksentscheid am Wochenende könnte eine Chance sein, riskante Geschäfte dieser Art in Zukunft zu verhindern. Für die verfehlten Wetten des Finanzministers Schäfer dagegen müssen die hessischen Steuerzahler noch viele Jahrzehnte zahlen. Genützt haben die Derivatekäufe letztlich nur einer Gruppe: den Investmentbanken, die mit den Geschäften zig Millionen verdient haben dürften.

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e.com/watch?v=HsKPqCzrMdA

Hessen Wahl – CDU

 

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https://www.neopresse.com/finanzsystem/schwarz-gruen-in-hessen-neu-aufgelegt-steuergelder-verzockt-hunderte-millionen/

 

Schwarz-Grün in Hessen neu aufgelegt: Steuergelder verzockt – hunderte Millionen

NEOPresse in D/A/CH

Gerade eben verhandeln die Koalitionäre wieder miteinander. Schwarz und Grün. Was verschwiegen wird: Ein immenser Finanzskandal. Der Reihe nach.

Die Finanzkrise jährt sich jetzt zum 10. Mal. Ausgelöst durch Zinsgeschenke an Sparer, die Immobilien kaufen sollten, sind Abermillionen Kredite in den USA geplatzt. Die Geschädigten fanden sich unter anderem in deutschen Banken und Landen wieder. Hier waren die gefährdeten Kredite gegen höhere Zinsversprechen gerne von Kommunen und anderen staatlichen Stellen aufgekauft worden und platzten dann. Das kann nun wieder passieren. In Hessen steht ein Landesskandal vor der Aufdeckung.

Milliardenschaden droht

Geht es nach den vorliegenden Berichten, dann droht nicht nur ein Millionenproblem, sondern sogar ein Milliardenschaden. Die „Welt am Sonntag“ hatte darüber berichtet, das die sogenannten Zinsderivate, hochspekulative Papiere auf mögliche Ereignisse, aus dem Jahr 2011, zum Problem werden könnten. Die aktuell amtierende schwarz-grüne Regierung hat dies bis heute nicht aufgeklärt.

 

Die Schuldenverwaltung hat dabei – wohl – mit Derivaten darauf gewettet, die Zinsen blieben nicht so günstig wie im Jahr 2011 und sicherten sich den angeblich niedrigen Zinssatz für einen längeren Zeitraum. Die Zinsen fielen allerdings weiter, was wiederum den Preis für die Derivate nach unten trieb.

Der heutige Finanzminister Schäfer von der CDU nannte das Geschäft, das er schon 2010 als damals dann neuer Finanzminister übernahm, „Planungssicherheit“. Das ist formal nicht falsch, da die „Sicherheit“ dann darauf beruht, dass das Land günstige Zinsen in Anspruch nehmen darf. Dafür aber hat sie mit den Derivaten selbst massiv Geld verloren, da die tatsächlichen Zinsen eben niedriger waren. Planungssicherheit sieht anders aus.

Der Landesrechnungshof scheint diesen Fall seit einiger Zeit zu untersuchen, aber noch keinen Bericht dazu fertig zu stellen. Die Landesregierung könne durch eine Veröffentlichung der Vorgänge in Schwierigkeiten geraten, heißt es. Tatsächlich soll der Anteil solcher Geschäfte an den Schulden des Landes insgesamt seit dem Amtsantritt des Finanzministers im Jahr 2019 von 29,9 % um 14,7 Prozentpunkte auf immerhin 44,6 % geklettert sein und 2018 sogar 52,2 % umfassen.

Zinszusatzkosten sind schon jetzt entstanden – für all die Geschäfte, bei denen das Derivat bereits „auslief“, das Land den Kredit also zu den vereinbarten Konditionen eingehen musste. Der Schaden, der bereits realisiert ist, beläuft sich demzufolge auf 375 Millionen Euro. Weitere Derivate, also Zinsverpflichtungen, stehen noch aus.

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http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/das-sind-die-absurdesten-steuerverschwendungen-in-hessen-15876790.html

„Schwarzbuch“ 2018 : Das sind die absurdesten Steuerverschwendungen in Hessen

Aktualisiert am


Sinnlose Neubauten, Fehlkonstruktionen und schlecht verhandelte Verträge kosten die hessischen Steuerzahler viele Millionen Euro. Der Steuerzahlerbund legt den Finger in die Wunde und präsentiert die schlimmsten Fälle.

Der Bund der Steuerzahler hat zahlreiche Beispielen aufgelistet, wie verschwenderisch das Land Hessen in den vergangenen Jahren mit Steuergeldern umgegangen ist.

In seinem am Dienstag in Wiesbaden vorgestellten „Schwarzbuch 2018/2019“ prangert der Verein unter anderem ein Taubenhaus ohne Tauben, eine Museum ohne Besucher und eine Flüchtlingsunterkunft ohne Flüchtlinge an. Im Einzelnen kritisierte der Steuerzahlerbund wie folgt:

Millionen für Tapetenmuseum in Kassel

Im Jahr 2010 beschloss das Land einen Neubau des Deutschen Tapetenmuseums in Kassel für 11,5 Millionen Euro. Doch mit den jüngsten Plänen von 2017 war das Projekt mehr als doppelt so teuer wie geplant. 24,4 Millionen Euro für 3000 Quadratmeter sollen bis zur geplanten Fertigstellung 2023 in das Museum fließen.

Eine Prognose zu Besucherzahlen und Eintrittserlösen fehle, kritisierte der Steuerzahlerbund. Um solche verschwenderische Neubauten zu vermeiden, forderte er eine transparente Kosten-Nutzen-Analyse.

Nutzloses Marketing-Projekt in Frankfurt

Um für besseres Stadtklima zu sorgen, hat sich Frankfurt sieben sogenannte Grüne Zimmer geleistet. Die schattenspendenden Sitzgelegenheiten aus Stahl sind unter anderem mit Lavendel, Erdbeeren, Kiwi, Gräsern und Wein bepflanzt.

Fast eine halbe Million Euro habe das die Mainmetropole gekostet. „Auf derlei PR-Maßnahmen mit mikroskopischer Wirkung hätte man besser verzichtet“, findet der Verein.

Eine Flüchtlingsunterkunft ohne Flüchtlinge in Kassel

Die Stadt habe sich „ordentlich verrechnet“, kritisierte der Steuerzahlerbund die Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in Kassel. Das 2017 fertiggestellte Gebäude sollte Platz für 250 Menschen bieten, doch die kamen nie. Der Steuerzahlerbund monierte die fehlende Ausstiegsklausel und die lange Laufzeit des Vertrags. In der Summe ergeben sich nach Angaben des Bundes Kosten von fast 8 Millionen Euro bis 2024, die durch bessere Vertragsverhandlungen und Weitblick hätten vermieden werden können.

Sanierungsfalle im Hessischen Sozialministerium in Wiesbaden

Der Bund der Steuerzahler kritisierte eine Sanierungsfalle, in die das Hessischen Sozialministerium getappt sei. Das Land mietet seit Mitte der 90er Jahre einen dringend sanierungsbedürftigen Bau in Wiesbaden. Nach den alten Verträgen müsse Hessen allerdings selbst für die Innensanierung aufkommen.

Über 24 Millionen Euro für das neue Tapetenmuseum.
Über 24 Millionen Euro für das neue Tapetenmuseum. : Bild: dpa

Das Sozialministerium ist zwar inzwischen umgezogen. Die Sanierung des leerstehenden Baus in Wiesbaden kostet das Land trotzdem 19 Millionen Euro. Für solche Vorhaben forderte der Verein von vornherein eine transparente Kosten-Nutzen-Analyse.

Museum ohne Besucher und Leerstand im Taubenhaus

Einen verschwenderischen Umgang mit Steuergeld sieht der Bund auch im Museum Schloss Fechenbach in Dieburg und einem teuren Taubenhaus in Fulda. Dem Museum fehlen die Besucher, was die Stadt mit einem Zuschuss von 600.000 Euro im Jahr ausgleichen muss. Um diese Kosten zu senken forderte der Steuerzahlerbund, das Gebäude eventuell auch für andere Zwecke mitnutzen.

In Fulda zog das 70.000 Euro teure und neun Meter hohe Taubenhaus am Rande der Innenstadt kaum neue Bewohner an. Die Stadt hätte wissen müssen, das Stadttauben die gewohnte Umgebung bevorzugten und der Turm sinnlos sei, teilte der Steuerzahlerbund mit.

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„ERNEUERBARE-ENERGIEN-BULLSHIT“  und wie die MENSCHEN hinters LICHT geführt werden sollen

siehe auch „WIND-KRAFT“ – AUSSER SPESEN nichts gewesen

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/11/01/bundesregierung-will-mehr-windkraft-anlagen-bauen/

Von 2019 bis 2021 sollen in DEUTSCHLAND verstärkt Wind-KRAFT und SOLAR ANLAGEN gebaut werden dürfen.

bis 2030 soll 65 Prozent des STROMs aus „erneuerbaren Energien“ stammen.

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https://www.neopresse.com/europa/aufgedeckt-politisch-korrekt-schweden-macht-es-vor-zensur-offen-zugegeben/

Aufgedeckt: Politisch korrekt – Schweden macht es vor – Zensur offen zugegeben

NEOPresse in Europa

Schweden ist in Europa vielleicht das Experimentierfeld schlechthin. Das Bargeldverbot wird ausführlich getestet, wir haben an dieser Stelle mehrfach darüber berichtet. Nun hat die schwedische Regierung offen zugegeben, wie Meinungen und Kommentare in den sozialen Medien zensiert werden. Der „Wochenblick.at“ berichtete.

Einfach ins Gefängnis

Dabei hat der grüne „Infrastrukturminister“ Peter Eriksson eingeräumt – im Fernsehen (!) -, „dass (…) politische Parteien als auch Ministerien eine Hot Line (…) haben, um rasch auf Inhalte reagieren zu können, die“ als problematisch erachtet werden könnten. Also eine Standleitung. Löschen und Zensur auf Knopfdruck, während bei uns in Deutschland noch ganze Dienstleister daran arbeiten müssen, mit juristisch nicht geschultem Personal Inhalte zu prüfen. Hier hat die Politik also eine direkte Leitung. Wie sich dies mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung deckt, ist unklar.

Dass eine Regierung, dass politische Parteien sich angegriffen fühlen können, ist der Normalfall. Wer sich in der Öffentlichkeit darstellt, wird Kritik ernten. Ob zu Recht, ob immer fair, das sei alles dahingestellt. In einer demokratischen Gesellschaft mit Gewaltenteilung gibt es für die Beurteilung solcher Fälle dann eine Justiz. Und die soll unabhängig sein. Das ist kein Wunsch oder eine seichte Forderung, sondern elementarer Bestandteil einer solchen Verfassung.

 

Wenn die Politik sich zur Justiz in eigener Sache aufspielt, ist dies ein diktatorisches Element…….

 

 

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DER WALD – – – „GRIMMs- MÄRCHEN-WALD“ soll „GRÜN-SCHWARZEN“ PLÄNEN zum OPFER FALLEN /// Infra Schall – wie LÄRM KRANK macht //// „Hambacher FORST“ //// ?WIND-ENERGIE?

 

siehe auch „Wind-Kraft“

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„GRIMMs- MÄRCHEN-WALD“ soll „GRÜN-SCHWARZEN“ PLÄNEN zum OPFER FALLEN

https://www.welt.de/wirtschaft/plus179837848/Hessen-erlaubt-Bau-von-Windkraftanlagen-in-Grimms-Maerchenwald.html

Windkraft

Grimms Märchenwald wird Opfer der Energiewende

| Lesedauer: 8 Minuten
 +++ Mindeshonorar 60 € +++ Baustelle zur Windrad- Turm Montage in Gutsbezirk Kaufunger Wald im Bundesland Hessen.
Baustelle zur Windrad-Montage im Kaufunger Wald. Auch im benachbarten Reinhardswald sollen Windriesen errichtet werden

Quelle: ullstein bild – EUROLUFTBILD

Hessen gibt Naturwaldflächen für den Bau von Windrädern frei. Auch vor einem uralten deutschen Natur- und Kulturschatz machen die Industrieanlagen nicht halt. Die Grüne Umweltministerin wischt alle Bedenken vom Tisch.
Es ist ein märchenhafter Wald voller knorriger, jahrhundertealter Baumriesen, seltener Tiere und sagenhafter Burgen. Die Heimat von Grimms Märchen beherbergt mit dem Urwald Sababurg das älteste Naturschutzgebiet des Landes und entlang der Weserhänge alte Laubbäume mit wertvollen Lebensräumen für geschützte Arten und einem einzigartigen Naturwaldreservat.

Der Reinhardswald im Norden Hessens ist etwas ganz Besonderes, nicht nur weil er der größte im Land ist. Zu seinen Eigenschaften zählt auch: Er gehört der Allgemeinheit. Doch genau das könnte ihm zum Verhängnis werden, denn die Schwarz-Grüne Landesregierung plant mittendrin Industriegebiete.

Hintergrund ist ihr ambitioniertes Ziel, zwei Prozent der Landesfläche für die Windenergie zu reservieren. Ausreichend Wind gibt es in Hessen aber – wenn überhaupt – nur in Höhenlagen. Weil die meist bewaldet sind, entstehen fast alle neuen Windkraftanlagen in Wäldern.

Eines der letzten unerschlossenen Waldgebiete

Ein wichtiges Versprechen hat der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir 2015 formuliert: „Bedeutende Erholungsgebiete und Wälder in Hessen kommen für die Windenergienutzung nicht infrage.“

Was ist diese Beteuerung wert? Das Regierungspräsidium Kassel hat in den Höhenlagen des Reinhardswaldes sieben Windvorranggebiete ausgewiesen, auf denen jeweils bis zu 20 Windkraftanlagen (WKA) gebaut werden können. Für Naturschützer eine Katastrophe: „Der Reinhardswald ist eines der letzten, weitgehend unerschlossenen Waldgebiete“, sagt Gabriele Niehaus-Uebel von der Bürgerinitiative Oberweser-Bramwald. „Wir haben davon nicht mehr viele. Dieser Lebensraum ist per se schützenswert.“

Briefmarke Reinhardswald Hessen
Die Deutsche Post verewigte die Urtümlichkeit des Reinhardswaldes bereits mit einer Briefmarke

Quelle: Deutsche Post

Das sehen die fünf großen Umweltverbände offenbar ähnlich: Mit der Initiative „Wildnis in Deutschland“ haben sie Vorschläge für Waldschutzgebiete in Hessen vorgelegt, unter denen der Reinhardswald an erster Stelle steht. Dieser sei dafür prädestiniert, sagt Mark Harthun vom Naturschutzbund Deutschland. Der bereits existierende Naturwald im Reinhardswald würde nach den Plänen mehr als doppelt so groß.

Das Kerngebiet sei ideal, weil Naturwälder möglichst unzerschnitten sein sollten, „um die Grenzlinie mit potenziellen Störwirkungen möglichst gering zu halten“, so Harthun. Die alten Buchenwälder im Reinhardswald sind Heimat vieler Arten, vor allem aber auch streng geschützter Fledermäuse, die nur in Wäldern mit sehr alten Bäumen und hohem Totholzanteil vorkommen.

Das Regierungspräsidium Kassel erklärt auf Anfrage: Geschützte „Buchenwälder im Hangbereich zur Weser sind von einer Windenergienutzung ebenso ausgeschlossen wie die Flächen des Eichen-Urwaldes.“ Es würden vor allem Standorte „in unter Naturschutz-Aspekten weniger sensiblen Fichtenschonungen in Betracht gezogen“.

Grüne Ministerin im Streit mit Waldschützern

Doch die Windvorranggebiete grenzen unmittelbar an die Fauna-Flora-Habitate (FFH), in denen Fledermäuse ein seltenes Refugium gefunden haben. Anders als Greifvögel werden die kleinen Flieger von den Rotoren nicht erschlagen; ihre Lungen zerplatzen aufgrund des Unterdrucks hinter den Rotoren. Ein Windvorranggebiet haben die Planer genau zwischen den geplanten Naturwald und den Friedwald gezeichnet. Und zwei Gebiete umschließen sogar längst ausgewiesene Naturwaldflächen, in denen der Wald sich selbst überlassen werden soll.

„Eine völlig widersinnige Planung“, findet Niehaus-Uebel von der Bürgerinitiative Oberweser-Bramwald. „Es ist das verkrampfte Erzwingenwollen der Windkraft in Hessen, komme, was wolle. Da spielt Naturschutz keine Rolle mehr. Und das von einer grünen Umweltministerin. Das ist schon erstaunlich.“

Die Umweltministerin verteidigt die Pläne: „Windenergie ist sehr wichtig für den Klimaschutz, weil wir die Energiewende schaffen müssen“, sagt Priska Hinz. „Wir werden die Wälder nicht erhalten, wenn wir nicht auf erneuerbare Energie und damit auf Klimaschutz setzen, wir werden nämlich sonst die Wälder in 30 Jahren so nicht mehr haben, wie wir sie kennen, und in 50, 100 Jahren erst recht nicht mehr.“

Nun ließe sich einwenden, dass Wälder doch dem Klimaschutz dienen und noch dazu der Artenvielfalt. Warum sonst weisen deutsche Politiker ihre Kollegen in der Ferne oder im nahen Polen gerne auf die Bedeutung ihrer Urwälder hin?

„Wir haben im Reinhardswald ja nicht die ganze Fläche verplant“, sagt Hinz, „sondern einen kleinen Teil.“ Das habe „nichts mit großflächiger Abholzung zu tun“. Die Praxis lässt sich einige Kilometer weiter südlich, im Kaufunger Wald, besichtigen: Dort stehen an der Landesgrenze 18 Windkraftanlagen mitten in einem FFH- und Kranichzuggebiet und teilweise in einem Trinkwasserschutzgebiet. Die Rotoren ragen mehr als 200 Meter in den Himmel, und für jedes Fundament kamen etwa 1000 Kubikmeter Beton in den Untergrund.

Jedes Windrad kostet einen Hektar Wald

Windkraftanlagen dieser Größenordnung lassen sich nur mit gigantischen Kränen installieren, deren Platzbedarf die Rodung eines Hektars Wald erfordert. Und zusätzlich breite Schneisen für die Schwertransporte und spätere Serviceverkehre. Zwischen den Anlagen sind die verbliebenen Bäume großflächig umgeknickt. „Windwurf“ ist die Folge von Stürmen. In aufgelichteten Wäldern hat es der Wind deutlich leichter als in geschlossenen, intakten Beständen.

Der Kaufunger Wald gilt laut Bundesnaturschutzamt als „Hotspot der Biodiversität“. Über Al-Wazirs Versprechen kann Jochen Tamm nicht mal müde lächeln. „Einen krasseren Gegensatz zwischen Wort und Tat kann es gar nicht geben“, sagt der Biologe von der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz. Das gelte auch für den Reinhardswald: „Der ist als Naturraum nicht nur durch seine Größe, sondern auch durch seine biologische Ausstattung herausragend.“

Tamm hat 20 Jahre in der Oberen Naturschutzbehörde des Regierungspräsidiums Kassel gearbeitet. Inzwischen berät er Bürgerinitiativen wie die von Niehaus-Uebel. Die Festlegung von Windvorranggebieten sei Aufgabe der Regionalplanung und könne helfen, den Wildwuchs bei der Windenergie zu begrenzen. Begründete Einwendungen von Naturschützern sollten dabei allerdings berücksichtigt werden. Die würden jedoch immer öfter übergangen, weil sie die Ausbauziele gefährden.

Quelle: Infografik WELT

Viele Einwände betreffen streng geschützte Arten in der Nähe geplanter Windkraftanlagen. Denn nach Expertenschätzungen verenden bundesweit jährlich Hunderttausende Fledermäuse und Tausende Greifvögel an den Rotoren. Ein „überhöhter Konflikt“ sei das, verbreitet der hessische Windkraftprojektierer ABO-Wind, der in Kürze eine Baugenehmigung für den Reinhardswald beantragen will. Für negativen Einfluss der Windkraftnutzung auf den Rotmilanbestand gebe es „keine belastbaren Belege“. Auch die von den Vogelschutzwarten im „Helgoländer Papier“ erarbeiteten Abstandsempfehlungen zu Horsten geschützter Greifvögel seien „unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten unbrauchbar“.

Doch die vom Bund finanzierte „Progress-Studie“ zeigt, dass Greifvögel überproportional häufig mit den Anlagen kollidieren. Der weitere Ausbau der Windenergie könne ganze Bestände gefährden, wie etwa den des Roten Milans.Vogelschlag am Windrad ist die Haupttodesursache für den Rotmilan“, sagt Torsten Langgemach von der Staatlichen Vogelschutzwarte Brandenburg. In seiner Datenbank hat er unzählige Bilder von erschlagenen Greifvögeln, die empörte Bürger geschickt haben.

„Der Rotmilan ist einer der wenigen großen Vögel, die überhaupt nur in Mitteleuropa vorkommen. Deutschland beherbergt über die Hälfte des Weltbestandes, hat also die Weltverantwortung für diesen Vogel“, sagt Jochen Tamm. „Und genau in diesem zentralen Lebensraum werden jetzt verstärkt Windräder aufgebaut.“

Im Reinhardswald kartieren Niehaus-Uebel und ihre Mitstreiter seit Jahren fleißig und ehrenamtlich Horste und Flugbewegungen des Rotmilans und anderer Greifvögel. Die Daten schicken sie an die Obere Naturschutzbehörde im Regierungspräsidium Kassel. Auf selbst erarbeiteten Karten dokumentiert sie die Horstdichte rund um die Windvorranggebiete. Wichtige Informationen für Genehmigungsverfahren, denn auch das Regierungspräsidium orientiert sich offiziell am Helgoländer Papier, das für Windkraftanlagen einen Mindestabstand von 1500 Metern zu Rotmilanhorsten fordert.

Vogelschutz-Gutachten von Windkraft-Industrie bezahlt

Für eine Baugenehmigung müssen Antragsteller Gutachten vorlegen. Eine zentrale Frage ist, ob geplante Windräder das Tötungsrisiko für geschützte Arten signifikant erhöhen. Doch die Gutachten werden von der Industrie beauftragt und bezahlt. „Da gibt es kaum einen, der nicht das schreibt, was dem Auftraggeber genehm wäre“, sagt Jochen Tamm. „Ich habe zahlreiche Gutachten dieser Art gesehen. Die meisten sind, um es im Klartext zu sagen, Gefälligkeitsgutachten.“

„Diese Gutachten werden einer intensiven Prüfung durch die jeweils zuständigen Fachbehörden unterzogen“, antwortet das Regierungspräsidium Kassel. Diese komme zu einer eigenständigen Stellungnahme, „die nicht mit den Ergebnissen der Gutachter übereinstimmen muss“.

Soweit die Theorie. Ganz in der Nähe des Reinhardswaldes, im Hersteller Wald, hat das Regierungspräsidium Kassel 2017 drei Windkraftanlagen genehmigt, obwohl Bürger nachwiesen, dass sich zwei Brutvorkommen des Milans innerhalb des empfohlenen Mindestabstandes befinden. Die Obere Naturschutzbehörde sah dennoch kein „signifikant erhöhtes Tötungsrisiko“, denn der Gutachter des Investors hatte beobachtet, „dass die weit überwiegenden Nahrungsflüge vom Horst aus nicht in Richtung der fraglichen WKA verliefen“.

Gegen die Genehmigung hat die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) geklagt. Die Verbandsklage ist das einzig scharfe Schwert gegen die Planungen, doch die Dachverbände großer Umweltverbände, wie Nabu und BUND, halten sich bei dem Thema vornehm zurück, meint Niehaus-Uebel.

Das hat auch Bernhard Klug vom SDW beobachtet. Unterstützung erhalte sein Verband nur von der Deutschen Wildtier-Stiftung. „Die Umweltverbände werden ihre Gründe haben“, sagt Klug. Dabei sei der Reinhardswald ein Musterfall für eine sinnvolle Verbandsklage: „Er verdient eine andere Klassifizierung. Zusammen mit dem Solling und dem Bramwald wäre das ein Biosphärenreservat oder Nationalpark.“

Ex-Ministerin als Aufsichtsrat einer Windkraftfirma

Unterstützung aus der Landespolitik haben die Waldschützer kaum. Im Landtag hat sich nur die FDP-Fraktion windkraftkritisch positioniert. In den Anfragen der FDP geht es zum Beispiel um rechtswidrige Waldrodungen, Ölunfälle und gut bezahlte Vorträge von Mitarbeitern der Genehmigungsbehörden bei der Windlobby – Ein Thema: „Praxistipps zur Beschleunigung von Genehmigungsverfahren …“.

Fraktionsmitarbeiter Mario Klotzsche kritisiert die „schlechte Genehmigungspraxis“ und führt sie auf strukturelle Gründe und Interessenkonflikte zurück. So wurde bekannt, dass die Familie des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) in einen Windpark investiert hat. „Am Ende bleiben nur Gerichte“, sagt Klotzsche, „und die greifen nur ein, wenn offensichtliche Formfehler vorliegen oder die Abwägung grob rechtsfehlerhaft vorgenommen wurde.“

Konflikte mit dem Naturschutz kennt die Windbranche nicht nur in Hessen. Überall in Süddeutschland entstehen immer mehr Windparks in Wäldern. Vorreiter war Rheinland-Pfalz unter Ministerin Eveline Lemke (Grüne). Seit 2017 ist sie Aufsichtsrat bei ABO-Wind.

Zu dem Thema zeigt das ZDF am 24. Juli um 21.00 Uhr einen Bericht im Magazin „Frontal 21“. Der Verfasser dieses Artikels, Güven Purtul (Twitter: @GPurtul) ist auch Co-Autor des ZDF-Beitrags.

 

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tube.com/watch?v=5anZE-aRs30

Grün gegen Grün – Wenn für Windräder Wald gerodet wird

Der „ROT-MILAN“

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https://www.neopresse.com/politik/gruene-lassen-den-uralten-maerchenwald-in-hessen-abholzen/

Grüne lassen den uralten Märchenwald in Hessen abholzen

NEOPresse in D/A/CH

In den Waldgebieten sollen 20 Windräder gebaut werden, mit einer Höhe bis zu 200 Meter. Ursprünglich waren die Grünen als Naturschützer in der Politik angetreten. Heute sind sie für deren Zerstörung mitverantwortlich. Örtliche Politiker und Bürger protestieren gegen die Abholzung des Waldes. Ein Bündnis kämpft seit Jahren gegen die drohende „Industrialisierung des Reinhardswaldes“ durch riesige Windparks sowie Pipelines und Speicherbecken für Abwässer. Ein noch intakter, weitgehend unzerschnittener und für den Artenschutz unverzichtbarer Lebens- und Erholungsraum für den Menschen drohe vernichtet zu werden, beklagt das Bündnis.

Windparks zu errichten bedeutet nicht nur Abholzung alter Bäume. Intakte Ökosysteme werden zerschnitten, Böden versiegelt und Fundamente erreichtet, um Windfabriken von der Höhe des Kölner Doms in den Wald zu stellen. Der Verlust gewachsener Wälder für die Wildtiere ist unersetzbar, kritisieren Naturschützer. Die Bürgerbewegung „Windwahn“ fordert: „Wer in Hessen Natur und Menschen quält, gehört am 28. Oktober abgewählt“. Die Bewegung fordert die schwarz-grüne Landesregierung auf, die Pläne für die Windkraftanlagen zu stoppen. „Windwahn“ ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Bürgerinitiativen, der sich gegen die Umweltzerstörung und Gesundheitsgefährdung durch Windkraftanlagen wendet.

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https://www.neopresse.com/umwelt/gruene-landesregierung-hessens-opfert-offenbar-naturparadies-fuer-windparks/

Grüne Landesregierung Hessens opfert offenbar Naturparadies für Windparks

NEOPresse in Umwelt

In Hessens Wäldern wurde heimlich ein Mann gefilmt, der in dem Natur- und Vogelschutzgebiet Vogelsbergkreis dabei beobachtet wurde, wie er an Bäume klopfte und kratzte, auf denen brütende Vögel nisteten. Brütende Vögel sind gegenüber solchen Klopf- und Kratzattacken an Bäumen besonders empfindlich. Nicht selten verlassen diese dann ihre Nester. Sie sollten offenbar vertrieben werden.

Sollen in Hessens Naturschutzgebieten brütende Vögel vorsätzlich vertrieben werden, damit dort neue Windparks entstehen können?

Seltene Greifvögel brüten noch im Vogelsberg

Von der Geschichte, die sich geradezu nach einem Naturschutzkrimi anhört, berichtete unlängst die „Welt“. Im Naturschutzgebiet Vogelsbergkreis sind täglich Vogelschutzbeauftragte unterwegs, um seltene Vögel zu beobachten. Noch sind in dem waldreichen Gebiet auf dem ehemaligen Vulkan zahlreiche Seltenheit zu beobachten. Doch auch im Vogelsberg geht die Zahl der seltenen Vögel dramatisch zurück, berichtet der dort zuständige Förster.

2004 wurde dort aufgrund sehr seltener Vögel, die dort heimisch wurden, das Vogelschutzgebiet eingerichtet. Die seltenen Vögel wie Schwarzstörche, Rotmilane, Uhus oder Habichte sind gerade in der Brutzeit besonders nervös, berichtet der Förster. Eigentlich dürfte während dieser Zeit niemand in die Nähe der Brutplätze gehen. Denn bei Störungen verlassen viele Vögel die Nester oder brechen die Brut ganz ab.

Die Interessen der Energielobby stehen über Naturschutz

 

Doch anscheinend will nicht jeder die Vögel schützen. Und die Interessen an Windkrafträdern im Vogelsberg sind besonders hoch. Im Vogelsberggebiet stehen bereits über 250 Windkraftanlagen. Diese sind schon jetzt ein Problem für manche der seltenen Vögel. Sie fühlen sich dadurch gestört oder sterben, wenn sie in der Nähe der Windräder vorbeifliegen, weil ihre Lungen durch den Luftunterdruck platzen.

Im Vogelsberg herrscht seit Jahren ein Kampf von Windradgegnern und Befürwortern. Die grüne Landesregierung führte ursprünglich das Projekt der „ökologischen Energie“ im Vogelsberg ein. Zulasten der seltenen Tierarten?

 

Die heimlichen Aufnahmen lassen vermuten, dass dort jemand absichtlich die brütenden Vögel stören sollte. Denn wo seltene Vögel brüten, dürfen keine Windparks aufgestellt werden. Die Aufnahmen wurden nicht nur an den dortigen Förster und Vogelschutzbeauftragten verschickt, sondern auch an die Polizei. Die Behörden reagierten allerdings nicht, weshalb das Video an die „Oberhessische Zeitung“ geschickt wurde. Der Fall wurde öffentlich.

Die Naturschutzbehörde in Gießen stellte schließlich Strafanzeige. Der gefilmte Mann stellte sich. Es war ein Biologe aus Marburg. Er wurde beauftragt, ein Umweltgutachten im Genehmigungsverfahren für Windräder zu erstellen, wie sich herausstellte.

Absichtliche Störung?

 

Es sollte lediglich dokumentiert werden, ob und wo welche Vögel nisten und brüten. Stellt sich heraus, dass es brütende Vögel in der Nähe der geplanten Windparks gibt, gibt es keine Genehmigung für den Bau. Der Biologe erklärte, er habe die Vögel nicht stören, sondern lediglich prüfen wollen, ob „da etwas ist“. Wäre der Mann tatsächlich nur Gutachter, hätte er die Vögel nur aus der Ferne beobachten und sich ihnen während der Brutzeit nicht nähern dürfen.

Das Video scheint nun zu beweisen, was im Vogelsberg seit Jahren als Gerücht herumgeht. Brütende Vögel werden absichtlich vertrieben, weil ihr Aufenthalt dort die Genehmigungen für die Windparks unmöglich macht. Das Misstrauen in der Bevölkerung ist sehr groß. Der Naturschutzbund Hessen ist sogar davon überzeugt, dass im ganzen Vogelsberg versucht wird, systematisch Brutplätze zu zerstören, damit die Windparks errichtet werden können.

Im Vogelsberg sollen nach den Plänen der Betreiber und mit Genehmigung der grünen Landesregierung 16 neue Windräder errichtet werden. Die „Gutachter“ der Betreiber hatten nur 8 Brutplätze der Greifvögel in dem vorgesehenen Gebiet gefunden. Die Naturschützer fanden 40 Horste. In den betroffenen Gebieten sollen jetzt drei Bäume mit Rotmilan-Horsten gefällt werden. Den Greifvögeln soll woanders ein Ersatz-Nistplatz angeboten werden. Ob dies funktioniert bezweifeln Naturschützer stark. Sie wollen dagegen klagen.

Grüne wollen Windparks

Fakt ist, die grüne Landesregierung will die Windparks. Klimaschutz geht den hessischen Grünen anscheinend vor Naturschutz. Mit der entsprechenden Argumentation der Grünen war zu rechnen: „Wenn der Klimaschutz nicht funktioniert, gibt es auch bald keinen Naturschutz und keine Vögel mehr“. Geht es nach der schwarz-grünen Landesregierung, sollen sieben weitere Windparks in Nordhessen mit je 20 Windkrafträdern entstehen. Hessens Naturschützer und Bürger sind entsetzt.

Die Polizei ermittelt noch gegen den „Baumklopfer“. Ob allerdings jemals Klage erhoben wird, ist fraglich. Die Politik sowie die Energie-Lobby dürfte dies zu verhindern wissen. Die Horste der seltenen Greifvögel sind jedenfalls verlassen. Ob die Greifvögel jemals wiederkehren, ist unsicher. Dank der Grünen in Hessen.

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siehe auch „INFRA-SCHALL“

 

siehe auch „WIND-KRAFT“ und „INFRA-SCHALL“

http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/who-zu-windenergie-laerm-von-turbinen-kann-krank-machen-a-1232423.html

WHO-Bericht 

Lärm von Windturbinen kann krank machen

Wie laut ist zu laut – und was kann der Mensch aushalten, ohne krank zu werden? Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt erstmals Richtwerte für Windenergieanlagen und Freizeitlärm.
Windkraftanlage
DPA

Windkraftanlage
Mittwoch, 10.10.2018 06:24 Uhr

Windenergieanlagen machen Lärm, und der sollte nach einer neuen Richtlinie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) durchschnittlich 45 Dezibel tagsüber nicht überschreiten. „Lärm von Windenergieanlagen oberhalb dieses Wertes ist mit schädlichen gesundheitlichen Auswirkungen verbunden“, heißt es in dem Bericht. Für die nächtliche Höchstbelastung spricht die WHO keine Empfehlung aus. Dafür gebe es noch nicht genügend aussagefähige Studien.

Für genehmigungspflichtige Anlagen in allgemeinen Wohngebieten gilt laut deutschem Umweltbundesamt bei der Lärmbelastung zurzeit ein Immissionsrichtwert von 55 Dezibel tagsüber und 40 Dezibel nachts. An diese Vorschrift müssen sich auch Windparks halten. Zum Vergleich: Flüstern hat etwa 30 Dezibel, leise Radiomusik 50, ein Haartrockner 70 und eine Kreissäge 100 Dezibel.

SPIEGEL TV: Der stumme Lärm der Windräder – Krank durch Infraschall?

Für Straßen-, Schienen- und Luftverkehr empfiehlt die WHO folgende Grenzen: Für die durchschnittliche Lärmbelastung durch Straßenverkehr tagsüber nicht mehr als 53 Dezibel, bei Schienenverkehr nicht mehr als 54 Dezibel und für Flugverkehr nicht mehr als 45 Dezibel. Die nächtlichen Richtwerte sind 45 Dezibel für Straßenverkehr, 44 Dezibel für Schienen- und 40 Dezibel für Luftverkehr.

„Das ist ambitioniert“, sagte Thomas Myck, Uba-Fachgebietsleiter Lärmminderung bei Anlagen und Produkten, Lärmwirkungen. In Deutschland lägen die entsprechenden Richtwerte derzeit noch wesentlich höher. „Da besteht deutlicher Handlungsbedarf.“ Die WHO-Analyse sei ein wichtiger und fundierter Meilenstein dafür, die gesetzlichen Vorgaben entsprechend fortzuentwickeln.

„Ein echtes Gesundheitsrisiko

Die Leitlinien sind Empfehlungen, um die Bevölkerung vor Lärm zu schützen. Damit sollen Politiker Richtwerte festlegen und bauliche Maßnahmen veranlassen oder einfordern, damit die Richtwerte eingehalten werden. „Übermäßige Lärmbelastung ist mehr als ein Ärgernis, sie ist ein echtes Gesundheitsrisiko, das beispielsweise zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen beiträgt“, sagte Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa.

Die Werte für Straßen-, Schienen- und Luftverkehr weichen voneinander ab, weil unterschiedlicher Lärm unterschiedliche gesundheitliche Folgen hat. So liefere eine Autobahn eine ständige Geräuschkulisse, so die WHO. Ein vorbeifahrender Zug mache kurzfristig Lärm, worauf eine längere Ruhephase folge.

Neue Richtlinien hat die WHO auch für Freizeitlärm. Dazu zählen Besuche von Nachtklubs, Kneipen, Live-Sportveranstaltungen, Fitnesskursen, Konzerten und das Hören von lauter Musik über persönliche Audiogeräte. Die WHO empfiehlt, die Lärmbelastung im Jahresdurchschnitt von allen Quellen zusammen auf weniger als 70 Dezibel zu begrenzen, „weil Freizeitlärm oberhalb dieses Wertes mit schädlichen gesundheitlichen Auswirkungen verbunden ist“.

oka/dpa

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http://www.spiegel.de/plus/laermbelastung-ein-geraeuschteppich-liegt-auf-dem-land-a-00000000-0002-0001-0000-000160086046

SPIEGEL: Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat vergangene Woche eine neue Empfehlung zur maximalen Lärmbelastung präsentiert, die Deutschland schlecht dastehen lässt. Wird hierzulande zu wenig getan, um Menschen vor allzu lauten Geräuschen zu schützen?

Hellbrück: Ja. Handlungsbedarf gibt es unter anderem dort, wo man es nicht auf Anhieb vermutet: bei Windkraftanlagen. Nach der neuen WHO-Empfehlung sollten Windräder einen Schallpegel von 45 Dezibel nicht überschreiten; doch hierzulande werden Anlagen bewilligt, die deutlich mehr Lärm verursachen. Das rhythmische Rauschen, das von ihnen ausgeht, ist sehr lästig und passt zur generellen Lärmentwicklung.

SPIEGEL: Wie meinen Sie das?

Hellbrück: Früher waren einzelne Autos und Flugzeuge zwar deutlich lauter als heute; doch die höhere Verkehrsdichte macht den positiven Effekt wieder zunichte. Heute liegt ein durchgehender Geräuschteppich auf dem Land, der nicht nur dadurch verursacht wird, dass der Verkehr stark zunommen hat, sondern eben auch an Windkraftanlagen liegt. Leider ist abgesehen von Sonntagsreden wenig politischer Wille erkennbar, die dadurch verursachte Belastung zu bekämpfen. Bei nahezu allen Lärmquellen besteht noch großes Potenzial für eine Minderung der Schallbelastung. Wir bräuchten zum Beispiel viel mehr großflächige Tempo-30-Zonen.

SPIEGEL: Kann sich der moderne Mensch an die Dauerbeschallung gewöhnen?

Hellbrück: Definitiv nicht. Untersuchungen zeigen vielmehr, dass die Bevölkerung beim Thema Lärm viel sensibler geworden ist und auch stärker darunter leidet als früher. Das liegt wohl auch daran, dass die Menschen insgesamt gestresster sind und der Dauerbeschallung kaum noch entkommen können; sie fühlen sich ausgeliefert und hilflos. Selbst beim Waldspaziergang sind ja oft noch Autobahnen, Flugzeuge und Motorsägen zu hören.

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SPIEGEL: Von welchem Lärm geht das größte Gesundheitsrisiko aus?

Hellbrück: Eindeutig von nächtlichem Lärm, zum Beispiel durch Straßengeräusche, unter denen die meisten Menschen leiden. Schlafmangel und schlechter Schlaf haben nicht nur Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit am folgenden Tag, sondern wirken sich negativ auf Herz und Kreislauf aus und sind schlecht fürs Immunsystem und die psychische Gesundheit.

SPIEGEL: Mit dem Trend zu Elektroautos besteht Hoffnung, dass es zumindest auf den Straßen leiser wird.

Hellbrück: Nur im unteren Geschwindigkeitsbereich sowie beim Anfahren vor Ampeln und Kreuzungen. Beim fließenden Verkehr dominiert das Rollgeräusch. Aber Fahrzeuge, die kaum zu hören sind, sind auch gefährlich. Deswegen verlangt eine EU-Verordnung, dass die Hersteller von Elektroautos bis Mitte 2019 das fehlende Motorengeräusch durch ein künstliches, gut hörbares Signal kompensieren, um andere Verkehrsteilnehmer zu warnen. Das ist einerseits sinnvoll, birgt aber auch eine Gefahr.

SPIEGEL: Welche?

Hellbrück: Würden die Fahrzeughersteller der Versuchung erliegen, als Außengeräusche sozusagen „Corporate Identity Sounds“ zu kreieren, die unverwechselbar für ihre Marke sind, könnte dies in einer innerstädtischen Kakofonie enden. Dann hätten wir den Lärm wieder, den wir eigentlich bekämpfen wollten, und manch einer würde sich womöglich in die Zeit der Benziner zurücksehnen, zumindest akustisch betrachtet.

 

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siehe auch  „WIND-KRAFT-KILLER“ –  „INSEKTEN und VOGEL-STERBEN“  die „NICHT ÖKOLOGISCHE ENERGIE-WENDE“

tube.com/watch?v=4BLqJ3SKTic

WDR Westpol – Beitrag zu INFRASCHALL vom 23.11.2014

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utube.com/watch?v=qlLaxBnenK0

Windkraft gefährdet nachweislich Gesundheit!

„INFRA-SCHALL“ SCHÄDIGT das „HERZ“????!!!!?!

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„KLIMA-ERWÄRMUNG“ WEGEN „WIND-KRAFT“???!!!?!

„SINN-LOSE“ ENERGIE-GEWINNUNG – – – AUSSER SCHADEN NICHTS gewesen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

http://www.spiegel.de/plus/windenergie-droht-das-ende-der-wind-ernte-a-f19be020-4f97-451a-bf16-0987bce9c68d

Jede Woche eine Erkenntnis: An dieser Stelle erklärt Johann Grolle, SPIEGEL-Korrespondent in Boston, der Hauptstadt der Wissenschaft, was die Welt der Forschung bewegt – und was für ihn derzeit der genialste Gedanke, die bahnbrechendste Erfindung, die wichtigste Debatte ist. 

Was Lee Miller über die Probleme mit der Windkraft schreibt, schien mir nicht recht geheuer. Ob er seine Thesen mutwillig angespitzt hat, nur um mehr Aufmerksamkeit zu erregen, wollte ich von ihm wissen. Erst nach einer langen Denkpause antwortete er: »Im Gegenteil. Im Grunde habe ich damit akademischen Selbstmord begangen.« In der Fachwelt wolle niemand hören, was er zu sagen hat. Aber er könne Ergebnisse doch nicht verschweigen, nur weil sie unliebsam sind.

Um eines klarzustellen: Wirkliche Sorgen muss man sich um Millers Zukunft nicht machen. Nach seiner Doktorarbeit am Jenaer Max-Planck-Institut für Biogeochemie forscht er jetzt in der Arbeitsgruppe des renommierten Atmosphärenphysikers David Keith an der Harvard-Universität. Er wird seinen Weg schon machen. Aber richtig ist: Miller hat soeben zwei wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht, die für erheblichen Unmut in der Windenergie-Branche sorgen. In einer Zeit, in der die Windkraft weltweit boomt und im Kampf gegen die globale Erwärmung dringend gebraucht wird, sind Nachrichten, die die Euphorie trüben, nicht willkommen.

In der ersten der beiden Studien kommt Miller zum Schluss, dass die Erträge, die sich durch die Ausbeutung des Winds erzielen lassen, viel geringer sind als gemeinhin angenommen. In der zweiten setzt er noch einen drauf: Windkraft bewirke genau das, was sie doch eigentlich verhüten soll – sie trage bei zur Erwärmung.

Für seine Untersuchung nutzte Miller eine Datenbank für Windkraftanlagen, in der auch die Koordinaten der 57.636 Rotoren in den USA erfasst sind. Aus der von diesen Anlagen abgedeckten Fläche und dem erzeugten Gesamt-Windstrom errechnete er sodann die pro Flächeneinheit erzielbare elektrische Leistung. Das Ergebnis ist erbarmungswürdig niedrig: 0,5 Watt pro Quadratmeter für Windparks an Land.

Diese Zahl ist drei- bis zehnfach geringer als die verschiedenen theoretischen Schätzwerte, die im Umlauf sind. Die staatlichen Planer in den USA gingen bisher von einem Wert von 1,4 Watt pro Quadratmeter aus, und glaubten dabei, noch zurückhaltend zu sein.

Für die USA ist Millers Befund ernüchternd, bedeutet er doch, dass zum Beispiel Kalifornien enorme Flächen bereitstellen muss, wenn es seinen ehrgeizigen Plan, die Stromerzeugung bis 2045 vollständig auf regenerative Energieträger umzustellen, verwirklichen will. Für Deutschland ist er sogar niederschmetternd; denn es bedeutet, dass der Rohstoff Wind zwischen Rhein und Oder zur Neige geht.

Ganz bewusst habe er auch den deutschen Fall durchgerechnet, sagt Miller: »Ich verdanke Deutschland sehr viel, und ich habe großen Respekt vor der Energiewende Gerade deshalb aber warne er davor, Pläne zu schmieden, die zum Scheitern verdammt sind. Die Deutschen müssten sich den Fakten stellen, »sonst rächt sich das«.

Selbst für jene, die den Wind, der an Land knapp wird, dann eben auf See ernten wollen, hat Miller eine bittere Nachricht. »Warum bläst die Brise denn so stetig über dem Meer«, fragt der Forscher und gibt sogleich selbst die Antwort: »Weil ihm dort nichts im Wege steht.« Deshalb störe, wer mächtige Windturbinen über dem Meer errichte, den ungehindert wehenden Wind weit mehr, als dies an Land der Fall ist. Auf Satellitenbilder ziehen die großen Offshore-Anlagen Wirbelschleppen von bis zu 70 Kilometern Länge hinter sich her.

Das bekommen die Betreiber der großen Windparks vor der Küste bereits schmerzlich zu spüren: Der Ertrag der zweiten oder dritten Reihe von Rotoren fällt gegenüber der ersten drastisch ab. »Die Ausbaupläne der Deutschen sind illusorisch«, konstatiert Miller.

Nicht ganz so beunruhigend, für die Windkraft-Gemeinde jedoch noch weitaus empörender ist Millers zweite Studie. Denn hier kratzt er am Klimaschutz-Nimbus der Windräder. Die Rotoren können, so Millers These, zur Erwärmung führen. Denn sie vermischen Luftschichten der Atmosphäre. Vor allem nachts wird die kalte Luft am Boden emporgewirbelt. Das heizt die Böden auf.

Miller beeilt sich zu betonen, dass sich der Mechanismus grundsätzlich von demjenigen der globalen Erwärmung durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe unterscheidet: Durch den Treibhauseffekt wird der Atmosphäre weltweit zusätzliche Wärme zugeführt, durch die Umwälzung der Rotoren wird sie nur lokal umverteilt.

Trotzdem, sagt Miller, sei der Effekt real. In Texas etwa wurde in der Nähe von Turbinen ein nächtlicher Anstieg der Bodentemperatur um fast ein halbes Grad Celsius gemessen. Das sei genug, um Auswirkungen für die Landwirtschaft und für das natürliche Ökosystem zu haben. »So etwas müssen wir untersuchen und diskutieren«, sagt Miller – zumal sich bei flächendeckender Nutzung der Windenergie die lokale schnell zur regionalen Erwärmung auswachsen könne: »In Deutschland gibt es bisher zwar noch keine Studien zu dieser Frage, aber bei der Dichte der Anlagen dort ist es gut möglich, dass ein landesweiter Temperaturanstieg bereits nachweisbar wäre«, sagt Miller…..

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https://www.welt.de/wissenschaft/article181348252/Windkraft-Fledermaeuse-werden-von-rotem-Licht-angelockt.html

https://www.welt.de/debatte/kommentare/plus174940204/Michael-Miersch-Der-oekologische-Pferdefuss-der-Erneuerbaren-Energien.html

Naturzerstörung in Grün

Der ökologische Pferdefuß der Erneuerbaren Energien

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Monokultur mit Folgen: In einem Biomassefeld aus Maispflanzen auf der Schwäbischen Alb steht ein Windrad
Monokultur mit Folgen: In einem Biomassefeld aus Maispflanzen steht ein Windrad

Quelle: picture alliance / blickwinkel/W

Um das Weltklima zu retten, setzt Deutschland auf regenerative Techniken. Dabei wird ausgeblendet, dass auch der Ausbau von Windenergie und Biomasse fatale Folgen hat – bei uns und in den Tropen.

Keine Wirkung ohne Nebenwirkung: Was für die Medizin gilt, trifft auch für die Technik zu. Bei den herkömmlichen Formen der Stromerzeugung und Treibstoffgewinnung ist das allen Menschen bewusst. Die Rußwolken alter Kohlekraftwerke, Tankerkatastrophen, Atomunfälle, die hässlichen Krater des Braunkohletagebaus haben der Öffentlichkeit immer wieder ins Bewusstsein gerufen: Strom aus der Steckdose und Benzin im Tank haben einen ökologischen Preis.

Dies beflügelte die Suche nach Alternativen. Ihr Siegeszug begann in Deutschland am 1. Januar 1991. Auf Initiative des damaligen CDU-Umweltministers Klaus Töpfer trat das Energieeinspeisungsgesetz in Kraft, der Vorläufer des späteren Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Wer in Windkraft- oder Biogasanlagen investiert, bekommt für seinen Strom eine staatliche Abnahmegarantie zu subventionierten Preisen.

Mit vielen Milliarden wurden seither Windkraft, Solarenergie und der Anbau von Biogaspflanzen gefördert. Endlich schien die Lösung gefunden: Saubere Energie, die die Umwelt nicht verschmutzt. Und – was manchen noch wichtiger ist – relativ wenig CO2 freisetzt, das Gas, das nach Meinung vieler Wissenschaftler Ursache der Klimaerwärmung sein soll.

In Deutschland wird Strom aus Windkraft und Biogasanlagen häufig als „Öko-Strom“, „Bio-Strom“ oder sogar „Natur-Strom“ bezeichnet. Das macht sich gut in den Prospekten der Energieunternehmen. Keine andere Industrie verbraucht jedoch so viel Fläche wie die Erzeuger von „Öko-Strom“.

Alle drei Kilometer ein Windrad?

Flächenverbrauch ist der ökologische Pferdefuß der Erneuerbaren, das hatte zu Beginn ihres Siegeszuges kaum jemand bedacht. Und Fläche zählt nun einmal zu den knappen Ressourcen. Ein Hektar mehr Windpark oder Maisacker ist ein Hektar weniger Lebensraum für viele Tierarten.

Um ein einziges Kohlekraftwerk zu ersetzen, müssen auf Hunderten Quadratkilometern Windturbinen errichtet werden. Fast 30.000 Windkraftanlagen prägen heutzutage das Gesicht Deutschlands, und es werden immer mehr. Wenn nach dem Klimaschutzplan der Bundesregierung die Zahl der Windturbinen verdoppelt wird, würde durchschnittlich alle 2,7 Kilometer eine aufgestellt.

Weil Investoren und Politiker Prozesse mit Anwohnern scheuen, planen sie ihre Großprojekte immer häufiger in der freien Natur. Mittlerweile wurden 1200 Anlagen in Wäldern errichtet. Würden andere Industrien derart heftig in Naturgebiete eingreifen, wäre dies ein politischer Skandal.

Noch viel mehr Fläche als Windkraft beansprucht der Mais, der für die Biogasanlagen angebaut wird. Maismonokulturen auf 2,5 Millionen Hektar prägen mittlerweile in vielen Regionen die Landschaft. Eine Fläche so groß wie Sizilien. Das Einheitsgrün wird nicht allein für die Biogaserzeugung angepflanzt, auch Futtermais ist darunter.

Doch allein die deutsche Energiepflanzenerzeugung frisst 1,5 Millionen Hektar Fläche. Weder Schreiadler noch Feldhamster, weder Schmetterlinge noch Wildbienen können in der Maisödnis leben. Keine Lerche singt mehr und kein Kiebitz ruft.

Rebhühner waren einst die typischen Bewohner der Feldflur, die man auf Spaziergängen häufig sah. Ihre Bestände sanken seit den 80er-Jahren um 94 Prozent. Bei anderen typischen Vogelarten der Agrarlandschaft liegen Rückgänge der vergangenen 20 Jahre zwischen 20 und 50 Prozent.

Anders als eine Ölpest oder ein Chemieunfall passiert die Ausdehnung des Maisanbaus und der Windindustrie auf der Fläche nicht plötzlich, sondern zieht sich über Jahre hin. Daher wird dieses ökologische Desaster von vielen Menschen nicht wahrgenommen. Die Auswirkungen sind jedoch viel heftiger als punktuelle Umweltkatastrophen, denn der Wandel findet auf breiter Fläche statt.

Allein 12.000 Greifvögel fallen den Windkraftanlagen alljährlich zum Opfer, berechnete Klaus Richarz, der Jahrzehnte die staatliche Vogelschutzwarte dreier Bundesländer leitete und im Auftrag der Deutschen Wildtier Stiftung die Studie „Windenergie im Lebensraum Wald“ verfasste.

Vom Rotorblatt erschlagen

Für die Gesamtzahl aller Vögel, die der Windindustrie zum Opfer fallen, existiert lediglich eine Schätzung des Ornithologen Hermann Hötker vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu). Er rechnet, dass ein bis fünf Vögel pro Anlage und Jahr getötet werden, folglich insgesamt zwischen 30.000 und 150.000. Exakte Zahlen sind kaum zu ermitteln, da Ratten, Marder, Füchse, Wildschweine und andere Aasfresser die Kadaver nachts beseitigen.

Die Verluste seien nicht besonders hoch, sagt die Windkraft-Lobby, im Vergleich zu Millionen Vögeln, die mit Fensterscheiben, fahrenden Autos, Strommasten und anderen Hindernissen kollidieren. Doch darin liegt ein Trugschluss. Denn es kommt darauf an, welche Arten betroffen sind.

Wenn zehn Stadttauben gegen Scheiben oder Autos fliegen, hat dies keine Auswirkung auf die Population. Doch wenn ein brütendes Rotmilanweibchen von einem Rotorblatt erschlagen wird, ist dies ein spürbarer Verlust für die Art in der betroffenen Region.

Nach einer Studie im Auftrag des brandenburgischen Landesamtes für Umwelt aus dem Jahr 2013 fielen allein in diesem Bundesland etwa 300 Rotmilane jährlich den Windrädern zum Opfer – bei einer Gesamtpopulation von nur 15.000 Brutpaaren in Deutschland ein relevanter Verlust. Für diese Greifvogelart hat die Bundesrepublik eine besondere Verantwortung, denn mehr als die Hälfte des Weltbestandes nistet hierzulande.

Völlig unzutreffend ist der Einwand, auch Fensterscheiben und andere Hindernisse würden Opfer kosten, wenn es um Fledermäuse geht. Durch ihre Ultraschallortung kollidieren die fliegenden Säugetiere fast nie mit solchen Barrieren. Sie schaffen es sogar, durch die sich drehenden Rotorblätter zu fliegen.

Dennoch fallen sie tot vom Himmel. Ursache ist ein Barotrauma. Ihre Lungen platzen durch den Druckabfall hinter den Windrädern. Dies widerfährt etwa 240.000 Fledermäusen pro Jahr. Die Dunkelziffer ist vermutlich wesentlich höher, weil die Tiere meist noch ein wenig weiterflattern und dann irgendwo im Wald verenden, wo ihre kleinen Kadaver bald aufgefressen werden.

Bei Bauvorhaben wie Autobahnen, Flughäfen, Gewerbeparks, Wohnhäusern oder Brücken löste das Vorhandensein einer Fledermauskolonie in Deutschland jahrelangen juristischen Streit aus oder verhindert sogar das ganze Projekt. Der Massentod dieser Tiere durch die Windindustrie rief bisher noch keine vergleichbare Empörung hervor.

Die Vermaisung und die Verbauung der Landschaft durch Windparks geschieht vor unseren Augen. Die größte Umweltzerstörung der europäischen Klimapolitik findet jedoch weit weg in Südostasien statt. Um die europäische Nachfrage nach Biotreibstoffen zu befriedigen, werden in Indonesien und Malaysia Regenwälder abgebrannt.

Palmöl und seine Folgen

Diese Wälder zählen zu den artenreichsten der Erde, viele Pflanzen- und Tierarten leben nur dort und nirgendwo anders. Eine davon ist das Sumatra-Nashorn, die kleinste aller fünf Nashornarten, von der nur noch noch 100 bis 200 Exemplare existieren.

Der Urwald muss weichen, um Ölpalmplantagen anzupflanzen. Palmöl ist eine wichtige Ressource für Bio-Diesel, ein Treibstoff, der angeblich zur Klimarettung beiträgt. Seit 2009 wird in Deutschland dem herkömmlichen Diesel bis zu sieben Prozent Biodiesel beigemischt. Dieselkraftstoff B7 ist Standardkraftstoff für Kraftfahrzeuge mit Dieselmotor. In der EU sind über 99 Prozent des vermarkteten Dieselkraftstoffes B7.

Die Biodiesel-Wirtschaft verteidigt sich mit dem Argument, der Großteil des Palmöls werde nicht für ihre Raffinerien geerntet. Das ist richtig: Palmöl ist seit Langem einer der wichtigsten Rohstoffe für die Nahrungs- und Haushaltsmittelindustrie.

Doch die zusätzliche Nachfrage nach Bio-Diesel hat das Tempo der Rodungen erheblich beschleunigt. Der Nabu hat 2016 gemeinsam mit der Umweltorganisation Transport and Environment eine Studie erstellt. Demnach hat sich die Menge an Palmöl, die in der EU für die Beimischung von Biokraftstoffen verwendet wird, in den Jahren 2010 bis 2014 versiebenfacht.

45 Prozent der in der EU genutzten Gesamtmenge an Palmöl wandert demnach in den Tank. Vor sechs Jahren waren es laut der Studie gerade mal acht Prozent. Währenddessen sei der Anteil, der für Nahrungsmittel, Tierfutter und Industrieprodukte verwendet wurde, jeweils gesunken.

Allein Indonesien ist seit 1990 ein Fünftel der Waldflächen verloren gegangen. Laut FAO beträgt der jährliche Waldverlust des Landes über 5000 Quadratkilometer. Dadurch setzt Indonesien jedes Jahr 2,6 Milliarden Tonnen CO2 frei – mehr als die Emissionen von Deutschland, Frankreich und Großbritannien zusammen.

Das EU-Parlament hat 2017 eine Resolution beschlossen, um den Import von Palmöl in die EU einzuschränken. In der EU verkaufter Biokraftstoff soll ab 2020 kein Palmöl mehr enthalten, dessen Herstellung Entwaldung verursacht. Wie gut diese Bedingung in Indonesien und Malaysia verlässlich kontrolliert werden kann, ist umstritten.

Der Autor ist Geschäftsführer für Bildung und Kommunikation bei der Deutschen Wildtier Stiftung. Er schrieb mehrere Bestseller zu Umweltfragen.

 

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https://www.welt.de/kultur/literarischewelt/plus181801676/Wurzeln-des-Lebens-Richard-Powers-ueber-Waldaktivisten.html

Richard Powers

„Wir Menschen hängen von der biologischen Ökonomie der Bäume ab“

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Feuilletonredakteur
USA, California, Sierra Nevada, Yosemite, National Park, Mariposa grove, woman and giant tree, MR 0009 | Verwendung weltweit
„Wen umarmt der Baumumarmer wirklich, wenn er einen Baum umarmt?“: Im Yosemite-Nationalpark von Kalifornien stehen besonders mächtige Mammutbäume

Quelle: picture alliance / Prisma

Wenn wir die Natur nur ausbeuten, machen wir schlechte Geschäfte mit ihr, sagt der Schriftsteller Richard Powers. Ein Gespräch über Waldökonomie, konservative Umweltaktivisten und den Hambacher Forst.
Vor ein paar Jahren hat Richard Powers angekündigt, einen Roman über Bäume zu schreiben – für einen Mann, der Bestseller über künstliche Intelligenz, Neurologie und Musik geschrieben hat, ein durchaus überraschender Plan. Jetzt sind „Die Wurzeln des Lebens“ fertig (Fischer, 624 S., 26 €) und auch schon für den Booker-Preis nominiert. In Deutschland liest sich das Buch, das den jahrzehntelangen Kampf einiger Umweltaktivisten um die letzten verbliebenen Urwälder Amerikas verfolgt, wie ein aktueller Kommentar zur Auseinandersetzung um den Hambacher Forst, die Powers aus großer Ferne verfolgt.

Vor vier Jahren hat er seinen Lehrauftrag in Stanford aufgegeben und ist in die Smoky Mountains gezogen; wir erreichen ihn irgendwo zwischen Gatlinburg, Tennessee, und Cherokee, North Carolina, mitten im Wald. Für ein Bild auf dem Schirm reicht die Bandbreite nicht. Powers’ mittlerweile grau gewordene Ponyfrisur (aus den Tagen seines Physikstudiums und nerdiger als „The Big Bang Theory“ jemals sein könnte) bleibt so unsichtbar wie die dunstigen Berge. Aber es ist ja nicht umsonst ein Schriftsteller am anderen Ende der Leitung.

In Nationalparks wie Retwood ist die Bio-Ökonomie der Bäume, von der Schriftsteller Richard Powers (u.) erzählt, noch ungestört
Früher war künstliche Intelligenz sein Thema, jetzt climate fiction: Schriftsteller Richard Powers

Quelle: picture alliance

WELT: Wie sieht es aus bei Ihnen in den Smokys?

Richard Powers: Gerade jetzt schaue ich auf das Blätterdach eines Hartholzforsts, der nach und nach in einen Eichen- und Kiefernwald übergeht. Hinter dem Haus beginnt der größte Nationalpark Amerikas östlich der Rocky Mountains. Nur in den Tropen ist die Artenvielfalt größer: Es gibt hier mehr Baumarten als in ganz Europa zusammen und sechs verschiedene Typen Wald. Der Roman hat mich hergebracht. Wenn ich einen Primärwald östlich des Mississippi sehen wolle, müsse ich herkommen, hatte ich gelesen. Und als ich ihn sah, wurde mir klar, dass ich nie zuvor einen gesunden, intakten Urwald gesehen hatte. Neun Monate später habe ich mir hier auf der Tennesseeseite ein Haus gekauft.

WELT: Klingt wie ein moderner Thoreau.

Powers: Da ist ein bisschen was dran. Thoreau wird immer wichtiger für mich, je älter ich werde. Mein Buch „Die Wurzeln des Lebens“ beginnt damit, dass Kastanien gesammelt werden – und zwar genau an dem Tag, an dem auch Thoreau oben in Massachusetts Kastanien gesammelt hat. Aber es wäre lächerlich, mein Leben hier mit dem Thoreaus am Walden Pond zu vergleichen. Ich habe einen Kühlschrank, lebe nicht in der Wildnis. Wobei: Walden war auch keine Wildnis, sondern Sekundärwald, und sein Mittagessen hat sich Thoreau bei seiner Mutter geholt. Aber Thoreaus Vorsatz – „Ich ging in die Wälder, um bewusst zu leben“ – ist auch meiner. Ich bin hergekommen, um bewusst zu leben und bewusst zu schreiben und über die Möglichkeiten eines Lebens nachzudenken, das nicht von menschlicher Egozentrik, von Konsum und einem Individualismus bestimmt wird, der keinen Sinn mehr ergibt.

WELT: „Wen umarmt der Baumumarmer wirklich, wenn er einen Baum umarmt?“, fragt eine Soziologin im Roman. Wissen Sie die Antwort?

Powers: Die Antwort liegt im Verständnis der Wechselseitigkeit des Lebens im Wald. Im Wald, so sagt es eine Figur im Roman, gibt es kein individuelles Leben; es gibt nicht einmal getrennte Arten. Alles ist mit allem verbunden – über ein riesiges, lebendiges Netzwerk: Alles im Wald ist der Wald. Wenn der Baumumarmer den Baum umarmt, bedeutet das, die simple Tatsache anzuerkennen, dass alles Leben voneinander abhängt. Dass Menschen keine Ausnahmen sind und Natur nicht von oben herab kontrollieren und beherrschen. Sie sind Teil des Systems, und das System steckt in ihnen. Das ist es, was ich das Baum- oder Pflanzenbewusstein nenne. Wenn wir weiter hier auf der Erde leben wollen, müssen wir es entwickeln. Es muss deshalb ja nicht jeder Bäume in den Arm nehmen.

WELT: Haben Sie jemals versucht, den Roman aus der Perspektive der Bäume zu schreiben?

Powers: Ja. Ich habe mir vorgestellt, wie schön es sein müsste, ein Buch zu schreiben, dessen Hauptfiguren zwei Bäume sind. Aber das kollidierte offenkundig mit meinem Wunsch, den menschlichen Leser bei der Stange zu halten. Im Roman spricht jemand von Adams Fluch: Wir nehmen nur wahr, was sich so verhält wie wir. Also brauchte ich menschliche Proxys.

WELT: Alle Ihre Romane sind Kinder des Informationszeitalters, dieser auch. Er steckt voller Fakten, die im Prinzip alle dasselbe belegen: Ohne Bäume würde es keinen Menschen geben und ohne Bäume wird es keine Menschen geben. Warum?

Chandelier Drive-Thru Park mit einem Redwood (Sequoia sempervirens), durch den man hindurchfahren kann, Kalifornien, USA, Nordamerika | Verwendung weltweit, Keine Weitergabe an Wiederverkäufer.
Und hier ein Exemplar zum Durchfahren (im Redwood-Nationalpark)

Quelle: picture alliance / imageBROKER

Powers: Auf der Erde gibt es drei Billionen Bäume, und für die Schaffung der Atmosphäre sind sie unverzichtbar. Sie filtern das Wasser der Erde, sie schaffen ihre eigenen Wettersysteme. Sie einzig als Ressource zu begreifen, hat zur drastischen Veränderung des Klimas wesentlich beigetragen. Sogar wenn wir unsere Abhängigkeit von den Bäumen rein ökonomisch betrachten wollen, leben wir nach wie vor in der Holzzeit. Wir Menschen hängen von der biologischen Ökonomie der Bäume ab.

WELT: Das ist die Erkenntnis, die Ihre neun Protagonisten im Roman antreibt. Manche von ihnen werden Umweltaktivisten, einige sogar Terroristen. Dabei bin ich mir sicher, dass Ihnen Selbstgerechtigkeit ein Graus ist, dass Sie, wie es im Buch heißt, „allergisch gegen Menschen mit Überzeugungen“ sind. Warum stellt sich der Roman dennoch ganz auf die Seite der Aktivisten?

Powers: Mir ist bewusst, wie schwer es ist, klar zu sehen und moralische Gewissheit zu erreichen. Im Roman geht es nicht zufällig auch um kognitive Blindheit. Aber dieses Buch will gar nicht klassisch-literarisch alle geschilderten moralischen Überzeugungen infrage stellen. Der Roman macht klar, was meines Erachtens nötig ist, damit wir Menschen hier auf der Erde bleiben können. Ich bin jetzt 61 und zu der Überzeugung gelangt, dass wir den Rand des Abgrunds erreicht haben.

WELT: Im Roman kommt auch die andere Seite vor: Unternehmen, die mit Holz ihr Geld verdienen und das Recht oft auf ihrer Seite haben. Waldarbeiter, die Familien ernähren und Steuern zahlen. Verstehen Sie die auch?

Powers: Natürlich. Es geht nicht darum, keine Bäume mehr zu fällen, sondern darum, die Konsequenzen zu begreifen. Bäume sind ein Geschenk. Fällt man sie, muss man etwas daraus machen, das ebenso gut ist wie sie. Der Kampf meiner Romanfiguren ist kein Kampf gegen die Holzwirtschaft. Der Kampf ist ein Kampf gegen den Exzeptionalismus des Menschen.

WELT: Wieso ist Umweltschutz dann ein Projekt der Linken?

Powers: Ich bin nicht sicher, ob diese Verallgemeinerung stimmt. Naturschutz ist per se ein konservatives Projekt. Neulich stand im „Spiegel“ ein Artikel über den Hambacher Forst, der aus meinem Roman zitierte. Die Unterzeile lautete: „Im Hambacher Forst kämpft der Pragmatismus gegen die Naivität – und die Logik der Wirtschaft gegen die der Schönheit“. Ich denke, das ist nicht richtig. Kosten auszulagern, ist wirtschaftlich nicht logisch. Die Natur einzig als Ressource zu begreifen, ist wirtschaftlich nicht logisch, denn unsere ganze Existenz hängt von der nicht menschlichen Welt ab. Es geht nicht um Geschäft gegen Schönheit. Es geht um gutes Geschäft gegen schlechtes Geschäft. Und jedes Geschäft, das unsere Existenz noch prekärer macht, ist ein schlechtes Geschäft.

WELT: „Ökosysteme tendieren zu Diversität, Märkte tun genau das Gegenteil“, schreiben Sie. Können wir von den Bäumen lernen, es besser zu machen?

Powers: Zunächst einmal: Bäume sind viel komplizierter, reicher und überraschender in ihrem Verhalten, als wir noch vor 40 oder 50 Jahren dachten.

WELT: Das hat Peter Wohlleben einer breiten Öffentlichkeit in Deutschland gerade klargemacht.

Powers: Richtig. Und er hat sich dabei auf viele verschiedene Forschungen auch aus Nordamerika gestützt. Wir brauchen ein Bewusstsein dafür, wie fähig Bäume sind, wie sehr sie die Erde verändern. Die Idee, eines hölzernen Stamms, Äste auszubilden und Sonnenlicht in Nahrung zu verwandeln, war so gut, dass die Evolution sie gleich sechs Mal gehabt hat, unabhängig voneinander. Bäume gibt es seit 400 Millionen Jahren. Sie haben viele Massensterben überlebt. Uns gibt es seit 200.000 Jahren. Und es sieht nicht gerade gut aus. Wir haben Darwins Evolutionstheorie missverstanden. Nicht der Stärkste überlebt. Fitness bedeutet die Fähigkeit zur Koexistenz.

Hacker legen Webseite von RWE lahm

Wahrscheinlich Hacker der Gruppe „Anonymous“, legen die Webseite von RWE lahm. In einem Video mit dem Titel drohen sie mit dem Angriff auf die Unternehmensserver, wenn der Hambacher Forst weiter gerodet wird.

Quelle: WELT/ Perdita Heise

WELT: In Ihrem Roman taucht neben zahlreichen Umweltaktivisten auch ein begnadeter Videospielerfinder auf, der ein künstliches Ökosystem programmiert. An die Wachstumsgesellschaft glauben Sie nicht mehr, aber an den Fortschritt schon?

Powers: In der Umweltbewegung steckt viel romantische Nostalgie. Mancher träumt von der Rückkehr in ein vortechnisches Zeitalter. Aber dazu wird es nicht kommen und dazu sollte es auch nicht kommen. Es ist ja kein Zufall, dass ökologisches Denken mit dem Computerzeitalter beginnt. Ohne Hilfe von Rechnern wüssten wir nicht einmal, was ein komplexes System ist.

WELT: Der Konsumkapitalismus ruiniert uns, aber das Digitalzeitalter kann uns retten?

Powers: Ich würde den Gegensatz etwas anders fassen. Der Glaube an Exzeptionalismus und Individualismus ruiniert uns, das Verständnis für wechselseitige Abhängigkeiten kann uns retten. Dabei können Rechner und Modelle helfen.

WELT: Vielleicht hilft ja auch die Literatur. In den letzten Jahren ist der Begriff „climate fiction“ aufgekommen. Er beschreibt eine Literatur, die an kein Genre mehr gebunden ist: Realistische Romane wie Ihre, Science-Fiction, etwa von Jeff VanderMeer, oder Fantasy wie die „Broken Earth“-Trilogie von N.K. Jemisin.

Powers: Ich bin nicht ganz sicher, ob Realismus das richtige Label für meinen Roman ist. Mythos und Allegorie spielen mit hinein. Aber Sie haben recht, da liegt ein Frühlingshauch in der Luft. Traditionell gibt es drei Methoden, einen dramatischen Konflikt zu erzeugen. Die erste ist psychologisch, ein innerer Konflikt, der Kern der meisten Bücher, die wir als Literatur labeln. Die zweite ist sozial, ein Konflikt zwischen Menschen. Die dritte Form ließe sich als Umweltkonflikt beschreiben, ein Konflikt zwischen Mensch und nicht menschlicher Welt. Die ersten beiden Konflikte sind uns aus den letzten 200 Jahren Literaturgeschichte bestens vertraut, der dritte war lange Zeit fast völlig verschwunden, weil wir fälschlicherweise geglaubt haben, der Konflikt zwischen Mensch und Welt wäre zugunsten des Menschen entschieden.

WELT: Hat denn nicht die Fantasy von diesem Konflikt erzählt? Denken Sie an die Ents in Tolkiens „Herr der Ringe“. Oder an die Erdsee-Romane von Ursula K. Le Guin.

Powers: Sie haben recht. Nur die sogenannte schöne Literatur hielt diesen Konflikt für entschieden. Fantasy und Science-Fiction haben das anders gesehen – und sind von der schönen Literatur nicht ernst genommen worden. In den privilegierten Ecken dieser Welt hat es einfach keine Rolle mehr gespielt, was die nicht menschliche Welt wollte. Aus den nicht westlichen Literaturen ist dieser Konflikt hingegen so wenig verschwunden wie aus der Science-Fiction mit ihren endlosen Allegorien und ihrer omnipräsenten vegetativen Bedrohung. Die Gatekeeper der schönen Literatur haben erst jetzt begriffen, dass es der Konflikt zwischen Mensch und Umwelt ist, mit dem wir es fortan jeden Tag zu tun kriegen.

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siehe auch „Hambacher Forst“ und die „SCHEIN-HEILIG-KEIT“ der GRÜNEN

https://www.zeit.de/video/2018-10/5852700669001/braunkohle-wald-ist-nicht-gleich-wald

Braunkohle: Wald ist nicht gleich Wald

Nach der Braunkohleförderung forsten Energiekonzerne wie RWE Zehntausende Hektar wieder auf. Doch der Neuwald hat Nachteile.

Hambacher Forst – „Braun-Kohle“ – „Wald ist nicht gleich Wald“ –  ZEIT ONLINE

 

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https://www.neopresse.com/umwelt/hambacher-forst-uraltes-oekosystem-soll-braunkohletagebau-zum-opfer-fallen/

Hambacher Forst – Uraltes Ökosystem soll Braunkohletagebau zum Opfer fallen

NEOPresse in D/A/CH

Der Hambacher Forst (zwischen Köln und Aachen) ist einer der letzten großen Mischwälder Europas und hat ein uraltes, einzigartiges Ökosystem. Ursprünglich umfasste der Wald einmal 5.500 Hektar. Davon sind heute gerade mal noch ein Zehntel übrig. Denn seit vierzig Jahren wird der über 12.000 Jahre alte Wald stetig abgeholzt, weil sich Braunkohlevorkommen darunter befinden. Der Rest des Waldes, der sogenannte Herzwald, soll in den nächsten drei Jahren dem Braunkohletagebau komplett zum Opfer fallen und ganz verschwinden.

Für die weitere Rodung hat der Energiekonzern RWE ab Oktober die Genehmigung erhalten. Die Rodungen sollen ab Mitte Oktober beginnen. Gespräche zwischen dem Energiekonzern und Umweltschutzverbänden sind bislang ergebnislos verlaufen. Greenpeace, der BUND und der Deutsche Naturschutz Ring (DNR) hatten gefordert, die geplanten Rodungen auszusetzen, bis die derzeit tagende Kohlekommission ihre Arbeit abgeschlossen hat.

In den noch bestehenden restlichen Waldstücken gibt es Eichen und Buchen, die über 300 Jahre alt sind. Sie bieten Zugvögeln jedes Jahr Unterkunft und werden von vielen bedrohten Tierarten bewohnt. Angeblich will RWE die bedrohten Tierarten umsiedeln. Doch Biologen bezweifeln, dass dies überhaupt möglich ist. Umweltschutzaktivisten besetzen den Wald seit 6 Jahren, z. T. auch mit Baumhäusern. In den letzten Tagen verstärkten sich die Proteste. Am Donnerstag hat die Polizei damit begonnen, die rund 50 Baumhäuser zu entfernen.

 

Am Wochenende kam es erneut zu Protesten und zu einer Mahnwache durch die Braunkohlegegner. Einige Umweltschutzaktivisten hatten sich in einem Schacht verschanzt. Bei der Räumaktion der Polizei sollen 34 Umweltschützer festgenommen und rund 10 verletzt worden sein. Nach Aussagen der Aktivisten soll die Polizei bei der Räumung brutal vorgegangen sein. Bei den Verletzungen soll es auch Knochenbrüche gegeben haben.

Die Bundesregierung hatte den Ausstieg aus der Braunkohle aus Klimaschutzgründen zum Programm gemacht. Doch Bundeskanzlerin Merkel hatte jetzt beschlossen, erst die „Zukunftschancen zu klären, bevor man der Frage nach dem Braunkohleausstieg nachgehe“. Merkel wies Forderungen von Greenpeace nach einem schnellen Ausstieg zurück.

 

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