„Glyphosat“- Entscheidung wieder verschoben?! – – – “ Kinder“ schützen, nicht Pestizide

Der Gastautor im F.A.Z.-„Forum“

Baskut Tuncak ist UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte, gefährliche Substanzen und Abfälle. Er arbeitet als Wissenschaftler am Raoul Wallenberg Institute in Schweden.

http://www.faz.net/aktuell/wissen/forschung-politik-1/glyphosat-entscheidung-fuer-pestizide-gegen-den-kinderschutz-15280609.html

„Glyphosat“- Entscheidung : Kinder“ schützen, nicht Pestizide

  • Von Baskut Tuncak , UN-Sonderberichterstatter
  • Aktualisiert am
Proteste vor der EU-Kommission gegen die Glyphosat-Zulassungsverlängerung gab es bereits im Sommer. Bildbeschreibung einblenden

Proteste vor der EU-Kommission gegen die Glyphosat-Zulassungsverlängerung gab es bereits im Sommer. Bild: AFP

Die Zeit ist reif: Wird der Streit um das Totalherbizid Glyphosat am morgigen Donnerstag im zuständigen EU-Ausschuss beendet? Ein Plädoyer gegen einen Kompromiss zugunsten des Pestizids.

Unsere Kinder wachsen mit einem Schadstoffcocktail aus Unkrautvernichtern, Insektiziden und Fungiziden auf. Ihre Nahrung, ihr Wasser, sogar ihre Parks und Spielplätze sind damit getränkt. Viele Regierungen behaupten beharrlich, dass unsere Schutzstandards gegen diese Pestizide stark genug sind. Doch als Wissenschaftler und Jurist, der sich auf Chemikalien und deren mögliche Auswirkungen auf grundlegende Menschenrechte spezialisiert, bin ich anderer Ansicht.

Letzten Monat kam es ans Licht: Als die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit Glyphosat – das meistverwendete Pflanzengift weltweit – als unbedenklich einstufte, hatte sie ganze Seiten aus einem Bericht von Monsanto, dem Hersteller des Pestizids, abgeschrieben. Solche Enthüllungen sind schlichtweg schockierend.

Vor zwei Wochen blockierten einige europäische Länder den Vorstoß, Glyphosat für weitere zehn Jahre zuzulassen. Bei dieser Entscheidung geht es um weitaus mehr als nur ein Pestizid. Sie ist ein begrüßenswertes Anzeichen, dass die EU-Mitgliedstaaten ihre Pflicht gründlicher wahrnehmen: vor Menschenrechtsverletzungen durch Unternehmen zu schützen, wenn diese uns Pestiziden und anderen toxischen Chemikalien aussetzen.

Bild: dpa

Die UN-Konvention über die Rechte des Kindes, das am häufigsten ratifizierte internationale Menschenrechtsabkommen der Welt (nur die Vereinigten Staaten sind nicht beigetreten), bekräftigt: Staaten sind ausdrücklich dazu verpflichtet, Kinder vor der Belastung durch toxische Chemikalien sowie vor kontaminierten Lebensmitteln und verunreinigtem Wasser zu schützen. Sie müssen außerdem dafür Sorge tragen, dass das Recht eines jeden Kindes auf das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit gewährleistet wird. Diese und viele weitere Rechte des Kindes werden durch unseren derzeitigen Umgang mit Pestiziden verletzt.

Kinderärzte haben die Belastung durch Pestizide im Kindesalter als „stille Pandemie“ bezeichnet, die Krankheiten und Behinderungen verursacht. Der Kontakt mit Pestiziden während der Schwangerschaft und im Kindesalter wird mit Geburtsfehlern, Diabetes und Krebs in Verbindung gebracht. Der sich entwickelnde Körper eines Kindes reagiert empfindlicher als Erwachsene auf diese Belastung und nimmt allgemein mehr von allem zu sich: Im Verhältnis zu ihrer Größe essen, atmen und trinken Kinder sehr viel mehr als Erwachsene und sind deshalb durch diese toxischen Chemikalien besonders gefährdet. Es gibt zunehmend Beweise dafür, dass sogar „geringe“ Einwirkungen im Kindesalter irreversible Gesundheitsschäden zur Folge haben können. Doch die meisten Betroffenen können die Ursache ihrer Behinderung oder Erkrankung nicht nachweisen, was uns in unserer Fähigkeit einschränkt, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Diese Chemikalien sind unsichtbar und lauern überall. Nur wenn die Regierungen sie wirksam regulieren und dabei vor allem die höchsten Standards der wissenschaftlichen Integrität einhalten, können die Menschen geschützt werden – insbesondere diejenigen, die unverhältnismäßig großen Belastungsrisiken ausgesetzt sind.

Angesichts der Enthüllungen wie des Copy-and-Paste-Skandals zu Glyphosat ist es notwendig, erneut sorgfältig zu prüfen, wie gut Staaten ihre Bürger schützen. Dass sich Regulierungsbehörden im Übermaß auf industriefinanzierte Studien verlassen, unabhängige Wissenschaft aus Gutachten ausgeschlossen wird und Studien geheim bleiben, obwohl sie von Behörden als Grundlage verwendet werden, das kann so nicht weitergehen.

Doch die vorherrschenden Fehlinformationen ziehen noch weitere Kreise. Viel zu lange waren die Debatten über Pestizide unverhältnismäßig stark auf die Frage ausgerichtet, ob wir die Welt ohne sie ernähren können. Die Sonderberichterstatterin für das Recht auf Nahrung hat deutlich gesagt, dass wir das können. Ihr zufolge ist es ein Mythos, dass der hochintensive Einsatz von Pestiziden zur Ernährung der Menschheit nötig sei. Es gibt Lösungen, um gesündere und nährstoffreichere Lebensmittel herzustellen und dabei Kleinbauern zu unterstützen, die Artenvielfalt zu fördern und die Widerstandskraft des Klimas zu stärken. Unser übermäßiger Einsatz gefährlicher Pestizide ist eine kurzfristige Lösung, eine Sucht, die das Recht auf sichere und angemessene Ernährung und Gesundheit für gegenwärtige und künftige Generationen untergräbt.

Werden die Regulierungsbehörden weiterhin dem Mythos verfallen, dass Pestizide notwendig sind, um die Welt zu ernähren? Werden sie sich weiterhin auf Wissenschaft verlassen, die von der Industrie gefördert wird? Oder werden sie die Menschenrechte – insbesondere die Rechte des Kindes – schützen und angesichts der erheblichen Ungewissheiten das Vorsorgeprinzip anwenden?

Wenn sich die Europäische Kommission diese Woche wieder an den Tisch setzt, um über die Zukunft von Pestiziden zu debattieren, hoffe ich, dass sie dabei eines im Sinn behält: ihre Pflicht, unsere Rechte und die Rechte unserer Kinder voranzustellen.

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http://www.keine-gentechnik.de/nachricht/32835/

Glyphosat: keine Mehrheit für 5-Jahres-Vorschlag der EU-Kommission

09.11.2017

UPDATE +++ Die Europäische Kommission ist mit ihrem Vorschlag gescheitert, das Pflanzengift Glyphosat für weitere fünf Jahre zu erlauben. Wie erwartet fanden die Mitgliedsländer heute in Brüssel weder dafür noch dagegen eine qualifizierte Mehrheit. Unterdessen hat Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) der EU-Kommission signalisiert, Deutschland könne einer Verlängerung der Glyphosat-Zulassung um drei Jahre zustimmen.

In einem Brief an den zuständigen EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis verwies Schmidt am Mittwoch darauf, dass Frankreich diese Position teile. Nicht geteilt wird sie aber offenbar innerhalb der noch amtierenden Bundesregierung. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) verurteilte Schmidts Vorstoß, der nicht einmal mit dem Bundeskanzleramt abgestimmt gewesen sei als „Foulspiel“. „Die Kommission hat bis heute keinerlei Vorkehrungen gegen die katastrophalen Auswirkungen auf die Artenvielfalt vorgesehen“, kritisierte Hendricks. Daher bleibe sie bei ihrem Nein zur weiteren Zulassung von Glyphosat.

Hier will Schmidt offenbar Abhilfe schaffen. Er schlug dem EU-Kommissar vor, die 2016 gemeinsam mit dem Umweltministerium eingebrachte Biodiversitätsklausel in die Zulassung mit aufzunehmen. Außerdem regte er an, Glyphosat für den Privatgebrauch zu verbieten und das Genehmigungsverfahren für „Pflanzenschutzmittel“ zu optimieren.

Während Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth (SPD) Schmidts Vorstoß auf Twitter als wenig sondierungsfreundliches Verhalten anprangerte, reagierten die Grünen, die mit der CDU gerade eine Jamaika-Koalition ausloten, erstaunlich gelassen. Es sei „bemerkenswert“, wie weit der Agrarminister sich schon bewegt habe, meinte etwa der grüne Bundestagsabgeordnete Harald Ebner. „Um grüne Unterstützung zu bekommen, fehlt aber noch das klare Bekenntnis zum Ausstieg“, stellte der Pestizidexperte klar. Außerdem müsse die Anwendung von Glyphosat in der Landwirtschaft sofort und deutlich beschränkt werden. Die Grünen hatten die CDU mehrfach davor gewarnt, die Zulassung für Glyphosat in der EU während der Koalitionsverhandlungen durchzuwinken.

Wenig Effekt hatte der Brief des Agrarministers offenbar in Brüssel. Wie eine Sprecherin dem Infodienst Gentechnik auf Anfrage mitteilte, werde die EU-Kommission den Mitgliedsländern bei der nächsten Beratung erneut ihren Fünf-Jahres-Vorschlag vorlegen. Der sogenannte Berufungsausschuss, bei dem hochrangige Vertreter der EU-Staaten erneut diskutieren und abstimmen werden, soll voraussichtlich noch vor dem 22. November tagen. Experten gehen nicht davon aus, dass sich die Mehrheitsverhältnisse bis dahin ändern werden. Das könnte bedeuten, dass die EU-Kommission die Entscheidung über Glyphosat dann doch selbst treffen will. Die aktuelle Zulassung läuft am 15.12.2017 aus.

Im zuständigen EU-Ausschuss stimmten heute 14 Mitgliedsländer dafür, das Pflanzengift für weitere fünf Jahre zu erlauben. Sie repräsentieren 36,5 Prozent der EU-Bevölkerung. Neun Staaten waren dagegen, fünf enthielten sich der Stimme, darunter Deutschland. Für eine qualifizierte Mehrheit ist ein Votum von 16 EU-Staaten nötig, die 65 Prozent der EU-Bevölkerung vertreten.

„Aus Umweltsicht war der Entwurf eine einzige Enttäuschung“, kritisierte der Naturschutzbund Deutschland (NABU) die Beschlussvorlage von Gesundheitskommissar Andriukaitis. „Die Kommission hatte weder ein Verbot der Sikkation vorgesehen noch Glyphosat im Haus- und Kleingartenbereich oder in Schutzgebieten verbieten wollen“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Die Jamaika-Sondierer forderte er auf, mindestens ein schrittweises Verbot des Totalherbizids in den Koalitionsvertrag aufzunehmen.

Ein Ausstiegsprogramm für Glyphosat aus der Landwirtschaft forderte der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND). „Landwirte brauchen Beratung und Unterstützung für einen Ackerbau, der ohne Glyphosat auskommt“, so BUND-Pestizidexpertin Heike Moldenhauer. Und ihre Verbandskollegin Christiane Huxdorff von Greenpeace ergänzte: „Die künftige Bundesregierung muss sich für ein nationales wie europäisches Verbot von Glyphosat stark machen.“ [vef]

 

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.com/watch?v=JWMdFfH1LRQ

Gift im Essen Missbildungen durch Glyphosat ARD Fakt 12 11 2013

ab Minuten 4:50 – „der Robinson – Bericht“ – „Claire Robinson“

BfR“ zum „Robinson-Bericht„: „Der ROBINSON-BERICHT ist ein anspruchsvolles Dokument das eine Viel-Zahl von FRAGEN aufwirft (WELCHE) die sehr ernst genommen werden sollten“?!

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http://www.pan-germany.org/download/glyphosate/GLO%2002%20Glyphosat%20Summary%20D.pdf

Zusammenfassung
 Glyphosat und Krebs: Systematischer Regelbruch durch die Behörden
Die Tricks von Monsanto und der Beitrag
der Behörden, um Glyphosat vor einem
Verbot zu retten.
Drei Behörden haben Glyphosat bescheinigt, nicht krebserregend zu sein: erst das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR – für die Bewertung von Glyphosat in der EU zuständig), die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA); und schließlich die Europäische Chemikalienagentur (ECHA). Das BfR erstellte für die EFSA und danach für die ECHA jeweils den Bewertungsbericht. Hingegen stufte die Internationale Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation, IARC, Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ ein. Diese zweithöchste der möglichen Einstufungen erfolgte unter Berücksichtigung folgender Erkenntnisse: hinreichende Belege für eine krebserregende Wirkung bei Versuchstieren („sufficient evidence“) starke Belege für zwei Mechanismen wie durch Glyphosat Krebs entstehen kann
(„strong evidence“ ) begrenzte epidemiologische Befunde beim Menschen („limited evidence“). Der Toxikologe Dr. Peter Clausing, der auch als Beobachter an den Sitzungen der ECHA teilnahm, hat die Bewertung der Tierstudien durch die EU-Behörden analysiert. Seine Analyse zeigt, dass die Behörden eindeutige Belege für eine krebserregende Wirkung bei Tieren missachten und beiseite schieben und Richtlinien und Empfehlungen von der OECD und der ECHA selbst, die ihre Arbeit
leiten sollen, grob verletzen.
Die Ergebnisse der Studien an Ratten und Mäusen haben laut Verordnung (EG) 1272/2008 zentrale Bedeutung: Es genügen zwei voneinander unabhängige Studien mit positiven Krebsbefunden, um eine Substanz als krebserregend einzustufen. Im Fall von Glyphosat weisen mindestens 7
von 12 solcher Langzeitstudien positive Krebsbefunde auf. Die Einschätzung, dass Glyphosat trotz dieser Befunde nicht krebserregend sei, gelang den Behörden nur durch Verletzung der Verordnung (EG 1272/2008) ihrer eigenen Richtlinie von 2015 und jener der OECD von 2012 sowie durch das Verschweigen und Verdrehen von Tatsachen. Die fünf wichtigsten Verstöße werden nachstehend beschrieben.
1. Versäumnisse und Verdrehungen

bei der statistischen Auswertung…………

2. Angebliche „Hochdosis-Effekte“……..

3. Behauptetes Fehlen von

Dosis-Wirkungs-Beziehungen……..

4. Unzulässige und verzerrte Nutzung
„historischer Kontrollen“……….
5. Willkürliche Studienauswahl
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 3SAT: Herbizid – GLYPHOSAT

 

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siehe auch „Monika Krüger“

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aus dem TEXT:…..Die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) in Lyon hatte die Substanz vor zwei Jahren als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. „Das wäre ein riesengroßes Problem für das weltweit gängigste Pflanzenschutzmittel“, sagt Gies. Nach europäischen Recht dürften Pestizide, die das Erbgut schädigen, nicht zugelassen werden……(<<<<Es gibt Beweise dafür – siehe auch PLAGIAT des „BfR“>>>>)

http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/chemikalien-in-der-umwelt-im-koerper-kann-man-300-stoffe-nachweisen-a-1176339.html

Chemikalien in der Umwelt „Viele Stoffe sind problematischer, als wir gedacht haben“

Weichmacher, Dünger, Schwermetalle: Tausende Stoffe gelangen in die Umwelt. Ihre Wirkung im menschlichen Körper bleibt oft ungeklärt.

imago

Das deutsche Schadstoffgedächtnis ruht in einer umgebauten ehemaligen Bunkeranlage in Münster. In unterirdischen Räumen lagern bei etwa minus 150 Grad Celsius derzeit etwa 350.000 Blut- und Urinproben in Metalltanks mit flüssigem Stickstoff – jedes Jahr kommen bis zu 15.000 weitere dazu.

Das Archiv der Umweltprobenbank reicht zurück bis 1981. „Wir sammeln, charakterisieren und lagern die Proben für spätere Analysen“, sagt Dominik Lermen vom Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik (IBMT). „So kann man die Proben nachträglich auf bestimmte Stoffe untersuchen.“

Jedes Jahr werden neue Proben an vier verschiedenen Orten gesammelt . Münster, Ulm, Greifswald und Halle stehen stellvertretend für West-, Süd-, Nord- und Ostdeutschland. Ihr Inhalt, der letztlich in Münster gelagert wird, ist von unschätzbarem Wert: Er gibt Aufschluss darüber, welchen Schadstoffen in welchen Mengen Bundesbürger verschiedener Regionen ausgesetzt waren und sind.

140.000 verschiedene Chemikalien auf dem Markt

„Wir können jederzeit schauen, wie sich die Belastung mit der Zeit entwickelt hat“, sagt Marike Kolossa-Gehring vom Umweltbundesamt (UBA), die das Projekt leitet. Das UBA wertet die Analysen aus und ist zuständig für die Beratung der Bundesregierung und auch der Bevölkerung.

Wie wichtig die Humanproben – ähnliche Projekte registrieren die Belastung von Böden, Tieren und Pflanzen – sind, zeigen die immer neu aufflammenden Diskussionen um bestimmte Chemikalien.

Da ist der allgegenwärtige Plastikgrundstoff Bisphenol A, das Herbizid Glyphosat oder das jüngst in Eiern nachgewiesene Biozid Fibronil. Insgesamt, so schätzt Kolossa, seien derzeit etwa 140.000 verschiedene Chemikalien auf dem Markt. Viele davon landen im Organismus.

„Im Körper kann man locker 300 Stoffe nachweisen“, berichtet sie. Die müssen darauf geprüft werden, ob sie die Gesundheit gefährden können – sowohl einzeln als auch in möglichen Kombinationen. Eine schwierige Aufgabe.

Für manche Einzelstoffe zeigen Langzeitreihen durchaus erfreuliche Trends: „Wir haben viele Probleme gelöst“, sagt Andreas Gies, Leiter der UBA-Abteilung „Umwelthygiene“. „Wir beobachten über den Zeitverlauf, dass viele Belastungen deutlich zurückgegangen sind, teilweise bis zu 90 Prozent.“

Problem der Einstufung

Beispiel Blei: Bei Menschen aus Münster sanken die Werte von 1981 – damals war Benzin noch verbleit – bis 2016 von mehr als 70 auf 9 Mikrogramm pro Liter Blut. Tendenz: weiter abnehmend.

Trotz des positiven Trends besteht kein Grund für Entwarnung. „Wir haben immer noch Probleme“, betont Gies. Weil Bleiverbindungen krebserregend seien und das Gehirn schädigten, gebe es keine untere Grenze – jede noch so geringe Konzentration könne Schäden verursachen. „Viele Stoffe sind problematischer, als wir früher gedacht haben“, sagt Gies.

Hohe Wellen schlägt momentan der Streit um Glyphosat, über dessen weitere Zulassung die EU am 9. November entscheiden könnte. Die Debatte dreht sich zurzeit vor allem darum, ob es die menschliche Gesundheit schädigt.

Die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) in Lyon hatte die Substanz vor zwei Jahren als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. „Das wäre ein riesengroßes Problem für das weltweit gängigste Pflanzenschutzmittel“, sagt Gies. Nach europäischen Recht dürften Pestizide, die das Erbgut schädigen, nicht zugelassen werden.

Streit um Wahrscheinlichkeiten

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vertritt eine andere Einschätzung und steht seitdem in der Kritik. Bei sachgerechter Anwendung in der Landwirtschaft seien beim Menschen keine krebserzeugenden, erbgutverändernden oder entwicklungsschädigenden Risiken von Glyphosat zu erwarten, heißt es in einer Stellungnahme.

Die von der IARC abweichende Einschätzung erklärt das BfR damit, die Krebsforschungsagentur prüfe lediglich die Eigenschaft eines Wirkstoffes, Krebs zu erzeugen – „nicht aber die Wahrscheinlichkeit, dass Krebs tatsächlich erzeugt wird, wenn dies von der Höhe der Aufnahmemenge abhängig ist“.

Analysen der Humanprobenbank von 2001 bis 2015 belegen jedenfalls, dass viele Bundesbürger den Stoff im Körper tragen. Urinproben aus Greifswald zeigen, dass 2001 rund zehn Prozent der Menschen Glyphosatwerte über dem Wert von 0,1 Mikrogramm pro Liter hatten. Bis zum Jahr 2012 waren es 58 Prozent, bis 2015 sank der Anteil auf 40 Prozent.

„Nach der Risikoeinschätzung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ist keine der gemessenen Glyphosat-Konzentrationen problematisch für die menschliche Gesundheit“, schrieb ein Team um Kolossa-Gehring kürzlich im „International Journal of Hygiene and Environmental Health“.

Weichmacher im Urin

„Allerdings hat die Internationale Krebsforschungsagentur Glyphosat als „für Menschen wahrscheinlich krebserregend“ klassifiziert. Berücksichtigt man diese Einschätzung, verdient vor allem die in den Proben dokumentierte zunehmende Tendenz für eine innere Glyphosat-Belastung Aufmerksamkeit in Hinsicht auf die menschliche Gesundheit.“

Kolossa-Gehring bedauert die insbesondere im Internet oft aggressiv geführte Debatte. „Dieser Streit verunsichert die Bevölkerung in höchstem Maß“, klagt sie. Aber nicht nur einzelne Stoffe machen ihr Sorge, sondern Chemikalien-Cocktails und die Frage, ob und wie sich verschiedene Stoffe im Körper verstärken. Dies ist weitgehend ungeklärt.

Beispiel Phthalate: Die Plastik-Weichmacher werden vor allem zur Herstellung von PVC-Kunststoffen genutzt. Doch ein Teil der Stoffe entweicht. Dass Phthalate vor allem bei Männern die Fruchtbarkeit schädigen können, gilt als wahrscheinlich.

Die Stoffe unterliegen laut Kolossa-Gehring seit Anfang des Jahres 2015 einer Zulassungspflicht, was de facto einem Verbot gleichkomme. In nahezu sämtlichen Urinproben seien Umwandlungsstoffe der meisten Phthalate nachgewiesen worden, heißt es von Seiten der Umweltprobenbank. Dies weise auf eine allgegenwärtige Belastung der deutschen Bevölkerung hin.

Summieren sich Effekte?

Zwar sanken die Belastungen der Bundesbürger seit Mitte der 1990er Jahre, aber dafür steigen nun die Konzentrationen der sieben bis acht Ersatzstoffe wie etwa Hexamoll Dinch. Allein von dieser Substanz werden laut Kolossa-Gehring jährlich mehr als 200.000 Tonnen produziert – deutlich steigende Konzentrationen im Urin der Bundesbürger spiegeln diese Entwicklung wider.

Dinch ist in der EU für Lebensmittelverpackungen zugelassen, dennoch bleiben für Kolossa-Gehring Fragen offen. „Ich glaube nicht, dass wir die Wirkungen dieser Stoffe ausreichend bewerten können“, sagt sie.

Ist es mitunter schon schwierig, das Risiko einzelner Substanzen zu bewerten, so ist das bei Chemikalien-Cocktails fast ausgeschlossen. Experten gehen davon aus, dass sich Effekte mancher Stoffe im Körper summieren können.

Darauf verwies Andreas Kortenkamp von der Brunel University London schon vor Jahren mit Blick auf endokrine Disruptoren – also Stoffe wie Phthalate oder Bisphenol A, die hormonartig wirken: „Es gibt gute Belege, die zeigen, dass gemeinsame Effekte auftreten, selbst wenn jeder Bestandteil einer Kombination unterhalb von Konzentrationen vorliegt, bei denen beobachtbare Effekte auftreten“, schrieb er schon 2007 im Fachblatt „Environmental Health Perspectives“.

„Man kann Kaufentscheidungen treffen“

Die UBA-Mitarbeiterin Kolossa-Gehring glaubt, dass das auch für andere Stoffe gilt, etwa Weichmacher. „Es gibt viele Hinweise darauf, dass eine Reihe von Phthalaten additiv wirken“, sagt sie. Es sei also möglich, dass mehrere Stoffe, die einzeln keine Wirkung zeigen, zusammen durchaus Effekte hätten – insbesondere wenn sie auf die gleiche Körperregion wirken.

„Die Bewertung von Einzelstoffen verharmlost etliche Risiken“, glaubt sie, weiß aber auch. „Die Untersuchung möglicher Kombinationen ist eine unendliche Aufgabe.“

Doch wie kann man als Verbraucher die Aufnahme bedenklicher Stoffe minimieren? Absoluten Schutz gebe es nicht, sagt Kolossa-Gehring. Zur Vermeidung von Schadstoffen sei es aber ratsam, Produkte aus biologischem Anbau zu konsumieren. „Man kann Kaufentscheidungen treffen.“

Von Walter Willems, dpa/boj

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Saturday November „4th, 2017 – 6th,2017“ – – – „EMP“ – „Electro Magnetic Pulse Attack Simulation“ – „Military Exercise“ in the „US“ – – – November „4th, 2017“: „AntiFa“ apparent „Demo“ with the call for arms!!?? / “ 500 Jahre „Martin Luther“ Reformation 31.10.2017″

 

Amokalex „FRONTALSTOß“ Nr. 9 – German – 500 Jahre Martin Luther Reformation 31.10.2017

„4 bis 6 November 2017“ –  „Militär-Übung“ in den „USA“„EMP“ –  „Elektro-Magnetische-Puls-Simulation“
„4 November 2017“ „USA“ –  „Anti-FA“ ruft zur gewaltätigen „DEMO“  gegen Trump-Administration auf

Saturday „Nov. 4th, 2017 – 6th, 2017 „„EMP“ Exercise in the US,
November 4 th, 2017„AntiFa“ apparent  Demo with the call for arms!!??
„EMP“  –  „Electro Magnetic Pulse Attack Simulation“ – Military Exercise!
„Anti-Fa“ calls out to hundreds of cities to Violently crush the Trump/Pence Administration!
FEMA also warns to Prep for something larger!!??

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Alexander Amokalex Rudzinski added 2 new photos.

November 1 at 4:14pm · Dresden ·

Tonight in the Amokalex „FRONTALSTOß“ Nr. 9 – German – 500 Years Martin Luthers Reformation 31.10.2017

According to many – „THE PROTEST IS NOT OVER!“

I am NOT a Religious Person neither an Expert Theologist!

I am just someone who does a Moron thing called „THINKING!“

…and there are some very interesting things that need to be taken into consideration, should the End to the Protest between the Churches have come Yesterday! – Halloween

.and as for the 4th of November!! There seems to be something Brewing in the Midst!!

„Electro Magnetic Pulse Attack Simulation“ – Military Exercise!

Anti-Fa calls out to hundreds of cities to Violently crush the Trump/Pence Administration!

FEMA also warns to Prep for something larger!!??

….THIS IS what I will be talking about Tonight!

Contactng – Ole Dammegard – Shortly, he see’s it too!

Let’s look at the Events that happend and will take place;

Tuesday Oct. 31st, 2017 – Attack in NYC’s upper Westside!
Saturday Nov. 4th, 2017 – EMP Exercise in the US, AntiFa apparent Worldwide Demo with the call for arms!!??

…this is more than just Hot Stuff People!!

This is some Smoking Shit!! ….and we need to know this!!!

Tonight in the Amokalex „FRONTALSTOß“ Nr. 9 – German

Starting 8:00 pm MEZ (2:00 pm EST)

And Only On;

www.fettesradio.de

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Alexander Amokalex Rudzinski

November 1 at 1:21am ·

Ohh Really!?

There is also going to be an „EMP“ Emergency Test??

…I Think that something is gonna go down People!!!

November 4 It Begins: The Trump/Pence Regime Must Go!
From the Call for November 4: … ON NOVEMBER 4, 2017: We will gather in the streets and public squares of cities and towns across this country, at first many…
refusefascism.org

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Diplom-Psychologe „Heiner Gehring“ – „Mind Control“ – „Be-Herrschung“ – „Versklavte Gehirne“

Physical Control of Mind“ – Jose M. R. Delgado

Propaganda als „Mind-Control-Instrument“ –  Abschaffung der Freiheit“ – „Erzeugung von Angst und Schuld„ – „Medien-Propaganda“ – „Zensur“ – „Anglo-Amerikanischer-Sprach-Imperialismus“

Manipulation – Musik:   Unterschwellige Botschaften eingebaut

klassische „Mind-Control“: „Gehirn-Wäsche“ – „vollständiger Reiz-Entzug“ – „Kriegs-Gefangene“ – „Elektro-Schocks“ – „Psycho-Chirugie“ – „Schweden“ – „Lobotomie“ – „Gehirn-Transplantation“ – PROJEKT : „CIA-MK-ULTRA“ –  „Dr Ewen Cameron“ – „Kanada“ – „DROGEN“ – PROJEKT : „Monarch“ – „okkulte-satanistische Techniken“ – Dr. Helmut Lammer

fortgeschrittene „Mind-Control“: „Hans Dominik“ – „Manipulation über „elektro-magnetische Wellen/Skalar-Wellen“ – ab Stunden 1:11 Irak (Beispiel für angewandter Mind-Control)

ab Stunden 1:16 DeutschlandKaiserslautern – „Donnersberg“ (US-Luft-Waffen-Basis) – Test von „elektro-magnetischen/Skalar-Wellen“ – Waffen

ab 1:32 Stunden Implantate – „Sende-und Empfangs-Einheit“ – „HAARP

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 Wer hat „Frank Olson“ ermordet? wieso? Hat es was mit dem Nord-Korea-Krieg zu tun? – ? „Biologische Waffen“ ?-  CIA-Wissenschaftler: „Frank Olson“ – „Mind-Control“ – „MK-ULTRA“ – Deck-Name „Artischocke“

„Frank Olson“  ermordet 1953
B-Waffen – US-Army – Fort Detrick – Anthrax
Kurt Blome – „KZ-Arzt“
künstliche Seuchen
Frankfurt – „IG-Farben“ – Deutsche CIA-Zentrale – Ober-Ursel – „Camp-King“
Drogen (LSD) – Hypnose – Folter
„Schmutzige Tricks“
1953  – China – Nord-Korea – USA – „B-Waffen“ eingesetzt?
Donald (Don) Rumsfeld – Richard (Dick) Cheney

 

Welt der Wunder:  „MK-ULTRA“ – Gedanken-Kontrolle – SECRET

Kindes-Missbrauch – katholische Kirche
Hypnose – Code
CIA –  Psychiater Donald Ewen Cameron – Allan Memorial Institute – (Nürnberger Prozess)
Linda McDonald – MK-ULTRA-Opfer 1962 Montreal/Kanada
1966-1973 – Dr L. Wilson Green – (aus Deutschland)
Projekt „paper clip“ – 127 Nazi-Wissenschaftler von CIA aufgenommen unter Anderen „Kurt Blome“
„Der Manchurian Kandidat“
„Frank Olson“ – Anthrax – „Mind-Control“
„MK-ULTRA“ – „sensorische De-Privatisation“ – „Entzug aller Sinnes-Reize“ – Montreal 1960
Wer erschoss Senator „Robert Kennedy“?
1963 Erkenntnisse über „MK-ULTRA“ aus dem Verhör-Handbuch der CIA – Isolation – Deprivatisation – Elektro-Schocks – Anwendung suggestiver Botschaften – Guantanamo

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Amokalex „FRONTALSTOß“ Nr. 9,2 – German – 500 Jahre Martin Luther Reformation 31.10.2017

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