„Europäische Bürger-Initiative“ (EBI) gegen „GLYPHOSAT“ – Sign the „European Citizens‘ Initiative“ (ECI) – Unterzeichnen bis Freitag „30 Juni 2017“ / „TTIP“ ist wieder da / KALIFORNIEN: am „7 Juli 2017“ wird „Glyphosat“ auf die Liste von fast „800 giftigen Chemikalien“ gesetzt und als krebserregend eingestuft / Gesundheit: TATOOs – Gifte – „RFID-CHIP“

siehe auch mehr  zur Glyphosat-Zulassung – „Monsantos Papers“ – Studien von „1999“ die belegen dass MONSANTO seit dieser Zeit weiss dass Glyphosat krebserregend ist – leider sind diese nicht für die Öffentlichkeit bestimmt – ebenfalls werden diese Beweise von der „EU“ ignoriert

siehe auch „EU“ öffnet die Tore für Monsanto – Glyphosat

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das nächste  VIDEO ist auch unter diesem Link anzuschauen: https://www.welt.de/wirtschaft/article165773219/Bayer-Chef-Baumann-legt-sich-mit-der-Bio-Branche-an.html

EU-Kommission verlängert Zulassung für Glyphosat

( Glyphosat wird  um 18 Monate verlängert  DeutschlandMerkel hat am Freitag den 16 Juni 2017 für Enthaltung gestimmt)

Die EU-Kommission hat die Zulassung für das umstrittene Pflanzenschutzmittel Glyphosat um bis zu 18 Monate verlängert. Eine letzte Abstimmung der EU-Staaten  (Freitag 16 Juni 2017) über die Verlängerung war zuvor gescheitert (wegen Deutschland-Merkel)

Quelle: Die Welt

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http://www.sueddeutsche.de/wissen/landwirtschaft-insektizide-tragen-zum-bienensterben-bei-1.3567625

Insektizide tragen zum Bienensterben bei

Über die Gefährlichkeit bestimmter Insektizide für Bienen streiten Hersteller, Agrarverbände, Naturschützer und Imker seit Jahren.
  • Zwei Studien zeigen, dass bestimmte Insektenvernichtungsmittel Bienen gefährden.
  • Die Arbeiten unterstützen die Forderung nach einem Verbot der sogenannten Neonics.
  • Die Europäische Lebensmittelbehörde Efsa soll noch in diesem Jahr über ein Verbot dieser Mittel entscheiden.
Von Kathrin Zinkant

 

Es ist still geworden an den Feldrändern. Kaum ein Summen ist zu hören, wo früher dicke Hummeln und Bienen von Blüte zu Blüte flogen. Kaum ein Flattern, wo man mal Dutzende von Schmetterlingen sah. Woran es liegt, dass die Zahl der Insekten immer weiter abnimmt, fragen sich Wissenschaftler seit Jahren.

Wie zwei Studien im Wissenschaftsjournal Science jetzt darlegen, ist eine wichtige Gruppe von Tätern nun wohl dingfest gemacht: sogenannte Neonicotinoide, kurz Neonics genannt. Die Gifte werden als Insektenvernichter weltweit auf Äcker verbracht. Die Studienergebnisse sind nach Aussage zahlreicher unbeteiligter Experten eindeutig. Neonics wirken sich negativ auf die Fortpflanzung und das Überleben von Honigbienen und Hummeln aus.

Es ist keine sehr überraschende Erkenntnis. Umweltschützer, aber auch Wissenschaftler sind seit Jahren davon überzeugt, dass Neonicotinoide eine Gefahr für die Umwelt darstellen. Neonics vergiften ohne Rücksicht auf die Spezies das Nervensystem von Insekten und verbleiben oft Jahre in den Böden. Schon vor neun Jahren wurde deshalb ein Verbot der Stoffe diskutiert, einige von ihnen dürfen gar nicht, manche nur noch stark eingeschränkt genutzt werden. Doch Hersteller und Bauern wehren sich. Noch in diesem Jahr sollen Neonicotinoide durch die Europäische Lebensmittelbehörde Efsa neu bewertet und dann entweder wieder zugelassen – oder endgültig verboten werden.

In einem unbekannten Land

Es gibt viele Theorien, warum es der Biene so schlecht geht. Nur eines ist sicher: Schuld ist der Mensch. Beobachtungen in Oberschleißheim, bei den erschöpften Nachfahren der Biene Maja. Von Johanna Adorján mehr …

Die Ergebnisse beider Studien stützen nun die Forderung nach einem Verbot. Eine der Arbeiten widmet sich vor allem den Honigbienen in der intensivlandwirtschaftlichen Maisproduktion. Ein Team um die Biologin Nadejda Tsvetkov von der York University im kanadischen Toronto konnte eindeutig zeigen, dass die Arbeiterinnen der Bienenvölker durch Neonics früher starben, und dass auch die Königinnen der Völker häufiger zugrunde gingen.

Die Forscher fanden außerdem heraus, dass Fungizide, die einen Pilzbefall der Maiskörner verhindern sollen, die Effekte der Neonics auf die Bienen eklatant verstärkten. Die Mittel kommen häufig gemeinsam zum Einsatz. „Dieser Befund muss ernst genommen werden“, sagt Daniel Dietrich, Leiter der Human- und Umwelttoxikologie an der Universität Konstanz. Dietrich entnimmt dieser Studie noch eine weitere wichtige Erkenntnis: Die Arbeit belege eine Belastung von Wildblumen – und somit eine Migration der schwer abbaubaren Gifte vom Acker in weitere Pflanzen, die als Nahrung für viele andere Tiere dienen.

Die deutschen Resultate dieser Studie überraschen

Im Rahmen der zweiten Studie hatte eine Gruppe um den Zoologen Ben Woodcock vom britischen Natural Environment Research Council insgesamt 33 Freiland-Versuchsstandorte in Großbritannien, Ungarn und Deutschland beobachtet. Über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren wurden Arbeiter, Drohnen, Königinnen, Puppen und Larven von Honigbienen sowie Erdhummeln und Wildbienen in der Nähe von Rapsfeldern eingesammelt. Deren Saaten waren mit den Neonicotinoiden Clothianidin oder Thiamethoxam behandelt worden. In Ungarn und Großbritannien hatten die Mittel fast durchweg negative Auswirkungen auf die Tiere. Weniger Honigbienen überlebten den Winter, Hummeln produzierten weniger Königinnen, Wildbienen legten weniger Eier.

Doch die deutschen Resultate dieser Studie überraschen: An den ostdeutschen Versuchsstandorten wurden keine negativen Auswirkungen der Neonics gefunden. Dieses Ergebnis ähnelt den Resultaten einer Freilandstudie des Agrarriesen Bayer. Das Unternehmen hatte im gleichen Zeitraum in Ostdeutschland untersucht, wie sich die Anwendung von Clothianidin beim Saatgut von Winterraps auf Honigbienen auswirkt. Im vergangenen Oktober veröffentlichte der Konzern die Resultate, denen zufolge die Bienen nicht durch Clothianidin geschädigt werden.

Tatsächlich hat Bayer auch die Studie von Woodcocks Team mitfinanziert. Studienautor Matt Heard versicherte jedoch, dass „die Studien vollständig unabhängig voneinander“ seien. „Wir haben keine Daten von Bayer benutzt“, sagt auch James Bullock, ein weiterer Wissenschaftler aus Woodcocks Team. Warum die deutschen Honigbienen nicht geschädigt wurden, könne er nicht erklären.

Der Neurobiologe Randolf Menzel von der Freien Universität Berlin bemängelt an der Arbeit der Briten, dass sie für eine Reihe von Befunden „keine überzeugenden Erklärungen“ lieferten. Für ihn ergebe sich aus beiden neuen Arbeiten kein Anhaltspunkt für eine Entwarnung für Neonics. „Ganz im Gegenteil“, sagt Menzel.

Ein Verbot der Neonics wird damit immer wahrscheinlicher. Sollte es kommen, werden davon nicht nur Bienen profitieren. Auch viele andere Tiere leiden unter dem Einsatz von Unkraut-, Insekten- und Pilzvernichtern. So hatte bereits vor drei Jahren eine Studie gezeigt, dass die Zahl der Schwalben in den Niederlanden stark abnimmt. Auf dem Speiseplan der Rauchschwalbe stehen dabei nicht einmal Bienen. Dafür aber zahlreiche andere Insekten, die dank der unspezifischen Wirkung der Neonics dezimiert werden. Die Schwalben müssen hungern, genauso wie eine ganze Reihe anderer Wirbeltiere, die sich hauptsächlich von Insekten ernähren.

Und nicht nur in den Niederlanden: In manchen Regionen Deutschlands ist der Artenreichtum von Schmetterlingen um 70 Prozent geschrumpft, die Zahl aller Insekten hat sich in den vergangenen 25 Jahren halbiert. Daran sind zwar sicher nicht allein die Neonicotinoide schuld. Aber je eher sie verboten werden, desto schneller treten auch die übrigen Ursachen zutage.

Deutschland sterben die Vögel weg

In den Agrargebieten geht die Zahl der Vögel drastisch zurück. Der Bestand mancher Arten ist in den vergangenen Jahren um 80 Prozent geschrumpft. Von Hans Gasser mehr…

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seit 1999 weiss MONSANTO das Glyphosat krank macht bzw krebserregend ist wieso werden die DOKUMENTE: „MONSANTO PAPERsnicht veröffentlicht???!!! hier der Linkhttp://www.greng.lu/actualites/glyphosatmonsanto-papers – …..Glyphosat/Monsanto Papers – EU-Abgeordnete fordern lückenlose Aufklärung – …..Der Brief folgt der Veröffentlichung der sogenannten „Monsanto Papiere“ in den USA, die nahelegen, dass der Firma Monsanto bereits seit 1999 eine krebserregende Wirkung des Pestizids Glyphosat bekannt ist. In der vergangenen Woche hatte ein Gericht in den USA die Veröffentlichung von Dokumenten verfügt, die interne EMails der Firma Monsanto beinhalten, aus denen hervor geht, dass Monsanto die zellveränderte Wirkung des Pflanzenschutzmittels durch Manipulation von Studien geheim halten wollte.

Bréif

http://www.zeit.de/2017/27/glyphosat-unkrautvernichtungsmittel-risiken-studien-streit?sort=desc&page=3#comments

Glyphosat: Giftiger Streit

Jetzt doch nicht krebserregend? Um das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat tobt eine bizarre Studienschlacht.
Glyphosat: Ein Traktor fährt über ein Feld und bringt Glyphosat aus.
Ein Traktor fährt über ein Feld und bringt Glyphosat aus. © Steven Lüdtke/Forum Moderne Landwirtschaft/dpa

Schon wieder ein Wissenschaftsskandal um Glyphosat? Wieder Manipulationen? Wieder Befangenheit? Der jüngste Vorwurf im endlosen Streit über die Risiken des Unkrautvernichtungsmittels trifft einen amerikanischen Epidemiologen.

Rückblende: Ende 2015 stufte die Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation, die International Agency for Research on Cancer (IARC), das weltweit am häufigsten eingesetzte Herbizid als „wahrscheinlich krebs-erzeugend beim Menschen“ ein. Bei dieser Entscheidung soll ausgerechnet der Vorsitzende der zuständigen Arbeitsgruppe, Aaron Blair, seine Kollegen über wichtige Forschungsergebnisse „im Dunkeln gelassen“ haben, enthüllte Mitte Juni die britische Nachrichtenagentur Reuters.

Zahlreiche Medien griffen den Scoop auf. Kein Wunder: Schließlich stellt er ein Verdikt infrage, mit dem sich die 17 Experten des IARC gegen die Befunde anderer Gremien positionieren. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA und jüngst auch die EU-Chemikalienagentur ECHA: Sie alle haben Glyphosat vom Krebsverdacht freigesprochen.

Die Monografie der IARC löste nicht nur eine hitzige Debatte über wissenschaftliche Methoden und Quellen aus. Sie wirkt auch politisch: Eine europäische Bürgerinitiative will das verhasste Totalherbizid ganz von den Äckern verbannen lassen. Regierungen erließen strengere Auflagen für die Anwendung, einige sogar schon Verbote. In den USA klagen Krebsopfer gegen Monsanto, den Entwickler des glyphosathaltigen Vorreiter-Produktes Roundup Ready.

Und das alles auf der Grundlage überholter Daten? Reuters wird konkret: Die IARC habe neue Ergebnisse der Agricultural Health Study ignoriert. In dieser großen Langzeituntersuchung ermitteln amerikanische Wissenschaftler seit den neunziger Jahren, wie sich der Einsatz von Pestiziden bei Farmern, Landarbeitern und ihren Familien in Iowa und North Carolina auswirkt. Schon eine erste Auswertung fand 2005 keinen „allgemeinen“ Zusammenhang zwischen Glyphosat und dem Non-Hodgkin-Lymphom, dessen Entstehung mit dem Wirkstoff in Verbindung gebracht wird. Acht Jahre später hatten die Forscher noch mehr Daten von nunmehr rund 89.000 Personen erfasst – und die Entwarnung bestätigte sich. Davon teilte der Vorsitzende des Glyphosat-Gremiums seinen IARC-Kollegen aber nichts mit. Dabei ist IARC-Mitglied Aaron Blair sogar selbst an der Fortschreibung der Agricultural Health Study beteiligt.

Dass die neuen Ergebnisse nicht berücksichtigt wurden, ist formal völlig korrekt: Nach einem ehernen Grundsatz bezieht die IARC nur solche Forschungsarbeiten in ihre Bewertungen ein, die bereits von einer wissenschaftlichen Zeitschrift, peer reviewed, angenommen wurden. Die aktualisierten Erkenntnisse der US-Studie sind aber bislang nicht publiziert. Doch warum nicht?

Ein brisanter Verdacht: Hat der Chef der WHO-Krebskommission Daten unterschlagen?

Roundup-Hersteller Monsanto vermutet gegenüber Reuters, die entlastende Veröffentlichung sei „absichtlich verheimlicht“ worden, damit das IARC sie nicht prüfen konnte.

Diese Unterstellung rief eine weitere Investigativjournalistin auf den Plan. Carey Gillam bewertet den Fall indes als Erfolg geschickter „Spindoktoren“ von Monsanto. In der Onlinezeitung Huffington Post behauptet sie, einer der Kronzeugen von Reuters habe als Gutachter für Monsanto gewirkt. Und nicht nur das: Nach der negativen IARC-Bewertung über Glyphosat ist der Ruf des Konzerns beschädigt, es drohen Prozesse. Monsanto habe die entlastende Geschichte von den verheimlichten Daten wohl geleakt, mutmaßt Gillam, mit Dokumenten, die eigentlich unter Verschluss seien.

Glyphosat: Giftiger Streit

Seite 2/2:

Die Neuzulassung von Glyphosat in Europa steht an

Tatsächlich geht der Reuters-Bericht von vertraulichen Ermittlungsakten eines kalifornischen Bezirksgerichtes aus. Das soll prüfen, ob eine Sammelklage von 184 Krebskranken und ihren Familien gegen Monsanto zur Verhandlung kommt. Auch Aaron Blair war vorgeladen, stundenlang wird er vom Anwalt der Kläger und dem Monsantos befragt. An einer Stelle bestätigt Blair tatsächlich, dass die unveröffentlichten Daten der Farmer-Kohorte den Wert des Krebsrisikos in der IARC-Bewertung wohl verringern würden: „Correct“.

Liest man indes das 300-Seiten-Protokoll der eidesstattlichen Aussage von Aaron Blair, dann begegnet man einem auf Neutralität bedachten Forscher, der voreilige Deutungen seiner Arbeit immer wieder korrigiert – etwas, das in dem Reuters-Bericht fehlt. Schier endlos debattieren der Forscher und die Anwälte Aussagekraft und Schwachstellen epidemiologischer Studien. Solchen Belegen misst die IARC aber bei ihrer Einstufung ohnehin nur „begrenzte“ Beweiskraft zu. Mehr zählen für sie die Daten aus Tierversuchen.

Am Ende der Anhörung antwortet Blair auf die Frage, ob sich seine Meinung im Vergleich zu seiner Position aus den IARC-Debatten nun geändert habe, schlicht: „Nein“. Den Aufschub der Publikation begründet er unter anderem damit, dass wegen der enormen Datenmengen der Teil über Schädlingsbekämpfungsmittel vorgezogen worden sei.

Reuters erklärt in seiner aufsehenerregenden Recherche nicht, warum die IARC nur veröffentlichte Studien berücksichtigt: weil nur diese „frei von anderen Wissenschaftlern und der Öffentlichkeit geprüft werden können“. Auch wegen dieses Transparenzanspruchs und der daraus resultierenden Datenbasis weichen die Ergebnisse von anderen Agenturen zur Risikobewertung ab. Diese beziehen geheime Industriestudien ein; Befunde, deren Glaubwürdigkeit gerade wieder in einem Schreiben an den Präsidenten der EU-Kommission bezweifelt wird.

Ob es sich nun um einen „perfekt orchestrierten Medien-Coup“ von Monsanto handelt oder nicht: Eine Diskreditierung der WHO/IARC-Forscher käme dem Chemieriesen entgegen. Am Montag hat die kalifornische Behörde für Umwelt und Gesundheit Glyphosat für krebserregend erklärt. Sollten die Bezirksrichter dieser Einschätzung folgen, würde das hunderte weitere Verfahren gegen Monsanto in anderen Bundesstaaten beeinflussen.

Überdies steht bald die Neuzulassung von Glyphosat in Europa an. Auch als Folge der IARC-Bewertung wurde sie immer wieder aufgeschoben und zuletzt nur vorläufig bis Ende 2017 erteilt. Mitte Juli soll das zuständige Komitee über einen Vorschlag der Kommission beraten. Bis dahin wird der Druck auf Regierungen und auf Wissenschaftler weiter steigen. Von beiden Seiten.

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Europäische Bürgerinitiative (EBI) –  gegen Glyphosat – Sign the European Citizens‘ Initiative (ECI)

 

http://www.keine-gentechnik.de/nachricht/32635/

Mehr als eine Million Unterschriften gegen Glyphosat

21.06.2017

Eine europäische Bürgerinitiative sammelt Unterschriften gegen Glyphosat. Foto: Jakob Huber/Campact (http://bit.ly/2qxs1RO)

Eine europäische Bürgerinitiative sammelt Unterschriften gegen Glyphosat. Foto: Jakob Huber/Campact (http://bit.ly/2qxs1RO)

Noch neun Tage kann unterschrieben werden. Doch schon jetzt hat die Europäische Bürgerinitiative für ein Verbot des Unkrautvernichters Glyphosat nach eigenen Angaben mehr als die nötige Million Unterschriften zusammen. Ihr Anliegen muss damit von der Europäischen Kommission geprüft werden. Die Fraktion Bündnis90/Die Grünen wird morgen den Bundestag auffordern, gegen den Einsatz von Totalherbiziden wie Glyphosat und Glufosinat zu stimmen.

„Über eine Million Menschen senden ein klares Signal an die Kommission: Es darf keine Neuzulassung des globalen Ackergifts Nummer eins in Europa geben“, sagt Harald Ebner, Experte für Bioökonomie der grünen Bundestagsfraktion. Deshalb müsse der Bundestag die Bundesregierung auffordern, im zuständigen EU-Ausschuss Mitte Juli in Brüssel dagegen zu stimmen, dass die Zulassung von Glyphosat verlängert wird. 2016 hatte sich die Bundesregierung in dieser Frage enthalten, da die Koalitionspartner sich uneins waren.

Im Mai 2017 machte die EU-Kommission den Mitgliedsländern den „informellen Vorschlag“, einen Verlängerungszeitraum von zehn Jahren zu diskutieren. Ob sie mit diesem Vorschlag im Juli offiziell in den Ausschuss gehen wird, scheint noch offen. Dem Vernehmen nach läuft hinter den Kulissen bereits die Suche nach einem Kompromiss. Im vergangenen Jahr hatte die nötige Mehrheit gefehlt, die Zulassung von Glyphosat über 2017 hinaus zu verlängern. Bis Ende des Jahres muss nun eine Entscheidung getroffen werden. Glyphosat steht im Verdacht, Krebs zu verursachen. Die Europäische Chemikalienagentur war im März allerdings zu dem Ergebnis gekommen, dass Glyphosat nicht als krebserregend klassifiziert werden muss.

Die Europäische Bürgerinitiative (EBI) muss ihre Unterschriften jetzt von den EU-Mitgliedsstaaten prüfen lassen. Diese legen sie dann der EU-Kommission vor. Die Kommission muss sich daraufhin innerhalb von drei Monaten mit dem Antrag befassen, bestätigte eine Sprecherin auf Anfrage. Außerdem haben die Aktivisten das Recht, ihre Forderungen im Europäischen Parlament vorzustellen. Neben dem Verbot von Glyphosat verlangen sie, das Zulassungsverfahren für Pestizide zu reformieren und EU-weit verbindliche Reduktionsziele festzulegen. Wie auf der Webseite der EU-Kommission zur EBI ersichtlich, hat das Beteiligungsforum Campact die Initiative mit 200.000 € unterstützt. Insgesamt waren rund 100 Organisation aus 13 Ländern daran beteiligt, innerhalb von vier Monaten die nötigen Unterschriften aus mindestens sieben EU-Mitgliedsländern zu sammeln. [vef]

<<<<<<<<<hier unterzeichnen: www.stopglyphosate.org>>>>>>>

27 Juni 2017  – Noch 3 Tage kann unterschrieben werden – bis zum 30 Juni 2017

Stop Glyphosate

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http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2017-06/freihandelsabkommen-ttip-angela-merkel-usa-regierung-eu

Freihandelsabkommen: Deutschland und USA wollen neuen Anlauf für TTIP starten

Kanzlerin Merkel will neu über ein Freihandelsabkommen zwischen EU und USA verhandeln. Auch die Regierung Trump ist dafür, sie will so EU-Handelsüberschüsse begrenzen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus © BRENDAN SMIALOWSKI/AFP/Getty Images

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und US-Handelsminister Wilbur Ross wollen einen neuen Anlauf für das europäischamerikanische Freihandelsabkommen TTIP starten. Sie spreche sich „eindeutig dafür aus, auch mit den Vereinigten Staaten von Amerika ein solches Abkommen zu verhandeln“, sagte Merkel auf einer Veranstaltung des CDUWirtschaftsrats. Nur mit einem solchen Abkommen könne man viele der Probleme lösen. Dazu gehörten unter anderem die Fragen, was fairer Handel sei, wie Reziprozität aussehe und welche Handelshemmnisse es neben Zöllen gebe, sagte Merkel.

US-Handelsminister Ross sagte in einer Videonachricht auf der selben CDU-Veranstaltung, die USA hätten nicht vor, sich von TTIP abzuwenden. Er kritisierte, dass die EU Verträge mit Mexiko und Kanada geschlossen habe, aber nicht mit dem USA. „Im Freihandel ist es nicht sinnvoll, dass ein Land das ertragen muss“, sagte er.

Die Neuaufnahme der Verhandlungen sind nach Auffassung des Handelsministers nötig, um beispielsweise über EU-Handelsüberschüsse mit den USA zu sprechen. Als Handelspartner brauche man ihm zufolge ein Freihandelsabkommen. Schon im Mai hatte Ross gesagt, die USA seien daran interessiert, die Gespräche über TTIP fortzusetzen. Er wolle in den Neuverhandlungen eine Lösung erarbeiten, die das Handelsvolumen erhöhe und gleichzeitig das US-Handelsdefizit reduziere.

Die EU und die USA hatten die Verhandlungen am TTIP-Abkommen unter dem früheren US-Präsidenten Barack Obama begonnen, aber dann unterbrochen. US-Präsident Donald Trump hatte das transpazifische Freihandelsabkommen TPP im Januar per Dekret aufgekündigt. Seitdem wurden den Gesprächen über TTIP kaum noch Chancen eingeräumt. Schon unter Obama waren die Verhandlungen schleppend verlaufen.

Der geplante Handelspakt TTIP ist umstritten, auch in Deutschland gibt es immer wieder Proteste. Gegner des Abkommens fürchten vor allem den Abbau europäischer Standards beim Verbraucherschutz und den Einzug von Gentechnik in Lebensmittel in Europa.

Freihandelsabkommen Deutschland und USA wollen neuen Anlauf

FreihandelsabkommenMerkel wirbt für einen neuen TTIPAnlauf Deutschland wolle sich als ein verlässlicher Partner einbringen, sagte Merkel. Auch US-Handelsminister Ross signalisierte Interesse an einem Freihandelsabkommen mit der EU. © Foto: Reuters TV

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http://www.zeit.de/wirtschaft/2017-06/freihandel-ttip-angela-merkel-donald-trump-usa-deutschland

Freihandel: Ein Zombie namens TTIP

Das umstrittene Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA ist noch lange nicht tot. In einer schwarzgelben Koalition könnte Kanzlerin Merkel TTIP wiederbeleben.

Manchmal steht man morgens auf und fühlt sich von den Nachrichten spontan in die Vergangenheit versetzt. Denn da taucht plötzlich eine Idee auf, die man längst begraben wähnte, und das aus vielen guten Gründen. „Bundeskanzlerin Angela Merkel will neuen Anlauf für TTIP“ gehört in diese Kategorie. TTIP, das zur Erinnerung, ist das europäisch-amerikanische Handelsabkommen, bei dem unter US-Präsident Barak Obama nichts voranging – weil sich die Verhandler nicht einigen konnten. Weil Hunderttausende dagegen auf die Straße gingen. Und vor allem, weil sich während der Verhandlungen zeigte, wie viel die USA und Europa doch trennt. Bei der Definition von fairem Handel, beim Schutz der Umwelt, der Verbraucher, der Bürger.

Trotzdem hat Angela Merkel nun auf dem CDU-Wirtschaftstag verkündet, dass sie das Projekt immer noch will, auch mit Präsident Donald Trump. Nur warum und warum jetzt? Tatsächlich kommt der Wunsch aus den USA, bei der CDU warb der Handelsminister Wilbur Ross dafür. Das klingt zwar bizarr, hat doch die US-Regierung gerade erst europäische Stahlimporte mit Strafzöllen belegt und der Senat Sanktionen gegen europäische Firmen gefordert. Man fragt sich also schon, warum ausgerechnet mit so jemandem eine Freihandelszone funktionieren soll. Trotzdem kommt die Idee Merkel nicht ungelegen. Auch auf dem anstehenden G20-Gipfel in Hamburg dürfte sie sich dafür einsetzen, wie ihrer Regierungserklärung dazu an diesem Donnerstag zu entnehmen war: Es brauche offene Märkte, sagte sie. Das sei für Europa wichtig – denn der Welthandel sorge auch für Wohlstand.

Mit einer Wiederbelebung von TTIP kann Merkel ihren Noch-Koalitionspartner und zugleich Wahlkampfgegner SPD ganz wunderbar quälen. Die Sozialdemokraten streiten nämlich immer noch darüber, wie man TTIP und andere Abkommen so gestalten kann, dass sie nicht vor allem den Konzernen nutzen, sondern auch den Menschen und der Umwelt. Ganz anders als CDU und FDP, sie finden Freihandel einfach gut. Was zum zweiten Motiv von Merkel führt: TTIP reloaded wäre ein Projekt, auf das sich eine neue schwarz-gelbe Regierungskoalition wunderbar schnell einigen könnte. Und da die Umfragen einen Wahlsieg von FDP und CDU immer wahrscheinlicher machen, hat Merkel vielleicht einfach mal öffentlich über die ersten Projekte der nächsten Regierung nachgedacht. Schon weil sie so später jeden Protest mit dem Hinweis ignorieren kann: Ihr habt mich schließlich auch dafür gewählt.

Freihandelsabkommen – Merkel wirbt für einen neuen TTIP-Anlauf Deutschland wolle sich als ein verlässlicher Partner einbringen, sagte Merkel. Auch US-Handelsminister Ross signalisierte Interesse an einem Freihandelsabkommen mit der EU. © Foto: Reuters TV

Soziale und ökologische Folgen? Egal

Dabei ist TTIP leider nicht der einzige Wiedergänger. Auch die ganze vulgär-ökonomische Weltanschauung, die hinter dem Projekt steckt, hat offensichtlich ihre Kraft noch nicht verloren, jedenfalls nicht in den entscheidenden Kreisen. Das zeigt sich ganz deutlich bei Jefta, dem Abkommen, das die EU-Kommission in dieser Woche mit den Japanern final verhandelt. Auch das ist getragen von der Überzeugung, dass Wachstum und eine Steigerung von Importen und Exporten immer gut ist, und dass man die sozialen und ökologischen Folgen am besten ignoriert.

Auch bei Jefta haben all die Argumente der Verbraucherverbände, Gewerkschaften und Umweltschützer offenbar kaum gewirkt: Weil auch dieser Vertrag den Verbraucherschutz einschränken, der Umwelt schaden und die umstrittenen Schiedsgerichte einführen wird. Und auch dieses Abkommen hat die Kommission trotz der Kritik vieler Demokraten weitgehend hinter verschlossenen Türen verhandelt.

Das alles lehrt zweierlei: Ganz offensichtlich glauben sowohl Angela Merkel als auch die EU-Kommission, dass sie nun, nachdem die große TTIP-Protestwelle abgeebbt ist, einfach so weitermachen können wie zuvor. Dass die Leute einfach des Themas überdrüssig werden und Trump mit seinen irren Ideen über fairen Handel viel der Kritik an Freihandelsverträgen neutralisiert hat. Und dass deswegen alle, die für offene, liberale Demokratien sind, neu nachgedacht haben und lieber auch für Freihandel sind.

Doch das ist ein großer Irrtum. Wer für eine offene Gesellschaft kämpft, die die Natur nicht völlig zugrunde richtet, Verbraucher und Arbeitnehmer schützt, die Bürger an politischen Prozessen beteiligt und so ihr Wissen nutzt, will das auch in der europäischen Handelspolitik verwirklicht sehen. Er will, dass die EU-Kommission aus ihren Fehlern lernt und wenigstens einen Teil der Kritik aufnimmt. Jetzt, wo sie quasi einer der letzten Orte ist, der für die Idee des Westens steht, umso mehr.

Sie könnte all das tun. In der Handelspolitik tut sie es immer noch nicht.

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„Die sogenannte Gesundheits-Politik schaut weg…..“ – die „rechtliche GRAU-ZONE“ in der BRD

„NEUER TREND“

Tätowierung – GIFT unter die HAUT – keine Qualifikation notwendig – Jeder kann tätowieren

Deutschland im Tattoo-Rausch

Bilderbuch Körper

http://www.spiegel.tv/videos/125442-bilderbuch-koerper

 

„Der PFUSCH mit der NADEL“

ab Minuten 8:00 „Giftige FARBEN“

ab 33:00 Minuten – „RFID-Chip“ unter die Haut – SO wird ein „CHIP“ bald zur Normalität werden – wirklich nicht zu orten??? – wirklich nicht zu manipulieren – (der Transponder – „Fremd-Körper“ –  ist nicht mehr zu entfernen?)

Mindestens acht Millionen Deutsche sind tätowiert – Tendenz steigend. Ob Sternchen, Tribal oder Arschgeweih, kein Körperteil bleibt unversehrt. Was früher noch Rebellion war ist heute Mainstream.
Trendsetter setzen auf immer neue Formen der Körpermodifizierung wie AugapfelTätowierungen und KörperCutting. Eine Ausbildung gibt es dafür nicht, dabei hat ein Fehler langfristige Folgen. Mittlerweile gibt es auch sogenannte Rekonstruktionen von schief gegangenen BodyModifikations, wie überdehnten und abgestorbenen Ohrlöchern. Für manche junge Menschen hängt daran sogar die berufliche Karriere. Ein Film von SPIEGEL TV Wissen.
2015| 43 Min.

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siehe auch ÜBERWACHUNG in DEUTSCHLAND „der STAATS-TROJANER“

„RFID“ – WIE IM „KIKA“ DIE KINDER FÜR DEN „RFID“ – CHIP BEGEISTERT WERDEN SOLLEN

„ERDE an ZUKUNFT“

„Cyborg-RFID-Werbung“ für KINDER im „KIKA“….

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„RFID-CHIP“ – Agenda 2020 – „Auf Nummer Sicher“ (ZDF Doku-Thriller 2007)

https://www.youtube.com/watch?v=5Y264bgOj6Q

 

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KALIFORNIEN setzt GLYPHOSAT auf die LISTE der 800 giftigen Chemikalien die als krebserregend eingestuft werden

https://netzfrauen.org/2017/06/27/52822/https://netzfrauen.org/2017/06/27/52822/

27. Juni 2017

Monsanto geht es jetzt richtig an den Kragen. Ab dem 7. Juli wird Glyphosat in Kalifornien auf die Liste mit Chemikalien gesetzt, die krebserregend sein können. Ferner hat der Generalinspekteur der EPA (amerikanische Umweltschutzbehörde) eine Ermittlung angestrengt wegen möglicher Konspiration zwischen einem früheren hochrangigen Beamten der EPA und Monsanto.

Monsanto war völlig verwirrt über diese Entscheidung, Glyphosat auf der Liste von fast 800 giftigen Chemikalien des Staates aufzuführen und verklagte den führenden Agrarstaat der USA, weil Landesbeamte ihre Entscheidung hinsichtlich einer Warnung vor Krebsgefahr auf Erkenntnisse einer in Frankreich beheimateten Gesundheitsorganisation gründeten. Doch trotz des Widerspruchs des Chemiegiganten Monsanto entschied im Januar 2017 eine Richterin. Kalifornien würde als erster Bundesstaat diese Warnung ausbringen. Monsanto hatte den führenden Agrarstaat der USA verklagt, weil Landesbeamte ihre Entscheidung hinsichtlich einer Warnung vor Krebsgefahr auf Erkenntnisse einer in Frankreich beheimateten Gesundheitsorganisation gründeten.

Nun ist es endlich soweit: Durch die Maßnahme in Kalifornien könnten Monsanto und andere Konzerne, die solche Unkrautvernichter produzieren, gezwungen werden, Warnungen auf die Produktverpackungen zu kleben.

Siehe auch: Hier läuft was falsch! In Kalifornien Warnung vor Krebs auf Roundup und Europäische Chemikalienagentur schützt Monsanto mit unverschämtem Glyphosat-Bericht – Crazy – Glyphosate not classified as a carcinogen by ECHA

Wie wir Netzfrauen bereits im August 2016 berichteten, steht laut der Environmental Protection Agency of California Glyphosat, der Hauptbestandteil in Roundup, in direktem Zusammenhang mit der Krebsentwicklung. Der „Safe Drinking Water and Toxic Enforcement Act of 1986“, auch bekannt als „Proposition 65“, ist ein Gesetz, unter dem alle Chemikalien, die mit Krebs, Geburtsdefekten und Fortpflanzungsschäden im Zusammenhang stehen, vom Staat aufgeführt und veröffentlicht werden. Ebenso beinhaltet diese Liste auch alle krebserregenden Chemikalien, die von der International Agency for Research on Cancer (IARC) — einer Tochteragentur der World Health Organization – veröffentlicht werden. Laut IARC-Bericht, veröffentlicht im März 2015, ist Glyphosat als „möglicherweise krebserregend” angesehen.

„Fallstudien von berufsbezogenem Kontakt in den USA, Kanada und Schweden berichten von einem erhöhten Risiko für das Non-Hodgkin-Lymphom, das nach Anpassungen zu anderen Pestiziden blieb.”

 

Generalinspekteur der EPA untersucht, ob ein Angestellter der Behörde mit Monsanto konspirierte

Die Ermittlung ist die Reaktion auf Dokumente, die in einem Gerichtsverfahren öffentlich gemacht wurden, in dem es darum ging, ob der Unkrautvernichter Glyphosat Krebs erzeugt.

Siehe : Offengelegte Gerichtsunterlagen deuten auf Skandal hin, sie belegen geheime Absprache zwischen Monsanto und EPA – Has Monsanto Orchestrated a Massive Cancer Coverup? Unsealed Court Case Documents Point to a Scandal

Der Generalinspekteur der EPA (amerikanische Umweltschutzbehörde) hat eine Ermittlung angestrengt wegen möglicher Konspiration zwischen einem früheren hochrangigen Beamten der EPA und Monsanto, dem Hersteller des Unkrautvernichters Glyphosat. Dies geht aus einem Brief hervor, den er am vergangenen Freitag [2. 6.] an einen Abgeordneten sandte und den auch die Huffington Post erhalten hat.

Die Aktion des Generalinspekteurs ist die Antwort auf eine Bitte von Ted Lieu, dem demokratischen Abgeordneten für Kalifornien im Repräsentantenhaus, um eine Ermittlung in der Frage, ob der EPA-Angestellte mit dem Agro-Giganten konspirierte zum Zweck einer tendenziösen Forschung über Glyphosat, einer wesentlichen Komponente von Roundup. Seine Bitte gründete sich auf Medienberichte, die im Zuge einer Gerichtsverhandlung gegen Monsanto freigegeben worden waren. Diese hatten behauptet, Glyphosat errege Krebs. Ferner stand zu vermuten, dass die Firma Forschung beeinflusst und Wissenschaftler angeheuert haben könnte, um dies zu vertuschen.

„Wie Sie sich vorstellen können, ist das öffentliche Interesse an solchen Konspirationsvermutungen groß“, schrieb Generalinspekteur Arthur A. Elkins Jr. in seiner Antwort an Lieu am 31. Mai. „Darum habe ich das Büro des Generalinspekteurs für Ermittlungen gebeten, eine Untersuchung von verschiedenen Überprüfungsfällen der Behörde durchzuführen.“

Die EPA und Lieu erwiderten nicht umgehend Bitten um Stellungnahmen zu dieser Geschichte. Die Dokumente des Gerichtsverfahrens enthalten interne E-Mails von Monsanto und erwähnen Jess Rowland, einen ehemaligen Manager der Pestizid-Abteilung, der im April 2015 gegenüber Firmenfunktionären angeblich damit angegeben hatte, er könne Forschungen zu Glyphosat „abschießen“. Ein Monsanto-Manager für Zulassungsfragen schickte eine E-Mail an Kollegen, in der er angab, Rowland hätte ihm gesagt: „Wenn ich das [hier] abschießen kann, sollte ich eine Medaille bekommen“. Zur selben Zeit ersuchte Monsanto Rowland offensichtlich um Hilfe, um eine Überprüfung von Glyphosat zu verhindern, die durch die Behörde für giftige Substanzen und Seuchenregister, einer Abteilung des US-amerikanischen Gesundheitsamts, durchgeführt werden sollte.

Rowland schied im vergangenen Jahr aus der EPA aus. Anwälte von Klägern haben ihn wiederholt vernommen wegen Unterstellungen, dass Monsanto ihm durch Dritte möglicherweise Geld hat zukommen lassen. Rowlands Rechtsanwalt, William E. Lawler III, spielte den Brief des Generalinspekteurs in einer E-Mail an die Huffington Post herunter. „Jess Rowland ist ein angesehener früherer Beamter, der der EPA 26 Jahre lang in Ehren gedient und von dieser Lob während und nach seiner Zeit dort erhalten hat“, schreibt Lawler. „Er besitzt höchste Integrität und Moral und hat nichts Falsches getan“.“

Monsanto reagierte nicht auf viele Bitten um Stellungnahmen. Generalinspekteure besitzen weitgehende Autorität, wenn es um Ermittlungen bei Korruption innerhalb von Bundesbehörden geht, erklärt Michael Hubbard, ein pensionierter Beamter, der insbesondere für Verbrechensermittlungen in der EPA zuständig war.

Wenn das Büro des Generalinspekteurs eine Ermittlung beginnt, werden die Ermittlungsbeamten Rowlands frühere Kollegen und Vorgesetzte befragen, Datensätze auslesen und seinen E-Mail-Verkehr überprüfen, so Hubbard. Weiterhin könnten Ermittler der Public-Integrity-Abteilung des Justizministeriums einbezogen werden oder Zwangsvorladungen könnten vorgenommen werden, um Zugang zu Rowlands Bankdaten zu erhalten.

 

„Es ist sinnvoll zu schauen, wohin Geld fließt“, sagt Hubbard. „Hat er von Monsanto Geld angenommen? Floss Geld zu ihm oder zu einem seiner Partner?’“

 

Die Nachrichten über die Gerichtsverhandlungen gegen Monsanto sind über den Atlantik gedrungen und haben eine Debatte in Europa entfacht, wo Regierungen in Betracht ziehen, Glyphosat weiterhin in der EU zuzulassen, sagt Bart Staes, ein belgischer Parlamentsabgeordneter der Grünen Partei.

„Seit zwei Jahren sind politische und wissenschaftliche Debatten im Gange, weil die Zulassung für Glyphosat ausgelaufen ist und wir bis zum Ende des Jahres eine Entscheidung treffen müssen“, sagt Staes.

Die internationale Behörde für Krebsforschung, die Abteilung der WHO, die sich mit Krebs befasst, veröffentlichte im März 2015 das Ergebnis, dass Glyphosat krebserregend ist. Aber die EFSA, die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, eine wissenschaftliche Abteilung der EU, die lebensmittelrelevante Fragen auswertet, gab im Oktober 2015 ihr Ergebnis bekannt, nämlich, dass dem nicht so sei. Die beiden stützen sich auf unterschiedliche Kriterien […], so Staes: Während die IARC sich auf veröffentlichte Studien stützt, hat die EFSA auch Zugang zu Daten, die sich im Eigentum von Firmen befinden.

 

In der vergangenen Woche sandte Christopher Portier, der frühere stellvertretende Direktor des National Institute of Environmental Health Sciences, einen Brief an den Präsidenten der Europäischen Kommission, in dem er feststellt, dass er einige Rohdaten von Tierversuchen erneut überprüft hätte, aus denen die EFSA geschlussfolgert hatte, dass Glyphosat keinen Krebs erzeuge. In ihnen hätte er acht Tumorfälle gefunden, die die EFSA bei ihrer Überprüfung nicht berücksichtigt hatte. Portier schied vor kurzem aus seiner 40-jährigen Dienstzeit in der US-amerikanischen Regierung aus und ist nunmehr als Teilzeit-Berater tätig für den Environmental Defense Fund und für eine Rechtsanwaltskanzlei, die in Rechtsstreitfälle um Glyphosat involviert ist. Mitglieder des EU-Parlaments hatten ihn darum gebeten, einen Teil der firmeneigenen Daten zu überprüfen, die die EFSA ihnen zur Verfügung gestellt hatte. Er ist zwar nicht befugt, diese Daten weiter zu verbreiten, aber er sagt dazu: „Die Rechtsanwälte in den USA haben diese [Daten] nicht gesehen“, sagte Portier der Huffington Post.

Portier, der nach eigenen Aussagen diese Arbeit unentgeltlich macht, sagte, er werde selbst an den Administrator der EPA schreiben, weil „sie auch alle Tumorfälle unberücksichtigt gelassen haben“.

„Sie haben diese Informationen seit Jahrzehnten in ihren Unterlagen, aber sie haben sie nie analysiert“, sagte er der Huffington Post.

 

Der Chef der IARC sagte kürzlich der US-amerikanischen Zeitung Politico, seine Organisation sehe sich einem Ansturm der Kritik ausgesetzt angesichts ihrer Schlussfolgerungen zu Glyphosat. Ähnlich war die Gegenreaktion der Tabakindustrie zu Beginn des 21. Jahrhunderts gewesen, nachdem sie erklärt hatte, dass passives Rauchen krebserregend sei.

Staes sagt, die Gerichtsverfahren wegen Glyphosat in den USA haben weitere Besorgnis darüber entfacht, dass Monsanto mit vorgeblich unabhängigen Wissenschaftlern gemeinsame Sache gemacht hat. „Nun bekommen wir es schwarz auf weiß, dass es ein Gemauschel zwischen Wissenschaftlern und Monsanto gab, für den erstere nur Marionetten waren.“

Angeregt durch Portiers Brief haben Staes und drei weitere Parlamentsmitglieder eine Klage eingereicht, in der sie fordern, dass die EFSA alle Daten über Glyphosat öffentlich macht. „Es geht zunehmend darum, dass Firmen die Wissenschaft kontrollieren, die dann wiederum von Zulassungsbehörden genutzt wird“, sagt Staes. „Dies geht [noch] weit über Glyphosat hinaus“.

The EPA’s Inspector General Is Probing Whether An Agency Staffer Colluded With Monsanto

The investigation comes in response to documents released in a court case over whether the herbicide glyphosate causes cancer.
By Paul D. Thacker huffingtonpost.com

The inspector general for the Environmental Protection Agency is initiating a probe into possible collusion between a former high-ranking EPA official and Monsanto, the maker of the herbicide glyphosate, according to a letter the IG sent to a lawmaker last Friday that HuffPost has obtained.

The inspector general’s move comes in response to a request from Rep. Ted Lieu (D-Calif.) for an investigation into whether the EPA staffer colluded with the agricultural giant to bias research on glyphosate, a key component of the product Roundup. His request was based on media reports of documents released in the course of a lawsuit against Monsanto alleging glyphosate causes cancer, and that the company may have spun research and hired scientists to cover this up.

“As you are aware, there is considerable public interest regarding allegations of such collusion,” wrote Inspector General Arthur A. Elkins Jr. in his response to Lieu, dated May 31. “As a result, I have asked the EPA OIG Office of Investigations to conduct an inquiry into several agency review-related matters.”

The EPA and Lieu did not immediately return requests for comment for this story.

Documents released in the lawsuit reference internal Monsanto emails mentioning Jess Rowland, who was previously a manager in the EPA’s pesticide division, allegedly bragging to company officials in April 2015 that he could “kill” investigations into glyphosate. A Monsanto regulatory affairs manager sent an email to colleagues that said Rowland had told him, “If I can kill this I should get a medal.”

At the time of the email, Monsanto was apparently seeking Rowland’s help to shut down a review of glyphosate within the Agency for Toxic Substances and Disease Registry, a division of the U.S. Department of Health and Human Services.

Rowland retired from the EPA last year, and plaintiffs’ lawyers have been deposing him about allegations that Monsanto may have funneled money to him through third parties.

Rowland’s lawyer, William E. Lawler III, downplayed the IG’s letter in an email to HuffPost. “Jess Rowland is a well-respected former public servant who honorably served the EPA for 26 years and received commendations from the agency both during his service and on his retirement,” wrote Lawler. “He is a man of the highest integrity and ethics and he has done nothing wrong.”

Monsanto did not respond to multiple requests for comment.

Inspectors general have wide-ranging authority to investigate matters of corruption at federal agencies, explains Michael Hubbard, a retired Special Agent in Charge for the EPA’s criminal investigations division.

With confirmation that the IG’s office is taking up a probe, it’s likely that IG investigators will begin interviewing Rowland’s former colleagues and bosses, pulling records and looking through his emails, Hubbard said. Another step could involve looping in investigators at the Department of Justice’s Public Integrity Section, or obtaining subpoenas that would grant access to Rowland’s bank records.

“You want to start looking at money trails,” Hubbard said. “Has he benefited from Monsanto? Was the money changing hands with him or his significant other?”

The court cases against Monsanto have rippled across the Atlantic, sparking debate in Europe, where governments are considering whether to renew an application allowing glyphosate to stay on the market in the European Union, said Bart Staes, a Belgian member of parliament representing the Green Party.

“There has been a political and scientific debate for the last two years because the authorization to bring glyphosate to the market has expired and we need to make a decision by the end of the year,” said Staes.

The International Agency for Research on Cancer, the World Health Organization division focused on cancer, issued a conclusion in March 2015 that glyphosate is carcinogenic. But the European Food Safety Authority, an EU scientific body evaluating food-related concerns, issued its own finding in October 2015 that it was not. The two rely on different criteria to come to their decision, Staes said: While IARC relies on published studies, EFSA is also able to assess data that is proprietary to companies.

Last week, Christopher Portier, the former associate director of the National Institute of Environmental Health Sciences, sent a letter to the president of the European Commission stating that he had re-examined some raw data of animal studies EFSA used to conclude that glyphosate did not cause cancer, and found eight instances of tumors that EFSA had not included in its assessment. Portier recently retired after 40 years of employment in the United States government and is now a part-time adviser to the Environmental Defense Fund and a consultant to a law firm involved in glyphosate litigation.

Members of the EU Parliament had asked him to review a portion of the proprietary data EFSA released to them, though he is not allowed to make that data more widely available, he said. “The lawyers back in the States haven’t seen this,” Portier told HuffPost.

Portier, who added that he wasn’t compensated for this work, said he is going to write to the EPA administrator himself because “they also missed all the tumors.”

“They have had this information in their files for decades, but they never analyzed the data,” he told HuffPost.

The head of IARC recently told Politico that his organization has faced an onslaught of criticism regarding its conclusions on glyphosate similar to backlash IARC faced from tobacco companies in the early 2000s when it concluded that secondhand smoke causes cancer.
Staes said the glyphosate lawsuit in the U.S. has spurred further concern that Monsanto has colluded with purportedly independent scientists: “We are now getting some written proof of collusion between scientists and Monsanto, which has these scientists like puppets on a string.”

Following Portier’s letter, Staes and three other members of parliament filed a lawsuit demanding that EFSA make all the data on glyphosate public.

“More and more, the debate is about corporations controlling the science, and then this science is used by the regulators,” said Staes. “This really goes beyond glyphosate.”

Netzfrauen Ursula Rissmann-Telle und Doro Schreier
deutsche Flagge
Ein historischer Moment rückt näher – Richter veröffentlichen ihr Gutachten zu Monsanto! Shareholder BayerMonsanto – die Machtkonzentration!

Das darf doch nicht wahr sein: Die Agrarlobby freut sich und sägt am Ast, auf dem wir alle sitzen – BfR: Keine neuen Erkenntnisse bei der Risikobewertung von Glyphosat – GMOs, Glyphosate and Soil Biology

Achtung! Agrarkommissar Hogan will Glyphosat weiter wie bisher zulassen und unabhängiges Umweltinstitut wird plötzlich geschlossen!

Offengelegte Gerichtsunterlagen deuten auf Skandal hin, sie belegen geheime Absprache zwischen Monsanto und EPA – Has Monsanto Orchestrated a Massive Cancer Coverup? Unsealed Court Case Documents Point to a Scandal

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