Agrarmesse „Grüne Woche“ – „Gegen-DEMO“ – „Wir haben es satt“ / „SCHMIDT“ und der „Pakt mit Monsanto und Co“ / „Gentechnik-Verbot“ bundesweit! / „Jonathan Lundgren“ – ein Wissenschaftler, der „Bayer-Monsanto“ vernichten und die Welt verändern könnte – Jonathan Lundgren, WHO Could Destroy Bayer-Monsanto And Change The World…

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2017/01/22/massendemo-gegen-agrar-konzerne-in-berlin/

Massendemo gegen Agrar-Konzerne in Berlin

Etwa 18.000 Menschen haben nach Angaben der Veranstalter am Samstag in Berlin für eine Wende in der Agrar- und Ernährungspolitik demonstriert.

Demonstranten am 21.01.2017 auf der Straße des 17. Juni in Berlin. (Foto: dpa)

Demonstranten am 21.01.2017 auf der Straße des 17. Juni in Berlin. (Foto: dpa)

Angeführt von rund 130 Landwirten mit ihren Traktoren zogen sie laut AFP unter dem Motto „Wir haben es satt“ durch Innenstadt und Regierungsviertel. Die Teilnehmer wollten sich damit für gesundes Essen, eine bäuerlich-ökologische Landwirtschaft sowie fairen Handel einsetzen.

„Agrarkonzerne, Finger weg von unserem Essen“ war ein zentraler Slogan der Kundgebung anlässlich der Landwirtschaftsmesse Grüne Woche, die am Freitag in der Hauptstadt begonnen hatte. Die Teilnehmer wandten sich gegen eine Industrialisierung der Landwirtschaft zu Lasten kleinerer Betriebe. Beteiligt waren sowohl ökologisch wie auch konventionell wirtschaftende Bauern und ihre Unterstützer.

In einem Neun-Punkte-Plan forderten die Kundgebungsteilnehmer ein Ende von Subventionen zugunsten von industriell wirtschaftenden Großbetrieben sowie einen Stopp von „Mega-Fusionen im Agrarsektor“. „Stattdessen brauchen wir Anreize für Bauern, die Tiere besonders artgerecht halten und umweltschonend wirtschaften“, erklärte der Sprecher des Aktionsbündnisses, Jochen Fritz. Er rief Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) auf, „Agrarpolitik für Bauern statt Agrarindustrie zu machen“.

Nach Angaben der Veranstalter mussten „aufgrund fehlgeleiteter Agrarpolitik“ in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren bereits mehr als 100.000 vorwiegend kleinere Höfe aufgeben. Außerdem belaste die deutsche Agrarpolitik, insbesondere durch übermäßige Fleischproduktion, die Umwelt und das Klima und zerstöre durch Dumpingexporte kleinbäuerliche Strukturen überall auf der Welt. Verlangt wurde auch eine drastische Verringerung des Einsatzes von Pestiziden und Antibiotika.

Der Protestzug fand bereits das siebte Mal statt. Zum Trägerkreis von „Wir haben es satt“ gehören unter anderem Verbände des ökologischen Landbaus, die großen Umwelt- und Entwicklungsverbände, Tierschutzverbände, die kirchlichen Hilfswerke Misereor und Brot für die Welt sowie Sozialverbände wie die Arbeiterwohlfahrt (Awo). Unterstützt werden sie von Unternehmen der Biobranche sowie von den Grünen.

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https://www.campact.de/

Gentechnik-Verbot bundesweit!

363.967 Unterzeichner/innen

Agrarminister Christian Schmidt hat ein neues Gesetz vorgelegt, das ein bundesweites Gentechnik-Verbot fast unmöglich macht. Es ist gespickt mit Schlupflöchern, sodass gentechnisch veränderte Pflanzen schon bald auf unseren Feldern landen könnten. Helfen Sie uns Schmidt umzustimmen und das Gesetz noch stoppen!

Unterzeichnen Sie heute unseren Appell an Christian Schmidt!

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https://blog.campact.de/2017/01/wir-haben-gentechnik-satt/

 

 

Gemeinsam kämpfen wir schon seit über zehn Jahren gegen die Gentechnik in der Landwirtschaft – mit einem fantastischen Ergebnis: Deutschland ist frei von diesem gefährlichen Experiment. Diesen Erfolg greift Agrarminister Christian Schmidt nun an: Mit seinem neuen Gesetz ließe sich Gentechnik bundesweit kaum noch verbieten. Monsantos und Bayers Gen-Pflanzen kämen zurück auf unsere Felder.

CDU und CSU wollen die Neuregelung mit aller Macht durch den Bundestag bringen

Zwar regt sich in der SPD Widerstand und es deutet sich ein Koalitionsknatsch an. Aber das kann uns nicht reichen. Wir müssen einen der wichtigsten Meilensteine auf dem Weg in eine vernünftige und ökologischere Landwirtschaft mit aller Kraft verteidigen.

Also zeigen wir auf der Straße klare Kante gegen Gentechnik: Am 21. Januar bilden Bäuerinnen und Bauern mit ihren Traktoren einen kilometerlangen Korso durch das Berliner Regierungsviertel. Tausende Verbraucher/innen empfangen sie mit bunten Fahnen und Transparenten. Gemeinsam fordern wir: „Finger weg von unserem Essen! Wir haben Agrarindustrie satt!“ Das sind die Bilder, die wir auf allen Nachrichtenkanälen brauchen. Sie sind eindeutig: Alles andere als ein klares Gentechnik-Verbot ist indiskutabel.

Die Koalition fürchtet den Widerstand. Sie weiß, dass Gentechnik in der Landwirtschaft den Bürgerinnen und Bürgern kaum zu vermitteln ist. Die vielen Protestwellen haben das schon gezeigt. Nun brauchen wir wieder eine – sie muss der Öffentlichkeit deutlich machen, was hier durchgedrückt werden soll. Lassen Sie uns zum Start des Bundestagswahlkampfes gemeinsam zeigen: Die Bewegung gegen Gentechnik und für eine ökologische Landwirtschaft steht auch in 2017!

Wir haben die Demo-Route bereits angemeldet. Auch die Bühne ist gebucht. Und im Demobüro stapeln sich die Kisten mit Flyern und Plakaten. Jetzt brauchen wir ganz viele freiwillige Helfer/innen, die für unseren bunten Protest werben. Bitte bestell auch Du jetzt gleich ein kostenloses Mobilisierungs-Paket: Ein Plakat in Ihrem Fenster zu Hause, Flyer am schwarzen Brett im Supermarkt, ein Sticker an jeder Ampel, immer ein paar Flyer in der Jackentasche – zusammen machen wir die “Wir haben es satt!”-Demonstration groß.

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http://www.abl-ev.de/

Willkommen bei der „AbL“ – Die bäuerliche Interessenvertretung

 

Bayer und Monsanto, bleibt uns vom Acker!

Bauern und Imker demonstrieren vor Berliner Bayer-Sitz für eine bäuerliche und bienenfreundliche Landwirtschaft

Am 18. Januar demonstrierten Bauern und Imker im Schulterschluss mit engagierten Bürgern gegen die geplante Elefantenhochzeit von Bayer mit Monsanto vor dem Berliner Sitz der Bayer AG. Wenige Tage vor der „Wir haben es satt!“-Demonstration brachten die 50 Demonstranten mit einem Traktor und einem zehn Meter langen Anhänger, auf dem „Bayer und Monsanto, bleibt uns vom Acker!“ zu lesen war, ihre Wut gegen die fortschreitende Konzentration im Saatgut– und Pestizidbereich zum Ausdruck.   mehr

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http://www.keine-gentechnik.de/nachricht/32348/

Neuer Konzernatlas zeigt Konzentration der Gentechnik-Giganten

10.01.2017

Konzentration der weltgrößten Agrarchemie-Konzerne, Basis: Umsätze 2014 in Milliarden US-Dollar (Konzernatlas 2017/Bloomberg)

Konzentration der weltgrößten Agrarchemie-Konzerne, Basis: Umsätze 2014 in Milliarden US-Dollar (Konzernatlas 2017/Bloomberg)

Das Szenario ist bedrohlich: Drei oder vier Großkonzerne auf der Erde besitzen nicht nur den Großteil der Patente für Saatgut. Ihnen gehören auch die passenden Pestizide sowie die Lizenzen für die gentechnischen Verfahren, um solches Saatgut zu züchten. So könnten fusionierte Firmen Bayer/Monsanto, DuPont/Dow und ChemChina/Syngenta die Landwirtschaft, Lebensmittelerzeugung und letztlich die Welternährung kontrollieren, heißt es im neuen „Konzernatlas 2017“, den sechs Organisationen heute vorlegten.

Am Ende beherrschten drei Konzerne mehr als 60 Prozent der Märkte für kommerzielles Saatgut und für Agrarchemikalien, schreiben zwei Autorinnen des Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND). Die Konzerne böten fast alle gentechnisch veränderten Pflanzen dieses Planeten an, warnen Heike Moldenhauer und Saskia Hirtz. Auch die meisten Anmeldungen für das Eigentum an Pflanzen beim Europäischen Patentamt entfielen auf diese drei Konglomerate.

Der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger rief in dem Zusammenhang dazu auf, am 21. Januar unter dem Motto „Wir haben es satt“ gegen die aktuelle Agrarpolitik zu demonstrieren, die die wachsende Marktmacht einiger weniger Großunternehmen fördere. „Die Interessen von Bayer-Monsanto werden in Zukunft mehr denn je die des Wirtschaftsstandorts Deutschland sein“, warnt der „Konzernatlas 2017“. Die Daten und Fakten über die Agrar- und Lebensmittelindustrie haben neben dem BUND die Heinrich-Böll- und die Rosa-Luxemburg-Stiftung, Oxfam Deutschland, Germanwatch und Le Monde Diplomatique herausgegeben.

Und die Warnung scheint begründet. Denn die Übernahme des US-amerikanischen Saatgutkonzerns Monsanto durch die in Deutschland ansässige Bayer AG wird planmäßig vorangetrieben: Nach der Kaufentscheidung im September 2016 haben im Dezember die Aktionäre von Monsanto zugestimmt. Wie die Firma Bayer weiter mitteilte, hat sie zum Jahreswechsel die ersten Anträge bei den zuständigen Kartellbehörden eingereicht.

Auch der Kampf um die Patente für gentechnische Züchtungsverfahren ist unter den Giganten bereits voll entbrannt. So hat sich Monsanto laut Konzernatlas beim Broad Institute in Cambridge, Massachusetts, eine Lizenz für das neuartige Gentechnikverfahren CRISPR-Cas9 gesichert. Dabei ist noch nicht einmal klar, ob das Institut überhaupt die Rechte daran hat. Denn die Französin Emanuelle Charpentier und die US-Amerikanerin Jennifer Doudna beanspruchen die Erfindung von CRISPR-Cas9 für sich. Und haben sie über ihre Firma Caribou Biosciences bereits an den Saatgutriesen DuPont lizensiert. Auch die Firma Celletics soll Ansprüche auf das CRISPR-Verfahren erheben. Ferner soll Celletics ein Patent für das gentechnische Instrument TALEN besitzen und der Firma Bayer erlaubt haben, es zu nutzen. Auch Syngenta soll Nutzungsrechte daran haben, so der Bericht.

Und der Konzentrationsprozess geht noch weiter. Der hochtechnisierte Markt ist offenbar auch für Landmaschinenhersteller interessant: Der Traktorbauer Deere habe sich bereits vertraglich mit Syngenta, Dow und Bayer verbündet, um die Geräte zu entwickeln, die für die digital geprägte Präzisionslandwirtschaft benötigt werden, heißt es im Konzernatlas: „Die Agrargiganten hoffen, eines Tages klimaangepasstes Saatgut mit äußerst präzisen Pflanz- und Messsystemen zu verbinden.“

Was das klimaangepasste Saatgut angeht, sind die Hersteller aber aller Verfahrensfinessen zum Trotz offenbar noch nicht weit gekommen. Nach einem Bericht der Nürnberger Nachrichten hat Bayercrop eingeräumt, bei der Forschung zu Wetterstress noch ganz am Anfang zu stehen. Auch Monsanto habe bei der Klimatoleranz nach eigenen Angaben noch keine marktfähigen Produkte. Und von den 132 beim Bundesinstitut für Risikobewertung beantragten und teilweise schon zum Verkauf zugelassenen gentechnisch veränderten Lebensmitteln betraf demnach nur ein einziges eine trockenheitsresistente Maissorte. [vef]

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aus dem Text: …Schmidt sagte: „Es wird nicht so bleiben können, wie es ist.“ Wer an Lösungen in „revolutionären Akten“ glaube, übersehe dabei jedoch, dass Verbesserungen unter dem rollenden Rad erreicht werden müssten. „Kernaufgabe der Landwirtschaft ist und bleibt die Ernährungssicherung.“ Schmidt rief zudem zu einer „Gemeinschaftsaktion“ mit den Bauern auf….(<„SCHMIDT“ und der „Pakt mit Monsanto und Co“ – würde „MONSANTO“ und all die anderen kriminellen Konzerne die tagtäglich den „Planet – ERDE“ mit Gift und Manipulation maltretieren endlich Verantwortung für ihre „MisseTaten“ übernehmen dann würde es diese Konzerne ab sofort nicht mehr geben – alles ist nur „LÜGE und BETRUG“>)  – oder „Wie erklär ich es meinen Kind – „MACHT-GIER“ vor Verantwortung und Wahrheit???!!!

http://www.n-tv.de/politik/Ueber-10-000-Menschen-fordern-Agrar-Wende-article19612837.html

Samstag, 21. Januar 2017

„Wir haben satt“-Demo in BerlinÜber 10.000 Menschen fordern Agrar-Wende

Anlässlich der Grünen Woche in Berlin versammeln sich viele Tausend Kritiker der Agrar-Industrie zum Protest in der Hauptstadt. Sie fordern eine nachhaltigere Landwirtschaft und werfen Minister Schmidt Unwillen vor. Der CSU-Politiker kontert .

Rund 130 Traktoren begleiteten den Protestzug.

Rund 130 Traktoren begleiteten den Protestzug.(Foto: REUTERS)

Unter dem Motto „Wir haben es satt!“ haben mehr als 10.000 Menschen in Berlin für eine Neuausrichtung der Landwirtschaft und gegen die „Agrarindustrie“ demonstriert, darunter Bauern, Tier- und Umweltschützer. Von den Grünen gab es Lob, von anderen Seiten Kritik.

Während die Veranstalter rund 18.000 Teilnehmer zählten, sprach die Polizei von mehr als 10.000. Sie zogen vom Potsdamer Platz zum Brandenburger Tor. Den Auftakt der Demonstration von Bauern, Umwelt- und Tierschützern bildete ein Konvoi, an dem sich laut Veranstalter 130 Traktoren beteiligten.

Die Demonstranten überreichten am Landwirtschaftsministerium ein Papier mit Forderungen. Rund 100 Organisationen, darunter Verbände von konventionell und ökologisch wirtschaftenden Bauern, hatten zu dem Protestmarsch aufgerufen. Sie fordern einen Richtungswechsel und positionieren sich gegen Massentierhaltung. Auch Politiker der Grünen nahmen teil.

Gegenprotest versammelt sich am Hauptbahnhof

Anlass der Proteste ist die Agrarmesse Grüne Woche, die gestern in Berlin begonnen hatte. Der Vorsitzende der Grünen im Bundestag, Anton Hofreiter, kritisierte Bundesagrarminister Christian Schmidt scharf. „Die CSU-Agrarpolitik ist ein Scherbenhaufen.“ Die Messe wäre der richtige Ort, die Agrarwende zu verkünden, doch der „Schnitzelminister Schmidt“ führe lieber einen ideologischen Feldzug gegen Vegetarier und Veganer.

Schmidt sagte: „Es wird nicht so bleiben können, wie es ist.“ Wer an Lösungen in „revolutionären Akten“ glaube, übersehe dabei jedoch, dass Verbesserungen unter dem rollenden Rad erreicht werden müssten. „Kernaufgabe der Landwirtschaft ist und bleibt die Ernährungssicherung.“ Schmidt rief zudem zu einer „Gemeinschaftsaktion“ mit den Bauern auf.

Ähnliche Ansätze forderten Gegendemonstranten am Berliner Hauptbahnhof. Dort kamen nach Angaben der Veranstalter rund 700 Menschen und 50 Traktoren am Morgen zusammen. Sie warfen der „Wir haben es satt“-Demonstration Diffamierung vor. Ihr Gegenmotto lautete „Wir machen Euch satt“. Es sei die vorrangige Aufgabe „Lebensmittel in ausreichender Menge und sicherer Qualität ressourcenschonend zu erzeugen“, sagte eine Sprecherin. „Das wird in den gesellschaftlichen und politischen Diskussionen heute leider viel zu häufig vergessen.“

Quelle: n-tv.de , shu/dpa

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„MONSANTO-BAYER“ der „NATUR- und BIENEN-SCHRECK“

aus dem Text:…..“Nun will Monsanto auch „Bienenschädlinge“ bekämpfen“ausgerechnet mittelsGentechnik“. Im Fokus Monsantos liegt die Varroa-Milbe, die Honigbienen weltweit schwer zu schaffen macht. Neben „Bienenschädlingen“ sollen so künftig auch Unkräuter und Insekten bekämpft werden…….(<der „Bienen-Schädling MONSANTO“ will mitHilfe von Gen-ManipulationBienen-Schädlinge“ (also sich SELBST) bekämpfen?!…..>)

Werden wir von einer neuen PESTWelle überrollt?!  – „PESTizide“

netzfrauen – „Jonathan Lundgren“ – „Monsanto – Bayer“

 

20. Januar 2017

Jonathan Lundgren – ein Wissenschaftler, der Bayer-Monsanto vernichten und die Welt verändern könnte – Jonathan Lundgren, WHO Could Destroy Bayer-Monsanto And Change The World…

Kennen Sie Jonathan Lundgren? Das hier sollten Sie wirklich lesen und teilen. Der Inhalt dieses Artikels hat das Potenzial, die Welt radikal zum Guten zu verändern – auf verschiedene Weisen. Da Bayer-Monsanto alles tun wird, um seine Verbreitung zu verhindern, bitten wir Sie darum zu teilen, teilen, teilen, damit diese Informationen so viele Menschen wie möglich erreichen.

Werden Pestizide nach Jahren der Verwendung endlich verboten, so fragt sich niemand, warum diese hochgiftigen Pestizide überhaupt auf dem Markt gelangt sind. So ist es mit allen Produkten, die irgendwann von der FDA oder EFSA vom Markt genommen werden. Gibt es nicht Institutionen, die dafür Sorge tragen, dass in die Umwelt eingebrachte Stoffe unbedenklich sind? Solche wissenschaftliche Einrichtungen werden sogar mit Steuergelder finanziert. Muss eine Chemikalie nicht erst durch viele Instanzen, damit es überhaupt auf den Markt kommt? Was geschieht, wenn ein hochrangiger Wissenschaftler herausfindet, dass die Anwendung von Pestiziden zu einer Gefahr für Mensch und Tier wird? 

Der Fall von Jonathan Lundgren zeigt, wie kompliziert die Zusammenarbeit von Regierung, Wissenschaft und Industrie werden kann, wenn Milliarden von Dollar auf dem Spiel stehen. Die betroffenen Konzerne wie BASF, Bayer und Syngenta, aber auch Monsanto würden auf Grund dieses Ergebnisses viel Geld verlieren. Ein Mann gegen Milliarden – Konzerne? Wer gewinnt? 

Die Frage können Sie sich sicher selber beantworten, denn auch ein anerkannter Wissenschaftler, der mit vielen Preisen ausgezeichnet wurde, ist plötzlich für Regierungen und Industrie nicht mehr tragbar. Jonathan Lundgren hat in einer Forschung herausgefunden, dass Bienen und Monarchfalter durch eine weit verbreitete Gruppe von Insektiziden geschädigt werden. Aber nicht nur das, er stellte sich auch gegen Monsanto.

Alles begann im April 2014. Da wurde der hochrangige Entomologe der Forschungsabteilung der USDA, der elf Jahre für die in Brookings, S. D. gelegene Behörde arbeitete, plötzlich schikaniert. Die USDA – United States Department of Agriculture  ist nicht eine kleine Behörde, sondern das Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten.

Das „Bienensterben“ hat eine bedrohliche Geschwindigkeit und Menge angenommen – und es sind die Neonicotinoide, die in diesem Zusammenhang immer genannt werden. Bienen sind aber nicht deren einzige Opfer. „Neonic“-Pestizide können auch das menschliche Hirn, das Nervensystem und die Hormonproduktion belasten.

Lundgrens Arbeit umfasste u. A. umfangreiche Untersuchungen einer bestimmten Klasse von Insektengiften, den Neonikotinoiden, (oder Neonics), welche überall von Farmern in den USA verwendet werden, um Insektenplagen und die daraus resultierenden Schäden bei Mais und anderem Getreide einzudämmen. Die Pestizide gibt es sowohl als Spray für Pflanzen als auch zur Behandlung der Samen, bevor diese ausgebracht werden. Auch für Pflanzen aus Gartenzentren werden sie verwendet.

 

«Syngenta, Bayer, BASF – The bee-killers» sind große multinationale Firmen, welche hochgiftige systemische Pestizide herstellen und verkaufen. Diese Pestizide sind für das Massensterben von Bienen und anderen Bestäubern mitverantwortlich, die für Umwelt, Landwirtschaft und die globale Nahrungsmittelproduktion wichtig sind. Das Geschäft mit den für Bienen tödlichen Pestiziden garantiert den Unternehmen einen Profit in Milliardenhöhe. Auf der anderen Seite: die meisten Pflanzen und ein Drittel unserer Nahrung sind auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen.

Die Nahrung der Zukunft hängt an den Bienen. So gab das USDA sogar 2015 bekannt, dass man 4 Millionen Dollar für Farmer, Viehzüchter und Waldbesitzer zur Verfügung stellen werde, die eine bestäuber-freundliche Flora anpflanzen wollten. Dazu gehören z. B. Wildblumen, Wiesen und Gründüngung wie Klee, Sonnenblumen, Senf und Buchweizen. Der Natural Resources Conservation Service (NRCS) der USDA arbeitet dabei mit landwirtschaftlichen Betrieben in sechs verschiedenen westlichen Bundesstaaten zusammen: Michigan, Minnesota, Montana, North Dakota, South Dakota und Wisconsin — um bienenfreundlichere Zustände zu erreichen.

Und dann ist dort Jonathan Lundgren,  ein hochrangiger Entomologe der Forschungsabteilung der USDA. Was geschieht also mit einem solchen Forscher, der herausfindet, dass es die Insektiziden sind, die für das Desaster verantwortlich sind?

Jonathan Lundgren hat in einer Forschung herausgefunden, dass Bienen und Monarchfalter durch eine weit verbreitete Gruppe von Insektiziden geschädigt werden. Die amerikanische Bundesregierung hat sogar $3.2 Millionen Dollar der Rettung des Monarch-Schmetterlinges gewidmet, des berühmten orange-schwarzen Schmetterlings, der jedes Jahr Tausende Kilometer zwischen den USA und Mexiko wandert. Und in Februar 2016 bestätigte auch die Environmental Protection Agency (EPA), dass das gängigste Pestizid ein Bienenkiller ist.

 

Jonathan Lundgren, ein hochrangiger Entomologe der Forschungsabteilung der USDA, nützt diese Erkenntnis nichts mehr, denn nach elf Jahren war auf Grund seiner Forschungsergebnisse Schluss bei der USDA. Im März 2015 sagte er in einem Interview, dass er seit April 2014 seitens der USDA unter Schikanen und Vergeltungsmaßnahmen zu leiden habe wegen einiger seiner Forschungsergebnisse.

Als USDA-ARS-Mitarbeiter leitete Lundgren 11 Jahre lang ein eigenes Labor mit eigenen Mitarbeitern. Er schrieb ein angesehenes Buch über Raubtierinsekten, veröffentlichte fast 100 wissenschaftliche Arbeiten und fungierte als Verantwortlicher für Dutzende von Publikationen. Jahrelang war sein Forschungsgebiet entweder neutral oder günstig für die Agrarpolitik und die chemische Industrie.

Laut Lundgreen begannen die Probleme 2012, nachdem er seine Forschungsergebnisse im Journal of Pest Science, mit dem Titel: The Effectiveness of Neonicotinoid Seed Treatments in Soybean veröffentlicht hatte. Diese Forschung diente auch als Peer-Reviewer für einen Bericht vom Center for Food Safety über die Gefahren der Neonikotinoiden.

Lundgren meldete Zweifel an ihrer Umweltverträglichkeit an. Er fand heraus, dass Clothiadin, vertrieben von Bayer, schädlich für den Monarchfalter ist und dass Thiamethoxam (Syngenta) Sojapflanzen zwar nur wenig vor Blattläusen schützt, dafür aber Insekten schadet, die sich von Blattläusen ernähren.

 

Er forschte nicht nur über die Gefahren der Neonikotinoide, sondern auch auf dem Gebiet einer neuen genetische Schädlingsbehandlung, genannt RNAi Pestizide, ein neues Mittel von Monsanto für das eine Risikobewertung erforderlich wurde. Die  RNA-Interferenz oder RNAi. RNAi ist eine neue Technologie, die es durch gezielte Eingriffe ermöglichen soll, bestimmte Insekten-Gene auszuschalten. In seiner Studie, die er ein Jahr später veröffentlichte, meldete er Zweifel an der Spezifität von RNAiPestiziden an und stellte zur Diskussion, dass «weitgehend ungeklärt» sei, wie lange RNAiPestizide in der Umwelt verbleiben, bevor sie abgebaut werden. Auf einem Kongress der US-Umweltbehörde EPA sprach Lundgren 2014 über die Risiken der RNAi-Technologie.

Plötzlich war alles anders. Noch nie vorher waren seine Studien in Frage gestellt worden, doch jetzt wurde aus dem Management gefragt, wie die Studien durchgeführt worden seien. Er wurde sogar für ein paar Tage von seinen Arbeiten freigestellt. Er konnte den Tumult um seine Person nicht fassen. Man gab ihm sogar die Papiere, wie Clothianidin – eine andere Form von neonischem PestizidMonarchfalter gefährden und bat um kleine Änderungen. Und obwohl er die Forschungen nach dem Standardverfahren der USDA-ARS vorgenommen hatte, machte er die gewünschten Änderungen und legte die Studie zur Veröffentlichung einer wissenschaftlichen Zeitschrift vor. Anschließend gab er ein Interview über die noch nicht veröffentlichen Forschungsergebnisse.

Jonathan Lundgren wies auf Bedarf an weiteren Untersuchungen hin. Es müsse geklärt werden, wie Pestizide, die auf RNA-Interferenz basieren, auf Nicht-Zielorganismen wirken, beispielsweise auf nützliche Insekten. Es gebe hier „potentielle Gefahren“, so der Forscher bereits 2013. Über die Tausenden Bienen eines Volkes könne die RNA in die Umwelt gelangen und von anderen Organismen aufgenommen werden. Deswegen müssten zunächst die Risiken umfassend erforscht werden, bevor solche Produkte zum Einsatz kommen dürfen.

Nach diesem Interview wurde Lundgren zu einer Telefonkonferenz mit seiner Vorgesetzten, Sharon Papiernik, gerufen. Auch sie hat viele wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht. Sie sagte zu Lundgren: „»Sie sollten nicht ohne vorherige Genehmigung mit der Presse sprechen«, sagte Lundgren in einem Interview mit dem Washington Post. „Wir versuchen, dich zu beschützen.“

Nachdem Lundgren sich zu einigen seiner Ergebnisse geäußert hatte, blockierten USDA-Manager die Veröffentlichung seiner Forschung, hinderten ihn daran, mit den Medien zu sprechen und unterbrachen laufende Operationen in dem Labor, dem er vorstand. Im September 2014 reichte Lundgren eine interne Beschwerde ein. Am 28. Oktober 2015 reichte die Organisation «Public Employees for Environmental Responsibility» (PEER), die öffentlich angestellte Forscher vertritt, in Lundgrens Namen eine Whistleblower-Klage beim US-Bundesgericht Merit Systems Protection Board ein. Wir Netzfrauen haben darüber berichtet. Er klagte gegen Zensur von Ergebnissen der Pestizid-Forschung Neonicotinoide – diese Gruppe hochwirksamer Insektengifte gilt als mitverantwortlich für das Bienensterben der vergangenen Jahre. Siehe: Bienensterben: USDA Whistleblower zum Schweigen gebracht – whistleblower claims censorship of pesticide research

Ein USDA-Sprecher bestätigte: „Die Dokumente, die diese Organisation veröffentlicht hat, bestätigen, dass die angebliche Behauptung des wissenschaftlichen Fehlverhaltens bei USDA unwahr und irreführend ist. Sowohl die wissenschaftliche Integritätsbeauftragte der Behörde für landwirtschaftliche Forschung (ARS) als auch eine unabhängige wissenschaftliche Begutachtungsbehörde von USDA haben die Behauptung überprüft und festgestellt, dass sie unbegründet ist. Die wissenschaftliche Integritätsprüfung Panel hat es bestätigt und wir stehen zu ihrer Entscheidung. Wir haben keine weiteren Bemerkungen zu diesem Thema.“

So stand Lundgren weitgehend allein in seinem Streit mit der Regierung. Die neun von Lundgrens Anwälten zitierten Wissenschaftler beschlossen, anonym zu bleiben, weil sie Repressalien fürchteten, so Ruch, Chef von PEER, der Allianz der Wissenschaftler, die Lundgren vertrat.

Ende Oktober 2015 wurde das erste RNAi-modifizierte Saatgut von Monsanto durch Lundgrens Arbeitgeber, das USDA, zugelassen.

 

Es ist nicht so, dass die Risiken nicht auch der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bekannt waren. Unter dem Titel: Considerations for Considerations for Risk Assessment Procedures of RNAib dC ase d Crops Jonathan Lundgren Chrissy Mogren Kelton Welch USDA ‐ARS, Brookin g ,s South Dakota, USA veröffentlichte die EFSA die Studie von Jonathan Lundgren.

Und im März 2015 veröffentlichte Pflanzenforschung.de:  Mit RNA Interferenz endlich effizientes Mittel gegen Kartoffelkäfer. Pflanzenforschung.de wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und ist eine Initiative des Forschungsprogramms „Pflanzenbiotechnologie der Zukunft.

Zusatzinfo

Im Juli 2009 übernahm Monsanto das auf gentechnisch veränderten Weizen spezialisierte Unternehmen WestBred für 45 Millionen US-Dollar. Im August 2009 kaufte Syngenta für 160 Millionen US-Dollar das Geschäft für hybrides Saatgut von Sonnenblumen von Monsanto. Im September 2011 übernahm Monsanto Beeologics, welche ein RNAi-basierendes Mittel gegen Bienenviren in der Erprobung hat, insbesondere gegen das Israel Acute Paralysis Virus (IAPV).

Nun will Monsanto auch Bienenschädlinge bekämpfen – ausgerechnet mittels Gentechnik. Im Fokus Monsantos liegt die Varroa-Milbe, die Honigbienen weltweit schwer zu schaffen macht. Neben Bienenschädlingen sollen so künftig auch Unkräuter und Insekten bekämpft werden. Für seine neuen „BioDirect“-Produkte sieht Monsanto glänzende Zukunftsaussichten – schon jetzt sei der Markt 1,7 Milliarden Dollar pro Jahr wert. Es geht also gar nicht darum, die Bienen zu retten. Es geht also wieder nur um RiesenProfite.

Im Mai 2013 kaufte Monsanto schließlich auch Teile des größten deutschen Saatgut Herstellers, Dieckmann Seeds.

Und somit ist Monsanto für jeden von uns allgegenwärtig. Ob im Glas Milch, im Schnitzel, in der Hühnerkeule – welches Tier wird nicht mit den billigstmöglichen, also GMO-Getreiden, gefüttert? Wir haben T-Shirts an, die aus GMOBaumwolle gemacht sind, essen Honig, der kontaminiert sein könnte, was aber nicht deklariert werden muss, braten unsere Brokkoli-Laibchen in Mais-Öl. Ob wir es wollen oder nicht, bei den meisten Konsumenten, vor allem in den Städten, ist Monsanto ein täglicher Gast. Siehe: Monsanto mit Gift und Genen und das „Superunkraut“

Neonicotinoide – diese Gruppe hochwirksamer Insektengifte gilt als mitverantwortlich für das Bienensterben der vergangenen Jahre.

2012 beteiligten sich die Chemie-Konzerne BAYER und BASF mit millionenschweren Spenden an einer Kampagne des amerikanischer Gentechnik- und Pestizid-Hersteller Monsanto. Die Industrie wollte damit eine Initiative von Umweltverbänden zur Deklaration gentechnisch veränderter Lebensmittel stoppen. Die Unternehmen investierten über 40 Millionen Dollar in ihre Werbekampagne, die vor allem aus TV-Spots bestand – rund zehnmal so viel wie die Befürworter der Initiative. Leider erfolgreich, BAYER, BASF und MONSANTO siegten gegen die Kennzeichnungspflicht.

Die EU-Lebensmittelbehörde EFSA veröffentlichte Mitte Januar 2013 ein Gutachten, demzufolge Bienen durch Insektizide geschädigt werden können. Sie sehe ein „hohes, akutes Risiko“ für Bienen durch die drei Stoffe Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam. Daraufhin untersagte die EU-Kommission den Einsatz dieser speziellen Pflanzenschutzmittel, auch Neonicotinoide genannt, für den Anbau von Mais, Sonnenblumen, Raps und Baumwolle ab 1. Dezember 2013 für zwei Jahre. Am 26. März 2013 teilte die EU-Kommission nach Protest von den betroffenen Konzernen mit, dass sie weiterhin zum Neonikotinoid-Verbot stehe. Daraufhin reichten die Agrarchemie-Konzerne BASF, Bayer und Syngenta eine Klage gegen die EU-Kommission ein, um das vorläufige EU-Verbot der drei neonicotinoide Wirkstoffe Imidacloprid, Clothianidin und Thiametoxam zu Fall zu bringen. Der chronologische Ablauf über die bisherigen Entscheidungsfindungen der EU-Staaten zum Schutze der Bienen und Studien, die das Bienensterben belegen, finden Sie hier: Bienen-Schutz: Wir fordern Verbot von Pestiziden!

Dass Jonathan Lundgren mit seiner Behauptung Recht hatte, bewies im Juni 2014 eine Veröffentlichung einer internationalen Gruppe unabhängiger Wissenschaftler. Es waren die Ergebnisse einer Analyse von 800 im Peer-Review-Verfahren untersuchten Studien – ein massives Unterfangen, das vier Jahre in Anspruch nahm.

Ihr Resümee: „… es gibt eindeutige Belege für eine Gefährdung, die ausreichen, um gesetzliche Maßnahmen anzustoßen.“ Die durchgeführte Auswertung hebt die hohen Risiken hervor, nicht nur für Bienen, sondern für weitere Nützlinge wie z. B. Schmetterlinge, Regenwürmer und Vögel.

Und vorherige Studien von Lundgren und seinem Team hatten ergeben, dass Neonics die landwirtschaftlichen Erträge nicht unbedingt steigern. Warum werden sie immer noch bei uns verwendet?  Denn obwohl die EU die drei neonicotinoiden Wirkstoffe verboten hatte, waren in Kanada diese Insektizide mit den Wirkstoffen weiterhin verbreitet. Die kanadischen Aufsichtsbehörden hatten zwar bestätigt, dass die Ausbringung von Neonics auf Getreide wesentlich zum Bienensterben in Ontario und Quebec geführt haben, aber sie erlaubten den Einsatz der Pestizide weiterhin. Auch in den USA wurden diese Wirkstoffe weiterhin eingesetzt.

Im November 2015 wurde Jonathan Lundgren für seine Zivilcourage gegen die USDA in Washington vom Shafeek Nader Trust ausgezeichnet. Shafeek Nader (1926-1986) war ein Anwalt und der Hauptgründer der Northwestern Connecticut Community College. Nach seinem Tod im Jahr 1986 wurde diese Trust zu seinen Ehren für das Vertrauen im Interesse der Gemeinschaft gegründet. Nader war ein Absolvent der University of Toronto, Kanada. Auch in Kanada gibt es schon lange Proteste wegen des Bienensterbens durch die Wirkstoffe, die Lundgren feststellte. In Kanada starben 20 Millionen Bienen auf mysteriöse Weise. Eine Studie ergab, dass das Massensterben durch Neonicotinoide ausgelöst wurde. Bei 80 Prozent der toten Bienen wurden nachweislich Rückstände von Neonicotinioiden gefunden. 

 

In den USA und auch in Kanada reicht es den Umweltgruppen, Imkern und den Bürgern. In Kanada wurde in Toronto in Juli 2016 eine Klage von einer Umweltgruppe eingereicht. Der Anwalt der Umweltgruppen bestätigte, dass es sich um den Wirkstoff Clothianidin handelt: Dieser wurde von Takeda Chemical Industries und der Bayer AG gemeinsam um 2000 entwickelt und 2004 in Deutschland unter dem Produktnamen Poncho zugelassen, außerdem auch um den Wirkstoff Thiamethoxam. 2011 wurden in den USA etwa 550 t Thiamethoxam verwendet, davon etwa je ein Drittel im Soja- und Maisanbau sowie ein Viertel im Baumwollanbau. In der EU und 26 Mitgliedsstaaten ist die Anwendung von Thiamethoxam zugelassen, aber auf Grund von Risiken für Honigbienen ab dem 1. Dezember 2013 für zunächst zwei Jahre für mehrere wichtige Verwendungen, wie der Saatgutbeizung von Mais und Raps, stark eingeschränkt. Es stammt von Syngenta.

Im Oktober 2016 beschloss der Stadtrat von Vancouver einstimmig, Neonicotinoide zu verbietenVancouver fällte diese Entscheidung, nachdem vier Umweltgruppen eine Klage vor dem Bundesgericht erhoben hatten, die der kanadischen Behörde für Schädlingsbekämpfung (PMRA) vorwirft, Neonicotinoide im letzten Jahrzehnt zugelassen zu haben ohne wissenschaftlichen Nachweis über deren Risiken, vor allem die Bestäuber betreffend. Die Gruppen DavidSuzukiStiftung, Friends of the Earth Canada, Ontario Nature und das Wilderness Committee möchten, dass das Gericht die Zulassung der Pestizide durch die PMRA aufhebt.

Und was macht der Konzern Bayer, der jetzt ja auch noch Monsanto aufgekauft hat? Bayer kommt mit einer eigenen Studie. Mit Clothianidin behandelter Raps ist laut Studien, die von Bayer in Auftrag gegeben wurden, nicht schädlich für die Gesundheit von Bienen. Siehe: #STOPPTBAYER! Laut Bayer-Studie: Neonikotinoid gefährdet Bienen nicht – wer hätte es auch anders erwartet! Wir sind gespannt, ob die EU weiterhin die Neonicotinoide verbietet.

Erst im Februar 2016 musste die Environmental Protection Agency (EPA) zugeben, dass das gängigste Pestizid ein Bienenkiller ist.

Die lang erwartete Bewertung der EPA fokussiert darauf, wie eines der bekanntesten Neonics — Imidacloprid von Bayer – die Bienen beeinträchtigt. Der Bericht war dermaßen gravierend, dass die EPA „möglicherweise aktiv wird“ um „den Einsatz zu beschränken oder zu verbieten“ – und das bis zum Jahresende – so die Aussage eines Sprechers der Agentur in einer E-Mail-Aussendung.

Bei der Überprüfung von Dutzenden Studien, die sowohl von unabhängigen als auch industriefinanzierten Forschungsteams durchgeführt worden waren, stellte das Risikobewertungsteam der EPA fest, dass die Bienen bei einer Belastung mit Imidacloprid geschädigt werden. Und dies bei Werten über 25 ppb – einem Wert, der in der Landwirtschaft völlig normal ist. In der Presseaussendung der EPA erfährt man, dass „dies sowohl zu einer Abnahme der Tiere als auch zu einer Reduktion der produzierten Honigmenge führt“.

In einer USGS-Grafik kann man sehen, dass eine erhebliche Menge an Imidacloprid für US-Baumwolle verwendet wird.

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Die Verwendung von Imidacloprid hat in den letzten Jahren zugenommen. US Geological Survey

 

Die Tatsache, dass die EPA sagt, dass Imidacloprid-behandeltes Getreide die Bienen vermutlich nicht schädigt, klingt zwar beruhigend – aber wie man der USGS-Grafik entnehmen kann, wird dieses kaum bzw. gar nicht mit Imidacloprid besprüht.

Es erhält enorme Mengen eines anderen Neonics: Clothianidin. Die Risikobewertung der EPA hierfür wurde aber bis jetzt noch nicht veröffentlicht.

 

Das Getreide, das am intensivsten mit Imidacloprid behandelt wird, ist Soja – derzeit noch ein schwarzes Loch, was Informationen angeht. Die Bewertung der EPA stellt fest, dass Soja durch „Pollen und Nektar interessant für Bienen ist“, d. h. die Pflanze könnte Bienen durch hohe Werte an Imidacloprid gefährden. Es sind jedoch „keine Daten verfügbar“, in welcher Höhe das Pestizid in den Pollen und Nektar festzustellen ist – weder seitens Bayer noch seitens unabhängiger Forscher.

Ups. Imidacloprid ist bei der EPA auch erst seit den 1990er-Jahren registriert.
Die Agentur muss öffentliche Reaktionen auf die jetzt veröffentlichte Bewertung noch berücksichtigen, ebenso muss eine Risikobewertung in Bezug auf die Wirkung von Imidacloprid auf andere Arten fertiggestellt werden. Hieß es in dem veröffentlichten Bericht. Siehe Lebensmittelversorgung bedroht! Das gängigste Pestizid ein Bienenkiller – The EPA Finally Admitted That the World’s Most Popular Pesticide Kills Bees—20 Years Too Late

 

Unterstützung bekommen die Bienen auch aus Deutschland: “ Bienen – nicht nur die allen bekannten Honigbienen, auch die Wildbienen wie Hummeln und solitär lebende Bienen – sorgen für die Bestäubung von ca. 85% der einheimischen Blütenpflanzen und damit für den Bestand einer vielfältigen Pflanzenwelt. Zunehmende Landnutzung und verstärkter Einsatz von Pestiziden in der industriellen Landwirtschaft berauben die Bienen ihrer Existenz oder Entwicklungsmöglichkeiten.“- Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH – UFZ

Was macht Jonathan Lundgren heute?

Er hat die USDA ARS verlassen und ecdysis.bio,  eine gemeinnützige Stiftung, gegründet, deren Vision es ist, Nahrung anzubauen und trotzdem die Biodiversität und Umweltgesundheit zu bewahren. Ökologische Landwirtschaft kann viele Probleme auf dieser Welt lösen.

Außerdem gründete er Blau Dasher Farm, wo er die Nahrungsmittelproduktion in den USA revolutionieren will. Es wurde ihm klar, dass nur eine Zusammenarbeit der Landwirte und Bienenzüchter es möglich macht, die biologische Vielfalt zu bewahren.

Wir bedanken uns bei Dr. Jonathan Lundgren für seinen Mut, trotz allen Widrigkeiten und Spott sich nicht von der Regierung sowie von den Konzernen Bayer-Monsanto, BASF und Sygenta unterkriegen zu lassen.

Wir brauchen mehr solcher Wissenschafter, die bereit sind, genau so zu handeln wie Jonathan Lundgren.

Netzfrau Doro Schreier

#STOPPTBAYER! Laut Bayer-Studie: Neonikotinoid gefährdet Bienen nicht – wer hätte es auch anders erwartet!

Süd-Carolina: Millionen von Bienen sterben nach Insektizideinsatz gegen Zika Moskitos – South Carolina Tries to Eliminate Zika, Kills Millions of Bees Instead

UK zieht falsche Schlüsse aus einer Neonicotinoid-Studie – UK drew wrong conclusion from its neonicotinoids study

Bienen: Agrar-Industrie klagt gegen EU-Verbot ihrer Pestizide – It’s time to ban bee-killing pesticides

Neue Studie: Rettet die Bienen – oder die Menschheit wird hungern – Scientists: Save the Bees, or People Will Go Hungry

Das Imperium schlägt zurück – Wen interessieren schon die Bienen?

Bienensterben – Lebensmittelversorgung bedroht

Ein Patent, das Monsanto vernichten und die Welt verändern könnte – The Patent That Could Destroy Monsanto And Change The World…

 

 

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