Agent Orange – DIOXIN – „Round-up“ – Glyphosat“ – „MONSANTO“ – „BAYER“ – Nerven-Gift (Thiacloprid) im Honig

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„AGENT ORANGE“ – „DIOXIN“ –  „MONSANTO“

„Agent Orange“ – Monsanto (1/3)

„Vietnam Krieg“ – „AGENT ORANGE“ – „Dioxin“ –  Monsanto – Entschädigung
8 März 1949  – „Chlor-Phenol“ – „Dioxin wird freigesetzt“ – „Cate Jenkins“ – „Daten-Manipulation“ – Monsanto – Fälschung der Studie

„William Engdahl“

 

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„Agent Orange“ – Monsanto (2/3)

„Lisa Taylor“ – „PCB“ – „Monsanto was not respecting life“

„William Engdahl“ – „Glyphosat – Zulassungs-Test wurden gefälscht“ – Politik und Zulassugs-Behörden? – „Amerikanische Lebensmittel-Behörde“ –  „food and drug administration“ (FDA)

 

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„Agent Orange“ – Monsanto (3/3)

„Prof. Vincent Garry“ – Minnesota – „Prof. Lennart Hardell“ – Schweden – Orebro – „Monsanto – Sir Richard Doll – William R.  Gaffey“

 

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klagemauertvhttp://www.klagemauer.tv/index.php?a=showtodaybroadcast&blockid=8313

Agent Orange

Agent Orange – die Verursacher überführter US-Kriegsverbrechen auf freiem Fuß 29.05.2016

Klarer könnte es nicht sein: In einem Artikel vom 24. Mai 2016 zeigt das Schweizer Radio und Fernsehen SRF die Folgen des US-Einsatzes des Entlaubungsmittels „Agent Orange“ im Vietnamkrieg auf. Der Vietnamkrieg begann nach der Teilung 1954 als Bürgerkrieg. Die USA unterstützten die antikommunistische Regierung Südvietnams und griffen im Jahr 1965 unter dem Vorwand der sogenannten „Tonkin-Lüge“ in den Bürgerkrieg ein. Details finden Sie in der Sendung vom 9. Mai 2015 (www.kla.tv/5871). Hier nun die Fakten über „Agent Orange“, die SRF aufzeigte: Von 1962 bis 1971 versprühte die amerikanische Luftwaffe 72 Millionen Liter des chemischen Entlaubungsmittels Agent Orange. Ziel war die Entlaubung, um dem kommunistischen Nordvietnam die Deckung zu rauben, sowie die Zerstörung der Reisfelder. Damit sollten ihnen die Nahrungsgrundlagen vernichtet werden. -– Das im Agent Orange enthaltene Dioxin TCDD wurde als „Supergift“ eingestuft. Denn Dioxin schädigt das Erbgut und führt zu Missbildungen, etwa zu fehlenden Gliedern und Gaumenspalten. -– 3 Millionen sind seit dem Krieg erkrankt, 150.000 Kinder mit Behinderungen zur Welt gekommen. Selbst heute noch gebe es jährlich 3.500 Kinder, die mit Behinderungen geboren werden, laut der Hilfsorganisation Green Cross. -– Die Krankheiten, die durch das Dioxin verursacht werden, sind äußerst komplex. „Manche Kinder kommen mit zwei Köpfen zur Welt“, sagt Nguyen Viet Hoan von der vietnamesischen „Agent Orange Association“. -– Zu den mehr als drei Millionen Betroffenen in Vietnam kommen noch die rund 200.000 Angehörigen der US-Streitkräfte. Diese sind bei der Veteranenbehörde als Agent-Orange-Opfer registriert und erhielten bis 1994 Entschädigungszahlungen von 197 Millionen Dollar. -– Doch im Gegensatz zu den eigenen Soldaten wollen die US-Behörden bei den behinderten Kindern von Vietnam keinerlei Zusammenhänge zu Agent Orange sehen. Eine Klage vietnamesischer Opfer gegen die amerikanischen Hersteller im Jahr 2005 wurde abgewiesen. Der Einsatz von Agent Orange sei keine chemische Kriegsführung und kein Verstoß gegen internationales Recht, begründete der zuständige US-Richter. Die Missbildungen der Kinder werden als Kollateralschaden, sprich Begleitschaden, ausgelegt – auch heute noch! -– Erst seit zwei Jahren fließt Geld für die Opfer, bisher 100 Millionen US-Dollar. Damit sei aber keinerlei Schuldeingeständnis verbunden, so der offizielle Tenor aus Washington. -– Ebenfalls unbestritten ist, dass der Chemiewaffeneinsatz nicht nur bei den Menschen, sondern auch am Ökosystem Vietnams irreparable Schäden hinterlassen hat. Mehr als fünf Millionen Hektar Wald und eine halbe Million Hektar Ackerland wurden zerstört. Es wird Jahrhunderte dauern, bis sich die Natur vom Gift erholt. Soweit die Fakten über das Agent Orange, die SRF aufzeigte. SRF folgerte, dass es für die USA im Kampf gegen den Kommunismus in Zeiten des Kalten Krieges nur wenig Hemmschwellen gab. Und damit hat es sich für SRF getan. Agent Orange wird v.a. als „dunkles Kapitel des Vietnam-Kriegs“ in der Vergangenheit gesehen und nicht als USVerbrechen, die sich, weil sie nicht aufgearbeitet wurden, bis in die Gegenwart wiederholen. Sehen Sie dazu unseren Dokumentarfilm „Die modernen (US-) Kriege durchschaut – „Nie wieder Krieg!“ (www.kla.tv/8134). Dieser zeigt die verheerenden Folgen von neun Kriegen unter US-Führung von 1965 bis heute auf – dass es für die Drahtzieher hinter der US-amerikanischen Politik auch bis heute noch kaum Hemmschwellen gibt. Doch wie kann es sein, dass SRF und die anderen westlichen Medien sich immer noch auf die Seite US-amerikanischer Politik stellen, diese geduldet wird, eine Welt unter US-amerikanischer Führung akzeptiert wird, wie z.B. dass die NATO unter USamerikanischer Führung steht? Wie kann es sein, dass ausgerechnet denjenigen Kriegsstrategen am meisten geglaubt und gefolgt wird, die nicht im Geringsten daran interessiert sind, vergangene Kriegsverbrechen zu verurteilen, aufzuarbeiten und bestmöglich wiedergutzumachen? Z.B. wird der US-amerikanischen Regierung bis heute nicht zugetraut, die Anschläge auf die Gebäude des World Trade Centers (WTC) in New York am 11. September 2001 selbst durchgeführt zu haben oder zumindest daran beteiligt gewesen zu sein. Dies obwohl sich Millionen von Amerikanern nicht mehr mit der offiziellen Erklärung zur Zerstörung des World Trade Centers zufrieden geben und seit dem Vietnamkrieg allen bekannt ist, dass es für die USKriegstreiber nur wenig Hemmschwellen gibt (www.kla.tv/6693). Die Anschläge des 11. September 2001 wurden von der US-Regierung als bewaffneter Angriff im Sinne der UN-Charta (Artikel 39 und 51) gewertet, woraufhin am 12. September der NATOBündnisfall ausgerufen wurde. Am 20. September kündigte US-Präsident George W. Bush den „Krieg gegen den Terror“ an und kaum einen Monat nach 9/11, am 7. Oktober 2001, begann die militärische Intervention unter US-Führung gegen die Taliban-Regierung in Afghanistan. Seither sind NATO-Truppen in Afghanistan stationiert und die USA bauten ihre militärische Vorherrschaft in der Region aus. Deshalb muss auch heute noch und zukünftig die USamerikanische Politik aufs Schärfste in Frage gestellt und allem voran gegen Kriegsabsichten unter USFührung die Stimme erhoben werden.

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http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/vietnamkrieg-agent-orange-ist-noch-im-dienst-14391038.html

Vietnamkrieg Agent Orange ist noch im Dienst

Vietnam leidet bis heute unter dem Herbizid, das die Amerikaner im Krieg verwendeten. Warum stellen sich die Vereinigten Staaten bei der „Wiedergutmachung“ bis heute so stur? Ein Besuch an den Orten des immerwährenden Schreckens.

21.08.2016, von Martina Lenzen-Schulte

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Abwurf von Agent Orange über Südvietnam im Jahr 1966 durch amerikanische Flugzeuge.

Als der amerikanische Präsident unlängst in Vietnam war, hat ihn die fast fünfzigjährige Pham Thi Nhi in einem offenen Brief nach Hoa Binh eingeladen. Pham ist ein Agent-Orange-Opfer und wollte, dass Obama verkrüppelte Hände schüttelt: Nur im Angesicht der Versehrten könne er den Schaden ermessen, den Amerika angerichtet habe.

Das Hoa Binh Peace Village ist ein Trakt mit mehreren Krankenstationen innerhalb der großen Tu-Du-Klinik in Ho-Chi-Minh-Stadt, dem früheren Saigon. In Mehrbettzimmern liegen Kinder in Gitterbettchen, die Hände oder Handstümpfe mit Lappen umwickelt, weil sie sich sonst ständig selbst verletzen würden. Viele der gut sechzig Patienten sind verkrüppelt, laufen auf Oberschenkelstümpfen, haben aufgetriebene Knubbel statt einer Hand.

Einigen Kindern fehlen Augen und Ohren, andere liegen mit einem Wasserkopf im Bett, schwerer als ihr restlicher Körper. Manche haben eine Haut aus schwarzen Hornteilen wie Fischschuppen. Entstellungen durch Lippen-Kiefer-Gaumenspalten sind häufig. Bei einem Kleinkind machen sie aus dem Mund einen rachenweit offenen Krater im Gesicht, die Nase ist verwachsen und sieht aus wie ein Bauchnabel.

Was sind schon tausende Seiten wissenschaftlicher Text?

Seit das Zentrum im Jahr 1990 eröffnet wurde, war es für rund vierhundert Kinder viele Jahre ein Heim, einige sind noch als Erwachsene hier. Gegründet wurde Hoa Binh zur Aufnahme und Rehabilitation von AgentOrange-Opfern, die es laut offizieller amerikanischer Diktion nicht geben darf. Denn bisher haben es sowohl die amerikanische Regierung als auch alle beteiligten Chemieproduzenten abgelehnt, die Verantwortung dafür zu übernehmen, was das Herbizid Agent Orange angerichtet hat.

Agent Orange enthält das hochgiftige Dioxin und wurde seit 1961 mit anderen Herbiziden ein Jahrzehnt lang tonnenweise über rund fünfzehn Prozent der Landesfläche versprüht, um die Wälder zu entlauben und so die Nachschubwege des Vietkong zu enttarnen. Dass dieser Ökozid auch ein Genozid war, wird bis heute bestritten, jedenfalls gemäß dem Urteil des Supreme Court von 2009. Damals wurde die bisher letzte Klage der Vietnamesen auf Entschädigung abgewiesen.

Tausende Seiten wissenschaftlicher Expertise hielten es für nicht hinreichend begründet, dass Agent Orange die Gesundheitsschäden an der vietnamesischen Bevölkerung verursacht hat. Der Brief an Obama endet mit einer neuerlichen Kampfansage: „Wir geben nicht auf.“

Er erwachte nie wieder

Obama kam nicht nach Hoa Binh. Dort hätte er zum Beispiel Duc treffen können, die überlebende Hälfte von Viet und Duc, den berühmtesten siamesischen Zwillingen Vietnams. Duc arbeitet in der Verwaltung des Hoa-Binh-Zentrums. Wer beobachtet, wie er heute als erwachsener Mann trotz Fehlen des linken Beins geschickt auf sein rotes Honda-Motorbike steigt; wer an den Wänden von Hoa Binh das berührende Hochzeitsfoto mit seiner schönen Frau sieht; wer erfährt, dass das Paar 2009 Eltern von zwei gesunden Zwillingen wurde, der hofft spontan, dass wenigstens für einige Agent-Orange-Opfer das Schicksal ein glückliches Ende bereithält.

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http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/vietnamkrieg-agent-orange-ist-noch-im-dienst-14391038-p2.html

To match feature VIETNAM DIOXIN

© Reuters  Zwei Dioxinopfer im Alter von fünf und sechs in Ho Chi Minh Stadt.

Duc lässt sich bereitwillig fotografieren und lächelt dazu, aber sein Blick erlaubt keinerlei Rührseligkeit. Den Tod seines Zwillingsbruders Viet im Jahr 2007 hat er nie verwunden und aus seiner Enttäuschung über Amerika nie ein Hehl gemacht. Zu Anfang der achtziger Jahre wurde im Tu-Du-Krankenhaus alle 48 Stunden ein behindertes Kind geboren. Die Klinik wurde zu einem Zentrum für die Trennung von siamesischen Zwillingen und ist es noch heute. 1985 erregten Viet und Duc dort die Aufmerksamkeit des japanischen Gastarztes Bunro Fujimoto, einem Spezialisten für Behinderungen.

Man teilte bei der Geburt 1981 zwei Beine, Sexualorgane und den Anus. Fujimoto ließ den beiden von einem behinderten Designer in Japan nach einer beispiellos raschen Fundraising-Kampagne einen Rollstuhl für siamesische Zwillinge anfertigen. Sie wurden am 4. Oktober 1988 von einem Team von zwanzig Ärzten und hundert Krankenschwestern getrennt. Viet war nach einer Gehirnhautentzündung schon 1985 in ein Koma gefallen, aus dem er auch nach der Trennung nie wieder erwachte.

Es fehlt an allem

Der Homepage der VAVA, der Vietnamese Association of Victims of Agent Orange/Dioxin, ist zu entnehmen, dass auch heute noch schwerstbehinderte Kinder von ihren verzweifelten Familien auf der Schwelle des Krankenhauses zurückgelassen werden. Denn noch immer fordert Agent Orange weitere Opfer, „inzwischen in der vierten Generation“, wie Nguyen Thi Ngoc Phuong gleich zu Beginn unseres Gespräches hervorhebt. Sie war bis 2005 Direktorin der Tu-Du-Klinik, hat das Hoa-Binh-Zentrum mitbegründet und arbeitet nach wie vor als Chefärztin des My-Duc-Hospitals in Ho-Chi-Minh-Stadt.

Ihr Name steht wie kaum ein zweiter für den bisher vergeblichen Kampf der Opfer in Vietnam um Anerkennung und Entschädigung. Sie hat unermüdlich an die Hersteller und Politiker in Amerika appelliert, Verantwortung für die Folgen des Herbizideinsatzes in Vietnam zu übernehmen. Aber als im und nach dem Krieg vermehrt missgebildete Kinder geboren wurden, war eine penible Dokumentation kaum möglich. Es fehlte an Geld und Ausrüstung, etwa, um Blutspiegel von Dioxin zu messen, damit man diese mit den Gesundheitsschäden hätte in Beziehung setzen können.

„Wir konnten die Ursachen kaum erforschen, allein die Krankenversorgung unter den schwierigen Bedingungen beim Wiederaufbau des Landes kostete enorm viel Kraft“, bedauert Phuong noch heute. Denn genau dies wurde gegen sie verwendet, als es darum ging, hieb- und stichfest nachzuweisen, was Agent Orange alles angerichtet hatte.

Mehr als drei Millionen Opfer

„Damals ging die Angst um, es war offensichtlich, dass es viele Malformationen gab, die man vorher in dieser Häufigkeit in den betroffenen Regionen nie gesehen hatte“, erklärt die Frauenärztin. Dazu zählten vor allem Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, deformierte Gliedmaßen, ein offener Rücken (Spina bifida), fehlende Sinnesorgane und eine plötzliche Häufung von siamesischen Zwillingen. Außerdem kam es vermehrt zu Fehlgeburten und Aborten, wovon eine Sammlung konservierter, missgebildeter Feten in der Klinik zeugt.

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http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/vietnamkrieg-agent-orange-ist-noch-im-dienst-14391038-p3.html

40 Jahre nach dem Vietnamkrieg

Eine elfjährige Vietnamesin wartet in einer Orthopädieambulanz in Hanoi auf eine neue Beinprothese.

Selbst lange nachdem die „Operation Ranch Hand“, das Versprühen der Herbizide, 1971 endlich gestoppt worden war, blieben die Nachwirkungen spürbar. Die Gesamtzahl der Agent-Orange-Opfer wird von der VAVA auf mehr als drei Millionen geschätzt. Während unmittelbar Betroffene unter Krankheiten wie Chlorakne litten und die Überlebenden ein erhöhtes Krebsrisiko zu fürchten haben, sind es bei den Nachkommen eher indirekte Schäden wie eben Geburtsdefekte.

Allein die Zahl der Opfer aus der zweiten Generation wird auf 200.000 beziffert, in der Enkelgeneration sollen es 80.000 sein, von der vierten Opfergeneration spricht man, seit die Gebrechen eines 2012 geborenen Babys immer noch Agent Orange zugeschrieben wurden.

Signifikante Zusammenhänge

Dass die amerikanischen Gerichte eine Verursachung gleichwohl stets bestritten haben, ist für die Vietnamesen bitter. Nur bei Kindern von amerikanischen Veteranen ist ein offener Rücken als Folge von Agent Orange anerkannt, obwohl die amerikanischen Soldaten nie solch hohen Dosen der Herbizide ausgesetzt waren wie die Vietnamesen. Deren medizinische Studien erschienen meisten in der Landessprache, nur wenige wurden übersetzt und auf Kongressen vorgestellt, sie fanden keinen Eingang in die renommierten angloamerikanischen Zeitschriften, und damit spielten sie in der Debatte kaum eine Rolle.

Noch 1986 konnte der Direktor des Risk Science Institute in Washington, Michael Gough, in seinem einflussreichen Buch „Dioxin, Agent Orange – The Facts“ behaupten, dass es keine biologisch plausible Erklärung gebe, wie die Substanz angeborene Missbildungen hervorrufen könne.

Aber das ist überholt. Eine jüngere Sichtung von insgesamt 22 Studien, darunter dreizehn aus Vietnam, findet sehr wohl signifikante Zusammenhänge zwischen Agent Orange und angeborenen Geburtsdefekten. Das ist auch plausibel, denn bei vielen Tieren erzeugt TCDD „zuverlässig“ Missbildungen wie Lippen-Kiefer-Gaumenspalten. Es gibt sogar ein eigenes TCDD-Lippen-Kiefer-Gaumenspalten-Tiermodell in der Pharmaforschung.

Es geht auch anders

Auch die Langzeiteffekte von Agent Orange lassen sich inzwischen nachvollziehen. War früher unklar, warum Generationen später Kinder von nicht exponierten Eltern geschädigt sind, so können neuesten Studien zufolge epigenetische Umprogrammierungen sehr wohl bis in die Kinder- und Enkelgeneration reichen.

Wer wissen will, warum letztlich erstaunlich wenige Mediziner diese Zusammenhänge zu ergründen versuchten, muss mit Chuck Searcy sprechen. Chuck ist der Typ aufrechter Pfadfinder, den die Amerikaner so gern in ihren Hollywood-Filmen besetzen. Er lebt seit zwanzig Jahren in Hanoi und ist eine Quelle lebendigen Wissens, wenn man mehr über die historischen Winkelzüge von Verleugnung und Verdrängung erfahren will.

Dem „stone wall“, wie er die Mauer des Schweigens nennt, die die Opfer negiert, setzt er seine persönliche Wiedergutmachung entgegen. Gekommen ist er 1975 als Repräsentant der Vietnam Veterans of America Foundation (VVAF). 2001 wurde er Mitgründer des Renew-Projektes, um unentdeckte, vergessene Minen aus dem Vietnam-Krieg zu räumen und Hilfe für Landminenopfer zu organisieren, 2003 erhielt er die Nationale Freundschaftsmedaille. Längst hilft Renew auch Agent-Orange-Opfern.

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http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/vietnamkrieg-agent-orange-ist-noch-im-dienst-14391038-p4.html

 

Ein paar Dollar pro Monat

Als Chuck Searcy zum ersten Mal die von Geburtsdefekten entstellten Kinder sah, war der Schock gewaltig. „Ich dachte, ich wäre in einem Alien-Film“, gibt er ehrlich zu. Heute führt er andere Veteranen zu Familien, deren Mitglieder von Agent Orange versehrt wurden. „Die Vietnamesen waren nach dem Krieg sehr kooperativ, als es darum ging, jene Amerikaner zu finden, deren Schicksal als ,missing in action‘ ungeklärt war“, erzählt er. Als sie indes auf ihre eigenen Opfer aufmerksam machten, argwöhnte man auf amerikanischer Seite ein Komplott, um Geld zu machen; das Agent-Orange-Thema wurde als Mittel zur Erpressung diffamiert. Um abzuwiegeln, war offenbar jedes Mittel recht.

Die Unwissenschaftlichkeit, die die amerikanischen Forscher den Vietnamesen vorwarfen, haben sie selbst in ihrer Gegenpropaganda überboten. Da war zum Beispiel Michael Linnan, Arzt und Politikberater, der Dioxin als völlig harmlos hinstellte. Linnan sagte sogar, er habe Agent Orange aus einem Glas getrunken, und ihm sei nichts passiert, weiß Searcy von einer Zusammenkunft zu berichten, bei der viele empört den Saal verließen. Gleichwohl taten solche Äußerungen ihre Wirkung, sie schürten Skepsis und blockierten eine unvoreingenommene Forschung.

Bis heute zahlen die Vereinigten Staaten „freiwillig“, ohne Schuldeingeständnis, schon lange an ihre Veteranen, seit kurzem auch an Vietnam. Der Kongress hat 2014 ein 21-Millionen-Dollar-Hilfspaket für Familien mit schwerstbehinderten Angehörigen aus den am heftigsten besprühten Gebieten beschlossen. Angesichts der großen Zahl der Geschädigten erhalten die Familien aber nur „lächerlich wenige Dollar pro Monat“, wie Phuong klarstellt.

Fortbewegung auf zwei kurzen Beinstümpfen

Lächerlich wenig ist das auch für Hoa Binh. „Unsere Mittel reichen kaum für das Nötigste“, sagt die Kinderärztin Nguyen Dac Minh Chau, die das Zentrum seit zwei Jahren leitet. Sie kämpft für bessere Lebenschancen der ihr anvertrauten Kinder. „Es ist wichtig, ihnen eine gute Ausbildung zu bieten, damit sie einen Beruf ausüben und ein selbstbestimmtes Leben führen können“, sagt Nguyen. So wie die neunzehnjährige Thuy, deren Lieblingsfächer Mathematik und Physik sind und die auf die Frage, welchen Beruf sie ergreifen möchte, nur ein Wort sagt: „IT“.

Der 28 Jahre alte Nguyen Hon Loi, der als Fahrer im Zentrum arbeitet, bringt Schülerinnen täglich zum Unterricht. Er bewegt sich auf zwei kurzen Beinstümpfen fort, sein rechter Arm ist deformiert, die Hand nur ein grober Wulst. Dennoch bedient er den Laptop gekonnt mit der linken und hat bereits mehrere Schwimmmeisterschaften gewonnen, als behinderter Athlet ist er in Vietnam weithin bekannt.

Ungefähr ein Drittel der Kinder kann auf einen Schulabschluss hoffen, aber manchmal nicht ohne Spezialunterricht, wie ihn der dreizehnjährige Panh braucht. Obwohl er taub ist und multiple andere körperliche Behinderungen aufweist, hätte auch er das Zeug für eine weiterführende Schule. Diese Erfolgsgeschichten von Hoa Binh sind Phuong nicht genug. „Wir wollen ein Dorf für zweitausend Opfer, nicht nur für Kinder. Erwachsene sollen dort leben, arbeiten, sich ernähren, heiraten und eine Familie gründen können“, so die Agenda einer 75 Jahre alten Frau für die Zukunft ihrer Schützlinge, die noch nicht geboren sind.

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http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/vietnamkrieg-agent-orange-ist-noch-im-dienst-14391038-p5.html

Agent Orange steht abermals vor Gericht. „Dies wird ein Präzedenzfall im Kampf für die Interessen Tausender Opfer in Vietnam“, sagt Tran To Nga gegenüber den „Tuoi Tre News“ in Vietnam. Auch sie gibt nicht auf. Die gebürtige Vietnamesin lebt in Frankreich und nimmt es von dort mit 26 amerikanischen Chemiekonzernen auf. Anfang 2016 gab es erstmals Anhörungen im französischen Évry im Süden von Paris in einem Prozess, den die 73 Jahre alte Frau bereits 2014 angestrengt hat.

Sie war als Korrespondentin der „Liberation News Agency“ auf dem Ho-Chi-Minh-Pfad unterwegs und damals mit Agent Orange in Kontakt gekommen. Sie leidet an multiplen Erkrankungen, die Dioxinkonzentration in ihrem Körper ist immer noch zu hoch. Ihr erstes Kind starb an einem Geburtsdefekt, einem Herzfehler, ihr zweites leidet an einer Bluterkrankung.

Es ist der erste Prozess um Agent Orange, seit die amerikanischen Gerichte sowohl die Klagen der eigenen Veteranen als auch die der Vietnamesen abgeschmettert haben. Nach Meinung von Rechtsexperten stehen die Chancen gut, die Sache juristisch und medizinisch neu aufzurollen. Denn es ist fatalerweise noch genügend Agent Orange im vietnamesischen Boden, um weiteren Schaden anzurichten. In Vietnam sind 28 sogenannter Hot Spots mit erhöhten Dioxinkonzentrationen bekannt, unter den ehemaligen Verladestationen für Agent Orange sind insbesondere die früheren südvietnamesischen Militärflughäfen Da Nang, Phu Cat und Bien Hoa hochkontaminiert.

„Unwiderlegbar“

Über Jahrzehnte hat eine Arbeitsgruppe von der Texas University in Dallas immer wieder in und um Bien Hoa in Nahrungsmitteln sowie bei Mensch und Tier erhöhte Dioxinwerte festgestellt, erst 2015 wurde dies an Fischen aus den umliegenden Gewässern bestätigt. Allein seit 2007 gab die amerikanische Regierung an die hundert Millionen Dollar für eine nachhaltige Dekontaminierung solcher Hot Spots aus. Bei den jüngsten Opfern dürfte die heute zur Verfügung stehende, präzise Diagnostik eher als früher zu einer lückenlosen Beweiskette beitragen.

Eine aktuelle Arbeit aus dem Bonner Institut für Zeitgeschichte lässt zudem erkennen, warum das amerikanische Militär und die Regierung wussten, was sie taten. Ein nach dem Zweiten Weltkrieg nach Amerika ausgewanderter Forscher, Friedrich Hoffmann, hat davon 1959 auf einer Informationsreise in Deutschland in Gesprächen mit ehemaligen Kollegen aus der Nazizeit – alle versiert in Sachen Kampfstoffforschung und Schädlingsbekämpfungsmittel – erfahren. Denn Heinz Oettel, der nach dem Krieg für BASF tätig war, berichtete in diesem Gremium über das hochgiftige Dioxin, und Hoffmann hat das alles, zurück in Amerika, in seinem Bericht erwähnt.

Deshalb hielt es schon 1983 der Vorsitzende Richter George C. Pratt für „unwiderlegbar“, dass die Risiken von Agent Orange den Verantwortlichen hinreichend bekannt waren. Selbst wenn es damals in dem Veteranen-Prozess nur zu einem Vergleich reichte – wenn demnächst die Anwälte von Tran To Nga belegen müssen, was bekannt war, wird diese Vorgeschichte aus Deutschland eine Rolle spielen.

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XENIUS – PESTIZIDE – Wieviel Gift landet auf unserem Teller

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PESTIZIDE – GIFT auf unseren Feldern

Wenn Verbraucher „Versuchs-Kaninchen“ sind und Verbraucher-Schutz nur eine Illusion ist

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netzfrauenhttps://netzfrauen.org/

27. Mai 2016

Monsanto muss 41 Millionen € an PCB Geschädigte zahlen! – St. Louis jury orders Monsanto to pay $46.5 million in latest PCB lawsuit

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Ein weiteres chemisches Produkt aus der Skandalchronik von Monsanto ist PCB (Polychlorierte Biphenyle) – Monsanto und seine Firmen müssen 41 Millionen € an PCBGeschädigte zahlen.

Bayer wirbt derzeit bei seinen wichtigsten Aktionären um Zustimmung für die geplante milliardenschwere Übernahme des US-Konzerns Monsanto. Nach Angaben eines Firmensprechers vom Freitag soll die Aktion noch bis zur kommenden Woche andauern. Vor wenigen Tagen hatte Bayer für Monsanto ein Kaufangebot von 62 Milliarden Dollar (umgerechnet 55 Milliarden Euro) angekündigt. Der US-Anbieter von Saatgut und Pflanzenschutzmittel wies die Offerte zwar als zu niedrig zurück, zeigte sich aber für weitere Verhandlungen offen. Blackrock, Sun Life und Capital Group sind die größten Bayer-Einzelinvestoren, aber auch von Monsanto: Siehe Monsanto in Deutschland längst Zuhause!  Wird dieser Deal nun vollzogen, da sich jetzt die Klagen gegen Monsanto häufen? Allerdings ist auch Bayer vom PCB-Skandal betroffen: Der andere Konzern, der mit PCB über Jahrzehnte Milliardengewinne machte, ist Bayer. Die wichtigsten Handelsnamen waren Aroclor (Monsanto), Clophen und Elanol (Bayer) sowie Pyralene (von der französischen Firma Proodelec).  Weiterlesen →

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Markt – NDR – Gefährliches Nerven-Gift (Thiacloprid) im Honig


 
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Bioläden, die „muffigen Sekten“ unserer Zeit – Familie isst 14 Tage nur Bio „Die Auswirkungen waren immens“ / „MERKEL“ für MONSANTO – ROUND-UP – GLYPHOSAT / Fusion – Dow und DuPont / ÜBERNAHME – „MONSANTO-BAYER“ / „EU-Abgeordnete“ kassieren ab

DIE WELT“ – http://www.welt.de/vermischtes/article157768576/Biolaeden-die-muffigen-Sekten-unserer-Zeit.html

MEINUNG – O!Rasche

Bioläden, die muffigen Sekten unserer Zeit

Im Dschungel der Großstädte gibt es eine sich immer stärker ausbreitende Gefahr. Besonders perfide: Man erkennt sie nicht sofort – und tappt man einmal in die Falle, ist es zu spät.

Unser Kolumnist ist kein Fan von Biosupermärkten

Foto: picture alliance / Peter Kneffel Unser Kolumnist ist kein Fan von Biosupermärkten

Viel wird derzeit diskutiert: Ist Bio wirklich nachhaltig und gesund – auch für die Umwelt? Nöö, sagen die einen; „Öh, ‚tschuldigung, wir sind ja wohl total supi für diese eine Erde, die wir haben, ne?“, sagen die anderen. Wo die Wahrheit liegt? Keine Ahnung, ist mir auch total wumpe, denn das Problem liegt ja ganz woanders.

Waren Sie zuletzt mal in einem Bioladen? Nicht in einem dieser Hochglanz-sterilo-Supermärkte mit Neonröhren und stylish verpackten Eigenmarken, die grünen Edekas. Edöko, sozusagen. Nein, die meine ich nicht, ich meine jene, die das ganz bewusst für sich nicht wollen, die auch im Herzen einer Millionenstadt aussehen – UND RIECHEN! – wie ein überdimensionierter, muffiger Bauernladen. So einen gibt’s bei mir um die Ecke, und wenn mein Selbsthass mal wieder groß genug ist, dann gehe ich hin.

Der Laden befindet sich in einer großen Halle, alle Ecken vollgestopft mit Obst und Gemüse, das so aussieht, als wäre das hier ein Gnadenhof für Altmöhren. Wider die durch EU-Nazis vorgegebene Norm, schon klar – aber auch wider jegliche Frische? „Nö, Mann, dit liegt daran, dass unsere Lebensmittel nicht mit Pestiziden behandelt wurden, ne?“, schwurbelt eine Barfußsandale mit roten Locken. Ach so, da, wo ich herkomme, sieht Obst und Gemüse trotzdem anders aus, wenn es frisch ist, aber was weiß ich schon?

Wären alle so wie wir, gäbe es keine Kriege

In meinem Einkaufskorb befinden sich Salz und Mineralwasser, außerdem eine Flasche Bier mir unbekannter Marke. Jeder, ja, wirklich jeder andere Kunde schaut neugierig in meinen Korb, sieht meine Beute und scheint danach innerlich zu nicken: Schon klar, der Mops macht hier nen Alibi-Einkauf. Keine Wurzeln, kein Gemüse, keine Körner. Und es stimmt ja auch; ich esse ungern Dinge, deren Verzehr mich quält – und damit disqualifiziere ich mich hier natürlich.

Würde man ein Foto von uns allen machen und fragen: Wo haben wir auf diesem Bild einen Fehler versteckt? – es wäre ein zu leichtes Rätsel. Ich bin der Fehler hier. Der Fremdkörper, mit Betonung auf Körper. Und auf fremd.

Denn alle anderen hier sind auf erschütternde Weise gleich, weisen jedenfalls ein verbindendes Merkmal auf: ihr debiles Grinsen, das Weltoffenheit suggerieren soll, am Ende aber nichts anderes ausstrahlt als: Wir sind hier eine besondere Gruppe; moralisch so sehr überlegen, dass wir uns an unserem Grinsen erkennen. Hier, auf dem Spielplatz und im Café. Wären alle so wie wir, gäbe es keine Kriege. (Stimmt auch, weil sich jeder Andersdenkende mit Freude selbst umbringen würde!)

Es ist wie eine Taufe

Jetzt schaue ich in die Körbe der anderen. Jeder hat mindestens ein zum Verzehr bestimmtes Gewächs, das ich so noch nie gesehen habe. Sie bewegen sich hier alle wie in ihrem eigenen Wohnzimmer. Wie ein Bienenschwarm, in dem jedes Insekt exakt weiß, wie es sich wann zu bewegen hat. Wie machen sie das nur? Ich bin der Störfaktor in ihrer Choreografie: Darf ich mal / Oh, Verzeihung / Würde Sie bitte mal eben / Pardon.

Wollen Politiker nicht immer Parallelgesellschaften verhindern? Wo ist ein de Maiziére, wenn man ihn braucht?

An der Kasse dann die Stunde der Wahrheit. Unendlich langsam zieht der junge Kassierer jede Ware über seinen (uiui, so etwas haben sie hier bereits) Scanner. Als würde er jedes einzelne Produkt in seiner einzigartigen Wertigkeit würdigen. Es ist wie eine Taufe, und die Kunden scheinen das genau so zu erwarten. Versonnen und geduldig goutieren sie jeden Piep mit einem feierlichen Blick, genießen die Huldigung ihrer Kaufentscheidungen. Es hat etwas Religiöses, und in dieser Ernsthaftigkeit wird dieses Ritual zelebriert.

Dann bin ich dran. Bier – piep, Wasser – piep, Salz – piep, in einer Affengeschwindigkeit. Niederschmetternde Urteile von Biosupermarktkassierern sind subtil. Dann hebt er zum finalen Schlag an: „Sind Sie Mitglied bei uns?“ Der ganze Laden hält den Atem an, jetzt könnte man einen Chia-Samen fallen hören: „Äh, nein“, stammele ich schwitzend, genauso gut hätte ich jetzt als nackter Flitzer durch eine katholische Beerdigungszeremonie rennen können, die Blicke wären nicht anders gewesen.

„Ach so!“, sagt der Kassierer, alle atmen hörbar aus. Ach so. Damit ist ihr Weltbild wieder geradegerückt, die debilen Grinsen werden wieder angeknipst. Ich verlasse mit hochgezogenen Schultern den Laden. Draußen öffne ich sofort das Bier und exe es. Schmeckt gut. Aber das war auch wirklich nicht die Frage.

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Familie isst 14 Tage nur Bio „Die Auswirkungen waren immens“

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„Monsanto Tribunal“ – „Konstantin Wecker“

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Glyphosat

FÜR MONSANTO (BAYER) – GEGEN die BE-Völkerung – >“NOCH“- Bundeskanzlerin „Angela Merkel“  macht sich für eine weitere Verwendung des umstrittenen Pestizids Glyphosat in der Landwirtschaft stark<

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/08/21/unterstuetzung-fuer-monsanto-merkel-will-fuer-glyphosat-kaempfen/

Unterstützung für Monsanto: Merkel will für Glyphosat kämpfen

Bundeskanzlerin Merkel hat sich überraschend bereit erklärt, für das Pestizid Glyphosat aus dem Haus Monsanto kämpfen. Sie vertritt die Auffassung, dass die Risiken des Mittels gering seien. Die WHO hält das Pestizid dagegen für möglicherweise krebserregend.

Bundeskanzlerin Merkel mit Bundesgesundheitsminister Gröhe. (Foto: dpa)

Bundeskanzlerin Merkel mit Bundesgesundheitsminister Gröhe. (Foto: dpa)

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) macht sich für eine weitere Verwendung des umstrittenen Pestizids Glyphosat in der Landwirtschaft stark. Sie werde sich dafür einsetzen, dass das Mittel auf wissensbasierter Grundlage weiterhin eingesetzt werden kann, sagte Merkel am Donnerstag auf einem CDU-Agrarforum in Boldekow (Mecklenburg-Vorpommern). Studien belegten, dass die Risiken nicht sehr groß seien. Welche Studien das sind, sagte Merkel nicht. Zuletzt hatte die WHO das Mittel für möglicherweise krebserregend qualifiziert. Die EU-Kommission hatte den Einsatz im Juni zunächst für weitere 18 Monate genehmigt.

«Ich war sehr erschrocken über den Wandel und Wechsel bei der SPD», sagte Merkel. Die SPD-Minister in der Bundesregierung hatten sich auf ein Nein zu einer erneuten EUZulassung festgelegt. Daher musste sich Deutschland bei den Abstimmungen in Brüssel enthalten.

Die Grünen haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für ihr Vorhaben kritisiert, sich für den weiteren Einsatz des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat stark zu machen. «Frau Merkel sendet damit das völlig falsche Signal», erklärte Fraktionschef Anton Hofreiter am Freitag. «Statt das Ackergift endlich zu verbieten und sich für eine intakte Landwirtschaft mit guten Böden, sauberem Grundwasser und Artenvielfalt einzusetzen, geht sie der Agrarlobby auf den Leim.»

Glyphosat steht im Verdacht, Krebs zu erregen. Studien haben aber auch ergeben, dass es bei ordnungsgemäßem Gebrauch ungefährlich für Menschen ist. Merkel hatte am Vortag auf einem CDU-Agrarforum in Mecklenburg-Vorpommern gesagt, sie werde sich dafür einsetzen, dass das Mittel auf wissensbasierter Grundlage weiterhin eingesetzt werden kann.

Glyphosat war zum Zankapfel der Koalition geworden, weil die SPD-Minister sich gegen eine Verlängerung der Zulassung in der EU ausgesprochen haben. Der SPD-Parteivorstand schrieb am Freitag auf Twitter: «Merkel ist für weiteren Glyphosat-Einsatz – wir bleiben beim NEIN! Im Zweifel für die Verbraucher– und Umweltschutz

Als Wissenschaftlerin müsse die Kanzlerin wissen, dass die Risiken nicht abschließend geklärt seien, sagte Hofreiter, der selbst Biologe ist. Die Krebswarnung von Experten der Weltgesundheitsorganisation WHO stünden weiter im Raum. Der Agrarexperte der Fraktion, Harald Ebner, nannte Merkels Aussagen «befremdlich». «Die Bundeskanzlerin stellt sich damit gegen 70 Prozent der deutschen Bevölkerung, die ein Verbot des Pflanzenkillers fordern», sagte er.

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„Vergiftete Vitamine“ – PESTIZIDE in OBST und GEMÜSE

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PESTIZIDE in LEBENSMITTELN

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FUSION – „Dow“ und „DuPont“

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/08/15/dow-und-dupont-eu-prueft-geplante-fusion/

Dow und DuPont: EU prüft geplante Fusion

Die beiden Unternehmen Dow und DuPont wollen sich zusammentun. Die EU-Kommission hat jedoch Bedenken gegenüber der Fusion der beiden US-amerikanischen Pflanzenschutz- und Saatgut-Konzerne. Das Vorhaben könnte den Wettbewerb bei Pflanzenschutzmitteln, Saatgut und petrochemischen Erzeugnissen einschränken.

Die Chemieriesen DuPont und Dow Chemical stehen kurz vor einer Fusion. Das wäre eine starke Konkurrenz für den Marktführer BASF. (Foto: dpa)

Die Chemieriesen DuPont und Dow Chemical stehen kurz vor einer Fusion. (Foto: dpa)

Die EU-Kommission hat eine eingehende Untersuchung eingeleitet, um zu prüfen, ob der geplante Zusammenschluss von Dow und DuPont mit der EU-Fusionskontrollverordnung im Einklang steht.

Die für Wettbewerbspolitik zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager erklärte dazu: „Die Existenzgrundlage der Landwirte hängt davon ab, dass sie zu wettbewerbsfähigen Preisen Zugang zu Saatgut und Pflanzenschutzmitteln haben. Wir müssen sicherstellen, dass der geplante Zusammenschluss nicht zu höheren Preisen oder weniger Innovation bei diesen Produkten führt.“ Bei der Fusion würde der weltweit größte Konzern in dieser Branche entstehen.

Sowohl Dow als auch DuPont haben ein umfangreiches Portfolio an Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmitteln für eine Reihe von landwirtschaftlichen Kulturen. Beide Unternehmen entwickeln sogenannte „Gene-editing“-Technologien, die zu einer wesentlichen Beschleunigung der Züchtung neuer Sorten genutzt werden könnten. Nach dem geplanten Zusammenschluss könnten die Unternehmen weniger Anreize haben, Wettbewerbern Lizenzen für diese Technologien zu gewähren, oder die Entwicklung konkurrierender Technologien erschweren. Im Rahmen der Untersuchung wird außerdem geprüft, ob der Zugang der Wettbewerber zu Pflanzenschutzmittel- und Saatgutanbietern erschwert würde, wenn Dow und DuPont ihre Verkäufe von Pflanzenschutzmitteln und Saatgut bündeln.

Dow und DuPont sind auch wichtige Anbieter von thermoplastischen Kunststoffen, die weithin für Verpackungen und Klebstoffe verwendet werden.

Das Vorhaben wurde am 22. Juni 2016 bei der Kommission zur Genehmigung angemeldet. Am 20. Juli 2016 legten Dow und DuPont Verpflichtungsangebote vor, um die vorläufigen Bedenken der EU-Kommission auszuräumen. Die Kommission war jedoch der Ansicht, dass diese Angebote nicht ausreichten, um ihre ernsthaften Zweifel an der Vereinbarkeit des Zusammenschlusses mit der EU-Fusionskontrollverordnung zu zerstreuen. Die Kommission muss nun bis zum 20. Dezember 2016 einen Beschluss erlassen.

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ÜBERNAHME – „MONSANTO-BAYER“

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/08/16/bayer-erwaegt-offenbar-feindliche-uebernahme-von-monsanto/

Bayer erwägt offenbar feindliche Übernahme von Monsanto

Der Chemiekonzern Bayer erwägt Medienberichten zufolge auch eine feindliche Übernahme des Konkurrenten Monsanto. Zuvor waren zwei Kaufangebote des Bayer-Konzerns von den Monsanto-Aktionären zurückgewiesen worden.

Das Logo des deutschen Konzerns Bayer. Bayer und BASF wollen offenbar Monsanto übernehmen. (Foto: dpa)

Das Logo des deutschen Konzerns Bayer. (Foto: dpa)

Im Ringen um den US-Saatguthersteller Monsanto hält sich Bayer einem Zeitungsbericht zufolge auch eine feindliche Übernahme offen. In den nächsten Wochen werde Bayer-Chef Werner Baumann entscheiden, ob noch eine einvernehmliche Lösung erzielt werden könne, berichtete das Handelsblatt am Dienstag mit Verweis auf das Umfeld des Unternehmens.

Möglich ist nach Angaben aus Konzernkreisen demnach, dass sich der Leverkusener Chemie- und Pharmakonzern stattdessen direkt an die Monsanto-Aktionäre wendet. Bayer wollte den Bericht nicht kommentieren. Bayer und Monsanto hatten Mitte Mai Übernahmegespräche bestätigt. Der US-Saatguthersteller wies aber die beiden bisher vorgelegten Angebote aus Leverkusen zurück – das letzte belief sich auf 125 Dollar pro Monsanto-Aktie.

Medienberichten zufolge könnte Monsanto womöglich erst mit einem Angebot von 130 bis 135 Dollar zu überzeugen sein. Verweigert Monsanto weiter seine Zustimmung, könnte sich Bayer an einer feindlichen Übernahme versuchen. „Ein erster feindlicher Schritt wäre es, bei Monsanto mit Hilfe der Aktionäre einen Teil des Boards auszutauschen“, zitierte die Zeitung den Portfoliomanager von Union Investment, Markus Manns, mit Blick auf den Verwaltungsrat des US-Konzerns. Ein feindlicher Übernahmeversuch sei aber schwierig. „Es ist immer besser, wenn die Bücher freiwillig geöffnet werden“, sagte Manns. „Sonst kauft man die Katze im Sack.“

Monsanto ist unter anderem Hersteller des hoch umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat, dessen Zulassung in Europa erst vor wenigen Wochen für anderthalb Jahre verlängert wurde. Das Unternehmen verkauft auch gentechnisch veränderte Pflanzensorten. Mit der Übernahme von Monsanto würde die Bayer-Sparte Pflanzenschutz zur größten des Konzerns. Kommt das Geschäft zustande, wäre es der größte Zukauf eines deutschen Unternehmens im Ausland.

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„EU-Abgeordnete“ kassieren ab

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