„CAMPACT“ – Glyphosat: Kein Alleingang der EU-Kommission – Freitag 24 Juni – „Wieder keine Entscheidung“ – Am Montag 27 Juni wird diese von der EU-Kommission übernommen – Zulassung – „Glyphosat“ – „Round-up“ / „Gentechnik-Raps“ – „BAYER AG“ / Nachfrage nach „Bio“ – „USA“ importieren Mais und Soja / FRACKING

DEUTSCHLAND könnte VERBIETEN

EU-Kommission will Glyphosat-Zulassung für 18 Monate verlängern

Die EUKommission wird die Zulassung des Pestizids Glyphosat um 18 Monate verlängern. Nun können die EUStaaten entscheiden, ob sie das Pestizid im jeweiligen Land verbieten wollen. Umweltministerin Hendricks hat gesagt, dass sie gegen das Monsanto-Präparat ist. Es ist unklar, ob sie ihre Position in der Bundesregierung durchsetzen kann.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. (Foto: dpa)

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. (Foto: dpa)

Die EUKommission will die Zulassung des umstrittenen Pflanzengifts Glyphosat um eineinhalb Jahre verlängern. Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis sagte am Dienstag, die Brüsseler Behörde werde damit ihrer rechtlichen Verpflichtung nachkommen. Die Zulassung läuft am 30. Juni aus. Bislang konnten die EUStaaten keine Einigung darüber erzielen, ob das Pestizid weiter eingesetzt werden darf. Es steht im Verdacht, Krebs zu erregen. Der amerikanische Monsanto-Konzern, den Bayer übernehmen will, hat mit dem Mittel vergangenes Jahr Milliardenumsätze gemacht.

In dem zuständigen Berufungsausschuss kam keine Mehrheit für eine Verlängerung über Juni hinaus zustande. Von den 28 Mitgliedsländern stimmten einem EU-Vertreter zufolge 19 für eine weitere Zulassung, sieben enthielten sich, und Frankreich sowie Malta waren dagegen. Da es keine gemeinsame Position gab, musste die EUKommission eine Entscheidung treffen. Sie hatte bereits angekündigt, die Zulassung für den weltweit meistgenutzten Unkrautvernichter um bis zu 18 Monate zu verlängern. In dieser Zeit soll eine Studie klären, ob Glyphosat krebserregend ist. Unstrittig sind massive negative Einflüsse der Chemikalie auf die Artenvielfalt. Ursprünglich hatte die EUKommission eine Nutzung für weitere 15 Jahre vorgeschlagen.

Deutschland hatte sich in Brüssel der Stimme enthalten, da die Frage im Bundeskabinett umstritten ist. Während Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Agrarminister Christian Schmidt (CSU) für die Zulassungsverlängerung sind, lehnen Umweltministerin Barbara Hendricks sowie die anderen SPD-geführten Ministerien dies ab.

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…..Voraussichtlich bis Mittwoch (29. Juni) soll wohl eine Entscheidung fällen, hieß es aus dem EU-Parlament.…..

http://www.eu-koordination.de/umweltnews/news/landwirtschaft-gentechnik/3791-2016-06-27-08-59-47

Verlängerung der Glyphosat-lizenz weiter offen

Die EU-Mitgliedstaaten haben sich nicht einigen können, die Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat in der EU zu verlängern. Bei der letzten Abstimmung am Freitag fehlte dafür die nötige Mehrheit.

Frankreich und Bulgarien stimmten demnach gegen eine Verlängerung der Zulassung um bis zu 18 Monate, wie sie die EU-Kommission vorgeschlagen hatte. Deutschland enthielt sich ebenso wie sechs weitere Staaten, 19 Länder stimmten dafür.

Die Zulassung des Herbizids in der Europäischen Union läuft Ende Juni aus. Weil im EU-Rat kein Beschluss zustande gekommen ist, kann nun die Kommission allein entscheiden. Voraussichtlich bis Mittwoch (29. Juni) soll wohl eine Entscheidung fällen, hieß es aus dem EU-Parlament.

„Wenn sich die Europäische Kommission entscheidet, die weitere Zulassung auf Biegen und Brechen durchzudrücken, schadet sie dem Ansehen demokratischer Entscheidungen in der EU. Jetzt ist der Zeitpunkt, um giftige Pflanzenschutzmittel zu verbieten und den Weg zu einer nachhaltigen Landwirtschaft in der EU zu gehen“, sagte der agrarpolitische Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament Martin Häusling.

Für Heike Moldenhauer, Pestizidexpertin beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), belegt die fehlende Einigkeit der EU-Mitgliedstaaten das Misstrauen vieler Regierungen gegen Behauptungen, Glyphosat sei unbedenklich. „Die Kommission muss aus den Zweifeln der Mitgliedstaaten an der Unbedenklichkeit von Glyphosat den einzig richtigen Schluss ziehen und die Zulassung zum 30. Juni auslaufen lassen“, sagte Moldenhauer.

Sie wies ebenso wie der Bundesgeschäftsführer des Naturschutzbunds Deutschland (NABU) Leif Miller darauf hin, dass eine Zulassungsverlängerung des Ackergifts dem Vorsorgeprinzip der EU widerspricht. „Eine Verlängerung darf nicht erfolgen, solange nicht alle Risiken für Mensch und Natur einwandfrei widerlegt sind“, sagte Miller.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte Glyphosat im vergangenen Jahr als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft, die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) halten die Substanz jedoch für unbedenklich. [mbu]


Hintergrundinformationen zu Glyphosat
BUND
NABU
Martin Häusling

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CAMPACThttps://blog.campact.de/2016/06/glyphosat-kein-alleingang-der-eu-kommission/

Glyphosat: Kein Alleingang der EU-Kommission

Heute hat ein Vermittlungsausschuss der EU erneut über Glyphosat abgestimmt – und wieder die nötige Mehrheit verfehlt. Eigentlich ein großer Erfolg für uns – doch jetzt könnte die EU-Kommission im Alleingang die Zulassung verlängern. Bei unserem Protest bei der Vertretung der Europäischen Kommission in Berlin gab diese leider ein ziemlich bürgerfernes Bild ab.

Entscheidung im Schatten der Brexit-Abstimmung

Die Entscheidung des Vermittlungsausschusses wurde von der EU-Kommission auf den 24. Juni terminiert – den Tag nach der Brexit-Entscheidung. Das war natürlich ein denkbar ungünstiger Tag für unseren Glyphosat-Protest. Doch gerade weil uns die Zukunft der EU so wichtig ist, wollen wir verhindern, dass die EU-Kommission bei Glyphosat eine falsche Entscheidung trifft. Eine Zulassung des Ackergifts im Alleingang wäre undemokratisch und den Bürger/innen nicht zu vermitteln.

Kommission zeigt sich bürgerfern

Mit rund 30 Campact-Aktiven demonstrierten wir bei sengender Hitze vor dem Gebäude der Kommission in Berlin, Unter den Linden. Der Leiter der Berliner Vertretung konnte unsere Unterschriften nicht entgegennehmen – verständlich, angesichts der Brexit-Entscheidung. Stattdessen nahm eine Stellvertreterin, Frau Kotthaus, unsere mehr als 600.000 Unterschriften entgegen.

Zu unserer großen Enttäuschung kam sie aber nur an die Eingangstür des Gebäudes – und war nicht bereits sich bei unserer 20 Meter entfernten Protestaktion zu zeigen. Aufgrund der Genehmigung unserer Aktion durften wir mit den 30 Aktiven aber auch nicht an den Eingang des Gebäudes kommen. Lediglich fünf Aktive konnten mich daher zur Übergabe der Unterschriften begleiten. Bürgerferner hätte sich die Kommission kaum präsentieren können.

Darum ist unsere Kampagne dennoch erfolgreich

Doch auch wenn die Kommission jetzt im Alleingang die Glyphosat-Zulassung bis Ende 2017 verlängert ist unsere Kampagne insgesamt erfolgreich. Denn eigentlich sollte Glyphosat ohne Wenn und Aber für weitere 15 Jahre neu zugelassen werden – jetzt geht es nur noch um rund eineinhalb Jahre. Durch unseren heftigen Widerstand und vielseitigen Protest, haben wir die politischen Akteure wach gerüttelt. So wurde aus einer Nebensache ein zentrales politisches Thema, das für viel Wirbel in der Großen Koalition gesorgt hat. Unsere Argumente haben Umweltministerin Barbara Hendricks und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (beide SPD) überzeugt, sodass die Bundesregierung sich zumindest enthalten musste – obwohl Agrarminister Schmidt (CSU) ein ausgemachter Glyhosatbefürworter ist.

Im kommenden Jahr wird die Europäische Chemikalien Agentur (ECHA) eine neue Bewertung zu Glyphosat abgeben. Wir haben Grund zur Hoffnung, dass die ECHA die wissenschaftlichen Belege für eine Krebsgefahr durch Glyphosat berücksichtigt – und den Stoff als krebserregend einstuft. In diesem Fall haben wir besten Chancen ein Glyphosat-Verbot durchzusetzen. Wir geben den Kampf gegen das gesundheits- und umweltschädigende Pestizid nicht auf!

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„VorSorgePrinzip“

http://www.blickpunkt-brandenburg.de/nachrichten/uckermark/artikel/45833/NABU:+Posse+um+Glyphosat-Zulassung+geht+weiter

NABU: Posse um Glyphosat-Zulassung geht weiter

Vorsorgeprinzip ernst nehmen – Schutz von Mensch und Natur steht an oberster Stelle

Glyphosate als 3D-Modell. Grafik: Wiki/Benjah-bmm27

Brüssel/Berlin. Schon dreimal konnten sich die EU-Mitgliedstaaten nicht über eine Genehmigungsverlängerung des Pestizids einigen, die zum 30. Juni ausläuft. Auch heute kam die nötige Mehrheit in der EU nicht zustande, nun entscheidet die EUKommission im Alleingang.

Dazu erklärt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Die Posse um die Zulassung des Totalherbizids Glyphosat in der EU geht weiter. Die EU-Kommission hatte wohl darauf vertraut, dass die Staaten irgendwann mürbe werden und für eine Genehmigungsverlängerung stimmen. Das ist nicht passiert. Statt zu akzeptieren, dass es keine Mehrheit für Glyphosat gibt, entscheidet nun die Kommission im Alleingang. Das widerspricht dem Vorsorgeprinzip. Eine Genehmigungsverlängerung darf nicht erfolgen, solange nicht alle Risiken für Mensch und Natur einwandfrei widerlegt sind. Zehntausende von Landwirten kommen alleine in Deutschland im Ackerbau ohne Glyphosat aus.“
Auch Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt müsse endlich das Vorsorgeprinzip und die Wünsche der Verbraucher anerkennen, von denen eine große Mehrheit eine weitere Zulassung von Glyphosat in Europa ablehne, und nationale Verbote verhängen. „Statt sich regelmäßig zu enthalten, sollte die Bundesregierung mit einer Stimme sprechen, und zwar gegen die Genehmigungsverlängerung. Glyphosat ist nur ein Beispiel für den viel zu hohen Pestizideinsatz in der Landwirtschaft, der zum Insektenschwund und Verlust von Artenvielfalt insgesamt führt. Die Kommission hatte die Mitgliedsstaaten mehrfach darauf hingewiesen, dass sie beim Thema Glyphosat Handlungsspielraum haben.
Zum Hintergrund

Glyphosat ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Unkrautvernichtungsmittel, über 700.000 Tonnen werden pro Jahr versprüht. In Deutschland werden 6.000 Tonnen ausgebracht, wobei rund 39 Prozent aller Ackerflächen behandelt werden. Eine aktuelle Übersichtsliste der noch zugelassenen glyphosathaltigen Mittel für den Haus- und Kleingartenbereich hat der NABU unter http://www.NABU.de/glyphosat-im-garten veröffentlicht. Sie macht deutlich, welche Gefahren vom Totalherbizid ausgehen. Nicht nur Blüten- und Samenpflanzen werden mit dem Einsatz von Glyphosat zerstört, sondern auch Fische und Amphibien sind gefährdet, wenn es in Oberflächengewässer gelangt. Diese Auswirkungen werden in Kürzeln (NW261, NW264) auf den Packungen angegeben. In der Grafik stellt der NABU die einzelnen im Handel erhältlichen Mittel und ihre Auswirkungen dar. Auch das Bundesumweltministerium fordert, die Auswirkungen von Glyphosat auf die Biodiversität viel stärker zu beachten.

red

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„Sven Giegold“http://www.sven-giegold.de/2016/glyphosat-zulassung-eu-kommission-darf-jetzt-nicht-im-alleingang-handeln/

Vertreter der EU-Regierungen konnten sich im Ständigen Ausschuss nicht über die Verlängerung der Zulassung des Pflanzenschutzmittels Glyphosat einigen. Laut POLITICO enthielten sich Deutschland, Frankreich, Italien, Griechenland, Österreich, Portugal und Luxemburg bei der Abstimmung. Malta stimmte gegen die Zulassung, die restlichen 20 Regierungen stimmten dafür. Die Uneinigkeit der Regierungen kommentiert Sven Giegold, Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Europaparlament:

 

“Die fehlende Mehrheit für eine Verlängerung der Glyphosat-Zulassung ist ein großer Erfolg der europäischen Zivilgesellschaft. Verbraucherschutz- und Umweltverbände haben den Regierungen klar gemacht, dass beim Vorsorgeprinzip keine Kompromisse gemacht werden dürfen. Dennoch: Die EU-Regierungen haben sich um ihre Verantwortung für die Gesundheit der Bürger und den Umweltschutz gedrückt. Eine konsequente Anwendung des Vorsorgeprinzips hätte zu einer Ablehnung der Verlängerung führen müssen. Es besteht nun die Gefahr, dass die EU-Kommission den Regierungen die Entscheidung abnimmt und eine vorübergehende Verlängerung beschließt. Die EU-Kommission darf die Zulassung von Glyphosat nicht verlängern in der Hoffnung, dass eine weitere Studie Entwarnung geben wird. Vorsorge bedeutet, alle Zweifel auszuräumen, bevor ein solches Mittel eingesetzt werden darf.

Für einen glaubwürdigen Prozess müssen Studien zu Glyphosat öffentlich zugänglich gemacht werden. Die EU-Lebensmittelsicherheitsbehörde hält eine wichtige Studie weiterhin unter Verschluss und will EU-Abgeordneten nur in einem gesicherten Leseraum Zugang zu den Ergebnissen geben. Wenn es um Verbraucher- und Umweltschutz geht, dürfen Leseräume wie bei TTIP dürfen nicht zum Transparenzstandard werden.”

 

Weitere Informationen zum Vorschlag der EU-Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA), einen “sicheren Leseraum” für den Zugang zu einer Glyphosat-Studie für EU-Abgeordnete einzurichten:

http://www.greens-efa.eu/eu-food-safety-authority-proposes-secure-reading-room-for-access-to-controversial-glyphosate-studies-15608.html

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http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/EU-Kommission-vertagt-Glyphosat-Entscheidung-wegen-Brexit-Votum-4955517

27.06.2016

EU-Kommission vertagt Glyphosat-Entscheidung wegen Brexit-Votum

BRÜSSEL (dpa-AFX) – Wegen der Nachwehen des Brexit-Votums vertagt die EU-Kommission die Entscheidung über den umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat auf die letzte Minute. Die Kommissare kamen am Montag zu Beratungen über das britische Referendum und zur Vorbereitung des EU-Gipfels am Dienstag und Mittwoch zusammen. Zu einer Entscheidung über eine Verlängerung der Glyphosat-Zulassung kam es deshalb nach Angaben aus der Brüsseler Behörde nicht.

Die geltende Zulassung für die Substanz in Europa läuft am Donnerstag (30. Juni) aus. Die EU-Kommission könnte die Genehmigung auch im so genannten schriftlichen Verfahren erteilen, also ohne dass die EU-Kommissare zusammensitzen.

Es wird erwartet, dass die EU-Behörde den umstrittenen Unkrautkiller für bis zu weitere 18 Monate in Europa zulassen wird. In dieser Zeit soll die europäische Chemikalienagentur Echa ihre Bewertung vorlegen. Glyphosat steht im Verdacht, Krebs zu erregen.

Unter den EU-Staaten gab es trotz wiederholter Versuche nicht die nötige Mehrheit für eine Verlängerung oder Neuzulassung von Glyphosat. Deshalb ist nun die EU-Kommission am Zug./hrz/DP/jha

 

 

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Zulassung – Glyphosat/Round-up

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/06/24/eu-abgeordnete-fordern-von-bundesregierung-nein-zu-glyphosat/

EU-Abgeordnete fordern von Bundesregierung Nein zu Glyphosat

Die Mehrheit der Deutschen ist gegen eine erneute Zulassung des Pflanzenschutzmittels Glyphosat. Die meisten seien im Gegenzug auch bereit, mehr Geld für Lebensmittel zu bezahlen, wenn die Landwirtschaft auf Glyphosat verzichte. Kurz vor der neuen Abstimmung am Freitag haben sich auch Europaabgeordnete noch einmal in einem Brief an die Bundesregierung gewandt und diese aufgefordert, keiner Zulassung zuzustimmen.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. (Foto: dpa)

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. (Foto: dpa)

Am Freitag sollen Vertreter der EUStaaten erneut über eine Verlängerung der EuropaZulassung für den Unkrautvernichter um bis zu 18 Monate abstimmen. Die aktuelle Genehmigung läuft am Monatsende aus. Bisher hatte sich die Bundesregierung enthalten, da die SPD sich gegen Glyphosat gestellt hatte.

Den Rückhalt für die Beibehaltung der Enthaltung aus der Bevölkerung hat die Bundesregierung. Die große Mehrheit der Deutschen lehnt einer Umfrage zufolge eine weitere Zulassung des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat in Europa ab. 83 Prozent der Bundesbürger sind gegen eine Zulassungsverlängerung, über die am Freitag auf EU-Ebene entschieden werden soll.

Demnach sind drei Viertel der Gegner selbst dann gegen eine weitere Zulassung, wenn das möglicherweise krebserregende Glyphosat kein Krebs verursachen sollte. Zudem gaben laut Greenpeace 96 Prozent der Befragten an, sie seien bei einem Verzicht der Landwirtschaft auf das umstrittene Pestizid bereit, mehr Geld für Lebensmittel auszugeben. Den Umweltschützern zufolge könnte ohne Glyphosat beispielsweise der Preis für ein Kilo Äpfel um fünf Cent steigen.

Darüber hinaus haben in dieser Woche mehrere Dutzend Europaabgeordnete ebenfalls die Bundesregierung in Berlin aufgerufen, sich gegen die weitere Zulassung des Unkrautvernichters Glyphosat einzusetzen. „Wir appellieren an Sie, den Weg für ein neues Modell einer nachhaltigen, nicht toxischen Landwirtschaft frei zu machen“, schreiben insgesamt 68 Abgeordnete vor allem von Grünen und Linken in einem am Dienstag in Brüssel veröffentlichten Brief. Deutschland solle sich gegen die Verlängerung einsetzen und die EU-Kommission auffordern, die Nicht-Wiederzulassung vorzuschlagen.

„Wir stehen heute an einem Wendepunkt – bitte ergreifen Sie die Chance und stimmen Sie für eine nachhaltige Landwirtschaft“, schreiben die Unterzeichner des unter anderem an Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) und Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) gerichteten Schreibens.

Die Parlamentarier führen zudem «sieben Wege auf, durch die es möglich ist, Lebensmittel zu produzieren, ohne auf Glyphosat oder andere Pestizide zurückzugreifen. Zudem müsse übergangsweise mehr EU-Geld für Bauern zur Verfügung gestellt werden, die sich um Alternativen zur chemischen Unkrautbekämpfung bemühten. Auf längere Sicht seien erstere aber sogar «kosten- und ressourceneffizienter».

Frankreich hat kurz vor der entscheidenden Abstimmung über die EU-Zulassungsverlängerung für Glyphosat ein Nein angekündigt. Die Weiterverwendung des umstrittenen Pflanzengifts werde abgelehnt, erklärte Umweltministerin Segolene Royal mit Blick auf die Sitzung des Ständigen Ausschusses der EU kommenden Freitag. Damit ist eine Mehrheit für den Einsatz des weltweit meistgenutzten Herbizids unter den EU-Ländern unwahrscheinlich.

Die EU-Kommission hatte nach dem Scheitern der letzten Abstimmung versucht, die EU-Länder unter Druck zu setzen. So wies die Kommission Anfang Juni darauf hin,  dass eine Genehmigung im eigenen Land weiter dem Mitgliedsstaat selbst unterliege. „Einige Mitgliedstaaten haben sich dagegen gesträubt, eine Position einzunehmen. Ich denke, es ist wichtig, eines klarzustellen: Sobald ein Wirkstoff genehmigt oder auf EU-Ebene erneuert wird, ist es an den Mitgliedstaaten, die Endprodukte (die Herbizide und Pestizide selbst) auf ihren jeweiligen Märkten zu genehmigen“, sagte Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis.

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Glyphosat/Round-up

„Es lag an der „CDU/CSU““ – „MERKEL und CO verhalten sich VERANTWORTUNGSLOS und stellen sich gegen das „VorSorgePrinzip“

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ZEIThttp://www.zeit.de/politik/2016-06/unkrautvernichter-bruessel-eu-staaten-glyphosat-zulassung-uneinigkeit

EU-Staaten können sich bei Glyphosat-Votum nicht einigen

Die Zulassung für das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel läuft Ende Juni aus. Bei einer letzten Abstimmung der EU-Staaten fehlte die Mehrheit für einen Kompromiss.

24. Juni 2016, 13:43 Uhr

Die EU-Staaten haben sich nicht auf eine Verlängerung der Zulassung des weit verbreiteten Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat in der EU geeinigt. Bei einer letzten Abstimmung von Vertretern der EU-Staaten fehlte dafür die nötige Mehrheit, wie EU-Diplomaten bestätigten. Deutschland enthielt sich.

Frankreich und Bulgarien stimmten nach Angaben eines Diplomaten gegen die von der EUKommission vorgeschlagene Verlängerung der Zulassung um bis zu 18 Monate. Neben Deutschland enthielten sich demnach sechs weitere Staaten, 19 Länder stimmten dafür. Die aktuelle Europa-Zulassung des Stoffes läuft EndeJuni aus.

Damit ist nun die EUKommission am Zug. Es wird erwartet, dass die Brüsseler Behörde bei ihrer für Montag geplanten nächsten Sitzung die Zulassung selbst verlängert. Die EUKommission hatte bis zuletzt darauf gedrängt, dass die Staaten entscheiden…………………….

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http://www.keine-gentechnik.de/nachricht/31981/

Raps

Raps (Foto: Maria Eklind / flickr, Rapeseed, bit.ly/28MsMjR, creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)

Gentechnik-Kontamination mit Langzeit-Wirkung

21.06.2016

Letztes Jahr säten Landwirte in acht Bundesländern unbeabsichtigt GentechnikRaps aus – das Saatgut war mit transgenen Samen des BayerKonzerns verunreinigt. Da Raps lange im Boden überdauern kann, fordern Landwirtschafts- und Verbrauchervertreter, die betroffenen Äcker 20 Jahre zu überwachen.

Das Rapssaatgut bleibt auch nach einem Umbruch der Pflanzen keimfähig. „So lange besteht also mindestens das Risiko, dass vereinzelt gentechnisch veränderter Raps auf den verunreinigten Flächen keimt“, erklärt Annemarie Volling von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft. „Daher müssen die Bundesländer die betroffenen Flächen über 20 Jahre hinweg überwachen und auflaufenden Durchwuchsraps vernichten.“

Auch eine bessere Kontrolle des Saatguts sei nötig, damit gentechnische Körner gar nicht erst auf den Acker kommen, ergänzt Stefanie Hundsdorfer von der IG Saatgut. „Saatgut steht am Anfang der Lebensmittelerzeugung. Um unsere Nahrung gentechnikfrei zu halten, sollten die Behörden bei Raps jede Saatgutpartie lückenlos vor dem Inverkehrbringen auf das Vorkommen von gentechnisch veränderten Anteilen überprüfen.“

Christof Potthof vom Gen-ethi­schen Netzwerk (GeN) pocht zudem auf Transparenz. Wer in der Nähe der gentechnisch verunreinigten Rapsfelder Landwirtschaft betreibe, habe ein von Gerichten bestätigtes Recht, Bescheid zu wissen. „Benachbarte Züchter, Saatguterzeuger, Landwirte, Gärtner und Imker müssen über die Verun­rei­nigung informiert werden, um sich schützen zu können“, so Potthof.

Der gentechnisch veränderte Raps OXY-235-Raps von Bayer Cropscience war letztes Jahr auf kleinen Flächen in Brandenburg, Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen ausgesät worden. Die Samen verbargen sich in konventionellem Raps einer französischen Saatgutfirma. Zuvor waren sie bereits in Großbritannien entdeckt worden. Die britischen Behörden informierten Ende Oktober ihre deutschen Kollegen. Der GentechRaps ist gegen die von Bayer vertriebenen Unkrautkillerwirkstoffe Ioxynil und Bromoxynil resistent. [dh]

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……Doch auch immer mehr USVerbraucher wünschen sich BioLebensmittel – und da darf Gentechnik nicht rein……

http://www.keine-gentechnik.de/nachricht/31980/

Mais

Mais (Foto: Ozzy Delaney, corn / flickr, bit.ly/28LWvcy, creativecommons.org/licenses/by/2.0)

Nachfrage nach Bio: USA importieren Mais und Soja

21.06.2016

In den USA werden riesige Mengen Mais und Soja produziert. Trotzdem nehmen auch die Importe aus Übersee zu, zum Beispiel aus Rumänien, der Türkei oder der Ukraine. Warum? In Amerika wachsen zu über 90 Prozent GentechnikVarianten. Doch auch immer mehr USVerbraucher wünschen sich BioLebensmittel – und da darf Gentechnik nicht rein.

So berichtet die Frankfurter Rundschau unter Berufung auf das Landwirtschaftsministerium und die Nachrichtenagentur Bloomberg, die Einfuhr von Mais aus biologischem Anbau habe sich im vergangenen Jahr verdreifacht, bei BioSoja sei sie um fast die Hälfte gestiegen.

Soja und Mais landen überwiegend im Tierfutter. Bei Bio-Tierhaltung, wo auch viel Grünfutter eingesetzt wird, sind gentechnisch veränderte Pflanzen ausgeschlossen. In den USA dominieren aber seit Jahren die Gentech-Sorten, die meistens resistent gegen Herbizide wie das umstrittene Glyphosat sind und/oder eigene Insektengifte freisetzen.

Letztes Jahr berichtete das Wall Street Journal, es gebe in den USA „eine kleine aber wachsende Zahl“ von Farmern, die auf gentechnikfreie Mais– oder Sojaproduktion umsteigen. Beweggründe seien die steigene Nachfrage bei gleichzeitig sinkenden Preisen für ihre (Gentechnik-) Ernten. Der nächste Schritt – die Umstellung auf Bio – ist in den Regionen der USA oder auch Kanadas, in denen Gentechnik weit verbreitet ist, aber mitunter schwierig. Das Risiko ist zu groß, dass die eigenen Flächen gentechnisch verunreinigt werden. Die Ernte darf dann nicht als Bio vermarktet werden. [dh]

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https://www.testbiotech.org/node/1669

Risiken und Nebenwirkungen für Mensch und Tier: Was bei der Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen wirklich falsch läuft

Neuer Bericht von Testbiotech veröffentlicht

Montag, 20. June 2016

In der EU wird derzeit darüber gestritten, ob vor einer Marktzulassung von Gentechnik-Pflanzen zunächst Fütterungsstudien zur Untersuchung gesundheitlicher Risiken durchgeführt werden müssen. Die Gentechnik-Industrie spricht sich ebenso wie Experten der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA gegen verpflichtende Studien aus. Demnach soll die EUKommission eine jüngst erlassene Bestimmung zurücknehmen, die vorsieht, das die Pflanzen über 90 Tage an Ratten verfüttert werden müssen. Vor diesem Hintergrund gibt Testbiotech einen Überblick über die Risiken gentechnisch veränderter Pflanzen für Mensch und Tier und zeigt, dass die bestehenden Prüfrichtlinien völlig unzureichend sind.

Grundlage des Berichts ist eine Analyse der Stellungnahmen der EFSA aus den vergangenen Jahren. Berücksichtigt werden auch die Ergebnisse aktueller EUForschungsprojekte, bei denen es bislang nicht gelungen ist, verlässliche Ersatzmethoden für Fütterungsversuche zu entwickeln.

„Derzeit sind in der EU bereits über 50 verschiedene gentechnisch veränderte Pflanzen für die Verwendung in Lebens- und Futtermitteln zugelassen. Viele davon wurden nie in Fütterungsversuchen auf gesundheitliche Risiken überprüft. So zum Beispiel der GentechnikMais SmartStax, der sechs verschiedene Insektengifte produziert und gegen zwei Herbizide resistent gemacht wurde“, sagt Christoph Then für Testbiotech. „Menschen und Tiere, die solche Pflanzen verzehren, sind einem erheblichen Risiko ausgesetzt. Nach dem Willen der Industrie und der EFSA soll das auch in Zukunft so bleiben.“

Testbiotech geht davon aus, dass die Probleme mit der Risikoabschätzung in Zukunft noch größer werden. Derzeit nehmen die Zulassungsanträge für Pflanzen mit einer Kombination gentechnischer Veränderungen, wie beim Mais SmartStax, deutlich zu. Zudem gibt es vermehrt Anmeldungen für Gentechnik-Pflanzen, in deren Stoffwechsel eingegriffen wurde, um ihre Inhaltsstoffe zu verändern. Auch die akkumulierten Wirkungen verschiedener gentechnisch veränderter Pflanzen, die in Lebens- und Futtermitteln vermischt werden, wurden bis heute nicht untersucht. Die EFSA und Vertreter der Industrie lehnen genauere Untersuchungen aus verschiedenen Gründen ab. So werfen sie Kritikern der bestehenden Zulassungsverfahren unter anderem vor, dafür verantwortlich zu sein, dass Tausende von Tieren in den Studien eingesetzt werden müssen.

„Wenn Industrie und Politik sich für die Zulassung und Vermarktung gentechnisch veränderter Pflanzen einsetzen, müssen sie sich auch fragen lassen, ob der tatsächliche Nutzen dieser Pflanzen ausreichend ist, um Tierversuche zu rechtfertigen. Angesichts der ablehnenden Haltung weiter Teile der Bevölkerung muss man diese Frage wohl mit ,Nein‘ beantworten. Bejaht man diese Frage aber, muss man auch bereit sein, ausreichend für die Sicherheit von Mensch, Tier und Umwelt zu sorgen. Hier kann es keine Kompromisse geben“, fasst Christoph Then das ethische Dilemma zusammen. „Wir brauchen eine deutliche Anhebung der Standards und wesentlich mehr unabhängige Untersuchungen. Auch Langzeiteffekte und akkumulierte Wirkungen müssen endlich berücksichtigt werden.“

Testbiotech fordert unter anderem
– eine Ausweitung der Risikoprüfung um zusätzliche Untersuchungsmethoden, Stoffgruppen und Pflanzencharakteristika,
– die Anwendung kontrollierter Stresstests, um die Pflanzen auf ihre genetische Stabilität zu prüfen,
– eine Prüfung der Auswirkungen auf das Immunsystem und die Fortpflanzung,
– die Berücksichtigung von Langzeiteffekten und akkumulierten Wirkungen,
– eine Bewertung von Rückständen der Spritzmittel, gegen die diese Pflanzen resistent gemacht wurden,
– unabhängige Kontrollen bei der Erhebung der Daten,
– Cut-Off-Kriterien wie ein Verbot der Zulassung gentechnisch veränderter Organismen, die sich in natürlichen Populationen ausbreiten können.

Kontakt:

Christoph Then, Tel 0151 54638040, info@testbiotech.org

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FRACKING

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/06/24/deutschland-macht-den-weg-fuer-fracking-frei/

Deutschland macht den Weg für Fracking frei

Der Bundestag wird am Freitag ein Gesetzverabschieden, das den Weg für Fracking in Deutschland freimacht. Trotz einiger Verschärfungen halten Kritiker die Entscheidung für grundsätzlich falsch.

Eine Fracking-Anlage im US-Bundesstaat Pennsylvania. (Foto: dpa)

Eine Fracking-Anlage im US-Bundesstaat Pennsylvania. (Foto: dpa)

Die Abgeordneten des Bundestags stimmen am Freitag abschließend über neue Vorschriften für das umstrittene Fracking ab. Mit der Technik wird Erdgas und Erdöl aus schwer zugänglichen Gesteinsschichten gepresst. Dabei wird unter hohem Druck ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien in den Boden gepresst, um das undurchlässige Gestein aufzuspalten. Die Regierung hatte bereits vor mehr als einem Jahr einen Gesetzentwurf dazu vorgelegt, an dem es aber viel Kritik gab.

Nach Ankündigungen von Unternehmen, sich nach einer freiwilligen Auszeit nun wieder um Fracking-Lizenzen nach bisheriger Rechtslage zu bemühen, einigten sich die Koalitionsfraktionen in den vergangenen Tagen überraschend schnell auf einige Verschärfungen. Der Opposition und Umweltschutzorganisationen gehen diese aber immer noch nicht weit genug. Sie fordern ein generelles FrackingVerbot.

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Monitor – „FRACKING – WEM die Technologie wirklich hilft?“

„EXXON-MOBIL“

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Monitor: FRACKING – Einfach mal GIFT ins Grundwasser!!!???

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Die wahren US-Interessen in der Ukraine

ab Minuten 2:23  Exxon-Mobil – Chevron

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