Michael Mross schwer verletzt: Anschlag auf Sri Lanka?/ „EZB“ – Ab-Stimmung ohne Deutschland – „Rotations-Prinzip“ – „Dirk Müller“/ „Negativ-Zinsen“

http://www.cashkurs.com/kategorie/meldungen/beitrag/michael-mross-schwer-verletzt-unfall-oder-anschlag/

Michael Mross schwer verletzt: Anschlag auf Sri Lanka?

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute erreichte uns die erschütternde Nachricht über einen mutmaßlichen Anschlag auf meinen langjährigen Kollegen und Finanzblogger Michael Mross auf Sri Lanka. Michael Mross trug bei diesem Vorfall, über den er auf seinem eigenen Blog berichtet, schwerste und teils irreversible Verletzungen davon. Die Hintergründe dieses mutmaßlichen Anschlages liegen z.Zt. noch vollkommen im Dunkeln und es steht zu hoffen, dass möglichst rasch stichhaltige Informationen zu diesen höchst mysteriösen Vorgängen ans Tageslicht gebracht werden können.

Ich wünsche Michael Mross von dieser Stelle aus eine schnelle und bestmögliche Genesung, viel Unterstützung und Zuspruch in dieser für ihn alles andere als leichten Zeit und eine möglichst umfassende Klarheit über die Umstände und Hintergründe dieser Gewalttat.

Alles Gute und ganz herzliche Grüße

Dirk Müller

Links zum mutmaßlichen Anschlag auf Michael Mross:

http://www.mmnews.de/index.php/etc/67547-anschlag-gegen-michael-mross

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=398613

***************************************************************************************************

http://quer-denken.tv/index.php/2175-michael-mross-mmnews-schwerer-unfall

https://i.ytimg.com/vi/mnw4m-mqBOc/mqdefault.jpg

Michael Mross (mmnews): Schwerer Unfall!

09. März 2016 (Redaktion)  die Meldung eines schweren Unfalls von Michael Mross (mmnews) erschüttert die alternative Netzwelt. Mehr als diese, angeblich von ihm selbst stammenden, sehr knappen Zeilen auf seiner eigenen Seite gibt es allerdings nicht. selten hoffen wir alle so sehr, daß es sich um einen Fake handelt. Wir werden versuchen, mehr zu erfahren, bisher können wir uns alle aber nur an den kurzen Bericht auf seiner Seite halten. Michael, wir wünschen Dir das Beste und senden alle guten Wünsche zu Dir! Halte durch!

Hier der Bericht von seiner Seite:

Es gibt bestimmte Albträume die ich Ihnen gerne ersparen würde. Allerdings bin ich eines solchen gerade Opfer geworden.

Von Michael Mross

Sie haben sicherlich schon gemerkt, dass ab Sonntagabend etwas bei MMnews nicht stimmte. Um es kurz und knapp zu machen:  Ich saß in einem Café. Plötzlich zielte ein Auto von der Straße auf die Position wo ich saß. Ich sah dem Tod in die Augen. Danach wurde alles schwarz.

Ich wachte wieder auf unter qualvollsten Schmerzen in einem Provinz Krankenhaus. Meine rechte Hand war nicht mehr da.  Mein rechtes Bein fehlteMein linkes Bein war gebrochen. –  Ich hatte laut Auskunft der Ärzte 2-3 l Blut verloren. Ich kam mir vor wie in der Hölle.

In dem Café gab es noch andere Opfer. Der Fahrer war geflohen. Über die Hintergründe der Tat gibt es bis jetzt keine Erkenntnisse. Ich trug jedoch die schwersten Verletzungen davon.

Da diese vor Ort nicht behandelt werden konnte ging es mit einer zweistündigen qualvollen Reise nach Colombo ins Krankenhaus.  Die abgetrennten und abgerissenen Körperteile waren zwar auch dabei in der Kühltruhe. Konnten aber nicht mehr angenäht werden.

Am Donnerstag werde ich mit einem Spezialflugzeug nach Deutschland geflogen. Von dort aus geht es in eine Spezialklinik. Mir geht es den Umständen entsprechend gut.

******************************************************************************************************

http://www.cashkurs.com/kategorie/cashkurs-tv/beitrag/tagesausblick-nach-ezb-sitzung-hohe-volitilitaet-zu-erwarten-cklivetrading-ist-live-dabei/

Tagesausblick – Nach EZB-Sitzung: Hohe Volatilität zu erwarten / CK*Livetrading ist live dabei!

„Dirk Müller“ – incl. Video

„Michael Mross“ – „EZB – Abstimmung – Rotations-Prinzip“ – „Griechenland“ – „Italien – faule Kredite“ – „China – Investoren – Kapital wird abgezogen (Ratten verlassen sinkendes Schiff)“ – „Volks-Wagen“ – „Rechts-Dehnung bis zur Absurdität“ (USA)

********************************************************************************************************

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/03/10/historisch-ezb-senkt-leitzins-erstmals-auf-null-prozent/

Historisch: EZB senkt Leitzins erstmals auf Null Prozent

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins erstmals auf null Prozent gesenkt. Das teilte die Notenbank am Donnerstag in Frankfurt mit.

Auch Mario Draghi kann nach den Aussagen von Wolfgang Schäuble aufatmen, hier der EZB-Chef an der Cattolica-Universität in Mailand, November 2015. (Foto: dpa)

Auch Mario Draghi kann nach den Aussagen von Wolfgang Schäuble aufatmen, hier der EZB-Chef an der Cattolica-Universität in Mailand, November 2015. (Foto: dpa)

Die EZB hat ihre Geldpolitik erneut gelockert. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag mitteilte, wird der Schlüsselzins für die Versorgung der Geschäftsbanken mit Notenbankgeld erstmals auf null Prozent gesetzt. Bislang lag er bei 0,05 Prozent. Der Strafzins für Geschäftsbanken wurde zudem nochmals verschärft. Der sogenannte Einlagensatz werde auf minus 0,4 Prozent von bislang minus 0,3 Prozent herabgesetzt. Damit wird es für die Institute noch teurer, wenn sie überschüssige Gelder über Nacht bei der Notenbank parken.

Außerdem werden die umstrittenen Anleihenkäufe auf monatlich 80 (bisher 60) Milliarden Euro aufgestockt. Mit dem Programm wollen die Währungshüter die Wirtschaft ankurbeln und für mehr Inflation sorgen. Denn im Februar waren die Preise in der Euro-Zone um 0,2 Prozent gesunken. Die EZB peilt aber mittelfristig eine Teuerung von knapp zwei Prozent als Idealwert für die Wirtschaft an.

Die EZB zieht außerdem neue Geldspritzen für die Geschäftsbanken auf. Ab Juni sollen vier spezielle Kreditlinien – im Fachjargon TLTRO II genannt – für die Finanzinstitute mit einer Laufzeit von vier Jahren aufgelegt werden, wie die EZB am Donnerstag mitteilte. Die Kosten orientierten sich am Einlagenzins, den die EZB auf nun minus 0,4 Prozent gesenkt hat.

Bereits seit 2014 bieten die Währungshüter gezielte Geldspritzen an. Sie sollen Geschäftsbanken dazu bewegen, mehr Kredite an Firmen zu vergeben. Die Zentralbank hatte den Banken auf dem Höhepunkt der Euro-Schuldenkrise um die Jahreswende 2011/12 zudem in zwei Tranchen insgesamt rund eine Billion Euro für drei Jahre zum Leitzins zur Verfügung gestellt.

Hier das Statement auf Englisch:

At today’s meeting the Governing Council of the ECB took the following monetary policy decisions:

(1) The interest rate on the main refinancing operations of the Eurosystem will be decreased by 5 basis points to 0.00%, starting from the operation to be settled on 16 March 2016.

(2) The interest rate on the marginal lending facility will be decreased by 5 basis points to 0.25%, with effect from 16 March 2016.

(3) The interest rate on the deposit facility will be decreased by 10 basis points to -0.40%, with effect from 16 March 2016.

(4) The monthly purchases under the asset purchase programme will be expanded to €80 billion starting in April.

(5) Investment grade euro-denominated bonds issued by non-bank corporations established in the euro area will be included in the list of assets that are eligible for regular purchases.

(6) A new series of four targeted longer-term refinancing operations (TLTRO II), each with a maturity of four years, will be launched, starting in June 2016. Borrowing conditions in these operations can be as low as the interest rate on the deposit facility.

Damit treibt die EZB die Euro-Zone in eine gefährliche Richtung: Geldpolitische Experten haben in den vergangenen Wochen dringend vor höheren Strafzinsen und der Erweiterung des Ankaufsprogramms gewarnt. Die EZB-Politik könnte die Euro-Zone in eine Depression stürzen, weil es die Banken im Hinblick auf ihr gesamtes Geschäftsmodell in den ZombieStatus schicken könnte, wie eine detaillierte Analyse belegt (hier die ganze Analyse).

*************************************************************************************************

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/03/10/sparkassen-ezb-nimmt-anlegern-die-sicherheit/

Sparkassen: EZB nimmt Anlegern die Sicherheit

Die Auswirkungen der EZB-Politik belasten zunehmend die Anleger, so der Präsident des Deutschen Sparkassen-Verbandes, Georg Fahrenschon. Doch nicht nur Sparer seien betroffen, auch für Stiftungen, Versicherer, Sozialversicherungen und Krankenkassen erhöht sich er Druck.

DSGV-Präsident Fahrenschon sieht die Idee der EU-Kommission, die nationalen Sicherungssysteme zusammenzulegen, kritisch. (Foto: dpa)

DSGV-Präsident Fahrenschon sieht die Idee der EU-Kommission, die nationalen Sicherungssysteme zusammenzulegen, kritisch. (Foto: dpa)

„Die heutigen Beschlüsse der Europäischen Zentralbank (EZB) werden für immer mehr Menschen in der Euro-Zone zu einer Belastung“, so der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Georg Fahrenschon. Neben Sparern und Kreditwirtschaft seien insbesondere auch Stiftungen, Versicherer, Versorgungssysteme, Sozialversicherungen und Krankenkassen betroffen.

Dabei spiele die Absenkung des Leitzinses auf nunmehr Null keine große Rolle mehr. „Das Absenken um die letzten fünf Basispunkte hat eher symbolische Bedeutung“, so der DSGV-Präsident. Die Absenkung der Einlagefazilität auf nunmehr -0,4 Prozent sei der eigentlich entscheidende Punkt. Dadurch werde die Kreditvergabe nicht weiter angeregt. Am Geldmarkt und bei den kurz laufenden Staatsanleihen schlage die Vorgabe aber durch. Fahrenschon: „Die Negativzinswelt dehnt sich damit weiter problematisch aus. Alle Anleger, die auf sichere Anlagen angewiesen sind, werden in eine Fehlsteuerung getrieben.“

Die Beschleunigung der Anleihekäufe unter dem Quantitative Easing erhöhe zudem die Dosis des Gifts. Die Notenbanken würden zu den größten Gläubigern ihrer Staaten, das ankaufbare Material werde immer knapper.

Fahrenschon: „Die Maßnahmen sind Ausdruck einer verzweifelten Suche der EZB nach immer mehr Stimulanz für die Märkte. Dabei sind diese gar nicht mehr nötig. Besser wäre gewesen, erst die Wirkung der ohnehin schon expansiven Schritte vom Dezember abzuwarten.“

********************************************************************************************

 

http://www.cashkurs.com/kategorie/cashkurs-tv/beitrag/ezb-entscheid-ohne-deutsche-beteiligung-der-naechste-paukenschlag/

EZB-Entscheid ohne deutsche Beteiligung – der nächste aberwitzige Paukenschlag!

„Dirk Müller“ –  incl. Video
EZB – Deutschland hat nicht, mit abgestimmt – noch mehr Kredite -„faule Kredite“

****************************************************************************************************

(<Irr-Fahrt oder geplantes Kalkül vom Ex-Banker „Goldman-Sachs“>)

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/03/10/irrfahrt-sackgasse-bizarr-draghis-kurs-stoesst-auf-allgemeine-ablehnung/

incl. Video

„Irrfahrt, Sackgasse, bizarr“: Draghis Kurs stößt auf allgemeine Ablehnung

Die Ökonomen der deutschen Banken und Verbände lehnen die Zins-Entscheidung der EZB ab. Die Geldpolitik sei schon mit dem bisherigen Kurs gescheitert. Die EZB beschleunigt nach Ansicht der Ökonomen die Probleme, die sie lösen will.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Geldpolitik erneut gelockert: Die Notenbanker senkten den Leitzins am Donnerstag erstmals auf null Prozent und erhöhten die monatlichen Anleihenkäufe auf 80 (bisher 60) Milliarden Euro. Zudem müssen Banken künftig einen Strafzins von 0,4 (bisher 0,3) Prozent zahlen, wenn sie überschüssiges Geld bei der EZB parken wollen.

Ökonomen und Vertreter der Finanzbranche sehen die Entscheidung negativ und verkünden ihre allgemeine Ablehnung. Sie teilen die Einschätzung, dass die Maßnahmen weder der Realwirtschaft noch den Banken helfen. Eine Analyse zeigt, dass die Entscheidung Europa sogar in eine Depression treiben könnte.

JAN HOLTHUSEN, VOLKSWIRT DER DZ BANK:

„In der Pressekonferenz muss Draghi nun erklären, wie er die bekannten Probleme, die diese neuen Maßnahmen bereiten, umschiffen will, ohne dass Märkte und Finanzsektor Schaden nehmen werden. Dennoch werden auch diese Schritte nicht wirklich dazu beitragen, die Inflationserwartungen nachhaltig zu erhöhen, da diese stärker vom Rohölpreis abhängen, der außerhalb der Kontrolle der EZB liegt. Die EZB geht dabei immer mehr das Risiko ein, zu viel des Guten zu tun.“

ANDREAS BLEY, CHEFVOLKSWIRT DES BANKENVERBANDS BVR:

„Die heute vom EZB-Rat beschlossenen Maßnahmen zur Ausweitung der Liquidität werden nicht die gewünschte Wirkung zeigen. Noch mehr billiges Geld und noch niedrigere Zinsen führen nicht zu mehr Investitionen. Im Gegenteil: Die bizarre Welt der negativen Zinsen verunsichert Unternehmen und Verbraucher, belastet die Altersvorsorge und erhöht die Anreize zur Verschuldung, sowohl der Unternehmen und Privathaushalte, als auch der Staaten. Ohnehin malt die EZB mit ihrer Konjunktureinschätzung unnötig schwarz.“

MARCEL FRATZSCHER, CHEF DES DIW-INSTITUTS:

„Die EZB-Entscheidung bedeutet eine überraschend massive Ausweitung der Geldpolitik. Sie unterstreicht jedoch auch die Sorge der EZB über die schwächer werdende europäische Wirtschaft.“

ALEXANDER ERDLAND, PRÄSIDENT DES VERSICHERERVERBANDS GDV:

„Die EZB hat sich noch tiefer in die Sackgasse manövriert. Mit größter Sorge sieht die Versicherungswirtschaft, dass die Notenbank ihre schon extrem expansive Geldpolitik noch weiter signifikant gelockert hat. Denn immer mehr Anzeichen deuten darauf hin, dass diese monetären Anreize ihr Ziel nicht erreichen. Besonders deutlich wurde das seit Jahresbeginn auf den Aktienmärkten oder beim Euro-Wechselkurs, wo Verluste beziehungsweise eine Aufwertung im krassen Gegensatz zur Haltung der Geldpolitik standen.

Schlimmer noch: Mittlerweile ist sogar zu befürchten, dass diese unorthodoxe Geldpolitik das Gegenteil von dem bewirkt, was eigentlich beabsichtigt ist – nämlich mehr Wachstum und eine höhere Inflation. Die Notenbank läuft daher zunehmend Gefahr, von den Risiken und Nebenwirkungen ihres Tuns eingeholt zu werden.“

JÖRG KRÄMER, COMMERZBANK-CHEFVOLKSWIRT:

„Doktor Draghi hat die Dosis deutlich erhöht. Wie von uns befürchtet, hat er die Geldpolitik der EZB leider deutlicher gelockert als die meisten erwartet hatten. Diese Geldpolitik wird kaum in der Realwirtschaft ankommen. Denn die Nebenwirkungen sind massiv. Das Produktivitätswachstum lässt nach, weil auch unrentable Investitionen wegen der niedrigen Zinsen attraktiv erscheinen. Es steigt das Risiko, dass es in Deutschland am Immobilienmarkt zu Überhitzungen kommt. Außerdem wird der Anreiz für Euro-Länder gesenkt, notwendige Reformen durchzusetzen. Alles in allem verschlechtert diese lockere Geldpolitik langfristig die Rahmenbedingungen für die Unternehmen, sodass sie sich heute schon zurückhalten. Die Medizin wird nicht wirken, auch wenn man die Dosis erhöht.“

JAN BOTTERMANN, CHEFÖKONOM DER ESSENER NATIONAL-BANK:

„Die EZB hat heute abermals ein umfangreiches Maßnahmenbündel auf den Weg gebracht und setzt ihren immer expansiveren Kurs fort. So wurden die Zinssätze zurückgenommen und die QE-Maßnahmen ausgeweitet. Wir gehen davon aus, dass eine Abkehr von diesem Pfad – zumindest bis auf weiteres – nicht in Sicht ist.“

ISABEL SCHNABEL, WIRTSCHAFTSWEISE:

„Es handelt sich um eine weitere massive geldpolitische Lockerung. Angesichts der bisherigen Erfahrungen mit QE (geldpolitische Lockerung) halte ich es für unwahrscheinlich, dass die Ausweitung der Anleihekäufe die Inflation nachhaltig erhöhen wird. Der Markt für Unternehmensanleihen ist in Europa zu klein, als dass sich aus deren Einbeziehung ein großer Effekt ergeben dürfte. Gleichzeitig setzt die weitere Senkung der Einlagenzinsen die Erträge der Banken noch stärker unter Druck.

Ich halte Instrumente wie die langfristigen Kreditlinien (TLTROs), die direkt an der Kreditvergabe ansetzen, für sinnvoller als den weiteren Ankauf von Anleihen. Allerdings hängt auch hier die Wirksamkeit davon ab, ob es überhaupt eine Kreditnachfrage gibt, die zu befriedigen ist.“

LIANE BUCHHOLZ, VÖB-HAUPTGESCHÄFTSFÜHRERIN:

„Die EZB beschleunigt ihre geldpolitische Irrfahrt. Die heutige Zinsentscheidung der EZB verstärkt den Abwärtsstrudel für die Sparer. Langfristige Altersvorsorgekonzepte werden ebenso entwertet, wie zinsabhängige Institute in risikoreichere Geschäfte gedrängt werden. Es ist absolut unnötig, die deutsche Kreditwirtschaft zu einer umfangreicheren Kreditvergabe zu nötigen.“

OTMAR LANG, CHEFVOLKSWIRT DER TARGOBANK:

„Mit ihren heute verkündeten Maßnahmen ist die EZB ihrem monetären Kurs extrem treu geblieben. Allerdings zeugt das große Bündel an Maßnahmen von einer enormen Nervosität seitens der obersten Währungshüter. Denn auch sie müssen sich eingestehen, dass ihre Geldpolitik bislang die Wirkung verfehlt hat. Die Bilanz ist ernüchternd: So ist es der EZB nicht einmal gelungen, die am leichtesten von ihr zu beeinflussenden Indikatoren in  Richtung zu die gewünschtedrehen.“

MICHAEL KEMMER, HAUPTGESCHÄFTSFÜHRER VOM BANKENVERBAND BDB:

„Es ist vollkommen unnötig, dass die Europäische Zentralbank (EZB) den Geldhahn heute noch weiter aufgedreht hat. Die Notenbank überzeichnet die Deflationsrisiken. Der Geldmarkt im Euro-Raum ist durch die EZB-Politik faktisch stillgelegt. Wirtschaftsreformen sowie die Sanierung von Bankbilanzen werden verschleppt. Doch auf all diesen Feldern hat die EZB heute noch einmal eine Schippe draufgelegt.“

******************************************************************************************************

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/03/10/ezb-vor-historischer-entscheidung-deutschland-hat-keine-stimme/

EZB vor historischer Entscheidung: Deutschland hat keine Stimme

Die EZB dürfte nach Einschätzung von Beobachtern am Donnerstag die Negativzinsen verschärfen. Bei der vielleicht wichtigsten Sitzung der Euro-Zone darf Bundesbank-Präsident Jens Weidmann nicht mitstimmen.

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann darf wegen des Rotationsprinzips bei einer der wichtigsten Entscheidungen der EZB nicht mitstimmen. (Foto: dpa)

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann darf wegen des Rotationsprinzips bei einer der wichtigsten Entscheidungen der EZB nicht mitstimmen. (Foto: dpa)

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird Experten zufolge auf ihrer Ratssitzung am Donnerstag die Geldpolitik erneut lockern. Am Finanzmarkt wird erwartet, dass EZB-Präsident Mario Draghi ein ganzes Maßnahmenbündel vorstellen wird. Denn die Inflation ist im Währungsraum im Februar wegen des Ölpreisverfalls erneut unter die Nulllinie gerutscht: Die Preise sanken um 0,2 Prozent. Das setzt die Währungshüter unter Druck, die als Optimalwert für die Wirtschaft mittelfristig knapp zwei Prozent Inflation anstreben.

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann darf dieses Mal nicht mitstimmen. Wegen des Rotationsprinzips muss er aussetzen. Dies ist besonders bemerkenswert, weil geldpolitische Experten dringend vor höheren Strafzinsen und der Erweiterung des Ankaufsprogramms warnen. Es könnte die Euro-Zone in eine Depression stürzen, weil es die Banken im Hinblick auf ihr gesamtes Geschäftsmodell in den Zombie-Status schicken könnte, wie eine detaillierte Analyse belegt (hier die ganze Analyse).

Am Finanzmarkt wird damit gerechnet, dass die EZB die Strafzinsen für Geldhäuser erneut verschärft, wenn diese über Nacht bei der Notenbank Geld parken. Damit will sie die Institute dazu bewegen, mehr Kredite zu vergeben. Zudem gehen Volkswirte davon aus, dass die Euro-Wächter ihr vor allem in Deutschland umstrittenes Anleihen-Kaufprogramm ausweiten, das bislang auf 1,5 Billionen Euro angelegt ist. Experten erwarten eine Aufstockung der monatlichen Käufe, die derzeit ein Volumen von rund 60 Milliarden Euro haben. Die EZB will damit die Bond-Renditen drücken, so dass die Titel für Geschäftsbanken als Investment an Attraktivität verlieren. Geldhäuser sollen stattdessen mehr Darlehen an Firmen und Haushalte ausreichen.

********************************************************************************************************

http://www.cashkurs.com/kategorie/aktienwelt/beitrag/wochenrueckblick-china-zombiefirmen-werden-dichtgemacht-millionen-entlassen-ehemaliger-bank-of/

Wochenrückblick – China: Zombiefirmen werden dichtgemacht, Millionenentlassungen / Ehemaliger Bank-of-England-Chef: Deutschland sollte raus aus der Eurozone!

 

Guten Tag meine Damen und Herren,

in dieser Woche haben wir eine schöne Aufwärtsbewegung gesehen. 9.900 Punkte im DAX stehen unmittelbar bevor und wären eine vernünftige erste Zielmarke für diese Gegenrallye. Es wird sich zeigen, ob diese Gegenbewegung in einen nachhaltigeren Aufschwung übergehen wird oder es eben doch nur eine Gegenbewegung bleibt. Immerhin, noch vor kurzem stand der Deutsche Leitindex über 1.000 Punkte tiefer. Eine erste Unterstützung befindet sich bei 9.600 Punkten. Unter 9.300 Punkte sollte der DAX nicht mehr fallen, da diese Aufwärtsbewegung dadurch konterkariert werden würde. Im Moment lautet das Motto „Durchatmen“, mehr ist es aber auch nicht, denn bislang hat sich keine der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessert, ganz im Gegenteil.

EZB-Ratssitzung: Mario Draghi baut schon einmal vor – Ehemaliger BoE-Chef: Deutschland sollte Eurozone verlassen

Mario Draghi bereitet für die am 10. März anstehende EZB-Ratssitzung schon einmal verbal eine weitere geldpolitische Lockerung vor. Die Gefahren, so der EZB-Präsident, hätten deutlich zugenommen und es gebe keine Grenzen dafür, wie weit man gewillt sei, im Rahmen des Zentralbank-Mandates zu gehen.

Derweil äußert sich auch der ehemalige Chef der Bank of England, Mervyn King. Er sieht die Eurozone als gescheitert an und empfiehlt Deutschland den Austritt aus der Gemeinschaftswährung. Nun, das sind die gewohnt markigen Worte von der Insel, aber so ganz falsch liegt Mr. King mit diesem Gedanken nicht. Denn dies entspricht auch der Argumentation zur Eurozonen-Problematik auf Cashkurs, die ich in meinem letzten Buch „Showdown“ bereits thematisiert hatte. Der ehemalige BoE-Chef bringt es genau auf den Punkt: Entweder zahlt Deutschland dauerhaft für alle anderen Euro-Mitglieder (Transferunion) oder aber die Währungsunion wird letzten Endes aufgelöst. Denn darum geht es: Die extremen Unterschiede innerhalb Europas muss man, wenn man schon diese beträchtlichen Disparitäten (kurz- bis mittelfristig) nicht wegbekommt, irgendwie ausgleichen. Dafür gibt es nun einmal nur zwei Möglichkeiten: Entweder Transferzahlungen oder unterschiedliche Währungen. Nichts anderes ließ Mervyn King in dieser Woche verlautbaren.

China: Zombiefirmen vor der Schließung, Millionen Beschäftigte vor der Entlassung

In China setzt sich unterdessen der konjunkturelle Abschwung fort. Im Reich der Mitte werden die größten Massenentlassungen seit rund 20 Jahren erwartet. Hierbei sollen sich die sich die Bereinigungs-Aktivitäten vor allem auf die „unproduktiven Zombiefirmen“ konzentrieren. Auch das gehört zur der Thematik, über die wir schon seit etwa zwei Jahren regelmäßig diskutieren. Es gibt nämlich zahlreiche Unternehmen in China, die unproduktiv sind und anhaltend Verluste schreiben, u.a. wegen einer chronischen Überproduktion. Diese Firmen hätten eigentlich schon längst ihren Betrieb einstellen oder zumindest massiv umbauen müssen. Dieses auch zu tun, erschien bislang nicht nötig. Warum? Die Bewertungen für Maschinen, Gebäude und Grundstücke sind bei vielen Unternehmen in den letzten 20 Jahren immer weiter angestiegen. Demzufolge konnte man immer neue Kredite aufnehmen, mit denen sich die Verluste ausgleichen ließen – ein (Schein-)Wachstum, das also immer wieder auf Pump finanziert wurde.

Das bedeutete zugleich, dass man sich nicht umorientieren und keine Mitarbeiter entlassen musste, sich ein neues Auto bestellen konnte und andere Dinge mehr. Das geht aber immer nur solange gut, wie auch die Firmen immer höher bewertet werden. Diese Bewertungsanstiege hatten ihren Hauptgrund in dem großen Zustrom an Kapital, der das Land in der Vergangenheit erreicht hat – Kapital, das sich an diesen Firmen beteiligen wollte, teilweise planlos in irgendetwas investiert wurde und somit die Preise auf breiter Front nach oben getrieben hat. In dem Moment, in dem das nicht mehr passiert, also kein Geld mehr nach China fließt, sondern sogar abgezogen wird, steigen auch diese Bewertungen nicht mehr. Damit ist auch keine weitere Kreditaufnahme mehr möglich und somit platzt all das, was in den vergangenen Jahren an Schindluder getrieben wurde. Genau das passiert momentan. Einerseits platzen Immobilienfinanzierungen – und zwar für Immobilien, in denen keine Mieter wohnen – und andererseits die Kreditfinanzierungen für eben jene Unternehmen, die seit Jahren als Zombiefirmen nur deshalb am Markt überleben konnten, weil sie noch in der Lage waren, neue Kredite aufzunehmen. Die Resultate aus 20 Jahren Wildwuchs brechen sich nun Bahn. Diese Massenentlassungen, die in diesem Bereich stattfinden (und stattfinden sollen) – und dabei geht es um viele Millionen Arbeiter – werden ganz bestimmt die so oft beschworene Binnennachfrage in China unbedingt ankurbeln…

Auch die Rating-Agentur Moody’s springt auf dieses Spiel auf und senkt den Ausblick für China auf „negativ“. Die Bonitätsnote befindet sich noch auf der viertbesten Stufe (Aa3), doch der Ausblick ist, wie gesagt, negativ. Wir erinnern uns in diesem Zusammenhang an die Eurozone und begleiten diese Meldung mit den Worten „The show begins.“

Saudi-Arabiens Währungsreserven schmelzen weiter ab: 40-Monatstief erreicht

Saudi-Arabiens Währungsreserven, die wir ebenfalls regelmäßig thematisiert hatten, sind inzwischen unter die Schwelle von 600 Milliarden US-Dollar gefallen. Das entspricht zwar immer noch fast dem dreifachen Volumen der Devisenreserven der USA, jedoch schmolzen die entsprechenden saudischen Guthaben alleine im Januar d.J. um gut 14 Milliarden Dollar auf den Stand von 2012 ab. Die Dynamik, mit der sowohl die Währungsreserven Saudi-Arabiens als auch Chinas nach unten rauschen, ist beeindruckend. Ein höherer Ölpreis wäre dringend notwendig, um diesen Trend für die Ölförderstaaten aufzuhalten. Dieser stabilisiert sich momentan oberhalb von 30 US-Dollar je Barrel.

Gold und Silber: Interessante Entwicklungen an den Terminmärkten

Eine interessante Entwicklung können wir seit einiger Zeit an den Terminmärkten für Edelmetalle beobachten. Dort ist bei den wetten auf Silber und Gold sehr wenig physisches Material hinterlegt, d.h. den Forderungen derjenigen, die Edelmetalle auf dem Papier gekauft haben, steht nun eine rekordtiefe Menge an lieferbaren physischen Edelmetallen gegenüber. Aktuell steht 35 Besitzern von einer Unze (Papier-) Silber tatsächlich nur eine (physisch lieferbare) Unze Silber gegenüber. Das bedeutet, dass 35 Investoren glauben, Anspruch auf Silberauslieferung zu haben, aber lediglich nur ein Investor kann momentan mit Hilfe des in den Lagerhäuser liegenden Silbers auch wirklich beliefert werden, wenn er auf Auslieferung besteht. Bei Gold sieht dieses Verhältnis übrigens noch dramatischer aus: 542 (!) Besitzer von einer Unze Papiergold müssten sich eine Unze physisches Gold teilen. Man kann abwarten, wie diese Nummer ausgehen wird…

US-Autoabsätze positiv, dank Finanzierung auf Pump

Die US-Autoabsätze für Februar geben bei einem ersten Blick Grund zu Freude: Im abgelaufenen Monat wurden 17,5 Millionen Fahrzeuge abgesetzt, was einem Plus von etwa acht Prozent zum Vorjahr entspricht. Volkswagen hatte allerdings weniger zu lachen: Um 13 Prozent gingen die US-Absätze der Wolfsburger zurück, der Skandal des letzten Jahres wirkt also deutlich nach. Doch woher kommt dieser schöne Autoabsatz maßgeblich? Kredite, Kredite, Kredite. Es wird auf Pump gekauft, als gäbe es kein Morgen mehr. Wie nachhaltig eine solche Entwicklung ist, haben wir 2008 gesehen…

Konjunkturdaten aus der Eurozone: Licht und Schatten

Die Arbeitslosenquote in der Eurozone hat sich ebenfalls eher positiv entwickelt und beträgt aktuell (noch) 10,3 Prozent. Zur Erinnerung: Auf dem Höhepunkt der Wirtschaftskrise lag die EU-Quote in der Spitze bei 12 Prozent. Allerdings betrug dieser Wert vor der Wirtschaftskrise eben nur 7,5 Prozent. Von daher befinden wir uns noch längst nicht dort, wo wir eigentlich schon lange sein wollten. Zudem sind die Aussichten nicht unbedingt berauschend, selbst wenn es Europa im Vergleich zu anderen Regionen der Welt noch relativ gut geht.

Dennoch mehren sich auch auf dem „Alten Kontinent“ die Warnsignale. So erreichte uns in dieser Woche u.a. wenig Ermutigendes aus dem Verband der Chemischen Industrie in Deutschland. Dort spricht man von einem ernüchternden Schlussquartal 2015, in dem so gut alle wesentlichen Kennzahlen nach unten gingen, darunter eine schwache Binnennachfrage sowie schwache Signale aus den USA und China. Auch der Ausblick der Branche für 2016 ist sehr verhalten.

Ähnliches berichten auch die Maschinenbauer: Der Auftragseingang im deutschen Maschinenbau sank im Januar um 12 Prozent gagenüber dem Vorjahr. Man muss allerdings hinzufügen, dass diese Monatswerte immer sehr stark schwanken können. In diesem Fall war beispielsweise der Vorjahresmonat recht stark. Dennoch waren die aktuellen Zahlen auch im Drei-Monats-Vergleich nicht berauschend, und zwar sowohl mit Blick auf die Nachfrage aus dem Inland als auch aus dem Ausland.

Neuigkeiten aus dem Dirk Müller Premium Aktien Fonds

Bei Wirecard setzt sich die spannende Entwicklung fort. Nach dem mächtigen Absturz vor einer Woche infolge einer dubiosen Meldung zu Betrügereien, die sich am Ende – wie so oft – wieder einmal als heiße Luft entpuppt hat, ging der Aktienkurs wieder deutlich nach oben. Im Tief vor einer Woche war diese Aktie für 31,90 Euro zu haben. Der Kurs hat also seitdem wieder um gut 25% zugelegt. Am Tiefpunkt haben einige die Gelegenheit für Zukaufe genutzt, so etwa die DWS. Die Fondsgesellschaft hat ihren Anteil an diesem Unternehmen von null über 3,9 auf nun fast fünf Prozent aufgestockt. Auch der Dirk Müller Premium Aktien Fonds hat diesen Kurseinbruch für Zukäufe genutzt. Wir danken herzlich für diese Verrücktheiten im Markt! Wie heißt es so schön: „Sei dann gierig, wenn die anderen ängstlich sind und sei ängstlich, wenn die anderen gierig sind.“ Wir versuchen, uns an diesen Leitspruch zu halten. Hinzu kommt, dass Wirecard in Kooperation mit VISA eine neue Prepaid-Karte herausbringen wird, die über zahlreiche Verkaufsstellen (etwa Tankstellen) vertrieben werden soll.

Weitgehende Waffenruhe in Syrien – und ein interessantes Interview mit dem Präsidenten des Landes

Am Dienstag hat die ARD ein zumindest in Teilen recht sehenswertes Interview mit Baschar al-Assad ausgestrahlt. Beachtlich fand ich insbesondere, dass der interviewende Journalist Assad immer mit „Herr Präsident“ angesprochen hat. Daraus kann man einmal mehr ableiten, dass auch die ARD Baschar al-Assad als legitimen, also rechtmäßigen Präsidenten Syriens anerkennt. Das, was momentan der Westen, also die USA und ihre Verbündeten inklusive Deutschland, in dieser Region veranstalten, ist ein Angriffskrieg gegen einen souveränen Staat. Wir sind durch diesen legitimen Präsidenten nicht eingeladen worden, Syriens Luftraum zu verletzen. Genau das wird aber getan. Man muss sich von daher immer klar machen, wer was in dieser Region macht und wie wir es schaffen, Tatsachen regelmäßig zu verdrehen. Man muss Assad nicht mögen, man darf ihn sogar hassen und sagen: „Das ist der falsche Mann auf diesem Posten!“ Das zu entscheiden, liegt allerdings nicht im Belieben der Bundesregierung, die sich an das Grundgesetz zu halten hat, das Angriffskriege klar untersagt. So zumindest entspräche es meinem Verständnis von Rechtsstaatlichkeit und den Grundprinzipien, denen wir uns verschrieben haben.

Der „böse Assad“ spricht in diesem ARD-Interview immer wieder von „Terroristen“, die laufend gegen seine legitime Regierung vorgingen. Nach westlicher Auffassung grenzt es an eine Unverschämtheit, dass Assad diese Leute ständig als „Terroristen“ bezeichnet. Er müsse unterscheiden, so in dem ARD-Interview, zwischen den „Bösen“, die mit Waffen gegen ihn vorgingen (also den IS) und den „Guten“, die berechtigt die Waffen gegen ihn erheben (nämlich die Oppositionsgruppen). Beide zusammen dürfe man doch schließlich nicht in einem Atemzug als „Terroristen“ bezeichnen, nur weil beide gleichermaßen mit Hilfe von Waffen den legitimen Präsidenten aus dem Amt heben wollen… Eine solche Sichtweise lässt staunen.

Ich wünsche Ihnen ein entspanntes und erholsames Wochenende und viel Spaß beim Lesen der Beiträge.

Herzlichst

Ihr Dirk Müller

*******************************************************************************************************

http://www.cashkurs.com/kategorie/aktienwelt/beitrag/dirk-mueller-im-interview-mit-dem-magazin-trend-der-kollaps-hat-begonnen/

Dirk Müller im Interview mit dem Magazin „Trend“: „Der Kollaps hat begonnen“

Trend: Die aktuelle Situation an den Märkten würden Sie spontan bezeichnen als …

Dirk Müller: … extrem gefährlich. So gefährlich wie 2008? Wenn es so weitergeht wie derzeit, wird die Krise von 2008 weit übertroffen. Was sich da im Laufe der Zeit zusammengebraut hat, ist der perfekte Sturm. Das wissen wir. Was wir nicht wissen, ist die Zugrichtung des Sturms.

Wer steht für Sie im Zentrum des Sturms?

Der gesamte eurasische Kontinent.

Inwiefern? Beginnen wir im Osten. Seit zwei Jahren warne ich vor extremen Verwerfungen in China. Auch das Platzen der Immobilienblase in den USA hat man ja vor 2008 kommen gesehen. Man wusste nur nicht, wann es passiert. Dasselbe gilt für China, nur in weit größerem Ausmaß.

Erklären Sie uns das. Der Boom in China währt nun schon länger als zwei Jahrzehnte. Er hat Investoren weltweit angezogen. In derselben Zeit war Geld rekordverdächtig billig. Große Investoren haben also riesige Kredite günstig in Yen und US-Dollar aufgenommen, in Yuan gewechselt. Sie haben damit in China mit seinen zweistelligen Wachstumsraten enorm verdient. Ein Free Lunch, wie es im Buche steht. Dabei wurde auch mächtig Blödsinn gebaut.

Zum Beispiel? Es gibt Städte vom Reißbrett, wo Millionen Menschen leben sollten, die aber weitgehend leer stehen. Inklusive Flughäfen, Opernhäusern und Autobahnbrücken ins Nirgendwo.

Und jetzt? Fließt das Geld aus China wieder ab, und zwar mit zunehmender Geschwindigkeit. Im Sommer 2014 haben Chinas Devisenreserven noch vier Billionen Dollar ausgemacht. Inzwischen sind es nur noch 3,2 Billionen. Rechnet man den Exportüberschuss hinzu, sind in der Zeit sogar 1,5 Billionen Dollar abgeflossen. Und die Geschwindigkeit nimmt zu: Alleine im Dezember waren es 100 Milliarden Dollar.

Warum fließt das Geld ab? Lassen sie mich den chinesischen Analysten Niu Dao zitieren: „Die chinesische Wirtschaft ist die größte Blase aller Zeiten. Und sie wird platzen, wenn die Amerikaner den Leitzins anheben.“ Er lag richtig. Und aus den anderen Schwellenländern wird ebenso panisch Geld abgezogen.

Wohin führt das? Viele chinesische Firmen haben sich vermeintlich billig in US-Dollar verschuldet. Die müssen jetzt wesentlich mehr zurückzahlen, da die US-Zinsen und damit der US-Dollar steigen. Das ist dramatisch, insbesondere, wenn man kein tragfähiges Geschäftsmodell hat. Das Fremdwährungs-Kredit- volumen in den Schwellenländern hat ein Ausmaß von 7,9 Billionen Dollar. Und die Zahlungsausfälle chinesischer Firmenkredite liegen schon jetzt so hoch wie zuletzt vor zehn Jahren. Keine Frage: Der Kollaps hat begonnen.

Glauben Sie, dadurch wird das ganze Weltwirtschaftssystem zusammenbrechen? Zumindest mit heftigen Verwerfungen muss man rechnen. Aber wer weiß: Vielleicht macht die chinesische Regierung noch einmal viele Milliarden für Konjunkturpakete locker. Dann gewinnen wir noch etwas Zeit. Seit Herbst glaube ich allerdings nicht mehr, dass sie es schaffen, das Ruder noch einmal herumzureißen.

Viele Marktbeobachter glauben, die chinesische Regierung steuere lediglich um von einer exportorientierten Wirtschaft auf mehr Binnenkonsum. Das halte ich für ausgemachten Unfug. Mag sein, dass sie das vorhaben. Aber ein solcher Prozess dauert viele Jahre. Schauen wir auf die Fakten: Die Exporte Japans Richtung China sind um neun Prozent eingebrochen. Da ist schlicht keine Nachfrage mehr da. Die angeblichen Importe aus Hongkong haben indes dramatisch zugenommen, was mit Scheingeschäften zusammenhängt, mit deren Hilfe man Kapital aus China herausschafft. Die Kapitaflucht aus China.

China ist eine Sache. Aber Sie hatten vom gesamten eurasischen Kontinent gesprochen. Die Ölförderstaaten erleben gerade ihren eigenen Crash. SaudiArabien benötigt beispielsweise einen Ölpreis von 100 Dollar pro Barrel. Wir liegen bei 30. Wenn es so weitergeht, sind die Währungsreserven SaudiArabiens in drei Jahren verbraucht. Sie können aber den Hahn nicht zudrehen, damit die Preise steigen. Dann würden sie nämlich kurzfristig noch weniger verdienen. Der Nahe Osten steht in Flammen. Russland geht es auch nicht viel besser. Und in Europa kippt gerade die Stimmung aufgrund der Flüchtlingskrise. Kurz gesagt: Der ganze eurasische Raum steht vor extremen Problemen. Und jetzt vergleichen Sie das mal mit dem Platzen der amerikanischen Immobilienblase. Doch wie gesagt …

… ja? Wer weiß: Vielleicht gelingt es den Chinesen, das Ruder noch einmal herumzureißen. Vielleicht einigt sich die OPEC, und der Ölpreis liegt bald bei 50 Dollar. Wer hätte im Jahr 2008 gedacht, dass wir aus einer derart brenzligen Lage noch mal herauskommen? Fast niemand. Aber wir haben immerhin ein paar Jahre gewonnen.

Wobei dadurch die weltweiten Schulden auf absolute Rekordstände gestiegen sind. Das stimmt, es sieht aus, als hätten wir unser Pulver verschossen.

Was wird also passieren, wenn der große Crash kommt? Im Prinzip müssten die Leitzinsen ins Negative rutschen, sonst werden die Schulden niemals abschmelzen. Allerdings müsste das flankiert werden von Bargeldverboten, damit niemand Bargeld horten kann. Ich glaube aber weder, dass sich das durchsetzen lässt, noch, dass die Zeit dazu reicht.

Womit rechnen Sie stattdessen? Mit einem GeysirSzenario. Ein Geysir besteht aus kleineren Blasen, die immer wieder platzen. Irgendwann bildet sich eine Blase aus, die wächst und wächst und schließlich in sich zusammenfällt. Dort sind wir möglicherweise jetzt gerade. Übertragen auf die Märkte bedeutet das, dass zunächst alle Assetklassen abstürzen, wie wir das zuletzt 2008 gesehen haben. Alle verlieren, jeder braucht dringend Geld, aber keiner traut dem anderen mehr. Eine Kreditklemme wie 2008 entsteht, nur deutlich intensiver.

Wie kommen wir da nur raus? Die Notenbanken werden dagegen andrucken wie der Teufel. Sie werden viele weitere Anleihen aufkaufen, um das System zu stabilisieren. Die großen Finanzhäuser, die nicht ganz so heftige Schwierigkeiten haben, werden ihre Anleihen ebenfalls zu Höchstkursen gegen frisch gedrucktes Geld verkaufen und dafür alles an Aktien aufkaufen, was am Markt zu haben ist. Der Anleihenmarkt hat derzeit ein Volumen von 100 Billionen Dollar, der gesamte Dow Jones nur drei Billionen. Dadurch explodieren die Vermögenspreise, wie der Geysir nach dem Platzen der Blase. Am Ende steht die Hyperinflation. Spätestens dann werden wir über neue Währungs- und Schuldensysteme nachdenken müssen. Diese Entwicklung ist nicht zwingend – aber es ist das Szenario, mit dem ich am ehesten rechne.

Sie selbst haben vor rund einem Jahr einen eigenen Fonds aufgelegt. War das zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt? Es gibt keine guten oder schlechten Zeitpunkte.

Wie bitte? Ich habe den Fonds aufgelegt, um mein eigenes Geld zu investieren. Und auch wenn es pathetisch klingt: Das ist meine Arche Noah. Ich will mein Geld – und das der Anleger – langfristig absichern. Und dafür sind nicht die Zeitpunkte ausschlaggebend, sondern nur die Strategie.

Was ist Ihre Strategie? Grob gesagt, besteht sie aus zweierlei: Diversifizierung und Absicherung. Wir investieren in die aus unserer Sicht 40 besten Unternehmen der Welt. Solche mit einem nachhaltigen Geschäftsmodell, mit einer astreinen Bilanz und möglichst wenig Schulden. Abgesichert sind wir mit Optionen, die das Gesamtdepot vor allzu großen Kursverlusten schützen sollen. Zehn bis 15 Prozent Schwankung wird man immer ertragen müssen, aber die großen Downs wollen wir vermeiden. Das mag etwas kosten, aber so sind wir auf der sicheren Seite, weil die Optionen in diesem Fall im Wert steigen. Sollten die Aktienmärkte also extrem abstärzen, werden wir davon kaum betroffen und haben durch die Absicherungen Cash für weitere Aktienkäufe auf tiefem Niveau.

Macht sich Ihre Strategie bislang bezahlt? Das macht sie. Derzeit haben wir seit Auflage 13 Prozent Vorsprung auf den MSCI World Value. Es gibt meines Wissens nach keinen vergleichbaren Fonds, der so gut dasteht wir unserer. Auch wir haben verloren – aber mit neun Prozent eben nicht so viel wie beispielsweise der DAX mit 28 Prozent.

Wie hat sich das Volumen Ihres Fonds entwickelt? Für den Start haben wir uns zehn Millionen Euro gewünscht. Es waren 20. Unser Ziel bis zum Jahresende waren 40 Millionen. Es wurden 60. Wir verzeichnen ständig Zuflüsse. Inzwischen ist sogar der erste Dachfonds bei uns eingestiegen, und Versicherungen haben uns mit aufgenommen. Die lassen sich normalerweise drei Jahre Zeit, bis sie in neue Fonds investieren. Es läuft also insgesamt viel besser als erwartet.

Was raten Sie dem Privatanleger? Im Grunde das, was ich selbst mache. Solide Aktien kaufen und die nach unten absichern. Damit fährt man am besten, wenn man mit einem ähnlichen Szenario rechnet wie ich. Und die Chancen dafür stehen nicht schlecht. Das Schöne an der Strategie ist, dass man nicht recht haben muss. Steigt der Markt stattdessen, ist man mit den Aktien ja voll dabei, und die recht überschaubaren Absicherungskosten sind mit einer guten Aktienauswahl schnell kompensiert.

******************************************************************************************************

http://www.cashkurs.com/kategorie/wirtschaftsfacts/beitrag/wie-sich-negativzinsen-negativ-durch-das-finanzsystem-fressen/

Wie sich Negativzinsen negativ durch das Finanzsystem fressen

Bayerische Sparkassen wollen ihr Bargeld nun in eigenen Tresoren horten. Warum? Weil es ganz einfach kostengünstiger ist, als es bei der Europäischen Zentralbank zu deponieren. Auf diesen Hund werden auch immer mehr Privatpersonen kommen, und dann geht der Spuk los. Kein Wunder, dass auf höchster Polit-Ebene an einer Abschaffung des Bargeldes eifrig und fieberhaft gearbeitet wird. Die Dinge werden einfach immer verrückter! Wie lange müssen wir uns diesen ganzen Schmarren noch antun, um ein sichtlich gegen die Wand gefahrenes System zum Vorteil von einigen Wenigen mit aller Macht aufrecht zu erhalten?!!

Mit Negativzinsen gehen viele Perversionen einher. Ich hatte mich diesem Thema vor rund zwei Jahren schon einmal angenommen, um eine Reihe von Prognosen anzustellen, welche Gefahren und Risiken mit dieser Maßnahme der Zentralbanken einhergehen dürften. Diese Gefahren und Risiken sind nun dabei, sich im Weltfinanzsystem auszubreiten.

Der verzweifelte Versuch, Naturgesetze dauerhaft auszuhebeln…

Es erweckt den Eindruck, als seien Politiker und Zentralbanker bestrebt, die Natur des Menschen verändern zu wollen. Ebenso wie der anmaßende Versuch unternommen wird, Naturgesetze dauerhaft aushebeln zu wollen. Was geschehen wird, ist aus meiner Sicht ganz einfach. Irgendwann wird die bis zum Anschlag durchgedrückte Feder zurückschwingen.

Und zwar mit Verve. Letztendlich wird sich zeigen, dass eine Mehrheit der Leute das Geld und Ersparte vom Bankkonto holen wird, wenn diese für ein Deponieren von Bargeld bei Banken bestraft werden. Und Negativzinsen tun genau das. Nicht umsonst hat die Politik endlich eine Abschaffung des Bargeldes zu einem gesellschaftlichen Debattenpunkt gemacht.

Warum irgendjemand denken soll, dass die Menschen von ihrem rationalen Verhalten ablassen werden, bleibt ein Mysterium. Trotz allem drängen Politik und Zentralbanken immer stärker in diese Richtung. Die Europäische Zentralbank stellt Geschäftsbanken zurzeit -0,3% für das Parken von Bargeld bei der EZB in Rechnung.

Offene Auflehnung gegen die Geldpolitik

Ähnlich wie Privatpersonen brauchen lokale Geschäftsbanken diese Vorgaben in keiner Weise akzeptieren. Denn es gibt Alternativen. Es war die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die jüngst darüber berichtete, dass sich deutsche Sparkassen gegen diese Art der Geldpolitik offen auflehnen. Über die Deutsche Bank AG müssen wir in diesem Kontext gar nicht mehr reden.

Der Bayerische Sparkassenverband, der 71 Institute repräsentiert, hat laut des oben verlinkten Berichts ein Memo an seine Mitgliedsinstitute verschickt. In diesem Memo werden die Mitglieder dazu ermutigt, Bargeld in deren eigenen Tresoren zu horten anstatt deren Geld bei der EZB zu parken.

Die zum Memo mitgelieferte Analyse des Bayerischen Bankenverbandes ist aufschlussreich im Hinblick auf die durch Negativzinsen entstehenden Kosten. So beläuft sich der Abschluss einer Versicherung für das Horten von Bargeld in Tresoren auf 0,1785% pro Jahr. Auf diese Weise errechnen sich die Gesamtkosten für das Halten von Bargeld auf einfache Weise.

750 Millionen Euro für die Bargeld-Parkplätze

Würden die bayerischen Sparkassen ihr Bargeld hingegen bei der EZB parken, würde (vor der Zinssitzung am Donnerstag) ein Negativzins von -0,3% berechnet – und somit 0,1215% mehr als das Geld versichert in eigenen Tresoren aufzubewahren. Auf den ersten Blick erweckt es den Eindruck, als würde es sich nur um eine geringe Differenz handeln.

Doch Halt! Es kommt dabei selbstverständlich auf die gehorteten Bargeldsummen an. Banken in der Eurozone halten momentan zusammen ungefähr 250 Milliarden Euro in Form von Cashreserven bei der EZB. Resultat ist, dass die Geschäftsbanken der Eurozone bei der EZB pro Jahr knapp 750 Millionen Euro an Negativzinsen für das Parken von Bargeld berappen.

Die Geschäftsbanken können diese Kosten nahezu halbieren, indem sie ihr Bargeld zukünftig in eigenen Tresoren verwahren. Und aus eben jenem Aspekt erwächst für EZB-Chef Mario Draghi ein nicht zu unterschätzendes Strategieproblem. Dieses Problem wird sich nur noch intensivieren, falls Draghi den EZB-Einlagenzins am Donnerstag in noch tieferes Terrain befördern sollte.

Welche Optionen hat die EZB noch?

Draghi wird also etwas unternehmen müssen, um diesem Problem zu begegnen. Was könnte er tun? Denkbar wäre es, dass die EZB den Euro-Geschäftsbanken Beschränkungen auferlegt, was übersetzt bedeutet, dass die EZB den Geschäftsbanken per Anordnung vorschreiben wird, wie viel Bargeld diese halten dürfen. Eine solche Attacke würde gewiss Gerichtsklagen nach sich ziehen.

Schlimmer noch wäre allerdings das Signal, das unter den Bevölkerungen in der Eurozone ausgesendet würde. Es gibt kaum einen besseren Weg, die Menschen zu einem Run auf die Banken zu bewegen, als Bedingungen zu schaffen, unter denen die Menschen den Glauben gewinnen, dass den Banken das Bargeld ausgeht.

Weitaus besser kommt da doch die Option daher, das Halten von Bargeld drastisch zu verteuern. Weshalb sonst drängen die Finanzminister der Europäischen Union die EZB zu einer baldigen Abschaffung des 500-Euro-Scheins?!! Dieses Bestreben hat mit dem Kampf gegen Terror oder Geldwäsche rein überhaupt nichts zu tun.

Negativzinsen auch in den USA?

Ottonormalbürger, die ihre Kohle in der Matratze bunkern, sind kein Ziel dieser Maßnahmen. Es handelt sich in ihrem Fall um in Relation viel zu kleine Beträge. Das große Geld befindet sich bei den Banken. Auch in den USA forciert sich die durch Ex-US-Finanzminister angestoßene Debatte zur Abschaffung des 100Dollar-Scheins.

Dazu könnte es kommen, wenn die Federal Reserve ihren Kurs an der Zinsfront ändern sollte, um ebenfalls Negativzinsen in den USA in Erwägung zu ziehen. Amerikaner könnten sich auf diese Weise dazu ermutigt sehen, Aufbewahrungsplätze und Tresore zum Horten von Bargeld in den heimischen vier Wänden zu unterhalten.

Denn das Halten von einer ausreichenden Menge Bargeld empfiehlt sich im aktuellen Umfeld gewiss. Teile der Ersparnissen sollten auch in Form von Gold oder Silber gehalten werden. Irgendwann wird die nominal größte Banknote in den Vereinigten Staaten wohl nur noch der 20-Dollar-Schein sein. Es wird alles sein, was die Amerikaner noch zum Horten dingfest machen können.

 ****************************************************************************************************

http://www.cashkurs.com/kategorie/wirtschaftsfacts/beitrag/ex-chef-der-bank-of-england-eu-eliten-haben-europas-depression-billigend-in-kauf-genommen/

Ex-Chef der Bank of England: EU-Eliten haben Europas Depression billigend in Kauf genommen

Mervyn King, ehemaliger Gouverneur der Bank of England (BoE), legt nach. Am vergangenen Wochenende noch lautstark kritisierend, dass die Eurozone in aktueller Funktionsweise dem Untergang geweiht sei, wirft der Ex-Notenbankchef der Brüsseler EU nun die ganze bislang unausgesprochene Wahrheit vor die Füße. Danach habe die Brüsseler EU-Elite billigend in Kauf genommen, dass Staaten wie Griechenland in eine noch größere Wirtschaftsdepression abgedriftet seien als es den Industrieländern zu Zeiten der großen Depression in den 1930iger Jahren passiert sei.

Langsam aber sicher wird nun endlich einmal Klartext geredet. Die Wahrheit kommt immer mehr ans Licht und es stellt sich die Frage, wie lange sich die Bevölkerungen der Welt von einer kleinen Bankenelite, welche die Politik in der Tasche hat, noch narren lassen wird. Es scheint Privileg derer geworden zu sein, Wahrheiten in eindeutiger Weise auszusprechen, die einmal einen hohen Posten in diesem System bekleidet haben.

Mervyn King, der am vergangenen Sonntag Deutschland öffentlich dazu aufgerufen hatte, die Eurozone zu verlassen, hat nun noch einmal nachgelegt. Die immensen Strukturprobleme im Weltfinanzsystem seien, so King, seit dem Überwinden des Höhepunkts der Finanzkrise in keiner Weise durch Politik und Behörden adressiert worden. Und weil dies so sei, werde der Ausbruch einer neuen Finanzkrise so sicher wie das Amen in der Kirche kommen.

Eigenbeitrag der Zentralbanken zu dieser Entwicklung? Schwamm drüber!

Diese Kritik ist schön und gut, doch dabei müsste sich Mervyn King eigentlich auch über seinen geleisteten Eigenbeitrag bewusst sein. Als King als BoE-Chef noch Teil des Systems war, passte sich King den entsprechenden „Erfordernissen“ und „alternativlosen Plänen“ doch ebenso an wie der große Altmeister und dessen Ex-Kollege Alan Greenspan, einst Chef der Federal Reserve.

Nicht nur, dass Greenspan heute ein glühender Goldbug ist, dessen Aussage, laut der Gold die einzige Währung sei, wenn im Zahlungswesen alles andere nicht mehr akzeptiert werde, in Stein gemeißelt ist. Auch Greenspans Aussagen zu Beginn dieser Woche, laut der es um die amerikanische Wirtschaft eindeutig schlechter bestellt sei als es offiziell den Eindruck mache, ließ viele Beobachter aufhorchen.

Amerikas Wirtschaft befinde sich, so Greenspan, in sehr ernsthaften Problemen, weil das Produktionswesen im Lande auf dem Sterbebett liege. Derartige Aussagen hätten auch aus der Feder von PCR oder Ron Paul stammen können, die beide seit vielen Jahren in äußerst kritischer Weise auf diese Umstände hinweisen. Nun, letztendlich muss man nur mit offenen Augen durch die Welt gehen, um zu erkennen, auf welche Klippe dieses System zusteuert.

Das bestehende System leidet an Krebs

Es wird Zeit, die rosarote Brille abzusetzen, um zu erkennen, dass das bestehende System an Krebs leidet und einem alten Gemäuer gleicht, von dem nur noch die Wände stehen, das von innen jedoch bereits vollkommen ausgehöhlt und faul ist. Grenzenlose Gier, Vetternwirtschaft und eine uferlose Korruption haben ihren Beitrag dazu geleistet. Mervyn King hat ein Buch geschrieben, das vorgestern vorgestellt wurde.

King ließ es sich in diesem Zuge nicht nehmen, gegen die Brüsseler EU-Eliten nachzulegen. Wie der britische Telegraph berichtete, habe King seine Worte in bedachter, jedoch deutlicher Weise gewählt. So erklärte King öffentlich, „dass Europas Wirtschaftsdepression ein Resultat  der freiwillig gewählten Strategieleitlinien der EU-Eliten“ sei. King fuhr fort, darüber hinaus auch einmal mehr scharfe Kritik an der europäischen Währungsunion zu äußern. Es sei nach wie vor seine persönliche Ansicht, dass diese fehlgeschlagene Währungsunion abgewickelt werden müsse, um die schwächsten Eurozonen-Mitglieder vor einer zerstörerisch wirkenden Austerität und einer rekordhohen Arbeitslosigkeit zu retten.

King gab sch ebenso bestürzt im Hinblick auf die aktuellen Zustände in Europa. Er habe sich niemals vorstellen können, dass Staaten Europas in unseren modernen Zeiten noch einmal ein wirtschaftlicher Kollaps von der Tragweite der 1930iger Jahre beschert werden könnte. Doch, so King, zeige unter anderem das Schicksal Griechenlands, dessen Wirtschaftsschrumpfung diejenige der Vereinigten Staaten zu Zeiten der großen Depression nun bereits bei Weitem übertrumpft habe, auf welche Weise die politischen Leitlinien versagt hätten.

Europa: Rückkehr zu nationalen Währungen bleibt auf der Agenda

Aus diesem Grunde ist King auch der Ansicht, dass die wirtschaftlich schwächsten Mitglieder der Eurozone keine andere Option hätten, als irgendwann zu deren nationalen Währungen zurückzukehren. Denn dies sei der einzig gangbare Weg, über dessen Beschreiten wieder ökonomisches Wachstum und Vollbeschäftigung hergestellt werden könnten. Die größte aller Fragen drehte sich stets darum, ob sich die wirtschaftliche Lage in Europa aus Dummheit der Regierenden, deren politischen Versagen oder einer absichtlich verfolgten Strategie ableitet.

King hat dazu eine klare Sichtweise, laut der die aktuellen Entwicklungen in Europa auf einer Billigung dieser Verhältnisse durch die EU-Eliten basierten, was die ganze Sache nur noch schlimmer mache. Wenn dem so wäre, blickt der europäische Kontinent auf eine große Tragödie. Denn die ungewählte Oligarchie in Brüssel hätte in diesem Zuge ihre Machtbasis gefestigt. Tatsache bleibt, dass es sich um einen ökonomisch insolventen Kontinent handelt, der auf eine Generation blickt, die im Angesicht der Rekordarbeitslosigkeit verloren scheint.

Millionen von illegalen Zuwanderern aus aller Welt werden den überall auf dem Kontinent zu beobachtenden Klassenkampf noch spürbar verschärfen. Vielleicht hat sich die Brüsseler Oligarchie auf die Fahnen geschrieben, dass es möglicherweise einen neuen „äußerenFeind braucht, um Öl in das bereits siedend heiße Gesellschaftswasser zu gießen, und von eigens begangenen Schandtaten abzulenken. Wer weiß?! Auf diese Weise muss diese Entourage – wen wundert es – zu gegebenem Zeitpunkt keine Eigenverantwortung für die herbeigeführten Zustände übernehmen.

******************************************************************************************************

http://www.cashkurs.com/kategorie/wirtschaftsfacts/beitrag/griechenland-firmen-verlassen-das-land-wirtschaft-zurueck-in-der-rezession/

Griechenland: Firmen verlassen das Land, Wirtschaft zurück in der Rezession

Griechenland erscheint nur weniger als ein Jahr nach dem dritten EU-Bailout im vergangenen Sommer schon wieder auf der Bildfläche. Natürlich hat sich an den in Griechenland zugrunde liegenden Problemen seitdem nichts geändert – im Gegenteil, das Geld wird schon wieder knapp. Und so beraten Europas Finanzminister einmal mehr über die Frage, wie mit der sich forcierenden Schuldenkrise in Griechenland in den nächsten Monaten umzugehen sein wird. Echte Lösungen liegen indes in weiter Ferne.

Wirtschaftlich total am Boden, ächzt das südöstliche Peripherieland der Europäischen Union nach dem Schließen der Balkanroute nun auch noch unter Zehntausenden von Migranten, die unter teils desaströsen Verhältnissen in diversen Aufnahmelagern aushalten, um auf ihre Weiterreise zu warten. Kein Wunder, dass der griechische Tourismus zuletzt stark einbrach. Denn welcher Urlauber möchte in den kostbarsten Wochen des Jahres Zeuge von an den Stränden des Landes anlandenden Bootsflüchtlingen werden?

Die einst auf EU-Ebene gepriesenen Pläne zur finanziellen Stabilisierung Griechenlands sind im Zuge der aktuellen Ereignisse in den Hintergrund gerückt. Von EU-Flüchtlingsgipfel zu EU-Flüchtlingsgipfel eilend, mangelte es den Finanzministern der Eurozone schlichtweg an Zeit, um eine Überprüfung der Pläne Athens zur Wiederbelebung der heimischen Wirtschaft durchzuführen. Hinzu gesellt sich die Tatsache, dass der Disput unter den Notkreditgebern der Griechen wieder offen ausgebrochen ist.

Primärer Grund ist die abermals emporkommende Debatte, wie hoch die staatlich-öffentlichen Ausgabekürzungen der Athener Regierung ausfallen sollen, um eine Umsetzung der höchst ambitionierten Pläne nicht zu gefährden. Es ist vor allem der angeschlagene Bankensektor des Landes, der sich einmal mehr im Zentrum der Aufmerksamkeit befindet. Weiterhin herrscht die fatale Ansicht vor, dass eine dringend notwendige Revitalisierung des Bankensystems Schlüsselelement für eine Wiederbelebung der griechischen Wirtschaft sei.

Und so zeigt sich der ehemalige Finanzminister Gikas Hardouvelis wenig optimistisch, darauf hinweisend, dass die Situation heute noch gefährlicher sei als im Sommer des vergangenen Jahres. Damals erweckte es temporär den Eindruck, als würde ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone kurz bevorstehen. Bis sich Washington in Gestalt von Barack Obama in die Zwistigkeiten auf dem Kontinent direkt einmischte, um die am Tisch sitzenden Parteien zur Räson aufzurufen.

Die zusätzlichen Austeritätsauflagen, welche der dritte Bailout zugunsten Griechenlands mit sich brachte, bricht sich nun seit Wochen in Form von landesweiten Arbeitsniederlegungen und einem erneuten Ausbruch von Gewalt auf den Straßen des Landes Bahn. Die nun durch Athen durchzuführenden „Reformen“ erweisen sich als weiterer Hammerschlag auf die Köpfe von Rentnern, Pensionären und den Bediensteten des Landes. Selbst die Syriza-Regierung hatte wiederholt öffentlich erklärt, nicht an die auferlegten „Reformbemühungen“ zu glauben.

Auf diese Weise wird es immer schwieriger, überhaupt noch irgendeinen Fortschritt zu erzielen. Das Treffen der Euro-Finanzminister steht unter keinem guten Stern. Denn nach wie vor ist Griechenlands offizielle Arbeitslosenquote von knapp 25% die höchste in ganz Europa. Die Jugendarbeitslosigkeit verharrt nur knapp unterhalb der Marke von 50%. Die durch den griechischen Unternehmenssektor ausgestoßenen Drohungen erweisen sich im Rückspiegel der Ereignisse betrachtet nicht als Luftschloss.

Denn immer mehr Unternehmen haben ihre Aktivitäten in den vergangenen Monaten nach Bulgarien, Rumänien, Albanien und Zypern verlagert. Primärer Grund ist eine Besteuerung, welche die meisten Unternehmensführer als ungerecht und viel zu hoch erachten. Zum undenkbar schlechtesten Zeitpunkt gesellt sich die Tatsache, dass die Urlaubsbuchungen auf den ägäischen Inseln im Zuge der Migrationswelle stark eingebrochen sind. Wen verwundert es im Angesicht dieser Ereignisse, dass Griechenlands hoch überschuldete Wirtschaft wieder offiziell in die Rezession abgedriftet ist?!

Machen Sie sich bewusst, dass Griechenland nach drei Bailout-Zusagen durch die Brüsseler EU, dem Verpulvern von Hunderten von Milliarden Euros und dem größten Schuldenschnitt in der Geschichte des Landes noch immer – wie zu erwarten stand – am Tropf hängt. Nicht nur, dass das Land abermals in die Rezession abgedriftet ist, verlassen Unternehmen nun in Scharen das Land, während der Tourismus aufgrund der Migrationswellen aus dem Nahen und Mittleren Osten einbricht.

Welche Zukunftsperspektive hat Griechenland eigentlich? Darum geht es schon lange nicht mehr. Es geht einzig und allein darum, den heillos bankrotten Zombiebankensektor des Landes weiter aufrecht zu erhalten und Griechenland in der Eurozone zu halten – koste es, was es wolle. Selbst namhafte Geschäftsleute und Bankiers von Geschäftsbanken geben offen zu, dass die Wirtschaft Griechenlands sich im Stadium einer Desintegration befinde. Aus diesem Grund werde die Einführung einer Parallelwährung zum Euro abermals ganz offen diskutiert.

Zudem hängt der Austritt Griechenlands aus der Eurozone (Grexit) nach wie vor wie ein Damoklesschwert über der stark angeschlagenen Wirtschaft. In diesem Zuge sind die Zinsen im Regierungsbondsektor in den letzten Wochen und Monaten wieder merklich geklettert. Umso länger der „Reformaufschub“ anhält, desto schwieriger werden sich weitere Kürzungen im Pensionssektor des Landes umsetzen lassen. Zumal die Linksregierung in Athen nicht hinter diesen „Reformen“ steht.

Ohne einen zusätzlichen Schuldenschnitt, der Europas Steuerzahler an den Verlusthaken hängen würde, und noch tiefere Einschnitte in das Pensionssystem wird die Athener Regierung wohl nicht dazu in der Lage sein, ihren Finanzverpflichtungen nachzukommen. Zum selben Zeitpunkt könnten die „Problemlösungsvorschläge“ zwischen dem IWF und den Euroländern nicht weiter auseinanderliegen. Es bleibt eine Frage der Zeit, wann dieser Druck im Kessel eine Explosion freisetzen wird.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: