Am 8 März 2016 wird der Ständige Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel (SC PAFF) der Europäischen Union in Brüssel zusammentreten – EU will Zulassung von „Glyphosat“ um „15 Jahre“ verlängern/Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)/ Umweltbundesamt gegen weitere Zulassung – Umweltbundesamt (UBA) warnt vor Glyphosat-Belastung der Bevölkerung – Glyphosat: EU-Kommission verstößt gegen Vorsorgeprinzip/“Bodenpilz Fusarium“

(<„Monsanto“ – bei Widerstandzurückrudern um dann immer wieder neuen Anlauf zu nehmen um die Natur zu verseuchen und das Leben zu zerstören – Natur als Feld-Versuch der Mensch als Versuchs-Ratte Niemanden Rechenschaft abzugeben und ohne jemals den Beweis zu liefern für die gesundheitliche Unbedenklichkeit>)

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/25/eu-will-zulassung-von-glyphosat-um-15-jahre-verlaengern/

EU will Zulassung von Glyphosat um 15 Jahre verlängern

Für Monsanto deutet sich ein Erfolg in Europa an: Die EU-Kommission will das von der WHO als krebsgefährdend eingestufte Pflanzengift Glyphosat für weitere 15 Jahre zulassen. Die Grünen warnen vor der Entscheidung.

Monsanto könnte erneut der Durchbruch in Europa gelingen. (Foto: Noticias Masverde)

Monsanto könnte erneut der Durchbruch in Europa gelingen. (Foto: Noticias Masverde)

Die EU-Kommission will die Zulassung des umstrittenen Pflanzengifts Glyphosat um 15 Jahre verlängern. Darauf wies der agrarpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Europaparlament, Martin Häusling, am Mittwoch in Brüssel laut AFP hin. Aus Kreisen der Kommission verlautete, die Entscheidung werde am 7. und 8. März in einem Ausschuss zusammen mit Experten und Vertretern der EU-Mitgliedstaaten fallen.

Mit der Verlängerung der Zulassung bis 2031 verstoße die EU-Kommission gegen das Vorsorge-Prinzip und werfe „alle Bedenken von Wissenschaftlern über Bord“, kritisierte Häusling. „Die EU-Kommission hat offenbar nicht die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger im Blick, sondern die Interessen der Agrarindustrie wie die des Herstellers des Pestizids, Monsanto“, bemängelte Häusling. Seinen Angaben zufolge soll die Wiederzulassung „weitgehend ohne Mengen- und Anwendungsbeschränkung“ erfolgen.

Glyphosat ist welt– und deutschlandweit einer der am meisten eingesetzten Wirkstoffe in Unkrautvernichtungsmitteln und das am weitesten verbreitete Pflanzengift. Das Mittel ist seit vielen Jahren umstritten. Umweltschützer halten den Stoff für hochgiftig und fordern seit Jahren ein Verbot von Glyphosat.

Die Zulassung in Europa läuft im Sommer aus. Die Grünen fordern von der Bundesregierung, der Wiederzulassung nicht zuzustimmen, und wollen dazu am Donnerstag einen entsprechenden Antrag im Bundestag zur Abstimmung bringen.

„Gerade Deutschland muss jetzt bremsen in Brüssel“, forderte der Grünen-Bundestagsabgeordnete Harald Ebner. Er appellierte vor allem an die SPD, für den Antrag seiner Partei zu stimmen. So könne die Partei zeigen, dass sie es ernst meine „mit ihren glyphosatkritischen Äußerungen der letzten Tage und Wochen“.

Die EU-Kommission stützt sich auf eine Stellungnahme der EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa), die das Mittel im vergangenen November als wahrscheinlich nicht krebserregend beurteilte. Kritiker warnen dagegen seit Jahren vor möglichen Gesundheitsgefahren durch Glyphosat. Sogar die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) hat eine Gefährdung festgestellt. Die zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehörende Agentur urteilte im März 2015, dass Glyphosat „wahrscheinlich krebserzeugend bei Menschen“ sei.

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zur Sendung am 7 März 2016 http://www.zdf.de/wiso/pestizid-glyphosat-in-wattepads-und-wattestaebchen-gefunden-42556822.html

WISO“ – „ZDF“ – Glyphosat

……Eine weitere Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat in der EU lehnt das Umweltbundesamt ab……

Glyphosat“   | 07.03.2016  Glyphosat in Wattepads

Umweltbundesamt gegen weitere Zulassung

Eine WISO-Stichprobe hat den Einsatz des Unkrautbekämpfungsmittels Glyphosat in Wattepads und Wattestäbchen, darunter auch in einem Bio-Produkt, nachgewiesen. Für Aufsehen hatten zuletzt Spuren des Pestizids auch in Bier gesorgt.

Glyphosat in Wattepads

Eine WISO-Stichprobe hat das Unkrautbekämpfungsmittel Glyphosat in Wattepads und Wattestäbchen, darunter auch in einem Bio-Produkt, nachgewiesen.

(07.03.2016)

Bei der WISO-Stichprobe wurde in Wattepads und Wattestäbchen das Unkrautbekämpfungsmittel Glyphosat nachgewiesen. Die dabei gemessenen Werte sind höher als die bestehenden Grenzwerte für Trinkwasser, im Vergleich zu den Grenzwerten für Lebensmitteln sind die von WISO gemessenen Konzentrationen niedriger. Für textile Produkte gibt es derzeit keine Grenzwerte für Glyphosat. Textilprodukte wurden bislang auch nicht auf den Wirkstoff untersucht.

31 Hygieneprodukte getestet

WISO hat nach einem validierten Verfahren 31 Hygieneprodukte auf Glyphosat testen lassen. Dabei wurde in sechs Wattepads/Wattestäbchen der Hauptmetabolid AMPA in einer Konzentration zwischen 15 bis 90 ppb gemessen. AMPA ist ein Abbauprodukt von Glyphosat und dient dem Nachweis des Unkrautbekämpfungsmittels. Laborberichte: Laborbericht Pads, Tampons, Wattestäbchen etc., Laborbericht für Milchproben.Eine weitere Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat in der EU lehnt das Umweltbundesamt ab. Im ZDF-Wirtschaftsmagazin WISO begründet Andreas Gies vom Umweltbundesamt dies mit den Schäden, die Glyphosat in der Umwelt und in den Nahrungsketten verursache.

Analyse Umweltbundesamt

Glyphosat in immer mehr Menschen in immer höheren Konzentrationen.  Glyphosat-Gehalt in Urinproben im zeitlichen Verlauf von 2001 bis 2015.

Analysen des Umweltbundesamtes hätten Glyphosat in immer mehr Menschen in immer höheren Konzentrationen gefunden. Die Weltgesundheitsorganisation hat Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. Das sollte man nicht ignorieren, forderte Gies in WISO. „Wegen dieser Umweltauswirkungen ist das Umweltbundesamt nicht in der Lage, einer weiteren Zulassung zuzustimmen.“

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netzfrauenhttps://netzfrauen.org/2016/03/07/neue-studie-glyphosat-wattepads/#more-39751

Vorsicht! Test ergab: Glyphosat in Wattepads und Wattestäbchen

Gly33

……………

.Am 8 März 2016 wird der Ständige Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel (SC PAFF) der Europäischen Union in Brüssel zusammentreten, um über die Verlängerung von Glyphosat abzustimmen und anschließend seine Entscheidung vorlegen, die von der EU.-Kommission in einem formellen Akt umgesetzt wird. Dieses wollen die drei Länder Schweden, Frankreich und  Niederlande versuchen zu verzögern.

„Wenn es keine Möglichkeit gibt, die Abstimmung zu verschieben, dann werden wir gegen den Vorschlag stimmen“, sagte Marcel van Beusekom, ein Sprecher des Landwirtschaftsministerium in Niederlande.

Nach Schweden und den Niederlanden folgte die Ankündigung am Freitag von der französischen Ministerin für Ökologie Ségolène Royal, die ebenfalls bekannt gab, dass Frankreich gegen die EU-Neuzulassung von Glyphosat stimmen wird.

Die Zulassung dieses Giftes soll ohne Mengen- oder Anwendungsbeschränkung erfolgen, was bedeutet, dass die Agrarindustrie hemmungslos das Herbizid zu jeder Zeit unabhängig vom Reifegrat der angebauten Kulturen auf die Felder spritzen kann und dass jeder private Gartenbesitzer, Hausbesitzer, dass Firmen und Stadtverwaltungen an Bahnanlagen, Straßenrändern, Gehwegen und auf Plätzen eine bereits bestehende Umwelt- und Gesundheitskatastrophe in Europa noch mehr beschleunigen. SIehe Schweden, Frankreich, Niederlande rebellieren gegen Verlängerung von Glyphosat – EU Countries Launch Shock Rebellion against Glyphosate Herbicides

Während die Kommission drauf und dran ist, Glyphosat noch einmal für 15 Jahre zuzulassen, besteht noch immer die Möglichkeit, diesen Vorschlag zu blockieren. Bitte kontaktieren Sie den zuständigen Minister, Herrn Christian Schmidt, und fordern Sie ihn auf, gegen die Zulassung zu stimmen.

Kontakt Christian Schmidt  H I E R !

Telefon: 03 0 / 1 85 29 – 0
Telefax: 03 0 / 1 85 29 – 42 62

E-Mail: poststelle@bmel.bund.de

Petition – bereits von 1,5 Millionen Menschen unterzeichnet: Protect our health, Stop Monsanto

Krebserregende Chemikalien müssen verboten werden. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts vermarktet Monsanto hochgiftige Produkte, die langsam aber stetig unsere Umwelt kontaniemiren, die Tausende Menschen weltweit erkranken und sterben lassen. Das Monsanto-Tribunal, das in Den Haag vom 12. bis zum 16. Oktober 2016 stattfindet, hat den Auftrag, die Fakten der Vorwürfe zu evaluieren und ein Urteil über die von dieser multinationalen Firma verursachten Schäden abzugeben. Das Gericht beruft sich auf die im Jahre 2011 von der UNO verabschiedeten Leitlinien betreffend Menschenrechte und Unternehmen, auch wir Netzfrauen gehören zu der internationalen Gruppe, die Monsanto zur Rechenschaft ziehen. Mehr Infos: Home – monsanto-tribunalds Webseite!

Das Vergiften muss ein Ende haben!

Netzfrau Doro Schreier

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„Monsanto“ macht krank –  Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat falsch informiert – „Syngenta“ – „Gentech-food“ –

ARD-Magazin FAKT – http://www.mdr.de/fakt/fakt-glyphosat-bfr-bewertung102.html

….Bei dem 123-seitigen Dokument handelt es sich um die abschließende Stellungnahme des BfR zur aktuellen Klassifizierung von Glyphosat durch die internationale Krebsforschungsagentur…

…In allen fünf ausgewerteten Tierstudien an Mäusen haben sich signifikante Steigerungen verschiedener Tumorarten gezeigt, und zwar sowohl Lymphdrüsen- und Blutgefäß-Krebs wie auch Nierentumoren…

incl. Video

Umstrittenes Pflanzenschutzmittel Glyphosat: Bundesinstitut hat falsch informiert

Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat die Öffentlichkeit im Zusammenhang mit dem umstrittenen Pflanzengift Glyphosat jahrelang falsch informiert. Das haben Recherchen des ARD-Magazins FAKT ergeben. In einem der Redaktion vorliegenden Dokument vom August 2015 bestätigt das BfR Ergebnisse der Krebsforschungsagentur IARC, einer Einrichtung der WHO, die in Tierstudien mehrere signifikante Häufungen von Tumoren feststellte.

Bisher hatte das BfR lediglich einen signifikanten Anstieg von Tumoren in einer Studie bestätigt und diese Ergebnisse zudem als wenig relevant bezeichnet. Klar wird jetzt: In allen fünf ausgewerteten Tierstudien an Mäusen haben sich signifikante Steigerungen verschiedener Tumorarten gezeigt, und zwar sowohl Lymphdrüsen- und Blutgefäß-Krebs wie auch Nierentumoren.

Eine grüne Verpackung, auf der Text zum Inhalt steht. Unter anderem steht dort: Wirkstoff: Glyphosat 360 g/l.

Mehr als 5.000 Tonnen des Wirkstoffs Glyphosat werden jedes Jahr in Deutschland verspritzt.

Außerdem weist das Papier darauf hin, dass sich das BfR bei seiner Einschätzung der Wirkung von Glyphosat offenbar auf statistische Daten und Testauswertungen von Herstellerfirmen verlassen hat. Und diese Daten hätten demnach keine signifikanten Hinweise auf eine möglicherweise krebserregende Wirkung des Stoffs ergeben.

Bei dem 123-seitigen Dokument handelt es sich um die abschließende Stellungnahme des BfR zur aktuellen Klassifizierung von Glyphosat durch die internationale Krebsforschungsagentur. Solche Klassifizierungen von Pestiziden müssen in der Europäischen Union alle zehn Jahre vorgenommen werden. Das BfR wie auch die europäischen Behörden wollen jedoch diese Stellungnahme bis zum Abschluss der Entscheidung über die Bewertung von Glyphosat auf EU-Ebene unter Verschluss halten. Trotz vielfältiger Krebssignale in den Tierstudien will die deutsche Behörde bei ihrer Aussage bleiben, dass aus dem Pflanzenschutzmittel kein Krebsrisiko für Menschen resultiere.

Das IARC hatte auf Grundlage der Tierstudien erklärt, dass Glyphosat „wahrscheinlich krebserregend für den Menschen“ und „sicher krebserregend bei Tieren“ sei.

In Deutschland werden jedes Jahr mehrere Millionen Liter an Pflanzengiften, die auf dem Wirkstoff Glyphosat beruhen, verspritzt. Sie enthalten mehr als 5.000 Tonnen des reinen Wirkstoffs. Folge ist unter anderem, dass sich in zahlreichen Lebensmitteln Rückstände von Glyphosat befinden – was nach bisheriger Ansicht der in der EU zuständigen Behörden – unter ihnen das deutsche BfRunbedenklich ist.

 „Behörde für Risiko-Bewertung“ falsche Informationen?! – „BfR“ – „ARD“ – „FAKT“ – In allen fünf ausgewerteten Tierstudien an Mäusen haben sich signifikante Steigerungen verschiedener Tumorarten gezeigt, und zwar sowohl Lymphdrüsen- und Blutgefäß-Krebs wie auch Nierentumoren.

Prof. Eberhard Greiser (Epidemiologe), Peter Clausing (Toxikologe), Prof Christopher Portier (IARC-Berater)

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„Glyphosat“ tötet gesundheitsfördernde Bakterien ab

 

 

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netzfrauen – https://netzfrauen.org/2016/03/07/topnach-hagebau-verbannt-auch-hornbach-glyphosat-und-bienengefaehrdende-stoffe/

TOP! Nach Glyphosat verbannt Hornbach auch bienengefährdende Stoffe!

Bienen 9

Bei Hornbach sind keine Pflanzenschutzmittel mit dem berüchtigten Herbizid Glyphosat mehr erhältlich.

HORNBACH hatte sich im Juni 2015 entschieden, in einem ersten Schritt sämtliche hochkonzentrierte Mittel aus dem Sortiment zu nehmen, um eventuelle Gefahren aus einem fehlerhaften Gebrauch zu vermeiden. Im engen Dialog mit Lieferanten und Herstellern wurden jetzt in einem zweiten Schritt sämtliche glyphosathaltigen Mittel – auch Mischprodukte – ausgelistet und alternative Produkte aufgenommen. Über deren Wirkungsweise und Anwendung werden die Kunden ausführlich informiert. dies gab der Konzern aktuell bekannt.

Auch Pflanzenschutzmittel mit Neonicotinoiden von Hornbach komplett ausgelistet

Um den Bienenschutz aktiv zu fördern, hat sich auch hier HORNBACH dazu entschieden, das Sortiment zugunsten der Umwelt umzustellen. Schon vor dem 01. Januar 2015 waren bienengefährdende Pflanzenschutzmittel, die von der Zulassungsbehörde in die Kategorie B1 eingestuft werden, bei HORNBACH nicht mehr erhältlich. In einem weiteren Schritt verzichtet das Unternehmen nun auch auf den Verkauf von Produkten, die jene Neonicotinoide enthalten, die im Verdacht stehen, bienengefährdend zu sein. Stattdessen wurden alternative Produkte zur Bekämpfung von Schadinsekten ins Sortiment aufgenommen. Stand der Erklärung: 28. Februar 2016

Mehr Informationen zu dem Bienensterben und Neonicotinoiden in unserem Beitrag: Lebensmittelversorgung bedroht! Das gängigste Pestizid ein Bienenkiller – The EPA Finally Admitted That the World’s Most Popular Pesticide Kills Bees—20 Years Too Late

Auch Hagebaumarkt  – gehört zur Otto Group  – hat Roundup entfernt

Am 10.September 2015  stellten wir fest, dass im neuen Otto Katalog für Roundup geworben wurde. Wir setzten uns sofort mit dem Konzern Otto in Hamburg in Verbindung und wiesen auf das Produkt hin. Man bestätigte uns, dass das Produkt nicht mehr erhältlich ist, und wir bekamen folgende schriftliche Stellungnahme:…

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Während die Kommission drauf und dran ist, Glyphosat noch einmal für 15 Jahre zuzulassen, besteht noch immer die Möglichkeit, diesen Vorschlag zu blockieren. Bitte kontaktieren Sie den zuständigen Minister, Herrn Christian Schmidt, und fordern Sie ihn auf, gegen die Zulassung zu stimmen.

Kontakt Christian Schmidt  H I E R !

Wir haben eine Mail an Landwirtschaftsminister Schmidt geschrieben:

Sehr geehrter Herr Schmidt,
Wir ersuchen Sie dringend, dafür zu sorgen, dass Deutschland der erneuten Zulassung von Glyphosat für weitere 15 Jahre NICHT zustimmt.
Die Gründe brauchen wir Ihnen ja wohl nicht zu nennen bis auf den, dass wir uns Sorgen machen um unsere eigene Gesundheit, um die unserer Familien, um die aller Deutschen, aller Menschen, um die Natur und die Umwelt. Ich kann nur hoffen, dass Sie nicht so sehr in Lobbybeziehungen zur Agrochemie verstrickt sind, dass Sie noch eine eigene Entscheidung treffen können, was wir allerdings nach Ihrer Verharmlosung des in Bier gefundenen Glyphosat vor einigen Tagen bezweifeln dürfen.
Mit Gruß Die Netzfrauen‬
Dieser Text darf gerne übernommen werden, wenn Ihr auch an Herrn Schmidt schreiben wollt. Hier die Kontaktlinks:
https://www.bmel.de/…/kontakt_node.html;jsessionid=3FC2C366…
oder
poststelle@bmel.bund.de
(falls Eure Mail mehr als 1500 Zeichen haben sollte)

Das Vergiften muss ein Ende haben!

Netzfrauen Ursula Rissmann-Telle und  Doro Schreier

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netzfrauenhttps://netzfrauen.org/2016/02/22/vom-saegen-ast-auf-dem-man-sitzt-oder-wie-glyphosat-die-bodenbiologie-vernichtet-gmos-glyphosate-soil-biology/

Vom Sägen am Ast, auf dem man sitzt, oder wie Glyphosat die Bodenbiologie vernichtet! – GMOs, Glyphosate and Soil Biology

Dr. Robert Kremer: GVO, Glyphosat und Bodenbiologie

Glyphosat

Glyphosat ist Hauptbestandteil vieler Unkrautvernichtungsmittel und wird seit über 30 Jahren weltweit angewendet. Es wirkt gegen jede Pflanze, es sei denn, sie wurde gentechnisch mit einer Glyphosat-Resistenz ausgestattet. Lange Zeit galt der Wirkstoff als unschädlich für Mensch und Tier, wenig mobil, biologisch abbaubar und damit als umweltfreundlich. Das wird inzwischen sogar von der WHO angezweifelt.

Der Wirkstoff Glyphosat sollte eigentlich 2013 auf EU-Ebene routinemäßig auf Risiken überprüft werden. Die EU-Kommission stimmte aber zu, diese Überprüfung auf 2016 zu verschieben. Siehe: Bundesamt hält Fracking und EFSA Glyphosat für unbedenklich – kleine Kostprobe gefällig? und Monsanto wusste schon vor 35 Jahren, dass sein Glyphosat-getränktes „Essen” Krebs verursacht

Die Entstehung eines fruchtbaren Bodens dauert mehrere tausend Jahre. Zerstört werden kann er schnell: Durch Versiegelung, Erosion oder einen zu intensiven Ackerbau.

Ohne Nachhaltigkeit sägen die Landwirte an dem Ast, auf dem sie sitzen, und gefährden somit die Nahrungsmittelproduktion, für die sie selbst stehen und für die sie 2014 mit ca. 58 Milliarden Euro von der EU subventioniert wurden.

Der Boden ist Lebensraum für eine Vielzahl von Organismen. Hier leben Bakterien, Pilze, Algen und Tiere. Diese bilden aus mineralischem Schutt fruchtbaren Boden, erneuern und erhalten ihn. Durch die Aktivität dieser Lebewesen entsteht die in der Landwirtschaft gewünschte nachhaltige natürliche Bodenfruchtbarkeit. Doch wenn diese Organismen zerstört werden, so geht auch die Bodenfruchtbarkeit verloren.

Bei der Beurteilung von Glyphosat gibt es verschiedene Indizien auf negative Effekte auf die Mikroorganismen im Boden und auf die Pflanzengesundheit, sowie auf die Fähigkeit von Pflanzen Mikronährstoffe aufzunehmen. Bedenkliche Rückstände finden sich in Futtermitteln und Lebensmitteln. Glyphosat ist mitnichten ein umweltverträgliches Herbizid. Es hat in einer auf Nachhaltigkeit setzenden Landwirtschaft keinen Platz.

Der Boden ist Lebensraum für eine Vielzahl von Organismen. Hier leben Bakterien, Pilze, Algen und Tiere. Diese bilden aus mineralischem Schutt fruchtbaren Boden, erneuern und erhalten ihn. Durch die Aktivität dieser Lebewesen entsteht die in der Landwirtschaft gewünschte nachhaltige natürliche Bodenfruchtbarkeit.

Das Ziel einer modernen Landwirtschaft muss es sein, eine Wirtschaftsweise zu entwickeln, die Mittel wie Glyphosat nicht braucht… Sind doch Pestizide letztendlich zum TÖTEN geschaffen. Glyphosathaltige Pflanzenschutzmittel werden in Deutschland breitflächig im Ackerbau eingesetzt.

Wir haben Ihnen ein Interview von Food Integrity Now mit Dr. Kremer übersetzt:

Dr. Kremer ist Professor am Lehrstuhl für Boden-Mikrobiologie an der University of Missouri und seit kurzem nach 32-jähriger Tätigkeit als Mikrobiologe bei der U.S.D.A. im Ruhestand.
Mit Food Integrity Now sprach er über seine Studien zu genetisch veränderten Feldfrüchten und zu Glyphosat.
Glyphosat ist der aktive Inhaltsstoff des weltweit am meisten verbrauchten Herbizids RoundUp. 80 % aller Gentechnik-Pflanzen sind darauf ausgelegt, Glyphosat zu tolerieren.

1997 fielen Dr. Kremer und seinen Mitarbeiter Bodenpilze auf, die in den Wurzelsystemen durch Glyphosat absterbender Pflanzen sprunghaft anstiegen.
Von manchen dieser Pilze ist bekannt, dass sie die Ausbreitung von Schädlingen, wie z. B. parasitische Rundwürmer an Sojabohnen, begrenzen.
Also sahen sie sich die Wurzelsysteme der genveränderten Pflanzen, auf die Glyphosat in großen Mengen ausgebracht wurde, genauer an und beobachteten eine enorme Zunahme des Bodenpilzes Fusarium.
Fusarium ist potentiell krankheitserregend. Seit 17 Jahren beobachtet er nun verschiedene GVO-Pflanzen und die zunehmenden Pilze an deren Wurzeln.

Infobox

Glyphosat33

Die Pilzgattung Fusarium ist ausgesprochen umfangreich und umfasst weit über 150 verschiedene Arten. In fast allen Regionen der Welt kennt man Pflanzenschäden, die von Fusarien verursacht werden. Ein großes Problem dieser Pilze liegt in ihrer Eigenschaft, dass sie beim Wachstum in der Getreideähre Stoffwechselprodukte hinterlassen, die auf Warmblüter eine giftige Wirkung haben und deshalb auch als Mykotoxine bezeichnet werden. Dazu ein Projektbericht aus 2006Infektionswege von Fusarien Fusarium-Befall aus dem Boden? Prof. Dr. Klaus Schlüter, Dr. Ute Kropf, Fachhochschule Kiel, Fachbereich Landbau/Rendsburg

Wir berichteten bereits über Fusarium, und zwar in Rückruf Europaweit: Gesundheitsgefahr – Mykotoxin in HAHNE Cornflakes – Dieser Rückruf war wegen Überschreitung des Grenzwertes für Fusarientoxin Deoxynivalenol (DON) erfolt.

Fusarientoxine: Zearalenon mit Metaboliten und Deoxynivalenol

Fusarientoxine werden von Schimmelpilzen der Gattung Fusarium gebildet. Diese befallen überwiegend lebende Pflanzen und gehören deshalb zu den typischen Feldpilzen. Allerdings können sie sich auch unter günstigen Bedingungen bei der Lagerung ausbreiten.

Mykotoxine sind von Schimmelpilzen gebildete Stoffwechselprodukte, die auf Grund ihrer Giftigkeit (Toxizität) in Lebens- und Futtermitteln unerwünscht sind. Sie sind für Menschen selten akut gesundheitsschädigend, können jedoch krebserregend und erbgutschädigend wirken. Mykotoxine unterliegen daher strengen Höchstwertregelungen.

 Fumonisine stehen unter dem Verdacht, Speiseröhren- und Leberkrebs auszulösen.

Auch in dem Beitrag: Die Natur schlägt zurück – Verschwindet die Banane?

In den 1950/60er Jahren wurde die damals hauptsächlich für den Export angebaute Bananensorte Gros Michel durch die Panamakrankheit praktisch vollständig vernichtet. Auslöser war Fusarium wilt, ein Bodenpilz. In den befallenen Pflanzen wird der Transport von Wasser und Nährstoffen unterbunden und sie verwelken.

Dazu auf  Wikipedia:

Fusarien sind eines der großen ungelösten Probleme der Landwirtschaft. Sie gehören weltweit zu den wichtigsten Schadpilzen im Getreide und im Mais. Dabei setzen sie Gifte frei, die ganze Ernten verderben können. Außerdem führen diese zu Ertragseinbußen und Qualitätsverlusten und vermindern die Keimfähigkeit des Saatgutes. Zusätzlich bilden die Pilze giftige Stoffwechselprodukte (Mykotoxine), die das Erntegut belasten und somit die Gesundheit von Tier und Mensch gefährden können. In Nordamerika betrug Ende der 1990er Jahre der durch sie verursachte jährliche Verlust bei Weizen und Gerste rund eine Milliarde US Dollar. Für Europa gibt es bislang keine Angaben darüber, weil entsprechende Untersuchungen fehlen. Erstaunlich ist die große Vielfalt der Fusarien. Allein beim Mais sind bis heute 16 verschiedene Arten bekannt. Das erschwert ihre Bekämpfung enorm.

 

 

Wie Glyphosat auf die Pflanzen wirkt:

Die Chemikalie hemmt einzelne Enzyme, die bei der Synthese von Aminosäuren notwendig sind und beendet diese Vorgänge. So kann die Pflanze sich nicht mehr verteidigen und ist empfänglich für opportunistische Krankheitserreger, an denen sie schlussendlich eingeht. Glyphosat ist eine stark chelat-bildende Substanz, die Nährstoffe wie Mangan, Zink und Eisen bindet und die somit der Pflanze nicht mehr zur Verfügung stehen. Der Shikimisäureweg wird unterbrochen.

Seit wir Belege dafür haben, dass sich Glyphosat in unseren Därmen befindet, verstehen wir auch, warum Allergien und Krankheiten sich so ausbreiten. „““Das Mikrobiom in unserem Darm ist zu 80 % zuständig für die Erhaltung unseres Immunsystems.“““

 

Glyphosat kann also durchaus die „guten“ Bakterien in unserem Darm für uns unerreichbar machen und somit, wie Dr. Kremer erklärt, das Gleichgewicht stören.
Vergessen Sie nicht, dass Glyphosat in unserem Urin, in der Muttermilch und in unserem Blut gefunden wurde.

Die Biotech-Industrie behauptet, Glyphosat baue sich in den Böden ab und könne sich nicht auf uns Menschen auswirken. Richtig, WIR haben keine Shikimisäurewege, die unterbrochen werden könnten – unsere Darmbakterien aber sehr wohl.

 

 

Dr. Kremer informiert über viele der Faktoren, unter denen Glyphosat mit den Böden reagiert. Es geht um Boden-PH-Werte, die Menge an verfügbarem Phosphor in den Böden, Bodenmineralogie, Bodennährwertstatus, Reste der Oberflächenvegetation, Anbaumanagement (Fruchtfolgen) , Boden-Sauerstoff-Status, Herbizid-Formeln und -komponenten (oberflächenaktive Stoffe), die Menge an organischer Materie und die Zusammenstellung der mikrobiologischen Gemeinschaften in den Böden.

Seit der Einführung der GVO wurden 527 Millionen Pfund mehr an Pestiziden verwendet.

Da die WHO, wie uns bekannt ist, Glyphosat als „vermutlich“ krebserregend einstufte, hofft Dr. Kremer jetzt auf mehr der unabhängigen Testreihen, die er schon lange fordert.

 

bob-kremer

Dr. Robert Kremer: GMOs, Glyphosate and Soil Biology

April 15, 2015 by Carol Grievé foodintegritynow.org/blog/
Dr. Robert Kremer is a Professor of Soil Microbiology at the University of Missouri and is recently retired after a 32-year career as a microbiologist with the U.S.D.A. He spoke with Food Integrity Now about the problems he has studied over the past 18 years with transgenic crops (GMOs) and Glyphosate. Glyphosate the active ingredient in RoundUp is the most widely used herbicide in the world. Eighty percent of all GMO crops are engineered to tolerate Glyphosate.

Dr. Kremer first became concerned with GMOs and Glyphosate in 1997 when he and his colleagues observed that plants became overly infested with soil fungi during the dying process from the effects of Glyphosate. Knowing that some of the soil fungi were natural biological control agents for some of these pests, including soybean cist nemotode (parasitic roundworm), they looked at these transgenic crops (GMOs) which were receiving Glyphosate and looked at the root system and found an increase in soil fungi. They noticed that every time that they checked this GMO crop that the roots were loaded up with the fungus, Fusarium. Fusarium is a fungus that can be potentially pathogenic. He said his concern was that here we have this new release of crops that are tolerant to Glyphosate yet their root system are piled up with this fungi. He has evaluated several GMO crops over the past 17 years and continues to see increased fungi on their roots.

Dr. Kremer explained some of the ways that Glyphosate kills a plant. This chemical inhibits a particular enzyme which is involved in the synthesis of certain amino acids. It also shuts down the shikimate pathway and shuts down protein synthesis. Therefore, the plant can’t produce defense mechanisms and is susceptible to pathogens and can become very infected with these opportunistic pathogens and ultimately become diseased. Glyphosate is also a very strong chelator and can immobilize nutrients like manganese, iron, zinc. It binds up these nutrients and makes them unavailable to the plant. This is very detrimental to plant growth.

Since we have evidence of Glyphosate being found in our gut where the bacteria do have shikimate pathways, it makes sense why we are seeing the increase of many allergies and diseases that originate in the gut where 80% of our immune system is in our microbiome. The chelation process of Glyphosate can make some of the good gut bacteria unavailable and as Dr. Kremer explained can shift the balance of the microbial population in our gut. Keep in mind, Glyphosate has also been found in our urine, human breast milk, and in our blood. The biotech industry claims that Glyphosate degrades in the soil and it cannot affect humans because we do not have a shikimate pathway–however the bacteria in our gut does have this pathway.

Monsanto, the maker of RoundUp with its active ingredient Glyphosate, makes a claim that Glyphosate is neutralized or degrades in the soil. Dr. Kremer shared information on some of the factors that can affect how Glyphosate reacts with the soil. These factors affect persistence, availability and degradation of Glyphosate in soils. He talked about a few of these factors including the soil’s pH and the amount of phosphorus in the soil. In our interview, he only spoke about a few of the ways Glyphosate will react with the soil but there are several other factors which include, soil mineralogy (texture), soil nutrient status, soil surface vegetation residue, type of crop management system in place (cover crops, crop sequence), soil oxygen status, herbicide formulation and components (surfactants), soil organic matter content, and the composition of soil microbial community.

Dr. Kremer further shared his thoughts on the big claim of the biotech industry that we need GMOs to feed the world. He also discussed their claim of decreased use of pesticides. There has been a 527 million pound increase in pesticide use since the introduction of transgenic crops.

Recently, the WHO (World Health Organization) stated that Glyphosate “probably” causes cancer. Dr. Kremer discussed the need for more independent testing on Glyphosate and is hopeful that WHO’s recent claims would prompt such further independent testing.

Netzfrauen Patricia Kölb-Schurr (Übersetzung)  und Doro Schreier
deutsche Flagge

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netzfrauen -. https://netzfrauen.org/2016/03/04/glyphosat-untersuchung-75-prozent-der-deutschen-deutlich-belastet/

Glyphosat-Untersuchung: 75 Prozent der Deutschen deutlich belastet – Die höchsten Belastungen bei Kindern!

GlyEine heute in Berlin vorgestellte Datenerhebung zu Glyphosatrückständen im Urin weist eine deutliche Belastung von über drei Vierteln der Bundesbevölkerung mit Glyphosat nach. Demnach liegt bei 75 Prozent der Bürgerinnen und Bürger die Belastung mit mindestens 0,5 ng/ml um ein Fünffaches höher als der Grenzwert für Trinkwasser mit 0,1 ng/ml zulässt. Ein Drittel der Bevölkerung hat sogar eine 10-fache bis zu 42-fache Menge der für Trinkwasser zulässigen Grenzwerte im Urin.

Bereits 2013 hatte eine Studie Glyphosat im Urin von Großstädtern aus 18 europäischen Staaten nachgewiesen.Siehe: Forscher finden Pflanzengift in Mensch und Tier – Glyphosat

Nun kommt eine neue Studie, also drei Jahre später zu einem noch gravierendem Ergebnis!

Die höchsten Belastungen ließen sich nach Altersgruppen aufgeschlüsselt bei Kindern von 0-9 und Kindern/Jugendlichen von 10-19 Jahren nachweisen, nach Berufsgruppen vor allem bei Landwirten. Fleischessende Studienteilnehmer, sogenannte Mischköstler, wiesen höhere Belastungen als Vegetarier und Veganer auf. Bio-Esser sind weniger belastet als Menschen, die sich konventionell ernähren.

Nachweis von Glyphosat im Urin freiwilliger, selbstzahlender Studienteilnehmer – „Urinale 2015“

Am 4. März 2016 wurden in der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin die Ergebnisse der »Urinale 2015« vorgestellt. Von 2009 auswertbaren Proben sind 99,6 Prozent mit Glyphosat belastet. Lesen Sie hier die statistische Auswertung:Textteil und Datenteil.

Hintergrund

Glyphosat ist ein so-genanntes Breitbandherbizid gegen ein- und zweikeimblättrige Pflanzen – ein Gift, das prinzipiell zum Tod aller Pflanzen führt, die mit ihm in Kontakt kommen. Nur gentechnisch veränderte Pflanzen sowie auf natürlichem Weg resistent gewordene Gewächse widerstehen der Chemikalie. Glyphosat ist das weltweit am meisten verkaufte Ackergift. Der größte Produzent ist Monsanto mit seinen »Roundup«-Produkten.

WHO: Glyphosat ist krebserregend

Ob die Bezeichnung »Gift« auch bezüglich der Einnahme des Wirkstoffs Glyphosat auf den Menschen zutrifft, ist derzeit strittig. Dass Glyphosat auf den Menschen zumindest gesundheitsschädlich wirken kann, darf schon allein aus der Festsetzung von Grenzwerten durch die Zulassungsbehörden geschlossen werden. Die Krebsforschungseinrichtung der Weltgesundheitsorganisation WHO hat kürzlich Glyphosat als »wahrscheinlich krebserzeugend für den Menschen« eingestuft. Studien aus Schweden, den USA und Kanada an kranken Landwirten, die mit Glyphosat gearbeitet hatten, stärken demnach den Verdacht, dass Glyphosat für Krebserkrankungen des Lymphsystems verantwortlich sein könnte. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zweifelt diese Bewertung an und stützt sich dabei zu großen Teilen auf Studien der Industrie. Das BfR arbeitet dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu, das beim europäischen Zulassungsverfahren für Glyphosat federführend ist.

Glyphosat hat in unserem Essen nichts zu suchen!

Erste Untersuchungen von Urinproben deuten darauf hin, dass auch in der Bundesrepublik Deutschland nicht nur Landwirte Glyphosat in ihrem Körper haben, sondern auch Menschen, die nicht in der Landwirtschaft arbeiten. Die Rückstände von Glyphosat und seinen Nebenprodukten scheinen daher mit großer Wahrscheinlichkeit durch die Nahrungsaufnahme verursacht worden zu sein.

Das BfR und der zuständige Bundesminister sehen auf Grund der bisherigen Datenlage keinen Anlass zu einem Verbot von Glyphosat. Siehe auch Glyphosate study: EU-Entscheidung rückt näher – use increasing rapidly as EU decision nears

Insgesamt ließen sich bei 99,6 Prozent von insgesamt 2009 Probanden eindeutig verifizierbare Glyphosatrückstände nachweisen. An der Erhebung nahmen Freiwillige aus allen Postleitzahlenbereichen der Republik im Rahmen der Urinale 2015 teil, einer Aktion der Bürgerinitiative Landwende und der Bio-Supermarktkette Basic. Die Analyse der Proben wurde von den Teilnehmern mit jeweils 50 Euro selbst bezahlt.

Johannes Heimrath von der Bürgerinitiative Landwende erklärte:“Mit dieser Aktion wollten wir herausfinden, wie weit Glyphosat bereits in die Umwelt vorgedrungen ist. Bisherige Untersuchungen basierten stets nur auf kleinen Datenmengen im zweistelligen Bereich. Nun haben wir über 2000 Datensätze, und 99,6 Prozent der Proben enthalten Glyphosat – das heißt, wir alle sind belastet. Bei Bier kann ich entscheiden, ob ich Alkohol zu mir nehme oder nicht. Diese Freiheit habe ich demnach bei Glyphosat nicht – und ob das gesundheitsgefährdend ist oder nicht, kann bis heute niemand mit Sicherheit sagen. Da die Behörden es bisher versäumt haben, so eine Feldstudie zu machen, musste es eben die Zivilgesellschaft selbst in die Hand nehmen.“

Die von der emeritierten Veterinärmedizinerin Prof. Monika Krüger betreute und vom akkreditierten Labor BioCheck-Holzhausen durchgeführte Untersuchung ist die weltweit größte bisher durchgeführte Felduntersuchung zum Nachweis von Glyphosat in Urinen.

„Die durchgeführte Untersuchung bestätigt die Ergebnisse des Umweltbundesamtes, dass Glyphosat im Urin bei einem Großteil der deutschen Probanden nachweisbar ist“, stellte Monika Krüger fest. „Es ist die zahlenmäßig bisher größte Untersuchung dieser Art weltweit und mit Probanden aus ganz Deutschland. Die nachgewiesenen Glyphosatkonzentrationen in den Urinen belegen eine erhebliche Belastung der Probanden. Zur gesundheitlichen Bedeutung dieser Ergebnisse müssen weitergehende wissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt werden, um Zusammenhänge zwischen der Belastung mit Glyphosat durch Lebensmittel, durch Trinkwasser, durch beruflichen Kontakt etc. und dem Gesundheitsstatus sowie bestimmten Erkrankungen in der Bevölkerung zu erkennen“, so Krüger.

Die »Urinale 2015«

Ab Mitte September lud die Kampagne »Ackergifte? Nein danke!« mithilfe einer Vielzahl einzelner lokaler Partner ein zur großen Urinale! Bundesweit gab es kleinere und größere Veranstaltungen, bei denen sich interessierte Menschen zum Thema Glyphosat und Ackergifte informieren und austauschen konnten. Dabei wurden Urinprobensets ausgeteilt, die einfach zu Hause befüllt und anschließend an das mit uns kooperierende Labor eingeschickt wurden. So konnten die persönlichen Glyphosatwerte aus dem eigenen Urin erfahren werden. Darüber hinaus ermöglichten die Teilnehmer*Innen damit die Datenerhebung – Voraussetzung für eine wichtige wissenschaftliche Studie in der Debatte um die Zulassung von Glyphosat.

Die Untersuchungen wurden mit dem Abraxis-ELISA-Test im akkreditierten Labor BioCheck-Holzhausen nach Angaben des Herstellers durchgeführt. Die Validierung des ELISA-Tests erfolgte mit einer für den Glyphosatnachweis zugelassenen Methode (GC-MS/MS, Krüger et al. 2014). Mit den Untersuchungen sollten folgende Fragestellungen beantwortet werden: 1. Sind die Probanden mit Rückständen belastet? 2. Gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern? 3. Spielen Essverhalten, Alter, Wohnort, BMI sowie hauptsächlicher Kontakt zu Glyphosat eine Rolle für die Konzentrationen im Urin?

Die vollständige Studie ist als Download unter www.urinale.org verfügbar.

Bereits 2009 war bekannt, dass Monsantos Unkrautvernichtungsmittel „‪Roundup‬“ mit Hilfe von chemischen Zusätzen in die Nahrungsmittel eindringt.

Schon damals waren gesundheitliche Schäden dokumentiert und somit nicht von der Hand zu weisen. Die Zulassung von Glyphosat in Europa läuft Ende Juni aus. Die ‪‎EU‬-Kommission will die Zulassung um 15 Jahre verlängern.
Während die Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation WHO das Mittel als „wahrscheinlich krebserregend“ einstuft, kamen Aufsichtsbehörden in Deutschland und der EU zum gegenteiligen Schluss.
Bereits 2009 „bat“ die Regierung Monsanto ganz lieb, damit aufzuhören. Monsanto Deutschland lehnte ab! Mittlerweile ist Roundup in Kalifornien auf die Liste der krebserregenden Stoffe aufgenommen worden.

Aktion – Schützt unsere Gesundheit, stoppt Glyphosat!!

Hier finden Sie die Kontaktangaben Deutscher Bauernverband: 
 

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Dann wenden Sie sich bitte andbv@bauernverband.net 
 
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Sie wollen persönlich mit uns reden? Unter 030 / 31 904 – 0 helfen wir Ihnen gern weiter.

Deutscher Bundestag – Alphabetische Liste aller Mitglieder …

Die Unkrautvernichtungsmittel gefährden bereits die Ungeborenen, das dürfen wir nicht einfach tolerieren. Wir haben eine Verantwortung gegenüber unseren Kindern, unseren Tieren und unserer Umwelt. Wir müssen endlich Maßnahmen ergreifen, denn was auf den Äckern geschieht, ist Mord auf Raten.

Die Menschen in den USA glauben, hier in Europa habe das Glyphosat noch keine Spuren hinterlassen. Das ist falsch, denn in unserem Beitrag  Das tägliche Gift Pestizide – “Mord auf Raten” – doch Brüssel erkennt die neue Studie nicht an! wiesen wir auf die Sturheit der EU hin. Sie stecken doch alle unter einer Decke, wie unser Beitrag TTIP – die vielen weitreichenden Verflechtungen in der Politik und Wirtschaft zeigt.

Lasst uns alle zusammen gegen diese Konzerne Monsanto und Co. aktiv werden. Wir müssen uns weltweit vernetzen. Helfen Sie uns, teilen sie unsere Nachrichten, informieren Sie die Organisationen, die weltweit aktiv sind, dass auch wir hier, in Europa mit dem was geschieht, nicht einverstanden sind.

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http://www.testbiotech.org/node/1573

Glyphosat: EU-Kommission verstößt gegen Vorsorgeprinzip

Auch Zulassung von GentechnikSoja mit noch wesentlich giftigeren Rückstandsmischungen droht

7. März 2016 / Testbiotech wirft der EU-Kommission vor, bei der geplanten Wiederzulassung des Herbizids Glyphosat gegen das der EU geltende Vorsorgeprinzip zu verstoßen. Im Fall von Hinweisen auf Gefahren für Mensch und Umwelt können demnach Verbote ausgesprochen werden, auch wenn die Gefährdung noch nicht im Detail nachgewiesen ist. Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass der Wirkstoff Glyphosat krebserregend ist. Trotzdem hat die EU-Kommission vorgeschlagen, Glyphosat weiterhin zuzulassen, weil die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA die Gefährdung durch den Wirkstoff als gering einschätzt. Ob schon heute eine Entscheidung in Brüssel fällt, ist noch unsicher.

„Solange dieser Expertenstreit nicht geklärt ist, darf die EU-Kommission Glyphosat nicht zulassen. Das Vorsorgeprinzip hat in der EU Vorrang. Wir sehen allerdings in den letzten Jahren, dass die EU insbesondere im Bereich Gesundheitsschutz sich immer öfter für wirtschaftliche Interessen und weniger für den Schutz der VerbraucherInnen entscheidet“, sagt Christoph Then für Testbiotech.
„Das könnte auch damit zu tun haben, dass die EU-Kommission möglichst rasch das Freihandelsabkommen CETA mit Kanada abschließen will. Dadurch würde das Vorsorgeprinzip ganz wesentlich geschwächt.“

Schon bald könnte eine weitere Entscheidung fallen, nach der in Zukunft Produkte mit Spritzmittel-Rückständen in die EU importiert werden dürfen, die noch giftiger sind als Glyphosat alleine: Die Soja FG72 der Firma Bayer wurde gleichzeitig gegen Glyphosat und Isoxaflutol resistent gemacht. In den Sojabohnen ist eine Mischung entsprechender Rückstände zu erwarten. Die Auswirkungen der Kombinationswirkungen wurden jedoch nie untersucht. Isoxaflutol wird sogar von der EFSA als wahrscheinlich krebserregend eingestuft. Erst jüngst lehnte die EFSA einen Antrag der Firma Bayer ab, einen Grenzwert für unbedenkliche Rückstandsmengen festzulegen. Aufgrund der vorliegenden Daten könne man bei den Rückständen von Isoxaflutol eine Gesundheitsgefährdung der VerbraucherInnen nicht ausschließen, heißt es bei der EFSA. Die EU-Kommission hat dagegen bereits angekündigt, dass sie auch diese Gentechnik-Soja zulassen will.

Kontakt: Christoph Then, Tel 0151 54638040, info@testbiotech.org

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http://www.keine-gentechnik.de/nachricht/31581/

Glyphosat Roundup Herbizide

Glyphosat wird versprüht (Foto: Chafer Machinery / flickr, Lizenz: creativecommons.org/licenses/by/2.0)

Behörde warnt vor Glyphosat-Belastung der Bevölkerung

21.01.2016

Das Umweltbundesamt (UBA) hat in den letzten 15 Jahren Urinproben von rund 400 Studenten genommen. Während 2001 nur bei 10 Prozent der Unkrautkiller Glyphosat nachgewiesen werden konnte, waren es vergangenes Jahr 40 Prozent, 2013 sogar fast 60 Prozent. Die Behörde sieht Diskussions- und Forschungsbedarf. Sie untersucht nun die Glyphosat-Belastung bei Kindern.

Über den meist eingesetzten Wirkstoff in Herbiziden wird seit letztem Frühjahr hitzig diskutiert. Auslöser: die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) der Weltgesundheitsorganisation hatte Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ eingestuft. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die EU-Lebensmittelbehörde sehen hingegen bei sachgemäßer Anwendung kein erhöhtes Krebsrisiko.

„Zwar liegt selbst der höchste gemessene Wert um den Faktor 1.000 niedriger als die EU-Lebensmittelbehörde  für vertretbar hält“, schreibt das Umweltbundesamt nun auf seiner Website. „Falls sich jedoch – wie von der WHO befürchtet – Glyphosat als ‚wahrscheinlich krebserzeugend beim Menschen‘ herausstellt, muss über den Stoff neu diskutiert werden. Hier sieht das UBA weiteren Forschungsbedarf.“

Die Präsidentin des Amtes, Maria Krautzberger: „Wir müssen die Datenlage zur Belastung beim Menschen verbessern. Insbesondere bei Kindern wissen wir bisher kaum etwas.“ Zudem dürfe man nicht nur den Wirkstoff Glyphosat untersuchen, sondern müsse sich die Mischung anschauen, die letztlich verkauft und auf dem Acker, in Gärten oder öffentlichen Grünflächen eingesetzt wird.

Krautzberger verwies auch auf negative Auswirkungen auf die Umwelt: „Der Pflanzenschutz mit Chemie ist einer der Hauptgründe für den Verlust der biologischen Vielfalt auf unseren Äckern. Dass es anders geht zeigt der Ökolandbau, der weitgehend auf Pflanzenschutzmittel verzichtet.“ Man müsse auch darüber diskutieren, wer die Kosten dieses Artenrückgangs tragen solle – die Verursacher, also chemische Industrie und konventionelle Landwirte, oder wie bislang der Steuerzahler. Eine Abgabe auf Pestizide, um den Preis zu erhöhen und so Landwirte zum Umstieg auf nachhaltigere Methoden zu bewegen, hält das UBA für „erwägenswert“.

„Die neue UBA-Studie bestätigt jetzt amtlich, was Nichtregierungsorganisationen schon vor Jahren festgestellt haben: ein großer Teil der Bevölkerung hat mittlerweile Glyphosat im Körper – Tendenz langfristig stark steigend“, kommentierte der Grünen-Abgeordnete Harald Ebner. „Auch wenn Grenzwerte deutlich unterschritten werden, ist das ein Alarmsignal. Für krebserregende Stoffe gibt es keine ’sicheren‘ Grenzwerte, bis zu deren Höhe eine Aufnahme unbedenklich wäre. Pestizide haben in unseren Körpern nichts zu suchen.“

Dass Glyphosat offiziell immer noch als unbedenklich gelte, gehe auch auf einen entsprechenden Bericht des deutschen BfR zurück. „Dessen Dienstherr Minister Christian Schmidt trägt die Verantwortung dafür und muss jetzt dringend bei der EU die Notbremse ziehen“, forderte Ebner vom Bundeslandwirtschaftsminister. In der EU läuft zurzeit das Verfahren für eine Verlängerung des Glyphosat-Genehmigung um zehn Jahre. [dh]

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