„Glyphosat“ – „Bericht“ – „Geheimhaltung“ – „EU-Kommission“ verweigert den Zugang zu einem Report, den das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) über das Herbizid Glyphosat angefertigt hat/ „Ernährungs-Souveränität“/“Gen-Technik“- „Monsanto“/“Opt-Out“/“PATENT-Schimpanse“

 

EU-Kommission verweigert den Zugang zu einem Report, den das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) über das Herbizid Glyphosat angefertigt hat. 

der Bericht, den die Bundesregierung an die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA übermittelt hat,unterliegt  vollständig der Geheimhaltung.

EU-Kommission stuft Bericht über Glyphosat als geheim ein …

aber Monsanto hatte Zugang

Dienstag, 18. August 2015

Die EU-Kommission verweigert den Zugang zu einem Report, den das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) über das Herbizid Glyphosat angefertigt hat. Einem Schreiben der EU-Kommission an Testbiotech vom 10. August 2015 zufolge unterliegt der Bericht, den die Bundesregierung an die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA übermittelt hat, vollständig der Geheimhaltung. Gleichzeitig kann die EU-Kommission kein übergeordnetes öffentliches Interesse an einer Veröffentlichung der Daten erkennen. Doch dieses Interesse liegt ohne Zweifel vor: Die renommierte Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheits­organisation WHO ist zu der Einschätzung gekommen, dass Glyphosat wahrscheinlich krebserregend ist. Dagegen behauptet das BfR in seinem Bericht, dass das Spritzmittel für den Menschen unbedenklich sei.

Wie in dem Brief der Kommission behauptet wird, wäre eine Veröffentlichung der Daten zu diesem Zeitpunkt voreilig und würde den Prozess der Bewertung durch die EFSA unterminieren, die mit der Überprüfung der EU-Zulassung betraut ist. Doch gleichzeitig hatten Monsanto und andere Hersteller von Glyphosat, Zugang zu einem aktuellen Entwurf des Berichtes, datiert vom Januar 2015. In Kenntnis dieses Entwurfes publizierte die Industrie rasch eine Studie, in der behauptet wird, dass Glyphosat nicht krebserregend sei. Diese Studie wurde dann wiederum vom BfR in seinem Abschlussbericht verwendet.

„Die Kommission scheint der Auffassung zu sein, dass es den Prozess der Risikobewertung nicht gefährdet, wenn die Industrie Zugang zu den Daten hat, während unabhängige Experten keinen Einblick haben dürfen“, sagt Christoph Then von Testbiotech. „Glyphosat ist das am häufigsten eingesetzte Herbizid weltweit, seine Rückstände sind in vielen Lebensmitteln enthalten. Sollte es tatsächlich krebserregend sein, kann es die Gesundheit der VerbraucherInnen erheblich gefährden. Es gibt keinen Zweifel daran, dass eine vollständige Transparenz in der Risikobewertung von höchstem öffentlichen Interesse ist“.

Trotz einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs aus dem Jahr 2013, nach der die Daten zur Risikobewertung von Herbiziden öffentlich zugänglich gemacht werden müssen (Case T‑545/11), wird die nötige Transparenz bislang weder von der EU-Kommission noch von den Mitgliedsländern gewährt.

http://www.keine-gentechnik.de/nachricht/31226/

Koalition streitet über Glyphosat

02.10.2015

Die Große Koalition in Berlin ist beim Umgang mit dem laut WHO „wahrscheinlich krebserregendem“ Glyphosat uneins. Während die Unionsfraktion „mehr Sachlichkeit“ fordert, plädiert die SPD-Fraktion dafür, dass der Unkrautkiller nicht mehr an Privatleute verkauft werden darf – die Landwirtschaft solle „stufenweise“ aus der Glyphosat-Anwendung aussteigen.

Wissenschaftler streiten darüber, ob Glyphosat krebserzeugend ist oder nicht und wie hoch das Risiko für Bauern und Verbraucher ist. Die WHO-Krebsforschungsagentur IARC warnt, das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) beschwichtigt. CDU und CSU stärken der deutschen Behörde den Rücken: man habe „vollstes Vertrauen in die Expertise des Bundesinstituts“, teilten die Bundestagsfraktionen am Mittwoch mit.

„Das BfR nun zu kritisieren, weil seine wissenschaftlichen Erkenntnisse bestimmten politischen Interessen widerlaufen, ist  schlicht unredlich. Alle Beteiligten sind gut beraten, das Thema mit mehr Sachlichkeit und auf Grundlage von wissenschaftlichen Fakten zu diskutieren.“ Schließlich sei Glyphosat „einer der am intensivsten untersuchten Wirkstoffe in Pflanzenschutzmitteln.“

Die SPD stellt sich hingegen auf die Seite der Internationalen Krebsforschungsagentur (IARC). Es sei angesichts der Warnung zahlreicher Experten „klar, dass es sich nicht um ein unbedenkliches Pflanzenschutzmittel handelt“, so die Abgeordnete Elvira Drobinski-Weiß. „Wir wollen deshalb einen Ausstiegsplan für die Anwendung von Glyphosat in der Landwirtschaft.“ Der Verkauf an Privatleute, zum Beispiel in Baumärkten und Gartencentern, müsse umgehend verboten und die Anwendung in Parks und Gärten gestoppt werden. [dh]

Glyphosat: Druck auf Politik und Industrie wächst

22.09.2015

Nachdem die Internationale Krebsforschungsagentur der WHO den Unkrautkiller Glyphosat im Frühjahr als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft hatte, beschwichtigten Hersteller wie Monsanto, aber auch Behörden aus Deutschland und der EU: es gebe eben unterschiedliche Auffassungen. Sie verwiesen auf andere WHO-Gremien, die das Herbizid für unbedenklich erklärt hatten. Doch auch dort beginnt man zu zweifeln.

Innerhalb der Weltgesundheitsorganisation beschäftigen sich mehrere Expertengruppen mit Glyphosat, dem meistverkauften Herbizidwirkstoff der Welt. Die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) hält ihn für „wahrscheinlich krebserregend“. Anders bislang das Joint FAO/WHO Meeting on Pesticide Residues (JMPR), ein gemeinsames Gremium von Landwirtschafts- und Gesundheitsorganisation der Vereinten Nationen. Um herauszufinden, wer denn nun Recht hat, beauftragte die WHO eine weitere Wissenschaftlergruppe – zu deren Mitgliedern auch ein Abteilungsleiter des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) gehört. Die deutsche Behörde sieht bei Glyphosat bislang kein besonderes Krebsrisiko.

Doch die nun veröffentlichten Empfehlungen scheinen den Glyphosat-Skeptikern Recht zu geben. So heißt es darin: Glyphosat müsse komplett neu bewertet werden. Und: das JMPR solle seine internen Richtlinien „überprüfen“, um festzulegen, welche Daten künftig einfließen und welche nicht. Denn offenbar war die Datengrundlage, auf der die IARC ihr Urteil „wahrscheinlich krebserregend“ gefällt hatte, wesentlich solider. Dort seien Studien eingeflossen, die das JMPR nicht berücksichtigt hatte, so die Experten.

Monsanto hatte der Internationalen Krebsforschungsagentur hingegen das Gegenteil vorgeworfen, nämlich nicht alle Daten beachtet zu haben. Dieser Vorwurf scheint nun entkräftet. Dennoch bleibt vorerst offen, wie es mit Glyphosat weitergeht. Nächstes Jahr soll in der EU über eine Verlängerung der Zulassung um zehn Jahre entschieden werden. Wegen der aktuellen Debatte hat Brüssel die Frist bereits verschoben.

Glyphosat wird in der konventionellen Landwirtschaft und auf Gentechnik-Äckern eingesetzt. Viele gentechnisch veränderte Soja- oder Maispflanzen sind gegen das Herbizid resistent, da entsprechende DNA eingebaut wurde. Dadurch können die Felder mehrmals besprüht werden. So nehmen allerdings auch Resistenzen bei Unkräutern zu, woraufhin noch mehr gespritzt wird. Das zeigen beispielsweise Daten des US-Landwirtschaftsministeriums. Die amerikanische Landwirtschaft setzt seit Jahren massiv auf Gentechnik. [dh]

Glyphosat: Fehlende Transparenz

28.09.2015

Im Agrarausschuss des Bundestags konnten Wissenschaftler heute ihre Sicht auf den Herbizidwirkstoff Glyphosat erläutern. Näher kamen sie sich nicht: während das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) darauf beharrt, alle Studien zu Glyphosat ausgewertet und keine Hinweise auf erhöhtes Krebsrisiko gefunden zu haben, waren sich amerikanische Experten einig: die Gefahr besteht. Sie kritisierten das Vorgehen von Behörden und Industrie als nicht transparent.

Glyphosat war im Frühjahr von der Internationalen Krebsforschungsagentur IARC der WHO als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft worden. Seitdem ist Debatte in vollem Gange. Ein Mitglied der IARC-Expertengruppe, Ivan Rusyn von der texanischen A&M University, bekräftigte die Einstufung in die zweithöchste Gefahrenstufe. Das sei angesichts der Ergebnisse von toxikologischen Untersuchungen bei Labortieren und von epidemiologischen Studien zu Krebserkrankungen der Bevölkerung sogar „sehr konservativ“ gewesen. Dass das BfR einige Studien, bei denen bei Labortieren Krebserkrankungen festgestellt worden waren, wegen angeblich zu hoher Glyphosat-Mengen aussortiert habe, sei ihm so in seiner wissenschaftlichen Laufbahn noch nie begegnet.

Christopher Portier, der auf viele Jahre als Wissenschaftler bei US-Gesundheitsbehörden zurückblickt, pflichtete Rusyn bei. Er sieht vor allem ein Problem: mangelnde Transparenz. Die Industriestudien, auf denen die Zulassung von Glyphosat beruht, liegen zwar Behörden, nicht aber externen Wissenschaftlern und der Öffentlichkeit vor. Genauso sei es bei der Bewertung des Krebsrisikos von Glyphosat durch das BfR auch der aktuelle Bericht der deutschen Behörde ist bislang nicht zugänglich. Dabei spielt dieser in der EU eine Schlüsselrolle in der Debatte um die mögliche Wiederzulassung des Herbizidwirkstoffs um weitere zehn Jahre.

Die brasilianische Wissenschaftlerin Karen Friedrich präsentierte vor allem Erkenntnisse aus ihrem Heimatland, in dem große Mengen Glyphosat auf herbizidresistente Gentechnik-Soja gesprüht werden. Auch sie hält, ebenso wie der Mediziner und Epidemiologe Eberhard Greiser von der Universität Bremen, die Nichtveröffentlichung von Industriestudien, auf die es oft ankommt, für nicht gerechtfertigt.

Der BfR-Präsident Andreas Hensel bekräftigte hingegen, seine Behörde halte manche der vom IARC herangezogenen Studien, die auf Krebs schließen lassen, für nicht relevant. Er plädierte dafür, die wissenschaftliche Debatte – in der unterschiedliche Meinungen an der Tagesordnung seien – den Wissenschaftlern zu überlassen und sie nicht in der Presse auszutragen. Er sei besorgt, dass seine Behörde „unter den Generalverdacht der Korruption“ gestellt werde.

Helmut Greim von der Technischen Universität München erklärte, bei den Bedingungen, unter denen in Deutschland Glyphosat angewendet werde, sei man von für den Menschen bedenklichen Giftmengen weit entfernt. Der Toxikologe, der auf Nachfrage einer Grünen-Abgeordneten mitteilte, von Monsanto für eine gemeinsame Aufbereitung von Glyphosat-Studien 3.000 Euro erhalten zu haben – wobei es schwer gewesen sei, den Agrarkonzern zu überzeugen, alle wissenschaftlichen Informationen einfließen zu lassen – hält es angesichts hoher Standards für praktisch ausgeschlossen, dass bei Industriestudien geschummelt wird.

Einig waren sich alle Experten: es kommt auf die Interpretation wissenschaftlicher Daten an. Genau das ist der Job von Behörden wie dem BfR. Und den macht die Bundesbehörde nicht gut, findet der Toxikologe Peter Clausing, der früher für ein Pharmaunternehmen arbeitete. Im Auftrag des Pestizid-Aktionsnetzwerks (PAN) und der Kampagnenorganisation campact wertete er Dokumente des BfR aus. Die Behörde hat diese bei der EU eingereicht, veröffentlicht wurden sie bislang aber nicht. Clausings beklagt „Auslassungen und die Verdrehung von Fakten“, vor allem in den Kapiteln zur krebserzeugenden und erbgutschädigenden Wirkung von Glyphosat.

Über 40 Studien seien nicht berücksichtigt worden. „Die Mängel betreffen die Vernachlässigung und fehlerhafte Beschreibung wichtiger wissenschaftlicher Veröffentlichungen, fehlende Anwendung der gültigen statistischen Analysemethoden auf die von der Industrie eingereichten Daten und falsche Behauptungen bezüglich historischer Kontrolldaten, um so wichtige Ergebnisse aus Krebsstudien an Mäusen verwerfen zu können.“

Clausings harter Vorwurf: „Die Schlussfolgerung liegt nahe, dass das BfR die Beweislage gegen Glyphosat mit Absicht geschwächt hat.” Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) forderte die Politik auf, einzuschreiten. „Obwohl sie dem Verbraucher- und Umweltschutz verpflichtet sind, lassen die Zulassungsbehörden jede kritische Distanz vermissen. Sie handeln wie Dienstleister der Pestizidhersteller“, kritisierte BUND-Chef Hubert Weiger.

Die Umweltorganisation legte heute einen eigenen Bericht vor. Sie glaubt, die Kriterien, die das BfR für die Bewertung anlegt, spielten der Industrie in die Hände.Bei der Auswertung von Daten haben Pestizidhersteller einen gestalterischen Spielraum und können negative Effekte ihrer Wirkstoffe verschleiern, so die BUND-Pestizidexpertin Heike Moldenhauer. „Die Hersteller treffen außerdem bei unabhängigen Studien eine Vorauswahl und beurteilen deren Relevanz. De facto diskreditieren die Hersteller alle unabhängigen Studien. Hersteller und Behörden sind sich offenbar einig, dass unabhängige Studien im Zulassungsverfahren nicht zählen.“ [dh]

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/09/18/kalifornien-stuft-glyphosat-von-monsanto-offiziell-als-krebserregend-ein/

Kalifornien stuft Glyphosat von Monsanto offiziell als krebserregend ein

Der US-Bundesstaat Kalifornien will das Pflanzenschutzmittel Glyphosat in die Liste der krebserregenden Mittel aufnehmen. Glyphosat befinden sich im Monsanto-Produkt Roundup. Zuvor hatte ein französisches Gericht Monsanto zu einer Schadensersatz-Strafe verurteilt.

Glyphosat ist nicht der einzige Inhaltsstoff in Pflanzenschutzmitteln, der bedenklich ist. (Foto: dpa)

ARD „FAKT“  – Glyphosat kann KREBS erzeugen

„Chronisch vergiftet“ – „Monsanto und Glyphosat“

Schweizer Volksinitiative Ernährungssouveränität 25.09.2015

Guten Abend sehr verehrte Zuschauer und Zuschauerinnen und heute ein besonders herzliches Willkommen an alle Schweizer Bürgerinnen und Bürger. Denn heute geht es um die Schweizer Volksinitiative zur Ernährungssouveränität. Haben Sie davon schon etwas gehört? Die Initiative fordert, dass sich der Bund für eine vielfältige, bäuerliche und gentechnikfreie Landwirtschaft einsetzt. Für eine Landwirtschaft, die kommenden Generationen eine Zukunft bietet und ihnen den Zugang zu Land garantiert und die auch dank fairer Preise den Landwirten sowie ihren Angestellten ein gerechtes Einkommen sichert. So geht es dabei auch um die Stärkung kurzer Kreisläufe und darum, die regionale Produktion zu ermöglichen und zu beleben. Damit werden in den Regionen Arbeitsplätze erhalten, Transporte beschränkt und eine bessere Rückverfolgbarkeit der Produkte garantiert. Weiter fordert die Initiative eine Landwirtschafts- und Ernährungspolitik, welche sich an den Erwartungen der Bevölkerung ausrichtet. Die Bevölkerung kann im Respekt gegenüber anderen Regionen souverän über ihre Land- wirtschafts- und Ernährungspolitik bestimmen. Das sind doch gute Gründe, diese Initiative zu unterstützen. Den Unterschriftenbogen, sowie weitere Informationen finden Sie auf www. ernaehrungssouveraenitaet.ch. Ich wünsche Ihnen noch einen guten Abend, Auf Wiedersehen.

„report München“ – „Die grösste Lüge der Gen-Technik“ „Gen-tech-Mais“ – „1507“

 

Gentechnik – Sendereihe

klagemauer- tvhttp://www.kla.tv/index.php?a=showtodaybroadcast&blockid=6283&id=6753

Intro 21.09.2015

Seit 20 Jahren setzen vor allem die USA und Argentinien auf Gentechnik sowie dazugehörige Spritzmittel, wie z.B. Glyphosat (Roundup). Die Folgen für die Gesundheit sind verheerend…

Gentechnik 21.09.2015

Seit 20 Jahren setzen vor allem die USA und Argentinien auf Gentechnik sowie dazugehörige Spritzmittel, wie z.B. Glyphosat (Roundup). Die Folgen für die Gesundheit sind verheerend, wie Studien belegen und die Praxis zeigt. In der Schweiz dagegen gilt bis 2017 ein Anbauverbot für gentechnisch verändertes Saatgut. Trotzdem finden Feldversuche mit genmanipulierten Pflanzen statt. So berichteten Schweizer Medien in den vergangenen Wochen von Gentechversuchen mit Weizen und Kartoffeln an der Forschungsanstalt Agroscope in Zürich/Reckenholz. Mit einer Bewilligung des Bundesamtes für Umwelt, kurz (Bafu) dürfen Gentechpflanzen zu Forschungszwecken angebaut werden. Weshalb bewilligt das zuständige Bundesamt solche Feldversuche, obwohl das Volk mehrheitlich keine genmanipulierten Lebensmittel auf dem Tisch haben will? Die erschütternden Belege für die gesundheitsschädlichen Auswirkungen von Gentechnahrung für Mensch und Tier machen solche Zulassungen für Feldversuche noch unverständlicher. Darum ist es nötig, dass der Widerstand weltweit wächst. So wurde z.B. am Wochenende vom 22. August 2015 in Zürich mit einem Marsch zur Forschungsanstalt für gentechfreie Lebensmittel demonstriert. Weshalb wir so wenig darüber in den Medien hören und warum es sich lohnt diesem Beispiel aus Zürich zu folgen, sehen Sie in unserer neuen Sendereihe zum Thema Gentechnik.

 

Bravo – Mutige Mütter wehren sich

Mutige Mütter wehren sich gegen Gentechnik. In den USA haben viele Mütter erlebt, was Gentechniknahrung anrichtet und wie wichtig es doch ist, auf natürliche Lebensmittel umzustellen. So auch Zen Honeycutt, deren Sohn so heftige allergische Schocks bekommen hatte, dass er fast daran gestorben wäre. Sie stellte dann aber auf ökologische Lebensmittel um. Die allergischen Reaktionen ihres Sohnes wurden milder und verschwanden sogar. Daraufhin gründete Zen Honeycutt die Bewegung „Moms Across America“ zu Deutsch: Mütter aus ganz Amerika, die sich dem Kampf gegen genmanipulierte Organismen verschrieben haben. Sie marschierten aus Solidarität zu den vielen betroffenen Müttern, die Ähnliches erlebt hatten, von Küste zu Küste. Und liefen 172 Paraden in über 44 Staaten. Diese Mütter nehmen nicht einfach hin, was ihnen die Gentechnikindustrie serviert, sondern setzen sich gemeinsam gegen diesen Gentechnik Goliath zur Wehr. Bravo!

Gentechnik-Förderer Bill Gates 23.09.2015

Guten Abend meine Damen und Herren bei klagemauer.tv. Heute sehen wir uns an, wer die größten Förderer der Gentechnik sind. Ganz vorne ist Microsoftgründer Bill Gates mit der nach ihm und seiner Frau Melinda benannten Stiftung. Aktuell forscht diese an genmanipulierten Bananen, die ab 2020 in Uganda und anderen ostafrikanischen Ländern angebaut werden sollen. Die Gates-Stiftung arbeitet eng mit der Rockefeller-Stiftung zusammen, die seit jeher mit der Gentechnik und der Bevölkerungsreduktion eng verknüpft ist. Über seine Stiftung zahlt Gates nicht nur keine Steuern, sondern investiert auch in Großkonzerne wie Monsanto, Coca-Cola oder auch in Banken wie Goldman-Sachs. So hielt seine Stiftung zwischendurch auch 500.000 Aktien des Gentechnikkonzerns Monsanto. 2006 riefen die Gates– und die Rockefeller-Stiftung die Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika (AGRA) ins Leben. Gemeint ist damit eine Gentechnikrevolution. Doch auch auf dem ärmsten Kontinent wollen die meisten Menschen, und sogar einige Regierungen, nichts mit Gentechnik zu tun haben. 2014 erklärte der Präsident Gambias, Yahya Jammeh: „Das Land wird niemals Gentechnahrung akzeptieren, denn Gambia sei rein biologischer Produktion verpflichtet.“ Man kann nur hoffen dass dies auch so bleibt. Guten Abend.

Studie belegt Schädlichkeit der Gentechnik 22.09.2015

Im Jahr 2014 erschien eine Studie mit dem vielsagenden Titel: „Gentechnisch veränderte Pflanzen, Glyphosat und die Zerstörung der Gesundheit in den USA“. Sie zeigt die Zusammenhänge auf zwischen dem Einsatz von Gentechnik und dem Anstieg schwerer Krankheiten. Alle Daten basieren auf offiziellen Angaben der US-Regierung. Das Ergebnis: Je mehr Gentechnik angewandt wurde, desto kränker wurden die Menschen in den USA. Durch den dortigen schrankenlosen Einsatz von Gentechnik ist die Pro-Kopf-Häufigkeit von Herzkrankheiten und Diabetes bei Amerikanern, im Vergleich mit Bürgern anderer Länder, ganz weit vorne. Das betrifft auch die Kosten für Gesundheit. Noch machen Industrie, Politik und Medien alles, um diese Tatsache zu unterdrücken. Doch die Beweiskette wird gerade auch durch solche Studien immer dichter. Bleiben Sie dran, Weiteres dazu hören Sie in den kommenden Sendungen unserer Sendereihe.

Schlimme Folgen durch Gentechnik in Argentinien 22.09.2015

Guten Abend, ich begrüße Sie herzlich aus dem Studio Wien. Ähnlich fatal wie in den USA sind die Folgen der Gentechnik in Argentinien. Die erste Statistik zu Missbildungen in der argentinischen Provinz Chaco ist eindeutig: Kamen 1997 von 10.000 Neugeborenen 19 missgebildet auf die Welt, so vervierfachte sich diese Rate bis 2008 bereits auf 85. Die Kinder werden mit Wasserköpfen, Monsternasen oder anderweitig verkrüppelt geboren. Mütter in Landwirtschaftsgebieten beklagen nach Besprühen der Felder mit Glyphosat immer häufiger den Tod ihrer Kinder. So nahm auch die Zahl der Fehlgeburten schwangerer Frauen bedrohliche Ausmaße an. Die Zahlen über den Anstieg des Verbrauchs von Chemikalien in Argentinien sind erschreckend: Während 1990 rund 30 Millionen Liter Chemikalien auf die Äcker gesprüht wurden, waren es in der Saison 2012/2013 bereits 318 Millionen Liter, also mehr als das Zehnfache! Weitere Aspekte zur Gentechnik erfahren SIe morgen wieder um 19:45 Uhr Einen Guten Abend.

Von Anfang an eine große Lüge 21.09.2015

Die Geschichte der Gentechnik ist eine Geschichte des Verschweigens und der Lügen. Sie hätte wohl nirgends auf der Welt Einzug gehalten, wenn die Fakten über die Schädlichkeit von Anfang an auf den Tisch gekommen wären. Der amerikanische Rechtsanwalt Steven Druker erwirkte 1998 vor Gericht die Herausgabe von sechzigtausend Aktenseiten, die eine Manipulation unfassbaren Ausmasses ans Licht brachten. Das von ihm erschienene Buch zeigt auf, dass die Gentechnik im Mai 1992 von der ‚Food and Drug Administration‘ das ist die Lebensmittelüberwachungs– und Arzneimittelzulassungsbehörde der USA als „generell sicher“ anerkannt wurde. Dies obwohl sehr viele Forscher intern vergebens dagegen protestierten. Von den geforderten zahlreichen Langzeitstudien wurde nicht eine einzige durchgeführt. James Maryanski, der in diesem Jahr zuständige Leiter für Biotechnologie der FDA, erklärte dazu Jahre später ich zitiere: „Die gesetzlichen Regeln über Gentechnik beruhen auf einer rein politischen Entscheidung. Trotzdem gaukelte man der ganzen Welt vor, Gentechnikgesetze wären wissenschaftlich abgesichert.“ Zitat Ende. Gerne verweise ich Sie auf den bereits von uns ausgestrahlten und im Anschluss wiederholten Film mit dem Titel: Schaden genmanipulierte Organismen Mensch und Umwelt? Besten Dank für Ihr Mitdenken und aktives Handeln!

 

 

Schaden genmanipulierte Organismen Mensch und Umwelt? Grenzwerterhöhung für […] Insektizide bedroht die Bienen 05.12.2014

Das nationale Forschungsprogramm 59 des schweizerischen Nationalfonds (NFP 59) stellt in seinem Schlussbericht über die Risiken der Gentechnologie fest: „Die Bedenken breiter Bevölkerungskreise gegenüber der grünen Gentechnik stehen im Kontrast zu der Tatsache, dass bis jetzt keine der befürchteten nachteiligen Wirkungen auf Umwelt und Gesundheit wissenschaftlich nachgewiesen werden konnten.“ Hierzu nur eine Gegenstimme von vielen: Der Dokumentarfilm Raising Resistance von B. Borgfeld über den Anbau von GM-Soja* zeigt dagegen, dass die giftigen Herbizide (Unkrautvernichtungsmittel), die auf Gen-Soja-Feldern eingesetzt werden, nicht nur das Unkraut, sondern auch zum Teil die Nutzpflanzen benachbarter Felder abtöten. Der Kontakt mit diesen giftigen Chemikalien (über Pflanzen, Boden oder Wasser) kann beim Menschen schwere Gesundheitsschäden hervorrufen und bis zur Erblindung führen. Viele Kleinbauern in Paraguay leiden so stark an diesen Nebenwirkungen, dass sie sich gezwungen sehen, ihre Existenz aufzugeben und in die Stadt zu ziehen. Angesichts dieser Tatsachen ist es unverständlich und beunruhigend, dass die Fa Syngenta bei der US-amerikanischen Umweltbehörde EPA teilweise massive Grenzwerterhöhungen von verschiedenen Insektiziden, Fungiziden und Herbiziden beantragt. Das bedeutet, dass diese Stoffe in noch größerem Ausmaß zum Einsatz kommen dürfen. Insektizide aus der Gruppe der Neonicotinoide werden schon heute mitverantwortlich gemacht für den dramatischen Rückgang von Honigbienen und anderen für die Bestäubung wichtigen Insekten. In den USA gingen in den letzten zehn Jahren über die Hälfte aller Bienenvölker zugrunde. In Naturschutzgebieten der USA soll die Verwendung von Neonicotinoiden ab Januar 2016 schrittweise abgebaut werden, während in der Landwirtschaft die Grenzwerte erhöht werden. Ohne radikalen Verzicht auf das Ausbringen von hochgiftigen Substanzen ist die Honigbiene in höchstem Maße bedroht und ihr Aussterben würde die Menschheit vor ein weiteres Riesenproblem stellen.

 

 

 

http://www.keine-gentechnik.de/nachricht/31230/

Bulgarien meldet Opt-Out an

01.10.2015

Als 14. EU-Mitglied hat Bulgarien angekündigt, den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen per Opt-Out verhindern zu wollen. Die entsprechenden Anträge seien an die Kommission in Brüssel geschickt worden, teilte das Landwirtschaftsministerium in Sofia mit.

Interessanterweise hat die Regierung nicht nur beantragt, dass die acht Gentechnik-Maissorten, die sich derzeit in laufenden Zulassungsverfahren befinden, vom Anbau in Bulgarien ausgenommen werden. Nach eigenen Angaben will das Ministerium auch den Anbau der Gentech-Soja 40-3-2 von Monsanto verhindern. Der Konzern hat seinen Antrag für diese Sojapflanze allerdings schon länger zurückgezogen.

Zudem möchte Sofia auch eine Ausnahme für die Gentechnik-Nelke „Moonshadow 1“ des japanischen Suntory-Konzerns. Sie hat eine veränderte Blütenfarbe und ist herbizid-resistent. Die Zulassung in der EU gilt jedoch nur für den Import und den Verkauf als Schnittblume. Angebaut werden dürfen die Nelken nicht. [dh]

http://www.keine-gentechnik.de/nachricht/31219/

Auch deutscher Opt-Out-Brief in Brüssel

01.10.2015

Der EU-Kommission liegt nun auch ein Brief des deutschen Landwirtschaftsministers zum Gentechnik-Opt-Out vor. Damit könnte die Gültigkeit von Anbaugenehmigungen für gentechnisch veränderten Mais so eingeschränkt werden, dass dieser in Deutschland nicht angebaut werden darf. Voraussetzung ist eine Einigung mit Konzernen wie Monsanto und Dupont.

Stimmen sie der Einschränkung ihrer Anbaugenehmigung zu, darf ihr gentechnisch veränderter Mais in Deutschland nicht aufs Feld. Als erste EU-Staaten konnten sich Griechenland und Lettland mit den Unternehmen einigen – wobei es nicht zu direkten Verhandlungen kommt: die EU-Kommission leitet die jeweilige Anfrage an die Firmen weiter. Sind diese nicht zur Einschränkung bereit, können die Regierungen den Anbau untersagen – auch von Anfang an wäre das möglich, bislang ist aber noch kein EU-Staat diesen Weg gegangen.

Laut Medienberichten hat Deutschland beantragt, für alle derzeit im Zulassungsverfahren steckenden Gentechnik-Pflanzen – es handelt sich um acht Maissorten, die Insektengifte absondern oder gegen Spritzmittel wie Glyphosat immun sind – eine Ausnahme von der EU-Anbaugenehmigung zu erhalten. Veröffentlicht hat die EU-Kommission die deutschen Briefe noch nicht. Bislang sind es 13 Mitgliedstaaten, die einen entsprechenden Antrag gestellt oder dies angekündigt haben. Hinzu kommen drei Landesteile (Schottland, Nordirland, Wallonie).

Den Berichten zufolge argumentiert Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU), Gentech-Mais sei „unvereinbar mit der in Deutschland üblichen Ackernutzung.“ Für den Antrag auf freiwillige Selbstbeschränkung der Konzerne ist laut EU-Richtlinie eigentlich gar keine Begründung nötig. Die braucht es erst, wenn der Anbau verboten werden soll – und für den Fall, dass die Hersteller klagen. [dh]

 

Update: Welche EU-Staaten verhindern Gentechnik?

29.09.2015

Bis zum 3. Oktober haben die Mitgliedstaaten der EU noch Zeit, per Brief nach Brüssel klarzustellen, dass sie keine Gentechnik-Pflanzen auf dem Acker wollen. Dann endet die Übergangsfrist für die acht transgenen Maissorten, die zurzeit auf eine Anbaugenehmigung warten.

Es gibt für EU-Staaten drei Möglichkeiten, den Anbau von Gentechnik-Pflanzen zu verhindern:

– Erstens, indem sie mit den Herstellern vereinbaren, dass diese freiwillig auf die Genehmigung in dem jeweiligen Land verzichten (sogenannte erste Phase des Opt-Out-Verfahrens, seit 2015).

– Zweitens, indem sie den Anbau bestimmter oder aller Pflanzen untersagen (sogenannte zweite Phase, seit 2015). Dies müssen sie beispielsweise mit wirtschaftlichen oder agrarpolitischen Argumenten begründen.

– Und drittens, indem sie den Anbau einer Pflanze verbieten, bei der sie neue wissenschaftliche Hinweise auf Umwelt- oder Gesundheitsgefahren vorlegen können (sogenannte Schutzklausel der EU-Freisetzungsrichtlinie für GVO, seit 2001 möglich).

ÜBERBLICK:

*** 1. Auf ihrer Internetseite informiert die EU-Kommission, welche Staaten bislang verlangt haben, dass ihr Territorium ganz oder teilweise von Anbaugenehmigungen ausgenommen wird. Die Kommission leitet dies an die jeweiligen Hersteller weiter – und teilt mit, ob diese freiwillig auf die Genehmigung verzichten. Folgende Regierungen wollen so den Anbau der acht Gentechnik-Maissorten, die im Verfahren stecken, verhindern:

Lettland (Hersteller haben zugestimmt), Griechenland (Hersteller haben zugestimmt), Frankreich, Kroatien, Österreich, Ungarn, Niederlande (für die acht laufenden Anträge; später soll von Fall zu Fall entschieden werden), Wallonische Region (Belgien), Polen.

Aus Pressemitteilungen und Medienberichten geht hervor, dass zudem folgende Regierungen ebenfalls die Phase 1 nutzen wollen:

Deutschland, Italien, Litauen, Slowenien, Schottland, Nordirland

Insgesamt wollen derzeit also 12 EU-Mitgliedstaaten vollständig und drei Regionen aus zwei weiteren EU-Mitgliedstaaten (Großbritannien, Belgien) auf Gentechnik auf dem Acker verzichten.

*** 2. Direkte Verbote per Phase 2 des Opt-Outs: noch nicht bekannt

*** 3. Verbote per Schutzklausel aufgrund wissenschaftlicher Hinweise auf Gesundheits- oder Umweltgefahren. Betrifft derzeit nur den Monsanto-Mais MON810, da er als einzige Gentechnik-Pflanze eine gültige Anbaugenehmigung hat (wenn diese Genehmigung wie beantragt um zehn Jahre verlängert wird, fällt das Verbot weg):

Deutschland, Österreich, Frankreich, Ungarn, Luxemburg, Bulgarien, Polen, Italien

 

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/10/01/gegen-schaedlinge-monsanto-entwickelt-toedliches-gen-spray/

Monsanto entwickelt tödliches Gen-Spray

Monsanto hat ein neues Insektengift entwickelt, das Schädlinge mittels Gen-Veränderung tötet. Das Spray enthält einen Stoff, der in jeder DNA enthalten ist und lebenswichtige Gene bestimmter Insekten zeitweise abschaltet. Die Genwaffe soll jene Insekten töten, die gegen chemische Pestizide bereits resistent sind.

Monsanto will Chemie-resistente Kartoffelkäfer mit einem Spray töten, das ihre Gene lahmlegt. Hier ein Monsanto-Bauer aus Indien im firmeneigenen Bangalore Centre. (Foto: dpa)

Der Agro-Chemikonzern Monsanto hat ein neues Insektengift entwickelt, das die Gene von Schädlinge stilllegen und sie so töten kann. Das Spray enthält den Stoff RNA, der lebenswichtige Gene bestimmter Insekten zeitweise abschaltet, wodurch diese verenden. Durch die neue Genwaffe sollen vor allem Insekten getroffen werden, die gegen herkömmliches Insektengift bereits resistent sind, berichtet das Technologie-Magazin Technology Review.

Das Spray enthält künstliche RNA, also Ribonucleinsäure. Aus diesem Material besteht auch die DNA aller Lebewesen, die Erbinformationen enthält. Sprüht man nun bestimmte künstliche RNA auf bestimmte Lebewesen, so kommt es zu einer Interferenz oder Störung – die Gene der DNA werden durch die Wechselwirkung mit der RNA vorübergehend stillgelegt…..

http://www.keine-gentechnik.de/nachricht/31210/

Weiter Patente auf Schimpansen

30.09.2015

Schimpanse Affe

Rückschlag für Patentkritiker: die US-Firma Intrexon darf ihre Patente auf gentechnisch veränderte Schimpansen und andere Säugetiere behalten. Das entschied das Europäische Patentamt. Intrexon vermarktet Versuchstiere für die Pharmaforschung, denen es künstliche DNA einbaut.

Der Verein Testbiotech hatte gestern noch versucht, das Patentamt – eine Nicht-EU-Institution, dessen Mitarbeiter hauptsächlich in München und Den Haag sitzen – umzustimmen. Testbiotech und viele andere Verbände aus ganz Europa halten Patente auf gentechnisch veränderte Säugetiere, insbesondere jedoch auf Menschenaffen, für ethisch inakzeptabel.

Doch das Patentamt entschied: zwei Intrexon-Patente auf transgene Schimpansen, Katzen, Hunde, Rinder, Ziegen, Schweine, Pferde, Schafe, Mäuse, Ratten und Kaninchen bleiben bestehen. Dabei hat das Amt ähnliche Patente zuvor durchaus aufgehoben, zum Beispiel von Altor BioScience aus den USA. Wegen „technischer Mängel“, wie es danach hieß.

Doch Intrexon darf erst mal weitermachen. Auf seiner Website wirbt das Unternehmen zwar nicht direkt mit gentechnischen Menschenaffen für Versuchslabore. Es verweist aber zum Beispiel auf seine Tochterfirma Exemplar Genetics. Die bietet gleich auf der Startseite Minischweine an, die dank Gentechnik an „stabiler“ Hypercholesterinämie, also einem zu hohen Cholersterinspiegel, und an „vorhersagbarer“ Arterienverkalkung leiden. Praktisch für Pharmaforscher, schlecht für die Schweine.

Testbiotech will nun Beschwerde gegen die Entscheidung des Patentamts einlegen. Der Verein fordert zudem die Politik auf, einzuschreiten. „Gentechnisch veränderte Versuchstiere werden heute als lukratives Produkt gehandelt, von Patenten geschützt und massiv beworben. Ohne klare Gesetzgebung versuchen die Firmen weiterhin maximalen Profit auf Kosten der Tiere zu machen“, so Testbiotech-Geschäftsführer Christoph Then.

Eingreifen könnten beispielsweise die Mitgliedsländer der Europäischen Patentorganisation, unter deren Aufsicht das Amt agiert. Sie entsenden Vertreter in den Verwaltungsrat, aus Deutschland sitzt dort ein Beamter des SPD-geführten Justizministeriums. [dh]

 

http://www.testbiotech.org/node/1352

Europäisches Patentamt hält Patente auf gentechnisch veränderte Schimpansen aufrecht

Testbiotech kündigt Beschwerde an

Dienstag, 29. September 2015

Das Europäische Patentamt (EPA) hält zwei Patente der US-Firma Intrexon aufrecht. In ihren Patenten EP1572862 und EP1456346 beansprucht Intrexon gentechnisch veränderte Mäuse, Ratten, Kaninchen, Katzen, Hunde, Rinder, Ziegen, Schweine, Pferde, Schafe und sogar Schimpansen als ihre Erfindung. Testbiotech hatte gemeinsam mit anderen Organisationen aus ethischen Gründen Einspruch gegen die Patente erhoben. Demnach stellen derartige Patente einen kommerziellen Anreiz für die Durchführung von Tierversuchen dar. Testbiotech will jetzt Beschwerde gegen die Entscheidung einlegen.

Laut Patentschrift sollen Schimpansen und andere genannte Tiere mit Genen manipuliert werden, die unter anderem nach Vorlage des Erbguts von Insekten synthetisiert wurden. Diese künstliche DNA soll die Kontrolle verschiedener Genfunktionen ermöglichen.

„Dieser Fall sendet ein deutliches Signal an die Öffentlichkeit, an Investoren und die Politik, dass ethische Grenzen viel größeres Gewicht bekommen müssen. Gentechnisch veränderte Versuchstiere werden heute als lukratives Produkt gehandelt, von Patenten geschützt und massiv beworben. Ohne klare Gesetzgebung versuchen die Firmen weiterhin maximalen Profit auf Kosten der Tiere zu machen“, sagt Christoph Then für Testbiotech.

Intrexon sieht sich selbst als ein „führendes Unternehmen im Bereich der Synthetischen Biologie“ und ist sowohl in der Landwirtschaft als auch in der Pharmaforschung tätig. Die US-Firma hat Unternehmen aufgekauft, die Nutztiere klonen und gentechnisch veränderten Lachs produzieren. Intrexon ist auch auf dem Gebiet gentechnisch veränderter Bäume engagiert und hat jüngst die Firma Oxitec übernommen, die gentechnisch veränderte Olivenfliegen freisetzen will.

Testbiotech wirft Intrexon unmoralische Geschäftspraktiken vor, weil die Firma auf Profite aus der gentechnischen Manipulation sogar von Menschenaffen und einer unkontrollierbaren Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen spekuliert. Zwei andere Biotech-Firmen waren dagegen nach Einsprüchen von Testbiotech bereit, ihre Patentansprüche auf Menschenaffen aufzugeben.

Zu den Einsprechenden gehören neben Testbiotech die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, Cruelty Free International (früher British Union for the Abolition of Vivisection), Deutscher Tierschutzbund, Gen-ethisches Netzwerk (GeN), Gesellschaft für ökologische Forschung, Jane Goodall Institut, Kein Patent auf Leben!, Menschen für Tierrechte, Pro Wildlife, Schweizerische Arbeitsgruppe Gentechnologie (SAG), Schweizer Tierschutz (STS), TASSO und die Wild Chimpanzee Foundation Deutschland (WCF).

Kontakt:

Christoph Then, Tel.: 0151 54638040, info@testbiotech.org

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/07/01/schweine-farm-soll-menschliche-organe-produzieren/

Schweine-Farm soll menschliche Organe produzieren

Menschliche Organe sollen künftig auf Tierfarmen gezüchtet werden. Eine US-Investorin baut dazu eine Fabrik, in der sie jedes Jahr hunderttausend Lungen und Herzen für Transplantationen züchten will. Wachsen sollen die Organe in genetisch veränderten Schweinen.

Auf dieser Farm sollen genetisch veränderte Schweine hunderttausende menschliche Organe produzieren. (Screenshot)

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