FASCHISMUS LIVE – – – – – – – – – – – – – – ZENSUR – – – – – – WAS DARF nicht in die ÖFFENTLICHKEIT????!!!!!!! – – – DAS BÖSE MANIPULIERT den „JET-STREAM“ – „Solares GEO-ENGINEERING“ – „Wetter Modifikation“

https://www.spektrum.de/news/steckt-der-klimawandel-hinter-dem-jahrhundertsommer-2018/1592074?utm_source=zon&utm_medium=teaser&utm_content=feature&utm_campaign=ZON_KOOP

Sommer 2018: Ist das schon der Klimawandel?

…..

Wieso stockt der Jetstream so seltsam?

Denn durch das geringere Temperaturgefälle zwischen Pol und Tropen wird dem Höhenwind seine Energie entzogen – und dem Westwind geht die Puste aus. Die Folge: Dem polaren Jetstream, wie der Höhenwind genannt wird, schlingert in großen Schleifen um die Nordhalbkugel und verliert so an Stärke und Geschwindigkeit. Dieses Mäandern wiederum führt dazu, dass sich die Schleifen verhaken und über Monate feststecken. Dadurch kommen die Hochs und Tiefs nicht vom Fleck – und das Wetter wird extrem……

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be.com/watch?v=DESb9Hc_QQU

WETTER oder schon KLIMA???!!!

Was hat das ALLES mit dem Jet-STREAM zu tun???!!!

 

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https://www.welt.de/vermischtes/plus173892777/Wettermanipulation-Was-laeuft-da-eigentlich-worueber-wir-nichts-erfahren.html

Wettermanipulation

Was läuft da eigentlich, worüber wir nichts erfahren?“

A Chinese worker fires rockets for cloud seeding in an attempt to make rain in Huangpi, central China's Hubei province on May 10, 2011. The drought plaguing central China for months has left more than one million people without proper drinking water and crimped output of hydroelectric power, China's second-biggest energy source, as water levels at nearly 1,400 reservoirs in Hubei province have fallen below the operational level, according to government figures. CHINA OUT AFP PHOTO (Photo credit should read STR/AFP/Getty Images)
Raketen werden in China abgefeuert, wenn es regnen soll

Quelle: STR/AFP/Getty Images

WELT: Wettermanipulationen sind eine sensible Sache. Das Militär forscht darüber im Geheimen. Was läuft da so alles zwischen Himmel und Erde?

Uwe Laub: In SaudiArabien sind LuftIonisierer im Einsatz zur Regenerzeugung, in China lässt das Wetteränderungsamt von Flugzeugen Chemikalien ausbringen, um Niederschläge zu erzeugen oder den Smog zu verjagen – und schießt auch schon mal übers Ziel hinaus, lässt Peking im Schnee versinken. Aber wenn ich sehe, was zum Beispiel in den USA an staatlichen Projekten läuft, etwa bei der Darpa, einer Behörde des Verteidigungsministeriums, bei der man offiziell einräumt, an Wettermanipulationen zu arbeiten, da frage ich mich: Was läuft da eigentlich im Hintergrund, über das wir nichts erfahren?………

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https://www.stern.de/kultur/hoerbuchtipps/hoerbuchtipp-oekothriller-sturm-von-uwe-laub-7940000.html

Ökothriller „Sturm“

Wenn das Wetter zur Waffe wird

Verschwörungstheoretiker ahnten es schon immer: Das Wetter wird von den “Mächtigen” manipuliert. Spinnereien? Wer “Sturm” gehört hat, sieht das Wetter jedenfalls mit anderen Augen.

Darum geht es in Sturm

Eigentlich steht in der sibirischen Stadt Jakutsk der Winter vor der Tür. Unweit des Kältepols gelegen, kennen die Einwohner extreme Wetter. Im Sommer kann es gut 30 Grad warm werden, im Winter durchaus Minus 50 Grad Celsius. Bis Minus 45 Grad müssen die Kinder in die Schule, erst darunter gibt es Kältefrei. Doch an diesem Tag ist alles anders. Unvermittelt schnellt das Thermometer in den zweistelligen Plusbereich – obwohl es doch um diese Jahreszeit schneidend kalt sein sollte. Binnen Stunden schmilzt die Hitzewelle die oberen Schichten des stets gefrorenen Bodens ab. Er verwandelt sich in lockeren Sand – mit fatalen Folgen für die auf ihm gebauten Stadt. Sie versinkt sozusagen.

Ein paar tausend Kilometer westlich zerfetzt ein wie aus dem Nichts kommender Tornado das Olympiastadion in Berlin. Hunderte Fußballfans kommen ums Leben. In Hannover zertrümmert wenig später ein Hagelsturm mit faustgroßen Hagelgeschossen die Innenstadt. Meteorologen können sich die spontanen Wetterkapriolen nicht erklären. Ihr bisher als verlässlich geltendes Instrumentarium zur Vorhersage von Wetterextremen scheint seine Gültigkeit verloren zu haben.

Laura Wagner ahnt nicht, dass ausgerechnet sie die Lösung dieser Fragen bald in der Hosentasche tragen wird. Sie ist Sekretärin in einem mittelständischen Hightech-Unternehmen, dass sich auf die Herstellung von Industrie- und Forschungsgeräten zur extremen Hitzeerzeugung spezialisiert hat. Als sie ihren Chef ermordet in dessen Haus findet, überschlagen sich die Ereignisse. Der Tote hinterließ ihr eine Nachricht auf einem USB-Stick. Offenbar hinterging der Manager seine Firma und Wagner soll nun „den Fehler“ heimlich korrigieren. Zusammen mit dem Meteorologen Daniel Bender kommt die junge Frau einem Komplott auf die Spur, bei dem es um die weltweite Manipulation des Wetters geht. Das Wetter als eine militärische Waffe, gegen die es keine Abwehr gibt.

Den "Öko"-Thriller "Sturm" von Uwe Laub gibt es bei Audible zum Download. Die ungekürzte Hörbuchfassung ist kanpp zehn Stunden lang und wird von Stefan Kaminski gelesen.

Den „Öko“-Thriller „Sturm“ von Uwe Laub gibt es bei Audible zum Download. Die ungekürzte Hörbuchfassung ist kanpp zehn Stunden lang und wird von Stefan Kaminski gelesen.

Der Autor

Uwe Laub ist ein Newcomer unter den Autoren von Wissenschafts-Thrillern. „Sturm“ ist nach 2013 das zweite Buch des ehemaligen Börsenmaklers. Die Idee sei ihm bei der Lektüre einer US-Studie zu den Möglichkeiten der Wettermanipulation von 1996 gekommen. Bereits im Vietnamkrieg überlegten die USA, wie sich die Regenzeit künstlich verlängern ließe, damit der Hoh-Chi-Minh-Pfad durch Schlammmassen unpassierbar würde. Über diese Dschungelstraße lief der gesamte Nachschub für den Vietcong. Wettermanipulation so der in München lebende Autor, ist heute ein ganz normales Geschäft. In China greift die sogenannte Wetteränderungsbehörde fast täglich in das Wetter ein. So sorgte sie 2008 etwa für schönsten Sonnenschein bei den Olympischen Spielen. Er habe die heute gängigen Methoden sowie die theoretischen Grundlagen für seinen Roman lediglich weiterdenken müssen, so Laub. So etwa die Überlegungen, die Ionosphäre oder gar den <<<<Jetstream>>>>> künstlich zu manipulieren und damit das Wetter in ganzen Regionen zu beeinflussen…..

 

henlue

 

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„ENERGIE“ – – –  „ENERGIE-R“

https://www.neopresse.com/umwelt/hambacher-forst-uraltes-oekosystem-soll-braunkohletagebau-zum-opfer-fallen/

Hambacher Forst – Uraltes Ökosystem soll Braunkohletagebau zum Opfer fallen

NEOPresse in D/A/CH

Der Hambacher Forst (zwischen Köln und Aachen) ist einer der letzten großen Mischwälder Europas und hat ein uraltes, einzigartiges Ökosystem. Ursprünglich umfasste der Wald einmal 5.500 Hektar. Davon sind heute gerade mal noch ein Zehntel übrig. Denn seit vierzig Jahren wird der über 12.000 Jahre alte Wald stetig abgeholzt, weil sich Braunkohlevorkommen darunter befinden. Der Rest des Waldes, der sogenannte Herzwald, soll in den nächsten drei Jahren dem Braunkohletagebau komplett zum Opfer fallen und ganz verschwinden.

Für die weitere Rodung hat der Energiekonzern RWE ab Oktober die Genehmigung erhalten. Die Rodungen sollen ab Mitte Oktober beginnen. Gespräche zwischen dem Energiekonzern und Umweltschutzverbänden sind bislang ergebnislos verlaufen. Greenpeace, der BUND und der Deutsche Naturschutz Ring (DNR) hatten gefordert, die geplanten Rodungen auszusetzen, bis die derzeit tagende Kohlekommission ihre Arbeit abgeschlossen hat.

In den noch bestehenden restlichen Waldstücken gibt es Eichen und Buchen, die über 300 Jahre alt sind. Sie bieten Zugvögeln jedes Jahr Unterkunft und werden von vielen bedrohten Tierarten bewohnt. Angeblich will RWE die bedrohten Tierarten umsiedeln. Doch Biologen bezweifeln, dass dies überhaupt möglich ist. Umweltschutzaktivisten besetzen den Wald seit 6 Jahren, z. T. auch mit Baumhäusern. In den letzten Tagen verstärkten sich die Proteste. Am Donnerstag hat die Polizei damit begonnen, die rund 50 Baumhäuser zu entfernen.

Am Wochenende kam es erneut zu Protesten und zu einer Mahnwache durch die Braunkohlegegner. Einige Umweltschutzaktivisten hatten sich in einem Schacht verschanzt. Bei der Räumaktion der Polizei sollen 34 Umweltschützer festgenommen und rund 10 verletzt worden sein. Nach Aussagen der Aktivisten soll die Polizei bei der Räumung brutal vorgegangen sein. Bei den Verletzungen soll es auch Knochenbrüche gegeben haben.

Die Bundesregierung hatte den Ausstieg aus der Braunkohle aus Klimaschutzgründen zum Programm gemacht. Doch Bundeskanzlerin Merkel hatte jetzt beschlossen, erst die „Zukunftschancen zu klären, bevor man der Frage nach dem Braunkohleausstieg nachgehe“. Merkel wies Forderungen von Greenpeace nach einem schnellen Ausstieg zurück.

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DAS BÖSE HAT ANGST bekommen –  ZENSUR  – siehe  „SOLARES GEO-ENGINEERING“

Dieser BERICHT von „ZEIT“ VERLINKT darf NICHT an die ÖFFENTLICHKEIT!!!!!!!!! – – – >>>>„Brand eins“ …2018 -Wetter – „David Keith“…………..Vielleicht ist es totaler Wahnsinn? Wetter – Modifikation die Wolken IMPFEN mit SCHWEFEL – Aluminium – Barium……<<<<<<

 Hat der ALTE „HEXEN-MEISTER“………Der satanische DIENER „DAVID KEITH“ bringt direkt aus der HÖLLE SCHWEFEL mit um die ERDE zu vergiften, verseuchen, verpesten, kontaminieren…

In WIRKLICHKEIT WILL man die „MACHT über das WETTER“

EIN SATANISCH HÖCHST BÖSARTIGER ANGRIFF auf die ERDE und die MENSCHEN

WENN IRRSINN – SCHWACHSINN – und WAHNSINN AUFEINANDER TREFFEN basierend auf LÜGEN, LÜGEN, LÜGEN,….

siehe auch „Die falschen GRÜNEN“ – „WIND-KRAFT und NATUR-ZERSTÖRUNG“

siehe auch  „GEO-ENGINEERING“ – „CO2 – ENTNAHME aus dem HIMMEL“

 

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WIKIPEDIA – „GEOENGINEERING“

….kanadischen Geoingenieur David W. Keith (University of Calgary) vorgeschlagen, Aluminiumoxid anstatt Schwefeldioxid zu verwenden……

https://de.wikipedia.org/wiki/Geoengineering

 

……… (Aluminiumoxid)

Im Zuge der American Association for the Advancement of Science (AAAS) Conference 2010, San Diego am 20. Februar 2010, wurde vom kanadischen Geoingenieur David W. Keith (University of Calgary) vorgeschlagen, Aluminiumoxid anstatt Schwefeldioxid zu verwenden. Begründet wurde dieser Vorschlag mit einem 4-fach größeren Strahlungsantrieb und einem ca. 16-fach geringeren Gerinnungsfaktor. Derselbe Albedoeffekt könne so mit deutlich geringeren Mengen Aluminiumoxid, anstatt Schwefeldioxid, bewerkstelligt werden.[15]

Photophoretisch schwebende Nanoscheiben (aus Alumina (Aluminiumoxid) und Bariumtitanat)

Am 7. September 2010 veröffentlichte David W. Keith den Vorschlag, aus Aluminium, Aluminiumoxid und Bariumtitanat bestehende Nanopartikel in der Stratosphäre auszubringen, um Sonnenlicht zu reflektieren. [16]

Die 10 Mikrometer breiten und 50 Nanometer dicken Scheiben sollen in einer Höhe von 40 bis 50 km, knapp über der Stratosphäre, durch Nutzung des photophoretischen Effektes, dauerhaft schweben. Während die Bariumtitanatseite der Erde zugewandt sein soll, sollte die aus Aluminium/Aluminiumoxid bestehende Seite der Sonne zugewandt sein. Das auftreffende Sonnenlicht würde größtenteils reflektiert werden, was den Albedoeffekt erhöht und somit zur Kühlung der Erde beitragen könnte. (Der Effekt der Photophorese kann auch bei der Lichtmühle beobachtet werden, deren Rad sich bei Lichteinfall dreht.)

Funktionsweise: Durch die Sonneneinstrahlung werden die Nanopartikel erwärmt. Da Bariumtitanat Wärme und Energie leichter abgibt als Aluminium, wäre der – durch den photophoretischen Effekt entstehende – Druck auf die Unterseite größer als die Richtung Erde wirkenden Kräfte. Dieser Drucküberschuss würde die Scheiben in einem Schwebezustand, idealerweise in der Mesosphäre, halten. Wird die Bariumtitanatschicht elektrisch aufgeladen, würde das natürliche elektrische Feld der Atmosphäre die Scheiben waagerecht halten und ein Kippen verhindern. Nachts würden die Partikel zwar (aufgrund der fehlenden Sonneneinstrahlung) langsam zur Erde sinken, aber tagsüber durch den beschriebenen Effekt wieder steigen.

Zusammensetzung der Nanopartikel:

  • Oberste Schicht bestehend aus Aluminiumoxid (schützt die mittlere Aluminiumschicht)
  • Mittlere Schicht aus Aluminium (reflektiert das Sonnenlicht)
  • Untere Schicht aus Bariumtitanat (für elektrische Aufladung und Photophorese)

Vorteile dieser Methode: Diese Methode des SRM (Solar Radiation Management) würde im Gegensatz zu den Schwefeldioxidmodellen unerwünschte Effekte auf die Ozonschicht minimieren, da die Scheiben oberhalb dieser schweben würden.

Gesundheitliche Aspekte: Um negative gesundheitliche Auswirkungen zu minimieren (Aluminium und Bariumtitanat sind gesundheitsschädlich) sollten die Nanopartikel idealerweise so hergestellt werden, dass sie eine begrenzte Lebensdauer haben. Sie könnten beispielsweise so hergestellt werden, dass sie durch UV-Strahlung und Sauerstoffradikale zersetzt werden würden…..

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siehe auch „CLIMATE- und GEO- ENGINEERING“

siehe auch  „OVERCAST“ – „Chemtrails“ – „GEO-ENGINEERING“

 

utube.com/watch?v=g-XaSho4t7I

„Werner Schulz“ – Chemtrails (Geo-Engineering) – Grüner Politiker gibt es zu

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https://www.zeit.de/video/2017-11/5644175920001/klimawandel-die-erderwaermung-mit-kuenstlichen-wolken-aufhalten

siehe VIDEO:  Klimawandel: Die Erderwärmung mit künstlichen Wolken aufhalten

In Bonn endet die UN-Klimakonferenz. Schon seit Längerem erforschen Wissenschaftler, wie sie das Klima aktiv beeinflussen könnten. Ob es dazu kommen sollte, ist umstritten.
>>>>>>>>>>>>>>>“David Keith“<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<
atch?v=JLkQJFp89gA&feature=youtu.be

„Geo-Climate-Engineering“ – „?Klima-Wandel?“ – ?Erderwärmung? mit „künstlichen Wolken“ aufhalten

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ube.com/watch?v=TcdEtL2lgAw

„Michael J. Murphy“ – „Was in aller Welt „Chemtrail-Doku“ sprühen die da“???!!! 

What In The World Are They Spraying? – Die Wahrheit über Chemtrails und Geoengineering

ab Minuten 5:30 – „David Keith“

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utube.com/watch?v=OUuUwe85ZlU

„OVERCAST“ –  „Klima-Experiment“ am Himmel (Chemtrail/Geoengineering Doku)

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„WETTER-MANIPULATION“  – „WETTER-MODIFIKATION“

be.com/watch?v=72bm4wdzHk8&feature=youtu.be

„Banned in Britain“ Lookup – „your being poisoned“ – „Weather Modification“

Dr Ilya Sandra Perlingieri

 

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tube.com/watch?v=WaudJgutsPw

Doku: Der geheime Krieg – „Solares Geoengineerin“ – deutsch synchronisierte Version

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siehe auch „Merkel und Nahles STREIT“ wegen „SYRIEN-KRIEG“

http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-einsatz-der-bundeswehr-lasst-uns-mit-euren-kriegen-in-ruhe-kolumne-a-1228477.html

Auslandseinsätze der Bundeswehr

Lasst uns in Ruhe mit euren Kriegen!

Schon wieder „Germans to the front!“ Die USA wollen deutsche Unterstützung in Syrien. Danke, aber nein danke, Mister Trump. Amerikas Militärabenteuer haben genug Leid über die Welt gebracht.
© Franziska Sinn

Eine Kolumne von Jakob Augstein

DPA
Montag, 17.09.2018 17:02 Uhr

 

Kolumne

Der syrische Krieg ist ein Verbrechen. Wie – beinahe – jeder Krieg. Der Verbrecher, der diesen Krieg gewinnen wird, steht inzwischen fest: er heißt Assad und er hat das Blut der Unschuldigen an seinen Händen. Das ist weder gerecht noch richtig. Aber es ist die Realität in Syrien und sie ließe sich nur zu einem Preis ändern: noch mehr Tote. Das ist es nicht wert. Darum ist die amerikanische Forderung, Deutschland solle sich an einem möglichen neuen Schlag in Syrien beteiligen, ihrerseits nichts anderes als die Einladung zu einem weiteren Verbrechen.

Es geht wieder einmal um Assads Chemiewaffen. Wenn der Diktator sie im belagerten Idlib einsetzen sollte, dann, ja dann … Angela Merkel hat gesagt: „Einfach zu sagen, wir könnten wegsehen, wenn irgendwo Chemiewaffen eingesetzt werden und eine internationale Konvention nicht eingehalten wird, kann auch nicht die Antwort sein.“ Doch, liebe Frau Bundeskanzlerin, wenn es keine andere kluge Antwort gibt, ist keine Antwort immer noch die beste.

Aber der neue amerikanische Botschafter, der nach allem, was man bisher weiß, ungefähr genauso verrückt ist wie sein Präsident, hat seinem Ruf nach deutscher Beteiligung mit den Worten Nachdruck verliehen: „Schon jetzt gibt es eine starke Koalition und sie wird stärker sein als das letzte Mal.“

Das klingt beunruhigend danach, als seien sich die Amerikaner schon ganz sicher, dass es zu einem solchen Einsatz kommen werde. Dabei soll er ja vom erneuten Einsatz von Chemiewaffen abhängen. Und was, wenn Assad solche Waffen nicht einsetzt? Das ist eine interessante Frage. Eine andere lautet: Und was, wenn das keine Rolle spielt, weil die Amerikaner oder irgendwelche Rebellen einen solchen Einsatz einfach behaupten?

Wir haben die Lügen nicht vergessen

Wir haben nicht vergessen, wie die Amerikaner die Welt in den Krieg gegen den Irak hineingelogen haben. Und wie eine maßgebliche Politikerin der CDU Deutschland in diesen Krieg verwickeln wollte. Und wie ein Kanzler der SPD Deutschland davor bewahrt hat. Auch wenn Angela Merkel darauf setzt: wir haben es nicht vergessen.

Die Amerikaner fordern ja dauernd mehr militärische Unterstützung von Deutschland. Egal, ob in Vietnam in den Sechzigern oder in der Straße von Hormus in den Achtzigern oder in Syrien heute: „The Germans to the front“ – diese Worte, mit denen einst ein britischer Admiral die aus Deutschland entsandten Hilfskontingente in Chinas Boxer-Aufstand kommandierte – hören wir immer wieder. Aber wir wollen sie nicht mehr hören! Es ist das gute Recht von Amerikanern, Briten und Franzosen, unverändert an die heilbringende Wirkung von Bomben zu glauben. Es ist das gute Recht der Deutschen, diesen Glauben nicht zu teilen.

Die Empirie spricht für die Deutschen. Dass der Nahe Osten durch die zahllosen westlichen Interventionen ein friedlicherer, sicherer Ort geworden wäre, kann man wirklich nicht behaupten. Dass er ohne diese Interventionen in einem noch schlechteren Zustand wäre, ist nicht beweisbar, lässt sich aber kaum vorstellen.

Aber dennoch hat der SPIEGEL nach der jüngsten US-Forderung geschrieben: „Doch fast immer, wenn es ernst wird, wollen die Deutschen dann doch lieber nicht.“ Man kennt diese Diktion. Darin steckt die Unterstellung, der letzte Ausweis der Ernsthaftigkeit sei die Bereitschaft zum Kampf. Aber das ist ein atavistischer Macho-Unsinn. Die letzte Ernsthaftigkeit liegt in der Erkenntnis, dass Kriege nicht zum Frieden führen.

Die Deutschen sind bekanntlich große Rechthaber. Wenn es um den Krieg geht, ist das ein Glück. Jeder Krieger muss sich für eine bessere Welt erst mal eine gerichtliche Unbedenklichkeitsbescheinigung ausstellen lassen. Und die gibt es eben nicht so ohne Weiteres. So zimperlich sind unsere Verbündeten bekanntlich nicht.

Natürlich geht es immer um eine gute Sache: In Afghanistan ging es erst gegen die Sowjets, dann gegen die Terroristen, dann gegen die Taliban. Im Irak und in Libyen gegen die Diktatoren Saddam und Gaddafi.

In Syrien gegen den Fassbombenmörder Assad. Der Westen ist immer auf der richtigen Seite, an den Konflikten unschuldig und überhaupt töten westliche Bomben irgendwie anders als russische. Wer’s glaubt, wird selig. Selig werden hoffentlich die Opfer dieser Kriege. Denn im Nahen Osten gilt der Satz: „Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen.“

Bernd Ulrich hat neulich zwar in der Zeit geschrieben: „Dieses Land ist keineswegs moralischer, gutwilliger, harmloser oder sonst was als vergleichbare Länder.“ Aber bei der Frage aller Fragen, der Frage nach Krieg und Frieden, da stimmt es eben nicht. Da ist Deutschland tatsächlich moralischer als die anderen. Denn die anderen haben aus den Kriegen, die sie geführt haben, nur gelernt, sie effizienter zu führen.

Wir haben aus unseren gelernt, keine mehr zu führen.

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siehe auch „BAMF-SKANDAL“ – „Ulrike B.“

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/bamf-skandal-neue-details-aus-internen-pruefberichten-15796463.html

Bericht zu Bremer Bamf-Skandal

Die einen wollten manipulieren, die anderen nicht beaufsichtigen

Innenminister Seehofer mit Bamf-Chef Sommer (li) versprach Aufklärung im Bamf-Skandal. Nun liegt der Bericht des Bundesrechnungshofs vor (Archivbild). Bild: AFP

Der Bremer Bamf-Skandal war laut internen Prüfberichten gravierender als behauptet. Weder die Bremer Amtsleiterin, noch das Innenministerium kommen darin gut weg. Die These, es gebe keinen Bamf-Skandal, ist kaum zu halten.

Am kommenden Montag werden sich im Bundestag die Mitglieder des Innenausschusses mit der Affäre in der Bremer Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) beschäftigen, von der zuletzt nicht einmal mehr sicher war, dass es sich wirklich um eine Affäre handelt.

Reinhard Bingener

Politischer Korrespondent für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen mit Sitz in Hannover.

Helene Bubrowski

Politische Korrespondentin in Berlin.

War das Ausmaß des vermuteten Asylbetrugs im Frühjahr zunächst in immer schwindelerregendere Höhen geschnellt, hieß es zuletzt in Medienberichten immer öfter, die frühere Außenstellenleiterin Ulrike B. sei womöglich zu Unrecht beschuldigt worden oder sogar Opfer einer behördeninternen Rufmordkampagne. In der nun anstehenden Sitzung dürften zwei Prüfberichte einen etwas klareren Blick auf die Vorgänge innerhalb des Bamf bringen, die im Frühjahr tagelang die Schlagzeilen beherrschten…..

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siehe auch „CRISPR-CAS“ – „GEN-SCHERE“ – „GENOME-EDITING“

https://www.keine-gentechnik.de/nachricht/33382/#gsc.tab=0

Europäische Regionen fordern internationales Gentechnikregister

07.09.2018

GMO free regions network
Das Europäische Netzwerk gentechnikfreier Regionen setzt sich für mehr Entscheidungsspielräume der Länder und Regionen ein (Foto: European GMO-Free Regions Network)

Damit keine gentechnisch veränderten Pflanzen oder Tiere unerkannt nach Europa importiert werden können, müssen diese eindeutig gekennzeichnet werden, fordert das europäische Netzwerk gentechnikfreier Regionen. Das gelte besonders für Organismen, die mit Genome Editing verändert wurden, heißt es in einer Deklaration, die heute in Berlin beschlossen wurde. Denn diese Technologien werden außerhalb Europas vielerorts nicht als Gentechnik eingestuft.

Anders als die deutsche Agrarministerin bekennt sich das Netzwerk, in dem die Regionalregierungen aus 64 europäischen Regionen vertreten sind, klar zur jüngsten Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH). „Das ist für uns ein wichtiger Meilenstein, mit dem klargestellt wird, dass auch die mit den neuen Gentechnikverfahren erzeugten Lebens- und Futtermittel einer umfassenden Risikobewertung, Rückverfolgbarkeit und Kennzeichnung unterliegen müssen“, sagte die hessische Umweltstaatssekretärin Beatrix Tappeser, seit 2017 Präsidentin des Netzwerks. Der EuGH hatte Technologien des Genome Editing wie CRISPR/Cas oder ODM, die Gene nur minimal verändern, im Juli rechtlich als Gentechnik eingestuft. Das bedeutet unter anderem, dass sie in Europa gekennzeichnet werden müssen.

Um sicherzustellen, dass solche gentechnisch veränderten Organismen (GVO) auch außerhalb Europas erkennbar sind, fordert das europäische Netzwerk ein öffentliches internationales Register aller weltweit freigesetzten GVO. Das bestehende Register des Biosafety Clearinghouse aus dem Cartagena Protokoll für die biologische Sicherheit sei ein geeigneter Rahmen für diese Aufgabe, heißt es in der Erklärung.

„Größte Vorbehalte“ haben die Mitglieder des Netzwerks gegenüber sogenannten „Gene drives“. Hier werden die Gene etwa eines Insekts so manipuliert, dass die Veränderung sich in einer Art Vererbungsturbo in kürzester Zeit in einer ganzen Population ausbreitet. Die Regionalregierungen fordern „alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Freisetzung von Gene drives in unsere Umwelt zu verhindern“. „Hier müssen Regelungen auch auf internationaler Ebene getroffen werden, da ‚Gene drives‘ vor Ländergrenzen nicht Halt machen und die Auswirkungen auf Ökosysteme gravierend ausfallen können“, erläuterte Staatssekretärin Tappeser. Es sind also sowohl die Europäische Union als auch die internationale Staatengemeinschaft gefordert, ein Moratorium für Gene drives zu beschließen.

Schließlich sprechen sich die Regionalregierungen und internationalen Verbände, die bei der 9. Konferenz gentechnikfreier Regionen in Berlin ebenfalls anwesend waren, dafür aus, dass die genetische Vielfalt der Pflanzen und Tiere als eines der wertvollsten öffentlichen Güter der Menschheit erhalten und zugänglich bleibt. Dafür müsse der Staat verstärkt in landwirtschaftliche Forschung und Entwicklung investieren und so dazu beitragen, die agrarpolitischen Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen. [vef]

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GEGEN die VORSORGE

Die CDU/CSU steht für ALLES was der NATUR und dem MENSCHEN SCHADEN bringt

https://www.keine-gentechnik.de/nachricht/33381/#gsc.tab=0

Klöckner: neues Gesetz für Genome Editing?

06.09.2018

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (Foto: CDU Rheinland-Pfalz)
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (Foto: CDU Rheinland-Pfalz)

Bundesagrarministerin Julia Klöckner ist mit der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), die Technologien des Genome Editing als Gentechnik zu werten, offenbar nicht einverstanden. „Die klassische grüne Gentechnik mit CRISPR/Cas in einen Topf zu werfen, halte ich für sachlich falsch”, sagte die CDU-Politikerin gestern der Nachrichtenagentur Reuters. Ob es zu Gesetzesänderungen komme, werde man sehen.

Wie berichtet hatte der EuGH im Juli entschieden, dass neue Gentechnikverfahren wie CRISPR/Cas oder ODM rechtlich wie Gentechnik zu behandeln sind. So hergestellte Organismen müssen also auf ihre Risiken geprüft und zugelassen werden. Das Gericht berief sich vor allem auf das Vorsorgeprinzip und folgte damit der Argumentation der Gentechnikkritiker – sehr zum Entsetzen von Industrie und großen Teilen der Wissenschaft. Entsprechend harsch war die Urteilsschelte.

Da der EuGH in dieser Frage jedoch die letzte Instanz ist, ist dieses Urteil unanfechtbar rechtsgültig. Will jemand an der Rechtslage etwas ändern, bleibt in der gewaltengeteilten Demokratie nur der Weg über die Gesetzgebung – in diesem Fall auf EU-Ebene. Eine Petition gegen die EuGH-Entscheidung, wie sie ein französischer Wissenschaftler jetzt auf den Weg gebracht hat, kann den Richterspruch nicht mehr rückgängig machen.

Auch Frau Klöckner hatte wohl schon im Juli Plan B im Auge. Sie wolle „den Blick für Entwicklungen und Innovationen offenhalten“, teilte die Agrarministerin wenige Stunden nach dem EuGH-Urteil mit. „Diese Diskussion möchte ich in Europa gemeinsamen mit der Europäischen Kommission und den Mitgliedsstaaten vorantreiben.“ “Wir müssen achtgeben, dass wir nicht aus Luxuspositionen des Überflusses heraus in Europa eine neue Technologie vor die Tür setzen”, ergänzte sie jetzt laut Reuters. Die neue Technologie könne die Lösung für landwirtschaftliche Probleme werden. Als Beispiel nannte sie dürre-resistente Pflanzen, die von den Befürwortern der Gentechnik schon seit Jahren angekündigt werden. Faktisch setzte die Agrarindustrie die Gentechnik jedoch vor allem dafür ein, Pflanzen gegen die von ihr hergestellten Pestizide resistent zu machen.

Eine klare Vorstellung hat die Agrarministerin vom Ablauf der Diskussion: “Wir müssen eine Debatte führen, die wissenschaftsbasiert ist und nicht nach Stimmungen geht”, wird sie von Reuters zitiert. Hatten wir das nicht schon mal irgendwo gehört? Ein Blick in die Rede von Bayer-Chef Werner Baumann bei der Hauptversammlung des Chemiekonzerns im Mai hilft weiter: Die Politik dürfe „nicht nur auf das schauen, was heute den Vorstellungen und Umfragen entspricht“, gab der Konzernlenker vor. Wichtig sei, „was morgen und übermorgen gesellschaftlichen Fortschritt und wirtschaftlichen Wohlstand verspricht“. Kein Risiko einzugehen sei für die Gesellschaft keine Option, so Baumann.

Bei der Diskussion des Themas mit ihrem Koalitionspartner SPD steht Klöckner offenbar noch ganz am Anfang: “Neue Gentechnikverfahren, wie die Genschere CRISPR/Cas und die damit erzeugten Produkte, unterliegen dem Gentechnikrecht”, versicherte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion, Matthias Miersch, heute gegenüber Reuters. „Das Urteil des EuGH sollte auch die Bundeslandwirtschaftsministerin anerkennen.” Miersch forderte Klöckner auf, unverzüglich einen Gesetzentwurf vorzulegen, mit dem der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen grundsätzlich untersagt werde

Heftige Kritik kommt von der Opposition: Die Agrarministerin stimme „nach kürzester Schamfrist voll ein in den Chor der Gentechnik-Lobby, der sich seit dem Gentechnik-Urteil überschlägt in schriller Richterschelte und Forderungen nach Gesetzesänderungen“, schimpft der Gentechnikexperte der Grünen, Harald Ebner. Wenn sie in Frage stelle, dass auch die neue Gentechnik Gentechnik ist, ebne sie den Weg für Verbrauchertäuschung durch verschleierte Gentechnik im Essen. [vef]

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siehe auch „EPI-GENETIK“ – „Jörg Spitz“

https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2018-09/kuenstliche-befruchtung-zeugung-kinderwunsch-fortpflanzung-kinder-gesundheit/komplettansicht

Künstliche Befruchtung

Diese Kinder sind doch nicht so gesund

Millionen Menschen sind dank künstlicher Befruchtung auf der Welt. Es galt: Sie sind so gesund wie alle anderen. Eine Gewissheit, die schwindet. Es gibt ernste Zweifel.
Künstliche Befruchtung: Wurde der Einfluss der künstlichen Befruchtung auf die Gesundheit von Kindern lange Zeit unterschätzt?
Wurde der Einfluss der künstlichen Befruchtung auf die Gesundheit von Kindern lange Zeit unterschätzt? © Luma Pimentel/Unsplash

Immer häufiger greift der Mensch in einen Prozess ein, der für die Entstehung neuen Lebens zentraler nicht sein könnte: die Befruchtung der Eizelle durch das Spermium. Es ist der Moment, in dem das Erbgut von Vater und Mutter verschmilzt. Bei einer natürlichen Befruchtung wird die Eizelle im Eileiter befruchtet und wandert dann in die Gebärmutter, um sich dort einzunisten. Bei zwei bis fünf Prozent der Neugeborenen in entwickelten Ländern aber läuft es ganz anders: Menschliche Hände sorgen mit Mikroskop und Pipette dafür, dass es zur Befruchtung kommt. Erst die Erfindung der künstlichen Befruchtung verhalf vielen Menschen zu einem eigenen Kind. Sie sorgt dafür, dass der Stammbaum von Familien nicht aufhört. Kaum ein Eingriff der modernen Medizin dürfte das Leben vieler Menschen so stark verändert haben.

Jedes Jahr kommen mehr Kinder dank künstlicher Befruchtung zur Welt. Mehr als eine Viertelmillion Kinder sind inzwischen in Deutschland so entstanden (IVF-Register: Jahrbuch 2016), weltweit sind es mehr als acht Millionen. Vor Kurzem feierte Louise Brown ihren 40. Geburtstag, der erste Mensch, der durch künstliche Befruchtung entstand, und 2010 erhielt Robert Edwards, der Erfinder der Petrischalenmethode, auch In-vitro-Fertilisation (IVF) genannt, den Nobelpreis für Medizin.

Der Methode gab neben ihrem Erfolg stets noch etwas anderes recht: ihre Sicherheit. Während die mitunter nötige Hormonbehandlung für die Entnahme von Eizellen für Frauen riskant ist, galt das Verfahren für die dabei entstehenden Kinder als absolut sicher. Aber genau diese Gewissheit schwindet. Die Autoren einer vor Kurzem erschienenen Studie zweifeln an, dass künstlich gezeugte Kinder genauso gesund sind wie Kinder, die durch Sex gezeugt wurden (Journal of the American College of Cardiology: Meister et al., 2018). So haben Jugendliche, die nach einer IVF-Behandlung zur Welt gekommen sind, schon früh Gefäßprobleme. Diese könnten später einmal lebensgefährlich werden.

Die aktuelle Arbeit wirft große Fragen auf: Ist es naiv anzunehmen, dass sich Embryonen, die in Petrischalen entstehen und in einem Nährmedium bebrütet werden, genauso entwickeln wie all jene, die durch eine natürliche Befruchtung entstehen? Was bedeutet das für die acht Millionen IVF-Babys weltweit? Fast schließt sich an: Rächt sich der menschliche Eingriff in die Natur?

Höherer Blutdruck bei Petrischalenkindern

Im Schweizer Inselspital Bern untersuchten Mediziner und Ärzte für die neuen Belege gesunde Jugendliche. Schon 2012 hatte sich in einer ersten Studie gezeigt (Circulation: Scherrer et al., 2012), dass die Gefäße von Petrischalenkindern vorzeitig gealtert waren. Verschiedene Ultraschallmessungen ergaben, dass ihre Blutgefäße steifer waren und größere Schwierigkeiten hatten, sich bei Sauerstoffbedarf und durch Medikamentengabe zu weiten, als bei natürlich entstandenen Kindern. Außerdem waren gewisse Schichten der Gefäßwand dicker als bei Kontrollprobanden, möglicherweise ein Zeichen für eine beginnende Gefäßverkalkung.

Das konnte das Forscherteam am Blutdruck ablesen: Die Petrischalenkinder zeigten geringfügig höhere Werte. Das ist bedenklich, denn Bluthochdruck schädigt Gefäße und gilt als ein Hauptrisikofaktor für Herzerkrankungen und Schlaganfälle. Acht der 52 Petrischalenkinder hatten bereits Bluthochdruck, in der Kontrollgruppe war es nur eins von 40. Für den Hauptautor der aktuellen, Studie Emrush Rexhaj, zeigt dies, dass „auf den ersten Blick gesunde Kinder ernsthafte und besorgniserregende Anzeichen für ein frühes Herz-Kreislauf-Risiko haben.“ Und in einem Kommentar, der dem Artikel beiliegt, schreiben Ärztinnen und Ärzte aus Harvard (Journal of the American College of Cardiology: Weinrauch et al., 2018): „Sollte das Risiko für einen jugendlichen Bluthochdruck (…) wirklich sechsmal so hoch liegen, wären die Konsequenzen für die Lebensdauer gewaltig (…).“

*Anmerkung: In einer vorherigen Version hatte der Artikel den Titel: „Diese Kinder sind doch anders“. Wie einige Leserinnen und Leser anmerkten, ist das missverständlich, weil die Andersartigkeit sich allein auf den Gesundheitsstatus der Kinder bezieht. Wir haben die Überschrift deshalb angepasst.

Künstliche Befruchtung erhöht das Risiko von Fehlbildungen

Die Schweizer Studie ist zwar sehr gewissenhaft erarbeitet, hat aber nur wenige Versuchspersonen. Wäre sie also die einzige, könnte man den Verdacht lediglich zur Kenntnis nehmen. Aber es ist nicht so einfach. Weitere Studien haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass die künstliche Befruchtung nicht ohne Risiken ist. Da ist zunächst ein naheliegender Grund, der mit dem Prozess der Befruchtung nichts zu tun hat: Weil nach der In-vitro-Fertilisation oft mehrere Embryos in die Gebärmutter der Frau eingebracht werden, führt sie besonders oft zu Zwillingsschwangerschaften. Und die sind für Mutter und Kind im Schnitt ein bisschen gefährlicher, denn sie können zu Frühgeburten oder Bluthochdruck in der Schwangerschaft führen. Das ist etwas, worüber Menschen, die eine künstliche Befruchtung in Anspruch nehmen, in der Regel aufgeklärt werden.

Anders sieht es mit Fehlbildungen aus. Studien legen nahe, dass Kinder, die durch künstliche Befruchtung entstanden sind, etwas häufiger Herzfehler oder Fehlbildungen der Gliedmaßen haben (Clinical and Molecular Teratology: Källén et al., 2010 & American Society for Reproductive Medicine: Wen et al., 2012). Wenn man die Fruchtbarkeitsprobleme der Eltern, die auch einen Einfluss haben, in die statistische Analyse miteinbezieht, wird der Effekt zwar schwächer (Journal of Assisted Reproduction and Genetics: Rimm et al., 2011). Trotzdem gilt: Es scheint ein Unterschied zu sein, ob ein Embryo im Labor oder im Eileiter entsteht.

Darauf deuten verschiedene Untersuchungen bei Tieren, aber auch bei Menschen hin. Sie stützen die aktuellen Ergebnisse der Schweizer Forscherinnen und Forscher. Mäuse, die durch künstliche Befruchtung entstehen, haben Gefäßprobleme und sterben früher (Journal of Clinical Investigation: Rexhaj et al., 2013); Mäuse wie auch Menschen neigen zu Diabetes, sofern sie nach einer IVF-Behandlung geboren wurden (Endocrinology: Cerny et al., 2018 & Diabetes: Chen et al., 2014); und Menschen haben – das zeigen große Studien – einen statistisch signifikanten, wenn auch nur geringfügig erhöhten Blutdruck (Fertility and Sterility: Guo et al., 2017). Die jetzt erschienene Studie schließt also an eine Reihe von Belegen an und bestätigt, dass die Veränderungen und ihre Folgen bei den gleichen Kindern nicht verschwinden, sondern nach Jahren noch nachweisbar sind oder schlimmer werden.

Was aber nicht so recht zu beantworten ist: Was ist der Grund für die Risiken, deren Ausmaß bisher schwer abzuschätzen ist? „Die Techniken der künstlichen Befruchtung beinhalten die Manipulation von Embryonen zu einer Zeit, in der sie besonders vulnerabel gegenüber externen Störungen sind“, sagt Yutang Wang von der Federation University in Australien. „Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass künstliche Befruchtung die Anfälligkeit gegenüber einzelnen Erkrankungen erhöht.“

Im Verdacht: das Kulturmedium, in dem die Eizelle schwimmt

Verdächtigt wird das Nährmedium, in dem die befruchtete Eizelle einige Tage lang schwimmt und sich teilt, ehe sie als Zellhaufen in die Gebärmutter verpflanzt wird. Früher waren das einfache Salzlösungen, inzwischen enthalten sie viele weitere Bestandteile: von Glukose über Laktat bis hin zu hormonell wirksamen Substanzen. „Es ist relativ sicher, dass Kulturmedien einen Effekt haben“, sagt auch Michael von Wolff, Professor am Inselspital Bern und Leiter der Abteilung für Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin. „Es gibt jedoch keine schlüssigen Studien, die aufzeigen, welche Zusammensetzung des Kulturmediums das Risiko erhöht oder verringert.“ Hinzu kommt, dass oft nur die Hersteller, also kommerzielle Firmen, wissen, was genau in einem Medium steckt. Und so beschränkt sich die Forschung oft darauf, ganze Produkte statt einzelne Bestandteile miteinander zu vergleichen (Human Reproduction: Zandstra et al., 2018).

Doch wie kann die Zusammensetzung des Kulturmediums dazu führen, dass Petrischalenkinder mitunter häufiger krank sind? Die schlüssigste Hypothese (Journal of the American College of Cardiology: Weinrauch et al., 2018): Es kommt zu epigenetischen Veränderungen. Die Epigenetik beschäftigt sich anders als die klassische Genetik nicht mit dem Code des langen DNA-Fadens, der unsere Erbinformation enthält, sondern mit allem, was rundherum passiert. Etwa wie das Erbgut verpackt ist und an welchen Stellen kleine Kohlenstoffgruppen an die Bausteine der DNA geklebt wurden. Diese Details bestimmen oft erst, ob ein Gen aktiv ist oder schläft und wie sich eine Zelle verhält. Epigenetische Veränderungen sind zudem viel dynamischer als genetische, die sich häufig erst über viele Generationen durchsetzen. Studien zeigen, dass Embryonen, die durch künstliche Befruchtung entstanden sind, besonders oft bestimmte epigenetische Veränderungen aufweisen (Human Reproduction Update: Lazaraviciute et al., 2014). Auch solche, die Forscherinnen und Wissenschaftler mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Zusammenhang setzen können.

Die neue Studie ist nur die Spitze des Eisbergs

Der vielleicht dringlichste Hinweis für die EpigenetikHypothese sind aber Syndrome, die durch genetische Prägung verursacht werden. Hierbei stellen epigenetische Veränderungen die Genvariante eines Elternteils komplett ruhig. Ein Beispiel ist das BeckwithWiedemann-Syndrom. Kinder, die damit geboren werden, haben hohe Mengen eines bestimmten Wachstumsfaktors im Blut. Sie entwickeln sich zu schnell, haben eine auffallend große Zunge, oft Herzprobleme und bekommen häufiger bestimmte Krebsarten. Das Risiko, an diesem Syndrom zu erkranken, ist für Kinder nach künstlicher Befruchtung fünfmal höher als bei anderen (Fertility and Sterility: Vermeiden & Bernardus, 2013). Das heißt: Während normalerweise nur eines von ungefähr 14.000 Kindern das Syndrom hat, betrifft es nach künstlicher Befruchtung wohl eines von 3.000.

Die Schweizer Studie, an der die Debatte um die Folgen von künstlichen Befruchtungen nun entbrennt, dürfte nur die Spitze des Eisbergs sein. Denn, so sagte es Michael Davies von der Uni Adelaide in Australien und Experte auf dem Feld dem Science Media Center: „Sie schloss nur dem Anschein nach gesunde Kinder aus unkomplizierten Schwangerschaften ein. Wie die Autoren schon feststellen, legt diese Auswahl nahe, dass die Gesamtzahl der durch Fruchtbarkeitstherapien betroffenen Kinder deutlich höher ist.“ Immer klarer wird nämlich, dass es bei Schwangerschaften, die durch künstliche Befruchtung entstehen, deutlich mehr Komplikationen gibt: Die Mütter haben häufiger Diabetes und Bluthochdruck während der Schwangerschaft und die Kinder kommen deutlich häufiger zu früh zur Welt (Fertility and Sterility: Qin et al., 2016).

Je älter die Eltern, desto kranker die Kinder

Dazu kommt ein noch größeres Problem: Die meisten angeführten Studien haben Faktoren wie das Alter oder mütterliche Erkrankungen herausgerechnet, um den direkten Effekt der Techniken zur In-vitro-Fertilisation zu messen. In der Wirklichkeit aber gehen diese Dinge oft Hand in Hand. Seit Jahren steigt das Alter der Männer und Frauen, die eine künstliche Befruchtung in Anspruch nehmen. Dabei nimmt die Qualität der Spermien und Eizellen mit dem Alter deutlich ab – und damit die Gefahr zu, dass die Schwangerschaft nicht glatt verläuft, das Kind mit einer Behinderung zur Welt kommt oder im Laufe des Lebens verschiedene Probleme wie ADHS oder Krebs entwickelt (American Journal of Perinatology: Nassar & Usta, 2009). Den riskantesten Einfluss auf die Gesundheit ihrer Kinder haben aber vor allem ältere Menschen und Personen, deren Grunderkrankungen ihnen womöglich eine Schwangerschaft ohne künstliche Befruchtung nicht erlauben würden.

Die großen Errungenschaften der Reproduktionsmedizin haben Nebenwirkungen. Der Mensch kann die Bedingungen der Natur nur bedingt nachbilden. Wann immer er es versucht, werden ihm Fehler unterlaufen. Mal gröbere, mal nur winzige. Und diese Fehler können Folgen haben.

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ube.com/watch?v=1aMaS4u4tWk

Slow Life – Hirnstatus: Offline | ARTE Creative

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http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/der-film-offline-schickt-zwei-gamer-in-das-echte-leben-15772817.html

Arte-Film „Offline“ 

Stell dir vor, du bist gehackt

  • Von Katharina Koser
  • Aktualisiert am

Heldenhaft: In der Welt von Utgard ist Jan der furchtlose Kämpfer Fenris aus dem hohen Norden. Bild: © SWR/Rat Pack Filmproduktion

Im Arte-Film „Offline“ ist der Computerspieler Jan genau das: der Internetanschluss tot, sein Handy auch. Gemeinsam mit einer Freundin muss er nun im echten Leben ein Abenteuer bestehen, das seine digitale Existenz in Frage stellt.

Jan (Moritz Jahn) ist passionierter Gamer. Im wahren Leben ist er ein schlaksiger Abiturient mit Strubbelkopf, der Mädchen eher als Bedrohung empfindet, aber im Multiplayer-Computerspiel „Schlacht um Utgard“ gilt er als einer der Besten. Seine virtuelle Identität Fenris aus dem hohen Norden ist ein gutaussehender, furchtloser Krieger im Märchenheld-Gewand und hat es in der Community zu einiger Berühmtheit gebracht. Von Ehrgeiz getrieben, studiert Jan eifrig die Tutorials des Gamers Tristan (Hannes Wegener). Dann die Katastrophe: Drei Tage vor Beginn des Turniers „Ragnarök“, kurz nachdem er mit seinem Online-Freund, dem blaugesichtigen Troll Gotrax, die Höhle des Schicksals erstürmt und das fürs Turnier notwendige Upgrade erhalten hat, wird Jans Account gesperrt. Sein Computer hat keine Internetverbindung mehr, sein Handy funktioniert nicht.

Schnell erhärtet sich sein Verdacht, dass hinter dem Hackerangriff sein Widersacher Loki steckt. Weil die Polizei nicht der Ansicht ist, dass es sich bei Jans Problem um einen Fall von Cyberkriminalität handelt, macht er sich auf den Weg nach Stuttgart zu der Software-Firma, die das Spiel entwickelt hat. Dort trifft er auf Gotrax, der in Wirklichkeit ein Mädchen ist, das Karo (Mala Emde) heißt und blaue Haare hat. Auch ihr Account wurde gesperrt, und so machen sie sich gemeinsam auf den Weg zum Ursprung von Lokis ID, die Jan zurückverfolgen konnte, um ihre Spielcharaktere zurückzugewinnen. Nachdem Loki sich in den Bankautomaten gehackt und Jans EC-Karte eingezogen hat, müssen die Jugendlichen ohne technische Hilfsmittel auskommen. Während dieser Reise, auf der sie einer Gruppe RolePlayer und dem holzfällenden Einsiedler Ben (David Schütter) begegnen, entdecken sie, dass sie mehr füreinander sind als nur Gamer-Freunde. Dann stellt Loki Jan vor die Wahl: Lässt er Karo fallen, bekommt er Fenris zurück.

„Kombiniere: Colaflasche mit Karos Minzbonbons“

Die Abenteuerkomödie „Offline – Das Leben ist kein Bonuslevel“ (Regie Florian Schnell) besticht vor allem durch die ständige Überlappung der virtuellen und der realen Welt. Der Zuschauer taucht ein in die Welt der Fantasy-Rollenspiele. Aufwändige 3D-Animationen des Spieleentwicklers Piranha Bytes („Risen 3“) werden mit Filmszenen verflochten. So erscheint ein blinkender Energiebalken, wenn Jan müde ist. Er steigt vom roten in den gelben Bereich, nimmt er einen Energy-Drink zu sich. Witzig auch die eingeblendete Inventarleiste, die zeigt, welche Gegenstände Jan in kritischen Situationen zur Verfügung hat („Kombiniere: Colaflasche mit Karos Minzbonbons“), oder die vier möglichen Aktionen, unter denen Jan wählen kann. „Offline“ ist aber mehr als Animation. Der Film zeigt, dass Gamer nicht nur Chips futternde Nerds sind, die sich vor einem Turnier mit Urinbeuteln und Trinkpäckchen ausstatten, um den Sessel nicht verlassen zu müssen, auch wenn dieses Vorurteil in Gestalt von Jans Freund Deniz bedient wird.

Die Abenteuerreise von Jan und Karo im Großraum Stuttgart (in phonetischer Übereinstimmung mit dem Titel des Spiels „Schlacht um Utgard“) zeigt ihnen das „real life“: Die Wälder, durch die sie sich kämpfen, sind noch schöner als ihre animierten Pendants, die Wasserfälle fühlen sich echter an. Dabei schafft es das Fantasy-Abenteuer, ohne Belehrung à la „Geh lieber mal an die frische Luft“ auszukommen. Der Film, der auf mehr als vierzig Festivals lief und den Jugendfilmpreis beim Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern gewann, wirbt nicht für den kalten Entzug vermeintlich süchtiger Computerkinder, sondern für das gesunde Maß. Denn eigentlich ist ja nichts verkehrt daran, ab und zu in eine andere Welt einzutauchen, solange das echte Leben nicht aus dem Blick gerät. Das kapiert auch Jan irgendwann.

Auch für Erwachsene und Nicht-Gamer ist „Offline“ eine Lehrstunde. Die aufwändige Fantasy-Welt von Utgard und der opulente Soundtrack (Marius Kirsten, Renée Abe) wissen zu begeistern. Selbst wenn die Story um Freundschaft und Jugendliebe nicht sonderlich originell ist: Die Umsetzung macht Spaß. Am Ende fiebert sogar der Aussteiger Ben mit, wenn es zum Showdown zwischen den Freunden und ihrem Gegner Loki kommt.

Fernsehtrailer : „Offline – das Leben ist kein Bonuslevel“

Video: Youtube / Vipmagazin, Bild: © SWR/Rat Pack Filmproduktion

Offline – Das Leben ist kein Bonuslevel läuft heute, Donnerstag, 6. September, um 20.15 Uhr auf Arte.

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https://www.arte.tv/de/videos/051887-000-A/offline/

Offline

Das Leben ist kein Bonuslevel

82 Min.
Verfügbar von 06/09/2018 bis 12/09/2018
Live verfügbar: ja
Nächste Ausstrahlung am Dienstag, 25. September um 01:50
Der 17-jährige Jan, alias Krieger Fenris, verbringt seine ganze Zeit mit dem Computerspiel „Schlacht um Utgard“. Der reale Alltag, Mama und die Schule stellen da nur Störfaktoren dar. Doch plötzlich ist Jan offline – sein Account wurde gehackt. Wer steckt dahinter? – Für seine Abenteuerkomödie wurde Florian Schnell im Jahr 2016 mehrfach ausgezeichnet.
Urinbeutel für niemals endende Gaming-Sessions, ein Alarmsystem gegen störende Eltern – das ultimative Online-Turnier Ragnarök kann kommen! Der schüchterne 17-jährige Jan, alias Fenris, der unbesiegbare Krieger aus dem Norden, verbringt den Großteil seiner Freizeit vor dem Computer. Mit allen möglichen Tricks versucht er, seine virtuelle Leidenschaft um sein störendes echtes Leben herum zu organisieren. Mit seinem Avatar Fenris ist er ein Star im Computerspiel „Schlacht um Utgard“. Er gilt gemeinsam mit seinem virtuellen Verbündeten Gotrax, dem Schlächter vom Grimsberg, als Favorit für den Sieg im bevorstehenden Wettkampf Ragnarök. Das Gewinnerteam erhält eine Million Goldstücke und wird zur Legende in der Gaming-Welt. Doch ausgerechnet als der finale Countdown zum Turnier beginnt, wird Jans Account gehackt. PC und Handy funktionieren nicht mehr, und auch sein Konto ist gesperrt. Der Alptraum eines jeden Gamers: Jan ist offline. Wohl oder übel muss er sich mit der blauhaarigen, aufgedrehten Karo, die ebenfalls gehackt wurde und zu Jans Überraschung sein virtueller Partner Gotrax ist, zusammentun. Aber wird das Online-Team auch in der Realität unbesiegbar sein? Von Jans bestem Freund Deniz erfahren die beiden, dass der dunkle Magier Loki hinter den Intrigen steckt, und machen sich auf die Suche nach seinem realen Spieler. Ohne Geld und Internet beginnt eine abenteuerliche Reise in strategischer Gaming-Manier. Karo und Jan hacken das System der Spiele-Agentur und flüchten aus einem fahrenden Zug vor der Schaffnerin. Mit Hilfe einer Minzbonbon-Cola-Bombe entkommen sie einer Falle und schlagen sich mit Survival-Tricks des Gaming-Gurus Tristan durch die Wälder. Auch Karos Wunsch-Stein tut letztlich seinen Dienst: Jans Herz schlägt nicht mehr nur für virtuelle Welten höher. Doch werden die beiden es tatsächlich schaffen, als Avatare Fenris und Gotrax rechtzeitig zu Ragnarök in die virtuelle Welt zurückzukehren? Am Ende steht Jan vor einer schweren Entscheidung. Und Karo behält recht: Das Leben ist kein Bonuslevel. Eine Abenteuerkomödie, die durch aufwendige Animation die Grenzen zwischen Virtualität und RealLife verschwimmen lässt und die Gaming-Kultur aus einer ganz neuen Perspektive zeigt.

Kamera :

Dominik Berg

Schnitt :

Matthias Scharfi

Musik :

Marius Kirsten
Renée Abe

Produktion :

Rat Pack Filmproduktion
SWR
ARTE
BR
Karl Filmproduktion
Filmakademie Baden-Württemberg

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https://ze.tt/verdammt-glueckliche-schweine-wie-auf-einem-hof-in-potsdam-artgerechte-haltung-gelingt/?utm_campaign=ref&utm_content=zett_zon_parkett_teaser_x&utm_medium=fix&utm_source=zon_zettaudev_int&wt_zmc=fix.int.zettaudev.zon.ref.zett.zon_parkett.teaser.x

Verdammt glückliche Schweine!

Wie auf einem Hof in Potsdam artgerechte Haltung gelingt

Neun von zehn Schweinen werden in Deutschland eingepfercht in Mastbetrieben gehalten. Das geht auch anders. Ein Besuch auf einem Hof, der Schweine artgerecht hält

Diese Ferkel wachsen auf einem Hof auf, der sich der artgerechten Schweinehaltung verschrieben hat.

Diese Ferkel wachsen auf einem Hof auf, der sich der artgerechten Schweinehaltung verschrieben hat. Foto: © Lena Müssig

Es ist schwülwarm, als ich mich aufmache, um vor den Toren Potsdams einen besonderen Ort zu besuchen: den Potsdamer SauenHain. Meine Tierärztin hatte mir davon erzählt. Ein „Schweineparadies auf Erden“, schwärmte sie.

Back to the roots, Schweine wieder so halten, wie unsere Großeltern die Tiere einst hielten – das ist auf dem Hof Programm. Zwar esse ich seit meiner Kindheit kein Fleisch mehr, doch die Idee begeistert mich. Ich will mir diesen SauenHain anschauen und den Mann treffen, der seinen Job als Geograf an den Nagel gehängt hat, um fortan Schweinefleisch aus wirklich artgerechter Haltung zu produzieren.

Into the wild

Erst wenige Minuten habe ich Potsdams Innenstadt verlassen, schon führt mich das Navi über einen holprigen Betonplattenweg in Richtung meines Ziels. Die Vegetation am Wegesrand wird mit jeder überfahrenen Betonplatte dichter. Plötzlich stehe ich vor einem Zaun. „Freilaufende Schweine“ steht auf einem Schild. Und dann kommt auch schon Clemens Stromeyer, Gründer des SauenHains durch das Tor, begrüßt mich und blickt als erstes auf meine ausgelatschten Vans. „Willst du dir ein Paar Gummistiefel anziehen?“, fragt er lachend und nimmt mich mit zu einem Bauwagen, in dem er ein passendes Paar für mich findet.

[Außerdem auf ze.tt: Ein Vegetarier über das heimliche Fleischessen]

„Wo sind denn hier die Schweine?“, frage ich Clemens und schaue mich um. Wir stehen auf einer ehemaligen Apfelplantage. Dichte Büsche, sandiger Boden, knorrige, uralte Apfelbäume – nur keine Schweine in Sicht. Rund zehn Hektar misst das Gelände, auf dem ich mir ein Bild von wirklich glücklichen Schweinen machen will. Der Ort wirkt so ursprünglich und friedlich, dass ich mir weder vorstellen kann, dass ich nur wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernt bin, noch dass auf diesem schönen Fleck Schweine gezüchtet werden, die irgendwann zum Schlachter kommen. Der Ort wirkt surreal auf mich.

Clemens stapft mit mir über das Gelände. Noch immer weit und breit kein Schwein in Sicht. Plötzlich grunzt es aus dem Dickicht. Ein rosafarbener Rüssel schiebt sich durch das Grün des Buschs, ein großer Schweinekopf folgt und plötzlich steht vor mir eine riesige Sau. Neugierig beäugt und berüsselt sie mich. Eigentlich kenne ich keine Berührungsängste mit Tieren, die Sau imponiert mir dann zunächst aber doch. „200 Kilo wiegt so ein Tier. Du musst nur aufpassen, dass sie dir nicht auf die Füße tritt. Sonst brauchst du keine Angst haben. Die Ferkel darfst du halt nicht auf den Arm nehmen, das kennen sie nicht und das Quieken würde die Muttersau in den Verteidigungsmodus versetzen“, erklärt Clemens. Plötzlich kommen kleine Ferkel im Schweinsgalopp auf mich zu, drücken ihre Rüssel neugierig an meine Tasche und lassen sich streicheln.

Clemens deutet auf eine Sau, die gut geschützt in einer sandigen Kuhle liegt. Um sie herum springen winzig kleine Ferkel. „Gerade erst zehn Tage alt“, erzählt Clemens. Er kennt jedes seiner Schweine, spricht mit ihnen und ist sichtbar beliebt bei den Tieren. Schnell scharen sich weitere Schweine um uns und verdrücken laut schmatzend die Äpfel, die wir ihnen von den Bäumen pflücken. Ich bin tatsächlich im Schweineparadies.

Ich wünschte, dass das, was ich mache, als normal gelten würde.“ – Clemens Stromeyer

Clemens erzählt mir, wie er den Potsdamer SauenHain vor drei Jahren gegründet hat. Als leidenschaftlicher Hobbykoch habe er hochwertiges Schweinefleisch aus artgerechter und regionaler Haltung vermisst. Gerade beim Schweinefleisch sei es quasi unmöglich, Fleisch zu kaufen, das nicht aus Massentierhaltung stammt.

[Außerdem auf ze.tt: Fleisch ohne Tier: So sieht die Frikadelle der Zukunft aus]

Laut Bundesinnenministerium für Ernährung und Landwirtschaft werden in Deutschland neun von zehn Schweinen in konventionellen Betrieben auf harten Spaltböden gehalten. Nicht nur die Umweltbelastung durch Schweinefabriken ist immens, auch das kurze Leben der Tiere ist bedauerlich. Die Zuchtsäue verbringen mehrere Wochen am Stück im Kastenstand. Liegen und stehen, mehr geht nicht. So soll verhindert werden, dass Ferkel erdrückt werden, das ist wirtschaftlicher. In der Mast werden die Schweine in wenigen Monaten mit Hightechfutter schlachtreif gefüttert. Für die Herstellung des Futters werden hauptsächlich in den USA und in Brasilien riesige Monokulturen angebaut – mit fatalen Konsequenzen für die Umwelt. Einem konventionell gehaltenen Mastschwein von 50 bis 110 Kilogramm müssen laut Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung 0,75 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Das Ausleben der natürlichen Instinkte ist unmöglich.

Im Potsdamer SauenHain sieht das anders aus. Hier wühlen, suhlen und leben die sozialen und hochintelligenten Schweine das ganze Jahr über im Freien. Sogar die Ferkel erblicken das Licht der Welt. In Hütten und Büschen können sich die hitzeempfindlichen Tiere vor der Witterung schützen. Im Winter häuft Clemens eine dicke Schicht Stroh auf, in der die Tiere sich gegenseitig wärmen. Neben den zehn Muttersäuen und ihren Nachkömmlingen lebt zudem ein einziger Eber im SauenHain, der für den Nachwuchs verantwortlich ist. Schwein gehabt. Nach etwa einem bis anderthalb Jahren werden die Schweine zu einem familiengeführten kleinen Schlachtbetrieb in der Region gefahren. Alle zwei Wochen werden etwa fünf Tiere geschlachtet. Durch das langsame Wachstum, gutes Futter und die viele Bewegung im Freien soll das Fleisch besonders schmackhaft sein. „Ich wünschte, dass das, was ich mache, als normal gelten würde“, sagt Clemens nachdenklich.

Knochenjob Schweineparadies

„Das glückliche Freilandleben der Schweine bedeutet für Clemens Stromeyer harte Arbeit. „Das ist nicht wie bei Rindern, die du auf eine Wiese stellst und sie lediglich den Rasen abgrasen. Schweine graben Löcher, bauen Nester und wühlen mit den Boden um“, sagt er. Neben uns liegt eine Sau zufrieden im Schlammbad. „Zudem müssen die Tiere gefüttert, Apfelbäume zurückgeschnitten und Pflanzen gesät werden.“ Und das an 365 Tagen im Jahr – bei Wind und Wetter. Ein paar Helfer*innen hat Clemens, den Großteil der teilweise körperlich sehr fordernden Aufgaben übernimmt er jedoch persönlich: Zäune ausbessern, Boden und Bäume pflegen, Futter auf dem riesigen Gelände verteilen.

Damit er das Fleisch trotzdem zu bezahlbaren Preisen anbieten kann, vertreibt er seine Produkte über seinen Onlineshop direkt an Endverbraucher*innen und beliefert Restaurants aus der Region. Leicht sei es nicht, neue Kundschaft zu gewinnen, denn mit den Billigfleischpreisen kann ein Landwirt wie Clemens nicht mithalten. Er setzt darauf, Menschen für seine hochwertigen Produkte zu begeistern. Qualität statt Quantität.

Das Ganze geht nur, wenn man zu 100 Prozent dahintersteht – und wenn man Kunden hat, die bereit sind, für Qualität zu zahlen.“ – Clemens Stromeyer

Dass Kreativität dazu gehört, um vom Verkauf von Schweinefleisch aus artgerechter Haltung leben zu können, weiß auch Bernd Schulz. Der Landwirt aus dem brandenburgischen Gömnigk gilt als Pionier der Schweinefreilandhaltung und half Clemens beratend beim Aufbau des SauenHains. Sein Backschwein aus Freilandhaltung verkauft Schulz unter anderem in der hippen Berliner Markthalle 9. Schon Steven Spielberg und Arnold Schwarzenegger haben sein Freilandschwein gekostet, er habe eine internationale Fangemeinde in der Markthalle 9, erzählt mir Bauer Schulz. Seine Backschweintenne, die zur Event-Location umgebaute Scheune seines Hofs, kann für Events aller Art gebucht werden – natürlich mit Backschwein vom eigenen Hof. Zudem versorgt er Meine kleine Farm mit Schweinen. Das Unternehmen informiert auf dem Etikett der Produkte genau über die Herkunft des verarbeiteten Schweins, Foto des Tiers inklusive.

[Außerdem auf ze.tt: Ich verzichte auf Konsum und bin deshalb zufriedener]

Heute weiß Clemens, das Ganze geht nur, wenn man zu 100 Prozent dahintersteht – und wenn man Kund*innen hat, die bereit sind, für Qualität zu zahlen. Die Preise sind für das Gros der Konsument*innen sicherlich erschwinglich, wenn Fleisch bewusst und dafür nur ab und an gegessen wird. Wenn sich der Fleischkonsum verringern würde, wäre auch eine artgerechte Haltung wieder möglich. Am Ende sind wir Konsument*innen diejenigen, die darüber entscheiden, ob das, was Landwirte wie Clemens Stromeyer machen, eines Tages wieder als normal gelten wird.

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Ganz schön VIEL BORNIERTES GESCHWÄTZ

zum THEMA IRRSINN?????????????

ERBÄRMLICH: MEHR geht nicht zur AUFKLÄRUNG über 9/11 – SPIEGEL ist nicht in der LAGE über den TELLER-RAND zu SCHAUEN?!

zur NEUN-MAL-KLUGEN PERSON ERZENGEL MICHAEL: PARASITÄRE VERSEUCHUNG???!!!?! – dieser VOLL-PFOSTEN hat noch garnichts von der „FLAT-EARTH-BEWEGUNG“ gehört – hier TRENNT sich auch die „SPREU vom WEIZEN“ und es zeigt sich wer hier wirklich auf der SUCHE nach der WAHRHEIT ist!!!!!!!!!!!!!

aus dem TEXT:….Heute ist es eher so, dass die Eliten selbst als Teil einer Verschwörung wahrgenommen werden. In dieser Vorstellung sind „die da oben“ entweder Superverschwörer oder Marionetten, die von sinistren Mächten gelenkt werden….(Was auch immer ES ist ES ist FEIGE und HINTERFOTZIG und OHNE die erbärmlichen BÜTTEL  weniger als NICHTS???!!!?!?!)

http://www.spiegel.de/plus/verschwoerungstheorien-kulturhistoriker-michael-butter-im-interview-a-4f8900a5-18d3-4d75-8891-c8471da6b28e

13. August 2017

Michael Butter ist ?Professor? für Amerikanistik an der Universität Tübingen und Initiator eines EU-Forschungsprojekts zur vergleichenden Analyse von Hintergründen, Nutzen und Gefahren von Verschwörungstheorien.

SPIEGEL: Herr Butter, halten Sie es für denkbar, dass wir alle von reptilienartigen Außerirdischen in menschlicher Gestalt regiert werden?

Butter: Hmm… denkbar vielleicht. Aber doch sehr, sehr unwahrscheinlich.

SPIEGEL: Es gibt aber offenbar sehr viele Menschen, die das glauben. Im Internet bringt es die Suchanfrage „Reptiloide“ auf rund 100.000 Treffer.

Butter: Es ist ja auch eine interessante Vorstellung, auch wenn ich die zugrunde liegende Theorie bis heute nicht richtig verstanden habe. David Icke, der prominenteste Vertreter des Reptiloiden-Mythos, kann ziemlich überzeugend auftreten. Außerdem hat er etwas, was Verschwörungstheoretiker sonst nicht haben: Humor.

SPIEGEL: Von seinen Anhängern kann man das nicht unbedingt behaupten. Die halten Barack Obama und George W. Bush für Reptiloiden…

Butter: … und Hillary Clinton. Der haben Donald-Trump-Anhänger im Wahlkampf ja auch angedichtet, sie treffe sich regelmäßig mit Artgenossen in einer Washingtoner Pizzeria. Dort missbrauche sie Kinder, töte sie und trinke ihr Blut.

SPIEGEL: Die Sache machte Schlagzeilen und wurde sogar von Trumps Team befeuert.

Butter: Ja, da hört der Spaß dann auf.

SPIEGEL: Der mächtigste Mann der Welt ist auch dank solch kruder Verschwörungstheorien ins Amt gekommen. Müssen wir Ähnliches in Europa befürchten?

Butter: Auf jeden Fall bedienen Populisten auch hierzulande gezielt Verschwörungstheorien. Das wird allmählich wieder gesellschaftsfähig. Ich denke aber nicht, dass jemand, der so wie Trump Verschwörungstheorien verbreitet, in Deutschland eine reale Chance hätte, die Mehrheit zu bekommen. Aber: Das hatte man bei Trump auch gedacht.

SPIEGEL: Wieso sind so viele Leute bereit dazu, den größten Irrsinn zu glauben?

Butter: Weil Verschwörungstheorien den Zufall beseitigen und dem Einzelnen die Chance geben, eine simple Erklärung für etwas zu finden, was ihn nervt, verängstigt oder belastet. Wir alle haben schon mal auf ein Ikea-Regal eingeschlagen, weil wir es nicht zusammengekriegt haben, und den Leuten, die die blöde Bedienungsanleitung geschrieben haben, böse Absicht unterstellt. Verschwörungstheorien erlauben, mit dem Finger auf Schuldige zu zeigen. Das können dann wahlweise die Politik, die Medien oder auch die Flüchtlinge sein.

SPIEGEL: Aber normalerweise kriegt man sich ja irgendwann wieder ein und findet die richtigen Schrauben.

Butter: Ja, aber mit Verschwörungstheorien kann sich der Einzelne zudem aus der Masse herausheben, weil er derjenige ist, der versteht, wie der Hase läuft. Wenn ich weiß, wer wirklich die Welt regiert oder was wirklich hinter den Kondensstreifen von Flugzeugen steckt, dann bin ich was Besonderes.

SPIEGEL: Und ein Fall für den Arzt?

Butter: Das dachte man lange. Aber wenn Studien zu dem Ergebnis kommen, dass etwa jeder zweite Amerikaner mindestens an eine Verschwörungstheorie glaubt, macht man es sich zu einfach, die alle für verrückt zu erklären.

SPIEGEL: Wie erklären Sie sich das Phänomen?

Butter: Ich glaube, Verunsicherung spielt eine entscheidende Rolle. Und Marginalisierung. Man hat das Gefühl, die Welt ist nicht mehr die, die sie mal war, es schwimmen einem die Felle weg, das macht Angst.

SPIEGEL: Sind Verschwörungstheorien immer Gedankengebilde von rechts?

Butter: Nein, aber sie sind fast immer konservativ. Deshalb sind auch mehr Männer als Frauen anfällig für Verschwörungsmythen. Deren tradierte Rolle ist in den letzten Jahrzehnten viel stärker infrage gestellt worden. In den USA konnte der weiße Mann aus der Arbeiterklasse früher unwidersprochen sagen: Ich stehe in der sozialen Hierarchie weit oben. Ich stehe über den Frauen, ich stehe über den Schwarzen, ich stehe über den Latinos. Wenn sich das verändert, fragt man sich, warum. Und wenn ich glauben kann, dass dahinter ein finsterer Plan steht, dann impliziert das, dass man ihn wieder rückgängig machen kann, sobald man die Schuldigen davongejagt hat.

SPIEGEL: Es sind ja nicht nur Menschen aus der Arbeiterklasse, die sich in Scharen aus der faktischen Welt verabschieden.

Butter: Natürlich nicht. Weil es sich um weit mehr als eine ökonomische Marginalisierung handelt. Es geht um Lebensmodelle. Schwule und Lesben dürfen heiraten. Frauen streben in Spitzenpositionen. Da muss doch eine Verschwörung dahinterstecken! Es ist auch kein Wunder, dass die populistischen Bewegungen Dinge wie Sexualerziehung an Schulen attackieren. Trump hat dieses Unbehagen sehr geschickt angezapft.

SPIEGEL: Ist das eigentlich neu, so unverhohlen mit Verschwörungstheorien Politik zu machen?

Butter: Nein, in keiner Weise. Es ist eher ungewöhnlich, dass wir in den letzten paar Jahrzehnten im Westen eine Phase erlebt haben, in der das nicht geschehen ist. Wenn man den großen historischen Bogen spannt, dann stellt man fest, dass Verschwörungstheorien lange Zeit absolut zentral für politische Prozesse in Europa wie auch in den USA waren. Im 18., 19. und noch bis weit ins 20. Jahrhundert hinein war es normal, Verschwörungstheoretiker zu sein. Es heißt oft, Abraham Lincoln würde sich angesichts der Wahl Trumps im Grabe umdrehen. Dabei hat Lincoln auch Verschwörungstheorien verbreitet.

SPIEGEL: Zum Beispiel?

Butter: Lincoln war Gegner der Sklaverei. In einer seiner berühmtesten Reden bezichtigte er 1858 seinen Widersacher Stephen Douglas, an der Spitze einer gigantischen Verschwörung zu stehen, die die Sklaverei in ganz Amerika einführen wolle – bis hinein in die weiße Arbeiterschaft.

SPIEGEL: Sie sagen, das faktische Zeitalter, aus dem wir gerade kommen, war nicht der Normal-, sondern der Ausnahmefall?

Butter: Ja, aber man sollte nicht den Fehler machen, Trump und seine Leute als irre zu beschreiben. Der neue US-Präsident steht in einer wunderbaren Tradition.

SPIEGEL: Jetzt übertreiben Sie.

Butter: Nein. Führende Intellektuelle machten im 18. und 19. Jahrhundert mit Verschwörungstheorien ganz selbstverständlich Politik. George Washington können wir in diese Reihe stellen. Oder Thomas Jefferson. Die waren überzeugt, dass es ein gigantisches britisches Komplott gäbe, dessen Ziel die Abschaffung der Freiheit war. Washington schreibt bereits 1774, dass es einen „systematischen Plan“ der britischen Krone gebe. Und die Unabhängigkeitserklärung unterstellt George III. dann ein „design“, also auch einen geheimen Plan, die „absolute Despotie“ einführen zu wollen. Es war also normal, so zu denken. Zumal es ja auch tatsächlich immer mal wieder reale Verschwörungen und Komplotte gab. Erst Mitte des 20. Jahrhunderts wurde diese Weltanschauung delegitimiert.

SPIEGEL: Wie das?

Butter: Da spielen vermutlich zwei Faktoren eine Rolle. Zum einen setzte sich aus den Sozialwissenschaften der Gedanke durch, dass wir selbst oft gar nicht wissen, was wir eigentlich wollen. Und das, was wir wollen, lässt sich in komplexen sozialen Systemen oft gar nicht umsetzen, sodass vieles, was planvoll wirkt, meist nur Zufall ist. Zum anderen hatte der Nationalsozialismus, der ja zum großen Teil auf einer Verschwörungstheorie aufgebaut war, allen vor Augen geführt, wohin so etwas führen kann. Plötzlich hörten viele auf, sich um Verschwörungen zu sorgen, und sahen stattdessen, welche fatalen Auswirkungen erfundene Komplottszenarien haben können. Aber Verschwörungstheorien sind auch danach nie verschwunden. Sie waren nur eine Zeit lang nicht mehr so hoffähig, wie sie es jetzt wieder sind.

SPIEGEL:Verschwörungstheoretiker“ ist heute ein Schimpfwort.

Butter: Ja, und das Perfide ist, dass damit auch diejenigen überzogen werden, die offizielle Verlautbarungen vielleicht zu Recht infrage stellen. Man kann ganz berechtigte Kritik üben. Aber wenn man dahinter die große Verschwörung postuliert, macht man es den Mächtigen leicht, die Einwände beiseitezuwischen. Dann muss man sich mit Details gar nicht beschäftigen.

SPIEGEL: Gibt es eigentlich so etwas wie einen Urknall der Verschwörungstheorie?

Butter: Eine These ist, dass Verschwörungstheorien das Sinndefizit auffüllen, das die Aufklärung geschaffen hat. Also eine Reaktion auf die Entzauberung der Welt sind. Im 18. Jahrhundert schwand der Glaube an den göttlichen Schöpfungsplan, wo alles letztlich Sinn ergibt, auch wenn er sich dem Einzelnen nicht immer erschließt. Also muss da jemand anderes sein, der lenkend in die Welt eingreift. An die Stelle Gottes traten die Verschwörer.

SPIEGEL: Heute kann man bisweilen den Eindruck gewinnen, die Aufklärung würde gerade wieder abgewickelt.

Butter: Das liegt auch daran, dass Verschwörungstheorien durch die neuen Medien viel sichtbarer geworden sind. Vor 30 Jahren mussten Sie viel Zeit und Arbeit investieren, wenn Sie eine alternative Erklärung für die Mondlandung finden wollten. Heute reicht eine einfache Google-Suche, schon wissen Sie alles über Angela Merkels jüdische Wurzeln oder die 13 mächtigen Familien, die die Welt regieren. Da findet jeder eine Gemeinschaft, die er sonst womöglich vergebens sucht. Verschwörungstheorien haben zugenommen, aber nicht so sprunghaft, wie es uns manchmal erscheint.

SPIEGEL: Das Denkmuster ist immer „die gegen uns“. Wer sind eigentlich, aus Sicht von Verschwörungstheoretikern, „die„?

Butter: Das hat sich im Lauf der Zeit geändert. Früher witterten oft die Eliten eine Verschwörung von unten oder von außen. Also etwa durch die Katholiken, die angeblich die USA unterwandern, oder durch die Juden. Heute ist es eher so, dass die Eliten selbst als Teil einer Verschwörung wahrgenommen werden. In dieser Vorstellung sind „die da oben“ entweder Superverschwörer oder Marionetten, die von sinistren Mächten gelenkt werden.

SPIEGEL: Trump, Marine Le Pen sind ziemlich weit oben. Wie lange können sie ihre Wir-hier-unten-gegen-die-da-oben-Rhetorik durchhalten?

Butter: Ich bin mir nicht sicher, ob man darauf hoffen kann, dass das alles früher oder später in sich zusammenfällt. Verschwörungstheorien sind heute ein Symptom dafür, wie gespalten viele Gesellschaften sind. Da spielt die Entwicklung im Westen den Populisten in die Hände. Die Frage ist daher vielleicht eher, wie lange die Demokratie diese Fragmentierung aushalten kann.

SPIEGEL: Die Anschläge vom 11. September 2001 haben einen gewaltigen Schub an Verschwörungstheorien ausgelöst. Trägt die Bush-Regierung daran eine Mitschuld?

Butter: Absolut. Das Verrückte war ja, dass Bush als Kriegsgrund selbst eine Verschwörungstheorie in die Welt gesetzt hat: nämlich die Behauptung, dass Saddam Hussein geheime Verbindungen zu al-Qaida habe und über Massenvernichtungswaffen verfüge. Das ist damals von kaum jemandem als Verschwörungstheorie entlarvt worden. Das heißt, es gibt Verschwörungstheorien, die dem Begriff entkommen, weil diejenigen, die sie spinnen, sehr mächtig sind.

SPIEGEL: Ganz ähnlich lief es bei der Tuskegee-Syphilis-Studie in den USA. Damals hat man Schwarze, die an Syphilis erkrankt waren, bewusst nicht behandelt, um die Folgen der Krankheit in Ruhe beobachten zu können. Als das 1972 herauskam, hat es zunächst keiner geglaubt.

Butter: Auch das zeigt: Es gibt reale Verschwörungen. Ein anderes Beispiel ist der Sturz des iranischen Premierministers in den Fünfzigerjahren, als lange Zeit nur vermutet wurde, dahinter stecke die CIA, bis sie das irgendwann zugegeben hat.

SPIEGEL: Für jene, die überall Verschwörungen wittern, ein gefundenes Fressen.

Butter: Viele Theorien enthalten ja auch ein Körnchen Wahrheit. Schauen Sie sich die Kennedy-Ermordung an: Untersuchungen des Kongresses ergaben, dass Lee Harvey Oswald vermutlich nicht allein gehandelt hat. Nur, von da ist es ein weiter Schritt bis zu dem Verschwörungsszenario, dass das Ganze ein Staatsstreich war.

SPIEGEL: Ist Transparenz ein Mittel gegen Verschwörungstheorien?

Butter: Ich fürchte nicht. Ich glaube, selbst wenn es absolute Transparenz

gäbe, würden Verschwörungstheoretiker annehmen, dass es sich um eine Inszenierung handelt und die wahren Entscheidungen weiterhin in Geheimzirkeln getroffen werden.

SPIEGEL: Gibt es überhaupt eine wirksame Gegenstrategie?

Butter: Ich glaube, es ist wichtig, ins Gespräch zu kommen und zuzuhören. Aber wie reagiert man, wenn es um ganz offensichtlich rassistische und antisemitische Stereotypen geht? Wann ist dann der Moment gekommen, wo man sagt, nein, so nicht?

SPIEGEL: Es gibt eine Studie, in der Impfgegner mit allen möglichen ?Fakten? bombardiert wurden. Der Effekt war, dass die Betroffenen danach noch skeptischer gegen Impfungen eingestellt waren. Aber es half, die Folgen für Kinder aufzuzeigen, die erkrankt waren, weil sie keine Impfung hatten.

Butter: Ja, vielleicht würde es helfen, eine alternative Geschichte zu erzählen. Verschwörungstheorien sind ja immer spannende Geschichten – wenn man nur Fakten dagegensetzt, berührt man die Menschen nicht.

SPIEGEL: Dann begibt man sich in einen Wettkampf der schöneren Geschichten. Keine ganz unheikle Position.

Butter: Das stimmt. Deshalb grübeln wir auch darüber nach, wie man den Leuten frühzeitig kulturelle, soziale und digitale Fähigkeiten vermittelt, bevor sie zu Verschwörungstheoretikern werden. Die Menschen müssen besser begreifen, ?was einen gründlich recherchierten Artikel im SPIEGEL? von einem Beitrag auf einem islamfeindlichen Blog unterscheidet, wie man Argumente hinterfragt und zu einem ausgewogenen Urteil kommt. Kurz: wie Gesellschaft funktioniert. Ich denke, dass es einen Zusammenhang zwischen Bildung und dem Glauben an Verschwörungstheorien gibt – auch wenn die Impfverschwörungstheorie gerade in gebildeten Schichten verbreitet ist.

SPIEGEL: Sie erforschen das Phänomen mit einer Vielzahl europäischer Wissenschaftler. Haben Sie schon überraschende Erkenntnisse gesammelt?

Butter: Eine Erkenntnis ist, dass die geheimen Mächte – je nachdem wo man fragt – immer woanders vermutet werden. Wenn Sie nach Deutschland schauen, auf die Flüchtlingskrise, da stecken immer die USA dahinter. Aber hören Sie sich mal in Rumänien oder Ungarn um. Man könnte einen tollen Aufsatz schreiben über die Rolle von Angela Merkel in Verschwörungstheorien in unterschiedlichen europäischen Kulturen.

SPIEGEL: Bekommen Sie Post von Leuten, die Sie auf Verschwörungen hinweisen?

Butter: Das kommt manchmal vor. Deswegen stehen wir auch schon seit Längerem nicht mehr im Telefonbuch. Häufiger wird mir jedoch unterstellt, dass ich blind wäre oder bewusst Desinformation streuen würde. Auf YouTube gibt es ein dreistündiges Video, wo jemand unter anderem ein Fernsehinterview von mir „auseinandernimmt“ und mich als „Expertenhure“ beschimpft.

SPIEGEL: Da geht es Ihnen nicht anders als uns.

Butter: Man darf aber nicht vergessen, dass viele Verschwörungstheoretiker sehr höflich sind. Und viele ihrer Theorien sind ja auch ziemlich harmlos und manchmal tolle Unterhaltung. Das ist eine spielerische Funktion, davon leben ganze Filmstudios oder Verlage. Es ist ja auch toll, wenn im Kino oder im Roman auf einmal diese oder jene Verbindung auftaucht, und am Ende wird aus einem einfachen Mord ein großes Staatskomplott. Das hat nur mit der Wirklichkeit oft nichts zu tun.

SPIEGEL: Herr Butter, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

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WELTEN-BETRUG

FLACHE ERDE

Was, wenn sie doch flach ist? | 01. Januar 2018 | http://www.kla.tv/11705

tube.com/watch?v=QWZFbjR_Hz4

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Flache Erde – Matrix

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„EIN FALL für ZWEI“

„HUBBLE-BUBBLE-TELESKOP“

ube.com/watch?v=5p_bfmTMPV8

Bilderberger, „HUBBLE-Teleskop“, Gotthardtunnel – Am0k Alex & Frank Stoner Show Nr. 68

„Alexander Wagandt“:  WELTEN-BETRUG

 

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„Joe Conrad“ ist ein DESINFORMANT und GATE-KEEPER

tube.com/watch?v=725DGKSRkAU

Flache Erde Adé

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„ZEIT-UMSTELLUNG“: ZUERST wird MAN die ganze ZEIT damit geQUÄLT plötzlich ist es MÖGLICH dieses MONSTER zu beENDEN????!!!!

ZEIT-DIEBSTAHL – – – ZEIT-DIEBE

Die „EU“-TRICK-BETRÜGER: DER BÜTTEL JUNCKER will den MENSCHEN eine STUNDE ZEIT STEHLEN – – – „Die ALTE ZEIT ZURÜCK mit der gestohlenen STUNDE“

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MERKEL und Nahles im Streit wegen SYRIEN-Krieg //// ISRAEL – „GOLAN-HÖHEN“ //// MONSANTO-BAYER-GLYPHOSAT /// „George Soros“

 

siehe auch „Wilfried Schmitz“ – „DEUTSCHLAND und der VÖLKER-RECHTs-BRUCH“

 

https://www.neopresse.com/politik/kanzlerin-merkel-und-nahles-im-streit-wegen-syrien-krieg/

Kanzlerin MERKEL und Nahles im Streit wegen Syrien-Krieg

NEOPresse in D/A/CH

Die SPD wehrt sich gegen die Kanzlerin. Endlich, sagen Kritiker. Zwischen Angela Merkel und Andrea Nahles ist ein offener Streit darüber entstanden, ob sich die Bundesrepublik in Syrien „engagieren“ solle, wie es heißt. Die Kanzlerin ist der Meinung, es sei schlicht nicht die Antwort, wegzusehen, wenn „irgendwo Chemiewaffen eingesetzt werden und eine internationale Konvention nicht eingehalten wird.“

Rechtlich alles in Ordnung – meint die Kanzlerin

Die Kanzlerin ist dabei der Meinung, die Einsätze oder Antworten der Bundesregierung seien „auf Basis des Grundgesetzes und im Rahmen der parlamentarischen Verpflichtungen gegeben“. Es solle nicht die deutsche Haltung sein, von vornherein „Nein“ zu sagen. Die Unionsfraktionen im deutschen Bundestag freuten sich lauthals über diese Einlassung. Die SPD hingegen schwieg annähernd, wie der „Stern“ jetzt beschrieb.

Immerhin aber hat der wissenschaftliche Dienst des Bundestages bereits festgestellt, dass die Einsätze gerade nicht rechtskonform sind. Sie verstoßen demnach sowohl gegen das Grundgesetz wie auch gegen das internationale Völkerrecht. Die Kanzlerin ist immerhin auch keine Juristin, die beurteilen könnte, was hier rechtens und was unrechtens ist.

Überhaupt kann es sein, dass dieser Konflikt zwischen Union und SPD weitere Probleme nach sich zieht. Immerhin war es die SPDLinke, die den Einsatz Deutschlands im früheren Jugoslawien seinerzeit ablehnte. Die SPD allerdings knickte mehrfach ein, als es um Auslandseinsätze der Bundeswehr ging, so auch in den vergangenen Jahren. Zudem hat Außenminister Heiko Maas dem letzten Schlag gegen Syrien im April zugestimmt.

Daher erwarten Beobachter, dass die SPD am Ende dem Einsatz in Syrien zustimmen würde. Wahrscheinlich werden Formelkompromisse gefunden, beispielsweise Beschränkungen auf eine bestimmte Menge an Flügen etc. Dennoch: Der Kanzlerin weht inzwischen ein schärferer Wind um die Ohren, meinen die Kritiker und verweisen auf den Umstand, dass auch innerhalb der Union längst nicht alle Seiten für einen Syrien-Einsatz stimmen würden.

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MERKEL die FLÜCHTLINGS-MACHERIN

GIFT- EINSATZ: KEINE BEWEISE – TROTZDEM ANGRIFFS-KRIEG

aus dem TEXT:.Dieses Mal wollen die Amerikaner möglichst viele Länder mit ins Boot nehmen.…(<<<<WER sitzt denn ALLES im BOOT`!!?!>>>>)

http://www.spiegel.de/plus/syrien-warum-merkel-und-von-der-leyen-deutsche-soldaten-kaempfen-lassen-wollen-a-00000000-0002-0001-0000-000159428619

14. September 2018

Richard Grenell ist ein Mann mit vielen Gesichtern. Meist tritt der neue US-Botschafter in Berlin als herrischer Prokonsul einer Weltmacht auf, manchmal auch als devotes Sprachrohr Donald Trumps, selten als Diplomat.

Am Donnerstagmorgen hat sich der Amerikaner für eine neue Rolle entschieden. Beim Frühstück des Nahost-Friedensforums gibt er den konzilianten Politiker.

Die Runde aus Abgeordneten und Polit-Insidern tagt beim teuren Hauptstadtitaliener, es ist Vertraulichkeit vereinbart, Grenell läuft sich langsam warm. Er spricht über Handelspolitik, Kapitalismus, Menschenrechte und die gemeinsamen Werte, die Deutsche und Amerikaner verbinden würden. Erst spät geht er auf das Thema ein, mit dem er drei Tage lang die Schlagzeilen dominiert hat: Wie wird der Westen reagieren, wenn Syriens Diktator Baschar al-Assad wieder die rote Linie überschreitet und bei der Eroberung von Idlib, der letzten Rebellenhochburg, ein weiteres Mal Giftgas einsetzt?

„Schon jetzt gibt es eine starke Koalition“, sagt der Amerikaner, „und sie wird stärker sein als das letzte Mal.“ Im April, nach dem Giftgasangriff in der Stadt Duma, hatten sich nur Franzosen und Briten an den amerikanischen Vergeltungsschlägen gegen Assad beteiligt. Dieses Mal wollen die Amerikaner möglichst viele Länder mit ins Boot nehmen. Die Kanadier sind angesprochen worden, mehrere Länder im Nahen Osten, etliche europäische Nato-Partner. Und auch die Deutschen.

„Wir betteln nicht, dass sich andere Länder beteiligen“, sagt Grenell und macht dann klar, was er von Berlin fordert. Deutschland müsse Assad mit einer „starken Stimme“ signalisieren, dass er auf keinen Fall Giftgas einsetzen dürfe. „Don’t do it“, müsse die Botschaft lauten. Mach es nicht. Eine Drohung. Es ist das Mindeste, was die Amerikaner von ihren deutschen Verbündeten erwarten.

Bis zur vergangenen Woche schien es undenkbar, dass sich Deutschland an einem Vergeltungsschlag gegen Assad beteiligen könnte, doch jetzt ist eine Diskussion um einen deutschen Einsatz im Nahen Osten entbrannt. Und wie jedes Mal, wenn sich die Frage einer Militärmission stellt, geht es um die deutsche Rolle in der Welt.

Deutschland müsse mehr Verantwortung übernehmen, das ist seit Jahren das Mantra deutscher Spitzenpolitiker von Union und SPD, von Joachim Gauck bis Frank-Walter Steinmeier. Dass das nicht nur politisch oder mit dem Scheckbuch geschehen kann, sondern im Zweifel auch mit einem robusten Militäreinsatz, ist eigentlich Konsens. Theoretisch.

Doch fast immer, wenn es ernst wird, wollen die Deutschen dann doch lieber nicht. Bei Trumps letztem Vergeltungsangriff im April hatte die Kanzlerin eine deutsche Beteiligung gleich zu Beginn ausgeschlossen. Damals kündigte der US-Präsident seine Marschflugkörper mit einem martialischen Tweet an die Adresse Putins an: „Get ready, Russia.“ Ob die Deutschen dabei sein wollten, hatte Washington gar nicht gefragt. Das ist jetzt anders.

Dieses Mal wird Deutschland Position beziehen müssen.

Befehlshaberin von der Leyen: "Die Weltgemeinschaft sind wir alle"
MARKUS SCHREIBER / AP

Befehlshaberin von der Leyen: „Die Weltgemeinschaft sind wir alle

Die Anfrage kam frühzeitig, höchst offiziell, und sie war geheim. Schon vor mehr als zwei Wochen bat die amerikanische Botschaft im Auswärtigen Amt und im Verteidigungsministerium um einen Termin. Man wolle eine Demarche übermitteln, also eine offizielle diplomatische Erklärung.

Am Donnerstag vor zwei Wochen sprach die amerikanische Gesandte dann bei der Politischen Direktorin des Außenamtes vor, einen Tag später saß US-Botschafter Grenell im Arbeitszimmer des Leiters der Politischen Abteilung im Wehrressort.

Ob sich die Bundesregierung an einem möglichen Militärschlag gegen Assad beteiligen würde, wollten die Amerikaner wissen. Verschiedene Möglichkeiten seien denkbar, von der Luftbetankung über Begleitschutz bis hin zum aktiven Angriff.

Eine Antwort werden Grenell und seine Gesandte nicht erwartet haben. Das ist bei einer Demarche nicht üblich. Und die Anfrage ist politisch so heikel, dass sie die Kompetenz selbst hoher Beamter übersteigt.

Der Vorgang wurde streng vertraulich behandelt, und der übliche Konsultationsprozess in der Bundesregierung begann. Abstimmung zwischen den Ressorts, Rücksprache mit dem Kanzleramt. Später sollten die Fraktionschefs informiert werden, dann wollte man öffentlich Assad vor einem Chemiewaffenangriff warnen. Das war der Plan, auf den sich Kanzlerin Merkel und ihre Verteidigungsministerin verständigten.

„Kein Plan überlebt die erste Feindberührung“, wusste schon der preußische Generalstabschef Helmuth von Moltke. Bei der Grenell-Demarche war es die „Bild“-Zeitung, die alle Überlegungen durcheinanderbrachte, indem sie am Montag über die US-Anfrage berichtete.

Die SPD reagierte sofort. Nach kurzer Rücksprache mit Außenminister Heiko Maas entschied sich Fraktionschefin Andrea Nahles am Montag, schnell und hart auf die Bremse zu treten. „Die SPD wird weder in der Regierung noch im Parlament einer Beteiligung Deutschlands am Krieg in Syrien zustimmen„, sagte sie.

Nahles kennt die Stimmungslage in ihrer Fraktion. Dort ist selbst die Verlängerung des Mandats für die Bundeswehr-Ausbildungsmission im Irak umstritten.

US-Botschafter Grenell: "Wir betteln nicht, dass sich andere Länder beteiligen"
RETO KLAR / BERLINER MORGENPOST / FUNKE FOTO SERVICES

US-Botschafter Grenell: „Wir betteln nicht, dass sich andere Länder beteiligen“

Für Merkel und von der Leyen kam die Indiskretion zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Welche Glaubwürdigkeit hat eine Drohung, wenn der Koalitionspartner schon deutlich gemacht hat, dass er jede militärische Ambition in Syrien stoppen wird?

Schuldige wurden gesucht. Eilig streuten die Ministerien, Grenell selbst stecke wohl hinter der Veröffentlichung. Motiv: unklar, vermutlich politische Dämlichkeit. Die Amerikaner wiesen die Unterstellung empört zurück. So dumm, die Anfrage zu diesem Zeitpunkt an die Öffentlichkeit durchzustecken, könne man gar nicht sein.

Merkel und von der Leyen beschlossen, zumindest am zweiten Teil ihres Plans festzuhalten: der Drohung. Am Mittwoch äußerte sich die Kanzlerin im Bundestag für ihre Verhältnisse ungewöhnlich deutlich. „Einfach zu sagen, wir könnten wegsehen, wenn irgendwo Chemiewaffen eingesetzt werden und eine internationale Konvention nicht eingehalten wird, kann auch nicht die Antwort sein“, sagte sie. Ob sich Deutschland in einem solchen Fall an einem Vergeltungsschlag beteiligen könnte, ließ sie allerdings offen.

Ihre Verteidigungsministerin wurde deutlicher. Die Weltgemeinschaft dürfe einen Giftgaseinsatz „nicht mit einem Achselzucken quittieren“, sagte Ursula von der Leyen, und diese Weltgemeinschaft sei nicht irgendjemand da draußen, nicht nur die Amerikaner, die „Weltgemeinschaft sind wir alle, auch wir Deutsche„. Dazu bedürfe es in allererster Linie der Diplomatie, „aber es braucht auch glaubwürdige Abschreckung„.

Es war eindeutig ein neuer Ton, der da erklang. Doch reden wird möglicherweise nicht ausreichen. Der Druck der Verbündeten, vor allem der Amerikaner, wird immer stärker. Das Unverständnis über das deutsche Delta zwischen Ankündigung und Realität ebenfalls.

Merkel und von der Leyen haben ein riskantes Manöver gestartet, dessen Kalkül auf der Annahme beruht, dass Assad es nicht zum Äußersten kommen lassen wird. Dass die Drohungen der Amerikaner und ihrer Verbündeten ihn von einem weiteren Giftgasangriff abhalten werden, sodass am Ende niemand die Deutschen fragen wird, ob sie sich an einem Vergeltungsschlag tatsächlich beteiligen werden. Denn dann, so die allgemeine Einschätzung in der Regierung und den Koalitionsfraktionen, müssten sie aus politischen und juristischen Gründen wohl Nein sagen.

Aufmerksam haben die beiden CDU-Frauen beobachtet, wie es den Franzosen gelungen ist, neben den Briten zu den engsten Verbündeten der Amerikaner aufzusteigen. Paris hat kein Problem, sich an gemeinsamen Militäraktionen zu beteiligen. In Mali oder in Libyen war es sogar Frankreich, das als Erster eingreifen wollte.

Für Berlin wäre ein stärkeres militärisches Engagement ein Riesenproblem, aber gleichzeitig weiß man, dass bei den Großen nur mitspielen darf, wer dieses Ticket löst. Deshalb fliegen die Deutschen mit ihren „Tornados“ bei der Anti-IS-Mission mit. Berlin ist nun zumindest dabei, wenn die Amerikaner im Hauptquartier in Katar mit ihren Alliierten die Strategie besprechen. In diesem Fall hat es noch einmal geklappt, sich nur mit Aufklärungsflugzeugen zu beteiligen. In Zukunft wird das für ein Land von der Größenordnung Deutschlands schwieriger.

»Die beste Art, uns zu unterstützen, ist keine Rede, sondern militärische Solidarität.«

Dabei wissen Merkel und von der Leyen, dass Deutschland bei einer Vergeltungsaktion gegen Assad kaum dabei sein könnte. Politisch hat Nahles einen Einsatz weitgehend unmöglich gemacht. Noch schwerer aber wiegen die juristischen Bedenken.

In Deutschland muss ein Einsatz militärischer Gewalt außerhalb des Verteidigungsfalls durch den Uno-Sicherheitsrat legitimiert werden. Dort aber haben die Russen Vetorecht, sie würden einem Schlag gegen ihren Verbündeten Assad nie zustimmen. Ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags lässt zudem das von Briten und Franzosen vorgebrachte Argument, der Vergeltungsschlag im April sei eine Art humanitäre Aktion gewesen, um weitere Chemiewaffenattacken abzuwenden, nicht gelten.

Nach einem Grundsatzurteil des obersten Gerichts in Karlsruhe könnte die Bundeswehr in einem Bündnis wie der Nato oder der EU in Auslandseinsätze ziehen, also in einem „System kollektiver Sicherheit“. Eine hastig zusammengeschnürte Koalition der Willigen, wie groß sie am Ende auch sein mag, erfüllt diese Anforderungen nicht.

Merkel und von der Leyen können also nur hoffen, dass Assad – und damit Trump – nicht Ernst macht. Und sie wissen, dass der Druck der Amerikaner nicht nachlassen wird. Ende der Woche tourte James Jeffrey durch Berlin und sprach bei hochrangigen Beamten im Außenamt vor.

Der US-Sondergesandte für Syrien kennt die komplizierte Lage in Deutschland, wenn es um Militäreinsätze und den Parlamentsvorbehalt geht. Er spricht fließend Deutsch und kann detailreich über die Proteste gegen den Nato-Doppelbeschluss oder den Streit um eine deutsche Teilnahme am Irakkrieg referieren.

In der Sache aber tritt der Gesandte mit brutaler Direktheit auf. „Die beste Art, uns zu unterstützen, ist keine Rede, sondern militärische Solidarität, so ticken wir Amerikaner„, sagt er, als ginge es um eine Befehlsausgabe. Ein deutsches Nein sei für die Amerikaner keine Option. „In Washington wird man sich wundern, wenn uns die Briten, Franzosen oder andere Nato-Mitglieder beistehen, die Deutschen aber nicht“, sagt er.

Jeffrey stellt in Berlin zudem klar, dass es Trump in Wahrheit nicht um die Sache, sondern um die amerikanische Innenpolitik gehe. Der Präsident müsse zeigen, „dass andere Partner ihm beistehen“, sonst habe er ein „großes innenpolitisches Problem“. Auch weil der nächste Vergeltungsschlag nun sehr viel größer ausfallen müsse als der letzte im April.

Für die deutschen Probleme zeigt Jeffrey kein Verständnis. Und bemüht den preußischen Strategen Carl von Clausewitz. „Jede Kriegshandlung ist am Ende politisch, das haben wir von einem Deutschen gelernt.“

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https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/09/15/oestliches-mittelmeer-maechte-positionieren-zahlreiche-kriegsschiffe/

USA und Russland positionieren Kriegsschiffe im Mittelmeer

Russland, die USA und weitere Mächte haben im östlichen Mittelmeer ein großes Aufgebot an Kriegsschiffen in Position gebracht.

Mächte: Das östliche Mittelmeer ist begehrt. (Grafik: Syria Live Map/DWN)

Das östliche Mittelmeer ist begehrt. (Grafik: Syria Live Map/DWN)

Der Pentagon-Sprecher Eric Pahon sagte den Deutschen Wirtschaftsnachrichten: „Die Assets der 6. US-Flotte sind angemessen positioniert, um auf eine Vielzahl kritischer Missionen im östlichen Mittelmeer zu reagieren. Wir tun dies in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht und den Gepflogenheiten, um eine Marinepräsenz über die Meere aufrechtzuerhalten, Aggression abzuwenden und regionalen Frieden und Stabilität zu fördern. Die russische Marine hat jedoch in der Nähe von Syrien ständig ein großes Kontingent an Kriegsschiffen aufgebaut, mit mehr als einem Dutzend Schiffen, von denen viele mit KALIBRRaketen ausgerüstet sind. Die Russen behaupteten, dies sei eine Militärübung, die sie für abgeschlossen erklärt hatten. Die Frage bleibt also, warum ist die Präsenz der russischen Marine in der Region noch immer erhöht? Gibt es einen anderen Grund? Die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten sind sehr besorgt über die schreckliche humanitäre Krise, die sich ergeben würde, wenn das syrische Regime mit russischer Unterstützung einen Angriff auf die dicht besiedelte Provinz Idlib starten würde. Das Assad-Regime und sein operativer Unterstützer Russland tragen die volle Verantwortung für die humanitären Folgen einer Offensive in Idlib.“

Die USS Mount Whitney, das Flaggschiff der USamerikanischen Sechsten Flotte, segelte nach Thessaloniki in Griechenland.

Weiterhin befindet sich aktuell die USS Carney im östlichen Mittelmeer. Sie patrouilliert mit der „Chevalier Paul“. Das teilt die U.S. Naval Forces Europe über Twitter mit.

Die USS Porter und die USS Donald Cook befinden sich beide am Hafen von Larnaca.
Mehr als 25 russische Kriegs– und Hilfsschiffe und etwa 30 Flugzeuge, darunter Kampfflugzeuge und strategische Bomber, nahmen zwischen dem 1. und dem 8. September an einem Manöver im östlichen Mittelmeer teil.

Ein Sprecher des französischen Verteidigungsministeriums sagte den Deutschen Wirtschaftsnachrichten: „Als Teil der Wissens- und Antizipationsfunktion der Armeen und der Marine wird eine Fregatte fast permanent im östlichen Mittelmeer eingesetzt. Die Luftverteidigungsfregatte ‚Chevalier Paul‘ patrouilliert derzeit im östlichen Mittelmeer, damit Frankreich die Situation in der Region autonom beurteilen kann.“

Die NATO-Sprecherin Oana Lungescu führt in einer Stellungnahme aus: „Die russische Marine hat beträchtliche Seestreitkräfte in das Mittelmeer entsandt, darunter mehrere Schiffe, die mit modernen Marschflugkörpern ausgerüstet sind. Viele NATO-Verbündete grenzen an das Mittelmeer, und unsere Marinen operieren ständig dort. Deshalb überwachen wir die Marineaktivitäten in der Region, einschließlich der russischen. Wir werden nicht über die Absichten der russischen Flotte spekulieren, aber es ist wichtig, dass alle Akteure in der Region Zurückhaltung üben und die ohnehin katastrophale humanitäre Lage in Syrien nicht weiter verschärfen. Die NATO ist in Syrien nicht präsent, aber wir unterstützen die Bemühungen der Vereinten Nationen, eine dauerhafte politische Lösung des Konflikts zu erreichen.“

Ein Sprecher der Deutschen Marine erklärt: „Eine Einsatzgruppe der SNMG2 wird im Ägäischen Meer zwischen dem türkischen und dem griechischen Festland eingesetzt. Sie steht unter Führung eines deutschen Marine-Stabsoffiziers an Bord des Einsatzgruppenversorger ‚Frankfurt am Main‘ und besteht aus vier bis sieben Schiffen, wobei sich die Zusammensetzung tageweise ändern kann. Die Schiffe operieren sowohl auf Hoher See als auch seit dem 7. März 2016 in den Hoheitsgewässern beider Staaten. Die Deutsche Marine beteiligt sich an der SNMG2 mit einer Fregatte oder einem Einsatzgruppenversorger und stellte zwischen Februar 2016 und Juni 2017 außerdem durchgehend einen Flaggoffizier als Kommandeur der SNMG2 sowie Personal in dessen Stab.“

Das britische nuklear angetriebene UBoot HMS Talent fuhr Anfang September in das Mittelmeer und schloss sich drei anderen AtomUBooten und drei USZerstörern an, berichtet der englischsprachige Dienst der Zeitung Yeni Şafak. Zudem befindet sich die HMS Duncan im Mittelmeer.

Der türkische Analyst Mesut Hakkı Caşın argumentiert im Gespräch mit der Hürriyet, dass die Ansammlung von internationalen Kriegsschiffen im östlichen Mittelmeer in Wirklichkeit ausschließlich mit der Gestaltung der künftigen Energiepolitik im östlichen Mittelmeer zu tun habe.

Im östlichen Mittelmeer befinden sich nach Angaben von Admiral a.D. Cem Gürdeniz 24 türkische Fregatten und Korvetten, 19 Flugkörperschnellboote und zwölf UBoote.

Die Präsenz von europäischen Schiffen in der Region wird von der Türkei als Bedrohung empfunden. Die regierungsnahe Zeitung Star argumentiert, dass unter sicherheitspolitischen Deckmänteln, wie beispielsweise PESCO, die EU Schiffe ins östliche Mittelmeer entsendet, um einen Einfluss auf die dortige Förderung der Erdgasressourcen zu haben. „Die westlichen Staaten, deren nationale Marinen einzeln nichts gegen die türkische Marine ausrichten können, kommen diesmal kollektiv ins östliche Mittelmeer“, so das Blatt.

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https://www.sueddeutsche.de/politik/syrien-konflikt-israel-feuert-raketen-auf-flughafen-von-damaskus-ab-1.4131473

Syrien-Konflikt

Israel feuert Raketen auf Flughafen von Damaskus ab

Es kam offenbar zu mehreren Explosionen in der Nähe des Flughafens von Damaskus.(Foto: AFP)

Ziel war offenbar ein Waffenlager in der Nähe des Flughafens. Die syrische Raketenabwehr fängt fängt nach eigenen Angaben einige der Geschosse ab.

Der Flughafen der syrischen Hauptstadt Damaskus ist am Samstagabend nach Regierungsangaben zum Ziel eines israelischen Raketenangriffs geworden. Die syrische Luftabwehr sei aktiviert worden und habe „eine Anzahl feindlicher Raketen abgeschossen„, berichtete die Staatsagentur Sana am Abend. Über mögliche Schäden oder Opfer wurde nichts bekannt.

Ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP in Damaskus hörte eine laute Explosion, der mehrere kleinere Explosionen folgten. Die israelische Armee wollte sich zunächst nicht zu dem Vorfall äußern. Die in London ansässige syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte mit, die Raketen hätten ein Waffenlager in der Nähe des Flughafens von Damaskus zerstört.

Israel greift immer wieder militärisch in Syrien ein. Anfang des Monats räumte das Land mehr als 200 Angriffe in Syrien in den vergangenen 18 Monaten ein. Erklärtes Ziel Israels ist es zu verhindern, dass sein Erzfeind Iran sich in dem Nachbarland festsetzt. Iran ist ein Verbündeter von Syriens Präsident Baschar al-Assad.

Weshalb die Golanhöhen für Israel so wichtig sind

Aus Syrien heraus feuern mutmaßlich von Iran kontrollierte Kämpfer Raketen auf die Golanhöhen. Israel reagiert mit Luftschlägen. Fragen und Antworten zu einem jahrzehntealten Konflikt. Von Markus C. Schulte von Drach mehr…

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„Die FALSCHEN RATTEN“ –  „TRUMP-NETANYAHU-PUTIN“

siehe auch „INSZENIERUNG PUTIN“ – PUTIN der OLIGARCH

AGGRESSOR  ist wiederholt  das „zionistische ISRAEL“

https://www.sueddeutsche.de/politik/syrien-weshalb-die-golanhoehen-fuer-israel-so-wichtig-sind-1.3975645

Syrien

Weshalb die Golanhöhen für Israel so wichtig sind

Ein israelischer Panzer auf den von Israel besetzten Golanhöhen.(Foto: REUTERS)

Aus Syrien heraus feuern mutmaßlich von Iran kontrollierte Kämpfer Raketen auf die Golanhöhen. Israel reagiert mit Luftschlägen. Fragen und Antworten zu einem jahrzehntealten Konflikt.

Von Markus C. Schulte von Drach

Der jüngste Schlagabtausch begann in der Nacht zum Donnerstag. Iranische Einheiten feuerten nach israelischen Angaben 20 Raketen auf die Militärposten, die Israel auf den Golanhöhen stationiert hat. Die israelische Armee reagierte mit der bislang größten Militäroffensive in Syrien. 28 Kampfjets waren im Einsatz, etwa 70 Raketen und Marschflugkörper wurden auf mutmaßliche iranische Stellungen in Syrien sowie fünf syrische Luftabwehrbatterien abgefeuert.

Warum greift Israel in den syrischen Bürgerkrieg ein?

Israel kritisiert seit Jahren die Beteiligung Irans am Krieg in Syrien, wo Tausende iranische Soldaten, darunter Angehörige der Revolutionsgarden, auf Seiten der Regierungstruppen kämpfen. Dazu kommen mehrere Tausend Mitglieder der libanesischen Hisbollah-Miliz, die von Teheran aus kontrolliert wird, genau wie etwa 50 000 paramilitärische schiitische Kämpfer aus Pakistan, Afghanistan und Irak.

Aus israelischer Sicht ist damit die Bedrohung des eigenen Landes gewachsen. Iran setzt sich als wichtiger Verbündeter des syrischen Diktators Baschar al-Assad militärisch in Syrien fest. Israel befürchtet, dass Teheran die Gelegenheit nutzen könnte, einen militärischen Brückenkopf in unmittelbarer Nachbarschaft Israels zu errichten – also direkt neben dem Staat, dem die iranischen Ayatollahs und manche Politiker immer wieder mit der Vernichtung gedroht haben.

Iran rüstet nicht nur seit Jahren die Hisbollah in Libanon mit Waffen aus, sondern unterstützt auch islamistische Extremisten in Gaza. Beide Gruppen greifen Israel immer wieder an. In Syrien sind die iranischen Truppen und Hisbollah-Kämpfer nun immer näher an die Grenze zu Israel vorgedrungen.

Um sie zu schwächen, hat Israel seit 2013 etwa hundert Luftangriffe auf ihre Stellungen und Konvois geflogen. Inzwischen sind die israelfeindlichen Kräfte in Syrien aber offenbar so weit vorgedrungen und fühlen sich so stark, dass sie immer häufiger israelische Siedlungen und Stellungen auf den Golanhöhen mit mutmaßlich von Iran gelieferten Raketen beschießen.

Warum spielen die Golanhöhen eine besondere Rolle?

Die Golanhöhen sind ein Gebirgszug an der Grenze zwischen Syrien und Israel, den die Vereinten Nationen als syrisches Gebiet betrachten, der von Israel aber 1981 annektiert wurde. Das Gebiet wurde 1967, während des Sechs-Tage-Krieges, von der israelischen Armee erobert und wird seitdem von Israel kontrolliert. Eine Pufferzone zwischen dem Gebiet und dem übrigen syrischen Staatsgebiet steht unter der Kontrolle der Vereinten Nationen. Während des syrischen Bürgerkriegs haben sich die dort stationierten UN-Blauhelmsoldaten weitgehend in den westlichen Bereich der Zone zurückgezogen

UN warnen vor neuem Flächenbrand im Nahen Osten

Generalsekretär Guterres hat Israel und Iran zum sofortigen Ende aller Feindseligkeiten aufgerufen. Teheran dementiert jegliche Beteiligung an Raketenangriffen auf israelische Armeeposten. mehr …

Israel rechtfertigt die anhaltende Besetzung beziehungsweise die Annexion der Golanhöhen mit deren militärstrategischer Bedeutung. Die mehr als 2000 Meter hohen Berge erleichtern die Kontrolle über den Nordosten Israels, den Südosten Libanons und den Südwesten Syriens. Vor der Besetzung wurde Israel von hier aus immer wieder durch syrische Truppen angegriffen. Außerdem will Israel verhindern, dass Syrien die Kontrolle über die Quellflüsse und die wichtigsten Zuflüsse des Jordan dort zurückerhält und die Versorgung Israels mit Wasser einschränken könnte.

Seit der international nicht anerkannten Annexion errichtet Israel Siedlungen in dem Gebiet, obwohl Damaskus und die meisten Staaten der Weltgemeinschaft es weiterhin als Teil des syrischen Hoheitsgebiets betrachten.

Was steckt hinter der Auseinandersetzung zwischen Israel und Iran?

Während Israel mit den arabischen Nachbarstaaten Jordanien und Ägypten Friedensverträge unterzeichnet hat, war und ist die Beziehung zu Syrien problematisch. Offiziell befinden sich beide Länder sogar im Kriegszustand, nur hatte Präsident Assad kein Interesse daran, dass es wieder zu Kämpfen kommt – nicht einmal um die Golanhöhen. Deshalb hatte sich Israel mit dem Regime in Damaskus weitgehend arrangiert. Besser Assad, so die Überlegung, als extreme Islamisten, die bei einem Sturz des Diktators an die Macht kommen könnten.

„Normalerweise ist das der ruhigste Ort der Welt“

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Um seine Macht zu sichern, hat Assad im Kampf gegen Aufständische und den IS Iran zur Hilfe gerufen. Israel versucht nun den Balanceakt, nicht so stark in Syrien einzugreifen, dass Assads Macht wirklich gefährdet wird – deshalb unterstützt das Land syrische Rebellen so gut wie gar nicht.

Zugleich aber will man sowohl Damaskus als auch Teheran warnen: Bis hierher und nicht weiter. Syrien dürfe nicht zu einem vorgeschobenen Stützpunkt Irans werden, warnt etwa Israels Verteidigungsminister Avigdor Lieberman. Deshalb reagiert die israelische Regierung auf die Angriffe auf den Golan oder auf Israel, die offenbar vor allem auf die Hisbollah zurückgehen, mit massiven Luftschlägen. Auch die syrische Luftabwehr wird dabei attackiert, um die eigenen Flugzeuge zu schützen.

Wie ist die iranische Perspektive?

Syriens Regierung hat Iran um Hilfe gebeten, iranische Truppen und die Hisbollah kämpfen auf Assads Wunsch gegen Aufständische und IS-Terroristen. Völkerrechtlich ist ihr Einsatz legitim – anders als die Einsätze der türkischen Truppen oder der Soldaten der Anti-IS-Koalition auf syrischem Boden.

Die iranischen Schiiten wollen natürlich nicht bloß Assad einen Gefallen tun, sie versprechen sich davon eigene Vorteile: Sie wollen ihren Einfluss in der Region festigen und weiter ausdehnen und denjenigen ihres sunnitischen Konkurrenten Saudi Arabien schmälern.

Dazu kommt, dass sie Israel nun von einer weiteren Seite aus bedrohen können. Bislang musste das Land mit Raketenbeschuss durch die Hisbollah im Libanon und durch Hamas-Kämpfer im Gazastreifen rechnen. Nun befinden sich iranische Soldaten und Hisbollah-Kämpfer unweit der israelischen Grenze, was Israel als immer größere Gefahr wahrnimmt. Und da die Golanhöhen eigentlich zu Syrien gehören, können die Iraner oder die Hisbollah ihre provozierenden Angriffe vor den eigenen Leuten als gerechtfertigten Kampf ausgeben.

Wie ist die Beziehung zwischen Israel und Russland?

Syriens Regierung hat auch Russland im Kampf gegen Aufständische und IS-Terroristen um Hilfe gebeten und diese erhalten. Damit hat sich Wladimir Putin zum Unterstützer des Diktators Assad und – zumindest so weit es Syrien betrifft – zum Verbündeten Irans gemacht, inklusive Hisbollah.

Russlands Interesse ist eine stabile Regierung in Damaskus, auf die Moskau Einfluss nehmen kann. Russland sieht darin eine Möglichkeit, seine internationale Bedeutung zu erhöhen.

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu zu Besuch bei Russlands Präsident Wladimir Putin.(Foto: dpa)

Allerdings wissen die Russen natürlich, dass Iran und die Hisbollah von Israel zu Recht als Bedrohung wahrgenommen werden. Deshalb unternehmen sie nichts gegen die Militärschläge der Israelis, solange diese nur die von Iran kontrollierten Kämpfer und das eine oder andere syrische Ziel angreifen. Und solange sie vorher informiert werden.

Damit Israel gegen seine Gegner in Syrien vorgehen kann, bemüht sich Israels Premierminister Benjamin Netanjahu jedenfalls um gute Beziehungen zu Putin – obwohl eigentlich die US-Amerikaner seine engsten Verbündeten sind, die wiederum derzeit auf Moskau nicht gut zu sprechen sind. Vor diesem Hintergrund ist es schwierig, sich vorzustellen, wie sich die Verhältnisse in Syrien und der ganzen Region eigentlich wieder normalisieren sollen.

Wie blicken Sie auf die Eskalation im Nahen Osten?

Die israelische Armee hat in der Nacht zum Donnerstag Dutzende iranische Militärziele in Syrien beschossen. Die Angriffswelle war die Vergeltung dafür, dass iranische Kuds-Brigaden mit 20 Raketen versucht hatten, Militärposten auf den von Israel besetzten Golanhöhen anzugreifen. mehr…

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https://www.neopresse.com/politik/was-geht-hier-vor-usa-stocken-truppen-in-deutschland-auf/

Was geht hier vor? USA stocken Truppen in Deutschland auf

NEOPresse in D/A/CH

Die USA schicken weitere 1.500 Soldaten nach Deutschland. Was geht hier vor? Weshalb freut sich Ursula von der Leyen darüber? Ist die Sicherheitslage in Deutschland bedroht? Oder soll lediglich die Einsatzbereitschaft der USTruppen für Auslandseinsätze erhöht werden?

Von der Leyen sprach von einem „Bekenntnis zur gemeinsamen Sicherheit und zur Nato“, trotz anhaltender Unstimmigkeiten zwischen Berlin und Washington. Sie begrüßte die Truppenaufstockung: „Die US-Entscheidung, die militärische Präsenz bei uns in Deutschland zu verstärken, ist ein willkommenes Zeichen für die Vitalität der transatlantischen Beziehungen“. Der Großteil der neuen Truppen soll in Bayern stationiert werden.

Jüngst sprach US-Präsident Donald Trump davon, die US-Truppen in Deutschland zu reduzieren. Deutschland bleibt jedoch weiterhin Dreh– und Angelpunkt für Nato-Einsätze im Nahen und Mittleren Osten. Von hier aus werden Einsätze in Afghanistan und Syrien koordiniert. In Deutschland ist bereits eine vollständige Infrastruktur von USMilitärbasen vorhanden.

Mit den zusätzlichen Truppen soll das US-Heer besser auf jegliche Krise reagieren können, sagte US-Botschafter Richard Grenell. Die Stationierung stelle das „fortwährende Engagement für die Nato und unsere kollektive Entschlossenheit, die europäische Sicherheit zu unterstützen, unter Beweis“. Ob damit auch Krisen in Europa gemeint sind, bleibt nur zu mutmaßen.

Offenbar hat sich Kanzlerin Merkel dazu bereiterklärt, zusätzliche Kosten für weiteres Militär in Deutschland zu übernehmen. Deutschland übernimmt rund 860 Millionen Euro der Gesamtkosten des amerikanischen Militärs im Land (18 Prozent). Darin enthalten sind auch Steuererleichterungen sowie mietfreie Nutzung von Einrichtungen, Bau von Straßen und anderer Infrastruktur, in denen sich amerikanische Militäranlagen befinden. Die Amerikaner sind mit 35.000 Soldaten in Deutschland stationiert und haben 179 militärische Einrichtungen.

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https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/09/15/eu-will-platz-fuer-personen-schaffen-die-idlib-verlassen-muessen/

Lager für Söldner?

EU will Platz für Personen schaffen, die Idlib verlassen müssen

Die EU beginnt mit der Verlegung von Flüchtlingen aus den Lagern auf den griechischen Inseln. Die EU will Platz schaffen für Personen, die Idlib verlassen müssen.

Der EU-Hotspot Moria auf Lesbos, vor dem Brand. (Foto: Zoran Dobric)

Der EU-Hotspot Moria auf Lesbos, vor dem Brand. (Foto: Zoran Dobric)

Tausende von Migranten werden innerhalb weniger Wochen aus griechischen Insellagern auf das griechische Festland verlegt werden, um Platz zu schaffen, falls Personen aus Syrien wegen des Vordringens der syrischen Armee aus Idlib abziehen müssen. Diese Pläne sind laut Financial Times in Brüssel und Athen diskutiert worden. Es ist unklar, ob es sich bei den Personen, die Syrien verlassen müssen, um Flüchtlinge handelt oder ob auf diesem Weg auch internationale und islamistische Söldner nach Europa gelangen. Derzeit befinden sich nach UN-Angaben tausende Söldner in der Region on Idlib. Russland und Syrien haben erklärt, dass sie diese Personen bekämpfen werden.

Dimitris Avramopoulos, der Migrationskommissar der EU, wird nächste Woche mit hochrangigen griechischen Beamten zusammentreffen, darunter Premierminister Alexis Tsipras, um einen Plan auszuarbeiten, die ersten 3.000 Menschen zu verlegen. Die Kommission sagte, sie arbeite mit den Griechen zusammen, um 3.000 besonders schutzbedürftige Menschen zu verlegen. Griechenland habe der Überstellung im Prinzip für Personen zugestimmt, wenn sie bereits Asyl beantragt haben und auf die Ergebnisse ihrer Anträge warten.

Ob diese Flüchtlinge dann auch nach Norden weiterreisen können oder ob ihre Überstellung im Zuge des deutschgriechischen Flüchtlingsdeals möglich ist ist unklar.

Die Zustände auf den griechischen Inseln sind seit Jahren menschenunwürdig, weil Flüchtlinge und Migranten quasi in Gefängnissen festgehalten werden. Auch Avramopoulos räumte laut FT ein, dass insbesondere die Lage in Moria auf Lesbos unhaltbar sei.

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FRIEDEN ist NICHT GEWÜNSCHT

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/arte-doku-als-israel-und-die-palaestinenser-fast-frieden-schlossen-15769607.html

TV-Doku „Die Oslo-Tagebücher“ 

Als Israel und die Palästinenser fast Frieden schlossen

  • Von Matthias Hannemann
  • Aktualisiert am

Jithzak Rabin, Bill Clinton und Jassir Arafat  bei der Unterzeichnung des OsloIIAbkommens im Weißen Haus, 1995. Bild: © Ohayon Avi/Israel GPO

Was hätte geschehen können: Eine Arte-Dokumentation erinnert an das Oslo-Abkommen, mit dem Israel und die Palästinenser in eine andere Zukunft hätten gehen können. Doch dann wurde Jitzhak Rabin ermordet.

Eigentlich begann diese Geschichte nicht nur mit einigen Israelis und Palästinensern, die sich zu Gesprächen durchrangen, sondern auch mit den Norwegern Mona Juul, Terje Rød-Larsen, Marianne Heiberg und Johan Jørgen Holst, die ihnen fern der Heimat zu helfen versuchten. Juul war Diplomatin und Fachfrau für den Nahost-Konflikt, Rød-Larsen Soziologe und mit den Lebensbedingungen in den Palästinenser-Gebieten befasst. Heiberg arbeitete am außenpolitischen Institut, und ihr Mann Johan Jørgen wurde 1993 Außenminister.

Ohne das stille Wirken von ihnen und anderen Vermittlern wären die diskreten Friedensgespräche zwischen Israel und den Palästinensern 1993 in Oslo kaum zustande gekommen. Ihre Namen zählen zur Vorgeschichte der Prinzipien-Erklärung, die im September 1993 in Washington unterzeichnet wurde, und des als historisch empfundenen Fotos, auf dem sich Israels Ministerpräsident Jitzhak Rabin und Palästinenser-Führer Jassir Arafat die Hand reichen.

Die Dokumentation „Die Oslo-Tagebücher“, die Daniel Sivan und Mor Loushy über diese so fern anmutende Annäherung gedreht haben, streift Norwegens Rolle nur kurz. Das ist verkraftbar, weil uns dieser Teil der tragisch endenden Geschichte bald noch einmal in Ruhe erklärt wird: Der amerikanische Dramatiker J.T. Rogers bereitet gerade die Kino-Adaption seines preisgekrönten Bühnenstücks „Oslo“ vor. Es ist auch zu verschmerzen, weil diese Story komplex genug ist. Die Filmemacher konzentrieren sich auf jene Persönlichkeiten, die 1993 in Oslo und später, vor der Unterzeichnung von „Oslo 2“ 1995, in Ägypten verhandelt haben.

Großer Schritt für den Frieden im Nahen Osten: Rabin, Clinton und Arafat, 1995.
Großer Schritt für den Frieden im Nahen Osten: Rabin, Clinton und Arafat, 1995. : Bild: © Ohayon Avi/Israel GPO

Das Bestechende an ihrem Film: Die Autoren haben nicht nur eine Fülle erstaunlicher Filmdokumente gefunden, nicht nur Interviews mit Persönlichkeiten wie Schimon Peres geführt, der in jenen Jahren Außenminister war – ihre Dokumentation zitiert vielmehr, teils unterstützt von nachgestellten Szenen, ausführlich aus den persönlichen Aufzeichnungen, die Beteiligte wie der Historiker Ron Pundak, Israels Verhandlungsführer Uri Savir oder auch der Arafat-Vertraute Abu Ala zum „Oslo-Prozess“ angefertigt haben.

Dieser Quellenschatz macht den Film griffig und emotional, während er sich entlang der Zeitleiste vortastet – von den ersten Geheimtreffen im Dezember 1992 über die Unterzeichnung in Washington und weitere Gespräche bis zur Ermordung Jitzhak Rabins und zu der knappen Wahl seines erbitterten politischen Gegners, des Hardliners Benjamin Netanjahu, zum Ministerpräsidenten 1996. Seither soll der Konflikt sechzehntausend Menschen das Leben gekostet haben.

Arte-Dokumentation : „Die Oslo-Tagebücher“

Video: arte.tv, Bild: © Ohayon Avi/Israel GPO

Trotz dieses dramatischen Fluchtpunkts der unzähligen Male, in denen von israelischen wie palästinensischen Gewalttaten die Rede ist – ein Teufelskreis aus Aktion und Reaktion –, erzählt diese Doku keine völlig hoffnungslos stimmende Geschichte. Selbstverständlich handelt sie von einem Friedensprozess, der torpediert wurde und bekanntermaßen gescheitert ist. „Ich werde es nicht mehr erleben. Auch meine Kinder werden es nicht mehr erleben. Vielleicht meine Enkelkinder“, sagt der auf israelischer Seite involvierte Rechtsberater Joel Singer niedergeschlagen.

Mor Loushy und Daniel Sivan erinnern mit ihrer neunzigminütigen Dokumentation „Die Oslo-Tagebücher“ aber auch daran, was möglich ist, wenn sich Konfliktparteien erst zu Begegnungen und Gesprächen durchgerungen haben. Selbst ein Palästinenser, der in Israel als Terrorist galt, und ein Israeli, der in der arabischen Welt als „Knochenbrecher“ bezeichnet wurde, konnten plötzlich rührselige Reden aufeinander halten – während ihre Ehefrauen die Telefonnummern austauschen. Kaum auszumalen, was ohne die Ermordung Rabins durch einen jüdischen Fanatiker geschehen wäre.

Die Oslo-Tagebücher, heute, Dienstag, 4. September, um 23.35 Uhr bei Arte.

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https://www.arte.tv/de/videos/067076-000-A/die-oslo-tagebuecher/

WELCHER HINTER-FOTZIGE und ULTRA-FEIGE CLAN hat den satanischen PLAN geschmiedet????! – Was hat NETANYAHU damit zu tun –  auf jeden FALL sitzt er mit im BOOT!!

WER STECKT WIRKLICH HINTER dem VERBRECHEN: des MORDES anJitzchak Rabin“???!!!?!

be.com/watch?v=kBifURg7vi8

Die SPUR des BÖSEN ist die SPUR des KRIEGES MORD und TOTSCHLAG der HETZE und des TRENNENS  des UN-FRIEDEN STIFTENSFOLGE der SPUR des MÖRDERS  (BÜTTEL) von „Jitzchak Rabin“ und man wird zur QUELLE des BÖSEN kommen

„die Oslo Tagebücher“  – zur Ermordung „Jitzhak Rabins“

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Geschichte

Das Attentat 1995

Der Mörder Yitzhak Rabins betete um sein Leben

Am 4. November 1995 fiel Israels Ministerpräsident Yitzhak Rabin einem Attentat zum Opfer. Der Täter Yigal Amir entpuppte sich als orthodoxer Jude und Rassist. Heute hat er sein Ziel erreicht.

Leitender Redakteur Geschichte

”Land für Frieden” wollte Yitzchak Rabin geben. Am 4. November 1995 zahlt der israelische Ministerpräsident für seine Ideale mit dem Leben. Ermordet hat ihn ein 27 Jahre alter jüdischer Fanatiker.

Quelle: STUDIO_HH

Autoplay

Manchmal liegen zwischen einem Triumph und einer Katastrophe nur ein paar Sekunden und eine Treppe. Am 4. November 1995 hatten sich auf dem Platz der Könige in Tel Aviv rund 150.000 Menschen eingefunden, um für Frieden im Nahen Osten einzutreten. Sie forderten für Zugeständnisse an die Palästinenser, um den mörderischen Nahostkonflikt zu entschärfen. Die Demonstration wurde zu einem überwältigenden Sieg des Realismus.

Auf der Bühne stand neben den Angehörigen verschiedener Friedensinitiativen fast das gesamte israelische Kabinett, mit Ministerpräsident Yitzhak Rabin sowie seinem Außenminister Schimon Peres an der Spitze. Rabin hatte zuvor befürchtet, es könnten zu wenig Menschen kommen – dann wäre die erhoffte Stärkung der Friedensfraktion in Israels zerrissener Gesellschaft eine Schwächung geworden. Doch der ehemalige Generalstabschef und Kriegsheld irrte sich: Die Menschen strömten in ungeahnter Zahl zu der Kundgebung. Gerüchte über geplante Terroranschläge palästinensischer Extremisten konnten sie nicht abhalten.

Ebenso wenig die hasserfüllten Botschaften der Opposition. Schon seit Monaten schon hetzten der konservative Likudblock um Benjamin Netanjahu sowie allerlei religiöse und rechtsextreme Gruppierungen gegen Rabin und seinen Willen zum Ausgleich mit der PLO. Flugblätter kursierten, die den Ministerpräsidenten in SS-Uniform zeigen; im Staat der Holocaust-Überlebenden war das die ultimative Schmähung.

Trotzdem wurde die Großkundgebung ein riesiger Erfolg. Geradezu euphorisch feierten die Menschen auf dem Platz mit den Prominenten oben auf der Bühne den gemeinsamen Willen zur Aussöhnung. Mit dem „Lied für den Frieden“, der Hymne der israelischen Friedensbewegung, beendeten die Organisatoren das Programm; selbst Rabin, der von sich sagte: „Ich kann nicht singen“, stimmte ein. Er war tief bewegt, ja glücklich, denn die Kundgebung erwies sich nicht nur als Erfolg, sondern als Triumph.

Gelöst und lächelnd verließ Rabin mit seiner Frau und mehreren Leibwächtern die Bühne über die 26 Stufen der Treppe hinunter zum rückwärtig gelegenen Parkplatz. Dort stand seine gepanzerte Dienstlimousine. Lea Rabin wurde sekundenlang aufgehalten; sie folgte ihrem Mann in Begleitung des Chefleibwächters mit einigen Metern Abstand. Zwei weitere Sicherheitsbeamten Rabins entfernten sich von ihm, um in ihr Auto zu steigen. Der Rücken des Ministerpräsidenten war nun ungedeckt, und die beiden letzten Leibwächter schauten nach rechts. Es war ungefähr 21.45 Uhr.

Mit diesem selbst gebastelten Neun-Millimeter-Dumdum-Geschoss tötete Yigal Amir Israels Ministerpräsidenten Yitzhak Rabin

Quelle: picture-alliance / dpa

Plötzlich fiel ein Schuss. Polizisten und Agenten reagierten, jedoch zu langsam. Noch zweimal krachte es, bis sie einen jungen, schmalen Mann überwältigen konnten, der sich Rabin von hinten links genähert und auf ihn geschossen hatte. Andere Helfer stießen den verletzten Ministerpräsidenten in seine Limousine, die sofort Richtung Krankenhaus losraste. Doch obwohl die Ärzte alles unternahmen, 50 Minuten lang um das Leben des Attentatsopfers kämpften, starb Yitzhak Rabin gegen 23 Uhr. Zwei selbst gebastelte Dumdum-Geschosse hatten ihm beide Lungenflügel und die Milz zerfetzt, die dritte Kugel traf einen Leibwächter am Handgelenk……

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https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/09/14/neue-toene-aussenminister-maas-begruesst-den-lieben-sergej-berlin/

Neue Töne: Außenminister Maas begrüßt den „lieben Sergej“ in Berlin

Bundesaußenminister Maas schlägt nach einem langen Treffen mit seinem russischen Kollegen Lawrow überraschend maßvolle Töne an.

14.09.2018, Berlin: Heiko Maas (SPD), deutscher Außenminister, und Sergej Lawrow, russischer Außenminister, gehen auf die Dachterrasse des Auswärtigen Amtes. (Foto: dpa)

14.09.2018, Berlin: Heiko Maas (SPD), deutscher Außenminister, und Sergej Lawrow, russischer Außenminister, gehen auf die Dachterrasse des Auswärtigen Amtes. (Foto: dpa)

Vier Jahre nach Beginn der Ukraine-Krise hat der russische Außenminister Sergej Lawrow bei einem Deutschlandbesuch eindringlich für eine Neuausrichtung der Beziehungen zwischen Russland und der EU geworben. «Wir sollten eine Renovierung des gemeinsamen europäischen Hauses anpacken», sagte er am Freitag in einer Grundsatzrede in Berlin. Er forderte Deutschland auf, in dem Annäherungsprozess eine führende Rolle einzunehmen. «Von der deutschen Position hängt vieles ab. Wir würden es begrüßen, wenn Berlin Initiative ergreifen würde – ohne irgendwelche Vorbedingungen.»

Auch Außenminister Heiko Maas, der lange Zeit in der SPD für seinen harten Kurs gegen Russland kritisiert wurde, schlug ziemlich neue Töne an. Bei der Vorstellung von mehreren deutschrussischen Partnerinitiativen sprach Mass Lawrow mehrfach mit «lieber Sergej» an, obwohl Maas Lawrow erst seit wenigen Monaten das Pendant von Lawrow als Außenminister ist. Maas sagte: «Differenzen schließen intensive Beziehungen nicht aus», sagte er. «Wir werden nur im Dialog mit Russland zu Ergebnissen kommen.» Der offene und aufrichtige Dialog mit Russland sei selten so wichtig gewesen wie heute. Lawrow und Maas beendeten das deutsch-russische Jahr der Städtepartnerschaften und starteten ein zweijähriges Projekt für eine stärkere Hochschulkooperation.

Maas äußerte sich in seiner Beurteilung über den Kampf gegen tausende Söldner in Idlib zurückhaltend: Er verzichtete auf Drohungen und sagte, es sei notwendig, gegen die «Terrorgruppen» vorzugehen. Allerdings sei es unerlässlich, dass die Zivilbevölkerung bei diesem Kampf geschont werde.

«Russland stellt keine Bedrohung dar», sagte Lawrow nun in seiner Rede. Die bisherige «Ideologisierung von Beziehungen» sei «sinnlos und kontraproduktiv» gewesen. «Russland und die Europäische Union sind prädestiniert zusammenzuarbeiten.» Gleichzeitig warf der russische Außenminister der EU aber vor, Schuld an der Ukraine-Krise zu sein und sich bei den Sanktionen freiwillig dem «direkten Diktat aus Übersee» zu beugen. Gemeint sind die USA.

Man dürfe sich nicht zu «Geiseln der ukrainische Krise» machen, betonte Lawrow. Er sprach sich dafür aus, die geschlossenen Gesprächskanäle zur Nato und zur EU wieder zu öffnen.

Deutschland sucht offenbar verstärkt Kontakt zu Russland, um bei der Krisenlösung voranzukommen. Maas fordert Lawrow dazu auf sich dafür einzusetzen, dass eine Großoffensive gegen die letzte syrische Rebellenhochburg Idlib ausbleibt. Ein solcher Angriff könne «am Schluss zigtausende Menschen das Leben kosten», sagte er. Russland müsse auch seinen Einfluss auf den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad geltend machen, um einen Einsatz von Chemiewaffen «unter allen Umständen» zu verhindern.

Lawrow Lawrow sagte, es sei keine Großoffensive auf Idlib geplant. Russland werde alles unternehmen, um ein Leiden der Zivilbevölkerung zu verhindern. So sollten humanitäre Korridore und Waffenstillstandszonen eingerichtet werden. Er wies Behauptungen zurück, die syrischen Regierungstruppen planten einen Giftgaseinsatz. «Es gibt keinen einzigen Nachweis, dass die Regierung sich auf so etwas vorbereitet», sagte er. Den USA warf Lawrow vor, mit solchen Spekulationen einen Giftgaseinsatz von Rebellengruppen in Idlib zu provozieren. Es sei «de facto eine Einladung an die Extremisten, eine weitere Inszenierung auf die Bühne zu bringen», um damit den Grund für Luftangriffe auf Regierungstruppen zu liefern.

Zur russischen Aufforderung zur Wiederaufbauhilfe für das kriegszerstörte Syrien hielt sich Maas bedeckt. Maas sagte, dass es solche Unterstützungsleistungen nur bei einer politischen Lösung geben werde, die am Ende zu freien Wahlen führe. Er bezweifle, dass der syrische Präsident Teil einer demokratischen Neuordnung sein könne.

Lawrow warf Großbritannien vor, für die Vorwürfe wegen des Giftanschlags auf den Ex-Agenten Sergej Skripal keinerlei Beweise vorzulegen. Die Regierung in London macht zwei angebliche russische Agenten dafür verantwortlich. Maas sagte zu der britischen Einschätzung: «Wir haben keinen Anlass, an diesen Informationen zu zweifeln.»

Bundeskanzlerin Angela Merkel besuchte zur selben Zeit des deutsch-russischen Treffens die deutschen Soldaten, die an der Nato-Außengrenze zu Russland in Litauen stationiert sind.

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https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/09/14/pentagon-diplomatische-loesung-syrien-hat-vorrang/

Pentagon: Diplomatische Lösung in Syrien hat Vorrang

Das Pentagon vermeidet eine explizite Aussage zu einem Militäreinsatz der Bundeswehr in Syrien. Die US-Regierung wolle in erster Linie eine diplomatischen Lösung herbeiführen.

US-Verteidigungsminister James Mattis (l) und der Vorsitzende des Vereinigten Generalstabs der Streitkräfte der Vereinigten Staaten, Joseph Dunford, sprechen am 19.05.2017 im Pentagon in Washington. (Foto: dpa)

US-Verteidigungsminister James Mattis (l) und der Vorsitzende des Vereinigten Generalstabs der Streitkräfte der Vereinigten Staaten, Joseph Dunford, sprechen am 19.05.2017 im Pentagon in Washington. (Foto: dpa)

Auf Nachfrage der Deutschen Wirtschaftsnachrichten, wie das Pentagon die Beteiligung Deutschlands an einem möglichen Vergeltungsschlag gegen Syrien einschätzt, sagte der Pentagon-Sprecher Eric Pahon:

„Die USA werden weiterhin unermüdlich mit ihren Bündnispartnern zusammenarbeiten, um unter der Schirmherrschaft der Resolution 2254 des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen eine dauerhafte diplomatische Lösung zur Lösung der Feindseligkeiten in Syrien zu finden. Lassen Sie uns klarstellen: es bleibt unsere feste Haltung, dass, wenn Präsident Baschar al-Assad beschließt, wieder chemische Waffen zu verwenden, die USA und ihre Verbündeten schnell und angemessen reagieren werden. Die internationale Gemeinschaft hat mit einer Stimme gesprochen – Assads barbarischer Einsatz von chemischen Waffen kann nicht fortgesetzt werden.

Im vergangenen Jahr bestand die Reaktion auf den Chemiewaffeneinsatz von Assad aus einer Koalition aus den USA, Großbritannien und Frankreich. Der Impuls für eine verstärkte Zusammenarbeit der Alliierten wächst. Wir werden weiterhin die russische Regierung und das Militär auf höchster Ebene kontaktieren, um klar zu machen, dass die USA und ihre Verbündeten auf jede Chemiewaffen-Verwendung in Idlib oder anderswo in Syrien schnell und angemessen reagieren würden. Wenn die russische Regierung an dieser militärischen Kampagne teilnimmt, teilt sie die Verantwortung für die Zerstörung und den Tod, die von dem Assad-Regime verursacht werden.“

Für einen tatsächlichen Einsatz von Giftgas durch die syrische Regierung liegen bis heute keine unabhängig überprüfbaren Belege vor.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow sagte nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur TASS am Mittwoch: „Ich bin zufrieden mit der Tatsache, dass wir einen sehr professionellen Kommunikationskanal mit den USA zwischen unseren Militärs im Zusammenhang mit den Problemen der syrischen Krise eingerichtet haben. Ich gehe davon aus, dass die Kontakte in Bezug auf Syrien, die wir immer noch über politische Kanäle führen, uns helfen werden, akzeptable Ansätze zu finden, die vor allem aus der Sicht der Syrer akzeptabel sind.“

Der russische Diplomat deutete damit an, dass vor allem auf der militärischen Ebene alle Schritte gegenseitig abgestimmt werden. Die Aussagen Lawrows sind vor allem im Zusammenhang mit der Operation in Idlib wichtig.

Lawrow wird sich am Freitag mit seinem deutschen Amtskollegen Heiko Maas in Berlin treffen, um Gespräche über die Lage in Syrien zu führen, berichtet der englischsprachige Dienst von Reuters. Maas sagte am Donnerstag in Berlin, dass das Vorgehen gegen „islamistische Rebellen“ in der Provinz Idlib keine Entschuldigung für eine Großoffensive sein könne. “Das rechtfertigt nicht, das Leben von drei Millionen Menschen zu gefährden”, so Maas nach einem Treffen mit dem Präsidenten des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, Peter Maurer.

Sein türkischer Kollege Mevlüt Çavuşoğlu habe ihm versichert, dass man nach Wegen suchen werde, “fundamentalistische Terroristen” ausfindig zu machen, “ohne aber die gesamte Bevölkerung in Idlib in Mitgliedschaft zu ziehen”. Die Türkei verstärkt derzeit nach Angaben aus Regierungs- und Sicherheitskreisen ihre Truppen in der syrischen Provinz Idlib.

US-Offizielle wünschen sich jedenfalls mehr militärisches Engagement von Deutschland. Der US-Sondergesandte für Syrien, James Jeffrey, sagte am Donnerstag bei einem Besuch in Berlin vor Journalisten, die USA würden versuchen, für einen solchen Militärschlag so viel militärische Unterstützung in der Nato zu bekommen wie möglich:

„Die beste Art und Weise politische Unterstützung zu zeigen ist nicht eine Rede, sondern militärische Solidarität (… )Wir haben auch eine Innenpolitik. Und es ist behilflich, wenn ein Präsident zeigen kann, dass die anderen uns beistehen», sagte er und zog eine Parallele zum Irak-Krieg 2003, an dem sich unter anderem Deutschland und Frankreich nicht beteiligt hatten. «Das war ein großes Problem für uns innenpolitisch (…) Natürlich suchen wir in so einem Fall so viele Verbündete, so viele Mitspieler wie möglich (…) In den letzten 40 Jahren kann ich mir keinen Fall vorstellen, wo ich nicht erfreut gewesen wäre, die Deutschen bei uns zu haben. Egal bei welchem Konflikt. Das ist meine persönliche Meinung, aber ich gehe davon aus, dass jeder bei uns das sagen würde.“

Am 4. September 2018 hatte der türkische Verteidigungsminister den US-Sondergesandten für Syrien, James Jeffrey, in Ankara empfangen. Die Zeitung Yeni Şafak berichtet: „Bei einem Treffen unter Ausschluss der Öffentlichkeit drückte Akar das Unbehagen der Türkei über die Anwesenheit der YPG/PKK in Syrien aus und sagte, dass die Terrorgruppe die Region verlassen müsse. Er vermittelte auch die Absicht der Türkei, weiterhin ihre Sicherheits- und regionalen Interessen im Einklang mit dem Völkerrecht zu schützen, sowie die Notwendigkeit, die Region vollständig von der terroristischen Organisation zu befreien“.

Die Zeitung Aydinlik führt dazu aus: „Der US-Sondergesandte für Syrien, James Jeffrey, hat sich sofort nach seiner Ernennung in die Region aufgemacht. Der als ‚Mann für Operationen‘ bekannte Jeffrey verfolgt das Ziel, einen Keil zwischen Russland, der Türkei und dem Iran zu treiben, um den Astana-Prozess zu zerstören. Jeffreys dringlichstes Anliegen betrifft Idlib.“

Zuvor war Jeffrey in Israel und Jordanien. „Wir kennen Jeffrey. Er war zuvor Botschafter in Ankara. Er spricht auch ein gutes Türkisch. Es ist durchaus angebracht, dass er zum Sondergesandten ernannt wurde“, zitiert die Nachrichtenagentur Anadolu den türkischen Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu.

Außenminister Heiko Maas (SPD) hatte am Mittwoch in einem dpa-Interview deutlich gemacht, dass sich Deutschland in der Frage nicht unter Zugzwang setzen lassen werde. „Wir treffen eine autonome Entscheidung, die wir entlang unserer verfassungsrechtlichen Grundlagen treffen müssen, die in Deutschland gelten – und natürlich auch entlang des Völkerrechts“, sagte er.

Auch Kanzlerin Angela Merkel hatte vergangene Woche gesagt, es müsse versucht werden, “dass man diese radikalen Kräfte natürlich bekämpft, aber die Zivilbevölkerung schützt“. Sie sagte auch, dass die Bundeswehr unter Umständen in den Konflikt eingreifen könnte. „Einfach zu sagen, wir können wegsehen, wenn irgendwo chemische Waffen verwendet werden und internationale Konventionen nicht eingehalten werden – das kann nicht die Antwort sein“, so Merkel. Doch der Koalitionspartner SPD stellt sich gegen einen deutschen Militäreinsatz in Syrien. “Im übrigen bräuchten wir, wenn es eine solche Beteiligung geben sollte, dafür ein Mandat des Deutschen Bundestages“, so Maas.

Die Financial Times führt aus: „Die USA, Frankreich und Großbritannien starteten im April als Reaktion auf einen chemischen Angriff auf Zivilisten, der dem Assad-Regime zur Last gelegt wurde, Luftangriffe auf drei Militärstützpunkte in Syrien. Deutschland sagte damals, dass es die Luftangriffe unterstützte, aber nicht an der Operation teilnahm (…) Die Bundeswehr ist an mehr als einem Dutzend Auslandseinsätzen mit etwa 3.300 Soldaten beteiligt. Kampfhandlungen bleiben jedoch die Ausnahme.“

Die Jerusalem Post berichtet: „Militärische Aktionen in Übersee bleiben angesichts seiner Nazi-Vergangenheit ein sensibles und zutiefst unpopuläres Thema in Deutschland. Die Teilnahme an Luftangriffen in Syrien würde Deutschland auch auf Kollisionskurs mit Russland, dem wichtigsten Unterstützer von Präsident Baschar al-Assad, bringen. Die deutsche Luftwaffe leistet bereits Tankunterstützung und führt mit vier Tornado-Kampfflugzeugen Aufklärungsflüge von einem Stützpunkt in Jordanien als Teil der US-geführten Koalition aus.“

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags, Norbert Röttgen (CDU), sagte dem Tagesspiegel: „Es ist richtig, wenn die Bundesregierung mit den Verbündeten Deutschlands eine militärische Abschreckung und militärische Verhinderung von Giftgaseinsätzen durch das Assad-Regime prüft (…) Deutschland sollte zusammen mit den USA, Britannien und Frankreich hierzu auch grundsätzlich willens sein. Ein solcher Einsatz wäre völkerrechtlich zulässig, wenn und weil er zum Schutz gegen massenhafte Kriegsverbrechen der syrischen Staatsgewalt gegen die eigene Bevölkerung notwendig und strikt hierauf begrenzt wäre. Ein solcher Einsatz müsste wie schon in der Vergangenheit gegenüber Russland, das ja Kriegspartei an der Seite Assads ist, klar kommuniziert werden.“

Der Grünen-Politiker Omid Nouripour sagte im Interview mit der Zeit: „Die Debatte über den Militäreinsatz ist eine Ablenkungsdebatte. Die humanitäre Katastrophe wird nicht erst nach einem Giftgasanschlag da sein, es gibt sie schon jetzt. Und sie wird sich noch verschlimmern, denn die Menschen in Syrien sterben nicht nur wegen Chemiewaffen, sondern vor allem wegen des Einsatzes konventioneller Waffen durch den syrischen Diktator Baschar al-Assad.“

Er fügte hinzu: „Ich kann emotional alle verstehen, die dem offen gegenüber sind. Jeder Chemiewaffeneinsatz ist ein Bruch mit der Zivilisation. Aber bevor ich darüber entscheide, möchte ich einen Plan sehen. Den gibt es bisher nicht und es gab ihn auch bei den letzten Vergeltungsschlägen nicht. Die bisherigen Militäraktionen dienten offensichtlich eher der Beruhigung des Gewissens von Leuten im Westen und haben keine substanzielle Verbesserung der Situation vor Ort gebracht. Die Amerikaner haben immer wieder behauptet, dass sie die Chemiewaffenkapazitäten von Assad komplett vernichtet oder zumindest relevant beschädigt hätten. Aber das scheint nicht zu stimmen, wenn die USA nun aus demselben Grund erneut eingreifen wollen.“

74 Prozent der Deutschen lehnen einen Einsatz der Bundeswehr in Syrien ab, falls die syrische Armee dort Chemiewaffen einsetzen sollte. Das geht aus einer repräsentativen Befragung des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Zeitung Welt hervor.

Beim Syrien-Einsatz geht es konkret um den Einsatz von Tornado-Flugzeugen, die bereits im Rahmen der Anti-IS-Koalition eingesetzt wurden. Ein Sprecher der deutschen Luftwaffe sagte den Deutschen Wirtschaftsnachrichten: „Die eingesetzten Tornados im Rahmen der Einsatzes Counter Daesh haben den Auftrag, Aufklärungsflüge im Kampf gegen den IS durchzuführen. Die gewonnenen Aufklärungsergebnisse sind für die Lagebilderstellung und die präzisen Zielplanungen notwendig. Die Bedarfsanforderung für diese Aufklärungen erfolgt durch die Koalition. Die an den Luftoperationen beteiligten Staaten benötigen hochauflösende Aufklärungsergebnisse, die mittels der optischen und Infrarot-Sensoren des Aufklärungsbehälters Recce Lite Airborne Reconnaissance Pod gewonnen werden.

Dabei besteht die Forderung nach Aufklärungsbildern mit hoher Auflösung und hoher Detailschärfe. Optimale Aufklärungsergebnisse sind daher vor allem am Tage zu erzielen. Die Tornados sind bei Tag und Nacht für Aufklärungsflüge einsetzbar und haben die entsprechenden Fähigkeiten hierzu. Bisher gibt es keinen Bedarf und keine Forderung seitens der Koalition für Aufnahmen bei Nacht, damit sind die Infrarotaufnahmen gemeint. Optimale Aufklärungsergebnisse werden am Tage erzielt, also bei Aufnahmen mit den optischen und Infrarot-Sensoren.“

Vorfälle aus der Vergangenheit zeigen, dass derartige Missionen fehlerbehaftet sein können. Aktuell müssen sich die Amerikaner wegen eines verheerenden Luftschlages der Saudi-Koalition im Jemen rechtfertigen. Außenamtssprecherin Heather Nauert sagte am Donnerstag in Washington, dass bei Luftschlägen ein Höchstmaß an Perfektion anzustreben sei, um zivile Opfer zu vermeiden.

Im Jahr 2015 bombardierte die US-Luftwaffe im afghanischen Kunduz ein Krankenhaus der Organisation Ärzte ohne Grenzen. Die Organisation erhob schwere Vorwürfe gegen die US-Luftwaffe. Dieser und der afghanischen Armee seien zuvor die Geodaten des Krankenhauses mitgeteilt worden, damit ein derartiger Angriff nicht erfolgt, berichtet die Washington Post. Im Jahr 2009 forderte die Bundeswehr im Rahmen ihres Nato-Einsatzes in Afghanistan eine Bombardierung von durch Taliban entführte Tanklastwagen an, bei der zahlreiche Zivilisten ums Leben kamen, berichtet die Berliner Zeitung. Die Luftschläge wurden von der US-Luftwaffe ausgeführt. Oberst Georg Klein soll nach einer Aufklärungsmission falsche Koordinaten an die Amerikaner weitergeleitet haben. Die Amerikaner übernahmen keine Verantwortung für den Vorfall.

Der SPD-Politiker Karl Lauterbach schreibt auf Twitter: „Jetzt muss Angriff auf 3,5 Millionen Menschen in Idlib verhindert werden. Das werden keine 2 Tornados der Bundeswehr erreichen. Es muss verhandelt werden. Dazu gehören auch Gespräche mit Nichtdemokraten wie Putin oder Erdogan. Angedrohte Vergeltungsaktion beeindruckt Assad nicht.“

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http://www.spiegel.de/plus/heiko-maas-will-die-beziehungen-zu-saudi-arabien-kitten-ist-das-vernuenftig-a-00000000-0002-0001-0000-000159428622

14. September 2018

Es kommt nicht oft vor, dass ein Spitzendiplomat freiwillig auf einen Teil seines hohen Beamtensalärs verzichtet. Dieter Haller hat es getan. Obwohl er als Abteilungsleiter im Auswärtigen Amt bereits bei der Besoldungsstufe B9 angekommen war (monatliches Grundgehalt: 10.980 Euro), ließ er sich im Juli 2016 herunterstufen, um erneut Botschafter in Riad zu werden.

Der Beamte wollte unbedingt einen Beitrag dazu leisten, die schwierigen Beziehungen zum erzkonservativen Ölstaat SaudiArabien zu verbessern. Zumal er große Hoffnungen in den neuen starken Mann des Landes setzte, Mohammed bin Salman. Den Thronfolger, der angetreten ist, das Königreich gründlich zu reformieren.

Doch nun hat sich der Spitzendiplomat in den vorzeitigen Ruhestand verabschiedet. Und der Grund dafür, so erzählte man sich am Rande der jüngsten Botschafterkonferenz im Auswärtigen Amt, ist nicht in Riad, sondern in Berlin zu finden. Die eigene Bundesregierung hatte Haller in den vergangenen Monaten den Job erschwert, genauer gesagt: Sigmar Gabriel.

Die eingetrübten Beziehungen zu SaudiArabien gehören zum Erbe des Kurzzeit-Außenministers. Gabriel hatte bereits als Chef des Wirtschaftsressorts die Rüstungsgeschäfte mit Riad zurückgefahren und Menschenrechtsverletzungen angeprangert.

Das war moralisch verständlich, schließlich unterdrückt die saudiarabische Regierung die Opposition und führt im Nachbarland Jemen einen brutalen Krieg. Politisch aber war Gabriels Verhalten unklug. Zum einen, weil es im Nahen Osten kaum einen Staat gibt, der westlichen Demokratievorstellungen entspräche. Zum anderen, weil das mittlerweile israelfreundliche Regime in Riad ein wichtiges Gegengewicht zur nicht weniger aggressiven Regionalmacht Iran bildet.

Zum Eklat kam es, als Gabriel auf einer Pressekonferenz mit dem libanesischen Außenminister Gebran Bassil im November vergangenen Jahres Saudi-Arabien „außenpolitisches Abenteurertum“ vorwarf. Hintergrund waren Gerüchte, der libanesische Regierungschef Saad Hariri werde gegen seinen Willen in Riad festgehalten.

Dass sich Hariri nicht freiwillig in Riad aufhielt, bestreitet im Auswärtigen Amt niemand. Doch das hätte man auf diplomatischen Kanälen kritisieren können. Es aber öffentlich zu verurteilen, noch dazu im Beisein Bassils, eines ausgewiesenen Freundes der mit Iran verbündeten Hisbollah-Bewegung, wurde von Gabriels Beamten als Fehltritt eingestuft.

Es mangelte Gabriel in den Stunden nach der Pressekonferenz nicht an Ratschlägen, er möge zügig sein Bedauern über die Wortwahl zum Ausdruck bringen. Doch der dachte nicht daran, und so rief Riad seinen Botschafter in Berlin zurück, aus Sicht der deutschen Diplomaten eine vermeidbare Eskalation.

Daran konnte auch ein Telefonat Anfang des Jahres von Kanzlerin Merkel mit dem Kronprinzen Mohammed bin Salman, genannt MbS, nichts ändern. In dem Gespräch forderte der Prinz eine offizielle Entschuldigung der Bundesregierung. Der Machthaber fühle sich von Deutschland missverstanden, berichten Eingeweihte. Obwohl er gegen den Willen mancher seiner Religionsgelehrten „westliche Reformen“ wie den Führerschein für Frauen durchsetze, werde er von der Bundesregierung gemobbt, so die Sicht Riads.

Nicht weniger heikel sind die Beziehungen bei Rüstungsexporten. Gabriel hatte als Wirtschaftsminister einen restriktiveren Kurs bei Waffenlieferungen an Saudi-Arabien forciert. So verhinderte er die Inbetriebnahme einer Fabrik für Sturmgewehre vom Typ G36, den die Vorgängerregierung bereits genehmigt hatte.

So weit, so richtig. Aber Gabriel ging weiter. Riad hatte Triebwerke von „Tornados“ und „Eurofightern“ zur Wartung ins Rolls-Royce-Werk in Oberursel geschickt. Gabriel soll verhindert haben, dass die Triebwerke nach Saudi-Arabien zurückkehren konnten. Die Saudis waren verärgert, schließlich hatten sie die Kampfjets vor 20 Jahren legal erworben.

Außenminister Heiko Maas (SPD) hat das Problem jetzt gelöst. Die überholten Triebwerke dürfen nach SaudiArabien zurück. Der Koalitionsvertrag verbietet zwar Waffenlieferungen in Länder, solange diese unmittelbar am Jemenkrieg beteiligt sind. Aber Maas ist sich mit Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) weitgehend einig, dass bestimmte Rüstungsgüter auch in Zukunft nach SaudiArabien gelangen sollen.

Es gibt weitere Signale der Entspannung. Als Angela Merkel im Mai das zweite Mal mit dem Kronprinzen telefonierte, forderte er keine Entschuldigung mehr. Dem Vernehmen nach arbeiten beide Außenministerien derzeit an einer Erklärung, die Saudi-Arabien zufriedenstellen soll.

Atmosphärisch sind sich beide Seiten inzwischen spürbar nähergekommen. Kurz nach Maas‚ Amtsantritt gaben die SaudiAraber gemeinsam mit den USA ihren Widerstand dagegen auf, dass Deutschland Mitglied der „Small Group“ wird, in der wichtige westliche Staaten mit Saudi-Arabien und Jordanien ihre Syrienpolitik abstimmen.

Seitdem sitzen Maas und sein saudi-arabischer Kollege Adel al-Jubeir in den Sitzungen nebeneinander. Wenn es nach Jubeir ginge, wäre Riads Botschafter wohl längst wieder zurück in Berlin. Aber die Entscheidung fällt allein MbS.

Immerhin, einen Nachfolger für den frühpensionierten Botschafter Haller gibt es bereits. Er heißt Jörg Ranau und diente bereits als junger Diplomat am deutschen Generalkonsulat in Dschidda.

Doch auch hier ist längst nicht alles geklärt. Ranau wartet seit Wochen darauf, in seinem Gastland offiziell akkreditiert zu werden.

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siehe auch „MONSANTO ein SCHRECKEN OHNE ENDE“

https://www.neopresse.com/legal/nach-millionen-urteil-gegen-monsanto-nun-wird-es-klagen-hageln/

Nach Millionen-Urteil gegen Monsanto: Nun wird es Klagen hageln

NEOPresse in legal

Ein Gericht in Kalifornien hat den Agrochemie-Konzern Monsanto zu einer Zahlung von 289 Millionen Dollar Schadenersatz verurteilt. Watergate.tv berichtete. Der Krebspatient und ehemaliger Hausmeister Dewayne Johnson war an Lymphdrüsenkrebs erkrankt. Als solcher hatte er viel mit dem Unkrautvernichtungsmittel Roundup zu tun, das den Stoff Glyphosat enthält. Johnson hatte Monsanto verklagt, weil der Agrochemie-Konzern die Krebsrisiken des Inhaltsstoffes Glyphosat verschleierte.

Monsanto, das nun zu dem deutschen Pharmakonzern Bayer gehört, kündigte bereist an, gegen das Urteil in Berufung zu gehen. Egal wie das Urteil beim Berufungsgericht ausgehen wird – klar ist, dass es nun weitere Klagen hageln wird. Schon jetzt soll es tausende weitere Klagen gegen den Konzern geben. Die Rede ist von bis zu 5.000 Klagen. Durch die Übernahme von Monsanto könnte sich das deutsche Unternehmen Bayer größere Schwierigkeiten eingehandelt haben.

Das Gerichtsurteil könnte nun erheblichen Einfluss auf viele weitere Klagen haben, die ähnlich gelagert sind. Johnson wurde von der Kanzlei Baum, Hedlung, Aristei & Goldman PC vertreten. Die Kanzlei vertritt ebenfalls viele der weiteren Kläger gegen Monsanto. Robert Kennedy Junior war als ebenfalls als Klägeranwalt vertreten. Kennedy Jr. hatte zahlreiche Hintergrundinformationen bezüglich der Vertuschungspraktiken von Monsanto herausgefunden. In einem Bericht stellte Kennedy Jr. dar, wie Monsanto Experten, die die Unbedenklichkeit von Roundup untersuchten, dafür bezahlte, die Krebsrisiken zu verharmlosen und gar zu verheimlichen.

Vermeintlich unabhängige Wissenschaftler schrieben Gutachten über die angebliche Unbedenklichkeit von Glyphosat. 2015 war die Internationale Krebsforschungsagentur IARC zu dem Ergebnis gekommen, dass Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ einzustufen ist. Dadurch geriet Monsantos Roundup-Markt sowie die Reputation des Konzerns in Gefahr. Ein weiterer Gutachter musste her und geschmiert werden, damit er gegen die Studien der IARC aussagte. Ein unabhängiger Toxikologe und Gutachter wurde von Monsanto entlassen, nachdem er herausfand, dass Glyphosat sogar zu genetischen Veränderungen führen kann. Seine Ergebnisse wurden selbstredend nie veröffentlicht. Bis jetzt.

Durch das Gerichtsurteil kamen viele neue Details über den jahrelangen Betrug Monsantos heraus. Bayer dürfte sich bald einer riesigen Flut von Klagen ausgesetzt sehen. Der Widerstand gegen Chemikalien in der Landwirtschaft wird sicherlich erneut steigen. Was besorgte Bürger rund um den Globus schon lange vermuteten, bestätigt sich nun. Hoffen wir, dass Monsanto/Bayer noch sehr viele Gerichtsverhandlungen wegen Glyphosat verlieren wird.

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https://www.neopresse.com/politik/das-spinnennetz-des-george-soros-fuer-grenzenlose-migration/

Das Spinnennetz des George Soros für grenzenlose Migration

NEOPresse in Politik

Der US-Milliardär George Soros stellt sich selbst gerne als Philanthrop dar. Bereits im Jahr 2005 gründete Soros mit seiner Stiftung „Open Society Foundations“ einen Verbund mit zwölf weiteren Stiftungen, das sogenannte „European Programme for Integration and Migration“ (EPIM). In Deutschland gehört die Robert Bosch Stiftung zu diesem Stiftungsverbund. Die zwölf Stiftungen verfügen gemeinsam über unermessliche finanzielle Ressourcen.

Das Ziel der EPIM 2005 war es, die Politik in der EU in eine „migrationsfreundliche“ Richtung zu bewegen. NGOs sollten mit Geldern aus den Stiftungen finanziert werden, um sich um die Migration zu kümmern. Sie sollten zudem auf Politik und die Öffentlichkeit im Sinne der Migrationsziele der EPIM einwirken. Auf den ersten Blick erscheinen die Ziele der EPIM als humanitäre Hilfe für notleidende Flüchtlinge. Doch Soros ging es nie darum, notleidenden Menschen zu helfen.

 

Soros will Europa mit Migranten fluten. Die Flutung ist bereits in vollem Gange. Seitdem wird nicht mehr zwischen echten Flüchtlingen und Schutzsuchenden unterschieden. Alle Migranten, egal weshalb sie herkommen, werden als Flüchtlinge dargestellt. Die millionenfache Migration nach Europa soll durch den Global Compact on Migration, der im Dezember in Marrakesch unterzeichnet wird, als Menschenrecht deklariert werden. Wie erfolgreich Soros sein Spinnennetz aus Stiftungen und NGOs gesponnen hat, zeigt sich seit September 2015.

Durch eigens erstellte Werbefilme wurden NGOs auf das „Migrationsgeschäft“ eingestimmt. Da ihnen durch ihre Mitarbeit Geld winkt, sollen die finanziell meist klammen NGOs so zu Mitarbeit und Engagement angelockt werden. Nun wird verständlich, weshalb so viele NGOSchiffe Migranten im Mittelmeer aufsammeln und diese nach Europa bringen. Sie werden von der EPIM dafür reichlich entlohnt. In Workshops werden sie trainiert, um bessere kommunikative Fähigkeiten bei der Arbeit mit Medien und bei der Lobbyarbeit mit der EU zu erlangen. Auch Anwälte und Richter werden in solche Workshops eingebunden.

Das EPIM hat unter der Führung von George Soros ein riesiges Netzwerk aufgebaut. Der Stiftungsverbund soll inzwischen über 450 Mitglieder in 45 europäischen Staaten und Herkunftsländern von Migranten haben und diese mit finanziellen Mitteln ausgestatten. Die Zentrale der EPIM sitzt in Brüssel, denn immer mehr Kompetenzen aus den Mitgliedsstaaten werden dorthin ausgelagert. Die Nähe zur EUKommission macht zudem die Lobby-Arbeit leichter. Gegen dieses finanzstarke Netzwerk anzukommen, wird schwer sein. Im Dezember wird die endgültige Flutung Europas mit Migranten beschlossen. Dagegen wird 2015 harmlos gewesen sein.

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